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Mercedes Benz

DBL 5307

Ausgabedatum: März 2008 Seiten: 15 Fachbetreuer: Markus Weiss PWT/VWK Tel.: +49-(0)7031 90-87656

Liefervorschrift

Schwerentflammbarkeit

Innenausstattungsteile Forderungen und Prüfvorschriften

Vorwort

Diese Norm beschreibt die Prüfung der Schwerentflammbarkeit für Innenausstattungsteile.

Die aktuelle Version dieses Dokuments ist über das Normeninformationssystem von Mercedes- Benz, zugänglich.

Änderungen

Gegenüber der DBL 5307 Ausgabe 2005-06 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

Abschnitte 3, 4.1 und 4.3 überarbeitet, Abschnitte 5.3.1 und 5.4 gestrichen laut EG-Richtlinie 95/28/EG vom 23.11.95, Abschnitt 5.5 gestrichen DIN Normen wurden zurückgezogen./li/08.97.

Finnland Norm- Nr. 392 ersetzt durch Nr. 1256/92 und Saudi- Arabien Nr. 478 ersetzt durch Golf- Vorschriften GS 98/1988.li ECE-Richtlinie R118 ergänzt – entspricht weitestgehend EG-Richtlinie 95/28EG - Wirkungsbereich auch außerhalb EG; Abschnitt 4 Forderung - akkreditiertes Labor für Erstmusterprüfung bei Omni- busse ergänzt; Abschnitte 5.1 Nachweisführung und 5.13 Norm zur Heißlichtalterung aktuali-

siert./wß/05.05

Probennahme und Auswerteverfahren (z.B. statistische Brennrate) präzisiert. Hinweis auf die gesetzliche Forderungen TRIAS 48-1994 (Japan); GB 8410-2006 (China); MOTC-Richtlinien Kfz v. 10. Nov. 2004 Anlage 2 Punkt 16 (Taiwan); Beschluss 72/93-ST (Argenti- nien); KMVSS Art. 95 (Korea) aufgenommen./wß/11.07

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Inhaltsverzeichnis

DBL 5307 A 2008-03, Seite 2

1

Anwendungsbereich

3

2

Anwendung

4

3

Werkstoffe

4

4

Forderungen

4

4.1

Schwerentflammbarkeit nach USA-Norm FMVSS 302, Kanada-Norm CMVSS 302 und französische Norm UTAC Nr. ST 18-502 für Pkw, Mehrzweck-Pkw, Lkw und Omnibusse

4

4.2

Schwerentflammbarkeit nach Golf-Vorschriften GS 98/1988

4

4.3

EG Richtlinie 95/28, Anhang IV sowie ECE R 118 Anhang 6 und Französische Spezifikation UTAC Nr. ST 18-502 für Omnibusse mit über 22 Sitzplätzen

5

5

Prüfvorschriften mit Forderungen

6

5.1

Prüfung zur Bestimmung der horizontalen Brenngeschwindigkeit von Werkstoffen

6

5.2

Prüfung zur Bestimmung des Schmelzverhaltens von Werkstoffen

10

5.3

Prüfungen der Entflammbarkeit in senkrechter Probenlage

11

5.4

Brennprüfung an elektrischen Leitungen

12

5.5

Bestimmung des Brennverhaltens - Senkrechtmethode

12

6

Glossar

12

7

Normative Verweisungen

12

8

Anlage1: Test Report

15

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1

Anwendungsbereich

DBL 5307 A 2008-03, Seite 3

Tabelle 1 Ausführungsarten der Schwerentflammbarkeit mit Hinweis auf die nationalen Vorschriften, die zu erfüllenden Prüfvorschriften und die Anwendungsbereiche

Ausfüh-

 

entspricht der Vorschrift

zu erfüllende

 

Anwendungsbereiche

rungsarten

 

Forderungen

 

DBL 5307

und Prüfvor-

schriften

dieser DBL

.10

USA-FMVSS 302 gleichwertig Kanada-CMVSS 302 ECE – Richtlinie R 118, Anhang 6 EG Richtlinie 95/28, Anhang IV Frankreich UTAC-Nr. ST 18-502/1, Abschnitt 2.1 Finnland Nr. 1256/92, und ähnliche Golf-Vorschriften GS 98/1988 (siehe 4.2) Japan Trias 48-1994, China GB 8410-2006, Taiwan MOTC-Richtlinien Kfz v. 10. Nov. 2004 Anlage 2 Punkt 16 Argentinien Beschluss 72/93-ST Korea KMVSS Art. 95

5.1.2.1

Alle Innenausstattungsmaterialien von

5.1.3

Pkw, Mehrzweck-Pkw, Lkw und Omnibus-

5.1.4

 

sen.

Bei Omnibussen mit über 22 Sitzplätzen; zusätzlich Sitzzubehör, Auskleidungen von Seiten- und Heckwänden, Werkstoffe mit thermischer und/oder akustischer Funkti- on, Fußbodenverkleidungen, Gepäckträ- ger, Heizungs- und Lüftungsschläuche, Verkleidungen, Beleuchtung

.11

 

5.1.2.2

wie AA 10, jedoch nach Alterung durch:

- Wärmebelastung

.12

5.1.2.3

- Wärme-/Feuchtebelastung

.13

5.1.2.4

- Wärme-/Lichtbelastung

.20

ECE – Richtlinie

Frankreich

5.1.2.1 und

Bei Omnibussen mit über 22 Sitzplätzen:

R

118, Anhang 6

UTAC-Nr.

