Sie sind auf Seite 1von 39

SINAMICS G / MICROMASTER 4:

Grundsätzliches zur PROFIBUS-


Kommunikation und zum PKW-
Mechanismus

MICROMASTER 4 (MM4), SINAMICS G120/G120D


(CU240S/D, DP/DP-F, PN/PN-F/PN-F PP)

PROFIBUS-Kommunikation, Lesen und Schreiben von


Parametern

FAQ Ÿ Januar 2014

Siemens Industry Online Support


Answers for industry.
Inhaltsverzeichnis

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Inhaltsverzeichnis
1 Inbetriebnahme für PROFIBUS und typische Ansteuerung ......................... 3
1.1 Konfiguration eines MICROMASTER 4 / SINAMICS G120 mit
STEP 7.............................................................................................. 3
1.1.1 Anbinden des Umrichters an den BUS ............................................... 3
1.1.2 Auswahl eines geeigneten Telegramms ............................................. 5
1.2 PROFIBUS Verbindung am MICROMASTER 4 / SINAMICS
G120 (CU240x) herstellen ................................................................. 7
1.3 Herstellen der Betriebsbereitschaft des MICROMASTER 4 /
SINAMICS G120 (CU240x)................................................................ 8
1.4 Steuerung des MICROMASTERS / SINAMICS G120 (CU240x)
mit der PLC ....................................................................................... 8
2 PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von Parametern ............... 10
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

2.1 Nutzdatenstruktur ............................................................................ 10


2.2 PKW-Mechanismus zum Bearbeiten von Parametern ...................... 11
2.3 Beispiele für die Anwendung des PKW-Mechanismus über
PROFIBUS und PROFINET............................................................. 17
2.3.1 Lesen von Parametern..................................................................... 19
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

2.3.2 Schreiben von Parametern .............................................................. 26


2.4 Nutzung der Beispielprojekte ........................................................... 33
3 Beispielprogramme zur Kommunikation mit PROFIBUS............................ 36
4 Anhang.......................................................................................................... 38
5 Historie.......................................................................................................... 39

V4 17.01.2014 2/39
Inbetriebnahme für PROFIBUS und typische Ansteuerung

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

1 Inbetriebnahme für PROFIBUS und


typische Ansteuerung
Hinweis
Die Beschreibungen zum PROFIBUS in diesen Kapitel gelten für MICROMASTER
4 und SINAMICS G120/G120D (CU240S/D, DP/DP-F).
Kenntnisse bzgl. der Projektierungssoftware STEP7 werden dabei vorausgesetzt.
Diese Informationen berücksichtigen nicht die erweiterten Konfigurationen, die
verfügbar sind.

1.1 Konfiguration eines MICROMASTER 4 / SINAMICS


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

G120 mit STEP 7


1.1.1 Anbinden des Umrichters an den BUS

In STEP7 "Hardwarekonfiguration/HW-Konfig" finden Sie den MICROMASTER 4


im Katalogordner PROFIBUS-DP > SIMOVERT > MICROMASTER 4 bzw. den
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

G120 im Katalogordner PROFIBUS-DP > SINAMICS > SINAMICS G120.


Abbildung 1-1

V4 17.01.2014 3/39
Inbetriebnahme für PROFIBUS und typische Ansteuerung

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Wenn der MICROMASTER4 im Katalogordner PROFIBUS-DP > SIMOVERT >


MICROMASTER 4 bzw. der G120 im Katalogordner PROFIBUS-DP > SINAMICS
> SINAMICS G120 nicht vorhanden sind, muss die Software STARTER auf die
neuste Version hochgerüstet werden.
Die aktuelle STARTER Version finden Sie unter Beitrags-ID: 26233208

Ist der Aufwand hierfür zu groß, können alternativ auch die GSD-Dateien installiert
werden. Dazu gibt es folgende Beiträge:
· FAQ: Wo finde ich die GSD Datei für die PROFIBUS-Baugruppe der
MICROMASTER 4 Geräte?; Beitrags-ID: 8718739
· GSD Datei für die PROFIBUS-Baugruppe für MICROMASTER 4;
Beitrags-ID: 6567719
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

· FAQ: Wo kann ich die GSD Datei für den PROFIBUS-DP für die SINAMICS
G120 Einbaugeräte finden?; Beitrags-ID: 23450422
· PROFIBUS GSD Datei für SINAMICS G120/G120D; Beitrags-ID: 23450835
· SINAMICS G120D: PROFIBUS GSD Datei; Beitrags-ID: 60292521
· PROFINET GSDML Datei für SINAMICS G120/G120D; Beitrags-ID: 26641490
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Nach der Installation der GSD-Datei befinden sich diese im S7-Hardwarekatalog


unter PROFIBUS-DP > Weitere FELDGERÄTE > Antriebe > SIMOVERT für den
MICROMASTER 4.

V4 17.01.2014 4/39
Inbetriebnahme für PROFIBUS und typische Ansteuerung

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Abbildung 1-2
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Im ersten Schritt muss dann der Umrichter per Drag & Drop auf den BUS gezogen
werden. Im nächsten Schritt, ebenfalls per Drag & Drop, noch das gewünschte
Telegramm auf den Steckplatz.

1.1.2 Auswahl eines geeigneten Telegramms

Die Steuerung des Umrichters erfolgt auf dem zyklischen Kanal von PROFIBUS-
DP.
Die Nutzdatenstruktur beim zyklischen Datenverkehr untergliedert sich in zwei
Bereiche. Dem Prozessdatenbereich (PZD) für Steuerworte und Sollwerte und dem
Parameterbereich (PKW) zum Lesen/Schreiben von Parameterwerten.
Die Auswahl des jeweiligen Parameter-Prozessdaten-Objekt (PPO) beim
MICROMASTER 4 bzw. Standardtelegramms beim SINAMICS G120 (CU240x) ist
von der Aufgabe des Antriebs im Automatisierungsverbund abhängig.

Wenn Sie beispielsweise den MICROMASTER 440 über den Hardwarekatalog an


den BUS anbinden, stehen Ihnen die Telegramme in Abbildung 1-3 zur Verfügung.

V4 17.01.2014 5/39
Inbetriebnahme für PROFIBUS und typische Ansteuerung

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Abbildung 1-3
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Je nach Anwendung können Sie hier ein geeignetes Telegramm auswählen.


Binden Sie den MICROMASTER 4 über die GSD-Datei an den BUS an, stehen
Ihnen die in Abbildung 1-4 abgebildeten Telegramme zur Verfügung.

V4 17.01.2014 6/39
Inbetriebnahme für PROFIBUS und typische Ansteuerung

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Abbildung 1-4
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Zu beachten ist, dass bis MICROMASTER 420 nur bis zu 4 PZD möglich sind. Für
MICROMASTER 430 und 440 bis zu 8 PZD. Zudem wird hier noch unterschieden
zwischen „whole cons.“ und „word cons.“.
„Whole cons“ bedeutet eine Konsistenz über die gesamte Länge, z.B. bei 4 PZD
werden die 4 Datenwörter als Block geschickt. Es müssen hierfür auch die
entsprechenden Bausteine verwendet werden, die dieses umsetzen können, z.B.
SFC14/15.
„Word cons“ bedeutet eine Konsistenz der Einheiten. Hier werden Daten als
einzelne Wörter geschickt. In diesem Fall können Standard Lade- und
Transferbefehle verwendet werden.

