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Stahlmaste für

Starkstrom-Freileitungen
Berechnung und Beispiele

von

Wilhelm Taenzer

Zweite neubearbeitete Auflage

Mit 264 Abbildungen

Springer -Verlag
Be r li n / G ö t t i ng e n / He i d e Lb erg
1952
ISBN 978-3-642-53227-6 ISBN 978-3-642-53226-9 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-642-53226-9

Alle Rechte,
insbesondere das der übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten.
Vorwort zur ersten Auflage.
In den Anfängen der Überlandzentralen galt der Mastenbau naturgemäß als etwas Neben-
sächliches im Eisenkonstruktionsfach.
Das wurde bald anders, als mit dem Ausbau der Leitungsnetze die Nachfrage nach
Masten stieg und gleichzeitig die mit hoher elektrischer Spannung betriebenen Verbindungs-
leitungen besondere Anforderungen an die Konstruktion der Maste stellten.
Es kam alles darauf an, daß Mastkonstruktionen geschaffen wurden, die gute Wirtschaft-
lichkeit mit unbedingter Betriebssicherheit der aufgehängten Hochspannungsleitungen ver-
einigten.
Die zu diesem Ziele führenden Grundlagen der Statik und Konstruktion zum erfolgreichen
Mastenbau sind als reife Frucht langjähriger Erfahrung in dieser kleinen Schrift niedergelegt.
Mit dieser Gabe möchte sie dienen: den Elektrizitätsfirmen bei der Projektierung neuer
Leitungsstrecken, den Eisenbaufirmen als brauchbare Handhabe zur Berechnung und Her-
stellung wirtschaftlicher Masttypen und nicht 7.uJetzt den Studierenden als Rüstzeug zum
Studium dieses aussichtsreichen, mit der gesamten Elektrizitätswirtschaft so eng verbundenen
Fachgebietes.
Bad Oeynhausen, im Frühling 1930.
Der Verfasser.

Vorwort zur zweiten Auflage.


Seit dem Erscheinen der ersten Auflage sind in der Entwicklung des Freileitungsbaues
zahlreiche Fortschritte erzielt worden. Diese Ergebnisscaus Forschung und technischer Ent-
wicklung sind in der Neuauflage berücksichtigt.
Die Gliederung des vorliegenden Lehrstoffes ist nach der bewährten Form der Erst-
auflage beibehalten worden mit dem Bestreben, daß der Umfang dieser Schrift nicht wesentlich
größer wurde als der der Erstauflage .
Die Berechnungsbeispiele wollen wie bei der Erstauflage dazu dienen, den Berechnungs-
gang für mustergültige Konstruktionen aufzuzeigen, wie auch sonst über Zweck und Ziel
der vorliegenden Arbeit dasselbe gilt, was schon im Vorwort zur ersten Auflage gesagt
worden ist.
Daß diese Schrift ihren Dienst in der Fachwelt in gleicher Weise ausrichte wie die erste
Auflage, ist mein Wunsch und meine Hoffnung.
Bad Oeynhausen, im Sommer 1951.
Der Verfasser.
Inhaltsverzeichnis.
I. Allgemeine Grundlagen der Berechnung.
Seite
1. Übersicht über die VDE-Vorschriften für den Bau von Starkstrom-Freileitungen. 1
2. Auszug aus den "Vorschriften für den Bau von Starkstrom-Freileitungen VDE 0210" . 1
3. Wirtschaftliche Spannweite. . . . . . . . . . . . . . 8
4. Regeln für günstige l\fastkonstruktionen und :Fundierung 10
5. Ermittlung der Durchhänge . . . . . . . . . . . . . 14

II. Berechnungsbeispiele.
6. 50 kV-Leitung, 200 m Spannweite mit starren Auslegern 26
7. Stahl-Aluminium-Doppelleitung llO k V, 280 m Spannweite 36
8. Tragmast mit schwenkbarem Ausleger einer llO kV-Stahl-Aluminium-Leitung mit
Spannweiten von 250 m. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
9. Stahl-Aluminium-Doppelleitung' llO kV, 250 m Spannweite, mit Schwellenfundament 58
10. Stahl-Aluminium-Leitung 220 kV, 340 m Spannweite . . . . . . . . . . . . 68
11. Stahl-Aluminiumleitung 220 kV, 340 m Spannweite, breitgespreizter Tragmast . 85
12. Geschweißter Flachmast in Rahmen-Konstruktion . . . . . . . . 90
13. [-Stahlmast für 500 kg Zug, 8,00 + 1,80 und 10,00 +2,00 m lang. 95
I. Allgemeine Grundlagen der Berechnung.
1. Übersicht über die VDE-Vorschriften für den Bau von
Starkstrom-Freileitungen.
Der Berechnung aller Maste sind die jeweils gültigen "Vorschriften für den Bau von
Starkstrom-Freileitungen VDE 0210" zugrunde zu legen. Sie enthalten alle hierfür in Frage
kommenden Bestimmungen.
In diesen "Vorschriften" sind auch die technischen Bestimmungen für Kreuzungen
von Starkstrom-Freileitungen mit den Anlagen der Bahn-, Post- und Wasserstraßen enthalten.
Für die allgemeine Bauausführung dieser Kreuzungen sind besondere "Verwaltungs-
Vorschriften der Bahn-, Post- und Deutsche Wasserstraßen-Verwaltung für Kreuzungen mit
fremden Starkstromanlagen" maßgebend. Sie geben Aufschluß über die erforderlichen Unter-
lagen für die Genehmigung, für Bauausführung, Inbetriebnahme, Unterhaltung u. dgl.
Schließlich sind die "Technische Bestimmungen für Kreuzungen und Näherungen
zwischen Autobahnen und Starkstrom-Freileitungen" zu erwähnen, die sich eng an die
"Vorschriften VDE 0210 anschließen.
Hiermit sind die Grundlagen genannt, die für den Bau von Masten auf freier Strecke
und von Kreuzungsmasten zu beachten sind.
Die Kreuzungsmaste unterscheiden sich von den Streckenmasten hauptsächlich durch
doppelte Aufhängung der Leitungen, geringere Beanspruchung der Leitungen im Kreuzungs-
felde und durch höher bemessene Sicherheit der Mastkonstruktion gegen Verdrehung, worüber
in den Vorschriften gen aue Anleitung gegeben ist.
pie "Vorschriften VDE 0210" sind aufgestellt vom "Verband Deutscher Elektrotech-
niker" (VDE), und zwar in freier Gemeinschaftsarbeit der dazu berufenen VDE-Ausschüsse.
Sie werden von Behörden und Gerichten als Rechtsgrundlage anerkannt!.

2. Auszug aus den "Vorschriften für den Bau von


Starkstrom-Freileitungen VDE 0210".
Es sind nachstehend in gedrängter Kürze auszugsweise die "Vorschriften" zusammen-
gestellt, soweit sie unmittelbar von der Berechnung und Ausführung der Maste handeln.

Begriffserklärungen. § 3.
Dauerzugfestigkeit der Leitungen ist die größte statische Zugspannung, die eindrähtige Leitungen oder
zu Seilen verwendete Drähte ein Jahr lang aushalten müssen, ehe sie zerreißen.
Höchstzugspannung ist die Zugspannung im tiefsten Punkt der Leitungen, die nach dem bei der Yer-
legung gewählten Durchhang weder bei - 50 mit der der Berechnung zugrunde gelegten Zusatzlast noch bei - 20 c
olme Zusatzlast überschritten wird.
Höchstzug einer Leitung ist Nennquerschnitt X Höchstzugspannung.
Durchhang der Leitung ist der Abstand der :\1itte der Verbindurlgslinie ihrer beiden Aufhängepunkte
von dem senkrecht darunter liegenden Punkt der Leitung.
Istquerschnitt einer Leitung ist ihr tatsächlicher Querschnitt.
::\" enn qu er sc h ni t t ist der zur norrnmäßigen Bezeichnung der Leitung dienende abgerundete IstquersclmitL
Spannweite ist die waagerecht gemessene Entfernung zweier benachbarter Stützpunkte.
Abspannabschnitt ist der zwischen zwei Festpunkten liegende Teil der Freileitung.

1 ETZ Bd.64 (1943) S.37.


Taenzer, tltahlmaoi,e, ~. Aufl. 1
2 Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

Schutz gegen Berührung. Abstände von Gebäuden. § 4.


(Freileitungen für Nennspannungen von 1 kV und darüber.)
b) Die Leitungen müssen - außer in unwegsamem Gelände - bei größtem Durchhang nach § 8b) und c)
mit ihrem tiefsten Punkt mindestens 6 m vom Erdboden entfernt sein und bei Wegkreuzungen mindestens 7 m
von der Fahrbahn.
Über die Abstände bei Bahn·, Post· und Wasserstraßenkreuzungen siehe § 35a).
e) Die Führung von Leitungen über Gebäude ist im eigentlichen Stadtgebiet tunliehst zu vermeide.f:1; dieses
gilt besonders für Industriebauten, in denen ·feuergefährliche Stoffe verarbeitet oder gelagert werden. Über Ge·
bäude mit einer Dachdeckung, die nicht mindestens feuerhemmend entsprechend DIN 4102 ist, dürfen Leitungen
nur hinweggeführt werden, wenn der Abstand vom Dachfirst bis zur untersten Leitung mindestens 12 m beträgt.
Die Überquerung von bebautem Gelände ist sonst unter Anwendung der in § 32a) angegebenen Maßnahmen
gestattet, wenn folgende Forderungen erfüllt werden:
(X) Der senkrechte Abstand zwischen den nicht ausgeschwungenen Leitungen und darunterliegenden Ge-
bäudeteilen (Dachfirst, Oberkante der Schornsteine u. dgl.) muß mindestens 3 m betragen, und zwar bei Leitungen
mit Kettenisolatoren bei größtem Durchhang auch dann, wenn die unterste Leitung in einem benachbarten Feld
gerissen ist oder, wenn bei normaler Eisbelastung der Eisbehang in beiden Nachbarfeldern abgefallen, im Kreu-
zungsfeld dagegen noch vorhanden ist.
ß) Bei der Führung seitlich von Gebäuden oder Gebäudeteilen dürfen sich Leitungen, die sich leicht aus-
schalten lassen, im ungünstigsten Falle und in unbeschädigtem Zustande festen Gebäudeteilen nicht auf weniger
als 3 m nähern können. Alle übrigen Leitungen dürfen sich im ungünstigsten Falle und im unbeschädigten Zu-
stande festen Gebäudeteilen nicht auf weniger als 5 m nähern können.
In beiden Fällen ist das Ausschwingen der Leitungen zu berücksichtigen.
Die unter (X) und ß) angegebenen Abstände sind zu vergrößern, wenn dieses nach den örtlichen Verhältnissen.
besonders mit Rücksicht auf die unbehinderte Durchführung von Feuerlöscharbeiten notwendig ersdwint.
d) Der Abstand der Leitungen von Bäumen muß so groß sein, daß für Personen bei der Besorgung der
Bäume keine Gefahr der zufälligen Berührung der Leitungen besteht. Im allgemeinen ist dieser Vorschrift genügt,
wenn der Abstand mindestens 2,5 m beträgt.
e) Bei Nennspannungen von mehr als 100 kV sind die unter b), e) und d) angegebenen AhstiiIHle um den
W er t U" 150 . "Me t ern gemessen, zu vergro"ß ern. H"Ier b··
-100 ' III eIlst U" d·Ie"X ennspannung III
. KI1 ovo It.

Beschaffenheit der Leitungsdrähte und Leitungsseile. Mindestquerschnitte. § 6.


a) Soweit eindrähtige Leitungen oder Leitungsseile gcnormt sind, sind die jeweils gültigcn Dinofmcn ma ß-
gebend.
c) Eindrähtige Leitungen aus Stahl und Aluminium nebst seinen Legierungen sind nicht zulässig. (Aus-
nahmen für Fernmeldeleitungen siehe § 11.) Eindrähtige Kupfer- und Bronzeleitungen sind nur bis zu einem
Höchstquerschnitt von 16 mm" zulässig.
d) Der zugelassene Mindestquerschnitt beträgt:
für Kupfer und Bronze lO mm"
" Stahl. . . . . . . . . . . 16
" Aluminium und seine Legierungen . 25
" Stahlaluminium naeh den jeweils gültigen Dinormen 16
Bei Leitungen aus anderen Werkstoffen muß dcr Querschnitt so groß sein, daß die Nennlast mindestens 380 kg
beträgt.
Eindrähtige Leitungen sind nur bis 80 m Spannweite zulässig. (Ausnahme für Fernmeldeleitungen siehe § 11.)

Zulässige Zugspannungen. § 7. Durchhang. § 8.


(Siehe unter 5. Ermittlung der Durchhänge. S. 14.)

Anordnung der Leitungen am Gestänge. § 9.


a) Die Spannung führenden Leitungen müssen voneinander und von anderen Leitungen des gleichen Spann-
feldes, z:. B. von Erdseilen, einen solchen Abstand erhalten, daß ein Zusammenschlagen oder eine Annäherung
bis zum L'berschlag nicht zu befürchten ist. Diese Forderung gilt bei Leitungen gleichen vYerkstoffes, gleichen Quer-
schnittes und gleichen Durchhanges als erfüllt, wenn der Abstand in Metern bei Leitungen:

aus Aluminium und seinen Legierungen mindestens Vi + lilO


~n ,

" anderen Werkstoffen mindestens 0,75· 1rt + 156-


U beträgt.

Hierbei ist f der Durchhang der Leitungen bei -1-40° in Metern und U n die Nennspannung in Kilovolt.
Auszug aus den "Vorschriften für den Bau von Starkstrom-Freileitungen VDE 0210"_ 3
Bei Spannungen von 3 kV aufwärts darf bei Aluminium und seinen Legierungen der Abstand nicht kleiner
als 1 m, bei anderen Werkstoffen nicht kleiner als 0,8 m sein.
Bei Nennspannungen unter 30 kV und Spannweiten unter 35 m sind in Feldern zwischen Transformator-
stationen und dem nächsten Mast sowie bei Mastschaltern an Kreuzungsmasten nach § 32b), Ziffer 3, folgende
Mindestabstände der Leitungen voneinander zulässig:

bei Aluminium und seinen Legierungen 0,60m


" anderen Werkstoffen . 0,50 "

Leitungen, die keine Spannung gegeneinander haben, dürfen einen geringeren gegenseitigen Abstand er-
halten. Bei Leitungen verschiedenen Querschnittes oder verschiedenen Werkstoffes oder ungleicher Durchhänge
ist unter Voraussetzung gleichsinniger Ablenkung der Leitungen bei verschiedenen Windstärken festzustellen,
ob die nach dem Vorstehenden angenommenen Abstände noch ausreichen; erforderlichenfalls sind sie so weit zu
vergrößern, daß im Falle der größten Annäherung der Leitungen ein Abstand von ~" , mindestens aber ein solcher
von 0,20 m gewahrt bleibt. 100
b) In durch Eislast besonders gefährdeten Gegenden muß in erhöhtem Maße der Gefahr des Zusammen-
schlagens übereinander liegender Leitungen Rechnung getragen werden.
c) In Gegenden, in denen na<;hweislich mit winderregten, die Leitung gefährdenden Schwingungen zu
rechnen ist, sind geeignete Vorkehrungen zu treffen.
d) Die Spannung führenden Leitungen müssen von geerdeten Bauteilen einen Mindestabstand in Metern
haben, der bei :Nennspannungen unter 15 kV = 0,20 und bei Kennspannungen von 15 kV aufwärts = 0,1 + ~n_
beträgt. l;)()

Bei Hängeketten muß der Mindestabstand der Leitungen in Metern von geerdeten Leitungen betragen:
U
bei ruhender Kette = 0,1 + ----,!!-,
J;)O
l/~
einer Ablenkung der Kette durch Wind = -150'

Hierbei ist ein Winddruck von 125 kg/m 2 auf Kette und Leitung anzunehmen.

Fernmeldeleitungen am Gestänge von Starkstromleitungen. § 11.


a) Fernmeldeleitungen, die mit Starkstromleitungen am gleichen Gestänge geführt sind, müssen so ein-
gerichtet sein, daß gefährliche Spannungen in ihnen nicht auftreten können, oder sie sind entsprechend der
induzierten Spannung wie Starkstromleitungen zu behandeln.
Bezüglich der Gefährdung von Fernmeldeleitungen durch unmittelbare Berührung mit Starkstromleitungen
siehe §§ 32 und 36.
Fernmeldeleitungen dürfen am gleichen Gestänge nicht oberhalb der Starkstromleitungen verlegt werden.
Dieses gitt nicht für selbsttragende Luftkabel.
Im übrigen gelten für Fernmeldeleitungen, die mit Starkstromleitungen am gleichen Gestänge geführt sind.
§§ 5 bis 9.
b) Bei Spannweiten bis 120 m wird Bronze-, Doppelmetall- und Stahldraht, dessen Nennlast mindestens
380 kg beträgt, mit einem geringeren Querschnitt als 10 mm 2 zugelassen.

C. Gestänge. Äußere Kräfte. § 15.


a) Maste, Mastfundierungen und Querträger sind nach ihrem Verwendungszweck für die höchsten, gleich-
zeitig zu erwartenden äußeren Kräfte zu bemessen. Als solche kommen in Betracht:
1. Eigengewicht der. Maste und Querträger, der Leitungen einschließlich Eisbehang sowie der Isolatoren
u. dgJ. Bei Isolatorenketten ist eine Eislast von 2,5 kg für 1 m Kettenlänge anzunehmen.
2. Winddruck auf die vorgenannten Bauteile.
(X) Der Winddruck auf die Leitungen und auf Maste bis 40 m Höhe ist mit 125 kg/m 2 senkrecht getroffener
Fläche ohne Eisbehang anzusetzen. Bei.Masten von mehr als 40 m Höhe über Erde ist der Winddruck auf Maste
mit Querträgern und Isolatoren mit nachstehenden \Verten anzunehmen:

für die oberhalb von 40m liegenden Teile 150 kg/m 2 ,


100 ,. 175
150 " 200
200 " 250
1*
4 Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

Bei Bauteilen mit Kreisquerschnitt ist .die Fläche mit 50 % der senkrechten Projektion der wirklich getroffenen
Fläche anzusetzen. Doppelmaste, bei denen der Zwischenraum kleiner als der mittlere Durchmesser eines Mastes
ist, sind mit 80% zu rechnen, wenn der Wind senkrecht zu der Ebene wirkt, die durch die Längsachse beider
Maste geht.
Werden ebene Flächen unter einem Winkel vom Wind getroffen, so ergibt sich die Windlast aus dem Pro-
dukt des Winddruckes und dem sin" des Einfallwinkels. Bei Leitungen ist mit dem sin zu rechnen.
Bei Fachwerk sind die im Windschatten liegenden Teile mit 50% der Vorderfläche in Rechnung zu setzen.
Dieses gilt auch für fachwerkartige Querträger.
ß) In besonders windgefährdeten Gegenden - namentlich an der Küste und im Gebirge - ist mit einem
den örtlichen Verhältnissen entsprechenden höheren Winddruck auf Maste und Leitungen zu rechnen.
3. Höchstzug der Leitungen.
4. Widerstand der Fundierung (siehe §§ 27 bis 29).
b) Bei Masten, die vorläufig nur teilweise belegt werden, muß dieses bei der Berechnung berücksichtigt
werden.

Einteilung der Maste nach dem Verwendungszweck. § 16.


a) Nach dem Verwendungszweck sind zu unterscheiden:
1. Tragmaste, die lediglich zum Tragen der Leitungen dienen und nur in gerader Strecke verwendet
werden dürfen;
2. Winkelmaste, die bestimmt sind, die Leitungszüge in Winkelpunkten aufzullehmen;
3. A bs pannmaste, die Festpunkte in der Freileitung schaffen sollen;
4. Endmaste, die zur Aufnahme des gesamten einseitigen Leitungszuges dieneIl ;
5. Kreuzungsmaste, die bei bruchsicherer Kreuzung von Fernmeldpleitungen der Deutschen Post, von
Eisenbahnen des allgemeinen Verkehrs oder von Wasserstraßen aufzustellen sind;
6. Abzweig- und Verteilungsmaste, die zum Abzweigen oder zum Verteilen der Leitungen nach ver-
schiedenen Richtungen dienen.
b) Für einen bestimmten Verwendungszweck berechnete Maste dürfen fürandp]'e Zwecke nur verwendet
werden, wenn sie auch den hierfür geltenden Anforderungen genügen.
Bei Masten, die den Unterschied ungleicher Züge in entgegengesetzter Hichtung aufnehmen sollen, ist dieser
Belastung Rechnung zu tragen.

Belastungsannahmen. § 17.
a) Soweit nicht außergewöhnliche Verhältnisse eine besondere Ermittlung erfordern, sind für Winddruck
und Leitungszug die nachstehend aufgeführten äußeren Kräfte als wirksam anzunehmen. Als Leitungszug gilt
der Höchstzug der Leitungen.
b) Normalbelastung. Hierfür gelten die in Spalte 2 von Tafel III angeführten Berechnungsgrundlagen (X)
bis y). Diese sind jedoch nicht gleichzeitig anzunehmen, sondern es sind dic Fälle auszuwählen, bei denen in den
einzelnen Bauteilen die größten Spannungen auftreten.
Bei Masten, die dauernd einer Verdrehungsbelastung unterworfen sind, ist gleichzeitig das Drehmoment
zu berücksichtigen.
c) Belastung bei Leitungsbruch. Stahlgittermaste, Stahlrohrmaste, Eisenbetonmaste und Holzgitter-
maste mit Kettenisolatoren sind ferner unter der Annahme zu berechnen, daß durch den Bruch einer Leitung ein
Drehmoment hervorgerufen wird. Dabei ist bei Tragmasten der halbe, bei allen anderen Masten der volle ein-
seitige Höchstzug der Leitung anzusetzen, für die sich in den einzelnen Bauteilen die größten Spannungen er-
geben. Bei Tragmasten in Gegenden, in denen nachweislich größere Zusatzlasten als die normale [siehe § 8b)]
regelmäßig aufzutreten pflegen, ist mit dem vollen Höchstzug der Leitung zu rechnen. Winddruck kann vernaeh'
lässigt werden. Der Bruch von Erdseilen, die so beschaffen und verlegt sind, daß sie einer größeren Zusatzlast
als die Spannung führenden Leitungen standhalten, kann unberücksichtigt bleiben.
Bei dieser Berechnung gelten für Stahlgittermaste die in Tafel IV, Spalte 3, für nahtlose Stahlrohrmaste
die in § 24g), für Eisenbetonmaste die in § 25e) und für Holzgittermaste die in § 22b) angegebenen zulässigen
Spannungen und erforderlichen Sicherheiten.
Wird durch besondere Maßnahmen (Entlastungsklemmen, bewegliche Ausleger, Spannseile od. dgl.) die
Verdrehungsbelastung bei Seilbruch vermindert, so kann dieses bei der Berechnung in dem Maße berücksichtigt
werden, als die Verminderung nachgewiesen wird.
Tragmaste, bei denen durch besondere Maßnahmen die Verdrehungsbelastung bei Seilbruch vermindert
wird, sind für ein Drehmoment mit dem halben bzw. vollen nachgewiesenen, verminderten Höchstzug einer Lei-
tung zu berechnen. Hierbei darf nur die Verminderung berücksichtigt werden, die durch die besonderen, die Ver-
drehung verhütenden Maßnahmen selbst erreicht wird, also z. B. nicht eine Verminderung durch das Ausschwingen
der Isolatoren ketten.
Über die Berechnungsgrundlagen siehe Spalte 3 in folgender Tafel UI.
Auszug aus den "Vorschriften für den Bau von Starkstrom-Freileitungen VDE 02101,_ 5
d) Berechnungsgrundlagen. (Tafel IIL)
2 3

Mastart Xormalbelastung nach b) Belastung nach c)

I. Tragmaste. a) Winddruck senkrecht zur Leitungsrichtung auf Die Normalbelastungen a, ßund y bleiben
Mast und Kopfausrüstung und gleichzeitig auf die unberücksichtigt. Nur die Belastung
halbe Länge der Leitungen der beiden Spannfclder. nach c) kommt in Betracht.
ß) Winddruck in der Leitungsrichtung auf Mast und
Kopfausrüstung (Leitungsträger, Isolatoren).
y) Kräfte, die in der Höhe und in der Richtung der
Leitungen angenommen werden und gleich einem
Viertel des 'Senkrechten Winddruckes auf die halbe
Länge der Leitungen der beiden Spannfelder zu
setzen sind. Diese Kräfte brauchen nur bei Masten
von mehr als 10 m Länge berücksichtigt zu werden.
2. Winkelmaste. a) Die Mittelkräfte der Leitungszüge und gleichzeitig Die Normalbelastungen a bzw. y und die
der Winddruck auf Mast und Kopfausrüstung für Belastung nach c) sind gleichzeitig an-
Wind in Richtung der Gesamtmittelkraft, minde- zunehmen.
stens aber die Kräfte nach I a. Bei der Berechnung der Normalbelastung
ß) Wie I ß. brauchen der Winddruck und die als
y) Die Mittelkräfte der Leitungszüge bei einer Wind- gerissen gedachte Leitung nicht be-
richtung senkrecht zu dem größten Leitungszug und rücksichtigt zu werden.
gleichzeitig der Winddruck auf Mast und Kopf-
ausrüstung für diese Windrichtung. Diese Bestim-
mung gilt nur für Maste, die senkrecht zur Mittel-
kraft ein geringeres Widerstandsmoment als in
Richtung dieser Kraft haben.
Die Normalbelastungen a, ßund y bleiben
3. Abspannmaste a) Wie I a.
in gerader ß) Wie I ß
I
unberücksichtigt Nur die Belastung
Strecke. nach c) kommt in Betracht.
y) Zwei Drittel der einseitigen Leitungszüge und gleich-
zeitig Winddruck auf Mast und Kopfausrüstung
senkrecht zur Leitungsrichtung.
4. Abspannmaste a) Wie 2 a. Die Normalbelastungen a bzw. y sind
in Winkel- ß) Wie 2 y. gleichzeitig, die Normalbelastung y ist
punkten. nicht gleichzeitig mit der Belastung
y) Zwei Drittel der einseitigen Leitungszüge und gleich-
nach c) anzunehmen.
zeitig Winddruck auf Mast und Kopfausrüstung
Bei der Berechnung der Normalbelastun-
für eine Windrichtung parallel den größten Leitungs-
gen brauchen der Winddruck und die
zügen.
als gerissen gedachte Leitung nicht
berücksichtigt zu werden.
5. Endmaste. Der gesamte einseitige Leitungszug und gleichzeitig der Normalbelastung und Belastung nach c)
senkrecht zur Leitungsrichtung wirkende Winddruck sind gleichzeitig anzunehmen_
auf Mast und Kopfausrüstung. Bei Berechnung der Normalbelastung
brauchen der Winddruck und die .als
gerissen gedachte Leitung nicht be-
rücksichtigt zu werden.
6. Kreuzungs- Über die Berechnung der Kreuzungsmaste (siehe § 35g).
maste.
7. Abzweig- und Di(l größte Mittelkraft aus den Kräften bei Normal- Normalbelastung und Belastung nach c)
Verteilungs- belastung, die sich aus dem Verwendungszweck des sind gleichzeitig anzunehmen.
maste. Mastes für die einzelnen Leitungen ergeben, und
gleichzeitig Winddruck auf Mast- und Kopfaus-
rüstung in Richtung dieser Mittelkraft.
Der bei Ermittlung der einzelnen Kräfte bei Normal-
belastung vorgeschriebene Winddruck auf Mast und
Kopfausrüstung braucht nicht berücksichtigt zu
werden.
8. Als Stütz- Die Bauwerke müssen die durch den Leitungszug her-
punkte be- vorgerufenen Spannungen aufnehmen können.
nutzte Bau-
werke.
6 Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

e) Die Querträger für Abspannmaste müssen den einseitigen Höchstzug der Leitungen, die Querträger für
Tragmaste die senkrechten Belastungen aufnehmen können. Querträger für die nach c) berechneten Tragmaste
sind außerdem unter Zugrundelegung der nach Tafel IV, Spalte 3, zulässigen Spannungen für den halben bzw.
vollen einseitigen Höchstzug einer Leitung zu berechnen.
Die Querträger für die Kreuzungsmaste sind nach § 35g) zu berechnen.
\Vird dieser Zug durch besondere Maßnahmen entsprechend cl, dritter Absatz, vermindert, so kann dieses
auch für die Berechnung der Querträger insofern berücksichtigt werden, als der halbe bzw. volle nachgewiesene,
verminderte Höchstzug einer Leitung eingesetzt wird.

Besondere Bestimmungen für Abspannmaste. § 18.


a) Mindestens alle 3 km muß ein Abspannmast gesetzt werden. An diesem sind die Leitungen so zu be-
festigen, daß ein Durchrutschen ausgeschlossen ist. Winkel- oder Kreuzungsmaste dürfen auch als Abspannmaste
verwendet werden, wenn sie diesem Zweck genügen. In Gegenden, in denen außergewöhnlich große Zusatz lasten
zu erwarten sind, muß mindestens jeder zehnte Mast ein Abspannmast sein, falls nicht schon durch Verkürzung
der Spannweiten oder andere Maßnahmen den zu erwartenden Belastungen Rechnung getragen ist.

Yogelschutz. § 19.
a) Die Leitungsträger, Stützen usw. sind möglichst so auszubilden, daß den Vögeln eine Sitzgelegenheit
in gefahrbringender Xähe der Leitungen nicht gpgeben wird . Diese Bedingung kann als erfüllt gelten, wenn der
waagerechte Abstand zwischen einer Spannung führenden Leitung und geerdeten Stahlteilen mindestens 0,3 m
beträgt.
Stahlmaste. Allgemeines. § 23.
a) Stahlmaste müssen zuverlässig gegen Rost geschützt sein. Dieser Schutz kann bei Teilen, die über der
Erde liegen, u. a. erreicht werden durch Aufbringen eines metallenen oder nichtmetallenen Anstrichmittels oder
durch metallene Überzüge. Wird ein Zinküberzug gewählt, so ist, soweit es di e Formgebung zuläßt, die Feuerver-
zinkung anzuwenden. Das für die Zinkbäder verwendete Zink darf nur reines Hüttenzink sein. Auf andere Art
verzinkte Gegenstände müssen nach der Verzinkung noch mit einem die Schutzwirkung erhöhenden Überzug (z. B.
Firnis, Farbe) versehen werden. Eine ~achbclrb eitung der Gewinde von feuerverzinkten Schrauben und Muttern
ist nicht zulässig.
In der Erde liegende Eisen- und Stahlteile sind mit heißem säurefreien Teer oder einem gleichwertigen
kalten oder heißen säurefreien Schutzmittel zu streichen. Von Beton umgebene Eisen- und Stahlteile gelten als
gegen Rost geschützt.
b) Vor dem Aufbringen d '!s R03tschutz!s sind Stahlm'Lste sorgfältig zu entrosten.
c) Ist bei quadratischen Gittermasten die :\Iittelkraft aus Leitungszügen und Winddruck einer Mastseite
nicht parallel, so muß sie in zwei zu den l\Iasfseiten parallele Kräfte zerlegt werden . Die Eckstäbe sind für die
arithmetische Summe dieser beiden Teilkräfte, die Streben für die Teilkräfte zu berechnen .
d) Bei Gittermasten mit rechteckigen Qu ersc hnitten ist die Berechnung für die Bebstung in Richtung
der längeren und der kürzeren Seite je für sich auszuführen. Eine schräg zu den l\1astseiten liegende Mittelkraft
ist in zwei zu den l\iasteiten pC\ralleie Teilkräfte zu zerlegen. Für jede der beiden Teilkräfte ist die in den Eck-
stäben hervorgerufene Stabkraft zu bestimmen . Die arithmetische Summe dieser Stabkräfte ergibt die Kraft,
für die die E ckstäbe zu berechnen sind. Die Streben sind für die Teilkraft zu be-
rechnen, die der betreffenden Mastseite p'lrallel läuft.
e) Für die Berechnung von Gittermasten nach § 17c) sind folgende Formeln
anzu wenden:
(1 \ Md Z
Jl d =Z ( 1+"2:" 1I4 = ---- - - (Abb.l).
2a 2
Abb. l. Diese Berechnungsart setzt voraus, daß das Verhältnis a : b nicht größer als
2,0 ist und daß waagerechte Aussteifungen in den Querträgerebenen angeordnet sind.
f) Die Abstände für die Anschlußniete der Streben an den Kn otenpunkten sind so klein wie möglich zu
bemeEsen.
g) Für sämtliche Bauteile sind Anschlußniete unter 13 mm Durchmesser des geschlagenen Nietes und für
Flach- und Winkeleisen Stahlstärken unter 4 mm, außerdem Schenkelbreiten unter 35 mm .und Flacheisen unter
30 mm Breite unzulässig, sofern sie durch einen Xiet geschwächt sind.
h) Die größtzulässigen Durchmesser der geschlagenen Xiete und die größtzulässigen Gewindestärken mecha-
nisch beanspruchter Schrauben sind durch die Schenkelbreiten bestimmt und der folgenden Aufstellung zu ent-
nehmen:
Mindestschenkelbreiten in mm 35 40 50 60 70 75 80
Kietdurchmesser in rum 13 14 17 20 23 26 29
Zulässige Gewindedurchmcsser 1/2" 1/2" 5/." 3/4" 7/." 1" PI."
Kleinere Gewindedurchmesser als 1//' sind für mechanisch ht>1nspruchte Schrauben unzulässig. Schraubcn-
muttern müssen gegen Lockern gesichert werden, z. B. durrh Körner- oder )leißelschlag.
i) Geschweißte Maste sind zulässig, wenn sie de.l jeweils gültigen Dinormen entsprechen. Außerdem gelten
sinngemäß die Bestimmungen für genietete :\Iaste.
Auszug aus den "Vorschriften für den Bau von Starkstrom-Freileitungen VDE 0210". 7

Zulässige Spannungen. § 24. (Tafel IV.)


a) Die zulässigen Spannungen für die Bauteile aus Stahl ergeben sich aus folgenden Zusammenstellungen:

2 3
Xarrnal- Belastung bei
belastung Leit ungsbruch
Flußstahl 8t 37.1~ (Xorrnalgüte) (Sp.2 in (Sp.3 in
nach IHX !O;,O Tafel III) Tafel IlI)
kg!crn' kg/ern'

Zug- und Biegungsspannung Uzul • • • • • • • • • _ • 1600 2200


Zugspannung von gedrehten Schraubenbolzen _ . . . . 1100 1650
Zugspannung von gewöhnlichen (rohen) Schraubenbolzen 1100 1650
Scherspannung der Niete . _ . . . . . _ _ . . 1600 2200
Scherspannung der eingepaßten Schraubenbolzen. . . . 1280 1750
Scherspannung der rohen Schraubenbolzen . . . 1100 1500
Lochleibungsdruck der Niete und der eingepaßten Schraubenbolzen 4000 5500
Lochleibungsdruck der rohen Schraubenbolzen . . . . . _ . . . 2500 3400

Bei gedrehten und bei rohen Schrauben ist für die Zugspannung der Kernquerschnitt maßgebend. Bei Bau-
gliedern, die auf Zug oder Biegung beansprucht werden, ist die Schwächung des Querschnittes durch Bohrung
zu berücksichtigen. Bei Ermittlung der Zugspannung von Streben aus Winkeleisen, die mit nur einem Niet oder
mit nur einer Schraube angeschlossen sind, ist nur der Querschnitt des genieteten Schenkels nach Abzug der
Schwächung durch Bohrung in Rechnung zu setzen . .Für die Scherspannung und den Lochleibungsdruck gilt bei
Nieten und eingepaßten Schraubenbolzen der Bohrungsdurchmesser, bei rohen Schrauben der Schaftdurchmesser.
Für Armaturen, Isolatorstützen u. dgl aus St 48 oder St Si sind folgende Spannungen zulässig:

2 3
bei I;t 48 bei I;t Si
kg/cm 2 kglem'

Zug- und Biegungsspannung Uzul • • • • _ _ • . • . . 2080 2400


Zugspannung von gedrehten Schraubenbolzen . . . . _ 1560 1800
Zugspannung von gewöhnlichen (rohen) Schraubenbolzen 1170 1350
Scherspannung der eingepaßten Schraubenbolzen. . 1660 1920
Scherspannung der rohen Schraubenbolzen 1300 1500
Lochleibungsdruck der eingepaßten Schraubenbolzen 5200 6000
Lochleibungsdruck der rohen Schraubenbolzen. . . 3250 3750

b) Wenn die St!tbenden von Druckstäben gegen seitliches Ausweichen gesichert sind, gilt als freie Knick-
länge 8k im allgemeinen die Länge der Netzlinie des Stabes. Bei sich kreuzenden Stäben, von denen der eine
Druck und der andere Zug erhält, ist der Kreuzungspunkt als ein in der Trägerebene und senkrecht dazu fest-
liegender Punkt anzunehmen, falls die sich kreuzenden Stäbe in ihm ordnungsgemäß miteinander verbunden
sind. Die Enden der freien Knicklänge sind als gelenkig geführt anzusehen.
c) Die Stabkraft Seines Druckstabes ist mit der Knickzahl w zu multiplizieren; im übrigen ist der Stab
hinsichtlich der zulässigen Spannung wie ein ZlIgstab, jedoch ohne Kietabzug zu berechnen. Daher muß !'lein:
wS
-r ~ Uzul'

6. Fundierung der Maste. Allgemeines. § 27.


a) Die Maste sind derart im Boden zu befestigen, daß bei den in Betracht kommenden Bodenverhältnissen
eine ausreichende Standsicherheit vorhanden ist und unzulässige Bewegungen des Mastes vermieden werden.
Diese Bestimmung gilt als erfüllt, wenn die Bodenbefestigung den folgenden Forderungen entspricht:
e) Gittermaste müssen Betonfundamente, Platten-, Schwellenfüße oder Druckplatten erhalten, die so groß
bemessen sind, daß die Bodenpressung den jeweils zulässigen Wert nicht überschreitet.
d) Für Fundamente, die hart an oder in Böschungen, in Überschwemmungsgebieten stehen oder dem Ein-
fluß des Grundwassers unterliegen, sind Maßnahmen zu treffen, die eine genügende Standsicherheit gewährleisten.
e) Bei Verwendung von Platten-, Schwellen- oder sonstigen Fundamenten, bei denen der untere Mastteil
nicht vollständig mit Beton umgeben ist, sind die in der Erde liegenden Stahlteile gemäß § 23a) und b) gegen
Zerstörung zu schützen. Holzschwellen sind gegen Fäulnis wirksam zu schützen.
f) Mastanker sind nicht zulässig, weil sie zu Betriebsstörungen und Unfällen Anlaß geben können.
g) Das Überbauen von Fernmeldekabeln und Starkstromkabeln durch Maste und Mastfundamente ist
unzulässig.
8 Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

Berechnung der Fundierung. § 28.


a) Die Fundamente sind nach einem geeigneten, anerkannten Verfahren zu berechnen. Dabei sind bei
außergewöhnlich großen Fundamenten, bei Fundamenten für Rohr- und Betonmaste sowie bei Fundamenten
mit Fußplatten, bei denen die Auskragung der Fußplatte größer ist als ihre Dicke, die inneren Spannungen zu
berücksichtigen.
b) Bei der Berechnung darf das Gewicht des Betons mit höchstens 2000 kgJm3 , das des bewehrten Betons
mit höchstens 2200 kgJm 3 eingesetzt werden. Das Gewicht des auflastenden Erdreiches ist im Mittel mit 1600 kgJm 3
anzunehmen, wenn nicht örtliche Ermittlungen einen anderen Wert ergeben haben.

Ausführung der Fundamente. § 29.


a) Der Beton soll aus Normenzement oder diesem gleichwertigen Zement, reinem Salld und reinem Kies
oder Schotter hergestellt werden. Auf einen Raumteil Zement sollen höchstens neun Haumteile sandiger Kies
oder vier Raumteile Sand und acht Raumteile Kies oder Schotter kommen. Bei stark sflndhaltigem Kies ist eine
fettere Mischung zu wählen. Den Zement teilweise durch eine entsprechend größere Menge Traß zu ersetzen, ist
zulässig, wenn dadurch die Güte des Betons nicht beeinträchtigt wird. Die Baustoffe dürfen keine erdigcn Be-
standteile enthalten.
b) Besteht das Fundament aus einer Grundplatte und einem erst nach dem Aufstellen des :\lastes zur Aus-
führung kommenden Oberteil, so darf die Grundplatte bei der Fundamentbercchnung nur dann berücksichtigt
werden, wenn sie mit dem Oberteil durch ausreichend bemessene Stahleinlagen (z. B. Ht 37 odrr St 4H) verbunden
wird.
c) Die Richtlinien für die Ausführung von Bauwerken aus Beton im Moor, in :\Ioorwässern und ähnlich
zusammengesetzten Wässern (aufgestellt vom Deutschen Ausschuß für Eisenbeton, Verlag von W. Ernst & Sohn,
Berlin) sind zu beachten.
Bezüglich der weiteren Paragraphen, wie "Besondere Bestimmungen" § 32, "Erhöhte
Sicherheit" § 33 und "Bahn-, Post- und Wasserstraßen-Kreuzungen" § :~;), wird auf den
Text der "Vorschriften für den Bau von Starkstrom-Freileitungen" VDE 0210 hingewiesen.

3. Wirtschaftliche Spannweite.
Es ist leicht ersichtlich, daß es für jede Leitungsstrecke eine bestimmte Spannweite geben
muß, für welche die Anlagekosten am niedrigsten werden. Zu kleine Spannweiten führen zu
erheblichen Mehrkosten infolge der hohen Mastanzahl. Ferner erhöht sich die Betriebssicher-
heit etwa in demselben Verhältnis, wie die Zahl der Stützpunkte abnimmt. Es ist freilich
wünschenswert, daß diejenige Spannweite, welche die geringsten Anlagekosten erfordert,
zugleich die größte Betriebssicherheit bietet.

Tabelle 1.

