Sie sind auf Seite 1von 69

BRANDET

VERFASSUNGSTHEORIE, GG
UND ABSTRAKTE
NORMENKONTROLLE VOR DEM
BUNDESVERFASSUNGSGERICHT

Prof. João Marcos Brandet


Copyright © 2017, João Marcos Brandet

Alle Rechte vorbehalten.

Prof. João Marcos Brandet: Professur für Öffentliches Recht mit

einem Schwerpunkt im Sozialrecht; Verfassungsrecht und

Sozialversicherungsrecht. João Marcos Brandet studierte Weimarer

Republik, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg,

Weltpolitische Wende und die Wiedervereinigung Deutschlands,

Friesische, Dänische, Niedersorbische Sprache, Grundgesetz für die

Bundesrepublik Deutschland und Kaiserreich in Deutschland. Zu

Brandet Werken zählen die Dialektik der Kunst, Geschichte des

Materialismus, Wirtschaft im Nationalsozialismus, Zur Kritik der

Kapitalismus und Kulturindustrie, sowie Über das

Volksgemeinschaft und Entartete Kunst. Brandet studierte

Philosophie, Soziologie, Geschäftsethik und Rechtliche

Argumentation an der FGV Online (Fernunterricht Programm der

Fundação Getulio Vargas). João Marcos studierte Zeitgenössische

Politik, Ethik und Öffentliche Verwaltung, Föderaler

Gesetzgebungsprozess und Politische Doktrin: Sozialismus an der

Instituto Legislativo Brasileiro.


GRUNDGESETZ FÜR
DIE BUNDESREPUBLIK
DEUTSCHLAND
Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ist als geltende

„Verfassung der Deutschen“ die rechtliche und politische

Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Das deutsche Wort

Grundgesetz kam zuerst im 17. Jahrhundert auf und gilt unter

Sprachwissenschaftlern als Lehnübersetzung oder Eindeutschung des

in der lateinischen Rechtssprache geprägten Begriffes lex

fundamentalis; „Grundgesetz“ meint daher das

„[staats-]grundlegende Gesetz“.

Allgemeines
Das Grundgesetz besteht aus der Präambel, den Normierungen der

Grundrechte (Art. 1–19) und der sogenannten grundrechtsgleichen

Rechte (Art. 20 Abs. 4, Art. 33, Art. 38, Art. 101, Art. 103 und Art.

104) sowie dem großen Komplex des Staatsorganisationsrechts. Die

Unterteilung erfolgt in Artikeln statt Paragraphen. Es handelt sich

hier um eine Bundesverfassung, neben ihr existieren

Länderverfassungen. Die Länder besitzen eine eigene Staatsqualität

und haben trotz der Zugehörigkeit zum Bund teilweise beachtliche

Zuständigkeiten, etwa im Beamtenrecht und öffentlichen Dienst.


Grundrechte
Das Grundgesetz legt im Abschnitt „Grundrechte“ (Art. 1 bis Art.

19) fest, welche Rechte jeder Mensch (Menschenrechte oder

Jedermannsrechte) und speziell jeder Staatsbürger (auch

Bürgerrechte oder Deutschenrechte) gegenüber den Trägern der

Hoheitsgewalt hat. Auch juristische Personen sind, soweit die

Grundrechte auf sie anwendbar sind, Träger von Grundrechten. Die

Grundrechte des Grundgesetzes sind im Wesentlichen als

Abwehrrechte des Grundrechtsträgers gegenüber Handlungen von

Hoheitsträgern ausgestaltet, besitzen jedoch auch eine Drittwirkung

auf das Rechtsverhältnis zwischen Personen. In dieser Funktion

geben sie dem Grundrechtsträger einen Anspruch gegen den Staat

auf Beseitigung einer Beeinträchtigung des durch das betreffende

Grundrecht geschützte Rechtsgut. Andere Grundrechte stellen unter

Umständen auch einen Anspruch auf Leistung des Staates, sei es

durch Teilhabe an bestehenden staatlichen Vorkehrungen

(Teilhaberechte, derivative Leistungsrechte, Verfahrensrechte) oder

auf die Schaffung neuer staatlicher Vorkehrungen (originäre

Leistungsrechte). Die durch den Staat zu gewährleistende Beachtung

der Rechtsgüter, welche in den Schutzbereich der Grundrechte

fallen, kann durch den betroffenen Bürger über die

Verfassungsbeschwerde eingeklagt werden (Art. 93 Abs. 1, 4a).

Grundrechtsähnlich ist auch die kommunale Selbstverwaltung

ausgestaltet (Art. 28 Abs. 2). Ebenso können die Kommunen dieses

Recht über die kommunale Verfassungsbeschwerde geltend machen

(Art. 93 Abs. 1, 4b).


Grundsätze
Das Staatsorganisationsrecht gliedert sich seinerseits in die

Aufzählung allgemeiner Grundsätze (Art. 20 bis Art. 29, Art. 34),

in das Binnenorganisationsrecht der Bundesrepublik Deutschland

(Art. 38 bis Art. 69), das die Kompetenzen der einzelnen

Bundesorgane untereinander abgrenzt, und in die Regelungen über

das Verhältnis zwischen Bund und Ländern, welches die

Verbandszuständigkeit des Bundes nach dem Grundsatz der

begrenzten Einzelermächtigung normiert (Art. 30 bis Art. 32, Art.

35 bis Art. 37, Art. 70 ff.). Einzelne staatsorganisationsrechtliche

Bestimmungen finden sich darüber hinaus im Abschnitt

„Grundrechte“. In dem Abschnitt „Der Bund und die Länder“

werden die wichtigsten Staatsprinzipien benannt: Demokratie,

Republik, Sozialstaat, Bundesstaat (→ Föderalismus) sowie

Gesetzmäßigkeit der Staatsorgane und Gewaltenteilung (→

Rechtsstaat). Die in Artikel 1 (Menschenwürde) und Artikel 20

festgelegten Grundsätze, also der Kern staatlicher Grundordnung

und der Grundrechte, dürfen in ihrem Wesensgehalt durch die

verfassungsändernde Gewalt nicht geändert werden (Art. 79 Abs.

3; sog. Ewigkeitsklausel).

Kompetenzen der Bundesorgane


Die folgenden Abschnitte legen die Kompetenzen der einzelnen

Staatsorgane des Bundes untereinander fest. Als

Verfassungsorgane des Bundes sind der Deutsche Bundestag,

der Bundesrat, der Gemeinsame Ausschuss, der

Bundespräsident, die Bundesversammlung, die

Bundesregierung, der Vermittlungsausschuss und das

Bundesverfassungsgericht aufgeführt.
Bundestag und Bundesrat sind zur Gesetzgebung des Bundes

berufen. Der Bundesrat ist dabei kein Organ der Länder, sondern ein

Organ des Bundes, in dem Vertreter der Regierungen der Länder

sitzen. Die Vertreter der Länder müssen dabei die Stimmen

einheitlich abgeben. Bundesgesetze werden durch den Bundestag

beschlossen und dem Bundesrat unverzüglich zugeleitet. Für das

weitere Verfahren unterscheidet man zwischen Einspruchsgesetzen

und Zustimmungsgesetzen. Bei Einspruchsgesetzen kann der

Bundesrat binnen drei Wochen die Einberufung des

Vermittlungsausschusses verlangen, der aus nicht

weisungsgebunden Mitgliedern von Bundestag und Bundesrat

besteht. Schlägt der Vermittlungsausschuss eine Änderung vor, so

hat der Bundestag erneut Beschluss zu fassen. Stimmt der Bundesrat

dem Gesetz zu oder unterlässt er es, fristgerecht einen Antrag auf

Einberufung des Vermittlungsausschusses zu stellen, so kommt das

Gesetz zustande. Ist das Vermittlungsverfahren beendet und hat der

Bundestag im Falle der Änderung des Gesetzesbeschlusses durch

den Vermittlungsausschuss erneut Beschluss gefasst, so kann der

Bundesrat binnen zwei Wochen Einspruch einlegen. Wird der

Einspruch fristgerecht durch den Bundesrat eingelegt, kann der

Bundestag den Einspruch zurückweisen. Verzichtet der Bundesrat

auf einen Einspruch oder nimmt er ihn zurück, so ist das Gesetz

zustande gekommen. Bei Zustimmungsgesetzen läuft das Verfahren

abweichend. Zustimmungsgesetze existieren vor allem bei

Bestimmungen des Bundes über die Errichtung von Landesbehörden

und das Verwaltungsverfahren beim Vollzug von Bundesgesetzen

als eigene Angelegenheiten der Länder; bei Bundesgesetzen, an

welchen die Länder ein Viertel der Ausgaben oder mehr zu tragen

haben; bei Bundesgesetzen über Steuern, deren Aufkommen zum

Teil den Ländern oder den Kommunen zufließt.


Stimmt der Bundesrat mit der Mehrheit seiner Stimmen dem Gesetz zu,

so ist es zustande gekommen. Anderenfalls kann der Bundesrat den

Vermittlungsausschuss einberufen. Bei Zustimmungsgesetzen können

auch die Bundesregierung und der Bundestag die Einberufung des

Vermittlungsausschusses verlangen. Macht der Vermittlungsausschuss

einen Vorschlag zur Änderung des Gesetzesbeschlusses, so hat der

Bundestag erneut Beschluss zu fassen. Diesen Beschluss kann der

Bundesrat dann verweigern oder ihm stattgeben. Wird der

Vermittlungsausschuss nicht einberufen oder macht dieser keinen

Vorschlag zur Änderung des Gesetzesbeschlusses, so hat der Bundesrat

in angemessener Frist über das Gesetz abzustimmen. Der

Bundesregierung obliegt gemeinsam mit dem Bundestag die

Staatsleitung sowie ferner die Ausführung von bestimmten

Bundesgesetzen durch Bundesbehörden. Der Bundespräsident ist das

Staatsoberhaupt. Er nimmt im Wesentlichen Repräsentationsaufgaben

wahr. Inwieweit dem Bundespräsidenten bei der Ausfertigung von

Bundesgesetzen eine Prüfungskompetenz zukommt, ist umstritten.

Häufig wird davon ausgegangen, dass er die Richtigkeit des

Zustandekommens von Gesetzen zu prüfen hat (formale

Prüfungskompetenz). In seinem Geltungsbereich steht das Grundgesetz

im Rang über allen Gesetzen und anderen nationalen Rechtsquellen.

Über seine Einhaltung und Auslegung wacht das

Bundesverfassungsgericht. Die Verfassungsrichter entscheiden v. a.

über Streitigkeiten zwischen Bundesorganen, über Streitigkeiten

zwischen Ländern und dem Bund. Es prüft die Vereinbarkeit von

Landesrecht und Bundesrecht, sowohl in einem konkreten

Gerichtsverfahren wie auch abstrakt auf Antrag von Bundestag,

Bundesregierung oder einer Landesregierung. Es entscheidet über

Verfassungsbeschwerden von Bürgern und Gesellschaften sowie über

Beschwerden von Kommunen betreffend die Verletzung ihres

kommunalen Selbstverwaltungsrechts. Der Gemeinsame Ausschuss ist

das Gesetzgebungsorgan des Bundes im Verteidigungsfall.


Verbandszuständigkeit des Bundes
Die Verbandszuständigkeit des Bundes gegenüber den Ländern

folgt dem Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung.

Grundsätzlich sind die Länder für die Gesetzgebung und den

Gesetzesvollzug zuständig, soweit das Grundgesetz die

Zuständigkeit nicht dem Bund übertragen hat. Grundsätzlich üben

auch die Länder die Gerichtsbarkeit aus, soweit nicht der Bund

nach dem Grundgesetz selbst Gerichtsherr ist. Im Zweifel sind sie

daher befugt, hoheitlich zu handeln. Die Zuständigkeit des Bundes

ist auf den Gebieten der Gesetzgebung, des Gesetzesvollzugs und

der Rechtsprechung recht unterschiedlich ausgestaltet. In den Art.

71 und Art. 73 sind Kompetenztitel aufgeführt, die den Bund

ausschließlich zur Gesetzgebung ermächtigen. Die Art. 72, Art. 74

räumen dem Bund eine Vorzugsgesetzgebungsbefugnis ein (vom

Grundgesetz irreführend konkurrierende Gesetzgebung genannt);

macht der Bund von diesen Rechten keinen Gebrauch, so können

die Länder dort gesetzgebend tätig werden. Auch beim

Gesetzesvollzug ist der Bund nur auf Grund besonderer

Ermächtigung zuständig. Die Art. 87 ff. GG weisen dem Bund

aber erheblich weniger Kompetenzen in diesem Bereich zu als im

Bereich der Gesetzgebung. Oftmals vollziehen daher die Länder

auch Bundesgesetze als eigene Angelegenheiten. Die

Bundesregierung ist den Vollzug von Bundesgesetzen durch die

Länder betreffend Rechtsaufsichtbehörde. Der Bundesrat hat dann

eine solche Rechtsverletzung festzustellen.


Wesentliche Unterschiede zur
Weimarer Verfassung
Das 1949 ratifizierte Grundgesetz war eine politische Reaktion

auf die strukturellen Schwächen der Weimarer Verfassung von

1919, die es zugelassen hatten, dass mit dem Ermächtigungsgesetz

und der Gleichschaltung im „Dritten Reich“ die Demokratie durch

das Führerprinzip ersetzt wurde. Im Gegensatz zur Weimarer

Reichsverfassung sind die Grundrechte nach dem Grundgesetz

keine bloßen Staatszielbestimmungen, sondern unmittelbar

geltendes Recht für die der Menschenwürde verpflichteten

Staatsgewalten (Art. 1). Die Grundrechte befinden sich am

Anfang des Verfassungstextes und haben eine hervorgehobene

Bedeutung sowohl als subjektive Bürgerrechte als auch in ihrer

Funktion einer objektiven Wertentscheidung des Staatswesens.

Sie dürfen in ihrem Wesensgehalt nicht angetastet werden. Der

Grundsatz des Artikels 1, der diese Bindung festlegt, darf nicht

verändert werden (Ewigkeitsklausel).

Zur Sicherung der Demokratie kommt dem Parlament eine

zentrale Rolle zu. Der Bundestag als einziges direkt

demokratisch legitimiertes Verfassungsorgan übt maßgeblichen

Einfluss auf die Besetzung der anderen Organe aus. Der Vorrang

der Gesetzgebungsbefugnisse kommt in mehreren

Verfassungsbestimmungen zum Ausdruck. So ist im Hinblick

auf Weimar insbesondere die Möglichkeit einer Notverordnung

ausgeschlossen. Soweit die Regierung gesetzliche

Bestimmungen (Verordnungen) erlassen will, müssen Inhalt,

Zweck und Ausmaß vorab in einem Parlamentsgesetz bestimmt

worden sein (Art. 80). Parlamentsgesetze können nur durch eine

Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts verworfen werden

(Art. 100).
Das Staatsoberhaupt ist nunmehr kein „Ersatzkaiser“ mehr, sondern

mit Ausnahme weniger Befugnisse (wie der Ausfertigung von

Gesetzen und des damit verbundenen Prüfungsrechts oder des

Begnadigungsrechts des Bundes) auf die Repräsentation beschränkt.

Im Gegensatz zum Reichspräsidenten ist der Bundespräsident bei

Ernennung des Regierungschefs und Auflösung des Bundestags auf

entsprechende Parlamentsmehrheiten angewiesen. Die Stellung der

Regierung gegenüber dem Staatsoberhaupt wurde gestärkt. Die

Bundesregierung ist nur noch vom Bundestag, statt, wie die

Reichsregierung nach Weimarer Verfassung, sowohl vom

Reichspräsidenten als auch vom Reichstag abhängig. Die

Bundesregierung kann nur durch ein konstruktives Misstrauensvotum,

also die Wahl eines neuen Kanzlers, gestürzt werden. Dies sorgt für

mehr Stabilität als „in Weimar“, wo sich Rechts- und Linksradikale zur

Abwahl eines Kanzlers zusammenschließen konnten, ohne sich auf

einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen. In der Weimarer Republik

war es außerdem möglich, einzelnen Ministern das Vertrauen zu

entziehen. Die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts haben

in einigen Fällen Gesetzeskraft (§ 31 Abs. 2 BVerfGG). In der Praxis

werden Urteile allerdings eher derart formuliert, dass die jeweils

zuständigen Organe bis zu einem mehr oder weniger exakt bemessenen

Zeitraum beanstandete Teile eines Gesetzes gemäß dem gefällten

Urteil zu ändern haben. Ein Gericht mit derartiger Machtfülle sah die

Weimarer Verfassung nicht vor. Die Änderung des Grundgesetzes,

geregelt in Art. 79, ist nur unter engeren Voraussetzungen möglich, als

sie für Änderungen der Reichsverfassung galten. Bei einer Änderung

des Grundgesetzes muss explizit der geänderte Artikel angegeben

werden. Die Weimarer Verfassung konnte auch implizit mit jedem

Gesetz, das eine Zweidrittelmehrheit erreichte, geändert werden. Nach

Artikel 79 Abs. 3 dürfen die Grundsätze aus Artikel 1 und Artikel 20

sowie Elemente der Bundesstaatlichkeit nicht abgeschafft werden

(zwar können Bundesländer zusammengelegt werden, deren generelle

Abschaffung ist aber nicht möglich). 


Nach der in Artikel 20 festgeschriebenen Gewaltenteilung ist zum

Beispiel ein „Ermächtigungsgesetz“ wie das von 1933, womit die

grundrechtlichen Garantien der Verfassung abgeschafft wurden, nicht

möglich. Parteien sind nunmehr durch das Parteienprivileg in Art. 21

geschützt und können dadurch nur durch eine Entscheidung des

Bundesverfassungsgerichts verboten werden. Das Grundgesetz weist

ihnen die Aufgabe bei der politischen Willensbildung des Volkes zu,

verlangt aber, dass ihre innere Ordnung demokratischen Grundsätzen

entspricht. Durch den Bundesrat sind die Bundesländer im Vergleich

zum Reichsrat angesichts des großen Bereichs

zustimmungspflichtiger Gesetze sehr stark an der Gesetzgebung

beteiligt. Der Reichsrat verfügte nur über ein suspensives Vetorecht in

Gesetzesfragen. Diese Beteiligung des Bundesrates unterliegt im

Rahmen der Föderalismusdiskussion mittlerweile vielfacher Kritik.

