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DAS GROSSE BUCH DER PSALMEN

ÜBERSETZUNGEN UND NACHDICHTUNGEN

VON TORSTEN SCHWANKE

PSALMEN 1-17

Wohl dem und Heil, der sich nicht läßt verleiten,


Des Schritte nicht auf üble Wege gleiten,
Der nicht mit unheilvollen Leuten schwafelt
Und nicht mit Lästermäulern tischt und tafelt!
Wie glücklich ist, wer Freude hat am Wort
Und liest im Buche Gottes fort und fort!
Er ist ein Baum, wo Wasserbäche fließen,
Und seine Blätter, seine Früchte sprießen.
Und alles, was er tut, gelingt ihm recht.
Nicht so das ungeheiligte Geschlecht:
Sie sind wie Spreu, vom Wind davongeweht,
Ihr Leben im Gerichte nicht besteht,
Und sie bestehn in der Gemeinde nicht.
Unheiligen Empörern das Gericht;
Jedoch die Kinder Gottes, Gottes Samen,
Sie leben immerdar und ewig. Amen.

Was stören die Nationen so den Frieden?


Was solls, daß sie so finstre Pläne schmieden?
Die Herrscher eifern gegen Gott den Herrn
Und gegen Christus, Gottes Morgenstern:
„Wir wollen nicht mehr auf den Himmel hören,
Auf, laßt des Himmels Bande uns zerstören!“
Ha, aber Gott, der Herr der Herren, lacht
Und spottet jener Herrscher kleine Macht
Und zürnt und schreckt die Herrn und herrscht sie an:
„Ich habe eingesetzt den Gottesmann,
Der tut auf Zion meiner Herrschaft Werk,
Wo er regiert, der Herr, auf meinem Berg.“
Ich singe, was der Herr geredet schon:
„Heut hab ich dich gemacht zu meinem Sohn,
Ich geb dir alle Völker in die Hand
Und gebe, wenn du fragst, dir Land um Land.
Regiere sie mit starker Eisenfaust,
Auf daß du sie wie Tongeschirr zerhaust!“
Drum werdet klug, ihr Hirten eurer Herde,
Und seid gewarnt, ihr Mächtigen der Erde;
Werft nieder euch vor Gottes Jaspisthron
Und küsst mit Liebesküssen Gottes Sohn!
Sehr schnell entbrennt sonst seines Zornes Flamme!
Wohl allen, die sich bergen bei dem Lamme!

(Auf der Flucht vor Absalom dichtete David diesen Psalm.)

Mein Herr und Gott, ich kann sie nicht mehr zählen,
Die vielen Feinde mit gemeinen Seelen!
So viele sagen über meine Lage:
„Der hofft vergebens, daß sein Gott ihn trage!“
Du aber, Herr, du sendest deine Heere,
Der Engel Schar, und rettest meine Ehre.
Du hörst mich täglich bang um Hilfe rufen
Und hörst mich treu von deines Thrones Stufen,
Von deiner Höhe schickst du Antwort mir.
Beim Schlafen berg ich mich total in dir,
Du schirmest meinen Schlaf, bis ich erwache.
Hilf, Jahwe, daß kein Feind mir Angst mehr mache!
Sieh nicht mehr zu, greif ein! Ich bin so bange,
Du aber schlägst die Bösen auf die Wange
Und brichst den Feinden ihre Zähne aus.
Dein Volk, o Herr, geht treu mit dir hinaus.

(Von David. Zur Gitarre.)

Mein Retter! Als ich kaum mich mehr gerührt,


Da hast du in die Freiheit mich geführt.
Drum hab auch jetzt, mein Gott, mit mir Erbarmen
Und höre, bet ich mit erhobnen Armen.
Ihr Reichen habt zur Macht euch aufgeschwungen,
Mißbraucht die Macht mit euren Lügenzungen;
Und meine Ehre zieht ihr in den Dreck;
Wann wirkt ihr länger nicht zu bösem Zweck?
Das seht doch ein: der Herr tut Wundertaten
Für alle, die um seine Wunder baten,
Für den, der ihm bewahrt des Herzens Treu,
Der anfleht seinen Retter täglich neu.
So bebt vor Gott! Verhaltet euch gerecht!
Ihr in der Nacht vom einsamen Geschlecht,
Denkt gründlich nach und werdet einmal stille;
Gott Lob und Dank zu opfern, ist sein Wille.
Schenkt wieder eurem treuen Gott Vertrauen.
Ihr klagt: „Wann werden wir das Gute schauen,
Wo uns der Herr doch nicht mehr Gnade spendet?“
Du gabst mir Glück und Freude, die nicht endet,
Viel mehr der Freude, als die andern haben,
Die sich an Traubenmost und Weizen laben.
Mich quälen keine Sorgen, wenn ich ruh,
Du läßt mich sicher leben, Jahwe du!

(Zur Flöte.)

Mein Herr und Heiland! höre, was ich sage,


Gib auf mein Seufzen acht und meine Klage,
Schrei ich um Hilfe, schließ die Ohren nicht,
Mein Helfer und mein König und mein Licht!
Ich komm zu deinem Herz mit meinen Bitten.
Schon früh am Morgen habe ich gelitten,
Früh sag ich, woran meine Seele leidet,
Und warte, wie mein König sich entscheidet.
Dir, Vater, dir gefällt das Unrecht nicht,
Das Finstre darf nicht nahen deinem Licht.
Die Stolzen wissen nichts von deiner Liebe
Und unter deinem Zorne stehn die Diebe.
Du überführst die Leute, die gern lügen,
Und voller Abscheu siehst du das Betrügen.
Doch große Güte zeigst du allen Frommen;
Ich auch, ich darf zu deinem Tempel kommen,
Vor deinem Heiligtume niederknien
Und beten, denn der Herr hat mir verziehn!
Er läßt die Bösen sehn, daß er mich rettet.
Mein Leben ist in seine Hand gebettet.
Laß mich erkennen deinen guten Plan
Für meinen Lauf auf meines Lebens Bahn.
Man kann sich auf die Sünder nicht verlassen,
In ihrem Herzen brennen Zorn und Hassen,
Ihr Kopf ist voll von frevelhaften Plänen.
Glatt ist die Zunge zwischen ihren Zähnen,
Doch wenn sie reden, reden sie vom Tod
Und bringen über ihre Nächsten Not.
O Gott, an ihre vielen Sünden denke,
Verstricke sie in ihre eignen Ränke,
Vertreibe sie, o Gott, aus deiner Nähe,
Denn ohne Maß sind ihre Sünden, wehe!
Maßlos sind ihre Übeltaten, Gott,
Ihr Trotz und ihre Lüge und ihr Spott.
Vor lauter Freude können sich nicht fassen,
Die sich auf Gott, den Ewigen, verlassen!
Ihr Jubelrufen soll kein Ende haben,
Denn du wirst sie mit allem Guten laben;
Die, die dich lieben, dich vor allen Dingen,
Die sollen vor erlesner Freude singen!
Sehr reich beschenkst du, Vater, deine Treuen,
Die sich an deiner großen Liebe freuen!

(Zum Saitenspiel mit acht Saiten.)


Herr, deinen Zorn, ich kann ihn nicht mehr tragen;
Laß es genug sein; hör auf, mich zu schlagen!
Erbarmen, Herr! Ganz schlapp sind meine Hände,
Und meines Lebens Kraft, sie ist zuende!
Ich weiß nun, Vater, keinen Ausweg mehr.
Wie lang muß ich auf Tröstung warten, Herr?
Laß deinen Zorn; zeig, daß du mich nicht haßt!
Hilf, wie du deinem Volk versprochen hast!
Kann ich dich denn noch preisen, wenn ich tot?
Es dankt dir, Vater, niemand mehr im Tod!
Bin müd vom Stöhnen, der ich ganz alleine
Die Nacht auf meinem Lager Tränen weine,
Ja, meine Augen sind schon ganz geschwollen.
Ach, viele gibt es, die mir Böses wollen:
Macht, daß ihr endlich fortkommt, ihr Verbrecher!
Gott hört mein Weinen, Jahwe ist mein Rächer,
Er nimmt mein Beten an in der Gemeinde.
O Schimpf und Schande über meine Feinde!
Ganz plötzlich sollen Schreck und Furcht sie streifen,
Daß endlich sie beschämt die Flucht ergreifen.

(Ein Klagelied.)

O Herr, mein Gott, ich suche Schutz bei dir!


Du rette mich aus großer Not, hilf mir,
Sonst beißen mir die Löwen in die Kehle,
Und wer hilft dann vor ihnen meiner Seele?
Stimmts, was man sagt, o Herr in deiner Huld,
Und klebt an meinen Händen eine Schuld,
War ich den Freunden treulos, die jetzt klagen,
Dann laß es zu, o Gott, daß sie mich jagen,
Mich endlich fangen und mich niederschlagen.
Dann laß im Totenreich mich drunten klagen!
Herr, laß sie spüren, wie dein Zürnen tut,
Und stell dich gegen meiner Feinde Wut,
Greif ein, und stell du wieder her das Recht,
Ruf zum Gericht ein jegliches Geschlecht
Und setz dich über ihnen auf den Thron!
O Vater, das Gericht gabst du dem Sohn,
O Herr, verschaff mir Recht in deiner Huld,
Denn unbewußt bin ich mir jeder Schuld.
Mach du ein Ende allem bösen Treiben!
Doch dem, der will in deinem Willen bleiben,
Gib festen Boden ihm, laß ihn nicht wanken,
Der du erkennst die heimlichsten Gedanken!
Gott ist mein Schutz, der Herr ist vielen Retter,
Gerechter Richter ist der Gott der Götter,
Ein Gott, der alle Schuld mit Strafe schlägt.
Gehn sie auf bösem Wege unentwegt,
Dann spannt er seinen Bogen, schießt den Pfeil
Und tötet den, der hasste Gottes Heil!
Der, der nur böser Pläne Netz will weben,
Wird Unglück und Enttäuschung nur erleben.
Wer andern eine Grube hat gegraben,
Der mußte sie zum eignen Grabe haben.
Die eigne Bosheit wirft ihn ins Gefängnis,
Und seine Untat wird ihm zum Verhängnis.
Ich preis den Herrn für seine große Treue
Und hoff, daß er an meinem Lied sich freue!

(Zur Gittit zu singen.)

Groß ist dein Ruhm, Herr, auf der Erde Kreis,


Der Himmel singt von deiner Hoheit leis.
Du bist so stark, Herr, unser Herrscher oben.
Du bautest einen Wall aus Kinderloben,
Vor diesem Walle stürzen Feinde nieder.
Ich staun den Himmel an, geliebte Brüder,
Die Sterne ziehn die Bahn mit leisem Ton,
Wie klein scheint da dann doch der Menschensohn,
Und doch gibst du dich ab mit seinem Leben,
Ja, du hast Würde ihm und Macht gegeben,
Er steht nur wenig unter Elohim,
Die ganzen Kreaturen gabst du ihm,
Schafe und Ziegen und der Vögel Heer
Und Fische und die Wale tief im Meer.
Dein Ruhm reicht über alle Grenzen weit,
Voll ist die Erde deiner Herrlichkeit!

(Almuth Labben, oder: für hohe Stimmen.)

Von ganzem Herzen, Herr, will ich dir danken


Und preisen deine Taten und Gedanken,
Will jubeln und vor großer Freude springen
Und, Allerhöchster, ewig von dir singen!
Wenn du erscheinst, muß alles Übel schwinden,
Das Böse muß den Tod im Feuer finden.
Du setztest auf den Thronstuhl dich, o Richter,
Und halfest deinem kampfbereiten Dichter.
Den Völkern hast du mit Gericht gedroht
Und einst für ewig ausgetilgt den Tod!
Die Bösen wären besser nie geboren,
Sie sind zunichte, ewiglich verloren.
Für ewig herrscht der Herrscher aller Welt,
Ja, Gottes Richterstuhl ist aufgestellt,
Und seine Sprüche Recht und Freiheit schafften,
Der er entscheidet über Völkerschaften.
Er bietet sichern Schutz den Unterdrückten,
In schlimmen Zeiten Wege ihnen glückten.
Ich berge mich bei dir, ich liebe dich
Und traue dir, du läßt mich nicht im Stich!
Lobpreist den Herrn mit eurem Liebeslied,
Des Thron man auf dem Zion glänzen sieht,
Macht bei den Menschen seine Tat bekannt!
Er hört den Schrei der Elenden im Land!
Verfolgten hilft er in der Qual mit Kraft,
Verfolger zieht der Herr zur Rechenschaft.
O Herr, mein Gott, hab du mit mir Erbarmen,
Der Bösen Bosheit trifft mich elend Armen!
Zieh aus dem Tode mich mit deinem Worte
Hin zu des Paradieses goldner Pforte!
Am Tor zum himmlischen Jerusalem
Sag ich, was alles ich verdank und wem.
Die Heiden sind gestürzt ins Reich der Schatten,
Ins Loch, das andern sie gegraben hatten.
Sie legten ihre engen Netze aus,
Sind selbst verstrickt in ihren Maschen kraus.
Erwiesen hat der Höchste seine Macht
Und Licht entzündet in der tiefen Nacht.
Doch in die eignen Fallen Böse laufen,
Da wird sie Gott der Herr mit Feuer taufen.
Die Menschen gehen alle zu den Toten,
Die glaubten nicht der Tat von Gottes Boten.
Nur scheinbar sind die Elenden vergessen,
Die Hoffnung wird vom Elend nicht gefressen!
O Herr, den Trotz der Völker dulde nicht,
Das Urteil sprich du ihnen im Gericht.
Die Sünder, Herr, bekehre durch das Leid,
Zeig, daß zuende geht des Menschen Zeit.

10

Was bist du in so weiter Ferne, Herr?


Wir wissen uns nun keine Hilfe mehr.
Die bösen Schurken stellen nach den Armen,
Sie jagend ohne jegliches Erbarmen.
Nur ihre Habgier ist es, was sie zieht,
Was zählt bei ihnen, das ist der Profit.
Sie danken dir nicht, Gott, sie lästern bloß
Und tun in ihrem Größenwahn sehr groß:
„Wie zöge Jahwe uns zur Rechenschaft,
Er ist doch ohne Macht und ohne Kraft,
Ja, gibts ihn überhaupt und sein Gericht?“
Und weiter reicht ihr dummes Denken nicht.
Doch sie erfüllen sich jedweden Traum;
Was du da denkst, das interessiert sie kaum;
Du bist ja ach so fern im Himmel oben;
Sie spotten über deines Volkes Loben.
„Was sollte unsern Stolz uns denn erschüttern?
Das Leben lassen wir uns nicht verbittern!“
Sie fluchen, lügen, drohen mit dem Sterben
Und bringen Leid und Unheil und Verderben.
Sie stürzen aus dem dunklen Hinterhalt,
An Heiligen verüben sie Gewalt,
Sie liegen wartend im Gebüsch wie Löwen
Und stürzen nieder auf den Fang wie Möwen,
Sie werfen auf den Armen sich und so
Ermorden sie ihn wie die Teufel roh.
Bei alldem plagt sie niemals das Gewissen:
„Jehowah? Ah, der will nichts von uns wissen!“
Greif ein, Herr, nimm das schwache Volk in Schutz
Und wehre ab, o Gott, der Schurken Trutz!
Sie dürfen sagen: „Jahwe straft uns nicht“?
Jehowah ist nicht blind, er ist das Licht!
Du kennst, o Herr, das Leid; nicht so die Götter;
Und darum bist du Helfer auch und Retter.
Dir naht der Waise, Elende und Schwache;
Dir, Jahwe, anvertraut er seine Sache.
Zerschlag dem Übeltäter seine Hände
Und mache dem Verbrechen bald ein Ende!
O Herr, die Heiden wollen dich nicht finden?
Drum müssen sie aus deinem Land verschwinden.
Du nimmst es an, der Armen lautes Bitten,
Und spendest Mut jedwedem, der gelitten.
Du wehrst den Schreckenstaten böser Sünder.
Vater bist du für vaterlose Kinder.

11

(Von David.)

Ganz nah bei meinem Gott bin ich geborgen.


Was sagt ihr: „Voogel, fliehe früh am Morgen
Auf das Gebirge in das sichre Land!
Der Mörderbogen ist ja schon gespannt,
Der Pfeil liegt schußbereit auf seiner Sehne,
Im Dunkel zu durchbohrn des Menschen Vene.
Wenn Chaos herrscht in abgefallner Welt,
Was tut dann, der an Gottes Wort sich hält?“
Der Geist des Herrn in seinem Tempel weht,
Der Thronstuhl Gott des Herrn im Himmel steht.
Sein Augenpaar ist auf die Welt gerichtet,
Der er die Menschen anblickt und sie richtet.
Der Herr sieht die Getreuen, die ihn achten,
Und die Verlornen auch, die ihn verachten.
Gewalt haßt Gott, der Heilige, von Herzen,
Er straft die Schuldigen mit schweren Schmerzen.
Er lässet regnen Feuersglut und Schwefel
Und sendet Höllenhitze allem Frevel.
Verheißung hat der Christus uns gegeben:
Wer an ihn glaubt, darf ewig mit ihm leben!
12

(Zu acht Saiten.)

Jehowah, hilf uns, sonst ists aus mit Deinen!


O Herr, gibt es denn keinen Treuen, keinen?
Der eine täuscht, der andre lobt mit Lügen,
Sie alle spielen stets das Spiel Betrügen.
Herr, bring zum Schweigen diese falschen Schmeichler,
Dem Schwützer stopf das Maul, dem hohlen Heuchler!
Sie sagen: „Ha, wir wissen allerlei,
Schlagfertig sind wir und geschickt dabei!“
Jehowah sagt: „Ich laß mich nicht mehr höhnen!
Der Unterdrückte klagt, die Armen stöhnen.
Mißhandelte beschenke ich mit Freiheit!“
Wahr ist das Wort des Einen, der in Dreiheit
Gott ist, der Herr und Geist und Zufluchtsort,
Geläutert siebenmal ist Gottes Wort.
Jehowah, du hälst treu, was du verheißen,
Denn Jahwe schützt vor Lügnern, welche gleißen.
Und laufen sie auch überall umher,
Vor den Gemeinen schützt uns Gott der Herr!

13

(Von David.)

Herr, hast du mich verlassen? Herr, verlassen?


Wann willst du dich denn wieder finden lassen?
Wie lange sollen quälen mich die Sorgen,
Der Kummer jeden Abend, jeden Morgen
An meinem elendigen Herzen nagen?
Wann bin ich frei, Herr, kannst du mir das sagen?
O sieh mich wieder gnädig an, mein Herr!
Gib mir doch Antwort, o Allmächtiger!
Laß Sonne wieder meinen Augen blinken
Und laß mich nicht in Todesnacht versinken!
Sonst sagt der Feind: „Wo ist denn nun sein Gott?“
Und er vergießt mit Freude seinen Spott.
Doch ich verlasse mich auf deine Liebe,
Ich juble über deine Retterliebe!
Mit meinem Liede dank ich dir, Herr Christ,
Weil du zu mir so gut gewesen bist!

14

(Von David.)

Die Narren sagen: „Jahwe gibt es nicht.“


Sie halten Jahwe nur für ein Gedicht,
Sie sind verdorben und ihr Tun abscheulich,
Und einer ist so wie der andre greulich.
Jehowah schaut vom Himmel her und sagt:
„Ist da nicht einer, der nach Jahwe fragt?“
Doch alle haben sie sich abgewandt,
Sind Narren ohne jeglichen Verstand,
Das Wahre und das Rechte, das tut keiner
Aus jenem Volk der Sünder, nein, nicht einer!
So spricht der Allerhöchste: „Sie sind blind!
Ob ich noch Weisheit bei den Narren find?
Die Meinen fressen sie wie süßes Brot.
Glaubt keiner an ein Leben nach dem Tod?“
Doch bald schon werdet ihr fürwahr erschrecken,
Denn bald wird Jahwe seinen Arm ausstrecken.
Gott hält zu seinen Treuen, die ihm trauen.
Die Armen sollten Seligkeit nicht schauen?
Der Höchste ist ihr Retter, Schutz und Heil!
O Herr, mit deinem Wiederkommen eil!
O Retter Israels, zum Zion komm!
Das Schicksal wende derer, welche fromm
Und dir gehorsam sind in allem Trubel.
Mit Christus kommt für Israel der Jubel!

15

(Von David.)

Wer darf dir nahen mit Gebetes Flügel?


Wen läßt du wohnen auf dem reinen Hügel?
Er muß dem Herrn gehorchen, in ihm ruhn,
Und allezeit und stets das Rechte tun.
Er darf nur Wahrheit denken, Wahrheit sagen,
Er wird nicht lauthals über Andre klagen.
Er ist nicht der, der Freunden Schaden schuf,
Und bringt die Nächsten nimmer in Verruf.
Er haßt die Sünde, welche tun die Sünder,
Und liebt von ganzem Herzen Gottes Kinder.
Er tut mit aller Kraft, das was er singt,
Selbst dann, wenn es ihm selber Nachteil bringt.
Für ausgeliehnes Geld verlangt er nichts,
Und unbestechlich ist der Sohn des Lichts,
Schuldlose Menschen bringt er nicht ums Recht.
Wer so tut, der steht fest, ja der ist echt.

16

(Von David.)

Jehowah schütze mich! Dir will ich trauen,


Auf meinen Herrn und Christus will ich bauen!
Mein Glück find ich allein bei dir, mein Retter!
In unserm Lande ehrt man viele Götter,
An denen ich auch meine Freude hatte.
Jetzt sag ich: Sie sind nichts als schwarzer Schatte,
Wer ihnen folgt, muß seine Strafe tragen.
Den Göttern werde ich kein Lob mehr sagen,
Kein Opfer opfre ich in ihrem Haus
Und sprech nicht preisend ihren Namen aus.
O Herr, das was ich braucht, bei dir ich fand,
Du hälst mein Leben sicher in der Hand.
Mir ist ein schönes Erbteil zugefallen,
Was du mir gabst, daran hab ich Gefallen.
Ich preis den Herrn, er leitet meine Taten,
Der mir auch nachts im Herzen oft geraten.
Er ist mir nah, das ist mir stets bewußt,
Er gibt mir meine Sicherheit und Lust.
Geborgen bleib ich in des Herrn Gebäude
Und bin drum voller Dank und voller Freude!
Du treuer Herr, du bist so sanft und weich,
Du schickst mich nimmer in das Totenreich,
Du gibst mich nimmer der Vernichtung preis.
Der Herr den Weg zum ewgen Leben weiß!
Ich kehr mit Freude stets zu dir zurück,
Aus deiner Vaterhand kommt Glück um Glück!

17

(Von David.)

O Heiliger, ich such Gerechtigkeit!


Nimm meine Bitten an zu jeder Zeit,
O Allerhöchster, höre meine Klagen,
Ich will dir meines Herzens Wahrheit sagen.
Dein Urteil spricht mich frei zu jeder Zeit,
Dem Ehrlichen bist du Gerechtigkeit.
Du kennst mein Dichten und wonach ich trachte.
Du kommst im Traume, wenn ich übernachte,
Durchforschst in meinem Herzen jede Fibe;
Ich hoff, du findest nichts zu tadeln, Lieber!
Ich denk nicht anders, als ich rede nun.
Bei meinem Treiben, allem Tun
Richt ich mich stets nach deinem Wort der Liebe
Und nimmer nach der Lügner tun und Diebe.
Ich halt mich an den Weg, der nicht der breite,
Und weich vom schmalen Wege nicht zur Seite.
An dich wend ich mich, Gott, der du mich liebst,
Ich weiß gewiß, daß du mir Antwort gibst.
Nun wende dich zu mir und hör mein Wort,
Erweis mir deine Güte fort und fort,
Du Retter aller, die zu dir sich flüchten
Vor Menschen, welche wollen sie vernichten.
Bewahre uns wie deine liebsten Dinge
Und schütze uns mit deines Geistes Schwinge!
Die uns verfolgen, wollen uns vernichten,
Die über uns viel böse Lügen dichten.
Ihr Herz ist ohne jedes Mitgefühl,
Ihr Reden ist vermessen, hart und kühl.
Sie starren, ob sie finden einen Flecken,
Und wollen mir mein Leben niederstrecken,
Wie wilde Löwen, die um Rehe kreisen,
Auf Beute lüstern, um sie zu zerreißen.
Steh auf, Herr! Zwing zu Boden diese Strolche
Und stell dich gegen sie und ihre Dolche!
Befreie mich mit deiner starken Hand,
Gib ihnen keinen Teil am Lebensland.
Und ich, bin ich denn ohne Schuld, o Jahwe?
Oder bin ich wie Dornen der Agave?
Durch dich bin ich von jeder Sünde los,
Drum darf ich dich auch schauen. Du bist groß.
Ja, wenn ich auferwach und aufersteh,
Ist meine Freude, daß ich Christus seh!

EINIGE PSALMEN

PSALM 1

Gesegnet ist der Mensch,


Der wandelt nicht im Rat der Bösen,

Der steht nicht auf der Sünder Straße


Und wohnt nicht wo die Lästermäuler wohnen -

Gesegnet, wenn er Freude an der Weisung Jahwehs hat


Und meditiert zu Tag und Nacht die Worte des Gesetzes;

Der ist ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen,


Der Früchte gibt zu seiner Zeit

Und dessen Blätter welken nicht;


Und all sein Werk gelingt!

So sind die Bösen nicht,


Sie sind wie Spreu, der Wind wird sie zerstreuen.

Die Bösen, sie bestehn nicht im Gericht,


Die Sünder nicht in der Gemeinschaft der Gerechten.

Denn der Gebieter weiß vom Wege der Gerechten,


Der Bösen Straße aber schwindet in das Nichts!

PSALM 2

Was konspirieren alle Völker?


Vergeblich doch verschwören sich die Leute!

Die Könige der Erde stehen auf,


Die Kommandanten setzen sich zusammen,

Ratschlagen gegen den Gebieter, unsre Gottheit,


Und gegen den Messias:

„Zerreißen wir die Bande


Und werfen von uns ihre Stricke!“

Doch der im Himmel sitzt, der lacht sie aus,


Es spottet über jene der Gebieter.

Er wird zu seiner Zeit zu ihnen zornig reden,


Mit Schärfe wird er sie erschrecken.

„Ich salbte meinen König


Auf meinem heilgen Berge Sion.“

Dekrete will ich künden,


Daß mir gesprochen der Gebieter:

„Du bist mein Sohn.


An diesem Tage zeugt ich dich.

Erbitte mich, so geb ich Völker dir zum Erbe


Und dir der Erde Enden zum Besitz.

Mit einem Eisenstab zerschlage sie,


Wie Tongeschirr zerscherbe sie.“

Verstehet nun, ihr Herrn,


Und übt Gehorsam, Landesfürsten.

Dient mit gebotner Ehrfurcht unsrer Gottheit Jahweh


Und jubelt bebend!

Und küsst den Sohn -


Daß er nicht zornig werde

Und ihr zunichte werdet auf dem Wege:


Ein wenig noch, dann wird sein Zorn entbrennen.

Gesegnet alle,
Die bei dem Sohne Zuflucht suchen!

PSALM 3

(Eine Mizmor-Melodie von David,


als er geflohen war
vom Angesichte seines Sohnes Abschalom.)

Ach Abba Jahweh!

Wie sind so zahlreich meine Feinde!


Wie viele stehen gegen mich!

Fürwahr, sie sagen über meine Seele:


„Erlösung wird ihr nicht durch ihre Gottheit.“

Ach Selah!

Doch du, Gebieter, bist ein Schutzschild mir,


Du bist mein Ruhm, erhebst mein Haupt.

Ich bete weinend laut zu Jahweh,


Und er gibt Antwort mir vom heilgen Berge. - Selah!

Ich leg mich schlafen, ich erwache,


Weil ich geborgen bin in Jahweh.

Ich fürcht mich nicht vor Tausenden,


Die gegen mich im Kreis sich stellen.

Erhebe dich, Gebieter!


Und rette mich, o Gottheit!

Fürwahr, du schlägst die Feinde ins Gesicht,


Zerbrichst den Schuldigen die Zähne.

Erlösung ist bei Jahweh!


Dein Segen komme - Selah - auf dein Volk!
PSALM 4

(Eine Mizmor-Melodie von David,


vorzutragen mit dem Instrumente Negithoth.)

Antworte, Abba, wenn ich schreie,


O Gottheit der Gerechtigkeit!

Der du mir weiten Raum verschaffst im Streit,


Erbarme dich und lausche meinem Beten.

Ihr hochgestellten Herrensöhne,


Wie lange wollt ihr mir die Ehre schmälern?

Wie habt ihr doch das Leere lieb


Und wie verlangt ihr nach der Lüge!

So wisst, es sondert seine Frommen der Gebieter aus,


Er hört es, wenn ich mit ihm rede.

Ihr, seid ihr rasend, geht nicht in die Irre!


Sprecht in der Seele still auf eurem Lager. Selah.

Ihr möget Opfer opfern der Gerechtigkeit.


Vertrauet Jahweh!

Man sagt: „Wer gibt uns Angenehmes anzuschauen?“


Erhebe deines Angesichtes Licht auf uns, o Jahweh!

Du gibst mir Wonne meiner Seele,


Wenn andre auch viel Wein und Weizen haben.

Ich leg mich hin und schlaf im Frieden,


Weil mich die Gottheit sicher wohnen läßt.

PSALM 5

(Eine Mizmor-Melodie von David,


vorzusingen für Nachilah.)

O Jahweh, lausche meinen Worten,


Versteh mit deinem Herzen du mein Singen,
Auf meiner Stimme Weinen achte,
O königliche Gottheit, ich will zu dir beten.

O Jahweh, morgens meiner Stimme lausche,


Am Morgen will ich sammeln mich und schauen.

Du bist nicht eine Gottheit, die sich freut am Bösen,


Die Übeltäter bleiben nicht vor dir,

Die Schmeichler bleiben nicht vor deinen Augen,


Ihr Tun ist dir verhaßt,

Die Schwätzer machst du auch zunichte,


Du hasst den Mann des Blutes und Verräter.

Hineingehn will ich in dein Haus


Im Reichtum deiner Gnade,

Anbetend niederfallen voller Ehrfurcht


In Richtung deines heilgen Tempels.

O Jahweh, führ mich in Gerechtigkeit


Um meiner Gegner willen,

Bereite deinen Weg


Vor meinem Angesicht.

Aus ihrem Munde kommt ja nichts Gewisses,


Ihr Innres ist ein Abgrund,

Ihr Schlund ist eine Gruft


Und ihre Zungen sind gespalten.

Nun überführ sie ihrer Schuld, o Gottheit,


Laß sie durch ihre Pläne fallen,

Verbann sie nach der Schwere ihrer Übertretung,


Sie sind so widerspenstig.

Laß voller Freude sein, die dir vertrauen,


Laß sie in Ewigkeiten jubeln!

Denn du behütest, welche deinen Namen lieben,


Sie sollen jauchzen!
Denn, Jahweh, du, du segnest die Gerechten,
Umgibst sie, wie mit einem Schild, mit Liebe!

PSALM 6

(Eine Mizmor-Melodie von David,


vorzusingen zur achtsaitigen Negitoth.)

Ach Abba Jahweh!

Ach, prüf mich nicht in deinem Zorn,


Ermahn mich nicht mit Ingrimm.

O Jahweh, sei mir gnädig,


Denn ich bin schwach,

O Jahweh, heile mich,


Denn Mark und Bein ist mir voll Schauder

Und meiner Seele schauderts!


Gebieter, ach wie lange noch?

O Jahweh, wende dich mir zu,


Befreie meine Seele,

Errette mich
Um deiner Liebe willen!

Im Tod ist kein Erinnern mehr an dich,


Und wer im Totenreich bekennt dich preisend?

Ich bin so sehr ermattet


Von all dem Seufzen,

Ich überschwemme meine Matte in der Nacht


Und schmelz in Tränen hin auf meinem Diwan,

Mein Aug ist aufgezehrt von Traurigkeit


Und alt geworden über all der Trübsal.

Ah, fort von mir, ihr Kummerwirker!


Die Gottheit hört die Stimme meines Weinens,
Die Gottheit hört mein Gunsterflehen
Und nimmt sich meiner Bitten an.

Ha! Schande über meine Feinde!


Sie sollen fürchterlich erschrecken!

Sie sollen fort sich wenden!


Ja, augenblicklich Schande über sie!

PSALM 7

(Ein Shiggajon-Gesang von David,


den er sang zu Jahweh
wegen der Worte des Kusch, des Sohnes Benjamini.)

O Jahweh, meine Gottheit,


Ich trau auf dich!

Vor den Verfolgern rette mich,


Befreie mich!

Gib, daß sie mich nicht fangen und zerreißen


Wie Löwen, weil kein Retter da ist!

O Jahweh, meine Gottheit, tat ich solches,


Daß Schuld an meinen Händen klebt,

Daß ich mit Bösem lohnte


Den Friedensfreunden,

Daß die ich quälte,


Die ohne Grund mir feind gewesen,

So jag mein Gegner meine Seele,


Er mög mich überwinden,

Mein Leben in die Erde stampfen,


Er lasse meine Ehre wohnen in der Asche!

Ach Selah!

Erhebe dich, o Jahweh, voller Zorn


Und überrage aller Übeltäter Hochmut!
Erwache zum Gericht,
Versammle die Nationen

Und throne über ihnen


In der erhabnen Höhe!

Die Gottheit ist die Richterin


Und richtet alle Menschen.

O Jahweh, richte mich


Nach meiner Unschuld und Gerechtigkeit.

Laß du der Bösen Bosheit enden,


Erhebe die Gerechten.

Du prüfest Herz und Nieren,


Gerechte Gottheit.

Mein Schild ist Jahweh,


Der den gerechten Herzen beisteht.

Die Gottheit ist gerechte Richterin,


Die täglich zürnt.

Der Böse schärft sein Schwert


Und spannt den Bogen,

Er legt sich tödliche Geschosse an


Und seine Pfeile sind entbrannt.

Der Böse ist mit Üblem schwanger


Und Trug wird er gebären.

Gegraben hat er eine Grube


Und ausgeschaufelt

Und stürzt doch selber in den Pfuhl,


Den er sich selbst bereitet.

Sein Böses fällt ihm auf sein eignes Haupt


Und seine Untat stürzt auf seinen Scheitel.

Ich rühme Jahweh, den Gerechten,


Und musizier und sing dem Namen Jahweh, allerhöchster Gottheit!
PSALM 8

(Eine Mizmor-Melodie von David,


vorzusingen zur Gittyth.)

O Jahweh, unser König,


Wie majestätisch ist dein Name allerlanden!

Ja, allen Himmeln


Gibt deine Majestät sich hin.

Aus Kindermund
Und Säuglingsmäulchen

Hast du gegründet deine Macht


Und dir ein Lob bereitet

Zum Trotz den Gegnern,


Der du da enden läßt die Rächer und die Feinde.

Seh ich den Himmel an


Und alle Werke deiner Finger,

Den Mond, die Sterne,


Die du fixiertest,

- O was ist da der Mensch, des du gedenkest?


Und was das Menschenkind, daß du es annimmst?

Du hast es ja kaum niedriger gemacht


Als selbst die Gottheit!

Und es mit Gloria


Gekrönt und Schönheit!

Du machtest es
Zum Herrn der Werke deiner Hände

Und alles legtest du


Zu seinen Füßen nieder,

Die Schafe und die Kühe


Und alle wilden Tiere auch
Und Vögel all und Fische
Und was auf Meeren segelt.

O Jahweh, unser König,


Wie majestätisch ist dein Name allerlanden!

PSALM 45

(Der Liebe Gesang.


Ein Weisheitslied des Sohnes Korach.
Der Lilie vorzusingen.)

Mein Herz ergießt ein lieblich Wort,


Ich sing ein Poem dem König,
Meine Zunge wie eines raschen Schreibers Griffel:
O Schönster der Menschensöhne!
Mit Anmut beträuft deine Lippe!
Immer benedeit dich die Gottheit!
Gürte dein Schwert an die Hüfte, Heroe,
Verherrliche dich in Majestät!
Reite dahin in glorreichem Glanz
Und handle im Wort der Wahrheit
Für Gerechtigkeit und Güte!
Deine rechte Hand wird Schauder verbreiten,
Denn scharf sind deine Pfeile,
Sie werfen die Völker nieder
Und dringen ins Herz der Hasser des Königs.
Dein göttlicher Thron bleibt immer und ewig,
Das Szepter deiner Macht ist ein gerechtes Szepter.
Du liebest Gerechtigkeit, hassest das Böse!
Darum hat dich die Gottheit, deine Gottheit,
Gesalbt mit Salböl des Jubels
Mehr als alle deine Genossen.
Deine Roben sind Aloe, Kassia, Myrrhe.
Im Elfenbeinpalast erfreut dich Musik.

In deiner Glorie wandelt die Tochter des Königs.


Die Königin thront zu deiner rechten Seite
In lauter reinem Golde von Ofir.
Lausche, Tochter, schaue, neige dein Ohr:
Vergiß dein Volk und deinen Vater.
Der König begehrt deine Schönheit!
Deinem Gebieter, neige dich ihm!
Die Tochter Tyrus bringt Gaben,
Die Reichen des Volkes klagen vor dir.
Die Tochter des Königs ist im Innern glorreich
Gewandet in Goldschimmer und Brokat.
In bunter Stickerei bringt man sie zum König.
Ihre Freundinnen, Jungfraun, folgen ihr.
Man bringt sie mit Jubel
Und Jauchzen in den Königspalast.
An Stelle deiner Väter werden deine Söhne
Als Fürsten eingesetzt im Lande.
Deinem Namens werde ein Angedenken
Von Generation zu Generation.
Die Völkerstämme werden
Dir huldigen immer und ewig!

PSALMEN 1-45

Glückselig ist der Mann, der folget nicht dem Rat der Frevler,
Er, der nicht auf den Weg der Sünder tritt
Und sitzet nicht im Kreis der Spötter,
Der vielmehr an der Weisung Jahwes sein Gefallen hat
Und über seiner Weisung murmelt Tag und Nacht.
Er ist so wie ein Baum,
Gepflanzt an Wasserbächen,
Der seine Frucht bringt zu der rechten Zeit
Und dessen Blätter welken nicht,
Dem alles, was er tut, gelingt.
Doch so sind nicht die Frevler:
Wie Spreu sind sie, die da verweht der Wind.
Darum bestehn die Frevler im Gerichte nicht
Und nicht die Sünder in der Volksgemeinde der Gerechten.
Es kennet Jahwe ja die Wege der Gerechten,
Der Weg der Frevler aber wird vergehn.

Was toben doch die Völker


Und sinnen die Nationen Leeres?
Es treten auf die Könige der Erde
Und Fürsten setzen sich zusammen
Und schmähen Jahwe und Messias.
Laßt uns zerreißen ihre Bande
Und von uns werfen ihre Fesseln!
Doch der im Himmel ist, der lacht,
Der Herrscher spottet ihrer.
Dann spricht er voller Zorn zu ihnen
Und schreckt sie auf in seinem Grimm:
Hab ich doch meinen König eingesetzt
Auf Zion, meinem Berg des Heiligtums.
Ich will verkünden die Gebote Jahwes,
Er hat zu mir gesagt: Mein Sohn bist du,
Ich habe heute dich gezeugt.
Erbitte es von mir, ich geb die Völker dir zum Erbe,
Zu deinem Eigentum der Erde Enden.
Zerschmettre sie mit Eisenstabe,
Wie Tongeschirr zerschlage sie.
Nun, Könige, nehmt Klugheit an,
Laß warnen euch, ihr Richter dieser Erde!
Dient Jahwe in der Ehrfurcht
Und jubelt zitternd!
Küsst, küsst den Sohn, daß er nicht zürnt
Und ihr nicht umkommt auf dem Wege,
Denn bald entbrennt sein Zorn –
Wohl allen, die auf ihn vertrauen!

(Ein Psalm Davids, als er floh vor seinem Sohne Absalom.)

O Jahwe, welche große Zahl verfolget mich!


Erheben wider mich wie viele sich!
Wie viele sagen doch von mir:
Es gibt für ihn doch keine Rettung bei der Gottheit!
Doch du, o Jahwe, bist um mich gleich wie ein Schild,
Bist meine Ehre, der, der da erhebt mein Haupt.
Mit meiner Stimme rief ich so zu Jahwe,
Er gab mir Antwort vom Berge seiner Heiligkeit.
Ich legte nieder mich und schlief
Und ich erwachte, Jahwe stützte mich.
Ich fürchte mich nicht vor den Tausendschaften,
Die rings um mich sich lagern.
Erhebe dich, o Jahwe,
Und rette mich, o meine Gottheit!
Du hast den Feinden mein geschlagen auf die Wangen,
Der Frevler Zähne du zerbrochen.
Bei Jahwe ist die Rettung,
Es komme auf dein Volk dein Segen.

(Dem Chorleiter. Mit dem Saitenspiel. Ein Psalm Davids.)


Wenn ich dich rufe, gib mir Antwort,
O Gottheit der Gerechtigkeit!
Du hast mir Raum geschaffen in der Drangsal,
Sei gnädig mir und höre mein Gebet.
Ihr Mannessöhne,
Wie lang soll meine Ehre noch zu Schande sein
Und liebt ihr Eitelkeit und Lüge?
Erkennet doch, daß Jahwe seinem Frommen gibt sein Zeichen,
Daß Jahwe hört, wenn ich ihn rufe.
Zürnt, aber sündigt nicht!
In eurem Herzen sprecht auf eurem Bett und schweigt!
Schlachtopfer der Gerechtigkeit, die schlachtet
Und trauet Jahwe!
Es sagen viele wohl: Wer wird uns sehen lassen Gutes?
Erheb auf uns das Leuchten deines Angesichts, o Jahwe!
Du gabst mir Freude in das Herz,
Mehr als den andern, die Getreide viel und Most viel haben.
In vollem Friede liege ich und schlafe,
Denn du allein, o Jahwe, läßt mich sicher wohnen.

(Für den Chorleiter. Zum Flötenspiel. Ein Psalm Davids.)

Hör meine Worte, Jahwe,


Nimm wahr mein Seufzen,
Merk auf die Stimme meines Schreiens,
Mein König, meine Gottheit,
Ich fleh zu dir.
O Jahwe, früh am Morgen hörst du meine Stimme,
Am Morgen rüst ich dir ein Opfer zu
Und spähe aus nach dir.
Denn du bist nicht ein Gott, der Wohlgefallen hat am Frevel,
Drum hält sich auch kein Böser auf bei dir.
Nicht dürfen die Verblendeten vor deine Augen treten,
Du hassest alle, die Nichtswürdiges vollbringen.
Zugrunde richtest du die Lügenredner,
Den Mann der Bluttat und des Trugs verabscheut Jahwe.
Doch ich betret dein Haus
Um deiner großen Gnaden willen.
Ich fall in Ehrfurcht nieder
Zu deinem heilgen Tempel hin.
O Jahwe, führe mich in der Gerechtigkeit
Um deren willen, welche nach mir lauern,
Mach du gerade deinen Weg vor mir.
Ist nichts Gewisses doch in ihrem Mund
Ihr Inneres ist nur Verderben.
Ein offnes Grab ist ihre Kehle,
Glatt ist die Zunge ihnen.
Du laß sie büßen, Gottheit,
Sie mögen fallen durch die eignen Pläne.
Um ihrer vielen Frevel willen du verstoße sie,
Sie haben gegen dich sich ja empört.
Doch freuen mögen alle sich, die dir vertrauen,
Sie sollen allezeit dir jubeln,
Denn du beschirmst sie, und es jubeln froh in dir,
Die deinen Namen lieben.
Du segnest den Gerechten, Jahwe,
Mit einem Schild umgibst du ihn, mit deinem Wohlgefallen.

(Für den Chorleiter. Mit Saitenspiel von acht Saiten. Ein Psalm Davids.)

O Jahwe, straf mich nicht in deinem Zorn


Und züchtige mich nicht in deinem Grimm.
Sei gnädig, Jahwe, denn ich, ach, verschmachte,
Und heile mich, o Jahwe, denn erschrocken sind mir Mark und Bein.
Erschrocken sehr ist meine Seele,
Du aber, Jahwe, ach wie lange noch...?
O Jahwe, kehre um und reiß heraus mein Leben
Und rette mich um deiner Gnade willen.
Es gibt an dich kein Angedenken unter Toten,
Im Totenreich, wer preist dich dort?
In meinem Seufzen bin ich müd geworden,
Ich schwemm in jeder Nacht mein Bett,
Mit meinen Tränen netze ich mein Lager.
Zerfallen ist vor Gram mein Auge,
Gealtert wegen der Bedränger.
Weicht von mir alle, die ihr Übel tut,
Denn Jahwe hat gehört die Stimme meines Weinens.
Mein Flehen hat vernommen Jahwe,
Und mein Gebet nimmt Jahwe an.
Beschämt und sehr erschrocken sind die Feinde,
Sie kehren um, beschämt im ersten Augenblick.

(Ein Lied in Trübsal Davids, das er Jahwe sang wegen der Worte des Benjaminiten Kusch.)

O Jahwe, meine Gottheit, Zuflucht suche ich bei dir,


Errette mich vor den Verfolgern, reiße mich heraus,
Damit sie nicht wie Löwen mir zerreißen meine Seele,
Indem sie mich zerfetzen, und es ist kein Retter da.
O Jahwe, meine Gottheit, wenn ich dies getan,
Wenn Unrecht klebt an meiner Hand,
Wenn Böses ist vergolten dem, der Frieden hält,
Und ausgeplündert ohne Grund den Dränger,
Verfolge dann der Feind mein Leben und ergreif es
Und tret zu Boden meine Seele
Und lasse meine Ehre wohnen in dem Staub.
Erhebe dich, o Jahwe, dich in deinem Zorn,
Erhebe gegen die Bedränger dich
Und wache auf zu meinen Gunsten,
Gericht hast du geboten:
Umringe dich die Sammlung aller Völker,
Dann kehr zurück zur Höhe.
Denn Jahwe richtet alle Völker.
Sprich mich gerecht, o Jahwe, in Gerechtigkeit,
Nach der Vollkommenheit bei mir.
Der Frevler Bosheit nehme nun ein Ende,
Du aber stärke den Gerechten.
Du prüfest Herz und Nieren, o gerechte Gottheit.
Mein Schild ist über mir die Gottheit,
Er rettet, die die Wahrheit tragen in dem Herzen.
Die Gottheit ist ein Richter der Gerechten
Und eine Gottheit voller Zorn den ganzen Tag.
Fürwahr, schon wieder schärft der Feind sein Schwert
Und spannt den Bogen, macht zurecht den Bogen.
Doch gegen sich nur selber schärft er Todespfeile,
Die Pfeile, die er voller Glut gemacht.
Er kommt in Wehen mit dem Bösen
Und gehet schwanger mit der Mühsal und gebieret Trug.
Gegraben hat er eine Grube, ausgehölt,
Er selbst fällt in die Grube, die er grub.
Sein Unheil kehrt auf seinen eignen Kopf zurück
Auf seinen eignen Scheitel stürzt die eigene Gewalt.
Ich preise Jahwe in Gerechtigkeit
Und singe Jahwes Namen: Allerhöchster!

(Dem Chorleiter. Nach der Weise von Gath. Ein Psalm Davids.)

O Jahwe, o Gebieter,
Wie glorreich ist dein Name auf der ganzen Erde,
Der du gelegt hast Hoheit auf die Himmel!
Aus Kindermund und Säuglingsmund
Hast du begründet eine Macht
Um deiner Dränger willen,
Dem Feinde zu bereiten und dem Rächenden ein Ende.
Wenn ich anschaue deine Himmel, deiner Finger Werk,
Den Mond, die Sterne, die du festgesetzt,
Was ist der Mensch, daß seiner du gedenkst
Und was das Menschenkind, daß du dich um es kümmerst?
Du hast ihm wenig nur dran fehlen lassen, Gott zu sein,
Mit Ehre ihn und Hoheit ihn gekrönt.
Du hast zum Herrscher ihn gemacht,
Daß er beherrsche alle Werke deiner Hände,
Hast alles du gelegt ihm unter seine Füße:
Die Schafe und die Rinder allesamt,
Des Feldes Tiere auch,
Des Himmels Vögel und des Meeres Fische,
Was irgend Meeresbahnen zieht dahin.
O Jahwe, o Gebieter,
Wie glorreich ist dein Name auf der ganzen Erde!

(Dem Chorleiter. Nach der Melodie Almuth Labben. Ein Psalm Davids.)

Ich will dich preisen, Jahwe, ja, von ganzem Herzen,


Ich will erzählen alle deine Wunder.
Ich will mich freuen und in dir frohlocken,
Und deinem Namen singen, Allerhöchster,
Dieweil sich meine Feinde rückwärts wenden,
Umkommen, straucheln vor dem Antlitz dein.
Du hast mein Recht bestellt
Und meinen Streit herausgeführt,
Du hast dich auf den Thron gesetzt, gerechter Richter.
Gescholten hast du Völker und vernichtet Frevler,
Hast ihre Namen ausgelöscht für immer und für ewig.
Der Feind ist umgekommen, ist zertrümmert ewig,
Zerstört hast Städte du, vernichtet ihr Gedächtnis.
Denn Jahwe thront für immer,
Sein Thron ist aufgestellt zum Weltgericht.
Die Erde richtet er in der Gerechtigkeit,
Er richtet redlich die Nationen.
Doch Jahwe wurde eine Burg dem Unterdrückten,
Ward eine Burg in Zeit der Drangsal.
Es trauen dir, die deinen Namen kennen,
Denn du hast nicht verlassen, die dich suchen, Jahwe.
Singt Jahwe, der auf Zion wohnt,
Verkündigt allen Völkern seine Taten.
Der rächt das Blut, der hat erinnert sich an sie,
Vergessen nicht das Schreien der Elenden.
Sei gnädig, Jahwe, siehe auf mein Elend,
Verursacht das von meinen Hassern,
Der du erhebst mich aus des Todes Tor,
Daß ich erzähle all dein Lob im Tor der Tochter Zion!
Daß ich frohlocke über deine Rettung!
Versunken sind die Völker in der Grube, die sie gruben,
Im Netz, das sie verbargen, steckt ihr Fuß.
Bekannt gemacht hat Jahwe sich,
Gericht hat er gehalten,
Im Werke seiner Hände hat der Frevler sich verstrickt.
Die Frevler mögen kehren in die Unterwelt,
Nationen, die vergessen Jahwe.
Doch nicht für immer wird den Armen er vergessen,
Noch geht verloren immerdar die Hoffnung der Elenden.
Erheb dich, Jahwe, daß der Mensch nicht mächtig sei,
Gerichtet werden sollen die Nationen.
Es lege Jahwe Schrecken auf die Völker,
Daß die Nationen sehen, daß sie nichts als Menschen sind.