Weitere ausführliche Informationen zum PKW-Mechanismus finden Sie in


Kapitel 2 dieses FAQ’s.

1.2 PROFIBUS Verbindung am MICROMASTER 4 /


SINAMICS G120 (CU240x) herstellen
Damit eine Kommunikation über PROFIBUS hergestellt werden kann sind noch
einige Schritte notwendig.

· Beginnen Sie mit den Parametereinstellungen am Umrichter. Falls nötig,


kann über p0010 = 30 und p0970 = 1 ein Werksreset durchgeführt werden.

V4 17.01.2014 7/39
Inbetriebnahme für PROFIBUS und typische Ansteuerung

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

· Die PROFIBUS-Adresse kann auf zwei Arten eingestellt werden:


- An den DIP-Schaltern 1-7 am Umrichter bzw.
Kommunikationsbaugruppe, wobei DIP-Schalter 1 das niederwertigste
Bit ist. Die Übernahme der Schaltereinstellungen erfordert einen
Power Off/On.
- Die Busadresse kann auch über den Parameter p0918 eingestellt
werden. Hierfür muss an den DIP-Schaltern des Umrichters /
Kommunikationsbaugruppe die Adresse 0 eingestellt werden
(Auslieferungszustand). Anschließend p0003 = 3 und über p0918 die
BUS-Adresse parametrieren.
· Um die volle PROFIBUS-Steuerung von der PLC zu übernehmen müssen
Parameter p0700 = 6 (Signalsteuerung) und p1000 = 6 (Sollwertsteuerung)
eingestellt werden.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

1.3 Herstellen der Betriebsbereitschaft des


MICROMASTER 4 / SINAMICS G120 (CU240x)
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Bevor Sie den Motor in Betrieb nehmen, sollten Sie die Funktion der PROFIBUS-
Steuerung kontrollieren. Trennen Sie dafür das Motorkabel von den Klemmen U, V,
W. Die Ausgangsfrequenz wird an einem AOP oder BOP Display angezeigt.

Wenn der Motor jetzt in Gang gesetzt werden soll, setzen Sie p0010 = 1 und
stellen Sie alle Inbetriebnahmeparameter ein. Dies ist in der Betriebsanleitung des
MICROMASTER und SINAMICS G120 (CU240x) im Kapitel
„Inbetriebnahme“ beschrieben. Beenden Sie die Schnellinbetriebnahme mit p3900
= 3, damit werden die Motordaten berechnet. Parameter p0010 wird dadurch
wieder auf 0 gesetzt. Der Umrichter kann nicht aktiv werden, wenn p0010 = 1 ist!

Stellen Sie sicher, dass ein Drehen des Motors gefahrlos möglich ist!

1.4 Steuerung des MICROMASTERS / SINAMICS G120


(CU240x) mit der PLC
Wenn PPO3 bzw. Standardtelegramm 1 gewählt wird, haben Sie 2 Ausgabewörter
(PZD1 und PZD2) von der PLC, die dem MICROMASTER / SINAMICS G120
(CU240x) Steuerwort und Frequenz-Sollwert entsprechen, und 2 Eingabewörter,
nämlich das Statuswort und die Ist-Frequenz.
Wenn Sie PP01 wählen, beziehen sich die ersten 4 Eingabe- und Ausgabewörter
auf Parameter Lesen/Schreiben-Daten (PKW Daten). Die PKW Ausgabewörter
können jetzt auf null gesetzt werden. Siehe hierzu Kapitel 2.
Frequenz-Sollwert und Ist-Wert werden so normiert, dass 4000hex 50Hz
entspricht. Der Höchstwert, der gesendet werden sollte, ist 7FFF.
Die Normierungsfrequenz kann in P2000 geändert werden.
Es folgen einige typische Steuer- und Statuswörter. Die Statuswörter setzen
voraus, dass der Umrichter auf sein Frequenz-Sollwert angestiegen ist (wo

V4 17.01.2014 8/39
Inbetriebnahme für PROFIBUS und typische Ansteuerung

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

zutreffend). Die Datensequenz ist Steuerwort, Frequenz-Sollwert, Statuswort, Ist-


Frequenz.
Gestartet wird der Antrieb durch Senden von Steuerwort 047E, gefolgt von 047F
(Flanke des Bit 0: EIN)

Antrieb fertig zum Vorwärtslauf:


047E 0000 FA31 0000

Antrieb bei 12.5Hz vorwärts laufen lassen:


047F 1000 FB34 1000

Antrieb bei 50Hz vorwärts laufen lassen:


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

047F 4000 FB34 4000

Antrieb bei 12.5Hz rückwärts laufen lassen:


0C7F 1000 BB34 1000
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Antrieb bei Fehler abgeschaltet:


0C7F 1000 FA38 0000

Fehler zurücksetzen:
04FE 0000 FA31 0000

Die Struktur der Steuer- und Statuswörter ist z.B. im Abschnitt 3.3 des
MICROMASTER PROFIBUS-Optionsbaugruppe Handbuchs beschrieben.

V4 17.01.2014 9/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

2 PKW-Mechanismus zum Lesen und


Schreiben von Parametern
Hinweis
Die Beschreibungen zum PKW-Mechanismus in diesen Kapitel gelten für
PROFIBUS für MICROMASTER 4 und SINAMICS G120/G120D (CU240S/D,
DP/DP-F) und zusätzlich für PROFINET für SINAMICS G120/G120D (CU240S/D
PN/PN-F/PN-F PP).

2.1 Nutzdatenstruktur
Die Struktur der Nutzdaten für den zyklischen Kanal von PROFIBUS-
DP/PROFINET wird als Parameter-Prozessdaten-Objekt (PPO) für
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

MICROMASTER 4 und Siemens Telegramm für Control Units (CUs) CU240S/D


DP/DP-F/PN/PN-F der SINAMICS G120 und SINAMICS G120D bezeichnet.

Nutzdatenstruktur gemäß PPOs / Siemens Telegrammen


Die Nutzdatenstruktur beim zyklischen Datenverkehr untergliedert sich in zwei
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Bereiche, die in speziellen Telegrammen übertragen werden können:


• Prozessdatenbereich (PZD), d. h. Steuerworte und Sollwerte, bzw.
Zustandsinformationen und Istwerte
• Parameterbereich (PKW) zum Lesen/Schreiben von Parameterwerten,
beispielsweise Auslesen von Störungen, sowie dem Auslesen von Informationen
über Eigenschaften eines Parameters, wie z. B. Auslesen der Min/Max.-Grenzen,
etc.

