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aA Pru pe NB bea ae Stimme der Weit- Stimme der UNO win, derase Loldwoose a Zag-naHLOlerE 064 829 eb LEnbS LM Die uber 3000 tm lange Baikal-Amur-Magistrale (BAM) wird durch die rauhen sibi ‘sehen Weiten vom Baikalsee bis zur Femnostkiste der UdSSP, verlaulen. Aut 1500 km der rasse wurde der Giter zugverkehr bereits auigenom: mer. In den anliegenden Ge. Der ingenieur und Geophysiker Valentin Sasonow genden entstehen neue Stadte nd Siedlungen. Beim Bau einer der rahlreichen Bricken Gemuse aus dem Treibhaus Eine neve Stadt wachs! empor In der Gemaldegalerie fungsbetriebe entstehen. In von Sewerobaikalsk » der Akademie Hier gibt es reiche Vorkom alee men, u. 6. von Eisenerz, Bunt kohle, Aut ihrer G und Edelmetalien, Glimmer, sollen Férder- und Verarbes BHORTDESREDAKTEURS® 2 eee ees AM RUBIKON Schon viele Jahre kann man die Nahostlage nur als gespannt bezeichnen. Jetzt aber wollen die Machthaber Israels, die vor allem an diesen Spannungen schuld sind, die Lage offenbar bis zum duBersten anheizen, Die Zionisten setzen’ den Bau ihrer Siedlun- gen in den besetzten arabischen Gebieten fort Sie annektierten den (arabischen) Ostteil von Jerusalem und proklamierten das gewaltsam jwiedervereinigte" Jerusalem zu ihrer Haupt- Stadt, sie unternahmen eine neue Grofinvasion ihrer Truppen auf libanesisches Territorium, wobei sie groBe Schden verursachten, viele friedliche Einwohner ermordeten oder schwer verletzten. In der auf Heuchelei und Tauschung gegriin- deten Politik der Imperialisten und ihrer Hel- fershelfer liegen Tragisches und Licherliches oft eng beieinander. Licherlich war die in der Weltpresse immer noch nicht abgeklungene Ge- schichte der Beendigung und Wiederaufnahme der agyptisch-israelischen Gespriche iiber eine »Palastinenserautonomie", Sadat hat die Welt wiederholt durch seine Fhigkeit das Staunen gelehrt, sich mit stolzer Miene auf schindliche Zugestindnisse an Tel Aviv und Washington bei dem Versuch einzulassen, die Bedingungen des Komplotts von Camp David 2u__verwirkli chen. Doch die Annexion von Ostjerusalem konnte selbst er anfangs nicht hinnehmen. Kai- ro unterbrach die Verhandlungen mit Tel Aviv, die schon 15 Monate dauern, wiederholt verlegt wurden und jetzt wieder einmal in eine Sack- gasse geraten sind. Die Unfahigkeit Kairos und Tel Avivs, eine | Vereinbarung in der ,,Autonomiefrage“ zu errei- chen, gefahrdet die gesamte Nahoststrategie Washingtons, die auf dem ,,ProzeS von Camp David" basiert. Um die Lage zu retten, macht Washington von einem bewahrten Mittel Gebrauch — es setzt Kairo unter Druck. US-Sonderemissir Sol Li- nowitz iberredete den dgyptischen Prisidenten, die Gesprache im Oktober wiederaufzunehmen, | um die von Washington vorgeschlagene ,,Zwi- schenlésung" zu erértern. Spater, erst nach den NEUE ZEIT” 37.80 amerikanischen Prisidentschaftswahlen, soll ein Gipfeltreffen der Teilnehmer von Camp David durchgefuhrt werden. In Kairo verbindet man gewisse Hoffnungen mit diesem geplanten Treffen. Man meint, der US-Prisident werde dann wohl eine ,,ausgegli- chenere Nahostpolitik verfolgen: Es werde dann ja nicht mehr die ,,zwingende“ Notwendig- keit geben wie vor den Wahlen, der zionistischen Lobby Gefilligkeitsdienste zu leisten. Doch die gesamte Geschichte des _arabisch-israelischen Konflikts zeigt, da derartige Hoffnungen jeg- licher Grundlage entbehren. Ist ja die wirt- schaftliche, diplomatische und militarische Hil- fe far Tel’ Aviv Riickgrat der amerikanischen Nahostpolitik, da Israel die Hauptbastion des Imperialismus in dieser Region darstellt. Wer auch US-Président werden mag, Tel Aviv wird stets der Gewinner bleiben. Israel, das vor Wahlkampf in den USA pro- fitiert, sinnt auf neue gefahrliche Aktionen. In der Knesset bereitet man sich auf eine Debatte iiber die Annexion der Golan-Héhen vor. Ein Kanal Mittelmeer—Totes Meer durch den Gha- zastreifen ist geplant. So gibt man zu verstehen, daB man den Ghazastreifen als israelisches Ter- ritorium ansieht. Washington unterstiitzt diese Absichten Tel Avivs, weil sie voll dem Geist des Komplotts von Camp David entsprechen, dem der Gedanke zu- grunde liegt: Hinter dem Feigenblatt der »,Autonomiegespriiche soll die faktische Anne- xion des Westjordanlandes, des Ghazastreifens und der Golan-Héhen vollzogen werden. Durch die Beteiligung Kairos méchte man den An- schein einer arabischen Lisung schaffen. ‘Tel Aviv beschwért durch seine riicksichtslo- se Politik die gréBten Gefahren herauf. Wird es den Rubikon iiberschreiten? Der Annexionspo- litik Israels muB eine entschiedene Abfuhr er- teilt werden! Jetzt beginnen sogar jene arabi- schen Linder, die bislang die Annexionspolitik Israels mehr oder weniger toleriert haben, sich’ der Gefahren auch fiir sie selbst bewuBt zu wer- den. Doch das allein reicht nicht. Die arabischen. Vilker verstehen das und streben nach groBerer Einheit, um den Absichten Israels wirksam Wi- derstand leisten zu kénnen, die Besetzung ara- bischer Gebiete zu verewigen. Solchen geféhrli- chen Planen hat die UNO-Vollversammlung das anerkannte Recht des palastinensischen Volkes auf Selbstbestimmung und Bildung eines eige- nen unabhiingigen Staates entgegengesetzt. Nur so kann allen Vélkern des Nahen Ostens ein dauerhafter und gerechter Frieden garantiert werden,