10

Warum, o Jahwe, stehst du in der Ferne,


Verbirgst dich in der Zeit der Drangsal?
Im Übermute hetzen Frevler hinter den Elenden her,
Der Frevler wird gefangen in den Plänen, die er sich erdacht.
Es rühmt der Frevler in der Wollust seiner Seele sich,
Und der Betrüger hohnlacht und verachtet Jahwe.
Der Frevler denkt hochnäsig:
Es wird es nicht erforschen, denn es gibt ja keine Gottheit –
So ist sein Denken.
Erfolgreich sind ihm allzeit seine Wege,
Hoch oben wartet dein Gericht, weit weg von ihm,
All seine Dränger schnaubt er an.
Er spricht in seinem Herzen: Wanken werd ich nicht
Und von Geschlechtern zu Geschlechtern nicht im Unglück sein.
Von Flüchen voll sein Mund, von Lügen und Bedrückung,
Ist unter seiner Zunge Mühsal nur und Unheil.
Er sitzt im Hinterhalte der Gehöfte
Und mordet heimlich die Unschuldigen
Und seine Augen spähen nach Unglücklichen.
Er lauert im Versteck wie in dem Busch ein Löwe,
Er lauert, den Elenden einzufangen.
Dann fängt er den Elenden, zieht in seine Netze ihn.
Er schlägt entzwei und duckt sich nieder,
Durch seine Kraft die Armen fallen.
Er spricht in seinem Herzen: Gott hat es vergessen,
Verborgen ist der Gottheit Antlitz, ewig sieht sie nicht!
Erheb dich, Jahwe Gottheit, und erhebe deine Hand,
Vergiß nicht die Elenden.
Warum verachtet doch der Frevler deine Gottheit
Und spricht im Herzen: Du suchst doch nicht heim?
Du sahest es, denn Müh und Kummer schaust du an,
Um sie in deine Hand zu nehmen.
Dir überläßt sein Leiden der Unglückliche,
Der Waisenkinder Helfer bist geworden du!
Zerbrich den Arm des Frevlers und des Bösen,
Und seinen Frevel suche heim,
Daß du ihn nimmer findest.
Ist Jahwe König doch für immer und für ewig,
Verschwunden sind aus seinem Land die Völker.
Die Sehnsucht der Elenden, Jahwe, du vernahmest sie,
Machst fest ihr Herz, es lauscht dein Ohr,
Dem Waisenkinde und dem Unterdrückten Recht zu schaffen,
Damit der Mensch auf Erden nicht mehr Angst verbreite.

11
(Für den Chormeister. Von David.)

In Jahwe hab ich mich geborgen!


Wie könnt ihr zu mir sagen: Fliehet in die Berge, Vögel!
Denn siehe, Übeltäter spannen ihre Bögen,
Die haben ihre Pfeile schon den Sehnen angelegt,
In Finsternis auf die zu schießen,
Die Wahrheit in dem Herzen tragen.
Wenn Fundamente eingerissen werden,
Was richtet der Gerechte da noch aus?
Doch Jahwe ist in seinem Heiligtum,
O Jahwe – in dem Himmel ist sein Thron,
Es schauen seine Augen nieder
Und seine Wimpern prüfen alle Menschenkinder.
Denn Jahwe prüft Gerechte und die Frevler,
Doch wer Gewalttat liebt, der widert seiner Seele.
Er läßt auf Frevler regnen Schwefelströme, Feuerflammen,
Ein heißer Glutwind ist der Anteil ihres Schicksalsbechers.
Gerechtigkeit ist Jahwe, liebt gerechte Taten,
Gerechte schaun das Antlitz der Gerechtigkeit!

12

(Dem Chorleiter. Zum Saitenspiel von acht Saiten. Ein Psalm Davids.)

Errette, Jahwe, denn vorbei ists mit den Frommen,


Die Treuen sind hinweggeschwunden
Im Land der Menschenkinder.
Trug redet einer mit dem andern,
Mit glatter Zunge, zwiegespaltnem Herzen reden sie.
Es rotte Jahwe alle die gespaltnen Zungen aus,
Die Zunge, die von großen Dingen tönt,
Die sagen: Durch die Zunge sind wir mächtig,
Mit uns sind unsre Lippen, wer will uns gebieten?
Bedrückung der Elenden und der Armen Seufzen,
Drum will ich mich erheben, Jahwe sprichts,
Heil geben will ich dem, der Sehnsucht danach hat.
Die Reden Jahwes sind, wie Silber, reine Worte,
Geläutert in dem Tiegel von der Erdenmischung,
Gereinigt siebenmal.
Du, Jahwe, wirst bewahren ihn,
Bewahren ihn vor diesem Weltgeschlecht in Ewigkeit.
Ergehen ringsumher sich Frevler doch,
Gemeinheit steigt in Menschenkindern auf.

13

(Dem Chorleiter. Ein Psalm Davids.)

Wie lange noch, ach Jahwe, daß du so mich ganz vergißt?


Wie lange willst du noch dein Angesicht vor mir verbergen?
Wie lange soll ich Sorgen tragen in der Seele,
In meinem Herzen Kummer alle Tage?
Wie lang noch soll mein Feind sich gegen mich erheben?
So schaue doch, gib Antwort, Jahwe, meine Gottheit,
Mach meine Augen licht, daß ich im Tode nicht entschlafe,
Damit mein Feind nicht sagt: Ich hab ihn überwältigt,
Damit nicht jubeln meine Dränger, wenn ich wanke.
Ich aber will vertrauen deiner Huld,
Mein Herz soll jubeln über deine Rettung.
Ich will lobsingen Jahwe,
Denn er hat wohl an mir getan.

14

(Dem Chorleiter. Von David.)

Es spricht der Tor in seinem Herzen:


Es ist kein Gott –
Sie richten nur Verderben an,
Abscheulich ist ihr Tun.
Doch Jahwe schaut vom Himmel nieder auf die Menschenkinder,
Zu sehn, ob einer ist vernünftig, der da sucht die Gottheit.
Doch alle sind sie abgewichen und verdorben insgesamt
Und keinen gibt’s, der Gutes tut, nicht einen!
Gibt’s denn Erkenntnis nicht bei denen, die das Böse tun,
Die fressen meine Leute, wie man Brot verschlingt,
Doch Jahwe rufen sie nicht an?
Dann werden sie erschrecken,
Denn Gott ist beim Geschlechte der Gerechten.
Das Planen des Elenden wollt zunichte machen ihr,
Doch Jahwe ist ihm eine Zuflucht.
O daß aus Zion Rettung käme über Israel!
Wenn Jahwe wendet seines Volkes Schicksal,
Wird Jakob jauchzen, jubeln Israel!

15

(Ein Psalm Davids.)

O Jahwe, wer darf Gast in deinem Zelte sein


Und wer darf wohnen auf dem Berge deiner Heiligkeit?
Wer da vollkommen wandelt und wer übt Gerechtigkeit
Und Wahrheit in dem Herzen redet
Und wer mit seiner Zunge nicht verleumderisch umhergeht
Und wer dem Nächsten niemals Böses tut
Und Schmach nicht lädt auf seine Nachbarn,
Dem der Verworfene verächtlich ist in seinen Augen,
Der aber jene ehrt, die Jahwe Ehrfurcht zollen,
Und der sein Geld nicht gegen Zinsen leiht
Und nicht Bestechungsgelder gegen die Unschuldigen empfängt,
Wer solcherweise handelt,
Wird wanken nicht in Ewigkeit.

16

(Ein Kleinod Davids.)

Bewahre mich, o Gottheit, denn ich berge mich in dir!


Ich sprach zu Jahwe: Du bist mein Gebieter,
Mein höchstes Gut bist du.
An Heiligen, die auf der Erde sind,
Und an den Starken habe ich mein Wohlgefallen.
Viel sind der Schmerzen derer,
Die einen andern Gott sich eingehandelt,
Nicht werd ich ihre Bluttrankopfer opfern
Und ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen.
Du, Jahwe, bist mein Anteil und mein Schicksalsbecher,
Mein Schicksal wird von dir gefügt.
Meßschnüre sind gesunken mir auf Liebliches,
Mein Erbe will mir wohlgefallen.
Ich preise Jahwe, der mich gut beraten,
Des Nachts mich mahnen meine Nieren.
Ich habe Jahwe stets mir vorgestellt als Gegenüber,
Er ist zur Rechten mir, drum werde ich nicht wanken.
Drum freut mein Herz sich, drum frohlockt mir meine Seele,
Mein Körper wohnt in Sicherheit.
Denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreiche überlassen,
Und deinen Frommen nicht die Grube sehen lassen.
Du tust mir kund den Pfad des Lebens.
Der Freude Fülle ist vor deinem Antlitz
Und Lieblichkeit zu deiner Rechten immerdar!

17

(Ein Gebet Davids.)

Hör, Jahwe, auf Gerechtigkeit,


Merk auf mein Schreien,
Erhöre mein Gebet,
Das nicht mit trügerischen Lippen ausgesprochen wird.
Von deinem Antlitz komme mir mein Recht,
Mit deinen Augen schaue meine Redlichkeit.
Du hast mein Herz geprüft,
Mich heimgesucht des Nachts, hast mich geläutert,
Hast eine Schandtat nicht bei mir gefunden,
Nicht Lüge ist entgangen meinen Lippen.
Was Menschentaten angeht,
Durch deiner Lippen Wort hab achtgegeben ich
Auf Wege derer, die Gewalt verüben.
Doch meine Schritte halten sich an deine Weisungen
Und also meine Tritte wanken nicht.
Ich ruf dich an, du gibst mir Antwort, Gottheit,
So neige deine Ohren mir und lausche meiner Rede.
Erweise wunderbar mir deine Gnaden,
Du Retter derer, die in deiner Hand sich vor den Feinden bergen.
Bewahre mich wie deines Auges Tochter,
Im Schatten deiner Flügel berge mich
Vor Frevlern, die an mir Gewalt verüben wollen,
Vor Feinden, welche wütend um mich kreisen.
Ihr Herz, das haben sie verschlossen,
Mit ihrem Munde reden sie in Hochmut.
All meine Schritte hetzen sie, sie haben mich umringt,
Sie richten ihre Augen drauf, mich hinzustrecken.
Der Feind gleicht einem Löwen, gierig brüllt er nach dem Raub,
Gleicht einem jungen Löwen im Versteck.
Erheb dich, Jahwe, tritt entgegen ihm,
Wirf nieder ihn, errett mich vor dem Frevelnden mit deinem Schwerte,
Vor jenen Männern mich durch deine Hände, Jahwe,
Vor jenen Männern dieser Welt,
Ihr Anteil ist ja nur in diesem Leben.
Was aufgespart du ihnen, damit fülle ihren Bauch,
Daß ihre Söhne auch noch werden satt
Und sie den Enkeln hinterlassen noch den Rest.
Ich will nur in Gerechtigkeit erschaun dein Antlitz,
Satt werden im Erwachen an dem Bilde dein!

18

(Dem Chorleiter. Vom Sklaven Jahwes, von David, der die Worte dieses Liedes zu Jahwe sang am
Tag, da Jahwe ihn aus der Hand aller seiner Feinde gerettet und aus den Händen Sauls.)

Er sprach: Ich liebe dich, o Jahwe, meine Kraft,


O Jahwe, Fels und Burg und Retter,
O meine Gottheit, Hort, in welchem ich mich berge,
Du Schild und Horn der Hilfe, hohe Festung!
Gepriesen bist du! ruf ich Jahwe zu,
Und von den Feinden werde ich gerettet.
Umschlangen mich des Todes Stricke auch
Und Bäche des Verderbens setzten mich in Angst,
Des Totenreiches Stricke schlangen sich um mich,
Entgegen waren mir des Todes Schlingen,
Da rief ich in der Drangsal laut zu Jahwe,
Zu meiner Gottheit schrie ich laut um Hilfe.
Er hörte aus dem Heiligtume meine Stimme,
Mein Hilfeschrei kam ihm zu Ohren.
Da wankte, schwankte, zitterte die Erde,
Der Berge Fundamente bebten,
Sie bebten, denn der Zorn entbrannte ihm.
Der Rauch ist aufgestiegen aus der Nase sein,
Das Feuer blies sich fort aus seinem Mund,
Ein Feuer wie in Kohlen brannte heiß in ihm.
Den Himmel neigte er und fuhr hernieder
Und Dunkelheit war unter seinen Füßen.
Er fuhr auf einem Engel und er flog dahin
Und schwebte auf des Windes Schwingen.
Er machte Dunkelheit zu seiner Hülle rings umher,
Zu seiner Hütte Wasserdunkel, Wolkennebel.
Aus Glanz vor ihm sind hergeschwebt die Wolken,
Und Hagel fuhr daher und Feuerkohlen.
Und Jahwe machte in dem Himmel einen Donner,
Der Allerhöchste ließ erschallen seine Stimme
Mit Hagel und mit feurigen Geschossen.
Er schickte Pfeile aus und sandte sie dahin
Und eine Menge Blitze schwirrten hin und her.
Da ward des Wassers Tiefe angeschaut
Und bloßgelegt der Erde Fundamente
Vor deinem Schelten, Jahwe,
Vorm Atemhauche deines Zornes.
Er sandte seine Hand aus höchster Höhe und er griff nach mir
Und zog heraus mich aus der Flutentiefe.
Er half mir vor dem großen Feinde,
Vor meinen Hassern, die zu stark mir waren.
Sie traten mir entgegen an dem Tage meines Unheils,
Doch Jahwe wurde meine Stütze.
Er führte mich hinaus ins Weite,
Er rettete mein Leben, denn er hatte Lust an mir!
Es handelte entsprechend meiner Redlichkeit an meiner Seele Jahwe,
Der er vergalt der Reinheit meiner Hände.
Denn ich, bewahrt hab ich die Wege Jahwes
Und bin nicht frevelnd fortgegangen von der Gottheit.
All seines Rechtes Ordnung stand mir allezeit vor Augen
Und seine Satzung ließ ich nimmer von mir weichen.
Unsträflich war ich gegen ihn
Und hab gehütet mich vor aller Schuld.
Und da vergalt mir Jahwe ganz entsprechend der Gerechtigkeit,
Gemäß der Reinheit meiner Hand vor seinen Augen.
Den Frommen bist du fromm,
Und Guten bist du gut,
Den Reinen bist du rein,
Verkehrten aber bist du auch verkehrt.
Du rettest das bedrückte Volk,
Der Augen Hochmut aber wirst du niederschlagen.
Denn du machst strahlend meine Leuchte, Jahwe,
Denn meine Gottheit ist mein Licht in Finsternis.
Mit dir ich laufe schneller als die Feinde,
Mit meiner Gottheit überspringe ich die Mauern.
Untadlig ist der Weg der Gottheit,
Die Rede Jahwes ist geläutert,
Ein Schild die Rede allen, die bei ihm sich bergen.
Denn wer ist Gottheit außer Jahwe?
Und wer ist Fels, wenn nicht die Gottheit?
Die Gottheit gürtet mich mit Kraft
Und macht den Weg mein ohne Tadel,
Macht meine Füße wie der Hirsche Füße
Und stellt mich fest auf meine Höhe.
Er lehrt das Kämpfen meine Hände
Und meinen Arm, den Bogen spannen.
Den Schild der Rettung gabst du mir,
Mit deiner Rechten stützt du mich,
Mit deiner Neigung machst du mächtig mich.
Raum schaffst du meinen Schritten
Und meine Knöchel wanken nicht.
Ich jage nach den Feinden und erreiche sie
Und laß nicht ab, bis sie vernichtet sind.
Ich habe sie zerschmettert, keiner konnte aufstehn,
Sie stürzten unter meine Füße.
Du hast gegürtet mich mit Kraft zum Kampf,
Du warfest nieder unter mich, die gegen mich erstanden waren,
Du ließest meine Feinde mir den Rücken kehren,
Da hab ich ausgerottet meine Hasser.
Sie schrien um Hilfe, doch da war kein Retter,
Zu Jahwe schrieen sie, doch er gab keine Antwort.
Und ich zermalmte sie wie Staub vorm Winde,
Wie Gassenkot hab ich sie ausgeschüttet.
Du hast errettet mich aus Volkes Streitigkeiten
Und setztest mich zum Haupte den Nationen,
Ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir willig.
So wie ihr Ohr es hört, gehorchen sie,
Der Fremde Söhne schmeicheln mir.
Der Fremde Söhne wurde matt,
Sie kamen schwach hervor aus ihrer Festung.
Ha, Jahwe lebt! Gepriesen sei mein Fels!
Erhoben sei die Gottheit meines Heils!
Gott, er gewährt mir Rache,
Er unterwarf mir Völker,
Er hat errettet mich vom Zorn der Feinde.
Erhöht hast du vor denen mich, die gegen mich erstanden waren,
Gerettet hast du mich vorm Manne der Gewalt.
Drum rühm ich unter allen Völkern dich, o Jahwe,
Und singe deinem Namen,
Der groß gemacht die Rettungen des Königs
Und Huld erwiesen dem Gesalbten,
Dem Vielgeliebten, David, seinem Stamm in Ewigkeit!

19

(Dem Chorleiter. Ein Psalm Davids.)

Die Himmel künden Gottes Herrlichkeit


Und seiner Hände Werk das himmlische Gewölbe.
Ein Tag läßt strömen Kunde zu dem andern Tag
Und eine Nacht erklärt Erkenntnis einer andern Nacht
Ganz ohne Rede, ohne Worte,
Ganz ohne daß gehört wird eine Stimme.
In jedes Land geht ihre Meßschnur aus
Und an des Erdenkreises Ende ihre Rede.
Dem Sonnenstern hat er erstellt ein Zelt dort droben,
Er, wie ein Bräutigam, er tritt hervor aus seiner Kammer,
Er freut sich wie ein Held, die Bahn zu laufen,
Vom einen Ende dieses Himmels geht er aus
Und läuft bis an das andre Ende,
Nichts ist verborgen seiner Glut.
Die Weisung Jahwes ist vollkommen,
Erlabt die Seele.
Das Zeugnis Jahwes, zuverlässig ists,
Macht Einfalt weise.
Befehle Jahwes sind gerecht,
Erfreuen tief das Herz.
Gebote Jahwes, sie sind lauter,
Erleuchten klar die Augen.
Die Ehrfurcht vor dem Allgebieter, das ist Reinheit,
Sie bleibt in Ewigkeit.
Die Satzung Jahwes, das ist Wahrheit,
Ist insgesamt Gerechtigkeit.
Sie, sie sind edler als das Gold und als das feine Gold
Und süßer als der Wabenseim und Honig.
Auch läßt dein Knecht sich durch sie warnen,
In der Bewahrung liegt ein großer Lohn.
Verirrungen, wer hat drauf Acht?
Von den verborgnen sprich mich frei!
Vor Übermütigen beschütze deinen Knecht,
Daß sie nicht herrschen über mich.
Dann bin unsträflich ich
Und rein von großer Freveltat.
Zum Wohlgefallen mögen meines Mundes Reden sein vor dir
Und meines Herzens Sinnen,
O Jahwe, Felsen mein und mein Erlöser!

20

(Dem Meister der Musik. Ein Psalm Davids.)

Erhöre Jahwe dich am Tage der Bedrängnis,


Es schütz der Name dich des Gottes Jakobs.
Dir sende Hilfe aus dem Heiligtume er,
Aus Zion stütz er dich.
Gedenk er aller deiner Gaben,
Nehm wohlgefällig an dein Feueropfer.
Er gebe dir nach deinem Herzen,
Erfülle alle deine Pläne dir.
Wir wollen jubeln über deine Rettung,
Im Namen Gottes wollen wir erheben unsre Fahne,
Erfülle Jahwe alle deine Bitten.
Jetzt weiß ich das, daß Jahwe den Messias rettet,
Erhörte ihn vom heilgen Himmel her,
Durch Hilfe und durch Allmacht seiner Rechten.
Vertrauen jene Wagen, jene Rossen,
Wir denken an den Namen Jahwes, unsres Gottes.
Sie sind gestürzt, gefallen,
Wir richten doch uns auf und bleiben aufrecht.
Den König rette, Jahwe,
Erhöre uns am Tage unsres Rufens.

21

(Dem Meister der Musik. Ein Psalm Davids.)

O Jahwe, über deine Kraft freut sich der König


Und über deine Rettung, wie frohlockt er sehr!
Du gabst ihm seines Herzens Wunsch,
Ihm das Verlangen seiner Lippen hast du nicht verweigert.
Denn du begegnest ihm mit Segnungen an Gutem,
Du setztest auf sein Haupt ihm eine goldne Krone.
Von dir erbat er Leben, und du hast es ihm gegeben,
Der Tage Länge immerdar und ewig.
Groß seine Herrlichkeit durch deine Rettung,
Du legtest auf ihn Glanz und Hoheit.
Du setztest ihn zur Segensfülle immerdar,
Erfreust mit Wonne ihn vor deinem Antlitz.
Der König traut auf Jahwe,
Er wird nicht wanken durch die Huld des Höchsten.
All deine Feinde finden werden deine Hände
Und deine Rechte finden deine Hasser.
Du, du wirst sie wie einen Feuerofen machen,
Wenn du dich offenbarst, o Jahwe.
In seinem Zorne wird er sie verschlingen
Und Feuer wird sie fressen.
Vertilgen von der Erde wirst du ihre Frucht
Und ihren Samen aus den Menschenkindern.
Denn wenn sie Böses planen gegen dich,
Ersinnen einen Anschlag, nichts vermögen sie.
Du wirst sie schlagen in die Flucht,
Wirst mit der Bogensehne auf ihr Antlitz zielen.
Erhebe dich in deiner Kraft, o Jahwe,
Wir wollen singen, spielen wollen wir in deiner Macht!

22

(Dem Meister der Musik. Nach der Melodie: Hirschkuh der Morgenröte. Ein Psalm Davids.)

Mein Gott, mein Gott, was hast du mich verlassen?


Von meiner Rettung fern die Worte meines Stöhnens.
Mein Gott, ich rufe tags, doch gibst du mir nicht Antwort,
Und Nachts, doch find ich keine Ruhe.
Doch du bist heilig,
Du thronest überm Lobpreis Israels.
Auf dich vertrauten unsre Väter,
Sie trauten dir und du hast sie errettet.
Gerettet wurden sie, die zu dir riefen,
Sie trauten dir und wurden nicht beschämt.
Ich bin ein Wurm und bin kein Mensch mehr,
Ein Hohn der Mensch und vom Volk verachtet.
Die, die mich sehen, die verspotten mich,
Sie sperren auf die Lippen, schütteln ihre Köpfe:
Er werfe sich auf Jahwe, der errette ihn,
Er reiße ihn heraus, hat er an ihm ein Wohlgefallen.
Du zogest mich hervor aus meiner Mutter Schoß,
Vertrauen lehrtest du mich an den Mutterbrüsten.
Ich bin auf dich geworfen von dem Mutterschoße an,
Von meiner Mutterschoß an bist du mir mein Gott.
Sei du von mir nicht ferne, nah ist mir die Drangsal,
Ist niemand sonst, der hilft.
Umgeben haben viele Stiere mich,
Die starken Kühe Baschans haben mich umringt.
Sie sperren gegen mich die Mäuler auf
Wie Löwen, welche brüllen, reißen wollen.
Wie Wasser bin ich hingegossen,
All mein Gebein ist ausgerenkt.
Geworden ist mein Herz wie Wachs,
Zerschmolzen mir im Innern.
Vertrocknet meine Kraft wie eine Scherbe,
Am Gaumen klebt mir meine Zunge,
Du legst mich in den Todesstaub.
Es haben Hunde mich umgeben,
Der Frevler Rotte legt sich um mich her.
Ich kann sie zählen, alle meine Knochen,
Sie blicken auf mich nieder, weiden sich an mir.
Sie teilen meine Kleider unter sich
Und mein Gewand verlosen sie.
Du aber, Jahwe, sei nicht fern,
Du meine Stärke, eile mir zu Hilfe.
Errette vor dem Schwert mein Leben,
Mein Kleinod aus den Hundetatzen.
Mich aus dem Maul des Löwen rette
Und vor den Hörnern wilder Büffel.
Du gabst mir Antwort!
Ich will erzählen deinen Namen meinen Brüdern,
Inmitten der Versammlung will ich loben dich.
Ihr, die ihr Jahwe fürchtet, lobet ihn,
Ihr Kinder Jakobs, ehret ihn.
Scheut euch vor ihm, ihr Kinder Israels.
Nicht Abscheu hat empfunden er
Und nicht verachtet er das Elend seiner Armen,
Sein Antlitz nicht vor ihm verborgen,
Und als er schrie, da hat er ihn erhört.
Von dir mein Lobpreis kommt in der Versammlung,
Und mein Gelübde werde ich erfüllen
Vor denen, die ihn fürchten.
Die Armen sollen essen, daß sie werden satt,
Die sollen Jahwe loben, die ihn suchen.
Es werden daran denken,
Umkehren dann zu Jahwe alle Enden dieser Erde
Und niederfallen fromm vor seinem Antlitz
Die Völkerstämme alle.
Denn Jahwe eigen ist die Königsherrschaft,
Er herrschet über alle Völker.
Vor ihm anbeten werden alle Reichen dieser Erde,
Vor ihm die Knie sich beugen Aller,
Die niedersteigen müssen in den Staub
Und deren Seele nicht am Leben bleibt.
Die Kinder werden Jahwe dienen,
Es wird erzählt vom Herrn dem kommenden Geschlecht.
Sie werden von Gerechtigkeit verkünden einem Volk,
Das noch geboren wird,
Denn Jahwe hat es so vollbracht.

23

(Ein Psalm Davids.)

O, Jahwe ist mein Hirte,


Ich leide keinen Mangel.
Auf grünen Auen lässet er mich lagern
Und er geleitet mich zu stillen Wassern.
Er läßt mich zu mir selber kommen
Und führt mich auf den Pfaden der Gerechtigkeit
Um seines Namens willen.
Auch wenn ich wandele im Tal der Todesschatten,
Doch fürchte ich kein Unheil.
Denn du bist bei mir,
Dein Stab und deine Stütze trösten mich.
Du richtest zu vor meinen Augen einen Tisch
Im Angesichte meiner Hasser.
Du hast gesalbt mit Öl mein Haupt,
Voll schenkst du ein, daß überfließt mein Becher.
Nur Huld und Güte folgen mir
Die Tage meines Lebens alle.
Ich werde bleiben in dem Hause Jahwes
Die Dauer meiner Tage.

24

(Ein Psalm Davids.)

Die Erde und der Erde Fülle eignet Jahwe,


Der Erde Kreis und die drauf wohnen.
Er selbst hat sie gegründet über Wassern
Und über Strömen er sie festgestellt.
Wer steigt hinauf auf Jahwes Berg,
Wer stellt sich an den Ort der Heiligkeit?
Der an den Händen Unschuld trägt und hat ein reines Herz,
Der nicht zur Nichtigkeit erhebt die Seele,
Nicht schwört in Lug und Trug.
Er wird erbeuten Jahwes Segen,
Gerechtigkeit vom Gotte seiner Rettung.
Dies das Geschlecht der Seelen, die ihn suchen,
Dein Antlitz suchen, Jakobs Gott.
Erhebt die Häupter, Tore,
Erhebt euch, Pforten ihr der Urzeit,
Die Majestät der Herrlichkeit zieht ein!
Wer ist die Majestät der Herrlichkeit?
Ein Starker und ein Held ists, Jahwe,
Ein Kriegsheld, Jahwe!
Erhebt die Häupter, Tore,
Erhebt euch, Pforten ihr der Urzeit,
Die Majestät der Herrlichkeit zieht ein!
Wer ist die Majestät der Herrlichkeit?
O, Jahwe Zebaoth
Ist Majestät der Herrlichkeit!

25

(Von David.)

Zu dir, o Jahwe, ich erhebe meine Seele,


Mein Gott, auf dich vertraue ich.
Laß nicht zuschanden werden mich,
Laß meine Feinde nicht frohlocken über mich.
Die auf dich hoffen, werden nicht zuschanden,
Zuschanden werden nur die Ungetreuen.
Laß wissen mich, o Jahwe, deine Wege
Und deine Pfade lehre mich.
Laß wandeln mich in deiner Wahrheit, lehre mich,
Denn du bist meiner Rettung Gott,
Bist meine Hoffnung alle Tage.
Denk an Barmherzigkeit, o Jahwe, deiner Hulderweise,
Sie sind von Ewigkeit.
Der Jugendsünden mein und der Vergehen nicht gedenke,
Nach deiner Huld gedenke mein in Güte, Jahwe.
Gerade ist und gut ist Jahwe,
Drum unterweist er Sünder auf dem Weg.
Er führt im Recht den Weg, die voller Demut sind,
Die voller Demut sind, die lehrt er seinen Weg.
Die Pfade Jahwes sind nur Huld und Treue
Für die, die da bewahren Bund und Zeugnis.
Um deines Namens willen, Jahwe,
Vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß.
Wer ist der Mann, der Jahwe fürchtet?
Ihn unterweist er auf dem Weg, den er erwählt.
Im Guten wohnen wird ihm seine Seele
Und seine Kinder werden erben seine Länder.
Vertrauten Umgang Jahwes gibt’s für die,
Die voller Ehrfurcht sind vor ihm,
Er läßt sie wissen seinen Bund.
Gerichtet meine Augen immerdar auf Jahwe,
Er zieht mir meine Füße aus dem Netz.
Du wende dich mir zu und sei mir gnädig,
Denn einsam bin ich, elend bin ich.
Den Engpaß meines Herzens mache weit
Und aus der Drangsal führe mich heraus.
Sieh an mein Elend, meine Mühsal,
Vergib mir alle meine Sünden.
Sieh meine Feinde an, so viele sinds,
Die mit Gewalt und Haß mich hassen.
Bewahre meine Seele, rette mich,
Und laß mich nicht zuschanden werden,
Denn dir vertraue ich.
Unsträflichkeit und Gradheit mögen mich behüten,
Denn du bist meine Hoffnung.
Erlöse, Gott, erlöse Israel
Aus allen seinen Nöten.

26

(Von David.)

Verschaffe Recht mir, Jahwe,


Unsträflich bin ich doch gewandelt,
Vertraute Jahwe, drum wird ich nicht wanken.
Erforsch mich, Jahwe, prüfe mich,
Mein Herz und meine Nieren schmelze.
Denn deine Huld war stets vor meinen Augen,
In deiner Wahrheit bin ich stets gewandelt.
Nicht saß zusammen ich mit Lügenvätern,
Nicht ging ich um mit Volk der Hinterlist.
Ich hasste die Versammlungen der Übeltäter,
Ich saß nicht bei den Frevlern.
Ich wasch in Unschuld meine Hände,
Umschreite den Altar dein, Jahwe,
Und laß mit Schall ein Danklied hören,
Um zu erzählen alle deine Wunder.
Ich lieb die Wohnung deines Hauses, Jahwe,
Den Wohnort deiner Herrlichkeit.
Mit Sündern raffe nicht zusammen meine Seele weg
Mein Leben mit den Menschen, die nach Blut begierig,
An deren Händen Schandtat klebt
Und ihre Hand erfüllt ist von Bestechungsgeld.
Ich wandele unsträflich,
Erlöse mich und sei mir gnädig.
Auf ebnem Boden stehen meine Füße,
In der Gemeinde preis ich Jahwe.

27

(Von David.)

Mein Licht ist Jahwe, Jahwe meine Rettung,


Vor wem sollt ich mich fürchten?
Denn meines Lebens Burg ist Jahwe,
Vor wem sollt ich erbeben?
Wenn nahen sich die Übeltäter,
Mein Fleisch zu fressen,
Bedränger, die mir feind sind,
Sie sollen straucheln selbst und stürzen.
Wenn gegen mich ein Heer sich lagert,
So bangt doch nicht mein Herz.
Wenn sich erhebt ein Krieg auch gegen mich,
So bleibe ich getrost.
Erbat ich Eines doch von Jahwe,
Das ich erbitten will:
Ich, ich will wohnen in dem Hause Jahwes
Für alle meine Lebenstage,
Zu schaun die Freundlichkeiten Jahwes,
In seinem Tempel nachzusinnen.
In einer Hütte birgt er mich
Am Tag des Unheils,
Verbirgt mich im Versteck des Zeltes,
Erhöht auf einen Felsen mich.
Mein Haupt erhebt sich nun,
Erhebt sich über meine Feinde.
Ich will in seinem Zelte opfern Jubelopfer,
Will singen, Jahwe Saiten spielen.
Hör, Jahwe, meine Stimme, hör, ich rufe,
Sei gnädig mir und gib mir Antwort.
Dir sagt mein Herz: Mein Antlitz sollt ihr suchen!
Drum suche, Jahwe, ich dein Antlitz.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir,
Nicht weise deinen Sklaven ab im Zorn.
Du meine Hilfe, nicht verstoße mich,
Verlaß mich nicht, mein Gott und meine Rettung.
Wenn Vater auch und Mutter mich verlassen,
So nimmt mich Jahwe auf.
O Jahwe, lehr mich deine Wege
Und führe mich auf dem geraden Pfad.
Gib mich nicht preis der Gierde meiner Dränger,
Denn es erheben gegen mich sich Lügenväter
Und schnauben das Verderben.
Ach, wenn ich mich nicht fest darauf verlassen könnte,
Die Güte Jahwes anzuschaun im Lebensland...!
Sei stark, sei deine Hoffnung Jahwe,
Mach fest dein Herz, erwähle dir zur Hoffnung Jahwe.

28

(Von David.)

Zu dir, o Jahwe, rufe ich, mein Fels,


Nicht wend dich schweigend ab von mir,
Auf daß du nicht verstummst vor mir
Und ich nicht denen gleiche, die zur Grube niederfahren.
Hör auf die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie,
Wenn ich erhebe meine Hände
Zum Allerheiligsten in deinem Heiligtum.
Raff mich nicht mit den Frevlern weg
Und mit den Übeltätern,
Die freundlich reden mit dem Nächsten
Und haben Böses doch im Herzen.
Gib ihnen du nach ihrem Tun
Und nach der Bosheit ihrer Taten.
Gib ihnen nach den Werken ihrer Hände,
Vergelte ihnen ihre Taten.
Sie achten nicht auf Jahwes Taten
Noch auf die Werke seiner Hände.
Er wird sie niederreißen
Und nimmermehr errichten.
Gelobt sei Jahwe,
Er hat erhört die Stimme meines Flehens.
Mein Schild und meine Kraft ist Jahwe,
Auf ihn vertraut mein Herz.
Mir ist geholfen, nun frohlockt mein Herz,
Mit meinem Lied will ihm ich danken.
Denn seines Volkes Kraft ist Jahwe,
Ist Burg der Hilfe dem Messias.
Hilf deinem Volk, dein Erbe segne,
Und weide sie und trage sie in Ewigkeit.

29

(Ein Psalm Davids.)

Gebt Jahwe, Göttersöhne,


Gebt Jahwe Herrlichkeit und Kraft!
Gebt Jahwe seines Namens Herrlichkeit,
Und betet Jahwe an in Pracht der Heiligkeit!
Die Stimme Jahwes über Wassern,
Es donnert laut der Gott der Herrlichkeit,
Gott Jahwe über großen Wassern.
In Kraft die Stimme Jahwes,
In Pracht die Stimme Jahwes!
Die Zedern bricht entzwei die Stimme Jahwes,
Zerbricht die Zedern auf dem Libanon.
Er läßt sie hüpfen wie ein Kalb,
Wie einen Büffel er den Sirjon.
Sprüht Feuerflammen doch die Stimme Jahwes,
Erzittern läßt die Wüste doch die Stimme Jahwes,
Erzittern Jahwe läßt die Wüste Kadesch.
Die Stimme Jahwes macht der Hirschkuh Kreißen,
Er bringt zur Frühgeburt die Ziege.
In seinem Tempel betet alles: Herrlichkeit!
Hoch über Wasserfluten Jahwe wohnt,
Ein König immerdar ist Jahwe.
Es gebe Jahwe seinem Volke Kraft,
Mit Frieden segne Jahwe seine Schar!

30

(Ein Psalm. Ein Lied zur Einweihung des Hauses. Von David.)

O Jahwe, ich erhebe dich, denn du hast mich emporgezogen


Und ließest meine Feinde sich nicht freuen über mich.
Ich rief zu dir, o Gott, o Jahwe mein,
Und du hast mich geheilt.
Vom Totenreich heraufgeholt hast meine Seele du, o Jahwe,
Du machtest mich lebendig nach dem Hingang in die Grube.
Singt Jahwe, alle seine Frommen,
Preist ihn zu seinem heiligen Gedächtnis.
Denn einen Augenblick in seinem Zorn,
Das Leben lang in seinem Wohlgefallen.
Am Abend kehrt das Weinen ein,
Am Morgen aber Jubel.
Ich sprach in meiner Sicherheit:
Ich werde niemals wanken.
In deinem Wohlgefallen, Jahwe, hast du mich
Auf einen hohen Berg gestellt,
Dein Angesicht verborgen, da erschrak ich sehr.
Zu dir, o Jahwe, rief ich,
Ich flehte zum Gebieter:
Welch Vorteil bringt mein Blut,
Wenn ich zur Grube fahre?
Wird Staub dich preisen und verkünden deine Wahrheit?
Hör, Jahwe, und erbarme dich,
Sei meine Hilfe, Jahwe!
Du hast verwandelt meine Klage in Gesang und Tanz,
Gelöst mein Sacktuch und mit Wonne mich gegürtet,
Damit ich dich besinge, meine Herrlichkeit, daß ich nicht schweige,
O Jahwe, o mein Gott, in Ewigkeit will ich dich feiern!

31
(Dem Meister der Musik. Ein Psalm Davids.)

Bei dir, o Jahwe, hab ich mich geborgen,


Laß du in Ewigkeit mich nicht zuschanden werden,
Errette du mich in Gerechtigkeit.
Neig du dein Ohr zu mir,
Errette eilends mich,
Sei eine Schutzburg mir,
Sei eine Festung auf den Bergen, mir zu helfen.
Mein Fels und meine Festung du,
Um deines Namens willen führe, leite mich.
Zieh du mich aus dem Netz, das sie mir heimlich legten,
Denn du bist meine Kraft.
In deine Hand befehl ich meinen Geist,
Denn du hast mich erlöst, o Jahwe, Gott der Treue.
Ich hasse, die beachten eitle Nichtigkeiten,
Ich, ich verlasse mich allein auf Jahwe.
Ich werde jubeln und mich freuen über deine Huld,
Daß du mein Elend angesehen,
Daß du erkannt die Drangsal meiner Seele,
Daß du mich nicht hast ausgeliefert
Den Händen meines Feindes,
Auf weiten Raum hast meine Füße du gestellt.
Sei gnädig, Jahwe, mir, denn mir ist angst,
Getrübt in Gram mein Auge, Leib und Seele.
In Kummer schwindet hin mein Leben
Und meine Jahre schwinden hin in Seufzern.
Gestrauchelt ist in Sünde meine Kraft
Und mein Gebein zerfallen.
Vor allen meinen Drängern bin ich Schmach geworden
Und eine Last für meine Nachbarn
Und meinen Freunden Schrecken.
Die, die mich sehen auf der Straße, fliehn vor mir.
Vergessen bin ich worden wie ein Toter, fern dem Herzen,
Geworden ein zerbrochenes Gefäß.
Ich höre die Verleumdung vieler: Grauen rings umher!
Wie sie zusammen sich beraten gegen mich,
Das Leben mir zu nehmen, sinnen sie.
Ich aber hab auf dich vertraut, o Jahwe,
Gesagt: Mein Gott bist du allein!
In deiner Hand sind meine Zeiten,
Errette mich vor Feinden und Verfolgern.
Dein Antlitz laß erstrahlen über deinem Knecht,
Errette mich in deiner Huld.
O Jahwe, laß mich nicht zuschanden werden,
Denn angerufen hab ich dich.
Zuschanden mach die Frevler,
Verstummen sollen sie im Totenreich.
Verstummen sollen Lügenmäuler,
Die gegen die Gerechten reden frech und stolz verachtend.
Wie groß ist deine Güte, Jahwe,
Die du bewahrt hast denen, die dich fürchten,
Erweisest denen, die auf dich vertrauen
Von all den Menschenkindern.
Du birgst sie in dem Schutze deines Angesichts
Vor den Verschwörungen der Leute,
Bewahrest sie in einer Hütte
Vorm Zank der Zungen.
Gelobt sei Jahwe, wundersam erwies er seine Huld
Mir wie in einer festen Stadt.
Ich sagte zwar in meinen Ängsten:
Von deinen Augen bin ich abgetrieben;
Du hörtest doch die Stimme meines Flehens,
Da ich zu dir geschrien.
O liebet Jahwe, alle seine Frommen!
Die Treuen treu behütet Jahwe,
Zahlt reichlich heim dem Mann, der Hochmut übt.
Seid stark und fest in euren Herzen,
Ihr alle, die geduldig ihr auf Jahwe wartet.

32

(Von David. Ein Weisheitsgedicht.)

Glückselig der, dem da vergeben ist der Frevel,


Dem da bedeckt die Sünde!
Glückselig der, dem Jahwe nicht anrechnet seine Schuld,
In dessen Geist nicht Lüge ist!
Ich schwieg, und mein Gebein zerfiel in Stöhnen
Den ganzen Tag.
Denn Tag und Nacht lag auf mir lastend deine Hand,
Gewandelt ward mein Lebenssaft in Sommergluten.
Ich ließ dich meine Sünde wissen
Und meine Schuld verbarg ich nicht.
Ich sprach: Ich will bekennen Jahwe meinen Frevel,
Und du vergabst mir meiner Sünde Schuld.
Drum jeder Gläubige wird zu dir beten
Zur Zeit, wenn du dich finden läßt.
Wenn große Wasser fluten auch heran,
Sie reichen nicht heran an ihn.
Du bist mein Bergungsort, vor Drangsal schützt du mich,
Umgibst mich mit der Rettung Jubel!
Ich will dich unterweisen und den Weg dich lehren,
Die Pfade, die du gehen sollst,
Ich will dir raten, meine Augen wachen über dich.
Seid nicht wie Rosse oder Esel,
Die Unverständigen,
Mit Zaum und Zügel als Geschirr zur Bändigung,
Sonst nahen sie sich nicht.
Viel Schmerzen hat der Frevler,
Wer aber Jahwe traut, den wird mit Huld umgeben er.
Freut euch in Jahwe, jubelt, ihr Gerechten,
Jauchzt alle, die ihr seid wahrhaftig in dem Herzen!
33

Jauchzt, ihr Gerechten, jauchzt in Jahwe,


Rechtschaffenen ziemt Lobgesang.
Preist Jahwe mit der Zither,
Singt ihm zur Harfe mit der Saiten zehn.
Singt ihm ein neues Lied,
Spielt schön mit Jubel auf den Saiten.
Rechtschaffen ist das Wort, das Jahwe spricht,
Und was er tut, geschieht in Treue.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
Die Erde ist erfüllt von Jahwes Huld.
Durch Jahwes Wort geschaffen sind die Himmel,
Durch seines Mundes Ruach seine Scharen.
Er sammelt Meereswasser wie zu Garbenhaufen,
In Kammern legt er Fluten.
Die ganze Erde fürchte Jahwe,
Vor ihm erschrecken sollen alle Erdenwohner.
Er sprach und es geschah,
Und er gebot und es stand da.
Er, er zerbricht den Ratschluß der Nationen,
Vereitelt auch der Völker Pläne.
Der Ratschluß Jahwes bleibt in Ewigkeit,
Gedanken seines Herzen von Geschlechtern zu Geschlechtern.
Wohl jenem Volke, dessen Gottheit Jahwe ist,
Das Volk, das er zum Erbe sich erwählt.
Vom Himmel blickt hernieder Jahwe,
Er schaut auf alle Menschensöhne,
Schaut von der Stätte seiner Wohnung
Auf alle Erdenwohner,
Der ihnen allen hat das Herz gebildet
Und merkt auf alle ihre Taten.
Den König rettet nicht die Heeresmacht,
Den Starken nicht die Größe seiner Kraft,
Trug ist das Schlachtroß, was betrifft die Rettung,
Die Größe seiner Kraft bringt kein Entrinnen.
Das Auge Jahwes schaut auf jene, die ihn fürchten,
Die seiner Gnade harren,
Daß er vom Tode ihre Seele rette
Und sie erhalt in Hungersnot am Leben.
Auf Jahwe einzig wartet unsre Seele,
Denn es ist Hilfe uns und Schild.
Denn in ihm freut sich unser Herz,
Auf seinen Namen, auf den heiligen, vertrauen wir.
Sei deine Huld, o Jahwe, über uns,
So wie wir auf dich hoffen!

34
(Von David. Als er sich als Wahnsinniger gebärdete vor Abimelech und der ihn vertrieb und er
fortging.)

Lobpreisen will ich Jahwe allezeit,


Beständig soll sein Lob in meinem Munde sein.
In Jahwe rühmen soll sich meine Seele,
Gebeugte sollen es vernehmen und sich freuen.
Verherrlicht mit mir Jahwe,
Laßt uns erheben seinem Namen allgemeinsam.
Ich suchte Jahwe, und er gab mir Antwort,
Aus allen meinen Schrecken hat er mich gerettet.
Sie schaun ihn an und freuen sich,
Ihr Antlitz braucht nicht zu erröten.
Der Arme rief und Jahwe hörte,
Aus aller seiner Drangsal hat er ihn gerettet.
Es lagert sich der Engel Jahwes rings um die, die ihn verehren,
Der, der reißt sie heraus.
Schmeckt, seht, daß Jahwe gut ist,
Glückselig ist der Mann, der ihm vertraut.
Ehrfürchtet Jahwe, all ihr Heiligen,
Denn keinen Mangel haben, die ihn fürchten.
Junglöwen darben, hungern,
Doch die da suchen den Gebieter,
Die mangeln nicht an irgendeinem Gut.
Kommt her, ihr Söhne, hört mir zu,
Die Ehrfurcht Jahwes will ich lehren euch.
Wer ist der Mann, der Wohlgefallen hat am Leben,
Der seine Tage liebt, zu sehen Gutes?
Bewahre deine Lippen vor dem Bösen,
Die Zunge vor dem trügerischen Mund.
Vom Bösen weiche, Gutes tu,
Den Frieden suche, jag ihm nach.
Die Augen Jahwes schaun auf die Gerechten,
Auf ihr Geschrei aufmerken seine Ohren.
Das Antlitz Jahwes gegen Übeltäter,
Zu tilgen von der Erde ihr Gedächtnis.
Denn die Gerechten schreien, Jahwe hört,
Errettet sie aus aller Not.
Nah Jahwe ist zerbrochnen Herzen,
Und die am Geist Zerschlagnen rettet er.
Viel Übles trifft Gerechte,
Aus allem reißt heraus sie Jahwe.
Er hütet ihnen Mark und Bein,
Wird kein Gebein zerbrochen.
Den Frevler tötet seine eigne Bosheit,
Die Hasser der Gerechten werden büßen.
Erlöst doch Jahwe seiner Sklaven Seele,
Die sich in Jahwe bergen, sind geborgen.

35
(Von David.)

Führ, Jahwe, Rechtsstreit gegen jene,


Die streiten gegen mich,
Bekämpfe jene, welche mich bekämpfen.
Ergreife Kleinschild, Großschild,
Erhebe dich zu meiner Hilfe.
Zück Speer und Streitaxt gegen die Verfolger,
Sag meiner Seele: Ich bin deine Hilfe!
Zuschanden werden sollen und beschämt
Die mir nach meinem Leben trachten.
Es sollen weichen und sich schämen
Die Übles mir ersinnen.
Sie sollen sein wie Streu vorm Winde,
Der Engel Jahwes stoße sie hinweg!
Ihr Weg sei finster, schlüpfrig,
Verfolge sie der Engel Jahwes.
Denn ohne Ursach haben sie mir heimlich
Gestellt die Falle ihres Netzes,
Gegraben meinem Leben eine Grube.
Verwüstung über jenen, ohne daß er davon weiß,
Er falle ins Verderben.
Doch meine Seele jubilier in Jahwe,
Sich freue über seine Hilfe.
Soll sagen mein Gebein:
Wer ist wie du, o Jahwe?
Du rettest Elende vor dem, der stärker ist,
Die Elenden und Armen vor dem Räuber.
Erheben Zeugen in Gewalttat sich,
Was ich nicht weiß, erfragen sie von mir,
Vergelten Übles mir für Gutes,
Verlassenheit für meine Seele.
Ich zog den Bußsack an in ihrer Krankheit,
Belastete durch Fasten meine Seele,
Nun kehre mein Gebet in meine Brust zurück.
Bei einem Freund, bei einem meiner Brüder
Bin ich umhergegangen,
Wie um die Mutter trauernd,
So beugte ich mich nieder voller Trauer.
Sie aber freut mein Wanken,
Und sie versammeln sich,
Versammeln sich die Schläger gegen mich,
Ich weiß es nicht,
Sie lästern und verstummen nicht.
Ruchlose spotten über meinen Zufluchtsort,
Sie knirschen mit den Zähnen über mir.
O Herr, wie lange siehst du zu?
Errette meine Seele aus Verwüstung,
Die Einzige aus Löwenrachen.
Ich will dir danken in der großen Sammlung,
Will unter vielem Volk dich loben.
Laß sich nicht freuen über mich,
Die mir zu Unrecht Feinde sind,
Und laß nicht mit den Augen zwinkern,
Die ohne Grund mich hassen.
Denn nicht zum Frieden reden sie,
Ersinnen Lügen gegen deine Stillen in dem Lande.
Sie reißen gegen mich die Mäuler auf
Und sagen: Unsre Augen haben es gesehen, da!
Du hast es angesehen, Jahwe, schweige nicht,
Mein Herr, sei mir nicht ferne.
Erwache, stehe für mein Recht nun auf,
Mein Gott und Herr für meinen Rechtsstreit.
Schaff Recht mir nach Gerechtigkeit, o Jahwe, meine Gottheit,
Laß sie sich über mich nicht freuen.
Sie sollen nicht in ihrem Herzen sagen:
Wir haben das ja so gewollt!
Sie sollen sagen nicht: Wir haben ihn verschlungen!
Sie sollen schämen sich, erröten allesamt,
Die sich da über meine Leiden freuen.
Sie sollen kleiden sich in Schmach und Schande,
Die großtun gegen mich.
Doch jubilieren sollen und sich freuen,
Die Wohlgefallen haben an Gerechtigkeit,
Die immer sagen: Groß ist Jahwe,
Der Wohlgefallen hat am Frieden seines Sklaven!
Und meine Zunge murmele Gerechtigkeit,
An allen Stunden deinen Lobpreis!

36

(Dem Meister der Musik. Vom Sklaven Jahwes, von David.)

Spruch der Abtrünnigkeit im Innersten des Frevlerherzens:


Es ist kein Schrecken vor der Gottheit Augen!
Denn er gefällt sich drin vor seinen Augen,
Die Sünde zu vollziehen, andere zu hassen.
Die Worte seines Mundes sind nur Trug und Unheil,
Der aufgehört hat, klug zu handeln und zu wirken Gutes.
Er sinnt auf seinem Lager Unheil,
Steht fest auf seinem Wege, der nicht gut ist,
Verschmäht er doch das Böse nicht.
O Jahwe, in dem Himmelreich ist deine Huld
Und deine Wahrheit weit wie Wolken.
Gerechtigkeit ist wie die Berge Gottes,
Das Recht wie große Urflut,
Denn Mensch und Tier errettest du, o Jahwe.
Wie köstlich ist doch deine Huld, o Gott,
Daß Menschenkinder suchen Schutz im Schatten deiner Schwingen!
Sie trinken satt sich an der Fülle deines Hauses,
Du tränkst sie in dem Strombett deiner Wonnen!
Bei dir ist allen Lebens Quelle,
In deinem Lichte sehn wir Licht.
Laß bleiben deine Huld bei denen, die dich kennen,
Gerechtigkeit bei denen,
Die Wahrheit tragen in dem Herzen.
Laß über mich nicht kommen Hochmutsschritte,
Die Hand des Frevlers soll mich nicht vertreiben.
Dort sind gefallen Übeltäter,
Hinabgestoßen, nimmermehr sich zu erheben.

37

(Von David.)

