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Arbeitsblatt 1 Die »Lass dich nicht fressen-Maschine« – Handout für Klienten

Menschen schätzen sich ständig ein – mehr als jedes Tier. Der Verstand nimmt un-
unterbrochen Einschätzungen (»Bin ich gut genug?« »Bin ich in Gefahr?«) und Ver-
gleiche (»Bin ich so gut wie du?« »Bin ich stärker als du?«) vor. Diese Einschätzun-
gen und Vergleiche können sehr schmerzen. Wir sind manchmal versucht, sie
»abzuschalten«. Manchmal wollen wir vermeiden, dass uns diese schmerzenden
Gedanken durch den Kopf gehen.
Aber wie wäre es, wenn wir diese Gedanken etwas anders betrachten würden?
Gehen wir mal davon aus, dass sie von einer Maschine in unseren Köpfen hergestellt
werden. Nehmen wir einfach an, dass unser Verstand eine »Lass dich nicht fressen-
Maschine« ist. Ihr Hauptzweck besteht darin, uns vor dem Gefressen-werden zu
bewahren. Sie hält immer nach Gefahren Ausschau.
Wir würden alle gern diese Maschine manchmal
»abschalten.« Doch wenn dies wirklich möglich
wäre, dann könnten wir »echte« Gefahren nicht ent-
decken. Wir würden wahrscheinlich getötet werden.
Wir können die Maschine also nicht abschalten.
Das ist toll, wenn wir am Leben bleiben wollen. Lei-
der gibt es da einen Haken: Die Maschine kann sich
gegen uns selbst richten. Sie kann uns als »nicht gut
genug« einschätzen. Sie kann Probleme und Gefahren finden, die in Wirklichkeit
nicht da sind. Es ist wie bei der Abbildung rechts, wo der Mann versucht, einen Vor-
trag zu halten und den Eindruck hat, sein Leben hinge davon ab.
Der Verstand ist nicht gut oder böse. Manchmal
hilft er eben und manchmal nicht. Manchmal ist es
so, dass die »Lass dich nicht fressen-Maschine«
umso schneller läuft, je näher wir einer Sache kom-
men, die uns wichtig ist. Sie produziert einfach im-
mer mehr Bewertungen.
Die Maschine schmerzt und wir können sie nicht
abstellen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass wir
den Bewertungen nicht immer zu glauben brauchen
– und wir können uns anders verhalten, als es die
Bewertung nahelegt. Wir können zum Beispiel die
Einschätzung »Ich habe zu viel Angst, um diesen Vortrag zu halten« haben und den
Vortrag trotzdem halten. Wir können denken »Ich bin nicht liebenswert« und uns
auf die Suche nach Liebe machen.
Können Sie sich an die Male erinnern, wo Sie dachten, Sie könnten etwas nicht
tun und es trotzdem getan haben? Das ist ein Beispiel dafür, nicht auf die »Lass dich
nicht fressen-Maschine« zu hören.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 2 Wörter verändern alles – Handout für Klienten

Diese Übung illustriert die Macht der Sprache bei der Transformation von Erfah-
rung.

(1) Stellen Sie sich Ihr Lieblingsdessert vor. Schreiben Sie hier darüber. Beachten Sie,
wie Ihre Worte den Duft und Geschmack des Desserts hervorrufen können.

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(2) Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und beachten Sie das Gefühl von Speichel
in Ihrem Mund, wie es sich glatt an Ihren Zähnen anfühlt. Denken Sie jetzt an
die Dinge, die Speichel für Sie beim Essen und Verdauen tut. Schreiben Sie bitte
die Gedanken und Gefühle auf, die sich bei Ihnen einstellen, wenn Sie an Speichel
denken.

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(3) Stellen Sie sich jetzt vor, dass Sie ein sauberes Glas vor sich haben und den Spei-
chel in Ihrem Mund sammeln und ihn in das Glas spucken. Stellen Sie sich vor,
Sie trinken es aus. Schreiben Sie bitte die Gedanken und Gefühle auf, die sich jetzt
bei Ihnen einstellen.

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(4) Stellen Sie sich zum Schluss vor, dass Ihnen Ihr Lieblingsdessert serviert wurde
und Sie es gerade essen wollen. Aber kurz bevor Sie es essen, spucken Sie auf das
Dessert. Würden Sie es immer noch essen? Schreiben Sie die Gedanken und Ge-
fühle auf, die sich bei Ihnen einstellen, wenn Sie daran denken, Ihr Dessert zu essen.

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Haben Sie bemerkt, wie Wörter Ihre Gefühle verändert haben? Als das Wort »Spei-
chel« bestimmend war, haben Sie wahrscheinlich auf eine andere Art und Weise ge-
dacht als zuletzt, wo »spucken« bestimmend wurde. Wörter können die Art und Wei-
se, wie wir denken, fühlen und handeln, sehr schnell und grundlegend verändern.
Diese Übung zeigt, wie leicht es für Wörter ist, Erfahrung zu transformieren. Sie
denken ständig in Wörtern. Stellen Sie sich vor, wie oft Ihre Wörter im alltäglichen
Leben Ihre Erfahrungen verändern.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 3 Bewertungen als Gefängnisgitterstäbe – Handout für Klienten

Manchmal scheint sich die Art und Weise, wie wir uns bewerten, wie Gitterstäbe auf
unser Leben auszuwirken. Die Bewertungen werden zum Gefängnis. Schreiben Sie
einige Einschätzungen auf, die Sie davon abgehalten haben, das zu tun, was Ihnen
wichtig ist.
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Unsere Einschätzungen können mächtig erscheinen und so wirklich und solide wie
Gefängnisgitterstäbe. Beachten Sie jedoch, dass die Katze (rechtes Bild) nicht sieht,
was Sie sehen. Das liegt daran, dass Einschätzungen nur wie echte Barrieren erschei-
nen. Sie sind es jedoch nicht. Einschätzungen sind nichts als Gedanken, die in unse-
ren Köpfen kommen und gehen.
Es geht nicht darum, ob Einschätzungen echt, eingebildet, gut oder schlecht sind.
Beachten Sie nur, dass sie nicht dasselbe sind wie Eisenstäbe. Wir können uns ent-
scheiden, auf sie zu hören und zulassen, dass sie uns zurückhalten, oder wir können
die Wahl treffen, nicht auf sie zu hören und einfach durch sie hindurchgehen.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 4 Fahrgäste im Bus – Handout für Klienten

Legen Sie die Richtung fest, in die Sie fahren wollen (Ihren Wert) und schreiben Sie
den Wert in die dafür vorgesehene Blase. Identifizieren Sie nun die »Fahrgäste« in
Ihrem Bus – die schwierigen Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Empfindungen
– und tragen Sie sie in die dafür vorgesehenen Blasen ein. Wenn Sie auf sie hören,
dann werden diese Fahrgäste Sie von Ihrem Weg in Richtung Werte abbringen.
Wert:

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Beschreibungen vs. Einschätzungen –
Arbeitsblatt 5
Handout für Klienten (S. 1/4)

Diese Übung soll Ihnen zeigen, wie Sie sich vom Angelhaken der Gedanken befreien
können. Wenn ein Gedanke Sie am Haken hat, lassen Sie sich oft von ihm an Orte
hinziehen, wo Sie eigentlich nicht hinwollen. Wenn Sie vom Haken springen, kön-
nen Sie den Gedanken haben und trotzdem tun, was Sie wollen. Zum Beispiel kön-
nen Sie denken »Ich bin nichts wert« und trotzdem etwas Gutes für sich tun. Das
Vom-Haken-Springen muss geübt werden. Bei einer dieser Übungen geht es darum,
zwischen Beschreibungen und Einschätzungen zu unterscheiden.

! Eine Beschreibung ist ein Gedanke, der sich auf Dinge bezieht, die Sie sehen, hö-
ren, riechen, schmecken oder berühren können (z. B., der Tisch ist hart und kalt).
! Eine Einschätzung ist ein Gedanke, der sich auf die Wichtigkeit einer Sache be-
zieht (»Mein Leben ist unwichtig«), ob etwas gut oder schlecht (»Ich bin
schlecht«; »Meine Beziehungen sind kaputt«) oder wertvoll ist (»Ich bin nutzlos«;
»Therapie hat keinen Zweck«).

Wir verwechseln Beschreibungen und Einschätzungen häufig. Wir glauben, dass


Einschätzungen genauso solide sind wie Gitterstäbe oder so gefährlich wie echte
Bedrohungen und lassen uns oft von unseren Einschätzungen schikanieren.
Stellen Sie sich in dieser Übung diese Frage: Bezieht sich die Aussage auf etwas,
das ich sehen, schmecken, berühren, riechen oder hören kann? Wenn ja, ist es wahr-
scheinlich eine Beschreibung. Wenn nicht, ist es wahrscheinlich eine Einschätzung.

Teil A. Bitte sehen Sie sich die Eier auf diesem Bild
an. Wenn Sie bereit sind, kreisen Sie bitte die pas-
sende Antwort ein – B für eine Beschreibung und
E für eine Einschätzung.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Beschreibungen vs. Einschätzungen –
Arbeitsblatt 5
Handout für Klienten (S. 2/4)

Beschreibung Einschätzung
1. Die Eier sind oval. B E
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2. Die Eier sind faul und eklig. B E
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3. Die Eier sind lecker. B E
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4. Die Eier sind glatt. B E
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5. Eier kann man auf verschiedene Weise essen. B E
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6. Eier und Speck passen perfekt zusammen. B E
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7. Diese Eier sind weiß. B E
Antworten: 1. B; 2. E; 3. E; 4. B; 5. B; 6. E; 7. B

! Beachten Sie, wie Beschreibungen im Bild zu sehen sind, Einschätzungen jedoch


nirgendwo im Bild erscheinen. Bewertungen erscheinen nur in unseren Köpfen.
! Man kann es auch anders sehen. Den Eiern ist es egal, ob alle Menschen auf der
Welt entweder glauben, dass sie »faul« oder »gut« sind: die Eier sind immer die-
selben, egal wie die Menschen sie beurteilen.
! Einschätzungen sind nicht immer gut oder schlecht. Manchmal sind sie hilfreich,
manchmal nicht. Wir können uns entscheiden, sie zu glauben. Oder wir können
uns entscheiden, sie zu hören, sie nicht zu glauben und tun, was uns wichtig ist.
Teil B. Jetzt kommen wir zu einem etwas schwierigeren Beispiel. Dies sind Aussagen,
die von einem Mann und seiner Frau bei einem Streit gemacht wurden:

