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Generation

Jutta Ecarius

Generation umfasst das Spannungsverhältnis 1 Historische Dimensionen


von Kontinuität und Wandel in vielfältiger Hin-
sicht: als gesellschaftlicher Generationenwech-
sel über Epochen hinweg, als familiale Gene- Die Etymologie des Wortes Generation ist
rationsbeziehungen und private Erziehung, als im Deutschen nicht sehr alt, denn erst im 19.
die Weitergabe und Transformation von kul- Jahrhundert taucht Generation als Begriff auf
turellen Mustern und Gestaltung von pädago- und zwar als Fremdwort. In Fremdwörterbü-
gischen Generationsbeziehungen. Semantisch chern bekommt Generation erst im 18. Jahr-
weist Generation verschiedene Deutungen hundert eine Bedeutung zugesprochen. So hält
auf, so "generatio", womit Zeugung, Entste- 1794 Moritz in dem von Johann Ernst Stutz
hung gemeint ist, und "genus", was Gattung herausgegebenen zweiten Band des Gram-
oder Geschlecht bedeutet. Michel Foucault hat matischen Wörterbuchs der deutschen Spra-
sich mit der Bedeutung von Genealogie, der che fest: "Generation. Die von einem Stam-
"Analyse der Herkunft'~ auseinandergesetzt. me zunächst entsprungenen Menschen, auch
Danach sind Leib und Geschichte voneinan- die Zeit, durch welche sie dauern, nennt man
der durchdrungen, die Historisierung von Na- eine Generation. Die deutschen Wörter Ge-
tur ist mit der Naturalisierung von Geschichte schlecht, Menschenalter, werden in dieser Be-
verwoben. Dies führt zu der Frage, wie Ge- deutung gebraucht, passen aber nicht recht
sellschaften sich im Spannungsverhältnis von auf den Begriff. Zeugung könnte den Begriff
Tod (ältere Generation) und Geburt (jüngere so gut ausdrücken als Generation, es kommt
Generation) organisieren und welche Bedeu- nur darauf an, ob man ihm diese Bestim-
tung Bildung, Erziehung und Fürsorge haben mung geben will. Ein besserer Ausdruck feh-
sollen. let uns bis jetzt" (Moritz 1793/1996,204). Hier
In einem ersten Schritt werden, zurückge- schon enthält Generation die Semantiken Ge-
hend bis ins Mittelalter, die unterschiedlichen schlecht, Menschenalter und Zeugung. Emp-
Begriffslinien nachgezeichnet, die die gegen- fängnis meint einen biologischen Vorgang wie
wärtige Vielschichtigkeit des Begriffes aus- auch die "\t\Teiterenn-vicklungvon Gesellschaft
machen. Aufzeigen lässt sich damit zugleich, durch Generationen.
welche Bedeutungsgehalte verloren gegangen Da Generation im 18. Jahrhundert als
oder in andere Bedeutungen übergegangen Fremdwort verwendet wird und keinen ger-
sind. Die historisch-semantische Bedeutung manischen Ursprung hat, gibt weiteren Auf-
von Generation wird dabei in den Kontext schluss das Lateinische und Französische
von Erziehung und Bildung gestellt. Daran (Parnes, Vedder, Willer 2008, S. 26fo. Im
schließt eine Darstellung gegenwärtiger Ge- Französischen findet man Generation ab dem
nerationsansätze an. 12. Jahrhundert in der Bedeutung von Zeu-
gung und Abstammung. Im Französischen
Etymologischen Wörterbuch (FEW) von
Walther von Wartburg (1952) wird darauf
hingewiesen, dass Generation einen religiö-
sen Ursprung hat und sich im 13. Jahrhundert
verorten lässt. In den christlichen Texten der
Vulgata findet sich der Hinweis, dass mit Ge-
62 Generation

