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CHINA FRAGMENTE

VON TORSTEN SCHWANKE

BUDDHA-POEM

DER ZORN

Gib den Zorn auf; verzichte auf den Stolz;


Transzendiere alle weltlichen Bindungen.
Keine Leiden berühren die Person,
Die sich nicht auf Namen und Formen richtet,
Wer anruft nichts als Eigenes.
Wer sich zurückhält wie ein Wagen vom Weg abgekommen,
Den kann man einen wahren Fahrer nennen;
Andere halten nur die Zügel.
Überwindung von Zorn durch Liebe;
Überwindung des Falschen durch das Gute;
Überwindung des Geizes durch Großzügigkeit
Und der Lüge durch die Wahrheit.
Sag die Wahrheit; errege keinen zum Zorn;
Gib, auch wenn wenig erbeten wird.
Diese drei Stufen führen dich zu den Göttern.
Die Weisen, die niemanden verletzen,
Die immer ihre Körper steuern,
Die gehen an den unveränderlichen Ort,
Wo, wenn sie gegangen sind, sie nicht mehr leiden.
Diejenigen, die sich immer bewusst sind,
Die studieren, Tag und Nacht,
Die nach dem Nirwana streben,
Die kommen mit ihren Leidenschaften zu Ende.
Dies ist ein altes Sprichwort, Atula, nicht nur von heute:
„Sie beschuldigen die Person, die still ist;
Sie beschuldigen die Person, die viel redet;
Sie beschuldigen die Person, die in Maßen spricht;
Es ist niemand auf der Erde,
Der nicht verantwortlich gemacht wird.“
Es gab nie, wird nie geben, noch gibt es jetzt,
Wer nie verantwortlich gemacht wird,
Oder jemand, der immer gelobt wird.
Aber diejenige, die das Lob verdienen,
Kontinuierlich Tag für Tag ohne Fehler zu sein,
Weise, reich an Wissen und Tugend,
Wer würde es wagen, diese Person zu beschuldigen,
Die ist wie eine Goldmünze aus dem Jambu-Fluss?
Dass man gelobt wird sogar von den Göttern!
Achte auf die körperliche Wut
Und kontrolliere deinen Körper.
Lass ab von dem Unrecht des Körpers
Und übe Tugend mit deinem Körper.
Beachte die Wut der Zunge
Und kontrolliere deine Zunge.
Lass ab von dem Unrecht der Zunge
Und übe Tugend mit der Zunge.
Achte auf die Wut des Geistes
Und steuere deinen Geist.
Lass ab vom Unrecht des Geistes
Und übe Tugend mit deinem Geist.
Die Weisen, die ihre Körper steuern,
Die kontrollieren ihre Zunge,
Die Weisen, die ihren Geist kontrollieren,
Sind wirklich selbstbeherrscht.

DAS BEWUSSTSEIN

Bewusstsein ist der Weg der Unsterblichkeit;


Gedankenlosigkeit ist der Weg des Todes.
Diejenigen, die bewusst sind, sterben nicht.
Die gedankenlos sind, sind schon wie tot.
Der Weise dies klar versteht,
Er hat Freude am Bewusstsein
Und findet Freude an dem Wissen der Edlen.
Diese Weisen, meditativ, ausdauernd,
immer mit starken Anstrengung,
Erreichen das Nirwana, höchstes Glück und Frieden.
Wenn eine Person wach ist, bewusst,
Aufmerksam, rein, rücksichtsvoll,
Selbstbeherrscht und des Lebens Pflichten tut,
Der Ruhm der Person wird zunehmen.
Durch Erwachen des Bewusstseins,
Durch Zurückhaltung und Kontrolle,
Der Weise für sich selbst machen kann
Eine Insel, die keine Flut überwältigen kann.
Narren folgen der Eitelkeit,
Sind unwissend und nachlässig.
Der Weise hält das Bewusstsein für seinen besten Schatz.
Folge nicht der Eitelkeit
Noch dem sinnlichen Genuss und der Lust.
Wer meditiert mit Bewusstsein, erlangt große Freude.
Wenn die Weisen erobern
Die Gedankenlosigkeit mit dem Bewusstsein,
Die Terrassen der Weisheit erklettern,
Frei von Traurigkeit, die traurige Masse unten sehend,
Sie richten den Blick auf die Narren,
Wie man vom Gipfel
Diejenigen erblickt, die auf auf der Ebene stehen.
Im Bewusstsein unter den Gedankenlosen,
Wach unter den Verschlafenen,
Die Weisen machen Fortschritte,
Wie ein Rennpferd hinter sich lässt den langsamen Gaul.
Durch das Bewusstsein stieg Indra auf zum König der Götter.
Die Leute loben das Bewusstsein;
Gedankenlosigkeit ist immer verächtlich.
Ein Bettler Freude am Bewusstsein findet,
Der sieht mit Angst auf die Gedankenlosigkeit,
Bewegt sich wie das Feuer,
Verbrennt alle Beschränkungen, klein oder groß.
Ein Bettler Freude am Bewusstsein findet,
Der sieht mit Angst auf die Gedankenlosigkeit,
Der kann nicht abfallen von der Wahrheit,
Ist aber ins Nirwana eingegangen.

DIE BLUMEN

Wer wird erobern diese Welt


Und die Welt des Todes und der Götter?
Wer wird den klaren Weg der Wahrheit finden,
Wie ein geschickter Mensch findet eine Blume?

Der weise Student wird diese Welt erobern


Und die Welt des Todes und der Götter.
Der weise Student wird den klaren Weg der Wahrheit finden,
Wie eine geschickte Person findet eine Blume.

Wer weiß, dass dieser Körper wie Schaum ist,


Und hat gelernt, dass seine Natur eine Illusion ist,
Zerbricht die blühende Pfeile von Mara
Und sieht nie den König des Todes.

Der Tod trägt hinweg eine Person, die Blumen sammelt,


Deren Geist abgelenkt ist,
Wie eine Flut über ein schlafendes Dorf hingeht.
Der Tod beendet eine Person, die Blumen sammelt,
Deren Geist abgelenkt ist,
Bevor sie sich selbst an Vergnügungen gestillt hat.

Da die Biene sammelt Nektar und fliegt,


Ohne der Blume oder ihrer Farbe und Geruch zu schaden,
So lasse den Weisen in einem Dorf leben.
Nicht die Fehler der anderen begehen
Noch ihre Irrtümer oder Unterlassungen,
Aber die eigenen Fehler und Versäumnisse
Sollen die Weisen in Reue betrachten.

Wie eine schöne Blume, voller Farbe, aber ohne Duft,


Sind die feinen Worte, aber fruchtlos,
Von den Menschen, die nicht entsprechend handeln.
Aber wie eine schöne Blume, voller Farbe und voller Duft,
Sind die feinen Worte, und fruchtbar,
Von den Menschen, die sich entsprechend verhalten.

Wie viele Arten von Girlanden


Können aus einem Haufen Blumen gemacht werden,
So viele gute Werke können von einem Sterblichen getan werden.
Der Duft von Blumen zieht nicht gegen den Wind,
Nicht einmal der von Sandelholz, Rosen oder Jasmin,
Aber der Duft von guten Menschen
Zieht sogar gegen den Wind.
Ein guter Mensch dringt überall durch.

Sandelholz oder Rosen oder Lotus oder Jasmin,


Unter diesen Parfums ist das Parfüm der Tugend unübertroffen.
Begrenzt ist der Duft der Rosen oder des Sandelholzes;
Aber der Duft der Tugend
Steigt zu den Göttern als der höchste Duft auf.

Mara kreuzt nie den Weg derer, die tugendhaft sind,


Die ohne Gedankenlosigkeit leben,
Und die durch die wahre Erkenntnis befreit sind.
Genau wie auf einen Haufen Müll am Weg geworfen,

Der Lotus wächst süß duftend, die Seele erfreuend,


So auch unter denen, die wie Müll sind,
Der weise Jünger des wahrhaft erleuchteten Buddha
Scheint licht über dem verblendeten Publikum, voll Weisheit.

GUT UND BÖSE

Eine Person sollte in Richtung der Guten eilen


Und die Gedanken von den Bösen zurückhalten.
Wenn eine Person langsam zum Guten ist,
Ein Geist des Bösen wird sein Vergnügen daran haben.

Wenn eine Person tut, was falsch ist,


Lasse man sie es nicht wieder tun.
Lass dich dein Vergnügen nicht am Bösen finden.
Schmerzlich ist die Anhäufung von bösem Verhalten.

Wenn eine Person tut, was gut ist,


Lasse man sie es wieder tun.
Lass dich deine Freude daran finden.
Glück ist das Ergebnis einer guten Verhaltens.

Selbst ein Frevler sieht Glück,


Solange man die böse Handlung nicht reifen sieht;
Aber wenn die böse Aktion gereift ist,
Dann sieht der Missetäter das Übel.

Auch ein guter Mensch sieht Übel,


Solange man gute Aktion nicht reifen sieht;
Aber wenn man die gute Wirkung gereift ist,
Dann sieht der gute Mensch das Gute.

Lass niemand unterschätzen das Böse


Und denken: Es wird mir nicht nahe kommen.
Auch ein Wassertopf wird Tropfen gefüllt.
Ein Narr wird voll des Bösen,
Selbst wenn er es nur nach und nach sammelt.

Lass niemand unterschätzen das Gute


Und denken: Es wird mir nicht nahe kommen.
Auch ein Wassertopf wird durch Tropfen gefüllt.
Ein weiser Mensch wird voller Güte sein,
Selbst wenn er sie nur nach und nach sammelt.

Lass eine Person böse Handlungen vermeiden als Händler,


Der nur wenige Freunde hat und vielen Reichtum,
Er vermeidet besser eine gefährliche Straße,
Wie eine Person, die das Leben liebt, Gift vermeidet.

Wer keine Wunde an der Hand hat,


Kann Gift berühren mit dieser Hand;
Gift wirkt nicht auf einen, der keine Wunde hat,
Noch tut Böses derjenige, der kein Unrecht tut.

Wer böse ist zu einer unschuldigen Person


Oder demjenigen, der rein und harmlos ist,
Das Böse kommt zu diesem Narren
Wie Feinstaub gegen den Wind geworfen.

Manche Menschen werden wiedergeboren im Schoß;


Frevler gehen in die Hölle;
Die Guten gehen in den Himmel;
Jene frei von weltlichen Begierden erreichen das Nirwana.

Weder im Himmel noch in der Mitte des Ozeans


Noch in den Höhlen der Berge
Gibt es einen Ort, auf der Erde bekannt,
Wohin eine böse Person entweichen kann.

Weder im Himmel noch in der Mitte des Ozeans


Noch in den Höhlen der Berge
Gibt es einen Ort, auf der Erde bekannt,
Wohin eine Person vor dem Tod entkommen kann.

5
VERUNREINIGUNG

Du befindest dich nun wie ein verwelktes Blatt;


Die Boten des Todes sind in deine Nähe gekommen.
Du stehst an der Schwelle der Abreise.
Hast du Vorkehrungen für deine Reise getroffen?

Mach dir eine Insel; arbeite hart; sei weise.


Wenn deine Verunreinigungen gereinigt werden
Und du bist frei von schwerer Schuld,
Du wirst in die himmlische Welt der Edlen eingehen.

Dein Leben ist zu Ende;


Du befindest dich in der Gegenwart des Todes.
Es gibt keine Raststätte auf dem Weg,
Und du hast keine Vorkehrungen für die Reise getroffen.

Mach dir eine Insel; arbeite hart; sei weise;


Wenn deine Verunreinigungen gereinigt werden
Und du bist frei von schwerer Schuld,
Du wirst nicht wieder in Geburt und Alter eingehen.

Wie ein Schmied die Verunreinigungen am Silber entfernt,


So die Weisen die Verunreinigungen an sich selbst entfernen
Eine nach der anderen, nach und nach, immer wieder.

So wie Rost sich ins Eisen hinein frisst,


Obwohl von selbst entstanden,
So die bösen Handlungen der Missetäter
Führen sie auf den falschen Weg.

Stumpfe Wiederholung ist die Verunreinigung von Gebeten;


Mangel an Reparatur ist die Verunreinigung von Häusern;
Faulheit ist die Verunreinigung der persönlichen Erscheinung;
Gedankenlosigkeit ist die Verunreinigung des Wächters.
Böses Verhalten ist die Verunreinigung einer Frau;
Geiz ist die Verunreinigung des Gebers;
Falsche Handlungen sind die Verunreinigung dieser Welt.
Die schlimmste Verunreinigung von allen
Ist die Verunreinigung der Unwissenheit.
Weise werfen ab diese Verunreinigung
Und machen sich frei von allen Verunreinigungen.

Das Leben scheint einfach für jemanden, der schamlos ist,


Wer ein krähender Held ist, ein Schelm und Schalk,
Eine beleidigende, unverschämte und verdorbene Person.
Aber das Leben scheint schwierig für den, der bescheiden ist,
Wer sucht immer nach dem, was rein ist,
Wer ist frei, ruhig, klar und intelligent.

Wer zerstört das Leben, wer immer falsch spricht,


Wer in dieser Welt sich nimmt, was ihm nicht gegeben,
Wer zu einer anderen Person Ehepartnerin geht,
Und wer immer berauschende Getränke trinkt,
Auch schon in dieser Welt graben sie ihre eigenen Wurzeln auf.
Wisse, Mensch, dass der Ungehemmte auf einem schlechten Weg ist.
Lass dir nicht Gier und Frevel bringen ein langes Leiden.

Die Leute geben gemäß ihrem Glauben


Oder nach ihrem Vergnügen.
Wer also kümmert sich um Essen und Trinken, an Dritte weitergegeben,
Wird keine Ruhe Tag und Nacht finden.
Wer das Gefühl zerstört, es aus der Wurzel reißt,
Wird wirklich Ruhe Tag und Nacht finden.

Es gibt kein Feuer wie die Lust, keine Kette wie den Hass;
Es gibt keine Schlinge wie Torheit, keinen Strom wie Verlangen.
Die Fehler der anderen sind leicht zu sehen;
Unsere eigenen sind schwer zu erkennen.
Eine Person worfelt anderer Menschen Fehler wie Spreu,
Aber versteckt die eigenen Fehler,
Wie ein Betrüger versteckt gefälschte Würfel.
Wenn eine Person besorgt ist über die Fehler der anderen
Und ist geneigt, immer beleidigt zu sein,
Die eigenen Fehler wachsen
Und man ist weit entfernt davon, Störungen zu entfernen.

Es gibt keinen Weg in den Himmel,


Wenn man nicht ein Asket geworden.
Die Menschen erfreuen sich an weltlichen Vergnügungen;
die Vollendeten sind frei von Weltlichkeit.

Es gibt keinen Weg in den Himmel,


Wenn man nicht ein Asket geworden.
Keine Kreaturen sind ewig,
Aber die Erwachten sind unerschütterlich.

DIE FREUDE

Lass uns in Freude leben,


Nicht diejenigen hassen, die uns hassen.
Unter denen, die uns hassen, leben wir frei von Hass.
Lass uns in Freude leben,
Frei von Krankheit unter denen, die krank sind.
Unter denen, die krank sind, lass uns von Krankheit frei leben.
Lass uns in der Freude leben,
Frei von Gier unter den Habgierigen.
Unter denen, die habgierig sind, leben wir von Gier frei.
Lass uns in Freude leben, obwohl wir nichts besitzen.
Lass uns in Freude leben wie die himmlischen Götter.
Siegreiche Rassen hassen, wenn die unglückliche erobert ist.
Wer hat den Sieg und Niederlage aufgegeben,
Freude ist Inhalt seines Lebens

Es gibt kein Feuer wie Lust, kein Unglück wie Hass;


Es gibt es keinen Schmerz wie diesen Körper;
Es gibt es keine Freude wie die über den Frieden.

Begierde ist die schlimmste Krankheit;


Disharmonie ist die größte Trauer.
Derjenige, der dies wirklich kennt, weiß
Dass Nirwana die höchste Glückseligkeit ist.

Gesundheit ist das größte Geschenk;


Zufriedenheit ist der größte Reichtum;
Vertrauen ist die beste Beziehung;
Nirwana ist die höchste Freude.

Wer hat die Süßigkeit gekostet


Der Einsamkeit und Ruhe,
Wird frei von Angst und Sünde
Beim Trinken die Süßigkeit der Weisheit.
Der Anblick des Edlen ist gut;
Mit ihm zu leben ist immerwährende Fröhlichkeit.

Wer nicht Narren sehen muss, wird immer glücklich sein.


Wer sich verbindet mit Narren, leidet eine lange Zeit.
Zusammen zu sein mit Toren,
Wie mit einem Feind, ist immer schmerzhaft.

Zusammen zu sein mit den Weisen,


Wie mit der Familie, ist eine fröhliche Sache.
Daher sollte man den Weisen, den Intelligenten folgen,
Die Geduld gelernt haben, die pflichtbewusst und edel sind,
Man sollte den Guten und Weisen folgen,
Wie der Mond folgt dem Weg der Sterne.

VERSCHIEDENE WEISHEITEN

Wenn man dadurch, dass man eine kleine Freude verlässt, eine große Freude erlangt, lässt ein
weiser Mann das kleine Vergnügen und schaut das große.

Er, der anderen Schmerzen bereitet, wünscht Freude zu erhalten nur für
sich selbst, er, der in den Fesseln des Hasses verstrickt ist, wird nie frei sein vom Hass.

Wen das, was getan werden sollte, vernachlässigt wird, und was nicht getan werden sollte, dennoch
erledigt wird, sind die Wünsche widerspenstig, und unüberlegte Menschen steigen immer auf.
Aber sie, deren ganze Wachsamkeit ist immer gerichtet auf ihre
Körper, die nicht folgen dem, was nicht sein sollte, und wer standhaft
tut, was getan werden sollte, die Wünsche dieser wachsamen und weisen Menschen werden zu
einem guten Ende kommen.

Ein wahrer Brahmane ist schuldlos, obwohl er getötet hat Vater und
Mutter und zwei tapfere Könige, obwohl er ein Reich zerstört
mit allen seinen Untertanen.

Ein wahrer Brahmane ist schuldlos, obwohl er getötet hat Vater und
Mutter und zwei heilige Könige und einen angesehenen Mann dazu.

Die Jünger von Gautama sind immer gut und wachsam, und ihre
Gedanken sind Tag und Nacht auf Buddha gerichtet.

Die Jünger von Gautama sind immer gut und wachsam, und ihre Gedanken
sind Tag und Nacht auf das Gesetz gerichtet.

Die Jünger von Gautama sind immer gut und wachsam, und ihre Gedanken
sind Tag und Nacht auf die Kirche gerichtet.

Die Jünger von Gautama sind immer gut und wachsam, und ihre Gedanken
sind Tag und Nacht auf ihre Körper gerichtet.

Die Jünger von Gautama sind immer gut und wachsam, und ihr Geist ist Tag und Nacht begeistert
vom Mitgefühl.

Die Jünger von Gautama sind immer gut und wachsam, und ihr Geist ist Tag und Nacht begeistert
bei der Meditation.

Es ist schwer, die Welt zu verlassen und ein Mönch zu werden, es ist schwer, zu genießen die Welt;
hart ist das Kloster, schmerzhaft sind die Häuser; schmerzhaft ist es, mit Gleichen zu wohnen und
alles gemeinsam zu haben, und die Wanderbettler kämpfen mit Schmerzen. Daher soll der Mensch
nicht ein Wanderbettler sein und er wird nicht mit Schmerzen zu kämpfen haben.

Was auch immer für einen Platz ein treuer, tugendhafter, gefeierter und reicher Mann wählt, er wird
respektiert.

Gute Leute scheinen aus der Ferne wie die schneebedeckten Berge; böse Menschen werden in der
Nacht erschossen wie von Pfeilen.

Er allein, der, ohne aufzuhören, übt die Pflicht des Sitzens allein und schläft allein, er unterwirft
sich, er wird sich freuen über die Zerstörung aller Wünsche, allein, als ob er in einem Wald lebe.

HOHES ALTER

Warum gibt es Gelächter, warum gibt es Freude,


Während diese Welt immer brennt?
Warum suchst du nicht ein Licht,
Der du bist im Dunkeln?

Betrachte diese gekleidet mit Lumpen


Und mit Wunden bedeckt,
Verbunden die kranken Glieder,
Erkrankt und voller Symptome,
Die weder dauerhaft noch stabil.
Dieser Körper trägt heraus
Ein Nest von Krankheiten;
Dieser Haufen von Verderbnis zerfällt;
Das Leben endet im Tod.

Was für Vergnügen ist es


Für einen, der sieht diese weißen Knochen
Wie Kürbisse im Herbst weggeworfen?
Eine Festung wird aus den Knochen,
Verputzt mit Fleisch und Blut,
Und in ihr lebt Alter und Tod,
Stolz und Täuschung.

Die glorreichen Wagen der Könige verschleißen;


Der Körper kommt auch bis ins hohe Alter;
Aber die Tugend der guten Menschen nie altert;
So lehren die Guten einander.

Menschen, die nichts gelernt haben,


Werden kaum alt wie ein Ochse;
Ihr Fleisch wächst,
Aber ihr Wissen wächst nicht.

Ich habe viele Geburten durchlaufen,


Suchte immer nach dem Schöpfer dieser Wohnung
Und fand ihn nicht;
Schmerzhaft ist die Geburt wieder und wieder.
Jetzt hab ich dich, Erbauer des Hauses, gesehen;
Du wirst das Haus nicht wieder aufbauen.
Alle Sparren sind gebrochen;
Alle Firststangen sind zerstört;
Mein Geist ist auf das Erreichen des Nirwana gerichtet,
Ich habe das Aussterben der Wünsche erreicht.

Menschen, die nicht die richtige Disziplin geübt haben,


Die nicht Reichtum in ihrer Jugend erworben,
Werden wie alte Kraniche in einem See ohne Fische.
Menschen, die nicht die richtige Disziplin geübt,
Die nicht Reichtum in ihrer Jugend erworben,
Liegen wie gebrochene Bögen,
Nach der Vergangenheit seufzend.

9
DAS VERGNÜGEN

Wer sich Ablenkungen hingibt


Und nicht der Meditation,
Wird den wahren Zweck vergessen
Und nur Beliebiges erfassen,
Er wird schließlich den Mann beneiden,
Der die Meditation praktiziert.

Klammere dich niemals an etwas fest,


Ob es angenehm oder unangenehm ist.
Nicht zu sehen, was angenehm ist, ist schmerzhaft,
Wie es ist, zu sehen, was unangenehm ist.
Daher werde nicht an irgendetwas gebunden;
Der Verlust dessen, was geliebt wird, ist schmerzhaft.
Die weder Vorlieben noch Abneigungen haben,
Tragen keine Ketten.

Aus Freude kommt Trauer;


Aus Vergnügen kommt die Angst.
Wer frei von Freude ist,
Kennt weder Schmerz noch Angst.

Von der Befestigung kommt Trauer;


Von der Bindung kommt die Angst.
Wer frei von Anhaftung ist,
Kennt weder Schmerz noch Angst.

Von Gier kommt Trauer;


Von Gier kommt die Angst.
Wer frei von Gier ist,
Kennt weder Schmerz noch Angst.

Aus Lust kommt Trauer;


Aus Lust kommt die Angst.
Wer frei von Begierde ist,
Kennt weder Schmerz noch Angst.

Von Verlangen kommt Trauer;


Aus Verlangen kommt die Angst.
Wer frei von Verlangen ist,
Kennt weder Schmerz noch Angst.

Wer Tugend und Einsicht hat,


Die gerade und wahrhaftig ist,
Und tut die eigene Arbeit,
Die Welt wird ihn lieben.

Der, in dem der Wunsch nach dem Unaussprechlichen entstanden ist,


Dessen Geist zufrieden
Und dessen Gedanken frei von Wünschen sind,
Wird wie jemand, der in den Strom steigt.
Familie, Freunde und Gratulanten begrüßen eine Person,
Die lange weg war und nun sicher aus der Ferne heimkehrt.
In ähnlicher Weise erhalten gute Aktionen die gute Person,
Die von dieser Welt in die andere Welt gegangen,
Wie die Familie einen Freund empfängt, der zurückkehrt.

DAS LICHT ASIENS


DAS LEBEN DES BUDDHA

ERSTER GESANG

Die Schrift des Erretters der Welt,


Des Herrn Buddha - Prinz Siddartha auf Erden -
In Erde und Himmel und Hölle unvergleichlich,
All-ehrlich, weise, gut, erbarmend;
Der Lehrer des Nirvana und des Gesetzes.

So kam es, dass er wieder für die Menschen geboren wurde.

Unterhalb der höchsten Sphäre sitzen vier Regenten,


Die unsere Welt beherrschen, und unter ihnen sind Zonen
Näher, aber hoch, wo heiligste Geister tot waren,
Wartend dreimal zehntausend Jahre, dann noch einen Abend;
Und auf den Herrn Buddha, der in diesem Himmel wartete,
Kamen für uns die fünf sicheren Zeichen der Geburt,
So dass die Götter die Zeichen erkannten und sagten:
Buddha wird wieder gehen, um der Welt zu helfen.
Ja! sprach Er, jetzt gehe ich, um der Welt zu helfen,
Der letzten von vielen Zeiten; denn Geburt und Tod
Endet also für mich und diejenigen, die mein Gesetz lernen.
Ich werde unter die Sakyas gehen,
Unter dem südlichen Schnee des Himalaya,
Wo fromme Leute leben und ein gerechter König.

In dieser Nacht die Frau von König Suddhodana,


Maya, die Königin, schlafend neben ihrem Herrn,
Träumte einen seltsamen Traum. träumte,
Dass ein Stern vom Himmel kam -
Prachtvoll, sechsstrahlig, in der Farbe einer rosigen Perle,
Davon war das Zeichen ein Elefant,
Sechszackig und weißer als Vahukas Milch -
Durch die Leere geschossen und in sie strahlend,
In ihren Leib zur Rechten eingetreten. Erwacht,
Glückseligkeit jenseits der sterblichen Mutter füllte ihre Brust,
Und über die halbe Erde ein schönes Licht zog
Vorbei den Morgen. Die starken Hügel zitterten; die Wellen
Sanken und ruhten; alle Blumen,
Die am Tag blühten, kamen hervor,
Da war Mittag, bis in die entferntesten Höllen
Bestand die Freude der Königin,
Als wenn warmer Sonnenschein aufregt waren,
Der Wald erstrahlt in Gold und in allen Tiefen
Ein zärtliches Flüstern war zu hören. Oh ihr, sagte es,
Die Toten, die leben sollen, und die, die sterben,
Seid überrascht und hört und hofft Buddha ist gekommen!
Im Limbos gibt es unzählige Ruhe
Verbreitet, und das Herz der Welt pochte, und ein Wind wehte
Mit unbekannter Frische über Land und Meer.
Und als der Morgen dämmerte und dies gesagt wurde,
Die grauen Traumdeuter sagten: Der Traum ist gut!
Der Krebs steht in Verbindung mit der Sonne,
Die Königin soll einen Jungen, ein heiliges Kind, gebären
Von wundersamer Weisheit, die allem Fleisch hilft,
Der wird die Menschen von der Unwissenheit befreien!
Er wird die Welt regieren, wenn er regieren will.

Auf diese Weise wurde der heilige Buddha geboren.

Königin Maya stand am Mittag, ihre Tage waren erfüllt,


Unter einem Palsa-Baum auf dem Palastgelände,
Ein stattlicher Stamm, gerade wie eine Tempelsäule,
Mit einer Krone aus glänzenden Blättern und duftenden Blüten;
Und wissend, dass die Zeit kommt - denn alle Dinge wussten -
Der bewusste Baum bog seine Äste herunter, um daraus zu machen
Eine Laube über die Majestät der Königin Maya,
Und die Erde hat tausend plötzliche Blumen hervorgebracht,
Um eine Couch auszubreiten, bereit fürs Bad,
Der Stein gab einen klaren Bach aus
Von kristallenem Fließen. So brachte sie ihr Kind hervor,
Schmerzlos - er hat seine perfekte Form,
Die zweiunddreißig Zeichen der gesegneten Geburt;
Davon kam die gute Nachricht in den Palast.
Aber als sie die gemalte Sänfte brachten,
Um ihn nach Hause zu holen, die Träger der Stangen
Waren die vier Regenten der Erde, heruntergekommen
Vom Berg Sumeru - die, die die Taten der Männer schreiben
Auf eherne Platten - der Engel des Ostens,
Dessen Heere sind in silberne Roben gekleidet und tragen
Perlen: der Engel des Südens,
Dessen Reiter, die Kumbhandas, auf blauen Rädern reiten,
Mit Saphirschilden: der Engel des Westens
Nagas folgten, reitend auf blutroten Pferden
Mit Korallenschilden: der Engel des Nordens,
Umgeben von seinen Yakshas, ganz in Gold,
Auf gelben Pferden mit goldenen Schilden.
Diese mit ihrem unsichtbaren Pomp kamen herunter
Und nahmen die Stangen des Kastens und das Außengewand
Wie Träger, doch mächtigste Götter; und Götter
Gingen frei mit Menschen an diesem Tag,
Obwohl die Menschen es nicht wussten:
Denn der Himmel war voller Freude um der Erde willen,
Den Buddha zu kennen, der war also wieder gekommen.

Aber König Suddhodana wies nicht darauf hin;


Die Zeichen waren seinen Traumdeutern bekannt:
Ein Prinz der irdischen Dominanz,
Ein Chakravartin, wie zum Beispiel die Herrschaft,
Einmal in tausend Jahren; sieben Geschenke hat er -
Die Chakra-Ratna, die göttliche Scheibe; den Edelstein;
Das Pferd, Aswa-Ratna, dieses stolze Ross,
Das die Wolken trampelt; einen schneeweißen Elefant,
Hasti-Ratna, geboren, um seinen König zu gebären;
Den listigen Minister, den General,
Unbesiegt, und die Frau von unvergleichlicher Grazie,
Istri-Ratna, schöner als die Morgenröte.
Denn welche Geschenke mit diesem wunderbaren Jungen kommen,
Der König befahl, dass seine Stadt bleiben sollte
Ein hohes Festival; daher wurden die Wege gefegt,
Rosengerüche waren auf der Straße, die Bäume
Wurden mit Lampen und Fahnen behängt,
Während fröhliche Menschenmengen
Angelehnt an die Schwertspieler und Wächter,
Die Jongleure, Zauberer, Tänzer, Seiltänzer,
Die Mädchen in ihren glitzernden Röcken und Glocken,
Dieses Glockenspiel-Gelächter um ihre unruhigen Füße;
Die Masken in Bären- und Hirschfelle gehüllt.
Die Tiger-Dompteure, Ringer, Wachtelkämpfer,
Trommeln und Saitenspiele,
Die haben die Leute auf Befehl glücklich gemacht!
Aus der Ferne kamen außerdem Kaufleute,
Bei der Neuigkeiten von dieser Geburt Geschenke zu bringen
In goldenen Schalen; Ziegenschals und Narde und Jade,
Türkise, von Abendhimmel-Tönung, gewebte Stoffbahnen -
So feine zwölf Falten lassen kein bescheidenes Gesicht zu -
Taille-Tücher mit Perlen und Sandelholz dicht genäht;
Hommage aus Tributstädten; so riefen sie an
Ihren Prinzen Savarthasiddh: Allfruchtbarer!
Retter! Siddartha!

Mitten undter den Fremden kam


Ein grauhaariger Heiliger, Asita, dessen Ohren
Für irdische Dinge lange geschlossen,
Himmlische Töne eingefangen,
Und hörte beim Gebet unter seinem Peepul-Baum
Die Götter singen bei Buddhas Geburt Lieder.
Erstaunlich in der Überlieferung
War er nach dem Alter und fastete schon;
Sich zu erziehen, so ehrfürchtig zu wirken,
Der König salutierte und Königin Maya legte
Ihr Baby vor solche heiligen Füße nieder;
Aber als er den Fürsten sah, weinte der Alte:
O Königin, nicht so! und darauf berührte er
Achtmal den Staub, legte sein Angesicht dort ab,
Spricht: O Baby, ich bete an! Du bist er!
Ich sehe das rosige Licht, die Fußsohlen,
Die weiche, gelockte Ranke der Swastika,
Die heiligen Urzeichen, zweiunddreißig,
Die achtzig kleineren Zeichen. Du bist Buddha,
Und du wirst das Gesetz predigen und alles Fleisch retten,
Der lehrt das Gesetz, obwohl ich es niemals hören werde,
Zu früh gestorben, der sehnte sich in letzter Zeit danach zu sterben;
Aber ich habe dich gesehen. Wisse, König!
Dies ist diese Blüte auf unserem menschlichen Baum,
Welche öffnet sich nur in unzähligen Jahren -
Aber geöffnet, erfüllt sie die Welt den Duft der Weisheit
Und die Liebe hat den Honig fallen lassen;
Von deiner königlichen Wurzel
Ein himmlischer Lotus entspringt: Ah, glückliches Haus!
Doch nicht glücklich, denn ein Schwert muss durchbohren
Dein Herz diesen Jungen - während du, süße Königin!
Lieber alle Götter und Menschen wegen dieser großartigen Geburt,
Fortan ist die Kunst zu heilig für das viele Weh geworden,
Und das Leben ist Weh, also in sieben Tagen
Schmerzlos wirst du das Ende des Schmerzes erreichen.

Was geschah: am siebten Abend


Königin Maya lächelte und schlief nicht mehr,
Nur Weitergabe von Inhalten an den Trayastrinshas-Himmel,
Wo unzählige Götter sie anbeten und warten
Wachend an dieser strahlenden Mutterschaft.
Aber für das Baby fanden sie eine Pflegerin,
Prinzessin Mahaprajapati - ihre Brust
Mit edler Milch hat die Lippen von ihm genährt,
Dessen Lippen trösten die Welten.

