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de

Betriebsanleitung
Planierraupe
PR 764 Litronic
ab Serien Nummer: 13743

Dokumentidentifikation
ORIGINALBETRIEBSANLEITUNG

Bestellnummer: 9085021

Ausgabe: 03/2014

Gültig für: PR 764 ab Serien Nr. 13743

Autor: LWT / Abteilung Technische Dokumentation

Produktidentifikation

Hersteller: LIEBHERR Werk Telfs GMBH

Typ: PR 764

Typen-Nr.: 688

Konformität: CE

Anschrift

Adresse: LIEBHERR Werk Telfs GMBH

Hans Liebherr - Straße 35,


A - 6410 TELFS
Maschinendaten
Ergänzen Sie bei Erhalt Ihrer Maschine folgende Daten:
Dies wird Ihnen auch bei der Bestellung von Ersatzteilen von Nutzen
sein.

Fahrzeug-Ident-Nr.: VAUZ . . . . . ZT . . . . . . *

Baujahr: . . . . . . . . . . CE *

Erstinbetriebnahmedatum: ../../..
* Diese Angaben finden Sie auf dem Typenschild der Maschine, links
vorne am Hauptrahmen.
Beispiel einer EG-Konformitätserklärung (ab Baujahr 2011)

0-1
Gültig für Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR): Zum Lie-
ferumfang gehört eine EG-Konformitätserklärung. Bewahren Sie die EG-
Konformitätserklärung sorgfältig auf.

0-2
Vorwort

Vorwort

Diese Betriebsanleitung wurde für den Fahrer und für das


Wartungspersonal der Maschine geschrieben.

Sie enthält die Beschreibungen zu(r):


– Technische Daten
– Sicherheitsbestimmungen
– Bedienung und Betrieb
– Wartung
– Anleitung Sonderausstattung
Die Betriebsanleitung ist vor der ersten Inbetriebnahme und später in
regelmäßigen Zeitabständen von jeder Person sorgfältig zu lesen und
anzuwenden, die mit Arbeiten mit/an der Maschine beauftragt ist.

Arbeiten mit oder an der Maschine sind z.B.:


– Bedienung, einschließlich Rüsten, Störungsbehebungen im Arbeits-
ablauf, Beseitigung von Produktionsabfällen, Pflege, Entsorgung von
Betriebs- und Hilfsstoffen.
– Instandhaltung, einschließlich Wartung, Inspektion, Instandsetzung.
– Transport oder Verladen der Maschine.
Dies erleichtert dem Maschinenfahrer die Einarbeitung auf seiner Ma-
schine und vermeidet Störungen durch unsachgemäße Bedienung.

Die Beachtung der Betriebsanleitung durch das Wartungspersonal:


– erhöht die Zuverlässigkeit im Einsatz,
– erhöht die Lebensdauer Ihrer Maschine,
– reduziert Reparaturkosten und Ausfallzeiten.

Die Betriebsanleitung gehört zur Maschine. Sorgen Sie dafür, dass


sich stets ein Exemplar griffbereit im Ablagefach der Fahrerkabine
befindet.

Die Betriebsanleitung ist um Anweisungen aufgrund bestehender natio-


naler Vorschriften zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz zu ergän-
zen. Neben der Betriebsanleitung und den im Verwenderland und an der
Einsatzstelle geltenden verbindlichen Regelungen zur Unfallverhütung
sind auch die anerkannten fachtechnischen Regeln für sicherheits- und
fachgerechtes Arbeiten zu beachten.

Diese Betriebsanleitung beinhaltet alle nötigen Informationen zur Bedie-


nung, zum Betrieb und zur Wartung Ihrer Maschine.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

– Einige Bilder in dieser Betriebsanleitung können Einzelheiten und


Arbeitsgeräte aufweisen, die sich von denen Ihrer Maschine unter-
scheiden.
– Auf einigen Bildern wurden zur besseren Darstellung auch Schutzvor-
richtungen und Deckel abgenommen.
– Verbesserungen, die ständig an unseren Maschinen vorgenommen
werden, können Änderungen an Ihrer Maschine zur Folge haben, die
möglicherweise in dieser Betriebsanleitung noch nicht erwähnt sind.

0-3
Vorwort

Sollten Sie jedoch noch Erläuterungen bzw. Auskünfte darüber hinaus


benötigen, steht Ihnen die Abteilung Technische Dokumentation und
Kundendienst zur Verfügung.

Bei extremen Bedingungen kann eine häufigere Wartung als im Inspek-


tionsplan vorgesehen, erforderlich sein.

Haftung und Gewährleistung


Aufgrund der Vielzahl der von anderen Herstellern angebotenen Produk-
te (z.B. Betriebsstoffe, Schmierstoffe, Anbauwerkzeuge und Ersatzteile)
kann Liebherr die Eignung und fehlerfreie Funktion von Fremdprodukten
in oder an Liebherr-Produkten nicht generell prüfen. Das Gleiche gilt für
eventuelle Wechselwirkungen von Fremdprodukten mit Liebherr-Produk-
ten.
Die Verwendung von Fremdprodukten in oder an Liebherr-Maschinen
steht im Ermessen des Nutzers. Für Ausfälle oder Schäden von Lieb-
herr-Maschinen, die durch die Verwendung von Fremdprodukten verur-
sacht werden, schließt Liebherr jede Gewährleistung oder Haftung für
Schäden jedweder Art aus.
Darüber hinaus wird Liebherr Gewährleistungsansprüche, die aufgrund
unsachgemäßer Bedienung, unzureichender Wartung oder der Nichtbe-
folgung der Sicherheitsvorschriften entstehen, nicht anerkennen.

Änderungen, Bedingungen, Urheberrecht:


– Änderungen von technischen Details der Maschine gegenüber den
Angaben und Abbildungen der vorliegenden Unterlagen sind vorbe-
halten.
– Angaben und Bilder dieser Anleitung dürfen weder vervielfältigt und
verbreitet, noch zu Zwecken des Wettbewerbes verwendet werden.
Alle Rechte nach dem Gesetz über das Urheberrecht bleiben aus-
drücklich vorbehalten.
– Maschinendaten: Teilweise werden vom System komponentenrele-
vante Maschinendaten erfasst. Die gespeicherten Daten dienen dem
Hersteller zur laufenden Verbesserung der Funktion und Zuverlässig-
keit.
– Gewährleistungs- und Haftungsbedingungen der allgemeinen Ge-
schäftsbedingungen der Fa. Liebherr werden durch vorstehende
Hinweise nicht erweitert.

0-4
Rückantwort Formular

Rückantwort Formular
Wir benötigen Ihre Hilfe um unsere Dokumentation kontinuierlich zu
verbessern. Bitte kopieren Sie diese Seite und faxen oder mailen Sie
uns Ihre Kommentare, Ideen und Verbesserungsvorschläge.

An: Liebherr Werk Telfs GmbH


Hans Liebherrstraße 35
A- 6410 Telfs / Österreich

Fax: 0043 50809 6 7708

Mail: info.lwt@liebherr.com

Ideen, Kommentare (Bitte Seitennummer angeben):

Gesamt betrachtet, wie würden Sie die vorliegende Publikation beurtei-


len?

Ausgezeichnet

Sehr gut

Gut

Zufriedenstellend

Schlecht

Ihre Daten: Maschine / Serien-Nr.:


Firma:
Name:
Adresse:
Telefonnummer:
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Händler:

Danke für Ihre Hilfe!

0-5
Rückantwort Formular

NOTIZEN:

0-6
Inhalt

Inhalt

1. Produktbeschreibung 1-1
1.1 Technische Daten 1-3
1.1.1 Information zur Hand-Arm- und Ganzkörper-Vibrationsemission 1-5
1.1.2 Schallemission 1-6
1.2 Anziehdrehmomente 1-7
1.2.1 Vorspannkräfte und Anziehdrehmomente für Schrauben mit metrischem Regelge- 1-8
winde nach Werksn
1.2.2 Vorspannkräfte und Anziehdrehmomente für Schrauben mit metrischem 1-9
Feingewinde nach Werksno
1.2.3 Anziehdrehmomente für Schneiden, Eckschneiden und Gabelzahnhalter 1-9

2. Sicherheitsvorschriften, Schilder 2-1


2.1 Einleitung 2-1
2.2 Bestimmungsgemäße Verwendung 2-1
2.3 Schilder an der Maschine 2-2
2.3.1 Sicherheitsschilder 2-2
2.3.2 Hinweisschilder 2-7
2.3.3 Typenschilder 2 - 12
2.4 Sicherheitsvorschriften 2 - 13
2.4.1 Allgemeine Sicherheitsvorschriften 2 - 13
2.4.2 Hinweise zur Vermeidung von Quetschungen und Verbrennungen 2 - 15
2.4.3 Hinweise zur Vermeidung von Feuer und Explosionsgefahr 2 - 15
2.4.4 Sicherheitshinweise für die Inbetriebnahme 2 - 16
2.4.5 Sicherheitsvorkehrungen beim Starten 2 - 16
2.4.6 Hinweise für ein sicheres Arbeiten 2 - 17
2.4.7 Sicheres Abstellen der Maschine 2 - 18
2.4.8 Sicheres Transportieren der Maschine 2 - 19
2.4.9 Sicheres Abschleppen der Maschine 2 - 19
2.4.10 Massnahmen für eine sichere Wartung 2 - 20
2.4.11 Sicherheitshinweise für Schweißarbeiten an der Maschine 2 - 23
2.4.12 Sicherheitshinweise für Arbeiten an der Ausrüstung 2 - 23
2.4.13 Sicherheitsvorschriften beim Verladen der Maschine mit Kran 2 - 24
2.4.14 Sichere Wartung der Hydraulikschläuche und Schlauchleitungen 2 - 24
2.4.15 Sicherheitshinweise für Wartungsarbeiten an der Maschine mit Hydro-Speichern 2 - 25
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

2.4.16 Überrollschutz (ROPS) und Steinschlagschutz (FOPS) 2 - 26


2.4.17 Ausrüstungs- und Anbauteile 2 - 26
2.4.18 Schutz vor Vibrationen 2 - 26
2.4.19 Dieselmotor - Hinweise für Arbeiten am Common Rail System 2 - 27
2.4.20 Sehen und gesehen werden 2 - 29

3. Bedienung, Betrieb 3-1

0-7
Inhalt

3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente 3-1


3.1.1 Fahrerkabine 3-2
3.1.2 Kontrollelemente am Fahrerstand 3-4
3.1.3 Bedienelemente am Fahrerstand 3 - 10
3.1.4 Hydrauliköl-Temperaturanzeige 3 - 15
3.1.5 Hydraulikölstandskontrolle 3 - 15
3.2 Bedienung 3 - 16
3.2.1 Einstieg 3 - 16
3.2.2 Notausstieg 3 - 17
3.2.3 Türverriegelung 3 - 18
3.2.4 Fahrersitz 3 - 19
3.2.5 Fahrersitz luftgefedert 3 - 21
3.2.6 Schwingungsdämpfung 3 - 24
3.2.7 Sicherheitsgurt 3 - 24
3.2.8 Armlehnen 3 - 26
3.2.9 Heizung, Lüftung 3 - 27
3.2.10 Klimaanlage 3 - 29
3.2.11 Schiebefenster 3 - 31
3.2.12 Kabineninnenbeleuchtung - Leseleuchte 3 - 31
3.2.13 Innenspiegel 3 - 31
3.2.14 Elektrische Scheibenwisch- und waschanlage 3 - 32
3.2.15 Ablagefach Dokumentation 3 - 34
3.2.16 Rückfahrwarnhorn (Back-Up Alarm) 3 - 34
3.2.17 Rückfahrwarneinrichtung abschaltbar 3 - 35
3.2.18 Feuerlöscher 3 - 36
3.2.19 Rundumkennleuchte 3 - 37
3.3 Betrieb 3 - 38
3.3.1 Tägliche Inbetriebnahme 3 - 38
3.3.2 Einsatz der Maschine bei tiefen oder hohen Außentemperaturen 3 - 43
3.3.3 Starten des Dieselmotors 3 - 43
3.3.4 Fahrbetrieb 3 - 48
3.3.5 Fahren 3 - 53
3.3.6 Bremsen 3 - 55
3.3.7 Außerbetriebsetzen der Maschine 3 - 57
3.3.8 Hinweise für Arbeiten in Gewässern 3 - 61
3.3.9 Arbeiten mit der Ausrüstung 3 - 62
3.3.10 Arbeiten mit optionalen Ausrüstungen 3 - 70
3.4 Allgemeine Arbeitsmethoden 3 - 77
3.4.1 Planieren 3 - 77
3.4.2 Feinplanieren 3 - 78
3.4.3 Einsatz mehrerer Maschinen 3 - 78
3.4.4 Anlegen bzw. Aufschütten von Gräben 3 - 79
3.4.5 Roden 3 - 80
3.4.6 Reißeinsatz 3 - 82

0-8
Inhalt

3.5 Transport der Maschine 3 - 83


3.6 Verladen der Maschine mit Kran 3 - 86
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen 3 - 88
3.7.1 Ausrüstung Lagerschalen 3 - 88
3.7.2 An- und Abbau außenliegender Schubrahmen mit Schild 3 - 90
3.7.3 An- und Abbau 1- Zahn Heckaufreißer 3 - 96
3.8 Notbetrieb 3 - 103
3.8.1 Schleppen der Maschine 3 - 104
3.8.2 Fremdstart-Vorgang 3 - 112

4. Betriebsstörungen 4-1
4.1 Störungen und Abhilfe 4-2
4.2 Störungsbeseitigung 4-8
4.2.1 Sicherung wechseln 4-8

5. Wartung 5-1
5.1 Wartungs- und Inspektionsplan 5-1
5.2 Füllmengen, Schmierplan 5-6
5.2.1 Empfohlene Schmier- und Betriebsstoffe 5-6
5.2.2 Schmierplan 5-7
5.2.3 Schmierplan Symbole 5-9
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe 5 - 10
5.3.1 Allgemeine Angaben 5 - 10
5.3.2 Dieselkraftstoffe 5 - 10
5.3.3 Schmieröle für Dieselmotoren 5 - 11
5.3.4 Kühlmittel für Dieselmotoren 5 - 13
5.3.5 Hydrauliköl 5 - 16
5.3.6 Schmieröle für Pumpenverteilergetriebe 5 - 20
5.3.7 Schmieröle für Fahrgetriebe 5 - 21
5.3.8 Öl für Gleitringdichtung Fahrgetriebe 5 - 22
5.3.9 Schmierfett und weitere Schmierstoffe 5 - 22
5.3.10 Öl für Scharniere und Gelenke 5 - 23
5.3.11 Entnahme von Ölproben 5 - 23
5.4 Vorbereitende Tätigkeiten zur Wartung 5 - 27
5.4.1 Wartungsstellung 5 - 28
5.4.2 Elektrische Anlage 5 - 31
5.5 Dieselmotor 5 - 32
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5.5.1 Motorölstand prüfen 5 - 32


5.5.2 Motorraum 5 - 33
5.5.3 Motoröl und Filter wechseln 5 - 33
5.5.4 Keilrippenriemen prüfen / wechseln 5 - 35
5.5.5 Dieselmotoranordnung auf Dichtheit und Zustand prüfen 5 - 38
5.5.6 Befestigung der Ansaug- und Abgasleitungen prüfen 5 - 38
5.5.7 Ölabscheider wechseln 5 - 38

0-9
Inhalt

5.5.8 Dieselmotor Elektrosystem 5 - 41


5.5.9 Abgasrückführungs-Absperrklappen prüfen 5 - 42
5.5.10 Motorbefestigung und Ölwanne prüfen 5 - 44
5.5.11 Heizflansche wechseln 5 - 44
5.6 Kühlanlage 5 - 45
5.6.1 Kühlmittelstand prüfen 5 - 45
5.6.2 Kühlanlage reinigen 5 - 46
5.6.3 Kühlanlage kontrollieren 5 - 47
5.6.4 Frostschutz-Konzentration im Kühlmittel prüfen 5 - 48
5.6.5 Kühlmittel wechseln 5 - 52
5.7 Kraftstoff-Anlage 5 - 54
5.7.1 Kraftstoff- Separator Kondensat ablassen 5 - 54
5.7.2 Wasser und Bodensatz im Kraftstofftank ablassen 5 - 55
5.7.3 Kraftstofftank entleeren 5 - 56
5.7.4 Kraftstoff - Filterpatronen wechseln 5 - 59
5.7.5 Kraftstoff- Separator reinigen 5 - 61
5.7.6 Kraftstofffilter / Kraftstoffsystem entlüften 5 - 62
5.8 Luftfilteranlage 5 - 64
5.8.1 Luftfilter reinigen / wechseln 5 - 64
5.9 Hydraulikanlage 5 - 66
5.9.1 Ölstand im Hydrauliktank 5 - 67
5.9.2 Magnetstab am Hydrauliktank reinigen 5 - 69
5.9.3 Rücklauffiltereinsatz wechseln 5 - 70
5.9.4 Filter - Speisekreis wechseln 5 - 72
5.9.5 Hydraulikanlage auf Funktion und Dichtheit prüfen 5 - 72
5.9.6 Ölkühler reinigen 5 - 73
5.9.7 Hydrauliköl wechseln 5 - 74
5.9.8 Wasser und Bodensatz im Hydrauliktank ablassen 5 - 76
5.10 Pumpenverteilergetriebe 5 - 77
5.10.1 Ölstand prüfen 5 - 77
5.10.2 Getriebeöl wechseln 5 - 77
5.11 Elektrische Anlage 5 - 79
5.11.1 Kontrollleuchten und Beleuchtung prüfen 5 - 79
5.11.2 Batterien 5 - 80
5.11.3 Lampen wechseln 5 - 82
5.12 Heizung - Lüftung, Klimaanlage 5 - 83
5.12.1 Heizung auf Funktion und Dichtheit prüfen 5 - 83
5.12.2 Heizung - Frischluftfilter 5 - 84
5.12.3 Klimaanlage 5 - 85
5.12.4 Klimaanlage Wasserablassventile prüfen / reinigen 5 - 87
5.13 Fahrgetriebe 5 - 90
5.13.1 Zustand des Fahrgetriebes prüfen 5 - 90
5.13.2 Ölstand prüfen 5 - 90
5.13.3 Getriebeöl wechseln 5 - 90

0 - 10
Inhalt

5.13.4 Fahrgetriebe Gleitringraum 5 - 91


5.14 Laufwerk 5 - 98
5.14.1 Schrauben und Muttern der Laufwerkskomponenten auf Festsitz prüfen 5 - 98
5.14.2 Abdichtung der Tragrollen, Laufrollen und Leiträder prüfen 5 - 99
5.14.3 Leitradführung 5 - 99
5.14.4 Kettenspannung 5 - 102
5.14.5 Kettenwechsel 5 - 105
5.14.6 Laufwerk reinigen 5 - 111
5.14.7 Laufwerksverschleiß prüfen 5 - 111
5.14.8 Pendelbrückenlager abschmieren 5 - 112
5.15 Arbeitsausrüstung 5 - 112
5.15.1 Ausrüstung kontrollieren 5 - 112
5.15.2 Hubpressenlagerung 5 - 113
5.15.3 Heckaufreißer 5 - 113
5.15.4 Lagerspiel prüfen 5 - 116
5.16 Gesamtmaschine 5 - 117
5.16.1 Maschine auf äußere Beschädigungen prüfen 5 - 117
5.16.2 Scheibenwischer 5 - 117
5.16.3 Konservierung der Kolbenstangen 5 - 118
5.16.4 Stilllegung der Maschine 5 - 118
5.17 Fahrerstand - Kippeinrichtung 5 - 118
5.17.1 Fahrerstand anheben 5 - 119
5.17.2 Fahrerstand absenken 5 - 121
5.18 Reinigung der Maschine 5 - 122
5.18.1 Maschine nass reinigen 5 - 122
5.18.2 Dieselmotor reinigen 5 - 123
5.18.3 Laufwerk reinigen 5 - 123
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

0 - 11
Inhalt

NOTIZEN:

0 - 12
1. Produktbeschreibung

1. Produktbeschreibung
Aufbau - Übersicht
Dieser Abschnitt enthält eine Übersicht der Maschine mit Benennung der
gezeigten Bauteile.

Gesamtmaschine - Ansicht vorne

1 Planierschild 6 Laufwerk 11 Fahrerkabine


2 Schnittwinkel - Verstellzylinder 7 Tiltzylinder 12 Batterie-/ Zentralelektrikbehäl-
3 Schubrahmen 8 Hubzylinder ter
4 Luftfilter links 9 Motorraumtür links
5 Fahrgetriebe 10 Hydrauliktank
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

1-1
1. Produktbeschreibung

Gesamtmaschine - Ansicht hinten

15 Heckaufreißer (Sonderausstat- 17 Ölkühlerbehälter 21 Kraftstofftank


tung) 18 Ölbehälter Gleitringraum 22 Dieselmotor mit Pumpenan-
16 B e h ä l t e r für 19 Luftfilter rechts bau
Betankungspumpe 20 Leitrad 23 Motorraumtür rechts

1-2
1. Produktbeschreibung
1.1 Technische Daten

1.1 Technische Daten


Die wichtigsten technischen Daten sind in der beiliegenden technischen
Beschreibung zu finden.

Maximales Einsatzgewicht
Das maximal zulässige Einsatzgewicht der Maschine, darf auf Grund der
Maschinensicherheit und Einsatztauglichkeit, nicht überschritten werden.

– Sollte durch spezielle nachträgliche Anbauten (zB für Rodearbeiten)


das maximale Einsatzgewicht überschritten werden, so ist vorher die
schriftliche Genehmigung von Liebherr anzufordern.
• Das maximale zulässige Einsatzgewicht der Maschine beträgt:
PR 764 = 52.700 kg
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

1-3
1. Produktbeschreibung
1.1 Technische Daten

NOTIZEN:

1-4
Planierraupen PR 754 PR 764
Motorleistung: 250 kW / 340 PS 310 kW / 422 PS
Einsatzgewicht: 35.000 / 40.800 kg 44.220 / 52.685 kg
PR 754 PR 764
Motorleistung: 250 KW / 340 PS Motorleistung: 310 kW / 422 PS
Einsatzgewicht: 35.000 – 40.800 kg Einsatzgewicht: 44.220 – 52.685 kg
Schildkapazität: 8,90 – 11,70 m³ Schildkapazität: 13,6 – 17,0 m³
Hydrostatischer Fahrantrieb Hydrostatischer Fahrantrieb
mit elektronischer Steuerung mit elektronischer Steuerung

2 PR 754 Litronic PR 764 Litronic


Leistungsfähigkeit Zuverlässigkeit
Kraft und innovative Technologie: Dies sind die Marken- Stark und solide: Liebherr-Planierraupen sind in Konstruktion
zeichen der Liebherr-Planierraupen der Generation 4. und Materialqualität auf Langlebigkeit ausgelegt. Beson-
Das überzeugende Verhältnis zwischen Einsatzgewicht ders beanspruchte Teile werden aus hochfesten Materialien
und Motorleistung sorgt unter allen Bedingungen für gefertigt, sensible Punkte sind optimal geschützt. All dies
maximale Produktivität. Ob im schweren Reißeinsatz, macht Liebherr-Planierraupen zu zuverlässigen Maschi-
beim Materialtransport, oder beim Planieren, die PR 754 nen mit höchster Verfügbarkeit.
und PR 764 beeindrucken in jedem Einsatz durch heraus-
ragende Leistungen. Komfort
Dem Fahrer bieten Planierraupen der Generation 4 einen
Wirtschaftlichkeit großzügig dimensionierten, nach modernsten ergono-
Klare wirtschaftliche Vorteile sprechen für Liebherr: Wie mischen Gesichtspunkten gestalteten Arbeitsplatz. Die
alle Liebherr-Geräte profitieren auch die PR 754 und geräumige Komfortkabine ermöglicht eine optimale Sicht
PR 764 von der hohen Servicefreundlichkeit. Dies redu- auf den Arbeitsbereich und die Arbeitsausrüstung. Mit der
ziert sowohl Stillstandszeiten als auch Wartungskosten. intuitiven Einhebelsteuerung kann das Gerät stets fein-
Die Liebherr-Dieselmotoren vereinen Leistungsstärke und fühlig und sicher gesteuert werden.
Sparsamkeit – die Kombination mit dem effizienten An-
triebssystem garantiert eine enorme Schubleistung bei
geringem Kraftstoffverbrauch.

PR 754 Litronic PR 764 Litronic 3


Liebherr-Dieselmotoren mit
modernster Technologie
• Der elektronisch modellierte Leis-
tungs- und Drehmomentverlauf
bietet hervorragendes Durchzugsver-
mögen im Schub und Reißbetrieb.

• Eine extra tiefe Ölwanne erlaubt


Schrägfahrten bis 45° (PR 754)
bzw. 40° (PR 764) Neigung.

4 PR 754 Litronic PR 764 Litronic


Leistungsfähigkeit
Liebherr ist seit über 30 Jahren erfolgreich im Bau von hydrostatisch angetrie-
benen Planierraupen. Mit den Raupen der Generation 4 stehen leistungsstarke
Geräte für eine Vielzahl von Einsatzgebieten zur Verfügung.

Hohe Produktionsleistung
Zugkraftstarker kraft- Der leistungsstarke Liebherr-Dieselmotor stellt in
schlüssiger Antrieb Kombination mit dem innovativen Liebherr-Fahr-
antrieb in jeder Arbeitssituation ausreichend Kraft
zur Verfügung. Das Antriebssystem erfordert kei-
ne Schaltvorgänge, die Motorleistung wird daher
ohne Unterbrechung – auch während der Kurven-
fahrt – auf die Laufwerke übertragen.
Große Schub- und Aufgrund des hydrostatischen Antriebes kann der
Reißleistung Fahrer einfach die optimale Arbeitsgeschwindig-
keit und Zugkraft vorgeben. Das Durchdrehen der
Ketten wird minimiert und stets ein Maximum an
Leistung übertragen.
Pendelrollenlaufwerk Liebherr bietet für Arbeiten in unebenem und
hartem Gelände verschiedene pendelnde Lauf-
werksvarianten. Damit wird eine Erhöhung der
Traktion und Leistungsübertragung erreicht.
Überragende Speziell bei Reißeinsätzen ist der hydrostatische
Manövrierfähigkeit Fahrantrieb eine weitere Stärke. Die Maschine
kann rasch gewendet - der Heckaufreißer exakt
zwischen den harten Gesteinsschichten positio-
niert – und das Material kraftvoll gerissen werden.
Schildform für höchste Die Schilde der Geräte PR 754 und PR 764 wurden
Transportleistungen hinsichtlich Eindring- und Rollverhalten optimiert –
dies führt zur Erhöhung der Transportleistung.
Niedriger Die kompakte Bauform der Antriebskomponenten
Geräteschwerpunkt führt zu einem extrem niedrigen Geräteschwer-
punkt. Dies erlaubt betriebssichere Einsätze auch
im steilen Gelände.
Große Bodenfreiheit Die durchdachte Anordnung der einzelnen Kom-
ponenten ermöglicht größtmögliche Bodenfrei-
heit. Bei Einsätzen im groben Gestein und harten
Fels schützt eine geschlossene Bodengruppe die
Maschine vor Beschädigungen.

Liebherr Hydrostat Pendelrollenlaufwerke


• Die automatische Geschwindigkeits- und • In unebenem Gelände wird durch den
Drehmomentanpassung optimiert bei Einsatz von Pendelrollenlaufwerken
Laständerung stets den Kraftfluss der die Bodenkontaktfläche erhöht. Das
Maschine. führt zu einer Verbesserung der Trak-
tion. Gleichzeitig dämpft die elastische
• Besonders bei niedrigeren Geschwindig-
Lagerung Stöße wirkungsvoll ab.
keiten, wie z.B. im schweren Reißeinsatz,
bleibt die thermische Belastung des hy- • In Einsätzen auf weichen Untergrün-
drostatischen Fahrantriebes niedrig. Der den wie z.B. auf Kohle und Holzspä-
hohe Wirkungsgrad des Antriebs steht nen kommt das Laufwerk mit starren
über den gesamten Geschwindigkeitsbe- Laufrollen zum Einsatz.
reich zur Verfügung.

PR 754 Litronic PR 764 Litronic 5


Niedriger Kraftstoffverbrauch durch
konstante Motordrehzahl
• Da die Nenndrehzahl des Motors im
Bereich des geringsten spezifischen
Kraftstoffverbrauches liegt, ist höchste
Kraftstoffverbrauch [g/kWh]

Wirtschaftlichkeit gewährleistet.
Spezifischer

Motor-Nenndrehzahl [U/min]

6 PR 754 Litronic PR 764 Litronic


Wirtschaftlichkeit
Liebherr-Raupen sind konsequent auf Wirtschaftlichkeit ausgelegt. Daraus resul-
tieren niedriger Treibstoffverbrauch, hohe Produktivität, hohe Komponentenstand-
zeiten und geringe Wartungskosten.

Niedriger Treibstoffverbrauch
Konstante und niedrige Der Liebherr Dieselmotor läuft immer mit kon-
Motordrehzahl stanter Drehzahl - im wirtschaftlichen Geschwin-
digkeitsbereich - unabhängig von der jeweiligen
Fahrgeschwindigkeit. Dadurch wird ein Kraftstoff
sparender Betrieb gewährleistet.
Durch die niedrige mittlere Kolbengeschwindig-
keit ergibt sich eine bedeutend bessere Füllung
der Zylinderräume und - daraus abgeleitet - eine
effizientere Verbrennung des Kraftstoffes.
Effizientes Der hydrostatische Fahrantrieb gewährleistet einen
Antriebssystem hohen Wirkungsgrad über den gesamten Geschwin-
digkeitsbereich. Speziell bei geringen Fahrgeschwin-
digkeiten und hoher Leistungsabnahme (Reißeinsatz)
bleibt die Öltemperatur niedrig.
Load Sensing Dieses System verbraucht stets nur jene Energie,
Arbeitshydraulik welche von der Arbeitshydraulik tatsächlich benötigt
wird. Wird die Ausrüstung nicht betätigt, wird Kraft-
stoff gespart.

Geringe Wartungskosten
Gute Zugänglichkeit Alle Servicestellen des Dieselmotors sind zentrali-
siert und gut erreichbar. Die hydraulisch kippbare
Kabine ermöglicht darüber hinaus einen einfachen
Zugang zu den Komponenten. Servicearbeiten
können rasch und effizient durchgeführt werden.
Lange Wartungs- Die Wartungsintervalle sind optimal auf die ein-
intervalle zelnen Komponenten abgestimmt. In exponierten
Schmutzbereichen, wie z.B. am Schubrahmen,
kommen wartungsfreie Lager zum Einsatz.

Hohe Laufwerksstandzeiten
Große Laufwerks- Durch die Verwendung von qualitativ hochwertigen
komponenten Einzelkomponenten mit viel Verschleißmaterial
werden hohe Standzeiten auf dem Laufwerk erzielt.

Kippbare Kabine Liebherr Litronic-Steuerung


• Ermöglicht einfachen und raschen Zu- • Die Liebherr Litronic-Steuerung passt die Fahrge-
gang zu allen Komponenten des Fahr- schwindigkeit dem jeweiligen Einsatz optimal an.
antriebes und der Arbeitshydraulik.
• Im Schub- ebenso wie im Reißeinsatz wird das
Durchdrehen der Ketten auf ein Minimum reduziert
Einfache Wartung
- dies erhöht die Leistungsübertragung sowie die
• Alle Servicepunkte sind zentral und gut Standzeiten des Laufwerks.
zugänglich angeordnet. Die tägliche
Inspektion der Maschine gestaltet sich
dadurch einfach und zeitsparend.

PR 754 Litronic PR 764 Litronic 7


Die richtige Konfiguration
für jeden Einsatz
• Miningausführung für abrasive
Materialien. Optionale Verschleißbleche
erhöhen die Standzeit der Maschine.
• Für Einsätze in Müll, Kohle, Holzspänen
und bei tiefen Umgebungstemperaturen
bietet Liebherr stets die richtige Lösung.

8 PR 754 Litronic PR 764 Litronic


Zuverlässigkeit
Ausgereifte Technologie und hohe Qualität bieten ein Höchstmaß an Verfügbar-
keit. Speziell für den Baumaschineneinsatz entwickelte Komponenten aus dem
Hause Liebherr garantieren Standfestigkeit auch in den härtesten Einsätzen.

Liebherr-Antriebsstrang
Zuverlässiger Liebherr-Dieselmotoren wurden für härteste Ein-
Baumaschinenmotor satzbedingungen entwickelt. Die steife Leiterrah-
menkonstruktion reduziert Motorschwingungen und
gewährleistet durch ihre robuste Bauweise höchste
Betriebssicherheit und lange Lebensdauer.
Verschleißfreies Der bewährte hydrostatische Liebherr-Fahrantrieb
Antriebskonzept verzichtet auf Komponenten wie Drehmoment-
wandler, Schaltgetriebe und Differentiallenkung
bzw. Lenkkupplungen. Standardisierte Hydrau-
likpumpen und –motore arbeiten praktisch ver-
schleißfrei und besonders betriebssicher.
Langlebige Endantriebe Die groß dimensionierten Endantriebe der Gene-
ration 4 sind extrem robust und für höchste Bela-
stungen konzipiert. Die doppelte Getriebeabdich-
tung mit automatischer Dichtheitskontrolle sichert
zuverlässigen Betrieb.

Robuster Stahlbau
Hauptrahmen in Der Hauptrahmen ist in bewährter Kastenbau-
Kastenbauweise weise konstruiert. Daraus resultieren hohe Ver-
windungssteifigkeit und eine optimale Aufnahme
der eingeleiteten Kräfte. Besonders hoch bean-
spruchte Bauteile sind in Stahlguss ausgeführt.
Heckaufreißer für den Alle Heckaufreißervarianten sind für den schwe-
Leistungseinsatz ren Gewinnungsbetrieb ausgelegt - verschleißex-
ponierte Zonen besonders geschützt.

Lösungen für den Dauereinsatz


Modernes Kühlsystem Zwei hydrostatische Lüfter und Kühler mit großen
Lamellenabständen garantieren auch bei staubin-
tensiven Einsätzen optimale Kühlleistung.
Optimal geschützter Ein hochwertiges Schutzgeflecht umschlingt den
Kabelstrang Kabelstrang und bietet dauerhaften Schutz vor
mechanischen Einflüssen.

Komponenten im Dauertest Modernes Kühlsystem


• Bereits in der Konstruktionsphase werden • Zwei elektronisch gesteuerte, saugende Lüfter
die Bauteile mittels FE- Analyse dimen- regeln jeweils die Betriebstemperatur von Hy-
sioniert und für die auftretenden Bela- drauliköl und Motor bedarfsabhängig. Die ein-
stungen optimiert. zelnen Komponenten werden ständig im idealen
Temperaturbereich gehalten – dies schont die
• Alle Komponenten werden intensiven
Bauteile und erhöht die Lebensdauer.
Langzeittests im Labor und im Feld unter-
zogen: Nur Teile die dem hohen Liebherr- • Die Kühlluft wird in sauberen Zonen ange-
Qualitätsstandard entsprechen kommen saugt und damit die Verunreinigung durch
in den Maschinen zum Einsatz. Staubpartikel reduziert.
• Optional: reversibler Lüfter für die
automatische Selbstreinigung des Kühlers
in schmutzintensiven Einsätzen.

PR 754 Litronic PR 764 Litronic 9


Intuitive Einhebelbedienung Inch-Bremspedal
• Feinsteuerbereiche: Es können drei • Zusätzlich zur Einhebel-
Fahrgeschwindigkeitsbereiche vorge- bedienung kann der Fahrer
wählt und über Taster individuell pro- mittels Fußpedal die
grammiert werden. Geschwindigkeit kontrollie-
Voreinstellung: Stufe 1: 0 - 4,0 km/h ren und gegebenenfalls die
Stufe 2: 0 - 6,5 km/h Bremsfunktion aktivieren.
Stufe 3: 0 - 11,0 km/h
1 Inchfunktion
• Memory-Funktion:
2 Bremsfunktion
Nach Neustart der Maschine bleiben
alle programmierten Einstellungen
erhalten.

10 PR 754 Litronic PR 764 Litronic


Komfort
Der neu gestaltete Arbeitsplatz besticht durch außergewöhnlichen Fahrerkom-
fort. Großzügig im Platzangebot, ergonomisch gestaltet und leise bieten die
Liebherr-Komfortkabinen perfekte Bedingungen für ermüdungsfreies und kon-
zentriertes Arbeiten. Hervorragende Sichtverhältnisse erleichtern die sichere
und zielgenaue Bedienung.

Kabine der Extraklasse


Ergonomie Die durchdachte Fahrerplatzgestaltung bietet
ideale Voraussetzungen für entspanntes, pro-
duktives Arbeiten. Alle Instrumente und Bedien-
elemente sind übersichtlich und leicht erreichbar
angeordnet.
Geringe Schallwerte Dank der effektiven Dämmung und der moder-
nen leisen Dieselmotoren sind die Schallwerte der
PR 754 und der PR 764 beispielgebend und liegen
weit unter den gesetzlichen Vorgaben.
Hervorragende Sicht Der integrierte ROPS-/FOPS-Schutz und die groß-
flächige Kabinenverglasung ermöglichen dem
Fahrer eine optimale Rundumsicht.

Einfache und präzise Steuerung


Einhebelsteuerung Mit nur einem Bedienhebel lassen sich alle Fahr-
funktionen komfortabel und präzise steuern – ein-
schließlich der Funktion „Drehen auf der Stelle“.
Stufenlose Regelung Die Geschwindigkeitswahl erfolgt stufenlos ohne
Schaltvorgänge und somit ohne Unterbrechung
der Zugkraft.
Sicherheit in Die Planierraupe wird auch während der Stei-
jeder Situation gungsfahrt stets kraftschlüssig bewegt.
Durch die Selbsthemmung des Systems
(Hydrostat) kann der Fahrer mittels einfacher
Rücknahme der Joystickauslenkung den Brems-
vorgang steuern.
Eine im Stillstand der Maschine automatisch akti-
vierte Parkbremse im Endantrieb sorgt für zusätz-
liche Sicherheit.

Durchdachte Details Beste Sicht auf


die Heckausrüstung
• Ein großer Stauraum inklusive
12V-Anschluss zum Betreiben • Große Fensterflächen durch
einer Kühlbox ist Standard. integrierten ROPS/FOPS
Schutz
• Der flexible, mehrfach einstell-
bare Sitz mit 3-fach verstell- • Gute Sicht auf den Reißzahn
baren Armlehnen schafft einen und das Arbeitsumfeld
angenehmen Arbeitsplatz. • Direkte Sicht auf den Bolzen
• Weitere Details wie seitliches für die Zahnverstellung
Schiebefenster, getönte Ver-
glasung und Fußabstützung
erhöhen den Fahrerkomfort.

PR 754 Litronic PR 764 Litronic 11


Grundgerät
Dieselmotor Fahrerkabine
PR 754 PR 764 PR 754 PR 764
Liebherr-Dieselmotor D 946 L A6 D 9508 A7 Kabine Elastisch gelagerte, geschlossene Kabine
Emissionsgrenzwerte entsprechen 97/68/EG, mit Überdruckbelüftung, mittels Handpumpe
2004/26/EC Stufe IIIA, EPA/CARB Tier 3 40° kippbar, integrierter ROPS Überrollschutz
Leistung (ISO 9249) 250 kW / 340 PS 310 kW / 422 PS (EN ISO 3471) und FOPS Steinschlagschutz
Leistung (SAE J1349) 250 kW / 335 PS 310 kW / 416 PS (EN ISO 3449)
Nenndrehzahl 1.600 1/min 1.600 1/min Fahrersitz Verstellbarer Komfortsitz, auf das Gewicht des
Hubraum 12 l 16,2 l Fahrers einstellbar
Bauart 6-Zylinder-Reihen-motor 8-Zylinder-V-Motor Überwachung Analog-LC-Display, automatische Über­
wassergekühlt, Abgasturbolader, wachung, Anzeige von abweichenden
Luft-Luft-Ladeluftkühler Betriebszuständen
Einspritzsystem Direkteinspritzung, Direkteinspritzung,
System Pumpe-Leitung- System Common
Düse, elektronische Rail, elektronische
Steuerung Steuerung Laufwerk
Motorschmierung Druckumlaufschmierung, schräglagenfähig bis PR 754 PR 764
45° (PR 754), bzw. 40° (PR 764) allseitig Design Laufwerk mit starren oder pendelnden Laufrollen
Betriebsspannung 24 V 24 V Lagerung Stützachsen und Pendelbrücke
Lichtmaschine 80 A 80 A Ketten Ölgeschmiert, Einstegbodenplatten ESS*,
Anlasser 7,8 kW 7,8 kW Kettenspannung durch Federspanner und
Batterien 2 x 225 Ah / 12 V 2 x 225 Ah / 12 V Fettspannzylinder
Luftfilter Trockenluftfilter mit Haupt- und Sicherheits­ Kettenglieder je Seite 44 44
element, Vorabscheider, Wartungsanzeige im Laufrollen/Tragrollen
Fahrerstand je Seite 7/2 7/2
Kühlsystem Kombikühler bestehend aus Kühleinheit Turassegmente je Seite 5 3
für Wasser und Ladeluft, hydrostatischer Bodenplatten Standard 560 mm ESS 610 mm ESS
­Lüfterantrieb Bodenplatten Optional 610 mm ESS 660 mm ESS
660 mm ESS 710 mm ESS
710 mm ESS 760 mm ESS
* ESS Extrem Service Shoes
Fahrantrieb, Steuerung
PR 754 PR 764
Antriebssystem Stufenloser hydrostatischer Fahrantrieb,
unabhängiger Antrieb für jede Laufwerksseite Arbeitshydraulik
Fahrgeschwindigkeit * Stufenlos regulierbar PR 754 PR 764
V-Bereich 1: 0–  4,0 km/h (0–  4,8 km/h rückwärts) Hydrauliksystem „Load-Sensing“-Bedarfssteuerung
V-Bereich 2: 0–  6,5 km/h (0–  7,8 km/h rückwärts) Pumpentyp Schrägscheibenpumpe
V-Bereich 3: 0–11,0 km/h (0–11,0 km/h rückwärts) Fördermenge max. 261 l/min 352 l/min
*V
 oreinstellung, alle Geschwindigkeitsbereiche Druckbegrenzung 260 bar 260 bar
können am Fahrgeber angepasst werden Steuerblock 2 Kreisläufe, Erweiterungsmöglichkeit auf 4
Zugkraft bei 1,5 km/h 520 kN 610
PR 754 kN
- 764 Filterung Rücklauffilter mit Magnetstab im Hydrauliktank
Grenzlastregelung Das Litronic-System kontrolliert die Motor­
Zugkraftdiagramm Steuerung Ein Steuerhebel für alle Bewegungen des
drehzahl und regelt diemetrisch
Fahrgeschwindigkeit
und US in ­Schildes
Abhängigkeit zur erforderlichen
T0018 Schubkraft
Lenkung Hydrostatisch 19.06.2013
Spanisch
Betriebsbremse Hydrostatisch-selbsthemmend, verschleißfrei
Parkbremse Nasse Lamellenbremse, verschleißfrei, Zugkraft PR 754/PR 764
automatische Aktivierung bei Neutralstellung kN
des Fahrhebels
Kühlsystem Separater Hydraulikölkühler, hydrostatischer 700
Lüfterantrieb 610
Filterung Feinfilterung im Speisedrucksystem 600
Endantrieb Stirnrad- mit nachgeschaltetem Planeten- 520
getriebe, doppelte Getriebeabdichtung mit 500
Fuerza de arrastre

elektronischer Dichtheitskontrolle
Zugkraft

Steuerung Einzel-Fahrhebel für alle Fahr- und Lenk­ 400


bewegungen
300

200
Schallemissionen
PR 764
PR 754 PR 764 100
Schalldruckpegel LpA = 78 dB(A) LpA = 79 dB(A)
PR 754
nach ISO 6396 (in der Fahrerkabine) (in der Fahrerkabine) 0
Schallleistungspegel LwA = 113 dB(A) LwA = 114 dB(A) 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 km/h
Velocidad
Geschwindigkeit
nach 2000/14/EG (an die Umgebung) (an die Umgebung) T0018

Zugkraft ist abhängig von Traktion und Einsatzgewicht

12 PR 754 Litronic PR 764 Litronic


Grundgerät
Nachfüllmengen
PR 754 PR 764
Kraftstofftank   650 l   860 l
Kühlsystem   74 l   85 l
Motoröl mit Filter    43 l    70 l
Pumpenverteilergetriebe   5,5 l   6,4 l
Hydrauliktank   215 l   281 l
Endantrieb je Seite 18,5 l 22,5 l

Abmessungen

Abmessungen
PR 754 PR 764
Laufwerk mit Laufwerk mit Laufwerk mit Laufwerk mit Laufwerk mit
starren pendelnden starren pendelnden doppelt pendeln-
Laufrollen Laufrollen Laufrollen Laufrollen den Laufrollen

A Höhe über Kabine mm 3.630 3.935

B Länge ohne Ausrüstung mm 4.875 5.280

C Radstand mm 3.174 3.540

D Steghöhe mm 84 84

E Spurbreite mm 2.180 2.240

F Breite über Laufwerk mm 2.749 2.850

G Breite über Kugelzapfen mm 3.145 3.263

H Bodenfreiheit mm 630 695

Transportgewicht 1 kg 28.947 29.842 37.537 38.037 38.437

1 Inkl. Schmier- und Betriebsstoffe, 20% Treibstoff, ROPS/FOPS-Kabine, PR 754 Bodenplatten 560 mm / PR 764 Bodenplatten 610 mm

 PR 754 Litronic PR 764 Litronic 13


Frontausrüstung

PR 754 Semi-U-Schild PR 764


Laufwerk mit Laufwerk mit Laufwerk mit Laufwerk mit Laufwerk mit
starren pendelnden starren pendelnden doppelt pendeln-
Laufrollen Laufrollen Laufrollen Laufrollen den Laufrollen

Schildkapaziät nach ISO 9246 m3 8,9 13,6



A Schildhöhe mm 1.650 1.950

B Schildbreite mm 4.030 4.370

C Hubhöhe mm 1.400 1.480

D Schürftiefe mm 570 647

E Schnittwinkelverstellung 10° 9,4°

Tiltweg max. mm 972 1.028

H Gesamtlänge mm 6.448 7.022

Bodenplattenbreite 560 mm
Einsatzgewicht  1 kg 34.990 35.885 – – –
Bodendruck  1 kg/cm2 0,98 1,01 – – –
Bodenplattenbreite 610 mm
Einsatzgewicht  1 kg 35.225 36.120 44.720 45.220 45.620
Bodendruck  1 kg/cm2 0,91 0,93 1,04 1,05 1,06
Bodenplattenbreite 710 mm
Einsatzgewicht  1 kg 35.695 36.590 45.400 45.900 46.300
Bodendruck  1 kg/cm2 0,79 0,81 0,90 0,91 0,92
Bodenplattenbreite 760 mm
Einsatzgewicht  1 kg - - 45.680 46.180 46.580
Bodendruck  1 kg/cm2 - - 0,85 0,86 0,87
1 Inkl. Schmier- und Betriebsstoffe, 20% Treibstoff, ROPS/FOPS-Kabine, Semi-U Schild, Fahrer

14 PR 754 Litronic PR 764 Litronic


Frontausrüstung

PR 754 U Schild * PR 764


Laufwerk mit Laufwerk mit Laufwerk mit Laufwerk mit Laufwerk mit
starren pendelnden starren pendelnden doppelt pendeln-
Laufrollen Laufrollen Laufrollen Laufrollen den Laufrollen

Schildkapaziät nach ISO 9246 m3 11,7 17,0



A Schildhöhe mm 1.650 1.950

B Schildbreite mm 4.325 4.650

C Hubhöhe mm 1.400 1.480

D Schürftiefe mm 570 647

E Schnittwinkelverstellung 10° 9,4°

Tiltweg max. mm 1.043 1.094

H Gesamtlänge mm 6.915 7.549

Bodenplattenbreite 560 mm
Einsatzgewicht  1 kg 36.090 36.985 – – –
Bodendruck  1 kg/cm2 1,02 1,04 – – –
Bodenplattenbreite 610 mm
Einsatzgewicht  1 kg 36.325 37.220 45.570 46.070 46.470
Bodendruck  1 kg/cm2 0,94 0,96 1,06 1,07 1,08
Bodenplattenbreite 710 mm
Einsatzgewicht  1 kg 36.795 37.690 46.250 46.750 47.150
Bodendruck  1 kg/cm2 0,82 0,84 0,92 0,93 0,94
Bodenplattenbreite 760 mm
Einsatzgewicht  1 kg – – 46.530 47.030 47.430
Bodendruck  1 kg/cm2 – – 0,86 0,87 0,88
* Eine heckseitige Ausrüstung oder ein Gegengewicht wird zur Verbesserung der Gewichtsverteilung und Produktionsleistung empfohlen!
1 Inkl. Schmier- und Betriebsstoffe, 20% Treibstoff, ROPS/FOPS Kabine, U-Schild, Fahrer.

 PR 754 Litronic PR 764 Litronic 15


Frontausrüstung

B
G

F
A

H
T0001

Mechanischer PR 754
Schwenkschild * Laufwerk mit Laufwerk mit
starren Laufrollen pendelnden Laufrollen

Schildkapazität nach ISO 9246 m3 4,9

A Schildhöhe mm 1.160

B Schildbreite mm 4.990

F Schwenkwinkelverstellung +/– 25°

G Breite über Schubrahmen mm 3.480

H Gesamtlänge, gerade mm 6.555

Gewicht Schild kg 2.400

Bodenplatten 560 mm
Einsatzgewicht1 kg 35.440 36.335
Bodendruck 1 kg/cm2 1,00 1,02
Bodenplatten 610 mm
Einsatzgewicht1 kg 35.675 36.570
Bodendruck 1 kg/cm2 0,92 0,94
Bodenplatten 660 mm
Einsatzgewicht1 kg 35.920 36.815
Bodendruck 1 kg/cm2 0,86 0,88
Bodenplatten 710 mm
Einsatzgewicht1 kg 36.145 37.040
Bodendruck 1 kg/cm2 0,80 0,82
1 Inkl. Schmier- und Betriebsstoffe, 20% Treibstoff, ROPS/FOPS-Kabine, Fahrer, Bodenplatten wie angegeben, mechanischer Schwenkschild.

* Eine heckseitige Ausrüstung oder ein Gegengewicht wird zur Verbesserung der Gewichtsverteilung und Produktionsleistung empfohlen.
Für mechanische oder hydraulische Tilt-Funktion bleiben die Einsatzgewichte gleich.

Änderungen vorbehalten.

16 PR 754 Litronic PR 764 Litronic


Heckausrüstung

1-Zahn- Parallelogramm 3-Zahn- Parallelogramm


Heckaufreißer mit hydraulischer Heckaufreißer mit hydraulischer
Schnittwinkel- Schnittwinkel-
verstellung * verstellung
PR 754 PR 764 PR 754 PR 764

A Reißtiefe (max./min.) mm 1.201 / 421 1.300 / 476 A Reißtiefe (max./min.) mm 791 / 476 900 / 520

B Hubhöhe (max./min.) mm 1.040 / 260 1.000 / 260 B Hubhöhe (max./min.) mm 985 / 670 1.038 / 658

C Gesamtlänge, Aufreißer mm 1.821 1.894 C Gesamtlänge, Aufreißer mm 1.821 1.894


angehoben angehoben
D Gesamtlänge, Aufreißer mm 2.374 2.494 D Gesamtlänge, Aufreißer mm 2.374 2.494
abgesenkt abgesenkt
E Heckaufreißerbreite mm 1.330 1.400 E Balkenbreite mm 2.434 2.494

Max. Schnittwinkelverstellung 31° 31° F Zahnabstand mm 1.100 1.130

Max. Eindringkraft kN 118,2 166,9 Max. Schnittwinkelverstellung 31° 31°

Max. Ausbrechkraft kN 208,8 291,5 Max. Eindringkraft kN 120,4 176,4



Gewicht kg 3.631 4.786 Max. Ausbrechkraft kN 208,8 291,5

* optional auch ohne hydraulische Schnittwinkelverstellung Gewicht kg 4.725 6.160

Anhängezug- Starr
vorrichtung
PR 754 PR 764
A Zusätzliche Länge mm 463 434

B Steckbolzendurchmesser mm 60 60

C Hakenhöhe mm 619 678

D Bodenfreiheit mm 466 528

Maulweite mm 105 105

Gewicht kg 660 750

Gegengewicht PR 754 PR 764


Gegengewicht kg 4.000 5.000

Gegengewicht mit Staufach kg 3.500 –

Andere Gegengewichte verfügbar

 PR 754 Litronic PR 764 Litronic 17


Ausstattung
Grundgerät Fahrerkabine Instrumente –
Abschleppschaltung • Ablagefach • Anzeigen
Anhängekupplung hinten • Armlehnen 3D verstellbar •
Anzeige Geschwindigkeitsbereiche (digital) •
Anhängeöse vorne • Druckbelüftung •
Anzeige Kühlwassertemperatur (analog) •
Batteriebehälter absperrbar • Fahrersitz 6fach einstellbar •
Anzeige Treibstoffvorrat (analog) •
Bodenwannen verstärkt • Innenbeleuchtung •
Betriebsstundenzähler (analog) •
Kühler grobmaschig • Kleiderhaken •
Kontrollleuchte Batterieaufladung •
Kühlerschutz verstärkt • ROPS/FOPS •
Kontrollleuchte Dieselmotor •
Kühlerschutz schwenkbar • Rückspiegel innen •
Kontrollleuchte elektronische Steuerung •
LiDAT Plus – Datenübertragungssystem • Sicherheitsverglasung getönt •
Kontrollleuchte Fahrgetriebeabdichtung
Liebherr Dieselmotor • Scheibenwaschanlage •
je Seite •
Lüfterantrieb hydraulisch • Scheibenwischer vorne, hinten und
Kontrollleuchte Feststellbremse •
Lüfterschutz • auf den Türen, mit Intervallfunktion •
Kontrollleuchte Kraftstoffwasser-
Motorhaube mit Lochblech • Schiebefenster links •
abscheider •
Motorraumtüren mit Lochblech • Sonnenblende •
Kontrollleuchte Lüftersteuerung •
Motorraumtüren scharniert, sperrbar • Steckdose 12 V •
Kontrollleuchte Pumpenspeisedruck •
Ösen für Kranverladung • Warmwasserheizung •
Kontrollleuchte Schwimmstellung Schild •
Treibstoffwasserabscheider • Fahrersitz luftgefedert +
Kontrollleuchte Verschmutzung
Trockenluftfilter 2-stufig • Feuerlöscher +
Hydraulikfilter •
Vorfilter mit autom. Staubaustragung • Klimaanlage +
Kontrollleuchte Verschmutzung
Werkzeugsatz • Radioanlage +
Luftfilter •
Ausrüstung Forsteinsatz + Radioeinbau vorbereitet +
Kontrollleuchte Vorglühung Dieselmotor •
Ausrüstung Mülldeponieeinsatz + Schiebefenster rechts +
Warnleuchte Fahrerkabine •
Befüllung Bio-Hydrauliköl + Schutzgitter für Scheiben +
Kontrollleuchte Hydrauliköltemperatur +
Behälterschutz komplett + Verlängerung Rückenlehne Sitz +
Betankungspumpe elektrisch +

RG-BK-RP LWT/VM 11643141-web-04.13_de Alle Abbildungen und Daten können von der Standardausführung abweichen. Änderungen vorbehalten.
Dieselpartikelfilter +
Sonderlackierung +
Elektrische Arbeitshydraulik
Treibstoffwasserabscheider beheizbar +
Load-Sensing Verstellpumpe •
Anlage Rücklauffilterung im Tank •
Anlasser 7,8 kW • Schnellsenkfunktion Schild •
Fahrantrieb Arbeitsscheinwerfer vorne 4 Stück • Steuerblock für 2 Kreisläufe •
Arbeitsscheinwerfer hinten 2 Stück • Schwimmstellung •
Automatische Parkbremse •
Batterien Kaltstart, 2 Stück • Vorsteuerung hydraulisch •
Automatische Überwachung •
Batteriehauptschalter mechanisch • Anbausatz Heckaufreißer +
Einhebel-Bedienung •
Bordspannung 24 V • Anbausatz Seilwinde +
Elektronische Grenzlastregelung •
Lichtmaschine 80 A • Überwachung Ölstand Hydrauliktank +
Elektronische Steuerung •
Signalhorn •
Geschwindigkeitsregelung 3-stufig •
Rückfahrwarneinrichtung +
Hydrostatischer Fahrantrieb •
Rundumleuchte +
Inch-Bremspedal •
Wegfahrsperre elektronisch + Ausrüstungen
Notaustaster •
Zusatzscheinwerfer hinten + Anbauplatte Fremdgeräte +
Ölkühler •
Zusatzscheinwerfer auf Hubpressen, Anhängezugvorrichtung starr +
Planeten-Endantriebe •
4 Stück + Gegengewicht heckseitig +
Sicherheitshebel •
Heckaufreißer 1-Zahn +
Heckaufreißer 3-Zähne +
Semi-U-Schild +
Laufwerk U-Schild +
Mechanischer Schwenkschild (1) +
Geschlossener Laufwerksrahmen •
Seilwinde +
Geschraubte Turassegmente •
Überlaufblech für Schild +
Geteiltes Endglied •
Ketten ölgeschmiert •
Laufwerk mit starren Laufrollen •
Laufwerksrahmen pendelnd •
Stützachse vorgelagert •
Bodenplatten SESS +
Ketten mit Schmutzloch-Bodenplatten +
Kettenführung mittig +
Kettenschutz +
Laufwerk mit pendelnden Laufrollen +
Laufwerk mit doppelt pendelnden • = Standard
Laufrollen (2) + + = Option Ausrüstungs- und Anbauteile fremder Fabrikate
(1) = nur für PR 754 dürfen ohne Abstimmung mit Liebherr nicht
Turassegmente mit Ausnehmungen + (2) = nur für PR 764 ein- oder angebaut werden!