5.1.2.2

- Innenauskleidungen am Fahrzeugdach

und 7 EG Richtlinie 95/28, Anhang IV

ST 18-502/1,

Abschnitte 2.1

und 2.2

und V

.21

ECE – Richtlinie

ST 18-502/2,

5.3

- Vorhänge und/oder Rollos

R

118, Anhang 8

Abschnitt 2.2

EG Richtlinie 95/28, Anhang VI

(Abschnitt

2.1*)

.22*

ST 18-502/1, Abschnitt 2.3

 

- Elektrische Leitungen

.40**

verschiedene Länder; einzelne

 

Textilplanen u. ä. für Sonderfahrzeuge (z. B. Feuerwehrfahrzeuge, Rettungsfahr- zeuge u. ä.)

Sonderabnahmebedingungen

.41**

 

Wie AA 40, jedoch bei Gefahr der Nichter- füllung nach Alterung durch:

-

Wasserlagerung

.45**

 

Beschichtete Planen und Netze für Son- derfahrzeuge

* Prüfung ist laut EG-Richtlinie 95/28/EG vom 23.11.95 weggefallen. ** DIN-Vorschriften wurden ersatzlos zurückgezogen.

Kurzbezeichnung:

z. B. schwerentflammbar DBL 5307. 10

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DBL 5307 A 2008-03, Seite 4

2 Anwendung

Diese DBL spezifiziert die Forderungen und beschreibt die Prüfvorschriften bezüglich der Schwerentflammbarkeit von Materialien und Stoffen, die im Fahrgastraum (Fahrerhaus) von Kraftfahrzeugen und Omnibussen verbaut werden. Ausnahmen sind hierbei mineralische Gläser und Metalle. Bei Materialien und Stoffen, welche durch den OEM dem Fahrgastraum (Fahrerhaus) beigelegt werden, wird die Anwendung dieser Forderung durch die Entwicklung verantwortet (In Zeichnung Bezugnahme DBL 5307 bzw. das Setzten eines DS/DZ-Merkmales). Als Innenausstattungsmaterialien gelten alle im Kfz-Innenraum (Insassen- luftraum) befindlichen Stoffe sowie alle diesen Raum begrenzenden Materialien und Stoffe. Der Zweck dieser Vorschrift ist die Einschätzung einer Brandlast, um einen Brand am Entstehen zu hindern bzw. einem einmal ausgebrochenen Brand nur eine sehr langsame Ausbreitung zu ermöglichen. Hierbei kann der Brand vielfältige Ausgangsformen einnehmen, z.B. unachtsamer Umgang mit Feuer (Streichhölzern, Zigaretten).

3 Werkstoffe

Betroffen sind alle im Fahrgastraum angewendeten Werkstoffe (z. B. - Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere) in Form von Fasermaterialien, Beschichtungen, Klebstoffen, Schäumen, Presswerkstoffen, Tränkungen, Platten, Leder, Tiefzieh- und Spritzgussteilen u. ä. sowie deren Kombinationen. In Zweifelsfällen ist eine Rücksprache mit den zuständigen Entwicklungsabteilungen erforderlich. Die Werkstoffe müssen ohne Beeinträchtigung der ande- ren geforderten Eigenschaften (z.B. die in einer Werkstoff-DBL festgelegten Forderungen) der zutreffenden Aus- führungsart dieser DBL erfüllen.

4 Forderungen

Es liegen freiwillige Verpflichtungen und gesetzliche Vorschriften für bestimmte Länder vor, die sich zu einem großen Teil decken. Bei der Kennzeichnung der Teile ist auf Konformität mit der geltenden Gesetzgebung zu achten (z.B. CCC für China).

Bei der Erstbemusterung von Innenausstattungsmaterialien für :

Omnibusse ist zwingend vorgeschrieben, dass die Prüfungen nach EG 95/28 durch ein vom Kraftfahrt Bundes Amt (KBA ) oder von einer entsprechenden nationalen Behörde für diese Prüfungen akkreditiertes Labor durchge- führt werden. andere Fahrzeugklassen

- wird seitens Taiwan die Prüfung in einem externen akkreditierten Labor anerkannt

- wird seitens China die Prüfung in einer durch China direkt benannten Prüfstelle gefordert

4.1 Schwerentflammbarkeit nach USA-Norm FMVSS 302, Kanada-Norm CMVSS 302 und fran- zösische Norm UTAC Nr. ST 18-502 für Pkw, Mehrzweck-Pkw, Lkw und Omnibusse

Folgende Bauteile müssen die Kriterien, wie unter Abschnitt 5.1 dieser DBL angegeben, erfüllen:

