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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM.

ZUM PROBLEM DER „GESCHICHTLICHKEIT”


Author(s): F. K. MAYR
Source: Tijdschrift voor Filosofie, 27ste Jaarg., Nr. 1 (MAART 1965), pp. 84-156
Published by: Peeters Publishers/Tijdschrift voor Filosofie
Stable URL: https://www.jstor.org/stable/40881141
Accessed: 16-08-2019 12:07 UTC

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM.
ZUM PROBLEM DER „GESCHICHTLICHKEIT"

van F. K. MAYR (Innsbruck)

Die folgenden Zeilen wollen ein Mißverständnis beseitigen, das


sich aus den Ausführungen des Verf. über „Heidegger und die
neuscholastische Metaphysik" (als Kurzbesprechung zu : E m e r i c h
Coreth, Metaphysik, Innsbruck- Wien-München, 21964, veröffent-
licht in : Orientierung 28, 1964, Nr. 14/15) ergeben hat. Es ging dort
darum, zu zeigen, wie eine Heidegger-Interpretation unter dem Frage-
horizont der traditionellen Metaphysik sachlich in die Irre geht, wenn
sie sich nicht auf die von Heidegger gestellte Frage nach der geschicht-
lichen Herkunft des Wesens der Metaphysik einläßt. Die Ausführun-
gen konnten beim Leser den Eindruck erwecken, als würde dort gegen
die Metaphysik in der Gestalt der „Christlichen Philosophie" (schul-
gemäß repräsentiert in Coreth's „Metaphysik") Sturm gelaufen und
Heideggers Denken als das fundamentum inconeussum jeder künfti-
gen Diskussion auch über „christliche" Philosophie hingestellt. In
Anknüpfung an das von traditionellen Einstellungen her mißverständ-
liche Wort Heidegger's : „Eine christliche Philosophie ist ein hölzer-
nes Eisen und ein Mißverständnis", 1 wurde die Fragwürdigkeit einer
christlichen Philosophie im alten Stil nur eben angedeutet. Es wurde
darauf hingewiesen, daß diese vor allem im katholischen Raum wieder
erneuerte christliche Philosophie dem philosophischen Problemansatz
Heideggers, nämlich der Frage nach dem geschichtlichen Wandel des
abendländischen Seinsverständnisses keineswegs gewachsen ist. Ausdruck
hierfür ist, daß eine solche christliche Philosophie das klassisch-griechi-

1. M. Heidegger, Einführung in die Metaphysik, Tübingen, 1953, S. 6.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM

sehe Seinsverständnis (der


Fundament die Rückführu
nach zwei Bereichen von S
taphysischen") darstellt,
Systematik nimmt. Die du
nem Werk „Sein und Zei
Neuinterpretation der ge
ihrem frühgriechisch- vors
sisch-griechische Denken
schicksalhaften Verwandl
verständnisses beruhende
griechische Seinserfahrun
bereiche (Sein =• (pvoiç) im
innerweltlich Seienden (
dieser geschichtlich wirk
ursprünglich erfahrene Se
Längst uns gewohnte Vor
halt, der erstmals in Piato
physisch", d.h. gegen den
das innerweltlich vergeg
wurde in dem Augenblic
das Sein (yvoiç) mit seine
mehr als ein Gegenüber z
als ein „Gegenstand" für
Aus dieser ungemäßen Ve
des Menschen zur Hinterg
währenden An-Spruchs d
konnte das Sein allmählic
„physischen" Seienden vo
2. „Die Aufstellung dieser Sch
Physischen und des Nichtphysi
und das abendländische Denke
genannte Unterscheidung des S
verliert die Metaphysik den R
Der Satz vom Grund, Pfullinge

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weit des (so


derwelt (de
alsbald zum
Grundzug d
auch in Rau
suchte) des
bild mit all
degger her
Taufe geho
tention dem
dieses Welt
bensbotscha
dersetzung
Scholastik3
Aquin im g
hunderts w
tischen Un
Christentum
mythische
nach dem S
„natürliche
kündeten,
gnadenhaft
„ancilla the
hunderte hi
zeitlichen D
delte, hoch
Seins-und W

3. Vgl. die kri


Gottesbegriffs
f. Kirchengesc
Orientierung :
risch, III. Dog
782 bis 830 (L
Kirche, II (19

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zusehends Wege zu gehen n


Plato- Aristoteles angetrete
innerste Gesetz christlicher
das Anselm v. Canterbury
tum". Die christliche, d.h. m
lichen Theologie ausgericht
jugendlich-unverbrauchten
prägten Einheitskultur ged
aus ihrer verborgenen Mit
Seinsverständnis mit seiner
a-christlichen Sprengkraft
(mittelalterlichen) Bundes
Philosophie, eruptiv spürb
catholicus in Luthers Nein
damit auch die Fragwürdigk
Philosophie trat immer radi
lichen Philosophie (die in d
sicae" des spanischen Theolo
letztmalig von großem Form
Vogel-Strauß-Politik, die in
Tugend machte, die keine is
keit fehlt. Suarez schon leug
zwischen essentia und exist
Einzelnen der des Allgemein
aber immer noch das Sein
der (christlich erfahrene u
auf einer Stufenleiter der M
das Allgemeine philosophisch
keine Verankerung im chris
muß das alte Problem des Verhältnisses zwischen beiden auf einen
anderen Weg geraten, als die christliche Philosophie des Mittelalters
ihn eingeschlagen hat. Das Verhältnis van Philosophie und Theologie
mußte neu zur Sprache kommen. Luther war der Meilenstein, an dem
sich die Wege nicht nur der Konfessionen, sondern auch der Philo-

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sophien der
alterliche S
wurde auch
fraglich.
Es muß hier nicht ausführlich darauf hingewiesen werden, daß die
neuzeitlich sich allmählich von religiös-konfessionellen und theolo-
gischen Bindungen befreiende Philosophie nichtsdestoweniger bis auf
unsere Tage herauf noch unter christlich geformten Leitgedanken, in
der Abwehr und Gegenstellung oft erst recht wirksamen Bezügen zum
Christentum stand. Descartes, Kant, Hegel und Heidegger können die
christlichen Ahnen nicht leugnen. Und es ist jedesmal leicht, ihnen
„christlichen Einflüsse" nachzuweisen, die sie vorgeblich bekämpfen,
ignorieren oder mit philosophischem Anspruch zu philosophischen
Sache insichten erheben. Aber es ist notwendig, das grundsätzliche
Problem des Bezuges von Philosophie und (christlicher) Theologie
vor ihrem faktischen Einfluß aufeinander zu stellen. Dabei könnte
sich ja gerade zeigen, daß beide Problemsichten gar nicht nebeneinan-
der stehen, sondern auf jenes Problem hin konvergieren, das heute sich
unter dem Titel der „Geschichtlichkeit" radikal stellt. Hinter diesem
Problem birgt sich aber das umfassendere von Metaphysik und Chris-
tentum, dem hier ein wenig nachgegangen werden soll.

1. PHILOSOPHIE UND THEOLOGIE

Das Problem von Metaphysik und Christentum hatte seinen


gen „akademischen" Ort in der theoretischen Verhältnisbes
zwischen Philosophie und Theologie. Beide Wissenschaften g
in der mittelalterlichen Scholastik einmal von einander unte
wie Bruder und Schwester aus gutem Hause, die kleinen
streitigkeiten wurden Zuhause geschlichtet, nach außen beku
dem Fremden genüber, zu denen immer schon die etwas är
gekleideten Einzel Wissenschaften gehörten, eitel Glück un
über den gemeinsamen Adel der Herkunft. Bis tief in di
hinein benahm sich der ältere Bruder, der philosophus, der

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 8?

Schwester, der theologia gegenü


griechischer Adelskultur, römis
Fürstenspiegel und humanisti
Theologie, in der Frühzeit des B
tum „sacra doctrina" genannt
schaften verehrt. Aber der Bru
schon immer ein ungebärdiges T
der Fakultäten" (wo der Theolo
schaft streitig gemacht wurde)
theoretische Unterschiedenheit
schiedenheit von Philosophie un
treibung der „Hure Vernunft"
rungstheologie war ein Fanal.
plötzlich aus dem Tagtraum sein
zunächst seine Daseinsberechtig
dadurch, daß er sich erbot, etw
tesbeweis als Präambel des Glau
alter nach Art der Summa cont
auf einen vorbereitenden Disput
einzulassen, in der optimistische
wenigstens hinsichtslich der fu
ten" herbeizuführen, um dann
lichen Wahrheiten" des Christ
nicht mehr der Sinn der Philos
jetzt in ihrer eigenen (wissens
unabhängig davon, ob damit au
geleistet werden konnte. Darin z
des bisher rational durchgeklär
Theologie ins Existenzielle hin
nahme mit abenteuerlichen Ero
tene Gebiete des Geistes schuf d
wachsende Feindseligkeit gegen
gie. Eine Umschichtung des gesc
vollzog sich außerhalb der Kir

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gischen Denk
katholischen
und Theolog
protestantisc
theologische
formatorisch
jungen Kräft
schlimmer V
Was indessen
Grundzug de
„Gründe" des
forscht wurden. Die erwachenden Naturwissenschaften lebten aus der
halb verbrauchten, halb zu neuer Glut entfachten Leidenschaft des
Begreif en- Wollens der Wirklichkeit. Das „Subjekt" übernahm die
Herrschaft über alles Wirkliche. Überschüssige Energien wurden noch-
mals an die Philosophie - aber gerade zu ihrer Selbstbegründung, nicht
mehr zum Altardienst - abgegeben : Descartes und Leibniz waren
zugleich Philosophen und wissenschaftliche Forscher. Das Aufbegeh-
ren der Philosophie, die jetzt keine christliche mehr war, geschah mit
den Waffen der mathematisierten Naturwissenschaften : „More geo-
metrico" (Spinoza). Diese Waffen entstammten aber dem ursprüng-
lich philosophischen Arsenal. Die klassisch-griechische Philosophie
hatte nämlich die Frage nach dem Warum alles Seienden, die jetzt die
Wissenschaften vorantrieb und die Theologie immer mehr entmächtigte,
erstmals und radikal gestellt. Alles Seiende in seinen „Gründen" ein-
sehen und begreifend durchschauen : dies war das uralte philoso-
phische, jetzt aber mit revolutionärem Schwung von den Einzelwis-
senschaften wiederaufgenommene Programm. Mittlerweile war aber
die Differenz von Philosophie und Theologie als Differenz von
menschlichem Daseinsverständnis und christlicher Offenbarung, also
nicht nur mehr als wissenschaftstheoretisches Problem, sondern als
Daseinsfrage des europäischen Menschentums offenbar geworden.
Pascal konnte noch einmal in seinen „Pensées" (Nr. 53, Anordnung
Brunswicg 793) den Hinweis auf die christliche Ordnungshierarchie

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 91

geben, wonach er drei Dimen


eine untere des Leibes (corp
des menschlichen Geistes mit seiner Mitte im Genie und eine dritte
als die Dimension Christi und des Christentums : la charité divine, la
sagesse divine, mußte aber dazusagen, daß die jeweils höhere Dimen-
sion von der jeweils niederen nicht verstanden würde. Philosophie und
Theologie geraten so in einen Widerspruch, der im immer deutlicher
erfahrenen Widerspruch zwischen profaner Welt und Christentum
gründet. Die europäische „Aufklärungsepoche1 ' ist auch (nicht nur) der
späte Ableger der griechisch-philosophischen Seinsauslegung nach dem
Urbild der „Idee", d.h. der Durchschaubarkeit alles Seienden bis auf
seinen Grund, und zwar mit des Menschen ureigensten Kräften. Dage-
gen steht die Theologie immer wieder unter dem Gericht des pauli-
nischen Satzes von 1 Kor. 2, 10 : „Der Heilige Geist erforscht alles,
auch die Tiefen der Gottheit", worin zugleich auch die höchste Ver-
heißung für das im Glauben angenommene Dasein besteht. 4
Kierkegaard und Nietzsche sind im 19. Jhd. die großen Antipoden,
die beide an dem abendländisch unausgetragenen Problem : Christen-
tum-Welt verbluten. Sie öffnen aber erstmals wieder den Blick in den
Ab-Grund (vor aller philosophischen Selbstsicherung in demonstrier-
baren Gründen des Seienden), der Philosophie und Theologie von-
einander trennt. Die Frage kann nicht mehr durch säuberliche Distink-
tionen allein beantwortet werden, sie zielt sowohl beim einzelnen als
auch innerhalb eines Volkes und einer geschichtlichen Epoche auf
(positive oder negative) „Entscheidung" hinsichtlich der letzten Suche
oder Drangabe von „Gründen" für die menschliche Standortbestim-
mung inmitten alles Seienden. Existenzphilosophie und Existenztheolo-
gie treten im 20. Jhd. auf den Plan. Heidegger und Jaspers, Barth und
Bultmann - und nachziehend die „nouvelle théologie" des Katholi-
zismus und eine vielumstrittene „christliche Philosophie" geben einer-

4. Vgl. dazu : W. Philipp, Das Werden der Aufklärung in théologie geschichtlicher


Sicht, Göttingen, 1957 ; ders., Das Zeitalter der Aufklärung (Klassiker des Protestan-
tismus, VU, Sammlung Dieterich Bd. 272), Bremen, 1963.