neration alle gleichzeitig lebenden Menschen gegenwärtig gedacht und empfunden" (Par-
gemeint sind, zugleich aber auch spezifische nes, Vedder, Willer 2008, 51). Die gegenwär-
nachfolgende Generationen, die von einer tige Anwesenheit der Ahnen macht sie le-
Person abstammen. Die semantische Aus- bendig, sie dienen im Mittelalter des 10. und
legung enthält hier schon Zeugung und Ab- 11.Jahrhunderts in Form einer Mythologisie-
stammung, Generativität und Gattung sowie rung und Mystifikation der Vergegenwärti-
Synchronie und Diachronie. gung eines kulturellen Programms.
Eine weitere bedeutsame Begriffsbestim-
mung findet sich in der christlichen Mytho-
logie über die Genealogie Jesu. Das Lukas-
Evangelium weist beginnend mit Jesus auf 2 Deutungsmuster und
eine Generationenkette hin: genannt werden Diskurse über Generation
der Sohn Josef, der Sohn Elis, der Sohn Mat-
tat, der Sohn Levis, der Sohn Melchis, der
Sohn Jannais und der Sohn Josef. Auch im Im Übergang zur Aufklärung findet man ver-
Matthäus- Evangelium finden sich genealo- schiedene Interpretationsmuster, die bis ins
gische Verknüpfungen, mit denen ausgehend 19. Jahrhundert hinein Bestand haben. Erste
von Gott und dann Jesus Abstammungsfol- Assoziationen von Gesellschaft und Genera-
gen präsentiert werden, die das Göttliche mit tion kommen im 18. Jahrhundert auf. Johann
dem Irdischen verbinden. Auf diese Weise Peter Süßmilch (1707-1767) deutet in seinen
wird das Mächtige des Göttlichen über Ge- Auseinandersetzungen mit der Bevölkerungs-
nerationenabfolgen immer wieder transzen- wissenschaft Generation als das "Heer des
diert. Präsentiert werden "Spitzen-Ahnen" menschlichen Geschlechts ... vor dem Auge
(Parnes u. a. 2008, 46) über Herkunfts- und des Herrn", das in "verschiedene Züge abge-
Abstammungserzählungen, in denen sich das .teilt" (Süßmilch 1745: Teil 1, 53) ist, womit das
Vergangene im Gegenwärtigen widerspiegelt Alter gemeint ist.
und Sterblichkeit als göttlich Unsterbliches Aber auch angesehene und adelige Fami-
aufgehoben wird. Durch die Naturalisierung lien nutzen das vormoderne genealogische
von verwandtschaftlichen Generationenlini- Deutungsmuster von Generation zur Beto-
en wird das Christentum gesichert und zu- nung von Kontinuität, mit der Ansehen, Pres-
gleich legitimiert. tige und die Vorrangstellung von Herrschaft
Aber auch in Adelsgeschlechtern die- legitimiert werden. Mit Beginn der Neuzeit
nen Genealogien dazu, Natur - als Abfolge machen sich auch das Bürgertum und groß-
von Geburten - zu kulturalisieren. Wichtig herrschaftliche Bauernschaften dieses Deu-
ist hierbei der lückenlose Eintritt des Nach- tungsmuster zu eigen, um über Stammbäume
folgers an die Stelle des abgetretenen Vor- oder Familienbücher familiale Traditionen in
gängers. Adelsgeschlechter erhalten in Form die Kette von Ahnen zu stellen. Dabei gilt zu
von Herrschergenealogien eine Unsterblich- bedenken, dass die hohe Sterblichkeitsrate,
keit, die mit politisch-theologischen Begrün- Kriege und ökonomische Krisen eine tatsäch-
dungsmustern legitimiert werden. Kontinui- liche genealogische Abfolge unwahrschein-
tät wird auf der Grundlage der gebürtlichen lich werden lassen, ging es doch eher darum,
Abfolge von Verwandtschaftslinien institu- die Beständigkeit von herausragenden Leis-
tionell konstruiert (z.B. als Monarchie oder tungen in ihren ökonomischen und kulturel-
Fürstentum) (vgl. Melville u. a. 2004). len Dimensionen zu symbolisieren.
Im Mittelalter ist das Gegenwärtige das In dieser Zeit kommt dann auch das Wort
Vergangene, es ist die Wiederholung des Ver- Glied auf, das den Verwandtschaftsgrad aus-
gangenen. Die berufenen Vorfahren werden drückt. Der juristische Begriff "Usque ad ter-
"in mittelalterlichen Genealogien ... als real tiam generationern" (Zedler, Band 10, 1735,
Deutungsmuster und Diskurse über Generation 63