Entbrenne über Übeltäter nicht


Und zürne nimmer über die, die Unheil stiften.
Denn schnell wie Gras verdorren sie,
Wie grünes Kraut verwelken sie.
Verlasse dich auf Jahwe, wirke Gutes,
Bewohne du das Land und pflege Treue.
Du habe deine Lust an Jahwe!
Er wird dir geben deines Herzens Wünsche.
Auf Jahwe wälze deine Wege,
Verlasse dich auf ihn, er macht es gut,
Dann wird heraufgehn wie das Licht dein Redlichsein,
Gerechtigkeit wie Mittagshelle.
Sei still vor Jahwe, warte angespannt auf ihn,
Entbrenne gegen den nicht, dem sein Weg gelingt,
Den Mann, der Ränke schmiedet.
Laß ab vom Zorn, verlaß den Grimm,
Entbrenne nicht, denn das führt nur zu Übeltat.
Die Übeltäter werden ausgerottet,
Doch die auf Jahwe hoffen, die besitzen gutes Land.
Nur noch ein Kleines und kein Übeltäter ist mehr da,
Und achtest du auf seine Stätte, die ist nicht mehr da.
Die Elenden besitzen dann das Land
Und werden Wollust haben an des Friedens Fülle.
Gottlose planen Böses gegen den Gerechten
Und knirschen gegen ihn mit ihren Zähnen.
Der Allgebieter lacht den Frevler aus,
Er sieht es schon, daß kommt sein Tag.
Gottlose haben schon ihr Schwert gezogen,
Gespannt den Bogen,
Zu Fall zu bringen ihn, den Elenden und Armen,
Zu morden, die da wandeln in der Wahrheit.
Ihr Schwert fährt ihnen in ihr eignes Herz,
Zerbrochen werden ihre Bogen.
Gut ist das Wenige für den Gerechten,
Ist besser als der Überfluß der Gottvergessnen.
Zerbrochen werden sein der Frevler Arme,
Doch die Gerechten sind gestützt von Jahwe.
Denn Jahwe kenn die Tage seiner Redlichen,
Ihr Erbteil dauert bis in Ewigkeit.
Sie werden nicht zuschanden in den Unglückstagen,
In Hungerzeiten werden sie gesättigt.
Vergehen werden alle Frevler,
Die Feinde Jahwes schwinden wie die Pracht der Auen,
Verschwinden werden sie, im Rauch verschwinden.
Der Frevler borgt und kann nicht wiedergeben,
Doch der Gerechte gnädig ist und gibt.
Denn die Gesegneten, besitzen werden sie die Erde,
Doch die Verfluchten werden ausgerottet.
Von Jahwe werden fest die Schritte eines Mannes,
An seinem Wege hat er Wohlgefallen.
Er fällt, doch bleibt nicht liegen,
Denn seine Hand stützt Jahwe.
Ein Jüngling war ich, alt bin ich geworden,
Nie sah verlassen den Gerechten ich
Und seine Kinder sah ich betteln nicht um Brot.
Denn alle Tage leiht er, ist er gnädig,
Und sein Geschlecht wird Segen sein.
So weiche ab vom Bösen, wirke Gutes,
So wohnst du allzeit sicher.
Denn Jahwe liebt das Recht,
Verläßt nicht seine Frommen.
Für immer werden sie bewahrt,
Nachkommen Gottvergessner aber werden ausgetilgt.
Gerechte aber werden Erdenland besitzen
Und immer darauf wohnen.
Die Lippen des Gerechten sprechen Weisheit,
Und seine Zunge redet Recht.
Die Weisung seines Gottes ist in seinem Herzen,
Nicht werden wanken seine Schritte.
Es späht der Frevler aus nach dem Gerechten
Und sucht ihn zu ermorden.
Doch Jahwe überläßt ihn nicht der Hand
Und läßt ihn nicht zum Frevler werden, wenn er wird gerichtet.
So hoffe du auf Jahwe,
Bewahre seinen Weg.
Er wird erhöhen dich, die Erde zu besitzen,
Bei der Vertilgung deiner Feinde siehst du zu.
Ich habe einen Gottvergessenen frohlocken sehn,
Der ausgebreitet sich wie eine grüne Zeder,
Ich kam vorüber, sieh, da war er nicht mehr da,
Ich suchte ihn, doch er war nicht zu finden.
Bewahre Redlichkeit, sieh Ehrlichkeit,
So hat der Mann des Friedens Zukunft.
Abtrünnige, sie werden ausgerottet sein für immer,
Der Frevler Zukunft ist der Untergang.
Die Hilfe der Gerechten kommt von Jahwe,
Der ihre Festung ist zur Zeit der Not.
Denn Jahwe hilft und rettet sie,
Er rettet sie vor allen Frevlern,
Denn er ist ihre Hilfe
Und sie vertrauen ihm.
38

(Ein Psalm Davids. Zum Gedächtnis.)

O Jahwe, straf mich nicht in deinem Zorn,


In deinem Ingrimm mich nicht züchtige,
Denn deine Pfeile sind in mich gedrungen
Und auf mich ist herabgefahren deine Hand.
Es ist nichts unversehrt an meinem Fleisch vor deinem Zorn,
Nichts heil an meinem Mark und Beine wegen meiner Sünde.
Denn die Vergehen mein, sie wachsen über meinen Scheitel mir,
Wie eine große Last sind sie zu schwer geworden.
Es stinken gar und eitern meine Wunden,
Ach, wegen meiner Torheit.
Gekrümmt bin ich, gar sehr gebeugt,
Den ganzen Tag geh trauernd ich einher.
Denn voller Brand sind meine Lenden,
Es ist nichts unversehrt an meinem Fleisch.
Ich bin erstarrt und sehr zerschlagen,
Ich schreie aus den Qualen meines Herzens.
All mein Verlangen ist vor dir, o Herr,
Mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
Mein Herz pocht heftig, hingeschwunden ist mir meine Kraft,
Und meiner Augen Licht, auch das ist nicht mehr da.
Die Lieben und die Freunde stehen abseits meiner Plage,
Die Nächsten halten sich mir fern.
Es legen Schlingen, die mir nach dem Leben trachten,
Und die mein Unglück suchen, reden nur Verderben,
Ersinnen Trug den ganzen Tag.
Doch ich bin wie ein Tauber, höre nicht,
Ein Stummer, der nicht aufmacht seinen Mund.
Ich wurde wie ein Mann, der nicht mehr hört,
In dessen Mund ist keine Antwort.
Auf dich, o Jahwe, hoffe ich,
Du gibst mir Antwort, Herr, mein Gott.
Ich sagte: Daß sie sich nicht freuen über mich,
Wenn meine Füße wanken, daß sie dann nicht prahlen.
Denn ich bin nah am Sturz,
Mein Schmerz ist immer da.
Ja, ich bekenne mein Vergehen,
Ich bin bekümmert wegen meiner Sünde.
Und die mir grundlos Feinde sind, sind stark,
Sind viele, die mich fälschlich hassen.
Vergelten Böses sie für Gutes doch,
Sie sind mir feind, daß ich nachjage nur dem Guten.
Verlaß mich nicht, o Jahwe,
Mein Gott, entfern dich nicht von mir!
Herr, eile mir zur Hilfe,
Herr, Retter!
39

(Dem Meister der Musik, für Jeduthun, ein Psalm Davids.)

Ich sprach: Ich will auf meine Wege achten,


Mich hüten vor dem Sündigen mit meiner Zunge.
Bewahren will ich meinen Mund mit einem Zaum,
Solang der Frevler vor mir ist.
Und ich verstummte, Schweigen, abgewandt vom Glück,
Doch wallte auf mein Schmerz.
Mein Herz in meinem Inneren ward heiß,
Bei meinem Sinnen brannte es wie Feuer,
Ich sprach mit meiner Zunge:
Mein Ende laß mich wissen, Jahwe,
Und was ist meiner Tage Maß,
Ich will erkennen, wie ich bin vergänglich.
Schau, Handbreit hast du meine Zeit gemacht,
Und meine Dauer ist wie nichts vor dir.
Es ist nur Hauch, Hauch alle Menschen,
Wie fest sie stehen mögen.
Ein Schattenbild, so wandelt um der Mensch,
Sie lärmen um ein Nichts,
Sie häufen auf und wissen nicht, wer es empfangen wird.
Nun, Herr, auf was soll ich noch hoffen?
Dir, meine Hoffnung gilt nur dir!
Aus allen meinen Freveltaten rette mich
Und setz mich nicht zum Hohn den Narren.
Ich will verstummen, meinen Mund nicht auftun,
Denn du hast so an mir gehandelt.
Du wende deine Plage von mir ab,
Vom Zugriff deiner Hand vergehe ich.
Wenn du mit Strafe wegen Freveltaten züchtigst einen Mann,
Zerstörst sein Liebstes einer Motte gleich,
Wie nichts sind alle Menschen.
Hör mein Gebet, o Jahwe
Und neige deine Ohren meinem Schreien,
Zu meinen Tränen schweige nicht.
Ich bin bei dir ein Fremdling,
Beisasse ich wie alle meine Väter.
Schau weg von mir,
Damit ich wieder fröhlich werde,
Bevor ich geh dahin und nicht mehr bin.

40

(Dem Meister der Musik. Ein Psalm Davids.)

Beharrlich hoffte ich auf Jahwe,


Er neigte sich zu mir, erhörte mein Geschrei,
Er holte mich heraus aus des Verderbens Grube,
Aus Kot und Schlamm,
Und stellte meine Füße auf den festen Felsen
Und machte meine Schritte sicher.
Er legte mir in meinen Mund ein neues Lied,
Den Lobgesang auf unsern Gott.
Das werden viele sehen und sich fürchten,
Vertrauen werden sie auf Jahwe.
Glückselig der, der setzt auf Jahwe sein Vertrauen
Und sich nicht wendet zu den Widerspenstigen
Und nicht zu denen, die in Lügen sich verstricken.
Sehr viel hast du getan, o Jahwe, o mein Gott,
Groß deine Wunder sind und deine Pläne über uns,
Nichts ist dir gleich.
Schlachtopfer, Speiseopfer finden nicht dein Wohlgefallen,
Doch Ohren hast du mir gegraben,
Brandopfer, Sühneopfer hast du nicht erbeten.
Da sprach ich: Schau, ich komme!
Im Buch steht über mich geschrieben:
Den Willen dein zu tun, mein Gott, das ist mein Wohlgefallen
Und deine Weisung ist inmitten meines Herzens.
Ich hab Gerechtigkeit verkündigt in Versammlungen,
Sieh, meine Lippen schließ ich nicht – o Jahwe,
Du weißt es.
Gerechtigkeit, die hab ich nicht verborgen
Im Innern meines Herzens,
Von deiner Treue, deiner Hilfe habe ich geredet.
Nicht hab ich deine Huld verfehlt und deine Wahrheit
Vor der Versammlung.
Du, Jahwe, wolltest nicht verschließen vor mir dein Erbarmen,
Denn Huld und Wahrheit wolltest du mir stets bewahren.
Umgeben haben Übel mich, die nicht zu zählen sind
Und meine Freveltaten haben mich ereilt,
So daß ich nicht mehr aufzuschauen wage.
Zahlreicher sind sie als auf meinem Haupt die Haare,
Mein Herz hat mich verlassen.
Hab Wohlgefallen dran, o Jahwe, mich zu retten,
O Jahwe, eile mir zu Hilfe.
Es sollen schämen sich und schamrot werden allesamt,
Die trachten mir nach meinem Leben, es dahinzuraffen.
Erstarren sollen über ihrer Schande,
Die zu mir riefen: Ha!
Es sollen fröhlich sein und freuen sich in dir,
Die Menschen, die dich suchen.
Es sollen sagen immer: Groß ist Jahwe,
Die suchen, Herr, dein Heil.
Doch ich bin elend, ich bin arm,
Doch denkt der Herr an mich.
Mein Helfer und mein Retter du,
Mein Gott, verziehe nicht!

41
(Dem Meister der Musik. Ein Psalm Davids.)

Glückselig, welcher sorgevoll auf den Geringen achtet,


Am Tag des Unheils rettet Jahwe ihn.
Bewahren wird ihn Jahwe
Und ihn am Leben halten.
Glückselig wird gepriesen er im Lande.
Gib ihn nicht preis der Gierde seiner Feinde.
Auf seinem Siechbett stützt ihn Jahwe,
Umwandelst du sein Lager in der Krankheit.
Ich sprach: O Jahwe, sei mir gnädig, heile mich,
Gesündigt habe ich an dir.
Die Feinde reden Böses gegen mich:
Wann wird er sterben und sein Name untergehen?
Und kommt auch einer zu Besuch,
So redet Torheit er in seinem Herzen.
Er sammelt Falschheit
Und geht hinaus und redet draußen.
Mich zischen meine Hasser an,
Sie denken Böses über mich:
Heillosigkeit ist ausgegossen über ihn,
Der da liegt, wird nicht wieder auferstehen.
Mein Freund, dem ich vertraute,
Der aß mein Brot, der tritt mich auch mit Füßen.
Du aber, Jahwe, sei mir gnädig, komm, mich aufzurichten,
Dann werde ich Vergeltung üben.
So sehe ich, daß du Gefallen hast an mir,
Wenn meine Feinde über mich nicht jauchzen.
Du stützt mich wegen meiner Lauterkeit,
Hast mich erhoben vor dein Angesicht für ewig!
Gepriesen Jahwe sei, Gott Israels,
Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ja, Amen, Amen!

42

(Dem Meister der Musik. Eine Weisung der Söhne Korachs.)

So wie ein Hirsch nach Wasserbächen lechzt,


So schmachtet meine Seele, Gott, nach dir.
Es dürstet meine Seele, Gott, nach dir,
Nach Gott, nach dem Lebendigen!
Wann werd ich kommen,
Erscheinen vor dem Antlitz Gottes?
Die Tränen sind zur Speise mir geworden Tag und Nacht,
Weil man zu mir spricht allezeit: Wo ist denn nun dein Gott?
Daran gedenke ich
Und gieße meine Seele vor mir aus:
Wie ich einherging in der Schar der Feiernden der Wallfahrt
Zum Hause Gottes, jubelnd, dankend, eine feierliche Schar.
Was bist du so gebeugt, o meine Seele,
Was bist du ruhelos in mir?
Erwarte Gott, ich werde ihm noch danken,
Der Heilskundgebung seines Angesichts.
Mein Gott, in mir gebeugt ist meine Seele,
Drum denke ich an dich
Im Jordanland, am Hermon und vom Berge Misar aus.
Die Flut ruft zu der andern bei der Wasserfälle Tosen,
Die Wellenbrecher, Wogen gehen über mich.
Am Tag gebietet Jahwe seine Huld,
Des Nachts ist bei mir ein Gesang
Und ein Gebet zu meines Lebens Gott.
Ich möchte sagen meinem Gott, dem Felsen:
Was hast du mich vergessen?
Was muß ich trauernd schleichen
In der Bedrückung durch den Feind?
Zerbruch ist mir in Mark und Bein,
Wenn mich die Dränger schmähen,
Wenn sie zu mir den ganzen Tag lang sagen:
Wo ist denn nun dein Gott?
Was bist du so gebeugt, o meine Seele,
Und bist so ruhelos in mir?
Erwarte Gott, ich werde ihm noch danken,
Der Heilskundgebung seines Angesichts und meinem Gott.

43

Verschaff mir Recht, o Gott,


Streit meinen Rechtsstreit vor dem gnadenlosen Volk,
Vorm Mann des Trugs und Unrechts rette mich.
Denn du bist Gottheit meiner Zuflucht,
Doch warum hast du mich verstoßen?
Was muß ich trauernd schleichen
In der Bedrückung durch den Feind?
Send aus dein Licht und deine Wahrheit mir zur Leitung,
Daß sie mich bringen zu dem heiligen Gebirge
Und deinen Wohnungen.
Ich werde kommen zum Altare Gottes,
Zum Gott der Freude, meines Jubels Gott,
Ich dank dir auf der Harfe, Gott, mein Gott!
Was bist du so gebeugt, o meine Seele,
Und bist so ruhelos in mir?
Erwarte Gott, ich werde ihm noch danken,
Der Heilskundgebung seines Angesichts und meinem Gott.

44

(Dem Meister der Musik. Von den Söhnen Korachs. Ein Weisheitslied.)

Mit unsern Ohren haben wir gehört, o Gott,


Und unsre Väter haben uns erzählt
Das Werk, das du gewirkt in ihren Tagen,
Der Vorzeit Tagen.
Du, deine Hand hat ausgerottet Völker,
Sie hast du eingepflanzt.
Verderbt hast du Nationen,
Sie hast du ausgebreitet.
Nicht durch ihr Schwert ererbten sie das Land,
Nicht half ihr Arm, es half dein Arm und deine Rechte
Und deines Angesichtes Licht,
Weil du an ihnen Wohlgefallen hattest.
Du selbst mein König, Gott,
Gebiete Rettungen für Jakob.
Mit dir nur stoßen nieder wir die Dränger,
In deinem Namen treten nieder die wir, die sich wider uns erheben.
Ich traue nicht auf meinen Bogen,
Es hilft mir nicht mein Schwert,
Denn du allein hilfst uns von unsern Drängern
Und machst zuschanden unsre Hasser.
In Gott wir rühmen uns den ganzen Tag,
Wir preisen ewig deinen Namen.
Doch hast du uns verworfen und gebracht in Schanden,
Du ziehst nicht aus mit unsern Heeren.
Du ließest weichen uns zurück vorm Gegner,
Wir wurden ausgebeutet von den Hassern.
Du gabest uns dahin wie Schlachtvieh
Und hast zerstreut uns unter Völker.
Verkauft hast du dein Volk für nichts,
Ward kein Gewinn dir durch den Kaufpreis.
Zur Schande setztest du uns unsern Nachbarn,
Zu Schimpf und Spott den Nächsten.
Du hast zum Spottlied uns gemacht den Völkern,
Nationen schütteln über uns den Kopf.
An jedem Tag ist vor mir meine Schande
Und Schmach bedeckt mein Angesicht
Vor Schmähenden und Höhnenden
Und vor den Feinden und den Rächern.
All dies ist über uns gekommen,
Doch haben wir dich nicht vergessen
Und waren deinem Bunde treu.
Nicht abgewichen unser Herz
Und unser Schritt ist nicht von deinem Weg gewichen,
Da du uns niederschlugst am Orte der Schakale
Und uns bedeckt mit Todesschatten.
Wenn wir vergaßen unsres Gottes Namen
Und Hände hoben auf zu einer fremden Gottheit,
Ja, würde Gott das nicht erforschen?
Er kennt ja die Verborgenheit des Herzens.
Um deinetwillen werden allzeit wir gemordet
Und angesehn wie Schlachtvieh.
Erwache! Warum schläfst du, Herr?
Wach auf, verwirf uns nicht für immer!
Warum verbirgest du dein Antlitz,
Vergißt du unser Elend, unsre Drangsal?
Gebeugt zum Staub ist unsre Seele,
Klebt an der Erde unser Bauch.
Erhebe dich und hilf uns,
Erlöse uns um deiner Gnade willen!

45

(Dem Meister der Musik. Nach der Lilie. Von den Söhnen Korachs. Ein Weisheitslied, ein
Liebeslied.)

Es wallt mein Herz von schönen Worten über,


Ich singe meine Preisgesänge für den König,
Ist meine Zunge doch wie des geschickten Schreibers Griffel.
Du bist der Allerschönste unter allen Menschensöhnen,
Ist Anmut ausgegossen über deine Lippen,
Drum hat dich Gott gebenedeit für immer.
Dein Schwert dir gürte um die Hüfte, Held,
In deiner Majestät und Pracht!
Durchdringe Länder du in deiner Pracht,
Zieh du einher und kämpfe für die Treue
In Sanftmut und Gerechtigkeit!
Es lehre deine rechte Hand dich Wunderwirken!
Dein scharfer Pfeil soll Heiden fällen
Und dringen in das Herz der Königsfeinde!
Dein Thron, o Gott, für immer ist und ewig,
Ein Zepter der Gerechtigkeit dein Königtum!
Du liebst Gerechtigkeit, verabscheust Frevel,
Drum hat dich Gott gesalbt, dein Gott, mit Öl der Freude
Wie keinen andern deiner Weggenossen!
Nach Myrrhe, Aloe und Zimt all dein Kleider duften,
Aus Elfenbeinpalästen freut sich Saitenspiel!
Sind Königstöchter unter deinen Kostbarkeiten!
Schau, die Gemahlin steht zu deiner Rechten,
In Schmuck von Ophir-Gold!
Vernimm, o Tochter, schau und neig dein Ohr,
Vergiß dein Volk und deines Vaters Haus!
Denn es begehrt der König deine Schönheit,
Er ist der Herr, du neige dich vor ihm!
Die Töchter Tyrus‘ kommen mit Geschenken,
Die Edlen in dem Volk dein Antlitz streicheln!
Ganz herrlich ist die Königstochter in dem Innern,
Von golddurchwirkten Stoffen ihr Gewand,
In buntgewirktem Kleide wird geführt sie zu dem König!
Jungfrauen wandeln hinter ihr
Und ihre Freundinnen sind auch hereingebracht,
Sie werden eingeführt mit Jubelschall und Jauchzen,
Hereingebracht in den Palast des Königs!
Anstelle deiner Väter werden deine Söhne sein,
Du setzt als Fürsten ein sie auf der ganzen Erde.
Ich werde deinen Namen ins Gedächtnis rufen
Von Kind zu Kindeskind,
Drum werden Völker dich lobpreisen –
So wie im Anfang, so in diesen Zeiten und in Ewigkeit.

DER GANZE PSALTER

ERSTES BUCH

Wie selig ist, wer den Rat der Gottlosen verachtet und nimmt nicht den Pfad, den die
Sünder betreten, noch nimmt einen Sitz ein im Verein der Zyniker,
Aber erfreut sich an der Torah Jahwes und murmelt seine Torah Tag und Nacht.
Ein solcher ist wie ein Baum in der Nähe von Bächen gepflanzt, er trägt Früchte in
der rechten Saison, und seine Blätter verwelken nicht, und jedes seiner Projekte ist
erfolgreich.
Wie anders die Bösen, wie anders! Genau wie Spreu vom Wind weggeblasen!
Die Gottlosen halten nicht stand im Gericht, noch die Sünder in der Kommunion der
Frommen.
Denn Jahwe kennt den Weg des Aufrechten, aber der Weg der Gottlosen ist zum
Scheitern verurteilt.

Warum diese Aufregung unter den Nationen, dieses impotente Gemurmel der Völker?
Könige der Erde nehmen Stellung, Fürsten zusammen verschwören sich gegen Jahwe
und seinen Messias:
„Jetzt lasst uns ihre Fesseln zerreißen! Jetzt lasst uns von uns werfen ihre Stricke!“
Der thront in den Himmeln, lacht, Jahwe spottet über sie,
In seinem Zorn tadelt er sie, in seiner Wut trifft er sie mit Schrecken.
"Ich selbst habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion und ihn
gesalbt."
Ich will verkünden die Dekrete Jahwes: Er sagte zu mir: „Du bist mein Sohn, heute
habe ich dich gezeugt.
Erbitte von mir, und ich werde dir die Nationen als Erbe geben, die ganze weite Welt
als deinen Besitz.
Mit eisernem Zepter wirst du sie zerbrechen, sie zerschlagen, wie viele Töpfe."
So, jetzt, ihr Könige, kommt zur Besinnung, ihr irdischen Fürsten, lernt eure Lektion!
In Furcht seid unterwürfig Jahwe;
Mit Zittern küsst seine Füße, dass er nicht zürne und euren Weg zunichte mache,
denn sein Zorn entbrennt in Einem Augenblick. Wie gesegnet sind alle, die auf ihn
trauen!

(Psalm Davids. Als er von seinem Sohne Absalom fliehen musste.) Jahwe, wie
zahlreich sind meine Feinde, wie unzählige Personen, die sich gegen mich erheben,
Wie unzählige Personen, die von mir sagen: "Kein Heil ist für ihn von seinem Gott!“
Sela.
Aber du, Jahwe, bist der Schild an meiner Seite, meine Herrlichkeit, du hebst meinen
Kopf.
Ich rufe zu Jahwe, und er antwortet mir von seinem heiligen Berg. Sela.
Was mich betrifft, wenn ich in tiefem Schlaf liege, werde ich wach, denn Jahwe stützt
mich.
Ich habe keine Angst vor Menschen zu Tausenden und Abertausenden, die sich gegen
mich stellen, wo ich mich wende.
Steh auf, Jahwe, rette mich, mein Gott! Du schlägst allen meinen Feinden ins
Gesicht, die Zähne der Gottlosen zerbrichst du.
In Jahwe ist Heil, auf dein Volk komme dein Segen! Sela.

(Für den Chorleiter, zum Saitenspiel, ein Psalm Davids.) Wenn ich rufe, antworte mir,
o Gott, Erhalter meiner Rechte. In meiner Not stehe mir bei, hab Mitleid mit mir und
erhöre mein Gebet!
Ihr Kinder von Menschen, wie lange wollt ihr beschweren mein Herz, warum liebt ihr
die Illusionen? Vergeblich ist eure Jagd. Sela.
Realisiert, dass Jahwe durch Wunder seine Treuen führt, Jahwe hört, wenn ich zu ihm
rufe.
Seid vorsichtig, nicht zu sündigen, sprecht in eurem Herzen, und auf eure Betten seid
still. Sela.
Opfert das Rechte, und werft euer Vertrauen auf Jahwe.
Viele sagen immer: "Wer wird uns Glück stellen vor unsere Augen?“ Lass das Licht
deines Gesichts auf uns leuchten, Jahwe.
Meinem Herzen bist du eine reichere Freude, als all ihr Korn und Wein.
In Frieden lege ich mich und werde auf einmal einschlafen, denn du bist es und kein
anderer, Jahwe, der mich ausruhen lässt und sicher macht.

(Für den Chorleiter, zum Flötenspiel, ein Psalm Davids.) Höre auf meine Worte,
Jahwe, denke an mein Seufzen.
Höre mein Schreien, mein König und mein Gott! Zu dir bete ich,
Jahwe. Bei Tagesanbruch höre auf meine Stimme; bei Tagesanbruch leg ich meinem
Fall dir vor, und meine Augen fixiere ich auf dich.
Du bist nicht ein Gott, der Freude am Bösen hat, es kann kein Sünder dein Gast sein.
Prahlerisch werden sie ihre Taten unter deinem Blick nicht ertragen. Du hassest
Übeltäter,
Lügner wirst du zerstören, die Gewalttätigen und Hinterlistigen verabscheut Jahwe.
Aber, so groß ist deine treue Liebe, ich kann in dein Haus kommen, und in deinem
heiligen Tempel mich in Ehrfurcht verneigen vor dir.
In deiner Gerechtigkeit, Jahwe, führe mich, denn vor denen, die auf mich lauern,
mache du deinen Weg zur Ebene vor mir.
Nicht Einem Wort von ihren Lippen kann man trauen, durch und durch sind sie
zerstört, ihre Kehle ist breit, offenen Gräbern gleich, ihre Zungen sind verführerisch.
Lege die Schuld auf sie, Gott, ihre Intrigen sollen ihnen ihren eigenen Untergang
bringen, wegen ihrer unzähligen Straftaten stoße sie von dir, da sie sich gegen dich
aufgelehnt haben.
Aber sei die Freude für alle, die Zuflucht zu dir nehmen, gib endlose Lieder der
Freude! Du schützt sie, sie freuen sich in dir, die deinen Namen lieben.
Du bist es, der die Aufrechten, Jahwe, segnet, die du umgibst mit Wohlwollen, wie
mit einem Schild.

(Für den Chorleiter, als Zeichen, zur achtsaitigen Harfe, ein Psalm Davids.) Jahwe,
dein Tadel sei nicht für mich im Zorn, strafe mich nicht in der Hitze des Zorns.
Hab Mitleid mit mir, Jahwe, denn ich bin bleich geworden. Heile du mich, Jahwe,
meine Knochen sind erschüttert,
Mein Geist in seinen Tiefen ist erschüttert. Du aber, Jahwe... wie lange noch?
Jahwe, gib nach und bewahre mein Leben und rette mich wegen deiner treuen Liebe,
Denn im Tod gibt es keine Erinnerung an dich, wer kann dein Lob singen in der
Unterwelt?
Ich bin mit Stöhnen belastet, jede Nacht durchnässe ich mein Kopfkissen und begieße
mein Bett mit Tränen.
Meine Augen verkümmern ärgerlich wegen der Arroganz all meiner Feinde!
Weg von mir, alle Übeltäter! Denn Jahwe hat den Klang meines Weinens gehört,
Jahwe hat mein Flehen gehört. Jahwe wird mein Gebet akzeptieren.
Lass alle meine Feinde in Verwirrung gebracht werden, in ihren Tiefen erschüttert,
lass sie sich in plötzlicher Verwirrung zurückziehen.

(Lamentation Davids, die er Jahwe sang über Kusch, den Benjaminiten.) Jahwe, mein
Gott, ich nehme Zuflucht zu dir, hilf mir von allen meinen Verfolgern und rette mich,
Oder er wird mich wie ein Löwe reißen, trage mich allein, um mich zu retten.
Jahwe, mein Gott, wenn ich dies getan habe: wenn Ungerechtigkeit meine Hände
befleckt hat,
Wenn ich meinem Verbündeten mit Verrat zurückgezahlt habe oder nicht verschont
den, der mich angegriffen unprovoziert,
Dann kann ein Feind mich jagen herab und fangen mich, er kann trampeln mein
Leben in den Boden und zerquetschen meine wichtigen Teile im Staub. Sela.
Steh auf, Jahwe, in deinem Zorn, erhebe dich gegen die Arroganz meiner Feinde.
Wach auf, mein Gott, sprich dein Urteil.
Lass die Nationen sich versammeln um dich, herrsche über sie hoch!
Jahwe richtet die Nationen. Richte mich, Jahwe, meine Aufrichtigkeit und meine
Integrität verdienen es.
Setze ein Ende der Bosheit der Gottlosen, mache den Aufrechten fest, der sein Herz
und Verstand zu dir erhebt, es erkennen Gott die Gerechten.
Gott ist ein Schild, der mich schützt, er rettet die ehrlich von Herzen sind.
Gott ist ein gerechter Richter, langsam zum Zorn, aber ein Gott zu allen Zeiten
drohend
Für diejenigen, die nicht bereuen. Lasse den Gegner wetzen und zücken sein Schwert
und seinen Bogen spannen;
Aber er macht sich selbst bereit Instrumente des Todes und schießt seine Pfeile mit
Feuer ab;
Blicke auf ihn: Er ist schwanger mit Bosheit, und nach der Schwangerschaft gibt er
Geburt dem Verrat.
Er gräbt eine Falle, er schöpft es aus, aber er fällt selbst in die Falle, die er selbst
gemacht.
Sein Trotz prallt auf seinen Kopf, seine Brutalität fällt zurück auf seinen eigenen
Schädel.
Ich danke Jahwe für seine rettende Gerechtigkeit. Ich singe dem Namen des
Allerhöchsten.

(Für den Chorleiter, auf dem Saitenspiel der Giddith, ein Psalm Davids.) Jahwe,
unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Welt! Wir singen deiner
Majestät, höher als der Himmel,
Auch durch den Mund der Kinder oder der Babys in den Armen machen wir dir eine
Festung, fest gegen deine Feinde, um den Feind und Revolutionär zu unterwerfen.
Ich schaue zu deinen Himmeln, mit den Fingern geformt, den Mond und die Sterne,
die du festgesetzt hast.
Was sind die Menschen, dass du an sie denkst, oder das Kind von Adam, dass du dich
seiner annimmst?
Doch du hast ihn etwas weniger als einem Gott gemacht, du hast ihn gekrönt mit
Herrlichkeit und Schönheit,
Es machte ihn Jahwe zum Herrn der Werke seiner Hände, alle Dinge legte er unter
seine Füße,
Schafe und Rinder, sie alle, und sogar die wilden Tiere,
Vögel am Himmel, Fische im Meer, was seinen Weg über den Ozean nimmt.
Jahwe, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Welt!

(Für den Chorleiter, auf Oboe und Harfe, ein Psalm Davids.) Ich danke dir, Jahwe,
mit meinem ganzen Herzen, ich erzähle alle deine Wunder,
Ich freue mich und habe Freude in dir, ich singe deinen Namen, Höchster.
Meine Feinde sind auf dem Rückzug, sie fallen und vergehen in deiner Gegenwart,
Denn du hast ein gerechtes Urteil zu meinen Gunsten gefällt, auf deinem Thron sitzt
du als gerechter Richter.
Du hast die Nationen zurechtgewiesen, die Bösen vernichtet, ausgelöscht ihre Namen
für immer und ewig;
Der Feind ist ausgelöscht - nur Ruinen für immer - ihre Städte wurde vernichtet, ihre
Stärke ist untergegangen. Siehe,
Jahwe thront für immer, er spricht auf seinem Thron das Urteil;
Er wird über die Welt in Rechtschaffenheit urteilen, wird ein wahres Urteil über die
Nationen fällen.
Jahwe ist eine Hochburg für die Unterdrückten, eine Hochburg in Zeiten der Not!
Diejenigen, die deinen Namen verehren, die können sich auf dich verlassen, die lässt
du nie im Stich, die dich suchen, Jahwe.
Singet Jahwe, der in Zion wohnt, es mögen sagen die Völker von seinen großen
Taten,
Denn der Blutgierige wird nicht vergessen, der Herr ignoriert nicht das Schreien der
Elenden.
Habe Mitleid mit mir, Jahwe, siehe mein Elend, ziehe mich wieder herauf von den
Toren des Todes,
Damit ich all dein Lob in den Toren der Tochter Zion erzähle und freue mich über
deine Hilfe.
Die Nationen haben die Fallen aufgestellt, ihre Füße liegen in der Schlinge gefangen,
die sie selber auslegten.
Jahwe hat sich bekannt gemacht, da er das Urteil gefällt hat über die Bösen nach
ihren eigenen Werken, und hat ihre Hände gefesselt. Sela.
Möge der Gottlose fahren hinab in die Hölle, alle Nationen sind vergesslich Gottes.
Denn die Bedürftigen sind nicht für immer vergessen, nicht für immer ist die
Hoffnung der Armen zunichte.
Steh auf, Jahwe! Persönliche Kraft wird sich nicht durchsetzen. Die Nationen werden
im Gerichtsverfahren vor dir stehen.
Schlage sie mit Schrecken, Jahwe, die Heiden sollen erfahren, dass sie nicht mehr als
menschliche Wesen sind. Sela.

10

Warum, Jahwe, hältst du dich so fern, bleibst in Zeiten der Not verborgen?
In ihrem Stolz jagen die Bösen die Schwachen, die in den Fesseln gefangen werden,
die sie ausgeworfen haben.
Die Gottlosen sind stolz auf ihre innersten Wünsche, in ihren Lästerungen
verschmähen sie Jahwe,
Die Bösen in ihrer Arroganz sehen nicht sehr weit. "Es gibt keinen Gott", ist ihr
einziger Gedanke.
In allen Umständen gewährleistet dein Schritt uns Hilfe, deine Urteile sind über ihren
Köpfen. Deine Rivalen? Du spottest über sie alle.
Er spricht in seinem Herzen: "Ich werde nicht wanken." Frei von Schwierigkeiten
sucht er sich selbst,
Er verwünscht andere. Seine Rede ist voll von Lügen und Einschüchterungen, unter
seiner Zunge lauern Trotz und Bosheit.
Im Unterholz liegt er in einem Hinterhalt, in seinem Versteck ermordet er den
Unschuldigen. Er beobachtet aufmerksam die Unterdrückten,
Lauert ungesehen wie ein Löwe in seinem Lager, lauert auf den Armen, er stürzt sich
auf ihn und zieht ihn in sein Netz.
Er kauert sich tief und fällt die armen Elenden in seinen Klauen;
Er spricht in seinem Herzen: "Gott vergisst mich, er hat sein Gesicht abgewandt, um
nicht zu sehen das Ende."
Steh auf, Jahwe! Gott, die Hand hebe, nicht vergiss die Betroffenen!
Warum soll der Gottlose denn Gott verachten, versichere dich selbst, wird er dir denn
nie folgen?
Du hast gesehen die Mühe und den Ärger, siehe, nimm es in die Hand. Die
Unterdrückten stützen sich auf dich, du bist die einzige Zuflucht der Waisenkinder!
Brich den Arm des Gottlosen und Bösen, suche die Bosheit heim, bis sie nicht mehr
zu finden ist.
Jahwe ist König für immer und ewig, er hat die Heiden aus seinem Land vertrieben.
Jahwe, höre die Klagen der Armen, mach ihnen Mut, du gewähre ihnen eine
Anhörung,
Ein Urteil fälle für die Verwaisten und Ausgenutzten, so dass die erdentsprossenen
Menschen der Terror nicht mehr schlägt.

11

(Für den Chorleiter, von David.) In Jahwe habe ich eine Zuflucht gefunden. Wie
könnt ihr mir sagen: „Vogel, fliehen auf deinen Berg?“
Denn siehe, die Bösen spannen ihre Bögen, legen ihre Pfeile auf die Sehnen, um auf
ehrliche Menschen aus dem Schatten zu schießen.
Wenn die Grundfesten stürzen in den Ruin, was kann der Aufrechte tun?
Jahwe in seinem heiligen Tempel! Jahwe, sein Thron ist im Himmel, seine Augen
wachen über die Welt, sein Blick prüft die Kinder von Adam.
Jahwe prüft die Aufrechten und die Bösen, die Liebhaber der Gewalt verabscheut er.
Er wird glühende Kohlen, Feuer und Schwefel auf die Bösen regnen lassen, ein
sengender Wind wird ihr Los sein.
Denn Jahwe ist aufrecht und liebt die Aufrichtigkeit, der Ehrliche wird ewig sein
Angesicht sehen.

12

(Für den Chorleiter, auf der achtsaitigen Harfe, ein Psalm Davids.) Hilf, Jahwe!
Niemand bleibt treu, die Gläubigen sind verschwunden unter den Kindern von Adam.
Ein Freund erzählt Lügen dem Freund, und der Glattzüngige spricht aus einem
unaufrichtigen Herzen.
Jahwe möge wegschneiden jede glatte Lippe, jede prahlerische Zunge,
Diejenigen, die sagen: „In unserer Zunge liegt unsere Stärke, unsere Lippen sind
unsere Verbündeten, wer darf uns beherrschen?“
"Für die Armen, die geplündert werden, die Bedürftigen, die stöhnen, jetzt werde ich
handeln", sagt Jahwe, "ich werde Erlösung gewähren für diejenigen, die danach
seufzen."
Jahwes Verheißungen sind Verheißungen, wie Silber, das aus der Erde sieben Mal
verfeinert kommt.
Du, Jahwe, wirst über sie wachen, du wirst sie vor dieser Brut für immer schützen.
Die Gottlosen werden in jede Richtung zerstreut, wie groß ist doch die Verdorbenheit
unter den Kindern von Adam.

13

(Für den Chorleiter, ein Psalm Davids.) Wie lange, Jahwe, wird man mich vergessen?
Für immer? Wie lange wirst du abwenden dein Gesicht von mir?
Wie lange muss ich stillen die Revolution in meiner Seele, Kummer in meinem
Herzen Tag und Nacht? Wie lange ist der Feind über mich Herrscher?
Hier bin ich, antworte mir, Jahwe, mein Gott! Gib Licht in meine Augen oder ich
werde in den Todesschlaf fallen.
Oder mein Feind wird sich rühmen: "Ich hab ihn überwältigt!“ und mein Feind hat
die Freude, mich stolpern zu sehen.
Was mich betrifft, ich vertraue auf deine treue Liebe, Jahwe. Lass mein Herz Freude
finden in deiner Hilfe, lass mich singen Jahwe über seine Großzügigkeit zu mir, lass
mich dem Namen singen Jahwe dem Höchsten!

14

(Für den Chorleiter, von David.) Der Narr spricht in seinem Herzen, er sagt: "Es gibt
keinen Gott." Ihre Taten sind korrupt und gemein, nicht einer von ihnen macht es
richtig.
Jahwe schaut vom Himmel auf die Kinder von Adam, um zu sehen, ob ein Einziger
weise ist, er ist ein einziger Gott.
Keiner von ihnen macht es richtig, nicht ein einziger ist gerecht, alle sind gleich
schlecht geworden.
Sind sie sich nichts bewusst, all diese Übeltäter? Sie verschlingen mein Volk, dies ist
das Brot, das sie essen, und sie rufen nie zu Jahwe.
Sie werden von Angst, wo es keine Notwendigkeit für die Angst gibt, ergriffen
werden, denn Gott steht auf der Seite des Aufrechten;
Sie können über die Pläne der Armen spotten, aber Jahwe ist deren Zuflucht.
Wer wird aus Zion bringen das Heil für Israel? Wenn Jahwe seine Leute nach Hause
bringt, welche Freude für Jakob, was für ein Glück für Israel!

15

(Psalm Davids.) Jahwe, wer kann in deinem Zelt ein Zuhause finden, auf deinem
heiligen Berge wohnen?
Wer untadelig lebt, wer aufrecht handelt, wer da spricht Wahrheit aus dem Herzen,
Wer die Zunge unter Kontrolle hält, wer nicht falsch ist zu einem Kameraden, wer
keinen Nachbarn in Verruf bringt,
Wer mit Verachtung blickt auf die Abscheulichen, aber ehrt die, die Jahwe fürchten,
wer zu seinem Eid um jeden Preis steht,
Wer keinen Wucher für Kredite verlangt, wer keine Bestechung annimmt, den
Unschuldigen zu schaden. Niemand, der so wirkt, kann jemals erschüttert werden.

16

(Mit einer ruhigen Stimme zu singen, von David.) Beschütze mich, o Gott, in dir ist
meine Zuflucht.
Zu Jahwe sage ich: "Du bist mein Herr, mein Glück ist in keinem
Der heiligen Geister der Erde." Du bringst nur Vorteile denen, die dich lieben.
Menschen strömen, um ihre Idole wimmelt es nur so. Nie werde ich ihnen Trankopfer
ausgießen! Ich nehme niemals ihre Namen auf meine Lippen.
Dein Erbe ist mein Becher, Jahwe, du, du allein, du machst mich sicher.
Die Mess-Schnur markiert für mich einen reizvollen Ort, mein Erbe ist alles, was ich
nur wünschen kann.
Ich segne Jahwe, der mein Berater ist, auch in der Nacht mein Herz befiehlt mir.
Ich halte mir Jahwe immer vor Augen, denn mit ihm an meiner rechten Hand kann
mich nichts erschüttern.
Also mein Herz freut sich, meine Seele ist erfreut, auch mein Körper wird sicher
ruhen,
Denn du wirst mich nicht verlassen, und dass ich in die Hölle fahre, kannst du nicht
zulassen, dass dein treuer Diener den Abgrund sehen muss.
Du wirst mich lehren den Weg des Lebens, grenzenlose Freude in deiner Gegenwart,
an deiner rechten Hand ist für immer die Wonne.

17
(Gebet von David.) Höre, Jahwe, eine aufrechte Ursache, achte auf mein Schreien,
leihe ein Ohr meinem Gebet, meinen Lippen frei von Betrug.
Von deiner Anwesenheit kommt meine Bestätigung, öffne mir die Augen für das
Richtige.
Untersuche mein Herz in der Nacht, du hast mich geprüft durch Feuer und findest
nichts Böses. Ich habe nicht mit meinem Mund gesündigt,
Wie die meisten Menschen tun. Ich habe das Wort deiner Lippen gehütet,
Meine Schritte streunten nie von den Pfaden, die du festgelegt hast, von deinen
Spuren, so dass meine Füße niemals stolperten.
Ich rufe dich an, Gott, du mögest mir antworten, wende deine Ohren zu mir, höre,
was ich sage.
Gib mir Beweise für deine treue Liebe, du Retter all derer, die hoffen auf dich, in
deiner Kraft gegen jeden Angriff.
Behüte mich wie die Pupille eines Auges, schütze mich im Schatten deiner Flügel
Rette mich aus der Gegenwart der Gottlosen, die mich misshandeln würden;
Todfeinde nähern sich mir.
Vertieft in sich selbst, sind sie arrogant im Reden ihrer Worte.
Sie sind mir voran, jetzt sind sie beim Schluss, gerade bei der Chance, mich zu Boden
zu schleudern,
Wie ein Löwe sich auf mich zu stürzen, wie ein junger Löwe, hockend im Hinterhalt.
Steh auf, Jahwe, konfrontiere ihn und bringe ihn nach unten, mit dem Schwert rette
mein Leben vor den Schlechten,
Jahwe, vor den Sterblichen, vor der Hand von Sterblichen, deren Teil ist das Leben in
dieser Welt. Sie füllen ihre Bäuche aus deinen Kammern, ihre Kinder werden alles,
wozu sie Lust haben, bekommen und lassen noch ihre Überschüsse ihren Kindern.
Aber ich in meiner Rechtschaffenheit werde dein Gesicht sehen, und wenn ich wach
werde, werde ich mit der Vision von dir erfüllt werden.

18

(Für den Chorleiter, von David, dem Knecht Jahwes, der die Worte dieses Liedes
richtete an Jahwe, als Jahwe ihn von allen seinen Feinden und aus den Fängen Sauls
befreit hatte. Er sagte) Ich liebe dich, Jahwe, meine Kraft! Mein Heiland, du hast
mich vor Gewalt gerettet.
Jahwe ist mein Fels und meine Burg, mein Erretter, mein Gott. Ich nehme zu ihm
Zuflucht, meinem Fels, meinem Schild, meiner Kraft, meiner Burg, meinem
Zufluchtsort.
Ich rufe zu Jahwe, der des Lobes würdig ist, und ich bin vor meinen Feinden gerettet.
Die Wellenbrecher des Todes kamen dicht zu mir, Belials Schlund war bereit, mich zu
verschlucken,
Des Totenreichs Schlingen umgaben mich auf jeder Seite, die Fallen des Todes lagen
vor mir,
Ich rief Jahwe an in meiner Angst, da schrie ich um Hilfe, und mein Gott, von seinem
Tempel hörte er meine Stimme, mein Schreien kam zu seinen Ohren.
Da bebte die Erde und ward erschüttert, der Berge Grundlagen schauderten, als er in
seinem flammenden Zorn bebte.
Rauch stieg aus seiner Nase, aus dem Mund verzehrendes Feuer. Kohlen wurden
angezündet.
Er teilte die Himmel und fuhr herab, eine Sturm-Wolke unter seinen Füßen;
Reitend eines der geflügelten Wesen, so flog er, hochfliegend auf den Flügeln des
Windes.
Er deckte die Dunkelheit auf, sein Pavillon war über dem dunklen Wasser und den
dichten Wolken.
Eine Helligkeit leuchtete vor ihm, Hagel und loderndes Feuer.
Jahwe donnerte vom Himmel, der Höchste, seine Stimme war zu hören.
Er schoss seine Pfeile und verstreute sie, er schleuderte seine Blitze und verwirrte sie.
Die tiefen Quellen des Ozeans waren aufgebrochen, es wurden die Grundlagen der
Welt bloßgelegt, vor deinem Brüllen, Jahwe, bei der Explosion des Atems deiner
Nase!
Er griff aus der Höhe, schnappte mich, zog mich aus der Wassertiefe,
Rettete mich vor meinem mächtigen Feind, vor meinen Feinden, die stärker waren als
ich.
Sie ergriffen mich an meinem Tag der Katastrophe, aber Jahwe war da, um mich zu
unterstützen;
Er befreite mich, setzte mich auf freien Fuß, rettete mich, weil er mich liebt!
Jahwe belohnt mich für meine Rechtschaffenheit, wie meine Hände rein sind, damit
er mir den Lohn zahlt,
Da ich die Wege Jahwes eingehalten habe und nicht abgefallen bin von meinem Gott.
Seine Urteile sind alle vor mir, seine Satzungen habe ich nicht weggewiesen von mir.
Ich bin untadelig lebendig vor Gott, ich halte mich klar fern von dem Bösen.
So Jahwe belohnt mich, weil ich aufrichtig handle, weil er sehen konnte, ich war rein.
Du bist treu den Gläubigen, tadellos den Schuldlosen,
Aufrichtig zu den Aufrichtigen, aber schlau den Listigen,
Menschen, die vor dir bescheiden sind, die bewahrst du, und demütigst die mit
stolzen Blicken.
Jahwe, du selbst bist meine Lampe, mein Gott erleuchtet meine Dunkelheit;
Mit dir stürme ich die Mauer, mit meinem Gott kann ich jede Mauer überspringen.
Dieser Gott, sein Weg ist untadelig, das Wort Jahwes ist im Feuerofen geprüft, denn
er allein ist der Schirm von allen, die auf ihn trauen.
Denn wer ist Gott außer Jahwe, wer ist ein Fels als allein unser Gott?
Dieser Gott, der mich mit Kraft gürtet, der macht meinen Weg frei von Schuld,
Der mich so schnell wie ein Reh macht und macht mich fest und stellt mich auf die
Höhen,
Der meine Hände für den Kampf trainiert, meine Arme, um einen ehernen Bogen zu
spannen.
Du gibst mir deinen unbesiegbaren Schild. Deine rechte Hand hält mich fest. Du
hörst nie auf, mir zuzuhören,
Du gibst mir die Schritte eines Riesen, gib mir die Knöchel, die nie schwach werden.
Ich verfolge meine Feinde und überhole sie, ich wende mich nicht um, bis sie
vernichtet sind;
Ich schlage sie nieder, dass sie sich nicht erheben können, sie fallen, sie liegen unter
meinen Füßen.
Du hast mich umgürtet mit Kraft für den Kampf, hast meine Angreifer unter mich
gebeugt,
Meine Feinde müssen sich vor mir zurückziehen, und die, die mich hassen, die
zerstöre ich.
Sie schreien, es ist niemand da sie zu retten, zu Jahwe, aber es kommt keine Antwort.
Ich werde sie zerstreuen wie Staub vor dem Wind, ich trample sie nieder wie Dreck
auf der Gasse.
Du befreist mich von den Streitigkeiten meines Volkes, du stellst mich an die Spitze
der Nationen, ein Volk, das ich nicht kannte, die sind jetzt meine Knechte;
Ausländer kommen und umwerben meine Gunst, kaum haben sie gehört, schon
gehorchen sie mir;
Ausländer, mit schwachen Nerven kommen sie aus ihren Burgen zitternd.
Jahwe lebt! Gepriesen sei mein Fels! Der Erhabene, mein Gott, der mir hilft,
Der Gott, der mir Rache verschafft, und unterwirft mir ganze Völker,
Der mich rettet vor meinen wütenden Feinden. Du hebst mich hoch über die, die
mich angreifen, du hast mich gerettet vor dem Mann der Gewalt.
Dafür habe ich dich zu loben, Jahwe, unter den Völkern, und singen will ich das Lob
deinem Namen.
Er rettet seinen König zur rechten Zeit, er zeigt seine treue Liebe zu seinem Messias,
David und seinen Erben für immer.