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seits dem säkularen Denken und anderseits der erneuerten Christlich-


keit ihr Gepräge.
Zweifaches liegt diesem Struktur-und Geschichtswandel des Be-
zuges von Philosophie und Theologie zugrunde : die griechische
Seinsauslegung als Onto-logie und deren Übernahme für die denke-
rische Durchdringung der christlichen Offenbarung in der Theo-logie.
Das klassisch griechische Denken (vor allem bei Plato- Aristoteles) ist
bewegt von der Frage nach der Seiendheit des Seienden (ddog - ovota),
die bei Aristoteles als Frage nach dem Seienden als Seienden (Sv r¡
Sv) gestellt wird. Die Frage beruht auf einem bestimmten, nämlich
am „Ding" orientierten Seinsverständnis, das selbst nicht mehr be-
fragt wird. Darum kann Piaton den Unterschied von „wahrhaft
Seiendem' ' Svxœç Sv und „werdehaft Seiendem' ' (Sv yiyvójuevov)
und dann Aristoteles den Unterschied von „Göttlichem' ' (ïïeïov) und
„Seiendheit des Seienden" (ovala) einführen, ohne die ausdrückliche
Frage zu stellen, von woher und wodurch denn diese Unterschiede
selbst offenbar sind. Die eigentliche Frage nach dem „Sein" wurde,
weil sie schon unter dem unreflektierten Vorverständnis des Seins als
eines (wenn auch verschieden gestuft dinghaften) Seienden gestellt
wurde, auch letztlich mit der Vorstellung eines „höchsten Seienden"
beantwortet. Die zentrale Frage der griechischen Ontologie geht nur
darnach, wie sich das Seiende (Sv) von der Seiendheit (eïôog - ovoía
Ousia) her aufbaut. So fragt diese Ontologie, da sie das mit dem „ist"
(jeder Aussage) Gemeinte als für jedermann selbstverständlich vor-
aussetzt, nur nach der abstraktiv aus dem Seienden gewonnenen Seiend-
heit, die im Gegenüber zu den Seienden eben das selbstverständlich
Voraus-gesetzte bleibt. Sie fragt nicht mehr eigens nach diesem Vor-
ausgesetzten selbst : was mit Sein, Seiendheit (ävm, ovoía), in der
mittelalterlichen Ontologie : was mit esse, mit existentia und essentia
gemeint ist. Darin scheint die von Heidegger artikulierte Seinsverges-
senheit der metaphysischen Ontologie auf, trotzdem diese beispiels-
weise bei Thomas sich mit dem „esse" befaßt. Dem allem gegenüber
ist das Christentum bewegt vom Ereignis der Menschwerdung Gottes,

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 93

von der geschichtlichen Einmali


Johannes auch Logos nennt. B
Sprache : das Seiende in seinem
Erscheinens für die Ontologie, d
offenbar werdende „Wort Gotte
Botschaft für die Theologie : G
Verständnis der Wirklichkeit ge
Gehorsam dem offenbaren Gott
liche Theologie (im Unterschied
ermöglicht. Für das griechische
Vorsokratik zur Klassik einen g
geht es um das Sehen und Begr
seinem Grund, der Seiendheit u
griechische Ontologie wird der
dessen sprachliche Aussage (Uyo
Theologie die Selbstzusage Gotte
Logos-Christus. „Das metaphy
zurückstellen zu können auf ein
aber in dieser Weise, dann setzt
dem die geschichtliche, unverfü
wird die aus sich aufgehende un
unausschöpfbare Natur zum Geg
zu bestellenden Bestand ; dann
ausspricht, zum 'Mörder Gottes
keit nicht gelassen, wenn es als
fügbare vor den Menschen hin
taphysik verstellt das Seiende u
Ihre Größe ist es, daß sie das Se
und das Seinsdenken auf ein in
Ihre Verfehlung liegt darin, d
nicht zur Frage macht, sondern
dachten Weise das Sein als stet
den Charakter des Verfügbaren

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Verfügen ü
Philosophie
faktischen
verschiedene
„... die Grie
Christus, d
spricht in s
das griechis
Seiende (ti
blischen Ze
Schon auf
Sprachen g
im Christen
licher Tradi
harmlosen.
andersetzun
griechische
wenigstens
und Theolo
terschieden
sichtlich einer wissenschaftstheoretischen Reflexion über die beiden
schon vorausgesetzten und sachlich betriebenen Wissenschaften gesagt.
Die Voraussetzung aber, daß und wie geschichtlich eine beide Wissen-
schaften untergreifende Zusammengehörigkeit und Unterschiedenheit
in der -logie (von Theo-und Onto-logie) waltet, nicht bedacht. Dieses
geschichtliche Walten der Zwiefalt des „Logos" scheint einfach er-
klärlich zu sein : die christliche Theologie, die selbst auf der zu be-
stimmter Zeit und an bestimmten Ort ergangenen göttlichen Offen-
barung in Jesus Christus fußt, hat diese Offenbarung mit den Denk-
mitteln der griechischen Ontologie soweit als möglich zu verstehen
und zu begreifen versucht, hat dabei in einem langen geschichtlichen
Läuterungsprozess diese Ontologie allmählich selbst „verchristlicht",

5. O. Pöggeler, Der Denkweg Martin Heideggers, Pfullingen, 1963, S. 137-138.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 95

so daß eine daraus folgende „


Theologie und doch zugleich,
Philosophie zu sein vermag. P
in einem langen Assimilierun
das Sein des Seienden (und G
Immerwährend-Ewigen), The
lich offenbarenden Gottes au
schiedenartig hat Gott vor a
geredet ; jetzt, am Ende der T
(Hebr. 1, 1-2). Wie gehören
men und worin gehören sie zu
begegnen und unterscheiden
durch, daß die abendländisc
Ursprung als letzten Grund
und die christliche Theolog
geschichtlichen Selbstoffen
handelnden Gott auch als „a
an die LXX-Übersetzung von
Damascenus prägt am Ende de
griff, wonach Gott nélayoç ovo
doxa I, 9), welchen Begriff T
men Gottes (quoddam pelagu
tum) in seine Summa t
griechische Ontologie ist „the
lichen Sinn einer Onto-Theo-
„ontologisch" (in einem griec
Aussagen über die Glaubens
kunft und Verschiedenheit w
blem der „Geschichtlichkeit"
selbst.

6. Vgl. dazu meine Ausführungen : Philosophie im Wandel der Sprache. Zur


Frage der „Hermeneutik" : Zeitschrift f. Theologie und Kirche } 61 (1964), 439-491-

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96 F. K. MAYR

2. CHRISTLICHE PHILOSOPHIE IN DER HEUTIGEN SITUATION

a. Metaphysisches Seinsdenken

Tatsache ist, daß das mittelalterliche Modell (in der damalig


schichtlichen Denksituation etwa bei Thomas v. Aquin) einer
lichen Philosophie" selbst ein geschichtlicher Durchgangsproz
fortschreitenden Selbstfindung sowohl der später (neuzeitlic
laren Philosophie als auch der (schon bei Luther) sich immer r
auf ihre Christlichkeit zurück und voraus verstehenden Theolo
Dabei erwies sich der klassisch-griechische Anfang des plat
aristotelischen Wirklichkeitsverständnisses, darin sich schon ge
dem anfänglich griechischen Seinsverständnis (der Vorsokrat
Vergegenständlichung des „Seins" zu zwei Bereichen von „Seie
auf dem Boden eines unausdrücklich bleibenden Seins-und Zeitver-
ständnisses vollzogen hatte, in seiner ganzen Virulenz. Die „Objek-
tivierung" des Seins von einem es vor-stellenden und begreifenden
„Subjekt" her ist der Grundzug neuzeitlichen Philosophierens, der in
Piatons Ideenlehre und der aristotelischen Metaphysik (Sein „über"
Seiendem) seinen Ursprung hat. Wohlgemerkt : damit ist kein Wertur-
teil über diese Vergegenständlichung des Seins gefällt, sofern darin
die formalen Disziplinen der Philosophie selbst (z.B. die Logik) und
die späteren Einzelwissenschaften auf ihren Weg gebracht wurden,
wohl aber gesagt, daß darin die ursprüngliche Grundfrage der Philo-
sophie nach dem Sein in den ungemäßen Sog nachgeordneter, bloß
gegenstandsorientierter Fragen, und was schwerer wiegt : auch solcher
Antworten gekommen ist. Die Frage in diesem Zusammenhang ist ja
nicht, ob ein ursprüngliches Seinsdenken (im Sinne Heideggers) einem
nachgeordneten und objektivierenden Denken des Seiende gegenüber-
steht (was wiederum eine metaphysisch-objekti vierende Sicht des Seins
selbst innerhalb einer Metaphysik wäre), sondern in welchem Grade
bei uns, als den aus einer metaphysischen Tradition heraus Denkenden,
durch eine neue Grundhaltung der Wirklichkeit gegenüber, ein
Empfinden und eine Reflexion für den Grundunterschied von Sein

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und Seiendem erwacht, welch


des metaphysischen Denkens im
als solcher selbst in der Gesch
worden zu sein. Was unter d
klassische Metaphysik ausdrüc
Antike vorentschiedenen Denk
„Seins" entweder zur „Seiendh
Seienden als dem Grund alles
war immer ein hierarchisches
von der Metaphysik abgesteck
legung, wonach Sein eine ande
als das (oder der) höchste Se
„Sein" schlechthin und in abso
analogia entis ließen gerade di
„ontologische Differenz" von S
und zwar deswegen, weil der
gen das Problem von Sein und
Sein hieß soviel wie : immerw
unvergänglich, ungeschichtlic
wendig. Von daher konnte d
kens im ganzen nur als ein vo
„Subjekt") her angestelltes Fra
immergleichen Sein gegenüber
Seiendes vorgestellt wurde, be
die dualistische metaphysische
Grund zurückzubringen, unte
ausgehend von der christlichen
offenbarenden Gottes - die m
als die Selbstvermittlung des a
gang durch die begriffene G
des endlichen Geistes) zu verst
Metaphysik in ihr Äußerstes
alles Seienden ins Sein, das sel
zum Seiendsten unter allen S

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war dadurch
der Antike
des Mensche
Niveau eine
lichkeit des
lichkeit gew
lichste Weis
zendenz un
ter des me
größte Met
gerade im e
auslegung
abendländisc
den Dualism
bei der Aus
„Subjektes"
Zeitlichkeit
hinein. Die
blems" und
Jhd. sind d
Aporien, in
und Relativ
Frage : wie
es die Meta
auch vom C
Auslegung d
denen Gott
angemessen
Frage nach d
dition über
7. „Gleichwohl
nicht unwahr
Metaphysik wa
Wesen zur Spr
1949, S. 23).

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 99

Verständnis für den Unterschied des biblisch-christlichen Daseinsver-


ständnisses lind der griechisch-philosophischen Seinserhellung aus.
Die neue Sicht der Tradition geht dahin, daß seit Plato- Aristoteles
zwar immer nach dem Sein als der Seiendheit felòoç, ovoía) des
Seienden gefragt worden ist, aber immer im Blick vom Seienden her
und auf es hin. Die Seinsfrage, die im frühen Griechentum noch in
der Ungebrochenheit der Erfahrung eines geschichtlichen Schicksals,
überhaupt so fragen zu müssen, aufgegangen war, geriet zunächst
(klassisch-griechisch und mittelalterlich) unter das Apriori der Frage
nach dem objektiv Seienden (sie war „onto-logisch") und dann neu-
zeitlich der Frage nach den subjektiven Voraussetzungen alles mensch-
lichen Fragens nach Seiendem, nach dem Gegen-stand der Erkenntnis
(sie war „anthropologisch"). En gros sah man es schon lange : die
Metaphysik der „Substanz" (aus der ovoía -Frage des Aristoteles her-
vorgegangen) wandelte sich in die Metaphysik des „Subjekts" (aus
dem verwandelten vnoxeífxevov des Aristoteles hervorgegangen). Die
christliche Philosophie, aus ihrem patristisch-scholastischen Ursprung
her der Not der Stunde gehorchend, übernahm das platonisch-aristote-
lische Grundgefüge der antiken Seinsauslegung zum Aufbau ihrer eige-
nen (nun aber christlich entschiedenen) Systematik. Damit übernahm sie
aber nicht nur die Begriffe dieser klassisch-griechischen Ontologie,
sondern war damit auch vor das Problem der Differenz spezifisch
antik-griechischer und spezifisch christlicher Wirklichkeitserfahrung
gestellt. Während sich die antike Seinserfahrung schon philosophisch
reflektiert hatte, stand die genuin christliche Seinserfahrung (letztlich
als Erfahrung des geschichtlich handelnden und in Christus offenbar
gewordenen Gottes) noch vor dieser denkenden Auslegung. Ein erster
entscheidender Schritt dazu war Augustinus. Aber schon bei ihm wird
etwas vom kommenden Schicksal des christlichen Denkens (in den
beiden Gestalten von christlicher Theologie und Philosophie) spürbar :
die mißverständliche und oft ungemäße Artikulation der christlichen
Seinserfahrung mit den Denkmitteln der antiken Philosophie, in denen
auch noch - dem Christentum widersprechend - die griechische Onto-

