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Whitepaper

Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA


Praxishilfen für
eine sichere und
effiziente Migration
Inhalt

3 SAP S/4HANA als Basis des “Echtzeitunternehmens”

4 Pro und Contra einer Migration

7 Umbau der vorhandenen Umgebung

9 Migration in der Praxis: Anforderungen und Schritte

13 Lösungen für eine nahtlose Migration zu SAP S/4HANA

15 Fazit

2 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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SAP S/4HANA als Basis des
„Echtzeitunternehmens“
Für Unternehmen sind agile ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning)
wichtiger denn je. Der Grund ist die Digitale Transformation von Wirtschaft
und Gesellschaft. Sie basiert auf Technologien wie Cloud Computing, Big Data,
einer rapiden Zunahme der mobilen Kommunikation und der Vernetzung von
"Dingen" (Internet of Things, IoT). So wird es im Jahr 2020 nach Angaben der
Marktforschungsgesellschaft Gartner weltweit rund 21 Milliarden vernetzte
"Dinge" geben, vom Auto über Maschinen und Werkstücken in Fabriken
bis hin zu Haushaltsgeräten und "intelligenten" Kleidungsstücken. Andere
Marktforscher gehen von weit höheren Zahlen aus, Juniper Research etwa von
rund 38,5 Milliarden IoT-Komponenten.

Diese Technologien sind die Grundlage für neue Geschäftsmodelle und


Produkte. Ein Beispiel ist der Lebensmittelhandel. Laut einer Studie des
Beratungshauses PwC kann in dieser Branche neben der Kommunikation
mit dem Kunden auch der Austausch der Branchenpartner untereinander
beziehungsweise der Beteiligten der Wertschöpfungskette von einer
Verzahnung und Integration durch digitale Technologie profitieren.

So hat ein Lebensmittelhändler beispielsweise die Möglichkeit, seinen


Kunden maßgeschneiderte elektronische Einkaufsführer zur Verfügung
stellen. Sie werden per App auf dem Smartphone des Nutzers bereitgestellt.
Die Grundlage eines solchen Einkaufsführers bilden Informationen über die
bevorzugten Produkte und Einkaufsgewohnheiten des Nutzers. Der Händler
profitiert von solchen Modellen, indem er den Kontakt zum Kunden ausbaut,
Stichwort Kundenbindung. Gleichzeitig erhält er Informationen, die zur
Optimierung des Warenangebots dienen. Der Kunde wiederum erhält einen
maßgeschneiderten Service, etwa über passende Sonderangebote und neue
Produkte.

Damit sich solche neuen Modelle in der Praxis umsetzen lassen, müssen
Unternehmen und öffentliche Einrichtungen vorhandene Geschäftsprozesse
und das Angebot optimieren und – noch wichtiger – neue Prozesse, Geschäfts-
und Servicemodelle und Vertriebsstrategien entwickeln. Ein weiterer Effekt
der Digitalisierung ist, dass die Anforderungen an die Reaktionsschnelligkeit
und Flexibilität von Unternehmen und Organisationen drastisch steigen.
Das erfordert ein "Echtzeit-Unternehmen", das umgehend auf neue
Marktentwicklungen und Wünsche oder Kritik von Kunden reagieren kann.
Sonst machen Konkurrenten das Geschäft. S/4HANA ist SAP zufolge dafür
prädestiniert, den "digitalen Kern" eines solchen Realtime-Unternehmens zu
bilden.

3 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Pro und Contra
einer Migration
Für eine Umstellung auf SAP S/4HANA sprechen mehrere Faktoren. So
ermöglicht es die Plattform laut SAP, digitalisierte Geschäftsprozesse
zu definieren und über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu
implementieren. Diese Prozesse sind so ausgelegt, dass Unternehmen
Technologien wie Big Data, Cloud Computing und mobile Applikationen
einbinden können. Ein weiterer Vorteil sind die niedrigeren Kosten. Der
Hintergrund ist, dass S/4HANA im Vergleich zur SAP Business Suite ein bis
um den Faktor 10 geringeres Datenvolumen aufweist. Das wiederum hat
geringere Aufwendungen in den Bereichen Hardware, Netzwerk und Storage-
Systeme zur Folge.