Die Prozessdaten werden immer übertragen. Sie werden im Antrieb mit höchster
Priorität und in den kürzesten Zeitscheiben bearbeitet.
Mit den Prozessdaten wird der Antrieb im Automatisierungsverbund geführt, z. B.
Ein-/Ausschalten, Sollwerte vorgeben, etc.
Mit Hilfe des Parameterbereichs hat der Anwender über das Bussystem den
wahlfreien Zugriff auf alle im Umrichter befindlichen Parameter. Zum Beispiel:
Auslesen von detaillierten Diagnoseinformationen, Störmeldungen, etc.
Die Telegramme der zyklischen Datenübertragung haben somit folgenden
grundlegenden Aufbau:

Abbildung 2-1

1)
PKW: Parameter-Kennung-Wert

Für MICROMASTER 4 und CU240S/D DP/DP-F/PN/PN-F sind je 2 Telegramm-


Typen definiert, die PKW-Anteil enthalten:

V4 17.01.2014 10/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Abbildung 2-2

Hinweis
MICROMASTER 420 unterstützt nur PPO1 von diesen beiden PPO-Typen.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Hinweis
Die Telegrammtypen 353 und 354 stehen für Control Units CU240S/D DP/DP-
F/PN/PN-F des SINAMICS G120/G120D zur Verfügung nur ab der
Softwareversion V3.0. D. h. der PKW-Mechanismus ist nur ab der SW3.0 der CUs
des SINAMICS G120/G120D möglich.
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Parameterdatenbereich (PKW)
Mit dem PKW-Telegrammteil (Parameter-Kennung-Wert) kann jeder beliebiger
Parameter im Umrichter beobachtet und/oder geändert werden.

Prozessdatenbereich (PZD)
Mit den Prozessdaten können Steuerworte und Sollwerte (Aufträge: Master ->
Umrichter) bzw. Zustandsworte und Istwerte (Antworten: Umrichter -> Master)
übertragen werden.

2.2 PKW-Mechanismus zum Bearbeiten von Parametern


Parameterbereich (PKW)
Mit dem PKW-Mechanismus können Sie Parameter wie folgt bedienen und
beobachten (schreiben/lesen):
Voraussetzung
• PPO-Typ 1 oder 2 bei MICROMASTER 4 oder Siemens Telegramm 353 oder
354 bei Control Units CU240S/D DP/DP-F/PN/PN-F des SINAMICS G120/G120D
Der Parameterbereich umfasst immer 4 Worte.

V4 17.01.2014 11/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Abbildung 2-3 Aufbau des Parameterbereichs (PKW)


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Parameterkennung (PKE), 1. Wort


Die Parameterkennung (PKE) ist immer ein 16-Bit-Wert.
Die Bits 0 bis 10 (PNU) enthalten die Nummer des gewünschten Parameters.
Das Bit 11 ist reserviert.
Die Bits 12 bis 15 (AK) enthalten die Auftrags- bzw. die Antwortkennung.
Für das Auftrags-Telegramm (Master -> Umrichter) können Sie die Bedeutung der
Auftragskennung der Tabelle 2-1 entnehmen. Die Auftragskennungen 11 bis 14
sind umrichterspezifisch und nicht im PROFIdrive-Profil festgelegt.
Für das Antwort-Telegramm (Umrichter -> Master) können Sie die Bedeutung der
Antwortkennung der Tabelle 2-2 entnehmen. Abhängig von der Auftragskennung
sind nur bestimmte Antwortkennungen möglich. Hat die Antwortkennung den Wert
7 (Auftrag nicht ausführbar), dann ist im Parameter-Wert 2 (PWE2) eine
Fehlernummer gemäß Tabelle 2-3 hinterlegt.

Tabelle2-1 Auftragskennung (Master -> Umrichter)


Auftrags- Bedeutung Antwortkennung
Kennung
(AK) positiv negativ

0 Kein Auftrag 0 7/8


1 Parameterwert anfordern 1/2 7/8
2 Parameterwert ändern (Wort) 1 7/8
3 Parameterwert ändern (Doppelwort) 2 7/8
1
4 Beschreibungselement anfordern 3 7/8
1
6 Parameterwert anfordern (Array) 4/5 7/8
7 Parameterwert ändern (Array, Wort) 2 4 7/8
2
8 Parameterwert ändern (Array, Doppelwort) 5 7/8
9 Anzahl der Arrayelemente anfordern 6 7/8

V4 17.01.2014 12/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Auftrags- Bedeutung Antwortkennung


Kennung
(AK) positiv negativ

11 Parameterwert ändern (Array, Doppelwort) und 5 7/8


abspeichern im EEPROM 2
12 Parameterwert ändern (Array, Wort) und 4 7/8
abspeichern im EEPROM 2
13 Parameterwert ändern (Doppelwort) und 2 7/8
abspeichern im EEPROM
14 Parameterwert ändern (Wort) und abspeichern im 1 7/8
EEPROM
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Tabelle2-2 Antwortkennung (Umrichter -> Master)

Antwort- Bedeutung
Kennung
0 Keine Antwort
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

1 Parameterwert übertragen (Wort)


2 Parameterwert übertragen (Doppelwort)
3 Beschreibungselement übertragen 1
4 Parameterwert übertragen (Array, Wort) 2
5 Parameterwert übertragen (Array, Doppelwort) 2
6 Anzahl der Arrayelemente übertragen
7 Auftrag nicht ausführbar (mit Fehlernummer)
8 Keine Bedienhoheit für PKW-Schnittstelle

1
Das gewünschte Element der Parameterbeschreibung wird in IND (2. Wort)
angegeben
2
Das gewünschte Element des indizierten Parameters wird in IND (2. Wort)
angegeben

V4 17.01.2014 13/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Tabelle2-3 Fehlernummer bei Antwort „Auftrag nicht ausführbar“


Nr. Bedeutung
0 unzulässige Parameternummer Parameter nicht vorhanden
(PNU)
1 Parameterwert nicht änderbar Parameter ist ein
Beobachtungsparameter
2 Minimum/Maximum unter- bzw. -
überschritten
3 fehlerhafter Subindex -
4 kein Array Zugriff auf Einfachparameter mit
Arrayauftrag und Subindex > 0
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

5 falscher Datentyp Wort/Doppelwort-Verwechselung


6 kein Setzen erlaubt (nur rücksetzbar) -
7 Beschreibungselement nicht Beschreibung ist grundsätzlich nicht
änderbar änderbar
11 keine Bedienhoheit Änderungsauftrag bei fehlender
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Bedienhoheit (siehe P0927)


12 Schlüsselwort fehlt -
17 Auftrag wegen Betriebszustand nicht Umrichterzustand lässt momentan
ausführbar den gestellten Auftrag nicht zu
101 Parameternummer momentan abhängig vom Umrichterzustand
deaktiviert
102 Kanalbreite zu klein Antwort passt nicht in den
Kommunikationskanal
104 Parameterwert nicht zulässig Parameter lässt nur bestimmte
Werte zu
106 Auftrag nicht implementiert nach Auftragskennung 5, 10, 15

200/201 modifiziertes Minimum/Maximum Minimum/Maximum kann im Betrieb


unter- bzw. überschritten weiter eingeschränkt werden
204 Parameterwert nicht änderbar wegen -
fehlender Zugriffsrechte

V4 17.01.2014 14/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Parameter-Index (IND) 2. Wort: Array-Subindex – höherwertiges Byte


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Der Array-Subindex (im PROFIdrive-Profil auch nur als Subindex bezeichnet) ist
ein 8-Bit-Wert und wird beim zyklischen Datenverkehr über PPOs / Siemens
Telegramme im höherwertigen Byte (Bit 8 bis 15) des Parameter-Index (IND)
übertragen.
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Aufgabe des Array-Subindex im IND

Array-Subindex = 0…254
Wird in einem Auftrag der Array-Subindex mit den Werten zwischen 0 und 254
übergeben, wird bei einem indizierten Parameter der gewünschte Index dieses
Parameters übertragen. Die Bedeutung der einzelnen Indizes eines Parameters
können dazu der Parameterliste der Betriebsanleitung des Umrichters entnommen
werden.
Bei der Bearbeitung eines Beschreibungselements wird die Nummer des
gewünschten Elements übertragen. Die Bedeutung der Beschreibungselemente
können Sie dem PROFIdrive-Profil Version 2.0 entnehmen.

