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SONDERHEFT

FINALE

2007-2009

SONDERHEFT FINALE 2007-2009 Die große Bilanz von Rotation Riesa Finale 2008/09 - 1 Finale 2008/09 -

Die große Bilanz von Rotation Riesa

Finale 2008/09 - 1

FINALE 08/09
FINALE 08/09

EDITORIALEDITORIAL

FINALE 08/09 EDITORIALEDITORIAL Liebe Leser, Es ist Schluss! Mit dem Ab- schlussball Ende Juni endet eine

Liebe Leser,

Es ist Schluss! Mit dem Ab- schlussball Ende Juni endet eine 17-monatige Erfolgsgeschichte. Im tristen Nichts der Stahlstadt entstand eine Fußballmann- schaft, die für zumindest einen Teil der Spieler weit mehr war als nur eine wöchentliche Kickgemeinschaft. Rotation war der einende Faktor in einem aus ganz Deutschland zusam- mengesetzten Studiengang. Die Identifikation die mit Riesa nur gelang, vollzog Rotation schon mit dem ersten Spiel gegen Stahl Riesa.

Wäre alles anders gekommen, wenn die Auftaktpartie verloren gegangen wäre? Fakt bleibt, dass in 17 Monaten viel gesche- hen ist, so dass die Erstellung eines eigenen Sonderhefts „Finale“ für den Abschluss von zwei Jahren Riesa für das Blog- Team unausweichlich schien. Wir blicken noch einmal zurück auf die schönsten Erfolgsge- schichten, die bittersten Tragö- dien und auf die Geschichten hinter den Spielern, die Ro- tation zu etwas besonderem machten.

Den zweiten Geburtstag von Rotation im November diesen

Jahres wird man dann schon wieder in Ost und West getrennt feiern, weitere Spielansetzun- gen scheinen ob des quer durch Deutschland verteilten Kaders eher utopisch. Was bleibt aus anderthalb Jahren Rotation? Sicherlich die Highlights mit Berlin 2008 und dem Auftakt- sieg gegen Stahl, aber auch bittere Niederlagen wie gegen den SC Riesa oder beim EFM 2009. Entscheidend ist: Selbst wenn sportlich so manches Ziel verfehlt wurde, rein menschlich passte es im Team, was in einer Fußballmannschaft freilich nicht immer selbstverständlich ist.

Das Blog-Team erzählt die Geschichte von Rotation mit diesem eigenen Sonderheft noch einmal von vorne. Lest die Spielberichte aus Berlin, erlebt die Entwicklung des „Mythos Robseidler“ und freut euch be- sonders auf das große Doppel- Interview mit Ex-Coach Double und seinem Nachfolger Jaro- slaw Magitsch auf den Seiten fünf und sechs. Das alles wird für Außenstehende dennoch nicht ausreichen, die Bedeutung von Rotation für das Studium in Riesa greifbar zu machen, es gibt aber zumindest einen Einblick in das Innenleben der selbsternannten „studentischen Alternative“.

Leider war die Resonanz auf die Fragebögen wie so oft vernich- tend gering, weshalb nur ein geringer Teil des Teams sich im Sonderheft wiederfindet. Aber auch die Faulheit, wenigstens ein kleines bisschen Initiative für die Mannschaft zu zeigen, gehörte zu Rotation und doku- mentiert damit deutlich mehr über manches „Teammitglied“ als es ein Fragebogen getan hätte.

Viel Spaß beim Lesen wünscht:

Das Blog-Team

November 2007: Rotation Riesa - Stahl Riesa 9:3

November 2007: Rotation Riesa - Stahl Riesa 9:3 März 2009: Rotation Riesa - Stahl Riesa 6:9

März 2009: Rotation Riesa - Stahl Riesa 6:9

Stahl Riesa 9:3 März 2009: Rotation Riesa - Stahl Riesa 6:9 FINALE 08/09 MANNSCHAFTSBILDER Mai 2008:

FINALE 08/09

MANNSCHAFTSBILDER

Mai 2008: 4. beim EuropeanFootballMasters

MANNSCHAFTSBILDER Mai 2008: 4. beim EuropeanFootballMasters März 2009: Rotation Riesa - SC Riesa 3:15 Abschiedsspiel

März 2009: Rotation Riesa - SC Riesa 3:15

März 2009: Rotation Riesa - SC Riesa 3:15 Abschiedsspiel Juni 2009: Rotation Riesa - MDR-Allstars

Abschiedsspiel Juni 2009: Rotation Riesa - MDR-Allstars 22:13

November 2007 Mai 2008
November 2007
Mai 2008

INHALT

FINALE 08/09
FINALE 08/09

INHALT

Double und Magitsch im Doppelinterview, Mythos Rob- seidler, dazu Zahlen, Fakten und Hintergründe, FINALE - die Rundumversorgung zu zwei Jahren Rotation Riesa

Editorial Rotation Impressionen

Seite 2

Bilder aus zwei Jahren

Seite 6

„For the First Time ever“

Double und Magitsch im Interview

Seite 8

Seine Brillianz ist seine Konstanz

Kapitän Ben im Porträt

Seite 14

Wenns ernst wird: Grube

Die Torgauer Torwartversicherung

Seite 16

Der Kaiser und sein Kapitän

Fobi und Ben: Rotations Rückrat

Seite 18

Die Last der Zehn-Gebote

Kein Neuer 10er nach Magitsch

Seite 22

Abteilung Attacke ohne Torjäger

Rotation kam auch ohne Bomber aus

Seite 26

Krautheimer: Unauffällig effizient

Die Arbeit des Sportdirektors

Seite 29

Der Double-Fall

Eine sakrastisch und Ironische Analyse

Seite 30

„Mein Bolzplatz ist jetzt ein Autohaus“

Steckbriefe aller Spieler

Seite 33

Colditzer Kultfigur

Wie der Muldensohn berühmt wurde

Seite 37

War Double wirklich so beschämend?

Die große Statistik

Seite 39

FINALE 08/09 IMPRESSIONEN Finale 2008/09 - 6
FINALE 08/09
FINALE 08/09

IMPRESSIONEN

FINALE 08/09 IMPRESSIONEN Finale 2008/09 - 6
FINALE 08/09 IMPRESSIONEN Finale 2008/09 - 6
FINALE 08/09 IMPRESSIONEN Finale 2008/09 - 6
Finale 2008/09 - 7
FINALE 08/09
FINALE 08/09

INTERVIEW

For the first time ever: Trainer Magitsch und sein umstrittener Vorgänger Double

„Awe? Das war der

Blog-Team: Herr Magitsch, ha- ben sie Respekt vor Double?

Magitsch: Unwahrscheinlich! Blog-Team: Warum? Magitsch: Naja, die Erfolge sprechen ja für ihn. Ich kann mich ja hier nicht weit aus dem Fenster lehnen mit dem Ausscheiden in

der Vorrunde in Berlin. Wenn ich eine Mannschaft kriege, die dort letztes Jahr Vierter wurde. Ne, er hat seinen Job schon gut gemacht. Er war als Trainer vor allem besser gekleidet als ich. Blog-Team: Haben sie taktische Um- stellungen vorgenommen, nachdem sie die Mannschaft übernommen haben? Magitsch: Zu taktischen Um- stellungen würde ja auch taktische Schulung gehören und daher habe ich mich lieber dazu entschlossen, alles beim Alten zu belassen. Bis auf das erste Spiel bei dem ich ja leider nicht anwesend war, wo dann mein ge- schätzter Teammanager Friedel „Halli- Galli“ gespielt hat. (Double schüttelt den Kopf) Ansonsten blieb natürlich alles beim Alten. Blog-Team: Herr Double, sie haben ja gerade mit dem Kopf geschüttelt als Herr Magitsch sagte, dass es gegen den SC Riesa zu viele taktische Spielerei- en gab. Was hätten sie an seiner Stelle gemacht? Double: Ich war mit dem Konzept in sofern zufrieden. Ich habe Ma- gitsch ja sogar einige Aufzeich- nungen weitergegeben, die er mit dem Kapitän besprechen sollte. Die fand ich ganz ordentlich und die entsprachen auch so meinem Lieblingssystem 3-5-2. Blog-Team: Herr Magitsch, Sie wurden vom Spieler zum Trainer, während Double den Weg vom Trai- ner zum Spieler bestritt. Welcher Weg ist denn aus ihrer Sicht schwieriger?

im großen Doppelinterview

schlimmste Trip“

Magitsch: Das kommt auf die Vorzei- chen an. Der Wechsel vom Spieler zum Trainer ist auf jeden Fall schwieriger, wenn man gar nicht erst vor die Wahl gestellt wird. Also wenn man gezwun- gen ist, Trainer zu sein. Double: Vom Trainer zum Spieler hat natürlich den Nachteil, dass man vorher nicht gegen irgendwelche Spieler wettern konnte, was Fähigkei- ten angeht und selbst noch einmal auf den Boden der Tatsachen geholt wird. Es entstand wieder ein Kampf um Po- sitionen.

Double:

„Mit Euphorie

muss man cool

umgehen“

Blog-Team: Hier in Riesa gab es ja die besondere Situation einer kleinen Uni und damit verbunden eines sehr klei- nen Umfelds. Fans sind hier traditio- nell sehr nah dran. Ist das eine beson- dere Drucksituation, wenn man weiß, dass man den Fans der Mannschaft täglich ausgeliefert ist? Magitsch: Das mit den Fans von Ro- tation ist so eine Sache, wenn ich da an das erste Spiel denke, gegen Stahl - Da war Fanpotential durchaus vorhan- den und dann ging es eigentlich stetig zurück. Wenn wir uns im ersten Spiel hätten abschlachten lassen, dann könn- te ich da ja mitgehen, aber wir haben Stahl ja damals zersägt und da habe ich eigentlich gedacht, dass da noch mehr kommt. Ich hätte mir auch mal

gewünscht, dass man einfach mal beim Training vorbei guckt, aber es kam nie- mand.

Blog-Team: Wobei das sicherlich kei- ne sportlichen Gründe waren, sondern eher zwischenmenschliche Probleme Magitsch: Ja, aber das ist trotzdem schade. Ge- rade in so einer kleinen Ein- richtung,

FINALE 08/09
FINALE 08/09

INTERVIEW

da habe ich gedacht, dass der ein oder andere wirklich mal den Weg zu uns findet, aber es sollte nicht sein. So- gar beim BA-Turnier waren ja maxi- mal zwei Hände voll, wenn es hoch- kommt

Stunden lang. Blog-Team: Aber sie konnten ja im- mer gut schwimmen?

Double: Ja, das ist richtig. (grinst) Blog-Team: Ebenfalls ein guter Schwimmer ist bekanntlich Ben- ne G., der ihnen beiden

PpS: Punkte pro Spiel

12.3.09

SC Riesa

4:15

27.3.

FC Santos

4:4

14.5.

BA Grün

0:0

22.5

Wroclaw

0:1

22.5.

Poznan

1:3

22.6.

 

Journalisten-

22:13

Allstar-Team

14 Pkt.

4

Siege, 2 Remis,

43:39

PpS: 1,4

4

Niederlagen

Tore

ja noch gut bekannt sein dürfte. Sie haben ein- mal ge- s a g t ,

Blog-Team: Die Entwicklung war lei-

der so, das ist richtig. Haben sie denn gehofft, dass mit dem Trainerwechsel nach dem Stahl-Spiel noch einmal so etwas wie eine Aufbruchsstimmung er- zielt wird? Double: Auch ich hätte mir da sicherlich mehr erhofft, aber mit der Euphorie muss man natürlich cool umgehen. Einmal schwimmst du auf der Welle und einmal hast du Ebbe,

6

dass er ihr Lieblingsstürmer sei, Dou- ble. Hat denn die immense Trainings- faulheit des Torjägers dem Team ge- schadet? Magitsch: Auf jeden Fall. Ich würde sogar sagen, wenn Benne die- ses Jahr mit nach Ber- lin gefah- r e n

wäre, dann hätten wir gegen beide pol- nischen Teams mehr Tore erzielt. Zwar kann Benne überhaupt keinen Fußball spielen, er kann ja nicht mal schießen, aber treffen kann er - und wie.

Magitsch:

„Der Zustand der Mannschaft war

desolat“

Blog-Team: Wie sehen sie das, Herr Double? Double: Er war natürlich schon immer einer meiner Favoriten im Team, aber bei den BA-Spielen hat er schon ent- täuscht, das ist richtig. Dennoch war es entgegen der Pressebehauptungen nicht so, dass er beim Stahl-Spiel so enttäuschte - Das habe ich nicht so ge- sehen. Ich habe ihn da eine Zeit lang beobachtet und er hat viele Räume er- öffnet und war immer in Bewegung. Er hatte eben Pech beim Abschluss. Blog-Team: Hat sie denn die Leiden-

schaft für Benne auch bewogen, seinen Cousin zu ver- pflichten? Double: Wir haben da ein- fach unseren externen Be- ratern blind vertraut und das war ein Fehler, ganz klar. Blog-Team:

Auch bei Ihnen kam Dome nicht zum Einsatz - Was waren die Gründe? Magitsch: Ich habe ihn ja nicht einmal beim Trai- ning gesehen und die Spiele, bei de- nen er teilnahm, da war ich nicht da. Ich h a b e

PpS: Punkte pro Spiel

6.11.07

Stahl Riesa

9:3

26.4.08

Black Devils

3:0

26.4.

