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Nr.

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Spezialisierung
Wussten Sie
und Transparenz,
schon?
Herausforderungen bei der Qualität
der Spitalbehandlungen
Die Häufigkeit, mit der ein Spital eine spezifische Mit dem Boom von Instagram und den sozi-
medizinische Behandlung oder einen bestimmten alen Netzwerken generell veröffentlichen
chirurgischen Eingriff durchführt, ist ein wichtiges viele Internetsurfer Fotos ihrer Familienmahl-
Qualitätsmerkmal. Die Erfahrung eines Spitals mit zeiten, Mittagspausen oder sogar eines
ähnlichen Patientinnen und Patienten ist auch ein
romantischen Dinners in einem Restaurant.
Vorteil für die Beurteilung des Risikos und für die prä-
und postoperative Behandlung.
Hashtags wie #food, #miam oder #deli-
Auf internationaler Ebene ist umfassend dokumentiert, dass ein direkter cious überfluten das Internet.
Zusammenhang zwischen der Zahl der pro Chirurg oder Spital behandelten Fälle
und der Qualität der stationären Behandlung besteht. In mehreren Ländern, wie Kennen Sie das Hashtag #hospitalfood?
beispielsweise in Deutschland, dürfen Spitäler nur dann bestimmte Krankheiten Es nimmt Sie mit auf eine kulinarische Reise
behandeln oder gewisse Operationen durchführen, wenn sie ein Mindestmass durch die Spitalküchen der ganzen Welt.
an Erfahrung nachweisen können.
Dies spricht für eine stärkere Spezialisierung der Spitäler. In der Schweiz Es ist spannend, dass die Spitalmenüs von
wird diese Spezialisierung vor allem durch die Revision des Krankenversi- Land zu Land sehr unterschiedlich sind:
cherungsgesetzes (KVG) gefördert, die 2012 in Kraft getreten ist und einen vom Hamburger mit Pommes in Kalifornien
Ausbau der überkantonalen Spitalplanung vorsieht. über eine einfache Scheibe Brot mit Essig-
Wenn wir eine Therapie oder Operation benötigen, ist eine hohe Behandlungs- gurken und einer Wurst in Polen bis hin zu
qualität für uns alle das wesentliche Kriterium für die Wahl eines Spitals oder Bento mit Gemüse und Fisch-Tempura in
einer Klinik. Diese berechtigte Erwartung kann nur erfüllt werden, wenn Japan.
sich die Spitäler vermehrt dafür einsetzen, transparente Informationen zur
Verfügung zu stellen, damit die Patientinnen und Patienten die Leistungen der
Spitäler vergleichen können.
Diese Ausgabe bietet Ihnen die Möglichkeit, die Vielfalt und die Besonderheiten
des Spitalangebots in der Schweiz kennenzulernen. Ich wünsche Ihnen eine
interessante Lektüre.

Ruedi Bodenmann
CEO

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0842 277 872
Montag bis Freitag, 08.00–12.00 Uhr
und 13.30–17.00 Uhr, max CHF 0.08/Min.
vom Festnetz, Mobiltarife gemäss Anbieter

www.assura.ch
Klartext

Im Herzen des Schweizer


Spitalsystems
Universitätsspitäler, Kantonsspitäler, Kliniken... Die Vielzahl von Begriffen widerspiegelt
das breite Angebot an Pflegeinstitutionen in der Schweiz, das 281 Einrichtungen
an 572 Standorten umfasst. Patricia Albisetti, Generalsekretärin des Verbandes der
Waadtländer Spitäler, gibt uns einen Überblick, damit wir das komplexe Schweizer
Spitalsystem besser verstehen.