Liebherr-Werk Telfs GmbH


Hans Liebherr-Straße 35, A-6410 Telfs
 +43 50809 6-100, Fax +43 50809 6-7772
www.liebherr.com, E-Mail: lwt.marketing@liebherr.com
www.facebook.com/LiebherrConstruction
1. Produktbeschreibung
1.1 Technische Daten

1.1.1 Information zur Hand-Arm- und Ganzkörper-Vi-


brationsemission
Der in dieser Maschine vom Hersteller eingebaute Fahrersitz entspricht
der ISO 7096:2000, EM3 für Teleskoplader, EM6 für Raupen. Bei einem
Austausch des Sitzes ist darauf zu achten, dass der neue Sitz ebenfalls
dieser Norm entspricht.

Hand-Arm-Vibrationen
Bei einer bestimmungsgemäßen Verwendung der Maschine liegt der
gewichtete (frequenzbewertete) Effektivwert der Hand-Arm Vibrationen
gemäß ISO 5349-1:2001 unter 2,5 m/s2.

Ganzkörper-Vibration
Bei einer bestimmungsgemäßen Verwendung der Maschine können ge-
wichtete (frequenzbewertete) Effektivwerte für bestimmte Einsatzbeispie-
le der Maschine nach der unten angeführten Tabelle zur Verfügung
gestellt werden. Diese Werte entsprechen den Angaben des Techni-
schen Reports ISO/TR 25398:2006 "Earthmoving machinery - Guidelines
for assessment of exposure to whole-body vibration of ride-on machines
- Use of harmonized data measured by international institutes, oraniza-
tions and manufacturers". Das dabei angewandte Messverfahren ent-
spricht der ISO 2631-1:1997. Die angeführten Effektivwerte
repräsentativer Maschinen sind mit Abweichungen (Standardabweichung)
angegeben. Diese Abweichungen sind eingeteilt in die Betriebsbedingun-
gen leicht, normal und hart. Die Unterteilung der Betriebsbedingungen
muss vom Anwender nach den Gesichtspunkten Geländebedingungen,
Baustellenzustand, Baustellenorganisation, Material, Maschinenausrü-
stung, Arbeitsweise und Ausbildungsstand des Fahrers erfolgen.
Da die angegebenen Werte einzelne Effektivwerte für bestimmte, übliche
Einsatzbereiche sind, ist eine Beurteilung der Fahrerbelastung durch
Ganzkörpervibrationen nur bedingt möglich. Zur genauen Beurteilung der
Tagesexposition eines Fahrers über einen 8-Stunden Arbeitstag nutzen
Sie deshalb bitte die Liebherr-Broschüre über Ganzkörperschwingungen
sowie die dazu erstellte Software. Beide Unterlagen sind vom Liebherr-
Händler zu beziehen oder der jeder neuen Maschine beigelegten Doku-
mentations-CD (Liebherr-Parts) zu entnehmen.
Eine Anleitung zur Reduzierung von Ganzkörper-Vibration beim Betrieb
von mobilen Baumaschinen entnehmen Sie dem Abschnitt "Sicherheits-
hinweise, Schutz vor Vibrationen".

Maschinentyp typische Arbeitszyklen Gewichtete Effektivwerte in m/s2 bei Betriebsbedingungen leicht, normal und hart
x-Achse y-Achse z-Achse
leicht normal hart leicht normal hart leicht normal hart

Load & carry 0,55 0,64 0,72 0,36 0,48 0,59 0,42 0,52 0,62
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Laderaupe Überführungsfahrt 0,29 0,41 0,54 0,26 0,35 0,44 0,45 0,60 0,75
V-Betrieb 0,59 0,89 1,18 0,41 0,66 0,91 0,45 0,63 0,81

Teleskoplader Arbeitszyklus 0,20 0,37 0,55 0,19 0,28 0,38 0,42 0,56 0,71

Planieren 0,31 0,53 0,75 0,24 0,41 0,59 0,39 0,70 1,01
Planierraupe mit Heckaufreißer 0,61 0,89 1,18 0,56 0,85 1,14 0,74 1,02 1,30
Überführungsfahrt 0,31 0,62 0,93 0,29 0,57 0,86 0,63 0,97 1,31

1-5
1. Produktbeschreibung
1.1 Technische Daten

Rohrleger Arbeitszyklus 0,09 0,15 0,21 0,09 0,16 0,24 0,10 0,24 0,38

Bandrücker Arbeitszyklus 0,63 0,52 0,57

Die Messunsicherheit ist in der Norm EN 12096:1997 definiert.

1.1.2 Schallemission
Die Schallwerte der Maschine sind in den Technischen Daten angege-
ben.
Der Schallleistungspegel (Lwa) wird nach Richtlinie 2000/14/EG ermittelt.
Die Messunsicherheit wird entsprechend der Norm ISO 4871 ermittelt.
Der Schalldruckpegel (Lpa) wird nach ISO 6396 ermittelt. Die Messunsi-
cherheit ist in dieser Norm definiert.

1-6
1. Produktbeschreibung
1.2 Anziehdrehmomente

1.2 Anziehdrehmomente
Montagevorspannkräfte FM und Anziehdrehmomente MA für Schaft-
schrauben mit metrischem Regel- oder Feingewinde nach DIN ISO 262
und DIN ISO 965 T2 (Ersatz für DIN 13 Teil 13) und Kopfabmessungen
von Sechskantschrauben mit Schaft DIN EN 24014 (Ersatz für DIN 931
Teil 1) bzw. Zylinderschrauben DIN EN ISO 4762 (Ersatz für DIN 912)

Die Tabellenwerte gelten für Schrauben mit Oberfläche:


– schwarzvergütet oder phosphatiert - geölt
– galvanisch verzinkt - geölt
– flZn nach LH-Norm 10021432 - trocken
Mittlere Reibungszahl µG = 0,12.

In Zeichnungen/Stücklisten, Anleitungen oder Bauteilbeschreibungen an-


gegebene Anziehwerte und/oder Anziehverfahren sind auf jeden Fall
vorrangig gegenüber der Werknorm zu behandeln und einzuhalten.
Ab Qualität 10.9 ist bei Verwendung von Sicherungsscheiben keine
Sicherungswirkung mehr vorhanden.
Stets einen Drehmomentschlüssel geeigneter Größe verwenden - Dreh-
moment laut Tabelle sollte im oberen Drittel des vorhandenen Messbe-
reiches liegen.
Bei Verwendung von Schlagschraubern darauf achten, dass das
vorgeschriebene Anziehdrehmoment eingehalten wird - Vorprüfung und
eventuell Zwischenprüfungen mit Drehmomentschlüssel erforderlich.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

1-7
1. Produktbeschreibung
1.2 Anziehdrehmomente

1.2.1 Vorspannkräfte und Anziehdrehmomente für


Schrauben mit metrischem Regelgewinde nach
Werksnorm WN 4037 I

Metrisches Regel- Vorspannkraft FM nach Güteklas- Anziehdrehmomente MA nach Schlüsselweite für Schlüsselweite für In-
gewinde sen in N Güteklassen in Nm Sechskantschrauben nensechskantschrau-
ben
8.8 10.9 12.9 8.8 10.9 12.9 mm Zoll mm Zoll
M 4 x 0,7 4 050 6 000 7 000 2,8 4,1 4,8 7 9/32 3 --
M 5 x 0,8 6 600 9 700 11 400 5,5 8,1 9,5 8 5/16 4 5/32
M6x1 9 400 13 700 16 100 9,5 14 16,5 10 -- 5 --
M7x1 13 700 20 100 23 500 15,5 23 27 11 -- -- --
M 8 x 1,25 17 200 25 000 29 500 23 34 40 13 1/2 6 --
M 10 x 1,5 27 500 40 000 47 000 46 68 79 (17)16 (11/16) 8 5/16
M 12 x 1,75 40 000 59 000 69 000 79 117 135 (19) 18 (3/4) 10 --
M 14 x 2 55 000 80 000 94 000 125 185 215 (22) 21 (7/8) 12 --
M 16 x 2 75 000 111 000 130 000 195 280 330 24 -- 14 9/16
M 18 x 2,5 94 000 135 000 157 000 280 390 460 27 1 - 1/16 14 9/16
M 20 x 2,5 121 000 173 000 202 000 390 560 650 30 1 - 3/16 17 --
M 22 x 2,5 152 000 216 000 250 000 530 750 880 (32) 34 -- 17 --
M 24 x 3 175 000 249 000 290 000 670 960 1 120 36 1 - 7/16 19 3/4
M 27 x 3 230 000 330 000 385 000 1 000 1 400 1 650 41 1 - 5/8 19 3/4
M 30 x 3,5 280 000 400 000 465 000 1 350 1 900 2 250 46 1 - 13/16 22 7/8
M 33 x 3,5 350 000 495 000 580 000 1 850 2 600 3 000 50 2 24 --
M 36 x 4 410 000 580 000 680 000 2 350 3 300 3 900 55 2 - 3/16 27 1 - 1/16
M 39 x 4 490 000 700 000 820 000 3 000 4 300 5 100 60 2 - 3/8 27 1 - 1/16

1-8
1. Produktbeschreibung
1.2 Anziehdrehmomente

1.2.2 Vorspannkräfte und Anziehdrehmomente für


Schrauben mit metrischem Feingewinde nach
Werksnorm WN 4037 I

Metrisches Feinge- Vorspannkraft FM nach Güteklas- Anziehdrehmomente MA nach Schlüsselweite für Schlüsselweite für In-
winde sen in N Güteklassen in Nm Sechskantschrauben nensechskantschrau-
ben
8.8 10.9 12.9 8.8 10.9 12.9 mm Zoll mm Zoll
M8x1 18 800 27 500 32 500 24,5 36 43 13 1/2 6 --
M9x1 24 800 36 500 42 500 36 53 62 -- -- -- --
M 10 x 1 31 500 46 500 54 000 52 76 89 17 11/16 8 5/16
M 10 x 1,25 29 500 43 000 51 000 49 72 84 17 11/16 8 5/16
M 12 x 1,25 45 000 66 000 77 000 87 125 150 19 3/4 10 --
M 12 x 1,5 42 500 62 000 73 000 83 122 145 19 3/4 10 --
M 14 x 1,5 61 000 89 000 104 000 135 200 235 22 7/8 12 --
M 16 x 1,5 82 000 121 000 141 000 205 300 360 24 -- 14 9/16
M 18 x 1,5 110 000 157 000 184 000 310 440 520 27 1 - 1/16 14 9/16
M 18 x 2 102 000 146 000 170 000 290 420 490 27 1 - 1/16 14 9/16
M 20 x 1,5 139 000 199 000 232 000 430 620 720 30 1 - 3/16 17 --
M 22 x 1,5 171 000 245 000 285 000 580 820 960 32 -- 17 --
M 24 x 1,5 207 000 295 000 346 000 760 1 090 1 270 36 1 - 7/16 19 3/4
M 24 x 2 196 000 280 000 325 000 730 1 040 1 220 36 1 - 7/16 19 3/4
M 27 x 1,5 267 000 381 000 445 000 1 110 1 580 1 850 41 1 - 5/8 19 3/4
M 27 x 2 255 000 365 000 425 000 1 070 1 500 1 800 41 1 - 5/8 19 3/4
M 30 x 1,5 335 000 477 000 558 000 1 540 2 190 2 560 46 1 - 13/16 22 7/8
M 30 x 2 321 000 457 000 534 000 1 490 2 120 2 480 46 1 - 13/16 22 7/8
M 33 x 1,5 410 000 584 000 683 000 2 050 2 920 3 420 50 2 24 --
M 33 x 2 395 000 560 000 660 000 2 000 2 800 3 300 50 2 24 --
M 36 x 1,5 492 000 701 000 820 000 2 680 3 820 4 470 55 2 - 3/16 27 1 - 1/16
M 36 x 3 440 000 630 000 740 000 2 500 3 500 4 100 55 2 - 3/16 27 1 - 1/16
M 39 x 1,5 582 000 830 000 971 000 3 430 4 890 5 720 60 2 - 3/8 27 1 - 1/16
M 39 x 3 530 000 750 000 880 000 3 200 4 600 5 300 60 2 - 3/8 27 1 - 1/16

1.2.3 Anziehdrehmomente für Schneiden,


Eckschneiden und Gabelzahnhalter

Anziehdrehmoment / ft. lbs. Anziehdrehmoment / Nm Zoll mm


200 +/- 30 ft. lbs. 270 +/- 40 Nm 5/8" 16 mm
350 +/- 45 ft. lbs. 475 +/- 60 Nm 3/4" 19 mm
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550 +/- 65 ft. lbs. 750 +/- 90 Nm 7/8" 22 mm


825 +/- 110 ft. lbs. 1125 +/- 150 Nm 1" 25 mm
1350 +/- 220 ft. lbs. 1850 +/- 300 Nm 1-1/4" 32 mm

1-9
1. Produktbeschreibung

NOTIZEN:

1 - 10
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.1 Einleitung

2. Sicherheitsvorschriften,
Schilder
Die Arbeit mit der Maschine birgt Gefahren für Leib und Leben denen
Sie, als Betreiber, Maschinenfahrer oder Wartungsfachmann begegnen
können. Wenn Sie die verschiedenen Sicherheitshinweise immer wieder
aufmerksam lesen und beachten, können Sie Gefahren und Unfälle
verhindern.
Dies gilt in besonderem Maße für nur gelegentlich, z.B. beim Rüsten,
Warten, an der Maschine tätig werdendes Personal.
Nachstehend sind Sicherheitsvorschriften aufgeführt, deren gewissenhaf-
te Befolgung Ihre Sicherheit, die von Anderen und das Vermeiden von
Schäden an der Maschine gewährleistet.
Bei der Beschreibung von Arbeiten, die Gefahren für Mensch oder
Maschine verursachen können, sind in diesem Buch die erforderlichen
Sicherheitsvorkehrungen beschrieben.
Diese sind durch die Hinweise - Gefahr oder Achtung gekennzeichnet.

2.1 Einleitung
Die Hinweise bedeuten in diesem Buch:

"Gefahr"
warnt davor, dass gewisse Arbeitsvorgänge ohne entsprechende Vor-
sichtsmaßnahmen zum Tod oder zu schweren Körperverletzungen füh-
ren können.

"Achtung"
warnt davor, dass gewisse Arbeitsvorgänge ohne entsprechende
Vorsichtsmaßnahmen zu leichten Körperverletzungen oder zu Schäden
an der Maschine führen können.

Das Befolgen dieser Hinweise enthebt Sie nicht von der Beachtung
zusätzlicher Regeln und Richtlinien!

Zusätzlich zu beachten sind:


– die am Einsatzort gültigen Sicherheitsregeln,
– gesetzliche "Straßenverkehrsrechtliche Regelungen",
– die von Berufsgenossenschaften erlassenen Richtlinien.

2.2 Bestimmungsgemäße Verwendung


1. Mit normaler Planierausrüstung ist die Maschine ausschließlich zum
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Lösen, Versetzen und Abschütten von Erdreich, Gestein, gebrochenen


Felsen oder anderen Materialien bestimmt.
2. Maschinen im Hebezeugeinsatz unterliegen besonderen Bedingungen
und müssen mit den vorgeschriebenen Sicherheitseinrichtungen verse-
hen sein (vor dem Hebezeugeinsatz Informationen bei Liebherr anfor-
dern und beachten).

2-1
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

3. Maschinen im Untertageeinsatz (Untertagebergbau und Tunnelbau) in


nicht explosionsgefährdeter Umgebung müssen mit Technologien zur
Abgasreduzierung (z.B. Dieselpartikelfilter) ausgestattet sein. Einzelstaat-
liche Anforderungen sind hierbei zu beachten.
4. Besondere Einsätze erfordern spezielle Ausrüstungen und eventuell spe-
zielle Sicherheitseinrichtungen. Diese Ausrüstungen dürfen nur nach
Genehmigung und den Maßgaben des Grundgeräteherstellers angebaut
und benutzt werden.
5. Eine andere oder darüber hinausgehende Benutzung wie z.B. Abbre-
chen von Felsen und Gebäuden, Einschlagen von Pfählen, der Trans-
port von Personen oder das Arbeiten in explosionsgefährdeter sowie
kontaminierter Umgebung gilt als nicht bestimmungsgemäß. Für hieraus
resultierende Schäden haftet der Hersteller nicht. Das Risiko trägt allein
der Anwender.
6. Die Beachtung der Betriebsanleitung und die Einhaltung der Inspektions-
und Wartungsanleitungen gehört ebenfalls zur bestimmungsgemäßen
Verwendung.

2.3 Schilder an der Maschine


1. Ihre Maschine weist mehrere Arten von Schildern auf.

Schilderarten:
– Sicherheitsschilder
– Hinweisschilder
– Typenschilder
Inhalt und Anbringungsort sind nachfolgend beschrieben.
Die Bestellnummern sind in der Ersatzteilliste enthalten.

2.3.1 Sicherheitsschilder

1. Die Nichtbeachtung der Sicherheitsschilder kann schwere Verletzungen


oder den Tod zur Folge haben.
Die Sicherheitsschilder sind laufend auf Vollständigkeit und Lesbarkeit zu
kontrollieren.
Fehlende bzw. unleserliche Sicherheitsschilder sind sofort zu ersetzen.

Anordnung der Sicherheitsschilder

2-2
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

Anordnung der Sicherheitsschilder

1 Warnschild Aufenthalt 7 Schild Kettenspannung


2 Schild Motorstillstand 8 Schild Fahrerstandkippeinrich-
3 Schild Batterie tung
4 Schild Sicherheitshebel 9 Schild Fahrerstandstütze
5 Schild Sicherheitsgurt 10 Schild Spritzwasser
6 Schild Unfallverhütung
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

2-3
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

Warnschild Aufenthalt

Warnschild Aufenthalt Das Schild ist außen, links und rechts an der Maschine angebracht.
Warnt vor Unfallgefahr mit möglichen Todesfolgen bzw. schwersten Ver-
letzungen.
Bedeutung: Der Aufenthalt im Gefahrenbereich ist verboten!

Schild Motorstillstand

Schild Motorstillstand Das Schild ist links und rechts an den Motorraumtüren angebracht.
Warnt vor Unfallgefahr mit möglichen schwersten Verletzungen.
Bedeutung: Öffnen nur bei stillstehendem Motor!

Schild Batterie

Schild Batterie Das Schild ist im Batteriebehälter angebracht.


Warnt vor Unfallgefahr mit möglichen schwersten Verletzungen.
Bedeutung: In der Nähe von Batterien nicht rauchen und offenes Feuer
vermeiden.

2-4
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

Schild Sicherheitshebel

Schild Sicherheitshebel Das Schild ist vorne am Fahrerstand angebracht.


Warnt vor Unfallgefahr mit möglichen Todesfolgen bzw. schwersten Ver-
letzungen.
Bedeutung: Vor dem Verlassen des Fahrerhausplatzes ist der Sicher-
heitshebel nach oben zu stellen. Bei Gefahrensituationen umgehend
Arbeitsausrüstung absenken, dann Sicherheitshebel nach oben stellen.

Schild Sicherheitsgurt

Schild Sicherheitsgurt Das Schild ist links am Fahrerstand angebracht.


Weist auf das Tragen des Sicherheitsgurtes hin.
Bedeutung: Vor Inbetriebnahme der Maschine Sicherheitsgurt anlegen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Schild Unfallverhütung

Schild Unfallverhütung Das Schild ist vorne am Fahrerstand angebracht.

2-5
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

Weist auf das Lesen der Betriebsanleitung und auf die abgedruckten
Sicherheitsvorschriften zur Unfallverhütung hin.
Bedeutung: Die Maschine nur in Betrieb nehmen, wenn die Betriebsan-
leitung gelesen und verstanden wurde.
Beim Betrieb der Maschine sind die in der Betriebsanleitung abgedruck-
ten Vorschriften zur Unfallverhütung genau zu beachten!

Schild Kettenspannung

Schild Kettenspannung Das Schild ist links und rechts im Laufrollenrahmen, auf der Unterseite
des Deckels, beim Fettspannzylinder angebracht.
Warnt vor Unfallgefahr mit möglichen schwersten Verletzungen.
Bedeutung: Beim Entspannen der Kette, Kopf vom Laufrollenrahmen
fernhalten - durchsacken der Kette und spritzendes Fett.

Schild Fahrerstand - Kippeinrichtung

Schild Fahrerstand - Kippein- Das Schild ist im Motorraum in der Nähe der hydraulischen Handpumpe
richtung angebracht.
Warnt vor Unfallgefahr mit möglichen Todesfolgen bzw. schwersten Ver-
letzungen.
Bedeutung: Aufenthalt unter dem gekippten Fahrerstand ist nur bei
eingelegter Sicherheitsstütze gestattet. Bei gekipptem Fahrerstand darf
die Maschine nicht gestartet oder gefahren werden, der Sicherheitshebel
ist in oberster Stellung zu belassen (Sicherheitshebel oben).

2-6
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

Schild Fahrerstandstütze

Schild Fahrerstandstütze Das Schild ist an der Sicherheitsstütze am Fahrerstand-Kippzylinder


angebracht.
Warnt vor Unfallgefahr mit möglichen Todesfolgen bzw. schwersten Ver-
letzungen.
Weist auf die korrekte Vorgehensweise beim Fahrerstandkippen hin.
Die Anleitungen am Schild sowie in der Betriebsanleitung sind genau zu
beachten.

Schild Spritzwasser

Schild Spritzwasser Das Schild ist im Zentralelektrikbehälter angebracht.


Nicht mit Spritzwasser (Hochdruckreiniger, Dampfstrahler,...) in den Zen-
tralelektrikbehälter spritzen.

2.3.2 Hinweisschilder
Die Hinweisschilder weisen auf bestimmte Punkte zur Bedienung, War-
tung und Eigenschaften der Maschine hin.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

2-7
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

Anordnung der Hinweisschilder

Anordnung der Hinweisschilder

1 Typenschild/CE Kennzeichen 8 Schild Rops / Fops


2 Schmierplan 9 Schild Schallschutz
3 Schild Motorbedienung 10 Schild Verzurrpunkt
4 Schild Fahrhydraulik 11 Schild Anschlag Hebepunkt
5 Schild Arbeitshydraulik 12 Schild Not-Ausgang
7 Schild Heckaufreißer 13 Schild Kühlmittel

2-8
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

CE Kennzeichen

Schild Das Kennzeichen ist links am Hauptrahmen im Typenschild inkludiert.


Konformitätskennzeichnung -
CE
Weist auf die Übereinstimmung mit den Bestimmungen der EG - Maschi-
nenrichtlinie hin.

Schild Schmierplan

Schild Schmierplan Das Schild ist innen an der Trittblechtür angebracht.


Am Schmierplan - Bild sind sämtliche mit Öl bzw. Fett befüllten Teile
sowie die Prüf- und Wechselintervalle dieser Teile angeführt.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Schild Motorbedienung

Schild Motorbedienung Das Schild ist links am Fahrerstand angebracht.


Zeigt die Bedienung des Hebels zur Drehzahlverstellung.

2-9
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

Schild Fahrhydraulik

Schild Fahrhydraulik Das Schild ist links am Fahrerstand angebracht.


Zeigt die Bedienung des Fahrhebels für die Fahrfunktionen der Maschi-
ne.

Schild Arbeitshydraulik

Schild Arbeitshydraulik Das Schild ist rechts am Fahrerstand angebracht.


Zeigt die Bedienung der Planierausrüstung der Maschine.

Schild Heckaufreißer

Schild Heckaufreißer Das Schild ist rechts am Fahrerstand angebracht.


Zeigt die Bedienung des Heckaufreißers.

2 - 10
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

Schild Rops - Fops

Schild Rops - Fops Das Schild ist im Ablagefach Dokumentation angebracht.


Weist auf die maximale Belastung der Überrollschutz - Struktur hin.

Schild Schallschutz

Schild Schallschutz Das Schild Schallleistung ist innen an der Fahrerkabinenscheibe ange-
bracht.
LWA = Schallleistungspegel (der an die Umgebung abgegebene
Schallleistungspegel).
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Schild Verzurrpunkt

Schild Verzurrpunkt Das Schild ist an den Verzurrpunkten der Maschine angebracht.
Weist auf die Verzurrpunkte der Maschine hin.

2 - 11
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.3 Schilder an der Maschine

Schild Anschlag - Hebepunkte

Schild Anschlag - Hebepunkt Das Schild ist an den Anschlag - Hebepunkten der Maschine ange-
bracht.
Weist auf Anschlag - Hebepunkte der Maschine hin.

Schild Notausgang

Schild Notausgang Das Schild ist an der rechten Fahrerkabinentür angebracht.


Weist auf den Notausgang hin.

Schild Kühlmittel

Schild Kühlmittel Das Schild ist am Einfüllstutzen des Kühlmittelbehälters angebracht.


Weist auf das vorgeschriebene Kühlmittel in der Betriebsanleitung hin.

2.3.3 Typenschilder
Die Maschine und Bauteile wie z.B. Dieselmotor, Getriebe, Pumpen usw.
sind jeweils mit einem Typenschild versehen. Auf den Typenschildern
sind die Fabrikationsnummern der Bauteile angegeben.

2 - 12
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

Typenschild Maschine

Typenschild - Maschine Das Schild ist links vorne am Hauptrahmen angebracht.


Angaben am Typenschild:
– Type
– Fahrzeug - Ident Nr.
– Zulässiges Gesamtgewicht
– Baujahr
– Motorleistung
– Höchstgeschwindigkeit

2.4 Sicherheitsvorschriften

2.4.1 Allgemeine Sicherheitsvorschriften

1. Machen Sie sich vor Inbetriebnahme der Maschine mit der Betriebsanlei-
tung vertraut.
– Überzeugen Sie sich davon, dass Sie eventuelle, die Sonderausstat-
tungen Ihrer Maschine betreffende Zusatzanweisungen im Besitz,
bzw. gelesen und verstanden haben.
2. Nur ausdrücklich dazu autorisierte Personen dürfen die Maschine bedie-
nen, warten oder reparieren.
– Gesetzlich zulässiges Mindestalter beachten.
3. Setzen Sie nur geschultes oder unterwiesenes Personal ein, legen Sie
die Zuständigkeit des Personals für das Bedienen, Rüsten, Warten und
Instandsetzen klar fest.
4. Legen Sie die Maschinenfahrer-Verantwortung (auch im Hinblick auf
verkehrsrechtliche Vorschriften) fest und ermöglichen Sie ihm das Ableh-
nen sicherheitswidriger Anweisungen Dritter.
5. Lassen Sie zu schulendes, anzulernendes, einzuweisendes oder im
Rahmen einer allgemeinen Ausbildung befindliches Personal nur unter
ständiger Aufsicht einer erfahrenen Person an der Maschine tätig wer-
den.
6. Kontrollieren Sie zumindest gelegentlich sicherheits- und gefahrenbe-
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

wusstes Arbeiten des Personals unter Beachtung der


"Betriebsanleitung".

2 - 13
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

7. Tragen Sie sichere Arbeitsbekleidung, wenn Sie an, oder mit der Ma-
schine arbeiten.
– Vermeiden Sie das Tragen von Ringen, Armbanduhren, Krawatten,
Schals, offene Jacken, nicht anliegende Kleider usw. Es besteht
Verletzungsgefahr z.B. durch Hängen bleiben oder Einziehen.
– Vorgeschrieben sind für bestimmte Arbeiten: Schutzbrille, Sicherheits-
schuhe, Schutzhelm, Arbeitshandschuhe, reflektierende Weste, Ge-
hörschutz, . . .
8. Erkundigen Sie sich bei dem Baustellenleiter nach den besonderen
Sicherheitsvorschriften auf der Baustelle.
9. Beim Auf- und Absteigen halten Sie sich nicht am Sicherheitshebel oder
an den Bedienungshebeln fest. Es können dadurch unbeabsichtigte
Bewegungen ausgelöst werden die zu Unfällen führen.
10. Springen Sie nie von der Maschine ab. Verwenden Sie die zum Auf- und
Absteigen vorgesehene Tritte, Leitern, Stege und Haltegriffe. Benutzen
Sie beide Hände zum Festhalten und wenden Sie das Gesicht der
Maschine zu.
11. Halten Sie Tritte, Leitern und Haltegriffe frei von Öl, Fett, Schlamm,
Schnee und Eis. Sie verringern dadurch die Gefahr auszurutschen, zu
stolpern oder zu stürzen.
12. Machen Sie sich mit dem Notausstieg durch die rechte Kabinentür
vertraut.
13. Wenn keine anderen Anweisungen vorliegen, verfahren Sie bei War-
tungs- und Reparaturarbeiten folgendermaßen:

Vorgehen:
– Maschine auf festem und ebenem Boden abstellen und Arbeitsausrü-
stung zum Boden absenken.
– Alle Bedienungshebel in Neutralstellung bringen.
– Motor abstellen, Startschlüssel in Kontaktstellung belassen.
– Steuerleitungen durch mehrmaliges Betätigen der Bedienhebel
druckfrei machen.
– Alle Bedienungshebel in Neutralstellung bringen.
– Sicherheitshebel vor Verlassen der Maschine nach oben stellen.
– Startschlüssel abziehen.
14. Vor jedem Eingriff in den Hydraulikkreis müssen Sie bei abgestelltem
Motor zusätzlich - mit dem Startschlüssel in Kontaktstellung - alle Vor-
steuergeräte (Kreuzschalthebel und Pedale) in beiden Richtungen betäti-
gen, um den Steuerdruck und die Staudrücke in den Arbeitskreisen
abzubauen. Anschließend müssen Sie den Hydrauliktankinnendruck ab-
bauen.
15. Sicherheitshebel vor Verlassen des Fahrersitzes immer nach oben stel-
len.
16. Sichern Sie alle losen Teile auf der Maschine.
17. Nehmen Sie nie eine Maschine in Betrieb, ohne dass Sie einen
gründlichen Inspektionsrundgang durchgeführt haben und prüfen Sie, ob
Warnschilder fehlen oder unlesbar sind.
18. Beachten Sie alle Schilder mit Gefahren- und Sicherheitshinweisen.
19. Für besondere Anwendungen muss die Maschine mit spezifischen Si-
cherheitseinrichtungen versehen sein. Arbeiten Sie in diesem Fall nur,
wenn diese angebaut und funktionsfähig sind.
20. Nehmen Sie keine Veränderungen bzw. An- und Umbauten an der
Maschine, die die Sicherheit beeinträchtigen könnte, ohne Genehmigung
des Lieferers vor. Dies gilt auch für den Einbau und die Einstellung von
Sicherheitseinrichtungen und -ventilen sowie für das Schweißen an tra-
genden Teilen.

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

21. Aufenthalt in der Nähe des laufenden Dieselmotors vermeiden. Personen


mit einem Herzschrittmacher dürfen sich nicht beim laufenden Dieselmo-
tor aufhalten (Mindestabstand 50 cm).
22. Spannungsführende Bauteile am elektrischen Anschluss der magnetven-
tilgesteuerten Einspritzpumpen (Unit Pumps) bei laufendem Dieselmotor
nicht berühren.

2.4.2 Hinweise zur Vermeidung von Quetschungen


und Verbrennungen
1. Arbeiten Sie nicht unterhalb der Ausrüstung, solange diese nicht sicher
auf dem Boden aufliegt oder abgestützt ist.
2. Verwenden Sie keine beschädigten oder in der Tragfähigkeit nicht aus-
reichende Lastaufnahmemittel (z.B. Seile, Ketten, ...). Tragen Sie beim
Hantieren mit Drahtseilen Arbeitshandschuhe.
3. Bei Arbeiten an der Ausrüstung richten Sie die Bohrungen niemals mit
den Fingern aus, sondern benutzen Sie dafür einen passenden Dorn.
4. Bei laufendem Motor achten Sie darauf, dass keine Gegenstände mit
dem Lüfter in Berührung kommen. In den Lüfter gefallene oder hineinra-
gende Gegenstände werden zurückgeschleudert oder zerstört und kön-
nen den Lüfter beschädigen.
5. Nahe der Betriebstemperatur ist das Motorkühlsystem heiß und unter
Druck. Vermeiden Sie Berührungen mit kühlwasserführenden Teilen. Es
besteht Verbrennungsgefahr.
6. Prüfen Sie den Kühlwasserstand nur, wenn der Verschlussdeckel des
Expansionsbehälters soweit abgekühlt ist, dass man ihn anfassen kann.
Den Deckel vorsichtig öffnen, um zuerst den Überdruck abzulassen.
7. Nahe der Betriebstemperatur sind Motor- und Hydrauliköl heiß. Vermei-
den Sie Hautkontakt mit heißem Öl oder ölführenden Teilen.
8. Tragen Sie eine Schutzbrille und Arbeitshandschuhe, wenn Sie an der
Batterie arbeiten. Vermeiden Sie dabei Funken und offene Flammen.
9. Lassen Sie es niemals zu, dass die Arbeitsausrüstung von Hand in
Position gebracht wird.
10. Überprüfen Sie, ob die geöffnete Tür-Stellung der Motorraumtür durch
den Gasdämpfer gewährleistet ist.
– Ist die Funktion nicht gewährleistet, muss umgehend die Ursache
behoben werden.
11. Vor Inbetriebnahme der Maschine sind die Motorraumtüren und alle
Deckel zu schließen und zu versperren.
12. Legen Sie sich niemals unter die Maschine, wenn diese mit Hilfe der
Arbeitsausrüstung angehoben ist, ohne dass die Maschine fachgerecht
und standsicher unterbaut ist.

2.4.3 Hinweise zur Vermeidung von Feuer und Explo-


sionsgefahr
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

1. Der Motor muss beim Tanken abgestellt sein.


– Zusätzlich eingebaute Standheizung abschalten.
2. Rauchen Sie nicht, und vermeiden Sie offene Flammen beim Tanken,
und dort, wo Batterien geladen werden.
3. Starten Sie den Motor immer nach den Vorschriften der "Betriebsanlei-
tung".

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

4. Prüfen Sie die elektrische Anlage. Beseitigen Sie sofort alle Fehler, wie
lose Verbindungen, durchgescheuerte Kabel oder durchgebrannte Siche-
rungen und Glühlampen.
5. Führen Sie auf der Maschine außerhalb der vorgesehenen Tanks keine
brennbaren Flüssigkeiten mit.
6. Überprüfen Sie regelmäßig alle Leitungen, Schläuche und Verschraubun-
gen auf Undichtheiten und Beschädigungen. Beseitigen Sie sofort die
Undichtheiten und ersetzen Sie die schadhaften Bauteile.
– Aus undichten Stellen herausspritzendes Öl kann leicht zu Bränden
führen.
7. Vergewissern Sie sich, dass alle Halter und Schutzschilder gegen Vibra-
tionen, Scheuern und Wärmestau vorschriftsmäßig installiert sind.
8. Startpilot (Äther) ist besonders feuergefährlich! Niemals Ätherkaltstarthilfe
in der Nähe von Hitzequellen, offenen Flammen (z. B. Zigaretten) oder
in schlecht belüfteten Räumen verwenden.
9. Bei Verwendung von ätherhaltigen Starthilfen niemals Flammglühanlagen
oder Vorglühanlagen verwenden! (Explosionsgefahr)
10. Machen Sie sich mit der Bedienung und dem Standort von Feuerlö-
schern vertraut und informieren Sie sich über die örtlichen Brandmelde-
und Bekämpfungsmöglichkeiten.

2.4.4 Sicherheitshinweise für die Inbetriebnahme

1. Machen Sie vor jeder Inbetriebnahme einen gründlichen Inspektionsrund-


gang um die Maschine.
2. Kontrollieren Sie die Maschine auf lose Bolzen, Risse, Verschleiß, Un-
dichtheiten und mutwillige Beschädigungen.
3. Nehmen Sie niemals eine schadhafte Maschine in Betrieb.
4. Sorgen Sie dafür, dass Schäden sofort beseitigt werden.
5. Vergewissern Sie sich, dass alle Hauben und Deckel geschlossen und
verriegelt sind. Prüfen Sie ob alle Warn- und Hinweisschilder vorhanden
sind.
6. Sorgen Sie für saubere Fensterscheiben sowie Spiegel und sichern Sie
Türen und Fenster gegen ungewollte Bewegungen.
7. Das Betreten und Verlassen der Fahrerkabine hat grundsätzlich durch
die linke Tür zu erfolgen. Die rechte Tür ist nur im Notfall zu benützen.
8. Vergewissern Sie sich, dass niemand auf oder unter der Maschine
arbeitet. Warnen Sie umstehende Personen vor der Inbetriebnahme der
Maschine.
9. Nachdem Sie die Fahrerkabine bestiegen haben, stellen Sie den Fahrer-
sitz, die Spiegel, die Armstützen und den Sicherheitsgurt so ein, dass
Sie bequem arbeiten können.
10. Schallschutzeinrichtungen an der Maschine müssen während des Be-
triebs in Schutzstellung sein.
11. Nie die Maschine ohne Fahrerkabine oder Canopy in Betrieb nehmen.

2.4.5 Sicherheitsvorkehrungen beim Starten

1. Prüfen Sie vor dem Starten alle Kontrolllampen und Instrumente auf
einwandfreie Funktion. Bringen Sie alle Bedienungshebel in Neutralstel-
lung.
2. Geben Sie vor dem Starten des Motors einen kurzen Hupton ab, um
Personen die sich in Maschinennähe aufhalten, zu warnen.

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

3. Starten Sie die Maschine nur vom Fahrerplatz aus.


4. Wenn Sie keine anderen Anweisungen erhalten, starten Sie den Motor
gemäß den Vorschriften in der "Betriebsanleitung".
5. Starten Sie den Motor und prüfen Sie dann alle Anzeigegeräte und
Kontrolleinrichtungen.
6. Lassen Sie in geschlossenen Räumen den Motor nur bei ausreichender
Belüftung laufen. Wenn notwendig, öffnen Sie Türen und Fenster um
richtige Frischluftzufuhr zu gewährleisten.
7. Bringen Sie den Motor und das Hydrauliköl auf Betriebstemperatur,
niedrige Öltemperaturen lassen die Steuerung träge reagieren.
8. Prüfen Sie die Steuerung der Ausrüstung auf einwandfreie Funktion.
9. Bringen Sie die Maschine vorsichtig in freies Gelände und prüfen Sie
dann die Funktion der Fahrwerksbremse, der Lenkung sowie der Signal-
und Beleuchtungseinrichtung.

2.4.6 Hinweise für ein sicheres Arbeiten

1. Machen Sie sich vor der Aufnahme der Arbeiten mit den Besonderheiten
der Baustelle, sowie den speziellen Vorschriften und Warnsignalen ver-
traut. Zur Arbeitsumgebung gehören z. B. die Hindernisse im Arbeits-
und Verkehrsbereich, die Tragfähigkeit des Bodens und notwendige
Absicherungen der Baustelle zum öffentlichen Verkehrsbereich.
2. Halten Sie stets ausreichenden Sicherheitsabstand zu Überhängen, Kan-
ten, Böschungen und unsicherem Grund.
3. Seien Sie besonders aufmerksam bei wechselnden Bodenverhältnissen,
ungünstigen Sichtverhältnissen und veränderlichem Wetter.
4. Machen Sie sich mit der Lage von Versorgungsleitungen auf der Bau-
stelle vertraut und arbeiten Sie besonders vorsichtig in deren Nähe.
Wenn notwendig, informieren Sie die zuständigen Behörden.
5. Halten Sie mit der Maschine ausreichenden Abstand zu elektrischen
Freileitungen. Bei Arbeiten in der Nähe von elektrischen Freileitungen
kommen Sie mit der Ausrüstung nicht in die Nähe der Leitungen.
– Es besteht LEBENSGEFAHR!
– Informieren Sie sich über einzuhaltende Sicherheitsabstände.
6. Nach dem Berühren starkstromführender Leitungen:
– Verlassen Sie die Maschine nicht!
– Wenn möglich fahren Sie die Maschine in ausreichendem Abstand
aus dem Gefahrenbereich.
– Warnen Sie Außenstehende vor dem Nähertreten und Berühren der
Maschine.
– Veranlassen Sie das Abschalten der Spannung.
– Verlassen Sie die Maschine erst, wenn die berührte / beschädigte
Leitung mit Sicherheit stromlos geschaltet ist!
7. Kontrollieren Sie vor dem Fahren bzw. Arbeiten mit der Maschine stets
die unfallsichere Unterbringung des Zubehörs.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

8. Beachten Sie beim Befahren öffentlicher Straßen, Wege und Plätze die
geltenden verkehrsrechtlichen Vorschriften und ggf. bringen Sie die Ma-
schine vorher in den verkehrsrechtlich zulässigen Zustand.
9. Schalten Sie grundsätzlich das Licht bei schlechter Sicht und Dunkelheit
ein.
10. Dulden Sie keine Beifahrer auf der Maschine.
11. Arbeiten Sie nur im Sitzen und mit angelegtem Sicherheitsgurt.
12. Im Fall eines Umkippens mit angeschnalltem Sicherheitsgurt sitzen blei-
ben. Die Erfahrung lehrt, dass es sicherer ist in der Kabine zu bleiben.

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

13. Melden Sie alle Funktionsstörungen und sorgen Sie dafür, dass alle
notwendigen Reparaturen sofort durchgeführt werden.
14. Überzeugen Sie sich persönlich davon, dass niemand gefährdet wird,
wenn Sie die Maschine in Bewegung setzen.
15. Verlassen Sie niemals den Fahrersitz solange die Maschine noch in
Bewegung ist.
16. Lassen Sie niemals die Maschine mit laufendem Motor unbeaufsichtigt.
17. Beim Verfahren von Lasten die Arbeitsausrüstung in Transportstellung
absenken und die Last möglichst dicht über dem Boden halten.
18. Die maximal zulässige befahrbare Steigung/Querneigung der Maschine,
ist von der angebauten Ausrüstung sowie vom Untergrund abhängig!
19. Vermeiden Sie Arbeitsbewegungen die die Maschine zum Kippen brin-
gen können. Beginnt die Maschine dennoch zu kippen oder seitlich
wegzurutschen, senken Sie sofort die Ausrüstung ab und richten Sie die
Maschine bergab. Wann immer möglich, arbeiten Sie bergab oder berg-
auf und nicht seitwärts zum Hang.
20. Fahren Sie vorsichtig auf felsigem oder schlüpfrigem Grund oder am
Hang.
21. Die Fahrgeschwindigkeit ist immer den Einsatzverhältnissen anzupassen.
22. Befahren Sie keine Hanglagen die die maximale Steigfähigkeit der Ma-
schine übersteigen.
23. Fahren Sie bergab nur mit niedriger Fahrgeschwindigkeit, mit max. 4
km/h, da Sie andernfalls die Kontrolle über die Maschine verlieren
könnten. Dabei muss der Motor im obersten Drehzahlbereich laufen und
durch Wahl des niedrigen Fahrgeschwindigkeitsbereichs die Geschwin-
digkeit reduziert werden. Schalten Sie nie im, sondern immer vor dem
Gefälle in den niedrigeren Fahrgeschwindigkeitsbereich.
24. Bestehen Sie beim Beladen eines LKW's darauf, dass der Fahrer das
Beladefahrzeug verlässt, auch wenn ein Steinschlagschutz vorhanden
ist.
25. Bei Abbrucharbeiten, Rodungen, Kranbetrieb, usw. verwenden Sie immer
die für den spezifischen Einsatz vorgesehenen Schutzvorrichtungen.
26. In unübersichtlichem Gelände und wann immer es nötig ist, lassen Sie
sich durch einen Helfer einweisen. Lassen Sie sich dabei nur von einer
einzigen Person Zeichen geben.
27. Unfallgefahr durch Sichtfeldeinschränkung bei großen Maschinen!
Geeignete Maßnahmen treffen um einen sicheren Arbeitseinsatz der
Maschine auf der Baustelle zu gewährleisten.
28. Beauftragen Sie nur erfahrene Personen mit dem Anschlagen von La-
sten und Einweisen von Kranfahrern. Der Einweiser muss sich in Sicht-
weite des Bedieners aufhalten, oder mit ihm in Sprechkontakt stehen.

2.4.7 Sicheres Abstellen der Maschine

1. Stellen Sie die Maschine möglichst nur auf ebenem und festem Boden
ab. Wenn sie am Hang abgestellt werden muss, ist die Maschine mittels
Unterlegkeilen gegen Bewegungen zu sichern.
2. Senken Sie die Ausrüstung ab und verankern Sie die Arbeitsausrüstung
leicht im Boden.
3. Bringen Sie alle Bedienungshebel in Neutralstellung, legen Sie den
Sicherheitshebel nach oben und stellen Sie den Motor ab, gemäß Anlei-
tung in der Betriebsanleitung, bevor Sie den Fahrersitz verlassen.

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

4. Schließen Sie die Maschine ab, ziehen Sie alle Schlüssel ab und
sichern Sie die Maschine gegen unbefugte Benutzung und Vandalismus.
5. Die Maschine darf nicht vor Aufstiegen, Kaileitern, Hydranten oder der-
gleichen abgestellt werden, wenn deren Benutzung dadurch behindert
ist.

2.4.8 Sicheres Transportieren der Maschine

1. Verwenden Sie nur geeignetes Transportmittel und Hebezeug mit ausrei-


chender Tragfähigkeit.
2. Parken Sie die Maschine auf einem flachen Boden und keilen Sie die
Ketten bzw. Räder fest.
3. Demontieren Sie wenn notwendig, einen Teil der Arbeitsausrüstung der
Maschine für die Dauer des Transports.
4. Die Rampe zum Auffahren auf das Transportfahrzeug soll eine Steigung
von 30° nicht überschreiten und mit Holzbelag versehen sein um ein
Abrutschen zu verhindern.
5. Vor dem Befahren der Rampe reinigen Sie die Ketten / Räder der
Maschine von Schnee, Eis und Schlamm.
6. Richten Sie die Maschine genau zur Laderampe aus.
7. Ein Einweiser muss dem Maschinenfahrer die notwendigen Zeichen
geben. Fahren Sie sehr vorsichtig auf die Rampe und weiter auf das
Transportfahrzeug.
8. Heben Sie die Ausrüstung an und fahren Sie auf die Laderampe. Halten
Sie dabei die Ausrüstung immer dicht über der Ladefläche.
9. Nach dem Ladevorgang, Arbeitsausrüstung auf die Ladefläche absen-
ken.
10. Sichern Sie die Maschine und die restlichen Einzelteile mit Ketten und
Keilen gegen Verrutschen.
11. Entlasten Sie die Druckleitungen, ziehen Sie den Startschlüssel ab,
verschließen Sie die Fahrerkabinen- und Verkleidungstüren und verlas-
sen Sie die Maschine.
12. Erkunden Sie den Fahrweg vor dem Transport, insbesondere bezüglich
der Begrenzungen für Breite, Höhe und Gewicht.
13. Richten Sie besondere Aufmerksamkeit auf das Unterfahren von elektri-
schen Leitungen, Brücken und das Durchfahren von Tunnels.
14. Gehen Sie beim Abladen mit der gleichen Vorsicht wie beim Beladen
vor.
Vorgehen:
– Entfernen Sie alle Ketten und Keile. Starten Sie den Motor laut
Betriebsanleitung.
– Fahren Sie vorsichtig über eine Rampe von der Ladefläche hinunter.
– Halten Sie die Arbeitsausrüstung dabei möglichst dicht über dem
Boden.
– Bedienen Sie sich eines Einweisers.
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2.4.9 Sicheres Abschleppen der Maschine

1. Beachten Sie immer die korrekte Vorgangsweise gemäß Anleitung in der


"Betriebsanleitung" siehe im Abschnitt "Schleppen der Maschine".
2. Das Schleppen der Maschine darf nur in Ausnahmefällen vorgenommen
werden, z.B. um die Maschine zur Reparatur von einer gefährdeten
Stelle wegzubringen.

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

3. Überprüfen Sie vor dem Ziehen oder Schleppen alle Anhänge- und
Zugvorrichtungen auf ihre Sicherheit und Festigkeit.
4. Das Seil oder die Stange, die zum Abschleppen eingesetzt wird, muss
eine ausreichende Zugfestigkeit haben und an den dafür vorgesehenen
Bohrungen und Anhängevorrichtungen befestigt werden. Schäden oder
Unfälle, die sich beim Abschleppen der Maschine ereignen, können auf
keinen Fall von der Garantie des Herstellers gedeckt werden.

Hinweise zum Schleppen mit Seil:


– Sorgen Sie dafür, dass sich beim Schleppen niemand in der Nähe
des gespannten Seiles aufhält.
– Halten Sie das Seil straff und vermeiden Sie Knicke.
– Ziehen Sie das Seil behutsam straff.
– Ein plötzlicher Ruck kann ein durchhängendes Seil zum Reißen
bringen.
5. Halten Sie beim Abschleppen vorgeschriebene Transportstellung, zuläs-
sige Geschwindigkeit und Wegstrecke ein.
6. Verfahren Sie bei Wiederinbetriebnahme nur gemäß Betriebsanleitung.
7. Nach dem Abschleppvorgang ist der Serienstand der Maschine wieder
herzustellen.

2.4.10 Massnahmen für eine sichere Wartung

1. Führen Sie keine Wartungs- oder Reparaturarbeiten durch, die Sie nicht
beherrschen.
2. Halten Sie vorgeschriebene oder in der Betriebsanleitung angegebene
Fristen für wiederkehrende Prüfungen / Inspektionen ein.
Zur Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen ist eine der Arbeit
Angemessenen Werkstattausrüstung unbedingt notwendig.
3. Anhand der Aufstellung dieser Betriebsanleitung ist genau definiert, wer
welche Arbeiten durchführen muss, bzw. darf. Der Fahrer darf nur die im
Wartungs- und Inspektionsplan mit BA gekennzeichneten Arbeiten durch-
führen. Die restlichen Arbeiten dürfen nur durch Fachpersonal mit ent-
sprechender Ausbildung ausgeführt werden.
4. Ersatzteile müssen den vom Hersteller festgelegten technischen
Anforderungen entsprechen. Dies ist bei Originalersatzteilen immer ge-
währleistet. Ersatzteile, die nicht den technischen Anforderungen des
Herstellers entsprechen, können die Sicherheit und Funktion der Maschi-
ne beeinträchtigen.
5. Tragen Sie bei der Wartung eine sichere Arbeitskleidung. Für bestimmte
Arbeiten sind außer Schutzhelm und Sicherheitsschuhen eine Schutzbril-
le und Arbeitshandschuhe erforderlich.
6. Halten Sie während der Wartung unbefugte Personen von der Maschine
fern.
7. Sichern Sie den Instandhaltungsbereich, soweit erforderlich, weiträumig
ab.
8. Informieren Sie das Bedienungspersonal vor Beginn der Durchführung
von Sonder- und Instandhaltungsarbeiten. Benennen sie die Aufsichts-
führenden.
9. Wenn in dieser Betriebsanleitung nicht anders angegeben, führen Sie
alle Wartungsarbeiten an der Maschine auf ebenem, festem Grund und
mit abgestelltem Motor durch.

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

10. Der Fahrerstand darf nur bei stehender Maschine und abgestelltem
Motor gekippt werden! Beim An- und Zurückkippen des Fahrerstandes
dürfen sich Personen nicht im Kippbereich aufhalten. Arbeiten unter dem
angekippten Fahrerstand sind nur bei stehender Maschine, und nach
dem Einlegen der Sicherheitsstütze auszuführen. Die Maschine darf mit
gekipptem Fahrerstand NICHT gestartet oder gefahren werden. Der
Sicherheitshebel ist in oberster Stellung zu belassen!
11. Bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten, ziehen Sie gelöste Schraub-
verbindungen stets fest.
12. Ist die Demontage von Sicherheitseinrichtungen beim Rüsten, Warten
und Reparieren erforderlich, hat unmittelbar nach Abschluss der War-
tungs- und Reparaturarbeiten die Montage der für die Dauer der Repara-
tur demontierten Teile und die Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen
zu erfolgen.
13. Bei Wartungsarbeiten, besonders bei der Arbeit unter der Maschine,
hängen Sie ein Warnschild NICHT EINSCHALTEN gut sichtbar an das
Startschloss. Ziehen Sie den Startschlüssel ab.
14. Reinigen Sie die Maschine, und hier insbesondere Anschlüsse und
Verschraubungen, zu Beginn der Wartung / Reparatur von Öl, Kraftstoff
oder Pflegemitteln. Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel.
Benutzen Sie faserfreie Putztücher.
15. Verwenden Sie zum Reinigen der Maschine keine brennbaren Flüssig-
keiten.
16. Reinigen sie vor dem Schweißen, Brennen und Schleifen die Maschine
und deren Umgebung von Staub und brennbaren Stoffen und sorgen Sie
für ausreichende Lüftung.
– Es besteht sonst EXPLOSIONSGEFAHR!
17. Vor dem Reinigen der Maschine mit Wasser, Dampfstrahl (Hochdruckrei-
niger), oder anderen Reinigungsmitteln, alle Öffnungen abdecken / zu-
kleben, in die aus Sicherheits- und / oder Funktionsgründen kein Wasser
/ Dampf / Reinigungsmittel eindringen darf.
Besonders gefährdet sind Elektromotoren, Schaltschränke und Batterie-
kästen.