Die Verfassung von Weimar trug dazu bei, dass die Reichswehr ein

„Staat im Staate“ wurde, auch, weil sie dem Reichspräsidenten, nicht

aber parlamentarischer Kontrolle unterstellt war. Das Grundgesetz

unterstellt die Bundeswehr im Friedensfall dem

Verteidigungsminister, im Verteidigungsfall dem Bundeskanzler.

Plebiszitäre Elemente (wie Volksbegehren und Volksentscheide), die

das Volk wie in der Weimarer Republik berechtigen, Gesetze

einzubringen und zu verabschieden, sind im Grundgesetz auf

Bundesebene so nicht vorhanden. Ausschließlich bei einer

Neugliederung des Bundesgebietes sowie im Falle der Annahme einer

Verfassung entscheidet das Volk unmittelbar. Da bei der Gründung

der Bundesrepublik Deutschland die Angst vor einem Missbrauch

dieser Instrumente sowohl durch kommunistische als auch

faschistische Kräfte in der noch jungen und ungefestigten Demokratie

bestand, verzichtete der Parlamentarische Rat zunächst auf eine

weitergehende Ausgestaltung. Der Ausbau direktdemokratischer

Elemente zu einem späteren Zeitpunkt wurde allerdings von diesem

nie ausgeschlossen, sondern lediglich von keiner der später folgenden

Bundesregierungen vollzogen.
ABSTRAKTE
NORMENKONTROLLE
Die abstrakte Normenkontrolle ist eine Verfahrensart im deutschen

Verfassungsprozessrecht. In dem objektiven Verfahren wird die

Vereinbarkeit einer Rechtsnorm mit höherrangigem Recht überprüft,

ohne dass subjektive Rechte verletzt sein müssten. Während ein

Gericht im Einzelfall entscheidungserhebliche und von diesem

Gericht für verfassungswidrig gehaltene Normen

(Rechtsverordnung, Satzung) unangewendet lassen muss bzw., wenn

es sich um Parlamentsgesetze handelt, diese dem Verfassungsgericht

vorlegen muss (konkrete Normenkontrolle), soll die abstrakte

Normenkontrolle losgelöst von einem konkreten Rechtsstreit die

allumfassende Vereinbarkeit eines Gesetzes mit dem Grundgesetz

garantieren. Bei der abstrakten Normenkontrolle vor dem

Bundesverfassungsgericht wird nach § 76 BVerfGG geprüft, ob

Bundes- oder Landesrecht mit dem Grundgesetz (GG) oder dem

sonstigen Bundesrecht vereinbar ist. Konkret heißt das,

ob es wegen Unvereinbarkeit nichtig ist oder (seltener)

ob es gültig ist, obwohl ein Gericht, eine Behörde oder ein

Bundes- bzw. Landesorgan es wegen Unvereinbarkeit mit dem

Grundgesetz oder dem sonstigen Bundesrecht nicht angewendet

hat (Normbestätigungsverfahren).

Ein Spezialfall der abstrakten Normenkontrolle mit erweiterter

Antragsberechtigung, aber eingeschränktem Prüfungsumfang ist das

Kompetenzkontrollverfahren nach Art. 93 Abs. 1 Nr. 2a GG. Die

abstrakte Normenkontrolle ist für den Bund in Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG

geregelt. Wichtige Voraussetzungen finden sich in § 13 Nr. 6 und §§ 76

ff. BVerfGG. Auch das Landesverfassungsrecht kennt abstrakte

Normenkontrollverfahren vor den Landesverfassungsgerichten, in denen

überprüft wird, ob Landesrecht mit der Landesverfassung vereinbar ist.


Das Verfahren der abstrakten Normenkontrolle bestimmt sich

nach Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG, § 13 Nr. 6 und §§ 76 ff. BVerfGG.

Zuständigkeit
Das Bundesverfassungsgericht ist hinsichtlich der abstrakten

Normenkontrolle aufgrund von Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG in

Verbindung mit § 13 Nr. 6 BVerfGG zuständig.

Antragsberechtigung
Bei der Normenkontrolle bedarf es grundsätzlich keines

Antragsgegners. Beteiligtenfähig ist stets nur der Antragsteller. Die

Beteiligtenfähigkeit ergibt sich aus Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG und § 76

Abs. 1 BVerfGG. Als Antragsteller kommen allein in Betracht:

die Bundesregierung, wenn ein Kabinettsbeschluss darüber

vorliegt (BReg nur als Ganzes antragsberechtigt)

eine Landesregierung

ein Viertel (vor dem 1. Dezember 2009: ein Drittel) der

Mitglieder des Bundestages.

Antragsgegenstand
Überprüft werden kann mit der abstrakten Normenkontrolle die

Vereinbarkeit bundes- und landesrechtlicher Regelungen mit dem

Grundgesetz sowie die Vereinbarkeit von Landesrecht mit dem

sonstigen Bundesrecht. Recht sind dabei Normen jeden Ranges,

die Außenwirkung entfalten, also auch nur formelle Gesetze wie

die Haushaltsgesetze oder auch nur materielle.

Nicht nur Parlamentsgesetze sind überprüfbar, sondern auch

untergesetzliche Normen wie Rechtsverordnungen und Satzungen. Es

ist bei der abstrakten Normenkontrolle unerheblich, ob das Recht

bereits aus der Zeit vor Inkrafttreten des Grundgesetzes

(vorkonstitutionelles Recht) oder in der Zeit danach entstanden ist.


Hinsichtlich der Norm ist lediglich erforderlich, dass sie bereits

Geltung erlangt hat. Dazu ist eine Verkündung erforderlich. Damit

ist eine vorbeugende Normenkontrolle nicht möglich. Anders liegt

der Fall bei völkerrechtlichen Verträgen. Gegen diese ist auch eine

vorbeugende Normenkontrolle möglich, um gegebenenfalls den

Vertragsschluss noch verhindern zu können. Dies hängt damit

zusammen, dass völkerrechtliche Verträge zunächst noch durch ein

so genanntes Transformationsgesetz in das jeweils nationale Recht

übertragen werden müssen. Man wollte den Antragsberechtigten

nicht zumuten, erst abwarten zu müssen, dass ein möglicherweise

verfassungswidriges Transformationsgesetz erlassen wird.

Vorbeugend ist die Normenkontrolle völkerrechtlicher Verträge also

nur hinsichtlich der Transformation, nicht hinsichtlich des

Vertragsschlusses.

Antragsgrund
Für die Zulässigkeit des Antrags bedarf es eines Antragsgrundes.

Grundsätzlich verlangt Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG „Zweifel an der

Verfassungsmäßigkeit“ (nicht zwingend beim Antragsteller).

Dagegen verlangen die Vorschriften des BVerfGG ein „Für-nichtig-

Halten“ der Norm gerade in der Person des Antragstellers, § 76 Abs.

1 BVerfGG. Die in der Literatur herrschende Ansicht hält die Zweifel

für ausreichend, da das Grundgesetz normhierarchisch über dem

BVerfGG steht. Das Bundesverfassungsgericht sieht in § 76 Abs. 1

BVerfGG eine zulässige Konkretisierung des Art. 93 Abs. 1 Nr. 2

GG. Danach muss der Antragsteller die Norm für nichtig halten –

bloße Zweifel genügen nicht. Ein Antragsgrund besteht auch, wenn

ein Gericht oder eine Behörde in der Ansicht, es handele sich um

verfassungswidriges Recht, eine Norm nicht angewandt hat und der

Antragsteller sie sehr wohl für gültig hält. Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG

lässt auch „Meinungsverschiedenheiten“ ausreichen.


Während bei subjektiven Verfahrensarten regelmäßig die

Möglichkeit der Rechtsverletzung eines subjektiven öffentlichen

Rechts verlangt wird, ist dies beim objektiven abstrakten

Normenkontrollverfahren nicht notwendig.

Form und Frist


Für eine abstrakte Normenkontrolle bedarf es eines

ordnungsgemäßen Antrags an das Gericht. Der Antrag muss

schriftlich erfolgen (§ 23 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG) und eine

Begründung enthalten (§ 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG). Eine Frist

ist nicht einzuhalten (objektives Beanstandungsverfahren). Ein

Antrag auf abstrakte Normenkontrolle kann jederzeit gestellt

werden.

Begründetheit
Der Antrag wäre begründet, wenn die beanstandete Norm formell

und/oder materiell verfassungswidrig ist. Zuerst stellt sich die Frage

der formellen Verfassungsmäßigkeit – also ob Fehler bei der

Entstehung des Gesetzes vorliegen. Dazu muss das gesetzgebende

Organ eine Gesetzgebungskompetenz für den durch die Norm

geregelten Bereich innehaben. Liegt ein Kompetenztitel vor, wird

geprüft, ob die Norm in einem ordnungsgemäßen

Gesetzgebungsverfahren zustande gekommen ist. Die Prüfung erfolgt

dabei chronologisch von der Gesetzesinitiative bis zur Verkündung.

Sind die alle Formerfordernisse gegeben ist die Norm formell

verfassungsgemäß. Als zweiten Prüfungspunkt wird die materielle

Verfassungsmäßigkeit geprüft – ob die Norm inhaltlich mit der

Verfassung in Konflikt steht. Die Prüfung wird bei Bundesrecht in

Bezug auf das Grundgesetz vorgenommen. Landesrecht muss neben

dem GG auch mit dem sonstigen Bundesrecht vereinbar sein. Bei

verfassungsändernden Gesetzen liegt gemäß Art. 79 Abs. 3 GG der

Prüfungsmaßstab ausschließlich bei Art. 1 und 20 GG. Andere

Gesetze werden gegen das gesamte GG geprüft.


Nichtigkeitserklärung
In der Urteilsformel (Tenor) wird das Bundesverfassungsgericht nach

§ 78 Abs. 1 BVerfGG dann schließlich die Nichtigkeit ex tunc oder

die Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz (oder dem sonstigen

Bundesrecht bei landesrechtlichen Regelungen) feststellen. Bei

Verstößen gegen Gleichheitsgrundsätze wird dagegen in der Regel

nur die „Unvereinbarkeit“ mit dem Grundgesetz festgestellt. Der

Entscheidung selbst kommt gemäß § 31 Abs. 2 BVerfGG

Gesetzeskraft zu.

Normbestätigungsverfahren
Das Normbestätigungsverfahren hat nur geringe Bedeutung, da die

Gerichte bei Zweifeln an der Vereinbarkeit eines formellen

Gesetzes mit der Verfassung einen Antrag auf konkrete

Normenkontrolle durch das Bundesverfassungsgericht stellen

müssen. Sie können das angeblich verfassungswidrige Gesetz also

nicht unangewendet lassen. Nur bei untergesetzlichen Normen

(Rechtsverordnung, Satzung) und vorkonstitutionellen Gesetzen

haben die Fachgerichte selbst die Verwerfungskompetenz.

Kompetenzkontrollverfahren
Die Beteiligtenfähigkeit erweitert sich bei Gesetzen, die gegen

Art. 72 Abs. 2 GG verstoßen könnten, auf den Bundesrat, die

Landesregierungen und die „Volksvertretung der Länder“

(Landtage/Länderparlamente). Zweck der Erweiterung ist die

Begrenzung der Ausuferung der Gesetzgebungskompetenzen des

Bundes zu Lasten der Länder. Die abstrakte Normenkontrolle

nach Art. 93 Abs. 1 Nr. 2a GG erfordert jedoch keine Zweifel,

sondern Meinungsverschiedenheiten.
Die abstrakte Normenkontrolle ist jedoch auch außerhalb des

Verfassungsprozessrechts im deutschen Recht vorgesehen. So

beinhaltet für das Verwaltungsrecht § 47 VwGO und für das

Sozialrecht § 55a SGG – letztere Vorschrift im Umfang auf

Satzungen nach § 22a SGB II begrenzt – eine solche Möglichkeit

der abstrakten Normenkontrolle.

Die abstrakte Normenkontrolle war bereits in der

Paulskirchenverfassung von 1849 vorgesehen; explizit wurde sie

jedoch erst mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes in eine

deutsche Verfassung aufgenommen.


BRANDET
VERFASSUNGSTHEORIE
VOM SINN DER SOZIOLOGIE
Die Verfassung ist die Maxime, die Normen in einer Gesellschaft

festlegt und sie reguliert und verbessert, um Entwicklung und

soziale Entwicklung zu erreichen. Die Verfassung ist die

Gesamtheit der Faktoren, die für die Regentschaft der Gesellschaft

an sich und mit den anderen bestimmt sind, um Zusammenhalt und

soziale Ordnung zu erreichen. Theoretiker haben oft die Anomalie

und Unordnung erwähnt, die Gruppen von Menschen zu Beginn der

sozialen Beziehungen in der Welt besaßen. Thomas Hobbes in

Leviathan erklärte seine Ansichten über die menschliche Natur und

die Notwendigkeit einer starken Regierung und Gesellschaft. Im

natürlichen Zustand, obwohl einige Männer stärker oder schlauer

als andere sind, erhebt sich niemand über die anderen, um frei von

der Angst zu sein, dass ein anderer Mann ihm schaden könnte.

Deshalb hat jeder von uns ein Recht auf alles, und da alles knapp

ist, gibt es einen ständigen Krieg aller gegen alle (Bellum omnia

omnes). Die Männer haben aber auch den Wunsch, den Krieg zu

beenden und deshalb Gesellschaften durch einen

Gesellschaftsvertrag zu gründen. Nach Hobbes braucht eine solche

Gesellschaft eine Autorität, zu der alle Mitglieder genügend ihrer

natürlichen Freiheit hingeben müssen, damit die Autorität inneren

Frieden und gemeinsame Verteidigung sichern kann. Dieser

Souverän, sei er ein Monarch oder eine Versammlung (die

vielleicht sogar aus allen bestehen könnte, in diesem Fall wäre es

eine Demokratie), sollte Leviathan sein, eine unbestreitbare

Autorität.
Locke's politische Philosophie basiert auf dem Begriff der

Einwilligung der Regierung, der Regierten, der konstituierten

Autorität und der Achtung des natürlichen Rechts des Menschen -

auf Leben, Freiheit und Eigentum. Der Gesellschaftsvertrag, auch

wenn er kein historischer Vertrag wie bei irgendeinem Vertrag ist,

würde in der Übertragung von Macht von Personen ohne Schutz

auf eine Reihe von künstlichen Institutionen bestehen und ein

Mittel zur Bestrafung derjenigen sein, die den Gehorsam gegen sie

verletzen Institutionen. Im Allgemeinen ist der

Gesellschaftsvertrag die Beziehung zwischen den Menschen und

ihrem Herrscher. Auch Jean-Jacques Rousseau kommentiert diese

sozialen Ursprünge. Bildungseinrichtungen korrumpieren den

Menschen und rauben ihm seine Freiheit. Für die Erschaffung

eines neuen Menschen und einer neuen Gesellschaft wäre es

notwendig, das Kind nach der Natur zu erziehen und seine Sinne

und Vernunft in Bezug auf Freiheit und Urteilsvermögen

schrittweise zu entwickeln. Die Arbeit des 1762 veröffentlichten

Gesellschaftsvertrages schlägt vor, dass alle Männer einen neuen

Gesellschaftsvertrag schließen müssen, um die Freiheit des

Menschen auf der Grundlage der politischen Erfahrung der alten

Zivilisationen zu verteidigen, wo der Konsens vorherrscht, die

Rechte aller Bürger garantiert und entfaltet in vier Büchern. Die

Verfassung muss in organisierter Weise soziale Beziehungen

gewährleisten. Durch Ordnung kann sich die Gesellschaft

entwickeln und progressiv zu einer gerechteren und

gleichberechtigten Gesellschaft werden.


VOM SINN DER PHILOSOPHIE
Die Verfassung muss auf dem Wesen der menschlichen Existenz

beruhen; von Wissen; der Wahrheit; moralische und ästhetische

Werte; des Geistes; der Sprache, sowie des Universums als Ganzes.

Die Verfassung muss philosophische Methoden wie rationale

Argumentation, Begriffsanalyse, Dialektik, Hermeneutik,

Phänomenologie, Gedankenexperimente und andere apriorische

Untersuchungsmethoden besitzen. André Gualtiere (2012) stellt fest,

dass die Rechtsphilosophie "eine philosophische Sicht auf das

Rechtsphänomen ist und über das Recht philosophiert". Ich definiere,

dass der philosophische Sinn der Verfassung eine philosophische

Vision in Bezug auf das konstitutionelle Phänomen ist, ist die

philosophische über und der Verfassung. Einer der großen

"Philosophen" der Verfassung ist der "dialektische Kampf" zwischen

Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. Aristoteles erwähnt in seinem

Buch V, was Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit sein würde. Er sagt:

"Wir sehen, dass alle Menschen durch die Gerechtigkeit eine

Charakterverfassung verstehen, die Menschen dazu bringt, das

Richtige zu tun, dass sie gerecht handeln, und das, was gerecht ist,

und ebenso Ungerechtigkeit eine Veranlagung, die sie dazu bringt,

ungerecht zu handeln und zu verlangen, was ungerecht ist." Die

Verfassung muss einen philosophischen Charakter haben, um mit

philosophischen Fragen zu arbeiten, um philosophisch diskutierbar

und epistemologisch bekannt zu sein. Diese Fragen können in zwei

Begriffe unterteilt werden: Wille und Wunsch. Es sollte angemerkt

werden, dass, wenn wir von rechtlichen Beziehungen sprechen, es

sich um Willen und nicht um Wünsche handelt.

