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Übertragungswege

Physikalische Übertragungsmedien
Leiterungebunden Leitergebunden
Funktechnik Infrarot Metallische Leiter Nichtmetallische Leiter
Symmetrische Koaxialkabel, Lichtwellenleiter, Plastikfaser
Kupferkabel Sonderkabel

POTS (Plain Old Telephone System)


600 Ohm – Schaltwiderstand
IWV – Impulswahlverfahren
MFV – Mehrfrequenzverfahren
TAE – Teilnehmeranschlusseinheit
NTBA –
APL – Abschlusspunkt der Linientechnik
NFN-Dose: F = Fernsprechgerät (Telefon); N = Nicht-Fernsprechgerät (Fax, AB, Modem)
→ siehe IT-Handbuch S. 329
→ siehe AB „Gebäudetechnische Anlagen Telekommunikation (1)“, Europa Verlag
(Dok/R/IMG_20180829_083211621.jpg)
ISDN
 RJ-45 Adernpaare: 1+2, 3+6, 4+5, 7+8

IAE – integrierte Anschlusseinheit (4 Anschlüsse (3-6) belegt)

UAE – universale Anschlusseinheit (8 Anschlüsse (1-8) belegt)

Vergleich DSL-Normen
 Annex A:
◦ mit Splitter, international
◦ POTS + DSL, kein ISDN
 Annex B:
◦ in Deutschland, mit Splitter
◦ POTS + DSL + ISDN
 Annex J und VDSL:
◦ kein Festnetz, kein Splitter
◦ ALL-IP (Daten + VoIP)

Geschwindigkeiten
DSL Upstream in Mbit/s Downstream in Mbit/s
ADSL 1 3
ADSL2 2 16
VDSL 10 50
VDSL2 Vectoring 40 100
VDSL2 Supervectoring 40 250

Datenraten
Aushandlung der Übertragungsraten: fest oder ratenadaptiv
fest:
 DSLAM gibt Übertragungsrate vor
 kann Rate nicht erreicht werden → kein DSL-Verbindungsaufbau
ratenadaptiv:
 vom DSLAM wird nur die jeweils maximale Übertragungsrate vorgegeben, passt
sich den Leistungsbedingungen an
lirz.de/ao
DSL-Router
 Routing zwischen dem internen Unternehmensnetz und dem externen Internet mit
integrierter Firewall
 DSL-Modem für die Umwandlung der Daten in ein für Telefonleitungen passendes
Format
 Switch mit LAN-Ports
 WLAN-AP
 integrierte Telefon

Voice over IP
 Technik, bei der digitale Sprache in Form von Datenpaketen mithilfe des Internet
Protokolls übertragen wird

Vorteile Nachteile
- mehr Bandbreite für Internetanwendungen - geteilte Bandbreite mit anderen Diensten
- weniger Wartungsaufwand (nur ein Netz) - keine Telefonie bei DSL-Störung
- weniger Verkabelung - leichter abhörbar
- Festnetzflatrates möglich - bei Notrufen Lokalisierung ggf. nicht
- ISDN-Komfort möglich
- geringere laufende Kosten
- höhere Sprachqualität möglich
- ortsunabhängig

Parameter:
 Laufzeit
 Jitter (Schwankung der Laufzeit)
 QoS (Quality of Service)
1. TK-Anlage mit POTS / ISDN VoIP-fähig
 Vorteile
◦ weitere Nutzung Analog- / ISDN-Geräte
◦ schnelle Umstellung
 Nachteile
◦ weiterer Ausbau aufwendig
◦ Einschränkungen der Sprachqualität / Sprachkanäle
2. Hardphone
 kleiner Computer mit proprietären Betriebssystem
 Kommunikation mit der äußeren Welt über Ethernet-Schnittstelle
3. Softphone
 spezielle Software, die ein Telefon auf dem Computer simuliert
ENUM (E.164 Number Mapping)
 Umsetzen der Telefonnummer in die korrespondierende ENUM-Domain
(Nummernplan der internationalen Fernmeldeunion)
 Umkehren der Reihenfolge der Telefonnummer, x.x.x.x.x.x….e164.arpa
 +49 1578 7351344 → 4.4.3.1.5.3.7.8.7.5.1.9.4.e164.arpa
WLAN
 lokales Funknetz
 kabellose Verbindungen mit Hilfe von Router oder Access Points
 je nach Hardwareausstattung und Bedürfnissen der Betreiber verschiedenen Modi
möglich
Modis
 Infrastrukturmodus
◦ drahtloser Router oder Access Point übernimmt die Koordination der Clients
◦ diese senden in Intervallen kleine Datenpakete („Beacons“) an Clients im
Empfangsbereich
◦ die Beacons enthalten u.a. folgende Informationen
▪ Netzwerkname (SSID)
▪ Liste unterstützter Übertragungsraten
▪ Art der Verschlüsselung
◦ keine direkte Datenübertragung der Clients untereinander
 Ad-hoc-Modus
◦ lassen sich schnell und ohne Aufwand aufbauen
◦ alle Stationen sind gleichwertig
◦ selbe Voraussetzungen wie bei Infrastrukturmodus
◦ Datenaustausch findet direkt statt (Peer-to-Peer-Modus)
Frequenzen und Kanäle
 IEEE 802.11b und g → 2,4 GHz
◦ Europa: 13 Kanäle
◦ nur 3 überlappungsfrei
◦ 20 MHz Kanalbreite
◦ Sendeleistung 100 mW (20 dBm)
 IEEE 802.11a → 5 GHz
◦ 19 überlappungsfreie Kanäle
◦ Sendeleistung bis 1000 mW
◦ in direkter Nähe von Regenradaranlagen deaktiviert sich 5-Ghz-WLAN
automatisch
Übertragungsraten
IEEE-Standard Bezeichnung ab Reich f (GHz) Bruttoübertragungsraten
weite
2019 (m)

