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Arthur Benjamin

Michael Shermer

ATHE
AGIE
Verblüffende Tricks für
blitzschnelles Kopfrechen und ein
phänomenales Zahlengedächtnis

Aus dem Amerikanischen von Martin Bauer

WILHELM HEYNE VERLAG


MÜNCHEN
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Verlagsgruppe Random House FSC-DEU-oroo


Das für dieses Buch verwendete FSC-zertifizierte Papier
Mürn:hen Super liefert Mochenwangen.

Dieamerikan ische Erstausgabe ersch ien 2006 unter dem Titel


»Secrets of mental math<< im Verlag Three Rivers Press, New York

Aus dem Amerikanischen von Martin Bauer

3· Auflage
Deutsche Erstausgabe 07/2007
© 2007 der deutschsprachigen Ausgabe by
Wilhelm Heyne Verlag, München.
Der Wuhelm Heyne Verlag ist ein Unternehmen der
Verlagsgruppe Random House, GmbH

Redaktion: Ernst Dahlke


Umschlaggestaltung: Martina Eisele, Grafik-Design, München
Layout. DTP-Produktion.: avak Publikationsdesign, München
Druck ttnd Bindttng: GGP Media GmbH, Pößneck

Printed in Gemany

ISBN: 978-3-453-61502-1
Ich widme dieses Buch meiner Frau Deena
und meinen Töchtern l..aurel und Ariel
Artnur Benjamin

Meine Widmung gilt meiner Frau Kim, meiner


engsten Vertrauten und persönlicher Ratgeberin.
Michael Shermer
DAN K SAG UNG EN

Die Autoren möchten Steve Ross und Katie McHugh von


Random House für ihre Unterstützung dieses Projekts dan­
ken. Einen besonderen Dank an Natalya St. Clair fiir das Set­
zen des ersten Entwurfs, das teilweise durch einen Zuschuss
von der Mellon Foundation finanziert wurde.
Arthur Benjamin möchte besonders jenen danken, die ihn
dazu inspiriert haben, ein Mathematiker und Magier zu wer­
den - der Wahrnehmungspsychologe William G. Chase, die
Magier Paul Gertner und James Randi sowie die Mathemati­
ker Alan J. Goldman und Edward R. Scheinennan. Zum
Schluss noch Dank an all meine Kollegen und Studenten am
Harvey Mudd College, an meine Frau Deena und meine
Tochter Laure} und Arie} fiir ständige Inspiration.
Inhalt

Vorwort von Bill Nye (dem Science Guy®) 10


Vorwort von James Randi 15
Vorwort von Michael Shermer 18

Einleitung von Art Benjamin 22

0. KA PIT EL
Schnelle Tricks - einfache
(und beeindruckende) Rechnungen 24

1. K A P I T EL
Ein bisschen Geben und nehmen - Addition
und Subtraktion im Kopf 34

2. K A P I T EL
Das Ergebnis einer verschwendeten Jugend-
einfache Multiplikation 52

3. K A P I T EL

Neue und noch bessere Produkte-


Multiplikation mit Zwischenprodukten 76

4 . K A P I T EL
Teile und herrsche- Division im Kopf 103

8
I N HALT

5 . K A P I TEL
Passt schon- die Kunst des Überschiagens 12 9

6. K A P I T E L
Mathe für die Tafel- rechnen mit Papier
und Stift 153

7. K A P I T EL
Ein erinnerungswürdiges Kapitel- wie man
sich Zahlen merkt 173

8 . K A P I TEL
Das Schwere leicht gemacht- Multiplikation
für Fortgeschrittene 184

9. K A P I T EL
Ohne Kaninchen und Zylinder- die Kunst
der Mathe-Magie 221

=. K A P ITEL
Epilog - Mathematik und Obersinnliches 2 45

Lösungen der Übungsaufgaben 257

Bibliographie 2 98

Sachregister 300
Die Autoren 304

9
Vorwort
von Bill Nye (dem Science Guy®)

I kamen, dass man Dinge zählen könnte. Sie müssen schnell


eh stelle mir gern die ersten Menschen vor, die darauf

gemerkt haben, dass abzählen mit den Fingern toll funktio­


niert. Vielleicht sagte Og (ein typischer damaliger Höhlen­
mensch), einer seiner Freunde oder Partner: »Hier sitzen
eins, zwei, drei, vier, fünf von uns, wir brauchen also fünf
Früchte. Später hat dann bestimmt jemand gesagt (oder ge­
grunzt): »Schaut mal! Man kann die Zahl der Leute um ein
Lagerfeuer zählen, die Zahl der Vögel auf einem Baum, der
Steine in einer Reihe, der Scheite für ein Feuer, der Beeren in
einer Traube - allein mit den Fingern!« Das war ein guter An­
fang. Wahrscheinlich sind auch Sie genau so zum ersten Mal
mit Zahlen in Kontakt gekommen.
Vielleicht haben Sie gehört, dass Mathematik die Sprache der
Wissenschaft sei oder dass die Natur sich der Mathematik als
Sprache bediene. Nun, das stimmt. Je mehr wir über das Uni­
versum lernen, desto klarer werden uns die mathematischen
Zusammenhänge darin. Blütenblätter sind in Spiralen ange­
ordnet, die einer speziellen Abfolge von Zahlen folgen (so
genannten Fibonacci-Zahlen), die Sie verstehen und selbst
generieren können. Muscheln formen sich in perfekten ma­
thematischen Kurven (logarithmischen Spiralen), die aus
einem chemischen Gleichgewicht resultieren. Sternenhau­
fen ziehen sich in einem mathematischen Tanz gegenseitig
an, den wir aus Millionen und selbst Milliarden Kilometern
Entfernung beobachten und verstehen können.
Wir haben Jahrhunderte damit verbracht, die mathematische

10
Natur der Natur zu entdecken. Bei jeder neuen Erkenntnis
musste jemand die Berechnungen überprüfen und sicher­
stellen, dass die Zahlen stimmten. Mathe-Magie kann Ihnen
dabei helfen, Zahlen aller Art zu beherrschen. Das Kopfrech­
nen wird Ihnen so vertraut werden, dass sich Ihnen einige
Zahlengeheimnisse der Natur eröffnen werden. Und wer
weiß, wohin Sie das führt?
Bei Zahlen fängt alles mit den Fingerspitzen an. Fast jeder
hat zehn Finger, deswegen begann unser mathematisches
System mit 1 und ging bis 10. (Im Englischen heißen sowohl
die Zahlen als auch die Finger »digits«. Zufall? Wohl kaum.)
Allerdings gingen unseren Vorfahren ziemlich schnell die
Finger aus. Das gleiche ist Ihnen wahrscheinlich auch pas­
siert. Dennoch können wir nicht einfach große Zahlen igno­
rieren und die Hände in den Schoß legen.
Wir brauchen Zahlen - sie gehören zum Alltagsleben, so
sehr, dass es uns oft gar nicht mehr auffällt. Angenommen,
Sie wollten mit einem Freund plaudern. Um ihn anzurufen,
brauchten Sie eine Telefonnummer, und die Dauer des Ge­
sprächs wurde mit Zahlen in Stunden und Minuten festge­
halten. Alle historischen Daten, darunter so wichtige wie Ihr
Geburtstag, werden in Zahlen festgehalten. Wir verwenden
sogar Zahlen in Zusammenhängen, die nichts mehr mit
Zählen zu tun haben. Dass mit »Gib mir mal den 17-er« ein
Flaschenöffner gemeint ist, wissen inzwischen längst nicht
mehr nur Bauarbeiter (mit dem 1 7-er Schlüssel kann man
Kronkorken am besten öffnen) und die Zahlenfolge 9-1 1 ist
längst zum Symbol für eine Zeitenwende geworden. Men­
schen beschreiben einander in Zahlen, die Größe oder Ge­
wicht ausdrücken. Und natürlich wollen wir alle in Zahlen
wissen, wie viel Geld wir haben und was etwas kostet, sei es
in Euro, Dollar, Pesos, Yuan, Rupien, Kronen oder Yen. Zu-

11
sätzlich hat dieses Buch ein zeitsparendes Kapitel darüber,
wie man sich Zahlen merkt - und zwar eine große Menge
Zahlen.
Sollten Sie aus irgendeinem Grund nicht besonders verses­
sen auf Mathe sein, lesen Sie trotzdem ein bisschen weiter.
Natürlich hoffe ich als Wissenschaftsjournalist, dass Sie
Mathe mögen. Tatsächlich hoffe ich sogar, dass Sie Mathe lie­
ben. Doch egal, was Sie für Mathematik empfinden, Liebe
oder Hass: Sicher geschieht es Ihnen oft, dass Sie ein Ergeb­
nis sofort wissen wollen, ohne alles erst penibel hinschreiben
und dann langsam und sorgfältig ausrechnen zu müssen.
Oder gar einen Rechner suchen zu müssen. Sie wollen die
Lösung sozusagen »wie durch Zauberei« erhalten. Nun ist es
aber so, dass Sie viele, viele mathematische Probleme fast wie
durch Zauberei lösen oder anpacken können. Dieses Buch
zeigt Ihnen, wie.
Zauberei wird erst dadurch so verblüffend und unterhaltsam,
dass das Publikum in der Regel nicht weiß, woraus der Trick
besteht. »Wie hat sie das gemacht ... ?« >>Keine Ahnung, aber
das war cool.« Wenn Sie ein Publikum haben, können die
Tricks und Abkürzungen, die in Mathe-Magie vorgestellt wer­
den, wie Zauberei wirken. Das Publikum weiß oft nicht, wie
ein Trick funktioniert, es genießt einfach. Beachten Sie aller­
dings den Unterschied: Zauberkunststücke lohnen sich
nicht, wenn keiner zuschaut. Auch geht der Spaß an den
Tricks in diesem Buch nicht verloren, wenn man weiß, wie
sie funktionieren. Wenn einem das Kopfrechnen leicht fällt,
verheddert man sich nicht im Zahlengestrüpp - man behält
den freien Blick auf die wunderbare Natur der Zahlen.
Schließlich beruht das ganze Universum auf Mathematik.
Dr. Benjamin ist rein aus Spaß unter die Blitz-Kopfrechner
gegangen. Wir müssen uns vorstellen, wie er seine Lehrer

12
B I L L N YE

und Mitschüler beeindruckt hat. Zauberer vermitteln ihrem


Publikum die Illusion, sie beherrschten übernatürliche Kräf­
te. Mathemagiker scheinen auf den ersten Blick Genies zu
sein. Leute darauf aufmerksam zu machen, was man tut, ge­
hört seit jeher zum Prozess des Gedankenaustauschs. Wenn
Leute beeindruckt sind, hören sie vielleicht auf das, was Sie
zu sagen haben. Versuchen Sie sich also ein wenig als »Ma­
themagiker«. Na gut, vielleicht können Sie Ihre Freunde be­
eindrucken. Aber Sie werden feststellen, dass Sie auch Tricks
vollführen, wenn Sie allein sind. Sie werden feststellen, dass
Sie Probleme lösen können, von denen Sie das nie geglaubt
hätten. Sie werden beeindruckt sein . von sich selbst.
..

An den Fingern abzählen, das ist eines. Aber haben Sie je


beim Rechen laut gezählt, geflüstert oder andere Geräusche
gemacht? Dadurch wird Mathematik fast immer einfacher.
Das Problem ist allerdings, dass die anderen Leute einen für
ein wenig seltsam halten. Nun, in diesem Buch bringt Ihnen
Dr. Benjamin bei, wie Sie die »laut vorsagen«-Funktion des
Gehirns nutzen, um Matheprobleme einfacher, schneller
und (überraschenderweise) genauer zu lösen, während das
Gehirn weiterdenkt - es ist fast, als ob man laut dächte. Sie
werden lernen, Mathematikaufgaben so anzugehen, wie Sie
einen Text lesen, von links nach rechts. Sie werden lernen,
komplizierten Aufgaben schnell mit einer guten Schätzung
zu Leibe zu rücken. Sie werden lernen, die Berechnungen
schnell durchzuführen - das gibt Ihnen Zeit, darüber nach­
zudenken, was die Zahlen bedeuten. Og fragte sich: »Haben
wir genügend Früchte für alle, die hier ums Feuer sitzen?
Wenn nicht, könnte es Probleme geben.<< Heutzutage fragen
Sie sich vielleicht: »Habe ich genug Platz auf dem Computer,
um meine Musikdateien zu verwalten ... oder meine Bankda­
ten? Wenn nicht, könnte es Probleme geben.«

13
In diesem Buch geht es nicht nur um Kopfrechnen. Sie kön­
nen lernen, ein beliebiges Datum zu nehmen und zu berech­
nen, was für ein Wochentag das war. Es ist fantastisch, fast
magisch, wenn man jemandem sagen kann, an welchem Wo­
chentag er geboren wurde. Noch beeindruckender aber ist es,
wenn man berechnen kann, dass der amerikanische Unab­
hängigkeitstag, der 4. Juli 1776, auf einen Donnerstag fiel.
Der 15. April 1912, der Tag, an dem die Titanic sank, war ein
Montag. Der erste Mensch betrat am 20. Juli 1969 den Mond,
einem Sonntag. Wahrscheinlich werden Sie nie vergessen,
dass die Vereinigten Staaten am 11. September 2001 von Ter­
roristen angegriffen wurden. Mit Hilfe dieses Buchs werden
Sie jederzeit zeigen können, dass das an einem Dienstag ge­
schah.
Es gibt Zusammenhänge in der Natur, die sich besser mit
Zahlen beschreiben lassen als irgendwie sonst. Es gibt ganze
Zahlen, die man mit den Fingern abzählen kann: eins, zwei,
drei usw. Aber dazwischen gibt es unendlich viele Zahlen. Es
gibt Bruchzahlen. Es gibt Zahlen, die niemals enden. Zahlen
können so groß werden wie man will und so klein, dass man
sie sich kaum mehr vorstellen kann. Sie können all diese
Zahlen kennenlernen. Mit Hilfe von Mathe-Magie werden
selbst diese Zahlen ))dazwischen« so schnell in ihrem Gehirn
auftauchen, dass Ihnen mehr Zeit dafür bleibt nachzuden­
ken, warum unsere Welt so funktioniert. Dieses Buch wird
Sie erkennen lassen, dass in der Natur alles aufgeht, so oder
so.

14
Vorwort
Von ]ames Randi

D ordentlich nützliche Sprache. Sie hat ihr eigenes Voka­


ie Mathematik ist eine wunderbare, elegante und außer­

bular und eine eigene Syntax, ihre eigenen Verben, Substan­


tive und Adjektive, eigene Dialekte und Mundarten. Manche
sprechen sie brillant, manche gebrochen. Manche von uns
schrecken davor zurück, ihre esoterischen Einsatzmöglich­
keiten auszunutzen, während andere sie wie ein Schwert
schwingen und sich erfolgreich auf Steuererklärungsformu­
lare stürzen oder auf Datenberge, an denen die Zaghaften
scheitern. Dieses Buch verspricht nicht, Sie in einen Leibniz
zu verwandeln (weder in den Keks, noch in den genialen Ma­
thematiker) oder Sie zu einem bühnenreifen Zahlenakroba­
ten zu machen. Aber es wird Ihnen hoffentlich eine neue,
spannende und sogar unterhaltsame Einsicht in das vermit­
teln, was man mit dieser wunderbaren Erfindung - Zahlen -
anstellen kann.
Wir alle glauben, genug über Mathematik zu wissen, um uns
so durchzuschlagen. Und fuhlen uns überhaupt nicht schul­
dig, wenn wir zum praktischen Taschenrechner greifen, der
so sehr Teil unseres Lebens geworden ist. Aber wenn wir uns
zu sehr auf die Technik verlassen, entgeht uns ein Vergnü­
gen, das uns dieses Buch vermitteln kann. Das verhält sich
genau so, wie eine Fotografie uns möglicherweise für die
Schönheit eines Gemäldes von Vermeer blind macht oder ein
elektronisches Keyboard uns vielleicht vergessen lässt, wie
großartig eine von Horawitz gespielte Sonate klingt.
Ich erinnere mich noch an meine Begeisterung, nachdem ich

15
als Kind entdeckt hatte, dass ich eine Zahl ganz einfach mit
25 multiplizieren konnte, indem ich zwei Nullen an sie an­
fügte und sie durch 4 teilte. Als nächstes kam die 9-er Probe
zur Überprüfung von Multiplikationen. Und nachdem ich
von der Kreuzmultiplikation erfahren hatte, wurde ich süch­
tig und, vorübergehend, ein unerträglicher Mathefreak Eine
Impfung gegen diesen Virus gibt es nicht. Sie müssen die
Krankheit ganz aus eigener Kraft überstehen. Hüten Sie sich!
Das ist ein unterhaltsames Buch. Sie hätten es nicht in die
Hand genommen, wenn Sie nicht entweder ein Interesse
daran hätten, schneller im Kopfrechnen zu lernen oder sich
ganz allgemein für Mathematik interessierten. Und selbst
wenn Sie nur einen Teil der verschiedenen hier vorgestellten
Tricks und Methoden auch wirklich verinnerlichen und spä­
ter anwenden sollten, hätten Sie Ihre Zeit schon gut angelegt.
Ich kenne beide Autoren ziemlich gut. Art Benjamin ist nicht
nur einer jener Wunderknaben, über die wir in der Schule so
gestöhnt hab en, sondern ist bekanntlich schon auf den Bret­
tern des Magie Castle in Hollywood gestanden. Dort hat er
seine Kunst auf der Bühne demonstriert. Einmal reiste er
auch nach Tokio, um seine Fähigkeiten live im Fernsehen mit
denen einer genialen Mathematikerin zu messen. Michael
Shermer verfügt mit seinem Spezialistenwissen auf dem Ge­
biet der Naturwissenschaften über einen exzellenten Über­
blick über die praktischen Anwendungen der Mathematik in
der Welt da draußen.
Falls dies das erste Mal sein sollte, dass Sie mit dieser Art von
faszinierender Mathematik in Berührung kommen, beneide
ich Sie. Bei jeder köstlichen neuen Art, mit Zahlen umzuge­
hen, die Sie kennen lernen, werden Sie feststellen, was Sie in
der Schule verpasst haben. Die Mathematik, insbesondere
die Arithmetik, ist ein mächtiges und verlässliches Werkzeug

16
für den täglichen Gebrauch. Sie ermöglicht uns, unser kom­
pliziertes Leben präziser und sicherer zu steuern. Lassen Sie
sich von Art und Michael zeigen, wie man einige Klippen des
Lebens umschifft und mehr Klarheit gewinnt. Bedenken Sie
die Worte von Dr. Samuel Johnson, eines in jeder Hinsicht
außerordentlich praktisch denkenden Menschen: »Die Arith­
metik unterhält, wenn man für sich übt, und beeindruckt,
wenn man sie öffentlich nützlich anwendet.«
In allererster Linie sollten Sie dieses Buch genießen, sich von
ihm unterhalten und amüsieren lassen. Was könnte man
vom Leben mehr verlangen? Na gut, eine heiße Pizza (ohne
Anchovis!) und gute Freunde. Ein gutes Gewissen. Und viel­
leicht einen Ferrari ...

17
Vorwort
von Michael Shermer

M professor am Harvey Mudd College im kalifornischen


ein guter Freund Dr. Arthur Benjamin, Mathematik­

Claremont, betritt unter Applaus die Bühne des Magie Cast­


le, eines gefeierten Magieklubs in Hollywood. Er tritt als
))Mathemagiker« auf, als unglaublich schneller Kopfrechen­
Künstler. Art sieht überhaupt nicht aus wie ein Mathematik­
professor an einem angesehen College. Er ist erstaunlich
geistesgegenwärtig und scheint prima zu den jungen Zaube­
rern zu passen, die im Castle auftreten.
Was Art so auszeichnet, ist, dass er vor jedem beliebigen Pu­
blikum auftreten kann, auch vor Profi-Mathematikern und
-Zauberern. Denn er kann etwas, was sonst fast niemand be­
herrscht. Art Benjamin kann Zahlen schneller im Kopf ad­
dieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren als die
meisten Leute mit einem Rechner. Er quadriert zwei-, drei­
und vierstellige Zahlen, zieht Quadrat- und Kubikwurzeln,
ohne etwas notieren zu müssen. Und er kann auch Ihnen
beibringen, mathematische Kunststücke zu vollführen.
Normalerweise verraten Zauberer nie, wie ihre Tricks funk­
tionieren. Täten sie das, wüsste bald jeder Bescheid. Das Mys­
terium, die Faszination wären dann weg. Aber Art möchte die
Leute für Mathematik begeistern. Und er weiß, dass eine der
besten Methoden dafür darin besteht, Ihnen und den ande­
ren Lesern das Geheimnis hinter seinem ))mathematischen
Genie« zu verraten. Mit den hier vorgestellten Tricks kann
fast jeder nachmachen, was Art Benjamin zeigt, wenn er auf
die Bühne steigt.

18
MICH AEL S H E R M E R

Dieser Abend im Magie Castle beginnt damit, dass Art fragt,


ob irgendjemand im Publikum einen Taschenrechner dabei
habe. Eine Gruppe Ingenieure hebt die Hände und wird auf
die Bühne gebeten. Art schlägt vor zu überprüfen, ob sie
auch richtig funktionieren. Er bittet die Zuschauer, zweistel­
lige Zahlen zu rufen. »Siebenundfünfzig«, ruft einer, »drei­
undzwanzig« ein anderer.
Art wendet sich den Ingenieuren auf der Bühne zu und sagt:
»Multiplizieren Sie auf den Taschenrechnern 57 mit 23 und
kontrollieren Sie, ob Sie 1.311 bekommen. Sonst funktionie­
ren die Rechner nicht richtig.« Geduldig wartet Art darauf,
dass die Freiwilligen die Zahlen eintippen. Als alle das Ergeb­
nis 1.31 1 bestätigen, geht ein kollektives Raunen durchs Pu­
blikum. Der verblüffende Art hat die Taschenrechner in ihrer
eigenen Domäne geschlagen!
Als nächstes kündigt Art an, er werde vier zweistellige Zah­
len schneller quadrieren, als die Ingenieure es mit ihren Ta­
schenrechnern können. Das Publikum bittet ihn, die Zahlen
24, 38, 67 und 97 zu quadrieren. Art schreibt in großen Zif­
fern: 576, 1.444, 4.489, 9.409. Dann wendet er sich den Frei­
willigen auf der Bühne zu und bittet sie, die Ergebnisse aus­
zurufen, die sie bekommen. Ihre Antworten lösen Staunen
und Applaus im Publikum aus: 576, 1.444, 4.489, 9.409. Der
Frau neben mir steht vor Verblüffung der Mund offen.
Als nächstes kündigt Art an, dreisteilige Zahlen zu quadrie­
ren, ohne die Antwort auch nur hinzuschreiben. »Fünfhun­
dertzweiundsiebzig«, ruft ein Herr. Art antwortet keine Se­
kunde später: »572 zum Quadrat macht 327.184.« Sofort zeigt
er auf einen anderen Zuschauer, der ruft »389«. Ohne mit der
Wimper zu zucken, antwortet Art: »389 zum Quadrat gibt
151.321«. Jemand platzt heraus: »262«. >>Das macht 68.644.«
Art spürt, dass er für die letzte Antwort etwas zu lange ge-

19
braucht hat, und verspricht, die Zeit bei der nächsten wieder
hereinzuholen. Die Herausforderung kommt - 991. Art qua­
driert die Zahl ohne Zögern: >>982.081«. Es folgen weitere
dreisteHige Zahlen, kontert jedes Mal mit der korrekten Lö­
sung. Einige Leute im Publikum schütteln ihre Köpfe un­
gläubig.
Nun hat Art das Publikum ganz in seinen Bann gezogen. Er
erklärt, eine vierstellige Zahl quadrieren zu wollen. Eine Frau
ruft: >>1.036«. Art antwortet unverzüglich: >>Das macht

1.073.296.« Das Publikum lacht, während Art erklärt: >>Nein,


nein, das war eine zu einfache Zahl. Bei dieser Art Problem
dürfte ich die Taschenrechner eigentlich nicht schlagen kön­
nen. Noch eine bitte.(( Ein Mann schlägt schwierigere 2.843
vor. Art antwortet, mit kurzen Pausen zwischen den Zahlen:
>>Mal sehen, das Quadrat davon müsste sein 8 Millionen ... 82
Tausend ... 649.(( Natürlich stimmt das. Stürmisch bekundet
das Publikum seine Begeisterung - genauso laut wie bei dem
Magier zuvor, der eine Frau entzweisägte und einen Hund
verschwinden ließ.
Es ist immer das Gleiche, egal wo Art Benjamin erscheint:
im Hörsaal einer High School, im Seminarraum eines Col­
lege, im Magie Castle oder in einem Fernsehstudio. Professor
Benjamin hat seine spezielle Art der Magie in ganz Amerika
vorgeführt und ist in zahlreichen Talkshows aufgetreten. Er
wurde von einem Wahrnehmungspsychologen an der Carne­
gie Mellon University untersucht und taucht in einem Fach­
buch von Steven Smith auf: The Great Mental Calculators: The
Psychology, Methods, and Lives ofCalculating Prodigies, Past and
Present. Art wurde am 19. März 1961 in eleveland geboren
(nach seiner Berechnung ein Sonntag. Im 9. Kapitel wird er
Ihnen beibringen, wie das geht). Als hyperaktives Kind trieb
er seine Lehrer mit seinen Possen im Unterricht zum Wahn-

20
M I CHAEL S H E R M ER

sinn, unter anderem damit, dass er die Rechenfehler korri­


gierte, die sie gelegentlich machten. Im Verlauf des Buchs
wird Art jeweils zurückblicken, wann er einen mathemati­
schen Trick gelernt hat, bevor er ihn Ihnen beibringt. Deswe­
gen werde ich hier auf diese faszinierenden Anekdoten nicht
weiter eingehen.
Art Benjamin ist ein ganz außergewöhnlicher Mensch mit
einem außergewöhnlichen Ansatz, wie er Ihnen schnelles
Kopfrechnen beibringen wird. Diese Behauptung kommt

mir über die Lippen, ohne dass ich zögern müsste. Aller-
dings möchte ich Sie bitten, im Auge zu behalten, dass wir
Ihnen hier nicht das Blaue im Himmel versprechen, wenn
Sie nur unsere 0190-er Nummer anrufen. Art und ich haben
in zwei reichlich konservativen akademischen Fachbereichen
einen Ruf zu verlieren - Art auf dem Feld der Mathematik,
ich auf dem Feld der Wissenschaftsgeschichte - und wir wür­
den nie riskieren, uns beruflich (oder sonst wie) zu blamie­
ren, indem wir unhaltbare Versprechen machen. Schlicht ge­
sagt: Dieses Zeug funktioniert, und fast jeder kann es
beherrschen, weil diese Art ��mathematischen Genies« eine
erworbene Fähigkeit ist. Freuen Sie sich also darauf: Sie wer­
den Ihre Mathekünste verbessern, Ihre Freunde beeindru­
cken, Ihr Gedächtnis schulen und, vor allen Dingen, sich
köstlich amüsieren.

21
Einleitung

S chon als Kind spielte ich gerne mit Zahlen, und ich hoffe,
Ihnen über dieses Buch meine Leidenschaft vermitteln
zu können. Ich fand immer, dass Zahlen eine gewisse magi­
sche Anziehungskraft haben, und verbrachte zahllose Stun­
den damit, mich und andere mit ihren schönen Eigenschaf­
ten zu unterhalten.
Schon im Teenager-Alter trat ich als Zauberer auf und ver­
band dann später meine zwei großen Leidenschaften, die Ma­
thematik und die Magie zu einer abendfüllenden Show. Als
Mathemagiker demonstrierte und erklärte ich die Geheimnis­
se blitzschnellen Kopfrechnens vor Zuschauern aller Alters­
gruppen.
Ich lehre am Harvey Mudd College, seit ich meinen Doktor
gemacht habe, und es macht mir noch immer Spaß, meine
Freude an Zahlen mit Kindem und Erwachsenen in aller
Welt zu teilen. In diesem Buch werde ich alle meine Geheim­
nisse verraten, wie man im Kopf rechnet, schnell und
einfach. (Mir ist klar, dass Magier ihre Tricks nicht verraten
sollen, aber Mathemagiker folgen einem anderen Verhaltens­
kodex. Mathematik sollte Ehrfurcht einflößend sein, nicht
mysteriös.)
Was werden Sie aus diesem Buch lernen? Sie werden lernen,
schneller im Kopf zu rechnen, als Sie je für möglich gehalten
hätten. Mit ein bisschen Übung werden Sie Ihr Zahlenge­
dächtnis dramatisch verbessern. Sie werden Geisteskunststü­
cke erlernen, mit denen Sie Freunde, Kollegen und Lehrer be­
eindrucken können. Aber Sie werden auch erfahren, dass die

22
ART BENJAM I N

Beschäftigung mit Mathematik tatsächlich Freude bereiten


kann.
Nur zu oft wird Mathematik als ein System aus festen Regeln
gelehrt, in dem wenig Platz für kreatives Denken bleibt. Eines
aber werden Sie in diesem Buch lernen: Es gibt oft mehrere
Wege zur Lösung eines Problems. Komplexe Aufgaben kön­
nen in kleinere, leichter lösbare Teile zerlegt werden. Beson­
derheiten in den Zahlen können genutzt werden, um Lö­
sungswege abzukürzen. Aus diesem Ansatz kann man
meiner Ansicht nach etwas Wertvolles fürs Leben lernen,
egal ob es um mathematische oder sonstige Aufgabenstellun­
gen geht.
Ständig werde ich gefragt: »Aber wird man nicht einfach mit
einer Begabung für Mathematik geboren?(( Viele Leute sind
überzeugt, dass schnelle Kopfrechner über besondere Talen­
te verfügen. Vielleicht wurde ich mit einer gewissen Neugier
dafür geboren, wie Dinge funktionieren, sei es jetzt ein ma­
thematisches Problem oder ein Zaubertrick. Aber aufgrund
meiner jahrelangen Lehrtätigkeit bin ich überzeugt, dass
schnelles Kopfrechnen eine Fähigkeit ist, die jeder erlernen
kann. Wie bei jeder nützlichen Fähigkeit allerdings benötigt
man Übung und Hingabe, will man ein Experte werden. Um
diese Ergebnisse aber effizient zu erreichen, muss man un­
bedingt richtig üben. Lassen Sie mich zeigen, wie!

Mit mathemagischen Grüßen


Dr. Arthur Benjamin
Claremont (Kalifornien)

23
0. K API T E L

Schnelle Tricks - einfache (und


beeindruckende) Rechnungen

A ufden folgenden Seiten werden Sie lernen, schneller im


Kopf zu rechnen, als Sie je für möglich gehalten hätten.
Wenn Sie die vorgestellten Methoden nur eine kurze Zeit
lang üben, werden Sie Ihre Fähigkeit, mit Zahlen umzuge­
hen, dramatisch ve�bessern. Mit zusätzlicher Übung werden
Sie viele Berechnungen schneller anstellen können als je­
mand mit einem Taschenrechner. In diesem Kapitel verfolge
ich das Ziel, Ihnen einige einfache und doch beeindrucken­
de Rechenmethoden beizubringen, die Sie sofort anwenden
können. Das ernsthaftere Zeug sparen wir uns für später.

S O FO RT- M U LT I P L I KAT I O N
Lassen Sie uns mit einer meiner Lieblingsmethoden beim
Kopfrechnen anfangen: wie man jede zweistellige Zahl mal
elf nimmt. Das ist ganz einfach, wenn man erst den Trick
kennt. Nehmen Sie die Aufgabe:
32 )( 11

Um sie zu lösen, addiert man einfach die Ziffern der Zahl, 3


+ 2 �. setzt die 5 zwischen die 3 und die 2 und erhält die Lö­
=

sung:
352

24
SOFORT·M U LTI PLI KATION

Was könnte einfacher sein? Jetzt sind Sie dran:


53 )( 1 1
Da 5 + 3 = 8 lautet die Antwort einfach
583
Noch eine. Schauen Sie nicht auf die Lösung, schreiben Sie
nichts hin. Wie viel macht
81 >< 1 1 ?
Haben Sie 891 erhalten? Glückwunsch!
Jubeln Sie aber nicht zu früh, denn ich habe Ihnen erst die
Hälfte dessen gezeigt, was Sie wissen müssen. Angenom­
men, die Aufgabe lautet:
85 )( 11

Obwoh18 + 5 = 1 3, lautet die Lösung nicht 8.1 35!


Wie zuvor, schiebt man die �zwischen die Ziffern, aber die!
muss zur 8 hinzu gezählt werden, damit man die richtige
Antwort erhält:
935
Betrachten Sie die Aufgabe folgendermaßen

835
935
Hier kommt ein weiteres Beispiel. Versuchen Sie 57 x 11.
Da 5 + 7 = 12 , ist die Lösung
1
527
627

25
SC H N ELLE T R I CKS

Gut, nun sind Sie dran. Sagen Sie so schnell wie möglich, wie
viel ist
77 xll?

Wenn Sie auf 847 gekommen sind, dürfen Sie sich auf die
Schultern klopfen. Sie sind auf dem besten Weg, Mathemagi­
ker zu werden.
Nun weiß ich aus Erfahrung: Wenn man einem Freund oder
Lehrer erzählt, man könne jede zweistellige Zahl mit elf mul­
tiplizieren, fragt der einen über kurz oder lang, wie viel 99 x
1 1 ist. Rechnen wir das gleich aus, dann sind Sie vorbereitet.
Da 9 + 9 = 18, lautet die Antwort

989
1 .089

Schön; nehmen Sie sich einen Moment Zeit und üben Sie
Ihre neue Kunst ein paar Mal, bevor Sie anfangen, sie öffent­
lich zu präsentieren. Sie werden erstaunt über die Reaktio­
nen sein, die Sie bekommen. (Es steht Ihnen frei, das Ge­
heimnis zu verraten oder nicht.)

Willkommen zurück. Mittlerweile werden Sie vermutlich ein


paar Fragen haben, zum Beispiel:
»Kann man diese Methode auch benutzen, um drei- (oder
mehr)steUige Zahlen mit elfzu multiplizieren?«
Absolut. Beispielsweise beginnt die Lösung der Aufgabe 314
x 11 noch immer mit 3 und endet mit 4. Da 3 + 1 = 4 und 1 +
4 = �. lautet die Antwort 3.454. Aber wir heben uns Aufgaben
dieser Art für später auf.
Wenn Sie etwas praktischer orientiert sind, fragen Sie sich
vielleicht:

26
QUAD R I E R E N U N D M E H R

»Nun, das ist ja prima, u m mit u z u multiplizieren. Aber wie


steht es mit größeren Zahlen? W�e nehme ich mal zwölf, dreizehn
oder sechsunddreißig?«
Meine Antwort darauf lautet: Geduld! Davon handelt der
ganze Rest des Buches. In den Kapiteln 2, 3, 6 und 8 werden
Sie lernen, wie man so ziemlich alle beliebigen Zahlen mitei­
nander multipliziert. Noch besser: Sie brauchen sich nicht
für jede Zahl eine eigene Regel zu merken. Um beliebige
Zahlen schnell und problemlos im Kopf zu multiplizieren,
braucht man nur eine Handvoll Methoden.

Q UA D R I E R E N U N D M E H R
Hier kommt noch ein schneller Trick.
Sie wissen wahrscheinlich, dass man, um das Quadrat einer
Zahl zu erhalten, diese Zahl mit sich selbst multipliziert. Das
Quadrat von 7 zum Beispiel ist 7 x 7 = 49.
Später werde ich Ihnen eine einfache Methode beibringen,
wie Sie das Quadrat einer Zahl mit zwei, drei oder noch mehr
Stellen ganz einfach berechnen. Besonders einfach geht der
Trick, wenn die Zahl auf eine Fünf endet, deswegen fangen
wir damit an.
Um eine zweistellige Zahl zu quadrieren, die auf 5 endet,
müssen Sie sich nur zwei Dinge merken:
1. Den vorderen Teil des Ergebnisses erhält man, indem man
die erste Stelle mit der nächsthöheren Zahl multipliziert.
2. Das Ergebnis endet auf 25.
Um beispielsweise die Zahl 35 zu quadrieren, multiplizieren
wir einfach die erste Stelle (3) mit der nächsthöheren Zahl (4)
und hängen 25 dran. Da 3 X 4 12, lautet die Lösung 1.225.
=

Also: 35 x 35 = 1.225. Unsere Schritte können so dargestellt


werden:

27
SCH N ELLE TRICKS

35
X 35
3x4 = 12
5 X 5 = 25
Ergebnis: 1 .225

Wie sieht es mit dem Quadrat von 85 aus? Da 8 x 9 = 72, er­


halten wir sofort 85 x 85 = 7.225
85
X 85

8x9 72
5 X 5 25
Ergebnis: 7.225

Einen ähnlichen Trick können wir anwenden, wenn wir zwei­


stellige Zahlen multiplizieren, die mit der gleichen Ziffer be­
ginnen und deren zweite Stellen zusammen 10 ergeben. Den
vorderen Teil des Ergebnisses bekommen wir auf die gleiche
Weise wie zuvor (die erste Stelle wird mit der nächsthöheren
Zahl multipliziert), gefolgt vom Produkt der Ziffern an der
zweiten Stelle. Probieren wir beispielsweise 83 x 87. (Beide
Zahlen beginnen mit einer 8 und die Summe der Endziffern
ergibt 3 + 7 = 10.) Da 8 x 9 = 72 und 3 X 7 = 21, lautet die Lö­
sung 7.22 1.
83
X 87
8x9 = 72
3 X 7 = 21
Ergebnis: 7.221

Entsprechend gilt: 84 x 86 = 7.224.


Jetzt sind Sie dran. Versuchen Sie

28
QUAD R I E R E N U N D M E H R

26 X 24

Wie beginnt das Ergebnis? Mit 2 x 3 6. Wie endet es ? Mit


=

6 X 4 = 24. Also gilt 26 X 24 = 624.


Bitte beachten Sie, dass diese Methode nur funktioniert,
wenn die vorderen Ziffern die gleichen sind und die hinteren
zusammen 10 ergeben. Mit Hilfe der Methode können wir
sofort ermitteln, dass
31 X 39 = 1.209
32 X 38 = 1.2 1 6
33 X 37 = 1.221
34 X 36 = 1.224
35 X 35 = 1.225

Jetzt fragen Sie sich vielleicht,


»Was, wenn die zwei Endzilfem nicht zusammen zehn ergeben?
Können wir diese Methode verwenden, um zweiundzwanzig und
dreiundzwanzig zu multiplizieren?«

Nun, noch nicht. Aber im achten Kapitel werde ich Ihnen


zeigen, wie Sie solche Aufgaben mit der Nahe-beieinander­
Methode leicht lösen. (Statt 22 x 23 würde man 20 x 25 plus
2 x 3 rechnen und 500 + 6 = 506 erhalten, aber ich greife vor.)
Sie werden nicht nur lernen, Methoden wie diese anzuwen­
den, sondern auch verstehen, warum sie funktionieren.
��Gibt es Tricks.für das Addieren und Subtrahieren im Kopf?«

Aber klar, und das ganze nächste Kapitel wird sich damit be­
schäftigen. Müsste ich meine Methode in vier Worten zusam­
menfassen, würde ich sagen: ��Von links nach rechts((, Hier
kommt ein kleiner Vorgeschmack.
Betrachten Sie die folgende Subtraktion:

29
SC H N ELLE T R ICKS

1.241
- 587
Die meisten Leute täten sich schwer, diese Aufgabe im Kopf
(oder selbst auf einem Blatt) zu lösen. Aber vereinfachen wir
sie. Ziehen wir 600 ab statt 587. Da 1.200-600 = 600, bekom-
men wir
1.241
- 600
641
Nun haben wir aber 13 zu viel abgezogen. (Wie man diese
13 schnell ermittelt, erklären wir im 1. Kapitel.) Unsere
schmerzhaft aussehende Subtraktion wird so zu einer einfa­
chen Addition
641
+ 13
654
Das lässt sich im Kopf leicht ausrechnen (besonders, wenn
man von links nach rechts geht). Also gilt: 1.241-587 = 654.
Mit einem bisschen Mathe-Magie, wie sie im 9. Kapitel vorge­
stellt wird, werden Sie die Summe aus den zehn folgenden
Zahlen sofort berechnen können:
9
5
14
19
33
52
85
137
222
+ 359
935

30
M E H R PRAKTI SC H E TI PPS

Ich verrate den Trick an dieser Stelle noch nicht, gebe aber
einen Hinweis. Die Lösung, 935, ist in diesem Kapitel schon
einmal aufgetaucht. Mehr Tricks für das Rechnen mit Zettel
und Stift finden Sie im 6. Kapitel. Darüber hinaus werden Sie
den Quotienten der letzten beiden Summanden rasch ermit­
teln können:
359 + 222 = 1,6 1 (auf drei Stellen genau)

Im 4. Kapitel werden wir zur Division von Zahlen (auch von


Dezimalzahlen und Brüchen) viel mehr zu sagen haben.

M E H R P RA KT I S C H E T l P PS
Hier ist eine Methode, wie man schnell Trinkgelder berech­
net: Angenommen, die Rechnung in einem Restaurant
macht 42 € und Sie wollen 1 5 % Trinkgeld geben (ein gängi­
ger Satz in Ländern, wo das Bedienungspersonal fast aus­
schließlich von Trinkgeldem lebt). Zuerst berechnen wir
10% von 42 €, also 4,20 €. Wenn wir das halbieren, bekom­
men wir 2,10 € oder 5 % der Rechnungssumme. Zählt man
diese beiden Beträge zusammen, erhält man 6,30 €, was
genau 15% der Rechnungssumme ausmacht. Wir werden im
5. Kapitel erläutern, wie man am besten die Höhe von Ver­
kaufssteuern berechnet, von Rabatten, Zinseszinsen und an­
derem. Dort finden Sie auch Strategien, wie Sie rasch im
Kopf eine gute Schätzung ermitteln, wenn Sie einmal keine
ganz exakte Lösung brauchen.

31
SCH N ELLE TRICKS

V E R B ESS E R N S I E I H R G E D Ä C HT N IS

Im 7. Kapitel werden Sie eine nützliche Technik lernen, wie


man sich Zahlen merkt. Das wird Ihnen in der Schule und
im Leben oft zupass kommen. Mithilfe eines eingängigen
Systems werden Sie lernen, Zahlen in Worte zu verwandeln
und sich beliebig lange Zahlen mühelos einzuprägen -
Daten, Telefonnummern, was auch immer.

Apropos Daten: Würde es Ihnen Spaß machen, zu jedem


Datum den dazugehörigen Wochentag errechnen zu kön­
nen? Das geht, sei es für Geburtsdaten, historische Daten, zu­
künftige Verabredungen oder Ähnliches. Später gehe ich de­
taillierter darauf ein, aber hier schon vorab eine einfache
Methode, wie man den Wochentag von Neujahr für jedes Jahr
des 21. Jahrhunderts errechnet. Prägen Sie sich vorab folgen­
de Tabelle ein:
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
2 3 4 5 6 7 ODER 0

Ermitteln wir beispielsweise, auf welchen Tag Neujahr im


Jahr 2030 fällt. Nehmen Sie die letzten beiden Stellen der
Zahl und tun Sie, als ob die Summe auf einer Restaurant­
rechnung wäre. (In diesem Fall betrüge die Rechnung 30 €.)
Schlagen Sie 25 % Trinkgeld drauf, aber runden Sie auf den
nächsten vollen Euro ab. (Das berechnen Sie, indem Sie die
Rechnung zweimal halbieren und die Stellen nach dem
Komma weglassen. Die Hälfte von 30 € ist 15 €, die Hälfte
davon 7,50 €. Behalten Sie die 50 Cent und geben Sie 7 €
Trinkgeld.) Rechnung und Trinkgeld zusammen machen
also 37 €. Um den Wochentag zu ermitteln, müssen Sie
davon das größtmögliche Vielfache von 7 (0, 7, 14, 21, 28, 35,

32
G E DlCHTN ISTRAI N I N G

42, 49, . . .) abziehen. I n unserem Fall gilt 37 - 35 = 2 , der erste


Januar 2030 fallt also auf Tag Nr. 2, Dienstag.
Rechnung: 30
Trinkgeld: + 7
37
Vielfaches von 7 abziehen: - 35
2 = Dienstag

Wie sieht's mit Neujahr 2043 aus?


Rechnung: 43
Trinkgeld: + 10

53
Vielfaches von 7 abziehen: - 49
4 = Donnerstag
Ausnahme: Wenn es um ein Schaltjahr geht, ziehen Sie 1 €
vom Trinkgeld ab, sonst bleibt alle s gleich. Beispielsweise be­
trüge für den 1. Januar 2032 ein 25-prozentiges Trinkgeld 8 €.
Davon ziehen wir 1 € ab und kommen auf eine Gesamtsum­
me von 32 + 7 = 39. Davon ziehen wir das größtmögliche Viel­
fache von 7 ab: 39 - 35 = 4. Neujahr 2032 fällt also auf Tag 4,
Donnerstag. Mehr Details erfahren Sie im 9. Kapitel, wo Sie
lernen, den Wochentag für jedes Datum der Geschichte zu
errechnen. (Natürlich steht es Ihnen frei, dieses Kapitel als
erstes zu lesen.)
»Warum hat uns das niemand in der Schule beigebracht?«

Leider gibt es Fragen, die selbst ich nicht beantworten kann.


Sind Sie bereit, mehr mathematische Zauberkunststücke zu
lernen? Worauf warten wir dann? Los geht's!

33
1. KAPITEL .

Ein bisschen Geben und


Nehmen- Addition
und Subtraktion im Kopf

S eit ich mich erinnern kann, habe ich es schon immer


leichter gefunden, Zahlen von links nach rechts zu addie­
ren oder zu subtrahieren als umgekehrt. Indem ich so rech­
nete, konnte ich in der Schule schon mit der Lösung rausplat­
zen, bevor meine Klassenkameraden, die es gelernt hatten
von rechts nach links zu rechnen, ihre Stifte überhaupt an­
setzten. Einen Stift brauchte ich gar nicht, auch wenn es um
Rechenoperationen mit mehrsteHigen Zahlen ging. Mein
Kopf reichte völlig aus.

In diesem Kapitel lernen Sie die Von-links-nach-rechts-Me­


thode für die Addition und Subtraktion der meisten Zahlen,
mit denen Sie im Alltagsleben zu tun bekommen. Die Fähig­
keit, solche Berechnungen im Kopf durchzuführen, brau­
chen Sie nicht nur für die Tricks in diesem Buch, sie ist auch
unverzichtbar in der Schule, im Beruf und überall, wo Sie mit
Zahlen zu tun haben. Bald werden Sie Ihren Taschenrechner
in Rente schicken und die volle Leistungsfahigkeit Ihres
Hirns nutzen können, um zwei-, drei- und sogar vierstellige
Zahlen mit Lichtgeschwindigkeit zu addieren oder zu subtra­
hieren.

34
ADDITION VON LI N KS NACH RECHTS

A D D IT I ON VON L I N K S NAC H R E C HTS

Den meisten von uns hat man beigebracht, auf dem Papier
von rechts nach links zu rechnen. Und für das Rechnen mit
Zettel und Stift ist das auch okay. Aber wenn man im Kopf
rechnen will (sogar schneller, als es auf Papier ginge), sollte
man aus mehreren Gründen besser von links nach rechts ar­
beiten. Schließlich liest man Zahlen auch von links nach
rechts, also ist es schlicht natürlicher, Zahlen von links nach
rechts zu betrachten und zu berechnen. Wenn man ein Er­
gebnis von rechts nach links ermittelt, (wie Sie es vermutlich
auf Papier tun) errechnet man es rückwärts. Das macht es
enorm schwierig, die Schritte im Kopf durchzuführen. Auch
wenn man ein Ergebnis nur schnell überschlagen will, ist es
wichtiger zu wissen, dass es »ein wenig über 1.200 liegt«, als
sagen zu können, dass ))es aufS endet«. Gehen Sie eine Auf­
gabe von links an, dann beginnen Sie mit den wichtigsten
Zahlen für das Ergebnis. Wenn Sie daran gewohnt sind, auf
Papier und von rechts nach links zu rechnen, mag es Ihnen
unnatürlich vorkommen, Zahlen von links nach rechts anzu­
gehen. Nach ein wenig Übung werden Sie feststellen, dass
dies die effektivste Art ist, im Kopf zu rechnen.
Bei der ersten Art von Aufgaben - der Addition zweier zwei­
stelliger Zahlen - mag die Von-links-nach-rechts-Methode
nicht besonders vorteilhaft erscheinen. Haben Sie Geduld!
Wenn Sie dabei bleiben, werden Sie verstehen, dass von links
nach rechts die einzige Richtung ist, mit der man schwierige­
ren Aufgaben zu Leibe rücken kann: Additionsaufgaben mit
drei- und mehrsteiligen Zahlen, alle n Subtraktionsaufgaben
und ganz entschieden allen Multiplikationen und Divisio­
nen. Je früher Sie sich an diese Art des Rechnens gewöhnen,
desto besser.

35
ADDITION U N D S U BTRAKTI O N I M KOPF

Addition von zweistelligen Zahlen


In diesem Kapitel gehen wir davon aus, dass Sie einstellige
Zahlen addieren oder subtrahieren können. Also beginnen
wir mit der Addition zweistelliger Zahlen - vermutlich be­
herrschen Sie das ganz ordentlich im Kopf. Trotzdem sind
die folgenden Aufgaben eine gute Übung, denn die Fähigkei­
ten, die Sie beim Zusammenzählen zweistelliger Zahlen er­
werben, brauchen Sie später für aufwändigere Additionsauf­
gaben und für praktisch alle Multiplikationsaufgaben in
späteren Kapiteln. Sie lernen hier ein fundamentales Prinzip
des Kopfrechnens: wie man Aufgaben vereinfacht, indem
man sie in kleinere, leichter handhabbare Häppchen aufteilt.
Das ist der Schlüssel zu praktisch jeder Methode, die Sie in
diesem Buch kennen lernen werden. Wenn man Erfolg im
Kopfrechnen haben will, muss man drei Dinge tun: vereinfa­
chen, vereinfachen, vereinfachen.
Am einfachsten sind diejenigen Additionen, bei denen man
keine Zahlen »übertragen« muss, wenn also die Ziffern der
ersten Stelle 9 oder weniger ergeben und die Ziffern der zwei­
ten Stelle ebenfalls. Zum Beispiel:
47
+ 32 (30 + 2 )

U m 47 + 3 2 auszurechnen, addieren Sie erst 30, dann 2.


Nachdem Sie 30 addiert haben, stehen Sie vor dem einfache­
ren Problem 77 + 2, was 79 gibt. Wir illustrieren das folgen­
dermaßen:
47 + 32 = 77 + 2 = 79
(zuerst 30 addieren) (dann 2 addieren)

Das obige Diagramm soll schlicht zeigen, welche Prozesse


im Gehirn ablaufen, während man mit unserer Methode zur

36
ADDITION VO N LI N KS NACH REC HTS

Lösung gelangt. Unsere Methode erfordert nicht, dass Sie


selbst etwas niederschreiben, allerdings müssen Sie solche
Diagramme lesen und verstehen können.
Versuchen wir jetzt eine Addition, bei der Sie eine Zahl über­
tragen müssen:
67
+ 28 (20 + 8)
Addieren Sie von links nach rechts und vereinfachen Sie die
Aufgabe, indem Sie zunächst 67 + 20 = 87 rechnen und dann
87 + 8 = 95.
67 + 28 = 87 + 8 = 95
(zuerst 20 addieren) (dann 8 addieren)

Versuchen Sie jetzt eine allein, indem Sie im Geist von links
nach rechts rechnen. Überprüfen Sie dann unten, wie wir es
gemacht haben:
84
+ 5 7 (50 + 7)
Wie ging das? Sie haben zuerst 84 + 50 = 134 gerechnet und
dann mit 134 + 7 = 141 abgeschlossen.
84 + 5 7 = 1 34 + 7 = 1 41
(zuerst 50 addieren) (dann 7 addieren)

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie beim Übertragen


von Zahlen noch ins Stolpern kommen. Wahrscheinlich ver­
folgen Sie zum ersten Mal einen systematischen Ansatz beim
Kopfrechnen, und es geht Ihnen wie den meisten: Es wird
eine gewisse Zeit brauchen, bis Sie sich daran gewöhnt
haben. Mit Übung allerdings werden Sie anfangen, diese
Zahlen in Ihrem Geist zu sehen und zu hören, und das Über-

37
ADDITION U N D SUBTRAKTION I M KOPF

tragen von Zahlen beim Addieren wird Ihnen in Fleisch und


Blut übergehen. Machen Sie zur Übung eine weitere Aufga­
be. Errechnen Sie die Lösung im Kopf und überprüfen Sie da­
nach, wie wir es gemacht haben:
68
+ 45 (40 + 5)
Sie sollten 68 + 40 = 108 gerechnet haben und dann 108 + 5 =

1 1 3. War das leichter? Halten Sie sich an folgende Übungs­


aufgaben, wenn Sie sich an weiteren Additionen zweistelli­
ger Zahlen versuchen wollen. (Die Ergebnisse und Lösungs­
wege finden Sie am Ende des Buchs.)

Obun1: Addition zweistelli1er Zahlen


1. ). 5.
23 2.
64 95 4.
34 89
+ 16 + 43 + 32 + 26 + 78
-- --

6. 7. 8. 9. 10.
73 47 19 55 39
+ 58 + 36 + 17 + 49 +38
-- -- -- --

Addition dreisteiliger Zahlen


Die Methode zur Addition dreisteiliger Zahlen ist die gleiche
wie zur Addition zweistelliger Zahlen: Man rechnet von links
nach rechts. Nach jedem Schritt gelangt man zu einer neuen,
einfacheren Addition. Versuchen wir die folgende Aufgabe:
538
+ 327 (300 + 20 + 7)
Wir beginnen mit 538, addieren 300, dann 20, dann 7. Nach
dem Hinzuzählen von 300 (538 + 300 = 8 38) bleibt als Aufga­
be 8 38 + 27. Wir addieren 20 (838 + 20 = 858), danach verein-

38
ADDITION VO N LI N KS NACH REC HTS

facht sich die Aufgabe zu 858 + 7 = 865. Der Denkprozess


kann wie folgt dargestellt werden:
538 + 327 838 + 27 858 + 7 865
+300 +20 +7

jede Additionsaufgabe lässt sich mit dieser Methode im Kopf


lösen. Das Ziel ist, die Aufgabe so weit zu vereinfachen, bis
man nur noch eine einstellige Zahl addiert. Beachten Sie,
dass 538 + 327 erfordert, dass Sie sich 6 Ziffern merken, wäh­
rend Sie bei 838 + 27 bzw. 858 + 7 nur noch fünfbzw. vier Zif­
fern im Kopf behalten müssen. Während Sie die Aufgabe ver­
einfachen, machen Sie sich das Leben immer leichter!
Versuchen Sie die nächste Aufgabe im Kopf und sehen Sie
dann nach, wie wir sie gelöst haben:
623
+ 1 59 (1 00 + 50 + 9)
Haben Sie sich das Leben erleichtert, indem Sie von links
nach rechts addierten? Nachdem Sie die Hunderter zusam­
mengezählt hatten (623 + 100 = 723), blieb Ihnen 723 + 59.
Als nächstes sollten Sie die Zehner addiert haben (723 + 50 =
773), was die Aufgabe zu 773 + 9 vereinfachte. Das rechneten
Sie aus und bekamen 782. Im Diagramm sieht der Lösungs­
weg folgendermaßen aus:
623 + 1 59 723 + 59 773 + 9 782
+100 +50 +9

Wenn ich solche Aufgaben im Kopf mache, versuche, ich die


Zahlen nicht vor mir zu sehen, sondern zu hören. Ich höre die
Aufgabe 623 + 159 als sechshundertdreiundzwanzig plus ein­
hundertneunund.fünfzig. Indem ich das Wort hundert innerlich
betone, weiß ich, wo ich mit der Addition anfange. Sechs und

39
ADDITION U N D SUBTRA KTI O N I M KOPF

eins macht sieben, meine nächste Aufgabe lautet also sieben­


hundertdreiundzwanzig plus neunundftin.fzig und so weiter.
Üben Sie die Lösung solcher Aufgaben am Anfang laut.
Wenn Sie den Gedankenprozess mit Worten begleiten, geht
er Ihnen viel schneller in Fleisch und Blut über.
Aufgaben, bei denen man dreisteilige Zahlen addiert, können
kaum schwerer werden als die folgende:
858
+ 634
Wir lösen sie folgendermaßen:
858 + 634 1.458 + 34 1 .488 + 4 1.492
+600 +30 +4

Bei jedem Schritt höre (statt sehe) ich eine »neue« Rechen­
aufgabe. Im Geist klingt der Lösungsweg so:
858 plus 634 ist 1.458 plus 34 ist 1 .488 plus 4 ist 1 .492.
Ihr innerer Monolog mag etwas anders klingen als meiner
(vielleicht >>sehen« Sie die Zahlen ja, statt sie zu »hören<< ,
aber was immer Sie sich vorsagen oder vorstellen: Der Zweck
ist, die Zahlen während des Denkens zu verstärken, so dass
Sie nicht vergessen, wo Sie sind, und wieder ganz von vorne
anfangen müssen.
Probieren wir zur Übung noch eine Aufgabe:
759
+ 496 (400 + 90 + 6)
Rechnen Sie das erst im Kopf und vergleichen Sie das Ergeb­
nis dann mit unserer Berechnung:
759 + 496 1 1 59 + 96 1 249 + 6 = 1 .255
+400 +90 +6

40
ADDITION VO N LI N KS N ACH RECHTS

Diese Aufgabe war ein bisschen schwieriger als die vorige,


weil man bei jedem Schritt Zahlen übertragen musste. Bei
dieser speziellen Aufgabe hatten Sie aber die Möglichkeit,
eine andere Methode zu verwenden. Sicher stimmen Sie mir
zu, dass es viel leichter ist, 500 zu 759 hinzuzuzählen als 496.
Versuchen Sie also, 500 zu addieren und dann die Differenz
abzuziehen.
759
+ 496 (500- 4)
759 + 496 1.259-4 1 255
(zuerst 500 addieren) (dann 4 abziehen)

Bisher haben Sie immer die zweite Zahl zerlegt und Schritt
für Schritt zur ersten Zahl addiert. Natürlich könnten Sie
auch die erste Zahl zerlegen, aber es ist hilfreich, wenn Sie
konsequent bei einer Methode bleiben. Dann muss ihr Ge­
hirn keine Zeit darauf verschwenden, erst einmal eine Me­
thode zu wählen. Wenn die erste Zahl deutlich einfacher ist
als die zweite, vertausche ich sie manchmal, wie beim folgen­
den Beispiel:
207
+ 528
207 + 528 528 + 207 728 + 7 = 735
(vertauschen) + 200 +7

Lassen Sie uns zum Schluss dreisteilige und vierstellige Zah­


len zusammenzählen. Da das Gedächtnis der meisten Men­
schen nur sieben bis acht Zahlen gleichzeitig behalten kann,
sind das so ziemlich die längsten Aufgaben, die Sie angehen
können, ohne auf künstliche Gedächtnisstützen zurückzu­
greifen, also Finger, Taschenrechner oder Mnemotechniken,
wie wir sie im 7. Kapitel vorstellen. Bei vielen Additionsauf-

41
ADDITION U N D S U BTRAKT I O N I M KOPF

gaben, die sich in der Praxis stellen, insbesondere beim


Lösen von Multiplikationsaufgaben, endet mindestens eine
der Zahlen auf 0. Dieser Art Aufgabe widmen wir daher be­
sondere Aufmerksamkeit. Wir beginnen mit einem einfa­
chen Beispiel:
2.700
+ 567
Da 27 hundert und 5 hundert 32 hundert ergibt, hängen wir
hinten einfach die 67 dran und erhalten 32 hundert und 67,
oder 3.267. Diese Methode bleibt bei den folgenden Aufgaben
die gleiche:
3.240 3.240
+ 18 + 72
Da 40 + 18 = 58, lautet die erste Lösung 3258. Bei der zweiten
Aufgabe wissen Sie, dass 40 + 72 mehr als 100 macht, die Lö­
sung also 33 hundert und etwas ausmacht. Da 40 + 72 = 112,
ist die Lösung 3.312.
Diese Aufgaben sind einfach, weil nur an einer Stelle Ziffern
zusammenkommen, die beide ungleich 0 sind. Deswegen
lassen sie sich in einem einzigen Schritt lösen. Kommen an
zwei Stellen Ziffern zusammen, die beide ungleich 0 sind,
braucht man zwei Schritte. Zum Beispiel:
4.560
+ 1 71 (1 00 + 71)
Zur Lösung benötigen wir zwei Schritte, wie das Diagramm
zeigt:
4.560 + 1 71 4.660 + 71 4.73 1
+ 100 + 71

Üben Sie an den folgenden Additionsaufgaben mit dreisteili­


gen Zahlen und fügen Sie dann selbst nach Belieben weitere

42
ADDITION VON LI N KS NACH REC HTS

hinzu, bis Sie sie souverän im Kopflösen können, ohne auf


das Blatt sehen zu müssen. (Die Lösungen finden Sie am
Ende des Buches.)