Beschreibung Einschätzung
1. Du hörst mir nicht mehr zu. B E
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2. Du hast Übergewicht. B E
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3. Wir haben drei Kinder. B E
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4. Wir sind seit 20 Jahren verheiratet. B E
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5. Wir reden nicht über wichtige Dinge. B E
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6. Diese Beziehung kommt nicht voran. B E
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7. Du arbeitest zu viel. B E
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8. Du gehst zum Rennplatz und verlierst Geld. B E
Antworten: 1. B; 2. E; 3. B; 4. B; 5. E; 6. E; 7. E; 8. B

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Beschreibungen vs. Einschätzungen –
Arbeitsblatt 5
Handout für Klienten (S. 3/4)

Teil C. Dies sind Beispielaussagen von jemandem, der mit Angst kämpft:
Beschreibung Einschätzung
1. Ich verhalte mich wie ein Idiot, wenn ich daran B E
denke, nach draußen zu gehen.
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2. Ich halte es nicht aus. B E
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3. Gestern habe ich versucht, nach draußen zu gehen. B E
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4. Ich habe meine Hand auf die Türklinke gelegt B E
und sie heruntergedrückt.
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5. Mein Herz hat gerast. B E
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6. Ich habe angefangen, schnell zu atmen. B E
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7. Und dann bin ich ausgeflippt. B E
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8. Ich war schweißgebadet. B E
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9. Ich habe die Hoffnung verloren. B E
Antworten: 1. E; 2. E; 3. B; 4. B; 5. B; 6. B; 7. E; 8. B; 9. E

Teil D. Im folgenden Szenario hat eine Frau ihre Stelle verloren, weil sie gegenüber
Kunden wütend und aggressiv geworden ist. Sie fühlt sich schikaniert und will si-
chergehen, dass ihre Version der Geschichte gehört wird.

Beschreibung Einschätzung
1. Der Idiot kannte die Bestimmungen. B E
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2. Ich habe ihm die Regel erklärt. B E
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3. Ich habe sie ihm freundlich erklärt. B E
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4. Er hat mich angesehen, als wäre ich ein Niemand. B E
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5. Ich habe es noch einmal gesagt. B E
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6. Er hat nicht begriffen, was ich gesagt habe. B E
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7. Er fing an, nach dem Manager zu fragen. B E
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8. Ich hasse es, wenn jemand das macht. B E
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9. Da habe ich mich vorgelehnt und ihn am Hals B E
gepackt.
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10. Der Manager hat das gesehen. B E
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11. Das war’s. Ich habe meine Stelle verloren. B E
Antworten: 1. Kombination: »Der Idiot« = E und »kannte die Bestimmungen« = B und; 2. B; 3. E;
4. E; 5. B; 6. B; 7. B; 8. E; 9. B; 10. B; 11. B

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Beschreibungen vs. Einschätzungen –
Arbeitsblatt 5
Handout für Klienten (S. 4/4)

Teil E. In dieser letzten Übung identifizieren Sie bitte die Beschreibungen und Ein-
schätzungen bei Ihrem eigenen Denken.

(1) Nehmen Sie ein Stück Papier. Denken Sie an eine Situation, die Ihnen gerade
Probleme bereitet. Schreiben Sie bitte zehn Minuten lang darüber. Die einzige
Regel ist die, dass Sie die gesamte Zeit ununterbrochen schreiben. Wenn Ihnen
nichts mehr einfällt, wiederholen Sie einfach, was Sie schon geschrieben haben.
Machen Sie sich keine Gedanken über Grammatik, Rechtschreibung oder Satz-
bau. Schreiben Sie einfach.
(2) Wenn Sie zehn Minuten lang geschrieben haben, lesen Sie sich Ihren Text durch.
Wenn Sie eine Beschreibung sehen, setzen Sie ein B über den Satz. Wenn Sie
eine Einschätzung sehen, setzen Sie ein E darüber. Hier ist ein Beispiel.

Immer, wenn ich daran denke, mit dem Flugzeug zu fliegen,

B E
… spüre ich ein Flattern im Bauch. … kann ich dieses Gefühl nicht ertragen.

Diese Übung hilft Ihnen dabei, Ihre eigenen Gedanken zu erkennen. Wenn Sie sie
erst einmal bemerken, werden Sie besser in der Lage sein, Ihre Handlungen selbst zu
bestimmen, anstatt Ihre Handlungen von Ihren Gedanken bestimmen zu lassen.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Identifizieren der Funktion dysfunktionaler Glaubenssätze –
Arbeitsblatt 6
Übung für Therapeuten

Diese Übung kann Ihnen eine neue Sichtweise der nicht-konstruktiven Gedanken
Ihrer Klienten zeigen, indem Sie Gedanken als eine Art von Verhalten sehen, das
erfolgt, um eine Belohnung zu bekommen oder Strafe zu vermeiden.

Bitte schreiben Sie einen Gedanken, eine Selbsteinschätzung oder Lebensgeschichte


auf, die für Ihren Klienten als Handelsbarriere zu fungieren scheint.

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Schätzen Sie nun die Motivation dafür ein, den Gedanken zu glauben.

Klient glaubt Gedanken, weil … Motivation, den Gedanken zu glauben


(0 = Nicht motiviert aus diesem Grund;
4 = Stark motiviert aus diesem Grund)
Richtigkeit: … er denkt, dass er die 0 1 2 3 4
»Wirklichkeit« akkurat reflektiert und es
ihm hilft, wirkungsvoll zu handeln.
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Soziale Verstärkung: … es ihm hilft, 0 1 2 3 4
soziale Bestätigung oder Unterstützung
zu bekommen.
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Erlebensvermeidung: … es rechtfertigt, sich 0 1 2 3 4
nicht in aversive Situationen zu begeben
oder weil er ihm hilft, sich besser zu fühlen.
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Andere bestrafen: … er jemand anderen 0 1 2 3 4
zu bestrafen scheint oder andere erniedrigt.
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Kohärenz: … er seinen Erfahrungen bzw. den 0 1 2 3 4
Dingen, die ihm geschehen sind, Sinn gibt.
Andere Gründe, den Gedanken zu glauben 0 1 2 3 4

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Anleitung zur Anwendung des ABC-Arbeitsblattes
Arbeitsblatt 7
bei der Arbeit mit Klienten (S. 1/3)

Bitte lassen Sie sich von dieser Anleitung bei der Arbeit mit dem ABC-Klienten-
arbeitsblatt (Arbeitsblatt 8) leiten.

A: Aktivierendes Ereignis. Denken Sie an eine schwierige Situation in Ihrem Leben.


Es kann ein Ereignis in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft sein. Es kann
innerlich oder äußerlich sein, real oder ausgedacht. Nun fassen Sie die Situation, mit
der Sie kämpfen, unten kurz zusammen. Seien Sie präzise. Beispiel: »Ich möchte
meinem Sohn eine gute Mutter sein, aber ich gehe nicht aus dem Haus. Ich kämpfe
mit Panikattacken. Dies ist die konkrete Situation: Gestern kam mein Sohn zu mir
und bat mich, ihn zum Spielplatz zu bringen. Ich habe ihn angelogen und gesagt, ich
wäre zu müde und wir könnten es vielleicht ein anderes Mal machen. Ich wollte ihn
aber hinbringen.«

B: Glaubwürdige Gedanken. Bitte beschreiben Sie die problematischen Gedanken,


die bei Ihnen in dieser Situation auftauchen. Hier sind dazu einige Beispiele.
! Dogmatische Forderungen (»müsste«, »sollte«, »brauche«, Bedürfnisse, die keine
echten Bedürfnisse sind)
»Es sollte nicht so schwer für mich sein, aus dem Haus zu gehen.« »Ich muss
mehr Kontrolle über mein Leben haben.« »Ich brauche ein besseres Medikament
für meine Angst.«
! Pauschale Bewertungen seiner selbst und anderen oder dem Leben
»Ich bin eine schlechte Mutter.« »Du bist eine gehässige Person.« »Das Leben ist
sinnlos.« »Ich bin nicht gut genug.«
! Geringe Angstschwelle
»Ich kann die Angst nicht ausstehen.«
! Katastrophisierung
»Etwas Schreckliches wird passieren, wenn ich nach draußen gehe.«
! Folgerungen (z. B. Übergeneralisierung, Alles-oder-Nichts-Denken, gut ignorie-
ren/schlecht hervorheben, Wahrsagerei)
»Ich habe in diesem Jahr nichts als Verluste erfahren.« »Sie werden mich nicht
mögen.« »Ich werde immer schlecht abschneiden.« »Ich bin entweder erfolgreich
oder ein Versager.«
! Nicht-konstruktive Glaubenssätze über Grübeln und Sorge
»Wenn ich mir Sorgen mache, kann ich Unsicherheit ausschließen.« »Wenn ich
meine Sorgen nicht kontrolliere, wird etwas Schreckliches geschehen.« »Ich wer-
de meinen Verstand verlieren.«

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Anleitung zur Anwendung des ABC-Arbeitsblattes
Arbeitsblatt 7
bei der Arbeit mit Klienten (S. 2/3)

C: Konsequenzen, wenn der Gedanke geglaubt wird. Suchen Sie einen Gedanken
von B aus, den Sie glauben. Notieren Sie jetzt, wie Sie sich verhalten werden, wenn
Sie den Gedanken glauben.
Beispiel: »Ich glaube ich halte es nicht aus, nach draußen zu gehen. Ich gehe nicht
nach draußen, um mit meinem Sohn zu spielen. Ich nehme mehr Medikamente und
lege mich ins Bett, während mein Sohn fernsieht.«

C: Konsequenzen, wenn der Gedanke nicht geglaubt wird. Wie würden Sie sich
wohl verhalten, wenn Sie den Gedanken nicht glauben?
Beispiel: Ich habe den Gedanken »Ich halte es nicht aus, nach draußen zu gehen«.
Ich nehme diesen Gedanken mit und gehe mit meinem Sohn zum Spielplatz. Ich
habe die ganze Zeit über Angst, ich habe ständig den Gedanken, aber ich bin froh,
dass mein Sohn draußen spielt.