Weiteres Vorgehen:
– Achten Sie darauf, dass bei Reinigungsarbeiten der Fahrerkabine
Temperaturfühler der Feuerwarn- und Löschanlagen nicht mit heißem
Reinigungsmittel in Berührung kommen. Sonst könnte die Löschanla-
ge ansprechen.
– Entfernen Sie nach dem Reinigen die Abdeckungen / Verklebungen
vollständig.
– Untersuchen Sie nach der Reinigung alle Kraftstoff-, Motoröl-, Hy-
draulikölleitungen auf Undichtheiten, gelockerte Verbindungen,
Scheuerstellen und Beschädigungen.
– Beheben Sie festgestellte Mängel sofort.
18. Beachten Sie die Sicherheitsvorschriften, die für das Produkt gelten,
beim Umgang mit Ölen, Fetten und anderen chemischen Substanzen.
19. Sorgen Sie für sichere und umweltschonende Entsorgung von Betriebs-
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

und Hilfsstoffen sowie Austauschteilen.


20. Vorsicht beim Umgang mit heißen Betriebs- und Hilfsstoffen (Verbren-
nungs- und Verbrühungsgefahr).
21. Betreiben Sie Verbrennungsmotoren und kraftstoffbetriebene Heizungen
nur in ausreichend belüfteten Räumen. Achten Sie vor dem Starten im
geschlossenen Raum auf ausreichende Belüftung. Befolgen Sie die für
den jeweiligen Einsatzort geltenden Vorschriften.

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

22. Führen Sie Schweiß-, Brenn- und Schleifarbeiten an der Maschine nur
durch, wenn dies ausdrücklich genehmigt ist. z. B. kann Brand- und /
oder Explosionsgefahr bestehen.
23. Die Fahrerkabinenscheiben sind aus Sicherheitsglas. Beschädigte Fah-
rerkabinenscheiben sind immer sofort zu ersetzen.
– Als Fahrerkabinenscheibe darf nur Sicherheitsglas verwendet werden.
– Nur Original Liebherr Ersatzteile verwenden.
24. Versuchen Sie nicht, schwere Teile anzuheben. Verwenden sie dafür
geeignete Hilfsmittel mit ausreichender Tragkraft.
Vorgehen:
– Befestigen und sichern Sie Einzelteile und größere Baugruppen beim
Austausch sorgfältig an Hebezeugen, sodass hier keine Gefahr aus-
gehen kann.
– Verwenden Sie nur geeignete und technisch einwandfreie Hebezeu-
ge, sowie Lastaufnahmemittel mit ausreichender Tragkraft.
– Der Aufenthalt und das Arbeiten unter schwebenden Lasten ist
verboten.
25. Verwenden Sie keine beschädigten oder in der Tragfähigkeit nicht aus-
reichende Seile. Tragen Sie Arbeitshandschuhe beim Umgehen mit
Drahtseilen.
26. Beauftragen Sie nur erfahrene Personen mit dem Anschlagen von La-
sten und Einweisen von Kranfahrern. Der Einweiser muss sich in Sicht-
weite des Bedieners aufhalten oder mit ihm in Sprechkontakt stehen.
27. Verwenden Sie bei Montagearbeiten über Körperhöhe dafür
vorgesehene oder sonstige sicherheitsgerechte Aufstiegshilfen und Ar-
beitsbühnen. Benutzen Sie Maschinenteile nicht als Aufstiegshilfen. Tra-
gen Sie Absturzsicherungen bei Wartungsarbeiten in größerer Höhe.
Halten Sie alle Griffe, Tritte, Geländer, Podeste, Bühnen, Leitern frei von
Verschmutzung, Schnee und Eis.
28. Achten Sie bei Arbeiten an der Ausrüstung (z. B. Auswechseln von
Zähnen) auf eine sichere Abstützung. Vermeiden Sie dabei Metall auf
Metall.
29. Legen Sie sich niemals unter die Maschine, wenn diese mit Hilfe der
Arbeitsausrüstung angehoben ist, ohne dass die Maschine mit Holzbal-
ken standsicher unterbaut ist.
30. Bocken Sie die Maschine immer so auf, dass eventuelle Gewichtsverla-
gerungen die Standsicherheit nicht gefährden und vermeiden Sie dabei
den Kontakt Stahl auf Stahl.
31. Arbeiten an Fahrwerken, Brems- und Lenkanlage darf nur hierfür ausge-
bildetes Fachpersonal durchführen.
32. Muss die Maschine am Hang repariert werden, so sind die Ketten oder
Räder mit Unterlegkeilen zu sichern. Die Arbeitsausrüstung in Wartungs-
stellung bringen.
33. An hydraulischen Einrichtungen darf nur Personal mit speziellen Kennt-
nissen und Erfahrungen in der Hydraulik arbeiten.
34. Tragen Sie Arbeitshandschuhe bei der Suche nach Leckagen. Ein feiner
Flüssigkeitsstrahl, unter Druck, kann die Haut durchdringen.
35. Lösen Sie keine Hydraulikölleitung oder Verschraubung, bevor Sie die
Ausrüstung abgelegt und den Motor abgestellt haben. Anschließend
müssen Sie - mit dem Startschlüssel in Kontaktstellung und dem Sicher-
heitshebel in Betriebsstellung - alle Vorsteuergeräte (Kreuzschalthebel
und Pedale) in beiden Richtungen betätigen, um den Steuerdruck und
die Staudrücke in den Arbeitskreisen abzubauen, weiters den Hydraulik-
tankinnendruck durch Herausschrauben der Entlüftungsschraube abbau-
en.

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

36. Überprüfen Sie alle Hydraulikölleitungen, Schläuche und


Verschraubungen regelmäßig auf Undichtheiten und äußerlich erkennba-
re Beschädigungen. Beseitigen Sie umgehend alle Beschädigungen.
Herausspritzendes Öl kann zu Verletzungen und Bränden führen.
37. Machen Sie die zu öffnenden Systemabschnitte und Druckleitungen
Hydraulik, Druckluft vor Beginn der Reparaturarbeiten entsprechend den
Baugruppenbeschreibungen drucklos.
38. Verlegen und montieren Sie Hydraulik- und Druckluftleitungen fachge-
recht. Verwechseln Sie die Anschlüsse nicht. Armaturen, Länge und
Qualität der Schlauchleitungen müssen den Anforderungen entsprechen.
Nur Liebherr-Ersatzteile verwenden.
39. Hydraulik-Schlauchleitungen in den angegebenen bzw. in angemessenen
Zeitabständen auswechseln, auch wenn keine sicherheitsrelevanten
Mängel erkennbar sind.
40. Arbeiten an elektrischen Ausrüstungen der Maschine dürfen nur von
einer Elektrofachkraft oder von unterwiesenen Personen unter Leitung
und Aufsicht einer Elektrofachkraft gemäß den elektrotechnischen Re-
geln entsprechend vorgenommen werden.
41. Verwenden Sie nur Original Sicherungen mit vorgeschriebener Strom-
stärke. Bei Störungen in der elektrischen Energieversorgung schalten
Sie die Maschine sofort ab.
42. Inspizieren / prüfen Sie die elektronische Ausrüstung einer Maschine
regelmäßig. Beseitigen Sie sofort Mängel, wie lose Verbindungen bzw.
angeschmorte / durchgescheuerte Kabel oder durchgebrannte Sicherun-
gen und Glühlampen.
43. Sind Arbeiten an spannungsführenden Teilen notwendig, so ziehen Sie
eine zweite Person hinzu, die im Notfall den Notaus- bzw. den Haupt-
schalter mit Spannungsauslösung betätigt. Sperren Sie den Arbeitsbe-
reich mit einer rot-weißen Sicherungskette und einem Warnschild ab.
Benutzen Sie nur spannungsisoliertes Werkzeug.
44. Bei Arbeiten an Hochspannungsbaugruppen nach dem Freischalten der
Spannung, schließen Sie das Versorgungskabel auf Masse und Bauteile
z. B. Kondensatoren mit einem Erdungsstab kurz.
45. Prüfen Sie die freigeschalteten Teile zuerst auf Spannungsfreiheit, erden
und schließen Sie diese dann kurz. Isolieren Sie benachbarte, unter
Spannung stehende Teile.

2.4.11 Sicherheitshinweise für Schweißarbeiten an der


Maschine
1. Klemmen Sie die Batterie ab, wenn Sie an der Elektroanlage arbeiten
oder Lichtbogenschweißungen an der Maschine vornehmen.
– Minuspol immer zuerst abklemmen und zuletzt wieder anschließen.
– Zusätzlich sind vor Beginn jeglicher Schweißarbeiten an der
Maschine die Stecker an den Elektronikboxen abzustecken.
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2.4.12 Sicherheitshinweise für Arbeiten an der Ausrü-


stung
1. Arbeiten Sie nicht unterhalb der Ausrüstung, solange diese nicht sicher
auf dem Boden aufliegt oder abgestützt ist.
2. Vermeiden Sie beim Austausch von Ausrüstungsteilen (Schild, Schnei-
den, Zähne ...) dass bei der Abstützung Metall auf Metall liegt.

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2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

3. Versuchen Sie nicht schwere Teile anzuheben. Verwenden Sie dafür


geeignete Hilfsmittel mit ausreichender Tragkraft.
4. Beim Arbeiten mit Drahtseilen immer Handschuhe tragen!
5. Lösen Sie keine Hydraulikölleitung oder Verschraubung, bevor Sie die
Ausrüstung abgelegt und den Motor abgestellt haben. Anschließend
müssen Sie - mit dem Startschlüssel in Kontaktstellung und dem Sicher-
heitshebel in Betriebsstellung - alle Vorsteuergeräte (Kreuzschalthebel
und Pedale) in beiden Richtungen betätigen, um den Steuerdruck und
die Staudrücke in den Arbeitskreisen abzubauen, weiters den Hydraulik-
tankinnendruck durch Herausschrauben der Entlüftungsschraube abbau-
en.
6. Achten Sie darauf, dass nach Abschluss der Arbeiten alle Leitungen und
Verschraubungen wieder angeschlossen und angezogen werden.
7. Beim Aus- und Einschlagen von Bolzen und Stiften aus oberflächenge-
härtetem Stahl besteht durch Metallabsplitterungen große Verletzungsge-
fahr.
– Arbeitshandschuhe und Schutzbrille tragen.
Wenn möglich Spezialwerkzeug (wie Dorne, Auszieher, ...) verwenden.

2.4.13 Sicherheitsvorschriften beim Verladen der


Maschine mit Kran
1. Arbeitsausrüstung absenken.
2. Bringen Sie alle Bedienungshebel in Neutralstellung.
3. Stellen Sie den Motor gemäß Anleitung in der Betriebsanleitung ab, und
stellen Sie den Sicherheitshebel nach oben, bevor Sie den Fahrersitz
verlassen.
4. Schließen Sie alle Türen, Deckel und Hauben der Maschine gut ab.
5. Beauftragen Sie nur erfahrene Personen mit dem Anschlagen von La-
sten und Einweisen von Kranfahrern. Der Einweiser muss sich in Sicht-
weite des Bedieners aufhalten, oder mit ihm in Sprechkontakt stehen.
6. Das Gehänge an den dafür vorgesehenen Laschen / Bohrungen an der
Maschine befestigen.
7. Auf ausreichende Länge des Gehänges achten.
8. Maschine vorsichtig anheben.
9. ACHTUNG! Der Aufenthalt unter der angehobenen Maschine ist
verboten.
10. Verfahren Sie bei Wiederinbetriebnahme nur gemäß Betriebsanleitung.

2.4.14 Sichere Wartung der Hydraulikschläuche und


Schlauchleitungen
1. Reparaturen an den Hydraulikschläuchen und -schlauchleitungen sind
verboten!
2. Alle Schläuche Schlauchleitungen und Verschraubungen sind regelmä-
ßig, mindestens 1x jährlich auf Undichtigkeiten und äußerlich erkennbare
Beschädigungen zu überprüfen! Beseitigen Sie umgehend beschädigte
Teile. Herausspritzendes Öl kann zu Verletzungen und Bränden führen.
3. Auch bei sachgemäßer Lagerung und zulässiger Beanspruchung unter-
liegen Schläuche und Schlauchleitungen einer natürlichen Alterung. Da-
durch ist ihre Verwendungsdauer begrenzt.

2 - 24
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

4. Unsachgemäße Lagerung, mechanische Beschädigungen und


unzulässige Beanspruchung sind die häufigsten Ausfallursachen.
5. Die Verwendungsdauer einer Schlauchleitung sollten sechs Jahre, ein-
schließlich einer Lagerzeit von höchstens zwei Jahren, nicht überschrit-
ten werden (Herstelldatum auf den Schläuchen beachten).
6. Der Einsatz im Grenzbereich der zulässigen Beanspruchung kann die
Verwendungsdauer verkürzen (z.B. hohe Temperaturen, häufige Bewe-
gungsspiele, extrem hohe Impulsfrequenzen, Mehrschichtbetrieb).
7. Schläuche und Schlauchleitungen sind zu ersetzen, wenn bei der In-
spektion folgende Kriterien festgestellt werden:
Kriterien:
– Beschädigung an der Außenschicht bis zur Einlage (z.B.
Scheuerstellen, Schnitte und Risse);
– Versprödung der Außenschicht (Rissbildung des Schlauchmaterials);
– Verformung, die der natürlichen Form des Schlauches oder der
Schlauchleitung nicht entsprechen, sowohl im drucklosen als auch im
druckbeaufschlagten Zustand oder bei Biegungen, z.B. Schichtentren-
nung, Blasenbildung;
– Undichte Stellen;
– Nichtbeachtung der Anforderungen an den Einbau;
– Beschädigungen oder Deformation der Schlaucharmatur, die die Fe-
stigkeit der Armatur oder die Verbindung Schlauch / Armatur
mindern;
– Herauswandern des Schlauches aus der Armatur;
– Korrosion der Armatur, die die Funktion und Festigkeit mindern;
– Überschreiten der Lagerzeiten- und Verwendungsdauer.
8. Verwenden Sie beim Austausch von Schläuchen und Schlauchleitungen
nur Original - Ersatzteile.
9. Verlegen und montieren Sie Schläuche und Schlauchleitungen fachge-
recht. Verwechseln Sie die Anschlüsse nicht.

2.4.15 Sicherheitshinweise für Wartungsarbeiten an der


Maschine mit Hydro-Speichern
1. Alle Arbeiten an den Hydrospeichern dürfen nur von dafür ausgebildetem
Fachpersonal ausgeführt werden.
2. Unsachgemäßes Montieren und Handhaben von Hydrospeichern kann
schwere Unfälle verursachen.
3. Nehmen Sie keine beschädigten Hydrospeicher in Betrieb.
4. Vor Arbeiten an einem Hydrospeicher müssen Sie den Druck im Hydrau-
liksystem (Hydraulikanlage einschließlich Hydrauliktank) wie in dieser
Betriebsanleitung beschrieben abbauen.
5. Schweißen oder Löten Sie nicht am Hydrospeicher und führen Sie keine
mechanischen Arbeiten durch.
Der Hydrospeicher kann durch Hitzeeinwirkung beschädigt sowie durch
mechanische Bearbeitung zum Bersten gebracht werden. ES BESTEHT
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

EXPLOSIONSGEFAHR!
6. Befüllen Sie Hydrospeicher nur mit Stickstoff. Bei Verwendung von Sau-
erstoff oder Luft besteht EXPLOSIONSGEFAHR!
7. Der Speicherkörper kann im Betrieb heiß werden, es besteht Verbren-
nungsgefahr.
8. Neue Hydrospeicher müssen vor Inbetriebnahme mit dem für den
Einsatzzweck notwendigen Druck gefüllt sein.

2 - 25
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

9. Die Betriebsdaten (minimaler und maximaler Druck) sind auf Hydrospei-


chern dauerhaft gekennzeichnet. Sorgen Sie dafür, dass die Kennzeich-
nung sichtbar erhalten bleibt.

2.4.16 Überrollschutz (ROPS) und Steinschlagschutz


(FOPS)
Dieses sind Schutzvorrichtungen, die in der Fahrerkabine integriert sind.
Um eine Schwächung des Überroll- oder Steinschlagschutzes zu vermei-
den, einen Liebherr-Händler konsultieren, bevor irgendwelche Änderun-
gen vorgenommen werden.
– Keine Feuerlöscher, Erste-Hilfe Sätze, Scheinwerfer oder ähnliche
Gegenstände anbringen.
– Das Anschweißen von Befestigungsteilen oder das Bohren von Lö-
chern können die Struktur schwächen.
Für derartige Arbeiten wenden Sie sich an Ihren Liebherr-Händler.
1. Jede Änderung, die nicht ausdrücklich von Liebherr genehmigt ist, macht
die Zulassung des Überroll- bzw. Steinschlagschutzes ungültig.
– Beschädigungen der Struktur können auch durch einen Überrollunfall,
fallende Objekte usw. hervorgerufen werden.

2.4.17 Ausrüstungs- und Anbauteile

1. Ausrüstungsteile und Anbauteile fremder Fabrikate oder solche, die von


Liebherr nicht generell zum Ein- oder Anbau freigegeben worden sind,
dürfen ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von Liebherr nicht an
der Maschine ein- oder angebaut werden.
2. Liebherr sind hierzu die notwendigen technischen Unterlagen zur Verfü-
gung zu stellen.

2.4.18 Schutz vor Vibrationen

1. Die Schwingungsbelastung bei mobilen Baumaschinen ist hauptsächlich


das Resultat der Art und Weise ihrer Anwendung. Insbesondere die
folgenden Parameter haben einen maßgebenden Einfluss:
– Geländebedingungen: Unebenheiten und Schlaglöcher;
– Betriebstechniken: Geschwindigkeit, Lenkung, Bremsen, Steuerung
der Bedienelemente der Maschine beim Fahren sowie während des
Arbeitens.
2. Zu einem großen Anteil bestimmt der Maschinenführer die aktuellen
Schwingungsbelastungen, da er selbst die Geschwindigkeit, die Getrie-
beübersetzung, die Arbeitsweise und die Wegstrecke wählt. Hieraus
ergibt sich eine weite Palette verschiedener Schwingungsbelastungen für
den gleichen Maschinentyp.
3. Die Ganzkörpervibrationsbelastung für den Maschinenführer kann redu-
ziert werden, wenn folgende Empfehlungen beachtet werden:
– Wählen Sie die passende Maschine, Ausrüstungsteile und Zusatzge-
räte für die jeweilige Arbeitsaufgabe.
– Benutzen Sie eine Maschine, die mit einem geeigneten Sitz
ausgerüstet ist (d.h. für Erdbaumaschinen, z.B. Hydraulikbagger ei-
nen Sitz, welcher der EN ISO 7096 entspricht).

2 - 26
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

4. Halten Sie den Sitz instand und stellen Sie Ihn wie folgt ein:
– Die Einstellung des Sitzes und dessen Dämpfung sollte sich nach
dem Gewicht und der Größe des Bedieners richten.
– Prüfen Sie Dämpfung und Einstellungsmechanismen des Sitzes re-
gelmäßig und stellen Sie sicher, dass diese Eigenschaften des Sitzes
entsprechend den Vorgaben des Sitzherstellers erhalten bleiben.
5. Prüfen Sie den Wartungszustand der Maschine, insbesondere hinsicht-
lich: Reifendruck, Bremsen, Lenkung, mechanische Verbindungen usw.
6. Lenken, bremsen, beschleunigen und schalten Sie, sowie bewegen und
belasten Sie die Arbeitsausrüstungen der Maschine nicht ruckartig.
7. Passen Sie die Maschinengeschwindigkeit an die Wegstrecke an, um
die Vibrationsbelastung zu reduzieren:
– Drosseln Sie die Geschwindigkeit, wenn Sie unwegsames Gelände
befahren.
– Umfahren Sie Hindernisse und meiden Sie sehr unwegsames Gelän-
de.
8. Halten Sie die Eigenschaften des Geländes, auf dem die Maschine
arbeitet und fährt, in gutem Zustand:
– Beseitigen Sie große Steine und Hindernisse.
– Füllen Sie Rinnen und Löcher auf.
– Halten Sie zur Herstellung und Erhaltung von geeigneten Geländebe-
dingungen Maschinen bereit und kalkulieren Sie genügend Zeit ein.
9. Fahren Sie längere Distanzen (z.B. auf öffentlichen Straßen) mit ange-
messener (mittlerer) Geschwindigkeit.
10. Für Maschinen, bei denen das Fahren eine häufige Einsatzart ist, nutzen
Sie beim Fahren spezielle Zusatzsysteme (falls vorhanden), die für diese
Einsatzart eine Vibrationsreduzierung ermöglichen.
Falls solche Zusatzsysteme nicht vorhanden sind, regulieren Sie die
Geschwindigkeit, um ein "Aufschaukeln" der Maschine zu vermeiden.

2.4.19 Dieselmotor - Hinweise für Arbeiten am Com-


mon Rail System
1. Die Leitungen stehen beim laufendem Dieselmotor ständig unter einem
Kraftstoffdruck von bis zu 1.600 bar.
– Am Common Rail System bei laufendem Dieselmotor nie die Ver-
schraubungen der Kraftstoffhochdruckseite (Einspritzung von der
Hochdruckpumpe zum Rail, am Rail und am Zylinderkopf zum Injek-
tor) lösen.
2. Unter Druck austretender Kraftstoff kann die Haut des Menschen durch-
dringen und zu schweren Verletzungen führen. Durch Vernebelung des
Kraftstoffes besteht Brandgefahr.
– Nach Dieselmotorstopp mindestens eine Minute Wartezeit einhalten,
bis sich der Druck im Railsystem abgebaut hat.
– Aufenthalt in der Nähe des laufenden Dieselmotors vermeiden.
– Menschen mit Herzschrittmacher dürfen sich nicht näher als 20 cm
dem laufenden Dieselmotor nähern.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

– Spannungsführende Teile am elektrischen Anschluss der Injektoren


bei laufendem Dieselmotor nicht berühren.
3. Moderne Komponenten der Dieseleinspritzung bestehen heute aus hoch
präzisen Teilen, die extremen Belastungen ausgesetzt sind. Aufgrund
dieser hohen Präzisionstechnik ist bei allen Arbeiten am Kraftstoffsystem
auf größte Sauberkeit zu achten.

Schon Schmutzpartikel über 0,2 mm können zum Ausfall von Kompo-


nenten führen.

2 - 27
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

4. Deshalb sind vor Beginn der Arbeiten nachfolgend beschriebene Maß-


nahmen zwingend einzuhalten:
– Vor Arbeiten an der Reinseite der Kraftstoffanlage ist der Dieselmotor
und Dieselmotorraum zu reinigen (Dampfstrahlen), das Kraftstoffsy-
stem muss hierbei geschlossen sein.
– Sichtprüfung auf Undichtheiten bzw. Beschädigungen am Kraftstoffsy-
stem durchführen.
– Mit dem Dampfstrahler nicht direkt auf elektrische Bauteile sprühen,
bzw. Abdeckungen anbringen.
– Dieselmotor in einen sauberen Bereich der Werkstatt bringen, in dem
keine Arbeiten durchgeführt werden, durch welche Staub aufgewirbelt
werden kann (Schleif-, Schweißarbeiten, Bremsenreparaturen, Brems-
und Leistungsprüfungen usw.).
– Luftbewegungen (mögliche Staubaufwirbelungen durch das Starten
von Dieselmotoren, die Werkstattlüftung / Heizung, durch Zugluft
usw.) vermeiden.
– Der Bereich der noch geschlossenen Kraftstoffanlage ist mittels
Druckluft zu säubern und zu trocknen.
– Lose Schmutzpartikel wie Lackabsplitterungen und Dämmmaterial mit
geeigneter Absaugvorrichtung (Industriestaubsauger) entfernen.
– Bereiche des Dieselmotorraumes, von welchen sich Schmutzpartikel
lösen könnten, mit einer neuen und sauberen Abdeckfolie abhängen.
– Vor Beginn der Demontagearbeit sind die Hände zu waschen und es
ist ein frischer Arbeitsanzug anzuziehen.
5. Bei der Durchführung der Arbeiten sind nachfolgend beschriebene Maß-
nahmen zwingend einzuhalten:
– Nach dem Öffnen der reinseitigen Kraftstoffanlage ist das Verwenden
von Druckluft zum Reinigen nicht zugelassen.
– Loser Schmutz ist während der Montagearbeit mittels geeigneter
Absaugvorrichtung (Industriestaubsauger) zu entfernen.
– Es dürfen am Kraftstoffsystem nur flusenfreie Reinigungstücher ver-
wendet werden.
– Werkzeuge und Arbeitsmittel sind vor Beginn der Arbeiten zu reini-
gen.
– Es dürfen nur Werkzeuge verwendet werden, die keine
Beschädigungen aufweisen (gerissene Chrombeschichtungen).
– Beim Aus- und Einbau von Komponenten dürfen keine Materialien
wie Tücher, Karton oder Holz verwendet werden, da diese Partikel
und Fasern abscheiden können.
– Sollten beim Lösen von Anschlüssen Lackabsplitterungen entstehen
(durch eventuelle Überlackierungen), so sind diese Lacksplitter vor
dem endgültigen Lösen der Verschraubung sorgfältig zu entfernen.
– Alle ausgebauten Teile der reinseitigen Kraftstoffanlage sind an deren
Anschlussöffnungen sofort mit geeigneten Verschlusskappen zu ver-
schließen.
– Dieses Verschlussmaterial muss bis zur Verwendung staubdicht ver-
packt sein und ist nach einmaligem Gebrauch zu entsorgen.
– Anschließend sind die Bauteile sorgfältig in einem sauberen,
abgeschlossenen Behälter aufzubewahren.
– Für dies Bauteile nie gebrauchte Reinigungs- oder Prüfflüssigkeiten
verwenden.
– Neuteile dürfen erst unmittelbar vor der Verwendung aus der Origi-
nalverpackung entnommen werden.
– Arbeiten an ausgebauten Komponenten dürfen nur an einem dafür
ausgestatteten Arbeitsplatz durchgeführt werden.
– Falls ausgebaute Teile verschickt werden, immer die Originalverpak-
kung des Neuteils verwenden.

2 - 28
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder
2.4 Sicherheitsvorschriften

2.4.20 Sehen und gesehen werden

Sichtfeld
Sie als Maschinenführer nehmen die meisten Informationen für Ihre
Arbeit optisch wahr. Nur bei ausreichender Sicht während des Fahrens
und Arbeitens können Sie mögliche Gefährdungen für sich und andere
minimieren.

Da nicht auf alle Bereiche in der Umgebung direkte Sicht besteht, sind
Sichthilfen (wie z.B. Spiegel und Kameras) an der Maschine abgebracht.
Diese Sichthilfen sind für die nicht direkt einsehbaren Bereiche rund um
die Maschine zu nutzen.

Gefahr Einige Anbauten und Ausrüstungen können die Sicht des Maschinenfüh-
rers einschränken.
Achten Sie auf Sichtfeldeinschränkungen und tote Winkel.
Lassen Sie sich von einem Einweiser helfen, wenn erforderlich.

Nationale Vorschriften zur Handhabung der Sicht in der Fahrerkabine


sind zu beachten. Für Länder des Europäischen Wirtschaftsraums be-
schreibt die Norm ISO 5006:2006 Mess- und Beurteilungsmethoden für
das Sichtfeld des Maschinenführers. Das Sichtfeld wird hierbei mit Stan-
dardausstattung getestet. Änderungen an der Maschine, wie z.B. An-
oder Umbau von Komponenten, dürfen das Sichtfeld nicht beeinträchti-
gen. Wenn Änderungen das Sichtfeld beeinträchtigen, muss ein Test
gemäß ISO 5006:2006 oder den am Einsatzort geltenden Vorschriften
durchgeführt werden. Entsprechende Maßnahmen sind abhängig vom
Testergebnis zu treffen. Der Maschinenführer muss über die Änderungen
informiert werden.

Maßnahmen vor und während des Betriebs

1. Sicherstellen, dass Personen mit dem Maschinenführer Kontakt aufneh-


men, bevor sie sich der Maschine nähern.
2. Sichthilfen auf Funktion, Sauberkeit und richtige Einstellung überprüfen.
3. Sichthilfen so einstellen, dass eine bestmögliche Rundumsicht gewährlei-
stet ist.
4. Sichthilfen und Scheiben der Fahrerkabine umgehend reinigen, wenn
Schutz die Sicht beeinträchtigt.
5. Defekt Sichthilfen umgehend reparieren oder ersetzen lassen.
6. Sonnenblenden nicht verwenden, wenn sie die Sicht einschränken.
7. Stets die Umgebung beobachten, um potenzielle Gefahren rechtzeitig zu
erkennen.
8. Rückwärtsfahren möglichst meiden.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

9. Direkte Sicht bevorzugen: die Arbeit so planen, dass die Sicht auf den
Arbeitsbereich nicht durch Hindernisse eingeschränkt wird.
10. Bei Tätigkeiten mit eingeschränkter Sicht oder defekten Sichthilfen
grundsätzlich mit einem Einweiser arbeiten. Handzeichen vereinbaren,
bei schwierigen Aufgaben zusätzlich Sprechkontakt herstellen (z.B. über
Funk).
11. Beleuchtung bei schlechten Sichtverhältnissen und entsprechend den
gültigen Vorschriften benutzen.

2 - 29
2. Sicherheitsvorschriften, Schilder

NOTIZEN:

2 - 30
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienele-
mente
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

3-1
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

3.1.1 Fahrerkabine

Innenansicht - Fahrerkabine

1 Fahrhebel 2.2 Taster Schnittwinkel- 6 Startpult


1.1 Geschwindigkeitsreduzier-Pe- -verstellung (Sonder 7 Drehzahlregler
dal (PR724-PR734 / -ausrüstung ab PR 754) 8 Bedienelemente Heizung / Kli-
Sonderausrüstung) 3 Sicherheitshebel maanlage
2 Schildverstellhebel 4 Heckaufreißerbedienhebel 9 Ausströmdüsen der Heizung
2.1 Taster Schildfreigabe 5 Instrumentenpult vorne 10 Innenbeleuchtung

3-2
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

Innenansicht - Fahrerkabine

11 Fahrersitz 17 Scheibenwischer Heckscheibe 23 Scheinwerfer vorne


12 Armlehnen 18 Scheibenwischer Türen 24 Scheinwerfer hinten
13 Sicherheitsgurt 19 Innenspiegel 25 Scheibenverriegelung
14 Ablagefach Betriebsanleitung 20 Aschenbecher 26 Ablagebox
15 Sonnenrollo 21 Türverriegelung
16 Scheibenwischer Frontscheibe 22 Türfeststeller
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

3-3
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

3.1.2 Kontrollelemente am Fahrerstand

Kontrollelemente am Instrumentenpult

30 LC Anzeige
Zeigt:
– die Fahrgeschwindigkeit,
– die Dieselmotordrehzahl,
– die Servicecodes,
– den Abschleppmodus,
– den Befüllmodus an.

Bei einem Fehler stellt die LC - Anzeige die Drehzahlanzeige auf den
Servicecode um.
– Bei Aufleuchten eines Servicecodes ist die Maschine ordnungsgemäß
außer Betrieb zu setzen und wieder in Betrieb zu nehmen. Ver-
schwindet der Servicecode in der LC - Anzeige nicht, ist umgehend
der Liebherr-Kundendienst zu verständigen.
– Die LC - Anzeige ist bei eingeschalteter Zündung deaktiviert. Durch
nach unten Legen des Sicherheitshebels bzw. durch Starten des
Dieselmotors wird die LC - Anzeige aktiviert.

3-4
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

LC - Anzeige / Fahrgeschwindigkeit - Drehzahl

1 Anzeige der Fahrgeschwindig-


keit in km/h
2 Drehzahlanzeige

LC - Anzeige Servicecodes

3 Anzeige Servicecode

Bei Auftreten eines Servicecodes verschwindet die Anzeige der Ge-


schwindigkeitsstufe und der Drehzahl.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

LC - Anzeige Abschleppmodus

4 Anzeige Abschleppmodus
"TOWING"

Im Abschleppmodus erscheint in der LC-Anzeige "TOWING".

3-5
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

31 Warnleuchte Fahrerkabine
Warnleuchte leuchtet / blinkt:
– bei erhöhter Dieselmotor - Kühlmitteltemperatur
– bei Abfall des Dieselmotor - Öldrucks
– bei Abfall des Pumpenspeisedrucks
– bei Startschalter - Kontaktstellung solange der Dieselmotor nicht läuft
Bei Aufleuchten der Warnleuchte - Fahrerkabine, Dieselmotor abstellen
und Ursache beheben.

33 Kühlmitteltemperaturanzeige
Zeigt die Kühlmitteltemperatur des Dieselmotors an.
Liegt die Temperatur des Kühlmittels ständig über 100°C, Dieselmotor
abstellen und Ursache beheben (z.B. Kühler reinigen, Kühlmittel auffül-
len, undichte Stellen oder Wasserpumpe überprüfen).

34 Kraftstoffanzeige
Zeigt den Inhalt des Dieselkraftstofftankes an.
Zur Verringerung der Kondensation im Tank Kraftstoffniveau immer mög-
lichst hoch halten.

35 Betriebsstundenzähler
Zeigt die Betriebsstunden an.
Der Betriebsstundenzähler dient als Grundlage für die zeitliche
Einhaltung des Inspektionsplanes.

Kontrollleuchten

40 Kontrollleuchte Batterieaufladung
Leuchtenfarbe: rot
Erlischt nach dem Starten des Dieselmotors.
– Leuchtet z.B. bei Riss des Keilriemens Lichtmaschine.
Dieselmotor bei Aufleuchten der Kontrollleuchte abstellen und Ursache
beheben.

3-6
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

41 Kontrollleuchte Pumpenspeisedruck
Leuchtenfarbe: rot
– Leuchtet bei Abfall des Pumpenspeisedrucks.
Dieselmotor bei Aufleuchten der Kontrollleuchte sofort abstellen und
Ursache beheben.

42 Kontrollleuchte Lüftersteuerung
Leuchtenfarbe: rot
– Blinkt ab 80°C Ladelufttemperatur
Dieselmotor sofort abstellen und Ursache beheben.
– Leuchtet ab 86°C Ladelufttemperatur
Dieselmotor bei Aufleuchten der Kontrollleuchte sofort abstellen und
Ursache beheben. Erlischt die Kontrollleuchte nicht bzw. leuchtet diese
neuerlich auf, muss der Liebherr Kundendienst verständigt werden.

– Blinkt ab 96°C Hydrauliköltemperatur


Maschine abstellen und Hydraulikölkühler Reinigung durchführen.
– Leuchtet ab 101°C Hydrauliköltemperatur.
Dieselmotor bei Aufleuchten der Kontrollleuchte sofort abstellen und
Ursache beheben. Erlischt die Kontrollleuchte nicht bzw. leuchtet diese
neuerlich auf, muss der Liebherr Kundendienst verständigt werden.

– Blinkt ab 100°C Kühlmitteltemperatur


Maschine abstellen und Ursache beheben (z.B. Kühler reinigen, Kühlmit-
tel auffüllen, undichte Stellen oder Wasserpumpe überprüfen).
– Leuchtet ab 105°C Kühlmitteltemperatur
Dieselmotor bei Aufleuchten der Kontrollleuchte sofort abstellen und
Ursache beheben. Erlischt die Kontrollleuchte nicht bzw. leuchtet diese
neuerlich auf, muss der Liebherr Kundendienst verständigt werden.

43 Kontrollleuchte Elektronik
Leuchtenfarbe: rot
– Leuchtet bei Störungen der elektronischen Anlage.
Zusätzlich wird ein Servicecode in der LCD-Anzeige ausgegeben. Je
nach aufgetretenem Fehler wird die Maschine in den Notbetrieb geschal-
ten und der Fahrantrieb gestoppt.
Bei Aufleuchten Maschine abstellen und wieder ordnungsgemäß in Be-
trieb nehmen. Erlischt die Kontrollleuchte nicht bzw. leuchtet diese
neuerlich auf, muss der Liebherr Kundendienst verständigt werden.

– Blinkt bei Auftreten eines Fehlers im Fahrbetrieb.


In der LCD-Anzeige wird ein Servicecode ausgegeben. Je nach aufge-
tretenem Fehler wird die Maschine in den Notbetrieb geschalten, die
Maschine ist dadurch nur eingeschränkt betriebsbereit.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Die Maschine kann zwischenzeitlich weiterbetrieben werden. Der Lieb-


herr Kundendienst ist zu verständigen.

– Blinkt bei Ausfall des Geschwindigkeits-Reduzierpedals.


Bei Ausfall des Geschwindigkeits-Reduzierpedals blinkt die Kontrollleuch-
te Elektronik sowie die Warnleuchte Fahrerkabine.
Die Maschine kann zwischenzeitlich weiterbetrieben werden. Der
Liebherr Kundendienst ist zu verständigen und das Geschwindigkeits-
Reduzierpedal ist umgehend zu reparieren.

3-7
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

44 Kontrollleuchte Hydrauliköl-Temperatur
Leuchtenfarbe: rot
– Leuchtet bei zu hoher Hydrauliköl-Temperatur.
Bei Aufleuchten der Kontrollleuchte Maschine abstellen.
Hydraulikölkühler-Reinigung durchführen.

45 Kontrollleuchte Fahrgetriebe - Gleitringraum links


Leuchtenfarbe: rot
– Leuchtet bei zu niedrigem Gleitringraum - Ölstand.
– Leuchtet bei Startschlüssel - Kontaktstellung für ca. 3 sek. auf
(Selbstprüfung).
Bei Aufleuchten der Kontrollleuchte Maschine abstellen, Fahrgetriebe im
Außenbereich auf Undichtheiten kontrollieren.
Liebherr Kundendienst verständigen.
– Für zwischenzeitlichen Weiterbetrieb, Ölstand auf Normalmaß brin-
gen.

46 Kontrollleuchte Fahrgetriebe - Gleitringraum rechts


Leuchtenfarbe: rot
– Leuchtet bei zu niedrigem Gleitringraum - Ölstand.
– Leuchtet bei Startschlüssel - Kontaktstellung für ca. 3 sek. auf
(Selbstprüfung).
Bei Aufleuchten der Kontrollleuchte Maschine abstellen, Fahrgetriebe im
Außenbereich auf Undichtheiten kontrollieren.
Liebherr Kundendienst verständigen.
– Für zwischenzeitlichen Weiterbetrieb, Ölstand auf Normalmaß brin-
gen.

47 Kontrollleuchte Vorglühanlage
Leuchtenfarbe: gelb
– Leuchtet bei Startschlüssel - Vorglühstellung max. 20 sek. auf.
– Blinkt bei Startbereitschaft des Dieselmotors.
Die Vorglühzeit ist abhängig von der Kühlmittel- und Ladelufttemperatur
und kann von 1 sek. bis max. 20 sek. betragen.
Nach dem Erlöschen der Kontrollleuchte, kann der Dieselmotor durch
Weiterdrehen des Startschlüssels auf Anlassstellung gestartet werden.

48 Kontrollleuchte Feststellbremse
Leuchtenfarbe: gelb
– Leuchtet bei eingefallener Feststellbremse.
– Leuchtet bei nach oben gelegtem Sicherheitshebel.
– Leuchtet bei Abfall des Speisedruckes.

3-8
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

49 Kontrollleuchte Luftfilterverschmutzung
Leuchtenfarbe: gelb
– Leuchtet bei stark verschmutztem Luftfilter auf.
Luftfilter Wartung durchführen.

50 Kontrollleuchte Rücklauffilter
Leuchtenfarbe: gelb
– Leuchtet bei verschmutztem Hydrauliköl - Rücklauffiltereinsatz auf.
(Hydrauliköl in betriebswarmen Zustand)
Hydrauliköl - Rücklauffiltereinsatz Wartung durchführen.

51 Kontrollleuchte Schildfreigabe
Leuchtenfarbe: gelb
– Leuchtet bei vorgewählter Schildfreigabe.

54 Kontrollleuchte Dieselmotor-Störung
Leuchtenfarbe: rot
– Leuchtet bei Störungen des Dieselmotors.
Gleichzeitig wird am Display ein Servicecode im Bereich von ER-8xxx
angezeigt.
Bei Aufleuchten Maschine abstellen und wieder ordnungsgemäß in Be-
trieb nehmen. Erlischt die Kontrollleuchte nicht bzw. leuchtet diese neu-
erlich auf, muss der Liebherr Kundendienst verständigt werden.
! Die Maschine zwischenzeitlich nicht mehr in Betrieb nehmen.
Fehlercode ER-8002 weist auf einen zu geringen Motoröldruck hin.
– Dieselmotor sofort abstellen und Ursache beheben.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Warnsummer

62 Warnsummer
Warnsummer ertönt:
– bei erhöhter Dieselmotor - Kühlmitteltemperatur,
– bei Abfall des Dieselmotor - Öldrucks,
– bei Abfall des Pumpenspeisedrucks,

3-9
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

– bei Startschalter - Kontaktstellung für ca. 1-2 sek. (Selbsttest -


Warnsummer)
Bei Ertönen des Warnsummers, Dieselmotor abstellen und Ursache
beheben.

71 Kontrollleuchte Kraftstoffwasserabscheider
Leuchtenfarbe: gelb
– Leuchtet bei zu hohem Wasseranteil im Kraftstoffwasserabscheider -
Wasserabscheider Wartung durchführen!
Ein Fehlercode (ER-80xx) wird in der LC - Anzeige angezeigt.

3.1.3 Bedienelemente am Fahrerstand

Hupe - Taster

52 Hupe - Taster
– Die Hupe wird durch Drücken aktiviert.

Scrolltaste

3 - 10
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

53 Scrolltaste
– Durch Drücken der Scrolltaste können bei Startschlüssel in Kontakt-
stellung, die Servicecodes abgerufen werden. Die Servicecodes wer-
den in der LC - Anzeige angezeigt. Im Display werden maximal 10
Servicecodes angezeigt. Der aktuelle Servicecode verschiebt den
Vorhergehenden um einen Platz nach hinten. Nach 30 Sekunden
stellt sich die Anzeige automatisch auf Standardanzeige (Geschwin-
digkeitsstufe / Drehzahl) um, bzw. kann durch 3 sek. langes Drücken
der Scrolltaste manuell auf Standardanzeige umgeschaltet werden.

Dachkonsole rechts

55 Schalter Scheibenwischer vorne


ein - ausschalten

56 Schalter Scheibenwischer hinten


ein - ausschalten

57 Schalter Scheibenwischer Türe links


ein - ausschalten

58 Schalter Scheibenwischer Türe rechts


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

ein - ausschalten

59 Schalter Scheibenwischer- Intervall/ Waschanlage


Stufe 1: Dauerwischen

3 - 11
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

– Der mit den Schaltern 55, 56, 57 und 58 eingeschaltete Scheibenwi-


scher wird von Intervallwischen auf Dauerwischen umgeschaltet.
Stufe 2: Taster Scheibenwaschanlage und Trockenwischen

Startschalter

60 Startschalter

"STOP" - Stellung

Kontaktstellung

Anlassstellung

Parkstellung

Not - Aus Taster

3 - 12
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

61 Not - Aus Taster


– Durch Drücken des Not-Aus Taster hält die Maschine sofort an.
Die Arbeitsausrüstung kann weiterhin betätigt werden.

Dachkonsole rechts

62 Schalter Scheinwerfer Hubzylinder


ein- ausschalten
Nach Betätigung des Schalters leuchten - erlöschen die Scheinwerfer an
den Hubzylindern.

63 Drehregler Scheibenwischer Intervallschaltung


– Mit dem Drehregler wird der Zeitabstand beim Intervallwischen gere-
gelt (3-Stufenschaltung).

64 Schalter Scheinwerfer vorne


ein - ausschalten
Nach Betätigung des Schalters leuchten - erlöschen die Scheinwerfer an
der Fahrerkabine vorne.

65 Schalter Scheinwerfer hinten


ein - ausschalten
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Nach Betätigung des Schalters leuchten - erlöschen die Scheinwerfer an


der Fahrerkabine hinten.

3 - 13
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

Dachkonsole links

66 Klimahauptschalter
– Die Klimaanlage wird durch Drücken ein- / ausgeschaltet.

67 Bedienung Heizung / Klimaanlage


– Anordnung der Bedienelemente. Bedienung siehe Abschnitt "Heizung,
Lüftung" bzw. "Klimaanlage".

68 Radio
– Die Bedienung des Radios ist der separaten Radio- Bedienungsanlei-
tung zu entnehmen.

Steckdose

69 Steckdose 12 V
– Die 12 V Steckdose ist links vom Fahrersitz in der Ablagebox einge-
baut.
– Über die eingebaute 12 V Steckdose können Zusatzgeräte (max.
Belastung 10A) angeschlossen werden.
– Nur bei Startschlüssel - Kontaktstellung verwendbar.

3 - 14
3. Bedienung, Betrieb
3.1 Anordnung der Kontroll- und Bedienelemente

Taster Abschleppmodus

70 Taster Abschleppmodus
– Zum Aktivieren des Abschleppmodus.

3.1.4 Hydrauliköl-Temperaturanzeige
(Sonderausrüstung)

Anzeige - Hydrauliköltemperatur

36 Hydrauliköl-Temperaturanzeige
– Zeigt die Hydrauliköltemperatur der Maschine an.
Liegt die Öltemperatur der Maschine ständig über 95°C, Dieselmotor
abstellen und Ursache beheben (zB. Ölkühler reinigen).

3.1.5 Hydraulikölstandskontrolle
(Sonderausrüstung)
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Die Hydraulikölstandskontrolle überwacht elektronisch den Hydrauliköl-


stand.

3 - 15
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Kontrollleuchte - Hydraulikölstand
Leuchtenfarbe: rot
– Leuchtet bei zu niedrigem Hydraulikölstand. Zusätzlich leuchtet die
Warnleuchte Fahrerkabine.
Bei Aufleuchten der Kontrollleuchte, den Dieselmotor sofort abzustellen
und die Ursache beheben.
– Hydraulikanlage auf Undichtheiten kontrollieren.
Die elektrische Anlage der Hydraulikölstandskontrolle ist über die Siche-
rung F29 abgesichert.

Sicherung Wert Einheit Benennung / Funktion


F 29 3 A Hydraulikölstandskontrolle (SA)

3.2 Bedienung

3.2.1 Einstieg

Betreten und Verlassen der Die Maschine ist grundsätzlich an den dafür vorgesehenen Aufstiegshil-
Fahrerkabine fen zu betreten und zu verlassen.
Die Trittstege und Ketten sind vor dem Betreten zu reinigen.
Die Fahrerkabine ist grundsätzlich durch die linke Fahrerkabinentür zu
betreten und zu verlassen.
Machen Sie sich mit dem Notausstieg durch die rechte Fahrerkabinentür
vertraut.
Siehe im Abschnitt "Notausstieg".

Betreten und Verlassen der Fahrerkabine

3 - 16
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Achtung Verletzungsgefahr durch Sturz oder Abspringen von der Maschine!


! Verwenden Sie die zum Auf- und Absteigen vorgesehenen Tritte,
Leitern und Handläufe.
! Springen Sie nie von der Maschine ab.

Achtung Verletzungsgefahr durch unbeabsichtigte Bewegungen der Maschine!


! Beim Auf- und Absteigen nicht am Sicherheitshebel oder an den
Bedienungshebeln festhalten.

• Die Maschine über den linken Einstieg betreten.

3.2.2 Notausstieg
Die Fahrerkabine ist grundsätzlich durch die linke Fahrerkabinentür zu
betreten und zu verlassen.

Notausstieg

Verlassen der Fahrerkabine Die rechte Fahrerkabinentür ist als Notausstieg vorgesehen und deshalb
durch den Notausstieg nur in Notsituationen zu benützen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Fahrerkabinentür rechts öffnen

• Vor Inbetriebnahme der Maschine prüfen, ob die Fahrerkabine durch


die rechte Fahrerkabinentür von innen ungehindert verlassen werden
kann.
• Öffnen der Fahrerkabinentür: dazu den Hebel am Türschloss nach
oben drücken.

3 - 17
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Sicherheitshebel oben

• Vor Verlassen der Fahrerkabine den Sicherheitshebel 1 nach oben


stellen.
– Die Kontrollleuchte Fahrwerksbremse muss aufleuchten.

3.2.3 Türverriegelung
Die Fahrerkabinentüren werden in geschlossener Stellung durch die
Türverriegelung gehalten.

Fahrerkabinentür öffnen

Fahrerkabinentür von innen • Hebel 1 am Türschloss nach oben drücken.


öffnen
Türfeststeller
Vollständig geöffnete Fahrerkabinentüren werden in dieser Stellung
durch den Türfeststeller 1 gehalten.

Türfeststeller entriegeln

3 - 18
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

• Türfeststeller entriegeln: Hebel 1 nach unten drücken.

3.2.4 Fahrersitz

Fahrersitz - Hauptbauteile und Verstellelemente

1 Armlehne 7 Drehknopf - Sitzfederung


2 Verstellung - Armlehne 8 Hebel - Neigungseinstellung
3 Rückenlehne vorne
4 Sicherheitsgurt 9 Hebel - Neigungsstellung hin-
5 Hebel - Horizontalverstellung ten
6 Hebel - Verstellung - Rücken- 10 Sitzfläche
lehne

Individuelle Einstellung für ergonomische Sitzposition


Durch die individuelle Einstellung des Fahrersitzes wird dem Fahrer ein
größtmöglicher Sitzkomfort geboten.

Einstellung horizontal Die Einstellung vorwärts oder rückwärts, erfolgt mit Hebel 5 vorne am
Fahrersitz.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Einstellung - horizontal

5 Hebel - Horizontalverstellung

• Hebel 5 in Pfeilrichtung ziehen.

3 - 19
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

• Fahrersitz horizontal verstellen und Hebel loslassen.

Neigung der Sitzfläche Die Einstellung erfolgt mit Hebel 8 und Hebel 9 auf der rechten Vorder-
seite des Fahrersitzes.

Einstellung - Sitzfläche, Sitzhöhe

8 Hebel - Neigungseinstellung
hinten
9 Hebel - Neigungseinstellung
vorne

• Neigungseinstellung hinten: Hebel 8 in Pfeilrichtung anheben, Neigung


einstellen und Hebel loslassen.
• Neigungseinstellung vorne: Hebel 9 in Pfeilrichtung anheben, Neigung
einstellen und Hebel loslassen.

Einstellung der Sitzhöhe Die Einstellung erfolgt mit Hebel 8 und Hebel 9 auf der rechten Seite
des Fahrersitzes.
• Hebel 8 und Hebel 9 gleichzeitig anheben.
• Sitz in die gewünschte Höhe bringen und beide Hebel loslassen.

Einstellung der Rückenlehne Die Neigung der Rückenlehne wird mit Hebel 3 auf der linken Seite des
Fahrersitzes eingestellt.

Einstellung - Rückenlehne

3 Hebel - Verstellung - Rücken-


lehne

3 - 20
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

• Hebel 3 anheben.
• Rückenlehne in die gewünschte Neigung bringen und Hebel loslassen.

Einstellung der Sitzfederung Die Sitzfederung kann individuell auf das Körpergewicht des Fahrers ein-
gestellt werden.
Die Einstellung erfolgt mit einem Drehknopf an der Vorderseite des
Fahrersitzes.
Die Angaben am Drehknopf zeigen das eingestellte Körpergewicht in kg.

Einstellung - Sitzfederung

7 Drehknopf - Sitzfederung

• Das entsprechende Körpergewicht mit dem Drehknopf 7 einstellen.

3.2.5 Fahrersitz luftgefedert


(Sonderausstattung)

Fahrersitz - Hauptbauteile und Verstellelemente


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

1 Armlehne 7 Hebel - Neigungseinstellung


2 Verstellung - Armlehne vorne
3 Rückenlehne 8 Hebel - Neigungsstellung hin-
4 Sicherheitsgurt ten
5 Hebel - Horizontalverstellung 9 Taste - Sitzfederung
6 Hebel - Verstellung - Rücken- 10 Tasten - Lendenwirbelstütze
lehne 11 Sitzfläche

3 - 21
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Individuelle Einstellung für ergonomische Sitzposition


Durch die individuelle Einstellung des Fahrersitzes wird dem Fahrer ein
größtmöglicher Sitzkomfort geboten.

Einstellung horizontal Die Einstellung vorwärts oder rückwärts, erfolgt mit Hebel 5 vorne am
Fahrersitz.

Einstellung - horizontal

5 Hebel - Horizontalverstellung

• Hebel 5 in Pfeilrichtung ziehen.


• Fahrersitz horizontal verstellen und Hebel loslassen.

Neigung der Sitzfläche Die Einstellung erfolgt mit Hebel 7 und Hebel 8 auf der rechten Vorder-
seite des Fahrersitzes.

Einstellung - Sitzfläche, Sitzhöhe

7 Hebel - Neigungseinstellung
hinten
8 Hebel - Neigungseinstellung
vorne

• Neigungseinstellung hinten: Hebel 7 in Pfeilrichtung anheben, Neigung


einstellen und Hebel loslassen.
• Neigungseinstellung vorne: Hebel 8 in Pfeilrichtung anheben, Neigung
einstellen und Hebel loslassen.

3 - 22
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Einstellung der Sitzhöhe Die Einstellung erfolgt mit Hebel 7 und Hebel 8 auf der rechten Seite
des Fahrersitzes.
• Hebel 7 und Hebel 8 gleichzeitig anheben.
• Sitz in die gewünschte Höhe bringen und beide Hebel loslassen.

Einstellung der Rückenlehne Die Neigung der Rückenlehne wird mit Hebel 6 auf der linken Seite des
Fahrersitzes eingestellt.

Einstellung - Rückenlehne

6 Hebel - Verstellung - Rücken-


lehne

• Hebel 6 anheben.
• Rückenlehne in die gewünschte Neigung bringen und Hebel loslassen.

Einstellung der Sitzfederung Die Sitzfederung kann individuell auf das Körpergewicht des Fahrers ein-
gestellt werden.
Die Einstellung erfolgt mit dem Taster an der Vorderseite des Fahrersit-
zes.
Taste in Richtung "+" bzw. "-" betätigen bis die gewünschte Sitzfederung
eingestellt ist.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Einstellung - Sitzfederung

9 Taste - Sitzfederung

• Das entsprechende Körpergewicht mit dem Taster 9 einstellen.

3 - 23
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Einstellung der Lendenwirbel- Die Lendenwirbelstützen in der Rückenlehne können individuell einge-
stütze stellt werden. In der Rückenlehne befinden sich zwei
Lendenwirbelstützen: Eine im oberen und eine im unteren Bereich der
Rückenlehne.
Die Einstellung erfolgt über die Tasten 1 und 2.

Einstellung - Lendenwirbelstütze

• Mit den Tasten 1 und 2 die Lendenwirbelstützen individuell einstellen.

3.2.6 Schwingungsdämpfung
Der eingebaute Sitz entspricht der ISO 7096.

Bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Maschine sind die Werte der


vom Fahrersitz übertragenen Schwingungsbelastung kleiner oder gleich
der Prüf-Erregerschwingung der entsprechenden Maschinenklasse ge-
mäß ISO 7096.

Die Werte der Vibrationsbeschleunigungen azw, gemessen nach ISO


2631-1, erfüllen somit die Forderungen nach Schutz vor Ganzkörpervi-
bration nach EN 474-1.

3.2.7 Sicherheitsgurt

Einhaltung der Sicherheitsaspekte


Die Fahrerkabine der Maschine ist mit einem Überrollschutz - ROPS
ausgestattet.
Der Überrollschutz - ROPS hat nur dann für den Fahrer eine Sicher-
heitswirkung, wenn auch der Sicherheitsgurt angelegt ist.
In diesem Abschnitt sind die Sicherheitsaspekte für das Tragen des
Sicherheitsgurtes beschrieben.

