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Feedback BA109 „Portfolio – Kompetenzen reflektieren“
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BA109 „Portfolio – Kompetenzen reflektieren“
Inhalte 1. Was ist Feedback? 2. Warum Feedback (das Johari-Fenster) 3. Regeln zum Geben von

Inhalte

1. Was ist Feedback?

2. Warum Feedback (das Johari-Fenster)

3. Regeln zum Geben von konstruktivem Feedback

4. Regeln zum Annehmen von Feedback

5. Feedback-Kultur

6. Feedback und Portfolio

Literatur s. Orientierungshandout

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1. Was ist Feedback?

 

Einer Person in der Haltung gegenseitigen Respekts mitteilen, wie ich ihr Verhalten erlebe oder ihre Arbeit einschätze.

 

• (Konstruktives) Feedback ist eine Mitteilung an ein Gegenüber, in der subjektive Beobachtungen zu dessen Verhalten, Haltung und Wirkung auf die Umwelt mitgeteilt werden.

Im Lernkontext zeigt Feedback den erreichten Stand der Kompetenzen auf, weist auf Fehler und Lücken hin und macht Lernfortschritte sichtbar (vgl. Krause 2007). Es dient somit als Instrument des (praxisorientierten) Lernens (vgl. Landwehr 2003).

 

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2. Warum Feedback? Das Johari-Fenster (vgl. Fengler 2004)

 
 

mir selbst bekannt/

mir selbst unbekannt/

andern bekannt:

andern bekannt:

Öffentliche Person

Blinder Fleck

Privatperson

Unbekanntes

mir selbst bekannt/

mir selbst unbekannt/

andern unbekannt:

andern unbekannt:

 

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Ziele des Feedbacks • Einander Gelungenes bestätigen und Hinweise auf noch zu verbessernde Aspekte geben,

Ziele des Feedbacks

• Einander Gelungenes bestätigen und Hinweise auf noch zu verbessernde Aspekte geben, um konkrete Veränderungsperspektiven aufzuzeigen und Lernprozesse auszulösen

• Die Rückmeldungen für den Selbstreflexionsprozess und die Persönlichkeitsentwicklung nutzen können

• Über Feedback die eigene Leistungseinschätzung überprüfen können

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3. Regeln zum Geben von konstruktivem Feedback 1. Perspektiven zur Veränderung aufzeigen (d. h. nur

3. Regeln zum Geben von konstruktivem Feedback

1. Perspektiven zur Veränderung aufzeigen (d. h. nur ansprechen, was vom Gegenüber auch verändert werden kann, was veränderbar ist).

2. FB soll beschreibend, nachvollziehbar, nicht wertend sein.

3. Dem Gegenüber ein faires Urteil zutrauen.

4. Im FB soll zwischen persönlichen Beobachtungen und (subjektiven) Gefühlen unterschieden werden. An erster Stelle werden Beobachtungen genannt.

5. FB soll auf konkretes Verhalten/konkrete Beobachtungen gestützt und nicht verallgemeinernd sein.

6. FB soll deutlich als subjektive Botschaft formuliert sein (Ich-Botschaften).

7. FB soll positive und negative Aspekte beinhalten.

8. FB soll reversibel sein (so formuliert, wie ich es selbst auch annehmen könnte).

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    4. Regeln zum Annehmen von Feedback 1. Ruhig zuhören und FeedbackgeberIn ausreden lassen.
   

4.

Regeln zum Annehmen von Feedback

1. Ruhig zuhören und FeedbackgeberIn ausreden lassen.

2. Sich weder rechtfertigen noch verteidigen

3. Genaue Aussagen/Beobachtungen verlangen, allenfalls auch nachfragen, wie etwas gemeint ist.

4. Lernchancen sehen und akzeptieren

5. Selbst entscheiden, welche Hinweise aufgenommen und umgesetzt werden

Feedback beschreibt, was jemand im Moment aus seiner Perspektive an mir wahrnimmt – es ist keine absolute, objektive Aussage über mich! (Im Sinne der „doppelten Subjektivität“ nach Landwehr 2003, S.9)

 

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Subjektivität“ nach Landwehr 2003, S.9)   7     5. Feedback-Kultur • Eine konstruktive
   

5.

Feedback-Kultur

Eine konstruktive Feedbackkultur benötigt einen offenen Umgang mit Fehlern und Unvollkommenheiten: ‚Fehler‘ sind wertvolle Hinweise im Lernprozess!

- Sie setzt gegenseitigen Respekt und grundsätzliches Wohlwollen voraus: Es kann unangenehm sein, mit ‚blinden Flecken‘ seines Selbstkonzepts konfrontiert zu werden! (siehe JOHARI-Fenster)

Feedback wird als Möglichkeit zur Optimierung des eigenen Handelns eigenverantwortlich genutzt (vgl. Landwehr 2003, S. 16) und gehört zur Lehr-Lernkultur an der HSA.

 

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6. Feedback und Portfolio • Reflexionsfähigkeit wird praktisch angewendet im Geben und Empfangen von Feedbacks

6. Feedback und Portfolio

• Reflexionsfähigkeit wird praktisch angewendet im Geben und Empfangen von Feedbacks

• Feedback und Dialoge über die Erfahrungen und Produkte im Prozess des Kompetenzerwerbs ergänzen die Selbstreflexion durch den Blick von aussen

• Im kollegialen Austausch wird auch der Lernprozess der Mitstudierenden zum Gegenstand der Reflexion und die Reflexion wird dadurch vertieft und erweitert

• Feedback macht meinen Lernprozess bedeutsam und den Kompetenzerwerb sichtbar! (vgl. Krause, 2007, S. 48)

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