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Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie

Sicherung der Qualität von


Lieferungen
Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF)

6. überarbeitete Ausgabe, 2019


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Sicherung der Qualität von Lieferungen

Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF)

6. überarbeitete Ausgabe 2019


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Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)


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ISSN 0943-9412
Online-Download-Dokument, Juli 2019

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Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)


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Behrenstraße 35, 10117 Berlin
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Der Verband der Automobilindustrie (VDA) empfiehlt seinen Mitgliedern,
die nachstehende Richtlinie bei der Einführung und Aufrechterhaltung
von QM-Systemen anzuwenden.

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Dieser VDA Band ist eine Empfehlung, die jedermann frei zur Anwendung
steht. Wer sie anwendet, hat für die richtige Anwendung im konkreten Fall
Sorge zu tragen.

Dieser VDA Band berücksichtigt den zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausgabe
herrschenden Stand des Wissens und der Technik. Durch das Anwenden der
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und derjenigen, die an VDA Empfehlungen beteiligt sind, ist ausgeschlossen.

Jeder wird gebeten, wenn er bei der Anwendung der VDA Empfehlung auf
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setzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in
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Diese Schrift wird auch in anderen Sprachen erscheinen. Der jeweils aktuelle
Stand ist bei VDA QMC zu erfragen.

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Vorwort

Im Rahmen der Globalisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt ist ein


standardisiertes PPF-Verfahren zu einem zentralen Aufgabenbereich im
Qualitätsmanagement geworden. Ständig steigender Kostendruck bei parallel

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steigendem Risiko für Lieferumfänge in Bezug auf Reifegrad und Qualität der
Produkte erfordern somit ein effizientes Zusammenspiel der Produktions-
prozess- und Produktfreigabe.

Durch die Realisierung eines standardisierten Verfahrens zur Produktions-


prozess- und Produktfreigabe in der Lieferkette, sollen Reibungsverluste an
den Schnittstellen zwischen Lieferanten und Kunden durch eine partner-
schaftliche Zusammenarbeit minimiert werden.

Mit der Veröffentlichung der voherigen fünften Auflage 2012 wurde das PPF-
Verfahren grundlegend neu strukturiert, um die Anforderungen für neue oder
geänderte Lieferumfänge externer und unternehmensinterner Herkunft zu be-
schreiben.

Die vorliegende sechste Auflage 2019 stärkt die Bemusterungsabstimmung


mit dem Ziel, Umfang, Inhalt und Zeitplan des PPF-Verfahrens zwischen Or-
ganisation und Kunde zu vereinbaren.
Mit dem Entfall der Vorlagestufen wird den individuellen Erwartungen der
Kunden, der Unterschiedlichkeit der Produkte und der Vielzahl der möglichen
Dokumente Rechnung getragen.
Die Durchführungsverantwortung der Organisation für die Erstellung aller zu-
treffender Dokumente wird aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit
betont. Zusätzlich wird, mit der Selbstbeurteilung der Organisation zu Produkt
und Prozess, der Umfang der zu übermittelnden Dokumente reduziert.
Die Änderung der Freigabestufen, die Einbindung von Software und die Annä-
herung der Nachweisführung des PPF-Verfahrens an den PPAP-Prozess der
AIAG, stellen weitere wesentliche Änderungen in diesem Band dar.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort ..................................................................................................... 5
1 Einleitung ..................................................................... 8

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1.1 Verfahren der Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF) ..... 8
1.2 Ziel des PPF Verfahrens ................................................................. 10

2 Anwendungsbereich des PPF-Verfahrens ........................ 12


3 Auslöser des PPF-Verfahrens ..................................... 13
4 Prinzipieller Ablauf des PPF-Verfahrens ..................... 14
5 Bemusterungsabstimmung zum PPF-Verfahren ......... 15
6 Durchführung des PPF-Verfahrens ............................. 21
6.1 Produktionsprozessfreigabe ........................................................... 21
6.1.1 Prozessqualität ............................................................................... 22
6.1.2 Prozessleistung/Leistungstest ........................................................ 23
6.2 Produktfreigabe ............................................................................... 24
6.3 PPF-Dokumentation und Vorgehensweise bei Abweichungen ..... 24
6.4 Kundenentscheid zum PPF-Verfahren ........................................... 25

7 Sonderabläufe ............................................................. 29
7.1 Gestuftes PPF-Verfahren................................................................ 29
7.2 PPF-Verfahren zur Freigabe von Varianten ................................... 29
7.3 Kleinserien ...................................................................................... 30

8 Aufbewahrungsfristen .................................................. 31
9 Deklaration von Inhaltsstoffen ..................................... 32
10 Requalifikation ............................................................. 33

6
11 Begriffe ........................................................................ 34
12 Anlagen ....................................................................... 39
12.1 Downloads ...................................................................................... 39

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Anlage 1 – Tabelle 1: PPF-Nachweisführung inkl. Hinweise ...................... 40
Anlage 2 – Bemusterungsabstimmung ........................................................ 48
Anlage 3 – Selbstbeurteilung zu Produkt und Prozess ............................... 58
Anlage 4 – Deckblatt zum PPF-Bericht und PPF Bewertung ......................60
Anlage 5 – PPF-Bericht Software ................................................................ 67
Anlage 6 – Teilelebenslauf .......................................................................... 70
Anlage 7 – Erläuterung zur Anwendung der Auslösematrix ........................ 71
Anlage 8 ‒ Auslösematrix ............................................................................ 74
Anlage 9 ‒ Gegenüberstellung PPF PPAP ........................................... .75

7
1 Einleitung

In der Automobilindustrie ist aufgrund immer engerer Zusammenarbeit


zwischen Kunde und Organisation, kürzerer Entwicklungszeiten, höherer

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Produktvielfalt und zunehmender Komplexität eine intensivere Abstimmung
zwischen Kunde und Organisation von entscheidender Bedeutung.

Dies wird durch eine standardisierte Nachweisführung entlang der gesamten


Lieferkette im Rahmen des Produktionsprozess- und
Produktfreigabeverfahrens (PPF-Verfahren) dokumentiert, um eine
störungsfreie Belieferung
• in der vereinbarten Qualität
• zum geplanten Zeitpunkt
• in der geforderten Stückzahl
• durch einen abgestimmten Produktionsprozess
sicherzustellen.

1.1 Verfahren der Produktionsprozess- und


Produktfreigabe (PPF)

Das PPF-Verfahren ist unterteilt in die Freigabe der Prozesse zur Herstellung
der Produkte sowie die Produktfreigabe.

Muster zur PPF-Freigabe (Erstmuster) sind Produkte, die vollständig mit


serienmäßigen Betriebsmitteln unter serienmäßigen Bedingungen als
Bestandteil des PPF-Verfahrens hergestellt wurden.

Sonstige Muster (DIN 55350, Teil 15) sind Produkte, die nicht vollständig un-
ter serienmäßigen Bedingungen hergestellt wurden. Sonstige Muster dürfen
nicht für die PPF verwendet werden.

8
Produktionsprozess-/Produktfreigabe VDA 2
Produktionsprozess und Produkt
für die Serienbelieferung freigegeben

Organisation Kunde

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Bemusterungs-
Anforderungen abstimmung Anforderungen
(Kapitel 5)

NEIN JA

Prozess-Freigabe
(Abschnitt 6.1) PPF- Ergebnis Dokumentation/
Umsetzung Freigabe? Entscheid

Prüfung Produkt-Freigabe
(Abschnitt 6.2) Vorlage Eingabe
PPF-Doku Prüfung
(Abschnitt 6.4)

PPF-Doku
Dokumentation (Abschnitt 6.3)

Abbildung 1: Übersicht PPF-Verfahren

Die Organisation ist für die Durchführung der Produktionsprozess- und Pro-
duktfreigabe an ihren Produktions- bzw. Lieferstandorten verantwortlich, um die
Produkt- und Prozessanforderungen zu erfüllen. Ebenso ist die Organisation
für die Erteilung der Lieferfreigabe an ihre direkten Lieferanten (siehe Abbil-
dung 2) verantwortlich.
In der Bemusterungsabstimmung vereinbaren Organisation und Kunde den
Umfang der zu übermittelnden PPF-Dokumentation.
Externe Dienstleistungen und ausgegliederte Prozesse müssen durch die Or-
ganisation freigeben werden, in deren Verantwortung die Herstellung der Kom-
ponenten liegt.

Die Ergebnisse der Produktionsprozess- und Produktfreigaben der Lieferkette


fließen in das PPF-Verfahren ein.

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Abbildung 2: PPF in der Lieferkette

1.2 Ziel des PPF Verfahrens

Das PPF-Verfahren erbringt den Nachweis, dass die Anforderungen an den


Produktionsprozess und das Produkt erfüllt werden. Hierdurch wird die Absi-
cherung der Qualitätsfähigkeit von Prozessen/Teilen/ Komponenten unter Se-
rienbedingungen dokumentiert.
Die entsprechenden Anforderungen können unter anderem sein:
 gesetzliche, behördliche und zulassungsrelevante Anforderungen (z. B.
Typgenehmigungsverfahren, EU-Richtlinien, CE-Kennzeichnung, ...)
 allgemeingültige Normen

 kundenspezifische Anforderungen

 technische Spezifikationen wie Zeichnungen, Lastenheft, Kundennor-


men, Verpackungsanweisungen, Referenzmuster im jeweils gültigen Än-
derungsstand
 vertragliche Vereinbarungen zwischen Organisation und Kunde, zum
Beispiel Kapazitäten und Flexibilität

10
Die Freigabe umfasst die Bewertung des Produktionsprozesses und des Pro-
duktes anhand von Dokumenten, Aufzeichnungen und Mustern zur PPF. Da-
mit wird sichergestellt, dass die Voraussetzungen für die Lieferung von spezi-
fikationskonformen Produkten bei der Organisation gegeben sind.
Abhängig von der Bewertung erteilt der Kunde die Lieferfreigabe.

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Verzichtet der Kunde ganz oder teilweise auf die Nachweise aus einem PPF-
Verfahren, entbindet dies die Organisation nicht von der Pflicht, die Nach-
weise für die Erfüllung der Anforderungen an den Produktionsprozess und
das Produkt zu dokumentieren.

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2 Anwendungsbereich des PPF-Verfahrens

Das Verfahren ist für nachstehende Produkte (Systeme, Module, Teile,


Komponenten) anzuwenden:
• Fertigteile

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• Ersatzteile
• Rohteile
• Produktionsmaterialien, die Bestandteil des Produktes werden
• Software als Produkt und/oder als Teil eines Produktes

Das Ergebnis von externen Dienstleistungen und ausgegliederten Prozessen,


welche nicht eigenständig über ein PPF-Verfahren freigegeben werden
können, müssen im Rahmen eines übergeordneten PPF-Verfahrens
freigegeben werden.
Genormte Produkte (z. B. DIN-Teile, Flüssigkeiten nach DIN oder SAE) und
Rohmaterialien (z. B. Granulate, Stähle) unterliegen keinem eigenen PPF-
Verfahren, sofern nicht anders zwischen Organisation und Kunde vereinbart.
Diese werden im Rahmen des PPF-Verfahrens des übergeordneten
Produktes freigegeben.
Genormte Produkte mit modifizierter Spezifikation unterliegen dem PPF-
Verfahren.

Investitionsgüter wie Fertigungsanlagen sowie Prozessmaterialien (z. B. Hilfs-


& Betriebsstoffe für Anlagen) unterliegen nicht dem PPF-Verfahren.

12
3 Auslöser des PPF-Verfahrens

Das PPF-Verfahren wird ausgelöst bei


a) Neuteilen
b) Änderungen

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c) Wiedernutzung*
d) Kundenspezifische Vereinbarungen (z. B. Requalifikation, …)

Initiierung der Bemusterungsabstimmung:

Kunde Organisation

Neuteile muss initiieren kann initiieren

Änderungen muss initiieren bei muss initiieren gemäß


(Entwicklungs-) Auslösematrix oder
Änderungen, die gemäß
seitens des Kunden Kundenvereinbarung
eingebracht werden
Wiedernutzung* / muss initiieren gemäß
Auslösematrix oder
gemäß
Kundenvereinbarung
Kundenspezifische kann initiieren kann initiieren
Vereinbarung (abhängig von der (abhängig von der
Vereinbarung) Vereinbarung)

Die Organisation führt immer ein PPF-Verfahren durch. Die Initiierung


gegenüber dem Kunden erfolgt entsprechend der Auslösematrix (Anlage 8)
bzw. kundenspezifischen Vereinbarungen.