D: Defusionsübungen. Bei diesen Übungen geht es darum, sich aus Verstrickungen


mit Gedanken und Gefühlen zu lösen und Gedanken und Gefühle so zu sehen, wie
sie sind (Wortströme, flüchtige Empfindungen), nicht als das, was Ihre Denkma-
schine sagt, dass sie sind (Gefahren oder Tatsachen).
! Nehmen Sie es wahr, wenn Sie mit Ihren privaten Erfahrungen kämpfen (Emoti-
onen, Gedanken, Erinnerungen, Vorstellungen). Nehmen Sie Ihre »Regeln« zur
Kontrolle privater Erfahrungen wahr (z. B. denke positiv; mach dir keine Sorgen).
Betrachten Sie Ihre Erfahrung und schauen Sie, ob die Regeln funktionieren.
! Nehmen Sie nicht-konstruktive Gedanken wahr. Sagen Sie sie langsam. Schreiben
Sie sie auf. Sagen Sie sie mit einer verstellten Stimme.
! Machen Sie den ABC-Teil in diesem Arbeitsblatt.
! Benennen Sie nicht-konstruktive Gedanken und Emotionen (z. B. »eine Einschät-
zung«, »eine Vorhersage«, »ein Gefühl«, »eine Empfindung«, »eine Rechtferti-
gung«, »eine Erinnerung«).
! Praktizieren Sie Achtsamkeit, damit Sie besser wahrnehmen, wann Sie im jetzigen
Augenblick zugegen sind, anstatt gedanklich in der Vergangenheit oder Zukunft
festzustecken: (1) Meditieren Sie, machen Sie Yoga, Atemübungen. (2) Machen
Sie täglich mindestens eine Aktivität ganz achtsam (z. B. eine Mahlzeit essen).
! Benutzen Sie Metaphern, um Ihre Gedanken, Gefühle und Selbsteinschätzungen
anders zu sehen.
! Wenn Ihnen ein Unglück begegnet: Halten Sie inne – nehmen Sie Abstand –
beobachten Sie (z. B. was Sie fühlen und denken; was die andere Person tut).

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Anleitung zur Anwendung des ABC-Arbeitsblattes
Arbeitsblatt 7
bei der Arbeit mit Klienten (S. 3/3)

E: Effektive neue Wege des Seins. Halten Sie sich Ihre Werte klar vor Augen. Ein
Wert ist wie ein Leitstern. Sie lassen sich von ihm auf Ihrer Reise leiten, aber Sie
erreichen ihn nie.
! Schauen Sie in sich hinein und vertrauen Sie Ihrer direkten Erfahrung, um he-
rauszufinden, was Ihnen wichtig ist. Glauben Sie nicht blindlings Ihrer Denkma-
schine, wenn diese Ihnen sagt, was Sie wichtig finden »sollten«.
! Seien Sie bereit, problematische Gedanken und Gefühle bei sich zu tragen, wenn
Sie wertkonsistente Dinge tun. Seien Sie bereit, Barrieren auf den Weg mitzu-
nehmen und weiter voranzugehen.
! Setzen Sie sich konkrete, realistische Ziele, die Ihnen die Erkenntnis erlauben,
dass Sie in eine wertkonsistente Richtung gehen.
! Handeln Sie in sozialen Situationen auf wertkongruente Weise. Lernen Sie, mit
mehr Gelassenheit zu reagieren, auch wenn Sie wütend oder ängstlich sind.
! Seien Sie bereit, im Dienste Ihrer Werte soziale Risiken einzugehen (z. B. öffnen
Sie sich, um Intimität, Freundschaft und/oder Liebe zu erfahren).
! Respektieren Sie, dass vitales Leben nicht immer positive Gefühle mit sich bringt.
Vitales Leben bedeutet manchmal Langeweile, Unwohlsein, Schmerz und Ableh-
nung. Seien Sie bereit, die Barrieren auf Ihrem Weg mitzunehmen und bleiben
Sie auf Ihrem Wertepfad.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 8 ABC-Arbeitsblatt – Handout für Klienten (S. 1/3)

Finden Sie den Weg zu effektivem Handeln

A: Aktivierendes Ereignis
Denken Sie an eine schwierige Situation in Ihrem Leben. Es kann ein Ereignis in der
Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft sein. Es kann innerlich oder äußerlich sein,
real oder ausgedacht. Nun fassen Sie die Situation, mit der Sie kämpfen, unten kurz
zusammen. Seien Sie präzise.

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B: Glaubwürdige Gedanken
Bitte beschreiben Sie die problematischen Gedanken, die bei Ihnen in dieser Situ-
ation auftauchen.

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C: Konsequenzen, wenn der Gedanke geglaubt wird


Suchen Sie einen Gedanken von B aus, den Sie glauben. Notieren Sie jetzt, wie Sie
sich verhalten werden, wenn Sie den Gedanken glauben.

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© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 8 ABC-Arbeitsblatt – Handout für Klienten (S. 2/3)

C: Konsequenzen, wenn der Gedanke nicht geglaubt wird


Wie würden Sie sich wohl verhalten, wenn Sie den Gedanken nicht glauben?

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D: Defusionsübungen
Bei diesen Übungen geht es darum, sich aus Verstrickungen mit Gedanken und
Gefühlen zu lösen und Gedanken und Gefühle so zu sehen, wie sie sind (Wortströ-
me, flüchtige Empfindungen), nicht als das, was Ihre Denkmaschine sagt, dass sie
sind (Gefahren oder Tatsachen). Schreiben Sie einige Entstrickungsübungen auf, die
Sie in der nächsten Woche üben wollen.

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E: Effektive neue Wege des Seins


Welcher Wert soll in Ihrem Leben eine Rolle spielen?

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© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 8 ABC-Arbeitsblatt – Handout für Klienten (S. 3/3)

Welche konkreten Ziele würden dazu führen, dass dieser Wert mit Leben erfüllt
wird?

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Welche Art von schwierigen Gedanken und Gefühlen tauchen wahrscheinlich auf,
wenn Sie Ihren Wert ausleben? Sind Sie bereit, sie zu haben?

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© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Gedanken, Gefühle und Verhalten passen
Arbeitsblatt 9
nicht immer zusammen – Handout für Klienten (S. 1/2)

Viele von uns haben gelernt, dass unsere Gedanken und Gefühle dazu führen, dass
wir uns auf eine bestimmte Art und Weise verhalten. Wir sagen, dass wir etwas aus
dem Grund getan haben, weil wir wütend oder verängstigt waren. Aber was wäre,
wenn unsere Gedanken und Gefühle uns gar nicht dazu bringen können, etwas zu
tun? Was wäre, wenn wir die Wahl hätten?

Gedanken Wertkonsistentes Verhalten

Bewusstsein und Wahl

Gefühle Wertinkonsistentes Verhalten

Wir bitten Sie nicht, zu glauben, was wir sagen, sondern wir möchten, dass Sie sich
auf Ihre eigene Erfahrung verlassen.
Denken Sie an drei Beispiele, wo Sie nicht auf Ihre Gedanken und Gefühle gehört
haben und etwas getan haben, das Ihnen wichtig war. Hier sind zwei Beispiele: auf
jemanden wütend sein und ihn/sie trotzdem mit Respekt behandeln; Angst haben,
etwas zu tun und es trotzdem tun.

Geben Sie drei Beispiele, wo Ihre Gedanken und Gefühle Ihnen »gesagt« haben, eine
Sache zu tun und Sie etwas anderes getan haben.

(1) ..............................................................................................................................................

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(2) ..............................................................................................................................................

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© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Gedanken, Gefühle und Verhalten passen
Arbeitsblatt 9
nicht immer zusammen – Handout für Klienten (S. 2/2)

(3) ..............................................................................................................................................

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Sie haben bei dieser Übung aus eigener Erfahrung vielleicht gemerkt, dass Sie
schwierige Gedanken oder Gefühle haben können und trotzdem wirkungsvoll han-
deln können. Daher gibt es keinen Grund, Ihre Gedanken und Gefühle als Hinde-
rungsgrund für effektives Handeln zu sehen! Das ist eine gute Nachricht, denn es
bedeutet, dass Sie Ihr Leben so leben können, wie Sie es wollen, selbst wenn Sie
Furcht, Selbstzweifel, Ärger, Schmerz oder anderes empfinden.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 10 Welche Gedanken fangen mich? – Handout für Klienten (S. 1/4)

Dieses Arbeitsblatt soll Ihnen helfen, zwischen Gedanken, die Sie »fangen« und sol-
chen, die Sie nicht fangen, zu unterscheiden. Mit »fangen« meinen wir, dass der
Gedanke eine gewisse Macht in Ihrem Leben hat. Er könnte Sie emotional verein-
nahmen und/oder vorschreiben, wie Sie sich in bestimmten Situationen verhalten.
Denken Sie beim Ausfüllen des Arbeitsbogens an diese zwei Dinge:
! Jeder wird von Gedanken gefangen.
! Sie können auch von einem Gedanken gefangen werden, wenn Sie nicht glauben,
dass er wahr ist. Zum Beispiel kann eine Beleidigung weh tun, obwohl Sie wissen,
dass sie nicht stimmt.

Kreisen Sie die für Sie zutreffenden Zahlen ein und bilden Sie anschließend die
Summe.

Wie oft hat Sie dieser


Gedanke im letzten
Monat gefangen?
(1 = Nie; 5 = Immer)
1. Ich muss bei den Dingen, die ich mache, extrem gut 1 2 3 4 5
sein, sonst respektiert man mich nicht.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
2. Wenn ich nicht so erfolgreich bin wie andere 1 2 3 4 5
Menschen, heißt das, dass ich schwach bin.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
3. Wenn ich bei irgendetwas versage, dann bin ich als 1 2 3 4 5
Person ein Versager.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
4. Ich muss bei allem, was ich mache, der Beste sein. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
5. Um Hilfe bitten ist ein Zeichen von Schwäche. 1 2 3 4 5

Punktzahl 1

6. Ich bin ein wertloser Mensch. 1 2 3 4 5


.................................................................................................................................................................................................................................................................................
7. Ich kann mich nicht ausstehen. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
8. Ich kann auf nichts stolz sein. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
9. Ich tauge nichts. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
10. Ich kann Dinge nicht so gut machen wie andere 1 2 3 4 5
Menschen.