Carl Friedrich Gauß: Ein mathematisches Wunderkind


Als Wunderkinder bezeichnet man hochtalentierte, »frühreife«
Kinder, die ihren Altersgenossen weit voraus sind. Der deutsche
Mathematiker Carl Friedrich Gauß (1 7 77-1 855) war so eines. Er
brüstete sich oft dam it, dass er früher rechnen konnte als reden.
Im reifen Alter von d rei Jahren korrigierte er die Lohnabrechnun·
gen seines Vaters, ohne je in Mathematik unterrichtet worden zu
sein. Gauß erklärte: »Die Rechnung sti m mt nicht<<, und beim
Nachrechnen stellte sich heraus, dass der j unge Carl recht hatte.
Als er ein zehnjähriger Schüler war, wurde folgende Aufgabe ge­
stellt: Was ist die S u m me aller Zahlen von 1 bis 1 00? Wahrend
seine M itschüler eifrig vor sich hin kritzelten, stellte Gauß sich
vor, die Zahlen von 1 bis 50 von links nach rechts zu verteilen und
die von 51 bis 1 00 von rechts nach l i n ks, d i rekt unter die erste
Zahlenreihe. Jedes Zahlenpaar untereinander würde sich zu 1 01
addieren (1 + 1 00, 2 + 99, 3 + 98, ... ) Da es 50 Paare gab, war die
Gesamtsumme 1 01 X 50 = 5.050. Zum Erstaunen aller, auch des
Lehrers, hatte der junge Carl die Antwort nicht nur vor allen ande­
ren errechnet, sondern auch noch vollständig im Kopf. Er schrieb
die Lösung auf seine Schiefertafel und warf sie mit ei nem >>Das
ist sie!<< auf das Lehrerpult Der Lehrer war so beeindruckt, dass
er von seinem eigenen Geld das beste Lehrbuch der Arithmetik
kaufte und Gauß gab, mit den Worten: >>Er ist mir ü ber, ich kann
ihm nichts mehr beibringen.«
Tatsächlich wurde Gauß zum Mathematiklehrer anderer und ent­
wickelte sich schließlich zu einem der größten Mathematiker der
Geschichte. N och heute arbeitet die Wissenschaft mit seinen
Theorien. Gauß' Bestreben, die Natur d urch die Sprache der Ma­
thematik besser zu verstehen, äußert sich i n seinem M otto, das
er aus Shakespeares König Lear entnahm: >>N atur, d u meine Göt­
tin, deiner Satzung gehorch ich einzig.« (Übersetzung von Wolf
Graf Baudissin)

43
ADDITION U N D S U BTRAKT I O N I M KOPF

Obuns: Addition dreistelliser Zalilen

3.
1.
242 2.
312 635 4.
457 5.
91 2
+
--
1 37 +
--
256 +
--
81 4 + 241 + 475

7. 8. 9.
6.
852 457 878 276 10.
877
+ 379
--
+ 269 +
--
797 +
--
689 +
--
539

11.
5.400 12.
1 .800 1 3.
6.1 20 14.
7.830 15.
4.240
+ 252 + 855 + 1 36 + 348 + 371

S U BTRA KT I O N VO N L I N KS NACH R E C H TS
Den meisten von uns fallen Additionen leichter als Subtrak­
tionen. Aber wenn Sie weiterhin von links nach rechts rech­
nen und Aufgaben in einfachere Probleme aufteilen, können
Subtraktionen fast so einfach werden wie Additionen.

Subtraktion zweistelliger Zahlen


Beim Subtrahieren von zweistelligen Zahlen besteht die Me­
thode darin, das Problem derart zu vereinfachen, dass man
jeweils nur eine einstellige Zahl subtrahiert (oder addiert).
Beginnen wir mit einer sehr einfachen Subtraktionsaufgabe:
86
- 25 (20 + 5)
Nach jedem Schritt gelangt man zu einer neuen und einfa­
cheren Aufgabe. Hier ziehen wir zuerst 20 ab (86 - 20 = 66)
und stehen vor der einfacheren Aufgabe, 66 - 5 ermitteln zu
müssen. Das Endergebnis, 61, erhält man schematisch dar­
gestellt so:

44
S U BTRAKTI O N VO N LI N KS NACH REC HTS

86 - 25 66 - 5 61
(erst 20 subtrahieren) (dann 5 subtrahieren)

Natürlich sind Subtraktionen deutlich einfacher, wenn man


keine Zahlen borgen muss (was vorkommt, wenn man eine
größere Ziffer von einer kleineren abzieht). Die gute Nach­
richt lautet allerdings: ))Schwierige« Subtraktionen können
oft in ))leichte« Additionen umgewandelt werden. Beispiel:
86
- 29 (20 + 9) oder (30 - 1 )
Diese Aufgabe kann man auf zwei Arten im Kopflösen:

1. Erst 20 abziehen, dann 9 abziehen:


86 - 29 66 - 9 57
(erst 2 0 abziehen) (dann 9 abziehen)

Bei dieser Aufgabe würde ich allerdings die folgende Metho­


de vorziehen:

2. Erst 30 abziehen, dann wieder 1 addieren:


86 - 29 56 + 1 57
(erst 30 abziehen) (dann 1 addieren)

Hier ist die Regel, welche Methode man anwenden sollte:


Wenn man bei der Subtraktion einer zweistelZigen Zahl borgen
müsste, rundet man die zweite Zahl aufdas nächste Vu:lfache von
zehn auf Man subtrahiert diese gerundete Zahl und addiert die
Differenz, um die man aufgerundet hat.
Die Aufgabe 54 - 28 würde beispielsweise Borgen erfordern
(weil 8 größer ist als 4). Runden Sie daher 28 auf 30 auf, rech­
nen Sie 54 - 30 = 24 und addieren Sie wieder 2, um 26 als Lö­
sung zu erhalten.

45
ADDITION U N D S U BTRAKTIO N I M KOPF

54
- 28 (30 - 2)
54 - 28 24 + 2 26
-
30 +2

Legen Sie jetzt selbst Hand (oder Kopf) an 81 - 37. Da 7 grö­


ßer ist als 1, runden wir 37 auf 40 auf, ziehen es von 81 ab
(81 - 40 = 41) und addieren die Differenz von 3, um zum Er­
gebnis zu gelangen:
81 - 37 41 + 3 44
- 40 +3

Mit nur ein wenig Übung werden Ihnen Subtraktionen mit


beiden Methoden leicht von der Hand gehen. Folgen Sie ein­
fach oben vorgestellter Regel um zu entscheiden, welche Me­
thode besser funktioniert.

Obuns: Subtraktion von zweistelli1en Zahlen


�.
1.
38 2.
84 3.
92 67 5.
79
- 23 - 59 - 34 - 48 - 29

6. 9.
63 7.
51 8.
89 1 25 10.
1 48
- 46 - 27 - 48 - 79 - 86

Subtraktion dreisteiliger Zahlen


Lassen Sie uns jetzt die Subtraktion einer dreisteiligen Zahl
probieren:
958
- 41 7 (400 + 1 0 + 7)

Bei dieser Aufgabe ist es nicht nötig, sich Zahlen zu borgen


(da bei jeder Stelle die untere Zahl kleiner ist als die obere),

46
S U BTRAKTI O N VO N LI N KS NACH REC HTS

sie sollte Ihnen also nicht zu schwer fallen. Ziehen Sie ein­
fach immer jeweils eine Ziffer von der anderen ab und ver­
einfachen Sie die Aufgabe dadurch Schritt für Schritt.
958 - 41 7 558 - 1 7 548 - 7 541
- 400 - 10 -7

Nun eine Aufgabe, bei der Sie eine Zahl borgen müssen:
747
- 598 (600 - 2)
Auf den ersten Blick sieht diese Aufgabe vielleicht schwierig
aus, aber wenn Sie zuerst rechnen 747 - 600 = 147 und dann
wieder 2 addieren, kommen Sie rasch zum Endergebnis
147 + 2 149.
=

747 - 598 1 47 + 2 1 49
- 600 +2

Versuchen Sie jetzt selbst eine:


853
- 692
Haben Sie zuerst 700 von 853 abgezogen? Falls ja, haben Sie
853 - 700 = 153 bekommen? Haben Sie, da Sie vorher ja 8 zu
viel abzogen, wieder 8 addiert, um schließlich 161 zu ermit­
teln, die Lösung?
853 - 692 1 53 + 8 1 61
- 700 +8

Zugegeben, habe ich Ihnen das Leben dadurch einfacher ge­


macht, dass ich Sie Zahlen subtrahieren ließ, die nahe bei
einem Vielfachen von 100 lagen. (Haben Sie's gemerkt?)
Doch wie steht es mit anderen Problemen wie:

47
ADDITION U N D S U BTRAKT I O N I M KOPF

725
- 468 (400 + 60 + 8) oder (500 - ??)

Wenn Sie eine Stelle nach der nächsten subtrahieren und


schrittweise vereinfachen, sieht Ihr Rechenweg so aus:
725 - 468 325 - 68 265 - 8 257
(erst 400 abziehen) (dann 60 abziehen) (dann 8 abziehen)

Was passiert, wenn man auf 500 aufrundet?


725 - 468 225 + ? ? ??
(erst 5 00 abziehen) (dann ?? addieren)

Das Abziehen von 500 ist einfach: 725 - 500 = 225. Aber Sie
haben zu viel subtrahiert. Jetzt kommt es darauf an herauszu­
finden, wie viel genau zu viel abgezogen wurde.
Auf den ersten Blick scheint die Antwort nicht gerade offen­
sichtlich. Um sie zu finden, muss man wissen, wie weit 468
von 500 entfernt ist. Dafür verwendet man am besten Kom­
plemente. (Wohlgemerkt, Komplemente! Mit Komplimenten
wie ))Du bist aber eine hübsche Zahl« werden Sie nicht weit
kommen.) Der Einsatz von Komplementen ist eine gewitzte
Technik, die viele Subtraktionen von dreisteiligen Zahlen
enorm erleichtert.

Der Einsatz von Komplementen (Oh, vielen Dankl)


Schnell, wie weit sind die folgenden Zahlen von 100 weg?
57 68 49 21 79
Hier die Lösungen:
57 68 49 21 79
+ 43 + 32 + 51 + 79 + 21
1 00 1 00 1 00 1 00 1 00
SUBTRAKTIO N VO N LI N KS N AC H RECHTS

Beachten Sie, dass bei jedem Zahlenpaar, das sich zu 100 ad­
diert, die vorderen Ziffern (links) zu 9 summieren und die
hinteren Ziffern (rechts) zusammen 10 ergeben. Man sagt,
43 ist das Komplement von 57, 32 das Komplement von 68
usw.
Ermitteln Sie jetzt die Komplemente zu folgenden zweistelli­
gen Zahlen:
37 59 93 44 08
Um das Komplement von 37 zu finden, müssen wir heraus­
finden, was man zu 3 hinzuzählen muss, um 9 zu bekom­
men. (Antwort: 6) Danach errechnet man, was man zu 7 ad­
dieren muss, um 10 zu bekommen (Antwort: 3). Das
Komplement zu 37 ist also 63.
Die anderen Komplemente sind 41, 7, 56, 92. Beachten Sie,
dass die Komplemente von links nach rechts errechnet wer­
den, wie Sie es als Mathemagiker immer tun. Wie erklärt, ad­
dieren sich die vorderen Ziffern zu 9, die hinteren zu 10.
(Eine Ausnahme gibt es: Wenn die Zahlen auf 0 enden, bei­
spielsweise 30 + 70 100 - aber diese Komplemente sind
=

sehr einfach!)
Was haben Komplemente mit Subtraktionen im Kopfzu tun?
Nun, sie erlauben Ihnen, schwierige Subtraktionen in un­
komplizierte Additionen umzuwandeln. Sehen wir uns die
letzte Subtraktion an, die uns einige Schwierigkeiten bereitet
hat:
725
- 468 (500 - 32)
Im ersten Schritt haben Sie 500 statt 468 abgezogen und 225
erhalten (725 - 500 = 225). Da Sie aber zu viel abgezogen hat­
ten, mussten Sie herausfinden, wie viel Sie wieder addieren

49
ADDITION U N D S U BTRAKT I O N I M KOPF

mussten. Mit Komplementen erhalten Sie die Antwort sofort.


Wie weit ist 468 von 500? Genauso weit wie 68 von 100. Wenn
Sie das Komplement zu 68 ermitteln, wie wir Ihnen gezeigt
haben, kommen Sie auf32. Addieren Sie diese 32 zu 225 und
Sie erhalten 257, das Endergebnis.
725 - 468 225 + 32 257
(erst 500 abziehen) (dann 32 addieren)

Versuchen Sie nun eine weitere Subtraktion mit dreisteHigen


Zahlen:
821
- 259 (300 - 4 1 )
So rechnen Sie im Kopf: Ziehen Sie 300 von 821 ab. Sie erhal­
ten 521. Dazu addieren Sie jetzt das Komplement von 59, also
41, und bekommen 562, unser Endergebnis. Der Lösungs­
weg sieht so aus:
821 - 259 521 + 41 562
- 300 + 41

Hier eine weitere Aufgabe für Sie:


645
- 3 72 ( 400 28) -

Oberprüfen Sie Ihre Lösung und Ihren Rechenweg anhand


des Schemas:
645 - 3 72 245 + 28 265 + 8 273
- 400 + 20 +8

Es ist nicht viel schwerer, eine dreisteHige Zahl von einer vier­
stelligen abzuziehen, wie man am nächsten Beispiel sehr
schön sehen kann:

50
SUBTRAKT I O N VO N LI N KS N AC H RECHTS

1 .246
- 579 (600 - 21 )

Man rundet auf, zieht 600 von 1 .246 ab, e s bleiben 646. Dazu
addiert man das Komplement von 79, also 21. Das Endergeb­
nis lautet 646 + 21 = 667.
1 .246 - 5 79 646 + 21 667
- 600 + 21

Machen Sie die untenstehenden Übungen und denken Sie


sich weitere Aufgaben aus, um zusätzliche (oder sollte das
heißen ))abzügliche«?) Routine zu erwerben.

Obung: Subtraktion von dreisteiligen Zahlen

1. ].
583 2.
936 587 4.
763 5.
204
- 271 - 725 - 298 - 486 - 1 85

9. 10.
6.
793 7.
219 8.
978 455 772
- 402 - 1 76 - 784 - 31 9 - 596

1 1. l l. 15.
8 73 1 2.
5 64 1 .428 14.
2.345 1 .776
- 357 - 228 - 5 71 - 678 - 987

51
p· � .
. K
- - '

Das Ergebnis einer


verschwendeten Jugend-
einfache Multiplikation

I Kindheit damit, immer schnellere Methoden zur Multipli­


eh verbrachte wahrscheinlich einen zu großen Teil meiner

kation im Kopf zu ersinnen. Ich wurde als hyperaktiv diag­


nostiziert, man sagte meinen Eltern, ich verfügte über eine
kurze Aufmerksamkeitsspanne und würde wahrscheinlich in
der Schule nur wenig Erfolg haben. (Gott sei Dank ignorier­
ten meine Eltern diese Diagnose.) Und ich hatte das Glück,
in meinen ersten Schuljahren ein paar unglaublich geduldi­
ge Lehrer zu bekommen. Vielleicht lag es an meiner kurzen
Aufmerksarnkeitsspanne, dass ich mir immer schnellere Me­
thoden für das Kopfrechnen ausdachte. Mir fehlte wahr­
scheinlich einfach die Geduld dafür, Matheaufgaben auf dem
Papier zu lösen. Wenn Sie erst mal die Techniken beherr­
schen, die ich in diesem Kapitel beschreibe, werden Sie Zet­
tel und Stift auch bald verschmähen.
In diesem Kapitel werden Sie lernen, im Kopfeinstellige Zah­
len mit zweistelligen und dreisteiligen Zahlen zu multiplizie­
ren. Sie werden auch eine phänomenal schnelle Methode
zum Quadrieren zweistelliger Zahlen lernen. Selbst Freunde
mit Taschenrechnern werden nicht mit Ihnen mithalten kön­
nen. Glauben Sie mir, fast jeder wird restlos verblüffi davon

52
M U LTI PLI KATION

sein, dass man solche Aufgaben nicht nur im Kopf, sondern


auch noch derartig schnell rechnen kann. Manchmal frage
ich mich, ob man uns in der Schule nicht betrügt. Diese Me-
thoden sind stocksimpel. wenn man sie erst mal beherrscht.
Eine kleine Voraussetzung braucht man aber, um die hier
vorgestellten Techniken anwenden zu können: Man muss
das kleine Einmaleins beherrschen. Und zwar vorwärts und
rückwärts, wenn man richtig vorankommen will. Konsultie-
ren Sie die Multiplikationstabelle unten, wenn Ihr Gedächt-
nis noch ein wenig eingerostet ist. Sobald Sie die beherr-
sehen, sind Sie bereit.

Multiplikationstabelle der Zahlen von 1 bis 10

X 2 3 4 5 6 7 8 9 10
2 3 4 5 6 7 8 9 10

2 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20

3 6 9 12 15 18 21 24 27 30

4 4 8 12 16 20 24 28 32 36 40

5 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50

6 6 12 18 24 30 36 42 48 54 60

7 7 14 21 28 35 42 49 56 63 70

8 8 16 24 32 40 48 56 64 72 80

9 9 18 27 36 45 54 63 72 81 90

10 10 20 30 40 50 60 70 80 90 1 00

M U LT I P L I KAT I ON EN VON ZW E I ST E L L IG EN
ZA H L EN M IT E INST E L L I G EN
Wenn Sie sich durch das erste Kapitel gearbeitet haben, sind
Sie es schon gewohnt, sich von links nach rechts durch Addi­
tionen und Subtraktionen zu arbeiten. Auch in diesem Kapi­
tel werden Sie praktisch alles von links nach rechts rechnen.

53
E I N FAC H E M U LTIPLI KATI O N

In der Schule haben Sie e s zweifellos genau andersherum ge­


lernt.
Aber Sie werden schnell erkennen, wie viel einfacher es ist,
von links nach rechts zu denken. (So können Sie zum Bei­
spiel schon anfangen, die Antwort auszusprechen, bevor Sie
mit einer Berechnung fertig sind. So scheinen Sie noch
schneller zu rechnen, als Sie es ohnehin tun!)
Gehen wir unsere erste Aufgabe an:
42
)( 7
Multiplizieren Sie zuerst 40 >< 7 = 280 (40 x 7 ist das gleiche
wie 4 x 7, mit einer freundlichen 0 hinten dran gehängt.) Da­
nach multiplizieren Sie 2 x 7 = 14. Addieren Sie dann 280
und 14 (natürlich von links nach rechts), um 294 zu erhalten,
das korrekte Endergebnis. Dieses Vorgehen wird unten illus­
triert:
42 (40 + 2)
)( 7
40 )( 7 280
2 )( 7 + 14
294
Wir haben darauf verzichtet, die geistige Addition von 280
und 14 im Schema darzustellen. Wie das geht, hab en Sie ja
im letzten Kapitel gelernt. Anfangs werden Sie vermutlich
noch auf die Angabe sehen müssen, während Sie rechnen.
Aber mit ein wenig Übung können Sie bald daraufverzichten
und das Ganze allein im Kopf ausrechnen.
Versuchen wir ein weiteres Beispiel:
48 (40 + 8)
)( 4

54
E I N STELLIG MAL ZW E I STELLIG

Der erste Schritt besteht darin, die Aufgabe in einfachere


Multiplikationen aufzuteilen, die Sie leicht im Kopf vollfüh­
ren können. Da 48 40 + 8, dürfen Sie erst 40 x 4 160 rech­
= =

nen und dazu 8 x 4 = 32 addieren. Das Ergebnis ist 192. (Falls


Sie sich fragen, warum diese Methode funktioniert: Schlagen
Sie im Abschnitt Warum diese Tricks funktionieren am Ende
dieses Kapitels nach.)
48 (40 + 8)
X 4
40 X 4 1 60
8x4 + 32
1 92
Jetzt kommen zwei weitere Rechenaufgaben, die Sie recht
schnell lösen können sollten. Berechnen Sie zuerst 62 x 3,
dann 71 x 9. Versuchen Sie es im Kopf, bevor Sie sich anse­
hen, wie wir es gemacht haben.

62 (60 + 2) 7 1 (70 + 1 )
X 3 X 9
60 X 3 1 80 70 X 9 630
2X3 + 6 1 X9 + 9
1 86 639

Diese zwei Beispiele sind besonders einfach, weil die zu ad­


dierenden Zahlen praktisch nicht überlappen. Wenn man
180 + 6 »berechnet«, ist die Antwort allerdings sofort offen­
sichtlich.
Eine weitere besonders einfache Art der Multiplikation ist
diejenige, bei der eine Zahl mit 5 beginnt. Wird die Fünf mit
einer geraden Zahl multipliziert, bekommt man ein Viel­
faches von 100, was die folgende Addition trivial werden lässt.

55
E I N FACH E M U LTI PLI KATION

58 (50 + 8)
)(
4
50 )( 4 200
8 )( 4 + 32
232
Versuchen Sie sich an der folgenden Aufgabe:
87 (80 + 7)
)(5
80 )( 5 400
7 )( 5 + 35
435
Beachten Sie, um wie viel leichter sich diese Aufgabe von
links nach rechts lösen lässt. Es geht viel schneller, im Geist
>>400 + 35« zu rechnen, als auf dem Papier ))5 hinzuschreiben
und sich 3 zu merken«.
Die folgenden zwei Aufgaben sind ein wenig schwieriger:
38 (30 + 8) 67 (60 + 7)
)( 9 )( 8
30 )( 9 270 60 )( 8 480
8x9 + 72 7x8 + 56
342 536
Wie gewohnt, spalten wir die Aufgaben in einfachere Teilauf­
gaben. Bei der linken multipliziert man 30 x 9 plus 8 x 9, was
einem 270 + 72 gibt. Diese Addition ist ein bisschen schwie­
riger, weil sich die Stellen überlappen. Man rechnet: 270 + 70
+ 2 342.
=

Mit zunehmender Übung wird es Ihnen immer leichter fal­


len, Aufgaben wie diese im Geist zu jonglieren, und Additio­
nen mit überlappenden Stellen fallen Ihnen bald fast genau­
so leicht wie welche ohne.

56
ZWEISTELLIC MAL E I N STELLIC

Aufrunden
Im letzten Kapitel haben Sie gesehen, wie nützlich Aufrun­
den bei Subtraktionen sein kann. Das gleiche gilt für Multi­
plikationen, vor allem, wenn man Zahlen multipliziert, die
auf acht oder neun enden.
Nehmen wir die Aufgabe 69 x 6, die unten dargestellt wird.
Links haben wir sie auf die herkömmliche Weise gelöst,
indem wir 360 + 54 rechneten. Rechts hingegen haben wir 69
zu 70 aufgerundet und dann 420 - 6 berechnet, was Ihnen
möglicherweise leichter fallt.
69 (60 + 9) oder 69 (70 - 1 )
X 6 X 6
60 X 6 360 70 X 6 420
9X6 + 54
--
-1 X 6 - 6
414 41 4

Das folgende Beispiel zeigt, wie viel einfacher eine Aufgabe


durch Aufrunden werden kann:
78 (70 + 8) oder 78 (80 - 2)
X 9 X 9
70 X 9 630 80 X 9 720
9x9 + 72
--
-2 x 9 - 18
702 702
Aufrunden funktioniert besonders gut mit Zahlen, die nur
eins oder zwei von zehn entfernt sind. Sie funktioniert nicht
so gut, wenn man um mehr als zwei aufrunden muss, weil

dann die Teilaufgabe mit der Subtraktion schwierig wird. Bei


Aufgaben dieser Schwierigkeit beschränke ich mich persön­
lich auf die Additionsmethode, weil ich in der Zeit, die man
bräuchte, um zu entscheiden, welche Methode man her­
nimmt, die Aufgabe längst gelöst habe.

57
E I N FAC H E M U LTIPLI KATI O N

Ich empfehle Ihnen dringend, Aufgaben dieser Art zu üben,


um Ihre Technik zu perfektionieren. Unten stehen 20 Aufga­
ben, an denen Sie sich versuchen können. Die Lösungen ste­
hen im Anhang (samt einer Aufspaltung jeder Komponente
der Multiplikation). Wenn Sie die Aufgaben alle gelöst haben
und weiter üben wollen, erfinden Sie sich einfach selbst wel­
che. Rechnen Sie im Kopf und kontrollieren Sie die Ergebnis­
se mit einem Taschenrechner. Sobald Sie Aufgaben dieser
Art sicher im Kopfbewältigen, sind Sie bereit, auf die nächs­
te Stufe des Kopfrechnens zu gelangen.

Übung: Multiplikation zwei­


stelliger Zahlen mit einer einstelligen

1.
82 2.
42 3.
67 4.
71 5.
93
)( 9 )( 7 )( 5 )( 3 )( 8

6.
49 7.
28 8.
53 9.
84 10.
58
)( 9 )( 4 X 5 X 5 X 6

11.
97 12.
78 13.
96 14.
75 1 5.
57
X 4 X 2 X 9 X 4 X ]

16.
37 1 7.
46 18.
76 19.
29 20.
64
X 6 X 2 X 8 X 3 X 8

58
D R E I STELUG MAL E I N STELLIG

M U LT I P L I KAT I O N E N M I T D R E I ­
ST E L UG E N ZA H L E N

Nun, da Sie zweistellige Zahlen mit einstelligen im Kopf mal­


nehmen können, werden Sie merken, dass eine Multiplikati­
on einer dreisteiligen Zahl mit einer einstelligen kaum
schwieriger ist. Folgende Aufgabe ist ein guter Einstieg (ei­
gentlich ist sie ja nur eine verkleidete »zweistellige« Aufgabe):
320 (300 + 20)
)( 7
300 )( 7 2.1 00
20 )( 7 + 1 40
2.240
Ist Ihnen diese Aufgabe leicht gefallen? (Falls nicht, sollten
Sie sich vielleicht die Abschnitte über Addition im ersten Ka­
pitel noch einmal ansehen.) Versuchen wir uns an einer wei­
teren, ähnlichen Aufgabe, bei der wir allerdings die 0 durch
eine 6 ersetzt haben, so dass Sie einen weiteren Schritt durch­
führen müssen:
326 (300 + 20 + 6)
)( 7
300 )( 7 2 . 1 00
2 0 )( 7 + 1 40
2.240
6x7 + 42
2.282
In diesem Fall addieren Sie einfach das Produkt 6 x 7, von
dem Sie wissen, dass es 42 beträgt, zur ersten Summe von
2.240. Da sich nur eine Stelle überlappt, erhalten Sie sofort
die Gesamtsumme 2.282.

59
E I N FACH E M U LTI PLI KATION

Bei der Lösung dieser Multiplikationsaufgaben liegt die


Schwierigkeit darin, sich die erste Summe (in diesem Fall
2.240) zu merken, während man die nächste Multiplikation
(hier 6 x 7) durchführt. Es gibt kein magisches Geheimnis,
wie man sich die erste Zahl merkt, ab er ich garantiere, dass
es Ihnen mit ein bisschen Übung allmählich leichter fällt,
sich Zahlen zu merken, während Sie weitere Berechnungen
anstellen.
Versuchen wir eine andere Aufgabe:
647 (600 + 40 + 7)
X 4
600 X 4 2.400
40 X 4 + 1 60
2.560
7x4 + 28
2.588
Auch bei größeren Zahlen bleibt der Prozess genauso ein­
fach:
987 (900 + 80 + 7)
X 9
900 X 9 8.1 00
80 X 9 + 720
8.820
7 X 9 + 63
8.883
Am Anfang werden Sie bei solchen Aufgaben möglicherwei­
se auf die Aufgabe blicken müssen, um sich die ursprüngli­
che Aufgabenstellung ins Gedächtnis zu rufen. Zunächst
dürfen Sie das noch. Versuchen Sie aber, sich das abzuge­
wöhnen und die Aufgabe vollständig im Kopf zu behalten.

60
D R E I STELLIC MAL E I N STELLIC

Im letzten Abschnitt des Teils über die Multiplikation zwei­


stelliger Zahlen haben wir gesehen, dass Aufgaben mit Zah­
len, die mit 5 anfangen, manchmal besonders einfach zu
lösen sind.
Das gleiche gilt bei dreisteiligen Zahlen:
563 (500 + 60 + 3)
)( 6
500 )( 6 3 .000
60 )( 6 360
3 >< 6 + 18
3 . 3 78
Beachten Sie, dass die erste Additionsaufgabe gar keine ist,
wenn das erste Produkt ein Vielfaches von 1.000 ergibt. Das
liegt daran, dass man keine Zahlen mitnehmen muss und
die Tausenderstelle sich nicht mehr ändert.
Wenn Sie beispielsweise obiges Problem vor Publikum lösen,
können Sie das erste Produkt - »dreitausend(( - mit größter
Gewissheit laut aussprechen. Denn keine mitgenommene
Zahl könnte dieses Ergebnis zu 4.000 ändern.
Ein zusätzlicher Bonus: Indem Sie die erste Zahl der Lösung
rasch aussprechen, erwecken Sie den Eindruck, Sie hätten
bereits die gesamte Lösung errechnet! Selbst wenn Sie allei­
ne üben, räumt das Aussprechen des ersten Produkts Platz
im Gedächtnis frei, während Sie an der übrig gebliebenen
Multiplikation einer zweistelligen Zahl mit einer einstelligen
inzwischen weiter arbeiten - die Sie in diesem Fall auch
gleich laut aussprechen können: »dreihundertachtundsieb­
zig((,
Versuchen Sie den eben gezeigten Ansatz bei der Lösung fol­
gender Aufgabe, bei der auf die gleiche Weise mit 5 multipli­
ziert wird:

61
EI N FAC H E M U LTI PLI KAT I O N

663 (600 + 60 + 3)
X 5
600 X 5 3.000
60 X 5 300
3X5 + 15
3.3 1 5

Weil die ersten zwei Ziffern der dreisteiligen Zahl gerade


sind, können Sie die Antwort schon während des Berechnens
teilweise geben, ohne irgendetwas addieren zu müssen. Wür­
den Sie sich nicht wünschen, dass alle Multiplikationen so
einfach sind ?
Versuchen wir uns nun an ein paar Aufgaben, bei denen Zah­
len übertragen werden müssen.
1 84 (1 00 + 80 + 4)
X 7
1 00 X 7 700
80 X 7 + 560
1 .260
4 X 7 + 28
1 .288
684 (600 + 80 + 4)
X 9
600 X 9 5.400
80 X 9 + 720
6.1 20
4x9 + 36
6.1 56

Bei den nächsten beiden Aufgaben müssen Sie am Ende eine


Zahl übertragen, statt am Anfang:

62
D R E I STELLIC MAL E I N STELLIC

648 (600 + 40 + 8)
X 9
600 X 9 5.400
40 X 9 + 360
5 .760
8x9 + 72
5.832
3 76 (300 + 70 + 6)
X 4
300 X 4 1 .200
70 X 4 + 280
1 .480
6 X 4 + 24
1 .504
Der erste Teil dieser Aufgaben lässt sich jeweils einfach im
Kopflösen. Schwierig wird es erst, wenn man das Teilergeb­
nis behalten muss, während man das Endergebnis berech­
net. Im Fall der ersten Aufgabe war es leicht 5.400 + 360 =
5.760 zu ermitteln, möglicherweise müssen Sie aber 5.760
mehrmals im Kopfwiederholen, während Sie 8 x 9 72 rech­
=

nen. Dann addieren Sie 5.760 und 72. In diesem Stadium be­
ginne ich manchmal, die Antwort laut auszusprechen, noch
bevor ich fertig gerechnet habe. Ich weiß, dass ich eine Zahl
übertragen muss, wenn ich 60 und 72 addiere, also wird aus
5.700 5.800. Deshalb sage ich »fünftausendachthundert­
und ... « Dann halte ich ein, um 60 + 72 = 132 zu rechnen. Da
ich die eins schon übertragen habe, spreche ich nur die zwei
letzten Stellen aus: » ... zweiunddreißig«. Und da ist die Lö­
sung: 5.832.
Rei den nächsten zwei Aufgaben werden Sie jeweils zwei
Zahlen übertragen müssen. Möglicherweise brauchen Sie für

63
EI N FAC H E M U LTI PLI KATI O N

die Lösung also länger als bei den bisherigen Aufgaben. Aber
mit ein wenig Übung geht das immer flotter:
489 (400 + 80 + 9)
)( 7
400 )( 7 2.800
80 )( 7 + 560
3.360
9 )( 7 + 63
3.423
224 (200 + 20 + 4)
)( 9
200 )( 9 1 .800
20 )( 9 + 1 80
1 .980
4 )( 9 + 36
2.01 6

Sprechen Sie anfangs die Lösungen der Teilaufgaben laut


aus, während Sie den Rest der Aufgabe berechnen. Beginnen
Sie bei der ersten Aufgabe beispielsweise damit, ))zweitau­
sendachthundert plus fünfhundertsechzig(( ein paar Mal laut
auszusprechen, um diese Zahlen im Gedächtnis zu veran­
kern, während Sie sie addieren. Wiederholen Sie die Lösung
(dreitausenddreihundertsechzig) mehrfach, während Sie 9 x
7 = 63 ausrechnen. Sagen Sie sich dann ))dreitausenddrei­
hundertsechzig plus dreiundsechzig(( laut vor, bis Sie das
Endergebnis von 3.423 ermittelt haben. Wenn Sie schnell
genug denken, um zu sehen, dass Sie bei 60 + 63 eine Eins
übertragen müssen, können Sie das Endergebnis schon aus­
zusprechen beginnen, bevor Sie es ganz kennen: ))dreitau­
sendvierhundert und ... dreiundzwanzig!((
D R E ISTELLlei MAL EI NSTE LLICi

Wir beenden diesen Abschnitt mit einigen speziellen Aufga­


ben, die man blitzartig erledigen kann, weil man zur Lösung
nur eine Addition durchführen muss statt zwei:
5 1 1 (500 + 1 1 )
X 7
500 X 7 3.500
11 X 7 + 77
3.577
925 (900 + 25)
X 8
900 X 8 7.200
25 X 8 + 200
7.400
825 (800 + 25)
X 3
800 X 3 2.400
25 X 3 + 75
2.475
Generell gilt: Wenn Sie das Produkt aus den letzten beiden
Stellen des Multiplikanden und dem Multiplikator kennen,
gelangen Sie viel rascher zum Endergebnis. (In unserem Bei­
spiel könnte es I hnen geläufig sein, dass 4 x 25 100 und
=

demnach 8 x 25 = 200.) Oder wenn Sie wissen, dass 75 x 4 =


300, dann ist es ganz einfach , 975 x 4 zu berechnen:

975 (900 + 75)


X 4
900 X 4 3 .600
75 X 4 + 300
3.900

65
EI N FAC H E M U LTIPLI KAT I O N

Lösen Sie die folgenden Aufgaben im Kopf, um einzuüben,


was Sie eben gelernt haben. Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse
anhand der Lösungen (am Ende des Buchs). Ich kann Ihnen
aus Erfahrung versichern, dass Kopfrechnen etwas wie Rad·
fahren oder Tippen mit zehn Fingern ist. Anfangs scheint es
unmöglich, je den Bogen raus zu bekommen, aber wenn
man ihn erst mal raus hat, vergisst man nie mehr, wie's geht.

Übung: Multiplikationen dreisteiliger


Zahlen mit einstelligen Zahlen

l.
431 2·
637 3·
862 4·
957 5·
927 6·
728
X 6 X 5 X 4 X 6 X 7 X 2

7.
328 8·
529 9·
807 10·
587 11.
1 84 1 2· 21 4
X 6 X 9 X 9 X 4 X 7 X 8

13. 751
757 14·
259 1 5·
297 16· 1 7·
457 1 8· 339
X 8 X 7 X 8 X 9 X 7 X 8

19.
1 34 20·
61 1 21.
5 78 22 ·
247 23·
1 88 24· 968
X 8 X 3 X 9 X 5 X 6 X 6

lO.
25.
499 26·
670 27·
429 28 ·
862 29 ·
285 488
X 9 X 4 X 3 X 5 X 6 X 9

31 .
693 32·
722 33.
45 7 34· 767 35 ·
31 2 36· 691
X 6 X 9 X 9 X 3 X 9 X 3

66
QUAD R I E R E N

Q UA D RAT I S C H , P RA KT I S C H : DAS
Q UA D R I E R EN ZW E I ST E L L I G E R ZA H L EN

Das Quadrieren einer Zahl (also die Multiplikation einer Zahl


mit sich selbst) im Kopf ist eine der beeindruckendsten und
gleichzeitig einfach sten Übungen im Kopfrechnen. Ich erin­
nere mich noch daran, wo ich mich befand, als ich den Trick
dafür entdeckte. Ich war dreizehn und saß gerade im Bus in
Richtung Stadtzentrum von Cleveland, wo ich meinen Vater
bei der Arbeit besuchen wollte. Ich machte die Fahrt oft, wes­
halb meine Gedanken abschweiften. Ich weiß nicht warum,
aber ich begann, über die Zahlen nachzudenken, die sich zu
20 addieren. Ich fragte mich , wie groß das Produkt solcher
Zahlen maximal werden konnte.
Ich begann in der Mitte, mit 10 x 10 (oder 102), was 100 er­
gibt. Als nächstes multiplizierte ich 9 x 1 1 99, 8 x 12 = 96,
=

7 X 13 = 91, 6 X 14 = 84, 5 X 15 = 75, 4 X 16 = 64 USW. Ich be­


merkte, dass die Produkte kleiner wurden. Ihre Differenz von
1 00 betrug: 1, 4, 9, 16, 25, 36 ... oder 12, 22, 32, 42, 52, 62, ... (siehe
Tabelle unten).
Zahlen, die zu- Entfernung Ihr Produkt Differenz des
sammen 20 ergeben von 1o Produkts von 100
10 10 0 1 00 0
9 11 99
8 12 2 96 4
7 13 3 91 9
6 14 4 84 16
5 15 5 75 25
4 16 6 64 36
3 17 7 51 49
2 18 8 36 64
19 9 19 81

67
EI N FAC H E M U LTIPLI KATION

Ich fand dieses Muster erstaunlich. Als nächstes nahm ich


mir Zahlen vor, die sich zu 26 addieren und bekam ähnliche
Ergebnisse. Als erstes bestimmte ich 1 32 = 169 und berechne­
te dann 1 2 x 14 = 168, 1 1 x 15 = 165, 10 x 16 = 160, 9 x 17 =
153 usw. Wie zuvor entsprach die Entfernung dieser Produk­
te von 169 wieder 12, 22, 32, 42 usw. (siehe Tabelle unten).
Tatsächlich gibt es für dieses Phänomen eine einfache algeb­
raische Erklärung (siehe Warum diese Tricks funktionieren,
S. 72). Damals beherrschte ich die Algebra noch nicht so
weit, um beweisen zu können, dass dieses Muster immer
auftritt. Aber ich experimentierte mit genügend Beispielen,
um dessen sicher zu sein.
Dann merkte ich, dass mir dieses Muster dabei helfen könn­
te, Zahlen zu quadrieren. Angenommen, ich wollte die Zahl
13 quadrieren. Statt 13 x 13 zu nehmen,
Zahlen, die zu· Entfernung Ihr Produkt Differenz des
sammen 26 ergeben von 1 3 Produkts von 1 69
13 13 0 1 69 0
12 14 1 68
11 15 2 1 65 4
10 16 3 1 60 9
9 17 4 1 53 16
8 18 5 1 44 25

könnte ich doch eine Näherungslösung finden, indem ich


zwei Zahlen verwendete, die sich leichter multiplizieren lie­
ßen, aber zusammen auch 26 ergaben. Ich wählte 10 x 16 =
160. Um die korrekte Lösung des ursprünglichen Problems
zu bekommen, addierte ich einfach 32 = 9 (da 10 und 16 je­
weils 3 von 13 entfernt liegen). Also gilt 132 = 160 + 9 = 169.
Cool!
Diese Methode sieht im Diagramm folgendermaßen aus:

68
Schauen wir jetzt mal, wie das für eine andere Quadratzahl
funktioniert:
42 �
41 2 �
;:.Y""'
� 1 .680 + 1 2 = 1 .681
- l � 40 .
--/

Um 41 zu quadrieren, zieht man einmal l ab und erhält 40


und addiert einmal l und erhält 42. Als nächstes rechnet man
40 x 42. Keine Panik, dies ist nur die getarnte Multiplikation
einer zweistelligen mit einer einstelligen Zahl (4 x 42). Da 4
x 42 = 168, gilt: 40 x 42 = 1.680. Fast fertig! Jetzt muss man

nur noch das Quadrat von 1 addieren (da wir von 41 um 1


nach oben und unten abgewichen sind). Das gibt: 1.680 + 1 =
1 .681.
Kann das Quadrieren zweistelliger Zahlen so einfach sein?
ja, es kann - mit dieser Methode und ein wenig Übung. Und
sie funktioniert, egal, ob man auf- oder abrundet. Untersu­
chen wir beispielsweise 772, indem wir beim Rechnen mal
auf-, mal abrunden.
84
772 � �

� 5.880 + ]2 = 5.929
-]� 70 .--/
oder
;J---""" 80 �
772 "-.._ 5 .920 + 32 = 5 .929
� .
-J� 74 .--/

69
EI N FACH E M U LTIPLI KATI O N

Bei diesem Beispiel liegt der Vorteil des Aufrundens darin,


dass man fast fertig ist, wenn man das Multiplikationspro­
blem gelöst hat. Denn es ist einfach, eine Zahl, die auf 0
endet, und 9 zu addieren.
Tatsächlich runde ich beim Quadrieren von zweistelligen
Zahlen immer zum nächsten Vielfachen von 10 auf oder ab.
Endet die zu quadrierende Zahl mit 6, 7, 8 oder 9, rundet man
auf, endet sie auf 1 , 2, 3 oder 4, rundet man ab. (Endet sie auf
5, tut man beides!) Folgt man dieser Strategie, addiert man
zum Ergebnis der Multiplikation immer nur 1, 4, 9, 16 oder
25.
Versuchen wir eine weitere Aufgabe. Berechnen Sie 562 im
Kopf und sehen Sie sich dann an, wie wir es gemacht haben:
;:.Y""" 60 -----....
562 � _.#' 3.1 20 + 42 = 3.1 36

- 4 � 52 � .
Noch einfacher ist es, Zahlen zu quadrieren, die aufS enden.
Da man jeweils um 5 auf- bzw. abrundet, sind beide zu mul­
tiplizierenden Zahlen ein Vielfaches von 10. Multiplikation
und Addition sind deswegen besonders einfach. Unten
haben wir 852 und 352 berechnet:
;J---""" 90 -----....
852 � � 7.200 + 52 = 7.225
-5� 80 �
;J---""" 40 -----....
352 ....... � 1 .200 + 52 = 1 .225
- 5 � 30 �

Wie Sie im 0. Kapitel gesehen haben, dürfen Sie beim Qua­


drieren einer Zahl, die aufS endet, immer sofort mit dem ers-

70
QUAD R I E R E N

ten Teil der Lösung herausplatzen und dann einfach 25 dran­


hängen. Wollen Sie etwa 752 berechnen, führt Sie das Auf­
runden auf SO bzw. Abrunden auf 70 sofort zu ))fünftausend­
sechshundertund...fünfundzwanzig!<<
Bei Zahlen, die auf 5 enden, dürfte es Ihnen keine Schwierig­
keiten machen, schneller zu rechnen als jemand mit einem
Taschenrechner. Und bei den anderen zweistelligen Quadrat­
zahlen brauchen Sie nur ein wenig Übung, bis sie jeden Ta­
schenrechner schlagen.
Selbst vor großen Zahlen brauchen Sie keine Angst zu
haben. Sie können jemanden darum bitten, eine wirklich
große zweistellige Zahl vorzugeben, hoch in den 90em. Es
scheint, als hätten Sie es mit einem unmöglich schweren
Problem zu tun. Dabei sind diese Aufgaben sogar ziemlich
leicht, weil Sie einfach auf 100 aufrunden können.
Sagen wir, das Publikum gibt 962 vor. Versuchen Sie's selbst
und überprüfen Sie dann, wie wir es gemacht haben.

�1 00 �
962 � ..# 9.200 + 42 = 9.21 6
_4 .....
92 � .
War das nicht einfach? Sie sollten um 4 auf 100 aufgerundet
haben und gleichzeitig 4 von 96 ab gezogen und 92 erhalten
haben. Dann haben Sie 100 x 92 genommen und 9.200 be­
kommen. Jetzt schon können Sie laut verkünden: ))neuntau­
sendzweihundert((. Dann schließen Sie mit ))sechzehn(( ab
und genießen Ihren Applaus.

71
E I N FAC H E M U LTI PLI KATION

Übung: Quadrieren zweistelliger Zahlen

Berechnen Sie folgende Quadrate:


J. 4. 5.
1.
1 42 2.
272 65 2 892 982
6.
31 2 7.
41 2 8.
592 9.
262 10.
53 2
ll. 1 4.
11.
21 2 12.
642 422 5 52 15.
75 2
16.
45 2 1 7.
842 18.
672 19.
1 03 2 20.
2082

WA R U M D l E S E T R I C KS F U N KT I O N I E R E N
Diesen Abschnitt haben wir für Lehrer, Schüler, Mathebe­
geisterte und alle anderen eingefügt, die sich fragen, warum
unsere Methoden funktionieren. Manch einer findet viel­
leicht sogar die Theorie ebenso interessant wie die Anwen­
dung. Glücklichweise brauchen Sie nicht zu verstehen,
warum unsere Methoden funktionieren, um sie anwenden
zu können. Für jeden Zaubertrick gibt es eine rationale Er­
klärung, und in der Mathe-Magie verhält sich das auch nicht
anders. Hier enthüllt der Mathemagiker seine letzten Ge­
heimnisse!
Wenn es um Multiplikationsprobleme geht wie in diesem Ka­
pitel, erlaubt uns das Distributivgesetz, Aufgaben in ihre
Komponenten zu zerlegen. Das Distributivgesetz sagt, dass
für alle beliebigen Zahlen a, b und c gilt:
( b + c) x a = ( b x a) + (c x a)
Der außerhalb der Klammer stehende Faktor a wird auf die
beiden Zahlen in der Klammer, b und c, »Verteilt((, also mit
jedem separat multipliziert. In unserem ersten Multiplika-

72
QUADR I E R E N

tionsproblem (42 x 7) beispielsweise errechneten wir die Ant­


wort, indem wir 42 als 40 2 behandelten und die 7 dann wie
+

folgt verteilten:
42 X 7 = (40 2)
+ X 7 = (40 X 7) + (2 X 7) 280 1 4 294
= + =

jetzt fragen Sie sich vielleicht, warum das Distributivgesetz


überhaupt gilt. Stellen Sie sich vor, Sie hätten sieben Säck­
chen mit jeweils 42 Münzen darin. Je 40 sind aus Gold, 2 aus
Silber. Wie viele Münzen haben Sie insgesamt? Es gibt zwei
Lösungswege: Einerseits haben Sie, genau so ist die Multipli­
kation ja definiert, 42 x 7 Münzen. Genauer betrachtet,
haben Sie aber 40 x 7 Goldmünzen und 2 x 7 Silbermünzen,
insgesamt also (40 x 7) + (2 x 7) Münzen. Egal, welchen Lö­
sungsweg wir nehmen, es muss natürlich das Gleiche he­
rauskommen. Es gilt also 42 x 7 = (40 x 7) (2 x 7). Beachten
+

Sie, dass die Zahlen 7, 40 und 2 durch jede beliebige Zahl (a,
b und c) ersetzt werden können, die Logik dahinter stimmt
immer. Deswegen funktioniert das Distributivgesetz!
Wenn wir jetzt noch Kupfermünzen hinzunehmen, kommen
wir zu:
(b + c + d) x a = (b x a) (c x a)
+ + (d x a)

Um eine Aufgabe wie 326 x 7 zu lösen, spalten wir die 326 in


300 20 6 auf und verteilen dann die 7 wie folgt: 326 x 7
+ + =

(300 + 20 + 6) X 7 (300 X 7) (20 X 7) (6 X 7). Um die Lö­


= + +

sung zu bekommen, müssen wir nur noch die Ergebnisse


der drei Teilaufgaben zusammenzählen.
Was die Quadratzahlen angeht, zeigt die folgende Algebra,
dass ich meine Methode hernehmen darf:

�ilt für alle beliebigen Werte von A und d. A steht hier für die

73
E I N FAC H E M U LTIPLI KATI O N

Zahl, die quadriert werden soll, d kann jede Zahl sein, aber
ich wähle sie als Distanz von A zum nächsten Vielfachen von
10. Bei 772 wähle ich also d = 3. Nach unserer Formel gilt
dann 772 = (77 + 3) x (77 - 3) + 32 = (80 x 74) + 9 = 5.929. Der
folgende algebraische Zusammenhang hilft dabei, meine
Methode zu erklären:

Um 41 zu quadrieren, setzen wir z = 40 und d = 1 und erhal­


ten:
41 2 = (40 + 1 ) 2 = 40 X (40 + 2) + 1 2 = 1 .681
Analog gilt
(z - d) 2 = z (z - 2d) + d2
Bei 772 wird z = 80 und d = 3 und wir erhalten
Zerah Colburn: Unterhaltsame Berechnungen
Ei ner der ersten Rechenkünstler, der aus seinem Talent Kapital
schlug, war Zerah Colburn (1 804-1 839), der Sohn ei nes Farmers
in Vermont. Noch ehe er lesen oder schreiben konnte, beherrsch­
te er schon die M ultiplikationstabelle bis 1 00. Als er sechs Jahre
alt war, zog er m it seinem Vater aufTour. Dadurch kam genügend
Geld zusammen, um ihn zur Ausbi ldung nach Paris und London
zu schicken. Im Alter von acht Jahren war er international be­
rüh mt, trat als blitzschneller Kopfrechner in London auf und
wurde im Annual Register als >>das einzigartigste Phänomen in der
Geschichte des menschl ichen Geistes« bezeichnet, >>das viel­
leicht je existiert hat«.
Egal, wo er hinkam, i m mer begegnete er den Herausforderern mit
Geschwindigkeit und Präzision. ln seiner Autobiographie berich­
tet er von einem Bündel Aufgaben, die er im Juni 1 81 1 in New
Hampshire gestellt bekam: >>Wie viele Tage und Stunden ist es
her, seit die christliche Zeitrechnung vor 1 8 1 1 Jahren begann?
Antwort nach zwanzig Sekunden: 661 .01 5 Tage, 1 5.864.360 Stun­
den. Frage: Wie viele Sekunden passen i n 1 1 Jahre? Antwort nach
vier Sekunden: 346.896.000.« Colburn verwendete genau die Me­
thoden, die in diesem Buch beschrieben werden, um alle ihm ge­
stellte Aufgaben im Kopf zu lösen. Beispielsweise zerlegte er
große Zahlen in kleinere und m u ltiplizierte dann diese. Colburm
rechnete einmal 21 .734 x 543, i ndem er 543 in 1 81 x 3 zerlegte.
Dann m ultiplizierte er 2 1 . 734 mit 1 81 , erhielt 3.933 .854 und
nahm d iese Zahl mal 3 , um zum Endergebnis von 1 1 .801 .562 zu
gelangen. Wie das bei Kopfrechenkünstlern oft der Fall ist, ließ
mit der Zeit das I nteresse an Colburns erstaunlichen Fähigkeiten
nach. I m Alter von zwanzig kehrte er nach Amerika zu rück und
wurde Methodistenprediger. Er starb im jugendlichen Alter von
35. Colburn fasste seine Fähigkeiten als Rechenkünstler und die
damit verbundenen Vorteile so zusam men: >>Klar, meine Metho­
de erfordert es, sich viel mehr Zahlen zu merken, als normaler­
weise empfohlen. Aber man wird sich daran erinnern, dass Zerah
nur seh r geringe Ausgaben für Stifte, Tinte und Papier hatte, wenn
er rechnete.«

75
A' P I T .' .
- ·· '·

_ •

Neue und noch bessere


Produkte :.._ Multiplikation
mit Zwischenprodukten

M wirklich aufregend, wenn man sie vor Publikum auf­


athematische Zauberkunststücke werden erst dann

führt. Ich hatte meinen ersten öffentlichen Auftritt in der


achten Klasse, im reifen Alter von dreizehn. Viele Mathema­
giker fangen noch früher an. Zerah Colbum (1804-1839) bei­
spielsweise betätigte sich schon als Blitzrechner, bevor er
lesen oder schreiben konnte, und trat schon im Alter von
sechs Jahren vor Publikum auf. Als ich dreizehn war, schrieb
meine Mathelehrerin eine Aufgabe an die Tafel, deren Lö­
sung 1082 war. Damit gab ich mich noch nicht zufrieden und
platzte heraus: ))108 zum Quadrat ist einfach 11.664!«
Die Lehrerin machte die Berechnung an der Tafel und kam
zur gleichen Lösung. Ein wenig verwundert sagte sie: »Ja, das
stimmt. Wie hast du das gemacht?« Also verriet ich ihr: »Ich
ging wn 8 auf 100 hinunter und um 8 auf 116 hinauf. Dann
multiplizierte ich 116 x 100, was 11 .600 ergibt, addierte ein­
fach das Quadrat von 8 und erhielt 1 1.664.«
Sie hatte noch nie zuvor von dieser Methode gehört. Ich war
ganz aufgeregt. Ich träumte schon davon, mit »Benjamins
Theorem(( berühmt zu werden. Ich dachte wirklich, ich hätte
etwas Neues entdeckt. Als ich ein paar Jahre später in einem

76
ZWE I STELLIG MAL ZW E I STELLIG

Buch von Martin Gardner über vergnügliche Mathematik,


Mathematical Carnival (1965), auf »meine« Methode stieß,
versaute mir das den ganzen Tag. Trotzdem war ich noch
immer sehr stolz darauf, dass ich ganz allein draufgekom­
men war.
Auch Sie können Ihre Freunde (und Lehrerinnen) mit ziem­
lich verblüffenden Kopfrechenkunststücken beeindrucken.
Am Ende des vorigen Kapitels haben Sie gelernt, eine zwei­
stellige Zahl mit sich selbst zu multiplizieren. In diesem Ka­
pitel werden Sie lernen, wie Sie zwei verschiedene zweistelli­
ge Zahlen miteinander malnehmen, eine schwierigere, aber
auch spannendere Herausforderung. Dann werden Sie noch
Hand (oder eher Hirn) an die Quadrierung dreisteHiger Zah­
len legen. Dafür brauchen Sie nicht mal wissen, wie man
zwei zweistellige Zahlen multipliziert, Sie können diese zwei
Kunststücke also in beliebiger Reihenfolge lernen.

M U LT I P L I KAT I O N E N ZW E I E R ZW E I ­
STE L L I G E R ZA H L E N
Wenn man zweistellige Zahlen quadriert, geht man immer
auf die gleiche Weise vor. Bei der Multiplikation zweier zwei­
stelliger Zahlen können Sie mehrere verschiedene Methoden
anwenden (und immer das richtige Ergebnis bekommen).
Für mich wird's hier allmählich interessant.
Als erstes werden Sie die Additionsmethode kennenlernen,
mit der man alle Aufgaben dieser Art lösen kann.

Die Additionsmethode
Bei dieser Methode teilt man das Problem schlicht in zwei
Teilaufgaben, bei denen je eine zweistellige Zahl mit einer
t·instelligen multipliziert wird. Zum Beispiel:

77
M U LTI PLI KATION M IT ZWISCH E N PRO D U KTEN

46
X 42 (40 + 2)
40 X 46 1 .840
2 X 46 + 92
1 .932

Hier bricht man die 42 in 40 und 2 auf, Zahlen, mit denen


sich leicht multiplizieren lässt. Zuerst nimmt man 40 x 46,
was schlicht 4 x 46 ist, mit einer drangehängten 0, also 1.840.
Dann rechnet man 2 x 46 = 92 und addiert die Teilergebnis­
se 1.840 + 92 = 1.932, wie oben gezeigt.

Die gleiche Aufgabe könnte man aber auch so lösen:


46 (40 + 6)
X 42
40 X 42 1 .680
6 X 42 + 252
1 .932
Der Haken bei diesem Weg liegt darin, dass 6 x 42 schwieri­
ger zu rechnen ist als 2 x 46, wie wir es bei der ersten Metho­
de taten. Weiterhin ist es schwieriger, 1.680 + 252 zu rechnen,
als 1.840 + 92.
Wie also entscheiden Sie, welche Zahl aufzuspalten ist? Ich
versuche, diejenige zu wählen, die zur einfacheren Additi­
onsaufgabe führt. In den meisten - aber nicht allen - Fällen
sind Sie besser dran, wenn Sie die Zahl mit der kleineren
Endziffer aufspalten, denn so bekommen Sie ein kleineres
zweites Teilergebnis, das Sie zum ersten Teilergebnis addie­
ren müssen.
Versuchen Sie sich nun an folgenden Aufgaben, wobei Sie
beide Methoden nutzen sollten:

78
ZWEISTELLICi MAL ZWEISTELLICi

48 81 (80 + 1 )
X 73 (70 + 3) X 59
70 X 48 3.360 80 X 59 4.720
3 X 48 + 1 44 1 X 59 + 59
3. 504 4. 779

Die rechte Aufgabe illustriert, warum Zahlen mit Endziffer 1


besonders schön aufzuspalten sind. Enden beide Zahlen auf
die gleiche Ziffer, sollten Sie die größere Zahl aufspalten, wie
unten gezeigt:
84 (80 + 4)
X 34
80 X 34 2.720
4 X 34 + 1 36
2.856
Wenn eine Zahl viel größer ist als die andere, lohnt es sich
oft, die größere Zahl aufzuspalten, auch wenn sie eine höhe­
re letzte Ziffer hat. Sie werden verstehen, was ich meine,
wenn Sie die folgende Aufgabe auf zwei verschiedene Arten
angehen:
74 (70 + 4) 74
X 13 X 1 3 (1 0 + 3)
70 X 1 3 91 0 1 0 x 74 740
4 X 13 + 52 3 X 74 + 222
962 962
Haben Sie die erste Methode als schneller empfunden? Ich
schon. Hier folgt eine weitere Ausnahme von der Regel, dass
rnan die Zahl mit der kleineren Endziffer aufspaltet: Wenn
rnan eine Fünfziger-Zahl mit einer geraden Zahl multipli­
ziert, sollte man die Fünfziger-Zahl aufspalten:

79
M U LTIPLI KATIO N M IT ZW I SC H E N PRO D U KTEN

84
� (50 + 9)
84 X 50 4200
84 X 9 + 756
4956

Die Endziffer von 84 ist niedriger als die Endziffer von 59,
aber wenn Sie 59 aufspalten, wird das erste Produkt ein Viel­
faches von 100 sein, im obigen Beispiel 4.200. Das macht die
folgende Additionsaufgabe viel leichter.
Versuchen Sie jetzt eine einfache Aufgabe anderer Art:
42
� (1 0 + 1 )
42 X 1 0 420
42 X 1 + 42
462
Obwohl die Berechnung ziemlich einfach ist, gibt es noch
einen einfacheren und schnelleren Weg, eine zweistellige Zahl
mit 11 zu multiplizieren. Das ist feinste Mathe-Magie - Sie
werden Ihren Augen nicht trauen (außer, wenn Sie sich noch
vom 0. Kapitel daran erinnern).
Und so geht's: Angenommen, Sie haben eine zweistellige
Zahl, deren Ziffern zusammen 9 oder weniger ergeben. Um
diese Zahl mit 11 zu multiplizieren, addieren Sie einfach die
beiden Ziffern und schieben das Ergebnis zwischen die zwei
ursprünglichen Ziffern. Um 42 x 1 1 zu berechnen, errechnet
man 4 + 2 = 6. Das Ergebnis setzt man dann zwischen die 4
und die 2 und erhält die Lösung, 462!
42 4_2 = 462
X 11 6
ZWEISTELLIG MAL ZWEISTELLIG

Versuchen Sie 54 x 11 mit dieser Methode.