Sitzkissen, Sitzlehnen, Sicherheitsgurte, Himmel, Cabriolet-Verdecke, Armlehnen, alle bespannten Flächen einschließlich Türen, Vorder-, Heck- und Seitenflächen, Ablagefächer, Kopfstützen, Fußbodenbeläge, Son- nenblenden, Vorhänge, Jalousien, Radlaufabdeckungen, Matratzenbezüge und alle anderen im Innenraum verwendeten Werkstoffe, einschließlich jener für Polsterungen und sich bei einem Zusammenstoß entfalten- den Elemente, die dafür bestimmt sind, beim Aufschlagen von Insassen im Falle eines Zusammenstoßes Energie aufzunehmen. Jeder Teil eines Einzel- oder Verbundwerkstoffes, der innerhalb 13 mm vom Luftraum des Fahrgastraumes liegt. Jeder Werkstoff, der nicht an jedem Berührungspunkt an einem oder mehreren anderen Werkstoff(en) haf- tet, muss die Anforderungen (Abschnitt 5.1.3 bzw. 5.1.4) erfüllen, wenn er einzeln geprüft wird. Jeder Werkstoff, der an jedem Berührungspunkt an einem oder mehreren anderen Werkstoff(en) haftet, muss die Anforderungen (Abschnitt 5.1.3 bzw. 5.1.4) erfüllen, wenn er zusammen mit dem oder den ande- ren Werkstoff(en) als Verbundstoff geprüft wird.

4.2 Schwerentflammbarkeit nach Golf-Vorschriften GS 98/1988

Es gelten dieselben Kriterien wie unter Abschnitt 4.1 mit dem Unterschied, dass die maximale Brennrate auf 250 mm/min festgelegt wurde. Im Sinne der Einheitlichkeit müssen für Fahrzeuge die im Rahmen der DBL 5307 betrachtet werden die strengeren Kriterien wie unter Abschnitt 5.1.3 bzw. 5.1.4 dieser DBL angegeben (maximal 100 mm/min) erfüllt werden.

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4.3 EG Richtlinie 95/28, Anhang IV sowie ECE R 118 Anhang 6 und Französische Spezifikation UTAC Nr. ST 18-502 für Omnibusse mit über 22 Sitzplätzen

Die zu erfüllenden Prüfkriterien der entsprechenden Bauteile sind in Tabelle 2 aufgeführt. Folgende Werkstoffe müssen nicht geprüft werden:

- Aus Metall oder Glas hergestellte Teile

- Zubehörteile von Einzelsitzen, deren nichtmetallische Werkstoffe eine Masse von weniger als 200 g aufweisen. Übersteigt die Gesamtmasse dieser Zubehörteile 400 g an nichtmetallischen Werkstoffen pro Sitz, so muss je- der Werkstoff einer Prüfung unterzogen werden

- Teile deren Oberfläche oder Volumen jeweils die folgenden Werte nicht überschreitet:

- 100 cm² oder 40 cm³ für Teile, die mit einem Einzelsitz verbunden sind.

- 300 cm² oder 120 cm³ pro Sitzreihe und als Höchstwert pro laufenden Meter im Innern des Fahrgastraums für Teile, die im Fahrzeug verteilt und nicht mit einem Einzelsitz verbunden sind.

- elektrische Kabel

Tabelle 2:

Zu prüfende Werkstoffe und Bauteile

Erfüllung der Kriterien dieser DBL

 
 

Prüfungen gemäß der technischen Spezifikation Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 281 UTAC-Nr. ST18-502

Prüfung zur Be- stimmung der horizontalen

Prüfung zur Be- stimmung des

Prüfung zur Bestim- mung der senkrechten Brenngeschwindigkeit von Werkstoffen

Schmelzverhal-

Brenngeschwin-

digkeit von Werkstoffen AA 10 und AA 20

tens von Werk- stoffen

AA 20

AA 21

Geforderte Kategorien

A, B, B*, C oder C*

1 oder 2

A, B oder C

1.

Werkstoffe für die Polsterung eines Sitzes und seiner Zubehörteile

X

-

-

2.

Werkstoffe für die Innenver- kleidung des Daches

X

X

-

3.

Werkstoffe für die Innenver- kleidung aller Seiten- und Rückwände einschließlich der Trennwände

X

-

-

4.

Werkstoffe zur Wärme und/oder Schalldämpfung

X

-

-

5.

Werkstoffe für den Boden- belag

X

-

-

6.

Werkstoffe für die Innenver- kleidung von Gepäckablagen und für die Heizungs- und Belüftungsrohre

X

-

-

7.

Werkstoffe für die Innenver- kleidung von Gepäckablagen und für die Heizungs- und Belüftungsrohre bei Anbringung am Dach

X

X

-

8.

Werkstoffe für Beleuchtung- skörper

X

-

-

9.

Werkstoffe für Beleuchtungs- körper bei Anbringung am Dach

X

X

-

10.

Werkstoffe für Vorhänge und Jalousien / Rollos

-

-

X

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DBL 5307 A 2008-03, Seite 6

5 Prüfvorschriften mit Forderungen

5.1 Prüfung zur Bestimmung der horizontalen Brenngeschwindigkeit von Werkstoffen

Schwerentflammbarkeit nach USA-Norm FMVSS 302 Die Prüfung erfolgt nach DIN 75 200, FMVSS 302 oder ISO 3795 1989E.

