Sie sind auf Seite 1von 7

— — Zürcher Hochschule der Künste Zürcher Fachhochschule Ausbildungskonzept Bachelor of Arts in Musik vom 7.2.2018

Zürcher Hochschule der Künste Zürcher Fachhochschule

Ausbildungskonzept Bachelor of Arts in Musik

vom 7.2.2018

A. Grundlagen

Das Ausbildungskonzept stützt sich auf § 2 Abs. 3 der Allgemeinen Studienordnung der ZHdK (ASO) vom 18.12.2007 sowie auf § 1 Abs. 4 der BSO Bachelor of Arts in Musik und Bachelor of Arts in Mu- sik und Bewegung (BSO BMU BMB) vom 7.2.2018.

B. Struktur

1. Konzeptionelle Verantwortung

Das Studienangebot des Departementes Musik ist in Profilen organisiert, die nach stilistischen und musikpraktischen Kriterien wie folgt geordnet sind:

- Klassik

- Jazz und Pop

- Musik und Bewegung/Schulmusik

- Kirchenmusik

- Komposition/Theorie/Tonmeister

Die Profile verantworten die konzeptionelle Entwicklung und Qualität von Ausbildungsinhalten, die sie für ihre Studienangebote erarbeiten und zur Verfügung stellen.

2. Vertiefung/Schwerpunkte

Der Studiengang Bachelor of Arts in Musik (BA Musik) wird mit den folgenden Vertiefungen und Schwerpunkten angeboten:

- Vertiefung Klassik mit den Schwerpunkten Instrumental/Vokal, Orchesterleitung, Chorleitung welt- lich;

- Vertiefung Jazz und Pop mit den Schwerpunkten Instrumental/Vokal Jazz, Instrumental/Vokal Pop;

- Vertiefung Kirchenmusik mit den Schwerpunkten Orgel, Chorleitung geistlich, Orgel und Chorleitung geistlich;

- Vertiefung Schulmusik mit den Schwerpunkten Klassik, Jazz, Pop

- Vertiefung Komposition und Musiktheorie mit den Schwerpunkten Creative Music Practices sowie Komposition für Film, Theater und Medien.

- Vertiefung Tonmeister mit den Schwerpunkten Klassik, Jazz, Pop

Im Rahmen des Modells Kunst und Sportgymnasium (K+S Modells) ist es möglich, im letzten Schul- jahr des Gymnasiums gleichzeitig das erste Jahr des Bachelors zu absolvieren.

3. Studiendauer

Der Studiengang Bachelor of Arts in Musik dauert in der Regel drei Jahre und ist als Vollzeitstudium konzipiert. Die Studiendauer kann verkürzt werden, wenn Studienleistungen, die an anderen Hoch- schulstudien erbracht wurden, angerechnet werden können, sie kann unter besonderen Umständen verlängert werden, wenn der Workload gewahrt bleibt (vgl. BSO BMU BMB § 15).

4. Workload, Credits

Das European Credit Transfer System (ECTS) bildet den formal-quantitativ geleisteten Studienauf- wand mittels Kreditpunkten (Credits) ab. Während des in der Regel dreijährigen Studiums wird in sechs Semestern ein Minimum von 180 ECTS-Punkten erworben. Grundsätzlich sind 30 Credits pro Semester vorgesehen. Voraussetzung für die Anerkennung der Punkte ist die Testierung. Die Punkte werden durch die Do- zierenden auf Stufe der Lehrveranstaltungen testiert, für das Einholen der Testate sind die Studieren- den selbst verantwortlich.

2

Die Punkte werden nur für mindestens genügende Leistungen vergeben, der geforderte Leistungs- nachweis kann durch ein Projekt, eine Prüfung, eine schriftliche Arbeit oder auf andere Weise er- bracht werden. Die Credits werden am Ende jedes Semesters abgerechnet.