Ausschwingwinkel
M.ast- Betriebs- Bean- Spann-
bild spannung Verlegte Leitungen spruchung weite a AusgefÜhrte Strecke
aO ßO -{3
Nr. kV kg/rnrn' rn I I
3 Stahl-Al. 50mm 2 8,00
2 20
1 Erdseil 35 16,00
180 - - .-
"
3 Stahl-Al. 150 mm 2 8,00
3 60 245 60° 10' 9 0 20' 6,45 Lüneburg-Uclzen 1935
1 Erdseil Fe 50 20,00
"
6 Stahl-Al. 150 8,00
1 Erdseil Fe 70 "
4 60 245 60° 10' 9° 20' 6,45 Lehrtc-Rethen 1935
18,00
"
6 Stahl-Al. 185 8,00
1 Erdseil Fe 50 "
5 110 250 57° 30' 8° 45' 6,57 l\Il'ißl'n-Kirchleng.1938
20,00
"
6 Stahl-Al. 300 8,00
6 110
1 Erdseil Fe 70 " 22,00
300 5JO 9° 40' 5,28 Lehrtc-Lüneburg 1935
"
6 Stahl-Al. 350 8,50
7 220
2 Erdseile Fe 70 " 22,00
300 44° 10° 40' 4,13 Harbke-Spandliu 1935
"
6 Stahl-Al. 350 8,00
1 Erdseil Fe 70 "
8 220 340 44° lJO 40' 3,77 Lehrtc-HaT bke 1935
22,00
"
Auszug aus den "Vorschriften für den Bau von Starkstrom-Freileitungen VDE 0210"_ 9

Um den Einfluß zu übersehen, welchen die Wahl einer kleineren oder größeren Spann-
weite auf die Anlagekosten ausübt, sind für verschieden große Spannweiten die Gesamt-
kosten durchzurechnen und tabellarisch zusammenzustellen_
Hierbei sind die jeweiligen Preise für Grunderwerb der Mastenstandorte, Maste und
Fundamente, Isolatoren, Transport, Montage und Anstrich zu berücksichtigen_ Da diese

.- . - -- - - -:t;:--

~
~..L- ~ ~-+.+-t---.::".
~r-
l§:
,,>'

L~--,,:~+ti~=f-~

Abb . 2. Abb.4.

Abb.5. Abb.6.

bb.7. Abb.8.

von den örtlichen Verhältnissen und der Zeitlage abhängen (z. B. schwankende Löhne und
Materialpreise ), so kann zur Ermittlung der wirtschaftlichen Spannweite keine allgemein
gültige Formel aufgestellt werden. Die geringsten Anlagekosten können nur durch Rechnungs-
versuche (Proberechnungen) der gegebenen Strecke mit den oben genannten Faktoren der
gültigen Preise gefunden werden.
In nebenstehender Tabelle 1 sind Angaben über den wirtschaftlichen Ausbau ausgeführter
Leitungsstrecken enthalten, die insgesamt eine hohe Betriebssicherheit mit guter Wirt-
schaftlichkeit verbinden.
10 Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

4. Regeln für günstige Mastkonstruktionen und Fundierung.


Es ist im Massenbetrieb des Mastenbaues selbstverständlich, alle Maste unter dem Ge-
sichtspunkt günstigster Materialausnutzung zu konstruieren. Denn bei der Fabrikation
größerer Mengen einer Masttype sind selbst geringe Gewiehtsersparnisse beim einzelnen
Mast keineswegs bedeutungslos. Es sind nachstehend die einzelnen Mastgruppen je naeh
ihrem Verwendungszweck näher erläutert.

a) Günstige Konstruktion der Maste für Ortsnetze.


Für Ortsnetze und Straßenbahnen werden allgemein die üblichen schmalgebauten Maste
aus L - oder [-Stahl gewählt. Die schmale Bauar~ ist erforderlich, weil der Platz für die
Standorte meist sehr beschränkt ist.
Bis zu 10 m Länge über Erde eignen sich noch vorteilhaft Maste aus [-Stahl. In den
Längen über 10 m sind sie jedoch nicht mehr zu gebrauchen, weil sie in diesem Falle in der
Leitungsrichtung mit! ihrer normalen Zuglast zu berechnen sind (VDE 0210 § 17, Tafel III 1. y),

Abb.9 . Abb. 10. Abb. 11.

wofür das Widerstandsmoment der x-x-Achse von [ 10 und [12 nieht mehr genügt. Darum
werden die Maste über 10 m Länge über Erde aus L-Stahl hergestellt. Sie werden bis zu
10 m Länge 1 schüssig und über 10 m mehrschüssig konstruiert.
Bei Masten für geringe Zugkräfte können die in einem Punkt zusammentreffenden
Diagonalen gemeinsam mit 1 Niet angeschlossen werden (Abb. 9) . Bei stärkeren Masten
wird besser jede Diagonale mit 1 Niet angeschlossen (Abb. 10). Mit Rücksicht auf gute
Verladung ist es wünschenswert, daß alle Diagonalen auf der Innenseite der Eckstiele an-
geschlossen werden. Die Anordnung der Diagonalen zeigt die Abwicklung der 4 Mastwände
(Abb. 11); hierbei sind die Eckeisen für die Knicklänge l mit J x zu berechnen.

b) Günstige Konstruktion der Einständermaste für ~eitsp~nnsystem.


Für Starkstrom-Weitspannetze werden breitgebaute Einständermaste gewählt, zum al
diese Strecken meist durch Gegenden führen, wo der Platz für die Mastenstandorte nicht
beschränkt ist. Sie werden aus L -Stahl konstruiert, und zwar mehrschüssig als Freiträger
von möglichst gleichem Biegungswiderstande. Die einzelnen Schußlängen wähle man nach
den üblichen Lagerlängen des L-Stahles zu etwa 8· · · 12 m.
Die obere Mastbreite wird so groß gewählt, daß die größte aus dem Drehmoment
(VDE 0210 § 17, c) sich ergebende Diagonalkraft von höchstens 2 Nieten von je 17···26 mm 0
aufgenommen werden kann. Das ergibt bei einer Beanspruchung der Niete von 2000 kg/mm 2
eine größte Diagonalkraft von n,08··· 21';> t. Hierbei sind im Mastoberteil zur Aufnahme
der beiden Nieten meist Knotenbleehe erforderlich, während bei den unteren Mastschüssen
die Eckeisenschenkel breit genug sind, um 2 Niete ohne Anordnung von Knotenblechen
aufzunehmen. Jedenfalls wählt man zum Anschluß größerer Diagonalkräfte besser 2 kleinere
als 1 starken Niet, da bei der Wahl nur eines Nietes die besondere Vorschrift (VDE 0210,
§ 24, Absatz a) zu beachten ist.
Für diejenigen Maste, deren Kopfbreite nach obiger Maßgabe ermittelt ist, und deren
Zunahme der Mastbreite mit etwa 40··· 60 mm/m anzunehmen ist, ergibt sich das günstige
Regeln für günstige Mas:konstrukcionen und Fundierung. II

Eckeisenprofil, wenn die Diagonalen unter einem Neigungswinkel von 38··· 30 0 gegen die
Horizontale gelegt werden. Hierbei gilt der größere Wert von 38 0 für die oberen Glieder,
während für die unteren der Neigungswinkel allmählich auf 30 0 übergeht. Ob für diese Maste
einfach liegende Diagonalen (Abb. 11) oder doppelt liegende günstiger sind, muß in jedem
Einzelfalle durch Proberechnung gefunden werden. Die Doppeldiagonalen werden in ihren
Kreuzungspunkten mit je 1 Niet und Futterring als Zwischenlage ver-
bunden. Bei der Anordnung von Doppeldiagonalen werden die Eckeisen für
die Knicklänge l1 und Biegeachse 'I}-'I} berechnet (Abb. 12).
Die Eckeisenstöße werden meist als Schachtelstöße ausgebildet. Für
Maste mit starker Breitenzunahme sowie für schwere Maste sind besser
Stumpfstöße geeignet, wobei die Eckeisen stumpf aufeinandergestoßen und
mittels L- oder Flachstahl gelascht werden. Bei 3schüssigen Masten wiru
allgemein der untere Stoß genietet und der obere geschraubt, damit beim Abb . 12.
Transport der obere Mastschuß in die beiden .unteren gesteckt werden kann.
Bei 4schüssigen Masten werden der obere und untere Stoß genietet und der mittlere geschraubt,
so daß beim Transport die beiden oberen Mastschüsse in die unteren gesteckt werden können.
Die genaue Konstruktion der erläuterten Masttypen zeigen die Zeichnungen, die den
Berechnungsbeispielen in Abschnitt II beigegeben sind.
Die Fundamente werden meist als massive Stufenfundamente ausgebildet. Für Trag-
maste, die im trockenen Erdboden stehen, können auch Schwellenfundamente gewählt
werden. Hierzu werden praktisch normale Eisenbahnschwellen von 16 X 26 cm Querschnitt
und 2,60 m Länge oder in halber 'Länge von 1,30 m verwendet. Bei der Bemessung des
Schwellenfußes wähle man die Standsicherheit des Mastes zu 1,30- bis 1,50fach bei etwa
1,50 bis 1,80 kg/cm 2 Flächendruek auf das Erdreich.
Berechnungsbeispiele für Beton- und Schwellenfundamente siehe Abschnitt Ir.
Für Tragmaste mit Schwenkauslegern, die nicht für Verdrehung gerechnet werden,
kann die Mastbreite etwas schmaler gehalten werden, als vorstehend bei den Masten für
Verdrehung angegeben ist.

c) Günstige Konstruktion für breitgespreizte Maste für Höchstspannungsleitungen.


Für Strecken von 220 kV-Spannung und darüber eignen sich sehr gut weitgespreizte
Konstruktionen mit aufgeteilten Fundamenten, falls es sich um Strecken handelt, die nicht
durch Gegenden mit hochwertigem Kulturboden geführt werden. Die obere Mastbreite wird
günstig zu 1,20 .. · 2,00 m und die Zunahme der Mastbreite zu 160 .. · 240 mm/m gewählt.
F,ür die Wandglieder werden Doppeldiagonalen angeordnet. Durch ihre Schnittpunkte gehen
horizontale Riegel, die gleichzeitig die Knicklänge der Eckeisen innerhalb eines Diagonal-
feldes um die Hälfte vermindern.
Bei diesen breitgespreizten Konstruktionen ergeben sich Mastbreiten an der Erdober-
kante von etwa 5,00 m und mehr, je nach der erforderlichen Masthöhe, so daß nur aufgeteilte
Fundamente in Frage kommen. Jedes Einzelfundament ist für die größten auftretenden
Zug- und Druckkräfte zu berechnen. Unterhalb der Erdoberkante werden die 4 Einzel-
fundamente durch armierte Betonbalken miteinander verbunden, damit die auftretenden
Schubkräfte gleichmäßig aufgenommen werden können.
Die Riegel werden außer für die axialen Druckkräfte aus der Knickbelastung der Eckeisen
für die Biegungsbeanspruchung aus Winddruck auf die beiden Diagonalen und den Riegel
selbst bemessen.
Die axiale Stabkraft der Riegel beträgt nach VIANELL0 1
R = ~ __ ~z_ in t·
hierin bedeutet: II 3100 '
F = Querschnitt des Eckeisens in cm 2, 3100 = Quetschgrenze des Flußeisens,
kz = zulässige Zugbeanspruchung in kg/em 2 , 11 = Unveränderliche.
1 Der Eisenbau 1905, S. 434.
12 Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

Das Gesamtmoment eines prismatischen Stabes, der auf Druck und Biegung beansprucht
wird, berechnet sich nach VIANELL01
5n - I n
M max = -(
Md ;)n- I) + Mr -
n--I;
hierin bedeutet:
Md = Moment aus Winddruck auf die Diagonale,
MT = Moment aus 'Vinddruck auf den Riegel,
n = vorhandene Knicksicherheit des Riegels
unter der Drucklast R für die Achse I-I und ganze Länge l (Abb. 13 u. 14). Die größte
.Beanspruchung des Riegels beträgt:
kmax = FR + M--ur;-;
max
br
hierin ist:
W 1 = Widerstandsmoment des Riegels, bezogen auf die Achse I - I . Bei der gro-
ßen Breite dieser Maste können nur je 2 Mastseiten in der Werkstatt vernietet
werden, wenn ihre Breite nicht das größte Verlademaß überschreitet.
Sonst sind Stäbe für den Versand zu bündeln und auf Montage zu ver-
, Ir
1
schrauben alle oder zu vernieten. Gleichfalls können die Gurtungen der
7 Querträger nur so weit in der \Vcrkstatt vernietet werden, wie sie das
Abb . I3. Abb . 14. größte Verlademaß nicht überschreiten.

Die Konstruktion der Maste aus [-Stahl.


Die [ ] -Maste können hergestellt werden mit einer durchlaufenden Diagonalverstrebung
aus Flachstahl oder mit waagerecht in bestimmten Abständen angeordneten schmalen Quer-
blechen. Diese können auf die Flansche des [-Stahles genietet oder noch besser zwischen
den Flanschen geschweißt werden.
Die [] -Maste mit Querblechen sind einfacher herzustellen als mit der Diagonal-
verstrebung, weshalb meistens die ersteren in der Ausführung bevorzugt werden. Denn sie
haben gegenüber den Masten mit Verstrebung ein gefälligeres Aus-
sehen, was besonders bei Masten im Stadtgebiet oder auf Bahnhöfen
mit elektrischem Fahrbetrieb zu beachten ist.
Das Eigengewicht dieser Maste ist etwas höher als das Gewicht der
Maste mit Verstrebung, weil die Eckstiele außer Zug- und Druckkräfte
auch Biegungskräfte (als Steifrahmen) aufzunehmen haben.
Auf S. 90-94 ist ein Berechnungsbeispiel für einen Mast mit
Quer blechen durchgeführt.
Maschinelle Herstellung der Diagonal-Verstrebung für [ ] -Maste.
Die Ermittlung der Abmessungen für die unter gleichem Neigungs-
winkel zu biegenden Glieder des Flachstahles gestaltet sich wie folgt:
Die Systemmaße der Längen a, bund d beziehen sich auf die
Mittellinie (neutrale Faser) des Flachstahles. Nach Abb. 15 bedeuten:.
(l = ::\e'gungswinkel der EckstieJe; a1 = Systembre'te des Mastes;
~ ß = 45 0 +
<:): (X; <:): I' = 90 0 - <;: 0: •
Es ist: sin y
d =a - - ;
1 1 sinß

sin 4;)0
Abb. 1.5. b1 =d 1 - - -
s.n y
Nachdem b1 berechnet ist, kann die Systembreite a 2 für das nächste Glied ermittelt werden aus:
a 2 = a l - (bI -+- 120) 2 tga,
so daß aus a 2 wieder d 2 und b2 wie beim ersten Gliede gefunden werden. In gleicher Weise können
die übrigen Glieder der Verstrebung gerechnet werden. Alle Maße sind in Millimeter einzusetzen.
1 Der Eisenbau 1905, S. 90.
Regeln für günstige Mastkonstruktionen und Fundierung. 13
Der Flachstahl wird vorgezeichnet, gebohrt und hiernach auf einer Biegepresse kalt
gebogen.
Die Biegepresse besteht im wesentlichen aus der feststehenden Unterbacke und der
darüber senkrecht beweglichen Überbacke (Abb. 16); Die Unterbacke hat 2 Nocken im gleichen
Abstand wie die Bohrungen im Flachstahl (etwa 60mm von Mitte zu Mitte
Bohrung). Diese Nocken greifen in die Bohrungen des Flachstahles und
sichern den Stab beim Biegen gegen etwaige Verschiebung.
Die Biegeklötze sind mit Rücksicht auf das Zurückfedern des kalt
gebogenen Flachstahles mit etwas größerer Neigung auszuführen, als
theoretisch erforderlich ist, so daß nach dem Zurückfedern der Biegung
die richtige Neigung erreicht ist.
Die Presse kann hydraulisch betrieben werden, oder sie wird als lang-
sam laufende Kurbelpresse ausgebildet.

Die Fundierung.
Die Mastfundamente werden zum größten Teil als abgestufte Blockfundamente aus-
geführt. Sie gelten in ihrer massiven Ausführung als die sicherste Fundierungsart. Hierbei
wird der Mastfuß vollständig in den Betonblock einbetoniert. Das erfordert ein sorgfältiges
Ausrichten des Mastes, weil ein späteres Nachrichten des ganzen Blockes nur mit großer
Mühe vorgenommen werden kann.
Bei schweren Masten werden zweckmäßig die Eckstiele über dem Austritt aus dem
Fundament gestoßen, so daß der Mast später aufgesetzt werden kann. In diesem Falle brauchen
nur die Fußeisen einbetoniert zu werden. Sie sind gut auszurichten, damit de'r hochgekippte
oder schußweise aufmontierte Mast geradesteht.
Für Tragmaste und vielfach auch für Eck- und Abspannmaste für Leitungen bis etwa
100 kV-Spannung werden zweckmäßig Platten- oder Schwellenfundamente vorgesehen, falls
das Erdreich der Mastenstandorte von normaler Beschaffenheit ist. In wasserhaItigern Erdreich
sind sie nicht zu verwenden.
Diese Fundierungsart eignet sich besonders gut in Gegenden, wo das Herbeischaffen
des Betonmaterials für Blockfundamente größere Schwierigkeiten bereitet, und schließlich
für Maste, die in der Frostperiode gesetzt werden müssen.
Die Fundamentgrube muß in trockenem und gewachsenem Erdreich liegen, denn die
Standsicherheit des Schwellenmastes wird nur durch die auf den Fußschwellen lagernde
Erdauflast gebildet. Als Fußschwellen dienen meist normale Eisenbahnschwellen, während
Betonplatten weniger verwendet werden. Alle im Erdboden liegenden Eisenteile des Schwellen-
mastes werden wegen Rostgefahr 1··· 2 mm stärker gewählt, als theoretisch erforderlich
ist. Der Mastfuß ist mit heißem Teer zu streichen und die Schwellen aus gesundem Eichenholz
mit Teeröl zu durchtränken. Der Anstrich der am Erdaustritt liegenden Mastteile ist nach
einigen Jahren zu erneuern.
Bezüglich des Kostenpunktes kann gesagt werden, daß Schwellenmaste gegenüber Masten
mit Betonblockfundament etwa 15··· 18 % billiger werden. Hierbei ist vorausgesetzt, daß
das Herbeischaffen des Betonmaterials zur Baustelle nicht besonders schwierig ist, da sonst
der Preisunterschied noch größer wird. Berechnungsbeispiele für Beton- und Schwellen-
fundamente sind im II. Teil des Buches enthalten.
Für Sandböden, wo die Tragfähigkeit erst in größerer Tiefe erreicht wird, sind besondere
Tiefgründungen entwickelt worden. Sie bestehen aus eingerammten Stahlpfählen, die viel-
fach auch in sumpfigen Gebieten mit Erfolg verwendet wurden. Die Stahlpfähle werden
gebildet aus je 2 zusammengeschweißten LARssEN-Bohlen, die mittels Ramme in den Erd-
boden getrieben und am oberen Ende durch einen Rahmen fest miteinander verbunden
werden. Diese rahmenförmige Verbindung ist sehr wichtig, da hierdurch die Rammpfähle
möglichst gering auf Biegung beansprucht werden.
In diese Reihe gehören auch die sog. Pilzfundamente und die LORE~z-Pfähle, die
gleichfalls als Tiefgründung im Sandboden und sumpfigen Gebieten mit Erfolg ausgeführt
wurden.
14 Allgeme ne Grundlagen der Berechnung.

5. Ermittlung der Durchhänge.


Bei der Berechnung der Leitungsdurchhänge sind die Angaben über Höchstzugspar.-
nungen, Grenzspannweiten und Festwerte der Leitungswerkstoffe zu beachten, die in §§ 7
und 8 der Vorschriften VDE 0210 festgelegt sind.

Auszug aus den


"Vorschriften für den Bau von Starkstrom-Freileitungen" VDE 0210.
Es sind nachstehend auszugsweise aus §§ 7 und 8 die "Vorschriften" zusammengestellt,
soweit sie von der Berechnung der Leitungsdurchhänge handeln.

§ 7. Zulässige Zugspannungen.
a) In Gegenden, in denen im allgemeinen keine größere als die normale Zusatzlast (siehe § Sb) zu erwarten
Ist, sind folgende Höchstzugspannungen zulässig bei:
eindrähtigen Kupferleitungen 12 kg/mm 2 Seilen aus Bronze B z r . 24 kg/mm 2
Kupferseilen . . 19 SC'ilen aus Bronze B z Il . 30
Aluminiumseilen . . . . . . 8 Seilen aus Bronze B z III 35 "
Aldrey-Seilen. . . . . . . . 12 eindrähtigen Leitungen aus anderen der
Stahlaluminiumseilen,die den ßedingungen Werkstoffen . . . . . . . . . 35%} Dauerzug-
nach §§ 5 und 6a entsprechen, auf den Seilen aus anderen Werkstoffen . 50% festigkeit.
Gesamtquerschnitt bezogen . . . . . II
b) Bei normalen Spannweiten kann die Zugspannung im tiefsten Punkt gleich der Höchstzugspannung nach a)
gesetzt werden_
Da die Sicherheit der Leitungen bei auftretenden ZusatzlastC'n mit wachsender Spannweite abnimmt, ist
der Xachweis zu erbringen, daß bei Leitungsseilen die 2fache normale Zusatzlast den WC'rkstoff an den Aufhänge-
punkten höchstens bis zur Dauerzugfestigkeit beansprucht.
c) Die vorstehenden Anforderungen gelten für LC'itungsseile im allgemeinpn als erfüllt, ein besonderer Nac!:-
weis erübrigt sich also, wenn bei den untC'r a) festgelegtcn Höcbstzugspannungen die in der nachstehenden Tabelle 2
angegebenen Grenzspannweiten nicht überschritten werden.
Die Grenzspannweiten in Tabelle 2 sind für gleich hohe Aufhängepunkte bC'rechnet. Bei großen Höhen-
unterschieden der Aufhängepunkte und sehr großen Spannweiten ist nachzuprüfen, ob die Anforderungen nach b)
erfüllt sind.
Die zulässigen Spannweiten für eindrähtige Leitungpn sind in §§ 6 und 11 fpstgelegt.
d) In Gegenden, in denen nachweislich größere ZlIsatzlasten als die normale (siehe § Sb) regelmäßig auf-
zutreten pflegen, sind Höchstzugspannungen und Spannweiten so zu wählen, daß
bei eindrähtigen Leitungen das 4fache,
bei Seilen das 2fache
der größeren Zusatzlast den Werkstoff höchstens bis zur Dauerzugfestigkeit beansprucht.
Die Höchstzugspannung darf bei der regelmäßig zu erwartenden größeren Zusatzlast nicht größer sein als
unter a).
e) Für nicht genormte Seile, die aus mehreren verschiedenen Werkstoffen bestehen, sind die zulässige
Höchsztugspannung, der Elastizitätsmodul und die Wärmedehnungszahl aus den entsprechenden \Verten der
verwendeten Werkstoffe zu berechnen. (Siehe ETZ 1924, S. 1143.)
Tabelle 2.
Die nachstehenden Grenzspannweiten sind nach der Gleichung der Kettenlinie berechnet.
GrcnZ!-ipann weiten
Xenn-
Bronze ~t.ahl mit Priiffesti~kcit in kg:'mm~
(lUCr-
Alu- Stahl-

I I
schnitt
1:1 _\_ 1~1l __
---~~~~---~

Kupfer Ahlrey
li z I lI z II lIz l11 minium aluminium
_~_I~_I
mm 2 m m m m m m m
!

10 100 190 270 450 - - - 340 580 1000 1200


16 160 300 400 690 - -- 200 500 860
2['i 240 470 610 1050 60 490 300 730
35 3.50 700 890 SO 660 420 960
i)0 540 1000 110 880 600
70 800 '140 II 50 820
95 190 1120
120 230
150 290
185 I
360
Ermittlung der Dur_hhänge. 15

§ 8. Durchhang.
a) Der Durchhang der Leitungen ist so zu bemessen, daß die nach § 7 zulässige Höchstzugspannung weder
bei _50 mit der der Berechnung zugrunde gelegten Zusatzlast noch bei _20 0 ohne Zusatzlast überschritten wird.
b) Bei der Berechnung des Durchhanges kommt zum Gewicht der Leitung eine Belastung durch Eisbehang,
Rauhreif!, Schnee oder Wind. Für normale Fälle ist diese Zusatzlast mit dem Wert 180· Ydin g für I m Leitungs-
länge - in Richtung der Schwerkraft wirkend - anzunehmen. Hierin ist d der Nennwert des Leistungsdurch-
messers in Millimetern. Bei Tragketten ist der Durchhang für die senkrechte Stellung der Ketten zu ermitteln.
c) Als größter Durchhang gilt der größere der Werte, die sich für _5° mit Zusatzlast oder für +40 0 ohne
Zusatzlast ergeben.
d) Wcrden Leitungen verschiedenen Querschnittes oder Werkstöffes an einem Gestänge verlegt, so ist bei
der Wahl des Durchhanges auf die größere Gefahr des Zusammenschlagens der Leitungen Rücksicht zu nehmen.
e) Für die Durchhangsberechnung gelten die in Tabelle 3 enthaltenen Festwerte der Leistungswerkstoffe.
Über die Ermittlung der Festwerte für nicht genormte Seile aus mehreren verschiedenen Werkstoffen
siehe § 7 e).
Tabelle 3.

Werkstorr
Eigen-
gewicht /j
I Wärme-
dehnungszahl
Elastische
I>ehnungs-
I ])auerzug-
restigkeit
Prürrestigkeit
kg/em' {)(Ür 10 zahl", em'/kg kg/mm' kg/mm l

Kupfer. 8,9 .10- 3 1,7 .10- 5


I I 30 40
I,:!. 106
Bronze B z I 8,9 .10- 3 1,7 .10-5
I
1,:1. 106
I 40 50
I
Bronze B z JI. 8,65· 10-:1 1,66.10- 5
1,3. lÖS 50 60
1
Bronze B z III. 8,65.10- 3 1,66.10-5 62 70
1,3. lO6
I
Aluminium 2,7 .10- 3 2,3 .10- 5 12 18
0,56.106
I
Aldrey 2,7 .10- 3 2,3 .10-5 24 30
0,60.106
I
Stahl mit 40 kgjmm 2 verzinkt . 7,8 .10- 3 1,23.10- 5 --- 32 40
1,92.106
I
Stahl mit 70 kgjmm 2 verzinkt. 7,8 .10- 3 1,1 .10- 5 56 70
1,96.10·
I
Stahl mit 120 kgjmm 2 verzinkt . 7,8 .10- 3 1,1 .10-5 90 120
2,0· i{j6
I
Stahl mit 150 kgjmm 2 verzinkt . 7,8 .10-- 3 1,1 .10-5 HO 150
2,0.106
I
Stahlaluminium (nach § 6a) I :(i 3,45. 10- 3 1,95. 10-5 20
0,75.106

Die Durchhangsbel'echnung.
Für die Durchhangsberechnung gelten aufler den in Tabelle 3 angegebenen Festwerten
die Zusatz- und Gesamtlasten in Tabelle 4 bis 7 sowie die Faktoren für die kritische Spann-
weite x p in Tabelle 5.
Bei der Berechnung der Durchhänge ist zu beachten, daß bei allen Spannweiten, die
größer sind als x p , die größte Leitungs beanspruchung bei - 50 C und Zusatzlast auftritt.
Dagegen bei allen Spannweiten, die kleiner sind als xp' bei -20 0 C ohne Zusatzlast.
Daher sind in der Temperaturgleichung t (S. 17) die Werte:
(jg und to bei Spannweiten >xp mit (j~ und - 50 C, dagegen
bei Spannweiten ~xp mit (j2 und -20 0 C
einzusetzen.
Die Werte für x p ergeben sich durch Multiplikation der in Tabelle 5 bis 7 angegebenen
Faktoren mit der jeweils gewählten Höchstzugspannung Po des Leitungsseiles. Hierbei ist Po
in kgjem 2 einzusetzen.
16 Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

Tabelle 4. Zusatz- und Gesamtlast der Leitungs- Vallseile.

Querschnitt mm' Seildurch- Zusatzlast Gesamtlast 6,=180· Jld+6 in kg/cm'


Anzahl messer ,
Nennwert Ist,wert
der
Drähte
d 180 ·Yd Kupfer
und
Bronze Bz 11
und
Aluminium
und
Stahl verzinkt
40 bis
mm kg/cm' Bronze BzI Bronze B z 11 [ I Aldrey 150 k~lmm'

10 10 7 4,1 36,45.10- 3 45,35.10- 3 45,10.10- 3 - -


16 15,9 7 5,1 25,57. 10- 3 34,47.10- 3 34,22.10- 3 - 33,37. 10- 3
25 24,2 7 6,3 18,66. 10- 3 27,56.10- 3 27,31 . 10- 3 21,36· 10- 3 26,46·10-:<
35 34 7 7,5 14,50.10- 3 23,49.10- 3 23,15.10- 3 17,20· 10- 3 22,30' 10-:<
50 49 7 9,0 11,02. 10- 3 19,92·10-:< 19,67' 10- 3 13,72. 10- 3 18,82' 10 3
50 48 19 9,0 11,25.10- 3 20,15·10-:< 19,90. 10- 3 13,95. 10- 3 19,05·10-:<
70 66 19 10,5 8,84.10- 3 17,74.10- 3 I 17,49· 10-:: II ,ij4 . 10- 3 16,64·10-:<
95 93 19 12,5 6,84.10- 3 15,74. 10- 3 : 15,49. 10- 3 9,54· 10- 3 14,64· 10 3
120 117 19 14,0 5,76.10- 3 14,66·10-:< 14,41 . LO-:< i H,46· 10- 3 13,56' 10- 3
I
150 147 37 15,8 4,87.10- 3 13,77.\0- 3 , 13,52 ·10"" , 7,Öi. 10- 3 12,67· 10':<
185 182 37 17,5 4,14.10- 3 13,04. 10- 3 ! 12,i9. 10- 3 {j,84. 10- 3 11,94· 10-'::
240 228 37 19,6 3,50. 10- 3 12,40. 10- 3 12,lij. w-:< I ti,20· 10- 3 iI 11,30. 10- 3
240 243 61 20,3 3,34.10- 3 12,24·10-:< i 1l,9!l·1O-:: !i,04· 10-:< 1l,14. 10- 3
I II,öO· ](j-:< !I ö,r;;"). 10- 3 II 10,65·10-:<
300 299 61 22,5 2,8ö' 10- 3 11,75.10- 3 I

Tabelle 5. Paktoren für die kritische Spannweite x p in cm.


Querschnitt mm' Kupfer Bronze B z 1I Aluminium Stahl verzinkt
und und und ---- ---- - - - - - - - -
Nennwert I Istwert Bronze BzI Bronze B z III Aldrcy -!O kg:/mrn 2 !
70 his 1:)0 kg."mm ~

10 I 10 1,76 1,7 ö I -- - - I - .
j
16 15,9 2,35 2,33 - 2,m I 1,94
25 24,2 3,00 2,99 I 4,29 2,!iij I 2A!)
35 34 3,61 3,61 5,36 3,21 3,01
50/7 49 4,39 4,38 6,76 3,92 3,6H
50/19 48 4,33 4,33 6,65 :3,117 3,62
70 66 5,10 5,11 8, II 4.ij{j 4.2H
95 93 6,02 6,03 9,94 5,40 I 5.0H
120 117 6,70 6,71 1l.35 (i,O;") 5.67
150 147 7,46 7,46 12,87 6,71 6,30
185 182 8,19 8,21 14,49 i,40 6,9(;
240/37 228 9,06 9,06 16.31 11,20 i,iO
240/61 243 9,29 9,31 16.85 8,43 i,91
300 299 10,20 10,24 18,711 9,2ij I H,6H

F a k tor f ür die k ritische Spannweite x p =


1;
Po :' 24 {) ;i'-=-J:
(I -- t)
.
Hierin ist: "
Po = Höchstzugspannung in kg/cm 2 ; 1J = \\'ärmedehnungszahl für 1 0 C;
(j = Eigengewicht der Leitung in kg/cm 3 ; (jo = Eigengewicht und Zusatzlast in kg/cm 3 •

to = - 5; 1 = - 20. Somit ist x p = Po V 241J <I"~ ,)"


()
in cm.

Tabelle 6. Festwerle für Stahl-Alu-Seile nach DIN 48204. (SI.:AI. O~ 1:0.)


Ist(! uersch n it t (icsam tgew ich t
Nenn- Zusatzlast Eigen- .Faktor für
Seildurch-
querschnitt Stahlkern Aluminium-
mantel
Gesamt-
querschnitt messer d 180· Vä- = {lz
gewicht
y yz+Y 60 = - -
yz+q die kritische
Spannweite
t, J, xl'
mm' mm' mm' mm' mm kg/m kglm kg/m kg/cm 3

I
16 2,55
25 4,00
15,3
23,8
17,8
27,8
5,4
6,8 I 0,418
0,468
0,0630
0,0975
0,481
0,565
I 27,0·10--:1
20,3. 10- 3
3,14
4,19
35 5,70 34,3 40,0 8,1 0,512 i 0,1405 0,652 Hi,3·1():I 5,26
50 8,00 48,3 56,3 9,6 0,558 0,1940 0,752 13,3.10- 3 6,50
70 11,6 66,2 77,8 1l,6 0,613 0,2775 0,H91 11,4· JO--:I 7,74
95 15,0 90,0 105,0 13,4 0,659 0,3725 1,032 9,8· W-:I 9,16
120 20,9 122,6 143,5 15,7 0,714- 0,5115 1,22ö 11,5·10-:1 10,85
150 25,4 148,9 174,3 17,3 0,748 0,6215 1,370 7,8·10" 12,1
185 31,7 183,8 215,5 19,2 0,i89 0,7690 1,55H 7,2·10-" 13,4
210 35,8 209,1 244,9 20,5 0,815 0,8730 1,688 6.9· JO-;j 14,2

I I
240 40,1 236,0 276,1 21,7 0,838 0,9840 1,1122 6,6·10-:< 15,1
300 49,5 294,9 344,4 24,2 0,886 1,2230 2,109 (i,I' 10-" 16 ~:
Ermittlung der Durchhänge_ 17
Tabelle 7_ Festwerte für Stahl-Alu-Seile, Quer8chnittsverhältni8 1 :3.

Istquerschnitt Sell- Gesamtgewicht Faktor


Nenn- durch- Zusatzlast Eigen- -- für die

,. ,.
quer- Aluml- Gesamt- messer 180 - V6=uz gewicht Uz+U krlUsche
schnitt Stahlkern nlum-
mantel
querschnitt d U Uz+U 6.=-,,- ,,=~ Spann-
weite
:EI'
mm' mm' mm' mm' mm kg/m kg/m kg/m kg/cm' kg/cm'

16 5,4 16,1 21,5 I 6,3 0,452 0,087 0,539 25,07 _10- 3 4,05-10- 8 3,16
25 8,3 24,9 33,2 7,8 0,504 0,135 0,639 19,25 - 10- 3 4,07.10- 3 4,16
35 11,7 35,1 46,8 9,3 0,549 0,190 0,739 15,78 _10- 3 4,06-10- 8 5,13
50 16,7 50,0 66,7 11,1 0,600 0,271 0,871 12,88 _10- 3 4,06-10- 3 6,40
70 23,4 70,1 93,5 13,1 0,652 0,380 1,032 11,05- 10-3 4,06-10- 3 7,61
95 33,2 94,7 127,9 14,7 0,690 0,530 1,220 9,55- 10-3 4,15-10- 3 9,08
120 41,9 118,8 160,7 16,5 0,731 0,667 1,398 8,70- 10-3 4,15 _10- 3 10,2
150 52,8 149,4 202,2 18,5 0,774 0,840 1,614 7,98 - 10-3 4,15.10- 3 11,5
185 61,8 185,4 247,2 20,9 0,823 1,018 1,841 7,45 - 10-3 4,12 - 10-3 12,6
210 70,2 210,6 280,8 22,3 0,850 1,156 2,006 7,12 - 10-3 4,11-10- 3 13,4
240 79,2 237,6 316,8 23,7 0,876 I 1,340 I 2,216 6,98 - 10- 3 4,23 - 10- 3 14,1

Grundgleichungen zur Berechnung des Durchhanges!.


1. Für Leitungen an Hängeketten und auf Stützenisolatoren.
Temperaturgleichung :

Durchhangsgleichung :

Hier bedeuten:
(j, f), a: und (jo die in den Ta bellen 3 bis 7 angegebenen Werte,
t die obwaltende Temperatur, to die Ausgangstemperatur,
x die Spannweite in em, f den Leitungsdurehhang in em,
P die Seilspannung in kg/em 2 bei der Temperatur t, Po die Höchstzugspannung in kgJcm!_
Mit den Festwerten der Tabellen 3 bis 7 ergeben sich für:
x2
+ 0,0452 Po + to';
(j2
1. Kupfer und Bronze BzI: t = 0,194 P~ - 0,0452 P - 2451 p~ x 2
8,9 - 10- 3 x 2 8,9 3 • 10- 9 x t
f = 8P + ,384 p3 ;

2. Bronze BzII u. Bronze BzIII: t =


x2
0,188. - 0,0464p - 2510--'}-x 2
p
(j"
Pu
+ 0,0464 Po + tc ;
f -- 8,65· 10- 3 x 2
8p +
8,65 3 • 10- 9 x t
384 p 3

'

x2 (j2
3. Aluminium: t = 0,0132 p' - 0,0776 P - 1811 p~ x 2 + 0,0776 Po + to ;
2,7. 10- 3 x 2 2,7 3 • 10- 9 x t
f = 8p + 384 p3 ;

4. Aldrey: t = 0,0132. - 0,0722 P -


x'
p
(j'
1811--'}- x 2
Po
+ 0,0722 Po + to ;
2,7. 10- 3 x 2 2,7 3 • 10- 9 x 4
f = 8P + 384 p3 ;

x'
+ 0,0423 Po + to ;
(j2
5. Stahl mit 40 kgjmm 2 : t = 0,206 p' - 0,0423 P - 3388 p~ x 2
7,8. 10- 8 x! 7,8 3 • 10- 9 Xl
f = 8p + 384 pS :

L Vgl. ETZ Bd.49 (1928) S.208ff. Mitteilungen aus dem Telegraphent_ Reichsamt_ (Jetzt RPZ.)
Taenzer, Stahl maste, 2, Auf(. 2
18 Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

02
6. Stahl mit 70 kgjmm 2 : t = 0,23° 2
x2

p
- 0,0464 P - 3788 -%- x 2
Po
+ 0,0464 Po + t o;
7 8· 10- 3 x 2 7 8 3 • 10- 9 %4
f = ' 8P +' 384 p3 ;
02
%2
7. Stahl mi t 120 und 150 kgjmm 2 : t = 0,230 ----. - 0,04545 P - 3788 -%- x 2
p Po
+ 0,04545 Po + t o;
7,8.1O- 3 x 2 7,8 3 .1O- 9 x 4
f = 8p + 384 p3 ;
8. Stahlal uminium
nach DIN 48204: t =
j;2
0,0254 pt - 0,0682 P - 2137 pi02 x + 0,0682 Po + t o;
2

3 45 . 10- 3 x 2 3 45 3 • 10- 9 x'


f = ' 8P +' 384 p3 ;

9. Stahl aluminium 1: 4:
x2
t = 0,03438 2 -
p
0,0686 P - 2381-%- x 2
02
Po
+ 0,0686 Po + t o;
3,8 . 10- 3 x~ 3,83 • 10- 9 x'
f = 8P + 384 p3 ;

10. Stahlaluminium 1: 3: t =
p
x2
0,04245. - 0,0666 P - 2525 -%- x 2
02
pz
+ 0,0666 Po + t o;
4,1 . 10- 3 x 2 4,1 3 • 10- 9 x 4
f = 8p + 384 p 3

Bei kleineren Spannweiten kann das zweite Glied der Durchhangsgleichung 30::43 ver-
nachlässigt werden, da der Einfluß sehr gering ist. p

