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Gase in der Schweißtechnik

Gase in der Schweißtechnik


In der Schweißtechnik kommen Gase bzw. Gasgemische als Schutzgase, oxidierende Gase, oder Brenngase zum vielfältigen Einsatz.

Bei den Lichtbogenprozessen werden verschiedene Schutzgase verwendet. Zu unterscheiden ist hier zwischen Gasen die mit dem Schmelzbad chemisch reagieren (aktive Gase)
und solchen die unverändert bleiben (inerte Gase). Durch die Wahl des Schutzgases wird das Schweißergebnis maßgeblich beeinflusst.

Das Standard-Brenngas für alle Verfahren der Autogentechnik ist Acetylen. Die Sauerstoff-Acetylen-Flamme ist das flexible Werkzeug des Gasschmelzschweißers
und kann an verschiedenste Einsatzzwecke, vom Erwärmen eines Bauteils bis zum Schweißen, angepasst werden.

Häufig findet die Gasversorgung aus Druckgasflaschen statt, für deren Handhabung entsprechende Kenntnisse erforderlich sind.

Flaschenfarben
Die Farbkennzeichnung stellt eine unterstützende Information dar, die das Erkennen des Flascheninhalts
Acetylen Argon Formiergas Helium auch aus größerer Entfernung möglich macht. Als allgemeine Regel für Gase und Gasgemische gilt für die
farbliche Kennzeichnung auf der Flaschenschulter:

inerte Gase leuchtendgrün, brennbare Gase rot, oxidierende Gase hellblau, giftige und korrosive Gase gelb.
Damit wird die primäre Gefährdung gekennzeichnet, beispielsweise die Erstickungsgefahr durch inerte Gase.

Die grundsätzlich vorgesehenen vier Farben hätten in der Schweißtechnik gebräuchliche Gase schlecht
unterscheidbar gemacht. Dem wurde in der Norm DIN EN 1089-3 durch weitere Farben Rechnung getragen.
Kohlendioxid Stickstoff technischer Sauerstoff Wasserstoff

Gefahrgutaufkleber
Entzündbare, brennbare Gase
Trotz der Farbkennzeichnung ist die einzig verbindliche Kennzeichnung des
Flascheninhalts der Gefahrgutaufkleber.

Gefahrgutaufkleber auf Druckgasflaschen und deren Bestandteile:


1 Produktbezeichnung des Herstellers
2 Gaszusammensetzung
3 Gefahrzettel Nicht brennbare, nicht entzündliche Gase
4 vollständige Gasbenennung nach Gefahrgutverordnung
5 EWG-Nummer bei Einzelstoffen oder das Wort „Gasgemisch“
6 Risiko und Sicherheitssätze
7 Herstellerhinweise
8 Kontaktdaten des Herstellers

Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe

Druckminderer
Die Aufgabe des Druckminderers ist es, den hohen Vordruck auf den Betriebsdruck (Hinterdruck) zu reduzieren und diesen konstant zu halten.
Bei der Auswahl des Druckminderers ist der Vordruck aus der Druckgasflasche (zum Beispiel 200 oder 300 bar) und die Gasart zu beachten.
Druckminderer für Sauerstoff müssen vollständig öl- und fettfrei gehalten werden.

Zuordnung der Schutzgase zu Prozessen und Werkstoffen


Die inerten Schutzgase – die beim Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) immer verwendet
Schutzgas Hauptgruppe Prozess Werkstoff
werden – kommen beim Metallschutzgasschweißen (MSG) normalerweise nur für
Argon (Ar) I WIG alle Metalle
Nichteisenmetalle zum Einsatz. Man spricht dann vom Metall-Inertgasschweißen (MIG). Helium (He) Argon/Helium MIG alle Nichteisenmetalle

Das Metall-Aktivgasschweißen (MAG) mit Mischgasen oder Kohlendioxid kann für Ar/O2 (Ar/CO2) M1 MAG hochlegierte Stähle
praktisch alle Stahlsorten eingesetzt werden. Die Mischgasgruppen sind nach steigender Ar/CO2 M2 unlegierte und niedrig legierte Stähle
oxidierender Wirkung sortiert. Je höher der Anteil an Kohlendioxid und/oder Sauerstoff, Ar/CO2 / O2 M3
desto oxidierender wirkt das Schutzgas. Kohlendioxid (CO2) C
Ar / He I Wurzelschutz besonders empfindliche Metalle, z. B. Titan
Für den Wurzelschutz werden normalerweise reaktionsträge, stickstoffhaltige Gase Formiergas (N2 / H2) N, R Wurzelschutz sonstige Metalle
eingesetzt oder reduzierend wirkende Argon-Wasserstoff-Gemische. Bei sehr I: inertes Gas, M: Mischgas, C: Kohlendioxid, N: reaktionsträges Gas, R: reduzierendes Gas
empfindlichen Metallen werden auch für den Wurzelschutz inerte Gase verwendet. Die Gase der Gruppen M, C, N, R sind aktive Gase

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