5. Masteranschluss

Das Bachelorstudium in sämtlichen Vertiefungen und Schwerpunkten schafft die Voraussetzungen für ein Masterstudium Musik. Die Zulassung zum Masterstudium erfolgt gemäss den Vorgaben der jeweiligen Master-Studien- gangsleitung.

6.

Die Ausbildungskonzepte der Vertiefungen/Schwerpunkte im Einzelnen:

6.1.

Klassik

6.1.1

Instrumental/Vokal

Studienziel Das Studium Klassik Instrumental/Vokal zielt darauf ab, ausgehend vom Potential und den Interessen der Studierenden, Grundlagen für die künstlerische Gestaltung eines stilistisch breiten musikalischen Repertoires zu schaffen. Im Vordergrund stehen daher die handwerkliche und die künstlerische Ent- wicklung und die Befähigung zur vertieften Reflexion. Im Studienverlauf erwerben die Studierenden Kenntnisse und Fertigkeiten in Musikgeschichte, Musiktheorie, im musikalischen Hören und in der Werkanalyse. Wichtige Erfahrungen werden in der Improvisation und beim Musizieren auf Zweitin- strumenten gemacht. Der Auftrittspraxis und dem Ensemblemusizieren wird grosser Stellenwert bei- gemessen. Voraussetzungen Die Zulassung zum Studium Klassik Instrumental/Vokal setzt ein fortgeschrittenes Niveau im instru- mentalen bzw. vokalen Hauptfach, solide Grundkenntnisse der Musiktheorie und die Fähigkeit zu analytischem Hören voraus. Weitere Anforderungen sind: allgemeine künstlerische Begabung, Kreati- vität, psychische Belastbarkeit, physiologische Eignung und eine überdurchschnittliche Motivation. Es wird der Nachweis genügender Deutsch- und allenfalls Englischkenntnisse verlangt, die es erlau- ben, dem Unterricht folgen zu können.

6.1.2 Orchesterleitung oder Chorleiter weltlich

Studienziel In den Schwerpunkten Orchesterleitung und Chorleitung weltlich erarbeiten die Studierenden hand- werkliche und künstlerische Grundlagen auf einem Instrument beziehungsweise in Gesang und im Dirigieren. Dazu gehören die Fähigkeit, musikalisch-analytisch und strukturell zu hören und zu den- ken, sowie der Erwerb spezifischer Kenntnisse innerhalb des gewählten Schwerpunkts (Orchesterlei- tung oder Chorleitung weltlich). Schwerpunktsspezifische Inhalte der Ausbildung Neben der erweiterten Schulung im Hauptinstrument beziehungsweise in Gesang vermitteln die ein- zelnen Module grundlegendes Dirigierhandwerk, elementare Probetechnik und den Einsatz des Kla- viers für das Partiturstudium. Hospitationen bei verschiedenen Ensembles ergänzen die praxisorien- tierte Ausbildung. Voraussetzungen Zu den Voraussetzungen für das Dirigieren gehören ein gutes Gehör, motorische Begabung, natürli- ches Auftreten, kommunikativer und verbindlicher Umgang mit Musikern sowie eine eigenständige Persönlichkeit. Erste Erfahrungen mit Ensembles des gewählten Schwerpunkts werden erwartet.

6.2. Jazz und Pop

Studienziel Das Studium in der Vertiefung Jazz und Pop vermittelt, aufbauend auf den individuellen Begabungen und Interessen der Studierenden, Kenntnisse und Fähigkeiten um in den wechselnden Szenarien der internationalen Musikszenen als eigenständige und kreative Jazz- respektive Pop-Persönlichkeiten erfolgreich agieren zu können. Im Zentrum des stilistisch breitgefächerten Studiums stehen die hand- werkliche und die musikalische Entwicklung sowie die vertiefte Reflexion der künstlerischen Persön- lichkeit in den grundlegenden Arbeitsfeldern von Jazz und Pop: Performance, Kreation und Produk- tion. Dabei sind neben der Erweiterung und Vertiefung des musikalischen Grundwissens die Individu- alisierung und die Entfaltung der eigenen musikalischen Identität von grosser Bedeutung. Die Studierenden bauen im Verband einer kleinen Klasse ihre bereits vorhandenen Talente aus und verfolgen gleichzeitig individuelle künstlerische Ausrichtungen in Theorie und Praxis. Ausgehend von