Schiedsgerichtsbarkeit ist das Bewusstsein der Fähigkeit, ein

bestimmtes Objekt hervorzubringen und ein bestimmtes Verlangen zu

erfüllen; der Wunsch ist die bloße "Repräsentation eines bestimmten

als Ende platzierten Objekts" (Bobbio, 1969, S.68; siehe auch

Beckenkamp, 2009). 
Es ist die "Fähigkeit (Fähigkeit) zu tun oder nicht zu tun, was man

tun will" (Kant 1982, 316) und wie man es machen möchte. Die

Agentur ist das Bewusstsein für die Fähigkeit, das gewünschte

Objekt zu erreichen. Wenn also gesagt wird, dass das

Rechtsverhältnis ein Verhältnis von Willkür ist, nehmen wir an,

dass es "zwei bewusste Fähigkeiten der Macht sind, die jeder hat,

um das Objekt der Begierde zu erreichen" (Bobbio 1969: 69). Der

Wille dagegen ist die "Begehrensfähigkeit" als "Bestimmungsgrund

der Handlungsfähigkeit" (Kant 1982: 317). Es ist ein praktischer

Grund, insofern es Agentur bestimmen kann. Reiner Wille bedeutet

also die Fähigkeit, Handlungen sofort zu bestimmen, ohne

Instanzen wie empirische Motivationen zu vermitteln. Nur der

Wille tut dies nach a priori Prinzipien, gegeben durch die Vernunft.

Die Schiedsgerichtsbarkeit ist, soweit sie durch die reine Vernunft

bestimmt ist, der freie Wille; während nur von Neigungen

bestimmt, ist Agentur grob (Brutum), den Tieren eigen. Denn es

hat einen moralischen Wert, die menschliche Handlungsfähigkeit

kann zwar durch sinnvolle Reize "beeinflusst" werden, aber von

ihnen nicht "bestimmt" werden. Kant zeichnet den positiven und

negativen Aspekt der Handlungsfähigkeit auf: das Negative bezieht

sich auf "die Unabhängigkeit seiner Bestimmung durch sensible

Reize" (Kant 1982: 317); das Positive bezieht sich auf die

Bestimmung der reinen Vernunft als Praxis, dh sie bestimmt

unmittelbar den Willen. Es ist die selbstgesetzgebende Kapazität

der Vernunft. Der Wille ist wiederum weder frei noch frei. Nur die

Agentur, wenn man bedenkt, dass daraus die Maximen entstehen,

kann frei sein.


VOM SINN DER POLITIK
Die Verfassung sollte Normen zur Regelung des Staates festlegen,

indem sie auf die Grundlagen des Staates, die Funktionen der

staatlichen Gesetzgebung und Verwaltung, Rechtsprechung, den

Haushalts- und Finanzsektor sowie die endgültigen und

Übergangsbestimmungen hinweist. Darüber hinaus müssen

Grundrechte und -pflichten verfasst sein und die

verfassungsrechtliche Grundlage für frühere Notizen sein. Der

Begriff Politik ist von der alten griechischen πολιτεία (politeía)

abgeleitet, die alle Verfahren im Zusammenhang mit der Polis

oder Stadtstaat angezeigt. Im weiteren Sinne könnte es sowohl die

Stadt als auch die Gesellschaft, die Gemeinschaft, die

Gemeinschaft und andere Definitionen des städtischen Lebens

bedeuten. Platons Buch "Die Republik" heißt im Original

"Πολιτεία" (Politeia). Politik ist als eine Form menschlichen

Handelns oder Handelns eng mit Macht verbunden. Politische

Macht ist die Macht des Menschen über einen anderen Menschen,

verworfen andere Machtübungen, zum Beispiel über die Natur

oder Tiere. Macht, die traditionell definiert wurde als "konsistent

in den Mitteln, die geeignet sind, irgendeinen Vorteil zu erlangen"

(Hobbes) oder als "eine Menge von Mitteln, um die gewünschten

Effekte zu erreichen" (Russell). In der politischen Macht gibt es

drei Merkmale. Eines ist die Exklusivität, die sich mit der Tendenz

beschäftigt, die Organisation einer konkurrierenden Streitmacht,

wie etwa unabhängige bewaffnete Machtgruppen, nicht

zuzulassen. Es gibt auch Universalität, die die Fähigkeit hat,

Entscheidungen für die gesamte Gemeinschaft zu treffen. Und

schließlich die Inklusivität, die die Möglichkeit bietet, in allen

möglichen Tätigkeitsbereichen von Gruppenmitgliedern zwingend

einzugreifen und solche Aktivitäten auf die gewünschten Ziele

auszurichten oder sie von einem unerwünschten Ende abzulenken.


Was die Politik durch das Handeln der Politiker in jeder Situation

erreichen will, sind die Prioritäten der Gruppe (oder Klasse oder

Segment in ihr dominant): in sozialen Erschütterungen wird es die

Einheit des Staates sein; In Zeiten innerer und äußerer Stabilität

wird Wohlfahrt, Wohlstand; in Zeiten der Unterdrückung, Freiheit,

bürgerlichen und politischen Rechte; in Zeiten der Abhängigkeit,

nationale Unabhängigkeit. Politik hat keinen konstanten Zweck

oder ein Ende, das alles versteht oder als wahr angesehen werden

kann: "Die Ziele der Politik sind so viele wie die Ziele, die eine

organisierte Gruppe je nach den Zeiten und Umständen

vorschlägt." Politik ist mit der Umwelt verbunden und nicht bis

zum Ende, entspricht der aktuellen Meinung der Staatstheoretiker,

die das Ende ihrer konstituierenden Elemente ausschließen. Für

Max Weber: "Es ist nicht möglich, eine politische Gruppe oder den

Staat zu definieren, die das Ziel ihrer Gruppenaktion angibt. Es gibt

keinen Spielraum, dass politische Gruppen jemals vorgeschlagen

wurden ... Man kann nur den politischen Charakter einer sozialen

Gruppe durch das Medium definieren ... das ist sicherlich nicht

exklusiv, aber es ist in jedem Fall , spezifisch und unentbehrlich für

sein Wesen: die Anwendung von Gewalt. "Das wesentliche Ziel

der Politik ist daher die Erlangung des Gewaltmonopols. Deshalb

muss die Verfassung die Politik politisch machen. Es sollte Macht

und alle politischen Instanzen regeln. Die Verfassung muss formell

schützen, was im Kern des Menschen liegt: Entwicklung der

Politik. Wenn Aristoteles bekräftigt, dass "der Mensch von Natur

aus ein politisches Wesen ist", meint er, dass wir von Natur aus in

der Gesellschaft leben müssen und dass wir zusammen leben

müssen. Und in Anerkennung dieser Notwendigkeit sollte jeder

Bürger die Verantwortung für die Polis übernehmen.


In seiner Arbeit "Politik" stellt Aristoteles fest: "Die Polis ist ein

Teil der natürlichen Dinge und dieser Mensch ist von Natur aus

ein politisches Tier. Politik, oder besser gesagt: politisches

Handeln, also "Gemeinwohlorientierte", ist und kann für alle

Bürgerinnen und Bürger, bzw. für Politiker (Polis-Kinder)

praktikabel sein. Für Aristoteles wird das volle Glück des

Menschen nur in der Gesellschaft erreicht, da der Mensch ein

politisches Wesen ist. Die Politik, so wie Aristoteles es versteht,

ist also streng mit der Moral verbunden. Es ist wichtig, sich

daran zu erinnern, dass die Gesellschaft eine sehr wichtige Rolle

in der intellektuellen und moralischen Entwicklung ihrer Bürger

spielt. Nach Aristoteles "sollten die Bürger in der Stadt mit der

besten Normenordnung und in der mit absolut rechtschaffenen

Menschen ausgestatteten Gesellschaft kein triviales oder

geschäftliches Arbeitsleben führen - diese Lebensarten sind

verachtenswert und unvereinbar mit moralischen Qualitäten -

und das sollten sie auch nicht Bauern die Aspiranten der

Staatsbürgerschaft zu sein, da Freizeit für die Entwicklung

moralischer Qualitäten und für die Ausübung politischer

Aktivitäten unerlässlich ist. " Daher ist das politische Tier oder

der Bürger der freie Mensch, der durch seine Befähigung zur

Herrschaft natürliche Rechte genießt, während die nur mit

körperlicher Robustheit und geringem Intellekt ausgestatteten

Menschen gehorchen können, und diese Analogie erweitert das

Verhältnis zwischen der Souveränität der Stadt und die

Gemeinden, die für ihre spezifischen Zwecke daran teilnehmen.

Die Stadt ist souverän, weil sie auf das gemeinsame, souveräne

Gut abzielt. Der freie Mensch ist souverän, weil er Herr seiner

selbst ist.
Wenn Aristoteles verkündet, dass der Mensch von Natur aus ein politisches Tier ist

(anthropos physei politikon zoon), so sagt er, dass die Forderung nach Perfektion, die

Suche nach dem besten Gut, die Tendenz, das zu erreichen, was gut für ihn ist, ihn

zur Polis treibt. Es heißt nicht, dass der Mensch der Polis für ein geringes Gut beitritt,

wie das, was ihn zur Konstitution der Familie im Namen der Befriedigung

lebenswichtiger Bedürfnisse führt. Es besagt nicht nur, dass der Mensch ein soziales

Tier ist, ein Tier, das zur Konstitution von Gemeinschaften im Allgemeinen neigt,

weil nicht alle Gemeinschaften politisch sind. Er sagt, dass ein bestimmtes Gut ihn

zu einer bestimmten Art von Gemeinschaft treibt, der Polis. Und dass dieses

besondere Gut genau das bessere ist. Das Gute, das es von Natur aus erfordert, nicht

nur dass es lebt, sondern dass es gut lebt. Der Mensch ist ein politisches Tier, ein Tier

der Polis, ein Tier, das dazu neigt, eine Polis zu bilden, die die vollkommenste der

Gemeinschaften und nicht irgendeine Gesellschaft ist. Er könnte ein rein soziales

Tier oder nur ein vertrautes Tier sein, ohne ein politisches Tier zu sein. Und weil es

ein politisches Tier ist, hört es nicht auf, ein soziales und vertrautes Tier zu sein, wo

jenseits der sozialen Basis die unvermeidliche tierische Wurzel existiert. Für

Aristoteles ist der Mensch ein komplexes Wesen: Er gehört zur irdischen

(sublunaren) Welt, aber er ist Teil der himmlischen Welt. Er ist weder ein Gott noch

ein Tier, aber er hat etwas von Gott und Tier. Und die Polis befindet sich kosmisch

im oberen Teil der sublunaren Welt: Einer, der keine Umfragen hat, natürlich und

nicht durch Umstände, ist entweder degradiert oder über der Menschheit. Der

Grund für die Unterscheidung des Menschen von anderen Tieren liegt in der

Tatsache, dass der Mensch ontologisch das einzige Tier ist, das das Wort hat. Das

einzige Tier, das Vernunft ist, das ein vernünftiges Tier ist, wie die Römer sagen

werden. Das einzige kommunikative Tier, wie wir heute sagen würden. So haben

wir bei Aristoteles, dass die Stimme des Menschen nicht auf eine Menge von

Lauten reduziert ist. Es ist nicht nur eine einfache Stimme (Telefon), es dient nicht

nur dazu, Freude und Schmerz anzuzeigen, wie bei anderen Tieren, es ist auch eine

Art, einen Diskurs (Logos) zu kommunizieren. Dank ihm drückt der Mensch nicht

nur das Nützliche und das Schädliche aus, sondern auch den Gerechten und den

Ungerechten. 
Auf der Grundlage dieser Annahmen proklamiert Aristoteles: Der

Mensch ist das einzige Tier, das das Wort hat. Nun, während die

Stimme nur dazu dient, Freude und Schmerz anzuzeigen, und daher

auch anderen Tieren gehört (da ihre Natur zur Manifestation der

Empfindungen von Vergnügen und Schmerz geht und sie bezeichnet

der Diskurs dient dazu, das Nützliche und das Schädliche

auszudrücken, also auch den Gerechten und den Ungerechten: weil es

die Besonderheit des Menschen ist, im Verhältnis zu anderen Tieren

der Einzige zu sein, der das Gefühl hat, gut und gut zu sein das Böse,

der Gerechte und der Ungerechte und andere moralische

Vorstellungen und ist die Gemeinschaft dieser Gefühle, die die

Familie und die Polis hervorbringt. Jede andere Lektüre dieses

aristotelischen Verständnisses des Konzepts des politischen Tieres

würde uns nicht verstehen lassen, was derselbe Autor als nächstes

schreibt: Die Polis ist von Natur aus vor der Familie und jeder von uns

individuell betrachtet. Das Ganze ist notwendigerweise notwendig vor

dem Teil, weil der ganze Körper, einmal zerstört, bedeutet, dass es

weder Fuß noch Hand gibt, außer durch bloße Homonomie oder in

dem Sinne, in dem man von einer Steinhand spricht: Eine Hand dieser

Art wird eine tote Hand sein. Deshalb muss die Verfassung die

Erhaltung des komplexesten und einfachsten Sinns des Menschen

garantieren: seinen natürlich politischen Sinn. 


VOM SINN DER RECHTSSYSTEME
Die Verfassung muss Rechtssysteme validieren und entwickeln.

Es sollte logisch sein, auf die Rechtsprechung anwendbar sein und

gerechte Gerechtigkeit mit Gerechtigkeit und Gleichheit fördern.

In Griechenland wurde die Gerechtigkeit durch eine Göttin

Thémis und später Diké repräsentiert, die mit offenen Augen

dargestellt wurde. Im alten Rom wurde die Gerechtigkeit durch

eine Statue mit verbundenen Augen dargestellt, die auf ihre

Maximalwerte abzielte, wo "jeder vor dem Gesetz gleich ist" und

"jeder gleiche rechtliche Garantien hat" oder "jeder hat die

gleichen Rechte". Gerechtigkeit muss die Gleichheit der Bürger

anstreben. Aristoteles definierte Gerechtigkeit als eine

proportionale Gleichheit: Gleichbehandlung unter Gleichen und

Ungleichheit unter Ungleichen im Verhältnis zu ihrer

Ungleichheit. Aristoteles erkennt auch an, dass der Begriff der

Gerechtigkeit unpräzise ist und oft im Gegensatz zu dem, was wir

als unfair verstehen, definiert wird - das heißt, wir erkennen mit

größerer Leichtigkeit eine bestimmte Situation als ungerecht als

eine gerechte Situation an. Platon erkennt Gerechtigkeit als

Synonym für soziale Harmonie an und bezieht dieses Konzept

auch auf die Idee, dass der Gerechte sich gemäß dem Gesetz

verhält. Plato argumentiert in seiner Arbeit Politeia, dass der

Gerechtigkeitsbegriff sowohl die individuelle als auch die

kollektive Dimension umfasst: Gerechtigkeit ist eine angemessene

und harmonische Beziehung zwischen den kriegführenden

Parteien derselben Person oder Gemeinschaft. 


Platon verband Gerechtigkeit mit moralischen Werten. Cephalus

sagte, dass Gerechtigkeit darin besteht, die Wahrheit zu sagen und

dem anderen zurückzugeben, was er genommen hat, und nach den

Aufzeichnungen von Sokrates fügt er hinzu, dass er nur die

Wahrheit sprechen und das Eigentum nach einer Analyse des

Geisteszustandes übergeben kann. Für Polemarco bestand die

Gerechtigkeit darin, jedem sein Recht zu geben, seinen Freunden

Gutes zu tun und seinen Feinden Böses zu tun. Jetzt, Thrasymachos

mit den Argumenten gegen Sokrates, sagte er, dass Gerechtigkeit

relativ ist, es hängt vom Interesse des Stärksten ab, welches die

Macht hält. Etwas, das vom Interesse derer abhängt, die regieren.

Die Republik ist Platons wahres Streben nach einer Definition von

Gerechtigkeit und trägt damit die Idee der Überlegenheit des

Lebens des gerechten Menschen über die Ungerechten. Indem er

die dialektische Methode verwendet, um zu lehren, zu debattieren

und vor allem zu einer klaren, präzisen und universellen Definition

von Gerechtigkeit zu gelangen, steht Sokrates als Fragesteller und

fragt durch die Fragen, ob es einen Widerspruch gibt zwischen dem,

was der Gesprächspartner sagt und glaubt. Aristoteles, in Buch V

der Nikomachischen Ethik, machte eine Studie über das, was

korrektive Gerechtigkeit sein würde, die seiner Meinung nach

"korrigierende Gerechtigkeit der Vermittler zwischen Verlust und

Gewinn sein würde." Beachten Sie, dass Korrekturjustiz die

Intervention einer dritten Person erfordert, die für die Entscheidung

von Konflikten verantwortlich ist, die in zwischenmenschlichen

Beziehungen entstehen. Daher ist die Figur des Richters in

korrektiver Gerechtigkeit für Aristoteles von äußerster Wichtigkeit,

denn er verkörpert, was gerecht wäre.


In der Theorie des Naturgesetzes hat der hl. Thomas von Aquin

Gerechtigkeit als die beständige Disposition des Willens

verstanden, jedem zu geben, was sein - suum cuique tribuere ist -

und klassifiziert als kommutativ, distributiv und legal, wie es unter

Gleichen geschieht souverän zu den Subjekten und von ihnen zu

dem jeweils. Thomas von Aquin versteht, dass es keinen

bedingungslosen oder absoluten Kodex unveränderlicher

Gerechtigkeit gibt, da die menschliche Vernunft unterschiedlich ist

- obwohl der Wille, Gerechtigkeit zu suchen, ein ewiges Ziel für

den Menschen ist. Auch Thomas von Aquin bringt sein

Religionsbegriff sehr nahe, wenn man argumentiert, wenn der

Wille Gottes allein ewig ist und Gerechtigkeit ein ewiger Wille ist,

dann kann Gerechtigkeit nur in Gott sein. Hans Kelsen präsentiert

Gerechtigkeit als eine irrationale Idee; so unerläßlich es auch für

das Wirken von Menschen sein mag, es ist kein begriffsbezogenes

Konzept. Kelsen sieht Gerechtigkeit als ein subjektives Werturteil,

das nicht wissenschaftlich analysiert werden kann. Die Verfassung

selbst muss eine Rechtsordnung sein, dh sie muss eine

hierarchische Reihe von Rechtsnormen (Regeln und Prinzipien)

sein, die menschliches Verhalten zwanghaft disziplinieren, um

Harmonie und sozialen Frieden zu suchen. Es sollte auf zwei

Konzepten basieren: Gleichheit und Gerechtigkeit. Griechenland

kann als Wiege der Gleichheit gelten. Der Kontext der griechischen

Stadtstaaten, insbesondere Athens, führte zur Entwicklung der

Philosophie, die die Quelle der griechischen Gerechtigkeit war. In

Griechenland wurde Eigenkapital epieikeia genannt und

manifestierte die Idee, das Recht auf den Fall anzupassen. Es war

nicht beabsichtigt, das geschriebene Gesetz aufzulösen, sondern es

nur demokratischer zu machen. Unter den griechischen

Philosophen heben sich Plato, der sich als erster um Gerechtigkeit

sorgte, und Aristoteles hervor. Er trennte Gerechtigkeit von der

Gerechtigkeit und stellte diese auf eine höhere Stufe als die

normative Gerechtigkeit. 
Aristoteles definierte die Epieikei jedoch aufgrund von

Korruption in der Justiz als unpraktisch und empfahl daher nicht

die uneingeschränkte Verwendung durch die Richter.