Punktzahl 2

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 10 Welche Gedanken fangen mich? – Handout für Klienten (S. 2/4)

Wie oft hat Sie dieser


Gedanke im letzten
Monat gefangen?
(1 = Nie; 5 = Immer)
11. Ich brauche die Anerkennung anderer Menschen. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
12. Ich halte es nicht aus, wenn andere Menschen 1 2 3 4 5
schlecht von mir denken.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
13. Ich kann nicht glücklich sein, wenn andere 1 2 3 4 5
Menschen mich nicht mögen.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
14. Mein Glück hängt davon ab, was die anderen 1 2 3 4 5
von mir denken.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
15. Ich kann nicht glücklich werden, ohne von einem 1 2 3 4 5
anderen Menschen geliebt zu werden.
Punktzahl 3
16. Ich wünschte, ich hätte keine negativen Gefühle. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
17. Stress ist schrecklich. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
18. Ich muss meine Angstgefühle kontrollieren. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
19. Ich muss meine negativen Gedanken vermeiden. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
20. Ich wünschte, ich könnte meine schlechten 1 2 3 4 5
Erinnerungen entfernen.
Punktzahl 4
21. Gefühle stellen sich meinem Leben in den Weg. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
22. Ich kann nur dann etwas tun, wenn ich inspiriert bin. 1 2 3 4 5
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
23. Meine Gefühle lassen mich auf eine bestimmte 1 2 3 4 5
Weise handeln.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
24. Ich kann mich meinen Pflichten nicht widmen, 1 2 3 4 5
wenn ich angsterfüllt oder deprimiert bin.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
25. Selbstzweifel stellen sich mir in den Weg, wenn ich 1 2 3 4 5
Dinge tun will, die mir wichtig sind.
Punktzahl 5

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 10 Welche Gedanken fangen mich? – Handout für Klienten (S. 3/4)

Wie oft hat Sie dieser


Gedanke im letzten
Monat gefangen?
(1 = Nie; 5 = Immer)
26. Es geht mir schlechter als anderen Menschen in 1 2 3 4 5
meinem Alter.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
27. Ich weiß nicht, wie ich die Dinge im Leben erreiche, 1 2 3 4 5
die mir am wichtigsten sind.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
28. Meine Erfahrungen in der Vergangenheit haben 1 2 3 4 5
mich nicht gut auf die Zukunft vorbereitet.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
29. Es gibt keinen Grund, nach Dingen, die ich will, 1 2 3 4 5
zu streben, weil ich sie ja eh nicht bekomme.
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
30. Die Dinge sind nie so, wie ich sie gern hätte. 1 2 3 4 5

Punktzahl 6

Welche Art von Gedanken fängt Sie? Welche Punktzahl ist am höchsten? Diese
Übung soll Sie nicht als Person beschreiben. Es gibt keine besseren oder schlechteren
Antworten. Bei der Übung geht es nur darum, Ihnen zu helfen, sich Ihrer Gedanken
bewusst zu werden, damit Sie besser in der Lage sind zu wählen, ob Sie sie glauben
oder nicht. Sie können den Gedanken haben »Meine Gefühle lassen mich auf eine
bestimmte Weise handeln« und ihn nicht glauben. Sie können auch Wut empfinden
und denken »Meine Wut lässt mich aggressiv handeln« und trotzdem auf nicht ag-
gressive Weise handeln.

Punktzahl 1. Starkes Bedürfnis nach Macht. Bei diesen Items geht es darum, dass Sie
perfekt sein, ein hohes Maß an Erfolg erreichen und jederzeit effektiv sein wollen.
Sie beziehen sich auf Ihre Angst davor, machtlos und hilflos zu sein.

Punktzahl 2. Geringes Selbstwertgefühl. Diese Items zeigen Ihre Gedanken, die sich
auf geringes Selbstwertgefühl beziehen und in denen Sie sich selbst als »nicht gut
genug« einschätzen.

Punktzahl 3. Starkes Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung. Diese Items zeigen
Ihren Wunsch, von allen Menschen Anerkennung und Liebe zu bekommen.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 10 Welche Gedanken fangen mich? – Handout für Klienten (S. 4/4)

Punktzahl 4. Vermeidung. Diese Items veranschaulichen Ihre Überzeugung, dass Sie


unangenehme Gefühle und Gedanken vermeiden müssen.

Punktzahl 5. Gedanken als Barrieren. Bei diesen Items geht es um die Idee, dass Ihre
Gedanken und Gefühle als Handlungsbarrieren fungieren.

Punktzahl 6. Hoffnungslosigkeit. Diese Items haben mit dem Denken zu tun, dass Sie
nicht die Dinge im Leben erreichen, die Ihnen am wichtigsten sind.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Datum/ Beschreiben Sie die Welche Gefühle Welches Verhalten Welcher Wert soll Wenn dieser Wert
Uhrzeit Situation, als würde (traurig, ängstlich, haben Sie gezeigt in dieser Situation eine Rolle spielte,
eine Kamera sie wütend) haben Sie (oder nicht eine Rolle spielen? wie könnten Sie sich
sehen. empfunden? gezeigt), das nicht verhalten?
Welche Gedanken mit Ihren Werten
Arbeitsblatt 11

tauchten auf? übereinstimmte?

4. Januar, Ich sitze in der Nervös, schuldig. Habe meinen Sohn Eine gute Mutter Ich könnte mein
mittags Küche und trinke Ich ertrage es nicht, nicht nach draußen sein, die ihrem Kind mit nach
Wein. Mein Kind draußen zu sein. gehen lassen. Kind hilft, zu draußen nehmen,
will nach draußen, Ich bin eine wachsen und sich obwohl ich Angst
aber ich lasse es schlechte Mutter. zu entwickeln. und problematische
nicht. Gedanken habe.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


gen Sie den Gedanken so bald wie möglich unten in die Tabelle ein.
Tagebuch der funktionalen Gedanken – Handout für Klienten

wichtig ist, fragen Sie sich: »Was geht mir jetzt gerade durch den Kopf?« Dann tra-
Anweisungen: Wenn Ihnen auffällt, dass Sie nicht das zu tun scheinen, das Ihnen
Arbeitsblatt 12 Die Kehrseite des Selbsteinschätzungsspiels – Übung für Klienten

Diese Übung soll Klienten zeigen, wie eine Einschätzung oft zur gegenteiligen Ein-
schätzung führen kann. Lassen Sie die Klienten die Augen schließen. Sagen Sie den
Klienten, dass Sie eine Aussage machen werden und dass sie diese Aussage still vor
sich hersagen sollen. Ihre einzige Aufgabe ist es, zu bemerken, welche Gedanken und
Gefühle bei Ihnen auftauchen.

(1) Ich bin eine durchschnittliche Person.


(2) Ich mache meine Sache ziemlich gut.
(3) Ich mache meine Sache fantastisch.
(4) Ich werde von fast allen geliebt.
(5) Ich bin perfekt.

Lassen Sie die Klienten die Augen öffnen und ihre Erfahrung diskutieren. Die meis-
ten Menschen werden sagen, dass sie bei den extremeren Aussagen (3–5) häufig die
gegenteiligen Einschätzungen hatten. Als Antwort auf Aussage 5 dachten sie zum
Beispiel: »Na also, perfekt bin ich ja nun wirklich nicht.«
Lassen Sie die Klienten wieder die Augen schließen und gehen Sie jetzt zu negati-
ven Einschätzungen über.

(1) Ich mache viele Dinge schlecht.


(2) Ich bin eine schreckliche Person.
(3) Fast alle hassen mich.
(4) Ich bin kaputt.

Lassen Sie die Klienten die Augen öffnen und besprechen Sie ihre Reaktionen. Einige
haben vielleicht bemerkt, dass ihr Verstand gegen die Einschätzung rebelliert und
die gegenteilige Einschätzung vornimmt. Andere sind vielleicht etwas traurig oder
deprimiert. Der Zweck dieser Übung besteht darin, Klienten erfahren zu lassen, dass
es auf dem Niveau von Einschätzungen keine Ruhe gibt. Man kann das Selbstein-
schätzungsspiel nicht spielen und immer gewinnen.
Als Nächstes fragen Sie Ihre Klienten, ob sie dieses Spiel überhaupt spielen müs-
sen. Ist es möglich, erfolgreich zu handeln, selbst wenn sie Selbstzweifel und wenig
Selbstvertrauen haben? Sie können von Ihren Klienten Beispiele von Situationen
erfragen, in denen ihre Selbstzweifel groß waren und sie dennoch etwas geschafft
haben. Um schließlich abschließend klarzumachen, dass Selbsteinschätzungen er-
folgreichem Handeln nicht im Weg stehen müssen, wiederholen Sie laut den folgen-
den Satz, während Sie zum hinteren Teil des Zimmers gehen: »Ich bin nicht gut
genug, um zum hinteren Teil des Zimmers zu gehen.«

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 13 Das Selbst entdecken – Übung für Klienten (S. 1/2)

Wir geben uns alle ständig selbst Etiketten. Wir denken positiv von uns (»ehrlich«,
»stark«, »gute Mutter«) und negativ (»unzuverlässig«, »launisch«, »faul«). Denken
Sie an die Etiketten, die Sie sich oft selbst geben und schreiben Sie sie auf.

Negative Etiketten Positive Etiketten


Im schlimmsten Fall bin ich … Im besten Fall bin ich …

1. Ich bin ................................................. 1. Ich bin ........................................................


2. Ich bin ................................................. 2. Ich bin ........................................................
3. Ich bin ................................................. 3. Ich bin ........................................................
4. Ich bin ................................................. 4. Ich bin ........................................................
5. Ich bin ................................................. 5. Ich bin ........................................................
6. Ich bin ................................................. 6. Ich bin ........................................................
7. Ich bin ................................................. 7. Ich bin ........................................................
8. Ich bin ................................................. 8. Ich bin ........................................................