,
892) wird in Universallexikon von Zedler als Autor: "eigentlich wird nun zwar unter dem
Glied ausgelegt. Im 18. und auch 19. Jahrhun- worte generationis nichts anderes, als der bey-
dert wird "Glied" als gängige Bezeichnung schlaff jetzt verstanden, doch rechnen einige
für familiale Generationen verwendet. So dazu nicht nur die empfängniß, die erhaltung
steht im Deutschen Wörterbuch der Gebrü- und bildung des kindes im mutter-leibe und
der Grimm: "Gleichfalls auf eine menschliche die geburt selbst, sondern auch die ernährung
collectiveinheit bezieht sich glied zunächst in des kindes nach der geburt ... " (ebd. im Le-
der bedeutung ,generation' = gesamtheit der xikon des Verlegers Zedler). Eine Verbindung
von den gleichen eltern geborenen; doch neigt wird hergestellt von biologischer Reprodukti-
dieser begriff früh zu der abgeschwächten ab- on und kultureller Überlieferung im Kontext
stracten bedeutung ,verwandtschaftsgrad'" von Gesellschaft und Bildung, versteht man
(Grimm/Grimm 1854ff., Band 8). Ernährung auch als eine geistige.
Im 18. Jahrhundert entwickelt sich zudem Erziehung erhält die Bedeutung einer in-
eine semantische Bedeutung von Generation, tergenerationellen Vermittlungs aufgabe im
die auch heute noch Verwendung findet. Ge- Geiste der Aufklärung und der Fortentwick-
neration wird gedeutet als ein Verhältnis von lung von Gesellschaft. Jean Paul formuliert in
Gleichzeitigkeit in Bezug auf Gruppen von seinem pädagogisch-literarischen Werk "Le-
Altersgleichen, die Gemeinsamkeiten aufwei- vana oder Erziehungslehre" (1806) den Ge-
sen und sich damit von anderen Generationen danken, dass die gesellschaftliche Zukunft
unterscheiden. Mit dieser Semantik erhält in den Kindern angelegt ist. Die Pädagogik
Bildung eine eigene Bedeutung, auch wenn nimmt sich damit der Erziehung der jungen
anfangs noch Bezüge zu epigenetischen Aus- Generation, des Kindes, an.
legungen zu finden sind. Besonders mit dem Der naturhafte Entwicklungswille des
Gedanken der Zukunft unterscheidet sich Kindes ist nach Annahmen von Pestalozzi,
diese Semantik grundlegend von der des Mit- die er 1797 in "Nachforschungen ü~er den
telalters, denn im 18. Jahrhundert verschwin- Gang der Natur in der Entwicklung des Men-
det die Vorstellung, dass die historische Ver- schengeschlechts" äußert, pädagogisch zu un-
gangenheit die Gestalterin der Gegenwart ist. terstützen, damit er in einer Selbstaufklärung
Bedeutsam wird die Vorstellung einer kon- mündet. Rousseaus "Emile" betrachtet die ne-
tinuierlichen Entwicklung von Neuem und gative Erziehung durch eine erwachsene pro-
Anderem mit dem Kollektivsingular "Ge- fessionelle Person als notwendig, damit die
schichte", es ist die kontinuierliche Singulä- Anlagen des Kindes optimal für eine aufge-
re Weiterentwicklung des geschichtlich Be- klärte Gesellschaft im Kontext des "Contract
sonderen. Zeitgleich erhält Bildung, die des Social" ausgebildet werden. Auch Herder
Einzelnen sowie der folgenden Generationen, (1989) diskutiert die Frage, inwiefern inne-
an Bedeutung. Lessing verfolgt mit der "Er- re Kräfte einer äußeren Krafteinwirkung be-
ziehung des Menschengeschlechts" (Lessing dürfen, wobei er zwischen "Epigenesis" und
1780) die Idee, über die individuelle Erzie- "Genesis" unterscheidet: erst durch Bildung
hung eine moderne Gesellschaft als singulä- gelangt der Mensch zu einer zweiten, geistig-
res Kollektiv hervorzubringen. kulturellen Genesis. Den "geistigen Bildungs-
Im 18. Jahrhundert wird dann auch "ge- trieb" des jungen Menschen verknüpft Jean
neratio" (Zedler, Band 10, 1735, 848 f.) in das Paul mit epigenetischem Vokabular. Nur die
damals umfangreichste Lexikon von Johann junge Generation verfügt über die genetische
Heinrich Zedler mit 68 Bänden aufgenom- Kraft, durch Bildung und Erziehung neue Ge-
men. Generation bedeutet nun Zeugung und sellschaftsformen hervorzubringen. Die Idee
Fortpflanzung sowie gesellschaftliche Fort- der Aufklärung ist danach in eine pädago-
führung über Generationenverhältnisse. In gische Generationsbeziehung hineinzuneh-
eben diesem Lexikon schreibt ein anonymer men, wobei "die Naturanlagen proportionier-
64 Generation