Gerechtigkeit spielte eine fundamentale Rolle bei der

Entwicklung des römischen Rechts. Um diese Bedeutung zu

verstehen, ist es notwendig, das archaische römische Recht vom

klassischen römischen Recht zu unterscheiden. Das archaische

oder quiritarische römische Recht war durch Formalismus,

Mündlichkeit und Starrheit gekennzeichnet, wobei Gleichheit

"Arithmetik" und nicht Billigkeit angewandt wurde. Es

erstreckte sich nicht auf alle, die im Imperium lebten, und schuf

eine Masse ausgeschlossener Menschen, die nicht zur

Gerechtigkeit greifen konnten. Mit der Invasion Griechenlands

durch die Römer kam es jedoch zu einer Synkretisierung

zwischen den beiden Kulturen und damit einhergehend mit der

Einführung eines geschriebenen Rechtes. Die griechische

Philosophie wurde beeinflusst durch das Brechen der Starrheit

des Gesetzes, durch das Prinzip der Billigkeit. Von da an sah

das römische Recht eine große Entwicklung. Die Formeln haben

begonnen, neue Rechte zu garantieren und dasselbe auf mehr

Leute wie Ausländer auszudehnen. Gerechtigkeit hat nicht dazu

geführt, das Gesetz zu ändern, indem ein verfahrenstechnisches

Mittel geschaffen wurde, um die Lücken zu schließen.

Bemerkenswert ist auch die Kodifizierung von Justinian, Corpus

juris civilis, die der Gerechtigkeit große Bedeutung und

Bedeutung zubilligte. Daraus lässt sich schließen, dass uns die

Römer in der Entwicklung des westlichen römisch-

germanischen Rechts durch ein formales und starres Recht,

Gewissheit und Präzision verlassen haben, während die

Griechen diese übermäßige Starrheit durchbrochen haben und

zum Prinzip der Gerechtigkeit beigetragen haben.


Im Mittelalter herrschten die Ideen des hl. Thomas von Aquin.

Basierend auf Aristoteles entwickelte er das Konzept der

Gerechtigkeit, das auf den christlichen Kontext angewendet wird.

Der Gedanke des hl. Thomas von Aquin verband Billigkeit mit

etwas Nützlichem für die Anwendung des Rechts. Gerechtigkeit

war auch gleichbedeutend mit Tugend und Vorsicht; das heißt,

gerechter zu urteilen. So schreibt das Gesetz vor, dass Einlagen

zurückgegeben werden müssen, da dies in den meisten Fällen

gerecht ist; aber es kann passieren, dass es in einem bestimmten

Fall schädlich ist. Zum Beispiel, wenn ein Wahnsinniger, der ein

Schwert abgelegt hat, es im Zugang des Wahnsinns fordert, wenn

jemand die Hinterlegung verlangt, gegen das Mutterland zu

kämpfen. In solchen Fällen und dergleichen, ist schlecht, das

geltende Recht zu beachten: eher, es ist gut, seine Worte beiseite,

nach der Berufung für die Idee der Gerechtigkeit und das

Gemeinwohl. Und das nennt man Epeieieia, die wir Eigenkapital

nennen. Neben der aristotética-Thomist Konzeption (Naturrecht

und führende Aktien), Christian Eigenkapital (Aequitas canonica)

erhielt Einfluss des römischen Designs und patristischen, die

Aktien die Rechtsnorm auf zwei Arten beeinflussen: Die erste

wäre, den informativen Umfang und inspirierend; Das heißt,

Billigkeit kann ein Gesetz beeinflussen, und ein Beispiel dafür ist

die Legalisierung seiner Verwendung durch die Rechtsnorm. Die

zweite war, die Macht der Entscheidungsfreiheit zu regeln, die der

Richter im zeitgenössischen Recht hatte. So konnte er diese Kraft

nicht im freien Willen benutzen, er musste den Prinzipien der

Moral und Legalität folgen. Auf diese Weise agiert die

Gerechtigkeit "[...] als eine idealistische Vorstellung, die im Geiste

des Gesetzgebers regiert, um sich in Normen zu verwandeln, die

den sozialen Bedürfnissen entsprechen, mit dem

Interessenausgleich." Rechtlich gesehen ist Gleichheit eine Norm,

die es erfordert, alle auf die gleiche Weise zu behandeln.


Aber von diesem anfänglichen Konzept haben wir viele

Entfaltungen und Unsicherheiten. Die Grundregel lautet, dass

Gleichgestellte auf die gleiche Weise behandelt werden sollten

(zum Beispiel sollte das Gewicht der Stimmen aller Wähler

gleich sein). Aber wie sollen wir die Ungleichen behandeln, zum

Beispiel die Reichen und die Armen? Man spricht von formaler

Gleichheit, wenn alle auf die gleiche Weise und in materieller

Gleichheit behandelt werden, wenn die Schwächeren eine

besondere Behandlung erhalten, um sich dem Stärkeren zu

nähern. Geboren mit der Französischen Revolution und

entwickelt während des gesamten achtzehnten und neunzehnten

Jahrhunderts besteht formelle Gleichheit in der Aphorismus alle

vor dem Gesetz gleich sind. Es zielt darauf ab, alle Menschen der

Rechtsstaatlichkeit und dem Recht zu unterwerfen, ohne

Diskriminierung in Bezug auf Glaubensbekenntnisse, Rassen,

Ideologien und sozioökonomische Merkmale. 

VOM SINN DER ETHIK


Die Verfassung muss auch eine Reihe von Normen sein, die Wert

auf die Erforschung der Prinzipien legen, die menschliches

Verhalten motivieren, verzerren, disziplinieren oder lenken,

insbesondere die Essenz von Normen, Werten, Vorschriften und

Ermahnungen, die in jeder sozialen Realität vorhanden sind. Die

Verfassung muss einen Wert und eine moralische Ordnung in

Bezug auf die Gesellschaft haben. Die ethische Spekulation in

Griechenland begann nicht abrupt und absolut. Die Gebote des

Verhaltens, naiv und fragmentarisch - die die ältesten

Manifestationen der im Entstehen begriffenen moralischen

Reflexion überall sind - sind ein Element in der gnomic Poesie der

siebten und sechsten Jahrhundert vor Christus hervorgehoben

Seine Bedeutung von traditionellen Aufzählung der sieben

Weisen des Jahrhunderts enthüllt VI, und sein Einfluss auf das

ethische Denken wird durch die Referenzen von Plato und

Aristoteles bezeugt.
Aber von solchen nicht-wissenschaftlichen Erklärungen zur

Moralphilosophie war es eine lange Reise. In der praktischen

Weisheit von Tales, einem der Sieben, wird keine Moraltheorie

unterschieden. Im Fall des Pythagoras, der unter dem

Vorsokratiker zeichnet du der Gründer nicht nur eine Schule zu

sein, sondern eine Sekte oder begehen, um mit der Regel des

Lebens, die alle ihre Mitglieder erforderlich ist, gibt es eine engere

Verbindung zwischen moralische und metaphysische

Spekulationen. Die Lehre der Pythagoräer, dass das Wesen der

Gerechtigkeit (als gleichwertig Entschädigung gedacht) war eine

Quadratzahl zeigt einen ernsthaften Versuch, das Reich ihres

Verhaltens mathematischen Auffassung des Universums zu

verlängern; und dasselbe kann von seiner Einordnung des Guten

neben der Einheit, dem Geraden und dem Ähnlichen und dem

Bösen neben den entgegengesetzten Eigenschaften gesagt werden.

Dennoch scheint die Erklärung der moralischen Gebote von

Pythagoras dogmatisch gewesen zu sein, oder sogar prophetisch,

sondern als philosophisches und wurde von seinen Schülern in

einer nicht-philosophischen Ehrfurcht, als ipse dixit des Meisters

angenommen. Wer also der Einfluß der pythagoreischen Mischung

aus ethischen und mathematischen Vorstellungen von Plato war,

und durch diesen auf dem Nachsatz, ist die Schule nicht eine

Vorstufe zu einer sokratischen Forschung betrachtet, die eine

Theorie des völlig rationalen Verhaltens sucht. Das ethische

Element der "obskuren" Philosophie Heraklits (um 530-470 v.

Chr.) - obwohl er den Stoizismus in seiner Vorstellung von einem

Gesetz des Universums vorwegnahm, mit dem sich der Weise zu

vereinigen und göttliche Harmonie in der Anerkennung von die

finden ihre wahrsten Zufriedenheit - es ist tiefer, aber immer noch

weniger systematisch. Nur in Demokrit, einem Zeitgenossen des

Sokrates und letzte der ursprünglichen Denker als vorsokratische

eingestuft, ist es etwas, das ethische System aufgerufen werden

können.
Die Fragmente, die die moralischen blieben Demokrit behandelt

sind vielleicht ausreichend uns auf das Verhalten eines solche

Wendung der griechischen Philosophie zu überzeugen, die in der

Tat zu Sokrates zurückzuführen ist, wäre es auch ohne sie

stattgefunden hat, wenn auch in einem weniger entscheidend; aber

die Ethik democriteana mit Post-sokratischem System, mit dem

mehr Affinität verglichen werden muss - Epicureanism - man

erkennt, dass es ein sehr rudimentäres Verständnis der formalen

Bedingungen zeigt, dass die moralische Lehre gerecht werden

muss, bevor es Behandlung beanspruchen kann gewidmet

Wissenschaft. Die Wahrheit ist, dass kein System der Ethik hätte

konstruiert werden können, bis Aufmerksamkeit auf die

Unbestimmtheit und Widersprüchlichkeit der gemeinsamen

moralischen Meinungen der Menschheit gezogen wurde. Zu

diesem Zweck mußte ein philosophischer Intellekt erster Größe

sich auf die Probleme der Praxis konzentrieren. In Sokrates gibt es

zum ersten Mal die notwendige Kombination eines überragenden

Interesses am Verhalten mit einem brennenden Wunsch nach

Wissen. Vorsokratische Denker widmeten sich in erster Linie der

ontologischen Forschung; aber in der Mitte des fünften

Jahrhunderts v. Chr. hatte der Konflikt zwischen ihren

dogmatischen Systemen einige der schärfsten Köpfe dazu gebracht,

an der Möglichkeit zu zweifeln, das Geheimnis des physikalischen

Universums zu durchdringen. Dieser Zweifel fand Ausdruck in

Gorgias 'begründeter Skepsis und brachte Protagoras' berühmten

Satz hervor, daß die menschliche Besorgnis das einzige Muster der

Existenz sei. Dasselbe Gefühl führte Sokrates dazu, die alten

physikalisch-metaphysischen Untersuchungen aufzugeben. Diese

Zurückhaltung wurde vor allem durch eine naive Frömmigkeit

gefördert, die ihm verbot, nach Dingen zu suchen, deren Wissen

die Götter nur für sich selbst reserviert zu haben schienen. 


Auf der anderen Seite hatten sie (abgesehen von besonderen

Schwierigkeiten, in denen Omen und Orakel verwendet werden

konnten) die menschliche Handlungsweise dem menschlichen

Verstand überlassen. Sokrates widmete seine Bemühungen dieser

Untersuchung. Obwohl Sokrates als erster zu einer angemessenen

Auffassung von Verhaltensproblemen gekommen ist, ist die

allgemeine Idee damit nicht entstanden. Die natürliche Reaktion

gegen den metaphysischen und ethischen Dogmatismus der antiken

Denker hatte mit den Sophisten ihren Höhepunkt erreicht. Gorgias

und Protagoras sind nur zwei Vertreter dessen, was tatsächlich eine

universelle Tendenz war, die dogmatische und streng ontologische

Theoretisierung aufzugeben und Zuflucht zu praktischen Dingen zu

suchen - besonders, wie es im griechischen Stadtstaat, in den

bürgerlichen Beziehungen selbstverständlich war. Die von den

Sophisten angebotene Ausbildung diente nicht dem Zweck einer

allgemeinen Lebenstheorie, sondern sollte die Kunst lehren, mit

weltlichen Angelegenheiten umzugehen und öffentliche

Angelegenheiten zu verwalten. In ihrer Umarmung der Tugenden

des Bürgers wiesen sie auf den aufsichtsrechtlichen Charakter der

Gerechtigkeit als ein Mittel hin, um Vergnügen zu erlangen und

Schmerzen zu vermeiden. In der griechischen Auffassung der

Gesellschaft bestand das Leben des freien Bürgers hauptsächlich aus

seinen öffentlichen Funktionen, und daher entsprachen die Pseudo-

Aussagen der Sophisten den Erwartungen der Zeit. Es wurde nicht

ἀρετἠ (Tugend oder Exzellenz) als eine einzigartige Qualität


betrachtet, die mit einem intrinsischen Wert ausgestattet ist, sondern

als eine Tugend des Bürgers, genauso wie das gute Flötenspiel die

Tugend des Flötenspielers war. 


Es wird hier wie in anderen Aktivitäten der Zeit die

Entschlossenheit wahrgenommen, technisches Wissen zu erwerben

und direkt auf praktische Fächer anzuwenden; So wie die Musik

durch neues technisches Wissen, Architektur durch moderne

Planungstheorien und T-Regeln, die Beherrschung der Soldaten

durch die neuen Techniken der "Taktik" und "Hopliten" bereichert

wurde, muss die Bürgerschaft als Innovation analysiert werden ,

systematisiert und an moderne Anforderungen angepasst. Die

Sophisten haben zwar oberflächlich diese Themen studiert, aber sie

haben uns umfassend angesprochen, und es ist nicht verwunderlich,

dass sie die in der Rhetorik erfolgreichen Methoden angewandt und

auf die "Wissenschaft und Kunst" der Bürgertugenden angewandt

haben. Platons Protagoras behauptet, nicht ohne Grund, dass sie in

der Tugendhaftigkeit systematisch vorgehen, was alle anderen auf

chaotische Weise taten. Aber im wahrsten Sinne des Wortes hatten

die Sophisten weder ein ethisches System noch einen substantiellen

Beitrag, außer im Gegensatz zur ethischen Spekulation. Sie

analysierten einfach die konventionellen Formeln, genauso wie sie

es mit bestimmten (sogenannten) Moralisten taten. In diese Arena

des gesunden Menschenverstandes und der Unbestimmtheit brachte

Sokrates einen neuen kritischen Geist und zeigte, daß diese

populären Dozenten trotz ihrer fruchtbaren Beredsamkeit ihre

grundlegenden Annahmen nicht verteidigen konnten und auch

nicht rationale Definitionen dessen, was sie erklären wollten,

darstellten. Sie waren nicht nur "ignorant", sondern auch im

Umgang mit bestimmten Fällen immer widersprüchlich. So kam

Sokrates mit Hilfe seiner berühmten "Dialektik" zuerst zu dem

negativen Ergebnis, dass die Möchtegern-Herren des Volkes so

ignorant waren, wie er selbst behauptete, und bis zu einem

gewissen Grad gerechtfertigt Aristoteles Induktion und

Definitionen "in der Philosophie.


Diese Beschreibung seiner Arbeit ist jedoch sehr technisch und sehr

positiv, wenn man sie auf der Grundlage der ersten Dialoge von Plato

bewertet, in denen der wahre Sokrates weniger verändert ist. Sokrates

behauptete, dass die vorzügliche Weisheit, die das Orakel von Delphi

ihm zuschrieb, in einem einzigen Bewusstsein der Unwissenheit

bestand. Es ist jedoch ebenso klar von Plato, dass es ein sehr

wichtiges positives Element in der Lehre von Sokrates gab, das

zusammen mit Alexander Bain bestätigt, dass "der erste wichtige

Name in der antiken ethischen Philosophie Sokrates ist". Die

Vereinigung der positiven und negativen Elemente seiner Arbeit hat

bei den Historikern eine gewisse Ratlosigkeit hervorgerufen, und die

Konsistenz des Philosophen hängt von der Anerkennung einiger

Lehren ab, die Xenophon ihm als bloße Versuchversuche zuschreibt.

Dennoch sind Sokrates 'wichtigste Positionen in der Geschichte des

ethischen Denkens leicht mit seiner Überzeugung von Unwissenheit

zu vereinbaren und machen es noch einfacher, seine unermüdliche

Untersuchung der gemeinsamen Meinung zu verstehen. Während

Sokrates die Schwierigkeit, Wissen zu erwerben, deutlich zeigte, war

er davon überzeugt, dass nur Wissen die Quelle eines kohärenten

Tugendsystems sein konnte, so wie der Fehler das Böse verursacht

hat. So schlägt Sokrates zum ersten Mal in der Geschichte des

Denkens ein positives wissenschaftliches Gesetz des Verhaltens vor:

Tugend ist Wissen. Dieses Prinzip beinhaltete das Paradox, dass die

Person, die weiß, was gut ist, nicht übel übt. Aber das ist ein

Paradoxon, das aus seinen unkontrollierbaren Binsenweisheiten

herrührt: "Jeder Mensch begehrt sein eigenes Wohl und würde es

bekommen, wenn er könnte" und "Niemand würde leugnen, dass

Gerechtigkeit und Tugend im Allgemeinen Güter sind und unter allen

das Beste ".


Alle Tugenden werden daher im Wissen des Guten synthetisiert. Aber

dieses Gute für Sokrates ist keine Pflicht, die dem Eigeninteresse

entgegensteht. Die Stärke des Paradoxes hängt von einer

Verschmelzung von Pflicht und Interesse an einer einzigen Idee des

Guten ab, einer Verschmelzung, die im Denken der Zeit vorherrschte.