Als das achte Jahr vergangen war,


Der vorsichtige König dachte daran,
Seinen Sohn zu unterrichten
Alles, was ein Prinz lernen sollte,
Weil er immer noch gemieden hat
Die zu große Voraussage dieser Wunder,
Die Herrlichkeit und das Leiden eines Buddhas.
Also, im vollen Rat seiner Minister:
Wer ist der klügste Mann, große Herren, fragte er,
Um meinem Prinzen das beizubringen,
Was ein Prinz wissen sollte?
Da antwortete jeder mit sofortiger Stimme:
König! Viswamitra ist der klügste,
Am weitesten gelehrt in den heiligen Schriften und am besten
Beim Lernen und den manuellen Künsten und allem.
So kam Viswamitra und hörte Befehle;
Und an einem glücklichen Tag der Prinz
Nahm seine Schiefertafel aus ochsenrotem Sandelholz,
Alles durch Edelsteine am Rand verschönert,
Und glatt mit Staub vom Schmirgel bestreut,
Diese nahm er und seinen Schreibstift und stand auf
Mit gebeugten Augen vor dem Weisen, der sagte:
Kind, schreibe diese Schrift, sprich den Vers langsam,
Gayatri genannt, den nur Hochgeborene hören:

Om, tatsaviturvarenyam
Bhargo devasya dhimahi
Dhiyo yo na prachodayat.

Acharya, ich schreibe, antwortete demütig


Der Prinz und schnell auf den Staub zeichnete er
Nicht in einem Schriftzug, aber vielen Zeichen
Den heilige Vers; Nagri und Dakshin, Ni,
Mangal, Parusha, Yava, Tirthi,
Darad, Sikhyani, Mana, Madhyachar,
Die abgebildeten Schriften und die Rede von Zeichen,
Zeichen der Höhlenmenschen und der Seevölker,
Von denen, die Schlangen unter der Erde anbeten,
Und denjenigen, die Flammen lieben und die Sonne,
Die Magier und die Bewohner auf den Hügeln;
Von allen Nationen alle seltsamen Schriften, die er nachzeichnete
Eine nach der anderen mit seinem Schreibstift,
Den Vers des Meisters in jeder Zunge lesend;
Und Viswamitra sagte: Es ist genug,
Lasst uns zu den Zahlen kommen.

Nach mir wiederholen


Ihre Nummerierung, bis wir den Lakh erreichen,
Eins, zwei, drei, vier, zehn und dann noch einmal zehn,
Zu Hunderten, Tausenden. - Nach ihm das Kind
Nannte Ziffern, Dekaden, Jahrhunderte; noch pausierte er,
Der runde Lakh reichte weiter, er murmelte jedoch leise weiter:
Dann kommt der koti, nahut, ninnahut,
Khamba, Viskhamba, Abab, Attata,
Kumuds, gundhikas und utpalas,
Von Pundarikas bis Padumas,
Welcher letzte ist, wie du die äußersten Körner zählst
Von Hastagiri bis zu feinstem Staub;
Aber darüber hinaus ist eine Nummerierung,
Die Katha zählte die Sterne der Nacht.
Der Koti-Katha die Tropfen im Ozean;
Ingga, die Berechnung von Rundschreiben;
Sarvanikchepa, von dem man handelt
An allen Stränden von Gunga, bis wir kommen
Zu Antah-Kalpas, wo sich die Einheit befindet
Des Sandes von zehn Gungas. Wenn man sucht
Umfangreichere Skalen, die arithmetischen Reittiere
Bei den Asankya, das ist die Geschichte
Von all dem, was geschieht in zehntausend Jahren,
Würde durch den täglichen Regen auf alle Welten fallen;
Von dort zu Maha Kalpas, durch das
Die Götter berechnen ihre Zukunft und ihre Vergangenheit.

DAS NEUE TAO TE KING

ERSTES BUCH

Der Name Gottes, der ausgesprochen werden kann,


Ist nicht der Ewige NAME.
Der Gott, der verstanden wird
Vom Gehirn des Mannes,
Ist nicht der wahre Gott.

Die Unergründliche,
Sie, die Weisheit,
Ist die Schöpferin aller Geschöpfe.
Sie ist die Mutter aller Menschenkinder.

Nur wenn wir unseren eigenen Wünschen entsagen,


Werden wir die göttliche Weisheit finden.
Aber wenn wir aufgewühlt sind von Begierde,
Sehen wir sie nur undeutlich aus der Ferne.

Sie ist die Eine in drei Personen,


Aber sie erscheint ich verschiedensten Erscheinungen.
Wir nennen sie das Mysterium,
Das Ur-Mysterium aller Mysterien,
Und in ihrer geheimnisvollen Tiefe
Ist die Himmelspforte zum wigen Leben.

Alle Menschen auf Erden


Haben in sich die Idee des Schönen
Und erkennen darum auch
Den Mangel an Schönheit,
Das verabscheuungswürdige Hässliche.
Alle Menschen auf der Erde
Haben in sich den Begriff der wahren Kunst
Und wissen daher auch, was Schund ist.

Es ist alles geschaffen in einer Zweiheit,


Seiendes und Nichtseiendes,
Tag und Nacht,
Mann und Frau,
Magnetismus und Elektrizität,
Himmel und Erde,
Sichtbares und Unsichtbares,
Und alle diese Paare
Gehören zueinander in einer mystischen Ehe.

Der Weise hütet sich vorm Aktivismus,


Er will nur, dass Gottes Wille geschehe.
Er verkündet seine Weisheit
Ohne Worte.

Alle Menschen kommen zu ihm,


Und er verschließt sein Herz keiner Kreatur.
Der Weise tut sein Werk,
Ohne auf den Applaus der Welt zu achten.
Erwarte keinen Lohn für dein Werk,
Dein Werk ist vollbracht, nun ruhe in Gott.

Die Arbeit ist getan, sichtbar für Gott,


Aber unsichtbar für die Welt.
Das ist die Kraft Gottes,
Die dein Werk unsterblich macht.

Nicht zu rühmen die Begabten


Ist der Weg,
Den Neid der Unbegabten klein zu halten.
Dass man die Armen nicht reizt,
Große Dinge haben zu wollen,
Das ist der Weg
Zur inneren Zufriedenheit der Armen.
Wer immer weiter seinen Wünschen nachjagt,
Kann sich vor Habgier selbst verzehren.
Wunschlos glücklich zu sein mit den Gaben Gottes
Ist der Weg zu einer geordneten Seele.

Der Weise in der Regierung


Sättigt der Armen Bauch
Und bildet ihren Geist.
Er stärkt ihre Knochen
Und führt ihren Willen zum Guten.

Der Weise in der Regierung


Sorgt für gute Bildung des Volkes,
Vermeidet es, maßlose Wünsche aufzureizen.
Die die Weisheit besitzen,
Sollen nach der Weisheit handeln.
Man vermeide blinden Aktivismus,
Dann wird es auch gut
In der universellen Menschheitsfamilie.

Die Weisheit ist wie der leere Bauch eines Schiffes,


Die Leere lässt das Schiff erst schwimmen.
So müssen die Menschen sich hüten,
Allzu voll von eigenen Wünschen zu sein
Und allzu satt an irdischen Gütern.
Wie tief und unergründlich
Ist die göttliche Weisheit,
Sie scheint mir wie die Urahnin aller Menschen.

Die scharfen Kanten sollten wir abrunden,


Die Dinge nicht allzu kompliziert machen,
Wir sollten mit unserm Licht nicht prahlen
Und uns einfühlen in die Nacht der anderen Seelen.
Wie ewig und rein doch die göttliche Weisheit ist!

Ich weiß, wessen Sohn Er ist!


Er ist von Ewigkeit
Gott von Gott!

Himmel und Erde entstanden nicht von selber,


Sie handeln nicht nach ihren eigenen Wünschen,
Sie befassen sich mit allen Kreaturen,
Als wären sie das unbefleckte Opferlamm.
Die Weisen sollen wohlwollend sein,
Sie pflegen den Umgang mit den Menschen
Wie mit unbeflecktem Opferlamm.

Ist nicht der Raum zwischen Himmel und Erde


Vergleichbar dem Atem des Menschen?
Die Lungen sind leer, der Atem geht ein und aus,
Der Atem des Menschen mischt sich mit dem Atem Gottes.

Machst du viele Worte, bist du bald erschöpft,


Halte nur still und frei dein inneres Wesen.

Die Lilie des Tales ist unverwelklich,


Ich nenne sie das Mysterium des Ewigweiblichen.
Die Himmelspforte des Ewigweiblichen
Ist die Wurzel, aus der der Himmel zur Erde kam.
Lange und ungebrochen ist ihre Kraft,
Sie ist sanft und verursacht keine Schmerzen.

Der Himmel ist uralt, auch die Erde ist sehr alt.
Der Grund, warum sie so lange leben, ist,
Weil sie nicht für sich selber leben.
Das ist der Grund, warum sie in der Lage sind,
Alle Wehen geduldig zu ertragen.

Der Weise setzt sich auf den letzten Platz


Und wird gerufen auf den ersten Platz.
Sein eigenes Ich behandelt er wie seinen Nächsten
Und so wird seine Persönlichkeit entfaltet.
Weil er keine privaten, persönlichen Zwecke hat,
Darum kommt er an das Ziel.

DER TOD EXISTIERT NICHT AM FLUSS DES VERGESSENS

ERSTES KAPITEL
Ich gehe in die menschliche Welt, um ihn zu verführen

Vor einer unbekannten Zeit begannen die Leute, die am Fluss des Vergessens vorbeifuhren, mich
den „Stein von den drei Lebenszeiten“ zu benennen. Danach gingen an mir vorüber ein paar Leute,
einige gingen Hand in Hand und führten mir ihre Romanzen aus der Vergangenheit vor, und es
waren die auch, die vor mir standen.

Der Fluss des Vergessens heißt Wangchuan in der chinesischen Mythologie. Er ist ähnlich dem
Lethe in der griechischen Mythologie.

Sie heißt Sansheng-Stein, da Sansheng "drei Lebenszeiten" bedeutet. "Drei Lebenszeiten" bedeutet
im buddhistischen Kontext das vergangene Leben, das gegenwärtige Leben und das zukünftige
Leben.

Und doch war ich nur ein Stein am Wangchuan-Ufer. Ich hatte weder Freude noch Leid.

Ich saß treu auf diese Weise am Wangchuan für tausend Jahre, bis ich endlich eines Tages eine Seele
bildete.

Alle Lebewesen sollten dem Schicksal unterworfen sein, aber ich setzte es fort, dort harmlos bis zu
einem anderen Jahrhundert zu sitzen...

Meine Liebe kam.

Die Entzifferung meines Glücks war ein weißbärtiger Priester, der an dem Wangchuan vorbeikam.
Er prophezeite meinen kommenden Prozeß mit wissendem Nicken seines Kopfes.

Ich dachte, er hat gerade meditiert.

Ich war ein aus dem Sansheng-Stein geborener Geist; meine Seele war die von einem Stein und
mein Herz war das von einem Stein. Mein Herz war längst in Kälte durch die ewige Dunkelheit am
Wanchuan-Fluss geschmiedet worden.

Es gab keinen Schmerz, wo es keine Liebe gab. Wenn mein Herz noch niemals aufgeregt war,
woher könnte dieser Liebesprozess kommen?

So dachte ich.

Aber alles hat immer seine Überraschungen.

An einem düsteren Nachmittag in der Unterwelt kehrte ich wie gewöhnlich zu dem ewig
unveränderlichen Wangchuan zurück. Ich habe nachgeschlagen. In diesem zufälligen Augenblick
war es, als ob das Sonnenlicht aus dem Land der Lebendigen durch die dicken Nebelschichten
gebrochen wäre, da glänzten die Blütentrauben der Amaryllis, deren gelben Blätter plötzlich
strahlten.

Ein Mann kam anmutig hervor.

Ich erinnerte mich plötzlich an die Worte, die eine menschliche Frau, die an mir vorbeikam, schon
einmal vor vielen Jahren geflüstert hatte: "Was für ein gelehrter Gentleman, so poliert, so
verfeinert!"

Ein Sprichwort, das bedeutet, dass eines Gentlemans Kultivierung des Charakters ist wie die
Verfeinerung der Jade, genommen aus dem Buch der Lieder, den Oden von Wei.

Nach tausend Jahren überfiel mein steiniges Herz ein seltenes, subtiles Zittern.

Er näherte sich langsam, natürlich nicht, um mich zu sehen, sondern weil hinter mir die Naihe-
Brücke, die muss man kreuzen, um in die Unterwelt einzutreten. Es war nicht leicht, zu einer so
schönen Person zu laufen, also dachte ich, ich möchte ein schönes Treffen mit ihm haben.

Ich trat vorwärts und rief ihm leise zu: „Sir!“ Ich dachte, ihn zu knacken, wie die gut gezüchteten
Damen in menschlichen Büchern. Aber die Bücher sagten nur „knackig“. Sie haben mir nie
beschrieben, welche spezifischen Haltungen und Bewegungen dazu gehörten.

Ich dachte einen Augenblick nach, dann nachahmte ich die Gespenster zu sehen, die sich vor
Yanwang, dem Herrscher der Unterwelt, beklagten und mit einem Schlag auf die Knie fallen ließen,
da schlug ich meinen Kopf auf den Boden in drei Kotaus und sagte zu ihm: „Wie ist dein schöner
Name, mein Herr?“

Sie fragt nach seinem „schönen Namen“, wie ein Mann eine Frau fragen könnte.

Die Geister in der Nähe saugten in zwei tiefen Atemzügen die kalte Luft. Er stand mit einer
Überraschung in den Augen da. Zur Zeit antwortete er mir nicht.

Jede Bemühung muß mit Aufrichtigkeit angegangen werden, denn die Schwarzen und Weißen
Wächter der Vergänglichkeit sprachen das Sprichwort: „Aufrichtigkeit ist gleich Erfolg.“ So
konnten sie die sterblichen Seelen immer wieder verlocken, ihnen fügsam zu folgen.

Ich hörte keine Antwort von ihm, ich fragte mich kurz, ob ich vielleicht meinen Kopf nicht laut
genug auf den Boden geklopft hatte und deshalb nicht genug Aufrichtigkeit gezeigt hatte. Ich kroch
vorwärts auf meinen Knien und, ohne irgendwelche Anstrengung dieses Mal, klopfte hart meinen
Kopf auf den Boden drei weitere Male.

Es schien mir so hart zu sein, dass ich drei Wellen des Schocks durch den Boden schickte. Die
Geister in der Nähe schimmerten in offensichtlichem Schrecken.

Ich hob den Kopf und sah ihn mit einem blutigen Gesicht an. „Wie ist dein schöner Name, mein
Herr?“

Vielleicht hatte das Elend meines verdammten Gesichtes ihn erschrocken. Er schwieg.

Ich habe mein Gesicht eilig abgewischt und dabei entdeckt, dass meine beiden Hände feucht waren.
Ich hatte nicht gewusst, dass ich so blutete. Ich erkannte plötzlich, warum er in solch einem Staunen
war.

Ich geriet in Panik. Während ich mich rieb, um mich zu trocknen, habe ich meinen ganzen Körper
mit Blut verschmiert.

Ich sah ihn hilflos an.

In seinen schönen Augen war der Abdruck meiner Reflexion. Dann wölbten sich seine Augen in ein
blendendes Lächeln.

Obwohl ich nicht wusste, über was er sich freute, sah ich ihn glücklich, und ich bot ihm auch ein
freundliches Lächeln mit zwei Reihen von funkelnden weißen Zähnen an, ohne zu bemerken, dass
dies zu dem schrecklichen Blick einer blutigen Person gehörte.

Der neben mir, Jia, lehnte sich nervös an mich und zog mich hoch. Ich wollte nicht aufstehen. Er
hielt seinen Atem an und flüsterte mir zu: „Meine liebe Frau Sansheng! Wen versuchst du mit
diesem erschreckenden Gesicht zu erschrecken? Weißt du, wer er ist?“

Unter den geistigen Wesen in der Unterwelt war meine Magie nicht besonders stark. Aber wegen
meines Dienstalters waren alle Geister respektvoll zu mir. Sie sprachen selten zu mir in solch einem
Ton. Ich runzelte die Stirn und sagte spöttisch: „Natürlich weiß ich nicht, wer er ist. Ich frage ihn ja,
nicht wahr?“

Der kleine Yi sah aus, als würde er jetzt jeden Augenblick Blut verspritzen. „Meine liebe Frau! Das
ist der Himmel...“ Er war noch nicht fertig, als ihn eine sanfte Stimme unterbrach.

„Mein Name ist Moxi.“

Er streckte seine Hand aus, in die ich mich leicht hineinstellte. Er drehte die Hand um und
umklammerte mein Handgelenk.

Mein Handgelenk war mein wichtigstes Portal. In diesem Augenblick brauchte er nur die geringste
Anstrengung, um mich in einen sehr schrecklichen Tod zu schicken. Des kleinen Jias und des
kleinen Yis unansehnliche Gesichter wurden immer grässlicher. Jia plädierte schnell: „Mylord!
Mylord! Fräulein Sansheng hat hier am Wangchuan-Fluss ihr ganzes Leben gelebt. Die Unterwelt
ist nur ein bescheidener Ort; die junge Dame kennt die Etikette nicht. Ich bitte dich, ihr zu
verzeihen.“

„Sansheng? Das ist ein seltsamer Name, wenn auch etwas interessant.“

Ich sah ihn immer noch an. Ich hatte keine Angst, da es keine mörderische Absicht in seinen Augen
gab.

Er studierte mich sorgfältig für eine Weile, loslassend mein Handgelenk, und stattdessen zog er
mich an meinem Arm. „Wie bemerkenswert für einen Stein aus der Unterwelt, eine Seele entwickelt
zu haben. Du wusstest nicht, wer ich war, warum hast du mir denn so eine große Ehrerbietung
erwiesen?“

Ich habe plötzlich verstanden. Es stellte sich heraus, dass es nicht so war, dass meine Aufrichtigkeit
fehlte, aber sie war zu reichlich. Ich sagte ihm ehrlich: „Du bist so schön...“ Unzeitgemäß hatte
mein Vokabular versagt. In meiner Panik habe ich zufällig ein Wort erfasst, das ich seit dem
Zeitpunkt, als ich in mein Gehirn gegangen war, nicht kannte: „Ich wollte dich verführen!“

Der kleine Jia warf mir einen hoffnungslosen Blick zu.

Er gluckste. „Was für eine unkomplizierte Kreatur!“

Ich war begeistert und dachte, es sei ein Kompliment. „Dann kann ich dich also verführen?“ fragte
ich ihn eilig.

Er sagte mit Überlegung: „Ich bin für meinen Prozeß gekommen, also werde ich nicht in der
Unterwelt bleiben.“

Was er meinte, war Nein. Ich senkte meinen Blick, ein wenig enttäuscht.

„Hast du schon immer am Wangchuan-Ufer gesessen?“ fragte er plötzlich.

Ich nickte.

„Würdest du gern nach draußen gehen?“

Meine Augen leuchteten auf; ich nickte kräftig.

Er lächelte leise und klopfte mir den Kopf. „Wenn ich bedenke, dass ich mehrere blutige Kotaus
von dir empfangen habe, kann ich dich nicht umsonst schlagen. Da du die Unterwelt verlassen
willst, werde ich dir drei Lebenszeiten versprechen. Die drei Leben, die ich durch meine Prüfung
gehe, sind auch die drei Lebenszeiten, in denen du deine Freiheit hast. Wenn ich von meinem
Prozeß zurückkomme, wirst du auch gehorsam zum Wangchuan-Ufer zurückkehren. Wie klingt
das?“

Es gab nichts Nachteiliges an seinem Vorschlag. Ich nickte Ja.

Er warf ein goldenes Siegel um mein Handgelenk. „Als geistiges Wesen musst du lernen, klüger zu
sein. Hiermit kümmere dich darum, dein vitales Portal zu schützen.“ Er fügte hinzu: „Wer stärker
ist, wird nicht immer so gütig sein wie ich.“

Die beiden Geister, Jia und Yi, verzerrten ihre Gesichter, als sie ihn hinweg begleiteten. Ich berührte
das goldene Siegel an meinem Handgelenk.

„Moxi“, rief ich ihm nach.

Er stand vor der Naihe-Brücke und hielt das Wasser des Vergessens in der Hand und wandte sich
mir zu.

„Kann ich in die menschliche Welt kommen, um dich zu verführen?“

Meine Frage war so ernst, dass es einen Ausbruch des unheimlichen Lachens von der Alten Meng,
die ihre Amnesie-Suppe kochte, veranlasste.

Seine Lippen wandten sich auch in ein Lächeln. „Wenn du mich finden kannst, dann geh weiter.“
Bei seinem letzten Wort trank er die Suppe in einem Schluck.

Ohne sich umzudrehen, trat er tief in die Unterwelt ein. Ich beobachtete ihn, und er blieb unwillig,
meine Augen abzulenken, auch nachdem er aus den Augen verschwunden war. Der kleine Yi kam
von der Naihe-Brücke zurück und winkte mit seinen kadaverartigen Händen vor mir und rief:
„Fräulein Sansheng!“

„Heh?“

„Fräulein Sansheng, hättest du nicht ein paar Gefühle entwickeln können?“

Ich wandte mich schließlich um zu Yi und fragte ernsthaft: „Was bedeutet es, Gefühle zu
entwickeln?“

Yi neigte den Kopf in Gedanken. „Aber die Männer und Frauen sind in den Büchern beschrieben,
die du immer liest, das ist es aber, was entwickelnde Gefühle sein sollten.“

Ich dachte einen Augenblick nach. In jenen Büchern, die ich häufig lese, würde der Gentleman die
Dame treffen, die Dame würde dann geknackt, die beiden unterhielten sich mit ein oder zwei
Worten, und dann würden sie anfangen, eine Anzahl von Ohs und Ahs zu stöhnen, die sie sich nicht
anders helfen konnten. Ich habe nie gedacht, Oh und Ah mit Moxi zu wechseln, also habe ich
wirklich nicht gedacht, dass ich Gefühle für ihn entwickelte.

Ich schüttelte den Kopf. „Ich habe keine Gefühle entwickelt.“

Yi gab einen langen Seufzer von sich und murmelte vor sich hin: „Das ist wahr, wie kann ein Stein
Gefühle entwickeln? Ich habe zu viel nachgedacht.“ Fast sofort starrte er mich an und sagte: „Der
Punkt ist der, es ist am besten, solange du keine Gefühle für ihn entwickelst! In dieser Welt gibt es
nichts quälenderes als das Wort Liebe. Das ist nicht auszusagen, dass Fräulein Sansheng niemals
jemanden mögen könnte. Es ist nur, weil Herr Moxi wirklich jemand ist, dem keine Dame verfallen
sollte.“

„Warum das? Er ist die am besten aussehende und gentlemanlike Person, die ich jemals getroffen
habe.“ Ich hielt inne und fügte dann hinzu: „Und er hat die erfreulichste Stimme für die Ohren.“

„Gerade weil alles an ihm so perfekt ist, solltest du niemals ihm verfallen! Herr Moxi ist der Gott
des Krieges aus dem Himmel. Obwohl in dieser Welt nichts unmöglich ist, kümmert er sich nur um
das Wohlergehen der Welt. Wenn sein Herz von dem gemeinen Volk eingenommen ist, wird es
keinen Platz für die Liebe geben.“
Ob Moxi irgendeinen Platz für die Liebe in seinem Herzen hatte, war mir nicht wichtig, aber die
erste Hälfte von Yis Bemerkung gab mir Grund zum Nachdenken. „Wie kann er etwas so Wildes
sein wie der Gott des Krieges? Er ist offensichtlich eine sehr nette Person.“

Yi spuckte fast einen Schluck Blut aus. „Aber das glaubst du doch nicht wirklich?“

Als er mein Nicken sah, schüttelte Yi den Kopf und sagte hilflos: „Als der Dämonenclan den
Himmel mit einer Armee von 100.000 Starken angriff, führte Herr Moxi 30.000 himmlische
Soldaten an und wischte die Dämonen sauber ab. Danach führte er seine Armee in die Dämonen-
Hauptstadt und massakrierte den ganzen Dämonenclan; Blut floss da wie Wasser. In den letzten
zehn Jahren gab es keinen Ton mehr von den Dämonen. Das ist so, weil jeder Dämon, drei Jahre
und älter, ausgerottet wurde.“

Ich hatte gewissen einen Eindruck von diesem Event. Während dieser Zeit wurde die Unterwelt
unglaublich überfüllt. Das Klagen riss fast Yanwangs Palast auseinander; die Naihe-Brücke ist fast
zusammengebrochen, weil sie zertrampelt wurde. Obwohl diese Dämonen von Moxi getötet worden
waren, war der Krieg tatsächlich eine Frage des Tötens und des Überlebens. Moxi als der Gott des
Krieges hatte die Pflicht, auf Gewalt zurückzugreifen, um die Rebellen zu unterdrücken. Seine
Loyalität galt seinem eigenen Clan. Die entscheidende Rücksichtslosigkeit war im Kampf nur
natürlich.

Ich klopfte Yi auf die Schulter. „Danke, dass du mir diese Dinge erzählt hast. Ich gehe zurück zum
Stein, um jetzt ein Paket zu machen.“

Yi war verwirrt. „Fräulein, wohin gehst du?“

Ich grinste. „Ich gehe in die menschliche Welt, um ihn zu verführen.“

ZWEITES KAPITEL
Lass mich hören, dass du mich Liebling nennst

Nachdem ich fertig war, verschiedene lose Enden in der Unterwelt zu binden, setzte Yanwang mir
persönlich drei Siegel auf den Nacken, die jeweils ein Leben in der menschlichen Welt
repräsentierten. Sobald die drei Siegel verschwunden sind, muss ich wieder in die Unterwelt
zurückkehren und mich wieder vom Wangchuan bewachen lassen.

Unter den neidischen Augen anderer geistiger Wesen zog ich ein weißes Baumwollkleid an und
ging in die menschliche Welt hinüber.

Die menschliche Welt, die bisher mir nur durch Bücher bekannt war, war viel lebendiger, als ich sie
mir vorgestellt hatte, und auch interessanter und auch - gefährlicher.

An meinem dritten Tag auf Erden, auf dem Weg zu Moxi, ging ich an einem Tempel vorbei und
entdeckte, dass er dem Ksitigarbha Bodhisattva gewidmet war. Ich ging gern hinein und dachte
daran, meine Verehrung darzubringen. Ich war auf die Knie gegangen, um die Verbeugung zu
beenden, als ein alter, aber flinker Mönch plötzlich mit einem Rasiermesser in die Hand zu mir trat.
Er lächelte freundlich zu mir: „Amitabha. Gebenedeiter, er wünscht, dich vom Unrecht zu erretten,
indem du den Buddha suchst uns tust in der Welt eine gute Tat.“
Hä? Ich hatte keine Zeit gehabt, über die Bedeutung hinter seinen Worten nachzudenken, als sein
Rasiermesser gerade durch meine Haare gegangen war.

Ich war ein Stein - der Sansheng-Stein. Von Kopf bis Fuß, das wichtigste für mich war es, Haare zu
haben. Ich hatte es schon seit tausend Jahren ersehnt, bis es endlich eine kleine Verbesserung gab,
doch dieser alte glatte Esel hatte den Nerv, mich zu rasieren! Ich schnaubte und schlug ihn. Doch
war dieser Mönch eigentlich ein Kampfkünstler. Er entkam leicht meinem Kick.

Er zog das geniale Lächeln aus dem Gesicht zurück. „Was willst du tun?“

„Ich sollte dir die gleiche Frage stellen“, erwiderte ich zweifelnd.

Er ver höhnte mich: „Dämonin, ich dachte, du wolltest Buddhas Weg folgen, um deine Sünden zu
sühnen. Es stellt sich heraus, dass du hierher gekommen bist, um Mühen zu machen.“

„Dämonin? Du irrst dich, ich bin keine Dämonin.“

"Hm, ich habe die Mühe der Dunkelheit entdeckt, die voin dir drei Meilen entfernt lauert. Versuche
nicht, deinen Weg aus diesem Tempel zu schleichen!“

Ich schnüffelte nach links und rechts, konnte aber keine Mühe auf meinem Körper spüren. Die
Fische im Wangchuan waren viel müder als ich! Dieser Mönch hörte nicht auf meine Erklärung.
Sein Rasiermesser kam wieder zu mir. Mein Verlangen, ihn zu töten, begann zu steigen, aber
Yanwangs endlose Erinnerungen, dass ich niemals jemandem Schaden zufügen sollte, kamen mir in
den Sinn.

Ich zog meinen Angriff zurück, drehte mich um und lief davon.

Der Mönch jagte mir nach, den ganzen Berg, und zwang mich zu laufen, bis ich außer Atem war.
Ich wollte nur dem kahlen Esel einen Schlag geben und ihn zum ewigen Schlaf schicken.

Plötzlich fiel ein Duft von Blumen in meine Nase. Ich hatte noch nie einen so wunderbaren Duft in
der Unterwelt gerochen. Meine Aufmerksamkeit wurde sofort angelockt. Als ich näher kam, kam
ein rotes Blumenblut mir vor die Augen.

Die Menschen nannten diese Jahreszeit Winter, und sie nannten diese die glänzende Substanz, die
die roten Blütenblättern bedeckte. Aber ich habe den Namen dieser roten Blumen noch nicht
kennengelernt. Als ich durch das Meer der duftenden Äste ging, entdeckte ich einen kleinen Hof,
der ruhig auf der anderen Seite stand.

Neugierig öffnete ich das Tor und ging hinein. Nachdem ich kaum in den Hof gegangen war,
leuchtete das goldene Siegel, das Moxi an meinem Handgelenk hinterlassen hatte, plötzlich. Mein
Herz trommelte, als ich mich dem Haupthaus im Hof näherte. Plötzlich hörte ich eine sanfte
weibliche Stimme: „Husch, Baby, auf den Baum, wenn der Wind weht, wird die Wiege schaukeln!“

Ich drückte sanft die Tür auf und spähte leise hinein. Eine junge Frau saß im Bett mit einem Baby in
den Armen. Bei genauerer Betrachtung lächelte ich. Das Gesicht, diese Nase und diese Lippen, war
das nicht eine Mini-Version von Moxi ?!

Ich brauchte überhaupt keine Anstrengung!


Aber er war derzeit nur ein Fleischbällchen. Er hatte sein vergangenes Leben vergessen und konnte
noch keine anderen Menschen erkennen. Wie würde ich ihn verführen können? Oder sollte ich an
seiner Seite bleiben und seine Wächterin sein, bis er aufgewachsen ist? Ich konnte definitiv nicht
andere Frauen oder Männer wegen dieser Angelegenheit nutzen, während er noch jung war.

Ein brüllender Schrei hinter mir störte plötzlich meinen Gedankengang: „Heidin, wohin willst du
rennen?!“

Erschrocken, wechselte ich schnell nach links, schlug eine Tür auf und stürzte in das Haus. Sein
Rasiermesser blitzte, als ich eine Handvoll schwarzes Haar sah, das vor meiner Stirn herunterfiel.

Ich fiel plötzlich auf den Boden und lehnte leise auf diese Handvoll dunkle Haare, die nach unten
flatterten.

„Ah!“

Der Schrei der Frau klang so weit weg von meinen Ohren, und Yanwangs Erinnerung war noch
ferner wie Wolkenstöße am Himmel.

Ich sprang auf, sammelte meine geistigen Kräfte in meiner Handfläche, und mit Wangchuan's
tausendjähriger Dunkelheit zielte ich auf den alten Mönch. Dieser Streich hätte sein Gehirn
zermalmt, aber meine Vernunft wurde plötzlich durch das Weinen des Babys geweckt.

Mein Handstoß drehte sich zur Seite und schlug den Balken über der Tür und gab der ganzen Hütte
drei Wellen Zittern. Ich sauste aus dem Haus. Es schien, als hätte mein Streich den alten Esel
verrückt gemacht. Es dauerte eine Sekunde, bevor er sich schließlich sammelte. Er sah mich an,
dann sah er die Mini-Version von Moxi an und stand plötzlich vor der entsetzten Frau und sagte ihr:
„Der rote Maulwurf auf der Stirn des Sohnes verheißt unheilvolle Dinge. Er zieht schon Böses an,
obwohl er nur ein Neugeborener ist. Er wird sicherlich ein Fluch für all jene um ihn sein!“

Die Frau hatte Angst vor diesen Worten. Sie hielt sich an ihr Kind und wusste nicht, was sie tun
sollte.

Ich war wütend. „He Glatzkopf, hör auf mit deinem Quatsch!“ Alle Menschen glaubten an die
Prophezeiungen dieser Priester und Mönche. Er wollte Moxis ganzes Leben mit seinen Worten
ruinieren.

„Hm! Heidin, du hast mich überfallen, während ich unvorbereitet war. Ich lasse dich diesmal eine
Lektion lernen!“

Das Rasiermesser in der Hand blitzte wie ein goldenes Licht, als es sich in eine buddhistische
Person verwandelte und sie direkt zu mir führte. Dieser Mönch hatte keine hohe Gestalt, aber der
Buddha-Nimbus auf seinem Stab verhinderte mich, geradeaus zu schauen. Was wir am meisten in
der Unterwelt fürchteten, war der Buddha-Nimbus des westlichen Himmels. Überwältigt war ich
gezwungen, mich zurückzuziehen.