2. Für Leitungen an Abspannketten (Abb. 17).

~~~
Temperaturgleichung :

~~ Durchhangsgleichung :
Abb.17. 1 1
! = 8P (4g1 l + g2 X); !-5°+Zus. = 8po (4g1,ol + g2,O x) .
Hierin ist:
b = 0 Ym + 1;
l = Länge der Isolatorenkette; x2 = x - 2l;
G GO
gl = F' gl,O = F das Gewicht einer Isolatorenkette, bezogen auf 1 cm 2 des Leitungsquerschnittes im nor-
malen bzw. vereisten Zustand;
g2 = 0 x2 , g2,0 = 00 x 2 , bezogen auf 1 cm 2 der Leitung.

3. Für Leitungen an Hängeketten und auf stützenisolatoren


an ungleich hohen Aufhängepunkten (Abb. 18).
Temperaturgleichung :

Durchhangsgleichung :
Abb. 18,

4. Für Leitungen an Abspannketten an ungleich hohen


Aufhängepunkten (Abb.19).
Temperaturgleichung : _;52 x§ IX ;5~ x~ IX .
t - 24 D pt - 7i P - 240 PÖ + 7i Po + t o'
Durchhangsgleichung :

! = 81p (4g 1l + gzx'); !-;,°+Zus, = 8~0 (4g1,ol + g2,OJ'),


Ermittlung der Durchhänge. 19

Hierin ist:,
Ö=oYm+ 1;

Bei Spannweiten an ungleich hohen Aufhängepunkten beträgt die größte Leitungs-


beanspruchung am oberen Aufhängepunkt 0'0 = Po + (jo(f + ~) . Soll nun die Höchstzugspan-
nung Po nicht überschritten werden, so ist der Einfluß (jo (f + ~) in der Temperaturgleichung zu
berücksichtigen, d. h. der Wert für Po ist mit Po - (jo (f + ~) einzusetzen. Da zur Ermitt-
lung von 0'0 der Wertf noch nicht festliegt, kann bei normalen Spannweiten mit genügender Ge-
nauigkeit gesetzt werden: 0'0 = Po - (jo (o~ ;~2 + ~). Die genaue Ableitung von 0'0 ist im näch-
sten Abschnitt "Berechnung großer Spannweiten" durchgeführt.

Erstes Berechnungsbeispiel für Aufhängung an Hängeketten (Abb.20).


Kupferseil 50 mm 2 , Spannweite x = 200 m, größte Beanspr. der Leitung Po = 19 kgjmm 2 •
Faktor für die kritische Spannweite = 4,39 (s. Tabelle S. 16); x p = 4,39· 1900 = 8350 cm.
Für die vorliegende Spannweite von 20000 cm tritt die größte Leitungs-
beanspruchung bei _50 und Zusatzlast ein, da x p < x.
Temperaturgleichung :
t = 0,194 ;: - 0,0452 P - 2451 !i x 2 + 0,0452 Po + to; Abb. 20.

t = 0,l!)4· 20000 2 :" - 0,0452p - 2451 0'~~~J,2" 20000 2 + 0,04;32 ·1900 - 5;

t = 77 600000 ~ - 0,0452 P - 107,8 + 85,9 - 5; 71'10


p- 1<g/cmZ
7700
\
t = 77 600000~ - 0,04;'52 P - 26,9.
p- 106fJ
i\.
"\
t
'"
Mit P = 860 kgjcm 2 wird t = 104,9 - 38,9 - 26,9 = +39,1 0 C 7020
" P = 900 t = 95,8 - 40,7 - 26,9 = +28,2 0 C P 980
" p = 940
" "
t = 87,8 - 42,4 - 26,9 = -f-18,5° C ~

'" ""
9'10
" P = 980 t = 80,8 - 44,3 - 26,9 = + 9,6 0 C
900
" P = 1020 t = 74,6 - 46,1 - 26,9 = + 1,6 0 C
" P 1060 t = 69,0 - 48,0 - 26,9 = - 5,9 0 C 860
=
-20 - 10 tO +70 -f2{) -1-30 oe ''fa
" P = 1100 t = 64,1 - 49,8 -- 26,9 = -12,6°C Temperatur t -
" P = 1140 t = 59,7 - 51,5 - 26,9 = -18,7 0 C Abb. 21.
"
Die gefundenen t-Werte werden in Abhängigkeit von p dargestellt m obenstehender
Kurve (Abb. 21). Die Kurve ergibt für:
t = -20 0 _10 0 ±Oo +10 0 +20 0 +30 0 +40 0 C
p = 1149 1085 1028 977 932 892 855 kgjcm 2
Durchhang:
f=
0.0089·20000" + 0,0089 3 .20000 4
8P 384 p3
Die obigen p-Werte ergeben für:
t = -20 0 _10° ±Oo +10° +20° +30° +40° C
f= 388 410 433 455 477 498 520cm
Durchhang bei - 5° und Zusatz last :
0,01992.20000 2 + 0,01992 3 • 200004 _ :-2:-
8. 1900 384 . 19003 -;);) cm .
2*
20 Allgemeine Grundlagen der Bereohnung.

Zweites Berechnungsbeispiel für Aufhängung an Hängeketten (Abb. 22).


Hohlseil Kupfer 25 mm 0 195 mm 2 ; größte Beanspruchung
Po = 16 kgJmm 2 ; Spannweite x = 350 m.
Abb.22.
Faktor zur Ermittlung der kritischen Spannweite = 8,19
(s. Tabelle S. 16).
Somit x p = 8,19 - 1600 = 13100 cm; folglich Pmax bei _50 und Zusatzlast.
·
E 1gen- Ull cl ~ = 2,773
Z usa t z Ias t =2, 773 k g /lfd .m; f"ur d'le E'In h el't Uo 195 = 0,0 142 k g / mm!.

Temperaturgleichung :
(12
t =
X'
0,194 p' - 0,0452 P - 2451 PJ x 2 + 0,0452 Po + t o;

t = 0,194.35000 2;2 - 0,0452 P - 2451 0~~~~2 35000 2+ 0,04.')2·1600 - 5;

t = 237650000..!,
p-
- 0,0452 P - 236,5 + 72,3 - 5;

t = 237650000 -!, - 0,0452 P - 169,2.


P-

Mit P = 1090 kg/cm 2 wird t = 200 - 49,2 - 169,2 = -- 18,4 0 e


kglcm2 " P = 1070 " t = 207,5 - 48,4 - 169,2 = -10,1 0 e

'"'"'" ,
7090
" P= 1050 " t = 215,5 - 47,5 -169,2 = - 1,2° C
7070 ,. P= 1030 " t = 224 -46,5-169,2= -+ 8,3°e
1050 " P = 1010 t = 233 - 45,6 - 169,2 = -. 18,2 0 e
P 1030 " P= 990 " t = 242,5 - 44,7 --- 169,2 == -+ 28,6° e
7010 " P = 970 " t = 252,5 - 43,8 - 169,2 =c - ! 39,5 ° C

990 r"-. Die ermittelten t-Werte werden in Abhängigkeit von P


970
- 20 -70 TO +70 +21} +30 oe 1-'10
l"-. dargestellt in Abb. 23.
Temperatur t - · Die Kurve ergibt für:
Abb.23. t = -20 0 _10 0 ±Oo + 10 ° +20 0 +30 0 +40° C
P =1094 1069 1046 1026 1006 B86 968 kg/cm 2
Durchhang:
, 0,0089 X' 0,0089 3 x'
f -- _.0,C039· 3.')C002 + 0,0089 3 • :15000 '
J= 8p -+38~; -- -8- p-- ~-384 p3- - .

Die obigen poWerte ergeben für:


t = -20 0 _10 ° ±O o + 20 0 -; -30 0 -j- 40 ° C
! = 1244 1273 1301 1355 1381 1405 cm
Durchhang bei - ri und Zusatzlast : C

0,0142 X·, f- 0,0142 3 x' 0,0142. 350002 + 0,0142 3 .35000 ' = 1363
8 Po - :184 p~ =, 8·1600 384. 16003 cm.

Berechnungsbeispiel für Abspannketten.


Hohlseil Kupfer 25 mm 0 195 mm 2 , Spannweite x = 350 m.
Größte Beanspruchung Po = 16 kg/mm 2 (Abb.24).
Abb.24. Doppelabspannketten l = 2,10 m lang und 200 kg schwer.
Faktor für die kritische Spannweite = 8,19 (s. Tabelle 5, S. 16).
Somit x p = 8,19·1600 = 13100 cm. Folglich Po bei _50 und Zusatzlast.
? ~~3

Eigen- 'llld Zusatzlast = 2,773 kg/m; 00 = -~~~ = 0,0142 kgjmm 2 •


Ermittlung der Durchhänge. 21
Temperaturgleichung :
+ fia: Po + t0 .,
2 -,
t - Ö x~ a: Öo x~
- 24 D pi - fi P - 24 D P5
~= <5 Vm + l', m= 6~ (~
x !l22
+ 1)2. '
1)0 = <5
0
Vm 0 + l', m0 = 6~
x 2
(!lt.o + 1)2.
!l2.0 '

X2 = 350,0 - 2·2,10 = 345,80 m; Go = 200 + 2·2,50·2,10 = 210 kg;


G 200
= F = 1,95 = 102 kgjcm 2 ; (/2 = 0 x 2 = 0,0089·34580 = 308 kgjcm 2 •

r r
gl

m = 6 ~2 (:: +1 = 6 3:!~0 (~~~ + 1 = 0,064; ~ = 0 Vm + 1 = 0,0089 V1,064 = 0,009;

gl.O -
_ Go
F -
_ 210 -_ 10 8 k g j cm,
1,95 2·
g2,O = <5 0 X2 = 0,0142·34580 = 491 kgjcm 2 •

mo = 6 X 2
I (!lt.o
!l2.0 + 1
)2 210 (108)2
= 6 34580 - 1/ 1/-
491 + 1 = 0,054; 00 = 00 t mo + 1 = 0,0142 t 1,054 = 0,0146.
Folglich:
t
=
0,009 2 • 34580! ~ _
24.0,000017 p 2
° ,;)
04~2
P
_ 0,0146 2 34580!+ 00452.1600 - 5'
24·0,000017 16002 ' ,

t = 237 400000 ~
p-
- 0,0452 P - 244 + 72,3 - 5; 1080

t = 237400000 -:;
I
- 0,0452 P - 176,7.
~~
7060
~
p-
Mit P = 1080 kg/cm 2 wird t = 203,6 - 48,8 - 176,7 = -21,9° C 10IfO ~ ,
1020 ~
"p=1060 "t=211,4-48,0-176,7=-13,3°C "-
P
" P~-= 1040 " t=219,4-47,0-176,7=- 4,3°C 1000 "-'",,-
" P = 1020 " t = 228,2 - 46,1 - 176,7 = + 5,4 ° C
" 980
" P = 1000
" P = 980
" t = 237,4 - 45,2 - 176,7 = +15,5° C
t=247,3-44,3-176,7= +26,3°C
960
-Zf) -70 to +10 t-2Q +30 "-
oe f'lO
Temperatur t -
" P = 960 " t = 257,5 - 43,4 - 176,7 = --'-37,4° C
Abb . 25.
Die Kurve (Abb. 25) ergibt für:
t = - 20 ° - 10° ± 0° + 10 0 20 0
--'- -+- 30 0 +40° C
P = 1075 1052 1031 1011 991 973 955 kg/cm 2
Durchhang:
I 1 1358210
j= 8P(4g 1 l + g2X); j= 8P(4 ·102·210 + 308·35000) = P

Die obigen p-Werte ergeben für:


t = -20° -10° ±oo +10° +20° +30 0 +40° C
j = 1263 1291 1317 1343 1370 1396 1422 cm
Durchhang bei - 50 und Zusatz last :

8~o (4g 1 ,o l + g2,O x) = s. :600 (4·108.210 + 491· 35000) = 1349cm.

Beispiel für Abspannketten an ungleich hohen Aufhängepunkten.


Es wird das vorige Beispiel zugrunde gelegt, der vertikale Abstand b
der Aufhängepunkte beträgt 150 m (Abb. 26).
Größte Beanspruchung der Leitung am oberen Aufhängepunkt
0'0 = 16 kg/mm 2 •
Abb.26.
Somit:
Po = 0'0 -
<50 X'2
00 ( ~ +"2
b) = 16,00 - 0,0142
(°,0142,381 2 150)
8.16,00 + -2- = 14,71 kgjmm .
2
22 Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

Temperaturgleichung :
_ ;52 xi ~~ x]
+ -:& Po + 10 ,
0: 0: •
t- 2H -pi - 7} P - 24 -& p~

;5 = ö Vm+l; m = 6 (~ + 1)2 J,;


Y2 x,
(50 = Öo Vm o -+1; mo = 6 (fu
Y2.0
+ 1)2 J,-
x t
;
X' = V350 2 + 150 2 = 381,Om; X~ = 381,0 - 2 ·2,10 = 376,8m; x 2 = 350 - 2·2,10 = 345,8m;
308 + 1)2 ~
m -- 6 (102 37080 -- 00-99'
, ;) -, ~U = 0,0089 1/V0,0592 + I = 0,009',
108 ). 2 210 _
mo = 6 ( 491 + I ;17680 = 0,0;)0; t30 = 0,0142 VO,05 + i = 0,0145.

Temperaturgleichung :
0,009 2 • 34580~ ~ _ 004"'? __ ~~ 345802
t-
-
24. 0,U00017 p2 ' ,)- P 24.0,000017 14712 + 0 ,0 40:-2· I 4 7 I - "'.
'),

t = 237 400000 -~2


P
- 0,0452 P - 288,6 + 66 ,5 - ;>;

1 = 237400000 -; - 0,04;)2 P - 227;


p
980 Mit P = 980 kg/cm 2 wird t = 247,3 - 44,3 - 227 = -24,0° C
"kg /cmz..
960 "- " P = 960
"
t = 257,6 - 43,4 - 227 = -12,8° C
110 I"-. " P = 940 t = 268,7 - 42,5 - 227 = - 1,0° C

w ~ " P = 920 t = 280,5 - 41,5 - 227 = + 12,0° C

" '" " P = 900 t = 293,1 - 40,7 - 227 = +2;>,4° C


9 00
" P- 880 t = 306,;> - 39,8 - 227 = -+ 39,7 ° C
8<'80 '~
-?11 - 10 to +10 +20 +30 oe HO Die Kurve (Abb. 27) ergibt für:
Temperotllr t - -
t = -20° -10 ° ±O o +10° +20 ° +30 ° +40°C
Abb . 27 .
P = 972 954,.') 938 923 908 894 879,5 kg/cm 2
Durchhang: 1 1 14~7560
! = 8P (4 gll -:- g2 x') = 8P (4· 102·210 -:- 308.381(0) = -_/]-)- ;

Die obigen p-Werte ergeben für:


t = - 20 0 _ 10 ° ±0° +10 ° +20 0
+30 0 -;-40 0 C
f = 11520 1548 1575 1601 1627 16;>3 1679 kg/cm 2.
Durchhang bei - 5 v und Zusatz last :
!-5°+Zus. = 8~o (4g 1• n l + g:!.,ox ' ) = 8. :471 (4·108·210 + 491· :l8100) = };)97 cm.

Berechnungsbeispiel für Stahl-Aluminium-Seil 1 :3.


Stahl-Alu-Seil I: 3,28 mm 0, ll3,5 -1- 341 = 454 ,5 mm 2 Querschnitt.
Höchstzugspannung Po = 8,00 kg/mm 2 • Spannweite x = 320 m (Abb. 28).
Abb . 28. (Mit gleichem Seil querschnitt und Po = 8,00 kg/mm 2 , x = 320 m
ist im Jahre 1935 die 220 kV-Strecke Lehrte -- Harbke gebaut worden.)
Eigenlast des Seiles:
Stahldrähte: I + 6 + 12 = 19 Stück 2,76 mm 0 = ll3 ,5 · 7,8;) = 891 g
Aluminiumdrähte : 20 + 26 -+ 32 = 78 Stück 2,36 mm 0 = 341 . 2,70 = 922 g
Eigenlast·. ö = 0,891-t~9~~
4 5 4 ,=50004
' kg(mm 2 ,• Eislast: 180 lid
V
= 180 1/V 28 = 952 g.

Eigen- und Eislast : .I:


Uo
= 0,891 + 0,922
454,5
+ 0,9.')2 = 0 00608 k (
'
2
g mm .

Kritische Spannweite: X
p -
-800 1/
V-?4.10?I()
,"- - Ö 0,0062 15
-
. -- 800 1'- )?-I')I"Ocm
0,004 2 - ' . ,- - - v .
Ermittlung der Durchhänge. 23

Es ist X > x p , somit größte Leitungsbe~nspruchung bei _50 C und Zusatzlast.


Temperaturgleichung :
152 x2 a cl' x2 a
t = 24~ p2 - {f P - 24°~ Pö + 7;- Po + to;
0,0042 320002 0,134.10- 5 1 000608 2 0134 10- 5
8002 32000 + ~-
24. 1,92. 10- 5 ---'-- 1,92. 10- 5 800 - 5',
2
t = 24. 1,92. 10- 5 ~ - 1,92. 10- 5 P -

t = 0 , 0348 3 2 009
p2
2
- 0 07 P - 128 , 7 + 56 - 5',
'

t = 35635000~
p
- 0,07 P - 77,7.

Mit den angenommenen p-Werten von:


P= 480 500 520 540 560 580 600 kgjcm 2
ergibt sich
t= +43,4° +29,8° +17,7 0 +6,7° -3,3° -12,4 -20,7°C.
Die t-Werte sind in Abhängigkeit von P in Abb. 29 dar- 600
gestellt.
Kg/Cm.2 '\,

"
580

t
Die Kurve ergibt für:
= -20° -10 ±Oo +10°
0 +20° 30 0 +40 0 C
t 560
5'10
'\..
P= 598,5 574,5 553,5 534 516,5 500 485 kgjcm 2 P
5M
r--..
Aus f =
15 x 2
8p +
15 3 x 4
384p3

wIrd: soo "'-
'180 ~
1024 1055 cm. -?IJ -10 tO +10 120 f30 +'/0 oe
1= 857 892 926 960 992 Temper(JtlJr t -
Durchgang bei -5°C und Zusatzlast: Abb.29.
6,08.10- 3 .3202 + 6,08 3 .10- 9 .320 1. = 974 + 0 12 = 9 86
8.8,00 384.8,003 , , , m.

Berechnung großer Spannweiten.


Bei der Berechnung großer Spannweiten, die das übliche Maß der im Weitspannsystem
ausgeführten Felder überschreiten, z. B. Talüberspannungen, Seekreuzungen, oder Spann-
weiten mit großer Höhendifferenz der Aufhängepunkte ist zu beachten, daß die zulässige
Höchstzugspannung am oberen Aufhängepunkt nicht überschritten wird.
In der Durchhangsberechnung für normale Feldweiten des Weitspannsystems bedeuten
die Werte Po in den Zustandsgleichungen (S. ] 7) diejenige Leitungsbeanspruchung, die am
tiefsten Punkt des Durchhangs wirksam ist.
Bekanntlich ist der Leitungszug an einem höher liegenden Punkte des Durchhangs größer
als an einem tiefer liegenden, und zwar um einen Betrag, der gleich ist dem Gewicht eines
Seilstückes von der Länge des Höhenunterschiedes der betrachteten Punkte. Soll der Wert Po
erst am Aufhängepunkt erreicht werden, dann ist folgender Berechnungsgang zu beachten.

1. Bei gleich hohen Aufhängepunkten.


Aus d.en beiden Grundgleichungen 170 = Po - bol und 1= P80X2
0"0
ergibt sich nach Um-
formung
I
170 = 2 Po ± 4 Pö - -öÖ8 - .
X2 VI?

Aus der Beziehung


H. Bei ungleich hohen Aufhängepunkten.

17 0 =
17 0 = Po - bo (I

21 ( Po - 15 0 b )
-2- ±
+ ~)
V
und f

4i (Po - -2-
= *
<5 0 b ) 2
-
ergibt sich nach Umformung

ÖÖ X'2
-8- .

Die folgenden Zahlenbeispiele zeigen die Anwendung.


Allgemeine Grundlagen der Berechnung.

1. Berechnungsbeispiel für gleich hohe Aufbängepunkte.


Kupferseil 185 mm 2 , Spannweite x = 800 m (Abb.30).
Höchstzugspannung am Aufhängepunkt U o = 14,00 kgJmm 2 •
Es ist <5 = 0,0089 kgJmm 2 ; <50 = 0,01304,...., 0,0131 kgJmm 2 (Tabelle 4);

=~P ±V~p2- 2
=~1400±1/~14002- 0,0131·800:
U
o 20 0 4
(jijx
8 2' V4' 8

= 7,00 ± V49,0 - 13,729 = 12,93 kg/mm%.


Abb. 30. Durchhang bei - 50 C und Zusatzlast :
.5 0 x2 (j3 x~ 0,0131 .8002 0,01313 . 800 4
8.12,93 + 384.\2,933 8.12,93 + 384.12,933 = 80,99+ 1,1l = 82,lOm.

x:p. -
Temperatnrgleichung:
~
t = 0,194 0,0452p - 2451-%-x 2 + 0,0452uo + t o ;
Uo

t = 0,194 x 2 ;2 - 0,0452 P - 2451 °i~~~!2 80000 2 + 0,04.'52·1293 - 5;

t = 1241600000~
p
- 0,0452p - 1608 + 58,4 - 5;

t = 1241600000 --;- - 0,0452p - 1555.


p

890
Mit P = 890 kgjcm 2 wird t = -27 0 C
lIg/cm2~ " P = 885" "t = - 9° C
885 " t=+10°C
P = 880
~ " t = +27° C
P = 875 "
t 8&1
~ " P = 870 t=+44°C
P ~ Die Kurve (Abb. 31) ergibt für:
875
~
t =_20° -10° ±Oo +10° +20° -;-30° +40 0 C
~
870 P = 888 886 883 880 877. 874 871 kgjcm 2
-20 -70 IO +10 .,.ZIJ "'30 oe +'10
Temperatur t - Durchhang:
Abb. 31. f == 0,0089· 800 2 + 0,0089 3 • 800 1

8p 38ip3
Die vorstehenden p-Werte ergeben für:
t = -20° -10° +20° +30 0 +40° C
f = 81,0 81,2 82,0 82,3 82,5m
2. Berechnungsbeispiel für ungleich hohe Aufhängepunkte.
Bronzeseil BzII 50 mm 2 , Spannweite x = 500 m. b = 300 m; x' ~~ V-50-0-2-+-3-00 2 = 583 m.
(Abb.32.)
Höchstzugspannung am oberen Aufhängepunkt bei einfacher Eislast = 12,00 kgjmm 2 •
Es ist Öo = 0,0199 kgjmm 2 ; <5 = 0,0086 kgjmm 2 (Tabelle 4).
b)
Öo (f +"2 undf=~ ergibt sich:
'2
Aus U o = Po -

ao ="2 Po -
I (
+b)
(j
±
1/ 1 (
V4" ,Po - +b) - ~8
(j 0'
2 X'2

= ~ (12 0 _ 0,0199 . 300) ...!-V_l- (12 0 _ 0,0199· :1(0) 2_ 0,0199 2 .583 2


Uo 2' 2 -'-- 4' 2 8
Go = 6,39 kgjmm 2 •
. (j~ X'" 0,0199 3 . 583 1 •
Aus dem BeIwert 3840" = 384.639 3 = 9,00 m, somIt der
genaue Wert 11 ,

Go = 6,31l - 1l,0· 0,0199 = 6,21 kgjmm 2 •

0.0199.583 2
D urchhang bei -5°C und Zusatz last : -s:6~ + 0,0199 .583 3 4 - - -
384.6,2/3 = 13<J,<J+9,9=14D,4m.
Ermittlung der Durchhänge. 25

Die Höchstzugspannung beträgt


am oberen Aufhängepunkt: (10 + <5 0 (J + ~) = 6,21 + 0,0199 (145,4 + 3~0) = 12,09 kgJmm 2 ,
am unteren Aufhängepunkt : (10 - <5 0 (~ - f) = 6,21 - 0,0199 (3~ - 145,4) = 6,12 kgJmm 2 •
Tiefste Senkung der Durchhangskurve unter dem unteren Aufhängepunkt

e = 71 (f - 4"b)2 = 1 ( 300
145,4 145,4 - ~
)2 = 34,1 m. (1)

Spannwel't e: a = x -
b x - 00
4T = 0 - 300 . WO
4.145,4
-
= ;)00 - 258 = 242 m.
Aus GI. (1) ergibt sich:
1. Die Leitung hängt nur dann unter dem unteren Aufhängepunkt, wenn bj4 < f.
2. Ist bj4 = f, dann wird e = Null, d. h. der untere Aufhängepunkt ist zugleich die
tiefste Stelle der Kurve, d. h. der Scheitel der Kettenlinie.
3. Ist bj4 > f, dann liegen alle Punkte der Kurve über dem unteren Aufhängepunkt.
Die größten Leitungszüge betragen
1. für den oberen Aufhängepunkt:
in waagerechter Richtung: 12,09 cosex = 12,09 5~~~8 = 5,95 kgjmm 2 ,

in senkrechter Richtung; 12,09 sinex = 12,09 :~~:: = 10,5 kgjmm 2 ,


2. für den unteren Aufhängepunkt:
in waagerechter Richtung: 6,12 cosß = 6,12 1~!~9 = 5,35 kgjmm 2 ,

in senkrechter Richtung: 6,12sinß = 6,12 1638~~9 = 3,00 kgjmm 2 •


Die Temperaturgleichung lautet:

t = 0,188
P
x: - 0,0464p - 2510 c5~
Pu
x+
2 0,0464 Po + t o ; (S. 17);

t = 470000000 ;" - 0,0464p - 2510 2


0~;:292 50000 + 0,0464·621 - 5;
t = 470000000~ - 0,0464p - 6483 + 29 - ;3;
P

t = 470000000 -\ - 0,0464 P - 6459.


P
Mit den angenommenen p-Werten von:
p = 270,0 269,8 269,6 269,4 269,2 269,0 268,8 268,6 kgjcm 2
ergibt sich t = -24° _14° _4° +5° +14° +24° +34° +43° C
Mit diesen beiden Zahlenreihen ist in der üblichen Weise die Kurve gezeichnet worden,
sie ergibt für:
t = - 20 ° -10 ° ± 0° + 10 ° + 20 0 + 30 ° + 40 ° C
die Werte für p = 269,9 269,7 269,5 269,3 269,1 268,9 268,7 kgjcm 2

Aus diesen p- Werten ergeben sich die Durchhänge f =


0,0086· 583 2
8P
+ 0,0086 583' .
3 •
384 p3 ,

für t = -20° -10° ±Oo +10° +20° +30° +40°C


f = 145,2 145,3 145,4 145,5 145,6 145,7 145,8 m

Aus dem Schrifttum.


Petroni, V.: Ermittlung der Zugspannungen und Durchhänge von Luftkabel.Tragseilen. ETZ Bd. 60 (1939) S. 1042.
Klaudy, P.: Durchhangs- und Seilspannungsermittlung von Leiterseilen bei großen Durchhängen und Spann-
weiten. ETZ Bd.61 (1940) S. 1007.
Haberland, F.: Berechnung der Schnellhöhe von Freileitungen. ETZ Bd. 63 (1942) S. 61.
EOOrt, W.: Zur Durchhangsberechnung von Freileitungen mit ungleichem Seilgewicht. ETZ Bd. 63 (1942) S.351.
26 Berechnungsbeispiele.

ll. Berechnungsheispiele.
6. 50 k V-Leitung, 200 m Spannweite mit starren Auslegern.
Statische Berechnung eines Tragmastes für 820 kg Zug, 15 m Länge über Erde.
Die größte Spannweite beträgt 200 m. Verlegt werden:
6 Leitungen Cu 50 mm 2 , 9 mm 0, mit einer Höchstzugspannung von 19 kgjmm 2 ;
1 Erdseil Fe 35 mm 2 , 7,.") mm 0 mit einer Höchstzugspannung von 24 kgjmm 2 •
Größter Durchhang der Leitungen bei -5 ° C und Zusatzlast :
f -:; O+Zus. -- 0,0199 . 2002 -
8.19 -
.-
0, ° m.
2"

Erforderlicher Mindestabstand der Leitungen voneinander (VDE 0210, § 9, a)


a ~~ 0,75 Vfmax + 1;0 = 0,75 V5,25 + 15500 = 2,0;) m.
Hierfür gewählt mit Rücksicht auf große Betriebssicherheit für a = 2,50 m (Abb. 33).
Das Schwingungs bild (Abb. 34) wird gezeichnet für die bei +5° C auftretenden Durch-
hänge, weil bei dieser Temperatur erfahrungsgemäß die stärksten Stürme herrschen.
Die größten Ausschwingwinkel betragen:
a) Erdseil :
Winddruck ur = 125.0,;), 0,0075 = 0,468 kgjm . ~,
Eigenlast G = 0,273 kg jm.
Ausschwingwinkel:
W 0,468 t 1 ~I 60 0
(Xl = -G = 0,273 = g , I = .

'+----I<-t- 1,75
/1 ./
-.l--f'---
/ I
II I
j I
' U
H--I 750 = 0,33

Abb.33. Abb.34.

b) Leitung: EigenlastG 1 =O,44· 200=88kg; Isolatorenkette=25kg, G2 =88+25=113kg;


Winddruck W 1 = 125· 0,5· 0,009· 200 = 112,5 kg; Winddruck auf Isolatorenkette = 8 kg,
W 2 = 112,5 + 8 = 120,,'5 kg.
Ausschwingwinkel:
N
"'2
= ~
G
= ~20.5
H3
0= tgl ' 06 = 4~l o., . -- 0-;
(\3 -
112,5 - t 128 - "'2°
Ir, -- -S8 - g, -- 0 •
2

Wie das Schwingungs bild ergibt, behalten die Leitungen auch bei starkem Sturm ge-
nügend Abstand voneinander (Abb . 34).
Tragmaste werden berechnet für Winddruck senkrecht zur Leitungsrichtung auf Mast
und Kopfausrüstung und gleichzeitig auf die halbe Länge der Leitungen der beiden Spannfelder .
Die erforderliche Mastlänge über Erdboden ergibt sich wie folgt:
Abstand der unteren Leitung vom Erdboden am Scheitel des Durchhanges 6,50 m
Größter Durchhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ;"5,25 "
Vom Aufhängepunkt der unteren Leitung bis Mastspitze . . . . . . . . . 2,92 "
Erforderliche Mastlänge = 14,76 m
50 kV-Leitung, 200 m Spannweite mit starren Auslegern_ 27
Gewählte Mastlänge : 15,00 m über un d 2,10 m unter Erdboden
Die Belastungen aus Winddruck auf die Leitungen betragen
für das Erdseil : 125· 0,5· 0,00715· 200 = 100 kg,
für eine Leitung: 125. 0,5· 0,009: 200 = 112 kg und 8 kg auf die Isolatorkette.
Gesamte Nutzlast: 100 + 6· 120 = 820 kg.
Die Eigen- und Eislasten betragen
für das Erdseil: 0,78· 200 = 160kg,
für eine Leitung: 1,00· 200 + 25 kg, für die Isolatorkette = 225 kg.
Gesamtlast der Leitungen, Isolatoren, Querträger und Mastschuß 1 = 2400 kg.
Der Mast ist 2schüssig konstruiert mit 540 mm oberer Mastbreite und
40 mm/m Zunahme der Mastbreite. Länge des oberen Schusses = 8,00 m. o, 10t --,-~
Winddruck auf Schuß 1 = 125· 1,5· 8,00 (2· 0,055 -+ 1,3· 0,045) = 260 kg
und 40 kg für den ErdseiIträger = 300 kg gesamt.
Die größten Biegungsmomente betragen (Abb. 35):
M = 0,100·8,60 = 0,860 mt M = 1,120·7,00 = 7,840 mt
M = 0,240· 8,00 = 1,920 " M = 0,260· 3,50 = 0,910 "
M = 0,480·5,80 = 2,784 " Q= 1,380 .J.lfo = 15,514 mt
M = 0,300· 4,00 = 1,200 "
MI = 6,764 mt

Schuß 1.
Mastbrcite: BI = 540 + 40· 8,0 = 860 mm_
Größte Gurtkräfte : ±S = 6,7~ ~~ 2.40 = ..l_ 3,47 t
2 . 0,83" 4 --'- 4,67 .
Gewählt: L 55· 55 ,5 mit i x = 1,67 cm; Fbr = 5,32 cm 2 ;
_ l 114
Knicklänge : I ~= 114 cm ; A = T = 1,67 = 68;
Knickzahl : w = 1,36.
Größte Beanspruchung: - 1,36·4,67 _ 1 l<j t/
Gd - -----s.32·- - ,. cm. 2

Zum Anschluß an Schuß 2 gewählt 6 Schrauben 5/8" 0 .

Schuß 2.
Mastbreite am Erdaustritt: B o = 540 + 40·
+ 2·7 = 1154 mm.
15,0
Winddruck: W2 = 125. 1,5.7,0 (2. 0,06 + 1,3.0,05) = 260kg.
Eigenlast: G = 2400 + 400 = 2800 kg.
2

Größte Gurtkräfte :
Gewählt:
-l-S =
~
L 60· 60· 7 mit F br =
15,514 ..,.... 2,80 =
2· 1,12"'" 4
7,97 cm 2;
±
i x = 1,80 cm;
, 1:34
6,24
7,64
t

~_
(Abb 36)
..
.+ .
L 60.6O.7

Größte Knicklänge : 1= 134 cm; A == 1 HO =


, ,;);

Knickzahl : w = 1,49;
Größte Beanspruohung: = 1,49 . 7,64
7,97
= 1,43ct/m 2 .
Gd Abb . 36.

Diagonalen.
Für die Ermittlung der Diagonalen sind die bei Leitungsbruch entstehenden Belastungen
maßgebend, da sie größer sind als die Kräfte aus Normalbelastung. Zur Berechnung des
Drehmomentes, das beim Bruch einer Leitung entsteht, ist bei Tragmasten der halbe Höchst-
28 Berechnungsbeispiele.

zug einer Leitung einzusetzen (VDE 0210, § 17, c). Bei vorliegendem Mast ist jedoch aus
besonderen Gründen (Rauhreifgebiet) der volle einseitige Höchstzug einer Leitung eingesetzt
mit Z = 19·50 = 950 kg. Die Beanspruchung der ·Eckstiele ist geringer als bei Normal-
belastung. Für die Berechnung der Diagonalen ergeben sich folgende Werte:
Größte Querkraft in einer Mastwand im Angriffspunkt von Z:
Qmax = ~ 2 B.
+ ~2 = 0,95· 4,25 + 0,95 = 3 84 t
2· 0,60 2 ' .
Querkraft eines beliebigen Feldes:
Q= .
Stabkraft der Diagonale eines beliebigen Feldes:
Qmax ~e ;

D = Q ~ (Abb. 37 und 38).


z Für die oberste Diagonale unter dem unteren Querträger ergibt sich für:
Q - ') 84 0,612
0,60 -- ,3, 76 t.
- cl,

743
Stabkraft: D = 3,76 580 = 4,80 t.
Gewählt: L 415·45·.'5 mit F br = 4,30 cm 2 , i~ = 0,87 cm;
Knicklänge: l=62cm; /=+0~:7=71; w=I,41;
Abb. 37 u. 38. B eanspruc h ung: 1,41.4,80 1 -~ I 2
Gd ,=c 4,30 = ,;)' t cm .
Zum Anschluß genügen 2 Niete von 14 mm 0.
Die Stabkräfte der Diagonalen im 2. Mastschuß werden in der gleichen Weise ermittelt.

Querträger.
Die Querträger sind zu berechnen für die größten senkrechten Belastungen, die bei
intakten Leitungen auftreten und außerdem für den halben bzw. vollen einseitigen Höchstzug
einer Leitung. Für den unteren Querträger ergibt sich bei intakten Leitungen: Eigen- und
Eislast einer Leitung mit Isolatorenkette und Knotenpunktslast : 200 + 25 + 50 = 275 kg.
Größte Stabkraft im Obergurt :
+8 = ~,.2~,~ (1,41) + 3,95) = + 1,06 t.
Gewählt: 1 L 85· 35·4, reichlich.

1,7S=!I2,SO
1,'15 ~
">-
I ~
i}
Stabkraft im Untergurt bei Leitungsbruch :
--L 8 = 0,91>·3,95 =
-L. 0,661 ± 15,70 t,
?;; • dazu aus senkrechter Belastung: = - 1,06 t.
~ I I Gesamt: - 5,70 - 1,06 = - 6,76 t.
=--::;;;:;Jj'~:~ll\Pf:st::5E:J'lIe!it~,~:~ Gewählt: [8 mit F br = 1l,0 cm 2 ; i x = 3,10 cm; i ll = 1,33 cm;
Knicklänge: l = 145 bzw. 72,5 cm.
°
~
~
Abb • 39 U.
40 . ' _ 3,10
A -
14.'5 -_ 47,. 72,5
1,33 -_ " . w -_ 1, 2'
,>4, 1, Gd -_ --11-;0- 7 - t I'cm 2 .
1,21·6,76 -- ,;)

Für die Diagonalen gewählt L 35 - 35 - 4, reichlich (Abb. 39 u. 40). Der obere Querträger
besteht aus denselben Profilen.
Betonfundament.
Bei der Berechnung des Fundamentes ist der passive Erdwiderstand ermittelt worden,
der an der drückenden Fundamentwand wirksam ist. Die Reibung, die aus dem aktiven
Erddruck an den beiden der Zugrichtung parallelen Seitenwänden entsteht, ist zugunsten
der Standsicherheit nicht berechnet worden.
Größte Querkraft aus Nutzlast und Winddruck: Q = 1,38 t (s. S.27).
Größtes Biegungsmoment an der Fundamentsohle: Mo = 15,514 + 1,88 - 2,2 = 18,55 mt.
50 k V.Leitung, 200 m Spannweite mit sta.rren Auslegern. 29
In nachstehender Berechnung bedeutet:
Ye = Raumgewicht des Erdbodens = 1,60 tfm 3 ,
f'b = Raumgewicht des Betons = 2,00 tfm 3 ,
q; = Böschungswinkel des Erdbodens = 37°,
f1 = Reibungswert zwischen Beton und Erde = 0,40.
Die Abmessungen des Fundamentes zeigt Abb.41.
Eigenlast des Fundamentes:
Gb = [2,00 2 .0,30 + 1,40 2 (1,90 + 0,15 + 0,;5) ]2,00 = 10,63 t,
Eigenlast der Erdauflast :
Ge = [2,:0 (2,00 2 + 2,60 2 + 2,0.2,6) - 2,0 2 .0,3 - 1,4 2 • 1,9]1,60 = 10,90 t
Gesamtlast des Mastes mit Leitungen: = ~ 2,97 t.
Gesamtlast an der Fundamentsohle : G = 24,50 t,
Größte mögliche Reibung an der Sohle: R = f1 G = 0,40 . 24,50 = 9,80 t,
Größte auftretende Querkraft : Q= 1,38t.
Es ist f1 G > Q, folglich kann das Fundament auf dem Erdboden nicht gleiten, die Dreh-
achse muß in der Ebene der Sohle liegen.
Der spezifische Erd widerstand in der Tiefe t = 2,20 m beträgt:

ep = Ye t g2 (45 0 + ~ )t = 1,60tg2 (45 0 + 3;) 2,20 = 14,10 tjm 3 •

Die Spannungsfläche des Erdwiderstandes verläuft nach


einer Parabel, dessen Tangente die Linie des spezifischen
Erdwiderstandes ist.
Somit Scheitelhöhe der Spannungsfläche :
1
h ="4 ep ; (Abb. 42.)
der gesamte Erdwiderstand :
E = ~
4
ep ~3- t b1 = ~
4.
14,10 ~l 2,20·1,40 = 7,25 t .

Hierdurch ergibt sich ein Moment, bezogen auf Funda-


mentsohle : t _ 2,20
MB = E2" = 7,2<>2 = 7,97 mt.
Von der Sohle ist aufzunehmen: M = M s - MB = 18,55 - 7,97 = 10,58 mt.
Durchgangspunkt der Resultierenden
d . M 10,58
von d er F un amentmltte: x = G = :!4,50 = 0,43 m,

von der Fundamentkante y =- ~ - x = 2,~ - 0,43 = 0,57 m.

Größte Kantenpressung an der Fundamentsohle :


_ 2G _ 2 . 24,50 _ j 2_ k j 2
G - 3yb - :3.0,57.2,00 - 14,3t m - 1,43 g cm.

Diese Fundamentberechnung ist nach dem bekannten Buche von H. FRÖHLICH l auf-
gestellt worden. Es sind aber auch andere Berechnungsmethoden von G. SULZBERGER und
A. BÜRKLIN entwickelt worden, wovon Zahlenbeispiele auf den folgenden Seiten enthalten
sind.

1 Fröhlich, H.: Beitrag zur Berechnung von Mastfundamenten. 3. Auf!. Berlin 1936.
30 Rerechnungsbeisp:ele.

Tragmast für 820 kg Zug, la.OO m Unge über Erde (Abb. ,43-a2).
Elektr. Spannung = 50 k V. Spannweite = 20 m.
6 Cu 50 mm 2 mit U m .. = 19 kgjmm z • 1 Erdseil F e 35 mm 2 U mn = 24 kgjmm2 •

chnitt A·B.O·D.

Ab b . 43.

Abb.44.

Abb.45.

Abb. 4(i.

Abb.49. Abb.50.

- f~
E ckeisellstoß. Diagonalanschlu ß
im .Mastoberteil.

Abb.47.
Ahb. 45-47. E inzelheiten der Querträger.

1..115·115 ·5

Abb. 51. Abb.52.


ehnitt E·F. Abwi ckl ung
der Diagonalen .

Gewicht des Mastes = 935 kg


G 'wic·ht der (~u e rtj'äg l' = 475 kg
Gesamtgewich t = 1410 kg
Abb. 48.
Inh alt des Bctonfundaments = 5,32 m3 .
50 kV-Leitung, 200m Spannweite mit starren Auslegern. 31
Tragmast für 820 kg Zug; 15,00 m über Errk. 50 kV-Leitung.
Gewichtsberechnung.
Gewicht Gewicht
Stück Gegenstand I
Einheit Gesamt Gegenstand I
Einheit Gesamt
kg kg """' I kg kg

1. Blitzseilträger: 4. Mast-Oberteil:..
2 Gurtungen [8 ,0,94m 8,64 16 4 Eckeisen L 55· 55 . 5 .8000 4,18 134
2 Knotenbleche 90· 6 400 4,24 3 4 Kopfbleche 300· 6 . 552 14,1 31
2 ",nschluß L 45 . 45 . 5 160 3,38 1 56 Diagonalen L 45· 45·5; 49,6lfd.m 3,38 168
1 Flacheisen 130· 8 182 8,16 I 52 Bleche 100· 6 . . 220 4,71 54
I Flacheisen 60· 8 120 3,77 I
5. Mast - Unterteil:
2. Oberer Querträger: 4 Eckeisen L 60 . 60 . 7 .9400 6,26 236
2 Gurtungen [8 .6240 8,64 108 52 Diagonalen L 50·50·5; 65,4lfd.m 3,77 247
4 Zugstreben L 35 . 35 . 4 .2680 2,10 23 4 Horizontalen L 45 ; 45· 5 . 860 3,38 12
4 Bleche 150· 8 . 180 9,42 7 I Diagonale L 45 . 45 . 5 . .1080 3,38 4
8 Querbleche 80 · 8 3,20 lfd.m. 5,02 16 4 Fußwinkel 50·50·5 . .1238 3,77 19
2 Aufhängebügel S/8" 1,00 2 Für Schrauben und Nietköpfe 3 % =30
I Diagonale L 50· 50 . 5 . 900 3,77 3 Gesamt 935
4 Knotenbleche 120· 6 . 350 5,65 8
3. Unterer Querträger:
2 Gurtungen [8 .8740 8,64 151
2 Zugstreben L 35 . 35 . 4 .8100 2,10 34
4 Bleche 150· 8 . 180 9,42 7 Zusammenstellung:
10 Querbleche 80· 8 3, 72lfd.m. 5,02 19
Gewicht des Mastes 935
2 Querbleche L 60·60·6 . 520 5,42 6
Gewicht der Querträger 475
Horizontalen L 35·4; 2,52lfd.m 2,10 5
I
4
Aufhängcbügel 5/ 8"
4 1,00 4 Gesamt I 1410
8 Diagonalen L 35 · 4; 7,12lfd m . 2,10 15
2 Diagonalen L 50·50·5 980 3,77 7
4 Knotenbleche 120·6 . . 350 5,65 8
4 Vertikalen L 35 · 35 . 4 . 550 2,10 5
4 Diagonalen L 35 . 35 . 4 .1350 2,10 11
Für Schrauben und Nietköpfe 3 % 14
Gesamt I I 475
Statische Berechnung eines Abspannmastes für 4400 kg Zug.
50 KV -Leitung, 200 m Spannweite.
Der Abspannmast gehört zu derselben Strecke des vorberechneten Tragmastes. Die dort
angegebenen Spannweiten, Querschnitte und Höchstzugspannungen der Leitungen gelten
auch hier. Ebenso bleibt die Mastlänge über Erde mit den Werten 6,50 + 5,25 + 2,92 = ~ 15,00 m
wie beim Tragmast bestehen.
Die Anordnung der Leitungen am Mastkopf zeigt Abb. 53.
Der Abspannmast ist zu berechnen für i der einseitigen
Leitungszüge .
Sie betragen
für das Erdseil : i . 35 . 24 = 560 kg,
für eine Leitung: i . 50· 19 = 640 kg.
Gesamte Nutzlast: 560 + 6 . 640 = 4400 kg.
Die Eigen- und Eislasten der Leitungen für ein halbes
Spannfeld betragen
200 Abl) . 53.
für das Erdseil : 0,78 T = ~ 80 kg,
200
für eine Leitung: 1,00T = 100 kg und 60 kg,
für Abspanndoppelketten: 160 kg.
32 Berechnungsbeispiele.

Der Mast ist 2schüssig konstruiert mit 600 mm oberer Mastbreite und 44 mm/m Zunahme
der Breite. Länge des oberen Schusses 8,00 m und des unteren 7,00 m.

Schuß 1.
Gesamte Eigenlast für: Leitungen, Isolatoren, Querträger und Schuß 1 = 2400 kg.
Windlast : }25. 1,5. 8,0 (2. 0,08 + 1,3· 0,045) = 360 kg.
Mastbreite am Stoß: BI = 600 + 44· 8,0 = 952 mm.
O,56t
Die größten Biegungsmomente betragen (Abb . 54) :
1,28t
M = 0,560· 8,60 = 4,816 mt
2,56t
M = 1,280. 7,30 = 9,344 "
±-
L80_'80_8
o
M = 2,560· 5,10 = 13,056 "
M = 0,360 . 4,00 = 1,440 "
Mi = 28,656 mt
O,38t
Bo M = 4,760· 7,00 = 33 ,320 mt
M = 0,380· 3,50 = 1,330 "
Abb.54.
Q = 5,140 t Mo = 63,306 mt
---L- S= 28,656 _ --= 2,40 = + 15,20 t (Abb. 55)
Größte Gurtkräfte : --'-- '- 2·0,908 --j 4 -- 16,40
Gewählt: L 80·80·8 mit F br = 12,:30 cm 2 ; ix = 2,42 cm .
I 113
Knicklänge : l = 113 cm ; ix = 2,42 = 47; w I , L3 .

Größte Beanspruchung: ad = _I,I~;,!~,40 = IJ>3 t /cm 2 •


Zum Anschluß an Schuß 2 gewählt 10 Schrauben 5/S'"
Schuß 2.
Mastbreite am Erdaustritt : B o = 600 + 44· 15,0 + 2 · 10 = 1280 mlll.
Windlast: 125· 1,5. 7,00 (2·0,10 + 1,3·0,05) = 380 kg.
Eigenlast : O 2 = 2400 + 800 = 3200 kg.
Die weitere Berechnung gestaltet sich wie bei Schuß 1. Bei einer Knicklänge von 141 cm
erge ben sieh Eckstiele aus L 100· 100· 10.

Diagonalen.
Wie beim vorberechneten Tragmast werden auch hier die Diagonalen am stärksten bei
Leitungsbruch beansprucht.
Zur Berechnung des Drehmomentes ist der volle einseitige Höchstzug einer Leitung
einzusetzen. Die Eckstiele werden bei Normalbelastung am stärksten beansprucht , so daß
nachstehend nur die Diagonalen zu ermitteln sind. Der Berechnungsgang ist genau wie beim
Tragmast S. 27, Abb. 37 und 38.
Größte Querkraft in einer Mastwand im Angriffspunkt von Z:
Q
max
.= ~
2 Be
+ ·z:2 = 0,95· ~~?_
2· 0,68
+ 0,9J?
2
= 34" t
' ;) .
Für die oberste Diagonale unter dem unteren Querträger ergibt sich die Diagonalkraft :
D 0,68 808
= 3,45 0,693 64f = 4,23 t.
Gewählt: L 45·45 . 5 mit F br 4,30 cm 2, i'l = 0,87 cm ;
Knicklänge : l = 80,8 - 6,0 = 74,8 cm; i.. = 74,8 = 86' w = 1,76;
i~ 0,87 '
B eanspruc h ung: ad =
1,76·4,23
~ -_.. =
1 ~3
,I t Icm-.
0
50 kV-Leitung, 200 m Spannweite mit starren Auslegern_ 33
Zum Anschluß genügen 2 Niete 14 mm 0.
Für die untere Diagonale im 2. Mastschuß wird:

0,68 1354
D = 3 ,4 0~ 1,204 2 29 t
1150 = , .
Gewählt: L 50·50·6; Knicklänge : l = 135,4 cm.

F br = 5,68 cm 2 ; i~ = 0,96; ~ = 135,4 = 141' w = 4,71', a = 4,71.2,29 = 1 90 tj m 2


i~ 0,96 ' d 5,68 ' c.

Zum Anschluß der Diagonalen je 1 Niet 17 mm 0, reichlich.

Querträger.
Die Querträger für Abspannmaste sind zu berechnen für den einseitigen Höchstzug aller
Leitungen und deren Eigen- und Eislasten eines halben Spannfeldes.
Für den unteren Querträger ergeben sich folgende Werte:
Eigen- und Eislast eines halben Spannfeldes (s. oben) = 160 kg, dazu 60 kg Knoten-
punktslast des Querträgers = 220 kg gesamt.
Größte Gurtkräfte (Abb. 56 u. 57)
aus Leitungszug : ±81 == ~~9:5(1,45+3,95)= ±6,80t,
0,220
aussenkrechterBelastung: ± 8 2 = 0,70 (1,45+3,95)= ± 1,70t.
Für den Obergurt mit + 1,70 t Stabkraft gewählt
1 L 35 . 35· 4, reichlich.
Für den Untergurt mit - 6,80 - 1,70 = - 8,50 t ge-
wählt [8 mit Fbr = 1l,Ocm 2 ; i x = 3,lOcm; i y = 1,33m;
I 145
Knicklänge: l = 145 bzw. 72,5cm; t = 3,10 = 47;
72,5 ~ 1
1,33 = 04; w = ,21;
B eanspruc h ung: ad = 1,21. 8,50
11,0 = 0, 94 t /cm 2 .
Größte Stabkraft in einer Diagonale:
Abb. 56 u. 57.
± D = 2~';,~o (2,59 + 5,09) = ± 0,96 t;

Knicklänge : l = 93 cm.
I 93
Gewählt: L35·35·4 mit F br =2,67cm 3 ; i~=0,68cm; i = 0,68 = 137; w = 4,44;
B eanspruch ung: 4,44·0,96 / 2
ad = ~7- = 1,59 t cm .

Zum Anschluß je 1 Niet 13 mm 0 , reichlich.


Der obere Querträger besteht aus denselben Profilen.

Betonfundament.
Der Gang der Berechnung ist wie beim vorberechneten Tragmast. Das größte Biegungs-
moment an der Fundamentsohle beträgt: Mg = 63,306 + 5,14 - 2,50 = 76,156 mt. Die Ab-
messungen des Fundamentes sind aus Tafel S. 35 zu ersehen. Die Gesamtlast an der
Fundamentsohle beträgt 60,80 t. Hieraus ergibt sich eine größte Kantenpressung von
2,10 kgjcm 2 •
Taenzer. Stahlmaste. 2. Auf!. 3
34 Berechnungsbeispiele.

Durchbiegung des Mastes.


Die Durchbiegung an der Mastspitze unter Nutzlast und Winddruck beträgt nach
BÜRKLIN1:

p
f = (53P + 83)
W EzaJ (Abb. 58 u. 59).

Hierin bedeuten:
P = Nutzlast, bezogen auf Mastspitze,
l 700. 100. 10 W = Windlast auf den Mast = 740 kg,
.J = Trägheitsmoment am Mastfuß,
E = Elastizitätsmodul.
Die Nutzlast, bezogen auf Mastspitze, beträgt:
Abb.58. Abb.59 .
P = 15~00 (0,56·15,60 +- 1,28·14,30 +- 2,56·12,10) = 3,83 t.
Trägheitsmoment: J = 4(Jx + e2 F) = 4(177 + 61,2 2 .19,2) = 288320 cm 4 •
3. 3 'l.'5,003 •
Die Durchbiegung: j= ( 53830+8740) 2,10~288320 = 14,30cm.

Abspannmast für 4400 kg Zug; 15,00 m über Erde. 50 kV·Leitung.

I
Gewichtsberechnung.

G'W;'~
Gewicht
Stück Gegenstand Einheit IGesarn Stück Gegenstand I
Einheit Gesamt
kg kg kg kg

1. Blitzseilträgcr: 4. Mast·Oberteil:
4 Gurtungen L45·45·5 780 3,38 11 4 Eckeisen L 80 . 80 . 8 .8000 9,63 308
2 Bleche 110· 6 . 200 5,18 2 4 Kopfbleche 300· 6 . 612 14,1 35
2 Anschluß L 45 . 45 . 5 160 3,38 1 52 Diagonalen L 45·45·5; 50,6lfd.m 3,38 171
1 Flacheisen 120· 8 680 7,54 5 52 Knotenbleche 110· 6 . 230 5,18 62
2 Klemmplatten 120· 8 130 7,54 2
4 Diagonalen L 35·4 820 2,10 7 5. Mast·Unterteil:
4 Eckeisen L100·100·10 .9600 15,00 576
2. Oberer Querträger: 52 Diagonalen L 50·50·5; 68,0 Ifd,m 4,47 304
2 Gurtungen [8 .6260 8,64 108 4 Horizontalen L50·50·5. 922 3,77 14
2 Zugstreben L 35 . 4 ,5860 2,10 25 1 Diagonale L 50 . 50 . 5 .1210 3,77 5
4 Knotenbleche 120·6 . 350 5,65 8 4 Fußwinkel 50· 50· 5 . .1368 3,77 21
4 Bleche 180· 8 . 370 11,3 17 Für Schrauben und Nietköpfe 3% =44
4 Aufhängebügel 5/8" 1,00 4
12 Gesamt 1540
Horizontalen L 35·4; 6,40 lfd.m 2,10 13
16 Diagonalen L35,4; 12,80lfd.m. 2,10 27
2 Diagnolen L 50· 5 . .1020 3,77 8
3. Unterer Querträger:
2 Gurtungen [8 .8760 8,64 151 Zusammenstellung:
2 Zugstreben L 35· 35· 4 .8430 2,10 35
4 Knotenbleehe 120·6 . 350 5,65 8 Gewicht des Mastes 1540
4 Bleche 189· 8 . 370 11,3 17 Gewicht der Querträger 590
16 Horizontalen L 35·4; 8,90 Ifd.m 2,10 I 19 Gesamt 2130
2 Horizontalen [X.P. 8 560 8,64 10
8 Knotenbleche 189·8 . 180 11,3 16
24 Diagonalen L 35 ·35·4; 19,3 Ifd.m 2,10 41
8 Aufhängebügel 5//' 1,00 8
4 Vertikalen L 35·4 550 2,10 5
4
2
Diagonalen L 35· 4
Diagonalen L 50·5
.1350 2,10
.1080 3,77
11
8
I
Für Schrauben und l'Itietköpfe 3% 1= 23

Gesamt I 590
-
1 Bürklin, A.: Durchbiegung von Gittermasten. ETZ 1920, S.252.
50 kV-Leitung, 200 m Spannweite mit starren Auslegern. 35
Abspannmast für 4400 kg Zug, 15,00 m Länge über Erde (Abb.6O-71).
Elektr. Spannung = 50 kV. Spannweite = 200 m.
6 Cu 50 mm2 mit Gm. = 19 kg/mm2 • 1 Erdseil Fe 35 mm 2 G max = 24 kg /mm 2 •
Schnitt A-B-C-D.

Abb . H2. Abb . 63 .

AlJb. 6,1.. 4:.~


_ ' ~-'3--
. I cN'a
Abb.68.
Eckeisenstoß.
Abb . 69.
Diagonalanschlu ß
1 im fastoberteil.
I

Abb. G5. ~
i
~~~;

