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DL-QRP-AG

Hobo
Monoband Allmode Transceiver 160m-10m
© QRPproject Molchstr. 15 12524 Berlin http://www.QRPproject.de Telefon: +49(30) 85 96 13 23 e-mail: support@QRPproject.de
Handbucherstellung: FIservice Peter Zenker DL2FI email:dl2fi@qrpproject.de
Es wird empfohlen, vor Baubeginn diese Baumappe komplett durchzuarbeiten. Baumappe Version: 1.41
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Der Hobo Allmode Transceiver für SSB, CW und digitale Betrieb. Der Aufbau wird erleichter durch die Modultechnik, die Baumappe
Betriebsarten geht nach dem bewähten Prinzip des Aufbaus funktioneller Baugruppen
vor die nach Fertigstellung einzeln getestet werden können. Durch die
Vorwort:
Steckmodule ist der Hobo besonders gut auch für Gruppenprojekte geeignet.
Der Hobo, (US-engl. Die Hobos waren Anfang des 20. Jahrhunderts als
Die Stromaufnahme bei Empfang beträgt etwa 70mA, der Sender braucht bei
Wanderarbeiter, meist als Tramps auf Güterzügen kreuz und quer durch die
10 Watt je nach band zwischen 1 und 1,7A.
USA unterwegs, siehe Jack London „The road, Abenteuer eines Tramps)
Die Signal Eingänge und Ausgänge für digitale Betriebsarten sowie eine
DK1HE und sein Team haben mit dem Hobo einen Transceiver -Bausatz
12V Versorgung für ein Interface sind separat auf die 8 pol Standard
konzipiert, der durch das vollständig modulare Konzept sehr nachbausicher
Mikrofonbuchse gelegt
ist. Durch Einarbeitung aller in den letzten Jahren gewonnenen
Den Hobo gibt es für die Bänder 10m bis 80m. Obwohl der Hobo eigentlich
Erkenntnisse bietet der Hobo bei vertretbarem Preis Empfänger- und
als Monobandgerät entwickelt wurde kann leicht auf einem anderen Band
Sendereigenschaften, wie sie sonst bei preiswerten Selbstbaugeräten
eingesetzt werden, dazu sind nur 2 Steckmodule auszutauschen. Alle
kaum anzutreffen sind. Die Weiterentwicklung des erstmals im BCR, Blue
Steckmodule sind einzeln erhältlich. Mit ihnen läßt sich nicht nur der Hobo
Cool Radio eingesetzten neuartigen Kaskoden ZF Verstärkers sorgt für
auf andere Bänder umstecken, sie eignen sich auch hervorragend für eigene
extrem transparenten Empfang gerade unter schwierigen Bedingungen.
Projekte.
Der selbstregelnde ZF Verstärker macht es möglich ein sehr schwaches
Der Hobo ist ein hochwertiger Transceiver für den Einsteiger, aber
Signal auch dann noch einwandfrei lesbar darzustellen, wenn gleichzeitig
auch optimal als Zweitgerät für die Bandbeobachtung und in der 10m
im Nutzkanal sehr starke Signale auftauchen wobei der Hobo auch noch
Version wegen seiner Rauscharmut besonders geeignet als Nachsetzer für
durch Rauscharmut auffällt. Verantwortlich für die ruhige ZF ist unter
Transverter.
anderem der UKW-mäßige Aufbau von ZF und SSB Aufbereitung in separaten
Abschirmgehäusen. Der Preselektor sorgt zusammen mit einem schnellen
Technische Daten:
Schaltmischer für excellentes Intermodulationsverhalten. Die 9MHz ZF ist
mit zwei Quarzfiltern bestückt, die zwischen CW (0,5kHZ) und SSB (2,5kHz)
Gewicht: 0,725kg
umgeschaltet werden können, das Sendesignal wird bei CW und SSB durch
Größe BxHxT 167mm x 55mm x 104mm
ein separates Quarzfilter gefiltert.
Größe inkl. Knöpfe / Buchse 167mm x 55mm x 140mm
In der sendeseitigen Signalaufbereitung wird ein moderner Sprachprozessor
Versorgungsspannung: 10,5V - 15V
aus der MP3 Technik eingesetzt der das Signal ohne Verzerrungen um etwa
Strom bei Empfang Hintergrundbel. an 110-120mA
eine S-Stufe anhebt. Im Vortreiber wird eine mit 2 mal BFR96 bestückte
Strom bei Empfang Hintergrundbel. aus 70mA
Baugruppe eingesetzt, die absolut linear zwischen 1 und 50 MHz die
Empfindlichkeit RX < 0,5uV
benötigte Treiberleistung bereit stellt. Im Treiber und in der Endstufe
Preselektor 3dB Bandbreite 400 kHz-700kHz je nach Band
werden modernste Mitsubishi V-MOS eingesetzt die speziell für 30MHz
(Automatik schaltet Bel. nach 3s aus)
Leistungsverstärker in 12 Volt Technik entwickelt wurden. Die Sendeleistung
ist zwischen 0 und 10 Watt einstellbar.
Strom bei TX 13,8V 1,2-1,7 A je nach Band
Durch die 4 Layer Platinentechnik ist es gelungen die sonst bei DDS
Leistung einstellbar von außen 0 - 10W
Konzepten häufig auftretenden Spurious (leise Pfeifstellen) im Zaum zu
Oberwellen besser -50dBc
halten. Die Prozessorsteuerung des Hobo bietet großen Komfort: Doppel
VFO, RIT, SPLIT, interner keyer für Telegrafie, Anzeige der Batteriespannung,
S-Meter, Analoge SWR Anzeige bei TUNE, Leistungsmessung bei TUNE, Scan
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Schaltungsbeschreibung der Einzelmodule
Monoband-TRX „ Hobo“
Entwickler: Peter Solf, DK1HE
Projekt Koordination: Peter Zenker, DL2FI
Prototypen: Jürgen Schmidt, DL1JGS, DK1HE, DL2FI

Bausatz Realisierung: Nikolai Zenker, DL7NIK


1. Frontplattenmodul:
Das Frontplattenmodul beinhaltet die komplette Steuerung, Bedienung,
sowie Überwachung des Transceivers. Folgende Funktionsgruppen sind auf
der Leiterplatte untergebracht:

a) zentrale Prozessoreinheit (CPU): verstärkten Mikrofonsignals zum nachfolgenden Modulationskompressor.


Der PIC- Controller IC1 mit der bewährten Software von Andreas, DL4JAL Der IC7 ist ein, von ANALOG DEVICES speziell entwickelter, NF-
stellt das Herzstück dieses Schaltungsteils dar; folgende Aufgaben werden Dynamikkompressor, welcher es gestattet das Eingangssignal in seiner
von diesem übernommen: Dynamik bis zu einem Verhältnis von 15:1 zu verdichten. Der Klirrfaktor
der Ausgangsspannung bleibt dabei unter 1%!! Mittels P6 kann der
- Steuerung des LC- Displays zur Anzeige div. Betriebsparameter Kompressionsgrad individuell eingestellt bzw. über J1 auf 1:1 gesetzt
- Datentransfer zum DDS- Modul werden. Durch die Komprimierung des Sprachsignals ergibt sich eine
- Auswertung der vom SWR- Messkopf kommenden Vor/ Rückinformation deutliche Anhebung der mittleren Sender- Ausgangsleistung, was zu
- Bordspannungsüberwachung einem subjektiven Lautstärkezuwachs von etwa 2 S- Stufen gegenüber
- Umrechnung des AGC- Spannungsverlaufs in eine entsprechende S- Skala dem unkomprimierten Signal führt. Über C28/ R25 wird das Kompressor-
- elektronischer Keyer mit analoger Einstellmöglichkeit der Ausgangssignal dem Balance- Modulator im
Gebegeschwindigkeit SSB- Modul zugeführt. T5 debalanciert über
- Steuersignal für die S/ E- Umschaltung R28 im CW- Modus den Balance- Modulator
während den Tastzyklen und generiert somit ein
sämtliche Software- Menüpunkte sind mittels Drehgeber (DG1) aufruf- bzw. intermittierendes Trägersignal.
einstellbar
c) Auskoppelverstärker für digitale
b) Mikrofon- Vorverstärker+ Modulationskompressor: Betriebsarten:

Das von der Universalbuchse Bu1 kommende Mikrofonsignal gelangt über Das vom ZF- Modul gelieferte demodulierte
den Empfindlichkeitssteller P7 zum nachfolgenden Mikrofon-Vorverstärker NF- Signal gelangt über C14 zum Eingang des
IC6. Über R21/ R22 ist seine Verstärkung dabei auf etwa 12dB eingestellt. Auskoppelverstärkers IC5. Die Signalamplitude
Über C19 bzw. C21 erfolgt eine Preemphasis (Höhenanhebung) des ist dabei unabhängig von der Stellung des
Verstärker- Frequenzgangs. T6 dient zur Stummschaltung des Mikrofonkanals Lautstärkestellers P2. Über R13/ R14 ist
während des Empfangsbetriebes. Über C22 erfolgt die Auskopplung des die Verstärkung von IC5 so eingestellt,
dass sich am Ausgang eine Spannung von
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etwa 0dB (770mVeff) ergibt was dem Norm-Eingangspegel des Line-in- e) S/E- Umschaltung:
Port der meisten Soundkarten entspricht. C16 dient zur Trennung des
Gleichspannungsanteils; R17 wirkt als Überlastungsschutz und erhöht Bei der Tastung des
den dynamischen Ausgangswiderstand auf 600 Ohm. Das verstärkte Senders wechselt Pin14
Empfangssignal kann der Universalbuchse Bu1 an Pin6 entnommen (IC1) von „low“ nach
werden. Ein an Bu1 angeschlossenes PSK- Interface kann dabei von der an „high“ mit der Folge,
Pin5 anliegenden +8V- Versorgungsspannung gespeist werden. Das PSK- dass T2 leitend wird.
Sendesignal wird dem Mikrofoneingang Pin1 zugeführt. Die Sendertastung Die beiden parallel
erfolgt über Pin2. geschalteten P- Kanal
MosFets T3/ T4 bilden
d) Mithörtongenerator: einen Leistungsschalter,
welcher gesteuert
Die Generierung des CW- Mithörtons erfolgt über T2/ R8 nunmehr die +8V-Versorgungsspannung zum Sendeteil hin
in einer komplementären Kippstufe mit T7/ durchschaltet. Um Tastklicks im CW- Betrieb zu vermeiden müssen die
T8. Die beiden Transistoren bilden dabei eine Tastflanken verrundet werden (Weichtastung); dies geschieht mit Hilfe
Thyristortetrode. Beim Tasten des Senders von C31 welcher zusammen mit R8/ T3/ T4 einen Integrator bildet der
lädt sich der Kondensator C30 über P8/ R35 einen verlangsamten Stromanstieg im Lastkreis bewirkt. Nach Beendigung
mit einer Zeitkonstante von etwa 1,4mSec der Sendetastung sperrt T2 zeitgleich; T3/T4 gehen nunmehr wegen der
(~700Hz) auf. Wird dabei ein Spannungswert Integrationswirkung von R8/ C31 verlangsamt in den Sperrzustand über.
von etwa 5,3V erreicht (Uz von D2+ 0,6V
Schwellspannung von T7) wird T7 leitend
und dessen Kollektorstrom wird Basisstrom f) Spannungsversorgung:
von T8. T8 wird nunmehr ebenfalls Um den Transceiver in einem
durchgeschaltet und legt die Basis von T7 auf Massepotential; es stellt sich Bordspannungsbereich von 11-14V
ein Selbsthaltezustand wie bei einem gezündeten Thyristor ein. C30 entlädt betreiben zu können erhalten alle
sich rasch über die niederohmigen Transistorstrecken. Wird der aus C30 spannungsrelevanten Baugruppen
gelieferte minimale Basisstrom (Haltestrom) in T8 unterschritten sperrt T8 mittels Festspannungsregler stabilisierte
und somit auch T7; Der Entladevorgang ist beendet und der Ladevorgang Betriebsspannungen:
von C30 kann neu beginnen. Die somit erzeugte Sägezahnspannung
beinhaltet vornehmlich geradzahlige Obertöne welche dem Mithörton
einen angenehmen „seidigen“ Klangeindruck verleihen. Mittels P8 kann die - IC3 liefert eine +8V- Versorgungsspannung
erzeugte Frequenz dem individuellen Geschmack angepasst werden. Über - IC2 liefert eine +5V- Versorgungsspannung
R33 erfolgt die Auskopplung der Kippspannung an den Mithörton- Eingang - IC4 liefert eine +6V- Versorgungsspannung
des NF- Moduls.
g) Sonstiges:
T1 dient zur Einschaltung der Display- Beleuchtung bei
Drehgeberbetätigung; C29/ R30 verlängern die Leuchtdauer um ca. 3 Sec.
nach Betätigungsende.
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Bedienelemente nach Funktion aufgelistet: stummgeschaltet werden kann (Muting). R3/ C3 bestimmen die Abklingzeit
der Stummschaltung nach Aufhebung des Muting-Befehls. Ohne Bestückung
P1= Preselector- Abstimmung von R4/ C5 beträgt die Durchgangsverstärkung 26dB ( 20-fach). Bei
P2= Empfangslautstärke entsprechender Dimensionierung von R4 kann sie bis auf 46dB (200-fach)
P3= Sendeleistungseinstellung erhöht werden. C4 verbessert den Störspannungsabstand bei welliger
P4= CW- Gebegeschwindigkeit Speisespannung. Eine frequenzabhängige Gegenkopplung mittels R5/ C6
S1= Ein-/ Ausschalter bewirkt eine Absenkung des höherfrequenten RX- Grundrauschens. C8/ R6
S2= Betriebsartenumschalter CW- SSB erzielen Schwingstabilität des Verstärkers. R7 entkoppelt in Verbindung
DG1= Drehgeber mit C9 die Schaltung von einer evt. „weichen“ Versorgungsspannung und
verhindert Pumpeffekte ( motorboating) bei max. Ausgangsleistung an
niederohmiger Last.

2. NF- Modul:
Das NF- Modul beinhaltet einen universell einsetzbaren NF- Verstärker
basierend auf dem bewährten Schaltkreis LM386-4. Das Modul ist in einem
Versorgungsspannungsbereich von 4- 15 Volt einsetzbar und liefert bei 12V
eine Sprechleistung bis max. 500mW. IC1 besitzt 2 identische Eingänge
( Pin 2, 3). Pin2 dient zur Einspeisung eines lautstärkenunabhängigen
Mithörtons; mittels P1 ist der Pegel einstellbar. In Pin3 wird das RX- NF-
Signal zugeführt welches mit Hilfe von T1 während des Sendebetriebs
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Bandfilters Fi4/ Fi3. Das Filter ist dabei über die antiseriell geschalteten
Kapazitätsdioden D5/ D6- D7/ D8 feinabstimmbar und mittels C14/
C21 kapazitiv gekoppelt. Bedingt durch die Resonanztransformation
des Antennensignals mit Hilfe von C19 stellt sich am Hochpunkt
des Sekundärkreises Fi3 ein gegenüber der 50 Ohm Antennenseite
überhöhter Spannungswert ein. Der nachfolgende JFET T1 arbeitet als
belastungsarmer Spannungsfolger und leitet das nunmehr um etwa 9dB
angehobene Empfangssignal niederohmig ( ~ 200 Ohm) zum nachfolgenden
Empfangsmischer weiter. Da T1 einen voll gegengekoppelten Verstärker
mit V= 1 darstellt ist er in der Lage auch hohe Antennenspannungen
intermodulationsarm zu verarbeiten. D9 dient zum Schutz des Preselektors
vor zu hoher HF- Spannung während des Sendebetriebs. Im Empfangsmodus
liegt die Anode von D9 über R11 an + 5V; die Kathode ist über R10 mit +
13,5V vorgespannt; d.h. D9 wird mit 8, 5V gesperrt und bedämpft Fi4 somit
nicht. Im Sendemodus schaltet T2 durch und legt die Kathode von D9 an
Masse; über R11 fließt nunmehr Strom durch D9, welche mit ihrem jetzt
sehr geringen differentiellen Widerstand F4 kurzschließt und somit hohe
HF- Spannung verhindert. Fi1/ Fi2 bilden einen identisch aufgebauten und
synchron zum Empfangszweig abgestimmten Preselektor für das Sendesignal
welcher zwischen Sendemischer und Sendevorverstärker eingeschleift ist.
L1/ L2/ C5/ C6/ C7/ C8/ C9 bilden einen festabgestimmten Bandpass zur
Nachfilterung des mit Nebenwellen behafteten DDS- Ausgangsspektrums.
Die Filter- Ausgangsspannung dient als LO- Signal für das RX/ TX- Mischer-
Modul.

3. HF- Modul:
Auf dem HF- Modul befinden sich alle bandspezifischen Bauteile der
Empfangs- / Sendefrequenzaufbereitung. Das von der Antenne kommende
Empfangssignal durchläuft das Ausgangsfilter- Modul und gelangt über
C19 zum Hochpunkt des Primärkreises Fi4 des als Preselektor wirkenden
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4. SSB- Modul: Kapazitätsdiode D1 lässt sich die generierte Frequenz über eine extern
zugeführte variable Gleichspannung auf die gewünschte Filterflanke des
Seitenbandfilters abstimmen (LSB- USB). Dr3 erhöht dabei den erzielbaren
Quarz- Ziehbereich. Die über P2 ausgekoppelte Trägerfrequenz dient
gleichzeitig als BFO- Signal für den SSB-Demodulator. IC1 arbeitet als
Balance- Modulator; P1 dient zur Einstellung der max. Trägerunterdrückung.
Über den Modulpin 1 erfolgt die Zuführung des Modulationssignals. Der
Ausgangskreis Fi1 ist auf das in IC1 erzeugte Doppelseitenbandsignal
abgestimmt. Über die Koppelwicklung erfolgt Impedanzanpassung an das
nachfolgende Seitenbandfilter Q3 bis Q6. Den Filterabschluss bildet R3; das
an ihm anstehende SSB- Signal wird in der nachfolgenden Verstärkerstufe
mit T2 auf einen zur Ansteuerung des nachgeschalteten Sendemischers
erforderlichen Pegel weiterverstärkt. Über Modulpin 8 kann, dabei mittels
eines externen Potis, die Stufenverstärkung und somit die Sender-
Ausgangsleistung stufenlos eingestellt werden.
Beim CW-Betrieb kann über den Modulpin 1 der Balance-Modulator
debalanciert werden
(Trägerzusatz). Ferner muss die Trägerfrequenz mittels D1 in den Filter-
Durchlassbereich geshiftet werden.

5. S/ E Mischer- Modul:
Auf dem S/ E Mischer-
Modul befinden sich je ein
Sende+ Empfangsmischer mit
gemeinsamem LO- Port sowie
eine ZF- Nachverstärkerstufe
für den Empfangsweg. Die
schnellen 4-fach HCMOS- Schalter
IC1 bzw. IC3 bilden jeweils
einen doppelt balancierten
großsignalfesten Mischer. Die
6-fach HCMOS- Inverter in IC2
erzeugen die für die Taktung der
beiden Mischer erforderlichen
gegenphasigen Taktsignale. T1 arbeitet als Breitbandverstärker und
Das Modul beinhaltet die kplt. SSB Aufbereitung nach der Filtermethode. hebt das vom DDS- Modul kommende LO- Signal auf einen zur sicheren
T1 bildet zusammen mit Q1 (Q2) den Seitenbandoszillator. Mittels der Triggerung von IC2 erforderlichen Spannungswert an. Die Spannungsteiler
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R1/ R2 bzw. R7/ R8 legen Das für die Sende- bzw. Empfangsmischung erforderliche LO- Signal wird
den DC- Arbeitspunkt der mit dem Modul nach dem Prinzip der direkten digitalen Synthese ( DDS)
Mischerzellen auf die Mitte erzeugt. Das Herz der Schaltung besteht aus dem DDS- Chip AD9834 ( IC1)
der Versorgungsspannung von ANALOG DEVICES. Unter Zuhilfenahme des mit dem Quarzoszillators
und verbessern dadurch IC2 generierten 50MHz- Taktsignals und einer von der CPU auf dem
den dyn. Aussteuerbereich. Frontplattenmodul gelieferten seriellen Dateninformation bildet der
Fi1/ C6 dienen zur DDS- Schaltkreis die gewünschte LO- Frequenz. Die Frequenzstabilität
selektiven Auskopplung des Ausgangssignals wird durch das Taktsignal bestimmt und ist somit
des RX ZF- Signals aus quarzstabil.
dem Empfangsmischer
IC3. In Verbindung mit
dem FET- Spannungsfolger
T2 ergibt sich in Folge
der Resonanzüberhöhung
an dem ZF- Kreis eine
Stufenverstärkung von etwa 9dB. Das niederohmig an der Source von T2
zur Verfügung stehende ZF- Signal wird über den Modulpin 1/ St2 dem
nachfolgenden Quarzfilter- Modul zugeführt.

6. DDS- Modul:

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7. ZF- Modul: an Quarzfilter mit unterschiedlichen Abschlusswiderständen (CW- SSB). Eine
Stufenverstärkung von ca. 9dB gleicht dabei evt. Filterverluste aus. Mittels
Dr1/ C2 erfolgt Anpassung an den dynamischen Eingangswiderstand des
sich anschließenden 2- stufigen selektiven Verstärkerzugs mit T2/ T3. Es
kommt hierbei eine besondere diskret aufgebaute Schaltungsvariante zur
Anwendung:
Die beiden Transistoren T2/ T3 sind gleichstrommäßig in Serie geschaltet
( Kaskade) und arbeiten jeweils mit etwa halber Betriebsspannung ( ~4V).
Der dabei fließende gemeinsame Kollektorstrom wird durch R6 auf etwa
3,5mA eingestellt. Es ergibt sich dabei eine gewaltige Stromersparnis
gegenüber der klassischen Methode mit 2 parallel versorgten Einzelstufen.
Mittels T4 lässt sich auf einfache Weise der Betriebsstrom und somit die
Gesamtverstärkung von T2+ T3 steuern.

HF- mäßig arbeitet der Verstärker auf konventionelle Art. C7 dient zur
Entkopplung der Einzelstufen voneinander. T2 arbeitet dabei nicht wie bei
der „echten“ Kaskodenschaltung auf den niederohmigen Eingangswiderstand
von T3, sondern sieht als Arbeitswiderstand den auf die ZF abgestimmten
Resonanzkreis L1/ C6. Es ergibt sich dadurch eine wesentlich höhere
Stufenverstärkung. T3 arbeitet wechselspannungsmäßig in Emitterschaltung
( nicht in Basisschaltung wie bei der üblichen Kaskode). Seine Basis-
Steuerspannung wird induktiv aus L1 ausgekoppelt. Der Kollektor von T3
arbeitet auf den ebenfalls auf die ZF abgestimmten Ausgangskreis L2/
C8. Die ungeregelte Gesamtverstärkung von T2+ T3 beträgt etwa 70dB.
Das verstärkte ZF- Signal wird induktiv aus L2 ausgekoppelt und dem
nachfolgenden Produktdetektor IC1 sowie der Regelspannungsdiode D1
zugeführt. Mittels P1 lässt sich der Regelspannungseinsatz einstellen.
D1 erzeugt eine der ZF- Spannung proportionale negative Richtspannung
welche über P1 den in T4 mittels R7 eingeprägten Basisstrom
feldstärkeabhängig reduziert so dass T4 in den Sperrbereich übergeht
und somit den gemeinsamen Kollektorstrom von T2/ T3 verkleinert mit
der Folge einer Abregelung der ZF- Verstärkung. Da T4 als Stromquelle
arbeitet bleibt der max. Aussteuerungsbereich von T2 voll erhalten;
Eingangssignale von 0dBm ( 220mVeff) werden noch verzerrungsfrei
ausgeregelt. Da D1 eine Vorspannung in Flussrichtung erhält beginnt der
Der Baustein enthält einen selektiven ZF- Verstärker mit nachfolgendem Regeleinsatz bereits bei kleinen Eingangssignalen. Außerdem kompensiert
Produktdetektor. Die JFET Eingangsstufe T1 gestattet optimale Anpassung D1 mit ihrem negativen TK die temperatursensible Basis-Emitterstrecke
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von T4 (Stromspiegelschaltung). Das Regelverhalten bleibt in einem weiten dabei unterschieden:
Temperaturbereich stabil. Der zur CW/SSB Demodulation eingesetzte a1) SSB-Betrieb:
Produktdetektor wird mittels einer Gilbert- Zelle ( IC1) realisiert; R10 bildet Die Analogschalter IC1/ 2
zusammen mit dem Eingangswiderstand von Pin2 einen ZF- Spannungsteiler sowie IC1/ 3 sind gesperrt;
welcher eine Übersteuerung des Eingangs bei starken Empfangssignalen IC1/ 1 ist leitend. Mittels
verhindert. Über C15 wird das in der SSB- Baugruppe generierte BFO-Signal P3 wird die BFO- Frequenz
zugeführt. An Pin5 von IC1 steht das mittels C18 von ZF- Resten bereinigte je nach gewünschtem
demodulierte NF- Signal zur Weiterleitung über C19 an die NF- Baugruppe Seitenband auf den -15dB-
zur Verfügung. Punkt der unteren oder
oberen Filterflanke des SSB-
Quarzfilters gesetzt. Auf
8. Hauptplatine: Grund des Monobandkonzepts
Die Hauptplatine dient als Baugruppenträger der einzelnen Module. wurde dabei auf eine
Alle Module sind steckbar angeordnet und mittels Verschraubung gegen Seitenbandumschaltung
Herausfallen gesichert. Der modulare Aufbau gestattet einen schrittweise verzichtet; ferner findet auch
Aufbau und Inbetriebnahme des Transceivers und erleichtert bei einer kein S/ E- Offset der BFO-
evt. Funktionsstörung die Fehlersuche ungemein. Die Platine ist in Frequenz statt.
Multilayer-Technik (4 Lagen) ausgebildet und gestattet völlig „ drahtlose“
Verbindungen der einzelnen Funktionsgruppen untereinander. Zeitraubende a2) CW-Betrieb (Empfang):
Verdrahtungsarbeiten sowie Schaltfehler gehören somit der Vergangenheit Die Analogschalter IC1/ 1
an. Das Entwicklungsziel hieß „ plug and play“. Folgende Schaltungsteile sowie IC1/ 3 sind gesperrt;
wurden aus HF- technischen Gesichtspunkten- bzw. aus Gründen der IC1/ 2 ist leitend. Mittels
Geringfügigkeit direkt auf die Hauptplatine placiert: P4 wird die BFO- Frequenz
auf ein Offset von etwa
- Treiber+ PA- Stufe des Senders 700Hz (gewünschte Tonhöhe
- SWR- Messkopf des zu empfangenden CW- Signals) gegenüber der Mittenfrequenz des CW-
- BFO- Steuerung Quarzfilters eingestellt.

a3) CW-Betrieb (Senden):


Die Analogschalter IC1/ 1 sowie IC1/ 2 sind gesperrt; IC1/ 3 ist leitend.
Schaltungsbeschreibung der Einzelstufen: Mittels P5 wird die BFO- Frequenz auf die Mittenfrequenz des CW-
a) BFO- Steuerung: Quarzfilters eingestellt.
b) Treiber + PA-Stufe:
Die BFO-Steuerung dient zur Einstellung für die jeweilige Betriebsart (
CW- SSB) erforderliche korrekte BFO- Frequenz. Mit Hilfe der Potis P3/ P4/ Das vom Sendevorverstärker kommende Steuersignal gelangt über C1 zum
P5 wird dabei ein der jeweiligen Frequenz entsprechender Spannungswert Gate des als Treiberstufe arbeitenden MOSFET T1. Die Stufe wird durch
eingestellt und über einen Analogschalter ( IC1) bei Bedarf zum R5/ R6 spannungs- bzw. stromgegengekoppelt und besitzt einen dyn.
Trägeroszillator im SSB- Modul hin durchgeschaltet. Folgende Auswahl wird
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Eingangswiderstand von etwa 50 Ohm. Die Stufenverstärkung beträgt etwa kommenden Sendesignals auf einen zur Ansteuerung der Treiberstufe
14dB. Mit P1 wird der Ruhestrom auf etwa 100mA eingestellt was dem erforderlichen Leistungspegel. Auf der Baugruppe befinden sich 2
A- Betrieb entspricht. Dieser erlaubt eine lineare Stufenverstärkung. Über identisch aufgebaute kaskadierte Breitbandverstärker mit T1/ T2. Die
Tr1 erfolgt Transformation des dyn. Ausgangswiderstands von T1 auf eine Verstärkerstufen arbeiten mit Mehrfachgegenkopplung. R2/ R4 bzw. R7/ R9
Lastimpedanz von etwa 50 Ohm. R7 bildet dabei den Abschlusswiderstand. bestimmen dabei den dynamischen
Die nachfolgende PA- Stufe ist mit einem „echten Sende- MOSFET“ T2 Eingangswiderstand ( 50 Ohm) sowie
bestückt welcher lediglich eine Gate-Eingangskapazität von etwa 50pF den jeweiligen Verstärkungsfaktor (
aufweist; Zusammen mit R7 ergibt sich dabei eine Grenzfrequenz von ca. ~ 18dB) R1/ R3/ R5 bzw. R6/ R8/
75MHz mit der Folge eines nur geringen Abfalls der Leistungsverstärkung R10 definieren den DC- Arbeitspunkt.
bei 28MHz. Über eine lineare Spannungsgegenkopplung mittels R9/ C6 wird Mittels den Breitbandübertragern
die Stufenverstärkung auf etwa 14dB festgelegt. An P2 wird der Ruhestrom Tr1/ Tr2 erfolgt Transformation
der Stufe auf etwa 200mA eingestellt, was dem AB- Betrieb entspricht. der dynamischen Kollektor-
Die mit dem Kühlkörper thermisch gekoppelten Dioden D4/D5 stabilisieren Ausgangswiderstände auf die 50 Ohm
mit ihrem negativen TK die Ruheströme von T1+ T2. Der Ausgangstrafo Tr2 Ebene. Die Ausgangsstufe T2 ist in
transformiert den dyn. Drain-Ausgangswiderstand von etwa 5 Ohm auf eine der Lage einen Ausgangspegel von
Ausgangsimpedanz von 50 Ohm. C23 kompensiert die Streuinduktivität von
Tr2 bei höheren Frequenzen.

c) SWR- Messkopf:
Um einen Überblick auf die momentane Sendeleistung sowie
Antennenanpassung zu erhalten wurde auf der Hauptplatine ein SWR-
Meter mit integriert. Tr3 arbeitet dabei als Strom/ Spannungswandler
und bildet zusammen mit D2/ D3 einen SWR- Messkopf welcher
unmittelbar vor der Antennenbuchse
Bu1 eingeschleift ist. Die an R15 bzw.
R14 anstehenden Richtspannungen sind
dabei proportional zur hinlaufenden- bzw.
reflektierten Leistung. Die CPU auf dem
Frontmodul errechnet aus den beiden
zugeführten Spannungswerten das aktuelle
Stehwellenverhältnis welches danach
auf dem LC- Display graphisch bzw. als
Zahlenwert dargestellt wird.