3

einer vertieften Erweiterung ihrer instrumentalen/vokalen Fähigkeiten erarbeiten sie in verschiedenen Bands ein breites Repertoire aktueller und geschichtlicher Jazz- oder Pop-Strömungen. Die diversen Techniken des Improvisierens, Arrangierens, Komponierens und Produzierens werden dabei in der Praxis umgesetzt und erprobt. Eine erweiterte Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der musikalischen Allgemeinbildung, der Musikgeschichte sowie mit Arbeits- und Lerntechniken ermög- licht den Studierenden ebenso neue gedankliche und musikalische Horizonte wie die Beschäftigung mit Zweit- und Variantinstrumenten. Abgerundet wird das Studienprogramm durch regelmässige öf- fentliche Konzerte im hauseigenen „Musikklub Mehrspur“, durch Studiosessions, Praktika in der Mu- sikszene und interdisziplinäre Projekte mit Studierenden anderer Fachrichtungen. Voraussetzungen Im instrumentalen/vokalen Hauptfach werden ein fortgeschrittenes musikalisch-, künstlerisches Ni- veau in den Bereichen Interpretation/Improvisation, Musiktheorie und die entsprechende Erfahrung auf der Bühne vorausgesetzt. Innovation, Stilsicherheit und Fantasie stehen dabei im Vordergrund. Die Kandidatinnen und Kandidaten betätigen sich schon längere Zeit intensiv in den verschiedenen Arbeitsfeldern von Jazz oder Pop und verfügen über besondere Kreativität, Disziplin, Selbständigkeit psychische Belastbarkeit und eine überdurchschnittliche Motivation. Es wird der Nachweis genügender Deutsch- und allenfalls Englischkenntnisse verlangt, die es erlau- ben, dem Unterricht folgen zu können.

6.3. Schulmusik

Studienziel Das Studium in der Vertiefung Schulmusik zielt darauf ab, ausgehend von den besonderen Begabun- gen und Interessen der Studierenden, die Grundlagen für eine überzeugende künstlerische Gestal-

tung eines stilistisch breiten musikalischen Repertoires zu schaffen. Im Vordergrund stehen daher so- wohl die handwerkliche wie auch die künstlerische Entwicklung, sowie die Befähigung zur vertieften Reflexion. Im Studienverlauf erwerben die Studierenden neben den grundlegenden musikalischen Kompetenzen auf dem Hauptinstrument Kenntnisse und Fertigkeiten in Musikgeschichte, Musiktheo- rie, im musikalischen Hören und in der Werkanalyse. Wichtige pädagogische Grundlagenkompeten- zen werden in den Bereichen des unterrichtspraktischen Klavierspiels sowie in Stimmbildung/Gesang erworben. Das Bachelorstudium mit Vertiefung Schulmusik führt zu einer professionellen ästhetischen und mu- sikpraktischen Vielseitigkeit. Schwerpunktspezifische Inhalte der Ausbildung:

- Klassik: entspricht weitgehend den Studieninhalten des Schwerpunktes Instrumental/Vokal (Klas- sik). Zusätzliche Studien in Gesang, Klavierimprovisation, Rhythmus und Bewegung sowie Perkus- sion.

- Jazz: entspricht weitgehend den Studieninhalten des Schwerpunktes Instrumental/Vokal (Jazz und Pop), zusätzliche Studien in Gesang und Klavierimprovisation.

