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Software

richtig auswählen
Wie digitale Lösungen
zur Geschäftsentwicklung
beitragen und die Effizienz
fördern

Special
Sie fragen sich, welche Software für Ihr Unternehmen die richtige
Wahl ist? Die Möglichkeiten der Digitalisierung zu erkennen
und zielgerichtet einzusetzen sind entscheidende Faktoren für
Unternehmen auf dem Weg von überkommenen, alten hin zu
erfolgreichen, neuen Geschäftsmodellen. Die richtige Technologie
stellt neben einer innovationsorientierten Unternehmenskultur
eine Voraussetzung für die Weiterentwicklung und Verbesserung
der unternehmerischen Wertschöpfungskette dar. Digitalisierungs-
Champions sichern sich im Wettbewerb die vorderen Plätze:
Digitale Unternehmen haben doppelt so hohe Chancen
erfolgreich zu wachsen und ihre Profitabilität zu steigern als ihre
analoge Konkurrenz. So sind beispielsweise digital erfolgreiche
Unternehmen 26 Prozent profitabler im Vergleich zum Wettbewerb.

In diesem E-Book erfahren Sie, welche Faktoren bei der Auswahl


von Software für die Umsetzung von Bau- und Immobilienprojekten
eine Rolle spielen. Unsere Übersicht hilft dabei, die für Ihr
Unternehmen geeignete Softwareabdeckung zu finden. Die ideale
Software unterstützt Ihre Geschäftsprozesse und unterstützt alle
Beteiligten bei der besseren und schnelleren Bewältigung ihrer
Aufgaben – und das bei höherer Qualität.

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1. Warum die Entscheidung für die passende Software
so wichtig ist!

Jeder Arbeitgeber öffnet pro Tag unzählige Male den Posteingang


seines E-Mail-Programms, vereinbart Termine im Online-
Kalender oder nutzt Spezialprogramme zur Kalkulation, Planung
oder Texterstellung. Eine Kostenübersicht in Excel aufstellen,
den Projektstatus per E-Mail verschicken oder den nächsten
Besprechungstermin mit dem Auftraggeber planen – täglich
anfallende Aufgaben erfolgreich zu bearbeiten ist heute undenkbar
ohne den Einsatz von Software.

Eine Vielzahl der Software, die heute auf Firmenrechnern im


Einsatz sind, wurde entwickelt, als PCs noch per Lan-Kabel mit dem
Internet verbunden waren, Laptops auf der Baustelle die Ausnahme
waren und ein Handy noch keine oder nur stark verpixelte Fotos
knipste. Während die verfügbaren Endgeräte und mit ihnen die
Nutzer in den vergangenen zwei Jahrzehnten den rasanten Wandel
der Technologie miterlebt haben, wurden mit jedem Update die

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Funktionen von seit Jahren verfügbaren Spezialprogrammen
schrittweise weiterentwickelt. Jeder erinnert sich an daran
anschließende langwierige Updates, Neuinstallationen nach
einem Hardware-Wechsel oder inkompatible Dateiversionen.
Insbesondere bei der Zusammenarbeit im Team oder mit
Geschäftspartnern werden die Nachteile veralteter und
individueller Softewarelandschaften deutlich. Die Folge sind
umständliche händische Arbeitsschritte, Behelfslösungen bei der
Weitergabe von Dokumenten oder undurchsichtige Zugriffsrechte.
Dabei sollte Software uns in unserem täglichen Tun unterstützen
und dieses effizienter machen statt Prozesse zu verlangsamen oder
die Zusammenarbeit einzuschränken.

Nachteile von manuellen Prozessen

Mangelnde Transparenz und Nachvollziehbarkeit


über den Status von Aufgaben

Hoher Aufwand für die Erstellung, Beantwortung


und das Nachfassen von E-Mails

Schlechte Auffindbarkeit von Dokumenten und


Unterlagen

Oftmals veraltete Dokumentationen und


Statusinformationen

Falsche Daten durch zu viele manuelle Schnittstellen


und menschliche Fehler

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In allen Geschäftsbereichen hat die rasante Weiterentwicklung
digitaler Lösungen Einfluss auf den Arbeitsalltag. Nicht nur
jeder einzelne Arbeitnehmer muss sich mit dem technischen
Fortschritt auseinandersetzen, auch die Zusammenarbeit mit
Kunden und Geschäftspartnern wird durch diesen beeinflusst. Um
wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen sich Unternehmen seit Jahren
mit den Fragen der Digitalisierung auseinander. Die Umsetzung
von BIM in der Praxis, elektronischen Vergabeplattformen und
der Einsatz von Augmented Reality in der Objektentwicklung sind
nur einige von vielen offenen Fragestellungen in der Bau- und
Immobilienindustrie.