9. TX-Vorverstärker-Modul:

Das TX- Vorverstärker- Modul dient zur


Anhebung des vom TX- Preselektor
11
+17dBm ( 50mW) bei geringer Kompression abzugeben. Die Welligkeit der Beinchen des Bauteiles sind in leitfähiges Moosgummi gesteckt. Teile mit
Gesamtverstärkung im Frequenzbereich 2- 40MHz beträgt etwa 1dB. besonderer Empfindlichkeit gegen ESD sind in der Teileliste und in den
Aufbau Beschreibungen besonders gekennzeichnet. 2. Trage ein leitfähiges
ESD-Armband, das über 1 MegOhm in Serie an Masse gelegt ist. Besitzt du
10. TX-Ausgangsfilter-Modul: kein solches Armband, dann fasse jedes Mal an Masse (Potenzialausgleich
des Lötkolbens), bevor du ein ESD-empfindliches Teil berührst um dich zu
Das Ausgangsfilter- Modul dient zur Dämpfung den von der Senderendstufe entladen. Mache das auch häufiger, während du arbeitest. Unterschätze
erzeugten Oberwellen. Es kommt hierbei ein 7poliges Tschebychev- Filter das Problem nicht, schon das Sitzen auf dem Stuhl kann zu erheblicher
mit normierten Kapazitätswerten zur Anwendung. Das Filter wurde auf Aufladung deines Körpers führen. Schließe dich auf keinen Fall selbst direkt
größtmögliche Rückflussdämpfung im Durchlassbereich dimensioniert an Masse an, da das unter bestimmten Umständen zu einem schweren,
( >20dB); die Einfügungsdämpfung beträgt dabei max. 0,5dB. Die lebensgefährlichen elektrischen Schlag führen kann. 3. Benutze eine
Sperrdämpfung bei der 1. Oberwelle ( 2xf) ergibt sich zu 45dB. ESD sichere Lötstation mit Potenzialausgleich der Spitze 4. Benutze eine
Auspacken und Inventur, Vorsorge vor Zerstörungen durch Antistatik-Matte an deinem Arbeitsplatz. Eine gute Alternative ist eine
Elektrostatik (ESD) Metallplatte, die über 1MOhm geerdet wird z.b. ein Magnet-Pinboard.
Probleme, die durch ESD verursacht werden, hinterlassen oft schwer zu
findende Fehler, weil die beschädigten Bauteile oft noch halbwegs arbeiten. Inventur Bitte mache eine komplette Inventur, benutze dazu die
Wir erwarten dringend, dass die folgenden Regeln des ESD sicheren Inventurliste die bei den Teilen im Packbeutel liegt. Während der Inventur
solltest du die Teile gleich entsprechend ihrer Baugruppenzugehörigkeit
ins separate Behälter packen (Eierkarton ist prima geeignet). Schau dir
die Inventurliste an. Die Spalte ganz links dient zum Abhaken, wenn du
die Teile in entsprechender Anzahl gefunden hast. In der zweiten Spalte
ist angegeben, in welcher Stückzahl das Teil vorliegt. Es folgt die genaue
Bezeichnung und darauf die Aufteilung auf die Baugruppen. Achte auch auf
die Feinheiten z.B. : Zum Bausatz gehören Kondensatoren im Rastermaß 2,5
(die Bauteile Beinchen haben einen Abstand von 2,5mm, genauer 2,54mm
zueinander) oder das Rastermass (RM) 5 Das Material der Kondensatoren
bis 1000 pF ist COG (oder NP0). COG/NP0 wird immer dann benötigt, wenn
es auf besonders hohe Güte ankommt also z.b., wenn der Kondensator z.B.
als Parallelkapazität in einem Schwingkreis eingesetzt wird. Die weiteren
Spalten zeigen an, in welchen Baugruppen dieser Kondensator in welchen
Arbeitens genau eingehalten werden. Stückzahlen vorkommt. In zum Beispiel 3 Stück in BG4 und 2 Stück in BG5.
Die Regeln sind in der Reihenfolge ihrer Damit es beim Aufbau kein Durcheinander gibt, macht es Sinn während der
Wichtigkeit aufgelistet: 1. Lasse die ESD- Inventur schon die 3 bzw. 2 Kondensatoren in die jeweilige Baugruppen
empfindlichen Teile in ihren antistatischen Behälter zu packen.
Packungen, bis du sie wirklich installieren ACHTUNG! Berühre keine Teile oder Leiterplatten ohne Anti-Statik-Schutz
willst. Die Packung besteht entweder aus (Siehe Abschnitt: „Vorsorge vor Zerstörungen durch Elektrostatik (ESD)“
einer antistatischen Plastik-Tüte oder die
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Achte sorgfältig darauf die Teile nicht durcheinander zu bringen oder die Drosseln ebenfalls messen.
in falsche Beutel zu packen. Sollten Teile fehlen, melde dich gleich bei
QRPproject, wir schicken fehlende Teile sofort nach. Identifizierung von Kondensatoren: Kondensatoren werden durch ihren
Teile die wir in Alu Folie packen sind besonders durch Statik gefährdet, sie Wert und durch den Abstand der Beinchen voneinander identifiziert.
müssen bis zum Einbau in der Folie bleiben. Kleine Fest-Kondensatoren sind meist mit 1, 2, oder 3 Ziffern markiert
und haben keinen Dezimalpunkt. Sind es eine oder zwei Ziffern, handelt
SMD Teile haben wir auf ein Blatt geklebt damit sie nicht verloren gehen. es sich immer um Pico-Farad. Bei drei Ziffern, ist die dritte Ziffer wie
Lass die Bauteile in ihren Containern bis du sie brauchst. der Multiplikator (Anzahl der Nullen) So hat zum Bsp. ein 151 markierter
Kondensator den Wert 150 pF (15 und eine Null) 330 ist demnach 33 pF
Identifizierung von Widerständen und HF Drosseln (33 und NULL Nullen :-) 102 bedeutet 1000 pF oder 1 nF (oder 0,001uF)
Identifizierung von Widerständen und HF Drosseln und 104 ist dann wieder 100.000 pf =100nF=0,1uF. Ausnahmen werden
Widerstände und Drosseln werden mittels eines Farbcodes identifiziert. an entsprechender Stelle in der Baumappe und in der Teileliste genannt.
In unseren Bausätzen werden fast nur noch Metallschicht Widerstände Kondensatoren > 1000 pF sind oft mit einem Dezimalpunkt versehen, die
eingesetzt deren Grundfarbe leider meist blaugrün ist, was den meisten Bezugsgröße ist dann uF. Ein Aufdruck von .001 bedeutet dann also 0,001uF
Menschen das sichere Erkennen der Code-Farben sehr schwer macht. = 1 nF = 1000 pF Dementsprechend sind .047 =47 nF. In unseren Bausätzen
Erschwerend kommt dazu, dass laut Statistik etwa 15% der Erwachsenen werden meist Kondensatoren im Rastermaß 2,54 mm eingesetzt. Wenn 5mm
Männer Farbfehlsichtig ist ohne das zu wissen. Wir empfehlen daher erforderlich sind, dann weisen wir im Handbuch ausdrücklich darauf hin
DRINGEND die Widerstände vor Gebrauch mit einem Ohmmeter zu messen. (RM5 bedeutet Rastermaß 5mm = Abstand der Anschlussdrähte voneinander
Lass dich nicht irritieren, wenn das DVM kleine Abweichungen vom Sollwert 5mm)
anzeigt. Die typischen Fehler eines preiswerten DVM und die Toleranzen
des Widerstandes führen zu leichten Abweichungen zwischen gemessenem Identifizierung der Ringkernspulen: Im Hobo werden einige
und aufgedrucktem Wert. Bei Widerständen mit 1% Toleranz werden 5 Ringe Ringkernspulen benutzt. Es ist wichtig immer den richtigen Typ einzusetzen.
benutzt: 3 für die signifikanten Ziffern, ein Multiplikator an Stelle der Der Typ ist durch Farbe und Größe festgelegt. Im Hobo gibt es 2 Sorten
goldenen oder silbernen Toleranz Kodes und der fünfte, um die Toleranz zu von Ringen: Eisenpulver und Ferrite. Wenn du diese durcheinander bringst,
Kennzeichnen. Da die 5 Ringe normalerweise den ganzen Platz ausfüllen, ist wird dein BCR nicht funktionieren. Die Eisenpulver Ringkerne im Hobo sind
der fünfte Ring breiter um darauf hin zu weisen, dass der Widerstandswert vom Typ T37-6. und T37-2. Das T bezeichnet Eisenpulver, 37 ist der äußere
am gegenüberliegenden Ende beginnt. Beispiel: Die ersten vier Ringe eines Durchmesser in zehntel Inch und -2 oder -6 spezifiziert einen bestimmten
1k5 1% Widerstandes sind braun, grün, schwarz, braun. Der Multiplikator Eisenpulver Mix. Dem Ring sieht man die Art der Mischung nicht an,
ist 1 an Stelle von 2, da die dritte Ziffer bei diesem Widerstand noch deshalb ist er farbig markiert. Die im Hobo benutzte -6 Mischungen ist
signifikant ist. HF Drosseln und andere kleine Induktivitäten sehen den immer gelb, die -2, ist rot markiert ist. Wir benutzen nur hochwertige
Widerständen recht ähnlich. Ihre Farbringe repräsentieren die gleichen Ringkerne von Amidon. Es sind einige Fälschungen auf dem Markt, die
Ziffernwerte, sind aber oft schwieriger zu lesen. Generell sind die billig sind, aber billig ist in diesem fatal. Ferrite werden statt mit einem
Multiplikatorringe oder Toleranz Ringe näher am Ende der Drossel, wie die T mit FT gekennzeichnet. Im Hobo benutzen wir FT37-43 Ringkerne und
erste Ziffer. Gerade umgekehrt also wie bei den Widerständen. Bei sehr Doppellochkerne. Wie bei den Eisenpulver Ringen gibt 37 die Größe mit
kleinen Drosseln können die Farbmarkierungen auch in der Mitte sein. Wenn 0,37 Inch an. Die -43 ist die Bezeichnung für den Ferrit. Ferrite sind nicht
du die Induktivitäten vor Beginn des Aufbaus alle aussortierst, dann ist es farbig markiert, sie sind dunkel grau bis anthrazitfarbig. Im Hobo gibt es
mit Hilfe der Teileliste einfacher sie positiv zu identifizieren. Wer ein HF- einen weiteren Ringkern, dessen Bezeichnung von diesen Regeln abweicht.
Multimeter von QRPproject oder ein ähnliches Messinstrument besitzt, sollte
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Es ist ein N30 Ring von Siemens. Er sieht genau so aus wie die Amidon habe in meinen Bastelkursen oft festgestellt, dass die „Sparsamkeit“ der
Ringe, ist aber sehr viel kleiner. Funkamateure gerade bei Lötzinn sehr groß ist. Manche Lötzinnrolle, die ich
bei solchen Treffen sah, war wohl offensichtlich vom Großvater geerbt. Du
Löten: Hoffentlich ist dies nicht Deine erste Begegnung mit einem brauchst ja das alte Zeug nicht unbedingt wegzuwerfen, Gehäuse kann man
Lötkolben. Falls doch, oder wenn dies Dein erstes Halbleiterbauprojekt ist, damit sicherlich noch löteten und vielleicht ist ja auch mal eine Dachrinne
hier einige Tipps um Deinen Erfolg zu sichern. defekt. Beim Zusammenbau eines Bausatzes solltest du aber auf jeden Fall
auf das alte Zeugs verzichten, sonst wirst du möglicherweise später um die
Leiterplatten: Die meisten unserer Leiterplatten ist beidseitig beschichtet Suche nach kalten Lötstellen und Lötbrücken nicht herum kommen.
und alle Löcher sind durchkontaktiert. Das heißt, dass du nicht auf
der Bestückungsseite löten musst. (Auch nicht sollst). Besonders Lötkolben: Benutze möglichst einen Lötkolben mit einer Leistung zwischen
Anfänger haben die Tendenz, zu viel Lötzinn zu benutzen. Bei modernen 50 und 80 Watt. Ein 15W- oder auch 30W-Kolben ist nach meiner Erfahrung
Leiterplatten, die eine Lötstopmaske aufgedruckt haben, ist aber nicht sehr nur etwas für Masochisten. Unsere Leiterplatten mit durchgehender
viel Platz für das Zinn. Massefläche haben eine sehr große Wärmekapazität d.h. sie können sehr
viel Energie in Form von Wärme aufnehmen. Beim Hobo sind besonders die
Lötzinn: Wir empfehlen bei modernen Leiterplatten mit Lötstopmaske Hauptplatine und die Frontplatine geradezu „Wärmefresser, da sie in 4-Layer
ausschließlich mit modernem Elektroniklot mit 0,5mm Durchmesser zu Technik hergestellt sind was bedeutet, dass innen in der Leiterplatte zwei
arbeiten. 1mm Lötzinn eignet sich nur, wenn keine Lötstopmaske vorhanden weitere Kupferlagen sind.
ist. Die Verwendung von Löthonig, Lötwasser und ähnlichen archaischen Optimal ist eine Lötstation, die mit Niederspannung und Potential-
Löthilfen ist eher für das Löten von Dachrinnen geeignet und sollte bei Ausgleich arbeitet. Wir benutzen heutzutage sehr viele empfindliche
Leiterplatten vermieden werden. Das moderne Elektroniklot enthält innen Bauteile, die bei ungenügender Erdung des Werkzeugs schnell Schaden
eine Seele aus Flussmittel, so dass eine zusätzliche Zugabe von Flussmittel nehmen. Es gibt sehr gute Lötstationen bereits sehr preiswert im Handel
nicht nötig ist. Es ist ein Ammenmärchen, dass man zusätzlich noch zu kaufen. Schlechte Erfahrung habe ich mit allen Lötkolben gemacht, bei
Kolophonium brauchen würde, das Flussmittel im Elektronik Lot reicht der die Spitze in den Kolben gesteckt und mit einer Schraube befestigt
allemal aus. Gebräuchlich sind zurzeit Legierungen unterschiedlicher wird. Bei dieser Art sitzt die Spitze oft schlecht im Heizelement und hat
Zusammensetzung. Der hohe Anteil an giftigem Blei macht es erforderlich, dadurch schlechten Wärmeübergang. Die Spitze sollte heute immer eine
die Vorschriften des Arbeitsschutzes zu beachten. Während der Lötarbeiten veredelte Lötspitze sein, die Zeit der handgeschmiedeten Lötspitzen
sollte man seine Nase nicht unbedingt direkt in den aufsteigenden Rauch aus Kupfer oder Schweißdraht ist bei aller Sparsamkeit vorbei. Halte die
halten, da auch dieser doch erhebliche Anteile an Blei enthält. In der Lötkolbenspitze sauber. Benutze einen feuchten Schwamm oder ein feuchtes
Industrie werden Absauganlagen benutzt, die aber im Hobby Bereich auch Küchentuch aus Leinen, um die Spitze regelmäßig zu reinigen, wenn du
bei Viel-Lötern durch eine gewisse Vorsicht während des Lötens ersetzt arbeitest. Für die Leiterbahnen ist eine 0,8mm Bleistiftspitze ideal. Auf der
werden können. Im Handel erhältliches so genanntes „umweltfreundliches“ Massefläche macht diese Spitze aber manchmal Probleme, da ist die breitere
Lötzinn hat sich in der Praxis nicht bewährt. Die preiswerteste und meist Hammerspitze wegen der besseren Wärmeabgabe von Vorteil. Erhitze die
gebrauchte Legierung nennt sich Sn64Pb36 und besteht aus 64% Zinn Lötstelle nur so viel, wie für eine gute Lötverbindung nötig ist. Ein kleiner
und 36% Blei. Legierungen mit 2% Kupfer oder Silbergehalt haben einen „Schraubstock“ oder ein Platinenhalter zum Halten der Leiterplatte macht
niedrigeren Schmelzpunkt, was das Löten etwas leichter macht, und ergeben die Arbeit leichter.
glänzende Lötstellen. Letzteres hat elektrisch natürlich keinerlei Bedeutung,
macht aber manchen Bastlern besondere Freude. Ob Silber oder Kupfer So sehen eine korrekte und eine unkorrekte Lötstelle aus:
macht
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ideal: der Lötpunkt ist Lötzinn ist zugeführt  Gutes Entlötwerkzeug ist unbezahlbar, wenn mal etwas schief
gerundet und konkav. bis nichts mehr passt gegangen ist. Besorge dir wirklich gute Entlötlitze. Die billige aus
dem Versandgroßhandel tut es meist nicht richtig. Man erkennt gute
Berühre Leiterzug und Bauelementeanschluss gleichzeitig mit der Lötspitze. Entlötlitze daran, dass sie wie Seide glänzt. Eine gute Entlötpumpe ist
Führe das Lötzinn innerhalb von einer oder zwei Sekunden zu und du wirst ebenfalls hilfreich.
sehen, wie das Zinn in die Lötstelle fließt. Ziehe den Lötzinn und dann
den Lötkolben weg. Widerstehe der Versuchung, soviel Zinn in die Lötstelle  Schraubendreher: Kleine Kreuzschlitz- und spatenförmige Schraubendreher
zu stopfen, bis nichts mehr reinpasst. Zuviel Lötzinn führt meist zu gehören zur Grundausrüstung. Nimm keinen Schraubendreher, bei dem
Schwierigkeiten, denn es könnte sich Zinnbrücken über dicht benachbarte die Kanten schon verbogen sind.
Leiterzüge bilden. Alle Bauelemente werden zum löten so weit es geht
auf die Platine gedrückt. Das ist keine Frage der Ästhetik, sondern eine  Eine gute Spitzzange

 Ein Elektroniker Seitenschneider. Der aus der großen Werkzeugkiste ist


nicht der richtige! Halbmondförmige Schneiden sind besser als Quetscher.
Zur Not reicht ein Nagelknipser aus der Drogerie.

 DVM Digitalvoltmeter zum Messen von Strom, Spannung und Widerstand.


Wenn das DVM Kondensatoren messen kann, ist man im Vorteil.
hochfrequenztechnische Notwendigkeit. Widerstände liegen also mit dem
Körper flach auf der Platine auf, wenn sie nicht gerade stehend eingelötet  50 Ohm Dummyload mit 10 Watt Belastbarkeit
werden. Kondensatoren gehören ebenfalls bis runter auf die Platinen. Mit oder äquivalentes Wattmeter mit eingebauter
anderen Worten: es gibt keine Bauteile mit langen Beinen. 50 Ohm Dummy. Sehr gut macht sich hier der
Werkzeuge: Thermische Leistungsmesser der DL-QRP-AG.
Du benötigst folgendes Werkzeug zum Aufbau des Hobo:
 Ein HF Tastkopf oder ein anderes Gerät, mit
 Eine ESD-sichere Lötstation mit Potentialausgleich und feiner Spitze, dem du HF Messen kannst. Ein einfacher
einstellbar von 370-430 Grad C. Ideal ist eine Bleistiftspitze 0,8 mm Diodentastkopf reicht. Hast du keinen dann
oder eine Spatenspitze mit 1,3mm. Benutze keine Lötkolben mit 220V solltest du dir spätetstens jetzt einen bauen oder
Speisung oder Lötpistolen. Die Zerstörung von Leiterbahnen und z.B. den HF Tastkopf von QRPproject bestellen.
Bauteilen ist sonst vorprogrammiert.
 Elektroniker-Lötzinn mit 0,5 mm Durchmesser. Lötzinn mit 1mm
Durchmesser ist für moderne Leiterplatten mit Lötstopmaske definitiv  Ein Signalgenerator. Zum Abgleich des Empfängers ist ein Signalgenerator
zu dick, wir warnen ausdrücklich davor (Gefahr von Kurzschlüssen auf ungemein nützlich. Es muss nicht gleich ein Rhode und Schwarz
der Platinenoberseite durch Kapillareffekt). Benutze niemals Lötzinn Messsender sein, der kleine Signalgenerator von QRPproject oder das
mit saurem oder wasserlöslichem Flussmittel. Du verlierst nicht nur die XGEN2 von Elecraft reichen völlig aus.
Garantie, du wirst auch keine Freude an Deinem Gerät haben!

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 WICHTIG: eine Lesebrille oder Lupe oder beide. Die Erfahrung sagt, das Die beste Strategie, Entlöt-Stress zu vermeiden ist es, die Bauteile
viele Fehler wegen fehlender Lupe oder Brille gemacht werden. Beide gleich beim ersten Mal richtig zu platzieren! Prüfe den Wert und die
nutzen nur, wenn gleichzeitig wirklich gutes Licht vorhanden ist. Daraus Einbaurichtung eines jeden Bauteiles zwei mal, bevor du die Anschlüsse
resultiert zwangsläufig der nächste Punkt: verlötest, denk immer an die ESD Problematik und mach den Arbeitsplatz
ESD sicher!

Wenn Bauteile entlötet werden müssen: Bevor der „offizielle“,


international übliche Text über das Entlöten kommt, stelle ich hier mal
meine eigenen Ansichten dazu vor, die sich in vielen Reparaturstunden
bewährt hat:

Es macht in der Regel keinen Sinn, unbedingt das Bauteil retten zu


wollen. Geiz soll zwar angeblich geil sein, aber letztlich ist eine zerstörte
Platine teurer als ein aufgegebenes Bauteil. Viele von euch werden noch
daran gewöhnt sein, mit ausgebauten Teilen neue Projekte zu realisieren.
 Eine gute Arbeitsplatzlampe Aber seid mal ehrlich, das stammt aus einer Zeit, als die Teile sehr groß
waren und auch nicht besonders empfindlich. Ich persönlich setze keine
Wie schon erwähnt, sollen alle Arbeiten an Gebrauchtteile mehr ein, weil das Risiko, dass sie beim Ausbau Schaden
einem ESD sicheren Arbeitsplatz durchgeführt genommen haben einfach zu groß ist.
werden. Armband und Antistatik Unterlage Wie gehe ich also vor:
gehören bei modernen Bauteilen einfach dazu. Als erstes schneide ich mit dem Elektroniker-Seitenschneider die Bauteile
Sollte etwas unklar sein, wende dich an den so zurecht, dass jedes Bauteilbeinchen einzeln übrig bleibt. Ein Widerstand
QRPproject Support. wird also zur Hälfte durchgeschnitten, ein Transistor in drei Teile zerlegt,
Das meiste benötigte Werkzeug kannst du ein IC kreuz und quer zerlegt, bis jedes Beinchen einzeln da steht.
direkt von QRPproject bekommen.
Nun geht es weiter au zwei verschiedene Weisen: Steht ein Helfer bereit
Entlöten: Die in unseren Bausätzen benutzten (Frau, Sohn, Tochter, Freund es braucht kein Fachmann zu sein) so ist der
Leiterplatten sind doppelseitig und durchkontaktiert (Hobo Hauptplatine Rest ganz einfach: die Hilfsperson zieht die freigelegten Beinchen eins nach
und Hobo Frontplatine = 4-Layer Platine, das macht das Entlöten noch dem anderen mit einer Spitzzange heraus, sobald ich die entsprechende
schwieriger), das bedeutet, es gibt auf beiden Seiten Leiterbahnen und Lötstelle von der anderen Seite her genügend aufgeheizt habe.
Masseflächen, die durch die Platinen hindurch an jeder Bohrung miteinander Ist kein Helfer da, so muss ich beides gleichzeitig ausführen: Heizen und
verbunden sind. Bauteile von einer solchen Leiterplatte zu entfernen kann ziehen. Das geht nur, wenn ich einen stabilen Leiterplattenhalter benutze.
ziemlich schwierig sein, weil man das Zinn komplett aus der Bohrung holen Problematisch ist auch, dass es besonders bei größeren Platinen nahezu
muss, bevor ein Bauteilanschluss heraus gezogen werden kann. Dazu wird unmöglich ist, beide Seiten der Platine gleichzeitig im Auge zu halten.
wirklich gute Entlötlitze und/oder eine Entlötpumpe gebraucht. In diesem Falle wende ich eine etwas andere Methode an: Ich halte die
Man benötigt einige Erfahrung, einige Tipps folgen. Platine fest in der Hand, die Platine schwebt dabei waagerecht mit der
Bauteileseite nach unten über dem Tisch. Auf der oben befindlichen
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Lötseite heize ich nun das entsprechende Lötauge auf. Ist das Zinn Folge immer der Anweisung zur Positionierung von Bauteilen.
geschmolzen, schlage ich mit der Faust, die Platine hält kurz und sehr
kräftig auf den Tisch. Wohlgemerkt: mit der Faust, nicht mit der Platine. Werkzeuge bei QRPproject:
Durch das heftige Abbremsen beim Aufschlag wird das Bauteilbeinchen Entlötlitze
beschleunigt und fliegt nach unten aus dem Lötpad. Sind die Lötzinn 0,5mm
Bauteilbeinchen entfernt, dann kann ich mit guter Entlötlitze die Bohrung Lupe
säubern ohne großen Schaden anzurichten. Platinenhalter
Elektroniker Seitenschneider
So, das war die DL2FI Methode, es folgt die offizielle: DVM
Ziehe niemals ein Bauteil-Beinchen aus der Bohrung ohne vorher das Zinn
komplett entfernt zu haben. Alternativ kannst du an dem Beinchen ziehen, Nicht unbedingt nötig, aber extrem hilfreich für den Aufbau eines
wenn genug Hitze zugeführt wird, um das Zinn zu schmelzen. Ist das nicht Funkgerätes sind einige einfache Messmittel. Die Anschaffung lohnt sich
der Fall besteht Gefahr, dass die Durchkontaktierung zerstört wird. auf jeden Fall, sie sind auch nicht besonders teuer. Wenn du Spaß am Funk
Basteln hast und der Hobo nicht dein einziger Bausatz bleiben wird, dann
Heize auch beim Entlöten nur für wenige Sekunden, die Leiterbahnen solltest du die wichtigsten Hilfsmittel auf jeden Fall zulegen.
können sich lösen, wenn zu lange geheizt wird.
Hilfsmittel QRPproject:
Benutze Entlötlitze mit 2,5mm Breite. DipIT, Dipmeter der DL-QRP-AG (Dipmeter, Absorptionsfrequenzmesser,
Signalgenerator - alles in einem
Wenn möglich, entferne das Zinn von beiden Seiten der Platine her. Digitalvoltmeter mit Kapazitätmessbereich
Wenn du mit einer Entlötpumpe arbeitest, benutze eine große (Jumbo) Rauschgenerator Bausatz
Pumpe. Die kleinen arbeiten nicht sehr effizient. Prüfoszillator
HF Tastkopf für Digitalmultimeter (fertig)
Der sicherste Weg IC oder Bauteile mit drei und mehr Beinchen zu entlöten Wattmeter WM2 von OHR 1W/10W
DummyLoad 100W
ist, die Beinchen am Bauteilkörper abzuschneiden und sie dann einzeln
Thermischer Leistungsmesser
auszulöten. Eine zerstörte Leiterplatte durch erfolgloses Entlöten ist teuer.
Signalgenerator der DL-QRP-AG
Der Versuch, das Bauteil zu retten lohnt meist nicht.

Leiste dir einen Leiterplattenhalter. Das macht beide Hände frei für die
Entlötarbeit, auch das Löten geht damit viel einfacher. Kommst du mit einer
bestimmten Reparatur nicht weiter, berate dich mit unserem Support.

Bemerkungen zum Aufbau: Jeder Schritt beim Aufbau des Hobo ist mit
einer Kontrollbox [ ] versehen, Überschlage niemals einen Arbeitsschritt.
Möglicherweise schadest du mit einer Änderung der Reihenfolge des Aufbaus
Funktion oder Performance des Bausatzes.
Teile einbauen:
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Vorwort zum Aufbau: Und wenn man nicht mehr weiter weiß? Dann wendet man sich
Bevor du mit dem Aufbau beginnst, möchten wir dir einige Grundregeln ans vertrauensvoll an mich. Das geht einfach und sicher per Email an support@
Herz legen. Auch der erfahrene Bastler macht mal einen Fehler, das ist fast QRPproject.de oder per Telefon unter 030 859 61 323. Und damit du eine
unvermeidlich. Es gibt aber einige Regeln und Erfahrungswerte, die helfen, Vorstellung hast, mit wem du es dann zu tun hast, stelle ich mich kurz
die Anzahl der Fehler möglichst klein zu halten. Viele gute Hinweise findest vor: DL2FI, Peter, genannt
du in FI´s Werkstattfibel. In der Fibel gehen wir auf viele Besonderheiten QRPeter. Funkamateur seit
von Bauteilen ein, beschreiben unsere Löttechnik und erklären die 1964. Ich bin Bastler und
besondere Wickeltechnik der verschiedenen benutzten Spulenbausätze. QRPer aus Leidenschaft seit
Da unsere Bausätze grundsätzlich so konzipiert sind, dass auch Anfänger vielen Jahren und der festen
damit zurecht kommen, wird der alte Hase viel Bekanntes finden, aber Überzeugung, dass die große
Wiederholung hat noch nie geschadet und auch der erfahrene Bastler wird Chance des Amateurfunks
sicher noch manch guten Hinweis finden. Wir empfehlen jedem, sich die in der Wiederentdeckung
Sammlung vor Beginn des Aufbaus durch zu lesen. Lesen ist überhaupt beim des Selbstbaus liegt. Mein
Selbstbau mit Bausätzen sehr wichtig. Das Entwicklerteam von QRPproject Wahlspruch: Der Amateurfunk
hat mehrere Prototypen des Gerätes aufgebaut, die letzten alle schon mit wird wieder wahr, wenn
einem originalen Bausatz. Wir haben uns große Mühe gegeben, während Amateurfunk wird, wie er
unserer eigenen Bastelei möglichst alle Fallstricke zu erkennen und durch war. Aus dieser Überzeugung
eine möglichst gute Beschreibung in diesem Handbuch die Nachbauer heraus habe ich auch im
vor solchen Fallen zu bewahren. Es lohnt sich also für jeden Bastler, das Jahre 1997 die DL-QRP-
Handbuch in jeder Bauphase immer genau zu studieren. Wir empfehlen AG, Arbeitsgemeinschaft
jeden einzelnen Absatz immer erst bis zum Schluss zu lesen, bevor man zum für QRP und Selbstbau
Lötkolben greift. ins Leben gerufen. Die
Arbeitsgemeinschaft hat inzwischen mehr als 2300 Mitglieder und ihre
Die Baumappe: Die Hobo-Baumappe ist in Baugruppen aufgeteilt. Zu jeder Mitglieder haben mit vielen hervorragenden Geräte Entwicklungen zum
Baugruppe gehört der Textteil mit der Abhakliste und den Beschreibungen, internationalen Erfolg der QRP und Selbstbau Bewegung beigetragen.
ein Schaltplan und eine Bestückungszeichnung. Im Textteil wird jedes Die internationale QRP Bewegung hat mich als erstes deutsches Mitglied
Teil in der Reihenfolge des Aufbaus aufgeführt. Bitte benutze die in die QRP Hall of Fame aufgenommen. Ich wünsche dir viel Spaß beim
Abstreichkästchen! Aus unserer Erfahrung heraus wissen wir, dass diese Aufbau unseres Hobo! Du erreichst mich per E-Mail unter der Adresse:
Methode wirklich hilft, Fehler zu vermeiden. Neue Bauteile werden im Text support@qrpproject.de, E-Mails lese und beantworte ich in der Regel
bei Bedarf kurz vorgestellt. Da die Dichte einen Bestückungsdruck auf der auch am Wochenende. Die Woche über bin ich im Büro unter 030 859 1
Platine nicht zulässt, haben wir ein Koordinatensystem eingeführt. Die 323 zu erreichen. Sehr hilfreich ist unser QRPforum im Internet, in dem
Platine ist in Planquadrate von 20 x 20 mm eingeteilt. Die Quadrate sind in in verschiedenen, bausatzspezifischen Gruppen offen über alles, was mit
der horizontalen mit A-H und in der Vertikalen mit 1 bis 5 gekennzeichnet. dem jeweiligen Bausatz im Zusammenhang steht diskutiert wird. Das Forum
Jedes Bauteil lässt sich dadurch eindeutig einem Planquadrat zuordnen findest du unter www.QRPforum.de 73 de Peter, DL2FI
und ist schnell zu finden. Am Ende eines Bauabschnittes folgt ein Test der
Baugruppe. Wir bitten dich, mit der nächsten Baugruppe immer erst zu Anhang zur Einleitung:
beginnen, wenn die vorhergehende den Test bestanden hat. SMD Lötfibel von DL2FI
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In den letzten Jahren wurde die Beschaffung von bedrahteten Bauteilen Ohne Lupe kommt kaum jemand zurecht, der mit SMD umgeht. Über die
zunehmend schwieriger. Einige Bauteile sind inzwischen überhaupt nicht Art der Lupe streiten sich die Geister. Ich persönlich bevorzuge eine
mehr erhältlich, es gibt sie nur noch in der sogenannten SMD (Surface Lupenbrille, die mir viel Bewegungsfreiheit läßt. Bei besonders kleinen
Mounted Device = Oberflächen montierte Bauteile) Bauform. Das liegt Bauteilen benutze ich zusätzlich eine große Lupe an einem Scherenarm, die
sicher daran, dass SMD Baueile viel leichter von Automaten bestückt werden mit einer Ringleuchte ausgestattet ist.
können und dass sie sehr viel kleiner sind als Standard Bauteile und dadurch Wichtig ist gutes Werkzeug. Eine billige Pinzette aus dem Kaufhaus schont
den Trend zur Miniaturisierung unterstützen. Für uns als selbstbauende zwar den Geldbeutel, strapaziert aber unweigerlich die Nerven wenn die
Funkamateure haben SMD einen großen Vorteil, sie sind sehr viel HF- beiden Pinzettenarme plötzlich aneinander vorbei scheren und sich das
tauglicher, als herkömmliche Bauteile. Dadurch, dass die Anschlussdrähte dazwischen befindliche Bauteil wie ein Floh davon macht. An dieser Stelle
fehlen, sind die störenden Streu-Induktivitäten nahezu null. Durch die sollte man nicht sparen, und sich eine anständige, stabile Pinzette zulegen.
kleine Bauform können die Bauteile näher aneinander gerückt werden, die Die Arbeitsfläche sollte so beschaffen sein, dass man ein heruntergefallenes
Verbindungsleitungen werden also kürzer. Der Vorteil ist aber gleichzeitig Bauteil auch wiederfindet. Ich habe mir aus diesem Grund ein Holztablett
ein Nachteil: Viele Funkamateure glauben, sie könnten dieses kleinen besorgt, wie es sonst zum Transport des Mittagessens benutzt wird.
Bauteile nicht mehr beherrschen. Einerseits erwarten insbesondere etwas Herunterfallende Bauteile landen auf dem Tablett und können dort viel
ältere OM wegen der Kleinheit der Bauteile Probleme, diese überhaupt zu leichter wiedergefunden werden. Das Tablett bietet aber noch mehr Vorteile:
sehen, andererseits gehen sie davon aus, das die Hand nicht rugig genug Muss ich meine Arbeit unterbrechen, packe ich einfach das gesamte Tablett
ist, die kleinen Dinger an ihren Platz zu bugsieren. Ich gebe zu, dass ich zur Seite. Gegen zittrige Hände hilft es, die Unterarme auf die Kante des
Anfangs die gleichen Befürchtungen hatte. Erste Misserfolge schienen alle Tabletts aufzulegen.
Befürchtungen zu bestätigen und erst nachdem mir erfahrene Fachleuten Als Lötzinn benutze ich grundsätzlich 0,5mm Elektroniklot mit 2% Kupfer
einige ihrer Tricks verraten haben, ging es plötzlich voran. Die Verarbeitung oder Silberanteil.
von SMD birgt eigentlich gar keine Geheimnisse, es sind eher einige Tricks, Da es bei SMD ICs mit sehr geringem Abstand zwischen den Anschlüssen
die das Arbeiten damit zur Freude werden lassen. enorm nervtötend ist Lötbrücken zwischen den Anschlüssen zu vermeiden
Der erste große Fehler wird bei der Wahl des Lötwerkzeuges gemacht. habe ich mir auf Anraten eines Experten angewöhnt, gar nicht mehr darauf
Meine Versuche, mit einer sogenannten SMD Lötnadel ein Lötgerät im zu achten. Ich löte das IC ohne Rücksicht auf Lötbrücken ein und entferne
Maßstab der Bauteile zu benutzen, sorgten bei den Fachleuten für großes die Brücken anschließend mit der bereits früher beschriebenen Entlötlitze,
Gelächter. Lötnadeln kann man dann benutzen, wenn die ganze Leiterplatte dazu aber später mehr.
auf einem keramischen Heizelement liegt, das auf eine Temperatur kurz
unter dem Schmelzpunk der benutzten Zinnlegierung aufgeheizt wird. Für 1. Bauteile mit zwei Anschlüssen (Widerstände, Kondensatoren, Drosseln)
Freihand- Lötarbeiten ist die Wärmekapazität und die Leistung der Nadeln (Für Rechtshänder, Linkshänder bitte alles spiegelbildlich durchführen) Für
viel zu gering. Am besten löten sich SMD mit einem ganz normalen 50-80 jedes Bauteil mit zwei Anschlüssen sind auf der Platine auch zwei Lötpads
Watt Lötkolben, der mit einer feinen 0,4mm oder 0,8mm Bleistiftspitze vorgesehen. Tippe mit der heißen Spitze des Lötkolbens auf den jeweils
ausgestattet ist. Ich stelle bei meiner LS50 der Weller Lötstation für rechten Lötpad eines Bauteiles und gebe nach 1-2 Sekunden Heizzeit kurz
SMD die Temperatur auf 400 Grad ein, das ist erheblich heißer, als die Lötzinn dazu, bis auf dem Pad eine Halbkugel aus Lötzinn steht. Am besten
Schmelztemperatur der Zinnlegierung. machst Du das gleich für eine ganze Gruppe von Bauteilen, das scheint mir
Der zweite große Fehler ist ein viel zu dunkler Arbeitsplatz. Arbeiten mit ökonomischer zu sein, als jeweils nur das Löten eines einzelnen Bauteils
SMD benötigt Licht, Licht und nochmals Licht. Inzwischen halte ich das vorzubereiten. Hast Du genügend Pads vorbereitet, nimm die Pinzette in
Licht für wichtiger, als eine Lupe. die linke und den Lötkolben in die rechte Hand. Mit der Pinzette greife das
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erste Bauteil. Das Bauteil wird auf die Platine gelegt und bis genau vor die werden nun mit dem Standardlötkolben und 0,5mm Zinn alle Beine mit Lot
Zinn-Halbkugel geschoben. Bei dieser Methode kann das befürchtete Zittern versorgt. Setze dazu den Lötkolben auf das Stummelbein und stoße mit
der Hände gar nicht auftreten, da Du dich ja nach unten auf der Platine dem Lot von vorne gegen das heiße Bein. Pro Bein löst sich das in jeweils
und nach vorne an der Zinn -Halbkugel abstützen kann. Es reicht nun aus, weniger als 2 Sekunden erledigen. Das dabei ab und an das Lot zwischen
mit der Lötkolbenspitze kurz an die andere Seite der Zinn-Halbkugel zu zwei benachbarte Anschlüsse kriecht (oder springt, so schnell geht das)
tippen und sobald das Zinn fließt, das Bauteil in das fließende Zinn zu mach nichts.
schieben. Da das Bauteil dabei nicht frei in der Luft bewegt wird, sondern Sind alle Beine mit Lot versorgt, nimm die gute Entlötlitze, die wie früher
über die Platine geschoben wird, brauchst Du auch jetzt kaum mit Zittern zu beschrieben reichlich Flussmittel enthält, und lege eine Ende quer auf die
rechnen. Ist das Bauteil an seiner endgültigen Position angelangt, entferne Anschlüsse einer Seite. (Es muss natürlich unverzinnte Litze sein, schneide
den Lötkolben, halte das Bauteil aber noch zwei bis drei Sekunden fest, bis immer das Stück, dass schon Zinn aufgenommen hat ab.)
das Lot wieder fest geworden ist. Das Ergebnis ist in der Regel eine perfekte Lege die Lötkolbenspitze schräg und drücke senkrecht von oben für 1-2
Löstelle, die die Form einer konkaven Rampe zwischen Platine und Bauteil Sekunden auf die Litze. Du siehst, wie das Lot sehr schnell in die Litze
hat. Du solltest nun nicht vergessen, auch die zweite Seite des Bauteils läuft. Nun hebe Lötkolben und Litze senkrecht nach oben ab. Nicht
zu verlöten, damit es später seine Funktion erfüllen kann. Das geschieht seitwärts wegziehen, dabei könnten Anschlüsse beschädigt werden.
dadurch, dass du die Lötkolbenspitze genau in den Winkel zwischen Bauteil Wiederhole die Prozedur, bis du alle Anschlüsse des Bauteils erfasst hast.
und Pad platzierst und Lot dazu gibst. Kontrolliere dein Werk mit der Lupe. Falls nötig, wiederhole die ganze
Prozedur, es wird aber meist im ersten Anlauf funktionieren.
2. Bauteile mit mehr als zwei Anschlüssen. (Transistoren, ICs usw).
Diese Bauteile sind nicht sehr viel schwieriger aufzulöten. Es sind einfach
nur drei bis viele Anschlüsse, die am Ende natürlich alle über ihren
zugehörigen Padls liegen sollten. Der wichtigste Schritt ist, dass das
Teil erst einmal richtig positioniert werden muss. Trage auf ein Pad an
einer Ecke des Bauteiles Lot auf und entferne es gleich wieder mit der
Entlötlitze. Setze nun das Bauteil möglichst exakt so auf die Pads, dass alle
Stummelbeine genau über den Pads sind. Wenn das gelungen ist, halte das
Bauteil mit einer Hand in der Position und tippe mit der Lötkolbenspitze
senkrecht von oben auf das Eck-Bein. Du brauchst im Moment dazu kein
extra Lot, der Rest auf der Platine reicht völlig aus, das Bauteil anzukleben.
Kontrolliere den Sitz mit der Lupe. Kleine Verschiebungen kannst du durch
leichtes drücken in die richtige Richtung korrigieren. Wenn das Bauteil
völlig schief aufgeklebt wurde, muss du natürlich das Beinchen wieder lösen
und von vorne anfangen. Verschiebungen von einigen Zehnteln kannst Du
aber ohne Sorgen direkt so ausgleichen.
Wenn das Bauteil jetzt gerade aufsitzt, löte das diagonal gegenüber
liegende Bein mit frischem Lot an. Kein Problem, wenn Lot zwischen
Bauteileanschlüsse geraten sollte, das erledigen wir später.
Wieder mit der Lupe kontrollieren. Sitzt das Bauteil sauber auf seinen Pads,
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Baugruppe 1 Spannungsversorgung