Wie ist das Schweizer Spitalsystem und alle Leiden behandeln, sind andere tens in öffentliche Einrichtungen eingewie-
organisiert? Einrichtungen auf bestimmte Bereiche spe- sen. Die Kliniken sind eher auf die Durch-
Gemäss dem Bundesgesetz über die Kran- zialisiert, etwa auf die Kindermedizin, die führung geplanter Eingriffe spezialisiert.
kenversicherung (KVG) sind die Kantone für Rehabilitation oder die Psychiatrie. Und Die Mehrzahl der chirurgischen Eingriffe
die Spitalplanung und damit für die Organi- nicht zuletzt nehmen die Spitäler auch For- ist nicht besonders dringend und wird zu
sation des gesamten Spitalpflegeangebots schungs- und Ausbildungsaufgaben wahr. einem zwischen dem Arzt und dem Patien-
auf ihrem Gebiet verantwortlich. ten vereinbarten Termin durchgeführt.
Im Bereich der hochspezialisierten Medi- Können Sie uns diese Forschungs-
zin (HSM), der ausserordentlich komplexe und Ausbildungsaufgaben näher Welches sind die Vorteile und Grenzen
Pflegeleistungen umfasst (Transplantatio- erklären? der Mehrfachstrukturen?
nen, seltene Tumore, grosse Verbrennungen In der Schweiz gibt es fünf Universitätsspi- Mit der KVG-Revision 2012 wollte das Par-
usw.), beschliessen die Kantone gemeinsam täler, die eng mit den Biologie- und Medi- lament eine Konkurrenzsituation zwischen
eine gesamtschweizerische Planung. zinfakultäten zusammenarbeiten. Sie sind den Spitalstrukturen schaffen und das Pfle-
Somit gibt es in allen Kantonen Spitäler und im Bereich der Pflege, der medizinischen geangebot in der Schweiz redimensionieren.
Kliniken, die sich hinsichtlich ihrer Rechts- Forschung und der Ausbildung europaweit Ein zu grosses Spitalangebot führt zu
form, ihrer Subventionierung durch die führend. Mehrkosten, die von der Bevölkerung
öffentliche Hand und ihres Leistungsange- Die restlichen öffentlichen Spitäler haben getragen werden müssen (Prämien und
bots stark voneinander unterscheiden. zwar keinen Forschungsauftrag, sind aber Steuern). Ferner leidet auch die Patienten-
dennoch wichtig für die Ausbildung der sicherheit und die Qualität der Leistungen
Welches sind die wichtigsten Ärzte und des Pflegepersonals. Die Kliniken darunter, da auf dem Markt nicht genü-
Spitaltypen? ihrerseits spielen für die Ausbildung norma- gend Fachkräfte - Ärzte und Pflegeperso-
Generell werden drei Arten von Einrich- lerweise eine untergeordnete Rolle. nal - verfügbar sind.
tungen unterschieden: Universitätsspitä- Ein Unterangebot schränkt hingegen man-
ler, öffentliche Spitäler (Allgemeinspitäler, Gibt es je nach Einrichtungstyp unter- gels Strukturen den Zugang zu Pflegeleis-
Kantonsspitäler, Regionalspitäler usw.) und schiedliche Wartefristen vor dem tungen ein und hat zur Folge, dass das
Privatkliniken. Sie haben alle ein wichtiges Eintritt? medizinische Pflegepersonal chronisch
gemeinsames Ziel: die Gesundheitsversor- In der Schweiz werden wir glücklicherweise überlastet ist und die Patienten auf Warte-
gung der Bevölkerung. Während aber die vor der Behandlung nicht auf eine lange listen eingetragen werden müssen.
einen Spitäler allgemein ausgerichtet sind Warteliste gesetzt. Das Schweizer Spitalsystem muss folglich
Die Universitäts- und Kantonsspitäler sowie die richtige Balance finden und darf den

1Million
die allgemeinen Spitäler sind rund um die Anschluss an die neuesten medizinischen
Uhr geöffnet und verfügen über eine Not- Entwicklungen und Innovationen nicht ver-
aufnahme, in der die Patienten rasch ver- passen. Eingriffe, die vor noch nicht allzu
sorgt werden. Wartezeiten kommen nur langer Zeit einen Spitalaufenthalt voraus-
ausnahmsweise vor, wenn die Notaufnah- setzten, können heute beispielsweise
Anzahl Patienten, die im Jahr men überlastet sind. ambulant durchgeführt werden. Die Spitä-
2017 in der Schweiz hospitalisiert Obwohl einige Kliniken ebenfalls über einen ler müssen somit bereit sein, sich ständig
wurden. Dies entspricht rund Notfalldienst verfügen, werden Patienten, neu zu erfinden.
12 % der Gesamtbevölkerung*. die sich in Lebensgefahr befinden, meis-
* BFS Krankenhausstatistik 2017
Produkt

Varia-Palette
Mehr Komfort bei Ihren Spitalaufenthalten
in der Privat- oder Halbprivatabteilung