54 5 _ 4 = 594
)( 1 1 9
Was könnte einfacher sein? Sie mussten lediglich die 9 zwi­
schen die 5 und die 4 setzen, um das Endergebnis 594 zu er­
halten.
jetzt fragen Sie sich vielleicht, was passiert, wenn die zwei
Ziffern der Zahl zusammen mehr als 9 ergeben. In diesem
Fall erhöht man die vordere Stelle der Zahl um 1 und fügt
dann wie gehabt die Endziffer der Summe zwischen die bei­
den Ziffern ein. Multipliziert man beispielsweise 76 x 11,
rechnet man 7 + 6 13. Man erhöht die 7 in 76 um eins aufS,
=

fügt die übrig bleibende 3 zwischen 8 und 6 ein und erhält


das Endergebnis 836. Im Diagramm sieht das so aus:
76 7_6 = 836
x 11 1 3
Sie sind dran. Versuchen Sie 68 x 1 1
68 6 8 _ = 748
x 11 1 4

Wenn Sie erst mal den Bogen raus haben, werden Sie nie
mehr anders mit 1 1 multiplizieren als mit dieser Methode.
Machen Sie noch ein paar Aufgaben und überprüfen Sie Ihre
Ergebnisse anhand der Lösungen am Ende des Buchs.

Obung: Multiplikation mit 1 1


1.
35 2.
48 3.
94
X 11 )( 1 1 )( 1 1

81
M U LTI PLI KATION M IT ZWISC H E N PRODU KTEN

Kehren wir zur Additionsmethode zurück. Die nächste Auf­


gabe wird Ihnen beim ersten Versuch vermutlich richtig
schwer fallen. Versuchen Sie 89 x 72 im Kopf zu rechnen.
Schauen Sie notfalls zwischendrin wieder auf die Angabe.
Wenn Sie ein paar Mal von vorne anfangen müssen, ist das
auch okay.
89
� (70 + 2)
70 )( 89 6.230
2 )( 89 + 1 78
6.408
Wenn Sie die Lösung im ersten oder zweiten Versuch hinbe­
kommen haben, dürfen Sie sich auf die Schulter klopfen.
Schwieriger werden Multiplikationen zweier zweistelliger
Zahlen nicht. Keine Angst, wenn Sie die Lösung nicht gleich
gefunden haben. In den nächsten beiden Abschnitten werde
ich Ihnen ein paar Kniffe beibringen, wie Sie Aufgaben wie
die letzte viel einfacher anpacken. Aber üben Sie zuerst die
Additionsmethode anband der folgenden Multiplikationsauf­
gaben, bevor Sie weiterlesen.

Obung: M ultiplikation zweier zwei-


stelliger Zahlen mit der Additionsmethode

3. 4.
1.
31 2.
27 59 53 5.
77 6.
23
)( 41 )( 1 8 )( 26 )( 58 )( 43 )( 84

7.
62 8.
88 9.
92 10.
34 11.
85
)( 94 )( 76 )( 35 )( 1 1 )( 1 1

82
ZWEISTELLIG MAL ZWEISTELLIG

Die Subtraktionsmethode
Die Subtraktionsmethode ist vor allem dann praktisch, wenn
eine der zu multiplizierenden Zahlen aufS oder 9 endet. Die
folgende Aufgabe illustriert, was ich meine:
59 (60 - 1 )
X 17
60 X 1 7 1 .020
-1 X 17 - 17
1 .003
Zwar fallen fast allen Leuten Additionen leichter als Subtrak­
tionen, dennoch ist es normalerweise einfacher, kleine Zah­
len zu subtrahieren, als große zu addieren. (Hätten wir diese
Aufgabe mit der Additionsmethode gelöst, hätten wir gerech­
net: SSO + 153 1.003)
=

Packen wir jetzt die knifflige Multiplikation vom Ende des


letzten Abschnitts an:
89 (90 - 1 )
X 72
90 X 72 6.480
-1 X 72 - 72
6.408
War das nicht viel einfacher? Hier eine Aufgabe, wo eine Zahl
aufS endet:
88 (90 - 2)
X 23

90 X 23 2.070
- 2 X 23 - 46
2.024
In diesem Fall sollte man SS als 90 2 behandeln und zuerst
-

S3
M U LTIPLI KATI O N M IT ZWISC H E N PRODU KTEN

90 x 23 = 2.070 berechnen. Jetzt hat man aber mit einer zu


großen Zahl multipliziert. Um wie viel liegt das Zwischener­
gebnis zu hoch? Um 2 x 23, also um 46 zu hoch. Ziehen Sie
daher 46 von 2.070 ab, dann erhalten Sie das Endergebnis
2.024.
Ich möchte hier betonen, wie wichtig es ist, dass Sie diese
Aufgaben im Kopf lösen und nicht einfach im Diagramm
nachsehen, wie wir es gemacht haben. Arbeiten Sie sich
durch die Aufgaben und sagen Sie sich die einzelnen Schrit­
te im Geist oder laut vor, um Ihren Gedankengang zu unter­
stützen.
Ich verwende die Subtraktionsmethode nicht nur für Zahlen,
die auf 8 oder 9 enden, sondern auch für Zahlen hoch in den
Neunzigern, weil sich mit 100 so gut multiplizieren lässt.
Würde mich jemand auffordern, 96 x 73 zu rechnen, würde
ich 96 sofort auf 100 aufrunden:
96 (1 00 - 4)
X 73
1 00 X 73 7.300
- 4 X 73 - 292
7.008
Wenn die Teilaufgabe mit der Subtraktion es erfordert, dass
Sie eine Zahl borgen, kann Ihnen die Verwendung von Kom­
plementen (siehe 1. Kapitel) dabei helfen, schneller zur Lö­
sung zu gelangen. Sie werden erkennen, was ich damit
meine, während Sie sich durch die nachstehenden Aufgaben
arbeiten. Nehmen Sie beispielsweise 340 - 78. Wir wissen,
dass die Lösung in den 200ern liegen wird. Die Differenz zwi­
schen 40 und 78 ist 38. Nehmen Sie jetzt das Komplement
von 38 - das ist 62. Und schon haben wir die Antwort: 262!
ZWEISTELLIC MAL ZWEISTELLIC

340 78 - 40 = 38
- 78 Komplement von 38 = 62
262

Versuchen wir eine weitere Aufgabe:


88 (90 - 2)
)( 76
90 )( 76 6.840
- 2 )( 76 - 1 52
Es gibt zwei Arten, die Teilaufgabe mit der Subtraktion zu
lösen. Beim »langen(( Weg zieht man erst 200 ab und addiert
dann wieder 48 hinzu:
6.840 - 1 52 6.640 + 48 6.688
(erst 200 abziehen) (dann 48 addieren)

Die »Abkürzung(( nimmt man, wenn man erkennt, dass die


Lösung bei 6.600 und irgendwas liegt. Um irgendwas zu be­
stimmen, rechnen wir 52 - 40 = 12 und ermitteln dann das
Komplement zu 12, nämlich 88. Die Antwort lautet also 6.688.
Versuchen Sie diese:
67
)( 59 (60 - 1 )
60 )( 67 4.020
- 1 )( 67 - 67
3.953
Sie werden wieder erkennen, dass die Antwort in den
3.900em liegt. Nun gilt 67 - 20 = 47, das Komplement dazu ist
53, und folglich heißt das Endergebnis 3.953.
Sie haben vielleicht schon verstanden, dass Sie diese Metho­
de bei jeder Subtraktion verwenden können, bei der Sie eine

85
M U LTIPLI KATION M IT ZWISCH E N PROD U KTEN

Zahl borgen müssen. Das zeigt wieder einmal, dass Komple­


mente ein sehr mächtiges Instrument für Mathemagiker
sind. Lernen Sie es zu beherrschen, und sehr bald werden Sie
Komplimente von anderen Leuten erhalten!

Übung: Multiplikation zweier zweistelliger


Zahlen mithilfe der Subtraktionsmethode

J. 4. 6.
1.
29 2.
98 47 68 5.
96 79
X 45 X 43 X 59 X 38 X 29 X 54

7.
37 8.
87 9.
85 10.
57 11.
88
X 19 X 22 X 38 X 39 X 49

Die Faktorisierungsmethode
Diese Methode ist meine Lieblingsart, zweistellige Zahlen
miteinander zu multiplizieren, denn sie erfordert weder Ad­
ditionen noch Subtraktionen. Man verwendet sie, wenn eine
der beiden Zahlen einer solchen Aufgabe in einstellige Fakto­
ren zerlegt werden kann.
Eine Zahl in Faktoren zu zerlegen heißt, zwei einstellige Zah­
len zu ermitteln, die, miteinander multipliziert, die Aus­
gangszahl ergeben. Die Zahl 24 beispielsweise kann in 8 x 3
oder 6 x 4 faktorisiert werden (oder in 2 x 12, aber wir ver­
wenden lieber einstellige Faktoren)
Hier sind einige weitere Beispiele für faktorisierte Zahlen:
42 = 7 X 6
63 = 9 X 7
84 = 7 X 6 X 2 oder 7 X 4 X 3
An der folgenden Aufgabe erkennt man, wie Faktorisierung
das Malnehmen vereinfacht:

86
ZWEISTELLlei MAL ZWEISTELLlei

46
)( 42 (7 )( 6)

Weiter oben lösten wir diese Aufgabe, indem wir 46 x 40


rechneten, dann 46 x 2 und die beiden Teilergebnisse addier­
ten. Bei der Faktorisierungsmethode behandelt man 42 als
7 x 6 und beginnt, indem man 46 x 7 = 322 rechnet. Dann
multipliziert man 322 mit 6 und erhält das Endergebnis
1 .932. Sie wissen schon, wie man zwei- und dreisteilige Zah­
len mit einer einstelligen multipliziert; die Berechnung dürf­
te Ihnen also nicht zu schwer fallen:
46 )( 42 = 46 )( (7 )( 6) = (46 )( 7) )( 6 = 322 X 6 = 1 .932
Natürlich ließe sich diese Aufgabe auch lösen, wenn man die
beiden Faktoren von 42 vertauscht:
46 X 42 = 46 X (6 X 7) = (46 X 6) X 7 = 276 X 7 = 1 .932
Bei dieser Aufgabe ist es einfacher, 322 x 6 zu nehmen, als
276 x 7. In den meisten Fällen multipliziere ich zuerst mit
dem größeren Faktor und hebe mir den kleineren für die
Multiplikation mit dem (meist) dreisteiligen Zwischenresul­
tat auf.
Der Vorteil der Faktorisierungsmethode liegt beim Kopfrech­
nen darin, dass man sich nicht viel merken muss. Betrach­
ten wir ein weiteres Beispiel, 75 x 63:
75 X 63 = 75 X (9 X 7) = (75 X 9) X 7 = 675 X 7 = 4.725
Wie zuvor vereinfachen wir diese Multiplikation zweier zwei­
stelliger Zahlen, indem wir 63 in 9 x 7 faktorisieren und dann
75 mit diesen beiden Faktoren multiplizieren. (Der Grund,
warum wir im zweiten Schritt die Klammern verschieben
dürfen, heißt Assoziativgesetz der Multiplikation.) Beim letz-

87
M U LTIPLI KATI O N M IT ZW I SC H E N PRO D U KTEN

ten Beispiel hätten wir übrigens auch die zweite Zahl faktori­
sieren können:
63 )( 75 = 63 )( (5 )( 5 )( 3 ) = (63 )( 5) )( 5 )( 3
= 3 1 5 )( 5 )( 3 = 1 5 75 )( 3 = 4.725
Versuchen Sie zur Übung mal die folgende Aufgabe:
57 )( 24 = 5 7 )( 8 )( 3 = 456 )( 3 = 1 .368
Sie hätten 24 auch in 6 x 4 faktorisieren können und hätten
folgende leichte Berechnung erhalten:
57 )( 24 = 57 )( 6 )( 4 = 342 )( 4 = 1 .368
Vergleichen Sie dieses Vorgehen mit der Additionsmethode:
57 oder 57 (50 + 7)
� (20 + 4) )( 24
20 )( 5 7 1 .1 40 50 )( 24 1 .200
4 )( 57 + 228 7 )( 24 + 1 68
1 .368 1 .368
Bei der Additionsmethode multipliziert man zweimal eine
zweistellige Zahl mit einer einstelligen und addiert die Teiler­
gebnisse. Bei der Faktorisierungsmethode hat man lediglich
zwei Multiplikationen, bei denen ebenfalls immer ein Faktor
einstellig ist, und schon ist man fertig. Mit der Faktorisie­
rungsmethode sparen Sie also Ihrem Gedächtnis in der Regel
Arbeit.
Erinnern Sie sich an die schwierige Multiplikation weiter
oben? Hier ist sie noch mal:
89
)( 72
Mit der Subtraktionsmethode sind wir der Aufgabe einfach
ZWEISTELLIC MAL ZWEISTELLIC

genug zu Leibe gerückt, aber mit der Faktorisierung geht's


noch schneller:
89 X 72 = 89 X 9 X 8 = 801 X 8 = 6.408
Besonders einfach wird das Rechnen dadurch, dass die 801
in der Mitte eine 0 hat. Am nächsten Beispiel sieht man, dass
es sich manchmal auszahlt, die Zahlen derart zu faktorisie­
ren, dass man zu genau einer solchen Situation gelangt. Be­
trachten wir die zwei Wege, 67 x 42 zu berechnen:
67 X 42 = 67 X 7 X 6 = 469 X 6 = 2.81 4
67 X 42 = 67 X 6 X 7 = 402 X 7 = 2.81 4
Normalerweise sollte man 42 in 7 x 6 aufspalten, wie in der
oben Zeile geschehen, wenn man der Regel folgt, den größe­
ren Faktor voranzustellen. Doch die Aufgabe lässt sich leich­
ter lösen, wenn man 42 in 6 x 7 aufbricht, weil man so eine
Zahl mit 0 in der Mitte bekommt, die man leicht multiplizie­
ren kann. Ich nenne solche Zahlen freundliche Produkte.

Suchen Sie in folgender Aufgabe, die wir aufzwei Wegen ge­


löst hab en, nach dem freundlichen Produkt:

43 X 56 = 43 X 8 X 7 = 344 X 7 = 2.408
43 X 56 = 43 X 7 X 8 = 301 X 8 = 2.408
Finden Sie, dass der zweite Weg einfacher war?
Wenn man die Faktorisierungsmethode verwendet, zahlt es
sich aus, wo immer möglich freundliche Produkte aufzuspü­
ren. Die folgende Liste kann Ihnen dabei helfen. Ich erwarte
nicht, dass Sie sie auswendig lernen, aber Sie sollten sich mit
ihr vertraut machen. Mit zunehmender Übung werden Sie
immer öfter freundliche Produkte erschnüffeln, und die Liste
wird größere Bedeutung für Sie bekommen.

89
M U LTI PLI KATION M IT ZW I SC H E N PRODU KTEN

Zahlen mit freundlichem Produkt


1 2: 12 x 9 = 1 08
1 3: l3 x 8 = 1 04
1 5: 15 X 7 = 1 05
1 7: 17 X 6 = 1 02
18: 18 X 6 = 1 08
21: 21 X 5 = 1 05
23: 23 X 9 = 207
25: 25 X 4 = 1 00, 25 X 8 = 200
26: 26 X 4 = 1 04, 26 X 8 = 208
27: 27 X 4 = 1 08
29: 29 X 7 = 203
34: 34 X 3 = 1 02, 34 X 6 = 204, 34 X 9 = 306
35: 35 x 3 = 1 05
36: 36 X 3 = 1 08
38: 38 X 8 = 304
41 : 41 X 5 = 205
43: 43 X 7 = 301
44: 44 X 7 = 308
45: 45 X 9 = 405
51 : 51 x 2 = 1 02, 51 x 4 = 204, 5 1 x 6 = 306, 5 1 x 8 = 408
52: 52 X 2 = 1 04, 52 X 4 = 208
53: 53 X 2 = 1 06
54: 54 X 2 = 1 08
56: 56 X 9 = 504
61 : 61 X 5 = 305
63: 63 X 8 = 504
67: 67 X 3 = 201 , 67 X 6 = 402 , 67 X 9 = 603
68: 68 X 3 = 204, 68 X 6 = 408
72: 72 X 7 = 504
76: 76 X 4 = 304, 76 X 8 = 608
77: 77 X 4 = 308

90
ZWEISTELLIG MAL ZWEISTELLIG

78: 78 X 9 = 702
81: 81 X 5 = 405
84: 84 X 6 = 504
88: 88 X 8 = 704
89: 89 X 9 = 801

Weiter oben in diesem Kapitel haben Sie gelernt, wie einfach


es ist, mit 1 1 zu multiplizieren. Normalerweise lohnt es sich,
die Faktorisierungsmethode zu verwenden, wenn eine der
Zahlen ein Vielfaches von 1 1 ist, wie bei den unten stehen-
den Beispielen.
52 X 33 = 52 X 11 X 3 = 5 72 X 3 = 1 .71 6
83 X 66 = 83 X 11 X 6 = 91 3 X 6 = 5.478
Übung: Multiplikation zweier zweistelliger
Zahlen mit der Faktorisierungsmethode

3. 4.
1.
27 2.
86 57 81 5.
56 6.
83
X 14 X 28 X 14 X 48 )( 29 X 18

7.
72 8.
85 9.
33 10.
62 11.
45 12.
48
X 17 X 42 X 16 X 77 X 36 X 37

K R EAT I V E S H E RA N G E H E N A N
M U LT l P L I KAT I 0 N E N
Ich erwähnte am Anfang des Kapitels, Multiplikationsaufga­
ben seien amüsant, weil sie auf mehrere Arten gelöst werden
könnten. Nun, da Sie wissen, was ich gemeint habe, lassen
Sie uns alle drei in diesem Kapitel vorgestellten Methoden
auf eine Aufgabe anwenden, 73 x 49. Wir beginnen mit der
Additionsmethode:

91
M U LTIPLI KATION M IT ZWISC H E N PRO D U KTEN

73 (70 + 3)
X49
70 X 49 = 3.430
3 X 49 = + 1 4 7
3.577

Versuchen Sie nun die Subtraktionsmethode:


73
X 49 (50 1 )
-

50 X 73 = 3.650
-1 X 73 = - 73
3.577
Beachten Sie, dass die zwei letzten Stellen der Subtraktion da­
durch erhalten werden konnten, dass man 50 + (Komplement
von 73) rechnete, also 50 + 27 = 77. Alternativ hätte man auch
einfach das Komplement von (73 - 50) nehmen können, also
das Komplement von 23; dies ist 77.
Versuchen Sie zum Schluss die Faktorisierungsmethode:
73 X 49 = 73 X 7 X 7 = 51 1 X 7 = 3.577
Glückwunsch! Sie haben die Multiplikation zweier zweistel­
liger Zahlen im Griffi Sie verfügen über alle Kenntnisse, um
schnell im Kopf zu rechnen. Um ein blitzschneller Kopfrech­
ner zu werden, brauchen Sie lediglich Übung!

Obung: M ultiplikation zweistelliger


Zahlen im Freistil - alles ist erlaubt!
Viele der nachfolgenden Übungen können auf mehr als eine
Weise gelöst werden. Versuchen Sie, sie auf so viele Arten zu
lösen, wie Ihnen einfallen, und überprüfen Sie Lösungswege
und Lösungen im Anhang des Buches. Wir schlagen ver-

92
ZWEISTELLIG MAL ZWEISTE LLIG

schierlene Lösungswege vor und beginnen jeweils mit dem-


jenigen, den ich für den einfachsten halte.
1.
53 2.
81 3.
73 �.
89 5.
77
)( 39 )( 5 7 )( 1 8 )( 55 )( 36

6. 8.
92 7.
87 67 9.
56 10.
59
)( 53 )( 87 )( 58 )( 37 )( 21

Folgende Multiplikationen zweistelliger Zahlen treten als Teil-


aufgaben späterer Berechnungen auf, wenn wir dreisteilige
Zahlen mit zwei- und dreisteiligen Zahlen multiplizieren oder
fünfstellige mit fünfstelligen. Sie können diese Aufgaben jetzt
zur Übung anpacken und später darauf zurückkommen,
wenn sie bei schwierigeren Aufgaben wieder auftauchen.
11. 1 2. l l. 1 5.
37 57 38 1�.
43 43
)( 72 )( 73 )( 63 )( 76 )( 75

1 6. 17. 18 .
74 61 36 1 9.
54 20.
53
)( 62 )( 3 7 )( 41 )( 53 )( 53

21.
83 22.
91 23.
52 2�.
29 25.
41
)( 58 )( 46 )( 47 )( 26 )( 1 5

26.
65 27.
34 28.
69 29.
95 30.
65
)( 1 9 )( 2 7 )( 78 )( 81 )( 47

31.
65 32.
95 33.
41
)( 69 )( 26 )( 93

93
M U LTIPLI KATION M IT ZWISC H E N PRODU KTEN

Q U A D R I E R E N D R E I ST E L U G E R Z A H L E N

DreisteHige Zahlen im Kopf zu quadrieren ist ein beeindru­


ckendes Kunststück geistiger Akrobatik. Genau wie man
zweistellige Zahlen quadriert, indem man zum nächsten
Vielfachen von 10 auf- oder abrundet, quadriert man dreistel­
lige Zahlen, indem man zum nächsten Vielfachen von 100
auf- oder abrundet. Nehmen Sie 193:
;J--'1"'" 2 00
1 932 ........_ �
....... .
3 7.200 + 72 = 37.249
_7 ...... 1 86

Indem Sie auf 200 aufgerundet und auf 186 hinuntergegan­


gen sind, haben Sie die Multiplikation zweier dreisteiliger
Zahlen in eine deutlich einfachere Multiplikation einer drei­
steiligen mit einer einstelligen Zahl umgewandelt. Schließ­
lich ist 200 x 186 einfach 2 x 186 = 372, an das man hinten
zwei Nullen anhängt. Fast fertig! Jetzt müssen Sie nur noch
72 49 addieren und gelangen zum Endergebnis 37.249
=

Versuchen Sie jetzt, 706 zu quadrieren:


71 2
7062 �
� �
� 498.400 + 62 = 498.436
.
- 6 ...... 700 ........-
Wenn Sie einerseits auf 700 abrunden, müssen Sie beim an­
deren Faktor um 6 nach oben gehen, auf 712. Da 712 x 7 =
4.984 (eine einfache Multiplikation einer dreisteiligen Zahl
mit einer einstelligen), ist 712 x 700 = 498.400. Jetzt addieren
Sie 62 = 36 und erhalten das Endergebnis 498.436.
Die beiden obigen Aufgaben waren nicht besonders schwer,
weil keine echte Addition nötig war. Außerdem wissen Sie
längst auswendig, wie viel 62 und 72 sind. Haariger wird es,

94
QUADR I E R E N DREISTELL I C E R ZA H LE N

wenn man eine Zahl quadrieren muss, die weiter vom nächs­
ten Vielfachen von 100 entfernt ist.

Zur Berechnung dieser Aufgabe geht man gleichzeitig um 14


nach unten, auf 300, und nach oben, auf 328. Dann multipli­
ziert man 328 x 3 984, hängt zwei Nullen an und erhält
=

98.400. Dann addiert man das Quadrat von 14. Wenn Sie
blitzartig sehen, dass 142 1 96 (weil Sie das auswendig wis­
=

sen oder sofort errechnet haben), sind Sie gut in Form. Jetzt
zählen Sie nur noch 98.400 und 1 96 zusammen, was 98.596
ergibt. Wenn Sie ein wenig Zeit brauchen, 142 zu errechnen,
sollten Sie sich die Zahl 98.400 ein paar Mal vorsagen, bevor
Sie weitermachen. (Sonst berechnen Sie 142 196, haben
=

aber mittlerweile vergessen, zu welcher Zahl Sie das addie­


ren müssen.)
Je weiter man sich von einem Vielfachen von 1 00 entfernt,
desto schwieriger wird das Quadrieren dreistelliger Zahlen.
Versuchen Sie 5292:

Wenn Sie vor einem Publikum stehen, das Sie beeindrucken

95
M U LTI PLI KATIO N M IT ZWISC H E N PRODU KTEN

wollen, können Sie die 279.000 schon aussprechen, bevor Sie


292 berechnet haben. Aber das geht nicht immer, wie zum
Beispiel bei 6362:
+ 672
� � 403.200 + 362 = 404.496
636� y
/

s:: ">
600
362 1 .280 + 42 = 1 .296
32
Jetzt ist Ihr Gehirn wirklich warm gelaufen, stimmt's? In die­
sem Fall liegt der Schlüssel darin, sich die 403.200 ein paar
Mal vorzusagen. Dann quadriert man 36 und erhält auf dem
üblichen Weg 1 .296. Schwierig wird es, wenn man 1 .296 zu
403.200 addieren muss. Tun Sie das Stelle für Stelle, von links
nach rechts, um zum Endergebnis zu gelangen: 404.496. Ich
verspreche Ihnen, dass Ihnen Aufgaben dieser Art immer
leichter fallen werden, je vertrauter Sie mit den Quadraten
zweistelliger Zahlen werden.
Jetzt kommt eine noch schwierigere Aufgabe, 8632:

<
900
8632
8??
Das erste Problem besteht schon darin zu erkennen, welche
Zahlen man miteinander multiplizieren muss. Klar, die eine
ist 9()9, und die andere ist irgendwo in den 800em. Aber wo
genau? Das können Sie auf zwei Arten berechnen:

1 . Auf die harte Tour:


Die Differenz zwischen 863 und 900 ist
37 (das Komplement von 63). Ziehen Sie 37 von 863 ab; das
Ergebnis ist 826.

96
QUAD R I E R E N DREISTELLI C E R ZA HLEN

2. Auf die leichte Art: Verdoppeln Sie die Zahl 63, das gibt
126. Nehmen Sie davon die beiden letzten Ziffern und hän­
gen Sie sie an die 800 dran. Sie erhalten 826.

Hier die Erklärung, warum die leichte Art funktioniert: Weil


beide Zahlen gleich weit von 863 entfernt sind, muss ihre
Summe zwei Mal 863 ergeben, also 1.726. Eine Ihrer Zahlen
ist 900, also muss die andere 826 sein.
Sie berechnen die Lösung dann so:
+ 900
86 3 � 3]/
� � 743.400 + 3 72 = 744.769
/

s:: �
826
3 72 1 .360 + 32 = 1 .369
3 34 ./""'
Keine Angst, wenn Sie es nicht schaffen, sich 743.400 zu mer­
ken, während Sie 37 quadrieren. In einem späteren Kapitel
lernen Sie ein Merksystem kennen, dass es Ihnen viel leich­
ter machen wird, Zahlen wie diese zu behalten.
Versuchen Sie sich nun daran, 359 zu quadrieren; dies ist die
bisher schwierigste Aufgabe.


+ 41 400
3592 � 1 27.200 412 1 28.881
+ =


3 1 8 /� 42
- 41 �

5: >
41 2
-- ,
1 .680 + 1 2 = 1 .681
40
Um zu 318 zu gelangen, können Sie entweder 41 (das Kom­
plement von 59) von 359 abziehen oder 59 x 2 = 1 1 8 rechnen
und die beiden letzten Stellen verwenden. Rechnen Sie als

97
M U LTIPLI KATI O N M IT ZWISC H E N PROD U KTEN

nächstes 400 x 318 = 1 27.200. Addieren Sie nun 412 oder


1.681 , und schon haben Sie das Ergebnis, 128.881. Puuh! Auf­
gaben dieser Art können kaum schwieriger sein! Verneigen
Sie sich vor Ihrem Publikum, wenn Sie das beim ersten Ver­
such hinbekommen haben!
Schließen wir diesen Abschnitt mit einer großen Aufgabe ab,
die aber leicht zu rechnen ist, 9872:

; 974.000 + 1 32 = 974.1 69
+ 1 .ooo ,
��
987
� .

974 �� �
1 32 = 1 60 + 32 = 1 69
� 1 0/

Übung: Quadrieren dreisteiliger Zahlen

1. 4092 2. 8052 3. 2 1 72 4. 8962


5. 3452 6. 3462 7. 2 762 8. 6822
9. 431 2 10. 781 2 11 9752

KU B I E R EN (in die dritte Potenz erheben)

Wir beenden dieses Kapitel mit einer neuen Methode, um


zweistellige Zahlen zu kubieren. (Zur Erinnerung: Eine Ku­
bikzahl ist eine Zahl, die zweimal mit sich selbst multipliziert
wird. Fünfhoch drei, 53 geschrieben, bedeutet das gleiche wie
5 x 5 x 5 = 1 2 5 .) Sie werden sehen, das ist auch nicht viel
schwerer als die Multiplikation zweistelliger Zahlen. Die Be­
rechnungsmethode beruht auf dem algebraischen Zusam­
menhang, dass

wobei d jede beliebige Zahl sein kann. Wie beim Quadrieren

98
KUBIEREN

Was befindet sich hinter Tür Nr. 1?


1 991 erschien i m Magazin Parade eine mathematische Knobelei,
die riesige Aufregung verursachte. Autorin war Marilyn vos Sant,
i die Frau, die laut Guiness Buch der Weltrekorde den weltweit
höchsten IQ hat. Das Paradox erlangte als >>Monty Hall-Pro­
blem« Berühmtheit und geht so:
Sie spielen bei der Show Machen wir ein Geschäft mit. M onty Hall
erlaubt I h nen, eine von d rei Türen zu wählen. H i nter einer Tür be­
fi ndet sich ein großer Gewinn, hi nter den beiden anderen stehen
Ziegen. Sie wählen Tür 2. Doch bevor Monty zeigt, was Sie ge­
wonnen haben, zeigt er Ihnen, was Sie nicht gewählt haben, näm­
l ich was sich hinter Tür 3 befindet. Eine Ziege. l n seiner gemei­
nen Art stellt Monty Sie jetzt wieder vor die Wahl: Bleiben Sie bei
Tü r 2 oder wollen Sie es riskieren und zu Tür 1 wechseln? Was
sollten Sie tun? Nehmen wir einmal an, Monty zeigt i m mer nur,
wo sich der Hauptgewi nn nicht befunden hat. Er öffnet also
immer eine Ziegen-Tür. Es bleiben folglich zwei Türen ü brig, hin­
ter einer ist der Hau ptgewinn, hi nter der anderen eine Ziege. Sie
haben bei Ihrer Wahl also eine fifty-fifty-Chance, oder?
Falsch! Die Chance, dass Sie mit Ihrer ersten Wahl richtig liegen,
i blei bt bei einem Drittel. Die Wahrschei n lichkeit, dass der Haupt­

gewinn sich hi nter der anderen noch geschlossenen Tür befindet,


steigt also auf zwei Drittel. Wenn Sie die Tü r wechseln, verdop­
peln Sie folglich Ihre Gewinnchancen! ( Bei diesem Rätsel wird an­
genommen, dass Monty jedem Spieler die Chance gibt, seine
Wahl einmal zu revidieren, dass Monty i m mer eine Ziegentür öff­
net, nie die Tür, hinter der sich der Hauptgewinn befindet) . Stel-
len Sie sich vor, Sie spielten das Spiel mit zehn Türen. Sie wählen
'
eine, dann öffnet Monty acht andere Türen, h inter denen jeweils
Ziegen stehen. ln diesem Fall würde Ihr I nsti n kt I h nen vielleicht
raten, die Tür zu wechseln. Viele Leute bringen diese Problem mit
einer Variante durcheinander: Wenn M onty Hall nicht weiß, wo
sich der Gewinn befindet, Tür drei öffnet und dort eine Ziege vor­
findet (obwohl dort eben auch der große Preis hätte sein kön­
nen) , dann ist Tür 1 mit fünfzigprozentiger Chance die richtige.

99
M U LTI PLI KATI O N M IT ZW ISCH E N PRO D U KTEN

zweistelliger Zahlen wähle ich d als den Abstand zum nächs­


ten Vielfachen von 10. Wenn wir beispielsweise 13 kubieren,
setzen wir d = 3 und bekommen:
1 3 3 = (1 0 X 13 X 1 6) + (32 X 1 3)
Da 13 x 16 = 13 x 4 x 4 = 52 x 4 = 208 und 9 x 13 = 1 17, haben
wir:
1 3 3 = 2.080 + 1 1 7 = 2.1 97
Wie sieht es mit 35 hoch drei aus? Mit d = 5 bekommen wir:
35 3 = (30 X 35 X 40) + (5 2 X 35)
Da 30 X 35 X 40 = 30 X 1.400 = 42.000 und 35 X 5 X 5 = 175 X
5 = 875, erhalten wir:
35 3 = 42.000 + 875 = 42.875
Beim Kubieren von 49 setzen wir d = 1, um auf 50 aufzurun­
den. Es gilt:
493 = (48 X 49 X 50) + (1 2 X 49)
Wir können 48 x 49 mit der Faktorisierungsmethode ermit­
teln, aber bei dieser Art Aufgabe verwende ich lieber die
Nahe-beieinander-Methode, die im 8. Kapitel beschrieben
wird. (Blättern Sie nur vor und sehen Sie gleich nach, wenn
Sie wollen!) Mit dieser Methode bekommen wir 48 x 49 =
(50 x 47) + (1 x 2) = 2.352. Wir multiplizieren das mit 50, er­
halten 1 17.600 und daher:
493 = 1 1 7.600 + 49 = 1 1 7.649
Hier ist eine größere Zahl. Versuchen Sie mal, 92 zu kubie­
ren:
923 = (90 X 92 X 94) + (22 X 92)

100
KUBIEREN

Wenn Sie zweistellige Zahlen rasch quadrieren können, rech­


nen Sie vielleicht lieber 92 x 94 = 932 - 1 = 8.648. Oder Sie
nehmen die Nahe-beieinander-Methode mit 92 x 94 = (90 x
96) + (2 x 4) = 8.648. Wenn wir das mit 9 multiplizieren (wie
am Anfang des 8. Kapitels beschrieben), erhalten wir 9 x
(8.600 + 48) = 77.400 + 432 = 77.832. Daher gilt 90 x 92 x 94 =
778.320. Da 4 x 92 = 368, erhalten wir:
923 = 778.320 + 368 = 778.688
Beachten Sie: Wenn wir die Nahe-beieinander-Methode ver­
wenden, um Multiplikationsaufgaben zu lösen, die bei der
Kubierung zweistelliger Zahlen entstehen, wird das kleine
Produkt, das addiert wird, immer (je nachdem, ob d = 1 , 2, 3,
4, oder 5) 1 x 2 = 2, 2 x 4 = 8, 3 X 6 = 1 8, 4 x 8 = 32 oder 5 x
10 = 50 sein. Schließen wir die Sache mit dem Kubieren von
96 ab:
963 = (92 )( 96 )( 1 00) + w )( 96)
Das Produkt 92 x 96 kann auf vielerlei Arten ermittelt wer­
den. Lassen Sie uns ein paar davon hernehmen, um das Ende
I

dieses Kapitels zu feiern.


Ich fange mit der Methode an, die ich für am schwersten
halte und ende mit derjenigen, die ich am leichtesten finde.
Mit der Additionsmethode bekommen wir:

(90 + 2) )( 96 = 8.640 + 1 92 = 8.832

mit der Subtraktionsmethode


92 )( (1 00 - 4) = 9.200 - 368 = 8.832
mit der Faktorisierungsmethode
92 X 6 X 4 X 4 = 552 X 4 X 4 = 2.208 X 4 = 8.832

101
M U LTIPLI KATION M IT ZW I SC H E N PRODU KTEN

durch Quadrieren
942 - 22 = 8.836 - 4 = 8.832
durch die Nahe-beieinander-Methode mit 90 als Basis
(90 X 98) + (2 X 6) = 8.820 + 1 2 = 8.832
und durch die Nahe-beieinander-Methode mit 100 als Basis
(1 00 X 88) + (- 8 X - 4) = 8.800 + 32 = 8.832
Das Produkt 42 x 96 kann ebenfalls aufverschiedenen Wegen
ermittelt werden, zum Beispiel so:
96 X 4 X 4 = 384 X 4 = 1 .536
Oder so:
16 X (1 00 - 4) = 1 .600 - 64 = 1 .536
Schlussendlich bekommen wir, da 8.832 x 100 = 883.200:
963 = 883.200 + 1 .536 = 884.736

Übung: Kubieren zweistelliger Zahlen

1. 1 23 2. 1 73 3. 2P 4. 283 5. 33 3
6. 393 7. 403 8. 443 9. 523 10. 563
11. 65 3 1 2. 71 3 1 3. 783 14. 85 3 1 5. 87 3
16. 993

102
• KAPIT E L

Teile und herrsche


Division im Kopf

V / enn man im Kopf dividieren kann, kommt einem das


1

W im Geschäfts-, aber auch im Alltagsleben oft zupass.


Wie oft stehen Sie nicht vor Situationen, wo Sie Dinge ge­
recht aufteilen müssen, zum Beispiel die Rechnung in einem
Restaurant? Oder Sie nutzen die Fähigkeit, um auszurech­
nen, wie viel die einzelne Dose Hundefutter in der günstigen
Sechserpackung kostet, wie viel jeder KarteJlspieler erhält,
wenn der Stock aufgelöst wird, oder wie viel Benzin man für
einen 20-€-Schein bekommt. Die Fähigkeit, rasch und sicher
im Kopf zu dividieren, erspart es Ihnen, jedes Mal einen Ta­
schenrechner zücken zu müssen, wenn irgendetwas geteilt
werden muss.
Beim Dividieren im Kopf kommt die Methode, von links
nach rechts zu rechnen, quasi nach Hause. Denn genau so
haben wir alle es auch in der Schule gelernt. Sie werden also
ganz so vorgehen können, wie es Ihnen instinktiv richtig vor­
kommt.
Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind dachte, diese Links­
nach-rechts-Methode, wie sie bei Divisionen anwendet wird,
sollte doch eigentlich überall eingesetzt werden. Oft habe ich
spekuliert: Wenn den Schulen eine Methode einfallen würde,
wie man auch Divisionen von rechts nach links anpacken
kann, würden sie diese Methode lehren!

103
DIVISION I M KOPF

D I V I S I O N D U RC H E I N E E I N ST E L L I G E Z A H L

Als erstes bestimmt man bei der Division im Kopf, wie viele
Stellen die Lösung haben wird. Versuchen Sie sich mal an der
folgenden Aufgabe, um zu verstehen, was ich meine:
1 79 + 7
Beim Berechnen der Lösung von 1 79 -:- 7 suchen wir nach
einer Zahl Q, für die gilt 7 mal Q ist 179. Da 179 zwischen
7 x 10 = 70 und 7 x 100 = 700 liegt, muss Q zwischen 10 und
100 liegen. Unsere Antwort hat also zwei Stellen (vor dem
Komma). Mit diesem Wissen fragen wir uns, was das größte
Vielfache von 10 ist, das mit 7 multipliziert unter 1 79 liegt.
Wir wissen, dass 20 x 7 = 140 und 30 x 7 = 210, also muss un­
sere Lösung in den Zwanzigern liegen. Jetzt subtrahieren
wir: 179 - 140 = 39. Unsere Aufgabe hat sich auf die Division
39 -:- 7 reduziert. Da 7 x 5 = 35, haben wir den Rest der Lö­
sung gefunden: 5, mit Rest 4 (39 - 35 = 4) oder 5 j . Unsere
Antwort lautet also 25, Rest 4, oder, wenn Ihnen das lieber ist
,

25 j . Und so sieht das Vorgehen aus:

1 79 + 7 = 25
- 1 40
39
- 35
4 � Rest
Antwort 25 , Rest 4, o d e r 25 j
Versuchen wir jetzt eine ähnliche Division, mit der gleichen
Methode des Kopfrechnens:
675 + 8
Wie gehabt, fallt 675 zwischen 8 x 10 = 80 und 8 x 100 = 800,

104
DIVISION D U RC H E I N E E I N STELLI G E ZAHL

die Lösung liegt also zwischen 10 und 100 und ist demnach
eine zweistellige Zahl. Wie oft passt jetzt 8 in 675? Bekannt­
lich ist 8 x 80 = 640 und 8 x 90 = 720. Die Antwort liegt also
irgendwo in den 80em. Aber wo genau? Um das herauszu­
finden, ziehen Sie 640 von 675 ab und erhalten 35. Unser Pro­
blem hat sich also auf 35 -:- 8 reduziert. Weil 8 x 4 = 32, heißt
das Endergebnis 84, Rest 3 oder 84 � . Im Diagramm sieht
das so aus:
675 + 8 = 84
- 640
35
- 32
3 f- Rest
Ergebnis: 84, Rest 3, od e r 84 �
Wie bei fast allen Kopfrechenarten kann man den Lösungs­
weg bei Divisionen als einen Vereinfachungsprozess auffas­
sen. Je weiter man rechnet, desto einfacher wird die Aufgabe.
Was als 675 -:- 8 begann, wurde zu dem leichteren 35 -:- 8 ver­
einfacht.
Versuchen wir jetzt eine Division mit einer dreisteHigen Lö­
sung:
947 + 4
Jetzt wird die Lösung dreistellig sein, weil 947 zwischen 4 x
100 = 400 und 4 x 1.000 = 4.000 fällt. Wir müssen also als ers­
tes das größte Vielfache von 100 finden, das sich in 947 hi­
neinquetschen lässt. Da 4 x 200 = 800, liegt unsere Lösung si­
cher in den 200em. Los, sprechen Sie es schon mal laut aus.
Wir ziehen 800 von 947 ab und erhalten unsere neue Divisi­
onsaufgabe 147 -:- 4. Da 4 x 30 = 120, wissen wir sofort, dass
die Lösung in den 230ern liegt. Wir ziehen 120 von 147 ab,

105
DIVISION I M KOPF

bekommen 27, teilen das durch 4 und bekommen 6, Rest 3.


Das Endergebnis lautet 236, Rest 3, oder 236 ! .
947 + 4 = 236
- 800
1 47
- 1 20
27
- 24
3 f- Rest
Ergebnis : 236 !
Der Prozess ist genauso einfach, wenn man eine vierstellige
Zahl durch eine einstellige teilt, wie im nächsten Beispiel:
2.1 96 + 5
Hier liegt das Ergebnis in den Hundertern, weil 2196 zwi­
schen 5 x 100 = 500 und 5 x 1.000 = 5.000 liegt. Wenn wir 5 x
400 = 2.000 von 2.196 abziehen, können wir die »Vierhun­
dert« schon aussprechen, und unsere Aufgabe hat sich zu
196 -:- 5 vereinfacht, was gelöst wird, wie oben gezeigt.
2.1 96 + 5 = 439
- 2.000
1 96
- 1 50
46
45
1
Ergebnis : 439 f
Allerdings gibt es einen viel einfacheren Weg, die letzte Auf­
gabe zu lösen: Indern wir beide Zahlen verdoppeln. Da 2.196
x 2 = 4.392, bekommen wir: 2.196 -:- 5 = 4.392 -:- 10 oder 439,2

106
D I E DAU M E N R EGEL

bzw. 439 120 • Im nächsten Abschnitt lernen wir mehr Abkür­


zungen bei Divisionen kennen.

Übung: Division durch eine einstellige Zahl.

318 + 9 2. 726 + 5 3. 428 + 7


289 + 8 5. 1 .328 + 3 6. 2. 782 + 4

D I E » DA U M E N R EG E L N «
Wenn man im Kopf statt auf dem Papier dividiert, kann es
einem schwer fallen, sich Teile der Lösung zu merken, wäh­
rend man weiterrechnet Eine Option ist, wie gesehen, Teile
des Ergebnisses schon mal laut auszusprechen. Um einen
stärkeren dramatischen Effekt zu erzielen, ziehen Sie es aber
vielleicht wie ich vor, sich die Antwort mithilfe der Finger zu
merken und die vollständige Lösung erst am Ende zu präsen­
tieren. In diesem Fall haben Sie vielleicht Schwierigkeiten,
sich Zahlen über 5 zu merken, wenn Sie, wie die meisten von
uns, nur fünf Finger an jeder Hand haben. Die Lösung liegt
darin, eine spezielle Technik anzuwenden, die auf der Zei­
chensprache basiert, und die ich die »Daumenregel« nenne.
Sie ist höchst effektiv, wenn man sich drei- und mehrsteHige
lahlen merken muss. Diese Technik wird Ihnen auch zur
Hand gehen (entschuldigen Sie den Kalauert. vyenn Sie es in
späteren Kapiteln mit längeren Aufgaben und größeren Zah­
len zu tun bekommen, die Sie sich merken müssen.
Sie wissen ja schon, dass Sie, um die Zahlen 0 bis 5 darzu­
stellen, einfach nur die entsprechende Zahl an Fingern der
1 1and ausstrecken müssen. Aber mithilfe des Daumens ist es
t·benso leicht, die Zahlen von 6 bis 9 darzustellen. Hier sind
d ie »Daumenregeln«:

107
DIVISION I M KOPF

• Um sich die 6 zu merken, legen Sie den Daumen auf den


kleinen Finger.
• Um sich die 7 zu merken, legen Sie den Daumen auf den
Ringfinger.
• Um sich die 8 zu merken, legen Sie den Daumen auf den
Mittelfinger.
• Um sich die 9 zu merken, legen Sie den Daumen auf den
Zeigefinger.

Bei dreisteHigen Lösungen halten Sie die Hunderter mit der


linken Hand fest und die Zehner mit der rechten. Wenn Sie
bei den Einsem ankommen, sind Sie schon am Ende der Be­
rechnung (von einem möglichen Rest mal abgesehen). Sagen
Sie jetzt die Zahl der linken Hand, dann die Einser, die Sie
gerade errechnet haben und zu Schluss die Zahl der rechten
Hand (und den Rest, den Sie sich gemerkt haben). Voila, die
Lösung!
Versuchen Sie zur Übung die folgende Division mit einer
vierstelligen Zahl im Kopf:
4.579 + 6
1
4.579 6 = 763 6
- 4.200
3 79
- 360
19
18
1 f-
Rest
Ergebnis : 763 -t
Wenn Sie die »Daumenregel« anwenden, um sich die Ant­
wort zu merken, halten Sie die 7 mit der linken Hand fest,

108
D I E DAU M E N R EGEL

indem Sie den Daumen auf den Ringfinger legen, und die 6
mit der rechten, wo sie den Daumen auf den kleinen Finger
legen. Sobald Sie die Einserstelle (3) und den Rest berechnet
haben, können Sie das Endergebnis vorlesen: Von der linken
Hand, aus dem Kopf, von der rechten Hand, und den Rest
wieder aus dem Kopf. »Siebenhundertdreiundsechzig, Rest
eins, beziehungsweise und ein Sechstel.((
Einige Divisionen mit vierstelligen Dividenden ergeben auch
ein vierstelliges Ergebnis. Da Sie nur zwei Hände haben,
müssen Sie die Tausenderzahl der Antwort sofort laut aus­
sprechen und sich den Rest wieder mit der Daumenregel
merken. Zum Beispiel:
8.352 + 3
8.352 + 3 = 2.784
- 8.1 00
252
- 240
12
12
0
Ergebnis : 2.784

Bei dieser Aufgabe teilt man die 8 Tausender durch 3, erhält


2, spricht >>Zweitausend(( laut aus und dividiert dann 2.352
durch 3 wie gewohnt.

109
DIVISION I M KOPF

D I V I S I O N D U R C H ZW E I ST E L L I G E ZA H L E N

I n diesem Abschnitt gehen wir davon aus, dass Sie die Kunst
beherrschen, durch eine einstellige Zahl zu teilen. Natürlich
werden Divisionen immer schwieriger, je länger die Zahlen
werden, durch die man teilt. Glücklicherweise habe ich ein
wenig Magie im Ärmel, um Ihnen das Leben zu erleichtern.
Beginnen wir mit einer relativ einfachen Aufgabe:
597 + 1 4
Da 597 zwischen 1 4 x 1 0 = 140 und 1 4 x 100 = 1.400 liegt, be­
findet sich die Lösung (auch Quotient genannt) zwischen 10
und 100. Auf dem Weg zur Lösung fragt man sich als erstes,
welches Vielfache von 10, mit 14 multipliziert, gerade noch
in 597 passt. Da 14 x 40 = 560, weiß man, dass die Lösung in
den Vierzigern liegt.
Ziehen Sie nun 560 von 597 ab. Sie bekommen 37, was die
Aufgabe darauf reduziert, 37 durch 14 zu teilen. Da 14 x 2 =
28, lautet die Antwort 42. Nachdem man 28 von 37 abgezo­
gen hat, bleibt ein Rest von 9. Im Diagramm sieht der Lö­
sungsweg so aus:
597 14 = 42
- 560
37
- 28
9
Ergebnis : 42 1 �
Die folgende Aufgabe ist ein bisschen schwieriger, weil der
zweistellige Divisor (hier 23) größer ist.

682 + 23

1 10
D IV I S I O N DURCH ZWEISTELLI G E ZAH LEN

Die Lösung dieser Aufgabe wird eine zweistellige Zahl sein,


weil 682 zwischen 23 x 10 = 230 und 23 x 100 = 2.300 liegt.
Um die Zehnerstelle der Lösung zu ermitteln, fragen Sie
sich, welches Vielfache von 10, multipliziert mit 23, noch in
680 passt. Wenn Sie 30 probieren, werden Sie feststellen, dass
das ein wenig zu groß ist, weil ja 23 x 30 = 690. Also muss die
Lösung in den Zwanzigern liegen. Subtrahieren Sie nun 23 x
20 = 460 von 682; das gibt 222. Da 23 x 9 = 207, lautet die Ant­
wort 29, mit einem Rest von 222 - 207 = 15.
682 + 23 = 29
- 460
222
- 207
15
i�
Ergebn i s : 29

Betrachten Sie nun


491 + 62
Da 491 weniger ist als 10 x 62 = 620, wird ihre Lösung nur
eine Stelle haben (und eventuell einen Rest). Vielleicht pro­
bieren Sie mal 8, aber 62 x 8 = 496, ein bisschen zu viel. Also
7; da 62 x 7 = 434, bleibt ein Rest von 491 - 434 = 57.

491 + 62 = 7
- 434
57
Ergebn i s : 7�;
Nun gibt es aber einen gewitzten Trick, wie man sich bei Auf­
gaben dieser Art das Leben vereinfacht. Erinnern Sie sich,
wie Sie zuerst 62 x 8 gerechnet haben, aber feststellen muss­
ten, dass Sie mit 496 ein wenig zu hoch lagen? Nun, das war

111
DIVISION I M KOPF

keine vergebene liebesmüh'. Sie sahen nämlich sofort, dass


die Antwort 7 sein musste, und auch den Rest hätten Sie so­
fort berechnen können. Da 496 um 5 über 491 liegt, wird der
Rest um 5 unter 62 (dem Divisor) liegen. Da 62 - 5 = 57, lau­
tet Ihre Antwort 7 �� . Dieser Trick funktioniert, weil 491 = (62
X 8) - 5 = 62 X (7 + 1) - 5 = (62 X 7 + 62) - 5 = (62 X 7) + (62 -
5) = 62 X 7 + 57.
Probieren Sie jetzt, 380 + 39 zu berechnen, indem Sie die
eben vorgestellte Abkürzung nehmen. 39 x 10 = 390, was um
10 zu hoch ist. Die Lösung ist also 9, mit einem Rest von 39 -
10 = 29.
Ihre nächste Herausforderung wird, eine vierstellige Zahl
durch eine zweistellige zu teilen:
3 .657 + 54
Da 54 x 100 = 5.400, wissen Sie, dass Ihre Lösung zweistellig
wird. Um die vordere Stelle zu ermitteln, müssen Sie heraus­
bekommen, wie oft 54 in 3.657 passt. Da 54 x 70 = 3.780 zu
viel ist, muss die Lösung in den 60em liegen.
Multiplizieren Sie als nächstes 54 x 60 = 3.240 und rechnen
Sie 3.657 - 3.240 = 417. Die Aufgabe hat sich nun darauf re­
duziert, 417 + 54 zu ermitteln. Da 54 x 8 = 432 zu hoch liegt,
ist die letzte Stelle eine 7, der Rest ist 54 - 15 = 39.
3.657 + 54 = 67
- 3.240
41 7
- 3 78
39
Ergebnis : 67 ��
Versuchen Sie sich jetzt an einer Aufgabe mit einer dreistel­
ligen Lösung:

112
DIVISION D U R C H ZWEISTELLI C E ZAH LE N

9.467 + 1 3

9.467 + 1 3 = 728
- 9. 1 00
367
- 260
1 07
- 1 04
3
Ergebnis : 728 133
Vereinfachen von Divisionsaufgaben
Ist Ihr Hirn mittlerweile heiß gelaufen? Nur keine Panik. Wie
versprochen, werde ich Ihnen ein paar Tricks verraten, wie
man bestimmte Divisionsaufgaben vereinfacht. Diese Tricks
beruhen darauf, dass man beide Teile der Aufgabe durch
einen gemeinsamen Faktor teilt. Sind beide Zahlen gerade,
können Sie die Schwierigkeit der Aufgabe halbieren, indem
sie beide Zahlen durch 2 teilen, bevor Sie anfangen. Bei­
spielsweise besteht 858 + 16 aus zwei geraden Zahlen. Teilt
man beide durch 2, erhält man die viel einfachere Aufgabe
429 + 8:

858 + 1 6 = 5 3 durch 2 teilen 429 + 8 = 53


- 800 - 400
58 29
- 48 - 24
10 5
Erge bnis: 53 �� Lösung 53 �
Offenkundig unterscheidet sich der Rest, 10 bzw. 5, bei bei­
den Rechenwegen. Aber wenn man den Rest in Form eines
Bruchs ausdrückt, bekommt man �� und � , was das glei­
che ist. Wenn man diese Methode benutzt, muss man die

113
DIVISION I M KOPF

Lösung daher immer in Form eines »gemischten Bruchs«


angeben (also in Form einer ganzen Zahlen und einer ange­
hängten Bruchzahl).
Wir haben beide Berechnungen durchgeführt, um zu zeigen,
wie viel einfacher die rechte ist. Versuchen Sie zur Übung
jetzt selbst eine:
3.61 8 + 54

3 .61 8 + 54 = 67 durch 2 teilen 1 .809 + 27 = 67


- 3 .240 - .620
1
3 78 1 89
- 3 78 - 1 89
0 0
Lösung 67

Die rechte Aufgabe ist viel einfacher im Kopf zu rechnen.


Wenn Sie ganz schnell im Kopf sind, könnten Sie beide Sei­
ten auch durch 18 teilen und zu der noch einfacheren Aufga­
be 201 -:- 3 = 67 gelangen.
Achten Sie darauf, ob bei Aufgaben zweimal durch 2 geteilt
werden kann, wie bei 1.652 -:- 36.
1 .652 + 36 = 826 + 1 8 = 41 3 + 9 = 45
+ 2 +2

- 3 60
53
- 45
8
Lösung 45 �
Normalerweise fällt es mir leichter, eine Aufgabe zweimal
durch 2 zu teilen, als beide Zahlen durch 4 zu dividieren.
Wenn beide Zahlen auf 0 enden, können Sie sie durch 10
teilen:

114
D IVISION D U R C H ZWEISTELLI C E ZAH LE N

580 + 70 =
+ 10
58 + 7 = 8
- 56
2
Lösung 8 �
Wenn beide Zahlen auf 5 enden, verdoppeln Sie sie und tei­
len dann durch 10, um sich das Leben einfacher zu machen.
Beispielsweise:
475 + 35 = 950 + 70 = 95 + 7 = 1 3
)( 2 +10

- 70
25
- 21
4
Lösung 1 3 j
Und schließlich: Falls der Divisor auf 5 endet und der Divi­
dend auf 0, multiplizieren Sie beide mit 2 und teilen dann
durch 10, genau wie oben:
890 + 45 )(=2 1 . 780 + 90+ =
10
1 78 + 9 = 1 9
- 90
88
- 81
7
Lösung 1 9 �
Übung: Division durch eine zweistellige Zahl

Hier finden Sie eine ganze Reihe von Divisionsaufgaben, die


Ihre geistige Fitness auf die Probe stellen werden. Verwen­
den Sie die Vereinfachungstechniken, die weiter oben im Ka­
pitel vorgestellt wurden. Am Schluss des Buches finden Sie
Lösungen und Erklärungen.

115
DIVI S I O N I M KOPF

1. 738 + 1 7 2. 591 + 24 J. 321 + 79


4. 4.268 + 28 5. 7.2 1 4 + 1 1 6. 3 .074 + 1 8

G EG E N D E N TAS C H E N R E C H N E R
A N T R ET E N : LE R N E N , W l E M A N B R Ü C H E
I N D EZ I M A LB R Ü C H E U M WA N D E LT
Wie Sie vielleicht schon erraten haben, wende ich gern ein
wenig Zauberei an, wenn ich Bruchzahlen in Dezimalzahlen
umwandle. Im Fall von Brüchen mit einstelligem Zähler und
Nenner merkt man sich folgende Brüche - von einem Hal­
ben bis zu einem Elftel - am besten auswendig. Das klingt
schlimmer, als es ist. Unten werden Sie sehen, dass die meis­
ten »einstelligen« Brüche spezielle Eigenheiten haben, die
sie unvergesslich machen. Wann immer Sie einen Bruch zu
einem bereits bekannten Bruch reduzieren können, be­
schleunigen Sie den Rechenprozess.
Vermutlich kennen Sie bereits das dezimale Gegenstück zu
folgenden Brüchen:
1 1 2
T = 0,5 T = 0,333 T = 0,666
Ebenso:
1
4 = 0,25
Die Fünftel kann man sich leicht merken:
+ = 0,2 � = 0,4 � = 0,6 4
s = 0,8
Bei den Sechsteln muss man sich nur zwei neue Zahlen
merken:
1 2 1
6 = 0,1 666 6 = T = 0,333
4 2 5
6 = T = 0,666 6 = 0,83 3 3

1 16
B R 0 C H E I N D EZ I M ALBR0 C H E U M WAN DELN

Auf die Siebentel komme ich gleich. Die Achtel gehen wie im
Flug:
1 2 1
8 = 0, 1 25 8 = 4 = o,2 5
3 1 4 1
8 = 0,3 75 (3 )( 8 = 3 )( 0, 1 25 = 0,3 75) 8 = 2 = 0,5
5 1
8 = 0,675 (5 )( 8 = 5 )( 0, 1 25 = 0,675)
� = ! = 0,7 5
7 1
8 = 0,875 (7 )( 8 = 7 )( 0, 1 25 = 0,875)

Die Neuntel haben ihre ganz eigene Magie:


1 - 2 - 3 - 4 -
g- = 0, 1 g- = 0,2 g- = 0, 3 g- = 0,4
5 - 6 - 7 - 8 -
g- = 0,5 g- = 0,6 g- = 0,7 g- = 0,8

Der Strich über der Zahl bedeutet dabei, dass sich dieser Teil
unendlich wiederholt. Zum Beispiel gilt: � = 0,4 = 0,444...
Die Zehntel kennen Sie schon:
1 2 3
1 0 = 0,1 1 0 = 0,2 1 0 = 0,3
4 5 6
1 0 = 0, 4 1 0 = 0,5 1 0 = 0,6
7 8 9
1 0 = 0,7 1 0 = 0,8 1 0 = 0,9

Bei den Elftein muss man sich nur merken, dass ,t\ =
0,0909 ist, der Rest ist einfach:
...

1 - 2
-
TI = 0,09 = 0,0909 TI = 0,1 8 (2 x 0,0909)
3
-
4 0,3 - 5
-
TI = 0,27 (3 x 0,0909) TI = 6 TI = 0,45
6
-
7 -
8 -

TI = 0,54 TI = 0,63 TI = 0,72


9 - 10 -
TI = 0,81 TI = 0,90

117
DIVIS ION I M KOPF

Die Siebtel sind wirklich bemerkenswert. Merkt man sich


einmal + = 0,142857, bekommt man all die anderen Siebtel,
ohne sie berechnen zu müssen:
1 ----- 2 ----- 3
--
7 = 0, 1 42857 7 = 0,28571 4 7 = 0,428571
4 ----- 5
----- 6
--
7 = 0,5 7 1 428 7 = 0,71 4285 7 = 0,85 7 1 42

Beachten Sie, dass sich das gleiche Zahlenmuster in jeder


Dezimalzahl wiederholt. Nur die Ausgangszahl zu Beginn
ändert sich. Die Startzahl bekommen sie sofort, wenn Sie
0,14 mit dem Zähler multiplizieren. Im Fall von � gilt 2 x
0,14 = 0,28, also muss man die Abfolge mit 0,28 beginnen:
0,285 714. Das gleiche gilt für � , da 3 X 0,14 = 0,42. Man fangt
also mit 0,42 an und fahrt wie gehabt fort: 0,428571. Der Rest
ergibt sich auf die gleiche Weise.

