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August 2009

DVS – DEUTSCHER VERBAND Gestaltung und Dauerfestigkeits-


FÜR SCHWEISSEN UND bewertung von Schweißverbindungen mit Richtlinie
VERWANDTE VERFAHREN E.V. Stählen im Schienenfahrzeugbau DVS 1612

Ersetzt Ausgabe Januar 1984

Diese Richtlinie ist die überarbeitete Fassung des Merkblattes 1612 von 1984. Die Überarbeitung erfolgte mit dem Ziel, die in DIN 6700
bzw. der jetzt gültigen Normenreihe DIN EN 15085 enthaltenen Anforderungen zur Festlegung von Schweißnahtgüteklassen unter
Berücksichtigung von Festigkeits- und Sicherheitsanforderungen bei Schweißverbindungen im Schienenfahrzeugbau zu konkretisie-
ren. Dabei wurde auf die Vorschrift DV 952, Anhang II von 1977 der Deutschen Bahn (DB) Bezug genommen. Die darin enthaltenen
Festigkeitswerte für Stahl sind in überarbeiteter Form in die vorliegende Richtlinie übernommen worden, die somit auch die DB-Vor-
schrift DV 952, Anhang II von 1977 ersetzt.
Die Geltung dieser Richtlinie ist zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer zu vereinbaren.
Die Richtlinie wurde durch Vertreter der Schienenfahrzeugindustrie, der DB AG und des Eisenbahn-Bundesamtes sowie durch Mit-
arbeiter von IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH Dresden erstellt.

Inhalt: 2 Geltungsbereich

1 Allgemeines Diese Richtlinie gilt für die Gestaltung und Auslegung auf Dauer-
2 Geltungsbereich festigkeit von Lichtbogen-Schweißverbindungen von im Schie-
3 Schweißtechnische Fertigung und Qualitätssicherung nenfahrzeugbau eingesetzten Stählen. Sie ist für Schweißkon-
struktionen mit Blechdicken ≥ 2 mm und für einige Verbindungs-
Nachdruck und Kopie, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers

4 Gestaltung und Auslegung der Schweißverbindungen


4.1 Gestaltungsgrundsätze formen auch mit Blechdicken ≥ 1,5 mm anzuwenden.
4.2 Grundlagen der Auslegung
Die in dieser Richtlinie aufgeführte direkte Zuordnung von Dauer-
4.3 Nachweis der Dauerfestigkeit
festigkeit und Schweißnahtgüteklasse sowie von Dauerfestigkeit
4.4 Dauerfestigkeitswerte
und Sicherheitsbedürfnis mit den Erweiterungen zur Einordnung
4.5 Zuordnung von Dauerfestigkeit, Schweißnahtgüteklasse
von unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt die Anfor-
und Sicherheitsbedürfnis
derungen in den Tabellen 1 und 2 der DIN EN 15085-3 zur Fest-
5 Erläuterungen zum Bauformen-Katalog
legung der maßgebenden Schweißnahtgüteklasse. Für schwin-
6 Schrifttum
gende Beanspruchung kommen nur die Schweißnahtgüteklas-
Anhang A
sen CP A, CP B, CP C1 und CP C2 nach DIN EN 15085-3
Richtlinien und Normen mit Festlegungen für den Dauerfestig-
infrage. Wird die Schweißnahtgüteklasse nach dieser Richtlinie
keitsnachweis von Schweißverbindungen
unter Berücksichtigung aller hier aufgeführten Angaben festge-
Anhang B
legt, entfällt die Anwendung der Tabelle 2 der DIN EN 15085-3.
Bauformen-Katalog
Darüber hinausgehende Festlegungen in DIN EN 15085-3 sind
einzuhalten.
1 Allgemeines

Die Richtlinie enthält Hinweise zur Gestaltung und Vorgaben zur 3 Schweißtechnische Fertigung und Qualitätssicherung
Auslegung von Schweißkonstruktionen sowie eine Zusammen-
stellung von für den Schienenfahrzeugbau wesentlichen Bei der Gestaltung der Schweißverbindungen im Schienenfahr-
Schweißkonstruktionsdetails (Bauformen) aus Stahl, die sich be- zeugbau sind die Anforderungen der DIN EN 15085-3 zu beach-
züglich Sicherheit, Funktionsfähigkeit, Leichtbau, wirtschaftlicher ten. Die Konstruktionszeichnungen sind unter Beachtung der DIN
Fertigung und Instandhaltung bewährt haben. Die im Bauformen- EN 15085-3 und dem Merkblatt DVS 1610 aufzustellen.
Katalog erfassten Verbindungsdetails sind den Schweißnaht- Entsprechend der Normenreihe DIN EN 15085 muss für eine
güteklassen CP C A bis CP C2 nach DIN EN 15085-3 und den Schweißkonstruktion im Schienenfahrzeugbau die Schweißbar-
Kerbfalllinien bzw. Dauerfestigkeitswerten zugeordnet, die durch keit nach DIN 8528-1 gewährleistet sein. Im einzelnen gilt:
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die Überarbeitung der DV 952, Anhang II entstanden und eben-


falls Bestandteil dieser Richtlinie sind. Zusammen mit der Be- – Die Schweißeignung der Werkstoffe ist gewährleistet, wenn
rücksichtigung von unterschiedlichem Sicherheitsbedürfnis wer- die Werkstoffe die Anforderungen der DIN EN 15085-3, Absatz
den damit die Anforderungen der DIN EN 15085 erfüllt. 6.1 erfüllen.
Die Dauerfestigkeitswerte des Bauformen-Kataloges beziehen – Die Schweißeignung der Schweißzusätze ist gewährleistet,
sich auf geschweißte Bauteilverbindungen im Schienenfahrzeug- wenn die Schweißzusätze für den jeweiligen Werkstoff ent-
bau und die hier geltenden Lastannahmen. Das ist zu beachten, sprechend DIN EN 15085-4, Absatz 5.3 ausgewählt und quali-
wenn die Dauerfestigkeitswerte auch in anderen Bereichen an- fiziert sind.
gewendet werden. – Die Schweißsicherheit der Konstruktion ist gewährleistet,
Der Bauformen-Katalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständig- wenn die Konstruktion den Beanspruchungen unter Berück-
keit. Die Richtlinie dient Berechnungsingenieuren und Konstruk- sichtigung des Werkstoffverhaltens standhält. DIN EN 15085-3
teuren dazu, Schweißverbindungen beanspruchungsgerecht und DIN EN 15085-4 sind zu beachten.
auszuführen, und unterstützt Schweißfach- und Abnahmeinge- – Die Schweißmöglichkeit in der Fertigung ist gewährleistet,
nieure bei der Lösung von Qualitätssicherungs- und Fertigungs- wenn die Konstruktion unter Beachtung der Bauteilklasse und
aufgaben. der im Betrieb möglichen Schweißverfahren herzustellen ist.

Diese Veröffentlichung wurde von einer Gruppe erfahrener Fachleute in ehrenamtlicher Gemeinschaftsarbeit erstellt und wird als eine wichtige Erkenntnisquelle zur
Beachtung empfohlen. Der Anwender muss jeweils prüfen, wie weit der Inhalt auf seinen speziellen Fall anwendbar und ob die ihm vorliegende Fassung noch gültig
ist. Eine Haftung des DVS und derjenigen, die an der Ausarbeitung beteiligt waren, ist ausgeschlossen.

DVS, Ausschuss für Technik, Arbeitsgruppe „Schweißen im Schienenfahrzeugbau“

Bezug: DVS Media GmbH, Postfach 10 19 65, 40010 Düsseldorf, Telefon (02 11) 15 91- 0, Telefax (02 11) 15 91- 150
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Hinweis: Ist die Schweißbarkeit nicht in allen Punkten gewähr- 4.2 Grundlagen der Auslegung
leistet, wird zur Absicherung der Fertigung die Erhöhung der
Für die Auslegung von Schweißverbindungen im Schienenfahr-
Schweißnahtprüfklasse, bei gleichbleibender Schweißnahtgüte-
zeugbau sind verschiedene Normen mit unterschiedlichen Anfor-
klasse, empfohlen (z. B. bei bedingt schweißgeeigneten Werk-
derungen zu beachten. Die Festigkeit von Wagenkästen ist in
stoffen: CP C2 - CT 2).
DIN EN 12663 und von Drehgestellrahmen in DIN EN 13749
Neben der Schweißbarkeit der Konstruktion ist sicherzustellen, geregelt. Diese Normen enthalten auch Anforderungen an die
dass die Konstruktion prüfgerecht (vorgegebene zerstörungsfreie Auslegung von Schweißverbindungen aber keine konkreten Fes-
Prüfungen müssen möglich sein) und entsprechend DIN 27201-6 tigkeitswerte. Nach diesen Normen sind Schweißverbindungen
instandhaltungsgerecht ist (siehe auch DVS 1620, DIN EN für die im Berieb auftretenden dynamischen Belastungen nach
15085-3, Absatz 4.6 und Absatz 4.1 dieser Richtlinie). Möglichkeit auf Dauerfestigkeit auszulegen. Die hierfür heran-
zuziehenden Werkstoffdaten sollten folgende Anforderungen er-
Für die Zuordnung der Komponenten und Bauteile zu den Zertifi- füllen:
zierungsstufen gelten die Vorgaben der DIN EN 15085-2, An-
hang A. Für die Einstufung der Schweißverbindungen in die – Überlebenswahrscheinlichkeit pü = 97,5% (mindestens 95%),
Schweißnahtgüteklassen enthält der Abschnitt 4.5 dieser Richt- – Mindestanzahl von 2 x 106 Zyklen für Stahl bei konstanter
linie vereinfachende Festlegungen, mit denen die Vorgaben der Lastamplitude,
DIN EN 15085-3, Tabellen 2 erfüllt werden. Des Weiteren sind in
diesem Abschnitt zur Festlegung des maßgebenden Sicherheits- – Klassifizierung der Bauformen in Bezug auf Kerbfälle,
bedürfnisses Angaben aufgeführt, die inhaltlich dem Anhang G in – Überprüfen der Übertragbarkeit von Kleinprobenwerten auf
DIN EN 15085-3 entsprechen. reale Bauteile.
Hinweis: Es ist ganz besonders darauf zu achten, dass mit der Mit der Anwendung dieser Richtlinie werden die vorgenannten
Festlegung der Schweißnahtgüteklasse auch die Zuordnung der Bedingungen erfüllt. Einzelheiten für den Dauerfestigkeitsnach-
Komponenten und Bauteile zu den Zertifizierungsstufen erfolgt, weis enthält der Abschnitt 4.3, und Dauerfestigkeitswerte sind im
da nach DIN EN 15085-2 die Zertifizierungsstufe primär von der Abschnitt 4.4 aufgeführt. Im Anhang A sind weitere Richtlinien
Schweißnahtgüteklasse abhängig ist. bzw. Normen mit für den Schienenfahrzeugbau geeigneten
Schweißkonstruktionen im Schienenfahrzeugbau nach der Nor- Dauerfestigkeitswerten aufgeführt. Zwischen Auftragnehmer und
menreihe DIN EN 15085 sind einer schweißtechnischen Prüfung Auftraggeber ist zu vereinbaren, nach welcher Norm bzw. Richt-
entsprechend Merkblatt DVS 1620 zu unterziehen. linie der Dauerfestigkeitsnachweis geführt wird.