Die Adaption der Geschäftsprozesse an die neuen digitalen


Anforderungen, wirft die Frage nach der geeigneten Software auf.
Zahlt die aktuell im Team genutzte Software durch ihre Funktionen
auf das Erreichen der Unternehmensziele ein? Garantiert sie den
bestmöglichen Nutzen für den Anwender und trägt somit zur
Gewinnmaximierung des Unternehmens bei? Diese und weitere
Fragen müssen Sie sich stellen, wenn Ihr Unternehmen sich
zukunftssicher aufstellen möchte.

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Die neue Art der Zusammenarbeit

Wird die Kommunikation zwischen allen Beteiligten


durch die Software unterstützt und gefördert?

Erleichtert die Software die Koordination der


Aufgaben innerhalb eines Projekts?

Sind alle Informationen zu einem Projekt zentral


abgelegt und für jeden verfügbar?

Sind die nächsten Schritte und Verantwortlichkeiten


eines Projekts der Software abgebildet?

Werden Arbeitsprozesse beschleunigt, automatisch


durchgeführt oder gar ersetzt?

Sie haben eine oder mehrere dieser Fragen mit Nein beantwortet
und setzen derzeit auf eine Kombination von lokaler Software,
händischen und papierbasierten Prozessen? In ihrer Gesamtheit
führen ineffiziente und umständliche Arbeitsabläufe nicht nur zu
Missverständnissen, Verwirrungen und Frustrationen, sie kosten vor
allem unnötig viel Zeit und Geld. Außerdem leidet die Qualität der
Ergebnisse deutlich darunter. Der Einsatz der passenden Software
generiert nicht nur einen qualitativ hochwertigeren Output, sondern
führt auch dazu, dass Arbeitsschritte schneller und sicherer erledigt
werden. Lesen Sie im folgenden, welche Faktoren für einen Wandel
in der Softwarelandschaft Ihres Unternehmens sprechen.

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Weg vom Dateien-Chaos –
hin zu moderner Software-Nutzung

Daten in Echtzeit und von überall abrufbar


Schluss mit “Version-5.0_final_Final-2”: Moderne Software bietet
allen Nutzern zu jeder Zeit den Zugriff auf die aktuellste Datei-
version. Änderungen werden an einem einzigen Ort durchgeführt
und sind somit sofort für alle sichtbar. Ein Wechsel zwischen
Systemen, unterschiedlichen Versionen oder die Übertragung
verschiedener Dateiformaten ist nicht notwendig.

Schnellere Prozesse
Zeitfressende administrative Arbeitsschritte werden durch
angepasste Workflows in der Software automatisiert durchgeführt.
Die gewonnene Zeit kann wiederum für andere wertsteigernde
Tätigkeiten genutzt werden.

Einfacher Zugang
Der langwierige Installationsprozess entfällt: Jeder Mitarbeiter kann
bei moderner Software, unabhängig vom vorhandenen Endgerät,
sofort mit der Arbeit loslegen. Die einzige Zugangsvoraussetzung
ist ein Webbrowser.

Nachvollziehbarkeit
Die Software bildet eine Historie aller Änderungen eines Projekts
ab. Die Dokumentation dient einerseits als Argumentations-

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grundlage für Verhandlungen, andererseits können alle
Entscheidungen und Änderungen im Projektverlauf auch nach
Abschluss eines Projekts nachvollzogen werden.

Sichere Daten
Der Softwareanbieter gewährleistet unabhängig vom Gerätetyp,
auf dem die Daten genutzt werden, die Sicherheit der eingesetzten
Daten.

Intuitivität
Die Bedienung ist so einfach und übersichtlich gestaltet, dass
jeder Nutzer die Funktionen der Software innerhalb kürzester Zeit
versteht.