Natürlich werden Sie Brüche mit größeren Zählern und Nen­


nern berechnen müssen als ��· Halten Sie trotzdem die
Augen offen, ob Sie solche Aufgaben weiter vereinfachen
können. Beispielsweise kann man den Bruch l! verein­
fachen, indem man beide Zahlen durch 2 teilt. Man er­
hält {7 , was einfacher zu berechnen ist.
Wenn der Nenner eines Bruchs gerade ist, können Sie den
Bruch durch Halbieren von Zähler und Nenner vereinfa­
chen, auch wenn der Zähler ungerade ist. Zum Beispiel:
�- Q
14 - 7
Durch die Teilung von Zähler und Nenner haben wir Siebtel
erhalten. Obwohl die ganzzahligen Siebtel weiter oben
keinen Wert für 1f- angeben, werden die bekannten
Zahlen bald auftauchen, sobald Sie sich an die Rechnung
machen:

1 18
B R 0 C H E I N DEZ I M ALBR 0 C H E U M WAN DELN

4 , 5000000 + 7 = 0,6428571
- 4,2
3

Wie Sie sehen, mussten wir gar nicht die ganze Aufgabe be­
rechnen: Sobald man sie darauf reduziert hat, dass man 3
durch 7 teilt, kann man die ganze Zahlenreihe herunterrat­
tern und sein Publikum schwer beeindrucken.
Wenn der Nenner aufS endet, lohnt es sich fast immer, Zäh­
ler und Nenner zu verdoppeln und dann durch 10 zu teilen.
Zum Beispiel:
29 58 � = 6 , 44
45 >< 2 90 +�0 9

Nenner, die auf 25 oder 75 enden, sollten mit 4 multipliziert


werden, bevor man durch 100 teilt:

Man kann diesen Trick sogar mitten in der Berechnung einer


Aufgabe anwenden. Sehen Sie, was passiert, wenn Sie
a n 1� knobeln:

3 ,000 + 1 6 = 0,1


14

Sobald die Aufgabe auf �: reduziert ist, kann man weiter


zu � vereinfachen, und Sie wissen bereits, dass das 0,875
ist. Also gilt 1� 0,1875.
=

119
D I V I S I O N I M KOPF

Obung: Umwandlung in Dezimalzahlen


Vergessen Sie nicht, bei der Umwandlung folgender Brüche
in Dezimalzahlen Ihr Wissen über B rüche mit einstelligem
Zähler und Nenner anzuwenden. Vereinfachen Sie die Brü­
che, wo immer möglich, bevor Sie sie in Dezimalzahlen um­
wandeln.
1. 3.
2 2.
4 3 4.
9 5.
5 6.
6
T T 8 TI TI 'IT

7.
14 8.
13 9.
18 10.
10 11.
6 12.
19
24 27 48 14 32 45

Wl E M A N A U F T E l L BA R K E I T T E ST ET
Im letzten Abschnitt sahen wir, wie sich Brüche vereinfachen
ließen, wenn Zähler und Nenner durch einen gemeinsamen
Faktor teilbar waren. Wir beenden dieses Kapitel mit einer
kurzen Abhandlung darüber, wie man herausfindet, ob eine
Zahl ein Faktor einer anderen ist. Die Fähigkeit, Faktoren auf­
zuspüren, hilft uns dabei, Divisionsaufgaben zu vereinfa­
chen, und kann die Berechnung vieler Multiplikationsaufga­
ben beschleunigen. Sie wird sich auch auszahlen, wenn wir
zur fortgeschrittenen Multiplikation gelangen, wo man oft
mitten in einer Multiplikation nach Faktoren einer zwei-,
drei- oder sogar fünfstelligen Zahl sucht. Natürlich kommt es
einem dann zupass, wenn man Zahlen rasch in Faktoren zer­
legen kann. Und darüber hinaus finde ich die Regeln einfach
wunderschön.
Es ist einfach zu testen, ob eine Zahl sich (glatt) durch 2 tei­
len lässt. Man muss lediglich nachsehen, ob die letzte Ziffer
gerade ist. Steht an letzter Stelle eine 0, 2, 4, 6 oder 8, ist die
ganze Zahl durch 2 teilbar.

120
A U F TE I LBA R K E I T TESTEN

Ob eine Zahl durch 4 teilbar ist, sieht man daran, ob die letz­
ten zwei Stellen durch 4 teilbar sind. 57.852 lässt sich durch
4 teilen, weil 52 = 1 3 x 4. Die Zahl 69.346 ist kein (ganzzahli·
ges) Vielfaches von 4, weil 46 kein (ganzzahliges) Vielfaches
von 4 ist. Dieser Test funktioniert, weil 100 ein Vielfaches von
4 ist und deswegen auch jedes Vielfache von 100 sich restlos
durch 4 teilen lässt. Da sich 57.800 restlos durch 4 teilen lässt
und 52 ebenfalls, wissen wir, dass sich auch die Summe der
beiden Zahlen, 57.852, glatt durch 4 teilen lässt.
Da sich 1.000 restlos durch 8 teilen lässt, überprüft man ana­
log, ob eine Zahl durch 8 teilbar ist, indem man die letzten
drei Stellen der Zahl ansieht. Bei 14.918 versucht man, 918
durch 8 zu teilen. Da ein Rest übrig bleibt (918 -;- 8 = 1 14 � ) ,
kann man die gesamte Zahl nicht glatt durch 8 teilen. Das
hätten Sie auch daran erkennen können, dass die 18 an den
letzten beiden Stellen der Zahl sich nicht durch 4 teilen lässt.
Wenn die Zahl 14.918 aber nicht durch 4 teilbar ist, kann sie
nicht durch 8 teilbar sein.
In Sachen Teilbarkeit durch 3 gibt es eine coole Regel, die
sich leicht merken lässt: Eine Zahl ist genau dann durch 3
teilbar, wenn ihre Quersumme - die Summe aller Ziffern in
einer Zahl - durch 3 teilbar ist. Um zu überprüfen, ob 57.852
durch 3 teilbar ist, addiert man einfach
5 + 7 + 8 + 5 + 2 = 27.
Da 27 ein Vielfaches von 3 ist, muss auch 57.852 ein Vielfa­
ches von 3 sein. Die gleiche verblüffende Regel gilt für die
Teilbarkeit durch 9. Jede Zahl lässt sich genau dann durch 9
teilen, wenn ihre Quersumme 9 beträgt. 57.852 ist also ein
Vielfaches von 9, während 31.416, dessen Quersumme 15 ist,
keines ist. Dieser Trick funktioniert deshalb, weil die Zahlen
1 , 10, 100, 1.000, 10.000 usw. alle um 1 größer sind als ein
Vielfaches von 9.

121
DIVISION I M KOPF

Man kann eine Zahl genau dann durch 6 teilen, wenn sie ge­
rade und durch 3 teilbar ist. Eine Teilbarkeit durch 6 lässt sich
also leicht überprüfen.
Noch einfacher ist es festzustellen, ob eine Zahl durch 5 teil­
bar ist. Egal, wie groß sie ist: Sie ist einzig dann ein Vielfa­
ches von 5, wenn sie auf 5 oder 0 endet. Probieren Sie es ein­
fach aus!
Die Teilbarkeit durch 1 1 ist fast so leicht zu bestimmen wie
die Teilbarkeit durch 3 oder 9. Eine Zahl ist genau dann glatt
durch 1 1 teilbar, wenn man als Ergebnis entweder 0 oder ein
Vielfaches von 11 erhält, nachdem man die Ziffern einer Zahl
abwechselnd subtrahiert und addiert. Beispielsweise lässt
sich 73.958 nicht durch 1 1 teilen, weil 7 - 3 + 9 - 5 + 8 = 16.
Die Zahlen 8.492 und 73.194 allerdings sind Vielfache von 11,
weil 8 - 4 + 9 - 2 = 11 und 7 - 3 + 1 - 9 + 4 = 0. Dieser Test be­
ruht, ähnlich wie der Test für 3er und 9er, auf der Tatsache,
dass 1, 100, 10.000 und 1.000.000 um 1 über einem Vielfachen
von 11 liegen, während die Zahlen 10, 1.000 und 100.000 um
1 unter einem Vielfachen von 1 1 liegen.
Der Test auf Teilbarkeit durch 7 ist ein bisschen diffiziler.
Man erhöht oder senkt die zu prüfende Zahl um ein Vielfa­
ches von 7, und wenn die verbleibende Zahl ein Vielfaches
von 7 ist, fällt der Test positiv aus. Ich wähle das Vielfache von
7 immer so, dass eine Zahl entsteht, die auf 0 endet. Wenn
die zu prüfende Zahl beispielsweise 5.292 ist, subtrahiere ich
42 (ein Vielfaches von 7), um 5.250 zu erhalten. Jetzt streiche
ich die 0 (da eine Division durch 10 nicht beeinflusst, ob die
Zahl durch 7 teilbar ist), es bleibt 525. Dann wiederhole ich
den Vorgang, addiere 35 (ein Vielfaches von 7) und bekom­
me 560. Wenn ich die 0 streiche, bekomme ich 56, von dem
ich weiß, dass es ein Vielfaches von 7 ist. Die ursprüngliche
Zahl 5.292 ist also durch 7 teilbar.

122
A U F TEILBAR K E I T TESTEN

Diese Methode funktioniert nicht nur für 7, sondern für jede


ungerade Zahl, die nicht auf 5 endet. Um beispielsweise zu
testen, ob 8.792 durch 1 3 teilbar ist, zieht man 52 (4 x 13) von
8.792 ab und erhält 8.740. Das Streichen der Null führt zu
874. Man addiert 2 x13 = 26 und kommt zu 900. Man streicht
die zwei Nullen und bekommt 9, offenkundig kein Vielfaches
von 13. Daher ist 8.792 kein Vielfaches von 13.

Übung: Testen aufTeilbarkeit

Passen Sie in dieser abschließenden Übungseinheit beson­


ders auf, wenn Sie aufTeilbarkeit durch 7 und 17 prüfen. Der
Rest sollte Ihnen leicht fallen.
Teilbarkeit durch 2
5 3.428 2. 293 3. 7.241 4. 9.846

Teilbarkeit durch 4
3.932 6. 67.348 7. 358 8. 57.929

Teilbarkeit durch 8
9. 59.366 10. 73.488 11. 248 12. 6.1 1 1

Teilbarkeit durch 3
13. 5 3.428 14. 293 1 5. 7.241 1 6. 9.846

Teilbarkeit durch 6
1 7. 5.334 18. 67.386 19. 248 20. 5.991

Teilbarkeit durch 9
21. 1 .234 22 8.469 23. 4.425.575 24. 3 1 4.1 59.265

Teilbarkeit durch 5

25. 47.830 26. 43.762 27. 56.785 28. 37.21 0

123
D I V I S I O N I M KOPF

Teilbarkeit durch 1 1
29. 5 3.867 )0. 4.969 )1. 3.828 12. 941 .369

Teilbarkeit durch 7
)). 5. 784 )�. 7.336 JS . 875 )6. 1 .1 83

Teilbarkeit durch 1 7
694 )8. 629 )9. 8.273 �0. 1 3.855

BRÜCH E
Wenn Sie mit ganzen Zahlen umgehen können, wird Ihnen
das Rechnen mit Brüchen fast genauso leicht fallen. In die­
sem Abschnitt wiederholen wir die grundlegenden Metho­
den der Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division
sowie des Kürzens von Brüchen. Diejenigen, denen vertraut
ist, wie man mit Brüchen umgeht, können diesen Abschnitt
bedenkenlos überspringen.

Multiplizieren von Brüchen


Um zwei Brüche miteinander zu multiplizieren, multipli­
ziert man einfach die oberen Zahlen (die Zähler) miteinan­
der, dann multipliziert man die unteren Zahlen (die Nenner)
miteinander. Zum Beispiel:
2 4 8 1 5 = 5
T X 5 = IT 2 X 9 18
Was könnte einfacher sein! Versuchen Sie folgende Aufga­
ben, bevor Sie weiterlesen.

Übung: Multiplikation von Brüchen

1.
3 2
5x7 2.
4 11 6 3
7x4
gX] ) �.

124
BAOCHE

Division von Brüchen


Die Division von Brüchen ist so einfach wie die Multiplika­
tion. Es ist nur ein zusätzlicher Schritt erforderlich: Man
stellt den zweiten Bruch auf den Kopf (man bildet den Kehr­
wert) und multipliziert erst dann jeweils die oberen und un­
teren Zahlen miteinander. Der Kehrwert von � beispiels­
weise ist � . Deswegen gilt:
2 . 4 2 5 10
T � 5 = T >< 4 = u
1 . 5 1 9 = 9
T � 9 = Tx 5 10

Übung: Division von Brüchen

Jetzt sind Sie dran. Dividieren Sie folgende Brüche:


2 1 1 6
I.
2•
• •

5�2 T�5
3.

Kürzen von Brüchen


Man kann Brüche als kleine Divisionen betrachten. � ist
beispielsweise das gleiche wie 6 -7- 3 = 2. Der Bruch ! bedeu­
tet das gleiche wie 1 -7- 4 (was in Dezimalschreibweise 0,25
ist). Nun wissen wir, dass eine Zahl unverändert bleibt, wenn
wir sie mit 1 multiplizieren. Zum Beispiel gilt: � = + x 1.
Wenn wir nun 1 durch � ersetzen, bekommen wir � = + x
1 =f x � = 160 . Analog erhalten wir, wenn wir 1 durch + er-
setzen, T3 =5 3 xT 3 = 15 worten. \Tl
9 . M"1t anderen \TT wenn wu
• •

Zähler und Nenner mit der gleichen Zahl multiplizieren, be­


kommen wir einen Bruch, der mit dem ursprünglichen
Bruch äquivalent ist. Diesen Vorgang nennt man Erweitern.
Ein weiteres Beispiel:

125
DIVISION I M KOPF

Nun gilt aber auch: Wenn wir den Zähler und den Nenner
durch die gleiche Zahl dividieren, erhalten wir einen Bruch,
der mit dem ursprünglichen Bruch äquivalent ist.
Zum Beispiel:
4 4 . 2 2
6 = 6�T = T
25 25 5 5 •

35 = 35 � s = T
Diesen Vorgang nennt man Kürzen.

Obung: Erweitern und Kürzen von Brüchen

Können Sie zu den folgenden Brüchen einen äquivalenten


Bruch finden, dessen Nenner 12 ist?

l.
1 5 3 5
T 6 4 T
2. 3. �-

Kürzen Sie:
8 6 24 20
w 5 36
5. 6. 7. 8.
36
Addition von Brüchen
Im einfachen Fall haben beide Brüche den gleichen Nenner.
Dann addieren wir die Zähler und behalten den Nenner.
Zum Beispiel:
3 1 4
s+s=s
Manchmal kann man die Lösung noch vereinfachen. Bei­
spielsweise:

Obung: Addition von (gleichnamigen) Brüchen

2
g
5 5 4 5 6
+ g 2.
IT + IT 3. 18 + 18 �-
1.

126
BR0CH E

Der schwierigere Fall: ungleiche Nenner. Wenn die Nenner


nicht gleich sind, ersetzen wir unsere Brüche durch solche,
wo die Nenner gleich sind.
Um beispielsweise zu addieren
1 2
T + TI
wandeln wir um

Es gilt:
1 2 5 2 7
T + TI = TI + TI = TI ·
Um folgendes zu berechnen
_l_ + _l_
2 8
erweitern wir

Also gilt
1 7 4 7 11
T + s = s + s = s·
Um folgendes zu addieren
_l_ + .l..
3 5
erweitern wir
1 5 und 5 =
2 6
T = TI TI
so dass

127
DIVISION I M KOPF

Übung: Addition von (ungleichnamigen) Brüchen

1 1 1 5 3.
1.
s + TO 2.
6 + 18 _l
3 + _l
5
2 5 1._ + ]_
4.
T + 2i 5.
3 4 6. l_
7 + ]_
5
2 5
7.
TI + 9

Subtraktion von Brüchen


Die Subtraktion von B rüchen funktioniert ähnlich wie die
Addition. Das haben wir mit ein paar Beispielen illustriert;
danach folgen Übungen für Sie.
3 1 2 4 2 2
-s - s = s y - -=r = T
5 1 4 1
8-8=3=2
1 2 5 2 3 1
T - 15 = 15 - 15 = 15 = s
7 1 7 4 3
8-2=8-8=8
1 7 4 7 3
2-8=8-8=-8
2 1 8 7 1
T - 4 = 28 - 28 = 28
2 5 16 15 1
T - 8 = 24 - 24 = 24

Übung: Subtraktion von Brüchen

8 3 1..
12 8 3.
13 5
1.
TI - TI T-7 18 - 18

4.
4 1 9 3 3 2
-s - 15 1 0 - -s 4-T
5. 6.

7 1 4 2 8 1
7.
8 - 16 8.
T-5 9.
9-2

128
·.1; . KAPITE L

Passt schon - die Kunst


des » Überschlagens«

B genaue Lösung zu einer Aufgabe zu finden. Oft genug


is jetzt haben Sie die geistige Fähigkeit perfektioniert, die

braucht man aber eigentlich nur eine ungefähre »Hausnum­


mer« des Ergebnisses. Angenommen, Sie holen von mehre­
ren Banken die Zinssätze für die Finanzierung Ihres Hauses
ein. In dieser Phase der Informationssammlung benötigen
Sie eigentlich nur eine grobe Schätzung, wie hoch Ihre mo­
natliche Belastung ausfallen wird. Oder angenommen, Sie
gehen mit Freunden ins Restaurant und teilen sich danach
die Rechnung, aber nicht auf den letzten Cent genau. Mit den
hier vorgestellten Methoden, wie man ȟber den Daumen
peilt«, erleichtert man sich das Leben bei zahlreichen Pro­
blemstellungen ungemein. Ob bei Addition, Subtraktion, Di­
vision und Multiplikation - überall lassen sich Näherungs­
methoden einsetzen. Wie gewohnt, werden Sie Ihre
Berechnungen von links nach rechts durchführen.

Ü B E R S C H LAG E N VO N S U M M E N
Mit einer überschlägigen Berechnung macht man sich das
Leben viel einfacher, wenn die Zahlen einer Aufgabe so groß
sind, dass man sie sich nicht mehr merken kann. Der Trick
besteht darin, die Ausgangszahlen auf- oder abzurunden:

129
D I E K U N ST DES »0 BERSCH LACi E N S«

8.367 8.000
+ 5.81 9 ... + 6.000
1 4.1 86 1 4.000
( � bedeutet »ist un gefähr«)
Beachten Sie, dass wir die erste Zahl auf den nächsten Tau­
sender abgerundet und die zweite Zahl aufgerundet haben.
Das genaue Ergebnis war 14.186, unser relativer Fehler war
also klein.
Wenn Sie genauer rechnen wollen, können Sie auch jeweils
zum nächsten Hunderter statt zum nächsten Tausender auf­
bzw. abrunden:
8.367 8.400
+ 5.81 9 + 5.800
1 4. 1 86 1 4.200

Unsere Schätzung liegt nur 14 vom exakten Ergebnis weg,


eine Abweichung von weniger als 0,1 %. Das nenne ich mal
eine gute Schätzung!
Versuchen wir eine Aufgabe mit fünfstelligen Zahlen; wir
runden auf die nächsten Hunderter:
46.1 87 46.200
+ 1 9.378 + 1 9.400
65.565 65.600

Wenn wir auf Hunderter runden, wird unsere Schätzung


immer weniger als 100 daneben liegen. Bei einem Ergebnis,
das über 10.000 ist, beträgt der relative Schätzfehler also
immer unter 1 %. Probieren wir jetzt etwas Abgefahrenes:

23.859.379 24.000.000 23,9 M illionen


+7.426.087 + 7.000.000 oder + 7,4 M i llionen
31 .285.466 31 .000.000 3 1 ,3 M illionen

130
0BERSCHLAC E N VO N S U M M E N

Rundet man auf die nächste Million, bekommt man 31 Mil­


lionen als Lösung, etwa 285.000 daneben. Nicht schlecht, aber
genauer wird es, wenn Sie auf die nächsten Hunderttausen­
der runden, wie in der rechten Spalte gezeigt. Wieder wird
Ihre Schätzung weniger als 1 % vom exakten Ergebnis abwei­
chen. Wenn man also nicht zu grob vereinfacht, kann man
für jede beliebige Summe eine gute Schätzung abgeben.

Oberschlagen im Supermarkt
Nehmen wir ein Beispiel aus dem Alltag. Haben Sie sich je
beim Einkaufen gefragt, ob Sie genug Geld dabei haben, um
die Sachen im Einkaufswagen zu bezahlen? Meine Technik
in einem solchen Fall ist, jeden Preis auf die nächsten 50 Cent
zu runden. Wahrend die Kassiererin die exakten Preise

(links) eingibt, addiere ich im Kopf die Zahlen auf der rech-
ten Seite:

1 ,39 € 1 ,50 €
0,87 € 1 ,00 €
2,46 € 2,50 €
0,61 € 0,50 €
3,29 € 3 ,50 €
2,99 € 3 ,00 €
0,20 € 0,00 €
1 ,1 7 € 1 ,00 €
0,65 € 0,50 €
2,93 € 3 ,00 €
3,1 9 € 3 ,00 €
1 9,75 € 1 9,50 €

Inder Regel liegt meine Schätzung keinen Euro vom exakten


Ergebnis weg.

131
D I E KU N ST DES ,.QBERSC H LACi E N S«

George Parker Bidder: Der rechnende I ngenieur


Auch die Briten hatten ihre Blitz-Kopfrechner, und die Vorführun­
gen des i n Devonshire geborenen George Parker Bidder (1 806-
1 878) waren so leicht nicht zu ü bertrumpfen. Wie die meisten
Kopfrechenakrobaten begann Bidder schon als j unger Bub, sich
mit Kopfrechnen zu beschäftigen. Beim Spielen mit M urmeln
lernte er Addieren, Subtrahieren, Multipl izieren und Dividieren.
Im Alter von neun Jahren ging er aufTour, begleitet von seinem
Vater.
Fast keine Aufgabe war zu schwer für ihn. »Der Mond ist 1 23 .256
Meilen von der Erde entfernt, Schall bewegt sich mit vier Meilen
in der M inute fort. Wie lang bracht der Schall, um von der Erde
zum Mond zu gelangen?« Der junge Bidder legte seine Stirn fast
eine M i nute lang in Falten, dann antwortete er: »Einundzwanzig
Tage, neun Stunden, vierunddreißig M i n uten.« (Heute wissen
wir, dass die Entfernung eher bei 240.000 Meilen liegt und Schall
sich durch das Vakuum des Weltalls n icht fortsetzen kann.) I m
Alter von zehn Jahren berechnete Bidder i m Kopf d i e Wurzel von
1 1 9.550.669.1 2 1 in gerade mal dreißig Sekunden: 345 . 761 . I m
Jahr 1 81 8 traten Bidder u n d der amerikanische Blitzrechner Zerah
Colburn zu einem Rechend uell an. Wenn Colburn gedacht hatte,
er könnte Bidder schlagen, hatte er sich verrechnet: Bidder ge­
wann.
Auf den Wogen seines Ruhms schrieb sich George Bidder i n der
Un iversität Edinburgh ein und wurde zu ei nem der angesehens­
ten I ngenieure Englands. Das Parlament zog ihn oft als Experten
hinzu, wenn es um Eisenbahnfragen ging - zum Schrecken der
Gegenseite. Ein Oppositioneller beschwerte sich: >>Die N atur hat
ihn mit so außerordentlichen Fähigkeiten ausgestattet, dass
seine Gegenspieler kei ne fai re Chance haben.<< Anders als Col­
burn, der sich im Alter von 20 Jahren als Rechenkünstler zur Ruhe
setzte, machte Bidder sein ganzes Leben lang weiter. Noch 1 878,
kurz vor seinem Tod, berechnete er, wie viele Schwingungen des
Lichts das Auge in einer Sekunde erreichen (unter der Annah me,
dass 36.9 1 8 Wellenberge roten Lichts in einen Zoll passen und
Licht sich mit etwa 1 90.000 Meilen in der Stunde fortbewegt) .

132
OB ERSC H LAG E N VON Q U OTI E NTEN

Ü B E R S C H LAG E N VO N D I F F E R E N Z E N

Die Methode ist genau die gleiche wie bei Summen: Man
rundet auf die nächsten Tausender oder, vorzugsweise, Hun­
derter.
8.367 8.000 8.400
- 5.81 9 - 6.000 oder - 5.800
2.548 2.000 2.600

Sie sehen, wenn Sie auf Tausender runden, liegen Sie mit
Ihrer Schätzung ziemlich weit daneben. Wenn Sie auf die
zweite Stelle der Zahlen runden (hier auf Hunderter). liegt
die Schätzung in der Regel um weniger als 3 % daneben. In
unserem Fall haben wir uns nur um 52 vertan, ein relativer
Fehler von 2 %. Rundet man auf die dritte Stelle statt auf die
zweite, verbessert man die Genauigkeit der Schätzung erheb­
lich.

Ü B E R S C H LAG E N VO N Q U OTI E N T E N
Der erste und wichtigste Schritt bei der Schätzung, was bei
einer Division ungefähr herauskommt, liegt darin, die Grö­
ßenordnung des Ergebnisses zu bestimmen.
57.867 + 6 = 9.644, 5 58.000 + 6 9.000 + . . .
- 54
4

Ergebnis: 9 � Tausend = 9.667


=

Als nächstes rundet man die größeren Zahlen auf den nächs­
ten Tausender, hier 57.867 auf 58.000. Man teilt das durch 6
und bekommt 9 mit einem Rest. Aber der wichtigste Teil bei
dieser Aufgabe besteht darin, die 9 richtig einzuordnen.

133
D I E KU N ST DES » 0 BERSC H LAG E N S«

Multipliziert man beispielsweise 6 x 90, bekommt man 540,


multipliziert man 6 x 900, bekommt man 5.400. Beides ist zu
klein. Aber 6 x 9.000 gibt 54.000, was ziemlich nah dran ist.
Das verrät Ihnen, dass die Lösung bei 9.000 plus irgendwas
liegt. Wie hoch dieses »irgendwas« ist, überschlagen Sie,
indem Sie zunächst 58 - 54 = 4 rechnen. Jetzt könnten Sie die
0 herunter holen und 40 durch 6 teilen, aber wenn Sie schnell
schalten, sehen Sie sofort, dass 4 geteilt durch 6 nichts ande­
res ist als � = i 0,667. Da Sie wissen, dass das Ergebnis in
==

den 9.000ern liegt, können Sie sofort 9.667 schätzen. Das


exakte Ergebnis liegt übrigens bei 9.645 - verflixt nah!
Divisionen aufdiesem Niveau sind einfach. Aber wie sieht es
aus, wenn man größere Zahlen teilen muss? Berechnen wir
mal so zum Spaß, was ein Spitzenathlet am Tag verdient,
wenn sein Jahreseinkommen 5.000.000 € beträgt.
5.000.000 € + 365 Tage

Zuerst müssen Sie die Größenordnung des Ergebnisses


schätzen. Verdient der Sportler einen Tausender am Tag?
Nun, 365 x 1.000 = 365.000, viel zu wenig.
Verdient er Zehntausend am Tag? 365 x 10.000 = 3.650.000,
das kommt schon eher hin. Um das Ergebnis zu überschla­
gen, verwenden Sie die ersten beiden Stellen beider Zahlen
für Ihre Division. Sie teilen 50 durch 36 und erhalten 1 j: oder
1 /s Da 18 ungefähr 4 mal in 70 passt, schätzen Sie das Ta­
.

geseinkommen des Athleten auf 14.000 €. Der exakte Wert


beträgt 1 3.698,63 €. Nicht schlecht - weder die Schätzung
noch das Einkommen!
Jetzt habe ich eine astronomische Schätzung für Sie: Wie
viele Sekunden braucht das Licht, um von der Sonne zur
Erde zu gelangen? Nun, Licht bewegt sich mit einer Ge­
schwindigkeit von 186.282 Meilen pro Sekunde fort und die

134
0BERSC H LACEN VON PRODUKTEN

Sonne ist (im Schnitt) 92.960. 130 Meilen weit weg. Wahr­
scheinlich sind Sie nicht besonders scharf darauf, eine derar­
tige Aufgabe im Kopf zu rechnen. Glücklicherweise ist es re­
lativ einfach, einen ungefähren Wert zu überschlagen. Zuerst
vereinfacht man die Aufgabe:
92.960.1 30 + 1 86.282 "' 93.000 + 1 86

Jetzt teilt man 930 durch 186 und bekommt 5, ohne Rest.
Holen Sie jetzt die zwei Nullen herunter, die von 93.000 noch
übrig sind, und Sie bekommen 500 Sekunden. Der exakte
Wert beträgt 499,02 Sekunden, die Schätzung war also sehr
respektabel.

Ü B E R S C H LAG E N VO N P R O D U KT E N
Sie können so ziemlich die gleichen Techniken anwenden,
um das Ergebnis von Multiplikationen zu überschlagen.
Zum Beispiel:
88 90
X 54 X 50

4.752 4.500

Man vereinfacht die Aufgabe erheblich, wenn man beide Fak­


toren auf den nächsten Zehner rundet, aber dafür liegt man
beim Ergebnis auch um 252 daneben, also um etwa 5 %. Sie
können die Schätzung verbessern, wenn Sie beide Zahlen
um den gleichen Betrag verändern, die eine erhöhen Sie, die
senken Sie. Wenn Sie also 88 um 2 auf90 aufrunden, sollten
Sie 54 um 2 verringern:

88 90
X 54 X 52
4.752 4.680

135
D I E KU NST DES »0BERSC H LAG E N S44

Jetzt haben Sie es zwar nicht mehr mit einer Multiplikation


zweier einstelliger Zahlen zu tun, sondern müssen eine zwei­
stellige Zahl mit einer einstelligen multiplizieren, aber das
sollte Ihnen keine Schwierigkeiten bereiten. Ihre Schätzung
liegt nur 1,5 % daneben.
Wenn Sie die Größe eines Produkts überschlagen, indem Sie
die größere Zahl aufrunden und die kleinere verringern, lie­
gen Sie mit Ihrer Schätzung zu niedrig. Verringern Sie die
größere Zahl und runden Sie die kleinere auf, so dass die
Zahlen näher beieinander liegen, fällt Ihre Schätzung zu
hoch aus. Je weiter Sie auf- bzw. abrunden, desto größer wird
Ihr Schätzfehler. Zum Beispiel:
73 70
X 65 X 68
4.745 4.760

Da die Zahlen nach der Rundung näher beieinander liegen,


ist Ihre Schätzung etwas zu hoch.
67 70
X 67 X 64
4.489 4.480

Da die Zahlen nach der Rundung weiter auseinander sind,


liegen Sie mit Ihrer Schätzung zu niedrig, aber wieder nicht
viel. Beachten Sie, dass wir zuletzt schlicht 672 berechnen
wollten und unsere Methode zur Schätzung genau dem ers­
ten Lösungsschritt bei der Berechnung von Quadraten ent­
sprach. Sehen wir uns ein weiteres Beispiel an:

83 85
X 52 "" X 50
4.3 1 6 4.250

136
ÜBERSC H LAGEN VON PRODUKTEN

Wir bemerken, dass die Schätzung am genauesten ist, wenn


die Ausgangszahlen nahe beieinander liegen. Versuchen Sie
mal, das Ergebnis folgender Aufgabe zu lösen:
728 731
X 63 X 60
45.864 43.860

Indem Sie 63 auf 60 abgerundet und 728 um 3 auf731 erhöht


haben, haben Sie die Multiplikation vereinfacht; Sie müssen
die dreisteHige Zahl nur noch mit einer einstelligen multip­
lizieren. Ihre Schätzung weicht dafür auch um 2.004 (oder
4,3 %) vom exakten Ergebnis ab. Überschlagen Sie jetzt mal,
was bei der Multiplikation der folgenden dreistelligen Zahlen
herauskommt:
367 359
X 492 X 500
1 80.564 1 79.500

Sie werden bemerken, dass die Schätzung um mehr als 1.000


daneben liegt. Angesichts dessen, dass die Ausgangszahlen
groß waren und um 8 gerundet wurde, hält sich der Fehler
in erfreulichen Grenzen, unter 1 %.
Wie große Zahlen kann man mit dieser Schätzmethode noch
sinnvoll überschlagen? Beliebig große. Sie brauchen nur zu
wissen, wie die ganz großen Zahlen heißen. Tausend mal
tausend ist eine Million, tausend Millionen sind eine Milliar­
de. Gehen Sie mit diesem Wissen mal auf folgende Aufgabe
los:
28.65 7.493 29 M i ll ionen
...

X 1 3.864 x 1 4 Tausend

Wie zuvor ist das Ziel, die Ausgangswerte zu einfacheren

1 37
D I E KU NST DES »0BERSCH LAG E N S«

Zahlen zu runden, zum Beispiel auf 29.000.000 und 14.000.


Lässt man die Nullen einmal weg, bleibt eine einfache Multi­
plikation zweier Zahlen: 29 x 14 = 406 (29 x 14 = 29 x 7 x 2 =

203 x 2 = 406). Da tausend Millionen eine Milliarde sind, liegt


das Ergebnis bei etwa 406 Milliarden.

Ü B E R S C H LAG E N VO N W U RZ E L N :
T E I L E N U N D M I TT E L N
Vn, die (Quadrat-)Wurzel einer Zahl n, ist die Zahl. die mit
sich selbst multipliziert n ergibt. Die Wurzel von 9 beispiels­
weise ist 3, weil 3 X 3 = 9. Ingenieure und Wissenschaftler
haben oft mit Wurzeln zu tun und berechnen sie fast immer
mit dem Taschenrechner. Mit der folgenden Methode gelan­
gen Sie zu einer guten Schätzung des Ergebnisses.
Beim Überschlagen von Wurzeln ist Ihr Ziel, eine Zahl zu
finden, die mit sich selbst multipliziert ungefähr die Aus­
gangszahl ergibt. Da die Wurzel von Zahlen nur selten eine
ganze Zahl ist, wird auch Ihre Schätzung meist einen Bruch
oder Nachkommastellen enthalten.
Fangen wir damit an, die Wurzel von 19 zu schätzen. Als ers­
tes überlegen Sie, welche Zahl mit sich selbst multipliziert 19
am nächsten kommt. Nun, 4 x 4 = 16 und 5 x 5 = 25. Letzte­
res ist zu hoch, also muss das Ergebnis »4 Komma irgend­
was(( lauten. Als nächstes teilen Sie 19 durch 4 und erhalten
4,75. Da 4 x 4 weniger ist als 4 x 4,75 = 19, was wiederum we­
niger ist als 4,75 x 4,75, wissen wir, dass 19 (oder 4 x 4,75)
zwischen 42 und 4,752 liegt. Die Wurzel von 19 liegt deshalb
zwischen 4 und 4,75.
Ich würde schätzen, dass die Wurzel von 19 ungefähr aufhal­
ber Strecke liegt, bei 4,375. Tatsächlich ist die Wurzel von 19
(auf drei Nachkommastellen gerundet) 4,359, unsere Schät-

138
TEILEN U N D M ITTELN

zung kommt also ganz gut hin. Unsere Methode sieht im


Diagramm so aus:
Teile: Mittle:
1 9,0 + 4 = 4,75 4 + 4,75
= 4,375
- 16 2
30
- 28
20
- 20
0

Allerdings können wir dieses Ergebnis auch auf andere


Weise bekommen, die Sie vielleicht einfacher finden. Wir
wissen, dass 4 zum Quadrat 16 ist, um 3 weniger als 19. Um
die Schätzung zu verfeinern, addieren wir den Fehler, geteilt
durch das Doppelte unserer Schätzung. In diesem Fall addieren
wir 3, geteilt durch 8 (2 x 4) und erhalten 4 � . Beachten Sie,
dass Sie mit dieser Methode Werte erhalten, die immer ein
wenig über dem exakten Ergebnis liegen.
Versuchen Sie mal eine bisschen schwierigere Aufgabe: Was
ist die Wurzel von 87?
Teile: M ittle:
87,0 + 9 = 9,66 9 + 9,66
= 9 ' 33
2

Als erstes ermitteln Sie die ungefahre Hausnummer; das


geht recht flott, wenn Sie bedenken, dass 9 x 9 = 81 und 10 x
I 0 = 100. Das bedeutet, die Lösung liegt bei 9 Komma irgend­
was. Wenn Sie das Ergebnis von 87 -:- 9 auf zwei Nachkom­
mastellen berechnen, bekommen Sie 9,66. Nun nehmen Sie
das Mittel aus 9 und 9,66; das ist 9,33 - exakt die Wurzel von
�7. gerundet auf die zweite Nachkommastelle! Mit der alter-

1 39
D I E K U N ST D ES »O BERSCH LAG E N S«

nativen Methode ergibt sich eine Schätzung von 9 + (Feh­


ler)/18 = 9 + 6/18 = 9,33.
Mit dieser Technik lassen sich die Wurzeln zweistelliger Zah­
len recht flott schätzen. Aber wie sieht es mit dreisteHigen
Zahlen aus? Erstaunlicherweise sind die nicht viel schwieri­
ger. Ich kann Ihnen sofort sagen, dass die Wurzel aller drei­
und vierstelligen Zahlen zwei Stellen vor dem Komma
haben. Und die Berechnungsmethode bleibt immer die glei­
che, egal wie hoch die Zahl ist. Angenommen, Sie wollen die
Wurzel aus 679 ermitteln. Als erstes müssen Sie die ungefäh­
re >>Hausnummer« finden. Weil 20 zum Quadrat 400 ist und
30 zum Quadrat 900, muss die Wurzel aus 679 zwischen 20
und 30 liegen.
Teilen Sie 679 durch 20, bekommen Sie ungefähr 34. Nun
mitteln Sie zwischen 20 und 34 und gelangen zu Ihrer Schät­
zung: 27. Aber Sie hätten es in diesem Fall besser machen
können: Wenn Sie wissen, dass 25 zum Quadrat 625 ist, dann
beträgt Ihr Fehler 679 - 625 = 54. Wir teilen ihn durch 50 (das
Zweifache des groben Schätzwerts); �6 = i: = 1,08 und be­
kommen unseren verbesserten Schätzwert 25 + 1,08 = 26,08.
(Noch besser liegen Sie, wenn Sie wissen, dass 26 zum Qua­
drat 676 ist. Der Fehler ist jetzt 3, also müssen Sie f2 "' 0,06
addieren und erhalten 26,06.) Der exakte Wert liegt bei 26,06
(aufzwei Nachkommastellen gerundet).
Um die Wurzel einer vierstelligen Zahl zu überschlagen,
sehen Sie sich die vorderen zwei Stellen der Zahl an. Das ver­
rät Ihnen die erste Ziffer der Wurzel. Bei der Suche nach der
Wurzel von 7.369 zum Beispiel betrachtet man die 73. Was ist
die Wurzel von 73? 8 x 8 = 64 und 9 x 9 = 81, also steht an ers­
ter Stelle der Lösung eine 8. Jetzt gehen Sie wie gewohnt vor.
Sie teilen 7.369 durch 80 und erhalten 92 und einen Rest. 86
ist also eine gute Schätzung. Quadriert man 86, bekommt

140
TEILEN U N D M ITTELN

man 7.396, was um 27 zu hoch liegt. Subtrahieren Sie N2 =

0,16, um die Schätzung zu verfeinern. Sie erhalten 85,84, was


genau hinkommt.
Die ungefähre Bestimmung der Wurzel einer sechsstelligen
Zahl wie 593.472 mag dem Uneingeweihten als unmöglicher
Auftrag vorkommen, aber Ihnen macht das keine Mühe. Da
7002 = 490.000 und 8002 = 640.000, muss die Wurzel von
593.472 zwischen 700 und 800 liegen. Tatsächlich haben alle
fünf- und sechsstelligen Zahlen eine Wurzel mit drei Stellen
vor dem Komma. In der Praxis müssen Sie nur die ersten
zwei Stellen einer sechsstelligen Zahl (oder die erste Ziffer
einer fünfstelligen Zahl) betrachten. Sobald Sie erkannt
haben, dass die Wurzel von 59 zwischen 7 und 8 liegt, wissen
Sie, dass die Schätzung in den 700em liegt.
Gehen Sie jetzt auf die gewohnte Art vor:
Teile: Mittle:
593.472 + 700 5.934 + 7 = 847 700 + 84 7
=
=

773 5

Der exakte Wert der Wurzel von 593.472 liegt (gerundet) bei
770,37, Ihre Schätzung ist also ganz gut hingekommen. Aber
man hätte noch näher kommen können, wie der folgende
Trick zeigt. Beachten Sie, dass die ersten zwei Stellen, 59,
näher bei 64 (8 x 8) liegen als bei 49 (7 x 7). Deswegen kön­
nen Sie Ihre Schätzung mit 8 beginnen und von dort weiter­
rechnen:
Teile: Mittle:
593.472 + 800 5.934 + 8 = 741 800 + 741
=
= 770,5
2

Legen wir uns zum Spaß mal mit einer echten Monsterzahl
an und suchen wir die Wurzel von 28.674.529. Das ist nicht so

141
D I E K U N ST D ES »0BE RSCH LAG E N S��

schwer, wie es aussehen mag. Ihr erster Schritt besteht darin,


zur nächsten großen Zahl zu runden - in diesem Fall geht es
einfach darum, die Wurzel aus 29 zu finden.
Teile: Mittle:
29,0 + 5 = 5,8 5 + 5,8
= 5,4
- 25 2
40
Alle sieben- und achtstelligen Zahlen haben vierstellige Wur·
zeln, also wird 5,4 zu 5.400, Ihrer Schätzung. Der exakte Wert
liegt bei etwas über 5.354,8. Nicht schlecht!
Damit endet das Kapitel über Schätzungen. Machen Sie die
Aufgaben von Seite 150/15 1 , und gehen Sie dann zum nächs­
ten Kapitel über, wo Sie Zettel und Stift verwenden dürfen.
Sie werden dort lernen, Berechnungen auf Papier festzuhal­
ten, aber viel schneller, als Sie es bisher getan haben.

W E I T E R E T R I N KG E L D-T I P PS
Wie im 0. Kapitel bereits erwähnt, ist es in vielen Fällen ganz
leicht, das korrekte Trinkgeld zu errechnen. Um ein zehnpro­
zentiges Trinkgeld zu ermitteln, multiplizieren wir die Rech­
nung einfach mit 0,1 (oder teilen sie durch 10). Beträgt die
Rechnung beispielsweise 42 €, wäre das Trinkgeld 4,20 €. Ein
zwanzigprozentiges Trinkgeld bestimmen Sie, indem Sie die
Rechnung mal 0,2 nehmen oder das zehnprozentige Trink­
geld verdoppeln. Im Fall der obigen Rechnung von 42 €
wären das 8,40 €.
Um ein Trinkgeld von 15 % zu ermitteln, haben wir verschie­
dene Optionen. Wenn Sie die Techniken aus Kapitel 2 beherr­
schen, multiplizieren Sie die Rechnung mühelos mit 15 = 5 x
3 und teilen dann durch 100. Bei einer Rechnung von 42 €

142
WEITERE TI PPS

gäbe das 42 x 15 = 42 x 5 x 3 = 630, was durch 100 geteilt ein


Trinkgeld von 6,30 € gibt. Eine weitere Möglichkeit wäre, das
Mittel aus einem 10%- und einem 20 %-Trinkgeld zu neh­
men. Im Beispielfall wäre das
4,20 € + 8,40 € 1 2,60 €
= 6 30 €
2 2

Der vielleicht gängigste Weg, ein 15 %-Trinkgeld zu ermit­


teln, ist, 10% der Rechnung zu nehmen, diesen Betrag zu
halbieren (was einem 5 %-Trinkgeld entspricht) und diese
zwei Zahlen zu addieren. Im Beispiel unserer Rechnung von
42 €, würde man 4,20 € draufschlagen und davon noch mal
die Hälfte, 2,10 €:
4,20 € + 2,1 0 € = 6,30 €
Lassen Sie uns alle drei Methoden anwenden, um 1 5 % einer
Rechnung von 67 € zu errechnen. Mit der direkten Methode
erhalten wir 67 x 3 x 5 = 1005, was, durch 100 geteilt, 10,05 €
gibt. Mit der Durchschnittsmethode bekommen wir das Mit­
tel aus dem zehnprozentigen Trinkgeld (6,70 €) und dem
zwanzigprozentigen (13,40 €):
6,70 € + 1 3,40 € 20,1 0 € = 1 0 05 €
2 2
I

Bei der letzten Methode schließlich nehmen wir 6,70 € und


addieren die Hälfte davon (3,35 €) dazu. Wir erhalten:
6,70 € + 3,35 € = 1 0,05 €
Um nun ein 25 %-Trinkgeld zu berechnen, schlagen wir zwei
Methoden vor. Nehmen Sie den Rechnungsbetrag mal 25
und teilen Sie durch hundert oder teilen Sie den ihn durch 4
(vielleicht, indem Sie ihn zweimal halbieren). Am Beispiel

143
D I E KU NST DES »OBE RSC H LAC E N S«

der Rechnung von 42 € kann man rechnen 42 x 25 = 42 x 5 x


5 = 210 x 5 = 1050, was durch 100 geteilt ein Trinkgeld von
10,50 € gibt. Oder man teilt den Rechnungsbetrag direkt
durch 4 oder halbiert ihn zweimal: die Hälfte von 42 € ist
21 €, die Hälfte davon 10,50 €. Bei einer Rechnung von 67 €
würde ich wahrscheinlich direkt durch 4 teilen: 67 -:- 4 =
16 l ; das 25 %-Trinkgeld macht 16,75 €.

KRUM M E H U N DE
In diesem Abschnitt zeige ich Ihnen meine Methode, wie
man mit >>krummen« Prozentzahlen umgeht. Solange man
nur mit Sätzen wie 5 %, 6 % oder 10% zu tun hat, ist die Be­
rechnung ganz einfach. In Amerika aber gibt es zum Beispiel
regional unterschiedliche Sales Taxes, eine Art Mehrwert­
steuer, die auf den Verkaufspreis draufgeschlagen wird. Um
eine Sales Tax von 6 % zu errechnen, multiplizieren Sie den
Preis der Ware mit 6 und dividieren dann durch 100. Bei
einem Preis von 58 $ wäre das 58 x 6 = 348, was durch 100 ge­
teilt die Sales Tax von 3,48 $ ergibt. (An der Kasse müssen Sie
also 61,48 $ bezahlen.)
Aber wie berechnet man eine Sales Tax von 6,5 % auf 58 $?
Ich werde Ihnen verschiedene Methoden zeigen, von denen
Sie diejenige aussuchen können, die Ihnen am einfachsten
vorkommt. Die vielleicht einfachste Art, ein halbes Prozent
von einem beliebigen Betrag zu ermitteln, besteht darin, den
Dollarbetrag zu halbieren und in Cent umzuwandeln. Im
Falle der 58 $ ist die Hälfte 29, also addiert man einfach
29 Cent zu der 6 %-Steuer (die wir bereits errechnet haben:
3,48 $) und erhält 3,77 $.
Eine weitere Möglichkeit wäre, die 6 %-Steuer zu nehmen, sie
durch 12 zu teilen und diese beiden Beträge zu addieren. Da

144
W E ITERE TI PPS

zum Beispiel 6% aus 58 $ gleich 3,48 $ und 12 fast 30 mal in


348 passt, schätzt man 30 Cent und schlägt diese auf die
3,48 $. Man erhält 3,78 $, was nur einen Cent daneben liegt.

Das mathematische Duell des �variste Galois


Die tragische Geschichte des französischen Mathematikers Eva·
riste G alois (1 81 1 - 1 832), der im Alter von 20 Jahren in einem
Duell um ••eine berüchtigte Kokette« starb, wurde i n den Annalen
der Geschichte der M athematik zur Legende. Als ü beraus früh­
reifer und begabter Student legte Galois die Grundlagen für einen
Zwei g der Mathematik namens Gru ppentheorie. Der Legende
nach schrieb er seine Theorie in der Nacht vor dem Duell nieder,
weil er seinen Tod befürchtete und der Gemeinschaft der Mathe­
matiker ein Vermächtnis hinterlassen wollte. Stunden vor seinem
Tod am 30. Mai 1 83 2 schrieb Galois an Auguste Chevalier: »Ich
habe ei nige Neuentdecku ngen in der Analysis gemacht. Die erste
betrifft die Theorie der G leichungen, die andere l ntegralfunktio­
nen.« Er beschrieb sie und bat seinen Freund: »Bitte Jacobi oder
Gauß öffentlich, ihre Meinung über d iese Theoreme abzugeben;
nicht darüber, ob sie korrekt sind, sondern darüber, wie wichtig
sie sind. Danach, hoffe ich, werden sich ein paar Männer finden,
um dieses Durcheinander zu ordnen.«
Allerdings stimmen romantische Legende und historische Wahr­
heit nicht i m mer ü berein. Was Galois in der Nacht vor seinem
Tod notierte, waren Korrekturen und Änderungen a n wissen­
schaftlichen Aufsätzen, die schon längst von der Akademie der
Wissenschaften angenommen worden waren. Mehr noch: Seine
ersten Arbeiten hatte Galois drei Jahre vor dem Duell eingereicht,
als er gerade mal siebzehn Jahre alt war! Danach hatte sich Galois
i n politische Kontroversen verstrickt, war verhaftet u nd eine Zeit·
lang eingesperrt worden und geriet schließlich in den tödlichen
Streit um eine Frau.
Galois war sich bewusst, wie sehr er seiner Zeit voraus war. Er be­
merkte: »Ich habe Dinge erforscht, die viele Weise in ihrer For·
schung aufhalten werden.« Damit behielt er über ein Jahrhundert
lang recht.

145
D I E K U N ST D ES -.OBERSC H LA G E N S«

Wenn Sie lieber durch 10 als durch 1 2 dividieren, nur zu.


Dann berechnen Sie halt 6,6% (weil 1� = 0,6) statt 6,5 %, aber
als Überschlagswert kommt das gut hin. In unserem Fall
nähmen Sie 3,48 $, würden 34 Cent addieren und kämen auf
3,82 $.
Nehmen wir mal andere Sales-Tax-Sätze an. Wie können wir
7 l % auf 124 $ berechnen? Beginnen wir mit der Berech­
nung der 7 % von 124. Aus Kapitel l wissen Sie, dass 124 x 7
= 868, also sind 7 % von 1 24 $ gleich 8,68 $. Um ein Viertel­
prozent zu addieren, können Sie den ursprünglichen Dollar­
betrag durch vier teilen (oder zweimal halbieren) und die
Dollar in Cent umwandeln. Da 124 -;- 4 = 31, addieren Sie
31 Cent zu den 8,68 $, und erhalten die exakte Sales Tax von
$ 8,99.
Sie könnten die 31 Cent auch ermitteln, indem Sie die Sales
Tax von 7 % durch 28 teilen. Das funktioniert, weil J8 = 1f4.
Um die Zahl rasch im Kopf zu überschlagen, würde ich wahr­
scheinlich 8,68 $ durch 30 teilen und etwa 29 Cent erhalten.
Das gäbe eine Sales Tax von insgesamt 8,97 $.
Wenn Sie durch 30 teilen, berechnen Sie eine Steuer von
7 j0 , was etwa 7,23 % entspricht statt 7 ,25. Wie würden Sie
eine Sales Tax von 7, 75 % berechnen? Als Näherung würde es
wohl meist genügen zu sagen, die Steuer liege knapp unter
einem Satz von 8 %. Wenn Sie es genauer wissen wollen, hier
einige Vorschläge: Im letzten Beispiel haben Sie gesehen, wie
Sie einfach ermitteln, was ein l % ausmacht. Diesen Betrag
nehmen Sie mal drei, dann haben Sie ! %. Um 7,75 % aus
124 $ zu ermitteln, berechnen Sie zuerst 7% und bekommen
8,68 $. Wenn Sie berechnet haben, dass l % 31 Cent sind,
dann sind ! % 93 Cent und die gesamte Steuer beträgt 8,68
$ + 0,93 $ = 9,61 $. Für eine schnelle Überschlagsrechnung
können Sie die Tatsache ausnützen, dass � = 0,777, also un-

146
F O R A N LECER U N D HAUSLEBAUER

geHihr 0,75 sind. Sie können demnach die Sales Tax von 7 %
durch 9 teilen und erhalten ein wenig mehr als die 0,75 %. I n
unserem Beispiel ist 8,68 $ geteilt durch 9 gleich 9 6 Cent. Sie
addieren dann einfach 8,68 $ + 0,96 $ = 9,64 $ und liegen
damit nur knapp zu hoch.
Wir können diese Näherungsmethode für jeden beliebigen
Prozentsatz anwenden. Die allgemeine Formel lautet: Um
eine Sales Tax von A,B % zu überschlagen, multiplizieren Sie
zuerst den Preis auf dem Preisschild mit A %. Dann teilen
Sie diesen Betrag durch die Zahl D, wobei gilt � = O,B (D ist
also gleich A mal der Kehrwert von B) . Wenn Sie diese Zah­
len addieren, bekommen Sie die gesamte Sales Tax (oder eine
Näherung, wenn Sie D gerundet haben). Im Beispiel mit den
7, 75 % wäre der magische Nenner D 7 x � = 238 = 9 +· den
wir auf 9 gerundet haben. Um eine Sales Tax von 6 � % zu
ermitteln, berechnet man erst die 6 % und teilt diese Zahl
dann durch 16, da 166 = � . (Um eine Zahl durch 16 zu tei­
len, teilt man sie zweimal durch 4 oder erst durch 8, dann
durch 2.)
Sie sehen, mit dieser Methode lässt sich noch der >>krumms­
te« Hund an die Leine legen!

B E R EC H N U N G E N FÜ R A N LEG E R
U N D H Ä U S L E BA U E R
Zum Schluss gehen wir kurz auf einige Aufgabenstellungen
im Alltag ein, in denen Zinssätze vorkommen. Wir denken
da an Anleger, die wissen wollen, wie schnell ihr Vermögen
wächst und an Schuldner, die wissen wollen, wie schnell sie
•.

ihre Schulden abtragen.


Wir beginnen mit der berühmten 70er-Regel, die Ihnen ver­
rät, wie lange es dauert, bis sich Ihr angelegtes Vermögen ver-

147
D I E KU N ST DES »ÜBERSC H LA C E N S«

doppelt: Um die Anzahl der Jahre zu ermitteln, die es


braucht, bis Ihr Vermögen sich verdoppelt hat, teilen Sie die
Zahl 70 durch den Zinssatz.
Angenommen, Sie finden eine Anlagemöglichkeit, die Ihnen
5 % Verzinsung im Jahr verspricht. Da 70 -:- 5 =14, wird es
etwa 14 Jahre dauern, bis sich Ihr Kapital verdoppelt hat. Falls
Sie beispielsweise 1.000 Euro auf einem Festgeldkonto ange­
legt haben, wo Ihr Geld mit diesem Satz verzinst wird, haben
Sie nach 14 Jahren 1.000 € x (1,05) 1 4 = 1.979,93 €. Bei einem
Zinssatz von 7 % zeigt die 70er-Regel. dass es etwa 10 Jahre
braucht, bis das Kapital sich verdoppelt. Und tatsächlich
haben Sie, wenn Sie 1.000 € zu diesem Satz anlegen, nach
zehn Jahren 1.000 € x (1,07)10 = 1.967,15 €. Bei einem Zins­
satz von 2 % dauert es nach der 70er-Regel etwa 35 Jahre, bis
sich das Kapital verdoppelt hat:
1 .000 € X (1 ,02) 35 = 1 .999,88 €

Eine ähnliche Methode heißt 110er-Regel. die verrät, wie lang


es dauert, bis sich Ihr Kapital verdreifacht. Bei 5 % Verzinsung
dauert es 1 10 -:- 5 = 22 Jahre, um 1.000 € in 3.000 € zu verwan­
deln. Das bestätigt die genaue Berechnung 1.000 € x (1,05)22
= 2.925,26 €. Die 70er- und die l lOer-Regel beruhen auf den
Eigenschaften der Zahl e = 2,71828... und natürlicher Loga­
rithmen, aber glücklicherweise müssen wir keine höhere Ma­
thematik anwenden, sondern nur den Regeln folgen.
Sagen wir nun, Sie leihen sich Geld und müssen es zurück­
bezahlen. Angenommen, Sie leihen sich 360.000 € zu einem
jährlichen Zinssatz von 6 % (was wir so interpretieren wer­
den, dass der Zins pro Monat 0,5 % beträgt) und haben 30
Jahre Zeit, den Kredit zurückzuzahlen. Wie viel müssen Sie
ungefähr pro Monat an Zahlungen leisten? Zuerst einmal
müssen Sie monatlich 360.000 € x 0,5 % = 1 .800 € allein für

148
F0R A N LECER U N D HlUSLEBAUER

die fälligen Zinsen aufbringen. (Allerdings sinkt die Zinszah­


lung im Laufder Zeit.) Da Sie 30 x 1 2 = 360 Monatsraten leis­
ten, könnten Sie den Kredit abbezahlen, indem Sie jeden
Monat 1 .000 € abstottern. Die obere Grenze für die monatli­
che Rate liegt also bei 1.800 € + 1.000 € = 2.800 €. Zum Glück
müssen Sie aber tatsächlich weniger bezahlen. Hier kommt
meine Methode, um die Höhe der monatlichen Raten über
den Daumen zu peilen: Der monatliche Zinssatz sei i, die
Höhe des Kredits P und die Laufzeit in Monaten N. Dann be­
trägt Ihre monatliche Rate M etwa
Pi (1 + i)N
M= ----

(1 + i)N - 1
Für unser Beispiel ist P = 360.000 € und i = 0,005, nach unse­
rer Formel sollte die monatliche Rate etwa betragen:
360.000 € (0,005) (1 ,005)360
M=
(1 ,005)360 - 1
Beachten Sie, dass die beiden ersten Faktoren im Zähler sich
zu 1.800 € multiplizieren. Benutzen Sie (ausnahmsweise)
einen Taschenrechner, um (1 ,005)360 = 6,02 zu berechnen,
dann ergibt sich eine monatliche Rate von € 1.800 (6,02)/
(5,02), was etwa 2.160 € sind.
Hier ein weiteres Beispiel. Angenommen, sie kaufen sich ein
neues Auto. Nach der Anzahlung bleiben Sie 18.000 € schul­
dig, die Sie über fünf Jahre abbezahlen, bei einem jährlichen
Zinssatz von 4 %. Gäbe es die Zinsen nicht, müssten Sie mo­
natlich 18;;� = 300 € bezahlen. Da die Zinsen für das erste
Jahr 18.000 x (0,04) = 720 € ausmachen, wissen Sie, dass die
Raten nicht höher als 300 € + 60 € = 360 € im Monat liegen
können. Mithilfe unserer Formel errechnen wir (der monat­
liche Zinssatz i = 01�4 = 0,00333) folgendes:

149
D I E KU NST DES ,.QBERSCH LACi E N S«

1 8.000 (0,00333) (1 ,00333)60---


M= --
(1 ,00333)60 - 1

Da (1 ,00333)60 = 1,22, ergibt sich eine monatliche Rate von


etwa 60(1,22)/(0,22) € = 333 €.
Wir schließen mit einigen Aufgaben, die sich hoffentlich ft.ir
Sie auszahlen.

S C H ÄTZ- Ü B U N G E N
Machen Sie die folgenden Übungen zu Überschlagsrechnun­
gen und kontrollieren Sie Ihre Resultate anhand der Lösun­
gen am Ende des Buchs.

Übung: Oberschlagen von Summen


Runden Sie diese Zahlen auf oder ab und sehen Sie, wie nah
Sie dem exakten Resultat kommen:
2· 3.
1 .479 5 7.293 31 2.025 4· 8.971 .01 1
1.