4.3 Nachweis der Dauerfestigkeit


4 Gestaltung und Auslegung der Schweißverbindungen Der Dauerfestigkeitsnachweis für Schweißverbindungen erfolgt
hier mit Nennspannungen. Die durch die Bau- und Schweißnaht-
4.1 Gestaltungsgrundsätze form verursachte Spannungserhöhung wird mit kerbfallabhängi-
gen Dauerfestigkeitswerten berücksichtigt. Im Anhang B sind
Bei der konstruktiven Ausbildung von Schweißverbindungen ist typische Schweißverbindungen des Schienenfahrzeugbaus als
darauf zu achten, dass diese Bauformen-Katalog zusammengestellt. Die zugeordneten Dauer-
– beanspruchungsgerecht, festigkeitswerte sind in den MKJ-Diagrammen des Abschnittes
– fertigungsgerecht, 4.4 dargestellt.
– werkstoffgerecht, Die maßgebenden Nennspannungen ergeben sich aus den
– prüfgerecht, Schnittgrößen bezogen auf den Verbindungsquerschnitt, der an
– verzugs- bzw. verwerfungsarm, der höchstbeanspruchten Stelle bzw. am möglichen Anrissort
– korrosionsschutzgerecht, vorliegt. Bei der Spannungsbestimmung mit numerischen Be-
– wirtschaftlich, rechnungsverfahren, wie z. B. mit der Finiten Elemente Methode
(FEM) oder durch Messung mit Dehnungsmessstreifen (DMS)
– instandhaltungsgerecht,
haben die maßgebenden Nennspannungen in der Regel einen
– mechanisierungs- und automatisierungsgerecht bestimmten Abstand zur Schweißnaht, der bei FE-Berechnungen
ausgeführt werden. auch von der vorgenommenen Modellierung (Aufbau der Geo-
metriestruktur) und der Netzgenerierung (u. a. Elementtyp und
Beanspruchungsgerechtes Konstruieren bedeutet z. B.: -größe sowie Netzabstufung) abhängt. Ein Richtwert für den
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– Steifigkeitssprünge gering halten, Abstand zum Nahtübergang ist bei querbeanspruchten Schweiß-
nähten 1 bis 1,5 x Blechdicke.
– Querschnittsübergänge in Abhängigkeit von der Beanspru-
chungsart festlegen (z. B. Unterschiede zwischen Zug/Druck-, Beim Dauerfestigkeitsnachweis sind Normalspannungen längs
Biege- und Torsionsbeanspruchung), und quer zur Nahtrichtung (σII und σ⊥) sowie Schubspannungen
längs zur Nahtrichtung (τ) zu beachten.
– Nahtanhäufungen und Nahtkreuzungen vermeiden,
Der Dauerfestigkeitsnachweis kann in Anlehnung an DIN 15018
– einseitig, nicht durchgeschweißte T-Stoßverbindungen gestützt durchgeführt werden, wobei dieser zunächst für jede Spannungs-
ausbilden wie z. B. bei Kastenträgern. komponente einzeln zu erfolgen hat:
Fertigungsgerechtes Gestalten setzt voraus, dass für den σ ll σ⊥ τ- ≤ 1
-------------
σll, zul- ≤ 1, --------------
σ⊥, zul- ≤ 1, τ------- (1)
Schweißvorgang eine ausreichende Zugänglichkeit vorgesehen zul
wird. Werkstoffgerechtes Konstruieren bedeutet, dass mögliche
Werkstoffveränderungen wie z. B. Seigerungszonen bei Profil- σII,zul, σ⊥,zul und τzul sind die zulässigen Dauerfestigkeitswerte
stählen und nicht metallische Einschlüsse in gewalzten Blechen nach den MKJ-Diagrammen im Abschnitt 4.4 und gelten für den
sowie kaltumgeformte Bereiche hinsichtlich der Ausführung von Blechdickenbereich 2 ≤ t ≤ 10 mm, sofern in den Tabellen B-1.1
sicheren Schweißungen beachtet werden. Durch prüfgerechtes bis B-9 des Anhangs B nichts anderes angegeben ist. Für Blech-
Gestalten wird sichergestellt, dass für das einzusetzende Prüf- dicken 10 < t ≤ 90 mm sind die Dauerfestigkeitswerte der MKJ-
verfahren eine ausreichende Zugänglichkeit besteht. Diagramme nach folgender Gleichung zu vermindern:

Darüber hinaus sind die in DIN EN 15085-3 enthaltenen Kon- σII, zul, t = σII, zul, MKJ (10 mm / t)0,1 (2)
struktionsregeln anzuwenden und allgemeine, in der Fachlitera-
Dies gilt analog für σ⊥,zul und τzul.
tur aufgeführte Hinweise zur Gestaltung von Schweißverbindun-
gen zu beachten (z. B. Fachbücher von A. Neumann und J. Ruge Bei mehreren Spannungskomponenten ist zusätzlich der Dauer-
Bd. III sowie DVS-Fachbuchreihe Bd. 12, siehe Schrifttum). festigkeitsnachweis für mehrachsige bzw. zusammengesetzte
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Spannungen durchzuführen: Die zulässigen Dauerfestigkeitswerte der MKJ-Diagramme ent-


halten einen Sicherheitsfaktor von 1,5 (bezogen auf die Mittel-
σ ll ⎞
⎛ --------------
2 σ⊥ ⎞ 2 σ ll σ⊥ τ 2
⎝ σ ll, zul ⎠
- + ⎛⎝ ---------------
- – ---------------- - + ⎛ ---------⎞ ≤ 1,1
- ⋅ ----------------- (3) werte) und entsprechen damit etwa der Überlebenswahrschein-
σ ⊥, zul ⎠ σ ll, zul σ ⊥, zul ⎝ τ zul ⎠ lichkeit PÜ = 99,5%. Sie gelten ab 2 ⋅ 106 Lastwechsel.
Der Dauerfestigkeitsnachweis kann auch nach einer anderen an- Für außergewöhnliche Belastungen (statische oder vorwiegend
erkannten Vorgehensweise mit den in dieser Richtlinie enthalte- ruhende Belastung bzw. Belastung mit geringen Lastwechsel-
nen Dauerfestigkeitswerten geführt werden, wobei dann auch zahlen) sind die statischen Festigkeitsangaben und Sicherheits-
deren o. g. Wanddickenabhängigkeit zu beachten ist. faktoren nach DIN EN 12663 bzw. DIN EN 13749 maßgebend.
Wenn die höchste Spannung am Nahtübergang auftritt, ist die Die Festlegung zulässiger Dauerfestigkeitswerte ist getrennt für
Nennspannung im Blechquerschnitt maßgebend. Bei nicht voll
– Normalspannungen im Zugschwell- und Zugwechselbereich
angeschlossenen Verbindungen bzw. bei nicht durchgeschweiß-
ten Verbindungen ist der Nachweis mit den Nennspannungen mit 1 > Rσ = σmin/σmax ≥ –1,
bezogen auf den Nahtquerschnitt und für den Nahtübergang zu – Normalspannungen im Druckschwell- und Druckwechselbe-
führen, sofern nicht nachgewiesen wird, dass die höchste Span- reich mit 1 > κ = σu/σo > –1,
nung am Nahtübergang auftritt. Hierbei ist die rechnerische – Schubspannungen im Schwell- und Wechselbereich mit
Schweißnahtdicke nach DIN EN 15085-3 zu beachten. 1 > Rτ = τmin/τmax ≥ –1
4.4 Dauerfestigkeitswerte auf Basis von DV 952 vorzunehmen.

4.4.1 Allgemeines Normalspannungen im Zugschwell- und Zug-Wechselbe-


reich mit 1 > Rσ = σmin/σmax ≥ –1 (Mittelspannung ≥ 0):
Die Übernahme und Überarbeitung der in DV 952, Anhang II,
aufgeführten Dauerfestigkeitsangaben erfolgte ohne wesentliche Das Spannungsverhältnis Rσ ergibt sich aus dem Verhältnis der
Änderung des Festigkeitsniveaus. Die Überarbeitung betraf vor minimalen zur maximalen Spannung, wobei die minimale und
allem maximale Spannung unter Berücksichtigung des Vorzeichens
festzulegen ist. Die MKJ-Diagramme sind im Bild 1 für S355 und
– die Differenzierung der Dauerfestigkeitswerte für den Grund- im Bild 2 für S235 dargestellt. Sie enthalten
werkstoff nach Behandlungszustand (gewalzter Zustand, reini-
gungsgestrahlt, thermisch getrennt), für den Grundwerkstoff
– die Vereinheitlichung der Dauerfestigkeitswerte von S235 und – Linie A+: reinigungsgestrahlt und ohne Wärmebeeinflussung
S355 für Normalspannungen bei stark gekerbten Schweißver- – Linie A: ohne Wärmebeeinflussung
bindungen (Kerbfalllinien E1 bis F2) sowie für Schubspannun-
gen, – Linie AB: Wärmebeeinflussung z. B. durch thermisches Tren-
nen und
– die zusätzlichen Kerbfalllinien AB, E4 und E6, F2
für Schweißverbindungen
– eine weitere Differenzierung der Kerbfalllinien A bis F mit je-
weils etwas höheren bzw. niedrigeren Dauerfestigkeitswerten – die Linien B bis F2, deren Zuordnung zum Verbindungsdetail
gekennzeichnet durch den Zusatz „+“ oder „–“, wie z. B. „A+“ im Anhang B in den Tabellen 5.1 bis 5.8 angegeben ist.
und „A–". In diesen MKJ-Diagrammen entspricht der Abstand der Kerbfall-
Nähere Erläuterungen enthält der Kommentar zu dieser Richt- linien dem Faktor 1,12. Die Kerbfalllinien, die mit dem Vorzeichen
linie. „+“ oder „–“ gekennzeichnet sind (in den Diagrammen nicht dar-
gestellt, Bild 1 und 2), liegen jeweils um den Faktor 1,04 höher
4.4.2 Zulässige Werte für Dauerfestigkeitsnachweis – bzw. niedriger.
MKJ-Diagramme Der zulässige Dauerfestigkeitswert kann nach Gl. (4) in Abhän-
Die zulässigen Dauerfestigkeitswerte sind in den MKJ-Diagram- gigkeit von Rσ und der Kerbfalllinie (Exponent x aus Tabelle 4.1
men für Schweißverbindungen und für den Grundwerkstoff der und 4.2) berechnet werden:
Stähle S355 und S235 in Abhängigkeit vom Spannungsverhältnis 2 ⋅ ( 1 – 0,3 ⋅ R σ )
und von der Kerbfalllinie als Maximal- bzw. Oberspannungen σzul(Rσ) = 150 MPa . 1,04 -x . -----------------------------------------
- (4)
1,3 ⋅ ( 1 – R σ )
dargestellt. Die Dauerfestigkeitswerte können auch für die weite-
ren, im Schienenfahrzeugbau eingesetzten Stähle angewendet
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Normalspannungen im Druckschwell- und Druckwechselbe-


werden. Für Stähle, deren Streckgrenze zwischen den Werten
reich mit 1 > κ = σu/σo > –1 (Mittelspannung < 0):
der Stähle S235 und S355 liegt, sind die Dauerfestigkeitswerte
für die Kerbfalllinien A bis D entsprechend dem Verhältnis der Anstelle des Spannungsverhältnisses Rσ ist im Druckbereich das
Streckgrenzen zu diesen beiden Stählen umzurechnen. Bei Spannungsverhältnis κ anzuwenden, das sich aus dem Verhält-
Stählen mit höherer Streckgrenze als S355 ist nur für den Grund- nis der vorhandenen Unterspannung σu zur vorhandenen Ober-
werkstoff (Kerbfalllinie A) eine Erhöhung der Dauerfestigkeit im spannung σo ergibt. Die Unterspannung σu ist die dem Betrag
Verhältnis der Zugfestigkeit bezogen auf S355 möglich. Für die nach kleinere Spannung und die Oberspannung σo die dem Be-
anderen Kerbfälle (Linie AB bis F2) gelten dann für die Dauerfes- trag nach größere Spannung. Das Spannungsverhältnis k ent-
tigkeit die Werte des S355. spricht dem Kehrwert von Rσ, d. h., es ist κ = 1/Rσ.