lich zu entwickeln und die Menschheit aus ganisation der Lebensphasen Jugend = Aus-
ihren Keimen zu entfalten" (Kant 1983, 701) bildung, Erwachsenenalter = Berufstätig-
sind. keit und Alter = Rente. Gleichsam erhält die
Im 18. Jahrhundert sind zwei Diskurse be- historisch neuartige bürgerliche Kleinfami-
deutsam. Zum einen wird die gesellschaftli- lie eine neue Struktur mit einem eigenen Er-
che, fortschrittliche Entwicklung über den ziehungsauftrag, der allerdings als nachran-
Gedanken der biologischen Reproduktion gig gegenüber dem staatlichen diskutiert
entfaltet und mit Erziehung und Bildung wird.
verknüpft. Zum anderen wird die Genealo- Aus der Generationenperspektive unter-
gie familialer Generationen betont, mit der sucht Schleiermacher (2000) das Verhältnis
über Abstammung ökonomische Herrschaft von Familie und Staat. Hiernach vermag die
im Adel, Bürgertum oder in herrschaftlichen Familie als eigene Entität nicht die staatlichen
Bauernfamilien legitimiert wird. Hervorge- Bildungsinteressen zu erfüllen. Ein aufzubau-
hoben wird in beiden Diskursen Kontinui- endes staatliches Bildungssystem - so Schlei-
tät, sei es über Familien oder die Bildung der ermacher als Protagonist preußische Bil-
nachwachsenden Generation für die aufge- dungsreformen - überführt die Dichotomie
klärte Gesellschaft. Im 18. Jahrhundert wird von erziehender Generation und zu erziehen-
der Entwicklungsgedanke mit der Tradierung de Generation in eine pädagogische Aufga-
von kulturellen Wissensbeständen oder der be, um eine gesamt-gesellschaftliche reflexive
Sicherung von familialen Traditionsbestän- Vernünftigkeit zu implementieren.
den durch Gliederketten verknüpft, wobei es Die Verstaatlichung des Erziehungswe-
die jüngere Generation ist, die in Bildungs- sens wird vor dem Hintergrund von Genera-
prozessen angeleitet durch die ältere Genera- tion erarbeitet. Die Familie als Generations-
tion diese Aufgabe zu bewältigen hat. beziehung bereitet nach Schleiermacher die
Gru~dlegung für die staatliche Bildung vor
(Schleiermacher 2000, 196f.). Der Staat als
Gemeinschaftskonzept bringt den staatlichen
3 Theoretische Ansätze Erziehungsauftrag hervor, der über die Fami-
lienerziehung hinausreicht, ,;wenn auch die
künftige Generation der Familie zunächst an-
Im 19. Jahrhundert wandelt sich dann noch gehört, als in ihr geboren, so könnte der Staat
einmal die Vorstellung von Generation und doch sagen, sie wird für mich geboren, und
Bildung. Der Gedanke von Geburt, Wachs- also muss ich bestimmen, ob und inwieweit
tum und Ent\-vicklung verliert nach und nach die Eltern die Erziehung leiten sollen" (Schlei-
an Bedeutung. Mit reformpädagogischen Be- ermacher 2000,66). Epigenetische Argumen-
strebungen rückt die staatliche Institutionali- tationen verlieren an Bedeutung, wenn auch
sierung von Bildung in das Zentrum der Auf- immer wieder die Anlagen der jungen Gene-
merksamkeit. Über ein zu etablierendes und ration betont werden. Auch rücken die famili-
für die junge Generation verpflichtendes Bil- alen Generationsbeziehungen in den Hinter-
dungssystem nimmt sich der Staat des Erzie- grund pädagogischen Interesses.
hungsauftrages an. Dies führt zu einer Dif- Jugend als Generation bekommt nun eine
ferenzierung der Diskurse über Familie und neue Potentialität zugeschrieben. Goethe de-
Gesellschaft, wobei nach dem Verhältnis zu- klariert die Jugendzeit als eine Zeit der Bil-
einander in Bezug auf Erziehung und Bil- dung und Entwicklung, in der sich das Welt-
dung gefragt ·wird. Zurückzuführen ist dies verhältnis entfaltet. War es bisher eher die
auf eine beginnende Institutionalisierung von Geburt oder die Abstammung und Zeugung,
Bildung und den gleichzeitigen Aufbau eines so wird nun die Lebensphase Jugend zu jener
Wohlfahrtstaates. Generation dient der Or- Lebenszeit, in der innerhalb von pädagogi-
Theoretische Ansätze 65

schen Generationsbeziehungen über Bildung die überkommende Tätigkeit fortsetzt und