+ 1 .1 05 + 3 7.421 + 79.41 9 + 4.01 6.367

Schätzen Sie die Gesamtsumme folgender Preise, indem Sie


auf die nächsten 50 Cent runden.
2,67 €
1 ,95 €
7,35 €
9,21 €
0,49 €
1 1 ,21 €
0,1 2 €
6,1 4 €
8,31 €

150
Übung: Oberschlagen von Differenzen
Schätzen Sie das Ergebnis folgender Subtraktionen, indem
Sie auf die zweite oder dritte Stelle runden.
.
3 4·
1. 2.
4.926 67.221 526.978 8.349.241
- 1 .659 - 9.874 - 42.009 - 6.1 03.839

Übung: Oberschlagen von Quotienten


Passen Sie die Zahlen so an, dass es möglich wird, das Resul·
tat folgender Divisionen abzuschätzen:
4.379 + 7 23.958 + 5 3. 549.21 3 + 1 3
1. 2.

.
4 5 . 1 02.35 7 + 289 8.329.483 + 203 .637
5.

Übung: Oberschlagen von Produkten


Passen Sie die Zahlen so an, dass Sie das Ergebnis der folgen­
den Multiplikationen abschätzen können:
1. 3.
4.
2.
98 76 88 539
X 27 X 42 X 88 X 17

5. 6. 7. 8.
312 639 428 51 .276
X 98 X 1 07 X 313 X 489

9. 10.
1 04.972 5.462. 741
X 1 1 .201 X 203.41 3

151
D I E KU NST D ES »O BERSCH LAG E N S«

Übung: Oberschlagen von Wurzeln


Schätzen Sie die Wurzeln folgender Zahlen, indem Sie die
Teile-und-mittle-Methode anwenden:

2. V3 s 3. V1 63 4.
V4.279 s. V8.o39

Übung: Mathematik für den Alltag


1 . Berechnen Sie 1 5 % von 88 €
2. Berechnen Sie 1 5 % von 53 €
3. Berechnen Sie 25 % von 74 €
4. Wie lange dauert es bei ei ner jährl ichen Verzinsung von
1 0 %, bis sich I h r Kapital verdoppelt h at?
5. Wie lange dauert es bei einer jährlichen Verzinsung von
6 %, bis s ich Ihr Kapital verdoppelt hat?
6. Wie lange dauert es bei einer jährlichen Verzinsung von
7 %, bis s ich Ihr Kapital verdreifacht hat?
7. Wie lange dauert es bei einer jährl ichen Verzinsung von
7 %, bis s ich I h r Kapital vervierfacht hat?
8. Schätzen Sie I h re monatliche Rate, wen n Sie einen K redit
von 1 00.000 € bei einem jährl i chen Zinssatz von 9 % über
zehn Jahre abbezahlen wollen.
9. Schätzen Sie die monatliche Rate, wen n Sie einen Kredit
von 30.000 € bei einem jährl ichen Zinssatz von 5 % ü ber
vier Jahre abbezahlen wollen.

152
6 . KA PITE

Mathe für die Tafel ­


rechnen mit Papier und Stift

I
n der Einführung zu diesem Buch habe ich über die vielen
Vorteile gesprochen, die man hat, wenn man im Kopf rech­
nen kann. In diesem Kapitel werde ich einige Methoden vor­
stellen, wie man auch das Rechnen mit Papier und Stift be­
schleunigt. Da es in den meisten Alltagssituationen dank des
Taschenrechners unnötig geworden ist, mit Zettel und Stift
zu rechnen, habe ich beschlossen, mich auf die vergessene
Kunst des Wurzelziehens und auf die spektakuläre Ober­
kreuz-Methode fur die Multiplikation großer Zahlen zu kon­
zentrieren. Beide dienen eher der Geistesgymnastik, keinen
praktischen Zwecken, daher werde ich vorher kurz auf Addi­
tion und Subtraktion eingehen und Ihnen rasch ein paar klei­
ne Tricks zeigen, wie man schneller rechnen und seine Re­
sultate überprüfen kann. Diese Methoden sind im täglichen
Leben nützlich, wie Sie sehen werden.
Wenn Sie ungeduldig darauf warten, zu schwierigeren Mul­
tiplikationen zu kommen, können Sie dieses Kapitel über­
springen und direkt zum 7. Kapitel gehen, das Sie benötigen,
wenn Sie die langen Aufgaben im 8. Kapitel lösen wollen.
Wenn Sie allerdings eine kleine Pause brauchen und sich ein
wenig amüsieren wollen, rate ich Ihnen, sich dieses Kapitel
vorzunehmen. Es wird Ihnen Spaß machen, wieder einmal
mit Zettel und Stift zu spielen.

153
RECH N E N M IT PAP I E R U N D STI FT

ZA H L E N KO LO N N E N
Lange Zahlenkolonnen zu addieren, ist eine Aufgabe, wie sie
Ihnen im Geschäftsleben oder bei Ihrer privaten Finanzpla­
nung öfters mal vorkommt. Addieren Sie die folgenden Zah­
len, wie Sie es gewohnt sind, und sehen Sie sich dann an, wie
ich es mache.
4.328
884
620
1 .477
61 7
+ 725
8.651

Wenn ich Zettel und Stift greifbar habe, addiere ich die Zah­
len von oben nach unten und von rechts nach links, genau
wie wir es in der Schule gelernt haben. Mit Übung können
Sie diese Art Aufgabe im Kopf mindestens genauso schnell
rechnen wie mit einem Taschenrechner. Wahrend ich die Zif­
fern addiere, sind die einzigen Zahlen, die ich »höre«, die
Teilsummen. Wenn ich also die erste (rechte) Spalte zusam­
menzähle, 8 + 4 + 0 + 7 + 7 + 5, dann höre ich: 8 .. . 12 ...
19 ... 26 ... 3 1 . Ich schreibe die 1 hin, übertrage die 3 und
mache es in der nächsten Spalte genauso. Die klingt dann so:
3 . .. 5 ... 13 ... 15 ... 22 ... 23 ... 25. Sobald ich das Gesamtergebnis
habe, schreibe ich es nieder und überprüfe meine Rechnung,
indem ich die Zahlen von unten nach oben addiere und -
hoffentlich - zum gleichen Ergebnis gelange_.
Die erste Spalte liest sich, wenn man von unten nach oben
geht, 5 + 7 + 7 + 0 + 4 + 8 (was beim Summieren in meinem
Kopfklingt wie: 5 ... 12 ... 1 9 ... 23 ... 31). Die 3 übertrage ich im

154
Kopf und rechne 3 + 2 + 1 + 7 + 2 + 8 + 2 usw. Indem ich die
Zahlen in einer anderen Reihenfolge addiere, verringere ich
die Wahrscheinlichkeit, den gleichen Fehler zweimal zu ma­
chen. Logisch: Wenn die beiden Ergebnisse unterschiedlich
sind, muss mindestens eine Berechnung falsch sein.

M O D- S U M M E N
Wenn ich Zweifel an meinem Ergebnis habe, überpriife ich
es manchmal mit einer Methode, die ich »Mod-Summe«
nenne (weil Sie auf der eleganten Mathematik der modula­
ren Arithmetik beruht). Diese Methode ist auch unter den
Namen digitale Wurzeln oder 9er-Probe bekannt. Zugegebe­
nermaßen ist sie nicht so praktisch, dafür aber einfach zu
veiWenden.
Bei der Mod-Summen-Methode bildet man die Quersum­
men jeder Zahl, bis man nur noch eine einstellige Zahl hat.
Im Falle von 4.328 beispielsweise rechnet man 4 + 3 + 2 + 8 =
17. Dann addiert man die Ziffern von 17 und erhält 1 + 7 = 8.
Die Mod-Summe von 4.328 ist also 8. Die Zahlen der vorigen
Aufgabe werden wie folgt zu Mod-Summen:
4.328 _____. 17 _____. 8
884 _____. 20 _____. 2
620 _____. 8 _____. 8
1 .477 _____. 19 _____. 10 _____.

61 7 _____. 14 _____. 5
+ 725 _____. 14 _____. + 5
--
8.651 29
+
20
+
11
+ +
2 2

155
RECH N E N M IT PAP I E R U N D STI FT

Wie oben gezeigt, besteht der nächste Schritt darin, alle


Quersummen zu addieren (8 + 2 + 8 + 1 + 5 + 5). Das gibt 29,
dessen Quersumme 11 ist, dessen Quersumme wiederum 2
ist. Beachten Sie, dass die Mod-Summe von 8.65 1, Ihrem Er­
gebnis für die Gesamtsumme aller Zahlen, ebenfalls 2 ist.
Wenn Sie die Summe und die Mod-Summen korrekt berech­
net haben, müssen am Ende die Mod-Summen übereinstim­
men. Tun sie das nicht, dann haben Sie unterwegs definitiv
einen Fehler gemacht. Es gibt allerdings eine Chance von 1
aus 9, dass die Mod-Summen zufällig übereinstimmen.
Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, wird diese Methode
ihn in 8 von 9 Fällen aufdecken.
Mathematiker und Buchhalter kennen die Mod-Summen­
Methode eher unter der Namen >>9er-Probe«, da die Mod­
Summe einer Zahl dem Rest entspricht, der bleibt, wenn
man diese Zahl durch 9 teilt. Im Fall oben war die Mod­
Summe des Ergebnisses (8.651) gleich 2. Teilt man 8.651
durch 9, ist das Ergebnis 961, Rest 2. Einen kleinen Unter­
schied gibt es aber: Erinnern Sie sich daran, dass die Quer­
summe aller durch 9 teilbaren Zahlen ebenfalls ein Vielfa­
ches von 9 ist? Wenn eine Zahl ein Vielfaches von 9 ist, hat sie
daher eine Mod-Summe von 9. Der Rest der Division aber ist
0 (die 9er-Probe gibt also den Wert 0).

A U F PA P I E R S U BT R A H I E R E N
Natürlich können Sie Kolonnen von Zahlen nicht auf die glei­
che Weise subtrahieren wie addieren. Stattdessen zieht man
eine Zahl nach der anderen ab. Das bedeutet, alle Subtrakti­
onsaufgaben umfassen nur zwei Zahlen. Wiederum ist es
leichter, von rechts nach links zu subtrahieren, wenn man
Zettel und Stift zur Hand hat. Ihr Ergebnis überprüfen Sie,

156
WURZELN Z I E H E N

indem Sie es zur zweiten Zahl addieren. Stimmt die Lösung,


erhält man die oberste Zahl.
Wenn Sie wollen, können Sie auch Mod-Summen verwen­
den, um Ihr Resultat zu überprüfen. Der Schlüssel liegt
darin, die Mod-Summen voneinander abzuziehen und sie
mit der Mod-Summe des Ergebnisses zu vergleichen.
65.71 7 _____,.. 8
- 38.491 _____,.. - 7
27.226 _____,.. 1
' '
19 10

Eine Komplikation gibt es noch: Wenn die Differenz der


Mod-Summen negativ oder gleich 0 ist, addiert man 9.
Zum Beispiel:
42.689
- 1 8.764
23.925
'
21
'
3

W U RZ E L N Z I E H E N M I T Z ETT E L U N D STI FT
Seit der Erfindung des Taschenrechners ist die Kunst, Wur­
zeln mit Zettel und Stift zu errechnen, praktisch in Verges­
senheit geraten. Sie haben bereits gesehen, wie man die
Größe von Wurzeln im Kopf überschlägt. Jetzt zeige ich
Ihnen, wie man sie exakt errechnet, mit Zettel und Stift.
Erinnern Sie sich, wie Sie beim Überschlagen von Wurzeln
die Wurzeln aus 19 berechnet haben? Nehmen wir uns die

1 57
RECH N E N M IT PAP I E R U N D STI FT

Aufgabe noch einmal vor; doch diesmal rechnen wir den


Wert genau aus.
v19�oooooö = 4,358
42 = ----
16
8 X S 300
83 X 3 = ----
249
86 X S 5 . 1 00
865 X 5 = 4.325
870 X S 77.500
8.708 X 8 = 69.664

Ich werde die allgemeine Methode beschreiben, die für alle


Fälle gilt, und sie anband des obigen Beispiels erläutern.

1. Schritt Wenn die Zahl der Stellen vor dem Komma unge­
rade ist (eins, drei, fünf, sieben usw.), ist die erste Stelle der
Lösung die größte Zahl. deren Quadrat kleiner ist als die
erste Stelle der AusgangszahL Steht links des Kommas eine
gerade Zahl an Stellen (zwei, vier, sechs usw.) ist die erste Zif­
fer des Resultats die größte Zahl, deren Quadrat in die ersten
zwei Stellen der Ausgangszahl passt. In unserem Beispiel ist
19 zweistellig, also ist die erste Ziffer der Lösung die größte
Zahl, deren Quadrat unter 19 liegt. Diese Zahl ist 4. Schrei­
ben Sie sie rechts vom = Zeichen in der ersten Zeile hin
und setzen Sie dahinter das Komma.

2. Schritt Ziehen Sie das Quadrat der Zahl aus Schritt 1 von
der Ausgangszahl ab und holen Sie zwei weitere Stellen he­
runter. Da 42 = 16, rechnen wir 19 - 1 6 = 3. Wir holen zwei
Nullen herunter, was uns einen Rest von 300 gibt.

158
WURZELN Z I E H E N

3. Schritt Verdoppeln Sie die Zahl aus Schritt 1 und setzen


Sie eine Leerstelle dahinter. Hier: 4 x 2 = 8. Schreiben Sie
8 x links neben den aktuellen Rest, hier 300.
_ _

4. Schritt Die nächste Ziffer der Lösung ist die größte Zahl,
die in beide Leerstellen gesetzt werden kann, so dass das Er­
gebnis der Multiplikation maximal genauso groß ist wie der
Rest. In diesem Fall ist diese Zahl 3, da 81 x 1 = 249, während
84 x 4 = 336, was zu hoch wäre. Schreiben Sie diese Zahl in
der ersten Zeile hinter das Komma nach der 4. Unsere Lö­
sung hat jetzt zwei Stellen, 4,3.

5. Schritt Wenn Sie mehr Stellen benötigen, ziehen Sie das


Produkt vom Rest ab (hier 300 - 249 = 5 1) und holen Sie die
nächsten zwei Stellen herunter. Im Beispiel wird 5 1 zu 5.100.
Setzen Sie 86 x links davon hin. Die Zahl 5 ergibt 865 x 5
_ _

= 4.325, das größte Produkt, das noch in 5.100 passt. Die 5


wird in die Lösung in der ersten Zeile übertragen. Diese lau­
tet nun 4,35. Um noch mehr Stellen zu erhalten, wiederholen
Sie den Prozess, wie ich es im Beispiel gemacht habe.
Jetzt kommt ein Beispiel mit einer ungeraden Anzahl an Stel­
len vor dem Komma:
V8 39 ,4000 = 28,97
2 = 4
2 ----

4 X S 439
48 X 8 = 384
----

56 X :S 5.540
569 X 9 = 5.1 21
578 X :S 41 .900
5.787 X 7 = 40.509

159
REC H N E N M IT PAP I E R U N D STI FT

Als Nächstes berechnen wir die Wurzel einer vierstelligen


Zahl. In diesem Fall betrachten wir - wie bei den zweistelli­
gen Zahlen - die ersten zwei Stellen der Ausgangszahl. um
die erste Ziffer der Lösung zu finden:
V6i.3s ,oooo = 82,06
82 = 64 ----

16 X :S 335
1 62 X 2 = 324----

1 64 X :S 1 .1 00
1 .640 X 0 = 0
1 .640 X :S 1 1 0.000
1 6.406 X 6 = 98.436

Falls nun die Zahl. aus der Sie die Wurzel ziehen, ein perfek­
tes Quadrat ist, merken Sie das, sobald Sie einen Rest von 0
bekommen und keine Zahl mehr von oben herunter holen
können. Zum Beispiel:
\116-.89 3,3
32 =
9
6 X :S 1 89
63-
X 3
-
=
1 89
-

M U LT I P L I KAT I O N A U F PA P I E R
Für die Multiplikation auf Papier verwende ich die Kreuzmul­
tiplikation. Die erlaubt mir, die fertige Lösung in einer Zeile
hinzuschreiben, ohne irgendwelche Zwischenergebnisse!
Das ist eines der beeindruckendsten Mathe-Magie-Kunststü­
cke, wenn Sie Papier und Stift zur Hand haben. Früher haben
viele Blitzrechner ihren Ruf mithilfe dieser Technik erwor­
ben. Man gab ihnen zwei große Zahlen vor und sie schrieben

160
M U LTI PLI KATION

die Lösung beinahe ohne Verzögerung auf. Die Kreuzmulti­


plikation lernt man am besten anband von Beispielen.
4
)( 347
1 .598
1. Schritt Multiplizieren Sie 4 x 7 = 2§, schreiben Sie die 8
hin und übertragen Sie die 2 auf die nächste Berechnung:
4 7I
3 4
(4 4)
2. Schritt Folgen Sie dem Diagramm und rechnen Sie zu­
sammen: 2 + x + (3 x 7) 32. Schreiben Sie die 9 und
=

übertragen Sie die 3 in den letzten Rechenschritt unten.


4 7
3 x4
3. Schritt Schließen Sie ab, indem Sie 3 + (3 x 4)
15 berech­
=

nen und niederschreiben. Damit haben Sie das Endergebnis.


4 7
3
I
4
Die Lösung steht jetzt da: 1.598.
Lösen wir eine weitere Multiplikationsaufgabe mit zweistelli­
gen Zahlen mit der Kreuzmultipli.kation:

83
)( 65
5.395

161
RECH N E N M IT PAPIER U N D STI FT

Die Schritte und Diagramme sehen wie folgt aus:


1 . Schritt 5 x 3 = 1 5 8 3
I
6 5

2. Schritt 1 + (5 x 8) + (6 x 3) = 52 8 3

6 x 5

3. Schritt 5 + (6 x 8) = 53 8 3
I
6 5
Ergebnis: 5 .395
Bei der Multiplikation dreisteiliger Zahlen wird die Über·
kreuz-Methode ein wenig komplizierter.
853
X 762
649.986

Wir gehen vor, wie im untenstehenden Diagramm gezeigt:


1. Schritt 2 x 3 = 6 8 5 3
I
7 6 2

2. Schritt (2 x 5) + (6 x 3) = 2! 8

3. Schritt 2 + (2 x 8) + (7 x 3) +6 x 5) = 6.2

162
M U LTI PLI KATION

4. Schritt 6 + (6 x 8) + (7 x 5) = 8� 8 5 3
7x 6 2

5. Schritt 8 + (8 x 7) = 64 8 5 3
I
7 6 2
Ergebnis: 649.986
Merken Sie sich, dass die Zahl der Multiplikationen pro
Schritt 1 , 2, 3, 2 und schließlich wieder 1 ist. Die Mathematik
hinter der Kreuzmultiplikation ist nichts weiter als das Distri­
butivgesetz. Zum Beispiel gilt: 853 x 762 = (800 + 50 + 3) x
(700 + 60 + 2) = (3 X 2) + [(5 X 2) + (3 X 6)] X 10 + [(8 X 2) +
(5 X 6) + (3 X 7)] X 100 + [(8 X 6) + (5 X 7)] X 1.000 + (8 X 7) X
10.000, was genau den Teilschritten der Kreuzmultiplikation
entspricht.
Die Lösung können Sie mit der Mod-Summen-Methode
überprüfen, indem Sie die Mod-Summen der zwei Zahlen
multiplizieren und aus dem Resultat wiederum die Mod­
Summe ermitteln. Vergleichen Sie diese Zahl mit der Mod­
Summe der Lösung, die Sie mithilfe der Kreuzmultiplikati­
on erhalten haben. Ihr Ergebnis kann nur dann korrekt sein,
wenn beide Zahlen übereinstimmen. Im Beispiel:

X
853
762
7
X 6
649.986 42
' '
42 6
'
6

163
RECH N E N M IT PAPI ER U N D STI FT

Stimmen die Mod-Summen nicht überein, haben Sie einen


Fehler gemacht. Im Schnitt entdeckt diese Probe 8 von 9 Feh­
lern.
Wenn man eine zweistellige mit einer dreisteiligen Zahl mul­
tipliziert, bleibt das Vorgehen das gleiche, man behandelt die
Hunderterstelle der zweistelligen Zahl einfach als 0.
846
)( 037
3 1 .302

1 . Schritt 7 x 6 = 42 8 4 6
I
0 3 7
2. Schritt 4 + (7 x 4) + (3 x 6) = SQ 8 4 6

0 3 x 7

3. Schritt 5 + (7 x 8) + (0 x 6) + (3 x 4) = 71 8 �6
0 �7
4. Schritt 7 + (3 x 8) + (0 x 4) = 3l 6

5. Schritt 3 + (0 x 8) = 3 8 4 6
I
0 3 7
Ergebnis: 3 1 .302

In der Praxis würde man alle Multiplikationen mit 0 natür­


lich einfach ignorieren. Man kann die Überkreuz-Methode
für Multiplikationen beliebiger Größe verwenden. Der Weg

164
M U LTI PLI KATION

zur Lösung der folgenden Aufgabe mit fünfstelligen Zahlen


wird neun Schritte umfassen. Die Zahl der Multiplikationen
pro Schritt wird dabei 1, 2, 3, 4, 5, 4, 3, 2, 1 sein, insgesamt 25
Multiplikationen.
42.867
X 52.049
2.23 1 .1 84.483

1 . Schritt 9 x 7 = 63 4 2 8 6 7
I
5 2 0 4 9

2. Schritt 6 + (9 x 6) + (4 x 7) = 8! 4 2 8

5 2 0

3. Schritt 8 + (9 x 8) + (0 x 7) + (4 x 6) = 1 0,1
4 2 8 �7
5 2 0�9

4. Schritt 1 0 + (9 X 2) + (2 X 7) + (4 X 8) + (0 X 6) = 7_1
4 2 �7
5 2 �9
5. Schritt 7 + (9 X 4) + (5 X 7) + (4 X 2) + (2 X 6) + (0 X 8) = 9!
4 �7
5 �9
6. Schritt 9 + (4 X 4) + (5 X 6) + (0 X 2) + (2 X 8) =


7l
4 6 7

5 �4 9

165
RECH N E N M IT PAP I E R U N D STI FT

7. Schritt 7 + (0 x 4) + (5 x 8) + (2 x 2) =

�8
5!
4 6 7

5 �0 4 9

a. schritt 5 + (2 )( 4) + (5 )( 2) = 2! 4 2 8 6 7

5 X 2 0 4 9

9. Schritt 2 + (5 x 4) = 22 4 2 8 6 7
I
5 2 0 4 9
Endergebn i s: 2.23 1 . 1 84.483
Ihre Lösung können Sie mithilfe der Mod-Summen-Methode
überprüfen:
42.867 9
)( 52.049 )( 2
2.23 1 .1 84.483 18
+ +
36 9
+
9

1 1 E R- P R O B E

Um die Richtigkeit Ihrer Lösung auf eine andere Weise zu


überprüfen, können Sie die Methode verwenden, die als
>> ller-Probe« bekannt ist. Sie läuft ähnlich wie die 9er-Probe,

nur dass man die Ziffern einer Zahl von rechts nach links ge­
hend abwechselnd subtrahiert und addiert. Ein eventuelles
Komma ignoriert man einfach. Falls das Ergebnis negativ ist,
addiert man 11. (Es mag verführerisch sein, bei dieser Probe

166
l l ER•PROBE

von links nach rechts vorzugehen, wie man es bei Quersum­


men tut, aber das funktioniert hier nicht.)
Zum Beispiel:
234,8 7 _____.. 7 - 8 + 4 - 3 + 2 = 2 _____.. 2
+ 58,61 ---. 1 - 6 + 8 - 5 = - 2 ---. 9
293 ,48 ---. 8 - 4 + 3 - 9 + 2 = o ---.n ---. o
Die gleiche Methode funktioniert auch bei Subtraktionen:
65.71 7 _____.. 1 4 _____.. 3
- 38.491 ____._. - (- 9) ____ _. . +9
--
27.226 _____.. 1 2 _____.. 1
+
Sie funktioniert sogar mit Multiplikationen:
853 _____.. 6
X 762 _____.. X 3
--
649.986 _____.. 18
+ +
-4 7
+
7
Wenn die Zahlen nicht übereinstimmen, haben Sie irgend­
wo einen Fehler gemacht. Allerdings könnte weiter ein Feh­
ler existieren, selbst wenn die Zahlen übereinstimmen. Im
Schnitt entdeckt diese Methode 10 von 11 Fehlern. Ein
Schnitzer hat also eine Chance von 1 in 1 1, durch die 11er­
Probe zu rutschen, und eine Chance von 1 in 9, die 9er-Probe
zu überstehen. Wenn Sie beide Proben anwenden, haben

Schnitzer nur noch eine Chance von 1 in 99, unentdeckt zu


bleiben. Mehr darüber und über weitere faszinierende

167
R EC H N E N M IT PAPI ER U N D STIFT

Mathe-Themen finden Sie in den Büchern Martin Gardners


über unterhaltsame Mathematik, die ich Ihnen sehr ans Herz
lege.
Sie sind jetzt vorbereitet für die ultimative Zettel-und-Stift­
Aufgabe in diesem Buch: eine Multiplikation zweier zehn­
stelliger Zahlen! Anfangen können Sie in der Praxis damit
gar nichts - außer angeben. (Ich persönlich finde ja, dass die
Multiplikation zweier fünfstelliger Zahlen schon beeindru­
ckend genug ist, da das Ergebnis die Kapazität der meisten
Taschenrechner sprengt.) Wir demonstrieren die Aufgabe
hier nur um zu beweisen, dass sie lösbar ist. Die Kreuzmul­
tiplikationen folgen dem gleichen Grundschema wie bei den
fünfstelligen Zahlen. Wir werden 19 Schritte durchführen
müssen, und beim zehnten Schritt bekommen wir es mit 10
Kreuzmultiplikationen zu tun. Auf geht's!
2. 766.829.451
X 4.425.575.21 6

Und so machen wir es:


1 . Schritt 6 x 1 =6
l. Schritt (6 x 5) + (1 x 1 ) = 3l
3. Schritt 3 + (6 x 4) + (2 x 1 ) + (1 x 5) = 3�
4. Schritt 3 + (6 X 9) + (5 X 1 ) + (1 X 4) + (2 X 5) = 7§_
5. Schritt 7 + (6 X 2) + (7 X 1 ) + (1 X 9) + (5 X 5) + (2 X 4)
= 68
6. Schritt 6 + (6 X 8) + (5 X 1 ) + (1 X 2) + (7 X 5) + (2 X 9)
+ (5 X 4) = 1 3�
7. Schritt 1 3 + (6 x 6) + (5 x 1 ) + (1 x 8) + (5 x 5) +
(2 X 2) + (7 X 4) + (5 X 9) = 1 6�
8. Schritt 1 6 + (6 x 6) + (2 x 1 ) + (1 x 6 ) + (5 x 5) +
(2 X 8) + (5 X 4) + (5 X 2) + (7 X 9) = 1 9�

168
M U LTI PLI KATION

9. Schritt 1 9 + (6 X 7) + (4 X 1 ) + (1 X 6) + (2 X 5)+ (2 X 6)
+ (5 X 4) + (5 X 8) + (5 X 9) + (7 X 2) 21 f
=

1 0. Schritt 21 + (6 x 2) + (4 x 1 ) + (1 x 7) + (4 x 5) +
(2 X 6) + (2 X 4) + (5 X 6) + (5 X 9) + (7 X 8) +
(5 X 2) 22�
=

1 1 . Schritt 22 + (1 X 2) + (4 X 5) + (2 X 7) + (4 X 4) + (5 X 6)
+ (2 X 9) + (7 X 6) + (5 X 2) + (5 X 8) 2 1 �
=

1 2. Schritt 21 + (2 x 2) + (4 x 4) + (5 x 7) + (4 x 9) +
(7 X 6) + (2 X 2) + (5 X 6) + (5 X 8) 22�
=

1 3. Schritt 22 + (5 X 2) + (4 X 9) + (7 X 7) + (4 X 2) +
(5 X 6) + (2 X 8) + (5 X 6) = 20!
1 4. Schritt 20 + (7 x 2) + (4 x 2) + (5 x 7) + (4 x 8) +
(5 X 6) + (2 X 6) = 1 5!
1 5. Schritt 1 5 + (5 x 2) + (4 x 8) + (5 x 7) + (4 x 6) +
(2 X 6) = 1 2�
1 6. Schritt 1 2 + (5 x 2) + (4 x 6) + (2 x 7) + (4 x 6) = 8�
1 7. Schritt 8 + (2 x 2) + (4 x 6) + (4 x 7) = 6�
18. Schritt 6 + (4 x 2) + (4 x 7) = 4.f
1 9. Schritt 4 + (4 x 2) 1 2
=

Falls Sie es geschafft haben sollten, diese extrem schwierige


Aufgabe im ersten Anlauf zu bewältigen, sind Sie aufbestem
Weg, vom Zauberlehrling zum Mathemagiker aufzusteigen!
Die Antwort können Sie anhand der Mod-Summen-Methode
überprüfen:
2. 766.829.451 � 5
X 4.425.575.21 6 � X 5
-

1 2.244.81 1 .845.244.486.41 6 25
+ +
79 � 16 � 7

169
RECH N E N M IT PA PIER U N D STIFT

Shakuntala Devi: Kaum zu glauben!


1 976 berichtete die New York Times von ei ner I nderi n namens
Shakuntala Devi (geboren 1 939), die 25 .842 + 1 1 1 .201 . 721 +
370.247.830 + 55.5 1 1 .3 1 5 rechnete, die Summe mit 9.878 m u lti­
plizierte und das korrekte Ergebnis von 5 . 5 59.369.456.432 erhielt
- all das in unter zwanzig Sekunden. Schwer zu glauben, auch
wenn diese ausbildungslose Tochter armer Eitern sich in den Ver­
einigten Staaten und Europa einen Namen als Blitzrech nerin ge­
macht hatte.
Unglücklicherweise sind die meisten von Devis wirklich bemer­
kenswerten Kunststücken (also denjenigen, die nicht mithilfe der
gängigen Tricks vollführt werden konnten) nur schlecht doku­
mentiert. I h re angeblich größte Leistung - die mit der Uhr ge­
stoppte M ultiplikation zwei er dreizehnstelliger Zahlen auf Papier
- registrierte das Guiness-Buch der Weltrekorde unter der R ubrik
»menschl iche Computer«. Ob die gestoppte Zeit aber sti m men
kann, ist höchst fragwürdig. Devi, eine Meisterin der Kreuzmulti­
plikation, rechnete am 1 8. Juni 1 980 angeblich 7.686. 369.774.870
mal 2.465.099. 745.799, zwei von der Computerfakultät des I m pe­
rial College in London zufällig generierte Zahlen. Ihre korrekte Lö­
sung, 1 8.947.668.1 77.995.426.773.730, erm ittelte sie angeblich in
unglaublichen 20 Sekunden. Das Guiness-Buch fügte folgende
Einschränkung hinzu: »Einige berühmte Autoren auf mathemati­
schem Gebiet melden Zweifel an den Bedi ngungen an, u nter
denen diese Leistung offenbar erbracht wurde, und sagen voraus,
dass Devi dieses Kunststück unter scharf kontrollierten Bedin­
gungen n icht wird wiederholen können.« Da sie 1 69 M ulti plika­
tionen und 1 67 Additionen durchführen m usste, insgesamt 336
mathematische Operationen, hätte sie jede Berechnung in weni­
ger als einer Zehntelsekunde schaffen m ü ssen; die Zeit für das
korrekte H i nschreiben der 26 Ziffern der Lösung ist dabei noch
gar nicht eingerechnet. Wen n man allein die Reaktionszeit be­
denkt, fällt d ieser Rekord wahrlich in die Kategorie: >> Kaum zu
glauben!<<
Wie dem auch sei ; aufjeden Fall ist Devi eine ausgewiesene Blitz­
rechneri n; s ie hat auch ein Buch über dieses Thema geschrieben.

170
0 BU N C E N

Ü B U N G E N Z U M R E C H N E N M I T PA P I E R
U N D STI FT
Übung: Zahlenkolonnen
Addieren Sie folgende Zahlenkolonne und überprüfen Sie
Ihr Ergebnis, indem Sie die Kolonne von unten nach oben ad­
dieren, und dann mit der Mod-Summen-Methode. überprü­
fen Sie Ihre Berechnung, wenn die beiden Mod-Summen
nicht übereinstimmen:
1. 672
1 367
1 07
7845
358
21 0
+ 91 6

Addieren Sie diese Kolonne von Euro- und Centbeträgen:


2. 21 ,56 €
1 9,38 €
21 1 ,02 €
9,1 6 €
26,1 7 €
+ 1 ,43 €

Obung: Subtraktionen auf dem Papier


Rechnen Sie die folgenden Subtraktionsaufgaben und über­
prüfen Sie Ihre Ergebnisse zuerst mithilfe der Mod-Sum­
men-Methode und danach, indem Sie das Ergebnis und die
untere Zahl addieren und (hoffentlich) die obere Zahl erhal­
ten:

171
RECH N E N M IT PAP I E R U N D STIFT

1. 75.423 2· 876.452 3· 3.249.202 4· 45.394.358


- 46.298 - 593.876 - 2.903 .445 - 36.472.65

Übung: Wurzeln ziehen


Berechnen Sie die exakte Wurzel folgender Zahlen mit der
Technik, die wir in diesem Kapitel erläutert haben.
1. v1 s 2
vso2 4
. v36

Übung: Multiplikation auf dem Blatt


Wenden Sie zum Abschluss dieser Übungseinheit die Kreuz­
multiplikation auf folgende Aufgaben unterschiedlicher
Schwierigkeitsgrade an. Schreiben Sie die Lösungen der Auf­
gaben in einer Zeile hin, von rechts nach links. überprüfen
Sie die Lösung anband der Mod-Summen.

2. .
3
1.
54 273 725
X 37 X 21 7 X 609

4. 5. 6.
3.309 52.81 9 3.923.759
X 2.868 X 2.674.093 X 47.820

172
Ein erinnerungswürdiges Kapi­
tel- wie man sich Zahlen merkt

E auf mein Gedächtnis. Nein, ich habe kein außergewöhn­


ine der Fragen, die ich am häufigsten höre, bezieht sich

liches Gedächtnis. Stattdessen behelfe ich mir mit einem


Merksystem, das jeder erlernen kann. Auf den nächsten Sei­
ten werde ich es darstellen. Tatsächlich haben Experimente
gezeigt, dass fast jeder durchschnittlich intelligente Mensch
lernen kann, sein Zahlengedächtnis massiv zu verbessern.
In diesem Kapitel werde ich Ihnen zeigen, wie Sie das schaf­
fen. Ein gutes Zahlengedächtnis hat nicht nur offensichtliche
praktische Vorteile, wenn es um Kalenderdaten oder Telefon­
nummern geht, sondern erlaubt dem Mathemagiker auch,
viel umfangreichere Aufgaben im Kopf zu lösen. Im nächs­
ten Kapitel zeigen wir Ihnen, wie Sie die hier vorgestellten
Techniken anwenden, um zwei fünfstellige Zahlen im Kopf
zu multiplizieren!

E I N S ATZ VO N M N E M OT E C H N I K E N
Die hier dargestellte Methode gehört zu den Mnemotechni­
ken - Methoden, mit denen man das Abspeichern und Abru­
fen von Gedächtnisinhalten verbessert. Mnemotechniken be­
ruhen darauf, dass man »sinnlose« Daten (wie die Abfolge

173
WIE M A N S I C H ZA H LE N M E R KT

von Zahlen) in etwas »Sinnvolleres« umwandelt. Nehmen


Sie sich zum Beispiel kurz die Zeit, sich den untenstehenden
Satz einzuprägen: »Motorteile pansche lahm, Elfenpack, bei
meinemfrischen Ascher.«
Lesen Sie das ein paar Mal, sehen Sie dann von der Seite weg
und sprechen Sie sich den Satz vor. Stellen Sie sich die lahm
gepanschten Motorteile vor, die das Elfenpack bei meinem
frischen Ascher panscht. Gemerkt?
Glückwunsch! Sie haben sich soeben die ersten vierund­
zwanzig Stellen der Zahl n (pi) gemerkt. Die Zahl bezeichnet
bekanntermaßen das Verhältnis zwischen dem Umfang
eines Kreises und seinem Durchmesser; in der Schule be­
nutzt man meist die Näherungswerte 3,14 oder 2f . Aller­
dings ist n eine irrationale Zahl, sie hat unendlich viele Nach­
kommastellen ohne Muster oder Wiederholungen. Mithilfe
von Computern hat man Milliarden Nachkommastellen von
n berechnet.

D E R P H O N ET I S C H E CO D E
Jetzt fragen Sie sich sicher, wie sich »Motorteile pansche
lahm, Elfenpack, bei meinem frischen Ascher« in 24 Stellen
von Jt verwandelt.
Dafür müssen Sie zuerst den phonetischen Code auswendig
lernen, wo jeder Zahl zwischen 0 und 9 ein Lautwert zuge­
ordnet wird.

1 entspricht t oder d
2 entspricht n
3 entspricht m
4 entspricht r
5 entspricht l

174
DER P H O N ETISCH E CODE

6 entspricht}, eh oder seh


7 entspricht k oder g
8 entsprichtfoder v
9 entspricht p oder b
0 entspricht z oder s

Es ist nicht so schwer, wie es aussieht, sich diesen Code ein­


zuprägen. Wenn einer Zahl mehrere Buchstaben zugeordnet
sind, haben diese ähnliche Lautwerte. So ist der Lautwert von
k (wie in kalt oder Kamm) demjenigen von g (wie in galt oder
Gramm) ähnlich. Sie können sich auch folgende Eselsbrü­
cken merken, um sich den Code einzuprägen:

1 In Druckschrift haben t und d nur einen senkrechten


Strich.
2 In Druckschrift hat n zwei senkrechte Striche.
3 In Druckschrift hat m drei senkrechte Striche.
4 Die Wort für die Zahl 4 endet auf r.
5 Halten Sie Ihre linke Hand vor sich, die Finger nach oben
gestreckt, den Daumen in einem rechten Winkel abste­
hend - Sie sehen 5 Finger in L-Form.
6 Für die 6 stehen Ihnen sechs Buchstaben zur Verfügung:
j, eh, seh.
7 Ein K kann als zwei 7er gezeichnet werden, die Rücken
an Rücken stehen.
8 In Druckschrift sieht ein kursivesfein wenig wie 8 aus.
9 Die Zahl neun sieht aus wie ein spiegelverkehrtes p oder
ein auf den Kopf gestelltes, spiegelverkehrtes b
10 Der letzten Zahl wird der letzte Buchstabe, z, zugeordnet.

Oder Sie merken sich Liste in einfach von oben nach unten,
anhand des Namens Toni Marloschkovips.

175
WIE M A N SICH ZA H L E N M ER KT

Oben Sie, um sich diese Liste einzuprägen. In etwa zehn Mi­


nuten sollten Sie alle einstelligen Zahlen mit Konsonanten­
werten verbinden können. Als nächstes verbinden Sie die
Konsonanten zu ganzen Wörtern, indem Sie Vokale um die
Konsonanten herum einsetzen. Die Zahl 32 kann beispiels­
weise zu jedem der folgenden Wörter werden: Mann, Miene,
Mähne, mahne, Amen, Omen, Amino, Mini, Manie und so wei­
ter. Beachten Sie, dass auch Mann akzeptabel ist, weil der
Lautwert n nur einmal vorkommt. Folgende Wörter stehen
nicht für die 32, weil sie andere Konsonantenwerte enthalten:
Mähren, Melone, Mint. Diese Wörter stehen für die Zahlen
342, 352 und 321. Die Konsonanten x, y und h dürfen frei ver­
wendet werden, weil sie nicht auf der liste stehen. 32 kann
also auch zu human, hemmen oder mixen werden.
Die folgende Liste verschafft Ihnen einen Vorgeschmack da­
rauf, welche Art Wörter Sie mit dem phonetischen Code ge­
nerieren können. Fühlen Sie sich nicht verpflichtet, sie aus­
wendig zu lernen, sondern fassen Sie sie als Inspiration auf,
die Möglichkeiten auf eigene Faust zu erkunden.

1 Tee 13 Tom 25 Nellie 37 Micky


2 Nee 14 Tor 26 Nasche 38 Muff
3 Emu 15 Tal 27 Necke 39 Mop
4 Er 16 Tisch 28 Nova 40 Rose
5 Lee 17 Decke 29 Nabe 41 Rot
6 Schuh 18 Doof 30 Maus 42 Ran
7 Kuh 19 Tube 31 Maat 43 Ramme
8 Fee 20 Nase 32 Mann 44 Rohr
9 0b 21 Nut 33 Mumie 45 Rolle
10 Dose 22 Nun 34 Meer 46 Rasch
1 1 Tod 23 Name 35 Mal 47 Rock
12 Ton 24 Nero 36 Mische 48 Ruf

176
D E R P H O N ETISC H E CO DE

49 Robe 62 Schone 75 Kehle 88 Viva


50 Los 63 Schmähe 76 Koch 89 Vip
51 Lot 64 Schere 77 Gucke 90 Böse
52 Lohn 65 Schal 78 Kufe 91 Boot
53 Lamm 66 Juchee 79 Gabe 92 Bahn
54 Leer 67 Jacke 80 Fass 93 Baum
55 Lalle 68 Schaf 81 Fete 94 Bär
56 Lösche 69 Schub 82 Feen 95 Ball
57 Luke 70 Kose 83 Ofen 96 Busch
58 Lief 71 Gut 84 Für 97 Backe
59 Lippe 72 Kenne 85 Fühle 98 Baff
60 Juso 73 Gummi 86 Fisch 99 Puppe
61 Schot 74 Kehre 87 Fuge lOO Theseus

Die Zahl-Wort-Liste
Übersetzen Sie zur Übung die folgenden Zahlen in Wörter
und überprüfen Sie unten, ob Ihre Lösung richtig war:
42 74 67 86
93 10 55 826
951 620 367
Folgende mögliche Wörter sind mir eingefallen:

42: Ren, Rhein, Ran, Ehren, Ohren, Ruine, Rein, Ame


74: Ocker, Grau, Kehre, Chor (das eh klingt hier wie k, ist
also erlaubt)
67: Jacke, Schock, Jecke, Schick
86: Fisch, Fach, Fesch
93: Baum, Beim, Bam, Bumm
1 0: Dose, Diese, Tose, Tesa
55: Lalle, Wie, Lila, Halal

177
W I E M A N S I C H ZA H LE N M E R KT

826: Finn i sch


951 : Plot, Pilot, Bellt, Bal lt, Bald
620: Schönes, Jeans
376: Magisch !

Übersetzen Sie zur Übung jedes der folgenden Wörter in


eine eindeutige Zahl:
Tag
Ofen
Karte
Fossil
Banane
Pinsel
Mudd
M u lti plikation
eleveland
Ohio
Lösungen:

Tag: 17
Ofen: 82
Karte: 741
Fossil: 805
Banane: 922
Garage: 746 (das zweite g gibt mit dem e einen
sch-Laut)
Pinsel: 9.205
M udd: 31
M u ltiplikation: 351 95702 (das zweite »ti« spricht sich
wie z)
Cleveland: 758521
Ohio: (nichts)

178
DER PH O N ETISC H E CODE

Obwohl jede Zahl normalerweise in viele Wörter umgewan­


delt werden kann, kann jedes Wort nur in eine Zahl übersetzt
werden. Das ist für unsere Anwendung ganz entscheidend,
da es erlaubt, uns ganz spezifische Zahlen einzuprägen.
Mithilfe dieses Systems können Sie jede Zahl oder Zahlen­
reihe (z. B. Telefonnummern, Kontonummern, Passnum­
mern, den Wert von rc) in ein Wort oder einen Satz verwan­
deln. So hat der Code funktioniert, um die ersten 24 Stellen
von rc umzuwandeln:
3 1 41 5 92 6 5 3 58 9 7 9 3 2 3
» M otorteile pansche lahm, Elfen pack, bei mei nem
84 6 2 6 4
frischen Ascher.«

Da dieser Satz nur in die obige 24-stellige Zahlenfolge zu­


rückübersetzt werden kann, haben Sie sich so tatsächlich die
ersten 24 Stellen von rc gemerkt!
Dieses System erlaubt Ihnen, sich eine unbegrenzte Zahl an
Ziffern einzuprägen. Die beiden nächsten Sätze ergeben, in
Kombination mit dem Motorteile-Satz, die ersten 60 Stellen
von rc:
3 3 8 3 2 7 95 0 2 8 8 4 1 9 7 1
»Mama vom N icki blies h inauffür die Pakete«

und
6 9 3 9 9 3 7 5 1 0 58 20 9 74 94
»Schi ppe wem? Papa, M i kael, Tess, Alfons: O PEC-Räu ber••

Ach, was soll's - machen wir die 100 Stellen voll:

4 59 2 3 0 7 8 1 6 4 0 6 2 8 6 2 0
» Rol l bahn? Maus, kaufTi sche, Rose, schöne Fische, N üsse!<<

179
WIE M A N S I C H ZAH LE N M E R KT

8 9 98 6 2 8 0 3 48 25 3 42
>>Phoebe Biff, schniefe: Sommer von Lämmern -

1 1 7 0 6 7
Tod, Chaos, Schock.((

Sie können echt stolz auf sich sein, wenn Ihnen diese Sätze
erst einmal stolpernd von der Zunge gehen und Sie fähig
sind, sie schnell wieder in Zahlen zurück zu verwandeln. Bis
zum Weltrekord fehlt es Ihnen allerdings noch weit: Der Ja­
paner Hiroyuki Goto sagte im Jahr 1995 die ersten 42.195
Stellen von auswendig auf, in siebzehn Stunden und ein­
n

undzwanzig Minuten.

W I E M N E M O N I K DAS KO P F R EC H N E N
V E R E I N FAC H T
Mnemonik verbessert nicht nur Ihre Fähigkeit, sich lange
Zahlenfolgen einzuprägen, sondern hilft Ihnen auch dabei,
sich Zwischenergebnisse schwieriger Kopfrechenaufgaben
zu merken. Hier ist ein Beispiel dafür, wie Sie Mnemonik bei
der Quadrierung einer dreisteiligen Zahl nutzen können:
+5--"" 384 � »Titel«
342�� 1 1 5.200 + 422 = 1 1 6.964
300
/

422 <::
- 2�
� 1 .760 + 22 = 1 .764
/
40
Wie Sie sich vielleicht aus Kapitel 3 erinnern, quadriert man
342, indem man zuerst 300 x 384 rechnet (= 115.200) und
dann 422 addiert. Aber bis man 422 = 1.764 ermittelt hat, hat
man vielleicht die frühere Zahl, 115.200, vergessen. Hier

180
M NEMONIK

kommt unser Merksystem rettend zum Einsatz: Um die Zahl


115.200 zu speichern, legen Sie 200 in den Fingern ab (indem
Sie zwei Finger spreizen) und verwandeln 1 1 5 in ein Wort
wie Titel. (Übrigens fasse ich es überhaupt nicht als ))Schwin­
deln(( auf, wenn ich mir die 200 mit den Fingern merke.
Wofür hat man schließlich seine Hände?) Sagen Sie sich das
Wort Titel ein-. zweimal vor. Das ist viel leichter zu merken
als 1 15.200, insbesondere, nachdem man sich daran gemacht
hat, 422 zu berechnen. Sobald Sie 1 .764 ermittelt haben, ad­
dieren Sie das zu Titel 2, oder 1 15.200, und erhalten das End­
ergebnis 1 16.964.
Hier ist noch eine:
+ 300 �>Gummi«
2�
273 � � 73.800 + 272 = 74.529
246
/

272 r � 720 + 32 = 729
-� / 24

Nachdem Sie 300 x 246 = 73.800 errechnet haben, verwan­


deln Sie 73 in Gummi und halten die 800 fest, indem Sie acht
Finger ausstrecken. Sie berechnen 272 = 729, addieren das zu
Gummi 8, alias 73.800, und erhalten 74.529. Anfanglieh mag
das ein wenig umständlich wirken, aber mit ein wenig
Übung wird das Umwandeln von Zahlen in Wörter und wie­
der zurück fast zur zweiten Natur.
Sie haben gesehen, wie leicht zweistellige Zahlen in einfache
Wörter wngewandelt werden können. Bei dreisteiligen Zah­
len geht das oft nicht so einfach, aber wenn Ihnen kein gutes
Wort als Gedächtnisstütze einfällt, tut es auch ein ausgefalle­
nes oder Nonsens-Wort. Wenn Ihnen auf die Schnelle nichts
Gutes zu 286 oder 638 einfallt, bilden Sie einen zusammenge-

181
W I E M A N S I C H ZA H LE N M E R KT

Eine pi-nomenale Leistung von Alexander Craig Aitken


Alexander Craig Aitken (1 895 - 1 967), Professer für Mathematik
an der U niversität Edinburgh, hat eine der vielleicht beeindru­
ckendsten Leistungen im Kopfrechnen vollbracht. Er wusste d ie
Zahl Jt nicht nur auf1 .000 Stellen auswendig, sondern ratterte die
ersten 250 Stellen auch i n einer Vorlesung herunter, nachdem er
gebeten worden war, sein verblüffend gutes Gedächtnis zu de­
monstrieren. Danach wurde er aufgefordert, einen Sprung zu ma­
chen, bei der 551 . Stelle wieder einzusetzen u nd weitere 1 50 Stel­
len aufzuzählen. Das gelang ihm, ohne einen einzigen Fehler.
Wie hat er das geschafft? Aitken erklärte seinen Zuhörern: » M ei­
ner Ansicht nach besteht das Gehei mnis in Entspannung, also
genau dem Gegenstück zur Konzentration, wie wi r sie normaler­
weise verstehen.« Aitkens Technik beruhte ungewöhnlich stark
auf seinem Gehör. Er arrangierte die Zahlen in 50er-Biöcken und
lernte diese in einer Art Rhyth mus auswendig. Selbstironisch er­
klärte er: >>Das Auswendiglernen wäre eine verwerflich unsin nige
Tat gewesen, wäre es mir n icht so leicht gefal len.«
Dass Aitken sich 1 .000 Stellen von Jt merken konnte, macht ihn
noch nicht zum Bl itz-Rech ner. Woh l aber die Tatsache, dass er
problemlos zwei fünfstellige Zahlen miteinander multiplizieren
konnte. E i n Mathematiker namens Thomas O' Beirne erin nert
sich, wie Aitken ei nmal der Demonstration eines Tischrechners
beiwohnte. O' Beirne schrieb: >>Der Vertreter sagte in etwa >Wir
multiplizieren nun 23.586 m it 71 .283<, worauf Aitken sofort erwi­
derte: >Und bekommen ... (was auch immer die Lösung war)<.
I ronischerweise bemerkte Aitken, dass seine Kopfrechenfähigkei­
ten rasch schwanden, nachdem er sich einen Tischrechner ge­
kauft hatte. Er ahnte, was die Zukunft bringen würde, und u n kte:
» Kopfrechner könnten vom Aussterben bedroht sein, wie M aoris
oder Tasmanier. Deswegen verspüren Sie vielleicht so etwas wie
anthropologisches I nteresse, wenn Sie ein i nteressantes Exem­
plar beobachten können. Einige, die mir zugesehen haben, wer­
den im Jahr 2000 behau pten können: >Ja, ich hab so einen noch
gekannt.< <<
Zum Glück hat die Geschichte ihn widerlegt!

182
Ci E DlC HTN IS·MACi i E

setzten Ausdrücken wie nie feig oder ein Nonsens-Wort wie


Schmiff. Selbst solche Schöpfungen sollten sich während
einer komplizierten Berechnung leichter merken lassen als
286 oder 638.

G E D Ä C H T N I S- M AG I E
Ohne Gedächtnishilfen kann das durchschnittliche mensch­
liche Gehirn (auch meines) nicht mehr als sieben, acht Zif­
fern gleichzeitig behalten. Aber wenn Sie die Kunst beherr­
schen, Zahlen in Wörter zu verwandeln, erweitern Sie Ihre
Gedächtniskapazität beträchtlich. Lassen Sie jemanden lang­
sam 16 Ziffern ausrufen, die jemand auf einer Tafel oder
einem Blatt Papier festhält. Sobald sie niedergeschrieben
sind, wiederholen Sie sie in ihrer exakten Reihenfolge, ohne
aufTafel oder Papier zu blicken. Bei einem Demonstrations­
vortrag wurden mir kürzlich folgende Zahlen vorgegeben:
1 , 2, 9, 7, 3 , 6 , 2, 7, 9, 3 , 3, 2, 8, 2, 6, 1
Noch während die Zahlen vorgelesen wurden, wandelte ich
sie mithilfe des phonetischen Codes in Wörter um und ver­
knüpfte diese über eine Nonsens-Geschichte miteinander. 12
wurde in diesem Fall zu Ton, 97 zu Pack, 362 zu Mischen, 79
zu Kappe, 332 zu Mimen und 8261 zu Finished.
Die gerade gefundenen Wörter fügte ich zu einer unsinnigen
Geschichte: Ich stellte mir ein Tonpack vor (eine ungezogene
Punk-Band), das ich mische (den Bassisten ans Schlagzeug
usw.). Dann tue ich so (ich mime), ich hätte eine Kappe auf,
und schon bin ich fertig Finished! Diese Geschichte mag
-

zwar merkwürdig sein, aber je lächerlicher sie ist, desto leich­


ter kann ich sie mir einprägen. Und mehr Spaß machen sol­
che Nonsens-Geschichten sowieso.

183
8. KAPITEL:

Das Schwere leicht gemacht-


Multiplikation für Fort­
geschrittene

Wsen haben, können Sie inzwischen im Kopf addieren,


enn Sie das Buch bis hierher Kapitel für Kapitel gele­

subtrahieren, multiplizieren und dividieren. Darüber hinaus


beherrschen Sie die Kunst des Oberschlagens, des Rechnens
auf Papier und den phonetischen Code, mit dem Sie sich
Zahlen merken. Dieses Kapitel richtet sich an ernsthafte,
hartgesottene Mathemagiker, die ihren Grips bis an die Gren­
zen der Kopfrechenkunst führen wollen. Die Problemstellun­
gen in diesem Kapitel reichen von der Quadrierung vierstel­
liger Zahlen bis zu den härtesten Aufgaben, die ich vor
Publikum löse: die Multiplikation zweier fünfstelliger Zahlen
miteinander.
Wenn Sie diese Aufgaben meistem wollen, muss Ihnen der
Umgang mit dem phonetischen Code in Fleisch und Blut
übergegangen sein. Auch wenn die Probleme anfangs über­
wältigend scheinen - lassen Sie mich die zwei Grundsätze
wiederholen, auf denen dieses Buch beruht: 1 . Fast jeder
kann alle Kopfrechenkünste erlernen. 2. Der Schlüssel liegt
in der Vereinfachung aller Aufgaben in leichtere Teilaufga­
ben, die sich rasch bewältigen lassen. In diesem Kapitel (oder
sonst wo) finden Sie keine Hürden, die nicht mit den Verein-

184
QUAD R I E R E N V I ERSTELL l ei E R ZA H LE N

fachungstechniken bewältigt werden könnten, die Sie in den


vorigen Kapiteln erlernt haben. Nun setzen wir voraus, dass
Sie die Methoden beherrschen, die Sie für dieses Kapitel be­
nötigen, wir werden also hauptsächlich anband von Illustra­
tionen erläutern, anstatt den Lösungsweg Wort für Wort hin­
zuschreiben. Mit vielen der einfacheren Teilaufgaben, die in
die schwierigen Aufgaben eingebettet sind, haben Sie übri­
gens schon in früheren Kapiteln Bekanntschaft gemacht;
dies nur als kleine Hilfe.
Wir beginnen mit dem Quadrat vierstelliger Zahlen. Viel
Glück!

Q U A D R I E R E N V I E RSTE L U G E R Z A H L E N
Voraussetzung für das erfolgreiche Quadrieren vierstelliger
Zahlen ist, dass Sie vierstellige mit einstelligen Zahlen mul­
tiplizieren können. Aufgaben dieser Art wiederum werden
aufgebrochen in zwei Multiplikationen zweistelliger Zahlen
mit einstelligen, wie im folgenden Beispiel gezeigt:
4.867 (4.800 + 67)
)( 9
9 )( 4.800 = 43.200
9 )( 67 = + 603

43.803
2.781 (2.700 + 81 )
)( 4
4 )( 2. 700 = 1 0.800
4 )( 81 = + 324

1 1 .1 24

185
M U LTIPLI KATION FÜR FORTCESC H R ITTE N E

6.71 8 (6.700 + 1 8)
)( 8
8 )( 6.700 = 53.600
8 x 18 = + 1 44
53.744
4.269 (4.200 + 69)
)( 5
5 )( 4.200 = 21 .000
5 )( 69 = + 345
21 .345
Sobald Sie solche Multiplikationen beherrschen, sind Sie be­
reit, das Quadrieren vierstelliger Zahlen anzupacken. Lassen
Sie uns 4.267 quadrieren. Wir verwenden die gleiche Metho­
de, die wir beim Quadrieren zwei- und dreisteHiger Zahlen
benutzt haben: Wir runden um 267 auf 4.000 ab und erhöhen
gleichzeitig den zweiten Faktor um 267, auf 4.534. Jetzt rech­
nen wir 4.534 x 4.000 (eine Multiplikation einer vierstelligen
mit einer einstelligen Zahl) und addieren dann das Quadrat
der Zahl, um die wir nach unten gerundet haben, hier 2672,
wie unten illustriert:

+
2�4.534 � »d umm? Ich?« 5
4.2672 � 1 8.1 36.000 (4. 3 4 )( 4.000)
/
- 267 4.000 + 71 .289 (2672)
1 8.2o1.28y


300

2672 70.200 (300 )( 234)
- 33 234 /+ 1 .089 (332)
71 .289
Nun, offenkundig rührt sich bei dieser Aufgabe so einiges.
Ich bin mir bewusst, dass sich leicht daherreden lässt >>jetzt

186
QUAD R I E R E N V I E RSTELL I G E R ZA H LE N

addieren Sie einfach das Quadrat von 267«, dass es aber etwas
ganz anderes ist, das tatsächlich zu rechnen und sich dann
auch noch an die Zahl zu erinnern, zu der man das Teilergeb­
nis addieren muss. Schon wenn Sie 4.534 x 4 gerechnet und
18.136 erhalten haben, können Sie allerdings den ersten Teil
des Ergebnisses laut aussprechen: ))Achtzehn Millionen...«
Das können Sie, weil die Ausgangszahl immer zum nächs­
ten Tausender gerundet wird. Die größte dreisteilige Zahl, die
man im zweiten Schritt quadriert, ist daher 500. Das Quadrat
von 500 ist 250.000; sobald Sie also sehen, dass der Rest Ihres
Zwischenergebnisses (in diesem Fall 136.000) unter 750.000
liegt, wissen Sie, dass sich an den Millionen nichts mehr än­
dern wird.
Da Sie ))achtzehn Millionen« schon ausgesprochen haben,
müssen Sie sich noch 136.000 merken. Und kommt Ihnen
jetzt die Mnemotechnik aus dem letzten Kapitel zu Hilfe! Mit
dem phonetischen Code können Sie 136 zu dumm? Ich? um­
wandeln (1 = d, 3 = m, 6 = eh). Jetzt machen Sie sich an das
nächste Teilproblem und merken sich schlicht dumm? Ich?
(und die drei Nullen dahinter - die wird es immer geben).
Wenn Sie irgendwann im Lauf Ihrer Berechnungen verges­
sen, was die Ausgangsaufgabe ist, schauen Sie kurz auf die
Angabe. Sollten Sie keine haben, bitten Sie das Publikum, die
Fragestellung noch mal zu wiederholen (das vermittelt die Il­
lusion, Sie würden ganz von vom anfangen, wo Sie in Wirk­
lichkeit doch schon einige Berechnungen durchgeführt
haben).
Sie quadrieren nun die dreisteilige Zahl, wie Sie es bereits ge­
lernt haben, und erhalten 71.289. Früher fiel es mir oft
schwer, mir die Hunderterstelle (hier 2) der Lösung zu mer­
ken. Ich behalfmir, indem ich Finger spreizte (hier zwei Fin­
ger). Wenn Sie die letzten zwei Ziffern (89) vergessen haben,

187
M U LTI PLI KAT I O N F0R FORTGESC H R ITTE N E

können Sie zur Ausgangszahl (4.267) zurückgehen, deren


letzte zwei Stellen quadrieren (672 4.489) und die beiden
=

letzten Stellen davon nehmen.