Ahb.6G.

Abb.62--66. Einzelheiten der Mastspitze


und Quertl'äger.
Abb.70. Abb.71.
Schnitt E-F. Abwicklung
5/8"
der Diagonalen.
Abb.67.

50 I Gewicht d s Mastes = 1540 kg


21° Gewicht der Querträger = 590 kg
Aufhängung der Abspa.nnketten. Gesamtgewicht = 2130 kg

I n ha lt des Bctonfundanlents = 14,35 m 3 • 3*


36 Berechnungsbeispiele.

7. Stahl-Aluminium-Doppelleitung 110 k V, 280 m Spannweite.


Statische Berechnung eines Tragmastes.
Die Leitungsstrecke ist 110 km lang, sie wird bespannt mit 6 Seilen Stahl-Aluminium
300 mm 2 , 24,2 mm 0 und 344,3 mm 2 Gesamtquerschnitt (DIN VDE 8204). Die Isolatoren-
ketten bestehen aus 7 Gliedern von insgesamt 1,65 m Länge. Abstand der unteren Leitung
vom Erdboden im Scheitel des Durch-
hanges = 7,00 m. Die Höchstzugspannung
der Leitung beträgt:
8,0 kg/mm 2 auf freier Strecke und
4,5 kg/mm 2 in den Kreuzungsfeldern.
Das Erdseil aus nichtrostendem Stahl
von 70 mm 2 und 10,5 mm 0 wird mit
22,0 kg/mm 2 Höchstzugspannung auf freier
Strecke verlegt.
Größter Durchhang der Leitung bei
-40°0: fmax = 8,10m.
Mindestabstand der Phasenseile von-
einander:
l/~ U l/~ UO
a= VJmax + 150; a = V8,10 + 150 = 3,50 m.
Ausgeführt ist nach Maßgabe des Schwin-
gungsbildes Abb. 72 der Abstand a
mit 4,00m.
-t-
,
Es ergibt sich die erforderliche Mast-
länge über Erde wie folgt:
- 1--
Abstand der unteren Leitung
vom Erdboden am Scheitel
Abb . 72. des Durchhanges . . . . . . = 7,00 m
Winddruck auf Leitung und Iso!.: 425 + 20 kg (s. oben). Größter Durchhang bei +40°0 = 8,10"
Länge der Hänge-Isolatorenkette = 1,65"
Eigenlast der Leitung und IsoI.: 345 + 55 kg.
Konstruktionshöhe vom Auf-
425 + 20 _
Ausschwingwinkel: (Xl = 345 + 55 = tg 1,12 = 48-, hängepunkt der unteren Lei-
tung bis zur Mastspitze . . . = 5,25 "
425
(X2 = 345 = tg 1,23 = 51°. Gesamte Mastlänge über Erd-
ErdseiI: <5 = 0,535 kg/m; W = 0,656 kg/m. boden . . . . . . . . . . = 22,00 m
0,656 Die auftretende Belastung des Mastes
Ausschwingwinkel: (X3 = 0,535 = tg 1,2 = 50°. berechnet sich wie folgt.

1. Winddruck senkrecht zur Leitungsrichtung.


a) Waagerech te Lasten:
Winddruck auf das Erdseil : 0,0105· 0,5· 125· 280 180 kg
Winddruck auf eine Leitung: 0,0242. 0,5· 125· 280 425 "
Winddruck auf eine Isolatorenkette . . . . . . . . . . 20 "
Winddruck auf die Stirnflächen des oberen Querträgers . 60 "
und auf die des unteren Querträgers . . . . . . . 90 "
Somit Zuglast am oberen Querträger : 2 (425 + 20) + 60. 950 "
und am unteren Querträger: 4 (425 + 20) + 90 . . . . 1870 "
Die gesamte Zuglast des Tragmastes beträgt: 180 + 950 + 1870 . . = 3000 "
Stahl-Aluminium-Doppelleitung llO kV, 280 m Spannweite. 37
b) Senkrechte Lasten:
Eigengewicht des Erdseiles (ohne Zusatzlast) : 0,535 - 280 . 150 kg
Eigengewicht eines Leitungsseiles : 1,22 - 280 . 345 "
Eigengewicht einer Doppel-Isolatorenkette 120 "
Eigengewicht der Querträger und des Mastoberschusses . . 1650 "
Gesamtgewicht aus Seilen, Isolatoren, Querträgern und Mastoberschuß :
GI = 150 + 6 (345 + 120) + 1650 . . . . . . . . . . . . . . = 4200 kg
Der Mast ist 3schüssig und mit Doppeldiagonalen ausgebildet.
Die Stöße der Eckeisen sind als Schachtelstöße gedacht.
Die Wind lasten auf die einzelnen Mastschüsse ergeben sich nach der Formel:
W = 125· 1,5· 1 (2. a + 3,5· b);
hierin ist: 1 = Länge des Mastschusses, a = Breite des Eckeisens, b = Breite der Diagonalen,
3,5 = Faktor der Diagonallänge.
Es ergeben sich für Mastschuß I: WI = 125· 1,5· 8,6 (2· 0,07 + 3,5· 0,05) = 500kg
Mastschuß 2: W 2 = 125· 1,5· 8,6 (2,0,09 + 3,5 + 0,05) = 580 "
Mastschuß 3: W 3 = 125· 1,5· 4,8 (2 . 0,10 3,5· 0,05) + = 350 "
Die Breite des Mastes am Kopfe beträgt 860 mm und die Zunahme
der Mastbreite = 40 mm/m.

2. Berechnung der Eckeisen (Abb. 73 u. 74).


a) Für Mastschuß 1. Größtes Moment in 8,60m Abstand von Mastspitze
MI = 0,18· 10,1 + 0,95· 7,60 + 1,87·3,60 + 0,50·4,50 = 18,020 mt.
Schwerpunktsabstand der Eckeisen :
Be = 860 + 40·8,60 - 2· 19,7 = 1165 mm.
Größte Stabkräfte : ±s = MI =f GI = 18,020 =f 4,20 = ± 6,70 t
1 2 B, 4 2· 1,165 4 8,80 .
Gewählt: L 70· 70· 7 mit f= 9,40 - 2·1,7· 0,7 = 7,02cm 2 ; i~ = 1,37cm.
1 109
Knicklänge : 1 = 109 cm; A= i = 1,37 = 80; ()) = 1,59.
Größte Beanspruchung:
- 6,70 _ 0 95 tj = ~~ = 1,59· 8,80 = I 49 tj
(fz - 7,02 - , cm 2., (Ja !br 9,40 '
2
cm .
Zum Anschluß 6 Schrauben 5/8"; reichlich.
b) Für Mastschuß 2. Eigenlast . G 2 = 4,20 + 1,00 = 5,20 t.
Größtes Moment:
M 2 = 18,020 + 3,50· 8,60 + 0,58· 4,30 = 50,614 mt.
Sch werpunktsabstand:
Be = 860 + 40· 17,2 + 20 - = 1516 mm.
2·26
Größte Stabkräfte : ±s = 50,6~ =f 5,20 = ± 15,40 t. Abb . 73 u. 74.
2 2 . 1,516 4 18,00 '
L 90·90·10 mit f = 17,1 - 2·2,0 = 13,1 cm 2 ; i~ = 1,75 cm ;
130
Knicklänge: 1 = 130 cm; A= 1,75 = 74; ()) = 1,47;

Größte Beanspruchung: (Jz -- 15,40


13,1 - 1 ' 18 t/cm 2·, (Ja
= 1,47.18,0 =
17,1
I 55
'
t/cm 2 .
Zum Anschluß 8 Schrauben 3/4"; reichlich.
38 Berechnungsbeispiele.

c) Für Mastschuß 3. Eigenlast G3 = 5,20 + 0,60 = 5,80 t.


Größtes Moment: M 3 = 50,614 + 4,08.4,80 + 0,35.2,40 = 71,038 mt.
Schwerpunktsabstand : Be = 860 + 40.22,0 + 40 - 2·28 = 1724 mm.
G "ßt St bk "ft
ro e a ra e:
±S3 = 2.1,724
71,038 5,80
=f -4- =
±19,15 t
22,05;
L 100·100·10 mit f = 19,20 -- 2·1,7·1,0 = 15,8 cm 2 ; i~ = 1,95 cm;
136
l = 136 cm; 1,95 = 70; w = 1,39;
G rö ß te B eanspruc h ung: (Jz -- 19,15
15,8 1 , 2 1 t j cm 2., = 1,39· 22,05 = 1 60 tj 2
= (Ja 19,:W ' cm .

1J:~~
3. Berechnung der Diagonalen (Abb. 75 u. 76).
Für die Berechnung der Diagonalen ist die "Belastung bei Leitungs-
I I-- - l:- - -I bruch" (VDE 0210, § 17, c) maßgebend, da diese größere Werte ergibt als
Abb.75. die "Normalbelastung" (VDE 0210, § 17, b).
Der halbe Höchstzug einer Leitung beträgt Z = t . 344· 8,0 = 1376 kg,
wirkend am Hebelarm von l = 4,80 m beim oberen Querträger und 6,80 m
beim unteren.
Die größte Querkraft beträgt:
Zl Z
Q= 2B, + 2;
hierin ist B, = Schwerpunktsabstand der Eckeisen am Angriffspunkt von Z
(Abb. 75 u. 76).
a) Diagonale unter dem oberen Querträger (Feld 2).
Abb.76.
Schwerpunktsabstand der Eckeisen :
1. Am Angriffspunkt der Kraft Z : Be = 860 + 40· 1,0 - 2· 19,7= 860 mm'
2. In Höhe des SchnittpunktesderDiagonalen: Ba = 860 + 40· 1,49 - 2· 19,7 = 880 mm.
Querk ra f t am Angn'ff spun kt von Z : Q max = 1,376·4,80
2.0,86 + -2-
1,376
=4, 53 t .
Querkraft in Höhe des Schnittpunktes der Diagonalen: Q2 = 4,53 ~:~~ = 4,43 t.

Größte Diagonalkraft im Felde 2: D = 4,43 ~ = 4,43 1177 = 3 10 t


2 bm 2 840 ' .
Gewählt: L 50·40·4 mit f = 3,46 cm 2; i~ = 0,84 cm;
l 60
Knicklänge : d1 = 60 cm; A = T = 0,84 = 72;
Knickzahl: w=I,43;
Beanspruchung: - 1,43. 3,10 _ 1 28 tj 2
(Ja - 3,46 -, cm .
b) Diagonale un ter dem un teren Querträger (Feld 6).
Schwerpunktsabstand der Eckeisen :
1. Am Angriffspunkt der Kraft Z: Be = 860 + 40· 5,0 -- 2.19,7= 1021mm.
2. In Höhe des Schnittpunktes der Diagonalen: Ba = 860 + 40· 5,535 - 2· 19,7= 1042 mm.
Querk ra ft am A ngn'ffspun kt von:Z Qmax = ~,02 1,376 =5, 27 t .
1,376· 6,80 + -2-

Querkraft in Höhe des Schnittpunktes der Diagonalen: Q6 = 5,27 ~:~! = 5,16 t.


Es ist: Diagonallänge d = 1357 mm, d 1 = 691 mm, Breite bm = 1002 mm.
S oml't gro"ßt e D'Iagona lk ra ft : D 6 5,16 1:{57
= T 1002 = 3,50 t.
Gewählt: L 50·40·5 mit f = 4,27 cm 2 ;
i 0 84 cm 69,1 = 82' w = 1,65; (Ja = 1,65,3,50 = 1,35 tjcm 2 •
~ =, , 0,84 ' 4,27
Stahl-Aluminium-Doppelleitung HO kV, 280 m Spannweite_ 39
c) Diagonale im Stoßfelde I (Diagonalfeld 9)_
Schwerpunktsabstand der Eckeisen in Höhe des Schnittpunktes der Diagonalen:
Ba = 860 + 40· 8,60 + 20 - 2·26 = 1172mm, d = 1569mm, d} = 800mm, bm = 1128_
Querkraft: Q9 = 5,27 :~07~ = 4,60 t;

Diagonalkraft : D = 4,60 1569 = 3 19 t


9 2 1128 ' -
1 80 -212- _2,12.3,19_158tj
Gewählt: L 50·40·5; Je = T = 0,84 = 95; W - , , ad - 4 ,27 -, cm 2 .

d) Diagonale im Stoßfelde II (Diagonalfeld 16).


Schwerpunktsabstand : Ba = 1512, d = 1962, d l = 1000, bm = 1470 mm.
Querkraft: Ql6 = 5,27 11~122
, = 3,56 t;
3,56 1962
Diagonalkraft : D l6 = 2 1470 = 2,38 t.
1 100 3,35· 2,38
Gewählt: L 50·40·5; Je = T = 0,84 = 119; W = 3,35; ad = 4,27 = 1,87 tjcm 2 •
e) Diagon ale am Mas tfuß (Diagonalfeld 19).
Schwerpunktsabstand : Ba = 1673, d = 2125, d l = 1079, bm = 1633 mm.
Querkraft: Ql9 = 5,27 11~~23
, = 3,21 t.
3,21 2125
Diagonalkraft: D l9 = -2- 1633 = 2,09 t;

Gewählt: L 50·40·5; 1~~: = 128; W = 3,88; ad = 3,8!,~~,09 = 1,90 tjcm 2 •

4. ·Niete.
Alle Diagonalen werden angeschlossen mit je I Niete
17 mm 0. Die größte Nietkraft ist im Felde 6 mit 3,50 t.
Größte Beanspruchung der Niete:
- 3,50 _ I 54 tj - 3,50 _ 4 12 tj 2
Ta - 2 ,27 - , cm 2., az- 1,7.0,5 - , cm.
In den beiden Stoßfeldern der Eckeisen werden die
Diagonalen mit je I Schraube 5/8 2schnittig angeschlossen.
/1

Beanspruchung ist gering.

5. Horizontalverbände. t---- - soo -'-----~


Zur Übertragung der beim Leitungsbruch entstehenden Abb. 77 .
Querkräfte auf die Eckeisen sind in den Ebenen der beiden
Querträger starke Horizontalverbände vorgesehen, deren System aus Abb. 77 ersichtlich ist.
a) Ver band in der Ebene des 0 beren Querträgers.
Größte Querkraft nach S. 38:
Qmax = 1,376·4,80
2. 0,86
+ 1,376
2
= 4 53 t
' .
Gewählt für die Horizontalen H je I L 50· 50·5 mit f = 4,80 cm 2 , i~ = 0,98 cm;
. kl änge:
K mc l = 82 cm; T1 = 0,98
82
= 84; W = 1,;
7
a = 1,7·4,53
4,80
= 1 ' 61 tjcm 2.

Stabkraft der Diagonale: D= 2'~:~5 0 2.40~:07 = 3,20 t;


40 Berechnungsbeispiele.

Gewählt: 1 L 50·50·5;
Knicklänge : l1 = 116 cm; l2 = 58 cm; l: = 0~:8 = 59; w = 1,25;

Gd
= 1,25· 3,20
4,80
= 0 84
'
t/cm. 2

Zum Anschluß der Horizontalen dienen 2 Niete 17 mm 0 und der Diagonalen je 1 Niet
17 mm 0.
Beanspruchung: - 3,20 __ 1 41 t/ 2
Cs - 227 - , , cm . ,
b) Verband in der Ebene des unteren Querträgers.
Größte Querkraft nach S. 38:
Q = 1,376. 6,80 + 1,376 = 5 27 t
max 2. 1,02 2 ' .

Größte Diagonalkraft : D = 5,27 372 t


2·sin45° = , .
Als Profile ergeben sich für die Horizontalen und Diagonalen je 1 L 60· 60· 6 und zum
Anschluß 2 Niete 20 mm 0 und 1 Niet 20 mm 0.

6. Berechnung der Querträger.


a) Oberer Querträger .
Als größte Montagelast wird am Aufhängepunkt der Leitung das 1,5fache des Eigen-
gewichtes eines
Leitungsseiles mit Eislast angenommen = 1,5· 280· 2,10 880kg
dazu Eigenlast der Isolatorenkette und des Querträgers . . . . . . .. 170 "
Gesamtlast G = 1050 kg .
,-----t:~T-f-r-.~
~
~+-_i-rf2--~~--~~~ Stabkraft im Obergurt: +0 = 1,~~~~:9 == 2,50 t (Abb.78).
"1--- - -1/390 - --1
Gewählt: L 45· 45· 5 reichlich. Zum Anschluß 2 Schrauben 5/8".
1-+- - - - - '1800 - ---1
6~70SOkg Der Untergurt wird bei Seilbruch am ungünstigsten belastet.
Abb.78. Größte Vertikallast: G = 280· 2,1 + 170 = 750kg.
Stabkra·'fte·. - U = 0,75· 4,39 = 1 75t
v 2.0,94 '
± U = 1,376· 4,39 =
h 0,947
± 637
,.
t

Gesamte Stabkraft: -Uv + Uh = 1,75 + 6,37 = 8,12 t.


Gewählt: [10 mit i x = 3,91 cm; iy = 1,47 cm; F br = 13,5 cm 2 •
439 140
lz = 439 cm; ly = 140 cm; 3,91 = 112; w = 3,0; 1,47 = 95; w = 2,12;

Gd -
_ 8,12. 3,0 _ 1 80
13,5 -,
t/cm 2
.
Zum Anschluß 4 Schrauben 5/8".
b) Unterer Querträger (Abb.79).
Stabkraft im Obergurt: +0 = 1,~\,~,:0 = 2,80 t.
Gewählt: L 45· 45· 5, reichlich.
Zugstrebe: D = 1,0\ ~30 = 1,15 t.
2· , 5
Gewählt: L 45·30·5.
Zum Anschluß 1 Schraube 5/8"
Beim Untergurt erfolgt die größte Beanspruchung bei Seilbruch.
Stabkräfte: -
U1 v = 2.T,2oo
0,75· 6,30
=214
,;t ± Uh, = 1,376· 6,30
1,107
= ± 784
'
t (Abb 79)
,..
Stahl-Aluminium-Doppelleitung llO kV, 280 m Spannweite. 41
Gesamte Stabkraft: 2,14 + 7,84 = -9,98 t.
Gewählt: [12 mit i", = 4,62 cm, i y =I,59 cm; F br = 17,0 cm 2 •
380 140
Knicklänge: 1",= 380cm; 1y= 140cm; 462 = 82;
, 159 = 88;
, w= 1,82;
(f -
9,98. 1,82 7 / 2
= 1,0 t cm .
d - 17,0
Sta bk ra··ft e: - U 2v= 214
, +~200='
1,05·2,30 323 t;
Gesamt: U n = 3,23 + 7,84 = 11,07 t.
230 130
Knicklänge : 1", = 230 cm; 1y = 130 cm; , = 50;
462 1,59 = 82; w = 1,65.
B eanspruc h ung: 11,07. 1,65 j 2
(fd = ---r7,-0- = 1,03 t cm •

Zum Anschluß 4 Schrauben 3/ 4".

'3OIJ .z81l1l ~-±---WJOO~~


u=1Q5Okg t " Il50kg Z-lJ7Gkg
BeiSeilbrucli =750kg
bb.79. Ahb. o.

Diagonalen im Horizontalträger (Abb. 80).


Die größte Beanspruchung erfolgt bei Leitungsbruch, und zwar;
Sta bk raf t In . 1e dl: 1,376·5,06
. D·lagona 4 ,65 =1, 50 t ; d 2 : 1,376·5,06
6,00 =1, 16 t .
Gewählt für alle Diagonalen je 1 L 40 . 40 . 5, sie sind angeordnet auf dem unteren
Flansch der [-Eisengurtung.
Knicklängefürdl : 110cm; d 2 : 126 cm; ~,~~ = 143 cm; w = 4,84; ~,~~ = 164; w = 6,36.
Größte Beanspruchung: (fa l = 1,5~,;:,84 = 1,92 tjcm 2 ; (fd, = 1,1:,~:,36 = 1,95 tfcm 2 •
Zum Anschluß je 1 Niet von 14 mm 0, reichlich.

Fundament.
Das Betonfundament ist nach den Formeln von FRÖHLICH l gerechnet worden. Und zwar
ist das im Mastenbau übliche Stufenfundament gewählt mit den in nebenstehender Abb.81
eingetragenen Abmessungen.
Größtes Biegungsmoment, bezogen auf Oberkante Erdboden:
M 3 = 71,038 mt (s. S. 38).
Größte Querkraft: H = 4,08 + 0,35 = 4,43 t (s. S.38).
Resultierender Angriffspunkt: h = ~3 = 7!,~:8
, = 16,0 m.
Größtes Biegungsmoment, bezogen auf Unterkante Fundament:
Ms = M3 +
H t = 71,038 4,43·2,20 = 80,78 mt. +
Der Fundamentberechnung dienen die folgenden Grundlagen aus dem vorgenannten
Buche von FRÖHLICH:
Vorhandene Bodenart: Dammerde Ye = 1,60 tfm 3 • Böschungswinkel e = 37°.
Zulässige Bodenbelastung p = 25 tjm 2 , Kantenpressung (f =t· 25 = 33,3 tfm 2 •
Reibungsziffer fl = 0,4; Erdwiderstand k = tg 2 ( 45° + ~ )Ye =tg 2 ( 45° + 18,5°) 1,6 =6,4tfm 3 •
1 FRÖHLICH, Beitrag zur Berechnung von Mastfundamenten, 3. Auf!. Berlin 1936. Wilh. Ernst & Sohn.
42 Berechnungsbeispiele.

Gewicht des Betons: 2,25 2 (1,40 + 0,15 + 0,:5) + 3,40 2 • 0,8 = 17,30·2,0 = 34,60 t
Gewicht der auflastenden Erde : 1,40 (3,40 2 - 2,25 2 ) = 9,10· 1,60 = 13,40 t
Eigenlast des Mastes, der Querträger und Leitungen . . . . . . . . = 6,00 t
Gesamt G = 54,00 t
Die Bedingungsgleichung für die nach Fall I zu berechnenden Fundamente (Drehachse
m der Sohle) lautet nach S. 391 :

MB = ! (b - : :b ) G + 1~ k b1 t 3 ;

M B= ~ (3,40 - 3. !~,~'~,40) 54,0 + 1166 ,4. 2,25 ' 2,20 3 = 84,2 mt.
Vorhanden ist MB = 80,78 mt (s. S.41). Somit sind die Abmessungen ausreichend.
Die Standsicherheit ist nach S. 37 1 :
S = ~ bG + , :'"k (b + t) t 3 + 'fc f-lG t
H (h +} t)
hierin ist:
h= M3
H
= 71,038 = 160
4,43 ' m.
Somit:
S = t· 3,40 . 54,0 + T" . 6,4 (3,40 + 2,20) 2,203 + ~ . 0,4 . 54,0 . 2,20 = 2 1f h
4,43 (16,0 + ;\ . 2,20) , ac.
Die Stufenhöhe d beträgt:
d = 0,4 Vt b (b - b1 ) = 0,4 V2,20·3,40 (3,40 - 2,25) = 0,80 lll.

Berechnung des Fundaments nach den Formeln von MOHR.

Seit den Anfängen der Überlandzentralen sind ungezählte Mastfundamente nach der
bekannten Formel von MOHR berechnet und ausgeführt worden. Sie stehen in allen Gauen
Deutschlands und haben sich gut bewährt. Hierbei wurden für normale Bodenart folgende
Annahmen gemacht:
Die Erdauflast ist bis zu einem Böschungswinkel von 30° berücksichtigt. Die Kanten-
pressung an der Fundamentsohle darf 2,5··· 3,0 kgjcm 2 nicht überschreiten . Der Sicherheits-
grad gegen Kippen sei mindestens 1,50··· 1,25fach bei frei stehend gedachtem Fundament.
Da es sehr lehrreich ist, zu erfahren, welche Ergebnisse die jetzt unter ganz anderen
Annahmen berechneten Fundamente gegenüber der MOHRsehen Formel zeigen, ist das obige
Fundament nach der früher üblichen Weise untersucht worden.
Erdauflast bei IX = 30 0
:

E = t31 (a 2 + b + ab) = 1,40


2
3(5'0 + 3 , 4 + 5 "o· 3 4) = 25 , 0 -
2 2 2 , 25 2 • 1, 4 = 179m
, 3
.
Gesamtlast : G = 34,60 + 17,9· 1,60 + 6,0 = 69,2 t (Abb. 82).
Abstand des Durchgangspunktes der Resultierenden
. M. 80,78 6
von d er F un d amentmltte: x = G = 6920
, = 1,1 7 m,
von der Fundamentkante: y = ~ - x= 3,:0 - 1,167 = 0,533 m.
Kantenpressung an der Fundamentsole :
_ ~- 2· 69,2 _ 25 4 2 - 2 54 k / 2
Pmax - 3 y b - 3. 0,533 . 3,40 - , tim - , g cm .
Sicherheit gegen Kippen bei frei stehend gedachtem Fundament:
G. b 69,2· 3,40
Abb. 2. n = 2M, = 2. 8D;78 = 1,46fach.
Die Berechnung ergibt, daß die früher nach der Formel von MOHR ausgeführten Funda-
mente auch den jetzt gestellten Anforderungen genügen, d. h. bei gleichem Materialaufwand.
Die Seitenzahlen 39 u. 37 beziehen sich auf Buch FRÖHLICH, s. S. 41 Anm.
Tragmast für 3000 kg Zug, 22,0 + 2,20 = 24,20 m lang (Abb . 83- 94) . 43

llü k V Doppelleitung, 280 m Spann weite.


Gewicht d es Mastes . . = 2340 kg
Gewich t der Quert räger = 1020 kg 6St. A1300
(A1295mm 2 ,Fe49 mm2 ) O"m== 8,00kgjmm 2 •
Gesamtgewicht = 3::160 kg
1 Erdseil Fe 70 =2, O"mu = 22,Okgjmm2.

Abb. 4.

Abb.90.

Schnitt E -F
Abb . 85.
~
"'.
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~~
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~§..
!!j
Abb . 86.
~~
~~
ip:
~
~~.
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i} ~
Abb. 87. rvßrohmen, Scllnift G-H

Eiflzelhellefl der Eckeiseflstol!e


Abb . 9t.

, - . )
Inhalt des
~
Betonfundaments = 17,30 m 2 • Abb.92. Abb. 93.
44 Berechnungsbeispiele.

Stahl-Aluminium-Doppelleitung 110 kV, 280 m Spannweite.


Statische Berechnung eines Abspannmastes.
Für die Querschnitte unO. Beanspruchung der Leitungen und des Erdseiles gelten die
für den Tragmast auf S.36 angegebenen Werte. Die Anordnung der Leitungen am Mast-
kopf zeigt das Schwingungsbild Abb. 103. Die erforderliche Mastlänge über Erde ergibt sich
wie folgt:
Abstand der unteren Leitung vom Erdboden am Scheitel des Durchhanges. 7,00m
Größter Durchhang bei +40 0 C. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,10 "
Konstruktionshöhe vom Aufhängepunkt der unteren Leitung bis Mastspitze . 5,20 "
Erforderliche Mastlänge über Erde = 20,30 m
Gewählte Mastlänge : 20,5 + 2,50 = 23,00 m.
Der Abspannmast wird berechnet für i der einseitigen Leitungszüge und gleichzeitig
Winddruck auf Mast und Kopfausrüstung senkrecht zur Leitungsrichtung.
Hiernach betragen die Leitungszüge : für das Erdseil : i . 70· 22 . . . = ~ 1050 kg
für eine Leitung: t· 344,3· 8 . . . = ~ 1840 kg
Die Wind last auf die Stirn fläche des oberen Querträgers und Abspannketten ist geschätzt
zu 270 kg und des unteren Querträgers zu 340 kg.
Somit wirken am oberen Querträger: 2· 1840 + 270 . . = 3950 kg Zug
und am unteren: 4· 1840 + 340 . . = 7700 kg Zug
Hiernach beträgt die gesamte Zuglast: 1050 + 3950 + 7700 = 12700 kg

Die Eigen- und Zusatzlasten der Leitungen betragen


für das Erdseil: 280· 1,16 . . 330kg
für eine Leitung: 280·2,1 . . . . . . . . . 600kg
Eigenlast einer Doppel-Isolatorenkette . . . . . . 120 kg
Eigenlast der Querträger und des Mastoberschusses 2500 kg
Gesamtgewicht aus Leitungen, Isolatoren, Querträger und Mastoberteil :
GI = 330 + 6 (600 + 120) + 2500 = ~ 7200 kg,
Der Mast ist 3schüssig mit Einfachdiagonalen konstruiert. Die Breite
am Mastkopf beträgt 1200 mm und die Zunahme der Mastbreite 50 mm/m.
Die Windlasten auf die einzelnen Mastschüsse ergeben sich
für Mastschuß 1: 125· 1,5· 8,00 (2. 0,10 + 1,3· 0,08) . 400 kg ·=
für Mastschuß 2: 125· 1,5· 7,00 (2. 0,13 + 1,3· 0,08) · = 450kg
für Mastschuß 3: 125· 1,5· 5,50 (2.0,15 + 1,3·0,08) · = 400 kg
Abb.95. Die Hebelarme der angreifenden Kräfte zeigt Abb. 95.

Berechnung der Eckeisen.


Mastschuß 1:
Mastbreite (Schwerpunktsabstand) am Stoß: 1200 + 8· 50 - 2· 28 = 1544 mm.
Größtes Moment: MI = 1,05· 10,5 + 3,95·7,0 + 7,70·3,0 + 0,40·4,0 = 63,37 mt.
Größte Stabkräfte : ± S1 = 2.1544
63,37
,
7,20
=f 4 =
20
,5 =f 1,80 = ± 223
18,7
, t;
L 100· 100· 10!br = 19,2 cm 2 ; !n = 15,2 cm 2 ; i x = 3,04 cm;
208
Knicklänge : 1 = 208 cm; 3,04 = 68;

Knickzahl: 3 _18,70_ 123 / 2. = 22,3· 1,36 = 1 58 tj


az- , - , tcm,
w=I,6; 2
1520 (Ja 192
, ' cm .
Zum Anschluß 8 Schrauben 7/ 8",
Stahl-Aluminium-Doppelleitung llO kV, 280 m Spannweite. 45

Mastschuß 2:
Mastbreite : B2 = 1200 + 15· 50 + 26 - 2· 39 = 1876 mm.
Eigenlast: O 2 = 7,2 +1,4 = 8,60 t.
Größtes Moment: M 2 = 63,37 + (1,05 + 3,95 + 7,70 + 0,40) 7,00 + 0,45· 3,50 = 156,64mt.
Größte Stabkräfte : ±82 =156,61 =f 8,60 = 41 7 =f 2 15 = ± 39,55 t·
2 . 1,876 4 " 43,85 '
L 140· 140· 13lör = 35,0 cm 2; Jn = 29,0 cm 2; ~x = 4,27 cm; 1 = 221 cm;
r . 221 = 52 ;
4,27
Knickzahl: w=1,19; Gz=3:9~=1,36t!cm2; Gd= 43,8:5:~,19 =1,49tfcm2.
Zum Anschluß 12 Schrauben 7/ 8".
Mastschuß 3:
Mastbreite : B 3 = 1200 + 20,5· 50 + 26 - 2 . 42 = 2167 mm;
Eigenlast : G3 = 8,60 + 1,40 = 10,0 t.
Größtes Moment:
M 3 = 156,64 + (1,05 + 3,95 + 7,70 + 0,40 + 0,45) 5,50 + 0,40·2,75 = 232,34 mt.
Größte Stabkräfte : ± 83 = 232,34 =f 10,0 = 52 8 =f 2 50 =
2. 2,167 4 ' ,
± 50,3 t·
55,3 '
L 150· 150· 14Jibr = 40, 3 cm;
2 r
Jn = 33,9 cm;
2'
~x = 4,58 cm; 1 = 22 9 cm; 229 = 50 .
458
,
Knl·ckzahl·. w = 1 , 17 ; Gz -
- 50,3 -
33,9 148 tj· cm),
- , 2. Gd
= 55,3·
40,31,17 = 160
' t/ cm 2 .
Zum Anschluß 14 Schrauben 7/ 8".

