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See WOCHENSCHRIFT FUR POLITIK dinase boLewoose 2adeydHLOLD waneor dere 06t 829 €24 6S LHL SOWJETUNION IM_BILD In der UdSSR ist de Handel staallich, Der Ein relhandelsumsatz betrigt ir diesem Jahr rund 267 Milli den Rubel, d. h, 1000 Rubel pro Kopl der Bevélkerung Im kommenden Jahr wird e! um 49% steigen Zu den vordringlichste Sorgen des Staates gehér die verbeserte Versorgunc der Bevéikerung mit Lebens mitteln. Deshalo werden jedem Jahr die Iovestitionen in die Landwirtschalt, von de Die Lichter ae OM OT cs, an se ren Eflektivitét heuptséchlich die Nahrungsmittelproduktioy ‘abhangt, erhaht. in diesem Jahe betragen sie 36,2 Md Rubel. Im kommenden a f = { Hochbetrieb in 2 aie es re] 2 Gemuse und Obst Avstustungen und qualiliz ‘missen sein tere Mitarbeiter | mit Fach und Hochschulausbildung. Die Nahrungsmittelinds- Sk solr gewarden She wird ovsgebaut. 1981 sind te Gosche Sev never werden neve Fleischkombina- Kaufhallentyps Universam te, Molkercien, Mihlenwerke Im letzten | Planjahrfdnft | ka men rund 400. neve hinzu. 1 und Betriebe anderer Zweige [on [und 400) neve hinzw. In ihe Arbeit aulnehmen. Die Waretarfiberelt” suagelegt ‘Maschinenbauer stellen mo- Der Kunde kann sich” das lernste Ausristungen fOr die nétige auswahlen. So wird : 2 weniger Zeit far den Einkau! Ruigewendet. Deshalb bir. ‘gung und far die Nahrungs- gern sich solche Geschaite mittelindustrie her. finmer starker nicht nur Gleichzeitig werden viele der Sted, sondern auch ou em Land ein Immer begebvte Viehzucht, die Fultererzeu- ‘ittel und Anstrengungen in die Organisation dex Han- Unsere Reportage stellt ein “Universam Moskeus vor Ex liegt im Stadtbezirk Tu vestiert. Immer neue moder Schins” dels mit Lebensmitteln in. ne Geschalte werden erdiinet Sie erhalten immer bessere Fotos: A. Motschai WORT DES REDAKTEURS TAG DER MENSCHENRECHTE Die Herzen der Menschen, die den Krieg, den Verlust ihrer Nachsten, die faschistischen To- deslager _durchgemacht hatten, bluteten noch. Da wurden die Archive Hitlerdeutschlands publiziert, und die Menschheit schauderte zu- sammen, als sie von den Einzelheiten des kan- nibalistischen Programms zur Zerstérung der halben Welt, zur Menschenausrottung, zur »Beseitigung der minderwertigen Rassen“ erfuhr. Der Faschismus wurde das Synonym fir Krieg und fir verbrecherische VerstéBe gegen die Menschenrechte. Mit dieser Ausgeburt der Geschichte wurde Schluf gemacht, aber die Unruhe iiber die Zukunft lied von der interna tionalen Gemeinschaft nicht ab. Deshalb nahm die UNO-Vollversammlung am 10. Dezember 1948 die Allgemeine Deklaration der Menschen- rechte an. Darin hie es: ,,Die Geringschatzung und Ver- achtung der Menschenrechte fihrten zu bar- barischen Akten, die das Gewissen der Mensch- heit empéren." Das Ziel wurde verkiindet, der Errichtung einer Welt zu dienen, ,in der die Menschen die Rede- und Uberzeugungsfreiheit besitzen, aber von Angst und Elend frei sein werden‘. So umfassend wurde und wird diese Frage verstanden. Daran wollen wir anlaBlich des Tages der Menschenrechte, der seitdem all- Jahrlich begangen wird, mahnen, und zwar die- jenigen im Westen, die das vielschichtige Pro- iblem auf eine Schmalspurbahn abschieben und seine wichtigsten Aspekte bagatellisieren méch- ten. Das Recht auf Leben ist das kostbarste Men- schenrecht. Ein neuer Weltkrieg ware, wo auch immer er begiinne, eine Hekatombe fir die gesamte Menschheit’ Dann bliebe kein Platz mehr _ fiir Diskussionen tiber die Freiheit der Personlichkeit. Unter