Tabelle 4.1 Exponent x in Gl (4) bis (5) für die Kerbfalllinien A bis D.

Linie A+ A A– AB+ AB AB– B+ B B– C+ C C– D+ D D–


S355 –1 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
S235 4,33 5 5,67 6,33 7 7,67 8,33 9 9,67 10,33 11 11,67 12,33 13 13,67

Tabelle 4.2 Exponent x in Gl (4) bis (5) für die Kerbfalllinien E1 bis F2.

Linie E+1 E1 E1– E4+ E4 E4– E5+ E5 E5– E6+ E6 E6– F1+ F1 F1– F2+ F2 F2–
S355
14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 40 41 42
S235
Seite 4 zu DVS 1612

Im Druckschwell- und Druckwechselbereich ist die zulässige Verwendete Formelzeichen


Spannungsamplitude konstant und entspricht dem Wert, der bei
Rσ = –1 bzw. κ = –1 vorliegt. In diesem Bereich gilt für die zuläs- Re Streckgrenze
sige Oberspannung in Abhängigkeit vom Spannungsverhältnis κ Rσ Normalspannungsverhältnis, Rσ = σmin / σmax
und der Kerbfalllinie (Exponent x aus Tabelle 4.1 und 4.2) die
folgende Gleichung: Rτ Schubspannungsverhältnis, Rτ = τmin / τmax

2 t Blechdicke [mm]
σo, zul(κ) = 150 MPa . 1,04 -x . ------------ (5)
1–κ σmax vorhandene maximale Normalspannung
Im Druckbereich wird die zulässige Oberspannung (betrags- σmin vorhandene minimale Normalspannung
höhere Spannung) durch die gleichen Werte wie im Zugbereich
begrenzt. σ ll vorhandene maximale Normalspannung parallel zur
Schweißnaht
Schubspannungen im Schwell- und Wechselbereich mit (bei mehreren Spannungskomponenten)
1 > Rτ = τmin/τmax ≥ –1 σ⊥ vorhandene maximale Normalspannung senkrecht
Die zulässigen Dauerfestigkeitswerte bei Schubspannung sind zur Schweißnaht
im Bild 3 als MKJ-Diagramm dargestellt. Im Spannungsverhältnis (bei mehreren Spannungskomponenten)
Rτ ist τmin die betragsmäßig kleinere und τmax die betragsmäßig σzul zulässige maximale Normalspannung im Zug-
größere vorhandene Schubspannung. Das MKJ-Diagramm exis- schwell- und Zug-Wechselbereich
tiert nur für Rτ ≥ –1 (positive Mittelspannung).
σ ll, zul zulässige maximale Normalspannung parallel zur
Für zulässige Schubspannungen gelten: Schweißnaht im Zugbereich
– Linie G+ Grundwerkstoff (mit Walzhaut, reinigungsgestrahlt, (bei mehreren Spannungskomponenten)
thermisch getrennt) σ⊥, zul zulässige maximale Normalspannung senkrecht zur
– Linie G für durchgeschweißte Stumpfstoßverbindungen Schweißnaht im Zugbereich
(bei mehreren Spannungskomponenten)
– Linie G– für nicht durchgeschweißte Stumpfstoßverbindungen
σo vorhandene Oberspannung im Druckbereich, be-
– Linien H+ für durchgeschweißte T-Stoßverbindungen tragshöhere Spannung
– Linien H für beidseitig nicht durchgeschweißte T-Stoßverbin- σu vorhandene Unterspannung im Druckbereich, be-
dungen tragsniedrigere Spannung
– Linien H– für einseitig nicht durchgeschweißte T-Stoßverbin- σo,zul Betrag der zulässige Oberspannung im Druckbereich
dungen
κ Spannungsverhältnis im Druckbereich,
Im Bild 3 sind die Linien G+ bis H– dargestellt. Für alle Linien κ = σ u / σ o = 1 / Rσ
können die zugehörigen zulässigen Dauerfestigkeitwerte für
Schubspannung in Abhängigkeit von Rτ und der Kerbfalllinie τ, τmax vorhandene maximale Schubspannung parallel zur
(τzul,R= –1 in Tabelle 4.3) nach Gl. (6) berechnet werden: Schweißnaht
2 ⋅ ( 1 – 0,17 ⋅ R τ ) τmin vorhandene minimale Schubspannung parallel zur
τ zul ( R τ ) = -------------------------------------------- ⋅ τ zul, R = –1 (6) Schweißnaht
1,17 ⋅ ( 1 – R τ )
τzul zulässige maximale Schubspannung parallel zur
Tabelle 4.3 Werte für τmax,R = –1 in Gl (6).
Schweißnaht

Kerbfalllinie G+ G G– H+ H H–
τmax,R= –1 [MPa] 93 82 73 65 59 53

Die Abstände der Linien G+, G, G-, H+, H und H– entsprechen


jeweils dem Faktor 1,12.
Den Streckgrenzenwerten Re = 355 MPa (S355) und Re = 235
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MPa (S235) entsprechen nach der Gestaltänderungsenergie-


hypothese die Schub-Fließgrenzen τF = Re / 3 = 208 MPa
(S355) und 139 MPa (S235).
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MKJ-Diagramm S355 Normalspannung

250
240
σ zul
[MPa]
216

200

155
A (150) 150
AB (133)
B (118)
C (105)
D (94)
E1 (83) 100
E4 (74)
E5 (66)
E6 (58) Bild 1. Zulässige Zug-Normalspannungen für S355.
F1 (52) σzul(Rσ), Rσ ≥ –1.
F2 (30) 50 Streckgrenze Re = 355 MPa.
Grundwerkstoff:
– Linie A+: reinigungsgestrahlt, ansonsten unbeein-
flusst.
– Linie A: mit Walzhaut, nicht reinigungsgestrahlt,
ansonsten unbeeinflusst.
– Linie AB: wärmebeeinflusst (thermisch getrennt,
0 alle Qualitäten)
-1 -0,5 0 0,5 1 Schweißverbindungen:
Rσ – Linien B bis F2: siehe Tabellen im Anhang B

MKJ-Diagramm S235 Normalspannung

250

σzul
[MPa]

200
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160
150 150

A (123)
AB (114)
B (105) 105
C (97) 100
D (90)
E1 (83)
E4 (74)
Bild 2. Zulässige Zug-Normalspannungen für S235.
E5 (66) σzul(Rσ), Rσ ≥ –1.
E6 (58) 50 Streckgrenze Re = 235 MPa.
F1 (52) Grundwerkstoff:
– Linie A+: reinigungsgestrahlt, ansonsten unbeein-
F2 (30) flusst.
– Linie A: mit Walzhaut, nicht reinigungsgestrahlt,
ansonsten unbeeinflusst.
– Linie AB: wärmebeeinflusst (thermisch getrennt,
0 alle Qualitäten)
-1 -0,5 0 0,5 1 Schweißverbindungen:
Rσ – Linien B bis F2: siehe Tabellen im Anhang B
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M KJ-Dia gra m m S 355 / S 235 S chubspa nnung

250

τ zul
[M P a ]

200

S 355
168

150 152

S 235
112 Bild 3. Zulässige Schubspannungen für S355 und S235.
G+ (92) 100 τzul (Rτ), Rτ ≥ –1.
98 Das Diagramm ist symmetrisch zu Rτ = –1.
G (82)
Linie G+: Grundwerkstoff:
G- (73) – reinigungsgestrahlt, ansonsten unbeein-
H+ (65) flusst,
– mit Walzhaut, nicht reinigungsgestrahlt,
H (59) ansonsten unbeeinflusst,
H- (52) 50 – wärmebeeinflusst (thermisches Tren-
nen, alle Qualitäten).
Linie G: durchgeschweißte Stumpfstoßverbindun-
gen
Linie G–: nicht durchgeschweißte Stumpfstoßverbin-
dungen
Linie H+: durchgeschweißte T-Stoßverbindungen
0 Linie H: beidseitig nicht durchgeschweißte T-Stoß-
verbindungen
-1 -0,5 0 0,5 1 Linie H–: einseitig nicht durchgeschweißte T-Stoß-
Rτ verbindungen

4.5 Zuordnung von Dauerfestigkeit, Schweißnahtgüte- über CP B erhöhte Anforderungen an die Unregelmäßigkeiten
klasse und Sicherheitsbedürfnis der Nahtausbildung bestehen und 100% ZfP-V gefordert ist.
Der in DIN EN 15085-3 (Tabelle 2) vorgegebene Zusammen- Hinweis: Bei Festlegung der Schweißnahtgüteklassen CP A, CP
hang zwischen Schweißnahtgüteklasse, Sicherheitsbedürfnis B und CP C1 ist zu beachten, dass diese Schweißnahtgüteklas-
und zulässigem Dauerfestigkeitswert ist in dieser Richtlinie kon- sen nur gewählt werden dürfen, wenn die nach DIN EN 15085-5
kretisiert worden. In Abhängigkeit der angewendeten Dauerfes- vorgesehenen Prüfungen auch in der Instandhaltung durchge-
tigkeitswerte ist zwischen zwei unterschiedlichen Vorgehenswei- führt werden können (siehe DIN EN 15085-3, Absatz 4.6).
sen zu unterscheiden: Nach DIN EN 15085 werden mit dem Sicherheitsbedürfnis unter-
– Bei Auslegung mit den in dieser Richtlinie aufgeführten Dauer- schiedliche Anforderungen an die Sicherheit der einzelnen
festigkeitswerten der MKJ-Diagramme, die auf den Festig- Schweißverbindung zum Schutz von Personen, von Anlagen und
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keitsangaben der DV 952, Anhang II basieren, ist den Festig- der Umwelt berücksichtigt. Dabei ist zwischen hohem, mittlerem
keitswerten direkt die maßgebende Schweißnahtgüteklasse und niedrigem Sicherheitsbedürfnis zu unterscheiden. Die Ein-
zugeordnet. D. h., der Bauformenkatalog im Anhang B enthält ordnung in die zutreffende Stufe des Sicherheitsbedürfnisses ist
für die verschiedenen Schweißkonstruktionsformen neben der in Erweiterung der Definitionen nach DIN EN 15085-3 (Anhang
Kerbfalllinie für die Dauerfestigkeitswerte auch Angaben zur G) mit folgenden Festlegungen vorzunehmen:
erforderlichen Schweißnahtgüteklasse nach DIN EN 15085 – Hohes Sicherheitsbedürfnis: Der Ausfall der Schweißverbin-
(CP) sowie zu Prüfart und -umfang, woraus die Schweißnaht- dung führt zur Betriebsgefahr mit Personenschäden und zum
prüfklasse (CT) nach DIN EN 15085-3 folgt. Im Abschnitt 4.5.1 Versagen der Gesamtfunktion. Hier kann ein Ermüdungsver-
sind diese Zuordnungen näher erläutert, und es ist dort eben- sagen ohne Vorwarnung auftreten. Es betrifft Schweißverbin-
falls angegeben, für welches Sicherheitsbedürfnis diese Dau- dungen, bei denen ein technischer Anriss bei normalen Ins-
erfestigkeitswerte gelten. pektionen nicht erkannt werden kann und keine Möglichkeiten
– Bei der Festigkeitsauslegung nach anderen Richtlinien oder der Lastumlagerung und Rissaufhaltung bestehen.
Regelwerken, die z. B. im Anhang A dieser Richtlinie auf- – Niedriges Sicherheitsbedürfnis: Der Ausfall der Schweißver-
geführt sind, enthält der Abschnitt 4.5.2 eine gegenüber der bindung beeinträchtigt nicht unmittelbar die Gesamtfunktion
Tabelle 2 in DIN EN 15085-3 vereinfachte Vorgehensweise zur und hat keine Auswirkungen auf das Tragverhalten des Fahr-
Festlegung der Schweißnahtgüteklasse in Abhängigkeit von zeugs. Betriebsgefahr mit Personenschäden ist unwahrschein-
der Ausnutzung der Beanspruchbarkeit und dem Sicherheits- lich. Die Sicherheit des Fahrzeugs wird nicht beeinträchtigt.
bedürfnis.
– Mittleres Sicherheitsbedürfnis: Der Ausfall der Schweißver-
Die in DIN EN 15085 enthaltenen Schweißnahtgüteklassen CP B bindung führt zur Beeinträchtigung der Gesamtfunktion und
sowie CP C1, CP C2 und CP C3, entsprechen in ihren Unregel- kann zur Betriebsgefahr mit Personenschäden führen. Es gilt
mäßigkeiten der Bewertungsgruppe B bzw. C nach DIN EN ISO für Schweißverbindungen, die sich nach den zuvor genannten
5817. Darüber hinaus ist in DIN EN 15085 für hohes Sicherheits- Definitionen nicht in hohes oder niedriges Sicherheitsbedürfnis
bedürfnis die Sondergüteklasse CP A aufgeführt, bei der gegen- einordnen lassen.
Seite 7 zu DVS 1612

