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Die EU und Marokko eignen sich zum ersten Mal eine gemeinsame Sprache in der

Sahara-Frage an (Mogherini)

Brüssel-Die Europäische Union und Marokko nehmen zum ersten Mal eine gemeinsame
Sprache in der Frage der marokkanischen Sahara an, sagte am Donnerstag, den 27. Juni 2019
in Brüssel Frau Federica Mogherini, Hochvertreterin der Europäischen Union für Außen-und-
Sicherheitspolitik, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.

"Wir haben zum ersten Mal eine gemeinsame Sprache in dieser Frage", sagte die Leiterin der
Europäischen Diplomatie auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Nasser Bourita, dem
Minister für Auswärtige Angelegenheiten und für Internationale Zusammenarbeit, am Ende
der Arbeiten der 14. Tagung des marokkanischen EU-Assoziationsrates.

Bezugnehmend auf die Frage einer Journalistin bezüglich der Haltung der EU zur
marokkanischen Sahara antwortete Frau Mogherini: "Eine gemeinsame Sprache ist eines der
wichtigsten und positivsten Ergebnisse und gibt uns Hoffnung für die Zukunft."

Die Hochvertreterin der Europäischen Union für Außen-und-Sicherheitspolitik verwies auf


den Standpunkt der EU in der "gemeinsamen politischen Erklärung", die von den
Mitgliedstaaten am Ende der 14. Tagung des Assoziationsrates Marokko-EU einstimmig
verabschiedet wurde.

In ihrer gemeinsamen politischen Erklärung, einem beispiellosen Dokument in der Geschichte


der Beziehungen der EU zu einem Nachbarland, bekräftigen die beiden Partner ihre
Unterstützung für die Bemühungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, den
politischen Prozess fortzusetzen, um eine politische gerechte realistische pragmatische
nachhaltige und für beide Seiten akzeptable auf Kompromissen beruhende Lösung" der Frage
der marokkanischen Sahara" gemäß den Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates,
einschließlich der Resolution 2468, datiert vom 30. April 2019, zu erzielen.

Die EU, heißt es noch in der gemeinsamen politischen Erklärung, "nimmt die ernsthaften und
glaubwürdigen Anstrengungen Marokkos zu diesem Zweck, die in der genannten Resolution
zum Ausdruck kommen, positiv zur Kenntnis und fordert alle Parteien dazu auf, ihr
Engagement im Sinne vom Realismus und von der Kompromissbereitschaft im Kontext der
Vereinbarungen im Einklang mit den Zielen und den Grundsätzen der Charta der Vereinten
Nationen fortzusetzen".

Die neue EU-Doktrin zur nationalen Frage lehnt jegliche Bezugnahme auf
"Selbstbestimmung" ab und schließt sich der in der letzten Resolution zum Ausdruck
gebrachten Position der Vereinten Nationen an, die Pragmatismus, Realismus, Nachhaltigkeit
und Kompromissgeist befürwortet.

Sie erkennt somit die Vorrangstellung des marokkanischen Autonomievorschlags als die
glaubwürdigste realistischste tragfähigste Lösung für den künstlichen regionalen Konflikt um
die Frage der marokkanischen Sahara an.

Quellen:
http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com