Bäckerei Brade

0:2

30.5.

DEKRA

1:0

31.5.

Steglitz

2:0

31.5.

Birkbeck

1:0

31.5.

Wroclaw

0:2

4.3.09

Stahl Riesa

6:9

19 Pkt

6

Siege, 2 Remis,

25:20

PpS: 1,5

4

Niederlagen

Tore

FINALE 08/09
FINALE 08/09

INTERVIEW

diesen Menschen noch nie mit einem Ball am Fuß gesehen, was soll ich also dazu sagen? Blog-Team: Nach der Entlassung Dou- bles kam es auf einer Party nach dem Spiel gegen Stahl zu einem handfesten Eklat. Sie Double, sollen betrunken ei- nige ihrer Ex-Spieler bepöbelt haben und nachdem man sie zum gehen auf- forderte, sollen sie ihrem Nachfolger Magitsch ins Gesicht gelangt haben. Zudem sollen sie ihren Auflösungsver- trag zerrissen haben. Double (genervt): Dazu soll ich mich jetzt äußern? Na gut, ich habe an die- sem Abend wohl wirklich etwas zu sehr dem Alkohol zugesprochen. Ich kann mich aber noch ganz genau daran erinnern, dass ich den Vertrag gelesen und nicht zerrissen h a b e . Ich

bin dann freiwillig gegangen als mir

seitens einiger Spieler körperliche Ge- walt angedroht wurde. Blog-Team: Aber sie haben Magitsch ins Gesicht gegriffen? Double: Ich habe Jaroslaw Magitsch niemals ins Gesicht gegriffen! Blog-Team: Wie bewerten sie denn die Situation, Herr Magitsch? Magitsch: Das ist eben jugendlicher Leichtsinn - Da muss man eben

Double (unterbricht):

hatten wir doch schon. Magitsch: Ja, auch im Suff. Ich sag ja:

jugendlicher Leichtsinn. Blog-Team: Herr Magitsch, was wün- schen sie sich denn in den letzten Ta- gen ihrer Amtszeit? Maitsch: Ich hätte mir schon die ganze Zeit einen „Tag der offenen Rotation“ gewünscht, idealer- weise vielleicht vor Berlin. A u c h wenn

Also bitte, das

natürlich die Frage ist - Wer sollte da kommen. Wenns hochkommt viel- leicht die Mannschaft. Man könnte

sicherlich Freibier anbieten, aber dann kommt Teammanager Friedel und es bleibt für die Anderen nichts übrig. Blog-Team: Sehe ich das richtig, sie konstatieren Friedel ein Alkoholprob- lem? Magitsch: Aber hundertprozentig. Der ist ein alter Stoffi! Blog-Team: Wie ist das denn, kön- nen sie beide abends bei ei- nem Bier zusammensitzen, oder ist das wegen der Geschehnisse in der Vergangenheit ausge- schlossen? Magitsch: Na klar können wir das, das gab es ja danach auch. Auf seinem Geburtstag war ich der Letzte, der gegangen ist. Wir saßen sogar schon zusammen im Pub und haben einen Whiskey getrun- ken als Double den Abend

an

der B a r

einmal kurz darauf zu sprechen, um das ein für alle mal abzu- schließen: Die obszönen Bilder von damals ent- standen nicht auf Zuruf sondern aus freien Stü- cken? Double: Ich kann mich an diesen Abend über- haupt nicht erinnern. Ich weiß noch, wie ich da- mals in diesen Club ging, aber ich weiß nicht mehr, wie ich überhaupt nach Hause gekommen bin. Da muss man mir sowas wie K.O.

Tropfen

Ich

hatte eigentlich nur

ver-

meine 2-3 Abendbier getrunken und ich kann mich an nichts erinnern. Ich muss da wirklich sehr schlimm drauf gewesen sein. Das war der schlimmste

brachte. D o u b l e :

Trip meines Lebens. Ich bin froh, dass ich davon wieder runtergekommen bin.

Das ist rich- tig, ich saß da- mals dort und habe einfach nachgedacht. Nach meinem Rücktritt hat mich vor allem die Art und Weise in der in den Medien mit der Situ- ation umgegangen wurde sehr gestört. Blog-Team: Das sie kein Freund der Medien sind, sollte ihnen doch aber spätestens seit dem „Awe-Blog“ deut- lich gewesen sein? Viel- leicht kom- men wir d o c h noch

Magitsch:

„Friedel

ist ein

alter Stoffi“

Blog-Team: Abschlussfrage für sie beide. Wie sieht ihre Zukunft aus. Herr Magitsch, ihr Vertrag endet am 30.6. Sie können beide wieder einen Verein übernehmen, was bringt die nächste Zeit mit sich? Magitsch: Die nächste Zeit bringt erstmal eine weitere Reha-Phase mit sich, damit ich das Traineramt wieder mit dem Spielerdasein tauschen kann Blog-Team: Bei welchem Verein kön- nen wir sie dann erleben? Magitsch: Naja, erstmal beim Al- ten wie bisher, also beim FSV Kem- nitz. Denn wenn mich einer wieder fit macht, dann mein alter Trainer. Blog-Team: Also ist ein Comeback

für Rotation bei der Akademiephase im November denkbar? Magitsch: Das ist durchaus denkbar, ja. Blog-Team: Herr Double, wie ist das bei Ihnen? Sie haben erst einmal auch den Abschlussball vor der Brust, da- nach haben sie wohl noch einige Nach- holtermine, die anstehen dürften. Double: Der Abschlussball ist Ende meiner Zeit hier in Riesa. In der Über- brückungszeit werde ich mich ausru- hen und entspannen, bevor es dann im November nach Mittweida geht. Blog-Team: Da sehen sie sich wie- der Double: Das ist richtig, wir haben überlegt, ob wir sogar zusammenzie- hen. Magitsch: Mit wem hast Du das denn abgesprochen? Double (lacht): Nein, im Ernst. Frend- schaft mit Magitsch ist sicher lich okay, aber mehr auch nicht. Wir sind einfach viel zu unterschiedlich. Ich werde zu hause bei meinem Heimat- verein Post SV Gera wieder einsteigen und außerdem im Raum Leipzig anzu- treffen sein.

Blog-Team: Herzlichen Dank an sie und für beide und alles Gute für die Zukunft!

Dank an sie und für beide und alles Gute für die Zukunft! DAS WURDE GESAGT "Ich

DAS

WURDE

GESAGT

"Ich wünsche 96 von ganzem Herzen den Abstieg“

Fobi

FINALE 08/09
FINALE 08/09

TOPSPIELER

Rotations notenbester Spieler ist Kapitän Ben

Seine Brillianz ist

seine

Konstanz

Ein Bild mit Sym- bolwert: Trotz seiner 1,70m blickten die meisten Mitspieler zu ihm auf.

D er notenbeste Rotierer heißt nicht Fobi oder Lenny. Bei ei- nem ersten Blick auf die Sta-

tistik vermag diese Tatsache zu über- raschen. Zu deutlich sind die beiden Rotation-Spieler in Sachen Toraus- beute und Vorlagen von ihrem Kapitän entfernt. Die Tatsache, dass dennoch Ben mit einigem Abstand der noten- beste Rotationsspieler der vergange- nen 17 Monate wurde, verrät bereits einiges über den Spielstil des Defen- siv-Allrounders. Unaufgeregt, abge- klärt, immer 100% Einsatz - Das sind die Leitmotive des Rotation-Kapitäns, seit Mai 2008 bis heute im Amt und Würden und trotz einiger fragwürdiger Aktionen in der jüngsten Vergangen- heit nie umstritten.

Bens Karriere bei Rotation begann spät und wurde des Öfteren durch Ver- letzungen behindert. Im ruhmreichen ersten Spiel von Rotation leistete sich der damalige Trainer Double den Lu- xus, auf den „Aggressive Leader“ zu verzichten und so bildete Ben abseits des Spielfelds eine eigene Dreierkette mit Bitburger und Jägermeister und spielte souverän 90 Minuten durch. Beim darauffolgenden Bootshauscup fehlte Ben ebenfalls, Lehrprojekt und Spätfolgen einer Verletzung verhin- derten einen Einsatz. Das Debüt dann in Berlin 2008. Am Vorabend von der Mannschaft frisch mit der Kapitäns- binde geadelt, ohne je ein Spiel für Ro- tation absolviert zu haben, bewies Ben im Turnierverlauf seine ganze Klasse.

Lautstark organisierte er die gesam- te Mannschaft, rannte, stopfte Löcher und fand immer wieder den Weg nach vorne. Sein aggressiv-körperbetontes Zweikampfverhalten kommt dennoch ohne Fouls aus und seine Laufstärke gleicht etwaige Stellungsfehler viel- fach blitzschnell aus. In der Praxis hieß das: Kein Gegentor in der Vor- runde, der Kapitän hatte ein Bollwerk errichtet, welches er selbst von der Linksverteidiger-Position dirigierte. Auch als Kapitän füllte der gebürtige Rheinländer sein Amt gleich deutlich präsenter aus als Vorgänger Fobi. Im steten Dialog mit Schiedsrichtern und gegnerischen Akteuren zeigte sich Ben wortgewandt und immer fair. Über das gesamte Turnier spielte „Sledge Ham-

Ben in Bestform: Sein bestes Turnier spielte er in Berlin 2008 - Hier Bilder von

Ben in Bestform: Sein bestes Turnier spielte er in Berlin 2008 - Hier Bilder von der legendären Kapitänswahl im Biersalon

ersetzlichen Spieler. Auch im Notenschnitt ist dies erkenn- bar. Der Kapitän war der konstanteste Mann im Team. Während sich seine Konkurrenten Lenny und Fobi auf den Plätzen 2 und 3 vor allem im Training die ein oder andere Auszeit gönnten und zuweilen lustlos auftraten, spulte

mer“ auf allerhöchstem Ni- veau und hatte gemeinsam mit Nebenmann Fobi und Keeper Dani großen Anteil am sensa- tionellen 4. Platz von Rotation Riesa. Lohn dieses Kraftakts war die Auszeichnung zum wertvolls- ten Spieler des Turniers. Es folgten 8 weitere Spiele, in denen sich der Kapitän ohne Umschweife erneut dieses Prädikat verdiente: Wertvoll ist das Attribut, welches Ben auch bei Rotation am ein- fachsten beschreibt. Der Capi- tano fährt sein Team zum Trai- ning und zu den Spielen, beim Training ist er meist der Erste der kommt und der Letzte der geht und bei jeder Einheit ist Rotations Nummer 23 ein

Vorbild an Einsatzwille und Leidenschaft. „Typen wie ihn braucht jede Mannschaft“ konstatierte einst Trainer Magitsch und traf damit genau ins Schwarze. Diese positive Einstellung des Kapitäns, verbunden mit seiner Leidenschaft für Fußball und dem eisernen Willen zum Erfolg machen aus ihm einen für Rotation un-

Ben sein Pensum Tag für Tag und Woche für Woche ab. Prä- zise und zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk und ohne Selbstüberschätzung im Spiel nach vorne. Dem Dausenauer Bu- ben Ben mag es viel- leicht an einer Drib- belstärke wie Lenny oder einer Schuss- technik wie Fobi fehlen, aber was Ben an Fähigkeiten nicht mitbringt, macht er durch sein Kämpfer- herz wett. Im Gegen- satz zu den auf den Rängen Platzierten gönnte sich der „Ca-

pitano“ keine Pause:

Nicht im Training, nicht im Spiel, niemals. Denn seine Brillanz ist sein Konstanz.

im Spiel, niemals. Denn seine Brillanz ist sein Konstanz. TOP 3 - NOTEN   TORHÜTER Pl.

TOP 3 - NOTEN

 

TORHÜTER

Pl.

Spieler

Note

2.

Robseidler

3,5

 

ABWEHR

Pl.

Spieler

Note

2.

Fobert

3,1

ABWEHR Pl. Spieler Note 2. Fobert 3,1 nach Mannschaftsteilen   MITTELFELD Pl. Spieler

nach Mannschaftsteilen

 

MITTELFELD

Pl.

Spieler

Note

2.

Nino

3,3

 

ANGRIFF

Pl.

Spieler

Note

2.

Benne G.

3,4

Anmerkung: In die Bewertung fließen alle Trai- ningseinheiten und Partien von Rotation seit dem 09.09.2008 ein.