4.5.1 Auslegung mit Dauerfestigkeitswerten auf Basis von ISO 5817 entspricht. Schweißverbindungen mit niedrigem
DV 952 Sicherheitsbedürfnis sind daher unabhängig von der Ausnut-
zung der Beanspruchbarkeit der Nahtgüteklasse CP C2 zu
Die im Abschnitt 4.4 dieser Richtlinie enthaltenen zulässigen
zuordnen.
Dauerfestigkeitswerte beziehen sich in den Anforderungen an die
Unregelmäßigkeiten von Schweißnähten auf die in DIN EN ISO b) Schweißverbindungen mit mittlerem Sicherheitsbedürfnis
5817 definierten Bewertungsgruppe B und C gleichermaßen. Dies ist der Regelfall bzw. betrifft den überwiegenden Anteil
Daraus folgt, dass sich die in Anhang B aufgeführten Festigkeits- der auszulegenden Schweißverbindungen.
differenzierungen bezogen auf die Schweißnahtqualität aus den – Bei Ausnutzung der Beanspruchbarkeit < 90% ist die Naht-
dort aufgeführten Unterschieden in Prüfart und -umfang ergeben. güte CP C2 zu fordern.
Die für die einzelnen Verbindungsformen angegebene Zuordnung – Bei Ausnutzung der Beanspruchbarkeit ≥ 90% gilt die Naht-
von Dauerfestigkeitswert und Schweißnahtgüteklasse basiert auf güte CP B mit 10% ZfP.
ingenieurmäßigen Überlegungen und Erfahrungen. Neben den
überarbeiteten Festigkeitsangaben der DV 952, Anhang II, wur- c) Schweißverbindungen mit hohem Sicherheitsbedürfnis
den hierfür auch Festigkeitsrelationen herangezogen, die in den Der Festigkeitswert ist um den Sicherheitsfaktor von Ss = 1,15
IIW-Empfehlungen zwischen verschiedenen Kerbfällen aufge- abzumindern. Für durchgeschweißte und nicht durchge-
führt sind. Weitere Einzelheiten enthält der Kommentar zu dieser schweißte Verbindungen gelten dann folgende Schweißnaht-
Richtlinie. güteklassen:
– Bei Ausnutzung der Beanspruchbarkeit < 90%: CP C1 mit
Bei der Berücksichtigung des maßgebenden Sicherheitsbedürf- 10% ZfP
nisses ist davon auszugehen, dass die Dauerfestigkeitswerte
– Bei Ausnutzung der Beanspruchbarkeit ≥ 90%: CP B mit
nach Abschnitt 4.4 für hohes und mittleres Sicherheitsbedürfnis
10% ZfP
gelten.
Der Sicherheitsfaktor kann bei durchgeschweißten Verbindun-
Die in dieser Richtlinie aufgeführte direkte Zuordnung von Dauer- gen entfallen, wenn die Nahtgüte CP A mit 100% ZfP festge-
festigkeit und Schweißnahtgüteklasse sowie von Dauerfestigkeit legt wird.
und Sicherheitsbedürfnis mit den Erweiterungen zur Einordnung
von unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt die Anfor- 4.5.3 Vorgaben für die Umstellung der Schweißnahtgüte-
derungen in Tabelle 2 der DIN EN 15085-3 zur Festlegung der klasse von DIN 6700 auf DIN EN 15085
maßgebenden Schweißnahtgüteklasse. Wird die Schweißnaht-
güteklasse nach dieser Richtlinie unter Berücksichtigung aller Die Festlegungen in diesem Abschnitt gelten für die Umstellung
hier aufgeführten Angaben festgelegt, entfällt die Anwendung der von Zeichnungen auf die neue Normenreihe DIN EN 15085.
Tabelle 2 der DIN EN 15085-3. Darüber hinausgehende Festle- Vor der Umstellung der Schweißnahtgüteklassen (SGK) von DIN
gungen in DIN EN 15085-3 sind einzuhalten. 6700-3 auf DIN EN 15085-3 ist zu prüfen, welche Faktoren für
die Festlegung der jeweiligen Schweißnahtgüteklasse nach DIN
4.5.2 Festigkeitsauslegung nach anderen Richtlinien oder 6700-3 maßgebend waren. Dies gilt insbesondere für die SGK
Regelwerken 2.1 und 2.2, da neben der Ausnutzung der Beanspruchbarkeit
und dem Sicherheitsbedürfnis noch weitere Faktoren für die
Bei Anwendung von Dauerfestigkeitswerten, die anderen Richtli-
Festlegung der SGK maßgebend sein können. So wurde z. B.
nien oder Regelwerken entnommen werden wie z. B. im Anhang
bei erschwerter Zugänglichkeit, bedingter Schweißeignung der
A aufgeführt, kann bei der Festlegung der Schweißnahtgüteklas-
Werkstoffe oder hohem Eigenspannungszustand der Schweiß-
se von der in Tabelle 4.4 aufgeführten Zuordnung der Schweiß-
konstruktion die SGK erhöht (von 2.3 auf 2.2 oder von 2.2 auf
nahtgüteklasse zum Sicherheitsbedürfnis und der Ausnutzung
2.1).
der Beanspruchbarkeit ausgegangen werden, welche auf DIN
EN 15085-3 basiert. D. h., bei Anwendung dieser Tabelle und Die in DIN 6700-3 definierten Schweißnahtgüteklassen 2.1, 2.2
den nachfolgenden Festlegungen werden die Anforderungen in und 2.3 beziehen sich auf die Bewertungsgruppe C für äußere
Tabelle 2 der DIN EN 15085-3 zur Ermittlung der maßgebenden Unregelmäßigkeiten und die Bewertungsgruppe B für innere Un-
Schweißnahtgüteklasse erfüllt bzw. die Anwendung der Tabelle 2 regelmäßigkeiten der 2002 gültigen DIN EN 25817. Nach der
der DIN EN 15085-3 entfällt. Darüber hinausgehende Festlegun- jetzt gültigen DIN EN ISO 5817 entspricht das der Bewertungs-
gen in DIN EN 15085-3 sind einzuhalten. gruppe C für alle Unregelmäßigkeiten.
Für die Anwendung der Tabelle 4.4 gelten die folgenden Festle- Um das Qualitätsniveau beizubehalten, ist für die Umschreibung
gungen: der Schweißnahtgüteklassen nach DIN 6700-3 auf DIN EN
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15085-3, z. B. in Zeichnungen, von folgendem Zusammenhang


a) Schweißverbindungen mit niedrigem Sicherheitsbedürfnis
auszugehen:
Für schwingbeanspruchte Schweißverbindungen ist als Mini-
mum eine Schweißnahtgüteklasse festzulegen, die der Be- – SGK 1 nach DIN 6700-3 entspricht in der Regel CP A nach
wertungsgruppe C für Unregelmäßigkeiten nach DIN EN DIN EN 15085-3 (Sonderfall).

Tabelle 4.4 Zuordnung der Schweißnahtgüteklasse zum Sicherheitsbedürfnis und der Ausnutzung der Beanspruchbarkeit.

Ausnutzung der Sicherheitsbedürfnis


Beanspruchbarkeit Hoch Mittel Niedrig
CP A - CT 1 (100% ZfP-V)
mit Ss= 1,0 CP B - CT 2 (10% ZfP-V oder
≥ 90%
CP B - CT 2 (10% ZfP-V) 100% ZfP-O)
mit Ss = 1,15 CP C2 - CT 3
CP C1 - CT 2 (10% ZfP-V oder
< 90% 100% ZfP-O) CP C2 - CT 3
mit Ss = 1,15

Erläuterungen:
– Ss: Sicherheitsfaktor
– CT1, CT 2, CT 3: Schweißnahtprüfklassen nach DIN EN 15085
Seite 8 zu DVS 1612