Array-Subindex = 255
Der Wert 255 für den Array-Subindex ist MICROMASTER 4 / SINAMICS G120 /
G120D -spezifisch und hat eine Sonderstellung. Wird der Array-Subindex mit 255
übergeben, werden alle Indizes eines indizierten Parameters gleichzeitig in einem
Datenblock übertragen.
Diese Funktion ist nur für den azyklischen Datenverkehr mit dem Datensatz DS47
sinnvoll.

Parameter-Index (IND) 2. Wort: Parameter-Nummer-Erweiterung (PNU-


Erweiterung) – niederwertiges Byte
Das niederwertige Byte PNU-Erweiterung (Bit 0 bis 7) von Parameter-Index (IND)
ist im PROFIdrive-Profil nicht definiert.
Beim MICROMASTER 4 und bei der CUs des SINAMICS G120 / G120D wird das
niederwertige Byte des Parameter-Index genutzt, um zwischen Seiten der

V4 17.01.2014 15/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Parameter-Nr. umzuschalten und Parameter mit Nummer >1999 adressieren zu


können.

Aufgabe der PNU-Erweiterung


Das Byte zur PNU-Erweiterung dient zur Seitenumschaltung der Parameter-Nr.
und hat folgende Wirkung:
Wird dieses Byte auf einen der Werten für die PNU-Erweiterung aus der Tabelle 2-
4 eingestellt, wird die im PKW-Auftrag übergebene Parameter-Nummer (PNU) im
Umrichter mit einem entsprechenden Offset (P2000, P4000, P6000, P8000,
P60000) versehen und dann weitergereicht.

Alle Werte, die das niederwertige Byte annehmen kann, und die für die
Adressierung eines bestimmten Parameterbereichs dienen, entnehmen Sie aus
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

der Tabelle 2-4.

Tabelle 2-4 PNU-Erweiterung für die Adressierung der Parameter > 1999
Parameter-Bereich PNU-Erweiterung (2. Wort (IND), niederwertiges Byte)
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Binär Hex
0…1999 00000000 00
2000…3999 10000000 80
4000…5999 00010000 10
6000…7999 10010000 90
8000…9999 00100000 20
60000…61999 01110100 74

Beispiel-Kodierung für Parameter-Nr. in PKE und IND für P2016, Index 3:

V4 17.01.2014 16/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Parameter-Wert (PWE) 3. und 4. Wort

Die Übertragung des Parameterwertes (PWE) erfolgt immer als Doppelwort (32
Bit). In einem PPO- / Siemens Telegramm kann immer nur ein Parameterwert
übertragen werden.
Ein 32-Bit-Parameterwert setzt sich zusammen aus PWE1 (höherwertiges Wort, 3.
Wort) und PWE2 (niederwertiges Wort, 4. Wort).
Ein 16-Bit-Parameterwert wird im PWE2 (niederwertiges Wort, 4. Wort) übertragen.
PWE1 (höherwertiges Wort, 3. Wort) müssen Sie in diesem Fall beim PROFIBUS-
DP- / PROFINET-Master auf den Wert 0 setzen.

Regeln für die Auftrags- / Antwortbearbeitung


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

1. Ein Auftrag oder eine Antwort kann sich immer nur auf einen Parameter
beziehen.
2. Der Master muss einen Auftrag solange wiederholen, bis er die entsprechende
Antwort empfangen hat.
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

3. Der Master erkennt die Antwort auf einen gestellten Auftrag durch:
- Auswertung des Empfangswort 1 – Parameterkennung (PKE):
- Auswertung der Antwortkennung (AK)
- Auswertung der Parameternummer (PNU)
- Gegebenenfalls durch Auswertung des Empfangswort 2 - Parameter-Index (IND)
- Gegebenenfalls durch Auswertung der Empfangsworte 3 und 4 - Parameter-
Werte (PWE1 und PWE2).
4. Der Auftrag muss in einem Telegramm komplett gesendet werden; gesplittete
Auftragstelegramme sind nicht zulässig. Gleiches gilt für die Antwort.
5. Bei Antwort-Telegrammen, die Parameterwerte enthalten, antwortet der Antrieb
bei der Wiederholung der Antwort-Telegramme immer mit dem aktuellen Wert.
6. Werden im zyklischen Betrieb keine Informationen von der PKW-Schnittstelle
benötigt (nur PZD-Daten sind wichtig), so muss der Auftrag „kein Auftrag“ gestellt
werden.

2.3 Beispiele für die Anwendung des PKW-Mechanismus


über PROFIBUS und PROFINET
Übersicht
In den folgenden Beispielen wird Ihnen das Lesen und das Schreiben von
Parametern des Umrichters MICROMASTER 4 (MM4) und der Control Units
CU240S/D DP/DP-F des SINAMICS G120/G120D mittels PROFIBUS und der
CU240S/D PN/PN-F mittels PROFINET kurz dargestellt.
Es stehen Ihnen auch S7-Beispielprojekte zur Verfügung, die Sie aus demselben
Beitrag herunterladen können.

V4 17.01.2014 17/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Hinweis
Voraussetzung für die Nutzung der Beispielprojekte ist die Installation der richtigen
GSD-Dateien und die Projektierung der notwendigen GSD-Dateien und
Telegrammtypen in HW-Konfig.
Die GSD-Dateien können heruntergeladen werden. Siehe hierfür Kapitel 1.1.1

Hinweis
In den Beispielprojekten werden GSD-Dateien für MM4 und CU240S DP-F und
Telegrammtypen PPO1 für MM4 und Siemens Telegramm 354 für CU240S DP-F
benutzt.
Wenn Sie einen anderen Umrichter / eine andere CU oder ein anderes Telegramm
projektieren wollen, dann nehmen Sie die entsprechenden Änderungen in HW-
Konfig vor.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Hinweis
Setzen Sie den Parameter P0700 = 6 und den P1000 = 6, um den Umrichter über
PROFIBUS oder PROFINET ansteuern zu können. Wenn Sie nur Parameter des
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Umrichters auslesen oder schreiben wollen, dann müssen die Parameter P0700
und P1000 nicht geändert werden, es können die alten Einstellungen beibehaltet
werden.

Hinweis
Wenn Sie Parameter von den CUs des SINAMICS G120/G120D auslesen oder
schreiben, setzen Sie den Parameter für die Wahl des PROFIdrive-Standard-
Telegramms P0922 = 354 (Siemens Telegramm 354), bevor Sie das
Beispielprojekt nutzen.

Tiefergehende Informationen entnehmen Sie bitte den Bedienungsanleitungen.