3,4 Anmerkung: In die Bewertung fließen alle Trai - ningseinheiten und Partien von Rotation seit dem

TORHÜTER

FINALE 08/09
FINALE 08/09

Die Torgauer Torwartversicherung:

Wenns ernst wird:

Grube

Locker & Konzentriert Links: Dani vor dem Stahl-Spiel Rechts: Maskenmann Robseidler beim Unihockey

N irgendwo sonst auf dem Fuß- ballplatz ist der Konkurrenz- kampf auf einer Position so

groß wie bei den Torhütern. Von ihnen kann es nur einen geben, eine Kompro- misslösung wie bei einem Positions- duell zweier Mittelfeldspieler gibt es nicht. Selbst Einwechslungen sind bei Torhütern in der Regel nicht vorgese- hen, so dass bei ihnen der Zweikampf um den Platz in den ersten Elf zumeist erbittert geführt wird. Spätestens seit der Dauerfehde von Jens Lehmann und seinem Pendant Oliver Kahn vor der WM 2006 ist auch dem Durchschnitts- bürger der Begriff des „Torwartkriegs“ geläufig. Auch bei Rotation gab es einen Zweikampf um die Nummer 1. Allerdings mit deutlich ungleicheren Vorzeichen als bei Kahn und Lehmann, wo nach den damaligen Aussagen von

Bundestrainer Jürgen Klinsmann „Nu- ancen den Ausschlag gaben“. Bei Ro- tation bedurfte es keiner Lupe, um den Besseren der beiden Keeper auszu- machen, denn zu groß scheinen schon auf den ersten Blick die Unterschiede zwischen den Torleuten. Auf der ei- nen Seite Modellathlet Dani Grube, Ex-Basketballjugendnationalspieler, gestählt im Chemnitzer Sportinternat, mit einem Gardemaß von 2 Metern und Pranken, mit denen er einen Braunbä- ren erlegen könnte. Ein solcher Braun- bär schien ihm auch gegenüber zu ste- hen: Genügsam, freundlich, untersetzt. Robseidler, Kultfigur von Rotation und legendärer Mann aus dem Muldental. Kein Sportinternat, sondern Abitur in den späten Siebziger Jahren, dem an- gesprochenen Braunbären könnte der Muldensohn höchstens mit dem PSR-

Mikrofon eins überziehen, ein direktes Duell scheint für Robseidler trotz des gewonnenen Boxkampfes gegen ein Pferd absolut utopisch. Zum Auftaktspiel von Rotation Riesa schien Robseidler noch konkurrenzlos. Souverän spielte der Routinier beim Auftaktspiel gegen Stahl und auch beim Bootshauscup stand Robseidler im Tor und wieder einmal gab es wenig zu beanstanden. Im Vorfeld des großen Europeanfootballmasters in Berlin im Frühjahr 2008 wurden jedoch erstmals Stimmen laut, der Kultkeeper könne evtl. auf dem schnellen Geläuf des Kunstrasenplatzes von Hertha BSC Probleme bekommen und teamintern wurde eine Alternative diskutiert. Die Lösung kam aus Torgau und hieß Dani. Auf Vorschlag von Marci wurde der Stammkeeper der befreundeten „Ot-

Arbeitsnachweis

DANI

Spiele: 17 Kassierte Tore: 35 Gegentore pro Spiel: 2,1 Spiele zu Null: 6 Längste Serie ohne Gegen- treffer: 73 min (Mai 2008) Elfmeterkiller: 3 / 5 Notenschnitt: 2,9

Arbeitsnachweis

ROBSEIDLER

Spiele: 6 Kassierte Tore: 23 Gegentore pro Spiel: 3,8 Spiele zu Null: 1 Längste Serie ohne Gegen- treffer: 10 min (Bootshaus- cup 2008) Elfmeterkiller: 0 / 1 Notenschnitt: 3,5

samten Tur- nierverlauf überhaupt nur 3 Gegentref- fer und bot bei der Ab- wehrschlacht gegen die übermäch - tigen Söld- nerteams aus Polen eine Leistung, die mit Recht nahe an der Weltklasse e i n g e s t u f t werden muss. Die Beloh- nung: Die Auszeich - nung als bes- ter Torwart des Turniers und die Be- förderung zur Nummer 1 von Rotation. Dani sprang, flog und faus- tete sich in die Herzen der Rotierer und war ab da fes- ter Bestandteil des Kaders.

zen“ ins Gespräch gebracht und nach eingehender Betrachtung und einer beeindruckten Kenntnisnahme der körperlichen Voraussetzungen des Schlussmanns mit nach Berlin genom- men. Was folgte, war ein Frühlingsmär- chen erster Güte und eine Geschichte, wie sie nur der Fußball schreibt. Kee- per Dani debütierte für Rotation und übertraf alle Erwartungen. Der groß- gewachseneSchlussmann kassierte in der gesamten Gruppenphase des EFM 2008 kein einziges Gegentor, im ge-

Ohne sein Zutun fand sich Robseidler nach dem Turnier in Berlin in der Rolle des Her- ausforderers wieder, wobei der gemüt- liche Ostborusse dies keineswegs zum Anlass nahm, fortan verbissen darum zu kämpfen, wieder die Nummer 1 zu werden. Während Dani im fernen Leipzig studierte, stand Robseidler im täglichen Training im Tor und spiel- te meistens ordentlich. Im sportlich bedeutungslosen Spiel gegen die 1. Vertretung des SC Riesa fand sich der

Muldensohn darauf auch prompt im Tor wieder, musste aber 15 Mal hinter sich greifen und erstickte damit eine potentiell aufgeworfene Torwartdis- kussion im Keim. Bei den wichtigen Auftritten des Teams, wie beim BA- Blitzturnier stand der „Titan aus Tor- gau“ wieder zwischen den Pfosten von Rotation und Robseidler musste sich mit der Zuschauerrolle begnügen, oder aber im Feld auf Einsätze hoffen, wie auch bei den beiden einzigen gemein- samen Auftritten der Keeper beim Du- ell gegen Stahl II und die BA. Wenn es ernst wurde, konnte sich das Team auf Dani verlassen. Bei der bedeutsa- men Standortbestimmung gegen den FC Santos avancierte Dani wieder einmal zum Matchwinner und hielt 3 Elfmeter. Dass das Team überhaupt bis hierhin gekommen war, verdankten sie ebenfalls der brillanten Leistung ihres Torwarts. Fast schon symptomatisch für den un- gleichen Torwartzweikampf bei Rota- tion waren die Entwicklungen vor dem Abschiedsspiel des Kultteams. Rob- seidler, eigentlich als Torwart vorgese- hen, reagierte erneut nicht auf Anrufe und SMS und so wurde abermals Dani kontaktiert, der zusagte, anreiste und eine tolle Leistung bot. Rückblickend ist das Wort „Konkurrenzkampf“ viel- leicht schon zu viel für das Verhältnis der beiden Torleute. Zu dominant war Dani über die gesamten 17 Monate und zu stark waren seine Leistungen als das Robseidler eine echte Chance gehabt hätte, den zukünftigen Sportstudenten Dani zu verdrängen. Auch im Team war das Vertrauen in den optisch et- was Torwartlegende Toni Schumacher gleichenden Dani nach seinem Trau- meinstand in Berlin so groß, dass lange vor wichtigen Spielen die Position des Torwarts am schnellsten geklärt war:

Wenns ernst wird - Grube!

ABWEHR

FINALE 08/09
FINALE 08/09

Fobi und Ben: Rotations Rückgrat

Der Kaiser und sein

59 Gegentore in 23 Spielen, eine erschre- ckende Bilanz. Mancher Ex-

perte mag dem Eigentümer dieser Statistik ein Defensivproblem konstatieren. Nicht so bei Rotati- on - Trotz dieses vernichtend hohen Werts war Rotation Riesa alles Andere als defensivschwach. In erster Linie ver- dankt die Mannschaft dies zwei Spielern, die unterschiedli- cher nicht sein könnten: Libero Fobi und seinem Nebenmann Ben. Der Eine, trotz seiner defensiven Position besterTorjäger und Topscorer seines Teams, erfolgreich zumeist mit seinen gekonnten Vorstößen und seiner exzellenten Schusstechnik. Der Andere ein zweikampfstarker Leader mit Fokus auf das Defensive: Laufen, grätschen, ackern - Tore schießen sollen die Anderen. Ob Rotations Defensive trotz oder wegen die-

s e s ungleichen Pärchens in der Ab- wehr so gut funktionierte, ist nicht eindeutig zu klären. Fakt ist, dass Kapitän Ben und sein Libero das Rückgrat von Rotation bildeten und ihre individuellen Stärken bestmöglich in den Dienst der Mannschaft stellten. Denn wenn immer es die Spielsituation zuließ, schaltete sich Fobi so oft es ging in die Offensive mit ein und zeigte sich dort treffsicher, was ihm erst durch Bens verbale Organisation und seine körperliche Absicherung ermöglicht wurde. Fobi deswegen als nur in der Offensive anzutreffenden Alibi-Verteidiger der Marke Dani

Kapitän

A l - ves zu be- wäre dennoch ein

zeichnen,

Fehler. Wenn es darauf ankommt, bil- deten Ben und Fobi auch gemeinsam eine Innenvertei- digung von allerhöchster Stabilität. Unter dem Dauerdruck der pol- nischen Belagerung in Berlin zeigte der Libero ein Höchst- maß an Zweikampfstärke und wehrte sich mit Ben und Hei- no tapfer gegen die wütenden Angriffe der osteuropäischen Auswahlkicker. Das Spiel Fobis mag zwar vor allem wegen seiner ausgezeichneten Scorer-Statistiken spektakulärer an- muten, in der Bedeutung für Rotation sind Kaiser und Kapi- tän jedoch gleichwertig zu sehen. Bei näherem Hinsehen ent-

Optische Täschung? Meist spielte Fobi (l.) hinter Ben (r.) - hier im Spiel gegen den FC Santos war es anders

d e c k t man sogar deutliche Parallelen zwischen den beiden De- fensivakteuren. Beide laborierten an einer schweren Knieverletzung, rappelten sich aber eindrucksvoll wieder auf und fanden zu alter Stär- ke. Beide trugen die Kapitänsbinde von Rotation und waren für die Trainer Magitsch und Double stets enge Ver- trauenspersonen. Je genauer der Blick, desto mehr Gemein- samkeiten zwischen Libero und Leitwolf. Während also Ben und Fobi steter Bestandteil der Rotation- Defensive waren, wechselte die Besetzung des dritten und optional viertenAbwehrspielers stetig. Eine konstante Beset- zung der rechten Abwehrseite gelang über 17 Monate nicht.

ABWEHR

FINALE 08/09
FINALE 08/09

Hatte zu Beginn noch Fricke Ambitio- nen angemeldet und mit einem tadel- losen Berlin-Auftritt 2008 und einigen herausragenden Trainingsauftritten im Winter sogar den Sprung in die „inter- nationale Klasse“ geschafft, war es im Frühjahr Defensivpanzer Fleischer, der mit einem starken Auftritt gegen den SC Riesa und kurz darauf gegen den FC Santos von sich Reden machte. Vor allem der schnelle und ballgewandte Fricke, Prototyp eines modernen Au- ßenverteidigers hätte das Zeug gehabt, die passende Ergänzung zu Fobi und Ben zu werden und sich einen Stamm- platz zu erarbeiten. Doch der kleine Mann aus dem Harz schien noch zu un- gefestigt in seinen Hobbys und vergaß den Fußball irgendwo zwischen Mara- thonlaufen und Koma-Saufen, was sich vor allem in der Trainingsbereitschaft äußerte. Auch bei Fleischer schien hier das größte Problem zu liegen. Wenn er spielte, präsentierte sich der wuchtige Mann aus Einsiedel hellwach und so- gar torgefährlich, wie auch sein Gala- Auftritt beim Spiel gegen den FC San- tos zeigte. Speziell im Training fehlte es aber am nötigen Esprit für den ganz großen Wurf und den Sprung in die Startelf. Beide nutzten ihre Chance nicht, sich in der Rotation-Defensive zu etablieren. Manndeckungsspezialist Marci und später auch Ex-Trainer Double kamen dennoch über den Status eines Ein- wechselspielers nicht hinaus. Beide in-

terpretierten diese Rolle freilich völlig unterschiedlich. Während Marci nach seinen Einwechslungen stets hochkon- zentriert zu Werke ging und sich als „Special Enforcer“ für den gegneri- schen Spielmacher einen Namen mach- te, pflegte Double

bei seinen Ein- wechslungen komplett mit der „Alles oder

Nichts“-Metho-

de aufzulaufen. So erlebte er sei- nen größten Mo- ment und seine bitterste Demü- tigung jeweils

direkt nach einer Einwechslung. In Ber- lin 2008 erzielte „Spau- de“ den Siegtreffer zum 1:0 gegen Slubfurt und wurde zum Hel- den - Fast genau ein Jahr später ließ sich der un- mittelbar zuvor eingewechselte Double zentral vor dem eigenen Tor tunneln und verschuldete den späten An-

schlusstreffer. In der Summe fehlte es beiden aber wohl ebenfalls an der Kon-

stanz, um sich als Dauerlösung für die Defensive zu bewähren. Eine Idealbesetzung für die vakan- te rechte Abwehrseite konnte einfach nicht aufgetan werden, weshalb das Management

konnte einfach nicht aufgetan werden, weshalb das Management Statistik: Abwehr Nr. Spieler Spiele Beginn Wechsel
konnte einfach nicht aufgetan werden, weshalb das Management Statistik: Abwehr Nr. Spieler Spiele Beginn Wechsel
konnte einfach nicht aufgetan werden, weshalb das Management Statistik: Abwehr Nr. Spieler Spiele Beginn Wechsel

Statistik: Abwehr

Nr.