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logie ihrem
jeweiligen „
zusehends im
gestiftete, v
ihrem konk
Sakrament d
ans Ende der
der Apostel
die Not und
sondern auch
Erfahrung d
bensdatum i
Philosophie"
neuen Versuc
Tradition d
ewigen Besit
müßte. Besit
lich geistige
des Glaubens
redet) seine
Zeit reif zu
christlich zu
lichen, und
nach vorwär
tun sich ans
turiert sind
Theologie ist
mehr auf einen kleinen Raum inmitten des säkularen Denkens be-
schränkt) „christliche Philosophie" nannte. Diese christliche Philoso-
phie lebte bisher (und darin lief sie immer ein Stück des Weges hinter
dem neuzeitlich säkularen Philosophieren mit seinem pulsierenden

8. Vgl. W. Kamlah, Christentum und Geschichtlichkeit. Untersuchungen zur Ent-


stehung des Christentums und zu Augustins 'Bürgerschaft Gottes', 2. neubearb. u.
ergänzte Aufl., Stuttgart-Köln, 1951.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 101

Leben einher aus antiken Fu


Struktur erst überhaupt sic
strenger Konsequenz aus d
stellten Frage nach dem Sinn
Diese Frage geht aber nicht
sondern fragt - in Überfr
Abendlandes - darnach, al
dem Denken in epochalen
griechische und dann mitte
Hegels Geist-und Seinsdial
Seienden denken konnte.
Vor kurzem hat Max M
schichtlichen Wandel des S
Metaphysik" zur „modernen
zum „Seinsdenken" Heidegg

„Es ist die Eigenart der klas


das mit dem Wörtchen i s t Gemeinte versteht und ohne dieses Verständnis
überhaupt kein Verstehen noch Sprechen möglich ist - daß sie also
glaubt, nicht fragen zu müssen, was mit Seiendheit, was mit Sein, was mit ehm und
ovala, mit esse und existentia und essentia gemeint sei. Im Horizont dieser Begriff-
lichkeiten klärt sie das Seiende, und diese Klärung und Bestimmung alles Seienden
auf Grund dieser Begrifflichkeiten, das ist klassische Ontologie. Die moderne Meta-
physik kennt demgegenüber kein 'per se notum', nichts, das, weil es bekannt und
verstanden ist, deswegen selbstverständlich, klar und fraglos hingenommen würde.
Das am meisten Verstandene und Bekannte ist s o in seinem Sinn dennoch dunkel.
Ja die Selbstverständlichkeit ist immer die eigentliche Weise, wie sich die Dunkelheit
hartnäckig behauptet und festsetzt. 'In den Grund der Metaphysik hinabsteigen', das
heißt bei Martin Heidegger, in das Dunkel des Seins hineinsteigen, welches Dunkel
doch in der klassischen Metaphysik der erhellende Hinblick, das 'lumen naturale',
war, unter dem alles ontologisch betrachtet werden konnte, sich ontologisch erklären
lieQ. Für die moderne Metaphysik ist die Erhellung der klassischen Metaphysik ge-
leistet durch ein Unerhelltes, Dunkles, ein Rätselhaftes, das so dunkel und unerhellt
ist daß nicht einmal mehr diese geheimnisvolle Rätselhaftigkeit des erhellenden und
unerhellten Horizontes gespürt und gewußt wird. Von hier aus erklärt sich, was
Heidegger meint, wenn er von der 'Seinsvergessenheit' der klassischen Metaphysik
spricht, jener Metaphysik, die doch das Seiende im Lichte des Seins, im Hinblick auf

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102 F. K. MAYR

es, klärte, aber die nicht einmal mehr die Dunkelheit des Seins sehen
konnte." 9

Und nochmals verdeutlichend, was Heideggers Fundamentalonto-


logie von bisherigen Formen von Metaphysik (seit der Antike) absetzt,
fährt M. Müller fort :

„In seiner 'Überwindung der Metaphysik' hat daher Heidegger die Verwandlung
der Metaphysik zu Ende geführt. Der Hineinstieg in das Fundament der Metaphysik
steigt zu keinem irgendwie Seienden mehr, weder zum Subjekt noch zu den Wesen-
heiten, noch zur Welt, noch zu Gott. Dieser Hineinstieg steigt vielmehr zu dem
Grund-Sinn, von woher sich das Zueinander des Wirklichen erst zu einem
wesenhaften Zueinander fügt, von woher es zur Fügung des Göttlichen und des
Menschlichen, des Wahren und des Schönen, des Dienenden und des Herrschenden,
des Verfügbaren und des Unverfügbaren kommt ; aus welchem Zueinander sich erst
der jeweilige Sinn des Menschen, der Dinge, der Welt und des Gottes ergibt.
Diese Metaphysik fragt nicht nach Wirklichem, son*
dem nach dem Sein als dem Sinn, von woher sich erst
bestimmt, was Wirklichkeit seif und in welchem
Grade Jegliches als wirklich zu gelten hat. Und diese
Art der Wirklichkeitsgeltung bestimmt den Grundcharakter einer jeden gesch
Welt. Und so bleibt die einzige Frage dieser Metaphysik die : was ist heute w
und die : was war damals wirklich ? und die : was soll in Zukunft wirklich sein ?
Das heißt :die verwandelte Metaphysik fragt nur noch, von welchen
Sinn her damals, und von welchem Sinn her heute und morgen das 'Ist-sagen'
des Menschen sich bestimmt." 10

b. „Geschichte" und „Geschichtlichkeit"

Die beiden Worte und Begriffe sind heute schon so verdächtig,


daß man sich vor jeder definitiven Festlegung um ihren operativen,
d.h. am Sprachgebrauch ausweisbaren Sinn fragen muß. Aber zur
Abwehr vorläufiger Mißverständnisse muß folgendes gesagt werden :
daß nämlich die bisher unter metaphysisch-philosophischen Horizont
gesehene „Geschichte1 ' meist mit dem ganz anderen Problem der (zu-
letzt vor allem von Heidegger durchdachten) „Geschichtlichkeit" ver-

9. M. Müller, Klassische und moderne Metaphysik oder Sein als Sinn : Sinn und
Sein. Ein philosophisches Symposion, hrsg, v. R. Wisser, Tübingen, I960, 311-331,
bes.. 314 f. Vgl. auch : M. Müller : Existenzphilosophie im geistigen Leben der
Gegenwart, Heidelberg, 31964.
10. M. Müller, ibd., 330-31.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 103

wechselt wird11. Grob, aber


man sagen : Geschichtlichk
ähnlich wie etwa Existenzial
„Möglichkeit" ist aber selb
vorwiegend das bloß logisc
Sinne eines realen, aber nich
sagt. „Möglichkeit" und „Wir
Grundweisen des Seienden, s
und Veränderung als Überg
keit vorgestellt wird und z
ständnis her das unbewegte
als reine „Wirklichkeit" (o
gilt der Satz : Je mehr etwa
taphysisch gedachten Sein teil
Gott als das „esse ipsum" ist
Wirklichkeit. Inwiefern abe
(scholastisch : actus-potentia
für die ursprüngliche Seinsf
Menschen nicht gemäß ist,
Wesen sein (geschichtlich f
lichkeit und Möglichkeit sich
bei den bloß raum-zeitlich Se
proportional zueinander verh
Ansatz nicht zur Geltung. Ga
tum her gestellte) Frage nac

11. Zum problem-und begriff sgesc


Geschichtsphilosophie : Die Religi
Geschichtsphilosophie: Die Religion
1496; ders., Geschichtlichkeit, ebd
kon für Theologie und Kirche,
in : Handbuch theologischer Grun
ebd. 674-680 ; K. Volkm an- Schlu
Bauer, „Geschichtlichkeit" - Weg
Brunner, Geschichtlichkeit, Bern
terminologischer und begrifflich
(Abh. d. Akad. d. Wiss. in Götting

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104 F. K. MAYR

drücklich we
lichkeit und
lichkeit der
schichte blie
ein un-oder
stand) beant
heutigen De
zunächst des
festgefügte
Dies nur als einleitender Hinweis.
„Geschichte" meint im bisherigen traditionellen Verständnis, das
selbst eben unter der Vorprägung der griechischen Ontologie steht,
a) das reale Geschehen als Ablauf von raumzeitlichen Ereignissen, die
sich letztlich vermittels des menschlichen Geistes und der menschichen
Freiheit von untermenschlichen, bloßen Vorkommnissen, vom Lauf
der „Natur" unterscheiden : „res gestae' - und b) das Bewußtwerden
dieses Geschehens, seine Erkenntnis : „historia". In Abhebung vom
naturwissenschaftlichen Grundlagenproblem ging die Frage der Ge-
schichtswissenschaften seit dem vorigen Jahrhundert (verschärft durch
die Ausweglosigkeit des „Historismus" 12 immer mehr nach der Kon-
stitution des „historischen Gegenstandes", etwa bei H. Rickert : aus
einer einheitlichen Erlebniswirklichkeit durch ein besonderes, die
Eigenart des geschichtlich Individuellen und Konkreten berücksich-
tigendes „idiographisches Abstraktionsverfahren" diesen historischen
Gegenstand (im Unterschied zum „nomothetischen" Verfahren etwa
der Naturwissenschaften) zu gewinnen 13. Es stellte sich das Erkenntnis-
problem der historischen Wissenschaften : Wie kann man vergangenes
menschliches Leben mit seiner Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit
erkennen ? Das neuzeitliche Subjekt-Objekt-Problem, das schon seit

12. E. Troeltsch, Gesammelte Schriften, 4 Bde., Tübingen, 1912-1925 ; Th. Lrnv


Wege und Irwege geschichtlichen Denkens, München, 1948 ; F. Meinecke, Die
Entstehung des Historismus (Ges. WW. Ill), hrsg. u. eingel. v. C. Hinrichs»
München, 1959.
13. Vgl. O. F. Anderle, Dte Geschichtswissenschaft m der Krise: test gabe ; J
Lortz, hrsg. v. E. Iserloch u. P. Manns, II (Baden-Baden, 1958) 491-550.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 105

Descartes zugunsten des Sub


Kant seine Durchklärung du
jekt gründende Transzenden
standserkenntnis erhalten h
wissenschaft zum Problem d
„Geschehen" und (subjektiv
jene Eigenart der „Geschicht
Sinn hingewiesen, wonach d
zusammengehören, sondern s
Sprachganzen her - eine We
schichte vereinigt in unser
subjektive Seite... Diese Vere
wir für höherer Art als für e
ven Geschichtswissenschaft he
die Frage nach diesen Zusa
ist, gehört morgen der Ges
gilt, wenn es wichtig genug
Stück Geschichte. Wie wird
ser ganzen Frage schien kein
rismus als radikales Ende de
noch radikalereen Relativism
solute" Wahrheit, sondern n
So schien der historischen S
halten, demgemäß „Geschich
schehenen) sich als die Kunst
jenige zu wählen, welche der
(Emile II, 1792, S. 175/6). Es
ser Situation sich einerseits d
tivismus zum allgemeinen Ph
klärte (A. Comte's Dreistad
derseits die restaurativen M
die im 19. Jhd. wieder erwa
alle Rettung aus dem Tohuw
im Rückgang auf die Tradit

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106 F. K. MAYR

„objektive"
Seiten dieser Neuscholastik nur auf das Mittelalter zurück. Thomas v.
Aquin, zwar noch großteils durch die suarezianische Tradition ver-
mittelt, aber doch schon als der eigentliche „Metaphysiker' ' erkannt,
rückte wieder gegen alle „Neuerer" (von Descartes bis Kant und dem
deutschen Idealismus) zum großen Lehrer nicht nur der Theologen,
sondern auch der „christlichen" Philosophen auf. Daß das Mittelalter
philosophisch auf den antiken Fundamenten der platonisch-aristote-
lischen Denktradition aufruhte, wußte man wohl, wurde aber nicht
problematisch, da man die „Synthese" von Antike und Christentum
etwa bei Thomas noch immer für geglückter und auch dem christ-
lichen Glauben angemessener hielt als eine scheinbar gar nicht
mögliche Begegnung von Christentum und neuzeitlichem Denken. Das
tragische Schicksal etwa des genialen Theologen Hermann Schell14,
und in größerem Rahmen : die kirchliche Verurteilung des „Moder-
nismus" 15 zeigen, wie groß nun schon die Kluft zwischen Tradition
und Moderne geworden war.
Die Neuscholastik (des vorigen Jahrhunderts) hatte zwar das un-
bestreitbar große Verdienst, daß sie wenigstens das mittelalterliche
Denken in seiner ganzen Vielfältigkeit und Verzweigung durch phi-
losophie-und literaturgeschichtliche Forschung wieder zugänglich
machte, den Mythos vom „finsteren Mittelalter" auch auf philoso-
phischen Gebiet als pure Unkenntnis und als ein neuzeitliches Mißver-
ständnis entlarvte. Aber trotzdem war sie nicht imstande, das Leben
von ehedem, das urwüchsige Problembewußtsein eines Albertus
Magnus, eines Thomas v. Aquin oder eines Bonaventura, geschweige
denn eines Augustinus, wieder zu erwecken. Die Summen und Trak-
tate dieser großen Meister des Denkens blieben für die quälenden
Fragen der Zeit die eigentliche Antwort schuldig oder gaben sie nur
mehr in den Hörsälen kirchlicher Universitäten und Lehranstalten.
(Woraus wiederum die unheilvolle Diskrepanz zwischen konservativer

14. J. Hasenfuss, Hermann Schell als exist entieller Denker und Theologe, Würz-
bure, 1956.
15. Vgl. K. Pfleger, Der ideale Modernist : Hochland, 57 (1964), Heft 2.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 107

„Kirchlichkeit" und liberaler


Gewissenskonflikten führte)
miniszenz, während ein Kar
Fragen der Zeit zu formuliere
revolution zu prägen, während
Umnachtung hinein die gesam
tradition in Frage stellte un
noch einmal die Sturmglocken
um jene religiös-gläubige „Sub
säkularen Subjektivismus noc
zwischen war aber auch das P
geren Fachgrenzen der Geschi
Meinecke u.a.) ins allgemein p
gegangen. Dilthey und Graf
großen Übergangsgestalten16
Phänomenologie Husserls den
im Ansatz einer sowohl das O
Anspruch nach) überwinden
Obwohl Husserl sein Denken
nennt, werden doch die tiefen
Es geht nun bei Husserl um d
Seienden, auch um den Sinn
die kantische Frage nach den
apriorischen Bedingungen der
(in ihrer Allgemeingültigkeit
der fundamentaleren Frage na
Konstitution durch ein absolu
bei Husserl nichts vor, was no
Es diktiert nicht die Bedingun
enthält auch nicht in sich selb
der Sinn ist nicht nur Gegen

16. O. F. Bollnow, Dilthey, Stuttg


Dilthey und dem Grafen Paul Yorck
Halle, 1923.