5.1.1 Probenahme 5.1.1.1 Rollen-/Plattenware Probekörper quer zur Verarbeitungsrichtung Probekörper in
5.1.1
Probenahme
5.1.1.1
Rollen-/Plattenware
Probekörper quer zur
Verarbeitungsrichtung
Probekörper in
Verarbeitungsrichtung
Verarbei-
tungsrichtung
5 cm Rand
Warenrolle/Platte
5.1.1.2
Formkörper

Aus dem zu prüfenden Werkstoff oder Teil werden nach Möglichkeit rechteckige Probenkörper mit den Abmes- sungen L=(355±2) mm * B=(100±2) mm entnommen. Die Dicke der Probekörper entspricht der des zu prüfenden Werkstoffes oder Verbundes, sie darf jedoch 13 mm nicht überschreiten. Ist die Dicke des Werkstoffes oder Ver- bundes größer als 13 mm, so muss die Dicke durch mechanisches Abtragen von der in Einbaulage dem Innen- raum abgekehrten Seite auf 13 mm reduziert werden. Ist es aufgrund der Teilgestaltung nicht möglich, einen planen Probekörper herzustellen, so ist der Probekörper aus einem Bereich geringster Krümmung zu entnehmen. Soweit die Probenahme es gestattet, muss der Probe- körper über seine gesamte Länge die gleiche Dicke aufweisen. Es ist auf vorhandene vollflächige Werkstoffverbünde im betrachteten Dickenbereich 13 mm z.B. durch Kleben oder Kaschieren zu achten. Bei nichtvollflächigem Verbund (z.B. punktgeklebt, vernäht) sind die Einzelwerkstoffe (max. Dicke 13mm je Werkstoff) zu prüfen. Dies bedeutet, das die betrachtete Tiefe bis zu 25mm betragen kann.

Wenn Probekörperabmessungen oder –kontur keine Prüfung zulassen, ist es erforderlich, L=(355±2) mm * B=(100±2) mm lange Musterplatten mit einer Dicke, die der geringsten Wanddicke des Fertigteils entspricht, her- zustellen. Es muss sichergestellt sein, dass die Musterplatten in Zusammensetzung, Aufbau und Verfahrenstechnik dem zu prüfenden Werkstoff oder Verbund entsprechen.

Die Probekörper müssen, soweit möglich, sowohl in Verarbeitungsrichtung als auch senkrecht dazu entnommen werden (z.B. Kett- und Schussrichtung, längs und quer).

Die Probenvorbereitung darf keinen Einfluss auf die Brennrate oder das Voranschreiten der Flammfront haben.

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5.1.1.3 Probekörper mit geringeren Abmessungen

Allgemein gilt, dass immer eine Probekörpergeometrie von L=(355±2) mm * B=(100±2)mm anzustreben ist.

Zusätzlich gelten spezifische gesetzliche Anforderungen für:

Japan Die minimale Probengröße muss 25 mm in der Breite und 293 mm in der Länge betragen

Brasilien (CONTRAN Resolution 675/86). Die Probekörpergröße muss mindestens 3 mm in der Breite betragen. Probekörper mit einer Breite von (3 bis 60) mm müssen (355+-2) mm in der Länge betragen Probekörper mit einer Breite von (>60 bis 100)mm müssen mindestens (138+-2) mm in der Länge betragen

5.1.2 Vorbelastung/-konditionierung

5.1.2.1 Schwerentflammbarkeit nach Normklima

Verfahren: Lagerungsdauer und Temperatur wie in der Werkstoff- bzw. Bauteile DBL vorgeschrieben.

Bei fehlender Vorgabe:

Lagerung der Probekörper von 48 h im Normklima (23/50 DIN50014 1) ). Anforderungen der Brennprüfung siehe Abschnitt 5.1.3 bzw. 5.1.4.

5.1.2.2 Schwerentflammbarkeit nach Wärmelagerung

Verfahren: Lagerungsdauer und Temperatur wie in der Werkstoff- bzw. Bauteile DBL vorgeschrieben. Bei fehlender Vorgabe:

7 Tage Lagerung der Probekörper in einem Umluft-Wärmeschrank bei 90°C +/- 2°C

Nach dem Alterungsverfahren erfolgt eine weitere Lagerung der Probekörper von 48 h im Normklima (23/50 DIN50014 1) ). Anforderungen der Brennprüfung siehe Abschnitt 5.1.3 bzw. 5.1.4.

5.1.2.3 Schwerentflammbarkeit nach Wärme-/Feuchtbelastung

Verfahren: Lagerungsdauer und Temperatur wie in der Werkstoff- bzw. Bauteile DBL vorgeschrieben. Bei fehlender Vorgabe:

7 Tage Lagerung der Probekörper im Prüfklima 40/92-1 DIN 50 015.

Nach dem Alterungsverfahren erfolgt eine weitere Lagerung der Probekörper von 48 h im Normklima (23/50 DIN50014 1) ). Anforderungen der Brennprüfung siehe Abschnitt 5.1.3 bzw. 5.1.4.