19

(Für den Chorleiter, ein Psalm Davids.) Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes,
die Gewölbe des Himmels künden das Werk seiner Hände,
Tage künden es Tagen, Nacht um Nacht liegen die Hände auf dem Wissen.
Keine Äußerung, überhaupt keine Rede, kein Laut zu hören,
Aber von der gesamten Erde das Design zeichnet sich ab, es erreicht diese Nachricht
die ganze Welt. Hoch oben schlug er ein Zelt auf für Sol,
Der aus seinem Pavillon wie ein Bräutigam kommt, erfreut wie ein Champion, im
Zuge einher zu ziehen.
Sich erhebend am einen Horizont, läuft er seinen Kreislauf auf die andere Seite, und
nichts kann seiner Hitze entkommen.
Die Torah Jahwes ist vollkommen, Erfrischung für die Seele, das Dekret Jahwes ist
vertrauenswürdig, Sophia gibt er dem Einfachen.
Die Befehle Jahwes sind ehrlich, Freude für das Herz, das Gebot Jahwes ist rein,
Licht für die Augen.
Die Ehrfurcht Jahwes ist rein, dauerhaft für immer, die Urteile Jahwes sind wahr,
aufrecht, jedem gegeben,
Wünschenswerter als Gold, als selbst die feinsten Goldstücke, seine Worte sind süßer
als Honig, der aus der Wabe tropft.
So wird dein Knecht durch sie gebildet, sie zu beobachten, bringt große Belohnung.
Aber wer kann seine eigenen Fehler erkennen? Wasche meine versteckten Fehler ab.
Und vor Stolz bewahre deinen Diener, lass ihn nie meinen Meister sein. So werde ich
über jeden Zweifel erhaben sein, frei von schweren Sünden.
Mögen die Worte meines Mundes immer Gnade finden, und das Flüstern meines
Herzens, in deiner Gegenwart, Jahwe, mein Fels, mein Erlöser.

20

(Für den Chorleiter, ein Psalm Davids.) Möge Jahwe mit dir sein in der Zeit der Not,
es kann der Name des Gottes Jakobs dich schützen!
Er sende dir Hilfe vom Heiligtum, gebe dir von Zion Unterstützung!
Möge er sich erinnern an alle Opfer und Freude haben an euren Brandopfern! Sela.
Möge er dir den Wunsch deines Herzens gewähren und krönen all deine Pläne mit
Erfolg!
So, dass du mit Freude siegen kannst, wir stellen unsere Reihen auf im Namen
unseres Gottes. Möge Jahwe dir gewähren all dein Verlangen.
Jetzt weiß ich, dass Jahwe den Sieg gibt seinem Messias. Es wird von seinem
heiligen Himmel mit großen Taten der Sieg von seiner rechten Hand kommen.
Einige setzen auf Streitwagen, einige auf Pferde, aber wir auf den Namen Jahwes,
unseres Gottes.
Sie werden stürzen und fallen, während wir stehen aufrecht und fest.
Jahwe, König! Antworte uns, wenn wir dich anrufen.

21

(Für den Chorleiter, ein Psalm Davids.) Jahwe, es freut sich der König an deiner
Kraft, wie deine Hilfe ihn erfüllt mit Freuden!
Du hast ihm seinen Herzenswunsch gewährt, ihm nicht verweigert die Gebete seiner
Lippen. Sela.
Denn du kommst, um ihn mit Segnungen des Wohlstands gerecht zu machen, du legst
eine goldene Krone auf seinen Kopf.
Er hat dich um Leben gebeten, du hast es ihm für immer und ewig gegeben, die
Länge der Tage.
Groß ist seine Herrlichkeit durch deine Hilfe, du hast ihn mit Herrlichkeit und
Majestät gekrönt.
Du verleihst ihm ewige Segnungen und erfreust ihn mit der Freude deiner Gegenwart.
Denn der König setzt sein Vertrauen auf Jahwe, die treue Liebe des Höchsten wird
ihm zufallen.
Deine Hand wird alle deine Feinde finden, es erreicht deine rechte Hand alle, die dich
hassen.
Du wirst sie in den glühenden Ofen schleudern an dem Tag, wenn du erscheinen
wirst; Jahwe wird sie verschlingen in seinem Zorn, und Feuer wird sie verzehren.
Du wirst die Erde von ihren Nachkommen reinigen, die Menschheit von ihren
Nachkommen.
Sie haben ersonnen Böses gegen dich, aber die Handlung, wie sie wollen, sie wird
ihnen nicht gelingen,
Du wirst ihnen den Rücken zukehren, du wirst schießen deine Pfeile in ihre
Gesichter.
Steh auf, Jahwe, in deiner Kraft! Wir werden dir singen und musizieren zum Ruhme
deiner Kraft.

22

(Für den Chorleiter, zur Melodie "Die Hirschkuh in der Morgenröte“, ein Psalm
Davids.) Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Die Worte meiner
Klage tun nichts, um mich zu retten.
Mein Gott, ich rufe bei Tag, aber du antwortest nicht, in der Nacht, aber ich finde
keine Ruhe.
Doch du, der Heilige, der in den Lobgesängen Israels zu Hause ist,
In dich setzten unsere Vorfahren ihr Vertrauen, sie vertrauten, und du hast sie befreit.
Dich haben sie um Hilfe angerufen und wurden errettet; in dich vertrauten sie und
wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm, weniger als ein Mensch, verachtet von der Menschheit,
verschmäht von den Menschen;
Alle, die mich sehen, verspotten mich, sie spotten und schütteln ihre Köpfe:
"Er vertraute Jahwe, möge Jahwe ihn befreien! Soll er ihn doch retten, wenn er solche
Freude an ihm hat."
Du warst es, der mich aus dem Schoß zog und beruhigte mich an der Brust meiner
Mutter.
Auf dich war ich von meiner Geburt an geworfen, von Mutterschoß an gehöre ich dir.
Bleibe nicht abseits, denn Angst ist in mir, und da ist niemand, mir zu helfen!
Viele Stiere werden mich umgeben, wilde Stiere sind dicht um mich.
Reißende Löwen brüllen und öffnen ihre Rachen gegen mich.
Meine Kraft ist weggerieselt, alle meine Knochen sind unzusammenhängend, mein
Herz ist wie Wachs geschmolzen in mir.
Mein Mund ist trocken wie Kiesel, meine Zunge klebt an meinem Gaumen. Du legst
mich in des Todes Staub.
Ein Rudel Hunde umgibt mich, eine Bande von Schurken ist dicht um mich, als ob
sie zerhacken wollten meine Hände und meine Füße.
Ich kann alle meine Knochen zählen, während sie aufschauen und sich an mir
weiden;
Sie teilen meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand.
Jahwe, bleib nicht fern! Meine Kraft, komm schnell zu meiner Hilfe,
Rette meine Seele vom Schwert, mein Leben aus den Fängen des Hundes!
Rette mich vor dem Rachen des Löwen, mein armes Leben vor des wilden Bullen
Hörnern!
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, dich loben in der
Vollversammlung:
"Ihr, die ihr Jahwe fürchtet, lobt ihn! Die ganze Rasse Jakobs, verehrt ihn! Verehrt
ihn, die ganze Rasse Israels!"
Denn er hat nicht verachtet noch weggeschaut von der Armut der Armen, nicht
weggewendet sein Gesicht, sondern auf die Hilfeschreie gehört.
Dir gilt mein Lobpreis, ich werde erfüllen mein Gelübde vor allen, die dich fürchten.
Die Armen werden essen und satt werden, diejenigen, die Jahwe suchen und ihn
loben: "Möge dein Herz für immer leben!"
Die ganze Welt wird sich erinnern, und vor Jahwe werden sich alle Geschlechter der
Nationen beugen.
Denn Jahwe, dem Herrscher der Völker, gehört die königliche Macht!
Alle, die auf der Erde gedeihen, werden sich vor ihm beugen, alle, die in den Staub
gesunken, werden ihm Ehrfurcht erweisen. Und diejenigen, die tot sind,
Und ihre Nachkommen werden ihm dienen, und sie werden seinen Namen verkünden
allen Generationen,
Die noch kommen, und diese werden von seinem Heil sagen, von seiner
Gerechtigkeit erzählen einem noch ungeborenen Volk: Er hat es erfüllt.

23

(Psalm Davids.) Jahwe ist mein Hirte, mir fehlt nichts.


In Wiesen lässt er mich liegen. An die ruhigen Ströme führt er mich,
Meinen Geist wiederherzustellen. Er leitet mich in den Pfaden der Gerechtigkeit, wie
es seinem Namen gemäß ist.
Selbst wenn wandle ich in einer Schlucht so dunkel wie der Tod, ich sollte keine
Gefahr fürchten, denn du bist an meiner Seite. Dein Stecken und dein Hirtenstab sind
da, um mich zu beruhigen.
Du bereitest vor mir einen Tisch vor den Augen meiner Feinde, du hast mein Haupt
mit Öl gesalbt, mein Becher läuft über.
Freundlichkeit und treue Liebe folgen mir jeden Tag meines Lebens. Ich werde
kommen in das Haus meiner Heimat bei Jahwe für alle Zeiten.

24

(Psalm Davids.) Jahwe gehört die Erde und was sie enthält, die Welt und alle, die dort
leben;
Er ist es, der seine Grundlagen auf der See gelegt, auf den fließenden Gewässern.
Wer darf hinaufziehen zum Berge Jahwes? Wer wird stehen an seiner heiligen Stätte?
Der saubere Hände und ein reines Herz hat, dessen Herz nicht auf Eitelkeiten aus ist,
wer keinen Eid, um zu täuschen, beschwört, der ist eingesetzt.
Ein solcher wird empfangen Segen von Jahwe, Gerechtigkeit vom Gott seines Heils.
Das ist das Volk, das ihn sucht, das deine Anwesenheit sucht, Gott Jakobs. Sela.
Tore, hebt die Köpfe hoch, hebt hoch die alten Pforten, und der König der
Herrlichkeit wird einziehen!
Wer ist er, dieser König der Herrlichkeit? Es ist Jahwe, stark und tapfer, Jahwe, tapfer
in der Schlacht.
Tore, hebt die Köpfe hoch, hebt hoch die alten Pforten und der König der Herrlichkeit
wird einziehen!
Wer ist er, dieser König der Herrlichkeit? Jahwe Zebaoth, er ist der König der Glorie.
Sela.

25

(Von David.) Anbetung dir, Jahwe,


Dir, meinem Gott. In meinem Vertrauen in dich enttäusche mich nicht, lass meine
Feinde nicht über mich frohlocken.
Wer dich anruft, wird niemals zuschanden werden, aber Schade wird denen, die
grundlos brechen den Glauben.
Führe mich auf deinen Wegen, Jahwe, und lehre mich deine Pfade.
Ermutige mich in deiner Wahrheit und lehre mich, da du Gott bist, der mich rettet.
Denn meine Hoffnung bist du den ganzen Tag - das ist deine Großzügigkeit, Jahwe.
Güte und treue Liebe sind von dir für immer, Jahwe, du wirst sie nicht vergessen.
Denke nicht an meine Jugendsünden, aber denke daran, was mir deine treue Liebe
diktiert.
Integrität und Großzügigkeit sind Zeichen Jahwes, denn er bringt zurück auf den
rechten Weg die Sünder.
Umsichtig führt er die Bescheidenen, weist den Armen den Weg.
Unfehlbare Freundlichkeit und Konstanz markieren alle Wege Jahwes für diejenigen,
die seinen Bund und seine Verordnungen halten.
Lass meine Sünde, so groß sie ist, vergeben werden, Jahwe, um deines Namens
willen.
Menschen, die Jahwe respektieren, was ist mit ihnen? Er lehrt sie, wie sie wählen
müssen.
Nachbarn des Glücks sollen sie werden und leben, und ihre Kinder sollen erben das
Land.
Nur diejenigen, die fürchten Jahwe, haben sein Mysterium und seinen Bund, für ihre
Erkenntnis.
Dauernd sind meine Augen auf Jahwe gerichtet, denn er wird meinen Fuß aus der
Schlinge befreien.
Quick! wende dich zu mir, habe Mitleid mit mir, allein und elend wie ich bin!
Lindere die Not meines Herzens, bringen mich aus meiner Einschränkung heraus.
Wirf einen Blick für mein Elend und meinen Schmerz, alle meine Sünden.
Nimm zu Kenntnis, wie unzählig sind meine Feinde, wie gewalttätig ihr Hass auf
mich ist.
Wenn du mich schützt und mich rettest, werde ich nicht zuschanden werden, denn du
bist meine Zuflucht.
Tugend und Integrität sind mein Schutz, denn meine Hoffnung, Jahwe, ist in dir.
Befreie Israel, Gott, aus allen seinen Sorgen.
26

(Von David.) Jahwe, sei mein Richter! Ich gehe meinen Weg in Unschuld, mein
Vertrauen in Jahwe wird nicht schwanken.
Prüfe mich, Jahwe, untersuche mich, erforsche mein Herz und meinen Geist im
Feuer.
Denn deine treue Liebe ist vor meinen Augen, und ich lebe mein Leben in deiner
Wahrheit.
Ich sitze nicht mit Verschwendern zusammen, ich unternehme keine Reisen mit
Heuchlern;
Ich hasse die Gesellschaft von Sündern, ich weigere mich, mit dem Gottlosen
zusammen zu sitzen.
Ich werde meine Hände in Unschuld waschen und mich der Prozession um deinen
Altar anschließen, Jahwe,
Zu bringen Danksagung und allen deine Wunder zu verkünden.
Jahwe, ich liebe die Schönheit deines Hauses und den Ort, wo deine Herrlichkeit
wohnt.
Paare mich nicht mit den Sündern, noch mein Leben mit den Menschen der Gewalt,
Deren Hände mit Schuld befleckt sind, ihre rechte Hand ist schwer von
Bestechungsgeldern.
In Unschuld werde ich auf dem Weg gehen; erlöse mich, hab Mitleid mit mir.
Ich gehe auf dem rechten Weg, ich will dich segnen, Jahwe, in den Versammlungen.

27

(Von David.) Jahwe ist mein Licht und mein Heil, wen sollte ich fürchten? Jahwe ist
die Festung für mein Leben, wen sollte ich fürchten?
Wenn die Gottlosen wüten gegen mich, um mich aufzufressen, sie, meine Gegner,
meine Feinde, sind diejenigen, die stolpern und fallen.
Obwohl eine Armee lagert gegen mich, mein Herz wird sich nicht fürchten, auch
wenn ein Krieg ausbrechen wird gegen mich, mein Vertrauen wird niemals erschüttert
werden.
Eine Sache erbitte ich von Jahwe, eine Sache suche ich: In Jahwes Haus zu wohnen
alle Tage meines Lebens, um die Süßigkeit Jahwes zu genießen in seinen Tempel.
Denn er versteckt mich unter seinem Dach am Tag der Bösen, er verbirgt mich in
seinem Zelt, er stellt mich hoch auf einen Felsen.
Nun hebe ich meinen Kopf hoch über die Gegner, die mich umgeben, in seinem Zelt
werde ich mein Opfer ihm anbieten. Ich werde singen, ich werde Musik für Jahwe
machen.
Jahwe, höre meine Stimme, wie ich weinen muss, hab Mitleid mit mir, antworte mir!
Von dir hat mein Herz gesagt: „Sucht sein Angesicht!" Dein Angesicht, Jahwe, suche
ich;
Wende dich nicht von mir ab. Stoße deinen Knecht nicht im Zorn nieder, ohne dich
bin ich hilflos. Verlass mich nie, nie verlasse mich, Gott, mein Retter.
Auch wenn mein Vater und meine Mutter mich verlassen, Jahwe wird mich sammeln.
Jahwe, lehre mich deine Art und Weise, führe mich auf dem Weg der Integrität um
meiner Feinde willen;
Überlasse mich nicht dem Willen meiner Feinde. Falsche Zeugen haben sich gegen
mich erhoben, und sie atmen Gewalt aus.
Das glaube ich: Ich werde sehen die Güte Jahwes im Land der Lebenden.
Setze deine Hoffnung auf Jahwe, sei stark, lass dein Herz kühn sein, setze deine
Hoffnung auf Jahwe.

28

(Von David.) Zu dir, Jahwe, rufe ich, mein Fels, sei nicht taub, wenn ich zu dir
schreie! Wenn du schweigst, dann werde ich wie jene, die in Vergessenheit geraten
sind.
Höre den Klang von meinem Gebet, wenn ich zu dir rufe, wenn ich hebe meine
Hände, Jahwe, zu deinem Allerheiligsten.
Raffe mich nicht weg mit den Gottlosen, mit den Übeltätern, die ihre Partner des
Friedens mit Verrat in ihren Herzen betrügen.
Zahle ihnen ihre Taten heim, wie sie es verdienen, wie es sich für ihre verräterischen
Aktionen gehört, wie es sich für ihr Werk ziemt, lass ihre Verwüstungen auf sie selbst
zurückfallen.
Sie begreifen nicht die Taten Jahwes, das Werk seiner Hände. Möge er sie einreißen
und nicht wieder aufbauen!
Gepriesen sei Jahwe, denn er hört den Klang meines Gebets.
Jahwe ist meine Kraft und mein Schild, auf ihn vertraut mein Herz. Er hat geholfen,
mein Körper hat seine Kraft zurückgewonnen, mit meinem ganzen Herzen danke ich
ihm.
Jahwe ist die Kraft seines Volkes, eine sichere Zuflucht für seinen Messias.
Rette die Menschen, segne dein Erbe, hüte sie und tragen sie für immer!

29

(Psalm Davids.) Gebt Jahwe, was ihm gebührt, ihr Söhne Gottes, gebt Jahwe, was
ihm gebührt, den Ruhm und die Kraft,
Gebt Jahwe die Herrlichkeit seines Namens, verehrt Jahwe in der Pracht der
Heiligkeit.
Jahwes Stimme über dem Wasser, der Gott der Herrlichkeit donnert, Jahwe über
unzählige Gewässer,
Jahwes Stimme in der Macht, Jahwes Stimme in der Pracht;
Jahwes Stimme zerbricht Zedern, Jahwe zerbricht Zedern des Libanon,
Er lässt den Libanon hüpfen wie ein Kalb, Sirion wie ein junges wildes Rind.
Jahwes Stimme schleudert Blitz-Pfeile,
Jahwes Stimme erschüttert die Wüste, Jahwe erschüttert die Wüste von Kadesch,
Jahwes Stimme erschüttert Terebinthen, macht die Wälder kahl. In seinem Palast
rufen alle: "Ruhm!"
Jahwe thront auf der Flut, Jahwe thront als König in Ewigkeit.
Jahwe wird Kraft geben seinem Volk, Jahwe segnet sein Volk mit Frieden.

30

(Psalm. Der Sonnengesang zur Einweihung des Hauses. Von David.) Ich preise dich
in der Höhe, Jahwe, denn du hast mich erhoben, hast nicht sich lassen meine Feinde
lustig machen über mich.
Jahwe, mein Gott, ich rief zu dir um Hilfe und du hast mich geheilt.
Jahwe, du hast mich aus der Hölle herausgeholt, weg von denen, die in Vergessenheit
geraten, du hast mir das Leben wieder gegeben.
Macht Musik für Jahwe, alle, die ihm treu sind, seine unvergessliche Heiligkeit zu
preisen.
Sein Grimm dauert nur einen Moment, aber seinen Gunst das ganze Leben lang; am
Abend kommen die Tränen, aber mit der Morgendämmerung Freudenschreie.
Sorglos habe ich gedacht: "Nichts kann mich jemals erschüttern!"
Deine Gunst, Jahwe, setzte mich auf uneinnehmbare Höhen, aber dann hattest du
abgewandt dein Gesicht, und ich war entsetzt!
Zu dir, Jahwe, rufe ich, zu meinem Gott heule ich um Gnade!
Welchen Sinn macht es, in meinem Tod hinunter in den Abgrund zu müssen? Kann
der Staub dich preisen und deine Treue verkünden?
Höre, Jahwe, erbarme dich über mich, Jahwe, mein Hilfe!
Du hast meine Klagen in Tanz verwandelt, du hast mir meinen Sack ausgezogen und
mich bekleidet mit Wonne.
Also mein Herz wird dir unaufhörlich singen, Jahwe, mein Gott, ich werde dich für
immer loben.

31

(Für den Chorleiter, ein Psalm Davids.) Zu dir, Jahwe, nehme ich Zuflucht, lass mich
niemals zuschanden werden, in deiner Gerechtigkeit rette mich, rette mich,
Wende deine Ohren mir zu, eilend! Sei für mich ein echter Fels, eine befestigte
Zitadelle, mich zu retten.
Du bist mein Fels, mein Wall, bewahre mich in deinem Namen, führe mich und leite
mich!
Zieh mich aus dem Netz, das sie für mich verbreitet haben, denn du bist meine
Zuflucht;
In deine Hände lege ich meinen Geist, denn du hast mich erlöst. Gott der Wahrheit,
Du hassest die, die nutzlosen Götzen dienen, aber mein Vertrauen ist in Jahwe:
Ich werde mich begeistern und freuen in der treuen Liebe! Du, der du mein Elend
gesehen hast und erlebtest das Elend meiner Seele,
Du hast mich nicht dem Feind übergeben, aber hast mir die Freiheit bewahrt, zu
durchstreifen große Weiten.
Hab Mitleid mit mir, Jahwe, denn ich bin in Schwierigkeiten. Trauer nagt an meinen
Augen, meine Seele ist tief betrübt in mir.
Denn mein Leben ist voller Leid, und meine Jahre sind schwer vom Seufzen. Meine
Kraft vergeht unter meinem Elend und meine Knochen sind alle hinfällig.
Die große Zahl meiner Feinde macht mich verächtlich, abscheulich, meine Nachbarn
und meine Freunde wenden sich von mir ab mit Entsetzen. Wenn die Menschen mich
auf der Straße sehen, nehmen sie Reißaus.
Ich habe keinen Platz mehr in ihrem Herzen, wie eine Leiche, oder ein Verlorener.
Alles, was ich höre, ist Verleumdung - Terror, wohin immer ich mich wende - als sie
zusammen sich verschworen gegen mich, Intrigen planten, um mir mein Leben zu
nehmen.
Aber mein Vertrauen ist in dir, Jahwe, zu dir sage ich: "Du bist mein Gott!"
Jeder Augenblick meines Lebens liegt in deinen Händen, rette mich aus den Fängen
meiner Feinde, die mich verfolgen;
Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, hilf mir in deiner treuen Liebe.
Ich rufe dich an, Jahwe, also lass keine Ungnade auf mich fallen, sondern auf die
Gottlosen. Lass sie nach unten gehen in die Grube in der Stille,
Lege Maulkörbe an ihre Lügen-Münder, die arrogant gegen die Aufrechten sprechen
in Stolz und Verachtung.
Jahwe, welche Mengen an guten Dinge, die du im Speicher hast für die, die dich
fürchten, und schenkst denen, die zu dir ihre Zuflucht nehmen, für die ganze
Menschheit.
Sicher in deiner Anwesenheit will ich mich verstecken, weit entfernt von
menschlicher List, abgeschirmt vor ihnen im Zelt, weit entfernt von den zänkischen
Zungen.
Gepriesen sei Jahwe, der für mich Wunder seiner treuen Liebe in einer befestigten
Stadt getan!
In einem Zustand des Schreckens rief ich: "Ich bin von deinen Augen verworfen!"
Doch du hast meinen Hilferuf gehört, als ich schrie zu dir.
Liebet Jahwe, alle seine Treuen: Jahwe schützt seine treuen Diener, aber er zahlt es
den Arroganten heim.
Seid mutig, fasst euch ein Herz, alle, die ihr setzt eure Hoffnung auf Jahwe.

32

(Von David, ein Gedicht.) Wie gesegnet sind diejenigen, deren Vergehen vergeben,
deren Sünde ausgelöscht ist.
Wie selig sind die, denen Jahwe keine Schuld anrechnet, deren Geist trägt keine
Täuschung in sich.
Ich sagte kein Wort, aber meine Knochen vergingen vom Stöhnen den ganzen Tag;
Tag und Nacht lag deine Hand schwer auf mir, mein Herz wurde ausgedörrt wie
Stoppeln im Sommer. Sela.
Ich habe meine Sünde dir bekannt, ich habe dir nicht meine Schuld verborgen. Ich
sagte: „Ich werde mein Vergehen Jahwe gestehen." Und du, für deinen Teil, hast mir
meine Schuld, meine Sünde vergeben. Sela.
Deshalb betet jeder deiner Gläubigen zu dir in der Zeit der Not. Auch wenn große
Hochwasser überlaufen, sie werden nie erreichen deine Gläubigen.
Du bist ein Zufluchtsort für mich, mich zu bewachen in Schwierigkeiten, mit Liedern
der Befreiung umgibst du mich. Sela.
„Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, ich werde von dir meine Augen
nicht abwenden.“
Seid nicht wie ein Pferd oder ein Maultier, das nicht versteht, man lege denn ein
Zaumzeug an, und wenn du sie voranbringen willst, sie zu beherrschen, gibt es keine
Möglichkeit, sie in deine Nähe zu bringen.
Zahlreiche Probleme sind im Speicher für die Bösen, aber einer, der vertraut Jahwe,
wird von seiner treuen Liebe eingehüllt.
Freuet euch in Jahwe, alle Aufrechten sollen jubeln, sollen schreien vor Wonne, die
ehrlich sind von Herzen.

33

Schreit vor Wonne, ihr Aufrechten, Lobpreis kommt von den Ehrlichen.
Danket Jahwe und spielt ihm auf der Leier, für ihn auf der zehnsaitigen Leier.
Singt ihm ein neues Lied, macht süße Musik zu eurem Siegesschrei.
Das Wort Jahwes ist einfach, alles, was er tut, kommt aus seiner Treue.
Er liebt Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit, die treue Liebe Jahwes füllt die Erde.
Durch das Wort Jahwes wurden die Himmel geschaffen, durch den Hauch seines
Mundes das All.
Er sammelt die Wasser des Meeres wie einen Damm, er speichert den Abgrund in
seiner Schatzkammer.
Lasst die ganze Welt Jahwe fürchten, lasst alle, die in der Welt wohnen, ihn verehren;
Denn der Moment, als er sprach, war so, kaum hatte er befohlen, als es dort stand!
Jahwe vereitelt die Pläne der Nationen, frustriert die Ratschläge der Völker;
Aber Jahwes eigener Plan steht fest für immer, seines Herzens Rat von Zeitalter zu
Zeitalter.
Wie gesegnet die Nation, deren Gott Jahwe ist, die Menschen, die er als sein Erbe
erwählt hat.
Vom Himmel schaut Jahwe, er sieht alle Kinder von Adam,
Von dem Ort aus, wo er sitzt, beobachtet er alle, die auf der Erde wohnen;
Er allein hat ihr Herz geformt, er versteht alles, was sie tun.
Eine große Armee kann einen König nicht sichern, noch seine Kraft bewahren das
Leben eines Kriegers;
Es ist Wahnsinn, auf ein Pferd sich zur Sicherheit zu verlassen, denn alle seine Kraft
kann dich nicht retten.
Aber gut ist zu sehen, wie Jahwe wacht über die, die ihn fürchten, diejenigen, die auf
seine treuen Liebe sich verlassen,
Um sie vor dem Tod zu retten und sie am Leben zu erhalten in Hungersnot.
Wir warten auf Jahwe, er ist unsere Hilfe und unser Schild,
Denn in ihm freut sich unser Herz, seinem heiligen Namen vertrauen wir.
Jahwe, deine treue Liebe ruhe auf uns, da unsere Hoffnung in dir ruht.

34
(Von David, als er Wahnsinn vorgetäuscht hatte vor Abimelech und Abimelech ihn
wegschickte.) Ich segne Jahwe zu allen Zeiten, immer wieder ist auf meinen Lippen
sein Lob.
Ich werde loben Jahwe aus meinem Herzen, dass es die Bescheidenen hören und sich
freuen.
Verkündet mit mir die Größe Jahwes, lasst uns gemeinsam seinen Namen Beifall
klatschen.
Ich suche Jahwe, und er antwortet mir, befreit mich aus aller meiner Furcht.
Euern Blick fixiert auf Jahwe und euer Gesicht wird hell werden, ihr werdet nie den
Kopf hängen lassen müssen in Scham.
Ein Armer ruft, und er hört, er rettet ihn aus allen seinen Nöten.
Der Engel Jahwes lagert sich um die, die ihn fürchten, und rettet sie.
Schmecke und siehe, dass Jahwe gut ist. Wie gesegnet sind die, die auf ihn trauen.
Fürchtet Jahwe, ihr seine Heiligen; denen, die ihn fürchten, mangelt es an nichts.
Junge Löwen können bedürftig und hungrig sein, aber denen, die Jahwe suchen, fehlt
nichts Gutes.
Kommt, meine Kinder, hört mir zu, ich werde euch lehren die Furcht Jahwes.
Wer ist unter euch begeistert am Leben, und sehnt sich nach in der Zeit Wohlstand zu
genießen?
Behüte deine Zunge vor Bösem, deine Lippen vor jedem Hauch von Betrug.
Halte dich fern vom Bösen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach.
Die Augen des Jahwes sehen auf den Aufrechten, es wandten sich seine Ohren
seinem Schreien zu.
Aber Jahwe wendet sein Gesicht gegen die, die Böses tun, er schüttelt sie ab von der
Erde.
Sie schreien in Angst und Jahwe hört und entreißt sie all ihren Sorgen.
Jahwe ist in der Nähe der zerbrochenen Herzen, er hilft denen, deren Geist
gedemütigt wird.
Obwohl Strapazen ohne Zahl bedrängen die Aufrechten, bringt Jahwe allen Rettung.
Jahwe kümmert sich um alle ihre Knochen, nicht einer von ihnen wird zerschlagen
werden.
Aber der böse Feind bringt den Tod, diejenigen, die den Aufrechten hassen, werden
bestraft.
Jahwe erlöst das Leben derer, die ihm dienen, und es wird keine Strafe für diejenigen
geben, die auf ihn hören.

35

(Von David.) Verklage meine Ankläger, Jahwe, meine mich angreifende Angreifer.
Nimm dein Schild und deinen Schirm, dort oben, und hilf mir.
Schleudere Speer und Lanze auf meine Verfolger, gib mir die Gewissheit: "Ich bin
dein Erlöser!"
Scham und Demütigung auf diejenigen, die darauf aus sind, mich zu töten! Besiege
und schlage zurück diejenigen, die meinen Untergang planen.
Mögen sie wie Spreu vor dem Winde verwehen, der Engel Jahwes jage sie.
Möge ihr Weg finster und schlüpfrig werden, mit dem Engel Jahwes, der sie jagt.
Die U unprovozierten legten ihre Schlinge für mich aus, die Unprovozierten gruben
eine Falle, um mich zu töten.
Ruin kommt auf sie unversehens, die Schlingen haben sie gelegt, mich zu fangen,
und in ihre eigene Falle werden sie fallen.
Dann werde ich über Jahwe begeistert sein, mich freuen, dass er mich gerettet.
Meine Knochen werden alle ausrufen: Jahwe, wer kann mit dir, der Rettung der
Armen vor dem Unterdrücker, verglichen werden, mit dir, der die Bedürftigen von
den Ausbeutern befreit?
Falsche Zeugen kommen nach vorne gegen mich, ihre Fragen kann ich nicht
beantworten, sie nehmen mich ins Kreuzverhör,
Ich soll zurückzahlen meine Güte, mit Grausamkeit, mein unfruchtbares Leben.
Ich aber, wenn sie krank waren, hatten Sacktuch getragen und geplagt mich mit
Fasten, betend immer wieder neu in meinem Herzen,
Als ob es für einen Freund oder Bruder wäre, bin ich ruhelos umhergewandert, als ob
ich Trauer trüge um meine Mutter, so hatte ich mich gebeugt in Trauer.
Wenn ich stolpere, versammeln sie sich in Schadenfreude, versammeln sich um mich,
die Fremden, die ich nicht einmal kannte, sie reißen mich auseinander unaufhörlich.
Wenn ich falle, umgeben sie mich, zähneknirschend über mich.
Wie lange noch, Jahwe, wirst du zusehen? Rette mich vor ihren Angriffen, vor den
jungen Löwen rette mich, das eine Leben, das ich habe.
Ich werde dir danken in der großen Gemeinde und dich preisen, wo die Menschen
sich versammeln.
Lass nicht meine lügnerischen Feinde Schadenfreude haben über mich, die mich
hassen, die Unprovozierten, die blicken mich schief an.
Sie haben keinen Friedensgruß für die friedliebenden Menschen des Landes, sie
denken sich trügerische Reden aus.
Die weit geöffneten Münder werfen mir etwas vor, sie sagen: "Komm jetzt, wir sahen
es."
Du hast es gesehen, Jahwe, bleib nicht still, Jahwe, halte dich nicht distanziert von
mir.
Oben, erwache zu meiner Verteidigung, mein Gott und mein Herr, verteidige meine
Sache.
In deiner Gerechtigkeit gib mir Recht, Jahwe, mein Gott, und lass sie nicht über mich
frohlocken.
Lass sie nicht denken: „So, wie wir gehofft, jetzt haben wir ihn! Jetzt haben wir ihn
verschluckt!"
Scham und Bestürzung auf sie alle, die sich an meinem Unglück weiden. Mögen alle,
die sich auf meine Kosten bereichern, mit Scham und Schande bedeckt werden.
Aber lass alle, die an meine Aufrichtigkeit glauben, schreien vor Wonne und sich in
Fröhlichkeit begeistern, lass sie ständig sagen: "Groß ist Jahwe, der seinen Diener in
Frieden begeistert!"
Und meine Zunge wird von deiner Gerechtigkeit erzählen, den ganzen Tag lang
singen dein Lob.
36

(Für den Chorleiter, vom Diener Jahwes, von David.) Sünde ist das Orakel des Bösen
in den Tiefen seines Herzens, es gibt keine Gottesfurcht in seinen Augen.
Er sieht sich selbst mit zu schmeichelhaftem Auge, um zu erkennen und zu
verabscheuen seine Schuld;
Alles was er sagt, ist bösartig und betrügerisch, er hat Sophia nicht! Auf seinem Weg
Brütet er bösartige Pläne noch in seinem Bett, einmal eingestellt auf das Böse,
natürlich keine Bosheit ist ihm zu viel.
Jahwe, deine treuer Liebe im Himmel, deine Treue reicht bis zu den Wolken,
Deine Gerechtigkeit ist wie hohe Berge, deine Urteile wie die mächtige Tiefe. Jahwe,
du unterstützt Mensch und Tier;
Wie kostbar, Gott, ist deine treuer Liebe. So finden die Kinder von Adam Zuflucht in
dem Schatten deiner Flügel.
Sie laben sich an dem Reichtum deines Hauses, da können sie von deinen köstlichen
Strömen trinken;
In dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht sehen wir das Licht.
Pflege deine treue Liebe zu denen, die dich erkennen und deine Gerechtigkeit, zu den
ehrlichen Herzen.
Lass mich nicht den Fuß überholen des Arroganten oder böse Hände mich wegjagen.
Sie sind gefallen, die Übeltäter, nach unten geworfen, um nie wieder aufzustehen.

37

(Von David.) Lass nicht über mich herrschen die Bösen oder den Neid mächtig
werden derjenigen, die Unrecht tun.
Schnell wie das Gras verdorren sie, verwelken wie das Grün der Felder.
Setze auf Jahwe und mach es richtig machen, mache deine Wohnung in dem Land
sicher und lebe.
Lass Jahwe deine Wonne sein, und er wird dir deine Herzenswünsche erfüllen.
Vertraue dein Schicksal Jahwe, hab Vertrauen in ihn, und er wird handeln,
Deine Aufrichtigkeit sei sonnenklar, und deine Gerechtigkeit strahlend wie der
Mittag.
Bleibe ruhig vor Jahwe, warte sehnsüchtig auf ihn, sei nicht wie jemanden, der ein
Vermögen machen will, als Nachfolger erschleichen will sein Erbe.
Lass ab vom Zorn, lass die Wut beiseite, werde nicht erhitzt, das bringt nichts Gutes;
Denn die Übeltäter werden vernichtet werden, während diejenigen, die hoffen auf
Jahwe, die werden das Land besitzen.
Eine kleine Weile noch, und die Gottlosen werden nicht mehr sein, du wirst sie am
Ort vergeblich suchen, die Bösen werden nicht mehr da sein;
Aber die Armen werden das Land besitzen, sie werden unbeschwerte Ruhe genießen.
Die Bösen planen Verschwörungen gegen den Aufrechten und knirschen mit den
Zähnen über ihn,
Aber Jahwe lacht, er lacht nur über seine Bemühungen, wissend, dass sein Ende in
Sicht ist.
Obwohl der Böse zieht sein Schwert und seinen Bogen spannt, um zu schlachten den
Ehrlichen und umzubringen den Armen und Bedürftigen,
Sein Schwert wird aber sein eigenes Herz durchbohren, und sein Bogen wird
zerbrochen werden.
Was wenig überwiegt, der Aufrechte besitzt all der Fülle der Gottlosen;
Denn die Waffen der Gottlosen werden zerstört werden, während Jahwe unterstützt
die Aufrechten.
Das Leben der Gerechten ist in Jahwes Pflege, ihr Geburtsrecht wird ewig sein;
Sie werden nicht zuschanden, wenn schlechte Zeiten kommen, in der Zeit der
Hungersnot werden sie viel haben.
Die bösen Feinde Jahwes werden zerstört werden, sie werden wie das Grün der
Weide verschwinden, sie werden wie Rauch verschwinden.
Der Gottlose borgt und wird nicht zurückzahlen, aber der Gerechte ist großzügig im
Geben;
Die Gott segnet, werden das Land besitzen, und jene, die er verflucht, werden
vernichtet werden.
Jahwe führt die Schritte einen kraftvollen Mannes und macht ihn fest, er findet
Wohlgefallen an ihm.
Er stellt ihn ins Weitläufige, da Jahwe ihn unterstützt und hält ihn an der Hand.
Jetzt bin ich alt, aber seit meiner Jugend habe ich nie gesehen eine aufrechte Person
verlassen, oder die Nachkommen des Aufrechten gezwungen, um ihr Brot zu betteln.
Der Aufrechte ist immer mitfühlend, immer gibt er Kredit, so dass seine
Nachkommen ernten einen Segen.
Wende dich ab vom Bösen und tue Gutes, und du wirst ein Haus für immer haben,
Denn Jahwe liebt Gerechtigkeit und wird seine Gläubigen nicht verlassen. Übeltäter
werden auf ewig verloren gehen, die Nachkommen der Gottlosen werden vernichtet
werden,
Aber die Frommen werden das Land besitzen, dort werden sie für immer leben.
Sophia fließt von den Lippen des Aufrechten, und seine Zunge redet, was schön ist;
Die Torah seines Gottes ist in seinem Herzen, sein Fuß wird niemals ausrutschen.
Die Gottlosen haben ein wachsames Auge auf den Aufrechten, sie blicken aus nach
einer Chance, ihn zu töten;
Jahwe wird ihn nie verlassen, den Fängen des Bösen entreißt er ihn, noch wird er
verdammt werden, wenn er versucht wird.
Setze deine Hoffnung auf Jahwe, halte ein seinen Weg, er wird dich erwecken, dir das
Land zueigen geben, du wirst sehen, wie die Bösen vernichtet werden.
Ich habe den Bösen jubeln gehört, hoch wie eine Zeder des Libanon.
Als ich dann vorüberging, war er weg, ich suchte ihn und er war nirgends zu finden.
Achte auf die Unschuldigen, achte auf die Ehrlichen, denn dem Liebhaber des
Friedens wird es an Kindern nicht fehlen.
Aber die Gottlosen werden alle zusammen vernichtet werden, und ihre Kinder
vernichtet.
Die Aufrechten haben Jahwe als Retter, als Zuflucht in Zeiten der Not;
Jahwe hilft ihnen und rettet sie, er wird sie vor den Gottlosen retten, und sie
bewahren, weil sie zu ihm ihre Zuflucht nehmen.

38

(Ein Psalm Davids zum Gedenken.) Jahwe, korrigiere mich nicht im Zorn,
diszipliniere mich nicht im Zorn.
Denn deine Pfeile haben sich tief in mich durchbohrt, deine Hand hat mich
niedergedrückt.
Deine Empörung hat keinen Teil von mir übrig gelassen, der unversehrt wäre, meine
Sünde hat keine Gesundheit in meinen Knochen hinterlassen.
Meine Sünden stehen höher als mein Kopf, sie wiegen schwer als unerträgliche Last.
Ich habe stinkende, eiternde Wunden, dank meiner Torheit.
Ich bin gebeugt und krumm, ich verbringe meine Tage in Dunkelheit.
Meine Lenden brennen von Fieber, kein Glied an mir ist unversehrt.
Betäubt und völlig zerquetscht stöhne ich in der Not des Herzens.
Jahwe, all mein Sehnen ist dir bekannt, mein Seufzen ist kein Geheimnis vor dir,
Mein Herz pocht, meine Kraft ist zerschmettert, das Licht aus den Augen
verschwunden.
Freunde und Weggefährten meiden meine Krankheit, auch der liebste von ihnen
bleibt auf Distanz.
Diejenigen, die planen, meinem Leben Schlingen zu legen, die mich kränken wollen,
sprechen von Gewalt, und Verrat schlüpft den ganzen Tag einher.
Aber ich höre nichts, als wäre ich taub, ich bin stumm und sage kein Wort.
Ich bin wie der, der nichts hört, der keine scharfen Antwort zu geben weiß.
Aber du, Jahwe, bist meine Hoffnung, du, Jahwe, mein Gott, wirst mir Antwort
geben.
Ich sagte: "Nie sollen sie sich an mir weiden, sie sollen nicht profitieren, wenn mein
Fuß ausrutscht."
Es gibt Fallen, aber keine Erleichterung von meinem Elend, kein Entkommen für
mich.
Aber ich mache kein Geheimnis aus meiner Schuld, ich bin augfewühlt bei dem
Gedanken an meine Sünde.
Sie sind ohne Zahl, die sich mir ohne Ursache widersetzen, sie sind nicht zu zählen,
die mich hassen, unprovoziert,
Sie zahlen mir Böses für Gutes, sie verleumden mich für den Versuch, ihnen Gutes zu
tun.
Jahwe, sei keine Wüste für mich, mein Gott, steh nicht abseits von mir.
Komm schnell, meine Hilfe, Jahwe, mein Retter!

39

(Für den Chorleiter, für Jeduthun, ein Psalm Davids.) Ich sagte: „Ich werde sehen,
wie ich mich verhalten muss, damit ich nicht sündige durch meine Zunge. Ich werde
einen Maulkorb auf meinen Mund binden, solange ein Sünder in der Nähe ist."
Ich war dumm, stumm, sprachlos, aber des Sünders Wohlstand verdoppelte meine
Pein.
Mein Herz schwelte in mir, aber bei dem Gedanken an diese Sünder entbrannte es
und die Worte platzten heraus:
„Jahwe, lass mich wissen mein Schicksal, wie lange ich noch zu leben habe. Zeig mir
doch, wie zerbrechlich ich bin.
Schau, das du mir gegeben hast, eine Handbreit oder zwei des Lebens, die Länge
meines Lebens ist nichts für dich. Jeder Mensch, der auf der Erde steht, ist ein bloßer
Hauch von Wind,
Jedes menschliche Wesen, das nur ein Schatten ist, vom bloßen Windstoß ist der
Reichtum verweht, keiner weiß, wer wird davon profitieren."
So, jetzt, Jahwe, was soll ich hoffen? Meine Hoffnung ist in dir.
Rette mich vor allen meinen Sünden, mach mich nicht zum Hintern von Narren.
Ich schweige, ich spreche nicht mehr, da man bei der Arbeit gewesen ist.
Nimm die Geißel von mir. Ich bin von den Schlägen, mit denen du mich geschlagen,
vernichtet.
Du korrigierst Menschen durch die Bestrafung der Sünde, wie eine Motte, die frisst
alle Begierden auf. Ein Mensch ist nur Windhauch.
Jahwe, höre mein Gebet, höre meinen Schrei um Hilfe, sei nicht taub meinem
Weinen. Denn ich bin ein Fremder in deinem Haus, ein Nomade wie alle meine
Vorfahren.
Wende deinen Blick ab, dass ich frei atmen kann, bevor ich verlassen muss diese
Welt und bin nicht mehr!

40

(Für den Chorleiter, von David, ein Psalm.) Ich wartete, ich wartete auf Jahwe, dann
beugte er sich zu mir und hörte mein Schreien um Hilfe.
Er zog mich aus dem brodelnden Abgrund, aus dem Schlamm des Moores. Er stellte
meine Füße auf Felsen, und machte meine Schritte fest.
Er legte ein frisches Lied in meinen Mund, ein Lob unseres Gottes. Viele werden bei
dem Anblick überwältigt sein und werden ihr Vertrauen in Jahwe setzen.
Wie gesegnet sind die, die ihr Vertrauen auf Jahwe setzten, die mit Revolutionären
nicht eins sind und denjenigen, die in die Irre gegangen.
Wie viel hast du getan, Jahwe, mein Gott! Deine Wunder, deine Pläne für uns – nichts
ist ihnen gleich. Ich werde verkünden und sprechen von ihnen, sie sind ohne Zahl.
Du willst keine Opfer oder Speiseopfer, aber du gabst mir ein offenes Ohr, du fragst
nicht nach Brandopfern oder Sündopfern;
Da sagte ich: „Hier bin ich, ich komme." In der Rolle des Buches steht von mir
geschrieben,
Meine Freude ist es, deinen Willen zu tun, dein Recht, mein Gott, ist tief in meinem
Herzen.
Ich verkündete die rettende Gerechtigkeit Jahwes in der großen Versammlung. Siehe,
ich werde meine Zunge nicht zurückhalten, wie du weißt.
Ich habe mich nicht deiner Gerechtigkeit in der Tiefe meines Herzens verschlossen,
sondern von deiner Treue und Hilfe gesprochen. Ich habe kein Geheimnis gemacht
aus deiner Gnade zu den Gläubigen in der großen Versammlung.
Du, Jahwe, deine Zärtlichkeit enthalten mir nicht vor, deine Treue und Gnade werden
mich immer schützen.
Meine Sorgen um mich sind ohne Zahl, meine Sünden haben mich überholt, ich kann
nichts mehr sehen. Meine Sünden überwiegen die Haare auf meinem Haupt, und
mein Herz hämmert in mir.
Sei es zufrieden, Jahwe, mich zu retten, Jahwe, komm schnell und hilf mir!
Scham und Entsetzen allen, die mir das Leben nehmen wollen. Zurück mit ihnen, lass
sie gedemütigt werden, die sich an meinem Unglück erfreuen.
Lass sie entsetzt sein und beschämt, diejenigen, die zu mir sagen: "Aha! Aha!"
Aber Freuden und Wonnen allen, die dich suchen! Lass sie unaufhörlich schreien:
"Groß ist Jahwe", die deinen Weg lieben.
Arm und bedürftig, wie ich bin, aber Jahwe hat mich im Auge. Du, mein Helfer, mein
Retter, mein Gott, zögere nicht.

41

(Für den Chorleiter, ein Psalm Davids.) Selig ist, wer für die Armen und Schwachen
sorgt, in der Zeit der Not rettet ihn Jahwe.
Jahwe schützt ihn, er gibt ihm das Leben und die Lebenslust auf Erden. Lass ihn nicht
im Stich zur Freude seiner Feinde!
Jahwe stützt ihn auf seinem Krankenbett, er steht am Bett, wo er krank liegt.
Ich für meinen Teil, ich sagte: "Jahwe, erbarme dich meiner! Heile mich, denn ich
habe gegen dich gesündigt.“
Meine Feinde sprechen nur von der Katastrophe: "Wann wird er sterben und sein
Name vergessen werden?“
Wenn die Leute zu mir kommen, ihre Rede ist hohl, wenn sie rausgehe, verbreiten sie
die Nachricht mit Trotz in ihren Herzen.
Alle, die mich hassen, flüstern miteinander über mich und denken, ich verdiente das
Elend zu leiden.
"Eine schwerwiegende Krankheit hat ihren Griff auf ihn gelegt, dass er jetzt nach
unten muss, er wird nie wieder aufstehen."
Selbst mein vertrauenswürdigster Freund, auf den ich mich verlassen, der meinen
Tisch mit mir geteilt, verhöhnt mich.
Du aber, Jahwe, erbarme dich meiner! Stelle mich wieder auf meine Füße, und ich
werde ihnen nach ihrer Schuld vergelten.
Dies wird mich davon zu überzeugen, dass du Lust an mir hast, wenn mein Feind
nicht mehr über mich frohlockt.
Dann werde ich unversehrt bewahrt, und ich bleibe in deiner Gegenwart für immer.
Gepriesen sei der Jahwe, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen, Amen.

ZWEITES BUCH
42

(Für den Chorleiter, ein Gedicht von den Söhnen Korah.) Wie ein Hirsch nach
frischem Wasser sich sehnt, so sehne ich mich nach dir, mein Gott!
Ich habe Durst nach Gott, dem lebendigen Gott, und wann darf ich gehen, um das
Gesicht Gottes zu sehen?
Ich habe kein Essen, aber Tränen Tag und Nacht, den ganzen Tag lang bin ich
verspottet: "Wo ist denn dein Gott?"
Ich erinnere mich, wie ich mein Herz ausschüttete, wie ich früher unter gewandelt,
um in das Haus Gottes zu gehen, unter Schreien der Freude und des Lobpreises, dem
Klang des Festes.
Warum so niedergeschlagen, warum all diese Seufzer? Hoffe auf Gott! Ich werde ihn
immer noch loben, meinen Heiland,
Meinen Gott. Wenn ich niedergeschlagen bin, denke ich an dich: aus dem Land des
Jordan und des Hermon denke ich an dich, auf dem bescheidenen Berg.
Die Tiefe fordert alles mit dem Gebrüll des Katarakte, alle Wellen und Brandungen
sind über mich hingerollt.
Tags sendet Gott seine treue Liebe, und auch in der Nacht, das Lied in mir ist
inspiriert, ist ein Gebet zu meinem lebendigen Gott.
Da werde ich zu Gott sagen, meinem Fels: "Warum hast du mich vergessen? Warum
muss ich gehen in Trauer, vom Feind bedrängt?“
Der Tod ist in meinen Knochen, meine Feinde verspotten mich, den ganzen Tag lang
fragen sie mich: "Wo ist denn dein Gott?"
Warum so niedergeschlagen, warum all diese Seufzer? Hoffe auf Gott! Ich werde ihn
immer noch loben, meinen Retter, meinen Gott.

43

Richte mich, Gott, verteidige meine Sache gegen ein Volk, das keine treue Liebe hat,
und vor denen, die heimtückisch und ungerecht sind, rette mich.
Denn du bist der Gott meiner Kraft, warum hast du mich verlassen? Warum muss ich
gehen in Trauer, vom Feind bedrängt?
Sende deine Erleuchtung und deine Wahrheit, sie werden meine Führerinnen sein, um
mich deinem heiligen Berg auf den Ort zu bringen, wo du wohnst.
Dann werde ich zum Altar Gottes gehen, zu dem Gott meiner Wonne. Ich werde
jubeln und dich loben auf der Harfe, o Gott, mein Gott.
Warum so niedergeschlagen, warum all diese Seufzer? Hoffe auf Gott! Ich werde ihn
immer noch loben, meinen Retter, meinen Gott.