Berechnung der Diagonalen.


Die Diagonalen sind für die Normalbelastung sowie für die Belastung bei Leitungsbruch
(§ 17b, c, VSF) zu berechnen und nach dem jeweils größten Belastungsfalle zu bemessen.
1. Berechnung für Normalbelastung.
a) Letzte Diagonale im Mastschuß 1:
Querkraft in einer Mastwand : Q = ~ - 28 sinß.
Hierin ist:

~ = ! (1,05 + 3,95 + 7,70 + 0,40) = 6,55 t; 8 1 =20,5 t; sinß = 2.~~ = 0,025.


So mit: Q1 = 6,55 - 2 . 20,5 . 0,02'5 = 5,53 t.
d 179
StabkraftinderDiagonale: D 1 = Q7) = 5,53 1485 = 6,65 t (Abb.96).
,
L 80· 80· 8Fbr = 12,3cm2 ; i'1 = 1,55 cm; d 1 = 163 cm;
163 _ .
1,55 - 105, w = 2,61; Gd
__ 6,65. 2,61 _ f 2
- -----r2,3- - 1,41 t cm .

Zum Anschluß 2 Niete 20 mm 0.


b) Letzte Diagonale im Mastschuß 2.
!!..
2
= 655
'
+ 0,45
2
= 6 ' 77 t·, 82 =
41 , 7 t ; Abb.96 .

Q2 = 6,77 - 2·41,7·0,025 = 4,69 t;


214
D 2 = 4,69 186 = 5,40 t; L 80·80· 9Fbr = 13,70 cm2; i'1 = 1,54 cm; d 2 = 202 cm;
202 5,40· 4,06
Gd = 2
154
, = 131; w = 4,06; 13,70 = 1,60 tfcm .
46 Berechnungsbeispiele.

c) Letzte Diagonale im Mastschuß 3.


i!...
2 = 6 ' 77 + 0,40
2 = 6 ' 97 t·, S a = 52 ,8 t ; Q3 = 6,97 - 2· 52,8·0,025 = 4,34 t;
233,4
Da = 4,34 206,4 = 4,90 t; L 80·80· 10Fbr = 15,10 cm 2 ; iTJ = 1,54 cm; da = 221 cm;
221 4,90· 4,84 / 2
1,540 = 143; w = 4,S4; Gd = 15,10
= 1,57 t cm .

2. Berechnung für Leitungsbruch.


Bei Abspannmasten ist der volle Höchstzug einer Leitung einzusetzen mit
Z = 344,3· 8 = 2760 kg.
Größte Querkraft einer Mastwand im Angriffspunkt von Z:
Zc
Qmax = 2 B. + 2'Z (Abb. 97 u. 98).

Querkraft eines beliebigen Feldes: Q = Qmax !: .


Hiernach ergibt sich für:
a) Erste Diagonale unter dem oberen Querträger :
Qmax. = 2,76· 4,80
2 . 1,194
+ 2,76 = 693 t·
2 " ,
Q = 6,93 11'2
,
19148 = 6,80 t.

Stabkraft in der Diagonale:


143,3
D = 6,80 1154
, =8,45t; LSO·80·S; d 1 = 127;
127 _ 8,45. 1,65 _ I 3 /
, = 82;
155 w = 1,65; (Jd - ~O--
, ,1 tcm.
2

b) Erste Diagonale unter dem unteren Querträger :


Qmax -_ 2,76.6,80
2.1,394
2,76
+ -2- = 8,10 t;
Q 139,4
= 8,10 142,1 = 7,95 t.
168,4
D = 7,95 137,6 = 9,73 t; L 80· SO · 8; d 1 = 152;
Abb. 97 u. 98.
152 _ 9,73 · 2,26 _ 1 79 /
1,55 = 98; w = 2,26; Gd - ----r23-
, - , t cm .
2

c) Letzte Diagonale im Mastschuß I:


Qmax = 2,76· 6,80
2.1,394
+ 2,76 = 8 10 t·
2 ' ,
Q = 8,10 11 5329,'94 = 7,40 t.
179,0
D = 7,40 148,5 = 8,92 t; L SO· S)· 8; d 1 = 163 cm;
103
i,55 = 105; w = 2,61;

In gleicher Weise werden die Diagonalen für Mastschuß 2 und 3 berechnet. Alle Diagonalen
werden angeschlossen mit 2 Nieten 20 mm 0 .
Die größte Nietkraft unter la): 6,65 t.
B eanspruc h ung: - 6,65 -- 1 , 06 t j cm 2., - 6,65 _ 2 08 / 2
Ta - 2.3,14 (JI - 2. 2,0 . 0,8 - , t cm .
Zulässig: Tzul = 1,60 t/cm 2 und Glzul = 4,00 tfcm 2 •
Die größte Nietkraft unter 2b): 9,73 t.
B eanspruch ung: Ta -
- 9,73 -
2. 3,14 -
I
,55 t !cm 2., (JI -
- 9,73 _ 3 04 /
2. 2,0 . 0,8 - ,
2
t cm .
Zulässig: Tzul = 2,20 tjcm 2 und G!zul = 5,50 t jcm 2 •
Stahl-Aluminium-Doppelleitung 110 kV, 280 m Spannweite. 47

Horizontalverbände.
Zur Übertragung der beim Leitungsbruch entstehenden Querkräfte auf die Mastwände
sind in den Ebenen der beiden Querträger starke Horizontalverbände vorgesehen nach Abb. 99.
Verband in der Ebene des unteren Querträgers.
Größte Querkraft nach 2b): Qmax = 8,10t.
Gewählt für Horizontale:
1 125
H L 70 . 70 . 7; l = 125 cm; T; = 1,37 = 91 ; w = 1,93; Cld = 8,10· 1~ = 1 66 t/ 2
9,40 ' cm .
Zum Anschluß 2 Niete 20 mm 0.
·
Sta bk raf t d er D lagona I D Qmax 8,10 182,8 590
e: = 2 cost'( = 2 125,0 = , t. ~~-I--I---I.-
~.~+-~~~~----~~

Abb .99_ Abb . 100 u. 101.

I
--'
55 . 55 .6; l 1 = 91 cm; 11
T; = 91
1,07 = 85 ; w = 1,74 ; Cld
-_ 5,90·
6,311,74 -_ 1' 63 t/ cm 2 .
Zum Anschluß 2 Niete 17 mm 0.
In gleicher Weise wird der in der Ebene des oberen Querträgers liegende Verband ausgeführt.

Berechnung des unteren Querträgers (Abb. 100 und 101).


Die Querträger für Abspannmaste sind zu berechnen für den einseitigen Höchstzug der
Leitungen und deren Eigengewicht mit Eisbehang. Dazu wird noch ein Zuschlag für Montage-
last eingesetzt.
Der Höchstzug einer Leitung beträgt Z = 344,3 . 8 . . . . . . . . . . . . = 2760 kg
Als Vertikalbelastung wird das 1,5fache des Eigengewichts der Leitung mit Eis-
last angenommen = 1,5· 280· 2,10 . . . . . . . . . 880 "
Eigenlast einer Doppel-Isolatorenkette . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 "
Eigenlast des Querträgers pro Aufhängepunkt der Leitung. . . _ . . . . _ 400 "
Gesamtlast an jedem Aufhängepunkt der Leitung = 1400 kg
Stabkraft im Obergurt : +0 = 1,40. 6,10 = 3 96 t·
2.1,08 ' ,
L 50· 50· 5.

Zum Anschluß 2 Schrauben 5/ 8",


Zugstrebe : D = 1,40·2,10
2· 0,98 =1, 50 t ; L 50·40·4.

Zum Anschluß 2 Schrauben 5/ 8",


Untergurt, bezogen auf Punkt 1:
_ U = 1,40. 6,10 = _ 3 90 t·
1 2. 1,10 "
Gesamte Stabkräfte :
- 3,9 =f 11,2 = =f I;:! t; [ 12 mit F br = 17,0 cm 2 ; ix = 4,62 cm; iy = 1,59 cm;
360 80 15,1.1,55
lx = 360 cm; l1/ = 80 cm; w = 1,55; = -'=--=-'--- = 1,38 tfcm 2 •
, = 78;
462 , = 50;
159 Cld
17,0
48 Berechnungsbeispiele.

Untergurt, bezogen auf Punkt 2:


- U2 = - 390
,
- 1,40·2,10 =
2. 1,10
--- 520
"
t· - U 2 E =520
, + 1,502'
2,76 (2 10 + 6 10)
, = - 2020
, t ; [ 12 .

la; = 190 cm; 1y = 90 cm;


IfO
41;
90
159 = 57; w = 1,23; = 20,20·1,23 = 146 tl 2
4,62 = , Gd 17,0 ' cm .
Zum Anschluß an die Eckeisen gewählt 6 Schrauben 7/8'"
Die Diagonalen liegen auf dem oberen und unteren Flansch der Gurtung.
·· D'lagonae:
Sta bk raft f ur 1 d 1= 2,76· 1,60 7
2.1,27 = 1, 4t;
und fu"r d 5= 2,76. 1,60
2.3,95 = ,
0 56 t.

Gewählt für Diagonalen 1 bis 5:

40·40·4;
1
-:;;;
122
156; 5 , 76 ; = 0,56· 5,76 = 105 tl 2
L = 0,78 = w = Gd 3,08 ' cm .

Stabkraft für Diagonale: d7 = 2,76 (~'~~,ts 5,60) = 1,61 t; 1 = 166 cm;


Gewählt für Diagonalen 6 und 7:-
1 166 w = 5,68', = 1,61· 5,68 = 145 t/cm 2
L 55 . 55· 6; --:;;; = 1,07 = 155; G
d 6,31 ' .

Alle Diagonalen werden angeschlossen mit 1 Niet 14 mm 0.


-
Ta -
1,74 _
1 54 -
1, 13 t Icm 2 .
,
Für den oberen Querträger ist auf gleicher Grundlage für den Untergurt [ 12 und für
die Diagonalen L 40· 40· 4 ermittelt worden.

Fundament.
Das Betonfundament ist nach den Formeln von MOHR berechnet worden. Die Tiefe im
Erdboden beträgt 2,50 m. Die auf die Stufe wirkende Erdbelastung ist unter einem Böschungs-
winkel von 30° angenommen. Die Abmessungen des Fundamentes zeigt Abb. 102.
Inhalt des Betonblockes :
VB = 2,702 (0,:5 + 1,35) + 0,:0 (5,00 2 + 2,70 2 + 5,00. 2,70) + 5,00 2 • 0,50 = 34,9 m 3 •

Inhalt des auflagernden Erdkegels :

VE = 2,~ (7,30 2 + 5,00 2 + 7,30.5,00) - [2,702 • 1,20 + 0,:0 (5,00 2 +2,70 2 + 5,00· 2,70) 1= 55,6 m 3 •

Eigengewicht des Mastes mit Leitungen ohne Eislast = 9,0 t.


Gesamtlast an der Fundamentsohle :
G = 34,9·2,0 + 55,6· 1,60 + 9,0 = 167,8 t.
Größtes Moment an der Fundamentsohle :
MB = ~M3 + H· t = 232,34 + 13,95·2,50 = 267,2 mt.
Abstand des Durchgangspunktes der Resultierenden

von der Fundamentmitte : M, 267,2 159


x = G = 167,8 = , m;

von der Fundamentkante : y= ~ - x = 5,go - 1,59 = 0,91 m.

Größte Kantenpressung an der Fundamentsohle :

pmax = 32 yGb = 3 .20:9116\~00 = 24,6 t/m 2 = 2,46 kgjcm 2 •


Stahl-Aluminium-Doppelleitung 110 kV, Spannweite 280 m. 49

Stahl-Aluminium-Doppelleitung 110 kV; Spannweite 280 m.


Stahl-Aluminium-Seil 300; Gmax = 8,00 kg/mm 2 •
Schwingungsbild zum Abspannmast (Abb.l03).
Stahl-Aluminium-Seil 300, 24,2 mm 0, Eigengewicht . . . .. . = 1,22kg/m
Winddruck auf die Leitung: 125·0,5·0,0242 . . . . . . . . . . . = 1,51kg/m
Ausschwingwinkel: (Xl = !:~~ = tg 1,23 = 51°.
~ Erdseil Fe 70 mm Eigengewicht. . . =0,535kg/m
2;

'N' WinddruckaufdasErdseil: 125· 0,5· 0,0105=0,656kg/m


·
A ussc h wmgwm. k e:
I (X2 =
0,656 2 °
0,535 = tg 1, = 50 .

Wind/ost
~
I
I
I
-+--

Abb.103. Abb.104. Abb. 105.

Berechnung eines Winkelpunktmastes der vorgenannten Strecke.


Der Mast steht im Winkelpunkt von 150°, und zwar mit einer Hauptachse in der Rich-
tung der Winkelhalbierenden (Abb. 104). Die Werte für Querschnitte und Höchstzug der
Leitungen sind auf S. 36 angegeben.
Nach § 17 d 2 der VSF ist dieser Mast zu berechnen:
a) für die Mittelkräfte der Leitungen und Winddruck auf Mast und Kopfausrüstung
in Richtung der Gesamtmittelkraft,
b) für obige Belastung a) und gleichzeitig Leitungsbruch .
Die Mittelkräfte R ergeben sich
(X
für das Erdseil : 2 P cos 2 = 2· 70· 22 cos 75 ° = 800 kg

für 6 Leitungen: 2· 6 Z cos ; = 2· 6· 344,3· 8 cos 75" = 8560 "


Winddruck auf die Stirnflächen der Querträger und auf Isolatorenketten (wie
beim Abspannmast = 270 + 340 kg) . . . . . . . . . . . . . . = 610 "
Gesamte Normalbelastung R max = 9970 kg
Hiernach ist der Mast zu berechnen:
a) für die Normalbelastung von 9970 kg Zug bei Gzul • . • . • • • 1600 kg/cm 2
b) für obige Normalbelastung und gleichzeitig Leitungsbruch bei Gzul 2200 kg/cm 2
d. h. die Eckeisen für die Belastung aus 5intakten und 1 gerissenen
Leitung für 9970 - 2760· 2 cos 75 ° + 2760 (sin + cos 75 ° ) = 11930 kg Zug
und die Diagonalen einer Mastwand für eine Querkraft von:
1Z2
-R2 - - 2 Zc 1 Z
cos75 ° =-2--22760.2.0,588+
9970 1 2
max
cos75 + 2B. +20

2760 . 6,80 1 - - k
+ 2. 1,394 + 2 2760 . 0,2088 = 11300 g,
wirkend an den einzelnen Angriffspunkten (Abb. 105).
Taenzer. Stahlmaste, 2. Auf!. 4
50 Berechnungsbeispiele.

Bei der Bemessung der Längen der Querträger ist zu beachten, daß die horizontalen Ab-
stände der Leitungen voneinander nicht kleiner werden als auf gerader Strecke. Deshalb sind
die Aufhängepunkte der Leitungen entsprechend dem eingeschlossenen Winkel zu bemessen,
.4,~05
z. B. für den oberen Querträger werden die Abstände von Mastmitte = sln I
' = 5,00 m.

Berechnung eines Abspannmastes im Winkelpunkt von 150 0 (Abb. 106).


Die Maste, die auf der Strecke in Winkelpunkten zu stehen kommen, werden meistens
nicht als Winkelpunktmaste, sondern als 'Winkelpunkt-Abspannmaste berechnet. Der Ge-
wichtsunterschied zwischen beiden Masttypen ist nicht sehr groß. Dafür können aber die
letzteren als Abspannmaste benutzt werden.
Sie sind nach § 17 d 4 zu berechnen für:
a) i der einseitigen Leitungszüge und Wind druck auf Mast und Kopfausrüstung in
Richtung parallel den größten Leitungszügen ;
b) wie unter a) und b) des obigen Winkelpunktmastes, falls die Belastung aus i der
einseitigen Leitungszüge nicht größer ist.

Abb.106. Abb. 107.

Die einseitig wirkenden Zuglasten betragen


für das Erdseil : l· 70 . 22 (sin + cos 15°). . . . . . . . . . . . . 1260 kg
für 6 Leitungen: J' 6 . 344,3 . 8 (sin + cos !;') 0). . . . . . . . . . . 13500 "
Winddruck auf die Breitseite der Querträger: 12;')· 1,5(10,4 --7- 14,4)· (0,12 +0,0,'») = 800 "
Winddruck auf die Isolatorenketten : 6· 30 . . . . . . . . . . . . . . . . 180 "
Gesamte Normalbelastung = 15740 kg
Hierbei sind die Diagonalen für die größte gleichgerichtete Querkraft von
Ql = i cos 15° (70.22 + 6·344,3.8) + 800 + 180 = 12635 kg
zu berechnen.
Es ist somit die Mastberechnung wie folgt aufzustellen:
a) die Eckeisen mit 15740 kg Zug und die Diagonalen für eine Querkraft von 12635 kg,
bezogen auf 2 Mastwände, bei aZU! = 1600 kgjcm 2 ;
b) die Diagonalen einer Mastwand für II 350 kg Querkraft (wie beim obigen Winkel-
abspannmast) bei aZU! = 2200 kgjcm 2 •
Kann der Mast aus praktischen Gründen nicht mit einer Hauptachse in die Richtung
der Winkelhalbierenden gestellt werden, sondern muß er z. B. mit einer Hauptachse in
Richtung eines Spannfeldes stehen (Abb. 107), so sind die Leitungszüge in die Richtung der
Mastachsen zu zerlegen und der Mast ist zu berechnen:
a) für Belastung bei intakten Leitungen und Winddruck in Richtung der größten
Komponente;
b) für i des einseitigen Leitungszuges desjenigen Spannfeldes, das für den Mast den
größten Wert ergibt und gleichfalls Winddruck auf Mast und Kopfausrüstung in Richtung
der größten Komponente.
Stahl·Aluminium-Doppelleitung llO kV, Spannweite 280 m. 51

Abspaunmn t für 12700 k g Zug. 20,50 + 2,50 = 23,00 m lang (Abb. 108-118).
llO kV Doppelleitung, 280 mrn Spannweite.
6 St Al 300 (Al 295 mm 2 , Fe 49 mm 2 ), am~ = 8,00 kgjmm 2 •
1 ErdseiJ Fe 70 mm2 , U m ax = 22,0 kg(mm 2 •

SclJnift A ·B· c·n


Abb.lD

- ,
~' !!.
~ I _ 4
Abb.109 .
~ I ;'
! ~
~l

.~ I ~.
r·,w'!l)/)l
f;nze/"eJ~en der euer/rüge!'

Abb. 114 u. 115.


Abb . llO.

II",
" t

t8QIJ - -- j -- - - -- 28IKI - - - --;--;-


I
1 '1«10

Abb.lll.

Abb. 1l6.

Abb . ll2 .

Abwicldvng der OiagQnQ/en


Abb . 1l7.

-/.~
Gewicht des Mast es = 4920 kg
Gewicht der Querträger = 1310 kg finLe/heden der l1os/wiinde
Abb.ll3. Gesamtgewicht = 6230 kg Abb . ll8.
4*
52 Berechnungsbeispiele.

8. Tragmast mit schwenkharem Ausleger


einer 110 k V Stahl-Aluminium-Leitung mit Spannweiten von 250 m.
1. Allgemeines.
Tragmaste mit Schwenkauslegern werden mit besonderem Vorteil für solche Leitungs-
strecken gewählt, die in Gegenden mit starker Rauhreifbildung und starkem Eisbehang
liegen. Die Leitungen werden hierbei in einer waagerechten Ebene mit reichlich bemessenem
Abstand voneinander angeordnet, so daß beim ungleichmäßigen Abfallen der Zusatzlast
unzulässige Näherungen durch Ausschwingen oder Hochschnellen der Leitungen vermieden
werden.
In der Praxis haben sich Ausleger mit schräg gestellter Drehachse gut bewährt. Ihre
Wirkungsweise ist wie folgt: Bei einseitigem Leitungsbruch schwingt der betreffende Aus-
legerarm so weit aus, bis wieder Gleichgewicht in den Zugkräften der beiden Spannfelder
eingetreten ist. Beim Ausschwingen werden die Leitungen infolge der schräg gestellten Dreh-
achse etwas gehoben, wodurch eine Selbsthemmung entsteht, und der Ausleger alsbald in
seiner Lage durch das Gewicht der Leitungen festgehalten wird. Der Mast wird von Ver-
drehungskräften nicht berührt und braucht nicht für Verdrehung berechnet zu werden. Mit
der Ausführung von Schwenkauslegern ist somit eine hohe Betriebssicherheit bei geringstem
Werkstoffverbrauch verbunden.
Abspann- und Eckmaste können naturgemäß nicht mit Schwenkauslegern ausgerüstet
werden, sondern die Ausleger werden hier starr mit den Masten verbunden. Die Konstruktion
mit schräg gestellter Drehachse ist der AEG durch DRP geschützt.
Eine andere Konstruktion hat BBC herausgebracht. Diese Schwenkausleger sind so
konstruiert, daß sie die bei Seilbruch etwa auftretende Stoßbelastung des Mastes, der Isolatoren
und Leitungsseile verhindern. Zu diesem Zweck sind zwischen Mast und Ausleger besondere
Knickstäbe als Zwischenglieder eingeschaltet, die nach dem Erreichen der zulässigen Tor-
sionsgrenzbelastung des Mastes nachgeben und den am Mast gelenkig befestigten Ausleger
zum A.lspendeln freigeben. Gleichzeitig wirkt das auf der Druckseite angeordnete Zwischen-
glied infolge der Deformierungsarbeit des Knickstabes dämpfend auf die Stoßbelastung.
Die Konstruktion ist der BBC durch Patent geschützt.
Die Vorzüge beider Auslegerarten lassen sieh gut miteinander vereinigen. In diesem
Falle wird durch die schräg gestellte Drehachse eine Selbsthemmung beim Ausschwingen des
Auslegers erreicht, während der beiderseits angeordnete Bruchstab den Ausleger so lange
in seiner Normallage festhält, bis eine bestimmte Verdrehungsbeanspruchung des Mastes
überschritten wird. Hierdurch wird erreicht, daß der Ausleger nicht früher ausschwenkt,
bevor die Notwendigkeit dazu vorliegt.
Eine Zusammenlegung der beiden Patente ist bei den Tragmasten der 100 kV-Strecke
des tr_üringischen Landesversorgungsnetzes, das durch das stark rauhreifgefährdete Gebiet
über Cie Scheitelhöhe des Thüringer Waldes geführt werden mußte, mit gutem Erfolge durch-
geführt. In diesem Streckenabschnitt wurden Eislasten bis zu 9,6 kgjm gemessen, während
regelmäßige Zusatz lasten von 5 bis 6 kgjm fast in jedem Winter erreicht wurden. Trotz der
außergewöhnlich hohen Eisbelastungen konnten mit Hilfe der Schwenkausleger die Maste
verhältnismäßig leicht gehalten und mit wirtschaftlichen Mitteln eine ausreichende Betriebs-
sicherheit in jenem stark gefährdeten Gebiet erzielt werden [ETZ 58 (1937) S. 36].
Es ist nachstehend ein Tragmast mit Schwenkausleger nach dem System AEG berechnet
und dargestellt worden.

2. Statische Berechnung eines Tragmastes mit schwenkbarem Ausleger.


Es werden folgende Leitungen verlegt:
1 Erdseil Fe 50 mm 2 9 mm 0 mit einer Höchstzugspannung von 20 kgjmm 2 • 6 Stahl-
Aluminium-Leitungen 185 rnm 2 19,2 mm 0 mit einer Höchstzugspannung von 8,0 kgjrnm 2 •
Die Spannweite beträgt 250 m. Größter Lcitungsdurchhang bei +40 0 C = 7,40 m.
Tragmast mit schwenkbarem Ausleger einer 1l0kV Stahl.Aluminium·Leitung mit Spannweiten von 250 m. 53

Geringster Phasenabstand voneinander:


BO
a =
1/-
VJmax + U
150 =
1/-
v 7 ,40 + 150 = 3,46 m.

Gewählt mit Rücksicht auf größere Betriebssicherheit a = 3,80 m.


Die Anordnung der Leitungen am Mastkopf zeigt Abb. ll9.
Erforderliche Mastlänge über Erde:
Abstand der Leitungen vom Erdboden am Scheitel des Durchhanges. 7,00m
Größter Durchhang bei + 40 0 C. . . . . . . . . . . . . 7,40 "
Länge der Hängeketten und Tragschwinge 1,35 + 0,15 . . . . . . 1,50 "
Vom Aufhängepunkt der Tragschwinge bis zur Mastspitze . . . . . 1,80 "
Erforderliche Mastlänge = 17,70 m
Gewählte Mastlänge : 18,00 m über und 2,10 m 1m Erdboden.
Der Winddruck auf die Leitungen beträgt
für das Erdseil : 125· 0,.'5 . 0,009· 250 = 140kg
für 6 Leitungsseile : 6· 125· 0,5· 0,0192· 250= 1800 "
Winddruck auf 6 Hängeketten und die
Stirnseite des Auslegers. . . . . . = 160 "
Gesamtzug des Mastes =2100kg
Der Mast ist 3schüssig und mit Einfach·
diagonalen konstruiert. Die Mastbreite am Kopf Abb. 119.
beträgt 760mm und die Breitenzunahme 40mmjm.
Die Eigenlast der Drähte (ohne Zusatzlast ) beträgt 250 (0,405 + 6· 0,77) = 1260 kg
Eigenlast der Isolatorenketten, Ausleger und Mastschuß 1 = 2140 kg
Gesamte Eigenlast für Mastschuß 1: 1260 + 2140 = 3400 kg
für Mastschuß 2. . . . . . . . . . . . . = 4000 kg
und für Mastschuß 3. . . . . . . . . . . . . = 4400 kg
Die \Vindlasten für die einzelnen Mastschüsse ergeben sich:
Mastschuß 1: W1 = 125· 1,5· 7,00 (2. 0,06 + 1,3· 0,040) = 260 kg
Mastschuß 2: W 2 = 125· 1,5· 7,00 (2·0,07 + 1,3.0,045) = 300 kg
Mastschuß 3: W 3 = 125· 1,5· 4,00 (2·0,08 + 1,3·0,050) = 200 kg
Die größten Biegungsmomente betragen:
.M = 0,140· 8,50 = 1,190 mt
1,960· 5,20 = 10,192 "
0,260· 3,50 = 0,910 "
Schuß 1: MI = 12,292 mt
L60.60.6
H I = 2,360· 7,00 = 16,520 rnt
0,300· 3,50 = 1,050 "
--~~ --------
Schuß 2: M 2 = 29,862 mt
H 2 = 2,660·4,00 = 10,640 mt
0,200 . 2,00 = 0,400 "
--------
H 3 = 2,860 t M 3 = 40,902 mt (Abb. 120). Abb. 120. Abb. 121.

Mastschuß 1.
Schwerpunktsabstand der Eckeisen : Be = 760 + 40· 7,00 - 2· 16,9 = 1006 mm.
Größte Stabkräfte:
± s1 = MI :r:!!..J... =
2 B. --. 4
.J2,292 ::r 3,40
2.1,006 --. 4
= 6 ' 12 :r:
T
°8:- = ±
,;)
5,27 t (Abb 121)
6,97 . .
Gewählt: L 60· 60· 6 mit F = 6,91 - 1,4·0,6 = 6,07 cm 2 ; i x = 1,82 cm;
54 Berechnungsbeispiele.
1 124
Knicklänge : l = 124cm; i; = 1,82 = 68;
Knickzahl: w = l,a64;

Größte BeansIlruchung: (J
a
= ~,364.
6,91
6,97_ = 1 38 t/cm 2
' .
Die untere (längste) Diagonale im Schuß 1 berechnet sich wie folgt:
Querkraft '. - 2 - -? 8 1 Sin
Q1 --!I,-- . ß -- 2,360
2 - 2· ·6l, I?- ~-
2. 1000 -- °°3'- t
, v.l ..

Diagonalkraft: D 1 = Ql:-= O,lJ35 1;:74 = 1,10 t. (Abb.122.)


Gewählt L 40· 40· 5 mit F = :3 ,79 cm 2 ;
F br = (4,0 - lA)· 0,5 = 1,30 cm 2 , i'l = 0,77 cm .
Knicklänge : d --- 11?-, 4. cm', 112,4- -- - 146',
-o,n W = 5,04,'

5.04· 1,10 1
Grö ß te B eanspruc h ung: (Ja = - -3,79--:- '-= ,4 6 t / cm-. Q

Die größte Nietkraft erhält die obere Diagonale unter dem Querträger mit:
Abb .1 22.
N = (~14-0-=±:-.!.,960_ ) ~ =c ~o_ ~5_ = 1 30 t
2 b 2 479 ' .
Gewählt zum Anschluß für alle Diagonalen je 1 Niet 14 mm 0 mit F = 1,539 cm 2 .
Grö ß te B eanspruc h ung: Ta = 1,30
lJ>39- °
= , 8'-.) t / cm 2

und auf Lochleibung: (J/ = 0,;;:~~40 = 1,86 t/cm 2 •

~Iastschuß 2.
B e = 760 + 14,0·40 + 16-2·20= 1276 mm. ± 8 2 = 2~~:~~ö =f 4,~ = 11,70::;= 1,00= ± ~~:~~ t.
Gewählt: L70·70·8 mit F=IO,65cm 2 ; i x =2,l1cm; l=141; H~=65; w=I,32;
1,32. 12,70 1 -7 '
,;) t/cm-.
Q
(Ja = - 10,65-- =

2,66
Q2 = 2 ... 40
Querkraft : - - 2·11, ,0 2.1000 = 0,86 t;
1405
Diagonalkraft : D = 0,86 1235 = 0,98 t.
Gewählt: L 45·4.'5·5 mit F = 4,30 cm 2 ; iry = 0,87 cm;

(Ja = 6,2·0,98
-4,~ =
1, 41 t Icm-. Q

lllastschuß 3.
B e = 760 + 18,0·40+32-2·22= 1468 mm. -- 8 3 -- -~~~ :- ~.~ -I') 90 1 10- _I- 12.80
± 2.1,468 !- 4 - .~" =f, - -'--15,00 t.
1;)0
Gewählt: L 80·80 · 8 mit F = 12,30 cm 2 ; i x =·c2,42cm; l=150; -2,42 =62; w=I,28;
_ 1,28. 15,00 _ 1 0:6 t/ 2
(Ja - 12,30 - , v . cm .
2,86 40
Querkraft: Q3 = -2- - 2· 13,90 2.T000 = 0,87 t;
1.''>78
Diagonalkraft: D = 0,87 1404 = 0,97 t.
Gewählt: L 50·50·5 mit F = 4,80 cm 2 ; iry = 0,98 cm; ~)~8_ = 161 '' w = 6, 1 ;
0, 98
(Ja = 6,1 . 0,97 = 1, 23 t / cn1-. Q

4,80
Tragmast mit schwenkbaremAusleger einer llO kV Stahl· Aluminium-Leitung mit Spannweiten von 250 m. 55

3. Ausleger. (Abb. 123.)


Eigen- und Eislast einer Leitung: 250· 1,555 . . . . . . . . . = 390 kg
Eigenlast der Isolatorenkette . . . . . . . . . . . . . . . . . = 80"
Eigenlast des Auslegers, wirkend in den Punkten der Drahtaufhängung = 180 "
Gesamtlast am Aufhängepunkt der Leitungen = 650 kg
· Obergurt:
Grö ß te Sta bk ra f tIm f)
~~max =
0,65
1,40 3,80·3 = 5,30 t; Gewä h lt: ,r 50·50·5;
Größte Stabkraft im Untergurt : U max = ~:~~ (1,45 + 5,25 + 9,05) = - 6,50 t;
Gewählt: J[ 12 mit F=2.17,Ocm 2 ; F br =17,0-2.1,4·0,9=14,48cm 2 ;
i x = 4,62 cm; i y = 1,59 cm; (Abb. 124.)
190 64
Knicklänge : lx = 190 cm; ly = 64 cm ; 4,62 = 41; 159
, = 40;
Knickzahl : W = 1,11;
B eanspruc h ung b el"Hlt k
a t en L'
eltungen: (Jd = ""2. 17J)" = 021
1,1l·6,50 , tcrn.
Die ungünstigste Belastung des Untergurtes tritt ein, wenn die am äußeren Ende des
Querträgers angebrachte Leitung gerissen ist. In diesem Falle entsteht im Aufhängepunkt

1---;;'\l::l:l~~--7"E---_ - -- ~ L ~~ !
,==-="-
_ - -
f---4-!-II~"f------" " - - - - " r- - -
q~t
-1 ,
I 78,GO - ----j

Abb . 123.

der nächsten Leitung ein Biegungsmoment, hervorgerufen durch den halben Höchstzug der
gerissenen Leitung, wirkend am Hebelarm von 3,80 m.
Der halbe Höchstzug einer Leitung beträgt t· 8,0· 215,5 = 862 kg.
Größtes Biegungsmoment: M = 0,862·380 = 328 tcm.
M 328
Größte Gurtkräfte: ±S = -e- = 15,2 = ±21,6 t;
Größte Beanspruchung: (Jz = :;,~68 = 1,49 t/cm 2 und (Jd 1,1~;,~1,6 = 1,41 t/cm 2 •

Auf dem oberen und unteren Flansch der Gurtung ist eine Diagonalverstrebung vor·
gesehen mit einer Knicklänge von l = 34 crn.
Stabkraft in einer Diagonale: D = !
862 ~: = 820 kg. Gewählt je 1 L 35· 35· 4 mit
Anschlußniete von 14 mm 0. Die Beanspruchung ist gering.
Von den Wand glied ern erhält der Druckstab D (Abb. 123) die ungünstigste Belastung mit:
0,65
-D = 14,0 (18,60 + 22,40 = -1,90 t.
Gewählt für alle Diagonalen je 1 [10 mit F = 13,50 crn 2 und iy = 1,47 crn.
225
Größte Knicklänge : l = 225 cm; 1,47 = 153; W = 5,54.
5,54.1,90
Beanspruchung: (Jd = 13,50
= 0,78 tfcm 2 •

Alle Wandglieder werden angeschlossen mit je 2 Nieten von 17 mm 0.


56 Berechnungsbeispiele.

4. Durchbiegung des Mastes.


Es beträgt die auf Mastspitze bezogene Nutzlast:
p = 18~00 (0,14·19,50 + 1,96.16,20) = 1,92 t.
Gesamte Windlast auf den Mast: W max = W I + W 2 + W 3 = 260 + 300 + 200 = 760 kg.
Trägheitsmoment des Mastes, bezogen auf Oberkante Erdboden:
J = 4 (J + (; F) =
x r =
4(72,3
264880
+ 73,34
cm4 •
2 .12,30)
(Abb. 125 u. 126.)
Theoretische Durch biegung an der Mastspitze bei der größten
Nutz- und Wind belastung :
j- --
L 80.180,8
j = (,53 P + 83 W max E J
) [3

3 1920 3 6) 18,00 3 1- 0
Abb.126. = (5' . + '8 7 0 2,10.264880 = Cl, cm.

5. Fundament.
Das Betonfundament ist für wasserhaltigen Boden berechnet worden, und zwar liegt
der Grundwasserspiegel in halber Fundamenttiefe. Als Berechnungsverfahren ist das von
SULZBERGER gewählt l .
In 2,00 m Tiefe sind folgende Baugrundziffern vorhanden:
für gewachsenes Erdreich . . Cu = 2,50 kgjcm 3
für aufgefüllten Boden . . . . . . . Co = 1,50 kgjcm S
3ettungsziffer Cb = Clu ' 1,1.
Es ist: 2,50 -- 1, ~I D- k g / cm 3 ,.
CI, -- 1 ,4 0 1,50 - 1 , 0 iJ- k g / cm,
2,00 -- 3. C'I, -- 1, 40 2,00

Ct -- 2 ,10 2,00
2,50 - 2 63 k g / cm,
- , 3. Cb = 2,63·1,1 = 2,89 k g / cm 3 •
Die Belastungsflächen ~rge ben: F I = 1,90· 1,40 l,g5 = 1,40 m 2 ;

F2 = (1,75 ~ 2,63) 0,70.3,10 = 4,75 m2.


Schwerpunktsabstände :
2
Xl = 31,40 = 0,93 m;
= 1 40 + 0,70 2·2,63 + 1,7':; 1 77
x2 , 3 2,63 + 1,75 = , m.
Abstand der Drehachse D von Oberkante Erdboden:
t' - 1,40, ~3 + 4,75·1,77 - 1 -8 .
- 1,40 + 4,75 -,D m,
Abb.127 .
t" = 2,10 - 1,{58 = 0,52 m. (Abb. 127.)
Eigengewicht des Fundamentes: hierbei ist das Gewicht des Betons mit Auftrieb:
2,0 - 1,0 = 1,0 t/m 3 und der Erde mit Auftrieb: 2,10 - 1,00 = 1,10 tjm 3 •
Beton (mit Auftrieb): (3,10 2 .0,7 + 1,90 2 .0,35) 1,00. . . . . . . . . . 7,98 t
Beton (ohne Auftrieb): 1,90 2 (1,20 + 0,;5) 2,00 . . . . . . . . . . . . . 9,02 t

Erde (mit Auftrieb): {[ 0,:5 (3,20 2 + 3,102 + 3,20· 3,10)]- 1,902 • 0,35} 1,10. . 2,42 t

Erde (ohne Auftrieb): {[ 1,~5 (3,50 2 + 3,20 2 + 3,50.3,20)] - 1,90 2 • 1,0,'5)} 1,60. = 12,80 t
Eigenlast des Mastes mit Leitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . = 4,18 t
Gesamtgewicht G = 36,40 t
1 Eull. schweiz. elektrotechn. Ver. 1924, Heft 5 u. 7, und 1925, Heft 10.
TragIDast mit schwenkbarem Ausleger, 2100 kg Zug, 57
+
~~ l:~ iI!
18,00 2,10 m lang (Abb.128-138) .
110 k V Doppelleitung, 250 m Spannweite.
'rdsell-lf7emme 6 St. Al185 mm 2 , Gm... = 8,OOkg/mm 2 •
1 Erdseil Fe 50 mm2 , Gm~1 = 20,0 kg/mm~.
A Abb.128.
50.50.5
I. 7r

\
\

.2...
\.

_#8'
J02

I ~' '~
' , Cl2 I ' I , I •
~T~$<li!81=-=*82;XX x{g::x :':g: )<::8;~
I '
, , ' OiogQnole LJ5.3H; Niet 19 r
- lZQ ~
GrondrilJ des {jn/erguf'fes
Schnilt E-F
I Abb.131.
Abb.129. Abb.130. ~
I

J8(J(1 - -- - - ----~-----~M ------~

Abb.132.

I ', /U5mm
I .
i---!J50- -' -.95Q---1
I
Abwicklllfl§ der Oiagonalen
ScllfliIlA -.B Abb.136.
Abb.133.

Abb.134.

Abb.137.

Gewicht des "Mastes = 1350 kg


Gewicht der Querträger = USO kg
Gesamtgewicht = 2350 kg

+ - --'f''-
Ansiclll def' Of'ells/litze

Abb.13S. Inhalt des Betoniundaments = 12,50 m S•


58 Berechnungsbeispiele.

Das Biegungsmoment, bezogen auf den Drehpunkt D, beträgt:


1I1D = 111 3 + H 3 • t' = 40,90 + 2,86· 1,58 = 45,42 mt.
Von der Sohle wird ein Biegungsmoment aufgenommen von

1I1b = Gb 2 (0,5 --~ G


2b~ C\ tg 0:
-)
= 36400·310 0,;) -"3
(- 2 V 3fi400
2.3103.2,89.0,01
) = 4550000 cmkg.

Für das Seitenmoment ergibt sich:


~". _ 1 /3 b t' 1 b 0 ..
.J.r.1 8 - -6 t I 200 tg (X. -1- t "3 "3 2 t tg (X,
l _ 158 I _
1118 = -6 };)83 • IHO 200 0,01 + "3,)2 3 .310.2,63.0,01 = 1371000 cmkg.
1118 -j-1I1b = 1371000 + 4550000 = 5921000cmkg.
1118 : 1I1b = 0,30. Hierfür Sicherheitsfaktor 8 = 1,26 (Abb. 181).
Z u 1'asslges
" Moment: -1,26-
;")921000 k
= 4700000 cm g.

Vorhandenes Moment ffI D = 4542000 cmkg < 1I1zu :.


Die größten Druckbelastungen des Erdbodens betragen für

PI e" 2"'
= 2" t' 001 = -2- -2- + 18) ,0]. = (l ,46) k'
1,0;") (140 'g,cm,
2 °
P3 = Ott" 0,01 = 2,63·52·0,01 = 1,37 kgjcm 2 ,
P2 = ;~ Pa = ~ 1,:n = 0,46 kgjcm 2 ,

P4 -_ V i_ 2. ebG
b2
--' V' 2· 2,S!J. 36400
310 = 2,61 kgjcm 2 •

Die Form der Spannungsflächen PI bis P4 zeigt die Abb. 127.


Bevor ein Fundament durchgerechnet werden kann, sind zunächst die Abmessungen
und das Gewicht G dafür festzulegen. Hierbei kommt es besonders auf die richtige Schätzung
der Sohlenbreite b2 an. Eine gute Näherungsformel zur Ermittlung von b2 für Fundamente
in wasserhaltigem Boden ist:
b2 = V1I1 8 • 1,85 in cm,
hierbei ist 1118 = Biegungsmoment bezogen auf Fundamentsohle In cmkg.