Ich dachte nicht, dass der Kampf zwischen dem Mönch und mir lange dauern würde. Ich war ein
Stein - Geduld war meine beste Tugend. Ich hatte geglaubt, dass nach unserem Kampf er müde war,
da würde er sich schließlich zurückziehen. Dann würde ich zurückkommen, um bei Moxi zu
bleiben, bis er aufgewachsen ist. Ich habe nicht erwartet, dass der menschliche Mönch hartnäckiger
war, als ich es für möglich hielt. Dämonen-Töten war seine lebenslange Mission, und vielleicht war
ich das mächtigste Monster, dem er in seinem Leben begegnete, und er liebte es, mich in der
ultimativen Mission seines Lebens zu töten.

Unsere Schlacht fand neun volle Jahre in der menschlichen Welt statt.

Neun Jahre!

Am Ende war es nicht, dass er aufgab, mich zu töten, aber dass meine alten Bekannten, die beiden
Brüder, der Schwarze und Weiße Wächter der Vergänglichkeit, ihm seine Seele entrissen.

Ich verbarg mich so elend in den Bergen, als ich wieder zu meinen Bekannten kam. Als ich sah, wie
sie die Seele des kahlen Esels wegzogen, umarmte ich ihre langen, hängenden Zungen und weinte
vor Freude. Gleichzeitig stellte ich es sicher, ihnen zu sagen, dass sie die Alte Meng bitten sollten,
diesem Mönch eine zusätzliche Suppe zu geben, damit er in seiner nächsten Inkarnation eine
Witzfigur werde und ein Leben des Elends leben würde.

Nachdem ich den Mönch verlassen hatte, hob ich meine Augen, die in den letzten neun Jahren nicht
entblößt worden waren, Dann überquerte ich Tausende von Meilen durch Berge und Bäche, da fand
ich den kleinen Hof, auf dem ich Moxi in der Vergangenheit getroffen hatte.

Nach neun Jahren des Lebens in der menschlichen Welt habe ich endlich gelernt, dass die roten
duftenden Blumen Pflaumenblüten genannt wurden.

Trotzdem hatte ich keine Ahnung, dass die Zeitspanne von neun Jahren einen so schönen
Pflaumenwald in diesen verkehrten Zustand verwandeln konnte.

Ich näherte mich langsam dem kleinen Hof, als das goldene Siegel an meinem Handgelenk wieder
flackerte. Ich war noch nicht an dem Tor vorbei, als ich ein schmutziges Kind sah, das einen viel
größeren Besen hielt, der den unfruchtbaren Hof fegte. Das Rascheln klang so schrecklich düster.

Das Kind schien zu realisieren, dass jemand hereinkam. Es drehte sich plötzlich um.

Was ich sah, waren ein paar klare Augen und ein roter Maulwurf zwischen den Augenbrauen. Mein
Herz kicherte, meine Hände zitterten, und die Süßigkeiten, die ich für Moxi gekauft hatte, fielen zu
Boden.

„Wer bist du?“ Er ging zu mir hinauf.

Ich hockte mich hin, um auf seiner Augenhöhe zu sein, und sah meine eigene Reflexion in seinen
klaren Augen. Ich rieb den Schmutz von seinem Gesicht mit dem Ärmel und sagte zu ihm: „Mein
Name ist Sansheng. Ich bin gekommen, dich zu verführen.“

Er starrte mich an, ohne ein Wort zu sagen, und ließ mich meinen Ärmel benutzen, um sein Gesicht
abzuwischen. Ich bemerkte seine zerlumpten Kleider und die Prellungen an Händen und Nacken.
Ich schien ihn an seine Mutter zu erinnern, die war keine verarmte Person neun Jahre zuvor. Wie
ließ sie Moxi so werden?

„Wo ist deine Mutter?“ fragte ich ihn.

„Tot.“

Seine direkte Antwort überraschte mich. Hatten sich die Sterblichen nicht immer viel um Leben und
Tod bekümmert? Er... vielleicht war er noch zu jung, um Leben und Tod zu verstehen. Das war die
einzige Erklärung, mit der ich kommen konnte.

„Da deine Mutter verstorben ist, liegt jetzt alles bei dir. Denke daran, heute habe ich dich
erfolgreich verführt.“

Er schwieg, während er mich beobachtete. Ich kratzte mir den Kopf. Das Gespräch mit einem Kind
erwies sich als eine sehr schwierige Aufgabe. Darüber hinaus war das betreffende Kind etwas
zurückhaltend und zog sich zurück. Ich beschloss, eine einfachere Sprache zu benutzen, um ihm
alles zu erklären.

„Mit anderen Worten, ich bin deine Frau von nun an. In Übereinstimmung mit den Regeln der
Sterblichen bin ich deine Kinds-Braut. Aber das ist nicht wichtig. Was wichtig ist, ist, dass niemand
dich jemals wieder schikanieren kann, wenn ich hier bin.“ Seine Augen leuchteten auf. Ich
streichelte ihm den Kopf: „Lass mich hören, dass du mich Liebling nennst.“

Er schwieg einen Augenblick. „Sansheng“, wiederholte er meinen Namen.

„Sag Liebling!“

„Sansheng.“

„Liebling!“

„Sansheng.“

„Gut,“ gab ich auf, „nenne mich Sansheng.“

„Sansheng.“

„Ja?“

Ich möchte mich daran erinnern, wie er mich an diesem Tag wieder genannt und mich angerufen
hat, bis ich ihm antwortete. Viel später habe ich gelernt, dass es auch eine Zeit gegeben, als er seine
Mutter immer wieder ohne Erfolg rief.

Moxi war ursprünglich der Gott des Krieges vom Himmel. Obwohl er nur im sterblichen Reich zu
seiner Trübsal war, war er immer noch ein kultivierter und zivilisierter Mann, und so dachte ich, ihn
zur Schule zu schicken.

Nicht weit von wo wir lebten, war eine kleine Stadt. Es gab nur eine Akademie in dieser Stadt. Die
Lehrer an dieser Akademie wussten von der Prophezeiung des alten Mönchs, dass Moxi aufwachsen
würde, um ein Fluch für alle um ihn herum zu sein, und so zögerten sie, ihn in ihrer Schule zu
begrüßen.

Ich sagte Moxi, er solle einen Topf Goldmünzen tragen und um die Akademie herumkreuzen.
Schließlich nahmen die Lehrer ihn an.

Ich half ihm, seine Haare am ersten Tag zur Schule zu binden. Er sah mich durch die Reflexion im
Bronzespiegel an; in seinen Augen war ein Flackern der Besorgnis. Ich sagte ihm sanft: „Du wirst
hier für Jahrzehnte in der sterblichen Welt leben. Es ist nicht eine sehr lange Zeit; ich werde dafür
sorgen, dass der Frieden dir im Leben folgt. Aber ich hoffe, dass du eine verantwortungsbewusste
Person werden und ein brillantes Leben diese Jahrzehnte führen. Alphabetisierung ist ein Muss. Hör
auf deinen Lehrer, während du in der Schule bist. Obwohl ich sie nicht als Weise bezeichnen würde,
werden sie sich doch vor ihren Schülern mit Anstand verhalten. Studiere hart!“

Moxi nickte.

Als er am Abend zurückkam, hatte er einige Verletzungen im Gesicht. Eine rote Markierung hier,
eine blaue Markierung dort. „Wurdest du gemobbt?“ fragte ich.

Er nickte.

„Hast du gekämpft?“

Er schüttelte den Kopf.

Ich sah seine Wunden an und fragte: „Wo wohnt der, der dich gemobbt hat?“

Der fette Wang war der Sohn eines Gutsbesitzers in der Stadt. Seine Familie war so wohlhabend,
dass auch ihr Hinterhof enorm groß war. Ich schaute mit völliger Freude. Nachdem ich ein Feuer in
der Holzhütte seiner Familie angezündet hatte, blies ein südlicher Wind rechtzeitig und flammte in
einem großen Feuer auf. Die Hälfte des Himmels glühte rot.

Ich fühlte, dass die Szene ziemlich spektakulär war, die ich sah, ich führte Moxi zu einem guten
Besichtigungsort und zeigte auf die hoch aufragenden Flammen aus des fetten Wang Haus, wo ich
ihm sagte: „Lache über alles, wie du willst.“

Moxi sah mich nachdenklich an. „Sansheng, mein Lehrer sagte, wir sollten mit Tugend jedes
Missverständnis tragen.“

„Moxi, du solltest lernen zu differenzieren. Dein Lehrer war offensichtlich bei dir. Es ist okay,
zuzuhören, aber nimm dir nichts zu Herzen.“

Moxi hörte meinen Worten zu, dann gab er langsam einen „Hahaha“-Klang von sich.

Das Leben in der menschlichen Welt floh im Augenblick. Moxi näherte sich seinem
zwanzigjährigen Alter.

Unter meiner sehr sorgfältigen Erziehung war es keine große Überraschung, dass Moxi ein
Gentleman wurde, der so sanft wie Jade war. Sein Gesicht und seine Gestalt unterscheiden sich
nicht zu sehr von der Zeit, da ich ihn in der Unterwelt traf. Weil seine göttliche Haltung in der
menschlichen Welt ungewöhnlich und mit seiner außerordentlichen Intelligenz verbunden war,
wurde er bald in dieser kleinen Stadt bekannt.

Doch „Ruhm tötet Menschen, Geschrei tötet Schweine.“ Es musste einen Grund geben, warum
dieses Sprichwort so lange im Umlauf blieb.

Es war ein sonniger und milder Morgen, als ich auf dem Diwan lag, um einen neu erschienenen
Roman zu lesen. Es war eine Liebesgeschichte über ein Paar, das durch die rauhen Zeiten gegangen
war, und es ging mit detaillierten Oh-und-ah-Passagen ab. Ich war gerade beim Höhepunkt der
Geschichte, als Moxi von draußen hereinkam. Er nahm den Mantel und die Robe, die ich beiläufig
auf den Boden geworfen hatte, und legte sie weg, gab mir eine Tasse Wasser und sagte dann: „Es ist
nicht gut, den ganzen Tag nur zu liegen. Du solltest auch nach draußen gehen in die Sonne,
Sansheng.“
Ich nahm den Becher von ihm an. Meine Augen verließen das Buch nicht, als ich sagte:
„Sonnenlicht ist wie ein Gift für mich. Es bietet mir keinen Nutzen.“

Aber er wollte meine Worte nicht annehmen. „Es hat heute morgen geschneit. Die Pflaumenblüten
in unserer Gegend blühen sehr schön. Lass uns einen Spaziergang machen, um sie anzusehen.“ Ich
sah ihn an und sah einen glänzenden Strahl der Hoffnung in seinen Augen. Ich legte das Buch,
dessen Oh-und-ah-Teil zum Ende kam: „Alles klar, ich komme mit dir auf einen Spaziergang.“

Glücklich lächelte er leise.

Wir hielten die Hände und machten einen Spaziergang um den Pflaumenwald. Er hatte mich nicht
angelogen. Die Pflaumen blühten heute ganz schön.

„Moxi, du weißt, ich liebe den Blick auf diese roten Pflaumenblüten und ihren Duft im glitzernden
Schnee, aber weißt du auch warum?“

Er dachte eine Weile nach. „Es ist wahrscheinlich, weil dein Temperament sehr ähnlich dieser
Pflaume ist.“ Ich hielt im Spaziergang inne und sah in seine Augen, als ich den Kopf schüttelte und
wortlos lächelte.

Er hat es nicht wirklich mitbekommen, aber er hat mich mit der Durchsicht seines Gesichts
verlassen. Allmählich erschien ein Hauch eines Lächelns: „Sansheng, magst du mich?“

„Ja.“ Ich benutzte meine Hand, um den Abstand zwischen seinem Kopf und meinem zu messen. Er
war jetzt einen vollen Kopf größer als ich war. Ich neigte meinen Kopf in Gedanken: „Moxi, lass
mich hören, dass du mich Liebling nennst.“

Seine Ohren wurden plötzlich rot.

„Du kommst schnell voran im Alter“, sagte ich. „Ich denke, diese Kinderbraut sollte endlich nach so
vielen Jahren gefördert werden. Wähle einfach ein Datum und heirate mich!“

Röte verbreitete sich von den Ohren bis zu den Wangen, der Apfel seines Adams war etwas
geschwollen. Nach einer langen Weile tauchte ein Hauch von Leid in den Augen auf. „Sansheng, du
bist, du bist immer...“ Er beendete seinen Satz noch nicht, als ich plötzlich jemandes Stimmen von
jenseits des Pflaumenwaldes hörte.

Seit Moxi einen kleinen Ruhm erworben hat, gab es immer jemanden, der nach ihm suchte. Ich
hatte nie etwas gesagt, aber sie unterbrachen heute unser Ehegespräch. Mein Gesicht erbleichte. Ich
war ganz unglücklich

Die Stimmen des Kommenden wurden lauter und lauter. Moxi hatte sie auch schwach aufgefangen.
„Sansheng, es scheint, dass jemand zu Besuch kommt, gehen wir zurück zum Haus.“

Ich summte eine Antwort und ging wieder in mein Zimmer und las mein Buch weiter. Moxi ging in
die Gästehalle, um seinen Gast zu empfangen.

Als er sich näherte, sah Moxi den Gast und kam dann in mein Zimmer. Er setzte sich, ohne zu
sprechen. Ich lehnte mich gegen meinen Stuhl und sprach auch nicht; meine Geduld war immer
großartig gewesen. Er konnte endlich nicht gegen mich gewinnen.
„Sansheng.“

„Hm?“

„Es war der Gouverneur, der heute gekommen ist.“

„Oh.“

„Er... er hat mir gesagt, ich solle die Hauptstadt besuchen, um Beamter zu werden.“

„Oh.“

Vielleicht machte meine Gleichgültigkeit Moxi ein wenig unsicher. Er hat mein Gesicht sorgfältig
studiert. Es scheint seine Entschlossenheit festgemacht zu haben, so sagte er: „Ich will gehen.“

Ich wandte mich leise an die letzte Seite meines Buches. Die Liebesgeschichte hatte ein glückliches
Ende. Ich drehte mich dann um, um Moxi anzusehen. Er beobachtete mich genau. Ich seufzte: „Ein
Mann sollte Ambitionen haben. Es ist das Beamten-Amt, dass du anstreben solltest, nicht ein
Diebsberuf... obwohl grundsätzlich es nicht viel Unterschied zwischen den beiden gibt. Aber ich
werde zugeben, dass der Kaiserhof einer der Orte ist, um deine Ambitionen zu verfolgen. Ich habe
immer gehofft, dass du im Leben triumphieren kannst. Jetzt, da du im Besitz von Talent und
Chancen bist, solltest du tapfer sein und gehen. Warum schaust du mich an?“

Moxi schüttelte den Kopf. „Ich bin kein Beamter aus Ehrgeiz.“ Seine Wangen wurden rot. „Wie du
gesagt hast, bin ich fast zwanzig. Ich habe, ich habe immer gedacht, ein Gespräch mit dir über
unsere Ehe eines Tages zu stiften.“

Ich hielt die Tasse, angefroren auf der Stelle.

Sein Lächeln war völlig hilflos. „Aber Sansheng, du bist immer einen Schritt voraus vor mir.“ Er
fügte hinzu: „Ich möchte eine Familie mit dir gründen, aber als Mann kann ich dich nicht für den
Rest meines Lebens auf mich aufpassen lassen. Ich will dir Glück mit meiner eigenen Fähigkeit
bringen.“

„Sansheng, wirst du zwei Jahre auf mich warten? Nachdem ich Erfolg habe, werde ich
wiederkommen, um dich zu heiraten.“

Ich konnte nicht Nein sagen.

In diesem Augenblick wünschte ich, ich wäre ein gewöhnliches Mädchen. Ich wünschte, ich würde
darauf warten, dass er nach Hause kommt und „Sansheng“ mir von der Tür zuruft.

Aber er wollte, dass ich zwei Jahre warte. Ich war ursprünglich ein sehr geduldiger Stein, aber ich
konnte es einfach nicht ertragen. Nach einer Nacht des Werfens und Drehens, setzte ich mich
plötzlich im Bett auf.

„Moxi!“

Ich wusste, dass er nicht da war, aber ich wollte immer noch seinen Namen nennen, als ob er vor
mir erscheinen würde, wenn ich ihn nur anrufen würde.

„Moxi!“
Ich rief ihn so dreimal an, aber ich erhielt keine andere Antwort neben dem rauschenden Wind
draußen. Ich konnte nicht wieder einschlafen, also bin ich einfach aus dem Bett gerollt, und ohne
etwas zu einzupacken, verließ ich das Haus nur in einem weißen Gewand, direkt in die Hauptstadt,
um meinen Mann zu finden.

DRITTES KAPITEL
Sansheng ist die Einzige für mich

Ich war keine Fremde in der Hauptstadt.

Nachdem ich einmal mehr als drei Monate von dem alten Mönch um die Stadt gejagt worden war,
war ich zu allen Orten gegangen, die ich brauchte, um an allen Orten zu sein, wo ich sein musste.
Es war nicht eine Sache für mich, neugierig zu sein.

Ich war bemüht, Moxi zu finden, aber da ich nicht wollte, dass er wusste, dass ich so an ihn
gebunden war, wagte ich es nicht, ihn im Freien zu sehen. Es war nicht lange her, dass ihm
empfohlen wurde, Beamter zu sein. Da er noch am Anfang war, musste er eine harte Zeit mit wenig
Ruhm haben. Ich bin auf die Straße gegangen, um zu fragen, aber niemand hatte mir irgendwelche
Informationen zu bieten. Es gab Zeiten, in denen ich dachte, in den Palast zu gehen, um ihn zu
finden, aber die kaiserliche Familie war von einer so prächtigen königlichen Aura umgeben, dass sie
mich erstickte, und so konnte ich nur die Idee am Ende aufgeben.

Nach dem Debattieren hin und her entschied ich, dass ich während des Tages auf Glück hoffte, dass
es mich anlächelte, und dann nachts gehe zu hochrangigen Beamten, um nach Moxis Verbleib zu
suchen.

Ich hatte zuerst gedacht, dass die Suche nach Moxi persönlich bessere Chancen haben würde, als zu
versuchen, auf das Glück zu warten, aber mein Glück überraschte mich mit seiner bemerkenswerten
Glückseligkeit.

An diesem Tag war die Hauptstadt von Sonnenschein erfüllt. Ich ging untätig auf den Straßen
umher, währenddessen ich meinen Roman in Händen hielt. Plötzlich hörte ich eine Aufregung, wo
Gruppen von Menschen anfingen, sich zu sammeln. In einem Moment der Neugierde warf ich mein
Buch weg, warf den Schleier zur Seite und ging hinüber, um die Show einzufangen.

Diese Show erwies sich als sehr interessant. Es war ein sehr dramatisches „das Wasser fließt ohne
Rücksicht auf die Gefühle der Blüte“, die sich da entfaltet hat.

Das „gleichgültige Wasser“ war genau mein Mann Moxi, und die „fallende Blume“, wenn ich nicht
falsch lag, sollte die geliebte Tochter des Generals, Shi Qianqian, sein.

Woher wusste ich das? Nun, vor allem weil ihre Boudoir-Ornamente nicht zu schäbig waren. Ich
hatte in diesen Tagen viel Schmuck verkauft, und sie haben mir viel Geld gebracht.

Shi Qianqian lag niedergeschlagen auf dem Boden. Ihr Knöchel schien verletzt zu sein. Sie sah
Moxi mit einem Paar Pfirsichaugen an, die in Tränen überströmten, aber Moxis Blick war
gleichgültig an ihr vorbei gegangen, bevor er sich abwandte. Dann stürmte Shi Qianqian vorwärts,
um seinen Saum zu fangen. Unglücklicherweise vermied Moxi sie schnell wie ein Blitz, da landete
sie auf den Boden und veranlasste so, dass ihr Gesicht mit Schmutz beschmiert wurde.
Die Menge der Zuschauer seufzte mitleidig über Shi Qianqian, die in Peinlichkeit auf dem Boden
lag und ihre Lippen mit geröteten Augen hartnäckig biss. Sie sah so zerbrechlich aus, dass sie mir
leid tat.

Doch Moxi war völlig unbeweglich. Ohne einen einzigen Blick aus den Augenwinkeln zu senden,
ging er schnell weg.

Hm, ich rieb mir das Kinn. Moxi hatte mir noch nie einen solchen Blick geschenkt, seit ich ihn
gepflegt habe, seit er neun Jahre alt war. Ich hatte nicht gedacht, dass er so ein kaltherziger Mann
von zu Hause sein würde.

Die junge Dame war sehr stur. Nachdem Moxi gegangen war, versuchten die anderen, ihr zu helfen,
aber sie ließ sich nicht helfen, sondern entschied sich, selbst aufzustehen. Denkend, dass sie, die
Moxi mochte, sicherlich ein gutherziges Mädchen war, das von dem Unrecht wusste, ich zauberte
einen kleinen Zauber und behandelte ihren verletzten Knöchel. Ich wünschte wenig
Aufmerksamkeit für die Überraschung auf ihrem Gesicht, ich drehte mich um und jagte meinem
Moxi nach.

Moxi betrat eine kleine Taverne. Ich hielt unter einer weinenden Weide neben dem Gebäude,
unfähig, einen weiteren Schritt zur Taverne zu tun, ich war heute anders geworden. Es bestand die
gleiche intensive königliche Luft wie in dem Kaiserpalast. Ich starrte auf die zweite Etage, wo ein
Mann, der in Blau gekleidet war, sich ans Fenster gelehnt und mit sich selbst getrunken hatte.

Der Kaiser!

Der Kaiser dieser Welt war ein weiser Herrscher. Frieden und Wohlstand herrschten im Land in
dieser guten Zeit. Leider hat sein General so viel Macht gehabt, dass der junge Kaiser schlaflose
Nächte hatte, und dachte jetzt an Möglichkeiten, den General seiner militärischen Kontrolle zu
berauben.

Es war nicht lange her, seit Moxi in der Hauptstadt angekommen war, aber er konnte den Kaiser
schon privat treffen. Es schien, als ob er an einen ausgezeichneten Weg gedacht hätte, um dem
Monarchen zu helfen, sein großes Anliegen zu erfüllen.

Während ich schätzte, wie klug Moxi war, tauchte ein Mann, der in eine Taoisten-Robe gekleidet
war, plötzlich aus der Gasse neben der Taverne auf.

Der kaiserliche Pfarrer. Das war der mächtigste Priester der Welt, und ich erkannte ihn sofort. In der
Vergangenheit hatte der alte Mönch, der mich gejagt hatte, diesen Mann gebeten, ihm zu helfen,
mich zu fangen.

Ich konnte schon einen anderen Kampf vorhersehen, dass ich wieder in ihn hinein geriet. Als ich
klagte, wie beschissen das Leben war, schoss er unerwartet einen Blick ab, dann drehte er sich um
und ging. Während ich in Verwirrung war, hörte ich plötzlich eine weiche Stimme, die aus dem
zweiten Stock der Taverne rief: „Sansheng!“

Es war Moxi, der mich aus dem Fenster sah.

Nachdem ich mich nicht versteckt hatte, lächelte ich ihn an. „Ich bin gekommen, weil ich dich
jeden zweiten Tag vermisse, und die Nächte sind viel zu lang ohne dich. Lass uns unsere Hochzeit
eilig begehen, Moxi.“
Als ich fertig war, lagen die Straßen für eine lange Zeitspanne wie tot da. Moxi errötete in diesem
langen Schweigen.

„Hahaha.“ Hinter ihm ertönte das herzliche Lachen des Kaisers. „Was für eine kühne Schönheit!
Moxi, du hast Glück!“

Moxi verbeugte sich vor dem Kaiser und eilte ins Erdgeschoss. Ich strahlte ihn an. Moxi ging
hinüber und sah aus, als ob er alles täte, was er konnte, um seine Freude zurückzuerobern. Er strich
sich die Stirn und fragte „Warum bist du so rasch gekommen? Ich hatte gedacht, ich müsste noch
sechs Monate warten. Da bist du ganz allein gekommen. Hattest du eine harte Reise? Hattest du
Schwierigkeiten auf dem Weg? Bist du hungrig? Willst du dich ausruhen?“

Ich habe ihn nur mit einem Lächeln angeschaut.

Moxi gab mir einen guten Blick und sagte: „Ich habe Sorgen um nichts. Sansheng würde ich
niemals leiden lassen. Wie hast du mich gefunden?“

„Ich habe dich gerade auf der Straße gesehen.“

Moxis lächelndes Gesicht war leicht versteift. Er eilte zu erklären: „Sansheng, das ist...“

„Ich weiß, das ist das Mädchen, das dich mag.“

Er beobachtete mein Gesicht sorgfältig. „Ihr Aussehen ist nicht schlecht“, sagte ich, „aber sie ist ein
bisschen klein, also ist sie nichts für dich.“

„Aber natürlich“, lachte Moxi über meine Worte. „Sansheng ist die einzige für mich.“

Ich nickte ihm mit hoher Stimmung zu. „Ich bin froh, dass du das weißt.“

„Ich werde mich von Seiner Majestät verabschieden, und dann werde ich dich zum Ruhelager
bringen.“

„In Ordnung.“

Es stellte sich heraus, dass Moxi nicht im Palast wohnte, noch war er in einem Haus des Ministers
untergebracht. Stattdessen hatte er eine ruhige Hütte gekauft, deren Gestaltung sehr ähnlich war wie
der Pflaumenwald, wo er und ich gelebt hatten.

Nach dem Abendessen zog ich Moxi zu einem Spaziergang im kleinen Garten.

„Die Hauptstadt unterscheidet sich von der kleinen Stadt, in der wir gelebt haben. Du wirst es nicht
gewohnt sein, hier zu leben?“

„Es gibt nicht wirklich viel, an das ich mich gewöhnen muss. Aber es war morgens, als ich aufstand
und nicht die Teller sah, die du für mich hingelegt hast, oder die Abende, als ich nach Hause kam
und nicht das Kerzenlicht sah, das du für mich hinterlassen hast. Als ich daran dachte, dass du ganz
allein zu Hause warst, war ich mir nicht sicher, wie du dich selbst versorgen könntest, und es hat
mich ein wenig kläglich gemacht.“

Ich kicherte, als mein Herz in Freude ausbrach. Ich hielt seine Hand und blickte zu den Sternen über
unseren Köpfen und schwang mich fröhlich, als wir gingen. „Moxi!“

„Ja?“

„Moxi!“

„Ja?“

„Moxi!“

„Was ist denn?“

„Ich möchte nur deinen Namen anrufen“, sagte ich. „Jedes Mal, wenn ich deinen Namen anrufe,
bekomme ich deine Antwort zu hören. Ich fühle plötzlich, dass diese Art von Glück nicht sehr leicht
zu haben ist.“

Moxi lächelte leicht. Ich fuhr fort: „Es muss schwer sein, in die Hauptstadt zu kommen und
Beamter zu sein.“

Moxi schwieg eine Weile, bevor er sagte: „Ich bin in der Lage, meine Macht zu nutzen, um
Menschen in Not zu helfen, die sich auf meine eigenen Hände verlassen, um mein Mitgefühl zu
empfangen, dass es Leute gibt, die glücklich werden als Ergebnis meiner Handlungen. Auch wenn
Palast-Intrigen eher lästig sind, wenn diese Macht, von der ich erzähle, für die Leute benutzt werden
kann... Sansheng, verstehst du diese Art von Zufriedenheit?“

Ich konnte nicht umhin zu zittern, als ich ihn ansah. In seinen Augen war unverkennbar ein
Schimmer, den ich noch nie gesehen hatte.

In diesem Augenblick schien ich noch einmal den himmlischen Gott des Krieges zu sehen, der in
die Unterwelt gekommen war, begleitet von der Strahlung des Lichts.

Das war der wahre Moxi. Ich erinnerte mich plötzlich an die Worte, die Jia mir schon viele Monde
zuvor gesagt hatte: „Herr Moxi ist der Gott des Krieges vom Himmel. Obwohl in dieser Welt nichts
unmöglich ist, kümmert er sich nur um das Wohlergehen der Welt. Wenn sein Herz von dem
gemeinen Volk besessen ist, wird es keinen Platz für die Liebe geben.“

Ich hatte damals wenig bei diesen Worten gedacht, aber als ich den Ausdruck in Moxis Augen heute
sah, kam ich zu der Erkenntnis, dass Jia tatsächlich ein Prophet war.

Moxi hatte wirklich ein Herz für das gemeine Volk, egal welche Form er annahm.

Am nächsten Tag ging Moxi zum Palast; und wie üblich, blieb ich zu Hause und las meine Bücher.

Ich war noch nicht auf die zweite Seite gekommen, als ich plötzlich leichte, stetige Schritte vom
Hof hörte. Soldaten? Seit ich geistliche Erkenntnis gewonnen habe, war ich ein zurückhaltender
Geist. Alles in Ordnung, so war ich von einem Gespenst gefangen gehalten worden, von Yanwang
gescholten, von einem Mönch gejagt und von einem Priester angegriffen, aber ich war noch von
den Schlägern der Behörde festgenommen worden.

Das war meine erste Erfahrung, ich war unruhig vor Aufregung.

Ich freute mich darauf, dass sie sich hineinstürzen und mich entschuldigen wollten, und wollte
sehen, welche Art von Offensive sie organisierten. Aber nachdem ich lange gewartet hatte, kam nur
eine ordentliche Reihe von Klopfen an die Tür. Ich war ziemlich enttäuscht. Ich hatte keine andere
Wahl, als die Tür zu öffnen, wie es die richtige Etikette verlangte.

Die Soldaten waren wahrscheinlich irgendwo versteckt, denn nur ein hübsches Mädchen stand vor
der Tür. Ich sah sie lange an, bevor eine Anerkennung über mich kam. Warum war das nicht das
Mädchen, das Moxi schon gestern auf die Straße geworfen hatte - Shi Qianqian?!

Als sie sah, dass ich die Tür öffnete, sah sie plötzlich so aus, als würde sie von einem Blitz
getroffen. „Da ist wirklich eine Frau“, murmelte sie vor sich hin. „Er hatte wirklich eine Frau nach
Hause gebracht.“

Einen Mann zu lieben, war eine Sache, der einen Ruck in jemandes Haus brachte, war ein anderes.
Ich dachte mir, ich könnte nicht zulassen, dass die Gefühle dieses Mädchens vor sich selbst lügen,
ich habe meine Arme vor meiner Brust gekreuzt, mich an die Tür gelehnt und gesagt: „Das ist
richtig, ich bin seine Frau. Ich habe ein Bett mit ihm geteilt, seit wir Kinder waren. Gibt es etwas,
das du gerne sagen würdest?“

Das junge unwissende Mädchen war von meinen Worten erschüttert. Sie stolperte zwei Schritte
zurück und fiel fast zu Boden. Ich hob eine Augenbraue auf sie, fühlte mich etwas grausam, aber
zur gleichen Zeit bestätigt.

An diesem Punkt sprang eine Frau mittleren Alters plötzlich von der Seite hervor, zeigte auf mich
und begann ihre Verurteilung: „Wage es nicht, unsere junge Dame zu belästigen! Lass deine
Obszönitäten nicht ihr in die Ohren kommen!“

Ich war völlig unschuldig. „Ich antwortete, weil sie gefragt hat. Jedes Wort, das ich sagte, ist wahr.
Warum wäre es irgendwie obszön?“

Shi Qianqians Gesicht ward weißer. Die Frau hat mich geschlagen: „Elende Hure! Wie kannst du es
wagen, zu unserer jungen Dame unverschämt zu sein! Männer, nehmt sie weg!“

Ich rieb mir die Stirn frustriert. Sie war eindeutig ärgerlich. Als ich mit ihr reden wollte, sprang
plötzlich eine Gruppe von blauuniformierten Soldaten hervor.

„Oh!“ Meine Augen erhellten sich, als ich vor Aufregung nach Luft schnappte. Die Frau schrie:
„Sie will ihre verborgenen Geschosse veröffentlichen! Schützt die junge Dame!“

Die scharfen Klänge der Schwerter, die ihre Scheiden verlassen, hoben die Haare auf meinen
Armen.

Ich öffnete meinen Mund, aber die Phrase „Lasst uns den Frieden bewahren“ war nicht erklungen,
als eine große Klinge gerade über meinen Kopf geschwungen wurde. Durch den Anlass der
menschlichen Welt war mein Temperament jetzt viel zurückhaltender, wie als ich zum ersten Mal
hierher kam. Trotzdem konnte ich es nicht leiden. Mein Gesichtsausdruck fiel sofort auf, als ich die
ersten Soldaten heftig anstarrte, da sie sich auf mich stürzen wollten.

Sterbliche, die niemals Zauberei ausgeübt hatten, würden sofort von einem eisigen Blick von mir
versteinert. Sie würden in einem verzweifelten Kotau auf die Knie fallen.

Aber die Leute im Rücken lernten ihre Lektion nicht und flogen um mich wie ein Schwarm.
Ich rezitierte eine Beschwörung, winkte sanft mit meinem Arm, und die Soldaten, die mich
belagerten, flohen alle weg. Ich seufzte: „Wenn wir als Menschen leben wollen, dann lasst uns
lernen, die Situation zu beobachten und zu beurteilen.“

Shi Qianqian und die andere Frau wurden beide von den Kräften der Dunkelheit von ihren Füßen
weggefegt und fielen auf den Boden. Sie sahen mich in Wut an. Ich trat vor und bot die Hand an,
die Frau hochzuziehen, aber sie schrie „Monster“ und kletterte weg. Ich hatte keine andere Wahl, als
mich umzudrehen und Shi Qianqian zu helfen.