Spieler

Spiele

Beginn

Wechsel

Tore

Vorlagen

Gelb

Rot

2

Fricke

16

13

3

-

-

-

-

6

Marci

20

3

17

2

-

-

-

15

Double

13

1

12

1

-

-

-

--

Brinker

2

-

2

-

-

-

-

- - - 15 Double 13 1 12 1 - - - -- Brinker 2 -

Leitfiguen Fobi (l.) und Ben bildeten die perfekte Kombination auf dem Platz - So oft ihre Ne- benleute Fricke (l.o.), Double (r.o.), Marci (l.u.) und Fleischer wechselten, diese beiden blieben konstant

von Rotation reagierte. Aus Mannheim wurde mit Alex ein wuchtiger Defen- sivallrounder geholt, während man zusätzlich BDR in der Dreierkette aus- probierte. Die personelle Aufstockung sollte sich

nehmer, was nach der abgelaufenen Saison 2007 / 2008 längst nicht mehr für alle Rotierer galt. Zudem arbeitete er verbissen an seinen Schwächen und feierte beim Spiel gegen die 2. Mann- schaft von Stahl sein Debüt für Rota- tion. BDR räumte

die ungewohnte und wohl auch unbeliebte Posi- tion rechts in der Abwehr schnell wieder und machte Platz für das nächste Ex- periment - Ohne zu ahnen, dass es auch das Letzte

sein würde:

- Ohne zu ahnen, dass es auch das Letzte sein würde: Heino übernahm darauf in Berlin

Heino übernahm darauf

in Berlin 2009 erstmals die Position des rech- ten Verteidigers und h a r m o n i e r t e sofort perfekt mit seinen Ne- benleuten. Zu- dem überzeugte er mit klugen Vorstößen und

kompromisslo-

ser Zweikampf- stärke. Kein Wunder, dass er

das Turnier an der Seite von Ben und Fobi zu Ende spielte und wohl auch zur Dauerlö- sung für die rechte Seite hätte werden können. Als diese bewährten sich über die gesamten 17 Monate nur Ben und Fobi. Das ungleiche Pärchen bildete auf kleineren Spielfeldern meist allein die Verteidigung und wurde je nach Bedarf und Größe des Spielfelds mit weiteren Abwehrmännern aufgestockt. Das daraus resultierende fast blinde Verständnis zwischen Kaiser und Ka- pitän mag ebenfalls seinen Teil zu den beeindruckenden Leistungen der bei- den Rotierer beigetragen haben. Trotz

Leistungen der bei- den Rotierer beigetragen haben. Trotz auszahlen. Ex-Rugby- spieler Alex, in seinen Aktionen oft
Leistungen der bei- den Rotierer beigetragen haben. Trotz auszahlen. Ex-Rugby- spieler Alex, in seinen Aktionen oft

auszahlen. Ex-Rugby- spieler Alex, in seinen Aktionen oft un- konventionell und zuweilen als Sicher- heitsrisiko für die eigenen Mitspieler erwies sich menschlich sofort als Voll- treffer und begeisterter Trainingsteil-

der immens hohen Anzahl an Gegen- toren können beide zufriedenen Bli- ckes auf die vergangene Spielzeit zu- rückschauen. Ben wurde notenbester Spieler (s. Extrastory) und Fobi avan- cierte als Abwehrspieler zum besten Torschützen der Mannschaft. Rotations Abwehr darf vor allem we- gen dieser Erfolge nicht schwächer dar- gestellt werden als sie war. Mit Recht findet Libero Fobi, auf die Statistik angesprochen, deutliche Worte:“Wir sind keine Schießbude!“ Mit einem konstant trainingsbereiten Fricke oder einem immer verfügbaren Fleischer als drittem Mann hätte die Defensive durchaus noch größeres erreichen kön- nen, selbst wenn sie ihre Feuertaufe beim 4. Platz in Berlin 2008 mühelos bestand und sich für höhere Aufgaben empfahl. Ob mit Heino jetzt der idea- le Mann gefunden wurde und ob eine solche Ausnahmeleistung wie 2008 in Berlin noch einmal zu wiederholen ist, wird wohl auf ewig unbeantwortet bleiben. Denn mit dem Studienende in Riesa wird auch das defensive Rück- grat von Rotation auseinanderfallen - Nicht nur Mediziner wissen: Das ist tödlich. Beim Abschiedsspiel bildete das ungleiche Pärchen somit ein letz- tes Mal zusammen die Abwehr. Das Spiel wurde gewonnen. Fobi traf und Ben rannte. So haben sie es immer ge- macht. Der Kaiser und sein Kapitän.

haben sie es immer ge- macht. Der Kaiser und sein Kapitän. DAS WURDE GESAGT "Erst de

DAS

WURDE

GESAGT

"Erst de Brüfung abwarden“

Robseidler (38)

FINALE 08/09
FINALE 08/09

MITTELFELD

Die Suche nach einem Zehner wurde nie abgeschlossen

Die Last der

D ie Geschichte des Mittelfelds von Rotation ist die Geschichte der Spielmacherfrage von Rotation. In keinem anderen Mannschaftsteil gab es so viele

Diskussionen, wie um die berühmte Position im zentralen offensiven Mittelfeld. Reihenweise brachten sich Spieler selbst für diese Rolle ins Gespräch, oder wurden von den Medien hinein und wieder hinaus geschrieben. Endgültig und unumstritten besetzt wurde der Spielmacher-Posten nie. Dabei waren es nicht die Fußstapfen des späteren Trainers Jaroslaw Magitsch, die sich nach dessen starker Leistung im ersten Spiel auf eben dieser Position als zu groß erwiesen, sondern die Erwartungshaltung der Mannschaft, die sich einen Spielmacher „Netzerscher“ Prägung wünschte und diesen unter den Mittelfeldspielern im Kader wenig über- raschend nicht fand. Passgenauigkeit, Abschlussstärke und natürlich die gebotene Spielübersicht. Von dem entsprechen- den Genius für überraschende Elemente ganz zu schweigen. All dies erwartete Mann vom Mann auf der Zehn. Keine leichte Aufgabe für potentielle Bewerber. Daher verwundert es wenig, dass die gehandelten Lenny, Nino und Friedel erst wirklich aufblühten, als die Spielmacherdiskussion erstickt

und die Last auf mehrere Schultern verteilt wurde. Speziell dem Niedersachsen merkte man den Willen zum Spielgestal- ter an, jedoch schien genau dies ihn eher zu blockieren als zu motivieren. Die Fähigkeiten bringt Lenny zweifelsohne mit: Präzises Passspiel, Dribbelstärke und eine gute Spiel-

übersicht. Mit dem Bemühen, sich entgegen der Meinung der Mannschaft in die Rolle des zentralen Mittelfeldspie- lers zu drängen, scheiterte der ehrgeizige Rechtsfuß jedoch gänzlich. Der Hannoveraner stellte sich fortan mehr in den Dienst der Mannschaft, rückte auf die rechte Außenbahn und absol- vierte dort mit Ausnahme des Blitzturniers gegen die BA alle Spiele. Die rechte offensive Außenbahn schien für den Dribbler wie maßgeschneidert. Endlich spielte Lenny be- freit auf und entdeckte vor allem in der Endphase der Saison die Lust am Tore schießen. 10 Treffer in 23 Spielen sind Bestwert bei den Mittelfeldakteuren und eine eindrucksvol- le Bilanz für einen Flügelspieler. Auch die Art und Weise, in der Lenny seine Treffer erzielte, imponierte. Im Training nicht gerade als Tormaschine bekannt traf Lenny gegen den FC Santos und Poznan direkt mit dem ersten Torschuss und zeigte sich generell unaufgeregter und cool vor dem geg- nerischen Tor. Speziell im letzten Gruppenspiel gegen die Polen 2009 zeigte der Edeltechniker seine beste Leistung im Rotation-Dress und wirbelte auf der rechten Außenbahn wie entfesselt durch die osteuropäischen Linien. Befreit von der „Zehner“-Diskussion nutzte Lenny seine Fähigkeiten auch zum Wohle seiner Mitspieler. Hatte er zu Beginn oft noch den berühmten „letzten Haken zu viel“ gemacht, trennte er sich jetzt den entscheidenden Bruchteil eher vom Ball und setzte seine Mitspieler überlegt ein. Dies resultierte in 14

Magische Mitte: Jaroslaw Magitsch sorgte für die verblüffenden Momente im Angriffs- spiel von Rotation - leider nur in 90 Minuten

Zehn-Gebote

Torvorlagen und sicherte ihm die Vorlagenwertung von Ro- tation vor Libero Fobi und seinem Gegenpart Nino auf der linken Außenbahn. Ähnlich wie Lenny versuchte sich auch besagter Nino auf der Spielmacherposition und ähnlich wie der Hannoveraner brachte Nino von Haus aus alle Spielgestalter-Fähigkeiten mit. Exzellente Technik, gute Übersicht und eine Ballver- liebtheit mit einem leichten Hang zur Arroganz. Das Prob- lem von Rotations Nummer 10 war zweifelsohne nicht die Ballfertigkeit, sondern eher mentaler Natur. „Lokist“ Nino konnte an guten Tagen jeden Gegner mit einem Dribbling in den Staub schicken und an schlechten Tagen dasselbe Re- sultat mit einer Tätlichkeit vollbringen. Die charakterliche Unbeherrschtheit mit zwei Platzverweisen - den einzigen in den 23 Spielen von Rotation überhaupt - war ein gro-

ßes Manko und das zuweilen phlegmatische Auftreten des Liebertwolkwitzers. Erst zum Ende hin konzentrierte sich der schmächtige Nino auf das Wesentliche und sicherte sich mit einem grandiosen Endspurt noch den dritten Platz in der Torjägerliste von Rotation. Weitere Highlights in Ninos 21 Spielen für Rotation waren eindeutig der hinter dem Stand- bein verwandelte Neunmeter bei einem Gastauftritt mit den „Otzen“ in Torgau und einige von den Mitspielern gefeier- te Traumtore in den Trainingsspielen in Weida. Doch auch Nino bekam nie die Chance, sich als Spielmacher zu be- weisen, da er letztlich als Linksfuß auch auf der Außenbahn gebraucht wurde, wo mit dem dauerverletzten Basler nur ein weiterer „Linker“ zur Verfügung stand. Ohne zu Murren stellte sich Nino in den Dienst der Mannschaft und spielte fortan auf dem linken Flügel, was allerdings nicht in einem

MITTELFELD-TAKTIKEN - Von Stahl bis zum Sportclub

STAHL RIESA 9:3 6.11.07
STAHL RIESA 9:3
6.11.07
STAHL RIESA 9:3 6.11.07 Magitsch Basler Friedel U d o Lenny

Magitsch

Basler

Friedel

Udo

Lenny

Beim ersten Spiel konnte Rotation auf die Idealformation zurückgreifen. Magitsch war Schaltzentrale, Lenny trieb aus der Tiefe das Spiel an.

BERLIN 2008 30./31. 5.08
BERLIN 2008
30./31. 5.08
BERLIN 2008 30./31. 5.08 BDR Lenny Heino

BDR

BERLIN 2008 30./31. 5.08 BDR Lenny Heino

Lenny

Heino

BERLIN 2008 30./31. 5.08 BDR Lenny Heino

Der größte Erfolg gelang in Berlin auf Kleinfeld. Ohne Magitsch, ohne zen- tralen Mittelmann. Lenny und Heino als Antreiber, BDR als Vollstrecker.

STAHL RIESA 6:9 5.3.09 Basler Lenny
STAHL RIESA 6:9
5.3.09
Basler
Lenny

Fobi

STAHL RIESA 6:9 5.3.09 Basler Lenny Fobi

Auch 2009 ohne Magitsch, dafür mit Fobi im zentralen Mittelfeld. Ein einmaliges Experiment. Basler enttäuschte, Lenny traf doppelt.

SC RIESA 3:15 12.3.09
SC RIESA 3:15
12.3.09
SC RIESA 3:15 12.3.09 Nino Roli Lenny   B D R Fobi

Nino

Roli

Lenny

 

BDR

Fobi

Findige Leser wissen längst: Das kann nicht funktionieren. Einzig Gastspieler Roli konnte überraschen, der Rest war überfordert.