Die Verfügbarkeit aller Daten an einem Ort, die intuitive


Bedienbarkeit sowie die Automatisierung von Prozessen unterstützt
den Anwender in seinen Arbeitsprozessen und führt dazu, dass
Aufgaben schneller erledigt werden. Indem alle Beteiligte in einem
System am gleichen Projekt arbeiten, trägt eine moderne Software
nicht nur zur Effizienz des Einzelnen bei, sondern fördert die
Kollaboration des gesamten Teams.
Wir haben die Vor- und Nachteile von lokal verfügbarer und
moderner Cloud-basierter Software in den wichtigsten Kategorien
für Sie verglichen. Darüber hinaus stellen wir Ihnen Kriterien vor, die
Sie bei der Auswahl der geeigneten Software für Ihr Unternehmen
berücksichtigen sollten. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, für Ihr
Unternehmen die passende Lösung zu finden.

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2. Die ideale Softwarelandschaft: Nach welchen
Kriterien wähle ich aus?

Sie möchten die Vorteile des technologischen Fortschritts auf


Ihre unternehmerische Wertschöpfungskette übertragen? Vor der
Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle steht die Entscheidung
für die richtige Software, die die angepassten Geschäftsprozesse
mitträgt. Die folgende Übersicht liefert Hinweise darauf, auf welche
Kriterien Sie bei der Software-Auswahl besonders achten sollten.

Bedürfnisorientiertheit

Deckt die Software alle für meine Projekte notwendigen


Funktionen ab? Kann ich die Darstellung des Interfaces indi-
viduell auf einzelne Anwender einstellen? Verbessert der Ein-
satz der Software die Arbeitsprozesse der einzelnen Team-
kollegen? Der positive Nutzen einer Software wird sichtbar,
wenn die Funktionen den unternehmerischen Bedürfnissen
entspricht. Höchstes Ziel ist die die vollständige Einbettung
der Software in die Softwarelandschaft des Unternehmens.
Zeitlich begrenzt kann in der Anfangszeit auch ein Worka-

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round die Lösung sein, wenn klar ist, dass der Anbieter die
individuellen, benötigten Anforderungen innerhalb kürzes-
ter Zeit in neue Funktionen umsetzt.

Progressivität

Die Entscheidung für eine Software sollte immer


bewusst auch im Hinblick auf die Zukunftssicherheit des
Unternehmen getroffen werden. Dabei spielen Faktoren
wie die Anpassung an sich verändernde Geschäftsfelder
oder die Erweiterung des Geschäftsmodells eine Rolle.
Durch die Software sollten Synergien in Bezug auf die
Weiterentwicklung des Unternehmens effizient genutzt
werden: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich Software und
Unternehmen gemeinsam weiterentwickeln?

Entwicklungsgeschwindigkeit

Um sich für einen zukunftssicheren Software-Partner


zu entscheiden, gilt es, die Schnelligkeit hinsichtlich der
Weiterentwicklung zu berücksichtigen: Berücksichtigt der
Anbieter Trends und Bedürfnisse der Nutzer und leitet
daraus neue Funktionen ab? Welche Methode wenden
die Entwickler für die Weiterentwicklung der eingesetzten
Software an? In welchem Zyklus werden Neuerungen für die
Anwender veröffentlicht?

Kostenmodell

Nach welchen Faktoren erfolgt die Preisgestaltung des


Anbieters? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Software zu

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bepreisen. Das Angebot reicht von Kosten pro Lizenz, pro
Projekt, pro Datenvolumen. Die Abrechnungsmodelle
als auch die Vertragslaufzeiten sind vielfältig. Hier
gilt es u.a. zu entscheiden, wie lange Sie sich an den
Anbieter binden möchten, welche Umstrukturierung
innerhalb der Organisation nötig sind und wie flexibel
die Software in Hinblick auf zukünftige Veränderungen
innerhalb des Geschäftsmodells eingesetzt werden kann.
Neben den Nutzungskosten sollte auch berücksichtigt
werden, ob Investitionen für Support, Updates oder
Individualisierungsoptionen anfallen.

Reifegrad

Der Entwicklungsfortschritt einer Software ist abhängig


vom Entwicklungszyklus und der Anzahl der Kunden, bei
denen die Software im Einsatz ist. Anhand des Reifegrades
definiert sich, inwieweit Schwachstellen und Bugs von den
Anwendern bereits erkannt wurden und vom Anbieter
behoben wurden. Ebenso zeigt sich darin das Bestreben
des Anbieters potenzielle Bugs zu identifizieren und zu
überarbeiten.