Für elektronische Komponenten erfolgt der Nachweis gemäß “Change


Assessment Matrix” in “Guideline for Customer Notifications of Product and
/or Process Changes (PCN) of Electronic Components for Automotive
Market“ verfügbar unter ZVEI Homepage: www.zvei.org/PCN.

* Wiedernutzung von Linien, Anlagen, Maschinen, Werkzeugen, Kavitäten und Nestern


nach 12 oder mehr Monaten Stillstand
13
4 Prinzipieller Ablauf des PPF-Verfahrens

Neuteile Änderungen Kundenspezifische Wiedernutzung*


Vereinbarungen
Kunde / Organisation Kunde / Organisation Kunde / Organisation Organisation
initiiert Bemusterungs- initiiert Bemusterungs- initiiert Bemusterungs- initiiert Bemusterungs-

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abstimmung abstimmung abstimmung abstimmung

Bemusterungsabstimmung

Planung des PPF-Verfahrens


für den Lieferumfang

Interne Produktionsprozessfreigabe
Internes PPF-Verfahren

Aufbau der Muster

Produktvalidierung

Interne Produktfreigabe

Durchführung des PPF-Verfahrens zum Kunden:


Zusammenstellung der Dokumentation
für den Kunden
Externes PPF-Verfahren

Übermittlung der PPF-Muster und PPF-Dokumentation an


den Kunden gemäß Bemusterungsabstimmung

Entscheidung des Kunden auf Basis der Nachweise zu:


• Produkt
• Prozess (ggf. inkl. Leistungstest mit dem Kunden)
• Generelle Nachweise
• Software

Übermittlung der Entscheidung an die Organisation

nein Maßnahmen definieren


PPF-Verfahren
und umsetzen;
abgeschlossen?
Neu-/Nachbemusterung
ja

Ende

Abbildung 3: Prinzipieller Ablauf des PPF-Verfahrens

* Wiedernutzung von Linien, Anlagen, Maschinen, Werkzeugen, Kavitäten und Nestern


nach 12 oder mehr Monaten Stillstand

14
5 Bemusterungsabstimmung zum PPF-Verfahren

Zu jedem PPF-Verfahren ist zwischen Organisation und Kunde eine


Bemusterungsabstimmung durchzuführen. Ziel ist eine Vereinbarung zu
Umfang, Inhalt und Zeitplan des PPF-Verfahrens.

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Es wird empfohlen, in der Bemusterungsabstimmung folgende Inhalte zu
vereinbaren (siehe Anlage 2):

 Eingangsvoraussetzungen wie zum Beispiel freigegebene


Spezifikationen (inklusive gesetzlicher Vorgaben), Lastenheft,
Zeichnungen, Normen, Verpackungsanweisungen, Änderungsstand,
Farbmustertafeln
 Termine und zeitliche Abläufe
 Festlegung der Anzahl der zu prüfenden und zu liefernden Produkte
(je Werkzeug, Kavität, Varianten, Farben, …)
 Geltungsbereich der Kundenfreigabe (Anlieferstellen, Werke, …)
 Anlieferungsorte für Bemusterungsteile
 Produktumfang (z. B. Bildung von Produktfamilien)
 Nachweise zur Software (Siehe Anlage 5)
 Umgang mit Setzteilen
(z. B. die Verantwortung für deren Freigabe)
 Mess-/Prüfmethoden, Messabstimmungen
 Produkt- und Prozessmerkmale für Fähigkeitsuntersuchungen
 Durchführung des PPF- Verfahrens ggf. gemeinsam am Produktions-
standort
 Festlegung Leistungstest/Prozessvalidierung (inkl. Losgröße) – siehe
Kapitel 6.1.2.
 Anforderungen an die Dokumentation
 Umgang mit Abweichungen
 Requalifikationsprüfungen (Siehe auch VDA Band Robuster Produktions-
prozess (RPP))

15
 Prozess zur Schadteilanalyse (ggf. inkl. SW-Anteile)
 Reklamationsbearbeitung (Siehe auch VDA Band „8D Problemlösung
in 8 Disziplinen)“

Das Ergebnis der Bemusterungsabstimmung ist zu dokumentieren. Ein

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Beispiel für ein Formular zur Bemusterungsabstimmung befindet sich in
Anlage 2.
Für bemusterungsfähige Umfänge ist, wenn kundenspezifisch vereinbart, die
Anwendung des VDA-Bandes Schadteilanalyse Feld in geeigneter Form
nachzuweisen. Details müssen mit dem Kunden zum Beispiel im Rahmen der
Bemusterungsabstimmung spezifisch geregelt werden.
Wird das gleiche Produkt an verschiedenen Produktionsstandorten/Produkti-
onseinrichtungen/Fertigungsverfahren gefertigt, muss jeweils ein PPF-Verfah-
ren durchgeführt werden. Entsprechende Angaben sind in der PPF-Dokumen-
tation zu vermerken.
Nach Absprache ermöglicht die Organisation dem Kunden Zugang zu allen
notwendigen produktspezifischen Prüfeinrichtungen für Gegenprüfungen.
Die Bemusterungsabstimmung muss für Neuteile gemäß VDA Band
„Reifegradabsicherung für Neuteile“ zu den entsprechenden Reifegraden
durchgeführt werden.

Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchführung des PPF-


Verfahrens ist der Fähigkeitsnachweis des Produktionsprozesses (qualitativ
und quantitativ) unter Produktionsbedingungen (Serienwerkzeug(e), Serien-
standort, Serienprozessbedingungen).

Die Prozessfähigkeit wird anhand vereinbarter Produkt- und Prozessmerk-


male statistisch nachgewiesen.

Bei Änderungsbemusterungen oder Erweiterung der Produktfamilie ist der


Verweis auf Dokumente aus vorangegangenen PPF, deren Inhalte sich nicht
verändert haben, zulässig.

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Tabelle 1: PPF-Nachweisführung

Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

0.1 Deckblatt zum PPF-Bericht D V

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0.2 Selbstbeurteilung Produkt, Prozess und ggf. Software D V

1. Nachweise zur Produktentwicklung

1.1 Technische Spezifikationen D A

1.2 Genehmigte Konstruktionsänderungen D A

1.3 Konstruktions-, Entwicklungsfreigaben D A

1.4 Materialdaten per IMDS D V

1.5 Design-FMEA D A

2. Nachweise zur Produktionsprozessentwicklung

2.1 Prozessablaufdiagramm D A

2.2 Prozess-FMEA D A

2.3 Produktionslenkungsplan (PLP) D A

3. Nachweise zur Validierung des Produkts


Ausschließlich gegen die Anforderungen aus den mit dem Kunden vereinbarten
technischen Spezifikationen.

3.1 Geometrie, Maß D A

3.2 Werkstoff (Festigkeit, physikalische Eigenschaften, …) D A

3.3 Funktion D A

3.4 Haptik D A

3.5 Akustik D A

3.6 Geruch D A

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Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

3.7 Aussehen D A

3.8 Oberflächenanforderung D A

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3.9 Technische Sauberkeit D A

3.10 Zuverlässigkeit D A

3.11 Beständigkeit gegenüber Electrostatic Discharge (ESD) D A

3.12 Elektrische Sicherheit / Hochvolt-Sicherheit D A

3.13 Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) D A

4. Nachweise zur Validierung des Produktionsprozesses

Absicherung Besonderer Merkmale; gemäß technischer


4.1 Spezifikationen und vereinbarter Merkmale (z. B. Poka D A
Yoke, 100%-Prüfung, Prozessfähigkeiten…)
4.2 Laborqualifizierung

4.3 Muster inkl. Fertigungsdokumentation D A

4.4 Referenzmuster

4.5 Produktionskapazität D A

4.6 Werkzeuge D A

5. Generelle Nachweise

5.1 Nachweise zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen D V

5.2 PPF-Status Lieferkette D A

5.3 Prüfmittelliste Produkt und Prozess D A

5.4 Prüfmittelfähigkeitsnachweis Produkt und Prozess D A

5.5 Teilelebenslauf D V

18
Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

Eignungsnachweis der eingesetzten Ladungsträger inkl.


5.6 D A
Lagerung
Dokumentation der Vereinbarungen zum Befundungs-

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und Analyseprozess:
5.7 - Reklamationsbearbeitung (z. B. 8D) D A
- Schadteilanalyse Feld

5.8 Dokumentation der Vereinbarung zur Requalifikation D A

5.9 Sonstiges D A

6. Nachweise zur Software

SW-Einsatzfreigabe (z.B. Anlage 5 “Deckblatt zum PPF


6.1 D V
Bericht Software”)
Festlegung des Kontextes („Scope“) des zu liefernden
6.2 D V
Softwareproduktes
Referenz zu vertraglich festgelegten Qualitätsanforde-
6.3 rungen (z.B. Coding Guidelines, Codemetriken, Testab- D V
deckung)
Dokumentation der technischen SW-Spezifikationen
6.4 D A
(Funktional und nicht-Funktional)
Nachweis über die Umsetzung der Anforderungen aus
6.5 6.3 und 6.4, insbesondere der Besonderen Merkmale D A
(z. B. Safety)
Dokumentation über FOSS (Free-and-open-source-soft-
6.6 D V
ware)
6.7 Liste bekannter Fehler D V
Dokumentation der während der gesamten Projektlauf-
6.8 D D
zeit eingesetzten Entwicklungswerkzeuge
Dokumentation der während der gesamten Projektlauf-
6.9 D D
zeit eingesetzten Testwerkzeuge
Dokumentation des Versionsmanagements (Baseline,
6.10. D A
Konfigurationen, Änderungshistorie)

19
Nachweis einer Prozessbewertung (z.B. VDA Automo-
6.11 D A
tive Spice)

BA Bemusterungsabstimmung

V Vorlage beim Kunden

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D Wenn zutreffend: Durchführung, Dokumentation und Archivierung der Organisation (ggf.
zur Einsicht durch den Kunden)

A Alle über den Mindestumfang hinausgehenden Vorlagepunkte sind bei der Bemuste-
rungsabstimmung zwischen Organisation und Lieferant zu vereinbaren.

20
6 Durchführung des PPF-Verfahrens

Die Organisation führt unabhängig von dem PPF-Verfahren zum Kunden, ein
internes PPF-Verfahren durch und dokumentiert die Ergebnisse. Dabei
werden die Nachweise gemäß den Anforderungen der Tabelle 1 erbracht.

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Um die Erfüllung der Anforderungen gegenüber dem Kunden nachweisen zu
können, sind die vereinbarten Dokumente gemäß der Bemusterungsabstim-
mung zu übermitteln.

Anhand von Produkten, die unter Serienbedingungen hergestellt wurden,


weist die Organisation nach, dass die Anforderungen der Spezifikation erfüllt
sind.

Die Muster werden eindeutig gekennzeichnet, um die Zuordnung der einzel-


nen Messwerte sicherzustellen. Bei Anlagen, Vorrichtungen und Mehrfach-
werkzeugen ist die Kavität anzugeben.

Organisation und Kunde stimmen die zeitliche Abfolge und die Beteiligung bei
geplanten Prozessabnahmen miteinander ab.

6.1 Produktionsprozessfreigabe

Für die Freigabe des Produktionsprozesses sind Nachweise von Prozessqua-


lität und Prozessleistung/Leistungstest durch die Organisation erforderlich.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:


 Produktspezifikationen sind abgestimmt und freigegeben
 Lieferfreigaben in der Lieferkette liegen vor (PPF-Status „Kunden-
tauglich“, siehe Kapitel 6.4)
 Fertigung der abzunehmenden Umfänge erfolgt unter künftigen Pro-
duktionsbedingungen. Dies schließt ein:
- Produktionsstandort,
- Produktionsanlagen,
- Verwendung der Serienwerkzeuge
- Einhaltung der Logistikprozesse
21
- trainiertes Personal
- erforderliche Ausbringung
- geplanter Prozessablauf

Siehe auch VDA-Band „Robuster Produktionsprozess“

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Organisation und Kunde vereinbaren den Zeitpunkt und den Umfang der Er-
bringung des Nachweises für Prozessqualität und Prozessleistung/Leistungs-
test.