den gegenwartigen Ver- hiltnissen geht es darum, einen neuen Welt- brand nicht zuzulassen. Das ist das Kredo der UdSSR und zugleich ihre politische Praxis. Der Friedenskurs der Sowjetunion, ihr Kampf fir die Volkersicherheit, fir das Recht der Men- ‘schen auf Leben sind in der Verfassung ver- brieft. In Sachen Frieden legt die UdSSR ihr ganzes internationales Gewicht in die Waag- Ischale. Kann jedoch jemand frei sein, der das Recht auf Arbeit oder auf Berufswahl nicht hat, der in Slums wohnt und das Notigste entbehren muB? Probleme gibt es auch in der UdSSR und den anderen sozialistischen Landern. Aber der Sozialismus _kennt keine Arbeitslosigkeit. Die Ausmafe —unseres Wohnungsbaus verbliiffen AMEUE ZEIT” 49 7 ee ee ee ee Ss am Die Innenpolitik der herrschenden Parteien der sozialistischen Lander hat das Wohl des Volkes zum Ziel. Diesem Ziel gilt auch der Entwurf des ZK der KPdSU zum XXVI. Parteitag ,Hauptrichtungen der wirtschaftlichen und so- Zialen Entwicklung der UdSSR fir 1981—1985 sowie flir den Zeitraum bis 1990". Er wurde in der Sowjetpresse eben verdffentlicht und dem Sowjetvolk zur Erérterung vorgeleat. Die biirgerlichen Ideologen haben nichts, was sie den Errungenschaften des realen Sozialismus entgegenhalten kénnten, Nicht einmal in einem so reichen Land wie den USA. Deren Ex-Justiz- minister Ramsey Clark sagte, daB die meisten Rechte der Bevilkerung durch die Tatsache der Armut zunichte gemacht werden. Daher rihrt das Bestreben, die Frage der sozialékonomischen Menschenrechte mit Schweigen zu iibergehen. Die Sowjetbirger dagegen haben keinen Grund, einer Diskussion tiber die Menschen- rechte aus dem Wege zu gehen. Die Unver- letzlichkeit von Persinlichkeit und Wohnung, die Rede-, Presse-, Versammlungs- und Kund- gebungsfreiheit werden durch die Verfassung der UdSSR garantiert. Das private Leben der Birger wird durch das Gesetz geschiitzt, die Gewissensfreiheit _garantiert. Die Verfassung beinhaltet das Recht auf gerichtlichen Schutz vor Anschlagen auf Leben und Gesundheit des Menschen, auf Eigentum und persinliche Frei- heit, auf Ehre und Wide. Je mehr sich der Sozialismus entwickelt und vervollkommnet, desto umfassendere politische und Birgerrechte gewahrt er den Menschen. Die Bourgeoisie, die einst unter der Losung der allgemeinen Gleichheit um die Macht gerungen hatte, beschnitt nach und nach die von ihr proklamierten Freiheiten. Gegenwartig. laufen im Westen alle Auslassungen tiber die ‘Menschenrechte darauf hinaus, den Menschen, die jede Freiheitsillusion verloren haben, sie wieder einzuimpfen. Der britische Schriftsteller James Aldridge meinte ironisch: ,,Bine einzelne Persinlichkeit stellt, selbst wenn sie frei ist, keine Gefahr dar. Die Bourgeoisie hat Angst nur vor Persénlichkeiten, die sich zu einer be- wuBten Kraft vereinen, und deshalb rief sie selbst als erste: Es lebe die Persénlichkeit!* " So dienen denn auch die pathetischen Kam- pagnen zum Schutz der Menschenrechte" als Gerduschkulisse dazu, dem chilenischen Volk die Schlinge zuzuziehen. Vor aller Augen wird dem arabischen Volk von Paliistina, das aus seinem Land vertrieben ist, das Leben zur Hél- le gemacht. Die Henker des kampucheanischen Volkes werden durchgepappelt, seine Republik aber, die endlich die wahre Freiheit erlangt hat, wird nicht anerkannt. Und doch kann man, wenn man Gestern und Heute vergleicht, sagen: Die Welt wird besser. Der reale Sozialismus tibt einen immer tieferen EinfluB aus auf das Weltgeschehen, auf die Men- sehen selbst. Auch in puncto Menschenreehte