3 - 24
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Gurtenpflicht

Achtung Verletzungsgefahr durch nicht angelegten Sicherheitsgurt! Bei abruptem


Abbremsen bzw. Stoppen der Maschine, kann ein nicht angelegter Si-
cherheitsgurt einen Unfall mit schweren Verletzungen zur Folge haben!
! Vor Inbetriebnahme der Maschine unbedingt den Sicherheitsgurt an-
legen.

Gefahr Verletzungsgefahr durch nicht angelegten Sicherheitsgurt! Beim


Umkippen bzw. Überrollen der Maschine, kann ein nicht angelegter
Sicherheitsgurt einen Unfall mit tödlichen Verletzungen zur Folge haben!
! Vor Inbetriebnahme der Maschine unbedingt den Sicherheitsgurt an-
legen.

• Zur Gewährleistung der Sicherheit: Zustand, Funktion und Befestigung


des Gurtes regelmäßig überprüfen und schadhafte Teile unverzüglich
erneuern.
• Der Sicherheitsgurt darf nicht verdreht getragen werden.

Anlegen des Sicherheitsgurtes Der Sicherheitsgurt ist ein Automatikgurt. Ein Einstellen der Gurtenlänge
ist nicht erforderlich.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Gurte anlegen

• Gurtenschnalle mit der rechten Hand festhalten und den Gurt langsam
aus der Rollenhalterung ziehen.
HINWEIS: Beim schnellen Herausziehen blockiert die Rollenhalterung
den Gurt.

3 - 25
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Gurt schließen

• Das Schnappschloss mit der linken Hand festhalten und den Gurt in
Beckenhöhe über den Körper ziehen.
• Die Gurtenschnalle in das Schnappschloss stecken und durch Ziehen
an der Gurtenschnalle überprüfen, ob das Schnappschloss eingerastet
ist.

Gurt entriegeln

Entriegeln des Sicherheitsgur- • Sicherheitsgurt entriegeln: dazu die Verriegelung am Schnappschloss


tes mit dem Daumen nach unten drücken.

Einstellung der Armlehne Die Höhe und Neigung der Armlehne können individuell eingestellt wer-
den.
• Einstellung: Griff 1 lockern, Höhe und Neigung einstellen und fixieren.

3.2.8 Armlehnen
Die Höhe und die horizontale Lage der Armlehne kann individuell einge-
stellt werden.

3 - 26
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Einstellung - Armlehne

• Höhe einstellen: Griff 1 lockern, Höhe und horizontale Lage einstellen


und fixieren.
• Neigung einstellen: Griff 2 lockern, Neigung einstellen und fixieren.

3.2.9 Heizung, Lüftung


Die Fahrerkabine ist mit einer Warmwasser-Heizung ausgestattet. Die
Fahrerkabine kann optional auch mit einer Klimaanlage ausgestattet
sein.

Sperrventile
Die Beheizung der Fahrerkabine ist nur bei Betriebstemperatur des
Dieselmotors und geöffneten Sperrventilen 1 möglich.
– Die Sperrventile sind vorne links und rechts am Dieselmotor angeord-
net.

Heizung ein-/ausschalten Bedienungselemente der Heizung:


1 - Drehschalter - Gebläse
2 - Drehregler Temperatur
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

3 - 27
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Heizungsbedienelemente
Stellen sie sicher dass:
– die elektrische Anlage der Maschine eingeschaltet ist,
– die Ausströmdüsen für den gewünschten Luftstrom geöffnet sind. z.B.
zum Körper, zur Frontscheibe, zur Heckscheibe.
• Heizung einschalten: Drehschalter 1 auf Stufe 1 schalten. Der Luft-
strom wird über Ausströmdüsen in die Fahrerkabine geblasen.

Temperaturregler
Die Temperatur-Regelung erfolgt stufenlos: Drehregler 2 im Uhrzeiger-
sinn drehen ist warm, im Gegenuhrzeigersinn ist kalt
• Temperatur regeln: Drehregler 2 in die gewünschte Richtung drehen.

Gebläse regeln Mit dem Drehschalter 1 für Gebläse wird das Gebläse ein- oder
ausgeschalten.

Gebläse - Drehschalter
Gebläsestufen:
Stufe 0 - Stellung - AUS
Stufe 1 - schwacher Luftstrom

3 - 28
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Stufe 2 - mittlerer Luftstrom


Stufe 3 - starker Luftstrom
• Drehschalter 1 auf die gewünschte Stufe schalten.
Der Luftstrom wird über Ausströmdüsen in die Fahrerkabine geblasen.

3.2.10 Klimaanlage
Um die Funktion der Klimaanlage auf Dauer zu gewährleisten, wird
empfohlen, die Klimaanlage alle 14 Tage einmal in Betrieb zu nehmen.
Beim Betrieb der Klimaanlage wird auch der Wellendichtring im Kälte-
kompressor geschmiert. Dadurch wird ein Entweichen des Kältemittels
aus dem Kältekompressor vermieden.
An feuchtkühlen Tagen kann die Klimaanlage die Kabinenluft entfeuch-
ten.
Man erreicht damit ein angenehmeres Kabinenklima und verhindert das
Beschlagen der Fenster.

Dieselmotor starten

Klimaanlage einschalten Die Klimaanlage arbeitet nur bei laufendem Dieselmotor.


• Dieselmotor starten.

Klimahauptschalter
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

• Klimahauptschalter im Instrumentenpult drücken.

3 - 29
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Gebläse - Drehschalter

• Den Gebläseschalter 1 mindestens auf Stufe 1 stellen.

Temperaturregler

• Mit dem Drehregler 2 die gewünschte Klimatemperatur wählen.


Durch Drehen des Drehreglers im Gegenuhrzeigersinn sinkt die Tempe-
ratur in der Fahrerkabine.
Durch den integrierten Vereisungsschutz kann ein Vereisen des Ver-
dampfers ausgeschlossen werden.

Klimaanlage volle Leistung

Klimaanlage volle Leistung Die größte Abkühlung in der Kabine wird erreicht:
• Drehregler 2 im Gegenuhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
• Höchste Gebläsestufe einstellen.
• Fenster schließen.

3 - 30
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

3.2.11 Schiebefenster
Die in der Fahrerkabine eingebauten Schiebefenster, können durch
Ziehen am Griff geöffnet und in mehreren Stellungen arretiert werden.

Schiebefenster öffnen/schließen

• Druckknopf 1 am Fenstergriff drücken und das Schiebefenster in die


gewünschte Position bringen.

3.2.12 Kabineninnenbeleuchtung - Leseleuchte

Beleuchtung ein-/ausschalten Die Innenbeleuchtung und die Leseleuchte sind im Fahrerkabinendach


angeordnet.

Innenbeleuchtung-Leseleuchte

• Innenbeleuchtung: Schalter 1 ein- bzw. ausschalten.


• Leseleuchte: Schalter 2 ein- bzw. ausschalten.

3.2.13 Innenspiegel
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Einstellung des Spiegels Die Fahrerkabine ist mit einem Innenspiegel ausgestattet.

3 - 31
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Einstellung - Spiegel

• Den Spiegel vor Arbeitsbeginn individuell einstellen.

3.2.14 Elektrische Scheibenwisch- und waschanlage


Die Maschine ist mit einer elektrischen Scheibenwaschanlage für die
Frontscheibe und Heckscheibe sowie für die Türen ausgestattet.
Sie besteht im Wesentlichen aus den Bedienungselementen, den Schei-
benwischern, dem Behälter und den Ausströmdüsen für das Scheiben-
waschmittel.
Stellen Sie sicher, dass vor Betätigung der Scheibenwisch- und
waschanlage, die elektrische Anlage der Maschine eingeschalten ist.

Bei Frost vor jedem erstmaligen Einschalten der Scheibenwischer


prüfen, ob die Wischerblätter nicht angefroren sind.

Schalter Scheibenwisch- und waschanlage

Bedienung der Scheibenwisch- Die Betätigung der Scheibenwischanlage erfolgt durch die Schalter 1, 2,
und waschanlage 3, 4.
Die Betätigung der Scheibenwaschanlage und Intervallschaltung erfolgt
durch den Schalter 5. Die Zeitabstände beim Intervallwischen können mit
dem Drehregler 6 eingestellt werden.

3 - 32
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Schalter Scheibenwisch- und waschanlage

1 Schalter - Scheibenwischanla- 4 Schalter - Scheibenwischanla-


ge - Frontscheibe ge - Heckscheibe
2 Schalter - Scheibenwischanla- 5 Schalter - Intervallschaltung /
ge - Türe links Scheibenwaschanlage
3 Schalter - 6 Drehregler - Intervallschaltung
Scheibenwischanlage - Türe
rechts

Scheibe wischen • Schalter 1, 2, 3 bzw. 4 drücken. Der gewählte Scheibenwischer wird


aktiviert.

Intervallwischen / Dauerwi- Funktionen Schalter 5:


schen
– Schalter oben gedrückt: Intervallwischen
– Schalter Mittelstellung: Dauerwischen
– Schalter unten gedrückt: Wisch- /Waschfunktion
• Scheibenwischer Dauerwischen: Schalter 5 auf Stufe 1 (Mittelstellung)
schalten. Der mit den Schaltern 1, 2, 3 bzw. 4 eingeschaltete Schei-
benwischer wird vom Intervallwischen auf Dauerwischen umgeschaltet.

Zeitabstände Intervallwischen Die Zeitabstände beim Intervallwischen können mit dem Drehregler 6 in
3 Stufen eingestellt werden.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Drehregler Intervallwischen

• Drehregler 6 auf die gewünschte Stufe stellen.

Scheibe waschen • Schalter 5 drücken und niederhalten.


Über Ausströmdüsen wird Scheibenwaschmittel auf die Scheiben ge-
spritzt.

3 - 33
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

3.2.15 Ablagefach Dokumentation


In der Fahrerkabine ist frontseitig ein Ablagefach für die Maschinendoku-
mentation vorgesehen.

Ablagefach

Ablagefach Dokumentation • Den Knopf 1 am Verschluss drücken und den Deckel öffnen.
öffnen
Im Ablagefach sollte stets eine Betriebsanleitung der Maschine abgelegt
sein.

Die Betriebsanleitung gehört zur Maschine!

3.2.16 Rückfahrwarnhorn (Back-Up Alarm)


(Sonderausstattung)

Rückfahrwarnhorn
Das Rückfahrwarnhorn ertönt, wenn der Fahrhebel in die Stellung für
"Rückwärtsfahrt" bewegt wird.
– Mit dem Horn werden Personen hinter der Maschine gewarnt.
Das Rückfahrwarnhorn befindet sich im Maschinenheck. Die Lautstärke
wird automatisch eingestellt.
– Vor der Inbetriebnahme der Maschine ist durch Auslenken des Fahr-
hebels in die Stellung für "Rückwärtsfahrt" die Funktion des Rückfahr-
warnhorns zu überprüfen.

3 - 34
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Rückfahrwarnhorn überprüfen

• Maschine starten.
• Sicherheitshebel nach unten stellen.
• Fahrhebel nach hinten auslenken.
– Das Rückfahrwarnhorn muss ertönen.

Gefahr ! Unfallgefahr!
Überzeugen Sie sich trotz eingebauter Rückfahrwarneinrichtung
persönlich davon, dass niemand gefährdet wird, wenn Sie die Maschine
in Bewegung setzen.

3.2.17 Rückfahrwarneinrichtung abschaltbar


(Sonderausrüstung)

Schalter Rückfahrwarneinrichtung

70 Rückfahrwarneinrichtung abschaltbar
Durch Betätigung des Schalters 70 an der rechten Dachkonsole kann
das akustische Signal der "Rückfahrwarneinrichtung" ausgeschaltet wer-
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

den.
– Die Rückfahrwarneinrichtung ist eine Sicherheitseinrichtung, die aku-
stisch Personen warnt, sobald die Maschine rückwärts fährt.
! Nur in Ausnahmefällen sollte die Rückfahrwarneinrichtung
ausgeschaltet werden.

– Vor der Inbetriebnahme der Maschine ist durch Auslenken des Fahr-
hebels in die Stellung für "Rückwärtsfahrt" die Funktion des Rückfahr-
warnhorns zu überprüfen.

3 - 35
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

Rückfahrwarnhorn überprüfen

• Maschine starten.
• Sicherheitshebel nach unten stellen.
• Fahrhebel nach hinten auslenken.
– Das Rückfahrwarnhorn muss ertönen.

Gefahr ! Unfallgefahr!
Überzeugen Sie sich trotz eingebauter Rückfahrwarneinrichtung
persönlich davon, dass niemand gefährdet wird, wenn Sie die Maschine
in Bewegung setzen.

3.2.18 Feuerlöscher

(Sonderausstattung)

Anbringungsort Feuerlöscher

Anbringungsort Feuerlöscher Für den nachträglichen Anbau eines Feuerlöschers ist links hinter dem
Fahrersitz am Fahrerkabinenholm eine Befestigungsmöglichkeit vorgese-
hen.
• Kontaktieren Sie einen Liebherr Vertragspartner für den Anbausatz
Feuerlöscher.

3 - 36
3. Bedienung, Betrieb
3.2 Bedienung

3.2.19 Rundumkennleuchte
(Sonderausstattung)
Ihre Maschine ist für den nachträglichen Anbau einer Rundumkennleuch-
te serienmäßig vorbereitet.
• Kontaktieren Sie einen Liebherr Vertragspartner für den Anbausatz
Rundumkennleuchte.
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3 - 37
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

3.3 Betrieb

3.3.1 Tägliche Inbetriebnahme


Vor der täglichen Inbetriebnahme der Maschine sind die "Wartungstätig-
keiten alle 8 - 10 Betriebsstunden" durchzuführen. Siehe im "Wartungs-
und Inspektionsplan".
Nach Durchführung der "Wartungstätigkeiten alle 8 - 10 Betriebsstunden"
ist die Maschine in Betriebsstellung zu bringen. Siehe im Abschnitt
"Betriebsstellung".
Stellen Sie sicher, dass:
– Vor der täglichen Inbetriebnahme die "Wartungstätigkeiten alle 8 - 10
Betriebsstunden" durchgeführt sind.
– Genügend Dieselkraftstoff für die tägliche Arbeit vorhanden ist. Siehe
im Abschnitt "Dieselkraftstoff tanken".

Betriebsstellung
Um die Maschine in Betriebsstellung zu bringen, gehen Sie wie folgt vor.

Batteriehauptschalter einschal- Der Batteriehauptschalter befindet sich links im Batterieraum.


ten

Batterieraum

• Batterieraumtür öffnen

Batteriehauptschalter

• Den Batteriehauptschalter einschalten.


– Den Schalter auf Position " I " stellen.

3 - 38
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Türen absperren

Service-Türen, -Klappen und • Alle Service-Türen, -Klappen und -Hauben schließen und soweit mög-
-Hauben schließen lich absperren.

Scheinwerfereinstellung

Beleuchtungseinrichtungen • Die Beleuchtungseinrichtungen kontrollieren.


prüfen
• Bei Bedarf die Einstellung der Scheinwerfer durchführen.
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Innenspiegel

Innenspiegel einstellen • Den Innenspiegel einstellen.

Dieselkraftstoff tanken

3 - 39
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Kraftstoffanzeige

Kraftstoffanzeige • Startschalter auf Kontaktstellung stellen.


• An der Kraftstoffanzeige ablesen, ob noch genügend Dieselkraftstoff
im Tank vorhanden ist.

Sicherheit beim Tanken

Gefahr Beim Tanken besteht Brand- und Explosionsgefahr.


! Rauchen Sie nicht und vermeiden Sie offenes Feuer beim Tanken.
! Nur bei abgestelltem Dieselmotor tanken.

• Unbedingt die Sicherheitsvorschriften für das Tanken einhalten. Siehe


auch im Kapitel Sicherheitsvorschriften.

Tankdeckel

• Tankdeckel abschrauben.
• Tanken Sie nur sauberen Dieselkraftstoff.
– Dieselkraftstoff nur über das eingebaute Einfüllsieb füllen.

3 - 40
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Um der Kondenswasserbildung im Kraftstofftank entgegenzuwirken, soll-


ten Sie wenn möglich nach Arbeitsschluss bzw. nach Schichtwechsel
nachtanken.

Dieselkraftstoff tanken mit Betankungspumpe


Sonderausrüstung

Sicherheit beim Tanken

Gefahr Beim Tanken besteht Brand- und Explosionsgefahr.


! Rauchen Sie nicht und vermeiden Sie offenes Feuer beim Tanken.
! Nur bei abgestelltem Dieselmotor tanken.

• Unbedingt die Sicherheitsvorschriften für das Tanken einhalten. Siehe


auch im Kapitel Sicherheitsvorschriften.

Zugang - Betankungspumpe

Betankungsvorgang Die Betankungspumpe ist rechts hinten im Betankungspumpenfach ein-


gebaut.
• Tür 1 öffnen.
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3 - 41
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Einbau Betankungspumpe

1 Betankungspumpe 5 Schalter - Ein (grün)


3 Bedienteil 6 Schalter - Aus (rot)
4 Absperrhahn 7 Verschlussdeckel

– Das Bedienteil 3 ist herausnehmbar.

Saugschlauch - Saugkorb

2 Saugschlauch
8 Saugkorb

• Die Blindkupplungen am Anschluss an der Betankungspumpe und am


Saugschlauch 2 entfernen.
• Den Saugschlauch 2 am Anschluss der Betankungspumpe anschlie-
ßen.

Achtung Beschädigungsgefahr der Betankungspumpe!


! Nie ohne Saugkorb am Saugschlauch betanken.
– Der Saugkorb schützt die Betankungspumpe vor Fremdkörpern.

• Den Saugschlauch 2 mit angebautem Saugkorb 8 in das Kraftstofffass


geben.
• Den Absperrhahn 4 am Anschluss der Betankungspumpe öffnen.
– Der Absperrhahn verhindert ein Auslaufen des Diesels aus der Be-
tankungspumpe.
! Vor dem Einschalten der Betankungspumpe unbedingt den Absperr-
hahn öffnen!
• Bedienteil mit Kabel aus der Halterung entnehmen.

3 - 42
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

• Die Betankungspumpe mit dem Schalter 5 (grün) einschalten.


Sobald der maximale Füllstand erreicht ist, schaltet der Füllstandssensor
die Betankungspumpe automatisch ab.
Der Betankungsvorgang kann durch Ausschalten des Schalters 6 (rot)
jederzeit unterbrochen werden.

Achtung Die Pumpe darf nicht trockenlaufen.


! Achten Sie darauf, dass das Kraftstoffniveau nicht unter die Ansaug-
höhe des Ansaugschlauches fällt.

• Den Absperrhahn 4 schließen.

Bedienteil-Halterung

• Bedienteil in die Halterung einlegen und durch nach unten Legen des
Hebels 6 gegen Herausfallen sichern.
• Stellen Sie sicher, dass sich vor dem Verstauen kein Kraftstoff mehr
im Saugschlauch 2 befindet.
• Den Saugschlauch 2 aufwickeln und im Stauraum ablegen. Die An-
schlüsse mit den Verschlussdeckeln verschließen.
• Die Tür wieder schließen.

3.3.2 Einsatz der Maschine bei tiefen oder hohen Au-


ßentemperaturen

Achtung Temperatureinsatzbereich der befüllten Schmierstoffe der Maschine


beachten.
Maschine mit Schmier- und Betriebsstoffen gemäß der Einsatztempera-
tur befüllen.

Ihre Maschine ist bis zu einer Außentemperatur von -22°C bis 45°C
ohne zusätzliche Sonderausrüstungen uneingeschränkt einsetzbar.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Ab einer ständigen Umgebungstemperatur unter -22°C oder über 45°C


müssen spezielle Sonderausrüstungen eingebaut werden, um einen ein-
wandfreien Betrieb zu gewährleisten.

Wenn die Umgebungstemperatur unter -22°C oder über 45°C liegt,


unbedingt den Liebherr-Kundendienst informieren.

3.3.3 Starten des Dieselmotors

3 - 43
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Betriebsanleitung
1.) lesen und verstehen
2.) fahren und arbeiten
Die Maschine nur in Betrieb nehmen, wenn Sie die Betriebsanleitung
gelesen und verstanden haben!

Personentransport verboten

Gefahr Unfallgefahr!
! Das Mitfahren von Personen auf der Maschine ist grundsätzlich
verboten.
– Niemals den Schild oder die Schaufel als Arbeitsplattform oder für
den Transport von Personen verwenden.
– Überzeugen Sie sich persönlich davon, dass niemand gefährdet wird,
wenn Sie die Maschine in Bewegung setzen.

Hinweise zum Fahrantrieb der Maschine:


– Die Maschine ist mit einem hydrostatischen Fahrantrieb ausgestattet.
– Durch Anschieben oder Anschleppen der Maschine kann der Diesel-
motor nicht gestartet werden.

Vorkehrungen vor dem Starten


Vor dem Starten der Maschine sind folgende Vorkehrungen zu treffen.
Stellen Sie sicher, dass die Maschine vorher in Betriebsstellung ist.
Siehe im Abschnitt "Betriebsstellung".

Achtung – Der Motor kann nur gestartet werden, wenn der Sicherheitshebel
nach oben gestellt ist.
– Lässt sich der Motor bei einer anderen Stellung des Sicherheitshe-
bels starten, muss dieser Defekt behoben werden.

3 - 44
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Sicherheitshebel oben

• Sicherheitshebel 1 nach oben stellen.

Fahrhebelstellung überprüfen • Der Fahrhebel muss in Neutralstellung stehen.

Drehzahlregler - Leerlauf

• Drehzahlregler auf Leerlauf stellen.


– Drehzahlregler bis zum Anschlag nach links drehen.
! Nach dem Startvorgang den Drehzahlregler auf Leerlauf stehen las-
sen und den Dieselmotor erst nach kurzer Warmlaufzeit voll belasten.
Ein kalter Dieselmotor darf nicht voll belastet werden.

Startvorgang

Prüfung Kontrollleuchten Bei Kontaktstellung des Startschlüssels erfolgt eine Überprüfung der
Kontrollleuchten, der Bordelektronik und der Steuerelektronik.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Startschalter - Kontaktstellung

3 - 45
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

• Startschlüssel auf Kontaktstellung stellen.

Kontrollleuchten Folgende Kontrollleuchten leuchten nur kurze Zeit (Dauer 2,5 - 3 sek.)
auf.

Kontrollleuchten

45 Kontrollleuchte - Gleitringraum
links
46 Kontrollleuchte - Gleitringraum
rechts

Folgende Kontrollleuchten müssen noch leuchten:

Kontrollleuchten

31 Warnleuchte Fahrerkabine 43 Kontrollleuchte - Elektronik


40 Kontrollleuchte Batterieaufla- 48 K o n t r o l l l e u c h t e -
dung Fahrwerksbremse
41 Kontrollleuchte - Pumpenspei-
sedruck

Motor starten Die Vorglühzeit ist abhängig von der vorhandenen Außentemperatur und
den elektrischen Startbedingungen.
Der Dieselmotor ist mit einer automatischen Vorglühanlage ausgestattet.
Wird der Startschalter auf Kontaktstellung geschalten, beginnt automa-
tisch die Vorglühung, die Kontrollleuchte Vorglühanlage leuchtet.
Der Dieselmotor kann nach dem Erreichen der geeigneten Starttempera-
tur gestartet werden. Die Kontrollleuchte Vorglühanlage blinkt.
! Bei einem warmen Dieselmotor und bei hohen Außentemperaturen
kann der Dieselmotor sofort gestartet werden. Die Kontrollleuchte
Vorglühanlage blinkt.

3 - 46
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Startschalter - Anlassstellung

• Startschalter auf Kontaktstellung drehen.


– Bei automatischer Vorglühung leuchtet die Kontrollleuchte Vorglühan-
lage.
– Bei Startbereitschaft des Dieselmotors blinkt die Kontrollleuchte Vor-
glühanlage.
• Startschalter auf Anlassstellung drehen und in dieser Stellung halten
bis der Motor anspringt.
• Maximal 10 Sekunden ununterbrochen starten.
Wenn der Motor nicht anspringt:
• Startschalter auf "STOP"-Stellung zurückschalten.

Problembeseitigung Der Motor startet nicht?


• Nach 120 Sekunden Pause den Startvorgang wiederholen.
• Ist der Motor nach zwei Startvorgängen nicht angesprungen, Ursache
gemäß Störsuchtabelle (siehe Abschnitt "Betriebsstörungen") suchen
und beheben.

• Sobald der Motor läuft, Startschalter loslassen. Der Startschalter stellt


sich selbständig auf Betriebsstellung zurück.
• Den Motor erst nach kurzer Warmlaufzeit voll belasten.
Nach dem Anspringen des Motors müssen folgende Kontrollleuchten
erlöschen:
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Kontrollleuchten erlöschen

31 Warnleuchte Fahrerkabine 41 Kontrollleuchte Pumpenspei-


40 Kontrollleuchte Batterieaufla- sedruck
dung

3 - 47
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Problembeseitigung Erlöschen die Kontrollleuchten nicht?


• Motor abstellen und die Ursache gemäß Abschnitt "Betriebsstörungen"
beheben.

Vorkehrungen zum Starten bei Frosttemperaturen


Folgende Vorkehrungen verbessern das Startverhalten bei tiefen Tempe-
raturen.

Winterbetrieb
Vorkehrungen:
– Batterieaufladung prüfen, Batterie bei Bedarf nachladen.
– Winterkraftstoff verwenden. Siehe im Abschnitt "Schmier- und Be-
triebsstoffe" unter Winterbetrieb.

Achtung Explosionsgefahr!
Die Batterien nicht aufladen, wenn diese gefroren sind.
Die Batterien auf ca. 16°C aufwärmen, bevor mit dem Aufladen
begonnen wird.

Gefahr Explosionsgefahr des Dieselmotors!


Bei Verwendung ätherhaltiger Starthilfen zum Starten von Dieselmotoren
mit Vorwärmanlage, besteht Explosionsgefahr!
! Keine ätherhaltigen Starthilfen verwenden.

• Die angeführten Vorkehrungen zum Starten bei Frosttemperaturen


durchführen.
! Nach dem Startvorgang den Drehzahlregler sofort auf Leerlauf stellen
und den Dieselmotor erst nach kurzer Warmlaufzeit voll belasten. Ein
kalter Dieselmotor darf nicht voll belastet werden.

3.3.4 Fahrbetrieb

Vorbereitungen zum Fahrbetrieb


Die Vorbereitungen zum Fahrbetrieb sind in der vorgegebenen Reihen-
folge durchzuführen.
Stellen Sie sicher, dass die Maschine vorher in Betriebsstellung ist.
Siehe im Abschnitt "Betriebsstellung".

3 - 48
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Sicherheitshebel unten

• Sicherheitshebel 1 nach unten stellen.

Selbstprüfung elektronische • Nach ca. 3 Sekunden leuchtet die Kontrollleuchte - Elektronik kurzzei-
Anlage tig auf.
– Erst nach dem Aufleuchten der Kontrollleuchte - Elektronik den Fahr-
hebel auslenken. Die elektronische Anlage führt eine Selbstprüfung
durch.

Betriebstemperatur Zu kaltes Hydrauliköl lässt die Maschine träge reagieren.


– Durch wiederholtes Ansteuern der Arbeitshydraulikzylinder gegen An-
schlag wird das Hydrauliköl auf Betriebstemperatur gebracht.

Drehzahlregler - Volllast

• Drehzahlregler auf Volllast stellen.


– Drehzahlregler bis zum Anschlag nach rechts drehen.
– Arbeiten mit der Maschine grundsätzlich mit voller Motordrehzahl
durchführen. Nur in Einzelfällen kann auch mit reduzierter Motordreh-
zahl gearbeitet werden.
Die Maschine ist jetzt fahrbereit.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

3 - 49
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Achtung Wenn der Dieselmotor ohne Last betrieben wird erreicht er hierbei nicht
seine notwendige Betriebstemperatur und die Kolbenringe und Zylinder-
buchsen laufen nicht optimal ein.
! Dieselmotor abstellen, wenn mit der Maschine nicht gearbeitet wird.

Vorwahl der Geschwindigkeitsbereiche


Die Maschine verfügt über einen Wippschalter am Fahrhebel zur Vor-
wahl der Fahrgeschwindigkeit. Durch Umschalten auf die Positionen "II"
bzw. "I" kann die maximal möglich erreichbare Fahrgeschwindigkeit redu-
ziert werden. Die maximal erreichbare Fahrgeschwindigkeit wird in der
LC - Anzeige angezeigt.
– Bei Fahrhebel in Nullstellung bzw. Vorwärtsstellung wird im Display
die maximal erreichbare Geschwindigkeit für vorwärts angezeigt.
– Bei Fahrhebel in Rückwärtsstellung wird am Display die maximal
erreichbare Geschwindigkeit für rückwärts angezeigt.
Das Wählen der Geschwindigkeit ist auch während der Fahrt möglich.
Bei Rückschaltung aus der vollen Fahrgeschwindigkeit wird die Maschi-
ne hydrostatisch abgebremst.

Niedriger Geschwindigkeitsbereich

Achtung Bei ständig schwerem Schubeinsatz und Einsatz in Hanglagen in den


niedrigen Geschwindigkeitsbereich "Position I" schalten.
! Hanglagen mit höchstens 4 km/h befahren.
! Fahren Sie bergab nur mit niedriger Fahrgeschwindigkeit, mit max. 4
km/h, da Sie andernfalls die Kontrolle über die Maschine verlieren
könnten.
– Dabei muss der Motor im obersten Drehzahlbereich laufen und durch
Wahl des niedrigen Fahrgeschwindigkeitsbereichs die Geschwindig-
keit reduziert werden.
! Schalten Sie nie im, sondern immer vor dem Gefälle in den niedrige-
ren Fahrgeschwindigkeitsbereich.

3 - 50
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Wippschalter - Geschwindigkeitsbereiche

Grundeinstellung - Geschwindigkeitsbereiche

Geschwindigkeitsbereiche Voller Geschwindigkeitsbereich

• Wippschalter oben drücken - Position "III".


– Geschwindigkeit vorwärts 0 - 11 km/h.
– Geschwindigkeit rückwärts 0 - 11 km/h.
Mittlerer Geschwindigkeitsbereich
• Wippschalter in Mittelstellung - Position "II".
– Geschwindigkeit vorwärts 0 - 6,5 km/h.
– Geschwindigkeit rückwärts 0 - 8 km/h.
Niedriger Geschwindigkeitsbereich
• Wippschalter unten drücken - Position "I".
– Geschwindigkeit vorwärts 0 - 4 km/h.
– Geschwindigkeit rückwärts 0 - 4,5 km/h.

LC Anzeige - km/h
Die erreichbare Geschwindigkeit wird in der LC - Anzeige 1 in km/h
angezeigt.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Feineinstellung der Fahrgeschwindigkeit

3 - 51
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Taster Fahrgeschwindigkeit

• Taster 1 bzw. 2 am Fahrhebel drücken und die gewünschte Ge-


schwindigkeit einstellen.
Die Fahrgeschwindigkeit kann innerhalb des gewählten Geschwindig-
keitsbereiches (I, II, III) über die Taster 1 und 2 am Fahrhebel in 0,5
km/h Schritten verringert bzw. erhöht werden.
Die Geschwindigkeit kann für vorwärts als auch für rückwärts separat
eingestellt werden.
Diese Funktion ermöglicht dem Fahrer die Maschinengeschwindigkeit
seinen Einsatzbedingungen optimal anzupassen.

Einstellbare Geschwindigkei- Voller Geschwindigkeitsbereich - Wippschalter Position III


ten

– vorwärts 6,5 - 11 km/h


– rückwärts 6,5 - 11 km/h
Mittlerer Geschwindigkeitsbereich - Wippschalter Position II
– vorwärts 4 - 11 km/h
– rückwärts 4 - 11 km/h
Niedriger Geschwindigkeitsbereich - Wippschalter Position I
– vorwärts 2 - 6,5 km/h
– rückwärts 2 - 6,5 km/h
Die Geschwindigkeitsbereiche der Fahrgeschwindigkeit können sich
durch das Feineinstellen nicht überschneiden.
– Wurde zum Beispiel im Geschwindigkeitsbereich III die Fahrge-
schwindigkeit vorwärts auf 7 km/h eingestellt, dann kann auch im
Fahrgeschwindigkeitsbereich II die Geschwindigkeit nicht höher als 7
km/h eingestellt werden.

Geschwindigkeitseinstellung

3 - 52
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Die Feineinstellung verfügt über eine Memoryfunktion (Speicherfunktion).


Der durch die Taster am Fahrhebel gewählte Fahrgeschwindigkeitsbe-
reich wird auch nach dem Abstellen der Maschine beibehalten.
Die Fahrgeschwindigkeit kann sowohl für Vorwärtsfahrt als auch für
Rückwärtsfahrt separat eingestellt werden.

Fahrgeschwindigkeit einstellen • Geschwindigkeitsbereich wählen.


– Schalter am Fahrhebel auf Stufe I, II oder III stellen.
• Fahrhebel in die gewünschte Richtung (vorwärts oder rückwärts) aus-
lenken.

Taster Fahrgeschwindigkeit

• Taster 1 bzw. 2 am Fahrhebel drücken und die gewünschte Ge-


schwindigkeit einstellen.
– Die Fahrgeschwindigkeit wird in der LC - Anzeige angezeigt und
blinkt, solange diese nicht gespeichert wurde. Sobald die Geschwin-
digkeit nicht mehr blinkt, wurde diese automatisch gespeichert.

3.3.5 Fahren

Geradeausfahrt
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Vorwärtsfahrt

Vorwärtsfahrt • Fahrhebel langsam nach vorne drücken.


– Die Maschine fährt vorwärts.
Je weiter der Fahrhebel nach vorne gedrückt wird, desto höher wird die
Fahrgeschwindigkeit.

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3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Rückwärtsfahrt

Rückwärtsfahrt • Fahrhebel langsam nach hinten ziehen.


– Die Maschine fährt rückwärts.
Je weiter der Fahrhebel nach hinten gezogen wird, desto höher wird die
Fahrgeschwindigkeit.

Beliebige Lenkmanöver
Neben Vor- und Rückwärtsfahren können Sie jede beliebige Lenkbewe-
gung mit variablen Geschwindigkeiten durchführen.

Kurvenlenken - Links

Linksdrehung • Fahrhebel nach vorne auslenken und nach links drücken.


– Die Maschine fährt in leichter Linkskurve vorwärts, beide Ketten
drehen vorwärts.
Je weiter der Fahrhebel nach links gedrückt wird, desto enger wird die
Kurve.
Wird der Fahrhebel 80% ausgelenkt, bleibt die kurveninnere Kette ste-
hen die äußere dreht in der vorgewählten Geschwindigkeit.
Ab 80% Auslenkung dreht die kurveninnere Kette in entgegengesetzter
Richtung zur kurvenäußeren Kette. Je weiter der Fahrhebel ausgelenkt
wird, desto schneller dreht sich die kurveninnere Kette in Gegenrichtung.

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3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Kurvenlenken - Rechts

Rechtsdrehung • Fahrhebel nach vorne auslenken und nach rechts drücken.


– Die Maschine fährt in leichter Rechtskurve vorwärts, beide Ketten
drehen.
Je weiter der Fahrhebel nach rechts gedrückt wird, desto enger wird die
Kurve.
Wird der Fahrhebel 80% ausgelenkt, bleibt die kurveninnere Kette ste-
hen die äußere dreht in der vorgewählten Geschwindigkeit.
Ab 80 % Auslenkung dreht die kurveninnere Kette in entgegengesetzter
Richtung zur kurvenäußeren Kette. Je weiter der Fahrhebel ausgelenkt
wird, desto schneller dreht sich die kurveninnere Kette in Gegenrichtung.

3.3.6 Bremsen

Fahrhebel

Bremsen mit dem Fahrhebel Der hydrostatische Fahrantrieb der Maschine wirkt gleichzeitig als Be-
triebsbremse.
Bei Zurücknahme des Fahrhebels in Richtung Neutralstellung nimmt die
Fahrgeschwindigkeit in gleichem Verhältnis ab.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Fahrhebel Neutralstellung

• Fahrhebel in Neutralstellung stellen.


Bei Neutralstellung des Fahrhebels sichert der hydrostatische Antrieb die
Maschine gegen Abrollen.
In Neutralstellung fällt nach max. 5 Sekunden die Feststellbremse auto-
matisch ein. Die Arbeitsausrüstung kann jedoch weiterhin betätigt wer-
den.

3 - 55
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Geschwindigkeits-Reduzierpedal (Sonderausrüstung PR
724 / PR734)

Bremsen mit dem Geschwin- Durch Drücken des Geschwindigkeits-Reduzierpedals kann die mit dem
digkeits-Reduzierpedal Fahrhebel eingestellte Fahrgeschwindigkeit bis zum Stillstand reduziert
werden.

Achtung Wird das Geschwindigkeits-Reduzierpedal über den spürbaren Wider-


stand gedrückt, fällt die Feststellbremse ein.
! Beschädigungsgefahr der Feststellbremse.
– Nur in Notsituationen das Geschwindigkeits-Reduzierpedal komplett
drücken.

Geschwindigkeits-Reduzierpedal

• Geschwindigkeits-Reduzierpedal 1 drücken.
Nach dem Loslassen des Geschwindigkeits-Reduzierpedals fährt die
Maschine mit der vorgewählten Fahrgeschwindigkeit und Fahrtrichtung
weiter.
• Die Fußraste 2 kann durch Verstellen den jeweiligen Bedürfnissen
angepasst werden.

Achtung Unfallgefahr durch unvorsichtiges Abbremsen der Maschine!


Das komplette Durchdrücken des Geschwindigkeits-Reduzierpedals ver-
ursacht ein abruptes Stehen bleiben der Maschine.
– Vor Inbetriebnahme der Maschine unbedingt den Sicherheitsgurt an-
legen.

Feststellbremse

Feststellbremse aktivieren Die Aktivierung der Feststellbremse erfolgt:


– Durch nach oben stellen des Sicherheitshebels.
– Bei Neutralstellung des Fahrhebels von mehr als 5 Sekunden.
– Bei Neutralstellung des Fahrhebels durch theoretisches Weiterdrehen
der Ketten um ca. 2 cm.

3 - 56
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Sicherheitshebel unten

Feststellbremse lösen Bei laufendem Dieselmotor:


• Sicherheitshebel 1 nach unten stellen.
• Fahrhebel auslenken.

Maschine abstellen
Bei abgestelltem Dieselmotor muss der Sicherheitshebel 1 immer in
oberster Stellung sein.

Sicherheitshebel oben

• Sicherheitshebel 1 nach oben stellen.


Bei unbeabsichtigtem Abstellen des Dieselmotors, Fahrhebel in Neutral-
stellung und Sicherheitshebel in oberste Stellung bringen.

3.3.7 Außerbetriebsetzen der Maschine


Vor dem Abstellen des Motors und dem Verlassen der Maschine sind
folgende Vorkehrungen zu treffen.

Arbeitsausrüstung
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

3 - 57
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Arbeitsausrüstung absenken

• Arbeitsausrüstung absenken.
Detaillierte Angaben dazu finden Sie im Abschnitt "Arbeiten mit der
Ausrüstung".

Sicherheitshebel oben

• Sicherheitshebel nach oben stellen.


– Die Kontrollleuchte Fahrwerksbremse leuchtet auf.

Dieselmotor abstellen
Den Dieselmotor aus dem Volllastdrehzahl nicht plötzlich abstellen. Dies
ist besonders bei Turbo - Motoren zu beachten.
Beim plötzlichen Abstellen des Motors läuft der Turbolader noch einige
Zeit ohne Ölversorgung.

Dieselmotor - Leerlaufdrehzahl

• Motordrehzahl auf Leerlaufdrehzahl verringern.


– Drehregler bis zum Anschlag nach links drehen.

3 - 58
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

• Den Motor noch kurz - ca. 10 bis 15 Sekunden - entlastet im Leerlauf


weiterlaufen lassen.
• Sämtliche eingeschalteten Stromverbraucher (z.B. Scheinwerfer,
Scheibenwischer, ...) vor dem Ausschalten des Startschalters abschal-
ten.

Startschalter - "STOP"-Stellung

• Den Startschalter auf "STOP"-Stellung drehen und abziehen.


– Alle Kontrollleuchten erlöschen.

Hauptsicherung F1

1 F1 Hauptsicherung 3 F104 Sicherung


2 F2 Sicherung Relais Flamm- Ansaugluftvorwärmung
glühkerze

Achtung ! Möglicher Fehler im Dieselmotor Steuergerät.


Durch eine Störung im Dieselmotor Steuergerät kann es vorkommen,
dass sich der Dieselmotor nicht über den Startschalter abstellen lässt.
In diesem Fall ist der Dieselmotor durch Ziehen der Hauptsicherung 1
(Sicherungsautomat F1) abzustellen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Im Anschluss die Hauptsicherung F1 wieder in Betriebsstellung bringen


und den Dieselmotor starten. Lässt sich der Dieselmotor über den
Zündschlüssel erneut nicht abstellen, ist umgehend der Liebherr Kun-
dendienst zu verständigen.

Parkstellung
Der Startschalter kann in Parkstellung nicht abgezogen werden.

3 - 59
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Startschalter - Parkstellung

• Den Startschalter auf Parkstellung drehen.


Nachstehend angeführte Verbraucher sind betriebsbereit.
– Innenbeleuchtung

Gefahr Durch unbefugtes Hantieren an der Maschine von zweiten Personen


besteht schwerste Unfallgefahr für das Wartungspersonal!
! Die Maschine gegen unbefugtes Hantieren von zweiten Personen
absichern!

Wenn Sie sich von der Maschine entfernen:


• Startschalter auf "STOP"-Stellung drehen und abziehen.

Batteriehauptschalter ausschalten
Der Batteriehauptschalter befindet sich rechts im Batterieraum.
Wenn die Maschine verlassen wird und in Folge unbeaufsichtigt ist,
muss der Batteriehauptschalter ausgeschaltet werden.

Batteriehauptschalter

Batteriehauptschalter aus- • Den Batteriehauptschalter ausschalten


schalten
– Den Schalter auf Position " O " stellen.

Not - Aus - Taster

3 - 60
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Achtung Unfallgefahr durch abruptes Stehen bleiben der Maschine.


Maschine bleibt abrupt stehen.
! Vor Inbetriebnahme der Maschine Sicherheitsgurt anlegen.

Fahrantrieb stoppen In gefährlichen bzw. unübersichtlichen Situationen kann der Fahrantrieb


durch Drücken des Not - Aus - Tasters gestoppt werden.

Not - Aus - Taster

• Not - Aus - Taster drücken


– Der Fahrantrieb wird abrupt gestoppt, der Dieselmotor läuft weiter.
Die Arbeitsausrüstung kann weiterhin betätigt werden.

Einsatz fortsetzen • Fahrhebel in Neutralstellung stellen.


• Not - Aus - Taster bis zum Einrasten anheben.
• Fahrhebel in die gewünschte Richtung auslenken. Siehe auch im
Abschnitt "Fahren".

3.3.8 Hinweise für Arbeiten in Gewässern


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Unterkante - Tragrolle
Bei Wasserdurchfahrten oder Arbeiten in Gewässern darf die max. Wat-
tiefe (Unterkante Tragrolle 1) nicht überschritten werden.
• Nach Arbeiten in Gewässern sämtliche Schmierstellen abschmieren.

3 - 61
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Achtung ! Beschädigungsgefahr des Lüfters.


– Durch das Überschreiten der max. Wattiefe wird der Lüfter zerstört.
Niemals die max. Wattiefe (Unterkante Tragrolle) überschreiten.

3.3.9 Arbeiten mit der Ausrüstung

Gefahr Unfallgefahr durch angehobene Ausrüstung.


! Niemals unter der angehobenen Arbeitsausrüstung arbeiten.
– Vorher Arbeitsausrüstung ordnungsgemäß unterbauen oder am Bo-
den abstellen.

Betätigung der Hubzylinder

Hubzylinder
Mit den Hubzylindern wird der Planierschild angehoben oder abgesenkt.
Je nach Hebelauslenkung wird der Planierschild verschieden schnell in
die gewünschte Arbeitshöhe gebracht.
Bei Loslassen des Schildverstellhebels stellt dieser selbständig in die
Neutralstellung zurück. Die Ausrüstung bleibt in der eingestellten Arbeits-
höhe.

Planierschild anheben

Planierschild anheben • Den Schildverstellhebel in Richtung - a - bewegen.


– Der Planierschild wird angehoben.

3 - 62
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Planierschild absenken

Planierschild absenken • Den Schildverstellhebel in Richtung - b - bewegen.


– Der Planierschild wird abgesenkt.

Schnellsenken

Planierschild - Schnellsenken • Den Schildverstellhebel nach vorne über den Druckpunkt bis zum
Anschlag bewegen und loslassen.
– Der Planierschild wird schnell abgesenkt.

Planierschild Not - absenken Bei Ausfall des Dieselmotors oder der Hydraulik, kann der Planierschild
durch Auslenken des Schildverstellhebels in Richtung - b - abgesenkt
werden.
Der Sicherheitshebel muss dabei in unterster Stellung sein.
• Schildverstellhebel in Richtung - b - bewegen.

Achtung Bei Gefahrensituationen umgehend die Arbeitsausrüstung absenken,


dann den Sicherheitshebel nach oben stellen.

Betätigung der Schildfreigabe


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Die Schildfreigabe ermöglicht, dass die Arbeitsausrüstung mit ihrem


Eigengewicht auf dem Boden aufliegt und sich entsprechend den Boden-
unebenheiten frei bewegen kann.

3 - 63
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Gefahrensituation

Gefahr Unfallgefahr durch schnell absenkende Arbeitsausrüstung!


Durch das Aktivieren der Schildfreigabe sinkt die angehobene Arbeits-
ausrüstung schnell ab!
Personen die sich unterhalb der angehobenen Arbeitsausrüstung
befinden werden erdrückt!
! Der Aufenthalt im Gefahrenbereich der Maschine ist verboten!

Die Funktion für die Schildfreigabe nicht bei komplett angehobener


Arbeitsausrüstung aktivieren!

Arbeitsausrüstung absenken

Aktivieren der Schildfreigabe • Den Planierschild ca. 30 cm über dem Boden absenken.

Taster Schildfreigabe
Durch Betätigen des Tasters 2.1 am Schildverstellhebel wird die Funk-
tion vorgewählt.

3 - 64
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

• Den Taster 2.1 für Schildfreigabe drücken.


– Die Kontrollleuchte Schildfreigabe leuchtet.

Schildfreigabe

• Den Schildverstellhebel nach vorne über den Druckpunkt bis zum


Anschlag bewegen und loslassen.
– Der Schildverstellhebel wird durch Magnetkraft in dieser Stellung
gehalten.
– Die Funktion Schildfreigabe ist damit aktiviert.
– Der Schild fällt frei zum Boden ab und passt sich den Bodenverhält-
nissen an.
• Durch nach hinten Ziehen des Schildverstellhebels wird die Schildfrei-
gabe ausgeschaltet.
• Anschließend die Vorwahl Schildfreigabe am Schildverstellhebel
ausschalten.

Betätigung des Tiltzylinders


Mit dem Tiltzylinder wird der Planierschild nach links oder rechts geneigt
(getiltet).
Je nach Hebelauslenkung wird der Planierschild verschieden schnell zur
gewünschten Seite getiltet.
Bei Loslassen des Schildverstellhebels stellt dieser selbständig in die
Neutralstellung zurück. Die vorgewählte Neigung des Planierschildes
bleibt dabei eingestellt.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Planierschild links tilten

Planierschild links tilten • Den Schildverstellhebel nach links in Richtung - c - drücken.


– Der Planierschild wird nach links getiltet.

3 - 65
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Planierschild rechts tilten

Planierschild rechts tilten • Schildverstellhebel nach rechts in Richtung - d - drücken.


– Der Planierschild wird nach rechts getiltet.

Schnittwinkelverstellung mechanisch
Der Schnittwinkel des Planierschildes kann durch Verändern der Stre-
ben- sowie der Tiltzylinderposition in 3 Stufen, den jeweiligen Bodenver-
hältnissen angepasst werden.
! Die Schnittwinkelposition muss beidseitig in der selben Position
abgesteckt werden.
– Durch diese Anordnung ist in allen Schnittwinkelpositionen der volle
Tiltweg verfügbar.

Einstellbare Positionen

Schnittwinkelpositionen 1 = Position mittig


– Für normale Böden.
2 = Position vorne
– Für harte Böden. Bei harten Böden ist ein steiler Schnittwinkel einzu-
stellen.
3 = Position hinten
– Für weiche Böden. Bei weichen Böden ist ein flacher Schnittwinkel
einzustellen.

3 - 66
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Schild absenken

Schnittwinkel einstellen • Den Planierschild auf den Boden absenken.


• Den Tiltzylinder kurz betätigen um den Bolzen der Strebe zu entla-
sten.
• Maschine ordnungsgemäß abstellen.

Bolzen demontieren

• An der Strebe Sicherungsschraube und Ring demontieren und den


Bolzen herausschlagen.

Achtung Verletzungsgefahr für die Finger!


Während der Einstellarbeiten niemals die Bohrungen mit den Fingern
ausrichten.
– Geeignetes Werkzeug verwenden.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Betätigung Tiltzylinder

3 - 67
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

• Maschine starten und Tiltzylinder in die gewünschte Richtung betäti-


gen, bis der Bolzen montiert werden kann.
– Durch Ausfahren des Tiltzylinders wird die Strebe nach vorne ge-
schoben.
– Durch Einfahren des Tiltzylinders wird die Strebe nach hinten
geschoben.

Strebe ausrichten

• Mit geeignetem Werkzeug die Strebe ausrichten bis der Bolzen mon-
tiert werden kann. Eventuell Tiltzylinder aus- bzw. einfahren.

Bolzen montieren
– Bolzen von innen nach außen montieren und mit Ring und Siche-
rungsschraube fixieren.
Derselbe Vorgang ist nun tiltzylinderseitig durchzuführen.

Bolzen demontieren

• Am Tiltzylinder Sicherungsschraube und Ring demontieren und den


Bolzen herausschlagen.

3 - 68
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Achtung Verletzungsgefahr für die Finger!


Während der Einstellarbeiten niemals die Bohrungen mit den Fingern
ausrichten.
– Geeignetes Werkzeug verwenden.

Betätigung Tiltzylinder

• Maschine starten und Tiltzylinder in die gewünschte Richtung betäti-


gen, bis der Bolzen montiert werden kann.
– Durch Ausfahren des Tiltzylinders wird die Strebe nach vorne ge-
schoben.
– Durch Einfahren des Tiltzylinders wird die Strebe nach hinten
geschoben.
! Die Schnittwinkelposition muss strebenseitig sowie tiltzylinderseitig in
derselben Position abgesteckt werden.

Bolzen montieren
– Bolzen von innen nach außen montieren und mit Ring und Siche-
rungsschraube fixieren.

Schnittwinkelverstellung hydraulisch (Sonderausrü-


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

stung)
Der Schnittwinkel des Schildes kann durch Ein- bzw. Ausfahren der auf
dem Schubrahmen angebrachten Zylinder den jeweiligen Bodenverhält-
nissen angepasst werden.

3 - 69
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Steiler Schnittwinkel

Steiler Schnittwinkel Für harte Böden ist ein steiler Schnittwinkel einzustellen.
• Druckknopf 2.2 am Schildverstellhebel drücken und halten.
• Schildverstellhebel nach rechts in Richtung - d - drücken, bis die
gewünschte Schildneigung erreicht ist.

Flacher Schnittwinkel

Flacher Schnittwinkel Für weiche Böden ist ein flacher Schnittwinkel einzustellen.
• Druckknopf 2.2 am Schildverstellhebel drücken und halten.
• Schildverstellhebel nach links in Richtung - c - drücken, bis die
gewünschte Schildneigung erreicht ist.
Durch das Verändern der Schildneigung wird der Planierschild getiltet.
Mit dem Tiltzylinder den Planierschild wieder parallel zum Untergrund
ausrichten.

3.3.10 Arbeiten mit optionalen Ausrüstungen


In diesem Abschnitt ist der Betrieb bzw. das Arbeiten mit verschiedenen
optionalen Ausrüstungen beschrieben.

Betätigung des Heckaufreißers

3 - 70
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Heckaufreißer

1 Zugbalken 4 Zahnverstellzylinder
2 Hydraulikzylinder 5 Rahmen
3 Aufreißerzahn

Die Betätigung des Heckaufreißers erfolgt mit dem rechts vom Fahrersitz
angeordneten Heckaufreißer - Hebel.

Heckaufreißer - Hebel

Aufreißer absenken • Heckaufreißerhebel nach vorne in Richtung - e - drücken.


– Der Aufreißer wird abgesenkt.
Aufreißer anheben • Heckaufreißerhebel nach hinten in Richtung - f - ziehen.
– Der Aufreißer wird angehoben.
Zahnwinkelverstellung
Der Zahnwinkel des Aufreißerzahns kann durch Ein- bzw. Ausfahren des
Zahnverstellzylinders den jeweiligen Bodenverhältnissen angepasst wer-
den.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

3 - 71
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Steiler Zahnwinkel

Steiler Zahnwinkel Für weiche Böden kann ein steiler Zahnwinkel eingestellt werden.
• Heckaufreißerbedienhebel nach links vorwärts in Richtung - h - drük-
ken.
– Der Aufreißerzahn wird nach innen geschwenkt.

Flacher Zahnwinkel

Flacher Zahnwinkel Für harte Böden kann ein flacher Zahnwinkel eingestellt werden.
• Heckaufreißerbedienhebel nach rechts rückwärts in Richtung - g -
drücken.
– Der Aufreißerzahn wird nach außen geschwenkt.

Individuelle Zahnlängeneinstellung

3 - 72
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Zahnlängenverstellung mecha- 1 - Zahn Heckaufreißer


nisch

Die Länge des Heckaufreißerzahns kann, beim 1 - Zahn Heckaufreißer,


durch Verstellen in 3 Positionen den jeweiligen Gegebenheiten ange-
passt werden.

Achtung Unfallgefahr!
! Die Zahnlängenverstellung darf nur auf festem Untergrund durchge-
führt werden.

Aufreißer absenken

Verstellvorgang: • Heckaufreißerbedienhebel nach vorne in Richtung - e - drücken und


den Aufreißerzahn ohne Druck auf den Boden absenken.
• Eine geeignete Aufstiegshilfe verwenden.
• Die Sicherungsschraube und den Ring vom Bolzen entfernen.
• Den Bolzen herausschlagen.

Markierungen am Aufreißerzahn
Der Aufreißerzahn kann in 3 Positionen verriegelt werden. Die Positio-
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

nen sind durch eine Ansenkung am Zahn sichtbar.


– Der Aufreißerzahn kann nur in einer dieser Positionen verriegelt
werden.

3 - 73
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Achtung Unfallgefahr!
! Bei zu weit angehobenem Heckaufreißer fällt der Zahn aus der
Führung.
Heckaufreißer nur soweit anheben, dass der Zahn nicht aus der Führung
fallen kann.

• Durch Anheben bzw. Absenken des Heckaufreißers die gewünschte


Zahnlänge einstellen.
– Heckaufreißerbedienhebel in Richtung - e - bzw. - f - drücken bis die
gewünschte Zahnlänge erreicht ist und eine Markierung zum Verbol-
zen sichtbar wird.
– Gegebenenfalls die Maschine leicht vor- bzw. zurückfahren, damit
sich der Zahn in der Führung nicht verkantet.
Den Bolzen am Aufreißerzahn einschlagen und mit Ring und Sechs-
kantschraube sichern.

