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Geschlechtspezifisches Bildungswesen im Kaiserreich:

Diskriminierung und Reformen

Zwar besonders wird der Vortrag sich um die Frauenbildung in dieser


Ära behandeln und auf die folgende zwei Fragen antworten.

1. Inwiefern Geschlechtliche Ungleichheiten sich in dem Bereich von


Bildung und Ausbildung während des Deutschen Reichs reflektieren?

2. Wie wurde das diskriminierende Bildungssystem reformiert?

Einleitung:

Die Ära des Deutschen Reiches (1871-1914) war eine Zeit der
Modernisierung und der raschen Veränderung in Deutschland, in der es
rasche wirtschaftliche, soziale, wissenschaftliche und technologische
Erfolge erzielte.

Das Wachstum des Volkseinkommens und die Verbesserung der


Lebensbedingungen aufgrund von Faktoren wie Industrialisierung und
politische Stabilität bildeten eine solide Grundlage auch für die
Bildungsentwicklung in Deutschland. Außergewöhnliche Leistungen der
deutschen Universitäten besonders auf dem Gebiet von Wissenschaft und
Technik bezeugten für den Fortschritt bei der Bildungssystem.

Dieser Bildungsfortschritt war jedoch nicht uniform. Wie andere


Gesellschaften auf dem Weg der Umwandlung von einer feudalen zu einer
modernen Gesellschaft wies die damalige deutsche Gesellschaft
Ungleichheiten in allen Bereichen des Lebens einschließlich der
Bildung auf. Die Gesellschaftsschichten, das Einkommen der Familien und
das Geschlecht waren die bestimmenden Faktoren bei den Bildungs- und
Berufsmöglichkeiten.

Die Geschlechterordnung Deutschlands im 20. Jahrhundert, die nicht auf


die Unterscheidung sondern auf die Hierarchie zwischen den
Geschlechtern basiert war, war auch merkbar im Bildungswesen dieser
Ära.

Die Erziehung funktionierte in Übereinstimmung mit verschiedenen


Rollen, die den Männern und Frauen der Gesellschaft zugewiesen
wurden.

Primarschulen:

Nach der deutschen Unifikation implementierte Bismark das preußische


Bildungssystem im gesamten Reich. Darunter wurde Primarausbildung
allen Bürgern kostenlos zur Verfügung gestellt und die Anwesenheit der
Schuler obligatorisch gemacht. In katholischen Bezirken wurden die
Primarschulen häufig von Kirchen geleitet und überwacht. Man besuchte
die Schule mit 6 Jahren und setzte 6 oder 8 Jahre weiter in den
Primärschulen. Aus Kosten- und Platzgründen mussten die Schulen
Jungen und Mädchen zusammen Anweisungen erteilen.

Sekundär Schulen:

Die Diskriminierung von Frauen auf dem Gebiet von Bildung steigerte
intensiv am diesen Schritt.

Je nach Leistungsfähigkeit, wirtschaftlichem Zustand und anderen


Faktoren konnte das männliche Kind nach der Primärschule eine aus
Gymnasien, Realgymnasien oder Oberrealschulen wählen.

Da das Gymnasium und andere Sekundarschulen keine Mädchen


zuließen, begannen viele Städte, die höhere Mädchenschule zu errichten,
um ihnen die weiterführende Ausbildung zu ermöglichen. Sie wurden
größtenteils von privaten Einrichtungen geführt und nur Mädchen aus
Familien mit höherem Einkommen konnten diese Schulen besuchen. Die
Tatsache, dass es nur wenige öffentliche Sekundarschulen für Mädchen
gab(nur 201 öffentliche Mädchenschule bis 1891) und in diesen Schulen
weder einheitliche Lehrpläne noch einheitliche Lehrbücher vorhanden
waren, zeigt die lockere Haltung der Regierung gegenüber der
Mädchenbildung. Der allgemeinste Lehrplan zeigt jedoch, dass an den
höheren Mädchenschulen Fächer wie Deutsch, Französisch, Englisch,
Konversation, Musik, Zeichnen, Handarbeit, Hauswesen, und Ernährung
gelehrt wurden.

Anders als im Gymnasium für Jungen wurde an diesen Schulen keine


klassischen Sprachen wie Griechisch und Latein unterrichtet, die als ein
besonders Zeichen von Kultur betrachtet wurden. Zudem standen
technische, berufliche und kaufmännische Kurse, eine Besonderheit der
Realgymnasien und der Oberrealschulen, außer Frage bei den Lehrplänen
in den höheren Mädchenschulen. Der Mangel an diesen Kursen entzog
den Frauen die Job- und Geschäftsmöglichkeiten. Im Gegensatz zu den
anderen Schulen für die Jungen stellten die höheren Sekundarschulen
den Mädchen keinen formalen Bildungsabschluss zur Verfügung. Dies
ferner verweigerte den Mädchen die Chance sich an Universitäten
einzuschreiben.

Das verdrehte Geschlechterverhältnis war auch explizit im Posten der


Lehrer an diesen Schulen. Die öffentlichen Mädchenschulen wurden
überwiegend von Lehrern geführt. Beispielhaft waren 92 % der
Schuldirektoren männlich.
Universitäten:

Da die Mädchenschulen kein Abitur anboten, war Immatrikulation an


den. Universitäten für Frauen ausgeschlossen. Infolgedessen durften sie
nicht Staatsexamina schreiben, die sie für die Ausübung akademischer
Berufe unfähig machte. Frauen konnten daher nicht in akademische
Karrieren wie Ärztinnen, Rechtsanwälte, Richter, Lehrerinnen bei
Gymnasien, Professoren, höhere Staatsbeamten, Pastoren usw. eintreten.
Es konnte nur nach 20er Jahren im 20. Jahrhundert realisiert werden.

Das ungleiche Bildungssystem sollte die bestehende


Gesellschaftsordnung gewährleisten. Es ist offenkundig, dass Mädchen
auf ihre zukünftige Rolle als Hausfrauen und Mütter vorbereitet, während
Jungen entsprechend ihrer zukünftigen Rolle als Versorger der Familie
erzogen wurden.

Dieses verschlossene Bildungssytem begann erst nach 1880er Jahren zu


welken, indem die immer mehr stärker werdende Frauenbewegung ihr
Druck auf Parlamente und Regierungen ausübte. Das wird jetzt unten
diskutiert.

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