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Made for building

b u ilt fo r l i v in g

bauphysik
I M PRESSU M

© KLH Massivholz GmbH

Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: KLH Massivholz GmbH


Auflage: Bauphysik, Version 01/2012

Der Inhalt dieser Broschüre ist geistiges Eigentum des Unternehmens und
urheberrechtlich geschützt. Die Angaben sind lediglich als Empfehlungen
und Vorschläge zu verstehen, eine Haftung seitens des Herausgebers wird
nicht übernommen. Jede Art der Vervielfältigung ist strengstens untersagt
und nur mit schriftlicher Zustimmung des Herausgebers möglich.
i n h a lt

01 Luf t dich t igkeit 03


02 Wä rmeschu t z 06
03 bestä ndigkeit 12
04 Feuch t eschu t z 14
05 Sch a llschu t z 18
0 6 Br a ndschu t z 23
07 Lit er at ur v er zeichnis 25

01
Vorwort

Bau
physik

Es wird nach Maßnahmen gesucht, um der globalen Erd- Der Energieausweis kann mit einem Zertifikat gleich-
erwärmung entgegen zu wirken beziehungsweise diesen gesetzt werden und gibt Auskunft darüber, inwieweit ein
Vorgang zu verlangsamen. Wesentlich dabei ist die Er- Gebäude die Anforderungen zum Klimaschutz erfüllt
stellung von Energieausweisen, um Gebäude energetisch oder nicht. Mittels Wärmebildkameras ist es weiters
zu bewerten und damit auch über gesetzliche Grundlagen möglich bauthermografische Bestandsaufnahmen zu
einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. machen und die Energieverluste zu visualisieren und
messbar zu machen.
Die Ausstellung, Verwendung, Grundsätze und Grund-
lagen für einen Energieausweis regeln in Österreich Durch den Einsatz von KLH – Massivholzplatten können
diverse Landesgesetze und das Energieausweis-Vorlage- unter anderem wesentliche Vorteile wie Luftdichtigkeit in
Gesetz (EAVG). Diese Rechtsnormen sollen die EG-Richt- der Konstruktion, Vermeidung von Kältebrücken durch
linie 2002/91/EG (EPBD Energy Performance of homogene Schichten, hohe speicherwirksame Masse
Buildings Directive) über die Gesamtenergieeffizienz für den sommerlichen Wärmeschutz und höhere An-
von Gebäuden in nationales Recht umsetzen. Normlich wendungstoleranz durch vorhandene Feuchtespeicher-
geregelt ist der Energieausweis für Gebäude in der masse genutzt werden. Der vermehrte Einsatz von KLH
ÖNORM H 5055. – Massivholzplatten in der Passivhaustechnologie zeigt,
dass die Massivholzbauweise generell einen sinnvollen
Grundsätze bestehen darin, im Winter die erforderliche Ansatz in Richtung Nachhaltigkeit und Senkung der
Heizungswärme im Gebäude zu halten und im Sommer zu CO2 – Emissionen bildet.
verhindern, dass Wärme in die Gebäudehülle eindringen
kann, zumal der Einsatz von Klimaanlagen meist mit einem
hohen Energieaufwand verbunden ist.

02
LUFTDICHTIGKEIT

01 luf tdichtigkeit
1.1 Allgemeines

 ie Luftdichtigkeit – besser als Konvektionsdichtigkeit


D differenz zwischen innen und außen und ermittelt über
bezeichnet, ist ein wesentlicher Parameter von modernen Unter- und Überdruck und bei geschlossenen Öffnungen
und nachhaltigen Konstruktionen. von Ab- und Zuluft, darf den Wert 3,0 pro Stunde
„Die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließ- nicht überschreiten. Wird eine mechanisch betriebene
lich der Fugen muss dauerhaft luftundurchlässig entspre- Lüftungsanlage mit oder ohne Wärmerückgewinnung
chend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet eingebaut, darf die Luftwechselrate n50 den Wert 1,5 pro
werden.“[7.1] . Stunde nicht überschreiten. Bei Einfamilienhäusern,
Gemäß OIB – Richtlinie 6 „Energieeinsparung und Doppel- und Reihenhäusern ist der Wert für jedes Haus
Wärmeschutz“ muss die Gebäudehülle beim Neubau gefordert, bei Mehrfamilienhäusern ist er pro Wohnein-
dauerhaft luft- und winddicht ausgeführt werden. Die heit einzuhalten. Passivhäuser fordern eine Luftwechsel-
Luftwechselrate „n50“, gemessen bei 50 Pascal Druck- rate von n50 < 0,6 h-1 [7.2] .

1.2 „Winddicht“ ist nicht gleich „Luf tdicht“

In der Praxis wird vielfach nicht zwischen den beiden ist ein guter n50 – Wert allein noch kein Garant für eine
Begriffen unterschieden, obwohl es deutliche Unterschei- mangelfreie Bauausführung. Erst eine genaue Untersu-
dungsmerkmale gibt. Die Winddichtung eines Bauteils chung des Gebäudes durch einen Fachmann (beispiels-
verhindert das Eindringen von Luftströmungen in die weise mit Hilfe eines Blower-Door-Tests) zeigt, ob auch
Dämmebene und so die Abweichung der Wärme nach im Detail fachgerecht gearbeitet wurde und spätere
außen. Die Winddichtung eines Gebäudes kann mit dem Bauschäden ausgeschlossen werden können.
Obermaterial von Winterjacken verglichen werden: fehlt
die winddichte Schicht, wird Wärme nach außen abge- „Ein Gebäude soll gar nicht dicht sein, man muss ja noch
geben und man beginnt zu frieren. Da Winddichtungen atmen können“, diese Aussage kommt in Diskussionen
immer auf der Außenseite der Dämmebene liegen, sollte zum Thema Dichtigkeit von Gebäuden immer wieder vor.
der Dampfdiffusionswiderstand der Winddichtung so
gering wie möglich sein und in der bauphysikalischen Ein erklärendes Zitat dazu: „Die Be- und Entlüftung von
Betrachtung mit berücksichtigt werden. Wohnräumen kann durch Gebäudefugen niemals ausrei-
chend gewährleistet werden. Selbst bei sehr undichten
 ie Luftdichtheit eines Bauteils oder des gesamten
D Gebäuden, in denen es bei mäßigem Wind bereits be-
Gebäudes ist eine messbare Größe (Luftwechselrate). trächtlich zieht, ist in windstillen, milden Wetterperioden
der Luftaustausch unzureichend. Dafür hat die Luft-
Sie gibt an, welche Menge an Luft pro Stunde [m³/h] bei strömung durch Fugen eine Reihe von Nachteilen:
einer definierten Druckdifferenz zwischen innen und z.B. wird ein hoher Prozentsatz aller Bauschäden durch
außen durch das Bauteil und/oder Gebäude strömt. Der undichte Gebäudehüllen verursacht. Weitere Nachteile
daraus resultierende n50 – Wert, ermittelt aus Über- und von Fugen sind mangelnder Schallschutz und überflüssig
Unterdruckvolumenstrom bei 50 Pascal, klassifiziert hohe Wärmeverluste.“ [7.3]
einen Bauteil bezüglich seiner Gesamtdichtheit. Dennoch

03
LUFTDICHTIGKEIT

1.3 Luf tdichtigkeit der KLH - Massivhol zpl at te

Messungen an KLH – Massivholzplatten haben gezeigt, einer strömungsdichten Schicht hergestellt (beispiels-
dass 3-lagige KLH – Massivholzplatten in einseitiger weise eine auf den weiteren Wandaufbau abgestimmte
Industriesicht- oder Wohnsichtqualität ausreichend luft- Dampfbremse, die gleichzeitig als Konvektionssperre
dicht sind und somit als luftdichte Schicht angesetzt dient, vgl. Abb.1; es wird das gesamte Gebäude mit einer
werden können. Platten mit 5 oder mehr Lagen erfüllen Membran - meist ein textiles Gewirk - umhüllt und
dieses Kriterium auch in Nichtsichtqualität. verklebt) oder aber die KLH – Konstruktion als solche
wird als Dichtebene im Gebäude eingesetzt. Dabei wer-
Für die luftdichte Ausführung einer KLH – Konstruktion den die Bauteilkanten sowie alle Fugen zwischen den
gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: entweder die Bauteilen oder zu angrenzenden Bauteilen mit z.B. vor-
Dichtigkeit der Konstruktion wird durch den Einbau komprimierten Vorlegebändern abgedichtet (vgl. Abb.2).

