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So besteht Ihr Kind die „Nachprüfung“!

1. Keine Panik!
Für viele Schüler ist eine Wiederholungsprüfung eine Chance, verpassten Stoff aufzuholen und an
der eigenen Lernstrategie zu feilen. Signalisieren Sie Ihrem Kind, dass Menschen nun mal Fehler
machen und das in Ordnung ist – und jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, diese zu korrigieren.

2. Optimismus und Zuversicht vermitteln


Resignation kann sich mit negativen Überzeugungen wie „Ich bin einfach zu dumm“ oder „Ich
schaffe das nie“ vermischen. Bestrafen Sie Ihr Kind nicht und schimpfen Sie nicht mit ihm.
Misserfolge sind Teil unseres Lebens und völlig normal. Mit einem guten Selbstwertgefühl lernt es
sich viel besser!

3. Lern- und Zeitplan erstellen


Zu Beginn der Ferien sollte Ihr Kind das Material strukturieren und markieren, was für die
Nachprüfung konkret zu lernen ist, und einen Zeitplan für das Lernen erstellen.

4. Ferien und Erholung einplanen


Danach gilt, erstmal zu entspannen und zumindest einen Teil der Sommerferien zu genießen. Ihr
Kind braucht jetzt ein wenig Abstand zum Schulstress, um danach mit neuer Energie in die
Vorbereitung für die Nachprüfung zu starten. Vier Wochen lang darf diese Phase ruhig dauern –
es reicht in den meisten Fällen, Ende Juli oder Anfang August mit dem Lernen zu beginnen.

5. Rechtzeitig zu lernen beginnen


Warten Sie jedoch nicht zu lange, denn einer der größten Fehler bei der Vorbereitung auf die
Nachprüfung ist, zu viel Stoff in zu wenig Zeit lernen zu wollen. Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, die
Lernzeit und das Material in kleine Einheiten einzuteilen und auch genug Zeit für Wiederholungen
und Pausen einzuplanen.

6. Bloß kein Lernmarathon


Das Lernen an sich sollte genauso wie zur Schulzeit ablaufen: Vormittags wird gelernt, am
Nachmittag und an den Wochenenden ist Freizeit angesagt. So kann Ihr Kind das Gelernte
verarbeiten und abspeichern. Sport und Bewegung an der frischen Luft, z. B. im Freibad oder bei
einem sommerlichen Ausflug, bieten Ihrem Kind Motivation und Ausgleich.

7. Intensität schrittweise erhöhen


Für den Anfang reichen 2 bis 3 Stunden Lernen pro Tag aus. Rückt die Prüfung näher, können Sie
auf ein Lernpensum von 4 Stunden pro Tag erhöhen. Gegen Ende sollte jedoch kein neuer Stoff
mehr gelernt, sondern der bestehende nur noch wiederholt und gefestigt werden. Insgesamt
reichen pro Fach in der Unterstufe meist 4 Wochen Vorbereitung auf eine Nachprüfung.

8. Prüfungssituation simulieren
Nicht nur die inhaltliche, sondern auch die mentale Vorbereitung auf die Nachprüfung spielt eine
entscheidende Rolle für den Lernerfolg. So kann der Stoff im entscheidenden Moment leichter
abgerufen werden.

9. Falsche Lerntechniken ausbügeln


Die gezielte Vorbereitung auf eine Nachprüfung kann und sollte dazu genutzt werden, die ideale
Lernstrategie abzuleiten. Das hilft Ihrem Kind auch in Zukunft dabei, gute Noten zu schreiben und
wirklich nachhaltig und effektiv zu lernen. Oft liegen schlechte Noten nämlich nicht (nur) an
inhaltlichen Defiziten, sondern z. B. an mangelnder Konzentration oder der falschen
Lernmethode.