Die Organisation führt die Abnahme des Produktionsprozesses unter Berück-


sichtigung der abgestimmten Inhalte durch. Der Kunde legt darüber hinaus
fest, ob er die Produktionsprozessabnahme der Organisation begleiten und
einer gemeinsamen Bewertung unterziehen möchte. In diesem Fall wird der
Organisation empfohlen, vor einer gemeinsam mit dem Kunden durchgeführ-
ten Produktionsprozessabnahme eine interne Abnahme durchzuführen.

Die Prozessabnahme kann mit der Durchführung des PPF-Verfahrens durch


den Kunden vor Ort verbunden werden.

Bei Änderungen am Produkt oder Produktionsprozess bzw. bei Verlagerun-


gen bewertet die Organisation die Auswirkung auf den Produktionsprozess
und dessen Leistung und führt ggf. eine neue Produktionsprozessabnahme
durch.

Hinweis: Bei zustimmungspflichtigen Änderungen gemäß Auslösematrix


(siehe Anlage 8) entscheiden die Organisation und der Kunde, ob
eine erneute gemeinsame Produktionsprozessabnahme erforder-
lich ist.

6.1.1 Prozessqualität

Im Rahmen des Freigabeverfahrens ist die Qualitätsfähigkeit des kompletten


Produktionsprozesses unter Serienbedingungen nachzuweisen.

Die Absicherung kann zum Beispiel erfolgen durch:


 Poka Yoke
 100%-Prüfung (z. B. End of Line Test)
22
 Prozessfähigkeiten
 Erst-/Letztteilfreigabe

Hinweis: Die Nachweise für die Besonderen Merkmale gemäß technischer


Spezifikationen und vereinbarten Merkmalen sind im PPF-
Verfahren zu erbringen.

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Für Merkmale, bei denen der Nachweis von Prozessfähigkeiten zwischen Or-
ganisation und Kunde vereinbart ist, sind Untersuchungsmethoden (Auswer-
testrategie) und Fähigkeitskennwerte ebenfalls zu vereinbaren.
Falls keine anderen Festlegungen vorliegen, gelten die Anforderungen der
der DIN ISO 22514 und Nachfolgenormen.

Hinweis: Langzeitfähigkeitsnachweise liegen in der Verantwortung der


Organisation und sind keine Voraussetzung im PPF-Verfahren
zum Kunden.

6.1.2 Prozessleistung/Leistungstest

Das Ziel des Leistungstestes ist der Nachweis, mit den eingesetzten Ressour-
cen die vereinbarte Stückzahl in der vorgegebenen Zeit spezifikationsgerecht
für den Kunden fertigen zu können (siehe auch VDA Band „Reifegradabsiche-
rung für Neuteile“).

Bei der Festlegung der Rahmenbedingungen für die Prozessvalidierung sind


unter anderem folgende Aspekte zu berücksichtigen:
 Dauer und/oder Menge der Produktion
 Varianten (falls vorhanden und relevant)
 Produktionskonzept (Schichtmodelle, Pausenzeiten, Schichtwechsel)
 Rüst- und Wartungszeiten/-schichten,
 Werkzeugkonzept (z. B. Einfach-/Mehrfachformen)
 Anzahl Fertigungslinien
 Ausschussanteil
 Notfallkonzept

23
6.2 Produktfreigabe

Aus den Anforderungen an Produkte (siehe Abschnitt 1.2) sind die techni-
schen Spezifikationen abgeleitet. Deren Erfüllung ist durch die Organisation
nachzuweisen.

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Die Produktfreigabe basiert auf der Freigabe der PPF-Muster und der Nach-
weise zu Produktentwicklung und Produktvalidierung (siehe Tabelle 1).

PPF-Muster werden aus dem Produktionsprozess unter Serienbedingungen


entnommen.

6.3 PPF-Dokumentation und Vorgehensweise bei


Abweichungen

Die Organisation erstellt eine vollständige PPF-Dokumentation auf Basis des


freizugebenden Stands. Diese enthält Nachweise für alle spezifizierten Merk-
male. Untersuchungen, Messungen und Prüfungen am Produkt müssen nach-
vollziehbar sein.
Die Vorlage der Dokumente beim Kunden erfolgt für alle mit dem Kunden im
Rahmen der Bemusterungsabstimmung festgelegten Inhalte, mindestens je-
doch für die in Tabelle 1 als Mindestumfang gekennzeichneten Dokumente.
Die Dokumentation der Prüfergebnisse erfolgt entweder analog der Formulare
aus Anlage 4 oder gemäß Kundenanforderung. Organisation und Kunde ver-
einbaren die Art der Übermittlung.
Liegen Abweichungen vor, so ist die Organisation verpflichtet, vorab mit dem
Kunden eine entsprechende schriftliche Vereinbarung (z. B. durch eine
Abweichgenehmigung) zu treffen und diese der PPF-Dokumentation beizu-
legen. Sofern vereinbart wurde, dass Abweichungen abzustellen sind, so ist
ein Maßnahmenplan beizufügen.

Falls bei Abweichungen keine Vereinbarung über die Vorgehensweise


getroffen werden kann, dürfen die Produkte nicht geliefert werden.

24
6.4 Kundenentscheid zum PPF-Verfahren

Die Organisation sendet dem Kunden die gemäß Bemusterungsabstimmung


vereinbarten PPF-Dokumente und ggf. PPF-Muster zu. Der Kunde bewertet
die übermittelten oder vorgestellten Unterlagen und führt ggf. Gegenprüf-

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ungen an den Musterteilen durch. Die Ergebnisse werden durch den Kunden
dokumentiert und zur Lieferfreigabe wie folgt bewertet:

Kundentauglich/Serientauglich
Die Serienlieferung der Produkte der Organisation ist freigegeben.
 Die vereinbarten Kundenanforderungen sind uneingeschränkt erfüllt.
 Alternativ sind Abweichungen, nach einer gemeinsamen Risikobe-
wertung durch Organisation und Kunde, vom Kunden dauerhaft akzep-
tiert.

 Das PPF-Verfahren zum Kunden ist abgeschlossen.

 Die vereinbarten Kundenanforderungen sind nicht vollumfänglich er-


füllt. Abweichungen werden nach einer gemeinsamen Risikobewer-
tung von Organisation und Kunde vom Kunden für eine begrenzte Zeit
oder Menge akzeptiert.

 Nach Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen ist die aktualisierte


PPF-Dokumentation vorzulegen.

Nicht Kundentauglich/Nicht Serientauglich


Die vereinbarten Kundenanforderungen sind nicht erfüllt.
Eine Serienlieferfreigabe wird nicht erteilt.

 Ein PPF-Verfahren ist erforderlich.

Nichteinhaltung gesetzlicher Anforderungen führt zu „Nicht Kundentaug-


lich/Nicht Serientauglich“

.
25
26
Abbildung 4: Kundenentscheid zum PPF-Verfahren
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Ablauf

Organisation:

 Die Organisation prüft den Erfüllungsgrad der Nachweise aus Tabelle 1


unter dem Aspekt:

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- Anforderungen erfüllt
- Anforderungen nicht erfüllt
- Bei erfüllten Anforderungen bewertet die Organisation den Nachweis
als erbracht
- Bei nicht erfüllten Anforderungen erfolgt eine Risikobewertung
- Bei nicht erfüllten Anforderungen erfolgt die Planung der Korrektur-
maßnahmen
 Basierend auf der Risikobewertung und den Korrekturmaßnahmen führt
die Organisation eine Einzelbewertung der Nachweise durch:
- Anforderungen nicht erfüllt: Aktivitäten erforderlich
- Nicht Kundentauglich/Nicht Serientauglich

 Die Einzelbewertungen werden auf der Ebene der Kategorien Produkt/


Prozess/ Generell/ Software konsolidiert; das schlechteste Einzelergeb-
nis bestimmt das Ergebnis für die jeweilige Kategorie

 Die Organisation erstellt einen Vorschlag für das Gesamtergebnis


- Kundentauglich/ Serientauglich, PPF-Verfahren zum Kunden abzu-
schließen
- Kundentauglich/ Serientauglich, aktualisierte PPF-Dokumentation ist
dem Kunden vorzulegen
- Nicht Kundentauglich/Nicht Serientauglich, ein neues PPF-Verfahren
zum Kunden ist durchzuführen

Organisation und Kunde:

 Die Organisation stellt die Nachweise gemäß der Bemusterungsabstim-


mung vor und stimmt eventuelle Abweichungen und Korrekturmaßnah-
men mit dem Kunden ab

27
 Gemeinsame Risikobewertung und Definition notwendiger Maßnahmen
seitens der Organisation

 Bei Akzeptanz von Abweichungen: Sofern keine Anpassung der Vorga-


ben in den ursprünglichen Kundendokumenten (z. B. Zeichnung, Lasten-
heft, etc.) erfolgt, kann der Kunde die Abweichungen und die neuen

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Grenzwerte auch in der PPF-Dokumentation bestätigen

Kunde:

 Auf Basis der Risikobewertung entscheidet der Kunde und informiert die
Organisation:
- PPF-Verfahren zum Kunden abgeschlossen
- Aktualisierte PPF-Dokumentation ist dem Kunden vorzulegen
- Neues PPF-Verfahren zum Kunden ist durchzuführen

28
7 Sonderabläufe

7.1 Gestuftes PPF-Verfahren

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Die PPF-Verfahren kann in mehreren Stufen erfolgen, zum Beispiel Freigabe
des Materials inklusive aller Bewitterungsprüfungen vor einer Maßprüfung.
Die Einzelheiten sind in der Bemusterungsabstimmung zu vereinbaren.

Auf die Ergebnisse aus der vorhergehenden Stufe darf referenziert werden,
wenn sich die Produktionsbedingungen und die Produkteigenschaften nicht
verändert haben.

7.2 PPF-Verfahren zur Freigabe von Varianten

Mehrere Varianten eines Produkts dürfen in einem gemeinsamen PPF-


Verfahren freigegeben werden. Die Einzelheiten sind in der Bemusterungs-
abstimmung zu vereinbaren
Umfänge können zum Beispiel sein:

 Farbige Anbauteile (Stoßfänger, Zierleisten, Mittelkonsolen, …)


 Kabel-/Leitungssätze
 Baugruppen mit vielfältigen Kundenwahlmöglichkeiten (Sitze, Türver-
kleidungen, …)
 Baugruppen mit unterschiedlichen Materialmöglichkeiten
 Fahrzeugspezifische Adaption von Gleichteilen (Spiegelfüße,
Außenspiegel, Ländervarianten (Schriftzug))
 Softwarevarianten
Die Erfüllung von Anforderungen zu variantenunabhängigen Merkmalen kann
anhand einer Variante nachgewiesen werden. Der Nachweis gilt übergreifend
für alle Varianten.

29
Die Freigabe von Varianten ist nicht anzuwenden, wenn es keine gemein-
same Basis im Produkt oder Prozess (z. B. verschiedene Werkzeuge,
mehrere Kavitäten, ... ) gibt.

Variantenfreigaben können auch als gestuftes PPF-Verfahren durchgeführt


werden.

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7.3 Kleinserien

Kleinserien sind in der Regel dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem
Kunden abgestimmten Produktions- und Absicherungsprozesse an geringere
Produktionsvolumina angepasst und statistisch nicht bewertbar sind.

Sofern der Nachweis einer Prozessfähigkeit für vereinbarte Merkmale


aufgrund der abgestimmten Stückzahl nicht möglich ist, erfolgt die
Absicherung des Produktionsprozesses über eine 100%-Prüfung dieser
Merkmale.

Die Anforderungen für das PPF-Verfahren bei Kleinserienumfängen sind


zwischen Organisation und Kunden zu vereinbaren und können von den
Standardvorgaben abweichen. Der Freigabeumfang ist dabei unter
Beachtung qualitativer, quantitativer und risikoorientierter Aspekte zu
definieren.