V4 17.01.2014 18/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

2.3.1 Lesen von Parametern

Beispiel 1: Lesen von Parametern p0700 (Auswahl Befehlsquelle)


Um einen Parameter zu lesen muss der Parameterwert angefordert und die
Parameternummer richtig adressiert werden. Dazu wird das erste PKW-Wort
verwendet – Parameterkennung (PKE).
Für die Anforderung des Parameterwertes verwenden Sie die Auftragskennung 1 =
Parameterwert anfordern, AK = 1 (s. Tabelle 2-1). Die Auftragskennung 1 wird in
die Bits 12 bis 15 des 1. Wortes geschrieben (s. Abbildung 2-1).
Die Parameternummer (PNU) muss in das Hex-Format umgerechnet und in die
Bits 0 bis 10 geschrieben werden.
Umrechnung: 700 dez = 2BC hex.
Somit ist das 1. Wort: 12BC.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Da wir Index 0 des Parameters auslesen und die Parameter-Nummer < 1999 ist,
ist das 2. Wort: 0000.
Das 3. und 4. Wort müssen auf 0 eingestellt werden.
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


Und somit ergibt sich die Anforderung zum Lesen des Parameters P0700:
1. Wort (PKE): 12BC
2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0000
Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET
Der Antwort:
1. Wort (PKE): 12BC
2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0002
- entnehmen wir, dass es sich um ein Wort mit dem Wert 0002 (hex / dez) handelt.

Ergebnis
Das Ergebnis in unserem Beispiel lautet P0700 = 2 (Befehlsquelle über
Klemmleiste).

V4 17.01.2014 19/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Beispiel 2: Lesen von Parameter P1082 (Max. Frequenz)


Im Beispiel 2 soll die max. Frequenz aus P1082 ausgelesen werden.

Auftragskennung AK: Parameterwert anfordern = 1

Umrechnung der PNU: 1082 dez = 43A hex

Somit ergibt sich das 1. Wort: 143A.

Da wir Index 0 des Parameters auslesen und die Parameter-Nummer < 1999 ist,
ist das 2. Wort: 0000.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Das 3. und 4. Wort müssen auf 0 eingestellt werden.

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


1. Wort (PKE): 143A
2. Wort (IND): 0000
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

3. Wort (PWE1): 0000


4. Wort (PWE2): 0000
- fordert den Wert von P1082 an.

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


Der Antwort:
1. Wort (PKE): 243A
2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 4248
4. Wort (PWE2): 0000
- entnehmen wir, dass es sich um ein Doppelwort mit dem IEEE Float-Wert 4248
0000 handelt.

Das IEEE Float-Format ist wie folgt aufgebaut:


• Bit 31 = Vorzeichen,
• Bit 23 bis Bit 30 = Exponent
• Bit 0 bis Bit 22 = Mantisse mit Dezimalwert angegeben durch:
Wert = ((-1) hoch Vorzeichen) x (2 hoch (Exponent - 127)) x 1.Mantisse.

Im vorliegenden Beispiel mit


Vorzeichen = 0,
Exponent = 84 (hex) = 132
und
Mantisse (1).900000 = [1 + 9/16 + 0/256 + ...]
ergibt sich (1) x (32) x (1.5625) = 50.00 [Hz]

V4 17.01.2014 20/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Mehr zu der Umrechnung von Float-Zahlen entnehmen Sie aus dem FAQ Beitrags-
ID: 23803063 Umrechnung von Float-Zahlen.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

V4 17.01.2014 21/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Beispiel 3: Lesen von Parameter P2000 (Bezugsfrequenz)


Im Beispiel 3 soll die Bezugsfrequenz aus P2000 ausgelesen werden.

Auftragskennung AK: Parameterwert anfordern = 1

Um einen Parameter größer als P1999 zu lesen, ist die PNU-Erweiterung im 2.


Wort (IND) einzustellen (s. Tabelle 2-4).
Je nachdem, welche Seite der Parameter benötigt wird, muss eine entsprechende
PNU-Erweiterung ausgewählt und im 2. Wort (IND) eingestellt werden. Die
Parameter-Nummer (PNU) kriegt dann ein Offset (P2000, P4000, P6000, P8000,
P60000), der von der Parameter-Nummer abgezogen werden muss. Die Differenz
muss in das Hex-Format umgerechnet werden.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Umrechnung der PNU:


(PNU - Offset) = (2000 - 2000) dez = 0 dez = 0 hex

Somit ergibt sich das 1. Wort: 1000.


Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Die PNU-Erweiterung für den Parameter-Bereich 2000…3999 ist 80 (s. Tabelle 2-


4).
Es wird Index 0 des Parameters P2000 ausgelesen, deshalb Subindex = 0.

Somit ergibt sich das 2. Wort: 0080.

Das 3. und 4. Wort müssen auf 0 eingestellt werden.

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


1. Wort (PKE): 1000
2. Wort (IND): 0080
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0000

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


Der Antwort:
1. Wort (PKE): 2000
2. Wort (IND): 0080
3. Wort (PWE1): 4248
4. Wort (PWE2): 0000
- entnehmen wir, dass es sich um ein Doppelwort mit dem IEEE Float-Wert 4248
0000 (= 50.00) handelt.

Ergebnis
Es ergibt sich somit der Wert 50.00 [Hz].

V4 17.01.2014 22/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Beispiel 4: Lesen von Parameter P9810 (PROFIsafe Zieladresse) der CU240S/D DP-F/PN-F
Im Beispiel 4 soll die PROFIsafe Zieladresse der Safety Control Units CU240S/D
DP-F/PN-F aus P9810 ausgelesen werden.

Auftragskennung AK: Parameterwert anfordern = 1

Umrechnung der PNU:


(PNU - Offset) = (9810 - 8000) dez = 1810 dez = 712 hex

Somit ergibt sich das 1. Wort: 1712.


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

PNU-Erweiterung: 20 (s. Tabelle 2-4).

Subindex = 0, weil der Parameter P9810 nicht indiziert ist.

Somit ergibt sich das 2. Wort: 0020.


Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Das 3. und 4. Wort müssen auf 0 eingestellt werden.

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => CU240S/D DP-F/PN-F


1. Wort (PKE): 1712
2. Wort (IND): 0020
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0000
- fordert den Wert von P9810 an.

Antwort CU240S/D DP-F/PN-F => PROFIBUS / PROFINET


Der Antwort:
1. Wort (PKE): 1712
2. Wort (IND): 0020
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 00C8
- entnehmen wir, dass es sich um ein Wort mit dem Wert C8 hex = 200 dez
handelt.

Ergebnis
Das Ergebnis in unserem Beispiel lautet PROFIsafe Zieladresse
P9810 = 200.

V4 17.01.2014 23/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Beispiel 5: Lesen von Parameter P2010[1] (USS Baudrate, USS an BOP-Link)


Im Beispiel 5 soll die USS Baudrate des BOP-Link aus P2010[1] ausgelesen
werden.

Auftragskennung AK: Parameterwert anfordern = 1

Umrechnung der PNU:


(PNU - Offset) = (2010 - 2000) dez = 10 dez = A hex

Somit ergibt sich das 1. Wort: 100A.