Ohne Spannung und Strom geht auch bei einem Eigenbau Transceiver
nichts. Es ist daher logisch, als erste Baugruppe die Spannungsversorgung
aufzubauen. Unser Hobo wird mit einer Betriebsspannung von nominell
13,8V betrieben, der Spannung die die im Amateurfunk üblichen Netzteile
als Standard bieten. In der Praxis darf die Spannung an der Eingangsbuchse
des Gerätes zwischen 11 und 15 Volt betragen. Weniger als 11V zuzulassen
macht für ein Gerät dieser Klasse wenig Sinn, da wir davon ausgehen
dass bei portabel Betrieb Bleigel oder NiMH Akkus benutzt werden die bei
Entladung unter 11V erheblich beschädigt oder sogar irreversibel zerstört
werden können.
Intern brauchen wir für den Betrieb des Hobo stabilisierte Spannungen
bei +5V, +6V und +8V. Diese Spannungen werden durch integrierte
Festspannungsregler aus der angebotenen Eingangs-Spannung erzeugt.
Die Schaltung entspricht dem üblichen Standard und enthält keine
besonderen Kniffe. Die Diode D7 bildet zusammen mit der Sicherung F1
eine Schutzschaltung gegen Verpolung der Versorgungsspannung. Nach
einer Verpolung ist in jedem Fall ein Wechsel der Sicherung nötig, was als
„erzieherische Maßnahme“ anzusehen ist :-)
- IC3 liefert eine +8V- Versorgungsspannung
- IC2 liefert eine +5V- Versorgungsspannung
- IC4 liefert eine +6V- Versorgungsspannung

Wir beginnen mit dem Aufbau der Teile, die auf das Mainboard kommen.
Lege die Hauptplatine so vor dich hin, dass du die Beschriftungen lesen
kannst. In der linken oberen Ecke findest du den Platz für die 2,5mm
Hohlklinkenstecker-Buchse. Setze sie so in die Lötaugen, dass die vordere
Kante möglichst bündig mit der Kante der Leiterplatte abschließt. Sie soll
auf keinen Fall über die Kante der LP hinaus ragen. Löte alle Anschlüsse von
auf der Lötseite der Platine.
[ ] DC Buchse 2,1mm Hohlklinkenstecker I_1

Direkt rechts neben der DC Buchse ist der Platz für den Abblock Kondensator
C22. Löte ihn so ein, dass er möglichst dicht auf der Platine aufsitzt.
Generell werden alle Kondensatoren so eingebaut, dass die Anschlussdrähte
so kurz wie möglich sind. Wenn dir die Bezeichnungen für Kondensatoren
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nicht 100% klar sind, lies bitte unbedingt das Kapitel über Kondensatoren Anschlussdraht der Diode wird dicht am Körper der Diode zurück gebogen.
in der Einführung. Verwechselte Kondensatoren führen zu unangenehmen Ein schön rechtwinklig abgebogener Anschlussdraht mag zwar ordentlicher
Fehlern, die später oft sehr schwer zu lokalisieren sind. C22 ist ein 100nF aussehen, macht aber in der HF Technik wenig Sinn.
Abblock Kondensator. Er ist wie heute üblich nicht mit 100nF beschriftet
sondern mit 104, was 10 mal 10 hoch 4 bedeutet, also 100.000 pF in [ ] D7 1N5402 aufrecht stehend. I_4
Exponential-Schreibung. Einfacher zu merken: die ersten beiden Ziffern sind Jetzt werden die Steckverbinder montiert, die später die Verbindung zur
der Zähler, die 3. Ziffer gibt die Anzahl Nullen an: 10 und 4 Nullern = Frontplatine herstellen.
10 0000 ACHTUNG, die
Stiftleisten werden auf
[ ] C22 100nF 104 I_1 der Lötseite der Platine
montiert, dort wo sich
Nun der Sicherungshalter. Er besteht aus die Beschriftung ST1,
St2, St3 befindet!!!
Schneide mit einem
Cuttermesser ein 11 Pin
langes Stück von einer
90 Grad Stiftleiste
ab, das wird der
Steckverbinder ST1.
[ ] Installiere die 11
zwei Hälften. Achte darauf, dass sie gegeneinander eingebaut werden. Pin-rechtwinklige Stiftleiste St1, wie in
Die verschlossene Seite gehört jeweils nach aussen. Der Platz für den der Seitenansicht zu sehen. Löte nicht vor
Sicherungshalter befindet sich in der vorderen linken Ecke der Platine. Löte dem nächsten Schritt. Der Plastikteil der
wieder von der Lötseite der Platine, halte die Sicherungshalter zum löten Stiftleiste muss flach auf die Leiterplatte
möglichst lotrecht. gedrückt, und die Pins müssen parallel zur
[ ] Sicherungshalter I/G_4 Platine verlaufen. Biege auf keinen Fall die
Stifte zur Platine.
Links neben dem Sicherungshalter ist der [ ] Löte nur die zwei Endstifte von St1
Platz für die Diode D7. Diese Diode muss auf der Bestückungsseite der Platine und
einen ziemlich hohen Strom verkraften können, falls kontrolliere dann den Sitz des Steckers
der Anwender einmal die Stromversorgung verpolt genau. Falls ST1 nicht flach auf der Platine
anschließt. Wir benutzen daher eine große Diode vom sitzt, erwärme erneut das Lötzinn an den
Typ 1N5402 (oder ähnlich). Diese Diode wird stehend Endstiften, während du fest auf den Stecker
eingebaut. International ist es bei QRP Bausätzen drückst. Sobald er sich in der richtigen Lage
üblich bei stehenden Dioden die Kathode nach oben befindet, löte alle Stifte ein.
zeigen zu lassen. Die Kathode ist bei Dioden immer Verfahre genau so mit Stecker 2 (5 PINs) und
durch eine dicke Banderole gekennzeichnet. Im Bestückungsplan zeigt der Stecker 3 (14 Pins)
Kreis das Lötauge an, auf das die Diode gestellt wird. Der kathodenseitige [ ] ST1 [ ] St 2 [ ] ST 3
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Damit sind die Arbeiten an der Hauptplatine für diese Baugruppe erledigt,
der Rest dieser Baugruppe wird auf der Frontplatine montiert.

Weiter geht es auf der Frontplatine. Lege die Frontplatine so vor dich
hin, dass du die Beschriftungen lesen kannst. Auf der rechten Seite ist
senkrecht DL-QRP-AG zu lesen.
Das erste Bauteil ist ein Elko. Elko ist ein Nickname für Elektrolyt
Kondensatoren. Elkos sind polarisiert, sie dürfen deswegen keinesfalls
verkehrt herum eingebaut werden. Man erkennt die Minus Seite an der
aufgedruckten Reihe Minus Zeichen (- - -), bei einem neuen Elko ist in der
Regel das Plus Beinchen deutlich
länger als das Minus Beinchen.
Beginne auf der Seite der Platine,
die den gerade eingebauten
Steckern gegenüber liegt. Die
Platine ist auf dieser Seite rechts
mit DL-QRP-AG beschriftet. Baue sie zu entfernen, also gehe sorgfältig vor. Schau das Bild an, es soll die
C12 liegend ein, achte auf die Polarität. Löte von der gegenüberliegenden Platzierung deutlicher machen.
Seite und schneide die Beinchen knapp oberhalb der Lötstelle ab. [ ] Setze den11-poligen, einreihigen weiblichen Steckverbinder Bu1
ein. Er muss vertikal auf die Platine gesetzt werden und darf nicht verdreht
[ ] C12 10uF Elko liegend werden. Löte nur einen Stift nahe der Mitte von Bu1 ein.

Es folgen die Beiden Schalter S1 und S2. Montiere [ ] Falls Bu1 nicht ganz flach an der Platine
erst einen davon. Drücke den Schalter mit seinen Lötpins fest in die anliegt, dann heize den gelöteten Stift wieder
zugehörigen Lötaugen (man muss Druck aufwenden!) Kontrolliere sorgfältig, auf und drücke ihn hinab. Sobald richtig
dass er mit allen 6 PINs gleichmäßig tief eingesteckt ist und dass er genau installiert ist, löten die restlichen Stifte ein.
lotrecht steht. Löte alle 6 Beinchen.
[ ] S1
Nun das gleiche mit dem 2. Schalter
[ ] S2

Drehe die Platine herum. Etwa in der Mitte unten ist Frontplatte SSB/ CW
TRX Hobo zu lesen.

Beginne mit den Buchsenleisten. Sie sind auf der Platine mit Bu1, Bu2 und
Bu3 bezeichnet. Diese Buchsen müssen ordnungsgemäß eingesetzt werden,
um einen verlässlichen elektrischen Zusammenschluss von Front- und
Hauptplatine zu gewährleisten. Sind sie einmal installiert, ist es schwierig
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aus „-“ Zeichen wie bei Elkos. Das längere
Beinchen ist immer das Plus Beinchen.
[ ] C11 1uF Tantal Kondensator. Auf
Polarität achten. C/B_2

Zur Komplettierung der BG1 fehlen nur noch


3 Integrierte Schaltkreise (IC) in diesem
Fall Integrierte Festspannungsregler.
Das erste, IC4 ist ein 6V / 100mA Regler

im TO92 Gehäuse mit der


Bezeichnung 78L06. Er wird direkt neben
C11 eingebaut.

[ ] IC4 78L06 TO92 B_2

[ ] Verfahre genau so mit Bu 2


Orientiere dich an dem
[ ] Verfahre genau so mit Bu 3
Bildausschnitt und baue als
Suche die Positionen der weiteren Bauteile an Hand der größeren Abbildung
nächstes IC 3 ein. IC3 ist
auf dieser Seite heraus.
ein Festspannungsregler vom Typ 7808 für 8V/1A im TO220 Gehäuse.
Dieser Festspannungsregler muss isoliert eingebaut werden. Zwischen
[ ] C13 100uF Elko stehend. Auf Polarität achten A/B_1/2
das IC und die Leiterplatte gehört die mitgelieferte graue (manchmal
auch rötliche), rechteckige Silikongummi Isolierscheibe. Die M3 Schraube
[ ] C10 1uF Elko liegend. Auf Polarität achten. C_1
wird mit einem Isolierhütchen von dem IC getrennt. Schraube erst das IC
fest und löte danach. So vermeidet man Spannungen in der Lötstelle die
C11 ist ebenfalls ein polarisierter Kondensator, es ist aber kein Elko sondern
unweigerlich entstehen wenn man ein bereits gelötetes Bauteil nachträglich
ein Tantal Kondensator. Tantal Kondensatoren liegen meist in Tropfenform
verschraubt.
vor, seltener gibt es auch welche in Form eines runden, dünnen Stabes.
[ ] IC 3 7808 TO220 Gehäuse, 8V Spannungsstabilisator, isoliert aufgebaut
Die Plus Seite ist bei Tantal Kondensatoren entweder mit einem kleinen
B_2
„+“ Zeichen oder mit einem dicken Balken markiert. Es gibt nicht das Band
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Gegenüber dem ursprünglichen Plan verlassen wir an dieser Stelle das sie in die Lötaugen der Frontplatine. Nicht löten!!
Prinzip des konsequenten Aufbaus nach funktionellen Gruppen. Die ersten
Bastler nach dem Prototypen Team bemängelten, dass der Spannungsregler [ ] Schneide von einer Steckerleiste (2xmännlich) ein 16 PIN breites Stück
IC2 wenn er eingebaut ist in Baugruppe 2 das einlöten der Steckerleiste für ab und stecke das Stück in die in der Frontplatine steckenden Buchsenleiste
das Display massiv erschwert. Sie haben recht. Folglich ziehen wir jetzt den
Einbau der Steckleiste für das Display vor obwohl wir das Display jetzt noch [ ] Stecke das Display so auf die Steckpins auf, dass das Display zu sehen
gar nicht brauchen. ist. Nicht löten!!

Auf dem Display müssen die Brücken für die Hintergrundbeleuchtung kon- [ ] Setze 4 Stück 8mm Plastik Abstandshalter zwischen Display und Platine
trolliert und eventuell geändert werden. und verschraube Display und Platine mit den beiliegenden M2x25 Schauben
Schau dir die Rückseite des Displays und Muttern.
an. Auf der rechten Seite siehst du zwei
Lötbrücken. Sie müssen wie auf dem Foto
zu sehen J2 und J4 brücken, J3 und J5
dürfen nicht gebrückt sein.
Das Display wird mittels einer Steckleiste
mit der Frontplatine verbunden.
Für das Display werden andere Steckver-
binder genommen als für die Leiterplat-
ten. Schau dir den Doppelstecker genau
an! Die dünneren PINs werden gelötet,
die dickeren PINs stellen sie Steckverbin-
dung her. Damit die Hobo´s untereinander
kompatibel sind (wichtig wenn im Fehler-
fall mal etwas getauscht werden soll) set-
zen wir die männ-
lichen Verbinder
(Doppelstecker) in
die Display Platine
und die weiblichen
Verbinder in die
Frontplatine.

Schneide mit einem [ ] Wenn das Display verschraubt ist und ordentlich sitzt verlöte die 16
Cutter Messer 16 PINs an Display und Leiterplatte.
Stück von den [ ] DSP LC-Display 2x16 DEM 16216 SYH-LY
weiblichen Verbin-
dern ab und setze
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Als nächstes IC 2, ein 7805 (5V/1A) im TO220 Gehäuse. Dieser
Spannungsstabilisator wird anders als IC3
ohne Kühlung über Kopf eingebaut! Orientiere
dich an der Zeichnung:

[ ] IC2 7805 TO220 Gehäuse über Kopf


eingebaut! B_1

Damit wäre die Baugruppe 1 fertig gestellt.


Löse die 4 Besfestigungs Schrauben des Display, entferne es und lege es an
einen sicheren Platz.

Überprüfe bitte mit einer Lupe unter viel Licht alle Lötstellen und
nahegelegenen Leiterbahnen auf eventuelle Zinnspritzer, die Kurzschlüsse
erzeugen können. Wenn alles gut erscheint, dann lege eine Feinsicherung
in den Sicherungshalter, stecke die Hauptplatine und die Frontplatine
zusammen und miss mit einem Ohmmeter den Widerstand zwischen dem [ ] MP3 = 6V
Sicherungshalter und Masse. Es darf kein Kurzschluss vorliegen. Prüfe in [ ] MP4 = 5V
beiden Stellungen des Schalters S1 (Ein/Aus) Durch die eingebauten Elkos
ist der gemessene Widerstandswert nicht stabil, da sich C13 auflädt oder Die Stromaufnahme beträgt typisch 16mA, muss auf jeden Fall unter 20mA
entlädt je nachdem wie die Messkabel des Ohmmeters angeschlossen sind. liegen.
Liegt kein Kurzschluss vor, dann kannst du ein Netzteil mit 12-15 Volt
Ausgangsspannung an die DC Buchse anschließen. Ideal ist während Wenn alles in Ordnung ist, dann kannst du mit BG2 weiter machen.
des Aufbaus eines Bausatzes immer ein Labornetzteil mit einstellbarer
Strombegrenzung, es geht aber auch mit jedem anderen Netzteil. Wird
ein Akku benutzt, so sollte dieser in jedem Fall eine eigene Sicherung in
mindestens einer Leitung haben. Akkus können ganz erheblichen Strom
liefern, im Fehlerfall kann man mit einem kleinen Akku ganze Leiterbahnen
abbrennen.

Schalte den Schalter S1 auf „Ein“ und miss an den Messpunkten die
Spannungen:
[ ] MP1 = Versorgungsspannung
[ ] MP2 = 8V
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Hobo Baugruppe 2: Steuerung

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Baugruppe 2 Steuerung sor und einen kleinen 8-poligen DIL-Sockel für einen Operationsverstärker.
Achte unbedingt darauf, dass die Kerbe in der Schmalseite der Sockel in
In dieser Baugruppe bauen wir den größten Teil der Steuerung des Hobo die gleiche Richtung zeigt wie es in der Zeichnung zu sehen ist. Die Kerbe
auf. Die Steuerung befindet sich auf Frontplatten Platine. Genau wie die markiert PIN 1. Löte jeweils erst zwei diagonal gegenüberliegende Eck-PINs.
Hauptplatine ist auch die Frontplattenplatine eine 4 Layer Platine. Solche Vergewissere dich dann, dass der Sockel wirklich plan auf der Platine sitzt.
modernen mehrlagigen Platinen bieten große Vorteile bei der Gestaltung Falls nicht, erhitze die Lötstelle noch einmal und drücke den Sockel mit den
des Platinen-Layouts man muss aber bei eventuellen Fehlbestückungen sehr Fingern kräftig gegen die Platine. Sitzt der Sockel gut, dann kannst du die
vorsichtig beim Ausbau eines fehlbestückten Bauteils sein. Bei Mehrlayer restlichen PINs löten
Platinen sollte nicht versucht werden, die Bauteile komplett auszulöten.
Besser ist es das Bauteil vor dem Auslöten mit einem Seitenschneider so [ ] Sockel für IC1 DIL28 EDC_12
zu zerlegen, dass jedes gelötete Beinchen einzeln steht. Bevor das An- [ ] Sockel für IC5 DIL8 F_23
schlussbeinchen dann heraus gezogen wird muss unbedingt das Zinn an der
Lötstelle komplett flüssig sein damit nicht eventuell Leiterbahnen auf den Es folgen eine Reihe von Kondensatoren. Beginne mit den Vielschicht Ab-
inneren Lagen beschädigt werden. Damit das einwandfrei funktioniert muss block Kondensatoren.
ein Lötkolben mit ausreichender Wärmekapazität benutzt werden. Es hilft [ ] C7 1nF (102) D_1 [ ] C8 1nF (102) D_1
ungemein, wenn bei einem Auslötversuch zuerst frisches Lötzinn zugeführt [ ] C9 100nF (104) D_1 [ ] C6 1nF (102) D_1
wird, die alte Lötstelle fließt dann besser. Löte zuerst die beiden IC-Sockel [ ] C5 1nF (102) E_1 [ ] C1 100nF (104) D_2
ein. Wir brauchen einen schmalen 28PIN DIL-Sockel für den Mikroprozes- [ ] C2 10nF (103) D_2 [ ] C4 10n (103) D_2
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[ ] C3 10nF (103) E_2 [ ] C31 47nF (473) B_2 [
] R6 1k C_2 [ ] R10 6k8 B_3
Es folgen nun die Widerstände. Wir empfehlen jeden Widerstand auch bei [ ] R7 8k2 stehend C_2 [ ] R8 68k stehend C_2
guter Kenntnis des Farbcodes mit einem Ohmmeter zu messen, bevor er [ ] R9 1k8 H_1
eingebaut wird da die von uns eingesetzten Metallschichtwiderstände wegen Es folgen Folienkondensatoren im 5mm Raster.
ihrer Körperfarbe oft falsch interpretiert werden. [ ] C30 0,033µF RM5 E_1
[ ] C14 0,022µF RM5 E_2/3
[ ] R1 6k8 D/C_2 [ ] R2 3k3 D/C_2
[ ] R27 18k D/C_2 [ ] R31 10k D2 Bei den Elkos wieder an die Polarisierung denken, das lange Bein ist die
[ ] R3 2k7 E_2 [ ] R11 100k E2 Plus Seite
[ ] R12 100k E_2 stehend [ ] R14 1k8 E_2 stehend [ ] C18 1µF H_2 [ ] C16 2,2 µF F_2
[ ] R13 10k F_2 stehend [ ] R17 560R G/F_3 [ ] C17 100µF F_2/3 [ ] C15 Elko 4,7uF F/E_2
[ ] R15 270R F_1/2 [ ] R26 33k stehend F_1
[ ] R28 27k F_1 [ ] R25 15k F_1 Auch Tantal Kondensatoren sind polarisiert!
[ ] R35 47k E1 stehend [ ] R30 2M2 E_1 [ ] C29 1,5µF D1 Tantalperle, Plus Seite durch Balken gekennzeich-
[ ] R34 3k3 E_1/2 [ ] R33 470k E_1/2 net
[ ] R5 100R E_1/2 [ ] R4 100R E_1/2 Bei den folgenden Dioden bitte genau auf die Beschriftung achten, sie
[ ] R29 220R 1 W Größe wie normalw W. Körperfarbe grün C_1 sehen sich sehr ähnlich, sind aber eindeutig beschriftet. Bei der Zenerdiode
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können unterschiedliche Beschriftungsnormen eingesetzt sein: 4V7, 4ZD7 [ ] P5 5K Piher PT6 liegend B_1
und ähnliche haben die gleiche Bedeutung. Bei den folgenden Transistoren solltest du dich unbedingt an die ESD Ar-
[ ] D2 Zenerdiode 4,7V E1, Banderole (Kathode) nach links beitsvorschriften erinnern. Entlade dich jedes mal, bevor du einen der
[ ] D1 1N4148 D1, Banderole nach oben Transistoren berührst an einer geerdeten blanken Metallfläche oder trage ein
[ ] D3 BAT42 E1, stehend Banderole nach oben ESD Armband. Ein 220V Lötkolben hat an diesen Bauteilen nichts verloren.
Den Keramikresonator findet man leicht, er ist rechteckig, hat 3 Beinchen [ ] T1 BS170 ESD beachten!!! D_1
und ist mit 4,0 MHz beschriftet. Er ist symmetrisch aufgebaut d.h. es ist [ ] T2 BS170 ESD beachten!!! C_2
eigentlich egal, wie herum er eingebaut wird. Es ist jedoch gute Praxis, [ ] T3 BS250 ESD beachten!!! C/B_2
Bauteile möglichst so ein zu bauen, dass man die Beschriftung später lesen [ ] T4 BS250 ESD beachten!!! B_2
kann. nun genau hinsehen, es gibt BC546 und BC556! Nicht verwechseln!
[ ] Q1 Keramikresonator 3-Bein 4MHz D/C_2 [ ] T5 BC546 B F_1
Suche nun das kleine Trimmpotenziometer P5 heraus. Es ist ein „liegendes“ [ ] T7 BC556 B E_1
Trimmpot, d.h. die Beinchen zeigen in die gleiche Richtung wie der Schlitz [ ] T8 BC546 B E_1
für den Schraubendreher. Die Beschriftung findest du auf der Seite. Nicht
mit einem der anderen Trimmpotenziometer verwechseln. Um sicher zu Drehe die Platine nun herum und bestücke die Bauteile auf der anderen
gehen, dass du den richtigenWert erwischt hast solltest du den Widerstand Seite
zwischen den beiden äußeren Beinchen mit dem Ohmmeter messen! Bestücke das Trimmpotenziometer P8. Es ist ein stehendes Trimmpot.
[ ] P8 25k Trimmpot stehend (Oberkante Mitte)
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Baue die 8-polige Mikrophonbuchse ein. Achte darauf, dass die von vorne dingt lotrecht eingebaut werden. Die Achsen müssen in jeder Richtung
sichtbare Nase in der Buchse nach links zeigt. möglichst genau 90 Grad zur Platine stehen.
ACHTUNG: Beim Einbau der Mikrofonbuchse beachten:
Das Leiterplattenlayout entspricht bei dieser Buchse nicht 100% dem Pin- [ ] P1 10K Piher SMC-10-V (unten links)
ning der Buchse. Wenn mandie beiden PINs links und rechts von der Nase) [ ] P2 10K Piher SMC-10-V (unten Mitte)
ein klein wenig auseinander spreizt, dann bekommt man die Buchse viel [ ] P4 10K Piher SMC-10-V (rechts Mitte)
besser in die Bohrungen. Beachte das Bild oben rechts! [ ] P3 250R Piher SMC-10-V (rechts oben)
Vor dem Einstecken der Buchse bitte Mutter und Federring entfernen, falls [ ] DG1 Drehgeber ALPS mit Taster
diese aufgeschraubt sind.
Damit ist die Baugruppe 2 komplett gelötet. Stecke nun unter strenger
Die Buchse wird so tief in die Lötaugen gesteckt, dass die PINs auf der Beachtung der ESD Vorschriften den PIC und den Operationsverstärker in die
Rückseite der Leiterplatte so gerade eben aus der LP herausschauen. Wenn Platine, damit der Baugruppentest durchgeführt werden kann.
alle PINs gliech tief eingesteckt sind, dann steht die Buchse auch lotrecht. Bei lagerfrischen IC sind die Beinchen meist etwas gespreizt, die müssen
[ ] BU1 Standard-Mikrofonbuchse 8pol (rechts unten) erst parallel zum IC-Körper ausgerichtet werden. Das geht ganz einfach,
Die 4 speziellen Potenziometer zur Leiterplattenmontage haben im Hobo wenn man die IC´s „rollt“. Lege dazu das IC auf eine ebene Fläche und rolle
Bausatz 2 verschiedene Werte: 3 Stück mit 10kOhm und 1 Stück mit 250 es wir auf dem Bild zu sehen ist vorsichtig in Richtung auf die Beinchen bis
Ohm. Bitte genau prüfen, die Potis dürfen auf keinen Fall verwechselt diese genau parallel 90 Grad zum IC Körper stehen.
werden. Die Potis wie auch der darauf folgende Drehgeber müssen unbe- Stecke nun die IC in die Fassungen. Achte dabei darauf, dass die Kerbe oder
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zusammen. der Punkt mit denen bei IC der PIN 1 markiert ist in die richtige Richtung
[ ] Drehe den Kontrast Trimmer P5 auf der zeigt.
Frontplatine im Uhrzeigersinn an den Anschlag.
Messe den Widerstand zwischen dem [ ] IC5 TL061 Kerbe/Punkt nach unten!
Sicherungshalter auf der Hauptplatine [ ] IC 1 PIC 16F Kerbe/Punkt nach links
und Masse. Liegt der Widerstand nahe
Null Ohm, so gibt es noch einen unentdeckten Kurzschluss auf einer Nimm das in Baugruppe 1 vorbereitete Display, stecke es in die Steckleiste
der Platinen, der unbedingt gefunden werden muss bevor Spannung und verschraube es mit den 4 Stück 8mm Abstandshaltern.
angelegt werden kann. Ist der Widerstand in Ordnung, dann kannst du
über die Spannungsversorgungsbuchse eine Spannung zwischen 12 und Fertig, die Baugruppe kann nun getestet werden. Kontrolliere wie bei jeder
15 Volt anlegen. Wird eine Batterie oder ein Akku benutzt, so muss der
unbedingt eine eigene Sicherung haben. Ideal wäre ein Labornetzteil mit
Strombegrenzung.

[ ] Schalte den Hobo mit dem unteren Schalter ein.


Die Stromaufnahme sollte nicht mehr als 60mA betragen.
Suche den Steckplatz für die Quarzfilterplatine auf der Hauptplatine. Messe
mit einem Voltmeter die Spannung an Buchse 1 PIN 5. Mit dem oberen
Schalter der Frontplatine muss sich die Spannung zwischen 0V und +6V
umschalten lassen. Das gleiche gilt für Bu 2 PIN 1.

Das Display sollte jetzt etwas anzeigen. Der Kontrast kann mit P5 auf einen
angenehmen Wert eingestellt werden.. Baugruppe als erstes noch einmal mit einer Lupe bei guter Beleuchtung
Im Auslieferungszustand startet der Prozessor mit einer Initialisierungs alle Lötstellen und Leiterbahnen. Zinnspritzer und vergessene Lötpunkte
Routine. Das Display zeigt eine Reihe Nullen an, der Cursor steht unter einer gehören zu den häufig gemachten Aufbaufehlern.
Null. Drücke so oft auf den Schalter im Drehgeber (Hauptabstimmknopf) bis Wenn alles gut aussieht, dann stecke die Frontplatine und die Hauptplatine
der Cursor unter der Null ganz rechts steht. Je nach Bandmodul wird jetzt
die Startziffer eingestellt:
80m=1, 40m=2, 30m=3, 20m=4, 17m=5, 15m=6, 10m=7
Nach einstellen der gewünschten Bandwählziffer den Cursor durch Druck
auf die Drehgebertaste rechts neben die Nullen bringen. Nun den Drehge-
ber eine Raste nach rechts drehen, das Display zeigt „save“. Mit Druck auf
den Drehgebertaster wird der Wert gespeichert, das Display zeigt für einen
Moment DL-QRP-AG Uni DDS V108 init. Danach wird für VFO A und VFO B die
Startfrequenz im jeweiligen Band angezeigt.
Als nächstes wird die genaue Einstellung einiger Parameter erforderlich:
Drücke den Drehgebertaster für länger als 1s. Im Display erscheint das
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DDS darstellt. Lasse für jetzt den Takt genau auf diesem Wert stehen. Even-
tuelle Feineinstellungen wegen möglicher Abweichungen der Taktfrequenz
werden erst vorgenommen wenn der Hobo komplett fertig ist.
Der Cursor unter den Hexzahlen zeigt wieder an, welche Gruppe durch dre-
hen am Drehgeber verändert werden kann.