Hinweis: Der Begriff Kleinserie definiert sich nicht ausschließlich über die
Produktionsmenge (z. B. Kleinserie im Sinne Sonderausstattung,
Sonderfahrzeuge/-produkte aller Art, begrenzte Stückzahl Life
Cycle, Einmalfertigung und Ersatzteile, die nicht aus dem normalen
Serienfertigungsprozess stammen.)

30
8 Aufbewahrungsfristen

Aufbewahrungsfristen für Dokumente und Referenzmuster, siehe VDA Band 1


“Dokumentierte Information und Aufbewahrung“ sowie IATF 16949, sofern mit
dem Kunden nicht anders vereinbart. Grundsätzlich richten sich die

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Aufbewahrungsfristen mindestens nach den gesetzlichen Forderungen.

31
9 Deklaration von Inhaltsstoffen

Inhaltsstoffe von Produkten (inkl. Originalersatzteilen) sind im Material-


datenblatt (MDB) zu dokumentieren. Die Materialdaten werden entlang der
Lieferkette gesammelt und übermittelt. Das Internationale Material Daten

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System (IMDS) stellt ein elektronisches Dokumentations- und Reporting-Tool
für Inhaltsstoffe dar.

Verbindliche und detaillierte Anforderungen sind in den jeweils gültigen IMDS


Recommendations definiert und für jeden registrierten IMDS-Anwender
abrufbar.

Die Freigabekriterien für einen IMDS-Datensatz entsprechen den Kriterien


zum Zeitpunkt der letzten Kundenfreigabe im Rahmen des PPF-Verfahrens,
es sei denn Inhaltsstoffe sind durch die aktuelle Gesetzgebung nicht mehr
zulässig. Formale Abweichungen (z. B. Änderungen in Komitee-Datensätzen)
sind bei Bedarf zwischen Organisation und Kunde abzustimmen.

Zum Nachweis der Deklaration der Materialdaten per IMDS ist im Rahmen
des PPF-Verfahrens die Angabe der MDB-ID-Nr. erforderlich.
Bei jedem PPF-Verfahren, das eine Änderung der Sachnummer beinhaltet ist
auch ein erneutes Senden eines Materialdatenblattes erforderlich (siehe VDA
231-200).

Ist die Erstellung eines IMDS-Datensatzes in begründeten Ausnahmefällen


nicht möglich (z. B. Ersatzteile, bevorratete Komponenten), so ist ein Ersatz-
verfahren zwischen Organisation und Kunde abzustimmen.

Liegen andere länderspezifische Regeln und Anforderungen zur Information


über Inhaltsstoffe vor, so sind diese einzuhalten.

Hinweis: Verbotene und deklarationspflichtige Reinstoffe mit den zugehörigen


Deklarationsgrenzen sind in der „Global Automotive Declarable
Substance List (GADSL)“ (deutsche Version: „Liste für deklarations-
pflichtige Stoffe (VDA 232-101)“ hinterlegt.

32
10 Requalifikation

Im Rahmen des PPF-Verfahrens wird vor Produktionsstart die Erfüllung aller


Anforderungen an Produkt und Prozess nachgewiesen.

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Um während des Zeitraumes der Serienproduktion die Erfüllung dieser
Anforderungen weiterhin sicherzustellen, sind regelmäßige
Wiederholprüfungen (Requalifikationen) erforderlich (siehe auch VDA Band
Robuster Produktionsprozess (RPP), IATF 16949, ggf. kundenspezifische
Anforderungen). Die Bildung von Teilefamilien ist hierbei zulässig.

Abweichungen, die während der Requalifikation festgestellt werden, sind dem


Kunden anzuzeigen.

33
11 Begriffe

Für die Zwecke dieses Bandes gelten die Begriffe (Benennungen und
Definitionen) aus DIN EN ISO.

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Ergänzende Hinweise und Erläuterungen:

Ausgegliederter Prozess Ein Prozess, den die Organisation benötigt


aber extern durchführen lässt. Die
Qualitätsverantwortung obliegt der
Organisation. Siehe auch IATF 16949

Aktualisierte PPF- Nachbemusterung


Dokumentation

Betriebsstoffe Bei der Produktion eingesetzte Materialien,


die nicht Bestandteil des Produkts werden
aber zur Funktion der Produktionsanlagen
notwendig sind (z. B. Hydrauliköl, Druck-
luft,…)

Besondere Merkmale: Merkmale die erhöhter Sorgfalt bedürfen


und deren Einhaltung gesondert nachzu-
weisen sind. Siehe auch: IATF 16949

Dienstleistung: Eine Leistung, welche die Organisation be-


nötigt, aber extern durchführen lässt. Die
Qualitätsverantwortung obliegt dem Dienst-
leister. Siehe auch: DIN EN ISO 9000

34
DUNS® Nummer: Die DUNS®-Nummer (Data Universal
Numbering System) ist ein international als
Standard eingesetzter 9-stelliger Zahlen-
code zur eindeutigen Identifizierung von
Unternehmen/Produktionsstandorten.
DUNS®-Nummern werden zentral von

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Dun&Bradstreet vergeben und gepflegt.
(http://www.dnb.com)

Ersatzteil: Austauschteil (Produkt, Baugruppe oder


Einzelteil) welches nach Spezifikation des
Kunden, im Rahmen der Serie oder in einer
Nachserienproduktion hergestellt wird und
durch den Kunden freigegeben ist.

ESD Electrostatic Discharge, elektrostatische


Entladung, unerwünschter schneller La-
dungsübergang, Siehe auch: DIN EN
61340-5-1

EMV: Elektromagnetische Verträglichkeit (engl.:


electromagnetic compatibility) Fähigkeit ei-
nes technischen Geräts, andere Geräte in
seiner Umgebung nicht ungewollt durch
elektrische oder elektromagnetische Wir-
kungen in ihrer Funktion zu beeinträchtigen
oder selbst durch andere Geräte gestört zu
werden. In Anlehnung an Richtlinie
2014/30/EU

Funktion: Im vorliegenden technischen Kontext die


von einem Objekt (z.B. Gerät, Software), zu
leistende Aufgabe, auszuführende Tätigkeit
/Aktion, zu lieferndes Resultat (innerhalb
eines Systems) oder Wirkungsweise des
Objekts (Beziehung zwischen Input und
Output)

35
Genormte Produkte Technische Bauteile, die in allgemeingülti-
(Normteile) gen Normen (z. B. zu Elektrik, Maschinen-
bau) detailliert beschrieben und jeweils
untereinander austauschbar sind.

Hausteile Einzelteile oder Komponente(n), die durch

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die Organisation selbst hergestellt werden
und in den Zusammenbau (Gesamt-Liefer-
umfang) integriert werden

Hilfsstoffe Bei der Produktion eingesetzte Verbrauchs-


Materialien, die nicht Bestandteil des Pro-
duktes werden (z. B. Zieh- und Schneid-
öle,… )

IMDS Internationales Material Daten System der


Automobilindustrie. Im IMDS werden Daten
zu allen Werkstoffen, die in einem Fahr-
zeug verwendet werden, gesammelt, ge-
pflegt, analysiert und archiviert.
http://www.mdsystem.com

Kleinserie: Nicht statistisch lenkbare Produktions-


menge

Lieferfreigabe Freigabe des Kunden zur Bestätigung,


dass der PPF-Prozess abgeschlossen ist
und die Lieferung der spezifizierten Pro-
dukte zum vereinbarten Zeitpunkt beginnen
kann

Neues PPF-Verfahren Neubemusterung

Organisation Die Organisation ist jeweils die an den Kun-


den liefernde Firma; der Lieferant ist in der
Lieferkette eine Tier-Ebene tiefer

36
Produkt: Beabsichtigter Output eines Produktions-
prozesses, kann Hardware und/oder Soft-
ware/verfahrenstechnisches Ergebnis
(z. B. Öle, Schmierstoffe,..) sein

Produktionsmaterialien Materialien, die Bestandteile des Produktes

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werden (z. B. auch Lacke, flüssige Dich-
tungsmittel, Klebstoffe, Öle, Bremsflüs-
sigkeit,…)

Produktionsverlagerung siehe Verlagerung

Prozessabnahme Produktionsprozessfreigabe durch Organisa-


tion und/oder Kunde

Prozessleistung Im vorliegenden Kontext ist das Verhältnis


von quantitativem Prozessergebnis und Zeit
gemeint, zum Beispiel Anzahl hergestellter
Produkte (Ausbringung, Ausbeute) pro Zeit-
einheit

Prozessleistungsindex Qualitative Kennzahl zur Bewertung der Pro-


zessleistung, Siehe auch DIN ISO 22514-1

Referenzmuster Muster der Organisation für späteren Quali-


tätsvergleich. Dieses ist einer Bemusterung
und einem Produktionslos zugeordnet.
Nicht identisch mit Referenzteil (master part)
zur Überprüfung von Mess- und Prüfprozes-
sen.

Risikobewertung Enthält die Risikoanalyse analog IATF 16949


zuzüglich einer Bewertung der Auswirkungen
durch die Organisation und den Kunden.

37
Sachnummer Klassifizierende Nummer für ein Produkt, wie
zum Beispiel Zusammenbau, Lieferumfang,
Einzelteil, Rohteil, Stoff, etc.

Spezifikation Ein Dokument, in dem Anforderungen


definiert sind (Siehe ISO 9000).

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Serienfertigung Fertigungsprozess, bei dem Produkte
fortlaufend oder in Chargen (aus identischen
Produkten) hergestellt werden
DIN EN 55014-2 Abschnitt 3.1.4:
Fertigungsprozess, bei dem Geräte
fortlaufend oder in Chargen (aus identischen
Produkten) hergestellt werden

Setzteile Von einer Organisation in ihren Produkten zu


verwendende Teile (Produkte, Komponen-
ten, Einzelteile oder Software), deren Be-
zugsquelle (Lieferant) vom Kunden vorgege-
ben wird

SOP Start der Serienproduktion/des Serien-


einsatzes

Substanz/Reinstoff Chemische Elemente oder Gemische als


Bestandteile von Materialien oder Zuberei-
tungen

Varianten Produkte ähnlicher Form und/oder Funktion


mit einem hohen Anteil identischer Kompo-
nenten und/oder Merkmale.

Verlagerung Vollständige oder teilweise örtliche


Veränderung der Fertigung

38
12 Anlagen

Anlage 1 – Tabelle 1: PPF-Nachweisführung inkl. Hinweise

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Anlage 2 – Bemusterungsabstimmung (*)

Anlage 3 – Selbstbeurteilung zu Produkt und Prozess (*)

Anlage 4 – Deckblatt zum PPF-Bericht (*)

Anlage 5 – PPF-Bericht Software (*)

Anlage 6 – Teilelebenslauf (*)

Anlage 7 – Erläuterung zur Anwendung der Auslösematrix (*)

Anlage 8 – Auslösematrix (*)

Anlage 9 – Gegenüberstellung PPF  PPAP (*)

12.1 Downloads

Wegen der begrenzten Darstellungsmöglichkeit im A5 Format werden


die Anlagen (*) kostenlos als PDF zum Download bereitgestellt.

Zugangsdaten:

http://www.vda-qmc.de/downloads

Benutzername: vda2ppf2019

Passwort: 2019anlagenvda2

HINWEIS: Upload der Downloaddateien erst zum finalen Rotband, da durch das
PDF-Format des Gelbbandes eine gesonderte Darstellung nicht notwendig ist

39
Anlage 1 – Tabelle 1: PPF-Nachweisführung inkl. Hinweise

Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

Deckblatt zum PPF-Bericht

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0.1 D V
Deckblatt gemäß Anlage 4

Selbstbeurteilung Produkt, Prozess und ggf. Software

0.2 Mit der Selbstbeurteilung bestätigt die Organisation den D V


Erfüllungsgrad der Anforderungen an Produkt und Pro-
zess (gemäß Anlage 3).

1. Nachweise zur Produktentwicklung

Technische Spezifikationen
Zu technischen Spezifikationen gehören z.B. Kunden-
1.1 zeichnungen, CAD-Daten, Anforderungen zur Kurz- D A
schlussfestigkeit, Spannungsabsicherung, Funktionalen
Sicherheit (FUSI).

Genehmigte Konstruktionsänderungen
1.2 Zusätzliche Dokumente zur Konstruktionsänderung, die D A
nicht mit 1.1 abgedeckt sind.