9. Stahl-Aluminium-Doppelleitung, 110 k V, 250 m Spannweite.


Statische Berechnung eines Tragmastes mit Schwellenfundament.
Die Leitungsstrecke ist bespannt mit 6 Stahl-Aluminium-Seilen 185 mm 2 und I Erdseil
aus nichtrostendem Stahl von 50 mm 2. Die Höchstzugspannung beträgt für die Leitungen:
8,00 kgJmm 2 und für das Erdseil: 20,0 kgJmm 2 • Die Anordnung der Leitungen am Mast-
kopf zeigt das Schwingungs bild Abb. 146. Die erforderliche Mastlänge über Erdboden ergibt
sich wie folgt:
Abstand der Leitungen vom Erdboden am Scheitel des Durchhanges. 7,00 m
Größter Durchhang bei +40 0 C. . . . . . . . . . . . . . . . . . 7,40 "
Länge der Hängeketten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1,35 "
Höhe der Konstruktion vom Aufhängepunkt der unteren Leitung bis Mastspitze = 4,25 "
Mastlänge über Erdboden = 20,00 m
Mit denselben Leitungsquerschnitten, Phasenabständen, Spannweiten und Mastlängen
sind in Westfalen einige kürzere Strecken ausgeführt worden, z. B. die Strecken Meißen-Kirch-
lengern und Meißen -Wülpke.
Stahl-Aluminium-Doppclleitung, llO kV, 250 m Spannweite_ 59

1. Ermittlung der angreifenden Zuglasten und der Eigengewichte.


Winddruck auf das Erdseil: 125·0,5· 0,009 . 250. 140 kg
Winddruck auf eine Leitung: 125·0,5· 0,0IH2· 250. 300 kg
Winddruck auf eine Isolatorenkette . . . . . . 20 kg
auf die Stirnflächen des oberen Querträgers . . 80 kg
und des unteren Querträgers . . . . . . . . . 110 kg
Somit Zuglast am oberen Querträger : 2 (300 + 20) +- 80 720 kg
und am unteren Querträger: 4 (300 + 20) -+ 1l0. 1390 kg
Gesamte Zuglast des M.astes: 140 + 720 + 1390 . . . . . = 2250 kg
Eigengewicht der Beseilung (beim Tragmast ohneZusatzlast): 250(0,405 +6.0,77) = 1260kg
Eigengewieht der Isolatorenketten, Ausleger und Mastsehuß 1 . . . . . . . . . ~ 2240 kg
Gesamtes Eigengewicht für Mastschuß 1: GI = 1260 + 2240 . _ . . . . . . . = 3500 kg
Der Mast ist 3schüssig und mit Einfachdiagonalen ausgebildet. Die Mastbreite am Kopf
beträgt 760 mm und die Breitenzunahme : 40 mmjm.
Die Wind lasten berechnen sich für
Mastschuß 1: W1 = 125· 1,5· 8,0 (2·0,06 + 1,3·0,05) = 300 kg,
Mastschuß 2: W 2 = 125· 1,.'5· 7,2 (2. 0,075 + 1,3·0,05) = 300 kg,
Mastschuß 3: W 3 = 125· 1,:3· 4,8 (2. O,OH + 1,3· 0,05) = 220 kg.
Die größten Biegungsmomente betragen (Abb. 139):
0,140· 9,80 = 1,372 mt
0,720· 7,00 = 5,040 "
1,390· 3,75 = 5,212 "
0,300· 4,00 = 1,200 "
----
MI = 12,824 mt
2,550· 7,20 = 18,360 mt
0,300·3,60 = 1,080 "
M 2 = 32,264 mt
2,850· 7,30 = 20,805 mt
0,220· 4,90 = 1,078 "
H = 3,070 t M 3 = 54,147 mt

2. Berechnung der Eckeisen.


Mastschuß 1. Mastbreite (Schwerpunktsabstand) am Stoß 1 BI = 760 + 8,0·40-34 = 1046 mm.
G "ßt St bk ··ft .
ro e a ra e.
±SI _- MI
2 BI
GI _
=r="4 - 12,824
2. 1,046
3,50
=r= -4- = ±
5,25
7,03 t.

Gewählt: L 60·60·6 mit F = 6,91 cm 2 ; Fn = 5,89 cm 2 ; i x = 1,82 cm;


I 130
Knicklänge : l= 130cm; y= 1,82 = 72;
Knickzahl : w=I,43;
G ro··ßt e B eanspruc h ung: ad =
1,43·7,03
6,91
6 j 2
= 1,4 t cm .

In gleicher "\Veise werden die Eckeisen für Mastschuß 2 und 3 bestimmt.


Die Berechnung ergibt
für Schuß 2: L 75· 75· 8 bei einer Knicklänge von l .= 148 cm
für Schuß 3: L 90· 90· 9 bei einer Knicklänge von . = 167 cm
60 Berechnungsbeispiele.

3. Berechnung der Diagonalen.


Die Diagonalen werden bei Leitungsbruch stärker als bei Normalbelastung beansprucht,
daher ist die Bemessung für die Belastung aus Leitungsbruch durchzuführen (VDE 0210,
§ 17 c).
Der halbe Höchstzug einer Leitung beträgt Z = i . 215,5. 8,0 = 862 kg, wirkend am
Hebelarm von 1 = 4,50 m beim oberen Querträger und 1 = 6,20 m beim unteren Querträger.
Die größte Querkraft beträgt: Q = -{~ + {-; hierin ist Be = Schwerpunktsabstand der
Eckeisen am Angriffspunkt von Z. •
a) Diagonale unter dem oberen Querträger. Schwerpunktsabstand der Eckeisen
(Abb. 140 u. 141).
1. Am Angriffspunkt der Kraft Z = 760 + 1,0·40 - 2· 17 = Be . _ . . = 766 mm
2. In der Mitte des zu berechnenden Feldes Ba = 766 + 0,33 - 40 . _ . . = 779 mm
. 0,862 . 4 50 0 862
Querkraft am AngrIffspunkt von Z: Qmax = ~0,766- + --":'2- = 2,96 t.
Querkraft im Felde der Diagonale: . ~
Qa -_ .-) , 96 Ba -- 0,~66 -- -,
-? ,96 0,i79 ? 92 t
.
Stabkraft in der Diagonale: D -- Qa !!....
b -- -,.
? ()2 932 - 3 66
744 - , t.
Gewählt: L 50·50·6 mit F = 5,68 cm 2 ; iry = 0,96 cm;
. kl"ange :
K nIC d = 93,2 cnl.-, .ii -_ !J3,2 -- ()-.
0,96 . ,,
Knickzahl : w = 2,21;
D ruc kb eanspruc h ung: (jd -- 2,215,U-S - -- 1,42. t j cm 2.,
· 3,66

Z ug b eanspruc h '
ung. (jz -
- 0,6 (5,0 8" t j cm 2 .
3,66_ 1,7) --- 1 ,')
Abb . 14') u . 141.
Zum Anschluß 1 Niet 17 0 .
b) Diagonale unter dem unteren Querträger. Es ist:
B, = 896 mm; Ba = 912 mm; Q = O':~~i~(~O + 0,~62 = 3,41 t; Qb = 3,41 ~::~: = 3,35 t;
_ 1028
St.abkraft: D = 3,30 874 = 3,94 t; Gewählt: L 50·50· 6;

Knicklänge : 1 = 102,8 cm; ..!Q2,8 = 107'


0,96 '
Knl·ckzahl·. w = 2 , 71 ; - 2,71
(jd -
-3,94 -
5,68- 1 88 tjcm,
- , 2. -
(jz -
3,94
0,6(5,0-1,7) 1 99 tj cm.
- ,
- 2

c) LetzteDiagonale im Schuß 1.
Mit Ba = 1038mm wird Qc = 3,41 ~:~~~ = 2,94 t und Stabkraft D = 2,94 ~~~~ = 3,46 t.

Gewählt: L55·55 · 6 mit F=6,31cm; l=1l7,8cm 2 ; 11~~~=1l0; w=2,86;


_ 2,86· 2,!J4 _ 1 -7 j 2
(jd -- -6-,:Ü-- - ,;) t cm .

Für Mastschuß 2 und 3 sind die Diagonalen in gleicher Weise zu berechnen. Zum An-
schluß genügt bei allen Diagonalen 1 Niet von 17 mm 0 .
Die in den Ebenen der Querträger angeordneten Querverbände sind für die oben er-
mittelten Querkräfte von 2,96 t beim oberen und 3,41 t beim unteren Querträger bemessen
worden.
4. Schwellenfundament.
Das Schwellenfundament ist nach dem in der Praxis sehr bewährten Berechnungs-
verfahren ermittelt worden. Hiernach wird das auflastende Erdreich bei getrennten Platten
unter einem Neigungswinkel von c< = 22 0 und unter 17 0 bei zusammenhängenden Platten
berücksichtigt. Der Sicherheitsgrad dieser Erdbelastung gegenüber der größten Zugbelastung
der Platte ist mit 1,3 bis 1,5 anzunehmen.
Stahl-Aluminium-Doppelleitung, llO kV, 250 m Spannweite. 61

Gewählt ist ein Schwellenlager von je 4 Schwellen von 20 X 16 cm Querschnitt und


250 cm Länge. Die Tiefe im Erdboden beträgt t = 2,50 m (Abb.142). Grundfläche eines Lagers
ab = 1,25·2,50 m. Die Erdauflast beträgt:
Ge = Y t [a b + (a + b) t tga; + J t2 tg 2 a;]
= 1,60' 2,50 [1,25 . 2,50 + (1,25 + 2,50) . 2,50· 0,4 + 0,213· 2,50 2] = 32,6 t.
Eigengewicht des Mastes mit Leitungen G = 6,00 t.
Größtes Moment an der Sohle: M s = 54,147 + 3,07·0,16 = 54,64 mt.
_M. G_54,64T~=±21,8t
e astung d er PI atten: ± P -
Größte BI c =t= 2 - 2,20 -. 2 27,8 .

Sicherheitsgrad der Auflast: v =


G.
+p = 32,6
21,8 = 1 ,a"fac h . 11

Größte Belastung des Erd bodens:


_ -p _ 27800 _ _ 2
P- --r -
4.20.250 - 1,39 kgjcm .
Die Schwellen sind mit 16 Schrauben 3//' 0 angeschlossen.
21,8 --
Größte Zugbeanspruchung: az -- T6T,96 _ 0 , 70 t/cm.
' 2
I i"
I ,-
Größte Beanspruchung der Holzschwellen (Abb. 143): 7,z> fo)s-t-1,25--1
~-C=2;o-1
ab =w
M = p (1 2 - 4 c 2) h2
8" 6 = 1,3W(1~62
-8- , - 4 . 3~2) 6 -- 104 k g/ cm 2 .
, 162
,+P -P
Abb.142.
Freitragende Länge des Schwellenträgers 1= 0,83 m. Größtes
Biegungsmoment an der Anschlußstelle
M = -p ~ = 27,8 0,83 2 = 7 6~ t
b a 2 1,25 2 ' a m .
Gewählt als Schwellenträger 2 [24 mit 20 mm-Bohrung im
Flansch.
4 _ 2885 _ 3
J x • = 3600 - 2.11,3 2 .2,0.1,4 = 2885 cm. W Xn - 12,0 - 240 cm .
. W5
Größte BIegungsbeanspruchung: ab = 2.240 = 1,59 t/cm 2 •
Zum A nschluß des Schwellenträgers gewählt 6 Sch rau b en 7/8"' a< - - 17,65 -
6.3,88 0 76 t / cm 2.
- ,
Der Wert 17,65 t ist ermittelt aus:
±s = M 3 =t=!!.~ = 54,14~ -c ~,80 = ± 15,25 t
3 2B 3 4 2· 1,644" 4 17,65 .

Belastung des Mastes in Richtung der Leitung.


Es ist der Winddruck auf die Breitseite der Querträger und auf den Mast zu berück-
sichtigen, mindestens jedoch ! der Normalbelastung : !. 2250 = 570 kg.
Winddruck auf den oberen Querträger : 125· 1,5· 9,50 (0,040 + 0,080). . . . = 220 kg
Winddruck auf den unteren Querträgrr: 125· 1,5· 12,90 (0,040 + 0,10) . . . . = 360 kg
Hierzu der Winddruck auf die Isolatorenketten mit 2· 20 = 40 kg für den oberen und
4· 20 = 80 kg für den unteren Querträger.
Gesamtbelastung aus Winddruck: 260 + 440 = 700 kg, angreifend in
0,26 . 1,0 + 0,44. 4,25 d M .
1) = 0,700 = 3,00 m unter er astspItze.
Zur Berechnung der Erdauflast wird die Grundfläche des Auflagers mit! der Schwellen-
länge = 2:0 = 62,5 cm und der Böschungswinkel des Erdkegels mit a; = 17° eingesetzt.
Inhalt des auflastenden Erdkegels V = t [a b + (a + b) t tg a; + ~. t 2 tg 2 a;];
V = 2,50 [3,45' 0,625 + (3,45 + 0,625) . 2,50· 0,3 + 0,12· 2,50 2] = 14,9 m 3 •
62 Berecbnungsbeispieic.

D avon a b d er I n h a It d es K el·l es k = 0,95·


- -6 - (2 . 0,9iJ- + 1,575 = 0,8()m
i,55 - 3 . (Abb. 144 u. 145.)
Gewicht der Erdauflast Ge = (14,90 - 0,85) . 1,60 = 22,5 t mit dem Schwerpunkts-
abstand Cl = 1,875 m.
Das Biegungsmoment aus Winddruck auf Querträger und Mast, bezogen auf Unter-
kante Schwellen, beträgt M = 0,70 (22,66- 3,00) + 0,30 (18 ,66 + 1l,06) + 0,22·5,06 = 23,55 mt.
Größte Belastung eines Lagers:
-.
M
±PI = ~ =t= ~ = 23,55 =F ~ = ± :,60 t.
Cl 2 1,875 2 - 1<>,60
Sicherheitsgrad der Auflast:
Ge 22,50 f h
l' = +P = 9,60 = 2,3 ac .

Größte Belastung des Erdbodens:


- -PI _ 15600 _ 1 "'6 k I 2
PI - ------y- - 8 . 62,5 . 20 - , i J g cm .
Abb. l 44. Beanspuchung der Holzschwellen :
M 37 2 6
ab = -IV = 1,562" };j2 = 33 kgjcm 2 •
Mast und Fundierung genügen somit in allen Teilen der Belastung.
5. Querträger.
Die Querträger sind zu berechnen:
1. Bei Normalbelastung für die Vertikallastcn aus Eigen- und Eislast der Leitungen
und Isolatorenketten nebst Eigenlast der Querträger .
2. Bei Leitungsbruch für den halben Höchstzug
einer Leitung, wirkend am äußeren Aufhängepunkt.
Die beiden Belastungsarten wirken nicht gleich-
zeitig.
Der Berechnungsgang selbst ist aus dem Beispiel
auf S. 40 u. 41 zu ersehen.
· I _ I
I I Schwingungsbild zum Tragmast (Abb. 146).
t~~I~ro-j Stahl-Aluminium 185 2 19,2 mm 0
IrI / )1±:
· I' I I
Eigengewicht . . . . . . . . = 0,77 kg/m
Winddruclc 125·0,5·0,0192 . . = 1,20 kgjm
I I
· I I ·
A ussc h wmgung: "'I = 0,77
1,20 = tg 1 ,iJ-6 = ; )-7 20' .

T +
0

-4-
+
---!- Erdseil : Fe 50 2 9 mm 0 Eigengewicht = 0,405 kg/m
Winddruck : 125· 0,5 · 0,009 . . . = 0,563 kg/m
Abb .140. ·
A ussc h wmgung: "'2 = -Ö--;--1-05
0,563 = tg 1, 39
, = iJ"4 0 20' •

Stahl-Aluminium-Doppelleitung, 110 kV, 250 m Spannweite.


Statische Berechnung eines Abspannmastes.
Die Werte über Querschnitte und Höchstzugspannung der Leitungen und des Erdseiles
sind auf S. 58 angegeben.
Die Anordnung der Leitungen am Mastkopf zeigt das Schwingungsbild Abb. 160. Die
erforderliche Mastlänge über Erdboden ergibt sich wie folgt:
Abstand der unteren Leitungen vom Erdboden am Scheitel des Durchhanges = 7,00 m
Größter Durchhang bei +40 0 C . . . . . . . . . . . . . . . .. 7,40 ))
Höhe der Konstruktion vom Aufhängepunkt der unteren Leitung bis Mastspitze = 4,45))
Erforderliche Mastlänge = 18,85 m
Gewählte Mastlänge : 19,00 + 2,40 = 21,40 m
Stahl.Alumjnium-Doppclleitung, UO kV, 250 m Spannweite. 63
Trngmast mit clnvcllclllluulicrUll"', 2250 kg Zug, 20,00 + 2,50 m lang (Abb. 147-1ö5).
Abb . 147.

Schnilf A-B-C-j)
110 k V Doppelleitung, 250 m Spannweite. Gewicht des Mastes = 2060 k g
6 t.-AL 185 (A1l83,8 mm 2 , Fe 31,7 O1m2 ) Gewicht der Querträger = 720 kg
Um .. = 8,00kg/mm 2 • lErdseilFe50mm 2 , Cesamtgewicht = 2780 kg
Um. , = 20,0 kg '01m 2 ,

Abb.14 .

I
~
I
Schnitt t: -F ::=-1-
Abb.149.
~
I
""I
l-
I
~

~------Z$O ------------~

Abb .154.

----1,

Abb. 155. Einzelheilen der ffosfwtinde


64 Berechnungsbeispiele.

Der Abspannmast in gerader Strecke wird berechnet für i der einseitigen Leitungszüge
und gleichzeitig Winddruck auf Mast und Kopfausrüstung senkrecht zur Leitungsrichtung.
Hiernach betragen die Zugkräfte
für das Erdseil : i . 50 . 20 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . = 670 kg
für eine Leitung: i· 215,5· 8 . . . . . . . . . . . . . . . . . . = 1150 kg
Die Wind last auf die Stirnfläche des oberen Querträgers und auf 2 Abspannketten ist
ermittelt zu 300 kg und für den unteren Querträger mit 4 Abspannketten zu 380 kg.
Somit wirken am oberen Querträger : 2· 1150 +- 300. = 2600 kg
und am unteren Querträger : 4· 1150 + 380. . . . . . . . . = 4980 kg
Die gesamte Zuglast beträgt: 670 + 2600 + 4980 . . . . . . . . . . 8250 kg
Die Eigen- und Zusatzlasten der Leitungen betragen
für das Erdseil: 250·0,9;) 240 kg
für eine Leitung: 250 . 1,1>;) . . . . 400 k~
Eigenlast einer Doppelkette . . . . . . . . . 120 kg
und der Querträger mit Mastschuß 1 = 2220 kg
Gesamtlast für Mastschuß 1: 240 + 6· 400 + 12· 120 + 2220 . = 6300 kg
Der Mast ist 3schüssig mit Einfachdiagonalen konstruiert. Die Eckeisen
0, 'IOt sind beim Austritt aus dem Fundament gestoßen, so daß der Mastfuß ge-
---'---'--- sondert einbetoniert werden kann. Die Mastbreite am Kopf beträgt 950 mm
Abb. 156. und die Breitenzunahme 50 mm/m.
Die Windlasten auf die einzelnen Mastschüsse betragen
für Mastschuß I: 125· 1,5· 6,0 (2. 0,080 + 1,3· 0,060). = :300 kg
für Mastschuß 2: 125· 1,5· 6,0 (2 ·0,11 -+ 1,3·0,065) = 340 kg
für Mastschuß 3: 125· 1,5· 7,0 (2· 0,1:{ -7 1,3·0,070) = 460 kg
Die Hebelarme der angreifenden Kräfte zeigt Abb. 156.

Berechnung der Eckeisen.


a) Mastschuß 1.
Mastbreite (Schwerpunktsabstand)um Stoß I: 950 + 50·6,0 - 2·22,6 = 1205 mm.
Größtes Moment:
MI = 0,67·9,00 + 2,60·5,00 + 4,98· 1,75 + 0,08· 7,50 + 0,30· 3,00 = 29,25 mt.
Gro" ßte Stab kräfte '. ± S -
1 -
29,25 ::r::: 6,30 -
2. 1,205 I 4 -
12 I" -: I 60 -
,;) -j , -
+
-
10,55 t·
13,75 '
L 80· 80· 8 mit F = 12,30 cm 2 ; i x = 2,42 cm;
I 160
Knicklänge : l = 160 cm; i = 2,42 = 66;
Knickzahl : (I) = 1,34;
G"ro"ßte D ruc kb eanspruc h ung: aa = --12,äO-
1,34·13,25 = I ,n-0 t/ cm 2 .

Zum Anschluß 8 Schrauben 5/ 8".


In gleicher Weise berechnen sich die Eckeisen für
Mastschuß 2: L 110· 110· 10 mit Knicklänge l . . = 164 cm
Mastschuß 3: L 130· 130· 12 mit Knicklänge l. .= 168cm

Berechnung der Diagonalen.


Die Diagonalen werden berechnet a) für Normalbelastung und b) für Leitungsbruch
unter der Annahme, daß durch den Bruch einer Leitung ein Drehmoment hervorgerufen
wird. Hierbei ist der volle einseitige Höchstzug der Leitung einzusetzen, für die sich in den
einzelnen Bauteilen die größten Spannungen ergeben. Das heißt die am äußeren Ende der
Querträger angebrachte Leitung.
Stah1-Aluminium-Doppelleitung, llO kV, 250 m Spannweite_ Statische Berechnung des Abspannmastes. 65

Letzte Diagonale im Mastschuß 1.


a) Für Normalbelastung.
Größte Querkraft : Q) = ~~ - 2 SI sin ß;
{-= ~ (0,67+2,60+4,98+0,08+0,30) = 4,315t; Ql=4,315-2.12,152.~~0= 3,7lt;
d 1375
Diagonalkraft : D 1 = Ql b = 3,71 113fJ = 4,48 t;

Gewählt: L 65·65·7 mit F = 8,70 cm 2 ; i~ = 1,26 cm; ~ = 121,5 = 97'


i 1,26 '
Knickzahl: w = 2,22;

Größte Druckbeanspruchung : (jd= 2,2~,~~,48 = 1,14 t/cm 2 •

b) Für Leitungsbruch. Z = 215,5·8,0 = 1724 kg.


Größte Qucrkraft beim Bruch der äußeren Leitung am unteren
Qucrträgcr:
Qrnax -_ ~_
2 Be
1_
'1
Z __ ~.724.~~_ ~_ 1,n~ -
2 - 2.1,117 ' 2 -
'" 6'" t.
0, 0 ,

Querkraft, bezogen auf Mitte Diagonalfcld : Z~

- 6_ 1,117 - 33 t
Q
= Q rnax Ba
B,
= Q = 0, ° 1,1H4 = D, ;

G rö j Jte
l D'Iagonalk ra f t: D -- r:
0, 33 1375 0 t·,
1139 -- 6 , 4'"

2,22·6,45
Größte Druckbeanspruchung : (jd = = 1,65 t(cm 2
-'---;0:--::"":--
8,70
(Abb. 157 u. 158).
Zum Anschluß der Diagonalen im Schuß 1: 2 Niete 17 mm 0 Abb. 157 u. 158.
mit F = 2· 2,27 cm 2 .
Größte Beanspruchung zu a): Ta -
- 2.4,48
2,27 -_ °99 t (cm ,
, 2.
(11 -
- 4,48 _ 1 88 /
2. 1,7.0,7 - ,
2
t cm -
- 6,45 _ 1 42 j --~'~-271 t (cm 2 -
2.
zu b): Ta - 2.2,27 - , t cm , (11 - 2 1- 0 - - ,
" " . ". "
Die in gleicher Weise weitergeführte Berechnung der Diagonalen ergibt
für Mastschuß 2: L 65 . 65 . 7 mit größter Knicklänge l . = 163 cm
für Mastschuß 3: L 70· 70 . 7 mit größter Knicklänge l . = 198cm

Horizontalverbände.
Die im Mast in den Ebenen der Querträger angeordneten Horizontalverbände über-
tragen die beim Leitungsbruch entstehenden Querkräfte auf die Mastwände. Die größte
Querkraft beträgt beim unteren Querträger 5,65 t (s. oben) und beim oberen

Qo = 1,724 .~jO
2.0,955
+ 1,72~
2
= 4 92 t
,.

Die Konstruktion der Verbände zeigt Abb. 167 der zugehörigen Zeichnung.

Berechnung der Querträger.


Die Querträger werden berechnet für den einseitigen Höchstzug der Leitungen von
Z = 215,5· 8,0 = 1724 kg.
Die Vertikal belastung in jedem Aufhängepunkt der Leitung beträgt:
Taenzer. Stahlrnaste. 2. Auf!. 5
66 Berechnungsbeispiele.

Eigen- und Eislast der Leitung und Zuschlag für Gerüst: 250· 1,55 -+ 200 580 kg
Eigenlast einer doppelten Isolatorenkette . . . . . . . . . . . . . . . 120 "
Eigenlast des Querträgers, wirkend im Aufhängepunkt der Leitung. . . . 300 "
Gesamtlast = 1000 kg
Die Durchrechnung mit diesen beiden Belastungen ergibt für den Untergurt [10. Auf
den oberen und unteren Flanschen sind Diagonalen L35 . 3;5· 4 bzw. L45 . 4;"5· 5 angeordnet.
Der Berechnungsgang ist auf S.47 u. 48 zu ersehen.

Fundament.
Die Fundamenttiefe ist mit t = 2,40 m angenommen.
Größtes Biegungsmoment an der Sohle nach Belastungsschema
Abb.156:
Ms = 0,67·24,4 -+- 2,60·20,4 -+- 4,98· 17,li5 -+ 0,08·22,40 +
-+- 0,30· 18,40 -+- 0,34· 12,40 -+- 0,46· ;5,nO = 169,1 mt.
Die Fundamentbreite b2 ergibt sich nach der Näherungsformel :
b2 = VM s 1,68 = V16910000· 1,68 = 435 cm.
Abb. 159. Diese Formel gilt für Fundamente, die in normalen Erdboden kommen
und sonst berechnet werden nach den Formeln von:
MOHR: Pmax = 2,50 bis 3,00 kg/cm 2 Kantenpassung und 30 ° Böschungswinkel des Erdkegels.
SULZBERGER: für Baugrundziffern Co = 2,00 kg/cm 3 und Cu = 3,50 kg/cm 3 .
Die Zahlenwerte ergeben sich für das nebenstehende Fundament nach der Formel von
MOHR wie folgt (Abb. 159) :
Gewicht des Betons: 2,40 2 • 1,50 + 4,35 2 • 1,10 = 29,4;>·2,00 . . . . 58,90 t
Erdlast: [1,:0 (5,85 2 + 4,35 2 -+- .'5,85.4,35)] - 2,40 2 .1,30 = 26,6.1,60 42,60 "
Eigenlast des Mastes, der Isolatoren und Beseilung . . . . . 7,90 "
Gesamtlast G = 109,40 t
Abstand des Durchgangspunktes der Resultierenden
von der Fundamentmitte : x -_ .w~
G -
_ 169,1 _ 1 ~4"
109,4 -
.
,u um,
von der Fundamentkante : Y = ~
2 - x = 2 ' 175 - 1, 545
= 0,630 m .
Größte Kantenpressung an der Fundamentsohle :
_ 2: 109~___ ?6 6 I 2
pmax -
_ - -~ -
3 Y b2 - 3. 0 ,63. 4,35 - ~ , t m -- 2 , 66 k g Icm 2 .

Schwingungsbild zum Abspannmast (Ahb.160).


Stahl-Aluminium 185 2 ; G rnax = 8,00 kgjmm 2 ; Spann-
weite = 250 m.
Eigengewicht der Leitung: 0,77 kg/m, 19,2 mm )Z.
Abb. 160. Winddruck: 125·0,5·0,0192 = 1,20 kg jm.
A ussc h ' . <Xl -- 0,77
wmgung. 1,20 -- t g 1 ,ü"6 -- .)"'7 ° 20' .

Erdseil : F,. 50 2 ; 9 mm )Z; Eigengewicht: 0,40;) kg/m.


Winddruck : 125· 0,:5. 0,009 = kgjm.
O,;)(j:~
A usse h '
wmgung .. <X 2 -
- 0,503 - tg 1,3<9 --
0,40;3-- __ .)4
'" 0 ')
~O.
,
Ab Sl'8llJlma t für 2;;0 kg Zu"', 19,0 + 2,40 = 21,40 ll1 lang (Abb. 161-1 iO). 67
'li

I
SchnittA -B -C-lJ
110 kV Doppelleit ung , 250 m Spa nnw ite. Gewicllt, des Mastes = 3080 I,g
6 St.·AI. 185 (All 3, mm', F e 31,7 mm 2 ) Gewicht der Qu I'triig l' = 930 1,g
O ma. = 8,00 kgj mm 2 . 1 El'dseil F e 50 mm 2 ,
O m3, = 20,0 kgj mm z. Gesa mtgewicht = 4010 kg

Ab b.162.

Abb.164.
JW

" - .
" \~'c"\ ~'r~~~~l=-~.Ifi!l
~S't\r'\l i
'J ~ Allfhöngung der lei~ungen
bb. 163.

-
·
tiI ~'I ~ -
lV
-r ,
NOfl fogeverbond im Schni/te l!;-F
,IV" 90.& 1
I 'IlJ() - -
Abb. 169.
bb . 165.

Einzelheiten der euer/rüger


Abb . 166.

--2fJ6~-- Inholt V·29,~5m.'


~-------- ~w'----­
fuBrohmen im Schni/te G-fl

~
Verbünde in der Ebene der €uertl'Öger
Abb .167. '-kd:J I
Abb . 168. Abb.liO.
5*
68 Berechnungsbeispiele.

10. Stahl-Aluminium-Leitung 220 k V, 340 m Spannweite..


Statische Berechnung eines Tragmastes.
1. Einführung.
Als wirtschaftlich günstigste Spannweite ist - durch Proberechnung verschieden großer
Spannweiten - eine Spannweite von 3.40 m ermittelt worden.
Wenn dieser Mastabstand auch nicht bei allen Feldern eingehalten werden kann, denn die
im Gelände liegenden Flüsse, Verkehrswege und Bahnen zwingen oft zu kürzeren Spann-
weiten, so werden doch für alle Tragmaste die Nutzlasten und die Anordnung der Leitungen
am Mastkopf nach Maßgabe der
größten Spannweite von 340 m
bemessen. Es können dann alle
Mastköpfe nach einer Schablone
angefertigt werden. Dagegen wer-
den die Längen der Maste in Ab-
stufungen von 1 m nach Maßgabe
der zugehörigen Spannweite aus-
geführt. Bei dieser Einteilung er-
geben sich selbst bei längeren
Strecken für alle Tragmaste nur
etwa 3 Masttypen, die nur im
unteren Mastteil um je 1 m Länge
voneinander abweichen.
-L Verlegt werden 6 Stahl-Alu-
",, Seile von 28 mm 0, bestehend aus
, 1/
einer Stahlseele mit 19 Stück Stahl-
',/1 drähten je 2,76mm 0 = 113,5mm 2
/ I
..// I und 78 Stück Aluminiumdrähten
I
I je 2,36 mm 0 = 341 mm 2 , zusam-
I
men 454,5 mm 2 Querschnitt. Auf
der Mastspitze wird ein Erdseil ver-
legt aus nichtrostendem Stahl von
Abb. 171.
10,5mm 0 und 70mm 2 Querschnitt.
Winddruck auf Leitung und Isolatoren: 595 + 45 = 640 kg. Die Höchstzugspannung der
Eigenlast der Leitung und Isolatoren: 620 + 170 = 790 kg (s. S. 69).
Leitungen beträgt 8,00 kg/mm 2 und
Ausschwingwinkel: (Xl = ~:~ = tgO,81 = 39', (X2 = ~~~ = tgO,96 = 44 0. des Erdseiles 22,Okg/mm 2.
Erdseil : ö = 0,546 kgjm. Winddruek: 0,656 kgjm. Größter Durchhang der Lei-
o 1 (Xa = -
Ausse h wrngwi°nke: 0656
' - - tg12 - 50 tung bei 340 m Spannweite und
0,546 - , - .
+ 40 oe: f max = 11,80 m.
Mindestabstand der Leitungen voneinander: a = Vf max + 1~0 = V11,80 + ~!~ = 4,9 m .
Hierfür ist nach Maßgabe des Schwingungsbildes (Abb. 171) der Abstand a auf 7,40 m
festgeset zt.
Im übrigen ist die Berechnung nach den "Vorschriften für den Bau von Starkstrom-
Freileitungen VDE 0210/1938" aufgestellt worden.

2. Ermittlung der Zugkräfte und Eigenlasten der Leitungen.


Winddruck auf das Erdseil : 125· 0,5 d l = 125· 0,5. 0,0105. 340. 230 kg
Winddrnck auf eine Leitung: 125 . 0,5 . 0,028 . 3400 . . 595 kg
Winddruck auf eine Doppel-Isolatorenkette. . . 0 0 . . 45kg
Winddruck auf die Stirnflächen des oberen Querträgers . 100 kg
und des unteren Querträgers . . 0 . . 0 . . 0 130 kg
Stahl-Aluminium-Leitung 220 kV, 340 m Spannweite. 69
Somit Zuglast am oberen Querträger : 2 (595 + 45) + 100 . 1380 kg
und am unteren Querträger : 4 (riH5 + 45) + 130 . = 2690 kg
Gesamte Nutzlast des Tragmastes : 230 + 1380 + 2690. = 4300 kg
Eigenlast der Drähte (ohne Eislast )
für das Erdseil: 70·0,0078· 340 . . . . . . 180 kg
für eine Leitung: (1l3,5. 0,0078 + 341· 0,0027) . 340. 620kg
Eigenlast für eine Doppel-Isolatorenkette. . . . . . . . . . . 340kg

3. Ermittlung der Mastlänge und Erläuterung der Mastkonstruktion.


Für eine Spannweite von 320 m ergibt sich die Mastlänge über Erdboden:
Abstand der Leitungen vom Erdboden am Scheitel des Durchhanges 7,00 m
Größter Durchhang bei +40" C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . = 10,50 "
Länge der Hänge-Isolatorenkette mit Seilschwinge : 2,85 + 0,25 . . . . . = 3,10"
Abstand vom Aufhängepunkt der unteren Isolatorenkette bis zur Mastspitze = 8,50 "
Erforderliche Mastlänge über Erde = 29,10 m
Gewählte Mastlänge über Erde = 29,20 m
Der Mast ist 4schüssig mit doppelt liegenden Diagonalen ausgebildet. Die Eckeisen
sind stumpf gegeneinander gestoßen und mittels Winkeleisen gelascht. Die Längen der
einzelnen Mastschüsse sowie die angreifenden Kräfte sind auf S. 71 dargestellt.
Die Breite des Mastes am oberen Ende ist zu 1300 mm und die Zunahme der Mastbreite
mit 50 mm/m festgelegt.

4. Ermittlung der Windlasten auf den Mast und seines Eigengewichtes.


Die Wind lasten für die einzelnen Mastschüsse ergeben sich zu:

Hierin ist:
w = 125· I,5l (2 a + 3,5 b).
1,5 = der Faktor für die hintere Mastwand, b = Br~ite der Diagonalen,
l = Länge des Mastschusses, 3,;') = Faktor für die Diagonallänge.
a = Breite des Eckeisens,
Windlast für Mastschuß I: 125· 1,5· 7,80 (2 . 0,07 + 3,5· 0,05). . . . . . . 480 kg
-+- 50 kg für Erdseilträger
2: 125· 1,5· 7,40 (2·0,09 -,- 3,5·0,05.'5) 530 kg
" 640kg
3: I2{'· 1,5· 7,80 (2 . O,ll -;- 3,5·0,055)
4: 125· 1,5· 6,20 (2·0,12+ 3,5· 0,060) 540kg
"
Eigenlast für Mastschuß 1 mit Isolatoren und Leitungen:
Erdseilträger, oberer Querträger und Mastschuß I . . . . . . . 2300 kg
Erdseil und 2 Leitungen mit Isolatorenketten : 180 + 2 (620 + 340) . 2100 kg
Gesamtlast für Mastschuß I: 2300 + 2100. . . . . . . . . . . . 4400 kg
Gesamtlast für Mastschuß 2:
4 Leitungen mit Isolatorenketten : 4 (620 + 340) 3840 kg
Mastschuß 2 . . . . . . 2960 kg
Dazu von Mastschuß I . . . . . 4400 kg
Gesamtlast : 3840 + 2960 + 4400 II 200 kg
Gesamtlast für Mastschuß 3: 11200 + 1000 12200 kg
Gesamtlast für Mastschuß 4: 12200 + 1000 = 13200 kg
Die weitere Berechnung des Mastes ist in Tabellenform durchgeführt worden, und zwar
enthält
S. 70 die Belastungen und Beanspruchungen bei Normalbelastung,
S. 71 die Belastungen und Beanspruchungen bei Leitungsbruch.
Eine gleiche Leitungsstrecke hinsichtlich der Leitungsquerschnitte, Spannweite, Höchst-
zugspannung und Abstand der Leitungen voneinander ist im Jahre 1935 von Lehrte nach
Harbke ausgeführt worden:
;:g
Tabelle 8. Statische Berechnung des Tragmastes für 4300 kg Rutzlasl, 29,20 -1- 2,30 = 31,50 m lang (Abb. 172-174).
-

,;,E Htabkriifte Beanspruchung Schrauben zum Htoß


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" t/cm 2 t,'cm 2
"
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T 0,:>3 ·4,6 = 13,33 mt
I
I
~l 2 ~~,33 -+- 2;.1~ . 7,~+2,69 } L90·90·9 15,5 ! 12,4 1,76 2,01 144 82 1,65 11,20 12,4 9,liO 15,2 0,77 l,lil 8X 5 / 8 " 1,98 0,96 1,33
1i,7 j- 0,.)3 4,7- 49,68
.~

.:<
~I
~ 3 49,li8 + :>,36 . 7,8
21,2117,8 2.16 2,388 1m 73 1,45 12,20 19,7 16,05 22,7fi 0,93 1,56 lOX 3/ / ' 2,85 0,80 1,20
1- 0,64 . 3,9 = 93,98 }LllO·IIO·1O
I::d
I ~
14 93,98+ (i,OO· (i,2 } LI20.120.11 2fi,4- 21,6 2,3:") 2,694 wo (i8 1,36 13,20 24,6 21,30 27,90 0,99 1,:>0 12x 3 / 1 " 2,85 0,81 l,ll
-+- 0,:>4 ·3, 10 -~ 132,86 'g."
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I L 50·50·5 4,80 3,95 0, 98 1
2,14 207,3 1 159 ,8 106 108 2,ili 0,87 0,57 0,144
,
1
0,33 2 Xiete 140 3,08 1 I
..s 2 L 55·:>5·6 6,31 1,07 242,6 19;>,2 11:> 2,0(i 0,63 2 Xiete 1425
':::" 5,29 5,36 123 3,13 1,28 0,24 3,08l0,41 0,76
bJ:
3 L 55·55·6 6,31 5,29 1,07 6,00 281,6 2:33,8 143 133 4,19 , 2,02 1,22 0,23 0,81 2 Xiete 140 3,08
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c II 153 131 ' 406 ! 2,04 1,20 0,20 I 0,70 2 Xiete 140 3,OSI \
, I ' I I I

Zunahme der .\Iastbrt'ite: 50 mmJm; 5!l_ = 0,02:).


Hin ß ~= 2 .]()OO

1 Für die Ermittlung der Diagonalen und derpn Ansehl üsst' sind dip !H'i Lpitungsbrul'h l'intrdmdm lklastungl'n maßgebplld (s. R. 71), da sie größer sind
als die obigen aus Xormalbl'lastung.
Stahl-Aluminium-Leitung 220 kV, 340 m Spannweite. 71
stabkräfte und Beanspruchung der Diagonalen bei Leitungsbruch.
Zur Berechnung des Drehmomentes, das beim Bruch einer Leitung entsteht, ist nach
§ 17 c der " VSF" der halbe Höchstzug einer Leitung eingesetzt: Z = t . 454,5· 8,0 = 1820 kg.
Da die Zuglast aus Normalbelastung von 4300 kg > 1820 kg, so
werden die Eckeisen bei Normalbelastung am größten beansprucht, da-
gegen die Diagonalen beim Bruch einer Leitung. Hierfür ergeben sich die
folgenden Werte:
"
~'§ Größte Querkraft in einer Mastwand im Angriffspunkt
~ ",;§ von Z:
<s;,' - .

Z,G9t ...
~J Bt· •..-+- ZC Z
Qmax = 2 Be +"2 (Abb. 175 u. 176).

Querkraft eines beliebigen Feldes:


Q = Qmax !:
(d. h. im umgekehrten
Abb. 173. Verhältnis der Mastbreiten). Stab-
kraft der Diagonalen eines beliebi-
gen Feldes: D = ~ ~ (bei Einfach-
diagonalen : D = Q ~) .
Für den oberen Querträger :
Qmax = 1,82·8,70
2. 1,335
+ 1,82
2
= 6 85 t
' ,
I
R=i,7CO und für den unteren Querträger :
Abb. 172. Abb . 174.
Qmax = 1,82·12,40
2.1,675
+ 1,82 = 765 t
2 ' .
Abb. 175 u. 176.

Die weitere Berechnung der Diagonalen ist in nachstehender Tabelle durchgeführt.


Tabelle 9.
Schwer- Q= Stabkralt D'w Anschlußniete
punkts- Be D
Berechnete Diagonale
Qmax abstand Qmax B:; D=..9!:.... G z= F;; "a=F;;

I
2b "I
B.
t m t t t /cm' t!cm' t/::' t /cm'
oberste Diagonale unter dem oberen
Querträger 6,85 1,369 6,68 4,60 1,17 2,02
1
!
L etzte Diagonale im Schuß 1 6,85 1,648 5,56 3,60 0,91 2,06
oberste Diagonale unter dem unteren
Querträger ... 7,65 1,712 7,48 4,82 0,91 1,92 1,57 3,44
L etzte Diagonale im Schuß 2 7,65 2,010 6,38 3,96 0,75 1,96
L etzte Diagonale im Schuß 3 7,65 2,388 5,36 3,23 0,61 2,13
L etzte Diagonale im Schuß 4 7,65 2,618 4,90 2,88 0,49 1
1,69 11
Horizontalverbände.
Zur Übertragung der beim Leitungsbruch auftretenden Quer-
kräfte auf die Eckeisen sind in der Ebene der Querträgeruntergurte
starke Querverbände vorgesehen, deren System aus Abb. 177 zu
ersehen ist.
1. Verband des oberen Querträgers.
Größte Querkraft s. oben: Qmax = 6,85 t.
Gewählt für die Horizontalen H je 1 L 60· 60· 6 mit i x = I,82om;
Abb_ 177.
i'l = 1,17 cm;
Knicklänge: l=129,5 bzw. 64,7cm;
1 129,5
j = 1,82 =71; 64,7 = 55'
1,17 '
Knickzahl: w = 1,41; Gd = 6,8: ~~,41 = 1,39 tfcm 2•
,
Zum Anschluß 2 Niete 20 mm 0; reichlich.
72 Berechnungsbeispiele.

Stabkraft der Diagonalen: D = ± 2:;!~5 = ± 4,83 t. Gewählt je 1 L55· 55· 6.


Zum Anschluß 2 Niete 17 mm 0.
2. Ver band des unteren Querträgers.
Größte Querkraft nach S. 71: Qmax = 7,65 t.
Hiernach ergeben sich für die Horizontalen je 1 L 70· 70· 7 und für die Diagonalen
Je 1 L 60 . 60 . 6 ~it Anschluß je 2 Nieten 17 mm 0.