Individuelle Zahnlängeneinstellung

Zahnlängenverstellung hydrau- 1 - Zahn Heckaufreißer


lisch

Die Länge des Heckaufreißerzahns kann, beim 1 - Zahn Heckaufreißer,


durch Verstellen in 3 Positionen den jeweiligen Gegebenheiten ange-
passt werden.

Achtung Unfallgefahr!
! Die Zahnlängenverstellung darf nur auf festem Untergrund durchge-
führt werden.

Zylinder einfahren

3 - 74
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Verstellvorgang: • Heckaufreißerbedienhebel nach rechts in Richtung - g - drücken bis


die Zahnwinkelverstellzylinder komplett eingefahren sind.

Aufreißer absenken

• Heckaufreißerbedienhebel nach vorne in Richtung - e - drücken und


den Aufreißerzahn ohne Druck auf den Boden absenken.

Taster Bolzenzieher

• Taster Bolzenzieher 60 drücken und halten.


– Während des Verstellvorgangs Taster Bolzenzieher gedrückt halten.
• Den Heckaufreißerbedienhebel nach rechts in Richtung - g - drücken
bis der Verriegelungsbolzen am Zahn komplett eingefahren ist.
– Der Verriegelungsbolzen fährt ein und gibt den Zahn für die Verstel-
lung frei.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Markierungen am Aufreißerzahn
Der Aufreißerzahn kann in 3 Positionen verriegelt werden. Die Positio-
nen sind durch eine Ansenkung am Zahn sichtbar.

3 - 75
3. Bedienung, Betrieb
3.3 Betrieb

Der Aufreißerzahn kann nur in einer dieser Positionen verriegelt werden.


• Bei gedrücktem Taster Bolzenzieher 60 durch Anheben bzw.
Absenken des Heckaufreißers die gewünschte Zahnlänge einstellen.
– Heckaufreißerbedienhebel in Richtung - e - bzw. - f - drücken bis die
gewünschte Zahnlänge erreicht ist und eine Markierung zum Verbol-
zen sichtbar wird.
– Gegebenenfalls die Maschine leicht vor- bzw. zurückfahren, damit
sich der Zahn in der Führung nicht verkantet.

Achtung Unfallgefahr!
! Bei zu weit angehobenem Heckaufreißer fällt der Zahn aus der
Führung.
Heckaufreißer nur soweit anheben, dass der Zahn nicht aus der Führung
fallen kann.

• Taster Bolzenzieher 60 loslassen.

Verriegelungsbolzen ausgefahren

• Den Heckaufreißerbedienhebel nach rechts in Richtung - g - drücken.


– Der Verriegelungsbolzen fährt aus und der Aufreißerzahn wird ver-
bolzt.

Achtung Nach der Zahnlängenverstellung kontrollieren ob der Verriegelungsbol-


zen komplett ausgefahren ist.
– Nur bei verbolztem Aufreißerzahn die Maschine in Betrieb nehmen.

Heckwindenbetrieb

3 - 76
3. Bedienung, Betrieb
3.4 Allgemeine Arbeitsmethoden

Achtung Verletzungsgefahr beim Arbeiten mit Heckwinden.


! Bei Heckwindenbetrieb ist der Fahrerplatz mit einem Schutzgitter zu
sichern.

Für den Anbau eines Schutzgitters erhalten Sie bei Liebherr nähere
Auskünfte.

3.4 Allgemeine Arbeitsmethoden


In diesem Abschnitt sind die routinemäßigen Arbeitsmethoden beschrie-
ben.

3.4.1 Planieren
Zum Abschieben von Materialien können je nach Bodenaufbau unter-
schiedliche Arbeitsmethoden gewählt werden.

Aufbauende Schildfüllung

Aufbauende Schildfüllung Bei aufbauender Schildfüllung wird über die gesamte Schubdistanz
Material aufgenommen.
Diese Arbeitsmethode wird normalerweise bei stark verdichteten Böden
mit Erfolg angewandt.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Schub mit vollem Planierschild

3 - 77
3. Bedienung, Betrieb
3.4 Allgemeine Arbeitsmethoden

Schub mit vollem Planierschild Diese Methode wird bei lockeren Böden angewandt und bringt damit
maximale Schubleistung bei gleichzeitiger Erhaltung der Schubbahn.
• Der Planierschild wird am Beginn der Schubdistanz gefüllt.
– Einem dabei eventuell beginnendem Durchdrehen der Ketten kann
durch entsprechendes Anheben des Planierschildes entgegengewirkt
werden.

3.4.2 Feinplanieren

Ausgangsfläche Feinplanie

Ausgangsfläche Zur Erstellung einer Feinplanie, ist am Anfang eine Ausgangsfläche mit
einer Mindestabmessung der Laufwerkslänge der Maschine auf Höhe
des gewünschtem Planums zu schaffen.
Ausgehend von dieser Bezugsfläche kann das Material für die ge-
wünschte Feinplanie eingebaut werden.
Zur Beseitigung der Laufwerksabdrücke wird der Boden unter Verwen-
dung der Schildfreigabe abgezogen.
– Die für die Feinplanie erforderlichen geraden Schildecken werden als
Zubehör angeboten.

3.4.3 Einsatz mehrerer Maschinen

Parallelbetrieb mit zwei Maschinen

3 - 78
3. Bedienung, Betrieb
3.4 Allgemeine Arbeitsmethoden

Parallelbetrieb Werden zum Abschieben größerer Mengen losen Materials zwei Planier-
raupen gleichzeitig eingesetzt, empfiehlt es sich diese im Parallelbetrieb
zu führen.
• Hierbei werden die Maschinen mit möglichst dicht nebeneinander lie-
genden Planierschilden geführt.
– Durch diese Einsatzart wird die Summe der Schubleistung wesentlich
erhöht.

Schieben in Bahnen

Schieben in Bahnen Das Schieben in Bahnen wird vorwiegend zum Transport großer Materi-
almengen über lange Strecken angewandt.
• Zum Anlegen der Schubbahn erste Schildfüllung ca. 10-20m in der
vorgesehenen Bahn vorschieben. Maschine zurücksetzen, Schild neu-
erlich füllen und mit dem bereits vorgeschobenen Material bis zum
Ende der erforderlichen Bahn schieben.
– Durch diese Vorgangsweise kann kaum Material vom Schild seitlich
wegfallen und das Schubvolumen pro Arbeitsgang wird wesentlich
erhöht.

3.4.4 Anlegen bzw. Aufschütten von Gräben


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Grabenziehen

Grabenziehen • Zum Anlegen von Gräben den Planierschild in die gewünschte Rich-
tung voll tilten. Siehe im Abschnitt: "Arbeiten mit der Ausrüstung".
• Die abgesenkte Schildecke in den Boden in geplanter Grabenmitte
ansetzen und die Grabenrichtung anschneiden.

3 - 79
3. Bedienung, Betrieb
3.4 Allgemeine Arbeitsmethoden

Den Arbeitsgang bis zum Erreichen der geforderten Tiefe und der ent-
sprechenden Böschungswinkel fortsetzen.
• Den Planierschild waagrecht stellen und die Grabenränder bereinigen.
Tiefe Gräben werden meist nach dem Anschneiden senkrecht zur Gra-
benflucht hergestellt.

Hinterfüllen von Gräben

Hinterfüllen von Gräben Je nach Schildausrüstung sind unterschiedliche Methoden zu wählen:


• Bei Brustschildeinrichtung wird das Material schräg zur Grabenrichtung
eingebaut.
Ein effizienteres Arbeiten wird mit einer Schwenkschildausrüstung er-
reicht.
• Den Planierschild zum Graben schräg stellen und den Graben durch
Abfahren in Grabenrichtung hinterfüllen.

3.4.5 Roden

Entfernen von Gesträuch bis • Gesträuche durch Absenken der Schildausrüstung bis 5-10 cm unter
mittelgroßer Bäume Niveau und Vorwärtsfahrt aus dem Boden reißen.
• Den Schild anheben, damit die Erde von den Wurzeln abfallen kann.

Baum umdrücken

Hohes Gesträuch und mittel- • Den Baum mit dem Schild in 30-40 cm Höhe anfahren und umdrük-
große Bäume ken. Beim Vorfahren den Schild weiter anheben.

3 - 80
3. Bedienung, Betrieb
3.4 Allgemeine Arbeitsmethoden

Wurzeln durchschneiden

Fällen von Bäumen • Umliegendes Gelände bereinigen.


• Die Wurzel des Baumes gegenüberliegend und parallel zur
gewünschten Fallrichtung mit der Schildausrüstung durchschneiden.

Achtung Unfallgefahr durch Umstürzen des Baumes.


! Bei Fallbeginn des Baumes sofort zurückfahren!
! Nicht auf den Wurzelstock des fallenden Baumes auffahren.

Baum fällen

• Den Baum mit angehobenem Schild langsam in Fallrichtung anfahren.


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Wurzelstock entfernen

3 - 81
3. Bedienung, Betrieb
3.4 Allgemeine Arbeitsmethoden

Entfernen von Wurzelstöcken • Wurzelstock mit dem Schild unter Niveau anfahren und durch Vor-
wärtsfahrt sowie gleichzeitigem langsamen Anheben der Schildausrü-
stung aus dem Boden reißen.
! Beim Befahren des Geländes auf die, die Bodenfreiheit der Maschine
übersteigenden Wurzelstöcke und Gesteineinlagerungen achten!

Gerodetes Material einbauen

Einbau von gerodetem Material • Gerodetes Material möglichst weit unter das vorgesehene Planum
einbauen.
Bei zu geringer Einbautiefe kann es beim Planieren durch herausragen-
de Teile wieder an die Oberfläche gerissen werden.

Arbeitsbereich Grundsätzlich gilt:


Je ebener ein Arbeitsbereich angelegt wird, desto effizienter und scho-
nender kann mit der Maschine gearbeitet werden.

3.4.6 Reißeinsatz
Bei Mehrzahnaufreißern ist es meist vorteilhafter zusätzliche Reißzähne
zu montieren als eine hohe Fahrgeschwindigkeit zu wählen.
Schwer reißbares oder in große Stücke brechendes Material grundsätz-
lich nur mit einem Reißzahn reißen.
Bei leicht reißbarem in kleine Stücke brechendes Material kann ein
Mehrzahnaufreißer mit zwei oder drei Zähnen verwendet werden.
Während dem Reißbetrieb stets darauf achten, dass möglichst beide
Laufwerke in voller Länge am Boden aufliegen. Bei Bedarf Gelände
entsprechend vorbereiten.
In der Regel sollte der Boden so tief wie möglich aufgerissen werden.
Bei gewachsenen Schichten ist jedoch eine schichtweise Vorgangsweise
meist vorzuziehen. Zur Erreichung der gewünschten Reißtiefe ist es in
solchen Fällen erforderlich mehrmals in derselben Spur zu reißen.
Der Abstand der Reißspuren ist je nach gewünschter Zerstückelung zu
wählen.

3 - 82
3. Bedienung, Betrieb
3.5 Transport der Maschine

Kreuzweißes Aufreißen
In Einzelfällen kann ein kreuzweißes Aufreißen erforderlich sein.
In Hanglagen sollte immer bei Talfahrt aufgerissen werden.

Achtung Die Maschine nicht wenden oder rückwärts fahren, wenn sich die Reiß-
zähne im Boden befinden.
! Durch die hohe Drehbelastung könnten die Zähne beschädigt wer-
den.

• Reißzähne öfter auf Verschleiß und eventuelle Beschädigung


kontrollieren.

3.5 Transport der Maschine

Transportieren der Maschine mit LKW oder Bahn

Vor dem Auffahren auf die Ver- Vor dem Auffahren auf die Verladefläche sind folgende Vorkehrungen zu
ladefläche treffen.
Falls notwendig einen Teil der Arbeitsausrüstung der Maschine für die
Dauer des Transports demontieren.
– geeignete Spannseile oder Spannketten zum Verzurren bereitstellen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Rampenneigung
Geeignete Rampe zum Auffahren auf die Verladefläche bereitstellen. Der
Rampen-Neigungswinkel - W - darf maximal 30° betragen.

3 - 83
3. Bedienung, Betrieb
3.5 Transport der Maschine

Nassreinigung
Die Ketten der Maschine sind vor dem Befahren der Rampe von Eis und
Schlamm zu reinigen.

Auffahren auf die Verladefläche Für detaillierte Beschreibungen siehe Abschnitt "Bedienung, Betrieb".
Beim Auffahren auf die Verladefläche einweisen lassen!
Stellen Sie sicher, dass ein Einweiser aufgestellt ist, der dem Maschi-
nenfahrer die notwendigen Zeichen gibt.

Einweiser

Personen die als Einweiser fungieren, müssen grundsätzlich seit-


lich zur Maschine ihre Position einnehmen!

Startvorgang

• Den Dieselmotor starten.


Siehe auch in den Abschnitten "Starten des Dieselmotors" und
"Fahrbetrieb".

3 - 84
3. Bedienung, Betrieb
3.5 Transport der Maschine

Sicherheitshebel unten

• Sicherheitshebel 1 nach unten stellen.

Gefahr Unfallgefahr durch unvorsichtiges Fahren!


Durch unvorsichtiges Fahren besteht eine Unfallgefahr für das Verlade-
personal, den Einweiser, sowie auch für den Fahrer der Maschine.
! Beim Verladen mit der Maschine immer vorsichtig fahren!
Nur im niedrigen Geschwindigkeitsbereich Position "I" auf die Rampe
fahren!

Niedriger Geschwindigkeitsbereich

• Niederen Geschwindigkeitsbereich wählen: den Wippschalter auf Posi-


tion "I" stellen.
• Mit der Maschine vorsichtig anfahren.
Für detaillierte Beschreibungen siehe Abschnitt "Bedienung, Betrieb".

Nach dem Auffahren auf die • Die Maschine anhalten.


Verladefläche
• Die Arbeitsausrüstung absenken und die Ausrüstung plan auf die
Ladefläche absetzen.
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3. Bedienung, Betrieb
3.6 Verladen der Maschine mit Kran

Sicherheitshebel oben

• Den Sicherheitshebel 1 nach oben stellen.


• Den Dieselmotor abstellen.
• Alle Türen und Hauben der Maschine schließen und absperren.

Verzurrstelle vorne

Verzurrstelle hinten

• Die Maschine gegen Verrutschen sichern: dazu Unterlegkeile sowie


Spannseile oder Spannketten verwenden.
• Die Spannseile oder Spannketten bei den markierten Verzurrstellen an
der Maschine befestigen.

3.6 Verladen der Maschine mit Kran

Grundsätzlich sind bei der Durchführung von Verladearbeiten die


Unfallverhütungsvorschriften zu beachten!
Siehe im Abschnitt "Sicherheitsvorschriften beim Verladen der Maschine
mit Kran".

3 - 86
3. Bedienung, Betrieb
3.6 Verladen der Maschine mit Kran

Vor dem Verladen der Maschine mit Kran sind folgende Vorkehrungen
zu treffen.
Vorkehrungen:
– Alle Bedienungshebel in Neutralstellung bringen.
– Sicherheitshebel nach oben stellen.
– Dieselmotor abstellen.
– Alle Türen und Hauben der Maschine schließen und absperren.
Für detaillierte Beschreibungen siehe im Abschnitt "Bedienung, Betrieb".
Informieren Sie sich über:
– Gewicht und Kolli-Maße der Maschine: siehe im Abschnitt "Techni-
sche Daten"
– die erforderliche Tragfähigkeit und Länge des Gehänges.

Gefahr Unfallgefahr durch schwebende/herabstürzende Last!


! Der Aufenthalt unter der angehobenen Maschine ist verboten.

Maschine ohne heckseitige Für die Kranverladung sind folgende Ausrüstungen erforderlich:
Ausrüstung
– Anhängevorrichtung- /balken 2
Frontseitig ist die Maschine serienmäßig mit Hebeösen ausgerüstet.

Anschlag - Hebepunkte

• Das Gehänge 2 an den dafür vorgesehenen Anschlag - Hebepunkten


1 an der Maschine befestigen / einhängen.
– Die Anschlag - Hebepunkte sind mit dem Schild 3 gekennzeichnet.
• Die Maschine vorsichtig anheben und verladen.

Maschine mit heckseitiger Aus- Für die Kranverladung sind folgende Ausrüstungen erforderlich:
rüstung
– Anhängevorrichtung- /balken 2
Frontseitig ist die Maschine serienmäßig mit Hebeösen ausgerüstet.
Ist an Ihrer Maschine eine heckseitige Ausrüstung (Heckaufreißer, Bal-
lastgewicht, …) montiert, so sind an dieser Ausrüstung serienmäßig
Ösen zum Heben der Maschine vorgesehen.
Diese Ösen sind mit dem Schild 3 gekennzeichnet.
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3 - 87
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Anschlag - Hebepunkte

• Vor dem Kranverladen die heckseitige Ausrüstung anheben (nur Heck-


aufreißer).
• Das Gehänge an den dafür vorgesehenen Anschlag und Hebepunkte
an der Maschine befestigen.
• Die Maschine vorsichtig anheben und verladen.

3.7 Montageanweisung für den Ab- und An-


bau von Ausrüstungsteilen
Für den Ab- und Anbau der Ausrüstungen wird ein geeignetes Hebe-
zeug benötigt.
Sämtliche Lagerstellen, Bolzen, Gewinde und ähnliches reinigen und auf
Beschädigungen überprüfen.
Vor dem Abbau von Ausrüstungen sind folgende Vorkehrungen zu tref-
fen:
Vorkehrungen:
– Arbeitsausrüstung absenken.
– Alle Bedienungshebel in Neutralstellung bringen.
– Den Sicherheitshebel nach oben stellen.
– Den Dieselmotor abstellen.
Informieren Sie sich über:
– Gewicht der Ausrüstung: siehe im Abschnitt "Technische Daten".
– Die erforderliche Tragfähigkeit und Länge des Gehänges.

Gefahr Unfallgefahr durch schwebende / herabstürzende Last!


! Der Aufenthalt unter angehobener Ausrüstung ist verboten.

3.7.1 Ausrüstung Lagerschalen

3 - 88
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Ausrüstung Anlenkpunkte
In den Anlenkpunkten der Ausrüstung sind verschleißfeste Lagerschalen
eingebaut.
Bei der Montage der Lagerschalen ist darauf zu achten, dass diese
seitenrichtig montiert werden.

Lagerschale - Steg
An den Lagerschalen ist ein schmaler 1 sowie ein breiter 2 Steg.
• Die Lagerschale ist so zu montieren, dass diese bündig ist.

Lagerschale - Ausrüstung
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

• Lagerschale seitenrichtig montieren.


– Lagerschale 3 falsch montiert
– Lagerschale 4 richtig montiert

3 - 89
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Schrauben in den Halbschalen

• Bei der Montage von Halbschalen die Schrauben 1 von unten in die
Halbschalen einsetzen.
– Die Muttern 2 sind an der Kolbenstange.

3.7.2 An- und Abbau außenliegender Schubrahmen


mit Schild

Aufbau - Übersicht

Schubrahmen - Schild

1 Linke Schubrahmenhälfte 4 Druckstrebe


2 Rechte Schubrahmenhälfte 5 Tiltzylinder
3 Mittellager 6 Schild

3 - 90
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

7 Hubzylinder 10 Anschluss Tiltzylinder


8 Hubzylinder 11 Mittelsicherung
9 Anschluss Tiltzylinder

Kugelzapfen montieren

• Die Kugelzapfen beidseitig am Laufrollenrahmen montieren.


– Schrauben über Kreuz anziehen.

Schubrahmenhälfte links

• Die linke Schubrahmenhälfte mit geeignetem Hebezeug zur Maschine


heben und mittels Halbschalen am Kugelzapfen montieren.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Schubrahmenhälfte unterbauen

• Die Schubrahmenhälfte vorne links und rechts standsicher unterbauen.

3 - 91
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Schubrahmenhälfte rechts

• Die rechte Schubrahmenhälfte mit geeignetem Hebzeug zur Maschine


heben und mittels Halbschalen am Kugelzapfen montieren.

Mittellager

1 Rechte Schubrahmenhälfte 5 Lager - Halbschale


2 Linke Schubrahmenhälfte 6 Lagerring
3 Zwischenplatte 8 Gewindeleiste
4 Lager - Halbschale

• Das Mittellager mit den Lagerschalen auf die linke Schubrahmenhälfte


aufschieben (gemäß Zeichnung vormontieren).
– Trennfuge der Lagerschalen oben und unten.

Schubrahmenhälften verbinden

• Die Schubrahmenhälften mittels Gewindeleisten und Sechskantschrau-


ben verbinden.
– Gewindeleisten mit der bearbeiteten Seite auf das Mittellager aufset-
zen.

3 - 92
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

• Die Schrauben leicht anziehen.


• Den Schubrahmen links, rechts und in der Mitte standsicher
unterbauen.

Tiltleitungen am Schubrahmen

• Die Tiltleitungen am Schubrahmen montieren. Die Flanschhälften ent-


fernen und anstelle der Verschlussdeckel die Hydraulikschläuche mon-
tieren.
– Kurzer Schlauch oben.
– Langer Schlauch unten.

Hydraulikdruck

! Keine Leitungen, Schläuche und Anschlussstücke entfernen, solange


die Hydraulikanlage unter Druck steht.
Bei abgestelltem Dieselmotor und eingeschalteter Zündung alle Funktio-
nen nochmals ansteuern, damit der Druck in den Hydraulikleitungen
abgebaut wird.

• Einen geeigneten Behälter unter die Anschlüsse an der Maschine


stellen.
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3 - 93
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Tiltleitungsanschlüsse an der Maschine

• Verschlussschrauben entfernen und Tiltschläuche montieren.

Schutzabdeckungen

• Schutzabdeckungen am Schubrahmen links und rechts montieren.

Schild am Schubrahmen montieren

• Schild zur Maschine heben und mittels Halbschalen am Schubrahmen


montieren.

3 - 94
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Tiltzylinder montieren

• Die Halbschale mit den eingesetzten Schrauben, für Tiltzylinder- und


Druckstrebenbefestigung schildseitig am Schild einlegen.
– Die Halbschalen mit kurzem Holzstück fixieren.
• Den Tiltzylinder 5 rechts am Schild 6 und am Schubrahmen anbauen.
• Die Druckstrebe links am Schild 6 und am Schubrahmen anbauen.
• Die Transportsicherung an den Hubzylindern nach unten klappen und
festziehen
• Die Maschine wie beschrieben starten. Siehe Abschnitt "Starten des
Dieselmotors".
• Den Hubzylinder vorsichtig ausfahren.
• Die Maschine ordnungsgemäß abstellen.
• Den Hubzylinder am Schild mittels Halbschalen befestigen.

Maschine ausrichten

• Die Maschine starten und durch vorsichtiges Drehen auf der Stelle
zum Schild ausrichten.
– Der Abstand "a" links und rechts zwischen Schubrahmen und Laufrol-
lenrahmen muss gleich groß sein.
• Die Maschine ordnungsgemäß abstellen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

• Die Schrauben der Mittellagerung 3 festziehen.

3 - 95
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Stützlasche - Mittellagerung

• Die Stützlasche am Schild und am Schubrahmen mittels Bolzen und


Klappstecker montieren.
Der Abbau erfolgt sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge.
– Bei längerer Lagerung Teile vor Korrosion schützen.

3.7.3 An- und Abbau 1- Zahn Heckaufreißer

Aufbau - Übersicht

1 - Zahn Heckaufreißer

1 Zugbalken 4 Zahnverstellzylinder
2 Hydraulikzylinder 5 Rahmen
3 Aufreißerzahn

Anhängevorrichtung

3 - 96
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Die Anhängevorrichtung muss zum An- bzw. Abbau des Heckaufreißers


demontiert werden.
• Geeignetes Hebezeug an der Anhängevorrichtung befestigen.
• Vier Sechskantschrauben entfernen und die Anhängevorrichtung ab-
nehmen.

Bolzen ansetzen

• Die Bolzen innen am Tragrahmen ansetzen.

Anschlagpunkte Aufreißerrahmen

• Mit Hebezeug den Aufreißerrahmen an den Anschlagpunkten 1 zur


Maschine heben und vorsichtig in die unteren Führungen am Tragrah-
men einführen.
• Das Spiel zwischen Tragrahmen und Aufreißerrahmen durch Beilegen
von Distanzscheiben 2 ausgleichen.
– Die Bohrungen am Heckaufreißer müssen mit den Bohrungen am
Tragrahmen fluchten, bevor die Bolzen von innen nach außen einge-
schlagen werden können.
• Den Bolzen links und rechts einschlagen.
• Die Bolzen mit Sechskantschraube und Scheibe sichern.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

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3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Aufreißerrahmen unterbauen

• Den Aufreißerrahmen ordnungsgemäß unterbauen.

Anhängevorrichtung

• Die demontierte Anhängevorrichtung wieder montieren.

Zugbalken

• Zugbalken mit Hebezeug anheben und am Aufreißerrahmen mittels


Bolzen montieren.
– Vorhandenes Spiel mit Distanzscheiben ausgleichen.
– Bolzen von innen nach außen einschlagen und mit Sechskantschrau-
be und Scheibe sichern.

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3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Zugbalken unterbauen

• Zugbalken mit Hebezeug anheben und den Zugbalken ordnungsge-


mäß unterbauen.

Hydraulikzylinder anbauen

• Hydraulikzylinder 2 am Tragrahmen und am Aufreißerrahmen


montieren.
– Bolzen von innen nach außen einschlagen und mit Sechskantschrau-
be und Scheibe sichern.
– Bei Hydraulikzylindern keine Distanzscheiben verwenden!
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Zahnverstellzylinder anbauen

• Die Zahnverstellzylinder 4 oben am Tragrahmen und am Zugbalken


montieren.
– Bolzen von innen nach außen einschlagen und mit Sechskantschrau-
be und Scheibe sichern.
– Bei Hydraulikzylindern keine Distanzscheiben verwenden!

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3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Hydraulikdruck

! Keine Leitungen, Schläuche und Anschlussstücke entfernen, solange


die Hydraulikanlage unter Druck steht.
Bei abgestelltem Dieselmotor und eingeschalteter Zündung alle Funktio-
nen nochmals ansteuern, damit der Druck in den Hydraulikleitungen
abgebaut wird.

• Einen geeigneten Behälter unter die Anschlüsse an der Maschine


stellen.

Anschlussplan Hydraulikleitungen

• Die Verschlussdeckel entfernen und die Hydraulikschläuche montieren.


– Achten Sie auf größte Sauberkeit, damit kein Schmutz ins Hydraulik-
system gelangt.
• Starten Sie den Dieselmotor und überprüfen Sie die Funktionen des
Heckaufreißers. Siehe Abschnitt "Arbeiten mit der Ausrüstung".

Heckaufreißer anheben

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3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

• Heckaufreißer komplett anheben.


– Heckaufreißerbedienhebel nach hinten Richtung " f " ziehen.

Aus- Einbau der Zahnspitze / Zahnschutz

Gefahr ! Verletzungsgefahr durch Herabfallende Ausrüstung.


Niemals unter einer angehobenen Ausrüstung arbeiten.
– Heckaufreißer ca. 5 - 10 cm über den Boden absenken.

Achtung ! Beim Herausschlagen der Sicherungselemente besteht Verletzungs-


gefahr durch abplatzendes Material.
– Schutzbrille und Schutzkleidung tragen.
– Personen dürfen sich nicht im Gefahrenbereich aufhalten.

Heckaufreißer - Zahn

1 Zahnspitze 5 Steg
2 Bolzen 6 Zahnadapter
3 Sicherungsring 7 Zahnschutz
4 Ring

Ausbau • Bolzen 2 mit geeignetem Werkzeug herausschlagen.


Mining Ausführung:
– Der Ring 4 und der Bolzen 2 werden bei der Demontage beschädigt
und müssen erneuert werden.
Standard Ausführung:
– Der Sicherungsring 3 und der Bolzen 2 können, wenn diese bei der
Demontage nicht beschädigt wurden, wieder verwendet werden.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

3 - 101
3. Bedienung, Betrieb
3.7 Montageanweisung für den Ab- und Anbau von Ausrüstungsteilen

Steg - Zahnspitze

Einbau Beim Einbau den Steg 5 auf der Oberseite positionieren.

Ring - Zahnspitze

• Ring 4 in den Zahnadapter 6 einlegen und Zahnspitze 1 auf den


Zahnadapter aufsetzen.

Bolzen ansetzen

• Bolzen 2 auf der Ring 4 Gegenseite einschieben, bis der Konus des
Bolzens im Ring 4 anliegt.
– Vor dem Einschlagen kontrollieren ob der Bolzen gleichmäßig im
Ring anliegt. Unsachgemäße Montage kann den Sicherungsring 3
beschädigen.

3 - 102
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Bolzen einschlagen

• Bolzen 2 mit einem dosierten nicht zu festen Hammerschlag einschla-


gen, bis der Sicherungsring im Bolzen einschnappt.

Aufreißerzahn montieren

Aufreißerzahn montieren

• Aufreißerzahn mit geeignetem Hebezeug von unten in die Zahnauf-


nahme einführen.
• Den Aufreißerzahn mit Bolzen, Ring und Sechskantschraube fixieren.
– Bolzen von außen nach innen einschlagen.
– Bei hydraulischer Zahnlängenverstellung, den Aufreißerzahn mittels
Verriegelungsbolzen fixieren. Siehe auch im Abschnitt "Arbeiten mit
optionalen Ausrüstungen".
Der Abbau erfolgt sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge.
– Bei längerer Lagerung Teile vor Korrosion schützen.

3.8 Notbetrieb
Die elektronische Anlage der Maschine wird von der Elektronikbox über-
wacht. Bei Auftreten eines Fehlers schaltet die Elektronikbox die Maschi-
ne in den Notbetrieb. Je nach aufgetretenem Fehler wird die Maschine
in zwei unterschiedlichen Varianten des Notbetriebes umgeschalten.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Kontrollleuchte Elektronik blinkt:


– Fehler wird in der LC-Anzeige angezeigt. Fahrgeschwindigkeit ist
normal.

Kontrollleuchte Elektronik blinkt:


– Fehler wird in der LC-Anzeige angezeigt. Fahrgeschwindigkeit ist
reduziert.

3 - 103
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

In beiden Fällen ist umgehend der Liebherr Kundendienst zu verständi-


gen.

Bei einem Schadensfall ist die Maschine, wenn erforderlich, aus einem
Gefahrenbereich zu schleppen, bzw. kann eventuell rückwärts aus dem
Gefahrenbereich heraus gefahren werden.

3.8.1 Schleppen der Maschine


Die folgenden Schleppanweisungen gelten nur für Ausnahmesituationen,
um eine fahruntüchtige Maschine bis zu einem Ort zu befördern, wo
diese repariert oder verladen werden kann.
Schleppgeschwindigkeit und Abschleppdistanz:
– max. Schleppgeschwindigkeit höchstens 2 km/h (Schritttempo),
– nur kurze Strecke zulässig, um die Maschine aus einem Gefahrenbe-
reich zu schleppen (max. 200 m).
Über lange Strecken die Maschine immer mittels Transportmittel beför-
dern!
Das Abschleppen der Maschine ist problematisch und erfolgt immer in
der Verantwortung des Betreibers.
Schäden oder Unfälle die sich beim Abschleppen der Maschine ereig-
nen, können auf keinen Fall von der Garantie des Herstellers gedeckt
werden.

Sonnenräder - Fahrgetriebe

Gefahr ! Unfallgefahr durch abrollende Maschine.


Ab 2° Neigung beginnt die Maschine abzurollen.
– Die Maschine kann bei gezogenen Sonnenrädern nicht angehalten
werden.
– Das Abschleppen der Maschine durch Ziehen der Sonnenräder ist
nicht erlaubt!

Die Maschine nur gemäß der nachfolgenden Anleitung abschleppen.


Ein Abschleppen durch Ziehen der Sonnenräder ist aus Gründen der
Sicherheit strengstens verboten.
! Das Ziehen der Sonnenräder ist nur zum Einstellen der Maschine
durch autorisiertes Fachpersonal erlaubt.

Sicherheit beim Schleppen


Siehe auch im Abschnitt "Sicheres Abschleppen der Maschine".

3 - 104
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Gefahr Unfallgefahr durch unsachgemäßes Schleppen!


Das unsachgemäße Schleppen einer fahruntüchtigen Maschine kann
schwere Verletzungen oder den Tod zur Folge haben!
! Vor dem Lösen der Bremsen zum Abschleppen, die Maschine immer
gegen Wegrollen sichern!

• Beim Schleppen alle vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften und die


folgenden Empfehlungen beachten.
– Den Winkel des Abschleppseils zur Maschine auf ein Minimum hal-
ten. Er darf nicht mehr als 30° von der Maschinenlängsachse abwei-
chen.
– Die Maschine langsam und gleichmäßig anfahren bzw. bewegen. Bei
ungleichmäßiger Bewegung der Maschine kann das Abschleppseil
oder die Stange überlastet werden und reißen.
– Beim Abschleppen in Hanglagen muss die Abschleppmaschine min-
destens so groß wie die zu Schleppende sein. Leistung, Gewicht und
Bremskraft der Abschleppmaschine müssen ausreichen, um beide
Maschinen unter Kontrolle zu halten. Gegebenenfalls zum Abbrem-
sen eine gleich große Maschine hinten anhängen.

Schleppfahrt
Zum Abschleppen sind nachfolgende Anschlagpunkte vorne und hinten
an der Maschine vorgesehen.

Anschlagpunkte vorne
Der Anschlagpunkt zum Schleppen vorwärts ist der vordere Verzurr-
punkt.
– Die Verzurrpunkte sind mit dem Hinweisschild gekennzeichnet.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Anschlagpunkt hinten

3 - 105
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Der Anschlagpunkt zum Schleppen rückwärts ist die Abschleppkupplung


hinten.

Schleppfahrt Die Maschine ist mit einer Feststellbremse ausgestattet, die mittels
Hydraulikdruck gelüftet wird, der Hydrostat wirkt als Betriebsbremse. Bei
Fahruntüchtigkeit der Maschine ist die Feststellbremse betätigt und die
Maschine kann nicht bewegt werden.

Maschine zum Abschleppen Um die Maschine Schleppen zu können ist der Hydrostat kurzzuschlie-
vorbereiten ßen und die Feststellbremse ist zu lösen.
! Das Schleppen ist nur mit funktionsfähiger elektrischer Anlage mög-
lich.

Trittblechtür links öffnen

• Trittblechtür links öffnen.


• Zur besseren Zugänglichkeit Luftfilterdeckel abnehmen und
Hauptfilterelement herausziehen.

Messverschraubungen demontieren

• An der Konsole die vier Messverschraubungen demontieren.

3 - 106
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Bremsadapter

1 Bremsadapter 3 Patronenhalter
2 Stutzen

• Bremsadapter 1 aus der Werkzeugausrüstung entnehmen.


• Stutzen 2 mit Überwurfmutter und Verschlusskegel vom Bremsadapter
demontieren.

Schlauch demontieren

• Schlauch vom Anschluss "C" demontieren und mit dem Stutzen 2 des
Bremsadapters verschließen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Bremsadapter anschließen

• Bremsadapter 1 vom Patronenhalter 3 abschrauben und am An-


schluss "C" anschließen.
• Hydraulikleitungen zum Kurzschließen aus der Werkzeugausrüstung
entnehmen.

3 - 107
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Anschlüsse kurzschließen

• Die Anschlüsse "ML1-ML2" und "MR1-MR2" mit den Hydraulikleitun-


gen kurzschließen.

Patronenhalter aufschrauben

• Neue Druckluftpatrone in den Patronenhalter 3 einsetzen und den


Patronenhalter auf den Bremsadapter aufschrauben.
• Trittblechtür schließen.
• Fahrerstand besteigen.

Not - Aus Taster angehoben

• Stellung des Not - Aus Tasters 61 überprüfen.


– Für den Abschleppvorgang muss der Not - Aus Taster 61 in Be-
triebsstellung sein (Not - Aus Taster angehoben).

3 - 108
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Startschalter - Kontaktstellung

• Startschalter auf Kontaktstellung stellen.


Folgende Kontrollleuchten leuchten:
– Kontrollleuchte - Fahrwerksbremse
– Kontrollleuchte - Pumpenspeisedruck
– Ladekontrollleuchte
– Kontrollleuchte - Elektronik Störung

Abschlepptaster / Scrolltaste drücken

• Taster-Abschleppmodus 70 und Scrolltaste 53 innerhalb von 10 Se-


kunden gleichzeitig drücken.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

LC-Anzeige "TOWING"
– In der LC-Anzeige blinkt das Wort "TOWING".
– Der Abschleppmodus ist damit aktiviert.

3 - 109
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Sicherheitshebel unten

• Sicherheitshebel nach unten stellen.


– Kontrollleuchte - Fahrwerksbremse leuchtet.

Vorwärtsfahrt

• Fahrhebel nach vorne auslenken.


– Durch Auslenken des Fahrhebels wird die Feststellbremse gelöst.
– Die Kontrollleuchte Fahrwerksbremse erlischt.

Gefahr Die Maschine ist jetzt ungebremst.


– Den Abschleppvorgang unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen
Sicherheitshinweise durchführen.

Achtung ! Die Maschine NICHT länger als 10 Minuten und schneller als 2 km/h
und nicht über eine Gesamtstrecke von mehr als 200 m abschlep-
pen.
– Andernfalls kann es zu Ölmotorschäden kommen.

Maschine anhalten / stoppen Um die Maschine zu stoppen bzw. anzuhalten können Sie:
• Den Fahrhebel in Neutralstellung stellen.
• Not-Aus Taster drücken.
• Zündung ausschalten.

Achtung In gefährlichen bzw. unübersichtlichen Situationen kann die Maschine


durch Drücken des Not - Aus Tasters gestoppt werden.

3 - 110
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Not - Aus Taster drücken

• Not - Aus Taster drücken.


– Die Feststellbremse fällt ein.
Um das Schleppen wieder fortzusetzen ist der Not - Aus Taster anzuhe-
ben und der Abschleppvorgang ab dem Drücken der Scrolltaste und der
Taste Abschleppmodus zu wiederholen.
Sollte die Kontrollleuchte Fahrwerksbremse nicht erlöschen, muss der
Abschleppvorgang ab dem Einsetzen der Druckluftpatrone wiederholt
werden.
– Der Druck im System reicht zum Lüften der Bremse nicht mehr aus.

Sicherheitshebel oben

Nach dem Abschleppvorgang • Fahrhebel in Neutralstellung stellen.


– Die Feststellbremse fällt ein.
– Kontrollleuchte Fahrwerksbremse muss aufleuchten.
• Not - Aus Taster drücken.
• Sicherheitshebel nach oben stellen.
• Zündung ausschalten
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3 - 111
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Hydraulikdruck

Achtung ! Vor dem Abschrauben des Bremsadapters den Hydraulikdruck im


System abbauen.
– Durch mehrmaliges Betätigen des Fahrhebels in Richtung Vor-/Rück-
wärts, den Druck im Hydrauliksystem abbauen.
– Bremsadapter vorsichtig demontieren.

Gefahr Vor Wiederinbetriebnahme der Maschine ist zu überprüfen ob die für


den Abschleppvorgang eingesetzten Teile wieder demontiert und der
Serienstand hergestellt wurde.

3.8.2 Fremdstart-Vorgang
Bei Startschwierigkeiten durch gealterte Batterien, kann die Maschine mit
Hilfe einer Fremdbatterie gestartet werden.
Stellen Sie sicher, dass Sie die nachstehenden Sicherheitsvorkehrungen
getroffen haben.

Anklemmen der Fremdbatterie

Gefahr Unfallgefahr durch falsche oder unvorsichtige Vorgangsweise beim Star-


ten mit Fremdbatterien!
Beim Anschließen der Fremdbatterien kann bei gealterten Batterien eine
erhöhte Gasbildung entstehen. Es entsteht "EXPLOSIONSGEFAHR"!
! Vermeiden Sie daher offenes Feuer und jegliche Funkenbildung im
Bereich der Batterien.
! Tragen Sie beim Fremdstartvorgang Schutzbrille und Schutzhand-
schuhe.
! Verwenden Sie nur Fremdstartkabel mit ausreichendem Querschnitt.

3 - 112
3. Bedienung, Betrieb
3.8 Notbetrieb

Fremdstart - Vorgang

1 Massepunkt der entladenen


Batterie
2 Pluspol der entladenen Batte-
rie

• Ein Fremdstartkabel zuerst am Pluspol der entladenen Batterie 2 und


dann am Pluspol der Fremdbatterie anschließen.
• Das zweite Fremdstartkabel zuerst am Massepunkt der entladenen
Batterie 1 und dann am Minuspol der Fremdbatterie anschließen.
• Den Dieselmotor starten. Siehe im Abschnitt "Starten des Dieselmo-
tors".

Abklemmen der Fremdbatterie

Vor Abnahme der Fremdstartkabel ist der Dieselmotor der Maschine


unbedingt in den unteren Leerlauf zu bringen.
Eventuell große Verbraucher einschalten, wie zum Beispiel Scheinwerfer
um Überspannung zu vermeiden.
• Zuerst das Fremdstartkabel vom Minuspol der Fremdbatterie und dann
vom Massepunkt der entladenen Batterie 1 entfernen.
• Anschließend das zweite Fremdstartkabel zuerst vom Pluspol der
Fremdbatterie und dann vom Pluspol der entladenen Batterie 2 entfer-
nen.
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3 - 113
3. Bedienung, Betrieb

NOTIZEN:

3 - 114
4. Betriebsstörungen

4. Betriebsstörungen
Warn- und Störungsmeldungen
– Diverse Störungen werden durch entsprechende Kontrollleuchten (op-
tisch) oder Anzeigeinstrumente am Instrumentenpult angezeigt.
Siehe dazu Kapitel "Bedienung, Betrieb", Abschnitt "Anzeigeeinheit".
– Warnfunktionen werden ggf. zusätzlich akustisch unterstützt.
Erkennen und Beheben von Störungen und Fehlern
– Störungen sind sehr oft darauf zurückführen, dass die Maschine nicht
richtig bedient oder gewartet wurde.

Lesen Sie deshalb bei jeder Störung noch einmal den entsprechen-
den Teil in der Betriebs- und Wartungsanleitung genau durch.
– Die Ursache für die Störung analysieren und umgehend beheben!
– Beschreiben Sie die Störung und alle Begleitumstände möglichst
genau, wenn Sie den Liebherr-Kundendienst in Anspruch nehmen.
Genaue Angaben ermöglichen es, die Ursache der Störung schnell zu
finden und abzustellen. Dazu sind auch genaue Angaben über die Type
und Seriennummer der Maschine erforderlich.
– Führen Sie keine Arbeiten aus, für die Sie nicht ausgebildet bzw.
eingewiesen sind.

Liebherr-Service

Können Sie die Ursache der Störung anhand der "Fehlercode- Ta-
bellen" nicht erkennen, oder die Störung nicht beseitigen, sprechen
Sie den Liebherr-Kundendienst an.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

4-1
4. Betriebsstörungen
4.1 Störungen und Abhilfe

4.1 Störungen und Abhilfe

Dieselmotor
Störung / Fehler Ursache Beseitigung

Starter dreht nicht durch Hauptsicherung durchgebrannt Sicherung ersetzen

Batterieanschlüsse lose oder korro- Lose Anschlüsse reinigen und fest-


diert ziehen

Batteriespannung zu niedrig Batterie laden oder ersetzen

Starterstromkreis unterbrochen oder Liebherr Kundendienst aufsuchen


Kontakte korrodiert

Starter defekt Liebherr Kundendienst aufsuchen

Starter dreht langsam durch Batteriespannung zu niedrig Batterie laden oder ersetzen

Batterieanschlüsse lose oder korro- Lose Anschlüsse reinigen und fest-


diert ziehen

Außentemperatur zu niedrig Maßnahmen für Winterbetrieb


beachten

Dieselmotor startet nicht oder bleibt Kraftstoffbehälter leer Auftanken, Kraftstoffsystem entlüften
gleich wieder stehen

Kraftstoff-Filter verstopft Kraftstoff-Filter erneuern

Kraftstoffleitung, Vorreiniger oder Reinigen und Kraftstoffanlage entlüf-


Sieb im Kraftstoffbehälter verstopft ten

Kraftstoffanlage oder Filter undicht Abdichten und entlüften

Luft in der Kraftstoffanlage Kraftstoffanlage entlüften

Kraftstoff nicht kältefest Vorfilter reinigen, Kraftstoff-Filter er-


neuern; Winterkraftstoff verwenden

Außentemperatur zu niedrig Maßnahmen für Winterbetrieb


beachten

Heizflansch defekt (bei kalten Tem- Heizflansch überprüfen und evtl.


peraturen) austauschen

Dieselmotor startet schlecht Undichtheit bzw. zu geringer Druck Dichtheitsprüfung (Sichtprüfung);


im Kraftstoff-Niederdruckkreislauf von Liebherr Kundendienst prüfen
lassen

Dieselmotor-Kompression zu gering Liebherr Kundendienst aufsuchen

4-2
4. Betriebsstörungen
4.1 Störungen und Abhilfe

Heizflansch defekt (bei kalten Tem- Heizflansch überprüfen und evtl.


peraturen) austauschen

Störung in der Elektronik Fehlerspeicher vom Motorsteuerge-


rät auslesen, Liebherr Kundendienst
aufsuchen

Dieselmotor stellt ungewollt ab Spannungsversorgung unterbrochen Liebherr Kundendienst aufsuchen

Undichtheit bzw. zu geringer Druck Dichtheitsprüfung (Sichtprüfung);


im Kraftstoff-Niederdruckkreislauf von Liebherr Kundendienst prüfen
lassen

Störung in der Elektronik Fehlerspeicher vom Motorsteuerge-


rät auslesen, Liebherr Kundendienst
aufsuchen

Schlechte Dieselmotorleistung (Lei- Defekt am Kraftstoffsystem (ver- Sichtprüfung auf Leckagen, Filter
stungsmangel) stopft, undicht) wechseln, Liebherr Kundendienst
aufsuchen

Ladedruck zu gering Lose Schellen, defekte Dichtungen


und Schläuche, Luftfilter ver-
schmutzt, Turbolader hat keine Lei-
stung

Ladelufttemperatur zu hoch Ladeluftkühler verschmutzt, schlech-


(Automatische Leistungsreduktion te Lüfterleistung, Umgebungstempe-
durch Motorsteuergerät) ratur zu hoch, Liebherr
Kundendienst aufsuchen

Kühlmitteltemperatur zu hoch (Auto- Kühler auf Verschmutzung, Lüfter


matische Leistungsreduktion durch und Thermostat prüfen, Kühlmittel-
Motorsteuergerät) stand überprüfen, Liebherr Kunden-
dienst aufsuchen

Kraftstofftemperatur zu hoch Liebherr Kundendienst aufsuchen


(Automatische Leistungsreduktion
durch Motorsteuergerät)

Einsatzgebiet über 1800 Meter über Keine Abhilfe, Dieselmotorleistung


dem Meeresspiegel wurde automatisch reduziert

Einspritzdüsen bleiben hängen oder Liebherr Kundendienst aufsuchen


zerstäuben nicht

Dieselmotor - Kompression zu ge- Liebherr Kundendienst aufsuchen


ring
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Störung in der Elektronik Fehlerspeicher vom Motorsteuerge-


rät auslesen, Liebherr Kundendienst
aufsuchen

Dieselmotor wird zu heiß (nach An- Zu wenig Kühlmittel Nachfüllen


zeige Kühlmitteltemperatur)

4-3
4. Betriebsstörungen
4.1 Störungen und Abhilfe

Kühler innen verschmutzt oder ver- Reinigen bzw. entkalken


kalkt, Kühler außen stark
verschmutzt

Thermostat defekt Prüfen ggf. erneuern, Liebherr Kun-


dendienst aufsuchen

Geber Kühlmitteltemperatur defekt Prüfen ggf. erneuern, Liebherr Kun-


dendienst aufsuchen

Lüfter zu geringe Drehzahl (nur Lüfterantrieb prüfen ggf. erneuern,


hydrostatischer Lüfterantrieb) Liebherr Kundendienst aufsuchen

Kontrollleuchte Ladestrom leuchtet Spannung Keilrippenriemen ungenü- Riemenspannung prüfen, ggf.


bei laufendem Dieselmotor auf gend Spannrolle erneuern

Keilrippenriemen gerissen Keilrippenriemen erneuern

Kabelverbindungen lose oder ge- Kabel befestigen bzw. ersetzen


trennt

Generator, Gleichrichter oder Regler Liebherr Kundendienst aufsuchen


defekt

Dieselmotor raucht schwarz Einspritzdüsen bleiben hängen oder Liebherr Kundendienst aufsuchen
zerstäuben nicht

Turbolader defekt.(zu geringer Lade- Liebherr Kundendienst aufsuchen


druck)

Abgase sind blau Ölstand im Dieselmotor zu hoch. Ölstand richtig stellen Liebherr Kun-
Schmieröl gelangt in den Verbren- dendienst aufsuchen
nungsraum und wird verbrannt.

Verdichterseitige Abdichtung am Liebherr Kundendienst aufsuchen


Abgasturbolader defekt

Kurbelgehäuseentlüftung defekt Überprüfen ggf. ersetzen

Abgase sind weiß Spritzbeginn zu spät Liebherr Kundendienst aufsuchen

Heizflansch defekt (bei kalten Tem- Heizflansch überprüfen und evtl.


peraturen) austauschen

Dieselmotor nagelt Verbrennungsstörungen Liebherr Kundendienst aufsuchen

Dieselmotor klopft Ventilspiel zu groß Ventilspiel einstellen

Einspritzdüsen schadhaft oder ver- Liebherr Kundendienst aufsuchen


kokt

Lagerschaden Liebherr Kundendienst aufsuchen

Kolbenringe verschlissen oder ge- Liebherr Kundendienst aufsuchen


brochen, Kolben gefressen

4-4
4. Betriebsstörungen
4.1 Störungen und Abhilfe

Abnormale Geräusche Undichtheit an Ansaug- und Undichtheit beseitigen, evtl. Dich-


Abgasleitung verursacht pfeifendes tung erneuern
Geräusch

Anstreifen des Turbinen- oder Ver- Liebherr Kundendienst aufsuchen


dichterrades am Gehäuse;
Fremdkörper in Verdichter oder Tur-
bine; Festgefressene Lager der ro-
tierenden Teile

Schmieröl-Druck zu niedrig Ölstand in der Ölwanne zu niedrig Öl bis zur vorgeschriebenen Marke
auffüllen

Schmieröl zu dünnflüssig (Ölverdün- Öl ablassen, vorgeschriebenes Öl


nung durch Dieselkraftstoff) einfüllen

Öldruckmanometer oder Druckgeber Öldruck prüfen und schadhafte Öl-


defekt druckgeber oder Manometer aus-
wechseln; Liebherr Kundendienst
aufsuchen

Endregelventil arbeitet nicht richtig Liebherr Kundendienst aufsuchen


bzw. Schmutz im Endregelventil

Lagerspiele infolge Abnützung zu Liebherr Kundendienst aufsuchen


groß oder Lagerschaden

Schmieröl im Kühl-System Ölkühler oder Ölkühlerplatte undicht Liebherr Kundendienst aufsuchen

Kühlwasser im Schmieröl O-Ringe an den Zylinderlaufbuchsen Liebherr Kundendienst aufsuchen


undicht

Ölkühler oder Ölkühlerplatte undicht Liebherr Kundendienst aufsuchen

Hydraulikanlage
Störung / Fehler Ursache Beseitigung

Kontrolleuchte Speisedruck erlischt Überhöhte Leckage Kundendienst rufen


nicht nach Starten des Motors
HINWEIS:
Motor sofort abstellen

Anomale Geräusche der Hydraulik- Absperrhahn am Hydraulikbehälter Absperrhahn öffnen


pumpen geschlossen
HINWEIS:
Motor sofort abstellen!
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Hydraulikpumpen saugen Luft Ölstand im Hydraulikölbehälter prü-


fen, Ansaugleitungen auf Dichtheit
prüfen

Keine Reaktion auf Auslenkung des Sicherheitshebel in oberster Stellung Sicherheitshebel nach unten stellen /
Fahrhebels oder Not-Aus-Schalter gedrückt Not-Aus-Schalter ziehen

4-5
4. Betriebsstörungen
4.1 Störungen und Abhilfe

Keine Reaktion bei Ansteuern der Schildfreigabe eingeschaltet Schildfreigabe ausschalten


Funktion Schild heben

Fahrwerk, Laufwerk
Störung / Fehler Ursache Beseitigung

Ölaustritt an Laufrollen, Tragrollen Abdichtung schadhaft Abdichtung erneuern


oder Leitrad

Mangelhafte Kettenführung am Lei- Leitradführung am Laufrollenrahmen Spiel der Leitradführung einstellen


trad hat zuviel Spiel

Kette springt ab od. über Kettenspannung zu gering/Kettenrad Kettenspannung einstellen/erneuern


verschlissen

Richtig gespannte Kette verliert beim Kettenspannzylinder schadhaft Kettenspannzylinder prüfen,


Einsatz schnell an Spannung ggf. wechseln, od. abdichten (nur
autorisiertes Fachpersonal)

Lauf- od. Tragrolle steckt Laufwerk extrem verschmutzt reinigen

Elektrische Anlage
Störung / Fehler Ursache Beseitigung

Ladekontrolleuchte erlischt nicht Keilriemen für Lichtmaschine lose Keilriemen spannen oder wechseln
oder gerissen

Lichtmaschine schadhaft Lichtmaschine wechseln

Batterien werden nicht oder ungenü- Batterien schadhaft Batterien wechseln


gend geladen

Batterie Anschlüsse verschmutzt / Batterie Anschlüsse reinigen


oxidiert

Kabel gelöst oder schadhaft Kabel anschließen oder erneuern

Nicht- oder Fehlfunktion einer Kon- Glühlampe durchgebrannt, schadhaftes Teil wechseln
trollleuchte oder eines Anzeigein- Anzeigeinstrument schadhaft
struments

Ausfall einzelner oder aller Funktio- Steckverbinder getrennt oder schad- Steckverbinder richtig befestigen
nen des Instrumentenpultes haft, Masseleitung unterbrochen, bzw. wechseln, Kurzschluss behe-
Kurzschluss - Sicherung defekt ben, Sicherung erneuern

Heizungsanlage
Störung / Fehler Ursache Beseitigung

Heizung gibt keine Warmluft ab Absperrhähne der Kühlflüssigkeits- Absperrhähne öffnen


leitung am Motor geschlossen

4-6
4. Betriebsstörungen
4.1 Störungen und Abhilfe

Motor hat keine Betriebstemperatur Motor auf Betriebstemperatur


bringen

Heizungsgebläse läuft nicht Keine Stromversorgung Sicherung und Verkabelung über-


prüfen / Instandsetzen

Gebläsemotor defekt Gebläsemotor wechseln

Nur geringer Luftdurchsatz in der Frischluftfilter verschmutzt Luftansaugöffnungen reinigen


Fahrerkabine Frischluftfilter erneuern

Arbeitsausrüstung
Störung / Fehler Ursache Beseitigung

Zylinder gibt unter Last nach Kolbenabdichtung im Zylinder Zylinder überholen


schadhaft

PR-Kette streift am Schubrahmen Schildeinstellung mangelhaft richtig einstellen

Überhöhtes Lagerspiel an der Aus- Lagerstellen verschlissen Lagerteile erneuern


rüstung
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

4-7
4. Betriebsstörungen
4.2 Störungsbeseitigung

4.2 Störungsbeseitigung

4.2.1 Sicherung wechseln


Um Schäden an der elektrischen Anlage zu vermeiden, dürfen nur
Sicherungen mit der entsprechenden Amperestärke eingesetzt werden.
Vor Ersetzen einer Sicherung muss der betroffene Stromkreis überprüft
werden.