Onboarding-Zeit

Die erste Zeit, in der mit einer neuen Software gearbeitet wird,
erfordert Flexibilität und Offenheit in Bezug auf das neue
Programm bei den Kollegen. Folgende Fragen sollten Sie sich
stellen: Gibt es vom Anbieter Unterstützung bei den ersten
Schritten mit der neuen Software? Wie erfolgt der Einstieg
und die Vermittlung der Funktionen für den Anwender? Wie
viel Zeit ist nötig, bis die Software vollumfänglich für die
geplanten Projekte eingesetzt werden kann?

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Support

Ein guter Software-Dienstleister zeichnet sich durch


umfassenden Support auch über die Onboarding-Zeit hinaus
aus. Folgende Fragen sollten Sie für sich beantworten:
Bietet der Software-Entwickler eine Unterstützung des
Nutzers über den Erwerb der Software hinaus? Über welche
Wege stelle ich potenzielle Rückfragen? Innerhalb welchen
Zeitraum erhalte ich Antworten auf meine Fragen? Habe ich
einen direkten Ansprechpartner beim Software-Anbieter?

Usability

Eine intuitive Bedienoberfläche verspricht den schnellen


Einstieg in eine neue Software. Versetzen Sie sich in die
Rolle des täglichen Anwenders: Sind die Funktionsweisen
und die Anwendungsmöglichkeiten auf den ersten Blick
ersichtlich? Ist die Menüführung, die Darstellung der
Informationen und die Bedeutung der einzelnen Buttons
verständlich aufgebaut? In der Usability spiegelt sich auch
die Art der Adaption wider. Je einfacher der Zugang, auch für
Menschen ohne IT-Expertise, desto eher wird die Software
von den Anwendern akzeptiert und genutzt.

Updates

Software entfaltet seinen höchsten Nutzen, indem sie vom


Anbieter konstant weiterentwickelt und verbessert wird. In
den regelmäßigen Updates spiegeln sich Nutzerbedürfnisse
und Branchenentwicklungen wider. Ein geeigneter Anbieter
stellt regelmäßig Updates zur Verfügung. Je nach Software-
Modell sind diese automatisch in der Software verfügbar
oder müssen via Download installiert werden.

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Anbieter

Werden Vor- und Nachteile einer Software-Lösung


abgewogen, sollte auch der Anbieter nicht außer Acht
gelassen werden. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich.
Fragen Sie sich, welche Köpfe dahinterstehen. Wer sind
die Gesellschafter? In welche Richtung entwickelt sich der
Anbieter und wie zukunftsorientiert agiert er? Wo möchte
der Anbieter in fünf Jahren stehen?

Verfügbarkeit

Wie greifen die Anwender auf die Software zu? Braucht


jeder Nutzer eine Lizenz oder erfolgt der Zugang nach
einem anderen Zugriffsmodell? Wie schnell können die
digitalen Endgeräte mit der Software ausgestattet werden?
Wie erfolgt die Adaption der Software, muss die Software
lokal installiert werden oder erfolgt der Zugriff über den
Browser? Von welchen Endgeräten kann auf die Funktionen
der Software zugegriffen werden?

Schnittstellen

Für den Aufbau einer geeigneten Softwarelandschaft ist die


Integration verschiedener Software-Produkte unabdingbar.
Die Entwickler moderner Software berücksichtigen diese
Kommunikation unterschiedlicher Produkte und integrieren
Schnittstellen in die jeweilige Software, sodass eine
Übertragung und Weitergabe von Daten problemlos abläuft.

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3. Welche Arten von Software gibt es?

Bei der Entscheidung für Software gilt es heutzutage viele ver-


schiedene Faktoren zu beachten. Grundsätzlich stehen Bau- und
Immobilienunternehmen zwei Modelle zur Auswahl: lokal instal-
lierte Software und webbasierte Cloud Software. Der Trend geht
dabei in allen Kategorien der Businesssoftware eindeutig in Rich-
tung “Cloud”.

On-Premise
Bei On-Premise-Software handelt es sich um Software, die auf
der eigenen Hardware und auf eigenen Servern installiert und be-
trieben wird. Der Zugriff auf die Software ist nur über das Firmen-
netzwerk möglich. Von Außerhalb ist für eine Verbindung zumeist
ein virtuelles Netzwerk (VPN) nötig. Der Nutzer zahlt pro Lizenz
eine Gebühr, die die Nutzung der Software zeitlich in einem vor-
gegebenen Zeitraum oder unbegrenzt erlaubt. Eine Lizenz ist bei
einer On-Premise-Lösung für gewöhnlich an einen Computer oder
Nutzer gebunden. Vor der Entscheidung für eine On-Premise-Soft-

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ware muss geprüft werden, ob die Zusammensetzung und Konfi-
guration der bestehenden IT-Infrastruktur den Anforderungen der
Software an das System entspricht. Der Anwender greift über eine
Desktop-Anwendung oder eine webbasierte Benutzeroberfläche
auf die Software zu. Die Bedienung der Software erfolgt über die
Eingabe von Befehlen (vgl. Excel).

