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Sultans e.V.

Taekwondo Akademie

Theoretische Ausarbeitung zum Erreichen des 1. Dan

vorgelegt von: Jakob Schillinger


Mitgliedsnummer: TSO-1603
Adresse: Kamminer Str. 3, 10589 Berlin
Email: jakob.philipp.schillinger@googlemail.com
Telefon: 0049 162 105 90 12

Abgabetermin: 10.02.2018
Inhalt
1. Was ist Taekwondo?........................................................................................................................ 4
2. Nenne 5 Handbereiche und jeweils eine Technik damit! Erkläre 3 davon! .................................... 5
3. Nenne 10 verschiedene Grundstellungen und erkläre 5 davon! .................................................... 7
4. Nenne und erkläre Selbstverteidigung! .......................................................................................... 9
5. Nenne die 5 Bereiche des Fußes und jeweils eine Technik damit! Erkläre 3 davon! .................... 10
6. Nenne 30 verschieden Taekwondo Begriffe auf Deutsch und Koreanisch! .................................. 12
7. Zeichne eine Kampffläche mit den jeweiligen Positionen! ........................................................... 13
8. Erkläre Kyorugi! ............................................................................................................................. 14
9. Erkläre Poomsae! .......................................................................................................................... 15
10. Erkläre Kyokpa!.......................................................................................................................... 17
11. Welche Bedeutung hat Taekwondo für dich als Person?.......................................................... 18
12. Was zeichnet einen Dan Träger aus! ......................................................................................... 19
Literaturverzeichnis ............................................................................................................................... 20
Anlagen .................................................................................................................................................. 20

Jakob Schillinger Seite 2


Abbildungen
Abbildung 1: Disziplinen des Taekwondo ................................................................................................ 4
Abbildung 2: Batangson Nullo Makki ...................................................................................................... 5
Abbildung 3: Pyonsonkut Chirugi ............................................................................................................ 5
Abbildung 4: Mojumok Palkup Yop Chigi ................................................................................................ 6
Abbildung 5: Bom Sogi ............................................................................................................................ 7
Abbildung 6: Ap Gubi............................................................................................................................... 7
Abbildung 7: Moa Sogi ............................................................................................................................ 8
Abbildung 8: Ap Sogi ............................................................................................................................... 8
Abbildung 9: Dwit Gubi ........................................................................................................................... 8
Abbildung 10: Eigenschaften Hosinsul .................................................................................................... 9
Abbildung 11: Ap Chagi ......................................................................................................................... 10
Abbildung 12: Dolyo Chagi .................................................................................................................... 10
Abbildung 13: An Naeryo Chagi............................................................................................................. 11
Abbildung 14: Kampffläche mit Positionen ........................................................................................... 13
Abbildung 15: Bedeutung Taekwondo über Jahrzehnte ....................................................................... 18

Tabellen
Tabelle 2: 30 verschiedene Taekwondobegriffe ................................................................................... 12
Tabelle 3: Pomsae, Schritte und Zielgürtel............................................................................................ 16

Jakob Schillinger Seite 3


1. Was ist Taekwondo?
Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst. Die drei silben des Namen stehen für Fußtechnik (tae),
Handtechnik(kwon) und Weg (do).

Taekwondo ist eng mit anderen asiastischen Kampfsportarten verbunden, grenzt sich zu diesen aber
durch eine Dominanz von Fußtechniken ab. Durch den Schwerpunkt auf Anwendung im Wettkampf
werden diese dynamisch und schnell ausgeführt.

In seiner Gesamtheit ist Taekwondo in einzelne Disziplinen eingeteilt die anwendungsbezogen oder
nicht anwendungsbezogen ausgerichtet sind.

Anwendungsbezogen

•Freikampf
•Wettkampf
•Selbstverteidigung

Nicht Anwendungsbezogen

•Grundschule
•Formenlauf
•Einschrittkampf
•Bruchtest
•Gymnastik
•Theorie

Abbildung 1: Disziplinen des Taekwondo

Ethik spielt im Taekwondo eine wichtige Rolle, so sollen die folgenden Tugenden durch die Ausübung
bei Schülern und Meistern ausgeprägt werden:

 Höflichkeit
 Ehrgefühl
 Geist der Einheit
 Unermüdlichkeit
 Geduld
 Bescheidenheit1

1
Gatzweiler, G. (2016). Handbuch Taekwondo: Technik - Training - Prüfungsordnung. Aachen: Meyer
& Meyer. Seite 8 und 25.