Das ist laut Xenophon der Kern des positiven Denkens von Sokrates.

Er konnte abstrakt keine befriedigende Herangehensweise an das Gute

bieten, und er vermied jede Frage in diesem Punkt, indem er sagte,

dass er "nichts Gutes weiß, das für eine bestimmte Sache nicht gut ist",

aber dieses besondere Gut ist im Einklang mit sich selbst. Er selbst

schätzte über alles die Tugend der Weisheit; und um es zu erreichen,

sah er sich der größten Knappheit gegenüber und behauptete, ein

solches Leben sei reicher an Befriedigung als ein Luxusleben. Diese

multidimensionale Vision wird durch die seltsame Mischung aus edlen

und rein utilitaristischen Gefühlen in seiner Annäherung an die

Freundschaft veranschaulicht: Ein Freund, der uns keine Vorteile

bringt, ist wertlos; aber der größte Vorteil, den ein Freund uns bringen

kann, ist moralische Perfektion. Die historisch wichtigen

Eigenschaften seiner Moralphilosophie, zusammen mit seinen Lehren

und seinem persönlichen Charakter, lassen sich wie folgt

zusammenfassen: (1) ein leidenschaftliches Streben nach Wissen, das

nirgends verfügbar ist, aber das, wenn es gefunden wird , wird

menschliches Verhalten vervollkommnen; (2) gleichzeitig eine

Forderung, dass Männer nach einer kohärenten Theorie so weit wie

möglich handeln sollten; (3) eine vorläufige Anhaftung an die

empfangene Vorstellung von dem, was gut ist, mit all seiner

Komplexität und Inkohärenz, und einer permanenten Bereitschaft, die

Harmonie seiner verschiedenen Elemente aufrechtzuerhalten, und die

Überlegenheit der Tugend durch Ansprechen auf das Muster des

Interesses zu demonstrieren eigene; (4) persönliche Festigkeit bei der

Übernahme dieser praktischen Überzeugungen. Nur wenn man alle

diese Punkte betrachtet, kann man verstehen, wie aus den sokratischen

Gesprächen die verschiedenen Strömungen des griechischen ethischen

Denkens hervorgegangen sind.


Vier verschiedene Schulen haben ihren unmittelbaren Ursprung in dem

Kreis, der sich um Sokrates versammelt hat - die Schule der Megaric,

Platonic, Cynic und Cyrenaic. Der Einfluss des Meisters manifestiert

sich in allen, trotz der großen Unterschiede, die sie voneinander trennen;

alle stimmen darin überein, dass der wichtigste Besitz des Menschen

Weisheit oder Wissen ist, und dass das wichtigste zu erlangende Wissen

die Kenntnis des Guten ist. Hier endet jedoch die Übereinkunft. Der

philosophischste Teil des sokratischen Kreises war eine Gruppe, aus der

Euklid von Megara wahrscheinlich der erste Führer war. Diese Gruppe

gab zu, dass das Gute Gegenstand einer noch nicht abgeschlossenen

Untersuchung war, und sie wurden dazu gebracht, es mit dem

Geheimnis des Universums zu identifizieren und so von der Ethik zur

Metaphysik überzugehen. Andere, deren Wissensbedürfnisse leichter zu

befriedigen waren und die durch die positive und praktische Seite der

Lehren des Meisters noch immer unter dem Eindruck standen, machten

die Suche zu einem viel einfacheren Thema. Sie waren der Ansicht, dass

das Gute bereits bekannt war und behaupteten, dass die Philosophie in

der starren Anwendung dieses Wissens auf Handlungen bestand. Unter

diesen waren Antisthenes die Kyniker und Aristippus. Beide räumten die

Pflicht ein, konsequent nach der Theorie zu leben, anstatt sie durch

Impulse oder Gewohnheit zu treiben. Für seine Vorstellung von einem

neuen Wert zu Leben durch diese Rationalisierung zurückzuführen, und

seine Bemühungen um eine unerschütterliche Festigkeit, ruhig und still,

das sokratische Temperament, zu halten ist, dass Antisthenes und

Aristippus als „sokratische Männer“ anerkannt, obwohl sie geteilt die

positive Lehre des Meisters in diametral entgegengesetzten Systemen.

In Bezug auf seine gegensätzlichen Prinzipien kann man sagen, dass

Aristippos zwar den offensichtlichsten logischen Übergang zur

Reduzierung der Lehren des Sokrates auf eine klare dogmatische Einheit

vollzogen hat, aber Antisthenes sicherlich die natürlichste

Schlussfolgerung aus dem sokratischen Leben gezogen hat.


Aristippus argumentiert, dass, wenn alles, was schön oder

bewundernswerte Verhalten leitet diese Qualitäten seiner Nützlichkeit,

das heißt, seine Fähigkeit, ein höheres Gut zu erzeugen; und wenn die

tugendhafte Handlung ist im Wesentlichen eine Aktion mit Prognose

durchgeführt - mit der rationalen Befürchtung, dass die Wirkung der

geeignete Weg ist so gut zu erwerben -; so dass nur gut zufrieden sein.

Aristippus behauptet, dass die Freuden und Schmerzen Körper sind

die schärfsten, aber scheint nicht, diese Idee in Form einer

materialistischen Theorie verteidigt zu haben, gab er die Existenz

eines rein geistigen Genüssen wie rejoice in den Wohlstand der

Heimat. Voll zugegeben, dass dies auch nur in aufeinanderfolgenden

Teilen gehalten werden konnte, und gab zu viel Gewicht auf die Regel

aus der Freude des Augenblicks sucht und nicht Sorgen über die

Zukunft. Für Aristippus äußerte die Weisheit in der friedlichen

Auswahl, entschlossenen und geschickten Freuden, die Umstände von

einem Moment zum anderen angeboten, ohne durch Leidenschaft,

Vorurteil oder Aberglaube gestört zu werden; und die Tradition ist es,

als jemand, der dieses Ideal in beeindruckendem Grad realisiert. Unter

den Vorurteilen, von denen der weise Mann frei sein würde, schließt

Aristipo Gehorsam gegenüber den Konventionen durch Gewohnheit

diktiert, dass keine Strafen zu seiner Übertretung gekoppelt; jedoch

behielt er, und Sokrates, dass diese Strafen wurden sinnvoll, eine

konformistische Haltung einzunehmen. So Anfänge der ethischen

Theorie, erschienen bereits eine vollständige und detaillierte

Darstellung des Hedonismus. Ganz anders war das Verständnis von

Antisthenes und der Zyniker über den sokratischen Geist. Sie

behaupteten auch, dass keine spekulative Forschung für die

Entdeckung des Guten und der Tugend notwendig sei, und sie

argumentierten, dass sich die sokratische Weisheit nicht in einer

lustvollen Verfolgung zeigte; aber im Gegenteil in einer rationalen

Gleichgültigkeit gegen das Vergnügen - in einem klaren Verständnis,

dass es in Vergnügen oder anderen Gegenständen keinen Wert der

allgemeinsten Begierden gibt, die von Männern geschätzt werden.


Tatsächlich erklärte Antisthenes kategorisch, dass Vergnügen ein

Übel ist: "Wahnsinn ist besser als Genuss." Er ignorierte nicht die

Notwendigkeit, lediglich intellektuelle Einsichten mit der

"sokratischen Geistkraft" zu ergänzen; aber es schien ihm, dass

man durch eine Kombination von Einsicht und Selbstbeherrschung

absolute spirituelle Unabhängigkeit erreichen konnte, die nichts

als vollkommenes Wohlbefinden zurücklassen würde. Denn wie

Armut, anstrengende Arbeit, die Verachtung und andere Übel, die

Männer erschrecken, würde diese von Nutzen sein, argumentierte

er, als ein Mittel, die Freiheit und geistige Kraft zu fördern.

Allerdings ist die zynische Auffassung der Weisheit, ein positives

Kriterium über die bloße Ablehnung von Vorurteilen und

irrationalen Wünschen. Wir haben gesehen, dass Sokrates nicht

eine abstrakte Theorie über gut oder weise Verhalten entdeckt zu

haben, haben Anspruch; zur gleichen Zeit, verstehe ich diesen

Mangel in praktischem Sinne, als Grund für die überzeugte

Leistung von üblichen Aufgaben, immer behauptet, daß sein

eigenes Glück zu dieser Praxis unterliegt. Zyniker, kühner,

herrschte viel Freude, als die bloße Gewohnheit für beide

irrational zu berücksichtigen; aber dabei ließen sie die befreite

Vernunft ohne einen bestimmten Zweck jenseits ihrer eigenen

Freiheit. Es ist absurd, wie Plato wies darauf hin, dass das Wissen

sagt, ist gut und dann, wenn wir fragen, „was für Wissen?“ keine

andere positive Antwort zu haben, aber "gut"; aber die Kyniker

scheinen sich nicht ernsthaft bemüht zu haben, diesem

Widerspruch zu entgehen.
Platons Ethik kann nicht richtig als fertiges Produkt behandelt

werden; sondern als fortwährende Bewegung von der Stellung des

Sokrates zu Aristoteles vollständigstem und artikuliertem System,

mit Ausnahme von asketischen und mystischen Andeutungen in

einigen Teilen von Platons Lehren, die bei Aristoteles keine

Entsprechung finden, in der Tat verschwinden sie kurz nach Platons

Tod aus der griechischen Philosophie, viel später tauchen sie wieder

auf und werden von Neopitagorismus und Neuplatonismus

enthusiastisch entwickelt. Der erste Punkt, an dem eine platonische

ethische Konzeption, die sich von der des Sokrates unterscheidet,

identifiziert werden kann, ist in Protagoras gegenwärtig. In diesem

Dialog verfolgt Plato echte, wenn auch deutlich verführerische

Bestrebungen, den Gegenstand dieses Wissens zu definieren, den er

und sein Meister als das Wesen aller Tugend angesehen haben.

Dieses Wissen wäre in der Tat ein Maß für Genüsse und Schmerzen,

durch das der Weise fälschlicherweise vermeidet, zukünftige

Empfindungen im Vergleich zu dem zu unterschätzen, was

allgemein als "Nachgeben gegenüber Angst und Verlangen"

bezeichnet wird. Dieser Hedonismus hat Platons Leser fasziniert.

Aber es gibt keinen Grund zur Verwirrung, denn der Hedonismus ist

die offensichtlichste Folge dieser sokratischen Doktrin, nach der

jeder der verschiedenen Begriffe des Guten - des Schönen, des

Vergnüglichen und des Nützlichen - irgendwie in Bezug auf die

anderen interpretiert werden muß. Für Platon konnte diese

Konsequenz jedoch nur aufrechterhalten werden, solange er die

intellektuelle Bewegung nicht ausgeführt hatte, die sokratische

Methode über das menschliche Verhalten hinauszutragen und in

einem metaphysischen System zu entwickeln. Diese Bewegung kann

wie folgt ausgedrückt werden. "Wenn wir wüssten", sagte Sokrates,

"was Gerechtigkeit ist, könnten wir eine Definition von

Gerechtigkeit präsentieren"; Wahres Wissen muss eine Kenntnis der

allgemeinen Tatsache sein, die allen Einzelfällen gemeinsam ist, für

die der allgemeine Begriff gilt.


Das gilt aber auch für andere Objekte des Denkens und Diskurses;

die gleiche Beziehung zwischen allgemeinen Begriffen und

bestimmten Beispielen erstreckt sich durch das physikalische

Universum; Man kann nur darüber denken und darüber sprechen.

Wahres oder wissenschaftliches Wissen muss daher ein

allgemeines Wissen sein, das in erster Linie nicht auf Individuen,

sondern auf die allgemeinen Tatsachen oder Qualitäten bezogen

ist, die Individuen veranschaulichen; in der Tat wird der Begriff

eines Individuums, wenn es untersucht wird, als ein Aggregat

dieser allgemeinen Qualitäten gezeigt. Aber wiederum muss das

wahre Wissen das sein, was wirklich existiert; Daher muss die

Realität des Universums auf Tatsachen oder allgemeinen

Beziehungen beruhen und nicht auf Individuen, die solche Fakten

und Beziehungen veranschaulichen. Bis jetzt sind die Schritte klar

genug; aber wir sehen immer noch nicht, wie dieser logische

Realismus (wie er später diese Position genannt wurde) zum

wesentlichen ethischen Charakter des Platonismus führt. Platons

Philosophie ist auf das ganze Universum des Seins gerichtet; doch

das letzte Ziel seiner philosophischen Kontemplation ist immer

noch "gut", jetzt betrachtet als die letzte Grundlage allen Seins und

aller Erkenntnis. Das heißt, das Wesen des Universums wird mit

diesem Ziel identifiziert - die "formale" Ursache der Dinge wird

mit ihrer "endgültigen" Ursache identifiziert, gemäß der späteren

aristotelischen Terminologie. Wie geschieht dies? Vielleicht ist der

beste Weg, dies zu erklären, die Rückkehr zur ursprünglichen

Anwendung der sokratischen Methode auf menschliche

Angelegenheiten. Da jede rationale Aktivität einen bestimmten

Zweck verfolgt, werden die verschiedenen Künste und Funktionen

der menschlichen Industrie natürlich durch eine Aussage über ihre

Verwendung oder ihren Zweck definiert; In ähnlicher Weise

stellen wir, indem wir die verschiedenen Künstler und Mitarbeiter

erklären, ihre Ziele dar - "was sie gut sind".


In einer Gesellschaft, die nach sokratischen Prinzipien organisiert ist,

würden alle Menschen für etwas Gebrauch bestimmt werden; die

Essenz ihres Lebens würde darin bestehen, das zu tun, wozu sie gut

sind (ihr eigenes εργον). Aber es ist leicht, diese Vorstellung auf das

ganze Gebiet des organisierten Lebens auszudehnen; ein Auge, das

seinen Zweck des Sehens nicht erreicht, ist frei von der Essenz des

Auges. Kurz gesagt, kann man über alle Organe und Instrumente

sagen, dass sie das sind, was wir von ihnen halten, wenn sie ihre

Funktion erfüllen und ihren Zweck erfüllen. Wenn also das

Universum organisch als eine komplexe Anordnung von Mitteln zu

Zwecken konzipiert ist, versteht es sich, dass Platon festhalten kann,

dass alle Dinge wirklich sind (oder "ihre Idee verwirklichen"), wenn

sie das Ende oder das besondere Gute erreichen für die sie arrangiert

wurden. Sogar Sokrates wurde trotz seiner Abneigung gegen die

Physik durch fromme Überlegungen dazu gebracht, eine ideologische

Sicht auf die physische Welt zu zeigen, eine Welt, die von der

göttlichen Weisheit in allen ihren Teilen zur Erfüllung eines göttlichen

Zwecks organisiert wurde; und Platons metaphysische Hinwendung

zu dieser Ansicht wurde wahrscheinlich von Euklid von Megara

antizipiert, der feststellte, dass das einzige wirkliche Wesen "das ist,

was wir unter verschiedenen Namen nennen: Nun, Weisheit, Vernunft

oder Gott", worauf Plato die Identifikation erhebt Die sokratische

Sicht der Schönheit mit ihrer Nützlichkeit für eine höhere Bedeutung,

fügte den Namen des Schönen Absoluten hinzu, indem sie erklärte,

wie die Liebe zur Schönheit letztlich als eine Sehnsucht nach Sinn und

Wesen des Seins dargestellt wird. Plato hielt daher an dieser breiten

philosophischen Orientierung fest und identifizierte die letzten

Begriffe der Ethik mit denen der Ontologie. Es ist notwendig, jetzt zu

analysieren, welche Einstellung Sie in Bezug auf die praktischen

Untersuchungen, die Ihr Ausgangspunkt waren, einnehmen werden.

Was werden nun deine Vorstellungen von Weisheit, Tugend,

Vergnügen und deinen Beziehungen zum Wohlbefinden sein? Die

Philosophie hat den Markt verlassen und den Klassenraum betreten.


Sokrates suchte eine Kunst des Dirigierens, die in einer praktischen

Welt und unter ähnlichen ausgeübt werden sollte. Wenn aber die

Gegenstände des abstrakten Denkens die reale Welt bilden, von der

diese Welt der individuellen Dinge nur ein Schatten ist, so ist es

offensichtlich, daß das höchste und reellste Leben in dieser ersten

Region, nicht in dieser gefunden wird. Das wahre Leben des Geistes

muß in der Kontemplation der abstrakten Wirklichkeit bestehen, die

die konkreten Dinge dunkel darstellen - in der Betrachtung des

Archetypus oder des Ideals, das die empfindungsfähigen Individuen

unvollkommen nachahmen; und da der Mensch wahrhaftiger Mensch

ist, wie er sich mit seinem Verstand identifiziert, offenbart sich in

seiner Form der Wunsch nach dem Wohl seiner selbst, den Platon

nach Sokrates für beständig und essentiell in allen Lebewesen hält

höher als die philosophische Sehnsucht nach Wissen. Diese

Sehnsucht entsteht - wie auch die meisten Sinnesimpulse - mit der

Erkenntnis, dass dem Individuum etwas fehlt, was er vorher besaß,

etwas, von dem er eine latente Erinnerung in der Seele beibehält.

Beim Lernen einer abstrakten Wahrheit durch wissenschaftliche

Demonstration macht das Individuum einfach deutlich, was er bereits

implizit wusste; bringt die Klarheit des Bewußtseins in die okkulten

Erinnerungen, die aus einem früheren Zustand hervorgegangen sind,

in dem die Seele direkt die Wirklichkeit und das Gute betrachtete,

bevor sie in einem fremden Körper und vor der Vermischung ihrer

wahren Natur mit den Gefühlen und fleischlichen Impulsen

eingesperrt wurde. Das Paradoxe ist also, dass die wahre Kunst des

Lebens tatsächlich eine "Kunst des Sterbens" für die Sinne ist, um in

enger Verbindung mit dem Guten und der absoluten Schönheit zu

existieren. Auf der anderen Seite, da der Philosoph immer noch in der

vernünftigen Welt leben und handeln muss, wird die sokratische

Identifikation zwischen Weisheit und Tugend von Plato voll

aufrechterhalten.