und Erziehung die Entwicklung von Gesell- andrerseits mit einer ganz veränderten Tätig-
schaft und Moderne vorbereitet wird. Im 19. keit die alten Umstände modifiziert" (Marx,
Jahrhundert herrscht die idealistische Vor- Engels 1969,45). Jede Generation hat sich mit
stellung vor, dass nachkommende Generati- der Gesellschaft in Form von Kapitalien und
onen politische Umwälzungen verantworten. Produktionskräften auseinanderzusetzen. Es
Generation gewinnt für sich als Elite oder Ge- ist die "Summe von Produktionskräften, Ka-
nerationseinheit derart an Bedeutung, dass pitalien und sozialen Verkehrsformen, die je-
Leopold von Ranke in seinen "Bunten Vor- des Individuum und jede Generation als et-
lesungen zur Weltgeschichte" (1854) sogar was gegebenes vorfindet", die als ",Substanz'
schreibt, dass Generation nicht in die Seman- und ,Wesen des Menschen'" (ebd., 38) gedeu-
tik einer kontinuierlichen Weiterentwicklung tet werden. Historischer Kontext und junge,
einmünden könne, sondern: "Ich aber be- nachkommende Generationen führen zu der
haupte: Jede Epoche ist unmittelbar zu Gott, notwendigen Gemengelage an Entwicklungs-
und ihr Wert beruht gar nicht auf dem, was potenzial "Ererbtes" zu revolutionieren.
aus ihr hervorgeht, sondern in ihrer Existenz Generation wird semantisch zu einer Ka-
selbst, in ihrem eigenen Selbst" (Ranke 1854). tegorie mit sozialen, individuellen und kol-
Damit postuliert er, dass gesellschaftliche Er- lektiven sowie auch biologischen Aspekten,
neuerung nicht ihren Ursprung in familialer die in synchrone und diachrone Dimensi-
Erziehung und staatlicher Bildung hat, son- onen eingebettet werden, um einerseits die
dern die Gottgegebenheit und Verbindung Kontinuität von Gesellschaft über die Abfol-
der jungen Generation zum Göttlichen - als ge vtn Generationen und andererseits den
Auserwählte - letztendlich den gesellschaftli- Wandel und den Bruch mit Traditionen über
chen Umbruch herbeiführen. nachkommende Generationen zu erklären.
Generation avanciert nun zu einem Grund- Dilthey (1992) nutzt aus geisteswtssenschaft-
begriff sozial-, geisteswissenschaftlichen und licher Perspektive den Generationenbegriff,
pädagogischen Denkens, wobei Kontinuität, um zum einen den Zeitablauf geistiger Bewe-
Transformation und Revolution fokussiert gungen zu umreißen und zum anderen die
werden. Kant betont in seiner Schrift "Über Gleichzeitigkeit von unterschiedlichen Gene-
Pädagogik" (1780), dass Erziehung beinhal- rationeneinheiten und -gedanken verständ-
tet, auf professionelle Weise tradiertes Wis- lich zu machen. So weist er ausdrücklich auf
sen an neue Generationen zu vermitteln und das Verhältnis und den damit gegebenen Tat-
zugleich jede Generation diesem Neues hin- bestand der geistigen Unterschiedlichkeit von
zufügt. Damit wird über die Generationenab- Generationen - Eltern und Kinder - hin und
folge die Idee des Fortschritts als kontinuier- stellt Generation in den Kontext von Jugend.
liche Entwicklung thematisiert. Bildung und Angelehnt an die erste Jugendbewegung
die emanzipatorische Selbsttätigkeit der jun- meint das Fühlen und Denken einer Genera-
gen Generation sind der Schlüssel für die Ent- tion das der männlichen Generation als poli-
wicklung von Gesellschaft. Selbst Marx und tische jenseits von Familie und Frauen.
Engels greifen dieses Argumentationsmuster Während Dilthey mit Generation eher
in ihren frühen Schriften auf, wobei das kul- Kontinuitäten erklärt, beschreibt Mannheim
turelle Vermächtnis mit seiner Ideologie ent- (1928/1964) Generation als Konfliktmodell.
zaubert wird. Die Geschichte ist die "Auf- Die neue Generation verwirft Altes und auch
einanderfolge der einzelnen Generationen, Bewährtes und entwirft neue Konzeptionen,
von denen Jede die ihr von allen vorherge- indem sie sich von älteren Generationen di-
gangenen übermachten Materiale, Kapitali- stanziert und innovativ eigene Ideen ver-
en, Produktionskräfte exploitiert, daher also wirklicht. Die Jugendgeneration besitzt eine
einerseits unter ganz veränderten Umständen politische Potenzialität, mit der in Auseinan-