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2. Nenne 5 Handbereiche und jeweils eine Technik damit! Erkläre 3
davon!
Handbereich: Dung Jumok

Technik: Dung Jumok Ape Chigi

Handbereich:Sonnal

Technik: Tu Sonnal Pakkat Makki

Handbereich: Batangson

Technik: Batangson Nullo Makki

Erklärung: Unterstützer Außenblock mit innerem


Unterarm. Der Unterarm wird dabei in einer
Kreisbewegung vor dem Oberkörper geführt bis er das
untere Ende des Solar Plexus erreicht. Er ist in der
Endstellung etwa eine Handbreit vom Oberkörper
entfernt. Der andere Arm wird als Gegenbewegung an die
Hüfte geführt.

Abbildung 2: Batangson Nullo Makki2

Handbereich: Pyonsonkut

Technik: Pyonsonkut Jirigi

Erklärung: Stoß der Fingerspitzen in den Solar Plexus des


Gegners. Der Stoß wird frontal zum eigenen Oberkörper
durchgeführt, in Endstellung ist der Ellenbogen nicht ganz
durchgedrückt um Verletzung durch Gegendruck zu
vermeiden. Der Daumen ist aus dem gleichen Grund auf
der Handkante angelegt.

Abbildung 3: Pyonsonkut Chirugi3

2
KUKKIWON. (08. 12 2017). kukkiwon. Von kukkiwon: http://www.kukkiwon.or.kr abgerufen
3
(KUKKIWON, 2017)

Jakob Schillinger Seite 5


Handbereich: Palkup

Technik: Mojumok Palkup Yop Chigi

Erklärung: Eine Schlagtechnik um einen Treffer auf ein


seitlich gesetztes Ziel auf Kopf oder Oberkörper zu
erzielen. Auf Kopf oder Brustkorb gezielter Ellbogenstoß.
Der Schlagarm wird durch Aufbau eines Fixpunktes für
die Faust am ausführenden Arm stabilisiert.

Abbildung 4: Mojumok Palkup Yop Chigi4

4
(KUKKIWON, 2017)

Jakob Schillinger Seite 6


3. Nenne 10 verschiedene Grundstellungen und erkläre 5 davon!

Grundstellung: Ap Koa Sogi

Grundstellung: Kima Sogi

Grundstellung: Chuchum Sogi

Grundstellung: Bom Sogi

Grundstellung: Dwit Koa Sogi

Grundstellung: Hakdari Sogi

Erklärung: Bom-sogi ist eine Stellung, aus der sich viele


verschiedene Aktionen schnell ausführen lassen.

Die Stellung ist hüftbreit. Der hintere Fuß steht fest mit der
ganzen Sohle auf dem Boden, die Zehen zeigen nach vorne. Das
vordere Bein wird eine halbe Schrittlänge vor dem Körper
abgesetzt, nur der Fußballen berührt den Boden.

Das hintere Bein ist leicht, das vordere Bein deutlich gebeugt.
Die Oberschenkel sind in dieser Stellung dicht beieinander und
schützen so auch den Genitalbereich.

Die Gewichtsverteilung ist auf dem hinteren Bein 90% und 10%
auf dem vorderen Bein. Der Körper zeigt in selbe Richtung in die
auch die Zehen zeigen.
Abbildung 5: Bom Sogi5

Grundstellung: Ap Gubi

Erklärung: Dies ist die Stellung für kräftige Angriffe und Blöcke. Beide Füße stehen fest auf dem
Boden, schulterbreit auseinander, die Zehen zeigen gerade nach vorne.

Die Schrittlänge beträgt 1½ – 2 Schulterbreiten, die Gewichtsverteilung ist auf beiden Beinen gleich.
Der Körper zeigt in selbe Richtung in die auch die Zehen zeigen.