Ihr Endergebnis erhalten Sie, indem Sie 71.289 und dumm?
Ich? (zurückübersetzt: 136.000) addieren. Das Ergebnis,
207.289, können Sie nun laut aussprechen.
Lassen Sie uns noch eine weitere vierstellige Zahl quadrie­
ren, 84312:
+ 4 8.862 »phobisch«
8.43 1 2 y � 70.896.000 (8.862 8.000)
X
� / + 1 85.761 (431 2)
- 43 1 8.000
n .o81 .76V


462
431 2 � 1 84.800 (462 400)
X
//
- 31 400 961 (3 1 2)
+

1 85.761
Ohne hier alle Schritte genau durchzugehen, wie wir es bei
der letzten Aufgabe gemacht haben, will ich auf einige
Knackpunkte dieser Aufgabe eingehen. Nachdem wir 8 x
8.862 70.896 gerechnet haben, sehen wir, dass 896 über 750
=

liegt, sich die erste Millionenstelle also womöglich noch än­


dert. Da 4312 größer ist als 4002 160.000, ändert sie sich
=

sogar bestimmt, wenn man das zweite Teilergebnis zum ers­


ten addiert. Deswegen können wir zu diesem Zeitpunkt be­
reits mit Sicherheit verkünden »einundsiebzig Millionen ... «

Quadriert man 431, bekommt man 185.761. Zählen Sie 185


zu 896, was 1.081 ergibt, und verkünden Sie den Rest des Er­
gebnisses. Erinnern Sie sich aber daran, dass Sie die Million
im Geist schon übertragen haben. Sie sagen also nur: 81 >>• • •

Tausend... 761(( Fertig!


Ein kleines Detail illustrieren wir noch mit 2.7532:

188
QUADR I E R E N VI ERSTELL I C. E R ZAH LEN

+ 2� 3.000 � alle tief« ..

2.7532 ........_ .......- 7.51 8.000 (3.000 >< 2.506)


- 24 7 ' 2.506 / + 61 .009 (2472)


7.579.ooy

�Ä /
294 ........_
2472 58.800 (294 " 200)
- 47 200 + 2.209 (472)
61 .009

Da Sie auf 3.000 runden, werden Sie 3.000 mit einer Zahl in
den 2.000em multiplizieren. Sie könnten 2.753 - 247 = 2.506
rechnen, aber das ist ein bisschen kniffiig. Um die letzten
drei Stellen zu erhalten, verdoppeln Sie besser 753 zu 1.506.
Die drei letzten Stellen dieser Zahl. 506, sind die letzten drei
Stellen der 2.000er-Zahl: 2.506. Das funktioniert, weil die
zwei Zahlen, die man miteinander multipliziert, sich zum
doppelten der Ausgangszahl addieren müssen.
Gehen Sie dann wie gewohnt vor: Rechnen Sie 3.000 x 2.506
= 7.518.000, verwandeln Sie 518 in Wörter wie alle tiefund
sprechen Sie den ersten Teil der Lösung aus: »Sieben Millio­
nen...« Das können Sie gefahrlos sagen, da 518 unter 750 liegt
und sich die Millionen also nicht mehr ändern werden.
Als nächstes addieren Sie das Quadrat von 247. Vergessen Sie
nicht, dass Sie 247 schnell als das Komplement von 753 ablei­
ten können. Dann ermitteln Sie das Endergebnis wie bei der
vorigen Aufgabe dieser Art.

Obung: Quadrieren vierstelliger Zahlen


l. 1 2342 2 " 86392 531 22

4" s.
98632 361 82 6"
2971 2

189
M U LTI PLI KATION F O R FORTGESC H R ITTE N E

Thomas Fuller: Gebildete Männer und große Narren


Helen Keller war gehörlos und blind - und machte dennoch ihren
Universitätsabschluss. Ähnlich gewaltig wie diese körperliche Be­
hinderung war das soziale H andicap, mit dem Thomas Fuller zu
kämpfen hatte. Fu ller wurde 1 71 0 i n Afrika geboren, und war
nicht nur Analphabet, sondern musste in den Feldern Virgi n ias
Sklavenarbeit verrichten und erhielt sein ganzes Leben lang kei­
nen einzigen Tag U nterricht. Fuller, >>Eigentum« von M rs. Eliza­
beth Cox, brachte sich selbst bei, bis 1 00 zu zählen und erweiter­
te sein Zahlenspektrum, i ndem er Di nge des Alltags zählte: die
Zahl der Körner i n einem Scheffel Weizen, der Saatkörner in
einem Scheffel Flachs, der H aare an einem Kuhschwanz (2.872)
Vom reinen Abzählen ging er zum Hochrechnen über und lernte,
die Zahl an Dachziegeln zu errech nen, d i e man zum Decken
eines Daches brauchen würde, oder auszurechnen, wie viele
Dachbalken man brauchte, um es zu stützen. Bald wusste er zu
ermitteln, wie viel Baumaterial man für jedes beliebige Projekt
brauchte. Seine außergewöhnlichen Fäh igkeiten entwickelten
sich fort u nd sein Ruhm wuchs. Als er schon alt war, forderten ihn
zwei Pennsylvanier heraus, Zahlen i m Kopf zu berechnen, die den
besten Blitzrechner ins Schwitzen gebracht hätten . Sie stellten
ihm Aufgaben wie diese: >>Angenommen ein Bauer hat sechs
Säue und alle Säue bekom men im ersten Jahr sechs weibl iche
Ferkel, und alle pflanzen sich mit der gleichen Rate weiter fort,
wie viele Säue hat der Bauer dann nach acht Jahren? Die Aufgabe
kan n als 78 X 6 formuliert werden, also (7 X 7 X 7 X 7 X 7 X 7 X
7 X 7) X 6. I n nerhalb von zehn Minuten gab Fuller seine Antwort:
34.588.806. Das stim mte.
Nach Fullers Tod im Jahr 1 790 berichtete der Columbian Centi­
nel: >>er konnte angeben, wie viele Pfosten, Yards, Feet, Zoll oder
Gerstenkörner in jede beliebige Strecke passten, zum Beispiel in
den Durchmesser der U mlaufbahn der Erde. Nach jeder Berech­
nung gab er die richtige Antwort, schneller, als es 99 von 1 00
Männern es mit Stift und Papier hätten tun können.« Als Fuller
gefragt wurde, ob er es nicht bereut hätte, nie eine klassische
Ausbildung erhalten zu haben, antwortete er: >> Nein, M assa, ist
besser, wen n ich keine Ausbildung nicht bekomme. Den n viele
gebildete M änner sind große Narren.«

190
D R E I STELUG MAL ZWEISTE LLIG

M U LT I P L I KAT I O N VO N D R E I ST E L U G E N
M I T Z W E I ST E L L I G E N ZA H L E N

Bei der Multiplikation zweier zweistelliger Zahlen sahen wir,


dass es mehrere verschiedene Wege gibt, eine Aufgabe anzu­
greifen. Die Vielfalt der Methoden wächst noch weiter, wenn
Sie längere Zahlen miteinander multiplizieren. Bei der Mul­
tiplikation von dreisteHigen mit zweistelligen Zahlen zahlt es
sich meiner Ansicht nach aus, die Aufgabe einige Augenbli­
cke lang anzusehen, um den einfachsten Rechenweg heraus­
zufinden.

Faktorisieren
Am leichtesten sind diejenigen Aufgaben mit zwei- und drei­
steHigen Faktoren zu lösen, deren zweistellige Zahl faktori­
sierbar ist.
Zum Beispiel:
637
X 56 (8 X 7)
637 X 56 = 637 X 8 X 7 = 5 .096 X 7 = 35 .672

Das läuft prima, weil man nichts addieren muss. Man fakto­
risiert einfach 56 in 8 und 7, multipliziert eine dreisteilige
Zahl mit einer einstelligen (637 x 8 = 5.096) und dann eine
vierstellige Zahl mit einer einstelligen (5.096 x 7 = 35.672). Es
gibt keine Schritte mit Additionen und man muss sich keine
Zwischenergebnisse merken.
Über die Hälfte aller zweistelligen Zahlen lässt sich in Fakto­
ren spalten, die unter 12 liegen, Sie werden diese Methode
also bei vielen Aufgaben dieses Typs anwenden können. Hier
ist ein Beispiel:

191
M U LTIPLI KAT I O N F 0 R FORTGESC H R ITTE N E

853
X 44 (1 1 X 4)
853 X 1 1 X 4 = 9.383 X 4 = 3 7.532
Um 853 x 11 zu rechnen, behandeln Sie 853 als 850 + 3 und
gehen wie folgt vor:
850 X 1 1 9.350
3 X 11 + 33
9.383
Berechnen Sie nun 9.383 x 4, indem Sie wie folgt 9.383 als
9.300 + 83 behandeln:
9.300 X 4 = 37.200
83 X 4 = + 332
3 7.532
Lässt sich die zweistellige Zahl nicht in kleine Faktoren auf­
spalten, untersuchen Sie die dreisteHige Zahl, ob diese zer­
legt werden kann:
1 44 (6 X 6 X 4)
X 76

76 X 1 44 = 76 X 6 X 6 X 4 456 X 6
= X 4 =

2.736 X 4 1 0.944
=

Beachten Sie, dass zuerst eine zweistellige Zahl mit einer ein­
stelligen multipliziert wird, dann eine dreisteHige und
schließlich eine vierstellige. Da Sie Aufgaben dieser Art in­
zwischen locker beherrschen, dürfte dieser Typ von Multipli­
kationen einer zwei- und einer dreisteiligen Zahl überhaupt
kein Problem darstellen.
Hier ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die zweistellige Zahl
nicht faktorisierbar ist, dafür aber die dreistellige:

192
D R E I STELUG MAL ZWEISTELLIG

462 (1 1 X 7 X 6)
X 53
53 X 11 X 7 X 6 = 583 X 7 X 6 4.081
= X 6 24.486
=

Hier ist die Abfolge eine Multiplikation zweier zweistelliger


Zahlen, dann einer dreisteiligen Zahl mit einer einstelligen,
dann einer vierstelligen mit einer einstelligen. Wenn die drei­
steilige Zahl durch 1 1 teilbar ist, können Sie die Elfer-Metho­
de hernehmen und eine sehr einfache erste Multiplikation
bekommen (53 x 1 1 = 583). Es zahlt sich also aus, wenn man
erkennt, dass eine Zahl durch 1 1 teilbar ist. Die Methode
dafür haben wir im 4. Kapitel beschrieben.
Lässt sich die zweistellige Zahl nicht faktorisieren und die
dreisteilige nur in einen einstelligen und einen zweistelligen
Faktor zerlegen, löst man das Problem immer noch relativ
mühelos, indem man die zweistelligen Zahlen miteinander
multipliziert und das (vierstellige) Ergebnis mit dem einstel­
ligen Faktor multipliziert:
423 (47 X 9)
X 83
83 X 47 X 9 3.901
= X 9 35 . 1 09
=

Hier muss man erkennen, dass 423 durch 9 teilbar ist, was
die Aufgabe zu 83 x 47 x 9 vereinfacht. Die vordere Multipli­
kation ist nicht so einfach, aber wenn man 83 als 80 + 3 be­
handelt, bekommt man:
83 (80 + 3)
X 47
80 X 47 3.760 =

3 X 47 + 1 41 =

3.901

193
M U LTI PLI KATION F O R FORTCiESCH RITTE N E

Dann rechnet man nur noch 3.901 x 9 und erhält das End­
ergebnis 35.109

Die Additionsmethode
Wenn sich in einer Aufgabe dieser Art weder die zweistellige
noch die dreisteHige schön zerlegen lässt, können Sie immer
auf die Additionsmethode zurückgreifen:
721 (720 + 1 )
X 37
720 X 3 7 26.640 (wobei m a n 7 2 als 9 x 8 auffasst)
1 X 37 + 37
26.677
Bei dieser Methode müssen Sie das Produkt zweier zweistel­
liger Zahlen zum Produkt einer zweistelligen und einer ein­
stelligen Zahl addieren. Aufgaben dieser Art sind in der
Regel schwieriger als Aufgaben, wo man faktorisieren kann,
weil man eine zweistellige Zahl mit einer einstelligen multi­
pliziert, sich gleichzeitig eine fünfstellige Zahl merken muss,
und am Ende die beiden Teilergebnisse addiert. Tatsächlich
lässt sich diese Aufgabe vielleicht einfacher lösen, indem
man 721 in 103 x 7 faktorisiert und dann rechnet 37 x 103 x
7 = 3.811 X 7 = 26.677.
Hier ist noch ein Beispiel:
732 (730 + 2)
X 57
730 X 57 = 41 .610 (man behandelt 7 3 als 70 + 3)
2 )( 5 7 = + 1 1 4
41 .724
Normalerweise sollten Sie bei Verwendung der Additionsme­
thode die dreisteHige Zahl runden, doch gelegentlich lohnt es

194
D R E I STELUG MAL ZWEISTELLIG

sich, stattdessen die kleinere Zahl zu runden, insbesondere,


wenn sie auf 1 oder 2 endet, wie im folgenden Beispiel:
386
� (50 + 1 )
50 X 386 1 9.300
1 X 386 + 386
1 9.686
Damit multipliziert man im ersten Schritt nur eine dreistel­
lige mit einer einstelligen Zahl, und der zweite Schritt ist be­
sonders einfach, weil man nur mit 1 multipliziert. Beachten
Sie auch, dass es uns geholfen hat, 5 mit einer geraden Zahl
zu multiplizieren. Dies ergibt eine zusätzliche Stelle mit 0 im
Zwischenergebnis, so dass man bei der Addition nur an einer
Stelle wirklich rechnen muss. Die folgende Aufgabe ist ein
Beispiel dafur, wie 5 mit einer geraden Zahl multipliziert wird:
835
X 62 (60 + 2)
60 X 835 50.1 00
2 X 835 = + 1 .670
5 1 .770
Wenn Sie die 6 in 60 mit der 5 in 835 multiplizieren, fuhrt das
zu einer weiteren 0 im Zwischenergebnis, was die Addition
besonders leicht macht.

Die Subtraktionsmethode
Wie im Fall der Multiplikation zweier zweistelliger Zahlen,
ist es auch bei der Multiplikation einer dreisteiligen mit einer
zweistelligen Zahl manchmal bequemer, mit einer Subtrak­
tion zu arbeiten statt mit einer Addition. Das zeigen die fol­
genden Beispiele:

195
M U LTI PLI KATION F O R FORTGESCH RITTE N E

629 (630 1 )-

X 38
630 X 38 = 23 .940 (63 9 X 7)
=

-1 X 38 = - 38
23.902
758 (760 - 2)
)( 43
760 X 43 32.680 (43 40 + 3)
=

-2 X 43 86
32.594
Vergleichen Sie das Vorgehen im letzten Beispiel mit der Ad­
ditionsmethode für die gleiche Aufgabe:
758 (750 + 8)
X 43
750 X 43 32.250 (75 5 X 5 X 3)
=

8 X 43 + 344
32.594

Bei dieser Aufgabe würde ich die Subtraktionsmethode vor­


ziehen, weil ich immer versuche, am Ende des Lösungs­
weges eine möglichst einfache Subtraktion oder Addition zu
bekommen. In diesem Fall wäre es mir lieber, 86 zu subtra­
hieren, als 344 zu addieren, auch wenn die Multiplikations­
aufgabe bei der Subtraktionsmethode oben etwas schwieri­
ger ist als diejenige bei der Additionsmethode.

Die Subtraktionsmethode kann auch angewendet werden,


wenn die dreisteilige Zahl nur knapp unter einem Vielfachen
von 100 oder nahe bei 1.000 liegt, wie in den nächsten beiden
Beispielen:

196
D R E I STELLIC MAL ZWE I STELLI C

293 (300 - 7)
X 87
300 X 87 = 26. 1 00
- 7 x 87 = - 609
25.491
988 (1 000 - 1 2)
X 68
1 .000 X 68 68.000
-1 2 X 68 - 81 6 (1 2 = 6 x 2 )
67. 1 84
Die letzten drei Stellen der beiden Ergebnisse wurden ermit­
telt, indem die Komplemente von 609 - 100 509 bzw 816 ge­
=

nommen wurden.
In der folgenden Demonstration schließlich brechen wir die
zweistellige Zahl auf und verwenden die Subtraktionsmetho­
de. Beachten Sie, wie wir 736 abziehen, indem wir 1 .000 sub­
trahieren und dann das Komplement wieder hinzu addieren.
736 44.1 60
X 59 (60 - 1 ) - 1 .000
60 X 736 = 44.1 60 43.1 60 (Komplement
von 736)
- 1 X 736 = - 736 + 264
43 .424 43.424

Obung: Multiplizieren mit der Faktorisierungs-,


der Additions- und der Subtraktionsmethode

Lösen Sie die folgenden Multiplikationsaufgaben mit einer


der drei behandelten Methoden. Normalerweise ist Paktori­
sieren am einfachsten, aber eben nicht immer möglich. Die
Lösungen finden Sie am Ende des Buchs.

197
M U LTI PLI KATION F O R FORTGESC H R ITTE N E

3.
1.
858 2.
796 1 48 4.
773 5.
906
X 15 X 19 X 62 X 42 X 46

6. 7.
952 41 1 8.
967 9.
484 10.
1 26
X 26 X 93 X 51 X 75 X 87

11. 13. 1 5.
157 12.
61 6 841 14.
361 21 8
X 33 X 37 X 72 X 41 X 68

1 7.
16.
538 81 7 18.
668 1 9.
499 20.
1 44
X 53 X 61 X 63 X 25 X 56

21.
281 22.
988 23.
383
X 44 X 22 X 49

Die folgenden Multiplikationen werden in späteren Aufga-


ben wieder auftauchen, wo fünfstellige Zahlen quadriert oder
zwei fünfstellige Zahlen miteinander multipliziert werden.
26. 27.
24.
589 25.
286 853 878 28.
423
X 87 X 64 X 32 X 24 X 45

33 .
29.
1 54 30.
834 31.
545 32.
653 21 6
X 19 X 34 X 27 X 69 X 78

34.
822
X 95

198
FO N FSTE LLI C E ZA H LE N QUAD R I E R E N

Q U A D R I E R E N F Ü N F STE L L I G E R ZA H L E N

Bis man die Multiplikation dreisteiliger Zahlen mit zweistel­


ligen beherrscht, braucht es eine ziemliche Übung, aber so­
bald Sie den Bogen raus haben, können Sie sich an das Qua­
drieren fünfstelliger Zahlen machen. Denn das lässt sich
vereinfachen zu einer Multiplikation einer dreisteiligen Zahl
mit einer zweistelligen plus dem Quadrat einer zweistelligen
Zahl und dem Quadrat einer dreisteiligen Zahl. Sehen Sie
selbst:
46.7922
Behandeln Sie das als:
46.000 + 792
)( 46.000 + 792

Mithilfe des Distributivgesetzes können wir das aufspalten


in:
1. 2. 3.
46.000 )( 46.000 + 2 (46.000) (792) + 792 )( 792
Dies kann vereinfacht geschrieben werden als:
462 x 1 M i l l ion + (46) (792) (2000) + 7922
Aber ich rechne das nicht in dieser Reihenfolge. Stattdessen
fange ich in der Mitte an, weil die Multiplikation einer drei­
steiligen Zahl mit einer zweistelligen die härteste Nuss bei
der Lösung dieser Aufgabe sein wird. Wir halten uns also an
den Grundsatz, die harte Arbeit als erstes zu erledigen, be­
ginnen mit 792 x 46 x 2 und hängen hinten drei Nullen an.
So geht's:

199
M U LTI PLI KATI O N F O R FORTCi ESC H R ITTE N E

792 (800 - 8)
X 46
800 X 46 = 3 6.800
- 8 X 46 = - 368 >>Fischer«
36.432 X 2.000 72.864.000
=

Berechnen Sie 792 x 46 36.432 mit der Subtraktionsmetho­


=

de, wie oben gezeigt, und verdoppeln Sie diese Zahl zu


72.864. Wenden Sie den phonetischen Code aus dem letzten
Kapitel auf die Zahl 864 an und merken Sie sich die Zahl als
72 Fischer.
Als nächstes errechnen Sie 462 x 1 Million, was 2.116.000.000
ist. Jetzt können Sie laut aussprechen: »Zwei Milliarden...«
Erinnern Sie sich an die 72 aus 72 Fischer und addieren Sie
116 Millionen. Das gibt 188 Millionen; doch bevor Sie diese
Zahl laut aussprechen, müssen Sie überschlagen, ob sich das
noch ändert, wenn Sie Fischer, oder 864 zu 7922 addieren.
(Das tun Sie, indem Sie betrachten, dass 8002 gleich 640.000
ist, was zusammen mit 864.000 locker über eine Million er­
gibt. Sie erhöhen die 188 daher um eins und verkünden:
» ... 189 Millionen. . .« . )
Merken Sie sich Fischer weiterhin, während Sie das Quadrat
von 792 berechnen. Dafür verwenden Sie die Methode für das
Quadrieren dreistelliger Zahlen (Sie runden um 8 auf, sen­
ken den anderen Faktor um 8 usw.) und erhalten 627.264. Ad­
dieren Sie zum Schluss 627 und Fischer, bzw. 864, was 1 .491
ergibt. Da Sie die 1 schon übertragen haben, lassen Sie sie
weg und sagen: »491 tausend 264«.
Manchmal entfallen mir die letzten drei Stellen des Ergebnis­
ses, weil ich von den schwierigeren Berechnungen so abge­
lenkt wurde. Bevor ich meine letzte Addition mache, merke
ich mir die 2 mit den Fingern und versuche, mir die 64 ein-

200
F O N FSTELL I G E ZAH LE N QUADR I E R E N

zuprägen. Das schaffe ich normalerweise auch, weil uns die


zuletzt gehörten Dinge am besten im Gedächtnis bleiben.
Falls es mir nicht gelingt, kann ich die letzten zwei Stellen er­
mitteln, indem ich die zwei letzten Stellen der Ausgangszahl
quadriere. 922 = 8.464; die beiden letzten Stellen des Ergeb­
nisses sind die Ziffern, nach denen ich suchte: 64. (Alterna­
tiv können Sie die 264 auch in ein Wort umwandeln, z.B. Na­
scher.)
Ich bin mir bewusst, dass das eine ganze Menge auf einmal
war. Hier zeige ich noch einmal in einem Diagramm, wie ich
46.7922 berechnet habe:
792 (800 - 8)
X 46
800 X 46 36.800
=

- 8 X 46 = - 368 »Fischer«
36.432 X 2.000 = 72.864.000
72.864.000
46.0002 = + 2.1 1 6.000.000 / 800
""
2.1 88.864.000 / 7922 627.200
� /
7922 = + 627.264 # - B 784 + 64 (82)
2.1 89.491 .264 627.264

Betrachten wir ein anderes Beispiel einer fünfstelligen Qua­


dratzahl:
83 .5222
Wie zuvor berechnen wir das Ergebnis in dieser Reihenfolge:
83 x 522 x 2.000. 832 x 1 M i l l ion, dann 5222
Beachten Sie bei der ersten Teilaufgabe, dass 522 ein Vielfa­
ches von 9 ist. Es gilt 522 = 58 x 9. Wir behandeln 83 als 80 +
3 und erhalten:

201
M U LTIPLI KATI O N F0R FORTC ESCH R I TTE N E

522 (58 )( 9)
)( 83
83 )( 58 )( 9 = 4.81 4 )( 9 = 43.326
Man verdoppelt 43.326 und erhält 86.652, was als 86 Schulen
gespeichert werden kann. Da 832 = 6.889, können wir verkün­
den: ))Sechs Milliarden... «. Die Addition von 889 und 86 gibt
uns 975. Bevor wir aber ))975 Millionen« aussprechen kön­
nen, müssen wir überprüfen, ob das Quadrat von 522 und ju­
lian (652.000) zusammen mehr als eine Million ergeben. Wir
überschlagen 5222 als etwa 270.000 (500 x 540), es kommt
also keine Million mehr zusammen. Deswegen können Sie
gefahrlos aussprechen: )) ... 975 Millionen ... «
Quadrieren Sie schließlich 522 auf die gewohnte Weise. Ad­
dieren Sie das Ergebnis, 272.484, zu Julian (652.000), um den
Rest des Endergebnisses zu erhalten: )) ...924.484«.
Im Diagramm sieht der Lösungsweg so aus:
83.5222
522
)( 83
83 )( 58 )( 9 = 4.81 4 )( 9 = 43.326
43.326 X 2.000 = 86.652.000 »Schulen«
83.0002 = + 6.889.000.000 +/ 544 """ 272.200
6.975.652.000 ./ 5222 � / + 484 (222)
5222 = + 272.484 � - 22 500 272.484
6.975.924.484

Übung: Quadrieren fll nfstelliger Zahlen


1. 45.7952 2. 21 .23 1 2 3. 58.3242
4. 62.45 72 5. 89.8542 6. 76.9342

202
D REISTELUG MAL D R E I STELUG

M U LT I P L I KAT I O N ZW E I E R D R E I ST E L L I G E R
ZAH L E N

In der Vorbereitung auf das große Finale - die Multiplikation


zweier fünfstelliger Zahlen - stellt die Multiplikation zweier
dreisteiliger Zahlen die letzte Hürde dar. Auch hier gibt es,
wie oben, eine ganze Palette von Möglichkeiten, wie man die
Eigenschaften der Zahlen im Vereinfachungsprozess ausnüt­
zen kann.

Faktorisieru ng
Wir wollen mit der Faktorisierung beginnen. Unglücklicher­
weise lassen sich die meisten dreisteiligen Zahlen nicht in
einstellige Faktoren zerlegen. Wenn das aber möglich ist,
geht die Berechnung relativ einfach:
829
X 288 (9 X 8 X 4)

829 X 9 X 8 X 4 7.461 X 8 X 4 59.688 X 4 = 238.752


= =

Beachten Sie die Abfolge. Sie vereinfachen die Aufgabe,


indem Sie eine dreisteilige Zahl mit einer einstelligen multi­
plizieren, die resultierende vierstellige Zahl ebenfalls, und
die resultierende fünfstellige Zahl wiederum. Das geht, weil
Sie 288 in 9 x 8 x 4 aufsplitten konnten. Dieses Vorgehen war
deswegen so elegant, weil Sie nichts addieren oder im Kopf
behalten mussten. Wenn Sie bei der letzten Multiplikation
angekommen sind, sind Sie schon fast fertig.
Diese Multiplikation einer fünfstelligen Zahl mit einer ein­
stelligen lässt sich in zwei Schritten durchführen: Man be­
handelt 59.688 als 59.000 + 688, bildet die zwei Produkte
19.000 x 4 und 688 x 4 und addiert sie:

20 3
M U LTI PLI KAT I O N F O R FORTGESCH RITTE N E

59.688 (59.000 + 688)


X 4
59.QQQ X 4 = 236.QQQ
688 X 4 = + 2. 752
238.752
Wenn beide Ausgangszahlen sich in ein- und zweistellige
Faktoren aufteilen lassen, kann die Aufgabe in eine Folge von
Multiplikationen aufgeteilt werden: eine Multiplikation zwei­
er zweistelliger Zahlen, multipliziert mit einer einstelligen
und noch einmal multipliziert mit einer einstelligen:
5 1 3 (57 X 9)
X 246 (41 X 6)
57 X 41 X 9 X 6 = 2.337 X 9 X 6
= 21 .033 X 6
= 1 26.1 98
Wie üblich, schafft man sich anfangs am besten gleich den
schwierigsten Teil der Aufgabe vom Hals, die Multiplikation
zweier zweistelliger Zahlen. Sobald man dieses Produkt hat,
muss man nur noch zweimal mit einer einstelligen Zahl
multiplizieren. Meistens wird sich aber maximal eine der
Ausgangszahlen faktorisieren lassen, dann reduziert sich die
Schwierigkeit darauf, eine dreisteilige Zahl mit einer zwei­
stelligen zu multiplizieren und das Ergebnis mit einer ein­
stelligen zu multiplizieren:
459 (51 X 9)
X 526
526 X 459 = 526 X 5 1 X 9
= 526 (50 + 1 ) X 9
= 26.826 X 9
= 241 .434

204
D R E I STELUG MAL D R E I STELU G

Die nächste Multiplikation zweier dreisteHiger Zahlen ist in


Wahrheit nur eine getarnte Multiplikation einer dreisteiligen
Zahl mit einer zweistelligen:
624
X 435

Indem wir die 624 halbieren und die 435 verdoppeln, erhalten
wir ein äquivalentes Problem:
3 1 2 (52 X 6)
X 8 70 (8 7 X 1 0)
87 X 52 X 6 X 1 0 = 87 X (50 + 2) X 6 X 10
= 4.524 X 6 X 1 0
= 27. 1 44 X 1 0
= 271 .440

Die Nahe-beieinander-Methode
Sind Sie bereit für etwas Leichteres? Die nächste Abkürzung
bei Multiplikationen, die wir im 0. Kapitel bereits erwähnt
haben, beruht auf der folgenden algebraischen Formel:
(z + a) (z + b) = z2 + za + zb + a b

Was wir umschreiben zu:


(z + a) ( z + b) = z (z + a + b) + a b
Diese Formel gilt für beliebige Werte von z, a und b. Wir wer­
den das ausnutzen, wenn beide Faktoren (z + a) und (z + b)
einer Multiplikation nahe bei einer einfachen Zahl z liegen,
typischerweise einer Zahl mit vielen Nullen.
1 07
X 111

205
M U LTI PLI KATION F O R FORTCESC H R ITTE N E

Wir behandeln diese Aufgabe als (100 + 7)(100 + 11).


Mit z = 100, a = 7 und b = 1 1 ergibt die Formel:
1 00 (1 00 + 7 + 1 1 ) + 7 )( 1 1 = 1 00 )( 1 1 8 + 77
= 1 1 .877
Im Diagramm sieht das so aus:
1 07 (7)
� (1 1 )
1 00 )( 1 1 8 = 1 1 .800
7 >< 1 1 = + 77
1 1 .877
Die Zahlen in Klammem zeigen den Abstand zwischen der
Zahl und der bequemen »Basiszahl« (hier ist z = 100). Die
Zahl 118 erhält man, indem man entweder 107 + 1 1 rechnet
oder 111 + 7. Beide Summen sind immer gleich groß, weil
(z + a) + b = (z + b) + a.
Ganz schnell noch mal ein Beispiel, diesmal mit weniger
Worten:
1 09 (9)
)( 1 04 (4)
1 00 )( 1 1 3 = 1 1 .300
9 )( 4 = + 36
1 1 .336
Cool!
Erhöhen wir den Einsatz ein bisschen und wählen wir eine
höhere Basiszahl:
408 (8)
)( 409 (9)
400 )( 41 7 = 1 66.800
8 >< 9 = + 72
1 66.872

206
D R E I STELLIC MAL D R E I STELLIC

Obwohl diese Methode normalerweise für die Multiplikation


zweier dreisteHiger Zahlen angewendet wird, können wir
sie auch bei der Multiplikation von zweistelligen Zahlen ein-
setzen:
78 (8)
)( 73 (3)
70 )( 81 = 5.670
8 )( 3 = + 24
5.694
Hier ist die Basiszahl 70, die wir mal 81 (78 + 3) nehmen. Selbst
die Additions-Teilaufgabe ist üblicherweise sehr einfach.
Wir können diese Methode auch anwenden, wenn beide Zah­
len unter der Basiszahl liegen, wie in der folgenden Aufgabe:
396 (-4)
)( 387 (- 1 3)
400 )( 383 = 1 53.200
-4 )( - 1 3 = + 52
1 53.252
Die Zahl 383 errechnet sich entweder aus 396 - 13 oder aus
387 - 4. Ich würde diese Methode für Aufgaben wie die fol-
genden einsetzen:
97 (-3)
)( 94 (-6)
1 00 )( 91 9.1 00
=

- 3 )( - 6 = + 1 8
9.1 1 8
79 (-1 )
)( 78 (-2)
80 )( 77 = 6.1 60
- 1 )( -2 = + 2
6.1 62

207
M U LTI PLI KAT I O N FOR FORTCESC H R ITTE N E

I n unserem nächsten Beispiel fallt die Basiszahl zwischen die


zwei Zahlen:
396 (-4)
� (13)
400 X 409 = 1 63.600
-4 X 1 3 = - 52
1 63 .548
Die Zahl 409 ergibt sich aus 396 + 13 oder 413 - 4. Beachten
Sie, dass - 4 und 1 3 unterschiedliche Vorzeichen haben, wes­
halb man hier 52 subtrahieren muss.
Erhöhen wir den Einsatz noch mal ein bisschen, bis man
beim zweiten Schritt zwei zweistellige Zahlen multiplizieren
muss:
621 (21 )
X 637 (3 7)
600 X 658 = 394.800
21 x 3 7 = + 777 (37 x 7 x 3)
395.577
Hier sei vermerkt, dass schon der erste Schritt der Multiplika­
tion (600 x 658) einen guten Überschlagswert ergibt. Unsere
Methode erlaubt Ihnen, von der Schätzung zum exakten Er­
gebnis zu gelangen.
876 (- 24)
X 853 (-47)
900 X 829 = 746.1 00
-24 x -47 = + 1 .1 28 (47 x 6 x 4)
747.228
Beachten Sie auch, dass in all diesen Beispielen die beiden
Faktoren, die wir im ersten Schritt multiplizieren, zusam-

208
D R E I STELU G MAL D R E I STELUG

men die gleiche Summe ergeben wie die Ausgangszahlen.


Im obigen Beispiel: 900 + 829 = 1.729, ebenso wie 876 + 853 =
1.729. Das gilt, weil:

z + ( (z + a) + b] = (z + a) + (z + b)
Um die Zahl zu bekommen, die mit 900 multipliziert werden
soll, müssen Sie nur auf die letzten zwei Stellen von 76 + 53
= 129 sehen: Da die Zahl in den 800em liegen muss, kann es
sich nur um 829 handeln.
Im nächsten Beispiel verrät uns 827 + 761 = 1.588, dass wir
einfach 800 x 788 rechnen müssen und dann 27 x 39 ab­
ziehen:
827 (+ 27)
� (- 39)
800 X 788 = 630.400
-39 X 27 = - 1 .053 (39 X 9 X 3)
629.347
Diese Methode ist so effektiv, dass es sich bei Aufgaben die­
ser Art lohnen kann, Zahlen, die nicht nahe beieinander lie­
gen, so zu manipulieren, dass sie näher zusammen kom­
men. Dies macht man, indem man einen Faktor mit einer
Zahl multipliziert und den anderen durch den gleichen Wert
dividiert. 672 x 157 kann beispielsweise so gelöst werden:
672 + 2- 336 (36)
X 1 57 x 2= X 3 1 4 (1 4)
300 X 350 = 1 05.000
36 X 1 4 = + 504 (36 X 7 X 2)
1 05.504
Wenn die miteinander zu multiplizierenden Zahlen iden­
tisch sind (näher beisammen können sie nicht liegen), führt

209
M U LTIPLI KAT I O N F O R FORTGESC H R ITTE N E

die Nahe-beieinander-Methode zu den exakt gleichen Re­


chenschritten wie unsere traditionelle Methode beim Qua­
drieren von Zahlen:
347 (47)
X 347 (47)
300 X 394 = 1 1 8.200
472 = + 2.209
1 20.409
Additionsmethode
Wenn keine der oben dargestellten Methoden anwendbar ist,
suche ich nach einer Anwendungsmöglichkeit für die Addi­
tionsmethode, insbesondere, wenn sich mit den ersten zwei
Stellen einer Zahl leicht arbeiten lässt. Im untenstehenden
Beispiel etwa ist die 64 in 641 zerlegbar zu 8 x 8. Ich würde
die Aufgabe wie folgt lösen:
3 73 '
X
641 (640 + 1 )
640 X 3 73 238.720 (373 X 8 X 8
= X 1 0)
1 X 3 73 = + 3 73
239.093
Aufähnliche Weise ist im nächsten Beispiel die 42 von 427 in
7 x 6 zerlegbar, man kann also die Additionsmethode anwen­
den und 427 als 420 und 7 behandeln:
656
427 (420 + 7)
X

420 X 656 = 275.520 (656 X 7 X 6 X 1 0)


7X 656 = + 4.592
280.1 1 2

210
D R E I STELLICi MAL D R E I STELLICi

Oft teile ich mir die letzte Addition in zwei Schritte auf:
275.520
7 X 600 = + 4.200
279.720
7 X 56 = + 392
280.1 1 2
Da Aufgaben, bei denen man die Additionsmethode anwen­
det, sehr kniffiig sein können, unternehme ich normalerwei­
se große Anstrengungen, um eine Möglichkeit zu finden,
wie ich am Ende einen leichten Rechenschritt bekomme. Das
obige Beispiel etwa hätte mit der Faktorisierungsmethode ge­
löst werden können. Und das hätte ich auch getan:
656
X 427 (61 X 7)
656 X 61 X 7 = 656 X (60 + 1 ) X 7
= 40.01 6 X 7
= 280.1 1 2

Die einfachsten Aufgaben bei der Additionsmethode sind


diejenigen, wo eine Zahl in der Mitte eine 0 hat, wie hier:
732
X 308 (300 + 8)
300 X 732 = 21 9.600
8 X 732 = + 5.856
---

225.456
Aufgaben dieser Art sind so viel leichter als andere mit der
Additionsmethode zu rechnen, dass es sich nachzuprüfen
lohnt, ob sich eine Multiplikationsaufgabe mit zwei dreistel­
ligen Zahlen in eine Aufgabe dieser Art umwandeln lässt.

211
M U LTI PLI KATI O N F0R FORTGESC H R ITTE N E

Die Aufgabe 732 x 308 etwa hätte man aus folgenden Auf­
gaben »ohne Null« erhalten können:
244 X 3 = 732 oder 366 X 2 = 732
X 924 + 3 = X 308 X 61 6 + 2 = X 308

Es sei erwähnt, dass sich diese Aufgabe auch als 308 x 366 x
2 rechnen ließe, wobei man die Nähe von 308 und 366 aus­
nützen würde. Versuchen wir eine tückische Aufgabe:
739
X 443 (440 + 3)
440 X 739 = 325.1 60 (739 X 1 1 X 4 X 1 0)
3 X 700 = + 2 . 1 00
327.260
3 X 39 = + 1 1 7
327.377

Die Subtraktionsmethode
Die Subtraktionsmethode wende ich manchmal an, wenn
eine der dreisteiligen Zahlen auf ein »angenehmes<< Vielfa­
ches von 10 gerundet werden kann, wie im nächsten Beispiel:
71 9 (720 - 1 )
X 247
720 X 247 = 1 77.840 (247 X 9 X 8 X 1 0)
-1 X 247 = - 247
1 77.593

Ähnlich im nächsten Beispiel:


538 (540 - 2)
X346
540 X 346 = 1 86.840 (346 X 6 X 9 X 1 0)
-2 )( 346 = - 692
1 86.1 48

212
DRE ISTE L U G MAL D R E I STELUG

Die Methode, wenn alles andere versagt


Folgende Methode ist narrensicher und bricht die Multipli­
kation zweier dreistelliger Zahlen in drei Teile auf: die Multi­
plikation einer dreistelligen Zahl mit einer einstelligen, einer
zweistelligen mit einer einstelligen und einer zweistelligen
mit einer zweistelligen. Nach jedem Schritt summieren Sie
die Zwischenergebnisse. Das Rechnen solcher Aufgaben ist
schwierig, insbesondere, wenn Sie die Angabe nicht schrift­
lich vor sich haben. Wenn ich bei Auftritten öffentlich langer
Zahlen multipliziere, schreibe ich die Aufgabe nieder, führe
aber alle Berechnungen im Kopf durch.
Hier ist ein Beispiel:
851
)( 527
500 )( 851 = 425.500
27 )( 800 = + 21 .600
447.1 00
27 )( 51 = + 1 .377
448.477
In der Praxis läuft die Berechnung tatsächlich ab wie unten
gezeigt. Manchmal verwende ich den phonetischen Code,
um mir die Tausender zu merken (z.B. 447 = rührig) und
halte die Hunderter mit den Fingern fest:
851
)(527
5 )( 851 = 4.255
8 X 27 = + 21 6 »rührig«
4.471 )( 1 00 = 447. 1 00
5 1 )( 27 = + 1 .3 77
448.477

213
M U LTI PLI KATION F 0 R FORTCESC H R ITTE N E

Lassen Sie uns ein weiteres Beispiel probieren. Diesmal teile


ich aber die erste Zahl auf. ( Üblicherweise breche ich die grö­
ßere Zahl auf, damit die Additionsaufgabe leichter wird.)
923
X673
---

9 X 673 = 6.05 7
6 X 23 = � »ich Depp!<<
6.1 95 X 1 00 = 61 9.500
73 X 23 + 1 .679 =

621 .1 79
Übung: Multiplikation zweier dreistelli1er Zahlen

1. 3. 5.
644 2.
596 853 �-
343 809
X 286 X 1 67 X 325 X 226 X 527

6. 7. 8. 9. 10.
942 692 446 658 273
X 879 X 644 X 1 76 X 468 X 1 38

11.
824 1 2.
642 1 3.
783 1 �.
871 15.
341
X 206 X 249 X 589 X 926 X 71 5

1 6. 1 7. 1 8. 1 9.
41 7 557 976 765
X 298 X 756 X 878 X 350

Die folgenden Multiplikationen sind in die größeren Multi-


plikationen zweier fünfstelliger Zahlen im nächsten Ab-
schnitt eingebettet:
20.
1 54 21.
545 22.
21 6 23.
393
X 423 X 834 X 653 X 822

214
F O N FSTELLICi MAL F 0 N FSTELLICi

M U LT I P L I KAT I O N ZW E I E R F Ü N F ST E L L I G E R
ZAH L E N

Die aufwändigsten Aufgaben, die wir im Kopf zu rechnen


versuchen werden, bestehen darin, zwei fünfstellige Zahlen
miteinander zu multiplizieren. Damit das gelingt, müssen
Sie die Multiplikation zweier dreisteHiger Zahlen und den
phonetischen Code beherrschen. Jetzt muss man nur noch
alles zusammenfügen. Wie beim Quadrieren fünfstelliger
Zahlen verwenden Sie das Distributivgesetz, um die Zahlen
aufzubrechen. Zum Beispiel:
27.639 (27.000 + 639)
X 52.1 96 (52.000 + 1 96)
Davon ausgehend, können Sie die Aufgabe in vier einfache­
re Multiplikationen aufteilen, die ich unten nach Art der
Kreuzmultiplikation notiert habe: Eine Multiplikation zwei­
er zweistelliger Zahlen, zwei Multiplikationen einer zweistel­
ligen Zahl mit einer dreisteHigen und schließlich die Multi­
plikation zweier dreistelliger Zahlen. Sie summieren die
Zwischenergebnisse und erhalten so das Endergebnis. Wir
rechnen:
(27 x 52) M illionen
+ [(27 x 1 96) + (52 x 639)) tausend
+ (639 X 1 96)
Wie beim Quadrieren fünfstelliger Zahlen fange ich in der
Mitte an, und zwar mit der schwierigeren der zwei Multipli­
kationen:
»Mama, nie Honnefl«
1. 52 X 639 = 52 X 71 X 9 = 3 .692 X 9 = 33 .228

215
M U LTIPLI KATIO N F O R FORTG ESCH RITTE N E

Sie merken sich 33.228 mit »Mama, nie Honnef1« und wen­
den sich der zweiten Multiplikation dieser Art zu:
2. 27 X 1 96 = 27 X (200 - 4) = 5 .400 - 1 08 = 5 .292
Addieren Sie das zur gemerkten Zahl:
3. 33.228 (»Mama, n i e Honnef!<<)
+ 5.292
38.520
Dieses neue Zwischenergebnis speichern wir als
» M ufflons« (38 M i llionen, 520 tausend)

Sie merken sich »Muffions« und berechnen das Produkt der


Tausenderstellen:
4. 52 X 2 7 = 52 X 9 X 3 = 1 .404
Jetzt können Sie einen Teil der Lösung aussprechen. Da wir
soeben ausgerechnet haben, wie viel 52 x 27 Millionen
macht, steht 1 .404 für 1 Milliarde, 404 Millionen. Da aus den
404 Millionen auch nach Addition der anderen Zwischener­
gebnisse keine Milliarde mehr wird, können Sie gefahrlos
sagen: »eine Milliarde ... «
5. 404 + »Muff« (38) = 442
In diesem Schritt addieren Sie 404 und Mu.ff ( 38, dem ersten
Teil der Mufflons); das ergibt 442. Jetzt können Sie verkünden:
» 442 Millionen... « Sie können das sagen, weil Sie wissen,
...

dass sich 442 nicht mehr erhöhen wird - Sie haben einen
kurzen Blick auf die Multiplikation der zwei dreistelligen
Zahlen geworfen und überprüft, ob noch eine weitere Milli­
on zusammen kommt. Wäre das der Fall gewesen, hätten Sie
»443 Millionen« gesagt. Da aber Ions (der traurige Rest der

216
F 0 N FSTELLIC MAL F 0 N FSTELLIC

Muffions) für 520.000 steht und 639 x 196 keine 480.000 erge­
ben wird (eine grobe Schätzung zeigt das: 600 x 200 =
120.000) , können Sie mit »442 Millionen(( nicht falsch liegen.
6. 639 X 1 96 = 639 X 7 X 7 X 4 = 4.473 X 7 X 4
= 31 .3 1 1 x 4 = 1 25.244
Während Sie sich weiterhin die Ions merken, berechnen Sie
das Produkt der zwei dreisteiligen Zahlen mithilfe der Fakto­
risierungsmethode. Sie bekommen 125.244. Die 244 könnten
Sie in einen Ausdruck wie ein Rohr verwandeln. Der letzte
Schritt ist eine einfache Addition von:
7. 1 25.244 + ••Ions« (520.000)
Jetzt können Sie den Rest der Lösung aussprechen:
)) .. ,645.244((.

Da ein Bild so viel sagt wie tausend Berechnungen, haben wir


Ihnen ein Diagramm gemacht:
27.639
X 52. 1 96
Mama, nie Honnefl
639 X 52 = 33 .228
1 96 X 27 = + 5 .292 »Mufflons«
38.520 X 1 .000 = 38.520.000
52 X 2 7 X 1 Million = + 1 .404.000.000
1 .442.520.000
639 X 1 96 = + 1 25.244
1 .442.645.244
Ich sollte hier allerdings in Klammem hinzufügen, dass ich
annehme, dass Sie die Angabe für Aufgaben dieser Länge auf
einer Tafel oder einem Blatt niederschreiben können. Falls
das nicht geht, müssen Sie eine Gedächtnisstütze für jede der

217
M U LTI PLI KATION F O R FORTCiESC H R ITTE N E

vier (Teil-) Zahlen bilden. I m letzten Beispiel könnten Sie


sich die Angabe merken als:
27.639 »Nick Jumbo«
X 52. 1 96 »Lohn-Depesche<<

Dann würden Sie Lohn x Jumbo multiplizieren, Depesche x


Nick, Lohn x Nick und schließlich Depesche x Jumbo. Das
würde Sie natürlich ein wenig aufhalten, aber selbst mit der
zusätzlichen Schwierigkeit, die Angabe nicht sehen zu kön­
nen, können Sie diese Aufgabe noch lösen.
Wir schließen mit einer weiteren Multiplikation zweier fünf­
stelliger Zahlen:
79.838
X 45.547

Die Schritte hier sind die gleichen wie beim vorigen Beispiel.
Man beginnt mit der schwierigeren der zwei Multiplikatio­
nen einer zwei- mit einer dreisteHigen Zahl und merkt sich
das Ergebnis mit einer Gedächtnisstütze:
1. 547 X 79 = 547 X (80 - 1 ) = 43 . 760 - 547
= 43.21 3 >>Rom Anatomie«
Dann berechnen Sie das andere Produkt aus zwei- und drei­
steHiger Zahl:
2. 838 X 45 = 838 X 5 X 9 = 4. 1 90 X 9 = 3 7.71 0
Sie addieren diese zwei Ergebnisse und merken sich das
neue Zwischenergebnis:

3. 43.21 3 »Rom Anatomie«


+ 3 7.710
80.923 »Phase Panama«

218
F O N FSTE LLI Ci MAL F O N FSTELLICi

4. 79 )( 45 = 79 )( 9 )( 5 = 71 1 )( 5 = 3.555

Diese Multiplikation gibt Ihnen die erste Stelle der Lösung,


die Sie gefahrlos aussprechen können: »drei Milliarden... «
5. 555 + »Phase« (80) = 635
Allerdings wird sich die Millionenstelle noch erhöhen, weil
Panama (923) nur noch 77.000 braucht, um die Million voll
zu machen, und die lange Multiplikation (838 x 547) locker
mehr ergibt. Daher verkünden Sie: �� . .. 636 Millionen. . .<<
Die lange Multiplikation berechnen Sie mit der Additionsme­
thode:
6. 838
)( 547 (540 + 7)
540 )( 838 = 452.520 (838 )( 9 )( 6 )( 1 0)
7 )( 800 = + 5.600
458.1 20
7 )( 38 + 266
=

458.386
Und im nächsten Schritt addieren Sie dieses Ergebnis zu
Panama (923.000):
7. 923.000
+ 458.386
1 .381 .386
Da Sie die 1 bereits auf die (636) Millionen übertragen haben,
sprechen Sie nur noch die Tausender aus: »... 381 tausend...
386« und verneigen sich.

219
M U LTIPLI KAT I O N F 0 A FOATCESC H A ITTEN E

Der Lösungsweg lässt sich wie folgt illustrieren:


79.838
)( 45.547
>>Rom Anatomie«
547 )( 79 = 43.21 3
838 X 45 =+ 3 7. 71 0 >>Phase Panama«
80.923 )( 1 .000 = 80.923.000
79 x 45 x 1 M i l lion = + 3 .555.000.000
3 .635.923.000
838 )( 547 = + 458.386
3 .636.381 .386

Übung: Multiplikation zweier fll nfstelliger Zahlen

3. 4.
1.
65.1 54 2.
34.545 69.21 6 95.393
)( 1 9.423 )( 27.834 )( 78.653 )( 81 .822
• KA IT ' ,

Ohne Kaninchen und Zylinder -


die Kunst der Mathe-Magie

D
as Spielen mit Zahlen hat mir im Leben viel Freude be·
reitet. Ich finde Arithmetik genauso unterhaltsam wie
Magie. Aber um die magischen Geheimnisse der Arithmetik
zu verstehen, braucht man ein wenig Algebra. Natürlich gibt
es auch andere Gründe, Algebra zu lernen (man will sich z. B.
auf Schulaufgaben vorbereiten). Aber ich begann mich erst
für Algebra zu interessieren, als ich herausfinden wollte, wie
einige mathematische Zaubertricks funktionieren, die ich
Ihnen jetzt vorstelle.

M AT H E M AT I S C H E S G E DA N K E N L E S E N
Bitten Sie einen Ihrer Zuschauer, sich eine beliebige Zahl
auszudenken. Fügen Sie aber an: »Aber nehmen Sie eine ein­
oder zweistellige Zahl, um es sich nicht zu schwer zu ma­
chen.« Betonen Sie ausdrücklich, dass es natürlich völlig un­
möglich ist, dass Sie die Zahl kennen, die er sich ausgedacht
hat. Bitten Sie ihn dann,

1. die Zahl zu verdoppeln


2. 12 zu addieren
3. das Ergebnis durch 2 zu teilen und
4. die Ausgangszahl abzuziehen.

221
D I E KU NST D E R M AT H E·MAC I E

Dann sagen Sie: »Denken Sie jetzt an die Zahl sechs?« Pro­
bieren Sie diesen Trick erst mal an sich selbst, und Sie wer­
den erkennen, dass diese Abfolge immer die Zahl 6 hervor­
bringt, egal. mit welcher Zahl Sie anfangen.

Warum dieser Trick funktioniert


Dieser Trick beruht auf einfacher Algebra. Tatsächlich führe
ich ihn oft vor, um Studenten in die Algebra einzuführen. Die
geheime Zahl. die Ihr Freiwilliger wählt, kann durch den
Buchstaben x dargestellt werden. Hier sind die Operationen,
die Sie nacheinander ausgeführt haben:

1. 2x (Zahl verdoppeln)
2. 2x + 12 (12 addieren)
3. (2x + 12) -:- 2 = x + 6 (durch 2 teilen)
4. x + 6 - x = 6 (Ausgangszahl abziehen).

Egal welche Zahl Ihr Freiwilliger wählt, das Ergebnis der Be­
rechnung wird immer 6 sein. Wenn Sie diesen Trick wieder­
holen: Lassen Sie den Freiwilligen beim 2. Schritt eine ande­
re Zahl addieren (z. B. 18). Am Ende der Berechnung kommt
dann die Hälfte dieses Werts als Ergebnis heraus (nämlich 9).

D I E M AG I S C H E 1 .089!
Jetzt kommt ein Trick, der schon seit Jahrhunderten kursiert.
Bitten Sie Ihren Freiwilligen, Zettel und Stift zu nehmen und

1 . eine geheime dreisteilige Zahl aufzuschreiben, deren Zif­


fern immer kleiner werden (wie 851 oder 973)
2. diese Zahl umzudrehen und von der ersten Zahl abzu­
ziehen

222
D I E MACISC H E 1089

3. das Ergebnis aufzuschreiben, umzudrehen und diese zwei


Zahlen zu addieren.
Am Ende dieser Abfolge ergibt sich wie durch Magie immer
die Zahl 1089 als Ergebnis, unabhängig von der Zahl, die Ihr
Freiwilliger gewählt hat.
Zum Beispiel:
851
- 1 58
693
+ 396
1 089
Warum dieser Trick funktioniert
Egal, welche dreisteilige Zahl Sie oder Ihre Freiwilligen wäh­
len, bei diesem Spiel wird das Endergebnis immer 1089 sein.
Warum?
Nennen wir die unbekannte Zahl abc. Algebraisch lässt sich
das als
l OOa + l Ob + c
ausdrücken. Dreht man diese Zahl um, so erhält man
l OOc + l Ob + a
Zieht man das von der Ausgangszahl ab, bekommt man
l OOa + l Ob + c - (l OOc + l Ob + a)
= 1 00 (a - c) + (c - a)
= 99 (a - c)

Nach diesem 2. Schritt muss man also eines der folgenden


Vielfachen von 99 haben: 198, 297, 396, 495, 594, 693, 792 oder
891. Jede dieser Zahlen ergibt, zu ihrer Umkehrung addiert,
1089. Genau das passiert in Schritt 3.

223
D I E K U N ST D E R MAT H E·MACi i E

T R I C KS M I T F E H L E N D E N Z l F F E R N

Verwenden Sie die Zahl 1.089 vom letzten Trick, reichen Sie
einem Freiwilligen einen Taschenrechner und bitten Sie ihn,
1089 mit einer beliebigen dreisteiligen Zahl zu multiplizie­
ren, diese Zahl aber nicht zu verraten. (Angenommen, er
rechnet 1.089 x 256 = 278.784). Fragen Sie, wie viele Stellen
das Ergebnis hat. Er antwortet: »Sechs«.
Als nächstes sagen Sie: »Lesen Sie mir fünf ihrer sechs Zah­
len in beliebiger Reihenfolge vor, ich versuche dann, die feh­
lende Zahl zu bestimmen.
Angenommen, er verkündet: »Zwei ... vier ... sieben ... acht ...
acht.« Dann können Sie ihm (korrekt) auf den Kopf zusagen,
dass er die Ziffer sieben ausgelassen hat.
Das Geheimnis beruht darauf, dass eine Zahl genau dann ein
Vielfaches von 9 ist, wenn ihre Ziffern zusammen ein Vielfa­
ches von 9 ergeben. Da 1 + 0 + 8 + 9 = 18 ein Vielfaches von 9
ist, ist 1089 ebenfalls eines - und jedes (ganzzahlige) Vielfa­
che von 1089 auch. Da die verkündeten Zahlen zusammen 29
ergeben und das nächste Vielfache von 9 bei 36 liegt, muss
der Freiwillige die Zahl 7 verschwiegen haben (da 29 + 7 = 36).
Es gibt auch subtilere Möglichkeiten, den Freiwilligen
schließlich mit einem Vielfachen von 9 dastehen zu lassen.
Hier sind einige meiner Lieblingsmethoden:
1. Lassen Sie den Freiwilligen eine zufällige sechsstellige
Zahl wählen, deren Ziffern durcheinander würfeln und die
kleinere sechsstellige Zahl von der größeren abziehen. Da
wir zwei Zahlen mit der gleichen Mod-Summe (und auch
der gleichen Quersumme) voneinander abziehen, wird die
Differenz eine Mod-Summe von 0 haben und deswegen
ein Vielfaches von 9 sein. Machen Sie dann weiter wie
oben, um die fehlende Zahl heraus zu finden.

224
TRICKS M IT F E H LE N D E N ZAH LEN

2. Lassen Sie den Freiwilligen eine vierstellige Zahl wählen,


umdrehen und die kleinere Zahl von der größeren abzie­
hen (Das gibt ein Vielfaches von 9.) Multiplizieren Sie das
mit einer beliebigen dreisteiligen Zahl und gehen Sie wei­
ter vor wie gehabt.
3. Bitten Sie den Freiwilligen, so lange einstellige Zahlen zu
einer eimtelligen Zahl hinzu zu multiplizieren, bis das
Produkt sieben Stellen hat. Damit bekommen Sie zwar
nicht »garantiert« ein Vielfaches von 9, aber in der Praxis
doch in mindestens 90% der Fälle (die Chancen liegen gut,
dass unter den einstelligen Zahlen, mit denen multipliziert
wird, eine 9 oder zwei Dreien oder zwei Sechsen oder eine
3 und eine 6 sind). Diese Methode verwende ich oft vor
einem mathematisch gebildeten Publikum, das meine an­
deren Methoden durchschauen könnte.

Vor einer Schwierigkeit muss ich Sie aber warnen. Ange­


nommen, die Zahlen, die verkündet werden, addieren sich
zu einem Vielfachen von 9 (beispielsweise 18). Dann haben
Sie keine Möglichkeit zu unterscheiden, ob die fehlende Zahl
0 oder 9 ist.
Wie behelfen Sie sich? Ganz einfach - Sie schummeln! Sie
sagen einfach: >>Sie haben keine 0 weggelassen, oder? Wenn
der Freiwillige eine 0 wegließ, haben Sie den Trick erfolgreich
abgeschlossen. Wenn nicht, sagen Sie: »Oh, es schien mir, als
hätten Sie an nichts gedacht! Sie haben auch keine Eins,
Zwei, Drei oder Vier weggelassen, oder?(( Der Freiwillige wird
den Kopf schütteln oder nein sagen. Sie machen nun weiter
mit: »Und auch keine Fünf, Sechs, Sieben oder Acht. Sie
haben die Zahl neun weggelassen, stimmt's?(( Der Freiwilli­
ge wird das schließlich bestätigen, und Sie bekommen ihren
wohlverdienten Applaus!

225
D I E KU NST D E R MATH E·MAG I E

A D D I T I O N S-S P R Ü N G E

Bei diesem Trick können Sie sich als Blitzrechner und als
Hellseher profilieren. Sie reichen einem Freiwilligen eine
Karte mit zehn Zeilen, die von 1 bis 1 0 durchnummeriert
sind, bitten ihn, sich zwei positive Zahlen zwischen 1 und 20
auszudenken und in die Zeilen 1 und 2 der Karte einzutra­
gen. Lassen Sie den Freiwilligen dann die Summe der beiden
Zahlen in Zeile 3 eintragen, die Summe aus Zeile 2 und 3 in
Zeile 4 und so weiter, wie in der Abbildung unten.

9
2 2
3 11
4 13
5 24
---

6 37
7 61
8 98
9 1 59
---

10 257

Bitten Sie den Freiwilligen nun, Ihnen die Karte zu zeigen.


Sie können sofort sagen, wie viel alle Zahlen zusammen er­
geben. Bei unserem Beispiel könnten Sie verkünden, dass die
Zahlen addiert 671 ergeben, viel schneller, als er es mit dem
Taschenrechner könnte. Als Dreingabe können Sie ihn bit­
ten, mit einem Taschenrechner die Zahl in Zeile 10 durch
diejenige in Zeile 9 zu dividieren. In unserem Beispiel ist der
Quotient ��� = 1,616 .. Lassen Sie den Freiwilligen die ersten
.

drei Zahlen des Quotienten vorlesen und drehen Sie dann die
Karte um (wo Sie bereits Ihre Vorhersage aufgeschrieben

226
ADDITION S·SPR O N G E

haben). Erstaunt wird er feststellen, dass dort bereits die Zahl


1,61 steht.