5.1.2.4 Schwerentflammbarkeit nach Heißlichtalterung

Verfahren: Lagerungsdauer wie in der Werkstoff- bzw. Bauteile DBL vorgeschrieben. Bei fehlender Vorgabe: 3 Zyklen Lagerung der Probekörper unter den Bedingungen der DIN EN ISO 105 B6 (Verfahren 3 [normal]; Bestrahlungsstärke 1,2W/m² [420nm]; End- punktbestimmung über Lichtechtheitstyp 6) oder 140 h Dauerlagerung DIN 75 220 Indoor 1Trockenklima (D-IN1-T). Nach dem Alterungsverfahren erfolgt eine weitere Lagerung der Probekörper von 48 h im Normklima (23/50 DIN50014 1) ). Anforderungen der Brennprüfung siehe Abschnitt 5.1.3 bzw. 5.1.4.

1) Normklima gemäß FMVSS 302 (21ºC/50%r.F). Für China werden jedoch 23ºC/50%r.F gefordert. Dies ist aus Sicht der Brennbarkeit die härtere Bedingung und somit im Sinne eines „worst case“ generell anzuwenden.

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5.1.3

Auswertung

DBL 5307 A 2008-03, Seite 8

Bei der Prüfung nach EG 95/28 Anhang IV sowie nach ECE R 118 Anhang 6 sind für isotrope Werkstoffe 5, für nicht isotrope 10 Proben zu untersuchen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn unter Berücksichtigung der schlechtesten Prüfergebnisse die horizontale Brenngeschwindigkeit 100 mm/min nicht übersteigt oder wenn die Flamme erlischt, bevor der letzte Messpunkt erreicht ist.

Bei allen anderen Prüfungen sind zunächst 5 Probekörper eines Kollektivs (eine Verarbeitungsrichtung und ein Alterungszustand) zu prüfen. Die Prüfung erfolgt nach DIN 75200, FMVSS 302 (Normklima 23/50), oder ISO 3795 1989E. Gemäß den erzielten Ergebnissen sind die Werkstoffe wie folgt einzuordnen:

 

FMVSS 302

Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 281 Anhang I und IV UTAC-ST 18-502/1 Abschnitt 2.1

A

Der Probekörper erlischt nach Wegnahme der Zündflamme

Das Innenmaterial brennt bei Flammeneinwir- kung nicht oder erlischt, bevor die erste Mess- marke erreicht ist.

B

Der Probekörper erlischt vor Erreichen der 1. Messmarke.

-

B*

-

Der Brand hört vor der 2. Messmarke oder vor den Rändern des Probekörpers auf. Die Ge-

schwindigkeit der Flammenausbreitung ist bei keinem der Probekörper größer als

100

mm/min

C

Der Probekörper erlischt innerhalb 1 min und vor Erreichen von 50 mm Brennweg oder die Brenngeschwindigkeit beträgt höchstens 100 mm/min (siehe C*).

-

C*

-

Der Brand schreitet bis zur 2. Messmarke (oder bis zu den Rändern des Probekörpers fort) und

die Geschwindigkeit der Flammenausbreitung ist bei keinem der Probekörper größer als

100

mm/min.

D

Brenngeschwindigkeit größer als 100 mm/min

Der Brand schreitet bis zur 2. Messmarke fort und die Geschwindigkeit der Flammenausbrei- tung ist bei einem der Probekörper größer als

100

mm/min.

Berechnung der Brennrate

B =

S * 60[mm / min]
T

B

= Brennrate in mm/min

S

= Länge der Brennstrecke in mm

T

= Zeit in s für die Brennstrecke S mm

Die Anforderungen sind unter folgenden Bedingungen erfüllt:

A, B, B*, C und C*. Die ermittelten Prüfergebnisse müssen unter der Benennung A, B bzw. bei B*, C, C* zusammen mit der ermittel- ten Brenngeschwindigkeit in mm/min als Einzelergebnisse (siehe Anlage 1) so dokumentiert werden, dass die Bedingungen des VDA-Bands 1 "Nachweisführung“ gewährleistet sind.

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5.1.4 Statistische Absicherung

DBL 5307 A 2008-03, Seite 9

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben ist bei höheren Brenngeschwindigkeiten eine statistische Absicherung des Brennverhaltens nachzuweisen. Stand der Technik ist, dass bei Unterschreiten einer Sicherheitsreserve von 20% (Brennrate 80mm/min) folgendes Vorgehen zu wählen ist:

Statistischer Brennwert (B Stat )

Die Summe aus arithmetischem Mittelwert und dreifacher Standardabweichung, definiert als BB Stat , aller 5 Probe-

köper darf nicht größer sein als 100 mm/min.

Zusätzlich werden, falls die 5 Probekörper eines Kollektivs (eine Verarbeitungsrichtung und ein Alterungszustand)

weniger als drei messbare Brennraten

Probekörper der gleichen Verarbeitungsrichtung und des gleichen Alterungszustandes geprüft.

1)

aufweisen und eine der Brennraten 80mm/min ist, 5 weitere

Die endgültige Brennrate eines Kollektivs wird dann als Summe aus arithmetischem Mittelwert und dreifacher

Standardabweichung aller messbaren Brennraten 1) der 10 Probekörper berechnet.

Die Berechnung des Mittelwertes und der Standardabweichung einer Verarbeitungsrichtung und eines Alterungs-

zustandes wird nur dann durchgeführt, wenn mindestens 3 Probekörper eine messbare Brennrate (mehr als 50mm in 60 sec) aufweisen. Ansonsten wird als Prüfergebnis nur die maximale Brennrate BB max angegeben.

