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L = Länge der Kabelpritschen je Gruppe in m

H = Abstand von Unterkante der untersten bis Oberkante der obersten Kabelprit-
sche in m. Beträgt dieser Abstand 1,5 bis 2,5 m, ist als Wert für H 2 m einzuset-
zen. Bei Kabelpritschen von geringeren Höhen kann bei Einsatz von dafür geeig-
neten Düsen H als realer Wert eingesetzt werden.

Mindestwasserbeaufschlagung: 10 mm/min

Betriebszeit: 30 min

Mindestdruck an der Düse: 2 bar

12.3.4 Bei der Anordnung der Düsen sind die Einbauanweisungen des Herstellers
zu beachten. Diese müssen Aufschluß geben über

A = vertikaler Abstand der ersten Düsenreihe von der Oberkante der


obersten Kabelpritsche in mm

D = vertikaler Abstand der zweiten Düsenreihe von der Oberkante der


obersten Kabelpritsche in mm

HA = horizontaler Abstand der Düsen untereinander innerhalb einer


Düsenreihe in mm

HS = seitlicher Abstand der Düse von der Kabelpritsche (dieser sollte


zwischen 700 und 900 mm liegen) in mm

WH = Überhöhungswinkel der Düse in Grad

WS = seitlicher Verschwenkungswinkel der Düse in Grad

H = mit der Düsenanordnung schützbare Höhe in mm

Bei gegenüberliegender Anordnung der Düsen in einem Gang, zwischen zwei


Kabelpritschen, sind die Düsen jeweils in Längsrichtung des Kanals um 1/2 des
horizontalen Abstandes HA versetzt anzuordnen.

12.3.5 Die SP-Anlage muß durch Rauchmelder in Zwei-Melder- oder Zwei-


Gruppen-Abhängigkeit gemäß Abschnitt 5.5 ausgelöst werden. Eine Mischung von
optischen und Ionisations-Rauchmeldern ist zu empfehlen. Befinden sich in einem
Brandabschnitt mehrere Gruppen, müssen die Auslösebereiche der Gruppen sich
überlappen. Türen sind selbstschließend einzurichten. Müssen aus betrieblichen
Gründen selbstschließende Türen offengehalten werden, sind diese mit Feststel-
leinrichtungen auszurüsten, die so gestaltet sind, daß ein selbstständiges Schlie-
ßen der Tür auch beim Auslösen der SP-Anlage sichergestellt ist.

12.3.6 Die Wasserversorgung der SP-Anlage muß für einen Brandabschnitt oder
die drei größten Gruppen ausgelegt werden.

12.4 Transformatoren (Ölkühlung)


Die SP-Anlage soll nicht nur Brände innerhalb der Transformatorenanlage lö-
schen, sondern auch ein Übergreifen des Brandes auf Nachbarbereiche verhin-
dern.

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12.4.1 Der Schutzumfang muß die gesamte Transformatorenoberfläche umfassen.
Hierzu gehören auch Transformatordeckel einschließlich Durchführungen, Isolato-
ren, Ölausgleichsgefäß, Ölkühler, Kühlrippen und Transformatorboden. Sind
Transformatoren nicht mindestens 5 m voneinander räumlich oder durch F 90-
Wände getrennt, müssen sie zu einem Löschbereich zusammengefaßt werden.

12.4.2 Für die Bemessung von SP-Anlagen für Transformatoren gelten die folgen-
den Kenngrößenwerte

Die Wasserbeaufschlagung richtet sich nach der Größe und den geometri-
schen Verhältnissen des Transformators. Sie soll zwischen 15 und 30 mm/min
liegen.
minimaler Anfangsdruck an der ungünstigen Löschdüse: 3 bar
minimaler Enddruck an der ungünstigen Löschdüse: 1 bar
Abstand zwischen Löschdüsen: max.1,5 m
Betriebszeit: 5 min

12.4.3 Die Düsen sind so um den Transformator anzuordnen, daß eine vollständi-
ge Besprühung der Transformatoroberfläche sichergestellt ist.

Dazu sind im Regelfall zwei Düsenringe, die durch entsprechende Steigleitungen


miteinander verbunden sind, erforderlich. Wird durch den oberen Düsenring eine
vollständige Besprühung des Transformatordeckels nicht erreicht, ist hier eine
weitere Düsenreihe anzuordnen. Die Isolatoren und das Ausgleichsgefäß sind bei
der Anordnung der Düsen besonders zu berücksichtigen. Ist der Isolator bis zur
Spitze mit Ol gefüllt, muß die Spitze zusätzlich besprüht werden. Bei Ausgleichs-
gefäßen sind die beiden Stirnseiten und die Unterseite zu besprühen.

12.4.4 Die Branderkennungselemente müssen ober- und unterhalb des Transfor-


mators sowie des Ausgleichsgefäßes angeordnet werden. Eine elektrische Auslö-
sung nach Abschnitt 5.5 ist für Trafos im Freien mit hierfür geeigneten Wärme-
meldern zulässig. Die SP-Anlage kann auch über den Buchholz-Schutz ausgelöst
werden.

12.4.5 Die in der DIN 57101/VDE 0101 Tabelle 5 genannten Mindestabstände zu


spannungsführenden Teilen müssen eingehalten werden. Das Rohrnetz der SP-
Anlage einschließlich der Stützen ist zu erden bzw. in den Potentialausgleich ein-
zubeziehen.

Das Ein- und Ausfahren des Transformators ist durch lösbare Verbindungen von
Teilen des Rohrnetzes zu ermöglichen. Für jeden Transformator ist mindestens
ein Spülanschluß am Beginn des Düsenrohrnetzes vorzusehen.

12.5 Kraftwerke
Bei SP-Anlagen in kraftwerkspezifischen Bereichen sind folgende Randbedingun-
gen einzuhalten

12.5.1 Transformatoren siehe Abscnitt 12.4

12.5.2 Kabelkanäle siehe Abschnitt 12.3

12.5.3 Kohletransportbänder siehe Abschnitt 12.2

12.5.4 Kohlebunker

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