44

(Für den Chorleiter, von den Söhnen Korah, ein Gedicht.) Gott, wir haben gehört, wir
selbst, unsere Vorfahren haben es uns gesagt, von den Taten, die du getan hast in
ihren Tagen, in den alten Tagen,
Von deiner Hand. Um sie in das Land der Völker zu fuhren, hast die Raum für sie
gemacht und die Völkern verdrängt.
Es war nicht ihr Schwert, das das Land erobert hat, noch ihre eigenen Arme, die sie
siegreich gemacht haben, sondern es war die Hand und der Arm und das Licht deiner
Gegenwart, denn du, du liebtest sie!
Du bist mein König, mein Gott, der Jakobs Siege anordnet;
Durch dich eroberten wir unsere Gegner, in deinem Namen zertreten wir diejenigen,
die sich gegen uns erheben.
Denn mein Vertrauen setzte ich nicht auf meinen Bogen, mein Sieg war nicht durch
mein Schwert gewonnen;
Du warst es, der uns vor unseren Gegnern gewahrt, du machtest zuschanden, die uns
hassen.
Unsere Prahlerei war immer Gottes, wir lobten deinen Namen, ohne aufzuhören.
Sela.
Doch jetzt hast du uns aufgegeben und uns gedemütigt, und wir können das Feld mit
unseren Armeen nicht mehr einnehmen,
Da du uns verlassen, dass uns die Feind angreifen, die uns hassen plündern uns aus
bösem Willen.
Du übergibst uns über wie Schafe zum Schlachten, zerstreust uns unter den Nationen,
Du verkaufst dein Volk für eine Kleinigkeit und machst keinen Gewinn bei dem
Verkauf.
Du machst uns zum Hintern unserer Nachbarn, zu Spott und Hohn der Menschen um
uns herum,
Du machst uns zu einem Witz unter den Nationen, andere Völker schütteln den Kopf
über uns.
Den ganzen Tag brüte ich über meine Schande, die Schande steht klar geschrieben
auf meinem Gesicht,
Über den Klang der Beleidigung und des Missbrauchs, über den Anblick von Hass
und Rachsucht.
All dies hat uns betroffen, und doch haben wir dich nicht vergessen, noch waren wir
untreu deinem Bund,
Unsere Herzen sind nie abgefallen, unsere Füße haben sich nie verirrt auf dem Weg.
Doch du erniedrigst uns an dem Ort, wo Schakale leben, und tauchst uns ein in
dunkle Schatten des Todes.
Hätten wir vergessen den Namen unseres Gottes und unsere Hände ausgestreckt zu
einer fremden Gottheit,
Hätte nicht Gott dies herausgefunden? Denn er kennt die Geheimnisse des Herzens.
Um deinetwillen werden wir massakriert den ganzen Tag lang, wie Schafe
geschlachtet.
Erwache, Jahwe! Warum schläfst du? Erwache! Verlass uns nicht!
Warum hast du dein Gesicht abgewandt, und vergessen, dass wir arm sind und
beladen?
Denn wir sind nach unten bis in den Staub gebeugt und mit dem Bauch liegen wir auf
dem Boden.
Steh auf! Komm uns zu Hilfe! Erlöse uns, wie es deine treue Liebe verlangt.
45

(Für den Chorleiter, zur Melodie "Lilien“, von den Söhnen Korah, ein Gedicht, ein
Liebeslied.) Mein Herz ist durch ein edles Thema gerührt, ich richte mein Gedicht an
den König, meine Zunge gleicht der Feder von einem Meisterdichter.
Von allen Menschen bist du der Schönste, Anmut ist wie Tau auf deinen Lippen, denn
Gott hat dich für immer gesegnet.
Krieger, schnalle dein Schwert an deine Seite, in deiner Majestät und Pracht schreite
dahin,
Fahre auf in der Sache der Wahrheit, der Güte und Aufrichtigkeit. Spanne die Sehne
straff, spende Schrecken mit deiner rechten Hand.
Deine Pfeile sind scharf, Nationen liegen und betteln um Gnade, die Feinde des
Königs verlieren ihr Herz.
Dein Thron ist von Gott, für immer und ewig, das Zepter des Königtums ist ein
Zepter der Gerechtigkeit,
Du liebst Aufrichtigkeit und verabscheust das Böse. Deshalb hat Gott, dein Gott, dich
mit Freudenöl gesalbt wie keinen deiner Rivalen,
Deine Roben sind alle wie Myrrhe und Aloe. In Palästen von Elfenbein machen
Harfen dir Freude,
In deinem Gefolge sind Töchter der Könige, der Gefährtin an deiner rechten Hand ist
in Gold von Ophir gekleidet.
Höre, meine Tochter, merke auf meine Worte und höre, vergiss deine eigene Nation
und deine angestammte Heimat,
Und der König wird in Liebe deiner Schönheit verfallen, er ist dein Herr, beuge dich
vor ihm.
Die Tochter Tyrus wird zu deinen Gunsten mit Geschenken vor Gericht erscheinen,
und die reichsten Völker
Mit Juwelen in Gold gefasst. Bekleidet
In Brokat ist die Tochter des Königs zu dem König mit den Jungfrauen als ihrem
Gefolge geführt worden, ihre Gefährtinnen sind zu ihr gebracht,
Sie ward in den Palast des Königs mit Freude und Jubel gebracht.
Statt deiner Vorfahren wirst du Söhne haben, man wird sie zu Herrschern über die
ganze Welt machen.
Ich werde deinen Namen rühmen von Generation zu Generation, so dass die Nationen
dein Lob für immer und ewig singen werden.

46

(Für den Chorleiter, von den Söhnen Korah. Für Oboe. Gesang.) Gott ist sowohl
Zuflucht als auch Kraft, für uns eine Hilfe, immer in Schwierigkeiten bereit;
So werden wir keine Angst haben, obwohl die Erde in Aufruhr ist, obwohl Berge in
die Tiefen des Meeres stürzen,
Und ihre Gewässer brüllen und brodeln, und die Berge wanken, wie es wuchtet.
Jahwe Zebaoth ist mit uns, unsere Zitadelle, der Gott Jakobs. Sela.
Es ist ein Fluss, dessen Ströme bringen Freude, in Gottes Stadt, geheiligt ist die
Wohnung des Höchsten.
Gott ist in der Stadt, sie kann nicht fallen, mit Anbruch des Tages kommt Gott zu
ihrer Rettung.
Nationen sind in Aufruhr, Königreiche sind am Taumeln, wenn er seine Stimme
erhebt, bröckelt die Erde weg.
Jahwe Zebaoth ist mit uns, unsere Zitadelle, der Gott Jakobs. Sela.
Komm, betrachte die Wunder Jahwes, die erstaunlichen Taten, die er auf der Erde
getan hat;
Er setzt ein Ende den Kriegen auf der ganzen weiten Welt, den Bogen zerbricht er, er
schnappt sich den Speer, Schilde verbrennt er im Feuer.
„Erkennt doch an, dass ich Gott bin, erhaben über Nationen, der Höchste auf der
Welt."
Jahwe Zebaoth ist mit uns, unsere Zitadelle, der Gott Jakobs. Sela.

47

(Für den Chorleiter, von den Söhnen Korah, ein Psalm.) Klatscht in die Hände, alle
Völker, klatscht Beifall Gott mit Jubelrufen!
Denn Jahwe, der Allerhöchste, ist herrlich, der große König über die ganze Erde.
Er bringt Völker unter unser Joch und Nationen unter unsere Füße.
Er wählt für uns unser Geburtsrecht, den Stolz Jakobs, den er liebet. Sela.
Gott geht ein auf Rufe des Beifalls, Jahwe lässt sich hören zu einer Fanfare auf dem
Widderhorn.
Lasst die Musik-Töne klingen für unseren Gott, lasst die Musik-Töne für unseren
König klingen.
Denn er ist König der ganzen Welt, lernt die Musik, lasst sie für Gott klingen!
Gott herrscht über die Nationen auf seinem heiligen Thron.
Die Führer der Nationen sammeln sich, die Menschen vor dem Gott Abrahams. Die
Schilde der Erde gehören Gott, der hoch erhaben ist.

48

(Gesang der Kinder Kora.) Groß ist Jahwe und hoch zu loben in der Stadt unseres
Gottes, auf dem heiligen Berg,
Reich an Schönheit ist die Freude der ganzen Welt: der Berg Zion im Herzen des
Nordens, die Stadt des großen Königs;
Gott selbst unter ihren Palästen hat sich als ihr Bollwerk erwiesen.
Denn siehe, Könige schlossen die Allianz, sie rückten zusammen an;
Ohne einen zweiten Blick, als sie es sahen, gerieten sie in Panik und flohen.
Zittern ergriff sie an Ort und Stelle, Schmerzen wie bei einer Frau in Wehen;
Es war der Ostwind, der Strandräuber von Schiffen aus Tarsis.
Was wir gehört hatten, sahen wir für uns selbst in der Stadt unseres Gottes, in der
Stadt Jahwe Zebaoths, von Gott für immer gegründet. Sela.
Wir reflektieren deine treue Liebe, Gott, in deinem Tempel!
Sowohl dein Name, als auch dein Lob, Gott, sind über die ganze Welt ausgebreitet.
Deine rechte Hand ist voll von Gerechtigkeit,
Der Berg Zion freut sich, die Töchter Judas begeistern sich über deine Gerechtigkeit.
Geh in der Runde um Zion herum, zu Fuß gehe hindurch und zähle ihre Bastionen,
Bewundere ihre Mauern, untersuche ihre Paläste, um den den künftigen Generationen
davon zu erzählen,
Dass ein solcher Gott ist Gott, unser Gott für immer und ewig, er ist unser Führer!

49

(Für den Chorleiter, von den Söhnen Korah, ein Psalm.) Hört dies, alle Nationen, hört
dies, alle die auf Erden wohnen,
Personen hoch und niedrig, arm und reich!
Meine Lippen sprechen Sophia aus, mein Herz flüstert tiefe Gefühle.
Ich höre sorgfältig einem Sprichwort zu, ich habe mein Rätsel gestellt zur Musik der
Harfe.
Warum sollte ich mich fürchten in Zeiten der Not? Böse Hunde umgeben mich.
Sie vertrauen auf ihren Reichtum und die Ehre der Fülle ihres Reichtums.
Aber niemand kann sich jemals freikaufen oder sein eigenes Lösegeld an Gott zahlen,
Der Preis für sich selbst ist zu hoch, man kann ihn nicht bezahlen,
Dass er würde für immer weiterleben und den Anblick des Abgrunds vermeiden.
Denn er wird sehen, dass die Weisen sterben auch nicht weniger als die Narren und
die Brutalen, und lassen ihren Reichtum hinter sich zurück für andere.
Denn immer sind sie zu Hause, Gräber sind ihre Wohnstätte. Alter folgt auf Alter,
obwohl sie ganzen Gebieten ihren Namen gaben.
Im Wohlstand verlieren die Menschen ihre guten Sinn, da sind sie nicht besser als
dumme Tiere.
So gehen sie in ihrem Selbstbewusstsein dahin, bis zum Ende sind sie zufrieden mit
ihrem Schicksal. Sela.
Sie werden in die Hölle eingeschrieben wie Schafe, der Tod wird sie auf die Weide
führen, und diejenigen, die ehrlich sind, werden über sie herrschen. Am Morgen wird
jede Spur von ihnen weg sein, die Hölle wird ihre Heimat sein.
Aber meine Seele will mein Gott erlösen aus den Fängen der Unterwelt, und er wird
mich dem Tode wegschnappen. Sela.
Seid nicht eingeschüchtert, wenn jemand reich wird und lebt in immer größerer
Pracht;
Wenn er stirbt, wird er nichts mit sich nehmen, sein Vermögen wird nicht mit ihm
gehen.
Obwohl er sich selbst verwöhnte, während er lebte - und die Menschen lobten ihn -
Er wird gehen, um die Reihen seiner Vorfahren zu füllen, die kommen nie wieder, um
das Licht zu sehen.
Im Wohlstand verlieren die Menschen ihren guten Sinn, da sind sie nicht besser als
dumme Tiere.

50
(Ein Psalm von Asaph.) Der Gott der Götter, Jahwe, spricht, von Osten nach Westen
ruft er die Erde.
Aus Zion, der Perfektion der Schönheit, strahlt er aus;
Er kommt, unser Gott, und wird nicht schweigen. Verzehrendes Feuer ist vor ihm und
tobender Sturm um ihn herum,
Er ruft den Himmel von oben, und die Erde, um sein Volk zu richten.
"Versammelt mir meine Gläubigen, die meinen Bund beim Opfer versiegeln."
Die Himmel verkünden seine rettende Gerechtigkeit: "Gott selbst ist Richter.“ Sela.
„Höre, mein Volk, ich spreche, Israel, ich habe Beweise gegen dich, ich, Gott, dein
Gott.“
"Es ist nicht dein Opfer, dass ich Fehler daran fände, diese verbrannten Opfer sind
ständig vor mir;
Ich werde keinen Stier aus euren Häusern, noch eine einzige Ziege von euch
akzeptieren.
Denn alle Waldbewohner sind schon von mir, die Tiere auf den Bergen zu Tausenden.
Ich weiß von jedem Vogel in der Luft, was auch immer in den Feldern sich bewegt,
ist mein.
Wenn ich hungrig wäre, würde ich es dir nicht sagen, da die Welt und alles, was sie
enthält, mein ist.
Wollte ich das Fleisch von Stieren essen oder trinken das Blut von Böcken?
Lass Danksagung dein Opfer vor Gott sein, erfülle dein Gelübde, das du dem
Höchsten gegeben;
Dann, wenn du mich anrufst in der Zeit der Not, werde ich dich retten, und du wirst
mich verehren.
Aber dem Gottlosen, Gott sagt ihm: "Was für ein Recht hättest du, meine Satzungen
zu rezitieren, meinen Bund auf die Lippen zu nehmen,
Wenn du doch hassest meine Lehre, und wirfst meine Worte hinter dich?
Du freundest dich mit einem Dieb an, sobald du einen siehst, bei Ehebrechern fühlst
du dich zu Hause,
Dein Gespräch wird reich an Bosheit sein, und deine Zunge zu widmest du der
Erfindung von Lügen.
Du sitzt da, verleumdest deinen eigenen Bruder, den Sohn deiner Mutter verleumdest
du.
Du tust dies, und ich sollte nichts sagen? Glaubst du, dass ich das wirklich mag? Ich
beschwöre dich, wende dein Gesicht mir zu.
Denkst du, Gott vergesse das? Ich werde kommen und dich zerreißen, denn du bist
ohne Hoffnung und Retter.
Mich zu rühmen ist für mich ein Opfer des Dankes, dem Aufrechten werde ich das
Heil Gottes zeigen."

51
(Für den Chorleiter, von David. Als der Prophet Nathan zu ihm gekommen, weil er
eingegangen war zu Bathseba.) Erbarme dich meiner, o Gott, in deiner Gnade, in
deiner großer Zärtlichkeit wischen meine Straftaten ab;
Wasche mich rein von meiner Schuld, reinige mich von meiner Sünde.
Denn ich bin mir bewusst meines Vergehens, meine Sünde ist mir stets vor Augen.
Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was du als falsch ansiehst.
Mögest du deine Gerechtigkeit zeigen, wenn du das Urteil sprichst, und deinen Sieg
offenbaren im Rechtsstreit.
Erinnere dich, das ich von dem Augenblick der Empfängnis an geboren wurde als
schuldig, ein Sünder.
Aber du begeisterst dich an Aufrichtigkeit des Herzens, und im Mysterium offenbarst
du mir Sophia.
Reinige mich mit Ysop, bis ich sauber bin, wasche mich, bis ich weißer bin als
Schnee.
Lass mich den Klang hören der Freude und der Wonne, und dem du die Knochen
zerbrochen hattest, du wirst ihn tanzen lassen.
Wende dein Gesicht ab von meinen Sünden, und wische alle meine Schuld ab.
Gott, gib mir ein reines Herz, erneuere in mir einen entschiedenen Geist,
Stoße mich nicht weg von deinem Angesicht, nimm nicht weg von mir deine Ruach
der Heiligkeit.
Mach mich wieder froh mit deinem Heil, erhalte in mir einen großzügigen Geist.
Ich will die Bösen in deinen Wegen unterrichten, und die Sünder werden zu dir
umkehren.
Befreie mich vom Blutvergießen, Gott, du Gott meines Heiles, und meine Zunge wird
deiner Gerechtigkeit Beifallrufe geben.
Jahwe, öffne meine Lippen, und mein Mund wird deinen Lobpreis aussprechen.
Opfer machen dir keine Freude, Brandopfer wünschst du nicht.
Opfer für Gott ist ein zerbrochener Geist, ein gebrochenes, zerschlagenes Herz wirst
du nie verachten.
In deiner Liebenswürdigkeit tu Zion Gutes, bewirke den Wiederaufbau der Mauern
von Jerusalem.
Dann wird dich ein aufrechtes Opfer erfreuen, Brandopfer und Ganzopfer, und
Jungbullen werden auf deinem Altar dir angeboten werden.

52

(Für den Chorleiter, ein Poem von David. Als Doeg, der Edomiter, zu Saul ging und
ich warnte: "David ist in Abimelechs Haus gegangen.“) Warum habt ihr solchen
Stolz, die ihr böse seid, verfechtet Schurkerei den ganzen Tag lang
Und plant Verbrechen? Deine Zunge ist gestochen scharf, du Meister der Perfidie!
Du liebst das Böse mehr als das Gute, die Lüge mehr als die Aufrichtigkeit. Sela.
Du schwelgst in destruktiven Diskussionen, verräterische Zunge!
Das ist es, warum Gott dich zerquetschen wird, dich ein für alle Mal zerstören wird,
er rafft dich hinweg aus deinem Zelt, entwurzelt dich aus dem Land der Lebenden.
Sela.
Der Aufrechte wird ehrfürchtig sein, wenn er es sieht, er wird ihn verspotten:
"So viel für jemanden, der nicht setzte sein Vertrauen in Gott, sondern verließ sich
auf seinen eigenen großen Reichtum, und machte sich stark durch Kriminalität."
Ich aber, wie ein blühender Olivenbaum im Hause Gottes, mein Vertrauen ist in
Gottes treue Liebe, für immer und ewig.
Ich werde dich für immer loben für das, was du getan hast, und werde deinem Namen
vertrauen, der so voller Güte, in der Gegenwart deiner Gläubigen.

53

(Für den Chorleiter. In der Krankheit. Ein Poem von David.) Der Narr spricht in
seinem Herzen, er sagt: "Es gibt keinen Gott!" Sie sind korrupt, gemein und
ungerecht, nicht einer von ihnen macht es richtig.
Gott blickt vom Himmel auf die Kinder von Adam, zu sehen, ob ein Einziger klug ist,
ein Einziger Gott sucht.
Alle haben sich als treulos erwiesen, alle sind gleich schlecht geworden, nicht einer
von ihnen macht es richtig, nicht ein Einziger.
Sind sie sich nichts bewusst, diese Übeltäter? Sie verschlingen mein Volk, dies ist das
Brot, das sie essen, und zu Gott rufen sie nie.
Sie werden von Angst ergriffen werden, genau dort, wo es keine Notwendigkeit der
Angst gibt, denn Gott zerstreut die Gebeine derer, der euch belagern, sie werden
verspottet, weil Gott sie ablehnt.
6 Wer wird aus Zion bringen Heil für Israel? Wenn Gott seine Leute nach Hause
bringt, welche Freude für Jakob, was für ein Glück für Israel!

54

(Für den Chorleiter, auf Saiteninstrumenten. Ein Poem von David. Als die Siphiter
gingen zu Saul und sagten: "Ist das nicht David, versteckt bei uns?“) Gott, rette mich,
bei deinem Namen, in deiner Macht rechtfertige mich.
Gott, höre mein Gebet, höre auf die Worte, die ich spreche.
Arrogante Menschen sind es, die mich angreifen, Schläger hetzen mich zu Tode, kein
Platz ist in ihren Gedanken für Gott. Sela.
Aber jetzt, Gott ist meine Hilfe, Jahwe kommt, er ist unter denen, die mich
unterstützen.
Möge ihre Bosheit zurückfallen auf diejenigen, die auf mich lauern. Jahwe, in deiner
Treue, zerstöre sie.
Wie gern werde ich dir opfern, und loben deinen Namen, denn er ist gut,
Denn er hat mich von all meinem Kummer gerettet, und mein Auge schaut auf meine
Feinde herab.

55

(Für den Chorleiter, zum Saitenspiel, ein Poem von David.) Gott, höre mein Gebet,
verbirg dich nicht vor meiner Bitte,
Höre mich an, antworte mir, meine Probleme geben mir keine Ruhe. Mich schaudert
Beim Schreien des Gegners, die dem Aufschrei der Gottlosen, sie häufen sich gegen
mich, in ihrer Wut bringen sie feindliche Vorwürfe gegen mich vor.
Mein Herz windet sich in mir, die Schrecken des Todes sind über mich gekommen,
Furcht und Zittern überwältigen mich und packen mich schaudernd.
Und ich sage: „Wer wird mir Flügel wie Tauben geben, zu fliegen und Ruhe zu
finden?“
Wie weit würde ich entkommen, und mir bauen ein Nest in der Wüste! Sela.
Ich würde bald eine Zuflucht finden vor dem Sturm von Missbrauch,
Vor dem zerstörerische Sturm, Jahwe, vor dem Schwall ihrer Zungen. Denn ich sehe
Gewalt und Streit in der Stadt,
Tag und Nacht, sie machen ihre Runden entlang der Stadtmauer, innen leben Bosheit
und Unfug,
Es lebt innen die Zerstörung, Tyrannei und Verrat weichen nie von ihrem zentralen
Platz.
Gab es einen Feind, der mich beleidigte, ich konnte es ertragen, wenn ein Gegner
ausgespielt gegen mich, ich konnte mich von ihm abwenden.
Du aber, eine Person meines eigenen Ranges, ein Kamerad und lieber Freund,
Dem ich durch innige Freundschaft im Haus Gottes verbunden war! Mögen sie fallen
in Unordnung,
Möge der Tod auf sie hinabsteigen, mögen sie nach unten gehen, um am Leben der
Hölle teilzuhaben, da der Böse teilt mit ihnen sein Haus.
16 Ich für meinen Teil, ich appellier an Gott, und Jahwe rettet mich;
Abend, morgens, mittags, beklage ich mich und stöhne. Er hört meine Schreie,
Er erlöst mich und gibt mir Frieden vor der Fehde gegen mich, denn sie streiten nicht
zu Recht gegen mich.
Aber Gott wird es hören und wird sie demütigen, er, der von Anfang an inthronisiert
ist, keine Bewegung des Herzens hat er für sie, denn sie fürchten Gott nicht.
Sie greifen die an, die in Frieden mit ihnen gehen, sie nehmen zurück ihre Eide;
Ihr Mund ist glatter als Butter, aber es ist eine Feindschaft in ihren Herzen; ihre Worte
sind beruhigender als Öl, und doch geschärft wie Schwerter.
Lade deine Last bei Jahwe ab, und er wird dich stützen, nie wird er den Aufrechten
stolpern lassen.
Du, Gott, wirst sie schleudern nach unten in den Abgrund der Zerstörung, die
blutrünstigen und trügerischen Menschen, bevor die Hälfte ihrer Tage vorüber ist. Ich
für meinen Teil, ich habe mein Vertrauen in dich gesetzt.

56

(Für den Chorleiter, zur Melodie "Die Unterdrückung der fernen Fürsten", von David,
mit einer ruhigen Stimme zu singen. Als die Philister ihn ergriffen in Gath.) Hab
Mitleid mit mir, Gott, wie sie mich bedrängen, verstärken ihre Angriffe den ganzen
Tag.
Diejenigen, die mich bedrängen, lauern auf mich den ganzen Tag, unzählige sind
diejenigen, die mich von den Höhen angreifen.
Wenn ich mich fürchte, setz ich mein Vertrauen auf dich,
Auf Gott, dessen Wort ich lobe, auf Gott setze ich mein Vertrauen und habe keine
Angst mehr, welche Macht hat dann noch die menschliche Kraft über mich?
Den ganzen Tag nörgeln sie an meinen Worten herum, ihr einziger Gedanke ist es,
mir zu schaden,
Sie versammeln sich, sie liegen auf der Lauer und spionieren meine Bewegungen aus,
als ob sie entschlossen wären, mir mein Leben zu nehmen.
Wegen dieser Verbrechen lehne sie ab, in deinem Zorn, Gott, schlage die Völker
nieder.
Du selbst hast all meinen Kummer gezählt, du sammelst meine Tränen in deinen
Weinschlauch.
Dann werden meine Feinde zurückweichen an dem Tag, wenn ich zu dir rufe. Das
weiß ich, dass Gott auf meiner Seite ist.
Auf Gott, dessen Wort ich lobe, auf Jahwe, dessen Wort ich lobe,
Auf Gott hab ich mein Vertrauen gesetzt und habe keine Angst mehr, was kann ein
sterblicher Mensch mir antun?
Ich bin gebunden von dem Gelübde, das ich abgelegt habe, Gott, ich werden dir
zahlen die Schulden des Dankes,
Denn du hast gerettet meine Leben aus dem Tod, in der Gegenwart Gottes zu
wandeln, im Licht der Lebenden.

57

/Für den Chorleiter, zur Melodie "Zerstöre nicht", von David, mit einer ruhigen
Stimme zu singen. Als er Saul entkam in der Höhle.) Hab Mitleid mit mir, Gott, hab
Erbarmen mit mir, denn ich vertraue auf dich und nehme Zuflucht im Schatten deiner
Flügel, bis die Zerstörung vorbei ist.
Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, zu Gott, der alles für mich getan hat;
Er sende vom Himmel und rette mich, und prüfe die, die mich bedrängen. Gott
schickt seine treue Liebe und seine Beständigkeit. Sela.
Ich liege inmitten von Löwen, gierig nach menschlicher Beute, ihre Zähne sind
Speere und Pfeile, ihre Zunge ist ein scharfes Schwert.
Über den Himmel sollst du erhoben werden, Gott! Dein Ruhm geht über die ganze
Erde!
Sie legten mir eine Schlinge in den Weg, ich war von Sorgen gebeugt, sie haben eine
Grube gegraben vor mir, aber sie fielen selbst hinein. Sela.
Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und Musik machen
für dich.
Wach auf, mein Ruhm! Wacht auf, Leier und Harfe, dass ich die Morgenröte
erwecke!
Ich werde dich unter den Völkern preisen, Jahwe, ich werde Musik machen für dich
unter den Nationen,
Denn deine treue Liebe reicht bis in den Himmel, deine Treue zu den Wolken.
Über den Himmel sollst du erhoben werden, Gott! Dein Ruhm geht über die ganze
Erde!
58

(Für den Chorleiter, zur Melodie "Zerstöre nicht", von David, mit einer ruhigen
Stimme zu singen.) Göttliche, wie ihr seid, habt ihr wirklich aufrechte Urteile? Seid
ihr gute Richter der Kinder von Adam?
Nein! Ihr entwickelt Ungerechtigkeit in euren Herzen und Händen, die ihr mit eurer
Tyrannei auf der Erde waltet.
Seit dem Mutterschoß sind sie in die Irre geführt mit ihren ungerechten Urteilen, die
Bösen, auf dem falschen Weg seit ihrer Geburt.
Sie sind giftig wie die Schlange, taub wie die Natter, mit verschlossenen Ohren,
Um nicht die Musik des Magiers zu hören, der geschickt seine Zaubereien singt.
Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund, die Zähne zerbrich dieser jungen Löwen, o
Jahwe.
Mögen sie abfließen wie Wasser und ablaufen zu verschwinden, sie mögen verwelken
wie zertrampeltes Gras,
Wie die Schnecke, die wie ein totgeborenes Kind sind, das nie die Sonne sieht.
Bevor die Dornen sprießen wie die Brombeere, grün oder verbrannt, die Vergeltung
wirbelt sie weg.
Der Aufrechte wird sich freuen zu sehen, wie die Rache getan wird, und wird seine
Füße im Blut der Gottlosen baden.
„So“, werden die Menschen sagen, "der Aufrechte hat seine Belohnung, es gibt einen
Gott, zu belohnen die Gerechtigkeit auf Erden."

59

(Für den Chorleiter, zur Melodie "Zerstöre nicht", von David, mit einer ruhigen
Stimme zu singen. Als Saul Männer sandte in Davids Haus, um ihn zu töten.) Befreie
mich von meinen Feinden, mein Gott, meine Burg werden mir vor meinem Angreifer,
Rette mich vor den Übeltätern, vor den Männern der Gewalt rette mich.
Schau sie dir an, sie lauern mir auf, sind gewalttätige Männer, mich anzugreifen, der
ich ohne Fehler bin, keine Sünde tat ich, Jahwe,
Keine Schuld hab ich, doch kommen sie angerannt, Stellung zu beziehen. Wach auf,
steh mir bei und halte mich fest,
Jahwe Elohim Zebaoth, Gott Israels, erhebe dich, alle Nationen zu bestrafen, hab
keine Gnade für alle diesen bösartigen Verräter. Sela.
Zurück kommen sie bei Einbruch der Dunkelheit, knurrend wie Hunde, so streifen sie
durch die Stadt.
Siehe, wie sie in der Rede mit Schwertern auf den Lippen schimpfen: "Wer ist da, uns
zu hören?"
Du für deinen Teil, Jahwe, du wirst über sie lachen, du treibst Spott mit allen
Nationen.
Meine Kraft, ich halte ich meine Augen fest auf dich fixiert. Denn meine Hochburg
ist Gott,
Der Gott, der mich liebet, der treu kommt, um mich zu treffen, Gott wird mich meine
Augen weiden lassen an denjenigen, die auf mich lauern.
Vernichte sie nicht, oder mein Volk könnte vergessen, erschüttere sie in deiner Macht,
demütige sie tief, o Jahwe, unser Schild.
Die Sünde ist in ihrem Mund, die Sünde auf ihren Lippen, so lassen sie mich
eingefangen werden vom Stolz ihrer Flüche und Lügen, die sie aussprechen.
Zerstöre sie in deinem Zorn, zerstöre sie, bis sie nicht mehr sind, und dann sei es
bekannt, dass mein Gott ist Meister in Jakob und auf der ganzen weiten Welt. Sela.
Zurück kommen sie bei Einbruch der Dunkelheit, knurrend wie Hunde, sie streifen
durch die Stadt,
Suchen etwas zu essen, knurren, wenn sie satt geworden.
Und so habe ich von deiner Kraft zu singen, am Morgen klatsche ich Beifall deiner
treuen Liebe, die ist eine Hochburg für mich, eine Zuflucht hab ich, wenn ich in
Schwierigkeiten bin.
Meine Kraft, ich werde Musik machen für dich, denn meine Festung ist Gott, der
Gott, der mich in Treue liebet.

60

(Für den Chorleiter, zur Melodie "Junge Lilie". Mit einer ruhigen Stimme zu singen,
von David. Als er war Krieg führte mit Aram-Naharaim und Aram-Zobah, und Joab
marschierte zurück, bis zwölftausend Edomiter im Salztal vernichtet worden.) Gott,
du hast uns verworfen, uns gebrochen, du warst wütend, komm nun zurück zu uns!
Du lässt die Erde erzittern, du teilst sie, jetzt flicke ihre Risse, sie ist immer noch
schwankend.
Du hast dein Volk gezwungen, einen bitteren Trank zu trinken, du zwangest uns,
einen Wein zu trinken, der uns taumeln gemacht.
Du gabst ein Zeichen denjenigen, die dich fürchten, sie aus der Reichweite der Bögen
entweichen zu lassen. Sela.
Denn diejenigen, die du liebest, die rettest du, rette uns mit deiner rechten Hand und
antworte uns.
Gott hat aus seinem Heiligtum gesprochen: "Im Triumph werde ich aufteilen Sichem,
und teile das Tal Sukkot.
Mein ist Gilead, mein Manasse, Ephraim ist der Helm auf meinem Kopf, Juda mein
Zepter,
Moab ist eine Wasch-Schüssel für mich, auf Edom werfe ich meine Sandale.“
Versuch es nun, schreie: "Sieg!" über die Philister!
Wer wird mich zu einer befestigten Stadt führen, wer wird mich nach Edom führen,
Wenn nicht du, der Gott, der uns abgelehnt hat? Gott, willst du nicht mehr mit
unseren Armeen marschieren?
Bring uns Hilfe in unserer Zeit der Krise, da ist jede menschliche Hilfe wertlos.
Mit Gott werden wir Taten der Tapferkeit tun, er wird zertreten unsere Feinde.

61
(Für den Chorleiter, zum Saitenspiel, von David.) Gott, höre meinen Schrei, höre
mein Gebet.
Vom Ende der Erde rufe ich zu dir mit Ohnmacht des Herzens. Führe mich auf den
hohen Felsen, der weit außerhalb meiner Reichweite steht.
Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor dem Feind.
Lass mich im Zelt bleiben für immer, gewähre mir Zuflucht im Schutze deiner
Flügel!
Denn du, Gott, nimmst mein Gelübde an, du hast mir gewährt das Erbe derer, die
deinen Namen fürchten.
Der König lebe weiter, lasse du seine Jahre Alter nach Alter währen.
Möge sein Thron immer in der Gegenwart Gottes sein, deine treue Liebe und
Beständigkeit mögen über ihm sein.
Dann werde ich immer singen deinem Namen, Tag für Tag mein Gelübde erfüllen.

62

(Für den Chormeister, für Jeduthun, ein Psalm Davids.) In Gott allein ist Ruhe für
meine Seele, von ihm kommt meine Sicherheit;
Er allein ist mein Fels, meine Sicherheit, meine Burg, so dass ich stehe unerschüttert.
Wie lange wollt ihr mich opfern, ihr alle zusammen, mit der Absicht mich zu
ermorden, wie einen zerbröckelnden Schutzwall, eine bereits beschädigte Mauer?
Das Tricksen ist ihr einziger Plan, Täuschung ihre einzige Freude, mit Lügen auf den
Lippen sprechen sie einen Segen aus, mit einem Fluch in ihren Herzen. Sela.
Ruhe in Gott allein, meine Seele! Er ist die Quelle meiner Hoffnung.
Er allein ist mein Fels, meine Sicherheit, meine Burg, so dass ich stehe
unerschütterlich.
In Gott ist meine Sicherheit und meine Ehre, dem Fels meiner Kraft. In Gott ist meine
Zuflucht;
Vertraut auf ihn, ihr Menschen, zu allen Zeiten. Schüttet das Herz vor ihm aus. Gott
ist ein Refugium für uns. Sela.
Gewöhnliche Menschen sind nur ein Windhauch, wichtige Leute eine Täuschung,
stelle beide zusammen auf die Waage, sie sind leichter als ein Windstoß.
Setze kein Vertrauen in Erpressung, setze keine leeren Hoffnungen in Raub, und
wenn sich dir der Reichtum vermehrt, so hänge dein Herz nicht daran.
Als Gott gesprochen hatte, habe ich zweimal dies gehört: die Kraft ist Gottes,
Du, Jahwe, du bist die treue Liebe, und du zahlst zurück jedem wie seine Taten es
verdienen.

63

(Psalm Davids, als er war in der Wüste von Juda.) Gott, mein Gott bist du, ich sehne
mich nach dir, mein Herz dürstet nach dir, mein Körper lechzt nach dir wie ein
ausgedörrtes Land, öde und ohne Wasser.
So habe ich nach dir im Heiligtum ausgeschaut, da deine Macht und Herrlichkeit ist.
Besser ist deine treue Liebe als das Leben selbst, meine Lippen werden dich loben.
Also ich werde dich segnen, mein ganzes Leben lang, und in deinem Namen
aufheben meine Hände.
Alle meine Sehnsüchte sind wie Fett und leckere Speise, ein Lied der Freude ist auf
meinen Lippen und Lobpreis in meinem Mund.
Auf meinem Bett, wenn ich an dich denke, musiziere ich dir in den Stunden der
Nacht,
Denn du bist schon immer meine Hilfe gewesen, im Schatten deiner Flügel freue ich
mich;
Mein Herz hängt an dir, deine rechte Hand unterstützt mich.
Mögen diejenigen, die mich zu Tode hetzen, hinabfahren in die Tiefen der Erde,
Über der Klinge des Schwertes springen, und als Nahrung für Schakale enden.
Dann wird der König wird sich freuen in Gott, und alle, die bei ihm schwören,
werden Anerkennung gewinnen, denn die Münder der Lügner sind zum Schweigen
gebracht.

64

(Für den Chorleiter, ein Psalm Davids.) Höre, Gott, meine Stimme, wenn ich bitte,
schütze mein Leben vor der Furcht vor dem Feind;
Versteck mich vor der Loge der Bösen, vor der Bande von Übeltätern.
Sie schärfen ihre Zunge wie ein Schwert, sie wollen ihre Pfeile mit Gift
missbrauchen,
Sie schießen auf den Unschuldigen aus der Deckung, schießen plötzlich auf den, der
nichts zu befürchten hatte.
Sie unterstützen sich gegenseitig in ihren bösen Plänen und diskutieren, wie sie ihre
Fallstricke legen könnten. "Wer kann uns sehen?" sagen sie,
"Oder wer wird in unsere Mysterien eindringen?“ Er wird es tun, er, der Mensch
dringt in die Natur, um ihre Tiefen zu ergründen, die Tiefen des Herzens.
Gott hat sie mit seinem Pfeil erschossen, plötzlich waren ihre Wunden da.
Er bringt sie nach unten wegen ihrer Zunge, und alle, die sie sehen, schütteln den
Kopf.
Jeder wird ehrfürchtig sein, zu verkünden, was Gott getan hat, und zu verstehen,
warum er es getan hat.
Der Aufrechte wird sich in Jahwe freuen, er wird auf ihn trauen, und alle die
Ehrlichen werden ihn loben

65

(Für den Chorleiter, ein Psalm Davids, ein Gesang.) Lob steht dir zu, Gott, in Zion.
Deine Verheißungen, sie müssen erfüllt werden,
Gebete wirst du beantworten. Die gesamte Menschheit muss zu dir kommen
mit ihren sündhaften Taten. Unsere Fehler überwältigten uns, aber du wolltest sie
auslöschen.
Wie gesegnet derjenige, den du erwählt und eingeladen in deinem Gerichtssaal zu
wohnen. Wir werden gefüllt werden mit den guten Dingen aus deinem Haus, deinem
heiligen Tempel.
Du reagierst, uns mit den Wundern deiner Gerechtigkeit zu retten, Gott, unser Retter,
Hoffnung der ganzen weiten Welt, auch der fernen Inselreiche.
Durch deine Kraft hältst du die Berge stabil, in Kraft gekleidet,
Du stillst die Turbulenzen der Meere, den Aufruhr ihrer Wellen. Die Völker sind in
Aufruhr, in Panik sind diejenigen, die an den Enden der Erde leben;
Deine Wunder bringen Jubel in die Pforten des Morgens und des Abends.
Du besuchst die Erde und machst sie fruchtbar, mögest du sie mit Reichtum füllen,
der Fluss von Gott quillt über von Wasser, du entbietest das Korn. Zu diesem Zweck
Tränkst du die Furchen reichlich Wasser, erweichst die Erde mit Schauern und
segnest ihre Triebe.
Du krönst das Jahr mit deiner Großzügigkeit, Reichtum sickert aus deinen Fußspuren,
Die Weiden der Wüste werden feucht, es werden die Hänge in Freude eingehüllt,
Die Wiesen mit Herden, die Täler mit Weizen bedeckt, sie schreien und singen vor
Wonne!

66

(Für den Chorleiter, ein Lied, ein Psalm.) Verherrlicht Gott, alle Länder der Erde,
Singt Psalmen der Herrlichkeit seines Namens, verherrlicht ihn mit Lobpreis,
Sagt zu Gott: "Wie fantastisch du bist!" Deine Erfolge sind das Maß deiner Macht,
deine Feinde zu umwerben zu deinen Gunsten,
Alle Welt verneige sich vor ihm, singt Psalmen, singt Psalmen auf seinen Namen.
Sela.
Kommt und seht die Wunder Gottes, seine wunderbare Taten für die Kinder von
Adam:
Er verwandelte das Meer in trockenes Land, sie überquerten den Fluss zu Fuß. Also
lasst uns in ihm froh sein,
Er regelt alles durch seine Kraft, seine Augen wachen über die Nationen, die sich
zum Aufstand gegen ihn erheben. Sela.
Nationen, segnet unseren Gott, lasst das Geräusch von seinem Lobpreis gehört
werden;
Er bringt uns zum Leben und bewahrt unsere Füße vorm Stolpern.
Gott, du hast uns auf die Probe gestellt, uns raffiniert wie Silber,
Du hast uns lassen ins Netz fallen, uns eine schwere Belastung auf den Rücken
gelegt,
Hast Menschen lassen über unser Haupt fahren, aber jetzt die Feuerprobe und das
Wasser ist vorüber, du hast uns dazu veranlasst, wieder aufzuatmen.
Ich bringe Brandopfer in dein Haus, ich erfülle vor dir mein Gelübde,
das Gelübde, das von meinen Lippen aufstieg, dass ich ausgesprochen habe, als ich in
Not war.
Ich werde dir reiche Brandopfer darbringen, mit dem Rauch von brennenden
Widdern. Ich werde dir opfern Stiere und Ziegen. Sela.
Kommt und hört, ihr alle, die ihr Gott fürchtet, während ich sage, was er für mich
getan hat.
Zu ihm schrie ich laut, es war ein hohes Lob auf meiner Zunge.
Hätte ich Kenntnis von Schuld in meinem Herzen, Jahwe hätte mir nicht zugehört,
Aber in der Tat hat Gott mir zugehört, aufmerksam auf den Klang meines Gebetes
gelauscht.
Gepriesen sei Gott, der mein Gebet nicht verworfen hat, noch seine eigene treue
Liebe von mir genommen.

67

(Für den Chorleiter, zum Saitenspiel, ein Psalm, ein Gesang.) Möge Gott uns seine
Güte zeigen und uns segnen und lasse er sein Angesicht leuchten über uns. Sela.
Dann wird die Erde deine Wege bestätigen, und alle Nationen wird deine Macht
retten.
Lass die Völker dich preisen, Gott, lass alle Völker dich preisen.
Die Völker freuen sich und singen vor Freude, denn du richtest die Welt mit
Gerechtigkeit, du beurteilst die Völker mit Gerechtigkeit, du führst die Nationen auf
der Erde. Sela
Lass die Völker dich preisen, Gott, lass alle Völker dich preisen.
Die Erde hat ihren Ertrag gegeben, Gott, unser Gott hat uns gesegnet.
Möge Gott uns weiterhin segnen, und von der ganzen weiten Welt verehrt werden.

68

(Für den Chorleiter, von David, ein Psalm, ein Gesang.) Las Gott aufstehen, lass
seine Feinde sich zerstreuen, lass seine Gegner fliehen vor ihm.
Du zerstreust sie wie Rauch; wie Wachs schmilzt in der Gegenwart eines Feuers, so
dass die Gottlosen schmelzen vor der Gegenwart Gottes.
Die Aufrechten sind fröhlich in der Gegenwart Gottes, sie sind begeistert und
schreien vor Wonne!
Singet Gott, macht Musik seinem Namen, baut eine Straße für den Reiter der Wolken,
freut euch in Jahwe, tanzt vor ihm!
Vater der Waisen, Verteidiger der Witwen, so ist Gott in seiner heiligen Wohnung.
Gott gibt dem Einsamen ein Haus, darin zu leben, er führt Gefangene hinaus in
Freiheit, aber Revolutionäre müssen in dem kahlen Ödland leben.
Gott, wenn du an der Spitze deiner Mitarbeiter stehst, wenn du über die Wüste
scheitest,
Die Erde wird erschüttert, der Himmel schauert in der Gegenwart Gottes, in der
Gegenwart Gottes, des Gottes Israels. Sela.
Gott, du regnetest herab einen Schauer von Segnungen, denn wenn dein Erbe müde
war, du gabst ihm wieder neue Kraft.
Deine Familie hat ein Zuhause gefunden, das du in deiner Großzügigkeit dem
Bescheidenen zur Verfügung gestellt hast.
Jahwe gab einen Befehl, die Freudenbotschaft von einer zahlreichen Armee.
Die Häuptlinge der Armee sind auf der Flucht, auf der Flucht, und die Schönen zu
Hause teilen die Beute.
Während du in den Hürden der Mühelosigkeit bist, die Flügel der Tauben sind mit
Silber überzogen, und ihre Federn mit einem Schimmer von grünem Gold;
Wenn Schaddai zerstreut die Häuptlinge, wenn es schneit auf dem dunklen Berg.
Ein Berg Gottes ist der Berg von Baschan! Ein stolzer Berg, der Berg von Baschan!
Warum seid ihr neidisch, hochmütige Berge, auf den Berg, den Gott zu seiner
Wohnung erwählt hat? Dort wird Gott immerdar wohnen..
Der Wagen Gottes sind tausendmal Tausend; Gott kommt vom Sinai zum Heiligtum.
Du bist auf die Höhen geklettert, hast Gefangene genommen, ihre Männer als Tribut
genommen, auch Revolutionäre, dass Jahwe Elohim einen Wohnplatz haben kann.
Selig, die Jahwe Tag für Tag führt, Gott, unser Heiland. Sela.
Dieser unser Gott ist ein Gott, der rettet, vom Herrn Jahwe kommt es, dass man
entkommt dem Tod;
Aber Gott zerschlägt den Kopf seiner Feinde, den langhaarigen Schädel des steifen
Verbrechers.
Jahwe hat gesagt: "Ich werde sie vom Baschan zurückbringen, ich werde sie wieder
aus den Tiefen des Meeres zurückbringen,
So dass ihr eure Füße in Blut baden könnt, und eurer Hunde Zungen lecken das Blut
eurer Feinde."
Deine Prozessionen, Gott, sind für alle zu sehen, die Prozessionen meines Gottes,
meines Königs, zum Heiligtum;
Sängerinnen und Sänger voran, Musiker dahinter, in der Mitte kommen Mädchen, die
schlagen ihre Trommeln.
In Chören segnen sie Gott Jahwe, segnen ihn seit der Gründung Israels.
Benjamin war da, der Jüngste an der Front, die Fürsten von Juda in bunten
Gewändern, die Fürsten von Sebulon, die Fürsten von Naphtali.
Gib Befehle, mein Gott, wie es sich für deine Macht gehört, die Macht, Gott, die du
für uns ausgeübt hast,
Vom Tempel hoch über Jerusalem. Könige werden dir Tribut bringen.
Schilt das Tier im Rohr, die Herde von Bullen, zerstreue die Menschenkälber, die
schwer sind von Silberbarren. Zerstreue die Menschen, die sich für den Krieg
begeistern.
Von Ägypten werden die Adligen kommen, Äthiopien wird zu Gott seine Hände
ausstrecken.
Ihr Königreiche der Erde, singt Gott und spielt ihm,
Dem Reiter des Himmels, der urzeitlichen Himmelreiche. Er spricht mit einer
Stimme der Macht!
Bestätige die Kraft Gottes! In Israel ist seine Pracht, in den Wolken seine Macht.
Gut ist Gott in seinem Heiligtum. Er, der Gott Israels, gibt Kraft und Macht seinen
Menschen. Gepriesen sei Gott!

69
(Für den Chorleiter, zur Melodie "Lilien“. Von David.) Rette mich, Gott, denn die
Gewässer haben mich eingeschlossen.
Ich bin im tiefsten Sumpf versunken und es gibt keinen festen Boden. Ich bin in tiefes
Wasser getreten und die Wellen sind über mich gegangen.
Ich bin erschöpft, meine Kehle ist heiser, meine Augen werden von der Suche nach
meinem Gott müde.
Zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf sind die, die mich hassen ohne Grund.
Diejenigen, die mich loswerden wollen, sind stark, meine verräterische Feinde. Muss
ich zurück geben, was ich noch nie gestohlen habe?
Gott, du weißt, wie töricht ich bin, meine Vergehen sind dir nicht verborgen.
Diejenigen, die auf dich hoffen, werden nicht zum Narren gemacht werden, Jahwe
Zebaoth, wegen mir! Diejenigen, die dich suchen, werden nicht entehrt werden, Gott
Israels, wegen mir!
Es ist für dich, dass ich Beleidigungen ertrage, mein Gesicht ist mit Schande bedeckt,
Ich bin entfremdet meinen Brüdern, den Söhnen meiner eigenen Mutter entfremdet;
Und ich bin aufgefressen worden von der Leidenschaft für dein Haus, und
Beleidigungen gegen dich fallen auf mich.
Ich habe mich mit Fasten kasteit, und finde mich dafür beschimpft,
Ich kleide mich in Sacktuch und werde ihr Gespött,
Der Klatsch von Leuten, die sitzen am Tor, und das Thema der Säufer und ihrer
Songs.
Und so bete ich zu dir, Jahwe, in der Zeit deiner Gunst, in deiner treuen Liebe
antworte mir, in der Treue deiner Bewahrung.
Rette mich aus dem Sumpf, in den ich versunken, bevor ich ganz untergehe, so werde
ich vor denen, die mich hassen, und vor der Wassertiefe gerettet werden.
Lass nicht die Wellen spülen über mich, noch die Tiefe mich verschlucken, noch die
Grube schließen ihr Maul über mich.
Erhöre mich, Jahwe, denn deine treue Liebe ist großzügig, in deine Zärtlichkeit nimm
mich wiederum auf;
Wende dich nicht ab von deinen Knecht, komm schnell, mir zu antworten, denn ich
bin in Schwierigkeiten.
Komm auf meine Seite, erlöse mich, zahle das Lösegeld für mich wegen meiner
Feinde.
Du kennst auch die Beleidigungen, die Scham und Schande, die ich ertragen muss.
Jeder meiner Unterdrücker ist dir bekannt.
Beleidigung hat mein Herz gebrochen. Ich hoffte auf Sympathie, aber vergeblich,
denn Tröster - nicht einer wurde gefunden.
Zu essen gaben sie mir Gift, zu trinken Essig, wenn ich durstig war.
Mögen ihr eigener Tisch eine Falle für sie werden, und ihr Reichtum ihnen ein
Fallstrick;
Mögen ihre Augen so schwach werden, dass sie nichts mehr sehen können, alle ihre
Muskeln verlieren ihre Festigkeit.
Wende deinen Grimm auf sie, lass deinen brennenden Zorn sie überholen.
Reduziere ihr Lager in den Ruin, und lass ihre Zelte leer,
Denn sie hetzen den, den du schon geschlagen, den Schmerz verdoppeln sie dessen,
den du verletzt hast.
Belade sie mit Verbrechen der Kriminalität, schließen sie aus von deiner
Gerechtigkeit,
Lösche sie aus dem Buch des Lebens, dass sie nicht unter den Aufrichtigen
eingeschrieben stehen.
Denn ich bin verletzt, ich armer Mann, in deiner rettenden Kraft erhebe mich wieder!
Ich werde den Namen Gottes im Liede loben, ich werde ihn preisen mit der
Danksagung,
Das wird Jahwe mehr gefallen als ein Ochse, als ein Stier mit Hörnern und Hufen.
Die Bescheidenen haben es gesehen und sind froh. Lass denen den Mut wieder
aufleben, die ihren Gott suchen.
Denn Gott hört auf die Armen, er hat nie seinen Gefangenen verachtet.
Lass den Himmel und die Erde und die Meere und alles, was in ihnen lebt, dir
zujubeln!
Denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas wieder aufbauen, und die Leute
werden in ihrem eigenen Lande leben;
Die Nachkommen seiner Knechte werden es erben, und diejenigen, die seinen Namen
lieben, werden darin wohnen.

70

(Für den Chorleiter, von David. Im Gedenken.) Sei froh, Gott, mich zu retten, Jahwe,
komm schnell, mir zu helfen!
Scham und Bestürzung denen, die mein Leben wollen! Zurück mit ihnen! Lass sie
gedemütigt werden, die sich über mein Unglück begeistern.
Lass sie schrumpfen, mit Schande bedeckt, die zu mir sagen: „Aha! aha!"
Aber Freude und Glück denen, die dich suchen. Lass sie unaufhörlich schreien: "Gott
ist groß!" die deine Rettung lieben.
Arm und bedürftig wie ich bin, Gott, komm schnell zu mir! Jahwe, mein Helfer, mein
Retter, zögere nicht!