- Pop: entspricht weitgehend den Studieninhalten des Schwerpunktes Instrumental/Vokal (Jazz und

Pop), zusätzliche Studien in Gesang und Klavierimprovisation. Voraussetzungen Die Zulassung zum Studium in der Vertiefung Schulmusik setzt ein fortgeschrittenes Niveau im instru- mentalen bzw. vokalen Hauptfach, solide Grundkenntnisse der Musiktheorie und die Fähigkeit zu analytischem Hören voraus. Weitere Anforderungen sind allgemeine künstlerische Begabung, Kreati- vität, psychische Belastbarkeit, pädagogische Eignung sowie ein hohes Interesse an schulmusikali- schen Lehrinhalten der Sekundarstufe. Die Unterrichtssprache ist deutsch. Es wird der Nachweis genügender Deutschkenntnisse verlangt, die es erlauben, dem Unterricht folgen zu können.

6.4. Kirchenmusik

Studienziel Die Vertiefung Kirchenmusik vermittelt grundlegende Kompetenzen in den Schwerpunktbereichen Chorleitung geistlich und Orgel und bindet diese durch ergänzende Inhalte in ein kirchliches Umfeld ein. Via Master-Studium erfolgt schliesslich der Zugang zur Berufspraxis. Die Vertiefung Kirchenmu- sik erfolgt aus einer ökumenischen Grundhaltung heraus und ist sowohl von der evangelischen wie von der katholischen Kirche anerkannt. Ein bestimmtes Glaubensbekenntnis wird nicht vorausge- setzt. Vertiefungsspezifische Inhalte der Ausbildung Innerhalb der Vertiefung Kirchenmusik können die Schwerpunkte Chorleitung, Orgel oder die Kombi- nation von Chorleitung und Orgel gewählt werden.

4

Neben der Vermittlung künstlerischer Grundfertigkeiten und musikalischen Allgemeinwissens wird das Fundament gelegt für eine spätere Arbeit mit Chören oder an der Orgel. Das Curriculum des ge- wählten Schwerpunkts wird im dritten Studienjahr (Master-Orientierung) ergänzt durch: hymnolo- gischliturgische und kirchenmusikgeschichtliche Grundkenntnisse, Basiswissen in Gregorianik sowie in Altem und Neuem Testament, deutscher und lateinischer Liturgiegesang, Singanimation, Informati- onen zu Orgelbau und zum Berufsfeld Kirche. Voraussetzungen Die Voraussetzungen zur Aufnahme in ein Bachelor-Studium der Vertiefung Kirchenmusik entspre- chen denjenigen der anderen Vertiefungen, wobei die Kandidierenden für den Schwerpunkt Chorlei- tung ein gutes Gehör, eine motorische Begabung, ein natürliches Auftreten, einen kommunikativen und verbindlichen Umgang mit Musikern und eine eigenständige Persönlichkeit haben müssen. Sie belegen neben den chorleitungspezifischen Fächern ein weiteres Hauptfach (vokal oder instrumental) und haben deshalb auch in diesem Fach eine Aufnahmeprüfung zu absolvieren. Entsprechend haben die Kandidierenden für den Schwerpunkt „Chorleitung und Orgel“ in beiden Fächern eine Aufnahme- prüfung abzulegen. Es wird der Nachweis genügender Deutsch- und allenfalls Englischkenntnisse verlangt, die es erlau- ben, dem Unterricht folgen zu können.

