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DK 003.344.202.1:003.587 DEUTSCHE NORM August 198 Sebritten Serifenlose Linear-Antiqua Schablonenschrift fiir Gravieren und andere Verfahren ‘Typefaces; lineal Linear-Antiqua, stoncilad lettering for engraving Toilwetse Ersatz and other processes {ir dio im August 1981 zurlickgezogene Norm DIN 14510251 Mage in ram 1 Anwendungsbereich und Zweck Diese Norm gilt fdr Schriften, dle mittels Schablonen auf einen Schrifttrager graviert, ‘geschrieban oder in einem anderen geoigneten Verfahren aufgebracht werden. Zweok dieser Norm ist es, eine einheitliche Beschriftung durch eine zeitlose, gut leser: liche Schritttorm festzulegen. 2 Begritfe Grundbegrife fur Schriften siehe DIN 1481 Toil 1 3 MaBe, Bezeichnung Die Nenngréie ist dle Héhe ht der Grofbuchstaben (siehe Bild 1), Bild 1. Schrittmerkmale Bezaichnung einer Mittelschrift (H) In der SchriftgréBe f= 10: Schrift DIN 1451—H10 Fortsetzung Seite 2 bis 15 ‘Ausschud Schriften (ASchrift) im DIN Deutsches Institut fur Normung €.V. Seite 2 DIN 1451 Te Tabelle 1. Mage Sehitmerimate | Vota] Mate ‘Satitgabe Abe der a aman faglnm iia [2 jas a [sla ls |e) 7fa fio fie ens | 14 te joo ‘Grottuctstaben) Weer maeane | Gun as» {ayaa v4 x9 ase}2s|2s [so | 4a | 8/721 [4B 08 frofta a Uetetingo) i Nenabstant awison | cial o17 | og |o28| 026| 020 098) asa | as7| a7 | oe! 1 | se) 4a] sn) 179) 2| 220| 200) Schitelten?) ‘emabstand zwischen mrsthon 4 dfama|2 | 2a jar far [oe [4a ]s1 0 ea jos jira | w [137 179 jana | ana | 24 ara Joes (Zolenabstand) Nemnebstand 2wlshon e| qni|oae|s jass)rae)s4 [18/216 25/29 |36 | 4a] 5] 57) 71 | 86) 99 /10\114 |49 Wotsm’) Uisoateates) a { cir ie| oar | 02 {029 026] 20 090 |o4s os oar] o7t | oas_ 1 | 124) 1] ti) 170] 2 | 228) 2a 1) In Klammern angegebene SchritgrdBen sind mdglichst zu vermeiden (siehe OIN 1460). Wenn fir besondere Anwonclungstalla Schriftgrd8an Uber = 20mm erforderlich sind, 30 dirfen diese nach Verein: barung durch Moltiptikation der in dee Tabelle genannten Mafie mit dem Faktor 10 gebildet werden. 2) Je nach angewendetem Herstellungsvertahren darf dor Schrittzeichenabstand (a) bel Schriftgré8en < 35mm um ved bis 1d vergroBert werden (siehe auch Abschnitt 6) 4) Bei GroBbuchstaben mit dlakrtischen Zeichen (z.8.A.E) ist der Grundlinienabstand (b) auf (19/7) zu erhohen — Bild 2, 44 Je nach angewendetem Herstellungsvertahren dart der Abstand zwischen Wértern bei Schriftgr8en < 3,5 mm um 4d vergrdSert werden (siehe auch Abschnitt 6) 5) Fur die zeichnerische Wiedergabe der Schriften nach digger Norm mit Schriftachablonen sind Tuscheschrelber ohne Tuschestufe anzawenden*). Die Grenzabwolchung fiir Linienbreiten ab d= 0,29mm (fh = 2mm) dart hierfir + 10% betragen, Falls nichts anderes voreinbart worden ist, golten als Grenzabweichungen die Aligemeintoleranzen DIN 7168 — Fur Mage <0,5mm gilt eine Grenzabweichung von + 0,02mm, Bild 2, Abstand zwischen Grunaiinion (Zeilenabstand) Ober Bezugsquelien gibt Auskuntt: DIN-Bezugsquellen fur normgerechte Erzeugnisse, Postfach 1107, 1000 B DIN 1481 Tell 4 Sotes 4 Schriftformen 4.1 Schrittform G (Engscheitt) Anmerkung: In Abhéngigkelt vom Herstellungeverfabren dilrfen dle Enden der Schrittzeichen auch eckig ausgoflnrt sain (iehe auch Abschnitt 5). Selte 4 DIN 1451 Tell 4 4.2. Schrittform H (Mittelschrift) ‘Anmerkung: In Abhingigkeit vom Herstellungsverfahren diirfon die Enden der Schriftzeichen auch eckig ausgefthrt sein (sishe auch Abschnitt 5). DIN 1451 Tell 4 Seite 5 4.3. Vergleich zwischen Sechriftzeichen mit rund und eckig ausgetiihrten Linienenden. Boim Bosohrften mit Schablonen (bis zur Schrftgralle Em), in jadam Fall aber beim ginkonturigen Gravieren, enden die Linien der Buchstaben werkzeugbedingt immer in einer Rundung, deron Durchmesser der Linienbrelte entspricht. Bei Buch: staben mit geneigten Linien (z.B.bel den GroSbuchstaben A,K.\, W,X u.a) ergibt sich im Vergleich zu der eckigen (doppe konturigen) Derstellung eine leicht reduzierte Buchstabenbreite, die bel der Werkzeugerstellung durch Vernderung der Mittelinio wieder ausgeglichen worden muB, damnit bei baiden AusfUhrungsarten (siehe Bild 3) die gleiche Buchstabenbreite cingehaiten wird und dad die zur AusfUhrung mit runden Enden gehorende Mittellinie nicht mehr mittig zu der gestrichelten Darstellung des eckig ausgefihrten Buchstabons liegt. Bild 3, Lage der Mittellinie (Sele) 5 MaBe der Schriftformen Die (schwarzgedruckte) Mitellinie im Bild 3 (auch Aquidistante oder Seele genennt) bildet die Fahrspur sowohl fir numerisch ‘gestouarte Zeichenmaschinen als auch tur Graviermaschinen bei der Erzeugung von Schriften oder Schriftwerkzeugen mit runden Lintenenden, deren vollstandiges Bild den Rasterdarsteliungen in den Abschnitten 4.1 und 4.2 entnommen werden kann Die (blaugedruckte) Doppelkontur stellt die eckige Schriftausfuhrung dar, deren BamaBung durch die Linlenbreiten-Fest- Iegung {d = 14h) im Regelfall von der Mittellinie abgeleitet werden kann, die bei Abweichungen jedoch, oder zur schnelleren Einsicht in bezug auf die Buchstaben-Gesamtbreite, durch zusitzliche Mate ausgewiesen wird Im Gegensatz zur (schwarzgedruckten) Mittelline ist dia doppelkonturige Darstellung nicht mit der Fahrspur identisch, 80n- dern ais solche die Definition des Endproduktes. Die Fahrspuc mu6 mit Rucksicht aufden gewainiten Durchmesserder Schnitt: ‘oder Schrelbwerkzeuge zusaitzlich ermittelt und berticksichtigt werden ‘Anmmerkung: Fur dle Darstellung wurden vorhandene (éltere) Bilder angewendet,die daher noch nichtinallen Einzelheiten den ‘neuasten Regeln entsprechen. Selte 6 DIN 1451 Tell 4 fim eles iG a a ) seo-l bse0 ‘a et Ted (4-41) p-voyesquaun ur ueqebuy) ‘9 WHORIUUDS AN eSSMNIEWIOA I'S DIN 1451Teil 4 Selte7 — Tl UTES i ped . Cc} P(t ie pt] (ce See tac) Fo [590 |} 4 rot be rea Woe JG Gs “Sa 5 = a ras A a i [re] J a3 wos Sieh at f i eh + | = 1 ‘A \ 6 a \V; /\ © a1 43 . ] AY oo io \ ; i cis a ] z Ly aS | 3 t L =m cy i a a we EBS i‘ i ) i Aa DIN 1461 Toll 4 Seite 9 a C48 Ly Be ty & L4\ Y 4. 45: Wh es Y Wy 4 > i ta Sa = al al | asd + — Pd 2 ie Qs i bi 24 4 aA vt 0 Lit t it s i oo & f Ug ) 4 J 1 1 9 el x t d | | 8; Ll | ae s a rs MD orm stg | Seite 10 DIN 1481 Teil 4 5.3. Verhaltnisse fiir diakritische Zeichen 5.3.1. Schilftform G (Ergiinzung zu Abschnitt 6.1) DIN 1451 Tell 4 Seite 11 2. Sehalttform H (Erodinzur ~ ng 24 Abschnitt 8.2) 7 —— hy 35 iS __ ae = (AQ) 7 2 @s =e Wg ST = Sl Ar ed =| Oi ps AaGGEe WG SS ee ~~, at n m2. ! - ay f= @! N rn Seite 12 DIN 1451 Teil 4 6 Platzbedart Der Platzbedar! (Ur den Entwurf von Beschriftungen (2.8. Gravuron) und Zeichnungen (Druckvoriagen) kann entwedsr als Uberschiagerochnung (siehe Abschnitt 6) oder durch Berechnung mit Hilfe von Einzolheiten (siehe Abschnitt 6.2) armittelt werden, Der Abstand zwischen Sehriftzeichen (a) und zwischen Wértern (e) ist degebenentells anand von Ausfhrungs- tnustern in bezug auf ein ausgeglichones Gosamt-Schrttoild zu prifen,z.B.darf der Abstand zwischen Schritzeichen (a) bet ‘inigen Kombinationen (z-B.LT, AW) um 1d gegeniiber den Angaben in Tabelle 1 verringert werden, 6.1 Uberschiagsrechnung 6.1.1 Zellenlénge Die Zellenlinge wird mit der Formé Ta foneh berechnet Hierin bedeuten: 1 = Wort: oder Zeitentéinge in mm J = Zollentaktor (siehe Tabelle 2) ‘n= Anzahl der Schvittzeichan t= Schriftgr’Go in mm Wortabstande werden als Buchstaben gezuhit Tabelle 2. Zellenfaktor ‘Schvittform Zellentaktor | 0.65 or Belepiel: Schrift DIN 1451~H6 jade in Germany it Bild 4. Beispie! Berechnung fomh = 0715-6 = 63mm 6.1.2 Beschriftungsteld Die GriGe eines Beschrittungsteldes wird mit den folgenden Formeln berechnet: Felditnge L=1+r inmm Feldorate R=h+Eb+kturr inmm Hierin bedeuten: Lund it sieho Abschnitt 6.1.1 1b = Nennabstand zwischen den Grundiinien (Ze y= Randabstand (r= i) in mm k= (14) h Zusehiag fir Oberlangen bel Grosbuchstaben mit diakritischen Zoichen (z.B. A, €) 4) i Zuschlag flr Unteriéingen bel Kleinbuchstaben (2.8. g, y) oder diakritischen Zeichen (zB. ¢) in der letzten Zoile. Beispiel: Schait ON 1451 — He [Made in Germany __ Art, 1451 | id L Bild 5. Beispiet Berechnung: L=!+r=63+6=69mm BohtEbek+utr=6 +103 +0+0+0=229mm ') Siehe Tabelle 1 (FuBnote %)) DIN +461 Tell 4 Seite 13 6.2 Berechnung mit Einzelwerten 6.2.1 Zellontinge Die Zellenlange wird mit der Forme! Z=2leZ~e inmm berechnet. Hiorin bedeuten: 1 = Wortlange € = Abstand zwischen Wértern (siehe Tabelle 1) Die Wortlinge wird mit der Formel lah Gs) +a (r= 1) inmm berachnet Hiorin bedeuten: si= Faktor fir Sehrttzeichenbreiten (5; = si!) = Anzahl der Schriftzeichen und a (siehe Tabelle 1) 5 = Schriftzeichenbreiten (sy) in mm Tabelle 3. Faktoren fr Schrittzelchenbroiten, s, Sennittorm x alb|leldleltig/inh jlki]tim 6 043 029 | 043 043 | 014 | 021 | 049 | 021 | ov a ac Ger [se [oar | on? [ase | oar | om | a | ogo | aa | oao | amo niolp{/q{ris)it}juliviw|xify|z 6 020 | 048 048 H oso | 0.87 | 0.36 | 057 - 0.87 A E FG Lf ef os | 04a (049 | 0,64 H ge | o71 | o78 o7t___| 070 | 071 | 044 | 080 | a71 | os7 | 086 nilojeplairisitilulv{[w]/xfiyiz 6 04s 060 043 060 | 086 | 050 | 060 | 043 4 o71 | 079 | a7 | 099 | 071 | 071 | 064 | o71 | ovr | 138 ort 1,/2/3/ 4) slej;7{/alalo/salal% é 029 04a 0.50 | 4.14 4 043 087 ost | or | 134 ti cl! :[+[-le= x |? ¢ 021 | 024 | 014 | 014 | 010 043 oa | 040 | 029 | 021 | 029 014 014 | 010 oas | ons | oma | 087 | ele|/o ai cgleléelel/alale @ o71 | o71 | 07 048 [ow 100 | 1,00 | 087 0.80 “087 oat [osr [os | | Ale @ GiElE,;E N/AJO)U @ o71 | o71 | 087 | o87 04s 14 | saa | 070 | 060 | 076 on as | ova | ort Solte 14 DIN 1451 Toil 4 Beispiol: Schrift DIN 1451—H6 Bild 6, Boispo! serectnung Made [mh Gs) +a (n—0 inmm 12086 + 0604 + 087 +057) + 098(4—0 1= 1664 4 2358 1a 142mm in lenis) +4 @—) nm 1=6 (020 +057) +086 @—0 12426 + 085 1= 512mm Iehasysa@—) iam Germany (2 eo7 casr+ os 10084 +057 +057 + 09807— 0 r= 2704 + 516 1=930mm Made in Germany 77710,0075 Zn 1042 +5124 93 +49443 Z = 66,54 +86 Z= 65.14mm 6.2.2 Beschriftungsteld Die Grése eines