– Für SGK 2.1 nach DIN 6700-3 wird für Schweißnähte mit – Prüfart und -umfang:
hohem Sicherheitsbedürfnis und Beanspruchungszustand mit-
tel oder hoch CP B - CT 1 nach DIN EN 15085-3 empfohlen – ZfP-V: volumenbezogene Prüfung, anwendbar bei durchge-
(z. B. durchgeschweißte und bearbeitete Stumpfnaht, durchge- schweißten Verbindungen (z. B. Durchstrahlungs- oder Ultra-
schweißter und bearbeiteter T-Stoß). schallprüfung),
– Für SGK 2.2 nach DIN 6700-3 wird für Schweißnähte mit – ZfP-O: Oberflächenrissprüfung, anwendbar bei nicht durch-
mittlerem Sicherheitsbedürfnis und Beanspruchungszustand geschweißten Verbindungen (z. B. Farbeindringprüfung) und
hoch CP B nach DIN EN 15085-3 empfohlen (z. B. durchge- zusätzlich Prüfung von Arbeitsproben gemäß
schweißte und bearbeitete Stumpfnaht, durchgeschweißter DIN EN 15085
und bearbeiteter T-Stoß).
– Sichtprüfung (Schweißnahtprüfklasse CT 4 ausreichend)
– SGK 2.3 nach DIN 6700-3 entspricht in der Regel CP C2 nach
DIN EN 15085-3. Für Schweißnähte mit hohem Sicherheitsbe- – Schweißnahtgüteklasse (CP) gemäß den Definitionen nach
dürfnis und Beanspruchungszustand niedrig ist CP C1 erfor- DIN EN 15085-3
derlich.
– Kerbfalllinie für die maßgebende Dauerfestigkeit (Abschnitt
– SGK 3 nach DIN 6700-3 entspricht in der Regel CP D nach 4.4)
DIN EN 15085-3.
Die in diesen Tabellen enthaltene Zuordnung der Schweißnaht-
güteklassen zu den einzelnen Verbindungsformen basiert einer-
5 Erläuterungen zum Bauformen-Katalog im Anhang B seits auf den Festlegungen der DIN EN 15085-3 und anderseits
auf ingenieurmäßigen Überlegungen und auf Erfahrungen, die
Der Bauformen-Katalog im Anhang B enthält neben grundlegen- sich aus der Anwendung der DV 952, Anhang II ergeben haben.
den Stumpf- und T-Stoßverbindungen vor allem geschweißte Mit der direkten Angabe von Prüfart und -umfang wird den Anfor-
Bauteilverbindungen, die für den Schienenfahrzeugbau von Be- derungen der DIN EN 15085-3 zur Auswahl der Schweißnaht-
deutung sind. Gegenüber dem Merkblatt DVS 1612 von 1984 güteklasse entsprochen.
wurde der Umfang der berücksichtigten Bauteilverbindungen an
die aktuellen Anwendungserfordernisse des Schienenfahrzeug- Der Anwender erhält durch die Tabellen die Informationen, die
baus angepasst. für die Auslegung und Ausführung von Schweißverbindungen im
Schienenfahrzeugbau benötigt werden. Bezüglich der Festig-
Der Bauformen-Katalog gliedert sich in folgende Bereiche:
keitsauslegung ist darauf hinzuweisen, dass diese Angaben nur
a) Stumpf- und T-Stoßverbindungen in Verbindung mit den Lastannahmen nach DIN EN 12663 und
Tabelle B-1.1: Stumpfstoßverbindungen mit Beanspruchungen DIN EN 13749 bzw. den UIC-Merkblättern gelten. Die Angaben
längs zur Schweißnaht zur Ausführung und Qualitätssicherung gelten in Verbindung mit
Tabelle B-1.2: Stumpfstoßverbindungen mit Beanspruchungen den Anforderungen nach DIN EN 15085.
quer zur Schweißnaht
Tabelle B-1.3: Längsbeanspruchte T-Stoßverbindungen
Tabelle B-1.4: Querbeanspruchte T-Stoßverbindungen, durch- 6 Schrifttum
laufender Gurt beansprucht
Tabelle B-1.5: Querbeanspruchte T-Stoßverbindungen, ange- DV 952 Vorschrift für das Schweißen metallischer
schlossener Steg beansprucht Werkstoffe in Privatwerken. Anhang II: Richt-
b) Bauteilähnliche Verbindungen linie für die Berechnung der Schweißverbin-
Tabelle B-2: Querbeanspruchte Stumpfstoßverbindungen von dungen. Deutsche Bundesbahn 1977 (zu
Bauteilen unterschiedlicher Dicke beziehen über DB Systemtechnik, Abt.
Tabelle B-3: Längsbeanspruchte Doppel-T-Profile und Kas- Schweißtechnik, Pionierstraße 10, 32423
tenprofile Minden)
Tabelle B-4.1: Längsbeanspruchte durchlaufende Bauteile mit DIN 6700 Schweißen von Schienenfahrzeugen und
aufgeschweißter Gurtplatte -fahrzeugteilen. Beuth Verlag Berlin, 2001
Tabelle B-4.2: Längsbeanspruchte durchlaufende Bauteile mit DIN EN 15085 Bahnanwendungen – Schweißen von Schie-
aufgeschweißtem Bauelement (Längssteife) nenfahrzeugen und -fahrzeugteilen. Aus-
Tabelle B-5: Schweißverbindungen an Rohren und rohrförmi- gabe 10/2007, Beuth Verlag Berlin
gen Bauteilen
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Tabelle B-6: Geschweißte Rahmenecken DVS 1623 Schweißen von Schienenfahrzeugen „Hin-
weise und Empfehlungen zur Umsetzung der
Tabelle B-7.1: Schweißverbindungen von Feinblechen (1,5 bis
DIN EN 15085 im Vergleich zur DIN 6700“
4 mm) mit Beanspruchung längs zur Schweiß-
naht Mai 2009, DVS-Verlag Düsseldorf
Tabelle B-7.2: Schweißverbindungen von Feinblechen mit Be- DIN EN ISO 5817 Schweißen – Schmelzschweißverbindungen
anspruchung quer zur Schweißnaht an Stahl, Nickel, Titan und deren Legierun-
Tabelle B-8: Geschweißte Kastenträger mit Mehrfach- und gen (ohne Strahlschweißen) – Bewertungs-
Eckstoß mit Beanspruchung längs zur Schweiß- gruppen von Unregelmäßigkeiten. Ausgabe
naht 10/2006, Beuth Verlag Berlin
Tabelle B-9: Geschweißte Kastenträger mit Langlochverbin- ERRI B 12/RP 17 Versuchsprogramm für Güterwagen mit Un-
dung mit Beanspruchungen längs zur Schweiß- tergestell und Wagenkonstruktion aus Stahl
naht und deren Drehgestelle mit stählernem Dreh-
In den einzelnen Tabellen sind für die verschiedenen Verbin- gestellrahmen. UIC-Report, Europäisches In-
dungsformen angegeben: stitut für Eisenbahnforschung, Utrecht 1997
– bildliche Darstellung mit Angabe der Belastungsart und -rich- ERRI B 12/RP 60 Versuche zum Festigkeitsnachweis an
tung (einfacher Pfeil: Kraftrichtung, Pfeil mit Doppelspitze: Bie- Schienenfahrzeugen – Vorschriften für die
gemoment), Ausführung und für zulässige Beanspru-
chungen. UIC-Report, Europäisches Institut
– detaillierte Beschreibung der Stoß- und Nahtausbildung sowie für Eisenbahnforschung, 2001
zur Ausführung der Verbindung,
DIN EN 12663 Festigkeitsanforderungen an Wagenkästen
– Nahtform und Naht-Nr. nach DIN EN 15085-3, von Schienenfahrzeugen. CEN European
– Nahtoberflächenbearbeitung (u. a. Nahtübergang kerbarm be- Committee for Standardisation, Brussels
schleifen), 2000
Seite 9 zu DVS 1612

DIN EN 13749 Bahnanwendungen – Radsätze und Dreh- Kommentar zu dieser Richtlinie (ab 2009 über DVS-Verlag in
gestelle – Spezifikationsverfahren für Dreh- Düsseldorf erhältlich)
gestellrahmen. CEN European Committee Neumann, A., u. a.: Schweißtechnisches Handbuch für Konstruk-
for Standardisation, Brussels 2005 teure. DVS-Verlag Düsseldorf 1996
Hobbacher, A., Recommendations for fatigue design of
Ruge, J.: Handbuch der Schweißtechnik. Band III: Konstruktive
(Editor) welded joints and components. IIW docu-
Gestaltung der Bauteile. Springer Verlag 1985
ment XIII-2151-07/XV-1254-07. Update May
2007. InternationaI Institute of Welding, Hofmann, H.-G., P. Sahmel, und H.-J. Veit: Grundlagen der Ge-
Paris, France 2007 staltung geschweißter Stahlkonstruktionen. DVS Fachbuchreihe
EN 1993-1-9 Eurocode 3: Bemessung und Konstruktion Band 12. DVS-Verlag Düsseldorf 2003
von Stahlbauten – Teil 1-9: Ermüdung. Beuth
Verlag Berlin 2005
A03-405 Produits metalliques. Essais de fatigue.
Traitement statistique des donnees. AFNOR,
Paris 1991, ISSN 0335-3931
FKM-Richtlinie Rechnerischer Festigkeitsnachweis für
Maschinenbauteile. VDMA-Verlag, Frankfurt
am Main (2003)
DIN 15018-1 Krane – Grundsätze für Stahltragwerke –
Berechnung. Beuth Verlag Berlin 1984
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Anhang A

Richtlinien und Normen mit Festlegungen für den Dauerfestigkeitsnachweis von Schweißverbindungen

Dauerfestigkeitswerte für den Nachweis von Schweißverbindun- – Berücksichtigung eines zusätzlichen Faktors von 1,25 (Damit
gen auf der Basis von Nennspannungen sind in unterschied- gilt für eine Stumpfnahtverbindung der gleiche Wert, der be-
lichen Richtlinien und Normen enthalten. Für den Schienenfahr- reits seit vielen Jahren Bestandteil der älteren Fassungen von
zeugbau in Deutschland wurden in der DB Vorschrift DV 952, An- ERRI B 12/RP 17 ist).
hang II Dauerfestigkeitswerte in Abhängigkeit von verschiedenen
Kerbdetails in MKJ-Diagramme festgelegt. Diese Festigkeitsan- In ERRI B 12/RP 60 und ERRI B 12/RP 17 (Ausgabe von 2001)
gaben sind für den Dauerfestigkeitsnachweis von Wagenkästen die
Festigkeitswerte in Abhängigkeit von 2 verschiedenen dynami-
– beziehen sich auf die Prüfung von Kleinproben, schen Beanspruchungskoeffizienten angegeben, d. h., diese
– sind mittelspannungsabhängige Festigkeitswerte als zuläs- Werte gelten für jeweils ein bestimmtes Spannungsverhältnis im
sige Oberspannungen in MKJ-Diagrammen, Zugschwellbereich. Für die Auslegung von Drehgestellrahmen
gelten in ERRI B 12/RP 60 mittelspannungsabhängige Werte im
– gelten für 2 x 106 Lastwechsel, Goodman-Diagramm für spannungsarmgeglühte Rahmen und
– enthalten einen Sicherheitsfaktor von 1,5 gegenüber Mittelwert mittelspannungsunabhängige Werte für nicht spannungsarmge-
(50% Überlebenswahrscheinlichkeit). glühte Rahmen.
In überarbeiteter Form sind diese Angaben Bestandteil der vor- Von besonderer internationaler Bedeutung für die schwingfeste
liegenden Richtlinie (vgl. Abschnitt 4.4). Auslegung geschweißter Bauteile sind die IIW-Empfehlungen,
deren Schwingfestigkeitsangaben auch die Grundlage für die
Auf europäischer Ebene sind für den Schienenfahrzeugbau Dau-
Auslegung von Schweißkonstruktionen nach Eurocode 3 und
erfestigkeitswerte in ERRI B 12/RP 17 und in ERRI B 12/RP 60
nach FKM-Richtlinie bilden. Diese Werte basieren auf Folgen-
aufgeführt, die im engen Zusammenhang mit den UIC-Merkblät-
dem:
tern stehen und die ebenfalls auf der Prüfung von Kleinproben
basieren. Neben Dauerfestigkeitswerten für Stumpfnähte mit und – bauteilbezogene Schwingfestigkeitswerte,
ohne Querschnittsänderungen in älteren Fassungen von ERRI B
12/RP 17, enthalten ERRI B 12/RP 60 und ERRI B 12/RP 17, – mittelspannungsunabhängige Festigkeitswerte (entsprechen
Ausgabe von 2001, als Version A und B gekennzeichnete Dauer- Festigkeiten für das Spannungsverhältnis von R = 0,5),
festigkeitswerte. – Überlebenswahrscheinlichkeit von pü = 97,7%,
Die Dauerfestigkeitswerte der Version A gelten für eine Scha- – Dauerfestigkeitswerte bei 107 Lastwechsel
densakkumulationsberechnung mit Festigkeitswerten nach Euro- (Abknickpunkt der Wöhlerkurve und danach horizontaler Ver-
code 3. Nach ergänzenden Festlegungen zu ERRI B 12/RP 60, lauf für Schweißverbindungen aus Baustahl bei konstanter
2. Ausgabe, Juni 2001, sind für die Auslegung von Drehgestell- Lastamplitude)
rahmen nur noch die Werte nach Version B zugelassen.
Die Dauerfestigkeitswerte der Version B basieren auf Folgen- – Neigung der Wöhlerkurven im Zeitfestigkeitsbereich mit k = 3.
dem: Die Zahlenangaben, mit denen in den IIW-Empehlungen die ver-
– Festigkeitsprüfung von verschiedenen Verbindungsformen schiedenen Kerbdetails als FAT-Klasse gekennzeichnet werden,
durch die französische Bahn SNCF (etwa zwischen 1990 bis beziehen sich auf die doppelte Spannungsamplitude bei 2 ⋅ 106
1995), Lastwechsel.
– Auswertung der Festigkeitsprüfungen nach der französischen Weitere Erläuterungen zu den Unterschieden insbesondere hin-
Norm A03-405, sichtlich der Festigkeitsangaben zwischen dieser Richtlinie, den
IIW-Empfehlungen bzw. Eurocode 3 und den Angaben in ERRI B
– Ermittlung von Dauerfestigkeitswerten für 107 Lastwechsel,
12/RP 17 bzw. ERRI B 12/RP 60 sind im Kommentar zu dieser
– Überlebenswahrscheinlichkeit von pü = 99,7%, Richtlinie enthalten.
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Anhang B