 
 Nur wer das Gute im Abstrakten einfängt, kann es als vergänglich

und unvollkommen im menschlichen Leben reproduzieren, und es ist

unmöglich, mit diesem Wissen nicht danach zu handeln, sei es in

privaten Angelegenheiten oder in öffentlichen Angelegenheiten. So

findet man bei dem wahren Philosophen notwendigerweise den guten

Menschen im praktischen Sinne und auch den vollkommenen

Staatsmann, wenn die Organisation der Gesellschaft ihm erlaubt,

seine statistische Fähigkeit auszuüben. Die charakteristischen Züge

dieser praktischen Güte in Platons reifem Denken spiegeln die

Grundbegriffe seiner Konzeption des Universums wider. Die Seele

des Menschen muss in seinem guten und normalen Zustand nach der

Ausrichtung der Vernunft organisiert und harmonisiert werden. Dann

stellt sich die Frage: "Was ist das für Ordnung oder Harmonie?" Um

Platons Antwort zu klären, ist festzuhalten, daß Plato unter

Beibehaltung der sokratischen Lehre, daß die höchste Tugend

untrennbar sei von der Erkenntnis des Guten, eine minderwertige Art

der Tugend anerkannte, die Menschen besaßen, die keine Philosophen

waren. Es ist offensichtlich, dass, wenn das zu erkennende Gut das

letzte Fundament aller Dinge ist, es nur von einer engen und

ausgewählten Gruppe erreicht werden kann. Die Tugend kann jedoch

nicht auf diese Gruppe beschränkt werden. Welcher Ansatz sollte den

gewöhnlichen "bürgerlichen" Tugenden gegeben werden - Mut,

Mäßigkeit und Gerechtigkeit? Es scheint klar zu sein, dass Männer,

die ihre Pflichten erfüllen und sich den Verführungen der Angst und

des Verlangens widersetzen, wenn sie nicht wissen, zumindest

korrekte Meinungen über Gut und Böse im menschlichen Leben

haben müssen; Aber woher kamen diese "Meinungen"? Sie kommen

teilweise, sagt Plato, aus der Natur und aus "göttlicher Zuteilung";

aber für seine richtige Entwicklung sind "Gewohnheit und Praxis"

notwendig. Daher die grundlegende Bedeutung von Bildung und

Disziplin für die bürgerliche Tugend; und auch für die zukünftigen

Philosophen ist diese moralische Kultur unentbehrlich, in der

physisches und ästhetisches Training zusammenwirken (eine

intellektuelle Vorbereitung allein reicht nicht aus).


Perfekte Kenntnisse, auf der anderen Seite, können nicht in einer

Seele eingesetzt werden, die nicht durch eine Vorbereitung

gegangen, die viel mehr als körperliches Training umfasst. Was ist

das Präparat? Ein wichtiger Schritt in der psychologischen Analyse

gegeben wurde, als Plato erkannt, dass die Wirkung dieser

Vorbereitung, um „Harmonie“ oben zwischen den verschiedenen

Teilen der Seele erwähnt wurde, so dass die Impulse auf den rechten

Seite untergeordnet sind. Plato zu unterscheiden, diese nicht-

rationale Elemente in concupiscible Komponente (επιθυμητικον

το) und eine irritable Komponente (θυμοειδες το oder θυμος) - und

festgestellt, dass die Trennung zwischen diesen beiden Elementen

und zwischen diesem und dem Verhältnis durch Erfahrung

festgestellt wird, dass das Individuum seine Innenleben. In dieser

Dreiteilung der Seele, finde Plato eine systematische Konzeption der

vier Arten von Tugenden durch das etablierte moralische

Griechenland anerkannt - späte Kardinaltugenden genannt. Von

diesen waren die beide grundlegendsten die Weisheit - die in ihrer

höchsten Form mit der Philosophie identifiziert wird - und die

harmonische Aktivität und geregelt alle Elemente der Seele, die

Plato als das Wesen der Gerechtigkeit nimmt in der sozialen

Beziehungen (δικαιοσινη). Die Bedeutung dieses Begriffs ist im

Wesentlichen sozial; und die Verwendung dieses Begriffes kann nur

von Plato in Bezug auf die Analogie erklärt werden, die er zwischen

dem einzelnen Mann und der Gemeinschaft zeichnet. In einer

gerechten Ordnung würden sowohl die Sozialfürsorge als auch das

individuelle Wohlergehen vom harmonischen Zusammenspiel dieser

verschiedenen Elemente abhängen, von denen jedes seine eigene

Funktion ausübt, was in seiner sozialen Anwendung natürlicher als

δικαιοσινη bezeichnet wird. Wir sehen darüber hinaus, wie in der

platonischen Auffassung die grundlegenden Tugenden der Weisheit

und der Gerechtigkeit miteinander verbunden sind.


Die Weisheit hält notwendigerweise die geordnete Tätigkeit aufrecht,

und die Weisheit besteht in der Regulierung durch die Weisheit;

während die beiden anderen besonderen Tugenden - Courage

(ανδρεια) und Temperance (σωφροσινη) - nur verschiedene Seiten

oder Aspekte dieser weise gesteuerten Handlung einer

zusammengesetzten Seele sind. Auf diese Weise manifestiert sich das

wesentliche Gut im menschlichen Leben. Es bleibt abzuwarten, ob die

Präsentation dieser Formen eine vollständige Erklärung des

menschlichen Wohlbefindens liefert oder ob man auch Freude mit

einbeziehen sollte. An diesem Punkt scheint Platons Denken mehrere

Schwingungen erfahren zu haben. Nachdem er scheinbar behauptet

hat, dass das Vergnügen gut ist (Protagoras), geht er zum

entgegengesetzten Extrem über und lehnt jegliche Assimilation

zwischen Gut und Vergnügen ab (Phaedo, Gorgias); denn (1) ist etwas

Konkretes und Vergängliches, Vergnügen ist nicht das wirklich

wesentliche Gute, das der Philosoph sucht; (2) die am besten als

Vergnügen anerkannten Empfindungen sind mit Schmerz verbunden,

in einer Bindung, die der Natur des Guten ganz fremd ist, da diese

niemals mit dem Bösen verbunden ist. Dies war jedoch eine

Auffassung, die so sehr dem Sokratismus widersprach, dass Plato

nicht darin bleiben konnte. Daß das Vergnügen kein absolutes Gut

war, war keine Rechtfertigung dafür, es nicht zu den Gütern konkreten

menschlichen Lebens zu zählen; außerdem sind nur rohe und vulgäre

Freuden untrennbar mit den Schmerzen der Not verbunden. So hat er

in der Republik keine Angst, als Parameter die Frage nach der

innewohnenden Überlegenheit des philosophischen oder tugendhaften

Lebens zu beantworten, und argumentiert, dass nur der philosophische

(oder gute) Mann genuine Freude genießt, während der Sinnesmensch

verbringt sein Leben oszilliert zwischen dem schmerzhaften Mangel

und dem neutralen Zustand des Schmerzmangels, den er

irrtümlicherweise als positives Vergnügen empfindet.


Noch entschiedener wird in den Gesetzen gesagt, dass, wenn man sich

"für Menschen, nicht für Götter, verstellt", man zeigen muss, dass das

Leben, das als das beste und edelste angesehen wird, auch ein ist, in

dem Vergnügen größer ist Verhältnis zu Schmerz. Aber während

Plato behauptet, dass diese unzerbrechliche Verbindung zwischen

dem Besten und dem Genusslichsten wahr und wichtig ist, ist es nur

zum Vorteil des Vulgären, dass er dem Vergnügen diese Betonung

gibt; denn in dem philosophischsten Vergleich, der im Philebus

zwischen Genußfreuden und Weisheitslust dargestellt wird, sind

erstere völlig unterworfen. Aristoteles bekräftigt in seinem Werk

Ethics to Nicomachus, dass das Glück (eudemonia) weder in

Vergnügungen, noch in Reichtümern, noch in Ehren, sondern in

einem tugendhaften Leben besteht. Die Tugend (arete) wiederum

befindet sich in einer gerechten Mitte zwischen den Extremen, die von

demjenigen gefunden wird, der mit Klugheit ausgestattet ist

(phronesis) und durch die Gewohnheit in seiner Übung erzogen wird.

Für Epikur besteht das Glück in der Suche nach Vergnügen, die er als

einen Zustand der Ruhe und Befreiung von Aberglauben und Angst

(Ataraxie) definiert, sowie die Abwesenheit von Leiden (Aponia). Für

ihn ist Glück nicht das ungezügelte Streben nach Gütern und

körperlichen Freuden, sondern das Vergnügen, das durch Wissen,

Freundschaft und ein einfaches Leben erlangt wird. Zum Beispiel

argumentierte er, dass man beim Essen nicht durch Überfluss oder

durch kulinarischen Luxus (der zu zufälliger Lust, gefolgt von

Unzufriedenheit führt) Freude empfindet, sondern durch Mäßigung,

die Lust zu einem konstanten Gemütszustand macht, selbst wenn er es

ist ernährt sich einfach von Brot und Wasser. Für die Stoiker besteht

das Glück darin, nach dem rationalen Naturgesetz zu leben und

Gleichgültigkeit (apathea) in Bezug auf alles Äußere zu raten. Der

Weise gehorcht dem Naturgesetz, indem er sich selbst als ein Spiel in

der großen Ordnung und dem Zweck des Universums erkennt und auf

diese Weise Gelassenheit und Gleichgültigkeit angesichts von

Tragödien und Freuden bewahrt.


Für die Skeptiker des Altertums können wir nichts wissen, denn es

gibt immer gleich starke Gründe, eine Theorie zu bestätigen oder zu

leugnen, über die jede Theorie unerledigbar ist (ein Argument ist,

dass jede Demonstration eine Demonstration und so ad infinitum

erfordert). Eine Theorie zu verteidigen, bringt unnötiges und

nutzloses Leiden mit sich. So befürworteten Skeptiker die

"Aussetzung des Urteils" (epokhe). Wer zum Beispiel nicht glaubt,

dass Schmerz ein Übel ist, leidet nur an dem gegenwärtigen

Schmerz, während derjenige, der den Schmerz als ein Übel

beurteilt, sein Leiden verdoppelt und sogar ohne gegenwärtigen

Schmerz leidet, wobei er manchmal die bloße Idee des Bösen des

Schmerzes ist schmerzhafter als der Schmerz selbst. Während in der

Antike alle Philosophen Ethik als das Studium der Mittel

verstanden, die Fülle (eudaimonia) und untersuchen zu erreichen,

das Glück bedeutet, im Mittelalter wurde Philosophie von

Christentum und Islam dominiert, und Ethik auf moralisches

zentriert ist als eine Interpretation der Gebote und religiösen

Gebote. In der Renaissance und dem siebzehnten und achtzehnten

Jahrhundert haben Philosophen die ethischen Themen der Antike

wiederentdeckt und Ethik wurde wieder verstanden als die Frage,

wie das Wohlbefinden zu erreichen, Glück und eine gute Art und

Weise des Lebens auf der Grundlage ihrer Gründe für menschliches

Denken und nicht nach Vorschriften aus religiösen Traditionen.

Espinoza, in seiner Arbeit Ethik, sagt, dass das Glück in

Verständnis besteht und Bedingungen zu schaffen, die unsere

Leistung zu erhöhen, zu handeln und zu denken, die Zuneigung der

Freude bieten und uns von anderen Bestimmungen (Leidenschaften)

zu befreien, das heißt, unter Hinweis auf die Notwendigkeit, von

unserer eigenen Natur (conatus). Nur Freude führt uns ( „Freude,

die wir mit einer externen Ursache für uns assoziieren“) im

täglichen Leben zu lieben und mit anderen leben, während

Traurigkeit nie gut ist, untrennbar verbunden mit Hass ( „Trauer uns

mit einer externen Ursache assoziieren wir "), Traurigkeit ist immer

destruktiv. 
Espinosa sagte, als die von Leidenschaften beherrscht: „Mach

lachen oder weinen nicht, aber zu verstehen.“ Zunächst muss

gesagt werden, dass Schopenhauers Ethik die philosophische

Wissenschaft des moralischen Lebens ist, und gerade als

wissenschaftlich-philosophisches Wissen ist es darauf beschränkt,

zu sagen, was es ist, dh sein Objekt zu beschreiben - in diesem Fall,

die moralische Realität, gekennzeichnet durch uneigennütziges

Handeln, das darauf abzielt, den Nächsten zu respektieren

(Gerechtigkeit) und zu unterstützen (Mitleid) (verstanden als nahe

nicht nur das dem menschlichen Leid unterliegende Subjekt,

sondern auch das Subjekt - anfällig für nicht-menschliches Leiden).

Schopenhauers Ethik ist jedoch nicht an den Begriff der "Pflicht"

gebunden, das heißt, es handelt sich nicht um eine präskriptive

Ethik (wie zum Beispiel die Kantische Ethik); Schopenhauer lehnt

die Imperativformen der Philosophie, die für ihn Zwangsformen

sind, ab - und das ist unter anderem auch sehr wichtig, wenn man

Schopenhauer nicht in einer merkwürdigen Position, sondern in

einer "alternativen" Position betrachtet. Seine Ethik basiert nicht

auf Geboten, sondern auf der Vorstellung, dass die Kontemplation

der Wahrheit der Weg des Zugangs zum Guten ist - trotz der

Notwendigkeit, die spontanen und natürlichen moralischen

Koordinaten, die von der mitfühlenden Gesinnung ausgehen, zu

übersetzen und aufzustellen. auf rationalen Prinzipien, um ein

effektives moralisches Leben zu etablieren. Für Schopenhauer

kommt Egoismus, der den Menschen zum Feind des Menschen

macht, von der Illusion unabhängiger Willen, die seine

individuellen Triebe bestätigen. Die Überwindung der Selbstsucht

wäre nur möglich durch die Kenntnis der einzigartigen universellen

Natur des Willens. Als moralische Folge des Verschwindens seiner

Individualität kann der Mensch gut werden; Dem Geist des

Kampfes gegen Gleiches folgt der Geist der Sympathie.


Von der Illusion des Egoismus befreit, erreicht der Mensch das

Prinzip, das die Grundlage aller moralischen Wahrheit ist: "Schadet

niemandem, seid gut für alle", ein Grundsatz, in dem die Haupttugend

der Gerechtigkeit im ersten Teil erwähnt wird, in der zweiten, die

andere Kardinaltugend, Frömmigkeit. Diese Ethik, die in

commiseration gründete die moralische und praktische Gerechtigkeit

und Barmherzigkeit beschreibt (reserviert, erinnern Sie sich an die

Möglichkeit rational Festsetzung im Prinzip der Agent des Geistes),

nach Schopenhauer, fand ihren vollständigen Ausdruck in den

Evangelien, wo "liebet deinen Nächsten wie dich selbst" ist das

grundlegende Prinzip des Verhaltens. Für den Rest, wir die

Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken müssen, dass trotz der

moralischen Erfahrung des menschliche Individuum in Grad setzen,

dass abnegativa Glück zu genießen (immerhin der Wert des sittlichen

Handelns liegt gerade in dem uneigennützigen Willen, daher wird das

nicht egoistisch bestimmt und daher offen für die Kontemplation)

schlägt Schopenhauer die Moral nicht als einen "direkten und

notwendigen Weg zur Glückseligkeit" vor, da sich die Moral als

solche für unseren Philosophen konstituiert, gerade weil er nicht

begangen wird mit persönlichem Glück (hier spielt es keine Rolle, ob

Glück-Zufriedenheit-illusorisch oder Glück-Erlösung-authentisch).

Eine andere Warnung muss in Bezug auf das Wesen der Askese in der

Art von Schopenhauer gegeben werden, da, wenn sie unmittelbar auf

das Glück abzielt (sogar unter dem Begriff "Glückseligkeit"), es

keinen Grund gibt davon zu sprechen die moralische Natur der

Askese, denn man strebt unmittelbar und unmittelbar danach, das

Individuum mit wahrem Glück (Askese) und das andere (moralische)

für das "Gute des Nächsten" zu versorgen. 


VOM SINN DER MORAL
Die Verfassung muss Regeln, Normen und Normen enthalten, die in

der Gesellschaft durch die im sozialen und familiären Bereich

erworbenen Kultur, Bildung, Alltagsleben und Gewohnheiten

erworben wurden. Die Verfassung muss die Innerlichkeit des

menschlichen Handelns analysieren, dh das, was eine wirklich

menschliche Handlung hervorbringt und aus dem moralischen

Subjekt entspringt. Für Adam Smith sind moralische Prinzipien aus

historischen Erfahrungen abgeleitet. Ihm zufolge waren die Gefühle,

die die industrielle Revolution und ihre produktiven Prozesse

bestimmten, besondere Leidenschaften (sexueller Appetit, Wut,

Neid, Sympathie), selbstsüchtige Liebe oder Selbstsucht,

Wohlwollen, das sich auf die Neigung zum Sozialen und Gewissen

bezieht. oder Vernunft, die rationale Berechnung leitet. Die vom

Unternehmen festgelegten Regeln wurden angewendet, sobald sie

effizient und nützlich wurden. David Hume hat die Moral empirisch

beobachtet. Er zeigte, dass Moral eng mit Leidenschaft und nicht

mit Vernunft verbunden ist. Im Gegensatz zu ihren Präzedenzfällen

würde es kein größeres Gut geben, mit dem die Menschheit regieren

würde. Für Hume besteht der grundlegende Impuls für menschliches

Handeln darin, Freude zu empfinden und Schmerzen vorzubeugen.

In dem, was aus Moral besteht, argumentiert der Philosoph, dass

(empirische) Erfahrung das menschliche Verständnis fördert.

Begehren suggeriert den Eindruck, die Idee, und wird daher durch

die Notwendigkeit, Freiheit hervorzurufen, provoziert. Anders als

Hume verteidigte Kant die Vernunft als Grundlage der Moral. Auf

der Grundlage des Identitätsprinzips ist menschliches Verhalten mit

Identifikation im anderen verbunden, dh das Handeln von Menschen

beeinflusst das Verhalten des Individuums und macht so Verhalten

zu einem universellen Gesetz.


