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Hohe Landesschule – für das

Leben lernen wir


Einmal Gelerntes immer wieder nutzen

Jörg Becker
www.beckinfo.de
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Einmal Gelerntes immer wieder nutzen: Jeder damalige Besucher einer


Schule im Hanauer Land (Hohe Landesschule ist sie seit alters genannt) hat
für sich betrachtet wohl anderes in sein Leben mit hinaus genommen. Dem
Verfasser des nachfolgend benannten Buches blieb aus vielen Deutschstun-
den so eines für immer im Gedächtnis haften, nämlich: Einleitung – Haupt-
teil – Schluss als eine mit strenger Konsequenz immer wiederholte Vorgabe
für Klassenaufsätze. Was der Verfasser damals nicht wusste, nicht wissen
konnte: Dass die Befolgung dieser simplen Regel ihm später einmal von
großem Nutzen sein würde.

Doch schon während Schulzeiten ist der Verfasser damit nicht schlecht ge-
fahren. Denn besonders in deren letzten Jahren wurde so mancher mehr-
stündige Klassenaufsatz abverlangt. Das Fach Deutsch hatte in jedem Lehr-
plan das größte Gewicht. Waren also für einen Aufsatz sechs Stunden ohne
Unterbrechung oder Pause angesetzt, so ließ der Verfasser davon etwa vier
Stunden seine Gedanken schweifen. Heute würde man so etwas vielleicht
Entspannungstechnik nennen. In weiteren eineinhalb Stunden wurde mög-
lichst flüssig ohne weiteres Nachdenken alles zu Papier gebracht, was vor-
her im Kopf entstanden war. Wer also genauer nachrechnet: Vor Abgabe-
schluss verblieb noch eine halbe Stunde, in der man sich bereits gemütlich
auf den Heimweg machen konnte.

Was dem Verfasser für sein Leben als Erkenntnis aus der Regel „Einleitung-
Hauptteil-Schluss“ verblieb und er sich immer wieder sagte: Versuche,
Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jede Investition in Gedanken vor
einer eigentlichen Ausführung trägt meist im Nachhinein eine hohe Rendite.
Versuche zuerst, dich auf ein Thema einzustimmen (Einleitung). Ist das ei-
gentliche Thema durch (Hauptteil), versuche es noch einmal kurz zu rekapi-
tulieren (Schluss). In amerikanischen Firmen sprach man hierzu später von
Management Overview.
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Becker, Jörg: Es steht eine Schule im Hanauer Land – Hohe Landesschule


ist sie seit alters genannt, 2010, ISBN 978 3 8391 9917 6

Oft zeigt sich erst später, wie wichtig Schulzeiten für das späteres Leben waren.
Viele der bereits in dieser Zeit gestellten Weichen zeigen erst später, in welche
Richtung sie eigentlich geführt haben.Es wird aufgezeigt, wie eine Brücke von
Schülern mit ihren Reifezeugnissen hin zur ihrer Wandlung zum Arbeitnehmer in
ihrer zukünftigen Arbeitswelt zu bauen wäre.

Keinem Schüler, der in die Berufswelt hinaustritt, wird die Er-


kenntnis erspart bleiben, dass da noch viel mehr ist. Die Wis-
sensnoten in seinem Abgangszeugnis sind allenfalls ein erster
Anfang. Aber sie sind auch das Fundament für die nächsten Ent-
wicklungspotenziale. Versäumnisse und Lücken können zwar
auch noch später „nachgefüllt“ werden. Wichtig ist jedoch die
Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit dessen, was einmal in Schul-
zeiten angelegt worden ist. Ein Grundsatz der Wissensbewahrung
lautet, dass alte Erfahrungen nicht von neuem Wissen über-
schrieben und damit für immer gelöscht werden sollten. Eine
Wissensvermittlung auf Vorrat von früher reicht aber heute bei
weitem nicht mehr aus.

Die Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft sorgt nicht nur


für partielle Veränderungen, sondern kündigt bereits die künftige
Gesellschaft an. Mit dem strategischen Gut „Wissen“ muss des-
halb sowohl in Schul- als auch in Berufszeiten verantwortungs-
bewusst umgegangen werden. Dieses Buch macht einen kleinen
Rundflug durch Erlebnis- und Wissenslandschaften, wie sie in
Schul- und danach auch in Berufszeiten zu durchmessen sind.
Unterfüttert mit Begebenheiten aus dem realen Schülerleben von
Ehemaligen.
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Eine Schule bleibt nach dem Abgang ihrer Schüler nicht etwa in
ihrer eigenen Welt zurück, sondern ist Bestandteil eines höchst
komplexen Standort-Umfeldes. Wenn Standorte daher heute mit-
einander mehr und mehr auch nach dem Faktor Bildung vergli-
chen werden, sitzt jede der an einem Standort befindlichen Schu-
len mehr oder weniger direkt mit in diesem Boot. Denn Schulen
entscheiden nicht nur darüber, wie es ihnen selbst ergeht, sondern
ebenso mit darüber, welche nachhaltigen Perspektiven und Po-
tenziale der gesamte sie tragende Standort auf die Waagschale
bringt.