Warum dieser Trick funktioniert


Um die Blitz-Addition vorzunehmen, multiplizieren Sie ein­
fach die Zahl in Zeile 7 mit 1 1 . Im Beispiel: 61 x 1 1 = 671.
Warum das geht, illustrieren wir in der nächsten Abbildung.
Wir bezeichnen die Zahlen in Zeile 1 und 2 allgemein mit x
bzw. y. Die Summe aller Zahlen auf der Karte muss dann SSx
+ 88y ergeben, was 11 mal (Sx + 8y) entspricht, also elf Mal
die Zahl in Zeile 7.

X
2 �
3 X+�
4 X + 2�
5 2x + 3�
6 3x + 5�
7 5x + 8�
8 8x + 1 3�
9 1 3x + 21 �
10 2l x + 34�
Gesamt: 55x + 88�

Nun zu unserer Vorhersage: Hier nutzen wir die Tatsache


aus, dass für alle positiven Zahlen a, b, c und d mit t < d
gezeigt werden kann, dass die Zahl, die man durch »fal­
sches« Addieren der Brüche (d. h. durch Addition der Zähler
bzw. der Nenner) bekommt, zwischen den zwei Ausgangs­
brüchen liegt. Also:
a a+c c
-< <-
b b+d d
--

227
D I E K U N ST D E R MATH E·MAC I E

Der Quotient aus Zeile 10 und Zeile 9 (llx + 34 Y) muss daher


. . (13x + 2ly)
hegen zWischen
21 x 21 x + 34 y 34y
1 , 61 5 ... = < < = 1 , 61 9 ···
1 3 x 1 3 x + 21 y 21 y
Das Verhältnis der beiden Zeilen muss also mit 1,61 begin­
nen, wie vorhergesagt.
Tatsächlich nähert sich das Verhältnis zweier aufeinanderfol­
gender Zahlen, das man bekäme, wenn diese Additions­
Sprünge unendlich fortgesetzt würden, immer näher an
1 + vs
== 1 ,61 80339887
2
Diese Zahl hat so viele verblüffend schöne und mysteriöse Ei­
genschaften, dass sie oft »der goldene Schnitt« genannt wird.

M AG I S C H E Q U A D RAT E
Sind Sie bereit für eine Herausforderung ganz anderer Art?
Unten sehen Sie ein so genanntes magisches Quadrat. Es ist
viel über magische Quadrate geschrieben worden und darü­
ber, wie man sie konstruiert, schon im alten China. Hier stel­
len wir eine Methode vor, wie man magische Quadrate auf
unterhaltsame Weise präsentiert. Folgenden Trick führe ich
jetzt seit Jahren vor:
Ich zücke eine Visitenkarte, auf deren Rückseite folgendes
steht:
8 11 14 1
13 2 7 12
= 34
3 16 9 6
10 5 4 15

228
MACISC H E QUADRATE

Ich sage: »Das hier ist ein magisches Quadrat - und zwar das
kleinste magische Quadrat mit 16 Feldern. Für die Konstruk­
tion habe ich die Zahlen 1 bis 16 verwendet. Sie werden fest­
stellen, dass jede Zeile und jede Spalte zusammengerechnet
34 ergibt. Nun habe ich mich so ausführlich mit magischen
Quadraten beschäftigt, dass ich jetzt eines vor Ihren eigenen
Augen konstruieren werde.((
Ich bitte dann das Publikum, mir eine beliebige Zahl größer
als 34 vorzugeben. Angenommen, jemand sagt 67.
Ich zücke dann eine weitere Visitenkarte, zeichne eine leere
Tabelle mit 4 Zeilen und 4 Spalten und schreibe daneben die
Zahl 67. Dann bitte ich einen Freiwilligen, hintereinander auf
beliebige Felder der Tabelle zu deuten. Sobald er auf ein Feld
deutet, schreibe ich umgehend eine Zahl hinein. Das Ender­
gebnis sieht so aus:
16 19 23 9
22 10 15 20
= 67
11 25 17 14
18 13 12 24
Ich fahre dann fort: »Beim ersten magischen Quadrat haben
sich Zeilen und Spalten jeweils zu 34 addiert. [Normalerwei­
se lasse ich die Visitenkarte mit dem ersten magischen Qua­
drat jetzt verschwinden.] Schauen wir jetzt mal, wie es uns
bei dem Quadrat ergangen ist.((
Nach der Überprüfung, dass alle Zeilen und Spalten jeweils
67 ergeben, füge ich hinzu: »Aber das ist nicht alles. Ich habe
beschlossen, für Sie noch einen Schritt weiter zu gehen. Be­
achten Sie, dass sich beide Diagonalen ebenfalls zu 67 addie­
ren!(( Dann zeige ich, dass sich die vier Felder in der Ecke
links oben zu 67 addieren (16 + 19 + 22 + 10 67), die vier Fel­
=

der in allen anderen Ecken ebenfalls, die vier Felder in der

229
D I E KU NST D E R MATH E·MAG I E

Mitte ebenfalls, und die vier Eckfelder auch! Ich entlasse den
Freiwilligen mit den Worten: »Alle ergeben zusammenge­
rechnet 67. Aber das müssen Sie mir nicht glauben. Sie dür­
fen diese Karte als Souvenir mitnehmen - überprüfen Sie
meine Behauptung selbst!«

W I E M A N E I N M AG I S C H ES Q U A D RAT
KO N ST R U I E RT
Sie können magische Quadrate konstruieren, die sich zu
jeder beliebigen Zahl (über 34) addieren, indem Sie das ur­
sprüngliche magische Quadrat nutzen, das sich zu 34 ad­
diert. Behalten Sie das Quadrat in Sichtweite, während Sie
das neue magische Quadrat füllen. Vollführen Sie im Geist
die Berechnungen von Schritt 1 und 2, während Sie die Lini­
en der Tabelle zeichnen:

1. Ziehen Sie 34 von der gegebenen Zahl ab (im Beispiel 67 -


34 = 33)
2. Teilen Sie diese Zahl durch 4 (hier 33 + 4 = 8, mit Rest 1).
Das Ergebnis ist die erste magische Zahl, das Ergebnis mit
Rest die zweite magische Zahl (im Beispiel 8 und 9)
3. Wenn der Freiwillige aufein Feld deutet, werfen Sie einen
unauffälligen Blick auf das Originalquadrat. Wenn im ent­
sprechenden Feld 13, 14, 15, oder 16 steht, addieren Sie die
zweite Zahl (hier 9). Wenn nicht, addieren Sie die erste ma­
gische Zahl (hier 8)
4. Setzen Sie die entsprechenden Zahlen ein, bis das Quadrat
vollständig ist.

Beachten Sie: Wenn die vorgegebene Zahl gerade, aber kein


Vielfaches von 4 ist, sind erste und zweite magische Zahl

230
MAGISC H E QUAD RATE

identisch. Dann hat man nur eine magische Zahl, die man
zu allen Zahlen im 34er-Quadrat addiert.

Warum dieser Trick funktioniert


Diese Methode beruht auf der Tatsache, dass alle Zeilen,
Spalten, Diagonalen (usw.) des ursprünglich gezeigten magi­
schen Quadrats sich zu 34 addieren. Angenommen, die gege­
bene Zahl wäre 82 gewesen. Da 82 - 34 48 (und 48 -:- 4 12),
= =

würde man zu jedem Feld 12 addieren. Dann würde jede Vie­


rergruppe, die sich zuvor zu 34 addierte, jetzt zu 34 + 48 = 82
addieren. Das sehen Sie im unten abgebildeten magischen
Quadrat:
20 23 26 13
25 14 19 24 = 82
15 28 21 18
22 17 16 27
Lautete die vorgegebene Zahl aber 85, wären unsere magi­
schen Zahlen 12 und 15 und wir würden zu den Feldern im
Originalquadrat, in denen 13, 14, 15 oder 16 steht, drei mehr
hinzu addieren. Da jede Spalte, Zeile und Vierergruppe
genau eine dieser Zahlen enthält, würde sich jede Vierer­
gruppe zu 34 + 48 + 3 = 85 addieren, wie unten gezeigt:

20 23 29 13
28 14 19 24
= 85
15 31 21 18
22 17 16 30

Lassen Sie mich an dieser Stelle auf eine interessante mathe­


matische Eigenschaft des berühmten magischen Quadrats
mit 9 Feldern hinweisen. So sieht es aus:

231
D I E KU N ST DER M ATH E·MACi i E

4 9 2
3 5 7 = 15
8 1 6
Wie gehabt, addieren sich alle Zeilen, Spalten und Diagona­
len zur gleichen Zahl, hier 15. Wenn Sie außerdem die Zeilen
bzw. Spalten des Quadrats als dreisteHige Zahlen lesen, gilt:
4922 + 3572 + 8162 = 2942 + 7532 + 6182. Ebenfalls gilt 4382 +
9512 + 2762 = 8342 + 1592 + 6722. Kontrollieren Sie das ruhig
mit dem Taschenrechner. Wenn es Sie interessiert, warum
diese Eigenschaft auftritt, sollten Sie vielleicht einen Blick in
meinen Aufsatz Magie »Squares« Indeed! werfen (bibliografi­
sche Angaben im Anhang des Buches).

S C H N E L L E K U B I KW U RZ E L N
Bitten Sie jemanden, sich eine zweistellige Zahl auszuden­
ken, aber nicht zu verraten. Lassen Sie ihn dann (mit dem Ta­
schenrechner) die Zahl kubieren, also die Zahl zweimal mit
sich selbst multiplizieren. Angenommen, die geheime Zahl
ist 68. Der Freiwillige rechnet 68 x 68 x 68 = 314.432. Dann
bitten Sie ihn, sein Ergebnis zu verkünden. Kaum hat er
3 14.432 vorgelesen, als Sie schon die Kubikwurzel davon ver­
künden: 68, die Ausgangszahl. Wie ging das?
Um Kubikwurzeln berechnen zu können, müssen Sie ler­
nen, wie viel die Zahlen von 1 bis 10 jeweils ergeben, wenn
sie hoch drei genommen werden:
11 1
23 8
33 27
43 64
53 1 25

232
SCH N ELLE K U B I KWURZELN

63 21 6
73 343
83 51 2
g3 729
1 03 1 .000

Sobald Sie diese Zahlen auswendig wissen, geht das Berech­


nen von Kubikwurzeln wie das Brezelbacken. Für unseren
Beispielfall gilt:

Was ist die Kubikwurzel von 314.432?


Anfangs sieht das wie eine ziemlich harte Nuss aus, aber
keine Panik, in Wirklichkeit geht die Berechnung ganz ein­
fach. Wie üblich gehen wir die Sache Schritt für Schritt an:

1. Sehen Sie auf die Größenordnung der Tausenderzahl (die


Zahlen links vom Punkt), hier 314.
2. Da 314 zwischen 63 216 und 73 343, liegt die Kubikwur­
= =

zel in den 60em (weil 603 216.000 und 703 343.000). Die
= =

erste Ziffer der Kubikwurzel ist also eine 6


3. Um die zweite Stelle der Kubikwurzel zu bestimmen, ma­
chen Sie sich zunutze, dass nur die Zahl 8, hoch 3 genom­
men, eine Zahl ergibt, die auf2 endet (83 512). Also muss
=

an der zweiten Stelle eine 8 stehen.

Folglich ist die Kubikwurzel von 314.432 gleich 68. Drei ein­
fache Schritte, und Sie haben das Ergebnis. Beachten Sie,
dass jede Ziffer, von 0 bis 9, genau einmal an letzter Stelle der
Kubikzahlen von 1 bis 10 vorkommt. (Tatsächlich ist die letz­
te Ziffer der Kubikwurzel gleich der letzten Stelle der Kubik­
zahl der letzten Stelle der Ausgangszahl. Knobeln Sie das mal
aus!)

233
D I E KU NST D E R MATH E· M AC I E

Jetzt versuchen Sie eine zur Übung:


Was ist die Kubikwurzel von 1 9. 683 ?
1. 19 liegt zwischen 8 und 27 (23 und 33).
2. Die Kubikwurzel liegt daher in den 20ern.
3. Die letzte Stelle von 19.683 ist eine 3, was mit 343 73 kor­
=

respondiert. Also ist die letzte Stelle der Antwort 7.


Die Antwort lautet 27.

Beachten Sie, dass die Ermittlung der letzten Ziffer nur dann
funktioniert, wenn die Ausgangszahl, die kubiert wurde, eine
ganze Zahl war. Beispielsweise ist die Kubikwurzel von
19.684 gleich 27.0004572 ... und ganz gewiss nicht 24. Deswe­
gen haben wir diesen Trick in das Kapitel über mathemati­
sche Zauberkunststücke aufgenommen und nicht in ein frü­
heres Kapitel. (Außerdem geht die Berechnung so schnell,
dass man an Zauberei glauben könnte.)

V E R E I N FAC H T E W U RZ E L N
Auch einfache (Quadrat-)Wurzeln lassen sich leicht errech­
nen, wenn man das Quadrat einer ganzen Zahl vorgelegt be­
kommt. Wenn Ihnen jemand beispielsweise verriete, das
Quadrat seiner geheimen Zahl sei 7.569, könnten Sie ihm so­
fort antworten, dass die Ausgangszahl 87 war. So geht das:

1. Sehen Sie auf die Größenordnung der Hunderter (die Stel­


len vor den letzten beiden Ziffern), hier 75.
2. Da 75 zwischen 82 (8 x 8 64) und 92 (9 x 9 81) liegt,
= =

muss die Wurzel in den 80em liegen. Die erste Stelle der
Antwort ist also 8. Nun gibt es zwei Zahlen, deren Quadrat
auf9 endet: 32 = 9 und 72 = 49. Die hintere Stelle ist also 3
oder 7. Welche Zahl nun?

234
VER E I N FACHTE WURZELN

3. Vergleichen Sie die gegebene Zahl mit dem Quadrat von


85 (das wir als 80 x 90 + 25 = 7.225 leicht berechnen kön­
nen). Da 7.569 größer ist als 7.225, muss die Wurzel die
größere Zahl sein, also 87.

Machen wir ein weiteres Beispiel:


Was ist die Wurzel aus 4. 761 ?
Da 47 zwischen 62 = 3 6 und 72 = 49 liegt, befindet sich die Lö­
sung in den 60ern. Da die letzte Zahl der Zahl eine 1 ist,
muss die letzte Stelle ihrer Wurzei l oder 9 sein. Da 4.761 grö­
ßer ist als 652 = 4.225, muss die Wurzel 69 sein. Wie beim vo­
rangegangenen Trick mit Kubikwurzeln funktioniert diese
Methode nur, wenn ganze Zahlen quadriert wurden.

E I N E » E R STA U N L I C H E« S U M M E
Den folgenden Trick zeigte mir zuerst James »der erstaun­
liche« Randi, der ihn in seinen Shows mit schönem Erfolg
vorgeführt hat. Hier gelingt es dem Zauberer, die Gesamt­
summe von vier zufällig gewählten dreisteiligen Zahlen vo­
rauszusagen.
Zur Vorbereitung dieses Tricks benötigen Sie drei Sätze mit
jeweils neun Karten und einen Zettel, auf dem die Zahl 2.247
steht. Dieser steckt in einem versiegelten Umschlag. Machen
Sie als nächstes mit jedem der drei Kartensätze das folgende:
Schreiben Sie in Satz A je eine Zahl auf eine Karte, und zwar:

4.286 5.771 9.083 6.5 1 8 2.396 6.860 2.909 5.546 8.1 74


Schreiben Sie aufdie Karten von Satz B je eine der folgenden
Zahlen:

5.792 6.881 7.547 3 .299 7.1 87 6.557 7.097 5 .288 6.548

235
D I E KU NST D E R MATH E- M AG I E

und auf die Karten von Satz C je eine der folgenden:


2.708 5.435 6.81 2 7.343 1 .286 5.23 7 6.470 8.234 5 . 1 29
Wählen Sie drei Leute aus dem Publikum und geben Sie
ihnen jeweils einen Satz Karten. Lassen Sie jeden Freiwilli­
gen eine beliebige Karte aus dem Satz ziehen. Angenommen,
sie ziehen 4286, 5792 und 5435. Lassen Sie nun nacheinan­
der jeden eine Ziffer der Zahl vorlesen, erst Person A, dann
B, dann C. Angenommen, die Freiwilligen rufen die Zahlen
8, 9 und 5. Schreiben Sie die Zahlen 8, 9 und 5 (895) hin und
sagen Sie: »Sie werden zugeben müssen, dass diese Zahl rein
zufällig zustande kam und unmöglich vorhergesagt werden
konnte((. Lassen die als Nächstes die drei Freiwilligen eine
weitere (andere) Ziffer von ihren Karten ausrufen. Sagen wir,
sie rufen 4, 5 und 3. Schreiben Sie 453 unter 895. Wiederho­
len Sie den Vorgang noch zwei Mal Rir die zwei noch ausste­
henden Ziffern auf jeder Karte. Danach haben Sie vier drei­
steilige Zahlen, z. B.:
A B c
8 9 5
4 5 3
2 2 4
6 7 5
2 2 4 7
Lassen Sie als nächstes jemanden die vier Zahlen addieren
und das Ergebnis verkünden. Bitten Sie nun jemanden, den
Umschlag zu öffnen und Ihre Weissagung zu enthüllen. Ver­
beugen Sie sich.

Warum dieser Trick funktioniert


Sehen Sie sich die Zahlen in jedem Kartensatz an und schau­
en Sie, ob sie eine Gemeinsamkeit in ihnen finden. Alle Zah-

236
E I N E ERSTA U N L I C H E SU M M E

len in einem Satz haben die gleiche Quersumme. Die Ziffern


jeder Zahl in Satz A ergeben immer 20, in Satz B immer 23,
in Satz C immer 17. Die Ziffern der Person C stehen in der
rechten Spalte Ihrer Addition und ergeben 17. Sie schreiben
also immer 7 und merken sich 1. Die Ziffern von B geben zu­
sammen 23, mit der gemerkten 1 gibt das 24; Sie schreiben 4
und merken sich 2. Die Ziffern von Person A schließlich ad­
dieren sich zu 20, zusammen mit den 2 gemerkten schreiben
Sie 22 und erhalten als Gesamtsumme 2247!

E I N WO C H E N TAG F Ü R J E D E S DATU M
Wir beenden unser Buch mit einem Klassiker der Kopf­
rechenkunst Wie man den Wochentag für jeden beliebigen
Geburtstag bestimmt. Das ist übrigens eine sehr nützliche
Kunst. Man wird nicht jeden Tag gebeten, eine dreisteHige
Zahl zu quadrieren, aber es vergeht kaum ein Tag, an dem
nicht jemand ein vergangenes oder zukünftiges Datum er­
wähnt. Mit nur ein wenig Übung werden Sie es schaffen,
schnell und mühelos den Wochentag für praktisch jedes
Datum der Geschichte zu bestimmen.
Als erstes weisen wir jedem Wochentag eine Codenummer
zu. Die sind leicht zu merken:

Zahl Tag
Montag
2 Dienstag
3 M ittwoch
4 Don nerstag
5 Freitag
6 Sam stag
7 oder 0 Son ntag

237
D I E K U N ST D E R M ATH E·MACIE

Als nächstes benötigen wir einen Code für jeden Monat des
Jahres. Diese Monatscodes werden für jedes Jahr verwendet,
mit zwei Ausnahmen: In Schaltjahren (wie 2000, 2004, 2008)
ist der Monatscode für Januar 5 und für Februar 1. Damit Sie
sich die Monatscodes leichter merken können, haben wir
eine Reihe von Gedächtnishilfen angefügt:
Monat Code Gedächtnishilfe
J anuar 6* »Winter« hat 6 Buchstaben
Februar 2* Februar i st der 2. Monat im Jahr
März 2 März hat auch » nicht mehrz« als
Februar
April 5 Apri l hat 5 Buchstaben
Mai 0 M ai-o-nese
Juni 3 Hat 3 Buchstaben mit J u li gemeinsam
Juli 5 Das L in J u l i steht fü r 5
(im phonetischen Code) .
August »August« fängt mit A a n , dem ersten
Buchstaben des Alphabets
September 4 Septem heißt 7 - und 72 = 49, wie i n
4.9.
Oktober 6 Der » Herbst« hat begon nen - und
6 Buchstaben
Novem ber 2 Allerseelen ist am 2. N ovember
Dezember 4 Am vieru ndzwanzigsten Dezember i st
Weihnachten

* l n Schaltjahren i st der Code fü r Januar 5 und fü r Februar 1 .

Lassen Sie uns jetzt den Wochentag für ein beliebiges Datum
im Jahr 2006 berechnen. Danach wenden wir uns 2007 zu,
dann 2008 und so fort, bis zum Ende Ihres Lebens. Sobald
wir dann die Zukunft abgehandelt haben, können wir in die

238
E I N WOC H E NTACi F O R J E DES DATU M

Vergangenheit blicken und die Wochentage für jedes Datum


im zwanzigsten Jahrhundert oder in jedem früheren Jahr­
hundert bestimmen.
Jedes Jahr bekommt eine Codenummer; für das Jahr 2006 ist
es die 0 (s. S. 241).
Um nun den Wochentag zu berechnen, addieren wir einfach
den Tag im Monat, den Monatscode und den Jahrescode. Für
den 3. Dezember 2006 läuft die Berechnung so:
Tag i m Monat + Monatscode + Jahrescode = 3 + 4 + 0 = 7
Das Datum wird also auf einen Tag 7, einen Sonntag, fallen.
Wie steht es mit dem 18. November 2006? Da November den
Monatscode 2 hat, bekommen wir
Tag im Monat + Monatscode + Jahrescode = 1 8 + 2 + 0 = 20
Da sich die Wochentage nach 7 Tagen wiederholen, können
wir jedes Vielfache von 7 von diesem Ergebnis abziehen (7,
14, 21, 28, 35, ... ), ohne den Wochentag zu verändern. Unser
letzter Schritt besteht also darin, das größtmögliche Vielfache
von 7 abzuziehen. Das gibt uns 20 - 14 = 6. Der 18. Novem­
ber 2006 fällt auf einen Samstag.
Wie sieht es mit 2007 aus? Nun, was passiert im Lauf der
Jahre mit Ihrem Geburtstag? Die meisten Jahre haben 365
Tage, und da 364 ein Vielfaches von 7 ist (7 x 52 = 364), ver­
schiebt sich der Wochentag Ihres Geburtstags in den meis­
ten Jahren um einen Tag nach hinten. Wenn zwischen zwei
Geburtstagen 366 Tage liegen, verschiebt sich der Wochentag
um zwei Tage nach hinten. Für das Jahr 2007 berechnen wir
den Wochentag also genau wie zuvor, verwenden diesmal
aber einen Jahrescode von 1. Das darauf folgende Jahr, 2008,
ist ein Schaltjahr. (Jedes vierte Jahr ist ein Schaltjahr. Die
Schaltjahre des 21. Jahrhunderts sind also 2004, 2008,

239
D I E K U N ST D E R MATHE•MACi i E

2012. . .2096). Für das Jahr 2008 steigt der Jahrescode also um
2, auf3. Das darauffolgende Jahr 2009 ist kein Schaltjahr, der
Jahrescode steigt also um 1 auf 4. Für den 2. Mai 2007 gilt:
Tag im Monat + Monatscode + Jahrescode = 2 + 0 + 1 = 3
Es handelt sich um einen Mittwoch.

Für den 9. September 2008 bekommen wir:


Tag im Monat + Monatscode + Jahrescode = 9 + 4 + 3 = 1 6
Subtrahieren wir das größte Vielfache von 7, erhalten wir
16 - 14 = 2; es handelt sich um einen Dienstag.

Aber aufgepasst! Der 16. Januar 2008 fällt in einen Schaltjahr­


Januar, weswegen der Monatscode 5 statt 6 ist. So bekommen
wir:
Tag im Monat + Monatscode + Jahrescode = 1 6 + 5 + 3 = 24
Der 16. Januar fällt auf Tag 24 - 21 = 3, auf Mittwoch. Wir
haben alle Jahrescodes von 2000 bis 2099 auf der nächsten
Seite 241 in einer Tabelle gesammelt. Dort können Sie jeder­
zeit nachschlagen.
Jetzt aber die gute Nachricht: Sie müssen die Tabelle nicht
auswendig lernen. Wir können den Code für jedes Jahr zwi­
schen 2000 und 2099 im Kopf berechnen. Der Code des Jah­
res 2000 + x nehmen wir einfach ; (ein eventueller Rest wird
ignoriert) und addieren das zu x. Dann subtrahiert man das
größtmögliche Vielfache von 7.
Für das Jahr 2061 zum Beispiel ergibt sich 6J = 15 (der Rest
1 wird ignoriert). Es hat also einen Code von 61 + 1 5 = 76.
Und da wir jedes Vielfache von 7 subtrahieren dürfen, neh­
men wir den einfacheren Jahrescode von 76 - 70 = 6.

240
E I N WOC H E NTAG F O R J EDES DATU M

Jahr Code Jahr Code Jahr Code Jahr Code


2000 0 2025 3 2050 6 2075 2
2001 2026 4 205 1 0 2076 4
2002 2 2027 5 2052 2 2077 5
2003 3 2028 0 2053 3 2078 6
2004 5 2029 2054 4 2079 0
2005 6 2030 2 2055 5 2080 2
2006 0 203 1 3 2056 0 2081 3
2007 1 2032 5 205 7 2082 4
2008 3 2033 6 2058 2 2083 5
2009 4 2034 0 2059 3 2084 0
201 0 5 2035 1 2060 5 2085
201 1 6 2036 3 2061 6 2086 2
201 2 203 7 4 2062 0 2087 3
201 3 2 2038 5 2063 1 2088 5
201 4 3 2039 6 2064 3 2089 6
201 5 4 2040 1 2065 4 2090 0
201 6 6 2041 2 2066 5 2091
201 7 0 2042 3 2067 6 2092 3
201 8 2043 4 2068 2093 4
2019 2 2044 6 2069 2 2094 5
2020 4 2045 0 2070 3 2095 6
2021 5 2046 1 2071 4 2096
2022 6 2047 2 2072 6 2097 2
2023 0 2048 4 2073 0 2098 3
2024 2 2049 5 2074 2099 4

Für den 19. März 2061 gilt demnach:


Tag im Monat + Monatscode + Jahrescode = 1 9 + 2 + 6 = 27
Wir ziehen 21 ab und stellen fest, dass dieses Datum auf
einen Samstag fällt (27 - 21 = 6).

241
D I E KU NST D E R MATH E· MACi i E

Wie sieht es mit Geburtsdaten zwischen 1900 und 1999 aus?


Führen Sie die Berechnung genauso aus wie gerade, aber ver­
schieben Sie den Tag am Ende um 1 weiter (oder addieren Sie
einfach 1 zum Jahrescode) . Der 19. März 1961 fiel also auf
einen Sonntag.
Für das Datum 3. Dezember 1998 bekommen wir 9! = 24
(mit Rest 2, den wir ignorieren). Das Jahr 1998 hat also einen
Code von 98 + 24 + 1 = 123 - die 1 wurde addiert, weil es sich
um ein Jahr zwischen 1900 und 1999 handelt. Als nächstes
subtrahieren Sie das größte Vielfache von 7. Hier die Viel­
fachen von 7, die Sie bei dieser Art Rechnung oft brauchen:
7, 1 4, 21 , 28, 35, 42, 49, 56, 63, 70, 77, 84, 91 , 98, 1 05, 1 1 2,
1 1 9, 1 26
Da 123 - 1 19 = 4, hat 1998 den Jahrescode 4. Für den 3. De­
zember 1998 gilt demnach
Tag im Monat + Monatscode + Jahrescode = 3 + 4 + 4 = 1 1
Mit 1 1 7 4 kommen wir auf das korrekte Ergebnis: Don­
- =

nerstag.
Für Jahreszahlen von 1800 bis 1899 addieren wir zum Jahres­
code 3. Beispielsweise wurden Charles Darwin und Abraham
Lincoln beide am 12. Februar 1809 geboren. Da 2009 einen
Jahrescode von 4 hat, hat 1809 einen Jahrescode von 4 + 3 7, =

was zu 0 reduziert werden kann. Für den 12. Februar 1809 gilt
also:
Tag im Monat + Monatscode + Jahrescode = 1 2 + 2 + 0 1 4 =

Nun ist 14 - 14 0, beide wurden also an einem Sonntag ge­


=

boren.
Für Jahre von 2100 bis 2199 addieren wir 5 zum Jahrescode
(oder subtrahieren 2, was aufs Gleiche hinauskommt). Da

242
E I N WOC H E NTAC F0R J E D ES DATUM

2009 beispielsweise den Jahrescode 4 hat, hat 2109 den Jah­


rescode 4 + 5 = 9, oder, wenn man 7 abzieht, 2. Daten der
Jahre von 1700 bis 1 799 werden genauso behandelt wie dieje­
nigen von 2100 bis 2199 (indem man 5 addiert bzw. 2 subtra­
hiert), aber wir müssen aufpassen: Unsere Formel beruht auf
dem Gregorianischen Kalender, der 1582 eingeführt wurde.
Aber England (und die amerikanischen Kolonien) übernah­
men diese Zeitrechnung erst 1752, als auf Mittwoch, den 2.
September Donnerstag, der 14. September folgte. Oberprü­
fen wir zunächst, ob der 14. September 1752 wirklich ein
Donnerstag war. Da 2052 einen Jahrescode von 2 hat (von S.
241 oder aus 52 + 1 3 - 63 = 2), hat 1752 den Code 0. Daher gilt
für den 14. September 1752:
Tag im Monat + Monatscode + Jahrescode = 1 4 + 4 + 0 = 1 8
18 - 14 = 4, es handelte sich also wirklich um einen Donners­
tag. Für frühere Daten (als noch der Julianische Kalender
galt) funktioniert diese Formel für Daten aus England f Ame­
rika nicht mehr. In Europa übernahmen einige katholische
Länder den Gregorianischen Kalender bereits 1 582, als auf
den 4. Oktober gleich der 15. folgte. Bis dahin kann man un­
sere Formel für Daten aus diesen Gebieten also noch anwen­
den. Der Jahrescode für die Jahre von 1600 bis 1699 ist dabei
der gleiche wie für die Jahre von 2000 bis 2099, der für 1 583
bis 1599 der gleiche wie für die Jahre 1983 - 1999.
Zum Schluss sei vermerkt, dass im Gregorianischen Kalen­
der Schaltjahre alle 4 Jahre vorkommen, mit Ausnahme der
Jahre, die glatt durch 100 teilbar sind. Es gibt aber eine Aus­
nahme von der Ausnahme: Jahre, die sich glatt durch 400 tei­
len lassen, sind Schaltjahre. 1600, 2000, 2400 und 2800 sind
also Schaltjahre, 1700, 1800, 1900 2100, 2200, 2300 und 2500
nicht. Der Gregorianische Kalender wiederholt sich alle 400

243
D I E KU NST D E R MATH E·MAG I E

Jahre, man kann also jedes beliebig weit in der Zukunft lie­
gende Datum in eines umwandeln, das näher bei 2000 liegt.
Der 19. März 2361 und der 19. März 2761 fallen beispielswei­
se auf den gleichen Wochentag wie der 19. März 1961, für den
wir bereits errechnet haben, dass er auf einen Sonntag fällt.

Übung: Ein Tag ft.lr jedes Datum

Ordnen Sie jedem der folgenden Daten einen Wochentag zu:


1. 1 9. J a nuar 2007
2. 1 4. Februar 201 2
3. 20. J u ni 1 993
4. 1 . September 1 983
5. 8. September 1 954
6. 1 9. November 1 863
7. 4. J u l i 1 776
8. 22. Februar 2222
9. 31 . J u ni 2468
1 0. 1 . J anuar 2358

244
oo , KA P I T E L , ,

Epilog - Mathematik und


Übersinnliches

ls Herausgeber der Zeitschrift Skeptic, Vorstand der


A Skeptics Society und Herausgeber des Scientific Ameri­
can mit einer regelmäßigen Kolumne namens »Skeptic« er­
halte ich bergeweise Post von Leuten, die mich mit Berichten
über ihre außergewöhnlichen Erlebnisse konfrontieren: Dort
lese ich von verwunschenen Häusern, Geistern, Erfahrungen
an der Schwelle zum Tod und außerhalb des eigenen Kör­
pers, U FO-Sichtungen, Entführungen durch Außerirdische,
Träumen, in denen Todesfälle vorausgesehen wurden, und
vielem mehr.
Ich finde diejenigen Geschichten am interessantesten, die
von hochgradig unwahrscheinlichen Begebnissen handeln.
Die Logik der Briefeschreiber geht dabei so: Wenn ich keine
befriedigende natürliche Erklärung für dieses spezielle Ereig­
nis geb en kann, dann sind übernatürliche Phänomene also
möglich. Eine sehr gängige Geschichte ist diejenige, dass je­
mand den Tod eines Freundes oder Verwandten im Traum
voraussieht - und am nächsten Tag vom unerwarteten Tod
dieser Person erfährt. Das ist doch extrem unwahrscheinlich,
oder?
Und hier kommt die Mathematik ins Spiel. Ich will hier
keine Sonntagsreden schwingen, dass Mathematikunterricht
in den Schulen den Kindern beibringt, kritisch zu denken,

245
MATH E M ATI K U N D OBERSI N N LI C H ES

weil das wahrscheinlich so ziemlich jeder Mathelehrer min­


destens einmal im Jahr vor seiner Klasse behauptet. Lieber
gebe ich Ihnen hier ein paar konkrete Beispiele, wie ich ganz
einfache Mathematik für die Erklärung »übersinnlicher«
Phänomene einsetze.
Ich kann natürlich nicht jedes einzelne seltsame Ereignis die­
ser Welt erklären, aber ein Gesetz auf dem Gebiet der Wahr­
scheinlichkeitsrechnung, genannt >>Gesetz der großen Zahl«,
besagt, dass ein Ereignis, das bei einer kleinen Anzahl Versu­
che nur mit geringer Wahrscheinlichkeit auftritt, bei einer
großen Anzahl Versuche mit hoher Wahrscheinlichkeit auf­
tritt. Oder, wie ich gerne sage: Dinge, die einem mit einer
Chance von eins zu einer Million passieren, geschehen in
Amerika täglich 295 mal - weil es eben 295 Millionen Ein­
wohner gibt.
Fangen wir mit vorgeahnten Todesfällen an. Hier eine kurze
Überschlagsrechnung, die ich gemacht habe: Psychologen
sagen, im Durchschnitt habe man am Tag fünfTräume, eine
Zahl, die sich über das Jahr auf 1.825 summiert. Selbst wenn
wir uns nur an jeden zehnten Traum erinnern, sind das
immer noch 182,5 Träume im Jahr, an die wir uns erinnern.
Bei 295 Millionen Amerikanern macht das 53,8 Milliarden
Träume pro Jahr, an die man sich erinnert. Nach Auskunft
von Anthropologen und Soziologen kennt jeder von uns etwa
150 Leute recht gut (der Durchschnittsmensch hat also etwa
die Namen von 150 Leuten in seinem Adressbüchlein, die
ihm persönlich bekannt sind). Zwischen den 295 Millionen
Amerikanern besteht also ein Geflecht von 44,3 Milliarden
persönlichen Bekanntschaften. Die Sterblichkeit beträgt
0,008 pro Jahr, über alle Altersstufen und für alle Todesursa­
chen; es sterben also 2,6 Millionen Leute im Jahr. Unvermeid­
licherweise müssen einige der 53,8 Milliarden Träume, an die

246
C ES ETZ DER C ROSSEN ZA H L

sich jemand erinnert, von diesen 2,6 Millionen Todesfallen


unter den 295 Millionen Amerikanern handeln, die über ein
Geflecht von 44,3 Milliarden persönlichen Beziehungen mit­
einander verbunden sind. Tatsächlich wäre esfast ein Wunder,
wenn kein einziger dieser Todesahnungs-Träume sich erfüllen
würde.
Auch wenn ich mit meinen Zahlen falsch liege, auch wenn
ich schwer daneben liege, bleibt die Logik intakt: Wie hoch
ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Traum mit Todesahnung
wahr wird? Antwort: verdammt hoch.
In diesem Fall kommt zusätzlich ein psychologischer Faktor
ins Spiel. der selektive Wahrnehmung genannt wird: Wenn es
um unsere liebsten Überzeugungen geht, nehmen wir jede
Bestätigung unserer Theorien wahr und ignorieren alle
Dinge, die ihr widersprechen. Verschwörungstheorien bei­
spielsweise basieren auf dem Mechanismus der selektiven
Wahrnehmung. Leute, die einer bestimmten Verschwö­
rungstheorie anhängen (z. B. der 1 1 . September wurde von
der Regierung Bush organisiert, um einen Krieg in Nahost
anzetteln zu können) suchen erfolgreich nach winzigen Fak­
ten-Splittern, die darauf zu verweisen scheinen, dass die
Theorie stimmt (Bush etwa saß zum Zeitpunkt der Anschlä­
ge ganz gelassen in einem Klassenzimmer und las den Kin­
dem was über Ziegen vor, als ob er genau wüsste, dass ihm
nichts passieren kann). Die überwältigenden Beweise für
eine wahrscheinlichere Erklärung (dass nämlich Osama bin
Laden und seine Bande internationaler Terroristen für den
Anschlag verantwortlich waren) ignorieren sie. Mithilfe der
selektiven Wahrnehmung lässt sich auch erklären, warum
Astrologen, Tarotkarten-Leger und Hellseher so erfolgreich
darin scheinen, in Leuten zu »lesen((. Leute, denen Voraussa­
gen gemacht werden, erinnern sich vornehmlich an die we-

247
MAT H E MATI K U N D OBERS I N N LI C H ES

nigen Treffer und vergessen die zahlreichen falschen Vorher­


sagen. Wenn Treffer und Fehler tatsächlich gezählt werden ­
was ich einmal für ein Special des Fernsehsenders ABC über
Hellseher gemacht habe -, stellt sich heraus, dass einfach
nur geraten wird, mal richtig, mal falsch, ganz nach den Ge­
setzen der Wahrscheinlichkeit.
Im Falle der Todesahnungs-Träume scheint an übersinnli­
chen Phänomenen »doch etwas dran zu sein((, sobald nur ein
paar der Leute, denen das passiert ist, ihre wundersamen Er­
zählungen in der Öffentlichkeit (demnächst bei Oprah Win­
frey!) ausbreiten. In Wirklichkeit arbeitet hier schlicht das Ge­
setz der großen Zahl.
Der mathematische Ansatz, dem Übersinnlichen zu begeg­
nen, führte mich zu einer weiteren Überschlagsrechnung in
Sachen »Wunder((. Typischerweise verwenden Leute das
Wort Wunder für äußerst ungewöhnliche Ereignisse, die nur
mit der Wahrscheinlichkeit von »eins zu einer Million(( ge­
schehen. Nehmen wir das mal als Ausgangsdefinition. Ein
Wunder sei ein Ereignis, das nur mit der Wahrscheinlichkeit
von eins zu einer Million eintritt. Nun ist es aber im Alltag
so, dass wir unablässig wahrnehmen, wie zahllose Dinge pas­
sieren, etwa eines pro Sekunde. Daten über die Welt und die
Geschehnisse darin strömen also mit der Rate von einem Er­
eignis pro Sekunde über unsere Sinne auf uns ein. Wenn wir
uns wach und aufmerksam acht Stunden täglich in der Welt
da draußen bewegen, macht das dreißigtausend Datenbits
pro Tag oder etwa eine Million Ereignisse im Monat, die wir
wahrnehmen. Die überwältigende Mehrheit dieser Informa­
tionen und Ereignisse bedeuten uns natürlich überhaupt
nichts. Unser Gehirn ist so geschaltet, dass diese Daten weg­
gefiltert und vergessen werden, damit wir nicht mit Informa­
tionen überflutet werden. Aber über einen Monat gesehen

248
W U N D E R U N D WA H RSC H E I N LIC H K E IT

sollte man erwarten, mindestens ein Ereignis wahrzuneh­


men, für das die Chancen eins zu einer Million stehen. Neh­
men Sie dazu noch die selektive Wahrnehmung - unge­
wöhnliche Dinge merken wir uns, den Rest vergessen wir ­
und es wird ganz unvermeidlich, dass irgendjemand irgend­
wo jeden Monat ein Wunder berichtet. Und die Boulevard­
blätter stehen bereit, das Wunder zu verkünden!
Das war eine kleine Einführung, wie man wissenschaftlich
denkt. In unserem Streben zu verstehen, wie die Welt funk­
tioniert, müssen wir unterscheiden lernen, was real ist und
was nicht, was zufällig passiert und was aufgrund einer spe­
zifischen Ursache. Dabei haben wir damit zu kämpfen, dass
das menschliche Gehirn von der Evolution daraufhin ge­
trimmt wurde, die wirklich ungewöhnlichen Dinge wahrzu­
nehmen und den ganzen Wust unnützer Daten zu ignorie­
ren, der auf uns einströmt. Deswegen ist uns der Umgang
mit Wahrscheinlichkeiten auch nicht in die Wiege gelegt.
Wissenschaftliches Vorgehen ist uns nicht in die Wiege ge­
legt. Wir brauchen also Ausbildung und Übung.
Und dann sind da noch diese penetranten Wahrnehmungs­
verzerrungen, die ich erwähnt habe, wie die selektive Wahr­
nehmung. Es gibt noch weitere. Daten sprechen nicht für
sich selbst, sie werden von sehr subjektiven und voreinge­
nommenen Hirnen gefiltert. Die selbstwertdienliche Wahr­
nehmung (Self-Serving Bias) etwa macht, dass wir uns selbst
in positiverem licht sehen, als andere das tun. Landesweite
Untersuchungen zei�n etwa, dass die meisten Geschäftsleu­
te sich für moralischer als andere Geschäftsleute halten.
Auch Psychologen, die sich mit moralischer Intuition be­
schäftigen, halten sich für moralischer als ihre Kollegen, die
sich mit der gleichen Materie beschäftigen. In einer Studie,
die 829.000 Eintrittsprüfungen zum College auswertete, fan-

249
MATH E M ATI K U N D O B ERSI N N LICH ES

den 0 Prozent der Teilnehmer, sie kämen nur >>Unterdurch­


schnittlich« mit anderen Leuten zurecht, volle 60 Prozent
sahen sich hinsichtlich ihrer sozialen Fähigkeiten in den
»obersten 10%«.
1997 befragte U.S. News and World Report Amerikaner, wer
wohl wahrscheinlich in den Himmel käme. 52 Prozent mein­
ten Bill Clinton, 60 Prozent Prinzessin Diana, 65 Prozent
waren für den Basketballspieler Michael Jordan, 79 Prozent
stimmten für Mutter Theresa. Die Person aber, die mit 87
Prozent am wahrscheinlichsten in den Himmel kommt: der
Antwortende selbst.
Emily Pronin, eine Psychologieprofessorin an der Princeton
University, testete eine Wahrnehmungsverzerrung namens
blinder Fleck. Die Probanden konnten sehr wohl beurteilen,
inwieweit andere Personen einer Reihe von acht verschiede­
nen Wahrnehmungsverzerrungen unterlagen, aber es gelang
ihnen nicht, diese Verzerrungen bei sich selbst wahrzuneh­
men. Im Rahmen einer Studie an der Stanford University
wurden Studenten gebeten, sich hinsichtlich einiger Charak­
tereigenschaften mit ihren Mitstudenten zu vergleichen.
Wenig überraschend: In Kategorien wie Freundlichkeit oder
Uneigennützigkeit stuften sich alle überdurchschnittlich gut
ein. Selbst als die Probanden vor der Tendenz gewarnt wur­
den, sich zu gut einzuschätzen, und gebeten wurden, ihre ur­
sprüngliche Einschätzung zu überprüfen, blieben 63 Prozent
dabei - und 13 Prozent behaupteten sogar, sie seien anHing­
lich zu bescheiden gewesen! In einer zweiten Studie wies
Pronin Personen zufällige hohe oder niedrige Werte in
einem Test auf soziale Intelligenz zu. Wenig überraschend:
Diejenigen mit den guten Ergebnissen fanden den Test fai­
rer und nützlicher als diejenigen mit den schlechten Werten.
Als sie befragt wurden, ob sie nicht möglicherweise vom Test-

250
VERZERRTE WAH R N E H M U N G

ergebnis in ihrer Bewertung beeinflusst worden seien, ant­


worteten die Teilnehmer, dass andere Teilnehmer viel vorein­
genommener gewesen seien als sie selbst. In einer dritten
Studie befragte Pronin die Teilnehmer, welche Methoden sie
benutzten, um Wahrnehmungsverzerrungen bei sich selbst
und bei anderen zu bewerten. Sie fand heraus, dass Men­
schen bei der Bewertung anderer allgemeine Verhaltenstheo­
rien anwendeten, aber Nabelschau (Introspektion) betrieben,
wenn sie sich selbst einschätzen sollten. Allerdings - und das
ist die lntrospektions-Illusion - glauben Leute nicht, dass
man diese Selbsterkenntnis anderen Leuten zutrauen darf.
Ihre Einstellung lautet: Für mich ist das okay, du darfst das
aber nicht.
Frank J. Sulloway, Psychologe an der University of California
in Berkeley, und ich machten eine ähnliche Entdeckung einer
Attributions-Verzerrung. Im Rahmen einer Untersuchung
fragten wir Menschen, warum sie an Gott glaubten und
warum andere Leute ihrer Ansicht nach an Gott glaubten.
Allgemein rechtfertigen Menschen ihren Glauben mit ratio­
nalen Gründen wie der Schönheit und der Komplexität der
Schöpfung, während sie den Glauben anderer Leute aufemo­
tionale Motiven zurückführen: Glaube tröste, stifte einen
Sinn, und überhaupt seien die Leute einfach zum Glauben
erzogen worden. Politikwissenschaftler haben auf dem Ge­
biet der politischen Überzeugungen etwas Ähnliches festge­
stellt: Republikaner rechtfertigen ihre konservative Einstel­
lung mit rationalen Gründen, behaupten aber, Demokraten
seien »bleeding-heart liberals« (die wörtliche Übersetzung
»Weichherzige Sozialdemokraten« drückt die Verachtung
nicht annähernd aus). Gleichzeitig behaupten Demokraten,
ihre fortschrittliche Einstellung sei die vernünftigste, und
werfen den Republikanern vor, »herzlos« zu sein.

251
MAT H E M AT I K U N D O BERSI N N LI C H ES

Wie geht die Wissenschaft mit solchen Wahrnehmungsver­


zerrungen um? Wie finden wir heraus, ob eine Behauptung
Unfug ist oder zutreffend? Wir müssen offen genug sein, um
radikal neue Konzepte akzeptieren zu können, die hin und
wieder in Erscheinung treten. Aber wir dürfen nicht so offen
sein, dass wir hirnlos alles glauben, was uns vorgesetzt wird.
Dieses Dilemma veranlasste uns von der Skeptics Society,
einen Werkzeugkasten zusammenzustellen, den wir Un­
sinn-Detektor-Kasten nannten, inspiriert von Carl Sagans
wunderbarem Buch darüber, wie man Nonsens aufdeckt (Der
Drache in meiner Garage oder die Kunst der Wissenschaft, Un­
sinn zu entlarven). In diesem Unsinn-Detektor-Kasten stellen
wir einen Katalog von 10 Fragen vor, wie man angesichts
einer Behauptung überprüft, ob man sie zu bereitwillig
glaubt oder zu leichtfertig ablehnt.

1 . Wie glaubwürdig ist die Quelle der These?Daniel Kevles hat


in seinem 1999 erschienenen Buch The Baltimore Affair ein­
drücklich gezeigt, dass es bei der Untersuchung von Schum­
meleien in der Wissenschaft ein Abgrenzungsproblem gibt.
Es ist schwierig, absichtlichen Betrug aus dem Hintergrund­
rauschen von Fehlern und Schlampereien herauszufiltern,
das unvermeidlicherweise auftritt, wo Wissenschaft betrie­
ben wird. Bei einer Oberprüfung von Forschungsaufzeichun­
gen eines Labors, das mit dem Nobelpreisträger David Salti­
more zusammen arbeitete, stieß ein unabhängiges, vom
Kongress eingesetztes Komitee auf eine verblüffende Anzahl
von Fehlern, aber aufkeine Anzeichen für absichtlichen Be­
trug. Wissenschaft läuft chaotischer ab, als die meisten Leute
sich klarmachen. Saltimore wurde entlastet, als sich heraus­
stellte, dass keine Daten absichtlich manipuliert worden
waren.

252
DER U N S I N N -DETEKTOR

2. Stellt diese Quelle oft ähnliche Thesen auf? Pseudowissen­


schaftler haben die Angewohnheit, weit über die belegten
Fakten hinaus Behauptungen aufzustellen. Wenn Einzelne
also häufig sensationelle Ergebnisse präsentieren, sind sie
nicht unbedingt Genies. Diese Frage erlaubt nur eine qualita­
tive Einordnung, kein endgültiges Urteil, da viele große Geis­
ter in ihren kreativen Spekulationen über das hinausschie­
ßen, was sie auch handfest belegen können. Thomas Gold
etwa von der Cornell University ist für seine radikalen Ideen
berüchtigt. Aber er hat oft genug Recht behalten, so dass an­
dere Wissenschaftler weiterhin zuhören, was er zu sagen hat.
Beispielsweise glaubt Gold, dass Erdöl kein fossiler Brenn­
stoff ist, sondern das Nebenprodukt einer tiefen, heißen Bio­
sphäre. Kaum ein Geologe, mit dem ich gesprochen habe,
nimmt diese Theorie ernst, trotzdem hält man Gold nicht für
einen Spinner. Was wir mit dieser Frage aufzuspüren versu­
chen, ist eine ganze Ansammlung grenzwertiger Theorien,
bei deren Erstellung Daten rigoros ignoriert oder verzerrt
wurden.

3. Wurde die These von unabhängiger Seite erfolgreich über­


prüft? Pseudowissenschaftler stellen in der Regel Behauptun­
gen auf, die unbewiesen sind oder nur von Leuten aus ihrem
eigenen Umfeld verifiziert wurden. Wir müssen uns fragen,
wer den Wahrheitsgehalt von Behauptungen überprüft, und
sogar, wer die Prüfer überprüft. Das größte Problem etwa
beim Debakel um die kalte Kernfusion lag nicht darin, dass
die Wissenschaftler Stanley Pons und Martin Fleischmann
sich täuschten, sondern darin, dass sie ihre spektakuläre Ent­
deckung auf einer Pressekonferenz ausposaunten, bevor sie
von anderen Labors überprüft werden konnte. Schlimmer
noch: Auch als die kalte Fusion sich im Experiment nicht wie-

253
MATH E M ATI K U N D O BERSI N N LICHES

derholen ließ, beharrten die beiden weiterhin auf ihrer Be­


hauptung.

4. Wie verträgt sich die These mit unserem Wissen darüber,


wie die Welt funktioniert? Jede außergewöhnliche These muss
in einen weiteren Kontext gestellt werden. Wenn Leute etwa
behaupten, die Pyramiden und die Sphinx seien vor über
zehntausend Jahren von einer hochentwickelten Kultur er­
richtet worden, bieten sie keinerlei Kontext für diese angebli­
che Zivilisation. Wo sind ihre Kunstwerke, ihre Waffen, Klei­
der, Werkzeuge, ihre Abfälle? So läuft Archäologie einfach
nicht.

5. Hat jemand sich Mühe gegeben, die These zu widerlegen


oder wurde nur nach Indizien gesucht, die ftlr sie sprechen?
Es geht hier um den Confirmation Bias, also um die Tendenz,
nach Beweisen für etwas zu suchen und alle Indizien zu ver­
werfen oder zu ignorieren, die gegen eine These sprechen.
Diese Versuchung ist sehr groß; fast niemand kann sich ihr
entziehen. Deswegen sind die Regeln des wissenschaftlichen
Vorgehens auch so streng: Daten müssen überprüft und
nochmals überprüft werden, Theorien verifiziert werden, Ex­
perimente wiederholbar sein. Eine besonders wichtige Rolle
spielt darin der Versuch, eine These zu widerlegen (also nach
Gründen und Indizien dafür zu suchen, dass sie nicht
stimmt).

6. Konvergiert ein Großteil der Fakten darauf hin, dass die


Schlussfolgerung einer Person richtig ist, oder eher in eine an­
dere Richtung? Die Evolutionstheorie beispielsweise wird
durch die Konvergenz von Hinweisen aus einer Reihe von
unabhängigen Forschungsrichtungen bewiesen. Aufkeinem

254
D E R U N SI N N - D ETE KTOR

Fossil, aufkeinem biologischen oder paläontologischen Fund


steht ))Evolution«, stattdessen gibt es eine Konvergenz von
Hinweisen aus zehntausenden Beweisstückchen, die sich zu
einem Bild von der Evolution des Lebens zusammenfügen.
Kreationisten blenden diese Konvergenz aus, weil sie ihnen
nicht in den Kram passt, und verbeißen sich stattdessen in
triviale Anomalien und in bisher unerklärte Phänomene in
der Geschichte des Lebens.

7. Hält derjenige, der die Behauptung aufstellt, sich an die all­


gemein anerkannten Argumentationsregeln und Forschungs­
methoden, oder wurden diese zugunsten anderer Methoden
über Bord geworfen, die zum gewünschten Ergebnis führen?
UFOlogen gehen in diese Denk-Falle: Sie konzentrieren sich
auf eine Handvoll unerklärter atmosphärischer Phänomene
und die fragwürdigen Aussagen einiger Augenzeugen.
Gleichzeitig ignorieren sie die Tatsache, dass die überwälti­
gende Mehrheit der so genannten UFO-Sichtungen (nämlich
90 bis 95 Prozent) mit ganz prosaischen Umständen erklärt
werden kann.

8. Hat jemand, der eine existierende, akzeptierte Erklärung ftlr


ein beobachtetes Phänomen zurückweist, eine bessere? Das
ist eine klassische Debatten-Strategie: Kritisiere deinen Wi­
dersacher, aber verrate nie, was du selbst denkst - dann kann
dich keiner dafür kritisieren. Doch in der Wissenschaft ist ein
solches Vorgehen inakzeptabel. Kritiker der weitgehend aner­
kannten Urknalltheorie beispielsweise verbeißen sich in die
wenigen Lücken im anerkannten Modell, ignorieren die Kon­
vergenz der Hinweise auf das kosmologische Modell, bieten
aber keine Altemativtheorie, die von einem Großteil der Fak­
ten gestützt würde.

255
MATH E M ATI K U N D O BERSI N N LI C H ES

9.Kann eine neu aufgestellte Theorie genauso viele Phänome­


ne erklären wie die Vorgänger-Theorie? Skeptiker der H IV­
Theorie behaupten, nicht H IV, sondern ein Lebensstil verur­
sache AIDS. Um eine solche These aufstellen zu können,
muss man aber die Konvergenz der Hinweise aufHIV als Ur­
sache für AIDS ignorieren und gleichzeitig so offensichtliche
Umstände ignorieren wie den signifikanten Anstieg von
AIDS-Fällen unter Blutern, nachdem HIV unbeabsichtigt
über Blutkonserven weiter verbreitet worden war. Darüber hi­
naus erklärt die alternative Theorie bei weitem nicht so viele
Phänomene wie die HIV-Theorie.

10. Beeinflussen persönliche Ansichten und Vorurteile des


Forschers das Ergebnis? Jeder Wissenschaftler hat soziale, po·
litische und ideologische Überzeugungen, die seine Interpre­
tation der Daten beeinflussen könnte. Aber wie wirken sich
diese Überzeugungen auf die Ergebnisse aus? Normaler­
weise werden im Laufe des wissenschaftlichen Prozesses
Vor·Urteile dieser Art herausgefiltert, meist während der
Überprüfung der Ergebnisse durch Forscherkollegen (im
Peer-Review-System). Ohne eine solche Überprüfung wird
kein Text gedruckt. Deswegen sollte niemand in einem intel­
lektuellen Vakuum arbeiten. Wenn Sie Ihre eigene Voreinge­
nommenheit nicht erkennen, wird das ganz bestimmt ein
anderer für Sie erledigen.
Es gibt keinen endgültigen Maßstab dafür, wie offen wir für
neue Ideen oder Behauptungen sein sollten. Aber wenn wir
mithilfe der Mathematik die Wahrscheinlichkeit für außerge·
wöhnliche Ereignisse überprüfen und uns die oben skizzier­
ten Fragen stellen, wenn wir auf etwas Ungewöhnliches sto­
ßen, haben wir schon einen wichtigen ersten Schritt gemacht
zum Verständnis unserer seltsamen und wunderbaren Welt.