Strömungsdichte Außenwände mit außen angeordneter Folie


(Dampfdichtheit der Folie abgestimmt auf weiteren Wandaufbau) Dichtungsbänder auch quer zum
Stufenfalz anordnen

Strömungsdichter KLH Rohbau


Anordnung von Dichtungsbändern
wenn außen keine Dampfbremse oder
Konvektionssperre angeordnet wird
Bei dieser Ausführung können
die Fugen ohne Dichtungsbänder
ausgeführt werden
Stoß-
verklebung
Verschraubung lt. Statik

Fugenbänder falls
luftdichte Fuge
erforderlich

KLH Deckenplatte
z.B. strömungsdichte Schicht.
Konvektionssperre beispielsweise
aus diffusionsoffenem Material,
abgestimmt auf den weiteren
Wandaufbau

A b b. 1 - S t r ö m u n g s d i c h t e r A n s c h l u s s d u r c h E i n h ü l l e n u n d A b b. 2 - S t r ö m u n g s d i c h t e r A n s c h l u s s v o n
Ve r k l e b e n m i t t e l s K o n v e k t i o n s s p e r r e KLH – Massivholzplat ten mit Hilfe von Dichtbändern

04
LUFTDICHTIGKEIT

Die Dichtigkeit der KLH – Konstruktion hängt weniger Baufertigstellung zu überprüfen (eventuell auch bei
von der Platte ab, sondern vielmehr von den Anschluss- der Verwendung von 3-lagigen KLH – Massivholzplatten
fugen an andere Bauteile und Plattenstößen. in Nichtsichtqualität). Werden im Zuge dieser Messung
Undichtigkeiten gefunden, können diese meist ohne
Bauteilanschlüsse, Stoßverbindungen, Durchdringungen großen Aufwand behoben werden. Grundsätzlich sind
etc. müssen entsprechend den anerkannten Regeln Blower-Door-Tests nur bei zertifizierten Passivhäusern
der Technik abgedichtet werden. Es wird empfohlen, erforderlich. Alle Niedrigenergiehäuser mit KLH – Ele-
die Dichtigkeit der Konstruktion mit Hilfe einer menten können bei fachgerechten Fugenanschlüssen
Blower-Door-Messung nach Möglichkeit noch vor der durchaus beruhigt auch ohne Prüfungen gebaut werden.

Unterdruck
Negative pressure
50 Pa Gebäudedruckdifferenz Luftdichte
Pressure difference Bespannung
Airtight membrane
Luftstrom
Messwerte:
Unterdruck Gebäudedruckdifferenz
Luftdichte
Bespannung
Air current
Negative pressure Luftstrom

50 Pa
Ventilator Messblende
Ventilator Messblende
Fan Metering orifice

A b b. 3 - S c h e m a t i s c h e D a r s t e l l u n g e i n e r B l o w e r- D o o r- M e s s u n g [ 7. 3 ]

Bei schlüssiger Planung und fachgerechter Ausführung der Stufenfalz im Deckenbereich). Wichtig dabei ist die
Luftdichtigkeitsebene lassen sich mit Fugenbändern auch Anordnung des Dichtbandes in der Plattenmitte – dadurch
dreidimensionale Anschlusspunkte lösen (vgl. Abb. 2, wird die höchste Dichtigkeit in beide Richtungen erreicht.

05
wärmeschutz

02 wärmeschutz
2.1 Allgemeines

Bestimmend für den Wärmeschutz sind insbesondere 2 Kenngrößen [7.4]

• Wärmeleitfähigkeit
• Konvektionsdichtigkeit

Die Verwendung von KLH – Massivholzplatten für Grundsätzlich gilt es anzumerken, dass das thermische
Wand- und Deckenaufbauten hat den Vorteil, dass Verhalten der KLH – Massivholzplatte nur mit instatio-
damit im Gegensatz zu anderen Leichtbauweisen in nären Feuchte- und Wärmestromberechnungen wirk-
weitgehend homogenen Schichten gebaut werden kann. lichkeitsnah beurteilt werden kann. Instationäre Rechen-
Dies führt zu gleichmäßigen Temperaturfeldern über modelle liegen beispielsweise den Programmen „Delfin“
die gesamte Fläche und wirkt sich auch vor- oder „Wufi“ zugrunde.
teilhaft auf das hygrothermische Verhalten der
Konstruktion aus (Sicherheitspotential durch vorhan- Die hohe Rohdichte von Holz sorgt für eine lange Phasen-
dene Feuchtespeichermasse der vorhandenen Massiv- verschiebung (= Zeitraum zwischen dem Auftreten der
holzwand, höhere Anwendungstoleranz) – die Konstruk- höchsten Temperatur auf der Außenoberfläche eines
tion wird ”gutmütiger“. Bauteiles bis zum Erreichen der höchsten Temperatur auf
dessen Innenfläche). Eine solche ist insbesondere für den
Die Wärmeleitfähigkeit hängt im Wesentlichen von der sommerlichen Wärmeschutz maßgebend, da bei einer
Rohdichte und dem Feuchtegehalt der KLH – Massiv- langen Phasenverschiebung auch bei hoher Außentempe-
holzplatte ab. Die ÖNORM 12524 [7.5] gibt für „Nutz- ratur das Innere des Gebäudes kühl bleibt. Bei niedriger
holz“ mit einer Rohdichte von 500 kg/m3 lediglich eine Außentemperatur funktioniert dieses Wirkungsprinzip
Bemessungswärmeleitfähigkeit von 0,13 W/(m*K) an. Die genau umgekehrt.
ÖNORM B 3012 [7.6] gibt für Fichtenholz einen λ-Wert
von 0,11 W/(m*K) bei einer relativen Holzfeuchtigkeit von Der zur Berechnung des Heizenergiebedarfes herangezo-
12% an. gene U-Wert gibt nur Auskunft darüber, wie viel Wärme
permanent verloren geht, nicht aber, wie lange es dauert,
Laboruntersuchungen durch das französische Institut bis diese Verluste auch tatsächlich auftreten. Der Heiz-
CSTB (Centre Scientifique et Technique du Bâtiment) an energiebedarf ist bei Gebäuden aus KLH – Massivholz-
3- und 5-lagigen KLH – Proben ergaben einen λ-Wert von elementen gering – dafür verantwortlich sind einerseits
0,10 W/(m*K). die hohe Rohdichte der Elemente und die hohe spe-
zifische Wärmekapazität und andererseits der geringe
In den relevanten Wintermonaten sind im Falle einer Temperatureindringkoeffizient und die geringe Wärme-
massiven KLH – Außenwand Feuchten von weniger als leitfähigkeit.
12% zu erwarten. Aus diesem Grund wurde in den nach-
folgenden Beispielen ein λ-Wert von 0,11 W/(m*K) für
KLH – Bauteile angewandt.