Im Gegensatz dazu ließ sie sich gelegentlich helfen. Ich wischte den Staub von ihrem Gesicht und
sagte: „Egal wie sehr du jemanden magst, du solltest noch etwas Selbstachtung haben. Komm nicht
zu den Häusern anderer und mache keinen Mucks mehr. Nicht nur wird es deinen Status schmälern,
es ist auch wenig nützlich. Oh, Moxis drei Lebenszeiten sind für mich bestimmt! Wenn du ihn
wirklich verführen willst, dann komm in drei Stunden zurück.“

Alles, was ich sagte, war die Wahrheit; ich dachte nicht, dass ihre Ohren sie tatsächlich veranlassen
würden, etwas anderes zu sein. Ihre Augen waren rot, als sie sich umdrehte und in Tränen davonlief.

Ich gab dem Haus einen guten Schwung, dann ging ich ruhig wieder zu meinem Buch zurück. Ich
erinnerte mich, dass ich bei der ersten Begegnung des Paares aufgehört hatte, wo das Mädchen dem
Helden einen Kuss gab. Meiner Meinung nach könnte die Szene ein bisschen geschmackvoller sein.

VIERTES KAPITEL
Moxi, möge der Frieden dir im Leben folgen!

Moxi ist am Abend nach Hause geeilt.

Ich lehnte mich gegen den Diwan, als ich ihm einen Blick gab und mein Buch weiter las. Er stand
einen Augenblick in der Tür, bevor er vorsichtig hereinkam. Er setzte sich auf den Rand des
Diwans, beriet sich und sagte dann: „Ich hörte, dass Soldaten heute kamen.“

„Ja.“

„Sansheng...“

Ich warf das Buch zur Seite, setzte mich auf und sah ihm in die Augen. „Was willst du mich
fragen?“

Er öffnete den Mund, sagte aber kein Wort.

„Ich habe die Soldaten abgeschlagen“, sagte ich zu ihm. „Shi Qianqian wurde auch von mir
weggejagt.“

Er sah mich einen Augenblick an und lächelte dann ein ziemlich hilfloses Lächeln.

Ich hob eine Augenbraue und sagte: „Was? Also willst du die Tochter des Generals heiraten? Oh,
ich lag damals falsch; ich habe deine Ehe ruiniert. Wenn es dich so traurig macht, werde ich nach
dem Mädchen suchen und sie zurückbringen. Sie scheint von dir geschlagen zu sein.“ Ich ging
hinaus, als ich mit dem Sprechen fertig war.
Er zog mich zurück, sein Gesicht leicht errötete. „Sansheng, du weißt, das war nicht das, was ich
meinte. Ich bin wirklich sehr froh, dass du... dass du so eifersüchtig wegen mir sein würdest. Es ist
nur so, dass…“

„Es ist genau was?“

„Die Soldaten sagten, dass du eine Dämonin bist. Sie beabsichtigen, den kaiserlichen Priester hier
einzuladen, um den Bösen morgen zu exorzieren.“

„Den kaiserlichen Priester?“ Ich erinnerte mich an das strenge Gesicht gestern in der Gasse.

Moxi nickte stirnrunzelnd. „Sansheng, musst du dich verstecken?“

„Verstecken?“ fragte ich. „Warum sollte ich mich verstecken? Ich bin keine Dämonin.“ Aber als ich
Moxis besorgten Ausdruck sah, verstand ich plötzlich. „Moxi, hast du mich immer für eine
Dämonin gehalten? Willst du mich verbergen, weil du Angst hast, dass der kaiserliche Priester
meine dämonische Identität aufdecken würde?“

Moxi runzelte die Stirn.

Ich nickte mit dem Kopf und murmelte zu mir selbst: „Ich denke, es ist zu erwarten. Ich habe mit
dir seit so vielen Jahren gelebt, aber mein Aussehen hat sich nicht verändert. Wenn ich Feuer wollte,
machte ich Feuer; wenn ich Wind wollte, machte ich Wind. Es macht Sinn, dass du an mich als
Dämonin denkst. Im Moment musst du Angst vor mir haben?“

Nachdem er meinen Worten zugehört hatte, kam ein plötzlicher Wechsel über Moxis Gesicht: eine
seltene Spur von Zorn. „Warum sollte ich Angst vor dir haben? Also, wenn du eine Dämonin bist?
Ich weiß nur, dass meine Sansheng mir nie geschadet hat. Ich bin keine herzlose Person. Ich weiß
genau, wie jeder Mensch in dieser Welt mich behandelt! Nicht zu erwähnen, du bist keine böse
Dämonin, und selbst wenn du es wärst, habe ich dich schon geliebt und werde dich für den Rest
meines Lebens lieben!“

Das Wort „Liebe“ machte mich glücklich im Inneren. Mein Mund konnte nicht umhin, zu lächeln.

Moxi war immer mild gesonnen gewesen. Unnötig zu sagen: er war besonders sanft zu mir. Ich sah
ihn selten so aufgewühlt, dass ich seine Gegenwart ziemlich seltsam fand. „Wovor hast du dann
Angst?“

Sein Gesicht versteifte sich. Meine Leichen, die in seine Gedanken kamen, hatten ihn leicht
enttäuscht. Er schwieg einen Augenblick, und dann seufzte er. „Sansheng, ich fürchte, du wirst
belästigt werden.“

Ich war amüsiert, nachdem ich ihn gehört hatte. „Erinnerst du dich an den Hinterhof des fetten
Wang?“

Er sah mich an: „Nicht einmal ein Grashalm war übrig.“

Ich nickte zufrieden. „Es ist gut, gemobbt zu werden, solange ich sie wieder schikanieren kann.
Deine Frau kann alles außer Missbrauch verschlingen. Du musst dir keine Sorgen machen.“

Mit meinen Worten zufrieden, sagte Moxi nichts mehr.


Am Abend, als wir uns auszogen, sah ich ein kleines Loch in seinem Ärmel. Da fragte ich
überrascht: „Was ist passiert?“

Moxi versteckte seinen Ärmel. „Es ist nichts. Ich hatte gerade einen Streit mit einigen Soldaten
heute, und mein Hemd wurde von ihrer Rüstung gefangen, das ist alles.“

Ich reichte ihm meine Hand: „Gib mir das Gewand. Ich werde dir helfen, es zu reparieren.“

Im Kerzenlicht machte ich Stich um Stich. Moxi setzte sich neben mich und nickte mit dem Kopf,
um mir zu helfen, ihm zu helfen, seine Kleider zu reparieren. Ein Lächeln verharrte auf seinen
Lippen, als ob er in dieser kleinen Sache Glückseligkeit fände.

„Alles vollbracht.“ Ich reichte ihm das Gewand. Als ich die Zufriedenheit auf seinem Gesicht sah,
fragte ich ihn: „Ist der gegenwärtige Kaiser ein guter Herrscher?“

Moxi erhielt sein Gewand und antwortete: „Er ist ein sehr weiser Souverän.“

Ich nickte. „Dann ist dieser große General, der alle militärische Macht in seinen Händen hält, auch
ein guter General?“

Moxi runzelte die Stirn. „Wenn wir von kommandierenden Truppen im Kampf sprechen, ist er
zweifellos talentiert. Allerdings brauchen wir nicht seine Art von Blut-Durst, um das Land im
Frieden zu erhalten.“

Ich nickte wieder: „Wenn er weg ist, wird der Lebensunterhalt der Menschen besser sein?“

„Ohne die Kontrolle des Generals wird der Kaiser in der Lage sein, die Reformen frei zu
verwirklichen, und der Lebensunterhalt des Volkes wird sich natürlich verbessern.“ Moxi sah mich
seltsam an. „Sansheng, seit wann bist du an diesen Dingen interessiert?“

„Wenn es einen Weg gibt, um den General um der Leute willen loszuwerden, wirst du dann
glücklich sein?“

Moxis Augen leuchteten auf, aber er senkte sofort den Blick, um ihn in den Augen zu verbergen.
„Natürlich würde ich mich freuen.“

Ich nickte wieder. „Es wird spät. Du hast morgen etwas zu tun, also ins Bett!“

Nachdem die Kerze in Moxis Zimmer ausgegangen war, blieb ich im Bett sitzen, die Augen weit
offen und blickend zum Mondschein über die Fensterscheiben hinaus.

Warum sollte Moxi mit anderen Menschen ohne Grund streiten? Ich habe alles durchdacht, was
heute passiert war, und begann zu verstehen. Er musste jemanden, der mich eine Dämonin nennt,
gehört haben, und als er als nächstes hörte, dass der Kaiser-Priester morgen hierher kommen würde,
um mich zu exorzieren, konnte er sich vorübergehend nicht mehr zurückhalten und hat sich mit den
anderen konfrontiert.

Moxi war immer ein toleranter Mensch gewesen, und er war seit langem kein Beamter. Trotz der
Begünstigung des Kaisers gab ihm der Kaiser nicht einmal einen Lohn. Anscheinend war Moxi in
einer sehr schwierigen Lage vor Gericht.

Durch den Streit mit den Leuten aus dem Haus hatte ich Moxi in den Sturm geschoben.
Es war wahr, ich war nicht wie andere Leute. Morgen, wenn der Kaiser-Pfarrer kommt, wenn er
Dinge wie „Dunkelheit lauert in dir“ oder „du bist nicht eine Lebensform dieser Welt“ sagen wird,
dann könnte Moxi nur seine Ideale küssen und alle Kämpfe verabschieden.

Egal was ich zu tun wünschte, ich darf ihn nicht implizieren.

Ich dachte an den Schimmer in Moxis Augen, als er von seinen Idealen sprach. Ich benutzte einen
unsichtbaren Zauber und ging in Moxis Zimmer. „Du warst es, der mir meine drei Leben gegeben
hat“, sagte ich, als ich sein schlafendes Gesicht beobachtete. „So kommt es, dass ich mein Leben
benutzen muss, um dir zu helfen, deine Trübsal abzufangen. Und da ich deine Frau in dieser
Existenz bin, muss ich meine volle Unterstützung für alles aufbieten, was mein Mann will.“

Ich saß an seinem Bett, beugte mich vor und legte leise einen Kuss auf seine Lippen. „Moxi, möge
der Frieden dir im Leben folgen!“

Am nächsten Morgen rief ein Dekret Moxi dringend in den Palast. Er erinnerte mich immer wieder
daran, dass er, wenn der kaiserliche Pfarrer kommen würde, ich ihn abhalten musste, bis er
zurückkäme. Ich versprach es ihm.

Kurz nachdem er gegangen war, kam ein Priester, der von erhabener Aura glühte, zum Haus. Dieser
kaiserliche Priester sah nach allen äußeren Erscheinungen sehr jung aus.

„Du bist kühn, es wirklich zu wagen, in die Hauptstadt zu kommen, nachdem du Abt Kongchen
getötet hast.“

Das erste, was der kaiserliche Pfarrer zu mir sagte, war das. Ich tröstete mich für eine lange Zeit,
bevor ich mich an den Abt Kongchen erinnerte, von dem er sprach, das war der Mönch, der
versucht hatte, mich in diesen neun Jahren zu jagen. „Das ist nicht wahr. Er starb vor der Zeit; es hat
nichts mit mir zu tun. Ich bin keine Dämonin, und ich kann keine Menschen töten.“

Der kaiserliche Pfarrer spottete. „Dunkelheit lauert in dir. Wenn du keine Dämonin bist, dann sag
mir, was bist du?“

Wenn ich sagte, dass ich der Geist eines Steins vom Wangchuan-Ufer war, war ich ziemlich sicher,
dass er darauf bestehen würde, dass ich ein Geist war. Ich dachte einen Augenblick nach und fragte:
„Warum bist du so sicher, dass ich eine Dämonin bin?“

„Wir werden wissen, ob du es bist oder nicht, wenn ich mein Samadhi-Feuer benutzt habe, um die
Wahrheit zu bestätigen“

Ich dachte eine Weile nach und nickte dann zustimmend: „In Ordnung, aber du musst es an einem
überfüllten Ort machen und mich auf einem Schafott verbrennen. Lass die Leute es sehen. Wenn ich
am Ende verbrannt werde, beweist es, dass ich keine Dämonin bin, und du musst deine Ehre als den
kaiserlichen Pfarrer benutzen, um der Welt zu verkünden, dass du die falsche Person getötet hast.“

Er war von meinen Worten verblüfft. Endlich sagte er: „Besser gibt es doch keine Tricks für deinen
Rock!“

„He, du bist ein Mann von Religion, wie kannst du so unreine Gedanken haben? Alles in Ordnung,
ich habe es eilig. Bitte zieh mich schnell weg, um zu verbrennen.“
Ich ging rasch aus der Tür. Auf der anderen Seite blieb er im Haus verwurzelt. Ich runzelte mir
fragend die Stirn, ging zurück und zog an seinem Arm: „Warum bist du so weibisch? Du warst nicht
so zögernd, als du zuletzt versucht hast, dem alten Mönch zu helfen, mich zu töten.“

Als wir den Eingang des Marktes erreichten, waren schon Soldaten dort, um das Gerüst
aufzustellen. Diese wenigen Soldaten sahen mir sehr vertraut aus. Ich vermutete, dass sie auch
Leute aus dem Haus waren. Sie wurden kurz betäubt, als sie sahen, dass ich nicht im geringsten
geschädigt wurde, sondern dass ich sogar den Kaiserhüter hierher schleppte. Ich drehte mich um
und sprang auf das Schafott, mit Eleganz und Grazie, natürlich, die Zuschauer überflutend mit
Wunder.

Ich band ein Seil um mich herum, winkte dem Ehrwürdigen zu und rief: „He, alles ist fertig!“

Der kaiserliche Pfarrer machte keine Bewegung und sah mich mit einem finsteren Blick an. Ich
habe ihn auch nur noch gesehen.

Plötzlich kam eine Frau von der Seite. Es war die gleiche Frau, die Shi Qianqian den anderen Tag
begleitet hatte, um Ärger in unserem Haus zu machen.

Sie schrie, als sie mich sah: „Das ist sie! Sie ist eine Dämonin! Sie hat den Kanzler verhext und hat
sogar unsere junge Dame verletzt. Es war so schrecklich, dass unsere junge Dame noch zu
erwecken ist. Eminenz, du musst uns helfen, dieses Monster zu beseitigen. Wir müssen den Samen
des Bösen ausrotten!“ Sie zog den Hirten des Kaiserlichen Ehrwürden an sich, während sie weinte,
und sie weinte so sehr, dass das Publikum mit ihr Tränen vergießen musste. Wenn die Person, auf
die sie hinzielte und die sie bewarf, nicht ich gewesen wäre, ich fürchte, ich würde auch denselben
Hass mit ihr teilen.

Die Augen der Imperialen Eminenz schauten auf, als er sie von mir wegdrängte und mich kalt
fragte: „Hast du zu deiner Verteidigung etwas zu sagen?“

„Ich bin wirklich keine Dämonin“, seufzte ich.

Ein Ei ward an mein Kleid geworfen. Ein kleines Kind in teuer aussehenden Kleidern machte sich
aus der Menge los, als er mir ein anderes Ei zuwarf. „Du hast meine Schwester gemobbt! Du bist
ein schlechter Mensch! Du hast sogar die Liebe meiner Schwester von ihr gestohlen! Bruder Moxi
mag meine Schwester. Das ist alles wegen dir!“

Meine Stirn war unbewusst gefurcht, während ich die zwei zerschlagenen Eier an meinem Kleid
ansah. Aber was mich mehr provoziert hatte, waren die Worte, die er sagte. Ich grinste und drohte
mit dem Finger und hob den kleinen Bubi in die Luft. „Kiddo, deine Schwester mag ihn, aber der,
den er mag, das bin ich.“

Er drückte sich in der Luft herum. Das Heulen der Frau war jetzt noch lauter, als sie weiter schrie:
„Geisterfüchsin, du wagst es nicht, unserem jungen Meister Schaden zu bereiten!“ Die umstehende
Menge fing auch an zu brummen.

„Schade anderen nicht!“ rief der Kaiserliche Ehrwürdige. Das Seil, das mich beschränkte, zog an,
die Kraft verließ meinen Finger, und der kleine Bubi war aus der Luft gefallen, von der Frau
aufgefangen.

Zweifellos kam eine brennende Empfindung über mich, als ein Feuer an den Sohlen meiner Füße
entzündet wurde.
Das Samadhi-Feuer.

Dieser Sterbliche hatte das Samadhi-Feuer wirklich geübt. Eine schwierige Leistung.

In Wahrheit hatte ich Angst vor Feuer. Es gab nur wenige geistige Wesen in der Unterwelt, die keine
Angst vor dem Feuer hatten. Wenn man einen Dämon von einem spirituellen Wesen unterscheiden
will, wäre das Feuer eine gute Methode. Ein Dämon würde nach der Verbrennung eine Kugel
hinterlassen, aber die Geister und die Menschen würden nichts hinterlassen.

Ich hatte keine Angst vor dem Tod, denn aus irgendeinem Gesichtspunkt hatte ich nie gelebt. Meine
Heimatstadt war am Fluss der Vergessenheit in der Unterwelt. Ich war tatsächlich im Land des
Todes selbst geboren.

Das brennende Feuer hat mich schmerzhaft gestochen. In meiner Trance sah ich meine alten
Bekannten. Sie schwebten in der Luft, als sie beobachteten, dass ich von den Flammen geleckt
wurde. Ich wollte ihnen etwas sagen, aber ich war in so vielen Schmerzen, dass ich kaum etwas tun
konnte.

Ich wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war. Als die brennende Empfindung auf meinem Körper
allmählich zurückging, winkten die schwarzen und weißen Wächter der Vergänglichkeit mit ihren
Händen und riefen mich an ihre Seite. Ich hatte dieses Licht nicht lange mehr gefühlt.

„Haha!“ lachte der Schwarze Undauerhafte, als er mir auf die Schulter klopfte. „Ich habe so viele
Todesarten gesehen, aber die Art, wie du im Feuer geblüht hast, gab uns mehrere Schocks.“

Sein Gesicht war von solcher Freude erfüllt, dass ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Ich legte
einfach meine Handflächen zusammen, um sie zu begrüßen und sagte ein paar höfliche Worte, dann
drehte ich mich um und sah zu Boden. Die Menge und die Frau waren ekstatisch jubelnd beim
Namen des Kaisers-Ehrwürdigen. Der Ehrwürdigen stieg jetzt auf das große Gerüst allein, seine
Augen suchten in den Haufen von Asche, während sein Gesicht allmählich erbleichte.

„Lass uns gehen, komm mit deinen großen Brüdern und erzähl uns, wie dein Leben war.“

„Halt an, warte hier auf mich nur eine Sekunde. Ich... ich habe etwas Unvollendetes, das ich noch
tun muss.“

Sie sahen sich an. Weiße Unbeständigkeit fragte: „Der Gott des Krieges?“

Ich nickte.

„Komm schnell zurück.“

Die königliche Aura der kaiserlichen Familie war immer noch so überwältigend wie eh und je. Zum
Glück war ich jetzt eine geistige Einheit geworden, und es war viel einfacher für mich, den Palast
zu betreten.

Als ich Moxi entdeckte, stand er gegenüber dem Schreibtisch des Kaisers.

„Ich hoffe, Eure Majestät kann meine Frau beschützen und nach ihrer Sicherheit sehen“, sagte er
mit einer Verbeugung.
Der Kaiser nahm einen Schluck Tee, bevor er ihm antwortete: „Eine Frau wird immer so sein.“

„Eure Majestät, Sansheng ist mein Herz und meine Seele und das Leben selbst.“

Wärme füllte mein Herz. Ich landete in der Nähe von ihm und umarmte ihn von hinten. „Moxi, ich
hatte Glück, dich kennengelernt zu haben.“

Moxi war leicht gespannt. Er drehte sich scharf um, sein Blick ging durch mich und landete an
einem Ort, von dem ich nicht wusste, wo er war.

Als ob er etwas gespürt hätte, stürzte Moxi plötzlich nach draußen.

„Unverschämtheit!“ Der Eunuch von der Seite des Kaisers schrie. Seine Majestät winkte mit der
Hand, um den Eunuch zu stoppen, als Moxi die Halle entlang der Palaststraße verließ.

Ich folgte ihm den ganzen Weg.

Er kehrte zuerst nach Hause zurück. Als er das Haus leer sah, war niemand in Sicht, sein Gesicht
ward weiß wie ein Blatt Pergament. Er stand kurz gefroren da und lief dann wieder hinaus.
Nachdem er aufgehört hatte, alle auf der Straße zu fragen, stolperte er schließlich auf den
Marktplatz.

Zu dieser Zeit stand der kaiserliche Pfarrer auf dem hohen Gerüst und hielt eine Handvoll Asche,
wobei er feierlich sagte: „Bei meiner Ehre als Kaiserwächter erkläre ich, dass die Frau Sansheng in
der Tat keine Dämonin war.“

Das Geschrei in den Ohren schien alles verblassen zu lassen. Alles, was ich sah, war die Leere in
Moxis Augen, als er zwei Schritte rückwärts ging.

Ich habe mich vorwärts gebeugt, um ihn zu halten, aber meine Hände gingen durch seinen Körper
hindurch.

Ich seufzte.

„Sansheng...“, flüsterte er meinen Namen mit einem Schmerz über die Worte hinaus.

„Ja“, antwortete ich, aber ich erinnerte mich plötzlich, dass er meine Stimme weder hören noch
mich sehen konnte.

„Sansheng“.

„Ich bin da.“

Aber ich war es nicht; ich war nicht mehr den Augen sichtbar.

So wie Sansheng nicht mehr in Moxis Leben war.

FÜNFTES KAPITEL
Er schützt dich, mein Lieber
Mein Nacken brannte leicht, als ich in die Unterwelt trat. Drei Siegel gab mir Yanwang, eines war
verschwunden. Dies bedeutete, dass eins der drei Leben, die Moxi mir versprach, auch zu Ende war.

Nachdem ich in die Unterwelt zurückgekehrt war, wollte ich nicht mehr allein auf dem Wangchuan
laufen. Was sollte das, wenn ich sowieso allein wäre? Jeden Tag lehnte ich mich gegen den Stein,
während ich darauf wartete, dass Moxi noch einmal durch die Tür der Reinkarnation käme, damit
ich mit ihm auf die Erde gehen könnte.

Die Zeit flog in der Unterwelt. Es fiel mir nur ein, dass vier Jahrzehnte auf der Erde vergangen
waren, als ich zufällig jemanden traf, den ich noch einmal als einen Bekannten betrachtete.

Ich grinste ihn an. Er hat mich auch erkannt und war einige Zeit betäubt. Es dauerte eine ganze
Weile, dass er sich erinnerte. „Du?“

„Ehrwürden, es ist schon eine Weile her. Du bist überhaupt nicht gealtert.“

Er legte wenig Aufmerksamkeit auf meine Neckerei und runzelte die Stirn. „Warum bist du nicht
reinkarniert?“

„Ich warte auf jemanden.“

Ich sagte, was ich sehr beiläufig gesagt habe, aber es hat ihn überrascht. Er seufzte nach einer Zeit
des Schweigens: „Ich war es, der euch zwei zu Einer Welt gemacht hat...“

Ich winkte mit den Händen und wollte sagen, dass es alles die Arbeit des Schicksals gewesen sei,
als er weiterging: „Du hast dein ganzes Leben in der Hölle auf ihn gewartet, während er sein ganzes
Leben um dich auf der Erde trauert. Ich hatte Unrecht, euch beide eures Glücks beraubt zu haben.“
Er hielt inne, als ob er an etwas dachte und dann erklärte er: „Was da geht, das kommt. Da ich
dieses Leben euch beiden verdanke, werde ich beim nächsten Mal nicht zurückkehren.“

„Es gibt dazu keine Notwendigkeit, wirklich“, sagte ich ihm schnell. „Das ist eine Sache zwischen
Moxi und mir, und wir wollten keinen Außenseiter hineinziehen.“

Er schlug mit den Ärmeln, schüttelte seufzend den Kopf und ging weiter.

Ich glaubte, es war unvermeidlich für die, die zu lange gelebt haben, um die schlechte
Angewohnheit zu haben, ihren eigenen Standpunkt zu benutzen, um zu versuchen, zu spekulieren
oder andere zu bestimmen.

Egal, wie vollendet er als Priester in diesem Leben war, eine Schüssel Nudeln Langen Lebens, ein
Schritt über die Naihe-Brücke, und man springt in die Reinkarnation und wischt seine bisherige
Existenz sauber.

Das nächste Leben würde die letzten Fehler nicht ausgleichen.

Nachdem der kaiserliche Ehrwürden reinkarniert war, fragte ich mich, ob vielleicht auch Moxi in
die Unterwelt käme. Jeden Tag blickte ich in den Wangchuan und pochte, bis ich so sauber war,
dass ich fast in der traurigen Unterwelt fehl am Platze war. In meiner Freizeit saß ich am Stein, um
die Wege der Menschen zu lernen. Ich hob einen Stock auf und verfolgte einige Kreise auf dem
Boden und flüsterte: „Moxi, komm schnell herunter, komm schnell herunter.“

Meine Aufrichtigkeit muss endlich den Himmel bewegt haben. An diesem Tag, als ich mich fertig
machte und auf den Stein schlug, sah ich, wie Moxi auf die Amaryllis an der gelben Quelle
stampfte, als er sich auf den Weg zu mir machte und ziemlich wütend aussah.

Oh, er war wütend.

Ich war immer noch ziemlich verwirrt von der Zeit, als ein Ball der sengenden Flamme meine Füße
traf. Erschrocken bin ich schnell weggefegt, um ihm auszuweichen.

Die umliegenden Schelme und Geister, die das beobachtet hatten, verschwelten sofort beim Brand.

Ich wusste nicht, was los war, ich sah zu Moxi hinüber. Er sah genauso aus wie das erste Mal, als
ich ihn sah. Seine Gegenwart war himmlisch.

Aber dieses himmlische Geschöpf fing ohne Grund an und gab mir eine gewisse Verwirrung.

Ich fühlte mich etwas verärgert. Ich wartete so lange, zu ihm zu kommen. Wir hatten uns nur
getroffen und hatten noch nicht einmal etwas gesagt, bevor er schon angefangen hatte, mich
anzugreifen. Das hat mich wirklich verletzt!

Er näherte sich und griff nach meinem Handgelenk. Ich schützte mein Lebenstor und duckte mich
zur Seite, ohne seine Schläge zu vermeiden.

Er spottete: „So hast du gelernt, wie man ausweicht und wie man sich fürchtet? Warum lässt du
mich nicht fangen? Warum lässt du mich nicht verbrennen? Hast du erkannt, dass dein Leben nicht
so leicht kommt, und jetzt kannst du es nicht ertragen, es zu verlieren?“

Ich dachte über die Bedeutung hinter seinen Worten nach. „Moxi, bist du wütend auf mich?“

„Wütend?“ spottete er. „Warum sollte ich wütend sein? Du hast mich beschützt, dein Leben
geopfert, um mich zu schützen und meine Trübsal für mich abgefangen. Ich kann dir nie genug
danken, wie würde ich es wagen, dich verrückt zu machen?“

Ich öffnete meinen Mund, um zu sagen, dass ich nicht wusste, warum er so wütend war, und dann
an seine Fassade zu stoßen, dass seine Worte und Taten nicht aufrecht waren. Aber ich sah die Wut,
die zwischen seinen Augenbrauen schaukelte, ich hielt die Klappe und schluckte alles hinunter, das
Gefühl der Beschwerde stieg höher.

Als er meinen verletzten Blick und meine nebeligen Augen sah, verhärtete sich sein Gesicht, er
sagte starr: „Du musst nicht weinen.“

Ich sah ihn mit wässrigen Augen an.

Die Adern auf der Stirn zuckten. Am Ende ließ er einen schweren Seufzer aus. „Bekümmere dich
nicht.“ Seine Augen erweichten sich, und dann klopfte er mir den Kopf und gab mir ein hilfloses
Lächeln. „Ich war wirklich der Schuldige.“ Fast sofort verdunkelte sich sein Ausdruck wieder.
„Warum ist der Duft der Dunkelheit in dir so viel stärker geworden?“

Ich verbarg mein Gesicht verlegen. „Da ich dachte, du wärst bald hier, habe ich das Wasser im Bach
benutzt, um mich jeden Tag zu waschen. Magst du es so, wie ich aussehe?“

Moxi schwieg lange.


„Ich zähle jeden Tag“, sagte ich, „während du darauf aus warst, dass du hierher kommst. Moxi,
wann wirst du reinkarnieren, damit ich mit dir gehen kann?“

Er runzelte die Stirn. „Gehst du mit mir?“

„Na sicher.“

Er drehte sein Handgelenk um, und ein goldenes Siegel schlug mich. „Du darfst die Unterwelt für
fünfzig Jahre nicht verlassen.“

Enttäuscht fragte ich: „Warum? Hast du nicht gesagt, du würdest mir drei Leben in der
menschlichen Welt versprechen?“

„Ja. Alles, was ich sage, ist, dass du in fünfzig Jahren kommst.“

„Aber du hast auch versprochen, mich zu verführen.“

„Du kannst mich in fünfzig Jahren verführen.“

„Aber du wirst ein sterbender alter Mann sein. Wenn ich dich finde, werden wir nicht viel Zeit
haben, sie zusammen zu verbringen!“

„Komm nicht, um mich dann zu suchen.“

Als er seine Worte beendete, schritt er zur Naihe-Brücke. Ich war so wütend, dass ich eine Handvoll
Schlamm packte und ihm direkt an den Hinterkopf warf.

Er stand mit dem Rücken gegen mich, daher wusste ich nicht, was für ein Ausdruck auf seinem
Gesicht war. Ich sah nur, dass der Alte Meng plötzlich niederkniete und tief trat, wo sie plädierten:
„Habe Erbarmen, Herr!“

Erst dann erinnere ich mich, dass der Boden in der Unterwelt von unzähligen Geistern und
Gespenstern zertrampelt worden war. Es war das Schmutzigste in den drei Reichen. Mein Schlamm
an seinem Kopf, für einen Gott aus dem Himmel, war eine schwere Beleidigung.

Er schaute hinüber, seine Stimme stoisch: „Ich will nicht, dass du wieder meine Trübsal wirst.“

Was für eine seltsame Sache, dies zu sagen. Für einen Moment habe ich es nicht verstanden. Ich
habe nur beobachtet, wie er die Nudeln des Langen Lebens isst, ohne einmal zurückzuschauen.
Dann trat er in die Reinkarnation ein und war weg.

Er muss gedacht haben, dass ich zu gemütlich war und deshalb nicht wollte, dass ich mit ihm gehe.
Dieser Gedanke machte mich so traurig, dass ich mich in den Stein hinein bohrte, dass meine Augen
rauschten.

Wenn es jemand anderes wäre, der mich gemobbt hatte, hätte ich die Angriffe zehnfach
zurückgegeben. Aber es war Moxi, der mich gemobbt hatte... es war Moxi, also konnte ich mich nur
schikanieren lassen. Ich konnte nicht nur nicht gegen ihn gewinnen, ich konnte ihn nicht einmal
gehen lassen.

Ich wusste nicht, wie lange ich damals geweint hatte, als mich jemand auf dem Stein anrief:
„Fräulein Sansheng! Oh nein, meine liebe Frau Sansheng, weine nicht, weine nicht mehr!“
Ich steckte meinen Kopf aus dem Stein und sah meinen Besucher mit geschwollenen Augen an.
„Jia, was ist das?“

Jia rieb seine Glieder, dann schüttelte er den Kopf und sagte: „In den letzten Tagen haben die
Tränen aus deinem Stein das Wasser in dem Wangchuan ein paar Meter höher gemacht. Es ist
erstaunlich, dass ein Stein so viel weint. Die Seelen, die die Naihe-Brücke überqueren, haben alle
Angst gehabt. Yanwang bittet mich besonders, an deinen Platz zu kommen, damit wir dir helfen
können, die Dinge zu durchdenken.“

Ich nickte, dann folgte ich Jia zu Janwangs Palast in völliger Angst.

Trotz der Schlankheit, war der etablierte Yanwang ein großer Fresser. Als ich ihn sah, wartetw er in
der Tat glücklich auf einem Traber.

Ich nickte ihm ein Hallo zu: „Yanwang!“

„Oh, Sansheng ist hier“" Er winkte mit der Hand. Sofort brachte mir der Schelm von seiner Seite
einen Schinken. Der war so fettig, dass ich mich ärgerte. Ich winkte mir die Hand und ließ das
Fleisch sinken.

Yanwang sah mich an und sagte: „Ich habe gehört, dass du in den vergangenen Tagen einen
Herzensbrecher für Herrn Moxi gehabt hast.“

Als ich Moxis Namen hörte, erhob sich meine Nase, und meine Augen begannen wieder
aufzuerstehen.

„Nein, nein, nicht!“ spottete er, um mich zu stoppen. „Heute habe ich dich gerufen, damit wir
diesen Knoten von dir lösen wollen. Wenn du weiter weinst, fürchte ich, der Wangchuan wird
überfluten.“

„Sansheng“, sagte er, als er seinen Mund abwischte, „weißt du, welche drei Drangsale Herr Moxi
im unteren Bereich zu erleben hatte?“

Ich schüttelte den Kopf.

DIE THEOGONIE DER GÖTTER

I. DER BEGINN VON HIMMEL UND ERDE

Die Namen der Gottheiten,


Die in der Ebene des Hohen Himmels geboren wurden,
Als der Himmel und die Erde begannen,
Waren der Gottmeister des Erhabenen Zentrums des Himmels,
Als nächstes die hocherhabene erzeugende wundersame Gottheit,
Als nächstes die göttlich-produzierende wundersame Gottheit.
Diese drei Gottheiten waren alle allein geborene Gottheiten
Und verbargen ihre Personen.
Die Namen der Gottheiten,
Die als nächstes aus einem Ding geboren wurden,
Das wie ein Schilfrohr aufkeimte,
Als die Erde, jung und wie schwimmendes Öl,
Medusenartig umhertrieb,
Waren die Liebe-Schilfrohr-Sprösslings-Prinzen-Ältere Gottheit,
Als nächstes die Himmlisch-Ewig-Stehende Gottheit.
Diese beiden Gottheiten wurden ebenfalls allein geboren
Und versteckten ihre Personen.