Konstruktions-, Entwicklungsfreigaben
Bei Entwicklungsverantwortung der Organisation ent-
1.3 sprechend Vereinbarung. Zusätzliche Dokumente zu D A
Konstruktions- und Entwicklungsfreigaben, die nicht mit
1.1 abgedeckt sind.

Materialdaten per IMDS

1.4 Nachweis der Nichtverwendung gesetzlich verbotener D V


Stoffe z.B. per IMDS (siehe Kapitel 8). Die IMDS-Num-
mer ist im Deckblatt zum PPF-Bericht einzutragen.

Design-FMEA
Die Organisation führt die D-FMEA durch. Die Weiter-
1.5 gabe an den Kunden ist auf das Deckblatt beschränkt. D A
Der Kunde hat das Recht auf Einsicht in die FMEA-Un-
terlagen.

40
Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

2. Nachweise zur Produktionsprozessentwicklung


Prozessablaufdiagramm

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2.1 Graphische Darstellung der Produktionsprozessschritte D A
(inkl. Logistikprozesse) innerhalb der Organisation.

Prozess-FMEA
Die Organisation führt die P-FMEA durch. Die Weiter-
2.2 gabe an den Kunden ist auf das Deckblatt beschränkt. D A
Der Kunde hat das Recht auf Einsicht in die FMEA-Un-
terlagen.

Produktionslenkungsplan („Control Plan/PLP“)


Die Organisation erstellt einen Produktionslenkungs-
plan, welcher die Lenkung der Prozesse zur Produktion
2.3 und Prüfung eines Produktes beschreibt. Die Weiter- D A
gabe an den Kunden ist auf das Deckblatt beschränkt.
Der Kunde hat das Recht auf Einsicht in den PLP.
Bei der Erstellung des PLPs werden die Erkenntnisse
aus den FMEAs berücksichtigt.

3. Nachweise zur Validierung des Produktes


Ausschließlich gegen die Anforderungen aus den mit dem Kunden vereinbarten
technischen Spezifikationen.

3.1 Geometrie, Maß D A

3.2 Werkstoff (Festigkeit, physikalische Eigenschaften, …) D A

3.3 Funktion D A

3.4 Haptik D A

3.5 Akustik D A

3.6 Geruch D A

Aussehen
Dekorative Oberflächen (z. B. Narbung, siehe auch
3.7 VDA Band 16 Dekorative Oberflächen von Anbau- und D A
Funktionsteilen im Außen- und Innenbereich von Auto-
mobilen)

41
Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

Oberflächenanforderung
Technische Oberflächen: Bei oberflächenbeschichteten
Bauteilen werden Gesamtsysteme aus Substrat (sofern

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3.8 gefordert) und Oberflächenbeschichtung gemäß Kun- D A
denanforderungen freigegeben (z.B. Sicherstellung der
Haftung, Beständigkeit, Rauigkeit, Fettfreiheit… gemäß
Kundenzeichnung).

Technische Sauberkeit
3.9 D A
Siehe VDA Band 19 Technische Sauberkeit

Zuverlässigkeit

3.10 Zuverlässigkeitsindikatoren wie z. B. Lebensdauer, D A


Überlast, etc. Siehe VDA Band 3 Teil 02 Zuverlässig-
keitssicherung bei Automobilherstellern und Lieferanten

3.11 Beständigkeit gegenüber Electrostatic Discharge (ESD) D A

3.12 Elektrische Sicherheit / Hochvolt-Sicherheit D A

3.13 Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) D A

4. Nachweise zur Validierung des Produktionsprozesses


Absicherung Besonderer Merkmale gemäß technischer
Spezifikationen und vereinbarter Merkmale
4.1 (z.B. Poka Yoke, 100%-Prüfung, Prozessfähigkeiten…) D A

Siehe Abschnitt 6.1.1

Laborqualifizierung
Gemäß IATF16949 Anforderung an Prüflabore.
Ergebnisse aus Bemusterungen in der Lieferkette aus
4.2 internen Laboren werden für Folgebemusterungen wei- D A
tergenutzt.
Externe, kommerzielle oder unabhängige Prüflabore
müssen entweder nach ISO/IEC 17025 oder einer ver-
gleichbaren nationalen Norm akkreditiert sein

Muster inkl. Fertigungsdokumentation


4.3 D A
Anzahl bzw. Liefermenge nach Vereinbarung

42
Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

Referenzmuster
Die Organisation muss, sofern nicht anders mit dem
Kunden vereinbart, ein Referenzmuster für den gleichen

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4.4 Zeitraum wie die Dokumentation zum PPF-Verfahren D A
aufbewahren. Alternative Archivierungsformen/Arten
(z.B. Digitalisierung) sind zwischen Kunde und Organi-
sation festzulegen. Das Referenzmuster muss als sol-
ches gekennzeichnet sein

Produktionskapazität
Im Rahmen der Prozessvalidierung wird unter Serien-
bedingungen der Nachweis erbracht, dass die gefor-
4.5 derte Qualität und Stückzahl gemäß der vertraglich ver- D A
einbarten max. Kapazität sichergestellt werden kann.
(siehe auch Abschnitt 6.1.2).
Kann eine Tagesproduktion sein oder ein vereinbarter,
abweichender Zeitraum.

Werkzeuge
Es ist darzulegen, mit welcher Anzahl an Werkzeugen
4.6 (Ur- und Umformwerkzeuge), Vorrichtungen, etc. (siehe D A
Kapitel 5) das jeweilige Produkt gefertigt wird oder wie
viele Nester ein Mehrfachwerkzeug (z.B. Spritzgießen)
enthält.

5. Generelle Nachweise
Nachweise zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen

5.1 z.B. länderspezifische Zertifikate, Prüfnummern, Zulas- D V


sungen, … zu Umwelt, Sicherheit, Recycling, … gemäß
den mit dem Kunden vereinbarten Spezifikationen

PPF-Status Lieferkette

5.2 Gemäß Stückliste Auflistung der Komponentennum- D A


mern (inkl. Index), Komponentennamen und des zuge-
hörigen PPF-Status

43
Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

Prüfmittelliste Produkt und Prozess

5.3 Auflistung der Prüfmittel zu den Merkmalen gemäß D A


Kundenzeichnung und deren Zuordnung zu den Merk-

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malen

Prüfmittelfähigkeitsnachweis Produkt und Prozess

Produkt: Fähigkeiten der Prüfmittel für die Merkmale ge-


mäß Kundenzeichnung (Siehe VDA Band 5 oder ver-
5.4 gleichbar) D A
Prozess: Kalibriernachweis oder adäquate Fähigkeits-
untersuchungen in Fällen, bei denen ein Prüfmittelfähig-
keitsnachweis nicht erbracht werden kann.

Teilelebenslauf

Die Organisation dokumentiert alle Änderungen (siehe


5.5 auch Auslösematrix Anlage 2, ISO 9001 und IATF D V
16949) an Produkt und Produktionsprozess im Teilele-
benslauf (gemäß Anlage 6).

Eignungsnachweis der eingesetzten Ladungsträger inkl.


Lagerung

5.6 Die Organisation weist nach, dass die vorgesehene La- D A


gerung und die eingesetzten Ladungsträger des zu lie-
fernden Produkts keinerlei Beeinträchtigung verursa-
chen.

Dokumentation der Vereinbarungen zum Befundungs-


und Analyseprozess:
- Reklamationsbearbeitung (z.B. 8D)
5.7 - Schadteilanalyse Feld D A

Siehe VDA Band 8D Standard bzw. VDA Band Schadt-


eilanalyse Feld.

Dokumentation der Vereinbarung zur Requalifikation


5.8 D A
Siehe Kapitel 10

5.9 Sonstiges D A

44
Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

6. Nachweise zur Software

SW-Einsatzfreigabe (z.B. Anlage 6 “Deckblatt zum PPF


6.1 D V

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Bericht Software”)

Festlegung des Kontextes („Scope“) des zu liefernden


Softwareproduktes, z.B.

- Eigenentwicklungsanteil der Organisation


- Integrierte Software ohne Eigenentwicklung (Wieder-
verwendung, Setzteil-SW, 3rd Party SW, FOSS)
6.2 D V
- Verwendung von Legacy Software, Wiederverwen-
dung von Software, die Kundenqualitätsanforderungen
eingeschränkt erfüllt
- Weitere Punkte, bei denen sich die Erfüllung der Kun-
denqualitätsanforderungen für diesen Umfang der Soft-
ware nicht oder nur eingeschränkt nachweisen lässt.

Referenz zu vertraglich festgelegten Qualitätsanforde-


rungen (z.B. Coding Guidelines, Codemetriken, Testab-
deckung)
6.3 Liste der anzuwendenden Standards wie z.B. coding D V
guidelines (MISRA etc.), Metriken (Zyklomatische Kom-
plexität, Anzahl Codezeilen etc.), Testabdeckung (Fest-
legung der Teststufen und Abdeckungsgrade etc.).

Dokumentation der technischen SW-Spezifikationen


(Funktional und nicht-Funktional)

Die technische SW-Spezifikation enthält den vereinbar-


ten Vergabeumfang inkl. abgestimmter Änderungen.
6.4 Detaillierungsgrad der Dokumentation ist zwischen Or- D A
ganisation und Kunde abzustimmen. Ein Nachweis
kann auch durch Verweis auf eine vereinbarte Soft-
warespezifikation, freigegebene Kundenunterlage oder
ähnliches erbracht werden.

45
Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

Nachweis über die Umsetzung der Anforderungen aus


6.3 und 6.4, insbesondere der Besonderen Merkmale
(z. B. Safety)

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Die Art der Nachweisführung ist zwischen Organisation
und Kunde abzustimmen.
Das kann neben den allgemeinen Anforderungen zu-
6.5 sätzlich beinhalten: D A
- Traceability von FUSI Anforderungen
(ISO26262:2018) bis hin zum Test,
- Nachweis der Erfüllung der abgestimmten Anforderun-
gen in Bezug auf Security
- Nachweis der Erfüllung der gesetzlichen und behördli-
chen Anforderungen im abgestimmten Einsatzbereich
- Schadteilanalysekonzept SW-Anteile

Dokumentation über FOSS (Free-and-open-source-soft-


ware)
6.6 D V
Dokumentation der eingesetzten FOSS-Module inkl. der
Lizenzbestimmungen und Kundenfreigaben.

6.7 Liste bekannter Fehler D V

Dokumentation der während der gesamten Projektlauf-


zeit eingesetzten Entwicklungswerkzeuge

Dazu gehört die Dokumentation der Konfiguration der


Entwicklungswerkzeuge bei Erstellung der ausführba-
ren Software (Executable) sowie der Nachweis des
Standes zum Zeitpunkt der SW-Freigabe.
6.8 Beispiele für Entwicklungswerkzeuge: D A
- Compiler
- SW-Bibliotheken
- Hardwarekonfiguration
inkl. Parametrierungen.
Dokumentation der Versionsverwaltungstools/ Werk-
zeuge (z. B. Doors, CVS etc.) ist hier nicht gefordert.

46
Organi-
VDA Nr. Nachweise soweit für das Produkt zutreffend BA
sation

Dokumentation der während der gesamten Projektlauf-


zeit eingesetzten Testwerkzeuge

Dazu gehört die entwicklungsbegleitende Dokumenta-

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6.9 tion der eingesetzten Testwerkzeuge zum Zeitpunkt der D A
jeweiligen Softwareerstellung und der Nachweis des
Standes zum Zeitpunkt der SW-Freigabe der Test-
durchführung.

Dokumentation des Versionsmanagements (Baseline,


Konfigurationen, Änderungshistorie)

6.10 Dokumentation der Baseline des Produktes bezüglich D A


verwendeter Softwaremodule und Komponenten.
Dokumentation der Kompatibilität zu Hardwarevarian-
ten.

Nachweis einer Prozessbewertung


(z. B. VDA Automotive SPICE®)

Mindestumfang ist eine Selbstbeurteilung der Organisa-


tion zum entsprechenden Projekt. Darüber hinaus kann
6.11 ein Assessment durch Kunde und/oder einen externen D A
Assessor durchgeführt werden.
Dokumentation der Umsetzung der aus der Selbstbeur-
teilung/ dem Assessment abgeleiteten projektspezifi-
schen Maßnahmen und der Nachweis der Wirksamkeit
ist erbracht.