Tabelle B-1.1. Stumpfstoßverbindungen mit Beanspruchungen längs zur Schweißnaht.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3

1.1.1 beidseitig durchge- V-Naht mit Gegenlage 2c ja4) 100% ZfP-V CP A B


schweißt und einseitig HV-Naht mit Gegenlage 3c
1.1.2 10% ZfP-V CP B u. CP C1 C6)
durchgeschweißt mit DV-Naht 6 nein
1.1.3 Gegenlage DHV-Naht 7 Sichtprüfung CP C2 E1
1.1.4 ja4) 100% ZfP-V CP A B
beidseitig
1.1.5 I-Naht1) 1c1) 10% ZfP-V CP B u. CP C1 C6)
durchgeschweißt1) nein
1.1.6 Sichtprüfung CP C2 E1
1.1.7 100% ZfP-V CP A C
einseitig durchgeschweißt
1.1.8 nicht verbleibende Bad- I-Naht5) 1b5) 10% ZfP-V CP B u. CP C1 D
sicherung2) V-Naht 2b
1.1.9 Sichtprüfung CP C2 E1
Steilflankennaht 2d nein
1.1.10 HV-Naht 3b 100% ZfP-V CP A D
einseitig durchgeschweißt
1.1.11 verbleibende Halbsteilflankennaht 3d 10% ZfP-V CP B u. CP C1 E1
Badsicherung2)
1.1.12 Sichtprüfung CP C2 E1-

1.1.13 100% ZfP-V CP A D


I-Naht5) 1a5)
einseitig durchgeschweißt
1.1.14 V-Naht 2a nein 10% ZfP-V CP B u. CP C1 E1
ohne Badsicherung
HV-Naht 3a
1.1.15 Sichtprüfung CP C2 E1-

DY-Naht 8
beidseitig, nicht DHY-Naht 9
1.1.16 nein Sichtprüfung CP C2 E5
durchgeschweißt3) Y-Naht mit Gegenlage 4b
HY-Naht mit Gegenlage 5b

1) Nahtdicke ≤ 6 mm, Kantenversatz ≤ 0,1*t, Arbeitsproben zwingend notwendig


2) Wurzelanriss
3) nicht für Schwingbeanspruchung geeignet
4) blecheben bearbeitet
5) Nahtdicke ≤ 3 mm
6)
ohne Nahtansätze
Seite 11 zu DVS 1612

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Tabelle B-1.2. Stumpfstoßverbindungen mit Beanspruchungen quer zur Schweißnaht.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3
Seite 12 zu DVS 1612

1.2.1 ja4) 100% ZfP-V CP A B


1.2.2 100% ZfP-V CP A C+
Naht-
1.2.3 beidseitig durch- V-Naht 2c winkel6) 10% ZfP-V CP B u. CP C1 C
geschweißt und einseitig HV-Naht 3c ≤ 30°
1.2.4 Sichtprüfung CP C2 C-
durchgeschweißt DV-Naht 6
1.2.5 mit Gegenlage DHV-Naht 7 100% ZfP-V CP A D+ höchstbeanspruch-
Naht- te Stelle (Anrissort)
1.2.6 winkel6) 10% ZfP-V CP B u. CP C1 D im Nahtübergang
> 30°
1.2.7 Sichtprüfung CP C2 E1
1.2.8 100% ZfP-V CP A D+
beidseitig
1.2.9 I-Naht1) 1c1) nein 10% ZfP-V CP B u. CP C1 D
durchgeschweißt1)
1.2.10 Sichtprüfung CP C2 D-
1.2.11 einseitig durchgeschweißt, 100% ZfP-V CP A C
nicht verbleibende 5)
1.2.12 1b5) 10% ZfP-V CP B u. CP C1 D
Badsicherung2) oder WIG- I-Naht
1.2.13 geschweißte Nahtwurzel7) V-Naht 2b Sichtprüfung CP C2 E1
Steilflankennaht 2d nein
1.2.14 3b 100% ZfP-V CP A D-
einseitig durchgeschweißt, HV-Naht
1.2.15 verbleibende Halbsteilflankennaht 3d 10% ZfP-V CP B u. CP C1 E1+
Badsicherung2)
1.2.16 Sichtprüfung CP C2 E1-

1.2.17 I-Naht5) 1a5) 100% ZfP-V CP A E1+


V-Naht 2a
1.2.18 HV-Naht 3a 10% ZfP-V CP B u. CP C1 E1 höchstbeanspruch-
einseitig durchgeschweißt te Stelle (Anrissort)
nein
ohne Badsicherung3) an der Nahtwurzel
1.2.19 I-Naht5) 1a5) Sichtprüfung CP C2 E1-

V-Naht 2a
1.2.20 Sichtprüfung CP C2 F23)
HV-Naht 3a

DY-Naht 8
beidseitig nicht durch-
DHY-Naht 9
1.2.21 geschweißt, bzw. mit nein Sichtprüfung CP C2 F2
Y-Naht mit Gegenlage 4b
Gegenlage3)
HY-Naht mit Gegenlage 5b

1) Nahtdicke ≤ 6 mm, Kantenversatz ≤ 0,1*t, Arbeitsproben zwingend notwendig 5) Nahtdicke ≤ 3 mm


2) 6)
Wurzelanriss Nahtwinkel am Nahtübergang
3) bezieht sich auf nicht verschweißten Wurzelspalt 7) Wurzelschweißung auch mit anderem Verfahren möglich, wenn gleiche Ausführungsqualität wie WIG-
4) blecheben bearbeitet Schweißen nachgewiesen ist.

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Tabelle B-1.3. Längsbeanspruchte T-Stoßverbindungen.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3

1.3.1 100% ZfP-V CP A B+


1.3.2 ja 10% ZfP-V CP B u. CP C1 B
1.3.3 DHV-Naht 7 Sichtprüfung CP C2 B-
beidseitig durchge- HV-Naht mit Kehlnaht als 10b
1.3.4 schweißt mit Gegenlage Gegenlage 100% ZfP-V CP A C+
HV-Naht mit Gegenlage 10d
1.3.5 nein 10% ZfP-V CP B u. CP C1 C

1.3.6 Sichtprüfung CP C2 C-

1.3.7 100% ZfP-V CP A B+

1.3.8 ja 10% ZfP-V CP B u. CP C1 B


HV-Naht 10a1)
1.3.9 HV-Naht mit aufgesetzter 10c1) Sichtprüfung CP C2 B-
einseitig durchgeschweißt
Kehlnaht
1.3.10 HV-Naht mit Badsicherung 10e1) 100% ZfP-V CP A C+

1.3.11 nein 10% ZfP-V CP B u. CP C1 C

1.3.12 Sichtprüfung CP C2 C-

1.3.13 10% ZfP-O CP B u. CP C1 B


ja
1.3.14 DHY-Naht 9 Sichtprüfung CP C2 B-
beidseitig nicht durchge- HY-Naht mit Kehlnaht als 11b
schweißt Gegenlage
1.3.15 Doppelkehlnaht 13b 10% ZfP-O CP B u. CP C1 C
nein
1.3.16 Sichtprüfung CP C2 C-

1) HV-Naht ohne Gegenlage mit sicherer Wurzelerfassung durch konstruktive, fertigungs- u. prüftechnische Maßnahmen (Nachweis über Arbeitsproben, vgl. DIN EN 15085-3)
Seite 13 zu DVS 1612

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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3

CP B
Seite 14 zu DVS 1612

1.3.17 10% ZfP-V C+


CP C1
ja
1.3.18 Sichtprüfung CP C2 C
einseitig nicht durch- HY-Naht mit aufgesetzter 11c
geschweißt Kehlnaht
CP B
1.3.19 10% ZfP-V D+
CP C1
nein
1.3.20 Sichtprüfung CP C2 D

CP B
1.3.21 10% ZfP-V E1+
CP C1
ja

1.3.22 Sichtprüfung CP C2 E1
einseitig nicht durch-
einseitige Kehlnaht1) 13a1)
geschweißt
CP B
1.3.23 10% ZfP-V E4+
CP C1
nein

1.3.24 Sichtprüfung CP C2 E4

1) Zugbeanspruchung quer zur Naht ist bei schwingender Beanspruchung zu vermeiden (Wurzelanriss!)

