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Text 1: Die ökologische Dimension

Die zweite Dimension der Triple Bottom Line ist die der Ökologie. Diese umfasst alle
umweltrelevanten Themen wie etwa die Schonung von Ressourcen durch einen
entsprechenden haushälterischen Einsatz, die Vermeidung von Abfällen oder ökologische
Ausgleichsmaßnahmen für Flächenversiegelungen. Die hierunter subsumierbaren Themen
sind nahezu unerschöpflich, weshalb an dieser Stelle auch nicht der Versuch unternommen
werden soll, eine vollständige Auflistung aller relevanten Aspekte zu nennen. Beim oben
genannten Beispiel des geringeren Ressourcenverbrauchs wurde bereits die Überschneidung
mit der ökonomischen Dimension der Nachhaltigkeit sichtbar. Zudem umfasst dieser Bereich
auch das Engagement für Natur und Umwelt, etwa in Form von Spenden an
Naturschutzorganisationen oder entsprechende Sponsoringmaßnahmen. Ziel der
ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit ist es, die durch das Unternehmen verursachten
Umweltbelastungen erstens durch Optimierung von Prozessen zu vermeiden bzw. zu
minimieren und zweitens – wo dies nicht oder nicht Grundlagen, Theorie, Methoden sofort
erreichbar ist – möglichst vollständig übergangsweise auszugleichen, so dass die natürlichen
Lebensgrundlagen nicht beeinträchtigt werden. Dies kann - neben dem bereits
angesprochenen externen Engagement - auch betriebsseitig oder produktseitig zum Einsatz
kommen. Ein wichtiger Faktor hierbei ist es, die Mitarbeiter des Unternehmens einzubeziehen,
da diese oftmals sowohl als Verursacher als auch als Betroffene in Betracht kommen. Ein
Beispiel hierfür sind etwa die Emissionen, die entstehen, wenn Mitarbeiter mit dem Auto zur
Arbeit fahren. Hier hat die Organisation dann die Aufgabe, die Angestellten zu motivieren, auf
umweltfreundlichere Alternativen wie öffentliche Verkehrsmittel, sofern dies möglich ist,
umzusteigen. Unterstützt werden kann dies etwa, wenn für Mitarbeiter Anreize geschaffen
werden, diesen Wechsel vorzunehmen. So sind bspw. finanzielle Zuschüsse für Fahrscheine
des öffentlichen Verkehrs denkbar. Übergeordnetes Ziel der ökologischen Dimension der
Nachhaltigkeit ist die Erhaltung des ökologischen Systems, das für Wirtschaft und Gesellschaft
eine zentrale Rolle als Ressourcenquelle.

Text 2: Die ökologische Dimension in der Automobilindustrie

Die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie ist hauptsächlich an


den Themen „Ressourcenverbrauch“ und „Emissionen“ festzumachen. Die Verknappung von
Ressourcen wird, und dies nicht nur in der Automobilbranche, mittel- bis langfristig zu einer
Neuausrichtung vieler Industrien führen. Daher spielen in der Automobilindustrie der Wandel
des Klimas und die Gefährdung von Ressourcen eine zentrale Rolle. Auch wenn der Verkehr
im Vergleich zu anderen Emittentengruppen (z.B. private Haushalte) nicht mehr schädliche
Treibhausgase verursacht, so spielt er in der subjektiven Wahrnehmung der Gesellschaft als
Verursacher für den Klimawandel eine größere Rolle als andere Sektoren. Besonders
Fahrzeugmodelle mit einem vergleichsweise hohen Ausstoß an Gramm CO2/km rücken in den
Fokus der Betrachtungen, und die Akzeptanz für entsprechende Modelle in der Gesellschaft
nimmt ab. Gleichzeitig wird der Ruf nach sparsamen Antriebskonzepten lauter.

Text 3: Externe Effekte

Bei der Herstellung von Fahrzeugen, aber auch während deren Nutzungsphase entstehen
unerwünschte externe Effekte. Als externe Effekte bezeichnet die Volkswirtschaftslehre
unkompensierte Auswirkungen ökonomischer Aktivitäten, die der jeweilige Verursacher nicht
ausgleicht. Gleichzeitig erhalten die von den externen Effekten betroffenen, eigentlich
unbeteiligten Dritten keinen Ausgleich. Die gesamtgesellschaftlich entstehenden Kosten sind
daher größer als die privaten Kosten, die bspw. für ein verursachendes Unternehmen anfallen:
sie setzen sich zusammen aus den privaten Kosten plus den externen bzw. sozialen
Zusatzkosten, welche das Ausmaß des externen Effekts repräsentieren. Die externen Effekte
des Automobils, wie sie Abb. 14 darstellt, können dabei nach ihren Entstehungsquellen
kategorisiert werden. Dies sind die Phasen Rohstoffgewinnung, die Herstellung des
Automobils, dessen Betrieb und letztlich die Entsorgung.