Sicherungen im Batteriebehälter
Die Sicherungen F1, F2 und F104 sind links an der Maschine im
Batteriebehälter angebracht.

Hauptsicherung F1 (Stärke 45A)

Sicherung Relais Flammglüh- F2 (Stärke 60A)


kerze
Sicherung Ansaugluftvorwär- F104 (Stärke 60A)
mung
Bei Ausschalten des Sicherungsautomaten zuerst die Ursache der
Überlastung feststellen und beheben, bevor der Sicherungsautomat wie-
der eingeschaltet wird.
• Durch Drücken des Druckknopfes am Automaten wird die Strom-
versorgung der Maschine wieder hergestellt.

Sicherungen im Die weiteren Sicherungen befinden sich im Zentralelektrik-Gehäuse links


Zentralelektrikgehäuse hinten im Behälter.

Zentralelektrik-Gehäuse

4-8
4. Betriebsstörungen
4.2 Störungsbeseitigung

Der Zugang zu den Sicherungen ist durch Entfernen der Schrauben und
Abnehmen des Deckels möglich.
• Schrauben 1 entfernen und den Deckel 2 abnehmen.

Zentralelektrikgehäuse Sicherungen

• Die Sicherung des erkannten elektrischen Ausfalles an Hand der


nachstehenden Tabelle - Sicherungsaufstellung feststellen.
• Die festgestellte Sicherung herausziehen und gegen eine neue Siche-
rung (Amperestärke je nach Platzierung entsprechend) einsetzen.

Testsockel

Sicherungstester Eine eventuell defekte Sicherung kann über den Sicherungstestsockel


geprüft werden.
• Sicherung auf den Testsockel stecken.
Ist die Sicherung nicht defekt, leuchtet die Lampe 1 am Testsockel.
Andernfalls ist die defekte Sicherung zu wechseln.

Sicherungsaufstellung im Zentralelektrikgehäuse
SA = Sonderausrüstung
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Sicherung Wert Einheit Benennung / Funktion


F3-F6 Nicht belegt
F7 5 A Stromversorgung Anzeigekonsole
F8 7,5 A Sicherheitshebel
F9 10 A Maschinensteckdose
F 10 3 A Anzeigeinstrumente, Warnleuchte
F 11 3 A Hupentaster (Einbau Platine)
F 12 7,5 A Spannungswandler 24/12V

4-9
4. Betriebsstörungen
4.2 Störungsbeseitigung

F 13 5 A Lüftersteuerung elektronisch
F 14 3 A Magnetventile Schnellsenken
F 15.a 3 A Magnetventil Schildfreigabe
F 15.b 5 A Magnetventil Freigabe Heckaufreißer (SA)
F 16 5 A Taster Schildverstellhebel
F 17 - F 18 Nicht belegt
F 19 25 A Klimaanlage (SA)
F 20.a 10 A Heizung
F 20.b 10 A Standheizung (SA)
F 21 5 A Fahrersitz luftgefedert (SA)
F 21.a 7,5 A Fahrersitz luftgefedert, Sitzheizung (SA)
F 21.b 15 A Fahrersitz Grammer
F 23 7,5 A Scheinwerfer Abblendlicht vorne (SA)
F 24 7,5 A Scheinwerfer Fernlicht (SA)
F 25 7,5 A Scheinwerfer - Kraftstofftank (SA)
F 26 7,5 A Scheinwerfer Trittblech (SA)
F 27 20 A Betankungspumpe (SA)
F 28.a 3 A Rückfahrwarneinrichtung (SA)
F 28.b 3 A Rückfahrwarneinrichtung abschaltbar (SA)
F 29 3 A Hydraulikölstandskontrolle (SA)
F 30 3 A Freischaltung Heckwinde (SA)
F 31 16 A Kraftstoffwasserabscheider heizbar (SA)
F 32 3 A Kühlwasserstandskontrolle (SA)
F 33 3 A Schnittwinkelverstellung hydraulisch (SA)
F 34 3 A Bolzenzieher (SA)
F 35 30 A Fahrerkabine
F 36 Nicht belegt
F 37 5 A Standheizung (SA)
F 38 15 A Standheizung (SA)
F 39 Nicht belegt
F 44 Nicht belegt
F 45 3 A Kabineninnenbeleuchtung
F 46 10 A Klemme X18 (24V)
F 47 10 A Klemme X18 (30)
F 48 10 A Klemme X18 (15)
F 49 5 A Spannungswandler
F 50 5 A Rundumkennleuchte (SA)
F 52 Nicht belegt
F 53 3 A Stellmotore Heiz/Klima
F 55 - F 60 Nicht belegt
F 61 1 A Sicherheitshebel
F 64 10 A Spannungswandler 12V (Einbau fliegend im Kabel-
satz)
F 65 3 A Stromversorgung ECU, E-Box
F 66 3 A Stromversorgung ECU, E-Box
F 67 15 A Stromversorgung ECU
F 68 15 A Stromversorgung ECU
F 73 1 A Lüfter reversibel
F 79 7,5 A Betankungspumpe (SA)

4 - 10
4. Betriebsstörungen
4.2 Störungsbeseitigung

F 80 7,5 A Back-up Alarm optisch (SA)


F 81 1 A Radio, Uhr (Einbau fliegend im Kabelsatz)
F 84 Nicht belegt
F 90 5 A Schildfreigabe
F 92 3 A Diagnosestecker
F 107 Nicht belegt
F 108 Nicht belegt
F 109 Nicht belegt
F 113 15 A Kraftstoffwasserabscheider heizbar
F 114 7,5 A Fahrersitz luftgefedert, Sitzheizung (SA)
F 142 Nicht belegt

Sicherungen in der Dachkonsole

Sicherungsaufstellung in der Die Sicherungen in der Dachkonsole können nach dem Abnehmen des
Dachkonsole Deckels gewechselt werden.
• Den Deckel abnehmen und die defekte Sicherung wechseln.

Sicherungsaufstellung in der Dachkonsole

Sicherung Wert Einheit Benennung / Funktion


F 22 15 A Scheinwerfer Kabine vorne
F 22 XN 7,5 A Scheinwerfer Kabine vorne Xenon
F 40 7,5 A Wischer Türen
F 41 7,5 A Wischer vorne und hinten
F 42 7,5 A Scheinwerfer vorne links, hinten links
F 43 Nicht belegt
F 51 8 A Zusatzscheinwerfer hinten (SA)
F 54 3 A Heizung / Klima - Stellmotore
F 143 15 A Scheinwerfer Hubpressen
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Sicherung Radio Das Radio ist mit einer separaten Sicherung abgesichert.

4 - 11
4. Betriebsstörungen

Radio Sicherung

• Sollte das Radio nicht funktionieren, das Radio ausbauen und die
Sicherung 1 überprüfen bzw. wechseln.

Sicherung Wert Einheit Benennung / Funktion


F 71 5 A Radio

4 - 12
5. Wartung
5.1 Wartungs- und Inspektionsplan

5. Wartung
5.1 Wartungs- und Inspektionsplan
In diesem Abschnitt verwendete Abkürzungen: Bh oder h = Betriebsstun-
den.
Verschiedene Kennzeichen (Kreis, Box, Stern - gefüllt und Kreis, Box,
Stern - leer) teilen die Wartungsarbeiten in zwei Gruppen ein.

Die Kennzeichen bedeuten:


Tabelle mit Kreis, Box, Stern - gefüllt
hier muss der Maschinen-Betreiber oder dessen Wartungspersonal die
Wartungsarbeiten in Eigenverantwortung druchführen.
Betrifft die Wartungsintervalle: alle 10 und 50 Betriebsstunden (h) und
Sonderintervalle.

Die Kennzeichen bedeuten:


Tabelle mit Kreis, Box, Stern - leer
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

hier muss das autorisierte Fachpersonal von Liebherr oder deren Ver-
tragshändler die Wartungs- und Inspektionsarbeiten druchführen oder
anleiten.
Betrifft die Wartungsintervalle: bei Übergabe und alle 500, 1000, 2000
Betriebsstunden (h) und Sonderintervalle.
Eine Liste der Ersatzteile, die Sie für die Wartungs- und Inspektionsar-
beiten benötigen, finden Sie im "SERVICE PAKET" der Ersatzteilliste.

5-1
5. Wartung
5.1 Wartungs- und Inspektionsplan

Wartung / Inspektion Durchzuführende Arbeiten Durchfüh-


bei Betriebsstunden rungshinweis

durch Wartungspersonal mit autorisiertem Fachpersonal


bei Übergabe

alle 1000
alle 2000
alle 250
alle 500
alle 8 - 10
alle 50

n einmalige Tätigkeit o einmalige Tätigkeit


l Wiederholungsintervall m Wiederholungsintervall

BA - Betriebsanleitung Bh - Betriebsstunden
SH - Service Handbuch

Dieselmotor
o l l l m m m Ölstand und Kühlmittelstand kontrollieren BA
l l l m m m Motor, Kühleranordnung und Bodenwanne auf Verschmutzung prüfen / reinigen BA
l l l m m m Kraftstoff - Wasserabscheider am Vorfilter kontrollieren / bei Bedarf entleeren BA
- sofort bei Aufleuchten der Kontrollleuchte
l l m m m Kraftstofftank, Kondensat und Bodensatz ablassen BA
- jedoch mind. 1x wöchentlich
m m m Motoröl wechseln1) BA
- bei Erschwernisfaktoren Intervall kürzen
- muss jedoch mind. 1x jährlich
m m m Schmierölfilter wechseln BA
- jedoch mind. 1x jährlich
m m m Korrosions-Frostschutz-Konzentration im Kühlmittel prüfen BA
m m m Riementrieb - Zustand kontrollieren BA
m m m Steuergeräte Lagerung, Sensorik und Kabelverbindungen auf Zustand prüfen BA
o m m m Öl-, Kühl- und Kraftstoffsystem auf Dichtheit und Zustand prüfen BA
o o m m Ansaug- und Abgassystem - Befestigung und Dichtheit prüfen BA
o m m Motorbefestigung und Ölwanne auf festen Sitz prüfen BA
m m m Kraftstoff-Vor- und Feinfilter wechseln BA
- Entlüftungsvorschrift beachten
- Vorfilter auch bei Leistungsmangel
m m Ventilspiel prüfen / einstellen
- bei kaltem Motor SH
m m m Abgasrückführungsklappe prüfen BA
m m Drehzahl kontrollieren SH
m m Zahnkranz am Schwungrad fetten SH
m m Ölprobe vor Ölwechsel entnehmen und zur Analyse einsenden BA
m m m Ölabscheider wechseln / erneuern BA
- muss jedoch mind. 1x jährlich
Heizflansche prüfen SH
- vor Winterbeginn
Heizflansch wechseln BA
- 10000 Bh
Luftfiltereinsätze erneuern BA
- bei Bedarf / jährlich
Kühlmittel mit Gefrierschutz erneuern BA
- 6000 Bh (jedoch mindestens alle 4 Jahre)

5-2
5. Wartung
5.1 Wartungs- und Inspektionsplan

Wartung / Inspektion Durchzuführende Arbeiten Durchfüh-


bei Betriebsstunden rungshinweis

durch Wartungspersonal mit autorisiertem Fachpersonal


bei Übergabe

alle 1000
alle 2000
alle 250
alle 500
alle 8 - 10
alle 50

n einmalige Tätigkeit o einmalige Tätigkeit


l Wiederholungsintervall m Wiederholungsintervall

BA - Betriebsanleitung Bh - Betriebsstunden
SH - Service Handbuch

Hydraulikanlage
o l l l m m m Ölstand im Hydrauliktank prüfen BA
m m m Ölkühler auf Verschmutzung prüfen / reinigen BA
m m m Druckfilter für Einspeisung erneuern BA
o m m Hauptstrom-Rücklauffiltereinsatz erneuern bzw. sofort bei Aufleuchten der Kontrollleuchte BA
o o m m Arbeits- und Fahrhydraulikanlage auf Funktion und Dichtheit prüfen, Schlauchverlegung auf BA
Scheuerstellen prüfen
o m m Alle Hydraulikdrücke gemäß Einstellprotokoll prüfen / einstellen SH
o m m Befestigungen und Verschraubungen auf Festsitz prüfen BA
n m m Magnetstab reinigen (auch nach Reparaturen) BA
- bis 50 Bh täglich
m m Ölprobe (vor dem Ölwechsel) entnehmen und zur Analyse einsenden BA
Öl im Hydrauliksystem wechseln (über Filter befüllen). Ölqualität und Ölwechselintervalle siehe BA
Schmier- und Betriebsstoffe "Hydrauliköl".

Pumpenverteilergetriebe
o l l l m m m Ölstand prüfen BA
m m m Getriebeöl erneuern BA
- jedoch mind. alle 2 Jahre

Elektroanlage
o l l l m m m Funktion der Anlage inkl. Anzeigen und Armaturen prüfen BA
o m m Batterie - Säurestand prüfen
- jedoch mind. 1x jährlich BA
o m m Batterieanschlüsse reinigen / prüfen / fetten BA
o m m Kabelführungen und Anschlüsse kontrollieren BA/SH
o m m Steuerungssystem des Fahrantriebes gemäß Einstellprotokoll prüfen / einstellen SH
m m Batterie - Säuredichte (Ladezustand) prüfen
- vor Winterbeginn SH
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5-3
5. Wartung
5.1 Wartungs- und Inspektionsplan

Wartung / Inspektion Durchzuführende Arbeiten Durchfüh-


bei Betriebsstunden rungshinweis

durch Wartungspersonal mit autorisiertem Fachpersonal


bei Übergabe

alle 1000
alle 2000
alle 250
alle 500
alle 8 - 10
alle 50

n einmalige Tätigkeit o einmalige Tätigkeit


l Wiederholungsintervall m Wiederholungsintervall

BA - Betriebsanleitung Bh - Betriebsstunden
SH - Service Handbuch

Heizung/Lüftung/Klimaanlage
l m m m Klimaanlage regelmäßig einschalten
- mind. 1x in 14 Tagen BA
l m m m Wasserablassventile Klimaanlage prüfen, bei Bedarf reinigen BA
o m m m Anlage auf Funktion und Dichtheit prüfen BA
m m m Kondensator auf Verschmutzung prüfen
- bei Bedarf ausblasen BA
m m m Umluft- und Frischluftfilter reinigen, nach Bedarf erneuern, bei starkem Staubanfall Wartungsinter- BA
vall verkürzen
m m m Befestigungsschrauben und Antriebsriemen des Klimakompressors prüfen BA
m m m Trocknereinheit prüfen (Feuchtigkeit, Füllung, Zustand) BA
- bei Bedarf erneuern, Anlage evakuieren und neu befüllen
m m m Wasserablassventil Klimaanlage reinigen BA
m Elektrische Leitungen auf Scheuerstellen und Steckverbindungen auf Festsitz prüfen BA
Klimaanlage - Überprüfung durch Kältetechnik - Fachpersonal
- 1x jährlich SH

Fahrgetriebe
o l m m m Ölstand für Dichtungsraum prüfen
- mind. 1x jährlich
- oder bei Aufleuchten der Kontrollleuchte BA
o m m m Getriebeölstand prüfen - Magnetstopfen reinigen BA
o m m Verschraubungen auf Festsitz prüfen BA/SH
1)
o m m Getriebeöl erneuern - Magnetstopfen reinigen BA
- jedoch mind. alle 4 Jahre
o m m Dichtungsraum Schmieröl erneuern / Dichtungsraum spülen BA
- jedoch mind. alle 4 Jahre
m m Ölprobe aus Getriebe vor Ölwechsel entnehmen und zur Analyse einsenden BA

5-4
5. Wartung
5.1 Wartungs- und Inspektionsplan

Wartung / Inspektion Durchzuführende Arbeiten Durchfüh-


bei Betriebsstunden rungshinweis

durch Wartungspersonal mit autorisiertem Fachpersonal


bei Übergabe

alle 1000
alle 2000
alle 250
alle 500
alle 8 - 10
alle 50

n einmalige Tätigkeit o einmalige Tätigkeit


l Wiederholungsintervall m Wiederholungsintervall

BA - Betriebsanleitung Bh - Betriebsstunden
SH - Service Handbuch

Laufwerk
n n m m m Befestigungsschrauben und Muttern der Laufwerkskomponenten, spez. Platten- und Kettenradseg- BA
mentschrauben auf Festsitz prüfen
l m m m Pendelbrückenlager abschmieren BA
- Intervall bei Bedarf kürzen
m m m Sämtliche Laufwerksteile auf Dichtheit prüfen BA
m m m Leitradführungen prüfen / einstellen, bei Bedarf Teile erneuern BA
o m Stirnseitige Achslagerschrauben auf Festsitz prüfen BA
o Kettenspannung auf Arbeitseinsatz einstellen BA
- bei Bedarf / Einsatzwechsel
Laufwerk reinigen BA
- bei Bedarf
Laufwerksverschleiß prüfen SH
- bei Bedarf

Arbeitsausrüstung
o l l l m m m Schneidkanten, Ecken und Aufreißerspitzen auf Verschleiß prüfen - Auf einsatzgerechte BA
Bestückung achten
o n m m m Schild - Mittelstellung und Befestigung der Lasche prüfen
- und bei jedem Anbau BA
m m m Sämtliche Lagerstellen auf Spiel / Verschleiß prüfen BA
n m m m Schrauben, Muttern und Bolzensicherungen auf Festsitz prüfen BA
m m m Ausrüstung auf Gewaltschäden prüfen BA

Allgemein
o l m m m Sämtliche Schmierstellen gemäß Schmierplan abschmieren
- Intervall bei Bedarf kürzen BA
o m m m Gesamte Maschine auf richtige Wartung und ordnungsgemäßen Zustand prüfen BA
o Maschinenliteratur, speziell Betriebsanleitung / Sicherheitshinweise dem Bedienungspersonal erläu- BA
tern

1) Ölqualität und Viskosität siehe Kapitel "Schmier- und Betriebsstoffe".


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5-5
5. Wartung
5.2 Füllmengen, Schmierplan

5.2 Füllmengen, Schmierplan

5.2.1 Empfohlene Schmier- und Betriebsstoffe

Benennung Empfohlener Schmierstoff Füllmenge Einheit


Dieselmotor Liebherr Motoroil 10W-40 70 l
(mit Filterwechsel) Liebherr Motoroil 10W-40 18.5 US gal.
low ash
Liebherr Motoroil 5W-30
Hydraulikanlage Liebherr Hydraulic Basic 68
Liebherr Hydraulic Basic
100
Liebherr Hydraulic HVI
Liebherr Hydraulic Plus
Liebherr Hydraulic Plus
Arctic
Systeminhalt 330 l
87.2 US gal.

Tankinhalt 280 l
74 US gal.
Verteilergetriebe Liebherr Hypoid 6,4 l
85W-140EP 6.8 quarts
Liebherr Syntogear Plus
75W-90
Liebherr Gear Basic 90 LS
Fahrgetriebe Liebherr Hypoid 2 x 22,5 l
85W-140EP 2x6 US gal.
Gleitringdichtung Fahrge- siehe Hydraulikanlage 7,5 l
triebe 8 quarts
Kraftstofftank Handelsüblicher Dieselkraft- 860 l
stoff mit Schwefelgehalt 227 US gal.
kleiner oder gleich 0,5%
Kühlmittel Liebherr Antifreeze OS Mix 85 l
Liebherr Antifreeze OS 22 US gal.
Concentrate
Gesamtinhalt 85 l
22 US gal.
Scheibenwaschanlage Handelsübliches Scheiben- 9,5 l
waschmittel oder denatu- 10 quarts
rierter Alkohol
Kältemittel Klimaanlage R143a 1600 g
Kälteöl im Klimakompressor SP10 PAG 200 ccm

5-6
5. Wartung
5.2 Füllmengen, Schmierplan

5.2.2 Schmierplan
Der Schmierplan dient als Übersicht über den Ort der Wartungsstellen
an der Maschine und den Zeitraum der Wartungsintervalle.
Detaillierte Informationen finden Sie im Abschnitt "Wartungs- und Inspek-
tionsplan", sowie in den einzelnen Beschreibungen über die Durchfüh-
rung der Wartungstätigkeiten, siehe im Abschnitt "Wartung".
Für detaillierte Informationen über die erforderlichen Schmier- und
Betriebsstoffe, sowie Füllmengen, siehe im Abschnitt "Schmier- und
Betriebsstoffe".
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5-7
5. Wartung
5.2 Füllmengen, Schmierplan

Schmierplan - Bild

5-8
5. Wartung
5.2 Füllmengen, Schmierplan

5.2.3 Schmierplan Symbole

Dieselmotor

Hydrauliktank

Verteilergetriebe

Fahrgetriebe

Fahrgetriebe Gleitringdichtung

Pendelbrückenlager

Schmierpunkte

Scharniere

Intervalle in Betriebsstunden

Ölstand prüfen

Ölwechsel einmalig

Ölwechsel

Abschmieren
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5-9
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

5.3.1 Allgemeine Angaben


Beachten Sie die Angaben für Schmier- und Betriebsstoffe. Schmieren
Sie die Maschine und wechseln Sie die Öle innerhalb der vorgegebenen
Zeitabstände. Weitere Informationen siehe: "Schmierplan" und "War-
tungs- und Inspektionsplan". Den Arbeitsplatz bei diesen Tätigkeiten
sauber halten. Das erhöht die Zuverlässigkeit und die Lebensdauer der
Maschine.
• Alle Arbeiten an der Maschine auf ebenem und festem Boden durch-
führen.
• Dieselmotor abstellen, Zündschlüssel abziehen und Batteriehaupt-
schalter auf Stellung 0 (aus) drehen.
• Schmiernippel vor dem Schmieren reinigen.
• Alle Einfüllpunkte einschließlich deren Umgebung vor dem Öffnen
reinigen.
• Ölwechsel vorzugsweise bei betriebswarmem Öl durchführen.
• Nach jedem Ölwechsel oder Nachfüllen die Füllmenge (das Niveau)
des betreffenden Aggregates überprüfen (die angegebenen Füllmen-
gen sind Richtwerte).
• Alte Schmier- und Betriebstoffe in geeigneten Behältern auffangen und
entsprechend der gültigen Vorschriften umweltgerecht entsorgen.

5.3.2 Dieselkraftstoffe

Spezifikation
Dieselkraftstoffe müssen den Mindestanforderungen der nachstehend
angeführten Spezifikationen entsprechen.

Zugelassene Spezifikationen:
– DIN EN 590
– ASTM D 975-89a - 1D und 2D
Weitere Kraftstoffspezifikationen nur nach Rücksprache mit Liebherr.

Schwefelgehalt im Dieselkraftstoff
In DIN EN 590 ist maximal 50 mg/kg (maximal 0,005 Gewichtsprozent)
Schwefelgehalt zulässig.

5 - 10
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

"Schwefelarme" Dieselkraftstoffe mit einem Schwefelgehalt von weniger


als 0,05% sind nur dann geeignet, wenn durch Additivzugabe eine
Schmierfähigkeit gewährleistet ist. Die Dieselkraftstoff-Schmierfähigkeit
muss nach HFRR (60) Test maximal 460 µ sein (lubricity korrigierter
"wear scar diameter" [1,4] bei 60 °C).

Wenn Dieselkraftstoffe mit einem Schwefelgehalt von mehr als 0,5 Ge-
wichtsprozent verwendet werden, die Ölwechselintervalle halbieren.
Dieselkraftstoffe mit Schwefelgehalt mehr als 1 % sind nicht zulässig.

Die Kraftstoffnorm ASTM D 975 sieht nicht vor, dass die Kraftstoffe eine
Kraftstoff- Schmierfähigkeitsprüfung zu bestehen haben. Eine schriftli-
che Bestätigung des Kraftstofflieferanten muss vorliegen. Die Additi-
vierung sollte vom Lieferanten - in seiner Eigenschaft als
Qualitätsverantwortlicher für den Kraftstoff - vorgenommen werden.
Die Zugabe von Sekundär Lubricity Additiven durch den Kunden wird
nicht empfohlen.

Schriftliche Bestätigung des Lieferanten einholen.

Eine Cetanzahl von mindestens 45 ist für Kraftstoffe nach ASTM D 975
erforderlich.
Eine Cetanzahl über 50 ist vorzuziehen, besonders bei Temperaturen
tiefer als 0°C bzw. 32°F.

Dieselkraftstoff bei tiefen Temperaturen (Winterbetrieb)


Dieselkraftstoff scheidet bei sinkenden Außentemperaturen Paraffinkri-
stalle aus, die den Fließwiderstand im Kraftstoff-Filter so vergrößern,
dass eine ausreichende Kraftstoffversorgung des Dieselmotors nicht
mehr gewährleistet ist.

Gefahr Explosionsgefahr durch falschen Kraftstoff!


Zumischen von Petroleum oder Normalbenzin führt zu Beschädigung
des Dieselmotors.
Wenn die Maschine im arktischen Klima eingesetzt wird:
• Spezielle Dieselkraftstoffe verwenden, die ein ausreichendes Fließver-
halten besitzen.
Wenn die Außentemperatur unter -20°C sinkt:
• Starthilfeeinrichtung (z.B. Kraftstofffilterheizung) verwenden.
• Kein Petroleum oder Normalbenzin dem Dieselkraftstoff beimengen.

5.3.3 Schmieröle für Dieselmotoren

Schmieröl-Qualität
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Für moderne Dieselmotoren werden heute nur hochlegierte Schmieröle


verwendet.
Sie bestehen aus Grundölen, denen Zusätze (Additive) beigemischt sind.
Die Schmierölvorschrift für Liebherr-Dieselmotoren basiert auf folgenden
Spezifikationen und Vorschriften.

5 - 11
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Spezifikation
ACEA - Klassifikation (Association des Constructeurs Européens de E4, E6, E7
l'Automobile) Achtung: Partikelfilterbetrieb nur mit E6 zulässig
API - Klassifikation (American Petroleum Institute) CH-4, CI-4
Achtung: reduzierte Ölwechselintervalle beachten

Schmieröl - Viskosität
Die Auswahl der Schmierölviskosität (Zähigkeit) erfolgt nach der SAE -
Klassifikation (Society of Automotive Engineers).
Maßgebend für die richtige Auswahl der SAE - Klasse ist die Umge-
bungstemperatur.
Die Auswahl der SAE - Klassifikation gibt keinen Aufschluss über die
Qualität eines Schmieröls.
Zu hohe Viskosität kann zu Startschwierigkeiten führen, zu niedrige
Viskosität kann die Schmiereffizienz gefährden.
Die in der Grafik angeführten Temperaturbereiche sind Richtlinien, diese
können kurzfristig über- oder unterschritten werden.

Temperaturabhängige Auswahl der SAE-Klasse


Folgendes Dieselmotorenöl wird für eine Umgebungstemperatur von
-20°C (-4°F) bis +45°C (+113°F) empfohlen:
Liebherr Motoroil 10W-40 , Spezifikation ACEA E4
Liebherr Motoroil 10W-40 low ash , Spezifikation ACEA E6

Folgendes Dieselmotorenöl wird für die Umgebungstemperatur von


-30°C (-22°F) bis +30°C (+86°F) empfohlen:
Liebherr Motoroil 5W-30 , Spezifikation ACEA E4

Schmieröl - Wechselintervalle
Wechselintervalle siehe Kapitel "Wartungs- und Inspektionsplan".
– Ölwechsel je nach Klimazone, Schwefelgehalt im Kraftstoff und Öl-
qualität laut nachfolgender Tabelle.

Bei nicht Erreichen der angegebenen Betriebsstunden (h) im Jahr, sind


Dieselmotoröl und Filter mindestens einmal jährlich zu wechseln.
Verschiedene Erschwernisfaktoren (erschwerte Einsatzbedingungen)
verändern das Wartungsintervall.

Erschwernisfaktoren können sein:


– häufige Kaltstarts
– Schwefelgehalt im Kraftstoff über 0,5 %

5 - 12
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

– Einsatztemperatur unter -10°C


Sind Erschwernisfaktoren gegeben, so muss der Öl- und Filterwechsel
laut nachfolgender Tabelle durchgeführt werden.

Außentemperatur Schwefelgehalt im Kraftstoff CH-4, CI-4 E4, E6, E7


Klima normal bis -10 °C bis 0,5 % 250 h 500 h
über 0,5 % 125 h 250 h
unter -10 °C bis 0,5 % 125 h 250 h
über 0,5 % nicht zuläs- 125 h
sig

5.3.4 Kühlmittel für Dieselmotoren

Allgemeine Empfehlungen
Die Kühlanlage funktioniert nur dann zuverlässig, wenn sie unter Vor-
druck arbeitet. Deshalb ist es unerlässlich, dass sie sauber und dicht
gehalten wird, die Kühlerverschluss- und Arbeitsventile korrekt funktionie-
ren und der erforderliche Kühlmittelstand eingehalten wird.

Von Liebherr freigegebene Korrosionsfrostschutzmittel gewährleisten


ausreichenden Kälte-, Korrosions- und Kavitationsschutz, greifen Dich-
tungen und Schläuche nicht an und schäumen nicht.

Kühlmittel, die ungeeignete Korrosionsfrostschutzmittel enthalten oder


unzureichend oder falsch aufbereitet werden, können den Ausfall von
Aggregaten und Bauteilen im Kühlkreislauf infolge von Kavitations- oder
Korrosionsschäden verursachen.

Außerdem können wärmeisolierende Ablagerungen an wärmeübertragen-


den Bauteilen entstehen, die zur Überhitzung und letztlich zum Ausfall
des Dieselmotors führen.

Wasser (Frischwasser)
Geeignet ist farbloses, klares, frei von mechanischen Verunreinigungen
trinkbares Leitungswasser mit nachfolgenden einschränkenden Analy-
senwerten.

Nicht geeignet sind Meerwasser, Brackwasser, Solen und Industrie-


abwasser.

Frischwasserqualität Summe der Erdalkalien (Wasserhärte): 0.6 bis 3.6 mmol/l (3 bis 20°d)
Ph-Wert bei 20°C: 6.5 bis 8.5
Chlorid-Ionengehalt: max. 80 mg/l
Sulfat-Ionengehalt: max. 100 mg/l

Frischwasserqualität bei Summe der Erdalkalien (Wasserhärte): 0.6 bis 2.7 mmol/l (3 bis 15°d)
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Verwendung von Diesel Coo-


lant Additives (DCA)
Ph-Wert bei 20°C: 6.5 bis 8.0
Chlorid-Ionengehalt: max. 80 mg/l
Sulfat-Ionengehalt: max. 80 mg/l

Wasseranalysen sind bei den zuständigen kommunalen Behörden zu


erfragen.

5 - 13
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Kühlmittel-Mischungsverhältnis
Die Kühlanlage muss ganzjährig mindestens 50% Korrosionsfrostschutz-
mittel enthalten.
Außentemperatur bis Mischungsverhältnis
-37°C / -34°F 50% Wasser / 50% Korrosionsfrostschutzmittel
-50°C / -58°F 40% Wasser / 60% Korrosionsfrostschutzmittel

Temperaturabhängige Auswahl des Mischungsverhältnisses von Wasser und


Korrosionsfrostschutzmittel
A = Anteil in % des Korrosionsfrostschutzmittels im Kühlmittel

Achtung Wenn der Anteil von Korrosionsfrostschutzmittel im Kühlmittel zu hoch


ist, kann der Dieselmotor überhitzen und beschädigt werden.
– Nicht mehr als 60% Korrosionsschutzmittel verwenden.

Zugelassene Korrosionsfrostschutzmittel

Achtung Unsachgemäßes Vermischen verschiedener Produkte kann die Eigen-


schaften des Kühlmittels verschlechtern und das Kühlsystem beschädi-
gen.
– Nur zugelassene Produkte verwenden, verschiedene Produkte nicht
mischen.
– Keinesfalls silikathältige und silikatfreie Produkte mischen.
– Wenn das Liebherr-Produkt vor Ort nicht erhältlich ist:
Rücksprache mit dem Liebherr-Kundendienst halten; Produkte gemäß
"Kühlmittel-Spezifikation für Liebherr Dieselmotoren" verwenden.

Produktbezeichnung Hersteller
Liebherr Antifreeze OS Concentrate Liebherr

Zugelassene fertig gemischte Korrosionsfrostschutzmit-


tel (Premix)

5 - 14
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Achtung Unsachgemäßes Vermischen verschiedener Produkte kann die Eigen-


schaften des Kühlmittels verschlechtern und das Kühlsystem
beschädigen.
– Nur zugelassene Produkte verwenden, verschiedene Produkte nicht
mischen.
– Keinesfalls silikathältige und silikatfreie Produkte mischen.
– Wenn das Liebherr-Produkt vor Ort nicht erhältlich ist:
Rücksprache mit dem Liebherr-Kundendienst halten; Produkte gemäß
"Kühlmittel-Spezifikation für Liebherr Dieselmotoren" verwenden.

Produktbezeichnung Hersteller
Liebherr Antifreeze OS Mix Liebherr

Premix = fertige Mischung (50 % Wasser und 50 % Korrosionsfrost-


schutzmittel)

Achtung Unsachgemäßes Vermischen verschiedener Produkte kann die Eigen-


schaften des Kühlmittels verschlechtern und das Kühlsystem
beschädigen.
– Nur zugelassene Produkte verwenden, verschiedene Produkte nicht
mischen.
– Keinesfalls silikathältige und silikatfreie Produkte mischen.
– Wenn das Liebherr-Produkt vor Ort nicht erhältlich ist:
Rücksprache mit dem Liebherr-Kundendienst halten; Produkte gemäß
"Kühlmittel-Spezifikation für Liebherr Dieselmotoren" verwenden.

Zugelassene Korrosionsschutzmittel (Inhibitoren) ohne


Frostschutz
In Ausnahmefällen und bei ständigen Umgebungstemperaturen
oberhalb des Gefrierpunktes, z.B. in tropischen Gebieten, in denen
nachweislich kein freigegebenes Korrosionsfrostschutzmittel verfügbar
ist, muss als Kühlmittel das Wasser mit folgenden Inhibitoren gemischt
werden:
– Produkt DCA 4 (Diesel Coolant Additives 4)
– Produkt Caltex / Chevron / Havoline / Total
In diesem Fall muss das Kühlmittel jährlich gewechselt werden.
Im Rahmen von Wartungsarbeiten die Konzentration prüfen und eventu-
ell richtig stellen.

Achtung Unsachgemäßes Vermischen verschiedener Produkte kann die Eigen-


schaften des Kühlmittels verschlechtern und das Kühlsystem
beschädigen.
– Nur zugelassene Produkte verwenden, verschiedene Produkte nicht
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

mischen.
– Keinesfalls silikathältige und silikatfreie Produkte mischen.
– Wenn das Liebherr-Produkt vor Ort nicht erhältlich ist:
Rücksprache mit dem Liebherr-Kundendienst halten; Produkte gemäß
"Kühlmittel-Spezifikation für Liebherr Dieselmotoren" verwenden.
– Gesamtes Kühlmittel ablassen, bevor von Korrosionsfrostschutzmittel
auf Korrosionsschutzmittel oder umgekehrt umgestellt wird.

5 - 15
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Produktbezeichnung Hersteller
DCA 4 Diesel Coolant Additives Fleetguard/Cummins Filtration
Caltex XL Corrosion Inhibitor Concentrate Chevron Texaco
Chevron Heavy Duty Extended Life Corrosion Inhibitor Nitrite Free Chevron Texaco
(ELC)
Havoline Extended Life Corrosion Inhibitor (XLI) Chevron Texaco
Total WT Supra Total WT Supra

5.3.5 Hydrauliköl
Entsprechend den nachfolgenden Angaben können folgende Öle als
Hydrauliköl verwendet werden.
Maximaler Wassergehalt des Hydrauliköls: kleiner 0,1 %

Liebherr-Hydrauliköl
Liebherr empfiehlt für die Maschinen, je nach Temperaturbereich, folgen-
de Hydrauliköle:

Liebherr-Hydrauliköl, temperaturabhängige Auswahl der Viskositätsklasse

A Umgebungstemperatur C Betriebsbereich
B Kaltstartbereich mit Warmlauf-
vorschrift

Liebherr Hydraulic Plus und Liebherr Hydraulic Plus Arctic sind


sowohl für Bio-, als auch für den Langzeiteinsatz geeignet.

Sollten Liebherr-Öle vor Ort nicht zu beschaffen sein, so müssen statt-


dessen Motorenöle gemäß dem nachfolgenden Absatz "Motorenöl als
Hydrauliköl" verwendet werden (nach Rücksprache mit dem zuständigen
Kundendienst).

Motorenöl als Hydrauliköl


Bei Verwendung von Motorenölen (Fremdprodukten) empfehlen wir dem
Kunden, sich vorab beim Ölhersteller zu vergewissern, dass die nachfol-
gend geforderten Spezifikationen durch das Fremdprodukt erfüllt werden.

Motorenöle für den Einsatz als Hydrauliköl sind entsprechend den fol-
genden Angaben zu wählen:

5 - 16
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Einbereichsöle (1): API - CD / ACEA - E1


(MB 226.0 und 227.0)
Mehrbereichsöle (2): API - CD, CE, CF / ACEA - E2, E3, E4
(MB 227.5, 228.1, 228.3 und 228.5)

Motorenöl für den Einsatz als Hydrauliköl, temperaturabhängige Auswahl der


Viskositätsklasse (SAE Klasse)1)

A Umgebungstemperatur C Betriebsbereich
B Kaltstartbereich mit Warmlauf- 1 Einbereichsöle
vorschrift 2 Mehrbereichsöle
1)
Bei abweichender Viskositätsklasse: Rückfrage beim Kundendienst

Warmlaufvorschrift
Der schwarze Balken B kennzeichnet Umgebungstemperaturen, die bis
zu 20°C unterhalb des Betriebsbereiches C liegen.

Erfolgt ein Kaltstart bei Umgebungstemperaturen innerhalb von Bereich


B , gilt für die Hydraulikflüssigkeit folgende Warmlaufvorschrift:
1. Dieselmotor nach dem Anlassen nur auf mittlere Drehzahl einstellen
(maximal die Hälfte der Höchstdrehzahl).
2. Arbeitshydraulik vorsichtig ansteuern. Hydraulikzylinder betätigen und
kurzzeitig gegen Anschlag fahren.
3. Nach ca. fünf Minuten zusätzlich die Fahrhydraulik ansteuern. Warmlauf-
dauer insgesamt ca. zehn Minuten.

Erfolgt ein Kaltstart bei noch tieferen Umgebungstemperaturen, gilt fol-


gende Warmlaufvorschrift:
– Vor dem Anlassen des Dieselmotors den Hydrauliktank vorwärmen.
Anschließend Warmlaufvorschrift gemäß Punkt 1. beginnen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Biologisch abbaubare Hydrauliköle

5 - 17
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Achtung Unsachgemäße Vermischung von Hydraulikölen!


Die Vermischung von biologisch abbaubaren Hydraulikölen auf Esterba-
sis untereinander oder mit Mineralölen kann zu aggressiven Reaktionen
führen. Schäden an der Hydraulikanlage sind die Folge.
– Vermischung biologisch abbaubarer Hydrauliköle verschiedener Her-
steller sowie die Vermischung mit Mineralölen unterlassen.

Liebherr empfiehlt für die Maschine, je nach Temperaturbereich:


Liebherr Hydraulic Plus oder Liebherr Hydraulic Plus Arctic.
Bei Verwendung dieser Hydrauliköle ist eine Nebenstromfilterung nicht
zwingend vorgeschrieben.
Sollten diese Öle vor Ort nicht zu beschaffen sein, so dürfen nur Öle auf
Basis vollständig gesättigter synthetischer Ester (HEES) verwendet wer-
den (nach Rücksprache mit dem zuständigen Kundendienst).
Bei Verwendung von synthetischen Estern empfehlen wir die Hydraulik-
schläuche nach 4.000 Betriebsstunden oder spätestens nach vier Jahren
Einsatzdauer zu wechseln.
Öle auf pflanzlicher Basis sind wegen der ungünstigen Temperaturbe-
ständigkeit nicht zulässig.
Polyglykole können wegen ihrer möglichen Lack- und Dichtungsunver-
träglichkeit in Spezialfällen verwenden werden, aber nur nach
Rücksprache mit dem zuständigen Kundendienst.
Bei Verwendung von Fremdprodukten empfehlen wir dem Kunden, sich
vorab beim Ölhersteller zu vergewissern, dass die oben geforderten
Spezifikationen durch das Fremdprodukt erfüllt werden.

Ölwechsel, Ölanalyse, Filterwechsel

Ölwechsel
Liebherr empfiehlt den Betrieb mit regelmäßigen Ölanalysen.
(Weitere Informationen siehe: Ölanalyse)

Ölsorte Ölwechsel

keine Bio- Anwendung Bio-Anwendung (nur mit Ölana-


lyse A) zulässig)
ohne Ölanalyse mit Ölanalyse A) (optional)

Liebherr Mineralöl alle 3000 h alle 6000 h -- C)


Liebherr Hydraulic HVI
Liebherr Hydraulic Basic 68
Liebherr Hydraulic Basic 100

Liebherr-PAO B) alle 4000 h alle 8000 h alle 8000 h


Liebherr Hydraulic Plus
Liebherr Hydraulic Plus Arctic

Fremdprodukt - Mineralöl alle 2000 h alle 2000 h -- C)

Fremdprodukt - vollständig ge- -- C) -- C) alle 2000 h


sättigter synthetischer Ester

Ölwechselintervalle

A)
Wenn das Ergebnis der Ölanalyse positiv ausfällt, darf das Öl auch länger eingesetzt werden.
A)
Wenn das Ergebnis der Ölanalyse negativ ausfällt, muss das Öl sofort gewechselt werden.

5 - 18
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

B)
PAO = Polyalphaoleofin
C)
Kombination nicht zulässig
Bio-Anwendung bedeutet, dass am Einsatzort der Maschine die
Verwendung von biologisch abbaubarem oder umweltfreundlichem Hy-
drauliköl vorgeschrieben ist.
Wenn eine Maschine weniger als 1000 Stunden im Jahr betrieben wird,
ist eine Ölprobe einmal im Jahr erforderlich. Hydrauliköl mit langer
Verweilzeit in der Maschine sollte jedoch spätestens nach vier Jahren
(Mineralöle und vollständig gesättigte synthetische Ester) sowie späte-
stens nach sechs Jahren (Liebher-Plus-Öle) gewechselt werden.
Wenn eine Maschine länger als sechs Monate ununterbrochen stillgelegt
ist, ist vor der Wiederaufnahme des Betriebs eine Ölanalyse erforderlich.

Ölanalyse

Liebherr empfiehlt, regelmäßige Ölanalysen bei der Firma OELCHECK


durchführen zu lassen und den Ölwechsel entsprechend dem Laborbe-
richt vorzunehmen:

– gelbes Set für Biologisch abbaubare Hydrauliköle


– grünes Set für Mineralöle
Siehe auch Kundendienst- Produktinformation.

Gründe für regelmäßige Ölanalysen:


– Kosteneinsparung aufgrund längerer Ölwechselintervalle
– Information über Hydrauliksystem, Komponenten und Medium
– Umwelt- und Ressourcenschutz
Ölprobenentnahme / Einsatzbedingung

Ölprobenentnahme an Maschinen im Normaleinsatz

Ölprobenentnahme an Maschinen im staubintensiven Einsatz

Die Häufigkeit der Ölprobenentnahme richtet sich nach den Einsatzbe-


dingungen.

Ölsorte Ölprobenentnahme

keine Bio-Anwendung (Ölanalyse optional) Bio-Anwendung (Ölanalyse vorgeschrieben)

Liebherr Mineralöl alle 1000 h alle 250 h -- B) -- B)


Liebherr Hydraulic HVI
Liebherr Hydraulic Basic 68
Liebherr Hydraulic Basic 100
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Liebherr-PAO A) alle 1000 h alle 250 h erstmals bei 0 h, dann erstmals bei 0 h, dann
alle 1000 h alle 250 h
Liebherr Hydraulic Plus
Liebherr Hydraulic Plus Arctic

Fremdprodukt - Mineralöl erstmals bei 1000 h, dann alle 250 h -- B) -- B)


alle 500 h

Fremdprodukt - vollständig ge- -- B) -- B) erstmals bei 0 h, dann erstmals bei 0 h, dann


sättigter synthetischer Ester alle 500 h alle 250 h

5 - 19
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Ölprobenentnahme je nach Einsatzbedingung

A)
PAO = Polyalphaoleofin
B)
Kombination nicht zulässig

Filterwechsel

Filterwechsel an Maschinen im Normaleinsatz

Filterwechsel an Maschinen im staubintensiven Einsatz

Die Häufigkeit des Filterwechsels richtet sich nach den Einsatzbedingun-


gen.

Wechsel Rücklauffilter (zulässig sind ausschließlich Liebherr Filter)

alle 1000 h

alle 500 h

5.3.6 Schmieröle für Pumpenverteilergetriebe

Qualität

Empfohlener Schmierstoff Spezifikation


Liebherr Hypoid 85W-140 EP API: GL-5
MIL-L: 2105 D, PRF-2105 E
Liebherr Gear Basic 90 LS API: GL-5
MIL-L: 2105 D
Liebherr Gear Hypoid 90 EP API: GL-5
MIL-L: 2105 B, C, D
Liebherr Syntogear Plus 75W-90 API: GL-4, GL-5, MT-1
MIL-L: 2105 D, PRF-2105 E

Sollten Liebherr-Öle vor Ort nicht zu beschaffen sein, so müssen statt-


dessen Öle gemäß der Spezifikation verwendet werden (nach
Rücksprachen mit dem zuständigen Kundendienst).

Viskosität

5 - 20
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Temperaturabhängige Auswahl der SAE-Klasse

A Umgebungstemperatur

Die Auswahl der Schmierölviskosität (Zähigkeit) erfolgt nach der SAE -


Klassifikation (Society of Automotive Engineers). Die SAE-Klasse gibt
keinen Aufschluss über die Qualität eines Schmieröls. Maßgebend für
die richtige Auswahl der SAE - Klasse ist die Umgebungstemperatur. Die
Funktion von Achsen und Getrieben kann durch die falsche Viskosität
beeinträchtigt werden.
Die in der Grafik angeführten Temperaturbereiche sind Richtlinien, diese
können kurzfristig über- oder unterschritten werden.

5.3.7 Schmieröle für Fahrgetriebe

Qualität

Empfohlener Schmierstoff Spezifikation


Liebherr Hypoid 85W-140 EP API: GL-5
MIL-L: 2105 D, PRF-2105 E
Liebherr Syntogear Plus 75W-90 API: GL-4, GL-5, MT-1
MIL-L: 2105 D, PRF-2105 E

Sollten Liebherr-Öle vor Ort nicht zu beschaffen sein, so müssen statt-


dessen Öle gemäß der Spezifikation verwendet werden (nach Rückspra-
chen mit dem zuständigen Kundendienst).

Viskosität
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5 - 21
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Temperaturabhängige Auswahl der SAE-Klasse

A Umgebungstemperatur

Die Auswahl der Schmierölviskosität (Zähigkeit) erfolgt nach der SAE -


Klassifikation (Society of Automotive Engineers). Die SAE-Klasse gibt
keinen Aufschluss über die Qualität eines Schmieröls. Maßgebend für
die richtige Auswahl der SAE-Klasse ist die Umgebungstemperatur. Die
Funktion von Achsen und Getrieben kann durch die falsche Viskosität
beeinträchtigt werden.
Die in der Grafik angeführten Temperaturbereiche sind Richtlinien, diese
können kurzfristig über- oder unterschritten werden.

5.3.8 Öl für Gleitringdichtung Fahrgetriebe


Hydrauliköl, siehe Hydraulikanlage
Ölqualität und Viskosität analog der Hydraulikanlage verwenden.

5.3.9 Schmierfett und weitere Schmierstoffe

Schmierfett für Zentralschmieranlage, allgemeine Schmierstellen


Liebherr empfiehlt für die Schmierung der Maschine, insbesondere für
Bolzen, Achsen und Schrauben:
– Liebherr Universalfett 9900
– Liebherr Universalfett Arctic (Tieftemperatureinsatz)
Das Fett muss der Spezifikation KP2k, Konsistenz 2 oder NLGI - Klasse
nach DIN 51818 und DIN 51825 oder EP 2 nach NF-T-60 132 entspre-
chen.
Das Fett muss aus einem Lithium - Komplex bestehen und einen
VKA-Wert von mindestens 2300 N nach DIN 51350 bzw. ASTM D 2596
aufweisen.

Kontaktspray für Schleifringe


Cramolin

Schmierstoff für Kolben, Kolbenmutter und Kolbenlagermontage an


Hydraulikzylindern
Gleitmo

Spezial-Korrosionsschutzmittel für Einbauräume von Dichtelemen-


ten an Hydraulikzylindern
Rostilo Tarp CFX

Die Temperatureinsatzbereiche der Liebherr-Fette sind wie folgt festge-


legt:

5 - 22
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Temperatureinsatzbereiche Liebherr-Fette

A Nicht beim Einsatz in


Zentralschmieranlagen
B Kurzzeitige Temperaturspitzen
bis 200°C

Schmierfett für automatische Fettzentralschmieranlage


Fette mit Hochdruckzusätzen (EP-Fette) sind empfehlenswert.
Nur Fette gleicher Verseifungsart verwenden.

Achtung Ungeeignete Festschmierstoffe!


Festschmierstoffe (z.B. Graphit) können die Zentralschmieranlage ver-
stopfen oder beschädigen.
– Schmierfette gemäß o.a. Tabelle verwenden.

5.3.10 Öl für Scharniere und Gelenke


Scharniere und Gelenke ohne Schmiernippel mit Motorenöl schmieren.

5.3.11 Entnahme von Ölproben

Gefahr ! Verletzungsgefahr durch drehende und heiße Motorteile!


Entgegen den Angaben in dieser Betriebsanleitung, darf zur Ölprobe-
nentnahme die linke Motorraumtür bei laufendem Dieselmotor geöffnet
werden.
– Vermeiden Sie das Tragen von Krawatten, Schals, offenen Jacken
und nicht anliegender Kleidung.
– Achten Sie auf heiße Abgasleitungen und Motorteile.
Die Ölprobe entnehmen Sie:
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

– Über die Ölprobenentnahmeventile (Hydraulik und Dieselmotor)


– Kurz nach dem Stillstand der Maschine - denn Schmutz und Ver-
schleißpartikel sind noch in Schwebe, eventuell vorhandenes Wasser
hat sich noch nicht abgesetzt.
– Bei Betriebstemperatur - warmes Öl lässt sich schneller entnehmen.
– Immer nach der gleichen Methode und an der gleichen Stelle.
– Nie aus dem Filter.
– Nicht kurz nach einem Ölwechsel oder nachdem größere Mengen Öl
nachgefüllt wurden.

5 - 23
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

– Nur in ein sauberes und trockenes Probengefäß.


– Mit der Handabsaugpumpe den Entnahmeschlauch ca. in die Mitte
des jeweiligen Ölvolumens eintauchen.

Probenentnahmestellen

Hydraulik -Ölprobenentnahmeventil

Hydraulikanlage a) Am SP- Anschluss über Ölprobenentnahmeventil 1 (empfohlene Me-


thode) oder

SP - Anschluss
b) am SP- Anschluss 2 mittels Minimessschlauch oder

Entlüftungsschraube
c) Entlüftungsschraube am Hydrauliktank entfernen und mit geeigneter
Handabsaugpumpe Ölprobe entnehmen.

5 - 24
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Dieselmotor - Ölprobenentnahmeventil

Dieselmotor a) Am Ölprobenentnahmeventil 2 mittels Entnahmeschlauch oder

Dieselmotor - Ölmessstabrohr
b) mit Handabsaugpumpe über Ölmessstabrohr oder
c) Ölprobe beim Ölwechsel dem abfließenden Ölstrom entnehmen.

Pumpenverteilergetriebe - Ölmessstabrohr

Pumpenverteilergetriebe a) Mit Handabsaugpumpe über Ölmessstabrohr oder


b) Ölprobe beim Ölwechsel dem abfließenden Ölstrom entnehmen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5 - 25
5. Wartung
5.3 Schmier- und Betriebsstoffe

Öleinfüllöffnung

Fahrgetriebe Mit Handabsaugpumpe über Öleinfüllöffnung

Ölanalyse
Eine Ölanalyse sollte mindestens folgende Daten enthalten:
Methode Bestimmung von
Atom-Emmissions-Spektroskopie (AES) Verschleißmetalle, Additive, Verunreinigungen
Eisen, Chrom, Zinn, Aluminium, Nickel, Kupfer, Blei, Molybdän,
Silber, Silizium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Bor, Zink, Phosphor,
Barium
FT-Infrarot-Spektroskopie (FT-IR), Ölzustand und Verunreinigungen
Öloxidation, Glykol, Wasser, Nitration, Kraftstoff, Ruß
Viskosität Viskositätsmessung Viskosität bei 40°C und 100°C, Viskositätsindex
Hinweis auf Schmierfähigkeit und Vermischung
Analex PQ-Index Magnetischer Metallabrieb
Aussage über die Menge vom gesamten magnetisierbaren Eisenab-
rieb im Öl größer 5 micron

Liebherr empfiehlt die Ölanalysen bei der "Fa. Wear - Check " durchfüh-
ren zu lassen. Ein Set mit Probenflaschen, Entnahmeschlauch,
Probenbegleitscheinen und Versandtaschen sind unter folgenden Bestell-
nummern bei LIEBHERR erhältlich:
Id. Nr.: 70 18 369 (12 Einheiten)
Id. Nr.: 70 18 368 ( 6 Einheiten)
Eine Handpumpe zur Probenentnahme ist erforderlich und separat zu
bestellen. (Id.Nr.: 81 45 666).

Entnahme von Kühlmittel


Das Kühlmittel entnehmen Sie:
– bei kaltem Dieselmotor

5 - 26
5. Wartung
5.4 Vorbereitende Tätigkeiten zur Wartung

Achtung Verbrühungsgefahr durch herausspritzendes Kühlmittel!


! Nahe der Betriebstemperatur ist das Motorkühlsystem heiß und unter
Druck.
! Verschlusskappe am Einfüllstutzen des Ausgleichsbehälter nur bei
abgekühltem Motor öffnen.
! Öffnen Sie den Verschlussdeckel des Ausgleichsbehälters nur, wenn
er soweit abgekühlt ist, dass man ihn anfassen kann. Den Deckel
dann vorsichtig drehen um zuerst den Überdruck abzulassen.
! Keinesfalls das Kühlsystem bei heißem Motor auffüllen.
! Hautkontakt mit Kühlmittel unbedingt vermeiden.
! Herstellerhinweise beachten.
– Spritzer in die Augen oder auf die Haut sofort mit viel Wasser
auswaschen.

Kühlmittelentnahmeventil

Kühlanlage a) Am Kühlmittelentnahmeventil 3 mittels Entnahmeschlauch

Schauglas Kühlmittel
b) über den Kühlmittel-Einfüllstutzen 2.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5.4 Vorbereitende Tätigkeiten zur Wartung


Vor der Durchführung diverser Wartungsarbeiten muss die Maschine,
wenn in der Beschreibung nicht ausdrücklich anders angegeben, in
Wartungsstellung gebracht werden.
Diverse Wartungsarbeiten sind z.B.:
– abschmieren der Ausrüstung,
– Ölstandskontrolle bzw. Ölwechsel beim Motor, Pumpenverteilergetrie-
be, Fahrgetriebe, Hydrauliktank usw.,

5 - 27
5. Wartung
5.4 Vorbereitende Tätigkeiten zur Wartung

– Filterwechsel, sowie Wartungsarbeiten an der Hydraulikanlage.