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Um den Wert eines Parameterindex zu lesen, müssen Sie den Index in Bits (0 bis
7) des 2. PKW-Wortes (IND) definieren:
Subindex = 1, weil der Index 1 ausgelesen wird.

PNU-Erweiterung: 80 (s. Tabelle 2-4).


Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Somit ergibt sich das 2. Wort: 0180.

Das 3. und 4. Wort müssen auf 0 eingestellt werden.

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


1. Wort (PKE): 100A
2. Wort (IND): 0180
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0000
- fordert den Wert von P2010 - Index 1 an.

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


Der Antwort:
1. Wort (PKE): 100A
2. Wort (IND): 0180
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0006
- entnehmen wir dass es sich um ein Wort mit dem Wert 6 (hex) handelt.

Ergebnis
Es ergibt sich der Wert 6 (hex / dez), was 9600 Baud entspricht.

Hier könnte auch Auftragskennung 6: Parameterwert anfordern (Array) verwendet


werden. Die Sende- und Empfangsdaten wären dann:

V4 17.01.2014 24/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


1. Wort (PKE): 600A (6: Parameterwert anfordern Array)
2. Wort (IND): 0180
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0000
- fordert den Wert von P2010 - Index 1 an.

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


Der Antwort:
1. Wort (PKE): 400A (4: Parameter übertragen Array, Wort)
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

2. Wort (IND): 0180


3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0006
- entnehmen wir dass es sich um ein Wort mit dem Wert 6 (hex) handelt.
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Ergebnis
Es ergibt sich der Wert 6 (hex / dez), was 9600 Baud entspricht.

V4 17.01.2014 25/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

2.3.2 Schreiben von Parametern

Beispiel 6: Ändern des Werts von p1082 (Max. Frequenz)


Um einen Parameter schreiben zu können, müssen Sie zunächst wissen ob der
Parameterwert ein Wort oder ein Doppelwort ist.
Zudem ist es wichtig Auftragskennung 2 (Parameterwert ändern (Wort)) oder 3
(Parameterwert ändern (Doppelwort)) richtig zu verwenden.
Um herauszufinden ob der Parameterwert ein Wort oder ein Doppelwort ist,
können Sie den Parameterwert zunächst über PROFIBUS/PROFINET lesen (bzw.
diese Information der Parameterliste entnehmen).
Im Beispiel 6 soll der Wert von P1082 von 50.00 [Hz] auf 40.00 [Hz] geändert
werden, nur RAM.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Wert lesen
(s. auch das Beispiel 2)

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

1. Wort (PKE): 143A


2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0000
- fordert den Wert von P1082 an.

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


Der Antwort:
1. Wort (PKE): 243A
2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 4248
4. Wort (PWE2): 0000
- Antwortkennung 2 (Parameterwert übertragen (Doppelwort)) entnehmen wir, dass
es sich um ein Doppelwort handelt. Also müssen wir die Auftragskennung 3
verwenden: Parameterwert ändern (Doppelwort), nur RAM.

Wert ändern
Auftragskennung AK: Parameterwert ändern (Doppelwort) = 3

Umrechnung der PNU: 1082 dez = 43A hex

Somit ergibt sich das 1. Wort: 343A.

Da wir Index 0 des Parameters schreiben und die Parameter-Nummer < 1999 ist,
ist das 2. Wort: 0000.

V4 17.01.2014 26/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Um den Parameterwert auf 40.00 (IEEE Float-Wert = 4220 0000) zu ändern,


müssen das 3. und 4. Wort auf entsprechend 4220 und 0000 eingestellt werden.

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


1. Wort (PKE): 343A
2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 4220
4. Wort (PWE2): 0000
- ändert den Wert von P1082 auf 40.00.

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Mit der Antwort:


1. Wort (PKE): 243A
2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 4220
4. Wort (PWE2): 0000
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

- wird von MM4 / CU bestätigt, dass der Wert geändert wurde.

Hinweis
Zum Speichern des geänderten Wertes im EEPROM verwenden Sie die
Auftragskennung 13 = D hex (Parameterwert ändern (Doppelwort) und
abspeichern im EEPROM). Achtung, wiederholtes Speichern kann das EEPROM
beschädigen.

V4 17.01.2014 27/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Beispiel 7: Evaluierung einer Error-Antwort


Im Beispiel 6 wurde vorausgesetzt, dass der Umrichter nicht läuft.
Da jedoch der P1082 während des Betriebs nicht geändert werden kann antwortet
der Umrichter mit der Antwortkennung 7: Auftrag nicht ausführbar, d.h. das
Änderungstelegramm wurde bei laufendem Umrichter gesendet.
Diese Fehlernummer befindet sich im Parameterwertbereich PWE2.

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


1. Wort (PKE): 343A
2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 4220
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

4. Wort (PWE2): 0000


- Versuch den Wert von P1082 auf 40.00 zu ändern.

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


1. Wort (PKE): 743A (7: Auftrag nicht ausführbar)
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

2. Wort (IND): 0000


3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0011 (Fehlernummer)

Ergebnis
Die Fehlernummer lautet 11 hex = 17 dec - Auftrag wegen Betriebszustand nicht
ausführbar: Umrichterzustand lässt momentan den gestellten Auftrag nicht zu.

V4 17.01.2014 28/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Beispiel 8: Ändern von P0845 (zweite Quelle von AUS2)


In diesem Beispiel soll P0845 (zweite Quelle von AUS2) auf 722.2 eingestellt
werden.

Hinweis
Einige Parameter der CU240S/D DP/DP-F/PN/PN-F können nicht geändert
werden, wenn Standard-Telegramm gewählt ist (P0700 = 6, P0922 = Standard-
Telegramm, im Beispiel – Siemens Telegramm 354), z. B. P0844 (erste Quelle von
AUS2).

Mit der Einstellung (P0845 = 722.2) wird Digitaleingang 3/2 auf AUS 2 gesetzt
(AUS 2 = Impulssperre).
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Voraussetzung:
P0703 muss auf 99 (BiCo Parametrisierung aktivieren, Digitaleingang 3/21) gesetzt
werden damit in P0845 = 722.2 zum verfügbaren Wert wird.
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Auftragskennung AK: Parameterwert ändern (Doppelwort) = 3

Umrechnung der PNU: 845 dez = 34D hex

Somit ergibt sich das 1. Wort: 334D.

Da wir Index 0 des Parameters P0845 schreiben und die Parameter-Nummer <
1999 ist, ist das 2. Wort: 0000.

Umrechnung für PWE1 und PWE2: 722 dez = 2D2 hex; 2 dez = 2 hex
Das 3. und 4. Wort ergeben sich dann: 02D2 und 0002.

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


1. Wort (PKE): 334D
2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 02D2
4. Wort (PWE2): 0002

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


Mit der Antwort:
1. Wort (PKE): 234D
2. Wort (IND): 0000
3. Wort (PWE1): 02D2
4. Wort (PWE2): 0002
- wird von MM4 / CU bestätigt, dass der Wert geändert wurde.

V4 17.01.2014 29/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Hinweis
P0845 = zweite Quelle von AUS2 / 722.2 = Digitaleingang 3/21.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

V4 17.01.2014 30/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Beispiel 9: Ändern von Parameter P2010[1] (USS Baudrate, USS an BOP-Link)


Im Beispiel 9 soll die USS Baudrate des BOP-Link, P2010[1] von 6 (9600 Baud)
auf 8 (38400 Baud) geändert werden.