BA Bemusterungsabstimmung
V Vorlage beim Kunden
D Wenn zutreffend: Durchführung, Dokumentation und Aufbewahrung durch die
Organisation (ggf. zur Einsicht durch den Kunden)
A Alle über den Mindestumfang hinausgehenden Vorlagepunkte sind bei der Be-
musterungsabstimmung zwischen Organisation und Kunde zu vereinbaren.

47
Anlage 2 – Bemusterungsabstimmung

Bemusterungs-
abstimmung Organisation:
Kontaktinformationen

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Angaben zur Organisation Angaben zum Kunden
Name der Organisation Name des Kunden
Produktionsstandort Empfängerstandort

Adresse Adresse

Lieferstandort Abladestelle

Adresse
Adresse

Lieferantennummer / Bestellnummer
DUNS-Code:
Berichtsnummer Berichtsnummer
Berichtsversion Berichtsversion
Ansprechpartner
Kunde Name Telefon Mail

Qualitäts-
management

Einkauf
(Optional)

Projektleiter
(Optional)

Entwicklung
(optional)

Fertigung
(optional)

Messtechnik
(optional)
Werkstoff-
technik
(optional)
Organisation Name Telefon Mail

Qualitätsplaner
Bemusterungs-
abteilung
(optional)

Projektleiter
(Optional)

Entwicklung
(optional)

Fertigung
(optional)

Messtechnik
(optional)
Werkstoff-
technik
48 (optional)
Bemusterungs-
abstimmung Organisation:
Bauteilinformationen
Angaben zur Organisation Angaben zum Kunden
Benennung Benennung
Sachnummer Sachnummer

Zeichnungsnummer Zeichnungsnummer

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Version / Datum Version / Datum
Kundenspezifische
Teilestände TGS / F-
Stand/Q-Stand …

Besondere Merkmale Besondere Merkmale


(Sicherheit, (Sicherheit,
Zertifizierung, Funktion) Zertifizierung, Funktion)

Teilebündelung / Produkt-Familien
PPF-Verfahren für Produktfamilie ggf. Anhang für Auflistung aller betroffenen Sachnummern verwenden
Version / Version /
Benennung Sachnummer Datum Benennung Sachnummer Datum

Variantenbemusterung
Variantenbemusterung zu bereits vorgelegtem PPF-Verfahren

Referenz-Berichtsnummer
Organisation Berichtsversion Datum Referenz-Berichtsnummer Kunden Berichtsversion Datum

Setzteile
Setzteile mit Q-Verantwortung der Organisation ggf. Anhang für Auflistung aller betroffenen Sachnummern verwenden
Version / Version /
Benennung Organisation Sachnummer Datum Benennung Kunde Sachnummer Datum

Setzteile mit Q-Verantwortung des Kunden ggf. Anhang für Auflistung aller betroffenen Sachnummern verwenden
Version / Version /
Benennung Organisation Sachnummer Datum Benennung Kunde Sachnummer Datum

49
Bemusterungs-
abstimmung Organisation:
Grund der Berichterstellung
Grund der Berichterstellung Auslöser PPF-Verfahren
Bericht Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF) Mustervorstellung
Bericht sonstige Muster Neuteil
Requalifikation Änderungen am Produkt

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Übermittlungsverfahren der PPF-Unterlagen Änderungen am Produktionsprozess
PDF-Format Original Aussetzen der Fertigung länger als 12 Monate
Portal Papierform Änderung in der Lieferkette
Sonstiges Nachbemusterung
Übermittlungssprache des PPF-Verfahrens

Gestufte Bemusterung
gestufte Bemusterung (Bitte unten vereinbaren, die Termine der einzelnen Bemusterungen angeben und die notwendigen
Dokumente je Vorgang planen)
Begründung der gestuften Bemusterung

Bestätigung Organisation:
Die vorgestellten Muster wurden bezüglich der bemusterten Merkmale mit serienmäßigen Betriebsmitteln unter serienmäßigen
Bedingungen am Serienstandort hergestellt bzw. bei "sonstigen Mustern" gemäß Vereinbarung zwischen Lieferant und
Fachbereich Kunde (als Anlage beigefügt). Bezüglich dieser Merkmale sind keine Änderungen bekannt bzw. geplant. Die bei
unseren Prüfungen und der Bemusterung erzielten Ergebnisse können für Nachbemusterungen übernommen werden.
Sollten trotzdem Änderungen an Teil und/oder Prozess notwendig sein, werden wir dies bei der Nachbemusterung anzeigen.
Bestätigung Organisation für gestufte Bemusterung
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum
Bestätigung Kunde für gestufte Bemusterung
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum
Terminabstimmung
Bemusterungstermin Gestufte Bemusterung
Basis / Technische~ Schritt 1 Schritt 3
Varianten~ Schritt 2 Schritt 4
Vereinbarter Enttermin der Bemusterung
IMDS-ID Kunde Bereitstellung IMDS

Der Kunde verzichtet auf die Vorlage von Dokumenten.


Durchführung und Dokumentation des PPF-Verfahrens erfolgen ausschließlich innerhalb der Organisation.
Der Kunde schließt sich der Freigabeempfehlung der Organisation an.

Unterschrift
Datum

50
Bemusterungs-
abstimmung Organisation:
Mitgeltende Unterlagen zum PPF-Verfahren

Ausgabe / Stand

Beschreibung
Dokumenten-

Bemerkung /
Anwendung

Unterlagen

nummer

/ Datum

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Technische Kundenunterlagen

Zonenfestlegung für optische


Beurteilung

Festlegung Grenzmuster

Festlegung Porenklassen

Abnahmerichtlinien

Prüfvorschriften

Normen

Liste mit Terminen für Farb-


/Variantenbemusterung

51
Bemusterungs-
abstimmung Organisation:
Varianten

Beschreibung

sichtigung im
Rahmen des
Anwendung

Verfahrens
Berück-
Inhalte

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PPF-
Sind Ausweichmaschinen
oder -prozesse geplant

Sind Alternativlieferanten
vorgesehen
Abstimmung Bemusterungsinhalt und Vorlage
Vorlage erforderlich

Basis / Technische
Schritt bei gestufter
(sofern für das Produkt
Ordnungsnummer

Bemusterung
Bemusterung

bemusterung
Anforderung

Bemerkung
vorhanden

Varianten-
Prüfgebiet

zutreffend)

Schritt 1

Schritt 2

Schritt 3

Schritt 4
0.1 Deckblatt zum PPF-Bericht Ja Ja X X X X X X
Selbstbeurteilung Produkt,
0.2 Prozess und ggf. Software Ja Ja
Hardwarefreigabe erforderlich
1. Nachweise zur Produktentwicklung
1.1 Technische Spezifikationen
Genehmigte
1.2 Konstruktionsänderungen
Konstruktions-,
Entwicklungsfreigaben der
1.3 Organisation bei
Entwicklungsverantwortung
entsprechend Vereinbarung
1.4 Materialdaten per IMDS
1.5 Design-FMEA
2. Nachweise zur Produktionsprozessentwicklung
2.1 Prozessablaufdiagramm
2.2 Prozess-FMEA
2.3 Produktionslenkungsplan
3. Nachweise zur Validierung des Produktes
3.1 Geometrie, Maß Anzahl Teile pro Nest/Form
3.1.1 Rohteilmessung
3.1.2 Einzelteilmessung

3.1.3 Standardmessbericht (alle


Zeichnungsmerkmale)
3.1.4 Standardlehrenbericht
3.1.5 3D-Datensatzmessung
3.1.6 Schnitte
3.1.7 Sonstiges

52
Bemusterungs-
abstimmung
vorgesehen Organisation:
Abstimmung Bemusterungsinhalt und Vorlage

Vorlage erforderlich

Basis / Technische
(sofern für das Produkt Schritt bei gestufter
Ordnungsnummer

Bemusterung

Bemusterung

bemusterung
Anforderung

Bemerkung

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vorhanden

Varianten-
Prüfgebiet

zutreffend)

Schritt 1

Schritt 2

Schritt 3

Schritt 4
Werkstoff (Festigkeit,
3.2 physikalische Eigenschaften,
…)
Nachweis Einhaltung
3.2.1
Kundennormen
3.2.2 Probeentnahmeplan
3.2.3 Metallographie
3.2.4 Chemische Analysen
3.2.5 Freigabe Einzelteile
Freigabe Hilfs- und
3.2.6
Betriebsstoffe
3.2.7 Mechanische Kennwerte
3.2.8 Freigabe Rohteile
3.2.9 Korrosionsprüfung
3.2.10 Sonstiges
Funktionsprüfung gemäß
3.3 KLH/ Spezifikation/
Funktionsvorschriften
3.4 Haptikprüfung
3.5 Akustikprüfung
3.6 Geruchsprüfung
3.7 Aussehen
3.8 Oberflächenanforderung
Farbmessung und visuelle
3.8.1
Eigenbeurteilung
farbabhängige
3.8.2
Eigenschaften
3.9 Technische Sauberkeit
3.10 Zuverlässigkeit

3.11 Beständigkeit gegenüber


Electrostatic Discharge (ESD)
Elektrische Sicherheit /
3.12
Hochvolt-Sicherheit

3.13 Elektromagnetische
Verträglichkeit (EMV)

53
Bemusterungs-
abstimmung
vorgesehen Organisation:
Abstimmung Bemusterungsinhalt und Vorlage

Vorlage erforderlich

Basis / Technische
(sofern für das Produkt Schritt bei gestufter
Ordnungsnummer

Bemusterung

Bemusterung

bemusterung
Anforderung

Bemerkung
vorhanden

Varianten-
Prüfgebiet

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zutreffend)

Schritt 1

Schritt 2

Schritt 3

Schritt 4
4. Nachweise zur Validierung des Produktionsprozesses

Absicherung Besonderer
Merkmale gemäß technischer
Spezifikationen und
vereinbarter Merkmale (z.B.
Poka Yoke, 100%-Prüfung,
4.1 Prozessfähigkeiten…)
4.2 Laborqualifizierung
Muster inkl.
4.3 Fertigungsdokumentation
4.4 Referenzmuster
4.5 Produktionskapazität

Werkzeuge (mit
Stückzahl/Anzahl Nester und
Information zum
4.6 Werkzeugkonzept)
5. Generelle Nachweise
Nachweise zur Einhaltung
5.1 gesetzlicher Anforderungen
5.2 PPF-Status Lieferkette
Prüfmittelliste Produkt und
Prozess
5.3
Prüf-/ Messprotokolle bzw.
Abnahmeprotokolle für
Lehren
Prüfmittelfähigkeitsnachweis
5.4 Produkt und Prozess
5.5 Teilelebenslauf
Eignungsnachweis der
eingesetzten Ladungsträger
5.6 inkl. Lagerung

Dokumentation der
Vereinbarungen zum
Befundungs- und
5.7 Analyseprozess
Dokumentation der
Vereinbarung zur
5.8 Requalifizierung
5.9 Sonstiges

54
Bemusterungs-
abstimmung
vorgesehen Organisation:
Abstimmung Bemusterungsinhalt und Vorlage

Vorlage erforderlich

Basis / Technische
(sofern für das Produkt Schritt bei gestufter
Ordnungsnummer

Bemusterung

Bemusterung

bemusterung
Anforderung

Bemerkung
vorhanden

Varianten-
Prüfgebiet

zutreffend)

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Schritt 1

Schritt 2

Schritt 3

Schritt 4
6. Nachweise zur Software
Softwarefreigabe erforderlich

SW-Einsatzfreigabe (z.B.
Anlage 6 “Deckblatt zum PPF
6.1 Bericht Software”)
Festlegung des Kontextes
(„Scope“) des zu liefernden
6.2 Softwareproduktes

Referenz zu vertraglich
festgelegten
Qualitätsanforderungen (z.B.
Coding Guidelines,
Codemetriken,
6.3 Testabdeckung)
Dokumentation der
technischen SW-
6.4 Spezifikationen
(Funktional und nicht-
6.5 Funktional)
Dokumentation über FOSS
(Free-and-open-source-
6.6 software)
6.7 Liste bekannter Fehler
Dokumentation der während
der gesamten Projektlaufzeit
eingesetzten
6.8 Entwicklungswerkzeuge