Hauptmenue mit Position 0 break. Du kannst dir die verschiedenen Positio-


nen des Hauptmenues ansehen in dem du den Drehgeber nach links oder
rechts drehst. Stelle dann die Position 5 SETUP ein und drücke kurz auf den
Drehgebertaster.
Das Display zeigt 0 Setup break. Die Logik des Setup Menues ist so gestal-
tet, dass das Display anzeigt was als nächstes geschieht wenn man den
Setup Taster drückt. 0 Setup break bedeutet also: Bewege für jetzt den Cursor durch drücken auf den Taster ganz nach rechts,
Position 0, Setup wird durch drücken auf den Taster abgebrochen. bis er neben den Hexzahlen steht und drehe dann zwei Schritte nach
Drehe um einen Step nach rechts, es erscheint 1 DDS Takt. Der Logik fol- rechts. Beim ersten Schritt erscheint „save“, beim zweiten Schritt erscheint
gend, muss ein Druck auf den Taster also den DDS Takt anzeigen. „cancel“
Die Wert der verschiedenen Positionen des Setupmenues kann man verän- Drücke auf den Taster um das Ändern der DDS Taktrate abzubrechen. Das
dern wenn man kurz auf den Drehgebertaster drückt. Display zeigt wieder 0 setup break
Drehe auf Pos. 1, DDS-Takt und drücke auf den Drehgebertaster. Wähle durch rechts drehen des Drehgebers Pos. 2 VFO-A (Hz) und drücke
Das Display zeigt 055E63B8, eine Hex Zahl, die die aktuelle Taktrate des kurz auf den Taster. Das Display zeigt nun die gespeicherte Startfrequenz.
Diese kann beliebig verändert werden in dem man den Cursor unter die zu

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ändernde Stelle bewegt und die Ziffern mit dem Drehgeber ändert. Ist die
gewünschte Startfrequenz eingestellt, wird durch drücken auf den Taster der Gehe zu Pos. 9, TX+/- ZF. Hier kann gespeichert werden, ob die ZF Verrech-
Cursor nach rechts außen bewegt, mit einem Schritt Rechtsdrehung „save“ nung nur Empfangsbetrieb oder auch im Sendebetrieb geschehen soll. Da
eingestellt und der Wert durch Druck auf den Taster gespeichert. Das Menue der Hobo einen eigenen Sendemischer betreibt, muss die ZF auch im Sen-
stellt sich automatisch wieder auf Pos. 0 Setup break. debetrieb verrechnet werden. Wenn das Display jetzt ON anzeigt, muss
Wiederhole die Einstellung der Startfrequenz für Pos. 3, VFO-B der Taster gedrückt werden um die Verrechnung für den Sendebetrieb ein-
Wähle als nächstes Pos. 4, ZF (Hz) und drücke auf den Taster. Das Display zuschalten. (Erinnere dich, das Display arbeitet wie ein Softkey, es zeigt
zeigt die Default ZF 03999000. Verändere den Wert durch Auswahl mit dem immer an was passiert, wenn die Taste das nächste mal gedrückt wird.)
Cursor und einstellen mit dem Drehgeber auf 09000000 und speicher ihn ab.
Die folgenden Positionen 5 scan begin, 6 scan end und 7 S-Meter eich. sind Die nächste Position des SETUP wird überschlagen, gehe gleich zu Pos 0
im Moment noch nicht interessant, gehe als nächstes zu Position 8 Setup break und drücke auf den Taster. Der PIC speichert alle eingestellten
Werte, initialisiert den Hobo und geht in Warteposition.
Mit dem Drehgeber sollte sich jetzt die im Display angezeigte Frequenz
einstellen lassen. Durch kurzen Druck auf den Taster kann man die Fre-
quenzauflösung und damit die Weite der Abstimmschritte verändern, durch
langen Druck auf den Taster gelangt man ins Abstimmmenue. Die meisten
Menüpunkte sind noch ohne Funktion da die zugehörigen Baugruppen noch
fehlen, man kann sich aber schon darüber freuen, dass der Microprozessor
offensichtlich seinen Job macht.

Die Prüfung der Baugruppe 2 ist damit beendet, weiter geht es mit Bau-
gruppe 3, dem NF Verstärker.

Das Display zeigt 8 VFO +/- ZF und in der unteren Zeile VFO + ZF. Bei unse-
rem Hobo arbeitet die DDS von 160m bis inkl. 30m auf einer Frequenz, die
um die ZF nach oberhalb versetzt ist und von 14MHz bis 28 MHZ auf einer
Frequenz, die um die ZF nach unten versetzt ist. Erinnere dich an die Logik:
Das Display zeigt was passiert wenn man auf den Taster drückt.
Bei einer Bandwahl 160m, 80m, 40m und 30m muss der DDS die ZF addie-
ren. Wenn im Display angezeigt ist VFO +ZF wird die Addition eingeschaltet
wenn man den Taster drückt.
Schalte durch Druck auf den Taster die Addition ein, wenn du ein Band-
modul 160m, 80m, 40m und 30m einbauen möchtest, gehe zum nächsten
Menüpunkt wenn du die Subtraktion stehen lassen möchtest.
Hast du getastet, dann zeigt das Display wieder 0 Setup break.
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Baugruppe 3 NF Modul

Als nächste selbstständige Gruppe bauen wir das NF Modul. Fertiggestellt


ergibt sich eine Einheit, die zusammen mit den bereits fertig gestellten
Ohmmeter zu messen.
Baugruppen (Spannungsversorgung und Steuerung) selbstständig arbeitet
und so in ihrer Funktion getestet werden kann.
[ ] R5 10k
Lege die Leiterplatte so vor dich hin, dass die Bestückungsseite oben zu
Nun den Sockel für das NF IC. Achte darauf, dass die Kerbe im Sockel in
sehen ist, der Aufdruck ist auf der Unterseite. Die Bauteile werden teilweise
Richtung auf den gerade eingebauten Widerstand zeigt. Löte erst zwei
sehr dicht gepackt so dass es manchmal nicht ganz einfach ist, die richtigen
diagonal gegenüber liegende Beinchen des Sockels ein, kontrolliere dann ob
Bohrungen zu finden. Arbeite sehr sorgfältig und löte das Bauteil erst dann
der Sockel wirklich absolut Plan auf der Platine aufsitzt. Wenn nicht, erst
ein, wenn du ganz sicher bist, die richtigen Bohrungen gefunden zu haben.
die beiden Lötstellen wechselseitig erhitzen und den Sockel andrücken. Zum
Beginne oben rechts mit R5 (R4 und C5 bleiben unbestückt. Sie können
Schluß die restlichen 6 Beinchen löten.
später nachgerüstet werden, wenn die Lautstärke als zu niedrig empfunden
[ ] DIL 8 Sockel (Das IC wird erst später wenn alle anderen Bauteile be-
wird). Wir geben in der Baumappe wie immer keine Farben für die Wider-
stückt sind eingesteckt!)
stände an weil nach wie vor die Empfehlung gilt jeden Widerstand mit dem
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rechts neben dem IC Sockel ist der Platz für den Wima Wickelkondensator werden. Das Plus Bein ist bei den Elkos immer länger als das Minus Bein,
C6. Diese Art von Kondensatoren wird sehr häufig im NF Bereich eingesetzt die Minus Seite ist aussen auf dem Gehäuse mit dem Minus Zeichen geken-
weil sie eine sehr hohe Güte haben. Keramik Kondensatoren würden hier zeichnet. C4 wird liegend eingebaut damit er nicht mit Bauteilen anderer
Baugruppen kollidiert!

[ ] C4 10µF radial liegend. Etwas unterhalb von C4 folgt C7. Achte


wieder auf das Plus Bein!

[ ] C7 100µF radial Schräg darüber wieder ein MKS Kondensator:

[ ] C8 0,047µF Folie RM5mm MKS-2 und leicht links unterhalb

[ ] C9 220µF liegend.

Nun zur Abwechslung mal drei Widerstände. Denke daran, dass bei stehen-
den Widerständen die Vereinbarung gilt dass der Widerstand dort aufgestellt
wird, wo im Layout der Kreis gezeichnet ist. Das obere Beinchen wird eng
am Körper des Widerstandes entlang nach unten gebogen. Rechtwinklig
gebogene Kunstwerke mögen interessant aussehen, Hochfrequenztechnisch
machen sie aber keinen Sinn.
Zuerst unterhalb der beiden Elkos
[ ] R7 3,3R danach links neben den MKS

[ ] R6 4,7R und liegend noch ein wenig weiter links

[ ] R2 10K Einfach zu finden sind nun die Bohrungen für den Elko links
neben R2. Denke an die Polarisierung!

[ ] C3 1µF radial und eng in den Winkel darunter gequetscht

eventuell zu Verzerrungen des Signals führen. Die von uns eingesetzten MKS [ ] R3 100K stehend.
Kondensatoren haben das Rastermaß 5mm. Bei der folgenden Diode ist es absolut wichtig dass sie so eingebaut wird
wie gezeichnet. Auch hierbei handelt es sich um eine in-
[ ] C6 0,01µF Folie RM5mm MKS-2 ternationale Vereinbarung, an die sich alle namhaften QRP
Konstrukteure halten: Die Kathode, gekennzeichnet durch den
Gleich rechts daneben C4, ein Elektrolyt Kon- Ring (Banderole) zeigt immer nach oben, der Körper der Diode
densator, genannt Elko. Elkos sind polarisiert, steht innerhalb des gezeichneten Kreises. Wie bei den Wider-
sie dürfen niemals verkehrt herum eingebaut ständen wird auch bei der Diode das obere Beinchen eng an
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Körper der Diode zurück geführt, großartige geschwungene Konstruktionen und justiere die Buchse. Sitzt sie optimal, löte
mit toll abgewinkelten Drähten sind keinesfalls gefragt.Baust die die Diode die restlichen Beinchen.
anders herum ein, wird das Gerät nicht funktionieren. Wenn dir klar ist, wie [ ] BU3, NF Buchse 3,5mm Klinke Stereo
das gemeint ist, dann baue die Diode jetzt ein: Verfahre mit der Buchse für die Morsetaste
[ ] D1 1N4148. Fehlt noch ein Widerstand, dann ist diese Ecke be- genau so.
stückt: [ ] BU2, Tastenbuchse 3,5mm Klinke Stereo
[ ] R8 120R Endspurt beim NF Modul: Direkt unterhalb des IC Sok-
kels Nun brauchen wir noch den Steckverbinder
[ ] C2 2,2nF (222) zwischen der Hauptplatine und dem NF Modul.
[ ] C1 10nF (103) etwas links daneben Wir verwenden einheitlich bei allen Modulen 90
[ ] R1 18k und darüber das Trimm Potentiometer. Achte darauf, es genau Grad gewinkelte Stiftleisten auf der Modulseite und 180Grad Buchsenleisten
so einzubauen wie es gezeichnet ist. Eigentlich lassen die Beinchen nur auf der Hauptplatine. Die Module sind zusätzlich mit einer oder 2 Schrauben
eine einzige Einbaurichtung zu da sie kein gleichseitiges Dreieck bilden. Ich mit der Hauptplatine verschraubt so dass sie auch bei rauhem Betrieb nicht
weise aber extra darauf hin, weil ich aus Erfahrung weiss dass einige unse- aus den Verbindern heraus fallen können.
rer Bastelfreunde auch scheinbar unmögliches schaffen. Schneide mit einem Cutter Messer 2 Stücke zu je vier Pins sowohl von den
[ ] P1 2,5K PIHER PT6-stehend Buchsenleisten als auch von den Steckerleisten ab.
Suche auf der Hauptplatine vorne rechts die Position, die mit AF Unit be-
Nun bleibt nur noch der Transistor T1. So ein BS170 ist extrem empfindlich schriftet ist.
gegen ESD, also gegen Zerstörung durch Elektrostatik. Das ESD Problem [ ] Stecke die beiden 4 PIN Steckleiste 90
wird gerade von „Profis“ häufig unterschätzt. Wenn du keinen ESD-sicheren Grad in die Bohrungen des NF-Moduls. Achte
Arbeitsplatz mit leitfähiger Matte und Armband hast, dann berühre auf darauf, dass die Steckerleiste auf die Bauteile-
jeden Fall eine blanke, geerdete Metallfläche bevor du den Transistor an- seite kommt.
fasst. Berühren meint in diesem Zusammenhang auf jeden Fall eine kräftige Drücke die Steckerleist an dem Ende, an dem
Berührung, nicht nur einen Hauch. Das ESD Problem ist übrigens bei sehr sich das Plastikteil befindet fest herunter, die
kaltem, trockenen Wetter besonders stark. Stifte werden so parallel zur Platine ausge-
[ ] T1 BS170 ESD beachten !!! richtet. Löte von jeder Stiftleiste einen PIN
auf der Lötseite und kontrolliere danach den
Damit ist die NF Platine fertig. Damit sie in Betrieb genom- Sitz. Die Stifte müssen so genau wie möglich parallel zur Platinenoberflä-
men werden kann, muss an der Hauptplatine etwas getan che sitzen. Ist die Ausrichtung gut, dann löte die restlichen 6 Stfte auf der
werden. Lege die Hauptplatine so vor dich hin, dass die Lötseite.
Stromversorgungsbuchse, die du in BG 1 eingebaut hast
hinten links zu sehen ist. Direkt rechts daneben siehst du die Plätze für Nun suche 2 Stück der sechseckigen 5mm M3 Abstandshalter heraus und
die Stereo Klinkenbuchsen, die wir für den Kopfhöreranschluss und für den schraube sie lose in die beiden Löcher am linken
Anschluß der Morsetaste benutzen. Ende und rechten Ende des Aufdrucks „AF-Unit“.
Entferne die Besfetigungsmutter von der NF Buchse und stecke sie in die zu- Die Schrauben werden von der Unterseite durch
gehörigen Löcher der LP. Drücke sie fest gegen die Platine. Löte erst einen die Platine gesteckt, die Abstandshalter befinden
PIN und prüfe noch einmal ob die Buchse plan aufsitzt und mit der Kante sich auf der Oberseite der Hauptplatine. Lege
der Platine eine Linie bildet. Ist das nicht der Fall, so erhitze die Lötstelle wischen Bolzen und Platine ein Stück Papier oder
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Alu Folie, damit du nicht den Bolzen an der Hauptplatine festlötest. Das Stecke die Hauptplatine, die Frontplatine und die NF Platine zusammen
Bild zeigt wie das gemeint ist. (es ist nicht das NF Modul auf dem Bild, die Schließe einen Kopfhörer an die Kopfhörerbuchse an. Der Kopfhörer muss
Verfahrensweise ist bei allen Modulen gleich) einen 3,5mm Stereo Klinkenstecker haben, Mono Stecker führen zu
Fehlfunktion!
[ ] Stecke die beiden Buchsenleisten in die Bohrungen der Hauptplatine,
im Moment noch nicht löten! Schliesse eine Morsetaste an die CW Buchse an. Der Tastkontakt einer Hand-
taste muss zwischen der Spitze und dem hinten liegenden Masseanschluß
[ ] Stecke die vorbereitete NF Platine in die Buchsenleiste, drücke sie bis eines 3,5mm Stereo Klinkensteckers. Ein Paddle muss dot (oder Dash) an
zur Hauptplatine herunter. Eine Fläche der beiden Abstandshalter sollte der Spitze, Dash (oder Dot) am Mittelring und den gemeinsamen Anschluss
jetzt plan an den korrespondierenden Lötflächen der Platine anliegen. an Masse haben.

[ ] Drehe die Abstandshalter so, dass sie die Platine berühren. Drehe das NF Poti im Uhrzeigersinn an den Anschlag.

[ ] Löte einen PIN der Buchsenleiste. und kontrolliere, ob das Modul senk- Schließe ein Netzteil mit Strombegrenzung bei 100mA oder ein Netzteil mit
recht steht. sekundärsicherung 100mA an die 12V Buchse der Hauptplatine an.
[ ] Schalte den Hauptschalter ein.
[ ] Ist alles richtig, so löte die übrigen 6 PINs [ ] Schalte den oberen Frontplattenschalter auf CW (nach oben)

[ ] Korrigiere wenn nötig nochmal den Sitz der Abstandshalter. Eine Fläche Tippe mit einem blanken Schraubendreher auf den Kontakt Bu2 PIN 4 der
soll Plan auf der verzinnten Fläche der Platine aufsitzen. Löte die beiden Verbindung Frontplatte / Hauptplatine. Im KH sollte ein Brumm zu hören
Abstandshalter während die Platine eingesteckt ist. sein.

Wenn du später die Platine entfernst, verbleiben die Abstandshalter an der Stelle Trimmpoti P1 auf der NF Platine etwa in Mittenstellung. Betätige die
Modulplatine. Morsetaste. Es sollte der Mithörton zu hören sein, die Lautstärke muss sich
über den Trimmer P1 regeln lassen, mit P8 auf der Frontplatine kan man die
Stecke ein IC LM386-4 in den Sockel, nachdem du es vorher „gerollt“ hast. Tonhöhe ändern.
Da du in dieser Baugruppe ja auch die Buchse für die Morsetaste ange-
Test der Baugruppe 3 schlossen hast, kannst du jetzt auch die in BG2 aufgebauten Taststufen
Überprüfe mit einer Lupe und viel Licht die frisch aufgebaute Platine. Achte testen.
sehr sorgfältig auf eventuell vorhandene Zinnbrücken oder vergessene Löt- Schalte auf Betriebsart CW (Schalter nach oben)
stellen. Schalte im Menü den internen keyer aus (Setup, keyer off wählen, anschlie-
ßend zeigt das Display als nächste Wahlmöglichkeit keyer ON.
Widerstandsmessungen gegen Masse. Messe mit einem Voltmeter an der Frontplatte Buchse 1 PIN 5 gegen Masse.
IC1 1 > 10k 8 > 10k Bei gedrückter Morsetaste müssen hier 8V anstehen (+8Vs), sonst 0 Volt.
2 > 10k 7 > 10k
3 > 10k 6 > 10k Wenn das alles funktioniert, dann ist die Baugruppe3 - NF und die Taststufe
4=0 5 > 10k in Ordnung, du kannst mit Baugruppe 4 fortfahren.

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Beginne mit den Widerständen, alle Widerstände dieser Baugruppe werden
stehend eingebaut.

[ ] R18 33K G/F_4 [ ] R19 18K F_4


[ ] R24 27K F_4 [ ] R23 18K F_4
[ ] R21 18K E_4 [ ] R22 27K E_4
[ ] R20 22K D_4

Nun den Sockel für IC 1. Achte auf die Kerbe in der Schmalseite des Sockels,
sie muss zur unteren Kante zeigen.
[ ] IC-Sockel DIL 14 D_3/4

An der rechten oberen Ecke des Sockels ist der Platz für den Abblock Kon-
Baugruppe 4 BFO Steuerung densator C16
Der BFO des Hobo muss drei verschiedene Frequenzen liefern: CW RX, CW TX [ ] C16 100nF (104) C/D_3
und SSB. In dieser Baugruppe wird entsprechend der Auswahl an der Front-
platte bzw. des PTT Schalters eine von drei justierbaren Spannungen an die Nun die drei Spezial-Trimmpotentiometer. Du erkennst sie leicht an dem
Kapazitätsdiode des BFO weiter geschaltet. Die Bauteile dieser Baugruppe Metallgehäuse.
befinden sich alle auf der Hauptplatine des Hobo. Suche die Hauptplatine [ ] P3 10K Spectrol 75H E_4
heraus und lege sie mit der Bauteileseite nach oben so vor dich hin, dass [ ] P4 10K Spectrol 75H E_4
du die Beschriftung HOBO DK1HE/DL-QRP-AG lesen kannst. [ ] P5 10K Spectrol 75H D_4
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Schalte den Hobo ein.
Schalte den Betriebsartenschalter auf SSB und miss die Span-
nung an „4“
BFO Spannung SSB „4“______________(Soll bei 0)

Schalte den Hobo auf CW und miss die Spannung an „4“

BFO Spannung CW RX „4“:__________________ (Soll bei 4,5)

Drücke den Drehgebertaster für > 1s um in das Menü zu gelangen. Drehe


den Drehgeber gegen den Uhrzeigersinn bis im Display „TUNE“ angezeigt
wird und drücke noch einmal >1s auf den Taster.
Ignoriere die Anzeige im Display aber miss und notiere die Spannung an „4“

BFO Spannung CW TX „4“:_______________(Soll bei 8)


Die drei Spannungen müssen unterschiedlich sein, eine hohe, eine mittlere
und eine niedrige entsprechen der Erwartung. Jede der drei Spannungen
kann durch betätigen des zugehörigen Trimmers über den vollen Bereich
eingestellt werden.
BFO SSB mit P3 ________bis _________(Soll 0-8)
tung 110mA)

Drehe P3 an den linken Anschlag, P4 in die Mitte und P5 an den rechten BFO CWRX mit P4 ________bis_________(Soll 0-8)
Anschlag.
Suche das Lötauge mit der Beschriftung „4“ im Planquadrat E_2 BFO CWTX mit P5 ________bis_________(Soll 0-8)

Schließe ein Digitalvoltmeter mit Gleichspannungsmessbereich an. Die Liegen die Werte im Rahmen, dann kannst du mit Baugrupope 5 weiterma-
schwarze Messleitung an Masse, die rote an „4“ in E_2. chen.

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Zum Schluss wie immer die Halbleiter. Bau zuerst die Diode ein. Achte
genau auf die Beschriftung, diese kleinen Dioden sehen sich meist sehr
ähnlich, haben aber sehr stark unterschiedliche Daten und Funktion. Ein
Verwechseln der Dioden könnte sehr schlimme Folgen haben.

[ ] D6 BAT42 F_4 Kathodenbanderole nach links!


Direkt links daneben

[ ] T3 BC546B im TO92 Gehäuse, die flache Seite zeigt zur Platinen-


mitte. F_4

[ ] T5 BC546B, die flache Gehäuseseite zeigt nach links


F_4
[ ] T4 BC546B, die flacher Gehäuseseite zeigt nach links
F/E_4

Stecke nun das IC1 in den Sockel nachdem du es vorher „gerollt“ hast. Ach-
te auf die Kerbe / den Punkt, diese muss nach unten Richtung Beschriftung
„DK1HE“ zeigen.

[ ] IC1 CMOS 4066 DIL-14 ESD beachten ACHTUNG: nicht mit den
beiden 74HC4066 des Mischermoduls verwechseln

Prüfung der Baugruppe 4:


Stecke die Hauptplatine und die Frontplati-
ne zusammen und schließe die Hauptspan-
nungsversorgung an BU1 an. (abgesichert mit
100mA oder Netzteil mit Strombegrenzung)
Stromaufnahme < 70mA (mit Displaybeleuch-

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Baugruppe 5 BFO, Trägerfrequenzgenerator und TX SSB Filter
Beginne mit den Teilen auf der Hauptplatine. Lege die Hauptplatine so vor
dich hin, dass du unten die Beschriftung „DK1HE / DL-QRP-AG lesen kannst.
Im oberen Drittel der Platine kannst du zwei verzinnte Rechtecke erkennen,
das sind die Flächen, auf die später die Abschirmgehäuse gelötet werden.
Die Bauteile für die Baugruppe 5 / Hauptplatine werden alle innerhalb des
rechten, größeren Rechtecks montiert.

Schneide von einer Leiste der „männli-


chen“ Steckverbinder (Buchsenleiste 180
Grad) 11 einzelne Buchsen ab. Sollte dabei
einmal die Plastikumhüllung kaputt gehen,
so ist das nicht weiter schlimm. Schneide
von einer 180 Grad Steckerleiste 11 einzelne PINs ab.
Stecke je einen dieser PINs in eine der zuvor bearbei-
teten Buchsen. Achte darauf, dass sie jeweils bis zum
Anschlag in der Buchse stecken.
Nimm dir nun die Hauptplatine zur Hand.
Die lose stehenden Steckpin / Buchse-Kombinationen
müssen in die jeweils korresponierenden Lötaugen der
Hauptplatine eingeführt werden,
Stecke nun eine Stecker/Buchse Kombination in eines der Lötaugen 1-11,
die Buchse gehört nach unten, der Doppelstecker nach oben. Wer tempera-
turempfindliche Finger hat, der sollte oben auf das Ende der Kombination
einen Jumper stecken, der isoliert sehr schön
[ ] C18 22nF (223) E_3 gegen die Hitze.
Es folgt eine Drossel vom Typ SMCC. Diese Drosseln sehen Widerständen Richte nun die Buchse/Stecker Kombination so lot-
sehr ähnlich, sind aber deutlich größer. Genau wie Widerstände sind sie mit recht wie möglich aus und löte sie auf der Unter-
Farbringen kodiert. seite der Hauptplatine. Glücklich, wer jetzt einen
[ ] Dr4 47µH SMCC Farbcode ge vio sw gold E3 Platinenhalter oder eine sog. dritte Hand besitzt.
[ ] Dr3 47µH SMCC Farbcode ge vio sw gold E2 Sitzt die Kombination sehr schief, so solltest du
[ ] C17 22nF (223) E2 die Lötstelle noch einmal erhitzen und das Gebilde
ausrichten. Verfahre gleichermaßen mit allen 11
Der nächste Schritt kommt vielen Bastlern schwieriger vor als er ist: Die Buchse / Stecker Kombinationen.
Steckverbinder müssen in die SSB Platine und die Hauptplatine eingelötet
werden. Ich habe mehrere Methoden versucht und mit der folgenden am [ ] 11 Steckbuchsen in Hauptplatine eingelötet.
besten zurecht gekommen.
43
Lege nun die SSB Platine so vor dich hin, wie auf dem Bild zu sehen. Orien- [ } C13 47nF (473)
tiere dich an den Ausfräsungen unten links und oben rechts. Aus Platzgrün- [ ] C11 39pF [ ] R3 680R
den hat die Platine keinen Bestückungs-aufdruck. Stecke nun die Platine [ ] R6 56R [ ] R7 27R
von einem Ende her auf die Steckpins. Hast du die Buchse/Stecker Kombi- [ ] R11 220R [ ] C12 10nF (103)
nationen schön lotrecht eingelötet, geht das recht einfach, sitzen sie leicht [ ] R5 100K [ ] R4 100K
schief, dann musst du mit einer Pinzette oder einem kleinen Schraubendre- [ ] C15 47nF (473) [ ] C20 47nF (473)
her ein wenig nachhelöfen. Befinden sich alle 11 PIn in ihren Lötaugen, [ ] Dr1 47µH SMCC [ ] C16 10nF (103)
dann drücke die SSB Platine fest gegen die PINs so dass sie möglichst plan [ ] R8 68K [ ] R10 47K
auf allen PINs sitzt und löte auf der Oberseite der SSB Platine. [ ] Dr2 47µH SMCC [ ] C19 47nF (473)
[ ] Löte alle 11 PINs auf der Oberseite der SSB Platine. [ ] C18 82pF [ ] C17 330pF (331)
[ ] Falls die PINs doch etwas schief eingebaut waren und nur mit Mühr in [ ] P2 1K PT6-liegend [ ] R9 47K
die SSB Platine zu bekommen waren, dann erhitze jetzt noch einmal die 11 [ ] C4 1nF (102) [ ] C5 100nF (104)
Lötstellen auf der Hauptplatinen Lötseite um die mechanische Spannung [ ] R1 100K [ ] R2 100K
heraus zu nehmen. [ ] P1 25K PT6-liegend [ ] C3 10nF (103)
Das war eine der fummeligsten Operationen des gesamten Hobo Aufbaus. [ ] C1 10nF (103) [ ] C6 100pF RM 5mm
Du kannst die SSB-Platine jetzt aus ihren Buchsen heraus ziehen indem du [ ] C7 39pF [ ] C8 39pF
sie an zwei Ecken anfasst und sie möglichst senkrecht nach oben heraus [ ] C9 39pF [ ] C10 39pF
hebelst. [ ] C2 10µF 16V Tantalperle (auf Polarität achten, + Zeichen oder
Im nächsten Schritt wird die SSB- Balken markiert die Plus Seite, diese zeigt zum Trimmpot P1
Platine bestückt. Es erfordert gute
Konzentration, da aus Platzgründen Es folgen die Quarze. Im Hobo Bausatz werden getrennte Quarzfilter für TX
kein Bestückungsaufdruck vorhan- und RX benutzt. Auf der SSB Platine befindet sich das Sendefilter, dass für
den ist. Prüfe wirklich doppelt, be- SSB und CW benutzt wird, die RX Filter befinden sich auf der Filterplatine.
vor du ein Bauteil lötest, auslöten Alle Quarze im Bausatz sind sehr genau ausgemessen und aufeinander abge-
ist schwieriger als einlöten. stimmt. TX Filter und SSB RX Filter-Quarze gehören zu einer Gruppe, das CW
RX Filter und die BFO Quarze sind extra abgepackt. Bitte die Quarze nicht
Aufbau SSB Platine: durcheinander werfen. Im Hobo werden 9MHZ LowProfile Quarze eingesetzt,
Beginne in der linken unteren Ecke normale HC49 können nicht als Ersatz genommen werden ohne dass sich die
das hilft die Orientierung besser
zu behalten. Alle Bauteile müssen
möglichst dicht auf die Platine
gesetzt werden. Sind die Bauteile-
Beinchen für Maschinenbestückung
mit Knicken im Draht versehen, so
müssen diese mit einer Flachzange
vorher begradigt werden damit die
Bauteile nicht zu hoch eingebaut
werden.
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Filterwerte extrem ver- obenüber einen Quarz. Bereite den Quarz auf eine schonende Lötung am
schlechtern. Die beiden Gehäusevor in dem du mit einem Glasfaserpinsel (gibt es am preiswertesten
BFO Quarze jedoch sind imAutozubehör) die Stelle an der das Widerstandsbeinchen aufliegt blank60
wegen des damit grö- putzt. Nun das Widerstandsbeinchen mit dem Quarzgehäuse verlöten.
ßeren Ziehbereiches im Langes„Braten“ führt zur Zerstörung des Quarzes. Hast du mit dem
HC49U Format (etwa drei Glasfaserpinselgut radiert, dauert die Lötung nur 1-2 Sekunden. Schau
mal so hoch) Die Tüten dir das Foto auf Seite 44 an, dort sieht man die Massedrähte recht gut.
sind bezeichnet: Der Grund für diese Maßnahme: Die Quarzplättchen stehen innerhalb des
SSB Quarze 8 Stück mit Quarzgehäuses frei. Wird das Quarzgehäuse nicht auf Masse gelegt so fehlt
„T“, jede Abschirmung und es kommt zu unangenehmen Nebeneffekten wie z.B.
CW Quarze mit „H“. Übersprechen (Verkopplung von Quarz zu Quarz) oder Einstrahlungen.
Löte nun die Quarze ein.
Es macht Sinn, während [ ] 6 mal Masse mit Quarzgehäuse verlöten.
des Lötens zwei abge-
schnittene Widerstands- Als nächstes bereite den Übertrager TR1 vor. Dazu werden 2 etwa 25 cm
beinchen unter die Quarze lange Stücke 0,3mm Draht unterschiedlicher Farbe miteinander verdrillt
zu klemmen, damit sie (ungefähr 3 Schläge pro cm). Mit diesem Draht-
einen kleinen Abstand zur paar werden 10 Windungen auf einen FT37-43
Platine wahren. Elektrisch Ring gewickelt. (FT37 ist ein Ringkern aus Ferrit
hat dieser Trick keine Material, antrazithfarben mit 0,37 Zoll = knapp
Bedeutung, er verhindert 10mm Durchmesser, -43 kennzeichnet die Ferrit
aber, dass eventuell zu -Sorte). Nicht verwechseln mit dem später benö-
viel eingesetztes Lötzinn tigten FT50-43 (13mm Durchmesser. Die neben-
einen Kurzschluss zwischen stehende Zeichnung verdeutlicht die Wickel- und
Anschlussdraht und Quarz- Anschlusstechnik. ACHTUNG, die Zeichnung zeigt
gehäuse bewirkt. nur 8 statt 10 Windungen. Bei Ringkernen werden
Die beiden großen 9MHz Quarze die Windungen immer innen gezählt. Anfang und
[ ] Q1 9,00MHz HC49U auf +/- 15 Hz gepaart Ende des einen Drahtes bilden die Anschlüsse 1
[ ] Q2 9,00MHz HC49U auf +/- 15 Hz gepaart und 2, Anfang und Ende des zweiten Drahtes die
Aus der Quarztüte „T“ mit 8 Quarzen werden 4 Quarze entnommen Anschlüsse 3 und 4.
[ ] Q3 9,00MHz HC49U-S auf +/- 15 Hz gepaart (SSB-Quarz) Verzinne die Drahtenden bis ganz knapp an den Ring heran. Ein häufiger
[ ] Q4 9,00MHz HC49U-S auf +/- 15 Hz gepaart (SSB-Quarz) Fehler bei Ringkernen ist, dass die Drähte nicht bis nah genug an den Ring
[ ] Q5 9,00MHz HC49U-S auf +/- 15 Hz gepaart (SSB-Quarz) verzinnt sind. Zieht man dann die Drähte durch die Lötaugen, dann gerät
[ ] Q6 9,00MHz HC49U-S auf +/- 15 Hz gepaart (SSB-Quarz) nicht verzinnter Draht in die Durchkontaktierung und es gibt keine leitfähi-
ge Verbindung.
In der Nähe eines jeden Quarzes befindet sich ein Masse- Lötauge. Stecke Die vier Drahtenden werden mit der „Blob“ Methode abisoliert. Der Lack
injedes dieser Lötaugen ein abgeschnittenes Widerstandsbeinchen und löte zersetzt sich bei Lötkolbentemperatur. Bei der Blob Methode wird ein dicker
esvon der Lötseite auf der Platine fest. Biege es dann auf kürzestem Weg Tropfen Lötzinn an die Lötkolbenspitze gebracht und dieser Tropfen auf das
45
Drahtende gebracht. Beginne unmittelbar
hinter dem Ring, halte Kontakt zwischen 1=Abschirmbecher 2=
der Lötspitze und dem Draht. Leichtes Kappenführung aus Plastik 3
Schaben auf dem Draht hilft, unnötiges Kappenkern
hin und her verzögert die Zersetzung 4= Spulenkörper 5= Sockel
des Lackes. Man erkennt den Beginn des Der Spulenbausatz benötigt eine
Zersetzungsprozesses an dem aufsteigenden kleine Vorbereitung: Nimm den
Rauch. In dieser Phase wird der Lötkolben Fuß der Bobin Spule, gebe einen
ganz langsam in Richtung auf das kleinen Tropfen Superkleber
Drahtende hin bewegt. Mit dem flüssigen zwischen die Rasten und presse
Zinn wird die Schlacke langsam nach außen vorsichtig die Ferrit Garnrolle
geschoben und der Draht gleichzeitig in die Raster. Während der Kleber trocknet kannst du die wenigen noch
verzinnt. Nach dem Verzinnen die Spule fehlenden Bauteile auf dieser Seite der SSB-Platine einlöten:
einbauen. Sie wird während des Lötens
an den Drähten straff gegen die Platine Die Kapazitätsdioden BB112 sehen anders aus als die bisher eingesetzten
gezogen, so dass der Ringkern stabil Dioden, sie haben wie Kleinleistungstransistoren ein TO92 Gehäuse, al-
aufsteht. Ringkernspulen werden NICHT lerdings nur 2 Beinchen, das mittlere dritte Beinchen ist nur als Stummel
auf die Platine geklebt vorhanden.
Suche die beiden BB112 heraus und baue sie bei D1 und D2 ein (das ist
unterhalb des Quarzpaares. Achte auf den richtigen Einbau, Dioden sind
polarisiert.
[ ]Tr1 FT37-43 2x10Wdng 0,3mm Cul bifilar (verdrillt) [ ] D1 BB112 flache Seite zeigt zur rechten Kante der LP
Im folgenden Abschnitt dieser Baugruppe triffst du auf eine Bobin Spule. [ ] D2 BB112 flache Seite zeigt zu den Quarzen.
Da sich um das Wickeln von Spulen immer einige geheimnisvolle Gerüchte
ranken, will ich eine etwas ausführlichere Beschreibung geben. In USA Nun ein HF Transistor, BF199. Denke an die ESD Vorschriften und baue ihn
Bausätzen werden bevorzugt Ringkernspulen eingesetzt, bei uns in DL gab bei T1 ein, das ist ziemlich genau in der Mitte der Platine.
es lange Zeit nur Stiefelkörperspulen oder gekapselte Zylinderspulen in der
Art, wie sie ähnlich hier im Hobo eingesetzt werden. Beide Arten haben Vor [ ] T1 BF199 Flache Seite nach unten
und Nachteile, weshalb wir in den Bausätzen der DL-QRP-AG häufig eine
Mischung aus beiden einsetzen. Der Hauptvorteil einer Spule, wie sie gleich Der letzte Transistor dieser Baugruppe ist ein DGMOS (Dual Gate MOS FET)
bei benutzt wird, ist der im Vergleich zu Ringkernen erheblich geringere BF910 oder BF982. Er hat eine völlig andere Gehäuseform als die bisherigen
Platzbedarf. Ringkernspulen benötigen, wenn sie auf Resonanz abgestimmt Transistoren. Dieser Transistor ist sehr empfindlich gegen Elektrostatik,
werden sollen, immer einen zusätzlichen Trimmkondensator. Die in dieser also ESD Maßnahmen beachten! Die Zeichnung zeigt die Anordnung der
Baugruppe benutzte Neosid Spule ist eine so genannte BOBIN Spule. Der Beinchen wie man sie sieht, wenn man von oben auf den DualGate MOSFet
Wickelkörper besteht aus einem Ferritkörper, der in etwa wie eine Garnrolle schaut und die Beschriftung sieht. Genau wie hier gezeigt wird er auch
aussieht. Die Wicklung wird auf diesen Körper nicht einlagig aufgebracht, eingebaut. Der DRAIN Anschluss wird in Lageplänen allgemein mit einem
sondern einfach aufgewickelt. Wichtig ist nur, dass die Windungszahl Punkt gezeichnet, bei der Hobo SSB Platine sieht man ihn deutlich rechts
stimmt. vom Bezeichner T2. Biege alle vie Beinchen vorsichtig um 90 Grad nach
46
hinten weg (von der Beschriftung weg), 4 nach 5 zu prüfen. Ist das in
setze ihn an seinen Platz und verlöte ihn. Ordnung, so baue die Spule in
Wenn der Transistor in der Leiterplatte sitzt, die Platine ein, löte von der
dann muss die Schrift zu lesen sein! Die Rückseite.
Beschriftung kann abweichen, es ist aber der
einzige Transistor dieser Bauform im Bausatz. Hat alles geklappt? Dann
kommt jetzt entsprechend der
Zeichnung der Plastikkörper
[ ] T2 BF910 oder BF982 ESD beach- auf den Sockel und die große
ten !!! Schraubkappe wird vorsichtig
eingeschraubt. Bitte achte
Jetzt noch IC 1. Wie schon geübt wird das IC erst gerollt damit die Beinchen darauf, dass die Ferritkappe
parallel stehen. Achte auf die Kerbe, sie zeigt in diesem Fall nach rechts. nicht verkantet. Es hilft
ungemein, wenn man die
[ ]IC1 NE602/NE612 DIL8 Ferritkappe abwechselnd zwei
Nun weiter mit der Bobin Spule. Der Kleber dürfte inzwischen trocken sein, Drehungen einwärts, eine
du kannst also loslegen. Drehung auswärts dreht. Auf
Verzinne etwa 2cm des 0,1mm CuL Drahtes. diese Art schneidet sich das Gewinde leichter in die Plastikkappe ein. Setze
Halte die Spule so, dass die Drei-PIN-Reihe oben liegt und nach links zeigt. die Ferritkappe auf den Spulenkörper, setze die Abschirmkappe auf, löte sie
PIN 3 ist dann der entfernte, PIN 1 der nähere PIN. Schlinge von außen
aber noch nicht fest sondern biege nur die Masse-Nasen der Abschirmkappe
nach innen mit dem verzinnten Drahtende 3 bis 4 Windungen um den PIN
leicht nach außen, damit sie nicht herausfallen kann.
3 und führe den Draht dann durch die nächste Kerbe (oberhalb) hoch zum
Wickelkörper. Ab Kerbe darf der Draht nicht mehr verzinnt sein. Wickeln nun
[ ] Fi1 Neosid Filterbausatz 7.1 F10b prim. 13 Wdng 0,1 CuL
in Richtung zu dir hin (Richtung PIN 1) 13 mal um den Wickelkörper. Die
Koppelwicklung 6 Wdng 0,1 CuL
Windungen brauchen nicht besonders nebeneinander zu liegen, sie sollen
Soweit so schön. Wer den Hobo mit fertig gelöteten SMD Bauteilen gekauft
nur einigermaßen verteilt sein. Sind die zwölf Windungen aufgebracht,
hat kann den nächsten Schritt überschlagen, alle anderen drehen die Plati-
führe den Draht durch die untere Kerbe zum PIN 1. Noch nicht herumwickeln
ne jetzt auf die Lötseite und montieren dort die drei SMD Bauteile.
sondern nur die Drahtstelle merken und auf 1-2cm verzinnen. Jetzt den ver-
[ ] R13 12K SMD 0805
zinnten Draht in drei bis vier Windungen um PIN 1 herum von innen nach
[ ] Dr3 6,8µH SMD 1210
außen. Mit der heißen Lötkolbenspitze vorsichtig und ohne großen Druck
[ ] R12 100K SMD 0805
auf beide Drahtenden tippen. Die verzinnten Enden verbinden sich problem-
los mit den Anschlussbeinchen der Bobin Spule.
Fertig? Dann kann jetzt der Funktionstest der Baugruppe 5 durchgeführt
Nun zur Koppelwindung.
werden.
Diesmal zeigt die zweier PIN Leiste nach links, PIN 5 ist fern, PIN 4 ist nah.
Funktionstest Baugruppe 5
Wickel wie bei der Hauptwicklung in der Reihenfolge PIN 4, Kerbe, 6 Win-
Stecke die SSB-Platine auf ihren Platz.
dungen Richtung PIN 4, Kerbe, PIN 4. Hefte den Draht wie bei 1/3 an die
Stelle Trimmpot P1 und P2 auf Mittenstellung
Beinchen an. Schneide überstehende Drahtenden ganz dicht am Beinchen
Stecke Hauptplatine und Frontplatine zusammen
ab. Benutze ein Ohmmeter um den Durchgang von PIN 1 nach 3 und PIN
Schließe die mit 100mA abgesicherte Versorgungsspannung ein.
47
Schalte den Hobo ein.