Auftragskennung AK: Parameterwert ändern (Wort) = 2

Umrechnung der PNU:


(PNU - Offset) = (2010 - 2000) dez = 10 dez = A hex

Somit ergibt sich das 1. Wort: 200A.


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Um den Wert eines Parameterindex zu schreiben, müssen Sie den Index in Bits (0
bis 7) des 2. PKW-Wortes (IND) definieren:

Subindex = 1, weil der Index 1 geschrieben wird.


Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

PNU-Erweiterung: 80 (s. Tabelle 2-4).

Somit ergibt sich das 2. Wort: 0180.

Weil wir den Parameterwert vom Typ Wort ändern, ist das 3. Wort PWE1 = 0000.

Umrechnung für PWE2: 8 dez = 8 hex.


Somit ergibt sich das 4. Wort: 0008.

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


1. Wort (PKE): 200A
2. Wort (IND): 0180
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0008
- ändert den Wert von P2010[1] auf 8.

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


Mit der Antwort:
1. Wort (PKE): 100A
2. Wort (IND): 0180
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0008
- wird von MM4 / CU bestätigt, dass der Wert geändert wurde.

V4 17.01.2014 31/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Hier könnte auch Auftragskennung 7: Parameterwert ändern (Array, Wort)


verwendet werden. Die Sende- und Empfangsdaten wären dann:

Anforderung PROFIBUS / PROFINET => MM4 / CU240


1. Wort (PKE): 700A (7: Parameterwert ändern Array, Wort)
2. Wort (IND): 0180
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0008
- ändert den Wert von P2010[1] auf 8.

Antwort MM4 / CU240 => PROFIBUS / PROFINET


8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Mit der Antwort:


1. Wort (PKE): 400A (4: Parameterwert übertragen Array, Wort)
2. Wort (IND): 0180
3. Wort (PWE1): 0000
4. Wort (PWE2): 0008
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

- wird von MM4 / CU bestätigt, dass der Wert geändert wurde.

V4 17.01.2014 32/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

2.4 Nutzung der Beispielprojekte


Hinweis zur Projektierung in HW-Konfig
Beachten Sie, dass es beim Projektieren einer PROFIBUS-Baugruppe (CU240S/D
DP/DP-F) des SINAMICS G120/G120D mit GSD-Dateien und Anlegen des
Siemens Telegramms 353 oder 354 zwei separate Steckplätze für die PKW- und
PZD-Bereiche vorhanden sind (s. Abbildung 2-4) und beim Projektieren einer
PROFINET-Baugruppe (CU240S/D PN/PN-F) des SINAMICS G120/G120D mit
GSD-Dateien und Anlegen des Siemens Telegramms 353 oder 354 nur ein
Steckplatz für die PKW- und PZD-Bereiche vorhanden ist (s. Abbildung 2-5).
Diese Besonderheit hat ihre Auswirkung auf die Weise, wie die Anforderungs- und
Antwortaufträge zum Antrieb geschickt und vom Antrieb empfangen werden
müssen, wenn der Datenaustausch zwischen dem Antrieb und einer S7-Steuerung
z. B. mit Hilfe der S7 Standard Funktionen SFC14 und SFC15 erfolgt.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Beim Datenaustausch mit einer PROFIBUS-Baugruppe (CU240S/D DP/DP-F)


müssen die Anforderungs- und Antwortaufträge für die PKW- und PZD-Bereiche
separat mit den SFC14 und SFC15 geschickt (empfangen) werden. Dabei müssen
die E/A-Startadressen und die Längen der Telegrammteilen für die PKW- und
PZD-Bereiche beachtet werden.
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Abbildung 2-4

Beim Datenaustausch mit einer PROFINET-Baugruppe (CU240S/D PN/PN-F)


müssen die Anforderungs- und Antwortaufträge für die PKW- und PZD-Bereiche
gemeinsam mit den SFC14 und SFC15 geschickt (empfangen) werden. Dabei
müssen nur die E/A-Startadressen und die Länge des ganzen Telegramms
beachtet werden.

V4 17.01.2014 33/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Abbildung 2-5
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Wird z. B. das Siemens Telegramm 354 für den Datenaustausch angelegt, dann
müssen bei PROFIBUS-Baugruppen erst 4 PKW Worte (8 Bytes) und dann 6 PZD
Worte (12 Bytes) in zwei separaten Anforderungsaufträgen zu der Baugruppe
geschickt werden und genauso 4 PKW Worte (8 Bytes) und 6 PZD Worte (12
Bytes) in zwei separaten Antwortaufträgen von der Baugruppe empfangen werden.
D. h. jede der Funktionen SFC14 und SFC15 wird im Programm zweimal
aufgerufen. Wenn nur der PKW-Bereich des Umrichters ausgelesen werden muss,
oder nur der Antrieb angesteuert werden muss, dann kann nur ein Bereich
angesprochen werden (PKW oder PZD) mit entsprechenden E/A-Adressen. Jede
der SFC14 und SFC15 wird nur einmal aufgerufen.
Bei PROFINET-Baugruppen und dem Datenaustausch mit dem Telegramm 354
werden 4 PKW Worte (8 Bytes) und 6 PZD Worte (12 Bytes), d. h. 10 Worte (20
Bytes) insgesamt, in einem Anforderungsauftrag zu der Baugruppe geschickt und
auch 10 Worte (20 Bytes) werden in einem Antwortauftrag von der Baugruppe
empfangen. D. h. jede der Funktionen SFC14 und SFC15 wird im Programm nur
einmal aufgerufen. Wenn nur der PKW-Bereich des Umrichters ausgelesen werden
muss, oder nur der Antrieb angesteuert werden muss, dann sollen die Worte des
nicht benutzten Bereiches (PKW oder PZD) mit Nullen belegt werden. In jedem Fall
müssen die E/A-Startadressen für das ganze Telegramm benutzt werden.

Handhabung der Beispielprojekte


Für die Handhabung der Beispielprojekte dienen Variablentabellen. Hier soll man
die 4 PKW-Worte für den Auftrag eingeben und die Antwort vom Antrieb auslesen.
Es besteht auch die Möglichkeit den Antrieb mittels der Variablentabelle
anzusteuern und Diagnose- und Zustandsinformationen vom Antrieb zu
empfangen und anzuzeigen.

V4 17.01.2014 34/39
PKW-Mechanismus zum Lesen und Schreiben von
Parametern

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584


PKW-Mechanismus Auftrag:
Abbildung 2-6 1. Wort PKE: DB1.DBW 0
2. Wort IND: DB1.DBW 2
3. Wort PWE1: DB1.DBW 4
4. Wort PWE2: DB1.DBW 6

PKW-Mechanismus Antwort:
1. 1. Wort PKE: DB1.DBW 20
2. Wort IND: DB1.DBW 22
3. Wort PWE1: DB1.DBW 24
4. Wort PWE2: DB1.DBW 26
2.
Ansteuerung des Antriebs
über PZD:
- Steuerwort 1 (STW1):
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

DB1.DBW 8
- Hauptsollwert (HSW):
3.
DB1.DBW 10

4. Diagnose- und
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Zustandsinformationen
vom Antrieb Empfangen:
PZD1: DBW 28
PZD2: DBW 30
PZD3: DBW 32
PZD4: DBW 34
PZD5: DBW 36
PZD6: DBW 38

Oberer Teil – 1. PKW-Mechanismus Auftrag (Request)


In dem oberen Teil der Variablentabelle werden die 4 Worte (PKE, IND, PWE1 und
PWE2) des PKW-Auftrags eingetragen.