Ein weiterer Vorzug von S/4HANA ist die Verkürzung der Reaktionszeit
von Unternehmen: Die Ergebnisse von Business-Analysen sowie „Insights“
stehen schneller zur Verfügung. Dies ist auf den Einsatz der In-Memory-
Datenbanktechnik zurückzuführen, aber auch auf ein vereinfachtes
Datenmodell. Dieses erhöht SAP zufolge den Datendurchsatz um den Faktor
3 bis 7.

Weiterhin soll SAP S/4HANA eine Konsolidierung der SAP-Landschaft


ermöglichen. Module wie CRM und Produktionsdatenmanagement,
die bislang separat liefen, werden in einem gemeinsamen System
zusammengeführt. Das verringert die Komplexität und Fehleranfälligkeit
einer SAP-Lösung. S/4HANA vereint somit Funktionen, die ein Unternehmen
benötigt, etwa ERP und CRM, ein Supply Chain Management (SCM) und
ein Product Lifecycle Management (PLM). Mit S/4HANA ermöglicht es SAP
Unternehmen, alle zentralen Geschäftsprozesse zusammenzufassen und zu
vereinfachen.

Mit S/4HANA zur „In-Sync-Fertigung“


Wichtiger ist jedoch ein anderer Aspekt: Einer Untersuchung des
Beratungshauses PAC zufolge erhoffen sich 90 Prozent der Unternehmen
von der Migration zu S/4HANA eine höhere Performance bei
Datenanalysen und Geschäftsprozessen. An die 55 Prozent sehen in
SAP HANA und S/4HANA ein wichtiges Mittel, um schneller auf neue
Geschäftsanforderungen reagieren zu können und ihre Geschäftsprozesse
in Richtung „Realtime“ weiterzuentwickeln. Auch das verarbeitende Gewerbe
(Industriesektor) betrachtet S/4HANA als eine Lösung, mit deren Hilfe sie
neue Geschäftsfelder erschließen kann.

4 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Mithilfe von S/4HANA lässt sich beispielsweise eine „In-Sync“-
Fertigungsumgebung aufbauen. Sie stellt sicher, dass die Daten der
Fertigungssysteme und der IT-Umgebung in Echtzeit abgeglichen werden.
Das hat mehrere Vorteile. Nutzer des ERP-Systems haben jederzeit den
Überblick über den aktuellen Status von Aufträgen und die Auslastung der
Produktionssysteme. Dadurch werden Stillstandzeiten reduziert. Außerdem
können Sensoren Informationen über den Wartungszustand der Maschinen
an das ERP- und Produktionssteuerungssystem übermitteln. Hauseigene
Servicetechniker oder ein externer Dienstleister erkennen anhand dieser
Daten, ob proaktiv Wartungsarbeiten an einer Maschine vorgenommen
werden müssen, Stichwort „Predictive Maintenance“. Das verringert die
Ausfallzeiten solcher Systeme.

Hemmfaktoren
Allerdings gibt es auch Faktoren, die einer Migration zu S/4HANA
im Wege stehen können. Die für eine Migration von den Vorgänger-
Systemen notwendigen Upgrades sind aufwändig. Gleiches gilt für eine
Neu-Implementierung. Oftmals wird die HANA-Migration aus Angst vor
dem Datenbank-Umzug hinausgezögert. Denn die Einführung ohne
Unterstützung ist recht komplex, so betrifft sie häufig geschäftskritische
Anwendungen.

Die erste Hürde: Bevor die Migration in Angriff genommen werden kann,
sollten Unternehmen zunächst ihre Systeme „aufräumen“ – also sämtliche
Systeme von nicht benötigten Codezeilen bereinigen. Der Hintergrund:
Diese Daten werden bei der Migration ebenfalls kopiert und würden zu
erheblichem, aber unnötigem Ballast führen.

Eine weitere Baustelle: SAP HANA unterstützt keine einzelnen Sprachcodes


mehr, sondern setzt Unicode voraus. Darin sind alle bekannten
Schriftkulturen und Zeichensysteme als digitaler Code festgelegt. Alle
Unternehmen, die HANA einsetzen wollen, müssen zunächst eine „Unicode-
Conversion“ durchführen – unabhängig davon, welche Version von SAP ERP
im Einsatz ist und welche Enhancement Packages (EHP) aufgespielt sind.
Das ist vor allem für die Unternehmen ein Problem, die auf ihrem alten
System einzelne Codesprachen genutzt haben. Unicode-Umstellungen sind
zusätzlich aufwendig, wenn Firmen eigene Schnittstellen und Programme
entwickelt haben.