Alle Ergebnisse sind zu dokumentieren (siehe Anlage 1) und auf verlangen vorzulegen.

1) Nicht berücksichtigt werden Probekörper, welche nichtbrennbar bzw. selbstverlöschend sind, und Probekörper, welche in 60s nicht mehr als 50mm weit brennen.

Berechung arithmetischer Mittelwert

X

m

=

X m = X

n =

=

i

1

n

n

i = 1

X

i

Arithmetischer Mittelwert der Prüfergebnisse [mm/min] Einzelergebnis [mm/min]

Anzahl der Probekörper

Berechnung der Standardabweichung n 1 σ = ∑ ( X − X ) 2 i
Berechnung der Standardabweichung
n
1
σ
=
∑ (
X
− X
)
2
i
m
n − 1
n = 1

σ =

X m = X

n =

i

=

Standardabweichung Arithmetischer Mittelwert der Prüfergebnisse [mm/min] Einzelergebnis [mm/min]

Anzahl der Probekörper

Berechung statistische Brennrate

BB Stat =

BB Stat =

X m

=

σ =

X m + 3*σ

statistische Brennrate [mm/min] arithmetischer Mittelwert der Prüfergebnisse [mm/min]

Standardabweichung

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DBL 5307 A 2008-03, Seite 10

5.2 Prüfung zur Bestimmung des Schmelzverhaltens von Werkstoffen

Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 281 Anhang I und V

(UTAC- Tropfprüfung)

Die Prüfung besteht darin, dass der Probekörper einer Wärmestrahlung ausgesetzt wird. Dadurch wird bewirkt, dass 1. freigewordene Gase sich entzünden 2. brennende oder nicht brennende Tropfen abfallen.

5.2.1 Prüfgerät

Wärmestrahler (Quarzlampe) mit einer Nennleistung von 500 W. Einfallende Energiestrahlung 3 W/cm². Probenhalter bestehend aus einem Metallring, auf dem ein rostfreies Drahtgeflecht aufgelegt wird. Abmessungen:

Innendurchmesser

Maschenweite

Drahtdurchmesser

: 118 mm : 2 + 0,1 mm : 0,7 mm

Eine Tropfenauffangschale (Innendurchmesser min. 118 mm und einer Tiefe von 12 mm).

Cellulosefaserwatte zum Füllen der Auffangschale. Ein Ständer, der die drei zuvor genannten Teile hält.

5.2.2 Probekörper und Probekörperanordnung

Die Probekörper haben die Abmessungen 70 x 70 mm x Erzeugnisdicke (max. 13 mm). Ist die Dicke des Erzeug- nisses größer als 13 mm, so muss die Dicke auf der vom Innenraum abgekehrten Seite mechanisch auf 13 mm abgetragen werden. Auf dem Probenhalter ist eine ausreichende Menge von Probekörpern anzuordnen, damit eine Gesamtmasse von mindestens 2 g erreicht wird. Prüfvorrichtung Anhang Bild 1.

5.2.3 Durchführung der Prüfung

Der unter elektrischer Spannung stehende Wärmestrahler wird mit einem Abstand von 30mm zur Probe genau über den Probekörper gedreht. Wenn der Probekörper im Verlauf des Versuchs seine Geometrie ändert, muss der Strahler nachgeführt werden. Entzündet sich die Probe während der ersten 5 min, wird der Strahler 3 s nach der Entzündung entfernt; die Bestrahlung wird fortgesetzt, sobald die Probe erlischt. Während der zweiten 5 min

wird die Bestrahlung über die ganze Zeit durchgeführt, unabhängig davon, ob der Probekörper brennt oder nicht. Es wird festgestellt, ob Abtropfen stattfindet und die Watte entzündet wird. Ein Brennen des Probekörpers wird, wenn es 5 s überschreiten, notiert. Versuchsdauer: max. 10 min. Die Anzahl der Proben ist wie folgt festgelegt:

- Für Material mit gleichen Seiten

- Für Material mit verschiedenen Seiten : 8 Tests

Bei der Prüfung nach EG 95/28 Anhang V sowie nach ECE R 118 Anhang 7 sind für isotrope Werkstoffe 4, für nicht isotrope 8 Proben zu untersuchen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn unter Berücksichtigung der

schlechtesten Prüfergebnisse sich kein Tropfen bildet, der die Watte entzündet.

: 4 Tests

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DBL 5307 A 2008-03, Seite 11

5.2.4 Klassifizierung der Werkstoffe

Beurteilung:

Kategorie 1:

nicht schmelzbar, kein Abfallen von Tropfen

Kategorie 2:

schmelzbar, Abfallen von Tropfen, Cellulosefaserwatte nicht entzündet

Kategorie 3:

schmelzbar und weiterbrennend, Abfallen von Tropfen, welche die Cellulosefaserwatte entzünden

Anforderungen: entspricht Kategorie 1 oder 2

5.3 Prüfungen der Entflammbarkeit in senkrechter Probenlage

5.3.1

Bestimmung der Entzündbarkeit Prüfung ist laut EG-Richtlinie 95/28/EG vom 23.11.95 weggefallen

5.3.2

Prüfung zur Bestimmung der senkrechten Brenngeschwindigkeit von Werkstoffen Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 281 Anhang I und VI Die Prüfung besteht darin, senkrecht gehaltene Probekörper einer Flamme auszusetzen und die Ausbrei- tungsgeschwindigkeit der Flamme zu bestimmen.

