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Untergrund China

IVA FS 2014
BFH AHB
Roman Bieri
Coachingteam: Maurus Schifferli, Guy Lafranchi
Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung

2 These
2 Methodik
2 Zielsetzung

3 Historischer Hintergrund
5 Höhlenwohnungen
5 Typologien

5 Felshöhlenwohnungen
7
Grubenhöhlenwohnungen
7
Erdbedeckte Wohnungen
9 Lokationen
11
Konstruktionsprozesse
11
Grubenhöhlenwohnungen
13
Felshöhlenwohnungen
15
Architektur
15
Gewölbeformen
17
Orientierung
19
Eingangssituationen
21
Höfe
23
Fassaden
23
Türen und Fenster
25
Einrichtungen
27
Siedlungsstrukturen

29 Interpretation
29
Raumplanung
31
Architektur
33
Entwurfsrelevante Kriterien
34
Fazit

35 Abbildungsverzeichnis
36 Literaturverzeichnis

37 Redlichkeitsnachweis
Einleitung These
Die Schweiz wird dichter. Seit 2007 wächst die trotzdem können ihr Ansätze abgewonnen werden, Architektur besetzt naturgemäss Land. Durch die
Schweizer Bevölkerung um 80‘000 Personen pro welche auch in überirdischer Architektur für einen stetig weiterwachsende Weltbevölkerung und deren
Jahr, das entspricht rund 10% der Gesamtbe- Mehrwert sorgen. Wohnbedürfnis wird die Ressource Land immer wie
völkerung. Im Schweizer Mittelland leben 426 Men- wertvoller, auch in momentan nicht überbevölker-
schen pro Quadratkilometer, europaweit leben nur Bekannte Höhlenwohnungen finden sich in der ten Teilen der Welt wie zum Beispiel der Schweiz.
die Holländer näher aufeinander. Als Resultat wird Türkei,Tunesien, Iran, Italien, Spanien, Frankreich Das Prinzip des Wohnens unter der Erdoberfläche
zur Zeit ein Quadratmeter Land pro Sekunde über- und Nordamerika. Diese Orte haben aber heutzu- könnte dabei einen Lösungsansatz bieten, welcher
baut. tage grösstenteils nur noch touristisches Potential. auch in unserer Hemisphäre überprüft werden soll-
Anders in China, hier leben zur Zeit rund 30 Mil- te. Vorteile und Nachteile dieser Wohnform werden
Was ist nun die architektonische Antwort auf diese lionen Menschen in unterirdischen Wohnungen. überprüft um Schlüsse für aktuelle Probleme wie
Tatsache? Land ist eine endliche Ressource und es China bildet somit ein vorzügliches, da immer noch Zersiedelung, soziale Entfremdung oder überhöhte
ist eher zu wenig als zu viel vorhanden. Auf jeden aktuelles Untersuchungsobjekt. Immobilienpreise zu liefern.
Fall muss in Zukunft dichter gebaut werden, ob dies
durch die grundsätzliche Erhöhung der Gebäude, China ist ein weit entfernter und in mancherlei Hin-
dichtere Ersatzneubauten oder der Umnutzung von sicht konträrer Kulturkreis. Vielleicht macht aber Methodik
bestehenden Strukturen geschieht ist abhängig von genau diese Distanz und das Verstehen der Ander-
sartigkeit das gewisse Etwas aus um die Probleme Die Arbeit glieder sich in zwei wesentliche Teile.
der jeweiligen Situation.
im eigenen Vorgarten in den Griff zu kriegen. Im ersten Teil erfolgt eine Bestandesaufnahme und
Varianten wie man dichter baut sind erprobt und zu
Analyse der Höhlenwohnungen in China, im zwei-
Genüge vorhanden.
ten Teil werden die gewonnen Erkenntnisse auf das
Thesisprojekt und somit die heutige Situation in der
Die fehlende bauliche Dichte ist aber nur die eine
Schweiz angewandt.
Seite der Medaille. Genau so wichtig ist die sozia-
le Dichte. Jeder bauliche Verdichtungsversuch wird
hinfällig, wenn gleichzeitig der Flächenverbrauch Zielsetzung
pro Person stetig zunimmt. Um dieses Problem in
den Griff zu bekommen, muss ein Umdenken in der Die Eigenheiten der chinesischen Höhlenwohnun-
Gesellschaft von statten gehen; wir müssen wieder gen sollen festgehalten werden und ein Bezug zu
lernen auf mehr zu verzichten. heutigen, aktuellen Themen hergestellt werden.
Der Mehrwert für das Thesisprojekt besteht darin,
Architektur soll den Leuten nichts aufzwingen, erprobte Konzepte der chinesischen Höhlenwoh-
aber sie kann, wenn den ansprechend ausgeführt, nungen zu isolieren und diese in adaptierter Weise
die Menschen in die angedachte Richtung lenken. einfliessen zu lassen. Dabei soll vor allem das The-
Heutzutage umso mehr, haben sich doch nachhal- ma der sozialen und baulichen Dichte eingehend
tige Tendenzen in der Gesellschaft langsam etabliert betrachtet werden.
und gehören eigentlich zum guten Ton.

Wie hat also eine baulich und sozial dichte Archi-


tektur auszusehen? Ein simpler Lösungsansatz und
das Gegenteil der üblichen Herangehensweise, der
Flucht nach oben, ist das Leben unter der Erde.
Wenn Dichte in reinem Landverbrauch gemessen
wird, ist der Lebensraum im Souterrain unschlagbar
dicht. Den heutigen Ansprüchen und Standards in
unseren Kulturkreisen mag diese archaische Wohn-
form vielleicht auf den ersten Blick widersprechen,

1 Einleitung These, Methodik, Zielsetzung 2


Historischer Hintergrund
Das Wohnen unter der Erde ist ein ursprünglicher Die Berber von Matmata in Tunesien höhlten ihrer-
Gedanke der Menschheitsgeschichte. Die ersten seits jahrhundertelang den weichen Boden aus und
Menschen suchten in Höhlen die Wärme, dazu schufen Atriumshäuser mit bis zu viereinhalb Me-
Schutz vor Tieren und Unwettern. ter hohen Räumen, welche sich an einen zentralen,
Die bekannten Funde im Loiretal in Frankreich tiefer gelegenen Innenhof anreihten. Dies vor al-
zeigen auf, dass schon zu dieser Zeit in Höhlen lem um den klimatischen Bedingungen, den kalten
komfortable und intime Räume geschaffen werden Nächten sowie den heissen Tagen in der Saharazone
konnten, wenn die geologischen Voraussetzungen zu entgehen. [Abb. 1.2]
gegeben waren.
In China jedoch befinden sich die ältesten bekann-
Später in der Geschichte suchte die Menschheit im- ten Höhlenwohnungen der Erde. Vor mehr als 4000
mer wieder die Erde als Rückzugsort auf. Jahren begannen hier die Menschen ihre Wohnun-
In Kappadokien,Türkei, gruben die Menschen um gen in den losen Siltboden zu graben. Primär ging es
ca. 800 v.Chr. unterirdische Räume in die weichen ihnen darum dem kontinentalen Klima mit seinen
Berge, einmal weil sie kein Baumaterial vorfanden, heissen Sommern und kalten Wintern zu entfliehen.
vor allem aber um sich vor den Persern zu schützen. Dabei kommen sowohl die Höhlen welche in Felsen
Dabei entstanden weit verzweigte unterirdische [Abb. 1.3] gehauen werden aber auch die Höhlen
Höhlensystem welche teilweise bis zu 30 Meter in welche als Gruben in den Boden gegraben werden
den Boden ragen. Die Eingänge des Netzwerkes vor. [Abb. 1.4] Der vorhandene Silt, auch „Gelber
Abb. 1.3 Shanxi Provinz, China
waren meist gut getarnt und immer mit massiven Silt“ genannt, erwies sich als optimaler Baugrund,
Steinen von innen verschliessbar. Die Einwohner da er mit einfachsten Mitteln zu handhaben ist.
konnten es durch ausgeklügelte Belüftungssysteme
und Vorratskammern wochenlang in den Höhlen
aushalten. Heutzutage werden die Höhlen wieder
als Lagerräume für Zitrusfrüchte verwendet.
[Abb. 1.1]