Abbildung 6: Ap Gubi6

5
(KUKKIWON, 2017)

6
(KUKKIWON, 2017)

Jakob Schillinger Seite 7


Grundstellung: Moa Sogi

Erklärung: Diese Stellung dient der Vorbereitung und der


Konzentration. Man benutzt sie auch beim Gruß.

Die Füße stehen direkt nebeneinander und berühren sich an Zehen


und Fersen. Der Körper zeigt in selbe Richtung in die auch die Zehen
zeigen.

Abbildung 7: Moa Sogi7

Grundstellung: Ap Sogi

Erklärung: Beide Füße stehen fest auf dem Boden, schulterbreit


auseinander, die Zehen zeigen nach vorne.

Die Schrittlänge beträgt 1 Schulterbreite, die Gewichtsverteilung ist


auf beiden Beinen gleich.

Der Schwerpunkt liegt in der Mitte. Das vordere Bein ist gestreckt
oder leicht angewinkelt. Der Körper zeigt in selbe Richtung in die
auch die Zehen zeigen.

Abbildung 8: Ap Sogi8

Grundstellung: Dwit Gubi

Erklärung: Beide Füße stehen auf dem Boden, 70% des


Körpergewichts ruhen auf dem hinteren Bein, 30% auf dem vorderen
Bein. Beide Beine sind angewinkelt, die Fersen bilden eine imaginäre
Linie und sind einen Unterschenkel voneinander entfernt.

Abbildung 9: Dwit Gubi9

7
(KUKKIWON, 2017)
8
(KUKKIWON, 2017)
9
(KUKKIWON, 2017)

Jakob Schillinger Seite 8


4. Nenne und erkläre Selbstverteidigung!
Hosinsul (Selbstverteidigung) gehört mit dem Kyorugi (Wettkampf) zu den anwendungsbezogenen
Bereichen des Taekwondo. Beim Hosinsul wird die Verteidigung gegen bewaffnete und unbewaffnete
plötzliche Angriffe trainiert. Dabei soll der Schüler lernen, die eigene „Schrecksekunde“ möglichst
rasch zu überwinden, um sich blitzschnell und erfolgreich gegen den Angreifer zur Wehr zu setzen.
Hosinsul erfordert ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit, Entschlossenheit, Schnelligkeit und
Einfühlungsvermögen. Die erlernten Techniken müssen sicher und gut beherrscht werden. Da hier
auch die Verteidigung gegen Angriffe mit Waffen geübt wird, muss sehr viel vorsichtiger, schneller und
entschlossener gehandelt werden als bei unbewaffneten Angriffen.

Hosinsul soll die Kampf- und Wehrbereitschaft steigern. Es grenzt sich dadurch zu den modellhaften
Taekwondobereichen wie Poomsae oder Ilbo Taereon ab.

Hosinsul grenzt sich durch die folgenden Eigenschaften von anderen Bereichen des Taekwondo ab.

Kurze
Anwendungs-
zeiten

Verletzung
Kombination
und Tod als
verschieden-
mögliche
ster Techniken
Konsequenz

Mögliche Hosinsul
Strafver-
Großes
folgung bei
Technik-
unverhältnis-
repertoire
mäßiger
Anwendung

Fehlen von
Anwendung
Regeln und
über alle
Schutzaus-
Distanzen
rüstung

Abbildung 10: Eigenschaften Hosinsul10

10
Axel Maluschka, J. H. (2003). Taekwondo Selbstverteidigung: Grundlagen, Trainingspraxis,
Gürtelprüfung. Aachen: Meyer & MEyer Verlag. Seite 8 bis 10.

Jakob Schillinger Seite 9


5. Nenne die 5 Bereiche des Fußes und jeweils eine Technik damit!
Erkläre 3 davon!
Bereich: Apchuk

Technik: Ap Chagi

Erklärung: Der ap-chagi ist ein Schnapptritt. Er wird in


einer fließenden Bewegung wie folgt ausgeführt: 1.
Knie hochreißen und anwinkeln, 2. Knie schnell
strecken und treten (mit Hüfteinsatz), 3.
Unterschenkel sofort wieder anziehen. Der Ober-
körper bleibt bei der Ausführung aufrecht, das Stand-
bein leicht gebeugt. Bei der Ausführung des Trittes
wird nicht im Kniegelenk geschnappt, kurz bevor das
Bein gestreckt ist, Unterschenkel wieder anziehen,
um Knieverletzungen zu vermeiden. Getreten wird
standardmäßig mit dem Fußballen. Der Fuß ist
gestreckt und die Zehen angezogen.