II. DIE SIEBEN GÖTTLICHEN GENERATIONEN

Die Namen der Gottheiten,


Die als nächstes geboren wurden,
Waren die Irdisch-Ewig-Stehende Gottheit,
Als nächstes die Luxuriös-Integrierende-Meister Gottheit.
Diese beiden Gottheiten waren allein geborene Gottheiten
Und verbargen ihre Personen.
Die Namen der Gottheiten, die als nächstes geboren wurden,
Waren der Gottheit Schlamm-Erde-Herr,
Als nächstes seine jüngere Schwester,
Die Gottheit Schlamm-Erde-Herrin;
Als nächstes die Integrationsgottheit,
Als nächstes seine jüngere Schwester,
Die Leben-Integrationsgottheit;
Als nächstes der Gottheitsälteste vom Ort des Großen,
Als nächstes seine jüngere Schwester,
Die Gottheitsälteste vom Ort des Großen;
Als nächstes die Gottheit Perfekt-Exterior,
Als nächstes seine jüngere Schwester,
Die Gottheit Oh-Furchtbare-Herrin;
Als nächstes die Gottheit Mann-der-einlädt,
Als nächstes seine jüngere Schwester,
Die Gottheit Frau-die-einlädt.

III. DIE INSEL ONOGORO

Daraufhin befahlen alle himmlischen Gottheiten


Den beiden Gottheiten,
Seine Erhabenheit, den Mann, der einlädt,
Und Ihre Erhabenheit die Frau, die einlädt,
Und befahlen ihnen,
Dieses treibende Land zu erschaffen,
Eu festigen und zu gebären.
Sie gaben ihnen einen himmlischen
Juwelenbesetzten Speer
Und ließen sich herab, sie zu belasten.
So schoben die beiden Gottheiten,
Die auf der schwebenden Brücke des Himmels standen,
Den juwelenbesetzten Speer hinunter
Und rührten sich mit ihm,
Woraufhin sie das Salzmeer steif gemacht hatten,
Bis es geronnen war,
Und zogen den Speer hoch,
Das Salzwasser, das vom Ende des Speers herabtropfte,
Wurde aufgetürmt und wurde zu einer Insel.
Das ist die Insel Onogoro.

IV. DER HOF DER GÖTTER, DER MÄNNER, DIE EINLADEN, UND DER FRAUEN, DIE
EINLADEN

Nachdem sie vom Himmel


Auf diese Insel herabgestiegen waren,
Sorgten sie für die Errichtung
Einer himmlischen erhabenen Säule
Und für die Errichtung einer Halle mit acht Fäden.
Tunc quæsivit[erhabenus Mas-Qui-Invitat
Eine kleine erhabene Schwester,
Feminâ-Qui-Invitat:
Tuum corpus quo in modo factum est?
In Reaktion darauf sprach er:
Meum corpus crescens crevit,
Sed est una pars quæ non crevit continua. -
Tunc dixit erhabenus Mas-Qui-Invitat:
Meum corpus crescens crevit,
Sed est una pars quæ crevit superflua.
Ergo an bonum erit ut hanc corporis mei partem quæ crevit,
Superflua in tui corporis partem
Quæ non crevit continua inseram,
Et regionses procreem? -
Die erhabene Femina-Quæ-Invitat
Reagierte auf die Anfrage:
Bonum erit. -
Tunc dixit erhabenus Mas-Qui-Invitat:
Quod quum ita sit,
Ego et tu hanc cœlestem augustam,
Columnam circumeuntes mutuoque occurrentes,
Augustarum partium erhabenam coitionem faciemus. -
Hâc pactione factâ, dixit augustus Mas-Qui-Invitat:
Tu a dexterâ circumeuns occurre;
Ego a sinistrâ occurram. -
Absolutâ pactione ubi circumierunt,
Augusta Femina-Qui-Invitat primum enquit:
O venuste et amabilis adolescens! -
Deinde augustus Mas-Qui-Invitat dicere:
O venusta et amabilis virgo! -
Postquam singuli orationi fine fecerunt,
Augustus Mas-Qui-Invitat locutus est sorori, dicens:
Non dezente feminame primum verba facere. -
Nihilominus in thalamo[opus reprocreationis inceperunt,
Et filium Hirudinem vel Hirudini similem pepererunt.
Dieses Kind stellten sie in ein Schilfrohrboot
Und ließen es davonschwimmen.
Als nächstes brachten sie die Insel Aha zur Welt.
Diese wird auch unter ihren Kindern nicht berücksichtigt.

V. GEBURT DER ACHT INSELN

Daraufhin nahmen die beiden Gottheiten


Ratschläge an und sagten:
Die Kinder, die wir jetzt zur Welt gebracht haben,
Sind nicht gut.
Es wird am besten sein,
Dies bekannt zu geben
Am erhabenen Platz der Himmlischen Gottheiten. -
Sie stiegen sofort in den Himmel auf
Und erkundigten sich nach ihren Erhabenheiten,
Den himmlischen Gottheiten.
Dann befahlen
Und fanden die himmlischen Gottheiten
Durch große Weissagung heraus,
Und befahlen ihnen und sprachen:
Ihr wart nicht gut, weil die Frau zuerst sprach.
Steigt wieder zurück und ändert eure Worte. -
Daraufhin stiegen sie zurück und gingen
Wieder um die himmlische erhabene Säule herum, wie zuvor.
Daraufhin sprach der Mann, der einlädt, zuerst:
Ah! was für ein schönes und liebes Mädchen! -
Danach sprach seine jüngere Schwester,
Die erhabene Frau, die einlädt:
Ah! Was für ein schöner und reizender junger Mann! -
Tali modo quun orationi fine fecerant,
Auguste coierunt et pepererunt
Ein Kind der Insel von Ahaji, Ho-no-sa-wake.
Als nächstes gebar man die Insel Futa-no in Iyo.
Diese Insel hat einen Körper und vier Gesichter,
Und jedes Gesicht hat einen Namen.
So wird das Land Iyo als schöne Prinzessin bezeichnet;
Das Land Sanuki wird als Prinz-Guter-Einsiedelreis bezeichnet;
Das Land Aha wird als Prinz-Großkost bezeichnet;
Das Land Tosa wird als tapfer-guter-Jugendlicher bezeichnet.
Als nächstes gebar man die Inseln Mitsu-go bei Oki,
Ein weiterer Name für die Inseln
Himmlischer-Großherziger-Jugendlicher ist.
Diese Insel hat ebenfalls einen Körper und vier Flächen
Und jedes Gesicht hat einen Namen.
So heißt das Land Tsukushi Weiße-Sonne-Jugend;
Das Land Toyo heißt Üppige-Sonnen-Jugend;
Das Land Hi heißt Tapferer-Sonne-Konfrontierender-
Luxuriöser-Wundersamer-Jugendlicher;
Das Land Kumaso heißt Tapferer-Sonne-Jugendlicher.
Als nächstes gebar man die Insel Iki,
Ein weiterer Name, für den die Säulen des Himmels stehn.
Als nächstes brachten sie die Insel Tsu zur Welt,
Ein weiterer Name, die
Heavenly-Hand-in-Hand-Good-Princess heißt.
Als nächstes gebar man die Insel Sado.
Als nächstes brachten sie Groß-Jamato,
Die-luxuriöse-Insel-der-Drachen-Fliege zur Welt,
Ein weiterer Name ist Himmlischer-erhabener-luxuriös-
Drachen-Fliegen-Jugendlicher.
Der Name: Land-der- Acht-Großen-Inseln
Entstand daher, weil diese acht Inseln
Zuerst geboren wurden.
Danach, als sie zurückgekehrt waren,
Gebar sie die Insel Ko[-shima in Kibi,
Brave-Sonne-Direktion-Jugendlicher.
Als nächstes gebar man die Insel Adzuki,
Für die Oho-Nu-De-Hime steht.
Als nächstes brachten sie die Insel Ohoshima zur Welt,
Oho-Tamaru-Wake.
Als nächstes brachten sie die Insel Hime zur Welt,
Heaven's-One-Root.
Als nächstes brachten sie die Insel Chika zur Welt,
Heavenly-Great-Male.
Als nächstes brachten sie die Inseln von Futa-go zur Welt,
Heaven's-Two-Houses.

VI. GEBURT DER VERSCHIEDENEN GOTTHEITEN

Als sie mit der Geburt von Ländern fertig waren,


Begannen sie von neuem
Mit der Geburt von Gottheiten.
So war der Name der Gottheit, die sie gebären,
Die Gottheit Großes-Mal-des-Großen-Dings;
Als nächstes brachten sie
Die Gottheit Felsen-Erde-Prinz zur Welt;
Als nächstes brachten sie
Die Gottheit Felsen-Nest-Prinzessin zur Welt;
Als nächstes brachten sie
Die Gottheit Große-Tür-Sonne-Jugend zur Welt;
Als nächstes brachten sie
Die Gottheit Himmlisch-Blasende-Frau zur Welt;
Als nächstes brachten sie
Die Gottheit Großes-Haus-Prinz zur Welt;
Als nächstes brachten sie
Die Gottheit Jugend-des-Windes-Atem-des Großen-Mannes zur Welt;
Als nächstes brachten sie
Die Seegottheit zur Welt, deren Name
Gottheit Groß-Ozean-Besitzer ist;
Als nächstes brachten sie
Die Gottheit der Wassertore zur Welt,
Deren Name der Gottheit Prinz-des-Schnellen-Herbstes ist;
Als nächstes brachten sie seine jüngere Schwester
Die Gottheit Prinzessin-des-Schnellen-Herbstes zur Welt.
Zehn Gottheiten insgesamt,
von der GottheitGroßes-Mal-des-Großen-Dings
Bis hin zur Gottheitsfürstin-des-Herbstes.
Die Namen der Gottheiten,
Die von diesen beiden Gottheiten
Prinz-des-schnellen Herbstes
Und Prinzessin-des-schnellen-Herbstes
Aus ihren getrennten Herrschaften
Von Fluss und Meer geboren wurden, waren:
die Gottheit Schaum-Stille;
Als nächste die Gottheit Schaum-Wellen;
Als nächste die Gottheit Blasen-Stille;
Als nächste die Gottheit Blasen-Wellen;
Als nächste die Gottheit Himmlischer-Wasser-Teiler;
Als nächste die Gottheit Irdischer-Wasser-Teiler;
Als nächste die Gottheit Himmlischer-Wasser-Kürbis-Besitzer;
Als nächste die Gottheit Irdischer-Wasser-Kürbis-Besitzer.
Acht Gottheiten insgesamt
Vom Gottheitsschaumprinzen
Bis zur Gottheit Irdischer-Wasser-Kürbis-Besitzer.
Als nächstes brachten sie die Gottheit des Windes zur Welt,
Deren Name der Gottheitsprinz des langen Windes ist.
Als nächstes gebar man die Gottheit der Bäume,
Deren Name Gottheit Stielältester ist,
Als nächstes brachten sie die Gottheit der Berge zur Welt,
Deren Name der Gottheit Großgebirgsbesitzer ist.
Als nächstes brachten sie die Gottheit der Mauern zur Welt,
Deren Name die Gottheit Moor-Prinzessin ist,
Ein weiterer Name Gottheitsmoorälteste ist.
Vier Gottheiten insgesamt vom Gottheitsprinzen
Bis zum Moorältesten.
Die Namen der Gottheiten,
Die von diesen beiden Gottheiten,
Dem Gottheits-Großgebirgsbesitzer
Und der Gottheits-Moor-Ältesten
Aus ihren getrennten Herrschaften
Von Berg und Moor geboren wurden, waren:
die Gottheit Himmlischer Ältester der Pässe;
Als nächste die Gottheit Irdischer Ältester der Pässe;
Als nächste die Gottheit Himmlische Pass-Grenze,
Als nächste die Gottheit Irdische Pass-Grenze;
Als nächste die Gottheit Himmlische-Dunkle-Tür;
Als nächste die Gottheit Irdische-Dunkle-Tür;
Als nächste die Gottheit Großes-Tal-Prinz;
Als nächste die Gottheit Große-Tal-Prinzessin.
Acht Gottheiten insgesamt,
von der Gottheit Himmlischer Ältester der Pässe
Bis zur Gottheit Große-Tal-Prinzessin.
Der Name der Gottheit,
Die sie als nächstes zur Welt brachten,
War die Gottheit Vogel-Felsen-Kampfer-Baum-Boot,
Ein weiterer Name Himmels-Vogelschiff ist.
Als nächstes brachten sie
Die Gottheitsprinzessin der großen Ernährung zur Welt.
Als nächstes brachten sie
Die feuerbrennende-schnelle-männliche Gottheit zur Welt,
Ein weiterer Name göttlicher-feuerleuchtender-Prinz ist,
Und ein anderer Name der göttliche-feuerleuchtende-Älteste.

VII. EWIGE RUHE IHRER ERHABENHEIT DER PRINZESSIN, DIE EINLÄDT

Durch die Geburt dieses Kindes


Wurden ihre erhabenen Geschlechtsteile verbrannt,
Und sie wurde krank und legte sich hin.
Die Namen der Gottheiten,
Die aus ihrem Erbrochenen geboren wurden,
Waren der Gottheitsmetall-Berge-Prinz
Und danach die Gottheitsmetall-Berge-Prinzessin.
Die Namen der Gottheiten,
Die aus ihrem Kot geboren wurden,
Waren der Gottheits-Ton-Prinz
Und als nächstes die Gottheits-Ton-Prinzessin.
Die Namen der Gottheiten,
Die als nächstes aus ihrem Urin geboren wurden,
Waren die Gottheit Mitsuhanome
Und als nächstes die Junge-Wundersam-produzierende Gottheit.
Das Kind dieser Gottheit hieß
Die Gottheit Luxuriöse-Lebensmittel-Prinzessin.
So lädt die Gottheit, die Frau, durch die Geburt
Die Feuergottheit ein,
Bis sie sich lange Zeit göttlich zurückgezogen hat.
Acht Gottheiten insgesamt
Vom Himmels-Vogel-Boot
Bis zur Gottheit Luxuriöses-Essen-Prinzessin.
Die Gesamtzahl der Inseln,
Die von den beiden Gottheiten
Male-Who-Invites and Female-Who-Invites
Gemeinsam gegründet wurden, betrug vierzehn,
Von den Gottheiten fünfunddreißig.
Diese sind solche,
Die vor der Gottheitsprinzessin geboren wurden,
Der Einladenden, die göttlich zurückgezogen war.
Nur die Insel Onogoro wurde nicht zur Welt gebracht.
Und außerdem werden das Blutegel-Kind
Und die Insel Aha
Unter den Kindern nicht berücksichtigt.
So sagte dann seine Erhabenheit, der Mann, der einlädt:
Oh! Dein Hochmut, meine liebe jüngere Schwester!
Oh, dass ich dich gegen dieses einzelne Kind
Hätte eintauschen sollen! -
Und als er um ihr erhabenes Kissen schlich
Und als er um ihre erhabenen Füße schlich und weinte,
Wurde aus seinen erhabenen Tränen die Gottheit geboren,
Die in Konomoto bei Unewo auf dem Berg Kagu wohnt
Und deren Name die weinende-weibliche-Gottheit ist.
Also begrub er die göttlich zurückgezogene Gottheit,
Die Frau, die auf dem Berg Hiba
An der Grenze des Landes Idzumo
Und des Landes Hahaki einlädt.

VIII. DAS TÖTEN DER FEUERGOTTHEIT

Dann lädt Seine Erhabenheit den Mann ein,


Der den Zehn-Griff-Säbel trägt,
Der erhaben an ihn gegürtet war,
Schneidet den Kopf seines Kindes,
Der Gottheit Glänzender Ältester, ab.
Daraufhin die Namen der Gottheiten,
Die aus dem Blut geboren wurden,
Das bis zur Spitze des erhabenen Schwertes klebte.
Und bestückt waren die zahlreichen Felsen:
Der Gottheits-Felsen-Splitter,
Weiter der Gottheits-Wurzel-Splitter,
Weiter die Felsen-besitzende-männliche-Gottheit.
Die Namen der Gottheiten,
Die als nächstes aus dem Blut geboren wurden,
Das am oberen Teil des erhabenen Schwertes klebte
Und wieder die vielfältigen Gesteinsmassen besiegte, waren:
Die furchtbare-schnelle-Gottheit,
Als nächstes die schnelle-Feuer-Gottheit,
Als nächstes die tapfer-furchbar-besitzende-männliche-Gottheit,
Ein andere Name ist die tapfer-schnappende-Gottheit,
Und ein anderer Name die Luxuriöse-Schnappende-Gottheit.
Die Namen der Gottheiten,
Die als nächstes aus dem Blut geboren wurden,
Das am Griff des erhabenen Schwertes sich sammelte
Und zwischen seinen Fingern auslief, waren:
Die Gottheit Kura-okami
Und die nächste die Gottheit Kura-mitsuha.
Alle acht Gottheiten in der obigen Liste,
Vom Gottheitsfelsenspalter
Bis zur Gottheit Kura-mitsuha,
Sind Gottheiten,
Die aus dem erhabenen Schwert geboren wurden.
Der Name der Gottheit,
Die aus dem Haupt
Der Gottheit Glänzender Ältester geboren wurde,
Der getötet worden war,
War der Gottheitsbesitzer der Wahren-Pass-Berge.
Der Name der Gottheit,
Die als nächstes aus seiner Brust geboren wurde,
War der Gottheitsbesitzer der Abstiegsberge.
Der Name der Gottheit,
Die als nächstes aus seinem Bauch geboren wurde,
War der Gottheitsbesitzer des innersten Gebirges.
Der Name der Gottheit,
Die als nächstes aus seinen Geschlechtsteilen geboren wurde,
War der Gottheitsbesitzer der Dunklen Berge.
Der Name der Gottheit,
Die als nächstes aus seiner linken Hand geboren wurde,
War der Gottheitsbesitzer der dichten-waldigen-Berge.
Der Name der Gottheit,
Die als nächstes aus seiner rechten Hand geboren wurde,
War der Gottheitsbesitzer der Ausläufer-Berge.
Der Name der Gottheit,
Die als nächstes aus seinem linken Fuß geboren wurde,
War der Gottheitsbesitzer der Moorland-Berge.
Der Name der Gottheit,
Die als nächstes aus seinem rechten Fuß geboren wurde,
War der Gottheitsbesitzer der Überberge.
Acht Gottheiten insgesamt,
Vom Gottheitsbesitzer des wahren Gebirges
Bis zum Gottheitsbesitzer des äußeren Gebirges.
So wurde der Name des Schwertes,
Mit dem der Manne-der-einlädt
Den Kopf seines Sohnes abschneidet,
Mit der Himmlischen-Spitzen-Blase verlängert,
Und ein anderer Name war Majestätische-Spitzen-Blase.

IX. DAS LAND DES HADES

Daraufhin Seine Erhabenheit der Mann, der einlädt,


Der seine jüngere Schwester
Ihre Erhabenheit, die Frau, die einlädt,
Treffen und sehen wollte,
Folgte ihr ins Land des Hades.
Als sie nun aus dem Palast kam,
Hob sie die Tür hoch
Und kam heraus, um ihn zu treffen,
Seine Erhabenheit, der Einladene Mann sprach:
Deine Erhabenheit, meine liebe jüngere Schwester.
Die Länder, die ich und du gemacht haben,
Sind noch nicht zu Ende;
Also komm zurück! -
Da antwortete Ihre Erhabenheit,
Die die Frau, die einlädt, und sagte:
Bedauerlich, dass du es nicht früher ernst meintest.
Ich habe vom Ofen des Hades gegessen.
Dennoch, da ich den Eintritt von Deiner Erhabenheit,
Meinem lieben älteren Bruder, hier verehre,
Möchte ich zurückkehren.
Außerdem werde ich es besonders
Mit den Göttern des Hades besprechen.
Sieh mich nicht an! -
Nachdem sie so gesprochen hatte,
Ging sie zurück in den Palast;
Und als sie dort sehr lange blieb,
Konnte er nicht warten.
Nachdem er also einen der Endzähne
Des vielfältigen und dicht gezahnten Kammes,
Der in dem linken erhabenen Strauß
Seines Haares stecken geblieben war,
Genommen und abgebrochen hatte,
Entzündete er eine Lampe
Und ging hinein und sah sich um.
Die Maden schwärmten.
Und sie verrottete,
Und in ihrem Kopf wohnten die Großen,
In ihrer Brust wohnte der Feuerhunde,
In ihrer linken Hand wohnte der Junge,
In ihrer rechten Hand wohnte der Erdhund,
In ihrem linken Fuß wohnte der Rumpelnde,
In ihrem rechten Fuß wohnte der Donnerer.
Insgesamt waren dort acht Donnergottheiten
Geboren und wohnten dort.
Daraufhin floh Seine Erhabenheit,
Der Mann, der einlädt,
Der bei dem Anblick überwältigt war, zurück,
Woraufhin seine jüngere Schwester,
Ihre Erhabenheit, die die Frau, die einlädt, sagte:
Du hast mich beschämt, -
Und schickte sofort die hässliche Hündin,
Ihn zu verfolgen.
So nahm Seine Erhabenheit,
Der Mann, der einlädt,
Seinen schwarzen erhabenen Kopfschmuck
Und warf ihn herunter,
Und der verwandelte sich sofort in Trauben.
Während sie sie aufhob und aß, floh er weiter;
Aber als sie ihn immer noch verfolgte,
Nahm und zerbrach er
Den vielfältigen und dicht gezahnten Kamm
Im rechten Bündel seiner Haare
Und warf ihn nieder,
Und der verwandelte sich sofort in Bambussprossen.
Während sie sie hochzog und aß, floh er weiter.
Später schickte seine jüngere Schwester
Die acht Donnergottheiten
Mit tausend fünfhundert Kriegern
Des Hades zur Verfolgung.
So floh er, indem er den Zehn-Greif-Säbel zog,
Der erhaben an ihn gegürtet war,
Und floh vorwärts,
Indem er ihn in seiner hinteren Hand schwang;
Und als sie noch folgten, nahm er,
Als er den Fuß des ebenen Passes des Hades erreichte,
Drei Pfirsiche, die an seinem Fuß wuchsen,
Und wartete und schlug seine Verfolger damit,
So dass sie alle zurückflogen.
Dann verkündete Seine Erhabenheit,
Der Mann, der einlädt, den Pfirsichen:
Wie ihr mir geholfen habt,
So müsst ihr auch allen lebenden Menschen
Im zentralen Land der Schilfgebiete helfen,
Wenn sie in unruhige Verhältnisse geraten
Und belästigt werden! -
Und er gab den Pfirsichen die Bezeichnung
Ihrer Erhabenheiten Groß-Göttliche Frucht.
Zu guter Letzt kam seine jüngere Schwester,
Ihre Erhabenheit, die Prinzessin, die einlädt,
Selbst auf die Jagd.
Also zog er einen tausend-Felsen hervor
Und blockierte den ebenen Hades-Pass
Und legte den Felsen in die Mitte;
Und sie standen sich gegenüber
Und tauschten Verabschiedungen aus;
Und Ihre Erhabenheit sagte, die Frau, die einlädt:
Mein lieber, älterer Bruder, mein Held!
Wenn du das tust, will ich an einem Tag
Tausend von den Leuten deines Landes ersticken. -
Da antwortete Seine Erhabenheit,
Dr Mann, der einlädt:
Meine reizende jüngere Schwester, Euer Hochmut!
Wenn du das tust,
Will ich an einem Tag
Tausend fünfhundert Geburtshäuser errichten.
Auf diese Weise würden jeden Tag
Tausend Menschen geboren werden. -
So wird Ihre Erhabenheit, die Frau, die einlädt,
Als die große Gottheit des Hades bezeichnet.
Es wird wieder gesagt, dass sie,
Weil sie ihn verfolgt und erreicht hat,
Als die straßenergreifende-Groß-Gottheit bezeichnet wird.
Wiederum wird der Fels,
Mit dem er den Hadespass blockiert hat,
Als die große Gottheit der Straßenumkehr bezeichnet,
Und wieder wird sie die Blockierende-Groß-Gottheit
Der Hades-Tür genannt.
Das, was also der gerade Durchgang der Hades genannt wurde,
Heißt jetzt Ifuya-Pass im Land Idzumo.

X. DIE REINIGUNG DER ERHABENEN PERSON

Deshalb die Große Gottheit,


Der Mann, der einlädt, sagte:
Nein! Nein! Scheußlich!
Ich bin in ein schreckliches und verschmutztes Land gekommen,
Ich bin es!
So will ich die Reinigung
Meines erhabenen Menschen durchführen. -
Also ging er in eine Ebene mit Ahagi
An einer kleinen Flussmündung
In der Nähe von Tachibana
In Himuka auf der Insel Tsukushi,
Um sich zu reinigen und zu purifizieren.
Der Name der Gottheit,
Die aus dem erhabenen Stab geboren wurde,
Den er niedergelegt hatte,
War also der Gottheit-das Reich-komme-nicht-zum-Ort.
Der Name der Gottheit,
Die aus dem erhabenen Mantel geboren wurde,
Den er als nächstes abwarf,
War die Gottheit-lange-Straße-des-Kosmos.
Der Name der Gottheit,
Die aus dem erhabenen Rock geboren wurde,
Den er als nächstes ablegte,
War die Gottheit Nimm-leicht.
Der Name der Gottheit,
Die aus dem erhabenen Obergewand geboren wurde,
Das er als nächstes ablegte,
War der Gottheitsmeister der Probleme.
Der Name der Gottheit,
Die aus der erhabenen Hose geboren wurde,
Die er als nächstes auszog,
War die Straßengabel-Gottheit.
Der Name der Gottheit,
Die aus dem erhabenen Hut geboren wurde,
Den er als nächstes abwarf,
War der Gottheitsmeister des offenen Mundes.
Die Namen der Gottheiten,
Die aus dem Armband seiner linken Hand geboren wurden,
Das er als nächstes abwarf,
Waren die Gottheiten in der Ferne,
Als nächstes der Gottheits-Waschprinz-des-Ofens,
Als nächstes die Gottheits-Zwischenrichtung-des-Ofens.
Die Namen der Gottheiten,
Die aus dem Armband seiner rechten Hand geboren wurden,
Das er als nächstes abwarf, waren:
Die Gottheit-Fernes-Ufer,
Als nächstes der Gottheitswäscher-Prinz-vom-Ufer,
Als nächstees die Gottheit-Zwischenrichtung-vom-Ufer.
Die zwölf Gottheiten,
Die in der vorstehenden Liste erwähnt werden,
Von Gottheit-Komme-Nicht-an-den-Ort
Bis hinunter zur Gottheit-Zwischenrichtung-des-Ufers
Sind Gottheiten, die von ihm geboren wurden,
Indem er die Dinge, die auf seiner Person waren, entfernte.
Daraufhin sagte er:
Das Wasser in der oberen Reichweite ist zu schnell;
Das Wasser in der unteren Reichweite ist zu träge, -
Da ging er hinunter
Und tauchte in die mittlere Reichweite;
Und als er sich wusch,
Wurde zuerst die wundersame Gottheit der achtzig Eide
Und dann die wundersame Gottheit der großen Eide geboren.
Diese beiden Gottheiten sind die Gottheiten,
Die aus dem Schmutz geboren wurden,
Als er in dieses verunreinigte, schreckliche Land ging.
Die Namen der Gottheiten,
Die als nächstes geboren wurden,
Um diese Übel zu beheben, waren:
Die Göttlich-Berichtigende-Wundersame Gottheit,
Daneben die Groß-Berichtigende-Wundersame Gottheit,
Daneben die Weibliche-Gottheit-Idzu.
Die Namen der Gottheiten,
Die als nächstes geboren wurden,
Als er auf dem Grund des Wassers badete, waren:
Der Gottheitsbesitzer des Meeresbodens,
Und als nächstes das erhabene-ältere-Mal-des-Bodens.
Die Namen der Gottheiten,
Die geboren wurden,
Als er in der Mitte des Wassers badete, waren:
Der Gottheitsbesitzer der Mitte des Ozeans
Und als nächstes das erhabene-Ältesten-Mal-der-Mitte.
Die Namen der Gottheiten,
Die geboren wurden,
Als er oben auf dem Wasser badete,
Waren der Gottheitsbesitzer der Meeresoberfläche
Und als nächstes das erhabene-Ältesten-Mal-der-Oberfläche.
Diese drei Gottheiten,
Die über den Ozean verfügen,
Sind die Gottheiten,
Die von den Häuptlingen der Adzumi
Als ihre angestammten Gottheiten verehrt werden.
So sind die Häuptlinge von Adzumi
Die Nachkommen Seiner Erhabenheit Utsushi-hi-gana-saku,
Kinder dieser Gottheiten, die den Ozean besitzen.
Diese drei Gottheiten,
Seine-Erhabenheit-Ältester-des-Bodens,
Seine Erhabenheit-Ältester-der-Mitte
Und Seine Erhabenheit-Ältester-der-Oberfläche
Sind die drei großen Gottheiten
Des Eingangs von Sumi.
Der Name der Gottheit, die geboren wurde,
Als er daraufhin sein linkes erhabenes Auge wusch,
War die himmelschimmernde-Groß-erhabene-Gottheit.
Der Name der Gottheit, die als nächstes geboren wurde,
Als er sein rechtes erhabenes Auge wusch,
War Seine Erhabenheit-Mond-Nacht-Besitzer.
Der Name der Gottheit, die als nächstes geboren wurde,
Als er seine erhabene Nase wusch,
War Seine Tapferkeit-Schnelligkeit-Ewigkeit-Männlichkeit.
Die vierzehn Gottheiten in der vorstehenden Liste,
Von der Wundersamen Gottheit der achtzigsten Elfen
Bis hin zur schnellen-unbarmherzigen-männlichen-Hässlichkeit,
Sind Gottheiten, die aus dem Bade
Seiner erhabenen Person geboren wurden.

XI. INVESTITION DER DREI GOTTHEITEN; DER BERÜHMTEN ERHABENEN KINDER

Zu dieser Zeit freute sich Seine Erhabenheit,


Der Mann, der einlädt, sehr und sagte:
Ich, der ein Kind nach dem anderen zeugt,
Habe bei meiner letzten Zeugung
Drei illustre Kinder bekommen, -
Mit welchen Worten die Juwelenschnur,
Die seine erhabene Halskette formt,
Sofort kribbelnd abhebend und schüttelnd,
Er schenkte sie der himmelblauen-leuchtenden-
Großartigen-erhabenen-Gottheit,
Indem er sagte: Breite Deine Erhabenheit
Über die Ebene des Himmels. -
Mit dieser Einladung schenkte er es ihr.
Nun war der Name dieser erhabenen Halskette
Die erhabene-Geschäftshaus-Muschel-Gottheit.
Als nächstes sagte er von Seiner Erhabenheit
Mond-Nacht-Besitzer:
Beherrsche Deine Erhabenheit
Die Herrschaft der Nacht. -
So hat er ihn beauftragt.
Als nächstes sagte er zu Seiner-tapferen-schnellen-männlichen-
Erhabenheit: Breite Deine Erhabenheit über die Meeresebene.

XII. DAS WEINEN UND SCHREIEN SEINER UNGESTÜMEN MÄNNLICHKEIT

Während also jede der beiden anderen Gottheiten


Ihre Herrschaft nach dem Befehl annahm,
Mit dem ihr Vater sie betraut hatte,
Nahm Seine-schnelle-männliche-Erhabenheit
Die Regel nicht an
Der Herrschaft, mit der er beauftragt worden war,
Sondern er weinte und schrie,
Bis sein achtfacher Bart
Bis zur Grube seines Magens reichte.
Die Art und Weise seines Weinens
War wie durch sein Weinen mächtig,
Die grünen Berge in verwelkte Berge zu verwandeln,
Und durch sein Weinen alle Flüsse und Meere auszutrocknen.
Aus diesem Grund war der Klang böser Götter
Wie bei den Fliegen im fünften Mond,
Als sie alle schwärmten,
Und in allen Dingen erhob sich
Jedes Vorzeichen des Leidens.
So sagte die Große-Erhabene-Gottheit,
Der Mann, der einlädt,
Zu Seiner-schnellen-impulsiven-männlichen-Hässlichkeit:
Wie kommt es, dass du,
Anstatt das Land zu regieren,
Womit ich dich beauftragt habe,
Jammerst und weinst? -
Da antwortete er und sagte: Ich heule,
Weil ich in das Land meiner verstorbenen Mutter,
In das Untere-Ferne-Land aufbrechen möchte. -
Da war die Große-Erhabene-Gottheit,
Der Mann, der einlädt, sehr wütend und sagte:
Wenn das so ist, wirst du nicht in diesem Land wohnen, -
Und vertrieb ihn sofort
Mit einer göttlichen Ausweisung.
So wohnt die Große Gottheit,
Der Mann, der einlädt, bei Taga in Afumi.