Boschriftungsteldes wird mit den folgenden Formein berechnet Foldiinge L=Z+r inmm Feldbreite B=h+2b+k+u+rin mm Hiorin bedeuten: hr siohe Abschnitt 6.1.2 Z = Zellenkinge (siehe Abschnitt 62.1) 7 = Randabstand (r= fi) Je = (4) h Zuschiag flr Oberlingen bei Grosbuchstaben mit diakritisonen Zeichen (2.8. A, €) a= G4) k Zuschlag flr Unterléngen bel Klsinbuchstaben (z.B. q, y) oder diakritschen Zochen (2B. ©) in der letzten Zell, Balspiel: Schrift DIN 1451 — HG SSS BE | KtBorG__| fy | Maschinenfabri i | Ruf W512 | tO ao He Bild 7, Beispiet Berechnung: L=Z +r inmm = 6 (0,86 + 0,64 + 057 +05 + 0.57 +0:14 + 0.57 + 0.57 + 0.57 +0,98 + 0,64 + 0,57 +05 +016 +087) +6 = 48,62mm Bohs Ub+k+u+r=642-103 +086 +6 = 93,46mm DIN 1451Tell 4 Scite 15 Zitierte Normen DIN 1450 ‘Sonriften, Lesoriichkelt DIN 1451 Teil 1 Schriften, Seriteniose Linear-Antiqua, Allgemeines DIN 7468 Teil 1 Aligemeintoleranzen, Lingen- und Winkelmage Weltere Normen DIN 625Teil 1 Schildermae; Quadratische und rechteckige Schilder DIN 1451 Teil 2. Schriften; Serifeniose Linear-Antiqua, Verkohrsschrift DIN 1451 Tell Schuiften; Serifentose Linear-Antiqua, Druckschriften fur Beschrftungen Friinere Ausgaben DIN 1451: 04.92, 12.38, 02.40, 02.61 Anderungen Gegentiber der im August 1961 zurdckgezogenen Norm DIN 1451/02.51 wurden folgende Anderungen vorgenommen: Norm volistindig Uberarbeitet und autgotoilt in Toil 1 bis Toll 4 Erléuterungen Die Entwicklung auf dem Gebiet der Herstellung und Anwendung von Schriften machte die Uberarbeitung von DIN 1461, Aus- ‘gabe Februar 1961, erforderlich Die durch mehr als 6 Jahrzehnte gewachsene (auch internationale) Becieutung von DIN 1451 in den verschiedensten Anwen- dungsbersichen machte bel der Bearbeitung des vorliegenden Tellas eine seh enge Anlehnung an das bewaihrte ursprling- liche Schriftbild erfordertich. Damit standen Fragen des Zeitgeschmacks nicht 2ur Diskussion, Unter Beriicksichtigung einer ‘guten Leserlichkelt war aber auch eine Uberpriitung der Ma8e der einzeinen Schritzeichen notwendig, Schrittform G (Engschritt) wurde ausnahmsios in dem urspriinglichen Sohrftbild Gbernommen, jedoch in bozug auf das Schriftzeichenangebot entsprechend den Anforderungen ines grenzUberschreitenden Informationstusses erweitert eben dieser Erweiterung wurden bei Schriftform H (Mittelschritt) zugunsten eines ausgeglicheneren Schrittbikies folgonde Modifikationen einzelner Schriftzeichen vorgenommen (die Angaben bezichen sich aut die 2.8. in Bild 2 und Abschnitt 4 gowdihite Rastortellung von 4d) Sohriftzeishen Moditikation gegendber DIN 1451/02.51 1,0,6,0 ‘ved broiter Vad vertingortar Quorstrich “ad verkirzte obere Breite “ved verkurzte obere Breite vad breiter ‘ad braiter ono Hieraus folat, da im Prinzip vorhandene Werkzouge weiter angewendet werden kénnen, Es wird jedoch empfohien, bei Ersat ‘von Werkzeugsitzen oder Teiien devon die oben beschriebenen Modifikationen zu beachten,um den Anforderungen an ein einheittiches Schriftbild, unabhangig vor Hersteller und Hersteliverfahren (2.8, Gravur, Fotoatzung, Lichtsatz, Offset- und Siebdruck, Erodieren, Schneiden, Stanzan, Spritzen) zu entsprechen, Fur die Herstellung von Schriftzeichen nach dieser Norm in Form von Sehrifttrigern besteht kein Urheberrecht (siehe hier2u ‘auch DIN 1451 Tel! 3) Internationale Patentklassifikation 8420 16/00