Abbildung 11: Ap Chagi10

Bereich: Dwitchuk

Technik: Dwit Chagi

Bereich: Baldung

Technik: Dolyo Chagi

Erklärung: Der dolyo-chagi gehört zu den Schnapptritten. Er wird in einer Viertelkreisbewegung


waagerecht von außen nach innen in einer fließenden Bewegung getreten: 1. Das Knie hochreißen
und anwinkeln, Oberkörper leicht nach hinten legen und Unterschenkel waagerecht zum Boden
bringen. 2. Das Knie schnell durchdrücken. 3. Den Unterschenkel sofort aktiv wieder anziehen. Das
Standbein ist bei der Ausführung des Trittes leicht gebeugt.
Der Oberkörper wird bei der Ausführung entgegen der
Trittrichtung gedreht. Der dolyo-chagi wird standardmäßig
mit dem Fußrist/-spann ausgeführt, wobei der Fuß
gestreckt ist und die Zehen gestreckt sind. Das Ziel wird von
der Seite in einem Aufprallwinkel von 90 Grad getroffen. Er
kann auch mit dem den Fußballen ausgeführt werden. Bei
Ausführung nicht den Unterschenkel in das Knie schnappen
lassen, sondern kurz bevor das Knie durchgestreckt ist, den
Unterschenkel wieder anziehen.
Abbildung 12: Dolyo Chagi11

10
(KUKKIWON, 2017)
11
(KUKKIWON, 2017)

Jakob Schillinger Seite 10


Bereich: Balnal

Technik: Fyro Yop Chagi

Bereich: Balbadak

Technik: An Naeryo Chagi

Erklärung: Der an-naeryo-chagi wird mit der Fußsohle von oben nach unten (von außen nach innen)
geschlagen. Das Trittbein wird im gebeugten Zustand schnell nach oben zu der gleichen Schulter des
Trittbeines gezogen. Die Zehen sind angezogen. 2. Beim Erreichen des Höhepunktes (der Höhepunkt
liegt oberhalb des Zieles) wird das Bein nach unten schnappend in einem ca. 30 Grad Winkel nach
innen in das Ziel gerissen (aktiv schnell gezogen!). Die Hüfte wird dabei leicht vorgeschoben.

Abbildung 13: An Naeryo Chagi12

12
(KUKKIWON, 2017)

Jakob Schillinger Seite 11


6. Nenne 30 verschieden Taekwondo Begriffe auf Deutsch und
Koreanisch!
Nummer Deutsch Koreanisch
1 An Palmok Arminnenseite
2 Ap vorne
3 Apchuk Fußballen
4 Balbadak Fußinnenkante
5 Balnal Fußaußenkante
6 Batangson Handballen
7 Checho Handfläche oben
8 Chonjin Vorwärts
9 Dung Jumok Faustrücken
10 Dung Sonnal Handkantenrücken
11 Dwit hinten
12 Dwitchuk Hacke
13 Dwitkumchi Achillissehne
14 Hujin Rückwärts
15 Jirigi Stich
16 Jumok Faust
17 Kaljipson Fläche zwischen Daumen und Zeigefinger
18 Mok Hals
19 Murup Knie
20 Oporo Handfläche unten
21 Pakkat Palmok Armaußenseite
22 Pal Fuß
23 Palkup Ellenbogen
24 Pandae gleichgerichtet
25 Parro entgegengesetzt
26 Pyojok Zielscheibe
27 Sewo Hand senkrecht
28 Sonkut Fingerspitzen
29 Sonnal Handkante
30 Timyo Sprung

Tabelle 1: 30 verschiedene Taekwondobegriffe

Jakob Schillinger Seite 12


7. Zeichne eine Kampffläche mit den jeweiligen Positionen!
Punktrichter 3
Jury & PC

10 m
Erste Hilfe
Coach rot
8m
1m
Kämpfer rot

Kampfrichter

Kämpfer blau

Punktrichter 2
Coach blau Punktrichter 1

Kontrolltisch

Grenzlinie

Abbildung 14: Kampffläche mit Positionen

Jakob Schillinger Seite 13


8. Erkläre Kyorugi!
Beim Kyorugi versteht man den wettkampforientierten Kampf zwischen zwei
Taekwondokämpfer/innen.

Der Kyorugi wird im Normalfall Geschlechterneutral durchgeführt.