Dokumentation der während


der gesamten Projektlaufzeit
6.9 eingesetzten Testwerkzeuge
Dokumentation des
Versionsmanagements
(Baseline, Konfigurationen,
6.10 Änderungshistorie)
Nachweis einer
Prozessbewertung (z.B. VDA
6.11 Automotive Spice)
Prozessabnahme erforderlich (s.oben)
Vereinbarte
Vorgehensweise
Kundenteilnahme bei
Ja (z.B. Dauer bzw.
Prozessabnahme gewünscht
Stückzahl des
Tests)

55
Bemusterungs-
abstimmung
vorgesehen Organisation:
Abstimmung Bemusterungsinhalt und Vorlage

Vorlage erforderlich

Basis / Technische
(sofern für das Produkt Schritt bei gestufter
Ordnungsnummer

Bemusterung

Bemusterung

bemusterung
Anforderung

Bemerkung
vorhanden

Varianten-
Prüfgebiet

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zutreffend)

Schritt 1

Schritt 2

Schritt 3

Schritt 4
Prüfungen durch Kunde

Basis / Technische
Schritt bei gestufter
Anzahl Musterteile

Ansprechpartner
Prüfungen durch

Bemusterung

Bemusterung

bemusterung
Arbeitstagen
Anwendung

Varianten-

Schritt 1

Schritt 2

Schritt 3

Schritt 4
Dauer in
Kunde

Kunde
Maß
Funktion
Verbaubarkeit
Werkstoff
Korrosion
Lacktechnik
Farbton
Oberfläche, Narbe
Prozess

Zur Verfügung zu stellende Schnittstellenbauteile und Hilfsmittel


Von der Organisation zur Verfügung zu stellen ggf. Anhang für Auflistung aller betroffenen Sachnummern verwenden
Version / Bereitstellungs- Bereitstellungs-
Benennung Sachnummer Datum termin dauer Kommentar

Vom Kunden zur Verfügung zu stellen ggf. Anhang für Auflistung aller betroffenen Sachnummern verwenden
Version / Bereitstellungs- Bereitstellungs-
Benennung Sachnummer Datum termin dauer Kommentar

56
Bemusterungs-
abstimmung
vorgesehen Organisation:
Abstimmung Bemusterungsinhalt und Vorlage

Vorlage erforderlich

Basis / Technische
Schritt bei gestufter
(sofern für das Produkt
Ordnungsnummer

Bemusterung

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Bemusterung

bemusterung
Anforderung

Bemerkung
vorhanden

Varianten-
Prüfgebiet

zutreffend)

Schritt 1

Schritt 2

Schritt 3

Schritt 4
Kommentar Organisation

Bestätigung Organisation
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum

Kommentar Kunde

Bestätigung Kunde
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum

57
Anlage 3 – Selbstbeurteilung zu Produkt und Prozess

Selbstbeurteilung
Produkt Organisation:
Angaben zur Organisation Angaben zu Mustern Angaben zum Kunden
Berichtsnummer Lieferscheinnummer

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Kunde
Berichtsversion Liefermenge
Lieferstandort Chargennummer Bestellnummer
Produktionsstandort Mustergewicht [kg] Abladestelle

Sachnummer Hardwarestand Sachnummer


Benennung Diagnosestand Benennung
Zeichnungsnummer Softwarestand Zeichnungsnummer
Version / Datum Kennung / DUNS Version / Datum

Nicht anwendbar
Bemerkung / Maßnahmen +
Anforderungen nicht Termin
Kategorie Anforderungen erfüllt vollständig erfüllt Anforderungen nicht erfüllt (sofern nicht OK ausgewählt)
Maßlich i.O. Maßlich i.O. Maßlich n.i.O.
keine Nacharbeit mit Nacharbeit oder
Maß unkritische Werte n.i.O.
(Abweicherlaubnis )

Serienwerkstoff Kein Serienwerkstoff oder Kein Serienwerkstoff


gemäß Spezifikation andere Verarbeitung Spezifikation nicht erfüllt /
Werkstoff
Kundenakzeptanz liegt vor nicht nachgewiesen.

Funktion erfüllt Abweichung zur Funktion n.i.O. bzw.


entspricht Spezifikation Spezifikation Funktion nicht
Funktion / EMV /
Kundenakzeptanz liegt vor nachgewiesen
ESD
Spezifikation nicht erfüllt

i.O. Entspricht nicht dem entspricht nicht dem


Oberfläche / Serienstand, Serienstand
Struktur Kundenakzeptanz liegt vor Kundenakzeptanz liegt
Farbe / Narbung nicht vor

Serienwerkzeug Serienwerkzeug / Werkzeug nicht


abgenommen Kleinserienwerkzeug serientauglich
vorhanden, Optimie-
rung(en) noch nötig, aber Qualitätsbeeinträchti-
Werkzeuge
keine Qualitätsbeeinträchti- gungen in der Serie zu
gungen in der Serie zu erwarten
erwarten

Kundentauglich Kundentauglich nach Nicht Kundentauglich bzw.


(Anforderungen erfüllt oder Risikobewertung noch nicht freigegeben
PPF-Status
Lieferkette Abweichungen nach Aktualisierte PPF-
Risikoanalyse akzeptiert) Dokumentation erforderlich

Verbaubar Verbaubar mit Nicht verbaubar


Verbaubarkeit ohne Mehraufwand Mehraufwand,
(beim Kunden) Kundenakzeptanz liegt vor

Selbstbeurteilung Organisation Bewertung nicht korrekt, bitte prüfen


Bestätigung Organisation
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum

58
Selbstbeurteilung
Prozess Organisation:
Angaben zur Organisation Angaben zu Mustern Angaben zum Kunden
Berichtsnummer Lieferscheinnummer
Kunde
Berichtsversion Liefermenge
Lieferstandort Chargennummer Bestellnummer
Produktionsstandort Mustergewicht [kg] Abladestelle
Sachnummer

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Sachnummer Hardwarestand
Benennung Diagnosestand Benennung
Zeichnungsnummer Softwarestand Zeichnungsnummer
Version / Datum Kennung / DUNS Version / Datum

Nicht anwendbar
Bemerkung / Maßnahmen +
Anforderungen nicht Termin
Kategorie Anforderungen erfüllt vollständig erfüllt Anforderungen nicht erfüllt (sofern nicht OK ausgewählt)
Fertigung am Fertigung am Fertigung nicht am
Produktionsstandort Produktionsstandort Produktionsstandort;
durch die Organisation durch die Organisation
Produktions- abgenommen noch nicht abgenommen;
standort Keine Qualitäts- Qualitäts-
beeinträchtigungen beeinträchtigungen
in der Serie zu erwarten möglich

Gemäß Prozessablauf Nicht gemäß Prozess- Qualitäts-


ablauf aber keine Qualitäts- beeinträchtigungen
Logistik (1)
beeinträchtigungen in der möglich
Serie zu erwarten

Merkmale abgesichert Absicherung nicht Absicherung nicht


Besondere und vollständig nachgewiesen vollständig nachgewiesen
vereinbarte Zusatzmaßnahmen sind
Merkmale installiert
abgesichert Kundenakzeptanz liegt vor

Vollständig vorhanden / Nur teilweise vorhanden / Nicht vorhanden


abgenommen abgenommen / nicht abgenommen
Prüfmittel Fähigkeit nachgewiesen Geeignetes
Ersatzprüfmittel vorhanden

Alle Mindestens eine Produktionseinrichtungen


Produktionseinrichtungen Produktionseinheit nicht abgenommen (2)
abgenommen (2) abgenommen (2)
Vereinbarte
Produktions-
Produktionsstückzahl Produktionsstückzahl Produktionstückzahl
stückzahl
erreicht / nachgewiesen dauerhaft erreichbar mit mit Sondermaßnahmen
Sondermaßnahmen nicht erreichbar

Erforderliches Personal Personal nur Kein geschultes oder in


verfügbar und geschult eingeschränkt verfügbar / ausreichender Anzahl
Arbeits- und geschult, keine Qualitäts- verfügbares Personal
Personal
Prüfanweisungen beeinträchtigungen zu Qualitätsbeein-
vollständig erwarten (3) trächtigungen möglich (4)

Selbstbeurteilung Organisation Bewertung nicht korrekt, bitte prüfen


Bestätigung Organisation
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum

59
Anlage 4 – Deckblatt zum PPF-Bericht und PPF Bewertung

Organisation:
Organisation Grund der Berichterstellung
Bericht Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF)
Bericht sonstige Muster

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Requalifikation
Auslöser PPF-Verfahren
Mustervorstellung
Kunde (Empfänger) Neuteil
Änderungen am Produkt
Änderungen am Produktionsprozess
Änderung in der Lieferkette
Wiedernutzung > 12 Monate Stillstand
Aktualisierte PPF-Dokumentation
Angaben zur Organisation Angaben zu Mustern Angaben zum Kunden
Berichtsnummer Lieferscheinnummer
Kunde
Berichtsversion Liefermenge
Lieferstandort Chargennummer Bestellnummer

Produktionsstandort Mustergewicht [kg] Abladestelle


Sachnummer Hardwarestand Sachnummer

Benennung Diagnosestand Benennung


Zeichnungsnummer Softwarestand Zeichnungsnummer
Version / Datum Kennung / DUNS Version / Datum
Berichtsinhalt Hardwarebemusterung Softwarebemusterung

Bestätigung Organisation
Hiermit wird bestätigt, dass das PPF-Verfahren entsprechend den Vereinbarungen der
Bemusterungsabstimmung und nach den Vorgaben gemäß VDA Band 2, durchgeführt wurde.
Der IMDS-Datensatz wurde erstellt unter der IMDS-ID-Nr.:

Bestätigung Organisation
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax:

Unterschrift
Datum

Entscheidung Kunde
Nicht Kundentauglich /
Kundentauglich / Serientauglich
Nicht Serientauglich
PPF-Verfahren zum Kunden abgeschlossen
Neues PPF-Verfahren erforderlich
Aktualisierung der PPF-Dokumentation erforderlich

Berichtsnummer / -version

Entscheid Kunde
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax:

Unterschrift
Datum

60
PPF-Bewertung
Organisation:
Angaben zur Organisation Angaben zu Mustern Angaben zum Kunden
Berichtsnummer Lieferscheinnummer
Kunde
Berichtsversion Liefermenge
Lieferstandort Chargennummer Bestellnummer
Abladestelle

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Produktionsstandort Mustergewicht [kg]
Sachnummer Hardwarestand Sachnummer

Benennung Diagnosestand Benennung


Zeichnungsnummer Softwarestand Zeichnungsnummer
Version / Datum Kennung / DUNS Version / Datum
Einzelbewertung Organisation

Nachweisdokument
Vorlage erforderlich

Anforderungen nur
(sofern für das Produkt
Ordnungsnummer

vollständig erfüllt

Version / Datum
teilweise erfüllt
Anforderungen

Bemerkung
Prüfgebiet

zutreffend)

0.1 Deckblatt zum PPF-Bericht Ja - -


Selbstbeurteilung Produkt,
0.2 Prozess und ggf. Software Ja
Hardwarefreigabe erforderlich
1. Nachweise zur Produktentwicklung
1.1 Technische Spezifikationen
Genehmigte
1.2 Konstruktionsänderungen
Konstruktions-,
1.3 Entwicklungsfreigaben
1.4 Materialdaten per IMDS
1.5 Design-FMEA
2. Nachweise zur Produktionsprozessentwicklung
2.1 Prozessablaufdiagramm
2.2 Prozess-FMEA
2.3 Produktionslenkungsplan
3. Nachweise zur Validierung des Produktes
3.1 Geometrie, Maß

Werkstoff (Festigkeit,
physikalische Eigenschaften,
3.2 …)
3.3 Funktion
3.4 Haptik
3.5 Akustik
3.6 Geruch
3.7 Aussehen
3.8 Oberflächenanforderung
3.9 Technische Sauberkeit
3.10 Zuverlässigkeit

Beständigkeit gegenüber
3.11 Electrostatic Discharge (ESD)
Elektrische Sicherheit /
3.12 Hochvolt-Sicherheit
Elektromagnetische
3.13 Verträglichkeit (EMV)