5.3.2.1

Prüfgeräte Probenhalter Der Probenhalter besteht aus einem rechtwinkeligen Rahmen von 560 mm Höhe mit 2 fest in einem Abstand von 150 mm verbundenen senkrechten Stangen, an denen Spitzen befestigt sind. Die Spitzen, die das Probestück tragen, sollen einen Durchmesser von max. 2 mm und eine Länge von mindestens 27 mm haben, damit das Probestück auf einer Ebene angebracht werden kann, die mindestens 20 mm vom Rahmen entfernt ist (Anhang Bild 2). Gasbrenner Der Gasbrenner wird so unter das Probestück gebracht, dass sich seine Achse auf der Mitte der Pro- benunterkante des Probestückes befindet, und wird um 30° zur Senkrechten geneigt. Der Abstand zwi- schen Brennerkopf und Probenunterkante muss 20 mm betragen (Anhang Bild 3). Belüftungssystem Das Belüftungssystem kann aus einem Abzug bestehen, in den das Testgerät eingebracht wird. Das Luftvolumen des Abzuges muss so groß sein, dass das Probestück mindestens 300 mm von jeder Wand des Abzuges entfernt angebracht werden kann. Vor der Prüfung muss die Luftgeschwindigkeit in senkrechter Richtung im Abzug zwischen 0,10 und 0,30 m/s betragen. Es kann ein Abzug mit natürli- cher Belüftung und geeigneter Luftgeschwindigkeit verwendet werden. Messlehre Die Messlehre wird zur Markierung der Stellen der Befestigungsspitzen auf dem Probestück verwendet. Ihre Abmessungen betragen 560 x 160 mm. In jeder Ecke der Messlehre werden Löcher von ca. 2 mm Durchmesser gebohrt, welche mit der Lage der Spitzen des Probenhalters übereinstimmen. Markierungsfäden Die Markierungsfäden müssen aus merzerisierter Baumwolle bestehen, deren Feinheit max. 50 tex be- trägt.

5.3.2.2

Probekörper Die Probestücke sind rechteckig und haben eine Abmessung von 560 x 170 mm. Es sind 7 Probekörper vorzubereiten, mit denen die Prüfung durchgeführt wird. 4 Probekörper in Fabrikationsrichtung und 3 Probekörper senkrecht zu dieser.

5.3.2.3

Durchführung der Prüfung Die Gasflamme wird auf eine Höhe von 40 +/- 2 mm eingestellt. Die Flamme muss zu Stabilisierungs- zwecken mindestens 2 Minuten gebrannt haben, bevor mit den Prüfungen begonnen werden kann. Zur Prüfung wird der Brenner um 30° zur Senkrechten geneigt (Anhang Bild 4). Das Probestück wird auf die Spitzen des Probenhalters so aufgesteckt, dass die Spitzen durch die von der Messlehre markierten Punkte hindurchreichen und dass sich das Probestück in einer Entfernung von mindestens 20 mm vom Rahmen befindet. Der Probenhalter wird in die senkrechte Lage gebracht. Die Baumwollfäden werden waagrecht vor dem Probestück an den im Bild 4 angegebenen Stellen befestigt. An jeder dieser Stellen ist eine Fadenschleife so angebracht, dass sich deren zwei Enden 1 bzw. 5 mm von der Oberfläche des Probestücks entfernt befinden. Der Faden muss ausreichend genug gespannt sein, damit seine Lage zum Probestück gleich bleibt. Die Flamme des Brenners wird 5 s lang angelegt. Die Entzündung wird als durchgeführt angesehen, wenn die Flamme auf dem Probestück mindestens 5 s nach der Wegnahme der Flamme weiter brennt. Wenn keine Entzündung erfolgt, wird die Flamme 15 s lang an die anderen Pro- bestücke angebracht.

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Folgende Zeiten werden in Sekunden gemessen:

t1 - Von Anlegung der Flamme an bis zur thermischen Zerstörung des ersten Markierungsfadens t2 - Von der Anlegung der Flamme an bis zur thermischen Zerstörung des zweiten Markierungsfadens t3 - Von der Anlegung der Flamme an bis zur thermischen Zerstörung des dritten Markierungsfadens Die verbrannten Abschnitte werden gemessen, Angabe in mm (d1, d2 und d3).

5.3.2.4 Auswertung Die beobachteten Erscheinungen werden im Prüfprotokoll vermerkt, insbesondere:

- die Brenndauer t1, t2 und t3 in Sekunden - die entsprechend verbrannten Abschnitte d1, d2 und d3 in mm Die Ausbreitungsgeschwindigkeit V1 und ggf. die Geschwindigkeiten V2 und V3 werden für jedes Probe- stück, wenn die Flamme zumindest den ersten Markierungsfaden erreicht, nach folgender Formel be- rechnet:

V

i =

d i * 60[mm / min]

t

i

5.3.2.5 Klassifizierung der Werkstoffe Für die Klassifizierung wird von den 7 getesteten Probestücken die größte Geschwindigkeit V1 oder V2 oder V3 herangezogen.

