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Zu wenig hier, das uns noch hält,

der Unterraum nie fahler war,


so kombinier’n wir linear,
doch kommen nicht aus uns’rer Welt.
Seht, dort oben ist noch wer,
in einer neuen Dimension!
Ergänzt die Basis! Euer Lohn
sind Formen, tiefer als das Meer.

2. ÜBUNG MATHEMATIK 2 FÜR MB, WIMB UND VT (Dienstag)


(KAPITEL 5.1)

(9) Gegeben sind folgende zwei Vektoren im R3 :


   
1 8
a =  7 , b =  3 .
17 83

(a) Definieren Sie den Begriff der linearen Unabhängigkeit von Vektoren.
(b) Bestätigen Sie anhand der Definition, dass a und b linear unabhängig sind.
(c) Geben Sie einen beliebigen Vektor c an, sodass a, b und c eine Basis des R3 bilden.
(d) Geben Sie einen Vektor e an, sodass a und e sowie b und e jeweils linear unabhängig
sind, aber a, b und e insgesamt linear abhängig sind. Die Vektoren einer linear
abhängigen Menge können also durchaus paarweise linear unabhängig sein!

(10) (a) Zeigen Sie, dass die Menge

{x 7→ 1, x 7→ sin2 x, x 7→ cos2 x}

des Vektorraums der reellen Funktionen linear abhängig ist.


(b) Zeigen Sie, dass die Vektoren x 7→ sin x und x 7→ cos x des Vektorraums der reellen
Funktionen linear unabhängig sind.

(11) Seien λ und µ reelle Zahlen. Zeigen Sie, dass die Vektoren des Vektorraums der reellen
Funktionen x 7→ eλx und x 7→ eµx genau dann linear unabhängig sind, wenn λ 6= µ gilt.
Bemerkung: tatsächlich gilt sogar, dass jede endliche Teilmenge von {x 7→ eλx : λ ∈ R}
linear unabhängig ist. . .

(12) Sei V der Vektorraum der Polynome mit reellen Koeffizienten und Grad höchstens gleich
n, bezüglich der üblichen Addition von Polynomen und Multiplikation mit reellen Zahlen.
Zeigen Sie, dass die Vektoren 1, x, x2 , . . . , xn eine Basis von V bilden.

(13) (a) Was ist ein inneres Produkt für einen Vektorraum?
(b) C[a, b] bezeichne den Vektorraum aller auf [a, b] stetigen (reellwertige) Funktionen.
Weisen Sie nach, dass durch

Zb
hf, gi = f (x)g(x) dx
a

ein inneres Produkt auf C[a, b] gegeben ist. Sie dürfen verwenden, dass die Null-
funktion die einzige nicht-negative stetige Funktion mit Integral Null ist.
(14) Es sei speziell [a, b] = [0, 2π], fn (x) = sin(nx) und gn = cos(nx), für n ∈ N. Bestimmen
Sie jeweils das innere Produkt hfi , fk i aus der vorherigen Aufgabe für i 6= k, hfi , fi i und
hfi , gi i.
Hinweis: verwenden Sie
2 sin(mx) sin(nx) = cos(mx − nx) − cos(mx + nx)
2 cos(mx) cos(nx) = cos(mx − nx) + cos(mx + nx)
2 sin(mx) cos(nx) = sin(mx + nx) + sin(mx − nx).

(15) (a) Was ist eine Orthonormalbasis?


(b) (Orthogonalisierungsverfahren von Gram-Schmidt)
Es sei b1 , . . . , bn eine Basis eines n-dimensionalen Vektorraumes V . Zeigen Sie mit
vollständiger Induktion, dass die im folgenden definierten Vektoren a1 , . . . , an eine
Orthonormalbasis von V bilden!
b1
(i) a1 :=
kb1 k
(ii) für k ∈ {2, . . . , n} sei
k−1
X
dk := bk − hbk , ai iai
i=1
und
dk
ak := .
kdk k

(16) Wenden Sie das im Beispiel 15 beschriebene Orthogonalisierungsverfahren an, um eine


Orthonormalbasis des Vektorraumes
V = {λ1 b1 + λ2 b2 + λ3 b3 | λ1 , λ2 , λ3 ∈ R}
mit
     
0 2 0
0 −2 −4
b1 = 
1 , b2 =  1  , b3 = −1
    

0 2 2
zu bestimmen.
Kurztest 2 Kurztestgruppe: . . . . . . . . . . . Übungsgruppe: . . . . . . . . . . . . .
Nachname: . . . . . . . . . . . . . . . . . Vorname: . . . . . . . . . . . . . . . . . . Matr. Nr.: . . . . . . . . . . . . . . . . .