Abb. 1.1 Kappadokien, Türkei Abb. 1.2 Matmata, Tunesien Abb. 1.4 Qingyang Provinz, China

3 Historischer Hinergrund Historischer Hinergrund 4


Höhlenwohnungen
Typologien
Die chinesischen Höhlenwohnungen lassen sich in Felshöhlenwohnungen haben den Vorteil über ge-
drei Klassen unterteilen: nügend Sonnenlicht zu verfügen, da sie überwie-
Die Felshöhlenwohnung, gebaut an den Flanken von gend nach Süden oder Südwesten hin orientiert
Hügeln und Bergen; die Grubenhöhlenwohnungen, sind.
gebaut in den flachen Landstrichen; und Erdbe- Familienwohnungen, der weitaus verbreitetste
deckte Wohnungen, Häuser aus Stein gefügt,welche Typus, bestehen durchschnittlich aus vier bis sechs
von Erde überdeckt werden. Räumen. Die Räume werden als Wohnraum, Schlaf-
raum, Küche und Lagerraum genutzt. Oft ist es je-
Felshöhlenwohnungen [Abb. 2.1] doch so, dass Räume über keine klar definierten
Nutzungen verfügen sondern für verschiedenste
Von diesen drei Typen haben die Felshöhlenwoh- Aktivitäten genutzt werden.
nungen den stärksten Bezug zur Umgebung. Je nach
Felsformationen kommen angepasste Typologien
zum Einsatz. [Abb. 2.2]

Es gibt Felshöhlenwohnungen welche sich Vorhöfe


schaffen, indem vor der Höhle eine Wand erstellt
wird. Dabei gibt es Varianten mit Kontakt zu einer,
zwei oder drei Seiten der Höhle zum Felsen.
[Abb. 2.2 a, b, c]

In engen Schluchten kann eine Form ähnlich der


Grubenhöhlenwohnungen entstehen.
[Abb. 2.2 d]

An weiter geöffneten Felsflanken können ganze ter-


rassierte Siedlungen entstehen, die Vorhöfe werden
dann von mehreren Höhlenwohnungen gemeinsam
genutzt. [Abb. 2.2 e, f]

Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination von


gebauten Häusern und Höhlensystemen.
[Abb. 2.2 g]

Ebenso verbreitet sind mehrgeschossige Felshöhlen-


wohnungen, welche typischerweise in einer terras-
sierten Form verbreitet sind. [Abb. 2.2 h]

Zusätzlich besteht die Möglichkeit die Felshöhlen-


wohnungen mit Grubenwohnungen zu kombinie-
ren. [Abb. 2.2 i] Abb. 2.1 Felshöhlenwohnung Abb. 2.2 Felshöhlenwohnungstypologien

5 Höhlenwohnungen, Typologien Höhlenwohnungen, Typologien 6


Grubenhöhlenwohnungen [Abb. 2.3]

Grubenhöhlenwohnungen verkörpern das traditio-


nelle chinesische Wohnkonzept. Der umschlossene
Innenhof bietet Privatsphäre und gleichzeitig die
Möglichkeit für familiäre Interaktionen. Auch die
Grubenhöhlenwohnungen erscheinen in diversen
Variationen. Dabei unterscheiden sich vor allem die
Dimensionen der Innenhöfe und die Anzahl der da-
ran angrenzenden Räumlichkeiten.

Grubenhöhlenwohnungen kommen meistens im


flachen Gelände vor. Der Innenhof ist als Quadrat
Abb. 2.3 Grubenhöhlenwohnung oder Rechteck mit Massen von zehn bis zwölf Me-
tern ausgebildet. Die Tiefe der Höfe beträgt oft bis
zu zehn Metern. Diese Innenhöfe werden yuanzi
genannt. Üblicherweise sind diese Höfe auf Terrain
nicht umzäunt. Durchschnittlich sind an jeder Sei-
te des Hofes zwei bis drei Räume angeordnet, eine
Grube entspricht also durchschnittlich einer 8- bis
12-Zimmerwohnung. Die Räume sind durch-
schnittlich 10-20 Zentimeter höher gelegen als der
Innenhof um die Drainage zu bewerkstelligen.
Die Wohneinheiten befinden sich immer im nörd-
lichen Teil, oft auch im östliche Teil, aufgrund des
Sonneneinfalls. Eher selten gibt es auch Wohnungen
im westlichen Teil der Höhlen. Die südlichen Räu-
me werden als Lagerräume, Ställe oder als Eingang
zur Grubenhöhlenwohnungen benutzt. [Abb. 2.5]

Erdbedeckte Wohnungen [Abb. 2.4]

Erdbedeckte Wohnungen bilden den dritten gros-


sen Teil der chinesischen Höhlenwohnungen.
Sie sind typischerweise überirdisch, aus Backstein
oder Stein gebaut und nachträglich mit Erde be-
deckt. Die Erdschicht beträgt ungefähr einen hal-
ben Meter. Die erdbedeckten Wohnungen sind eine
moderne Form der Höhlenwohnungen, da sie auf
Materialien zurückgreifen, welche bei den anderen
Typen gefehlt haben und somit ein wichtiger Grund
für deren Entstehung waren.
Vom Aufbau her lehnen sich die erdbedeckten Woh-
Abb. 2.4 Erdbedeckte Wohnung
nungen stark an ihre historischen Vorbilder an, sei
es bei den Raumgrössen, dem Bezug zum Hof oder
dem für unterirdischen Räumen typischen Bogen-
bau.
Abb. 2.5 Grubenhöhlenwohnungstypologien

7 Höhlenwohnungen, Typologien Höhlenwohnungen, Typologien 8


Lokation
Die Auswahl des Ortes ist die entscheidende Kom-
ponente für die Wahl der Höhlenwohnungstypo-
logie. Es wird immer zuerst der Standort gewählt
und erst dann die adäquate Wohnform. Die beiden
Hauptfaktoren für die Grubenhöhlenwohnungen
sind die Topologie und die Beschaffenheit des Silts.
Der „gelbe Silt“ kommt am häufigsten im Norden
Chinas vor. Der überwiegende Teil der Gruben-
höhlenwohnungen im Reich der Mitte findet sich
schlussendlich auch in diesen Provinzen.
[Abb. 3.1 und 3.2]

Silt gilt als die optimale Gesteinsform für Höhlen-


wohnungen, da er einerseits stabil ist gleichzeitig ge-
nügend weich um mit den vorhandenen, einfachsten
Mitteln bearbeitet zu werden. Die vier wichtigsten
Faktoren sind: hart und dicht; trocken; horizontal
geschichtet; und mindestens eine 3.5 Meter Boden-
schicht muss über der Höhle vorhanden sein.

