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Evaluation Einführungswoche IMP@CT/PBOX

Im Zusammenhang mit der Ankunft der Praktikanten des PBOX-Projekts haben wir in
Zusammenarbeit mit Fiducia eine Einführungswoche organisiert. Ziel war es den Praktikanten ein
Zusammenwachsen als Gruppe, sowie einen ersten Einblick in ihre Arbeit, das LC Karlsruhe und die
Stadt Karlsruhe zu ermöglichen.
Am Ende dieser Woche wurde eine Evaluation durchgeführt, um Verbesserungsvorschläge der
Praktikanten einzuholen, sowie zum Zweck der Planung zukünftiger Aktivitäten.
Im Folgenden sind zunächst die Evaluationsmethoden und anschließend die Ergebnisse, sowie unsere
persönlichen Schlüsse geschildert.

Methoden
Der Einstieg in die Evaluation wurde mit Hilfe eines Flip-Charts zum besten und schlechtesten
Ereignis versucht. Die Praktikanten waren aufgefordert jeweils den Punkt, der ihnen am besten
gefallen hat und den, der sie am meisten gestört hat aufzuschreiben und ggf. zeichnerisch zu
untermalen.
Anschließend wurden die einzelnen Einheiten ausgewertet. Dazu gab es für jeden Tag ein Flipchart.
Die Praktikanten bekamen rote, blaue, gelbe und grüne Klebepunkt. Grün bedeutete gut, rot
schlecht, blau neutral und gelb „Es war gut, aber…“.
Abschließend wollten wir konkret herausfinden, was die Praktikanten an der Einführungswoche
ändern würden. Dafür formten wir zwei Gruppen. Jede Gruppe bekam ausgedruckte Agenden der
Einführungswoche und je ein Flipchart zur Aufstellung einer eigenen Agenda.
Zuletzt ging es um Projekte, die die Praktikanten während ihrem Aufenthalt angehen möchten und
Regeln zum Aufstellen des Blogs.
Ergebnisse
Die Ergebnisse der ersten Einheit waren relativ eindeutig. Die Integration in AIESEC und das
Teambuilding sind demnach sehr erfolgreich gewesen und wurden von den Praktikanten gelobt.
Dagegen wurde bemängelt, dass es zu wenig Freizeit und zu wenig Zeit zum Entspannen gab.
Die Ergebnisse zu den einzelnen Einheiten waren weitgehend positiv. Wir haben also inhaltlich den
Geschmack der Praktikanten getroffen, auch wenn sie die Menge bemängelt haben.

Sonntag – Dienstag
Von den Mitfahrern wurde das MotiWo durchweg positiv bewertet. Ein erstes Kennenlernen wurde
ermöglicht und es gab sofort die Möglichkeit das Lokalkomitee zu treffen. Suboptimal war wohl die
kurze Zeit zwischen Ankunft und Abfahrt für einige Praktikanten. Montag und Dienstag wurden sehr
ähnlich bewertet. Die Ankunft und die Aufnahme bei der Fiducia scheinen sehr herzlich und
angenehm gewesen zu sein. Negativ wurde bewertet, dass man in einigen Momenten nicht optimal
organisiert war. So gab es am ersten Tag viele Informationen über die Fiducia, die in den Augen der
Praktikanten nicht zwangsläufig nötig gewesen wären. Dienstags war der Rundgang zwar generell
positiv, allerdings gab es scheinbar häufiger lange Wartezeiten, die man hätte vermeiden können.
Außerdem waren alle Notebooks auf Deutsch eingestellt. Generell wurde die Mischung aus AIESEC
und Fiducia-Einführung sehr positiv empfunden.
Mittwoch – Samstag
Der Mittwoch wurde ebenfalls positiv bewertet. Die role activities von Fiducia wurden generell sehr
positiv bewertet. Das bbox Assignment wurde gut aufgenommen, allerdings wurde das Fehlen
konkreter Informationen bemängelt. Nach Aussagen der Praktikanten wird ihnen wenig an die Hand
gegeben und man möchte, dass sie bei null anfangen.
Das Teambuilding von AIESEC am Freitag wurde mit Begeisterung bewertet. Dagegen war man mit
der Einheit am Samstag eher unzufrieden. Es wurde an uns herangetragen, dass beim Project
Management zu viel Vorwissen vorausgesetzt wurde. Außerdem musste der Trainer anscheinend
gegen die Müdigkeit der Praktikanten ankämpfen. Die Einheit zu Intercultural Management wurde
dagegen sehr genossen. Ein großer Minuspunkt war das Mittagessen, da keine Möglichkeit bestand
etwas zu besorgen und ein großer Aufwand entstand, der nicht eingeplant war.