Kant erhielt von Jean-Jacques Rousseau die Idee, dass alle Menschen

in der Lage seien, Gut und Böse zu unterscheiden, so dass alle

berufen sind, ihre Pflicht zu erfüllen. Die Aufklärung beeinflusste

auch Kants Ansatz zur Vernunft. Erstens muss es einer Kritik

unterworfen werden, die seine Grenzen der Möglichkeit umschreibt.

Es ist jedoch dieser Fall - der Grund, der den Menschen vom Tier

unterscheidet und ihm die Fähigkeit gibt, für sich selbst zu denken.

Die Aufklärung stellt für Kant den Abschied des Menschen von

seiner Minderheit dar, deren er selbst schuldig ist. Minderheit ist die

Unfähigkeit, das Verständnis ohne die Führung anderer zu benutzen.

Der eigenen Vernunft zu dienen heißt autonom und daher frei zu

sein. Sicher ist jedoch, dass die Aufklärung durch die Überschätzung

der Vernunft die Religion kritisiert hat, was zu Skepsis und

Unglauben geführt hat. Es war nicht nur die Religion, die dieses

Zittern erlitt. Auch die Moral erschütterte ihre Grundlagen, weil sie

weitgehend auf Religion beruhte. Vor diesem Hintergrund will Kant

zeigen, dass die Grundlage der Moral tatsächlich außerhalb der

Religion gefunden werden kann, dass Religion jedoch nicht nutzlos

oder bedeutungslos ist. Im Gegenteil, es gibt eine ganze Sphäre, die

den Fähigkeiten der Vernunft entgeht. Als solcher wollte Kant den

Glauben bewahren, ohne jedoch die Ausübung der Vernunft zu

leugnen. Der Mensch ist ein Wesen, das von einer Dualität

gezeichnet ist: es ist einerseits ein fühlendes Wesen, dh ein Wesen

der Natur, bedingt durch seine natürlichen Dispositionen, die es auf

der Suche nach Vergnügen und dem Entkommen des Schmerzes

nehmen. Dieser primäre Aspekt definiert die Selbstsucht, die über die

Tierseite des Menschen herrscht. Auf der anderen Seite ist es ein

rationales Wesen, das heißt jemand, der sich durch Gesetze

regulieren kann, die er sich auferlegt. Solche Gesetze offenbaren ihre

Autonomie, haben ihren Durst in der Vernunft. Sie sind moralische

Gesetze, die dich dazu bringen, Gutes zu tun, zum Nachteil deiner

individuellen Launen und Interessen.


So viel kann von deinen Instinkten geschleppt werden, um von der

Vernunft bestimmt zu werden. Anders als das Tier, das entschlossen

ist, auf diese oder jene Weise zu handeln, hat der Mensch einen

Spielraum der Freiheit, in der Lage zu sein, nach Prinzipien zu

handeln, die er sich selbst auferlegt. Deshalb können wir nur von

Moral sprechen, wenn wir bedenken, dass der Mensch ein freies

Wesen ist. Es ist diese Freiheit, die ihr Würde verleiht. Kant macht

Goodwill zur Bedingung aller Moral. Von Vernunft regiert, ist

Wohlwollen aus eigenem Willen gut. Moral wird ungeachtet des

Nutzens oder der Konsequenzen, die sich aus Handlungen ergeben

können, konzipiert. Wir stehen vor einer nicht-konsequenzialistischen

Ethik. Den Hunger mit dreißig oder nur einem Menschen zu stillen, ist

irrelevant für die Beurteilung der Moral dieser Taten. Alles hängt von

der Absicht ab, mit der die betreffenden Maßnahmen durchgeführt

wurden. Nun, die Absicht charakterisiert den Willen. Eine gute

Absicht entspricht einer guten Absicht. Moralische Absicht ist nur

durch das Bewusstsein des Individuums bekannt. Der Wille ist gut,

wenn er für den Dienst handelt. Der Begriff der Pflicht enthält in sich

den Begriff des guten Willens, wie Kant sagt. Pflicht ist es, aus

Respekt vor dem Gesetz zu handeln, das sich die Vernunft gibt. Bevor

wir jedoch auf dieses Gesetz Bezug nehmen, müssen wir Folgendes

berücksichtigen: Eine Handlung kann der Pflicht entsprechen und

dennoch nicht moralisch gut sein. Die Person kann nach der Pflicht

handeln, aber von selbstsüchtigen Interessen getrieben werden. Es ist

der Fall der Einstellung dieses Vermarkters, der ehrlich ist, wie seine

Kunden nur mehr Gewinne haben. Er täuscht nicht, stiehlt nicht,

verstößt nicht gegen die Gesetze. Äußerlich entspricht Ihre Handlung

dem, was getan werden muss. Aber indem er all dies tat, um sein

eigenes Geschäft zu fördern, handelte dieser Vermarkter moralisch

nicht gut. Seine Aktion war nur ein Mittel zum persönlichen Ende.

Nach Kant handelte er nicht pflichtwidrig und handelte daher nicht

moralisch gut. Der moralische Wert einer Handlung liegt in der

Absicht. Daher ist es wichtig, die Moral von der Legalität zu

unterscheiden.
Wenn die Moral Handlungen charakterisiert, die von der Pflicht

ausgeführt werden, kennzeichnet die Rechtmäßigkeit Handlungen, die

der Pflicht entsprechen, die aber möglicherweise aus egoistischen

Gründen ausgeführt wurden. Nach Kant ist es daher das Pflichtgefühl,

die Achtung vor dem Sittengesetz, das uns zum Handeln bestimmen

muß. Um nach Pflicht zu handeln, bedarf es der Kenntnis der Regeln,

der Regeln, denen man zu gehorchen hat. Was sind diese Regeln?

Jetzt macht sich Kant keine Mühe, eine Reihe konkreter Regeln zu

erfassen. Im Gegenteil, es sucht die Grundlage aller Regeln, das heißt,

an einem Beispiel geht es nicht darum, ob ich lüge oder nicht; es geht

darum herauszufinden, was meiner Lüge oder Ehrlichkeit zugrunde

liegt. Darum unterscheidet Kant die Maximen der moralischen

Gesetze. Die Maximen sind die subjektiven Handlungsprinzipien, die

konkreten Prinzipien, nach denen wir handeln. Sie werden vom

Subjekt als nur für ihren Willen gültig angesehen. Moralische Gesetze

hingegen sind objektiv, das heißt, sie gelten als gültig für den Willen

aller vernünftigen Wesen und geben den Weg zum Handeln an. In

diesem Sinne können wir bestätigen, dass nur die Maxime, die ein

universelles Gesetz werden kann, ist, dass es moralischen Wert hat,

das heißt, wenn die Maxime verallgemeinert werden kann, wenn sie

für alle gültig ist, wird sie ein moralisches Gesetz. Kant schreibt:

"Handle nur nach einer Maxime, damit du sie zugleich universales

Gesetz werden lassen kannst." So sagt uns die Kantische Formel

nicht, dass wir so oder so handeln sollen, sie gibt uns nicht den Inhalt

des Gesetzes, sie sagt uns nur, wie wir handeln sollen. Dies ist das

grundlegende moralische Prinzip, ein bedingungsloses Gebot, das die

Form eines kategorischen Imperativs annimmt. Was ist ein

kategorischer Imperativ? Kant unterscheidet den hypothetischen

Imperativ vom kategorischen Imperativ. Solange er eine Handlung als

Mittel zum Zweck darstellt (zum Beispiel "studiere, wenn du gute

Noten bekommen willst"), zeigt der kategorische Imperativ, dass

Handeln an sich notwendig und gut ist, unabhängig davon, was damit

erreicht werden kann.


Aber der kategorische Imperativ setzt voraus, dass es absolute

Ziele gibt. Ein absolutes Ende wird durch die menschliche Person

dargestellt. Anders als Dinge, die einen Preis haben, hat die Person

einen einzigartigen Wert, hat Würde. Daher sollte es nicht als eine

Sache behandelt werden, die es seiner Würde berauben würde. In

diesem Fall erhält der kategorische Imperativ eine andere

Formulierung: Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in

deiner Person als auch in der Person eines anderen, immer und

gleichzeitig als ein Ende und niemals als Mittel verwendest. Jedes

Individuum, als ein vernünftiges Wesen, ist der Autor der Gesetze,

die er sich auferlegt. Das allgemein gültige Sittengesetz hat seinen

Ursprung in der Vernunft. Deshalb ist jeder Einzelne ein

Gesetzgeber und verantwortlich für das, was er tut. Moral setzt

daher die Autonomie des Willens voraus. Mit einem Wort, es setzt

Freiheit voraus. Und inwieweit ist das Individuum autonom?

Autonomie angesichts was? Es ist insoweit autonom, als es in der

Lage ist, unabhängig von den Naturgesetzen zu handeln. In der Tat

ist alles in der Natur bestimmt. Physische Gesetze drücken diesen

Determinismus aus. Auf der anderen Seite gibt es im moralischen

Bereich Freiheit. Der Mensch ist frei, wann immer er sich den

Gesetzen seiner eigenen Vernunft unterwirft. In diesem Fall sind

wir nicht frei, wenn wir tun, was wir wollen, sondern wenn wir

unsere Pflicht tun, das heißt, wenn wir uns dem moralischen

Gesetz unterwerfen, das in uns existiert. So ist der Mensch ein

Bewohner zweier Welten: der der Natur und der der Moral, der des

Determinismus und der der Freiheit. Wenn Sie handeln müssen,

dann deshalb, weil Sie handeln können. Darüber hinaus ist der

moralische Wert des Handelns nicht in den Folgen, sondern in der

Absicht. Daher der Kantische Vorschlag, eine deontologische

Ethik zu übersetzen. Mit Blick auf Pflicht und Rationalität ist es

eine formale Ethik, denn sie gibt keine konkreten

Handlungsregeln, sondern vielmehr ihre Form vor, und es ist auch

eine Ethik, die nicht auf dem Streben nach Glück basiert, sondern

auf der Verwirklichung des moralischen Gesetzes.


VOM SINN DER KULTUR
Die Verfassung muss das Wissen, die Kunst, den Glauben, das

Gesetz, die Moral, die Bräuche und alle Gewohnheiten und

Fähigkeiten, die der Mensch erworben hat, nicht nur in der Familie,

sondern auch als Teil der Gesellschaft der welches Mitglied ist.

Kultur kann eine klarere Unterscheidung zwischen Moral und

Legalität zeigen. Diese Unterscheidung wird bereits im

Grundlegung zur Metaphysik der Sitten ausführlich diskutiert. Es

gibt jedoch keinen Unterschied zwischen Moral und Ethik, und

eine Trennung zwischen Moral und Gesetz scheint klar

konfiguriert zu sein. Zumindest ist dies die Lesung des

Königsberger Philosophen. In der Metaphysik der Sitten wird

jedoch die Unterscheidung zwischen Moral und Ethik

entscheidend, und die moralische Begründung des Gesetzes kommt

ins Spiel. Im Gegensatz zu den Naturgesetzen (die sagen, was es

ist) sind die Gesetze der Freiheit moralische Gesetze (moralisch),

soweit sie das Selbstrecht der Vernunft betreffen und angeben, was

es sein muss (Kant, 1982, S. 318). Es ist Moral im weiteren Sinne,

soweit sie praktische Gesetzgebung einschließt. Auf diese Weise

werden moralische Gesetze (Gender) in Gesetze und ethische

Gesetze (Arten) unterteilt. Gesetzliche Gesetze beziehen sich auf

"nur externe" Handlungen und ihre Legitimation. Es ist äußere

Freiheit. Ethische Gesetze basieren auf der Festlegung von

Handlungen, der Einhaltung von Gesetzen. Die Übereinstimmung

der externen Maßnahmen mit den Gesetzen ist die Rechtmäßigkeit;

die Übereinstimmung von Handlungen mit ethischen Gesetzen ist

Moralität. Durch die vorgestellte Teilung sind Rechtsgesetze und

ethische Gesetze Unterklassen von Moralgesetzen (siehe Almeida,

2006, S. 215; Nour, 2004b, S. 96; Beckenkamp, 2009, S. 68, 2003,

S. 154). 
Kant verleiht damit den moralischen Gesetzen einen rechtlichen

Status. Der von der Vernunft verkündete kategorische Imperativ

betrifft sowohl das Recht als auch die Ethik. Es ist wichtig zu

betonen, dass die Demonstration eines moralischen Gesetzesbegriffs

diese Unterscheidung zwischen Moral und Ethik durchläuft.

"Insofern sie nur rein äußerliche Handlungen und ihre

Rechtmäßigkeit betreffen, werden moralische Gesetze als legal

bezeichnet; aber wenn sie auch fordern, dass sie die Grundlagen des

Handelns sind, sind sie ethisch "(Kant, 1982, S. 318). Wenn wir

einen moralischen Rechtsbegriff aufrechterhalten wollen, ist es

wichtig, den kategorischen Aspekt des moralischen Gesetzes zu

beachten, der sowohl für die ethische als auch für die gesetzliche

Gesetzgebung gilt. Beide leiten sich von a priori praktischen

Prinzipien der Vernunft ab. Es kann beobachtet werden, dass das,

was eine Gesetzgebung von einer anderen unterscheidet, die

Motivation, die Motive von Handlungen oder die unterschiedliche

Art und Weise, in der sie sich verpflichten, ist. In der ethischen

Gesetzgebung ist das Motiv des Handelns Pflicht, während in der

Gesetzgebung die Motive durch Neigungen oder Abneigungen

gegeben sind. In diesem Fall ist die Gesetzgebung zwingend. Die

Rechtmäßigkeit betrifft daher die bloße Vereinbarung oder

Nichteinhaltung einer Handlung mit dem Gesetz, ohne dessen Motiv

zu berücksichtigen; Die Moral wiederum bezieht sich auf die

Übereinstimmung des Handelns mit dem Gesetz, im Hinblick auf die

Idee der Pflicht als Motiv. Was die ethische Gesetzgebung

auszeichnet, ist die Ausführung von Handlungen einfach als

Pflichten, die das Prinzip der Pflicht zum "hinreichenden Motiv der

Handlungsfähigkeit" machen (Kant, 1982, S. 326). 


In der Gesetzgebung sind die Pflichten extern, weil die Pflicht für den

Zoll nicht erforderlich ist. Dies ist eine Anforderung der ethischen

Gesetzgebung. Der Grund für die Bestimmung der Agentur des

Agenten ist dabei Pflicht. Wenn der Klagegrund gemeinsam ist,

handelt es sich natürlich nicht um einen Einwand zwischen den

beiden Rechtsformen. Wenn das, was sie unterscheidet, die

Motivation der Aktionen ist, müssen wir bewerten, inwieweit eine

bestimmte Art von Motivation ausreicht. Nach Kant muss das Gesetz,

dessen Versprechen erfüllt werden müssen, dem Recht und nicht der

Ethik angehören. Die Ethik lehrt, dass in Ermangelung äußerer

Zwänge, die der Gesetzgebung innewohnen, als Motiv für die

Erfüllung von Versprechungen allein die Idee der Pflicht als

Motivation ausreicht. Halten Sie Versprechen oder Verträge ist ein

Muss; es ist eine Reihenfolge der Vernunft. Was seine Einhaltung

betrifft, unterscheidet die beiden Rechtsformen. Wir können

Versprechen halten, die aus äußerer Nötigung oder aus Respekt für

die Pflicht gemacht werden. Die erste (legale) ist extern; die zweite

(Ethik) ist intern. Aus Sicht der Rechtsgesetze reicht die ethische

Gesetzgebung nicht aus, um die Einhaltung von Verträgen zu

motivieren. In Anbetracht der "unsozialen Geselligkeit" des

Menschen ist das Recht des Staates, durch externen Zwang, die

Fähigkeit des Staates, das Leben in der Gesellschaft als ein

kooperatives System zu organisieren, dh das Diktat der Vernunft

durchzusetzen. In der Tat ist es gerade der Grund, der ein anderes

Motiv (extern) autorisiert, die Verpflichtungen, die sich aus der

moralischen Gesetzgebung ergeben, durchzusetzen. Das ist

Autonomie. Diejenigen, die sich den Gesetzen unterwerfen, sind

dieselben, die an ihrer Ausarbeitung teilnehmen. Eine Metaphysik des

Zolls ist erforderlich, um die a priori Prinzipien einer universellen

Gesetzgebung zu begründen, die je nach Motiv des Handelns ethisch

oder rechtlich sein kann. Beide betreffen jedoch die Gesetze der

Freiheit, also die moralischen Gesetze.


Wir können dann von einem moralischen Rechtsbegriff sprechen. Es

ist wichtig zu betonen, dass das Prinzip der Autonomie, dh die

Fähigkeit, sich den Gesetzen zu unterwerfen, von denen es ein Autor

ist oder zu der eine Zustimmung erteilt werden kann, beiden

Rechtsformen gemeinsam ist. In Gesetz und Ethik gibt es eine

gegenseitige Überschneidung zwischen der Freiheit und dem Gesetz,

dem man gehorcht. Freiheit impliziert die Verschreibung des Gesetzes

für sich selbst.

EIGENSCHAFTEN DER VERFASSUNG


Die Verfassung muss vier Merkmale aufweisen: Formal-Material,

Verkündet, Flexibel und Zeitlos in der Zeit. 

Formal-Material: Die Verfassungsmäßigkeit sollte nicht nur im

Verfassungstext konzentriert werden. Es muss auch in Materie

(Subjekt) konzentriert sein.

Verkündet: Die Verfassung muss aus dem Willen der Menschen

gebildet werden, deren Ausarbeitung mit der Teilnahme und der

Volksdebatte durchgeführt wird.

Flexibel: Die Verfassung muss bereit sein, Änderungen in ähnlicher

Weise wie normale Gesetze mit voller Beteiligung der Bevölkerung

durch Diskussionen, Debatten und Reflexionen vorzunehmen.

Zeitlos in der Zeit: Die Verfassung muss die Vergangenheit in einer

objektiven und evolutionären Weise analysieren und reflektieren, mit

der Absicht, eine klare und gerechte Gegenwart zu schaffen und ein

gewisses Licht auf die Garantie einer besseren und würdigen Zukunft

zu bekommen. Nehmen Sie als Beispiel ein gegenwärtiges Ereignis

und lesen Sie dieses Kapitel. Diese Veranstaltung ist vorhanden, war

Zukunft und wird bestanden. Gegenwart zu sein bedeutet, in der

Gegenwart präsent zu sein, in der Vergangenheit Zukunft zu haben

und in der Zukunft weitergegeben zu werden. In der Gegenwart

gegenwärtig zu sein, ist gegenwärtig in der Gegenwart, in der

Vergangenheit in der Gegenwart, in der Gegenwart in der Zukunft.