Oberer Querträger.
1. Vertikalbelastung bei intakten Leitungen.
Eigenlast einer Leitung: (113,5· 0,0078 + 341 . 0,0027) 340. 620 kg
Normale Zusatzlast: 180 Va = 180 V28 = 952 g. :HO 320 "
Eigenlast einer Doppelisolatorenkette . . . . . . . 340 "
Montagebühne mit Arbeiter und Werkzeug . . . . 900
Knotenpunktslast aus Eigengewicht des Querträgers 220
Gesamtlast an jedem Aufhängepunkt der Leitung = 2400 kg
ur eme
] co.. • T"
ragerwan d : -2-
2400 = 1200 k g
An den übrigen Knotenpunkten des Untergurtes wirken 150 kg Eigengewicht für
eine Trägerwand.
1
a) Stabkraft im Obergurt : +0 = 1,48 (1,20· 8,02 --:- 3·0,15· 3,40) = +7,;")0 t.
Gewählt 1 L 60· 60 . 6; Querschnitt reichlich.
b) Untergurt.
Die ungünstigste Belastung erfolgt bei Leitungsbruch.
Vertikallast bei Leitungs bruch: -} (620 + 320) + 340 + 900 + 220 = 1930 kg.
. T"
]'"ur eme ragerwan d : 1930
--2"'- ~:J
9-0kg.
Horizontalzug aus dem halben Höchstzug einer Leitung: 1820 kg (s. S. 71).
Größte Stabkraft im Untergurt :
- U v -- _1_
1,48 (0 , 9'-
••). , 1- . 3 40) -- - 6 , 10 t', _L U h -- 1,82.
8 02 + 3 . 0 ,:J, 8,02 -- +
1,34
...L - 10 , 90 t .

Uk = - 6,10 ± 10,90 = ± 1~,~ t; Gewählt 1 L 90·90· 9; i~ = 1,76 cm; F b = 15,50cm 2 •


Knicklänge : l = 114,5 cm; 11~~; = 6;5; w = 1,32; Gd = 1,3125:;~'0 = 1,45 tfcm 2 •
In der Ebene des Untergurtes sind Doppeldiagonalen vorgesehen zur Aufnahme des
Horizon talzuges .
Größte Stabkraft in der ersten Diagonale am Aufhängepunkt der Leitung:
D
1
= +
--
1,82 o,~o =
2 0,;)8
± 1 41
'
t.

Gewählt für alle Diagonalen 1 L 40· 40 . 4 mit Anschluß 1 Niet 14 mm 0.


Die Beanspruchung ist gering. Die Wandglieder in der vertikalen Trägerwand sind zu
berechnen für 1200 kg Vertikallast am Aufhängepunkt der Leitung und 150 kg Eigenlast an
jedem Knotenpunkt des Untergurtes.
Die Stabkräfte werden graphisch ermittelt, die berechneten Profile sind in der Zeich-
nung des Mastes eingetragen.
Unterer Querträger.
Die Belastungen sind wie beim oberen Querträger, d. h. es ist zu berechnen:
1. der Obergurt sowie die Wandglieder der vertikalen Trägerwand : für 1200 kg je Auf-
hängepunkt der Leitungen und 150 kg an jedem Knotenpunkt des Untergurtes ;
2. der Untergurt : für 1200 kg am inneren und 950 kg am äußeren Aufhängepunkt der
Leitung, 150 kg Knotenpunktslast und 1820 kg Horizontalzug am äußeren Aufhängepunkt;
Stahl-Aluminium-Leitung 220 kV, 340 m Spannweite. 73

3. der Horizontalverband in der Ebene des Untergurtes : für 1820 kg am äußeren


Aufhängepunkt der Leitung.
Die Stabkräfte betragen
im Obergurt : +0 = 2 113 [1,20 (4,05 + 11,45) + 0,15·1,35 + 2·0 ,15·7,8 : ] = + 10,0 t;

Gewählt 1 L 65·6.5· 7 ~it F n = 8,70 - 2,0·0,7 = 7,3 cm 2 ; (Jz = ~~3~ = 1,37 t/cm 2 ;

im Untergurt: - U v = 2,~5 (1,20· 4,05+0,95·11,45+0,15·1,35+2· 0,15· 7,80) = - 8,60 t;

± Uh -- 18,2. 11,45 _
---U-7- -...L
-L 12 -0
,D t,. Ul:. -- _ 8 , 60 -+ 12 ,iJ-0 -- ..L:d,10
-L 390 t·
'

Gewählt 1 L 100· lOG· 10 mit F b = 19,2 cm 2 ; i~ = 1,95 cm;


I 135
Knicklänge : l = 135 CIn ; --:-
t
= -19-
,.0
= 69;
Knickzahl: w = 1,38; = 1,38 · 21,10 = 152 tj 2
(Ja 19,20 ' cm .
Für deI} Horizontalverband ergeben sich Doppeldiagonalen L 40· 40· 4 für die 9 Felder
zwischen den beiden Aufhängepunkten und L 45 . 45 . 5 für die 3 übrigen Felder. Zum
Anschluß aller Diagonalen je 1 Niet von 14 mm 0. Die Beanspruchung ist gering.
Das System des unteren Querträgers mit Belastungen zeigen Abb. 178 u. 179.

1,2Ot
oßst bei
- - ----lteifuflgsbroch

Ahh. 180.

Fundament.
Das Fundament ist berechnet' nach den Formeln von G. SULZBERGERl. Nach dieser
Berechnungsmethode sind im Laufe der letzten Jahrzehnte unzählige Fundamente ausgeführt
worden. Sie sind erprobt und haben sich bei geringem Materialverbrauch gut bewährt.
Bei der Berechnung wird angenommen, daß das Fundament bei Höchstbelastung nur
eine geringe Lagenveränderung (Schiefstellung) erleidet, die als Höchstmaß einen Winkel
aufweist, dessen Tangente <: l~O ist.
Bei der Lagenveränderung entstehen im Erdboden an der Grubenwand und Fundament-
sohle Reaktionskräfte , wofür als Maßstab die Baugrundziffer eingeführt ist. Das ist der er-
forderliche Druck, der auf 1 cm 2 Bodenfläche einen Eindruck von 1 cm Tiefe erzeugt.
Die seitlichen Spannungsflächen sind ihrer Form nach Parabelfläehen. Setzt man jedoch
an Stelle des Zweiges der Parabel, welcher unterhalb des Drehpunktes D liegt, eine Gerade, so
ergibt sich die Beziehung, daß sich bei Bewegung des Fundamentes um den Drehpunkt D
alle Spannungen verhalten müssen wie ihre Abstände vom Drehpunkt.
Die je nach der BodenfLrt sich ergebenden Werte der Baugrundziffern gelten in 2,00 m
Tiefe der Baugrube , und es wird hinsichtlich der seitlichen Festigkeit des Erdbodens an-
genommen, daß die Baugrundziffer an der Erdoberfläche den Wert Null hat und nach
unten gleichmäßig mit der Tiefe zunimmt.
Der weitere Berechnungsvorgang sei an dem Zahlen beispiel erläutert.
Die Abmessungen des gewählten Fundamentes zeigt Abb. 180.

1 BuH. schweiz. elektrotechn. Ver. 1924, Heft 5 u. 7 und Heft 10, 1925.
74 Berechnungsbeispiele.

Eigenlast des Fundaments: [ 4,00 2 .0,60 + 3,20 2 (170 + 0,25 + 0,~5) ]2,00. = 60,2 t

Erdauflast bei: 1:. ß 0= 8 ° = [ 1,;0 (4,00 2 + 4,48 + 4,00·4,48) - 3,20 .1,70 ]1,60 .
2 2 = 22,1 "
Gesamtlast des Mastes mit Leitungen (ohne Eislast ). . . . . . . . . . . . . . = 17,4 "
Gesamtlast an der J<'undamentsohle G = 99,7 t
Es ist Baugrund von normaler Beschaffenheit angenommen. Hierfür beträgt dic Bau-
grund ziffer in 2,00 m Tiefe
für die obere Stufe: Co = 2,00 kgjcm 3,
für die untere Stufe: Cu = 3,50 kgjcm 3.
Bettungsziffer in 2,30 m Tiefe: Ch = 1,1 Ct ;
E s ist: C I, =
2 00
1,70 2:00 = 1,70 k g j cm 3 ; C'I, - I 70 3,50
- , (l~ k g j cm 3.,
2,00 -- 2 ,vi

Ct = 2,30 ~:~ = 4,03 kg/cm 3 ; C b -= 1,1 ·4,03 = 4,43 kgjcm 3.


Die Belastungsflächen ergeben sich:
F 1 -- I ,70· 3 , -')0 1,70
2 -- 4 , 62 m,
2. F2 = 2,97 ~ 4.03 0,60.4,00 = 8,40 m2.

Die Schwerpunktsabstände betragen:


x 2 I ~O 1 13 m' x I ~O + -0,60 2.4.03 + 2,97 = 2,02 m.
I = 3 'I = " 2 = ,I 3- 4,03 + 2,97
Entfernung der Drehachse von der Erdoberkante :
t ' = 4,62 . 1,13 + 8,40· 2,02 = I ' 7 0
4,62 + 8,40
'
m ,
t" ') 30
= -,
1 ~o
-, I =
0 60
, nl.
Größtes Biegungsmoment bezogen auf Oberkante Erdboden:
M = 132,9 mt; Größte Querkraft : Q = 6,54 t (s. S. 70).
Größter Moment bezogen auf den Drehpunkt D:
MD = 132,9 + 6,;)4·1,70 = 144,0 mt.
Von der Sohlenfläche aufgenommenes Moment:

Mb = Gb 2 ( 0,5 - -~- v;~) = 9B700· 400(0,;) - ~ :2.


99700
400 3 .4,43.0,01
) = 16400000cmkg.

:Für das Seiten moment ergibt sich:


,s~ - ~
.lIfs .- ~ tg (X
6 t '3 b1 200 + t "3 ~3 b2 C t g .

t:
t (X ,
,'I
.........

--
,3 H ierin ist 200 170 -- 0 , 8:-i.l k.g j cm 3·,
(' -- 200
s 1.,. i'-
,1
r-... M s = ~ 1703.320.0,85.0,01 + _6~3 400.4,03.0,01
1,0
o 0,2 0, 'I 0,6 0,8 1,0
= 3387800 cmkg;
.!:!L __
Mb Mb + Ms = 16400000 + 3387800 = 19787800 cmkg;
Abb. 181.
: Mb = 0,206; Ms
hierfür Sicherheitsfaktor s = 1,30 (s. Abb. 181).
19787800
Zulässiges Moment: M zul = M.+M,
S = 1,30 = 1-')00000
i>:'
k
cm 'g.
Vorhanden: MD = 14400000 cmkg < M wl .
Das Fundament ist somit ausreichend.
Die größten Bodenpressungen ergeben sich für:
_Cc, ('001_ 1,70 170001-072')k/
GI - 2"2' - -2- - 2 - ' - , - g cm 2.,
G 2 ~= Ct(t -t')O ,OI = 4,03(230 - 170)0,01 = 2,42 kgjcm 2 ;
:!. 4,~3 · !)!) ,00·0,01
400
= 4,70 kg jcm 2 •
Stahl-Aluminium-leitung 220 kV, 340 m Spannweite. 75
Fundamentberechnung nach dem Verfahren von A. BCRKLlN 1 •

Das vorberechnete Fundament zum Tragmast der 220 kV-Leitung ist nachstehend mit den
gleichen Abmessungen und Belastungen nach dem Verfahren von A. BÜRKLIN berechnet worden.
Dieses Berechnungsverfahren gestattet, für Blockfundamente den Grenzzug als größten
erreichbaren Zug und damit den Nutzzug bei einem gegebenen Sicherheitsgrad zu berechnen.
Dieser Grenzzug wird errechnet unter der Annahme, daß einmal der seitliche Erdwider-
stand erreicht und gleichzeitig die Tragfähigkeit des Erdbodens an der Gründungssohle aus-
genutzt wird.
Die Standsicherheit ist somit das Verhältnis des größten erreichbaren Momentes zu dem
Nutzmoment.
Die Schiefstellung des Fundamentes soll beim Nutzzug ein gewisses Maß nicht über-
schreiten, im allgemeinen soll beim Nutzzug tga <: 0,01 sein. b
Diese Bedingung ist ohne weiteres erfüllt, wenn bei Fundamenten mit t ~ 1 die Sicher-
heitszahl 8 nach der Kurve A in der Abb. 183 gewählt wird. Ergibt sich hierbei für das ge-
wählte Verhältnis bit nach der Geraden B in der Abb. 184 eine größere Sicherheitszahl,
dann ist diese der Berechnung zugrunde zu legen.
b
Ist dagegen t < 1, was meistens bei kleinen Fundamenten der Fall ist, dann ist die Be-
dingung tga = 0,01 nur dann erfüllt, wenn diese Fundamente eine entsprechend große Stand-
sicherheit haben, d. h. wenn die Sicherheitszahl 8 nach der Geraden B in der Abb. 184 ge-
wählt wird.
i'1 2,'1
2,6
2,2 "-
2,'1
i\ 2jJ
"- 8
2,2
\ t 1,8
"-
2jJ
\ s 1,6
"-
"
"
11,8
S 1,6 1,'1
............ A 7,2
1,'1
7,0
1,2 o,~ 0,8 0,8 1,0 1,2 1,'1
b
50 100 200 300 i/OO 500600700mt I--
Abb. I 2. Abb. 183. Abb.184. Sieherheitszahls
Siehcrhcitszahl s in Abhängigkeit von M zu1 • in Abhängigkeit von bit.

Mit dieser Sicherheitszahl werden Nutzmoment M zul und Spitzenzug H multipliziert, um


das Grenzmoment und den Grenzspitzenzug zu erhalten.
Bei der Berechnung ist vorausgesetzt, daß im Grenzzustand der passive Erdwiderstand
nicht überschritten wird. Beim Erreichen dieses seitlichen Erdwiderstandes E w soll die Boden-
pressung an der Fundamentsohle sein P3 <: 2a/. Hierbei ist at = a + Ye tg 2 (45° + ~) t und
a = die zulässige Bodenpressung in frostfreier Tiefe.
Der weitere Berechnungsgang sei an dem Zahlenbeispiel erläutert:
Fundament zum Tragmast der 220 kV-Leitung.
Größtes Biegungsmoment bezogen auf Fundamentsohle : M zul = 148,0 mt.
Größte Querkraft aus Nutzlast und Winddruck : H = 6,54 t.
In der nachstehenden Berechnung bedeutet:
Yb = Raumgewicht des Betons 2,00 tjm 3
Ye = Raumgewicht des Erdbodens . . 1,60 tjm 3
fl = Reibungszahl zwischen Erde und Beton 0,40
e = Reibungswinkel des Erdreiches .
m = Beiwert . . . . . . . . . . . . 1.
Die Abmessungen des Fundamentes zeigt Abb. 182.

1 ETZ Bd.61 (1940) Heft 50, S. 1143.


76 Berechnungsbeispiele.

Eigenlast des Betons: [4,0 2 .0,60 + 3,20 2 (1,70 + 0,25 + 0,;5)] 2,20 . . . . . . . = 60,2 t
Ercauflast bei: <}: ß = 50 [2,:0 (4,0 2 + 4,4 2 + 4,0·4,4) - 3,20 2 .1,70- 4,0 2 ,0,60]1,60 = 21,6"
Eigenlast des Mastes mit Leitungen (ohne Eislast) . . . . . . . . . . . . . = 17,2 "
Gesamtlast an der Fundamentsohle V = 99,0 t

Erdwiderst.andszahl nach KREY 1: Ap = tg 2 ( 45 0 + ~) = tg 2 (45 0 + 3:) = 3,7.


Zulässige Beanspruchung des Baugrundes in der Tiefe t:
(Jt = (J+ Ye t }p ; hierin ist = I kgj cm 2 Boden pressung in
(J frostfreier Tiefe 2.
(Jt = 1,0 + --1-0000--
1600· 2,30·3,7 -_ 1, 0 + I ,36 -,
- 2 36 k g j cm,
2. 2 - (Jt -
') 2 36 -
~', - ,4 72 k g j cm 2 .

Es ist ~ = ~:: = 1,74; somit Sicherheitszahl 8 = 1,46 nach Kurve A in Abb. 183.
M or= M zul 8 = 148,0·1,46 = 218,0 mt; H Gr = H 8 = 6,54·1,46 = 9,;35 t.
Q = p, V + H or = 0,40.99000+~;)0 = 42400 k
1 + p,2 1 + 0,40 2 g.
Abstand der Drehachse von der Fundamentsohle :
Z3 + [ t (3 b, -
b) _ 3 b1 ] Z2 _ 3 b, t (m t + b,) Z = ( 6 Q _ 2 m t3 _ 3 b t 2) b,
b - bl 2m m (b - b,) y, }. p 1 2 m (b - bI )

Z 3 + [2,3.5,6 _ ~ 3,2 ] Z2 _ 9,6.2,3. 5,5 Z = (25i400 _ ') . I') 1 _ 9 6 . ,. 29) :1,2~.


O"8 2 0H 5920 ~~, , Cl , 2·08'
,
Z3 + 1l,3Z - 152Z = (43,0 - 24 ,2 - ;>0,8) 2,0; Z3 + 1l,3Z - L32Z + 64,0 = 0; Z
2 l = 0,42 m.
Bodendruck auf die Sohle:
p _ V - -~ Ho~ _ 99000 -- 0,40· 9550 k
3- 1 + p,2 - 1 + O,.W = 82000 g.
Bodendruck auf die obere seitliche Wand:
Q b, (I - Z)2 42400· 3,2·3,54
P 1 -- - 3,2 ·3,54 - 4,0· 0,176 = 45200
b, (I - zT.!~ b Zt- -- kg.
Bodendruck auf die untere seitliche Wand:
Abb.185. P 2 = PI - Q = 4;3200 - 42400 = 2800 kg.
Es ist:

b
PI U, + P2 U2 + P32 - M or 45200.2,00 + 2800.0,66 + 82000 . 2,0 _ 218000
Abstand: y = - - - -- P"3---- 82000 = 0,44 m.

B od enpressung b el. P 3: P3 -- 32 bP3y -- ~OOO


:~. 400.44 - 3 10 k gIcm 2
--, < ')
~ (Jt -
- 4 , 7'~) k g / cm 2 .

~ achweis
der inneren Spannungen.
Es wird die ungünstigste StellG des Fundamentes, cl. h. über der Stufe, untersucht.
Die Abmessungen des Querschnittes zeigt Abb. 185.
Querschnitt eines Eckeisens : L 120· 120· II = 21),40 cm 2 •
Querschnitt des Betonblockes : :{20· 320 = 102400 cm 2 •
F i = 102400 + 4· 2ti ,40· };) = 103924 cm 2.
Trägheitsmoment der Eckeisen : J = 4·2.),40· 15· 138,9 2 = 29405000 cm 4 •
Trägheitsmoment des Blockes: 1"2 _- 873000000 cm " .
-:~201
J i = 29405000 + 873000000 = 902405000 cm 4 •
W I'd ers t an d smoment: W i = --160
90240.- - = ;)- 6 40000 cm 3 .
')000
- ---
I KREY: Erddruck, Erdwiderstand und Tragfähigkeit des Baugrundes. 5. Auf!. Berlin 1936.
2 Hütte III. 25. Auf!. Berlin 1928.
Tragmast fiir 4300 kg Zug, 29,20 m Länge über Erde (Abb.l 7-198) . 77
Schnift A -B-C-j)

220 kV Doppclleitung, 340 Ul Spannw it . Gewicht des Mastes = 4,90 t


6 St.-Aluminium 341 mmz, 2 rum 0 , Gewicht der Querträger = 3,10 t
u m .. = 8,00kg(mm2 .1ErdseilFe 70mm z,
U m>< = 22,0 kg/ mm 2
Ge amtgewicht = 8,00 t

Enfsei!·Klemme
''l I· I

, I
r,lS
I

Abb '- 188. Abb.189.

AvlMngvng lief' IsolII/orenkellen .


Einze/heilen lIer
I
~verlrtiger
.__ .+ _.-
' Pa
i
f ,'.
Iit

-T~ , -1--1 Horizontolverbond im Stlinilfe G-R


L__ ..J, __ J Abb.195.
.... --'4--.
-L -+-L- Anschluß der Diagonalen.
"'. derI f.ellvng
1?i",IYng .
Abb.190.
r..J C: J
Cf
':] I U.J
~;: ~fL
i i
Abb. 191 u. 192. Abb.197.

I _

I/orizonlull'l!rlJond im Sdmilfe ß-f'


Abb.193. Abb. 194. Abb.196. Abb.198.
78 Berechnungsbeispiele.

Das Gesamtgewicht beträgt an der bet.rachteten Stelle:


G = 14,0 + 3,20 2 (1,70 + 0,25 + 0,:!5) 2,00 = 54,00 t.
Biegungsmoment an der betrachteten Stelle: MI.; = 132,9 -I- 6,54. 1,70 = 144,0 mt (s. S. 70).
Das entlastend wirkende Moment aus seitlicher Einspannung wird vernachlässigt.
Größte Beanspruchung:
_ M G _ ± 14400000 54000 _ ± 2 .- - 0'" _ -I- 2'Ok I 2
a - -W - F-: - 5640000 - 103924 - - ,,);) - ,') - - 3,0 gern.
Die Beanspruchung ist gering.
Für die Haftspannung ergeben sich folgende Werte:
Größte Zuglast im Eckeisen : 21,30 t (s. S. 70).
1--720 Die zulässige Haftspannung betrage
Ahb . 186. zwischen L Eisen und Beton: Tl = 3,00 kg/cm 2 ,
zwischen Beton und Beton: T 2 = 4,50kg/cm 2 (Abb.186).
Folglich kann aufgenommen werden: P max = [2(12 + 1,1) 3,00 + 11),4.4,1-;0] 230 = 34000k?:.
Somit größte Beanspruchung:
- 3 ,)( 0 34,00
Tl -
21,30 -
- , I 2.
1 88 k gern, T2 -
- 4 ,')
21 ,30 - 2 82 k I 2
"'0 34,00 -, g cm .

Stahl-Aluminium-Leitung 220 kV, 340 m Spannweite.


Statische Berechnung eines Abspannmastes.
1. Einführung.
Verlegt werden 6 Stahl-Alu-
minium-Seile von 28 mm 0, be-
stehend aus: einer Stahlseele mit
19 Stück Stahldrähten von je
2,76 mm 0 = 113,5 mm 2 und
78 Stück Aluminium-Drähten von
je 2,36 mm 0 = 341 mm 2 , zusam-
men 454,5 mm 2 Querschnitt. Auf
I der Mastspitze wird ein Erdseil
/1 ", " :: verlegt aus nichtrostendem Stahl

".I
, 7,'10 X s,oo-t-'---+-s,w- T - -7,IfOI------1
,I I I ......" I I von 10,5 mm 0 und 70 mm 2 Quer-
'~--trr I -J- schnitt. Die Höchstzugspannung
"" / ,I " :
I
der Leitungen beträgt 8,00kgjmm 2
~ I '. 1, I und des Erdseiles 22,0 kgjmm 2 •
I '- Größter Durchhang der Lei-

/r
\ I ' I
: \ I .... .>1 , /' I I
I \ '/....../ I I "": ,
I tung bei 340 m Spannweite und
I
t- --~~4
\ -:1.:1 ~----~ I I
-L -L + 40 ° C: fmax = 1l,80 m.
-- i . . . 1 --- i Mindestabstand der Leitun-
750 .--2.9&5
~9'7 1 '
' gen voneinander: a =
,1-
vfmax + 150
U
-- 220
= Yll,80+ = 4,90 m.
150
Abb. 199.
Hierfür ist nach Maßgabe des
Winddruck auf die Leitung: 595 kg (s. S. 68). Schwingungs bildes Abb. 199 der
Eigenlast der Leitung: 620 kg. Abstand a auf 7,40 m festgelegt.
.. 5!)i) 0
Im übrigen ist die Berech-
Ausschwmgwmkel: fi20 = tgO,96 = 44 .
(XI
nung nach den "Vorschriften für
Erdseil : 15 =- 0,;546 kgm. Winddruck: 0,656 kgm. den Bau von Starkstrom-Frei-
· . k e:
I 0,656 12 -0 --- .
leitungen VDE 0210/1938" auf-
\
russe h wmgwm _ - - = tg , =~
(X2 -
O,;J46
i)
gestellt worden.
Tabelle 10. Statische Berechnung des Abspann11Ulste8 für 16400 kg Zug, 26,20 + 2,50 = 28,70 m lang (Abb. 200-202.)

.:,S Stabkrälte Beanspruch ung Schrauben zum Stoß


Querschnitt I .e ~e ., s <;!>
.>:.-
I::
Q) '"
::s ~
, ~~ e • ~S .c
'" .<:; Biegungsmoment Gewähltes g,:q :C'd CJ ~~ G
z= ud =
" ~c
~ 8= +8= -8= Anzahl .;: Ißeanspruehung
ce
Q) ",.-
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~e ~.= i~ -'" ce
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M G . (J
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cm ' I cm l ?< "'.0 t t/cm' t/em' ;. t/cm I
tjcm:Z
'"
1 1,0 . 10,3 + 5,2 . 6'3}1 147 1,71 I
+ 0,58 . 5,0 = 45,96 . L 90 . 90 . 9 15,5 111,9 I 1,76 1 1,94 I 84 6,80 11,80 I 10,1 13,5 0,85 1,49 6X S/ 4 " 1 2,85 1 0,79 1,31

.:: UJ
<> 45,96 + 6,78 . 8,80 }
1,22 ~
~12 + 10,20 . 8,10 + 0,84 L 140·140·13 35,01 29,0 I 2,74 ! 2,35 1 154 1 56 17,2 40,8 1 36,5 ! 45,1 1,26 1,57 12 X 7/ s" I 3,88 1 0,97 1,32
.-'<: e::
<:.J . 4,4 = 191,94
~ I >
i:'
191,94 + 17,82 . 9,6 } 3
3 + 1,0 . 4,8 = 367,81 L 160·160·17 51,8 143,0 I 3,13 1 2,82/160 51 1,18 19,8 65,2 60,2 70,2 1,40 1,59 14 X I" I 5,07 I 0,99 1,16 S'
c'
Ei
~
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"'- ::l
Querschnitt ::s
'" e llQ
System längen S .;; Beanspruchung Anschlußniete
~ ~
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Gewähltes :;;" .>:e d, 12 ~
'" .;; Beanspruch ung ~
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~'" Profil' Fb Fn "'.- d b d, i~ -'" 0 .- und .c"
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A '" :.< iI Ä'" messer .,::s~"
cm' cm' ?< cm cm cm 0> t/cm' I/cm' <:J t/c:' t/cm' ~
o
S
1 L 60·60·6 6,91 5,71 1,17 6,78 232 188,7 112 96 2,17 2,80 1,72 0,30 0,54 2x20 mm 2x3,14 0,27 0,72 UJ

2 L 70·70·7 9,40 8,00 1,37 17,82 275,5 228,4 134 98 2,26 6,87 4,15 0,52 1,00 2x20 mm 2 x 3,14 0,66 1,48 ~
)
~
A 3 9,40 8,00 1,37 152 III 2,92 3,60 0,45 1,12
e;:
L 70·70·7 1 18 ,82 312,3 268,2 6,15 2X20 mm 2x3,14I 0,57 1,29 ~

Zunahme der Mastbreite: 50 mm/m;


50
sin {J = 2. 1000 = 0,025. >
~ ;;:0' er
0' 0'
t.:l t.:l t.:l
1 Für die Ermittlung der Diagonalen und
o 8
deren Anschlüsse sind die bei Leitungsbruch !':l ~
eintretenden Belastungen maßgebend (s. S. 81),
da sie größer sind als die aus Normalbelastung.
-1
c:o
80 Bert~chnungsbeispiele.

2. Ermiitlung der Zugkräfte und Eigenlasten der Leitungen.


Der Abspannmast wird berechnet für! der einseitigen Leitungszüge und gleichzeitig Wind-
druck auf Mast und Kopfausrüstung senkrecht zur Leitungsrichtung.
Die entsprechenden Leitungszüge betragen
für das Erdseil : !. 70· 22,0 = 1000 kg; für ci ne Leitung: !. 454,5· 8,0 = 2420 kg.
Die Windlast auf dic Stirnflächen des oberen Qucrträgers und auf zwei Doppel-Abspann-
ketten ist geschätzt zu 360 kg, für den unteren Querträger mit vier Doppel-Abspannketten
zu 520 kg.
Somit Zuglast am oberen Querträger : 2· 2420 -i-- 360 = 5200 kg
und am unteren Querträger : 4· 2420 -i-- ;")20 = 10200 kg.
Gesamte Nutzlast dcs Abspannmastes: 1000 + 5200 + 10200 = 16400 kg.
Für eine Spannweite von 320 m ergibt sich die Mastlänge über Erde:
Abstand der Leitungen vom Erdboden am Scheitel des Durchhanges 7,00 m
Größter Durchhang bei + 40 0 C . . . . . . . . . . . . . . . . . . = 10,i>0 "
Vom Aufhängepunkt der unteren Leitung bis zur Mastspitze . . . . . = 8,70"
Gesamte Mastlänge über Erdboden = 26,20 m
Der Mast ist dreischüssig mit doppelt liegenden Diagonalen ausgebildet. Die Eckeisen
sind stunpf gegeneinander gestoßen und mittels \Vinkeleisen gelascht. Die Längen der ein-
zelnen Mastschüsse sowie die weitere Berechnung des Mastes sind auf S. 72 zu ersehen.
Die Eigenlasten des Mastes mit Leitungen und Zusatzlasten betragen
für das Erdseil: 320· 1,16 = 370kg; für eine Leitung: 320·2,765= 880kg; für eine
Doppelkette : 340 kg; für den oberen Querträger : 1260 kg; für den unteren Quer-
träger: 2200 kg; für Mastschuß 1: 2050 kg; für 2: 1960 kg; für 3: 2600 kg.
Derr..nach Gesamtgewicht
für Schuß 1: 370 + 2 . 880 -+ 4· 340 -i- 1260 + 20;")0 = 6800 kg;
für Schuß 2: 6800 + 4· 880 + 8 . 340 + 2200 + 1960 = 17200 kg;
für Schuß 3: 17200 + 2600 = 19800 kg.

Stab kräfte und Beanspruchung der Diagonalen bei Leitungsbruch.


Zur Berechnung des Drehmomentes, das beim Bruch einer Leitung entsteht, ist der
volle Höchstzug einer Leitung eingesetzt mit Z = 454,5· 8 = 3640 kg (§ 17 c der VSF 0210).
Da die Zuglast aus Normalbelastung von 16400 kg > 3640 kg, so werden

~
~
. ' 000,,- -
Z
di~ Eckeisen ?ei Norma~belast~ng am g.röß~en beanspr~cht, .dagegen die
DIagonalen beIm Bruch ewer LeItung . HIerfur ergeben SICh dIe folgenden
~c Werte:
, Größte Querkraft in einer Mastwand im Angriffspunkt von Z:

Qmax = n:
ZC Z
+"2- (Abb. 203 u. 204).
Querkraft eines beliebigen Feldes:

Q= Qmax ; . ; (d. h. im umgekehrten Verhältnis der Mastbreiten).


G

Stabkraft der Diagonalen eines beliebigen Feldes:

Abb. 2C3 u. 204. D = ~ ~; (bei Einfachdiagonalen : D = Q ~) .


Für den oberen Querträger : Q max = 3,64~70
2. 1,625
+ :{,64 = 11 "6 t
2 ,0.

Für den unteren Querträger : Qmax = 3,64·12,40


2.1,947
+ 3,64 =
2
1324 t
,.
Die weitere Berechnung der Diagonalen ist in nachstehender Tabelle durchgeführt.
Stahl-Aluminium-Leitung 220 kV, 340 m Spannweite. 81
Tabell~ 11.
Sehwer- Q= Stabkraft Anschlußniete

.
punkts- B. D Dw
Qm.. 0 = °d=~
Berechnete Diagonale abstand Qmax B D =.9.!:... Fn T.
t
B.
m t
2b
t t/em' t/em' t/ern'
I t/e rn'
0
,

Obere Diagonale unter dem oberen


Querträger 11,56 1,659 11,30 7,15 1,25 1,77 1,14 2,98
Letzte Diagonale im Schuß 1 11,56 1,940 9,68 5,95 1,04 1,87 0,95 2,48
Oberste Diagonale unter dem unteren
Querträger 13,24 1,983 13,2 8,20 1,02 1,49 1,30 2,93
Letzte Diagonale im Schuß 2 13,24 2,352 11,2 6,70 0,84 1,61 1,07 2,40
Letzte Diagonale im Schuß 3 13,24 2,740 9,55 5,55 0,69 1,72 0,89 1,98

Querverbände.
Zur Übertragung der beim Leitungsbruch auftretenden
Querkräfte auf die Eckeisen sind in der Ebene der Querträger-
Untergurte starke Querverbände vorgesehen, deren System aus
Abb. 205 zu ersehen ist.
1. Ver band des 0 beren Querträgers.
Größte Querkraft nach S. 80: Qmax = 1I ,56 t.
Gewählt für die Horizontalen H:
je I L 75· 75· 8 mit i~= I,46cm; i x =2,26cm; F b = 1I,5cm 2 ; Abb.205.
• .. 1 78 156
Kmcklange: l = 78 bzw. 156cm T= 1,46 = 53; 2,26 = 70;
B eanspruc hung:ad 1,39· 11,56 /
Knickzahl : W = 1,39; = 11,50 = 1,40 t cm 2 •
Zum Anschluß 3 Niete 20 mm 0; reichlich.
11,56
Stabkraft der Diagonalen: D = 2 sin45 0 = 8,20t.
Gewählt je I L 70· 70 . 7, zum Anschluß 2 Niete 20 mm 0.
2. Ver band des un te ren Querträgers.
Größte Querkraft nach S. 80 : Qmax = 13,24 t.
Hierfür ergeben sich für die Horizontalen je I L 80· 80· 9 mit Anschluß 3 Niete 23 mm 0.
Für die Diagonalen je I L 75· 75· 8 mit Anschluß 2 Niete 23 mm 0; ausreichend.

Oberer Querträger.
Die Querträger für Abspannmaste werden berechnet für die größten senkrechten Lasten
und den einseitigen Höchstzug der Leitungen.
Senkrechte Belastung am Aufhängepunkt einer Leitung:
Eigenlast einer Leitung: 340 (1I3,5 . 0,00785 + 341· 0,0027) . . = 620 kg
Zusatzlast : 180 V28 = 952 g. 340 = 320 kg; 2 Doppelketten : 680 kg . = 1000 "
Montagebühne mit Arbeiter und Werkzeug . . . . = 900"
Knotenpunktslast aus Eigengewicht des Querträgers = 280 "
Gesamtlast an jedem Aufhängepunkt der Leitung = 2800 kg
2800
Für eine Trägerwand : -2- = 1400 kg.
An den übrigen Knotenpunkten des Untergurtes wirken je 150 kg Eigenlast für eine
Trägerwand .
Taenzer, Stahlm&l;te, 2. Auf!. 6
82 Berechnungsbeispiele.

Der einseitige Höchstzug einer Leitung: 454,5· 8,0 = 3640 kg.


Stabkraft im Obergurt: +0 = 1,~8 (1,40· 7,85 + 3· 0,15· 3,40) = 8,48t.

Gewählt: 1 L 60· 60· 6. Querschnitt reichlich.


Untergurt.
Stabkraft aus senkrechter Belastung: - U v = 1,~0(1,40.7,85+ 3·0,15·3,40)= -8,35t.

Stabkraft aus einseitigem Leitungszug : ± U h = 1,~34 3,64·7,85 = ± 17,4 t.


UE=-8,35±17,40=±2:'~~t;
, Gewählt: lLlIO·1I0·10; i~=2,16cm; F b =21,2cm 2 •

;~! - 1,19.25,75 - 14- tj 2


Knicklänge : l = 112 cm; , = 52; W = 1, 19 ; ad - 21,20 - , i) cm.

In der Ebene des Untergurtes sind doppelt liegende Diagonalen vorgesehen zur Auf-
nahme des Horizontalzuges.
Die Stab kräfte sind graphisch ermittelt worden, sie ergeben je 1 L 45· 45·5, zum An-
schluß je 1 Niet 17 mm 0.
Die Stabkräfte der Diagonalen in der vertikalen Trägerwand sind gleichfalls graphisch
ermittelt worden. Die berechneten Profile sind in der Mastzeichnung eingetragen.

Unterer Querträger.
Die Berechnung ist auf derselben Grundlage wie vor durchzuführen, sie bietet daher
nichts Besonderes. Die berechneten Profile sind in der Zeichnung des Mastes eingetragen.

Fundament.
Das Fundament ist wie beim Tragmast nach den Formeln von G. SULZBERGER be-
rechnet worden, und es wird auf die allgemeine Einleitung S. 73 verwiesen.
Das Fundament ist zwei stufig nach den in Abb. 206 eingetragenen Abmessungen aus-
geführt. Als Baugrund ist tragfähiger, gewachsener Erdboden gedacht.
Die Baugrundziffern betragen:
angefüllter Boden: Co = 2,00 kgjcm 3 ;
gewachsenes Erdreich: Cu = 3,50 kgjcm 3 ;
Bettungsziffer : Cb = 1,1· CIU'
Die Abmessungen des Fundamentes betragen:
b1 = 3,50 m, t 1 = 0,75 m,
b2 = 4,30 m, t 2 = 1,50 m,
ba = 5,80 m, t a = 2,50 m.
Eigenlast des Fundamentes: [5,8 2 ,1,0 + 4,3 2 .0,75 + 3,5 2 (0,75 + 0,25 + 0,;5)] 2,00 = 120,7 t

Erdauflast bei <9: ß = 8 0 : [1,:0 (5,80 2 + 6,22 2 + 5,80·6,22) - 4,30 2 .0,75 - 3,50 2 .0,75] 1,60 = 49,9"
Eigenlast des Mastes mit Leitungen und Isolatorenketten . . . . . . . . . . . = 20,9 "
Gesamtlast an der Fundamentsohle G = 191,5 t
Größtes Biegungsmoment bezogen auf Oberkante Erdboden:
M = 367,81 mt; größte Querkraft: Q = 18,82 t (s. S. 79).
Der Abstand der Drehachse D von der Grundlinie beträgt (Abb. 206 u. 207):

t8 = [~ Cu ba- t~(Cuba - CO b2 ) (ta - : t 2 )- tiCo(b 2 - b1 ) (t 3 - : t 1 )]:

[täCu b3 - t§(Cub a - C O b2 ) - ti Co (b 2 - b1 )];


Stahl-Aluminium-Leitung, 220 kV, 340 m Spannweite_ 83

t, = [ 2;3 3,5- 5,8 - 1,5 2 (3,5.5,8 - 2,0.4,3) (2,5 - ! 1,5) - 0,75 2 .2,0 (4,3 - 3,5) (2,5 - ~ 0,75)1 :
[2,5 2 .3,5.5,8 - 1,5 2 (3,5.5,8 - 2,0·4,3) - 0,75 2 .2 ,0(4,3 - 3,5)]; t, = 0,625 m.
Folglich: tf = t 3t. = .2,50 - 0,625 = 1,875 m.
-

·
D as Seltenmoment b " ~.f" ( b
etragt: J.r1.. = 11 1 +
5 b2 ) Co t;
384.10 4
t t! b
+ Cu6.10 3
-
3
4

M = (11 . 3 5 + 5.4 3) 2,0 . 1,8754 + 3,5.2,5.0,6253 .5,8 = 59250 mkg.


8 " , 384. 10 - 4 6. 10- 4

Abb . 206. Abb.207.

Das Bodenmoment beträgt: Mb = G ( -} - 6,67 · 10 - :1 V 1,1. ~u t 3


b3 ) ;

Mb = 191500 (5,:0 - 6,67· 10-:1 V


1,1. 3,~~~~~0. 5,80) = 191500·2,51 = 481000 mkg.
59250
M.:M b = 481000 = 0,12; hierfür Sicherheitsfaktor 8 = 1,34 (s. Abb. 181).
,,'
Z u Iasslges M M M. + Mb 59250+ 481000 k
oment: zul = 8 = 1,34 = 403000 m g.
Vorhandenes Moment, bezogen auf den Drehpunkt D:
Mn = M + Q tf = 367810 + 18820· 1,875 = 403100 mkg.
Es ist MD ;;;; M zul , somit ist das Fundament ausreichend.

Bewehrung des Fundamentes.


Zur ungünstigsten Berechnung ist angenommen, daß auf der mittleren Stufe in der Tiefe t 2
eine durchgehende Fuge ist.
Größte Zuglast im Eckeisen : + 8 = 60,2 t (s. S. 79).
Für die zulässige Haftfestigkeit ist angenommen
zwischen Beton und Eckeisen :
Tl = 4,50 kgjcm 2 (Abb . 208),
zwischen Beton und Beton:
I
7S Hundeisen' 7
6'mm '"
T2 = 5,00 kgjcm 2 • 1--1&'7---1
Folglich kann vom Eckeisen aufgenommen Abb.208. Abb.209.
werden:
P L = [2(16,0 + 1,7)4,50 + 20,2·5,00] 100 = 26000 kg.
Die Bewehrung ist somit zu bemessen für:
Po = +8 - P L = 60200 - 26000 = 34200 kg.
Verlegt werden je Eckeisen 15 Stück Rundeisen von 16 mm 0 mit je 2,01 cm 2 Querschnitt
(Abb.209).
Grö ß te Zug beanspruc h ung: az -- 15.2,01
34200 - k j 2
- 1130 g cm .

Grö ß te H a f tspannung: -
02 - 15 . 34200
1,611:100 -- 4,50 k g / cm 2 .
Die Anordnung der Bewehrung zeigt Abb. 209, und zwar im Grundriß des Fundamentes.

Abspallllmast fiii' 16400 kg Zug, 26,20 III Länge iiber l:;rde (Abb.210-226).
SdJnitt A -B -C,'-O

1, ' I 1 l11O.11O. 1O.

~ ~-~~ '; • ;' i'"


- ~·~-: "I ~' ;O; · '"

t'
;(:J: '.' _ ~ i l -:
Aulltiingung der lSQ/olorenkeHen Abb.210. I
Ausführung I Ab b 226 Abwitk/ung der O/"ogenolen
. . lrir ttosfsclluß 211- 3
l!l Die au g zogenen Dia-
- ~ .~ ~rrJse'H{femme gonalen li egen auf den
"- '090 ußenflächen ,die l unk-
tl rt gezeiChneten auf
Abb. 212 u. 213 . Abb.211. den Inn nflächen d r
E ckeisen.
Abb.214.