\
'-..
66 Generation

dersetzung und Abgrenzung mit der älteren heit zwischen den Generationen über das Me-
Generation Umwälzungen eingeleitet werden dium der Sprache sowie der menschlichen
(können). Die Semantik des Generationenbe- Praxis, wobei es die Bildsamkeit der jüngeren
griffes umfasst nun Jugend und kritisch-re- Generation ist, die es in pädagogischen Ge-
flexives Neues und rückt vollständig weg von nerationsbeziehungen anzuregen gilt. In den
epigenetischen Erklärungsmodellen. Sozialwissenschaften wird der Begriff Gene-
Gustav Wyneken, ein Protagonist der Re- ration unterschieden in Generationenverhält-
formpädagogik, verherrlicht die Jugend als nis, um auf der Makroebene die Strukturie-
jene Generation, die "aus dem Dunkeln ins rung von Institutionen im Wohlfahrtsstaat zu
Helle strebt" (Wyneken 1914, 40). Herausge- erfassen, und in Generationsbeziehungen, um
stellt wird die Selbstbildung der Jugend auch konkrete Interaktionen zwischen Generatio-
von Herman Nohl (1919). Allerdings betont er nen zu erklären. Vor dem Hintergrund dieser
die Generationsbeziehung zwischen Älteren Argumentationen verdeutlicht sich der sozi-
und Jüngeren. Der pädagogische Bezug bildet ale Wandel hin zu einer professionellen Päd-
das Bindeglied im Erzieher-Zögling-Verhält- agogisierung von Generationsbeziehungen in
nis: Die Jugendgeneration bedarf der pädago- Bildungseinrichtungen und SOZialpädagogi-
gischen Anleitung, um über einen innerlichen schen Arbeitsfeldern. Gefordert wird die Be-
Konflikt zu einer eigenen Form von Tradie- herrschung des Generationenverhältnisses
rung und Erneuerung zu gelangen. Auch hier als pädagogische Aufgabe unter Berücksich-
hat sich die epigenetische Argumentation auf- tigung von sozialwissenschaftlichen Erkennt-
gelöst zugunsten einer intergenerationellen nissen über Jugend, Milieu und Bildung.
professionellen Interaktion. Zudem werden aus erziehungswissenschaft-
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewinnt licher Perspektive theoretisch und empirisch
somit die Verhältnisbestimmung von Genera- Muster familialer Erziehung als Generations-
tion und Jugend an Bedeutung. Die Pädagogik beziehung (Ecarius 2008) untersucht. Aber
entwickelt sich in dieser Zeit zu einem eigen- auch die Jugendforschung stellt vor dem Hin-
ständigen wissenschaftlichen Feld. Zeitgleich tergrund sozialwissenschaftlicher Ansätze
etabliert sich über eine staatliche Unterstüt- Jugend in den Kontext von Generation.
zung das öffentliche Bildungssystem für alle
Jugendliche. Nach 1945 wird die Diskussion
um Generation und Jugend wieder aufgenom-
men. Margaret Mead (1970) beschreibt post- 4 Empirische Ergebnisse
figurative Kulturen der Vergangenheit, kofi-
gurative der Gegenwart und prä figurative der
Zukunft, in der das Kommende für alte und Empirische Befunde über Generationsbezie-
junge Generationen ungewiss und offen ist. hungen und Generationenverhältnisse liegen
Zu vermitteln und lernen ist nicht mehr das zahlreich vor, wobei entweder direkte Inter-
"Was", sondern das "Wie", wobei Jüngere und aktionsformen in Familie, Schule und Peers
Ältere Angehörige verschiedener Kulturen fokussiert oder abstrakte Strukturverhältnisse
sind. der Generationen analysiert werden. Vorge-
Mit dem Ausruf des Endes von pädagogi- stellt werden hier Ergebnisse aus der Familien-
schen Generationsbeziehungen gerät für zwei forschung, denn die Familie ist jene Institution,
Jahrzehnte dann der Generationenbegriff in in der jüngere Generationen geboren und in
Verruf. Dann aber greift die Allgemeine Päda- einem privaten Beziehungsverhältnis erzogen
gogik den Generationenbegriff systematisch- werden. Erst dann münden sie in professionel-
problemgeschichtlich wieder auf. Danach le pädagogische Generationsbeziehungen. Pro-
vollzieht sich die Vermittlung von vergange- fessionelle pädagogische Arrangements setzen
ner Geschichtlichkeit und produktiver Frei- daran an bzw. benötigen ein Wissen darüber,
Empirische Ergebnisse 67