Software-as-a-Service (SaaS)
Software “mieten” ist seit einiger Zeit eine beliebte Option. Der
Begriff Cloud Software wird zumeist synonym für Software-as-a-
Service genutzt. Der Anbieter stellt bei diesem Modell die Software
sowie die nötige technische Infrastruktur zur Verfügung. Dadurch
kann eine Cloud-Lösung unabhängig vom dem im Unternehmen ge-
nutzten Betriebssystem oder den eingesetzten Computermodellen
verwendet werden. Einzig ein Internetzugang muss vorhanden sein.
Auf die Software kann von jedem mobilen Gerät über den Inter-
netbrowser oder die Apps des Anbieters zugegriffen werden. SaaS
zeichnet sich gegenüber On-Premise-Software durch individuell
konfigurierbare Workflows aus. Diese Automatisierung optimiert
und beschleunigt interne Arbeitsabläufe und Prozesse. Durch den
webbasierten Zugriff fallen bei SaaS-Lösungen für Hardware, Ser-
vergebühren, Updates, Einrichtung und Support geringere Kosten
an. Updates stehen den Nutzern automatisch über die Anwendung
zur Verfügung. Die Bezahlung erfolgt häufig nach einem flexiblen
Preismodell, beispielsweise nach User pro Monat, nach genutzter
Datenmenge oder über einen monatlichen oder jährlichen Festpreis.

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4. Vor- und Nachteile der verschiedenen Software-
Modelle auf einen Blick

Bei der Entscheidung für eine neue Software spielen zahlreiche


Kriterien eine Rolle. Die Entscheidung für eine Software sollte
in Abhängigkeit zu den eigenen Anforderungen als auch mit
Blick auf zukünftige Geschäftsentwicklungen getroffen werden.
Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile von On-Premise-
Software und Cloud Software ausführlich dargestellt.

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Vorteile

Updates und dauerhafte Weiterentwicklung der


Software ist meist inklusive (immer die aktuellste
Version)

Keine Investitionen in eigene Server, etc.


SaaS

Keine oder nur geringe Personalkosten für


Implementierung und Wartung

Sicherheit der Daten und Backups werden vom


Softwareanbieter gewährleistet

In der Regel höhere Kompatibilität durch Schnittstellen


mit anderen Anwendungen

Moderne und intuitive Benutzeroberflächen

Zugriff von verschiedenen Geräten, auch außerhalb


des Unternehmensnetzwerkes

Nutzungsabhängige und flexible Preismodelle mit


kurzen Vertragslaufzeiten

Optimierung von Prozessen durch individuelle


Workflows

Volle Kontrolle über das System


On-Premise

Lokale Speicherung der Daten, auch ohne Internet

Hohe Individualisierungsmöglichkeiten

Gesamte IT-Infrastruktur in den eigenen Händen

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Nachteile

In der Regel weniger Personalisierungsmöglichkeiten

Zum Teil geringerer Funktionsumfang

Abo-Kosten und teilweise Einrichtungsgebühren


SaaS

Verantwortung für die Datensicherheit beim Unternehmen


On-Premise

Abhängigkeit vom Betriebssystem

Zugriff von unterwegs in der Regel kompliziert und langsam

Kosten für Hardware

Lizenz-, Einrichtungs- und Installationsgebühren

Jährliche Kosten für Wartung, Support, Updates

Zugangsbarriere: Jeder Nutzer benötigt eine Lizenz

Aufwändiger Onboarding-Prozess

Datenmitnahme (Verwaltung Nutzer/Rechtemanagement)

Historie und Nachvollziehbarkeit (unterschiedliche


Versionen, etc.)

Tiefere Integration in die eigene Infrastruktur

Updates erfolgen nicht automatisch

Bindet Ressourcen in der eigenen IT-Abteilung

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5. Wo finde ich die richtige Software?