Der Silt ist das Baumaterial der Wohnungen, gleich-


zeitig gibt aber auch deren Dimensionen vor. Die
vorher erwähnten 10 Meter tiefen Innenhöfe resul-
tieren aus der Erfahrung, dass wenn die Räume vier
Meter hoch ausgebildet werden, der Deckenaufbau
somit sechs Meter beträgt, die bestmögliche Erdbe-
bensicherheit gewährleistet werden kann. Zudem
wird ab dieser Tiefe eine ausreichende Wärmedäm- Abb. 3.1 Prozentualer Anteil an Höhlenwohnungen in der
Provinz Shaanxi
mung erreicht.
Auch die Breite der Innenhöfe von rund 10 Metern
rührt daher, dass für zwei Räume welche ungefähr
drei Meter breit sind, eine Zwischenwand von eben-
falls etwa drei Metern benötigt wird.

Im Gegensatz zu den Grubenhöhlenwohnungen ist


bei den Felshöhlenwohnungen die Topographie der
entscheidende Faktor. Felswände mit einem Winkel
von 45° - 90° Grad sind eine gute Voraussetzung für
eine Felshöhlenwohnung. Viele Siedlungen sind an
natürlich terrassierten Hängen gebaut, mit dem Silt,
welcher für den Höhlenbau abgetragen wird, wer-
den diese Terrassen dann zusätzlich erweitert.

Abb. 3.2 Prozentualer Anteil an Höhlenwohnungen in den


Provinzen Henan, Shanxi, Shaanxi und Gansu Abb. 3.3 Typische Landformen in den Regionen des „gelben Silt“

9 Höhlenwohnungen Höhlenwohnungen 10
Konstruktionsprozesse
In der nächsten Phase werden die angrenzenden
Zu den klimatischen und topologischen Gründen Räume in den Silt gegraben. Dies funktioniert wie-
wieso die Chinesen die Höhlenwohnungen in einem derum in Intervallen, an jedem Raum wird gegra-
derartigen Ausmass betreiben, kommen ökonomi- ben um ihn anschliessend wieder austrocknen zu
sche Argumente hinzu. lassen. Sind schlussendlich alle Räume ausgehoben,
Da im nördlichen China ein ursprünglicher Wald beginnt man mit der Glättung der Wände. Während
komplett fehlt, liegt es nahe, das vorhandene Ma- dies geschieht, verliert der Silt seine letzte Feuchtig-
terial, also den Silt zu nutzen. Dieser ist gratis und keit.
allgegenwärtig, somit sind keine Materialtransporte
nötig. Im Vergleich zu überirdischen Häusern, wel- Die Schritte drei und vier umfassen den Abtransport
che aus Backstein und Stein, mit Dächern aus Holz des entfernten Silts und je nachdem die Vergrösse-
und Ziegel erbaut werden, bestehen die simpelsten rung des Innenhofes sowie der Räume an sich.
Formen der Höhlenwohnungen tatsächlich nur aus
entferntem Silt. Der letzte Schritt bildet das Verschliessen der Räu-
Dieses Gestein kann mit den vorhandenen Arbeits- me mit einer Fassade aus wahlweise, Stein, Back-
mitteln, Werkzeuge aus der Agrarkultur, abtrans- stein oder Holz. Auch die Wände in den Innenräu-
portiert werden. Namentlich sind dies: Schaufel; men werden auf diese Art vervollständigt oder mit
Hacke; Schubkarre und Bambuskorb. einem Gemisch aus Silt und Stroh verputzt.

Grubenhöhlenwohnungen Manchmal wird zwischen der Fassade und dem De-


ckengewölbe ein Spalt freigelassen um den finalen
Der Bauprozess schreitet materialbedingt sehr Trocknungsprozess im Innern zu beschleunigen.
langsam voran. Durch das progressive Subtrakti- Diese Spalten werden normalerweise innert zwei bis
onsverfahren verliert der Silt seine gespeicherte drei Jahren verschlossen.
Feuchtigkeit und wird somit stabiler. Periodische
Unterbrüche sind deshalb ein Hauptteil des Prozes-
ses.
Normalerweise wird im Sommer mit dem Aushub
begonnen, unterbrochen von Trockenphasen, und
im Herbst jeweils getestet.
In den östlicheren, feuchteren Gebieten, Richtung
Chinesisches Meer, wo der Niederschlag teilweise
erheblich ist, kann der Bau einer Wohnung somit
bis zu drei Jahren dauern.
Der aktive Bauprozess bei den Grubenhöhlenwoh-
nungen geht folgendermassen von statten:
[Abb. 4.1]

Zuerst wird ein Graben ausgehoben, welcher sich


entlang des zukünftigen Hofes erstreckt und auch
die Tiefe davon übernimmt. Das gibt den zukünf-
tigen Wänden der Wohnung die Möglichkeit am
längsten auszutrocknen. Diese Phase kann, je nach
Feuchtigkeit des Silts zwischen einem und vier Mo-
nate andauern. Der Aushub wird neben der Grube
gesammelt.
Abb. 4.1 Konstruktionsprozess bei Grubenhöhlenwohnungen

11 Höhlenwohnungen, Konstruktionsprozesse Höhlenwohnungen, Konstruktionsprozesse 12


Felsenhöhlenwohnungen

Auch der Bauprozess der Felsenhöhlenwohnungen


kann in mehrere Schritte unterteilt werden.
[Abb. 4.2] Zuerst wird der Fels in einem Winkel von
80°- 85° Grad zugeschnitten. Je nach Beschaffenheit
des Felsen ist es manchmal zwingend notwendig auf
der Höhe von ungefähr acht bis zehn Metern den
Felsen zu terrassieren, dies um möglichen Erdrut-
schen vorzubeugen.

Im zweiten Schritt wird der angrenzende Hof ter-


rassiert und nivelliert. Das Terrassieren wird auch
beim dritten Schritt fortgesetzt, da dieser das Aus-
graben der Räume betrifft und somit der Aushub
direkt weiterverwendet werden kann. Hier gilt das
gleiche Prinzip wie bei den Grubenhöhlenwohnun-
gen, Schritt für Schritt werden die Räume ausgehöh-
lt, wobei immer wieder Ruhepausen durchgeführt
werden um den Silt aushärten zu lassen.

Anschliessend werden die Räume sukzessive in ihre


finale Länge, Höhe und Tiefe gebracht. Auch hier
wird das anfallende Material für die weitere Terras-
sierung verwendet.

Als fünfter Schritt wird rund um den Vorhof eine


Mauer mit Tor aufgestellt. Die Mauer ist durch-
schnittlich 2 – 2.5 Meter hoch und ist konisch aufge-
baut, an der Basis erreicht der Querschnitt 0.75 Me-
ter am Ende 0.5 Meter. Sechstens werden die Räume
mit einer Fassade verschlossen. Heutzutage werden
die Fassaden aus gehauenem Stein oder Backsteinen
ausgeführt. Die altertümlichen Fassaden hingegen
wurden meistens aus gestampfter Erde erbaut und
mit einer Mischung aus Silt und Stroh verputzt.

Der letzte Schritt schlussendlich ist die Ausbildung


der nächsten Felshöhlenwohnung unten oder oben
an die soeben erschaffene anschliessend.