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108 F. K. MAYR

zeigen über
Objekt sind
von dieser S
Keines befi
dern beide
den Akten
Wesen gibt.
stände, die
jektivität e
den Akt" 17
reicht, auf
und subjek
Sinn von Ge

c. Das Probl

Es wurde v
gen) Weise
Daseins und
Frage nach
„Sein und Z
in der sich
pretation)
Fragestellun
dung der t
des Subjekt
angebahnt w
Dabei wurd
dem Sein (i
des Seiende
Seienden or
erstmals g
derholend a

17.M. Müller,

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 109

zungen zurück, die der später


(antik-mittelalterlich) und „Su
verständlich, also unbefragt zu
von Sein (nicht bloß nach dem
Vorfrage nach dem Sinn jenes
stellt : des „Daseins". Sinn ist i
Sprachgebrauch das, was etwas
gischen Sprachgebrauch Heideg
was etwas verstehbar macht, oh
als solches gegenständlich seh- un
das Sein eines Seienden, insofer
bleibt, aber doch der ermöglic
Seienden ist, zu ihm gehört un
selbst also gerade kein Seiendes
lassens des Seienden. Der Sinn
gerade unterbestimmt, wenn er
Subjekt, her bestimmt wird. D
Sinn und Sein fragenden Men
wie ein Seiendes sich zu sich un
(ursprüngliche Gegenwart) von
Erst dieses „Dasein" verdient de
ländischen Tradition ein jed
(„existentia") war, weil sowo
Seienden) als auch der unter a
Mensch nach dem Modell des „
Eigenart des Seins sowohl als au
Blick kam. So blieb auch die Se
sophie seit dem griechischen A
Frage nach dem bloß „Seienden
Spannung zwischen „höchste
platonische Zweiweltenlehre), v
so bei Heidegger jene ursprüng
diese Offenheit je anders und and
alles verstehbar Seienden. Ers

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110 F. K. MAYR

Menschen e
Stufen-oder
den. Sein ist
grundsvers
hältnisse z
liegt darin
sonst allem
zukommt (
Dem Dasein
liches Seins
Struktur ei
der sinnlic
Frage nach
diese Frage
der sich im
des „Dasein
zial" meint
tischen Vers
selbst meint

„Die existenzi
ist nämlich di
den Boden für
ausstellung d
also ein offen
nehmen sei vo
aussetzung die
welches durch
ist kein Vorha
ausgezeichnet
einzigartigen V
malen Logik b
vorhandenen,
zialen Analyse
Ebene. Wohl a
darin besteht,
sollte
es überh
können. Also

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 111

druck der existenzialen Vorstruktu


der Daseinsanalyse nicht eine logisch
bzw. voraussetzt, 'aus dem wir na
Sätze über das Sein des Daseins de
'Voraussetzung', d.i. seines Seins sein
und des Seinsverständnisses existier
bzw. Auseinanderlegung des schon (
der 'Hermeneutik' vorgehen. Die
haften Sein des Daseins' ; sie bedeu
dessen, was bereits implizit verstan
stehens' ... 'Das Entscheidende ist
nach der rechten Weise hineinzu
'Kreis zu springen',... um nämlich d
daliegt !" 1S

Die Grundverfassung des Daseins, die Heidegger „In-der-Welt-sein"


nennt, gliedert sich in die drei Strukturen der Existenz, Geworfenheit
und Verfallen, die Heidegger als die Ganzheit der „Sorge" (im
existenzialontologischen, nicht ontisch-psychologischen Sinn) bezeich-
net. Das In-der-Welt-sein ist so als das Sein des Daseins : „Sich-
vorweg-schon-sein-in (der Welt-) als Sein-bei (innerweltlich bege-
genenden Seienden)." (Sein u. Zeit 192)
Man kann natürlich das Denken Heideggers nicht auf ein paar ein-
fache Formeln bringen, sondern muß sich um einen Zugang zum
Gesamtwerk bemühen.
Nur so wird man auch das von Heidegger so scharf gesehene Pro-
blem der „Zeitlichkeit" vom vulgären und wissenschaftlichen „Zeit"-
Verständnis abheben können. In der existenzialen Zeitlichkeit drängt
sich das menschliche Dasein auf seinen ontologischen Sinn hin zusam-
men.

„In der vorlaufenden Entschlossenheit entwirft sich Dasein als Sichvorweg


Tod als seine eigenste Möglichkeit und hält diese Möglichkeit als solch
steht es vor sich selbst in seinem äußersten Sein-können, bzw. es läßt s
äußersten Möglichkeit auf sich zukommen. Dieses 'Zukommen' ist eine
demnach ist das Sich-auf-sich-zukommen-lassen, welches die Möglichke

18. J. M. Demske, Sein, Mensch und Tod. Das Todesproblem bei Martin
Freiburg, 1963, S. 25-26 ; vgl. auch : F. Wiplinger, Wahrheit und Gesch
Freiburg, 1961.

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112 F. K. MAYR

als solche aush


vorlaufenden E
Nichtigkeit sei
sich selbst zur
zurück. Dieses
se n h e i t , die
ist die vorlauf
Übernahme des
begegnen läßt.
durch ein 'Ge
Gegenwart da

So ist „Zeitl
existiert abe
eigentliches"
die uneigen
Zeitlichkeit
Blick bekom
laufszeit auf
(Aristoteles
ter"), obwoh
an den Auge
Dasein als Se
Dasein existi
seines Ganzs
zugshaft über
der Existenz
vollzüge ann
dazu bestimm
tion der Ges
beitung der
Konkrete „G
lichkeit oder
keit". Die im
ziehende zir

19. Ebd., S. 51-

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 113

„Zeitlichkeit" und „Geschicht


zug als „Zeit" und „Geschich
uneigentlich vollziehbare Gr
ses (auch des metaphysisch v
Dies ist - grob gesagt - da
existenzial-ontologischen Sin
Damit ist eine Umorientier
impliziert, die erst beim spät
zielle Geschichte nicht nur vo
Daseins her, sondern als Of
Seins selbst zu verstehen. Fr
des Daseins überboten durch
ger, um eine Verwechslung
lichkeit des Daseins zu verm
die Einmaligkeit und Einziga
„Sein" ist aber dann nicht m
„esse" über und hinter dem
Hier ist der entscheidende
Zeit-und Geschichtsauffassu
tradition der Metaphysik „
leitende, aber dann immer m
des sich als Wahrheits-Ges
wird. Genauso wil das „Wese
übergeschichtlichen „Idee",
im verbalen Sinn verstanden wird. In einem damit wird auch
die Ausweglosigkeit des „Historismus", das bisher nur kontrapunktisch
zum „Absoluten" der Metaphysik verstandene Problem des „Relati-
vismus" überwunden. Ähnlich steht es mit dem Dualismus von „Trans-
zendenz" und „Immanenz". Weil man hier allzuoft das Problemniveau
Heideggers nur am Maßstab der Metaphysik (also einer bestimmten
geschichtlichen Seinsauslegung), noch dazu ohne Rückfrage in ihre
antiken Ursprünge, bemißt, kann der immer wieder von Seiten der
Metaphysik gegen Heidegger gemachte Einwand erhoben werden :
hier werde doch das menschliche Seinsverständnis - und was noch

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114 F. K. MAYR

unerhörter
d.h. vom vo
auslegung h
tivismus (al
Horizont di
taphysikers
solute Tran
den Grunda
sischen Gri
Metaphysik
her zeigt un
Rahmen die

20. „Der Mens


er, dergestalt
das Seiende al
wie der Gott
Seins hineinko
des Seienden b
ob er das Schi
diesem gemäß
Mensch ist de
a.M., 1949, S.
schichte im Si
vom Sein sage
lichtend den Ze
des Seins ist d
durch einen Ve
das Wesen von
aus solchem,
Satz vom Gru
Geschick) und
die antike Zeita
Zeitauffassun
am „Sehen" u
der Bestimmu
Sehens verwe
Zahl der (räum
ken ein auditi
Mayr, aa.O., 4
christlichen De
„Hören" auf d

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 115

gut Teil jener gefeierten „A


beiden Weltkriegen nahm se
gen, die alle das Heideggersc
mus" gegen den Absolut-stan
Deswegen konnte aber auch
existenzphilosophisch oder
wältigten Problem der neuze
den werden. Ein analoges M
Nachkriegsdiskussion um das
ein. Weil „Natur" (als schola
gleichbleibende Bestand, etw
wurde, demgegenüber die
diese „Natur" nicht berühre
metaphysisch intakt bleibe
also mit einem Wort : die N
Anspruch des Seins stehend,
derliches Wesen mit einer m
schichte konzipiert wurde, k
sehr gegenständlich gedach
Naturrecht und (veränderlic
deggers Denken wurde abe
eines solchen Naturverständ
das frühgriechische Problem
lismus von Unveränderlich-Ü
schichtlich auf seine ermögl
sich von sich der geschichtli
hen) zeigenden Geschichtlick
war aber nun sowohl der me
änderlichen Naturrechtes un
der ja selbst Folge einer ver

erscheinenden Seienden (bis zur W


werden könnte, aber auch bei Augus
bleibt.

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116 F. K. MAYR

gorien orien
zurückgebr
„metaphysi
sondern als
„Dasein" un
ist, diese Pr
nicht mehr
physik begn

21. Vgl. dazu


ry, Chicago, 19
logischer Seite
(1955), 239-24
Gnadenordnu
lung und Deu
der kath. The
Tijdschrift v
Geschichtlichk
Vgl. auch die A
Menschengesc
turgesetz und
Naturrecht in
Forschungszent
spräch 1), Wie
abendländisch
und menschlich
Den bedeutend
sätzen des kla
immanenter Üb
anspruches fü
in der kathol
seinem erstmal
zur Situation d
heit, 12 (1957)
maßen aus der
Wirklichkeit, v
schen, zu zwar
raschende Nähe
Daseins aus de
Rahner schre
gemeinen, ist
sich erschöpft

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 117

abendländischen Metaphysi
Peter Wust am 8. Juli 1
ein Verständnis des Untersch
taphysik und dem Seinsdenk
die von Heidegger veröffent
das grundlegendste Werk de
Bezeichnend für die verwirr
„Sein und Zeit" (1927), worin

Sollensprinzipien ist) und somit hö


diese nicht nur zahlenmäßig mehr
auch mehr an möglicher Inhaltsfü
nur als raumzeitpunktliche Eingre
Seinsollen, das sich auf das Einzeln
ein allgemeines Sollensprinzip oder
(wenn auch noch so komplizierte
aber das einzelne geschichtlich Konk
personaler Art ist) mehr als nur
Positivität, eine Individualität, di
kann dieses, von den allgemeinen
wenn ihnen auch nicht widersprech
kann von der individuellen Realisati
Ziel eines Sollens sein, das nicht die G
tielles, individuelles Sollen ist
möchten wir 'Imperativ' nennen u
den (Sollens-) 'Prinzipien* untersc
ist nach Rahner „wesentlich vers
den allgemeinen Wesenheiten erge
Anmerkung, die - man müßte hier e
hältnissen von „formaler", „tran
ihrem inneren Zusammenhang etwa
aufgeworfenen Frage nach der „i
begründete Logik ohne den Satz v
physischen Sprachgebrauch in Rich
Sinne Heideggers) oder den „opera
von innen her überbietet : „'Wesen
sprüchlich', 'gegensätzlich zu* ode
sentlich verschieden* heißt : es ko
ziert gedachter Kombination etwas
eben das Einzelne als solches, das d
zendiert und mehr (nicht : Wider
zeitlichkeit eingeengt, und darum
dieses (weil Sollen gerade des Nich