Zur Sicherheit der Kämpfer/innen wird dabei geeignete Schutzausrüstung getragen. Dazu gehören:

 Kampfweste
 Kampfhelm
 Tiefschutz (bei Frauen optional)
 Spannschoner
 Unterarmschoner
 Handschuhe
 Schienbeinschoner

Kämpfer/innen werden nach Gewichtsklassen, Alter und Graduierung zugeteilt.

Die Wettkampffläche wird wie in Abbildung 14: Kampffläche mit Positionen aufgebaut. Sie misst 8x8
Meter (blau) mit einer 1-2 Meter breiten Sicherheitszone (rot).

Im Kampf sind Fausttechniken mit der geschlossenen Faust und Fußtechniken erlaubt. Als
Trefferzonen sind der Oberkörper und der Kopf für Fußtechniken in beiden Fällen mit Spann und
Hacke erlaubt.

Erfolgreiche Angriffe werden mit Punkten bewertet die auf Basis der Einflussgrößen Angriffsart,
Trefferzone, beinhaltete Drehungen usw. laufend aktualisiert werden.

 Ein Punkt für einen gültigen Faustschlag zum Oberkörper.


 Zwei Punkte für einen gültigen Fußtritt zum Oberkörper.
 Drei Punkte für einen gültigen Fußtritt zum Kopf.
 Ein Zusatzpunkt bei jedem gültigen Drehtritt.14

Der Gewinner eines Kampfes wird anhand der erzielten Punkte über drei Runden ermittelt.

Handlungen im Kampf wie Fallenlassen, Kampfvermeidung, Verlassen der Kampffläche, Angriffe


unterhalb der Gürtellinie, unfaires Verhalten usw… können mit Strafpunkten geahndet werden. Diese
werden dem Gegner als Zusatzpunkte gutgeschrieben. Eine Qualifikation erfolgt wenn für einen
Kämpfer 10 Strafpunkte abgewickelt wurden.15

14
Upmann, P. (09. 12 2017). Deutsche Taekwondo Union. Von
http://www.dtu.de/regelaenderungen-2017-wtf-gibt-zweikampf-aenderungen-bekannt/
abgerufen
15
Dreiling, A. (08. 12 2017). Taekwondo Tragwein. Von http://www.taekwondo-tragwein.at
abgerufen

Jakob Schillinger Seite 14


9. Erkläre Poomsae!
Taekwondo Poomsae ist die stilisierte Anwendung von Angriffen und Verteidigungen im Kampf gegen
einen imaginären Gegner der aus wechselnden Richtungen angreift. Durch die Anwendung von
unterschiedlichen Verteidigungs- und Angrifsstechniken sollen Techniken mental wie physisch
geschult und verfeinert werden und der Umgang mit dem Wechsel zwischen offensive und defensive
erlernt werden.

Zusätzlich zur Herausforderung erlernte Bewegungsformen abzulaufen, Techniken durchzuführen ist


jede Poomsae eine Atemübung in der die Atmung an den Fluss des Körpers angepasst werden muss
und Kraft für die einzelnen Bewegungen zur Verfügung stellt.

Für unterschiedliche Graduierungen werden unterschiedliche Poomsae, nach folgender Tabelle


erlernt, erlernt. Diese bestehen aus 18 bis 24 Kommandoschritten mit einer oder mehr Techniken. In
den einzelnen Poomsae steigt der Schwierigkeitsgrad entsprechend angestrebter Graduierung.