Stichwort EHP – eine Umstellung auf HANA ist erst ab Version EHP 6
möglich. Sind in Unternehmen noch ältere Versionen im Umlauf, ist ein
Upgrade auf ECC 6.0 EHP 7 zu empfehlen.

5 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Ein weiteres Hemmnis für viele Unternehmen sind Bedenken hinsichtlich
einer zu langen Downtime. Denn während der Umstellung auf die neue
Datenbank sind die Systeme für eine gewisse Zeit für Anwender nicht zu
erreichen. Idealerweise wird die Downtime so kurz wie möglich gehalten, um
das Go-Live des Systems nicht weiter hinauszuzögern.

Das ist für viele Unternehmen eine Herausforderung, nicht nur aus
finanziellen Gründen (Investitionen). Ihnen fehlen häufig die personellen
Ressourcen und interne Change-Management-Prozesse, um ein Upgrade
durchzuführen. Hinzu kommen Bedenken, dass eine Migration bestehende
Geschäftsprozesse zumindest zeitweilig beeinträchtigen könnte, sprich,
Unternehmen wissen nicht, was mit SAP S/4HANA auf sie zukommt. Ein
weiterer Faktor: Der ROI (Return on Investment) einer Umstellung auf
S/4HANA ist oft nur schwer zu beziffern. Die Zeit und das Geld für eine
umfassende Kosten-Nutzen-Analyse wollen oder können viele Unternehmen
nicht erübrigen.

6 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Umbau der
vorhandenen Umgebung
Dennoch führt für einen Großteil der Nutzer von SAP-Lösungen kein Weg an
SAP S/4HANA vorbei. Die Frage ist somit nicht, ob sie zu S/4HANA migrieren
möchten, sondern auf welche Weise sie diesen Schritt erfolgreich tun können.
Das belegt eine aktuelle Befragung des Beratungshauses PAC zur Migration
deutscher Unternehmen zu S/4HANA: Demnach wollen 41 Prozent die neue
Plattform einführen; weitere 34 Prozent prüfen dies noch.

Unternehmen und Organisationen, die SAP S/4HANA


einführen möchten, haben zwei Möglichkeiten:
››Eine Implementierung in einer neuen Umgebung („Grüne Wiese“,
„Greenfield“) oder

››den Umbau einer bestehenden Umgebung („Brownfield“)

Beim Greenfield-Ansatz wird eine Neuimplementierung von SAP-Systemen


auf Grundlage von SAP S/4HANA durchgeführt. Bei der Brownfield-Methode
erfolgt dagegen eine schrittweise Migration der vorhandenen SAP-Lösungen.
Beide Vorgehensweisen haben Vor- und Nachteile. Zu den Stärken einer SAP
S/4HANA-Implementierung auf der „grünen Wiese“ zählt, dass ein Anwender
keine Rücksicht auf Altlasten nehmen muss. Allerdings dürften die meisten
Unternehmen und öffentlichen Auftraggeber bestrebt sein, das Geld und
die Arbeit zu erhalten, die sie oft viele Jahre lang in eine SAP-Konfiguration
eingebracht haben. Hinzu kommt der deutlich höhere Aufwand beim Change-
Management, wenn eine Neu-Implementierung von SAP erfolgt. Er betrifft
nicht nur die Technik, sondern auch die Fachabteilungen.

Evolution: Die Brownfield-Variante


Nach Einschätzung von Marktforschungsunternehmen wie PAC und
Praxiserfahrungen von Panaya bevorzugt der bei weitem größte Teil der
SAP-Anwender jedoch den evolutionären Brownfield-Ansatz. Ein Grund
dafür ist, dass viele IT-Verantwortliche überhaupt nicht einschätzen können,
was bei einem radikalen Umbau der SAP-Umgebung nach dem Greenfield-
Ansatz auf sie zukommt. Sie sind daher nicht einmal in der Lage, einen
Business Case zu erstellen. Anders bei einem evolutionären Ansatz: IT-
Fachleute und Anwender können auf dem Vorhandenen aufbauen, sich mit
der Migration Zeit lassen und diese Umstellung in dem Tempo durchführen,
das am besten zum IT-Budget und den geschäftlichen Rahmenbedingungen
passt.