Grosse Auswahl an Sofortige Vollständige Private Abteilung


Leistungserbringern Deckung Kostenübernahme Komfort der Privatabteilung
• Freie Wahl des Arztes Keine Karenzfrist, Sie sind Zeitlich und betraglich 1-Bett- oder 2-Bett-Zimmer
oder Spezialisten voll versichert, sobald Ihr unbegrenzte je nach gewähltem Produkt
• Optima Varia und Vertrag in Kraft tritt Kostenübernahme
Optima Plus Varia:
Wahl aus der umfangreichen
Liste der von Assura
anerkannten Einrichtungen
• Ultra Varia: Freie Wahl
der Einrichtung

Optima Varia Optima Plus Varia Ultra Varia

Art des
Spitalaufenthaltes
Halbprivate Abteilung Private Abteilung Private Abteilung

Keine Beteiligung des


Versicherten an den
Spitalaufenthaltskosten

Freie Wahl des Arztes

Freie Wahl der Wahl aus der umfangreichen Liste der von Assura In allen medizinischen
Einrichtung anerkannten Einrichtungen Einrichtungen der Schweiz

Entschädigung bei CHF 100 / Tag CHF 50* oder CHF 150 /Tag
freiwilliger Wahl der Maximal 10 Tage pro Kalenderjahr, Maximal 10 Tage pro
allgemeinen Abteilung d.h. CHF 1’000 Kalenderjahr, d.h. CHF 1’500

*wenn es sich um eine private und von der Assura AG anerkannte Einrichtung handelt
Spitalstrukturen und Kostenrückerstattungen

Öffentliches Spital
oder Privatklinik?
Während allgemein davon ausgegangen werden kann, dass öffentliche Spitäler und Privatkliniken eine
gleichwertige Behandlungsqualität bieten, zeichnen sich letztere besonders durch ihren Komfort und ihre
Hotellerie aus.

Unter gewissen Bedingungen übernimmt ten gehen. Weitere Informationen zu die-


die Grundversicherung auch Behandlun- sem Thema erhalten Sie bei der Einrich-
Kantonale
gen in Privatkliniken. Die Klinik muss für tung / Klinik Ihrer Wahl oder bei Assura.
die betreffende medizinische Intervention
Spitallisten
Personen mit einer Spitalzusatzversiche-
auf der Spitalliste eines Kantons stehen
rung haben eine grössere Wahlfreiheit in Die Spitallisten der Kantone sind auf
und über die Kapazitäten zur Aufnahme
Bezug auf die Spitaleinrichtung oder sogar deren Websites verfügbar. Einen nach
des Patienten verfügen. Kanton gegliederten Überblick über
völlige Freiheit je nach Versicherungspro-
Wenn Sie sich für eine Klinik auf der Liste dukt. Sie profitieren auch von der freien die Spitallisten bietet auch die Website
der Schweizerischen Konferenz der
eines anderen Kantons als Ihres Wohnor- Wahl des Arztes und eines Ein- oder Zwei-
kantonalen Gesundheitsdirektorinnen
tes entscheiden, können alle zusätzlichen bettzimmers, je nachdem, ob sie sich für
und -direktoren: www.gdk-cds.ch
Kosten, die durch die in dieser Region eine Deckung in der Privat- oder Halbpri-
erhobenen Tarife entstehen, zu Ihren Las- vatabteilung entschieden haben.

Gut zu
wissen
Was muss ich im Falle eines Spitalaufenthaltes bezahlen?
• Die Fakturierung eines Spitalaufenthaltes erfolgt --Ein Selbstbehalt von 10 % der die Franchise
im System Tiers payant. Das bedeutet, dass das übersteigenden Kosten, maximal CHF 700 für
Spital die Rechnung direkt an Assura sendet und Erwachsene und CHF 350 für Kinder.
Assuramag 01 ‑ MS (COM) - www.DREAMaxes.com

anschliessend von dieser die Rückerstattung erhält.


--Obligatorischer Spitalbeitrag von CHF 15 pro
• Folgende Kosten gehen zu Ihren Lasten, unab- Tag (Kosten für Verpflegung und Unterkunft), mit
hängig davon, ob Sie eine Zusatzversicherung Ausnahme von Kindern und jungen Erwachse-
haben oder nicht*: nen in Ausbildung.
--Die Kosten entsprechend dem Betrag Ihrer Jahres-
franchise (von CHF 300 bis CHF 2'500 für Erwach- * Behandlungen bei Mutterschaft sind davon nicht
sene / von CHF 0 bis CHF 600 für Kinder). betroffen.