71

Auf dich, Jahwe, vertraue ich, ich werde nie zuschanden werden.
In deiner Gerechtigkeit rette mich, rette mich, höre mir zu und rette mich.
Sei ein schützender Felsen für mich, immer zugänglich, du stehst fest, um mich zu
retten, denn du bist mein Fels, meine Festung.
Mein Gott, rette mich aus den Klauen des Bösen, aus dem Griff des den Schurken
und Rücksichtslosen.
Denn du bist meine Hoffnung, Jahwe, mein Vertrauen, Jahwe, seit meiner Kindheit.
Auf dich habe ich mich seit meiner Geburt verlassen, da in meiner Mutter Schoß du
schon mein Teil gewesen bist, das ständige Thema meiner Lobgesänge.
Viele verwirrten mich, aber du bist meine sichere Zuflucht.
Mein Mund ist voll deines Lobes, mit Glanz den ganzen Tag gefüllt.
Lehne mich nicht ab in meinem Alter, lass mich dann nicht im Stich, wenn meine
Kraft versagt,
Denn meine Feinde diskutieren über mich, die sich gegen meine Seele
zusammenrotten.
„Werft ihn nieder, denn Gott hat ihn verlassen! Ergreift ihn, es ist niemand da, ihn zu
retten."
Gott, steh nicht abseits, mein Gott, komm schnell, mir zu helfen.
Schande und Verderben auf diejenigen, die mich verleumden, möge die Absicht, mir
zu schaden, mit Schimpf und Schande bedeckt werden.
Was mich betrifft, meine Hoffnung nie verblassen, ich werde dich loben, immer mehr
und mehr.
Meine Lippen sollen deine Gerechtigkeit den ganzen Tag verkünden, deine rettende
Kraft.
Ich werde mit der Macht kommen, Jahwe, von deinem Recht zu sagen, dir allein.
Gott, du hast mich von Kindheit an unterwiesen, und ich werde immer noch
verkünden deine Wunder.
Jetzt, wo ich bin alt und grauhaarig bin, Gott, sei mir keine Wüste, dass ich
verkünden kann deine Kraft den Generationen, die noch kommen, verkünden deine
Macht
Und Gerechtigkeit in den Himmeln. Du hast große Dinge getan, Gott, wer ist wie du?
Du hast mir viel Elend und Not gezeigt, aber du wirst mir das Leben wieder
schenken, du wirst mich wieder aus den Tiefen der Erde erwecken,
Wirst verlängern mein Alter, und mich wieder trösten.
Ich für meinen Teil, ich werde dir auf der Leier danken für deine Treue, mein Gott.
Ich werde die Harfe spielen zu deinem Ruhm, Heiliger Israels.
Meine Lippen singen vor Freude, als ich zu spielen begann, weil du mich erlöst,
Und den ganzen Tag lang meine Zunge musiziert für deine Gerechtigkeit. Scham und
Schande über diejenigen, die die Absicht haben, mir zu schaden!

72

(Von Salomo.) Gott, verleihe dem König dein faires Urteil, dem Sohn des Königs
deine Gerechtigkeit,
Dass er dein Volk in Gerechtigkeit regiere und deine Armen mit fairem Urteil.
Berge und Hügel, den Menschen bringt Frieden! Mit Recht
Wird er die Armen unter den Menschen beurteilen, er wird die Kinder der Armen
schützen und die Unterdrücker zermalmen.
Den Anblick der Sonne und des Mondes wird er sehen, Alter nach Alter.
Er wird herab wie Regen auf gemähtes Gras kommen, wie Schauer befeuchten das
Land.
In seinen Tagen wird blühen Aufrichtigkeit und Frieden, bis der Mond nicht mehr ist.
Sein Reich erstreckt sich von Meer zu Meer, vom Fluss bis an die Grenzen der Erde.
Das Tier wird vor ihm kauern, seine Feinde werden Staub lecken;
Die Könige von Tarsis und den Inseln werden ihm Tribut zahlen. Die Könige von
Saba und Sheba werden Geschenke anbieten;
Alle Könige werden ihm huldigen, alle Völker zu seinen Knechten werden.
Denn er rettet den Bedürftigen, der zu ihm ruft, und die Armen, die keinen Helfer
haben.
Er hat Mitleid mit den Schwachen und Bedürftigen, und bewahrt die Bedürftigen vor
dem Tode.
Von Unterdrückung und Gewalt erlöst er ihr Leben, ihr Blut ist kostbar in seinen
Augen.
Lang möge er leben! Möge ihm das Gold von Saba gegeben werden! Gebete für ihn
werden ständig dargebracht werden, und Segen auf ihn herabgerufen, den ganzen
Tag.
Möge Weizen überfluten das Land, winken auf den Höhen der Berge, wie der
Libanon mit seinen Früchten, und Blumen von ihrer besten Seite sich zeigen, wie die
Gräser der Erde.
Möge sein Name für immer gesegnet sein und dauern in den Augen der Sonne. In
ihm werden alle Rassen der Welt gesegnet werden, und alle Nationen nennen ihn
gebenedeit.
Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, der allein Wunder wirkt;
Für immer werde sein herrlicher Name gesegnet. Möge die ganze Welt von seinem
Ruhm voll werden! Amen! Amen!
Ende der Gebete Davids, des Sohnes Jesses.

DRITTES BUCH

73

(Ein Psalm von Asaph.) In der Tat, Gott ist gut zu Israel, Jahwe zu denen, die reinen
Herzens sind.
2 Meine Füße waren am Punkt des Anstoßes, ein wenig mehr und ich wäre
ausgerutscht,
Zu beneiden die Arroganten, und zu sehen den Wohlstand der Bösen.
Für sie gibt es keine Schmerzen, unbeschwert genießen sie ihre komfortable
Beleibtheit;
Frei von den Sorgen, die der Mensch viele hat, haben sie keinen Anteil an Adams
Beschwerden.
So tragen sie ihren Stolz wie eine Halskette, Gewalt tragen sie wie ein Kleid.
Aus ihrem Fett sickert Bosheit, ihre Herzen tropfen von List.
Zynisch befürworten sie den Bösen, sie befürworten seine erhabene Stärke.
Ihr Mund behauptet, der Himmel sei für sie, und ihre Zunge ist immer noch auf der
Erde.
Das ist es, warum meine Leute sich wenden an sie, und genießen sie wie Wasser,
Und sagen: "Wie kann Gott etwas wissen? Welche Erkenntnis kann der Höchste
haben?“
Das ist es, was die Gottlosen sind, sie häufen sich Reichtum auf ohne Sorgen.
War es nutzlos dann, dass ich mein eigenes Herz rein gehalten habe, meine Hände in
Unschuld gewaschen?
Als ich unter einem Hagel von Schlägen den ganzen Tag lang lag, und bestraft ward
jeden Morgen,
Da sagte ich: "Ich werde wie sie sprechen, ich sollte deine Kinderrasse verraten.“
So habe ich das zu verstehen versucht: wie schwer hab ich die Antwort gefunden!
Bis ich ging in die Heiligtümer der Götter und verstand, was dazu bestimmt war, aus
ihnen zu werden.
Sie liegen auf einem rutschiger Abhang, und treiben nach unten ins Chaos.
Wie plötzlich kommt ihre abscheuliche Zerstörung! Sie werden aufgelöst, durch
Terror vernichtet!
Wie ein Traum nach dem Aufwachen, Jahwe, wenn du erwachst, wirst du ihr Bild
vergessen.
Mein Herz wurde verbittert, meine Neigungen ausgetrocknet,
Ich war dumm und verständnislos, ein plumpes Tier in deiner Gegenwart.
Auch so blieb ich in deiner Gegenwart, du hast mich gehalten mit deiner rechten
Hand;
Du wirst mich mit gutem Rat führen, und wirst mich in der Folge in deine
Herrlichkeit aufnehmen.
Wer ist noch da für mich im Himmel? Und mit dir fehlt mir nichts auf der Erde.
Mein Herz und mein Fleisch sind Sehnsucht: meines Herzens Fels, mein Teil bist du,
mein Gott für immer!
Wahrlich, diejenigen, die dich aufgeben, werden zugrunde gehen, du wirst die
Ehebrecherischen zerstören,
Während meine Lust es ist, Gott nahe zu sein. Ich habe den Herrn Jahwe zu meiner
Zuflucht gemacht, um alle deine Werke zu erzählen.

74

(Ein Gedicht von Asaph.) Gott, warum hast du uns endgültig abgelehnt? Deine Wut
prallt gegen die Herde auf deiner Weide!
Denke an die Menschen, die du dir vor langer Zeit nahmst zu deinem eigenen Stamm,
den du erlöst, und diesen Berg Zion, wohin du kamst, um hier zu leben.
Komm zu diesen unseren endlosen Ruinen! Der Feind hat alles im Heiligtum
geplündert;
Die Gegner haben einen Aufruhr gemacht am Ort der Versammlungen, sie stellten ihr
Emblem in den Eingang, ein Emblem,
Noch nie zuvor bekannt. Ihre Äxte schlagen tief ins Holz,
Mit den Hacken zerschlugen sie die Platten, schlugen sie nieder mit Beilen;
Zündeten dein Heiligtum an, profanierten den Boden der Wohnung, die deinem
Namen geweiht war.
Sie sagten sich: "Lasst uns zerdrücken sie mit einem Schlag!“ Sie verbrannten alle
heiligen Schreine im Land.
Wir sehen keine Anzeichen, keinen Propheten mehr, und keiner von uns weiß, wie
lange es dauern wird.
Wie lange, Gott, darf der Feind lästern? Darf der Feind denn deinen Namen für
immer beleidigen?
Warum hältst du deine Hand zurück, hältst deine rechte Hand in den Falten der Robe
versteckt?
Doch, Gott, mein König, du bist der Autor von allen Handlungen auf der ganzen
Erde,
Von deiner Macht ward das Meer in zwei Teile gespalten, und du zertrümmertest die
Köpfe der Monster auf dem Wasser.
Du zerkleinertest des Leviathan Köpfe, gabst ihn als Nahrung den wilden Tieren.
Du schufest die Quellen und Bäche, die Flüsse und verwandeltest das Urmeer in
trockenes Land.
Dein ist der Tag und dein die Nacht, Sonne und Licht existieren durch dich,
Festige alle Grenzen der Erde, erstelle Sommer und Winter.
Denke daran, Jahwe, an die Lästerung des Feindes, ein tolles Volk beleidigt deinen
Namen.
Hast du deine Turteltaube kapitulieren lassen vor dem Tier? Vergiss nicht für immer
die Seele des unterdrückten Volkes.
Schau auf den Bund! Alle Verstecke des Landes sind voll Gewalt, sind
Lieblingsplätze der Gewalt.
Lass sich nicht die Unterdrückten zurückziehen in Verwirrung, gib den Armen und
Bedürftigen Grund, deinen Namen zu preisen.
Steh auf, Gott, verfechte deine eigene Sache, erinnere dich daran, wie Narren lästern
dich den ganzen Tag lang!
Vergiss nicht das Geschrei der Feinde, die immer Aufruhr planen, deine Gegner.

75

(Für den Chorleiter, zur Melodie "Zerstöre nicht", ein Psalm von Asaph, ein Gesang.)
Wir danken dir, Gott, wir danken dir, wie wir deinen Namen anrufen, wie wir
erzählen deine Wunder.
"Zur bestimmten Zeit werde ich selbst Gerechtigkeit schaffen.“
„Die Erde bebt und alle seine Bewohner, ich bin es, der ihre Säulen festhält.“ Sela.
Ich sagte zu dem Prahlerischen: "Rühme dich nicht so!" Und zu dem Gottlosen: "Stell
nicht so zur Schau deine Stärke!“
„Schau nicht so stolz, sprich nicht mit dieser arroganten Haltung.“
Nicht mehr von Ost nach West, nicht mehr in der bergigen Wüste
Wird Gott urteilen in Aufrichtigkeit und bringen die einen herab und die anderen
erhöhen.
Jahwe hält einen Kelch mit einer berauschenden Mischung aus Wein gefüllt, er wird
ihn ausgießen, sie werden ihn bis zur Neige trinken, alle Gottlosen auf der Erde
werden ihn trinken.
Aber ich werde für immer sprechen, so mache ich Musik für den Gott Jakobs.
Ich werde ich brechen alle Stärke der Gottlosen, und die Kraft des Aufrechten wird
hochsteigen.
76

(Für den Chorleiter, zum Saitenspiel, ein Psalm von Asaph, ein Gesang.) Gott ist in
Juda erkannt, sein Name ist in Israel groß,
Sein Zelt wird aufgeschlagen in Salem, seine Wohnung ist in Zion;
Er gibt die Blitze des Bogens, Schild und Schwert und Kriegswaffen werden
zerbrochen. Sela.
Strahlend bist du, und bekannt für die Haufen Beute,
Von ihnen genommen. Helden schlafen jetzt ihren letzten Schlaf, der Krieger Arme
haben sie im Stich gelassen;
In deinem Tadel, Gott Jakobs, Wagen und Pferde sind fassungslos.
Du, du allein, bist zu fürchten! Wer kann seinen Stand in deiner Gegenwart halten,
wenn dein Zorn ihn trifft?
Vom Himmel donnern deine Urteile, leise von Angst ist die Erde,
Wenn Gott nimmt seinen Sitz ein zum Erlass seines Urteils, die alle die Bescheidenen
der Erde retten. Sela.
Der Menschen Wut dient nur dazu, dich zu loben, die Überlebenden deiner Wut
werden sich um dich drängen.
Erfülle dein Gelübde vor Jahwe, deinem Gott, lass die, die ihn umgeben, Opfer
bringen dem Schrecklichen, Einen.
Er schneidet kurz den Atem des Fürsten, schlägt mit Terror die irdischen Könige.

77

(Für den Chormeister, für Jeduthun. Von Asaph, ein Psalm.) Ich schreie zu Gott in
meiner Not, ich schreie zu Gott, und er hört mich.
Am Tag meiner Not suchte ich Jahwe, die ganze Nacht unermüdlich hab ich meine
Hände gestreckt, es weigerte sich mein Herz, sich trösten zu lasen.
Ich seufze, wie ich glaube, nach Gott, mein Geist fällt in Ohnmacht, wenn ich über
ihn nachdenke. Sela.
Ich hielt meine Augen geschlossen, ich war zu verzweifelt, um zu sprechen;
Da dachte ich an frühere Zeiten, an lange Jahre der Vergangenheit.
Ich erinnerte mich, in der Nacht, in meinem Herzen dachte ich darüber nach, ich
reflektierte, mein Geist hat sich diese Frage gestellt:
Ist dein die endgültige Ablehnung durch Jahwe? Wird er sich nie wieder gnädig
zeigen?
Ist seine treue Liebe für immer weg? Hat sein Wort ein Ende gefunden für alle Zeit?
Hat Gott vergessen, gnädig zu sein? Im Zorn seine Zärtlichkeit vergessen? Sela.
Und ich sagte: „Das ist es, was mich verwundet, dass die rechte Hand des Höchsten
seine Kraft verloren hat."
Erinnere dich an Jahwes große Taten, pflege die Erinnerung an seine Wunder in der
Vergangenheit,
Ich will über alles, was du getan hast, nachdenken, über alle deine großen Taten.
Gott, deine Wege sind heilig! Welcher Gott ist so groß wie unser Gott?
Du bist der Gott, der Wunder tut, du hast Nationen dazu gebracht, dass sie deine
Macht anerkennen,
Mit deinem eigenen Arm hast du erlöst dein Volk, die Kinder von Jakob und Josef.
Sela.
Als das Wasser dich sah, Gott, als du das Wasser sich in Angst winden sahst, da
schüttelte die Tiefen vor Angst.
Die Wolken-Wasser prasselten nieder, der Himmel donnerte, deine Pfeile schossen
hin und her.
Das Wälzen deines Donners war zu hören, deine Blitze die Welt erleuchteten, die
Erde erbebte und zitterte.
Dein Weg führte über das Meer, dein Weg in den unzähligen Gewässern, und keiner
konnte deine Spuren verfolgen.
Du leitetest dein Volk wie eine Herde durch die Hand von Mose und Aaron.

78

(Ein Psalm von Asaph.) Mein Volk, höre meine Lehre, achte darauf, was ich sage.
Ich werde zu euch in der Poesie sprechen, die Mysterien der Vergangenheit
offenbaren.
Was wir gehört haben und wissen, was unsere Vorfahren uns gesagt haben,
Wir werden es nicht vor unseren Nachkommen verbergen, sondern werden es sagen
der Generation, die kommt: das Lob Jahwes, seine Macht, die wunderbaren Taten, die
er getan hat.
Er stiftete ein Zeugnis in Jakob, er gab einr Torah in Israel, unseren Vorfahren befahl
er, es an ihre Nachkommen weiter zu vererben,
Dass eine Generation, die kommt, es kennen kann, Kinder, die noch geboren werden.
Sie sollten sicher sein, es ihren eigenen Kindern zu erzählen,
Und sollten ihr Vertrauen auf Gott setzen, und nie vergessen Gottes große Taten,
immer zu gehorchen seinen Befehlen,
Und nicht wie ihre Väter zu sein, eine hartnäckige und rebellische Generation, eine
Generation von schwachem Zielbewusstsein, die ihren Geist unbeständig sein ließen
gegenüber Gott.
Die Bogenschützen, die Söhne Ephraims, trafen wendeten ihren Rücken, als die Zeit
gekommen war für den Kampf;
Sie hielten nicht Gottes Bund, sie weigerten sich, seiner Torah zu folgen;
Sie gedachten nicht seiner großen Taten, der Wunder, die er ihnen gezeigt hatte;
Doch er tat Wunder in den Augen ihrer Vorfahren in Ägypten, in den Ebenen von
Tanis.
Er spaltete das Meer und führte sie hindurch, er ließ das Wasser stehen wie einen
Damm;
Er führte sie mit einer Wolke am Tag und die ganze Nacht mit dem Licht eines
Feuers;
Er teilte Felsen in der Wüste, so sollten sie wie von den grenzenlosen Tiefen trinken;
Er brachte Ströme aus einem Felsen hervor, ließ Wasser fließen in Strömen.
Aber sie haben nur gegen ihn mehr als je zuvor gesündigt, trotzten dem Höchsten in
kargen Landen;
Sie haben bewusst herausgefordert Gott und gebeten um anspruchsvolle Lebensmittel
nach Herzenslust.
Sie beleidigten Gott mit den Worten: "Kann Gott ein Bankett in der Wüste geben?“
„Es stimmt, als er den Felsen schlug, sprudelte Wasser heraus und floss in Strömen,
aber was ist mit Brot? Kann er das geben, kann er seinem Volke Fleisch geben?"
Als er das hörte, wie sie Hahwe wütend machten, loderte das Feuer gegen Jakob,
seine Wut ward gegen Israel aufgebracht,
Weil sie keinen Glauben hatten an Gott, kein Vertrauen in seine Macht zu retten.
Und so gab er den Befehl dem Himmel, er hatte die Schleusen des Himmels geöffnet;
Er ließ herabregnen Manna, sie zu füttern, er gab ihnen den Weizen des Himmels;
Sterbliche aßen das Brot des Mächtigen, da sandte er ihnen so viel Nahrung, wie sie
wollten.
Er weckte einen Ostwind in den Himmeln, schickte einen Südwind durch seine Kraft;
Er ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub, Vögel dicht wie Sand am Meer,
Sie stürzten in die Mitte des Lagers, rund um die Wohnstatt.
Sie aßen so viel Nahrung wie sie wollten, er erfüllte alle ihre Gelüste;
Aber ihre Gelüste waren noch in ihnen, das Essen war immer noch in ihrem Mund,
Als der Zorn Gottes sie angegriffen, schlachtete ihre stärksten Männer, die Blume der
Niedrigen Israels.
Trotz alledem sündigten sie weiter, setzten keinen Glauben in seine Wunder.
Er ließ ihre Tage verschwinden im Nebel, ihre Jahre in plötzlichem Ruin.
Immer, wenn er sie schlachtete, begannen sie, ihn zu suchen, wandten sich zurück
und schauten sehnsüchtig auf ihn,
Erinnerten sich, dass Gott ihr Fels ist, Gott, der Höchste, ihr Erlöser.
Sie versuchten, ihn mit dem Mund zu täuschen, ihre Zungen waren betrügerisch;
Ihre Herzen waren nicht loyal zu ihm, sie standen nicht treu zu seinem Bund.
Aber in seinem Mitgefühl vergab er die Schuld, statt sie zu töten, und immer wieder
die unterdrückte er seine Wut, statt sie hinweg zu reißen in seinem vollen Zorn,
Er erinnerte sich, dass sie Kreaturen aus Fleisch sind, ein Windhauch, der vergeht, der
nie wieder zurückzukehren wird.
Wie oft sie widersetzten sie sich ihm in der Wüste! Wie oft schmerzten sie ihn im
Ödland!
Wiederholt haben sie Gott herausgefordert und provoziert den Heiligen Israels,
Pflegten nicht die Erinnerung an seine Hand, in der Zeit, als er vor dem Unterdrücker
sie gerettet,
Er, der hat seine Zeichen in Ägypten gewirkt, seine Wunder in den Ebenen von Tanis,
Der verwandelte ihre Flüsse in Blut, ihre Ströme, so dass sie nichts zu trinken hatten.
Er schickte Bremsen, sie zu fressen, und Frösche, sie zu verwüsten,
Er schickte in ihre Ernte die Raupe, die Früchte ihrer harten Arbeit gab er den
Heuschrecken;
Er schlug ihre Weinstöcke mit Hagel, ihre Maulbeerbäume mit Hagelschloßen
Er lieferte ihr Vieh dem Hagel aus und ihre Herden schlug er mit Blitz und Donner.
Er löste gegen sie die volle Hitze seiner Wut, Zorn und Zerstörung, einer Abteilung
von Zerstörungs-Engeln;
Er ließ freien Lauf seiner Wut. Er wollte nicht ihr eigenes Selbst befreien vom Tod
und liefert ihr Leben der Pest aus.
Er schlug alle Erstgeborenen in Ägypten, die Blume der Jugend in den Zelten Hams.
Er brachte sein Volk wie Schafe zusammen, leiten sie wie eine Herde in der Wüste,
Führte sie sicher und ohne Angst, während das Meer verschlungen ihre Feinde.
Er brachte sie in sein heiliges Land, das Gebirge ward von seiner rechten Hand
erobert;
Er enteignete Nationen vor ihnen, ein Erbe hat er jedem von ihnen zugemessen, und
ließ die Stämme Israels in ihren Zelten wohnen.
Aber sie haben den Höchsten herausgefordert, Gott, und trotzten ihm und weigerten
sich, seine Dekrete zu halten;
Pervers und tückisch wie ihre Väter, waren sie wie ein schlaffer Bogen,
Provozierten ihn mit ihren Höhen, erregten seine Eifersucht mit ihren Götzen.
Gott hat gehört und in seinem Zorn hat er Israel total abgelehnt;
Er verließ seine Wohnung in Silo, das Zelt, in dem er auf der Erde wohnte.
Er gab seine Kraft in Gefangenschaft, seine Pracht in die Fesseln des Feindes;
Er übergab sein Volk dem Schwert, er ergoss seinen Zorn auf sein eigenes Erbe.
Feuer fraß ihre jungen Männer, die jungen Mädchen sangen keine Hochzeit-Lieder
mehr;
Ihre Priester fielen durch das Schwert und ihre Witwen sangen keine Klagelieder
mehr.
Jahwe erhob sich, als hätte er geschlafen, wie ein kraftvoller Mann zum Kampf,
verrückt vom Wein!
Er schlug seine Feinde auf den Hintern, und übergab sie der ewigen Schande.
Ablehnend die Zelte Josefs, den Stamm Ephraim,
Wählte er den Stamm Juda, seinen sehr beliebten Berg Zion;
Dort baute er sein Heiligtum wie hohe Hügel, wie die Erde fest für immer.
Er entschied sich für David, dass David sein Diener sei, er nahm ihn von dem
Schafstall,
Nahm ihn von den Mutterschafen zu seinem Knecht, um Jakob und Israel, sein Erbe,
zu weiden.
Er weidete sie mit makellosem Herzen, mit einer sensiblen Hand führte er sie.

79

(Ein Psalm von Asaph.) Gott, es haben die Heiden dein Erbe überfallen, sie haben
deinen heiligen Tempel verunreinigt, sie haben Jerusalem in Trümmer gelegt,
Sie haben die Leichen deiner Knechte als Nahrung für die Vögel in der Luft gelassen,
die Körper deiner Gläubigen den wilden Tieren überlassen.
Rund um Jerusalem haben sie Blut wie Wasser vergossen, so dass keiner da ist, sie zu
begraben.
Wir sind die Verachtung unserer Nachbarn, ihr Hintern und das Gespött der
Menschen um uns herum.
Wie lange wirst du, Jahwe, zornig sein? Für immer? Ist deine Eifersucht schwelend
wie Feuer?
Gieße deinen Zorn über die Völker, die dich nicht erkennen, und auf die Königreiche,
die deinen Namen nicht aufrufen;
Denn sie haben Jakob verschlungen und verwüstet seine Heimat.
Gegen uns zähle nicht die Schuld der früheren Generationen, in deiner Zärtlichkeit
komm schnell zu uns, denn wir sind ganz und gar geschwächt;
Hilf uns, Gott, unser Retter, zur Ehre deines Namens, Jahwe, wische unsere Sünden
ab, retten uns um deines Namens willen.
Warum sollen die Nationen fragen: "Wo ist denn ihr Gott?“ Lass uns sehen die
Völker, wie sie leiden deine Rache für ihr Blutvergießen des Blutes deiner Knechte.
Möge das Stöhnen der Gefangenen dich erreichen und durch deine große Kraft
gerettet werden diejenigen, die zum Tode verurteilt sind!
Zahle unseren Nachbarn die Beleidigungen siebenfach heim, die sie gegen dich
ausgesprochen haben, Jahwe.
Und wir, dein Volk, die Herde, die du weidest, wir werden uns immer bei dir
bedanken, wir werden dein Lob von Zeitalter zu Zeitalter rezitieren.

80

(Für den Chorleiter, zur Melodie "Die Dekrete sind Lilien". Von Asaph, ein Psalm.)
Hirte Israels, höre, der du Josef führst wie eine Herde, der du thronst auf den
geflügelten Wesen, erstrahle
Über Ephraim, Benjamin und Manasse, wecke deine Tapferkeit und komm uns zu
Hilfe.
Gott, bring uns zurück, lass dein Angesicht leuchten über uns und wir werden
genesen.
Jahwe Elohim Zebaoth, wie lange wirst du aufflammen beim Gebet deines Volkes?
Du hast Asche zu ihrer Speise gemacht, verdoppelt ihre Tränen ihnen zum Trank.
Du lässt unsere Nachbarn zanken über uns, unsere Feinde verspotten uns.
Gott Zebaoth, bring uns zurück, lass dein Angesicht leuchten über uns und wir
werden genesen.
Du holtest einen Weinstock aus Ägypten, um ihn einzupflanzen,
Du hast ihm einen Platz gegeben, er schlug Wurzel und erfüllte das ganze Land.
Die Berge wurden mit seinem Schatten bedeckt und die Zedern Gottes mit ihren
Zweigen,
Seine Äste breiteten sich aus zum Meer, seine Triebe zum Strom.
Warum hast du eine Zäune kaputt gemacht? Jeder Passant zupft seine Trauben ab,
Eber aus dem Wald reiße an ihm, es nähren sich wilde Tiere von ihm.
Gott Zebaoth, komm zurück, wir beten, schau aus dem Himmel und sieh, besuche
diese Reben;
Schütze, was deine eigene Hand gepflanzt hat.
Sie haben ihn in das Feuer wie Mist geworfen, dein Stirnrunzeln der Zurechtweisung
wird sie zerstören.
Möge deine Hand zu schützen diejenigen, die an deiner Seite stehen, das Kind von
Adam, das du für dich selbst großgezogen hast!
Nie wieder werden wir uns von dir abwenden, gib uns das Leben, und wir werden
deinen Namen anrufen.
Gott Zebaoth, bring uns zurück, lass dein Angesicht leuchten über uns und wir
werden genesen.

81

(Für den Chorleiter, auf der Zither von Gath. Von Asaph.) Singe Freude zu Gott
unserer Kraft, schrei im Triumph nach dem Gott Jakobs!
Lass klingen die Musik, schlage das Tamburin, spiele die melodischen Harfe und
Leier;
Blase die Trompete für den neuen Mond, für den Vollmond, für unser Fest!
Denn Israel hat diese Torah, eine Entscheidung des Gottes Jakobs,
Ein Dekret gab er Josef, als er ging, er verhängte Krieg gegen Ägypten. Ich hörte eine
Stimme, mir unbekannt:
Ich befreite seine Schulter von der Last, seine Hände waren in der Lage, des Arbeiters
Korb abzulegen.
Du riefst in deiner Not, so dass ich dich gerettet habe. Verborgen im Sturm,
antwortete ich, ich habe dich gerüft bei den Gewässern von Meriba. Sela.
Höre, mein Volk, während ich dich warne, Israel, wenn du nur auf mich hören
würdest!
Du sollst keine fremden Götter haben, es darf kein fremder Gott angebetet werden.
Ich, Jahwe, bin dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat hierher, du musst nur den
Mund aufmachen, dass ich ihn fülle.
Meine Leute würden nicht auf mich hören, es wollte Israel nichts von mir haben.
So verließ ich sie, ihr hartnäckiges Selbst, sie folgten ihren eigenen Machwerken.
Wenn nur meine Leute auf mich hören würden, wenn nur Israel in meinen Wegen
wandeln wollte!
Auf Einen Streich würde ich ihre Feinde unterwerfen, würde wenden meine Hand
gegen ihre Gegner.
Diejenigen, die Jahwe hassen, würden um deine Gunst werben, obwohl ihr Schicksal
für immer beschlossen ist,
Während ich dich mit reinem Weizen füttern würde, du würdest deine Erfüllung von
Honig aus dem Felsen haben.

82

(Ein Psalm von Asaph.) Gott nimmt seinen Sitz in der Götterversammlung ein, den
Göttern spricht er sein Urteil.
"Wie lange noch wollt ihr ungerechte Urteile sprechen und euch einsetzen für das
Ansehen des Bösen?
Lasst die Schwachen und Waisen Gerechtigkeit erlangen, seid gerecht zu den Elenden
und dem Verzweifelten. Sela.
Rettet die Schwachen und Bedürftigen, rettet sie aus den Fängen des Bösen.
Ignorant und verständnislos, wandern sie in der Dunkelheit, während die Grundlagen
der Welt wanken.
Ich dachte: Seid ihr Götter, seid ihr alle Söhne des Höchsten?
Nein! Ihr werdet sterben, wie Menschen es tun, wie ein Mann, Fürsten, werdet ihr
fallen.“
Steh auf, Gott, richte die Welt, denn alle Nationen gehören dir.

83

(Ein Gesang, ein Psalm von Asaph.) Gott, bleibe nicht still, bleibe nicht ruhig und
unbewegt, Gott!
Sieh, wie deine Feinde in Aufruhr sind, wie die, die dich hassen, ihre Köpfe erheben.
Sie machen Pläne gegen dein Volk, eine Verschwörung gegen die, die dich schätzen;
Sie sagen: „Kommt, lasst uns sie vernichten als eine Nation, des Namens Israels soll
nicht mehr gedacht werde!“
Sie verschwören sich mit einem einzigen Gedanken, sie schließen eine Allianz gegen
dich,
Die Zelte von Edom und den Ismaeliten, Moab und den Hagaritern,
Gebal, Ammon, Amalek, die Philister und die Tyrer;
Auch Assur hat sich ihnen angeschlossen, die Verstärkung kommt von den Kindern
von Lot. Sela.
Behandle sie wie Midian und Sissera, wie Jabin am Bach Kischon;
Wie bei En-Dor lösche sie aus, lasse sie den Boden düngen.
Mach ihre Führer wie Oreb und Seeb, alle ihre Kommandeure wie Sebah und
Zalmuna.
Denn sie sagten: "Lasst uns Gottes Siedlungen für uns selbst nehmen."
Mein Gott, behandle sie wie Disteln, wie Spreu, verweht vom Winde.
Wie Feuer verschlingt einen Wald, wie eine Flamme die Berge in Flammen setzt,
So fahre in sie mit deinem Sturm, mit deinem Wirbelwind, erfülle sie mit Schrecken.
Schande sei auf ihre Gesichter geschrieben, bis sie suchen deinen Namen, Jahwe!
Schmach und Terror sei auf immer das Ihre, auch Tod und Zerstörung soll Ihres sein.
Lass sie wissen, dass du allein den Namen des Herrn, des Höchsten über die ganze
Erde trägst.

84

(Für den Chorleiter, auf der Zither von Gath, von den Söhnen Korah, ein Psalm.) Wie
lieblich sind deine Wohnungen, Jahwe Zebaoth.
Mein ganzes Wesen verzehrt sich in Sehnsucht nach Jahwes Plätzen, mein Herz und
mein Körper schreien nach der Freude des lebendigen Gottes.
Auch der Sperling hat ein Haus gefunden, das Schwalbe ein Nest für ihre Jungen:
Deine Altäre, Jahwe Zebaoth, mein König und mein Gott.
Wie gesegnet sind die, die in deinem Haus leben, sie werden dich ständig loben. Sela.
Selig, die finden ihre Kraft in dir, deren Herz auf der Pilgerfahrt ist.
Wenn sie durch das Tal der Balsamen gehen, machen sie es zu einem Wasserloch, und
- ein weiterer Segen - Regen füllt es.
Sie machen ihren Weg von Höhe zu Höhe, Gott zeigt sich ihnen in Zion.
Jahwe Elohim Zebaoth, höre mein Gebet, höre, Gott Jakobs.
Gott, unser Schild, lass uns schauen das Antlitz deines Messias.
Besser ein Tag in deinem Gericht als tausend an meiner eigenen Stätte, besser auf der
Schwelle des Hauses Gottes stehen, als in den Zelten der Gottlosen leben.
Denn Jahwe Elohim ist ein Schutzwall und Schild, er gibt Gnade und Herrlichkeit;
Jahwe verweigert nichts Gutes denen, deren Leben untadelig ist.
Herr der Heere, selig ist, wer dir vertraut.

85

(Für den Chorleiter, von den Söhnen Korah, ein Psalm.) Jahwe, sei gnädig deinem
Land, die Gefangenschaft Jakobs bringe heim,
Du nimmst weg die Schuld des Menschen, tu wischst die Sünde ab. Sela.
Du mögest alle deine Wut zurückziehen, mögest du auf die Glut deiner Wut
verzichten.
Bring uns wieder heim, Gott unser Retter, beschwichtige deine Entrüstung gegen uns!
Wirst du für immer wütend auf uns sein? Wirst du deinen Zorn Jahre um Jahre
verlängern?
Wirst du uns nicht das Leben wieder geben, dass dein Volk in dir sich wieder freue?
Zeige uns, Jahwe, deine Huld, gewähre uns deine rettende Hilfe.
Ich höre. Was ist die Botschaft Gottes? Die Nachricht Jahwes ist Frieden für sein
Volk, für seine Gläubigen, wenn sie nur ihre Torheit bereuen.
Seine rettende Hilfe ist in der Nähe für diejenigen, die ihn fürchten, seine Herrlichkeit
wird in unserem Lande wohnen.
Liebe und Treue verbinden sich miteinander, Gerechtigkeit und Frieden umarmen
einander.
Treue wird der Erde entspringen, und Gerechtigkeit wird vom Himmel steigen.
Jahwe wird uns geben Wohlstand, und unsere Erde wird ihre Ernte bringen.
Gerechtigkeit wird vor uns wandeln, sie bereitet uns den Weg.

86

(Ein Gebet von David.) Hör mir zu, Jahwe, erhöre mich, denn ich bin arm und elend.
Behüte mich, denn ich bin treu, rette deinen Ihre Diener, der auf dich angewiesen ist.
Du bist mein Gott,
Hab Mitleid mit mir, Jahwe, zu dir weine ich den ganzen Tag.
Fülle das Herz deines Diener mit Freude, Jahwe, zu dir erhebe ich mein Herz.
Jahwe, du bist freundlich und nachsichtig, reich in treuer Liebe zu allen, die dich
anrufen.
Jahwe, höre mein Gebet, lausche dem Klang meines Flehens.
In meiner Zeit der Not rufe ich dich, weil du mir antwortest, Jahwe,
Unter den Göttern gibt es keinen wie dich, sie tun keine großen Taten, sich mit dir
vergleichen zu können.
Alle Nationen werden kommen und dich anbeten, Jahwe, und geben dir die
Herrlichkeit deines Namens.
Denn du bist großartig und tust wunderbare Taten, du, Gott, und kein anderer Gott.
Lehre mich, Jahwe, deine Wege, damit ich nicht von deiner Loyalität abweiche, lass
mein Herz das Ziel haben, deinen Namen zu fürchten.
Ich danke dir von ganzem Herzen, Jahwe, mein Gott, ich werde deinen Namen für
immer preisen,
Denn deine treue Liebe für mich ist so groß, dass du mich aus den Tiefen der Hölle
gerettet hast.
Arrogante Menschen, Gott, erheben sich gegen mich, es ist eine brutale Bande, die
mein Leben in ihr Schema pressen, die für dich keinen Platz haben.
Du aber, Jahwe, Gottheit der Zärtlichkeit und Barmherzigkeit, langmütig, reich an
Huld und Treue,
Komm wiederum zu mir und hab Mitleid mit mir. Gib deinem Knecht deine Kraft,
dem Kind deiner Magd gib deine rettende Hilfe,
Gib mir ein Zeichen deiner Güte.
Meine Feinde werden sich schämen zu sehen, dass du, Jahwe, meine Hilfe bist und
mich tröstest.

87

(Von den Söhnen Korah, ein Psalm, ein Gesang.) Mit ihren Fundamenten auf dem
heiligen Berge
Jahwe liebt seine Stadt, er liebt die Tore Zions als eine Wohnung für Jakob.
Er spricht von Ruhm für dich, Stadt Gottes. Sela.
„Rahab und Babylon sind unter denen, die mich erkennen, schau in Tyrus, die
Philister, Äthiopien, der und die wurden dort geboren.“
Aber von Zion wird gesagt werden: "Jeder ist dort geboren", ihre Garantie ist der
Höchste.
Jahwe in seinem Register der Völker wird alle aufschreiben: "In ihr geboren!" Sela.
Fürsten und nicht weniger sind dort geboren, alle haben ihr Zuhause in dir.

88

(Ein Gesang, ein Psalm der Kinder Korah. In Krankheit leidend. Ein Gedicht für
Heman.) Jahwe Elohim, hilf mir, wenn ich schreie zu dir in der Nacht,
Möge mein Gebet erreichen dich in deiner Präsenz, höre meine Hilferufe.
Denn ich bin von Elend erfüllt, meine Seele ist am Rande der Hölle;
Ich bin bereits unter denjenigen, die in Vergessenheit geraten sind, ich bin kraftlos,
Allein gelassen unter den Toten, wie ein Geschlachteter im Grab, dessen du nicht
mehr gedenkst, abgeschnitten wie sie von deinem Schutz.
Du hast mich in den Grund des Grabes gestürzt, in die Dunkelheit, in die Tiefe;
Durch deine Wut beschwert, von deinen Wellen überwältigt. Sela.
Du hast mich meiner Freunde beraubt, du machtest mich abstoßend, du hast mich
eingesperrt, ohne dass mir die Flucht gelingen könnte;
Meine Augen sind vom Leid ganz matt geworden. Ich schreie zu dir, Jahwe, den
ganzen Tag, ich strecke meine Hände aus zu dir.
Wirst du Wunder wirken an den Toten, können Schatten sich erheben, dich zu loben?
Sela.
Werden sie sprechen im Grab von deiner treuen Liebe, deiner Treue am Ort des
Verderbens?
Sind deine Wunder in der Finsternis bekannt, deine rettende Gerechtigkeit im Land
des Vergessens?
Aber ich für meinen Teil, ich schreie zu dir, Jahwe, jeden Morgen kommt mein Gebet
vor dich.
Warum, Jahwe, willst du mich zurückweisen, dein Gesicht von mir abwenden?
Elend und dem Tode nahe seit der Kindheit, habe ich deine Schrecken zu tragen - ich
bin am Ende!
Deine Wut hat mich überwältigt, vernichtet haben mich deine Schrecken.
Du überflutest mich den ganzen Tag lang, in der Nähe sind alle deine Schrecken auf
einmal.
Du hast mich meiner Freunde und Genossen beraubt, und alles, was ich kenne, ist die
Dunkelheit.

89

(Gedicht für Ethan.) Ich werde die treue Liebe singen Jahwes für immer, von Zeitalter
zu Zeitalter meine Lippen verkünden deine Treue,
Denn du hast gesagt: „Liebe ist gebaut für die Ewigkeit! Mögest du deine Treue zu
den Himmeln erheben.
Ich habe einen Bund mit meinem Auserwählten gemacht, einen Eid meinem Knecht
David geschworen:
Ich habe deine Dynastie fest für immer gemacht, ich erbaute deinen Thron stabil
Zeitalter für Zeitalter.“ Sela.
Die Himmel preisen deine Wunder, Jahwe, deine Treue in der Versammlung des
Gläubigen.
Wer in den Himmeln kann sich mit Jahwe vergleichen? Wer unter den Söhnen der
Götter könnte sein Rivale sein?
Gott, fantastisch in der Versammlung der Heiligen, groß und von allen, die ihn
umgeben, gefürchtet,
Jahwe Elohim Zebaoth, wer ist wie du? Mächtiger Jahwe, deine Treue ist rings um
dich!
Du steuerst dem Stolz des Meeres, wenn seine hohen Wellen reiten, beruhigst du sie.
Du hast aufgeteilt in zwei Teile Rahab wie eine Leiche, zerstreut deine Feinde mit
deinem starken Arm.
Dein sind die Himmel und die Erde, die Welt und alles was sie enthält, du hast sie
gegründet;
Du hast den Norden und den Süden geschaffen, Tabor und Hermon heiligen deinen
Namen mit Freude.
Dein ist ein starker Arm, mächtig deine Hand, deine rechte Hand hoch erhoben;
Rettende Gerechtigkeit und gerechtes Urteil sind die Grundlagen deines Thrones,
treue Liebe und Beständigkeit marschieren vor dir.
Wie gesegnet die Nation, die deinen Beifall hat! Sie werden leben, Jahwe, im Licht
deiner Gegenwart.
In deinem Namen, den sie den ganzen Tag lang feiern, von deiner rettenden
Gerechtigkeit werden sie auferweckt.
Sie sind in der Blüte ihrer Kraft, durch deine Gunst wird unsere Kraft triumphieren;
Denn dem Herrn gehört unser Schild, dem Heiligen Israels unser König.
Als du in einer Vision sprachest zu deinem Treuen sagtest du: "Ich habe dir gegeben
die Festigkeit eines Kriegers, ich habe einen erhöhten Mann erwählt aus meinem
Volk.
Ich habe meinen Knecht David gefunden und salbte ihn mit meinem heiligen Öl.
Meine Hand wird immer bei ihm sein, mein Arm wird ihn stark machen.
'Kein Feind wird in der Lage sein, ihn zu überlisten, keine bösen Menschen können
ihn überwinden;
Ich werde seine Feinde vor ihm vernichten, ich schlage seine Gegner tot.
Mein Beständigkeit und treue Liebe werden mit ihm sein, in meinem Namen wird
seine Kraft triumphieren.
Ich werde seine Macht über das Meer begründen, seine Herrschaft über die Flüsse.
Er wird zu mir schreien: Du bist mein Vater, mein Gott, der Fels meines Heils!
Also werde ich ihn zu meinem Erstgeborenen machen, den höchsten der irdischen
Könige.
Ich werde meine treuer Liebe zu ihm immer bewahren, mein Bund mit ihm wird fest
bleiben.
Ich habe seine Dynastie für und für begründet, sein Thron wird dauerhaft wie der
Himmel sein.
Sollte seine Nachkommen sich weigern, mein Gesetz zu halten, und nicht auf meine
Entscheidungen achten,
Sollten sie meine Rechte verletzen und meine Gebote nicht beachten,
Dann werde ich ihr Vergehen mit der Rute bestrafen, ihre Schuld mit der Peitsche,
Aber ich werde ihm nie entziehen meine treue Liebe, ich werde meine Beständigkeit
nicht von ihm nehmen.
Ich werde meinen Bund nicht verletzen, ich werde nicht zurücktreten, sobald das
Wort gesprochen.
Ich habe geschworen bei meiner Heiligkeit, ein für alle Mal, nie werde ich breche den
Glauben an David.
Seine Dynastie soll ewig sein, sein Thron ist vor mir wie die Sonne,
Wie der Mond für immer, ein treuer und festgegründeter Zeuge in den Himmeln.“
Sela.
Doch du selbst – du hast uns verschmäht und verworfen, und dein Zorn liegt auf
deinem Messias,
Du hast den Bund mit deinem Knecht zurückgewiesen, entehrt seine Krone in den
Staub.
Du hast alle seine Verteidigungen durchbohrt, und legtest seine Hochburgen in
Trümmer,
Alle, die an ihm vorbei gehen, plünderten ihn, er ward zum Hintern seiner Nachbarn.
Du hast erhoben die rechte Hand seiner Gegner, hast alle seine Feinde glücklich
gemacht;
Du hast sein Schwert auf einem Felsen weggenommen, und es versäumt, ihn im
Kampf zu unterstützen.
Du hast von ihm sein herrliches Zepter abgezogen und gestürzt seinen Thron zu
Boden.
Du hast ihn vor seiner Zeit altern lassen, hülltest ihn in Schande. Sela.
Wie lange, Jahwe, willst du verborgen bleiben? Für immer? Ist dein Zorn lodernd wie
ein Feuer?
Wie lange noch? Für welches sinnlose Ende hast du alle Kinder von Adam
geschaffen?
Wer kann leben und den Tod nicht sehen? Wer kann sich aus den Fängen der
Unterwelt retten? Sela.
Jahwe, was sind diese Zusagen deiner treuen Liebe? Du hast einen Eid geschworen
David von deiner Beständigkeit.
Vergiss nicht die Beleidigungen deines Knechtes, nimm dir zu Herzen die Sticheleien
der Nationen,
Dass deine Feinde eingeebnet werden, Jahwe, in den Fußstapfen deines Messias
nivelliert!
Gepriesen sei Jahwe für immer. Amen, Amen.

VIERTES BUCH

90

(Ein Gebet von Moses, des Mannes Gottes.) Jahwe, du bist unsere Zuflucht von
Geschlecht zu Geschlecht.

Vor den Bergen geboren, bevor die Erde und die Welt geboren wurden, von Ewigkeit
zu Ewigkeit bist du Gott.

Du wirfst Menschen in den Staub, indem du sagst: „Kommt heim, Kinder Adams!"

Tausend Jahre sind für dich wie der gestern vergangene Tag, wie eine Nachtwache.

Du überflutest sie mit Schlaf - in der Frühe werden sie wie wachsendes Gras sein:

Morgens wird es blühen und wachsen, bis zum Abend wird es welk und trocken sein.
Denn wir werden von deinem Zorn zerstört, durch deinen Ärger gestürzt.

Du hast Kenntnis von unseren schlechten Taten, unsere Geheimnisse stehen im vollen
Licht deiner Gegenwart.

Alle unsere Tage vergehen unter deinem Zorn, unser Leben geht vorüber wie ein
Seufzer.

Die Spanne unseres Lebens ist siebzig Jahre - achtzig für die, die stark sind - aber
ihre ganze Ausdehnung ist Angst und Ärger, es ist in Einem Moment, und wir sind
weg.

Wer fühlt die Kraft deiner Wut, oder wer fürchtet deinen Zorn?

Lehre uns zählen unsere Tage, und wir werden das Herz der Weisheit bekommen.

Komm zurück, Jahwe! Wie lange müssen wir warten? Hab Mitleid mit deinen
Knechten.

Jeden Morgen fülle uns mit deiner treuen Liebe, so werden wir singen und glücklich
sein alle unsere Tage;

Lass unsere Freude sein so lange wie die Zeit, wie die Jahre, da du uns heimgesucht
hast, als wir erlitten die Katastrophe.

Zeige deinen Knechten deine Taten, lassen ihre Kinder genießen deine Pracht!

Möge die Süße Jahwes in uns sein, um die Arbeit, die wir getan haben, zu bestätigen!

91

Du, der an dem geheimen Ort Elyons lebst, verbringe deine Nächte im Schutze
Schaddais,

Und sprich zu Jahwe: "Meine Zuflucht, meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe!"

Er rettet dich aus der Schlinge des Vogelstellers, die auf Zerstörung eingestellt;

Er deckt dich mit seinen Schwingen, Obdach findest du unter seinen Fittichen. Seine
Beständigkeit ist Schirm und Schutz.

Du musst keine Angst haben vor den Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der bei
Tage fliegt,
Vor der Pest, die in der Dunkelheit lauert, der Geißel, die Verwüstung am Mittag
anrichtet.

Obwohl Tausende fallen an deiner Seite, Zehntausende zu deiner Rechten, du selbst


wirst unversehrt bleiben.

Du musst nur die Augen offen halten, um zu sehen, wie den Gottlosen zurückgezahlt
wird,

Du, der sagt: „Jahwe ist meine Zuflucht!" und machst zu deiner Festung Elyon.

Keine Katastrophe möge dich einholen, keine Pest in die Nähe deines Zeltes
kommen;

Er hat seinen Engeln befohlen über dir, um dich zu schützen, wo immer du gehst.

Sie werden dich in den Armen tragen, wenn du stolperst über einen Stein.

Du wirst auf wilde Tier und Drachen treten, wirst junge Löwen und Schlangen mit
Füßen treten.

“Da er sich klammert an mich, dass ich ihn rette, erhebe ich ihn hoch, da er meinen
Namen kennt.

Er ruft mich an und ich antworte ihm: Ich bin in der Not an seiner Seite, ich rette ihn
und bringe ihn zu Ehren.

Ich werde ihn mit langem Leben erfüllen, und ihm gewähren, mein Heil zu sehen."

92

(Ein Psalm-Lied für den Sabbat.) Es ist gut, Jahwe zu danken, Musik zu spielen
deinem Namen, Allerhöchster,

Deine treue Liebe bei Tagesanbruch zu verkünden, und die Nacht hindurch deine
Beständigkeit,

Auf der Leier, der zehnsaitigen Leier, dem Plätschern der Harfe.

Du hast mir Freude gebracht, Jahwe, durch die Tat, durch die Arbeit deiner Hände,
dass ich schreie:

"Wie groß sind deine Werke, Jahwe, ungemein tief ist deine Einsicht!"

Dumme Menschen können das nicht erkennen, Narren können es nicht fassen.
Die Gottlosen mögen wie Unkraut sprießen, und jeder Übeltäter blühen, aber nur, um
ewig vernichtet zu werden;

Wohingegen du für immer der Höchste bist, der Herr.

Siehe, wie deine Feinde umkommen, wie alle Übeltäter verstreut sind!

Du gibst mir die Kraft des Wildstiers, du hast mich gesalbt mit frischem Öl;

Du sahest den Hinterhalt gegen mich, hörtest die Pläne der Gottlosen.

Der Aufrechte wird wie sein wie ein Palmbaum, wie eine Zeder des Libanon
gewachsen.

Im Haus Jahwes gepflanzt, werden sie in den Vorhöfen unseres Gottes grünen.

Im Alter werden sie immer noch Früchte tragen, werden frisch und grün bleiben,

Um die Integrität Jahwes zu verkünden, meines Felsen, in dem kein Fehler gefunden
wird.

93

Jahwe ist König, in Majestät gekleidet ist Jahwe und umgürtet mit Kraft!

Die Welt ist in der Tat fest eingestellt, sie kann niemals erschüttert werden; dein
Thron ist fest von alters her, von aller Ewigkeit.