Mittlerer Teil – 2. PKW-Mechanismus Antwort (Response)


In dem mittleren Teil 2 der Variablentabelle wird die PKW-Antwort vom Antrieb
dargestellt.

Mittlerer Teil – 3. Ansteuerung des Antriebs über PZD


Der mittlere Teil 3 der Variablentabelle dient zur Ansteuerung des Antriebs. Es wird
Steuerwort 1 (STW1: DB1.DBW 8) und Hauptsollwert (HSW: DB1.DBW 10) zum
Antrieb geschickt. Gestartet wird der Antrieb durch Senden des Steuerwortes
047E, gefolgt von 047F (Flanke des Bit 0: EIN). Der Hauptsollwert HSW = 4000
(hex) entspricht 50 Hz.

Unterer Teil – 4. Diagnose- und Zustandsinformationen vom Antrieb


empfangen
In dem unteren Teil 4 der Variablentabelle werden die vom Antrieb empfangenen
Diagnose- und Zustandsinformationen dargestellt. Die Anzahl von PZD Worten, die
zur Übertragung der Diagnose- und Zustandsinformationen genutzt werden, hängt
von dem ausgewählten Telegrammtyp ab.

V4 17.01.2014 35/39
Beispielprogramme zur Kommunikation mit PROFIBUS

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

3 Beispielprogramme zur Kommunikation


mit PROFIBUS
Hinweis
Dieses Kapitel bezieht sich auf die PROFIBUS-Kommunikation mit der
MICROMASTER PROFIBUS-Optionsbaugruppe. In der Betriebsanleitung der
MICROMASTER PROFIBUS-Optionsbaugruppe finden Sie einige
Beispielprogramme, die dem FAQ unter „Anhang Beispielprojekte zu Kapitel
3“ angefügt sind.

Beschreibung
Der Datentausch über PROFIBUS ermöglicht einen sehr schnellen
Datenaustausch zwischen den Systemen SIMATIC & MICROMASTER 440.
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

Die Steuerung des MICROMASTER 4 erfolgt auf dem zyklischen Kanal von
PROFIBUS-DP.
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

Zusätzlich können über diesen Weg Parameter ausgetauscht werden.

Des Weiteren ist das Auslesen von detaillierten Diagnoseinformationen möglich

Unter „PKW-Mechanismus.zip“ Finden Sie eine Beschreibung aus Kapittel 3.4


„PKW-Mechanismus zur Bearbeitung von Parametern“. Mit dem PKW-
Mechanismus können Parameter bedient und beobachtet (schreiben/lesen)
werden.

Die Anwendung der PZD-Worte für die Übertragung der Parameterwerte, die zur
Diagnose des Umrichterzustands verwendet werden (Umrichtertemperatur, Ist-
frequenz, Drehmoment, Ausgangsstrom usw.)) finden Sie unter:

(Die Projekte mit Kommentaren in Deutscher Sprache)

- Diagn_wd_de.zip: > erweiterte Konfiguration: 0 PKW-Worte, 8 PZD-


Worte, "Word Consistence", standart Lade-/Transferbefehle

- -Diagn_wh_de.zip: > erweiterte Konfiguration: 0 PKW-Worte, 8 PZD-


Worte, "Whole Consistence", Systemfunktionen SFC 14, SFC 15

- Diagn_pkw_de.zip: > erweiterte Konfiguration: 4 PKW-Worte, 8 PZD-


Worte, "Whole Consistence", Systemfunktionen SFC 14, SFC 15,
Nutzung des PKW-Mechanismus für das Ändern des Parameters
P2051

V4 17.01.2014 36/39
Beispielprogramme zur Kommunikation mit PROFIBUS

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

Weitere Informationen
· Weiter Informationen und Beispiele finden Sie unter:
http://support.automation.siemens.com/WW/news/de/
Applikationen & Tools => ANTRIEBSTECHNIK => Lasche
„Applikationsbeispiele“
· FAQ: Welche Parameter können mittels PZD ausgelesen werden?; Beitrags-
ID: 23642364
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

V4 17.01.2014 37/39
Anhang

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

4 Anhang
Diese Liste ist keinesfalls vollständig und spiegelt nur eine Auswahl an geeigneter
Literatur wieder.

Themengebiet Titel
\1\ Siemens Customer Support
\2\ Handbuch MICROMASTER PROFIBUS-Optionsbaugruppe;
Beitrags-ID: 6586565
\3\ Handbücher MICROMASTER 4
\4\ Handbücher SINAMICS G120
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx

\5\ Handbücher SINAMICS G120D


\6\ FAQ Status der digitalen Eingänge über PROFIBUS lesen;
Beitrags-ID: 9774774
\7\ FAQ PROFIBUS STW2 (Control Word 2); Beitrags-ID:
14412495
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

\8\ FAQ Umrechnung von Float-Zahlen; Beitrags-ID:


23803063
\9\ FAQ Lesen einzelner Parameter des SINAMICS G120 mit
Hilfe von SFC58 & SFC 59; Beitrags-ID: 23990917
\10\ FAQ Welche Unterschiede in der Repräsentation des
aktuellen Zustands der Umrichter MICROMASTER 4
und SINAMICS G120/G120D nach Netz ein und
EIN/AUS1-Befehl gibt es?; Beitrags-ID: 28518735
\11\ Applikation Lesen und Schreiben von Parametern der Umrichter
SINAMICS G120/G120D, ET200S FC und ET200pro
über PROFINET und PROFIBUS; Beitrags-ID:
29157692
\12\ Applikation Geregeltes Positionieren einer Achse mit S7-300
CPU 314C-2 DP, MICROMASTER 440 und SIMATIC
Easy Motion Control; Beitrags-ID: 21669390
\13\ Applikation Daten-Querverkehr mit einem DP-Master und einem
MICROMASTER; Beitrags-ID: 22421343
\14\ Download GSD Datei für die PROFIBUS-Baugruppe für
MICROMASTER 4; Beitrags-ID: 6567719
\15\ Download PROFIBUS GSD Datei für SINAMICS G120/G120D;
Beitrags-ID: 23450835
\16\ Download PROFINET GSDML Datei für SINAMICS
G120/G120D; Beitrags-ID: 26641490

V4 17.01.2014 38/39
Historie

PROFIBUS-Kommunikation und PKW-Mechanismus / 889584

5 Historie
Tabelle 5 Historie
Version Datum Änderung
V4.0 01/2014 Zusammengefasste Ausgabe
8894584_FAQ-163B1A5A_Grundsätzliches_zu_PROFIBUS_und_PKW_Mechanismus_V4_00.docx
Copyright ã Siemens AG 2014 All rights reserved

V4 17.01.2014 39/39