06
wärmeschutz

2.2 Winterlicher Wärmeschut z

Im Winter ist man bestrebt, im Gebäude jene Tempera- Die bestimmende Größe ist die sogenannte Wärmeleit-
tur zu schaffen, bei der wir ein hohes Wohlbefinden er- fähigkeit, besser bekannt als U- Wert.
reichen.
Der U- Wert setzt sich zusammen aus den Eigenschaften
Dafür gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten: des Bauteils und der Position im Gebäude (die Wärme-
übergangswiderstände Rsi und Rse sind variabel). Je
• Reduzierung der Transmissionsverluste (Wärme-
kleiner der U- Wert, umso größer der Widerstand des
durchgang durch die Bauteile, Wärme geht nach
Bauteils, Wärme von innen nach außen „nicht durch zu
außen weg)
lassen“.
• Wärmeenergie von außen zuführen (Sonnenenergie
durch Fensterfläche)
• Zufuhr von innerer Wärmeenergie (Heizungsenergie,
Energieverbrauch im Haushalt)

U-Wert [W/m 2*K] von unbekleideten KLH-Platten


U-Wert in [W/(m 2*K)]

Dicke der KLH Platte in [mm]

A b b. 4 - W ä r m e d u r c h g a n g s k o e f f i z i e n t i n A b h ä n g i g k e i t d e r P l a t t e n d i c k e (m i t λ K L H = 0,11 W/(m*K ))

07
wärmeschutz

Beispiel für den U – Wert eines gedämmten KLH – Elements

In Verbindung mit einer 140 mm starken Dämmung der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035 (WLG 035) errechnet sich der
U – Wert eines 94 mm starken KLH – Wandelements wie folgt:

1
Wärmedurchgangskoeffizient U= di
Rsi + ∑ + Rse
λi

Wärmeübergangswiderstände Rsi = 0,13 m2 • K/W



Rse = 0,04 m2 • K/W

Wärmeleitfähigkeit KLH λKLH = 0,11 W/(m • K)

1 = 0,199 W/(m2 • K)
Wärmedurchgangskoeffizient U= 0,094 0,14
0,13 + + + 0,04
0,11 0,035

Die nachfolgende Abbildung zeigt ein Diagramm, in dem die U – Werte von gedämmten KLH – Wandelementen mit der
Stärke 94 mm in Abhängigkeit von der Dämmstoffstärke (WLG 035) aufgetragen sind.

U-Wert von KLH 3s 94 DQ in Abhängigkeit


der Dämmstoffstärke
U-Wert des Gesamtbauteils in [W/(m 2*K)]

Dicke der Dämmung [mm]

A b b. 5 - U - We r t v o n W a n d a u f b a u t e n ( K L H 3 s 9 4 D Q ) m i t v a r i a b l e n D ä m m s t o f f s t ä r k e n

08
wärmeschutz

U- Wert Vergleichsbeispiele

AW 01 AW 02 AW 03 AW 04 Legende zu Abb. 6

4 4 1 KLH 3s 94 DQ (λKLH = 0,11 W/(m • K))

1 1 1 1
2 Dämmung WLG 040 (λ = 0,040 W/(m • K))

2 2 3 3
3 Dämmung WLG 035 (λ = 0,035 W/(m • K))

4 Lattung etc. in Dämmungsebene, λ = 0,13 W/(m • K)


4 -30cm
9,4cm

4 -30cm
9,4cm

4 -30cm
9,4cm

4 -30cm
9,4cm

(Holzanteil 10%, Dämmung 90%)

A b b. 6 - G e d ä m m t e K L H - A u ß e n w a n d ( K L H 3 s 9 4 D Q ) i n v i e r
Angesetzte Wärmeübergangswerte: Rsi = 0,13 m2 • K/W
v e r s c h i e d e n e n Va r i a n t e n Rse = 0,04 m2 • K/W

W ä r medu r c hgangsk o eff i z i en t

AW 01 AW 02 AW 03 AW 04

WLG 040 WLG 040 WLG 035 WLG 035

Dämmung 100% Dämmung 90% Dämmung 100% Dämmung 90%

Holzanteil 0% Holzanteil 10% Holzanteil 0% Holzanteil 10%

Dämmstärke Gesamtstärke U- Wert U m - Wert U- Wert U m - Wert


[mm] [cm] [W/(m 2 *K)] [W/(m 2 *K)] [W/(m 2 *K)] [W/(m 2 *K)]

40 13,4 0,494 0,531 0,461 0,505

60 15,4 0,396 0,434 0,356 0,408

80 17,4 0,331 0,367 0,302 0,343

100 19,4 0,284 0,318 0,258 0,296

120 21,4 0,248 0,281 0,225 0,261

140 23,4 0,221 0,252 0,199 0,233

160 25,4 0,199 0,228 0,179 0,211

180 27,4 0,181 0,209 0,162 0,192

200 29,4 0,166 0,192 0,148 0,177

Ta b e l l e 2: N u m e r i s c h e A u s w e r t u n g d e r B e i s p i e l e z u A b b i l d u n g 6

09
WÄR M ESCHUTZ
U-Wert des Gesamtbauteils in [W/(m 2*K)]

Dicke der Dämmung [mm]

A b b. 7 - G r a f i s c h e A u s w e r t u n g v o n Ta b e l l e 2

2.3 Sommerlicher Wärmeschut z

Die moderne Architektur sieht meist einen hohen An- Sommerlicher Wärmeschutz erfordert eine richtige
teil an verglasten Flächen vor. Während sich über diese Planung und die ganzheitliche Betrachtung der 3 Aspekte
Flächen im Winter solare Wärmegewinne erwirtschaften
lassen, verschärfen sie gleichzeitig die Ausgangssituation • Lasten,
im Sommer. Bei Betrachtung des sommerlichen Wärme- • Lüftung,
schutzes soll in der Regel darauf geachtet werden, dass • Bauweise
auch ohne den Einsatz von Klimaanlagen die maximale
mittlere Empfindungstemperatur im Raum nicht über- Unter dem Begriff „Lasten“ versteht man, soweit es den
schritten wird, und bei Bauten, die eine nutzungsbedingte Wohnbereich anbelangt, das Eindringen von Sonnen-
Klimatisierung benötigen, die Kühllast auf möglichst energie über die Fensterflächen. Der wirksamste und
niedrigem Niveau gehalten werden kann. Die sommer- günstigste Schutz gegen Überhitzung ist der außenliegen-
liche Überwärmung wird als vermieden betrachtet, de Sonnenschutz.
wenn die empfundene Temperatur im betrachteten Der Anteil an Wärmetransmission über die opaken Bau-
Raum während einer Hitzeperiode die definierten Grenz- teile ist dagegen vernachlässigbar gering.
temperaturen nicht überschreitet [7.7]. Ziel jeder Planung sollte es sein, ein zum Außenklima
entsprechend niedriges Innenklima zu schaffen, welches
durch eine natürliche Lüftung (Fensterlüftung) erreicht
wird. Ein Abkühlen durch technische Geräte unter hohem
Energieaufwand entspricht nicht einer nachhaltigen
Planung im Wohnbau.