Auf der EXPO REAL 2019 erfahren Sie alles Wissens-


werte zu neuen digitalen Lösungen. In der Innovations-
halle Nova3, in der sich auch die Tech Alley und das Inno-
vation Forum befinden, werden die aktuellsten digitalen
Lösungen für die Immobilien- und Baubranche vorgestellt.
Diesen 14 Software-Anbietern sollten Sie auf der Expo Real auf
keinen Fall verpassen:

21st Real Estate


Eine webbasierte Software für Makler und Investoren
gleichermaßen: 21st Real Estate digitalisiert den
Ankauf von Investitionsimmobilien und ermöglicht
Real Estate Online Trading vom Angebot bis zum
Notar digital auf einer Plattform.

Alasco
Alasco optimiert die Finanzen von Bauprojekten
durch die digitale Vernetzung aller Beteiligten.
Das Kostenmanagement von Bau- und
Immobilienprojekten wird aufgrund des webbasierten
Tools effizienter, sicherer und zuverlässiger.

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Allthings
Allthings hat sich zum Ziel gesetzt, das
Mietermanagement zu digitalisieren. Als zentrale
Plattform verbindet es Mieter, Eigentümer und
Dienstleister. Mehr Effizienz, bessere Kommunikation
und Mehrwertdienste sind die Folge.

Archilyse
Das Schweizer PropTech fokussiert sich auf die
ganzheitliche Datenanalyse. Als Datensimulations-
plattform für den gesamten Immobilienlebenszyklus
ermöglicht es Prozessoptimierungen für Projektent-
wickler, Architekten und Immobilienbestandshalter.

BIM SPOT
BIMspot unterstützt die integrale Zusammenarbeit
an einem zentralen Gebäudedatenmodell basierend
auf dem BIM (“Building Information Modelling”)
basierten Prozess der Planung, Errichtung und des
Betriebes eines Gebäudes in Echtzeit.

CAALA
Die cloud-basierte CAALA Software ermöglicht eine
ganzheitliche energetische Vordimensionierung in der
Entwurfsphase. Somit können Planer energetische
und ökologische Aspekte besser im Entwurf berück-
sichtigen und an Ihre Auftraggeber kommunizieren.

Capmo
Die Cloud-Lösung erleichtert die Aufnahme, Doku-
mentation, Kommunikation und Nachverfolgung von
Baumängeln, Aufgaben und Gebäudezuständen so-
wohl auf der Baustelle als auch in Bestandsimmobi-
lien.

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Molteo
Molteo als digitales Werkzeug steht für zeitgemäße
Mitarbeiter- und Projektsteuerung. Es ermöglicht
Bauunternehmen einen einfachen Echtzeit-Überblick
über Bauvorhaben, eine flexible Zeit- und Ressour-
cenerfassung sowie eine papierlose Abrechnung.

PlanRadar
PlanRadar bietet mit seiner webbasierten SaaS-Lö-
sung die Möglichkeit zur digitalen Baudokumentation
sowie zum Mängel- und Aufgabenmanagement im
gesamten Lebenszyklus von Bau- und Immobilien-
projekten mittels Smartphone oder Tablet.

PROPSTER
Propster verbessert den Kommunikations- und
Organisationsablauf zwischen Wohnungskäufer und
Bauträger/Projektentwickler. Im Fokus stehen die
Sonderwunschabwicklung, die Online-Bemusterung,
die Wohnungsübergabe und das Mängelmanagement.

realxdata
Das Berliner Start-up ist auf Big-Data-Analysen für
den Immobilienmarkt spezialisiert – und hilft, den
Wert von Objekten zu bestimmen. Alle Funktionen
bildet realxdata in einer Plattform für Marktanalysen,
Objektbewertungen und Portfoliooptimierungen ab.

Sablono
Auf der Plattform von Sablono können Projekte
gemeinschaftlich geplant und auf Basis von Echtzeit-
Daten ausgewertet und gesteuert werden. Durch
die digitale Abbildung sämtlicher Prozesse eines
Bauprojekt werden diese noch besser steuerbar.

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smino
Auf smino kommunizieren alle Beteiligten eines Bau-
projekts jederzeit digital miteinander und tauschen
Informationen, Pläne und Aufgaben untereinander
aus. Die Lösung vereinheitlicht Protokolle, verknüpft
sie mit Fotos und Plänen und weist Aufgaben zu.

wohnungshelden
Das PropTech digitalisiert den gesamten Vermietungs-
prozess – von der Vermarktung bis zum unterzeichne-
ten Mietvertrag. Die Software kommt u.a. zum Einsatz
bei der Bestandsvermietung, der Vermietung von Neu-
bauprojekten und der Abbildung von Vergabeprozessen.