Anweisungen für Therapeuten


(1) Nachdem die Klienten das Arbeitsblatt ausgefüllt haben, lassen Sie sie die Augen
schließen und sich entspannen. Sie sollen sich darauf konzentrieren, wie ihr Atem
in die Nase hinein und wieder hinaus fließt. Bitten Sie sie, sich weiter auf ihre At-
mung zu konzentrieren. Wenn die Konzentration nachlässt, bitten Sie sie einfach,
sanft zu ihrer Atmung zurückzukehren. Dies sollte ungefähr drei Minuten dauern.
(2) Lassen Sie sie jetzt still den Satz vervollständigen, »Im schlimmsten Fall bin ich
…«. Sie sollten an einen Moment denken, wo sie sich von ihrer schlechtesten
Seite gezeigt haben. Sagen Sie ihnen, dass Sie dies ihr »schlechtestes Selbst« nen-
nen werden. Fordern Sie die Klienten auf, sich selbst als dieses »schlechteste
Selbst« lebhaft vorzustellen.
(3) Beim nächsten Schritt geht es darum, die Aufmerksamkeit der Klienten auf das
Beobachterselbst zu lenken. Sie könnten Folgendes sagen: »So, das sind Sie als
Ihr schlechtestes Selbst. Beachten Sie, dass da jemand ist, der sich dieses schlech-
teste Selbst anschaut. Es gibt ein ›Sie‹, das diesem schlechtesten Selbst zuschaut
und alles sieht, was es tut. Dieser ›Zuschauer‹ wird das Beobachter-Selbst ge-
nannt. Können Sie der Beobachter sein? Ihre Gedanken und Gefühle verändern
sich ständig und es gibt immer dieses Sie, das alle Gedanken und Gefühle be-
obachten kann. Versuchen Sie nicht, dies intellektuell zu verstehen. Versuchen
Sie einfach, sich dieses Beobachter-Selbsts bewusst zu werden, dieser Person hin-
ter den Augen, die Ihr schlechtestes Selbst beobachtet. Das Bizarre ist nämlich,
dass wenn Sie Ihr schlechtestes Selbst beobachten, Sie nicht das Äquivalent die-

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 13 Das Selbst entdecken – Übung für Klienten (S. 2/2)

ses schlechtesten Selbsts sind. Sie sind der Beobachter. Sehen Sie das? Machen
wir die Übung mit einem anderen Etikett.«
(4) Wiederholen Sie Schritte 2 und 3 mit negativen und positiven Etiketten. Wenn
notwendig, ändern Sie den Ausdruck »schlechtestes Selbst« zu »bestes Selbst«.

Nachbesprechung
Wenn Sie die Übung einige Male gemacht haben, bitten Sie Ihre Klienten, die Augen
zu öffnen und besprechen Sie die Übung mit ihnen. Achten Sie darauf, dass es nicht
zu verbal oder gar streitlustig wird. Manchmal weigern sich Klienten, den Unter-
schied zwischen sich und den Inhalten ihres Erlebens einzugestehen, vor allem,
wenn der Inhalt positiv ist (zum Beispiel: »›Ich bin ein guter Vater‹ ist nicht nur ein
Gedanke. Das bin ich wirklich«). Es hat keinen Sinn, die Beobachterperspektive zu
erzwingen. Es reicht, dass die Klienten beginnen, den Unterschied zwischen Inhalt
und Beobachter zu spüren. Das gelingt ihnen am ehesten, wenn die Menschen das
Beobachter-Selbst tatsächlich erfahren und nicht nur eine Vorstellung davon haben.
Haben die Klienten erlebt, dass es einen Unterschied zwischen dem Beobachter und
ihrem Konzept vom besten und schlechtesten Selbst gab?
Wenn erst einmal etwas Distanz besteht zwischen »ihnen« und ihren Einschät-
zungen, können Sie sich der Funktionalität dieser Einschätzungen zuzuwenden.
Führen die negativen Einschätzungen dahin, wo sie hin wollen? Können sie an Si-
tuationen denken, wo sogar positive Einschätzungen Barrieren zu wirksamem Han-
deln darstellten, z. B. wenn sie wertvolle Kritik ignorierten oder zu selbstsicher wa-
ren? Nur die Klienten selbst können sagen, ob eine Einschätzung hilfreich oder
schädigend war.
Sie könnten den Klienten erklären, dass die Fähigkeit, in eine Beobachterperspek-
tive zu treten, eine Quelle von Kraft sein kann. Aus dieser Sicht sind sie oft weiser und
weniger an Gedanken und Gefühle gebunden und es fällt ihnen dann vielleicht leich-
ter, schwierige Dinge loszulassen. Sie finden es vielleicht auch einfacher, sich nicht
von ihren Gefühlen und Gedanken einschüchtern zu lassen. Bitten Sie sie, Ihnen
nicht einfach zu glauben, sondern sich auf ihre eigene Erfahrung zu verlassen. Beto-
nen Sie, dass sie experimentieren und sich von ihren Erfahrungen leiten lassen sollen.
Wie alle Übungen, so ist auch diese flexibel. Es ist daher nicht notwendig, mit
dem Arbeitsblatt zu beginnen. Sie können direkt zum »Augen-schließen-Teil« gehen
und Ihre Klienten bitten, sich selbst auf unterschiedliche Weise vorzustellen. Je nach
Klient können Sie sie bitten, sich ihr »leidendes Selbst«, »krankes Selbst«, »Selbst mit
Krebs«, »Selbst mit Schmerzen«, »Selbst als Opfer«, »berufliches Selbst« usw. vorzu-
stellen. Es geht hauptsächlich darum, sie darauf hinzuweisen, dass sie sich, wenn sie
in einer Rolle gefangen sind, in dieser Rolle beobachten können. Demnach gibt es
ein »Sie«, das zuschaut und beobachtet und es gibt eine »Rolle«. Sie sind weder das
Äquivalent ihrer Rollen noch ihrer Gedanken, Schmerzen oder Leiden. Sie können
diese Dinge beobachten, wie sie kommen und gehen.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Der Fragebogen zu Lebensleitsätzen –
Arbeitsblatt 14
Handout für Klienten (S. 1/9)

Wir alle haben Werte, die unser Leben leiten, ob


wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Jeder
Mensch hat andere Leitprinzipien. Beispiele von
Leitprinzipien sind »in Einklang mit der Natur
leben«, »wohlhabend sein« und »kreativ sein«.

Ein Leitprinzip ist wie der Leuchtturm auf die-


sem Bild. Der Leuchtturm leitet den Schiffer und
hilft ihm dabei, in stürmischen Zeiten das Meer
des Lebens zu navigieren. Beginnen Sie bitte mit
der Übung auf der nächsten Seite.

Teil 1: Welche Leitsätze sind mir wichtig?


Bitte stufen Sie ein, in welchem Maße jeder Leit-
satz Ihnen persönlich wichtig ist (1 = Unwichtig
für mich; 9 = Sehr wichtig für mich). Wir möch-
ten wissen, was für Sie persönlich wichtig ist,
und nicht, was andere vielleicht wichtig finden.

1. ...... Im Einklang mit der Natur leben


2. ...... Weisheit erwerben und das Leben verstehen
3. ...... Schönheit schaffen (in allen Bereichen, wie Kunst, Tanz, Garten)
4. ...... Gerechtigkeit fördern und mich um Schwache kümmern
5. ...... Gegenüber Freunden, Familie und/oder meiner Gruppe zuverlässig sein
6. ...... Ehrlich sein
7. ...... Anderen helfen
8. ...... Begehrenswert sein
9. ...... Echte und enge Freunde haben
10. ...... Liebevolle Freundschaften haben
11. ...... Ehrgeizig und fleißig sein
12. ...... Kompetent und effizient sein
13. ...... Ein Gefühl von Erfolg haben und einen bleibenden Beitrag leisten
14. ...... Ein aufregendes Leben haben
15. ...... Ein abenteuerliches Leben haben

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Der Fragebogen zu Lebensleitsätzen –
Arbeitsblatt 14
Handout für Klienten (S. 2/9)

16. ...... Ein Leben voller Überraschungen haben


17. ...... Körperlich fit sein
18. ...... Mich gesund ernähren
19. ...... Sport treiben
20. ...... Im Einklang mit meinem religiösen Glauben leben
21. ...... Eins sein mit Gott oder dem Universum
22. ...... Respekt für Tradition zeigen
23. ...... Beherrscht sein und Verführungen widerstehen
24. ...... Respektvoll sein zu Eltern und alten Menschen
25. ...... Meinen Verpflichtungen nachkommen
26. ...... Die Sicherheit und Geborgenheit meiner Lieben aufrechterhalten
27. ...... Alle Gefälligkeiten erwidern und niemandem etwas schulden
28. ...... Vor Gefahr sicher sein
29. ...... Wohlhabend sein
30. ...... Autorität besitzen, das Sagen haben
31. ...... Einfluss auf Menschen haben
32. ...... Ein schönes, geruhsames Leben haben
33. ...... Essen und Trinken genießen
34. ...... Sexuell aktiv sein
35. ...... Kreativ sein
36. ...... Unabhängig sein
37. ...... Neugierig sein, neue Dinge entdecken
38. ...... Etwas herausfinden, Probleme lösen
39. ...... Ein besserer Mensch werden
40. ...... Positive Gefühlszustände erleben
41. ...... Sich gut fühlen

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Der Fragebogen zu Lebensleitsätzen –
Arbeitsblatt 14
Handout für Klienten (S. 3/9)

42. ...... Ein stressfreies Leben führen


43. ...... Musik, Kunst und/oder Theater genießen
44. ...... Dinge entwerfen
45. ...... Andere unterrichten
46. ...... Streitigkeiten schlichten
47. ...... Dinge bauen und reparieren
48. ...... Draußen arbeiten
49. ...... Dinge organisieren
50. ...... Klar definierte Arbeit leisten
51. ...... Dinge erforschen
52. ...... Dinge managen

Wenn wir irgendwelche Ihrer Leitprinzipien ausgelassen haben, schreiben Sie sie
bitte hier auf und stufen Sie sie nach ihrer Wichtigkeit ein:

53. ...... .................................................................


54. ...... .................................................................
55. ...... .................................................................

Teil 2: Welche Leitsätze sollte ich nach der Meinung anderer haben?
Bitte stufen Sie ein, in welchem Maße Sie sich unter Druck fühlen, diesen Leitsatz zu
haben (1 = Ich empfinde keinen Druck; 9 = Ich empfinde starken Druck). Häufige
Quellen von sozialem Druck sind andere Menschen (z. B. Familienmitglieder, Ihr
Partner); Gruppen (z. B. religiöse Gruppen, Freunde, Organisationen); Medien (z. B.
Werbung); und anderes (z. B. was die Gesellschaft von Ihnen erwartet).