Messe mit einem HF Tastkopf, Dipmeter, Scope oder anderem geeigneten


Messinstrument die HF Spannung (9MHz) an PIN 6 IC1. Hast du keines
dieser Messgeräte, so kannst du das 9MHz Signal auch mit einer Linkleitung
zu einem 9MHz RX testen. (Ein Stück Koaxkabel, ein Ende mit BNC oder PL
Stecker, am anderen Ende ein kleiner Kondensator 10pF bis 50pF) Tippe mit
dem Kondensator auf PIN 6 IC1 und suche das Signal mit dem Empfänger
(ziemlich genau 9 MHz)
Die Frequenz muss sich mit dem zugehörigen BFO Trimpot verändern lassen,
die Amplitude mit P2

Schalte den Hobo in den Tune Modus und messe an PIN 9 oder 10. Stelle
mit Trimmpot P5 (siehe Baugruppe 4) das Signal an Pin 9/10 auf Maximum
ein.

Fertig, es kann weiter gehen mit der Baugruppe 8

Ja, Baugruppe 8 ist richtig :-)

48
Vielleicht etwas verwirrend, dass nach BG5
BG8 folgt, aber um die ZF testen zu können
brauchen wir die DDS Gruppe und die war rein
zeichentechnisch als Gruppe 8 vorgesehen.
Die DDS Baugruppe ist der kleinste Baustein,
er ist fast komplett in SMD Technik aufgebaut.
Wer diese Baugruppe als Fertigbaustein ge-
kauft hat kann gleich mit Baugruppe 6 weiter
machen. Alle anderen nehmen sich die kleine
Platine und legen sie so vor sich hin, dass
sie dem Bild unterhalb entspricht. Beginne
mit dem eigentlichen SMD Chip, AD9834. Der
blasse Punkt in der linken Ecke des Chips ist
nur bei schräger Draufsicht zu erkennen, nicht
mit dem weißen Dreieck verwechseln. Liegt der
Chip richtig, so ist seine Beschriftung von der
C3/C4 Seite aus richtig zu lesen. Hast du noch
keine Erfahrung mit SMD Teilen, dann soll-
test du dir vorab die SMD Lötanleitung im
Anhang genau durchlesen.

49
fernen des überflüssigen Zinns wird die Entlötlitze plan über die Beinchen
einer Seite gelegt, mit dem Lötkolben flach von oben erhitzt und sobald das
Zinn geschmolzen ist senkrecht nach oben hoch gehoben. NICHT zur Seite
wegziehen, damit könnte man das IC beschädigen.

[ ] AD9834

Ist das DDS IC gelötet und das überflüssige Zinn entfernt, werden die 0805
Bauteile gelötet. Ein bewährtes Verfahren besteht darin, eines der beiden
Pads mit Zinn zu versehen so dass sich eine kleine Halbkugel bildet. Der
Baustein wird dann mit einer spitzen Pinzette gegen die Platine und gegen
die Halbkugel gedrückt. Tippt man dann mit der Spitze des Lötkolbens in
die Halbkugel dann rutscht der Baustein leicht vor und wird so perfekt ge-
lötet. Bleibt noch die andere Seite, die direkt mit Kolben und Zinn gelötet
wird.
Beginne links:
[ ] R1 150R 0805 (151) [ ] R2 10R 0805 (100)
[ ] R3 10R 0805 (100) [ ] C2 100nF 0805
[ ] C5 100n 0805 [ ] C6 100n 0805
[ ] R4 6k8 0805 (682) [ ] C7 100n 0805
[ ] C8 10n 0805 [ ] R5 220R 0805
[ ] R6 220R 0805 [ ] C9 10n 0805
[ ] C10 100n 0805 [ ] C1 100nF 0805

Nun die beiden Elkos. Sie sind natürlich polarisiert, der Balken markiert die
Plus Seite.
[ ] C3 10µF 1210 PLUS nach unten
Platziere das IC so auf den Lötpads, dass auf beiden Seiten gleichmäßig viel [ ] C4 10µF 1210 PLUS nach oben.
von den Lötpads zu sehen ist. Die IC Beinchen müssen genau über den PADS
liegen. Tippe mit der Lötkolbenspitze auf eines der Eckbeinchen. Da wir Drehe die Platine nun herum und
dampfverzinnte (HAL) Leiterplatten benutzen reicht die Menge Zinn auf den Installiere den Clock Oszillator.
PADs aus das IC anzuheften. Kontrolliere den Sitz nochmals genau, justiere Eine Ecke des Gehäuses ist spitz. Schnei-
eventuell nach und hefte das diagonal gegenüber liegende Beinchen auf die de den PIN an der spitzen Ecke dicht am
gleiche Art an. Gehäuse des Clock Oszillators ab. (auf der
OK? Sitzt das IC genau auf den PADs? Wenn ja, dann nimm jetzt Lötzinn zur Zeichnung mit NC= not connected= nicht
Hand und löte beide Seiten komplett durch. Kein Problem, wenn sich Löt- angeschlossen bezeichnet) Die Spitze muss
brücken zwischen den Beinchen bilden. Da wir mit Lötstopmaske arbeiten, nach oben links zeigen wie auf dem näch-
können wir überflüssiges Zinn später mit Entlötlitze entfernen. Zum Ent- sten Bild zu sehen ist.
50
3,5 MHz: 12,5MHz
7 MHz: 16,0MHz
10,1 MHz: 19,0MHz
14,0MHz: 5,0 MHz
18,068MHz: 9,068 MHz
21,0 MHz: 12,0 MHz
28,0MHz: 20,0MHz

Einstellungen des DDS VFO für die verschiedenen Bänder:

VFO A/B Setup Menue 8 im Display Setup Menue 9 im Display


3,5 VFo - ZF TX +/. OFF
[ ] IC2 50 MHz Clock 7 VFO - ZF TX +/- OFF
Installiere die 7 polige 180 Grad Steckeleiste und den Abstandsbolzen auf 10 VFO - ZF TX +/. OFF
die gleiche Art, wie du es beim NF Modul schon geübt hast. Vergiss nicht 14 VFO + ZF TX +/- ON
ein Stück Papier oder Alu Folie unter den Bolzen zu legen, damit du nicht 18 VFO + ZF TX +/- ON
aus Versehen den Bolzen auf der Hauptplatine fest lötest. 21 VFO + ZF TX +/- ON
28 VFO + ZF TX +/- ON
Das war es schon, der DDS Baustein ist
fertig. Um ihn zu testen baue Front- Die Eigenschaften des DDS VFOs
platine und Hauptplatine zusammen,
stecke den DDS Baustein auf seinen Alle Parameter im nichtflüchtigen Speicher, Einstellung direkt über ein Se-
Steckplatz und schalte den Hobo ein. tup Menü ohne externen Computer.
• Frei programmierbare Startfrequenz innerhalb des spezifizierten Bereiches
Die Gesamtstromaufnahme sollte nicht • Doppel VFO A/B
mehr als etwa 80mA (ohne Display • RIT
Licht) betragen. • XIT
• SPLIT
Mit einem HF Tastkopf oder ähnlichem • Scan Betrieb zwischen frei einstellbaren Eckpunkten, unabhängig vom
Gerät kannst du an PIN 2 des DDS Bausteins das DDS Ausgangssignal mes- eingestellten VFO Startpunkt.
sen. Das Signal sollte zwischen 300 und 450mVss stark sein, die Frequenz • Eingebauter Elektronik keyer. Veränderung der Geschwindigkeit über ex-
richtet sich nach den im Mikrokontroller eingegeben Daten. Die Frequenz ternes Poti, Anzeige des Tempos im Display.
kannst du mit deinem Dippmeter oder einem Frequenzzähler messen, du Wird der interne keyer über das Menü ausgeschaltet, so wird eine
kannst aber auch eine Linkleitung legen und den DDS mit einem Kurzwellen externe Taste über die Tastleitung durchgeschaltet. Die Umschaltung
Empfänger abhören. RIT / SPLIT wird über die externe Taste ausgelöst. Die externe Taste
muss an den DIT Eingang des UniDDS angeschlossen werden
• Automatik für Hintergrundbeleuchtung (abschaltbar) Hintergrundbeleuch-
tung an sobald der Drehgeber berührt wird, automatisch auf aus 2 sekun-
51
den nach letzter Operation • 6 = 15m = 21,... MHz (Maximalfrequenz des DDS beachten)
• 4 Abstimmraten: 10Hz, 50 Hz, 1kHz, 100kHz.(100kHz separat ein und • 7 = 10m = 28,... MHz (Maximalfrequenz des DDS beachten)
ausschaltbar) Anzeige im Display wird automatisch entsprechend der Gruppe 2: VFO für RX
gewählten Rate auf entsprechende Stellenzahl umgeschaltet. • 0 VFO - Zwischenfrequenz
• Digitale S-meter Anzeige im Display verarbeitet analoge positive AGC • 8 VFO + Zwischenfrequenz (wird benoetigt wenn VFO kleiner als ZF)
Spannung. Gruppe 3: VFO für TX
• Digitale Leistungsanzeige im Display, • 0 beim Senden wird auch berechnet VFO +/- ZF (Mischer im
• Digitale Anzeige der Versorgugsspannung (Batteriekontrolle) Sendezweig)
• Analoge SWR Anzeige im Display . Messbereich automatisch, Anzeige SWR • 16 keine Berechnung VFO +/- ZF. Der VFO entspricht der Sendefrequenz
2 pixelweise über die volle Displaybreite es ist kein Sendermischer notwendig, so wie im „BCR“.
• Setup Menü mit Urlader und automatisch generiertem Parameter Satz Gruppe 4 DDS Taktfrequenz
• 0 DDS-Taktkonstande fuer 50Mhz Takt vorwiegend beim AD9834
Möglichkeiten der ZF Ablage: eingesetzt
Der UniDDS lässt sich auf alle denkbare Kombinationen der Sende- und Emp- • 32 DDS-Taktkonstande fuer 24Mhz Takt vorwiegend beim AD9833
fangsfrequenz innerhalb der Maximalfrequenzen einstellen: eingesetzt
• 64 DDS-Taktkonstande fuer 25Mhz Takt vorwiegend beim AD9833
Sender Empfänger eingesetzt
DDS auf Endfrequenz DDS auf Endfrequenz = Direktüberlagerer Gruppe 5 Standard ZF Filter
DDS auf Endfrequenz DDS auf Endfrequenz - ZF • 0 Zwischenfrequenz 3,999 Mhz bei Abzweigfiltern mit Quarzen von
DDS auf Endfrequenz DDS auf Endfrequenz + ZF 4,000 Mhz (Die Filterfrequenz liegt üblicherweise
DDS auf Endfrequenz - ZF DDS auf Endfrequenz - ZF konstruktionsbedingt etwa 1 kHz unter Quarzfrequenz), kann später
DDS auf Endfrequenz + ZF DDS auf Endfrequenz + ZF genau justiert werden
Im Hobo wird die Software des UniDDS der DL-QRP-AG eingesetzt. Die • 128 Zwischenfrequenz 4,9145 Mhz bei Abzweigfiltern mit Quarzen von
Steuerung beherrscht verschiedene Möglichkeiten der ZF Verrechnung, für 4,915 Mhz
den Hobo werden davon nur - und + ZF benutzt, RX und TX bekommen im- Leider ist die Hobo ZF 9,0 MHz in dieser Tabelle nicht vorhanden, sie
mer die gleiche Frequenz angeboten. muss im SETUP später von Hand gesetzt werden!
Beispiel für einen Hobo 40m:
Setup für Hobo Gruppe 1 40m Anzeige 2
Im Startmenü wird für den Hobo nur eine Ziffer eingegeben, die alle Para- Gruppe 2 VFO für RX - ZF 0
meter ausser der ZF Frequenz direkt einstellt. Die Ziffer errechnet sich aus Gruppe 3 VFO für TX beim senden berechnen 0
einem Parametersatz: Gruppe 4 DDS Taktfrequenz 50 MHz 0
Gruppe 1 Display Anzeige Gruppe 5 Standard ZF (leider 9,0MHz nicht vorh. 0
• 0 = 160m = 1,8.... MHz später im SETUP einstellen)
• 1 = 80m = 3,5... MHz Summe 2
• 2 = 40m = 7,... MHz Als Grundeinstellung wird demnach 2 eingegeben, die ZF wird dann im Se-
• 3 = 30m = 10,1... MHz tup Menue von Hand auf 9MHZ gesetzt.
• 4 = 20m = 14,... MHz (Maximalfrequenz des DDS beachten) ACHTUNG: Umschaltung der Mischrichtung beim Hobo:
• 5 = 17m = 18,... MHz (Maximalfrequenz des DDS beachten) 160, 80, 40 und 30m brauchen bei Gruppe 2 MINUS ZF, die höheren
52
Bänder PLUS ZF! Leistung angezeigt. In der 2. Zeile ist ein
Abstimmbalken (feine Aufloesung von 1,0 bis
Die Bedienung des Uni DDS 2,0; grobe Aufloesung von 2,0 bis 9,9)
Die gesamte Bedienung erfolgt über den im Drehgeber eingebauten Taster, 8 xit1k DDS wird auf XIT umgeschaltet und die
den Drehgeber und das Geschwindigkeits- Potenziometer der Keyer Elek- Sendefrequenz im VFO Zeile 2 auf genau +
tronik. Kurzes drücken des Tasters bewirkt einen Wechsel der Schrittweite 1Khz voreingestellt. Anzeige Empfangs-
(Rate). Beim Einschalten des UniDDS ist automatisch die 50Hz/Step Rate frequenz „r“ und Sendefrequenz „x“ wenn XIT
eingestelt, das Umschalten erfolgt sequentiell. Abfolge: 50Hz, 1kHz, 10Hz eingeschaltet. Beim Abstimmen ändert sich
(wenn vorgewählt 100kHz) und wieder von vorn. die Sendefrequenz in Zeile 2.
Das Hauptmenü 9 xit2k DDS wird auf XIT umgeschaltet und die
Wichtig: Das Display zeigt immer an, was passiert wenn man den Dreh- Sendefrequenz im VFO Zeile 2 auf genau +
geber schalter jetzt betätigt. Zeigt das Display z.B. FUNKTION ON, dann 2Khz voreingestellt. Anzeige Empfangs-
wird diese Funktion durch druck auf den Taster eingeschaltet!! frequenz „r“ und Sendefrequenz „x“ wenn XIT
eingeschaltet. Beim Abstimmen aendert sich
Lang druecken des Tasters schaltet in das Menü: die Sendefrequenz in Zeile 2.
Taste so lang druecken bis in LCD „Menu“ erscheint. 10 rit Rit ein oder aus. Zeile 1 der LCD ist die
Menüpunkt: Funktion Empfangsfrequenz. Zeile 2 ist die Sende-
0 break. Ausgang aus dem Menu ohne Funktion frequenz. Beim Einschalten der Rit wird der
1 VFO A/B Wechsel zwischen VFO A und VFO B VFO auf Zeile 1 in die Zeile 2 kopiert (VFO1 =
2 light on/off Licht dauerhaft ein oder aus (Speicherung im VFO2). Die Anzeige VFO-A und -B werden als
Eeprom) kleine Buchstaben dargestellt, wenn RIT
3 light auto Licht nach Zeit aktivieren oder sperren. Bei eingeschaltet ist.
jeder Aktion (Drehgeber, Taste oder Keyer-G
eschwindigkeit) wird das Licht fuer 2 „POWER ON“ + Taster druecken bewirkt sofortigen Sprung in das „SETUP“
Sekunden angeschaltet. (Speicherung im Menue.
Eeprom)
4 scan Es wird von Frequenz A nach Frequenz B Das Setup Menü:
staendig gescannt. Die Anfang und End- Ueber den Menüpunkt 5 kommen wir in das Setup.
frequenz wird im Setup 0 Setup break Ausgang aus dem SETUP-Menu. Es erfolgt ein
abgelegt. Es wird also unabhaengig von der Hardrestart der Baugruppe (Neustart).
eingestellten VFO-Einstellung Start und 1 DDS-Takt Hier kann der Clockgenerator an den DDS
Endfrequenz genommen genau angepasst werden. Vorsicht !!! ein
5 SETUP Eingang in das Setupmenu. Auch mit „POWER Veraendern erfordert genaue Kenntnis der
ON“ + Taster kommt man in das SETUP. mathematischen Funktionen der DDS-
6 keyer Keyer einschalten oder ausschalten. Programmierung. Mit dem Taster erfolgt die
(Speicherung im Eeprom) Stellenweiterschaltung. Ist der Kursor
7 tune Der Sender wird auf Dauerton geschaltet. Im ausserhalb der Ziffern kann mit dem
Display wird SWR (von 1,1 bis 9,9) und die Drehgeber gewaehlt werden (leer, save,
53
cancel). Ueber save oder cancel kann man die erforderlichen Einstellungen enthalten
Funktion verlassen. 11 100 kHz ON/OFF Schaltet die Schrittweite 100 kHz ein. Wird
2 VFO-A (Hz) Einstellung der VFO-A Frequenz beim Start der benötigt, wenn man z.B. den Hobo auf 2
Baugruppe. Bändern betreibt um schnell Bandwechsel
3 VFO-B (Hz) Einstellung der VFO-B Frequenz beim durchführen zu können.
Start der Baugruppe.
4 ZF (Hz) Einstellung der genauen ZF. Der DDS
gibt die eingstellte ZF aus. Es ist ein
Ton im RX zu hoeren.
5 scan-begin Startfrequenz beim Scannen.
6 scan-end Endfrequenz beim Scannen.
7 S-Meter eich. Kalibrierung des S-Meters.
Punkt1: Empfängereingang offen (S0).
Hexwert wird angezeigt. Mit dem
Taster druecken kommt Punkt2.
Punkt2: 50uV an den Eingang anlegen.
Hexwert wird angezeigt. Mit dem
Taster verlassen wir die Funktion
und die S-Meterkurve wird
ausgerechnet und gespeichert.
8 VFO +/- ZF Einstellung der ZF-Ablage + oder - zur
VFO-Frequenz („VFO + ZF“ oder „VFO -
ZF“).
8 TX +/- ZF Einstellung ob die ZF-Ablage auch beim
Senden aktiv sein soll („on“ oder
„off“).
10 def. config Das ist der Punkt fuer die Urladung der
Baugruppe. In diese Routine wird beim
ersten Einschalten gesprungen.
Diese Routine kann aber auch immer
wieder ausgefuehrt werden, wenn der
Verwendungszweck sich aendert.
Abbruch ist nur durch Ausschalten
moeglich. Jeder kann sich die
Startwerte der Baugruppe selbst
zusammen-stellen. Bevor die Urladung
erfolgt muss eine Zahl eingegeben
werden. In dieser Zahl sind alle
54
55
Baugruppe 6 ZF Verstärker

Bleibt noch der Miniatur-Widerstand R25. Die wenigen Miniaturwiderstände,


Beginne mit den Teilen auf der Hauptplatine. Lege die Hauptplatine so vor die sich im Hobo Bausatz befinden sind leicht zu erkennen, weil sie deutlich
dich hin, dass du die Aufschrift DK1HE / DL-QRP-AG unten seitenrichtig kleiner sind als die sonst benutzten RM10 Widerstände. Der Platz für R25
lesen kannst. befindet sich zwischen Teilen der BG4, die du schon früher bestückt hast.
Suche diesen Platz mit Hilfe der Zeichnung und löte R25 dort ein.
Etwas links von der Mitte siehst du zwei dicke, verzinnte Rechtecke: das [ ] R25 10K Miniatur !!
größere wurde in der vorletzten Baugruppe bearbeitet, das kleinere direkt Nun weiter mit der ZF Platine. Wie schon bei der SSB Platine, werden erst
links daneben ist der Platz für die ZF-Platine. die Steckverbinder montiert. Schneide mit dem Cuttermesser 2mal 2 PIN und
Es gibt einige wenige Teile die zur ZF gehören, die aber statt auf der ZF-Pla- 5 Einzelpinverbinder von Buchsenleiste und Steckerleiste ab. Stecke wieder
tine auf der Hauptplatine zu finden sind. Außer R25 werden sie alle inner- erst die Buchsen in die Haupt-
halb der kleineren Umrandung montiert. platine (orientiere dich dabei
Fange unten in der Mitte an. ander Zeichnung links), stecke
[ ] C19 22nF (223) G_3 [ ] Dr5 47µH SMCC G_3 die Stifte in die Buchsen und
[ ] R26 33K G_2/3 [ ] R27 6,8K G_2 löte die Kombination möglichst
[ ] C20 1nF (102) G_2 [ ] C21 10nF (103) G_2 lotrecht auf die Hauptplatine.
Setze dann die Platine auf die
Der Transistor BC546B wird liegend so eingebaut, dass er auf die flache Stifte. Drücke alles zusammen so
Seite zu liegen kommt und genau wie auf dem Bild zu sehen ist von den dass die kleine ZF Platine par-
Lötaugen nach rechts zeigt. Biege die Beinchen vorsichtig direkt hinter dem allel zur Hauptplatine sitzt und
Plastikkörper rechtwinklig nach unten (Richtung flache Seite) und montiere löte dann auf der ZF-Platine.
den Transistor dann so, dass er flach auf der Hauptplatine aufliegt.
[ ] 9 Steckverbinder ZF-Platine
[ ] T6 BC546B / Hauptplatine

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Sind die Steckverbinder alle gelötet, dann kann es mit der Bestückung der
ZF Platine los gehen.
Orientiere dich an den beiden gefrästen Aussparungen. Lege die Platine so
for dich hin, dass die eine Fräsung oben links und die andere unten rechts
zu sehen ist. Alle Bauteile gehören so niedrig wie möglich auf die Leiter-
platte. Fertigungsbedingte Knicke in den Anschlussdrähten mancher Bau-
teile müssen vorsichtig mit einer Flachzange begradigt werden damit der
Bauteilkörper möglichst dicht über der Platine sitzt. Bei stehenden Wider-
ständen die lange Seite nah am Widerstandskörper zurück biegen. Schön
geformte Rechtecke mögen gut aussehen, sind aber für die Funktion schäd-
lich.
Beginne links von der Mitte unten und montiere als erstes C6, einen 100pF
Kondensator im Rastermaß RM5
[ ] C6 100pF (101 oder n10) RM 5mm
[ ] R5 3,9K [ ] C2 22pF
[ ] R1 6,8K [ ] R3 2,2K
[ ] Dr1 15µH SMCC br gr sw si [ ] R4 12K
[ ] R6 270R [ ] C4 47nF (473)
[ ] C7 100nF (104) [ ] C9 47nF (473)
[ ] C8 100pF RM 5mm [ ] R9 8,2K
[ ] R8 12K [ ] C5 47nF (473)
[ ] C11 10nF (103) [ ] Dr3 47µH SMCC
[ ] C12 0,47µF Tantalperle PLUS = Balken nach rechts!
[ ] R7 470K [ ] C1 47nF (473)
[ ] Dr2 47µHSMCC ge vio sw go [ ] R2 1K
[ ] C3 47nF (473)
[ ] C19 0,47µF Tantalperle PLUS nach oben
[ ] C17 47µF Elko, Minus schräg rechts unten ohne Sockel. Fehler an diesen IC sind extrem selten, der Einbau mit Sockel
[ ] R11 820R [ ] C10 47nF (473) verschlechtert definitiv die Daten des ZF Verstärkers. Achte beim Einbau wie
[ ] C18 33nF (333) [ ] C15 1nF (102) immer auf die Kerbe, sie zeigt diesmal nach oben.
[ ] C16 100nF (104) [ ] C14 22nF (223)
[ ] C13 4,7nF (472) [ ] IC1 NE602/NE612 DIL8
[ ] R10 10K schräg liegend RM~7,5mm
[ ] D1 1N4148 Kathode nach oben, Körper in den Kreis! Nun das Trimmpoti
[ ] T2 BF199 [ ] T3 BF199 [ ] P1 50K PT6-liegend
[ ] T1 BF244 A [ ] T4 BC550C

Das IC wieder erst rollen und dann einlöten. Wir empfehlen den Einbau
57
Bleiben noch die beiden Spulen. In der letzten Baugruppe hatten wir ja ein, löte von der Rückseite.
auch schon eine solche Bobin Spule und du wirst hoffentlich gemerkt ha- Hat alles geklappt? Dann kommt jetzt entsprechend der Zeichnung der
ben, dass es entgegen allen Gerüchten eigentlich kein Problem ist, solche Plastikkörper auf den Sockel und die große Schraubkappe wird vorsichtig
Spulen selbst zu wickeln. Abweichend von der Spule, die du für das SSB eingeschraubt. Bitte achte darauf, dass die Ferritkappe nicht verkantet.
Modul gemacht hast, haben die ZF Spulen eine Hauptwicklung mit Mitten- Es hilft ungemein, wenn man die Ferritkappe abwechselnd zwei Drehungen
anzapf. Das macht aber keinen großen Unterschied in der Handhabung. Um einwärts, eine Drehung auswärts dreht. Auf diese Art schneidet sich
den Trainingseffekt noch zu steigern, hier noch einmal eine ausführliche das Gewinde leichter in die Plastikkappe ein. Setze die Ferritkappe auf
Anleitung: den Spulenkörper, er gehört bis zum Anschlag nach unten! Setze die
Abschirmkappe auf. Diese sollte 0,5 mm oberhalb der Platine stehen um
[ ] L1 Neosid Filterbausatz 7.1 F10b 12 Wdg Mittelanzapf (2x6 Wdg) möglichen Kurzschlüssen mit Lötaugen zu vermeiden. Löte sie noch nicht
0,1 CuL Koppelwicklung 1 Wdg 0,1 CuL fest sondern biege biege nur die Masse-Nasen der Abschirmkappe leicht
nach außen, damit sie nicht herausfallen kann.
Verzinne etwa 2cm des 0,1mm CuL Drahtes.
Die andere Spule L2 wird genau so gewickelt wie L1 außer dass die Koppel-
Halte die Spule so, dass die Drei-PIN-Reihe oben liegt und nach links zeigt. wicklung 4 Windungen an Stelle von einer Windung hat.
PIN 1 ist dann der entfernte, PIN 3 der nähere PIN. Schlinge von außen
nach innen mit dem verzinnten Drahtende 3 bis 4 Windungen um den PIN [ ] L2 Neosid Filterbausatz 7.1 F10b 12 Wdg Mittelanzapf (2x6
1 und führe den Draht dann durch die nächste Kerbe (oberhalb) hoch zum Wdgn) 0,1 CuL, Koppelwicklung 4 Wdg 0,1 CuL
Wickelkörper. Ab Kerbe darf der Draht nicht mehr verzinnt sein. Wickeln nun
in Richtung zu dir hin (Richtung PIN 3) 6 mal um den Wickelkörper. Die Test Baugruppe 6
Windungen brauchen nicht besonders nebeneinander zu liegen, sie sollen Prüfe noch einmal alle Lötstellen und Leiterbahnen. Stecke die ZF Platine,
nur einigermaßen verteilt sein. Sind die 6 Windungen aufgebracht dann füh- die DDS Platine und die SSB Platine auf ihren Steckplatz, stecke Hauptpla-
re den Draht durch die Kerbe bis zum mittleren Spulenanschluss und markie- tine und Frontplatine zusammen. Schliesse ein Labornetzteil mit Strombe-
re die Stelle auf dem Draht. Verzinne in dem markierten Bereich etwa 5mm grenzung und 12-14 Volt oder ein anderes, mit etwa 100mA abgesichertes
des Drahtes. Wickel das verzinnte Drahtstück 3 mal eng über der Bodenplat- Netzteil an.
te der Spule um das mittlere Bein des Spulenkörpers. Nun durch die nächste Drehe die Kappen von L1 und L2 soweit ein, dass die Oberkante etwa 1,5mm
Kerbe wieder hoch, und dem Rest des Drahtes in die gleiche Richtung wie unter dem Kupferbecher zu sehen ist.
bisher weitere 6 Windungen auf den Wickelkörper wickeln. Miss die erforder-
liche Restlänge vom Wickelkörper durch die Kerbe bis zum PIN 3, verzinne Stecke alle bisher aufgebauten Baugruppen zusammen.
den Draht und schlinge 3 Windungen des verzinnten Endes um PIN 3. Verbinde das DDDS Modul über eine provisorische Linkleitung mit dem ZF
Nun zur Koppelwindung. Modul. Zu diesem Zweck wickelst du wie auf dem Foto zu sehen ist ein Stück
Diesmal zeigt die zweier PIN Leiste nach links, PIN 4 ist fern, PIN 5 ist nah. Draht um die Platine ohne dass der Draht galvanisch verbunden ist. Das
andere Ende des Drahtes wird in Bu2 PIN 3 des Steckplatzes für die Quarzfil-
Wickel wie bei der Hauptwicklung in der Reihenfolge PIN 4, Kerbe, 1 Win- terplatine gesteckt wie in Bild 2 zu sehen ist. Diese Seite des Drahtes muss
dung Richtung PIN 5, Kerbe, PIN 5. Hefte den Draht wie bei 1/2/3 an die galvanischen Kontakt mit dem Lötauge der Hauptplatine haben.
Beinchen an. Schneide überstehende Drahtenden ganz dicht am Beinchen
ab. Benutze ein Ohmmeter um den Durchgang von PIN 1 nach 2 nach 3 und
PIN 4 nach 5 zu prüfen. Ist das in Ordnung, so baue die Spule in die Platine
58
Schalte den Hobo ein. rungston auf eine angenehme Tonhöhe ein (etwa 600Hz)
Die Stromaufnahme sollte (ohne Hintergrundbeleuchtung ) bei < 90mA
liegen Hörst du nichts, dann schau mal nach ob du nicht R25 auf der Hauptplatine
Messe mit dem HF Tastkopf oder Scope an PIN 6 von IC 1 (ZF Platine) die vergessen hast ;-)
Injektionsspannung. Stelle mit P2 auf der SSB Platine etwa 500mVss HF an
PIN 6 IC1 ein (der QRPproject Tastkopf misst Vss!) Schliesse den Test ab, in dem du den gefundenen ZF Wert mit „Save“ abspei-
Suche den Widerstand R6 auf dem ZF board (stehend direkt vor der runden cherst.
Seite von T2. Schließe oben an das Anschlussbein von R6 ein Voltmeter im
Bereich < 2V an, das andere Ende des Voltmeters an Masse. Trifft alles zu, dann ist die Prüfung der ZF Baugruppe erfolgreich erledigt.
Stelle mit P1 etwa 200mV an R6 ein. Der Hobo Empfänger arbeitet jetzt bereits auf der ZF. Es fehlen nur noch
Quarzfilter, Mischer und Eingangsfilter um ihn als Kurzwellenempfänger
Damit die Umschaltung zwischen CW und SSB im folgenden Test einwand- benutzen zu können.
frei funktionier ist es gut wenn man aif dem Steckplatz „Quarzfilter“ auf
der Hauptplatine Bu 2/1 und Bu2/5 vorübergehend mit einem Widerstand
von etwa 1k überbrückt. Ohne diesen Widerstand kann die Umschaltzeit
SSB/CW sehr lang sein.
Stelle den Hobo auf SSB (Kippschalter)
Gehe in das SETUP Menü
Wähle im Setup Menü ZF
Stelle die ZF auf 09000000, der DDS Generator sendet jetzt auf 9MHz.
Das Voltmeter sollte jetzt einen höheren Wert anzeige.
Stelle durch ein- und ausdrehen der Kappen von L1 und L2 das Maximum der

Regelspannung ein.