wie familiale Generationsbeziehungen gestal- Gegenwärtig hat sich dies verändert, wobei
tel werden. sich Väter mit ihren Söhnen im Spiel strenger
Neben Spanien und Italien ist innerhalb und wilder zeigen und sich bei den Töchtern
von Europa in Deutschland die Geburtenra- vorsichtiger verhalten.
te am niedrigsten (Statistisches Bundesamt Das Standardmodell Familie mit Kindern
2005). Gründe sind der Rückgang kinder- besteht zu 48 % aus zwei Kindern, zu 19%
reicher Familien mit mehr als drei Kindern aus drei und zu 8 % aus mindestens vier oder
und die ansteigende Kinderlosigkeit von mehr Kindern. Die jüngere Generation ist in
20- 39-Jährigen (5 % der Frauen, 26 % der der Regel zufrieden mit der familialen Erzie-
Männer). Parallel dazu hat sich die späte Mut- hung. Von den 10-25- Jährigen geben 56 % an,
terschaft durchgesetzt. Das durchschnittliche ihre Kinder später in ähnlicher Weise erzie-
Alter bei der Geburt des ersten Kindes liegt hen zu wollen, weitere 15 % würden sie sogar
bei den Frauen bei 29,6 Jahre. Zugenommen genauso erziehen. Gegenwärtig wird in der
haben zudem nicht eheliche Geburten (29 % Erziehung das Muster des Verhandelns prak-
außerhalb der Ehe; Statistisches Bundesamt tiziert, wobei diese Erziehungsform mit stei-
2005), da die Ehe häufig erst anschließend gendem Sozialmilieu zunimmt.
geschlossen wird. So lässt sich erklären, dass Generell erleben Kinder mit einer großen
nur 14% aller minderjährigen Kinder in al- Wahrscheinlichkeit ihre Großeltern. Kinder,
leinerziehenden Elternteilen aufwachsen, die Eltern und Großeltern verbringen zwischen
zu 88 % aus Mutterfamilien bestehen. Davon 20-30 gemeinsame Lebensjahre, ca. 80 % der
sind nur 31 % ledige Eltern und 8 % Verwitwe- 1O-l4- Jährigen haben lebende Großeltern
te. Dies entspricht einem europäischen Trend, (Brake 2008). Im europäischen Vergleich zeigt
denn auch in Lettland, Estland, Schweden, sich im Zusammenleben von drei Generatio-
Ungarn, Slowenien, der Tschechischen Re- nen in einem Haushalt allerdings ein Nord-
publik liegt die Heiratsrate unter 50 %. Nur Süd-Gefälle. In Spanien lebten Ende der
Griechenland und Portugal haben eine Hei- 1990er Jahre 37 % der über 65- Jährigen mit
ratsquote von mehr als 70 %. ihren Kindern zusammen, während es in der
Auch wenn sich Ehen mit der Geburt von Schweiz und Deutschland nur ca. 19 % aller
Kindern retraditionalisieren, sind MÜtter älteren Menschen sind. Vor allem wenn die
zunehmend berufstätig (1991: 30,2 %; 2004: Enkel klein sind, Übernehmen Großeltern Er-
42,1 %), wobei die Berufstätigkeit der Mütter Ziehungs- und Betreuungsaufgaben; ca. 60 %
in den neuen Bundesländern bei 71 % mit ei- der Großeltern mütterlicherseits haben in
nem Kind und 55,7 % mit drei und mehr Kin- Deutschland eine enge Beziehung zu ihren
dern liegt. Aber auch die gleichgeschlecht- Enkeln. Dies trifft auch auf amerikanische
liche Partnerschaftsform wird für Kinder Familien zu (vgl. Mueller/Elder 2000), wobei
eine - wenn auch selten erfahrene - Lebens- sich auch hier der Umgang informalisiert und
form: ca. 11 500 Kinder wachsen in gleichge- intimisiert, also insgesamt modernisiert hat.
schlechtlichen Lebensgemeinschaften auf. Zu Für die Großmütter der 55-60- Jährigen ist
verzeichnen ist auch eine Zunahme von ,In- mit 27 % die Betreuung der Enkel eine der am
seminationsfamilien', ca. 50000 KiIider sind häufigsten genannten Tätigkeiten. Großeltern
seit den 1970er Jahre auf diese Weise zur Welt werden in manchen Fällen - auch im inter-
gekommen. Unbeantwortet ist hier die päd- nationalen Vergleich - zu "surrogate parents":
agogisch bedeutsame Frage, wie und ob sich 140000 Großelternpflegeverhältnisse gibt es
dies allf die Erziehung und Beziehung des gegenwärtig in Deutschland.
Kindes auswirkt. Die familiale Erziehung ist Dabei gestalten sich familiale Generations-
trotz Retraditionalisierung eine zwischen bei- beziehungen je nach kulturellem Hintergrund
den Elternteilen. Noch 1950 geben 64% der unterschiedlich, zumal ca. 9 % der Gesamtbe-
Väter an, nicht mit den Kindern zu spielen. völkerung (7,5 Mill.) einen Migrationshinter-
68 Generation