7 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Außerdem gibt eine schrittweise Umstellung dem Nutzer die Möglichkeit,
von den Erfahrungen anderer Anwender zu profitieren und den Einsatz
technologischer Weiterentwicklungen zu prüfen.

Bei einer schrittweisen Migration zu SAP S/4HANA erhalten die Datenbanken


und die Software ein Update. Die auf SAP basierenden Prozesse bleiben
jedoch unangetastet. Eine Modernisierung der bestehenden SAP-Landschaft
lässt sich zudem mit einer Konsolidierung der Systemumgebung und
Harmonisierung der SAP-bezogenen Prozesse verbinden. Dies lässt sich bei
überschaubaren Kosten und geringen Risiken durchführen.

Ein weiterer Pluspunkt einer Migration zu SAP S/4HANA ist, dass die
Anbindung an Systeme von Kunden, Zulieferfirmen und Partner­
unternehmen bestehen bleibt. Vorhandene Schnittstellen lassen sich in der
Regel weiterhin einsetzen.

8 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Migration in der Praxis:
Anforderungen und Schritte
Einfach drauf los zu „migrieren“, ist bei geschäftskritischen Applikationen
wie ERP-Systemen nicht akzeptabel. Nach Praxiserfahrungen von Panaya
und seinen Partnern ist es hilfreich, den Weg hin zu S/4HANA in mehrere
Phasen zu unterteilen. Dies macht es einfacher, die Übersicht über das
Projekt zu behalten und das Projektmanagement zu optimieren. Bei einer
geschäftskritischen Anwendung wie einem ERP-System ist das unabdingbar.

Phase 0 Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4

Biz Case Move to Unicode Enable New GL ECC6 EHP7 Business Suite Implement SFIN
Upgrade on HANA (S4HANA)
››Value Crowd ››What breaks ››BFA Scope & Test ››What would break ››Infrastructure ››Install SFIN
Insight Planning Add-On
››How to Fix ››GL Adjustments ››How to Fix
››Effort Estimate ››Adjust Custom ››Adjust Custom
››What to Test ››What to Test Code For HANA Code
››Functional Testing ››DB Installation & ››Re-Implement
Data Migration Processes
››Functional Testing ››Migrate Data
››Performance ››Functional
Tuning Testing
››Performance
Testing

Die Phasen einer Migration zu SAP S/4HANA (Bild: Panaya)

Phase 0

Den Business Case erstellen


Wie bei jedem Projekt muss vor dem Start einer Migration zu S/4HANA
ermittelt werden, wie hoch der Aufwand ist, sprich welche personellen und
finanziellen Mittel bereitgestellt werden müssen. In dieser Phase können
Tools wie die Panaya CloudQuality™ Suite bereits eine wertvolle Hilfe sein:
Ein präzises Scoping und Testing ermittelt beispielsweise, welcher Code von
der Umstellung betroffen ist und welche Auswirkungen eine Migration hat.
Solche Informationen sind unverzichtbar, um eine realistische Einschätzung
des Aufwands treffen zu können. Außerdem lassen sich mithilfe einer
solchen Bestandsaufnahme nicht mehr genutzte Prozesse und Schnittstellen
identifizieren. Eine solche „technische Schuld“ („Technical Debt“) kann vor der
Umstellung auf die S/4HANA-Umgebung eliminiert werden.

9 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Phase 1

Umstellung auf Unicode


Seit etwa acht Jahren unterstützt SAP den internationalen Standard
Unicode in der SAP Business Suite. Diese Norm ermöglicht die Darstellung
unterschiedlicher Sprachen in Dokumenten. Unternehmen, die nicht im
Ausland aktiv sind, haben bislang auf den Einsatz von Unicode verzichtet.
Daher fehlt es in den IT-Abteilungen häufig an entsprechendem Fachwissen in
Bezug auf Unicode.