Schließe einen Kopfhörer an die Kopfhörerbuchse an. Im Kopfhörer sollte


jetzt ein Überlagerungston hörbar sein.
Stelle in SSB mit P3 und in CW mit P4 (auf der Hauptplatine) den Überlage-
59
Als nächstes fertigen wir die Quarzfilter Platine an. Auf dieser Platine wer-
den ein 500Hz CW Filter und ein 2,4 kHz SSB Filter untergebracht zwischen
denen mittels Relais 1 und 2 umgeschaltet werden kann.
Löte als zuerst die beiden Quarzfiltergruppen ein. Der sicherste Weg Kurz-
schlüsse durch zuviel Lötzinn zu vermeiden sieht so aus, dass man vor
dem Löten 2 abgeschnittene Widerstandsbeinchen zwischen Quarz und LP
Aus der SSB/BFO Quarz Tüte („T“)
klemmt, den Quarz fest gegen die beiden Drähtchen drückt und dann lötet.
[ ] Q5 9,000MHz HC49-U-S low profile gepaart auf +/-15Hz
Nicht vergessen die Drähtchen nach dem Löten wieder heraus zu ziehen.
[ ] Q6 9,000MHz HC49-U-S low profile gepaart auf +/-15Hz
[ ] Q7 9,000MHz HC49-U-S low profile gepaart auf +/-15Hz
Die VW Quarze und die SSB Quarze dürfen auf keinen Fall untereinander
[ ] Q8 9,000MHz HC49-U-S low profile gepaart auf +/-15Hz
vermischt werden oder in andere Positionen gelötet werden.
In der Nähe eines jeden Quarzes befindet sich ein Masse- Lötauge. Stecke
Aus der CW - Quarz Tüte („H“)
in jedes dieser Lötaugen ein abgeschnittenes Widerstandsbeinchen und löte
[ ] Q1 9,000MHz HC49-U-S low profile gepaart auf +/-15Hz
es von der Lötseite auf der Platine fest. Biege es dann auf kürzestem Weg
[ ] Q2 9,000MHz HC49-U-S low profile gepaart auf +/-15Hz
oben über einen Quarz. Bereite den Quarz auf eine schonende Lötung am
[ ] Q3 9,000MHz HC49-U-S low profile gepaart auf +/-15Hz
Gehäuse vor in dem du mit einem Glasfaserpinsel (gibt es am preiswertesten
[ ] Q4 9,000MHz HC49-U-S low profile gepaart auf +/-15Hz
im Autozubehör) die Stelle an der das Widerstandsbeinchen aufliegt blank
putzt. Nun das Widerstandsbeinchen mit dem Quarzgehäuse verlöten. Lan-
60
ges „Braten“ führt zur Zerstörung des Quarzes. Hast du mit dem Glasfaser- [ ] C14 47nF (473)
pinsel gut radiert, dauert die Lötung nur 1-2 Sekunden. [ ] C18 22nF (223)
[ ] C16 33µF Elko auf Polarität
[ ] 8 mal Masse mit Quarzgehäuse verlöten. achten, MINUS nach rechts!
[ ] C15 33µF Elko auf Polarität
Nun werden die anderen Bauteile bestückt. Beginne links von der Mitte. achten, MINUS nach links
[ ] R6 10K
[ ] R5 10K
[ ] C17 22nF (223)
[ ] C12 47nF (473)
[ ] DR2 47uH
[ ] DR1 47uH
[ ] C3 220pF (221)
[ ] C13 47nF (473)
[ ] C1 180pF (181)
[ ] R1 12R
[ ] C6 39pF (39j, 330)
[ ] R3 560R
[ ] C2 180pF (181)
[ ] C7 39pF (39J, 390) [ ] C8 39pF (39J, 390)
[ ] C9 39pF (39J, 390) [ ] C4 180pF (181)
[ ] C10 39pF (39J, 390) [ ] C5 180pF (181)
[ ] C11 47nF (473) [ ] R4 680R
[ ] R2 120R

Bei den beiden folgenden Dioden auf die Polarität achten, die Kathodenbän-
der zeigen nach oben.
[ ] D1 1N4148 [ ] D2 1N4148

Nun die beiden Relais. Die Relais sind empfindlich gegen Hitze und mecha-
nische Belastung. Die Relais haben zur Markierung an einer Schmalseite
einen Balken aufgedruckt. Orientiere dich an dem Bild auf der Vorseite. Bei
beiden Relais zeigen die Balken zur Platinenmitte. Löte erst die 2 diagonal
Denke bitte daran, alle Bauteile so niedrig es geht auf der Platine zu mon- gegenüber liegende Eck-PINs. Kontrolliere, ob das Relais plan auf der Plati-
tieren Besonders bei den Kondensatoren müssen die Anschlussdrähte so ne aufsitzt. Wenn nicht, erhitze die Lötstelle erneut und drücke das Relais
kurz wie möglich gehalten werden. Fertigungsbedingte störende Knicke in zur Platine. Sitzt das Relais gut, löte jetzt die restlichen Beinchen.
den Anschlussdrähten müssen mit einer kleinen Flachzange heraus gebogen [ ] Rel 1 NAIS TQ2-L2-5V bistabil
werden. [ ] Rel 2 NAIS TQ2-L2-5V bistabil
61
Fehlen nur noch die Steckleisten. Schneide mit dem Cutter Messer je 2 die Änderung der Regelspannung. Das Maximum erreicht man genau in der
Stück 5PIN von der 90 Grad Steckerleiste und der 180 Grad Buchsenleiste Filtermitte, diese liegt meist etwas unterhalb von 9 MHz, seltener oberhalb
ab. (hängt von der absolutfrequenz der selektierten Quarze ab).

Das Aufbauverfahren kennst du ja schon vom Aufbau der DDS Platine und Da das SSB Filter breit ist, musst du die obere und die untere Frequenz
der NF Platine. Verfahre wie dort geübt und montiere Stecke, Buchsen und finden, bei der die Spannung um den gleichen Betrag abgesunken ist. Stelle
Abstandsbolzen. den Ziffernwert für die ZF nun genau auf die Mitte zwischen den beiden
ermittelten Frequenzen. Speicher diesen Wert, in dem mit dem Drehgeber
[ ] ST1 5PIN Steckverbinder rechts „SAVE“ auswählst und durch Druck auf den Schalter bestätigst.
[ ] ST2 5 PIN Steckverbinder
[ ] 2 Abstandsbolzen M3x5 als Platinenbefestigung Gehe erneut in das Setup, ZF Menü.

Damit wäre die Quarzfilterplatine fertig. Prüfe wie bei jedem Bauabschnitt Stelle nun durch ein- und ausdrehen der Kappen von L1 und L2 das Maxi-
unbedingt bei richtig gutem Licht nochmals alle Lötstellen und Leiterbah- mum der Regelspannung ein.
nen auf fehlende oder schlechte Lötstellen sowie auf Lötzinnspritzer und
Lötbrücken die Kurzschlüsse verursachen könnten. Schließe einen Kopfhörer an die Kopfhörerbuchse an. Im Kopfhörer sollte
jetzt ein Überlagerungston hörbar sein.
Zum Test müssen auf der Hauptplatine alle bisher gebauten Baugruppen Stelle in SSB mit P3 und in CW mit P4 (auf der Hauptplatine) den Überlage-
aufgesteckt sein. Stecke Hauptplatine und Frontplatine zusammen und rungston auf eine angenehme Tonhöhe ein (etwa 600Hz)
schließe dein Labornetzteil mit Strombegrenzung oder ein mit 100mA ab-
gesichertes Netzteil bei einer Spannung von Hörst du nichts, dann schau mal nach ob du nicht R25 auf der Hauptplatine
12-15 Volt an. vergessen hast ;-)
Schliesse einen Kopfhörer an.
Suche auf der Hauptplatine Rechts/Mitte den Hat das geklappt? Dann funktioniert bisher alles, du kannst weitermachen
Platz für die RX/TX Mixer Unit (beschriftet). mit der nächsten Baugruppe, dem Sende- Empfangs Mischer.
Isoliere von einem 10cm langem Stück iso-
lierten Schaltdraht etwa 1 cm ab und stecke
das abisolierte Ende in das Lötauge BU2/1
der RX/TX Mixer Unit. Das andere Ende wird
wieder wie bei der letzten Baugruppe um die
DDS Platine gewickelt.

Stelle den Hobo auf SSB (Kippschalter)


Gehe in das SETUP Menü
Wähle im Setup Menü ZF
Stelle die ZF auf 09000000, der DDS Generator sendet jetzt auf 9MHz.
Das Voltmeter sollte jetzt einen höheren Wert anzeige.
Verändere nun in kleinen Schritten den Wert für die ZF und beobachte dabei
62
[ ] C8 22nF (223) [ ] C7 22nF (223)
[ ] Dr2 47µH SMCC [ ] C6 100pF (n10, 101)
[ ] C3 1nF (102) [ ] R3 1M
[ ] R9 820R Miniatur (Das ist einer von den deutlich kleineren Wi-
Baugruppe 9: S/E Mischer derständen.
Das S/E Mischer Modul enthält nicht besonders kniffeliges, ihr sorgfältiger [ ] R6 39R Miniatur [ ] R4 18K Miniatur
Aufbau ist aber entscheidend für die Qualität de Hobos. Werden hier Fehler [ ] R5 390R Miniatur [ ] C2 4,7nF (472)
gemacht kann es später sein, dass die Mischer zwar funktionieren, das Groß- [ ] C4 100nF (104) [ ] Dr1 47µH SMCC
signalverhalten aber nicht optimal ist. [ ] R1 27K Miniatur [ ] C9 47nF (473)
[ ] R2 27K Miniatur [ ] C1 100nF (104)
Fange wie immer mit den Widerständen und Kondensatoren an. Achte bei [ ] C5 100nF (104) [ ] R7 27K
dieser Baugruppe wieder auf besonders „kurzbeinigen“ Aufbau. Alle Bautei- [ ] R8 27K
le müssen mit möglichst geringem Abstand zur Platine aufgebaut werden.
Schon 5mm lange Anschlussdrähte frei über der Platine führen bei „heißen“ Es folgen zwei Übertragen auf Doppelloch- Kernen, auch „Schweinenase“
Leitungen zu Übersprechen und unerwünschten Einstrahlungen. genannt. Da diese Art von Übertrager für viele neu ist, und ich aus der
Beginne rechts unten. Erfahrung weiß, dass hier häufig Fehler gemacht werden, werde ich die
63
Weiter im gleichen Sinn mit Windung drei, vier, fünf, sechs.
Nun von der anderen Seite her mit dem dickeren Draht weiter machen, dies-
mal sind es nur 3 Windungen, die gebraucht werden.
Verzinne die Drahtenden bis kurz an die Schweinenase heran, lege eine
Schweinenase auf die Bauteileseite der Platine, fädel die Drahtenden durch
die Bohrungen und verlöte sie auf der Lötseite. Die Drähte sollen einiger-
maßen straff gezogen werden damit die Schweinenase flach auf der Platine
aufliegt. Es wird kein Kleber benötigt.

Achte darauf die Wicklungen nicht zu vertauschen: Die Enden des dünneren
Drahtes gehören in die Bohrungen 1 und 2 die Enden des dickeren Drahtes
in die Bohrungen 3 und 4.
[ ] Tr1 Mini-Doppellochkern BN43-2402
(1-2) 6 Wdg 0,2 CuL; (3-4) 3 Wdg 0,3 CuL

Nun Tr 2: Dieser wird auf die gleiche Art gewickelt, bekommt aber zwei mal
6 Windungen, beide Wicklungen werden mit dem dünneren Draht (0,2mm
CuL) gemacht.
Lege wieder die Schweinenase vor dich hin, be-

Beschreibung etwas ausführlicher gestalten. Die Übertrager werden vor der


Bestückung mit dem mitgelieferten Draht bewickelt. Achtung, die beiden
Übertrager werden unterschiedlich bewickelt, sie dürfen nicht verwechselt
werden.
Wickel zuerst TR1.
Lege die erste Schweinenase so vor dich hin, dass die beiden Löcher von
linksnach rechts verlaufen.
ginne links oben nach rechts oben und zurück
Schneide ein 20cm langes Stück von dem 0,2 mmDraht ab und fädele ihn rechts unten nach links unten - das ist die erste Windung. Wickel genau so
durch die Schweinenase, wie im Bild gezeigt. Eine Windung entsteht, wenn weiter, bis 6 Windungen fertig sind, beide Drahtenden sind auf der linken
du durch ein Loch hoch und durch das andere wieder runter fährst. Wickel Seite zu sehen.
auf diese Art 6 Windungen: Durchs obere Loch nach rechts (etwa 2cm links
heraushängen lassen). Nun durch untere Loch zurück, das ist die erste Nun die zweite Wicklung. Da bei diesem Übertrager die Primär- und die
Windung. Sekunderseite identisch sind, braucht keine Seite gesondert markiert zu
Weiter: durchs obere Loch wieder hoch, durchs untere Loch zurück und werden. Wickel von der Seite auf der keine Drahtenden zu sehen sind wieder
Windung 2 ist fertig. Zerre den Draht nicht zu sehr über die Kanten, die 6 Windungen 0,2mm CuL auf die Schweinenase. Im Ergebnis hast du nun
Lackierung des Drahtes ist sehr verletzlich.
64
einen symmetrischen 6:6 Übertrager, auf beiden Seiten sind je zwei Drah- Jetzt sind alle Leitungen die zu Halbleiteranschlüssen führen mit Konden-
tenden zu sehen. Verzinne alle vier Drahtenden dicht am Ferritkörper. Löte satoren abgeblockt oder über Widerstände bedämpft, die Halbleiter können
die beiden Drahtenden der einen Seite in die Lötaugen 1 und 2 und die der eingebaut werden. Achte sorgfältig darauf keine Type zu vertauschen und
anderen Seite in die Lötaugen 3 und 4 bei TR2. alle Halbleiter seitenrichtig einzubauen.
Beginne mit den Transistoren, denke an die ESD Arbeitsvorschriften. Trägst
[ ] Tr2 Mini-Doppellochkern BN43-2402 du kein ESD Armband und hast du keinen ESD Arbeitsplatz entlade deine
(1-2) 6 Wdg 0,2 CuL; (3-4) 6 Wdg 0,2 CuL Hand durch kräftiges Berühren einer geerdeten, blanken Metallfläche. 220V
Lötkolben müssen vom Netzt getrennt werden bevor du damit Halbleiter lö-
Nun das Ausgangsfilter für den RX Mischer FI1. Das FI1 ist wieder als Neosid test (Aber zum Glück hat ja heute niemand mehr 220V Lötkolben in Betrieb,
seit gute Niedervolt Lötkolben zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind.

[ ] T2 BF246 A [ ] T1 BF199

Die folgenden IC werden aus HF-technischen Gründen OHNE Sockel eingelö-

tet. Jeden einzelnen IC vor dem Löten rollen, damit sie gut in die Lötaugen
passen. Sie müssen absolut plan auf der Leiterplatte aufsitzen. Löte erst
zwei gegenüberliegende Eck-PINs und prüfe noch mal. Ist alles ok, löte die
restlichen PINs.

[ ] IC1 74HC4066 DIL14 ohne Sockel ESD beachten !


[ ] IC2 74HC04 DIL14 ohne Sockel ESD beachten !!
[ ] IC3 74HC4066 DIL14 ohne Sockel ESD beachten !!
Bobin Filter ausgeführt, aber das kennst du ja schon. Solltest du trotzdem
unsicher sein, dann schau dir noch einmal die Ausführliche Beschreibung im Fehlen nur noch die Steckverbinder.
Abschnitt ZF Platine an. Schneide 2 Stück 7 PIN Buchsen von der 180 Grad Buchsenleiste und 2
Wickel auf der Drei-PIN Seite des Filters 13 Windungen 0,1mm Cul Stück 7 PIN Stecker von der 90 Grad Steckerleiste ab.
Wickel auf die 2 PIN Seite des Filters 2 Windungen und baue die Spule auf
ihren Platz bei FI1 Baue ST 1 und ST2 / BU1 und Bu2 auf die gleiche Art ein, wie du es bei den
anderen Steckboards geübt hast. Vergiss nicht die beiden M3x5 mm Ab-
[ ] Fi1 Neosid Filterbausatz 7.1 F10b 13 Wdng 0,1 CuL standshalter die zur Befestigung der Platine gebraucht werden.
Koppelwicklung 2 Wdng 0,1 CuL [ ] St1/Bu1
[ ] ST2/Bu2
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[ ] 2 Stück M3x5 Signale von der Antenne finden, die im Display angezeigte Frequenz sollte
Um die RX/TX Mischer Einheit testen zu können, brauchst du die Adapter mit der Generatorfrequenz ungefähr übereinstimmen. Stelle mit Fi 1 nach
Platinen. Zum Bausatz gehören 3 mit jeweils 7 PINs. Bereite die Adapter Gehör auf maximale Lautstärke ein.
Platinen vor in dem du in die Lötaugen die weiter weg vom Platinenrand
sind je eine 7PIN Reihe 90 Grad Stiftleiste und an das andere Ende je eine Hörst du etwas? Dann gratuliere ich, der Hobo Empfänger ist zum Leben
7PIN Reihe 90 Grad Buchsenleiste erwacht, jetzt wird er in den weiteren Baugruppen nur noch verfeinert.

Überprüfung der RX/TX Mischer Unit


Prüfe nun bei gutem Licht mit Hilfe einer Lupe alle Lötstellen. Ist alles so
wie geplant, stecke auf der Hauptlatine alle bisher fertig gebauten Platinen
zusammen. Zwischen Mixer Platine und Hauptplatine kommt die Adapter
Platine, damit du die einstellbare Spule auch im Betrieb erreichen kannst.

Stecke Hauptplatine und Frontplatine zusammen und schließe dein Netzteil


mit Strombegrenzung oder ein mit 200mA abgesichertes Netzteil an die
Stromversorgungsbuchse der Hauptplatine an.

Schalte den Hobo ein.


Die Stromaufnahme mit Hintergrundbeleuchtung nicht wesentlich über 110
mA, ohne Beleuchtung nicht wesentlich über 90mA liegen.

Stelle im Setup alle Parameter für einen 40m Hobo mit Startfrequenz 7030
kHz ein (Siehe Abschnitt DDS. )
Schalte das Quarzfilter auf SSB
Stelle Trimmpoti P3 auf der Hauptplatine etwa auf 12 Uhr.

Suche den zukünftigen Steckplatz für das HF Modul

Verbinde Lötauge 6 und 8 mit einer Drahtbrücke

Identifiziere das Lötauge für den PIN 12. des HF Moduls.

Koppel mit Hilfe eines Drahtes in dieses Lötauge ein kräftiges Signal 40m
Signal ein. Das Signal kann von einem Signalgenerator, Dipmeter, Quarz-
prüfer mit 7,... MHzQuarz oder einem QRP-Sender mit Dummyload kommen,
es sollte nur unbedingt irgendwo im 40m Band liegen. Hast du nichts von
alledem, dann speise an dem Lötauge eine Antenne ein. Durch Verändern
der Frequenz mittels Drehgeber solltest du jetzt das Generatorsignal oder
66
Baugruppe 10 Widerstandes in das Lötauge, orientiere dich an den Bildern. Achte darauf,
Das HF Modul enthält die Preselektoren für den Empfänger und Sender sowie dass du alle 8 Dioden so einlötest wie es das Symbol im Bestückungsplan
ein Bandpassfilter für den DDS VFO (inSMD ausgeführt). vorgibt.
Hinweis für alle Bänder oberhalb 80m:
Für alle Bänder oberhalb 80m benutzen wir als Abstimmdioden (Varicaps)
BB109 oder BB139. Heutzutage sind bedrahtete Varicaps schwer zu be-
kommen, man muss nehmen was man kriegt. Aus irgendeinem Grund hat
die Industrie die BB109 / BB139 in großen Mengen in einer vielen von uns
unbekannten Bauform hergestellt. Die Dioden haben nicht wie gewohnt
3cm lange Drähte als Anschlüsse sondern kurze Beinstummel, der Körper ist
aus Plastik und rechteckig. Die Kathode ist durch ein Band oder /und durch
einen Punkt gekennzeichnet. Da wir wegen der BB112 für 80m ein Standard
2,54mm Raster für die Leiterplatte vorsehen mussten, müssen diese Dioden
stehend montiert werden. Das zweite Beinchen reicht nicht hinunter bis
zur Platine. Löte statt dessen einen abgeschnittenes Anschlußdraht eines
67
80m 40m 30m 20m
[ ] L1 1uH 1206 1uH 1206 1uH 1206 4,7uH 1206
[ ] L2 1uH 1206 1uH 1206 1uH 1206 4,7uH 1206
[ ]C1 220pF 100p 68p 47p
[ ] C2 18pF 5p6 3p9 3p9
[ ] C3 220pF 100p 68p 47p
[ ] C22 18pF 5p6 3p9 3p9
[ ] R1 68K 68k 68k 68k
[ ] R2 68K 68k 68k 68k
[ ] C4 47nF (473) 47n (473) 22n (223) 22n (223)
[ ] D1 BB112 BB109 BB109 BB109
[ ] D2 BB112 BB109 BB109 BB109
[ ] D3 BB112 BB109 BB109 BB109
[ ] D4 BB112 BB109 BB109 BB109
[ ] Dr1 47uH SMCC 47uH SMCC 22uH SMCC 22uH SMCC
[ ] C10 47nF (473) 47nF (473) 22nF (223) 22nF (223)
[ ] R4 390R 390R 390R 390R
[ ] C11 47n (473) 47n (473) 22n (223) 22n (223)
[ ] R5 27R 27R 27R 27R
[ ] C12 47n (473)RM5 47n (473)RM5 22n(223)RM5 22n (223)
[ ] C13 220p 100p 68p 47p
Baugruppe 10 HF Modul [ ] C14 10p 4p7 2p7 2p7
Das HF Modul enthält die beiden Preselektoren für Empfänger und Sender [ ] C21 10p 4p7 2p7 2p7
sowie ein Bandpassfilter für den DDS VFO. Das HF Modul ist bandspezifisch [ ] R6 68K 68k 68k 68k
d.h. viele Bauteile haben für jedes Amateurband unterschiedliche Werte. [ ] R7 68K 68k 68k 68k
Bitte nicht die Werte für verschiedene Bänder durcheinander bestücken. [ ] C20 47n (473) 47n (473) 22n (223) 22n (223)
Streiche die nicht benötigten Bänder vor Beginn des Bestückens durch, [ ] D5 BB112 BB109 BB109 BB109
damit du nicht durcheinander kommst. Hast du zusätzliche Bänder bestellt, [ ] D6 BB112 BB109 BB109 BB109
so liegt jedem Bandmodul dieser Abschnitt der Baumappe bei. Du hast für [ ] D7 BB112 BB109 BB109 BB109
jedes Band eine eigene Abstreichliste. Beginne immer mit den SMD Teilen, [ ] D8 BB112 BB109 BB109 BB109
sie löten sich leichter wenn die Platine ansonsten leer ist. [ ] Dr2 47µH SMCC 47uH SMCC 22uH SMCC 22uH SMCC
80m 40m 30m 20m [ ] C15 4,7nF (472) 330p 330p 330p
[ ] C5 33p 0805 15p 0805 12p 0805 39p 0805 [ ] C16 220pF 100p 68p 47p
[ ] C6 120p 0805 82p 0805 47p 0805 150p 0805 [ ] C17 47nF (473) 47n (473) 22n (223) 22n (223)
[ ] C7 15p 0805 4p7 0805 6p8 0805 12p [ ] D9 1N4148 1N4148 1N4148 1N4148
[ ] C8 120p 0805 82p 0805 47p 0805 150p [ ] C19 22p 10p 8p2 6p8
[ ] C9 33p 0805 15p 0805 12p 0805 39p [ ] C18 47nF (473) 47n (473) 22n (223) 22n (223)
[ ] R3 330R 0805 330R 08o5 330R 0805 330R 0805 [ ] R8 100K 100k 100k 100k
68
80m 40m 30m 20m 17m 15m 12m 10m
[ ] R9 33K 33k 33k 33k [ ] C3 39p 33p 27p 22p
[ ] R10 12K 12k 12k 12K [ ] C22 3p9 2p7 1p8 2p2
[ ] R11 820R 820R 820R 820R [ ] R1 68K 68k 68k 68k
[ ] T1 BF244 B BF244B BF244B BF244B [ ] R2 68K 68k 68k 68k
[ ] T2 BC546 B BC546B BC546B BC546 [ ] C4 22nF (223) 10n (103) 10n (103) 10n (103)
[ ] D1 BB109 BB109 BB109 BB109
[ ] D2 BB109 BB109 BB109 BB109
[ ] D3 BB109 BB109 BB109 BB109
[ ] D4 BB109 BB109 BB109 BB109
[ ] Dr1 22uH SMCC 10uH SMCC 10uH SMCC 10uH SMCC
[ ] C10 22nF (223) 10nF (103) 10nF (103) 10nF (103)
[ ] R4 390R 390R 390R 390R
[ ] C11 22n (223) 10n (473) 10n (103) 10n (103)
[ ] R5 27R 27R 27R 27R
[ ] C12 22n (223)RM5 10n (103)RM5 10n(103)RM5 10n (103)RM5
[ ] C13 39p 33p 27p 22p
[ ] C14 1,8p 1p8 1p2 1p5
[ ] C21 1,8p 1p8 1p2 1p5
[ ] R6 68K 68k 68k 68k
[ ] R7 68K 68k 68k 68k
[ ] C20 22n (223) 10n (103) 10n (103) 10n (103)
[ ] D5 BB109 BB109 BB109 BB109
[ ] D6 BB109 BB109 BB109 BB09
[ ] D7 BB109 BB109 BB109 BB109
[ ] D8 BB109 BB109 BB109 BB109
[ ] Dr2 22µH SMCC 10uH SMCC 10uH SMCC 10uH SMCC
17m 15m 12m 10m [ ] C15 330pF (331) 330p(331) 330p(331) 330p(331)
[ ] C5 27p 0805 33p 0805 18p 0805 12p 0805 [ ] C16 39p 33p 27p 22p
[ ] C6 100p 0805 120p 0805 82p 0805 47p 0805 [ ] C17 22nF (223) 10n (103) 10n (103) 10n (103)
[ ] C7 10p 0805 18 0805 5p6 0805 6p8p [ ] D9 1N4148 1N4148 1N4148 1N4148
[ ] C8 100p 0805 120p 0805 82p 0805 47p [ ] C19 5p6 4p7 4p7 3p9
[ ] C9 27p 0805 33p 0805 18p 0805 12p [ ] C18 22n (223) 10n (103) 10n (103) 10n (223)
[ ] R3 330R 0805 330R 08o5 330R 0805 330R 0805 [ ] R8 100K 100k 100k 100k
[ ] L1 2,2uH 1206 1uH 1206 1uH 1206 1uH 1206 [ ] R9 33K 33k 33k 33k
[ ] L2 2,2uH 1206 1uH 1206 1uH 1206 1uH 1206 [ ] R10 12K 12k 12k 12K
[ ] C1 39p 33p 27p 22p [ ] R11 820R 820R 820R 820R
[ ] C2 3p9 2p7 1p8 2p2 [ ] T1 BF244 B BF244B BF244B BF244B
[ ] T2 BC546 B BC546B BC546B BC546B
69
Es folgen die Preselektor - Bandfilter für den Sender und den Empfänger. Hat alles geklappt? Dann kommt jetzt entsprechend der Zeichnung der
Jedes Bandfilter besteht aus je zwei Neosid Spulen und den dazu gehörigen Plastikkörper auf den Sockel und die große Schraubkappe wird vorsichtig
Kondensatoren. Für die Bänder 80m bis 15m werden die schon von der ZF eingeschraubt. Bitte achte darauf, dass die Ferritkappe nicht verkantet.
her bekannten Bobin Spulen eingesetzt, für 15, 12 und 10m sind die Bobins Es hilft ungemein, wenn man die Ferritkappe abwechselnd zwei Drehungen
nicht mehr geeignet, wir brauchen dort ein anderes Ferrit Material. Auf die- einwärts, eine Drehung auswärts dreht. Auf diese Art schneidet sich das
sen Bändern werden die kurzen Neosid Bausätze 7.1k mit F40 Ferrit einge- Gewinde leichter in die Plastikkappe ein. Setze die Ferritkappe auf den
setzt. Achte auf die gesonderte Beschreibung. Übertrage vor dem Wickeln Spulenkörper, setze die Abschirmkappe auf, löte sie aber noch nicht fest,
die Wickeldaten in die Beschreibung sondern biege nur die Masse-Nasen der Abschirmkappe leicht nach außen,
_____________________________________________________________ damit sie nicht herausfallen kann.
_ _____________________________________________________________
Aufbau Bobin Spulen Bausatz Fi 1 / Fi2 _
Verzinne etwa 2cm des 0,1mm CuL Drahtes.
Halte die Spule so, dass die Drei-PIN-Reihe oben liegt und nach links zeigt. [ ] Fi1 80m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 17 Wdg 0,1 CuL
PIN 3 ist dann der entfernte, PIN 1 der nähere PIN. Schlinge von außen Koppelwicklung 2 Wdg 0,1 CuL
nach innen mit dem verzinnten Drahtende 3 bis 4 Windungen um den PIN
3 und führe den Draht dann durch die nächste Kerbe (oberhalb) hoch zum [ ] Fi2 80m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 17 Wdng 0,1 CuL
Wickelkörper. Ab Kerbe darf der Draht nicht mehr verzinnt sein. Wickel nun Koppelwicklung 2 Wdng 0,1 CuL
in Richtung zu dir hin (Richtung PIN 1) [siehe Tabelle ] mal um den Wik- [ ] Fi3 80m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 17 Wdng 0,1 CuL
kelkörper. Die Windungen brauchen nicht besonders nebeneneinander zu
liegen, sie sollen nur einigermaßen verteilt sein. Sind die [ ] Windungen [ ] Fi4 80m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 17 Wdng 0,1 CuL
aufgebracht, führe den Draht durch die untere Kerbe zum PIN 1. Noch nicht _____________________________________________________________
herumwickeln sondern nur die Drahtstelle merken und auf 1-2cm verzin- _
nen. Jetzt den verzinnten Draht in drei bis 4 Windungen um PIN 1 herum
von innen nach außen. Mit der heißen Lötkolbenspitze vorsichtig und ohne [ ] Fi1 40m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 14 Wdng 0,1 CuL
großen Druck auf beide Drahtenden tippen. Die verzinnten Enden verbinden Koppelwicklung 1 Wdng 0,1 CuL
sich problemlos mit den Anschlussbeinchen der Bobin Spule.
Nun zur Koppelwindung. [ ] Fi2 40m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 14 Wdng 0,1 CuL
Diesmal zeigt die Zweier PIN Leiste nach links, PIN 5 ist fern, PIN 4 ist nah. Koppelwicklung 1 Wdng 0,1 CuL
Wickel wie bei der Hauptwicklung in der Reihenfolge PIN 4, Kerbe, [ ]
Windungen Richtung PIN 4, Kerbe, PIN 4. Hefte den Draht wie bei 1/3 an [ ] Fi3 40m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 14 Wdng 0,1 CuL
die Beinchen an. Schneide überstehende Drahtenden ganz dicht am Bein-
chen ab. Benutze ein Ohmmeter um den Durchgang von PIN 1 nach 3 und [ ] Fi4 40m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 14 Wdng 0,1 CuL
PIN 4 nach 5 zu prüfen. Ist das in Ordnung, so baue die Spule in die Platine _____________________________________________________________
ein, löte von der Rückseite. _

Aufbau Bobin Spulenbausatz Fi3 und Fi4 [ ] Fi1 30m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 12 Wdng 0,1 CuL
Genau wie bei Fi1 und Fi2 jedoch ohne Koppelwicklung! Koppelwicklung 1 Wdng 0,1 CuL

70 [ ] Fi2 30m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 12 Wdng 0,1 CuL


Koppelwicklung 1 Wdng 0,1 CuL
Die Spule wird immer in die untere Kammer gewicklet, der Kammerabschluss
[ ] Fi3 30m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 12 Wdng 0,1 CuL ist Auflage für den Kappenkern.
Um Kurzschlüsse der Abschirmbecher mit den Lötaugen auf der Bauteilseite
[ ] Fi4 30m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 12 Wdng 0,1 CuL der Leiterplatte zu vermeiden muss unter jeden Abschirmbecher eine
_____________________________________________________________ Isolierscheibe gelegt werden oder es muss darauf geachtet werden dass der
_ Becher nicht bis ganz zur Platine runter gedrückt wird (1mm Abstand etwa)

[ ] Fi1 20m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 10 Wdng 0,1 CuL Über das Wickeln der Spulenbausätze werden in
Koppelwicklung 1 Wdng 0,1 CuL Funkamateurkreisen teilweise Horrorgeschichten

[ ] Fi2 20m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 10 Wdng 0,1 CuL


Koppelwicklung 1 Wdng 0,1 CuL

[ ] Fi3 20m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 10 Wdng 0,1 CuL

[ ] Fi4 20m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 10 Wdng 0,1 CuL


_____________________________________________________________
_

[ ] Fi1 17m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 9 Wdng 0,1 CuL


Koppelwicklung 1 Wdng 0,1 CuL erzählt, so manch
[ ] Fi2 17m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 9 Wdng 0,1 CuL einer hat sich bisher
Koppelwicklung 1 Wdng 0,1 CuL an einen Bausatz nur
[ ] Fi3 17m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 9 Wdng 0,1 CuL wegen der Spulen
nicht heran gewagt. Dabei ist es alles
[ ] Fi4 17m Neosid-Filterbausatz 7.1 F10b 9 Wdng 0,1 CuL ganz einfach, man muss nur die Tricks
_____________________________________________________________ kennen. Wir empfehlen zum Wickeln der
_ kleinen Spulen mit Zylinderkörper Ingo´s
_____________________________________________________________ Spulen- Wickel-Maschine. Keine Angst,
_ die kostet nichts. Sie besteht aus einer
Aufbau der Neosid 7.1K Spulen. Wäscheklammer oder besser einer kleinen
Die 7.1k Spulen haben als Wickelkörper statt der „Garnrolle“ einen Zylinder Zange, und sonst gar nichts.
als Körper. Wie gehst du vor?
Die Filter der Baureihe 7.1K bestehen aus folgenden Einzelkomponenten: Nimm die benötigte Länge des
-Spulenkörper mit 5 Lötstiften (Rastermaß 2,5mm) Spulendrahtes, mach an ein Ende eine
-Gewindekern GW 3X8 Schlaufe (Knoten). In die Schlaufe wird
-Abschirmbecher die Zange gehängt. Das andere Ende des
71
andere Ende ist demzufolge heiss weil es
Hochfrequenz führt. Ansicht immer von oben.
Übertrage erst die Windungszahlen aus der
Tabelle in diese Anleitung.