grund haben und 74 % dieser Heranwachsen- Literatur


den in türkischen, griechischen, italienischen,
Brake, A. (2008): Der Wandel familialen Zusammen-
jugoslawischen, marokkanischen, portugiesi- lebens und seine Bedeutung für die (schulischen)
schen und spanischen Familien leben. Die Bildungsbiographien der Kinder. In: Rohlfs, C.!
Einstellung der Jugendlichen zu ihren Eltern Harring, M.!Palentien, Ch. (Hrsg.): Kompetenz -
hat die Shell-Jugendstudie 2006 untersucht, Bildung. Wiesbaden, 95-126
in der repräsentativ alle Jugendlichen von 12- Busch, F. W.!Scholz, W.-D. (Hrsg.): Familienvorstel-
25 Jahren befragt wurden. 72 % der Jugendli- lungen zwischen Fortschrittlichkeit und Behar-
rung. Würzburg
chen haben die Einstellung, dass für ein gutes
Dilthey, W. (81992):"Der Aufbau der geschichtlichen
Leben eine Familie Voraussetzung ist. So be- Welt in den Geisteswissenschaften". In: Ders.: Ge-
urteilen circa 90 % der Jugendlichen die Be- sammelte Schriften, Band 7. Hrsg. v. Groethuysen,
Ziehung zu ihren Eltern als positiv, wobei mi- B. Stuttgart/Göttingen
lieuspezifische Unterschiede vorliegen - auch Ecarius, J. (2008): Generation, Erziehung und Bil-
in den jugendspezifischen Freizeitstilen. Die dung. Stuttgart
Jugendlichen, die als kreative Freizeitelite be- Grimm, J.!Grimm. W. (Hrsg.) (1854-1960): Deut-
sches Wörterbuch. Leipzig
zeichnet wird, gehören Familien aus dem obe-
Herder, J.G. (1989): Ideen zur Philosophie der
ren sozialen Milieu an, Technikfreaks finden Geschichte der Menschheit. In: Ders.: Werke,
sich eher in unteren sozialen Milieus. Die Be- Band 6. Hrsg. v. WoIlacher, M. u. a. Frankfurt a. M.,
urteilung der Eltern durch die Jugendlichen 172
ist ebenfalls milieuspezifisch geprägt. Ledig- Kant, I. (1983): Über Pädagogik. In: Ders.: Werke
lich 20% der Jugendlichen aus unteren sozia- in 10 Bänden, Band 10. Hrsg. v. Weischäde!, W.
len Milieus kommen mit ihren Eltern sehr gut Darmstadt, 693-761
Lessing, G. E. (1979): "Die Erziehung des Menschen-
aus, im Vergleich zu 48 % der Jugendlichen
geschlechts". In: Ders.: Werke Band 8: Theologie
aus oberen sozialen Milieus. kritische Schriften 3: Philosophische Schriften.
Dieses Spezifikum in den familialen Gene- Hrsg. v. Göpfert, H. G. München, 489-510
rationsbeziehungen lässt sich auch internati- Mannheim, K. (1964): Das Problem der Generatio-
onal bestätigen. In Polen, Spanien, Südkorea, nen. In: Ders.: Wissens soziologie. Hrsg. v. Wolff,
Chile und Litauen korrelieren die Zukunfts- K. H. Berlin/Neuwied, 509-565
planung in Bezug auf die Partnerschaftsbin- Marx, K.!Engels, F. (1969): "Die deutsche Ideologie.
Kritik der neusten deutschen Philosophie in ihren
dung bzw. Gründung einer eigenen Familie
Repräsentanten Feuerbach, B. Bauer und Stirner,
sowie die Planung der eigenen Biografie mit und des deutschen Sozialismus in seinen verschie-
den Erfahrungen in der Herkunftsfamilie denen Propheten". In: Dies.: Werke, Band 3. Ber-
(Busch/Scholz 2006). Auch lassen sich Bil- lin,9-530
dungs aufstiege von Jugendlichen mit Migra- Mead, M. (1971): Der Konflikt der Generationen. 01-
tionshintergrund im Kontext der Familie er- ten/Freiburg
klären. Selbst rechtsextreme Orientierungen Melville, G.!Rehberg, K.-S. (Hrsg.) (2004): Grün-
dungsmythen - Genealogie - Memorialzeichen.
von Jugendlichen sind - wenn auch nicht aus-
Köln/Weimar
schließlich - in den Kontext von Familie zu Moritz, K.P. (1793): Grammatisches Wörterbuch der
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Insgesamt ist Generation für die Gegen- setzt v. Johann Ernst Schulz (1794), Berlin; N.dr.
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Jochen Kade/Werner Helsper/Christian Lüders/
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Pädagogisches Wissen

Erziehungswissenschaft in Grundbegriffen

Verlag W Kohlhammer