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Tabelle B-1.4. Querbeanspruchte T-Stoßverbindungen, durchlaufender Gurt beansprucht.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3

1.4.1 100% ZfP-V CP A C+

1.4.2 ja 10% ZfP-V CP B u. CP C1 C1)


DHV-Naht 7
1.4.3 Sichtprüfung CP C2 C- höchstbeanspruch-
beidseitig durchge- HV-Naht mit Kehlnaht als 10b
te Stelle (Anrissort)
schweißt mit Gegenlage Gegenlage
1.4.4 100% ZfP-V CP A E4- im Nahtübergang
HV-Naht mit Gegenlage 10d

1.4.5 nein 10% ZfP-V CP B u. CP C1 E5+

1.4.6 Sichtprüfung CP C2 E52)

1.4.7 100% ZfP-V CP A E5

höchstbeanspruch-
HV-Naht 10a3)
te Stelle (Anrissort)
1.4.8 HV-Naht mit aufgesetzter 10c3) 10% ZfP-V CP B u. CP C1 E5-
einseitig durchgeschweißt nein im Nahtübergang
Kehlnaht
oder an der Naht-
HV-Naht mit Badsicherung 10e3)
wurzel

1.4.9 Sichtprüfung CP C2 E6+

1.4.10 10% ZfP-O CP B u. CP C1 C1)

ja

1.4.11 DHY-Naht 9 Sichtprüfung CP C2 C-


höchstbeanspruch-
beidseitig nicht durch- HY-Naht mit Kehlnaht als 11b
te Stelle (Anrissort)
geschweißt Gegenlage
im Nahtübergang
1.4.12 Doppelkehlnaht 13b 10% ZfP-O CP B u. CP C1 E5+

nein

1.4.13 Sichtprüfung CP C2 E52)


Seite 15 zu DVS 1612

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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3
Seite 16 zu DVS 1612

HY-Naht 11a
einseitig nicht durch-
1.4.14 HY-Naht mit aufgesetzter 11c nein Sichtprüfung CP C2 E6
geschweißt
Kehlnaht

1) kerbfrei bearbeitete DHV-Naht und auf Risse geprüft


2) unbearbeitete DHV-Naht
3) HV-Naht ohne Gegenlage mit sicherer Wurzelerfassung, durch konstruktive, fertigungs- u. prüftechnische Maßnahmen absichern (Nachweis über Arbeitsproben; vgl. DIN 15085)

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Tabelle B-1.5. Querbeanspruchte T-Stoßverbindungen, angeschlossener Steg beansprucht.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3

1.5.1 100% ZfP-V CP A D-

1.5.2 ja 10% ZfP-V CP B u. CP C1 E1+

1.5.3 DHV-Naht 7 Sichtprüfung CP C2 E1


beidseitig durchge- HV-Naht mit Kehlnaht als 10b
schweißt mit Gegenlage Gegenlage
1.5.4 100% ZfP-V CP A E4-
HV-Naht mit Gegenlage 10d
1.5.5 nein 10% ZfP-V CP B u. CP C1 E5+

1.5.6 Sichtprüfung CP C2 E5

1.5.7 100% ZfP-V CP A E6+

HV-Naht 10a3)
HV-Naht mit aufgesetzter 10c3)
1.5.8 einseitig durchgeschweißt nein 10% ZfP-V CP B u. CP C1 E6
Kehlnaht
HV-Naht mit Badsicherung 10e3)

1.5.9 Sichtprüfung CP C2 E6-4)

1.5.10 10% ZfP-O CP B u. CP C1 E6+1)

ja

1.5.11 Sichtprüfung CP C2 E61) höchstbeanspruch-


DHY-Naht 9,
te Stelle (Anrissort)
beidseitig nicht durchge- HY-Naht mit Kehlnaht als 11b
im Nahtübergang
schweißt Gegenlage
oder an der Naht-
1.5.12 Doppelkehlnaht 13b 10% ZfP-O CP B u. CP C1 F1+1) wurzel
nein
F11)
1.5.13 Sichtprüfung CP C2
F22)

1) Anriss im Nahtübergang
2) Wurzelanriss
3) HV-Naht ohne Gegenlage mit sicherer Wurzelerfassung, durch konstruktive, fertigungs- u. prüftechnische Maßnahmen absichern (Nachweis über Arbeitsproben; vgl. DIN EN 15085)
4) Wenn die Durchschweißung nicht nachgewiesen wird (z. B. durch Sichtprüfung oder Arbeitsprobe), gelten die Angaben der HY-Naht
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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3
Seite 18 zu DVS 1612

einseitig nicht durch- HY-Naht 11a Bewertung der


1.5.14 nein Sichtprüfung CP C2 F25)
geschweißt einseitige Kehlnaht 13a Nahtwurzel

5) gilt für gestützten T-Stoß (Biegung um Nahtlängsachse konstruktiv weitgehend ausgeschlossen), bei nicht gestütztem T-Stoß ist die Biegebeanspruchung des exzentrischen Anschlusses zu berücksichtigen

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Tabelle B-2. Stumpfstoßverbindungen von Bauteilen unterschiedlicher Dicke.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3

n≥4 100%
2.1 ja CP A B
(1:4) ZfP-V

100%
2.2 ja CP A B-
ZfP-V
n≥4
(1:4)
I-Naht1) 1c1) 10% CP B
2.3 V-Naht mit 2c nein C- höchstbeanspruch-
ZfP-V CP C1
beidseitig durch- Gegenlage te Stelle (Anrissort)
geschweißt HV-Naht mit 3c am Nahtübergang
mit Gegenlage Gegenlage bzw. an der Naht-
DV-Naht 6 10% CP B wurzel
2.4 nein D-
DHV-Naht 7 ZfP-V CP C1
n≥3
(1:3)
Sicht-
2.5 nein CP C2 E1+
prüfung

10% CP B
2.6 nein E1-
ZfP-V CP C1
n≥2
(1:2)
Sicht-
2.7 nein CP C2 E4+
prüfung

1)
Nahtdicke ≤ 6 mm, Kantenversatz ≤ 0,1*t, Arbeitsproben zwingend notwendig
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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3
Seite 20 zu DVS 1612

höchstbeanspruch-
I-Naht1) 1c1)
beidseitig durch- te Stelle (Anrissort)
n≥3 HV-Naht mit 3c, Sicht-
2.8 geschweißt mit nein CP C2 E5+ am Nahtübergang
(1:3) Gegenlage prüfung
Gegenlage bzw. an der Naht-
DHV-Naht 7
wurzel

ohne Anschrä- höchstbeanspruch-


beidseitig nicht Sicht-
2.9 gen des dickeren DHY-Naht 92) nein CP C2 F2 te Stelle (Anrissort)
durchgeschweißt prüfung
Bleches an der Nahtwurzel

100%
2.10 ja CP A B
n≥4 ZfP-V
(1:4)
Stoß im Bereich 10% CP B
2.11 D
gleicher Dicke, ZfP-V CP C1
dickeres Blech nein
angeschrägt Sicht-
2.12 CP C2 D-
prüfung
höchstbeanspruch-
I-Naht1) 1c1) te Stelle (Anrissort)
V-Naht mit 2c am Nahtübergang
n≥4 beidseitig durch- Gegenlage bzw. an der Naht-
(1:4) geschweißt mit HV-Naht mit 3c 100% wurzel
2.13 ja CP A C-
Naht blecheben Gegenlage Gegenlage ZfP-V Kerbbefall berück-
bearbeitet DV-Naht 6 sichtigt
DHV-Naht 7 Exzentrizität des
Anschlusses

10% CP B
2.14 D-
ZfP-V CP C1
n≥4
nein
(1:4)
Sicht-
2.15 CP C2 E1
prüfung

1) Nahtdicke ≤ 6 mm, Kantenversatz ≤ 0,1*t, Arbeitsproben zwingend notwendig


2) für Schwingbeanspruchung ungeeignet

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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3

10% CP B
2.16 E1-
ZfP-V CP C1
n≥3
(1:3)
Sicht-
2.17 CP C2 E4+
prüfung

höchstbeanspruch-
I-Naht1) 1c1) te Stelle (Anrissort)
n≥3 Sicht-
2.18 V-Naht mit 2c CP C2 E4- am Nahtübergang
(1:3) prüfung
beidseitig durch- Gegenlage bzw. an der Naht-
geschweißt mit HV-Naht mit 3c nein wurzel
Gegenlage Gegenlage Kerbfall berück-
n≥2 DV-Naht 6 Sicht- sichtigt
2.19 CP C2 E5-
(1:2) DHV-Naht 7 prüfung Exzentrizität des
Anschlusses

ohne Anschrägen
Sicht-
2.20 des dickeren CP C2 F1+
prüfung
Bleches

1) Nahtdicke ≤ 6 mm, Kantenversatz ≤ 0,1*t, Arbeitsproben zwingend notwendig


Seite 21 zu DVS 1612

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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3
Seite 22 zu DVS 1612

n≥4 100%
2.21 ja CP A C-
(1:4) ZfP-V
einseitig durch-
geschweißt I-Naht3) 1b3)
auf nicht verblei- V-Naht 2b
bender Bad- Steilflankennaht 2d
sicherung oder HV-Naht 3b
n≥3 mit WIG-ge- Halbsteilflanken- 3d 10% CP B
2.22 schweißter Naht- naht nein E1-
(1:3) ZfP-V CP C1 Kerbfall berück-
wurzel
sichtigt
Exzentrizität des
n≥2 Sicht- Anschlusses
2.23 nein CP C2 E4+
(1:2) prüfung

I-Naht3) 1b3)
einseitig durch- V-Naht 2b
n≥3 geschweißt auf Steilflankennaht 2d Sicht-
2.24 nein CP C2 E5
(1:3) verbleibender HV-Naht 3b prüfung
Badsicherung Halbsteilflanken- 3d
naht

3) Nahtdicke ≤ 3 mm

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Tabelle B-3. Längsbeanspruchte Doppel-T-Profile und Kastenprofile.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3

100%
3.1 CP A B+
ZfP-V
ja
DHV-Naht 7 10%
geschweißter CP B
3.2 ZfP-V B
Doppel-T-Träger CP C1
bzw. ZfP-O
3.3 nein Sichtprüfung CP C2 C-

Doppelkehlnaht 13b nein Sichtprüfung CP C2 E1

10% CP B
3.4 ja B-
ZfP-V CP C1
V-Naht, 2c
beidseitig durchge- HV-Naht, 3c
schweißt mit Gegenlage DV-Naht, 6
DHV-Naht 7
3.5 nein Sichtprüfung CP C2 E1

10% CP B
3.6 ja B
ZfP-V CP C1
geschweißter Kasten- HV-Naht mit aufgesetzter Durchschweißung
10c
träger Kehlnaht ist nachzuweisen

3.7 nein Sichtprüfung CP C2 C-


Seite 23 zu DVS 1612

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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3

Doppelkehlnaht oder CP B
10c ja 10% ZfP-V B
Seite 24 zu DVS 1612

HV-Naht mit aufgesetzter CP C1


3.8 oder
Kehlnaht
13b nein Sichtprüfung CP C2 C-
(jeweils oben und unten)

CP B B2)
Doppelkehlnaht im ja 10% ZfP-O
11c CP C1 C+3)
Zugbereich und
3.9 und
HY-Naht mit aufgesetzter C-2)
13b
Kehlnaht im Druckbereich nein Sichtprüfung CP C2
D3)

CP B
3.10 ja 10% ZfP-O C+
CP C1
HY-Naht mit aufgesetzter
11c
Kehlnaht1)

3.11 nein Sichtprüfung CP C2 C-

geschweißter Kasten-
träger
B2)
CP B
3.12 ja 10% ZfP-O
Doppelkehlnaht im CP C1
13a E1+4)
Zugbereich und
und
einseitige Kehlnaht1) im
13b
Druckbereich C-2)
3.13 nein Sichtprüfung CP C2
E44)

CP B
3.14 ja 10% ZfP-O E1+
CP C1
einseitige Kehlnaht1)
13a
oben und unten

3.15 nein Sichtprüfung CP C2 E4

1) Zugbeanspruchung quer zur Naht ist bei schwingender Beanspruchung zu vermeiden (Wurzelanriss!)
2) Doppelkehlnaht
3) HY-Naht mit aufgesetzter Kehlnaht
4) einseitige Kehlnaht

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Tabelle B-4.1. Längsbeanspruchte durchlaufende Bauteile mit aufgeschweißter Gurtplatte.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3

CP B

t
4.1.1 Bauteil mit aufge- 10% ZfP-O E1+
CP C1
schweißter Gurtplatte,
Kehlnaht bzw. Überlapp-
Kehlnähte und Gurt- 13e ja
naht
platte an den Stirn-
4.1.2 flächen bearbeitet Sichtprüfung CP C2 E1

CP B
4.1.3 10% ZfP-O E5+
aufgeschweißte Gurt- CP C1 höchstbeanspruch-
platte und Kehlnähten Kehlnaht bzw. Überlapp- te Stelle (Anrissort)
13e ja
an den Stirnflächen naht im Nahtübergang
bearbeitet
4.1.4 Sichtprüfung CP C2 E5

CP B
4.1.5 10% ZfP-O F1+
aufgeschweißte Gurt- CP C1
Kehlnaht bzw. Überlapp-
platte und unbearbeite- 13e nein
naht
ten Kehlnähten
4.1.6 Sichtprüfung CP C2 F1
Seite 25 zu DVS 1612

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Tabelle B-4.2. Längsbeanspruchte durchlaufende Bauteile mit aufgeschweißtem Bauelement (Längssteife).