Beginne mit Fi 1
Das Bild zeigt die Sicht auf den Wickelkörper
von oben. Zuerst die Hauptwicklung.
Wickel [ ] Windungen in einer Lage, d.h.
Windung neben Windung
von PIN 3 nach PIN 1
Drahtes wird mit Nun die Koppelwicklung. Sie wird in den freien Raum oberhalb der
drei Windungen Hauptwicklung gewickelt. Wickel [ ] Wdg von PIN 5 nach PIN 4.
um das Beinchen Baue die Spule ein, und löte die Pins auf der Leiterplatte, setze aber den
des Spulenkörpers Abschirmbecher noch nicht auf.
geschlungen,
mit dem man laut Baumappe beginnen soll. Die Beinchen von Neosid Weiter mit Fi 2
Spulenkörpern sind extra sehr rauh, damit der Draht nicht rutschen kann. Das Bild zeigt die Sicht auf den Wickelkörper
Durch das Gewicht der Zange hängt der Draht nun absolut straff nach unten. von oben. Zuerst die Hauptwicklung, sie wird
Wenn du jetzt den Spulenkörper zwischen Daumen und Zeigefinger drehst, spiegelsymmetrisch zu Fi 1 gewickelt.
legt sich der Draht Windung für Windung sauber um den Zylinder und durch Wickel [ ] Windungen in einer Lage, d.h.
die direkte Sicht auf den Spulenkörper hat man die Wicklung genau unter Windung neben Windung von
Kontrolle. PIN 1 nach PIN 3. Nun die Koppelwicklung.
Das obere Ende der Wicklung wird dann nach unten durch die Kerbe Sie wird in den freien Raum oberhalb der
gezogen und dreifach um das zweite Beinchen für diese Wicklung Hauptwicklung gewickelt.
geschlungen. Schiebe die jeweils drei Windungen dicht an den Spulenkörper Wickel [ ] Wdg von PIN 5 nach PIN 4.
heran, schneide die überstehenden Enden ab. Spanne die Spule in einen Baue die Spule ein und löte die Pins auf der Leiterplatte, setze aber den
Schraubstock oder Halter und tippe unter Zufuhr von wenig Lötzinn mit Abschirmbecher noch nicht auf.
der Lötkolbenspitze gegen Draht und Bein. Bei 0,1mm und 0,2mm CuL
verdampft der Lack nahezu augenblicklich, der Draht wird mit dem Beinchen Als nächstes Fi 3, nur Hauptwicklung, keine
verlötet.Genial, oder? Koppelwicklung!
Dank Ingo, DK3RED keine Angst mehr vor dem Spulen wickeln. Wickel [ ] Windungen in einer Lage, d.h.
So, und nun konkret zu den Spulen unseres Hobo Bandmoduls. Wir Windung neben Windung von PIN 3 nach PIN 1
beginnen immer mit dem heißen Ende der Spule. Was ist das? Bei Baue die Spule ein, und löte die Pins auf der
unsymmetrischen Spulen ist ein Ende der Spule direkt oder über einen Leiterplatte, setze aber den Abschirmbecher noch
Kondensator auf Masse oder eine Versorgungsleitung gelegt. Dieses Ende nicht auf.
der Spule führt keine Hochfrequenz, man sagt dazu auch: es ist kalt. Das
72
Als letztes Fi 4, nur Hauptwicklung, keine 13 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten
Koppelwicklung!
Das Bild zeigt die Sicht auf den Wickelkörper von oben. [ ] Fi4 12m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern!
Wickel [ ] Windungen in einer Lage, d.h. Windung 13 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten
neben Windung von PIN 3 nach PIN 1 _____________________________________________________________
Baue die Spule ein, und löte die Pins auf der _
Leiterplatte, setze aber den Abschirmbecher noch nicht
auf. [ ] Fi1 10m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern!
12 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten Koppelwicklung 1 Wdng 0,2 CuL
Werte für die Bandfilter Fi1 bis Fi4 für die Bänder 17m, 12m und 10m. oberhalb Hauptwicklung
_____________________________________________________________
__ [ ] Fi2 10m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern!
12 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten, Koppelwicklung 1 Wdng 0,2 CuL
[ ] Fi1 15m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern! oberhalb Hauptwicklung
14 Wdng 0,2 CuL heißes Ende unten, Koppelwicklung 1 Wdng 0,2 CuL
[ ] Fi3 10m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern!
oberhalb Hauptwicklung.
12 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten
[ ] Fi2 15m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern!
[ ] Fi4 10m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 12 Wdng 0,2 CuL, heißes
14 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten, Koppelwicklung 1 Wdng 0,2 CuL
Ende unten
oberhalb Hauptwicklung
_____________________________________________________________
[ ] Fi3 15m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern! _
14 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten
Damit ist unser HF-Modul des Hobo komplett bestückt. Die Kupferbecher
[ ] Fi4 15m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern! werden erst gelötet, wenn die Funktionsfähigkeit jedes Filters festgestellt
14 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten werden konnte.
_____________________________________________________________
________ Bestücke nun die für den Betrieb des HF Teils auf der Hauptplatine nötigen
Bauteile.
[ ] Fi1 12m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern!
13 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten, Koppelwicklung 1 Wdng 0,2 CuL
oberhalb Hauptwicklung

[ ] Fi2 12m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern!


13 Wdng 0,2 CuL, heißes Ende unten, Koppelwicklung 1 Wdng 0,2 CuL
oberhalb Hauptwicklung

[ ] Fi3 12m Neosid niedere Höhe 7.1K F40 mit Kappenkern!


73
auf den kleinen Ferritring (4,5mm Durchmesser)
Verzinne die Drahtenden.
Nimm ein 15mm langes Stück Schaltdraht und entferne die Isolierung an
jeder Seite auf etwa 5mm. Stecke den Schaltdraht durch den Ring und bieg
ihn zu einem U
Stecke die beiden Enden in die beiden zugehörigen Lötaugen. Löte eine
Seite des Schaltdrahtes fest. Stelle sicher, dass der Ring aufrecht steht und
löte die andere Seite des Schaltdrahtes. Ziehe ihn während dem Löten straff
so dass der kleine Ring stramm auf der Leiterplatte steht.
Nun noch die beiden Enden des 0,1mm Cul in die zugehörigen Lötaugen
löten

[ ] Tr3 Ringkern N30 4,5x1,9x2 prim. 1Wdng Schaltdraht, 22Wdng


0,1mm CuL

[ ] Bu1 Print-BNC-Buchse
Damit ist die HF Platine fertig. Prüfe wieder bei gutem Licht mit einer Lupe
auf Lötfehler, Zinnbrücken usw. Drehe die Kappen oder Kerne von Fi1 bis
Fi4 soweit ein, dass die Oberkannte etwa 1mm unterhalb des Kupferbechers
steht.
Zum Testen der Platine stecke alle bisher gefertigten Platinen in die Haupt-
platine. Die HF Platine wird nicht direkt eingesteckt, sondern auf die
Auf Hauptplatine: Adapter-Platine. Da die HF Platine 20 PINs hat brauchst du alle 3 Adapter
[ ] C13 47nF (473) Platinen.
[ ] C14 47nF (473) Stecke Hauptplatine und Frontplatte zusammen.
[ ] R14 100R Verbinde PIN 1 und PIN 7 des Steckplatzes für das Ausgangsflter vorüberge-
[ ] R15 100R hend mit einer Drahtbrücke.
[ ] C12 10pF Schliesse einen Signalgenerator, eine Dipmeter oder eine Antenne an die
[ ] R12 1K Antennenbuchse an.
[ ] R13 100R
[ ] D2 BAT42 Versorge den Hobo mit Spannung und schalte ihn ein.
[ ] D3 BAT42 Verändere am Hauptabstimmknopf die Frequenz bis du ein Signal hörst.
[ ] R17 39K Versuche mit den Kernen / Kappen von Fi 3 / Fi 4 ein Maximum zu finden.
[ ] R16 39K Liegt das Signal am Bandanfang, soll das Poti für den RX Preselektor knapp
über dem linken Anschlag stehen, am Bandende kurz vor dem rechten An-
Und als Sahnehäubchen nun noch den Miniatur schlag.
Transformator TR3. Nimm 15cm des dünnen
0,1mm CuL Draht und wickel 22 Windungen
74
Grob-Abgleich des TX Preselektors:

Stelle den RX Preselektor für die gegebene Frequenz auf Maximum


Gehe in Stellung CW und TUNE
Miss mit einem HF Tastkopf, Scope oder ähnlichem Messinstument die HF
Spannung an Buchse 1 PIN 1.
Gleiche FI1 und FI2 wechselseitig auf Maximale HF Spannung

Überprüfung des Bandpassfilters für den DDS VFO:

Messe mit dem HF Tastkopf die HF Spannung an Buchse 1 PIN 8. Wähle eine
grobe Rate und stimme den Hauptabstimmknopf im Bereich 1 MHz unter-
halb Sollfrequenz bis 1 MHz oberhalb Solfrequenz durch (Sollfrequenz =
Bantmitte Amateurband)
Notiere das Maximum der HF Spannung an BU1 PIN8.

HF Maximum DDS: ____________

liegt das Maximum mehr als 500 kHz von der Sollfrequenz ab, dann stim-
men die Kreiskapazitäten oder die Kreisinduktivitäten nicht gut genug, das
Bandfilter sollte optimiert werden in dem man die Kreis C entsprechend
ändert. Bist du nicht sicher wie das geht, dann schreibe ein email an sup-
port@qrpproject.de

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75
Baugruppe 12, TX Treiber
In der Baugruppe 12 gibt es drei Bauteile, die auf der Lötseite der Haupt-
platine untergebracht sind. Orientiere dich an der Beschriftung „Rev 01 und

[ ] R6 5,6R SMD 1206 oder MiniMelf

Bleibt auf dieser Seite der Leiterplatte nur noch C15, ein Kondensator im
2,5mm Raster. Stecke den Kondensator in die Lötaugen und löte ihn von der
anderen Seite der Platine. Achte darauf, dass er so dicht wie es geht auf der
Platine aufsitzt. Schneide die gelöteten Beinchen auf der anderen Platinen-
seite ganz dicht oberhalb der Lötstelle ab und löte danach nochmals beide
Lötstellen damit möglichst keine scharfkantigen Drahtenden mehr aus dem
Lötzinn heraus stehen.
[ ] C15 47 nF (473)

Mach weiter auf der nächsten Seite.

den drei Masse Lötaugen schräg links oberhalb um die Position für C1 zu
finden. Bist du sicher die richtige Position gefunden zu haben, dann löte
an dieses Stelle C1 ein
[ ] C1 47nF SMD 0805

Direkt schräg unterhalb links davon findest du die beiden Lötpads für den
Widerstand R6. R6 ist etwas größer als die bisherigen SMD Bauteile. Löte R6
in Position.
79
[ ] R5 470R C_1
[ ] R7 47R C_1
[ ] R11 270R C_2
[ ] P1 10K Spectrol 75H C_2
[ ] P2 10K Spectrol 75H C_2

Die Diode D7 ist eine 4,7V Zenerdiode. Achte beim Einbau darauf, dass
die Kathode (gekennzeichnet durch die Banderole) nach unten in Rich-
tung Spectrol Poti zeigt.
[ ] D1 ZPD 4V7
[ ] DR1 10uH Br sw sw silber

Im Schaltplan siehst du jetzt noch zwei weitere Dioden, D4 und D5. Für
diese beiden Dioden gibt es keinen Platz auf der Leiterbahn, sie wer-
den auf die Rückwand montiert damit sie ihre Aufgabe richtig erfüllen
können. D4 und D5 dienen der Stabilisierung des Ruhestroms der End-
stufe. Sie werden dicht neben dem PA Transistor montiert so dass sie
jede Temperaturänderung des PA Transistors mit bekommen. Wird der
Transistor heiß, so lässt er tendenziell mehr Strom fließen. Die Dioden
kompensieren diese Tendenz, da sie so geschaltet sind, dass ihre Tem-
peratur/Strom Kurve genau gegenläufig wirkt.

Bereite D4 und D5 vor. Leges sie so hin, dass


die Kathoden in Reihe liegen (siehe Bild) Biege
dden anodenseitigen Anschluss der linken Di-
ode 2-3mm oberhalb der Diode nach rechts und
den kathodenseitigen Anschluss der rechten Di-
ode nach links. Lege die Dioden parallel zuein-
ander so hin, dass zwischen ihnen etwa 2mm
Es folgt der Rest der BG12, Treiber und Ruhestromversorgung. Beginne mit
Platz bleibt und löte die beiden abgebogenen
den Kondensatoren:
Enden zusammen. Schneide an der Lötstelle die
[ ] C3 47nF (473) D/C_1
überstehenden Drahtenden ab. Bei der späteren
[ ] C4 100nF (104) D/C_1/2
Montage werden die beiden Dioden mit einer
[ ] C2 22nF (223) RM5 D/C_1
Schraube und einer Unterlegscheibe auf die
[ ] C10 47nF (473) C_2
Rückwand geschraubt. Lege die vorbereiteten
[ ] C11 100µF PLUS nach oben C_2
Dioden an einen sicheren Platz, sie werden erst
ein wenig später gebraucht.
Nun die Widerstände:
Im nächsten Schritt wird der Ausgangsüber-
[ ] R4 1K D/C_1
80
trager der Treiberstufe angefertigt. Bei ähnlichen Übertragern in anderen Nehme ein 15cm langes Stück des 0,3mm Drahtes, und führe ihn vorsichtig
Projekten wurden genau an dieser Stelle häufiger Fehler gemacht. Halte dich von rechts nach links durch das obere Loch und von links nach rechts durch
bitte genau an die Anleitung. das untere Loch wieder zurück. Nochmal von oben rechts nach links, unten
links nach rechts und die zweite Windung ist fertig, das ganze noch einmal
Der Übertrager soll die höhere Ausgangsimpedanz des Treiberkollektors an und der Übertrager ist komplett.
die niedrigere Eingangsimpedanz der Basis der PA anpassen. Wir müssen
also abwärts transformieren. Da der Übertrager breitbandig von 1 MHz bis Der Trafo kann jetzt eingebaut
30 MHz mit hohem Wirkungsgrad arbeiten muss, wird er auf einen hoch- werden. Die Primärwicklung (dünnerer
permeablen Ferrit-Doppellochkern gewickelt. Das sorgt dafür, dass die be- Draht) zeigt nach links (1/2) und die
nötigte Induktivität bereits mit wenigen Windungen erreicht wird, wodurch Sekundärwicklung nach rechts (3/4),
die störenden Windungskapazitäten klein gehalten werden können. Das wie man es auch auf der Zeichnung
Windungsverhältnis beträgt bei der Hobo Treiberauskopplung 6:3 Windun- sehen kann. Verzinne die Drahtendendicht am Ferritkörper. Hier werden die
gen, das entspricht einer Abwärtstransformation der Impedanz von 4:1. meisten Fehler gemacht. Wenn die Drähte durch die Lötösen gesteckt sind
Lege die Schweinenase so vor dich hin, dass die beiden Löcher von links und straff gezogen wurden, dann muss auf der Oberseite noch mindestens
nach rechts verlaufen. TR 1 erhält primär 6 Windungen und sekundär 3 1mm verzinnter Draht zu sehen sein. Wird ein nicht verzinntes Drahtstück in
Windung. Schneide ein 20cm langes Stück von dem 0,2
die Durchkontaktierung gezogen, dann gibt es meist keine richtig leitende
mm Draht ab und fädele ihn durch die Schweinenase,
Verbindung zwischen Draht und Lötauge. Ziege beim Einlöten dir Drähte so
wie im Bild gezeigt. Eine Windung entsteht, wenn du
straff, dass die Schweinenase flächig auf der Platine aufliegt.
durch ein Loch hoch und durch das andere wieder run-
ter fährst. Wickel also erst mal 3 Windungen: Durchs
[ ] TR 1 Mini Doppellochkern BN43-2402
obere Loch nach rechts (etwa 2cm links raushängen
lassen). Nun durch das untere Loch zurück, das ist die (1-2)6 Wdg 0,2mm CuL (3-4) 3 Wdg 0,3mm CuL
erste Windung. Nun weiter: durchs obere wieder hoch,
durchs untere zurück und Windung 2 ist fertig. Noch- Um den Treiber in Betrieb nehmen zu können, MUSS das Gehäuse
mal oben nach links, unten nach rechts und fertig ist die dritte Windung. teilweise zusammengebaut werden. Auf keinen Fall darf der Treiber
Zerre den Draht nicht zu sehr über die Kanten, die Lackierung des Drahtes in den Sendebetrieb gezwungen werden, wenn der Treibertransistor
ist sehr verletzlich. Weiter im gleichen Sinn mit Windung vier, fünf und nicht auf dir Rückwand geschraubt wurde. Es würde mit großer
sechs und die primär Windung ist komplett. Wahrscheinlichkeit zum Hitzetod des Transistors führen.
ACHTUNG: nicht verwirren lassen, die Zeich-
nung zeigt nur 5 Windungen. Baue provisorisch die beiden Seitenwände, die Bodenplatte und die
Aluiminium Rückwand zusammen. (Die Frontplatte ist schwarz eloxiert)
Fehlt noch die Sekundär Wicklung. Da der Entferne alle Steckmodule von der Hauptplatine, stecke T1 in seine
Endstufen Transistor am Eingang niederohmig Lötaugen (NICHT LÖTEN) und schiebe nun die Hauptplatine in die unteren
ist, transformieren wir abwärts, die Führungsschienen, bis die Platine hinten an die Rückwand stößt. Richte
Sekundärwicklung erhält nur 3 Windungen den Transistor aus. Er soll möglichst senkrecht stehen, die Verdickung der
aus 0,3mm CuL. Damit der Einbau einfacher Beinchen muss unten auf der Platine anstehen. Zeichne durch das Loch in
ist, hat unser Konstrukteur TR1 so angelegt, dass die Sekundärwicklung der Kühlfahne von T1 den Sitze der Bohrung zur Befestigung des Transistors
genau auf der gegenüber liegenden Seite angebracht wird. auf der Rückwand an.
81
Entferne die Rückwand wieder und bohre das Befestigungsloch mit einem nahme bei Portabelbetrieb, der thermischen Belastung der Endstufentran-
3,5mm Bohrer. sistoren sowie den Intermodulationsprodukten hat sich für die Treiberstufe
Baue alles wieder zusammen und Schraube T1 isoliert durch Silikonscheibe ein Wert von 100 mA bewährt. Wir stellen diesen Wert nach der Differenz-
und Isolierhütchen auf die Rückwand. Sitzt der Transistor ordentlich, dann methode ein:
löte ihn von der Unterseite her auf der Hauptplatine fest.
[ ] T1 RD06HHF
Nimm nun die beiden [ ] Drehe P1 und P2 auf Linksanschlag (gegen den Uhrzeigersinn)
vorbereiteten Dioden Stecke alle fertigen Module außer dem HF Modul in die Hauptplatine,
und stecke sie in die stecke die Frontplatte auf und schließe dein Labornetzteil oder ein mit 1A
zugehörigen Lötaugen A abgesichertes Netzteil an.
und K, orientiere dich an [ ] Schalte den Betriebsartenschalter auf CW
de Zeichnung. Noch nicht
löten! Die Banderolen (Das ist der Schalter auf der linken Seite oberhalb des Ein/Aus Schalters. In
beider Dioden müssen in Stellung CW zeigt der Knebel nach oben.)
Richtung „K“ wie Kathode Schalte den Hobo ein.
zeigen. Gehe im Menü auf die Stellung TUNE und schalte TUNE ein

Stecke nun den Transistor T2 provisorisch in den vorgesehenen Platz T2, Messe die Stromaufnahme und notiere sie: ______mA
richte ihn wie vorher T1 aus. Schiebe nun das Diodenpaar dicht an T2 heran
und dicht auf die Rückwand. Die beiden Dioden sollen mittig zur Höhe Addiere 100mA Summe = ______mA
von T2 neben ihm auf der Rückwand befestigt werden. Hast du die Dioden
zurecht gebogen, dann zeichne genau zwischen ihnen die Stelle für ein Beobachte die Stromaufnahme genau und drehe P1 langsam, bis der Wert
3,5mm Loch an. für Summe erreicht ist.
Bau alles wieder auseinander. Lege T2 wieder zu den Bauteilen zurück und
bohre das eben angezeichnete Loch. [ ] Verlasse TUNE
Baue alles wieder zusammen und befestige die beiden Dioden mit M3 [ ] Schalte Hobo aus
Schraube und Unterlegscheibe so, dass sie plan auf der Rückwand aufliegen.
Die Anschlussdrähte dürfen keinen Kontakt mit der Rückwand haben. [ ] Stecke die HF leiterplatte in ihren Steckplatz
T2 wird jetzt nicht wieder eingesteckt. [ ] Schalte Hobo ein.
[ ] Drehe auf der Frontplatte das TX-Power-Poti an den Linksanschlag
Im folgenden Schritt wird der Ruhestrom der Treiberstufe eingestellt. Das (P3, auf der rechten Seite der Frontplatte das obere Poti.
der Hobo ein Multimode Transceiver ist, müssen alle Senderverstärker linear
verstärken damit es bei SSB oder Digimodes nicht zu Verzerrungen kommt. [ ] Schliesse einen HF-Tastkopf oder ein Skope an die Verbindung TR1/3 R7
Eine Verstärkerstufe arbeitet dann linear, wenn die Signale auf dem geraden an.
Teil der Kennlinie liegen. Um dass zu erreichen, müssen die Verstärkerstufen Die folgende Prozedur darf nicht zu lange ausgedehnt werden. Jeweils
mit einem Ruhestrom betrieben werden d.h. es fließt auch ohne Ansteue- nach etwa 10 Sekunden sollte eine Pause eingelegt werden. Kontrolliere
rung bereits ein Strom (Gleichstrom) Als Kompromiß zwischen der Stromauf- die Temperatur von T1. Sollte er sehr heiß werden, ist eine Unterbrechung
82
notwendig bis er wieder abgekühlt ist.
Wähle den Menüpunkt TUNE und starte TUNE. Beobachte die Stromaufnahme
und den Messwert an R7und drehe den Power Regler bis etwa zur Mitte auf.
Drehe den TX-Preselektor Regler auf maximale Stromaufnahme.

Ist ein Maximum zu finden, dann stelle für kurze Zeit den Power Regler auf
Rechtsanschlag und notiere den Wert für den Gesamtstrom.

Gesamtstrom Treiberstufe __________

Der Test der Baugruppe 12 ist damit beendet, mache weiter mit BG 13

83
Baugruppe 13 Sendeendstufe deutlich größer als die bisherigen. Die Wickeltechnik ist exakt die gleiche
wie bei den kleinen. Der Ausgang der PA erfordert
eine Aufwärtstransformation und Breitbandigkeit von
1 bis 30 MHz, deswegen 43er Kernmaterial und 2 zu
6 Windungen was einer Impedanztransformation von
1 zu 9 entspricht.

Wickel mit 15cm 0,8mm Cul / 30cm 0,5mm CuL

[ ] Tr2 BN43-202 (1-2) 2 Wdg 0,8CuL ; (3-


4) 6 Wdg 0,5 CuL

Verzinne die Drahtenden bis dicht an den Ferrit Kör-


per heran und baue den Übertrager ein. Achte unbe-
dingt darauf, die Wicklungen nicht zu vertauschen.
Der dickere Draht (Wicklung 1/2) zeigt nach oben
zur Platinenkante, der dünnere Draht (Wicklung 3-4)
zeugt zur Platinenmitte. Die Schweinenase muss
plan auf der Platine aufliegen.

Es folgt die Senderendstufe, sie enthält nur wenige Bauteile

[ ] C5 10nF (103) [ ] C7 47nF (473)


[ ] C8 100nF (104) [ ] C9 1µF Folie RM 5mm
[ ] R8 1K [ ] C6 22nF
[ ] R9 560R [ ] R10 1k5
[ ] C23 150pF (nur bei 10/15m Version auf die Lötseite von TR2/1
nach Masse mit kurzer Verbindung

Die Drossel DR2 muss einigen Strom vertragen, deswegen verwenden wir
hier keine SMCC, sondern eine selbst gewickelte Drossel auf einem Ferrit
Ringkern. Die Wickeltechnik ist genau so wie bei den Ringen des Tiefpassfil-
ters. Der Ring ist antrazithfarben und etwas größer als die bisher benutzten.

Wickel mit 25cm 0,5 mm CuL:


[ ] Dr2 Amidon FT50-43 10 Wdg. 0,5mm CuL (ergibt etwa 37,5 uH),
Wert unkritisch.
Bleibt der Ausgangstrafo. Dieser ist wieder eine „Schweinenase“, allerdings
84
Jetzt wird T2 eingebaut. Gleiche Prozedur wie bei T1 mit dem einen Unter-
schied, dass T2 direkt ohne Isolationsmaterial auf die Rückwand geschraubt
wird. Es gibt aber noch eine Besonderheit: Das mittlere Bein von T2 muss
direkt auf kürzestem Wege mit der Platinenmasse und dem Gehäuse ver-
bunden werden! Die Verbindung auf der Platine ist durch die Masseverbin-
gung der Leiterplatte gegeben, fehlt noch die Verbindung zum Gehäuse.
Auf der folgenden Seite zeigt dir ein Foto, wir wir das in der Praxis realisiert
haben. Biege die mitgelieferte Lötöse rechtwinklig ab und montiere sie mit
einer M3 Schraube so auf der Rückwand, dass ihre Kante auf der Platinen-
unterseite (Lötseite) direkt auf das
mittlere Lötauge von T1 gelötet werden
kann.

[ ] T2 RD16HHF
[ ] Verbindung Emitter/Rükwand

Damit ist auch die PA fertig aufgebaut.

Da ein Test der PA jetzt eine Brücke an Stelle des noch nicht vorhande-
nen Tiefpassfilters erfordern würde, die Brücke aber ohne Steckerleiste
möglicherweise eine unsichere Verbindung darstellt habe ich mich in
der Prototypen Testphase entschlossen, an dieser Stelle den Aufbau des
Tiefpassfilters vor zu ziehen.

85
17m 15m 10m
Baugruppe 14 [ ] C7 56p 120p (121) 100p (101)
Das Oberwellenfilter (Tiefpassfilter, TPF) wird je nach geplantem Band un- [ ] C8 nil 22p nil
terschiedlich bestückt. Die Werte für die Kapazitäten werden je nach Bedarf
aus einem oder zwei einzelnen Kondensatoren gebildet. Und nun die Spulen Es sind in diesem Fall Ringkern Spulen. Da wir etwas
80m 40m 30m 20m dickeren Draht benutzen, ist das wirklich einfach. Wer noch keine Erfah-
[ ] C1 nil 220p (221) 270p (271) 150p (151) rungen mit Amidon Ringen hat, sollte sich trotzdem vorher noch mal die
[ ] C2 820p (821) 220p (221) 18p 56p „kleine Ringkernschule“ durchlesen. L1 ist eine einfache, einlagige Spule
[ ] C3 820p (821) 470p (471) 560p (561) 220p (221) mit 0,4 oder 0,5 mm CuL. Beim Wickeln muss darauf geachtet werden, dass
[ ] C4 820p (821) 330p (331) nil 82p sich die Drahtenden zum Schluss an der Stelle befinden, wo die Bohrungen
[ ] C5 820p (821) 470p (471) 560p (561) 220p (221) auf der Leiterplatte sind. Dazu ist die richtige Wickelrichtung zu beachten:
[ ] C6 820p (821) 330p (331) nil 82p Wer den Draht von hinten nach vorne durch den Ring fädelt, wickelt im
[ ] C7 820p (821) 220p (221) 270p (271) 150p (151) Uhrzeigersinn, die anderen gegen den Uhrzeigersinn. Die Zeichnung oben
[ ] C8 nil 220p (221) 18p 56p zeigt eine Ringkernspule mit 8 Windungen. Wenn die Spulen falsch herum
gewickelt werden, so passen die Drahtenden nicht in die dazugehörigen
17m 15m 10m Lötpads es sei denn, man stellt die Spule schräg. Das ist aber nicht im
[ ] C1 56p 120p (121) nil Sinne des Erfinders, sollte das mal passieren, bitte neu wickeln.
[ ] C2 nil 22p 100p (101) Wickel für L1 XX Windungen (innen gezählt, Windungszahl entsprechend
[ ] C3 220p (221) 270p (271) 100p (101) Band-Tabelle ) mit dem CuL Draht auf einen Ring (Ringfarbe nach Band
[ ] C4 22p nil 100p (101)
Tabelle. Die Windungen werden bei Ringkernspulen sehr straff aufgebracht
[ ] C5 220p (221) 270p (271) 100p (101)
und über 2/3 des Umfanges verteilt. Die beiden Drahtenden werden mit der
[ ] C6 22p nil 100p (101)
86
„Blob“ Methode abisoliert. Der Lack zersetzt sich bei Lötkolbentemperatur. 17m
Bei der Blob Methode wird ein dicker Tropfen Lötzinn an die [ ] L1 0,432uH T37-6 (gelb) 12Wdg 0,5mm CuL
Lötkolbenspitze gebracht und dieser Tropfen auf das Drahtende gebracht. [ ] L2 0,675uH T37-6 (gelb) 15Wdg 0,5mm CuL
Beginne unmittelbar hinter dem Ring, halte Kontakt zwischen der Lötspitze [ ] L3 0,432uH T37-6 (gelb) 12Wdg 0,5mm CuL
und dem Draht. Leichtes Schaben auf dem Draht hilft, unnötiges hin und
her verzögert die Zersetzung des Lackes. Man erkennt den Beginn des 15m
Zersetzungsprozesses an dem aufsteigenden Rauch. In dieser Phase wird [ ]L1 0,51uH T37-6 (gelb) 13Wdg 0,5mm CuL
der Lötkolben ganz langsam in Richtung auf das Drahtende bewegt. Mit [ ] L2 0,58uH T37-6 (gelb) 14Wdg 0,5mm CuL
dem flüssigen Zinn wird die Schlacke langsam nach außen geschoben und [ ] L3 0,51uH T37-6 (gelb) 13Wdg 0,5mm CuL
der Draht gleichzeitig verzinnt. Nach dem Verzinnen die Spule einbauen.
Sie wird während dem Löten an den Drähten straff gegen die Platine 10m
gezogen, so dass der Ringkern stabil aufsteht. Ringkernspulen werden [ ] L1 0,36uH T37-6 (gelb) 11Wdg 0,5mm CuL
NICHT auf die Platine geklebt! [ ] L2 0,41uH T37-6 (gelb) 12Wdg 0,5mm CuL
[ ] L3 0,36uH T37-6 (gelb) 11Wdg 0,5mm CuL
Als nächstes L3, die völlig identisch mit L2 ist.
Zum Schluss L2, die mittlere Spule des TPF. Aufpassen, L2 hat eine andere Fehlen nur doch der Steckverbinder und die Befestigungsbolzen, die du
Windungszahl, bei dem 40m Tiefpassfilter sogar eine andere Kernfarbe. genau wie bei den anderen Steckmodulen anfertigst und das Tiefpassfilter
ist einsatzbereit.
80m
[ ] L1 2,8uH T37-2 (rot) 26Wdg 0,4mm Cul Jetzt können Einstellung und Test der PA Baugruppe durchgeführt werden.
[ ] L2 3,1uH T37-2 (rot) 28Wdg 0,4mm CuL Als erstes werden die Ruheströme der Transistoren für die PA eingestellt.
[ ] L3 2,8uH T37-2 (rot) 26Wdg 0,4mm CuL Die Prozedur ist die gleiche wie bei der Einsetllung des Ruhestromes für den
Treiber, wir benutzen wieder die Diffenzmethode.
40m Voraussetzung für den folgenden Test ist eine ausreichende Kühlung
[ ] L1 1,44uH T37-2 (rot) 19Wdg 0,5mm CuL von Treiber und Endstufen Trasistor. Sie müssen entweder mit der Rück-
[ ] L2 1,73uH T37-6 (gelb) 24Wdg 0,5mm CuL wand oder einem Blechwinkel / Blechplatte von etwa der Größe der
[ ] L3 1,44uH T37-2 (rot) 19Wdg 0,5mm CuL Rückwand verschraubt sein!