Jede Poomse endet an dem Ausgangspunkt an dem sie begonnen hat. Die unten genannten
Schülerpoomsae folgen dem folgenden Ablaufdiagramm:

Abbildung 15: Laufdiagramm mit Position vorne, hinten und Enpositionen links, rechts

Jakob Schillinger Seite 15


Für die Schüler gibt es acht Bewegungsformen, genannt "Taeguk", und für die Meister gibt es neun
Bewegungsformen, wobei jede von ihnen einen Namen mit spezifischer Bedeutung trägt. Hier soll im
folgenden auf die Schülerformen eingegangen werden.

Pomsae Schritte Zielgürtel


Vom Himmel kommen der Regen und das Licht
der Sonne, damit alles wachsen und leben
Taeguk Il Jang
kann. Mit dem Himmel wird die Schöpfung
6 Weiß I symbolisiert, des Weges Anfang.
Taeguk Il Jang 12 Gelb I Siehe Oben
Taeguk Il Jang 18 Gelb II Siehe Oben
Ein vom Frohsinn durchdrungener Mensch
verfügt über eine innere Energie, durch die er
Taegeuk I Jang ausgeglichen und ruhig ist und auch so nach
außen wirkt. Heiter und voller Zuversicht jeder
18 Grün I Situation begegnend.
Der Mensch hat es verstanden, sich das Feuer
nutzbar zu machen. Es gibt ihm Wärme und
Taegeuk Sam Jang
Licht. Man symbolisiert das Feuer aber auch
20 Grün II mit Leidenschaft, Furcht und Schrecken.
Der Donner und der Blitz kann Furcht
Taegeuk Sa Jang einflößen, doch auch Kraft und Macht
20 Blau I bedeuten.
Der Wind kann in Stürmen alles zerstören, er
Taegeuk Oh Jang kann jedoch auch Gutes, er vertreibt oder
20 Blau II bringt die Wolken und verteilt den Samen.
Nichts ist weicher und doch härter als Wasser.
Taegeuk Yuk Jang Es kann durch seine Weichheit sogar Steine
20 Rot I zerstören.
Ein Berg steht unbewegbar fest, und der
Mensch trachtet seine Festigkeit dadurch zu
Taegeuk Chil Jang
erringen, dass er geht, wenn er muss und
24 Rot II anhält, wenn dies geboten ist.
Die Erde bringt Leben hervor und gibt dem
neuen Leben Nahrung. Mutter Natur macht
Taegeuk Pal Jang
durch ihre Fruchtbarkeit die Schöpfung
27 Schwarz möglich.
Tabelle 2: Pomsae, Schritte und Zielgürtel13

13
Stemmermann, T. (2017, 02 09). http://www.kampfkunst-
taekwondo.de/cdromkktkd/poomse/poomse.html. Retrieved from Kampfkunst Taekwondo:
http://www.kampfkunst-taekwondo.de/cdromkktkd/poomse/poomse.html

Jakob Schillinger Seite 16


10. Erkläre Kyokpa!
Bruchtests sind immer ein Anziehungspunkt bei Kampfsportshows, besonders beim Taekwondo. Sie
sind aber auch fester Bestandteil von Gürtelprüfungen, es wird dabei die Wirksamkeit der erlernten
Angriffstechniken getestet. Voraussetzungen für das Gelingen, sind eine korrekt ausgeführte Technik
und die dadurch erzeugte Schnelligkeit, mit der der schlagende Körperteil (Hand, Fuß. etc.) das Ziel
trifft. Dazu muss es vor der Ausführung gelingen, sich klare, feste, überzeugende Bilder, in denen
man sieht und spürt wie der Bruchtest bereits gelungen ist, aufzubauen. Ohne Willensstoß und
Vorstellungskraft nützt die beste Technik nichts. Bruchtests werden selten extra trainiert,
Verletzungen treten bei gut geplanten Bruchtests äußerst selten auf.

Beim Bruchtest wird zwischen zwei Ausführungsformen unterschieden:

 Gehaltener Bruchtest
 Freier Bruchtest

Bei dem gehaltenen Bruchtest wird das Bruchmaterial von mehreren Personen fest gehalten,
idealerweise so, dass es bei Tritt- oder Schlageinwirkung nicht nachgibt. Der gehaltene Bruchtest ist
die einfache Ausführung des Bruchtests.