SAP HANA setzt jedoch zwingend eine Unicode Conversion voraus. Diese
Konvertierung in Eigenregie durchzuführen, ist aufwändig. Hinzu kommt,
dass die Fehlerquote ohne die entsprechende Expertise bei einer derartigen
Code-Transformation über das akzeptable Maß ansteigen kann. Einen Ausweg
bieten Werkzeuge, die eine Analyse des Codes durchführen, potenzielle Fehler
erkennen und den Code automatisch korrigieren.

Phase 2

Das Upgrade auf das neueste EHP


SAP S/4HANA ersetzt ECC 6.0 der SAP-ERP-Lösung. Wer schrittweise von
ECC6.0 auf S/4HANA migrieren möchte, muss zuvor die aktuellen Enhancement
Packages implementieren. Anschließend erfolgt die Datenbankmigration von
ECC6.0 (Business Suite) auf die SAP HANA-Datenbank. Im folgenden Schritt
findet das Upgrade beziehungsweise die Migration von ECC6.0 auf der SAP-
HANA-Plattform zu S/4HANA statt.

Von einem EHP-Upgrade sind bis zu 30 Prozent der Schnittstellen einer SAP-Plattform
betroffen. Daher sind Tests vor einer Migration unbedingt notwendig. (Bild: Panaya)

10 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Die neueste EHP-Version stellt 32 neue Prozesse für unterschiedliche Branchen
zur Verfügung. Dazu zählen Prozesse für den Handel, für die Ölindustrie und
die Modebranche, aber auch „Line-of-Business“-Neuerungen wie das SAP
Treasury Management.
Ein „sauberes“ Update der EHP-Version ist von zentraler Bedeutung. Nach
Erfahrungswerten von Panaya betrifft eine Umstellung auf EHP7 oder EHP8
etwa 20 bis 30 Prozent der Schnittstellen eines ERP-Systems. Außerdem ist zu
berücksichtigen, dass an etwa 40 Prozent der SAP-Implementierungen 20 bis
50 Systeme angebunden sind. Von diesen stammen nur etwa zehn Systeme
von SAP. Das erschwert die Umstellung in erheblichem Maße.
Einen Ausweg bietet der Einsatz einer Test-Suite wie der Panaya CloudQuality™
Suite. Sie ermittelt beispielsweise, welche Schnittstellen und Prozesse nicht
mehr funktionieren, wenn ein neues EHP installiert wird. Zudem ermittelt
die Lösung den Aufwand, der das Beseitigen der Fehler erfordert. Die
Suite unterstützt das Test-Management und die Business-User bei der
Testausführung und dem Erstellen der entsprechenden Dokumentation.
Zudem verwaltet sie den gesamten Testzyklus. Anwender, die eine Migration
zu S/4HANA vornehmen, profitieren davon in mehrfacher Hinsicht: zum einen
läuft die Umstellung auf eine neue EHP-Version schneller ab, zum anderen
werden die damit verbundenen Risiken auf ein Minimum reduziert.
Ein Beispiel: Eine Lösung wie die Panaya CloudQuality™ Suite reduziert die
Rollout-Zeiten, indem sie Regressionsanalysen automatisiert und beschleunigt.
Das ist beim Rollout von neuen Funktionen und EHP-Versionen ein zentraler
Faktor. Denn 50 bis 70 Prozent der Rollout-Zeit wird auf Regressionstests
verwendet.

Phase 3

Business Suite on HANA implementieren


Für einen Teil der SAP-Anwender dürfte der direkte Wechsel von einer älteren
SAP-Implementierung zu S/4HANA einen zu gewagten Sprung darstellen.
Daher bietet sich als Zwischenschritt der Einsatz der SAP Business Suite on
HANA an. Die Business Suite on HANA ermöglicht es Unternehmen, bereits
jetzt Erfahrungen mit der HANA-Datenbanktechnik zu sammeln. Außerdem
stellt die Suite einige Funktionen bereit, die eine In-Memory-Datenbank wie
HANA bietet, etwa ein Echtzeit-Reporting und eine Performance-Steigerung.
Zudem enthält die Business Suite on HANA etliche technologische Neuerungen,
die auch S/4HANA aufweist, etwa SAP UI5 (Fiori) und ABAP CDS Views.
Den Wechsel zu HANA können Anwender dazu nutzen, um die technischen
Voraussetzungen für den späteren Umstieg auf S/4HANA zu schaffen. Wichtig
sind beispielsweise Funktionstests und eine Optimierung der Anwendungs-
und Datenbank-Performance.