Abb. 4.2 Konstruktionsprozess bei Felshöhlenwohnungen

13 Höhlenwohnungen, Konstruktionsprozesse Höhlenwohnungen, Konstruktionsprozesse 14


Architektur
Höhlenwohnungsarchitektur unterscheidet sich Zuerst versucht man einen kreisrunden Bogen, bricht
grundsätzlich von anderer Architektur, da sie über dieser ein, versucht man es mit einem parabolischen
keine eigentliche äussere Form verfügt, sondern sich Bogen, bricht auch dieser ein, verwendet man
nur durch Raum definiert, also durch ihre innere einen Spitzbogen. Über die Zeit entwickelte sich so
Form. Das Hauptmerkmal ist ihre Integration in die ein Selbstverständnis welche Form die adäquate ist.
natürliche Umgebung. Grundsätzlich braucht man in guter Siltqualität den
Rund- oder Parabolbogen und in schlechterer Quali-
In the belowground pit cave dwelling, the central tät den Spitzbogen. [Abb. 5.1]
courtyard begins at the edge of its walls. This cour-
tyard space is the center of family activities and the Abgesehen von der Variation in der Gewölbeform gibt
intermediate link to all other parts of the dwelling. es bei den einzelnen Räumen der Höhlenwohnungen
In the conventional aboveground dwelling, the edge of keine grossen Variationsmöglichkeiten. Es besteht die
the walls is the point where outside space starts. In this Möglichkeit zwei Räume miteinander zu verbinden.
sense, belowground pit cave dwellings are in keeping Dies geschieht über einen Zwischenstollen der eben-
with the Chinese traditions of privacy and intimacy of falls als Gewölbe ausgeführt ist und immer weniger
family life. hoch ist als die Haupträume, dies aus Gründen der
Erdbebensicherheit. [Abb. 5.2]
(Ren Zhiyuan 1983)

Viele chinesische Grubenhöhlenwohnungen funk-


Abb. 5.1 Gewölbeformen
tionieren nach diesem, in der chinesischen Gesell-
schaft verankerten, Prinzip der stufenweise gestei-
gerten Intimität.

Gewölbeformen

Da in der traditionellen chinesischen Höhlenbau-


technik keine statisch unterstützende Materialien
verwendet werden, musste eine in sich tragende
Struktur gefunden werden.

Die entwickelte Gewölbeform, erwies sich als sehr


stabil, auch im Falle eines Erdbebens. Die Gewöl-
be werden als Tunnel- oder Tonnenform ausgebil-
det und sind somit in der Tiefe statisch uneinge-
schränkt.

Die konkrete Form oder Kurve des Gewölbes vari-


iert von Region zu Region, was mit der Stärke des
Silts und dessen Feuchtigkeitsgehalt zu tun hat.
Die Entscheidung welche Gewölbeform für welche
Höhle am geeignetsten ist geschieht über Erfahrung.
Abb. 5.2 Interne Verbindungsstollen

15 Höhlenwohnungen, Architektur Höhlenwohnungen, Architektur 16


Orientierung

Die Ausrichtung von Wohnhäusern nach Süden


wird in China seit jeher angewandt. Die Räume in
einer Grubenhöhlenwohnung werden normaler-
weise rund um den Innenhof in alle vier Himmels-
richtungen angeordnet. Wie bereits erwähnt sind in
den südlichen Räumen Nutzungen wie Lagerräume,
der Viehbestand sowie die Erschliessung angeord-
net. Räume welche östlich und westlich angeordnet
sind, erhalten naturgemäss weniger Sonnenlicht als
die nördlichen Räume, trotzdem werden alle als
Wohnräume genutzt. Normalerweise werden die
nördlichen Räume von den Eltern oder Grosseltern
besetzt, die östlichen und westlichen von den Kin-
dern. [Abb. 6.1]

Bei den Grubenhöhlenwohnungen steht die Tiefe


des Innenhofes in direkter Abhängigkeit zum Son-
neneinfall. Bei einer durchschnittlichen Tiefe eines
Raumes von 5 bis 6 Metern und einer Raumhöhe
von 3.5 Metern, mit einem 10 Meter tiefen Innenhof
und einer Erdschicht von 4 – 5 Metern, dringt das
Sonnenlicht im Winter bis weit in den Innenraum
ein. Je tiefer der Innenhof desto weniger Licht dringt
ins Innere des Raumes, deshalb werden die Räume
oft im Eingangsbereich erhöht ausgeführt. Durch
diese sich verjüngende Form tritt wesentlich mehr
Sonnenlicht in die Räume ein, auch bei gleichblei-
bender Tiefe des Innenhofes. [Abb. 6.2]

Abb. 6.1 Grundrisse genordet Abb. 6.2 Familienwohnung mit konischer Raumform in der Provinz Shaanxi

17 Höhlenwohnungen, Architektur Höhlenwohnungen, Architektur 18


Eingangssituationen

Die Eingänge zu gesamten Wohnkomplexen oder


auch zu einzelnen Räumen kann sehr unterschied-
lich ausformuliert sein. Die ausschlaggebenden Fak-
toren können sein: Topographie, vorhandene Ma-
terialien, praktische Überlegungen, und Ästhetik.
[Abb. 7.1]

Felshöhlenwohnungen können von einer höher ge-


legenen Terrasse erschlossen werden [Abb. 7.2 f]
oder sie verfügen über einen Zugang zur Terrasse
von einem Weg aus. Dieser kann auch über grösser
ausgeführte Terrassen führen, dies ist meisten der
Fall, wenn mehr als zwei terrassierte Ebenen überei-
nander liegen[Abb. 7.2 b]. In vielen Fällen versperrt
eine knapp vor dem Eingang zur Wohnung oder
zum Vorhof aufgestellte Mauer den direkten Ein-
blick. [Abb. 7.2 c]

Auch Grubenhöhlenwohnungen verfügen über di-


verse Eingangsvariationen. Zum Beispiel kann über
eine gerade Treppe direkt in den Innenhof gelangt
werden. [Abb. 7.2 a] Häufiger allerdings kommt es
vor, dass die Treppe direkt nach unten verläuft, auf
Niveau Innenhof aber einen 90° Grad Winkel voll-
zieht. [Abb. 7.2 d] Gerade Eingänge können ent-
weder über eine Treppe verfügen, es gibt aber auch
Varianten mit Rampen, welche vor allem für den
Transport von Tieren benutzt werden. Es gibt auch
Beispiele welche Treppe und Rampe kombinieren.
[Abb. 7.2 e]

Die Eingänge zu den Wohnungen sind meistens auf


die Einrichtung im Innern bezogen. Dabei spielt die
Platzierung des gewärmten Bettes die Hauptrolle.
Eingänge werden auch meistens so platziert, dass
möglichst viel Sonnenlicht in die Räume eindringt.
Klimatische Bedingungen haben ebenfalls einen
Einfluss. In den kälteren, nördlicheren Regionen
sind die Eingänge zu den Räumen beim Eingang
schmal und verbreitern sich in die Tiefe, in den süd-
licheren, feuchteren Gefilden ist es dagegen umge-
kehrt.

Abb. 7.1 Eingangsschematiken für Grubenhöhlen- und Felshöhlen


wohnungen Abb. 7.2 Beispiele für Eingangssituationen

19 Höhlenwohnungen, Architektur Höhlenwohnungen, Architektur 20


Höfe

Die Höfe bei Höhlenwohnungen sind im Einklang


mit der chinesischen Tradition strukturiert. Grösse
und Form stehen in Beziehung zu diversen sozialen,
ökonomischen und topographischen Bedingungen.
Traditionell soll der Hof ein begrenzter Ort sein, an
dem Privatheit, Sicherheit und die soziale Identität
der Familie stattfindet. Der Hof ist das Zentrum al-
ler familiären Aktivitäten.