6.5. Komposition und Musiktheorie

Studienziel Aufbauend auf den individuellen Begabungen lernen die Studierenden kompositorische Prozesse ei- genständig zu gestalten oder zu durchleuchten. Neben dem künstlerischen Umgang mit einem In- strument oder mit der Stimme erarbeiten sich die Studierenden durch analytische Arbeit, gegenseiti- ge Bezugnahmen und praktisches Tun das kompositorische Handwerk und ein grundlegendes Ver- ständnis der wichtigsten Kompositionstechniken sowie die Fähigkeit, Medien spezifisch einzusetzen. Vertiefungsspezifische Inhalte der Ausbildung Im Zentrum der Ausbildung steht der Einzelunterricht in Musiktheorie, Komposition oder Elektroakus- tischer Komposition. Parallel dazu besuchen die Studierenden ein Instrumentalfach ihrer Wahl. Inner- halb der Vertiefung können die Schwerpunkte Creative Music Practices sowie Komposition für Film, Theater und Medien gewählt werden. Grosse Aufmerksamkeit gilt der Schulung differenzierter Reflexion und Wahrnehmung, insbesondere im Bereich des Hörens, sowie der Diskussion ästhetischer Haltungen und der vertieften Kenntnis der Musik der letzten hundert Jahre. Die praktische Arbeit in Ensembleleitung sowie interdisziplinäre Kurse und Projekte ergänzen das praxisorientierte Angebot. Voraussetzungen Es wird eine ausserordentliche musikalische Begabung vorausgesetzt sowie die Fähigkeit, analytisch, kompositorisch oder konzeptionell mit musikalischen Inhalten zu arbeiten. Erwartet werden ein gutes analytisches Gehör, die Fähigkeit zu differenzierter Verbalisierung in Deutsch sowie ein fortgeschritte- nes Niveau auf einem Instrument (oder Stimme). Es wird der Nachweis genügender Deutsch- und allenfalls Englischkenntnisse verlangt, die es erlau- ben, dem Unterricht folgen zu können.

6.6. Tonmeister

Studienziel Neben einem künstlerischen Umgang mit dem Instrument und der Aufarbeitung des musikalischen Handwerks in Theorie und Praxis erarbeiten sich die Studierenden die Grundfähigkeit, tontechnische Probleme selbständig und kompetent zu lösen. Sie haben Kenntnis verschiedenster Produktions- und Beschallungstechniken und beherrschen ein Grundrepertoire technischer Aufnahmeverfahren. Inhalte der Ausbildung Die Vertiefung Tonmeister kann mit Schwerpunkt Klassik, Jazz oder Pop gewählt werden. Unterricht in Musikübertragung, Aufnahmebetreuung und -analyse, digitaler Audiotechnik, Elektro-, Studio- und Beschallungstechnik, Mathematik, Informatik und Akustik. Einzelunterricht auf dem Hauptinstrument, Schulung der Differenzierungsfähigkeit des Hörens, Erarbeiten von Harmonielehre, Kontrapunkt und von analytischen Zugängen zur Musik. Praktische Arbeit in Ensembleleitung und Partiturkunde sowie Praktika und diverse Projekte ergänzen die Ausbildung. Voraussetzungen Es werden eine hohe Selbständigkeit, ein ausgezeichnetes Gehör und eine gute musikalische und technische Begabung vorausgesetzt. Die Fähigkeit differenzierter Verbalisierung, ein fortgeschrittener Umgang mit einem Instrument, Zuverlässigkeit und gute deutsche Sprachkenntnisse sind unerläss- lich. Erwartet werden erste Erfahrungen im Umgang mit technischen Geräten respektive in einem

5

Studio. Die Kandidierenden sollen über grundlegende Kenntnisse in Informationstechnologie verfü- gen, in Mathematik wird der Mittelschulstoff vorausgesetzt. Es wird der Nachweis genügender Deutschund allenfalls Englischkenntnisse verlangt, die es erlau- ben, dem Unterricht folgen zu können.

7. Module und Studienverlauf

Der Kompetenzerwerb erfolgt in einem Curriculum, das aus Modulen besteht. Mit Modulen werden thematische Lernfelder bezeichnet, die dem Lehrplan Struktur verleihen. Ein Modul setzt sich aus ei- ner Anzahl inhaltlich abgestimmter Lehrveranstaltungen zusammen.