FINALE 08/09
FINALE 08/09

MITTELFELD

Elegant & Eloquent: Lenny wurde zum Vor- lagenkönig von Rotation- seine Tempo-Dribb- lings auf dem Platz brachten den Gegner oft zur Verzweiflung, seine Verbal-Dribblings außerhalb ebenso

Leistungseinbruch resultierte. Weniger mit einem Leistungseinbruch sondern mit einem doppelten Mittel- fußbruch hatte der angesprochene Bas- ler zu kämpfen. Der eigentlich für die linke Außenbahn vorgesehene „Come- dyfußballer“ aus Salzwedel absolvierte in Folge dieser gleich zwei Mal aufge- tretenen Verletzung nur 4 Spiele für Ro- tation, in denen er aber jedes Mal von sich reden machte. Dem schussgewal- tigen Blondschopf reichten seine vier Spiele für vier Tore und drei Vorlagen. Darüber hinaus erzielte Basler eins der schönsten Rotation-Tore überhaupt als er beim Spiel gegen den SC Riesa ei- nen Befreiungsschlag des Gegners aus über 20 Metern volley in die Maschen setzte. Ein unverletzter Basler hätte gemeinsam mit Lenny auf der rechten Seite eine perfekte Flügelzange bilden können. Doch die Verletzungsproble- me und der Job als Tennislehrer ver- hinderten konstante Trainingsauftritte und weitere Highlights im Trikot von Rotation. Ähnlich verhielt es sich bei Friedel, der in Folge von einer Knochenver- letzung ebenfalls nie im vollen

Statistik: Mittelfeld

letzung ebenfalls nie im vollen Statistik: Mittelfeld Basler-Faust: Lediglich vier Mal lief Basler für Rotation

Basler-Faust: Lediglich vier Mal lief Basler für Rotation auf. Seine Quote ist allerdings beeindruckend: 4 Tore, 3 Vorlagen

Nr.

Spieler

Spiele

Beginn

Wechsel

Tore

Vorlagen

Gelb

Rot

4

Basler

4

4

-

4

3

-

-

10

Nino

21

11

10

4

7

-

2

99

Magitsch

1

1

-

1

3

-

-

--

Udo

1

-

1

-

-

-

-

4 7 - 2 99 Magitsch 1 1 - 1 3 - - -- Udo 1

Umfang trainieren konnte und später sogar verletzungsbedingt den Posten des Team-Managers einnehmen muss- te. Wenn immer der Radebeuler aber fit und nüchtern war, zeigte er eindrucks- voll sein Potential. Schnelligkeit, technisch tadellos und natürlich seine raumgreifenden Dribblings, in denen er die Beine wie Krebsscheren über- kreuzte, was Friedel teamintern den Spitznamen „Krebs“ einbrachte. Den- noch gelang Teammanager Friedel erst in Berlin 2009 sein erstes Tor für Rota- tion, nachdem er in vorherigen Spielen mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt gelassen hatte. Ähnlich wie bei Basler war es aber vor allem die Verletzungs- problematik, die mehr Tore und in erster Linie mehr Spiele für Rotation verhinderte. Schlussendlich kam Frie- del auf 1 Tor und keine einzige Vorlage in 11 Spielen - Viel zu wenig für einen Mann seiner Fähigkeiten. Auch deswegen musste Rotation vor dem wichtigen Berlin-Auftritt 2009 noch einmal reagieren und im Mit- telfeld personell nachlegen. Nach ei- nem ansprechenden Debüt gegen den SC Riesa verstärkte der Frankfurter Mittelfeldmann Roland in Berlin das Mittelfeld und etablierte sich gleich

als Stammkraft. Der technisch beschlagene Roli kam in Berlin auch in allen drei Grup- penspielen zum Einsatz und zeigte durch- weg ordentliche Leistungen, selbst wenn er rückblickend zumindest einen Treffer hätte erzielen müssen. Vor allem im Duett mit Stürmer-Neuverpflichtung Jerome gefiel der quirlige Roli, der wahrscheinlich schon viel früher hätte verpflichtet wer- den müssen, um eine spielstar- ke Ergänzung des Mittelfelds zu werden. So blieb es bei 5 Einsätzen für den russischstäm- migen Hessen, in denen er aber ähnlich wie Friedel viel zu inef- fektiv agierte und weder Tor noch Vorlage beisteuern konnte. Gerade wegen der Verletzungspro- bleme und der Undiszipliniertheiten bildete Lenny die einzig echte Kons- tante im Rotation-Mittelfeld, wie auch die Statistik deutlich zeigt. Der Han- noveraner hebt sich von der Konkur- renz in Sachen Torausbeute und Vorla- gen deutlich ab. Nach dezentem Beginn steigerte sich Rotations Nummer 7 kon- tinuierlich und schraubte seinen persön- lichen Vorlagenrekord im Abschieds- spiel gegen das MDR-Allstar-Team sogar auf 6 Assists in einer Paarung. Gemeinsam mit Nino bildete er das zentrale Organ des Rotation-Spiels, was Angriffsbemühungen aus dem Mittelfeld anging. Richtig stark wurden beide jedoch erst als die

anging. Richtig stark wurden beide jedoch erst als die Spiel- - cherdis - aus den Köpfen

Spiel-

-

cherdis -

aus den Köpfen ver- schwunden und der Weg damit frei für starke Leistungen war. Im Duett und ergänzt von den sporadisch einsatzbereiten Friedel, Basler und Roli teilten

sie sich die Mit- telfeldspieler die Spielma- cherbürde brüderlich auf und

bewirk-

tendabei m e h r als es e i n

m

a

kussion

„Netzer“ allein je gekonnt hätte. Eben ohne die Last der Zehn-Gebote.

Friedlicher Friedel: So friedfertig sah man den sympathischen Alkoholiker aus Radebeul selten - Fußballerisch brachte er alles mit, nur sein Lebenstil ließ zu wünschen übrig

MEINUNG

KOLUMNISTEN-

KREIS

Klaus

Sammer,

Ex-Fußballspieler und trainer bei Dynamo Dresden, derzeit Gärtner an der Management Akademie Riesa

Dresden, derzeit Gärtner an der Management Akademie Riesa „Wo war Basler in Berlin?“ Stellt man sich

„Wo war Basler in Berlin?“

der Management Akademie Riesa „Wo war Basler in Berlin?“ Stellt man sich die Frage, wa- rum

Stellt man sich die Frage, wa- rum es in Berlin für Rotation nie für den ganz großen Wurf reichte, dann sage ich: Mit Basler wäre mehr drin gewe- sen! Der „Comedyfußballer“ hätte das Team bereichert wie Düngemittel meinen heili- gen Rasen. Auf der linken Seite fehlte es am nötigen Dampf, den ein Basler hätte garantieren können. Ich stel- le daher die Frage: Warum hat dieser Basler nur vier Spiele für Rotation gemacht und wo war er in Berlin? Die Turniere gegen die „Orchideen des Ostfußballs“ aus Poznan und Wroclaw stellten jeweils das Highlight der Saison da - Da kann es für junge Fußballer keine bessere Motivation geben. Von Baslers Flankenläufen hätte vor allem Mittelstürmer Jeromè profitiert, der als einzige Spitze zu oft zu wenig Unterstützung bekam. Da ist es wie in meinem Gar- ten: Wenn man die Blumen nicht giesst, gehen sie ein. Kein Wunder, dass Jeromé ohne Treffer blieb. Es fehlte an der nötigen Zuarbeit aus dem Mittelfeld. Dies ist jedoch nicht nur Baslers Verschulden, der ganz fehlte - Nein, auch Lenny und Nino hätten mehr für den Topstür- mer arbeiten müssen. Doch stattdessen schlug Nino aus wie mein Apfelbaum im Früh- jahr und Lenny verknotete sich mit seinen Dribblings die Beine wie eine Schlingpflan- ze im Regenwald. Ich weiss schon, warum ich meinen Rasen stets kurz halte - Da steigt er mir wenigstens nicht zu Kopf. Ansonsten bin ich mit dem Mittelfeld eigentlich zufrieden. Lenny und Nino fuhren eine reiche Ernte ein, erzielten viele Tore und Vor- lagen. Und wenn der Ertrag stimmt, hat man als Gärtner nichts zu meckern.

ANGRIFF

FINALE 08/09
FINALE 08/09

Wie Rotation zwei Jahre ohne Torjäger auskommen musste

Abteilung Attacke ohne Knipser

Torjäger auskommen musste Abteilung Attacke ohne Knipser D ie wichtigste Botschaft gleich vorweg:E i n e

D ie wichtigste Botschaft gleich vorweg:E i n e n echten Torjäger hatte Rotation in 17 Mo-naten nie. Allerdings einige aussichtsreiche Kandi-daten, die

entweder zu früh aufhörten, zu spät begannen oder zu spät entdeckt wurden. Vom Potential her idealer Mann und mit allen erforderlichen Fähigkeiten zum Sturmführer ausge- stattet schien eigentlich Benne G., der mit einer überragen- den Leistung und vier Treffern im ersten Spiel gegen Stahl Riesa auch direkt bewies, dass mit ihm im Sturmzentrum zu rechnen sein würde. Der Frauenschwarm aus Faulungen verfügte über einen exzellenten Torriecher und eine schein- bar angeborene Kaltschnäuzigkeit. Auch Trainer Double schwärmte nach dem Galaauftritt im Rotation-Debütspiel

von seinem Torjäger und bezeichnete ihn kurz darauf öffent- lich als „Lieblingsspieler“. Scheinbar ahnte der damalige Erfolgscoach noch nichts vom großen Manko des gefeierten

Stürmers. Bereits we- nige Wochen nach dem Traumeinstand nahm die Trainingsbereitschaftdes Thüringers deutlich ab. Zunächst tolerierten die Mitspieler die Faulheit

lungers und verwiesen auf seinen angeborenen Torinstinkt, den er schließlich nicht trainieren müsse. Beim darauffol- genden Bootshaus-Cup fehlte Benne allerdings gänzlich und auch in Berlin überließ der Stürmer das Tore schießen lieber seinem Libero. Dies setzte sich immer weiter fort, so dass Trainer Double zu Beginn der neuen Saison gänzlich auf den

des Fau-

vermeintlichen Topstürmer verzichten musste. Wenn immer Mitspieler Benne baten, zum Training zu erscheinen, waren Ausflüchte und abwertende Handbewegungen die Folge. Es

D ie wichtigste Botschaft gleich vorweg: Einen echten

Torjäger hatte Rotation

in 17 Monaten nie. Allerdings einige aussichtsreiche Kan-

didaten, die entweder zu früh aufhörten, zu spät begannen oder zu spät entdeckt wurden. Vom Po- tential her idealer Mann und mit allen erforderlichen Fähigkeiten zum Sturm- führer ausgestattet schien eigentlich Benne G., der mit einer überragenden Leistung und vier Treffern im ersten Spiel gegen Stahl Riesa auch direkt

te

der

damalige

Erfolgscoach

noch

auf den vermeintlichen Topstürmer verzichten musste. Wenn immer Mit- spieler Benne baten, zum Training zu erscheinen, waren Ausflüchte und ab- wertende Handbewegungen die Folge. Es dauerte über ein Jahr, bis Benne wieder für Rotation auflief, wobei er allerdings direkt wieder traf und das

gleich doppelt. Es folgte noch ein wei- terer Auftritt gegen den SC Riesa, bei dem er ebenfalls „sein Tor“ markier- te, was nach zwei torlosen Auftritten beim BA-Blitzturnier immer noch eine ausgezeichnete Quote von 7 Treffern aus 5 Spielen ergibt. Ohne Trai- ningsfaulheit und bei entsprechen- der Motivation hätte Benne G. alle Chan- cen gehabt,

R o t a t i o n s

a b s o l u t e r

Topstürmer

zu werden.

Coach Ma-

gitsch ging

sogar soweit,

ein Weiter-

kommen in

Berlin 2009

von der Anwe- nes senheit abhängig Ben- zu

nes machen abhängig (vgl.