1. ...... Im Einklang mit der Natur leben


2. ...... Weisheit erwerben und das Leben verstehen
3. ...... Schönheit schaffen (in allen Bereichen, wie Kunst, Tanz, Garten)
4. ...... Gerechtigkeit fördern und mich um Schwache kümmern
5. ...... Gegenüber Freunden, Familie und/oder meiner Gruppe zuverlässig sein
6. ...... Ehrlich sein
7. ...... Anderen helfen

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Der Fragebogen zu Lebensleitsätzen –
Arbeitsblatt 14
Handout für Klienten (S. 4/9)

8. ...... Begehrenswert sein


9. ...... Echte und enge Freunde haben
10. ...... Liebevolle Freundschaften haben
11. ...... Ehrgeizig und fleißig sein
12. ...... Kompetent und effizient sein
13. ...... Ein Gefühl von Erfolg haben und einen bleibenden Beitrag leisten
14. ...... Ein aufregendes Leben haben
15. ...... Ein abenteuerliches Leben haben
16. ...... Ein Leben voller Überraschungen haben
17. ...... Körperlich fit sein
18. ...... Mich gesund ernähren
19. ...... Sport treiben
20. ...... Im Einklang mit meinem religiösen Glauben leben
21. ...... Eins sein mit Gott oder dem Universum
22. ...... Respekt für Tradition zeigen
23. ...... Beherrscht sein und Verführungen widerstehen
24. ...... Respektvoll sein zu Eltern und alten Menschen
25. ...... Meinen Verpflichtungen nachkommen
26. ...... Die Sicherheit und Geborgenheit meiner Lieben aufrechterhalten
27. ...... Alle Gefälligkeiten erwidern und niemandem etwas schulden
28. ...... Vor Gefahr sicher sein
29. ...... Wohlhabend sein
30. ...... Autorität besitzen, das Sagen haben
31. ...... Einfluss auf Menschen haben
32. ...... Ein schönes, geruhsames Leben haben
33. ...... Essen und Trinken genießen
34. ...... Sexuell aktiv sein

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Der Fragebogen zu Lebensleitsätzen –
Arbeitsblatt 14
Handout für Klienten (S. 5/9)

35. ...... Kreativ sein


36. ...... Unabhängig sein
37. ...... Neugierig sein, neue Dinge entdecken
38. ...... Etwas herausfinden, Probleme lösen
39. ...... Ein besserer Mensch werden
40. ...... Positive Gefühlszustände erleben
41. ...... Sich gut fühlen
42. ...... Ein stressfreies Leben führen
43. ...... Musik, Kunst und/oder Theater genießen
44. ...... Dinge entwerfen
45. ...... Andere unterrichten
46. ...... Streitigkeiten schlichten
47. ...... Dinge bauen und reparieren
48. ...... Draußen arbeiten
49. ...... Dinge organisieren
50. ...... Klar definierte Arbeit leisten
51. ...... Dinge erforschen
52. ...... Dinge managen

Wenn wir irgendwelche Ihrer Leitprinzipien ausgelassen haben, schreiben Sie sie
bitte hier auf. Stufen Sie ein, in welchem Ausmaß Sie von anderen Menschen unter
Druck gesetzt werden, diese Leitsätze zu haben:

53. ...... .................................................................


54. ...... .................................................................
55. ...... .................................................................

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Der Fragebogen zu Lebensleitsätzen –
Arbeitsblatt 14
Handout für Klienten (S. 6/9)

Teil 3: Wie erfolgreich bin ich dabei, meine Leitsätze auszuleben?


Tragen Sie in diesen Fragebogen bitte ein, ob Sie den Leitsatz in den vergangenen
drei Monaten ausleben wollten oder nicht, d. h., wollten Sie nach diesem Leitsatz
leben? Wenn Sie »nein« antworten, gehen Sie zum nächsten Leitsatz. Wenn Sie »ja«
antworten, stufen Sie ein, wie erfolgreich Sie dabei waren, den Leitsatz auszuleben
(1 = Überhaupt nicht erfolgreich; 5 = Sehr erfolgreich).

Leitprinzip Wollten Sie diesen Wenn ja, wie


Leitsatz in den erfolgreich waren
vergangenen drei Sie dabei?
Monaten ins Spiel
bringen?
1. Im Einklang mit der Natur leben Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
2. Weisheit erwerben und das Leben Ja Nein
verstehen
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
3. Schönheit schaffen (in allen Bereichen, Ja Nein
wie Kunst, Tanz, Garten)
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
4. Gerechtigkeit fördern und mich Ja Nein
um Schwache kümmern
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
5. Gegenüber Freunden, Familie und/ Ja Nein
oder meiner Gruppe zuverlässig sein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
6. Ehrlich sein Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
7. Anderen helfen Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
8. Begehrenswert sein Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
9. Echte und enge Freunde haben Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
10. Liebevolle Freundschaften haben Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
11. Ehrgeizig und fleißig sein Ja Nein

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Der Fragebogen zu Lebensleitsätzen –
Arbeitsblatt 14
Handout für Klienten (S. 7/9)

Leitprinzip Wollten Sie diesen Wenn ja, wie


Leitsatz in den erfolgreich waren
vergangenen drei Sie dabei?
Monaten ins Spiel
bringen?
12. Kompetent und effizient sein Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
13. Ein Gefühl von Erfolg haben und Ja Nein
einen bleibenden Beitrag leisten
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
14. Ein aufregendes Leben haben Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
15. Ein abenteuerliches Leben haben Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
16. Ein Leben voller Überraschungen Ja Nein
haben
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
17. Körperlich fit sein Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
18. Mich gesund ernähren Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
19. Sport treiben Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
20. Im Einklang mit meinem religiösen Ja Nein
Glauben leben
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
21. Eins sein mit Gott oder dem Ja Nein
Universum
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
22. Respekt für Tradition zeigen Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
23. Beherrscht sein und Verführungen Ja Nein
widerstehen
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
24. Respektvoll sein zu Eltern und alten Ja Nein
Menschen
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
25. Meinen Verpflichtungen nach- Ja Nein
kommen

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Der Fragebogen zu Lebensleitsätzen –
Arbeitsblatt 14
Handout für Klienten (S. 8/9)

Leitprinzip Wollten Sie diesen Wenn ja, wie


Leitsatz in den erfolgreich waren
vergangenen drei Sie dabei?
Monaten ins Spiel
bringen?
26. Die Sicherheit und Geborgenheit Ja Nein
meiner Lieben aufrechterhalten
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
27. Alle Gefälligkeiten erwidern und Ja Nein
niemandem etwas schulden
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
28. Vor Gefahr sicher sein Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
29. Wohlhabend sein Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
30. Autorität haben, das Sagen haben Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
31. Einfluss auf Menschen haben Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
32. Ein schönes, geruhsames Leben haben Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
33. Essen und Trinken genießen Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
34. Sexuell aktiv sein Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
35. Kreativ sein Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
36. Unabhängig sein Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
37. Neugierig sein, neue Dinge entdecken Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
38. Etwas herausfinden, Probleme lösen Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
39. Ein besserer Mensch werden Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
40. Positive Gefühlszustände erleben Ja Nein

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Der Fragebogen zu Lebensleitsätzen –
Arbeitsblatt 14
Handout für Klienten (S. 9/9)

Leitprinzip Wollten Sie diesen Wenn ja, wie


Leitsatz in den erfolgreich waren
vergangenen drei Sie dabei?
Monaten ins Spiel
bringen?
41. Sich gut fühlen Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
42. Ein stressfreies Leben führen Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
43. Musik, Kunst und/oder Theater Ja Nein
genießen
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
44. Dinge entwerfen Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
45. Andere unterrichten Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
46. Streitigkeiten schlichten Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
47. Dinge bauen und reparieren Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
48. Draußen arbeiten Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
49. Dinge organisieren Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
50. Klar definierte Arbeit leisten Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
51. Dinge erforschen Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
52. Dinge managen Ja Nein

Bitte schreiben Sie diejenigen Ihrer Leitprinzipien auf, die bisher noch nicht aufge-
führt wurden und stufen Sie sie nach Erfolg ein:
53. Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
54. Ja Nein
.................................................................................................................................................................................................................................................................................
55. Ja Nein

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 15 Auswertungsbogen für Lebensleitsätze (S. 1/2)

Dieser Bogen soll einen Eindruck davon vermitteln, was Ihren Klienten am wichtigs-
ten ist und wobei sie Erfolg haben. Man sollte ihn als grobe Faustregel ansehen, da
genaue Wertbereiche von der jeweiligen Stichprobe abhängen. Der Auswertungs-
bogen enthält links Werte, die eine Standardabweichung unter dem Durchschnitt
liegen (untere 16 %, d. h. 16 % geben diesen oder einen niedrigeren Wert an). Rechts
stehen die Werte, die eine Standardabweichung über dem Durchschnitt liegen (obe-
re 16 %, d. h. 16 % geben diesen oder höheren Wert an). In der Mitte steht der
Durchschnittswert.
Zur Auswertung schauen Sie sich einfach die Fragebögen der Klienten an und
kreisen Sie ein, in welchem Bereich die Angabe liegt. Wenn ein Klient einen Wert
von 7,5 oder weniger bei Freundschaft erhält, dann kreisen Sie 7,5 ein. Liegt der
Wert zwischen 7,6 und 8,9, kreisen Sie den Mittelwert ein (8,5). Beachten Sie bitte,
dass ein Wert für den Klienten wichtig sein kann, obwohl der Wert verglichen mit
der normativen Stichprobe als unterdurchschnittlich eingestuft wurde. Die fett ge-
druckten Posten sind die aufgrund einer Faktoranalyse identifizierten Gruppierun-
gen (Stefanic & Ciarrochi, 2008). So enthält die Gruppierung »Reizsuchend« bei-
spielsweise die Posten »Abenteuer«, »Aufregendes Leben«, »Überraschungen« und
Neues entdecken«.

Klient ....................................................................................... Datum ........................................................................

