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Altgeräte

recyceln: Daten vorher löschen


Stand: 01.06.2016 Drucken
Ausgediente Geräte gehören ins Recycling. Persönliche Einträge und sensible Informationen sollte man vorher
aber auf sichere Weise löschen.

Ganz gleich ob Handy, Smartphone, Tablet oder PC mit Festplatte – wer


einen dienstbaren elektronischen Geist mit gespeicherten Daten
ausrangiert oder weiterverkauft, sollte vorher persö nliche Einträ ge und
sensible Informationen auf sichere Weise lö schen, damit private
Dokumente, Fotos oder auch Passwö rter nicht in falsche Hä nde geraten. So
kann man sich und der Umwelt einen nü tzlichen Dienst erweisen, wenn
man die ausgedienten Elektronikgerä te weiterverkauft oder zum
sachgerechten Recycling bringt. Denn ein Mobiltelefon enthä lt viele edle
Metalle: Unter anderem 250 Milligramm Silber, 24 Milligramm Gold und 9 Bild: zimmytws / fotolia.com
Gramm Kupfer. Das Herauslö sen dieser wertvollen und zum Teil seltenen
Metalle aus Altgerä ten ist deshalb eine wichtige Rohstoffquelle, die noch
viel zu wenig genutzt wird.

Daten löschen auf die softe Tour: Wenn auf Altgerä ten, die einen Datenträ ger beherbergen, sensible
persö nliche Daten, etwa Adressen, Krankenakten oder Urlaubsfotos, gespeichert sind, sollten diese vor der
Weitergabe der Gerä te unbedingt physikalisch gelö scht werden. Bei diesem vom Bundesamt fü r Sicherheit in
der Informationstechnik (BSI) empfohlenen Vorgang werden die gespeicherten Daten mehrmals
ü berschrieben. Diese etwas zeitaufwendige Prozedur macht eine Wiederherstellung von Daten unmö glich.
Entsprechende Schredder-Software fü r die physikalische Lö schung heißt zum Beispiel Eraser, Wiper oder
Schredder und wird im Internet meist kostenfrei zum Download angeboten – auch als App fü r Smartphones.

Speicherkarten aus Handy oder Digitalkamera mü ssen in der Regel entnommen werden und mittels
Kartenlesegerä t sowie PC-Programm gelö scht werden. Fü r nicht entfernbare Speicherkarten in Smartphones
gibt es spezielle Apps zum Download. Wer sich unsicher ist, wie die Daten gelö scht werden oder wo die
Speicherkarte ü berhaupt versteckt ist, sollte einen computerkundigen Bekannten fragen.

Eine Auswahl an Lö sch-Programmen erhä lt man mit dem Suchworten "physikalisch lö schen Programm".
Manche Anbieter von Handysammlungen oder auch Elektroaltgerä ten versprechen eine sichere Datenlö schung.
Da dies vom Verbraucher nicht ü berprü ft werden kann, ist es ratsam, die Daten vorher selbst sicher zu
entfernen.

Bei hochsensiblen Informationen emp?iehlt sich eine mechanische Vernichtung des Datenträ gers durch
Schreddern. Dies ü bernehmen Firmen, die auch Akten vernichten.

Sicher in die Reparatur: Muss ein Gerä t zur Reparatur, bieten auch viele Service-Dienste eine Datensicherung
an. Nutzer gehen jedoch auf Nummer sicher, wenn sie ihre Daten vor der Abgabe selbst als Kopie, etwa auf
einer externen Festplatte, sichern und auf dem Gerä t lö schen, bevor es zur Reparatur geht. Fü r Smartphones
und Tablets bietet sich die Sicherung der Daten auf einem Desktop-Computer oder Laptop an.

Richtige Entsorgung von Altgeräten und Datenträgern: Defekte Festplatten, Speichersticks und Co. dü rfen
nicht in den Restmü ll wandern. Sie gehö ren in den Elektroschrott, der auf Wertstof?hö fen entgegengenommen
wird. Sonderfall Silberlinge: CDs und DVDs zä hlen nicht zum Elektroschrott. Fü r die ausgedienten Scheiben
stehen in Elektronikmä rkten oftmals Sammelboxen bereit oder sie kö nnen ebenfalls separat auf dem
Wertstof?hof abgegeben werden. Enthalten CDs und DVDs sensible Daten, sollte ihr Auslesen vor der
Entsorgung ebenfalls unmö glich gemacht werden. Fü r Disks gibt es im Handel spezielle Vernichter – ä hnlich
den Aktenvernichtern. Doch wer die Lese?lä che von CDs und DVDs mit Schmirgelpapier bearbeitet, kann
ebenso sicher sein, dass seine Daten nicht mehr ausgelesen werden kö nnen.