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Handyvertrag

kündigen: Rückruf beim Anbieter unnötig


Stand: 09.06.2016 Drucken
Mit Tricks versuchen Telefongesellschaften, ihre Kunden zu halten. Darauf müssen sich Kunden aber nicht
einlassen. Unser Musterbrief hilft beim Kündigen.

Mü ssen Mobilfunkkunden ihren Anbieter noch mal anrufen, nachdem sie
ihren Vertrag schriftlich gekü ndigt haben? Viele Telefonunternehmen
suggerieren das, indem sie zwar den Eingang einer Kü ndigung bestä tigen,
aber um einen Anruf bitten - "um die Kü ndigung bearbeiten zu kö nnen",
heißt es oft. Doch das ist in aller Regel nicht notwendig. Eine Kü ndigung
wird mit dem fristgerechten Zugang beim Empfä nger wirksam. Das
bedeutet, dass die Erklä rung vor Ablauf der Kü ndigungsfrist beim
Empfä nger angekommen sein muss. Fü r den Fall eines Streits ist es gut,
Wer fristgerecht kü ndigt, muss wenn man den Zugang der Kü ndigung nachweisen kann. Sie sollte deshalb
seinen Handyanbieter nicht als Einwurfeinschreiben oder per Fax mit quali7iziertem Sendebericht (der
noch mal anrufen, damit die Statusbericht zeigt eine verkleinerte Ansicht der 1. Faxseite) verschickt
Kü ndigung wirksam wird. werden. Die Belege unbedingt au7bewahren!
Bild: conorcrowe/Fotolia.com
Die Mobilfunker wollen mit einem Anruf ihres Kunden meistens versuchen,
ihn zu halten. Vielleicht lä sst er sich in einem persö nlichen Gesprä ch doch
dazu hinreißen, seinen Vertrag zu verlä ngern oder einen neuen abzuschließen.

Auch melden sich Unternehmen ihrerseits kurz vor Ablauf des Vertrags bei Kunden, die wirksam gekü ndigt haben, um
sie mit "exklusiven" Angeboten zurü ckzugewinnen. Deshalb ist es ratsam, die Gesellschaft schon im
Kü ndigungsschreiben aufzufordern, auf solche Anrufe zu verzichten. Eine entsprechende Formulierung enthä lt unser
Musterbrief.

Ist der Vertrag gekü ndigt und beendet, werden Kunden auch gerne weiter von ihrem alten Anbieter kontaktiert und
ü ber neue Angebote informiert. Das liegt daran, dass bei einer Kü ndigung nicht automatisch die Erlaubnis zur
Nutzung persö nlicher Daten zu Werbezwecken erlischt. Die erteilt man oft bei Vertragsabschluss. Manche Daten, zum
Beispiel Namen und Anschriften, dü rfen sogar ohne Einwilligung des Betroffenen zu Werbezwecken genutzt werden.
Bei einer Kü ndigung sollte man also auch daran denken, das Einverstä ndnis zum Vertragsende zu widerrufen bzw. der
Verwendung seiner Daten fü r Werbezwecke zu widersprechen.