Leitsatz Wichtigkeit Erfolg Leitsatz Wichtigkeit Erfolg

9. Freundschaft 7,5<8,5<9,0 3,2<4,2<5,0 Religiöse Gruppe

10. Liebe 7,0<8,2<9,0 2,5<3,8<5,0 20. Glaube 1,8<4,6<7,4 2,2<3,3<4,4

Sozial 21. Mit Gott 1,8<4,6<7,5 2,0<3,1<4,1


5. Zuverlässig
7,8<8,3<9,0 3,5<4,3<5,0 Künstlerische Gruppe
sein
6. Ehrlich sein 6,3<7,7<9,0 3,2<4,1<4,9 35. Kreativ 3,4<5,5<7,7 2,1<3,2<4,3
26. Sicherheit
7,1<8,2<9,0 3,0<3,9<4,8 44. Design 2,1<4,3<6,4 1,7<2,9<4,2
i. d. Familie
24. Respekt gegen-
5,6<7,3<9,0 3,0<3,9<4,9 3. Kreieren 3,7<5,9<8,1 2,3<3,3<4,3
über den Eltern
7. Anderen 43. Kunst
6,2<7,5<8,7 2,8<3,6<4,5 4,5<6,4<8,3 2,7<3,7<4,8
helfen genießen
27. Gefühle
6,1<7,5<8,8 2,9<3,9<4,9 Konträre Erfahrung
erwidern
23. Selbstbeherr- 4,5<6,4<8,2 1,8<3,0<4,1 42. Stressfrei 5,2<7,1<8,9 1,4<2,4<3,5
schung

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 15 Auswertungsbogen für Lebensleitsätze (S. 2/2)

Leitsatz Wichtigkeit Erfolg Leitsatz Wichtigkeit Erfolg

Macht 28. Sicherheit 4,8<7,6<9,0 3,3<4,2<5,0

30. Autorität 3,7<5,4<7,2 2,3<3,3<4,3 41. Gut fühlen 7,1<8,2<9,0 2,3<3,4<4,4

31. Einfluss 3,3<5,3<7,2 2,4<3,2<4,0 40. Positives 6,4<7,8<9,0 2,5<3,5<4,5


Gefühl
29. Reichtum 3,4<5,7<7,5 1,2<2,3<3,4 Keine Gruppe

1. Natur (–) 2,9<5,0<7,1 2,0<3,1<4,3 34. Sexuell aktiv 3,9<6,0<8,1 2,4<3,6<4,7

8. Begehrens- 4,5<6,4<8,2 2,3<3,2<4,1


Reizsuchend
wert
15. Abenteuer 4,9<6,6<8,3 2,0<3,1<4,2 36. Unabhängig 5,8<7,3<8,8 2,5<3,5<4,4
14. Aufregendes
5,8<7,7<8,8 2,5<3,5<4,5 2. Weisheit 6,3<7,6<8,9 2,3<3,2<4,0
Leben
16. Überra- 4,2<6,0<7,7 2,1<3,2<4,2 39. Besserer 6,5<7,8<9,0 2,6<3,4<4,2
schungen Mensch
37. Entdecken 5,6<7,0<8,4 2,6<3,6<4,5 33. Essen 5,2<6,9<8,6 3,4<4,3<5,0
genießen
Leistungen 12. Kompetent 6,3<7,5<8,6 2,6<3,4<4,2

50. Definierte 4,6<6,2<7,8 2,4<3,5<4,5 32. Geruhsam 6,3<7,6<9,0 2,4<3,4<4,4


Arbeit Leben
4,5<6,3<8,1 2,3<3,2<4,1 46. Streit 5,3<6,9<8,5 2,4<3,4<4,5
52. Managen
schlichten
11. Ehrgeizig 5,7<7,2<8,6 2,4<3,4<4,4 48. Draußen 2,6<4,7<6,8 1,9<3,1<4,2
arbeiten
49. Organisiert 4,1<6,0<7,9 2,1<3,2<4,4 47. Bauen 2,1<4,1<6,1 1,9<3,0<4,2

51. Erforschen 3,5<5,3<7,2 2,5<3,4<4,4 4. Gerechtigkeit 4,7<6,5<8,2 1,9<2,9<3,8


fördern
25. Verpflich- 6,3<7,6<8,8 2,6<3,6<4,6 6,0<7,5<9,0 2,0<3,0<4,0
13. Beitrag
tungen
38. Herausfinden 4,6<6,2<7,8 2,6<3,4<4,3 22. Traditionen 3,4<5,4<7,4 2,3<3,2<4,2
respektieren
Gesundheit 45. Unterrichten 4,4<6,1<7,9 2,5<3,4<4,3

17. Fit sein 5,3<6,9<8,5 1,8<3,0<4,1 53.

19. Sport 3,6<5,9<8,2 1,9<3,3<4,7 54.

18. Gesund 5,0<6,7<8,4 2,1<3,1<4,1 55.


ernähren

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 16 Karten sortieren – Übung für Klienten (S. 1/4)

Der Zweck dieser Übung besteht darin, Klienten zu helfen, die für sie wichtigsten
Leitsätze zu entdecken. Sie können die folgenden Seiten auf festes Papier kopieren
und die Karten dann für Ihre Klienten ausschneiden und eventuell laminieren.

Anleitung. Bitten Sie Ihre Klienten, sich jede Karte anzuschauen und sie dann einem
von drei Stapeln zuzufügen.

! Stapel 1: Diese Leitsätze sind eher unwichtig für mich.


! Stapel 2: Diese Leitsätze sind mittelmäßig wichtig für mich.
! Stapel 3: Diese Leitsätze sind sehr wichtig für mich.

Nachdem Klienten mit dem Sortieren fertig sind, bitten Sie sie, sich die Karten noch
einmal anzusehen und dieses Mal die zehn wichtigsten Leitsätze auszusuchen. Wenn
der Lebensleitsatz eines Klienten nicht unter den Karten ist, kann er oder sie den
Leitsatz auf eine der leeren Karten schreiben.

Nachbereitung. Fragen Sie Ihre Klienten, ob Sie bereit sind, Ihnen zu erzählen, was
ihnen wichtig war. Während sie über verschiedene Leitsätze sprechen, achten Sie auf
Zeichen von Vitalität und Enthusiasmus in ihren Augen, Gestik und Tonfall. Dies
gibt Ihnen wichtige Hinweise darauf, was die Klienten wirklich vom Leben wollen
und worauf sie voraussichtlich bereit sind, in der Therapie hinzuarbeiten. Sie kön-
nen Klienten ebenfalls fragen, ob sie überrascht waren, wie unwichtig einige Leitsät-
ze im Vergleich zu anderen waren. Viele von uns verbringen jede Menge Zeit mit
Dingen, die absolut unwichtig sind.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 16 Karten sortieren – Übung für Klienten (S. 2/4)

!
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Im Einklang mit Weisheit erwerben


der Natur leben und das Leben verstehen
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Gerechtigkeit fördern Gegenüber Freunden, Familie


und mich um und/oder meiner Gruppe
Schwache kümmern zuverlässig sein
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Anderen helfen Begehrenswert sein

..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Liebevolle Ehrgeizig und


Freundschaften haben fleißig sein
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Ein Gefühl von Erfolg haben


Ein aufregendes
und einen bleibenden
Leben haben
Beitrag leisten
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Ein Leben voller


Köperlich fit sein
Überraschungen haben
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Im Einklang mit meinem


Sport treiben
religiösen Glauben leben
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Respekt für Beherrscht sein und


Tradition zeigen Verführungen widerstehen
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Meinen
Die Sicherheit und Geborgenheit
Verpflichtungen
meiner Lieben aufrechterhalten
nachkommen
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 16 Karten sortieren – Übung für Klienten (S. 3/4)

!
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Schönheit schaffen
(in allen Bereichen, wie Kunst, Vor Gefahr sicher sein
Tanz, Garten
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Ehrlich sein Einfluss auf Menschen haben

..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Echte und enge Freunde haben Sexuell aktiv sein

..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Kompetent und Neugierig sein,


effizient sein neue Dinge entdecken
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Ein abenteuerliches Positive Gefühlzustände


Leben haben erleben
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Musik, Kunst und/oder Theater


Mich gesund ernähren
genießen
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Eins sein mit Gott


Streitigkeiten schlichten
und dem Universum
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Respektvoll sein
Dinge organisieren
zu Eltern und alten Menschen
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Alle Gefälligkeiten erwidern und


Dinge managen
niemandem etwas schulden
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 16 Karten sortieren – Übung für Klienten (S. 4/4)

!
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Autorität besitzen,
Wohlhabend sein
das Sagen haben
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Ein schönes, geruhsames Essen und Trinken


Leben haben genießen
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Kreativ sein Unabhängig sein

..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Etwas herausfinden, Ein besserer


Probleme lösen Mensch werden
..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Sich gut fühlen Ein stressfreies Leben führen

..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Dinge entwerfen Andere unterrichten

..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Dinge bauen und reparieren Draußen arbeiten

..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Klar definierte Arbeit leisten Dinge erforschen

..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Bereitwilligkeit und engagiertes Handeln –
Arbeitsblatt 17
Handout für Klienten (S. 1/2)

Welchen Wert wollen Sie in Ihrem Leben ausleben (oder stärker ausleben)? Werte
sind wie Leitsterne. Sie planen Ihren Kurs nach ihnen, ohne sie jedoch jemals ganz
zu erreichen oder zu verwirklichen.

......................................................................................................................................................

......................................................................................................................................................

Wählen Sie ein Ziel, das Sie gern mit Bezug auf den Wert erreichen wollen. Es soll
Ihnen anzeigen, dass Sie auf dem rechten Weg sind.

......................................................................................................................................................

......................................................................................................................................................

Wählen Sie eine Handlung/Handlungen, die Sie zu diesem Ziel bringen werden.

......................................................................................................................................................

......................................................................................................................................................

Welch innerer »Kram« scheint Sie daran zu hindern, dieses Ziel zu erreichen?

......................................................................................................................................................

......................................................................................................................................................

Gefühle und Empfindungen?

......................................................................................................................................................

......................................................................................................................................................

Nutzlose Regeln (»müsste«, »sollte«) und Einschätzungen (»Es ist schrecklich«, »Ich
halte es nicht mehr aus«, »Ich bin nicht gut genug«)?

......................................................................................................................................................

......................................................................................................................................................

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Bereitwilligkeit und engagiertes Handeln –
Arbeitsblatt 17
Handout für Klienten (S. 2/2)

Es geht darum, sich diesen inneren Kram anzusehen und ihn als das zu erkennen,
was er ist – eben Kram – und nicht, was er zu sagen vorgibt. Innerer Kram erscheint
manchmal stärker als die Realität. Der Kram im Hirn sagt oft, dass er gefährlich oder
buchstäblich wahr ist. Zum Beispiel die Angst. Sie sagt Ihnen, dass sie stark ist und
dass Sie von ihr weglaufen oder auf sie hören müssen. Beachten Sie, dass »Angst«
nur ein Wort ist, das einen Haufen vorübergehender Gedanken und Gefühle be-
schreibt. Beachten Sie, dass Sie diese Gedanken und Gefühle haben können und
trotzdem tun können, was Ihnen wichtig ist.