Sicherheitsvorkehrungen zur Grundsätzlich sind bei der Durchführung von Wartungsarbeiten die
Wartung Unfallverhütungsvorschriften zu beachten!

Siehe im Abschnitt "Maßnahmen für eine sichere Wartung".


Stellen Sie sicher, dass immer Sichtkontakt zwischen dem Mann in der
Fahrerkabine und dem Wartungspersonal besteht.

Sichtkontakt

Gefahr Unfallgefahr für das Wartungspersonal!


Durch Hantieren an der Maschine von zweiten Personen besteht
schwerste Unfallgefahr für das Wartungspersonal!
! Begeben Sie sich nie unbemerkt in einen Gefahrenbereich der Ma-
schine.

• Machen Sie sich unmissverständlich bemerkbar bevor Sie sich in


einen Gefahrenbereich der Maschine begeben.

5.4.1 Wartungsstellung
Nachfolgend ist die grundsätzliche Wartungsstellung beschrieben.
Sie ermöglicht den Zugang zu den einzelnen Wartungsstellen.

Wartungsstellung Um die Maschine in Wartungsstellung zu bringen, gehen sie wie folgt


vor.
Für detaillierte Beschreibungen zu den einzelnen Vorgängen siehe Ab-
schnitt "Bedienung, Betrieb".

Wartungsstellung

• Die Maschine auf waagrechtem Boden abstellen.

5 - 28
5. Wartung
5.4 Vorbereitende Tätigkeiten zur Wartung

• Die Arbeitsausrüstung absenken.

Sicherheitshebel oben

• Sicherheitshebel nach oben legen.


• Den Dieselmotor abstellen.
• Den Startschlüssel abziehen.

Batteriehauptschalter ausschalten
Der Batteriehauptschalter befindet sich links hinten im Batterieraum.
Wenn die Maschine verlassen wird bzw. bei Wartungs- und Reparaturar-
beiten, muss der Batteriehauptschalter ausgeschaltet werden.

Batteriehauptschalter

• Den Batteriehauptschalter auf Position " 0 " stellen.

Motorraumtüren öffnen

Öffnen der Service-Türen und Bei geöffneten Türen wird der Zugang zu folgenden Aggregaten bzw.
-Hauben Komponenten ermöglicht:
– Dieselmotor
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

– Kühlanlage
– Luftfilter
– Pumpenverteilergetriebe

5 - 29
5. Wartung
5.4 Vorbereitende Tätigkeiten zur Wartung

Öffnen nur bei stillstehendem Motor!

Gefahr Verletzungsgefahr durch drehende Motorteile!


Durch sich drehende oder bewegende Motorteile wie zum Beispiel -
Lüfterflügel oder Keilriemen, besteht Verletzungsgefahr!
! Die Motorraumtüren nur bei stillstehendem Motor öffnen.

Motorraumtür öffnen

• Das Schloss mit dem Schlüssel öffnen.


• Die Tür mit dem Griff komplett öffnen.
– Den Türgriff nach außen klappen, um 90° drehen und die Tür öffnen.
• Die Motorraumtür oben wird in dieser Stellung durch den Gasdämpfer
und die Sperrklinke gehalten.

Gasdämpfer

5 - 30
5. Wartung
5.4 Vorbereitende Tätigkeiten zur Wartung

Achtung Verletzungsgefahr durch zufallende Motorraumtür!


! Überprüfen, ob die komplett geöffnete Tür-Stellung durch den Gas-
dämpfer und die Sperrklinke gewährleistet wird.

– Ist die Funktion nicht gewährleistet, muss umgehend die Ursache


behoben werden.

Sperrklinke

• Zum Schließen der Motorraumtür die Sperrklinke 2 nach oben drük-


ken.

5.4.2 Elektrische Anlage


Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage der Maschine und bei allen
Schweißarbeiten ist die Batterie abzuklemmen.
• Batteriehauptschalter ausschalten.
• Kabel am Minuspol (-) zuerst abklemmen und zuletzt wieder anklem-
men.
Bei Lichtbogenschweißungen ist zusätzlich zum Abklemmen der Batterie
die Elektronikbox Dieselmotor abzustecken.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Dieselmotor - Elektronikbox abstecken

Dieselmotor - Elektronikbox ab- Die Dieselmotor - Elektronikbox ist im Motorraum am Dieselmotor ange-
stecken baut und nach der Demontage der Trittschutzplatte zugänglich.
• Die Trittschutzplatte demontieren.

5 - 31
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

• Den Stecker 2 an der Dieselmotor - Elektronikbox 1 abstecken.

5.5 Dieselmotor

5.5.1 Motorölstand prüfen


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die rechte Motorraumtür geöffnet ist.

Ölmessstab
Nach Abstellen des Motors kurze Pause zum Sammeln des Öles in der
Ölwanne gewähren.
• Ölmessstab 1 herausziehen, mit sauberem Lappen abwischen und bis
zum Anschlag einstecken.
• Ölmessstab nochmals herausziehen und den Ölstand feststellen.
Der Ölstand muss zwischen den Markierungen MIN und MAX sein.

Öl einfüllen
Wenn der Ölstand zu niedrig ist:
• Öleinfüllkappe 2 abnehmen und Öl nachfüllen. Ölqualität siehe Kapitel
"Schmier- und Betriebsstoffe".
• Öl über Einfüllstutzen auffüllen.
• Ölstand abermals kontrollieren, Dieselmotor nicht über die "MAX" Mar-
kierung mit Öl befüllen.
• Die Einfüllkappe reinigen, auf den Einfüllstutzen aufsetzen und festzie-
hen.

5 - 32
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

5.5.2 Motorraum
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist, siehe im Abschnitt
"Wartungsstellung",
– die Motorraumtüren geöffnet sind.
Dieselmotor - Anordnung und • Gesamten Motorraum auf Beschädigungen und Verschmutzung über-
Bodenwannen auf Verschmut- prüfen.
zung prüfen
Bei starker Verschmutzung ist die Motor- Kühleranordnung und der
Bodenwannenbereich zu reinigen.

Dieselmotor reinigen Bei der Motorreinigung mittels Wasser- oder Dampfstrahl dürfen elektri-
sche Messwertgeber, wie z.B. Öldruckschalter, keinem direkten Strahl
ausgesetzt werden.

Achtung Beschädigungsgefahr des Dieselmotors!


Eindringende Feuchtigkeit führt zu Kontaktkorrosion und zum Ausfall der
Messfunktion.
! Elektrische Messwertgeber, wie z.B. Öldruckschalter, keinem direkten
Wasser- oder Dampfstrahl aussetzen.

• Motor mittels Dampfstrahler vorsichtig reinigen.

5.5.3 Motoröl und Filter wechseln


Stellen Sie sicher, dass:
– das Motoröl warm ist,
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die rechte Motorraumtür geöffnet ist,
– ein entsprechendes Auffanggefäß (ca. 80l) und der Ablassschlauch
mit Ventilanschluss bereitsteht,
– die richtige Ölqualität und Menge laut Angaben in Kapitel "Schmier-
und Betriebsstoffe" bereitsteht,
– Original LIEBHERR Ölfiltereinsätze mit den Dichtungen (2, 3) bereit-
gestellt sind.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Bodenwannendeckel

• Bodenwannendeckel abschrauben.
– Bei starker Materialablagerung im Bodenwannenbereich müssen die
Bodenwannen demontiert und gereinigt werden.

5 - 33
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

Gefahr ! Verletzungsgefahr beim Demontieren der Bodenwannen.


Durch die beengten Platzverhältnisse und dem hohen Gewicht der Bo-
denwannen, ist das Demontieren sehr schwierig.
Zum Demontieren der Bodenwannen ist ein geeignetes Hebezeug erfor-
derlich.

• Verschlusskappe am Ölablassventil an der Ölwanne abschrauben.

Ölfilter

• Beide Ölfilterdeckel 1 soweit aufdrehen bis der obere Ring sichtbar


wird.

Achtung ! Beim Ablassen von heißem Motoröl besteht Verbrühungsgefahr.


Vermeiden Sie Hautkontakt mit dem Motoröl.
Tragen Sie beim Ölwechsel Schutzhandschuhe.

Ölablassventil

• Ölablassschlauch auf das Ölablassventil aufschrauben und das Öl in


den bereitgestellten Behälter ablaufen lassen.
• Ölablassschlauch abschrauben und die Verschlusskappe am Ölablass-
ventil aufschrauben.
• Bodenwannendeckel montieren.

5 - 34
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

Ölfiltermodule

• Den Ölfilterdeckel 1 mit dem Ölfiltereinsatz abnehmen.


• Den alten Ölfiltereinsatz 4 vom Deckel abnehmen.
Bleibt das Führungsrohr 5 im Ölfiltereinsatz 4 stecken, Führungsrohr 5
entnehmen und wieder am Deckel 1 anbringen.
• Den Ölfiltereinsatz entsorgen.
• Die neuen Dichtringe 2 und 3 einbauen.
• Den neuen Filtereinsatz 4 einsetzen.
• Den Ölfilterdeckel 1 mit dem Ölfiltereinsatz 4 einschrauben und mit 40
+10 Nm festziehen.

Öl einfüllen

• Frisches Öl über Einfüllstutzen 1 bis zur Markierung MAX am Ölmess-


stab einfüllen.
• Die Einfüllkappe reinigen, auf den Öleinfüllstutzen 1 aufsetzen und
festziehen.
• Dieselmotor starten.
– Die Kontrollleuchte Dieselmotorstörung muss kurz nach dem Starten
erlöschen.
– Fehlercode ER-8002 darf nur kurzzeitig im Display angezeigt werden.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

• Dieselmotor abstellen und nach ca. 1-2 Minuten den Ölstand am


Messstab kontrollieren. Bei Bedarf Ölstand korrigieren.

5.5.4 Keilrippenriemen prüfen / wechseln

5 - 35
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

Der Zugang zur Prüfung ist bei gekipptem Fahrerstand möglich.


Gebrochene oder beschädigte Riemen immer durch Neue ersetzen.

Stellen Sie sicher, dass:


– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– der Fahrerstand angehoben ist.

Keilrippenriemen für Generator / Klimakompressor

• Zum Austausch des Keilrippenriemens 2 für den Klimakompressoran-


trieb muss der Keilrippenriemen 1 für den Generatorantrieb demontiert
bzw. danach wieder montiert werden.
Die nachstehende Vorgangsweise ist für Generator- und Klimakompres-
sorantrieb gleich.

Riemenanordnung prüfen • Beschädigungen am Keilrippenriemen sind:


– Rippenbrüche
– Querrisse in mehreren Rippen
– Gummiknollen im Riemengrund
– Einlagerungen von Schmutz bzw. Steinen
– Rippen vom Riemengrund gelöst
– Querrisse auf dem Rücken
• Keilrippenriemen auf Beschädigung überprüfen.
• Die Riemenscheiben auf einwandfreien Zustand und Spiel prüfen (z.B.
Profilabnutzung der Riemenscheiben).
– Sind Teile beschädigt, die beschädigten Teile unverzüglich erneuern.

Keilrippenriemen für Generator / Klimakompressor - Antrieb von der Kraftstoff-


hochdruckpumpe

• Sechskantschrauben 1 und 2, Sechskantmutter 3 und Kontermutter 4


lösen.
• Einstellschraube 5 zurückdrehen bis der Keilrippenriemen lose ist.

5 - 36
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

• Keilrippenriemen abnehmen.
• Riemenscheiben auf einwandfreien Zustand prüfen (z.B. Profilabnut-
zung der Riemenscheiben).
– Beschädigt Teile erneuern!
• Neuen Keilrippenriemen auflegen. Auf korrekten Sitz achten.

Keilrippenriemen-Spannung • Einstellschraube 5 eindrehen bis die richtige Keilrippenriemenspan-


einstellen nung erreicht ist.
• Sechskantschrauben 1 und 2, Sechskantmutter 3 und Kontermutter 4
wieder festziehen.
• Nach 10 bis 15 Minuten einlaufen die Spannung kontrollieren, ggf.
nachspannen.

Keilrippenriemen-Spannung Mess-Stelle: In der Mitte der Riemenscheibe.


prüfen
Stellen Sie sicher, dass:
– ein Messgerät "Krikit 2" bereitsteht (Id.Nr. 8042829).
Messwerte für Spannungsprüfung mit der Hand sind:
– Eindrucktiefe: ca. 10 mm beim Generatorantrieb bzw. ca. 10 mm
beim Klimakompressor.
• Keilrippenriemenspannung an den Mess-Stellen prüfen.

Werden die vorgesehenen Messwerte nicht erreicht:


• Keilrippenriemen nachspannen bzw. entspannen.

Messwerte für Spannungsprüfung mit Messgerät "Krikit 2" sind:

Keilrippenriemen - 8 Rillen, Breite ca. 28 mm


Neue Keilrippenriemen KG Skala Gelaufene Keilrippenriemen KG Skala
50 40 bis 50
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Messgerät Krikit 2

• Mit Messgerät Krikit 2 Anzeigearm 1 ganz im Messgerät versenken.


• Messgerät an der Messstelle auf der Keilrippenriemenoberseite aufset-
zen.
• Mit der Drucktaste langsam gleichmäßigen Druck auf den Keilriemen
ausüben bis die Druckfeder hörbar und auch fühlbar knackt.
Der Anzeigearm zeigt jetzt die Keilrippenriemenspannung an.

5 - 37
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

• Messgerät vorsichtig abheben und Messwert am Schnittpunkt der


"KG" Skala und des Anzeigearms ablesen (siehe Pfeil).

Stimmt der abgelesene Wert nicht mit der Tabelle überein:


• Keilrippenriemen nachspannen bzw. entspannen.
• Siehe Kapitel: "Keilrippenriemen prüfen, wechseln".

5.5.5 Dieselmotoranordnung auf Dichtheit und Zu-


stand prüfen
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Motorraumtüren geöffnet sind.

Dieselmotoranordnung

• Gesamte Motoranordnung auf Zustand und Dichtheit prüfen.


– Seien Sie besonders aufmerksam auf undichte Kraftstoffleitungen.
• Schadhafte Dichtungen unverzüglich auswechseln.

5.5.6 Befestigung der Ansaug- und Abgasleitungen


prüfen
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Motorraumtüren geöffnet sind.
• Ansaugleitungen zwischen Turbolader, Ladeluftkühler und Motor auf
Dichtheit und Befestigung prüfen.
• Abgasleitungen zwischen Motor und Turbolader, Schalldämpfer und
Endrohr auf Dichtheit und Befestigung prüfen.

5.5.7 Ölabscheider wechseln


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– zwei Ölabscheider Filtereinsätze mit neuen O-Ringen bereit stehen.

Ölabscheider Filtereinsatz ausbauen

5 - 38
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

Schlauchschellen lösen

• Schlauchschellen 1 lösen und Schlauch 2 vom Regelventil-Deckel 5


abziehen.

Halterung öffnen

• Schrauben 3 und Halter 4 in offene Stellung bringen.

Regelventil-Deckel

• Regelventil-Deckel 5 abnehmen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5 - 39
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

Ölabscheider Filtereinsatz

• Filtereinsatz 6 abziehen.

Ölabscheider Filtereinsatz einbauen

O-Ringe schmieren

• O-Ringe 7 des neuen Filtereinsatzes mit sauberem Kraftstoff oder Öl


schmieren.
• Neuen Filtereinsatz einsetzen.

Filtereinsatz ausrichten

• Die Pfeile 8 auf dem Filtereinsatz müssen mit den Schrauben 3


ausgerichtet sein!
Liebherr-Schriftzug 9 muss gegen Motor-Innenseite gerichtet sein!

5 - 40
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

O-Ring, Regelventil-Deckel

• Neuen O-Ring 10 am Regelventil-Deckel einlegen.


• O-Ring mit sauberem Kraftstoff oder Öl schmieren.

Regelventil-Deckel

• Regelventil-Deckel 5 anbringen, Ausrichtung aggregateträgerseitig


(Strömungsrichtung beachten).
• Halter 4 in geschlossene Stellung bringen und mittels Schrauben 3
fixieren.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Schlauchschellen festziehen

• Schlauch 2 vorne und rechtes hinten aufschieben und Schlauchschel-


len 1 festziehen.

5.5.8 Dieselmotor Elektrosystem

5 - 41
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

Steuergerätelagerung

Steuergerätelagerung auf Zu- • Steuergerätelagerung auf Beschädigungen und festen Sitz prüfen.
stand prüfen

Problembeseitigung Stellen Sie beschädigte Lager fest:


• den Dieselmotor nicht starten,
• alle Lager austauschen.

Sensorik und Kabelverbindungen

Sensorik und • Alle Sensoren und Kabelverbindungen auf festen Sitz und Zustand
Kabelverbindungen auf Zu- prüfen.
stand prüfen
• Alle Kabel und Kabelbaum auf unbeschädigten Zustand sowie scheu-
erfreie Verlegung und vorschriftsmäßige Befestigung prüfen.

Problembeseitigung Stellen Sie Beschädigungen an Kabelverbindungen, Kabelbaum oder


Sensoren fest:
• den Dieselmotor nicht starten,
• defekte Teile austauschen.

5.5.9 Abgasrückführungs-Absperrklappen prüfen

5 - 42
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

Trittschutzplatte demontieren

• Trittschutzplatte 1 demontieren.
Die Abgasrückführungs-Absperrklappen sind nach der Demontage der
Trittschutzplatte zugänglich.

Abgasrückführungs-Absperrklappen

Abgasrückführungs-Absperr- Die Abgasrückführungs-Module 2 und 3 sind auf der linken und rechten
klappen Seite des Dieselmotors angebaut.

Abgasrückführungs-Absperrklappen Gelenk
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

• Gelenke vom Betätigungszylinder prüfen und fetten.


• Abgasrückführungs-Absperrklappen betätigen.

Stellen Sie sicher, dass:


– die Klappe nach der Betätigung einwandfrei in die Ausgangslage
zurück geht (Anschlag).
– das Hängenbleiben der Klappe verschlechtert den Emissionswert.

5 - 43
5. Wartung
5.5 Dieselmotor

5.5.10 Motorbefestigung und Ölwanne prüfen


Stellen Sie sicher, dass:
– der Dieselmotor in Wartungsstellung ist.

Ölwanne

Ölwanne und Motorlagerung • Ölwanne auf festen Sitz prüfen und ggf. Schrauben nachziehen.
auf festen Sitz prüfen

Dieselmotorkonsolen

• Dieselmotorkonsolen und Motorlagerung auf Zustand und festen Sitz


prüfen und ggf. Schrauben nachziehen.

5.5.11 Heizflansche wechseln


Die Heizflansche sind am Eingang des Luftansaugrohres, an der rechten
und linken Seite, dem Schwungrad gegenüber am Dieselmotor ange-
baut.

Stellen Sie sicher, dass:


– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– zwei entsprechende Heizflansche bereit stehen.

5 - 44
5. Wartung
5.6 Kühlanlage

Heizflansch aus- und einbauen

• Batteriehauptschalter ausschalten und Minuskabel von der Batterie


abklemmen.
• Elektrische Anschlusskabel am Heizflansch abklemmen.
• Heizflansch ausbauen.
• Neuen Heizflansch einbauen.
• Elektrische Anschlusskabel am Heizflansch sowie Minuskabel an der
Batterie anklemmen.

5.6 Kühlanlage

5.6.1 Kühlmittelstand prüfen


Der Kühlmittel-Ausgleichsbehälter mit Einfüllstutzen befindet sich auf der
oberen Seite der Kühleinheit. Der Zugang zum Einfüllstutzen ist über die
rechte Motorraumtür gegeben.
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die rechte Motorraumtür geöffnet ist.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Schauglas Kühlmittel

• Das Kühlmittel muss bei abgestelltem Dieselmotor im Schauglas sicht-


bar sein.
• Ist das Kühlmittel im Schauglas nicht sichtbar, Kühlmittel nachfüllen.

Frostschutzmittel - Konzentra- Das nachzufüllende Kühlmittel muss die entsprechende


tion Frostschutzmittel-Konzentration aufweisen. Genaue Beschreibung siehe
unter "Korrosions-/ Frostschutz-Konzentration im Kühlmittel prüfen".

5 - 45
5. Wartung
5.6 Kühlanlage

Verbrühungsgefahr

Achtung Verbrühungsgefahr durch herausspritzendes Kühlmittel!


! Nahe der Betriebstemperatur ist das Motorkühlsystem heiß und unter
Druck.
! Verschlusskappe am Einfüllstutzen des Ausgleichsbehälter nur bei
abgekühltem Motor öffnen.
! Öffnen Sie den Verschlussdeckel des Ausgleichsbehälters nur, wenn
er soweit abgekühlt ist, dass man ihn anfassen kann. Den Deckel
dann vorsichtig drehen um zuerst den Überdruck abzulassen.
! Keinesfalls das Kühlsystem bei heißem Motor auffüllen.

Kühlmittel nachfüllen • Rechte Motorraumtür öffnen.


• Verschlusskappe am Einfüllstutzen gegen den Uhrzeigersinn etwas
aufdrehen, bis Überdruck entweichen kann, danach öffnen.

Achtung ! Hautkontakt mit Kühlmittel unbedingt vermeiden.


! Herstellerhinweise beachten.
– Beim Anmischen von Kühlmittel, Gummihandschuhe und Schutzbrille
tragen.
– Spritzer in die Augen oder auf die Haut sofort mit viel Wasser
auswaschen.

Kühlmittel nachfüllen

• Kühlmittel bis Mitte Schauglas 1 auffüllen.


• Verschlusskappe 2 auf den Einfüllstutzen aufsetzen und festziehen.

5.6.2 Kühlanlage reinigen

5 - 46
5. Wartung
5.6 Kühlanlage

Um eine einwandfreie Kühlung der zu kühlenden Medien zu gewährlei-


sten, sind die Kühler bei Bedarf zu reinigen. In staubintensiven Einsät-
zen sind die Kühler täglich zu kontrollieren und ggf. zu reinigen.
Verschmutzte Kühlereinheiten führen zu Überhitzung. Als Folge tritt
automatisch eine visuelle Warnung ein.
Staub und anderer Schmutz können mit unter Druck stehendem Wasser,
Dampf, oder Druckluft von den Kühlrippen entfernt werden. Die Verwen-
dung von Druckluft ist zu bevorzugen.
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Motorraumtüren geöffnet sind.

Achtung Bei unvorsichtiger Behandlung können die Kühlerlamellen beschädigt


werden.
! Keine harten Gegenstände oder zu hohen Wasserdruck beim Reini-
gen verwenden.

Kühler

• Kühlereinheiten mit Druckluft, Dampf oder Wasser reinigen.


• Motorraumtüren wieder schließen.

5.6.3 Kühlanlage kontrollieren


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die rechte Motorraumtür geöffnet ist.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Kühlerverschluss

Kühlerverschluss kontrollieren • Kühlerverschluss auf Dichtheit kontrollieren.

5 - 47
5. Wartung
5.6 Kühlanlage

Lüfter

Lüfter kontrollieren • Lüfter auf etwaige Beschädigungen kontrollieren.

5.6.4 Frostschutz-Konzentration im Kühlmittel prüfen


Das Kühlmittel muss ganzjährig mindestens 50 Vol. % aber nicht mehr
als 60 Vol. % Frostschutz-Konzentrat enthalten. Dies entspricht einem
Gefrierschutz bis ca. -37°C.
Stellen Sie sicher dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Motorraumtür geöffnet ist,
– das Prüfwerkzeug bereitsteht.

Vorgehen Frostschutz prüfen

Achtung Verbrühungsgefahr durch herausspritzendes Kühlmittel!


! Verschlusskappe am Behälter nur bei abgekühltem Dieselmotor öff-
nen - die Kühlmitteltemperaturanzeige am Segmentfeld der Anzeige-
einheit soll im unteren Drittel des Segmentfeldes liegen.

• Verschlusskappe am Behälter vorsichtig öffnen.


• Kühlmittelprobe entnehmen und mittels Prüfwerkzeug Frostschutz -
Konzentrat prüfen.
• Wenn die Frostschutz - Konzentration nicht erreicht wird:
Mischungsverhältnis des Frostschutzmittels im Kühlmittel korrigieren.

Vorgehen Frostschutzkonzentration richtig stellen


– Kühlmittelfüllmenge - siehe Füllmengen Tabelle.
• Wenn die Frostschutz - Konzentration zu gering ist:
Kühlflüssigkeit ablassen und entsprechend dem nachstehenden Dia-
gramm reinen Frostschutz nachfüllen.

Achtung Beschädigungsgefahr für den Dieselmotor!


Bei zu hohem Anteil von Korrosions- /Frostschutzmittel wird die Kühlwir-
kung verringert. Das führt in weiterer Folge zu Schäden am Dieselmotor!
! Verwenden Sie nie mehr als 60% Korrosions- /Frostschutzmittel.

5 - 48
5. Wartung
5.6 Kühlanlage

Ermittlung der Nachfüllmenge am Beispiel -15°C

1 Korrosions - Frostschutzmittel 3 max. Frostschutztemperatur


(Konzentrat) - Nachfüllmenge (minus °C) im Kühlsystem
(Liter) 4 Kühlmittelmenge (Liter) im
2 Hilfslinien Kühlsystem

– Wird eine Frostschutztemperatur von -15 °C im Kühlsystem gemes-


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

sen, so fährt man entlang der Hilfslinie 2 (ausgehend von der gemes-
senen Frostschutztemperatur) nach links unten bis zur vertikalen
Linie Kühlmittelmenge 4 (50 Liter) und von diesem Punkt waagrecht
nach links außen (14,8 Liter Konzentrat).

Dadurch erhält man jene Nachfüllmenge Korrosions-Frostschutzmittel


(Konzentrat) 1 die ergänzt werden muss, um wieder auf -37°C Frost-
schutztemperatur zu kommen.

5 - 49
5. Wartung
5.6 Kühlanlage

– Zur Wiederherstellung des richtigen Mischungsverhältnisses muss


mindestens die (vorher ermittelte Menge) aus dem Kühlsystem abge-
lassen werden.
• Ermittelte Menge reines Korrosions-Frostschutzmittel einfüllen.
• Zum Erreichen des erforderlichen Kühlmittel-Niveaus den Rest mit
dem vorher abgelassenen Kühlmittel wieder auffüllen.

Korrosionsschutzmittel ohne Bei Verwendung von DCA 4


Frostschutz / Konzentration im
Kühlmittel prüfen

• Kühlmittelprobe entnehmen und mit Prüfsatz CC 2602 M von Fleetgu-


ard analysieren.
Ergibt die Analyse keine DCA 4 Konzentration zwischen 0.6 - 1.06
Einheiten pro Liter, ist das Mischungsverhältnis siehe Herstellerangaben
zu korrigieren.

Bei Verwendung von wasserlöslichen Korrosionsschutzmittel:


– Caltex XL Corrosion Inhibitor Concentrate
– Chevron Heavy Duty Extendend Life Corrosion Inhibitor Nitrite Free
– Havoline Extended Life Corrosion Inhibitor (XLI)
– Total WT Supra
Das Mischungsverhältnis muss immer einen Wert von 2.8 +/- 0.9% Brix
aufweisen. Das entspricht 5-10% Korrosionsschutzmittel und 95-90%
Wasser.
• Kühlmittelprobe entnehmen und mit Refraktometer 2710 von der Firma
Gefo analysieren.

Gefo Refraktometer Nr. 2710

• Deckel und Prisma sorgfältig reinigen.


• 1-2 Tropfen Prüfflüssigkeit auf das Prisma geben.
– Durch Schließen der Klappe verteilt sich die Flüssigkeit.
• Durch das Okular gegen hellen Hintergrund sehen und die Skala
scharf einstellen.
• Werte an der blauen Trennlinie ablesen.

5 - 50
5. Wartung
5.6 Kühlanlage

Ermittlung der Nachfüllmenge am Beispiel 1% Brix

1 Korrosions - Schutzmittel - 3 Refraktometerablesung in % 4 Kühlmittelmenge (Liter) im


Nachfüllmenge (Liter) Brix Kühlsystem
2 Hilfslinien

Wird ein Wert von 1% Brix im Kühlsystem gemessen, so fährt man


entlang der Hilfslinie 2 (ausgehend vom gemessenen Wert 1 Brix) nach
links unten bis zur vertikalen Linie Kühlmittelmenge im Kühlsystem 4 (50
Liter) und von diesem Punkt waagrecht nach links außen (2,4 Liter
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

reines Korrosionsschutzmittel 1).

Dadurch erhält man jene Nachfüllmenge des reinen Korrosions-Schutz-


mittels 1 das ergänzt werden muss, um wieder auf den geforderten Wert
2,8 Brix zu kommen.
– Zur Wiederherstellung des richtigen Mischungsverhältnisses muss
mindestens die (vorher ermittelte Menge) aus dem Kühlsystem abge-
lassen werden.
• Ermittelte Menge reines Korrosions-Schutzmittel einfüllen.

5 - 51
5. Wartung
5.6 Kühlanlage

• Zum Erreichen des erforderlichen Kühlmittel-Niveaus den Rest mit


dem vorher abgelassenen Kühlmittel wieder auffüllen.

5.6.5 Kühlmittel wechseln


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Motorraumtüren geöffnet sind,
– die Heizungshähne geöffnet sind,
– ein Auffangbehälter bereitsteht,
– die notwendige Menge Kühlmittel bereitsteht (siehe Kapitel "Schmier-
und Betriebsstoffe").

Verbrühungsgefahr

Achtung Verbrühungsgefahr durch herausspritzendes Kühlmittel!


! Nahe der Betriebstemperatur ist das Motorkühlsystem heiß und unter
Druck.
! Verschlusskappe am Einfüllstutzen des Ausgleichsbehälter nur bei
abgekühltem Motor öffnen.
! Öffnen Sie den Verschlussdeckel des Ausgleichsbehälters nur, wenn
er soweit abgekühlt ist, dass man ihn anfassen kann. Den Deckel
dann vorsichtig drehen um zuerst den Überdruck abzulassen.
! Keinesfalls das Kühlsystem bei heißem Motor auffüllen.

Kühlmittel ablassen • Verschlusskappe am Einfüllstutzen gegen den Uhrzeigersinn etwas


aufdrehen, bis Überdruck entweichen kann, danach öffnen.

Achtung ! Hautkontakt mit Kühlmittel unbedingt vermeiden.


! Herstellerhinweise beachten.
– Beim Anmischen von Kühlmittel, Gummihandschuhe und Schutzbrille
tragen.
– Spritzer in die Augen oder auf die Haut sofort mit viel Wasser
auswaschen.

Ein Kühlmittelablassventil und eine Ablassschraube befindet sich auf der


rechten bzw. linken Seite des Kurbelgehäuses gegenüber dem Schwun-
grad.

5 - 52
5. Wartung
5.6 Kühlanlage

Ablassventile rechts

• Motorraumtür rechts öffnen.


• Behälter unter die Ablassventile stellen.
• Verschlusskappen an den Ablassventilen 3 und 4 abschrauben.
• Ablassschlauch (Teil der Werkzeugausrüstung) auf die Ablassventile
aufschrauben und das Kühlmittel in den bereitgestellten Behälter ab-
laufen lassen.
• Ablassschlauch abschrauben und die Verschlusskappe an den Ablass-
ventilen aufschrauben.

Ablassventile links

• Motorraumtür links öffnen.


• Behälter unter die Ablassventile stellen.
• Verschlusskappe am Ablassventil 1 abschrauben.
• Ablassschlauch (Teil der Werkzeugausrüstung) auf das Ablassventil
aufschrauben und das Kühlmittel in den bereitgestellten Behälter ab-
laufen lassen.
• Ablassschlauch abschrauben und die Verschlusskappe am Ablassven-
til aufschrauben.
• Verschlussschraube 2 entfernen und Kühlmittel in geeigneten Behälter
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

abfließen lassen.

5 - 53
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

Kühlmittel nachfüllen

Kühlmittel nachfüllen • Über den Einfüllstutzen das gemäß "Schmier- und Betriebsstofftabelle"
vorgemischte Kühlmittel bis Mitte Schauglas 1 auffüllen.
• Kühlerverschluss 2 am Einfüllstutzen aufsetzen und verschließen.
• Motorraumtüren schließen.
• Drehregler der Heizung auf "warm" stellen. Dieselmotor starten und
warm laufen lassen.
• Kühlmittelstand abermals kontrollieren und bei Bedarf korrigieren.

5.7 Kraftstoff-Anlage

Brandgefahr

Achtung ! Brandgefahr!
– Bei Arbeiten an der Kraftstoffanlage nicht rauchen und nicht mit
offenem Feuer oder Licht hantieren.

5.7.1 Kraftstoff- Separator Kondensat ablassen


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– ein Auffangbehälter mit dem nötigen Fassungsvermögen bereitsteht.

5 - 54
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

Kraftstoff- Separator

• Entlüftungsschraube 1 öffnen.
• Ablasshahn 5 öffnen und Kondensat in geeigneten Auffangbehälter
solange ablassen, bis sauberer Kraftstoff abfließt.
• Ablasshahn 5 und Entlüftungsschraube 1 wieder schließen.

5.7.2 Wasser und Bodensatz im Kraftstofftank ablas-


sen
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– ein Auffangbehälter mit dem nötigen Fassungsvermögen bereitsteht.

Kraftstoffanlage - Absperrhahn
Der Absperrhahn ist über die rechte Motorraumtür erreichbar.
• Den Absperrhahn - Kraftstoffanlage schließen.
Der Zugang zum Ablassventil ist am Maschinenheck nach dem Demon-
tieren des Abdeckbleches möglich.

Gefahr Unfallgefahr durch angehobene Ausrüstung.


! Niemals unter der angehobenen Arbeitsausrüstung arbeiten.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

– Vorher Arbeitsausrüstung ordnungsgemäß unterbauen oder am


Boden abstellen.

5 - 55
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

Abdeckblech

• Die Sechskantschrauben 1 entfernen und das Abdeckblech abneh-


men.

Ablassventil - Kraftstofftank

• Verschlusskappe am Ablassventil an der Unterseite des Kraftstofftanks


abschrauben.
• Ablassschlauch auf das Ablassventil aufschrauben.
• Kondenswasser und Bodensatz in geeigneten Auffangbehälter solange
ablaufen lassen bis sauberer Kraftstoff abfließt.
• Ablassschlauch abschrauben und die Verschlusskappe am Ablassven-
til aufschrauben und festziehen.
• Abdeckblech mit Sechskantschrauben montieren.
• Absperrhahn - Kraftstoffanlage öffnen.

5.7.3 Kraftstofftank entleeren


Bei häufiger Filterverschmutzung muss der Kraftstofftank entleert und
gereinigt werden.
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– ein Auffangbehälter mit dem nötigen Fassungsvermögen bereitsteht.

5 - 56
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

Kraftstoffanlage - Absperrhahn

• Den Absperrhahn - Kraftstoffanlage schließen.


• Tankdeckel abschrauben.
Der Zugang zum Ablassventil ist am Maschinenheck nach dem Demon-
tieren des Abdeckbleches möglich.

Gefahr Unfallgefahr durch angehobene Ausrüstung.


! Niemals unter der angehobenen Arbeitsausrüstung arbeiten.
– Vorher Arbeitsausrüstung ordnungsgemäß unterbauen oder am Bo-
den abstellen.

Abdeckblech

• Die Sechskantschrauben 1 entfernen und das Abdeckblech


abnehmen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Ablassventil - Kraftstofftank

5 - 57
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

• Verschlusskappe am Ablassventil an der Unterseite des Dieseltanks


abschrauben.
• Behälter mit geeignetem Fassungsvermögen unter das Ablassventil
stellen.
• Ablassschlauch auf das Ablassventil aufschrauben.
• Kraftstoff in geeigneten Auffangbehälter ablaufen lassen.
• Ablassschlauch abschrauben und die Verschlusskappe am Ablassven-
til aufschrauben und festziehen.
• Abdeckblech mit Sechskantschrauben montieren.

Kraftstofftank - Einfüllstutzen

• Am Kraftstoff - Einfüllstutzen Sicherungsring 1 demontieren.


• Einfüllsieb 2 herausnehmen, Einfüllsieb überprüfen und wenn erforder-
lich erneuern.
• Kraftstofftank überprüfen.

Problembeseitigung Ist der Kraftstofftank verschmutzt, muss dieser gereinigt werden.


Ist keine Reinigung erforderlich, Einfüllsieb und Sicherungsring wieder
montieren.

Kraftstofftank reinigen • Kraftstofftank komplett entleeren.

Reinigungsdeckel

• Den Fahrerstand wie beschrieben anheben.


– Der Zugang zum Reinigungsdeckel ist bei gekipptem Fahrerstand
möglich.
• Reinigungsdeckel demontieren.

5 - 58
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

– O - Ring am Reinigungsdeckel kontrollieren bei Bedarf erneuern.


• Kraftstofftank reinigen.
• Reinigungsdeckel mit O - Ring montieren.
• Den Kraftstofftank befüllen.
• Den Absperrhahn - Kraftstoffanlage öffnen.

5.7.4 Kraftstoff - Filterpatronen wechseln


Die Kraftstoff-Feinfilter sind oben im V-Raum des Dieselmotors unter der
Trittschutzplatte angeordnet.

Stellen Sie sicher, dass:


– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– ein Auffangbehälter für den Kraftstoff bereitsteht,
– zwei Original LIEBHERR Kraftstofffiltereinsätze bereitstehen,
– der Ablassschlauch aus der Werkzeugausrüstung bereitsteht.

Gefahr Brand- und Explosionsgefahr!


! Nicht rauchen.
! Offenes Feuer vermeiden.
! Nur bei abgestelltem Dieselmotor arbeiten.

• Kraftstoff-Absperrhahn schließen.

Trittschutzplatte

• Trittschutzplatte abbauen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Kraftstoffablassventil

• Auffangbehälter unter die Kraftstoffablassleitung stellen.

5 - 59
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

• Kraftstoff-Feinfilter und umliegenden Bereich sorgfältig reinigen.

Kraftstofffiltereinsatz wechseln

• Beide Gehäusedeckel 1 der Kraftstofffilter mit geeignetem Werkzeug


lösen. Deckel soweit öffnen bis die jeweilige Belüftungsbohrung frei
wird.

Kraftstofffiltereinsatz wechseln

• Kraftstoffablassventil 5 öffnen und den Kraftstoff vom Filtergehäuse in


den Auffangbehälter ablassen.
• Die beiden Deckel der Kraftstoffeinheit inklusive Kraftstofffiltereinsatz
demontieren.
• Kraftstofffiltereinsatz 3 vom Deckel 1 abziehen.
• Alte Kraftstofffiltereinsätze entsorgen.
• Dichtring 2 erneuern, ggf. Deckel reinigen.

Achtung Durch Schmutz kann das Common Rail System zerstört werden!
! Es darf kein Schmutz auf die Reinseite des Filters gelangen. Rest-
kraftstoff im Filtergehäuse belassen, das Filtergehäuse nicht mit ei-
nem Lappen auswischen.
! Einmal verwendeter Kraftstofffiltereinsatz nicht wieder verwenden.

• Neue Original LIEBHERR Kraftstofffiltereinsätze verwenden.


• Kraftstofffiltereinsatz mit Deckel einschrauben und festziehen
(Anziehdrehmoment 20 +5 Nm).
• Kraftstoffablassventil 5 schließen.
• Kraftstoff-Absperrhahn öffnen und Kraftstoffsystem mit Handpumpe be-
füllen.

5 - 60
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

Ablassbohrung V-Raum

Schmier- und Kraftstoffsystem Der Dieselmotor hat eine Ablassbohrung durch die Kurbelgehäuse-
auf Dichtheit und Zustand prü- Schottwand. Durch diese werden eventuelle Flüssigkeiten wie Wasser,
fen Kraftstoff usw. nach außen aus dem V-Raum abgeleitet.
• Ölwanne, Ölfilter sowie Kraftstoffförderpumpe, Kraftstoff-Filter auf
Dichtheit prüfen.
• Alle Leitungen und Schläuche des Öl- und Kraftstoffsystems auf Dicht-
heit, unbeschädigten Zustand sowie scheuerfreie Verlegung und vor-
schriftsmäßige Befestigung prüfen.

Problembeseitigung Stellen Sie Undichtheiten an dem Öl- und Kraftstoffsystem fest:


• Dieselmotor nicht starten.
• Ursache feststellen und beheben sowie schadhafte Teile austauschen.

5.7.5 Kraftstoff- Separator reinigen


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die rechte Motorraumtür geöffnet ist.

Deckel demontieren
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

• Die Schrauben 1 am Wasserabscheider herausdrehen.


• Den Deckel 3 mit Dichtung 4 ablegen.

5 - 61
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

Federkassette, Siebeinsatz

• Die Federkassette 7 entnehmen.


• Den Siebeinsatz 5 herausnehmen und reinigen bzw. erneuern.
• Den Kraftstoff aus dem Wasserabscheider ablassen.
• Den Kraftstoffwasserabscheider mit sauberem Kraftstoff auffüllen.
• Die Dichtung prüfen und den Wasserabscheider in umgekehrter
Reihenfolge zusammenbauen.

5.7.6 Kraftstofffilter / Kraftstoffsystem entlüften

Software Entlüftungsmodus Ab Software Version LinDiag 2.25d ist die Möglichkeit gegeben, den
Motor im "Entlüftungs-Modus" zu starten.

Scrolltaste

• Zündung einschalten.
• Scrolltaste 53 mindestens 5 Sekunden gedrückt halten.
– In der LC-Anzeige wird "BLEEDING" blinkend angezeigt.
• Den Dieselmotor starten.
Dabei wird die Kraftstoff-Einspritzzeit so verlängert, bis das Motorsteuer-
gerät erkennt, dass:
– der Motor im Leerlauf läuft,
– eine vorgegebene Zeit überschritten wird.
Während des Startvorgangs im "Entlüftungs-Modus" kommt es zu erhöh-
ter Rauchentwicklung.

Problembeseitigung Der Dieselmotor läuft nicht im Leerlauf:


• Den Dieselmotor nach einer Pause von mindestens 1 Minute noch
einmal im "Entlüftungs-Modus" starten.

5 - 62
5. Wartung
5.7 Kraftstoff-Anlage

Läuft der Dieselmotor neuerlich nicht an, ist der LIEBHERR Kunden-
dienst zu verständigen.

Kraftstoffsystem entlüften Ein Entlüften des Kraftstoffvorfilters und Kraftstoff-Niederdrucksystems


wird notwendig nach:
– Wechseln der Kraftstofffilter.
– Leerfahren des Kraftstofftankes.
– Alle Arbeiten an Bauteilen des Common Rail Systems dürfen nur von
speziell geschultem Personal durchgeführt werden.
– Vor Arbeitsbeginn muss der Dieselmotor zum Druckabbau in dem
Rail (Druckrohr) mindestens eine Minute stillstehen.
– Bei allen Arbeiten ist in allen Bereichen auf absolute Sauberkeit zu
achten (z.B. Hände waschen, sauberen Arbeitsanzug). Feuchtigkeit
ist unbedingt zu vermeiden.

Achtung ! Verunreinigungen im Common Rail System verursachen Störungen.


Es dürfen keine Einspritzleitungen geöffnet bzw. gelöst werden.

Stellen Sie sicher, dass:


– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– ein Auffangbehälter für Kraftstoff bereitsteht.

Gefahr Brand- und Explosionsgefahr!


! Nicht rauchen.
! Offenes Feuer vermeiden.
! Nur bei abgestelltem Dieselmotor arbeiten.

• Absperrventil am Kraftstoffbehälter öffnen.

Kraftstoffvorfilter entlüften

• Entlüftungsschraube 1 am Filterkopf des Kraftstoffvorfilters zwei bis


drei Gewindegänge herausdrehen.
• Handpumpe 2 betätigen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Achtung Ausfließender Kraftstoff belastet die Umwelt.


! Kraftstoff auffangen und vorschriftsmäßig entsorgen.
Fließt blasenfreier Kraftstoff an der Entlüftungsschraube aus:
• Entlüftungsschraube 1 festziehen.

5 - 63
5. Wartung
5.8 Luftfilteranlage

Kraftstoffrücklaufleitung

• Kraftstoffrücklaufleitung 1 öffnen.
• Handpumpe weiter betätigen.
Fließt blasenfreier Kraftstoff an der Rücklaufleitung aus:
• Kraftstoffrücklaufleitung wieder festziehen.
• Handpumpe so lange weiter betätigen, bis ein stärkerer Widerstand
spürbar ist.
• Dieselmotor starten. Läuft der Dieselmotor nicht an, ist der Entlüf-
tungsvorgang zu wiederholen.

5.8 Luftfilteranlage

5.8.1 Luftfilter reinigen / wechseln


Die Hauptelemente sind zu reinigen oder zu wechseln, wenn die Kon-
trollleuchte Luftfilterverschmutzung im Instrumentenpult leuchtet, oder
gemäß dem vorgeschriebenen Intervall am Wartungs- und Inspektions-
plan.
Leuchtet die Kontrollleuchte - Luftfilterverschmutzung auch nach der
Wartung der Hauptelemente weiterhin auf, so müssen auch die Sicher-
heitselemente gewechselt werden.
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist.
Die Luftfilter sind in den Trittblechen links und rechts eingebaut.

Befestigungsklammern

• Befestigungsklammern 1 am Servicedeckel öffnen und Deckel abneh-


men.

5 - 64
5. Wartung
5.8 Luftfilteranlage

Hauptfilterelement

Hauptfilterelement • Das Hauptfilterelement 2 herausnehmen, reinigen oder wechseln.


Hauptfilterelement reinigen

Hauptfilterelement durchblasen

• Das Hauptfilterelement von innen nach außen mit trockener Luft


durchblasen. Ein Ausklopfen des Filters ist zu vermeiden, da eine
solche Reinigung zur Beschädigung führen kann.

Sicherheitselement
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Sicherheitselement • Das Sicherheitselement 3 ist bei jeder dritten Reinigung bzw. bei
jedem Wechsel des Hauptfilterelementes 2 auszutauschen.
– Das Sicherheitselement darf nicht gereinigt werden!

5 - 65
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Achtung Beschädigungsgefahr des Dieselmotors.


! Maschine NIE ohne Luftfilter in Betrieb nehmen.

• Vergewissern Sie sich, dass der Schmutz im Filtergehäuse entfernt ist,


bevor ein neues oder gereinigtes Filterelement wieder eingesetzt wird.

Filtergehäuse reinigen

Filtergehäuse reinigen • Filtergehäuse mit sauberem Lappen auswischen.


– Keinesfalls Druckluft verwenden!
– Achten Sie auf größte Sauberkeit, damit kein Staub in die Reinluftlei-
tung gelangt.
• Die Filterelemente 3 und 2 wieder einbauen und auf richtigen Sitz
achten.
• Den Servicedeckel reinigen und auf das Filtergehäuse aufsetzen. Erst
wenn der Deckel mit dem vollen Umfang am Filtergehäuse aufliegt,
können die Befestigungsklammem 1 ohne große Krafteinwirkung ge-
schlossen werden.
• Befestigungsklammern 1 schließen.

5.9 Hydraulikanlage

Hydraulikdruck

5 - 66
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Achtung ! Keine Leitungen, Schläuche, Anschlussstücke entfernen, solange die


Hydraulikanlage unter Druck steht.
Bei abgestelltem Dieselmotor und eingeschalteter Zündung alle Funktio-
nen nochmals ansteuern, damit der Druck in den Hydraulikleitungen
abgebaut wird.

5.9.1 Ölstand im Hydrauliktank


Stellen Sie sicher, dass:
– das Hydrauliköl kalt ist.

Schaugläser

Ölstand prüfen • Ölstand an den Schaugläsern prüfen.


– Bei eingefahrenen Hydraulikzylindern darf der Ölstand die Mitte des
oberen Schauglases nicht überschreiten.
– Bei ausgefahrenen Hydraulikzylindern darf der Ölstand die Mitte des
unteren Schauglases nicht unterschreiten.
• Wenn der Ölstand unter der Sollhöhe liegt: Hydrauliköl nachfüllen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Hydrauliktank - Entlüftungsschraube

Hydrauliköl nachfüllen • Tankvorspannung aufheben: Entlüftungsschraube 1 am Hydrauliktank


zwei Umdrehungen herausdrehen.
Das Hydrauliköl dürfen Sie nur über den Rücklauffilter einfüllen.

5 - 67
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Filterdeckel

• Schrauben 2 am Filterdeckel lösen und entfernen.


• Filterdeckel mit Magnetstab herausnehmen.

Magnetstab

• Magnetstab 3 kontrollieren und falls erforderlich reinigen.

Problembeseitigung Starke Verschmutzung oder größere Metallteile am Magnetstab oder im


Rücklauffilter können auf einen Schaden im Hydrauliksystem hinweisen.
• In diesem Fall Ursache ermitteln und Schaden im Hydrauliksystem
beheben.

• Hydrauliköl über den Rücklauffilter bis zur MAX Markierung nachfüllen.

O - Ring

• O - Ring 4 am Filterdeckel kontrollieren und falls notwendig austau-


schen.
• Filterdeckel mit Magnetstab einsetzen und mit Schrauben montieren.

5 - 68
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

• Entlüftungsschraube am Hydrauliktank schließen.

5.9.2 Magnetstab am Hydrauliktank reinigen


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist.

Entlüftungsschraube

• Tankvorspannung aufheben: Entlüftungsschraube 1 am Hydrauliktank


zwei Umdrehungen herausdrehen.

Filterdeckel

• Schrauben 2 am Filterdeckel lösen und Filterdeckel mit Magnetstab


langsam abheben.

Problembeseitigung Starke Verschmutzung oder größere Metallteile am Magnetstab können


auf einen Schaden im Hydrauliksystem hinweisen.
• In diesem Fall Fehler suchen und Schaden im Hydrauliksystem behe-
ben.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5 - 69
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Magnetstab

• Magnetstab 3 sorgfältig reinigen.


• O - Ring und Filterdeckel mit Magnetstab auf das Gehäuse aufsetzen.
• Schrauben am Filterdeckel festziehen.
• Entlüftungsschraube 1 am Hydrauliktank festschrauben.

5.9.3 Rücklauffiltereinsatz wechseln


Der Rücklauffilter muss entgegen den Angaben im Wartungs- und In-
spektionsplan gewechselt werden, wenn bei betriebswarmen Hydrauliköl
die "Kontrollleuchte Rücklauffilter" aufleuchtet.
Nur einen Original LIEBHERR Rücklauffiltereinsatz verwenden.
Stellen Sie sicher, dass die Maschine in Wartungsstellung ist.
Eine Reinigung des Rücklauffiltereinsatzes ist nicht möglich.

Entlüftungsschraube

• Tankvorspannung aufheben: Entlüftungsschraube 1 am Hydrauliktank


zwei Umdrehungen herausdrehen.

5 - 70
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Filterdeckel

• Schrauben 2 am Filterdeckel lösen und Filterdeckel mit Magnetstab


langsam abheben.

Problembeseitigung Starke Verschmutzung oder größere Metallteile am Magnetstab können


auf einen Schaden im Hydrauliksystem hinweisen.
• In diesem Fall Fehler suchen und Schaden im Hydrauliksystem behe-
ben.

Magnetstab

• Filterdeckel mit Feder und Magnetstab 3 ausbauen.


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Druckplatte

• Druckplatte herausnehmen.

5 - 71
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Rücklauffilter

• Filtereinsatz herausnehmen und ordnungsgemäß entsorgen.


• Neuen Filtereinsatz vorsichtig einführen.
• Magnetstab sorgfältig reinigen.
• O - Ring am Filterdeckel kontrollieren evtl. erneuern.
• Filterdeckel mit Magnetstab auf das Gehäuse aufsetzen.
• Schrauben am Filterdeckel festziehen.
• Entlüftungsschraube festschrauben.

5.9.4 Filter - Speisekreis wechseln


Stellen Sie sicher dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Trittblechtür geöffnet ist,
– eine LIEBHERR Ölfilterpatrone bereitsteht.

Filter - Speisekreis

• Filterpatrone 1 mit einem Filterschlüssel abschrauben.


• Dichtflächen an der Filterkonsole reinigen.
• Gummidichtring an der neuen Filterpatrone dünn mit Motoröl bestrei-
chen.
• Neue Filterpatrone auf die Filterkonsole aufschrauben und handfest
anziehen.

5.9.5 Hydraulikanlage auf Funktion und Dichtheit prü-


fen

5 - 72
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Hydraulikdruck

Achtung ! Maschine nicht mit bloßen Händen auf undichte Stellen untersuchen.
– Ein feiner Flüssigkeitsstrahl unter hohem Druck kann zu schweren
Verletzungen führen.
– Schutzhandschuhe verwenden.
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– der Fahrerstand angehoben ist, siehe Abschnitt "Wartung", "Fahrer-
stand Kippeinrichtung".
• Siehe auch im Abschnitt "Sichere Wartung der Hydraulikschläuche und
Schlauchleitungen".
• Gesamte Hydraulikanlage auf Dichtheit prüfen.
• Schadhafte Hydraulik - Dichtungen und Schläuche auswechseln.
• Lockere Hydraulik - Verschraubungen nachziehen.

5.9.6 Ölkühler reinigen


Um eine einwandfreie Kühlung der zu kühlenden Medien zu gewährlei-
sten, sind die Kühler bei Bedarf zu reinigen. In staubintensiven Einsät-
zen sind die Kühler täglich zu kontrollieren und ggf. zu reinigen.
Verschmutzte Kühlereinheiten führen zu Überhitzung.
Staub und anderer Schmutz können mit unter Druck stehendem Wasser,
Dampf, oder Druckluft von den Kühlrippen entfernt werden. Die Verwen-
dung von Druckluft ist zu bevorzugen.
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist

Achtung Bei unvorsichtiger Behandlung können die Kühlerlamellen beschädigt


werden.
! Keine harten Gegenstände oder zu hohen Wasserdruck beim Reini-
gen verwenden.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5 - 73
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Behälter Ölkühler

• Ölkühlerbehältertür öffnen.
• Die Ölkühlerbehältertür mit der Türarretierung gegen ungewolltes Zu-
klappen sichern.

Achtung Verletzungsgefahr durch zufallende Motorraumtür!


! Überprüfen, ob die komplett geöffnete Tür-Stellung durch die
Türarretierung gewährleistet ist.

– Ist die Funktion nicht gewährleistet, muss umgehend die Ursache


behoben werden.

Ölkühler

• Kühlereinheiten mit Druckluft, Dampf oder Wasser reinigen.


• Ölkühlerbehältertür schließen.

5.9.7 Hydrauliköl wechseln


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine betriebswarm ist,
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– ein entsprechendes Auffanggefäß bereitsteht,
– die richtige Ölqualität und Menge laut Angaben in Kapitel "Schmier-
und Betriebsstoffe" bereitsteht.

5 - 74
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Hydrauliktank - Entlüftungsschraube

• Tankvorspannung aufheben: Entlüftungsschraube 1 zwei Umdrehun-


gen herausdrehen.

Hydrauliktank Ölablassventil

• Verschlusskappe am Ablassventil an der Unterseite des Hydraulik-


tanks abschrauben.
• Ablassschlauch auf das Ablassventil aufschrauben.
• Hydrauliköl in geeigneten Auffangbehälter ablaufen lassen.
• Ablassschlauch abschrauben und die Verschlusskappe am
Ablassventil aufschrauben und festziehen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Hydrauliköl einfüllen
Das Hydrauliköl dürfen Sie nur über den Rücklauffilter einfüllen.
• Schrauben am Filterdeckel lösen und Filterdeckel mit Magnetstab
langsam anheben.

