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Intermediäre Vererbung

Was ist ein intermediärer Erbgang? Definition und Beispiel:


Erbgänge mit Bezug auf den Zusammenhang von Genotyp und Phänotyp
lassen sich in drei verschiedenen Formen klassifizieren. Dabei wird
zwischen dominant-rezessiven, kodominanten und intermediären
Erbgängen unterschieden.
Während bei dominant-rezessiven Erbgängen immer nur ein Merkmal-, und
bei kodominanten Erbgängen beide Merkmale im Phänotyp in Erscheinung
treten, zeichnen sich intermediäre Erbgänge durch eine Mischform beider
Allele aus. Bedeutet im konkreten Fall, dass weder das eine, noch das
andere Allel in der ersten Filialgeneration phänotypisch auftritt. Dies wird im
folgenden Beispiel deutlich: Bei der Kreuzung von zwei verschiedenfarbigen
Blumen (weiß und rot) mit intermediärem Erbgang, kommt es in der ersten
Filialgeneration (F1-Generation) durchweg zu einer neuen rosafarbenen
Zwischenform.

Denkt man dieses Beispiel weiter, käme es in der zweiten Filialgeneration


(F2-Generation) dann im Sinne der Spaltungsregel im Verhältnis 1
(homozygot rot) zu 2 (heterozygot rosa) zu 1 (homozygot weiß) zu einem
Auftreten aller drei Phänotypen.
Übrigens: Der Begriff der Intermediären Vererbung leitet sich aus dem
lateinischen ab (lat: inter = zwischen; medius = liegen;) und bedeutet soviel
wie "dazwischenliegend".

Zusammenfassung
Bei intermediärer Vererbung bzw. einem intermediären Erbgang
kommt es zu einer gemischten Merkmalsausprägung von
mindestens zwei unterschiedlichen Allelen.
Kreuzt man in einem intermediären Erbgang zwei
verschiedenfarbene Blumen, weisen in der F1-Generation alle
Blumen die Mischform auf. In der F2-Generation treten alle drei
Phänotypen im Verhältnis 1:2:1 auf.