Die Innenhöfe von Grubenhöhlenwohnungen sind


meistens rechtwinklig. Es gibt aber auch L-förmige,
elliptische oder dreieckige. Sie sind immer mindes-
tens sieben Meter tief ausgehoben. Entwässert wird
über eine Zisterne oder einem grossen Loch in der
Mitte. [Abb. 8.1 a, b, c]

Höfe bei Felshöhlenwohnungen sind meistens ge-


wöhnliche, aus Silt gefügte Mauern, welche auf den
terrassierten Plätzen vor den Höhlen die private
Zone definieren. Die Form der Höfe ist abhängig
von topographischen Faktoren, genau wie die Höh-
len an sich. Erstreckt sich die Höhlenwohnung über
zwei Felsflanken, werden nur zwei Mauern benötigt,
bei drei Felsflanken ist es nur noch eine Mauer. An
der Hanglage ist die Drainage meistens problemlos.
[Abb. 8.1 d, e, f]

Bei beiden Höhlentypologien kommen auch sehr


grosse Höfe vor. Diese bedienen meistens ganze
Wohnungskomplexe und sind in der Regel durch
Mauern unterteilt um die Privatsphäre zu gewähr-
leisten. Auch verfügen diese Höfe oft gleich über
mehrere Eingänge. Die Privatsphäre ist bei den
Grubenhöhlenwohnungen dadurch beeinträchtigt,
dass auf Höhe Terrain keine Mauern oder Zäune die
Grube umschliessen.

Studien zeigen auf, dass die durchschnittliche Grös-


se von Felshöhlenwohnungen (23 x 19.8 Meter) we-
sentlich grösser ist als die der Grubenhöhlenwoh-
nungen (13.3 x 8.7 Meter). Das liegt hauptsächlich
daran, dass der Aushub bei den Felsenhöhlenwoh-
nungen direkt für die Terrassen verwendet wird,
bei den Grubenhöhlenwohnungen jedoch komplett
entfernt werden muss.
Abb. 8.1 Hofvariationen

21 Höhlenwohnungen, Architektur Höhlenwohnungen, Architektur 22


Fassaden

Durch das Prinzip der Subtraktion ist das Bauen


von Höhlenwohnungen das einzige architektoni-
sche Prinzip welches ohne zusätzliche Baustoffe
auskommt. Für die Fassade jedoch, zumindest wenn
man über eine Türe oder Fenster verfügen möchte,
wird Holz gebraucht. Die Fassadengestaltung ist
deshalb auch hauptsächlich von der Verfügbarkeit
von Materialien sowie dem Wunsch möglichst viel
Sonnenlicht in den Raum zu bringen geprägt. Alle
Fassaden passen sich jeweils der Form des dahinter
liegenden Raumes an. Da die Gestaltungsmöglich-
keiten im Innern der Räume aufgrund der struktu-
rellen Vorgaben des Gewölbes sehr beschränkt sind,
wird umso mehr Gestaltungswille in die Ausformu-
lierung der Fassade investiert. Funktionen der Fas-
sade sind: Regenschutz, Wärmeverlust, Wärmege-
winnung und maximale Lichtzufuhr.

Ältere Fassadenstile bestehen aus einer Wand mit


einer Tür, einem Fenster und einer kleinen Öffnung
für den Luftaustausch. Die Sockelmauer ist ungefähr
einen halben Meter tief und einen Meter hoch. Nor-
malerweise wurde sie aus dem abgetragenen Silt auf-
gebaut, des öfteren zusätzlich mit Steinen verkleidet.
Der obere Teil wurde mit Lehm ausgefacht und am
Schluss verputzt. Die Wände weisen einen Winkel
von 10° bis 15° Grad auf, der Eingangsbereich hat
ein Gefälle von 5%. Beides dient dem problemlo-
sen Abfluss von Regenwasser. Die Verwendung von
Holz in Raster und in runden Fensterrahmen wird
erst seit dem 20. Jahrhundert praktiziert.

Türen und Fenster

Die Türen und Fensterrahmen aller Höhlenwoh-


nungen sind Spezialanfertigungen aus Holz, obwohl
Holz seit jeher und immer noch, relativ teuer ist in
China. Das Prinzip von einer Türe, einem Fenster
und einer Lüftung in Form eines kleineren Fensters
wird bis heute fortgesetzt. Das Fenster hat üblicher-
weise Dimensionen von 90 x 60 Zentimeter. Türen
sind normalerweise 2.1 – 2.5 Meter hoch und 0.9 –
1.2 Meter breit. Früher wurden die Fenster anstel-
le von Glas mit milchigem, transluszentem Papier
überzogen.
Abb. 9.1 Fassadenvariationen

23 Höhlenwohnungen, Architektur Höhlenwohnungen, Architektur 24


Einrichtungen

Das beheizte Bett, das kang, gehört zur Grundin- entweder durch die Fassade oder durch die Decke
ventar bei Höhlenwohnungen, speziell in den kal- austritt. Der portable Offen wird im Sommer auch
ten, trockenen Regionen. Das Bett ist im Normal- draussen verwendet. [Abb. 10.2 und 10.3]
fall sehr gross, es kann mehr als zwei Personen als
Schlafmöglichkeit dienen. Im Winter dient es als Die Einrichtung passt sich der linearen Struktur
Bett, im Sommer als „Esstisch“. [Abb. 10.1] der Räume an und ist daher den Wänden entlang
angeordnet um in der Mitte des Raumes eine Ver-
Die Grundmaterialien sind: Silt, Ziegel- und Back- kehrsfläche zu generieren.
stein sowie Holz als Abschluss. Die Grundkonstruk-
tion bilden vier Mauern, etwa 80 Zentimeter hoch,
aus Backstein. Die Oberfläche, beziehungsweise die
Liegefläche, ist aus flachen Ziegelsteinen aufgebaut
und wird von Stützen aus Backstein getragen. Ge-
heizt wird mit einer leicht lodernden Glut aus Holz-
kohle aus dem Ofen, welcher üblicherweise an das
Bett angeschlossen ist. Die Glut ist unterhalb der
Oberfläche an den Backsteinstützen angebracht.
Der entstehende Rauch wird über einen Schlot in
der Fassade abgeleitet.

Der Standort des Bettes variiert von Ort zu Ort.


Das Bett ist fix integriert und meistens entlang einer
Wand nahe beim Eingang oder über die ganze Breite Abb. 10.1 Beheiztes Bett
des Raumes situiert.

Bei allen Vorzügen welche Silt für die Entwicklung


der Höhlenwohnungen in China hat, ergeben sich
Nachteile in punkto Variabilität der Einrichtung.