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118 F. K. MAYR

er zeigt, w
Wesen und
ihn als dem
mit dem W
Heideggers
zeitgeschich
„Heute nun n
um Heidegger
was Siegfried
ferner auch seine kleine Schrift 'Vom Wesen des Grundes' zu lesen versucht und
zuletzt seine bei Cohen erschienene Studie über Kant. Nach diesen beiden letzteren

griff gebracht und durch ihn ausgesprochen werden kann." (Rahner, ebd., S. 328,
Anm. 2). Und es kommt zu einer höchsten Annäherung an das „seinsgeschicktliche"
Denken Heideggers, wenn Rahner (von genuin theologischen Ansätzen her) fest-
stellt : „Der Unterschied zwischen Prinzipien und Imperativen besteht nicht nur
hinsichtlich des einzelnen Menschen je für sich, sondern auch für geschichtliche
Größen wie Staaten und andere geschichtliche Individualitäten kollektiver Art. Sie
haben ihre unableitbare, geschichtliche Individualität, ihre bestimmte geschichtliche
Stunde, ihren je einmaligen yaigóq, ihren geschichtlichen Auftrag usw. Sie haben daher
auch ihre bestimmten Imperative, die nicht mit den allgemeinen Sollensprinzipien
verwechselt werden dürfen, da beide hinsichtlich ihrer ontologischen Grundlage, der
Weise der Erkenntnis und der Verwirklichung voneinander verschieden sind. Kurz :
auch die Großindividualitäten der Völker, Zeitepochen, geschichtlichen Situationen
haben ihre ganz bestimmten Imperative, die nicht auf die Summe von allgemeinen
Wesensprinziepien reduziert werden können." (Rahner, ebd. 329/30). Vgl. dazu
unten Anm. 28, woraus man sieht, daß Rahner bei seinen Ausführungen auf einen
ursprünglicheren Begriff von „Zeitlichkeit" und „Geschichtlichkeit" hinweist, bzw. ihn
voraussetzt, wenn er „wesentlich verschieden" über das (übliche scholastische) „logisch
nicht aufeinander rückführbar" hinaus in jenem „radikal Neuen" (siehe oben !) ver-
ankert, für dessen Erkenntnis Rahner selbst in seinem großen Beitrag : „Die Ignatia-
nische Logik der existentiellen Erkenntnis" (in : F. Wulf, Ignatius v. Loyola. Seine
geistliche Gestalt und sein Vermächtnis, Würzburg, 1956, jetzt auch innerhalb der
„Quaestiones disputatae" abgedruckt : K. Rahner, Das Dynamische in der Kirche,
Freiburg, 31960) den ersten methodischen Aufriss gegeben hat. In diesem Zusam-
menhang von besonderer Bedeutung ist die Arbeit des Rahner-Schülers : Vladimir Rich-
ter, Logik und Geheimnis :Gott in Welt I (Festgabe für Karl Rahner), Freiburg, 1964, S.
188-206. Vgl. auch meinen zitierten (Anm. 6) Aufsatz in der „Zeitschrift f. Theo-
logie und Kirche", 61 (1964), S. 456, wo ich darauf hingewiesen habe, daß der
Formallogik des aristotelischen Satzes vom zu vermeidenden Widerspruch eine ur-
sprüngliche Zeit(-Geschichtlichkeits-)Logik zu grundeliegt, sodaß das amó (log. Iden-
tität) im ãjua (dem geschichtlichen Logos) fundiert ist.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 119

Schriften hätten eigentlich bis jetzt al


kommt meine Frage. Wenn ich auc
zu einer echten Lehre vom Sein vor
(diesen Gedanken werde ich nicht l
gers nur eine einzige große Schaum
könne, weil schließlich er selbst nicht
ihn so, daß er noch in den modernen
sich gegen solche Deutungen (in 'Da
Stellen, wo er geradezu scharf betont,
arbeiten (fast wie Pascal). Aber wir
kann es nicht finden. Allerdings : viel
Aber dann muß ich fragen : ist denn d
auch nach eifrigsten Bemühen, sagen m
des : Litt z.B. betont, daß mit Heidegg
Weg Diltheys, also die Deutung des
aber sagte mir gelegentlich, Heidegg
der 'Dialektik des Geistes* wolle. Er wolle als Katholik zum Absoluten usw. Aber
ich kann dies auch in den neuesten Schriften nicht finden, es sei denn an einer Stelle
des Kantbuches, wo es Seite 236 (also auf der letzten Seite) heißt : 'Läßt sich aber die
Endlichkeit im Dasein auch nur als Problem entwickeln ohne eine 'vorausgesetzte'
Unendlichkeit ?' - ...All die Zeit quälte mich in diesen Tagen der Grippe immer
dieses eine Problem 'Heidegger', die Sphinx 'Heidegger'. Ich möchte ihm nicht un-
recht tun, gewiß nicht. Aber, wenn ich heute aufgefordert würde über ihn zu schrei-
ben, dann müßte ich sagen : ich kann es noch nicht. Ich weiß noch immer nicht, wie
ich mit ihm dran bin. Ich bin schon seit mehr als 20 Jahren im Lesen geübt. Und
ich bin auch aufgeschlossen für alles. Aber so ein Fall, daß ich einfach sagen muß,
daß es hier nicht mehr gehe, ein solcher Fall ist mir noch nicht vorgekommen. Gewiß
Kant und Hegel geben auch Rätsel auf. Aber wenn man ehrlich in sie hineingeht, dann
kommt man ihnen doch näher und näher. Aber bei Heidegger - mein Gott, da stehe
ich vor einem einzigen Rätsel." 22

d. Die dualistische Metaphysik des „wahrhaft Seienden" .

In unserem Fragezusammenhang besteht das Rätsel im Verhältnis


von „Geschichte"* (im traditionell metaphysischen Sinn) und „Ge-
schichtlichkeit" (im existenzialontologischen Sinn). Geschichte im
Sinne der abendländischen Metaphysik seit den Griechen bedeutet

22. Abgedruckt in : F. Heineman, Existenzphilosophie lebendig oder tot ? (Urban-


Bücher 10), Stuttgart, 21954, S. 88-89.

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120 F. K. MAYR

(objektiv) d
dem unverä
jektiv) die E
über der ve
lichen. Dies
geschichtlic
bei Piaton o
Seienden. D
als die Sein
äußersten G
„Sein" wird
verstanden
nunft (vórj
(aibêyoiç) an
der Seiende
Seins selbst
Denken etw
frage nach
Seins in ein
beständige
zweite Einte
dener Weis
bewegen (w
denen spät
Seienden ab
eigentlich u
sisch-griech
tigen Sinn.
(pvoig- Ver
ursprünglic
des Seiende

23. Vgd. E. Fin


Haag, 1957.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 121

den, es zur Erscheinung brin


anwesenden, aber immer auc
Erfahrung der geheimnisvoll
aufgrund der vorherrschen
des (gegenständlich) Seiend
Menschengemächt, sondern d
die anfänglich erfahrene Ph
„Meta-Physik" einrücken. D
„Grund" '-denken der Metaph
Vergegenständlichung des ur
fahrenen Seins geschehen : da
den Grund alles anderen Seien
selbst zu einem Seienden, ab
der Verbergung und Verhüllu
preisgibt - zum „wahrhaft Se
Attributen des „göttlich Sei
platonisch-aristotelische Lich
Lichtgrund (und nur Lichtgru
innerweltlich und innerzeitli
weltlich Seienden begreifen. D
heit des Seins als die seinsges
Wahrheit als das Licht eines
gestellt werden konnte, selbs
des Seins (die Verborgenheit
den) meldete sich zwar imme
(z. B. im Negationsproblem d
rung menschlicher Geschichte
Endlichkeit der menschlichen
gelastet, auf jeden Fall aus de
Seins heraus- und hinweg ged
werdender Verdrängung wur
(gegenüber dem intelligiblen
herein nachträglichen, letztlic

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122 F. K. MAYR

kenntnis zu
Welt (veren
ursprünglic
die Freiheit
war nun in
und „Physi
gedacht, wen
durchhielt, a
verständnis
taphysische
lichen und j
sischen" (d.h
Seins) gege

24. Es ist u.E.


umgekehrt pr
Hegeischen G
aus der Schicks
liche und neuze
steigenden Hei
fortschritte. G
barten und ver
concreto sowo
jeweils der (sä
wird) im Fort
wachsende Er
setzten Bezug z
demnach ein F
immer größer
von „Freiheit"
Dasein und sein
hinwiederum g
immer wieder
und Mensch um
theologischer
Freiheit und S
gegenständlich
physik überhau
Seiendes" in e
Seiendes unter
wie Geist, Fre
mehr Recht d

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 123

hältnis des „Allgemeinen" zu


„Konkreten", des „Notwend
Gegensatzpaare im metaphys
durch diese Frage eigentlich
dass diese objektivierenden B
Bedeutsamkeit so denkerisch
einer kontinuierlichen Trad
als Illusion abgetan werden k
blem, sondern, daß der ursp
Mensch (das Wahrheitsgesc
mehr als das (im ursprüngl
schichtlich" Offene, als da

mehr muß der andere (der Mensch


usw.) verlieren. Damit ergeben sic
ja bis in die interkonfessionellen G
verdunkelt - theologische Scheinp
und Welt und Mensch) können letz
taphysischen Orientierung am Seie
Bezug ist gerade der einzigartigst
zwischen Seienden und durchwaltet
Relationen. Von Heidegger her stellt
renz", die nicht mehr einfach mit d
oder der „Dialektik des Seins" ver
auch, daß ein vorschneller „Personal
bewußtsein oder aus christlicher Mo
Ontologie überwinden will) nur d
physischen Dingontologie verhafte
Heidegger sagen konnte : „Das Perso
der seinsgeschichtlichen Ek-sisten
degger, Über den Humanismus, S
seinsgeschichtliche Zusammengeh
nicht mit dem metaphysisch gedeut
und „Freiheit" (als Vollbringen d
Fehldeutung der antiken Frage na
dingontologischem Denken immer n
gen heißt : etwas in die Fülle seine
ducere. Vollbringbar ist deshalb e
allem 'ist', das ist das Sein" (M. H
flächliche, d.h. 'fatalistische' Heide

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124 F. K. MAYR

schichte sch
mit Heidegg
taphysische
gels dialekti
tiefst der m
verpf licht w
mus1 ' trete
Materialism
den verdeck
lassen als di
Gestalt der
und fundam
tischen Mat
Sinn, als da
Frage geste
schen Moder

Von da aus
Sinne Heide
gesamten m
lichen (exis
sprüngliche
gerade verd
Heidegger
der Absich
ihren ursp
zurückzufü
tigungsweis
wurf von Se
der Zeitlich
lichen Zeit zum Sinn des Seins ? Offenbart sich die Zeit selbst
als Horizont des Seins ?" Diese Fragen konnten aus dem Ansatz von
„Sein und Zeit" (weil dieser selbst noch zusehr aus der Transzenden-
talphilosophie der neuzeitlichen metaphysischen „Subjektivität" ent-

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 125

worfen war) nicht zu Ende g


degger (nach der „Kehre") m
und Geschichtlichkeit des Da
ja zum Sein selbst gehört, u
Metaphysik seit der Antike.
gedacht werden, aus dem alle
Zeit" hat schon einen Weg
Seins-und Zeitverständnisses e
„Sein" und „Zeit" (einmal glo
terscheidbar, sondern sozusa
gekehrt proportionalen Sinn
den : je mächtiger jene, ums
reduziert sich dieses Verhält
lichkeit und Widersprüchlic
sind auch „Geschichte" und
taphysischen Verstand) Gege

25. Vgl. dazu die Ausführungen


Marburger Theologie : Zeit und Ge
Geburtstag, hrsg. v. E. Dinkxer
Gadamer den Weg von der Früh-b
dersetzung mit Bultmann : „Mit d
Scheitern eines darauf gegründete
deggers ontologische Kritik an de
wendet. Wie es seiner eigenen wissen
christliche Glaubenstellung gegen da
Die griechische Philosophie aber war
lagen, sondern auf die existentiell
im hellenistischen Zeitalter und in
Ideal der vollen Selbstverfügung inte
tum her kritisiert wurde. Von die
unter dem Einfluß des Heideggersch
keit und der Eigentlichkeit. Das a
Verfügbaren versteht, wird zur U
Selbstverfügung die Wendung zur
dentale Analytik des Daseins eine n
schreiben, von der her sich der A
innerhalb der Grundbewegung der
also gerade die transzendentalphilo
dem theologischen Denken einfügt
Begriff des Selbstverständnisses u

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126 F. K. MAYR

Sein, das „Im


zu tun hat.
immer ein
Daseins her
zum Dasein
fallensein a
Vorhandenh
erscheint, a
Menschen,
sischen Denk
Faszination
Zeitvergess
Nacheinand
existenzial-
die Grundw
die (metaph

Apriori der G
eines Geschehe
Daseins, das die
Aber gerade d
Indessen ging
philosophische
das ihn von An
von der Kehre
Daseins und da
theologischen G
werden. Dabei
frühe Forder
ben zu rufen,
könnte. Mocht
des Ich herausf
interpretierba
möchte, doch
Heideggers Den
ein Geschehen,
damit zugleich
wonach die Sp
jeden Selbstver
hinaus.". Vgl.
Rudolf Bultm