Die Verfassung muss rechtzeitig existieren und keine Zeit haben. Die

Zeit der Verfassung muss während der gesamten Evolution der

Existenz der Menschheit eintreten.


KONSTITUTIONELLER IMPERATIV
Konstitutioneller Imperativ ist die Pflicht der Verfassung, eine

Bedeutung nach Prinzipien zu haben, die nützlich wären, wenn sie

von allen Menschen befolgt würden: Wenn es erwünscht ist, dass

ein Prinzip ein Gesetz der menschlichen Natur ist, sollte es auf die

Probe gestellt werden, es auszuführen mit sich selbst, bevor er

anderen diesen Grundsatz aufzwingt. Die Verfassung muss

sicherstellen, dass Entscheidungen als moralischer Akt getroffen

werden müssen, ohne andere Menschen anzugreifen oder zu

beeinflussen. Die Verfassung muss die Personifikation der

Gerechtigkeit und der Sinne sein, zu denen sie gehören muss. Die

Verfassung sollte es zur Pflicht machen, einen Akt der Achtung

des Gesetzes einzuhalten. Respekt zeigt ein positives Gefühl für

eine Person oder für eine Entität (wie eine Nation, eine Religion

usw.) sowie spezifische Handlungen und Verhaltensweisen, die

diese Wertschätzung repräsentieren. Respekt kann auch ein

spezifisches Gefühl der Rücksichtnahme auf die tatsächlichen

Qualitäten des Respektierten sein. Es kann auch nach einer

bestimmten Moral des Respekts durchgeführt werden. Eine andere

Verwendung des Begriffs Respekt ist, wenn jemand über ein

spezifisches Thema spricht, zum Beispiel über verschiedene

Überzeugungen, Verhaltensweisen oder Religionen. Das heißt, der

Einzelne hat das Thema vernünftig und vorsichtig diskutiert. Es

gibt drei Formen des Respekts: Achtung der Verfassungs, Respekt

an sich und Respekt für. Achtung der Verfassungs ist der Respekt

vor Normen, Regeln und Gesetzen. Respekt an sich ist jene Art

von Respekt, in der eine Person respektiert und Selbstliebe hat.

Respekt für ist der Respekt gegenüber Menschen, Ideologien und

anderen Lernobjekten.  
Verfassungsmäßige Achtung ist nur für vernünftige Wesen möglich.

Daher findet die Darstellung des Gesetzes an sich nur in einem

vernünftigen Wesen statt. Das Gesetz muss den Willen bestimmen,

damit er nicht zu einem individuellen Willen wird. Von dem Moment

an, in dem ein Individuum den kollektiven Willen verzerrt, ist die

Verfassung keine Verfassung. Die Verfassung ist in diesem Fall nur

ein weiteres Märchenbuch. Die Verfassung muss Grenzen für den

menschlichen freien Willen setzen. Der Mensch hat Wurzeln in einer

Welt der Ignoranz, Arroganz und Egozentrik. Diese Grenze ist

notwendig, damit die Gesellschaft nicht anomal wird. Der freie Wille

ist die Fähigkeit, nach menschlichem Willen zu wählen. Der freie

Wille ist ein religiöser Glaube oder ein philosophischer Vorschlag,

der besagt, dass die Person die Macht hat, ihre Handlungen und

Gedanken nach ihrem eigenen Wunsch und Glauben zu entscheiden.

Die Person, die eine freie Entscheidung trifft, kann auf einer Analyse

basieren, die sich auf das Medium bezieht oder nicht, und die

Entscheidung, die der Agent trifft, kann zu Handlungen führen, die

ihm zugute kommen oder nicht. Die Handlungen, die sich aus ihren

Entscheidungen ergeben, sind nur dem bewußten Willen des

Handelnden untergeordnet. Der Ausdruck, freier Wille, hat oft

objektivistische und subjektivistische oder paradoxe Konnotationen.

Im ersten Fall deuten die Konnotationen darauf hin, dass die

Ausführung einer Handlung (physisch oder mental) durch einen

bewussten Agenten nicht vollständig durch vorgängige Faktoren

bedingt ist. Im zweiten Fall geben sie den Standpunkt der

Wahrnehmung des Agenten an, dass die Handlung in seinem Willen

entstanden ist. Eine solche Wahrnehmung wird manchmal als

"Erfahrung der Freiheit" bezeichnet. Der freie Wille muss aus einer

inneren Sache hervorgehen, zum Beispiel aus Gedanken,

Überzeugungen und Wünschen. Es wäre kurz der freie Wille, der die

inneren und äußeren Handlungen oder Drücke respektiert. Es gibt

Philosophen, die den Ausdruck "freier Wille" für absurd halten.


Hobbes sagt, wenn das eine Macht ist, die durch den Willen

definiert wird, dann ist es nicht frei, nicht frei. Es ist ein

kategorischer Fehler, Freiheit nach Belieben zuzuweisen. Locke hält

die gleiche Position: Ob der Wille des Menschen frei ist oder nicht?

Die Frage selbst ist unpassend; und es ist so unbedeutend zu fragen,

ob der Wille des Menschen frei ist zu fragen, ob sein Schlaf schnell

ist, oder seine quadratische Tugend: Freiheit ist so wenig anwendbar

auf den Willen, wie die Geschwindigkeit der Bewegung zum

Schlafen oder Quadratur zur Tugend. Die ganze Welt muß über die

Absurdität einer so eigentümlichen Frage lachen: weil es

offensichtlich ist, daß die Veränderungen der Bewegung nicht zum

Schlaf gehören, noch der Unterschied zwischen Figur und Tugend;

und wenn man das gut bedenkt, denke ich, dass es wahrgenommen

wird, dass Freiheit, die nur eine Macht ist, nur Agenten gehört, und

kann keine Eigenschaft oder Modifikation des Willens sein, der

auch nur eine Macht ist. (Eine Abhandlung über den menschlichen

Verstand, Buch 2, Kapitel 21, Absatz 14)

Man fragt sich auch, ob eine Handlung, die getan wird, frei sein

kann oder ob eine Handlung, die nicht verursacht wird, erwünscht

sein kann, wodurch der freie Wille ein Oxymoron wird. Harry

Frank- furt oder Daniel Dennett behaupten, es gebe schwierige

Fälle, in denen der Agent nicht anders hätte handeln können, aber

die Wahl des Agenten sei frei, weil unwiderstehlicher Zwang mit

den persönlichen Absichten und Wünschen des Agenten

zusammenfalle. In Ellenbogenraum und Freiheit entwickelt Dennett

ein Argument für eine kompatibilistische Theorie des freien

Willens. Die Grundüberlegung ist, dass, wenn Individuen nicht Gott

oder einen unendlich mächtigen Dämon oder eine Zeitreise

betrachten, dann durch Chaos und Pseudozufälligkeit oder

Quantenzufälligkeit die Zukunft nicht für endliche Wesen definiert

ist. Die einzigen klar definierten Konzepte sind Erwartungen.


Die Fähigkeit, anders zu handeln, macht also nur im Umgang mit

Erwartungen Sinn und nicht in einer unbekannten und unerkennbaren

Zukunft. Da Individuen sicherlich die Fähigkeit haben, anders als

erwartet zu handeln, existiert der freie Wille. Die Inkompatibilisten

behaupten, dass das Problem mit dieser Idee darin besteht, dass

Vererbung und die Umwelt ein unwiderstehlicher Zwang sind und

alle unsere Handlungen von Kräften außerhalb von uns selbst oder

durch Zufall kontrolliert werden. Normalerweise betrachtet die

Gesellschaft die Menschen, die für ihr Handeln verantwortlich sind.

Normalerweise werden Menschen für ihre Handlungen gelobt oder

abgelehnt. Viele glauben jedoch, dass moralische Verantwortung

freien Willen erfordert, das heißt die Fähigkeit, anders zu handeln.

Eine weitere wichtige Frage ist, ob Individuen immer moralisch

verantwortlich sind, und wenn ja, neigen sie dazu zu denken, dass

Determinismus nicht mit moralischer Verantwortung übereinstimmt.

Schließlich scheint es unmöglich, dass man für eine Aktion

verantwortlich gemacht werden könnte, die von Anfang an

vorhergesagt werden kann. Harte Deterministen sagen: "So viel

schlimmer für moralische Verantwortung!", Und schließe das

Konzept aus. Umgekehrt sagen Libertäre: "Um so schlimmer für den

Determinismus!" Das Thema steht im Mittelpunkt der Debatte

zwischen harten Deterministen und Kompatibilisten. Harte

Deterministen sind gezwungen, zu akzeptieren, dass Individuen im

compatibilistischen Sinne oft "freien Willen" haben, aber sie leugnen,

dass dieser Sinn moralische Verantwortung begründet. Sie

argumentieren, dass die Tatsache, dass die Entscheidungen eines

Agenten nicht erzwungen werden, die Tatsache nicht ändert, dass der

Determinismus dem Agenten die Verantwortung nimmt. Die Frage

des freien Willens wurde in der Kirche des Westens im vierten

Jahrhundert zwischen Augustinus von Hippo und Pelagius im

sechzehnten Jahrhundert zwischen Erasmus von Rotterdam und

Luther und im siebzehnten Jahrhundert zwischen Jansenisten und

Jesuiten häufig diskutiert.


In der Theologie wird oft behauptet, dass die Lehre von der göttlichen

Allwissenheit im Widerspruch zum freien Willen steht. Denn wenn

Gott genau weiß, was passieren wird, einschließlich aller

Entscheidungen, die jede Person getroffen hat, ist der Status von

Entscheidungen als frei in Frage gestellt. Es scheint, dass Gottes

ewiges Wissen über individuelle Entscheidungen die individuelle

Freiheit einschränkt. Dieses Problem hängt mit dem aristotelischen

Problem der zukünftigen Kontingente zusammen: morgen wird eine

Seeschlacht stattfinden oder nicht. Wenn es eine Seeschlacht geben

wird, dann trifft das heute zu. Dann wäre es notwendig, dass der

Kampf stattfindet. Wenn es dann keine ähnliche Argumentation gibt,

wird es nicht notwendigerweise sein. Dies bedeutet, dass die Zukunft,

wie immer sie auch sein mag, vollständig durch vergangene

Wahrheiten oder vielmehr durch die wahren Aussagen, die in der

Gegenwart über die Zukunft verkündet werden, festgelegt wird. Dies

ist nicht unbedingt richtig, da Unvorhersehbarkeit eng mit Zufälligkeit

verbunden ist. Unvorhersehbarkeit könnte Indeterminismus und nicht

freien Willen bedeuten, daher ist es möglich, dass eine Haltung frei ist,

selbst wenn sie vorhersehbar ist. Einige Philosophen argumentieren

jedoch, dass Notwendigkeit und Möglichkeit in Bezug auf einen

bestimmten Zeitpunkt und eine gegebene Matrix empirischer

Umstände definiert sind. So kann aus der Perspektive eines

allwissenden Wesens etwas, was aus der Perspektive eines

Beobachters nur möglich ist, notwendig sein. Einige Philosophen

glauben, dass der freie Wille gleichbedeutend ist mit einer Seele.

Gemäß dieser Behauptung haben Tiere keinen freien Willen, denn

diejenigen, die glauben, dass Tiere keine Seele haben, glauben andere

bereits, dass Tiere sowohl freien Willen als auch Seele haben.
Gemäß den Arminianern ist es die Bedingung, dass Gott den

Menschen gibt, um zu handeln und frei zu sein, in der Lage, seine

eigenen Entscheidungen zu treffen, selbst diejenigen, die nicht dem

göttlichen Willen entsprechen. Der Ewige hat die Macht, den

Menschen daran zu hindern, Gutes und Böses zu tun, aber er lässt den

Weg frei, und es liegt am Menschen zu entscheiden, verantwortlich für

seine eigenen Handlungen zu sein. 

Zurück zu den verfassungsrechtlichen Aspekten ... Der

verfassungsmäßige Imperativ hat drei Formen: Konform, Pflicht und

Macht. Der verfassungsmäßige Imperativ Konform verweist darauf,

dass die Verfassung den soziokulturellen Normen und Sinnen der

Gesellschaft, in der sie regiert wird, entsprechen muss. Es sollte

zweitens entsprechen, in Übereinstimmung mit und gemäß der

Gesellschaft und der kulturellen Art der Individuen sowie ihrer

Legitimität und Originalität. Der verfassungsmäßige Imperativ Pflicht

besagt, dass die Verfassung verpflichtet ist, die Pflicht zu erfüllen, zu

studieren und anzuwenden. Sie hat die moralische und

gewohnheitsmäßige Pflicht gegenüber den Menschen. Die Leute

müssen es befolgen! Schließlich waren es die Leute, die

argumentierten und die Regeln schrieben. Daher wäre Ungehorsam

inkonsequent. Der verfassungsmäßige Imperativ Macht bezieht sich

darauf, dass die Verfassung über die Fähigkeit (physisch, moralisch

oder intellektuell) verfügt und Einfluss darauf ausübt. Die Verfassung

hat die Chance oder den Willen, etwas mit formellen Mitteln zu

erreichen. Es hat die Befugnis, eine Autorisierung oder Fähigkeit zur

Lösung eines Problems zu erteilen. 

Der konstitutionelle Imperativ kann in drei Arten des Handelns

formuliert werden: Universalität, Selbstzweck und Autonomie. Der

verfassungsmäßige Imperativ, der sich auf das Universalgesetz

bezieht, besagt, dass die Verfassung die Regeln und Normen von allen

respektieren und diskutieren muss. 


Der verfassungsmäßige Imperativ über Selbstzweck spricht dafür,

dass die Verfassung schreiben muss, um Akte formal wie jede

andere einfache und objektive Art und Weise zu regulieren, immer

und zugleich als ein Ende und niemals einfach als ein Mittel. Der

verfassungsmäßige Imperativ bezüglich der Autonomie spricht

dafür, dass die Verfassung keinem vorgegebenen Standard

unterliegt, da sie selbst der Organisator ihrer Routine, ihrer

Produktionsweise und so weiter ist. Es handelt nach den Normen

seines eigenen Verhaltens, folgt seinen Gesetzen und Zwängen ohne

die Einmischung anderer. 

DIE KUNST DES GESETZES


Im Lichte der vorstehenden Punkte wird der Schluss gezogen, dass das

Gesetz eine Reihe schriftlicher Normen ist, die auf der Erfahrung

menschlicher Beziehungen beruhen, die dazu dienen, Tatsachen oder

Ereignisse mit dem Gesetz in der Ordnung des sozialen Friedens zu

verbinden (um zu garantieren oder zu garantieren) zeigen Sie die

Rechte der Parteien und erreichen so Gleichheit und Freiheit unter den

Bürgern). Aber wie schreibt man eine Rechnung? Ein

Gesetzesentwurf sollte die folgenden Merkmale enthalten:

Gegenstand, Informationssatz, Artikel mit oder ohne Finanzklausel,

Gültigkeitsklausel und Begründung. Das Thema und ein informativer

Satz zeigen, was das neue Gesetz schafft. Die Artikel des Gesetzes

demonstrieren, entwickeln und beschreiben das gesamte Gesetz,

wobei diese Beschreibung sehr objektiv und Schritt für Schritt

erfolgen muss, so dass die Idee, die als Rechtsnorm festgelegt werden

soll, sehr deutlich wird. In einer Gesetzesvorlage wird Materie in

Form von Artikeln entwickelt. Wenn es notwendig ist, einen Teil der

in dem Artikel enthaltenen allgemeinen Idee zu erklären, werden die

Absätze verwendet. Um die Fälle der Anwendung der Grundregel

bereits zu nummerieren oder zu beziehen, werden die Unterabsätze

(römische Ziffern) verwendet. Die Absätze können in Elemente

(arabische Ziffern) unterteilt werden und die Elemente und Elemente

werden in Buchstaben (Kleinbuchstaben) unterteilt.


Die Finanzklausel, wenn der Gesetzentwurf Ausgaben erfordert,

sollte immer eine finanzielle Klausel enthalten. In der

Gültigkeitsklausel ist, wo der Zeitpunkt bestimmt, ab dem das

Gesetz in Kraft treten wird. Die Begründung erklärt den Grund für

die Vorlage dieses Gesetzentwurfs, seine Notwendigkeit und

Wichtigkeit, und fordert die anderen Paare auf, für ihren Vorschlag

zu stimmen. 

Ich schließe dieses Buch und daher dieses Kapitel über Macht.

Macht kann definiert werden als die Fähigkeit, willkürlich zu

handeln, zu handeln und zu steuern. Macht hat auch eine direkte

Beziehung mit der Fähigkeit etwas zu erreichen, was man "kann"

oder man hat die "Macht" zu tun oder zu tun. Die Macht, etwas

Konstitutives zu entscheiden und zu vollbringen, muss bei den

Menschen sein und von den Menschen kommen. Die Macht muss

für die Menschen und die Menschen sein, um eine soziale Ordnung

und die oben beschriebenen konstitutionellen Bedeutungen und

Eigenschaften zu garantieren.

LITERATUR
Simon Kempny: Die Staatsfinanzierung nach der

Paulskirchenverfassung. Tübingen 2011, Mohr Siebeck, S. 47–50.

Joachim Detjen: Die Werteordnung des Grundgesetzes. VS Verlag,

Wiesbaden 2009.

Christof Gramm, Stefan Ulrich Pieper: Grundgesetz:

Bürgerkommentar. Nomos Verlag, Baden Baden 2008.

Peter Häberle: Das Grundgesetz zwischen Verfassungsrecht und

Verfassungspolitik. Ausgewählte Studien zur vergleichenden

Verfassungslehre in Europa. Nomos, Baden-Baden 1996.

Konrad Hesse: Grundzüge des Verfassungsrechts der

Bundesrepublik Deutschland, 20. Auflage, C.F. Müller Verlag,

Heidelberg 1999.

Das könnte Ihnen auch gefallen