Durch die lineare Form und den gewölbten Quer-


schnitt, wird die Möblierung direkt eingeschränkt.
Abb. 10.2 Kaminvarianten
Traditionell ist die Einrichtung sehr simpel. Ein
Ofen zum Kochen und Heizen, ein kleiner Tisch
mit Stühlen, eine Nähmaschine und manchmal ein
Schrank, ein Sofa, mittlerweile Radios und Fernse-
her. Es gibt Familien, welche moderne Möbel besit-
zen, der grösste Teil beschränkt sich aber auf den
ländlichen Typus. [Abb. 10.4]

Der Ofen ist in den allermeisten Fällen direkt an das


geheizte Bett angeschlossen. Zusätzlich gibt es einen
portablen Ofen, welcher ebenfalls zum Heizen oder
zum Wasserkochen benutzt wird. Dieser Offen ist
an einen Kamin angeschlossen, dessen Rauch
Abb. 10.3 Portabler Ofen Abb. 10.4 Einrichtungsvarianten

25 Höhlenwohnungen, Architektur Höhlenwohnungen, Architektur 26


Siedlungsstruktur

Felshöhlensiedlungen können konzentriert mit ei-


ner kleinen Anzahl an Familien, weitaus häufiger
aber, grob verstreut mit 20 - 50 Familien, auftreten.
Die meisten der vorhandenen Felshöhlensiedlungen
sind das Resultat einer spontanen, ungeplanten Ent-
wicklung. Somit sind sie weit verteilt und besetzen
grosse Landstriche. Aufgrund der Grösse werden
diese grossen Siedlungen von der lokalen Regierung
überwacht.
Diese Siedlungen verfügen über gute Belüftun-
gen, eine attraktive, malerische Aussicht über das
Flachland, eine gutes Drainagesystem, genügend
Lichteinfall in die Räumlichkeiten, einer dicken,
dämmenden Erdschicht und die Möglichkeit einer
Expansion in den Berg.

Grubenhöhlensiedlungen teilen diese Vorteile auf-


grund ihrer Lage im flachen Gelände nicht. Dafür
verfügen sie über andere Vorteile. Grubenhöhlen-
siedlungen sind oft im Voraus geplant. Das grundle-
gende Design entspricht fast immer einem strikten
Raster mit gleichen Abständen von Grube zu Grube.

Der Boden wird doppelt genutzt, auf den „Dächern“


kann Landwirtschaft betrieben werden. Durch die
Planung befinden sich diese Siedlungen auch in
weitaus fruchtbareren Landstrichen als die Fels-
höhlenwohnungen. Zudem waren die Grubenhöh-
lenwohnungen in früheren Zeiten für Feinde sehr
schwer auszumachen.

Abb. 11.1 Siedlungstypen

27 Höhlenwohnungen, Architektur Höhlenwohnungen, Architektur 28


Interpretation
Raumplanung
Grundsätzlich wurden drei Typen von Höhlenwoh- Städten und deren Agglomerationen. Die Zersiede- Meter tiefen Innenhöfen ausgeht, kann man sich gut
nungen untersucht. Die Felshöhlenwohnungen, lung der Schweiz ist ein erkanntes Problem und The- vorstellen ganze Einfamilienhäuser, welche oft zwei
welche in bergigen Regionen zum Einsatz kommen, ma diverser Publikationen und Debatten, welche hier bis dreigeschossig ausgebildet sind, unter der Erde
die Grubenhöhlenwohnungen, welche im flachen nicht erläutert werden. Stattdessen soll angedacht auszuführen.
Gelände vorzufinden sind und schliesslich die erd- werden auf welche Art und Weise die Prinzipien des
bedeckten Wohnungen, welche unabhängig von be- Lebens unter der Erde die Landreserven der Schweiz Wenn es sich allerdings um industrielle Anlagen,
stimmten Regionen vorkommen. zu schützen vermögen. oder grosse Dienstleistungszentren handeln würde,
könnte der Zuspruch wesentlich grösser ausfallen.
Die Schweiz mit seinen drei topographischen Re- Mit der Typologie der Grubenhöhlenwohnungen lies- Als gutes Beispiel kann hier die Firma USM- Hal-
gionen, den Alpen, dem Jura sowie dem Mittelland se sich Wohnraum schaffen, welcher sehr sanft in die ler dienen, welche ihre neue Produktionsanlage zur
bietet die Voraussetzung für alle drei untersuchten Umwelt eingegliedert werden könnte. Damit liessen Pulverbeschichtung komplett unterirdisch erstellt
Typen. In Anbetracht des Landschaftsschutzes und sich Pendlerströme und andere infrastrukturelle De- hat. Schon wenn nur diese, meist relativ grossen An-
der politischen Mehrheit für eine Einschränkung fizite welche sich automatisch durch das Leben fernab lagen unterirdisch ausgeführt würden, könnte eine
der Bautätigkeit in den Alpen, kommen diese nicht der Zentren ergeben, nicht kontrollieren, das Land- wesentliche Verbesserung des Landschaftsbildes er-
in Frage für eine Nutzung der Bergwelt als zusätzli- schaftsbild jedoch könnte so nachhaltig geschont wer- zielt werden.
chen Wohnraum. Erschwerend kommt hinzu, dass den. Man stelle sich vor, Einfamilienhaussiedlungen,
die Alpenregion schwer zugänglich und weitab von welche einen grossen Teil des Mittellandes parasitär
den Zentren und dem damit einhergehenden Ar- in Beschlag nehmen, wären zu einem grossen Teil im
beitsangebot lokalisiert ist. Eine Möglichkeit die Erdreich erbaut.
Bergwelt mit Höhlenwohnungen, beziehungsweise
Lebensraum, zu erweitern, wäre die vorhandenen, In China wird das Wohnen unter der Erde oftmals mit
ausgedehnten Bunkeranlagen aus der Weltkriegszeit Armut, Rückständigkeit und fehlender Hygiene in
umzunutzen. Die weitläufigen und schwer erreich- Zusammenhang gebracht. In der reichen Schweiz wä-
baren Anlagen, sind für Wohnraum jedoch kaum ren diese Vorurteile sicherlich auch vorhanden, mo-
geeignet. Zu Wellnessanlagen, Informatikzentren mentan wäre es wahrscheinlich nicht möglich Leben
oder Themenparks umfunktioniert, könnten sie im Untergrund einem breiten Publikum schmackhaft
jedoch ihren Beitrag zu einer Eindämmung der zu machen. Vermutlich wegen den selben Faktoren
Bautätigkeiten in den Alpen liefern. welche auch in China den Ausschlag geben.
Schon eher käme der Jura in Frage als Standort für
Felsenhöhlenwohnungen. Wesentlich besser er- Trotzdem gibt es in der Schweiz durchaus architekto-
schlossen als die Alpen und historisch als Indust- nisch ansprechende, unterirdische Wohnbauten. Zum
riestandort der Schweiz anerkannt, würde sich hier Beispiel die Villa Vals von SeArch. Dieser Wohntypus
die Möglichkeit bieten an topographisch geeigneten entspricht dem einer chinesischen Felshöhlenwoh-
Orten, Felshöhlenwohnungen zu realisieren. Jedoch nung; in den Hang gebaut, mit geschütztem Vorhof.
ist auch hier festzustellen, dass der Jura ebenfalls An ästhetischen Einzelobjekten soll der Grundgedan-
eine einzigartige Landschaft bietet, welche einen ke, das Landschaftsbild zu schonen, nicht gemessen
grösseren Mehrwert darstellt, wenn man sie schützt werden, zu klein ist der Anteil der Bevölkerung wel-
als wenn man sie bebaut. che sich ein solches Eigenheim leisten kann oder will.
Von einem richtigen Nutzen des unterirdischen Woh-
Somit bleibt als realistischster Standort das Mittel- nens kann erst gesprochen werden, wenn ganze Sied-
land übrig. Hier bietet sich auch das grösste Poten- lungen im Erdreich errichtet werden würden. Genau
tial. Der grösste Teil der Schweizer Bevölkerung lebt hier könnte die Struktur der Grubenhöhlenwohnun-
im Mittelland, die Mehrheit davon in den gen als Leitfaden dienen. Wenn man von den zehn