Die Flüsse erheben, Jahwe, die Flüsse erheben ihre Stimme, die Flüsse erheben ihre
Donner.

Größer als die Stimme vieler Wasser, majestätischer als die Brandung des Meeres,
Jahwe ist majestätisch in der Höhe!

Deine Dekrete sind fest, unerschütterlich ist die Heiligkeit der Schönheit deines
Hauses, Jahwe, für alle Zeit.

94

Gott der Rache, Jahwe, Gott der Rache, erstrahle!

Erhebe dich, Richter der Welt, zahle heim den Stolzen, was sie verdienen!
Wie lange sollen die Gottlosen, Jahwe, wie lange sollen die Bösen triumphieren?

Sie toben und rühmen sich, alle Übeltäter stellen sich zur Schau.

Sie zerschlagen dein Volk, Jahwe, sie unterdrücken dein Erbe,

Ermorden die Witwe und den Fremden, die Waisen bringen sie zu einem
gewaltsamen Tod

Sie sagen: "Jahwe fragt nichts danach, der Gott Jakobs nimmt es nicht zur Kenntnis."

Hütet euch, ihr gröbsten Menschen! Narren, wann werdet ihr ein Gefühl lernen?

Sollte der, der das Ohr gepflanzt hat, nicht hören, er, der gestaltet das Auge, nicht
sehen?

Sollte er die Nationen nicht bestrafen? Jahwe, der Lehrer aller Menschen,

Er kennt die menschlichen Pläne und wie fade sie sind.

Wie gesegnet sind die, die du unterweist, Jahwe, die du dein Recht lehrst,

Du wirst ihnen Aufschub in bösen Zeiten geben, bis eine Grube für die Bösen
gegraben ist.

Und Jahwe wird sein Volk nicht im Stich lassen, er wird nicht im Stich lassen sein
Erbe;

Urteile wieder in deiner Gerechtigkeit, und in deinem Gefolge sind alle aufrechten
Herzen.

Wer tritt auf meine Seite gegen die Bösen? Wer steht fest auf meiner Seite gegen alle
Übeltäter?

Wenn Jahwe nicht mir zu Hilfe gekommen wäre, so wäre ich bald wohnen in der
Stille Land.

Ich brauche nur sagen: "Ich rutsche ab!", und deine treue Liebe, Jahwe, kommt, um
mich zu unterstützen;

Wie groß die Angst meines Herzens auch immer ist, deine Tröstungen beruhigen
mich.

Bist du etwa Partner einer destruktiven Person, die stört den Status des Gesetzes?
Sie machen einen Angriff auf das Leben der Frommen und verdammen unschuldiges
Blut.

Nein! Jahwe ist eine Hochburg für mich, mein Gott, mein Hort und meine Zuflucht.

Er wendet ihre Schuld auf sie selbst zurück, er vernichtet sie für ihre Bosheit, er
vernichtet sie, Jahwe, unser Gott.

95

Kommt, lasst uns schreien voll Freude zu Jahwe, Beifall klatschen dem Fels unseres
Heils.

Lasst uns in seine Gegenwart mit Danksagung kommen, bejubeln ihn mit Musik.

Denn Jahwe ist ein großer Gott, ein König, größer als alle Götter.

In seiner Macht sind die Tiefen der Erde, sind die Gipfel der Berge;

Das Meer gehört ihm, weil er es geschaffen, und das trockene Land, durch seine
Hände geformt.

Kommt, wir verneigen uns und erweisen ihm Ehrfurcht, knien vor Jahwe, der uns
gemacht hat!

Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seines Schafstalls, die Herde seiner
Hand. Wenn ihr nur heute ihn hören wolltet!

Eure Herzen verhärtet nicht im Hader, wie zum Zeitpunkt von Massa in der Wüste,

Als eure Vorfahren mich herausgefordert, mich auf die Probe stellten, und konnten
doch sehen, was ich tat!

Vierzig Jahre lang habt ihr mich krank gemacht, und ich sagte: „Immer wankelmütige
Herzen! Wann werdet ihr meine Wege fassen?"

In meinem Zorn hatte ich geschworen, sie würden nie meinen Ort der Ruhe erreichen.

96

Singt ein neues Lied dem Herrn! Singt dem Herrn, alle Welt!
Singet Jahwe, lobet seinen Namen! Verkündet sein Heil von Tag zu Tag,

Erklärt seine Herrlichkeit unter den Nationen, seine Wunder jedem Menschen!

Groß ist Jahwe, des Lobes würdig, mehr zu fürchten als alle Götter.

Alle Götter der Völker sind Götzen! Es war der Jahwe, der die Himmel gemacht;

In seiner Gegenwart sind Pracht und Majestät, in seinem Heiligtum Kraft und
Schönheit!

Gebt Jahwe, Familien der Nationen, gebt Jahwe Ehre und Macht,

Gebt Jahwe die Ehre seines Namen! Bringt ein Opfer und haltet seine Gerichte,

Verehrt Jahwe in der Pracht seiner Heiligkeit. Zittert vor ihm, alle Länder der Erde.

Sagt unter den Nationen: "Jahwe ist König." Die Welt ist fest eingestellt, sie kann
nicht verschoben werden. Er wird die Völker mit Gerechtigkeit richten.

Der Himmel freue sich und die Erde sei froh! Das Meer donnere, und alle, die es
enthält!

Lasst die Landschaft fröhlich sein und alles, was darin ist, und alle Bäume des
Waldes sollen schreien vor Freude,

Denn Jahwes kommt, denn er kommt, er kommt, um die Erde zu richten, er wird die
Welt mit Gerechtigkeit richten, und die Nationen mit Beständigkeit.

97

Jahwe ist König! Lasset die Erde frohlocken, die vielen Inseln froh sein!

Wolken, es umfängt ihn die schwarze Wolke, Gerechtigkeit und Gericht sind die
Grundlagen seines Throns.

Feuer geht vor ihm her, in Flammen setzt er seine Feinde ringsum;

Seine Blitze erleuchten die Welt, das sieht die Erde und bebt.

Die Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn der ganzen Erde.

Die Himmel verkünden seine rettende Gerechtigkeit, alle Völker sehen seine
Herrlichkeit.
Schande über alle, die Bildern dienen, die auf ihre Idole stolz sind, beugt euch vor
ihm, all ihr Götter!

Zion hört es und freut sich, die Töchter Judas frohlocken über deine Urteile, Jahwe.

Denn du bist der Herr, der Höchste über die ganze Erde, weit jenseits aller Götter.

Jahwe liebt die, die das Böse hassen, er hält sich sicher zu seinen Getreuen, er rettet
sie aus den Fängen des Bösen.

Licht geht auf für die Aufrechten und ehrliche Freude für fromme Herzen.

Seid fröhlich in Jahwe, ihr, die ihr aufrecht seid, lobt seine unvergleichliche
Heiligkeit.

98

(Psalm.) Singt ein neues Lied Jahwe, denn er hat Wunder getan mit der rechten Hand
und Rettung gebracht mit seinem heiligen Arm.

Jahwe hat seine rettende Macht bekannt gemacht, er offenbarte seine rettende
Gerechtigkeit den Völkern,

Er ist eingedenk seiner Liebe und Treue zum Hause Israel. Die ganze Welt hat die
rettende Macht unseres Gottes gesehen.

Applaudiert Jahwe, alle Länder der Erde, brecht in Jubel aus!

Spielt Jahwe auf der Harfe, zum Klang der Instrumente;

Zum Klang der Trompete und des Horns, bejubelt die Anwesenheit des Königs.

Das Meer donnere, und alles, was darin lebt, die Welt und alle, die in ihr leben.

Lasst die Flüsse in die Hände klatschen, und die Berge zusammen jubeln,

Denn Jahwe kommt, denn er kommt, um die Erde zu richten, er wird die Welt mit
Gerechtigkeit richten und die Völker mit Gerechtigkeit beurteilen.

99
Jahwe ist König, darum zittern die Völker, er thront auf den geflügelten Wesen, die
Erde bebt;

Jahwe in Zion ist groß. Er ist erhaben über alle Völker;

Sie sollen loben deinen Namen, groß und schrecklich, heilig,

Und mächtig! Du bist ein König, der Gerechtigkeit liebt, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit
und Rechtschaffenheit, in Jakob bist du aktiv.

Erhebet Jahwe, unseren Gott, betet an bei dem Schemel seiner Füße; heilig ist er!

Mose und Aaron sind unter seinen Priestern, und Samuel ruft seinen Namen an, sie
haben zu Jahwe geschrieen, und er antwortete ihnen.

Er sprach mit ihnen in der Feuersäule, sie gehorchten seinen Erlassen, das Gesetz gab
er ihnen.

Jahwe, unser Gott, antworte uns, du bist ein Gott der Vergebung, aber du bestrafst sie
für ihre Sünden.

Erhebet Jahwe, unseren Gott, beugt euch vor seinem heiligen Berge, heilig ist Jahwe,
unser Gott!

100

(Psalm der Danksagung.) Applaudiere Jahwe, alle Welt,

Jahwe dient mit Freude, in seine kommt Gegenwart mit Liedern der Freude!

Bezeugt, dass Jahwe Gott ist, er machte uns, wir gehören ihm, sind sein Volk, die
Herde seines Schafstalls.

Kommt in seinen Tore zu danken, in seinen Vorhöfen singt Lobpreis, dankt ihm und
preist seinen Namen!

Denn Jahwe ist gut, seine treue Liebe ist ewig, seine Beständigkeit von Zeitalter zu
Zeitalter.

101

(Von David. Psalm) Ich werde von deiner treuen Liebe und deinem Gericht singen,
Jahwe, ich will für dich Musik machen.
Ich werde auf dem Weg des Untadeligen vorwärts gehen, und wann wirst du zu mir
kommen? Ich werde in der Reinheit des Herzens leben in meinem Haus,

Ich werde nicht ansehen mit meinen Augen etwas Schmutziges. Ich hasse die, die
schlimm handeln, das hat keinen Reiz für mich.

Lass das perverse Herz fern von mir sein, der ich das Böse missachte.

Einer, der heimlich verleumdet einen Kameraden, den will ich zum Schweigen
bringen; hochmütige Blicke, stolze Herzen, diese kann ich nicht leiden.

Ich schaue an die Gläubigen des Landes, sie sollen meine Begleiter sein, nur wer in
der Bahn des Schuldlosen geht, soll mein Diener sein.

Es gibt keinen Raum in meinem Haus für alle, die Täuschung praktizieren, kein
Lügner wird stehen, wo ich ihn sehen kann.

Morgen für Morgen bringe ich im Land zum Schweigen alle Gottlosen, aus der Stadt
Jahwes zu verbannen alle Übeltäter.

102

(Gebet von einem Heimgesuchten, der im Unglück schüttet seinen Kummer Jahwe
aus.) Jahwe, höre mein Gebet, mein Geschrei um Hilfe möge dich erreichen.

Wende nicht dein Gesicht von mir, wenn ich in Not bin, bücke dich und höre mir zu,
wenn ich rufe, sei schnell, mir zu antworten!

Denn meine Tage sind wie Rauch verschwunden, meine Knochen brennen wie ein
Ofen;

Wie Gras durch Brand geschlagen welkt mein Herz, ich vergesse, meine Mahlzeiten
zu essen.

Von der Anstrengung muss ich stöhnen, meine Knochen ragen durch meine Haut.

Ich bin wie eine Wüsten-Eule im Mist, ein Käuzchen unter Trümmern,

Ich halte Mahnwache und stöhne wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.

Den ganzen Tag lang verspotten mich meine Feinde, diejenigen, die mich einst
lobten, jetzt verfluchen sie mich.
Asche ist mein Lebensmittel, das ich esse, mein Getränk vermischt sich mit Tränen,

Wegen der Wut und dem Zorn, den du über mich ausgegossen hast;

Meine Tage sind wie ein Schatten verblasst, ich bin verwelkt wie Gras.

Aber du, Jahwe, thronst für immer, jede Generation wiederum erinnert sich an dich.

Steige auf, o Mitleid mit Zion! Die Zeit gekommen, um Gnade für sie zu haben, der
Moment ist gekommen;

Denn deine Knechte lieben sehr ihre Steine, von Mitleid mit ihrem Staub bewegt.

Dann werden die Völker verehren den Namen Jahwes, und alle Könige der Erde
verehren deine Herrlichkeit;

Wenn Jahwe Zion neu baut, er wird es in seiner Herrlichkeit sehen;

Er wird sich zuwenden dem Gebet der Verlassenen, und nicht ihr Gebet mit
Verachtung behandeln.

Dies ist aufgezeichnet für eine zukünftige Generation, und ein Volk, das noch
geboren werden soll, wird Gott loben:

Jahwe hat sich von den Höhen seines Heiligtums herab geneigt, hat vom Himmel auf
die Erde geschaut,

Das Seufzen der Gefangenen zu hören und zu befreien die zum Tode Verurteilten,

Um den Namen Jahwes in Zion, sein Lob in Jerusalem zu verkünden;

Nationen zu versammeln, Königreiche, und Jahwe anzubeten.

Meine Kraft ist auf dem Weg gescheitert;

Lass mich wissen die kurze Zeit, die ich noch habe. Raffe mich nicht hinweg, bevor
die Hälfte meiner Tage fertig ist, denn deine Jahre dauern von Zeitalter zu Zeitalter.

Vor langer Zeit hast du das Fundament der Erde gelegt, die Himmel sind das Werk
deiner Hände.

Sie vergehen, aber du bleibst, sie werden abgetragen wie ein Kleidungsstück, wie
veraltete Kleidung, die du änderst;

Aber du wirst dich nie verändern, und deine Jahre enden nie.
Die Kinder von denen, die dir dienen, werden sicher wohnen, und ihre Nachkommen
leben in deiner Gegenwart.

103

(Von David.) Segne Jahwe, meine Seele, aus der Tiefe meines Wesens seinen heiligen
Namen;

Segne Jahwe, meine Seele, nie vergesse alle seine Handlungen der Güte.

Er vergibt alle Straftaten, heilt alle deine Gebrechen,

Er bewahrt dein Leben vor dem Abgrund, krönt dich mit treuer Liebe und
Zärtlichkeit;

Er füllt mit guten Dingen dein Leben, deine Jugend erneuert er wie einen Adler.

Jahwe handelt mit Rechtschaffenheit, mit Gerechtigkeit für alle, die unterdrückt
werden;

Er offenbarte seine Wege, seine großen Taten den Kindern Israel durch Moses.

Jahwe ist Zärtlichkeit und Mitleid, langmütig und reich an Huld;

Seine Empörung dauert nicht für die Ewigkeit, noch bleiben seine Ressentiments für
alle Zeit;

Er behandelt uns nicht wie es unsere Sünden verdienen, und vergilt uns nicht wie es
sich gebührt für unsere Vergehen.

Wie die Höhe des Himmels über der Erde ist, so stark ist seine treue Liebe für die, die
ihn fürchten.

Wie der Abstand des Ostens vom Westen, so weit tat er von uns unsere Fehler.

So zärtlich, wie ein Vater seine Kinder behandelt, so behandelt Jahwe die, die ihn
fürchten;

Er weiß, aus was wir gemacht sind, er erinnert sich, dass wir Staub sind.

Ein Mensch - seine Tage sind wie Gras, er blüht wie die wilden Blumen;

So schnell wie der Wind weht ist er weg, um nie wieder gesehen zu werden.
Aber Jahwe bewahrt treue Liebe denen, die ihn fürchten, von Ewigkeit und in
Ewigkeit, und seine rettende Gerechtigkeit deren Kindern;

Solange sie seinen Bund halten und seine Gebote befolgen sorgfältig.

Jahwe hat seinen Thron im Himmel fest gemacht, seine souveräne Macht über alle
Grenzen.

Lobet Jahwe, alle seine Engel, mächtige Krieger, die seine Befehle erfüllen,
aufmerksam dem Klang seiner Worte.

Segnet Jahwe, alle seine Heerscharen, seine Diener, seine Wünsche zu erfüllen.

Segnet Jahwe, alle seine Werke, an jedem Ort, wo er regiert. Segne Jahwe, meine
Seele!

104

Segne Jahwe, meine Seele, o Jahwe, mein Gott, wie groß bist du! In Majestät und
Pracht bist du gekleidet,

Du trägst das Licht als ein Gewand! Du breitest den Himmel aus wie ein Zelt,

Du baust deinen Palast auf den oberen Gewässern, so dass die Wolken dein Wagen
sind, du fliegst auf den Flügeln des Windes,

Du ernennst Winde zu deinen Boten, Flammen von Feuer zu deinen Dienern.

Du fixierst die Erde auf ihren Fundamenten, für immer und ewig wird sie nicht
erschüttert werden;

Du bedecktest sie mit der Tiefe wie mit einem Kleid, die Wasser überragten die
Berge.

Auf deinen Vorwurf hin flohen die Gewässer, von der Stimme deines Donners
wurden sie weggejagt,

Über Berge fließend, unten in die Täler, an den Ort, den du für sie festgelegt hattest;

Du setztest ihnen eine Grenze, die sie überschreiten konnten, so dass sie nicht
zurückkehrten und die Erde bedeckten.

In den Schluchten hast du Quellen geöffnet, sie liefen zwischen den Bergen,
Wasser für alle wilden Tiere, die Wildesel stillen ihren Durst,

An ihren Ufern die Vögel des Himmels nisten, sie singen unter den Blättern.

Von deinem hohen Hallen wurde die Berge begossen, du erfüllst die Erde mit der
Frucht deiner Werke:

Für Rinder lässt du das Gras wachsen, und für Menschen die Pflanzen, die sie
benötigen, lässt du weitere Nahrung die Erde bringen,

Und Wein, den Herzen der Menschen zum Jubel, und Öl, um ihre Gesichter glänzen
zu lassen, Lebensmittel, robust die Herzen zu machen.

Die Bäume Jahwes trinken sich satt, die Zedern des Libanon, die er aussäte;

Er gibt es den Vögeln zu bauen ihre Nester, auf den höchsten Zweigen baut der
Storch seine Heimat;

Für die Wildziegen gibt es die Berge, in den Felsen die Klippdachse Zuflucht finden.

Er hat den Mond gemacht, um die Jahreszeiten zu markieren, die Sonne weiß, wann
sie untergehen muss.

Du bringst herauf die Finsternis, und es wird Nacht, wenn alle Waldtiere
herumlaufen;

Junge Löwen brüllen nach Beute, Gott zu bitten um ihre Nahrung.

Die Sonne geht auf und entfernt die Räuber, sie kehren zurück in ihre Höhlen,

Und der Mann geht zur Arbeit, zur Arbeit, bis es Abend wird.

Wie unzählige sind deine Werke, Jahwe, alle von dir so klug gemacht! Die Erde ist
voll von deinen Geschöpfen.

Da gibt es das Meer mit seinen Weiten voller unzähliger Kreaturen, Kreaturen groß
und klein;

Da gibt es Schiffe, die fahren hin und her, und Leviathan, den du gemacht hast, um
mit ihnen zu spielen.

Sie alle hängen an dir, dass du sie fütterst, wenn sie es brauchen.
Du gibst die Lebensmittel, die sie sammeln, deine offene Hand gibt ihnen genug zum
Sattwerden.

Wendest du dein Gesicht, geraten sie in Panik, nimmst du ihren Atem weg, so sterben
sie und werden wieder zu Staub.

Sende deinen Atem aus und das Leben beginnt, so wirst du das Gesicht der Erde
erneuern.

Ehrt Jahwe für immer! Jahwe finde Freude in seinem Wesen!

Bei seinem Blick bebt die Erde, bei seiner Berührung die Berge rauchen.

Ich will Jahwe singen mein Leben lang, machen Musik für meinen Gott, solange ich
lebe.

Mögen meine Träumereien ihm angenehm sein, denn Jahwe gibt mir Freude.

Mögen die Sünder von der Erde verschwinden, und die Gottlosen nicht mehr
existieren! Segne Jahwe, meine Seele!

105

Halleluja! Danket Jahwe, ruft seinen Namen an, verkündet seine Taten den Völkern!

Singet ihm, macht Musik für ihn, erzählt alle seine Wunder!

Rühmen seinen heiligen Namen sollen die Herzen, die Jahwe suchen!

Suchet Jahwe und seine Kraft, seine Gegenwart sucht unermüdlich!

Denkt an die Wunder, die er getan hat, seine Wunder, mit denen er die Urteile
gesprochen hat.

Den Stamm des Abraham, seinen Knechts, Jakobs, seines Kindes, erwählte er.

Er ist der Herr, unser Gott, seine Urteile berühren die ganze Welt.

Er erinnert sich an seinen Bund für immer, an das Versprechen, das er festgelegt hat
für tausend Geschlechter,

Den Bund, den er mit Abraham geschlossen, den Eid, den er Isaak geschworen.

Er stellte es auf als eine Satzung für Jakob, einen ewigen Bund mit Israel,
Er sagte: "Dir will ich geben ein Land, Kanaan, dein dir zugeteiltes Erbe."

Als sie waren unbedeutend an Zahl, eine Handvoll von Fremden im Land,

Wandernd von Land zu Land, von einem Reich und Nation zu einem anderen,

Erlaubte er niemanden, sie zu unterdrücken; ihretwegen wies er Könige zurecht:

“Tastet meinen Messias nicht an, meinen Propheten sollt ihr nicht schaden."

Er rief die Hungersnot in das Land, er nahm er ihre Nahrungsmittelversorgung weg;

Da sandte er einen Mann vor ihnen her, Josef, als Sklave verkauft.

Seine Füße wurden mit Fesseln gebunden, sein Hals wurde in Eisen gelegt.

Im Laufe der Zeit erfüllte sich seine Prophezeiung, das Wort Jahwes gab ihm recht.

Der König schickte den Befehl, ihn freizulassen, der Herrscher der Völker ließ ihn
frei;

Er legte er ihm die Verantwortung für seinen Haushalt auf, der Herrscher aller,

Bis seine Fürsten unterwiesen wurden, wie er es für richtig hielt, seinen Beratern
Weisheit zu lehren.

Und Israel ist nach Ägypten gewandert, Jakob ließ sich im Land der Ham nieder.

Er machte sein Volk zahlreich, er gab ihnen mehr Kraft als ihren Feinden,

Deren Herz wandte sich gegen seine eigenen Leute, sie zu hassen, doppelten Hasses
gegen seine Diener.

Er sandte seinen Knecht Moses und Aaron, den Mann seiner Wahl.

Sie wirkten dort die Wunder, die er im Land des Ham geboten, lauter Wunder.

Dunkelheit schickte er, und die Dunkelheit brach herein, aber das Volk widersetzte
sich seinen Aufträgen.

Er verwandelte ihre Flüsse in Blut und tötete alle Fische darin.

Ihr Land wurde von Fröschen überlaufen, auch die königlichen Gemächer;
Auf sein Wort hin kamen Fliegen und Mücken ins ganze Land.

Er gab ihnen ihren Regen, Feuerflammen in ihrem Lande, Hagel;

Er zerknickte ihren Weinstock und ihren Feigenbaum und zerbrach die Bäume des
Landes.

Auf sein Wort hin kamen Heuschrecken, Scharen über alle Zählung;

Sie verschlang alles Grün in der Landschaft, verschlangen die gesamte Erzeugung
des Bodens.

Er schlug alle Erstgeburt in ihrem Land, die Blume all ihrer Männlichkeit;

Er führte Israel heraus mit Silber und Gold, in ihren Stämmen gab es keine, die
gestolpert wären.

Ägypten war froh über ihren Auszug, denn der Schrecken vor Israel hatte sie
ergriffen.

Er breitete eine Wolke aus, um sie zu decken, und Feuer, ihnen zu leuchten in der
Nacht.

Sie baten und er brachte ihnen Wachteln, Essen vom Himmel nach Herzenslust;

Er öffnete einen Felsen, Wasser flossen und flossen in den trockenen Boden wie ein
Fluss.

Getreu seiner heiligen Versprechen, seinem Knecht Abrahams gegeben,

Führte er sein Volk mit Freuden und seine Auserwählten mit Jubel.

Er gab ihnen die Gebiete der Völker, sie ernteten die Frucht der Arbeit anderer Leute,

Unter der Bedingung, dass sie seine Gebote halten und blieben gehorsam seinem
Gesetz.

106

Halleluja! Danket Jahwe, denn er ist gütig, seine treue Liebe ist ewig!

Wer kann alle Triumphe Jahwes erzählen, wer kann sein Lob voll äußern?

Wie gesegnet sind die, die zu ihm halten, deren Verhalten immer aufrecht ist!
Gedenke meiner, Jahwe, in deiner Liebe zu deinem Volk. Komm zu mir in dier Nähe
mit deiner Rettung,

Lass mich das Glück deiner Auserwählten teilen, lass mich die Freude deines Volkes
teilen, den Stolz auf dein Erbe.

Wie unsere Vorfahren, so haben wir gesündigt, wir sind gottlos gewesen,
schuldbewusst;

Unsere Vorfahren in Ägypten begriffen nie die Bedeutung deiner Wunder. Sie haben
vergessen deine unzähligen Taten der Liebe, am Schilfmeer trotzten sie dem
Höchsten;

Aber aus Gründen seines Namens rettete er sie, bekannt zu machen die Macht seiner
Kraft.

Bei seiner Zurechtweisung ist das Schilfmeer ausgetrocknet, er ließ sie durch den
tiefen Meerespass ziehen, als ob es Wüste wäre,

So rettete er sie aus ihrer Gegner Listen, rettete sie aus den Fängen ihrer Feinde.

Das Wasser umhüllte ihre Feinde, nicht einer von ihnen blieb übrig.

Da glaubten sie, was er gesagt hatte, und sangen sein Lob .

Aber sie vergaßen bald seine Leistungen, sie haben nicht einmal gewartet auf seine
Pläne;

Sie wurden von Gier im Ödland überwältigt, in den einsamen Grube haben sie Gott in
Frage gestellt.

Er gab ihnen alles, was sie erbaten, aber er schlug sie mit einer schweren Krankheit;

Im Lager wurden sie eifersüchtig auf Moses und Aaron, die Heiligen Jahwes.

Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan, eingeschlossen in der Grube ward
Abiram;

Feuer flammte gegen ihre Rotte, es wurden die Renegaten in Flammen gesetzt.

Am Horeb machten sie ein Kalb, verbeugten sich tief vor Metallguss;

Sie tauschten ihre Herrlichkeit für das Bild eines Gras fressenden Stieres.
Sie vergaßen den Gott, der ihr Retter war, der große Taten in Ägypten getan hatte,

Solche Wunder im Lande Hams, geniale Taten am Schilfmeer.

Er dachte an ihr Ende, wäre nicht Moses, sein Auserwählter, in den Riss getreten und
konfrontierte ihn, seinen Zorn weg von der Zerstörung zu wenden.

Sie hielten ein wünschenswertes Land für nichts, sie setzten kein Vertrauen in sein
Versprechen;

Sie blieben sie in ihren Zelten und brummten, sie wollten nicht auf Jahwes Stimme
hören.

So hob er seine Hand über sie, um sie in der Wüste niederzuschlagen,

Bis unter den Nationen geschlagen wären ihre Nachkommen, um sie zu zerstreuen in
der ganzen Welt.

Sie haben sich verpflichtet, Baal-Peor zu dienen, und aßen Opfer der leblosen Götter.

Sie reizten ihn so durch ihre Aktionen, dass eine Plage brach unter ihnen aus.

Da stand Pinhas auf zu intervenieren, und die Pest wurde abgewendet;

Dafür er ist das Beispiel der Rechtschaffenheit, von Zeitalter zu Zeitalter für immer.

Bei dem Haderwasser haben sie so verärgert Jahwe, dass Moses zornig wurde,

Denn sie hatten seinen Geist verbittert, und er sprach gedankenlos.

Sie haben die Nationen nicht zerstört, wie Jahwe ihnen gesagt hatte zu tun,

Aber vermischten sich mit ihnen, und haben ihre Wege angenommen.

Sie verehrten dieser Nationen falsche Götter, bis sie sich eingeschlossen fanden,

Und opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Dämonen.

Unschuldiges Blut vergossen sie, das Blut ihrer Söhne und Töchter, ein Opfer den
Götzen Kanaans, so belasteten sie das Land mit Blut.

Sie besudelt sich durch solche Aktionen, ihr Verhalten war das einer Hure.

Jahwes Zorn loderte auf über seinem Volk, es erfüllte ihn sein eigenes Erbe mit Ekel.
Er übergab sie den Nationen, und ihren Gegner wurden ihre Herren;

Ihrer Feinde herrschten über sie, unter ihrer Herrschaft wurden sie zerdrückt.

Immer wieder rettete er sie, aber sie trotzen immer noch mehr, und sanken immer
tiefer in ihre Schuld;

Auch hatte er Mitleid mit ihrer Not, als er sie schreien hörte.

Lange hatte er seinen Bund mit ihnen im Sinn, er in seiner grenzenlosen und treuen
Liebe;

Er hat dafür gesorgt, dass sie Mitgefühl empfingen in der Behandlung von allen ihren
Entführern.

Hilf uns, Jahwe, unser Gott, sammle uns aus den Nationen, dass wir danken deinem
heiligen Namen und rühmen und loben dich.

Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, von Ewigkeit und für immer! Lasst all die
Leute sagen: Amen.

FÜNFTES BUCH

107

Halleluja! Danket Jahwe, denn er ist gut, es dauert seine treue Liebe für immer.

Lasst sie so sagen, die Jahwe erlöst, die er von der Macht ihrer Feinde erlöst,

Bringend sie aus fremden Ländern zurück, von Osten und Westen, Norden und
Süden.

Sie mussten in der Wüste wandern, im Ödland, es gab keine Möglichkeit, eine
bewohnte Stadt zu finden;

Sie waren hungrig und durstig, ihr Leben schwand.

Sie riefen zu Jahwe in ihrer Not, er rettete sie aus ihrer Not,

Er stellte sie auf die Straße, geradewegs zu einer bewohnten Stadt.

Lasst sie danken Jahwe für seine treue Liebe, für seine Wunder für die Kinder
Adams!
Er hat den Hunger nach Herzenslust gestillt, die Hungernden gefüllt mit guten
Dingen.

Bewohner der Finsternis und der Schatten dunkel wie der Tod, in Elend und in Ketten
gefesselt,

Trotzend den Weisungen Jahwes, verachtend den Plan des Höchsten -

Er hat ihren Geist gedämpft durch harte Arbeit, wenn sie fielen, war niemand da, um
zu helfen.

Sie schrieen zu Jahwe in ihrer Not, er rettete sie aus ihrer Not,

Er holte sie aus der Dunkelheit und den Schatten dunkel wie der Tod und zerbrach
ihre Ketten.

Lasst sie Jahwe danken für seine treue Liebe, für seine Wunder für die Kinder
Adams!

Er brach die Tore auf und hat Bronze und Eisen zerschlagen.

Narren in ihrer rebellischen Art und Weise, die wegen ihrer Sünden elend waren,

Sie finden alle Lebensmittel abstoßend, nahe den Toren war der Tod -

Sie schrieen sie zu Jahwe in ihrer Not, und er rettete sie aus ihrer Not,

Er sandte sein Wort und heilte sie und rettete ihr Leben aus dem Abgrund.

Lasst sie Jahwe danken für seine treue Liebe, für seine Wunder für die Kinder
Adams!

Lasst sie Dankopfer darbringen und erzählen mit Jubel, was er getan hat!

Reisende auf dem Meer in Schiffen, ihr Gewerbe auf dem großen Ozean,

Da sind die Werke des Herrn, sie haben seine Wunder im Meer gesehen.

Mit seinem Wort hob er einen Sturmwind, hoch aufragende Wellen.

Bis in den Himmel, dann in die Tiefe! Ihre Mägen drehten sich um auf dem Wasser;

Sie taumelten und schwankten wie Betrunkene und alle ihre Geschicklichkeit ging
unter.
Sie schrieen zu Jahwe in ihrer Not, er rettete sie aus ihrer Not,

Er machte den Sturm ruhig und alle Wasser ließ er sich legen,

Und er brachte sie in die Stille überglücklich, zum Hafen, wo sie angebunden
wurden.

Lasst sie danken Jahwe für seine treue Liebe, für seine Wunder für die Kinder
Adams!

Lasst sie in der Versammlung des Volkes ihn preisen und ihn loben in dem Rat der
Ältesten.

Er hat Flüsse in Wüste verwandelt, sprudelnde Quellen in trockenen Boden,

Fruchtbares Land in Salzstöcke, weil die dort lebenden Menschen böse waren.

Aber er hat in der Wüste Gewässer gespendet, trockenen Boden in sprudelnden


Quellen verwandelt,

Und hat den Hungrigen ein Land gegeben, in dem sie sich selbst bauten eine Stadt.

Sie säen Felder und pflanzen Weinberge und ernten eine Ernte von ihren Produkten.

Er segnet sie und ihre Zahl erhöht er, ihr Vieh in voller Stärke erhält er.

Ihre Zahl war gesunken, sie waren zu schwach geworden unter dem Druck der
Katastrophe und Not;

Er deckte Fürsten mit Verachtung, ließ sie in weglosem Kot wandern.

Aber die Bedürftigen hebt er aus ihrem Elend, macht ihre Familien so zahlreich wie
Schafe.

Beim seinem Anblick freuen sich die Ehrlichen, und die Gottlosen haben nichts mehr
zu sagen.

Wer ist weise? Solches sollte man sich zu Herzen nehmen und kommen zu Jahwes
treuer Liebe, sie zu verstehen.

108
(Gesang, ein Psalm Davids.) Mein Herz ist bereit, Gott, will ich singen und
musizieren; komm, o mein Ruhm!

Erwache, Leier und Harfe, ich werde wecken die Morgenröte!

Ich werde dich unter den Völkern preisen, Jahwe, ich werde dir unter den Nationen
spielen,

Denn deine Liebe türmt sich in den Himmel, und deine Treue reicht zu den Wolken.

Über den Himmel sollst du erhoben werden, Gott. Deine Herrlichkeit strahlt über die
ganze Erde!

Die dich lieben, kommst du zu retten, bewahre sie mit der rechten Hand, und
antworte uns.

Gott hat aus seinem Heiligtum gesprochen: "In Triumph werde ich aufteilen Sichem,
und austeilen das Tal Sukkot.

Mein ist Gilead, mein Manasse, Ephraim der Helm auf meinem Kopf, Juda mein
Zepter,

Moab meine Wasch-Schüssel, auf Edom lege ich pflanze meine Sandale, über die
Philister rufe ich den Sieg aus."

Wer wird mich gegen eine befestigte Stadt in Edom führen,

Wenn nicht du, der Gott, der uns abgelehnt hat? Gott, du bist nicht mehr mit unseren
Armeen marschiert.

Bring uns Hilfe, denn in unserer Zeit der Krise ist jede menschliche Hilfe wertlos.

Mit Gott wollen wir Taten der Tapferkeit tun, er wird zertreten unsere Feinde.

109

(Für den Chorleiter, von David, ein Psalm.) Gott, den ich lobe, schweige nicht!

Üble und trügerische Worte werden über mich gesagt, es werden falsche
Beschuldigungen in meine Zähne geworfen.

Worte des Hasses fliegen um mich, obwohl ich keinen Anlass zur Feindseligkeit gab.
Im Gegenzug für meine Freundschaft kündigen sie mir die Freundschaft auf, und
alles, was ich tun kann, ist beten!

Sie zahlen mir für meine Güte Böses und bezahlen meine Freundschaft mit Hass.

„Einen bösen Mann lasst seinen Ankläger sein im Zeugenstand.

Bei seinem Prozess soll er schuldig gesprochen werden, auch sein Gebet soll als
Verbrechen ausgelegt werden!

Möge sein Leben kurz geschnitten sein, jemand anderes soll sein Amt übernehmen,

Seine Kinder sollen zu Waisen, seine Frau verwitwet werden.

Auch seine Kinder sollen ständig wandern müssen, Bettler, aus den Trümmern ihres
Hauses ausgetrieben,

Gläubiger sollen ergreifen all seine Güter und Fremde bereichern.

Möge keiner ihm mehr Treue zeigen, Liebe, niemand Mitleid mit seinen
Waisenkindern haben,

Die Linie seiner Nachkommen soll abgeschnitten werden, ausradiert sein Name in
einer Generation.

Jahwe soll nie vergessen die Verbrechen seiner Vorfahren, und die Sünden seiner
Mutter sollen nicht ausgelöscht werden;

Möge Jahwe diese Sünden ständig im Auge haben, möge er auf Erden vergessen
werden „

Er dachte nicht an die Treue, aber verfolgte die Armen und Bedürftigen und die
zerbrochenen Herzen bis zu ihrem Tod.

Er hatte eine Vorliebe für Flüche, sollen sie auf ihn zurückfallen! Keinen Geschmack
hatte er am Segen, möge er nie auf seinen Weg kommen!

Fluchen ist die Uniform, die er trug; lass ihn den Fluch durchdringen wie Wasser, wie
Öl in seine Knochen dringen.

Lass ihm den Fluch wie ein Gewand sein, das ihn vollständig umgibt, eine Schärpe,
die er immer trägt.

Dieses zahle als Lohn den Anklägern, Jahwe, die meinen Namen anschwärzen.
Jahwe, behandle sie wie es deinem Namen entspricht; deine treue Liebe ist
großzügig, rette mich.

Arm und bedürftig, wie ich bin, meine Wunden gehen mir direkt ins Herz;

Ich vergehe wie ein Schatten, verblasse, ich bin wie eine Heuschrecke erschüttert.

Meine Knie sind schwach aus Mangel an Nahrung, mein Körper mager aus Mangel
an Fett.

Sie wenden mir den Hintern zu mit ihren Sticheleien, den Kopf schütteln sie bei
meinem Anblick.

Hilf mir, Jahwe, mein Gott, rette mich, wie es deine treue Liebe verlangt.

Lass sie wissen, dass dein ist die rettende Hand, dass dieses, Jahwe, ist deine Arbeit.

Fluche ihnen, wenn du dir vorgesetzt, sie zu segnen; lass ihre Angriffe ihnen Schande
bringen, und genieße die Freude an deinem Knecht!

Lass meine Ankläger mit Schande bekleidet werden, in einen Mantel der Schmach
gehüllt.

Mit freundlichem Dank an Jahwe auf meinen Lippen werde ich ihn vor allen
Menschen loben,
Denn er steht an der Seite der Armen, die ihr Leben retten vor denen, die über ihnen
zu Gericht sitzen.

110

(Von David, ein Psalm.) Jahwe sagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße gemacht habe.

Jahwe, du wirst das Zepter deiner Macht ausstrecken; vom Zion wirst du über deine
Feinde um dich herum herrschen.

Königliche Würde ist dein ab dem Tage deiner Geburt, heilige Ehre vom Mutterschoß
an, von den Anfängen deiner Jugend.

Jahwe hat einen Eid geschworen, sich nie zurückziehen, du bist ein Priester für
immer von der Ordnung Melchisedeks.

Mit der rechten Hand zerschmettert Jahwe Könige, wenn seine Wut ausbricht.
Er richtet Nationen und häuft Leichen, er bricht die Köpfe der ganzen weiten Welt.

Er trinkt aus einem Strom, wenn er geht, und deshalb hebt er den Kopf hoch.

111

Halleluja! Ich danke Jahwe von ganzem Herzen, am Treffpunkt der ehrlichen
Menschen, in der Gruppe.

Groß sind die Taten Jahwes, die von allen, die sie begeistern, bedacht werden.

Voller Pracht und Majestät ist seine Arbeit, es steht seine rettende Gerechtigkeit fest
für immer.

Er gibt uns ein Denkmal seiner großen Taten; Jahwe ist Barmherzigkeit und
Zärtlichkeit.

Er gibt Nahrung denen, die ihn fürchten, er hält seinen Bund stets im Sinn.

Seine Werke zeigen seinem Volk seine Macht, in ihnen ist das Geburtsrecht der
Völker.

Die Werke seiner Hände sind Treue und Gerechtigkeit, alle seine Gebote sind
vertrauenswürdig,

Für immer und ewig ist er gegründet, in der Treue und Ehrlichkeit.

Erlösung sendet er seinem Volk, seinen Bund, den er für immer festlegt; heilig und
ehrfurchtgebietend ist sein Name.

Die Wurzel der Weisheit ist die Ehrfurcht vor Jahwe; diejenigen, die das erreichen,
sind klug. Sein Lob erschallt für immer.

112

Halleluja! Wie selig ist, wer Jahwe fürchtet und sich über seine Gebote freut!

Seine Nachkommen auf Erden werden mächtig sein, so wird die Rasse der Ehrlichen
Segen empfangen:

Reichtum und Wohlstand gibt es für seine Familie; seine Rechtschaffenheit steht fest
für immer.
Für die Ehrlichen leuchtet er wie eine Lampe in der Dunkelheit, großzügig,
weichherzig und aufrecht ist er.

Alles geht gut für einen, der großzügig leiht, die ehrlich ist in all seinen Geschäften;

für alle Zeit wird er nicht zu Schanden, für alle Zeiten wird der Aufrechte in
Erinnerung bleiben.

Vor schlechten Nachrichten braucht er keine Angst zu haben, sein Herz ist fest, im
Vertrauen auf Jahwe.

Sein Herz ist stabil und festgehalten, er hat keine Angst, bis er über seine Feinde
triumphiert.

Den Bedürftigen gibt er, ohne zu rechnen, es steht seine Aufrichtigkeit fest für
immer; sein Ruhm ist auf Kraft gegründet.

Die Gottlosen werden sich bei seinem Anblick ärgern, mit den Zähnen knirschen und
verkümmern. Die Wünsche der Gottlosen werden frustriert.

113

Halleluja! Lobt, ihr Diener Jahwes, lobt den Namen Jahwes.

Heiligt den Namen Jahwes fortan und für immer.

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang sei gelobt sei der Name Jahwes!

Der Oberste über alle Nationen ist Jahwe, die Höchste über die Himmel ist seine
Herrlichkeit.

Wer ist wie Jahwe, unser Gott? Sein Thron ist hoch gestellt,

aber er beugt sich über den Himmel und blickt auf die Erde herab.

Er hebt den Armen aus dem Staub, er hebt den Bedürftigen aus dem Kot,

um ihm einen Platz unter den Fürsten, unter den Fürsten seines Volkes zu geben.

Er lässt die unfruchtbare Frau zu Hause als glückliche Mutter von Kindern sitzen.

114
Halleluja! Da Israel aus Ägypten kam, das Haus Jakob aus dem Volk ausländischer
Sprache,

wurde Juda sein Heiligtum, Israel seine Domäne.

Das Meer floh bei dem Anblick, es wandte sich der Jordan zurück,

Die Berge hüpften wie Widder, die Hügel wie Schafe.

Meer, was machte dich fliehen? Jordan, warum wandtest du dich zurück?

Warum hüpftet ihr wie Widder, ihr Berge? Warum wie Schafe, ihr Hügel?

Zittre, Erde, beim Kommen Jahwes, bei der Wiederkunft des Gottes Jakobs,

der die Felsen in einen Teich verwandelt, Feuersteine in Brunnen.

115

Nicht uns, Jahwe, nicht uns, sondern deinem Namen gib die Ehre, deiner Liebe und
Treue!

Warum sollen die Nationen fragen: Wo ist denn ihr Gott?

Unser Gott ist im Himmel, er schafft, was er erwählt.

Sie haben Idole von Silber und Gold, von Menschenhand gemacht.

Diese haben einen Mund, aber können nichts sagen, sie haben Augen, aber sehen
nichts,

Ohren haben sie, aber hören nichts, Nasen, aber riechen nichts.

Sie haben Hände, aber können nicht fühlen, haben Füße, können aber nicht gehen, es
kommt kein Ton aus ihren Kehlen.

Die sich für sie entscheiden, sind wie sie am Ende, und alle, die sich auf sie
verlassen.

Haus Israel, vertraue auf Jahwe; er ist dir Hilfe und Schild.

Haus Aaron, vertraue auf Jahwe; er ist dir Hilfe und Schild.

Ihr, die ihr Jahwe fürchtet, vertraut auf Jahwe; er ist euch Hilfe und Schild.
Jahwe wird uns im Auge zu behalten, er wird segnen, er wird das Haus Israel segnen,
er wird das Haus Aaron segnen,

Er wird diejenigen, die Jahwe fürchten, groß und klein gleichermaßen segnen.

Möge Jahwe deine Zahlen addieren, dir und deinen Kindern auch!

Mögest du von Jahwe, der Himmel und Erde gemacht hat, gesegnet werden.

Der Himmel gehört Jahwe, aber die Erde hat er den Kindern Adams gegeben.

Die Toten können Jahwe nicht loben, diejenigen, die in der Stille versunken sind,

aber wir, die Lebenden, segnen Jahwe, fortan und für immer.

116

Halleluja! Ich bin von Liebe erfüllt, wenn Jahwe hört den Klang meines Gebetes,

wenn er sich bückt, mich zu hören, wie ich rufe.

Die Fesseln des Todes waren alle um mich herum, die Schlingen der Hölle hielten
mich fest; Angst und Not hielt mich in ihrem Griff,

Ich rief den Namen Jahwes. Befreie mich, Herr, ich bitte dich.

Jahwe ist gnädig und gerecht, unser Gott ist voll Zärtlichkeit.

Jahwe sieht nach dem Einfachen, als ich erniedrigt war, gab er mir Kraft.

Mein Herz ist in Frieden wieder, denn Jahwe hat mich großzügig behandelt.

Er hat mich aus dem Tod gerettet und aus vielen Tränen meiner Augen und aus
meiner Füße Stolpern.

Ich soll mein Leben in der Gegenwart Jahwes leben, im Land der Lebenden.

Mein Vertrauen wird nicht scheitern, auch wenn ich sagen muss: Ich bin ganz elend!

In meinem Schrecken sagte ich: Kein Mensch kann gerecht gemacht werden.

Welchen Dank kann ich Jahwe geben für seine Großzügigkeit?


Ich werde den Kelch des Heiles erheben und anrufen den Namen Jahwes.

Ich will meine Gelübde Jahwe erfüllen, dass alle seine Leute es sehen.

Kostspielig ist in Jahwes Augen das Sterben seiner Frommen.

Ich bitte dich, Herr! Ich bin dein Diener, ich bin dein Knecht und meine Mutter ist
deine Magd; löse meine Fesseln.

Ich werde dir das Opfer der Danksagung darbringen und anrufen den Namen Jahwes.

Ich will meine Gelübde Jahwe erfüllen, dass alle seine Leute es sehen,

in den Höfen des Hauses Jahwes, in deinem Herzen, Jerusalem.

117

Halleluja! Lobt Jahwe, alle Nationen, preist ihn, alle Völker,

denn seine Liebe ist stark und seine Treue hat kein Ende.

118

Halleluja! Dankt Jahwe, denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewig.

Lasst das Haus Israel sagen: Seine treue Liebe besteht für immer.

Lasst das Haus Aaron sagen: Seine treue Liebe besteht für immer.

Lasst die den Herrn fürchten sagen: Seine treue Liebe besteht für immer.

In meiner Not rief ich zu Jahwe, da hörte er mich und brachte mir Erleichterung.

Mit Jahwe auf meiner Seite fürchte ich nichts; was kann ein Mensch mir tun?

Mit Jahwe auf meiner Seite als meiner Hilfe triumphiere ich über meine Feinde.

Es ist gut, auf Jahwe zu bauen, besser als sich auf Menschen zu verlassen;

Es ist gut, auf Jahwe zu bauen, besser als sich auf Fürsten zu verlassen.
Nationen wimmelten um mich herum, aber in dem Namen Jahwes mähe ich sie
nieder;

sie schwärmten um mich herum, bedrücken mich, aber in dem Namen Jahwes
schneide ich sie ab.

Sie umschwärmten mich wie Bienen, flammten auf wie ein Reisigfeuer, aber in dem
Namen Jahwes wehre ich sie ab.

Ich wurde hart bedrückt, ich wäre fast gefallen, aber Jahwe kam mir zu Hilfe.

Jahwe ist meine Kraft und mein Lied und mein Retter.

Schreie der Freude und Erlösung erschallen in dem Zelt des Aufrechten: Jahwes
rechte Hand triumphiert!

Jahwes rechte Hand ist siegreich, des Herrn rechte Hand triumphiert!

Ich werde nicht sterben, ich werde leben, um die großen Taten Jahwes zu erzählen.

Obwohl Jahwe mich streng bestrafte, hat er mich nicht dem Tod überantwortet.

Öffne mir die Tore der Gerechtigkeit, und ich werde gehen und danken dem Herrn.

Das ist die Pforte Jahwes, wo die Aufrechten hineingehen.

Ich danke dir, dass du mich gehört hast und machtest dich zu meinem Retter.

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden;

Das tut Jahwe, und wir bewundern es.

Dies ist der Tag, den Jahwe gemacht hat, ein Tag, um sich zu freuen und fröhlich zu
sein.

Wir bitten dich, Jahwe, rette uns, wir bitten dich, Jahwe, gib uns den Sieg!

In dem Namen Jahwes gesegnet sei er, der da kommt! Wir segnen euch vom Haus des
Herrn.

Jahwe ist Gott, er gibt uns Licht. Zieht einher in Prozessionen, Zweige in der Hand,
schmückt die Hörner des Altares.

Du bist mein Gott, ich danke dir, alles Lob gebührt dir, mein Gott. Ich danke dir, dass
du mich gehört hast und machtest dich zu meinem Retter.
Dankt Jahwe, denn er ist gut, denn seine Gnade währt ewig.

119

1 Wie gesegnet sind diejenigen, deren Weg ohne Schuld ist, die im Gesetz wandeln des Herrn!

2 Selig sind, die seine Anweisungen befolgen, die ihn von ganzem Herzen suchen,

3 und die nichts Böses tun, die auf seinen Wegen wandeln.

4 Du legst deine Gebote vor, dass sie sorgfältig gehalten werden.

5 Mögen meine Wege beständig sein, wenn du deinen Willen tust.

6 Dann werde ich mich nicht schämen, wenn mein Blick auf deine Gebote gerichtet ist.

7 Ich danke dir mit aufrichtigem Herzen dafür, mich in deinen aufrechten Urteilen zu unterrichten.

8 Ich werde deinen Willen tun; verlasse mich niemals ganz.

9 Wie kann ein junger Mann makellos bleiben? Indem du deine Worte hältst.

10 Mit ganzem Herzen suche ich dich, lass mich nicht von deinen Geboten abweichen.

11 In meinem Herzen schätze ich deine Versprechen, um nicht gegen dich zu sündigen.

12 Gelobt bist du, Jehova, lehre mich deinen Willen!

13 Mit meinen Lippen habe ich alle Urteile, die du gegeben hast, wiederholt.

14 In deinen Anweisungen liegt meine Freude, eine Freude, die über allen Reichtum hinausgeht.

15 Ich werde über deine Gebote nachdenken und meinen Blick auf deine Wege richten.

16 Ich freue mich über deinen Willen, ich vergesse deine Worte nicht.

17 Sei zu deinem Knechte großzügig, und ich werde leben und deine Worte halten.

18 Öffne meine Augen, und ich werde meinen Blick auf die Wunder deines Gesetzes richten.

19 Wenn ich auf Erden bin, verbirg deine Gebote nicht vor mir.

20 Mein Herz sehnt sich immer voller Sehnsucht nach deinen Urteilen.

21 Du hast die Arroganten, die Verfluchten, die von deinen Geboten abweichen, getadelt.

22 Befreie mich von Kränkungen und Verachtung, da ich deine Anweisungen beachte.

23 Obwohl Fürsten verschwörerisch gegen mich zusammen sitzen, überlegt dein Knecht deinen
Willen.
24 Deine Anweisungen sind meine Freude, deine Wünsche meine Ratgeber.