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 127

gleicherweise wie die Erkenn


ist. Diese Zeitlichkeit (Gesc
(geist-sinnlichen) Zugang z
den beiden vergegenständlic
sich hervorgehen. So kann na
Geschichtlichkeit des mensc
„Kontingenz" im Sinne der
Horizont der Seinsfrage (au
„letzten Grund" alles Seiend
ses Horizontes sich auch die
keit im Sinne der Metaphy
das Sein als das immerwähr
als das „Sein" in den Blick k
Ver-Weltlichung) des Dasein
ausstellte. Diese so (von „Sein
keit" ist aber dann gerade ni
vorausgesetzten, aber ungek
woraus erst der metaphysisc
während) und „relativ" (als :
ner geschichtlichen oder psy
sachlichen Bedeutung entwo
„Immerseiende" (d.h. das S
selbst als ein gegenständlich
Zeitverständnisses, das - wie
zeigte - immer mehr am ôv
ausgerichtet war, so daß neu
bei Kant) im Gegen-stand-
dachtes Subjekt) aufgehen k
lich gedachten „transzenden
zeitlich vorgestellten „imman
Metaphysik zugrunde, der d
(ganz andersgearteten) biblis
und „Ewigkeit" (z.B. bei Kier
(existenzialen) „Geschichtlich

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128 F. K. MAYR

Verständnis f
halb des unbe
bei der einsei
und umgekeh
Historismus w
und Vollendu
sichtbar bei
luten Seins-u
und Zeit" ger
physik versuc
samtfrage de
schichtlichkeit
lich-unveränd
„natura huma
deutig einerse
an der Leib-u
„materia prim
krete) Geschic
lichen Geistw
und Geschichtlichkeit des Daseins verankert.
Damit sind die metaphysischen Aussagen keineswegs als falsch und
irrig entlarvt, sondern nur in ihre Grenzen hinsichtlich der ursprüng-
lichen Zeiterfahrung gebracht, ihre berechtigte „Gegenständlichkeit"
aus ihrem ungegenständlichen Grund der menschlich-endlichen Seins-
erfahrung reflex von der im Dasein auch geschehenden Uneigentlich-
keit (als der falschen Objektivierungstendenz) unterschieden. Die me-
taphysische Gegenstandssprache von einem „übergeschichtlichen" und
einem „geschichtlichen" Seinsbereich wird für eine ihr immanente
Selbstkritik offen : „Sein" ist radikal, vom Seinsverständnis der Daseins
her, etwas anderes als „Seiendes", wenngleich immer die menschliche
Not besteht, Sein mit einer Sprache zu vergegenwärtigen, die zwar
immer auf den Abgrund des Seins hin offen, doch der im Uneigentlich-
sein des Daseins angelegten (und von daher nicht eliminierbaren) Ten-
denz zur isolierenden Verdinglichung ihrer Begriffe und Worte so tief

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 129

verfallen kann, daß am Ende


eigentlichkeit lang tradierter u
und Begriffe beruhigt. Diese B
grundsätzlich als „immerwähren
in einer neuen Objektstufe (un
als überirdischer und unwand
phischen Namen „Gott" erhält.
physische Gottesproblem nur da
klärten „onto-theo-logischen", d
in der Frage nach dem „Grund
den" um-deutenden Grundverfa
lichenden Seinsauslegung seit
dadurch die eigentliche Frage n
keit des Seins selbst verstellt. S
taphysische Gottesverständnis
Grund des der Geschichtlichke
verständnisses zurückgebracht
ger) radikaler auf die religiös-g
lichen Göttlichkeit Gottes vorbe
griechischem Seinsverständnis u
in der mittelalterlichen Scholast
„Die radikale ontologische Fragestellung
an der sich die Theorie der ...Geschich
nicht mehr die, wie sich das einzelne Er
hanges einbettet und wie aus solchem 'Z
der Geschichte verständlich wird. Das is
des Daseins, die die Zerstreuung und den
Frage nach einem zu stiftenden Zusam
ist eigentliche Geschichtlichkeit die '
Dasein auf sich selbst entschieden hat
sich selbst zurückkommt, erschließt d
gentlichen Existierens aus dem Erbe, d
Überlieferung als 'Wiederholung' einer
sammenhang der Weltgeschichte entspr
Dasein In-der-Welt-sein ist. Das Geschehen der Geschichte ¿st Geschehen des In-der
Welt-seins. Auf diesem ontologischen Grunde kann überhaupt erst die Frage gestellt
werden, wie Historie als Wissenschaft möglich ist. Insofern gibt es hier kein Problem

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130 F. K. MAYR

des Relativismu
Ungeschichtlichk
boden aller diese
die Heidegger i
menschlichen Da
überschritten.
Seinsgeschichte
auf das menschl
daß das Wort G
und 'Geschicklic

e. Geschichtli

Die berühm
Problem der
man vom vor
herantritt, w
Sein" (die sich
immer mehr
zendentalph
geschichtlich
als dazu scho
gisches" Miß
der früheste
„Relativierun
noch tiefer e
Seinsmetaph
Heidegger g
jetzt die Gesc
werden soll.
um grundsät
des Wortes
„Seyn" gesch
auch der Beg
erfahrungen
wird man au
26. H.-G. Gadam

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 131

des Seins aus der Geschichte


Heidegger, der letztlich nur
Fundamentalontologie beim frü
als wolle Heidegger vom frühe
len Daseinsauslegung) zu eine
ranges des Seins vor dem Mens
bewegt sich aber die neue Frag
vor dem nachgeordneten Prob
tivismus (die beide einer am vo
auslegung der Metaphysik ents
Heidegger die Geschichtlichk
Offenbarkeit und Verbergung
der Geschichtlichkeit des Dasein
metaphysischen Maßstab des U
„ens infinitum" gedacht werde
„unendliches Sein" (sei es im Si
gemeinen Seiendheit des Seiend
dentalphilosophischen absoluten
spruch seiner mit ihm identisch
gen, sondern darum, das Denke
metaphysischen Sinn nicht nur
Geschichtlichkeit des Daseins, s
sen zu bringen, daß sich die Ge
ja keine „Eigenschaft" am „Se
können des Daseins als urspr
„Schickung" des Seins erfährt,
Offenheit und Verborgenheit
bloß die ungeschichtliche
des Seienden, ist. Darin zeigt si
Seienden und menschlicher Ex
Zurückfallen ins metaphysisch
Vorhandenen und seinem Grund
des Abgrundbezuges, aus dem a
gedacht werden können), sonde

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132 F. K. MAYR

Differenz" zw
Heidegger nen
selbst den Un
spricht auch v
Namen für d
Sein (pvoLç, Xó
der metaphys
fenbar mache
gewissermaße
seins fundier
nur eine abkü
ten Explikati
ist) folgender
nen Differen
Pole von Sein
den different
Das Sein, das
Seiendheit zu
spruch sein e
vorgestellte D
dem Seienden
z.B. der Mathe
des geschicht
lichen und u
für den späte
Seiende in sein
vertuntur - im
den (ens et fa
Ab-grund des
vom Mensche
der selbst no
Seins-und Wa
27. M. Müller, E
S. 45.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 133

legung geschieht schon in ih


nung vom sich zuschickende
Alle Geschichte ist so Gesch
Geschichtlichkeit des Seins s
schen zuspricht. Die Weltges
Auslegungen des Seins (die g
heraus auch dort vollziehen,
ter des Seins „vergessen") un
schen brauchende - Selbstau
Die Geschichtlichkeit des S
(nach Art eines Seienden) im
gangenheit, Gegenwart und
und umfangende Seinlassen

28. „Das Sein und das Verstehen d


Sein ist das Grundgeschehnis, auf de
inmitten des eröffneten Seienden im
in die Metaphysik, Tübingen, 195
Modus der Offenbarkeit und Verb
aber nicht nach Art eines Gesche
abgelesen werden könnte, sondern im
in die Unverborgenheit. Alle Beurte
der Unverborgenheit, die sich dann
selbstverständlicher als die intelligib
barkeit aufdrängt. „Gleichwohl wa
was sich allerdings nicht durch eine
Faden aus dem vielfältigen Geschic
S. 110), sondern dieses seinsgesch
jedesmal aus dem Verborgenen de
Rinnsale entspringen, die einen St
S. 154). „Was griechisch xà bvxa, late
jeweills heißt, das hat sich jedesma
schieden" (Der Satz vom Grunde, S
einen (metaphysisch mißverstandene
heit zugleich Unwahrheit (im logisch
und seiner Veränderung orientiert b
zu sagen, die mittelalterlichen Theol
mehr haben sie ihn anders verstand
sich ihnen zuschickte. Wiederum anders ist das Geschick des Seins für Kant. Zu
einem Mißverständnis wird das Andersverstehen erst dort, wo es sich zur einzig mög-
lichen Wahrheit aufspreizt und zugleich unter den Rang des zu Verstehende
hinabfällt" (Ebd., 136).

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134 F. K. MAYR

Dieses Sein
Weltgrund
physische G
einer besti
Seins selbst
„Erst aus d
denken. Ers
zu denken.
gesagt wer
nismus, 10
der wird vo
Seinsverges
einem höchs
wechselt un
Weltgeschic
die Seinsver
selbst, sond
nur von der
durchschaub

/. Wahrheit

Heidegger i
der metaph
einer Aussa
der logisch
ging aber d
letztlich die
neuzeitlich
Charakter d
haupt zusta
stimmung o
Objekt oder
von Subjekt

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 135

Unverborgenheit (âlrj&eia) d
heit anheimfällt, wenn die
wissenden Anhalt beim Obje
„Sein und Zeit" und in dem
der erste Schritt von dieser
heitsbestimmung zurück a
„Freiheit" ist aber dann nic
am seienden Menschen, son
als Freigabe und Sichfreigeb
und „Wahrheit" erst in ihr
einstimmenden) Bezug zuein
heit im ursprünglichsten Sin
oder „servum" arbitrium lie
Welt-sein schon immer er
und Unverborgenheit des Se
heit als „Richtigkeit" (adaeq
Sinne einer Subjektivierun
Menschen her und von sein
daß diese Freiheit „ihr eigen
sen der einzig wesentliche
Wahrheit, 14), nämlich aus
heit wird von Heidegger so
begriffen, als Ausbleiben de
ständlichen Wahrheitsbezüg
Ausbleiben des Grundes im
einem „höchsten Seienden"
immer schon als gedachte We
der ursprünglichen, unverfü
den können!) nennt Heidegge
heit des Seins gehörende Un
das Nichtanwesen im (verb
das zur Wahrheit selbst geh
borgenheit für den Erken

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136 F. K. MAYR

erscheint nur
hält. Dieses U
Heidegger das
Unverborgenh
metaphysisch
der Wahrheit
(nach dem
einer abgelei
den) in Verg
Geschichtlic
schichtlichen
verborgenhei
mitten der W
Seiende auch ü
deren Maße -
darf sowenig
stand) verwec
deggers) soga
Übereinstimm
mung) im Sin
Im traditione
stimmt als „e
die zwar mit
erlebt wird, a
Gegenstand n
setzen widers
Vorurteile, M
an Konzentra
kenntnismat
schaften, unm
vorschnelle V
unabsichtlich
rufenen Irrtü

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 137

anderer sind. Psychologisch g


oder mangelhafte Deutung d
ein sehr subjektiver oder feh
diejenige physikalische Wirk
Kunde gibt" 2'
Die „Irre" im Sinne Heidegg
„Irrtum" im Sinne der Metap
Seite, sondern ist der Wechs
des Seienden aus dem Sein
Seins selbst als der Verborge
Seienden. Darin gerät der M
ist in der abendländischen G
en und nach dem Grund alle
vergessenheit" geworden, -
verborgenheit des Seienden,
verum !) alles Seienden her
selbst in seiner wesentlichen
sich her, nicht als das bloß v
fen und Ergründen) zu verg
„Irrtum" als der Unrichtigkeit
und „oberflächlichsten Weis
schon im „gewöhnlichsten Sich
nen bis zum Sich-verlaufen
Haltungen und Entscheidun
zeigen, „daß das Wesen der W
'abstrakten' Allgemeinheit i
der einmaligen Geschichte
wir das Sein nennen und sei
zu bedenken gewohnt sind"
liche Wesen der Wahrheit al
des Seins selbst überhaupt er

29. Philosophisches Wörterbuch,


13), Stuttgart, 1961, S. 273.