XIII. DER EID DES ERHABENEN MONATS

Daraufhin sagte Seine-schnelle-männliche-Erhabenheit:


Wenn das so ist,
Werde ich die himmelblau-leuchtende-Große-erhabene-Gottheit
Verlassen und abreisen. -
Mit diesen Worten ging er sofort in den Himmel,
Woraufhin alle Berge und Flüsse erschütterten,
Und jedes Land und jedes Feld erbebte.
So sagte die himmlisch-leuchtende-erhabene-Urgroßgottheit,
Alarmiert über den Lärm:
Der Grund für den Aufstieg hierher
Von Seiner Erhabenheit, meinem älteren Bruder,
Ist sicherlich keine gute Absicht.
Es ist nur so, dass er mir mein Land wegnehmen will. -
Und sie öffnete sofort ihr erhabenes Haar
Und drehte es zu erhabenen Bündeln;
Und sowohl in den linken
Als auch in den rechten erhabenen Bündel,
Ebenso in ihr erhabenes Kopftuch
Und ebenso in ihren linken und rechten erhabenen Arm
Drehte sie eine erhabene vollständige Schnur
Aus gebogenen Edelsteinen, acht Fuß lang,
Von fünfhundert Juwelen,
Und einen Köcher auf dem Rücken,
Der tausend Pfeile bewahrt,
Und einen Köcher, der fünfhundert Pfeile bewahrt,
Nahm sie und schleuderte ebenfalls
Ein mächtiges und hohes Ellbogenpolster an ihrer Seite,
Und schwang und steckte ihren Bogen aufrecht,
So dass die Oberen zitterten,
Und sie stampfte ihre Füße in den harten Boden
Bis zu ihren gegenüberliegenden Oberschenkeln,
Trat die Erde weg wie faulen Schnee,
Und stand tapfer da wie ein mächtiger Mann
Und wartete und fragte:
Warum bist du hierhin aufgestiegen? -
Da antwortete Seine-schnelle-männliche-Erhabenheit
Und sagte: Ich habe keine böse Absicht.
Es ist nur so, dass, als die Große-erhabene-Gottheit,
Unser Vater sprach und sich herabließ,
Um die Ursache meines Klagens und Weinens zu erfragen,
Ich sagte: Ich klage,
Weil ich in das Land meiner verstorbenen Mutter möchte,
Woraufhin die Große-erhabene-Gottheit sagte:
Du sollst nicht in diesem Land wohnen,
Und mich mit einer göttlichen Vertreibung vertrieb.
Deshalb bin ich allein mit dem Gedanken,
Von dir Abschied zu nehmen
Und zu gehen, hierher aufgestiegen.
Ich habe keine seltsamen Absichten. -
Da sagte die himmlisch-glänzende-Große-erhabene-Gottheit:
Wenn das so ist,
Wodurch soll ich die Aufrichtigkeit deiner Absichten erkennen? -
Da antwortete Seine-schnelle-männliche-Erhabenheit
Und sagte: Lasst uns alle fluchen,
Elf Jahre alt, und Kinder zeugen. -
So wie sie sich dann von den gegenüberliegenden Ufern
Des Stillen Flusses des Himmels aus gegenseitig fluchten.
Die erhabenen Namen der Gottheiten,
Die aus dem Nebel ihres Atems geboren wurden,
Hatten zuerst
Seine-schnelle-unwillige-Männer-Erhabenheit angefleht,
Ihr den Zehn-Griff-Säbel zu reichen,
Der ihm umgürtet war
Und in drei Fragmente gebrochen wurde,
Und mit den Juwelen,
Die einen klirrenden Klang machten,
Die sie im Wahren-Wellen-Teich fanden.
Nachdem sie knirschend geknirscht hatten,
Blies sie die Himmlisch-Glänzende-Große-Gottheit weg,
Das war Ihre Erhabenheit die Turm-Nebel-Prinzessin,
Ein weiterer erhabener Name,
Ihre Erhabenheitsprinzssin-der-Insel-des-Offenen;
Als nächste Ihre Erhabenheit-Liebliche-Insel-Prinzessin,
Ein weiterer erhabener Name,
Ihre Erhabenheit-Gute-Prinzessin;
Als nächste Ihre Erhabenheit Prinzsin-des-Turmes,
Der erhabene Name der Gottheit,
Die aus dem Nebel seines Atems geboren wurde,
Nachdem er den himmlischen Glanz angefleht hatte.
Die Große-erhabene-Gottheit,
Um ihm die erhabene vollständige Schnur
Aus gebogenen Juwelen zu übergeben,
Die acht Fuß lang war,
Von fünfhundert Juwelen,
Die im linken erhabenen Bund ihres Haares verdreht waren,
Und mit den Juwelen, die einen klirrenden Klang machten,
Nachdem sie sie im Wahren-Wellen-Teich
Geschwungen und gewaschen hatte.
Nun der Himmel,
Und nachdem er sie knirschend zermalmt hatte,
Blies Seine-Schnelle-Ungestüme-Männliche-Weiße.
Der erhabene Name der Gottheit,
Die aus dem Nebel seines Atems geboren wurde,
Als er sie erneut anflehte,
Ihm die Juwelen zu geben,
Die im rechten erhabenen Haufen ihres Haares verdreht waren,
Und sie knirschend knirschte,
Blies er sie weg,
War Seine Erhabenheit Ame-no-hohi.
Der erhabene Name der Gottheit,
Die aus dem Nebel seines Atems geboren wurde,
Als er sie wieder angefleht hatte,
Ihm die Juwelen zu reichen,
Die in ihrem erhabenen Kopftuch verdreht waren,
Und sie knirschend knirschte,
Sie wegblies,
War Seine Erhabenheit-Prinz-Land-des-Himmels.
Der erhabene Name der Gottheit,
Die aus dem Nebel seines Atems geboren wurde,
Als er sie erneut anflehte,
Ihm die Juwelen zu geben,
Die an ihrem linken erhabenen Arm verdreht waren,
Und sie knirschend knirschte,
Er blies sie weg,
War Seine Erhabenheit-Prinz-Land-des-Lebens.
Der erhabene Name der Gottheit,
Die aus dem Nebel seines Atems geboren wurde,
Als er sie erneut anflehte,
Ihm die Juwelen zu reichen,
Die an ihrem rechten erhabenen Arm verdreht waren,
Erhaben, und nachdem er sie knirschend geknirscht hatte,
Sie wegblies,
War Seine Wunderbare-Erhabenheit-von-Kumanu.

XIV. DIE ERKLÄRUNG VOM ERHABENEN ÜBER DIE AUFTEILUNG DER MÄNNLICHEN
KINDER IM ERHABENEN UND DER WEIBLICHEN KINDER IM ERHABENEN

Daraufhin sagte die himmlisch leuchtende


Ur-Ur-Große-erhabene-Gottheit
Zu Seiner schnellen-unwillkürlichen-männlichen-Erhabenheit:
Was den Samen der fünf zuletzt geborenen
Männlichen Gottheiten betrifft,
So war ihre Geburt von meinen Dingen;
So sind sie zweifellos meine Kinder.
Was den Samen der drei zuerst geborenen
Weiblichen Gottheiten betrifft,
So war ihre Geburt eine Sache von dir;
So zweifellos sind sie deine Kinder. -
So erklärte sie die Teilung.
Ihre erhabene Turm-Nebel-Prinzessin,
Die zuerst geborene Gottheit,
Wohnt also im Innentempel von Munakata.
Die nächste, Ihre erhabene-Schöne-Insel-Prinzessin,
Wohnt im mittleren Tempel von Munakata.
Die nächste, Ihre Erhabene-Prinzessin-des-Turmes,
Wohnt im äußeren Tempel von Munakata.
Diese drei Gottheiten sind
Die drei Großen Gottheiten,
Die von den Herzögen von Munakata verehrt werden.
Also Seine Erhabenheit Tapferer-Rustikaler-Leuchter,
Kind Seiner Erhabenheit Ame-no-hohi,
Eines der fünf Kinder, die danach geboren wurden,
Das ist der Vorfahre der Herrscher des Landes Idzumo,
Der Herrscher des Landes Musashi,
Der Herrscher des Oberlandes von Unakami,
Der Herrscher des Unterlandes von Unakami,
Der Herrscher des Landes von Izhimu,
Der Abteilungs-Souverän der Insel Tsu
Und der Herrscher des Landes von Tohotsu-Afumi.
Der nächste, Seine Erhabenheit-Prinz-Herr-des-Himmels
Ist der Vorfahre der Herrscher des Landes Ofushi-kafuchi,
Der Häuptling von Nukatabe-no-yuwe,
Der Herrscher des Landes Ki,
Der Souverän von Tanaka in Yamato,
Der Herrscher des Landes Yamashiro,
Der Herrscher des Landes Umaguta,
Der Herrscher des Landes Kine in Michi-no-Shiri,
Der Herrscher des Landes Suhau,
Der Herrscher von Amuchi in Yamato,
Der Abteilungs-Souverän von Takechi,
Der Landesherr von Kamafu,
Und der Herrscher von Sakikusabe.

XV. DER ERHABENE VERWÜSTET SEINE UNGESTÜME MÄNNLICHKEIT

Dann sagte Seine-schnelle-ungestüme.


Männlich-erhabene Gottheit
Zur Himmlisch-Leuchtenden-
Großen.eeerhabenen Gottheit:
Dank der Aufrichtigkeit meiner Absichten habe ich,
Indem ich Kinder zeugte,
Zarte Weibchen bekommen.
Daraus ist zu schließen,
Ich habe zweifellos den Sieg erlangt! -
Mit diesen Worten,
Und ungestüm vom Sieg getrieben,
Zerstörte er die Teilung
Der von der himmlisch-leuchtenden-
Großen-erhabenen-Gottheit
Angelegten Reisfelder,
Füllte die Gräben
Und streute Exkremente in den Palast,
Wo sie an der großen Nahrung teilnahm.
Also, obwohl er es so tat,
Beschimpfte ihn die himmlisch-leuchtende-
Große-erhabene-Gottheit nicht,
Sondern sagte: Was wie Exkremente aussieht,
Muss etwas sein, das seine Erhabenheit
Mein älterer Bruder
Durch Trunkenheit erbrochen hat.
Nochmals, was seine Zerlegung
Der Teilung der Reisfelder betrifft
Und das Ausfüllen der Gräben,
Muss es daran liegen,
Dass er dem Land missgönnt ist,
Dass Seine Erhabenheit
Mein älterer Bruder so handelt. -
Aber ungeachtet dieser entschuldigenden Worte
Setzte er seine bösen Taten fort
Und war immer mehr gewalttätig.
Als die Himmelsleuchtende-Große-
Erhabene-Gottheit in ihrem schrecklichen
Websaal saß und sich um das Weben
Der erhabenen Gewänder der Götter kümmerte,
Brach er ein Loch in den oberen Websaal,
Und ließ dadurch ein himmlisches
Scheckiges Pferd fallen,
Das er mit einem Wurf rückwärts geworfen hatte,
Bei dessen Anblick die Frauen,
Die die himmlischen Gewänder webten,
So alarmiert waren, dass sie
Impegerunt privatas partesis
Adversis radiis et obier.

XVI. DIE TÜR DER HIMMLISCHEN FELSENWOHNUNG

Daraufhin schloss die himmlisch-leuchtende


Ur-Groß-erhabene-Gottheit,
Verängstigt über den Anblick,
Die Tür der himmlischen Felsenwohnung,
Machte es schnell, und zog sich zurück.
Dann wurde die ganze Ebene
Des Hohen Himmels verdunkelt
Und das ganze zentrale Land
Der Schilfgebiete verdunkelt.
Aus diesem Grund herrschte
Die ewige Nacht.
Daraufhin waren die Stimmen
Der unzähligen Gottheiten
Wie die Fliegen im fünften Mond,
Wenn sie schwärmten,
Und es entstanden unzählige
Vorzeichen von Leid.
Deshalb versammelten sich
Die achthundert unzähligen Gottheiten
In einer göttlichen Versammlung
Im Bett des Tranquil River of Heaven
Und boten dem Gottheitsgedanken-Inklusive,
Kind der Hochh-erhabenen-
Produzierenden-Wundersamkeit,
Einen Plan an, indem sie
Die lang singenden Vögel
Der ewigen Nacht zusammenstellten
Und sie singen ließen,
Die harten Felsen des Himmels
Vom Flussbett des Tranquil River of Heaven nehmend,
Und das Eisen
Von den Heavenly Metal-Mountains nehmend,
Den Schmied Ama-tsu-ma-ra anrufend,
Ihre Erhabenheit einladend,
I-shi-ko-ko-ri-do-me,
Einen Spiegel zu machen,
Und seinen erhabenen Juwel-Vorfahren einzuladen,
Eine erhabene, vollständige Schnur
Aus gekrümmten Juwelen
Von acht Fuß Länge,
Von fünfhundert Juwelen zu machen,
Und seinen erhabenen-himmlischen-
Vorfahren-Herrn,
Und sein erhabenes-großes-Juwel zu beschwören,
Und sie dazu zu bringen,
Sich mit einem vollständigen Ziehen
An der Schulter eines wahren Hirschen
Vom himmlischen Berg Kagu zurückzuziehen,
Und zu nehmen die Kirschrinde
Vom Himmlischen Berg Kagu
Und zu führen die Weissagung durch,
Und sie hochzuziehen, indem Sie
An ihren Wurzeln ziehen,
Eine wahre Cleyera japonica
Mit fünfhundert Zweigen
Vom Himmlischen Berg Kagu,
Und sie zu nehmen und ihr zu legen
Auf ihre oberen Zweige
Die majestätisch-vollständige Schnur
Aus gebogenen Edelsteinen
Acht Fuß lang, von fünfhundert Juwelen,
Und zu nehmen und zu binden
An die mittleren Zweige
Den Spiegel acht Fuß lang,
Und zu nehmen und zu hängen
An seine untere Zweigen
Die weißen Ruhe-Opfer
Und die blauen Ruhe-Opfer,
Sein-erhabenes-Großjuwel
Nimmt diese verschiedenen Dinge
Und hält sie zusammen
Mit den großen Erhabenheiten,
Und Seine Erhabenheit
Himmlischer-Ahnenherr rezitiert
Betend große Liturgien,
Und die himmlische Hand-Stärke-
Männliche-Gottheit
Steht versteckt neben der Tür,
Und Ihre Erhabenheit Himmlisch-Alarmierende Frau
Hing um sie herum das himmlische Moos
Des Himmlischen Berges Kagu als Schärpe,
Und machte den himmlischen Spindelbaum
Zu ihrem Kopfschmuck,
Und band die Blätter des Bambusgrases
Des Himmlischen Berges Kagu
In einer Poesie für ihre Hände,
Und legte einen Resonanzboden
Vor die Tür der himmlischen Felsenwohnung
Und stampfte, bis sie ihn zum Klingen brachte
Und tat, als ob sie von einer Gottheit besessen wäre,
Und zog die Brustwarzen ihrer Brüste heraus,
Drückte ihren Rock-Gürtel herunter,
Der gewöhnlich und privat ist.
Da zitterte die Ebene des Hohen Himmels,
Und die achthundert unzähligen
Gottheiten lachten zusammen.
Daraufhin war die himmlisch-leuchtende-
Groß-erhabene-Gottheit erstaunt,
Und öffnete leicht die Tür
Der himmlischen Felsenwohnung
Und sprach so von innen:
Ich dachte, dass durch meine Ruhe
Die Ebene des Himmels dunkel sein würde,
Und ebenso das zentrale Land
Der Schilfgebiete ganz dunkel sein würde:
Wie kommt es dann,
Dass die himmlisch alarmierende Frau
Fröhlich wird,
Und dass ebenso die achthundert
Myriaden Gottheiten alle lachen? -
Da sprach die himmlisch-alarmierende Frau
Und sagte: Wir freuen uns und sind froh,
Weil es eine Gottheit gibt,
Die berühmter ist als Deine Erhabenheit. -
Während sie so sprach,
Drückten Seine Erhabenheit
Himmlischer-Ahnenherr
Und Sein Erhabenes Großjuwel
Den Spiegel nach vorne
Und zeigten ihn respektvoll
Der Himmlischen-Glanz-erhabenen-Gottheit,
Woraufhin die Himmlische-Glanz-
Groß-erhabene-Gottheit
Immer erstaunlicher wurde,
Allmählich aus der Tür heraus trat
Und blickte auf sie,
Woraufhin die Himmlische-Hand-Stärke-
Männliche-Gottheit, die versteckt stand,
Ihre Erhabene Hand nahm und sie herauszog,
Und dann zog Sein Erhabenes Groß-Juwel
Das unten angebundene Seil
An ihre Erhabenheit und sagte:
Du darfst nicht weiter zurückgehen
Als das Seil hier! -
Als also die himmlisch-leuchtende-
Ur-Groß-erhabene-Gottheit
Herausgekommen war,
Wurden sowohl die Ebene des Hohen Himmels
Als auch die zentrale Schilfebene
Natürlich wieder hell.

XVII. DIE ERHABENE VERTREIBUNG SEINER UNERMÜDLICHEN MÄNNLICHKEIT

Daraufhin nahmen die achthundert


Unzähligen Gottheiten
Gemeinsam Ratschläge an
Und verhängten gegen
die Hohe-Schnelle-Ungestüme.
Männliche-Erhabenheit
Eine Geldbuße von tausend Talern,
Und schnitten ebenfalls seinen Bart,
Und ließen sogar die Nägel
Seiner Finger und Zehen herausziehen
Und vertrieben ihn
Mit einer göttlichen Vertreibung.
Wiederum bettelte er
Um Nahrung die Gottheitsfürstin an,
Um große Nahrung.
Dann nahmen die Fürsten
Der Großen Nahrung
Alle möglichen zierlichen Dinge
Aus ihrer Nase, ihrem Mund
Und ihrem Hintern heraus
Und machten sie zu allen möglichen Gerichten,
Die sie ihm anbot.
Aber Seine-Schnelle-Ungestüme
Männliche-Erhabenheit
Beobachtete ihre Vorgänge,
Dachte, dass sie ihm Dreck anbot,
Und tötete sofort die Gottheitsprinzessin
Der großen Nahrung.
So waren die Dinge,
Die im Körper der Gottheit geboren wurden,
Die getötet worden waren, wie folgt:
In ihrem Kopf wurden Seidenraupen geboren,
In ihren Augen wurden Reissamen geboren,
In ihren Ohren wurde Hirse geboren,
In ihrer Nase wurden kleine Bohnen geboren,
In ihren Geschlechtsteilen wurde Gerste geboren,
In ihrem Hintern wurden große Bohnen geboren.
So veranlasste Seine Erhabenheit,
Der gottheitproduzierende wundersame Vorfahre,
Sie zu nehmen
Und als Samen zu verwenden.

KONFUZIUS GESPRÄCHE

BUCH I

KAPITEL I

1. Der Meister sagte: "Ist es nicht schön zu lernen mit einem konstanten Durchhaltevermögen und
getreuer Anwendung?“

2. "Ist es nicht herrlich, Freunde zu haben in einem fernem Viertel?"

3. "Ist der nicht ein Mann der kompletten Tugend, der nicht fühlt
Fassungslosigkeit, wenn Männer keine Kenntnis von ihm nehmen? "

KAPITEL II

1. Der Philosoph Yu sagte: "Es sind wenige, die kindlich und brüderlich sind, die lassen sich gern
beleidigen von ihren Vorgesetzten. Es gibt keine, die sich nicht mögen beleidigen lassen von ihren
Vorgesetzten, sondern möchten gern Revolutionen anzetteln.“

2. "Der überlegene Mann neigt seine Aufmerksamkeit zu dem, was in Ruhe ist.“
3. „Das gilt für alle Praktiken, dass sie natürlich aufwachsen. Pietät und Brüderlichkeit – sind sie
nicht die Wurzel aller wohlwollenden Handlungen?“

KAPITEL III

Der Meister sagte: "Schöne Worte und ein einschmeichelndes Erscheinungsbild sind selten mit
wahrer Tugend verbunden.“

KAPITEL IV

Der Philosoph Tsang sagte: „Ich prüfe mich täglich in Bezug auf drei Punkte: ob ich in der
Abwicklung von Geschäften für andere treu gewesen; ob im Verkehr mit Freunden ich aufrichtig
gewesen; ob ich gemeistert und praktiziert die Anweisungen meines Lehrers. "

KAPITEL V

Der Meister sagte: „Um ein Land der tausend Wagen zu beherrschen, muss man andächtig seine
Aufmerksamkeit auf Geschäfte richten und
Ehrlichkeit praktizieren, gut wirtschaften in den Ausgaben und Liebe zu den Menschen haben, und
die Beschäftigung der Menschen in den richtigen Jahreszeiten anleiten."

KAPITEL VI

Der Meister sagte: "Ein Jugendlicher, wie zu Hause, sollte im Ausland kindlich-ehrfürchtig sein und
respektvoll zu den Älteren. Er sollte
ernst und ehrlich sein. Er sollte von Liebe zu allen überfließen und
pflegen die Freundschaft mit dem Guten. Wenn er Zeit und
Gelegenheit hat, nach der Übung in diesen Dingen, sollte er sich beschäftigen mit den Studien."

KAPITEL VII

Hsia Tse sagte: "Wenn ein Mann seinen Geist wendet von der Liebe zur Schönheit und wendet die
Schönheit an, wahrhaftig in der Liebe
der Tugendhaften, wenn er im Dienst seiner Eltern ausüben kann seine
größte Stärke, wenn er im Dienste seines Fürsten sein Leben ihm widmet, wenn er in seinem
Verkehr mit seinen Freunden aufrichtige Worte redet – obwohl Männer sagen, dass er nichts gelernt
hat, werde ich mit Sicherheit sagen, dass er alles gelernt hat."

KAPITEL VIII

1. Der Meister sagte: "Wenn der Gelehrte nicht wie ein Grabstein ist, wird er nicht weiter jede
Verehrung ertragen können, und sein Lernen wird nicht fest sein.
2. "Halten Treue und Aufrichtigkeit als erste Prinzipien fest.“
3. "Habe keine Freunde, die dir nicht gleich sind.“
4. "Wenn du Fehler hast, fürchte nicht, sie aufzugeben."
KAPITEL IX

Der Philosoph Tsang sagte: "Es werde ein besonderes Augenmerk auf die Bestattungsriten gerichtet,
für die Eltern durchzuführen, und lasst sie befolgt werden, wenn ihr lange mit den Zeremonien
gegangen seid, um zu opfern, dann wird die Tugend der Menschen ihren richtigen Weg fortsetzen
mit Exzellenz."

KAPITEL X

1. Tse-chin fragte Tse-kung und sprach: „Wenn unser Meister in ein Land kommt, weiß er nicht
alles von des Landes Regierung. Wird er seine Informationen einholen? Oder wird das Land es ihm
sagen?"
2. Tse-kung sagte: "Unser Herr ist gütig, aufrecht, höflich, gemäßigt und gefällig, und damit
bekommt er seine Informationen. Zu fragen nach den Informationen des Meisters - ist es nicht
anders bei ihm als bei anderen Menschen?"

KAPITEL XI

Der Meister sagte: "Während der Vater des Mannes lebt, blicke man auf seinen Willen; wenn sein
Vater tot ist, trachte man danach, seinen Willen auszuführen. Wenn er drei Jahre lang nicht den
Weg seines Vaters geändert, so kann er als kindlich-pietätvoll angerufen werden.“

KAPITEL XII

1. Der Philosoph Yu sagte: "Bei der Durchführung der Regeln des


Anstands wird eine natürliche Leichtigkeit geschätzt werden. In den vorgegebenen Möglichkeiten
der alten Könige ist dies die hervorragende Qualität, und in Sachen des Kleinen und Großen werden
wir ihnen folgen.“
2. "Doch ist es nicht in allen Fällen beobachtet worden. Wenn man, wohl wissend, wie eine solche
Leichtigkeit sollte geschätzt werden, sie zeigt, ohne sie zu regulieren durch die Regeln des
Anstands, ist es wie nicht getan.“

KAPITEL XIII

Der Philosoph Yu sagte: "Wenn Vereinbarungen richtig gemacht werden, ist das, was gesprochen
werden kann, gut gemacht. Der Bezug ist nach dem, was richtig ist, gezeigt worden, so hält man
sich fern von Schmach und Schande. Wenn die Parteien, auf die ein Mann sich stützt, mit
berechtigten Personen intim sind, kann er sie annehmen als seine Führer und Meister."

KAPITEL XIV

Der Meister sagte: "Er, der ein Mann ist, der sein Ziel in der kompletten Tugend sieht, in seinem
Essen versucht er nicht, zu befriedigen seinen
Appetit, noch in seiner Wohnung sucht er die Geräte der Leichtigkeit; er ist
ernst in dem, was er tut, und vorsichtig in seiner Rede; er frequentiert die Gesellschaft von Männern
der Grundsätze, dass er auch erhoben wird: eine solche Person kann in der Tat sagen, dass er zu
lieben lernen will."

KAPITEL XV

1. Tse-kung sagte: "Was meinst du über den armen Mann, der sich darüber ärgert, und über den
reichen Mann, der stolz darauf ist?" Der Meister antwortete: "Sie werden es tun; aber sie sind nicht
gleich dem, der, wenn er auch arm ist, noch heiter ist, und dem, der, wenn auch reich ist, liebt doch
die Regeln des Anstands."
2. Tse-kung antwortete: "Es ist im Buch der Lieder gesagt: Sie schneiden und dann speichern
sie es, sie schnitzen und polieren. - Die Bedeutung ist die gleiche, ich begreife es, wie die, die du
zum Ausdruck gebracht hast."
3. Der Meister sagte: "Mit einem wie Tse, kann ich beginnen zu sprechen über die Oden. Ich
sagte ihm einen Punkt, und er wusste seine ordnungsgemäße Folge."

KAPITEL XVI

Der Meister sagte: "Ich werde nicht in Trübsal versinken, nur weil die Herren mich nicht kennen;
ich werde davon heimgesucht, dass ich die Menschen nicht kenne."

ZWEITES BUCH

KAPITEL I

Der Meister sagte: "Er, der die Regierung ausübt durch seine Tugend, kann dem Polarstern
verglichen werden, der seinen Platz fest hat und alle Sterne drehen sich um ihn."

KAPITEL II

Der Meister sagte: "In dem Buch der Lieder sind dreihundert Oden, aber der Sinn von allen kann in
einem Sazu ausgedrückt werden: Da sie keine verdorbenen Gedanken hatten..."

KAPITEL III

1. Der Meister sagte: "Wenn die Menschen geführt werden durch Gesetze und Einheitlichkeit, sehen
sie die Strafen, die gegeben werden, sie werden versuchen, die Bestrafung zu vermeiden, aber
haben keinen Sinn für Scham.“
2. "Wenn sie geführt werden durch Gleichmäßigkeit, sehen sie die Regeln des Anstands, dann
werden sie das Gefühl der Scham haben, und darüber hinaus werden sie gut.“

KAPITEL IV

1. Der Meister sagte: "Mit fünfzehn hatte ich meine Meinung gerichtet auf das Lernen.
2. Mit dreißig stand ich fest.
3. Mit vierzig hatte ich keine Zweifel.
4. Mit fünfzig kannte ich die Gebote des Himmels.
5. Mit sechzig war mein Ohr ein gehorsames Organ für die Aufnahme der Wahrheit.
6. Mit siebzig konnte ich verfolgen, was mein Herz begehrte, ohne zu überschreiten, was richtig
war."

KAPITEL V

1. Mang I fragte, was Pietät sei. Der Meister sagte: "Es ist nicht ungehorsam zu sein."
2. Kurz danach, als Fan Chih ihn danach fragte, der Meister sagte ihm: "Mang-sun fragte mich, was
Pietät sei, und ich antwortete ihm: nicht ungehorsam zu sein."
3. Fan Chih sagte: "Was meinst du?" Der Meister antwortete: "Dass die Eltern, wenn noch am
Leben, bedient werden mit Anstand; dass, wenn sie tot sind, sie begraben werden mit Anstand; und
dass ihnen entsprechend geopfert werde mit Anstand."