256
LÖ S U N G E N

1 . KAPITEL:
Ein bisschen Geben und Neh men:
Addition u nd Su btraktion im Kopf

Addition zweistelliger Zahlen (S. 38)


1. 23 + 1 6 = 23 + 1 0 + 6 = 33 + 6 = 39
2. 64 + 43 = 64 + 40 + 3 = 1 04 + 3 = 1 07
). 95 + 3 2 = 95 + 30 + 2 = 1 25 + 2 = 1 27
4. 34 + 26 = 34 + 20 + 6 = 54 + 6 = 60
5. 89 + 78 = 89 + 70 + 8 = 1 59 + 8 = 1 67
6. 73 + 58 = 73 + 50 + 8 = 1 23 + 8 = 1 3 1
7. 4 7 + 3 6 = 4 7 + 3 0 + 6 = 7 7 + 6 = 83
8. 1 9 + 1 7 = 1 9 + 1 0 + 7 = 29 + 7 = 36
9. 55 + 49 = 55 + 40 + 9 = 95 + 9 = 1 04
10. 39 + 38 = 39 + 30 + 8 = 69 + 8 = 77

Addition dreisteiliger Zahlen (S. 44)


1. 242 + 1 3 7 = 242 + 1 00 + 30 + 7 = 342 + 30 + 7 =
372 + 7 = 3 79
2. 3 1 2 + 256 = 3 1 2 + 200 + 50 + 6 = 5 1 2 + 50 + 6 =
562 + 6 = 568
). 635 + 8 1 4 = 635 + 800 + 1 0 + 4= 1 .435 + 1 0 + 4 =
1 .445 + 4 = 1 .449
4. 457 + 241 = 457 + 200 + 40 + 1 = 6 5 7 + 40 + 1 =
697 + 1 = 698
s. 91 2 + 475 = 91 2 + 400 + 70 + 5 = 1 .3 1 2 + 70 + 5 =
1 .382 + 5 = 1 .387
6. 852 + 3 78 = 852 + 300 + 70 + 8 = 1 .1 52 + 70 + 8 =
1 .222 + 8 = 1 .230

257
7. 45 7 + 269 = 45 7 + 200 + 60 + 9 = 65 7 + 60 + 9 =
71 7 + 9 = 726
8. 878 + 797 = 878 + 700 + 90 + 7 = 1 5 78 + 90 + 7 =
1 .668 + 7 = 1 .675
oder
878 + 797 = 878 + 800 - 3 = 1 .678 - 3 = 1 .675
9. 276 + 689 = 276 + 600 + 80 + 9 = 876 + 80 + 9 =
956 + 9 = 965
10. 877 + 5 3 9 = 877 + 500 + 30 + 9 = 1 3 7 7 + 30 + 9 =
1 .407 + 9 = 1 .41 6
11. 5 .400 + 252 = 5.400 + 200 + 52 = 5.600 + 52 = 5.652
1 2. 1 .800 + 855 = 1 .800 + 800 + 5 5 = 2.600 + 55 = 2.655
n. 6. 1 20 + 1 36 = 6.1 20 + 100 + 30 + 6 = 6.220 + 30 + 6 =
6.250 + 6 = 6.256
14. 7.830 + 348 = 7.830 + 300 + 40 + 8 = 8.1 30 + 40 + 8 =
8.1 70 + 8 = 8.1 78
15. 4.240 + 371 = 4.240 + 300 + 70 + 1 = 4.540 + 70 + 1 =
4.61 0 + 1 = 4.61 1

Subtraktion von zweistelligen Zahlen (S. 46)


1. 38 - 23 = 38 - 20 - 3 = 1 8 - 3 = 1 5
2. 84 - 59 = 84 - 60 + 1 = 24 + 1 = 25
3. 92 - 34 = 92 - 40 + 6 = 52 + 6 = 58
4. 67 - 48 = 67 - 50 + 2 = 1 7 + 2 = 1 9
5. 79 - 29 = 79 - 20 - 9 = 59 - 9 = 50
oder
79 - 29 = 79 - 30 + 1 = 49 + 1 = 50
6. 63 - 46 = 63 - 50 + 4 = 1 3 + 4 = 1 7
7. 51 - 27 = 51 - 30 + 3 = 21 + 3 = 24
8. 89 - 48 = 89 - 40 - 8 = 49 - 8 = 41
9. 1 25 - 79 = 1 25 - 80 + 1 = 45 + 1 = 46
10. 1 48 - 86 = 1 48 - 90 + 4 = 58 + 4 = 62

258
Subtraktion von dreisteiligen Zahlen (S. 5 1 )
1. 5 8 3 - 2 7 1 = 583 - 200 - 70 - 1 = 383 - 70 - 1 =
313 - 1 = 312
2. 936 - 725 = 936 - 700 - 20 - 5 = 236 - 20 - 5 =
21 6 - 5 = 21 1
3. 587 - 298 = 587 - 300 + 2 = 287 + 2 = 289
4. 763 - 486 = 763 - 500 + 1 4 = 263 + 1 4 = 277
5. 204 - 1 85 = 204 - 200 + 1 5 = 04 + 1 5 = 1 9
6. 793 - 402 = 793 - 400 - 2 = 393 - 2 = 391
7. 21 9 - 1 76 = 2 1 9 - 200 + 24 = 1 9 + 24 = 43
8. 978 - 784 = 978 - 800 + 1 6 = 1 78 + 1 6 = 1 94
9. 455 - 3 1 9 = 455 - 400 + 81 = 55 + 81 = 1 36
10. 772 - 596 = 772 - 600 + 4 = 1 72 + 4 = 1 76
11. 873 - 357 = 873 - 400 + 43 = 473 + 43 = 5 1 6
12. 564 - 228 = 564 - 300 + 72 = 264 + 72 = 336
13. 1 .428 - 5 71 = 1 .428 - 600 + 29 = 828 + 29 = 857
14. 2.345 - 678 = 2.345 - 700 + 22 = 1 645 + 22 = 1 .667
15. 1 .776 - 987 = 1 .776 - 1 .000 + 1 3 = 776 + 1 3 = 789

259
2. KAPITEL:
Das Ergebnis ei ner verschwendeten
J ugend: einfache M ultiplikation

Multiplikation zweistelliger Zahlen mit einer einstelligen (S. 58)

1. 82 2. 43 3. 67 4. 71 5. 93
X 9 X 7 X 5 X 3 X 8
720 280 300 21 0 720
+ 18 + 21 + 35 + 3 + 24
738 301 335 21 3 744

6. 49 oder 49 7. 28 8. 53 9. 84 10. 58
X 9 X 9 X 4 X 5 X 5 X 6
360 450 80 250 400 300
+ 81 - 9 + 32 + 15 + 20 + 48
441 441 112 265 420 348

11. 97 12. 78 13. 96 14. 75 1 5. 57


X 4 X 2 X 9 X 4 X 7
360 1 40 81 0 280 350
+ 28 + 6 + 54 + 20 + 49
388 1 56 864 300 399

16. 37 17. 46 18. 76 19. 29 20. 64


X 6 X 2 X 8 X 3 X 8
1 80 80 560 60 480
+ 42 + 12 + 48 + 27 + 32
222 92 608 87 512

260
Multiplikationen dreisteiliger Zahlen mit einstelligen Zahlen (S. 66)

1. 431 2. 637 3. 862 4. 957


X 6 X 5 X 4 X 6
2.400 3 .000 3.200 5.400
+ 1 80 + 1 50 + 240 + 300
2.580 3 . 1 50 3.440 5.700
+ 6 + 35 + 8 + 42
2.586 3 . 1 85* 3.448 5.742

5. 927 6. 728 7. 328 8. 529


X 7 X 2 X 6 X 9
6.300 1 .400 1 .800 4.500
+ 1 40 + 40 + 1 20 + 1 80
6.440 1 .440 1 .920 4.680
+ 49 + 16 + 48 + 81
6.489 1 .456 1 .968 4.761

9. 807 10. 587 11. 1 84 12. 214


X 9 X 4 X 7 X 8
7.200 2.000 700 1 .600
+ 63 + 320 + 560 + 80
7.263 2.320 1 .260 1 .680
+ 28 + 28 + 32
2.348. 1 .288 1 .71 2

1 3. 757 14. 259 1 5. 297 297 16. 751


X 8 X 7 X 8 oder X 8 X 9
5.600 1 .400 1 .600 300 X 8 = 2.400 6.300
+ 400 + 350 + 720 -3 X8= - 24 + 450
6.000 1 .750 2.320 2.376 6.750
+ 56 + 63 + 56 + 9
6.056 1 .81 3 2.376 6.759

*Bei dieser Art von Aufgaben können Sie die Antwort schon teilweise laut aussprechen
während Sie rechnen.

261
1 7. 457 18. 339 19. 1 34 20. 61 1
X 7 X 8 X 8 X 3
2.800 2.400 800 1 .800
+ 350 + 240 + 240 + 33
3.1 50 2.640 1 .040 1 .833
+ 49 + 72 + 32
3 . 1 99 2.71 2 1 .072

21. 578 22. 247 23. 1 88 24. 968


X 9 X 5 � X 6
4.500 1 .000 600 5 .400
+ 630 + 200 + 480 + 360
5 . 1 30 1 .200 1 .080 5 .760
+ 72 + 35 + 48 + 48
5.202 1 .235" 1 . 1 28 5.808

25. 499 499 26. 670 27. 429 28. 862


X 9 oder X 9 X 4 X 3 X 5
3.600 500 X 9 = 4.500 2.400 1 .200 4.000
+ 810 -1 X9= 9 + 280 + 60 + 300
4.4 10 4.491 2.680 1 .260 4.300
+ 81 + 27 + 10
4.491 1 .287 4.310"

29. 285 30. 488 31. 693 32. 722


X 6 X 9 X 6 �
1 .200 3.600 3 .600 6.300
+ 480 + 720 + 540 + 1 80
1 .680 4.320 4.1 40 6.480
+ 30 + 72 + 18 + 18
1 . 710 4.392 4.1 58 6.498

*Bei dieser Art von Aufgaben können Sie die Antwort schon teilweise laut aussprechen
während Sie rechnen.

262
33.

X
4579 34. 7673
X
35.

X
3129 36.6913
X
--

+4.3.450060050 +2.2.211800080 +2.2.77009090 +2.1.082700070


+4.1 6313 +2.30121 +2.80818 +2.0733
Quadrieren zweistelliger Zahlen (S. 72)
18
1. 14'�� 10 �
----... 1 80+4'= 196
30
2. 27' �
� 24 �
----... 720 + 3' 729
=

70
3. 65'< >4.200+5'=4.225
60
90
4. 89' < > 7.920 + = 7.921 l'

88
100
5. 98'< >9.600+2'=9.604
96

263
32
6. 31' � ----... 960 + 1' = 961
� 30 �
42
7. 41'� >1.680+1'�1.681
40
60
8. 59'� > 3.480 + � 3.481 p

58
30
9. 26' �
�22 �
----... 660 + 4' = 676

53' < > 2.800 + 3' � 2.809


56
10.

50
22
11. � ----... 440+ 1'=441
21' �
20 �
64' < >4.080+4'�4.096
68
12.

60

264
55' < >3.000+5'�3.025
60
14.

50
80
15. 75' < > 5.600 + 5' � 5.625
70
45' < > 2.000 + 5' � 2.025
50
16.

40
1 7. 84' <'' > 7.040 + 4' � 7.056
80
70
18. 67' < > 4.480 + 3' � 4.489
64
103� � 10.600+3' � 10.609
] 0�
19.

100
265
+ �16
20. 208'� >43.200+8'�43.264
200
3· KAPITEL:
Neue und noch bessere Produkte

Multiplikation mit 11 (S. 81)


1.

X 3511 3 8 5 385
__ = 2.

X 4811 4 12 8 = 528
__

).
X 9411 9 13 4 = 1.034
__

82)
Multiplikation zweier zweistelliger Zahlen mit der
Additionsmethode (S.

1.

X 31 (30 + 1)
41 oder

31 (40+ 1)
301 XX 4141 == +1.23041 401 XX 3131 == +1.24031
1.27127 (20 + 7) 1.25971 (50+ 9)
207 XX 1818 == X+ 36012618 509 XX 2626 == X+1.32340026
2. 3.

48653 (50+ 3) 1.53477


4.

503 XX 58= +2.90058 5.

401 XX 4177 == �(
3.+ 023180 40+3)
58= +3.017474 3.311
266
6.

X + 23 (20 3)
84 oder
X 2384 (80 4)
203 XX 8484 1.252680
=
=
804 XX 2323 1.84092
=
=
+

+
1.932 +
1.932
7.

X + 62 (60 2)
94 8.

X 8876 (80 8)
+

602 XX 9494 5.618840


=
=
808 XX 7676 6.060880
=
=
+
5.828 +
6.688
9.

X +9235 (90 2)
902 XX 3535 3.1 5070
=
= +
3.220
10.

X 3411 3 7 4 374 34037434


__ = oder
+

11.
X 8511 8 13 5 935 85093585
__ = oder
+

miMulthitilpfelikderatioSubtn zweiraktistelonsmet
liger Zahlhodeen 86)
(S.

1.

X 29 (30-1) 2. X 4398 (100-2)


45
-130 XX 4545 -1.1.33055045
=
=
1-200 XX 4343 -4.30086
=
=
4.214

267
].
�( 47 60- 1) 4.

X 68 (70-2)
43
-160 XX 4747 -2.2.87204773
=
= -270XX 3838== -2.2.65608476
5.

X 9629 (1 00-4) oder


�( 96 30-1)
100-4 XX 2929 == -116 2.900 -1 30 XX9696 == -2.88096
2.784 2.784
6.

X 79 (80-1)
54 7.

�( 37 20- 1)
-180 XX54=54= -4.4.23206654 -201 XX 3737 == - 70374037
8.

X 8722 (90- 3) 9.

�( 85 40- 2)
-390 XX 2222 == -1.1.99668014 -240 XX 8585 == -3.3.421700030
10.

�( 57 40-1) 11.

X 8849 (50-1)
-140 XX 57=57= -2.2.22802357 -501 X88=
X 88 -4.40088
=

4.3 12
Mulmit tderiplikFaktor
ationizweisierustngsmethode
elliger Zahlen 91)
(S.
27X 1414=27X7X2= 189X2=378
8657 XX 2814 ==5786 XX 77 XX 42 == 6023993 =XX12642 ==X2.79834=08378
X 27 = 14 X 9 X
1.

oder
2.

3.

4. 81 X 4848 X= 8181 X 488 XX69=X6489 =X4326 =X3.98=8 3.888


oder =

268
5. 56 X 29 = 29 X 7 X 8 = 203 X 8 = 1 .624
6. 83 X 1 8 = 83 X 6 X 3 = 498 X 3 = 1 .494
7. 72 X 1 7 = 1 7 X 9 X 8 = 1 53 X 8 = 1 .224
8. 85 X 42 = 85 X 6 X 7 = 5 1 0 X 7 = 3.570
9. 33 X 1 6 = 33 X 8 X 2 = 264 X 2 = 528
oder 1 6 X 33 = 1 6 X 1 1 X 3 = 1 76 X 3 = 528
10. 62 X 77 = 62 X 1 1 X 7= 682 X 7= 4.774
11. 45 X 36 = 45 X 6 X 6 = 270 X 6 = 1 .620
oder 45 X 36 = 45 X 9 X 4 = 405 X 4 = 1 .620
oder 36 X 45 = 36 X 9 X 5 = 324 X 5 = 1 .620
oder 3 6 X 45 = 36 X 5 X 9 = 1 80 X 9 = 1 .620
12. 3 7 X 48 = 3 7 X 8 X 6 = 296 X 6 = 1 .776

Multiplikation zweistelliger Zahlen im Freistil (S. 92/93)

1. 53 oder 53 (50 + 3)
� (40 - 1 ) X 39
40 X 53 = 2.1 20 50 X 39 = 1 .950
- 1 X 53 = - 53 3 X 39 = + 1 1 7
2.067 2.067

2. 81 ( 80 + 1 ) oder 5 7 X 81 = 57 X 9 X 9 =
X 57 5 1 3 X 9 = 4.61 7
80 X 57 = 4.560
1 X 57 = + 57
4.61 7

3. 73 73 X 1 8 = 73 X 9 X 2 = 657 X 2 = 1 .3 1 4
X 1 8 (9 X 2) oder
73 X 18 = 73 X 6 X 3 = 438 X 3 = 1 .3 1 4

4. 89 (90 - 1 ) oder
X 55 89 X 55 = 89 X 1 1 X 5 =
90 X 55 = 4.950 979 X 5 = 4.895
1 X 55 = - 55
4.895

269
5.

X 3677 (4 X 9) 7777 XX 3636 = 7777 XX 49 XX 94 == 308693 XX 94 == 2.2.777272


oder
=

6.

� 92 (50+3)
503 XX 9292 == +4.627600
4.876
90
'· 87'� >7.560-3'=7.569
84

�( 67 60- 2)
60 X 67 = -4.015420
-2X67= 3.886
9.

X 5637 (8 X 7) 3377 XX 56= 37 X 8 X 7 = 296 X 7 = 2.072


56 = 37 X 7 X 8 = 259 X 8 = 2.072
oder

1�

�( 59 20+1) oder
X 5921 (60-1)
20X59=
1 X 59= +1.1.21 598039 -160X21X 21 == -1.1.22602139
oder 59 X 21 =59 X 7 X 3 = 413 X 3 = 1.239
11.

X 7237 (9 X 8) lL
�( 7 57
0+3)
37 X 9 X 8 = 333 X 8 = 2.664 703 XX 57= 57= +3.917190
4.1 61
270
n. 38 14. 43 (40 + 3}
X 63 (9 X 7) X 76
40 X 76 = 3.040
38 X 63 = 38 X 9 X 7 = 3 X 76 = + 228
342 X 7 = 2.394 3.268

1 5. 43 16. 74
X 75 (5 X 5 X 3) � (60 + 2)
60 X 74 = 4.440
43 X 75 = 43 X 5 X 5 X 3 = 2 X 74 = + 1 48
2 1 5 X 5 X 3 = 1 .075 X 3 = 3.225 4.588

1 7. 61 (60 + 1 ) 18. 36 (6 X 6}
X 37 X 41
60 X 37 = 2.220
1 X 37 = + 37 41 X 36 = 41 X 6 X 6 =
2.257 246 X 6 = 1 .476

19. 54 (9 X 6} 54 X 53 = 53 X 9 X 6 =
X 53 477 X 6 = 2.862

<>
56
"· 53' 2.800 + l' = 2.809
50
21 . 83 (80 + 3} 22. 91 (90 + 1 )
X 58 X 46
80 X 58 = 4.640 90 X 46 = 4.1 40
3 X 58 = + 1 74 1 X 46 = + 46
4.81 4 4.1 86

23. 52 (50 + 2} 24. 29 (30 - 1 )


X 47 X 26
50 X 47 = 2.350 30 X 26 = 780
2 X 47 = + 94 - 1 X 26 = - 26
2.444 754

271
25. 41 26. 65
X 1 5 (5 X 3) � (20 - 1 )
20 X 65 = 1 .300
41 X 1 5 = 41 X 5 X 3 = - 1 X 65 = - 65
205 X 3 = 61 5 1 .235

27. 34 28. 69 (70 - 1 )


X 27 (9 X 3) �
70 X 78 = 5.460
34 X 27 = 34 X 9 X 3 = - 1 X 78 = - 78
306 X 3 = 91 8 5.382

29. 95 30. 65 (60 + 5)


X 81 (9 X 9) X 47
60 X 47 = 2.820
95 X 81 = 95 X 9 X 9 = 5 X 47 = + 235
855 X 9 = 7.695 3.055

31. 65 32. 95
X 69 (70 - 1 ) � (20 + 6)
70 X 65 = 4.550 20 X 95 = 1 .900
-1 X 65 = - 65 6 X 95 = + 570
4.485 2.470

33. 41 (40 + 1 )
X 93
40 X 93 = 3.720
1 X 93 = + 93
3.81 3

Quadrieren dreisteiliger Zahlen (S. 98)

<>
41 8
'· 409' 1 67.200 + 9' = 1 67.281
400

272
<810 ---

805' 648.
--.....
000 + 5' 648. 0 25
800�
2. =


234---
3. 21 7' � � 46.800 + 17' 47.089
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=

200 c:)( 20
1 � �/ 280 + 3' � 289
900 ---
14
4. 896' �
802.200 + 4' 802.816
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=

892390
---
5. 345' 11 7.000 + 45' 119.025
--.....
=

300�\...�
45,;;/
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392 ---

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117.600+ 46' 119. 7 16
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6
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50
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273
300---
7
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GA 28 , .
24�� / . +4' = "'
700--- 20
B
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18�� / ". +,, = ,,.


462--- 16
9· 431' �
� .--- --...---::.. 1 84.800+ 31' = 185.761
. GA 32
.. 31 �'0... / . +l'= 961
. .

80Q___ 30
10. 781' �609.600+ 19' = 609.961
,- ,. GA 20
-- 19� � . + " = 361
, .

18/

274
1 . 00Q__
+25
11. 975' � ----... 950.000 + 25' = 950.625


950
� Q( _.
25+,
30
y-"'�600 + 5' = 625
-�/
20

Kubieren zweistelliger Zahlen (S. 1 02)


1. 1 2' = (1 0 X 1 2 X 1 4) + (2' X 1 2) = 1 .680 + 48 1 .728
=

2. 1 7' = (14 X 1 7 X 20) + (3' X 1 7) = 4.760 + 1 53 = 4.91 3


3. 21 ' (20 X 21 X 22) + (1 ' X 21 ) = 9.240 + 21 = 9.261
=

4. 28' = (26 X 28 X 30) + (2' X 28) = 21 .840 + 1 1 2 = 21 .952


5. 33' = (30 X 33 X 36) + (3' X 33) = 35.640 + 297 = 35.937
6. 39' (38 X 39 X 40) + (1 ' X 39) = 59.280 + 39 = 59.3 1 9
=

7. 40' = 40 X 40 X 4 0 = 64.000
8. 44' = (40 X 44 X 48) + (4' X 44) = 84.480 + 704 = 85.1 84
9. 52' = (50 X 52 X 54) + (2' X 52) = 1 40.400 + 208 = 1 40.608
10. 56' = (52 X 56 X 60) + (4' X 56) = 1 74.720 + 896 1 75.61 6
=

11. 65' = (60 X 65 X 70) + (5' X 65) = 273.000 + 1 .625 = 274.625


12. 71 ' = (70 X 71 X 72) + (1 ' X 71 ) = 3 57.840 + 71 = 357.91 1
1 3. 78' = (76 X 78 X 80) + (2' X 78) = 474.240 + 3 1 2 = 474.552
14. 85' = (80 X 85 X 90) + (5' X 85) = 61 2.000 + 2.1 25 = 614.1 25
15. 87' = (84 X 87 X 90) + (3' X 87) = 657.720 + 783 = 658.503
16. 99' = (98 X 99 X 1 00) + (1 ' X 99) = 970.200 + 99 = 970.299

275
4· KAPITEL:
Tei le u nd herrsche: Division im Kopf

Division durch eine einstellige Zahl (S. 1 07)

1. 31879 =35t 2. 726 + 5 = 1 45t 3. 428 7 7 =6l t


- 27 - 5 - 42
48 22 0
- 45 - 20 - 7
--

3 26 1
- 25
1

... 289 +8 = 36t 5. 1 .328 + 3 = 442t 6. 2.782+4 = 695t


- 24 - 12 - 24
49 12 38
- 48 - 12 - 36
08 22
- 6 - 20
2 2

Division durch eine zweistellige Zahl (S. 1 1 5{1 1 6)

1. 738 + 1 7 = 43 ,Z, 2. 591 + 24 = 24* 3. 321 + 79 = 4 19


- 68 - 48 - 316
58 111 5
- 51 - 96
7 15

4. 4.268 +28 = 1 52* 5. 7.21 4 + 1 1 = 655 ,\ 6. 3.074 + 1 8 = 1 70ti


- 28 - 66 - 18
1 46 61 1 27
- 1 40 - 55 - 1 26
68 64 14
- 56 - 55
12 9

276
Umwandlung in Dezimalzahlen (S. 1 20)

1.
2 = 0,40 2.
4 = 0,571 428
5 7
3.
3 = 0,3 75 4.
9 = 0,75
8 IT
5.
5 = 0,41 66 6.
6 = 0,5454
IT TI
7.
14 0,5833 8.
13 = 0,481
24 27
=

9.
18 = 0,3 75 10. 10 = 0,71 4285
48 14
1 1.
6 = 0,1 875 12.
19 = 0,422
32 45

Testen aufTeilbarkeit (S. 1 23)

Teilbarkeit durch 2
1. 5 3 .428 2. 293 3. 7.241 4. 9.846
ja nein nein ja

Teilbarkeit durch 4
5. 3 .932 6. 67.348 7. 358 8. 57.929
ja ja nein nein

Teilbarkeit durch 8
9. 59.366 1 0. 73.488 1 1. 248 1 2. 6.1 1 1
nein ja ja nein

Teilbarkeit durch 3
13. 83.671 14. 94.737
nein: 8 + 3 + 6 + 7 + 1 = 25 ja: 9 + 4 + 7 + 3 + 7 = 30

15. 7.359 16. 3.267.486


ja: 7 + 3 + 5 + 9 = 24 ja: 3 + 2 + 6 + 7 + 4 + 8 + 6 = 36

Teilbarkeit durch 6
17. 5.334 18. 67.386
ja: 5 + 3 + 3 + 4 = 1 5 ja: 6 + 7 + 3 + 8 + 6 = 30

277
19. 248 20. 5.991
nein : 2 + 4 + 8 = 1 4 nein: ungerade

Teilbarkeit durch 9
21. 1 .234 22. 8.469
nei n: 1 + 2 + 3 + 4 = 1 0 ja: 8 + 4 + 6 + 9 = 27

23. 4.425.575
nein: 4 + 4 + 2 + 5 + 5 + 7 + 5 = 32

24. 3 1 4.1 59.265


ja: 3 + 1 + 4 + 1 + 5 + 9 + 2 + 6 + 5 = 36

Tei l barkeit d u rch 5


25. 47.830 26. 43.762 27. 56.785 28. 3 7. 2 1 0
ja nein ja ja

Teilbarkeit durch 1 1
29. 53.867 30. 4.969
ja: 5 - 3 + 8 - 6 + 7 = 1 1 nein: 4 - 9 + 6 - 9 = -8

31. 3 .828 32. 941 .369


ja: 3 - 8 + 2 - 8 = - 11 ja: 9 - 4 + 1 - 3 + 6 - 9 = 0

Teilbarkeit durch 7
33. 5 . 784 34. 7.336
nein: 5 . 784 - 7 = 5.777 ja: 7.336 + 14 = 7.350
5 77 - 7 = 5 70 735 - 35 700
=

57 7

35. 875 36. 1 . 1 83


ja: 875 - 35 = 840 ja: 1 . 1 83 + 7 1 .1 90
=

84 - 1 4 = 70 1 1 9 + 21 = 1 40
7 14

Teilbarkeit durch 1 7
37. 694 38. 629
nein: 694 - 34 = 660 ja: 629 + 51 = 680
66 68

278
)9. 8.273 40. 1 3 .855
nein: 8.273 + 1 7 = 8.290 ja: 1 3 .855 + 85 = 1 3 .940
829 + 5 1 = 880 1 .394 - 34 = 1 .360
88 1 36 + 34 = 1 70
17

Multiplikation von Brüchen (S. 1 24)

6
1• 35 44 18 - 9
). 28 4• 80
63
2• 63 14
Division von Brüchen (S. 1 25)

1.
4
5 5 10
. 15 2
2. 18 )
= 3

Erweitern und Kürzen von Brüchen (S. 1 26)

1 . 31 TI4
2
.
5 - 10
6 - 12 ) . 1. �
4 = 12 4. 1 = ��
8 4 6 2
5 .
24 2 20 5
5.
10 - 5 6.
15 7 36 3 a. 36 = 9
Addition von (gleichnamigen Brüchen) (S. 1 26)

2 5 7 5 + 4 = 9 3
1· 9 +9 =9 2• TI TI TI = 4
5 6 11 3 + 3 6 3
3 · 18 + 1 8 = 18 4 · 10 10 = 10 = 5
Addition von (ungleichnamigen) Brüchen (S. 1 28)

1· 51 + 1 _ 2 + 1 _ 3 1 5 _ 3 5 _ 8 _ 4
1 0 - 10 10 - 10 2• 6 + 18 - 18 + 1 8 - 18 - 9
1 1 _ 5 3 _ 8 2 + 5 _ 6 + 5 _ "
) . 3 + 5 - 15 + 15 - 15 4. 7 21 - 21 21 - 21
2 3 8 9 17 3 3 1 5 + 21 = 36
5• -
3 + 4 - TI + 1 2 - 1 2 6·
7 + 5 = 35 35 35
2 5 18 + 55 73
7• IT + 9 = 99 99 = 99

279
Subtraktion von Brl.lchen (S. 1 28)

8 3 5 2.
}l _ ! = .i
1· TI - TI = TI 7 7 7
13 5 _ 8 _ 4 4 1 12 1 11
3
18 - 1 8 - 18 - 9
• 4· 5 - 15 = 15 - 15 = 15
9 3 9 6 3 3 2 9 8 1
5· 10 - 5 = 10 - 10 = 10 6· 4 - 3 = u - u = u


7 1 14 1 13
8 - 1 6 = 16 - 1 6 = 16 8· 74 - 52 3205 - 3145 365
= =

8 1 16 9 7
9· 9 - 2 = 1 8 18 = 1 8
-

5 · KAPITEL:
Passt schon

Oberschlagen von Summen (S. 1 50)

Exakte Ergebn isse:


1. 1 .479 2. 5 7.293 3. 3 1 2.025 4. 8.971 .01 1
+ 1 .1 05 + 3 7.421 + 79.41 9 + 4.01 6.367
2.584 94.71 4 391 .444 1 2.987.378

Ü berschlagswerte:
1. 1 .500 oder 1 .480 2. 5 7.000 oder 5 7.300
+ 1 .1 00 + 1 .1 00 + 3 7.000 + 3 7.400
2.600 2.580 94.000 94. 700

3. 3 1 0.000 oder 3 1 2.000 4. +


9 Mill. oder 8,9 M ill.
+ 80.000 + 79.000 4 Mill. + 4,0 M ill.
390.000 391 .000 1 3 Mill. 1 2,9 M i l l .
oder 8,97 Mill.
+ 4,02 Mill.
1 2,99 Mill.

280
Exakt Geru ndet
2,67 € 2,50 €
1 ,95 2,00
7,35 7,50
9,21 9,00
0,49 0,50
1 1 ,21 1 1 ,00
0,1 2 0,00
6,1 4 6,00
_.!d! 8,50
47,35 € 47,00 €

Oberschlagen von Differenzen (S. 1 5 1 )

Exakte Ergebnisse:
1. 4.926 2. 67.221 3. 526.978 4. 8.349.241
- 1 .659 - 9.874 - 42.009 - 6.1 03.839
3.267 5 7.347 484.969 2.245.402

Ü berschlagswerte:
1. 4.900 2. 67.000 oder 67.200
- 1 .700 - 1 0.000 - 9.900
3.200 5 7.000 57.300

3. 530.000 oder 527.000 4. 8.3 Mill. oder 8.35 M ill.


- 40.000 - 42.000 - 6.1 Mill. - 6.10 Mill.
490.000 485.000 2.2 M i ll. 2.25 Mill.

Oberschlagen von Quotienten (S. 1 5 1 )

Exakte Ergebnisse:
1. 4379 + 7 625,57
= 2. 23.958 + 5 4.791 ,6
=

3. 549.21 3 + 13 42.247, 1 5
= 4. 5 . 1 02.357+289 1 7.655,21
=

5. 8.329.483 +203.637 40,90


=

Überschlagswerte:
1. 4400+ 7 630 = 2. 24.000 + 5 4.800 =

3. 550.000 + 1 3 42.000 4. 5.1 00.000 + 300 5 1 .000 + 3


= = = 1 7.000
5. 8.000.000 + 200.000 8000+ 200 40
= =

281
Oberschlagen von Produkten (S. 1 51 )

Exakte Ergebnisse:
1. 98 2. 76 3. 88 4. 539
X 27 X 42 X 88 X 17
2.646 3 . 1 92 7. 744 9.1 63

5. 312 6. 639 7. 428 8. 5 1 .276


X 98 X 1 07 X 31 3 X 489
30.576 68.373 1 33.964 25.073.964

9. 1 04.972 10. 5 .462.741


X 1 1 .201 X 203 .41 3
1 .1 75. 791 .3 72 1 .1 1 1 . 1 92.535.033

Oberschlagswerte:

1. 1 00 2. 78
X 25 X 40
2.500 3.1 20

3. 90 4. 540
X 86 X 17
7. 740 9.1 80

5. 310 6. 646 ODER 640


X 1 00 X 1 00 X 110
3 1 .000 64.600 70.400

7. 430 8. 5 1 .000
X 310 X 490
1 3 3.300 24.990.000

9. 1 05 .000 10. 5.500.000


X 1 1 .000 X 200.000
1 . 1 55 M illionen 1 .1 00 Milliarden
= 1 , 1 55 M i l l iarden = 1 , 1 Billionen

282
Oberschlagen von Wurzeln (S. 1 52)

Exakte Ergebnisse (auf zwei Nachkommastellen):


1. m=
4 12
2. �
5 91
3.
1 2 76
v'l63 4. Y4.'iJ9
65 41
5. vs:o39
89 66

Teile und mittle:


1. 1 7 +4 = 4,2 /
4 + ·2
= 4,1 2. 35+6 = 5,8 6 + 5 ·8
2
=
5,9
+
3. 1 63 + 1 0 =
1 6, 3 1 0 1 6·3 =
1 3, 1 5
2
4. 4.279 + 60 = 71 60 71 ; =
65,5
90 + 89
5. 8.03 9 + 90 = 89 =
89 ' 5
2

Mathematik ftlr den Alltag (S. 1 52)

1. 8,80 € + 4,40 € = 1 3,20 €

2. 5,30 € + 2,65 € =
7,95 €

). 74+ 2 + 2 = 37+2 = 1 8,50 €

4. Sieben Jahre (70 + 1 0 = 7)

5. Es dauert etwa 1 2 Jahre, bis sich das Kapital verdoppelt


(70 + 6 1 1 ,67).
=

6. Es dauert 16 J ahre, bis sich das Kapital verdreifacht hat


(1 1 0 + 7 1 5, 7 1 4) .
=

7. D a 70+ 7 1 0, dauert e s 1 0 Jahre, b i s e s sich verdoppelt hat,


=

dann nochmal zehn J ahre. I nsgesamt dauert es also 20 Jahre,


bis sich das Kapital vervierfacht hat.
8 - 1 00.000 (0.0075)(1 .0075)'20 € - 750(2,451 ) € - 1 267 €
. M - (1 .00333)'20 - 1 - 1 ,451 - .
9 30. 000 (0.0041 6 7)(1 .004 1 6 7)" € - 1 25 (1 ,22) €
. M - 693 €
_ _
=
(1 .003 3 3 ) 120 1 0,22

283
6. KAPITEL:
M athe für die Tafel

Zahlenkolonnen (S. 1 71 )

1. 672 ---+ 6 2. € 21 ,56 ---+ 5


1 .367 ---+ 8 1 9,38 ---+ 3
1 07 ---+ 8 21 1 ,02 ---+ 6
7.845 ---+ 6 9, 1 6 ---+ 7
358 ---+ 7 26,1 7 ---+ 7
21 0 ---+ 3 1 43 ---+ 3
+ 91 6 ---+ 7 € 288, 72 ---+ 9
1 1 .475 ---+ 9

Subtraktion auf dem Papier (S. 1 71 )

1. 75.423 ---+ 3 2. 876.452 ---+ 5


- 46.298 ---+ 2 - 593.876 ---+ 2
29. 1 25 ---+ 1 282.576 ---+ 3

3. 3.249.202 ---+ 4 ... 45.394.358 ---+ 5


- 2.903.445 ---+ 9 - 36.472.659 ---+ 6
345.757 ---+ 4 8.921.699 ---+ 8

Wurzeln ziehen (S. 1 72)

3 8 7 2 2, 4 0
1.
v1 s:oooo 2.
vso2.oooo
3' = 9 2' = 4
600 1 02
6! X ! = � 42 X 2 = 84
5.600 1 .800
767 X 7 = 5.369 444 X 4 = 1 .776
2.400
4480 X 0 = 0

284
).
2 0, 9 5 1 9
v'439.2000 4. v'36l
2' = 4-'- 1' = 1
o 3__9 __ 261
40 X 0 = __;;0 - 29 X 9 = 261

3.920 0
409 X 9 = 3.681
23.900
4485 X 5 = 22.425

Multiplikation auf dem Blatt (S. 1 72)

1. 54 ____. 9 2. 273 ____. 3


X 37 __"". 1 X 21 7 ----. 1
1 998 ____. 9 59.241 ____. 3

) . 725 ____. 5 4. 3.309 ____. 6


X 609 __"". 6 X 2.868 __"". 6
441 .525 ____. 3 9.490.21 2 ____. 9

5. 52.81 9 ____. 7 6. 3.923.759 ____. 3


X 47.820 __"". 3 X 2.674.093 __"". 4
2.525.804.580 ____. 3 1 0.492.496.475.587 ____. 3

8. KAPITEL
M u ltiplikation fLir Fortgeschrittene

Quadrieren vierstelliger Zahlen (S. 1 89)

/ \ »Urschiff«
1 .468
+ 234
1. 1 .234'
\ 1 .468.000
/ 268
\
1 .000 I
- 234 + 34
+ 54.756 (234')• 234' \ 53 .600
1 .522.756 - 34
\
200
I + 1 .1 56 (34')
54.756

285
+ 36 1 / 9.000\ > leasen«
2. 8.639'\ / 74.502.000
- 3 61 + 39/ 400\
\ /,
8.278 74.6130.32.332121 (361') • 361' 128.1.850021 (39')
+
- 39 \ f:i"

5./ 624 \ > DNS« 322 130.321


+ 312
3. 5.3 12' \ /28.1 20.000
- 31 2 + 12/ 324 \
5.ooo +
28.297.17.334444(312')• 312' \300 I 97.97.321444400 (1 2')
- 12 +

+ 137 / lO.<XlC\ > Nachos«


\
4. 9.863'\ /97.260.000 174 \
- 1 37 + 37/
9. 726 97.278.18.776969(1 37') •137' \ I 17.1.430069 (37')
+
- 37 +

4.000\ > Bohrer< 100 18. 7 69


5.
+ 382 /
3.618'\ / 12.944.000 400\
- 382
+
+ 18/
3.236 13.0145.89.992424 (382')• 382' \ / 145.632400 (1 8')
- 18 +

+ 29/
, /000\(keine Gedächtnisstütze nöti364g) 145.924
,_ 2.971\ I 8.826.084100 (29')
- 29 \ +
2.942 8.826.841
Multiplizieren mit der Faktorisierungs-, der Additions- und der
Subtraktionsmethode (S. 197f198)
1.

�(858 5 X 3) 2.

X 79619 (800 -4)


4.858290XX153 85812.870X 5 X 3 800-4 XX 1919 - 15.15.21 002476
=

=
= =

286
3. 1 48 oder 1 48 (74 X 2)
� (60 + 2) X 62 (60 + 2)
1 48 X 60 = 8.880 62 X 1 48 62 X 74 X 2 =
=

1 48 X 2 + 296
= 4.588 X 2 9.1 76
=

9.1 76

4. 773 5. 906 (900 + 6)


X 42 (7 X 6) X 46
773 X 42 = 773 X 7 X 6 = 900 X 46 = 41 .400
5.41 1 X 6 32.466
= 6 X 46 = + 2 76
41 .676

6. 952 (950 + 2) 7. 41 1 (41 0 + 1 )


X 26 X 93
950 X 26 = 24.700 4 1 0 X 93 = 38. 1 30
2 X 26 = + 52 1 X 93 = + 93
24.752 38.223

8. 967 9. 484
� (50 + 1 ) X 75 (5 X 5 X 3)
50 X 967 = 48.350 484 X 75 484 X 5 X 5 X 3 =
=

1 X 967 = + 967 2.420 X 5 X 3 = 1 2. 1 00 X 3 =


49. 3 1 7 36.300

10. 1 26 (9 X 7 X 2) 11. 1 57
X 87 X 3 3 (1 1 X 3)
1 26 X 87 = 87 X 9 X 7 X 2 = 1 5 7 X 3 3 = 1 57 X 1 1 X 3 =
783 X 7 X 2 5.481 X 2
= = 1 . 727 X 3 5.1 81
=

1 0.962

12. 61 6 (61 0 + 6) 13. 841


X 37 X 72 (9 X 8)
61 0 X 3 7= 22.570 841 X 72 = 841 X 9 X 8=
6 X 3 7 = + 222 7.569 X 8 = 60.552
22.792

287
14. 361 (360 + 1 ) 1� 21 8
X 41 X 68 (70 - 2)
360 X 41 = 1 4.760 70 X 21 8 = 1 5.260
1 X 41 = + 41 - 2 X 2 1 8 = - 436
1 4.801 1 4.824

16. 538 (540 - 2) oder 538 (530 + 8)


X 53 X 53
540 X 53 = 28.620 530 X 53 = 28.090
- 2 X 53 = - 1 06 8 X 53 = + 424
28. 5 1 4 28.5 1 4

1� 81 7 11. 668
� (60 + 1 ) X 63 (9 X 7)
60 X 81 7 =49.020
1 X 81 7 =±......lli 668 X 63 = 668 X 9 X 7 =
49.837 6.01 2 X 7 = 42.084

19. 499 (500 - 1 ) 20. 1 44


X 25 X 56 (7 X 8)
500 X 25 = 1 2. 500
- 1 X 25 = - 25 1 44 X 56 = 1 44 X 7 X 8 =
1 2.475 1 .008 X 8 = 8.064

21. 281 oder 281 (280 + 1 )


X 44 (1 1 X 4) X 44
281 X 44 = 281 X 1 1 X 4 = 280 X 44 = 1 2.320
3 .091 X 4 = 1 2.364 1 X 44 = + 44
1 2.364

22. 988 (1 .000 - 1 2) 2J. 383


X 22 X 49 (7 X 7)
1 .000 X 22 = 22.000
- 1 2 X 22 = - 264 383 X 49 = 383 X 7 X 7 =
2 1 . 736 2.681 X 7 = 1 8.767

288
24. 589 (600 - 1 1 ) 25. 286
X 87 X 64 (8 X 8)
600 X 87 = 52.200
1 1 X - 87 = - 957 286 X 64 286 X 8 X 8 =
=

51 .243 2.288 X 8 = 1 8.304

26. 853 27. 878


X 32 (8 X 4) X 24 (8 X 3)
853 X 32 = 853 X 8 X 4 = 878 X 24 = 878 X 8 X 3 =
6.824 X 4 = 27.296 7.024 X 3 = 21 .072

28. 423 (47 X 9) 29. 1 54 (1 1 X 1 4)


X 65 X 19
423 X 65 = 65 X 47 X 9 = 1 54 X 1 9 = 1 9 X 1 1 X 1 4 =
3.055 X 9 = 27.495 209 X 7 X 2 = 1 .463 X 2 =
2.926

30. 834 (800 + 34) 31. 545


X 34 X 27 (9 X 3)
800 X 34 = 27.200
34 X 34 = + 1 .1 56 545 X 27 = 545 X 9 X 3 =
28.356 4.905 X 3 X 1 4.71 5

32. 653 (650 + 3) 33. 2 1 6 (6 X 6 X 6)


X 69 X 78
650 X 69 = 44.850 2 1 6 X 78 = 78 X 6 X 6 X 6 =
3 X 69 = + 207 468 X 6 X 6 = 2.808 X 6 =
45.057 1 6.848

34. 822
� (1 00 - 5)
1 00 X 822 = 82.200
- 5 X 822 = - 4.1 1 0
78.090

289
Quadrieren ftlnfstelliger Zahlen (S. 202)

1. 45.795'
795 (800 - 5)
X 45
800 X 45 = 36.000
- 5 X 45 = - 225 >>Loll ies«
35.775 X 2.000 = 71 .550.000
71 .550.000 800
45.000' = + 2.025.000.000 +5 ; \
2.096.550.000 / 795' \ / 632.000
795' = + 632.025 .K -5
\ + 25 (5')
2.097.1 82.025 790 632.025

2. 21 .23 1 '
231
� (7 X 3)
231 X 7 X 3 = 1 .61 7 X 3 4.851 =

>>Cousin«
4.851 X 2.000 = 9.702.000 262
21 .000' = + 441 .000.000
450.702.000 / 231+\ 1 \ 52.400
23 1 ' = -'---
+ 53.361 .K
----::-:::o-=�:--":-::':'-
4 5 . 7 5 5 . 3 61
I
- 3\
200
+ 961 (31')
53 . 3 61

3. 58.324'
324 (9 X 6 X 6)
X 58
324 X 58 = 58 X 9 X 6 X 6 = 522 X 6 X 6 = 3.1 32 X 6 = 1 8.792
>>Liefere!«
1 8.792 X 2.000 = 3 7.584.000 348
58.0002 = + 3.364.000 .000 + 21 \
3.401 .584.000 / 324' \ /
1 04.400 (348 X
324' = + 1 04.976 .K 24 \ + - 576 (24')
3.401 .688.976 300 1 04.976

290
4. 62.457'
457
� (60 + 2)
60 X 457 = 27.420
2 x 457 = + 91 4 »Schi-Chef«
28.334 X 2.000 56.668.000
=

56.668.000 500
62.000' = + 3.844.000.000 / \
+ 43

I 207.000 (500 X 41 4)
- \
3 .900.668.000 _......4
. 5 7'
4572 = + 208.849 Jtt' 43 Ii" 1 .849 (43')
3.900.876.849 4 1 4 208.849

5. 89.8542
854
X 89 (90 - 1 )
90 X 854 = 76.860
- 1 X 854 = - 854 »Stein«
76.006 X 2.000 1 52.01 2.000
=

1 52.01 2.000 900


89.000' = + 7.921 .000.000 / \
+ 46

8.073.01 2.000 _..,... 8542 \ I 727.200 (900 X 808)


8542 = + 729.31 6 Jtt' - 46 \ Ii" 2.1 1 6 (46')
8.073.741 .31 6 808 729. 3 1 6

6. 76.9342
934 (930 + 4)
X 76
930 X 76 = 70.680
4 X 76 = + 304 >>beschaffe!«
70.984 X 2.000 1 41 .968.000
=

1 41 .968.000 968
76.000' + 5.776.000.000 + 3'l \
J8 71 .200(968 X 900)
=

5.91 7.968.000 _..,... 9342 \


9342 = + 872.356 Jtt' - 34 \ /i... 1 .1 56 (34')
5.91 8.840.356 900 872.356

291
Multiplikation zweier dreisteiliger Zahlen (S. 2 1 4)

1. 644 (640 + 4 ) oder 644 (7 X 92)


X 286 X 286
640 X 286 = 1 83.040 {8 X 8 X 1 0)
4 X 200 = + 800 684 X 286 = 286 X 7 X 92 =
1 83.840 2.002 X 92 = 1 84.1 84
4 X 86 = + 344
1 84.184

2. 596 (600 - 4) 3. 853


X 1 67 X 325 (320+ 5)
600 X 1 67 = 1 00.200 320 X 853 = 272.960
- 4 X 1 67 = - 668 5 X 800 = + 4.000
99.532 276.960
5 X 53 = + 265
277.225

4. 343 (7 X 7 X 7)
X 226

343 X 226 = 226 X 7 X 7 X 7 =


1 .582 X 7 X 7 = 1 1 .074 X 7 = 77.5 1 8

5. 809 (800 + 9)
X 527
800 X 527 = 421 .600
9 X 527 = + 4.743
426.343

6. 942 (+42)
X 879 (-21 )
900 X 921 = 828.900
21 X 42 = - 882
828.01 8

292
7. 692 ( + 8)
X 644 (-56)
700 X 636 = 445.200
(-8) X (-56) =+ 448
445.648

8. 446
X 1 76 (1 1 X 8 X 2)

446 X 1 76 = 446 X 1 1 X 8 X 2 =
4.906 X 8 X 2 = 39.248 X 2= 78.496

9. 658 (47 X 7 X 2)
X 468 (52 X 9)

658 X 468 = 52 X 47 X 9 X 7 X 2 =
2.444 X 9 X 7 X 2 = 21 .996 X 7 X 2 =
1 5 3.972 X 2 = 307.944

10. 273 (91 X 3)


X 1 38 (46 X 3)

273 X 1 38 = 91 X 46 X 9 = 4. 1 86 X 9 = 3 7.674

11. 824
X 206
400 X 424 = 1 69.600
12 X 1 2 = + 1 44
1 69.744

12. 642 (107 X 6)


X 249 (83 X 3)

642 X 249 = 1 07 X 83 X 18 = 8.881 X 9 X 2 =


79.929 X 2 = 1 59.858
13. 783 (87 X 9)
X 589

783 X 589 = 589 X 87 X 9 = 5 1 .243 X 9 = 461 . 1 87

14. 871 (-29)


X 926 (+ 26)
900 X 897 = 807.300
-29 X 26 = - 754
806.546

1 5. 341
X 71 5
7 X 341 = 2.387
3 X 15 = + 45
2.432 X 1 00 = 243.200
41 X 1 5 = + 61 5
243.81 5
16. 41 7
X 298 (300 - 2)
300 X 41 7 = 1 25.100
- 2 X 41 7 = - 834
1 24.266

17. 557
X 756 (9 X 84)

557 X 756 = 557 X 9 X 84 = 5.01 3 X 7 X 6 X 2=


35.091 X 6 X 2 21 0.546 X 2 = 421 .092
=

18. 976 (1 000 - 24)


X 878
878 X 1 .000 = 878.000
- 878 X 24 = - 21 .072
856.928

294
19. 765
X 350 (7 X 5 X 1 0)

765 X 350 = 765 X 7 X 5 X 1 0 = 5.355 X 5 X 1 0 =


26.775 X 1 0 = 267.750

20. 1 54 (1 1 X 1 4)
X 423 (47 X 9)

1 54 X 423 = 47 X 1 1 X 9'X 1 4 = 51 7 X 9 X 7 X 2 =
4.653 X 2 X 7 = 9.306 X 7 = 65. 1 42

21. 545 (109 X 5)


X 834
1 00 X 834 = 83 .400
9 X 834 = + 7.506
90.906 X 5 = 454.530

22. 21 6 (6 X 6 X 6)
X 653

216 X 653 = 653 X 6 X 6 X 6 =


3.91 8 X 6 X 6 = 23.508 X 6 = 1 41 .048

23. 393 (400- 7)


X 822
400 X 822 = 328.800
- 7 X 822 = - 5.754
323.046
Multiplikation zweier ftlnfstelliger Zahlen (S. 220)

1. 65 . 1 54
X 1 9.423
»N ick Rüpel«
423 X 65 = 27.495
1 54 X 1 9 = + 2.926 »mosernd«
30.421 X 1 .000 30.421 .000
65 X 1 9 X 1 M i llionen + 1 .235.000.000
=

1 .265.421 .000
1 54 X 423 = + 65. 1 42
1 .265.486.1 42

2. 34.545
X 27.834
»nie vom Lech«
834 3 34 = 28.356
545 3 27 = + 1 4.71 5 »Rom is gut!«
43.071 X 1 .000 43.071 .000
34 X 27 X 1 M I LLI Onen = + 9 1 8.000.000
961 .071 .000
834 X 545 = + 454.530
961 .525.530

]. 69.21 6
X 78.653
»roll-selig«
653 X 69 = 45.057
21 6 X 78 = + 1 6.848 »Stab-Esel<<
61 .905 X 1 .000 61 .905.000
69 X 78 X 1 M i llionen = + 5.382.000.000
5.443.905.000
2 1 6 X 653 = + 141 .048
5 .444.046.048

296
4. 95.393
X 81 .822
>>Kaufe Saabs!«
822 X 95 = 78.090
393 X 81 = + 3 1 .833 »das ab Panama«
1 09.923 X 1 .000 1 09.923.000
95 X 81 X 1 Mil lionen = + 7.804.000.000
7.804.923.000
393 X 822 = + 323.046
7.805.246.046

Ein Tag fUr jedes Datum (S. 244)


1. Der 1 9. Januar 2007 ist ein Freitag:
1 9 + 6 + 1 = 26; 26 - 21 = 5
2. Der 1 4. Februar 201 2 ist ein Dienstag:

14 + 1 + 1 = 1 6; 1 6 - 14 = 2
3. Der 20. Juni 1 993 war ein Son ntag:

20 + 3 + 5 = 28; 28 - 28 = 0
4. Der 1 . September 1 983 war ein Donnerstag:

1 + 4 + 6= 11; 11 - 7=4
5. Der 8. September 1 954 war ein M ittwoch:

8 + 4 + 5 = 1 7; 1 7 - 1 4 = 3
6. Der 1 9. November 1 863 war ein Donnerstag:

1 9 + 2 + 4 = 25; 25 - 21 = 4
7. Der 4. J uli 1 776 war ein Donnerstag:

4 + 5 + 2= 11; 11 - 7=4
8. Der 22. Februar 2222 ist ein· Freitag:

22 + 2 + 2 = 26; 26 - 21 = 5
9. Der 3 1 . Juni 2468 existiert nicht (der J uni hat nur 30 Tage)!

Doch der 30. J uni 2468 ist ein Samstag, der nächste Tag wäre
also ein Sonntag.
10. Der 1 . Januar 2358 ist ein M ittwoch:
1 + 6 + 3 = 1 0; 1 0 - 7 = 3

297
Bibliographie

Blitz-Rechnen
Cutler, Ann und Rudolph McShane: Die Trachtenberg­
Schnellrechenmethode Freiburg i. Br. : Hyperion-Verl., 1963
Devi, Shakuntala: Figuring: The ]oys ofNumbers. New York:
Basic Books, 1964.
Doerfler. Ronald W: Dead Reckoning: Calculating Without
Instruments. Houston: Gulf Publishing Company, 1993.
Flansburg, Scott und Victoria Hay: Math Magie. New York:
William Morrow and Co., 1 993.
Handley. Bill: Speed Mathematics: Secrets ofLightning Mental
Calculation. Queensland, Australia: Wrightbooks, 2003 .
Julius, Edward H.: Rapid Math Tricks and Tips: 3 0 Days to
Number Power. New York: John Wiley & Sons, 1992.
Lucas, Jerry: Becoming a Mental Math Wizard. Crozet,
Virginia: Shoe Tree Press. 1991.
Menninger, K.: Rechenkniffi: lustiges und vorteilhaftes Rechnen
Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 13. Aufl. 1992
Smith, Steven B.: The Great Mental Calculators: The Psycho­
logy. Methods. and Lives of Calculating Prodigies. Past and
Present. New York: Columbia University Press, 1983.
Sticker, Henry: How to Calculate Quickly. New York: Dover,
1955.
Stoddard, Edward: Speed Mathematics Simpli.fied. New York:
Dover, 1994.
Tirtha, Jagadguru Swami Bharati Krishna, Shankaracharya
of Govardhana Pitha. Vedic Mathematics or »Sixteen Simple
Mathematica! Formulaefrom the Vedas.« Benares, Indien:
Hindu University Press, 1965.

298
B I B LIOGRAP H I E

Gedächtnis
Lorayne, Harry and Jerry Lucas: The Memory Book.
New York: Ballantine Books, 1974. (Andere Bücher
von H . Lorayne zum Thema Gedächtnis wurden auch
ins Deutsche übersetzt.)
Sanstrom, Robert: The Ultimate Memory Book. Los Angeles:
Stepping Stone Books, 1990.

Vergnügliche Mathematik
Gardner, Martin: Mathematische Zaubereien Köln: DuMont,
2004
ders.: Mathematischer Karneval. Berlin, Ullstein, 1 993
ders.: Mathematische Hexereien. Berlin: Ullstein, 1 979
ders.: Logik unter dem Galgen. Braunschweig, Wiesbaden:
Vieweg: 2. Aufl. , 1 982
Huff, Darrell: Wie lügt man mit Statistik. Zürich: Sanssouci
Verlag, 1956
Paulos, John Allen: Zahlenblind: mathematisches Analpha­
betentum und seine Konsequenzen. München: Heyne, 1993
Stewart, Ian: Spiel, Satz und Siegfor die Mathematik. Frank­
furt am Main, Leipzig: Insel-Verlag, 1997

Höhere Mathematik (von Arthur Benjamin)


Benjamin, Arthur T.und Jennifer J. Quinn: Prooft That
Really Count: The Art oJCombinatorial ProofWashington
Mathematical Association of America, 2003.
Benjamin, Arthur T. und Kan Yasuda: >>Magie >Squares<
Indeed!« The American Mathematical Monthly 106, Nr. 2
(Februar 1999), S. 1 52-56.

299
Sachregister

A Brüche in Dezimalbrüche
Addieren, Tricks 29 umwandeln 1 16 ff.
Addition dreisteiliger Zahlen Brüche multiplizieren 1 24
38 Brüche 124 ff.
Addition mit überlappenden
Stellen 56 c
Addition von Brüchen 126 Colburn, Z. 75
Addition von links nach
rechts 35 D
Addition zweier zweistelliger Daumenregel 107 f.
Zahlen 36 Denken, kreatives 23
Additionsmethode 57, 77, Devi, S. 1 70
82, 91, 194, 210[ Digits 1 1
Additions-Sprünge 226 f. Distributivgesetz 72, 163,
Aitken, A. C. 182 199
Algebra 221 Division durch eine einstelli­
Arithmetik 16 ge Zahl 104
Assoziativgesetz 87 Division durch zweistellige
Auf- und Abrunden 57, Zahlen l lO ff.
70 f. Division i m Kopf 103 ff.
Divisionsaufgaben vereinfa­
8 chen 1 1 3 [
Baltimore, D. 252 Divisor 1 1 5
Basiszahl 206
Bidder. G. P. 1 32 E
Blitz-Kopfrechner 12 Elfermethode 193
Blitzrechner 226 Elferprobe 166f.
Brüche kürzen 125 Erweitern von Brüchen 126
Brüche dividieren 125 Evolutionstheorie 254

300
SAC H REGISTER

F Kevles, D. 252
Faktorisieren 191, 203 Komplemente 48 [, 84
Faktorisierungsmethode Kopfrechnen 14, 22
86f., 92, 217 Kreationismus 255
Fleck, blinder (Wahmeh­ Kreuzmultiplikation 16,
mungsverzerrung) 250 1 60 [
Fleischmann, M. 253 Krumme Hunde 144 [
Fuller, T. 190 Kubieren 98 ff.
Kubikwurzeln, schnelle
G 232f.
Galois, E. 145
Gardner, M. 77, 168 L
Gauß, C. F. 43 Links-nach -rechts-Methode
Gedächtnis-Magie 183 f. 103
Gedankenlesen, mathe- Logarithmus, natürlicher
matisches 221 f. 148
Gehirnfunktionen 1 3 Lösungswege 23
Gold, T. 253
M
H Magie Castle 19
Hellseher 226 Magische 1 ,089 222 f.
HIV-Theorie 256 Magische Quadrate 228
Hundertzehnerregelung Mathemagiker 1 3
148 Mnemonik 180 f.
Mnemotechniken 173 fT.
Mod-Summe 155, 163
Introspektion 251 Monatscode 238
Monolog, innerer 40
Monty Hall Problem
Jahrescode 239 99
Multiplikand 65
K Multiplikation auf Papier
Kernfusion, kalte 253 160[

301
Multiplikation von Drei­ Pronin, E. 250
steHigen mit zweistelligen Pseudowissenschafiler 253
Zahlen 191 ff.
Multiplikation zweier drei­ Q
steiliger Zahlen 203 ff. Quadrate, magische 228
Multiplikation zweier fünf­ Quadrieren dreisteiliger
stelliger Zahlen 215 ff. Zahlen 94
Multiplikation, einfache Quadrieren fünfstelliger
52ff. Zahlen 199 ff.
Multiplikationen von zwei­ Quadrieren vierstelliger
stelligen Zahlen mit ein­ Zahlen 1 85 f.
stelligen 53 Quadrieren zweistelliger
Multiplikationen mit drei­ Zahlen 67ff.
steiligen Zahlen 59 ( Quadrieren 27 (
Multiplikationen zweier Quersumme 121, 1 56
einstelliger Zahlen 77 ff.
Multiplikationstabelle 53 R
Multiplikator 65 Randi, J. 235
Rundungen 1 36
N
Nahe-beieinander-Methode s
29, 100, 205 f. Sagan, C. 252
Näherungsmethode 147 Sales taxes 144
Nenner 1 18 Schätzen 1 30
Neunerprobe 16, 1 56 Schätzfehler 1 30
Siebzigerregel 147
p Sofort-Multiplikation 24
Peer-Review-System 256 Steuerberechnung 146 f.
Phonetischer Code 174 f. Subtrahieren, Tricks 29
Pi 174 Subtraktion dreisteiliger
Pons, S. 253 Zahlen 46
Produkte, >>freundliche<< Subtraktion von Brüchen
90 128

302
SAC H REGISTER

Subtraktion von links nach V


rechts 44 Von-links-nach-rechts­
Subtraktion zweistelliger Methode 34
Zahlen 44
Subtraktionsmethode 83 f., w
92, 195, 212 Wahrnehmung, selektive
Sulloway, F. J. 251 247
Summe, erstaunliche 235 Wahrscheinlichkeit, mathe­
matische 246 f.
T Wochentag für jedes Datum
Taschenrechner 20, 1 16 237 f.
Teilbarkeit testen 120f. Wochentage berechnen 32
Teilen und mitteln 1 38 Wunder und Wahrschein­
Todesfalle, vorgeahnte lichkeit 248
246 Wurzeln ziehen 157f.
Trinkgelder 31 Wurzeln, vereinfachte 234f.
Trinkgeld-Tipps 142
Ttir Nr. 1 99 z
Zahlen aufspalten 78
u Zahlen runden 45
Überschlagen im Super­ Zahlen übertragen 37, 62
markt 1 3 1 Zahlen zerlegen 41
Überschlagen von Zahlenakrobatik 15, 22
Differenzen 133 f. Zahlengedächtnis 22, 173
Überschlagen von Produkten Zahlenkolonnen 1 54
13S f. Zähler 1 18
Überschlagen von Summen Zahl-Wort-Liste 177 f.
129 f. Zauberkunststücke, mathe-
Überschlagen von Wurzeln matische 76
1 3 8 ff. Zaubertricks, mathematische
Überschlagen 1 2 9 ff. 221
U FO-Sichtungen 255 Ziffern, fehlende 224 f.
Unsinn-Detektor 252 Zinsberechnung 147 f.
Urknall-Theorie 255 Zwischenprodukte 76 ff.

303
Die Autoren

Dr. Arthur Benjamin studierte an der renommierten John


Hopkins Universität in Baltimore und promovierte dort
zum Doktor der Mathematik. Er lehrt heute am Harvey
Mudd College in Claremont, Virginia. 2000 zeichnete ihn
die Amerikanische Mathematische Gesellschaft mit dem
Haimo-Preis für ausgezeichnete Lehrtätigkeit aus.
Artbur Benjamin ist gleichzeitig ein professioneller Zauber­
künstler, der regelmäßig im »Zauberpalast« in Hollywood
auftritt. In vielen Ländern der Welt hat er sein außerordent­
liches Rechentalent demonstriert und erklärt. >>Readers
Digest bezeichnete ihn 2005 als den besten Mathe-Könner
der USA«.

Dr. Michael Shermer, Mitherausgeber und monatlicher


Kolumnist von >>Scientific American«, Herausgeber der
Zeitschrift >>Skeptic« sowie leitender Direktor der >>Skeptic
Society«, ist Autor bzw. Co-Autor zahlreicher wissenschaft­
licher und populärwissenschaftlicher Bücher, die sich mit
dem Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Magie be­
fassen und in den USA zu Bestsellern wurden.