802.11 WiFi 1 20 2,4 Max. 2 Mbit/s


802.11a - 38 5 Max. 54 Mbit/s
802.11b WiFi 2 38 2,4 Max. 11 Mbit/s
802.11g (g+) WiFi 3 38 2,4 Max. 54 Mbit/s (125 Mbit/s bei g+)
802.11n WiFi 4 70 2,4 + 5 Max. 600 Mbit/s
802.11ac WiFi 5 50 2,4 + 5 Mehr als 1 Gbit/s (nur mit 802.11n
kompatibel)
802.11ax WiFi 6 50 2,4 + 5 Zukünftig mehr als 5 Gbit/s

Sicherheit durch Verschlüsselung


 Wired Equivalent Privacy (WEP)
◦ RC4-Algorithmus
◦ 40- oder 104-Bit statischer Schlüssel
◦ geringe Sicherheit
◦ mit einfachen Mitteln lassen sich Schlüssel entschlüsseln
 WiFi Protected Access
◦ v1: erhöhte Sicherheit durch Advanced Encryption Standard (AES)
◦ v2: AES mit Schlüssellängen von 256 Bit
◦ v3: ab 2019, schützt vor KRACK-Angriff
◦ VPN kann auch Sicherheit herstellen

Sicherheit durch Authentifizierung


 RADIUS-Server
◦ zur Authentifizierung von Clients wird das „Extensible Authentication Protocol“
verwendet

Wireless distribution System (WDS) und Repeating


 Zur Reichweitenerhöhung bestehender Funknetze
 Verbindung kabelloser und gebundener Netze via Funk
Mobilkommunikation
Zellulare Netze
Generationen
1G analog, digitale Signalisierung, leitungsvermittelt, nicht 1985, C-Netz
abhörbar

2G digital, digitale Signalisierung, leitungsvermittelt, GSM 1992, D-Netze,


1994, 1997, E-Netze
2,5G Datenübertragung, paketvermittelt 2000, GPRS; EDGE
3G Breitbandig digital, paketvermittelt 2004, UMTS
4G Vollständig IP basiert, breitbandig 2010, LTE
5G Zukünftig, 20GBit/s bis 1TBit/s, 1ms Latenz, Frequenzen ab 2020
bis 3,5 GHz

IMEI
 International Mobile Station Equipment Identity
◦ eindeutige Identifizierung der Hardware (über *#06# anzeigbar)

IMSI
 International Mobile Subscriber Identity
◦ eindeutige Identifizierung von Netzteilnehmernamen
Analog → Digital

Analog-Digital-Umsetzung
 Sensor / Messwandler liefert analoges elektrisches Signaö
 Signal wird aufbereitet (z.B. verstärkt)
 analoge Größe wird in digitale Größe umgesetzt
 fabtast > 2*fmax (Nyquist-Shannon-Abtasttheorem)

Digital-Analog-Umsetzung
 Digitale Größe wird in analoge Größe umgesetzt
 Signal wird aufbereitet (
Kodierungen
Quellencodierung:
 geeignete Quellsymbolverteilung zur Reduzierung von Redundanz
Kanalcodierung:
 Schaffung von Redundanz zu Fehlererkennung und / oder -korrektur
Leitungskodierung:
 Anpassung der Daten an physisches Medium
◦ Effizienz / hoher Taktgehalt / gleichstromfrei
◦ störungsunempfindlich / geringer Aufwand / Transparenz

Kanalkodierung
 Hinzufügen von Prüfdaten bei Encodierung
 Erkennung von Übertragungsfehlern (Rückwärtsfehlerkorrektur)
◦ erneute Sendung (z.B. TCP-Pakete)
 Korrektur von Übertragungsfehlern (Vorwärtsfehlerkorrektur)
◦ ohne erneute Sendung
◦ Erkennen von Fehlern durch Vergleich der Prüfdaten bei Decodierung
▪ Beispiel ECC (Error Correction Code)

Leitungscodierung
 Anpassung des Signals an physisches Medium
o Gleichspannungsfreiheit / galvanische Trennung