61
PPF-Bewertung
Organisation:
4. Nachweise zur Validierung des Produktionsprozesses

Absicherung Besonderer

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Merkmale gemäß technischer
Spezifikationen und
vereinbarter Merkmale (z.B.
Poka Yoke, 100%-Prüfung,
4.1 Prozessfähigkeiten…)
4.2 Laborqualifizierung
Muster inkl.
4.3 Fertigungsdokumentation
4.4 Referenzmuster
4.5 Produktionskapazität
4.6 Werkzeuge
5. Generelle Nachweise
Nachweise zur Einhaltung
5.1 gesetzlicher Anforderungen
5.2 PPF-Status Lieferkette
Prüfmittelliste Produkt und
5.3 Prozess
Prüfmittelfähigkeitsnachweis
5.4 Produkt und Prozess
5.5 Teilelebenslauf
Eignungsnachweis der
eingesetzten Ladungsträger
5.6 inkl. Lagerung

Dokumentation der
Vereinbarungen zum
Befundungs- und
5.7 Analyseprozess
Dokumentation der
Vereinbarung zur
5.8 Requalifizierung
5.9 Sonstiges
6. Nachweise zur Software
Softwarefreigabe erforderlich

SW-Einsatzfreigabe (z.B.
Anlage 6 “Deckblatt zum PPF
6.1 Bericht Software”)
Festlegung des Kontextes
(„Scope“) des zu liefernden
6.2 Softwareproduktes

Referenz zu vertraglich
festgelegten
Qualitätsanforderungen (z.B.
Coding Guidelines,
Codemetriken,
6.3 Testabdeckung)

62
PPF-Bewertung
Organisation:
Dokumentation der
technischen SW-
6.4 Spezifikationen
(Funktional und nicht-
6.5 Funktional)

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Dokumentation über FOSS
(Free-and-open-source-
6.6 software)
6.7 Liste bekannter Fehler
Dokumentation der während
der gesamten Projektlaufzeit
eingesetzten
6.8 Entwicklungswerkzeuge

Dokumentation der während


der gesamten Projektlaufzeit
6.9 eingesetzten Testwerkzeuge
Dokumentation des
Versionsmanagements
(Baseline, Konfigurationen,
6.10 Änderungshistorie)
Nachweis einer
Prozessbewertung (z.B. VDA
6.11 Automotive Spice)
Interne Bewertung Organisation
Kunden abgeschlossen
Vorlage erforderlich

Anforderungen nur

Bemusterung zum

Nachbemusterung

Neubemusterung
vollständig erfüllt

Risikobewertung

Version / Datum
teilweise erfüllt
Anforderungen

erforderlich

erforderlich

Nachweiskategorie
X
Allgemeine Dokumente Ja

Nachweise zur Produkt Nein

Nachweise zum Prozess Nein

Generell Nein

Software Nein

Kommentar Organisation

63
PPF-Bewertung
Organisation:
Empfehlung Organisation
Nicht Kundentauchtlich /
Kundentauglich / Serientauglich
Nicht Serientauglich
Bestätigung Organisation

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Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum
Entscheidung Kunde
Nicht Kundentauchtlich /
Kundentauglich / Serientauglich
Nicht Serientauglich
Bemusterung zum Kunden abgeschlossen
Neubemusterung erforderlich
Nachbemusterung erforderlich

Abweichender Einschätzung des


Kunden gegenüber der
Organisation

Prüfgebiet Nachforderung / Begründung

Nachforderung
Vorzulegende Dokumente zu
offenen Prüfgebieten

Prüfgebiet Neue Spezifikation

Akzeptanz von
Abweichungen (ohne
Anpassung weiterer Dokumente)

Prüfgebiet Abweichgenehmigung Gültigkeit

Abweich-
genehmigung

Entscheid Kunde
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum

64
Produktbezogene Blatt von

Prüfergebnisse Organisation:
Angaben zur Organisation Angaben zu Mustern Angaben zum Kunden
Berichtsnummer Lieferscheinnummer
Kunde
Berichtsversion Liefermenge
Lieferstandort Chargennummer Bestellnummer

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Produktionsstandort Mustergewicht [kg] Abladestelle

Sachnummer Hardwarestand Sachnummer

Benennung Diagnosestand Benennung


Zeichnungsnummer Softwarestand Zeichnungsnummer
Version / Datum Kennung / DUNS Version / Datum
3.1 Geometrie, Maß 3.5 Akustik 3.9 Technische Sauberkeit

3.2 Werkstoff 3.6 Geruch 3.10 Zuverlässigkeit


Beständigkeit gegenüber
3.3 Funktion 3.7 Aussehen 3.11
Electrostatic Discharge (ESD)
Elektrische Sicherheit /
3.4 Haptik 3.8 Oberflächenanforderung 3.12
Hochvolt-Sicherheit
Elektromagnetische
3.13
Verträglichkeit (EMV)
Spezifika-
Anforderungen / IST-Werte Organisation tion erfüllt
Nr. Spezifikation Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Ja Nein Bemerkung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
Bestätigung Organisation
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum

65
Prozessbezogene und Blatt von

sonstige Dokumente Organisation:


Angaben zur Organisation Angaben zu Mustern Angaben zum Kunden
Berichtsnummer Lieferscheinnummer
Kunde
Berichtsversion Liefermenge

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Lieferstandort Chargennummer Bestellnummer
Produktionsstandort Mustergewicht [kg] Abladestelle

Sachnummer Hardwarestand Sachnummer

Benennung Diagnosestand Benennung


Zeichnungsnummer Softwarestand Zeichnungsnummer
Version / Datum Kennung / DUNS Version / Datum
Prüfmittelfähigkeitsnachweis
2.1 Prozessablaufdiagramm 4.4 Referenzmuster 5.4
Produkt und Prozess
2.2 Prozess-FMEA 4.5 Produktionskapazität 5.5 Teilelebenslauf
Eignungsnachweis der
2.3 Produktionslenkungsplan 4.6 Werkzeuge 5.6 eingesetzten Ladungsträger
inkl. Lagerung
Absicherung Besonderer
Merkmale gemäß technischer Dokumentation der
Spezifikationen und Nachweise zur Einhaltung Vereinbarungen zum
4.1 5.1 5.7
vereinbarter Merkmale (z.B. gesetzlicher Anforderungen Befundungs- und
Poka Yoke, 100%-Prüfung, Analyseprozess
Prozessfähigkeiten…)
Dokumentation der
4.2 Laborqualifizierung 5.2 PPF-Status Lieferkette 5.8 Vereinbarung zur
Requalifizierung
Muster inkl. Prüfmittelliste Produkt und
4.3 5.3 5.9 Sonstiges
Fertigungsdokumentation Prozess

Nachweisdokument
Nr. Anforderung Dokument Version Datum Bemerkung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
Bestätigung Organisation
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum

66
Anlage 5 – PPF-Bericht Software

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69
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70
Teilelebenslauf in Blatt von

der Serie Organisation:


Angaben zur Organisation Angaben zum Kunden
Lieferstandort Sachnummer Sachnummer

Produktionsstandort Benennung Kunde Benennung

Kennung / DUNS Zeichnungsnummer Zeichnungsnummer


Anwen-
dung

Änd.-Stand Organisation
Änder.-Nr. Organisation
Änd.-Stand Kunde
Änder.-Nr. Organisation
Änderungs-beschreibung
Produktionsdatum
Erstlieferdatum
Kennzeichnung der
Lieferung
Name
Bemerkung

Nr.

Ersteinsatz
Produktänderung
Prozessänderung
1
2
3
4
Anlage 6 – Teilelebenslauf

5
6
7
8
9
10
11
12
13
Bestätigung Organisation
Name
Abteilung
Bemerkung
Telefon
E-Mail / Fax

Unterschrift
Datum

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Auslösematrix
Anlage 7 – Erläuterung zur Anwendung der

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74
Anlage 8 ‒ Auslösematrix

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Anlage 9 ‒ Gegenüberstellung PPF PPAP

AIAG Nr.
VDA Nr.:

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Umfang soweit für das Produkt zutreffend

0.1 18
Deckblatt zum PPF-Bericht

0.2
Selbstbeurteilung Produkt, Prozess und ggf. Software /

1. Nachweise zur Produktentwicklung

1.1 Technische Spezifikationen 1

1.2 Genehmigte Konstruktionsänderungen 2

1.3 Konstruktions-, Entwicklungsfreigaben 3

1.4 Materialdatenblatt per IMDS* 1

1.5 Design FMEA 4

2. Nachweise zur Produktionsprozessentwicklung

2.1 Prozessablaufdiagramm 5

2.2 Prozess-FMEA 6

2.3 Produktionslenkungsplan („Control Plan“/PLP) 7

75
VDA Nr.: AIAG Nr.
Umfang soweit für das Produkt zutreffend

3. Nachweise zur Produktvalidierung

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3.1 Geometrie, Maß 9

3.2 Werkstoff (Festigkeit, physikalische Eigenschaften, …) 10

3.3 Funktion 10

3.4 Haptik /

3.5 Akustik /

3.6 Geruch /

3.7 Aussehen 13

3.8 Oberflächenanforderung /

3.9 Technische Sauberkeit /

3.10 Zuverlässigkeit /

3.11 Beständigkeit gegenüber Electrostatic Discharge /


(ESD)

3.12 Elektrische Sicherheit / Hochvolt-Sicherheit /

3.13 Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) /

76
VDA Nr.: Umfang soweit für das Produkt zutreffend AIAG Nr.:

4. Nachweise zur Produktionsprozessvalidierung

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4.1 Absicherung Besonderer Merkmale 11

4.2 Laborqualifizierung 12

4.3 Muster inkl. Fertigungsdokumentation 14

4.4 Referenzmuster 15

4.5 Produktionskapazität /

4.6 Werkzeuge /

5. Generelle Nachweise

5.1 Nachweise zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen /

5.2 PPF-Status Lieferkette /

5.3 Prüfmittelliste Produkt und Prozess 16

5.4 Prüfmittelfähigkeitsnachweis Produkt und Prozess 8

5.5 Teilelebenslauf /

5.6 Eignungsnachweis der eingesetzten Ladungsträger /


inkl. Lagerung

5.7 Dokumentation der Vereinbarungen zum Befundungs- /


und Analyseprozess

5.8 Dokumentation der Vereinbarung zur Requalifikation /

5.9 Sonstiges 17

77
VDA Nr.: Umfang soweit für das Produkt zutreffend AIAG Nr.:

6. Nachweise zur Software

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6.1 SW-Einsatzfreigabe (z. B. Anlage 6 “Deckblatt zum
/
PPF Bericht Software”)

6.2 Festlegung des Kontextes („Scope“) des zu liefernden


/
Software-Produkts

6.3 Referenz zu vertraglich festgelegten Qualitätsan-forde-


/
rungen (z. B. Coding Guidelines, Codemetriken, Test-
abdeckung)

6.4 Dokumentation der technischen SW-Spezifikationen


/
(Funktional und nicht-Funktional)

6.5 Nachweis über die Umsetzung der Anforderungen aus


/
6.3 und 6.4, insbesondere der Besonderen Merkmale
(z. B. Safety)

6.6 Dokumentation über FOSS (Free-and-open-source-


/
software)

6.7 Liste bekannter Fehler


/

6.8 Dokumentation der während der Projektlaufzeit einge-


/
setzten Entwicklungswerkzeuge

6.9 Dokumentation der während der gesamten Projektlauf-


/
zeit eingesetzten Testwerkzeuge

6.10 Dokumentation des Versionsmanagements (Baseline,


/
Konfigurationen, Änderungshistorie)

6.11 Nachweis der Prozessbewertung (z.B. VDA Automo-


/
tive Spice)

78
79
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Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie

Den aktuellen Stand der veröffentlichten VDA Bände zum Qualitäts-


management in der Automobilindustrie (QAI) finden Sie im Internet unter
http://www.vda-qmc.de.

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Auf dieser Homepage können Sie auch direkt bestellen.

Bezug:

Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)


Qualitäts Management Center (QMC)
10117 Berlin, Behrenstr. 35
Telefon +49 (0) 30 89 78 42-235, Telefax +49 (0) 30 89 78 42-605
E-Mail: info@vda-qmc.de, Internet: www.vda-qmc.de

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