10
WÄR M ESCHUTZ

Die Abbildung 8 zeigt die Wirksamkeit der Fensterlüftung nen hygienischen Luftwechsel zu gewährleisten, jedoch
in Abhängigkeit von der Flügelposition. Eine kontrollier- nicht, um ausreichend Wärmeenergie aus dem Gebäude
te Wohnraumlüftung kann hierzu keinen nennenswerten zu transportieren.
Beitrag leisten, da der Luftstrom zwar ausreicht, um ei-

Lüf tungsmöglichkeit

A b b. 8 - Ve r h ä l t n i s v o n Fe n s t e r f l ü g e l p o s i t i o n z u L u f t w e c h s e l r a t e [ 7. 8 ]

Die zunehmenden Dämmstoffstärken im Wohnbau als Um die Massen im Gebäude zu aktivieren, sind folgende
Konsequenz eines steigenden winterlichen Wärme- Bedingungen zu erfüllen:
schutzes haben dazu geführt, dass die Phasenverschie-
bung des Außenbauteils groß genug ist – unabhängig • Speicherwirksame Baustoffe benötigen direkten
davon, ob „schwere“ oder „leichte“ Bauteile verwendet Kontakt mit der Raumluft (keine Vorsatzschale)
werden. Vereinfacht gilt „was für den Winter gut ist, taugt • Gute Wärmedämmung an der Außenseite (in der
auch im Sommer“. Regel erfüllt)
• Abdeckung durch Einbauten, Teppiche, Schränke ver-
Solare Wärmeenergie, die trotz Sonnenschutz ins Ge- meiden (wirken ähnlich wie eine Vorsatzschale)
bäude gelangt, soll soweit als möglich von den raumum- • Das an der Speicherung beteiligte Bauteil muss ausrei-
schließenden Oberflächen absorbiert werden, ohne dabei chend dick sein
im Raum ein unbehagliches Klima zu erzeugen. Die KLH
– Massivholzwand kann ähnlich wie eine Ziegelwand zur Hierbei muss bereits der Planer berücksichtigen, dass
Wärmespeicherung herangezogen werden. die im Inneren gespeicherte Tageswärme in der Nacht
wieder abgeführt wird – das Wirkungsprinzip entspricht
dem einer sich entladenden Batterie.
Da durch Nachtlüftung nur eine beschränkte Wärme-
menge in Abhängigkeit von Luftwechselrate, Wind und
Temperatur-spreizung (ΔT von innen nach außen) abge-
führt werden kann, führt eine Stahl-Beton-Konstruktion
unweigerlich zur Überhitzung („Kachelofen – Effekt“)
sofern nicht teure Energie zum Kühlen verwendet wird.

11
BESTÄNDIGKEIT

KLH – Massivholzkonstruktionen bilden somit die in den Raum gelangen, werden tagsüber in den KLH
optimale Balance zwischen Wärmespeicherung am – Massivholzplatten gespeichert. Durch die natürliche
Tag und Energieabgabe in der Nacht. Die wirksams- Nachtlüftung wird der Energiespeicher KLH – Massivholz-
te Maßnahme gegen sommerliche Überhitzung ist ein platte automatisch in der kühleren Nacht entladen. Das
transparenter Sonnenschutz, der bis zu 90% der Son- Risiko einer schleichenden Überhitzung im Sommer kann
nenenergie abhält und trotzdem ausreichende Belich- auf diese Weise minimiert werden.
tung des Raumes zulässt. Die verbleibenden 10%, die

03 BESTÄNDIGKEIT
3.1 Verwendungsz weck der KLH - Massivhol zpl at te

KLH – Massivholzplatten sind als tragende oder nicht- Bauteile, die einer direkten Bewitterung ausgesetzt sind,
tragende Bauelemente im konstruktiven Holzbau vor- müssen mit einem wirksamen Witterungsschutz verkleidet
gesehen und können statischen, quasistatischen und werden.
kurzzeitig dynamischen Belastungen (beispielsweise
Erdbebenlasten) ausgesetzt werden. Sie sind zur Verwen-
dung in den Nutzungsklassen 1 und 2 gemäß EN 1995-1-1
[7.9] vorgesehen.

Nutzungs- Umgebungsklima Holzfeuchte Tragwerks- bzw.


klasse Temperatur Relative der meisten Gebäudetyp
Luftfeuchte a Nadelhölzer

1 20°C ≤ 65% ≤ 12% Innenräume von Wohn-,


Schul- und Verwaltungsbauten
2 20°C ≤ 85% ≤ 20% Innenräume von Nutzbauten wie Lager-, Reit- und
Industriehallen sowie überdachte Konstruktionen im
Freien, deren Bauteile nicht der freien Bewitterung
ausgesetzt sind (30° Regeneinfallswinkel)
3 - > 85% > 20% Bauwerke im Freien mit
konstruktivem Holzschutz
a
Die relative Luftfeuchte darf in der Nutzungsklasse 1 und 2 maximal für einige Wochen im Jahr die angegebenen
Werte übersteigen.

A b b. 9 - D i e Z u o r d n u n g v o n Tr a g w e r k e n z u N u t z u n g s k l a s s e n g e m ä ß E N 19 95 -1-1

Die Anforderungen beruhen auf der Annahme einer vor- mene Garantie ausgelegt werden – sie sind lediglich als
gesehenen Nutzungsdauer von KLH – Massivholzplatten Hilfsmittel zur Auswahl des richtigen Produktes ange-
für die Dauer von 50 Jahren. Die Angaben zur Nutzungs- sichts der zur erwartenden, wirtschaftlich angemessenen
dauer können nicht als eine vom Hersteller übernom- Nutzungsdauer des Bauwerkes zu betrachten [7.10].

12
BESTÄNDIGKEIT

3.2 Baulicher Hol zschut z - Chemischer Hol zschut z

Je nach Einbausituation kann Holz in unterschiedlichem Schäden an Holzkonstruktionen sein – es gilt diese daher
Maße dem Angriff von holzzerstörenden Organismen zu vermeiden. Durch konstruktive Maßnahmen wie dem
ausgesetzt sein. Mit Hilfe der in den Normen definierten Einbau von resistenten Lärchenschwellen oder einer fach-
Gefährdungsklassen kann Art und Umfang der eventuell gerechten Sockelausbildung wird die Brettsperrholzplatte
notwendigen chemischen Holzschutzmaßnahme beurteilt aus dem kritischen Bereich herausgehoben [7.7].
werden. Bei verbautem Holz in der Gefährdungsklasse 0
ist kein chemischer Holzschutz erforderlich. Für die Produktion von KLH – Massivholzplatten werden
ausschließlich naturbelassene und unbehandelte Hölzer
Vor der Anwendung chemischer Holzschutzmaßnahmen verwendet. Die einzelnen Lagen werden vor der Verlei-
gilt es zu prüfen, inwieweit das Holz durch vorbeugende mung technisch getrocknet. Bei Auslieferung weisen
bauliche Maßnahmen geschützt werden kann – beispiels- KLH – Massivholzplatten eine Holzfeuchte von 12%
weise dadurch, dass es ständig trocken gehalten wird ± 2% auf. Beim Einbau in den zugelassenen Nutzungs-
(maximale Luftfeuchte bis 70%, maximale Holzfeuchte klassen 1 und 2 ist in der Regel kein chemischer Holz-
bis 20%). schutz erforderlich. Erfolgt eine Behandlung, sollte sie
immer nach dem Zuschnitt der Platten erfolgen. Auf-
Besonderes Augenmerk ist auf die Kontaktflächen von grund der Vielzahl an Holzschutzprodukten und deren
KLH – Massivholzelementen mit kalten Oberflächen wie unterschiedliche Wirkungsmechanismen ist im Einzelfall
beispielsweise Fundamenten und Kellerdecken zu legen. zu prüfen, welches Holzschutzmittel wirklich für die ent-
Kritische Klimabereiche im Auflagerbereich und mögliche sprechende Anwendung geeignet ist, ob die Behandlung
Bildung von Kondensat können Ursache für langfristige vor Ort oder im Werk sinnvoll und machbar erscheint.