29 Interpretation Interpretation 30
Architektur
Die Entstehungsgeschichte von archaischer Höhlen- zwungenermassen immer näher kommen. Die bau- verfügen als optimal bespielbar gelten. Diese Grösse und somit dichter gebaut werden kann. Dieses Prin-
architektur beruht auf diversen Faktoren: Schutz vor liche Dichte wird gesteigert werden müssen, mög- scheint durchaus angemessen für die Funktion die zip stösst ab einer gewissen Geschossigkeit an seine
Feinden, der Natur oder topographischen Gegeben- lich ist das nur wenn die soziale Dichte im selben der Raum erfüllen muss, hauptsächlich Schlafen, im Grenzen, für relativ flache, sehr dichte Bauten ist es
heiten. In gewissem Sinne sind diese Faktoren auch Takt zunimmt. Es ist durchaus vorstellbar, dass auch Falle eines Kinderzimmers zusätzlich Spielen und aber sicherlich die Überlegung wert.
heute noch ausschlaggebend für das Bedürfnis des infrastrukturelle Teile der Wohneinheiten geteilt Lernen. Einschränkungen sind also der Hauptbe- Auch die Fassadengestaltung der Höhlenwohnun-
Menschen nach einer Unterkunft, einem Zuhause. werden. Gemeinschaftsküchen oder Multimedia- standteil der Attribute welche aus dem Höhlenwoh- gen ist darauf ausgelegt möglichst viel Licht in den
Diese Prinzipien sind aber nicht rein der Höhlen- räume sind bereits verbreitet, trotzdem verzichten nungsbau adaptiert werden können. Raum zu lassen. Mit den vorhandenen rudimen-
wohnungsarchitektur zuzuordnen, sondern sind die wenigsten Menschen auf ihr eigenes Wohnzim- Eine weiter Einschränkung die sich der Höhlenwoh- tären Materialien und Werkzeugen, schaffen sie es
der allgemeine Beweggrund für die Entstehung von mer. Verzicht ist jedoch der Schlüssel um der dro- nungsbau selbst auferlegt ist die erschwerte Lichtzu- eine Vielfalt in der Einheit zu generieren. Gemein-
Architektur als Unterstützung des Menschen bei all henden Ressourcen- und Platzknappheit zu entge- fuhr. Durch die Anordnung der Räume an den Hof sam haben sie das Prinzip von einer Türe und zwei
seinen Tätigkeiten. hen. Verzichten muss nicht bedeuten, in ärmlichen und der damit resultierenden Tatsache, dass nur Fenster, die Ausgestaltung sieht abhängig von der
Verhältnissen zu hausen. Wenn man davon ausgeht, eine Seite des Raumes dem natürlichem Licht aus- Region sehr unterschiedlich aus. Das Prinzip mög-
Die Eigenheiten von chinesischen Höhlenwohnun- dass man sich zum Beispiel den Wohnraum, die Kü- gesetzt ist, wird die effiziente Lichtführung zur Prio- lichst viel Sonneneinfall zu generieren ist im Hin-
gen interessieren als gedankliche Stütze für die an- che und den Aussenraum mit vier anderen Parteien rität. Die Massnahmen sind vielfältig und absolut in blick auf die Nutzung der passiven Solarenergie sehr
gesprochenen Probleme, die soziale und bauliche teilt, kann die Logistik der Nutzungsabfolge even- heutige Architektur übertragbar. Grundsätzlich sind aktuell. Mit den heute vorhandenen Techniken ist es
Dichte, daher umso mehr. tuell komplizierter werden, grundsätzlich verzich- Räume, welche einen erhöhten Lichteinfall voraus- möglich, dieses Prinzip auf die Spitze zu treiben und
Die Privatsphäre der Familie steht für den chinesi- ten muss man aber auf die Annehmlichkeiten der setzten immer nördlich oder östlich, selten westlich eine komplett verglaste Fassade zu errichten. Dies
schen Wohnungsbau an zentraler Stelle. Jede Woh- modernen Gesellschaft nicht. Im Gegenteil, durch und nie südlich an den Hof angeordnet. Für eine kann sinnvoll sein in den gemeinschaftlich genutz-
nung verfügt über einen multifunktionalen Hof, an die Platzeinsparung der überfälligen Raumeinhei- moderne Umsetzung des Hofgedankens würde das ten Räumen, in den eher privateren hingegen über-
den alle Wohnräume angrenzen und der als Treff- ten kann nicht nur ein ökologischer und sozialer bedeuten, dass die Schlafräume und Sanitäranlagen zeugt das Prinzip der zwei Fenster. Je nach Grad der
punkt für soziale Aktivitäten dient. Dieser Hof ist Mehrwert generiert werden, sondern ebenfalls ein eher südlich bis westlich angeordnet sind, Küchen Privatsphäre können so auf der überhöhten Fassade
der Mittelpunkt einer jeden Wohnung im chinesi- ökonomischer, der dann wiederum in den Ausbau- und Gemeinschaftsräume östlich bis westlich. Bei die Fenster platziert werden und einen optimalen
schen Wohnungsbau. In Anbetracht der Wichtig- standard investiert werden kann. mehrgeschossigen Hofformen würde die vertikale Kompromiss zwischen Lichteinfall und Privatsphä-
keit der sozialen Dichte im heutigen Wohnungsbau Die Grösse von Räumen an sich ist ein weiterer Erschliessung sicherlich auch an den südlichen Teil re herstellen.
könnte dieses Prinzip der familiären Höfe als Gestal- Punkt wo die chinesische Höhlenwohnungsarchi- des Hofes angegliedert werden.
tungs- und Entwurfselement grossen Einfluss ha- tektur als Referenz herbeigezogen werden kann. Zu der grundsätzlichen Ausrichtung nach Funktio-
ben. Familiäre Atmosphäre zeichnet sich durch viele Die durchschnittliche Grösse eines Schlafraumes in nen kommt hinzu, dass die Raumhöhe in chinesi-
positive, soziale Aspekte aus. Man sorgt sich um das chinesischen Höhlenwohnungen beträgt 20m². Die- schen Höhlenwohnungen immer mindestens
Wohl der Anderen, nimmt Rücksicht, vertraut sich ser Raum wird aber durchschnittlich von zwei bis 3.5 Meter hoch ist. Der Raum wird zusätzlich vom
gegenseitig. Familien teilen Räumlichkeiten, soziale vier Personen genutzt. Selbstverständlich werden schattigen in den sonnigen Teil konisch verbreitert.
Aktivitäten und Ressourcen. All diese Punkte kön- Platzverhältnisse in China anders betrachtet als in Die Überhöhung der Raumhöhe kann durchaus auch
nen in gewissem Sinne auf die gesamte Gesellschaft der Schweiz, aufgrund der vorhergehenden Überle- aus heutiger Sicht Vorteile haben, einmal abgesehen
ausgeweitet werden. Der Mensch ist grundsätzlich gungen in Bezug auf das Teilen von Gemeinschafts- von der Funktionalität die auch bei Nutzungsände-
ein soziales Wesen. Der chinesische Hof ist traditio- räumen und der dadurch gesteigerten Grösse und rungen besser gewährleistet wäre. Das kartesische
neller Weise einer Familie vorbehalten, aus der Sicht Ausbau dieser Räumlichkeiten darf aber auch die Koordinatensystem verfügt über drei Richtungen.
einer globalen Familie könnte dieses Hofprinzip je- Grösse der hiesigen Schlafräume kritisch betrach- Baut man nach oben, in die Z-Richtung, schont man
doch durchaus dienlich sein die soziale Dichte mas- tet werden. Die Grösse der Räume im chinesischem die Fläche in X- und Z-Richtung. Das ist kein Ge-
siv zu steigern. Heutige Wohneinheiten könnten so Höhlenwohnungsbau ist direkt mit ihrer Nutzung heimnis, Hochhäuser folgen genau dieser Logik und
konzipiert werden, dass sie sich den grössten Teil ih- verknüpft, diese sind jedoch meistens nicht auf eine sind ein guter Weg für verdichtetes Bauen. Betrach-
rer jeweiligen sozialen Nutzfläche mit den Nachbarn Nutzung beschränkt. Unsere monofunktionalen tet man dieses Prinzip in flächigen Bauweisen, wie
teilen. Selbstverständlich kann nicht gänzlich auf Räume sollten über eine Grösse verfügen, die zu- sie bei uns weitaus häufiger auftreten, und reduziert
Privatsphäre verzichtet werden. Auch müssen nicht lässt, dass der Bewohner selbst entscheiden kann, es auf den menschlichen Massstab, daher auf einen
alle ökonomische Güter wie in einer Kommune ge- für was er das Zimmer nutzen will. Eine Faustre- Raum, und nimmt als begrenzenden Parameter den
teilt werden. Jedoch ist es dringend notwendig mehr gel bei der Grundrissgestaltung besagt, dass Räume Lichteinfall, wird klar, dass durch das Erhöhen der
Rücksicht aufeinander zu nehmen, da wir uns ge- welche über eine vier mal vier Meter grosse Fläche Räume tiefere Räume geschaffen werden können