5 - 75
5. Wartung
5.9 Hydraulikanlage

Öl - Niveau Markierung

• Hydrauliköl bis zur Öl - Niveau Markierung 2 einfüllen.


• Deckel mit Druckfeder auf das Gehäuse aufsetzen und festschrauben.
• Entlüftungsschraube festziehen.

5.9.8 Wasser und Bodensatz im Hydrauliktank ablas-


sen
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– ein Auffangbehälter mit dem nötigen Fassungsvermögen bereitsteht.

Entlüftungsschraube

• Tankvorspannung aufheben: Entlüftungsschraube 1 am Hydrauliktank


zwei Umdrehungen herausdrehen.

Ablassventil - Hydrauliktank

5 - 76
5. Wartung
5.10 Pumpenverteilergetriebe

• Verschlusskappe am Ablassventil an der Unterseite des Hydraulik-


tanks abschrauben.
• Ablassschlauch auf das Ablassventil aufschrauben.
• Kondenswasser und Bodensatz in geeigneten Auffangbehälter solange
ablaufen lassen bis sauberes Hydrauliköl abfließt.
• Ablassschlauch abschrauben und die Verschlusskappe am Ablassven-
til aufschrauben und festziehen.
• Den Ölstand im Hydrauliktank kontrollieren und gegebenenfalls Öl
nachfüllen.

5.10 Pumpenverteilergetriebe

5.10.1 Ölstand prüfen


Der Ölmessstab 3 und das Öleinfüllrohr 2 befinden sich im Motorraum
auf der rechten Motorseite.
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Motorraumtür geöffnet ist.

Öleinfüllstutzen - Ölmessstab

• Ölmessstab 3 herausziehen, abwischen, und wieder einführen.


• Ölmessstab 3 nochmals herausziehen und Ölstand feststellen. Der
Ölstand muss zwischen den Markierungen MIN und MAX sein.
Wenn der Ölstand zu niedrig ist:
• Öleinfüllkappe 2 vom Öleinfüllrohr 1 abnehmen und Öl nachfüllen.
Ölqualität siehe Kapitel "Schmier- und Betriebsstoffe".
• Die Öleinfüllkappe vom Öleinfüllrohr reinigen und auf das Öleinfüllrohr
des Pumpenverteilergetriebes aufsetzen und festziehen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5.10.2 Getriebeöl wechseln


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Motorraumtür geöffnet ist,
– ein entsprechendes Auffanggefäß und der Ablassschlauch mit Ventil-
anschluss bereitstehen,
– die richtige Ölqualität und Menge laut Angaben in Kapitel "Schmier-
und Betriebsstoffe" bereitstehen.

5 - 77
5. Wartung
5.10 Pumpenverteilergetriebe

Bodenwannendeckel

• Bodenwannendeckel abschrauben.
– Bei starker Materialablagerung im Bodenwannenbereich müssen die
Bodenwannen demontiert und gereinigt werden.

Gefahr ! Verletzungsgefahr beim Demontieren der Bodenwannen.


Durch die beengten Platzverhältnisse und dem hohen Gewicht der Bo-
denwannen, ist das Demontieren sehr schwierig.
Zum Demontieren der Bodenwannen ist ein geeignetes Hebezeug erfor-
derlich.

• Öleinfüllkappe 2 am Öleinfüllrohr abnehmen.


• Verschlusskappe am Ölablassventil an der Ölwanne abschrauben.

Ölablassventil

• Ölablassschlauch auf das Ölablassventil 1 aufschrauben und das Öl in


den bereitgestellten Behälter ablaufen lassen.
• Ölablassschlauch abschrauben und die Verschlusskappe am Ölablass-
ventil aufschrauben.
• Bodenwannendeckel montieren.

5 - 78
5. Wartung
5.11 Elektrische Anlage

Öleinfüllrohr - Ölmessstab

• Frisches Öl über das Öleinfüllrohr bis zur Markierung MAX am Öl-


messstab einfüllen.
• Die Öleinfüllkappe reinigen, auf das Öleinfüllrohr aufsetzen und
festziehen.

5.11 Elektrische Anlage


Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage der Maschine und bei allen
Schweißarbeiten ist die Batterie abzuklemmen.
• Batteriehauptschalter ausschalten.
• Kabel am Minuspol (-) zuerst abklemmen und zuletzt wieder anklem-
men.
Bei Lichtbogenschweißungen ist zusätzlich zum Abklemmen der Batterie
die Elektronikbox Dieselmotor abzustecken.

Dieselmotor - Elektronikbox abstecken

Dieselmotor - Elektronikbox ab- Die Dieselmotor - Elektronikbox ist im Motorraum am Dieselmotor ange-
stecken baut und nach der Demontage der Trittschutzplatte zugänglich.
• Die Trittschutzplatte demontieren.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

• Den Stecker 2 an der Dieselmotor - Elektronikbox 1 abstecken.

5.11.1 Kontrollleuchten und Beleuchtung prüfen


Für die Anordnung der Beleuchtungskörper und Kontrollleuchten an der
Anzeigeeinheit siehe hierzu im Kapitel "Bedienung".
• Dieselmotor starten und das Leuchten der Beleuchtungskörper und
Kontrollleuchten prüfen.

5 - 79
5. Wartung
5.11 Elektrische Anlage

5.11.2 Batterien

Batterien

Flüssigkeitsstand und Pole Die Batterien sind im Batteriebehälter untergebracht und sind nach dem
prüfen Öffnen der Batterieraumtür zugänglich.
Zur besseren Zugänglichkeit kann die Batteriewanne nach dem Entfer-
nen der Befestigungsschrauben herausgezogen werden.
Für ein betriebssicheres Funktionieren der Maschine ist es wichtig, dass
die Batterien immer in einwandfreiem Zustand sind.
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Batterieraumtür geöffnet ist.

Explosive Gase

Achtung Batterien geben explosive Gase ab. Batteriesäure hat stark ätzende
Eigenschaften.
! Rauchen Sie nicht, und vermeiden Sie offene Flammen beim Hantie-
ren mit Batterien, sowie beim Warten und Aufladen der Batterien.

– Bei Arbeiten an Batterien Arbeitshandschuhe und Schutzbrille tragen.

5 - 80
5. Wartung
5.11 Elektrische Anlage

Spezielle Polbürste

Achtung Gefahr von Funkenbildung - Knallgasexplosion!


! Spezielle Polbürste verwenden.

• Batterieoberfläche mit sauberem Tuch reinigen.


• Die Batteriehalterungen festziehen.
• Die Anschlusspole und Anschlussklemmen reinigen.
• Um einen Wackelkontakt zu verhindern, die Anschlussklemmen auf
Befestigung an den Anschlusspolen prüfen und eventuell festziehen.
• Die Polköpfe und Kabelklemmen mit Säureschutzfett (z.B. Vaseline)
einfetten.
Bei extrem hohen Temperaturen kann die Höhe des Säurestandes in
den einzelnen Zellen, durch unterschiedliche Gasung, absinken.

Batteriezellen - Verschlussstopfen

• Die Verschlussstopfen der einzelnen Batteriezellen öffnen und den


Säurestand prüfen.

Problembeseitigung Stellen Sie einen zu niedrigen Säurestand fest:


• Destilliertes Wasser bis ca. 10 mm über den Platten nachfüllen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5 - 81
5. Wartung
5.11 Elektrische Anlage

Achtung Explosionsgefahr!
Die Batterien nicht aufladen, wenn diese gefroren sind.
Die Batterien auf ca. 16°C aufwärmen, bevor mit dem Aufladen begon-
nen wird.

5.11.3 Lampen wechseln


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist.

Halogenscheinwerfer

Glühlampen der Halogen- • Schrauben am Scheinwerferrahmen herausschrauben.


scheinwerfer wechseln
• Scheinwerferrahmen mit Leuchtenglas abnehmen.

Lampenfassung

• Federbügel lösen und Lampenfassung herausziehen.


• Glühlampe aus der Fassung herausnehmen und durch Neue ersetzen.
– Die neue Halogenlampe nicht mit bloßen Fingern anfassen.

5 - 82
5. Wartung
5.12 Heizung - Lüftung, Klimaanlage

Kabineninnenbeleuchtung / Leseleuchte

Glühlampe wechseln • Das Leuchtenglas abnehmen.


• Glühlampe aus der Fassung entnehmen und durch Neue ersetzen.
– Die neue Glühlampe nicht mit bloßen Fingern anfassen.
• Glühlampe einsetzen.
• Das Leuchtenglas einführen und hochdrücken.

5.12 Heizung - Lüftung, Klimaanlage


Folgende Überprüfungen sind regelmäßig, mindestens jedoch einmal
jährlich vor Beginn der kalten Jahreszeit durchzuführen.

5.12.1 Heizung auf Funktion und Dichtheit prüfen

Dichtheit prüfen • Sämtliche Verbindungen des Wasserkreislaufs auf Dichtheit prüfen.


• Alle Schellen kontrollieren und falls erforderlich nachziehen.
– Beschädigte Schläuche erneuern.

Sperrventile
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Während der Sommermonate, wenn die Heizung nicht benötigt wird,


bzw. bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten, die Sperrventile am Motor-
block schließen.
• Sperrventile 1 schließen.
Durch Schließen der Sperrventile wird die Warmwasserzufuhr zum Wär-
metauscher unterbrochen.

5 - 83
5. Wartung
5.12 Heizung - Lüftung, Klimaanlage

Heizungsbedienung

Funktion prüfen • Heizung einschalten und Funktion überprüfen.


– Heizung in Betrieb nehmen um sicherzustellen, dass die
Kühlflüssigkeit ausreichend Frostschutzmittel enthält. Siehe im Ab-
schnitt "Frostschutz Konzentration des Kühlmittels prüfen".

5.12.2 Heizung - Frischluftfilter


Stellen Sie sicher, dass die Maschine in Wartungsstellung ist.

Frischluftfilter reinigen / wech- Der Zugang zum Kabinen-Frischluftfilter ist vorne in der Fahrerkabine
seln unterhalb des Ablagefaches Dokumentation.

Schnellverschluss

• Schnellverschluss 1 öffnen.

Anordnung Kabinen-Frischluftfilter

• Deckel nach hinten klappen.

5 - 84
5. Wartung
5.12 Heizung - Lüftung, Klimaanlage

• Filter herausziehen und entfernen.


• Den Filter reinigen (ausblasen) ggf. wechseln.
• Gereinigten oder neuen Filter einsetzen.
• Deckel hochklappen und mit dem Schnellverschluss verriegeln.

5.12.3 Klimaanlage
Einwandfreie Funktion der gesamten Klimaanlage ist nur dann gegeben,
wenn die Wartungsarbeiten vollständig, gewissenhaft und von fachlich
dafür qualifiziertem Personal durchgeführt werden.
Eingriffe und Reparaturen am Kältekreislauf dürfen grundsätzlich nur von
geschulten Kältemonteuren vorgenommen werden.
Die Klimaanlage muss einmal im Jahr am besten vor Saisonbeginn von
einer Fachwerkstatt nachweislich gewartet werden, da sonst jede Ge-
währleistung ausgeschlossen wird.

Kompressorbefestigung • Fahrerstand anheben.

Kompressor

• Kompressorträger und Kompressorstützen auf Risse und Brüche kon-


trollieren, Vollständigkeit und Festsitz der Schrauben überprüfen.
• Kompressor auf Dichtheit kontrollieren.
• Schlauchleitungen auf Dichtheit und eventuelle Scheuerstellen
kontrollieren.

Keilrippenriemen prüfen / Siehe Abschnitt "Dieselmotor", "Keilrippenriemen prüfen / wechseln".


wechseln
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Klimaanlage Keilrippenriemen

5 - 85
5. Wartung
5.12 Heizung - Lüftung, Klimaanlage

Trockner

Kältemittelfüllung und Feuch- Der Trockner ist hinten am Fahrerkabinendach in der Verflüssigereinheit
tigkeitsgehalt eingebaut und kann durch das Schutzgitter eingesehen werden.

Achtung ! Absturzgefahr!
Zum Kontrollieren ist eine geeignete Aufstiegshilfe erforderlich!

Indikatorperlen

• Färbung der Indikatorperlen prüfen.


Im Schauglas befinden sich zwei Indikatorperlen.
Eine weiße, so genannte Schwimmerkugel und eine orange, der so
genannte Feuchtigkeitsindikator.
Das Kältemittel muss bei laufendem Dieselmotor blasenfrei durch das
Schauglas des Flüssigkeitsbehälters (Trockners) fließen und die weiße
Schwimmerkugel anheben.
Nach dem Abschalten muss der Flüssigkeitspegel wieder in den Behäl-
ter zurückfallen. Nur so ist gewährleistet, dass die Anlage nicht überfüllt
ist.
Färbt sich die orange Kugel (Feuchtigkeitsindikator) im Schauglas farb-
los, muss der Trockner erneuert werden.
Die Überprüfung des Feuchtigkeitsgehaltes der Anlage muss regelmäßig
erfolgen, da sonst die Klimaanlage durch Säurebildung zerstört werden
kann.

5 - 86
5. Wartung
5.12 Heizung - Lüftung, Klimaanlage

Umluftfilter

Umluftfilter Der Umluftfilter befindet sich hinter dem Fahrersitz, am Boden des
Fahrerstandes.
Über den Umluftfilter wird die Kabinenluft gefiltert.

Umluftfilter wechseln

Austausch des Umluftfilters • Fahrersitz komplett nach vorne stellen.


• Rändelschrauben 1 am Filtergehäuse entfernen.
• Schutzgitter abnehmen und Umluftfilter 2 entnehmen.
• Neuen Umluftfilter einsetzen und Schutzgitter mit Rändelschrauben
montieren.

5.12.4 Klimaanlage Wasserablassventile prüfen / reini-


gen
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist.
Beim Betrieb der Klimaanlage bildet sich Kondenswasser. Dieses Kon-
denswasser kann über die Wasserablassventile auf der Unterseite des
Fahrerstandes abfließen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Der Zugang zu den Wasserablassventilen ist bei nicht gekipptem Fahrer-


stand über den Ansaugkanal des Umluftfilters möglich bzw. üben den
Frischluftfilter.

5 - 87
5. Wartung
5.12 Heizung - Lüftung, Klimaanlage

Umluftfilter

Umluftfilter Der Umluftfilter befindet sich hinter dem Fahrersitz am Boden des Fah-
rerstandes.

Umluftfilter wechseln

• Fahrersitz komplett nach vorne stellen.


• Rändelschrauben 1 am Filtergehäuse entfernen.
• Schutzgitter abnehmen und Umluftfilter 2 entnehmen.

Wasserablassventil Bohrung
Durch den Ansaugkanal am Fahrerstand kann das Wasserablassventil
gereinigt werden.
Die Bohrung für den Wasserablauf befindet sich unterhalb des isolierten
Klimaschlauches.

5 - 88
5. Wartung
5.12 Heizung - Lüftung, Klimaanlage

Klimaanlage Wasserablassventil

• Wasserablassventil prüfen und wenn nötig reinigen.


– Gegebenenfalls kurzes Drahtstück bzw. flexible Welle zum Reinigen
verwenden.

Frischluftfilter Der Zugang zum Kabinen-Frischluftfilter ist vorne in der Fahrerkabine


unterhalb des Ablagefaches Dokumentation.

Schnellverschluss

• Schnellverschluss 1 öffnen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Anordnung Wasserablassventil

• Deckel nach hinten klappen.


• Wasserablassventil prüfen und wenn nötig reinigen.
– Gegebenenfalls kurzes Drahtstück bzw. flexible Welle zum Reinigen
verwenden.

5 - 89
5. Wartung
5.13 Fahrgetriebe

5.13 Fahrgetriebe

5.13.1 Zustand des Fahrgetriebes prüfen

• Fahrgetriebe auf undichte Stellen überprüfen.


• Fahrgetriebegehäuse kontrollieren.
– Herumgewickelte Gegenstände entfernen. Diese können Dichtungen
beschädigen.

5.13.2 Ölstand prüfen


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Maschine so abgestellt ist, dass die Ölablassschraube 1 am
untersten Getriebepunkt liegt,
– ein Drehmomentschlüssel bereitsteht.

Fahrgetriebe

• Bereich der Öleinfüllschraube 2 reinigen.


• Beide Öleinfüllschrauben 2 mit Innensechskantschlüssel herausdre-
hen.
Der Ölstand muss auf Höhe der Öleinfüllöffnung sein.
Wenn der Ölstand zu niedrig ist:
• Öl über Öleinfüllöffnung 2 nachfüllen.
– Ölqualität siehe Kapitel "Schmier- und Betriebsstoffe".
• Öleinfüllschraube eindrehen und mit einem Anziehdrehmoment von
120 Nm anziehen.

5.13.3 Getriebeöl wechseln


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Maschine so abgestellt ist, dass die Ölablassschraube am unter-
sten Getriebepunkt liegt,
– ein Drehmomentschlüssel bereitliegt,
– ein entsprechendes Ölauffanggefäß bereitsteht,
– die richtige Ölqualität und Menge laut Angaben im Kapitel "Schmier-
und Betriebsstoffe" bereitsteht.

5 - 90
5. Wartung
5.13 Fahrgetriebe

Fahrgetriebe

• Bereiche der Öleinfüll- und der Ölablassschraube reinigen.


• Auffangbehälter unter die Ölablassschraube geben.
• Beide Öleinfüllschrauben 2 herausdrehen.
• Ölablassschraube 1 herausdrehen.
• Öl in Auffangbehälter fließen lassen.
• Öl auf mechanische Verunreinigungen kontrollieren.
• Die Ölablassschraube 1 reinigen und wieder einschrauben.
– Anziehdrehmoment von 120 Nm beachten.

Fahrgetriebe

• Über die Öleinfüllschraube 2 das Getriebe mit Öl bis an die Unterkan-


te der Einfüllöffnung füllen.
• Öleinfüllschraube 2 reinigen und wieder einschrauben.
– Anziehdrehmoment von 120 Nm beachten.

5.13.4 Fahrgetriebe Gleitringraum

Gleitringraum Ölstand
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Bei zu niedrigem Ölstand leuchten die Kontrollleuchten "Fahrgetriebe -


Gleitringraum" 45 bzw. 46 im Instrumentenpult auf.

5 - 91
5. Wartung
5.13 Fahrgetriebe

Kontrollleuchten Fahrgetriebe - Gleitringraum


Vorgehensweise bei Aufleuchten einer Kontrollleuchte:
• Maschine abstellen.
• Das betroffene Fahrgetriebe im Außenbereich auf Undichtheiten kon-
trollieren.
• Liebherr Kundendienst verständigen.
• Für zwischenzeitlichen Weiterbetrieb müssen Sie den Ölstand auf
Normalmaß bringen.

Gleitringraum Ölstand kontrollieren

• Die Maschine auf waagrechtem Boden abstellen.

Gleitringraum - Ölbehälter
Der Ölbehälter 1 ist rechts im Ölkühlerbehälter eingebaut.
• Den Ölstand am Schauglas 2 kontrollieren. Das Öl muss in der Mitte
des Schauglases sichtbar sein.
– Falls erforderlich Öl gemäß Schmier- und Betriebsstoffspezifikation
nachfüllen.

Gleitringraum Öl wechseln
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– zwei entsprechende Auffanggefäße bereitstehen,
– die richtige Ölqualität und Menge laut Angaben im Kapitel "Schmier-
und Betriebsstoffe" bereitsteht.
Der Ölbehälter ist rechts im Ölkühlerbehälter eingebaut.

5 - 92
5. Wartung
5.13 Fahrgetriebe

Gleitringraum - Ölbehälter

• Den Deckel 3 am Ölbehälter abnehmen.


• Die bereitgestellten Behälter unter die Ablassschrauben an den Fahr-
getrieben stellen.

Ablassschraube - Gleitringraum

• Die Ablassschraube 1 unten am Fahrgetriebe entfernen.


– Das Öl in den Behälter abfliesen lassen und vorschriftsmäßig entsor-
gen.
• Der Ablassvorgang ist am zweiten Fahrgetriebe zu wiederholen.

Gleitringraum spülen
Vor Neubefüllung ist der Gleitringraum immer ausreichend zu spülen.
Eventuelle Ablagerungen werden durch den Spülvorgang aus dem Gleit-
ringraum entfernt.
Stellen Sie sicher, dass das Hydrauliköl auf Betriebstemperatur ist.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Ablassschraube - Gleitringraum

5 - 93
5. Wartung
5.13 Fahrgetriebe

• Überprüfen ob beide Behälter unter den Ablassschrauben - Gleitring-


raum stehen und die Ablassschrauben geöffnet sind.
Die Spül- und Füllanschlüsse sind im Ölkühlerbehälter angeordnet.

Ölkühlerbehältertür

• Die Ölkühlerbehältertür öffnen.

Spül- Füllanschlüsse

1 Spülanschluss rechts 4 Füllanschluss links


2 Spülanschluss links 5 Speisedruckanschluss
3 Füllanschluss rechts

Spülleitung anschließen

Gleitringraum rechts • Schutzkappe am Anschluss 5 abschrauben.


• Butzen und Überwurfmutter vom Anschluss 1 demontieren.
• Spülleitung (Teil der Werkzeugausrüstung) anschließen.

5 - 94
5. Wartung
5.13 Fahrgetriebe

Überdruckventil - Spülleitung
Die Spülleitung ist mit einem Überdruckventil ausgestattet. Sollte der
Ablauf des Gleitringraums verstopft sein, spricht das Überdruckventil an.
• In diesem Fall ist die Ablaufbohrung zu reinigen und der Spülvorgang
ist fortzusetzen.

Not - Aus Taster

• Den Not- Aus Taster im Instrumentenpult drücken.

Achtung Unfallgefahr!
! Während des Ölwechsels, muss der Not- Aus Taster gedrückt und
der Sicherheitshebel in oberster Stellung bleiben!

• Den Dieselmotor in Leerlaufdrehzahl starten. Siehe Kapitel "Bedie-


nung, Betrieb".
• Den Dieselmotor laufen lassen, bis nur noch sauberes Öl an den
Ablassschrauben austritt.
• Den Dieselmotor abstellen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5 - 95
5. Wartung
5.13 Fahrgetriebe

Spülleitung anschließen

Gleitringraum links • Die Spülleitung vom Anschluss 1 rechts demontieren und Anschluss 1
mit Butzen und Überwurfmutter verschließen.
• Am Anschluss 2 Butzen und Überwurfmutter demontieren und Spüllei-
tung anschließen.
– Der Spülvorgang ist nun wie beim Gleitringraum rechts beschrieben,
ebenfalls am Gleitringraum links durchzuführen.

Ablassschrauben - Gleitringraum

• Nach dem Spülvorgang die Ablassschrauben 1 links und rechts mon-


tieren.
– Anziehdrehmoment Ablassschraube 40 Nm.

Gleitringraum Öl füllen
Vorher das Öl wie beschrieben ablassen und den Gleitringraum spülen.
– Ablassschraube links und rechts montieren und festziehen (40 Nm).
Gleitringraum links • Überwurfmutter und Butzen vom Füllanschluss 4 demontieren.

5 - 96
5. Wartung
5.13 Fahrgetriebe

Spülleitung Füllanschluss links

• Spülleitung am Füllanschluss 4 links anschließen.


• Den Dieselmotor in Leerlaufdrehzahl starten. Siehe Kapitel "Bedie-
nung, Betrieb".
– Der Gleitringraum wird über die Spülleitung mit Öl befüllt.

Gleitringraum Ölbehälter

• Über die Einfüllöffnung 1 Behälter-Innenraum überwachen und sobald


der Ölstand sichtbar ansteigt, den Dieselmotor abstellen.
• Anschließend kurzzeitig abwarten bis der Ölstand merklich absinkt.

Gleitringraum rechts • Überwurfmutter und Butzen vom Füllanschluss 3 demontieren.


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Spülleitung Füllanschluss rechts

• Spülleitung vom Füllanschluss 4 abschrauben und am Füllanschluss 3


anschließen.
• Füllanschluss 4 mit Butzen und Überwurfmutter verschließen.

5 - 97
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Gleitringraum Ölbehälter

• Den Dieselmotor neuerlich mit unterer Leerlaufdrehzahl starten und


laufen lassen bis der Behälter bis zur Unterkante der Einfüllöffnung
gefüllt ist = Überfüllung.
• Den Dieselmotor abstellen.
• Spülleitung ausbauen, und den Anschluss 3 mit Butzen und Überwurf-
mutter verschließen.
• Schutzkappe am Anschluss 5 aufschrauben.
• Den Ölstand im Hydrauliktank kontrollieren und gegebenenfalls Öl
nachfüllen.
• Nehmen Sie die Maschine kurzzeitig in Betrieb und kontrollieren Sie
die Ölstande nochmals (ggf. Öl nachfüllen).

5.14 Laufwerk

5.14.1 Schrauben und Muttern der Laufwerkskompo-


nenten auf Festsitz prüfen
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– ein Drehmomentschlüssel bereitsteht.
• Sichtprüfung auf lockere Befestigungsschrauben bei Bodenplatten und
Turassegmenten vornehmen.

Anzugsdrehmoment

• Anzugsdrehmomente kontrollieren.

5 - 98
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Bodenplattenschrauben
Anzugsdrehmoment für Bodenplattenschrauben (Nachprüfung).

Fabrikat BERCO – 3/4" - 16 UNF: 630 +/-20 Nm


– 7/8" - 14 UNF: 850 +/-10 Nm
– M24 x 1,5: 1020 +/-30 Nm
– 1" - 14 UNF: 1400 +/-30 Nm
– M27 x 2: 1913 +/-49 Nm

Fabrikat INTERTRAC – 3/4" - 16 UNF: 640 +/-30 Nm


• Lockere Schrauben und die Umgebenden, müssen gelöst und neu
angezogen werden.

Anzugsdrehmoment für Bodenplattenschrauben.

Fabrikat BERCO – 3/4" - 16 UNF: 270 +/-30 Nm + 120°


– 7/8" - 14 UNF: 350 +/-35 Nm + 120°
– M24 x 1,5: 400 +/-35 Nm + 120°
– 1" - 14 UNF: 550 +/-55 Nm + 120°
– M27 x 2: 785 Nm + 120°

Endglieder sind mit dem oben angegebenen Anzugsdrehmoment, aber


anstelle von 120° mit 180° anzuziehen.

Fabrikat INTERTRAC – 3/4" - 16 UNF: 320 +/-15 Nm + 120°

Turassegmentschrauben
Anzugsdrehmoment für Turassegmentschrauben.

– 5/8" - UNF: 175 +/-40 Nm +120°


– 3/4" - UNF: 300 +/-55 Nm + 120°
– 7/8" - UNF: 340 +/-70 Nm + 120°
– 1" - UNF: 340 +/-70 Nm + 120°

5.14.2 Abdichtung der Tragrollen, Laufrollen und Lei-


träder prüfen
• Sichtprüfung vornehmen.

5.14.3 Leitradführung
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

5 - 99
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Leitradführung

Leitradführung prüfen / einstel- Das normale Spiel zwischen Laufrollenrahmen und Seitenführung beträgt
len 1 - 2 mm, das Höhenspiel der Gummifedern ca. 3 mm.
Durch Abnutzung der Verschleißleisten, Führungsschienen und Füh-
rungsplatten wird das Spiel vergrößert.
Bei Erreichen der max. zulässigen Werte muss das entsprechende Spiel
neu eingestellt, bzw. die verschlissenen Führungsteile erneuert werden.

Seitenspiel - Höhenspiel

Neu- / Reparatur Maß


– Seitenspiel 1 = min. 1 - 2 mm
– Höhenspiel 2 = min. 3 mm
Maximal zulässiges Spiel
– Seitenspiel 1 = 5 mm
– Höhenspiel 2 = 6 mm
Seitenspiel prüfen / einstellen • Innere Führungsplatte am Laufrollenrahmen zum Anliegen bringen.
– Durch Kurvenlenken (80% Geberauslenkung) siehe im Abschnitt "Be-
dienung", "Betrieb".

5 - 100
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Seitenspiel kontrollieren

• Das vorhandene Spiel zwischen Laufrollenrahmen und äußerer Füh-


rungsplatte messen.

Seitenspiel korrigieren

• Bei Überschreiten des maximal zulässigen Wertes vorhandene


Distanzscheiben innen und/oder außen entnehmen.
– Zwischen der Anzahl der Distanzbleche innen und der Anzahl der
Bleche außen darf nie mehr als 1 Stück Differenz sein.
– Sind keine Distanzbleche vorhanden, Führungsplatten erneuern.
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Leitrad anheben

Höhenspiel prüfen / einstellen • Leitrad durch Auffahren auf einen Holzklotz (Höhe Holzklotz= max.
200 mm) anheben bis die Klauen an den Führungsschienen anliegen.

5 - 101
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Höhenspiel kontrollieren

• Das Höhenspiel zwischen den Verschleißleisten und dem Lagerbock


messen.

Höhenspiel korrigieren

• Bei Überschreiten des zulässigen Wertes, Distanzbleche unter den


Schrauben entnehmen, und zwischen Klauen und Lagern beilegen.
– Innen und außen müssen immer die selbe Anzahl Distanzbleche
beigelegt werden.

Verschleißteile Leitradführung

• Verschleißteile an Klauen und Laufrollenrahmen überprüfen und bei


Überschreiten des zulässigen Wertes verschlissene Leisten 1 und 2
paarweise erneuern.
• Beim Austausch der Leisten angeschweißte Führungsschienen 3 kon-
trollieren und bei starker Abnutzung ebenfalls erneuern.

5.14.4 Kettenspannung

5 - 102
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Gefahr Der Kettenspanner darf nur durch autorisiertes Fachpersonal ausge-


tauscht oder repariert werden.
! Trotz entspannter Kette ist die Kettenspannerfeder vorgespannt!
Durch Verschleiß des Laufwerks ist es erforderlich die Kettenspannung
regelmäßig zu überprüfen und die Kette wenn notwendig nachzuspan-
nen.
Da der Materialaufbau z.B. bei felsigen Böden geringer ist als bei
bindigen Böden, muss auch die Einstellung der Ketten den Einsatzbedin-
gungen gerecht vorgenommen werden.
Material, das sich beim Arbeitseinsatz an den Laufwerksteilen aufgebaut
hat, darf vor dem Kontrollieren der Kettenspannung nicht entfernt wer-
den.
! Die Bedingungen müssen identisch den Einsatzbedingungen sein!

Achtung ! Zu stark gespannte Ketten erhöhen Schmutzaufbau und Verschleiß.


Starker Schmutzaufbau und Zahnverschleiß führen zum Überspringen
der Laufwerksketten.
Häufiges Überspringen der Ketten kann Folgeschäden am Antriebs-
strang verursachen.
– Laufwerke regelmäßig reinigen und Zahnflankenverschleiß prüfen.
– Ist der Zahnflankenverschleiß über die Zahnspitzen fortgeschritten,
sollten die Zahnsegmente erneuert werden.

Stellen Sie sicher, dass:


– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– eine Messlatte bereitsteht.

Kettenspannung kontrollieren

Kettenspannung kontrollieren • Ketten durch Vor- und Zurückfahren der Maschine entlasten.
• Messlatte im Bereich zwischen Leitrad und Tragrolle auflegen.
• Abstand zwischen Messlatte - Unterkante und Kettensteg messen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

– Die Kette soll unter Einsatzbedingungen zwischen Tragrolle und Lei-


trad bzw. Zahnkranz einen Durchhang von 30 - 40 mm haben.

5 - 103
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Kettenspannung
! Eine falsch gespannte Kette hat einen hohen Kettenverschleiß zur
Folge.
– Die Kettenspannung immer unter Einsatzbedingungen auf das vorge-
gebene Druchhangmaß einstellen.
• Bei Bedarf Kettenspannung korrigieren.

Kette spannen Stellen Sie sicher, dass:


– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– die Handhebelfettpresse für den Nippel des Kettenspannzylinders
bereitsteht.

Deckel - Laufrollenrahmen

• Die an den Deckel am Laufrollenrahmen angrenzenden Flächen reini-


gen.
• Sechskantschrauben 1 am Deckel entfernen und den Deckel 2 abneh-
men.

Handhebelfettpresse

5 - 104
5. Wartung
5.14 Laufwerk

• Handhebelfettpresse an den Fettnippel des Spannzylinders


anschließen.
• Fett einpressen, bis das vorgeschriebene Durchhangmaß (30 - 40
mm) erreicht ist.
• Deckel mit 6-kt Schrauben befestigen.

Kette entspannen

Verletzungsgefahr

Gefahr Verletzungsgefahr!
! Durchsacken der Kette und spritzendes Fett.
– Beim Entspannen der Kette, Kopf vom Laufrollenrahmen fernhalten.

Fettnippel

• Fettnippel 1 um einige Gewindegänge vorsichtig herausdrehen, bis


das Fett aus der Ringnut des Nippels entweicht.
• Fettnippel 1 festziehen sobald die gewünschte Kettenspannung er-
reicht ist.
• Nach dem Einstellvorgang die Maschine vor- und zurückfahren, und
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

die Kettenspannung nochmals kontrollieren.

5.14.5 Kettenwechsel
Stellen Sie sicher, dass:
– ein Drehmomentschlüssel bereitsteht,
– das für den Kettenwechsel notwendige Werkzeug bereitsteht.

5 - 105
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Fettnippel - Kette entspannen

Demontieren einer abgedichte- • Ketten entspannen. Siehe im Abschnitt "Kettenspannung".


ten Kette
– Fettnippel 1 um einige Gewindegänge herausdrehen.
• Maschine langsam mit Leitrad gegen einen Holzklotz fahren, bis das
Leitrad vollkommen zurückgedrückt ist.
• Maschine auf ebenem festen Boden so abstellen, dass der Kettenbol-
zen auf Drittelhöhe des Turasrades steht.
– Der Kettenendbolzen ist an der abgeschrägten Bolzenkante oder an
der Ansenkung zu erkennen.

Achtung ! Das Aus- und Einschlagen des gehärteten Endbolzens mit dem
Vorschlaghammer stellt durch abplatzendes Material eine erhebliche
Verletzungsgefahr dar.
– Schutzbrille und Schutzkleidung tragen.
Wenn möglich Endbolzen mittels Hydraulikpresse ein- oder ausbauen.

Gerändelte Kettenendbolzen müssen von außen nach innen eingepresst


und von innen nach außen ausgepresst werden. Rändelung außen!

Holzklotz einlegen

• Die Kette vor dem Leitrad und hinter dem Turas mit einem Holzklotz
gegen Abrollen sichern.

5 - 106
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Ketten - Endbolzen auspressen

• Den Kettenendbolzen mittels Bolzenpresse auspressen oder mit ge-


eignetem Werkzeug ausschlagen.
– Beim Ausschlagen von Kettenendbolzen an der Gegenseite des Ket-
tenbandes gegengehalten.
• Arbeitsausrüstung anheben.
• Maschine vorsichtig auf den Ketten vorwärts fahren, bis diese komplett
abgelegt sind.
• Maschine auf der abgelegten Kette zurückfahren.

Fahrtrichtung vorwärts

Montieren einer abgedichteten • Neue Kette in richtiger Laufrichtung auf den Boden legen und mit der
Kette alten Kette mittels Endbolzen verbinden.
– Laufrichtung der Kette und der Bodenplatten beachten 1 = Fahrtrich-
tung vorwärts.
• Ketten zum Laufwerk ausrichten und Maschine vorsichtig bis zum
Ende der neuen Ketten fahren.
• Die neue Kette von der Alten lösen und mit einem Draht am Turasrad
befestigen.
• Maschine vorsichtig vorwärts fahren bis die Kette am Turas oben
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

steht.
• Den Draht von der Kette und dem Turas lösen und die Kette durch
weiteres Vorwärtsfahren über die Tragrollen und das Leitrad bringen.
Die Maschine anhalten wenn noch ca. 2 Bodenplatten vor dem Leitrad
liegen.

5 - 107
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Ketten-Endbolzen einpressen

• Die letzten Bodenplatten anheben, die bei der Kettendemontage ent-


fernten Distanzringe wieder gleich einlegen und Endbolzen von außen
nach innen einpressen oder einschlagen.
• Kette spannen. Siehe im Abschnitt "Kettenspannung einstellen".

Demontieren einer Kette mit • Maschine auf ebenem festem Boden abstellen.
geteiltem Endglied

Fettnippel - Kette entspannen

• Kette entspannen. Siehe im Abschnitt "Kettenspannung einstellen".


– Fettnippel 1 um einige Gewindegänge herausdrehen.
• Die Maschine langsam mit dem Leitrad gegen einen Klotz fahren, bis
das Leitrad vollkommen zurückgedrückt ist.

Endglied

• Die Maschine so fahren und abstellen, bis das Endglied und Turasmit-
te auf einer Höhe liegen.

5 - 108
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Holzklötze einlegen

• Die Kette vor dem Leitrad und hinter dem Turas mit einem Holzklotz
gegen Abrollen sichern.
• Den Verschluss am Endglied mit Kriech-Öl behandeln und mit leichten
Hammerschlägen gegen das Endglied das Eindringen des Öls in den
Zahnspalt unterstützen.
In Liebherr Maschinen werden diverse Ketten mit geteilten Endgliedern
verwendet.

Endglieder Fabrikate

• Die Bodenplattenschrauben herausschrauben, Bodenplatte abnehmen


und das Endglied durch leichte Hammerschläge lösen und teilen.
– Eventuell das Endglied nochmals mit Kriech- ÖI behandeln.
• Die Kette durch vorsichtiges Vorwärtsfahren am Boden ablegen.

Montieren einer Kette mit ge- Ketten mit Endgliedern lassen sich an den Antriebsrädern oder Leiträ-
teiltem Endglied dern leicht montieren.
• Die Maschine auf der abgelegten Kette zurückfahren.
• Den Verschluss der neuen Kette von Farbe, Konservierungsmittel oder
sonstigen Fremdstoffen reinigen und leicht einfetten.
• Die Gewindebohrungen reinigen, Bodenplattenschrauben mit Anti-Sei-
ze (Spezial - Schmiermittel) oder Schraubenfett versehen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

– Die Schrauben müssen von Hand eingedreht werden können.

5 - 109
5. Wartung
5.14 Laufwerk

Fahrtrichtung vorwärts
Unbedingt darauf achten, dass die Kette mit den Bodenplatten seiten-
richtig ausgelegt ist (1= Fahrtrichtung vorwärts).
• Die neue Kette auf dem Boden ablegen und mit der alten Kette mittels
Draht verbinden.
• Die Kette zum Laufwerk ausrichten und die Maschine vorsichtig bis
zum Ende der neuen Kette fahren.
• Die neue Kette von der Alten lösen und mit Draht am Turasrad
befestigen.
• Die Maschine vorsichtig nach vorne fahren bis die Kette am Turas
oben steht.
• Den Draht von der Kette und Turas lösen und die Kette durch
weiteres Vorwärtsfahren über Tragrollen und Leitrad bringen. Die Ma-
schine so fahren und abstellen, dass das Endglied und Leitradmitte
auf einer Höhe liegen.

Holzklotz einlegen

• Die Kette vor dem Leitrad und hinter dem Turasrad mit einem Holz-
klotz sichern.
• Endglieder zusammenfügen.
– Mit dem Hammer NICHT auf die Passflächen schlagen.
Die Bodenplatte auflegen, Schrauben eindrehen und mit vorgeschriebe-
nem Drehmoment anziehen.
• Die Kette spannen. Siehe im Abschnitt "Kettenspannung".

5 - 110
5. Wartung
5.14 Laufwerk

5.14.6 Laufwerk reinigen


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist.
Maschine NICHT in Betrieb nehmen, wenn größere Steine, Holz- bzw.
Metallstücke, Drähte oder Kabel im Laufwerk eingeklemmt sind.
Getrockneter oder gefrorener Schlamm, sowie Steine oder andere
Fremdkörper in den Laufwerksteilen können größere Maschinenschäden
verursachen, falls die Maschine in Betrieb gesetzt wird bzw. versucht
wird, die Maschine mittels Motorkraft frei zu bekommen.

Abstellen bei Minustemperaturen


Bei Minustemperaturen die Maschine auf Brettern abstellen, um ein
Anfrieren der Ketten am Untergrund zu vermeiden.
Eine festgefrorene Maschine kann durch vorsichtiges Anheizen der Bo-
denplatten befreit werden.
Niemals eine festgefrorene Maschine mit Gewalt losreißen, dies kann zu
erheblichen Schäden führen.
• Laufwerk überprüfen und gegebenenfalls reinigen bzw. reparieren.

Nassreinigung
Nach jeder Reinigung der Maschine mittels Dampfstrahler sind sämtliche
Schmierstellen an der Maschine neu abzufetten!
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

• Maschine mittels Dampfstrahler reinigen.


• Sämtliche Schmierstellen an der Maschine neu abschmieren.

5.14.7 Laufwerksverschleiß prüfen


Bis zum Verschleiß der einzelnen Teile ist das Laufwerk wartungsfrei.

5 - 111
5. Wartung
5.15 Arbeitsausrüstung

Unsachgemäßer Betrieb und nicht eingehaltene Laufwerkstoleranzen be-


schleunigen die normale Abnützung des Laufwerks.
Sichtprüfungen bzw. Verschleißmessungen am Laufwerk sind unerläss-
lich. Nur so können verschiedene Laufwerksteile rechtzeitig überholt und
somit weiter verwendet werden.
Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist.
Laufwerksverschleiß prüfen • Ketten, Kettenführungen, Bodenplatten und Turasräder auf Verschleiß
überprüfen.

5.14.8 Pendelbrückenlager abschmieren


Die Pendelbrückenlager sind mit einem Schmiernippel ausgestattet und
gemäß den Angaben im Wartungs- und Inspektionsplan abzuschmieren.

Schmierstelle - Pendelbrückenlager

• Trittblechtür links öffnen.


• Den Schmierpunkt 1, 2 und 3 mit der Handhebelfettpresse abschmie-
ren.
1 - Schmierpunkt Links
2 - Schmierpunkt Rechts
3 - Schmierpunkt Mitte

5.15 Arbeitsausrüstung

5.15.1 Ausrüstung kontrollieren


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– ein Drehmomentschlüssel bereitsteht.
• Zustand der Ausrüstung überprüfen.
• Sichtprüfung auf Beschädigung und Verschleiß.
• Befestigungsschrauben auf festen Sitz prüfen (Anziehdrehmomente
beachten).
Achten Sie auf einsatzgerechte Bestückung der Maschine.

Verschleiß prüfen Um Schäden am Schild bzw. Zahnhaltern zu vermeiden, sind die


Schneiden vor dem Erreichen der Verschleißgrenze zu erneuern.
• Ausrüstung auf Verschleiß prüfen ggf. Verschleißteile austauschen.

5 - 112
5. Wartung
5.15 Arbeitsausrüstung

5.15.2 Hubpressenlagerung
Die Hubpressen sind über eine drehbare Gabel mit dem Hauptrahmen
der Maschine verbunden.
Diese Lagerstellen sind mit Spezialfett befüllt.

Hubpressenlagerung

• Die Lagerstellen mit der Handhebelfettpresse abschmieren.

5.15.3 Heckaufreißer

Allgemeines
Abhängig vom Einsatzbereich ist die Wahl der Zahnspitzen entschei-
dend.
Die Zahnspitzen unterscheiden sich grundsätzlich durch zwei Grundfor-
men.

Zahnspitzen Grundform

A Symmetrische Zahnspitze
B Asymmetrische Zahnspitze
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In den Ausführungen kurz, mittel und lang.

Einsatzbereich Symmetrische Zahnspitze A

Für Einsätze mit hohen Stoßbelastungen.

Asymmetrische Zahnspitze B
Für schwierige Eindringverhältnisse und Materialien hoher Dichte.

5 - 113
5. Wartung
5.15 Arbeitsausrüstung

– Bei Bruch oder zu starkem Verschleiß der aktuell montierten


Zahnspitze ist eine für den Einsatz besser geeignete Zahnspitze zu
montieren. Bestellnummern für Zahnspitzen und Zahnschutz sowie
Befestigungsmaterial, siehe Ersatzteilkatalog.

Befestigungsvarianten Für Zahnspitze und Zahnschutz gibt es verschiedene Befestigungsva-


rianten.

Befestigungsvarianten

1 Mining Ausführung (Serie bei


PR 764)
2 Standard Ausführung (Option)

Aus- Einbau der Zahnspitze / Zahnschutz

Gefahr ! Verletzungsgefahr durch Herabfallende Ausrüstung.


Niemals unter einer angehobenen Ausrüstung arbeiten.
– Heckaufreißer ca. 5 - 10 cm über den Boden absenken.

Achtung ! Beim Herausschlagen der Sicherungselemente besteht Verletzungs-


gefahr durch abplatzendes Material.
– Schutzbrille und Schutzkleidung tragen.
– Personen dürfen sich nicht im Gefahrenbereich aufhalten.

Heckaufreißer - Zahn

5 - 114
5. Wartung
5.15 Arbeitsausrüstung

1 Zahnspitze
2 Bolzen
3 Sicherungsring
4 Ring
5 Steg
6 Zahnadapter
7 Zahnschutz

Ausbau • Bolzen 2 mit geeignetem Werkzeug herausschlagen.


Mining Ausführung:
– Der Ring 4 und der Bolzen 2 werden bei der Demontage beschädigt
und müssen erneuert werden.
Standard Ausführung:
– Der Sicherungsring 3 und der Bolzen 2 können, wenn diese bei der
Demontage nicht beschädigt wurden, wieder verwendet werden.

Steg - Zahnspitze

Einbau Beim Einbau den Steg 5 auf der Oberseite positionieren.

Ring - Zahnspitze

• Ring 4 in den Zahnadapter 6 einlegen und Zahnspitze 1 auf den


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Zahnadapter aufsetzen.

5 - 115
5. Wartung
5.15 Arbeitsausrüstung

Bolzen ansetzen

• Bolzen 2 auf der Ring 4 Gegenseite einschieben, bis der Konus des
Bolzens im Ring 4 anliegt.
– Vor dem Einschlagen kontrollieren ob der Bolzen gleichmäßig im
Ring anliegt. Unsachgemäße Montage kann den Sicherungsring 3
beschädigen.

Bolzen einschlagen

• Bolzen 2 mit einem dosierten nicht zu festen Hammerschlag einschla-


gen, bis der Sicherungsring im Bolzen einschnappt.

5.15.4 Lagerspiel prüfen

Bolzen

Radialspiel An allen Lagerstellen, darf das Spiel maximal 2 mm betragen. Bei


Überschreiten des Maximalwertes sind die Lagerstellen neu auszubuch-
sen.

Axialspiel An allen Lagerstellen außer an den Hydraulikzylindern, darf das Axial-


spiel maximal 3 mm betragen.
Axialspiel an Hydraulikzylindern maximal 5 mm.
Bei Überschreiten des Maximalwertes sind Ausgleichsscheiben
beizulegen.

Schildeinrichtung

5 - 116
5. Wartung
5.16 Gesamtmaschine

Zum Überprüfen der Lagerspiele, muss die Schildeinrichtung auf Druck


beansprucht werden.

Maximal zulässige Lagerspiele Schubrahmenanlenkung am Laufwerk und am Schild: max. 4 mm


Anlenkung Zugstrebe, Tilt- und Schwenkzylinder: max. 3,5 mm

5.16 Gesamtmaschine

5.16.1 Maschine auf äußere Beschädigungen prüfen


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist.

Sichtprüfung

• Vor Inbetriebnahme die Maschine auf äußere Beschädigungen, die die


Sicherheit für den Betrieb beeinträchtigen, überprüfen.
• Sicherheitsrelevante Schäden umgehend beheben.

5.16.2 Scheibenwischer
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Scheibenwischer

Scheibenwischerblatt wech- • Wischerarm hochklappen.


seln
• Mutter der Befestigungsschraube abschrauben.
• Federring und Scheibe abnehmen und Befestigungsschraube heraus-
ziehen.

5 - 117
5. Wartung
5.17 Fahrerstand - Kippeinrichtung

• Wischerblatt abnehmen und wechseln.


Scheibenwischerstellung korrigieren
• Klemmschraube am Scheibenwischerarm lösen und durch Verstellen
der Länge des Führungsarms Wischerblatt senkrecht stellen.

5.16.3 Konservierung der Kolbenstangen


Für die Konservierung wird das LIEBHERR - Korrosionsschutzfett CTK
empfohlen. Siehe "Schmier- und Betriebsstoffe".

Wartungsstellung für die Konservierung der Kolbenstangen

• Die Maschine muss mindestens alle 14 Tage gemäß der Betriebsan-


leitung in Betrieb genommen werden.
– Dabei muss der Dieselmotor und die Hydraulikanlage die Betriebs-
temperatur erreichen. Sämtliche Fahr- und Arbeitshydraulikfunktionen
sind anzusteuern. Die Kolbenstangen müssen mehrmals ihre volle
Länge aus- und eingefahren werden. Ölstand, Schmierstellen und die
elektrische Anlage sind zu überprüfen.
• Die Maschine so abstellen, dass alle Kolbenstangen soweit wie mög-
lich in die Zylinder eingefahren sind.
• Freiliegende Kolbenstangen dick mit säurefreiem Korrosionsschutzfett
einstreichen.
Beim Bewegen einer konservierten Maschine zu Verlade- und Transport-
zwecken, wird der Konservierungsschutz auf den Kolbenstangen der
Zylinder durch die Schmutzabstreifer entfernt.
Wenn ein Transport der Maschine erfolgt:
• Ist die Konservierung der Kolbenstangen nach dem Verladen noch
einmal zu überprüfen.

5.16.4 Stilllegung der Maschine


Bei geplanter längerer Stilllegung der Maschine sollten Sie unbedingt
Ihren Liebherr-Kundendienst zu Rate ziehen.

5.17 Fahrerstand - Kippeinrichtung


Zum Austausch, Reinigen bzw. Kontrollieren und zur Reparatur der
Aggregate zwischen Motorraum und Behälter kann der Fahrerstand ge-
kippt werden.

5 - 118
5. Wartung
5.17 Fahrerstand - Kippeinrichtung

Gefahr Der Fahrerstand darf nur bei stehender Maschine gekippt werden.
Beim An- und Zurückkippen des Fahrerstandes dürfen sich Personen
nicht im Kippbereich aufhalten.
Der Aufenthalt unter dem angekippten Fahrerstand ist nur bei stehender
Maschine und nach dem Einlegen der Sicherheitsstütze am Hydraulikzy-
linder auszuführen.
! Die Maschine darf mit gekipptem Fahrerstand NICHT gestartet oder
gefahren werden. Der Sicherheitshebel ist in oberster Stellung zu
belassen.

5.17.1 Fahrerstand anheben


Stellen Sie sicher, dass:
– die Maschine in Wartungsstellung ist,
– das Verlängerungsrohr zur Betätigung der Handpumpe bereitsteht.

Befestigungsschrauben Fahrerstand

• Je 5 Sechskantschrauben pro Seite am Fahrerstand herausdrehen.


• Beide Kabinentüren schließen.
• Motorraumtür rechts öffnen.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Handpumpe "Heben"

• Hebel an der Handpumpe auf "Heben" stellen.

5 - 119
5. Wartung
5.17 Fahrerstand - Kippeinrichtung

Handpumpe betätigen

• Das Verlängerungsrohr in die Handpumpe einsetzen.


• Die hydraulische Handpumpe betätigen bis der Kolben die Endstellung
erreicht hat (Zwischenstellungen sind verboten!).

Abstützplatte 90° drehen

• Die mechanische Abstützplatte am Hydraulikzylinder im Uhrzeigersinn


um 90° drehen.
– Der Griff an der Abstützplatte steht dann quer zur Fahrtrichtung der
Maschine.

Handpumpe "Senken"

• Anschließend Hebel an der Handpumpe auf "Senken" stellen.

5 - 120
5. Wartung
5.17 Fahrerstand - Kippeinrichtung

Sicherheitsstütze

• Den Fahrerstand durch Betätigen der hydraulischen Handpumpe ab-


senken, bis dieser durch die mechanische Sicherheitsstütze an der
Abstützplatte aufliegt.

5.17.2 Fahrerstand absenken

Handpumpe "Heben"

• Hebel an der Handpumpe auf "Heben" stellen.


• Durch Betätigen der hydraulischen Handpumpe, Fahrerstand anheben.
Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Abstützplatte 90° drehen

• Die Sicherheitsstütze mit leichtem Daumendruck entlasten und die


Abstützplatte am Griff, im Gegenuhrzeigersinn um 90°, nach vorne
drehen.
– Der Griff an der Abstützplatte steht dann in Fahrtrichtung vorne.

5 - 121
5. Wartung
5.18 Reinigung der Maschine

Handpumpe "Senken"

• Anschließend Hebel auf "Senken" stellen. Der Fahrerstand wird durch


Betätigen der hydraulischen Handpumpe abgesenkt.
! Sobald der Fahrerstand auf den Fahrerstandslagern aufliegt, muss
die Handpumpe noch so lange betätigt werden bis das Überdruck-
ventil im Zylinder anspricht (pfeifendes Geräusch). Somit ist sicherge-
stellt, dass der Hydraulikzylinder der Fahrerstandkippeinrichtung
komplett eingefahren und entlastet ist.

Befestigungsschrauben Fahrerstand

Gefahr In jedem Fall ist es strengstens verboten, den Dieselmotor zu starten


bevor der Fahrerstand gesenkt und wieder befestigt wurde.

• Fahrerstand mit 5 Sechskantschrauben pro Seite befestigen.

5.18 Reinigung der Maschine

5.18.1 Maschine nass reinigen

Hinweise zur Reinigung

Achtung Beim Hochdruckreinigen können elektrische Komponenten wie z.B. Elek-


tronikboxen, Betankungspumpe, Messwertgeber und elektrische Bauteile
in der Kabine beschädigt werden!
– Elektrische Komponenten keinem direkten Wasser- oder Dampfstrahl
aussetzen.

5 - 122
5. Wartung
5.18 Reinigung der Maschine

Achtung Beim Hochdruckreinigen [mehr als 1379 kPa (13,8 bar)] können frisch
lackierte Oberflächen beschädigt werden!
– Nach Auslieferung der Maschine soll der Lack mindestens 30 Tage
lufttrocknen, bevor die Maschine oder Teile der Maschine mittels
Hochdruckreiniger gewaschen werden!
– Bis zum Verstreichen dieser 30 Tage nur Niederdruckreiniger zum
Waschen verwenden!

Maschine reinigen

Nassreinigung

• Maschine nass reinigen.


• Sämtliche Schmierstellen an der Maschine neu abfetten.

5.18.2 Dieselmotor reinigen

Achtung Beschädigungsgefahr des Dieselmotors mit den dazugehörigen elektri-


schen Komponenten durch eindringende Feuchtigkeit!
– Elektrische Komponenten wie z.B. Starter, Generator, Messwertgeber
und Öldruckschalter keinem direkten Wasser- oder Dampfstrahl aus-
setzen.

• Motor vorsichtig reinigen.


• Nach der Reinigung den Motor warmfahren damit der Motor trocknen
kann.

5.18.3 Laufwerk reinigen


Deutsch LWT - TD 28/5/2014

Achtung Beschädigungsgefahr der ölgeschmierten Laufwerkskomponenten durch


Zerstörung der Abdichtung.
– Beim Hochdruckreinigen des Laufwerks können die Dichtstopfen der
Laufwerkskomponenten in die Ölräume gedrückt werden.
– Mit dem Hochdruckreiniger nicht direkt auf die Dichtstopfen spritzen.
Abstand von ca. 40 cm einhalten.

5 - 123
5. Wartung
5.18 Reinigung der Maschine

Dichtstopfen

• Laufwerk reinigen.
• Abdichtung der Laufwerksteile überprüfen.

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