25 Im Staub liege ich niedergeschlagen; deinem Wort treu; belebe mich wieder.

26 Ich erzähle dir meine Wege und du antwortest mir. Lehre mich deine Wünsche.

27 Zeig mir den Weg deiner Gebote, damit ich über deine Wunder nachdenken kann.

28 Ich schmelze vor Kummer; treu zu deinem Wort; erhebe mich.

29 Halte mich fern vom Betrug, gewähre mir die Gnade deines Gesetzes.

30 Ich habe den Weg der Beständigkeit gewählt, ich habe mich nach deinen Urteilen geformt.

31 Ich klammere mich an deine Anweisungen, Jahwe, enttäusche mich nicht.

32 Ich renne den Weg deiner Gebote, denn du hast mir die Freiheit des Herzens gegeben.

33 Lehre mich, Jahwe, den Weg deines Willens, und ich werde ihn einhalten.

34 Gib mir Verständnis, und ich werde dein Gesetz einhalten und es von ganzem Herzen behalten.

35 Führe mich auf dem Weg deiner Gebote, denn meine Freude ist da.

36 Beuge mein Herz zu deinen Anweisungen, nicht zum egoistischen Gewinn.

37 Wende meine Augen von sinnlosen Bildern ab, gib mir durch dein Wort Leben.

38 Halte dein Versprechen gegenüber deinem Knecht, damit dich alle in Ehrfurcht halten.

39 Wende die Kränkungen ab, vor denen ich mich fürchte, denn deine Urteile sind großzügig.

40 Siehe, wie ich mich nach deinen Vorschriften sehne; in deiner rettenden Gerechtigkeit gib mir
Leben.

41 Lass deine treue Liebe zu mir kommen, Jahwe, treu zu deinem Versprechen, rette mich!

42 Gib mir eine Antwort auf die Angriffe gegen mich, denn ich verlasse mich auf dein Wort.

43 Beraube mich nicht dieses treuen Wortes, denn meine Hoffnung liegt in deinen Urteilen.

44 Ich werde dein Gesetz für immer und ewig halten.

45 Ich werde in aller Freiheit leben, weil ich nach deinen Geboten gesucht habe.

46 Ich werde vor den Königen von deinen Anweisungen sprechen und werde mich nicht schämen.

47 Deine Gebote erfreuen mich, ich liebe sie sehr.

48 Ich strecke meine Hände nach deinen Geboten aus, die ich liebe, und denke über deine Urteile
nach.
49 Denke an dein Versprechen an deinen Knecht, auf das ich meine Hoffnung gebaut habe.

50 Es ist mir ein Trost in der Not, dass mir dein Versprechen Leben gibt.

51 Endlos haben mich die Arroganten verhöhnt, aber ich bin nicht von deinem Gesetz abgewichen.

52 Ich habe deine uralten Urteile im Auge behalten, Jahwe, und ich werde getröstet.

53 Wut packt mich, wenn ich die Bösen sehe, die dein Gesetz aufgeben.

54 Deine Urteile sind mein Lied, wo ich im Exil lebe.

55 Die ganze Nacht, Jahwe, halte ich an deinem Namen fest, ich halte dein Gesetz.

56 Das bedeutet es für mich, deine Gebote zu beachten.

57 Ich habe gesagt: Jahwe, ich halte dein Wort.

58 Von ganzem Herzen bitte ich dich um Gnade; getreu deinem Versprechen, erbarme dich meiner!

59 Ich habe über meine Wege nachgedacht und wende meine Schritte deinen Anweisungen zu.

60 Unverzüglich eile ich, deine Gebote zu halten.

61 Obwohl ich in den Fängen der Gottlosen gefangen bin, vergesse ich dein Gesetz nicht.

62 Um Mitternacht stehe ich auf, um dich für deine aufrichtigen Urteile zu preisen.

63 Ich bin ein Freund aller, die dich ehren und deine Vorschriften einhalten.

64 Deine treue Liebe erfüllt die Erde, Jahwe, lehre mich deine Urteile.

65 Du bist deinem Knechte, HERR, großzügig gewesen, deiner Verheißung treu.

66 Lehre mich Wissen und Weisheit, denn ich verlasse mich auf deine Gebote.

67 Bevor ich bestraft wurde, bin ich immer auf Abwege geraten, aber jetzt halte ich mich an dein
Versprechen.

68 Du bist großzügig und handelst großzügig, lehre mich deinen Willen.

69 Die Arroganten schwärzen mich mit Lügen an, obwohl ich von ganzem Herzen deine Gebote
beachte.

70 Ihre Herzen sind ekelhaft und fett, aber ich freue mich an deinem Gesetz.

71 Es war gut für mich, dass ich zu leiden hatte, desto besser sind deine Urteile zu lernen.

72 Das von dir ausgesprochene Gesetz ist für mich wertvoller als aller Reichtum der Welt.
73 Deine Hände haben mich stark gemacht und festgehalten, gib mir Verständnis, und ich werde
deine Gebote lernen.

74 Die, die dich ehren, freuen sich über meinen Anblick, da ich auf dein Wort hoffe.

75 Ich weiß, Jahwe, dass deine Urteile aufrichtig sind, und indem du mich bestraft hast, zeigst du
deine Beständigkeit.

76 Deine treue Liebe soll mein Trost sein, wie du es deinem Knecht versprochen hast.

77 Behandle mich mit Zärtlichkeit und ich werde leben, denn dein Gesetz ist mein Entzücken.

78 Der Arrogante, der Lügen gegen mich erzählt, sollte sich schämen, während ich über deine
Gebote nachdenke.

79 Diejenigen, die dich ehren, sammeln sich zu mir, die deine Anweisungen verstehen.

80 Mein Herz wird deinem Willen tadellos sein; dann werde ich mich nicht schämen müssen.

81 Ich werde mich durch dein Heil retten, denn dein Wort ist meine Hoffnung.

82 Auch meine Augen warten auf dein Versprechen, wann wirst du Mitleid mit mir haben?

83 Denn ich bin wie ein geräucherter Weinschlauch, aber ich werde deinen Willen nicht vergessen.

84 Wie lange hat dein Diener noch zu leben? Wann wirst du meine Verfolger vor Gericht bringen?

85 Die Arroganten haben für mich trotz deines Gesetzes Fallgruben gegraben.

86 Alle deine Gebote zeigen Beständigkeit. Hilf mir, wenn sie mich unehrlich verfolgen.

87 Sie haben mich auf Erden beinahe vernichtet, aber ich habe deine Gebote nicht verlassen.

88 Treu deiner treuen Liebe, gib mir das Leben, und ich werde die Anweisungen halten, die du
auferlegt hast.

89 Für immer wird, HERR, dein Wort fest im Himmel gepflanzt.

90 Deine Beständigkeit dauert von Zeitalter zu Zeitalter; du hast die Erde gegründet und sie steht
fest.

91 Durch deine Urteile steht alles bis heute fest, denn die ganze Schöpfung ist dein Knecht.

92 Wäre dein Recht nicht meine Freude gewesen, wäre ich in meinem Elend zugrunde gegangen.

93 Ich werde deine Gebote niemals vergessen, denn damit hast du mir das Leben gegeben.

94 Ich bin dein, rette mich, denn ich suche deine Vorschriften.

95 Die Bösen mögen hoffen, mich zu zerstören, aber alle meine Gedanken sind an deine
Anweisungen.
96 Ich habe gesehen, dass alle Vollkommenheit endlich ist, aber dein Gebot hat keine Grenze.

97 Wie ich dein Gesetz liebe! Ich denke den ganzen Tag darüber nach.

98 Du machst mich weiser als meine Feinde durch dein Gebot, das mir für immer gehört.

99 Ich bin klüger als alle meine Lehrer, weil ich über deine Anweisungen nachdenke.

100 Ich habe mehr Verständnis als die Alten, weil ich deine Befehle halte.

101 Ich halte meinen Fuß von bösen Pfaden zurück, um dein Wort zu halten.

102 Ich wende mich nicht ab von deinen Urteilen, weil du sie mir angewiesen hast.

103 Wie schön ist dein Versprechen meinem Gaumen, süßer als Honig in meinem Mund!

104 Von deinen Geboten lerne ich Weisheit, und ich hasse alle betrügerischen Wege.

105 Dein Wort ist eine Lampe für meine Füße, ein Licht auf meinem Weg.

106 Ich habe geschworen, und werde es aufrechterhalten, deine aufrichtigen Urteile zu behalten.

107 Ich bin total elend, Jahwe. getreu deinem Versprechen, gib mir das Leben.

108 Nimm an, HERR, den Tribut aus meinem Munde, und lehre mich deine Urteile.

109 Mein Leben liegt ständig in deinen Händen, ich vergesse dein Gesetz nicht.

110 Die Bösen haben mir eine Schlinge gelegt, aber ich bin nicht von deinen Vorschriften
abgewichen.

111 Deine Anweisungen sind mein ewiges Erbe, sie sind die Freude meines Herzens.

112 Ich widme mich deinen Statuten, ihre Belohnung ist ewig.

113 Ich hasse ein geteiltes Herz, ich liebe dein Gesetz.

114 Du bist meine Zuflucht und mein Schild, ich hoffe auf dein Wort.

115 Lass mich in Ruhe, du Böser, ich werde die Gebote meines Gottes beachten.

116 Treu deinem Wort, unterstütze mich, und ich werde leben; enttäusche mich nicht in meiner
Hoffnung.

117 Erhalte mich und ich werde gerettet werden, mein Blick ist auf deinen Willen gerichtet.

118 Du schüttelst alle ab, die von deinem Willen abweichen. Betrug erfüllt ihren Horizont.

119 Vor dir sind alle Bösen der Erde wie Rost, und ich liebe deine Anweisungen.

120 Mein ganzer Körper zittert vor dir, deine Urteile erfüllen mich mit Furcht.
121 Mein Verhalten war gerade und aufrecht, übergib mich nicht meinen Unterdrückern.

122 Garantiere das Wohl deines Dieners, lass mich nicht von den Stolzen bedrängt werden.

123 Meine Augen schmachten nach deinem Heil und nach der rettenden Gerechtigkeit, die du
versprochen hast.

124 Zeige deinem Diener deine treue Liebe, bring mir deine Urteile bei.

125 Ich bin dein Knecht, gib mir Verständnis und ich werde deine Anweisungen kennen.

126 Es ist Zeit zu handeln, Jahwe, dein Gesetz wird gebrochen.

127 Ich liebe deine Gebote mehr als Gold, als reinstes Gold.

128 So herrsche in meinem Leben durch deine Befehle, ich hasse alle täuschenden Wege.

129 Wunderbar sind deine Anweisungen, deshalb beachte ich sie.

130 Wenn sich dein Wort entfaltet, gibt es Licht und sogar das einfache Verstehen.

131 Ich öffne meinen Mund breit, eifrig für deine Gebote keuchend.

132 Wende dich zu mir, erbarme dich; diejenigen, die deinen Namen lieben, verdienen es.

133 Halte meine Schritte in deinem Versprechen fest, damit kein Übel über mich triumphiere.

134 Rette mich vor menschlicher Unterdrückung, und ich werde deine Gebote einhalten.

135 Lass dein Angesicht auf deinen Knecht scheinen, lehre mich deinen Willen.

136 Meine Augen strömen über vor Tränen, weil dein Gesetz nicht beachtet wird.

137 Du bist aufrichtig, Jahwe, und deine Urteile sind ehrlich.

138 Du erhebst dich als Zeuge in Aufrichtigkeit, du bist beständig.

139 Mein Eifer verbrennt mich, weil meine Unterdrücker dein Wort vergessen.

140 Dein Versprechen ist gut geprüft, dein Diener hält es hoch.

141 Verschmäht und verachtet, wie ich bin, ich vergesse deine Befehle nicht.

142 Deine rettende Gerechtigkeit ist für immer gerecht und dein Gesetz ist vertrauenswürdig.

143 Wenn ich Angst und Bedrängnis fühle, so erfreuen mich deine Gebote.

144 Deine Anweisungen sind für immer aufrecht, gib mir Verständnis und ich werde leben.

145 Ich rufe von ganzem Herzen. Antworte mir, Jahwe, und ich werde deine Urteile beachten.

146 Ich rufe zu dir, rette mich, und ich werde deine Anweisungen einhalten.
147 Ich bin vor dem Morgengrauen wach, um um Hilfe zu rufen, ich setze meine Hoffnung auf dein
Wort.

148 Meine Augen sind wach, vor jeder Glocke in der Nacht, über dein Versprechen nachzudenken.

149 In deiner Huld, Herr, höre meine Stimme, lass deine Urteile mir das Leben geben.

150 Meine Verfolger nähern sich in ihren bösen Absichten und sind weiter von deinem Gesetz
entfernt.

151 Du bist mir nahe, Jahwe, und alle deine Gebote sind wahr.

152 Lange habe ich gewusst, dass deine Anweisungen für die Ewigkeit festgelegt wurden.

153 Sieh mein Leiden an und rette mich, denn ich vergesse dein Gesetz nicht.

154 Bitte um meine Sache und verteidige mich; wie du versprochen hast, gib mir das Leben.

155 Das Heil ist weit weg von den Bösen, denn sie suchen nicht nach deinem Willen.

156 Deine Gnaden sind unzählig, Jahwe. treu deinen Urteilen, gib mir Leben.

157 Obwohl meine Feinde und Unterdrücker zahllos sind, wende ich mich nicht von deinen
Anweisungen ab.

158 Der Anblick dieser Renegaten ist mir schrecklich; sie halten dein Versprechen nicht ein.

159 Sieh, wie ich deine Gebote liebe; treu deiner treuen Liebe, gib mir das Leben.

160 Treue ist die Essenz des Wortes, deine aufrechten Urteile sind gut für immer.

161 Obwohl mich die Fürsten provoziert haben, erfüllt mich dein Wort mit Ehrfurcht.

162 Ich freue mich an deinem Versprechen wie einer, der einen riesigen Schatz findet.

163 Lüge hasse und verabscheue ich, meine Liebe gilt deinem Recht.

164 Siebenmal am Tag lobe ich dich für deine aufrechten Urteile.

165 Großer Frieden für diejenigen, die dein Gesetz lieben. Keine Stolpersteine für sie!

166 Ich warte auf dein Heil, Jahwe, ich erfülle deine Gebote.

167 Ich beobachte deine Anweisungen, ich liebe sie von ganzem Herzen.

168 Ich beachte deine Gebote, deine Urteile, denn alle meine Wege liegen vor dir.

169 Möge mein Schrei sich deiner Gegenwart nähern, Jahwe, gib mir durch dein Wort Verständnis.

170 Möge mein Gebet in deine Gegenwart kommen, rette mich, wie du versprochen hast.
171 Mögen meine Lippen dein Lob aussprechen, denn du unterrichtest mich in deinem Willen.

172 Möge meine Zunge dein Versprechen aufsagen, denn alle deine Gebote sind aufrichtig.

173 Möge deine Hand da sein, um mir zu helfen, da ich deine Vorschriften gewählt habe.

174 Ich sehne mich nach deinem Heil, Jahwe, dein Gesetz ist mein Entzücken.

175 Möge ich nur leben, um dir zu lobsingen, mögen deine Urteile meine Hilfe sein.

176 Ich wandere wie ein verlorenes Schaf, komm und suche deinen Knecht, denn ich habe deine
Gebote nicht vergessen.

120

1 Ein Wallfahrtslied. Jahwe, wenn ich in Schwierigkeiten bin ich, rufe ich an, und er antwortet mir.

2 HERR, rette mich vor lügenden Lippen und einer tückischen Zunge!

3 Was wird er dir zurückzahlen, was noch mehr, du verräterische Zunge?

4 Kriegspfeile scharf über glühender Holzkohle!

5 Wie elend bin ich, ich wohne in Meschech und wohne in den Zelten von Kedar!

6 Ich habe zu lange unter Menschen gelebt, die den Frieden hassen!

7 Wenn ich von Frieden spreche, sind sie alle für den Krieg!

121

1 Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf die Berge; woher kommt meine Hilfe?

2 Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

3 Möge er deinen Fuß vor dem Stolpern retten; möge er, dein Vormund, nicht einschlafen!

4 Du siehst, er schläft weder, noch schlummert er, der Hüter Israels.

5 Der HERR ist dein Vormund, dein Schatten, der HERR zu deiner Rechten.

6 Bei Tag wird die Sonne dich nicht stechen und auch nicht den Mond bei Nacht.

7 Der HERR schützt dich vor allem, was dir schadet.

8 Jahwe bewacht dein Kommen und Gehen von nun an und für immer.

122
1 Ein Wallfahrtslied. Ich freute mich, dass sie zu mir gesagt haben: Lasst uns zum Haus des Herrn
gehen.

2 Unsere Füße stehen in deinen Toren, Jerusalem. Endlich!

3 Jerusalem, als Stadt erbaut, als Ganzes,

4 dort gehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, ein Zeichen für Israel, um dem Namen des
Herrn zu danken.

5 Denn es sind die Throne des Gerichts gesetzt, die Throne des Hauses Davids.

6 Betet für den Frieden Jerusalems: Wohlstand für deine Häuser!

7 Frieden in deinen Mauern! Wohlstand in deinen Palästen!

8 Um der Liebe meiner Brüder und Schwestern und meiner Freunde und Freundinnen willen, will
ich sagen: Friede sei mit dir!

9 Um des Hauses Jahwes willen, unseres Gottes, will ich um dein Wohlergehen beten.

123

1 Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen zu dir, der im Himmel thront.

2 Wie die Augen des Sklaven auf seines Herren Hand gerichtet sind, oder die Augen einer Sklavin
auf die Hand ihrer Herrin, so unsere Augen sind auf Jahwe, unseren Gott, gerichtet, dass er mit uns
Mitleid habe.

3 Erbarme dich unser, Jahwe, habe Mitleid, denn wir haben unseren ganzen Anteil an Verachtung
gehabt,

4 mehr als genug unseren Anteil am Spott der Selbstgefälligen. - Verachtung ist für die Stolzen.

124

1 Lied der Auferstehung Davids. Wenn Jahwe nicht auf unserer Seite gewesen wäre, lasst es Israel
wiederholen,

2 wenn der Herr nicht auf unserer Seite gewesen wäre, als uns Menschen angegriffen haben,

3 sie hätten uns in der Hitze ihres Zorns lebend verschlungen.

4 Da wusch uns Wasser ab, ein Strom rann direkt über uns hinweg;

5 lief direkt über uns und wurde zu turbulenten Gewässern.

6 Gelobt sei der HERR, dass wir nicht zur Beute wurden!
7 Wir flohen wie ein Vogel aus dem Netz des Vogelfängers. Das Netz war kaputt und wir konnten
entfliehen.

8 Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

125

1 Ein Wallfahrtslied. Wer auf Jahwe vertraut, ist wie der Berg Zion: unerschütterlich, er steht für
immer.

2 Jerusalem! Die Berge umgeben sie, und so umgibt Jahwe sein Volk von nun an und für immer.

3 Das Zepter der Bösen wird nicht über dem Erbe der Aufrichtigen zur Ruhe kommen; oder der
Aufrechte könnte seine eigenen Hände dem Bösen überlassen.

4 Tue Guten, Jehova, denen, die die Guten sind, zu den aufrichtigen Herzen.

5 Aber die Krummen, die Verdrehten wende ab, HERR, mit den Übeltätern. Frieden für Israel!

126

1 Ein Wallfahrtslied. Als der Herr Zions Gefangene zurückbrachte, lebten wir in einem Traum.

2 Da füllte sich unser Mund mit Lachen und unsere Lippen mit Liedern. Da sagten die Nationen:
Was für große Taten der HERR für sie getan hat!

3 Ja, der HERR hat große Taten für uns getan und wir sind überglücklich.

4 Jahwe, bring unser Volk aus der Gefangenschaft wie Ströme im Negev!

5 Die in Tränen säten, werden singen, wenn sie ernten.

6 Er ging weg, er weinte und trug den Samen aus. Er kommt zurück, kommt singend zurück und
bringt seine Garben mit.

127

1 Ein Wallfahrtslied Salomos. Wenn Jahwe nicht ein Haus baut, so arbeiten seine Erbauer umsonst.
Wenn Jahwe eine Stadt nicht bewacht, dann wacht ihre Wache umsonst.

2 Vergebens stehst du früher auf und gehst spät ins Bett, schwitzend, um deinen Lebensunterhalt zu
verdienen, denn der Herr ist es, der für seine Geliebten sorgt, während sie schlafen. (Oder: Der Herr
gibt seinen Geliebten Schlaf.)

3 Söhne sind ein Geburtsrecht von Jahwe, Kinder sind eine Belohnung von ihm.

4 Wie die Pfeile in der Hand eines Kriegers sind die Söhne, die du als Kinder zeugtest.
5 Wie gesegnet ist der Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat; im Streit mit seinen Feinden
vor dem Stadttor wird er nicht der Verlierer sein.

128

1 Ein Wallfahrtslied. Wie gesegnet sind alle, die Jahwe fürchten, die auf seinem Weg gehen!

2 Deine eigene Arbeit wird dir einen lebendigen, glücklichen und wohlhabenden Willen geben.

3 Deine Frau ist ein fruchtbarer Weinstock an den inneren Stellen deines Hauses. Deine Kinder
umrunden deinen Tisch wie Triebe eines Olivenbaums.

4 Dies sind die Segnungen, die auf diejenigen kommen, die den HERRN fürchten.

5 Möge der HERR dich segnen aus Zion! Mögest du sehen, wie Jerusalem alle Tage deines Lebens
gedeiht,

6 und lebe lang, um die Kinder deiner Kinder zu sehen! Frieden für Israel!

129

1 Ein Wallfahrtslied. Oft haben mich Männer angegriffen, seit ich jung war, lass Israel es
wiederholen,

2 oft haben Männer mich seit meiner Jugend angegriffen, aber sie haben mich nie besiegt.

3 Auf meinem Rücken haben sich die Pflüger an die Arbeit gemacht, lange Furchen gemacht,

4 aber der HERR, der Gerechte, hat das Joch der Gottlosen zertrümmert.

5 Alle, die Zion hassen, werden verwirrt zurückgeworfen.

6 Lass sie wie Gras auf einem Dach sein, bevor es geschnitten wird.

7 Sie sollen weder den Arm des Schnitters noch den Schoß des Sämanns füllen.

8 Und kein Passant wird sagen: Der Segen des Herrn sei auf dir! Wir segnen dich im Namen des
Herrn.

130

1 Ein Wallfahrtslied. Aus der Tiefe rufe ich zu dir, Jahwe:

2 Herr, höre mein Schreien. Höre aufmerksam zu dem Klang meines Flehens!

3 Wenn du unsere Sünden aufzeichnetest, Herr, wer könnte sich behaupten?

4 Aber bei dir ist Vergebung, damit du verehrt wirst.


5 Ich verlasse mich mit meinem ganzen Sein, Jahwe, auf dein Versprechen.

6 Mein ganzes Sein hofft auf den Herrn, mehr als Wächter auf den Tagesanbruch; mehr als Wächter
auf den Tagesanbruch

7 Israel soll auf Jahwe hoffen. Denn bei Jahwe ist treue Liebe, bei ihm großzügiges Lösegeld;

8 und er wird Israel von allen seinen Sünden erlösen.

131

1 Ein Wallfahrtslied. Jahwe, mein Herz ist nicht hochmütig, ich setze meine Visionen nicht zu hoch.
Ich habe an großen Angelegenheiten nicht teilgenommen, an Wundern, die über meinen Verstand
hinausgingen.

2 ICH BIN STILL UND RUHIG, WIE EIN GESTILLTES KIND AN DEN BRÜSTEN SEINER
MUTTER, WIE EIN GESTILLTES KIND BIN ICH.

3 Israel hoffe auf Jahwe von nun an und für immer.

132

1 Ein Wallfahrtslied. Jahwe, erinnere dich an David und an alle Strapazen, die er erleidet,

2 und an den Eid, den er dem HERRN geschworen hatte, sein Gelübde dem Mächtigen Jakobs:

3 Ich werde kein Zelt oder Haus betreten, werde nicht ins Bett klettern,

4 werde mir nicht erlauben zu schlafen, nicht einmal meine Augen zu schließen,

5 bis ich einen Platz für Jahwe gefunden habe, eine Wohnung für den Mächtigen von Jakob!

6 Hör mal, wir haben in Ephrata von ihr gehört, wir haben sie in den Wäldern gefunden.

7 Gehen wir in seine Wohnung und beten ihn an seinem Fußschemel an.

8 Jahwe, geh hinauf zu deiner Ruhestätte, du und die Lade deiner Kraft.

9 Deine Priester werden gerettet, um die Gerechtigkeit zu verkünden, und deine Gläubigen schreien
vor Freude.

10 Um deines Knechtes David willen, lehne deinen Gesalbten nicht ab.

11 Der HERR hat David geschworen und wird seinem Wort immer treu bleiben: Ich verspreche, ich
werde einen Sohn auf deinen Thron setzen.

12 Wenn deine Söhne meinen Bund und die Anweisungen, die ich sie gelehrt habe, beachten,
werden auch ihre Söhne ewig deinen Thron besitzen.

13 Denn der HERR hat Zion erwählt, er hat sie als Heimat gewollt.
14 Hier will ich für immer ruhen, hier werde ich mein Zuhause machen, wie ich es mir gewünscht
habe.

15 Ich werde ihr Erzeugnis großzügig segnen, ihr Bedürftiges mit Nahrung füllen,

16 Ich werde ihre Priester mit Erlösung bekleiden, und ihre Gläubigen werden vor Freude singen.

17 Dort werde ich eine Reihe von Nachkommen für David aufrichten, eine Lampe für meinen
Gesalbten anzünden;

18 ich werde seine Feinde mit Schande bekleiden, während seine eigene Krone gedeihen wird.

133

1 Ein Wallfahrtslied. Wie gut, wie herrlich ist es, wenn Brüder alle zusammen zu leben!

2 Es ist wie ein feines Öl auf dem Kopf, das auf den Bart herunter läuft, auf Aarons Bart, auf den
Kragen seiner Robe läuft.

3 Es ist wie der Tau Hermons, der auf die Höhen Zions fällt; denn dort schenkt der HERR seinen
Segen, das ewige Leben.

134

1 Ein Wallfahrtslied. Komm, segnet Jahwe, alle, die ihr Jahwe dient, in dem Haus des HERRN
dient, in den Vorhöfen des Hauses unseres Gottes. In den Nachtwachen

2 streckt eure Hände zum Heiligtum aus und segnet den HERRN.

3 Möge der HERR dich von Zion segnen, der Himmel und Erde geschaffen!

135

1 Alleluia! Lobt den Namen des HERRN, die ihr dem Herrn dient, lobt ihn.

2 Dient am Haus des Herrn, an den Höfen des Hauses unseres Gottes.

3 Lobt den HERRN, denn der HERR ist gut, macht Musik für seinen Namen, er bringt Freude.

4 Jahwe hat sich entschieden, Jakob für sich zu haben, Israel als seinen eigenen Besitz.

5 Denn ich weiß, dass der HERR groß ist, unser Herr steht über allen Göttern.

6 Der HERR tut, was er will, im Himmel und auf Erden, in den Wassern und in allen Tiefen.

7 Er beschwört Wolken von den Grenzen der Erde, sendet Regen mit Blitzen und holt den Wind aus
seinem Vorratshaus.
8 Er schlug die Erstgeborenen in Ägypten, Mensch und Tier,

9 er sandte Zeichen und Wunder in das Herz Ägyptens gegen Pharao und alle seine Beamten.

10 Er schlug viele Nationen nieder, er schlachtete mächtige Könige,

11 Sihon, den König der Amoriter, und Og, den König von Baschan, und alle Königreiche von
Kanaan.

12 Er gab ihr Land als Erstgeburtsrecht, als Erstgeburtsrecht seinem Volk Israel.

13 HERR, dein Name währt ewig, HERR, dein Gedächtnis ist von Zeitalter zu Zeitalter frisch.

14 Denn der HERR bestätigt sein Volk und hat Mitleid mit seinen Knechten.

15 Die Götzen der Völker sind nur Silber und Gold, von Menschenhand gemacht.

16 Diese haben Mäuler, sagen aber nichts, haben Augen und sehen nichts,

17 haben Ohren, hören aber nichts, und haben keinen Atem im Mund.

18 Ihre Macher werden wie sie enden, alle, die sich auf sie verlassen.

19 Haus Israel, segne den HERRN, Haus Aaron, den HERRN segne,

20 Haus Levi, segne den HERRN, ihr, die den HERRN ehren, segnet den HERRN!

21 Gelobt sei der HERR aus Zion, der in Jerusalem wohnt!

136

1 Alleluia! Dank sei dem Herrn, denn er ist gut, denn seine treue Liebe dauert ewig.

2 Dankt dem Gott der Götter, denn seine treue Liebe dauert ewig.

3 Dankt dem Herrn der Herren, denn seine treue Liebe dauert ewig.

4 Er allein wirkt Wunder, denn seine treue Liebe dauert ewig.

5 In Weisheit hat er den Himmel gemacht, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

6 Er setzte die Erde fest auf das Wasser, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

7 Er hat die großen Lichter gemacht, denn seine treue Liebe dauert ewig.

8 Die Sonne regiert den Tag, denn seine treue Liebe dauert ewig.

9 Mond und Sterne, um die Nacht zu beherrschen, denn seine treue Liebe bleibt für immer
bestehen.

10 Er schlug die Erstgeborenen von Ägypten, denn seine treue Liebe trägt.
11 Er brachte Israel aus ihnen heraus, denn seine treue Liebe währt ewig.

12 Mit mächtiger Hand und ausgestrecktem Arm, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

13 Er teilte das Schilfmeer in zwei Teile, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

14 Er ließ Israel durch die Mitte gehen, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

15 Und er ertränkte den Pharao und sein ganzes Heer, denn seine treue Liebe währt ewig.

16 Er führte sein Volk durch die Wüste, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

17 Er schlug mächtige Könige nieder, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

18 Er schlachtete berühmte Könige, denn seine treue Liebe dauert ewig.

19 Sihon, den König der Amoriter, weil seine treue Liebe für immer währt.

20 Und Og, den König von Baschan, denn seine treue Liebe währt ewig.

21 Er gab ihr Land als Erstgeburtsrecht, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

22 Ein Erstgeburtsrecht für seinen Knecht Israel, denn seine treue Liebe währt ewig.

23 Er hat uns im Gedächtnis behalten, als wir demütig wurden, denn seine treue Liebe dauert ewig.

24 Und rettete uns vor unseren Feinden, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

25 Er versorgt alle Lebewesen mit Nahrung, denn seine treue Liebe bleibt für immer bestehen.

26 Dankt dem Gott des Himmels, denn seine treue Liebe dauert ewig.

137

1 An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten im Gedenken an Zion.

2 An die Pappeln hatten wir unsere Harfen gehängt.

3 Denn dort hatten uns unsere Herren gebeten, ihnen ein Lied zu singen und unsere Gefangenen
fröhlich zu machen: Sing uns eins der Lieder von Zion.

4 Wie könnten wir ein Lied des Herrn auf fremdem Boden singen?

5 Wenn ich dich vergesse, Jungfrau Jerusalem, verderbe meine rechte Hand!

6. Möge meine Zunge an meinem Gaumen hängen bleiben, wenn ich dich nicht im Gedächtnis
halte, wenn ich die Jungfrau Jerusalem nicht als die größte meiner Freuden ansehe.

7 Gedenke, Jahwe, an die Edomiter, an den Tag von Jerusalem, wie sie sagten: Nieder mit ihr! Werft
sie zu Boden!
8 Tochter Babel, zur Zerstörung verurteilt, einen Segen für jeden, der dich behandelt, wie du uns
behandelt hast,

9 einen Segen für jeden, der deine Babys ergreift und gegen den Felsen (Christus) wirft!

138

1 Von David. Ich danke dir, Jahwe, von ganzem Herzen, denn du hast auf den Ruf gehört, den ich
ausgesprochen habe. In Gegenwart von Engeln singe ich dir.

2 Ich verneige mich vor deinem heiligen Tempel. Ich preise deinen Namen für deine treue Liebe
und deine Beständigkeit; deine Versprechen übertreffen sogar deinen Ruhm.

3 Du hast mich an dem Tag gehört, als ich gerufen habe, und du hast meinem Herzen neue Kraft
gegeben.

4 Alle Könige der Erde danken dir, Jahwe, wenn sie die Verheißungen hören, die du machst;

5 sie singen von Jahwes Wegen: Groß ist die Herrlichkeit des HERRN!

6 Erhaben wie er ist, sieht Jahwe auf den Demütigen, den Stolzen, den er aus der Ferne auswählt.

7 Obwohl ich von Schwierigkeiten umgeben lebe, gibst du mir das Leben, zur Wut meiner Feinde!
Du streckst deine rechte Hand aus und rettest mich.

8 Der HERR wird alles für mich tun. Jahwe, deine treue Liebe bleibt für immer bestehen, verlasse
nicht, den du gemacht hast.

139

1 Für den Chor. Davids Psalm. Jahwe, du prüfst mich und kennst mich.

2 Du weißt, wenn ich mich setze, wenn ich aufstehe, verstehst meine Gedanken von weitem.

3 Du siehst, wenn ich gehe oder liege, du kennst jedes Detail meines Verhaltens.

4 Ein Wort ist noch nicht auf meiner Zunge vor dir, Jahwe, und du weißt schon alles darüber.

5 Du zäunt mich ein, hinten und vorne, du hast deine Hand auf mich gelegt.

6 Ein solch erstaunliches Wissen liegt jenseits von mir, eine Höhe, die ich nicht erreichen kann.

7 Wohin soll ich gehen, um deinem Geist zu entfliehen? Wohin soll ich vor deiner Gegenwart
fliehen?

8 Wenn ich den Himmel besteige, bist du da, wenn ich flach im Sheol liege, dann bist du da.

9 Wenn ich auf den Flügeln der Morgenröte rase, wenn ich jenseits des Ozeans wohne,
10 auch dort wird deine Hand mich anleiten, deine rechte Hand hält mich fest.

11 Ich werde sagen: Lass die Dunkelheit mich bedecken, und die Nacht umhülle mich,

12 sogar Dunkelheit ist nicht dunkel, und Nacht ist so klar wie am ersten Tag.

13 Du hast mein innerstes Selbst erschaffen, mich im Mutterschoß zusammengefügt.

14 Für so viele Wunder danke ich dir. Ich bin ein Wunder. Und alle deine Werke sind Wunder. Du
hast mich durch und durch gekannt,

15 mein Wesen bewahrte keine Geheimnisse vor dir, als ich im Geheimen geformt wurde und in den
Tiefen der Erde strukturiert.

16 Deine Augen konnten meinen Embryo sehen. In deinem Buch waren alle meine Tage
eingeschrieben, jeder, der noch werden sollte, ist schon da.

17 Wie schwer für mich, deine Gedanken zu erfassen, wie viele gibt es, o Gott!

18 Wenn ich sie zähle, sind sie mehr als Sandkörner; wenn ich zu Ende komme, bin ich immer noch
bei dir.

19 Wenn nur, Gott, du die Bösen töten würdest! Männer der Gewalttätigkeit, halte sie von mir fern,

20 Diejenigen, die gotteslästerlich über dich sprechen und deine Gedanken nicht berücksichtigen.

21 Jahwe, hasse ich nicht die, die dich hassen, und die, die dich herausfordern, verabscheue ich sie
nicht?

22 Mein Hass für sie hat keine Grenzen, ich betrachte sie als meine eigenen Feinde.

23 Gott, prüfe mich und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Sorgen.

24 Vergewissere dich, dass ich nicht auf dem Weg bin, um mich zu ruinieren, und führe mich auf
dem Weg der Ewigkeit.

140

1 Für den Chorleiter. Psalm Davids. Rette mich, Herr, von bösen Menschen, schützen mich vor
gewalttätigen Männern,

2 deren Herz boshaft ist, sie beherbergen Tag für Tag Streit;

3 ihre Zungen sind wie Stacheldraht, wie eine Schlange, Viperngift hinter ihren Lippen.

4 Behüte mich, Jahwe, vor den Fängen der Gottlosen, bewahre mich vor gewalttätigen Männern, die
mich dazu bringen wollen, dass ich stolpere, und Schlingen auslegen, wo ich gehe,

5 in ihrer Arroganz verstecken sie Fallstricke und lauern, wenn ich vorbeikomme.

6 Ich sprach zu dem HERRN: Du bist mein Gott. Höre, Jahwe, auf den Klang meines Gebetes.
7 Jahwe, mein Herr, meine errettende Kraft, du schirmst meinen Kopf, wenn der Kampf kommt.

8 HERR, gewähre nicht den Bösen ihre Wünsche, lass nicht ihre Pläne gelingen. Lass meine
Angreifer nicht siegen,

9 sondern lass sie von ihrer eigenen Bosheit überwältigt werden.

10. Möge glühende Glut regnen auf sie herab, mögen sie ein für alle Mal in den Sumpf geworfen
werden.

11. Möge der Verleumder nirgendwo Ruhe finden, möge das Übel die gewalttätigen Menschen
unerbittlich jagen.

12 Ich weiß, dass der HERR den Elenden ein Gericht geben wird, den Armen die Gerechtigkeit.

13 Der Aufrechte wird deinen Namen preisen, der Ehrliche hält sich auf in deiner Gegenwart.

141

1 Psalm Davids. Jahwe, ich rufe, eile zu mir, höre auf meine Stimme, wenn ich dich rufe.

2 Möge mein Gebet in deiner Gegenwart wie Weihrauch sein, meine erhobenen Hände wie das
Abendopfer.

3 HERR, eine Wache stelle über meinen Mund, eine Wache an die Tür meiner Lippen.

4 Überprüfe jeden Impuls, Böses zu sagen, um die üblen Taten der Bösen zu teilen. Ich werde ihre
Freuden nicht probieren!

5 Möge der Aufrichtige mich mit einem Tadel eines Freundes korrigieren; aber die Gottlosen
werden niemals mein Haupt mit Öl salben, denn das würde mich zum Genossen ihrer Verbrechen
machen.

6 Ihr werdet in der Kraft des Felsens entlassen, ihr Richter, und diejenigen, die sich daran erfreuten,
mich zu hören, sagen:

7 Wie ein zerschmetterter Mühlstein am Boden sind unsere Knochen an der Mündung vom Sheol
verstreut.

8 Dir, Jahwe, wende ich meine Augen zu, zu dir nehme ich Zuflucht, lass mich nicht ungeschützt.

9 Rette mich aus den Fallen, die mir gestellt werden, den Schlingen der Bösen.

10 Lass die Bösen jeden in sein eigenes Netz fallen, während ich auf meinem Weg sicher gehe.

142

1 Psalm Davids, als er in der Höhle war, ein Gebet. Zu Jahwe ich mit meinem Plädoyer rufe. Zum
Herrn schreie ich mit Bitten.
2 Ich gieße meine Sorge in seiner Gegenwart aus, in seiner Gegenwart entfalte ich meinen Kummer.

3 Ohnmächtig aber mein Geist; du wachst über meinen Weg. Auf der Straße muss ich reisen, sie
haben mir eine Falle gestellt.

4 Schau zu meiner Rechten und siehe, es gibt niemanden, der mich erkennt. Mir wird jede Zuflucht
versagt, es kümmert niemanden, ob ich lebe oder sterbe.

5 Ich rufe zu dir, Jahwe, ich versichere: Du bist meine Zuflucht, mein Anteil am Land der
Lebenden!

6 Höre auf meine Rufe, denn ich bin kläglich schwach. Rette mich vor meinen Verfolgern, denn sie
sind mir zu stark.

7 Führe mich aus dem Gefängnis, damit ich deinen Namen preisen kann. Die Gerechten
versammeln sich um mich wegen deiner Großzügigkeit.

143

1 Psalm Davids. Jehova, höre mein Gebet, höre mein Bitten; antworte mir in deiner Beständigkeit,
in deiner rettenden Gerechtigkeit;

2 stell deinen Diener nicht vor Gericht, denn niemand, der lebt, kann sich vor deinem Gericht
schuldlos finden.

3 Ein Feind ist da mit tödlicher Verfolgung, zermalmt mich in den Staub und zwingt mich, in der
Dunkelheit zu leben, wie diese lange schon Toten.

4 Mein Geist ist schwach und in mir ist mein Herz vor Furcht taub.

5 Ich erinnere mich an die alten Tage und denke über all deine Taten nach, ich denke über die Werke
deiner Hände nach.

6 Ich strecke zu dir die Hände aus, mein Herz ist wie ein Land, das nach dir dürstet.

7 Antworte mir schnell, Jahwe, mein Geist ist erschöpft; wende dein Gesicht nicht von mir ab, sonst
werde ich denen gleich, die in Vergessenheit geraten.

8 Der Morgen bringt die Nachricht von deiner treuen Liebe, denn ich vertraue auf dich; zeig mir
den Weg, den ich gehen muss, um mein Herz zu entlasten.

9 Rette mich vor meinen Feinden, Jahwe, denn in dir finde ich Schutz.

10 Lehre mich, deinen Willen zu tun, denn du bist mein Gott. Möge dein großzügiger Geist mich
auf ebenem Boden führen.

11 HERR, zum Wohle deines Namens, deiner rettenden Gerechtigkeit, gib mir das Leben, rette
mich aus der Not.
12 In deiner treuen Liebe vernichte meine Feinde, zerstöre alle, die mich unterdrücken, denn ich bin
dein Knecht.

144

1 Von David. Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände für den Krieg und meine Finger für
den Kampf rüstet.

2 Meine treue Liebe, meine Bastion, meine Zitadelle, mein Heiland; ich schütze mich durch ihn,
meinen Schild, er lässt die Völker sich mir unterwerfen.

3 Jahwe, was ist ein Mensch, den du wahrnimmst, ein Kind von Adam, über das du nachdenkst?

4 Menschenleben - nur ein Windstoß, flüchtige Tage wie ein Schatten!

5 Jahwe, teile die Himmel und komm herunter, rühre die Berge an und lass sie rauchen.

6 Streu ununterbrochene Blitzen, schlage sie mit einer Salve deiner Pfeile.

7 Strecke deine Hand von oben herab, rette mich, rette mich aus tiefen Gewässern, aus den Fängen
von Fremden,

8 deren jedes Wort wertlos ist, deren rechte Hand aufgehoben ist.

9 Gott, ich singe dir ein neues Lied, ich spiele dir auf der Zehnsaiten-Lyra,

10 denn du gibst Königen ihre Siege, du rettest deinen Knecht David vom Schwert des Bösen.

11 Rette mich, rette mich aus den Fängen von Fremden, deren jedes Wort wertlos ist und deren
rechte Hand Falschheit bezeugt.

12 Mögen unsere Söhne wie Pflanzen sein, die von früh auf groß sind, unsere Töchter wie Säulen,
die für einen Palast geschnitzt sind.

13 In unseren Ställen, die mit jeder Art von Ernte überfüllt sind, werden die Schafe auf unseren
Weiden in Tausenden und Zehntausenden gezählt.

14 Unser Vieh ist gut gefüttert, frei von Razzien und Plünderungen, ohne Aufschrei in unseren
Straßen.

15 Wie gesegnet ist das Volk, von dem dies wahr ist, gesegnet das Volk, dessen Gott der HERR ist!

145

1 Hymne des Lobes von David. Ich werde dich in der Höhe preisen, Gott, mein König, ich werde
deinen Namen für immer und ewig segnen.

2 Tag für Tag werde ich dich segnen, ich werde deinen Namen preisen für immer und ewig.

3 Groß ist der HERR und verdient alle Ehre, seine Größe ist jenseits aller Berechnung.
4 Jedes Zeitalter wird deine Taten dem nächsten preisen und deine mächtigen Werke verkünden.

5 Dein Ruhm ist der Glanz deiner Herrlichkeit, ich werde über deine Wunder nachdenken.

6 Sie werden von deiner großartigen Macht sprechen, und ich werde deine Größe erzählen.

7 Sie werden die Erinnerung an deine große Großzügigkeit hervorbringen und freudig deine
rettende Gerechtigkeit anerkennen.

8 Jahwe ist Zärtlichkeit und Mitleid, langsam wütend und voller treuer Liebe.

9 Der HERR ist zu allen rechtschaffen, und seine Zärtlichkeit umarmt alle seine Geschöpfe.

10 Alle deine Geschöpfe werden dir danken, Jahwe, und deine Gläubigen werden dich segnen.

11 Sie werden von der Herrlichkeit deines Königtums sprechen und von deiner Macht erzählen,

12 indem du deinen Kindern Adams die Macht zeigst, die Herrlichkeit und Majestät deines
Königtums.

13 Dein Königtum ist für immer ein Königtum, deine Regierung dauert von Zeitalter zu Zeitalter.
Der HERR ist in all seinen Worten vertrauenswürdig und in all seinen Taten aufrichtig.

14 Jahwe unterstützt alle, die stolpern, und hebt die Gebeugten auf.

15 Alle schauen hoffnungsvoll auf dich, und du fütterst sie mit dem Essen der Saison.

16 Und mit großzügiger Hand befriedigst du die Wünsche aller Lebewesen.

17 Aufrecht in allem, was er tut, der HERR wirkt nur in treuer Liebe.

18 Er steht allen nahe, die ihn anrufen, allen, die ihn von Herzen anrufen.

19 Er erfüllt die Wünsche aller, die ihn fürchten, er hört ihren Schrei und errettet sie.

20 Der HERR schützt alle, die ihn lieben, aber alle Bösen zerstört er.

21 Mein Mund wird den Herrn immer preisen, und jedes Wesen segne seinen heiligen Namen für
immer und ewig.

146

1 Alleluia! Lobe den HERRN, meine Seele!

2 Ich werde Jahwe mein ganzes Leben lang preisen. Ich werde meinem Gott Musik machen,
solange ich lebe.

3 Vertraut nicht auf Fürsten, auf ein Kind von Adam, das keine Macht hat, zu retten.
4 Wenn sein Geist ausgeht, kehrt er in die Erde zurück, und an diesem Tag verfallen alle seine
Pläne.

5 Wie gesegnet ist der, der Jakobs Gott hat, um ihm zu helfen; seine Hoffnung ist Jahwe, sein Gott,

6 der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was in ihnen ist. Er hält den Glauben für
immer fest,

7 gibt den Unterdrückten Gerechtigkeit, gibt den Hungernden Nahrung; Jahwe befreit die
Gefangenen.

8 Der HERR sieht den Blinden, hebt die Gebeugten auf.

9 Jahwe beschützt den Fremden, er erhält das Waisenkind und die Witwe. Jahwe liebt die
Gerechten, aber er frustriert die Bösen.

10 Der HERR regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit, dein Gott, Tochter Zion.

147

1 Alleluia! Lobt den HERRN, es ist gut, unserem Gott Psalmen zu singen, wie angenehm es ist, ihn
zu preisen.

2 Jahwe, Erbauer Jerusalems! Er sammelt die Verbannten Israels alle zusammen,

3 die gebrochenen Herzen heilend und ihre Wunden verbindend;

4 er zählt die Anzahl der Sterne und gibt jedem von ihnen einen Namen.

5 Unser Herr ist großartig, allmächtig, und seine Weisheit ist unbeschreiblich!

6 Der HERR erhält die Armen und erniedrigt die Bösen bis zur Erde.

7 Singt dem Herrn zum Dank, spielt die Harfe für unseren Gott.

8 Er verhüllt den Himmel mit Wolken und versorgt die Erde mit Regen, lässt Gras auf den Hügeln
wachsen und Pflanzen für die Menschen,

9 gibt dem Vieh und den jungen Raben Futter, wenn sie schreien.

10 Er hat keine Freude an der Kraft der Pferde, keine Freude an der menschlichen Robustheit;

11 seine Freude ist bei denen, die ihn fürchten, bei denen, die auf seine treue Liebe hoffen.

12 Preis sei dem HERRN, o Jerusalem, o Zion, preise deinen Gott!

13 Denn er gibt den Gittern deiner Tore Kraft, er segnet deine Kinder in dir.

14 Er bewahrt die Ruhe deiner Grenzen und gibt dir die Fülle feinsten Weizens.

15 Er schickt sein Wort zur Erde, sein Befehl läuft schnell,


16 er verbreitet den Schnee wie Flachs, streut Raureif wie Asche,

17 schickt Eiskristalle wie Brotkrumen, und wer kann dieser Kälte standhalten?

18 Wenn er sein Wort schickt, taut es auf, wenn er seinen Wind wehen lässt, werden die Gewässer
aufgelöst.

19 Er offenbart Jakob sein Wort, seine Satzungen und Gerichte Israel.

20 Denn keinem anderen Volk hat dies getan, kein anderes Volk hat seine Urteile gekannt.

148

1 Alleluia! Lobt den Herrn in den Himmeln, preist ihn in den Höhen.

2 Lobt ihn, alle seine Engel, preist ihn, alle seine Heere!

3 Lobt ihn, Sonne und Mond, preist ihn, alle leuchtenden Sterne!

4 Preist ihn, alle Himmel, lobt ihn, Wasser über dem Himmel!

5 Sie sollen den Namen des Herrn preisen, auf dessen Befehl sie gemacht wurden.

6 Er hat sie für immer und ewig nach einem unveränderlichen Erlass festgesetzt.

7 Lobt den HERRN von der Erde aus, Seeungeheuer und alle Tiefen!

8 Feuer und Hagel, Schnee und Nebel, Sturmwinde, die seinem Wort gehorchen,

9 Berge und jeder Hügel, Obstplantagen und jede Zeder,

10 wilde Tiere und alle Rinder, Reptilien und geflügelte Vögel,

11 Könige der Erde und aller Nationen, Fürsten und alle Richter auf Erden,

12 junge Männer und Mädchen, alte Menschen und Kinder zusammen,

13 sie sollen den Namen des Herrn preisen, denn allein sein Name ist erhaben, seine Herrlichkeit
überschreitet Erde und Himmel.

14 Denn er stärkt die Kraft seines Volkes zum Preis aller seiner Gläubigen, der Kinder Israel, der
Menschen, die ihm nahe stehen.

149

1 Alleluia! Singt dem Herrn ein neues Lied: sein Lob in der Versammlung der Gläubigen!

2 Israel wird sich über seinen Schöpfer freuen, die Kinder Zions erfreuen sich an ihrem König;
3 sie sollen zu seinem Namen tanzen und ihm auf Tamburinen und Harfen spielen!

4 Denn der HERR liebt sein Volk und wird die Demütigen mit Erlösung krönen.

5 Die Gläubigen jubeln in der Herrlichkeit, schreien vor Freude, wenn sie ihn anbeten.

6 Und preisen Gott mit ihren Stimmen in die Höhe, ein zweischneidiges Schwert in der Hand,

7 Rache an den Nationen, Strafe an den Völkern,

8 ihre Könige in Ketten und ihre Adligen mit eisernen Fesseln beladen,

9 um das Urteil auszuführen zu Ehren aller seiner Gläubigen.

150

1 Alleluia! Lobt Gott an seinem heiligen Ort, preist ihn im himmlischen Gewölbe seiner Macht.

2 Preist ihn für seine mächtigen Taten, preist ihn für seine ganze Größe.

3 Lobt ihn mit Fanfaren von Trompeten, preist ihn mit Harfe und Leier,

4 preist ihn mit Tamburinen und Tänzen, preist ihn mit Saiten und Flöten,

5 preist ihn mit dem Geschrei der Becken, lobt ihn mit triumphierenden Becken!

6 Alles, was atmet, lobe den HERRN! Alleluja!