3.3 Schut z vor Termitenbefall

Termiten können auch trockenes Bauholz befallen und schen Gründen der konstruktiven Lösung der Vorzug
ernähren sich von allem, was Zellulose enthält – von Laub zu geben ist – beispielsweise indem KLH – Massivholz-
über Bauholz bis hin zu Papier. wände auf Stahlbetonsockeln versetzt werden, um den
Bodenkontakt zu unterbrechen. Bereits eine Distanz von
Von der Art her unterscheidet man zwischen Erdtermiten wenigen Zentimetern sorgt für einen ausreichenden und
und Trockenholztermiten. Während erstere den Erdkon- wirksamen Schutz.
takt benötigen um Kolonien zu gründen und zu erhalten,
ist bei Trockenholztermiten das befallene Stück Holz Wird eine chemische Imprägnierung gewünscht und/
Wohnstatt und Nahrungsmittelkette in einem. oder ist eine solche vorgeschrieben, kann diese nach dem
Zuschnitt der Platten auf allen Seiten- und Schmalflächen
Holz im Allgemeinen kann vorbeugend konstruktiv oder aufgebracht werden.
chemisch geschützt werden, wobei aus umwelttechni-

13
FEUCHTESCHUTZ

04 FEUCHTESCHUTZ
4.1 Grundlegende Aspek te

Bei dem Baustoff Holz handelt es sich um ein Material, Eine weitere Eigenschaft von Holz ist das mit der Feuchte
das Feuchtigkeit nicht nur durch Diffusion sondern auch in Zusammenhang stehende Quellen und Schwinden.
durch Sorption und Kapillarleitung transportieren kann. Da Holz ein anisotroper Werkstoff mit hygroskopischen
Holz leistet diesbezüglich Unglaubliches, auch wenn von Eigenschaften ist, erfolgt das Quellen und Schwinden
der breiten Öffentlichkeit diese Forschungsergebnisse in unterschiedlichem Maße, abhängig von der Faser-
der letzten 20 Jahre nicht immer berücksichtigt werden. richtung.

Man unterscheidet 3 Mechanismen, die im Holz für den In die 3 Hauptschnittrichtungen unterscheidet man bei
Feuchtetransport verantwortlich sind Schnittholz

• Dampfdiffusion (Dampf/Druckdifferenz) • Longitudinal (~0,01% Formänderung pro % Feuchte-


• Sorbat – Leitung (relative Luftfeuchte) änderung)
• Kapillar – Leitung (Oberflächenspannung) • Radial (0,16% Formänderung pro % Feuchteände-
rung)
Es handelt sich hier um instationäre Vorgänge, dennoch • Tangential (0,33% Formänderung pro % Feuchteän-
werden Tauwasser- Berechnungen auf Basis von „Glaser“ derung)
erstellt, obwohl dieses Verfahren nur die Diffusion bei
mineralischen Baustoffen berücksichtigt und deshalb bei Durch die kreuzweise Anordnung der Lagen und die
Holz viel zu kurz greift. [7.11]. hochwertige Verleimung bei der Herstellung von KLH –
Massivholzplatten werden diese Werte maßgeblich redu-
Die KLH – Massivholzplatte wirkt vergleichbar zu einer ziert. In der Plattenebene liegt quasi nur noch ein gering-
feuchtevariablen Dampfbremse. Im Winter, bei niedriger fügiger Longitudinalschwund vor, in Stärkenrichtung ein
Luftfeuchte, reduziert der Baustoff Holz die Fähigkeit, gemittelter Wert zwischen radial und tangential.
Feuchte zu transportieren, und erhöht diese erst wieder,
sobald sich die Raumluftfeuchte dem Sommerklima • In Plattenebene ~0,01% Formänderung pro % Feuchte-
anpasst. Holz als natürlicher Baustoff verhält sich von änderung
Natur aus richtig – ein Leben lang. Wird das bewährte • Quer zur Plattenrichtung ~0,20% Formänderung pro
Kon-struktionsprinzip „innen dichter als außen“ berück- % Feuchteänderung (siehe „Technische Kenndaten“)
sichtigt, wird die Außenwand mit einer KLH – Massiv-
holzplatte bauphysikalisch sicherer gemacht.

14
FEUCHTESCHUTZ

4.2 Feuchtr äume

Böden und Bodenbeläge aus Stein und Keramik sind schwindarmen Platten sind ein „Bewegungsausgleich“
grundsätzlich nicht wasserdicht. Die Schwachstelle stellt zwischen KLH und Nutzschicht.
die Fuge dar. Obwohl die KLH – Massivholzplatte wegen
ihrer kreuzweisen Verleimung sehr formstabil ist, wäre es Abb. 10 zeigt die feuchtebedingte Längenänderung ver-
fatal, Fliesen und/oder vergleichbare Beläge direkt auf schiedener Bauplatten, die üblicherweise zum Einsatz
der Holzoberfläche zu verlegen. Um übermäßige Zug- kommen. Man kann recht gut erkennen, wie unterschied-
und Biegebeanspruchung aufgrund der Formänderung lich das Quell- und Schwindverhalten zwischen Gipsbau-
zu vermeiden, sollte die KLH – Massivholzplatte mit platten und Platten mit Holzanteil ist.
Gipswerkstoffplatten belegt werden. Diese quell- und

FP … Spannplatten (Flachpressplatten)

ZFP … Zementgebundene Spannplatte

GKB … Gipskartonbauplatten

GF … Gipsfaserpaltten

0 1 2 3 4

ε • 103
A b b. 10 - u n t e r s c h i e d l i c h e s Q u e l l - u n d S c h w i n d v e r h a l t e n ü b l i c h e r P l a t t e n w e r k s t o f f e i n s Ve r h ä l t n i s g e s e t z t [ 7.12 ]

Im Eckbereich von Wand und Fußboden kommt es un- Im Bodenbereich werden in der Regel Gipsfaserplatten
weigerlich zu Bewegungen (Trittschalldämmung), die nur zweilagig ausgeführt. Hier ist es empfehlenswert, sich an
durch elastische und dauerhaft flexible Anschlüsse zu lö- für den Bodenbereich zugelassenen Bauprodukten zu ori-
sen sind. Auch wegen der Trittschallentkoppelung zu den entieren.
Seitenwänden ist eine elastische Wartungsfuge notwen- In Holzbauwerken wird weiters empfohlen, eine zusätz-
dig. An unzugänglichen Stellen (Duschtasse, Badewan- liche, einfache Abdichtungsebene unter dem Fußboden-
ne) oder Bereichen mit starker Spritzwasserbelastung aufbau direkt auf der KLH – Deckenplatte aufzubringen.
(Dusche) sollte die Abdichtung gemäß der nachfolgenden Die Abdichtungsebene sollte mit allseitigem seitlichem
Abb. 11 ausgeführt werden (Abdichtung an Wand und Bo- Wandhochzug ausgeführt werden und eine Entwässe-
den). Im restlichen Bereich des Bades ist eine Ausführung rungsmöglichkeit in den Installationsschacht haben. Im
nach Abb. 12 ausreichend (Abdichtung nur am Boden mit Falle eines Rohrbruchs kann damit der Wasserschaden
seitlichem Hochzug). An der aufsteigenden Wand ist eine frühzeitig erkannt und eine Beeinträchtigung des Gebäu-
Beplankung mit GKB- Platte ausreichend (Feuchtraump- des verhindert werden.
latten, vgl. Abb. 11 und 12).

15
FEUCHTESCHUTZ

a … unter Duschtassen mit durchlaufender


Flächenabdichtung unter und hinter
der Duschtasse

A1/A2…… 1. und 2. Abdichtung


DB… …… Dichtband
DM… …… Dichtmasse
F… ……… Fliesenbelag, sofern an der Wand vorhanden

A b b. 11 - D i e E c k a u s b i l d u n g u n d A b d i c h t u n g i m S p r i t z w a s s e r b e r e i c h .
Die Abdichtung „F“ muss hinter den Fliesen for tgeführ t
w e r d e n . [ 7.12 ]

b … außerhalb der Duschtasse im übrigen Bad

A b b. 12 - D i e A b di ch t ung im ni ch t mi t S p r i t z w as s er b elas t e t en B erei ch.