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3
Seite 26 zu DVS 1612

4.2.1 100% ZfP-O CP A E1


Bauelement durch
Stumpfnaht und DHV-Naht und CP B
4.2.2 7 und 13a ja 10% ZfP-O E4+
bearbeiteter Kehlnaht Kehlnaht CP C1
angeschlossen

4.2.3 Sichtprüfung CP C2 E4 höchstbeanspruch-


te Stelle (Anrissort)
im Nahtübergang
CP B
4.2.4 10% ZfP-O F1+
CP C1
mit unbearbeiteten Kehl-
13a bzw.
nähten aufgeschweißtes umlaufende Kehlnaht nein
13b
Bauelement
4.2.5 Sichtprüfung CP C2 F1

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Tabelle B-5. Schweißverbindungen an Rohren und rohrförmigen Bauteilen.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3

V-Naht mit Badsicherung 2b


Wurzel unterlegt,
Steilflankennaht mit Bad- 2d
5.1 Rohre gleicher Wand- nein Sichtprüfung CP C2 E5 Wurzelanriss
sicherung
stärke
HV-Naht mit Badsicherung 3b

10% CP B
5.2 E1+
ZfP-V CP C1

V-Naht, Wurzelschweißung 2a mit WIG-


nein
mit WIG Wurzel

5.3 Rohre am Anschluss mit Sichtprüfung CP C2 E1


gleicher Wandstärke

Y-Naht 4a
5.4 nein Sichtprüfung CP C2 F2 Wurzelanriss
HY-Naht1) 5a

1)
für Schwingbeanspruchung ungeeignet
Seite 27 zu DVS 1612

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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3
Seite 28 zu DVS 1612

Rohre gleicher Wand- Kehlnaht 13a


5.5 nein Sichtprüfung CP C2 F2 Wurzelanriss
stärke Überlappnaht 13e

5.6 HY-Naht 11a nein Sichtprüfung CP C2 E5 Wurzelanriss

mit Zwischenplatte
verbundene Rohre
t < 8 mm

Kantenversatz
e < 0,1 t

5.7 Kehlnaht 13a nein Sichtprüfung CP C2 F2 Wurzelanriss

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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3

Naht quer und längs zur HY-Naht


5.8 Nahtrichtung. Rohre mit Kantenversatz, Wurzelrück- 5a nein Sichtprüfung CP C2 F2 Wurzelanriss
gleicher Wandstärke fall, nicht durchgeschweißt
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Tabelle B-6. Geschweißte Rahmenecken.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3
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6.1 ja1) 100%ZfP-V CP A B


Gegenlage unter
CP B dem Steg, Gurt zu-
6.2 V-Naht, Wurzel- 2a mit WIG- 10%ZfP-V D
nein CP C1 erst geschweißt
schweißung mit WIG Wurzel
6.3 V-Naht mit Gegenlage 2c Sichtprüfung CP C2 D-
quer zur Kraftrichtung HV-Naht mit Gegenlage 3c
6.4 eingeschweißtes Knoten- DV-Naht ja1) 100%ZfP-V CP A D
6
blech. mit WIG im Steg-
DHV-Naht 7 CP B
6.5 10%ZfP-V E1+ bereich, im Bauteil
CP C1 geschweißt
gleiche Blechdicken
6.6 nein Sichtprüfung CP C2 E1
Nahttyp vermeiden,
6.7 V-Naht 2a Sichtprüfung CP C2 F2
Wurzelanriss

6.8 Naht quer zur Kraft- ja1) 100%ZfP-V CP A D


richtung, an Kreuzungs- V-Naht, Wurzel- 2a mit WIG-
stellen von Gurtblechen schweißung mit WIG Wurzel
mit WIG im Steg-
mit angeschweißten Naht mit Gegenlage 2c CP B
6.9 10%ZfP-V E1+ bereich, im Bauteil
Blechecken. Nahtenden HV-Naht mit Gegenlage 3c CP C1
geschweißt
kerbfrei bearbeitet. DV-Naht 6
6.10 DHV-Naht 7 nein Sichtprüfung CP C2 E1

Nahttyp vermeiden,
6.11 Bauteilstoß V-Naht 2a Sichtprüfung CP C2 F2*)
gleiche Blechdicken Wurzelanriss
V-Naht, Wurzel- 2a mit WIG-
schweißung mit WIG Wurzel
V-Naht mit Gegenlage 2c im Bauteil ge-
6.12 Naht quer zur Kraft- Sichtprüfung CP C2 E5
HV-Naht mit Gegenlage 3c schweißt
richtung, an Kreuzungs- DV-Naht 6
stellen von Gurtblechen DHV-Naht 7 nein
ohne angeschweißte
Blechecken. Nahttypen vermei-
V-Naht 2a
6.13 Sichtprüfung CP C2 F2 den,
Y-Naht 4a
Wurzelanriss
gleiche Blechdicken

1)
blecheben bearbeitet

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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Naht-Nr. Nahtober- Prüfart güteklasse Kerb-
Nr. Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche und -umfang nach DIN EN falllinie
15085-3 bearbeitet 15085-3

6.14 V-Naht, Wurzel- 2a mit WIG- ja1) 100%ZfP-V CP A D+


mit WIG im Steg-
schweißung mit WIG Wurzel
Naht längs zur Kraft- bereich, im Bauteil
V-Naht mit Gegenlage 2c CP B
6.15 richtung, an Anschlüssen 10%ZfP-V D- geschweißt,
HV-Naht mit Gegenlage 3c CP C1
von Profilen mit ange- Rissausgang an
DV-Naht 6
schweißten Blechecken. der Blechecke
6.16 DHV-Naht 7 Sichtprüfung CP C2 E1+
Nahtenden kerbfrei nein
bearbeitet
Nahttyp vermei-
6.17 gleiche Blechdicken V-Naht 2a Sichtprüfung CP C2 E4 den, Rissausgang
R/b > 1/2 an der Blechecke

Riss an der Kante


V-Naht, Eckanschluss
6.18 2a Sichtprüfung CP C2 E5 des Gurtanschlus-
umschweißt
ses
Naht längs zur Kraft-
richtung, an Anschlüssen nein
von Profilen Nahttypen vermei-
den,
V-Naht 2a
6.19 Sichtprüfung CP C2 F2 Riss an der Kante
Y-Naht 4a
Gurtanschlussbreite kleiner des Gurtanschlus-
150 mm ses

1) blecheben bearbeitet
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Tabelle B-7.1. Schweißverbindungen von Feinblechen (1,5 … 4 mm) mit Beanspruchung längs zur Schweißnaht.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3
Seite 32 zu DVS 1612

Anriss am Naht-
beidseitige Kehlnaht am Kehlnaht, 13a
7.1.1 nein Sichtprüfung CP C2 D übergang oder an
Überlappstoß Überlappnaht 13e
der Nahtwurzel

außen durchgehende und


Kehlnaht, 13a E5 bis Anriss am Nahten-
7.1.2 innen unterbrochene Kehl- nein Sichtprüfung CP C2
Überlappnaht 13e F1-1) de
naht

einseitige Kehlnaht am Kehlnaht, 13a


7.1.3 nein Sichtprüfung CP C2 E5
Überlappstoß Überlappnaht 13e

1) in Abhängigkeit von τ/σ = (0,3 ... 0,7)

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Tabelle B-7.2. Schweißverbindung zwischen Feinblechen (1,5 … 4 mm) mit Beanspruchung quer zur Schweißnaht.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3

I-Naht einseitig 1a CP B
7.2.1 nein 10% ZfP D3)
I-Naht mit Badsicherung 1b CP C1
I-Naht am Stumpfstoß
I-Naht einseitig durch-
7.2.2 1c nein Sichtprüfung CP C2 E1-
geschweißt

beidseitige Kehlnaht am Kehlnaht 13a Anriss am Naht-


7.2.3 nein Sichtprüfung CP C2 E5
Überlappstoß Überlappnaht 13e übergang

Anriss am Naht-
7.2.4 E5
übergang

beidseitige Kehlnaht am Kehlnaht 13a


nein Sichtprüfung CP C2
Überlappstoß Überlappnaht 13e

Anriss an der
7.2.5 F2
Nahtwurzel2)

außen durchgehende und


Kehlnaht 13a Anriss an der
7.2.6 innen unterbrochene Kehl- nein Sichtprüfung CP C2 F2
Überlappnaht 13e Nahtwurzel2)
naht

2)
nicht für Schwingbeanspruchung geeignet
3) Kantenversatz < 10%
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Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-
Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3

I-Naht einseitig durchge- 1a,


Seite 34 zu DVS 1612

schweißt CP B
7.2.7 nein 10% ZfP D
I-Naht mit Badsicherung 1b CP C1
I-Naht an Sicken- einseitig durchgeschweißt Anriss am Naht-
blechen übergang
I-Naht beidseitig
7.2.8 1c nein Sichtprüfung CP C2 F1
nicht durchgeschweißt

Anriss am Naht-
7.2.9 CP C2 E1-
beidseitige Kehlnaht übergang
am Sickenblech mit Doppelkehlnaht 13b
Zwischenblech Anriss an der Naht-
7.2.10 nein Sichtprüfung CP C2 F22) wurzel2)
(bei Stützwirkung
einseitige Kehlnaht kann Nahtüber-
7.2.11 am Sickenblech mit Kehlnaht 13a CP C2 F22) gang maßgebend
Zwischenblech sein)

2) nicht für Schwingbeanspruchung geeignet

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Tabelle B-8. Geschweißte Kastenträger mit Mehrfach- und Eckstoß mit Beanspruchung längs zur Schweißnaht.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
15085-3 bearbeitet 15085-3

Stumpfnaht am Mehrfach- Dreiblechnaht


8.1 12 nein Sichtprüfung CP C2 E1
stoß von Kastenträgern (Steilflankennaht)

Kehlnaht am Eckstoß, Kehlnaht 13a


8.2 nicht durchgeschweißte Ecknaht 13c nein Sichtprüfung CP C2 F1
Wurzel Ecknaht 13d
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Tabelle B-9. Geschweißte Kastenträger mit Langlochverbindung.

Stoß- und Nahtausbildung Schweißnaht-


Prüfart
Naht-Nr. güteklasse Kerb-
Nr. Nahtober- und Bemerkungen
Darstellung Beschreibung Nahtart nach DIN EN fläche nach DIN EN falllinie
-umfang
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umlaufende Kehlnaht am 13a


Kehlnaht Anriss am Nahtü-
9.1 Langloch, nicht durch- bzw. nein Sichtprüfung CP C2 E4
bzw. Überlappnaht bergang
geschweißte Wurzel 13e

durchlaufendes Bauteil
(Gurt, Stegblech), an dem 13a
Kehlnaht
9.2 eine nicht belastete Quer- bzw. nein Sichtprüfung CP C2 F21)
bzw. Überlappnaht
versteifung angeschlos- 13e
sen ist

1) nicht für Schwingbeanspruchung geeignet

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