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Der Ball

Es gibt Berichte, nach denen bei improvisierten Spielen im Mittelalter unter anderem
Schweineköpfe als Spielgerät benutzt wurden. Die ersten "echten" Fussbälle
hingegen wurden aus Blasen von Tieren hergestellt, die mit dem Mund aufgeblasen
und dann verknotet wurden. Allerdings kam es häufig vor, dass diese Blasen platzten.
Daher entwickelte man in Großbritannien im 18. und 19. Jahrhundert robustere
Varianten, indem man eine Schutzhülle aus Leder oder Kork um die Blase legte. Auch
Gummi und sogar Holz kam hierfür zum Einsatz. Einen wichtigen Durchbruch gab es
Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Erfindung der Kautschukblase, die mittels einer
Pumpe aufgepumpt wurde. Damit war es erstmals möglich, annähernd runde Bälle
herzustellen.1872 legte der englische Fussballverband FA erstmals verbindlich die
Eigenschaften von Fussbällen fest. Danach musste der Ball kugelförmig sein, eine
Außenhaut aus Leder haben und einen Durchmesser von 68 Zentimetern sowie bei
Spielbeginn ein Gewicht zwischen 396 und 453 Gramm haben. Das Festlegung des
Gewichts bei Spielbeginn war wichtig, da sich die damaligen Fussbälle mit Wasser
vollsogen, so dass sich bei Spielen im Regen oder auf nassem Untergrund das
Gewicht des Balles oftmals mehr als verdoppelte.

Die Spielkleidung
Die Idee gleichfarbiger Spielkleidung für Fussballmannschaften kam erst ab Mitte des
19. Jahrhunderts auf. Erste Nachweise dafür findet man in Berichten über die damaligen Spiele
zwischen englischen Schulmannschaften. Bis dahin war es üblich, dass die Spieler einer
Mannschaft beispielsweise durch gleichfarbige Kappen bzw. Leib- oder Armbinden
gekennzeichnet wurden.In einem Fussball-Handbuch von 1867 findet sich dann bereits die
Forderung nach verschiedenfarbig gestreiften Trikots für die beiden Teams. In den 1870er
Jahren wurden gestreifte Trikots im Fussball zur Norm. Zahlreiche Klubs haben ihre damals
eingeführte Spielkleidung bis heute kaum verändert.Außerdem wurden die traditionellen
langen Hosen oder Knickerbocker (oft mit Gürtel oder Hosenträgern) allmählich von kurzen
Shorts verdrängt, die heute überall üblich sind. 1909 wurde vorgeschrieben, dass die Torhüter
eine andere Farbe tragen müssen als die Feldspieler und 1921 folgte die Regelung, dass
Mannschaften bei Auswärtsspielen eine alternative, andersfarbige Spielkleidung bereithalten
müssen, um sich deutlich vom Heimteam zu unterscheiden.Zur gleichen Zeit gab es auch erste
Experimente mit nummerierten Trikots. Diese Idee setzte sich allerdings erst nach dem
II. Weltkrieg durch.

Die Stiefel
Die ersten historisch belegten Fussballstiefel gehörten niemand Geringerem als dem
englischen König Heinrich VIII. In der 'Großen Garderobe' des Königs von 1526 ist ein solches
Paar Fussballstiefel aufgeführt. Die königlichen Fussballstiefel waren Beschreibungen zufolge
aus robustem Leder gefertigt, knöchelhoch und schwerer als normale Schuhe aus diesem
Zeitalter. An dieser Machart sollte sich in den nächsten Jahrhunderten kaum etwas
ändern.Ende des 19. Jahrhunderts wurde Fussball immer noch in schweren Arbeitsstiefeln mit
langen Schnürsenkeln und mit Stahlkappen gespielt. Der einzige nennenswerte Fortschritt war
bis dahin das Einschlagen metallener Stollen oder Nocken in die Sohlen, um auf rutschigem
Untergrund besseren Halt zu erzielen. 1925 wurden erstmals Schuhe mit Wechselstollen
hergestellt, die entsprechend der Beschaffenheit des Untergrundes ausgewechselt werden
konnten. Mehrere Jahrzehnte später rückte die Schutzfunktion für die Füße der Spieler in den
Hintergrund und es wurden Schuhe entwickelt, die eine besonders gute Ballkontrolle
ermöglichen und somit präzisere Pässe und Dribblings zulassen.