LAO TSE UND DIE BIBEL

Yuan Zhiming liegt richtig. Ich wusste es, sobald ich dieses außergewöhnliche Buch las, „Lao Tze
und die Bibel“ dass Lao Tse den Weg für Christus bereitete.
Der Vergleich macht Sinn. Lao Tse, der etwa 500 Jahre vor Christus lebte, war einer der
tiefsten Beobachter der Natur und des menschlichen Lebens. Die Bibel selbst ist im Osten
verwurzelt und mit östlicher Ironie und Paradoxien beladen und allen selbstgerechten und
moralischen religiösen Lehren gegenüber, wie es Lao Tse war, durchaus misstrauisch. Warum
sollten wir nicht sehen Lao Tse als einen anderen Jesaja, seinen Zeitgenossen, oder Jesaja als einen
anderer Lao Tse, der deutlich ebnet den Weg für die kommenden Heiligen? Warum erkennt man
nicht die prophetische Einstellung von Lao Tse gegen religiösen Vorwänden und korrupte
Selbstgerechtigkeit, die mit dem biblischen Inhalt gründlich übereinstimmt?
Sobald Yuan Zhiming dramatische Ähnlichkeiten hervorhebt, scheinen sich die offensichtlichen
prophetischen Beispiele im Tao Te King (Lao Tse) zu vermehren. Erkennt Christus die tief sitzende
Sehnsucht des Volkes von China an? Yuan Zhiming macht die Antwort klar. Ist Christus das Tao,
der die Hoffnungen aller Menschen erfüllt? Yuan Zhiming erhellt dem Leser den Weg.
Wie funktioniert das? Das Licht der Wahrheit Gottes leuchtet in der ganzen Welt, so dass
auch der Apostel Paulus sagt, dass wir alle ohne Entschuldigung sind. Während die Erfüllung des
Evangeliums nur im Neuen Testament gefunden wird, da die Erlösungs-Grundlage in den
hebräischen Schriften des Alten Testaments gelegt worden ist, gibt es Beweise von Themen des
Evangeliums in außerbiblischen Texten wie des Konfuzius Gesprachen, dem Hindu-Veda, den
Upanishaden und der Bhaghavad Gita, den Schriften von Heraklit, Platon und Aristoteles in der
griechischen Philosophie, und anderem. In jedem dieser außerbiblischen Beispiele mag es keine
besondere göttliche Offenbarung gewesen sein, aber sie sind wenigstens die tiefen Produkte
empfindsamer Menschen gewesen, die das menschliche Leben sorgfältig als Teil der Schöpfung des
Herrn beobachteten und kluge Schlussfolgerungen zogen, die andere anerkannten, ehrten und
schätzten.
Yuan Zhimings lebendiger, positiver Vergleich der etablierten spirituellen Texte hat zwei
Seiten. Auf der einen Seite, da es keine menschliche Erfahrung außerhalb der Schöpfung des Herrn
gibt, sollten wir erwarten, Inhalt und Perspektiven zu finden, die mit dem Evangelium teilweise
übereinstimmen, mehr oder weniger. Auf der anderen Seite, da das Evangelium die Sehnsüchte
unseres Herzens erfüllt, sollten wir erwarten, dass die weisesten und aufmerksamsten Schriftsteller
besonders einige evangeliumsartige Themen der Sehnsucht und Hoffnung, die Christus erfüllt,
artikulierten. Infolgedessen kann die Konjunktion von ähnlichen Ideen und Themen so groß sein,
dass sie die Spekulationen einladen, dass diese anderen Autoren außerhalb der jüdischen Sphären
schon einige Kenntnisse über einen Teil der Bibel oder ein Bewusstsein für die Führung des
Heiligen Geistes hatten. Solche vernünftigen Spekulationen des direkten Einflusses können
grundlos sein, aber der übereinstimmende Inhalt, die Perspektive, die Sehnsucht und die Hoffnung
sind messbar, besonders bei Lao Tse.
In Bezug auf das, was andere uralte Schriften dem biblischen Inhalt am nächsten stellt, kann
jeder Mensch Favoriten haben, zum Teil im Zusammenhang mit dem, wie Schriften oder Lehren
dazu beitragen, die Fülle des Evangeliums zu empfangen. Wegen eines weltweiten Zugangs zu den
Klassikern aller Kultur und spirituellen Pfade ist dieser Einfluss nicht auf das eigene ethnische Erbe
beschränkt.
Mir persönlich gab Lao Tse's Tao Te King einen enormen spirituellen Schub, als ich ihn zum
ersten Mal mit 20 Jahren las. Das Studium gab mir eine erneute Aufwertung der umfassenden
Macht des göttlichen Paradoxons und der geistigen Ironie, die ich vor allem in der Bibel gefunden
hatte, darunter:
1. Wie dramatisch der Akt des Lernens der Gesetze nicht zur notwendigen Reformation des
Charakters führen kann und nur eine Art Spiegel für den fortgesetzten Egoismus bildet;
2. Wie leicht der Moralismus zu dem führt, was mehr schadet als gut ist, wenn die Existenz
eines Gesetzes oder einer Regel nur vergrößert die Versuchung oder einen moralischen Fehler;
3. Wie tragisch Menschen aus den frühesten Generationen immer wieder Versionen von
guten Gesetzen oder Prinzipien hatten in dem vergeblichen Versuch, das tiefere Bedürfnis nach
geistiger Beziehung mit dem lebendigen Herrn zu erfüllen;
5. Wie intensiv brauchen wir den Heiligen, dass er uns den Weg lehre und uns erlöse von
unseren Sünden.
Und die Vergleiche zwischen den beiden Werken gehen weiter.
Der Tao Te King ist eine Schatzkammer von wenigen Worten, aber reichlicher Weisheit und
stellarer Einsicht. Ich hatte mir oft gewünscht, dass ich mir die Zeit genommen hätte, darüber zu
schreiben, wie das Tao Te King von Lao Tse den Weg für das Evangelium ebnet und das Herz und
den Verstand für Christus in einer Weise vorbereitet, die den Schriften des hebräischen Propheten
Jesaja und einiger anderer Hebräer-Propheten ähnlich war. Allerdings habe ich mir nie die Zeit
genommen, dieses Buch zu schreiben. Zum Glück hat Yuan Zhiming das Buch geschrieben, das du
jetzt vor Augen hast.
Vielleicht sollte auch bekannt sein, dass der berühmte und intensiv einflussreiche
Schriftsteller Watchman Ne, einer der bedeutendsten spirituellen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts,
auch persönlich von der tiefen Weisheit von Lao Tse inspiriert wurde, die im Tao Te King
aufgezeichnet wurde. Obwohl er in den letzten 20 Jahren seines Lebens in der Volksrepublik China
wegen seines christlichen Glaubens und seiner Führung eine harte Gefangenschaft erlitt, schrieb
Watchman Nee mehr als 50 Bücher, die Millionen von Menschen auf der ganzen Welt tief
beeinflusst haben. Sein bekanntestes Buch wurde 1957 ins Englische übersetzt als „das normale
christliche Leben“, das sich vor allem auf die Lehren des Briefes des Apostels Paulus an die
Christen in Rom, Kapitel 6, stützte. Dieses Buch verkaufte über eine Million Exemplare und hat
sehr positiv vieler Menschen Hunger nach dem Herrn gesättigt, einschließlich meines eigenen
Hungers.
Ähnlich wie bei Lao Tse und Jesaja sprach Watchman Nee oft gegen die leblose Religiosität,
die auf Gesetzen oder auf unpersönlichem Wissen basiert, aber ohne göttliches Licht und Wahrheit
ist. Seine starke Lehre des Evangeliums brachte Tausende zu Christus, und er zog sie in die etwa
400 Gemeinden, die er in China durch sein Leben und seinen Dienst vor der Gefangenschaft
gründete. Dann wurde er 1952 verhaftet, weil die kommunistischen Führer dachten, dass der
Einfluss von Watchman Nee eine Bedrohung für ihre kommunistische Macht sei. Während er für
den Rest seines Lebens eingeschränkt war, wuchs sein Einfluss nur durch die Ideen und Schriften
über das Evangelium, die andere in der Lage waren, aus seiner Gefängniszelle zu schmuggeln.
Schließlich wurde eine kurze Notiz auf einem Stück Papier neben seinem Sterbebett gefunden:
„Christus ist der Sohn Gottes, der für die Erlösung der Sünder gestorben ist und nach drei
Tagen auferstanden ist. Das ist die größte Wahrheit im Universum. Ich sterbe wegen meines
Glaubens an Christus. Watchman Nee.“
Warum sind die Schriften von Lao Tse und von Watchman Nee so vielen interessant? Sie
handeln nicht über den Taoismus, eine naturalistische Religion, die Lao Tse als Quelle beansprucht,
aber über das tiefe spirituelle Bewusstsein und die Geheimnisse, die Lao Tse bezeugte, lange bevor
die Taoisten existierten.
Was sind die enormen Geheimnisse in unserem ganzen Leben? Warum sind diese Fragen so
drängend? Warum sind die Leute überall um diese Fragen besorgt, auch wenn manche davon
überzeugt sind, dass diese Fragen ignoriert oder unterdrückt werden sollten? Wo kann ich mich
hinwenden, um authentische, dauerhafte Antworten zu finden?
1. Warum existieren wir Menschen überhaupt?
2. Woher kam mein Leben? Wem sollte ich danken und bei wem darf ich mich beschweren?
3. Zu welchem Zweck existiere ich?
4. Wie fülle ich das nervtötende geistige Vakuum in mir?
Wir wissen, dass Menschen keine zufälligen Mutationen von versehentlichen chemischen
Mischungen sind. Menschen sind mehr als bloße Materie, denn es gibt mehr als Materie in unserem
ganzen Leben.
1. Woher haben wir den Hunger nach Sinn?
3. Warum wünschen wir Sinn und wie können wir ihn erreichen?
Die anhaltende Präsenz der Religion in jeder menschlichen Gruppe und Lage, in jeder
Ethnie und Umgebung, ist ein objektiver Beweis für die innere Sehnsucht, die wir alle so gut
kennen. Auch wenn die "Areligiösen" versuchen, die universelle menschliche Neigung für die
großen Fragen und die großen Antworten zu unterdrücken, sind wir alle unheilbar religiös.
In demselben Absatz, in dem der afrikanische Philosoph Augustinus fragt, wie wir unseren
Schöpfer jemals erkennen können, macht er dem Schöpfer kraftvoll die gleiche innere Sehnsucht
klar, die wir alle erkennen und zum Teil verstehen: „Du hast uns für Dich selbst geschaffen und
unsere Herzen sind ruhelos, bis sie ihre Ruhe in Dir finden.“
Auf der menschlichen Seite haben wir alle diese Sehnsucht. Auf der anderen Seite erreicht
uns der Schöpfer zugleich. Alles andere in der Religion, anders als diese persönliche, lebendige
göttliche Verbindung, ist schädlich, verzerrend und ablenkend. Lao Tse stellte ein frühes
Bewusstsein für dieses spirituelle Verständnis dar, während die Bibel die volle Perspektive erklärt.
Leider ist die Geschichte der Religion meistens die Geschichte der Unvollständigkeit und
Verzerrungen in unseren göttlichen Begegnungen. Angefangen mit den bedeutenden
Entscheidungen unserer ältesten Vorfahren haben wir die Menschen im Angesicht des Schöpfers,
des Allmächtigen Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, kreative Gemische von Bewusstsein
und Vermeidung ausgewählt. Folglich ist die Geschichte der Religion die Sage sowohl der
Heiligkeit als auch der Sünde, sowohl Sehnsucht als auch Verlorenheit, sowohl göttliche
Begegnungen als auch katastrophale Ausbeutung. Wie der Prophet Jesaja vor Tausenden von Jahren
zutiefst beobachtete: Alle unsere Gerechten sind wie schmutzige Lumpen.
In der Tat warnt die Bibel uns konsequent vor Religionen der Moralisierung und
Selbstgerechtigkeit als enttäuschenden Ersatz für eine gesunde Kenntnis des Herrn und eine
lebendige Beziehung zu Ihm. Es beginnt in Genesis 2, wo die gefährliche Alternative zu einer
Beziehung mit dem Schöpfer, der mit ihm in der Kühle des Tages geht, die moralische Erkenntnis
von Gut und Böse ist. Der Moralismus ist die Hauptursache für die Probleme der Menschheit, nicht
die Lösung. Und auch das gute moralische Lernen kann unsere tiefe Sehnsucht nicht befriedigen; es
kann nicht anfangen, das nagende gottgeformte Vakuum in jedem von uns zu füllen. Moralistische
Religion kann in unserem Leben keine Bedeutung und keinen Zweck haben, weil sie tot ist. Lao Tse
war zutiefst aufmerksam auf diese tragische Ironie des Moralismus, während die Bibel die vollen
moralischen Bedingungen und Alternativen in der Nähe beschreibt. Yuan Zhimings „Lao Tse und
die Bibel“ erforschen diese zentralen Entdeckungen von Lao Tse und den Unterschied, den sie für
uns jetzt machen.
Was für eine herzzerreißende Ironie, das vieles des zeitgenössischen Christentums, in Ost
und West, nur über den Moralismus erwärmt. Tragisch, so viel von dem, was jetzt im Namen Christi
getan wird, würde sogar die Pharisäer stolz machen! Mit den Sonntagsschulen, die sich auf die
Lehrpläne des Guten gegen das Böse konzentrieren, sind die Kirchen jetzt Zentren der moralischen
Bewegungen und die christlichen sozialen und politischen Bemühungen, die sich auf die moralische
Reform konzentrieren, aber nicht auf die authentische Beziehung zum Herrn - vielleicht schuldet
man jemandem eine Entschuldigung für Adam und Eva, für die Strafe, die sie für die Ausübung
ihres Geschmacks für die moralische Religion erfahren haben. Zurück in den Garten!
Am wichtigsten ist, dass moralische Anstrengungen, die selbstgerecht sind, den
Gemeinschaften Schaden zufügen und von der bevorstehenden und lebendigen göttlichen
Gegenwart ablenken, die wir brauchen und suchen. Zu viele moralische Verbesserungen enden als
tragische Misserfolge, in denen "moralische Urteile" andere erniedrigen und entfremden, und
fehlgeleitete Juristen dienen nur dazu, die Versuchungen der verbotenen Frucht zu vergrößern. Lao
Tse verstand dies teilweise, aber tief, während die Bibel die vollen Alternativen in lebendigem,
göttlichem Bewusstsein enthüllt. Yuan Zhiming verlegt diese Punkte in Lao Tse und der Bibel
weise.
Hier ist die spirituelle Reise, die ich empfehle. Durch dieses kostbare Buch geht es zurück
zu Lao Tse, um die elementarsten menschlichen Sehnsüchte und die objektivste und befriedigende
geistige Wahrheit und Erfüllung neu zu erforschen und neu zu entdecken. Dabei werden die
anspruchsvollen Leser wieder den Christus finden, der die ganze Zeit in der Nähe war.
Nach meinem besten Wissen sind mehr als hundert englische Übersetzungen des Weisen
Lao Tse und seines Werkes Tao Te King vorhanden, während es Tausende von verschiedenen Lao-
Tse-Interpretationen in der chinesischen Sprache gibt. Ich vertraue darauf, dass meine Übersetzung
der erste Versuch ist, diesen chinesischen Klassiker der Antike mit Hinweisen auf die alte
hebräische und christliche Bibel zu entschlüsseln.
Lao Tse ist ein außergewöhnlich raffiniertes Beispiel für die klassische chinesische Sprache,
mit einer Bedeutung, die zutiefst geheimnisvoll und expansiv ist. Es ist schwierig, die ursprüngliche
Absicht von Lao Tse klar zu erfassen und noch unmöglicher, mit anderen Dolmetschern einen
Konsens zu erreichen. Aus historischer Sicht wurden zwischen einer Interpretation und der anderen
große Unterschiede festgestellt, die jeweils mit der individuellen Weltanschauung des einzelnen
Dolmetschers, meist aus den Perspektiven des Konfuzianismus, Buddhismus, Legalismus,
Militarismus, Yin und Yang, Neo-Konfuzianismus, Marxismus, und so weiter.
Lao Tse gilt als Begründer des Taoismus. Obwohl das Tao aus dem Blickwinkel des
Taoismus natürlich aussieht, sind das Tao von Lao Tse und das Tao von Tschuang Tze zum Beispiel
weit weg von Zweck und Ton. Seit der Zeit von Wang Bi, einem weiteren Taoisten zu einem
späteren Zeitpunkt, ist Lao Tse's ursprüngliche Absicht unerkennbar geworden. Trotzdem ist die
Interpretation von Tschuang Tse und Wang Bi viel überzeugender als die von anderen.
Warum gibt es so Schwierigkeiten bei der Interpretation von Lao Tse? Die Antwort ist, dass
Lao Tse selbst das Tao nicht ganz verstanden hat und somit nicht in der Lage war, Tao mit großer
Klarheit auszudrücken. Darüber hinaus glaubte Lao Tse nicht, dass die menschliche Rationalität das
Tao verstehen könnte oder dass das Tao durch die menschliche Sprache erklärt werden könnte.
Bis heute, einem Zeitalter, in dem sich der christliche Glaube in ganz China verbreitet hat,
nun haben wir endlich erkannt, dass es ein solches Ereignis wie die "Inkarnation" gab - dass Tao ein
Mensch wurde - und so wurde Tao sichtbar, berührbar, explizit und verständlich. Als ich selbst in
Tao eintrat und Tao's prächtige, wunderbare Göttlichkeit erlebte, die durch das Leben Jesu enthüllt
wurde, schien ein Strahl von brillantem Licht Lao Tse zu erleuchten, der es mir ermöglichte, die
innere Bedeutung hinter jedem Wort zu erkennen.
Bevor ich Christ wurde, hatte ich ein Buch mit dem Titel „Schweres Subjekt“ geschrieben,
eine Untersuchung der traditionellen chinesischen Kultur. Ein Teil des Buches konzentriert sich auf
Lao Tse. Ich gebe jetzt ehrlich zu, dass ich damals nicht wirklich Lao Tse verstand.
TAO TE KING KOMMENTAR

ERSTES BUCH

Die Tao, die gesagt werden kann, ist nicht die dauerhafte
Und unveränderliche Tao.
Der Name, der genannt werden kann,
Ist nicht der dauerhafte
Und unveränderliche Name.

Es gibt in der Theologie den Begriff der letzten Unerkennbarkeit Gottes. Luther spricht davon. Die
Kabbala sagt, Gott ist in seinen Sephirot offenbar, aber als En-Soph unergründbar. Dionysios süricht
von der Unerkennbarkeit Gottes als dem Schlaf Gottes. Gott ist ein Mysterium, er kann in alle
Ewigkeit nicht ergründet werden. Johannes vom Kreuz spricht von der verschleierten Liebe.

Verstanden als mit keinen Namen,


Sie ist die Schöpferin des Himmels
Und der Erde;
Verstanden als ein Name,
Sie ist die Mutter aller Dinge.

Was die Christen den allmächtigen Vater nennen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, diese
Gottheit schaut Lao Tse in weiblicher Gestalt. Übrigens wird in der chinesischen Bibel das
griechische Wort Logos mit Tao übersetzt. Tao will ich die Ewige Weisheit nennen, die Salomo
Schöpferin und Mutter nennt.

Stets ohne Wunsch, werden wir sie finden,


Wenn wir ihre tiefen Mysterien schauen;
Aber wenn Begehren in uns ist,
Ihr äußerer Rand ist alles, was wir dann sehen.

Nur in der Stille und in der Beschaulichkeit der Kontemplation wird Gott geschaut. Aufgehen im
Schauen des Einen nennt Plotin das und sagt, das ist nicht möglich aus menschlicher Kraft, sondern
kann nur in einer aus Gnade gewährten Ekstase geschehen. Wer aber voller ergoistischer Wünsche
und sinnlicher Leidenschaften ist, kann nur wenig von Gott erkennen. Die Wüstenväter sagen: In
einem aufgewühlten Brunnen kannst du dein Antlitz nicht spiegeln, warte, bis sich das Wasser
beruhigt, dann siehst du klar.

Unter diesen beiden Aspekten ist sie wirklich die gleiche,


Aber als Entwicklung erhält sie die verschiedenen Namen.
Zusammen nennen wir sie
Das Geheimnis.
Wo das Geheimnis ist das tiefste,
Ist die Pforte von allem, was subtil und wundervoll ist.

Das En-Soph, die Unendlichkeit der Gottheit, die unergründlich ist, offenbart sich in ihren
Hypostasen, die zugänglich sind. Das sagt die Kabbala. Auch Maimonides sagt: Gott ist
unergründlich, wir brauch die Mittlerschaft der göttlichen Hypostasen. Keiner kommt zum Vater als
allein durch den Lohos, die Ewige Weisheit, das Tao. Jesus ist die Pforte zum Geheimnis. Der
Ewige ist für alle Ewigkeit ein uznausschöpfliches Mysterium, aber auch die Quelle aller
Erhabenheit und aller Wunder, der Heilige ist die Quelle aller Heiligkeit.

Alle in der Welt wissen: die Schönheit der Schönen,


Und dabei haben sie die Idee dessen, was Hässlichkeit ist,
Das wissen sie alle: die Geschicklichkeit der Geschickten
Und dabei haben sie die Idee dessen, was der Mangel an Geschicklichkeit ist.

Platon spricht davon, dass es eine objektive, himmlische Idee des Schönen gibt. Was ein Abglanz
dieser Idee ist, wird als schön empfunden. Die Hässlichkeit ist nichts als der Mangel an Schönheit.
So gibt es die Idee des Guten, und das Böse ist nichts als das Fehlen des Guten. So sagt auch
Boethius: Das Böse ist un-wesentlich. Die sinnliche Erfahrung, eine schöne Frau neben einer
hässlichen Frau zu sehen, verdeutlicht die Schönheit der schönen Frau. Allerdings ist allein die
Schönheit unsterblich und himmlisch. Und im Himmel wird die unsterbliche Seele die Idee der
Schönheit unmittelbar schauen. Sankt Grignion nennt die Ewige Weisheit Idee der Schönheit.

So ist es auch, dass Existenz und Nichtexistenz gebären einander,


Schwierigkeit und Leichtigkeit erzeugen einander,
Länge und Kürze formen einander,
Höhe und Tiefe entstehen aus dem Kontrast des einen mit dem anderen;
Die Noten und Töne werden durch das Verhältnis
Des einen mit dem andern harmonisch;
Das Zuvor und das Danach folgen aus einander.

Goethe sprach von Einatmen und Ausatmen. Es gibt in der Schöpfung der sinnlichen Kreaturen
Männliches und Weibliches. Es gibt positive und negative Energie, Anziehung und Abstoßung.
Empedokles sprach von den beiden Urprinzipien des Kosmos, Freundschaft und Streit. Es ist aber
ein Unterschied, ob es ein komplementären Verhältnis wie zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit
gibt, oder einen absoluten Gegensatz wie zwischen Gut und Böse. In Gott ist die Idee des
Männlichen und des Weiblichen, aber in Gott ist nur die Idee des Guten und keine „Idee des
Bösen“. In Gott kann nicht Sein und Nichtsein zugleich sein, es sei denn, man sehe wie Plotin über
Sein und Nichtsein schwebend das Überseiende, das Gott ist. Aber es scheint durchauas denkbar,
dass es in der Schöpfung die Polarität von Yin und Yang gibt. Wir sollten das in der Diskussion über
die Natur von Frau und Mann bedenken.

Also auch der Berufene verwaltet Angelegenheiten, ohne etwas zu tun,


Er vermittelt seine Anweisungen ohne den Gebrauch von Sprache.

Dein Wille geschehe, Gott! Wen n der Mensch allen blinden Aktionismus fallen lässt und nur um
Übereuinstimmung des menschlichen mit dem göttlichen Willen bedacht ist, können alle Dinge, wie
Hildegard sagt, mit der heiteren Grazie des Heiligen Geistes geschehen. Wer die Autorität des
Gottherrn über sich anerkennt, kann selbst Autorität ausstrahlen, ohne sich autoritär gebärden zu
müssen. Wer gebetet hat und im Schweigen auf Gott gelauscht hat, kann das Evangelium auch ohne
Worte verkünden.

Alle Dinge kommen an ihn heran


Und er verschließt sich nicht einem,
Er schafft, und hat keinen Anspruch auf ein Eigentum;
Wenn du die Prozesse durchlaufen hast,
Erwarte keine Belohnung für die Ergebnisse.
Die Arbeit ist erfolgt, und du ruhst in ihr.

Der 'Heilige ist offen für jeden Menschen, denn ihm ist jeder Mensch ein Abbild Gottes. Der
Heilige ist offen für die Überraschungen Gottes, die ihm in den Zufällen des täglichen Lebens
begegnen. Der Heilige empfängt im Morgengebet seinen Auftrag von Gott, er arbeitet sein Gebet
am Tage ab und legt das, was er getan hat, am Abend zurück in Gottes Hände. Wer so arbeitet,
braucht nicht nach Ruhm zu streben, ängstlich besorgt um die Anerkennung der Menschen.

Die Arbeit ist getan, aber so wie niemand sehen kann;


Dies ist die Macht, die das Werk nicht aufhören lässt.

Wer sein Gebet abarbeitet, der arbeitet betend, so wird sein Leben zum immerwährendewn Gewbet
und seine Arbeit ist ein Gottesdienst. So schufen die Bildhauer auf den Spitzen der gothischen
Katedralen Bildwerke, die kein Mensch erblickte, sie wurden einzug zur Ehre Gottes gearbeitet.
Dann wird die Arbeit, als Gottesdienst getan, Frucht bringen und in Ewigkeit bleiben. So, als Dante
in den Himmel kam, empfingen ihn die Engel, indem sie Dantes Liebessonette zitierten.

Nicht hochzuschätzen die beschäftigen Menschen mit überlegenen Fähigkeiten


Ist der Weg, die Menschen fernzuhalten von der Rivalität.
Dass sie nicht begehren Preise,
Die nur schwer zu beschaffen sind,
Ist der Weg, um sie davor zu bewahren,
Diebe zu werden. Ihnen nicht zu zeigen,
Was wahrscheinlich ihre Wünsche erregen wird,
Das ist die Art und Weise, ihren Geist von Unordnung fern zu halten.

Hier wird ein Ideal der Armut gezeigt, das sich in der Mitte hält zwischen Reichtum und Elend. So
betet Jesus Sirach: Herr, lass mich nicht reich werden, dass ich stolz werde und nach Gott nichts
frage, aber lass mich auch nicht verelenden, dass ich die Gesetze breche und zum Dieb werde. Lao
Tse preist die Mitte, das einfache bescheidene Leben. Die Begierden sollen nicht gereizt werden.
Paulus sagt: Pflegt euren Körper nicht so, dass die Begierden erwachen. Aber im Konsumismus des
materialistischen Kapitalismus müssen immer neue Begierden geweckt werden. Schon die Kinder
werden verführt zu einem maßlosen Konsumismus. Aber durch Habgier und Neid kommt der
Unfriede in die Menschen. Die Vergötzung des Geldes und des Konsums auf der einen Seite und die
Verelendung der Ärmsten der Armen ist eine Sünde gegen die Gerechtigkeit und eine Ursache von
vielen Kriegen.

Also auch der Berufene, bei der Ausübung seiner Regierung,


Er leert ihren Geist, ihre Bäuche füllt er,
Er schwächt ihren Willen und stärkt ihre Knochen.

Eine gerechte Regierung kümmert sich um die notwendige Lebensunterhaltung des ganzen Volkes.
Wenn alle genug zu essen haben, braucht es keine Revolution. Eine gute Regierung wird nicht
immer neue Begierden nach immer mehr sinnlosen Luxusgütern anheizen, sondern dem Volk ein
einfaches, zufriedenes und friedliches Leben ermöglichen. Aber die maßlose Profitgier der Reichen
lässt die Bäuche der Ärmsten der Armen leer und die Ideologie des ständigen Wirtschaftswachstums
weckt die Begierden nach immer neuen Konsumgütern. Der maßlose Hunger nach immer mehr
Luxus macht die Menschen unzufrieden.

Er versucht ständig, sie ohne Wissen zu halten und ohne Wünsche.


Wo gibt es diejenigen, die Wissen haben, und die sich dennoch halten
Fern von der Annahme, nach dem Wissen zu handeln.
Wenn er diese Abstinenz von der Aktion übt,
Ist alles gut, auch universell.

Lao Tse sieht einen Philosophen als Kaiser, der in heiliger Weisheit Vater und Mutter einer
zufriedenen Bauernschaft ist. Er warnt vor dem Studium der Bauern, denn aus den halbgelehrten
Bauern gehen revolutionäre Geister hervor, die, wenn sie an die Macht gelangen, zu grausamen
Tyrannen werden, wie Mao Tse-Tung. Auch Platon träumte von einem weisen Monarchen, einem
absolutistischen Philosophen auf dem Thron. Gab es das je? War Marc Aurel ein solcher? Die
politischen Führer sind oft so sehr mit dem Geschäft der Tagespolitik beschäftigt, dass ihnen für die
Kontemplation der Weisheit keine Zeit bleibt. Dass bei einem weisen Monarchen und einer
zufriedenen Bauernschaft die Welt auch universell in Ordnung kommt, erinnert an Dantes Traum
von der Weltmonarchie. Die katholische Kirche ist eine universale Theokratie.

Die Tao ist wie die Leere eines Schiffes,


Und in unserer Beschäftigung mit ihr müssen wir uns hüten,
Alle Fülle zu sein.
Wie tief und unergründlich ist sie,
Als ob sie die Urahnin aller Dinge wäre!

Dass die Gottheit nicht eine 'Fülle ist, ein Pleroma, sondern eine Leere, ein Nirvana, erinnert an
Buddha. Wenn man die Gottheit eine Leere nennt, muss man sich selbst leer machen, um in die
Leere eingehen zu können. Wenn die Gottheit nicht ein strahlendes Wesen ist, sondern eine dunkle
Nacht, muss man alles Blendwerk von sich abtun, alles Strahlen des Tages, um einzukehren in den
Mutterschoß der Nacht. Diese Gottheit, die Leere, die Dunkelheit, ist die Urmutter. Dies scheint wie
die andere Seite des Christentums, da Gott die Fülle ist, das Licht, der Vater aller Dinge. In beiden
Fällen ist Gott tief und unergründlich, und alle menschlichen Erkenntnisse und Worte versagen vor
der Unergründlichkeit Gottes.

Wir sollten unsere scharfen Spitzen stumpf machen


Und enthüllen die Komplikationen der Dinge,
Wir sollten unsere Helligkeit mildern
Und bringen uns in Vereinbarung mit der Dunkelheit.
Wie rein und ewig noch die Tao ist,
Als ob sie immer so weiter leben würde!

Nicht mit scharfen analytischen Begriffen und komplizierten Spitzfindigkeiten ist Gott zu erfassen.
Wie absurd scheint oft die Rede von der 1. und 2. und 3. Person der Gottheit, die 1 ist. Gott bleibt
dunkel, denn das überhelle Licht Gottes ist ein finsteres Licht, wie Dionysius sagt, und die
Liebesvereinigung mit Gott ereignet sich in der dunklen Nacht, wie Johannes vom Kreuz sagt. Wie
rein und makellos ist doch die ewige Weisheit, sie ist das ewige Leben.

Ich weiß nicht, wessen Sohn Er ist.


Es könnte scheinen, Er ist zuvor gewesen
Gott.
Jesus ist Gottes Sohn. Und Jesus ist Gott. Wer ist Jesus? Er ist die fleischgewordene göttliche
Weisheit, das Tao in Menschengestalt, der Gottmensch. So heißt es im Prolog des Johannes-
Evangeliums: Im Anfang war das Tao, und das Tao war bei Gott, und das Tao war Gott.

Himmel und Erde bestehen nicht aus dem Impuls,


Nach jedem Wunsch zu handeln als Wohlwollende,
Sie befassen sich mit allen Dingen,
Wie die Hunde aus Stroh behandelt werden.
Die Weisen sollen nicht wohlwollend handeln,
Sie pflegen einen Umgang mit den Menschen,
Wie die Hunde aus Stroh behandelt werden.

Hunde aus Stroh sind, wenn ich mich nicht irre, Opfergaben. Der Himmel hat keine Lieblinge,
keine Favoriten. Er schaut auf die Opgergaben, das heißt, die Anbetung des Menschen, die
Ganzhingabe an Gott. Christus ist das Opfer, der Hund aus Stroh. Der Vater schaut durcxh Christus
auf die Menschen. Die Menschen werden durch Christi Opfer das Wohlgefallen des Himmels
finden. Auch der Weise, sagt Lao Tse, soll keine bevorzugten Lieblinge haben, sondern alle
Menschen als Opfergaben an Gott betrachten. Das heißt, der Heilige soll mit den Augen Gottes auf
die Menschen schauen und bedenken, dass Christus sich für alle geopfert hat.

Darf nicht der Raum zwischen Himmel und Erde


Verglichen werden mit einem Blasebalg?
Er ist leer, doch verliert er nicht seine Kraft;
Er bewegt sich wieder und entsendet mehr Luft.
Viel Worte, um eine rasche Erschöpfung zu erleben;
Ihr inneres Wesen ist wach, und halte du es frei.

Der Raum zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und den Menschen, ist der Äther der
geistigen Mächte. Das sind die Engel und die Heiligen. Diese sind leer vom Staub der Welt, ganz
rein, ganz geistig, aber voller Kraft und Macht. Ihre Bewegung bewirkt etwas in der Welt, sie haben
geistigen Einfluss auf die Menschen. Viele Worte über die geistlichen Dinge führen nur zu rascher
Erschöpfung. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Es gibt auch Geschwätz über göttliche Dinge.
Aber das innere Wesen der himmlischen Mächte ist immer wach, nie trüb und müde und erschlafft.
Unser Gott schläft und schlummert nicht. Die Engel und Heiligen sind immer geistig aktiv. Und du
sollst die Engel und Heiligen immer in deinem Bewusstsein bewahren und immer auf ihre Hilfe
vertrauen.

Des Tales Geist stirbt nicht, ja der gleiche;


Das weibliche Mysterium nennen wir es.
Sein Tor, das zunächst vorgestellt wird,
Nennt man die Wurzel, aus der Himmel und Erde wuchsen.
Lange und ungebrochen bleibt seine Macht,
Es wird gebraucht sanft und ohne einen Hauch von Schmerz.

Das weibliche Mysterium nennt es Lao Tse, das Ewigweibliche nennt es Goethe, die Ewige Frau
nennt es Gertrud von Le Fort und meint damit Maria. Ich nenne Maria die Idee der Frau. Puschkin
nennt sie Femina Divina. Sie ist des 'Tales, also der Demut Geist. So singt Maria im Magnifikat:
Gott hat auf die Niedrigkeit seiner Magd geschaut. Und Maria ist des Heiles Pforte, denn durch sie
trat Christus in diese Welt. Sie ist die Wurzel von Himmel und Erde, also die Mutter des
Gottmenschen. Ungebrochen ist ihre Macht. Die Mexikaner sprechen von ihr als der Allmächtigen
Prinzessin, Lateiner reden von ihr als der fürbittenden Allmacht auf den Knien. Sie ist wie Christus
sanftmütig und von Herzen demütig. Und sie ist die Unbefleckte Empfängnis, die Makellose, ohne
einen Hauch von Sünde.

Der Himmel ist lang anhaltend und die Erde dauert noch lange.
Der Grund, warum Himmel und Erde in der Lage sind, alles zu ertragen
Und weiterhin so langlebig zu sein, ist,
Weil sie nicht von sich selbst leben.
Dies ist der Grund, warum sie sind
In der Lage, weiterhin alles zu ertragen.

Himmel und Erde leben sich nicht selber, darum ertragen sie alles und leben lange. Das sei dem
Menschen gesagt. Auch der Mensch soll nicht für sich selber leben, sondern für Gott und den
Nächsten. Egoistische Selbstverwirklichung führt nicht zur Vollendung des Menschseins. Wahre
Selbstverwirklichung findet der Mensch nur in der liebenden Hingabe an Gott und den Nächsten.
Jesus sagt: Wer sein Leben (bios) krampfhaft festhält, wird es verlieren, wer es aber hingibt, wird
das Leben (zoe) finden. Bios ist das nur natürliche Leben, Zoe ist das geistliche und ewige Leben.
Nur wer sich in Liebe Gott und dem Nächsten hingibt, kann alle Leiden ertragen und wird lange
leben, nämlich ewig leben.

Also auch der Berufene setzt seine eigene Person an die letzte Stelle,
Und doch findet er sich an dem vordersten Platz,
Er behandelt seine Person, als ob sie ihm fremd wäre,
Und doch wird diese Person erhalten.
Ist es nicht, weil er keine persönlichen und privaten Zwecke hat,
Dass deshalb solche Ziele realisiert werden?

Demut! Jesus sagt: Wenn du zu einem Gastmahl geladen bist, setze dich nicht auf den Ehrenplatz,
sonst sagt der Gastgeber: Mach bitte Platz für einen andern. Setze dich lieber auf den letzten Platz,
dann sagt vielleicht der Gastgeber: Freund rücke höher und komm ruhig hierher auf den Ehrenplatz.
Jesus selbst gab das Beispiel: Er war der Knecht Gottes, gehorsam bis zum Tod am Kreuz, und nur
so ward er erhöht zur Rechten des Vaters. Maria tat das selbe. Sie nannte sich die Magd des Herrn,
doule, eigentlich Leibeigene oder Sklavin Gottes. Sie sagte: Der Herr hat auf die Niedrigkeit seiner
Magd gesehen. Und: Der Herr hat Großes an mir getan, von nun an werden mich selig preisen alle
Generationen. Weil sie die Sklavin Gottes war, wurde sie zur Himmelskönigin gekrönt. Wahre
Selbstverwirklichung findet der Mensch nicht, wenn er sein Ich an die erste Stelle setzt, sondern
paradoxerweise erst, wenn er Gott an die erste Stelle setzt, wenn der Mensch sein Ich in der Liebe
zu Gott und dem Nächsten selbstlos liebend hingibt, dann erst entsteht die wahre
Selbstverwirklichung. Der Mensch muss absehen von seinen persönlichen Wünschen, wie Meister
Eckhart sagt, der Mensch soll seinen Willen dem Willen Gottes vereinigen. Jesus betete: Vater, dein
Wille geschehe, nicht meiner! Maria betete: Mir geschehe nach Gottes Wort! Denn wir wissen
nicht, was uns wahrhaft gut tut, aber Gottes Wille ist die vollkommene Liebe zu uns und gibt uns
alles, was zu unserem ewigen Heil förderlich ist.
8

Die höchste Qualität ist wie die des Wassers.


Die Exzellenz des Wassers erscheint zum Wohl aller Dinge,
Und in ihrer Macht ist sie ohne Streben,
Sie sucht die niedrige Stelle,
Die alle Menschen scheuen.
Daher ist ihr Weg in der Nähe der Tao.

Die höchste Qualität, das ist Gott, ust wohltätig wie das lebensspendende Wasser. Jesus selbst
vergleicht den Heiligen Geist mit lebendigem Quellwasser, das ins ewige Leben sprudelt. Wie das
Wasser die niedrigste Stelle sucht, so ist der Sohn Gottes in die Welt gekommen, Fleisch geworden,
ist als Menschensohn vor allem zu den Armen gegangen, zu den Kranken, zu den Kleinen, zu den
Leidenden, zu den Ausgestoßenen. Das ist die Demut Gottes.