Text 4: Soziale Dimension


Mit Mitarbeitern, aber auch anderen Stakeholdern wie Anwohnern, NGOs und der Gesellschaft
im Allgemeinen beschäftigt sich das Handlungsfeld „Gesellschaft & Soziales“. Hierunter fällt
der verantwortungsbewusste Umgang mit Mitarbeitern, der sich bspw. in Form von
leistungsgerechter Entlohnung oder der Schaffung von mitarbeiterfreundlichen
Arbeitsbedingungen zeigen kann, also jeglicher Form von sozialverantwortlichem
Personalmanagement. Den Bogen zur Ökonomie wieder schlägt das Thema „Sozial
verantwortliche Lieferkette“, wenn bei Beschaffungsvorgängen auf Waren von Zulieferern, bei
deren Produktherstellung Kinderarbeit zum Einsatz kommt oder zu niedrige,
existenzgefährdende Löhne gezahlt werden, verzichtet wird. Hier hat das Unternehmen die
Möglichkeit, vertraglich Mindestanforderungen wie etwa die Einhaltung der Menschenrechte,
zu vereinbaren. Im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit spielen Begriffe wie „Fairness“,
„Vertrauen“ und „Gerechtigkeit“ eine zentrale Rolle. Das übergeordnete Ziel liegt hier,
gesellschaftlich wie wirtschaftlich, in der Erhaltung des sozialen Kapitals.
Der Triple-Bottom-Ansatz und die damit verbundenen drei Säulen bzw. Handlungsfelder der
Nachhaltigkeit geben Unternehmen und anderen Organisationen also vielfältige
Ansatzpunkte, konkrete Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Nachhaltiges
Wirtschaften ist dann eine Form von ökonomischem Handeln, bei dem die anzustrebenden
Ziele erreicht wurden und somit ein Gleichgewicht herrscht. Die drei Bestimmungs-merkmale
des Triple-Bottom-Ansatzes lassen sich auf die unternehmerische Nachhaltigkeitsebene
übertragen:
 Ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen berücksichtigt neben ökonomischen
auch soziale und ökologische Gegebenheiten und Folgen seines Handelns.
 Voraussetzung für unternehmerische Nachhaltigkeit ist eine betriebswirtschaftliche
Langfristorientierung. Diese dient als Basis für heutige und zukünftige
Bedürfnisbefriedigung der Anspruchsgruppen des Unternehmens.
 Das nachhaltige Unternehmen beachtet die haushälterische Regel, die vorgibt, von
den Erträgen, jedoch nicht von der Substanz zu leben. Dies gilt neben dem
Finanzkapital (welches unter die ökonomische Säule fällt) ebenso für das ökologische
als auch das soziale Kapital.
Text 5: Soziale Dimension in der Automobilindustrie
Unternehmensintern ergeben sich potentielle gesellschaftliche Auswirkungen der
Herstellungsphase vorwiegend für Mitarbeiter im Produktionsbereich in Form von
Beeinträchtigungen der Gesundheit auf. Extern betrachtet entstehen im Rahmen der
Herstellungsphase Auswirkungen auf die Bewohner der näheren Umgebung eines
Produktionsstandorts.
Arbeitssicherheit:
Besonders im Bereich der automobilen Produktion können Gesundheitsgefährdungen, etwa
im Umgang mit Lacken, oder Arbeitsunfälle auftreten. Daher ist ein Höchstmaß an
Arbeitssicherheit für die Mitarbeiter geboten. Viele Unternehmen haben daher
Arbeitsschutzmanagementsysteme installiert, die dazu beitragen, die Sicherheit für Mitarbeiter
zu gewährleisten. Zwischen 1991 und 2006 sanken so die meldepflichtigen Arbeitsunfälle bei
den deutschen Automobilherstellern von über 25 je 1 Million geleisteter Arbeitsstunden auf
knapp über 5.
Geräuschemissionen:
Produktionsbedingte Geräusche stellen vorwiegend für die nähere Umgebung der
Produktionsanlagen eine Beeinträchtigung dar. Die TA Lärm regelt die Belastung der
Anwohner über Grenzwerte für Geräuschemissionen. Diese konnten dadurch in den letzten
Jahren stark gesenkt werden.

Definition von TA Lärm: (nicht umschreiben)


Die TA Lärm ist allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundesimmissionsschutzgesetz. Ziel
ist der Schutz der Nachbarschaft und Allgemeinheit vor Umwelteinwirkungen durch
Lärmimmission.

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