31 Interpretation Interpretation 32
Entwurfsrelevante Kriterien Fazit / Projektbezug
Für Bauten mit dem Anspruch soziale und bauliche Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, einen
Dichte zu erreichen können also sechs relevante Werkzeugkasten für ein komplexes Thema in einer
Entwurfskriterien aus dem chinesischen Höhlen- fremden Kultur zu erarbeiten. Sehr dichte Bauten
wohnungsbau abgeleitet werden: folgen einer eigenen Gesetzmässigkeit, welche
Abb. 12.1 Höfe sich nicht von herkömmlichen architektonischen
Höfe; [Abb. 12.1] Strukturen ableiten lassen. Benötigt wird ein Rau-
als sozialer Treffpunkt mordnungssystem welches es zulässt eine Balance
zwischen bebautem und unbebautem Raum zu ge-
Orientierung der Räumlichkeiten; [Abb. 12.2] nerieren, um die Nachteile, welche durch das enge
als Gestaltungsleitfaden Gefüge auftreten aufzuheben. Weniger attraktiver
Raum muss durch viel attraktiven Raum kompen-
Nutzung von Synergien; [Abb. 12.3] siert werden.
Einsparung von Infrastruktur Um dieser Herausforderung gerecht zu werden,
Abb. 12.2 Orientierung
bietet es sich an, unorthodoxe Entwurfsentscheide
Reduzierte Raumgrössen; [Abb. 12.4] zu treffen. Um diese gezielt zu treffen ist es sehr
Platzverbrauch minimieren hilfreich, einen Leitfaden zu haben, der seit ge-
raumer Zeit erprobt ist und in seinen Prinzipien
Überhöhte Räume; [Abb. 12.5] grundlegend simpel aufgebaut ist.
Flexibilität und Dichte fördern Höhlenwohnungen eignen sich vorzöglich für die-
ses Gedankenkonstrukt. Ihr Aufbau ist sehr einfach
Fassaden; [Abb. 12.6] gestaltet und bietet für diverse Herausforderungen,
Abb. 12.3 Synergie
Lichteinfall optimieren wie Lichtführung, Erschliesung und Struktur kon-
krete Antworten.
Die Grundlage aus der Gruppenarbeit und die
Absicht das Projekt in der Einzelarbeit konsequent
dicht umzusetzen führten zu Entscheiden, welche
nur mit einem weiteren, logischen Prinzip zu be-
werkstelligen waren. Damit ist die Auseinanderset-
Abb. 11.1 Reduktion
zung mit diesem fremden Thema und den daraus
resultierenden Entwurfskriterien von aussergewön-
licher Wichtigkeit für das zu entwickelnde Projekt.

Die sechs zuvor aufgeführten entwurfsrelevanten


Kriterien, sind direkt vom chinesischen Höhlen-
wohnungsbau abgeleitet und liefern den Grund-
stein für den Aufbau des Projektes. Somit
Abb. 11.1 Überhöhung
hat die vorliegende Arbeit einen grossen Stellen-
wert in der praktischen Arbeit und ihr Hauptziel
damit erreicht.

Abb. 11.1 Fassade

33 Entwurfsrelevante Kriterien Fazit / Projektbezug 34


Bildnachweis Quellennachweis
- Erdbedeckte Häuser; Ahrens, Ellison, Sterling;
-Abb. 1.1: http://hottrip.net/wp-content/ -Abb. 5.2: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
Beton-Verlag GmbH Düsseldorf; 1981
uploads/2013/11/cappadocia-hottrip-net.jpg G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 83
- Urban Underground Space Design in China;
-Abb. 1.2: http://www.adels-voyages.com/ -Abb. 6.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
Gideon Golany; University of Delaware Press;
adels-voyages/produits/matmata11.jpg G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 116
1989
-Abb. 1.3: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; -Abb. 6.2: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
- Chinese Landscapes: The Village as Place;
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 58 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 87
Ronald G. Knapp; University of Hawaii Press;
1992
-Abb. 1.4: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; -Abb. 7.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 97 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 86
- Chinese Earth-Sheltered Dwellings;
Gideon Golany; University of Hawaii Press;
-Abb. 2.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; -Abb. 7.2: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
1992
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 67 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 92
- Bundesamt für Statistik;
Abb. 2.2: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; Abb. 8.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
http://www.bfs.admin.ch
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 68 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 95
- Density Atlas;
Abb. 2.3: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; Abb. 9.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
http://densityatlas.org
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 67 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 98

Abb. 2.4: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; Abb. 10.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 67 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 103

Abb. 2.5: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; Abb. 10.2: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 70 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 104

Abb. 3.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; Abb. 10.3: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 56 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 104

Abb. 3.2: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; Abb. 10.3: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 43 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 105

Abb. 3.3: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; Abb. 11.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 24 G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 107

Abb. 4.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; Abb. 12.1 - 12.6: Eigene Grafiken; Roman Bieri;
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 76 Bern; 2014

Abb. 4.2: Chinese Earth-Shelterde Dwellings; Titelblatt: Eigene Grafik; Roman Bieri; Bern; 2014
G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 77

Abb. 5.1: Chinese Earth-Shelterde Dwellings;


G. Golany, University of Hawaii Press; 1992; S. 88

35 Bildnachweis Quellennachweis 36
Redlichkeitsnachweis

Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Ar-


beit aufgrund der Bersprechungen mit den betreu-
enden Dozenten und der in dieser Arbeit vollstän-
dig angegebenen Informationsquellen selbstständig
angefertigt habe.

Bern, den 20.06.14

Roman Bieri

36 Redlcihkeitsnachweis 37