11 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Die Lösung von Panaya importiert vorhandene Test-Kataloge von Anwendern.
Weiterhin ist es notwendig, kundenspezifischen Code an die Datenbanktechnik
anzupassen. Der Testaufwand lässt sich um etwa 30 bis 50 Prozent reduzieren,
wenn eine Lösung wie Panaya CloudQuality™ Suite Verwendung findet. Zudem
sollten typische Projekte mitberücksichtigt werden, etwa das Einspielen von
Patches und Upgrades.

Phase 4

Implementierung von sFIN oder sLOG


auf Basis von S/4HANA
Im letzten Schritt erfolgt der Umstieg auf S/4HANA. Der Wechsel auf SAP
S/4HANA lässt sich auch mit einem Zwischenschritt über SAP S/4HANA Finance
vollziehen. Dabei wird SAP Simple Finance (sFIN) auf der S/4HANA-Plattform
implementiert. sFIN umfasst Funktionen für den Kernfinanzbereich, etwa
Finance (FI), Controlling (CO), Asset Accounting (AA) und Cash Management
(CM). Mit Simple Logistics (sLOG) steht ein weiteres Add-on für Logistikaufgaben
bereit, etwa das Materialmanagement (MM) und die Produktionsplanung (PP).

Ebenso wie in Phase 3 stehen Funktionstests und ein Überprüfen


von kundenspezifischen Code-Passagen an. Sofern ein Anwender den
Zwischenschritt über die Business Suite on HANA geht, kann dieser
Migrationsschritt ein weniger aufwändiges Testprozedere erforderlich
machenauch „Line-of-Business“-Neuerungen wie das SAP Treasury
Management.

Eine Lösung wie die Panaya


CloudQuality™ Suite
analysiert SAP-Umgebungen,
die umgestellt werden sollen
und ermittelt Fehler, die
sich nach der Migration zu
S/4HANA negativ bemerkbar
machen. (Bild: Panaya)

12 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Lösungen für eine nahtlose
Migration zu SAP S/4HANA
Eine Migration zu SAP HANA und SAP S/4HANA ist somit ein Prozess, der
besondere Sorgfalt erfordert. IT-Abteilungen sehen sich vor allem mit drei
Herausforderungen konfrontiert:

››Mangelnder Überblick über potenzielle Risiken:


Es ist nicht in vollem Umfang erkennbar, welche Funktionen durch die
Migration tangiert werden und welche daher getestet werden müssen.

››Hoher Zeitaufwand:
Manuelle Prozesse sind zeitintensiv und verursachen einen hohen Aufwand.

››Kosten:
Unklare Upgrade-Pfade und unerwartet auftretende Folgekosten.

Ohne Hilfsmittel wie die Panaya CloudQuality™ Suite ist eine Umstellung auf
SAP HANA und S/4HANA deutlich aufwändiger. Nach Praxiserfahrungen
von Panaya verringern sich die Risiken und Projektlaufzeiten im Rahmen
einer S/4HANA-Migration um 30 bis 50 Prozent, wenn Lösungen wie die
CloudQuality™ Suite zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass eine solche
Plattform eine Impact Analysis ermöglicht.

Panaya Impact Analysis for SAP ist ein Bestandteil der CloudQuality™ Suite.
Sie analysiert den Programmcode des Anwenders und ermittelt im Vorfeld,
welche Folgen Änderungen im Rahmen eines Migrationsprojekts haben können
– und dies, bevor Änderungen an der bestehenden SAP-Implementierung
erfolgen. Eine solche Analyse liefert Detailinformationen darüber, welche
Funktionen nach einer Migration nicht mehr in der gewünschten Form zur
Verfügung stehen und wie sich das beheben lässt. Die Grundlage für diese
Überprüfung ist eine statische Programm-Analyse, die Code und Konfiguration
mit einschließen. Wichtig ist, dass eine Lösung wie die Panaya CloudQuality™
Suite nicht nur eine detaillierte Analyse des Programm-Codes durchführt,
sondern auch automatisch Vorschläge macht, wie sich entdeckte Fehler
beheben lassen.