Man mag Bildungs-Rankings nun mögen oder nicht. Man muss


sich mit ihrer Existenz abfinden. Somit wohl auch damit, dass sie
oft nicht nur Diskussions-, sondern auch als Entscheidungsgrund-
lage zur Anwendung kommen. Je besser Schulen sich darüber
informieren und ihre eigene Position nachvollziehbar bestimmen
können, desto stärker können sie gegebenenfalls auch für ihre
eigenen Ziele und Vorstellungen argumentieren.
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ÜBERSICHT
1. Lied der Hohen Landesschule
2. Einleitung – Hauptteil – Schluss
3. Das rechte Maß der Mittel
4. Der Einstieg – eine Seite im Internet
5. Darsteller
6. Wo dies alles geschah
7. Die Wissensvermittler im Möglichkeitsraum
8. Jedes Ding hat einen Anfang und ein Ende
9. Zwischenstationen
10. Bruchstücke des (für immer ????) Erlernten
11. Aus dem Biologieheft eines Untersekundaners
12. Klassenaufsatz eines Unterprimaners
13. Auszug aus der Welt der Algebra
14. Und auch die Geometrie kam nicht zu kurz
15. Gruppe abi63 als Langzeitlabor
16. Sportliche Betätigungsfelder – mens sana in corpore sano …
oder so
17. Gemeinsam Erlebtes – am Berg und auch zu Wasser
18. Ob Jazz-Keller oder Rock-Bar
19. Schüler-Befindlichkeiten
20. Schauspiel- und Musikambitionen
21. Ohne das „Beiwerk weicher Fächer“ geht nichts
22. Sehen als Voraussetzung des Handelns
23. Letzte gemeinsame Feier
24. Eine 2., 3., usw……….. Sicht der Dinge
25. Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir
26. Schulzeiten = Bruchteil im Lebenszyklus der Schule
Schule = ihrerseits ein Teil des Standort-Ganzen
27. Rohstoff „Wissen“ gestern, heute, morgen
28. Daten = Massenware mit abnehmendem Grenznutzen
29. Informationen sind, was man zum Handeln braucht
30. Wissen ist das Gedächtnis eines Unternehmens
31. Freiräume gewinnen
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32. Gretchenfrage: Ist Wissen messbar ?


33. Wissensbezogene Standortvergleiche
34. Liste der Bildungs-Indikatoren
35. Eigene Position in Bildungs-Ranglisten
36. Hochschulreife für viele Berufs-Optionen
37. Mit gründlich vorbereiteter Bewerbung starten
38. Was Kopfnoten in Zeugnissen mit Haltungsnoten
beim Skispringen gemeinsam haben
39. Die Person macht mehr aus als nur Noten
40. Liste möglicher Bewerber-, Berufsfaktoren
41. Ordnung ins Faktoren-Chaos bringen
42. Vorsortierung
43. Orientierungsrahmen Stellenmarkt
44. Prinzip 3-fach-Bewertung
45. Prinzip Ampel-Anzeige
46. Prinzip Profil-Anzeige
47. Prinzip Potentialanzeige
48. Prinzip Verknüpfungsanzeige
49. Warum dies hier alles erzählt wird
50. Schule im Netz der Standortbeziehungen
51. Indikatoren zur Messung der Bildungsinfrastruktur
52. Fiktive Bildungsinfrastruktur-Wirkungsnetze
53. Rückkoppelung mit anderen Standortfaktoren
54. Vermächtnis eines homo politicus
55. Bildungsmonitor-Methodik
56. Schulzeiten: Input-, Output-Betrachtungen
57. Versteckte Lehrsätze
58. In der Verherrlichungsfalle ?
59. GAP-Analyse zwischen 350tem und 400tem Geburtstag
60. Benchmarking oder wer ist die Beste im ganzen Land ?
61. SWOT-Analyse oder wo liegen Stärken und Schwächen ?
62. Szenarioanalyse oder was wäre wenn ?
63. Langzeitwirkung Schule
Klassentreffen: ihr tieferer Sinn und besonderer Charme

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