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138 F. K. MAYR

als Richtigke
ihrem Recht,
Es wäre also
Wahrheitsbes
mung des Irr
in ihr eigene
Wahrheitserö
gilt nochmal
hervorragend
zwischen dem
taphysik hing
„Wie man es au
mag - entscheid
überlieferten W
denke das Sein
Geschichte, stel
der die metaphy
mißverstanden.
des Seins eine a
verstanden wer
Sein' verbirgt :

30. „Mit dem H


Wesen besteht n
«s beruht im Bö
jedoch im Sein n
sich die Wesens
Dieses kann im
dem Neinsagen
aufgehendes Ers
wesenhaft die Ve
des Seins, des Er
der großen Ver
Verdeckung" (E
nahme : F. K. M
neutik? : Zeitsc
Levinas, Totalité
Vili), Martinus
logie das Sein des
liche" überbote
Tijdschrift voor

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 139

stetes Anwesen, problematisch und we


selbst gefragt wird, dann ist damit ni
des Seienden das Sein des Seienden durchaus stets Anwesen sein kann. Z.B. hat die
Bedingung für die Symmetrie einer mathematischen Gleichung den Charakter der steten
Anwesenheit - sie ermöglicht es, daß wir auf die Symmetrie der Gleichung immer
zurückkommen können. (Auch sind z.B. das Problem des 'Naturrechts', das Problem der
Urbilder oder 'Archetypen', das Problem einer 'allgemeinen Metaphysik' mit der durch-
aus rechtmäßigen Frage verknüpft, ob nicht innerhalb begrenzter Bereiche das Sein stetes
Anwesen sei.) Rückgängig gemacht werden soll nur die Hypostasierung des stets anwesen-
den Seins zum einzigen Sein. Seine These: das Sein des Seienden ist nicht stetes Anwesen,
sondern durchgängig Zeitlichkeit im Sinne von Vergänglichkeit, würde durch das auf-
weisbare Sein z.B. der mathematischen Gegenständlichkeiten als falsch erwiesen. Eine
solche These hat Heidegger auch niemals aufgestellt. Er hat nur geleugnet, daß das
Sein des Seienden durchgängig den Charakter der steten Anwesenheit habe, und
gefragt, von woher überhaupt sich das Sein des Seienden bestimme. Die Erfassung
des sog. nur noch 'Vorhandenen', wie es z.B. in reiner Weise durch die Mathematik
geschieht, ist durchaus eine 'rechtmäßige Aufgabe', doch darf die Erkenntnis sich
nicht in diese Aufgabe verlaufen : nicht das Erkennen überhaupt der Erkenntnisweise
der exakten Wissenschaften angleichen wollen (Sein u. Zeit 153). - Freilich darf das
Denken sich auch nicht in eine bloße Gegenstellung zur Erkenntnisweise der exakten
Wissenschaften bringen und sich vorwiegend an den nichtexakten Wissenschaften oder
an nichtwissenschaftlichen hermeneutisch-geschichtlichen Erfahrungen orientieren.
Wenn Heidegger von einer 'Geschichte' des Seins oder von der Wahrheit des Seins
als 'Ereignis' spricht, dann müssen wir das, was hier 'Geschichte' und 'Ereignis' ge-
nannt wird, streng unterscheiden von dem, was sonst Geschichte genannt wird : näm-
lich von der Geschichte als jenem Bereich des Seienden, der z.B. von der Natur unter-
schieden wird. Was Natur und was Geschichte in ihrem Sein sind, läßt sich zureichend
erst aus der Erfahrung der Wahrheit des Seins selbst denken. Die Erfahrung dieser
Wahrheit muß sich freilich bewähren in der Frage nach dem Sein der verschiedenen
Bereiche des Seienden, andernfalls würde ein Denken aus der Wahrheit des Seins
selbst abstrakt bleiben in jenem Sinn, den Hegel meinte, als er Schellings Identitäts-
philosophie als abstrakt kritisierte" 31

g. Biblisch-christliche Gotteserfahrung.

Die vorigen Überlegungen suchten auf dem Hintergrund des Den-


kens M. Heideggers nur ein wenig auf das Problem der „Geschicht-
lichkeit" hinzuweisen und darzutun, daß damit heute nicht nur ein
zufällig aktuelles Thema, sondern eine Konsequenz der bisherigen
abendländischen Metaphysik, nämlich ihre immanente „Relativierung"

31. O. Pöggeler, a.a.O., S. 185-186.

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140 F. K. MAYR

von Geschich
satz her, ange
der gesamten
der Geschicht
teln der Met
kontingent-n
sen Grundbe
das ursprün
nicht nur wi
nach dem Ma
von Sein (als
immerwähr
Das heißt wie
physik („Tra
aufgebbar ge
schaften met
ganz bestimm
Artikulierun
die ihre Gren
keit erfährt
aneignung d
chischen Wir
Sein ist die b
mer deutlich
abendländisch
überhaupt er
(geschichtlich
gebaut hat, s
fahrung scho
Begegnung. A
sie drauf und
und Gegensätz
bar geworden
phischer Seit

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 141

Verständnis gegenüber dem m


noch unübersehbar, weil zuers
hineingegangen werden muß
seiner UnSelbstverständlichkei
ständliche war die Ansicht, d
tentum vor allem im Sinne ein
Philosophie" als dem umgr
nichtchristlichem Philosophi
immer ergänzungsbedürftig
Ansicht hat sich vor allem i
können, während auf Seiten
ganze Fragwürdigkeit dieser
ist die Frage nicht mehr zur
nicht, bis sie wirklich radi
heute das Problem der „Pro
sprünglich christlicher Erfa
wendigkeit der Ausbildung
spürt32. So ist etwa die neuzei
das säkularisierte Derivat chr
dankenlos solche Einsichten
fundamentalen Unterschiede
und griehischem Seinsverstä
können nur mehr Hinweise a
gische Situation gegeben we
protestantischer und katholisc

32. Vgl. dazu : F. Gogarten, Verh


larisierung als theologisches Problem
Glauben. Christliche Orientierung in
35 (1962) ; R. Rahner, Art. Ant
Auer, Gestaltwandel des christlich
f. K. Rahner) 333-365. Vgl. auch d
wordene Ausarbeitung eines fund
degger, womit eine ursprünglich
(neuzeitlichen) Subjekts angebahn
Archiv f. Begriffsgeschichte, Bd
Heilsgeschehen, Stuttgart, 1953.

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142 F. K. MAYR

1. Im Jahre
philosophisch
öffentlicht, w
logetik die th
Auslegung d
philosophisch
schlußverfah
während im b
lich handelnd
(Von Heidegg
eigens hinwe
„onto-theo-lo
Seinsauslegun
lichen „Grun
versteht, ohn
denken, aus
„Grund" und
aussagbar wi
nenbergs mög
festgehalten w
„Eine abschließen
Gotteszeugnisse
alexandrinischen
Die kritische Dur
im Feuer der ge
Ansätze nicht h
freiem Herrn de
unterschiedliche
aufdringlich sich
rogenen Element
schau einer Abf
nischen Gottesge
Schöpfung und H
Gottesgedanken
Gottes genügen
genen Elemente
danken her uner

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 143«

ergänzende Teilstücke behandeln. Die ni


losophischen Gottesbegriffs mußten da
göttlichen Geschichtswirkens werden.
Einfachkeit, Eigenschaftlosigkeit und Nam
wieder in unüberbrückbare terne von den
Wirklichkeit, in der über das Heil der Me
Aussagen des Glaubens über Gottes ges
Verletzung der Strenge jener Eigenschaft
tion des philosophischen Gottesbegriff
allen Einzelheiten als der aus seiner Ande
gente und also als der persönliche Herr
Unveränderlichkeit hätte von daher zur f
tieft, die Zeitlosigkeit zur Herrschaft
zeitigkeit zu aller Zeit umgeprägt werd
verwehrt, ihn als Nus zu verstehen, da
vordringen, wie Plotin bald unter Beweis
verständnis des zweiten Jahrhunderts üb
nicht zum Ruhme, daß sie in dieser Sac
der Philosophie zurückgeblieben ist, in
dimensionales Bewußtseinswesen vorzu
theologischen Vorsehungskonzeption. H
diese Konzeption preiszugeben, so hätte si
als die Philosophie, nicht nur als die Un
alle Erwartungen und Planungen durc
Unbegreiflichkeit des Weltgrundes bes
bekannten Welt sich in ihren fernen U
nicht mehr vollständig begreifen lass
zu vermuten ist, kann aber nicht zweif
Unbegreiflichkeit wenigstens symbolisc
die Andersartigkeit des Welturhebers
durch konkrete, kontingente Ereign
Gerade diese radikale, erst im Hande
tigkeit des Welturhebers führt nu
strakten Eigenschaftslosigkeit, wie sie
meinheit eignet. Sondern wie die Andersa
Ereignissen mit einer konkreten Bedeu
erweist, so eignet Gott seinem ewigen
indem er gerade diese und keine andere
Wirkens wählt. Gerade der in solchem
seiner Freiheit willen 'ganz Andere'. Ein
These der Unbegreiflichkeit Gottes hätte -
Gotteslehre vielleicht den Sprung zwi
geschichtlichen Handeln Gottes, die ein

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144 F. K. MAYR

ersparen könne
Handeln als Offe
wäre es nicht m
Füßen zu verlier
mit Gott selbst
mit neupythagor
struieren brauc
spruch zum phi
Ursprunges gera
'Wesen' Gottes
Wesens stehen b
nicht innerhalb
mit dem Sohne
Offenbarung d
bringt, ist christ

Wir haben d
sehr gut die
widerspiege
Christentum
phie und and
Anverwandl
Darin samm
heute und ze
noch bevorst
lichen Wesen
Ausführunge
arbeitung ein
im Sinne Hei
physischen S
Frage nach e
„Sprache" un
Nur kurz an
(auf die grie

33. W. Pannen
34. Vgl. die beg
der Auseinander
begrifflichen E

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 145

als nachträgliches Ausdruck


ausgesetzten „geistigen", „
daher auf Grund dieser einse
tung zur Hauptsache von emp
linguistischem oder soziolog
Verständnis der Sprache als
legung anbahnt. Heidegger h
(Urteil) im der Auslegung
stehens" des Daseins (In-der-
richtet sich schon ursprüngl
nenden und begrifflich exp
und Objekt, und auch dann,
Seiendes im Erkenntnisblick
Bewandtnis-und Bedeutung
subjektiv mißzuverstehenden
In diesem ursprünglichsten S
späten Heidegger als der lich

(diáloyoç) gegen die rethorische R


platonischen „Kratylos", wo Plato
der Wörter aus ihrer natürlichen
(vójuco) stamme, Sokrates fragen
435 d. 1) - und Kratylos antwort
daß man ohne Einschränkung sagen
Dinge" (435 d4). Damit ¿st die A
Sprache in ihrer erkünstelten Dialekt
Plato läßt aber durch Sokrates er
Sache doch vor ihrem Abbild in der
die Wahrheit aus dem sprachlic
wird (um dem Sprachmißbrauch der
Dialektik auf die reine (intelligib
„Sprache" - in seiner ursprünglich
„Denkens", wodurch die kommend
prägt wird. Vgl. F. K. Mayr, a.a.O
Theologie und Kirche, IX (1964)
pretatione 16a 3ff.) sind die Wort
für die Seelenbilder, die noch in e
zu den Dingen außer uns stehen
Sprache) ein durch Vereinbarung
noch falsch. Vgl. dazu : W. Wiela

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146 F. K. MAYR

Dasein hera
Griechen in
ke 35 sagt i
teten Welt.
gion und Di
Bezeichnete
Sinne Heide
aus dem Ab
„Verstehen
schichte de
grund wan
zeitlich seh
„Denken" u
und „Sein".
blem des „Lo
ständlichte
usw.) zum S
mehr die im
Übereigneth
standlichend
sten Weisen
nur eine ist
lich aus Übe
Uyog) kann
des Seins (d
Wohl aber g
ständlichun
Wo aber de

35. Vgl. die K


und die Dichtu
fassend sei noc
die ja die Tend
dichteshinausz
physik Nietzsc
unüberwindlich

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 147

wichtig wird (was nach Heid


Seinsauslegung ist), dort wir
Sein und Sprache vergessen u
Seiende bezogene „Zeichench
geformt im einzel wissensch
auch das Maß für den (gesc
präzisen Bezeichnung schon
rakter" der Sprache, nämli
diesem Bedeutungscharakter
reiche, unendlich vielfältige
borgen, der unthematische
nischen Gebrauchs der Sprache
Terminologie, deren handli
rechtigung nur dort behält, w
Seinsbezuges alles Sprechens
setzung gelten läßt und sie n
physischen Wesen hypostas
ihre eigene „Sprache", die n
Schaden ihrer Grundproblem
wissenschaftlicher Zeichen
Höchstfall stellt sich diese F
physische Exaktheit philosop
mehr zu ihrem Nachteil an d
orientiert wurde, weil der g
zur Objektivation auch der S
gewinnt ein ungemäßes Eige
kirchlichen Wort der geschi
Verkündigung korrigiert un
hang erwacht heute auch au
inneren Bezuges von Wort u
schichtlichkeit, der hinter d
von (un-oder übergeschich
„Zeichen", res und signum,
ursprünglichen Seins-und W

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148 F. K. MAYR

Seins-und W
trägliche un
(die Richtig
wandt wer
ausgeführt :
„Wort, ursprü
im temporal st
ist darum im G
Symptom der
York kennt n
der Sprache an
zeitlich sich v
eine Tautologi
Wortes bedenk
tuation öffnen
bewahrt vor
Überschätzung
schweigenden
Zeit unterwirf
daß äußerlich
Terminkalend
Symbol des te
Symbol, an de
liefertsein an d
sowie das Ohn
legenheit, ver
eröffnet, nen
des Nicht- Ver
zu lassen, sich
selbst gleichzei
Liebe gelten zu
schaft zu Her
einmal zurück
unserer Zeit,
Geschichte ist
erfüllte zu ver

(Nur in Kla
des vorhand
36. G. Ebeling
mann zum 80.