A u f ein e zus ä t zli ch e A b di ch t ung w an ds ei t ig k ann v er zi ch t e t
w er d en. [ 7.12]

FL… … Fliese
FM… … Fugenmörtel
KL… … Kleber, hydraulisch erhärteter Dünnbettmörtel
A……… vollflächige Absperrung, modifizierte Kunst-
stoffdispersion
GR… … Grundierung, sofern vom Klebstoffhersteller
gefordert
GB… … Gipsbauplatten, Gibskarton oder Gipsfaser,
Zulassung beachten
A b b. 13 - Fu ß b o d e n a u f b a u u n d A b d i c h t u n g i n d e r F l ä c h e [ 7.12 ] DÄ… … Dämmschicht

16
FEUCHTESCHUTZ

Nachfolgend einige Beispiele zur Veranschaulichung des Spritzwasserbereichs nach „Merkblatt für Bäder und Feucht-
räume im Holzbau und Trockenbau“, Info- Dienst Holz. Auf den grau markierten Flächen ist mit einer Abdichtung nach
Abb. 11 bis 13 zu arbeiten.

A b b. 14 -1 A b b. 14 - 2
Gäste WC Häusliches Bad mit Badewanne als
Dusche

A b b. 14 - 3 A b b. 14 - 4
Häusliches Bad mit Wanne ohne Dusch - Häusliches Bad mit Wanne ohne Dusch -
nut zung und Dusche nut zung und planmäßig genut ztem Boden -
ablauf im Duschbereich

keine oder geringe Beanspruchung


d u r c h S p r i t z w a s s e r,
Beanspruchungsklasse 0

A b b. 14 - 5 mäßige Beanspruchung durch


Häusliches Bad mit Wanne ohne Dusch - Sprit z wasser (Sprit z wasserbereich),
nut zung und nicht planmäßig genut ztem Beansp r u c h u n g s k l a s s e A 01, A 0 2
Bodenablauf

A b b. 14 - S p r i t z w a s s e r g e f ä h r d e t e B e r e i c h e i m B a d

17
SCHALLSCHUTZ

4.3 Schimmelbildung

Schimmelpilze und deren Sporen sind ein natürlicher Teil entscheidend, sondern auch die vorherrschende
unserer Umwelt und daher auch in Innenräumen vorhan- relative Luftfeuchte. Die Wissenschaft hat dafür den
den. Sie gedeihen auf einer Vielzahl von Materialien und Grenzwert auf 12,5 °C Oberflächentemperatur als Grenz-
in einem breit gefächerten Temperaturbereich. Feuchtig- temperatur für Schimmelwachstum festgelegt. Nimmt
keit – insbesondere Materialfeuchte an der Oberfläche – man die herkömmlichen Bedingungen von 20 °C Tempe-
spielt dabei eine entscheidende Rolle. ratur und 50% relativer Luftfeuchte im Innenraum, dann
liegen bei den 12,5 °- Isothermen 85% Luftfeuchte an.
Meist ist die angesprochene Feuchtigkeit auf bauliche Diese 85% relative Luftfeuchte sind in der Regel gerade
Mängel (beispielsweise Wärmebrücken oder offene Fugen nicht ausreichend für das Wachstum von Schimmelpilzen
in Bauteilen) und Schadensereignisse (Wasserrohrbruch, – unabhängig vom Baustoff.
mangelhafte Anschlussfugen in Bädern) sowie auf unzu-
reichende Lüftung und Hygienemängel zurückzuführen. Der Baustoff Holz hat aufgrund seiner Hygroskopizität
und seiner Inhaltsstoffe eine größere Feuchtetoleranz
Schimmelpilze zerstören die Bausubstanz nicht – sie als mineralische Baustoffe. Durch schichtenweise Wand-
benötigen diese einerseits als für das Wachstum geeig- aufbauten und die Möglichkeit der Feuchtespeicherung
netes Trägermaterial und andererseits deren Inhaltsstoffe von KLH – Massivholzplatten ergeben sich ein wesent-
als mögliche Nahrung. Da sie sich in einem wie bereits er- liches Sicherheitspotential und damit die erhöhte hygro-
wähnten breiten Temperaturbereich entwickeln können, thermische Anwendungstoleranz von Aufbauten mit
ist nicht nur die innenseitige Oberflächentemperatur KLH-Massivholzplatten.

05 Schallschutz
5.1 Ak tuelle Ent wicklung im Bereich der Normung

Im Zuge der Harmonisierung von Normen in der EU die exakte Bestimmung der Schalldämmeigenschaften
wurden die Mess- und Berechnungsverfahren der Schall- dieser Bauteile im Labor. Daraus resultiert ein Prüfzeugnis,
kennwerte von Bauteilen und Gebäuden vereinheitlicht. das nur noch ganzzahlige Werte enthält, die frei von
Einflüssen der Schallnebenwege (Flankenübertragung)
Die Absicht ist die Zerlegung des Gebäudes in seine einzel- sind.
nen Bauteile (beispielsweise Wand, Decke, Fenster…) und

18
SCHALLSCHUTZ

Waren früher in den Prüfzeugnissen R‘- und L‘- Werte an-


gegeben, so findet man diese in neueren Prüfzeugnissen
nicht mehr. Der kleine Unterschied zwischen „alt“ und
„neu“ liegt im „Index- Strich“. Diese Unterscheidung gibt
an, ob der Wert mit oder ohne Flankenübertragung er-
mittelt wurde. Abb. 16 zeigt schematisch die möglichen
Ausbreitungswege des Luft- und Trittschalls.
Fd Dd Dd
Df Df

Ff

A b b. 16 - L u f t s c h a l l - u n d Tr i t t s c h a l l ü b e r t r a g u n g s w e g e z w i s c h e n b e -
n a c h b a r t e n R ä u m e n [ 7.13 ]

In einem zweiten Schritt wird die Koppelungssituation


zwischen trennendem Bauteil und den daran anschließen-
den Nebenbauteilen analysiert, und soweit wie möglich
rechnerisch bewertet. Aus der getrennten Betrachtung
von Bauteilen und Schallnebenwegen können nun auch –
wenn notwendig – Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet
werden. Ist beispielsweise die Dämmung des Schalls
über die Flanken zu gering, dann macht es keinen Sinn,
das Trennbauteil selbst zu verbessern. Eine bewährte
Möglichkeit zur Verbesserung der Flankensituation ist
der Einbau von elastischen Zwischenschichten zwischen
KLH Wand- und Deckenbauteilen. Abb. 17 zeigt eine
Kombination von Produkten verschiedener Hersteller. In
Abhängigkeit von den gewählten Fußboden- und Wand-
aufbauten sind die Lager entweder unter oder über der A b b. 17 - L a g e r v o n G e t z n e r (r o t u n t e n) u n d Tr e l l e b o r g (s c h w a r z o b e n)
Decke einzubauen um eine bestmögliche Dämpfung der a l s m ö g l i c h e Ve r b e s s e r u n g d e r F l a n k e [ 7.7 ]
Stoßstelle zu erreichen. Im Zuge der Planung ist bereits
zu entscheiden, ob die Knotenpunkte mit oder ohne
elastische Lager ausgebildet werden.