Typ A:

Das Material brennt beim Kontakt mit der Flamme nicht.

Typ B:

Der Verbrennungsvorgang hört vor dem ersten Markierungsfaden auf.

Typ C:

Der Verbrennungsvorgang setzt sich mindestens bis zum ersten Markierungsfaden fort und

Typ D:

die Ausbreitungsgeschwindigkeit beträgt weniger als 100 mm/min. Der Verbrennungsvorgang setzt sich mindestens bis zum ersten Markierungsfaden fort und die Ausbreitungsgeschwindigkeit beträgt mehr als 100 mm/min.

Die Anforderungen sind unter folgenden Bedingungen erfüllt:

entspricht Typ A, B oder C

Bei der Prüfung nach EG 95/28 Anhang VI sowie nach ECE R 118 Anhang 8 sind für isotrope Werkstoffe 3, für nicht isotrope 6 Proben zu untersuchen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn unter Berücksichti- gung der schlechtesten Prüfergebnisse die vertikale Brenngeschwindigkeit 100 mm/min nicht übersteigt.

5.4 Brennprüfung an elektrischen Leitungen

Prüfung ist laut EG-Richtlinie 95/28/EG vom 23.11.95 weggefallen.

5.5 Bestimmung des Brennverhaltens - Senkrechtmethode

Absatz gestrichen DIN Normen wurden zurückgezogen.

6 Glossar

Brenngeschwindigkeit:

Die Brenngeschwindigkeit in mm/min ist der Quotient der nach diesem Prüfverfahren gemessenen Brennstrecke und der zum Zurücklegen dieser Strecke von der Flamme benötigten Zeit.

Insassenluftraum:

Der Insassenluftraum beinhaltet den Bereich des Innenraumes, der üblicherweise austauschbaren Luft enthält.

Verbund:

Ein Verbund ist hier definiert durch einen ganzflächigen Zusammenhalt mehrerer Lagen gleichartiger oder ver- schiedener Werkstoffe, der durch Kleben, Kaschieren, Schmelzen etc. erzielt werden kann.

Werden Werkstoffe nur punkt- oder linienförmig in Abständen verbunden z.B. durch Nähen, Hochfrequenz- schweißen, Nieten, so werden diese Verhältnisse nicht als Verbund verstanden.

7 Normative Verweisungen

DIN 50014

DIN 50015

DIN 75200

DIN 75220

DIN EN ISO 105-B06

ISO 3795 1989E

ISO 1391

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8 Anlage1: Test Report

Test Report Schwerentflammbarkeit nach DBL 5307

Teilebezeichnung:

 

EMPB-Nr.:

 

Teilenummer:

 

Test-Nr.:

Lieferant:

Testdatum:

 

Material/-spezifikation (DBL):

 

Prüfer:

Farbe/Farbnummer:

 

Verbundmaterial Test mit Stützdraht

ja (

ja (

)

nein (

 

)

Dimension der Prüflinge (L*B*D) mm

 

)

nein (

)

Vorbelastung:

unbelastet DBL 5307 AA 10 längs

 

Vorbelastung:

 

unbelastet DBL 5307 AA 10 quer

 

Materialrichtung:

Materialrichtung:

Proben-

Brand-

Brand-

Brennrate

Ergebnis

Proben-

Brand-

Brand-

 

Brennrate

 

Ergebnis

 

nummer

länge

zeit

nummer

länge

zeit

   

(mm)

(s)

(mm/min)

i.O.

n.i.O.

(mm)

 

(s)

 

(mm/min)

 

i.O.

n.i.O.

1

         

1

         

2

         

2

         

3

         

3

         

4

         

4

         

5

         

5

         

6

         

6

         

7

         

7

         

8

         

8

         

9

         

9

         

10

         

10

         

Bmax

(mm/min)

     

Bmax

(mm/min)

     

Bstat

(mm/min)

     

Bstat

(mm/min)

     

Mittelwert

(mm/min)

     

Mittelwert

(mm/min)

     

Standardabweichung

(mm/min)

     

Standardabweichung

(mm/min)

     

Vorbelastung: DBL5307 AA11 ( ); AA12 ( ); AA13 ( Materialrichtung: längs

)

 

Vorbelastung: DBL5307 AA11 ( ); AA12 ( ); AA13 ( Materialrichtung: quer

)

Proben-

Brand-

Brand-

Brennrate

Ergebnis

Proben-

Brand-

Brand-

 

Brennrate

 

Ergebnis

 

nummer

länge

zeit

nummer

länge

zeit

   

(mm)

(s)

(mm/min)

i.O.

n.i.O.

(mm)

 

(s)

 

(mm/min)

 

i.O.

n.i.O.

1

         

1

         

2

         

2

         

3

         

3

         

4

         

4

         

5

         

5

         

6

         

6

         

7

         

7

         

8

         

8

         

9

         

9

         

10

         

10

         

Bmax

(mm/min)

     

Bmax

(mm/min)

     

Bstat

(mm/min)

     

Bstat

(mm/min)

     

Mittelwert

(mm/min)

     

Mittelwert

(mm/min)

     

Gesamtergebnis:

Bmax (mm/min):

 

Bstat (mm/min):

 

i.O (

)

n.i.O. (

)

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