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Verben mit Nominativ als zweiter Verbergänzung gibt es nicht nur wenige.

Beispiel: Nominativ + Nominativ


bleiben: Er bleibt ein schlechter Mensch.
Nominativ 1: Er
Nominativ 2: ein schlechter Mensch
Verb: bleiben [Nom] + [Nom]
Weitere Verben mit Nominativ als zweiter Verbergänzung:

heißen: Der Berg heißt Großer Arber.


scheinen: Die Einführung der Autobahngebühr scheint ein großer Erfolg.
sein: Er ist ein guter Sportler.
werden: Er wird ein guter Arzt.

Herr Kleist wollte für seinen Urlaub sehr wenig Geld ausgeben. Er ging ins Reisebüro und sprach mit Herrn Vogt
über Preise für Fahrkarten und Pensionen. Er fand aber alles viel zu teuer.
Herr Vogt fragte ihn darauf: “Haben Sie schon einmal eine Tour durch unsere Stadt gemacht?”
Herr Kleist antwortete: “Nein, das habe ich noch nie getan.”
Herr Vogt schlug vor: “Bleiben Sie doch zu Hause, und lernen Sie unsere Stadt besser kennen.” Herr
Kleist entschied sich dafür, denn es war eine gute Idee.
Er verbrachte also seinen Urlaub zu Hause. Es gibt viel in der Stadt zu tun und sich anzuschauen, und jeden
Tag tat er etwas Interessantes. Er machte drei Stadtrundfahrten, ging durch die Parks spazieren, und so lernte er
seine eigene Stadt kennen. Sonntags besuchte er Museen, und danach lud er Freunde zu sich ein.
Nachmittags arbeitete er im Garten, und abends sass er stundenlang im Wohnzimmer und sah fern.
Er hatte einen besseren Urlaub zu Hause, und musste nicht so viel Geld ausgeben.

Haupt Verb am Ende infinitiv

1. Modal Verben 2. Lassen 3. Konjunktiv II 4. Futur I 5.infintiv mit zu

aduso – aber, denn, und, so, oder kommen immer Position null.
Infinitiv mit zu

Im Allgemeinen müssen Infinitivsätze mit zu immer dann gebildet werden, wenn das Verb aus dem Hauptsatz sich auf die
Handlung des Nebensatzes bezieht.

„Ich versuche, das Tor zu treffen.“

„Versuchen“ bezieht sich hier auf die Handlung „treffen“ im Nebensatz. Deswegen wird der Infinitiv mit zu benutzt.

„Ich schlage vor, heute Abend ins Kino zu gehen.“

⇒ Ich schlage eine Handlung vor: „gehen“ ⇒ zu + Infinitiv

Man kann das Selbe auch mit einem „dass-Satz“ ausdrücken:

„Ich schlage vor, dass wir heute Abend ins Kino gehen.“

Im Beispiel ist das Subjekt im HS nicht mit dem Subjekt vom NS identisch. Aber: Wenn das Subjekt im Nebensatz nicht
wichtig ist, da es allgemein bekannt ist oder nur ein bestimmtes vom Sinn her möglich ist, kann immer der Infinitivsatz mit
zu gebildet werden.

Welche Verben nutzen den Infinitiv mit zu? Ohne nomen + haben und konstruktionen mit es.

1- Alle Verben, die sich zwingend auf eine Handlung beziehen, nutzen den Infinitiv mit zu:

aufhören, stoppen, beginnen, anfangen, verbieten, vergessen, versprechen, versuchen, vorhaben, warnen vor, sich
weigern.

⇒ Diese Verben beziehen sich fast immer auf eine 2. Handlung und können auch nicht durch einen „dass-Satz“ ersetzt
werden.

2- Alle Verben, die eine „dass-Satz“ Ergänzung nutzen können: (Siehe: „dass“ - Sätze)

glauben, denken, meinen, hoffen, wissen, entscheiden, scheinen,…

⇒ Hier muss das Subjekt im Hauptsatz und im Nebensatz aber gleich sein. Sonst funktioniert nur der „dass“ - Satz.

„Ich hoffe, dass ich bald perfekt Deutsch spreche.“

„Ich hoffe, bald perfekt Deutsch zu sprechen.“

⇒ Hier sind beide Formen möglich, da das Subjekt im Hauptsatz das Selbe ist wie im Nebensatz.

„Ich hoffe, dass du bald wieder zu Hause bist.“

⇒ Hier ist nur der „dass“ - Satz möglich, weil das Subjekt im Hauptsatz nicht das Selbe wie im Nebensatz ist.

 Infinitiv mit zu gilt für alle Verben, außer: Modalverben, gehen, fahren, bleiben, kommen, lassen, sehen und hören.

„Ich soll heute noch Hausaufgaben machen.“ (Modalverb ⇒ kein Inifnitiv mit zu)

„Ich gehe morgen mit meinem Bruder einkaufen.“ (gehen ⇒ kein Inifnitiv mit zu)