19
SCHALLSCHUTZ

Im dritten Schritt werden nun beide Einzelteile energetisch sehr oft an Versuchsbauten ermittelt. Dabei wurden die
wieder addiert. Das Ergebnis ist dann der zu erwartende geplanten Wand- und Deckenaufbauten gemeinsam mit
Schallschutz im Objekt. Der Trittschall auf der Baustelle L’n den bauüblichen Schallnebenwegen im Prüfstand auf-
ergibt sich dann z.B. aus der energetischen Addition von gebaut und in weiterer Folge Schallmessungen durch-
„Dd“ und „Df “ (vgl. Abb. 16). geführt. Dies führte zu „Mischergebnissen“ aus direkter
Schallübertragung (Bauteil) und den im Prüfstand vor-
( (L /10)
L‘n = 10 log 10 n
(L /10)
+ 10 n,Df ) [dB] handenen Nebenwegen. Die daraus resultierenden Er-
L’n Trittschallpegel inklusive Nebenwege gebnisse waren für Planer insofern anwendbar, sofern
Ln Trittschallpegel des Bauteils im Labor gemessen die aktuelle Bausituation mit jener im Labor vergleichbar
Ln,Df Trittschallpegel über die Flanke war. Die getrennte Betrachtung von Bauteil und Flanke
kann daher als Hilfsmittel für Planer angesehen werden,
Davor wurden – insbesondere im deutschsprachigen um auch mit leichten Bauteilen geforderte Schallschutz-
Raum – die Schalldämmeigenschaften von Bauteilen werte zu erreichen.

5.2 Schallschut z in Be zug auf KLH - Massivhol zpl at ten

Umweltlärm und stetig zunehmender Stress in der schutzes und eine fachgerechte Umsetzung des Schall-
Arbeitswelt führen dazu, dass es immer wichtiger wird, schutzkonzeptes auf der Baustelle. Eine weitere Möglich-
die notwendige Ruhe und Entspannung in den eigenen keit zur Ausführung leistungsfähiger Bauteile besteht
vier Wänden zu finden. Die höchsten Ansprüche an den in der Kombination von KLH – Massivholzplatten mit
Schallschutz bestehen an Bauteile, die fremde Wohnräume Elementen aus dem Trockenbau oder Leichtbau. Trotz der
voneinander trennen. fehlenden Masse werden über innere Materialdämpfung
und Weichheit der Komponenten (beispielsweise durch
Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, wird Vorsatzschalen) gleichwertige oder sogar bessere Werte
in aller Regel laut Stand der Technik eine zweite Schale erreicht als im mineralischen Massivbau.
ausgeführt. Auch der klassische Massivbau muss, um
die erforderlichen Werte zu erreichen, auf diese Art der Seit nunmehr weit über einem Jahrzehnt forscht und
Konstruktion zurückgreifen, da eine Erhöhung der entwickelt die KLH Massivholz GmbH gemeinsam mit
Massen oft nicht mehr den nötigen Effekt aufweist. Eine europaweit anerkannten Instituten, um den Schallschutz
zweischalige Trennwand mit KLH – Massivholzplatten von KLH Konstruktionen kontinuierlich zu verbessern.
ausgeführt ist demnach genauso leistungsfähig wie zwei- Seit mehreren Jahren verfügt das Unternehmen über
schalige Lösungen aus dem klassischen Massivbau. Die eigene Wand- und Deckenprüfstände und die erforder-
Aufbauten sind von der Bauteildicke vergleichbar, bzgl. liche Ausrüstung, um ihren Kunden individuell und rasch
des Gewichtes ist der Massivholzbau allerdings um das entsprechende Problemlösungen anzubieten.
Fünffache leichter (Gewichtsreduktion um Faktor 5).

Grundvoraussetzung ist eine sorgfältige Planung der


Details, das Wissen um die Zusammenhänge des Schall-

20
SCHALLSCHUTZ

Grundsätzlich gliedert sich die Akustik in zwei wesentliche Teilbereiche

• die Raumakustik (Hörsamkeit im Raum)


• die Bauakustik (Schalldämmung zwischen einzelnen
Räumen)

Der Schallschutz von Raum zu Raum spielt eine sehr günstig behoben werden. Tritt der Planungsfehler jedoch
wichtige Rolle. Kommt es zu einem Planungsfehler in der auf dem Gebiet der Bauakustik auf (Übertragung von
Raumakustik, wirkt sich dieser zwar unangenehm aus, Luft- und Trittschall), sind Verbesserungsmaßnahmen
das Problem kann aber in der Regel meist relativ kosten- meist mit sehr hohen Kosten verbunden.

A b b. 18 - S a n i e r u n g s m a ß n a h m e a n e i n e r z w e i s c h a l i g e n
Porenbetonsteinwand mit einem doppelseitigen Sägeblat t an
e i n e m 5 M e t e r l a n g e n S c h w e r t [ 7.14]

Die Schallübertragung erfolgt vertikal, horizontal aber auch


diagonal. Der Schall, der sich durch einen Bauteil (festen
Körper) hindurch bewegt wird als Körperschall be-
zeichnet und unterscheidet sich in seiner Komple-
xität erheblich vom Luftschall wie er in der Raum-
akustik vorkommt. Obwohl es sich letztendlich
immer um die Übertragung von Körperschall han-
delt, wird beim Schallschutz in Gebäuden zwischen
Luft- und Trittschall unterschieden. Der Unterschied
hierbei liegt in der Bauteilanregung.

A b b. 19 - K u g e l l a u t s p r e c h e r, w i e e r b e i d e r B e s t i m m u n g d e r L u f t s c h a l l -
d ä m m u n g v e r w e n d e t w i r d [ 7.14]

21
SCHALLSCHUTZ

Sowohl die Luftschallübertragung als auch der Trittschallpegel im Empfangsraum werden maßgeblich beeinflusst durch

• Gewicht des Bauteiles je m²


• Innere Dämpfung des Bauteils
• Schalenabstand bei mehrschaligen Aufbauten
• Die dynamische Steifigkeit der Trennlage bei mehr-
schaligen Aufbauten (beispielsweise Trittschalldäm-
mung zwischen Estrich und KLH Massivholzplatte)
• Biegeweichheit im Sinne der Bauakustik
• Minimierung der Schallübertragung durch Kontakt-
flächen und Befestigungsmittel

A b b. 2 0 - N o r m - Tr i t t s c h a l l h a m m e r w e r k , w i e e s b e i d e r B e s t i m m u n g
d e s Tr i t t s c h a l l p e g e l s v e r w e n d e t w i r d [ 7.14]

Moderne Rechenprogramme und eine Vielzahl von Bau- Einfluss der Schallnebenwege. Je nach Art der Anregung
teilmessungen erleichtern die Bestimmung der bauakus- nimmt die Schallenergie verschiedene Wege – ähnlich
tischen Eigenschaften von Bauteilen. Zur Erfüllung der wie beim elektrischen Strom sucht auch der Schall den
Schallschutzanforderungen an eine Konstruktion reicht Weg des geringsten Widerstandes. In diesem Zusammen-
es jedoch nicht aus, lediglich die Eigenschaften der tren- hang ist es bereits bei der Planung wichtig, nicht nur den
nenden Bauteile zu bestimmen sondern auch den Einfluss trennenden Bauteil zu verbessern sondern insbesondere
der Schallnebenwege zu betrachten. Je leistungsfähiger die Flankenwege zu berücksichtigen.
der trennende Hauptbauteil, umso stärker wird der

Dem Planer stehen nachfolgende 3 Werkzeuge zur Verfügung

• Konstruktive Trennung von Bauteilen (durchlaufende Die dritte Maßnahme ist hierbei wohl die effektivste Maß-
Decken sind beispielsweise zu vermeiden) nahme, da sie nicht nur hinsichtlich des Schallschutzes
• Teilweise Entkoppelung über weich federnde Zwi- eine Verbesserung bringt, sondern gleichzeitig auch den
schenlagen Brandschutz erhöht und eine neutrale Oberfläche liefert.
• Abschirmung (Vorsatzschalungen erschweren das
Ein- oder Austreten von Schallenergie)

22
BRANDSCHUTZ

06 br andschutz
6.1 Brennbarkeit der KLH - Massivhol zpl at te

Das Brandverhalten der KLH-Massivholzplatte ist in der


Europäischen Technischen Zulassung ETA-06/0138 mit
D-s2, d0 definiert und entspricht somit der Brennbarkeit
von Vollholz.