Interview). zu machen (vgl. So

aber Interview). blieb Benne So

G. aber rückblickend blieb Benne

deutlich G. rückblickend unter sei-

Möglichkei-

ten, nen selbst Möglichkeiten, wenn er

seinen selbst wenigen wenn er Trai- bei

tritten seinen und wenigen Einsätzen Trai-

sei-

Staunen: Nicht nur Riesaer Nachwuchskicker bewunderten BDR für seinen Einsatz, seine

Laufstärke und seine Abschluss Abschluss

ja

seinen

nichts vom großen Manko des gefeier- ten Stürmers. Bereits wenige Wochen nach dem Traumeinstand nahm die Trainingsbereitschaft des Thüringers deutlich ab. Zunächst tolerierten die Mitspieler die Faulheit des Faulungers und verwiesen auf seinen an-

dau -

erte über ein Jahr, bis Benne wieder für Rotation auflief, wo-

bewies, dass mit ihm im Sturmzentrum

bei er allerdings direkt wieder traf und das gleich doppelt.

zu rechnen sein würde. Der Frauen-

Es folgte noch ein weiterer Auftritt gegen den SC Riesa, bei

schwarm aus Faulungen verfügte über

dem er ebenfalls „sein Tor“ markierte, was nach zwei torlo-

einen exzellenten Torriecher und eine

sen Auftritten beim BA-Blitzturnier immer noch eine ausge-

scheinbar angeborene Kaltschnäuzig-

zeichnete Quote von 7 Treffern aus 5 Spielen ergibt. Ohne

keit. Auch Trainer Double schwärmte

Trainingsfaulheit und bei entsprechender Motivation hätte

nach dem Galaauftritt im Rotation-

Benne G. alle Chancen gehabt, Rotations absoluter Top-

Debütspiel von seinem Torjäger und

stürmer zu werden. Coach Magitsch ging sogar soweit, ein

bezeichnete ihn kurz darauf öffentlich

Weiterkommen in Berlin 2009 von der Anwesenheit Ben-

als „Lieblingsspieler“. Scheinbar ahn-

geborenen

Torins-

nen deutlich

unter

tinkt, den er schließlich

b

e

i

nicht trainieren müsse.

ningsauf-

Beim darauffolgenden Boots-

haus-Cup fehlte Benne allerdings

ningsauftritten on eigentlich nie ent- und

täuschte und das

Einsätzen Stürmerblut für in Rotation seinen

Adern wirkungsvoll

leider das Stürmerblut auch vom in gleichen seinen

Schlage wie Benne war sein Cousin Dome, der als

Adern wirkungsvoll zur Schau

größter Transferflop in die Geschichte von Rotation einge-

für

Rotati-

gänzlich und auch in Berlin überließ

der Stürmer das Tore schießen lieber

zur eigentlich Schau nie stellte. enttäuschte

seinem Libero. Dies setzte sich immer

weiter fort, so dass Trainer Double

zu Beginn der neuen Saison gänzlich

Vom gleichen Blute und

und

stellte.

ANGRIFF

FINALE 08/09
FINALE 08/09

hen wird und es insgesamt auf 25 Mi- nuten Einsatzzeit brachte. Beide ver- band nicht nur der gleiche Nachname sondern auch die Trainingsfaulheit, die bei Dome gar noch exzessiver ausge- prägt war als bei seinem Cousin. Im Gegensatz zu Benne gelang es dem als „neuer Wunderstürmer“ nachverpflich- teten Dome aber nie, ein Tor für Rotati- on zu erzielen, so dass Trainer Double nach der 16.900 € teuren Verpflichtung erstmals Gegenwind aus dem Umfeld zu spüren bekam. Dome G. blieb ein teures Missverständnis, von dem ab- schliessend wohl nur die Rheinländer wirklich profitierten. Während sich Rotation mit Benne und Dome zwei Stürmerbrüder nach Mar- ke Tore André und Havard Flo leistete, sorgte ein anderer Stürmer überall auf und auch neben dem Platz für Furore. Die Rede ist von BDR. Der Branden- burger Strafraumwühler mit der nicht jugendfreien Abkürzung als Spitzna- men brauchte von allen Stürmern die längste Anlaufzeit für einen Treffer und leistete sich zudem eine Odyssee durch wirklich sämtliche bei Rotation

Statistik: Angriff

Durch die miserable Torausbeute in den ersten Spielen erfolgte aber bald die „Strafversetzung“ nach hinten, wo BDR dann als Laufwunder im Mittel- feld agierte und dort ebenfalls ordent- lich spielte. In Berlin 2009 sollte BDR dann schließlich rechts in der Dreier- kette agieren, die einzige Position die ihm sichtlich nicht behagte, so dass die- ses Experiment schnell beendet wurde und BDR sich an vorderster Front wie- derfand. Nach diesem Schnellkurs in Sachen Positionswechsel durfte BDR in den letzten beiden Spielen also wie- der im Angriff ran und prompt platzte der Knoten: BDR traf! Seinen zwei- ten Treffer erzielte er im 18. Spiel für Rotation und als hätte der Gigolo aus Gröba am Ende Torschlusspanik be- kommen, legte er im Abschiedsspiel endlich einmal nicht nur im Schlafzim- mer eine überragende Performance hin und schnürte seinen ersten Dreierpack für Rotation. Doch die Leistungsexplosion BDR‘s kam spät und so wurde folgerichtig zu Beginn der Saison 2008 / 2009 noch einmal investiert und zwei weitere

Neuzugänge oft und gerne am Training teilnahmen und Benne und Dome al- leine schon damit überflügelten. Rossi, in Cloppenburg eigentlich als Verteidi-

ger ausgebildet, gefiel schnell in neuer Rolle als Mittelstürmer und spielte vor allem seine Lufthoheit gekonnt aus, während „Jeescher“ anfangs noch mit Zigarette auf dem Platz anzutreffen war und erst beim legendären Wintertrai- ning bei 30 Zentimetern in Neuschnee in kurzer Hose erstmals zur Galaform auflief. Nach einiger Anlaufzeit erar- beitete sich Rossi einen Stammplatz und bedankte sich mit hervorragenden sechs Treffern aus fünf Spielen. Eine Benne-ähnliche Bilanz, die nur durch das Vertragsende bei Rotation gestoppt wurde. Auch „Jeescher“ kam noch auf zwei Einsätze und konnte sich dabei einmal in die Torjägerliste eintragen. Beide Spieler müssen studienbedingt ein weiteres Jahr in Riesa verbringen und sind damit vereinslos - Eine trau- rige Perspektive für die talentierten Nachwuchskicker aus dem ersten Stu-

dienjahr.

Einen weiteren Kurzauftritt im Trikot von Rotation hatte der Ex-PostSV-Ge-

ra-Torjäger Jerome. Der von Double im Vorfeld des EFM 2009 ins Gespräch

Nr.

Spieler

Spiele

Beginn

Wechsel

Tore

Vorlagen

Gelb

Rot

9

Benne G.

5

3

2

7

1

-

-

17

BDR

19

11

8

5

5

-

-

--

Rossi

5

2

3

6

2

-

-

--

Jescher

2

-

1

1

-

-

-

gebrachte Sturmtank absolvierte zwei Spiele für Rotation und gefiel dabei als bulliger Angreifer. Leider blieb ihm bei seinen beiden Auftrit- ten ein Treffer verwehrt, jedoch war man sich bei Rotation einig: Jero- me wäre einer für uns gewesen! So bleibt die Erkenntnis, dass fürs Tore schießen bei Rotation in erster Linie Fobi und Lenny verantwortlich wa-

bespielbaren Positionen. Die Idealpo- sition für den laufstarken Zweikämpfer konnte in 17 Monaten nicht gefunden werden. Zu Beginn sah man in BDR

Stürmer geholt. Der kopfballstarke Rossi sollte den trainingsfaulen Benne vergessen machen und der pfeilschnel- le „Jeescher“ für frischen Wind auf den

ren, die als Einzige zweistellig trafen. Knipser im klassischen Sinne waren sie dennoch nicht, das Zeug dazu hät- ten einige Stürmer im Kader definitiv

den Strafraumwühler der Marke Ulf

offensiven Außenbahnen sorgen. Beide

gehabt.

Kirsten und setzte den Luckenwal- der dementsprechend auch vornehm- lich am und im Fünfmeterraum ein.

Transfers bewährten sich vor allem im Hinblick aus menschlicher Sicht und in Sachen Trainingsbeteiligung, da beide

.

FINALE 08/09

SPORTDIREKTOR

Sportdirektor Krautheimer half als niemand helfen wollte

Unauffällig effizient

Als Rotation im März 2009 sportlich in größte Nöte gerat, bat Krautheimer seine Hilfe an. Der ausgebildete Sport- lehrer und Fitness-Trainer sollte fortan Coach Double auf die Finger schauen. Dies tat er in seinem eigenen Stil: Un- auffällig effizient. Selten war Kraut- heimer vor Ort, wenn er allerdings in Riesa anwesend war, dann brachte der gebürtige Konstanzer neue Ideen und Konzepte ein. Das Spiel gegen den SC Riesa war der erste Auftritt Krautheimers als Sport- direktor. Sofort sorgte der MDR-Mann für die mediale Übertragung des Der- bys, wurde von seinen neuen Schütz- lingen durch eine 4:15-Klatsche bit- terböse enttäuscht. Krautheimer blieb gewohnt gelassen: „Der Anstoß klappt schon sehr gut“. Danach suchte er vor allem die Nähe zur Mannschaft. Er bot sich als Trai- ningsgast an, erhielt aber vom neuen Cheftrainer Magitsch eine Absage. Ein Indiz dafür, dass die Zusammenarbeit von Trainer und Sportdirektor prak- tisch nicht vorhanden war. „Ich brau- che keine Hilfe“, grantelte Magitsch immer wieder. Krautheimer ließ sich auf keine Diskussionen mit dem Ser- ben ein und zog sich Anfang Mai er- neut zurück. Die Leistungen von Rota- tion blieben konstant unkonstant: Das 4:4 gegen den FC Santos und ein dritter Platz beim Turnier der Berufsakademie Riesa waren wenig inspirierend. Das Einzige was man Krautheimer während den drei Monaten vorwer- fen kann, ist sein diskretes Verhalten vor dem Saisonhöhepunkt beim EFM Mitte Mai. Bei Rotation wartete man vergeblich auf ein Motivationsschrei-

ben des Hundebesitzers. „Da hätte ich mir Engagement erwartet“, meint auch Abwehrstratege Marci. Sein WG- Nachbar legte Fricke legte nach: „Ja“. Es fehlte in dieser Phase aber vor al- lem an Kommunikation mit Trainer Magitsch und Teammanager Friedel. Wären die beiden Eventler etwas mehr auf Krautheimer zugegangen, hätte man nachhaltiges aufbauen können. So blieben die Beiden in dieser Koope- ration einiges schuldig. Nach dem enttäuschenden EFM in Berlin konnte Krautheimer Rotation mit einer Einladung zu einem Grill- fest erneut überraschen. Dieses Fest war gleichzeitig die Meisterfeier der teaminternen Comunio-Runde (On- line-Fußball-Manager-Spiel) von Ro- tation, der sich der Sportdirektor be- reits im Oktober 2008 anschließ und am Ende den Vizemeistertitel feiern konnte. Bei Bier und Grillgut wurde bis spät in die Nacht beim Sportdirektor gefeiert und über Robseidler, Siggi Moardigg und lauter MDR-Granden gewitzelt. In dieser Nacht reifte auch der Gedanke zum einem Abschiedsspiel gegen die MDR-Allstars aus Leipzig. Krautheimer stellte alsbald den Kon- takt her. Dann reichte ein Anruf bei Guido de Santis, um dieses unvergess- liche Spektaktel mit den Besten der Besten des Mitteldeutschen Rundfunks zu verwirklichen. Am 22.Juni in der Soccerworld stand dann in erster Li- nie nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern die Möglichkeit zu nutzen kommende Kollegen näher kennen zu lernen und Kontakte in der Medien- welt zu knüpfen. Auch dies verdankt

Kontakte in der Medien- welt zu knüpfen. Auch dies verdankt Skipper von Weltklasseformat: Krautheimer gilt in

Skipper von Weltklasseformat: Krautheimer gilt in Fachkreisen als Anwärter auf Segel-Gold in London 2012

Foto: Krautheimer

Rotation Johannes Krautheimer. Dass er selbst bei dieser Partie nicht dabei war, ist Ausdruck seiner Arbeitsweise für Rotation: Unauffällig effizient.