Die Module sind:

- Core/Kern

- Context/Zusammenhang

- Experience/Erfahrung

- Extension/Erweitertes Profil

In den vertiefungsspezifischen Lehrplänen werden die einzelnen Veranstaltungen der Module defi- niert. Darüber hinaus beinhaltet der Modulplan disziplinenübergreifende Gefässe aus dem hochschul- weiten Wahlpflichtangebot von insgesamt 12 ECTS-Punkten (vgl. Reglement für hochschulweites Wahlpflichtangebot der ZHdK).

C.

Kompetenzen

1.

Eintrittskompetenzen

1.1.

Eigungsabklärung

Die für das Studium erforderlichen Eintrittskompetenzen der Kandidierenden werden im Rahmen der Eignungsprüfung abgeklärt gemäss BSO BMU BMB § 6ff.

2. Zielkompetenzen

Der Lernprozess der Studierenden orientiert sich an vier grundlegenden Kompetenzbereichen:

2.1. Fachkompetenzen

Künstlerisches Handwerk

- Weiterentwickeln eines musikalischen Instrumentariums in Kreation und Produktion auf professio- nellem Niveau.

- Professionelles Interagieren und Performen in Gruppen und Ensembles verschiedener Besetzungen.

- Beherrschen und Verstehen eines repräsentativen Repertoires aus verschiedenen Stilen im Kern- fachbereich

Kontextuales Wissen

- Eigenständige und kritische Reflexion von Musik

- Beherrschen verschiedener Kompositions- und Produktionstechniken

Praktische Fertigkeiten

- Erfahrung mit verschiedenen Auftrittssituationen und Produktionsbedingungen; Fähigkeit zur stim- migen Kreation und Konzeption von Programmen für unterschiedliche Veranstaltungen

- Erfahrung in der Planung und Gestaltung von Bühnensituationen in den Koordinaten Raum, Körper, Zeit und Medien

2.2. Methodenkompetenzen

Lerntechniken

- Kennen und Anwenden individuell optimaler Übe-, Memorier-, Probe- und Arbeitstechniken

- Kennen und Anwenden von basalen Forschungsmethoden in der Musik

Analytisches Arbeiten

- Reflexion und Evaluation von künstlerischen, pädagogischen und kreativen Prozessen

- Praxisbezogene Anwendung von musiktheoretischen Inhalten

2.3. Sozialkompetenzen

Kommunikationsfähigkeit

- Fähigkeit zur klaren verbalen Präsentation komplexer Inhalte

6

Beziehungs- und Teamfähigkeit

- Fähigkeit zu sozialem Handeln

- Fähigkeit, professionelle Beziehungen aufzubauen, sachbezogen zu gestalten und prozessorientiert zu steuern

- im professionellen Umfeld Konflikte wahrnehmen, ansprechen und konstruktiv/ konsensorientiert lösen können

2.4. Selbstkompetenzen

Selbstreflexion

- Fähigkeit zu differenzierter Selbstwahrnehmung und -reflexion,

Kritikfähigkeit

- Fähigkeit, sich im beruflichen Kontext kritisch mit sich selber auseinandersetzen zu können

- Kritik zulassen können

Selbständigkeit

- Fähigkeit, sein Leben im individuellen Berufsfeld in Eigenverantwortung erfolgreich zu organisieren

Belastbarkeit

- Unter Druck wahrnehmungsbereit sein und konstante Leistung erbringen können

3.

Spezifische Kompetenzen

3.1.

Prüfungen

Eine Übersicht der im Verlauf des Studiums abzulegenden Prüfungen findet sich im Internet-Studien- führer Bachelor Musik, in dem auch die Prüfungsinhalte und die Zielkompetenzen aufgeführt sind.