30m [ ] Drehe P1 und P2 auf Linksanschlag (gegen den Uhrzeigersinn)


[ ] L1 1,04uH T37-2 (rot) 16Wdg 0,5mm CuL Stecke alle fertigen Module außer dem HF Modul in die Hauptplatine,
[ ] L2 1,18uH T37-2 (rot) 17Wdg 0,5mm CuL stecke die Frontplatte auf und schließe dein Labornetzteil oder ein mit 1,5A
[ ] L3 1,04uH T37-2 (rot) 16Wdg 0,5mm CuL abgesichertes Netzteil an.
[ ] Schalte den Betriebsartenschalter auf CW
20m (Das ist der Schalter auf der linken Seite oberhalb des Ein/Aus Schalters. In
[ ] L1 0,75uH T37-6 (gelb) 16Wdg 0,5mm CuL Stellung CW zeigt der Knebel nach oben.)
[ ] L2 0,85uH T37-6 (gelb) 17Wdg 0,5mm CuL Schalte den Hobo ein.
[ ] L3 0,75uH T37-6 (gelb) 16Wdg 0,5mm CuL Gehe im Menü auf TUNE, aktiviere TUNE
Messe die Stromaufnahme und notiere sie: ______mA
87
Drehe den Lesitungssteller langsam im Uhrzeigersinn und beobachte dabei
Addiere 100mA für den Treiber Summe = ______mA das Wattmeter bzw. auch die interne Leistungsanzeige des Hobo. Sobald
du eine Anzeige siehst solltest du das Maximum des Preselektor Einstellers
Beobachte die Stromaufnahme genau und drehe P1 langsam, bis der Wert suchen.
für Summe erreicht ist. Die Leistung sollte mit drehen des Leistungsstellers kontinuierlich anstei-
gen. ACHTUNG, Nicht zu lange ausdehnen, lieber ab und zu eine Pause
Schalte den TUNE Mode wieder aus. machen damit die Transistoren nicht zu heiss werden.
Auch wenn du bei diesem Test noch nicht die angestrebten 10 Watt errei-
Das war der Ruhestrom für den Treiber, nun der Ruhestrom für den eigentli- chen solltest, ist das vorerst noch kein Beinbruch, der endgültige Abgleich
chen PA Transistor: des Hobos steht ja noch aus, besonderes der Feinabgleich der beiden Pres-
elektoren für Empfang und Sendung sowie der genaue Abgleich der BFO ist
Gesamtstromaufnahme inkl Treiber: ______mA dabei sehr wichtig.

Addiere 100mA für die PA. Summe inkl. PA = ______mA Du kannst den Test rein interessehalber auch einmal ohne Tiefpassfilter
versuchen: Ersetze das Tiefpassfilter durch eine Draht-Brücke und wieder-
Kontrolliere ob du noch im CW Modus bist. hole den Test. Die Leistung sollte nicht wesentlich höher sein als mit dem
Tiefpassfilter.
Gehe im Setup auf das TUNE Menu und starte TUNE.
Damit ist der HF-Sendeteil des Hobos fertig, es fehlt nur noch die Signalauf-
Im folgenden Schritt nicht P1 und P2 verwechseln. Wenn dir das passiert, bereitung für SSB.
dann musst du noch einmal von vorn anfangen!

Beobachte die Stromaufnahme genau und drehe P2 langsam, bis der Wert
für Summe erreicht ist.
Fertig, die Ruheströme für Treiber und PA sind nun eingestellt.

Die PA ist jetzt bereit für einen Leistungstest.


Schliesse ein Wattmeter und eine Dummy Load an die Antennenbuchse des
Hobos an. Die Dummy Load (ein 50 Ohm Abschlußwiderstand mit minde-
stens 10 Watt Leistungsgrenze) ist unbedingt erforderlich, an Stelle des
Wattmeters kann zur Leistungsmessung auch ein HF Tastkopf, Ein Scope
oder ähnliches benutzt werden. Der Thermische Leistungsmesser ist sehr gut
geeignet, wenn es um eine genaue Messung geht.

Drehe den Leistungseinsteller (Frontplatte rechts) gegen den Uhrzeigersinn


auf Anschlag. Stelle den Preselktor Regler etwa auf die Stelle, bei der du im
Empfang die größte Signalfeldstärke hattest.
Gehe in Stellung TUNE
88
Baugruppe 15, NF Aufbereitung für den Sender

[ ] R23 680R G_1


[ ] R24 470R G_1
[ ] C24 100nF (104) G_1
Die Bauteile für diese Baugruppe befinden sich alle auf der Frontplatine. [ ] C28 0,033µF Folie RM5 F_1
[ ] C22 0,1µF Folie RM5 G/F_1/2
Löte als erstes das SMD IC 7 auf die Platine. Achte auf die Markierung für [ ] R19 100K G_2
PIN 1. Der Punkt zeigt in Richtung Platinenmitte, IC6, die Schrift ist aus [ ] Sockel für IC6, Kerbe nach links! G_2
Richtung IC6 lesbar. [ ] R21 8,2K G_2
Hefte erst zwei diagonal gegenüber liegende Beinchen durch kurzen Druck [ ] R32 390R 1_F
mit der Lötkolbenspitze auf das Beinchen an die Leiterbahn. Liegt das IC [ ] R22 2,7K G_2
exakt über den Lötpads, dann löte quer über die Beinchen und nimm an- [ ] C19 0,01µF Folie RM5 G_2
schließend das überflüssige Zinn mit Entlötlitze ab. [ ] C20 1nF (102) G_2
[ ] C21 0,22µF Folie RM5 F_2
[ ] IC7 SSM 2167 MSOP-10 Gehäuse G/F_1 [ ] R20 100K G_2/3
Nun wie üblich alle Kondensatoren und Widerstände. Beginne oben links im [ ] R18 1K G/F_3
Planquadrat G1 [ ] R16 2k2 H2
[ ] D4 ZPD3V3 G1
89
[ ] C25 100uF PLUS unten G1 Schließe ein Mikrophon an die Mikrophonbuchse an.
PIN 1= NF
Der Transistor T6 ist sehr empfindlich gegen Statik! Entlade dich an einer PIN 2 = PTT
blanken Massefläche oder benutze dein ESD Armband PIN 7 = GND
PIN 8 = GND,
[ ] T6 BS170 G_3 Direkt passend sind die Mikrophone Kenwood MC43,47,48,60 und Alinco
[ ] IC6 TL061 in Fassung stecken G_2 EMS11. Andere Mikrophone müssen entsprechend vorbereitet werden.
Die übrigen PINs des HOBO Mirkophonsteckers sind wie folgt belegt:
PIN 3 =
Nun weiter auf der Display-Seite. Orientiere dich an dem Schriftzug DL- PIN 4 = Digimode Eingang für Signal vom Interface.
QRP-AG an der rechten Schmalseite. PIN 5 = 8 Volt + zur Versorgung eines Interfaces oder Electret Mikro-
phon.
[ ] C27 10µF Achte auf die Polarisation, MINUS links PIN 6 = Digimode Ausgang zum Interface
[ ] C26 4,7µF Achte auf die Polarisation, MINUS rechts
[ ] C23 100µF Achte auf die Polarisation, Minus rechts Schließe ein Wattmeter mit Dummy Load an den Antennenanschluß an.
[ ] P6 Kompression 250K Piher PT6 stehend Schalte den Hobo ein.
[ ] P7 Mikrophon Verstärkung 5K Piher PT6 liegend
Wähle Betriebsart SSB
Schalte im Menü den internen Keyer ab (Muss für SSB Btrieb immer abge-
schaltet werden)

Drehe P7 und P6 und den Powerregler an der Frontplatte jeweils auf 50 %

Drücke die PTT Taste, Sender muss sich einschalten.


Flöte oder spreche ins Mikrophon. Das Wattmeter sollte Leistung anzeigen.
Die absolut Höhe ist zur Zeit noch egal, das der Hobo noch nicht komplett
abgeglichen ist.

Zeigt der Sender Leistung, so ist alles in Ordnung und du kannst den Ab-
gleich vornehmen.

Überprüfe nun wieder bei gutem Licht alle Lötstellen und Leiterbahnen mit
der Lupe auf Lötspritzer und schlechte Lötstellen. Ist alles ok, so kannst du
alle aufgebauten Module zusammen stecken.
Schließe dein Netzteil an den Hobo an, Sicherung 1,5A
90
Hobo Abgleicharbeiten:
Bevor du mit den Abgleicharbeiten beginst musst die Abschirmgehäuse
für die SSB Platine und für die ZF Platine anbringen.
Löte als ersten je einen Gehäusedeckel auf die Unterseite der Hauptplatine.
Achte darauf, dass die Deckel einigermaßen mittig auf den goldenen Rah-
men der Platine gesetzt werden. Du brauchst nicht rundherum zu löten, es
reicht auf jeder Seite eine kleine Lötstelle, allerdings soll das Zinn sauber
zwischen Deckel und Platine geflossen sein.
An dieser Stelle wird eine Menge Energie gebraucht. Laß dich nicht verfüh-
ren deswegen irgendein Lötfett oder ähnliches Zeugs zu benutzen. In der
Elektronik gibt es nichts ausser Elektroniklot!
[ ] Deckel für SSB Aufbereitung unten
[ ] Deckel für ZF unten

Als nächstes die oberen


Abschirmungen. Suche
die passenden Seitewän-
de heraus. Die Platine Miss an PIN 6 IC1 auf dem SSB Board und stelle die Spannung dort auf etwa
muss eingesteckt sein 500mVss (150mVeff) ein. Erreichst weniger als 500mVss, stelle die maximal
und plan auf den Sok- mögliche Spannung ein.
keln aufliegen. Lege nun
die Seitenwände um die Wähle im Menü TUNE
Platine herum. Achte
darauf, dass die kurzen, Schalte TUNE ein.
überstehenden Seiten in
den Ausfräsungen sitzen. Miss mit einem HF Tastkopf oder Scope oder HF-Multimeter am Gate 1 von
Setze nun die Deckel auf T2
und richte das ganze Drehe P5 (CW-TX) einmal von links nach rechts komplett durch und suche
so aus, dass die Seiten- die Stellung mit maximaler Spannung. Es ist keine wirkliche Spitze zu fin-
wände genau lotrecht und dabei möglichst mittig auf der goldenen Maske den, sondern ein breites Plateau. Die Spannung gibt im Prinzip die Durch-
aufsitzen. Löte die Gehäuse mit einem Lötpunkt pro Seite auf der Hauptpla- lasskurve des SSB/CW Sendefilters wieder.
tine fest.
Notiere das Maximum____________________
1. Einstellung der drei BFO
Entferne, falls sie schon eingebaut ist, die Sendevorverstärker Leiterplatte Nun drehe P5 (CWTX) gegen den Uhrzeigersinn bis du am Gate1 von T2
Schalte den Hobo ein 10% der Spannung misst die du in der Filtermitte gemessen hast.
Schalte die Betriebsart auf CW (Knebel nach oben) Diese Einstellung bringt die BFO Frequenz auf einen Wert für optimalen SSB
Drehe das Leistungs Potenziometer im Uhrzeigersinn an den Anschlag Betrieb. Da wir ihn mit dem CW-TX Trimmer eingestellt haben, muss der
91
Wert nun auf das SSB Poti übertragen werden. zu. Zerobeat ist die Stelle, bei der der Ton gänzlich verschwunden ist.
Miss die Gleichspannung an PIN 4 der SSB Platine. ________________V= Hast du Zerobeat gefunden, so notiere die Gleichspannung, die du jetzt an
PIN 4 der SSB Platine messen kannst.
Schalte TUNE aus
___________________ V=
Schalte denBetriebsartenschalter auf SSB (Knebel nach unten)
Diese Spannung stellt den BFO genau auf die Frequenz, auf der unser Trä-
Miss an PIN 4 der SSB Platine und stelle mit dem Trimmpotenziometer P3 gerfrequenzoszillator in CW arbeiten muss damit du genau in der Filtermitte
(SSB TX/RX) die Spannung ein, die du eben ermittelt hast. Damit ist der sendest. Übertrage diesen Wert nun auf das CW-TX Trimmpoti.
SSB BFO eingestellt.
Entferne den Signalgenerator
Die folgenden Einstellungen können erst gemacht werden, wenn der Entferne die Sender Vorverstärker Platine.
Hobo RX komplett funktioniert. Schalte den Hobo in CW (Knebel nach oben)
Schalte über das Auswahlmenü auf TUNE
Schalte den Hobo ein. Miss die Gleichspannung an PIN 4 der SSB Platine und stelle mit dem Poti P5
(CW-TX) genau den Wert ein, den du eben ermittelt hast.
Schalte die Betriebsart auf CW (Knebel nach oben) Schalte TUNE wieder aus
Schließe den Signalgenerator wieder an.
Schliesse einen Kopfhörer an. Suche das Signal und stelle es durch Messung der Regelspannung auf Maxi-
mum ein.
Injiziere in den RX Ein- Stelle mit dem Trimmpoti P4 (CW-RX) die Tonhöhe ein, mit der du später
gang ein gut empfangba- Telegrafie empfangen möchtest. Üblich ist bei den meisten Telegrafisten eine
res Signal. Als Quelle Tonhöhe von etwa 650 Hz. Wenn du die Tonhöhe genau kontrollieren möch-
kann ein Messsender, ein test, dann kannst du dazu eines der Freeware NF-Analyzer Programme für die
Dipmeter, ein Quarzge- PC-Soundcard benutzen. Du findest so ein Programm und eine Anleitung auf
nerator oder ähnliches der QRPproject CD.
dienen. Das Signal muss
sich in dem Frequenzbe- Seitenbandunterdrückung:
reich befinden, auf dem Betriesbsart SSB einstellen.
der Hobo betrieben wird. Mike Gain Regler zu drehen
Suche mit dem Hauptab- Sendeleistungs-Poti auf volle Leistung
stimmknopf das Signal. Mit P1 das auf einem Kontroll RX abgehörte Signal auf kleinsten S-Meter
Wert einstellen.
Miss die Regelspannung auf der ZF Platine R6 und suche mit dem Hauptab-
stimmknopf das Signalmaximum. Feinabgleich des Hobo:
Voraussetzung: BFO Abgleich wie zuvor beschrieben ist gemacht worden,
Suche mit P4 (CW-RX) Zerobeat. (Wenn du das Trimmpoti langsam von ei- Ruheströme eingestellt
nem Ende zum anderen durchstimmst, so nimmt die Tonhöhe ab und wieder Schließe einen Signalgenerator (Dipper, Signalgerator usw) an den Anten-
92
neneingang des Hobo an. Wer einen Signalgenerator mit einstellbarer Ausgangsspannung hat, der
Kontrolliere die BFO Injektionsspannung am BFO, sie soll 500 mVss betra- kann das ganze noch ein wenig optimieren: Durch Schwankungen der Bau-
gen. teilewerte, aber auch durch persönliches Empfinden kann es sein, dass der
Höreindruck des Hobo noch besser wird, wenn man als Anfangswert für die
Setze die Mischerplatine auf die Adapterkarten und Justiere FI1 bei einem Regelspannung nicht 200mV sondern einen höheren Wert nimmt.
möglichst kleinen HF Signal auf maximale Regelspannung Stelle verschiedene Spannungen zwischen 200 und 350 mV bei offenem
Setze die HF Platine auf die Adapterkarte und justiere die beiden Bandfil- Antennenanschluss ein und gebe dann definiertes Signal z.B. von S9 = 50uV
terspulen bei einem möglichst kleinen Signal auf maximale Regelspannung. auf den Antennenanschluss. Miss jeweils die Regelspannung und vergleiche
Denke daran, dass vorher das Preselektor Potenziometer eingestellt werden die Differenzen zum Ausgangswert. Technisch ist der Startwert optimal, bei
muss: Frequenz am Bandanfang = Potenziometer gegen den Uhrzeigersinn. dem sich die größte Differenz zum S9 Signal ergibt.
Beispiel:
Entferne den Signalgenerator und schliesse ein Wattmeter mit Dummyload S0 200mV S9 800mV Diff= 600mV
an den Antennenanschluß an. S0 250mV S9 900mV Diff= 650mV
S0 300mV S9 990mV Diff =690mV
Stelle den TX Leistungsregler auf kleine Leistung S0 350mV S9 1000mV Diff= 650mV

Gehe in die Betriebsart TUNE Der beste Startwert in diesem Beispiel (größte Dynamik) wär 300mV.

Suche ohne die Preselektorstellung gegenüber dem Empfang zu verändern Wer gerne einen besonders ruhigen RX haben möchte:
das Maximum der beiden Filter des TX-Preselektors. Unsere Empfänger sind eigentlich alle, besonders auf 30m, 40m, 80m, viel
zu empfindlich. Sie liegen weit unter dem Antennenrauschen was dann im
Abgleich der ZF: Ergebnis dafür sorgt, dass sich der Empfänger „nervös“ anhört. Hätte er we-
Kontrolliere, ob diee ZF auf den richtigen Wert eingestellt ist, wie es in der nige Gesamtverstärkung, wäre er weniger empfindlich, dann würde er immer
Baugruppe6 ZF S. 58/59 beschrieben ist. noch die leisesten Signale hören, insgesamt aber ruhiger klingen. Ich weiss,
dass klingt verwirrend da wir alle die Reklame mit der extremen Empfind-
Miss bei eingeschaltetem Hobo, Preselektor auf Maximum gestellt ohne lichkeit gewöhnt sind, es ist aber wirklich so.
Antenne die Gleichspannung an R6. Hast du R6 so wie in der Baumappe Probiere einfach mal ein paar Stunden so einen ruhigen RX aus in dem du
beschrieben eingelötet, dann kommst du mit dem Pluskabel sehr gut heran. die eine leise Station heraus suchst und dann mit P1 die Regelspannung so
Er steht aufrecht direkt vor T2, der Messpunkt ist oben. weit hoch fährst, bis die gehörte Station gerade eben leiser wird. Nun einen
ganz kleinen Tick zurück und so stehen lassen.
Stelle mit dem Trimmer P1 auf der ZF Platine etwa 200mV an R6 ein. Wäh- Bei deiner eventuell vorhandenen Heimstation kannst du übrigens das glei-
rend dieser Messung muss das SSB Modul komplett abgeschirmt sein, d.h. che versuchen. Stelle einfach dir „RF Gain“ so ein, wie ich es gerade bei P1
auch der Deckel muss aufgesetzt sein. beschrieben habe.

Gebe nun ein Signal (Generator, Quarztester, Live Signal von der Antenne) Mit einem Rauschgenerator und einem NF Anylyzer Programm für die Sound-
auf den Antenneneingang und stimme den Hobo mit dem Hauptabstimm- card des PC lassen sich die Filterkurven der Empfangs Quarzfilter sehr schön
knopf genau auf dieses Signal ab. Messe die Gleichspannung an R6 und darstellen (Software auf der Handbuch CD, Beschreibung der Funktion siehe
justiere L1 und L2 abwechselnd auf maximale Spannung an R6. Handbuch Rauschgenerator) .
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
Stücklisten Hobo Rev. 01 Dr2 Amidon FT50-43 10 Wdng. 0,5mm CuL
Stückliste Mainboard DK1HE Hobo Dr3 47µH SMCC Dr4 47µH SMCC
Dr5 47µH SMCC
IC1 CMOS 4066 DIL-14 ESD beachten !!!
Tr1 BN43-2402 (1-2) 6 Wdng 0,2 CuL; (3-4) 3 Wdng 0,3 CuL
T1 Mitsubishi RD06HHF ESD beachten !!! Tr2 BN43-202 (1-2) 2 Wdng 0,8CuL ; (3-4) 6 Wdng 0,5 CuL
T2 Mitsubishi RD16HHF ESD beachten !!! Tr3 Ringkern N30 4,5x1,9x2 prim. 1Wdng 0,8mm CuL/sec. 22Wdng
T3 BC546B T4 BC546B T5 BC546B 0,1mm CuL
T6 BC546B D1 ZPD 4V7 D2 BAT42
D3 BAT42 D4 1N4004 D5 1N4004 Bu1 Print-BNC-Buchse
D6 BAT42 D7 1N5402 Bu2 Klinkenbuchse Stereo 3,5mm Print
Bu3 Klinkenbuchse Stereo 3,5mm Print
R1 82R R2 100R R3 82R Bu4 DC-Buchse DCBU 2,1-PR Segor
R4 1K R5 470R R6 5,6R SMD 1206
R7 47R R8 1K R9 560R SK1 Präzisions-Flachsockel DIL-14
R10 1,5K R11 270R R12 1K
R13 100R R14 100R R15 100R F1 Sicherungshalter 5x20mm+Feinsicherung 1,6A mtr.
R16 39K R17 39K R18 33K
R19 18K R20 22K R21 18K Stl Winkel-Steckerleiste RM 2,54mm 30-polig; teilbar
R22 27K R23 18K R24 27K
R25 10K Miniatur R26 33K R27 6,8K PCB Leiterplatte Mainboard Hobo

P1 10K Spectrol 75H P2 10K Spectrol75H Stückliste Frontplatine DK1HE Hobo


P3 10K Spectrol 75H P4 10K Spectrol 75H
P5 10K Spectrol 75H IC1 PIC programmiert DIL28 (schmal) auf Sockel
IC2 7805 TO220 liegend „über Kopf“ ohne Kühlung
C1 47nF 0805 C2 22nF C3 47nF IC3 7808 TO220 ISO-Scheibe unter Bef.-Mutter !!
C4 100nF C5 10nF C6 22nF IC4 78L06 TO92
C7 47nF C8 C9 1µF Folie RM 5mm IC5 TL061 DIL8 auf Sockel
C10 47nF C11 100µF rad. C12 10pF IC6 TL061 DIL8 auf Sockel
C13 47nF C14 47nF C15 47nF IC7 SSM 2167 MSOP-10 Analog Devices
C16 100nF C17 22nF C18 22nF
C19 22nF C20 1nF C21 10nF T1 BS170 T2 BS170 T3 BS250
C22 100nF
T4 BS250 T5 BC546B T6 BS170
C23 150pF Glimmer (nur bei 10/15m) T7 BC556B T8 BC546B

Dr1 10µH SMCC D1 1N4148 D2 ZPD 4,7 D3 BAT42


103
D4 ZPD 3,3 BU1 Standard-Mikrofonbuchse 8pol
R1 6,8K R2 3,3K R3 2,7K Bu1 Präzisions-Buchsenleiste RM 2,54mm 11-polig
R4 100R R5 100R R6 1K Bu2 Präzisions-Buchsenleiste RM 2,54mm 5-polig
R7 8,2K R8 68K R9 1,8K Bu3 Präzisions-Buchsenleiste RM 2,54mm 14-polig
R10 6,8K R11 100K R12 100K S1 Kippschalter 2xUm Printausführung stehend MS500...
R13 10K R14 1,8K R15 270R S2 Kippschalter 2xUm Printausführung stehend MS500...
R16 2,2K R17 560R R18 1K Q1 Keramikresonator 3-Bein 4MHz
R19 100K R20 100K R21 8,2K Isolierhütchen, Schraube M3x8, Mutter M3 Siliconscheibe für IC3
R22 2,7K R23 680R R24 470R PCB Leiterplatte Frontplatine Hobo
R25 15K R26 33K R27 18K
R28 27K R29 220R 1W R30 2,2M Stückliste Hobo DDS Modul
R31 10K R32 390R R33 470K
R34 3,3K R35 47K C1 100n 0805 C2 100n 0805
C3 10µF Größe B C4 10µF Größe B
P1 10K Piher SMC-10-V P2 10K Piher SMC-10-V C5 100n 0805 C6 100n 0805
P3 250R Piher SMC-10-V P4 10K Piher SMC-10-V C7 100n 0805 C8 10n 0805
P5 5K Piher PT6 liegend P6 250K Piher PT6 stehend C9 10n 0805 C10 100n 0805
P7 5K Piher PT6 liegend P8 25K Piher PT6 stehend R1 150R 0805 R2 10R 0805
R3 10R 0805 R4 6k8 0805
C1 100nF (104) C2 10nF (103) R5 220R 0805 R6 220R 0805
C3 10nF (103) C4 10nF (103) IC1 AD 9834 IC2 50MHz Clock
C5 1nF (102) C6 1nF (102)
C7 1nF (102) C8 1nF (102) St1 Winkel-Steckerleiste 7-polig RM 2,54 mm
C9 100nF (104) 1Stk Gewindebolzen M3x5
C10 1µF liegend C11 1µF Tantalperle PCB Leiterplatte DDS
C12 10µF liegend C13 100µF
C14 0.022µF Folie RM5 C15 4,7µF
C16 2,2µF C17 100µF Stückliste DK1HE Uni-NF-Modul
C18 1µF C19 0,01µF Folie RM5
C20 1nF (102) C21 0,22µF Folie RM5 IC1 LM386-4 DIL8
C22 0,1µF Folie RM5 C23 100µF
C24 100nF (104) C25 100µF T1 BS170
C26 4,7µF C27 10µF
C28 0,033µF Folie RM5 C29 1,5µF Tantalperle D1 1N4148
C30 0,033µF Folie RM5 C31 47nF
R1 18K R2 10K R3 100K
DSP LC-Display 2x16 DEM 16216 SYH-LY R4 entfällt R5 10K R6 4,7R
DG1 Drehgeber ALPS mit Taster R7 3,3R R8 120R
104
Rel 2 NAIS TQ2-L2-5V bistabil
P1 2,5K PT6-stehend
C1 10nF (103) C2 2,2nF (222) Dr1 47µH SMCC Dr2 47µH SMCC
C3 1µF radial C4 10µFradial liegend
C5 entfällt C6 0,01µF Folie RM5mm Q1 9,000MHz HC49-U-S low profile
C7 100µF radial C8 0,047µFFolie RM5mm MKS-2 Q2 9,000MHz HC49-U-S low profile
C9 220µF radial Q3 9,000MHz HC49-U-S low profile
Q4 9,000MHz HC49-U-S low profile
IF1 DIL8 Präzisions-IC-Fassung Q5 9,000MHz HC49-U-S low profile
Q6 9,000MHz HC49-U-S low profile
St1 Winkel-Steckerleiste RM 2,54mm 4-polig Q7 9,000MHz HC49-U-S low profile
St2 Winkel-Steckerleiste RM 2,54mm 4-polig Q8 9,000MHz HC49-U-S low profile

Bu1 Buchsenleiste,gerade RM 2,54mm 4-polig St1 Winkel-Steckerleiste 5-pol. RM 2,54mm


Bu2 Buchsenleiste,gerade RM 2,54mm 4-polig St2 Winkel-Steckerleiste 5-pol. RM 2,54mm

B1 Gewindebolzen M3/5mm GW1 Gewindebolzen M3x5mm


B2 Gewindebolzen M3/5mm GW2 Gewindebolzen M3x5mm
PCB Leiterplatte Uni-ZF
PCB Leiterplatte NF-Modul
Stückliste DK1HE Uni-S/E Mischer-Modul
RX-ZF= 9MHz
Stückliste DK1HE Uni-Quarzfilter Modul
Betriebsfrequenz: 9MHz IC1 74HC4066 DIL14 ohne Sockel
IC2 74HC4066 DIL14 ohne Sockel
D1 1N4148 D2 1N4148 IC3 74HC04 DIL14 ohne Sockel

C1 180pF C2 180pF C3 220pF T1 BF199 T2 BF246 A


C4 180pF C5 180pF C6 39pF
C7 39pF C8 39pF C9 39pF R1 27K Miniatur R2 27K Miniatur
C10 39pF C11 47nF (473) C12 47nF (473) R3 1M R4 18K Miniatur
C13 47nF (473) C14 47nF (473) C15 33µF rad. R5 390R Miniatur R6 39R Miniatur
C16 33µF rad. C17 22nF C18 22nF (223) R7 27K R8 27K
R9 820R Miniatur
R1 12R R2 120R R3 560R
R4 680R R5 10K R6 10K C1 100nF (104) C2 4,7nF (472)
C3 1nF (102) C4 100nF (104)
Rel 1 NAIS TQ2-L2-5V bistabil C5 100nF (104) C6 100pF (101)
105
C7 22nF (222) C8 22nF (222) R13 12K 0805
C9 47nF (473)
Tr1 BN43-2402 (1-2) 6 Wdng 0,2 CuL; (3-4) 3 Wdng 0,3 CuL P1 25K PT6 liegend P2 1K PT6 liegend
Mini-Doppellochkern
C1 10nF (103) C2 10µF Tantal
Tr2 BN43-2402 (1-2) 6 Wdng 0,2 CuL; (3-4) 6 Wdng 0,2 CuL C3 10nF (103) C4 1nF (102)
Mini-Doppellochkern C5 100nF (104) C6 100pF RM5
C7 39pF C8 39pF
Fi1 Neosid Filterbausatz 7.1 F10b 13 Wdng 0,1 CuL C9 39pF C10 39pF
Koppelwicklung 2 Wdng 0,1 CuL C11 39pF C12 10nF (103)
C13 47nF (473) C14 entfällt
C15 47nF (473) C16 10nF (103)
Dr1 47µH SMCC Dr2 47µH SMCC C17 330pF (331) C18 82pF
C19 47nF (473) C20 47nF (473)
St1 Winkel-Steckerleiste 7-polig RM 2,54 mm
St2 Winkel-Steckerleiste 7-polig RM 2,54 mm Fi1 Neosid Filterbausatz F10b Bobin
Tr1 FT37-43
Bu1 Buchsenleiste 7-polig RM 2,54mm Dr1 47µH SMCC Dr2 47µH SMCC
Bu2 Buchsenleiste 7-polig RM 2,54mm Dr3 6,8µH SMD 1210

B1 Gewindebolzen M3/5mm Q1 9,00MHz HC49-U-S


B2 Gewindebolzen M3/5mm Q2 9,00MHz HC49-U-S
Q3 9,00MHz HC49-U-S
PCB Leiterplatte Mischer-Modul Q4 9,00MHz HC49-U-S
Q5 9,00MHz HC49-U-S
Stückliste DK1HE Uni-SSB-Modul Q6 9,00MHz HC49-U-S
Betriebsfrequenz: 9MHz
St1-11 Steckerleiste,gerade RM2,54 11polig
IC1 NE602/NE612 DIL8 Bu1-11 Buchsenleiste,gerade RM2,54 11 polig
AH Schubert-Weißblechgehäuse 55x37x30
T1 BF199 T2 BF910/BF982 B1 Gewindebolzen M3/5mm
B2 Gewindebolzen M3/5mm
D1 BB112 D2 BB112 PCB Leiterplatte SSB Modul

R1 100K R2 100K R3 680R Stückliste DK1HE Uni-TX-Vorverstärker


R4 100K R5 100K R6 56R
R7 27R R8 68K R9 47K T1 BFR96 S T2 BFR96 S
R10 47K R11 220R R12 100K 0805
106
R1 680R 0805 R2 1K 0805 R3 470R 0805 P1 50K PIHER PT6-liegend
R4 10R 0805 R5 39R 0805 R6 680R 0805
R7 1K 0805 R8 470R 0805 R9 10R 0805 C1 47nF (473) C2 22pF
R10 33R 0805 C3 47nF (473) C4 47nF (473)
C5 47nF (473) C6 100pF RM 5mm
C1 47nF (473) C2 22nF 0805 C3 47nF (473) C7 100nF (104) C8 100pF RM 5mm
C4 100nF 0805 C5 47nF (473) C6 22nF 0805 C9 47nF (473) C10 47nF (473)
C7 47nF (473) C8 100nF 0805 C9 0,22µF Folie RM 5mm C11 10nF (103) C12 0,47µF Tantalperle
C10 47nF (473) C13 4,7nF (472) C14 22nF (223)
C15 1nF (102) C16 100nF (104)
Dr1 22µH SMCC Dr2 10µH SMCC C17 47µF axial C18 33nF (333)
C19 0,47µF Tantalperle
Tr1 Doppellochkern BN43-2402
(1-2) 6 Wdng 0,2 CuL; (3-4) 3 Wdgn 0,3 CuL Dr1 15µH SMCC Dr2 47µH SMCC
Tr2 Doppellochkern BN43-2402 Dr3 47µH SMCC
(1-2) 6 Wdgn 0,2 CuL; (3-4) 3 Wdgn 0,3 CuL
L1 Neosid Filterbausatz 7.1 F10b 12 Wdgn Mittelanzapf (2x6 Wdgn)
St1 Winkel-Steckerleiste 5 pol RM 2,54 mm 0,1 CuL Koppelwicklung 1 Wdg 0,1 CuL
St2 Winkel-Steckerleiste 4 pol RM 2,54 mm L2 Neosid Filterbausatz 7.1 F10b 12 Wdgn Mittelanzapf (2x6 Wdgn)
B1 Gewindebolzen M3/5mm 0,1 CuL Koppelwicklung 4 Wdgn 0,1 CuL
B2 Gewindebolzen M3/5mm
PCB Leiterplatte TX-Preamp-Unit St1-9 Steckerleiste,gerade RM 2,54mm 9-polig
Bu1-9 Buchsenleiste,gerade RM 2,54mm 9-polig
Stückliste DK1HE Uni-ZF-Modul
Betriebsfrequenz: 9MHz AH Schubert-Weißblechgehäuse 37x37x30mm

IC1 NE602/NE612 DIL8 PCB Leiterplatte ZF-Modul

T1 BF244 A T2 BF199
T3 BF199 T4 BC550C !!

D1 1N4148

R1 6,8K R2 1K R3 2,2K
R4 12K R5 3,9K R6 270R
R7 470K R8 12K R9 8,2K
R10 10K R11 820R

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