DAS

WURDE

GESAGT

"Ja, bei Siegfried Moardigg“

Großer Clauß

PORTRÄT

FINALE 08/09
FINALE 08/09

Die sarkastische und überspitzte Aufarbeitung von 17 Monaten

Der Double-Fall

TEIL I:

Doubles Aufstieg

D ie Geschichte von Jannis, spä- ter genannt Double, noch spä- ter genannt Spaude, ist die

Geschichte eines jungen Mannes, der auszog um die Welt zu sehen. Anstatt im Rahmen seines Studiums auch in die Nähe des Studienortes zu ziehen, zog es der sympathische kleine Mann aus Stolzenberg vor, mehrere Kilometer entfernt in ein Wohnsilo zu ziehen und allmorgendlich eine strapaziöse Bus- reise zur Uni anzutreten. Während der Fahrt quer durch Riesa gab es immerhin

stets etwas zu sehen und zu er- l e - ben. Mit der gleichen positiven Grundhaltung umschiffte „unser Double“ jegliche Klippen als Steuermann von Rotation. Unter seiner Regie feierte das Team große Erfolge, wie den Auftaktsieg gegen Stahl und das ruhmreiche Abschneiden in Berlin. Mit seiner „etwas anderen Art“ begeis- terte Double Spieler und Fans gleicher- maßen und gewann die Herzen an der Uni mit Leichtigkeit. Unter den Sport- journalisten galt „Double“ als lustiger Zeitgenosse, immer für einen Spaß zu haben und auf Partys meist der Erste

der kommt und der Letzte der geht. Mit seinen Imitationsfähigkeiten verschaff- te sich Jannis schnell Ruhm als ausge- zeichneter Unterhaltungskünstler. Des Öfteren versammelte sich eine Men- schentraube um den Thüringer und forderte ihn auf „noch mal den Ulli zu machen“. Eine Bitte, die Double nach einigem Drängen dann auch meist nicht abschlagen konnte. Mit Double hatte Rotation zu Beginn den richtigen Trainer. Er war kein au- toritärer, sondern ein kommunikativer Typ einer neuen, aufgeschlossenen Trainergeneration. Bei den Übungs- spielen mischte er selbst gut gelaunt mit, unterbrach wenig und ließ das Spiel laufen. Dies traf auf Zustimmung

Bilder aus guten alten Zeiten: links: Coach Double mit Mittelfeldspieler Lenny beim gemeinsamen Grillabend -

Bilder aus guten alten Zeiten: links: Coach Double mit Mittelfeldspieler Lenny beim gemeinsamen Grillabend - rechts: Double im Duden: Der sympathische Stolzenberger schaffte es fast in die Ausgabe des Wörterbuches

bei seinen Spielern, die Double schätz- ten und ihn in trotz seiner exponierten Stellung als Trainer in ihrer Mitte ak- zeptierten. Coach Double schien auf dem Hö- hepunkt seines Schaffens, frisch aus Berlin zurückgekehrt und mit dem vierten Platz im Gepäck. Unumstrit- ten im Umfeld und so fest im Sattel wie sonst wohl kaum ein Trainer im Fußballgeschäft. Mit Beginn des neu- en Studienjahres dann auch endlich der langersehnte Umzug ins Zentrum. Eine grundsolide Wohngemeinschaft mit dem einzigen Manko seines ersten Trainerjahres: Stürmerflop Dome G. Doch Double stand zu seinem Fehler, teilte die Wohnung mit dem vermeint- lichen Topstürmer und überstand auch die öffentliche Kritik an der Rekord- verpflichtung ohne einen Kratzer. Verträumte Busfahrten gehörten der Vergangenheit an, der Fokus lag jetzt auf Studium, Freunden und natürlich Rotation. Durch den Umzug lag der Trainingsplatz des Teams in unmit- telbarer Reichweite. Der Trainer war - so titelten auch die Medien - „end- lich im Zentrum“ und konnte fortan durch die neue Wohnsituation sogar sämtliche Partys wahrnehmen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, den

letzten Bus zu bekommen. In der Folge bot der Trainer sogar selbst Partys an, stellte sein Wohnzim- mer als sogenannte „Rotation-Klause“ zur Verfügung und feierte mit seinem Team legendäre Fußballabende, bei de- nen sogar ein großer Affe zum Inventar gehörte, der sich schnell als Maskott- chen des Teams einen Namen machte. Double war ein guter Gastgeber und die „Klause“ etablierte sich schnell als zentrale Anlaufstelle für Rotation- Feierlichkeiten. Gemeinsam mit dem Team schmückte Jannis den Raum mit Fußball-Postern und über die Anschaf- fung einer Bierzapfanlage wollte der Trainer ebenfalls nachdenken. Double hatte bei Fans und Spielern ein Stan- ding, welches er sich nur selbst wieder zerstören konnte. Und dafür sollte er nicht einmal 12 Monate benötigen.

TEIL II DOUBLES ABSTIEG

Die Geschichte von Jannis, später ge- nannt Double, noch später genannt Spaude, ist die Geschichte eines bei- spiellosen Abstiegs, tragischer als Goethes „Leiden des jungen Werther“, zugleich aber auch unterhaltsam und

verworren wie eine Daily-Soap. Der Abstieg Doubles vom unumstrittenen Trainer von Rotation zum öffentlich als „Dreckschwein“ titulierten Spieler dauerte nicht einmal ein Jahr - Dies reichte aber aus, um aus Double einen anderen Menschen zu machen. Alles begann im Oktober 2008 als die neuen Studentinnen erstmals an der vereinseigenen Akademie zu Vorle-

erstmals an der vereinseigenen Akademie zu Vorle- sungen erschienen. Auch bei Rotati- on blieb dies nicht

sungen erschienen. Auch bei Rotati- on blieb dies nicht unbemerkt, aber schnell war man sich einig:“Da ist nichts dabei.“ Auch Double pflich- tete dem bei - Schnell hatte man be- sondere Opfer herausgepickt, die mit dem teameigenen Humor irgendwo zwischen „völlig flach“ und „oh lala“ täglich aufs Neue mit Schmähungen bedacht wurden. Besonders unterhalt- sam dabei, die „Motorrad“-Witze, die schnell im Team kursierten. Schnell wurden die „Mopped“-Witze zum Klassiker, das gesamte Team stimmte grinsend in den Chor aus Frotzeleien ein. Auch Double misch- te munter mit, bis bei der legendären Weihnachtsfeier bei „Bönsch“ dann plötzlich der Rotation-Coach in der Nähe des Moppeds zu finden war und man sich angeregt unterhielt. Kritisch beäugten die Mitspieler das Gesche- hen, als sie die Party schließlich ver- ließen, blieb der einstige Startrainer in der Nähe des Motorrads, unbestätigten Gerüchten zur Folge nahm er sogar erstmals auf dem Sozius Platz. Nach einigen mehr als privaten Kommen- taren auf der Pinnwand des Moppeds, überrascht von den Teamkameraden zur Kenntnis genommen, war endgül-

PORTRÄT

FINALE 08/09
FINALE 08/09
Wenn Mittwochs Europas beste Fuß- ballmannschaften in der Champions League die Klingen kreuzten saß Spau-
Wenn Mittwochs Europas beste Fuß-
ballmannschaften in der Champions
League die Klingen kreuzten saß Spau-
de mit dem Mopped auf dem Sofa und
schaute sich auf Pro Sieben Arztserien
an. Als dies öffentlich wurde, kippte
die Stimmung komplett. Ein Mitspieler
erinnert sich:“Auf einmal hassten ihn
alle.“

Wirrwarr im Kopf? Links: Doubles Gedanken kreisten plötzlich andere Dinge, nur nicht um Rotation Rechts: Double begann sogar zu rau- chen - allerdings nur für eine Fotomontage

tig klar: Spaude und Mopped - Das ist was Festes. In den Folgewochen nach Weihnachten veränderte sich Double immer mehr. Wiederholt schwänzte er Trainings- einheiten - Dabei war es dem Fuß- balllehrer egal, dass sein Team ohne sportliche Führung ratlos alleine im Sportpark Elbe stand. Auch Hausbesu- che von Fobi und Lenny änderten da- ran nichts. Erstmals stellten sich auch Freunde gegen den ehemaligen Kult- Trainer aus Stolzenberg: „Ich sag‘ da nix mehr zu“, gab jemand kopfschüt- telnd zu Protokoll. Andere gingen noch härter ins Gericht: „Es ist Schluss für Double.“ Die Leidenschaft Spaudes fürs Motor- rad-Schrauben nahm immer weiter zu. Gesellige Mannschaftsabende fanden fortan nur noch ohne Spaude statt. Mit- telfeldmann Lenny äußerte erstmals offen die Meinung des Teams über die neue Leidenschaft des Coaches und wurde in der Folge von Beiden als Urheber aller Schmähungen auser- koren und für die Kollektivablehnung des Moppeds verantwortlich gemacht. Der Hannoveraner, der Spaude einst mit einem Schlafplatz und Frühstück

ausstattete und ihm sogar unentgelt- lich eine neue Spüle baute, hinterher enttäuscht:“Das hätte ich nicht erwar- tet.“ Mitten hinein in diese unglaublichen Szenen geriet auch die Demission Doubles als Coach von Rotation. Die untrainierte Elf Spaudes geriet nach einer schwachen Leistung gegen Stahl Riesa mit 6:9 unter die Räder - Fast schon unweigerlich geschah am Abend nach dem Spiel das Unausweichliche:

Double wurde entlassen, Jaroslaw Ma- gitsch als neuer Cheftrainer installiert. Auch dies geschah nicht geräuschlos. Stark angetrunken fiel Double auf ei- ner kleinen Feier nach dem Spiel aus dem Rahmen, bepöbelte Fans und Spieler und griff dem neuen Coach Magitsch ins Gesicht. Dieser hinterher cool:“Immerhin hab ich noch ein Ge- sicht was ich verlieren kann.“ Weitere Tiefpunkte folgten fast schon täglich. Vorlesungen besuchte der Stol- zenberger kaum noch, beim wichtigs- ten Rotation-Turnier der Saison spielte Spaude 2 Minuten und verschuldete prompt ein Gegentor. Eine Comunio- Abschlussfeier bei Sportdirektor Krautheimer boykottierte er ebenfalls.

Üble Fouls im Training gegen einstige Schützlinge oder von Sportjournalis- mus-Dozenten arg kritisierte Texte - Aus dem einstigen freundlichen Jannis war „Spaude du Dreckschwein“ gewor- den. Ein Ruf der sich an der gesamten Akademie schnell etablierte und fort- an von nahezu allen Rotierern benutzt wurde. Das unumstößliche Mitglied von Rotation war zur Randfigur ge- worden, immer mit einem Bein vor der Suspendierung. Ob Double auf seinem Motorrad noch einmal komplett die Kurve kriegt und sich im Team rehabilitieren kann, hängt vor allem von der eigenen Bereitschaft ab. Mit dem Vertragsende bei Rota- tion am 30.6. diesen Jahres beginnt für Double direkt die „Crunch-Time“. Nachschreibeprüfungen, keine Mit- fahrten bei Fobi, eine Spüle wird ihm auch keiner mehr bauen. Ob Rotations einstiger Erfolgstrainer sich bewusst für dieses Leben entschieden hat und glücklich wird, ist ihm zu wünschen und bleibt dennoch fraglich. Zu hoffen ist, dass das Ende anders verläuft als in der tragischen Geschichte der Leiden des jungen Werthers.

FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Robert Fritzsche Spitzname Fobi   Position Abwehr, ansonsten
FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Robert Fritzsche Spitzname Fobi   Position Abwehr, ansonsten
FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Robert Fritzsche Spitzname Fobi   Position Abwehr, ansonsten
FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Robert Fritzsche Spitzname Fobi   Position Abwehr, ansonsten

FINALE 08/09

STECKBRIEFE

Name

Robert Fritzsche

Name Robert Fritzsche

Spitzname

Fobi

 

Position

Abwehr, ansonsten Mittelfeld

 

Sportliche Vorbilder

Sebastian Deisler

 

Bestes Spiel

Ich war immer überragend

 

Bester Robseidler-Hit

„Wir leben alle in der Robseidler-Welt“

 
 

Name

Nino Müller

Spitzname

-

Position

Offensives Mittelfeld

Sportliche Vorbilder

Muhammed Ali

Bestes Spiel

Erster Tag Berlin 2008

Bester Robseidler-Hit

„In the Name of Maaß“

Name

Jannis Schubert

Spitzname

Tyce, Double

Position

Coach und Abwehr

Sportliche Vorbilder

Roman Tyce, Boris Becker, Heinz Harald Frentzen, Stephane Chapuisat

Bestes Spiel

Gegen Slubfurt, EFM 2008

Bester Robseidler-Hit

„Robseidler & Maaß / Der Robse ist ein Muldensohn“

Name

Richard Bischoff

Name Richard Bischoff

Spitzname

BDR

 

Position

Außenverteidiger, Mittelfeld defensiv und au- ßen, Mittel- und hängender Stürmer

 

Sportliche Vorbilder

Uli Potofski

 

Bestes Spiel

beim Unihockey und Poznan 2008

 

Bester Robseidler-Hit

„Robseidler ist ein Muldensohn“

Unihockey und Poznan 2008   Bester Robseidler-Hit „Robseidler ist ein Muldensohn“ Finale 2008/09 - 33
FINALE 08/09
FINALE 08/09

STECKBRIEFE

FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Robert Kindt Spitzname MagiC / Magitsch Position Legende Sportliche
FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Robert Kindt Spitzname MagiC / Magitsch Position Legende Sportliche
FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Robert Kindt Spitzname MagiC / Magitsch Position Legende Sportliche

Name

Robert Kindt

Spitzname

MagiC / Magitsch

Position

Legende

Sportliche Vorbilder

Zidane und Scholl

Bestes Spiel

Stahl Riesa 9:3 - DAS Tor

Bester Robseidler-Hit

„Eismann in den Zoo“

Name

Benjamin Pammer

Spitzname

Ben

Position

Defensiver Allrounder, Duce

Sportliche Vorbilder

Vorbilder nicht, aber Woods, Jordan, Ali, Zidane sowie Nedved waren und sind schon beeindru- ckend - Ansonsten John Daily!