B r andve r hal t en B r ennendes A b t r o pfen / A bfallen


Klasse Eigenschaft Code Eigenschaft
A1 nicht brennbar d 0 kein brennendes Abtropfen / Abfallen
A2 quasi nicht brennbar d 1 kurzzeitiges brennendes Abtropfen / Abfallen
B, C, D Brennbarkeit zunehmend d 2 anhaltendes brennendes Abtropfen / Abfallen
E Mindestanforderung als Baustoff
F als Baustoff nicht zugelassen Durch den Einsatz von Brandschutzanstrichen kann das
Brandverhalten von KLH Massivholzplatten von D-s2, d0
Rau c hen t w i c klung beispielsweise auf C-s2, d0 oder sogar B-s1, d0 verbessert
Code Eigenschaft werden. Es ist dabei unbedingt zu beachten, ob es sich
s 1 schwache Qualmbildung um eine Anwendung des Anstriches im Innen- oder im
s 2 mittlere Qualmbildung Außenbereich handelt, da Anstriche im Außenbereich
s 3 starke Qualmbildung eine zusätzliche UV- Beständigkeit benötigen.

6.2 Br andwiderstand – Kriterien „R“, „E“ und „I“

Nachweis der Tragfähigkeit – Kriterium „R“

Der Nachweis der Tragfähigkeit ist für jeden Bauteil im


Rahmen einer statischen Berechnung zu führen. In der
Europäischen Technischen Zulassung ETA-06/0138 sind
die Abbrandraten für KLH Massivholzplatten genau defi-
niert. Auf dieser Basis wird der Nachweis der Tragfähig-
keit im Brandfall gemäß Eurocode 5 geführt.

23
BRANDSCHUTZ

Wird die Oberfläche von KLH Massivholzplatten durch Zu beachten ist, dass bei tragenden Innenwänden meist
Beplankungen mit z.B. Gipskarton – Feuerschutzplatten mit einem beidseitigen Abbrand zu rechnen ist. Ein
anfänglich vor Brandeinwirkung geschützt, dürfen die weiteres Augenmerk gilt den Pfeilern zwischen Fenster
Versagenszeiten der Beplankungen bei der Bemessung und Türen bei Außenwänden.
berücksichtigt werden. Mit Hilfe von mehrschichtigen
KLH Massivholzplatten können durchaus Bauteile mit Nachweis des Raumabschlusses – Kriterium „E“
hohem Brandwiderstand ausgeführt und die Nachweise
für beispielsweise R90 oder R120 geführt werden. Das Kriterium der Rauchdichtigkeit gilt als erfüllt, wenn
nach dem Brandangriff ein entsprechend dicker und dichter
5 – lagige KLH Massivholzplatten erreichen meist ohne Restquerschnitt mit zumindest einer unversehrten Klebe-
jegliche Zusatzmaßnahme R60 oder bei entsprechenden fuge vorhanden ist.
Plattenstärken auch R90 – auf diese Art und Weise lassen
sich auch sichtbare Konstruktionen mit hohem Brand- Nachweis der Wärmedämmung – Kriterium „I“
widerstand realisieren. Eine weitere Erhöhung erreicht
man entweder durch eine Erhöhung der Plattenstärken Das Kriterium Wärmedämmung spielt bei Konstrukti-
und/oder Anzahl der Lagen und/oder durch entspre- onen aus KLH – Massivholzplatten eine untergeordnete
chende Beplankung. Rolle, da es bereits bei einer Restplattenstärke von weni-
gen cm als erfüllt gilt.
Um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen oder aber auch die
Schlankheit von Bauteilen zu erhalten, wird bei Wandbau-
teilen sehr oft mit einer 3-lagigen KLH Massivholzplatte
(max. R30) und zusätzlicher Beplankung gearbeitet.

24
LITERATUR V ERZEICHNIS

07 LITERATURVERZEICHNIS

[ 7.1] h t t p://w w w. l u f t d i c h t .d e/l u f t d i c h t _ i n _ e n e v 2 0 0 9. h t m [ 7. 8 ] B e d n a r T., Vo r t r a g s r e i h e S o m m e r l i c h e r W ä r m e s c h u t z ,


M H C L i n z , 2 010
[ 7. 2 ] OI B - R i c h t l i n i e 6 , A p r i l 2 0 07, 7. 2.1 f., S e i t e 7
[ 7. 9 ] Ö N OR M B 19 95 - 1- 1, 15 .0 8 . 2 010
[ 7. 3 ] I B O - ö s t e r r e i c h i s c h e s I n s t i t u t f ü r B a u b i o l o g i e u n d - ö k o l o g i e ,
P a s s i v h a u s B a u t e i l k a t a l o g , S p r i n g e r W i e n N e w Yo r k , 2 0 0 8 ] [ 7.10 ] E TA - 0 6/013 8 d e r K L H M a s s i v h o l z G m b H

[ 7.4] 5 . G r a z e r H o l z b a u - Fa c h t a g u n g - 5 . G r a H F T ’0 6 – Ta g u n g s - [ 7.11] B o r s c h - L a a k s R ., H o l z b a u d i e n e u e Q u a d r i g a 5/2 0 0 3 ,


band Kapitel L: “J e n s e i t s v o n G l a s e r “
Fo r s c h u n g a n d e r T U G r a z – B a u p h y s i k a l i s c h e A s p e k t e f ü r
[ 7.12 ] I n f o r m a t i o n s d i e n s t H o l z , H o l z b a u H a n d b u c h , R e i h e 3 ,
den Holz- Massivbau mit BSP
Te i l 2, Fo l g e 1: “ N a ß b e r e i c h i n B ä d e r n“
D I H e i n z Fe r k , L e i t e r d e s L a b o r s f ü r B a u p h y s i k i m
Bautechnik zentrum der TU Graz [ 7.13 ] Teib ing er M., D o l e z al F., M a t zing er I., D e ckenko ns t r uk t i o n en
für den Mehrgeschossigen Holzbau
[ 7. 5 ] Ö N OR M E N 12524 B a u s t o f f e u n d - p r o d u k t e - W ä r m e - u n d
Schall- und Brandschut z, Detailkatalog, Band 20 der
f e u c h t e s c h u t z t e c h n i s c h e E i g e n s c h a f t e n - Ta b e l l i e r t e
H FA - S c h r i f t e n r e i h e , 1. A u f l a g e M a i 2 0 0 9
B e m e s s u n g s w e r t e , A u s g a b e d a t u m: 2 0 0 0 - 0 9 - 01
[ 7.14] H . B a u m g a r t n e r, R . K u r z ; S c h a d e n s f r e i e s B a u e n ,
[ 7.6 ] Ö N OR M B 3 012, H o lz ar t en - Kennwer t e zu d en B en ennung en
Hrsg. G. Zimmermann, Fraunhofer IRB Verlag, 2003, Seite 126
u n d K u r z z e i c h e n d e r O E N OR M E N 13 5 5 6 ,
A u s g a b e d a t u m: 2 0 0 3 -12 - 01

[ 7.7 ] B S P han db u ch – K ap i t el F: B aup hy s ik – H o chb au – L ei t d e t ails


H o l z - M a s s i v b a u w e i s e i n B r e t t s p e r r h o l z – N a c h w e i s e a u f
Basis des neuen europäischen Normenkonzepts
Te c h n i s c h e U n i v e r s i t ä t G r a z – h o l z . b a u f o r s c h u n g s g m b h –
K a r l s r u h e r I n s t i t u t f ü r Te c h n o l o g i e –
Te chis ch e U ni v er s i t ä t Münch en – E i dg en ö s s is ch e Te chnis ch e
Hochschule Zürich

25
notizen
notizen
notizen
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