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Sonntag - Montag
Sonntag war eher mit Freizeit verplant. Das Sightseeing von Martin wurde gut bis mittelmäßig
bewertet, da er nicht besonders gut vorbereitet war. Die Evaluation hätte nach Ansicht der
Praktikanten während der Arbeitszeit und nicht an einem freien Tag stattfinden müssen.
Erstellen eigener Wochenpläne
In den Wochenplänen spiegeln sich die bereits berichteten Ergebnisse wider. Die Mischung zwischen
Fiducia und AIESEC wurde beibehalten. Auch das MotiWo wurde wieder als Einstieg gewählt. Für
Montagvormittag wurde vorgeschlagen sich um Offizielles, wie Anmeldung bei der Stadt und
Erstellen eines Kontos, zu kümmern und nachmittags bei Fiducia zu beginnen. Als wichtig wurde auch
die LCM in der Einführungswoche gesehen, um in Kontakt mit AIESECern zu kommen. Ab
Donnerstagnachmittag sollte dann AIESEC übernehmen. Die letzte Einheit sollte dann
Samstagnachmittag stattfinden, nämlich Sightseeing und Evaluation. Alternativ könnte dies auch
montags stattfinden, falls es sich hier wieder um einen Feiertag handeln sollte. Weiterhin sollte das
Wochenende allerdings Freizeit bleiben.
Interpretation und Folgerung
Es ist offensichtlich, dass die Praktikanten das Gefühl gewonnen haben, zu wenig Zeit für sich selbst
zu haben. Hierfür sind einige Gründe möglich. Durch das späte Eintreffen der Praktikanten war es
ihnen nicht möglich, sich vor der Einführungswoche ausreichend einzurichten. Wäre diese
Möglichkeit gegeben gewesen, wäre ihnen relativ schnell klar geworden, dass Langeweile deutlich
schlechter als organisierte Aktivitäten ist. Zusätzlich war es den Buddies durch die Einführungswoche
nicht möglich in Ruhe Offizielles wie Bankangelegenheiten und Anmeldung durchzuführen. Dass
diese Notwendigkeiten nicht durchgeführt worden sind, war zu jeder Zeit im Hinterkopf der
Praktikanten und mag eine Stresssituation kreiert haben, die in Wirklichkeit nicht bestand. Zuletzt
war die Wahl der Location für den Workshop am Samstag sehr ungünstig, aber erzwungen. Durch das
Einbestellen an ihren Arbeitsplatz an einem Samstag entstand der Eindruck des stetigen Arbeitens,
obwohl ähnliche Einführungswochen für gewöhnlich einen deutlich höheren Workload bedeuten.

Um ähnliche Probleme in Zukunft zu vermeiden, haben wir einige Empfehlungen für eine zukünftige
PBox erarbeitet.

1. Die Praktikanten müssen in der Vorwoche zur Einführungswoche spätestens am Donnerstag
eintreffen.
2. Durch eine Willkommensparty sollte ein erster Kontakt zum LC hergestellt werden.
3. Am Folgetag werden offizielle Angelegenheiten wie Anmeldung und Bank geregelt.
4. Die Agenda sollte den Praktikanten spätestens 2 Woche vor Eintreffen zugeschickt werden
und es sollte ihnen erlaubt sein, gewissen Änderungen vorzuschlagen. Am Ende wird eine
Zustimmung zur Agenda gefordert.
5. Die Agenda muss spätestens 1 Monat vor Projektbeginn mit der Partnerfirma abgesprochen
werden. Es muss eine klare (also auch räumliche) Abgrenzung von AIESEC Einheiten und
Einheiten der Firma erfolgen. Das verhindert den Eindruck stetigen Arbeitens. Außerdem ist
das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch eher bereit Zuständigkeiten
abzutreten.
6. Das Thema Projektmanagement ist nicht optimal.
7. Man sollte versuchen das PBox-Projekt nicht während des Semesterbeginns zu beginnen. Das
erleichtert die Wohnungssuche erheblich!