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 149

abendländischen Denken vorw


Zeit, als Nach-aller-Zeit gedac
züglichkeit zur Zeit der Erde,
vertanen) Daseins und der Ze
Die selbe Problematik kehrt wieder beim dichterischen oder all-
gemein religiösem Wort. Noch Aristoteles wußte, daß jede Rede ihre
eigene „Exaktheit" hat, die nicht einfach unter eine allgemeingültige
Schematik der Prädikation (neuzeitlich : des „Urteils", und sei es selbst
der „Frage") subsumiert werden kann. In der christlichen Theologie
war immer bekannt, tritt aber erst heute wieder ins ausdrückliche Pro-
blembewußtsein, daß der biblisch-christliche Sinn von „Wort" nicht
primär am metaphysisch vorgestellten Verhältnis voneinander isolier-
tem „Wort" (das selbst nur mehr oder minder äußeres Zeichen für
den „Begriff" sein soll) und ebenso isolierter „Sache" (ens, obiectum)
abgelesen oder gar in seinem ursprünglichen Sinn von daher gedeutet
werden kann. (Vgl. die innere Verschränktheit von Wort-und Tatof-
fenbarung im christlichen Logosverständnis, worin eine entscheidende,
wenngleich theologisch beinahe unwirksam gebliebene Korrektur am
klassisch-griechischen und erst recht neuzeitlichen Logosverständnis er-
möglicht ist87. Von daher ergaben sich im Laufe der christlich ge-
prägten Denkgeschichte einseitige, wenn nicht gar verfehlte Alterna-
tiven, deren eine z.B. : „Kirche des Wortes" und „Kirche des Sakra-
mentes" im heutigen interkonfessionellen Gespräch in ihrer Einseitig-
keit durchschaut und auf die ursprüngliche Oekumenizität von Wort
und Sache, Sprache und Wirklichkeit zurückgebracht wird). All
dies weist aber heute im Zusammenhang der von Heidegger inaugu-
rierten Fragestellung in die Richtung eines ähnlichen Umdenkens des
Verhältnisses von „Sprache" (im bisherig metaphysisch verstandenen
Sinn als Signum rei) zur neuen, geschichtlich wiederholenden Erfah-
rung von „Sprache" (als Seinsgegenwart im Sinne des frühgriechischen
37. Offenbarung als Geschichte, hrsg. W. Pannenberg, Göttingen, 1961 ; Vgl. auch
C. J. de Vogel, Antike Seinsphilosophie und Christentum im Wandel der Jahrhunderte :
Festgabe an Joseph Lortz, hrsg. v. E. Iserloch und P. Manns, I (Baden-Baden, 1958)
527-548 ; H. U. v. Balthasar, Die Gottvergessenheit und die Christen : Hochland 57
(1964) okt. 1964, S. 1-11.

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150 F. K. MAYR

Logos und al
Offenbarun
rigen Sinn)
seinsgeschic
beiden Bezü
wiederholen
Grundsinnes
und Zeit" (S
wirksamste
Erinnerung,
Tiefenpsych
Philosophie d
2. Vor kur
Salzburger H
te und Gesc
gischen Zeit
katholisch-t
gezeigt und
messen chri
geschichte da
mals Karl R
merksam ge
Ausführun
wenngleich
sisch versta
schichtlichk
ergänzen un
„... von der Bed
die 'Wahrheit',
entziehen wür
gründet die Be
sie sei m u t a
überhaupt, d
38. K. Rahner
(Einsiedeln 196

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 151

fügten Geschehen, das als eine gro


geschlecht vom Anfang zur Vollendun
sage ist mithin nicht nur auf der S
Gottes begründet. Ja, diese Bedingthe
der Offenbarung und der Heilsgesc
Geschichtlichkeit selbst als das Un-
un-oder außergeschichtliche Weise v
logie spricht also stets von jenem U
alle Aussagen fundierende Wahrheit b
licher Sprache. Wir sagten, daß hier
Aussage gegeben ist, die sowohl
Sprache gesprochen wird, wie auch
daß beides gleich unvermeidlich is
'Unangemessenheit' endlich korrigi
Ereignis gibt als das geschichtliche
werden muß, dann ist die scheinba
Menschen und seinem Erkenntnisverm
zugehörige Angemessenheit d
dung von Absolutheit und Relativit
das geschichtliche Wesen der Sprach
horizont stammt, der nicht in der
dern eher im platonischen Timaios.
wir können im Anschluß an Überleg
Perspektivität des Dogmas das dem
wäre es die Ur-Häresie schlechthin,
mulierung für komplett und unüberh
die wesenhafte Zukünftigkeit der Kir
den Vollendung. Die Geschichtlichk
Geschichtlichkeit dessen, was wir Off
des Dogmas, und ebendies ermöglicht
echte Zukunft des Dogmas. Die alten F
den nicht überholt oder relativistis
geschichtlichen Konstellation möglich
das nicht mehr aufgegeben werden ka
nicht die Möglichkeit und die Aufg
bringen." 39

h. Der Unterschied von „Geschichtlichkeit" und „Kontingenz".


Dieser Unterschied kennzeichnet letztlich den Unterschied zwischen
dem Seinsdenken Heideggers und der metaphysischen Tradition des
39. R. Schlette, a.a.O., S. 251.

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152 F. K. MAYR

Abendlande
kungen - d
von Geschic
ganzen und
materia, See
lichkeit des
schehen vo
griechische
seinem Seien
wendige. K
Nicht-notwe
falls sie geg
Existenz ein
zuschreiten
tingent Seie
Grund alles
liche, überze
dacht. Das S
nersten Bes
„naturae"), i
der in der E
Grundgehal
nerlich ähn
von Seins-un
Seienden ist
wendig sein
nen Dingen
Engel weit)
Wesen (esse
macht. Die W
und köperha
die „Geschic
änderlichen
lichen Hand

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 155

sens vorgestellt wird. Mit „Ge


ist immer das zum Wesen ein
riorische, das raumzeitlich „Z
üblichen Auffassung im eigen
einer Geschichte (als der spezi
kann, während beim unterm
einer „Naturgeschichte" ges
bewußt und frei vollzogenen
diese Geschichte verweist nach
etwas Übergeschichtliches, Ü
einem Wort : auf das Ewige. „
aufriss der abendländisch-met
Grenzen der kontingenten S
Geistwesen, ausgestattet mit d
höchste Seiende - Gott - zu ve
Mensch das ewigkeitseröffnet
Raumwahrnehmung) ist er der
Einheit seines Geist-Leibsein
endliche Seiende, auch seine e
derlich-ewig vorgesteltes und
Sein Gottes hin transzendiert
hat, ein ganz bestimmtes, im
sischen Griechentum wirksam
das nicht eigentlich am Sein a
am innerweltlich Vorhandenen orientiert ist. Dieses Seinsverständnis
der Metaphysik mit seinem Dualismus von Zeit und Ewigkeit ist aber
beispielsweise grundverschieden vom Seinsverständnis etwa des Ju-
dentums und auch des Christentums, erweist sich also gerade als eine
ganz bestimmte, geschichtliche Weise, Sein und Wirklichkeit zu er-
fahren, die noch andere Weisen, vor allem außerabendländischer
Denk-und Verstehensweisen neben sich hat. Deswegen ist das Ver-
ständnis von Geschichte im abendländischen Sinn nicht einfach das
absolut und für immer legitimierbare Geschichtsverständnis. Es ist
sogar so, daß diesem metaphysischen Seins-und Geschichtsdenken des

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154 F. K. MAYR

Abendlandes
zugrundelieg
von „Sein u
Heidegger d
der Zeit neb
innerlich ze
Seins", nicht
Wesen ist. D
des Mensche
des Abendlandes bisher verstanden hat und hat nur dann eine vor-
läufige Richtigkeit, wenn dadurch nicht verdeckt wird, daß dieses
Verstehen selbst - wenn man einmal so sagen will, in einer entschei-
denderen Kontingenz, nämlich der „Geschichtlichkeitkeit" das Daseins
und des Seins zumal fundiert ist. Dann erweist sich aber das Seins-
verständnis der gesamten metaphysischen Tradition selbst als eine ge-
schichtliche Weise, wie Sein sich von sich her bisher eröffnet und ver-
borgen hat. Der Sinn des Daseins ist es, diese Seinsgeschichte zu er-
fahren und erfahrbar zu machen. Dann sind aber die Begriffe der
abendländischen Ontologie selbst Artikulationen einer Erfahrung von
Sein, die den Boden dafür abgibt, daß sowohl das metaphysisch als
„überzeitlich" verstandene höchste Seiende als auch das metaphysisch
als „zeitlich" verstandene innerweltich Seiende auf einen Bezug von
Sein und Zeit (im nicht mehr metaphysischen Sinn) zurückweisen, der
mit den Begriffen der Metaphysik selbst nicht mehr gesagt werden
kann. Daher hat Heidegger die gesamte Seinsfrage der Tradition der
Metaphysik auf ihre vergessenen Ursprünge hinterfragt und die ur-
sprüngliche „Geschichtlichkeit des Seins", deren eine Ausformung die
Geschichte der bisherigen metaphysischen Seinsauslegung ist, expli-
ziert. In diesem Verständnis ruhen sowohl die „Absolutheit" als auch
die „Kontingenz" im metaphysisch gedachten Sinn auf einer ur-
sprünglicheren Geschichtlichkeit der Ek-sistenz des Menschen (als dem
Grund seiner Sinnlichkeit und Geistigkeit) und des Seins selbst auf
und wandeln daher ihren Sinn je nach der Weise, wie „Sein" sich
geschichtlich zeigt und verbirgt. Und Heidegger stellt die abendlän-

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METAPHYSIK UND CHRISTENTUM 155

dische Schicksalsfrage aus de


physischen und wissenschaf
„Wie aber, wenn das Ausble
wesen und die Vergessenhei
derne Weltalter bestimmte
den Menschen immer auss
daß der Mensch vom Bezug
sen fast verlassen und diese
Wie, wenn die Zeichen dahi
sich inskünftig entschiedene
ist Metaphysik, 71955).
Vielleicht sieht man so ein
den metaphysischen Begrif
ontologischen Begriff der „G
40. Ein solches Mißverständnis unterläuft offenbar A. Brunner in seinem sehr
instruktiven Werk : „Geschichtlichkeit" (Francke Verlag Bern und München 1961),
wenn er Heideggers „Geschichtlichkeit des Seins" immer nur vom metaphysisch un-
problematisch gebliebenen Dualismus von „absolut" (ewig-unveränderlich) und „re-
lativ" (zeitlich-veränderlich im Sinne menschlicher Kontingenz) her unter Kritik
stellt und dann Heideggers Denken in die Fortsetzung der deutschen (idealistischen)
Transzendentalphilosophie einreiht, indem er S. 147 resümiert : „Fragt man sich,
was das Sein nun bedeute, welchen erfahrbaren Sachverhalten es entspricht, so muß
man wohl antworten, daß es die Geschichtsmächtigkeit ist, das also, was die verschie-
denen objektiven Geister herauf führt, 'schickt' und damit zum Geschick in dem dop-
pelten Sinn des Geschickten und des Schicksals macht. Damit reiht sich das Sein ein
in die Linie, die vom Absoluten Geist Hegels ausgeht und über das Absolute des
späten Schelling zur Lebendigkeit Diltheys führt. Es ist das immanente letzte Bewe-
gende, selbst dauernd Bewegung, reines Geschehnis als transzendentale Ermöglichung
von Geschichte". Dementsprechend muß Brunner dann die gesamte Seinsproblematik
Heideggers, die doch gerade aus der Auseinandersetzung mit der geschichtslichen Her-
kunft des Denkens der Metaphysik (seit dem Griechentum) erwachsen ist, in das
bekannte metaphysische Stufen-und Schichtenschema zwischen „rational" und „irra-
tional" (vgl. S. 151, wo der frappierende Satz steht, daß das Psychische in den
objektiven Geist das Moment des Irrationalen bringe, „das Dilthey und Heidegger
hervorgehoben und als dessen eigentliches Wesen angesehen haben") hineinzwängen
und das „Sein" (Heideggers) auf etwas Psychisches reduzieren : „Das stimmt damit
überein, daß die Gestimmtheit grundlegender ist als die Erkenntnis, und daß die Be-
deutsamkeit, der affektive Eindruck, den Dinge und Begebenheiten auf den Menschen
machen, wie bei Dilthey, ihr Sein ausmacht" (S. 148/49). Hat man allmählich das
existenzphilosophische und anthropologische Mißverständnis der Existenzial-und Fun-
damentalontologie Heideggers überwunden, so geschieht hier ein krasser Rückfall in

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156 F. K. MAYR

ger denkt so
unveränderli
zeit, d.h. als
Epochen des
„Seinsgeschic
die als ontolo
nen ontisch-i
in dem auch
wechselt wer
tik der Gesch
leicht Heide
Seienden im
(zum „wesen
dung der Me
eine künftige
nicht gekomm
gewissermasze

eine rein psycho


so kenntnisreich
daß hier die Gru
vermeintlich hö
geschichtlichen
hier bloß im Sin
so daß Brunner
schichtlichkeit"
41. Herders Kle
Freiburg, 3196l

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