Sind Sie bereit, für die Gedanken und Gefühle Platz zu machen, die bei Ihrem
engagierten Handeln auftauchen?

Ja: Gehen Sie auf Ihre Reise und erleben Sie sie!
Nein: Gehen Sie zurück, wählen Sie eine andere werteorientierte Handlung aus
und wiederholen Sie diese Übung.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 18 Tagebuch – Handout für Klienten

Datum ...................................

Zu Beginn des Tages

Welchen Wert möchten Sie heute ausleben?

......................................................................................................................................................

......................................................................................................................................................

Welche konkrete/n Handlung/en möchten Sie durchführen, um den Wert auszu-


leben?

......................................................................................................................................................

......................................................................................................................................................

Welche Gedanken und Gefühle könnten Sie sich als Handlungsbarrieren vorstellen?

......................................................................................................................................................

......................................................................................................................................................

Sind Sie bereit, für die Gedanken und Gefühle Platz zu machen, die bei Ihrem
engagierten Handeln auftauchen?

Ja: Gehen Sie heute auf Ihre Reise und erleben Sie sie!
Nein: Gehen Sie zurück, wählen Sie eine andere werteorientierte Handlung aus
und wiederholen Sie diese Übung.

Bewertung am Tagesende

Heute habe ich im Einklang mit meiner werteorientierten Richtung gehandelt


(1 = Gar nicht; 5 = Sehr):

.................

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 19 Sich wirksam durchsetzen – Handout für Klienten

(1) Situation:

..............................................................................................................................................

..............................................................................................................................................

(2) Gefühle und Gedanken:

..............................................................................................................................................

..............................................................................................................................................

..............................................................................................................................................

(3) Kreisen Sie die Gefühle und Gedanken ein, die nicht helfen würden, wenn Sie
auf sie hörten.

(4) Was würden Sie in dieser Situation am liebsten erreichen?


(Denken Sie an das, was Ihnen wichtig ist.)

..............................................................................................................................................

..............................................................................................................................................

..............................................................................................................................................

(5) Würde die Fähigkeit, sich durchzusetzen, Ihnen in diesem Moment helfen, Ihre
Werte ins Spiel zu bringen?

..............................................................................................................................................

! Wenn nicht, dann sollten Sie überlegen, ob Sie etwas anderes tun sollten, als
sich durchzusetzen (zum Beispiel nichts tun oder mit Ihren Freunden über
die Situation sprechen).
! Wenn ja, dann füllen Sie die folgende Aussage aus. Sie gibt Ihnen eine Mög-
lichkeit, sich durchzusetzen.

Eine Möglichkeit, mich durchzusetzen

Ich fühle mich ...........................................................................................................................

Wenn ..........................................................................................................................................

Weil ............................................................................................................................................

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 20 Sich wirksam durchsetzen – Musterhandout für Klienten

(1) Situation:

Eine enge Freundin spricht mit anderen über mein Privatleben.

(2) Gefühle und Gedanken:

Wütend

Traurig

Sie hat mich verraten

Ich kann niemandem trauen.

(3) Kreisen Sie die Gefühle und Gedanken ein, die nicht helfen würden, wenn Sie
auf sie hörten.

(4) Was würden Sie in dieser Situation am liebsten erreichen? (Denken Sie an das,
was Ihnen wichtig ist.)

Ich hätte es gern, dass sie nicht so viel tratscht.


Ich hätte gern eine vertrauensvolle Freundschaft.

(5) Würde die Fähigkeit, sich durchzusetzen, Ihnen in diesem Moment helfen, Ihre
Werte ins Spiel zu bringen?

Ja.

! Wenn nicht, dann sollten Sie überlegen, ob Sie etwas anderes tun sollten, als
sich durchzusetzen (zum Beispiel nichts tun oder mit Ihren Freunden über
die Situation sprechen).
! Wenn ja, dann füllen Sie die folgende Aussage aus. Sie gibt Ihnen eine Mög-
lichkeit, sich durchzusetzen.

Eine Möglichkeit, mich durchzusetzen

Ich fühle mich traurig.

Wenn du anderen Leuten meine Geheimnisse erzählst.

Weil diese Leute die Geheimnisse gegen mich verwenden oder sich mir
gegenüber vielleicht anders verhalten könnten.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Bereitwilligkeit, Werte und engagiertes Handeln
Arbeitsblatt 21
in sozialen Situationen – Handout für Klienten

Ihr Wert: Welchen Wert möchten Sie ins Werte anderer Menschen: Welche Werte
Spiel bringen? möchte die andere Person ins Spiel
bringen?

....................................................................... .......................................................................
....................................................................... .......................................................................

Innere »Drangsalierer«: Welche privaten Innere »Drangsalierer«: Welche privaten


Erfahrungen schüchtern Sie manchmal Erfahrungen schüchtern manchmal die
ein und kommen Ihrem wertvollen Han- andere Person ein und kommen ihrem
deln in die Quere? wertvollen Handeln in die Quere?

Gedanken/Einschätzungen: Gedanken/Einschätzungen:
....................................................................... .......................................................................
....................................................................... .......................................................................

Emotionen: Emotionen:
....................................................................... .......................................................................
....................................................................... .......................................................................

Bereitwilligkeit: Sind Sie willens, Ihren eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen
der anderen Person Raum zu geben, damit Sie tun können, was Ihnen wichtig ist?

! Ja: Gehen Sie zum nächsten Schritt über und verpflichten Sie sich
zu werteorientiertem Verhalten.
! Nein: Suchen Sie sich einen anderen Wert aus, den Sie ins Spiel bringen
wollen.

Engagiertes Handeln: Zu welchen kon- Verbindung herstellen: Wie können Sie


kreten Handlungen, die Ihre Werte ins die Werte der anderen Person unter-
Spiel bringen, möchten Sie sich ver- stützen?
pflichten?

....................................................................... .......................................................................
....................................................................... .......................................................................
....................................................................... .......................................................................

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Wie man mit einer schwierigen sozialen Situation umgeht,
Arbeitsblatt 22
ohne es später zu bereuen – Handout für Klienten

Niemand wacht morgens auf und denkt: »Heute ist der Tag, an dem ich mein Leben
vermassle.« Dennoch sagen und tun wir ständig Dinge, die wir später bereuen.
Menschen tun oft Dinge, die uns ärgern oder traurig machen. Das gehört zum
Leben. Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass Sie nicht Ihre Emotion sind. Sie mö-
gen Ärger empfinden, aber er wird vorübergehen. Ärger ist wie ein Fahrgast im Bus,
wo Sie der Fahrer sind. Der Ärger schreit Sie an: »Überfahren Sie den Fußgänger!
Fahren Sie schneller! Lassen Sie ihn nicht überholen!« Doch Sie brauchen nicht auf
den Ärger zu hören.
Auf ähnliche Weise schreien Ihre Emotionen Sie in manchen sozialen Situationen
an, etwas zu tun. Sie brauchen es nicht zu tun, wenn Sie es nicht wollen. Wenn Sie in
einer unangenehmen sozialen Situation sind, können Sie vier Schritte unternehmen,
um zu vermeiden, dass Sie etwas tun, das Sie später bereuen.

STOP

1. Stoppen und einen Schritt zurücktreten. Handeln Sie nicht sofort nach Ihren
Gefühlen. Lassen Sie sich nicht vom Strom der Emotionen fortreißen. Stoppen Sie
stattdessen Ihren Impuls, indem Sie beobachten, was Ihre Denkmaschine Ihnen
sagt. Dann warten Sie und treten geistig einen Schritt zurück.

2. Tief atmen. Achten Sie auf Ihren Atem, wie Sie einatmen und ausatmen.
3. Observieren. Sehen Sie die Situation wie ein Beobachter von außen. Observieren
Sie, wie Sie sich fühlen und was Sie denken. Versuchen Sie nicht, Ihre Emotionen
zu unterdrücken, zu blockieren oder loszuwerden. Lassen Sie sich von ihnen wie
von einer Welle überspülen, die kommt und geht. Seien Sie bereit, Ihre Emoti-
onen zu erfahren. Versuchen Sie nicht, Ihre Gedanken loszuwerden (besonders
Ihre Einschätzungen). Denken Sie daran, es sind nur Wörter, die man wahr-
nimmt, keine Fakten. Lassen Sie Erfahrungen, Gefühle und Gedanken in Ihren
Kopf hineinkommen und auch wieder hinausschlüpfen.

4. Plan verwirklichen. Bringen Sie Ihre Werte ins Spiel. Jetzt, wo Sie ein wenig Dis-
tanz und Perspektive gewonnen haben, können Sie entscheiden, was für Sie das
Beste ist. Sie sollten die Konsequenzen Ihres Handelns berücksichtigen. Tun Sie
nur Dinge, die im Einklang mit Ihren Werten stehen – und denken Sie daran, bei
einigen Ihrer Werte kann es darum gehen, andere Menschen gut zu behandeln.

Wollen Sie sich von Ihren Emotionen, Einschätzungen und Regeln einschüchtern
lassen? Wenn Sie das Gefühl haben, dass diese Drangsalierer die Oberhand gewinnen,
wird Ihnen das Akronym STOP helfen, sich daran zu erinnern, was Sie tun müssen.

© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010


Arbeitsblatt 23 Selbstbewertungsbogen für Therapeuten

Klient ...................................................................................... Sitzung .........................................................................................

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In welchem Ausmaß Welche Strategien


haben Sie die Strategie haben Sie benutzt
in der Sitzung ange- und zu welchem
wandt? Zweck?
(1 = Gar nicht;
5 = Ausgiebig)
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1. Defusion 1 2 3 4 5
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2. Akzeptanz 1 2 3 4 5
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3. Kontakt mit dem jetzigen 1 2 3 4 5


Moment
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4. Selbst als Kontext 1 2 3 4 5


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5. Werte 1 2 3 4 5
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6. Engagiertes Handeln 1 2 3 4 5
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7. Kompetenztraining 1 2 3 4 5
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8. Verständnis von Emotionen 1 2 3 4 5


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9. Kognitive Strukturierung 1 2 3 4 5
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10. Strategien zur Umwelt- 1 2 3 4 5


veränderung
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11. Strategien zur Veränderung 1 2 3 4 5


von Affekten/Empfindungen
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© Ciarrochi • Bailey: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der KVT. Beltz, 2010