Beim freien Bruchtest wird das Bruchmaterial nur mit den Fingern gehalten, so dass es nachgibt, oder
es wird auf eine Unterlage gestellt. Optional kann das Material geworfen werden, was den
Schwierigkeitsgrad weiter erhöht. Weitere Optionen sind das anbringen des Bruchmaterials an
scharfen Gegenständen wie Waffen.14

Als Bruchmaterial werden normalerweise Fichtenbretter mit den Abmessungen 30x30 cm


verwendet. Mit Stärke des Brettes steigt die Schwierigkeit des Bruchtests.

Eine weitere Möglichkeit die Schwierigkeit anzupassen besteht darin, mehrere Bretter mit
festgelegten Grundtechniken nacheinander zu zerbrechen.

14
Stemmermann, T. (2018, 02 09). http://www.kampfkunst-
taekwondo.de/cdromkktkd/bruchtest/bruchtest.html. Retrieved from Kampfkunst
Taekwondo.

Jakob Schillinger Seite 17


11. Welche Bedeutung hat Taekwondo für dich als Person?
Taekwondo hatte in drei verschiedenen Lebensphasen eine Bedeutung für mich als Person gehabt.

Als Jugendlicher hat mir Taekwondo Selbstvertrauen, Freude am Sport und Ehrgeiz vermittelt.
Eigenschaften die mir so von meinem Umfeld damals nicht vermittelt wurden für die Zeit in der
Schule, im Militärdienst und für die ersten Studienjahre wichtig waren. Somit war Taekwondo für
mich damals ein Trittbrett für erstes Wachstum.

Als junger Erwachsener war Taekwondo ein Katalysator der Wahrnehmung von ersten
Lebenserfolgen die ich im letzten Jahr meines Erststudiums erlebte. Ich war damals sportlich wie
beruflich sehr engagiert, womit ich ein Fundament für späteren beruflichen Erfolg gelegt habe.
Gleichzeitig schlug mein Umgang mit dem Thema Kampfsport allerdings in ein ungesundes Maß um
und ich kombinierte Kampfsport mit anderen Sportarten wie Joggen, Fußball was in 7-10
Trainingseinheiten pro Woche gipfelte. Gepaart mit einer strikten Diät rief dieses Verhalten
alarmierte Freunde auf den Plan und ich begann den gesunden Umgang mit sportlichem Erfolg zu
lernen.

Als erwachsener Vater gibt Taekwondo mir und meiner Familie einen sportlichen Ausgleich und
Stabilität. Über Taekwondo habe ich eine neue Familie gefunden und habe das Gefühl, dass ich
meine Fähigkeiten und Fertigkeiten einsetzen kann, um Veränderungen herbeizuführen.

Bedeutung Taekwondo über Jahrzehnte


12

10

0
Sport

Sport

Sport
Engagement

Engagement

Engagement
Spritualität

Ausgleich

Ausgleich

Ausgleich
Spiritualität

Spiritualität

1990 1990 1990 1990 2000 2000 2000 2000 2010 2010 2010 2010

Abbildung 16: Bedeutung Taekwondo über Jahrzehnte

Jakob Schillinger Seite 18


12. Was zeichnet einen Dan Träger aus!
Optisch werden Dan Träger durch das Tragen des schwarzen Gürtels, abgeleitet von traditionellen
Gewändern und heute zu ästhetischen Zwecken getragen, ausgezeichnet. Die schwarze Farbe stellt
dabei die Absorption aller anderen Gürtelfarben dar.16

Schwarzgurte tragen innerhalb der Taekwondo-Gemeinde große Verantwortung. Als Meisterschüler,


Meister und Lehrer sollen sie durch ihr Verhalten stets in allen Bereichen des Lebens und des
Kampfsports positive Vorbilder für ihre Schüler und Mitmenschen sein. Neben der sportlichen
Leistungsbereitschaft ist auch Persönlichkeit gefragt: Schwarzgurte leiten andere Schüler an und
geben Ihnen in vielerlei Hinsicht Hilfestellung. Vor allem bei der Ausbildung von Kindern,
Jugendlichen und Einsteigern ist die Vorbildfunktion des Meister bzw. Großmeisters von
entscheidender Bedeutung.15