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6. Neue Software erfolgreich implementieren

Die Einführung einer neuen Software steht für einen Wandel im


Unternehmen. Um diesen Change-Prozess optimal zu nutzen, das
heißt, nicht nur die Akzeptanz der neuen Software zu erreichen,
sondern einen grundlegenden Wandel der Unternehmenskultur,
sollten bei der Umstellung der Software einige Aspekte beachtet
werden. Ist die Umstellung erfolgreich, verbessern sich nicht nur
die Arbeitsprozesse und die Qualität des Outputs. Gleichzeitig
setzt eine innovative Software auch ein Zeichen für die Progres-
sivität des Unternehmens.
Beachten Sie, dass die Einführung einer Software nicht mit der rei-
nen technischen Adaption abgeschlossen ist. Darüber hinaus gilt
es, die neue Software auch intern zu “promoten”. Erst durch die Un-
terstützung aller im Unternehmen, von der Geschäftsführung über
den Spezialisten, hin zur Assistenz müssen alle über die Vorteile
aufgeklärt werden, um so motiviert mit der Software zu arbeiten.
Wie in jedem erfolgreichen Change-Prozess bilden Transparenz
und offene Kommunikation die Säulen.

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1. Formulieren Sie eine verständliche Vision und die
daraus resultierende Gesamtstrategie!


2. Formulieren Sie konkrete Ziele bezüglich des
Einsatzes der neuen Software!


3. Legen Sie einen konkreten Zeitplan zur Einführung
fest und klären die Kollegen darüber auf!


4. Diskutieren Sie offen die Vorteile und Probleme, die
die Einführung der neuen Software mit sich bringt!


5. Lassen Sie Erwartungen, Bedenken und Sorgen zu
und diskutieren Sie diese offen!

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7. Fazit

Die Einführung einer neuen Software steht für einen Wandel im Un-
ternehmen. Um diesen Change-Prozess optimal zu nutzen, das heißt,
nicht nur die Akzeptanz der neuen Software zu erreichen, sondern
einen grundlegenden Wandel der Unternehmenskultur, sollten bei
der Umstellung der Software einige Aspekte beachtet werden. Ist die
Umstellung erfolgreich, verbessern sich nicht nur die Arbeitsprozes-
se und die Qualität des Outputs. Gleichzeitig setzt eine innovative
Software auch ein Zeichen für die Progressivität des Unternehmens.

Beachten Sie, dass die Einführung einer Software nicht mit der rei-
nen technischen Adaption abgeschlossen ist. Darüber hinaus gilt
es, die neue Software auch intern zu “promoten”. Erst durch die Un-
terstützung aller im Unternehmen, von der Geschäftsführung über
den Spezialisten, hin zur Assistenz müssen alle über die Vorteile
aufgeklärt werden, um so motiviert mit der Software zu arbeiten.
Wie in jedem erfolgreichen Change-Prozess bilden Transparenz
und offene Kommunikation die Säulen.

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Die Industrie hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewie-
sen, dass sich die Produktivität nahezu verdoppeln lässt. Ein großer
Teil dieses Fortschritts ist dabei auf den Einsatz zeitgemäßer Soft-
ware zurückzuführen. Auch die Immobilien- und Bauaubranche hat
erkannt, dass es spätestens jetzt Zeit wird, vermehrt in die Digita-
lisierung zu investieren.

Die Vorteile von moderner Software liegen auf der Hand: Einfache
Bedienbarkeit, integrierte Zusammenarbeit, schnellere Prozesse,
konstante Sicherheit und die Nutzung intelligenter Daten. Ein un-
gehinderter Informationsfluss innerhalb des Unternehmen kann
Ihren wirtschaftlichen Erfolg sichern. Die digitale Vernetzung aller
Projektbeteiligten ermöglicht auch Ihrem Unternehmen deutlich
schnellere, transparentere und nachvollziehbarere Prozesse. Viel
Erfolg bei der Software-Auswahl!

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Gemeinsam zum digitalen Champion
Alasco optimiert die Finanzen Ihrer Bauprojekte
durch die digitale Vernetzung aller Beteiligten.

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