13 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Geschäftsprozesse untersuchen
Eine weitere zentrale Aufgabe einer Plattform wie der Panaya CloudQuality™
Suite im Rahmen einer S/4HANA-Migration ist die Analyse der betroffenen
Geschäftsprozesse. Dies übernimmt das Panaya TestCenter. Ein Algorithmus
erfasst die Geschäftsprozesse eines Kunden und übersetzt sie in Test-Scripts.
Gleichzeitig wird automatisch eine Dokumentation des Testszenarios erstellt.

Solche Test-Scripts sollten interaktiv oder automatisch ablaufen können.


Panaya TestCenter greift für automatische Tests beispielsweise auf den
Panaya Test Player zurück. Hilfreich ist, wenn sich solche Test-Scripts
automatisch an den SAP-Code und Konfigurationsänderungen anpassen
können, die von IT-Fachleuten des Anwenders vorgenommen wurden. Die
Scripts ermitteln, welche SAP-Funktionen im Detail analysiert werden müssen,
wenn eine bestehende SAP-Umgebung auf SAP S/4HANA umgestellt werden
soll.

Nutzen für Entwickler, Tester, Projektmanager und User


Der Einsatz von Plattformen wie der Panaya CloudQuality™ Suite im Rahmen
einer SAP S/4HANA-Migration zahlt sich für alle Projektbeteiligten aus:

››Entwickler erhalten Informationen über Fehler im Code und Vorschläge, wie


sich diese beheben lassen.

››Tester profitieren von kürzeren Testzyklen sowie geringerem Testaufwand


und bekommen Hinweise, welche Komponenten sie wann testen sollten.

››Projektmanager haben stets einen Überblick über den aktuellen Status des
Migrationsprojekts.

User haben die Möglichkeit, jederzeit Tests durchzuführen, und dies mithilfe
von Werkzeugen, die sich intuitiv bedienen lassen.

14 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Fazit
Zwar wird die „alte“ SAP Business Suite noch bis 2025 unterstützt. Dennoch
sollten sich Unternehmen bereits heute Gedanken machen, wie sie auf den
Nachfolger SAP S/4HANA umsteigen können. Eine solche Migration ist für
Unternehmen und öffentliche Auftraggeber, die SAP-Lösungen einsetzen,
eine Herausforderung. Daher bietet es sich an, diese Umstellung schrittweise
vorzunehmen.

Ein solcher evolutionärer Ansatz hat den Vorteil, dass vorhandene SAP-
Komponenten weiterhin genutzt werden können. Die Investitionen in solche
Lösungen bleiben somit erhalten. Außerdem kann der Anwender selbst
bestimmen, wann und wie schnell er einzelne Komponenten implementieren
möchte. Für den Nutzer hat das den Vorteil, dass er im Lauf des
Migrationsprozesses entsprechendes Know-how aufbauen kann. Außerdem
lässt sich eine schrittweise Umstellung besser auf das vorhandene IT-Budget
abstimmen.

Plattformen wie die Panaya CloudQuality™ Suite unterstützen Unternehmen


und öffentliche Einrichtungen nachhaltig dabei, den Schritt in Richtung SAP
S/4HANA zu tun, und dies ohne Risiken und bei überschaubaren Kosten.

15 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA

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Vielen Dank
www.panaya.com

Über Panaya | Panaya, ein Infosys-Unternehmen, ermöglicht es mit seiner Enterprise


Agile Delivery-Plattform den Unternehmen, Änderungen an ihren Anwendungen
zu beschleunigen und Innovationen kontinuierlich bereitzustellen. Panaya bietet
cloudbasierte Lösungen für Application Delivery, Testautomatisierung und -management,
die die Zusammenarbeit zwischen den Fachabteilungen und der IT gewährleisten. Panaya
liefert ein optimiertes User-Erlebnis mit durchgehender Transparenz des Application
Lifecycles und ermöglicht Unternehmens-Agilität mit höherer Release-Geschwindigkeit
und Qualität ohne Kompromisse. Seit 2008 nutzen bereits 1.600 Unternehmen aus 62
Ländern, darunter ein Drittel der Fortune-500-Unternehmen, Panaya, um Änderungen
an Unternehmensanwendungen schnell und in hoher Qualität bereitzustellen.

16 Schritt für Schritt zu SAP S/4HANA