Abb.21 .
JiJIJ,

Abb.215.

bb.217.
Gewicht des Mastes = 7,74 t
Gewicht der Querträger = 3,46 t
Gesamtgewicht = 11,20 t

-+- - - - --79001 ---------'~

Abb.223. I HoriZlJnto/y~r;;Und /n UmiHe G-H

Abb. 224. Horilonlolverlm;dlm Schnitte E -F i

T
Abb . 225.
1 - - - - -- - -S8DOZ-----t-
220 kV Doppelleitung, 340m Sparmweitc.
Abb . 221. 6 St.·A1uminium 341 mm2, 28 mrn 0 ,
Abb.222. I <7 m .. = 8,00kgjmm2 , IErdseilFe70mrn 2,
um",, = 22,0 kg/mm 2 •
Stahl-Aluminium-Leitung 220 kV, 340 mSpannweite. 85

11. Stahl-Aluminium-Leitung 220 k V, 340 m Spannweite.


Statische Berechnung eines breitgespreizten Tragmastes für 4300 kg Zug,
29,20 + 2,00 m lang.
1. Einführung.
Als Vergleichsmast zu dem auf S. 68 berechneten Einständermast mit Blockfundament
ist nachstehend eine breitgespreizte Konstruktion mit Ein~elfundamenten aufgestellt.
Die beim Einständermast gegebenen Erläuterungen über Spannweite, Leitungsquer-
schnitte und deren Höchstzugspannung sowie die dort ermittelte Mastlänge gelten auch für
diese breite Masttype.
F~rner sind der obere Mastschuß sowie die Querträger gen au wie beim Einständermast
ausgebildet, die breite Spreizung beginnt erst unter dem unteren Querträger.
Im übrigen ist der Mast vierschüssig mit Schachtelstößen konstruiert. Die Zunahme der
Mastbreite beträgt 140 mm/m. Die Werte der angreifenden Kräfte aus Winddruck auf die
Leitungen sind auf S. 68 ermittelt worden und in Abb. 227 zur Berechnung der größten Bie-
gungsmomente eingetragen.
Die Eigenlasten der einzelnen Mastschüsse ergeben sich wie folgt:
für Mastschuß 2: Erdseil . . . . . . . . . . 200 kg
6 Leitungen mit Isolatorenketten : 6 (620 + 340) = 5700 "
Querträger 3100 "
Mastschuß 1 und 2. . . . . . . 2400 "
zusammen = 11400 kg
für Mastschuß 3: 11400 + 1600. = 13000 kg
für Mastschuß 4: 13000 + 1 6 0 0 . = 14600 kg
Die Windlasten betragen:
für Mastschuß 2: W 2 = 125·1,5·6,70 (2·0,08 + 4,0.0,07) = 600 kg
für Mastschuß 3: W 3 = 125· 1,5· 6,55 (2. 0,09 + 4,6. 0,07) = 650 kg
für Mastschuß 4: W 4 = 125·1,5·7,45 (2·0,10 + 5,1· 0,07) =
800 kg
Die größten Biegungsmomente ergeben sich nach Abb. 227:
0,230· 10,25 = 2,36 mt
1,380· 7,00 = 9,66"
0,600· 4,50 = 2,70 "
M1 = 14,72 mt
2,210· 6,70 = 14,81 mt
2,690· 6,70 = 18,02
0,600· 3,35 = 2,02
"
"
M2= 49,57 mt
5,500· 6,55 = 36,00 mt
0,650· 3,30 = 2,13
" I

M3 = 87,70 mt
6,150· 7,45 = 45,82 mt
0,800· 3,70 = 2,96 Bo
"
Qmax = 6,950 t Mo = 136,48 mt Abb.227.
Die weitere Berechnung kann sich auf die Durchrechnung des unteren Mastschusses 4
beschränken, da die übrigen Schüsse in gleicher Weise berechnet werden, sowie auf den Nach-
weis der Fundierung.
86 Berechnungsbeispiele.

Unterer Mastschuß 4.
L

', '
100.100.10 Mastbreite : B o = 1725
G ro""ßt e G ur tk ra'"fte.. ±S =
+ 20,7· 140 + 2 (9 + 10) =
136,48
2. 4,605
T
T
14,60 =
4
± 11,15 t
18,45
4661 mm.
Abb . 228

Gewählt: L 100· 100· 10 mit F br = 19,20 cm 2 ; i~ = 1,95 cm;


Abb.228. Knicklänge : l = 158 cm; Schlankheitsgrad : ). = 11,~! = 81;
1,62. 18,45
Knickzahl : W = 1,62; Beanspruchung: a=
19,20
= 1,56 tjcm 2 •

Riegel.
Die axiale Belastung aus der Knickbelastung der Eckstiele beträgt nach VIANELL0 1
Q= F k,loo0. k
II 3IOO lD g.
Hierin ist: F = Querschnitt der Eckstiele ,
= zulässige Zugbeanspruchung = 1600 kgjcm 2 ,
kz
3100 = Quetschgrenze für Flußstahl,
11 = Unveränderliche.
Somit:
F 1600 · 1000 ~
Q = TI ---sI~ = F 47 = 19,20·4/ = 900 kg.
Gewählt: L 65 . 65 . 7 mit F br = 8,70 cm 2 ; iz = 1,96 cm; i~ = 1,26 cm;
430
Knicklänge : lz = 430 em; l~ = 215 cm, Schlankheitsgrad : Az = 1,96 = 220;

A~ = :~~ = 170; Knickzahl : W = 11,44; Beanspruchung: a = 1l,4~;~,90 = 1,19 t(cm 2 •

Diagonalen.
Die Diagonalen werden bei Leitungsbruch stärker als bei Normalbelastung bean-
sprucht. Die größten Stabkräfte ergeben sich wie folgt. Zur Berechnung des Dreh-
momentes, das beim Bruch einer Leitung entsteht, ist nach § 17 c der
~ "Vorschriften" derhalbe Höchstzug einer Leitung einzusetzen mit
~z~ Z = t· 454,5· 8,0 = 1820kg.
c---j Größte Querlast in einer Mastwand im Angriffspunkt von Z, d . h.
in der Ebene des unteren Querträgers :
Qmax = ~
2 B.
+ Z2 = 1,82·12,40
2· 1,675
+ 1,82
2
= 7 6:- t
' ;) .
Querkraft bezogen auf die Mitte des unteren Feldes der Diagonalen:
B. _ 1675
Q= Qmax Ba = 7,6;) 4378 = 2,93 t.
Größte Stabkraft in der Diagonalen (Abb. 229 u. 230):
D = !{ !!.-. = 2,93 5270 = 1 78 t
2 b 2 4334 ' .
Abb. 229 u. 230. Größte Knicklänge : l = 276 cm;
276
Gewählt: L 70·70·7 mit F br = 9,40 cm 2 ; i~ = 1,37 cm; A = 1,37 = 201 ; 0) = 9,56;

B eanspruch ung: a = 9,56·1,78


9,40 =181
, t (cm 2 .

1 Eisenbau 1905, S.434.


Stahl.Aluminium·Leitung 220 kV, 340 m Spannweite. 87

Fundamente.
Bei der Berechnung der Fundamente ist ungünstig angenommen, daß die gesamte Quer-
kraft von den beiden Fundamenten der Druckseite aufgenommen wird. Die vier Einzelfunda-
mente sind miteinander durch einen armierten Fundamentbalken verbunden, der an ihren obe-
ren Enden in Höhe der Erdoberkante vorgesehen ist.
Die Abmessungen des Einzelfundamentes zeigt Abb. 231.
Eigenlast des Fundamentes:
GB = [ 1,;0 (0,80 2 + 1,10 + 0,80.1,10) + 1,60
2 2 ,0,4°] 2,00 = 4,95 t

Eigenlast der auflagernden Erde:


GE = [1,60 2 ,1,60 - 1,;0 (0,80 2 + 1,102 + 0,80,1,10)] 1,60 = 4,25 t
Gesamtlast G = 9,20 t
1. Widerstand gegen Zugbelastung.
Größte Zugkraft im Eckstiel: +8 = 11,15 t.
Reibung zwischen Erdprisma und der umgebenden Erde:
Ru = Ye t t 2 U P = 1,60· t· 2,00 2 .4.1,60.0,4 = 8,20 t.
Hierin ist:
e~J,'18t jilß02'"
Ye = Raumgewicht des Erdreiches = 1,60 t/m 3 ,
t = Tiefe des Fundamentes,
U = Umfang der Fundamentplatte,
p = Reibungszahl Erde gegen Erde = 0,4.
Sicherheit gegen Schiefste lIen des Mastes:
_ G + Ru _ 9,20 + 8,20 _ I -6 f h
v - +8 - 11,15 - , n ac.

Reibung aus dem passiven Erdwiderstand : Abb. 231 u. 232.

R up =Ye ! t 2 Utg 2 (450 + ~ )p = 1,60 ~ 2,00 2 .4 ·1,60tg2 (45 0 + ~) 0,4 = 29,0 t.

Sicherheit gegen Kippen:


_ G +R = 9,20 + 29,0 = 340f h
+8
up
v- 11,15 ' ac.
2. Widerstand gegen Druckbelastung und Schub.
Größte Druckkraft im Eckstiel: -8 = 18,45 t (s. oben).
Größte Querkraft für ein Fundament:
Q= Q;ax = 6,:5 = 3,48 t.

Größte Belastung an der Fundamentsohle :


Gmax = G + (- 8) = 9,20 + 18,45 = 27,45 t.
Größte mögliche Reibung an der Sohle:
R = Gmax P = 27,45· 0,4 = 1l,0 t;
Es ist R> Q, folglich muß die Drehachse in der Ebene der Sohle liegen. Der spezifische
Erdwiderstand in der Tiefe t = 2,00 m beträgt:

ep = Ye tg 2 (45° + ~) t = 1,60tg2 (45 0 + 3~Q) 2,00 = 1l,3 tfm 3 •

Die Spannungsfläche des Erdwiderstandes verläuft nach einer Parabel, dessen Tangente
die Begrenzungslinie des passiven Erdwiderstandes ist.
88 Berechnungsbeispiele.

Somit Scheitelhöhe : h = i ep (s. Abb. 232).


Der gesamte Erdwiderstand : E = i ep i t bl
= i . 1l,3 . i . 2,00· 0,95 = 3,60 t.
Größtes Moment, bezogen auf Fundamentsohle : ME = E ~ = 3,60 2':;0 = 3,60 mt.
n. Größtes Biegungsmoment : M = Q t = 3,48. 2,00 = 6,96 mt.
lur ~J~- Von der Sohle ist aufzunehmen: M s = M - ME = 6,96 - 3,60 = 3,36 mt.
.,..1,675.J
~
I Durchgangspunkt der Resultierenden von Mitte Fundament:
, 7l/1I) - I

Abb.233.
M, 3,36 012
x = Gmax = 27,45 = , m.

Größte Druckbelastung des Erdreiches:


~~x = Gm.. (1 +~) = 27450 (1
mm F - b 1602
± 6 , 12)
160
= 1,57 k
0,60 g
/ 2
cm .
3. Belastung des Fundamentes bei Leitungsbruch.
Die beim Bruch einer Leitung entstehenden Querkräfte betragen im Angriffspunkt der
Kraft, d . h. am unteren Querträger :
Q = 1,82·12,40 _/- 1,82 = 76- t. Q = 1,82·12,40 = 6 T t· Q = 1,82·12,4.0 _ 1,82 = 584t.
I 2.1,675 2 ' ;), II 2.1,675 ' ;), III 2· 1,675 2 ' ,
(s. Abb. 233).
Querkräfte bezogen auf Oberkante Fundament:
_ 1675 _ 1675 _ 1675
Ql = 7,6;) 4605 = 2,78 t; Qu = 6,7;) 4605 = 2,46 t; Qm = ;),84 4605 = 2,12 t.
. E k . I'
Gro"ß te Sta bk"f
ra te 1m c stle . ± S -- 1,82.20,7 .
2.4,605 + 14,60
4 -
- ...L 0,45 t
--'-- 7,75 .

Diese Querkräfte und Stabkräfte sind geringer als die bei Normalbelastung ermittelten,
wesl:.alb auch die Belastung des Erdbodens entsprechend geringer wird. Die vier Einzelfunda-
men'oe sind durch armierte Betonbalken miteinander verbunden, was die Standsicherheit des
Mastes noch erhöht.
Haftspannung des Eckstieles im Fundament.
Größte Stabkraft im Eckstiel : -818,45 t (s . oben).
Die zulässige Haftspannung betrage
zwischen L -Stahl und Beton: Tl = 3,00 kg/cm 2 ,
zwischen Beton und Beton: T 2 = 4,50 kg/cm 2 •

I Länge des Eckstieles im Fundament: 2,00 m.


t--700-~ Folglich kann aufgenommen werden:
Abb.234. P max = [2 (10 + 1,0) 3,00 + 12,7·4,50] 200 = 24600 kg (Abb.234).
Die größte Beanspruchung beträgt:

Tl = 3 ,00 24,60
18,45 2- kglo
= 2 ,;) cm-; - 4 ,0-0 2460
T2 -
18,45 - 3 37 k g/ cm 2 .
- ,
,

Tabelle 12. ErmittlunJ der Unterschiede.

Eigen- Inhalt Erforderlicher Erdboden


Masttype gewicht 1 der Beton- Erdaushub wieder einfüllen
fundamente und feststampfen

Einständerma st 4,90 t 30,1 m 3 36,8 m 3 9,80 m 3


Breite Masttype 5,50 t 9,9m3 20,5 m3 10,60 m 3
In % berechnet +12% -67% -44% +8%

lOhne Querträger.
Breit.gespreizter Tragmast für 4300 kg Zug, 29,20 m Länge über Erde (Abb. 285-241). 89

11 1 Abb.235.
i .I
-1-~
Grundriß
I
der
Querträger
s. Seite 77. I

I,

Abb.236.

220 kV Doppelleitung, 340m Spann-


Eillle/hellen der ~uerlrö!ler
weite. 6 St.-Al. 341 mm2 , 28 mrn 0 ,
Um." = 8,00 kg/mm2 • 1 Erdseil Fc
70 rom", U ma,x = 22,0 kg/mm 2 •

l1lJlJ. 1IXJ. 10

4:>14.:.
2JiUf~
I I .
I I ! I

~~-
Abb.237.

Schnllt B -C Ansich! A

-~-~f
Y I _._ .....L.
~ I, IStJStJ5

" 1-'\
> "

Abb. 238. L _,, _..l


-1----
--'- T":'- Einze/hel~en der fVondglieder

i telfung
Ir'ir:lilung der . Abb.241.

Abb.239 .
Gewicht des Mastes = 5,50 t
Gewicht der Querträger = 3,10 t
Abb.240. Gesamtgewicht = 8,60 t
90 Berechnungsbeispiele.

12. Geschweißter Flachmast in Rahmen-Konstruktion.


Der Flachmast besteht im wesentlichen aus zwei Eckeisen, die durch waagerecht an-
geordnete Querbleche miteinander verbunden sind. Die Querbleche sind in bestimmten Ab-
ständen voneinander zwischen den Flanschen der Eckeisen geschweißt.
Durch die Belastung des Mastes erhalten die Eckeisen Zug- und Druck-
spannungen und Biegungsspannungen. Die Zug- und Druckspannungen be-
rechnen sich in der für Maste mit Diagonal-Verstrebung üblichen Weise. Um
die Biegungsspannungen berechnen zu können, sind zunächst die Wende-
~ punkte der Biegungslinie zu bestimmen, in welchen das Biegungsmoment
Null wird. Bei parallel gestellten Eckeisen liegen die Wendepunkte ziemlich
in der Mitte der einzelnen Felder. Sind die Eckeisen schräg zueinander gestellt,
was meistens zutrifft, so liegen die Wendepunkte etwas unterhalb der Feld-
mitten, und es ergeben sich für:

Abb. 242. 11 = ~ (1 - üla) und 12 = ~ (1 + 6la) (Abb. 242).


l
Da die Werte 6 a stets sehr klein gegen 1 sind, so kann mit genügender Annäherung ganz
allgemein der Wendepunkt als in der Mitte des Feldes liegend angenommen werden. Der weitere
Gang der Berechnung ist an einem Zahlenbeispiel erläutert. Hierbei wird zweckmäßig das
oberste und unterste Feld der Querbleche berechnet, nachdem zuvor die Feldteilung für den
ganzen Mast festgelegt ist.

Flachmast für 800 kg Spitzenzug, 9 + 2 = 11,0 m lang.


Für die Eckeisen ist [ 12 gewählt und für die Querbleche Flacheisen 120· 8. Die äußere
Breite des Mastes am Kopf beträgt 160 mm, mithin ergibt sich der Abstand der Schwerpunkte
zu 160 - 2· 16 = 128 mm. Die Zunahme der Mastbreite beträgt 34 mm/m. Die Konstruktion
des Mastes zeigen die Abbildungen auf Seite 94.

1. Berechnung des oberen Feldes.


Der Winddruck auf den Mast ergibt sich zu:
W = 125· 1,5·0,12 = 22 kg!m.
Hiernach betragen die Wind lasten :
1. für die Strecke bis zum Wendepunkt des oberen Feldes 22· 0,555 = 12 kg
2. für die Strecke bis zum Wendepunkt des zweiten Feldes 22· 1,35 = 30 kg
3. für die Strecke bis zum ersten Querblech . . . . . . 22· 0,96 = 21 kg
In den Angriffspunkten der Windlast beträgt die Mastbreite, bezogen auf den Schwer-
punktsabstand der Eckeisen
zu 1.: 34 O,~55 + 128 = 137,4 mm,

zu 2.: 34 1,:5 + 128 = 151 mm.

Die Querkräfte 1m Schnitte der Wendepunkte betragen:


128 137,4
zu 1.: 800 146,8 + 12 146,8 = 709 kg,
128
zu 2.: 800 174 + 151
30 174 = 614 kg.
Die entsprechenden Biegungsmomente ergeben für:
M 10 -- + 2 ~-
709 2 - 14 350 cm k g;
614 78
und ~[12 = - -2- 2 = - 12000 cmkg (Abb. 243).
MI = M IO + M 12 = 14350 + 12000 = 26350 cmkg.
Geschweißter Flachmast in Rahmen·Konstruktion. 91
Scherkraft in der Mittellinie des Querbleches :

*r rr
Z: 800kg
T = MI = M I 2 = 26350· 2 = 3280 kg (Abb.244).
bi b1 160,6
2"
Moment in der Schweißfuge :
~
M = Ta = 3280·4,13 = 13550 cmkg (a = 16~06 - 3,9 = 4,13 cm) .
~
'"
Das Querblech 120· 8 hat ein Widerstandmoment :
W = l· 0,8 . 12 2 = 19,2 cm 3 •
. Norma1spannung:
Somlt - W
M _ 13550 _
-192" . 2
<1 1 -
, - 706 kgjcm,
un d Scerspannung:
h - ~
7: -
- 3280 - k 2
l' - 0,8.12 - 342 gjcm.

Gesamtspannung :
<1 max = 0,35 <11 + 0,65 11 4 7: 2 + ai
= 0,35 . 706 + 0,65 11-'4-
. ·-=3-:4-=-2-:-~-+-=-70::-:6-:-::2 = 885 kgjcm 2 •
Abb . 243.

Schweißnaht.
Die Stärke a der Schweißnaht am Flansch der [-Eisen beträgt 7 mm. T
Die Nutzlänge l (ohne Endkrater) : 12,0 - 2· 0,7 = 10,6 cm.
Das Widerstandsmoment hierfür: W = i· 0,7.10,6 2 = 13,1 cm 3 •
Normalspannung :
_ M __ 13550 _ 2
el - W - 13,1 - 1030 kgjcm .
Scherspannung : _ T _ 3280 _ 2
e2 - F - 0 ,7 . 10,6 - 442 kgj cm . T
Gesamtspannung : Abb.244.

emax = 11 ei + e§ = 11 10302 + 442 2 = 1120 kgjcm 2 •


Zulässig sind für emax = 0,75·1600 = 1200 kgjcm 2 •

Eckeisen.
Die Stabkräfte der Eckeisen im ersten Felde (Schnitt a-a) betragen:
1 ( 96 ) 600 4550
± SI = 16,06 800·96 + 21""2 =F -2- = ± 5150 kg.

[ 12 hat einen Querschnitt von F br = 17,0 cm 2 und W II = 1l,1 cm 3 •


Größte Beanspruchung:

a
= -SI
F br
+ M)O
W.
= 5150 + 14350
17,0 11,1
= 159- k j
D g cm .
2

Berechnung des unteren Feldes.


Die Windlasten betragen:
1-. für die Strecke bis zum Wendepunkt des vorletzten
Feldes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22·8,15 = 180 kg
2. für die Strecke bis zum Wendepunkt des letzten Feldes 22·8,72 = 192 kg
3. für die Strecke bis zur Mitte des unteren Querbleches 22.8,44 = 186 kg Abb.245.
Die Mastbreiten in den Angriffspunkten der Windlasten betragen
zu 1.: 34 8,~5 + 128 = 266,5 mm, zu 2.: 34 8,~2 + 128 = 276,2 mm.
92 Berechnungsbeispiele.

Die Querkräfte im Schnitte der Wendepunkte betragen


128 266,5
zu 1.: 800 405,1 + 180 405,1 = 371 kg,
128 276,2
zu 2.: 800 424,5 + 192 424,5 = 366 kg.

Die entsprechenden Biegungsmomente ergeben für:


371 58 ~ 366 56 ,
MI = ~2 = a380 cmkg; M2 = -2- 2 = 5120 cmkg;
Mo = MI + M2 = 5380 + 5120 = 10500 cmkg (Abb.245).
Scherkraft in der mittleren Vertikallinie des Querbleches :
T = Mo
b
= 2 Mo = 2· 10500
b = 506 k g.
o 0 41,5
"2
Moment in der Schweißfuge :

M = Ta = 506 (4~,5 - 3,9) = 8540 cmkg.

Somit Normalspannung : a l -- W 8540 -- 44~a k g j cm 2.,


M -_ 19,2

h
S cerspannung: T -
- FT -_ 0,8.12
506 -- ~3 k g Icm 2 .
a

Diese Werte sind kleiner als die entsprechenden des oberen Feldes.

Schweißnaht.
Stärke und Nutzlänge derselben wie oben angegeben.
8540 - _ 68 k j
Normalspannung : Ih = ~31 =
, 6;)0Scherspannung : (!2 _- 07.10
kgjcm 2 ; ,
506
,6 - g cm 2 .
Auch diese Werte sind kleiner als die entsprechenden des oberen Feldes.

Eckeisen.
Die Stabkräfte der Eckeisen im Schnitte 0-0:
1
±So = 41,5 800·844
(
+ 186 -2-
844) 800 17720
± -2- = ± 18520 kg.
Größte Beanspruchung:

ao -
_ -So
F b,
+~ _ 18520
W - 17,0
+ 5380 _ 1-7- k j
11,1 -
2
iJ a g cm .
v

Fundament.
Das Fundament ist gerechnet nach den Formeln von G. SULZBERGER I . Es ist Baugrund
von normaler Beschaffenheit angenommen. Die Abmessungen des Fundamentes zeigt Abb. 246.
Die Baugrundziffern in 2,00 m Tiefe betragen
für die obere Stufe: Co = 2,00 kgjcm 3 ; für die untere Stufe; Cu = 3,50 kgjcm 3
und für die Bettungsziffer : CB = 1,1 Ct .
Es ist:
Ctl = 1,60 :'~ C 't - 1, 6 0 23,50 - 2 80 k g jcm3.,
, = 1,60 kgjcm ; ,00 - ,
3 l -

3,50 -- 3 ,a~O k g j cm 3.,


Ct -- 2 , 00 200 C B = 1,1· 3,50 = 3,85 kgjcm 3 •
,
1 BuH. schweiz. elektrotechn. Ver. 1924, Heft 5 u. 7; 1925, Heft 10.
Geschweißter Flachmast in Rahmen-Konstruktion_ 93

Die Belastungsflächen ergeben sich für:


F I = 1,60 - 1,00 1':0 = 1,28 m 2; F 2 = (2,80 ~ 3,50) 0,40. 1,60 = 2,016 m 2 •
Die Schwerpunktsabstände betragen:
2 0,40 2· 3,50 + 2,80
Xl = 3 1,60 = 1,066 m; x2 = 1,60 + -3- 3,50 + 2,80 = 1,60 + 0,207 = 1,807 m.
Entfernung der Drehachse von der Erdoberkante :
t' = 1,28· 1,066 + 2,016·1,807 = I ,0~2'
, + 2016
128 , m, soml't t" = t - t' = 2 "00 - I 52 = ,48 m. °
Größtes Biegungsmoment, bezogen auf den Drehpunkt D:
MD = 800 (900 + 152) + 200 (~ + 152) = 962000 cmkg.
Die Erdauflast beträgt bei einem Böschungswinkel von 8 0 :
E = [1,:0 (2,04 2 + 1,60 + 2,04.1,60) -
2 1,002 ,1,60] 1600 = 3,72·1600 = 5950 kg.
Betongewicht :
[1,60 2 , 0,40 + 1,00 2 (1,60 + 0,10 + O,~O)] 2000 = 2,75·2000 = 5500 kg.
Gesamtlast an der Fundamentsohle : G = 5950 + 5500 + 550 = 12000 kg.
Von der Sohlenfläche aufgenommenes Moment:

Mb =Gb2 (0,5 - ~ V2b~gBtga) = 12000·160 (0,5 - ~ V 2.100!~:5'0,01) = 710000cmkg.


Für das Seitenmoment ergibt sich:
1 1 1 152 40
t'
+ t~ 3b2 Ct tg(X = 61523.100 200 0,01 + 3160· 3,00 ·0,01 = 564500 cmkg.
~ 3
MB ~ e;t'3b l 200 tg(X
Mb + MB = 710000 + 564500 = 1274500 cmkg.
564500 ~
MB : Mb = 710000 = 0,790 ; hierfür Sicherheitsfaktor 8 = 1,04 (Abb, 181).
. zu1'asslges
Somlt " Momen:
t M.+M
8
b
1,04 = 1226000 cm k g.
= 1274500
Vorhandenes Moment: MD = 962000 cmkg < 1226000 cmkg.
Das gewählte Fundament ist also ausreichend.
Die größten Druckbeanspruchungen des Erdreiches betragen für:
_ ~Il_ !... t - 1,60 152 001 = 0,608 kg[cm 2
GI - 2 2 g(X - 2 2 '

G2 = Ct t2 tg(X = 3,50 · 40·0,01 . 1,40 kg[cm 2

(ja -
-V 2C B G
b2
t g(X -- V 2 . 3,85 ·12000 001
160' = 2,40kg[cm 2

Durchbiegung des Mastes.


Die Durchbiegung an der Mastspitze bei Nutz- und Wind last beträgt:

f = (! p + : w) El~ .
Hierin bedeuten: P = Nutzlast, W = Windlast auf den Mast, l = Mast-
länge über Erde, E = Elastizitätsmodul, J = Trägheitsmoment des Mast-
querschnittes in Ober kante Erde .
W 2.1,3
,x

~6
-

N1,7
-

' 1.$
,

Es ist: J x = 2 (JlI + e2 F) = 2 (43,2 + 21,7 2 .17,0) = 16100cm4 (Abb. 247).


.t
Abb . 247.
Durchbiegung :
f = (! 800 + : 200) 2,1~:~100 = 12,0 cm, das sind 12~~00 = 1,3% der freien Mastlänge.
Gcsc)m cißtcr FIIIChlllltst Iiir 800 kg Zug, 9,00 + 2,00 III JUlig (Abb. ~-!8-:?i)1). c:>
>I>-

f---t-- ,2000 $QQO - - - ---

1
, , , w,. ,.. . ' 11 H ~I f:n~
=,
~j I" 33911 _
+1 11 1 1 ., "'I~
58Q - GOO- - 1~6'20-1 G~O --- GGO--- 6'80 ' -'1
I 700 720 7'10- - - 7&0 - 780
:jt~ ~3If ~f~111; "
-+
70IJ

Abb.248.

...... Schnitt Cl. - b


:1 _3_
::r 5$- - - ..J-
E.
Cl ...
'" 0.. I:d
~. ~
() I:d '"~
C'.l
~ ~ ::r
0.. 0 :1
'" IQ'r- 7GO ! <=
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~ - -1'10 to (JQ
'" :1<=.....
...... :1 I on
0> 0.. ::r
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'"~ S~
~ 00'
'" <t> 'S.
c..o ;;;
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"..
~

~
_._. __.--t ~
~
~,
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):;'"
'" t-.J
(JQ • 1
. .... ~,
!r:~ j 1 1 '1
1
So> "'.~.~\\\: ~ . / ) / ;;7_, 7J
Anschluß des Kopfbfeches Anscnluß der /(uerbfecne
Abb . 249. Abb.250. Abb . 251.

>
::r
>-
::r >-
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?" ?" ?"
~ ~
"=' ,l{l19 ~
CJI CJI
01
pt L~ t"" ~ ~
CJI
:.0
~
1 ~
1"lS
1LHif '
I !'='
[-Stahlmast für 500 kg Zug, 8,00 + 1,80 lang. 95

13. L-Stahlmast für 500 kg Zug, 8,00 + 1,80 lang.


Obere Mastbreite : b = 136 mm, untere: B o = 424 mm, Zunahme der Mastbreite : 36 mm/m.
Winddruck auf den Mast: W = 125· 1,5· 0,08. 8,0 = 120 kg: Eigenlast : 600 kg.
Größtes Biegungsmoment: M max = 500·800 + 120·400 = 448000 cmkg (Abb.252).
Größte Gurtkräfte : ±s = 448000
39,5 ::r:: 600 =
T 2 ± II 050 kg (Abb 253)
11650 ..
Gewählt: [8 mit F = 1l,00 cm 2 ; Trägheitshalbmesser: i ll = 1,33 cm_
Größte Knicklänge : 1 = 93,6 cm,' 93,6, 3
1 =3 .!:..i =
70'' Knickzahl .. w =1, 39 .
.' 11 650 .} ,39
Größte Druckbeanspruchung: (Jd = 11 0
, = 1470 kgjcm 2 •

Stabkraft in der unteren Diagonale:


S _ I
- sin450
(p Bbo + W Bb o 1 ) •
' S = sin45
1
0
(~107
,;)00 395
251 )
+ 120 395 = 300 kg (Abb. 254).
1
Gewählt: 1 Flachstahl 35x lOmm mit F = 3,50 cm 2 ; J min = 123,5.1,03 = 0,292 cm 4 •

V°3~::
+
Trägheitshalbmesser : i = = 0,288 cm.

Größte Knicklänge: 1 = 54,8 cm; = 0~:8 = 190; Knickzahl: w = 8,53.

Größte Beanspruchung: (Jd = 30~:5~,53 = 725 kgjcm 2 •


Zum Anschluß der Verstrebung Niete 13 mm ,0. Beanspruchung gering.

Durchbiegung.
Die theoretische Durch biegung an der Mastspitze beträgt:

j = ( ! p + : W) ~3J •

Hierin: J = Trägheitsmoment am Erdboden mit


J = 2 (J II + e F) =2 2 (19,0 + 19,752 • 1l,0) = 8620 cm 4 •
Durchbiegung :
j = (! 500 + : 120) 2,1~'~620 = 9 8 cm t (Abb.255).

Betonfundament.
Das Fundament ist nach dem Verfahren von A. BÜRKLIN berechnet worden. Der Berech-
nungsgang ist auf S. 75 erläutert, so daß hier nur der statische Nachweis gegeben ist.
Größtes Biegungsmoment, bezogen auf Fundamentsohle :
M zul = 4,48 + 0,62·1,8 = 5,596 mt.
Größte Querkraft aus Nutzlast und Winddruck :
H = 0,50 + 0,12 = 0,62 t.
In nachstehender Berechnung bedeutet:
Yb = Raumgewicht des Betons = 2,00 tfm 3
Y., = Raumgewicht des Erdbodens . . . . . = 1,60 tfm 3
fl = Reibungszahl zwischen Erde und Beton = 0,40
e = Reibungswinkel des Erdreiches . . . . = 35° Abb.256 .
m = Beiwert . . . . . . . . . . . . . . =1
Die Abmessungen des Fundamentes zeigt Abb.256.
96 Berechnungsbeispiele.

Eigenlast des Betons: [1,40 2 • 0,50 + 0,702 ( I ,30 + 0,15 + 0,;5)] 2,00. . . . . . . . = 3,42 t

Erdauflast : .:r. ß = 8 0 [1,;0 (1,40 2 + 1,90 + 1,40 . 1,90) -


2 1,40 2 .0,50 - 0,70 2 • 1,30]1,60 = 5,32"
Eigenlast des Mastes . . . . . .. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . = 0,66 "
Gesamtlast an der Fundamentsohle : V = 9,40 t
Erd widerstandszahl nach KREY:

).p = tg 2 ( 45 0
+ ~) = tg 2 (45 0 + 325) = 3,7.
Zulässige Beanspruchung des Baugrundes in der Tiefe t:
(Jt = (J+ Ye t Ap; hierin: (J = I kgjcm 2 Bodenpressung in frostfreier Tiefe.
k
1,0 + 1,0 + 1,07 - 2,07 g/cm, 2 (Jt = 2·2,07 = 4,14 kg/cm 2 •
_ 1600·1;80·3,7 _ _ 2.
(Jt - 10000 -

·
E s 1St: b 1,40 78 2,08 nach Kurve B in Abb. 184.
T = 1,80 = 0, ; Sicherheitszahl 8 =

M Gr = M zul 8 = 5,596·2,08 = 1l,65 mt. H Gr = H 8 = 0,62·2,08 = 1,29 t.


Q= f..l V + HG.
1+f..l2
= 0,4·9400+ 1290
1+0,42
= 43-0 k
n g.
Abstand der Drehachse von der Fundamentsohle :
za + [ t (3 b 1 - b) _ 3 b1 ] Z2 _ 3 b1 t(m t + b1 ) Z = (~ _ 2 m ta _ 3 bl t 2) b1
b-b 1 2m m(b-b1 ) YeAp 2m(b-b I )

za + [ 1,80·0,7 _~] Z2 _ 2,1·1,8·2,5 Z = ( 6·4350 _ 2. - 83 _ 2 I .3 24) ~ .


0,7 2 0,7 1600·3,7 0, "2.0,7 '

za + 0,75Z 2 -13,5Z = (4,41-11,66- 6,8) t; za+ 0,75Z 2 - 13,5Z + 7,02 = 0; Z = 0,52 m.


Bodendruck auf die Gründungssohle :
P = V - f..l HG. = 9400 - 0,4·1290 = 76-0 k
a 1 + f..l2 1,16 ° g.
Bödendruck auf die obere seitliche Wand:
4350·0,7·1,69
0,7.1,69 _ 1,4.0,52 = 6200 kg.

Bodendruck auf die untere seitliche Wand:


P 2 = PI - Q = 6200 - 4350 = 1850 kg.
Es ist:
UI = fiT1
b
+ -t+Z
2- = 0,4·0,35 + 1,15 = 1,29 m,
.

b Z
u 2 = fi 2' -"3 = 0,4·0,7 - 0,167 = 0,11.
Abstand:

Y =
PI U I + P 2 U 2 + P 3 2' -
P3
b
Mo. _
-
6200.1,29 + 1850.0.11 +
7650
7650·0,7 - 11 650 _
-
° ° m.
,
2-

B od enpressung bei P a: Pa -- 32 bPy3 -- 2·7650 -


3.140.25 - ,I4 6 k gIcm 2 <2 -
(Jt - ,
4 14 k gIcm 2 .

2P 2·1850
Bodenpressung bei P 2 : P2 = bZ 2 = 140.50 = 0,53 kg/cm 2 •
B od enpressung bei P I: PI -- 2 b) 3(iPI_ Z) -
_ 3·6200 _ . k j 2
2.70.130 - 1,02 g cm .
[ -Stahlma~t für :500 kg Zug, 10,00 +2,00 lang. 97

[-Stahlmast für 500 kg Zug, 10,00 + 2,00 m lang.


Obere Mastbreite : b = 136 mm, untere: B o = 496 mm,Zunahme der Mastbreite :
36 mm/m.
Winddruck auf den Mast: W = 125· 1,5· 0,10· 10,0 = 180kg. Eigenlast: 600kg.
Größtes Biegungsmoment : ..lI1 max = ;')00· 1000 +- 180·500 = 590000 cmkg (Abb.257).
G ro"Ilt
J e
QueI'k la
·"ft e.. ±s -- ~0000
46,50 Ty 600
2- - _L
-L
12400
13000 k g (Abb. 258).
Gewählt: [ 10 mit F = 13,50 cm 2 ; Trägheitshalbmesser : i y = 1,47 em.
Größte Knicklänge : 1 = 109,1 em; ~ 1,47 -_ ~4'
i -- 109,1 I, , K'
llIC k za hl : (J) = 1,47;

Größte Druckbeanspruchung : ad = 1,4~;,~~000 = 141;'5 kg/cm 2 •


Stabkraft in der unteren Diagonale:
1 (b b ') • 1 (- 105 285) - k Abb
S = sin45"
1
p Bo + W B o ' S sin45' ,)00 465 180 465 - 316 g ( . 259).
I
= T

Gewählt: 1 Flachstahl 3;'5 x 10 mm mit F = 3,50 cm 2 ;


J min = 1
123,;)0. 1,03 = 0,292 cm 4 ; '1' rag
" h'
eIts h a '1b messer: ~. = V 0,292
3,50 = 0 ,.288 cm.

Größte Knicklänge : 1 = 6;'5,8 cm; ~ = 65,8 = 228' Knickzahl: (J) = 12,28.


i 0,288 '
1228·316
Größte Beanspruchung: ad = ~o-
, = 1109 kg/cm 2 •
Zum Anschluß der Verstrebung Niete 13 mm 0. Beanspruchung gering.
Die Durchbiegung des Mastes unter Nutz- und Windlast beträgt nach dem oben gezeigten
Berechnungsgang f c= 11,9 cm.
b

~
T
Abb.2.-7 . _-\bh. 25 . Abb.250. Ahb . 260.

Betonfundament.
Das Fundament ist nach dem oben gezeigten Verfahren berechnet worden. Die Abmessun-
gen zeigt Abb. 260. Die Gesamtlast an der Sohle aus Eigenlast des Fundamentes und des
Mastes sowie der Erdauflast beträgt: 4,72 +- 0,74 +- 6,94 = 12,40 t.
Der weitere Berechnungsgang ist im Zahlenbeispiel des vorberechneten Mastes durch-
geführt worden. Die auftretenden Bodenpressungen bleiben in den zulässigen Grenzen.

Tabelle 14. Gewicht.sberechnung.


[- )Iast 500 kg Zug; 8,00 + 1,80 m lang [- )Iast 500 kg Zug; 10,00 + 2,00 m lang
Gewicht I Gewicht
Liinge Länge
stück Gegenstand I
Einheit Gesamt
Stiick I
I
Gegenstand I
Einheit Gesamt
m kg kg m kg kg

2 Eckstiele [8 9,80 8,64 169 2 Eckstiele [10 . 12,0 10,6 254


2 Kopfbleche 147 X 6 0,30 6,92 4 2 Kopfbleche 147 X 6 0,30 6,92 4
1 Verstrebung 35x 10 11,71 2,75
32 1 Verstrebung 35 X 10 14,99 2,75 41
2 Fußwinkel 45 X 45 X 5 0,49 3,38
3 2 Fußwinkel 45 X 45 X 5 0,568 3,38 4
64 Niete 13mm 0 0,034 3 72 Niete 13mm 0 0,034 3
Gesamtgewicht: 211 Gesamtgewich t : ~06
Taenzer, Stahlmaste, ~. Auf!. 7
[-l[nst fiir ;;00 k~ S lli tzf' llzug'~ 8,00 + 1.RO 111 I'linge (AlllI. 261 n. 2(2) .

""". 60 'Oo,'\.
Ahb. 261. A hb . 2(12. r7i ,
v>~
1 -I' 1JOO • 1
120
~
~ f
-.::1 ..,..~
11
r
~'" ..:: ~
~~
~-,......
,- 1800 -I" ßOOO- - - - - - - - -____________~
5., I
tL
I" 9800----------·----Z-lj.-n-ab-m--e-dl-e-r-Af.-Q,-~-/b-n-~-le--=-3-6 -1n-rn-/-rn---------~

H
g.
~
.,..
-.::1 [-1HIl~t. fiir r)oo kg Rpitzf'llzug. 10, 00 + 2,00111 I,ilJl;:'Ü (Ahll. 2G!J 11.2(4).
11
t>:l
k>
0,
-t.o".~'I,'?\'
s '\ hh. 2G:l. Ahh. 2(j4. ~
'"
101 . 1600 .1 120

I· 10000 -
~ - -- ai
1------1 12000 .;
Zunahme der Mos/breite = 36 mrnjm..

Die Längen der Diagonalverstrchung geIten von Mitte zu Mitte der heiden Anschlußniden eines Feldes (Abb. 262 u. 264).
Sie sind berechnet für die Mittellinie des Flachstahles.
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Die folgenden älteren Hefte sind noch lieferbar:

Heft 6: Untersuchung über die Knickfestigkeit von gestoßenen Stützen mit plangcfrästen
Stoßflächen und nur teilweisel' Stoßdeckung (Kontaktstöße) bei mittiger und außer-
mittiger Belastung. - Untersuchung übel' den EinfluB von Schrumpfdl'Uckspannungen
in geschweißten Druckgliedern auf die Knickfestigkeit bei mittigel' und außermittiger
Belastung. Von Prof. Dr.-Ing. G.llierett und Dr.-Ing. G. Griininr:, Staatliches :\Iaterialprüfungsamt
Berlin-Dahlem. )Iit 27 Textabbildungen. IV, 22 Seiten. 1936. ])11 2.50

Heft 7: Über das Verhalten geschweißter Träger bei Dauerbeanspl'Uchung unter besonderer
Berücksichtigung der Schweißspannungen. Von Prof. Dr.-Ing. G. Bierett, Staatliches Material-
prüfungsamt Berlin-Dahlem. ),[it :31 Textabbildungen. IV, 21 SeiteIl. J!);H. DM 2.50

Heft 13: Einfluß der Nahtfol'Jil und der Schweißausführung auf die Querverspannul1g beim
Schweißen unter Einspannung. Vergleichende Dauerbiegeversuche an geschweißten
Vollwandträgern mit vel'schiedenen Gurtprofilen und an genieteten Vollwandträgern.
Berichterstatter: Georg Bieret!, Berlin, und Kurt Albers, Staatliches :\laterialprüfungsamt Berlin-
Dahlem. n-Iit 34 Textabbildungen. IH, 22 Seiten. 1942. DM 3.60

Heft 14: Versuche über das Verhalten von geschweißten Trägern unter oftmals wiederholter
Belastung. Von Otto Graf, o. Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart. :\Iit 42 Text-
abbildungen. HI, 21 Seiten, 1942. DM 3.20

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