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Top 100 E-Learning-Tools 2010

Seit 2007 veröffentlicht Jane Hart eine Liste der wichtigsten 100 E-Learning-Tools, die sie durch eine
weltweite Befragung ermittelt. Beteiligt an der Zusammenstellung der Liste waren 545 E-Learning-
Anwender und E-Learning-Professionals in den Unternehmen, aber auch an Universitäten und
Weiterbildungsakademien.

Jane Hart ist Vorsitzende des „Centre for Learning & Performance Technologies“ (C4LPT), das
sowohl Firmen als auch Bildungseinrichtungen zum Thema IT und Lernen berät. In der Fachwelt wird
ihre Liste als „beeindruckend“ (www.weiterbildungsblog.de“) bezeichnet. Die Aufsteiger des Jahres:
Prezi, ein Präsentationstool, auf Platz 12 und DropBox, ein Tool zur Online-Synchronisierung von
Daten, auf Platz 13. Zu den Absteigern dagegen gehören viele klassische Programme (Firefox,
PowerPoint und GMail), die als gängige Tools einfach selbstverständlich sind und offenbar nicht mehr
als erwähnenswert erscheinen.

Die Rangliste der ersten zehn Plätze:

1. Twitter (2009: Platz 1, 2008: Platz 11, 2007: Platz43)


2. YouTube (2009: Platz 3, 2008: Platz 18, 2007: Platz 22)
3. Google Docs (2009: Platz 5, 2008: Platz 7, 2007: Platz 14)
4. Delicious (2009: Platz 2, 2008: Platz 1, 2007: Platz 2)
5. Slideshare (2009: Platz 7, 2008: Platz 20, 2007: Platz 31)
6. Skype (2009: 11, 2008: 4, 2007: 3)
7. Google Reader (2009: 4, 2008: 3, 2007: 7)
8. Wordpress (2009: 6, 2008: 5, 2007: 6)
9. Facebook (2009: 31, 2008: 24, 2007: 17)
10. Moodle (2009: 14, 2008: 9, 2007: 12)

Das US-amerikanische „Learning Technologies Magazine” hat in diesem Jahr (2010) vier
beachtenswerte Trend herausgestellt:

1. Lernplattformen verlieren an Bedeutung. Sie haben oft nicht die Funktionalitäten, die die
Nutzer brauchen und sie gelten als nicht sehr benutzerfreundlich. Deshalb holen sich die
Lerner Software-Tools kostenlos (!) aus dem Internet, wenn sie sich mit anderen über das
Internet austauschen wollen. Immer mehr Lernaktivitäten finden außerhalb der
Unternehmens-IT statt – via iPod, iPhone, iPad.
2. Lernen, Arbeiten und individuelle Web 2.0-Anwendungen wachsen zusammen. Die Top-E-
Learning-Tools werden in der Freizeit genutzt und gleichzeitig in Lern-Situationen und bei der
Arbeit. Was man täglich privat nutzt (Facebook, Twitter) ist gut geeignet, das Lernen zum
User zu bringen. Früher musste der Mitarbeiter in den Klassenraum oder auf eine oft nicht
sehr populäre Plattform „gebracht“ werden. Das Motto der Top-100-Liste lautet: Viele Tools
starteten als privates Spielzeug und werden jetzt zum Lernen, Problemlösen und Arbeiten
genutzt.
3. Social Tools dominieren. Die meisten Tools sind sehr “soziale” Tools. Sie unterstützen es,
“gemeinsam” Wissen zu schaffen. Ihre wichtigsten Funktionen fallen unter die Begriffe:
Connection, Communication and Collaboration of Individuals. Jeder kann mit jedem
Ressourcen, Ideen und Erfahrungen tauschen. Die Training-Professionals sind begeistert vom
hohen Potenzial der Zusammenarbeit der Lerner – während sie früher passiv und alleine
Onlinekurse durcharbeiten mussten. Die Kooperation der Lerner ist gut für das Erreichen der
Lernziele und senkt die Produktionskosten von Lernangeboten.
4. Informelles Lernen unterliegt der Kontrolle des Lerners. Die Tools der Top-100-Liste kann sich
jeder einfach und oft kostenlos beschaffen. Jeder kann jetzt sein eigenes Ding machen. Es
stellt sich heraus, dass man es dem Einzelnen zutrauen kann, seine Lern- und Performance-
Bedürfnisse zu befriedigen. Die Tools unterstützen sehr stark das informelle Lernen.

Das Fazit des „Learning Technologies Magazine” lautet folgerichtig: “ Instead of going to the LMS to
find answers to their questions or solve problems, learners are using tools like Google, Wikipedia or
YouTube, or simply posting questions to their networks on Twitter or Facebook in order to get
immediate, up-to-date and relevant answers.”

Die komplette Übersicht finden Sie unter


http://c4lpt.co.uk/recommended/top100-2010.html