Die Schwarzgurte sind an den organisierten Trainingsbetrieb nicht mehr streng gebunden. Ihre
wichtigste Aufgabe ist es, sich mit Eigenverantwortung und Disziplin selbst zu lenken und ein
ausgeglichenes Verhältnis zu ihrem Meister, Dojo und zu ihren Mitübenden zu erhalten. Ihr Wert
misst sich damit an ihre beständigen Eifer, an ihrer Hingabe und an ihrer Bereitschaft für die
Kampfkunst zu leben. Werden diese Voraussetzungen von einem Schwarzgurt unterbrochen, wird er,
unabhängig von seiner körperlichen Voraussetzung, den Anforderungen seines Gürtels nicht mehr
gerecht. Der Schwarzgurt ist somit ein Entrepreneur im Sportbetrieb des Dojos und darüber hinaus.

Von Schwarzgurten wird deswegen erwartet, dass sie sich im Trainingsumfeld einbringen und durch
ihre Arbeit in Sportschule, Verein das reguläre Training und Trainingsumfeld positiv beeinflussen.

Das Erreichen der ersten Schwarzgurtstufe darf nicht mit der Meisterschaft in der Kampfkunst
verwechselt werden- die wohl nur in Theorie erreicht werden kann. Der schwarze Gürtel zeigt somit
an, dass der Schüler die wichtigsten technischen Grundlagen gemeistert und sein inneres Potential so
weit entwickelt hat, dass er in den kommenden Jahren über die Grundtechniken hinausgehen, und
das Wissen über die wahre Kampfkunst und den Geist des Karate erfahren kann. Lebenslanges
Lernen wird auch für ihn vorausgesetzt.

Trotz des schwarzen Gürtels bleibt ein Dan-Träger in erster Linie Schüler und braucht dringend seinen
Meister. In der Danstufe ist sein Fortschritt mehr abhängig von der Suche nach eigenem Verstehen,
Spiritualität und innerer Einstellung, als vom objektiven Lernen. Sein Meister lehrt daher nur noch in
Einzelsitzuationen und konzentriert sich mehr auf das lenken des Lernweges seines Schülers. Der
Übende auf dieser Stufe ist in jeder Hinsicht für sich selbst verantwortlich, ganz gleich ob es um die
rechte Lehrer-Schüler-Beziehung geht, oder um den rechten Weg der Übung. Seine eigene
Betrachtung ist hier gefragt, seine Verantwortung, seine Hingabe und sein Opfer. Die Anwesenheit
und die Person des Meisters ist für ihn die Lehre.16

16
Armstrong, N. (2013). Taekwondo: The Unity of Body, Mind and Spirit. Seoul: The Korea
Foundation. Seite 23
15
Franken, T. (2018, 02 07). http://www.taekwondo-franken.de/3_guertel/dan_01.html. Retrieved
from http://www.taekwondo-franken.de/3_guertel/dan_01.html.
16
Engelmann. (2017, 02 01). Kushanku. Retrieved from http://www.kushanku.de/unsere-
schule/danstufe/.

Jakob Schillinger Seite 19


Literaturverzeichnis
Armstrong, N. (2013). Taekwondo: The Unity of Body, Mind and Spirit. Seoul: The Korea Foundation.

Avildsen, J. G. (Director). (1984). The Karate Kid [Motion Picture].

Axel Maluschka, J. H. (2003). Taekwondo Selbstverteidigung: Grundlagen, Trainingspraxis,


Gürtelprüfung. Aachen: Meyer & MEyer Verlag.

Dreiling, A. (2017, 12 08). Taekwondo Tragwein. Retrieved from http://www.taekwondo-tragwein.at

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Gatzweiler, G. (2016). Handbuch Taekwondo: Technik - Training - Prüfungsordnung. Aachen: Meyer &
Meyer.

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Anlagen
DanTheorie_JakobSchillinger_09092017…………………………………………………………………………………….PDF

Kampfflaeche_3D_09122017………………………………………………………………………………………………………EXE

Jakob Schillinger Seite 20