D. Organisation des Studiums

1. Studienführer Bachelor Musik

Detaillierte Informationen zu den Themenbereichen Unterricht, Prüfungen, Organisation, Reglemente, Veranstaltungen und Dienstleistungen für Studierende sind auf dem Internet-Studienführer Bachelor Musik vereint. Hier werden unter anderem die konkreten Lehrpläne und Prüfungsbestimmungen hin- terlegt sowie die wichtigen Termine des Schuljahres publiziert.

2. Übernahmevertrag

Die Übernahme vorgängig zum Studium erworbener Fachkompetenzen wird gemeinsam mit der Stu- diengangsleitung im Übernahmevertrag geregelt. Hier können ggf. Pflichtkurse, die in vergleichbarer Form bereits vor dem Bachelor-Studium absolviert wurden, erlassen und ECTS-Credits angerechnet werden. Quereinsteiger/-innen, die in einzelnen Kompetenzbereichen noch Defizite aufweisen, kön- nen hier auch rückwirkend zum Besuch von Kursen früherer Semester verpflichtet werden. Der Über- nahmevertrag regelt auch allfällige Prüfungserlasse.

3. Studienberatung

Regelmässig finden Gespräche zwischen Studierenden und Studiengangsleitung oder deren Vertre- tung statt. Die im Gespräch getroffenen Vereinbarungen bezüglich Studienverlauf sind verbindlich. Solche Gespräche können jederzeit seitens der Dozierenden, Studierenden oder der Studiengangs- leitung eingefordert werden.

4. Testate

Lehrveranstaltungen des Pflichtlehrplans und des Individuellen Profils sind grundsätzlich testatpflich- tig. Die Studierenden sind aufgefordert, die angemeldeten Lehrveranstaltungen am Ende des Semes- ters von den zuständigen Dozierenden testieren zu lassen.

5. Auslandaufenthalte

Den Studierenden bietet sich die Möglichkeit, im Rahmen eines Mobilitätsprogrammes drei bis zwölf Monate an einer Partnerhochschule zu studieren.

7

E. Diplom

Das Bachelordiplom wird verliehen, wenn 180 ECTS-Punkte erreicht sowie alle Leistungsnachweise bestanden wurden.

Der Bachelorstudiengang wird je nach gewählter Vertiefung mit folgendem Titel abgeschlossen:

• «Bachelor of Arts ZFH in Musik, Vertiefung Klassik, (gewählter Schwerpunkt)»

• «Bachelor of Arts ZFH in Musik, Vertiefung Jazz und Pop, (gewählter Schwerpunkt)»

• «Bachelor of Arts ZFH in Musik, Vertiefung Schulmusik, (gewählter Schwerpunkt)»

• «Bachelor of Arts ZFH in Musik, Vertiefung Kirchenmusik, (gewählter Schwerpunkt)»

• «Bachelor of Arts ZFH in Musik, Vertiefung Komposition und Musiktheorie, (gewählter Schwer- punkt)»

• «Bachelor of Arts ZFH in Musik, Vertiefung Tonmeister, (gewählter Schwerpunkt)»

F. Übergangsbestimmung

Studierende, die ihr Studium in der Vertiefung «Instrument/Gesang» und «Dirigieren» vor dem Herbst- semester 2016/17 begonnen haben, werden für das weitere Studium diesem Ausbildungskonzept un- terstellt. Bisherige Studienleistungen werden angerechnet.

Studierende, die ihr Studium in der Vertiefung «Komposition und Musiktheorie» mit den Schwerpunk- ten «Zeitgenössische Komposition», «Elektroakustische Komposition» oder «Musiktheorie» vor dem Herbstsemester 2018/19 aufgenommen haben, schliessen ihr Studium nach dem Ausbildungskon- zept in der Fassung vom 6.12.2017 ab.

G. Inkrafttreten

Dieses Ausbildungskonzept wurde von der Hochschulleitung am 7.2.2018 erlassen. Es tritt per 1.8.2018 in Kraft.

Der Departementsleiter Michael Eidenbenz