Die Exzellenz eines Titels ist in der Eignung zu der Stelle,


Dass der Geist ist in abgrundtiefer Stille,
Dass die Verbände sind in ihrem Wesen tugendhaft,
Dass die Regierung ist in ihrer Sicherung Ordnung,
Dass das Verhalten bei einer Angelegenheiten ist in seiner Fähigkeit,
Und dass die Initiierung jeder Bewegung ist in ihrer Aktualität.

Ruhm und Ehre ohne Verdienst ist eitel. Der philosophierende Geist zeichne sich durch die Liebe zu
Stille und Einsamkeit aus. Die menschliche Gesellschaft ist nur so gut wie die Tugend ihrer Glieder.
Die Regierung soll für Sicherheit und Ordnung sorgen. Bei Problemen ist die Kompetenz gefragt.
Mit einem Wort: Form ohne Wesen ist nichts. Die äußere Form ist nur sinnvoll, wenn sie von
innerem Gehalt erfüllt wird. Ruhm ohne Verdienst, Philosophie ohne Denken, Gemeinschaft ohne
Tugend, Regierung ohne Ordnung, Problembewältigung ohne Kompetenz sind eitel, nichts als
Schall und Rauch, sind wie Narrenschellen. Wie Angelus Silesius sagt: Mensch, werde wesentlich!

Und wenn derjenige mit der höchsten Qualität nicht streitet


Wegen seiner niedrigen Position,
Findet niemand Schuld an ihm.

Der Menschensohn Jesus, die Person mit der höchsten Qualität Gottes, ertrug geduldig alle
Demütigungen. Er wurde für verrückt erklärt von seiner Sippe, er wurde als Prophet nicht anerkannt
in seinem Vaterhaus, er wurde von den Priestern als ein Besessener bezeichnet, er wurde angespuckt
und geohrfeigt von den Heiden, er wurde von Staat und Kirche gekreuzigt. Und dennoch löscht er
den glimmenden Docht nicht aus und zerbricht nicht das Schilfrohr. Dennoch hörte man ihn nicht
schreien auf den Straßen. Aber so sehr man ihn auch hasste, es war keine Schuld an ihm.

Es ist besser, ein Schiff zu verlassen, das ungefüllt ist,


Als zu versuchen, es zu tragen, wenn es voll ist.
Wenn du etwas halten willst, das scharf ist,
Kann es nicht lange bewahren seine Schärfe.

Es ist besser, arm zu sein vor Gott als reich zu sein vor der Welt. Es ist besser, zu sterben als ein
Bettler vor Gott als hochmütig und stolz auf die eignen Verdienste vor den Totenrichter zu treten. Es
ist besser, leer zu sein, damit Gottes Fülle in dich kommen kann, als ein Herz voller Begierden und
Habsucht und egoistischer Wünsche zu haben.

Wenn Gold und Jade die Halle füllen,


Können ihre Besitzer sie nicht sicher halten.
Wenn Reichtum und Ehre zu Arroganz führen,
Bringt dies ihr Böses mit sich.
Wenn die Arbeit getan ist,
Und der eigene Name wird gelobt,
In Vergessenheit sich dem zu entziehen, ist der Weg des Himmels.

Man kann nicht Gott und zugleich dem Mammon dienen. Der Mensch muss sich entscheiden, ob
Gott oder das Geld sein Seligmacher ist. Egeht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein
Reicher in den Himmel kommt. Weh euch Reichen, ihr habt euren Lohn schon auf Erden gehabt.
Weh dem Narren, der reich an materiellen Gütern ist, aber arm ist und ohne Verdienste vor Gott.
Aber es schadet nicht nur die Habgier, sondern auch die Ehrsucht. Strebe nicht danach, für dein
Werk von allen Menschen gelobt zu werden. Nur den falschen Propheten applaudiert die Masse. Tu
dein Werk, weil Gott dir dein Talent dazu gegeben hat. Tu dein Werk zur Ehre Gottes. Dann sei
unbesorgt wegen Lob und Tadel. Die Menge lobt das Schlechte und tadelt das Gute. Suche allein
den ewigen Ruhmeskranz bei Gott.

10

Wenn die intelligenten Seelen und die tierischen Seelen


Sind zusammen in Einem gehalten,
Sie zu umarmen, kann von Zersplitterung bewahren.
Wenn man ungeteilte Aufmerksamkeit richtet
Auf den entscheidenden Atem,
Und bringt ihn auf den höchsten Grad von Biegsamkeit,
Kann er als Ausdehnung zum Baby werden.
Wenn er gereinigt ist
Von den geheimnisvollen Sehenswürdigkeiten seiner Einbildung,
Kann er ohne Fehler sein.

Im Menschen sind drei Seelen: Die pflanzliche Seele fordert Licht und Luft und Wasser und Erde,
um leben und wachsen zu können. Die tierische Seele treibt den Menschen an durch Instinkte,
Leidenschaften und Triebe, da ist der Nahrungstrieb und der Gewschlechtstrieb angesiedelt. Die
menschliche Seele, von Lao Tse intelligente Seele genannt, ist die unsterbliche Geistseele des
Menschen. Johannes Paul II nannte die unsterbliche Geistseele des Menschen Ich und Bewusstsein.
Augustinus sagte von den drei Kräften der Geistseele, das sind die Vernunft, der Wille und das
Gedächtnis. Beim heiligen Menschen ist die Geistseele Führerin des Leibes, beim Sünder herrscht
der animalische Leib vor. Aber der Mensch ist nicht wie im Platonismus nur intelligente Seele, im
Kerker oder Sarg des Körpers gefangen. Sondern der Mensch ist nach Thomas von Aquin Leib-
Seele-Einheit. Der Mensch hat nicht einen Leib, sondern ist ein Leib. Wenn Platon oder die
Bhagavadgita von einer unsterblichen Geistseele phantasieren, die sich in verschiedenen
Reinkarnationen verschiedene Leiber zulegen, erkennen sie nicht das wesentlich menschliche Band
von Leib und Seele. Darum glaubt das Christentuzm auch nicht nur die Unsterblichkeit der Seele,
sondern auch die Auferstehung des Fleisches. Der Mensch ist kein Engel. Engel sind reine geistige
Intelligenzen, aber zur Demut und zur Wahrheit über den Menschen gehört, dass er Seele und Leib
ist, oder wie Lao Tse sagt, dass sich intelligente und tierische Seele in Einem Menschen umarmen.
In Liebe zu den Menschen den Staat regieren,
Kann es nicht gehen ohne Aktion?
In dem Öffnen und Schließen seiner Tore des Himmels,
Kann er nicht so tun wie ein weiblicher Vogel?
Während seine Intelligenz in alle Richtungen reicht,
Kann er nicht scheinen ohne Wissen?

Wenn in der Liebe eines Hirten zu seinen Schafen der Staat regiert wird, braucht es wenig Polizei
und Militär. Wenn in revolutionärem oder rassistischem Hass regiert wird, wie ein Tyrann seine
Sklaven behandelt, braucht es Geheimpolizei, Staatssicherheit, Spitzel und Unterdrückung und
Gefängnisse, Gulags und Konzentrationslager. Wenn ein Herrscher aber sein Herz dem Himmel
öffnet, kann er sein wie ein Muttervogel, die Küken behütend. Der Gott Israels vergleicht sich mit
einem Muttervogel, die Flügel über die Küken breitend. Jesus vergleicht sich mit einer Glucke, die
Küken unter den Flügeln sammelnd. Beim Philosophen unterscheidet Lao Tse zwischen dem,
dessen Intelligenz in alle Richtungen reicht, der also ein weites Herz hat, wie es von Salomo heißt,
ein Herz, so weit wie der Sand am Ufer des Meeres, und andererseits einem, der prahlt mit
Gelehrsamkeit, der angibt mit Bücherwissen und unnützem Weltwissen, aber der das Wesentliche
nicht erfasst hat und nicht die kindliche Einfalt des Herzens und die kindliche Liebe in sich trägt.
Lao Tse unterscheidet immer sehr deutlich zwischen einem weisen Herzen und einem
vielwissenden Kopf.

Die Tao produziert alles und ernährt alles, sie produziert


Alles und erhebt keinen Anspruch auf alles als ihres eigen,
Sie tut alles, und doch rühmt sie sich nicht,
Sie hat den Vorsitz über alle,
Und doch hat sie keine Kontrolle über die Dinge.
Dies ist, was heißt die geheimnisvolle Qualität der Tao.

Die göttliche Weisheit ist die Schöpferin. Sie ruft allein durch ihren Liebeswillen alle Wesen in die
Existenz. Sie ist aber auch die Kraft, die allem als Sein innewohnt und alles Seiende so in der
Existenz erhält. Sie ernährt alle Lebewesen. So sagt Jesus: Die Vorsehung des Vaters ernährt die
Vögel und kleidet die Blumen des Feldes. Die göttliche Weisheit ernährt den natürlichen Menschen
durch das tägliche Brot und den übernatürlichen Menschen durch das Brot der Engel, die Medizin
der Unsterblichkeit. Die göttliche Weisheit ist Herrin, Herrscherin und absolute Königin des
Weltalls, aber sie kniet vor der Freiheit des Menschen, sich für oder gegen sie zu entscheiden. Wir
sind nicht die Marionetten Gottes.

11

Die dreißig Speichen sind im Rad zu vereinen,


Aber es ist der leere Raum für die Achse,
Wovon die Verwendung des Rades abhängt.
Lehm wird geformt zu Gefäßen,
Aber es ist ihre leere Hohlheit,
An der ihre Verwendung hängt.
Die Türen und Fenster sind aus den Wänden geschnitten,
Eine Wohnung zu bilden,
Aber es ist der leere Raum,
Wovon ihre Nutzung abhängt.
Aus diesem Grund hat das, was positiv dient zur Existenz,
Eine Anpassung profitabel,
Und was nicht existiert, dass ist zur Nützlichkeit.
Das Wesentliche ist das Innere. Die höhere Schönheit ist nicht die flüchtige Schönheit des Körpers,
sondern die unsterbliche Schönheit der Seelre, das ist die Tugend oder die Güte. Wesentlicher als
der Körper ist die ihm innewohnende Seele, und wesentlicher als die Seele ist die ihr innewohnende
Gottheit. Aber es gibt einen Unterschied zwischen Jesus und Buddha: Buddha lehrt die Leere als
das höchste Ziel, wenn die Seele ganz leere geworden ist, ist sie erlöst. Jesus lehrt dagegen die
Fülle. Ja, die Seele muss ganz still werden, ganz leer werden von aller Welt und allem Egoismus,
aber dies nur, um die Fülle des Lebens zu empfangen. Jesusd schenkt Leben in Fülle. In Jesus selbst
ist die Fülle der Gottheit. Wenn die Seele ein leeres Gefäß ist von der Größe eines Fingerhuts, wird
sie im ewigen Leben von Jesus mit dem Wein der Glückseligkeit ganz gefüllt. Wenn die Seele aber
ein leeres Behältnis von der Größe einer Badewanne ist, wird diese Wanne mit dem Wein der
Glückseligkeit gefüllt. Und wodurch wird das Gefäß der Seele erweitert? Durch geduldig mit Jesus
ertragenes Leiden. So sagt Salomo: Durch Traurigkeit wird das Herz gebessert. Von Maria heißt es,
sie ist ein Kelch der Hingabe, ein Kelch der Devotion, ein auserwähltes Gefäß. Das gilt auch für die
Seele. Maria als die von allen Sünden Unbefleckte war ganz leer und darum voll der Gnade, voll
von Gottes Fülle.

12

Die Farbe der fünf Farbtöne wird die Augen blind machen,
Die Musik der fünf Töne kann die Ohren taub machen,
Die fünf Aromen entziehen dem Mund den Geschmack;
Die Wagenrennen und die wilde Jagd
Machen den Verstand verrückt;
Und Objekte sind selten und seltsam,
Wenn man sie sucht,
Wird das Verhalten von Menschen sich zum Bösen verändern.

Die Toren gehen gern auf den Jahrmarkt. Da ist alles bunt, die Schminke und Kleider der Mädchen,
da ist alles laut, das wird Musik genannt, da gibt es Gaumenfreuden, Bier und gebratene Würstchen.
Auch werden die Toren verrückt vor Begeisterung bei großen Sportveranstaltungen, machen aus
dem Sport einen Götzendienst und bekennen sich offen zum Sportgott. Vor lauter Sinnlichkeit
kommen sie nicht zur Innerlichkeit. Vor lauter Augenlust und Fleischeslust fragen sie nichts nach
Gott. Der Sex ist ihre Göttin, sie fragen nichts nach der Liebe Gottes. Der Tor sagt: Ich brauche
nicht die Liebe Gottes und will nicht erlöst werden. Der Mann in seiner Torheit sagt: Ich will
bumsen statt beten, ich will einen andern Mann bumsen. So reden die Toren. So war es im alten
China, so ist es im modernen Deutschland.

Also auch der Berufene sucht zu befriedigen


Das Verlangen des Bauches
Und nicht die unstillbare Sehnsucht der Augen.
Er lässt Letzteres,
Und zieht es vor, Ersteres zu tun.

Der Weise sucht nicht raffinierte Gaumenfreuden, sondern isst nur, um die notwendige Kraft zu
finden. Er liebt den Wein,. Aber hasst die Säufer in den Pöbelschenken. Der Weise trinkt den Wein
in Maßen. Der Weise hält sich frei von den Begierlichkeiten der Welt. Das Weltkind sagt: Ich will
immer mehr haben. Der Weise lebt einfach, mit wenig zufrieden. Der Weise will gut sein mehr als
Güter haben. In einer Welt, die bessessen ist vom Materialismus und Konsumismus, lernt der Weise
von Diogenes. Der aß seine Erbsen mit einem hölzernen Löffel, bis er einen Knaben mit den
Händen essen sah, da lernte er, dass er auch auf das Besteck verzichten könne. Was konnte
Alexander der Große dem Diogenes geben? Er wollte ja nur die Sonne sehen, dann war er
zufrieden.

13

Gunst und Schmach sind ebenso zu befürchten,


Ehre und großes Unglück,
Die als persönliche Verhältnisse angesehen werden.

Sie sagten zu Jesus: Meister, wir wissen, du lehrst den Weg der Wahrheit recht und achtest nicht auf
die Kommentare der Menschen. So muss der Weise frei sein von Lob und Tadel. Wie oft wird er
gelobt von seinen Freunden, die alles, was er tut, gut finden, und so trübt sich die Selbstkritik und
das Streben nach Höherem, stattdessen stellt sich eitle Selbstzufriedenheit ein, und das ist der
Anfang von geistlicher Trägheit und geistlichem Hochmut. Wie oft aber wird er auch von seinen
Feinden kritisiert und zwar gerade wegen seinem Besten. Jesus sagt: Wundert euch nicht, wenn
euch die Welt hasst, denn sie hat mich schon vor euch gehasst. Und Maria sagt: Wie sehr hasst euch
die Welt, und wie sehr liebt euch Jesus. Prüfe nur dein Gewissen, ob du vor dem Urteil Gottes
bestehen kannst, und höre auf die Stimme Gottes, wie sie dein Denken und Tun beurteilt.

Was versteht man unter Gunst und Ungnade?


Schande ist es, sich in einer niedrigen Position zu befinden
Nach dem Genuss der Gnade.
Die immer Gunst zu verlieren befürchten,
Der Verlust führt sie zur Angst vor der noch größeren Katastrophe:
Das ist, was ich meinte damit,
Dass Gunst und Schmach gleich zu sein scheinen.

Werde nicht stolz, wenn die Narren dich loben und dich einen Weisen und ein Genie nennen,
sondern bleibe demütig vor deinem Gott. Aber lass dich von Satan und deinen Feinden nicht
entmutigen, denn sie sagen: Du bist ein Taugenichts, ein Herr niemand, ein Mensch ohne Wert und
Bedeutung, du kannst nichts Gutes und Großes tun. Dann wende dich zur Schlangenzertreterin, der
apokalyptischen Jungfrau, denn sie sagt dir, dass du wichtig bist in Gottes Plan. Mach dich
unabhängig von den schwankenden Meinungen der Leute und folge nicht jedem Wind einer neuen
Lehre, sondern halte fest an der gesunden Doktrin. Frage asuch nicht danach, ob du viel Geld hast
und deshalb von den Narren umschmeichelt wirst, oder ob du in Armut lebst und deshalb von den
Weltmenschen verachtet wirst, sondern suche nur deinem Gott zu gefallen, ob du nur viel hast oder
wenig.

Und was ist es mit den Worten,


Dass Ehre und großes Unglück gleich sind,
Sind als persönliche Bedingungen zu betrachten?
Was verpflichtet mich, großes Unglück
Als das Meine zu betrachten
Wie den Körper, den ich mein eigen nenne,
Wenn ich hätte nicht den Körper,
Welche große Katastrophe könnte zu mir kommen?

Suche keinen Ruhm in dieser närrischen Welt. In einer gottlosen Gesellschaft ist es eine Schande,
berühmt zu sein, denn die Narren applaudieren den Narren, die Gottlosen den Gottlosen und die
Sünder den Sündern. Heute sind sie weltberühmt und morgen vergessen. Deine Ehre und deine
Ruhmbegier sei einzig, dass du von Gott im ewigen Leben die Siegespalme und den Kranz der
Schönheit empfängst. Und verzweifle auch nicht, wenn du Unglück leiden musst. Denn irdisches
Glück ist eitel. Zwar das Unglück stammt aus der Hölle, aber es hat schon manchen in den Himmel
gebracht. Die Kinder der Spaß-Gesellschaft tanzen allesamt auf Vulkanen und sind in Gefahr, in die
ewige Hölle zu stürzen. Neide den Narren nicht ihre irdischen Lüste und Vergnügungen, seine
Freude sei auch im Unglück die Liebe der Ewigkeit.

Schmach und Gnade, Ruhm und Unglück ist dem Heiligen gleich. Ob er von der ganzen Welt
gehasst wird, ist ihm gleich, weiß er sich doch von Maria geliebt. Ob man ihn lobt wegen seines
Wissens, das macht ihn nicht stolz, weiß er doch, dass Maria ihn alles gelehrt hat und er nur
empfangen hat. Ob er wegen seiner Hymnen und Oden nicht berühmt ist in der Welt, ist ihm eine
Ehre, ist es doch in Zeiten, da die Massen dem Antichristen zujubeln, eine Ehre, unberühmt zu sein.
Ihm genügt, dass in der Stunde seines Todes ihn die Engel mit seinen Sonetten begrüßen. Und das
Unglück ist ihm kein Unglück, sondern eine Teilhabe an den Leiden Christi zur Bekehrung der
verstockten Sünder und zur Befreiung der Armen Seelen aus dem Fegefeuer. Dagegen scheinen ihm
die eitlen Glücksritter der Welt und die moderne Spaßgesellschaft eine Pseudoreligion von Narren.

Darum, wer will das Reich verwalten, es zu ehren,


Wie er ehrt seine eigene Person,
Will eingesetzt werden, um es zu regieren,
Und wer würde es verwalten mit der Liebe, die er in sich trägt,
Der Liebe zu seiner eigenen Person,
Der kann betraut werden mit dem Reich.

Platon vergleicht den Staat mit einem Menschen, der die vier Kardinaltugenden verwirklicht. Sin
Haupt ist voll von Klugheit, sein Herz voll Mut, sein Leib in Mäßigung, dann ist der Mensch voll
dere Gerechtigkeit. Die Tugend des Klugheit des Hauptes ist die weise Regierung, Platon sagt, der
Philosophen-Monarch. Die Tugend des Mutes des Herzens ist die Kriegerklasse. Die Tugend der
Mäßigung des Leibes ist die Arbeiterklasse. Wenn der Staat so geordnet ist und hierarchisch von
oben nach unten regiert wird, verwirklicht der Staat die Tugend der Gerechtigkeit. Auch die
christliche Kirche ist ein Leib, der Leib Christi. Christus ist das Haupt und liebt die Kirche wie
seinen Leib. Christus ist das Haupt, Maria ist der Hals, die Kirche ist der Leib, die Christen sind
Glieder des Leibes. Christus liebt die Kirche wie seinen Leib oder wie ein Bräutigam seine Braut.
Christus ist der Philosophenkönig, der König und die göttliche Weisheit. Die Kirche als Gottesstaat
ist hierarchisch geordnet. Der Papst, die Bischöfe, die Priester, die Diakone und das gesamte Volk
der Erlösten bilden die Kirche.

14

Wir schauen auf sie, und wir sehen sie nicht,


Und wir nennen es das Ausgeglichensein.
Wir hören sie, und wir hören sie nicht,
Und wir nennen es das Unhörbare.
Wir versuchen, es zu begreifen, und nicht zu bekommen,
Und wir nennen es das Subtile.
Mit diesen drei Eigenschaften kann nicht hergestellt werden
Der Gegenstand der Beschreibung,
Und daher mischen wir sie zusammen
Und erhalten die Eins.

Die göttliche Weisheit ist unsichtbar, sie kann nur mit den Augen des Glaubens visionär geschaut
werden. Die göttliche Weisheit ist unhörbar, ihr Wort kann man nur in Stille und kontemplativer
Betrachtung vernehmen. Die göttliche Weisheit ist unbegreifbar, sie ist immer größer als unsre
Menschenerkenntnis, sie ist immer die Ganz-Andere. Unsre Erkenntnis ist nur ein Stückwerk. Aus
diesen drei Eigenschaften, der Unsichtbarkeit und der Unhörbarkeit und der Unbegreifbarkeit
machen wir Eins, das ist die mysteriöse göttliche Weisheit. Unsichtbar ist der Vater und Schöpfer
des sichtbaren und unsichtbaten Schöpfung, unhörbar ist das Wort Gottes mit den Ohren des
Fleisches, und unbegreiflich ist der Heilige Geist. Aus diesen drei, Schöpfer und Logos und Geist,
mach eins, und du hast die wahre lebendige Gottheit.

Ihr oberer Teil ist nicht hell,


Und der untere Teil ist nicht im Dunkeln.
Unaufhörlich ist sie bei ihrer Tätigkeit,
Sie kann noch nicht benannt werden,
Und dann ist sie wieder zurück und wird zu nichts.
Dies nennt man die Form des Formlosen,
Und den Schein des Unsichtbaren,
Das nennt man das Vage und Unbestimmbare.

Die göttliche Weisheit ist jenseits von Licht und Finsternis, jenseits von Sein und Nichtsein. Sie ist
das Überseiende, sie wohnt in einem unzugänglichen Licht, das vom Mystiker als finsteres Licht
geschaut wird. Sie ist die permanente Schöpferin. Nicht schuf sie nur am Anfang und überließ die
Natur dann sich selbst, sondern in jedem Augenblick ist sie schöpferisch tätig. Mein Vater wirkt bis
heute, sagt Jesus. Sie ist auch unbenennbar. Der Name Gottes Jahwe ist kein Name, sondern sagt
nur: Ich bin, der ich bin. Ein Name begrenzt. Der Herr ist der namenlose Name. Der Name ist, wie
die Juden sagen, unaussprechlich. Verglichen mit dem Seienden, der unsichtbaren und sichtbaren
Schöpfung, ist Gott das Nichts. Verglichen mit dem Nichts ist Gott das absolute Sein. Plotin sagt,
Gott steht über Sein und Nichtsein als der unaussprechliche Eine. Gott ist die Form des Formlosen.
Der Heilige Geist formt die Urmaterie. Gott ist die Form der geistigen Formen. Die menschliche
Seele ist die Form des Leibes, Christus ist die Form der Seele. Der Schein des Unsichtbaren, das ist
die ewige Weisheit, Glanz Gottes, Ausfluss der göttlichen Herrlichkeit, Emanation der Kraft Gottes,
wie Salomo sagt. Das Vage und Unbestimmbare ist Gott für die Menschen, denn unsere Erkenntnis
ist Stückwerk. Wir schauen jetzt in einen undeutlichen Metallspiegel. Die ewige Liebe ist eine
siebenfach verschleierte Gottheit. Selbst wenn sie vor dem Mystiker schon sechs Schleier fallen
ließ, so wird sie doch erst im Tod den siebenten Schleier fallen lassen. Darum ruft der Mystiker:
Rasch reiße den letzten Schleier herunter. Im Tod erst wird die nackte Seele die nackte Gottheit
ganz klar erkennen.

Wir treffen sie und sehen sie nicht,


Ihrem Vorderen folgen wir und sehen nicht den Rücken.
Wenn wir in Besitz der Tao von alters her sind,
Die Dinge können wir lenken in der Gegenwart,
Und sind in der Lage, sie zu wissen,
Wie sie die Alte war am Anfang,
So spricht man vom Schlüssel der Tao.

Hiob sagt: Ich gehe nach Norden und nach Süden, aber sehe Gott nicht, ich gehe nach Westen und
Osten, aber finde Gott nicht. Gottes ist allgegenwärtig, aber er ist auch an keinem Ort. Mose
begehrte, Gottes Antlitz zu schauen, aber Gott sprach: Mein Antlitz kann nur schauen, wer
gestorben ist, aber ich werde an dir vorübergehen, und du wirst meinen Rücken schauen. So ist das
Wirken Gottes im Leben des Menschen oft nur in der Rückschau erkennbar. Es war einmal ein
Dichter, der liebte mit platonischer Liebe eine schöne Dame. Sie war ihm das feminine Antlitz
Gottes. Eines Nachts entblößte sie ihren Rücken, dass er sie massiere, da sagte der Platoniker: Ich
habe gesehen, und siehe, was ich gesehen habe, war der Rücken der Herrlichkeit des Herrn! Wir
müssen im Besitz der Weisheit der Alten sein, um die Probleme der Gegenwart zu lösen. So sagte
Papst Franziskus: Wir brauchen für eine neue ökologische Spiritualität die Weisheit der Alten und
die Poesie aller Völker. So sagte ein Philosoph aus Tübingen: Bevor die Schüler den
Existentialismus studieren, müssen sie erst einmal Platon und Aristoteles studieren. Wir sind in derv
Lage, die uralte und doch immerjunge Weisheit zu erkennen, denn sie hat sich in Jesus ganz
offenbart. Allerdings ohne beste Kenntnisse der Weisheitsschriften des Alten Testaments ist die
Weisheit nicht zu erkennen. Da müssen wir Wissenden Mitleid mit den Protestanten haben, die das
Buch der Weisheit, Jesus Sirach und Baruch nicht kennen. Wir müssen, um die Weisheit zu
erkennen, fleißig in den Kirchenvätern lesen. Wie verblendet sind doch die Evangelikalen, die vom
Glauben der Väter reden und mit den Vätern ihre Sektenstifter aus dem Neunzehnten Jahrhundert
meinen, aber nicht die apostolischen und Kirchen-Väter der katholischen Kirche. Was aber ist der
Schlüssel der Tao? Was ist der Schlüssel der Weisheit, der Schlüssel des Glaubens? Die Protestanten
sagen, der Schlüssel zur Weisheit ist die Bibel. Aber der Schlüssel zur Bibel ist allein der
katholische Glaube. Denn die Heilige Schrift ist eine Frucht der apostolischen, heiligen,
katholischen Kirche, sie ist verfasst im Geist der katholischen Kirche, und die Bibel muss
verstanden werden in dem Geist, in dem sie verfasst ist. Darum gibt die Tradition der Kirche und
das Lehramt den rechten Schlüssel zum Verständnis der Bibel und der in ihr bezeugten Weisheit.
Darum hat Christus dem Petrus und seinen Amtsnachfolgern den Schlüssel gegeben. Nur der
Schlüssel des Papstes schließt die Weisheit der Bibel auf und ist der Schlüssel zum wahren
Glauben.

15

Die geschickten Meister der Tao in alten Zeiten


Mit einem subtilen und exquisiten Eindringen
Begriffen ihre Geheimnisse und waren tief,
Um den Menschen zu entziehen das Wissen.
Was sie so über die Menschen wissen,
Ich werde mich bemühen,
Zu beschreiben, von welcher Art sie waren.

Die Meister der Weisheit sind nicht leicht zu verstehen. Sie künden die schönsten Sinnsprüche,
doch die Dummköpfe verstehen kein Wort. Die Meister meditierten viel über die Heiligen Schriften,
es ging ihnen in der Kontemplation der mystische Sinn der Heiligen Schriften auf. Das verstehen
die Narren nicht, die sklavisch am Buchstaben der Schriften kleben und ohne Gebet und Meditation
die Schrift auswendig lernen und zu unpassenden Gelegenheiten unsensibel zitieren. Wer die
Meister der Weisheit verstehen will, muss sich schon losgesagt haben vom Geist der Welt. Ohne im
kontemplativen Gebet mystische Erfahrungen gemacht zu haben, kann man die Mystiker nicht
verstehen. Wer allerdings fromm sein will, sich aber nur vollstopft mit weltlicher
Unterhaltungsliteratur, der wird weder die Heilige Schrift noch ihre mystischen Kommentare
verstehen. Diese ungebildeten Menschen meinen, Gott zu kennen, aber die Meister sagen ihnen,
dass sie erst unwissend werden müssen. Wer weise werden will, sagt Paulus, muss erst ein Narr in
Christus werden. Er muss die docta ignorantia erreichen, die gelehrte Unwissenheit, er muss in die
Wolke des Vergessens und die Wolke des Nichtwissens eindringen. Er muss wie Sokrates sagen: Ich
weiß, dass ich nichts weiß. Dann erst kann er in ekstatischen Entrückungen eine Ahnung von den
Geheimnissen Gottes bekommen.

Schrumpfende sahen sie aus wie diejenigen,


Die durch einen Bach waten im Winter;
Unentschlossen wie diejenigen,
Die Angst haben vor denen, die um sie herum sind;
Ein Grab wie ein Gast in Ehrfurcht vor seinem Gastgeber;
Ausweichend wie schmelzendes Eis,
Unprätentiös wie Holz, das nicht geformt wurde,
Frei wie ein Tal und matt wie ein trübes Gewässer.

Die Meister kamen nicht mit überredenden Redekünsten weltlicher Philosophie, sondern mit der
Torheit göttlicher Offenbarungen. Sie kamen nicht, um reich und berühmt zu werden, sondern sie
sahen sich als Narren Christi und Bettler vor Gott. Sie erkannten die Armut und Demut als einzigen
Weg zu den Reichtümern der göttlichen Weisheit. Sie liebten nicht ein irdisches Wohlleben, sondern
gaben sich als nackte Seelen dem göttlichen Bräutigam hin. Sie wollten nicht als Weltweise
gepriesen werden, sondern suchten, wie die Kinder zu werden und gingen bei kleinen Kindern in
die Schule. Die weisen Frauen suchten nicht Putz und Schminke und glänzende Kleider und
reizende Frisuren, sondern liebten es, eine innerliche, stille, sanfte Magd Gottes zu sein.

Wer kann das schlammige Wasser klar machen?


Es sei, und so wird es allmählich klar.
Wer kann sichern den Zustand der Ruhe?
Lasse Bewegung gehen,
Und der Zustand der Ruhe wird nach und nach entstehen.

Ein Eremit in der ägyptischen Wüste wurde von einem Schüler befragt: Wie kann ich mich selbst
und Gott erkennen? Er führte ihn an einen Brunnen und wühlte mit seinem Stab das Wasser auf.
Was siehst du? Nichts, sagte der Schüler, nur vom Schlamm getrübtes Wasser. Sie gingen fort und
kamen nach einer Stunde wieder. Was siehst du jetzt? Der Schüler sah sein Antlitz gespiegelt im
klaren, ruhigen Wasserspiegel, der Schlamm hatte sich gesetzt. So, sagte der Meister, muss deine
Seele zur Ruhe kommen, wenn du Gott in dir erkennen willst. Es gibt einen Zustand ruhiger
Tagträumerei, Reverie, die dem Einfall der poetischen Inspiration vorausgeht. So braucht der
Fromme das Ruhen im Geist, damit der Heilige Geist in ihm zu wirken beginnen kann. Vom Dichter
Tagore gibt es ein Gedicht, da ein Dichter in Muße auf einer Wiese liegt und die Blumen und
Schmetterlinge beschaut. Die andern Menschen hetzen durch die Straßen in Büros und auf Märkte.
Der Dichter bleibt allein und genießt die Muße. Da kommt der junge Gott vorüber, tanzend und die
Flöte spielend.

Sie, die diese Methode der Tao bewahren,


Wollen nicht voll sein von sich selbst.
Es ist durch ihre Art, nicht voll von sich selbst zu sein,
Dass sie es sich leisten können, abgenutzt zu scheinen
Und nicht zu erscheinen als neu und vollständig.

Der Mystiker ist nicht von seinem Ego erfüllt, sondern er hat sein Ego gekreuzigt. Tausendmal stirbt
der Mystiker im Leben, bis er im Tode lebt. Der Fromme muss leer werden. Er muss leer werden
von seinen anerzogenen Gottesbildern, die in seinem Verstand wie ein Kerker sind. Er muss leer
werden von seinen verletzten Erinnerungen in seinem Gefühl, die wie ein Kerker sind. Er muss das
Ego entthronen und den Herrn im Thron seines Herzens inthronisieren. Die Leere ist nicht das Ziel,
wie im Zen-Buddhismus. Sondern wer lebt in der Wolke des Vergessens und des Nichtwissens, der
wird befruchtet von der leuchtenden Wolke der Herrlichkeit, in ihm zeugt der Heilige Geist. Die
innere Leere ist der Weg zur Fülle des Lebens, die Jesus verheißt, zum Erfülltsein vom Heiligen
Geist. Wer nun nicht mehr voll ist von seinem Ego, Ruhm- und Ehrbegierde, Machtgier und
sinnlichen Begierden, sondern wer erfüllt ist vom Heiligen Geist, der ist getrost arm und ohne
Ansehen in der spießbürgerlichen Welt des Geldes, der Sinnlichkeit und des Stolzes.