Bestes Spiel

Halbfinale EFM 2008 & ich wurde MVP!

Bester Robseidler-Hit

Hier, das was Scooter gecovert hat

Name

Lennart Wermke

Spitzname

Lenny

Position

Mittelfeld rechts / offensiv

Sportliche Vorbilder

Paolo Guerrero, Dembele, Basti Schulz

Bestes Spiel

Das erste Spiel gegen Stahl (Elfmeter ver- schossen, aber schönstes Tor für Rotation) und die Gruppenspiele gegen Poznan in Berlin.

Bester Robseidler-Hit

„36° und Robse Seidler“, da geht nichts drüber!

Poznan in Berlin. Bester Robseidler-Hit „36° und Robse Seidler“, da geht nichts drüber! Finale 2008/09 -
Poznan in Berlin. Bester Robseidler-Hit „36° und Robse Seidler“, da geht nichts drüber! Finale 2008/09 -
Poznan in Berlin. Bester Robseidler-Hit „36° und Robse Seidler“, da geht nichts drüber! Finale 2008/09 -
Poznan in Berlin. Bester Robseidler-Hit „36° und Robse Seidler“, da geht nichts drüber! Finale 2008/09 -
FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Christian Markert Spitzname Fleischer Position Abwehr, ansonsten Sturm
FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Christian Markert Spitzname Fleischer Position Abwehr, ansonsten Sturm
FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Christian Markert Spitzname Fleischer Position Abwehr, ansonsten Sturm

FINALE 08/09

STECKBRIEFE

Name

Christian Markert

Spitzname

Fleischer

Position

Abwehr, ansonsten Sturm

Sportliche Vorbilder

Ulf Kirsten, Steffen Karl

Bestes Spiel

gegen FC Santos, weil 2 Tore und danach lecker gegrillt

Bester Robseidler-Hit

„Marmor, Stein und Eisen bricht “

Name

Marcel Braune

Spitzname

Marci

Position

Linker, rechter Verteidiger

Sportliche Vorbilder

René Ledwoch, Kevin Prince Boateng

Bestes Spiel

Rotation - Stahl Riesa 9:3

Bester Robseidler-Hit

„36 Grad und Robseidler“

Name

Frank Hofmann

Spitzname

Basler

Position

Linkes Mittelfeld

Sportliche Vorbilder

Piotr Trochowski

Bestes Spiel

Bestes sicherlich das erste gegen Stahl

Bester Robseidler-Hit

„Es ist geil Robseidler zu sein“ „Eismann in den ZOO“

Stahl Bester Robseidler-Hit „Es ist geil Robseidler zu sein“ „Eismann in den ZOO“ Finale 2008/09 -
Stahl Bester Robseidler-Hit „Es ist geil Robseidler zu sein“ „Eismann in den ZOO“ Finale 2008/09 -
Stahl Bester Robseidler-Hit „Es ist geil Robseidler zu sein“ „Eismann in den ZOO“ Finale 2008/09 -
Stahl Bester Robseidler-Hit „Es ist geil Robseidler zu sein“ „Eismann in den ZOO“ Finale 2008/09 -
FINALE 08/09
FINALE 08/09

STECKBRIEFE

FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Thomas Friedrich Spitzname Friedel Position hängende Spitze, zentrales
FINALE 08/09 STECKBRIEFE Name Thomas Friedrich Spitzname Friedel Position hängende Spitze, zentrales

Name

Thomas Friedrich

Spitzname

Friedel

Position

hängende Spitze, zentrales Mittelfeld

Sportliche Vorbilder

Steven Gerrard, Diego, Paul Gascoigne, George Best

Bestes Spiel

Könnte mich nicht erinnern je ein bestes Spiel abgeliefert zu haben! Mein Wichtigstes Spiel kommt wohl erst nach der OP.

Bester Robseidler-Hit

„Knockin on Robseidlers Door“

Name

Robin Seidler

Spitzname

Robseidler, Robse

Position

Torwart, Defensives Mittelfeld

Sportliche Vorbilder

Alexander Frei, Thomas Hässler

Bestes Spiel

1:0 beim Derbysieg gegen Torpedo ,3 :3 gegen Hausdorf – Beides mit den Haude- gen. Bei Rotation: Mein Tor gegen Stahl

Bester Robseidler-Hit

„Soll ich mich selber feiern, oder wie?“

Mein Tor gegen Stahl Bester Robseidler-Hit „Soll ich mich selber feiern, oder wie?“ Finale 2008/09 -
Mein Tor gegen Stahl Bester Robseidler-Hit „Soll ich mich selber feiern, oder wie?“ Finale 2008/09 -
Mein Tor gegen Stahl Bester Robseidler-Hit „Soll ich mich selber feiern, oder wie?“ Finale 2008/09 -

Wie der Mythos Robseidler entstand

Colditzer

Kultfigur

„S eidler ist schon ein Original.“ Diese treffende Feststellung von Rotation-Sportdirektor Kraut- heimer ist nur eine der Erklärungsversuche für

den wahrscheinlich umschwärmtesten Rotierer und popu- lärsten MARie-Studenten überhaupt. Seidler, ein sonst in Sachen Gewöhnlichkeit irgendwo zwischen Schmidt und Meier angesiedelter Nachname und der zugehörige Vorna- me Robin sind bei Rotation Synonym für einen Mythos - Den Mythos Robseidler. Wie genau Robseidler zu dem wurde was er heute ist, kann nicht mehr widerspruchsfrei geklärt werden. Klar ist: Im ersten Studienjahr, in einer Zeit in der Fobert noch Ro- bert hieß und Spaude noch Jannis begann Robseidler seine Laufbahn bei Rotation noch als Robin. Fußballbegeistert, trinkfreudig, lustig - Robseidler unterschied sich von seinen Kommilitonen höchstens äußerlich. Die ersten Auffälligkei- ten um den sympathischen Muldentaler ergaben sich erst bei der Freizeitgestaltung. Das von Robseidler angeführte Frei- zeitteam „de Haudegen“ und die nebenberufliche Tätigkeit bei „Radio PSR“ riefen Erstaunen bei den Studenten hervor. Das hohe Alter Robseidlers (lange Zeit ein großes Geheim- nis) trug dann ebenfalls dazu bei, dass der Rotation-Keeper von seinen Mitspielern einige Frotzeleien ertragen musste. Wenig später war es die Sitzposition Robseidlers, die dem Team ein Schmunzeln abnötigte. Egal wie die Sitzordnung in den Räumen der Akademie war - Robseidler verteidig- te stets rechts hinten. Altes Gebäude, neues Gebäude, Computerkabinett. Rechts hinten gesetzt: Robseidler. Mit einer beeindruckenden Konstanz schaffte es der Kultkeeper, sich immer seine Wunschposition zu sichern, meist vor der Ankunft der Mitstudenten schon mit Zeitung, etwas Obst und spätestens nach der ersten Pause auch Neapolitaner und Mettbällchen belegt.

Dies alles verschaffte Robseidler schnell Kultstatus - Aber wie kam der Mulden-

FINALE 08/09

sohn zu seinem Namen? Ge- nau genommen krönte sich Ro- tations Ersatz- keeper selbst. Schon immer mit dem Spitznamen „Robse“ bedacht, benannte sich der findige Robseidler vor geraumer Zeit im Online-Portal studiVZ in „Rob Se“ um, was freilich im Team nicht un- bemerkt blieb. Diese Steilvorlage g e p a a r t mit der

PORTRÄT

Die besten Schnappschüsse: Rechts: Robseidler im legendären Hässler- Trikot, Oben: Enttäuschung über die Leistung

Die besten Schnappschüsse: Rechts: Robseidler im legendären Hässler- Trikot, Oben: Enttäuschung über die Leistung seiner Borussia – Unten:

Robseidler gut gelaunt in Salbitz

Dopplung der Silbe „Se“ in Vor- und Nachnamen etablierte sich schnell, so dass „Robseidler“ mittlerweile nicht nur in Studentenkreisen als feststehen- der Begriff etabliert ist. Selbst Dozenten nutzen mittlerwei- le vornehmlich diese Bezeichnung, feiern den bekennenden Damenhand- ballfan als „Kult“ und diskutieren lei- denschaftlich mit ihm über die jüngs- ten Leistungen der Freundin von Per Mertesacker. Robseidler weiß überall Bescheid. Mit Spannung lauschte das Team seinen Anekdoten als erster deut- scher Journalist bei der WM 1978, den Erfahrungen als Korrespondent beim ersten 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1967 und natürlich den vielen Geschichten rund um die Damenab- teilung des Handballclubs Leipzig, bei denen Robseidler in mittlerweile per- fektem schwedisch mit den Kampfqua- draten aus dem Rückraum plaudert. Dies alles würde weithin reichen, um

sich einen Platz in den

Rotation-An-

nalen zu si- chern. Doch einem Robseidler reicht dies nicht. Die Kultfigur aus Colditz erfindet sich immer wieder neu, zu- letzt begeisterte der Rotation-Senior mit seiner neugewonnen Schlagfertig- keit, die Mitspieler und Dozenten fort- an zu spüren bekamen. Schnell machte der Begriff des „Robseidler 2.0“ die Runde und der Muldensohn hatte es wieder einmal geschafft, für Schlag- zeilen zu sorgen. Souverän blockte er den Versuch des Muijsers ab, sich den Platz als Kultkicker Nummer 1 zu erarbeiten. Dieser hatte zu Beginn des zweiten Studienjahres mit einigen kontroversen Auftritten dafür gesorgt, Robseidler als Kultfigur zu beerben, musste jedoch bereits nach wenigen Monaten wegen eines „Burn-Out“- Syndroms aufgeben. Hätte der Muijser eine Chance gehabt? Robseidler cool:

„Erst de Prüfung abwarten.“ Robseidler 2.0, ein Mann über den ganze Bücher mit Geschichten zu füllen wären. Egal ob es das erfolgrei- che Boykottieren sämtlicher Uni- Aktivitäten mit den

allerfadenschei-

nigsten Gründen, das grundsätzliche Nichtbeantworten von Anrufen, das fast schon provoka-

Nichtbeantworten von Anrufen, das fast schon provoka- tiv offene Zeitunglesen in Vorlesungen oder das vehemente
Nichtbeantworten von Anrufen, das fast schon provoka- tiv offene Zeitunglesen in Vorlesungen oder das vehemente

tiv offene Zeitunglesen in Vorlesungen oder das vehemente Schwänzen von Partys ist, welches Robseidler schon einmal zu nachtschlafener Zeit einen Hausflur voller betrunkener Rotierer bescherte, die den Kultkeeper lautstark aufforderten, endlich auf die Party zu kommen. Robseidler ist eine Legende und war für Rotation unersetzlich, als Mensch, als Spieler als Kultfigur. Er ist eben, was er ist: Ein Original.

als Kultfigur. Er ist eben, was er ist: Ein Original. DAS WURDE GESAGT "Wenns läuft, dann

DAS

WURDE

GESAGT

"Wenns läuft, dann läufts“

Robseidler (25)

STATISTIK

FINALE 08/09

STATISTIK

War BDR wirklich so blind, Double so beschämend?

STATISTIK War BDR wirklich so blind, Double so beschämend? Legende: B= Von Beginn an W=Wechsel T=Tore
STATISTIK War BDR wirklich so blind, Double so beschämend? Legende: B= Von Beginn an W=Wechsel T=Tore

Legende: B= Von Beginn an W=Wechsel T=Tore V=Vorlagen G=Gelb R=Rot SP=Scorerpunkte

an W=Wechsel T=Tore V=Vorlagen G=Gelb R=Rot SP=Scorerpunkte Nachspielzeit Taktik den weiteren Weg zu planen. Geplant

Nachspielzeit

Taktik den weiteren Weg zu planen. Geplant Offensiv spielen. Nie unacht- sam in der Stunde des Sieges sein. Die Wahrheit liegt ja bekanntlich auf dem Platz. Und im Leben. Wie auch im Fußball kommt es für kommende Manager an, Führungspositionen zu bekleiden. Seit kämpferisch aber vor allem: Seid kreativ! Steht auf, wenn ihr mal im Schlamm ausrutscht. Und

Die 90 Mi- nuten eures Spiels an der MARie sind nun vorbei. Doch nun geht es erst richtig los. Egal ob ihr nun gewonnen oder verloren habt. Ihr seid weiter. Dabei ist es jetzt wichtig, mit einer guten

macht weiter! Nehmt Eure Mitstreiter immer voll mit und motiviert sie und euch zu Höchstleitungen. Dann ist der Sieg euer!

Viel Erfolg

Der

& Ex-Rotierer

Lehrling

eines

Globetrotters

2007 - 2009 Finale 2008/09 - 40

2007 - 2009