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castlemagazine · issue 5 · air · /04 2006 · european quality arts

Introducing

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Obwohl es diesmal ein bisschen länger gedauert hat, freuen wir uns Euch nun die
fünfte Ausgabe des castlemagazine präsentieren zu dürfen. Wieder haben sich einige
Künstler eingefunden und kreativ Gas gegeben. Auch diesmal präsentieren wir
Euch wieder Arbeiten auf über 90 Seiten aus den unterschiedlichsten Sparten. Die
Möglichkeit hier eine Vielzahl an kunstvollen Arbeiten zeigen zu können ist nicht
zuletzt auch dem grossartigen Angagement der teilnehmenden Künstler und
Künstlerinnen zu verdanken.Vielen Dank an dieser Stelle an alle die dazu
beigetragen haben die fünfte Ausgabe des castlemagazine an den Start zu bringen.
Selbverständlich können die teilnehmenden Künstler und Illustratoren jederzeit
über ihre Adressen in unserem Impressum für Jobs und Aufträge
jeder Art persönlich aquiriert werden.

YEAH!
castlemagazine

castle
Illustrativemagazine
Besonderer Dank gilt wie immer unserem Programmierer Kray-C der uns beigestanden hat.
Castlemagazine is a Project from Hartl, centerblock, Starjump. 2006
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castlemagazine · issue 5 · air · /04 2006 · european quality arts

Imprint

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page 1 cover
page 2 intro
dirk
page 3 Imprint
flin
page 4 preview
nothelfer
daniel page 5-7 Dirk Schmidt · www.wasmachtdirk.de
installation page 8 - 12 Flin · flinster@t-online.de
ema? page 13 - 14 Martin Nothhelfer · www.Donlates.com
alee? page 15 - 22 Daniel Schüßler · daniel.schuessler@gmx.de
yvonne? page 23 - 27 Centerblock · www.centerblock.de
ecb page 28 - 30 Starjump · www.starjump.de
niklas page 31 - 33 Yvonne Winkler · info@vierfarbraum.de
harry page 34 - 46 Special-Interview: ECB. · www.ecbwork.de
maggy page 47 - 48 Beast · dsire@gmx.de
amore page 49 - 57 Harry Ardeias · www.hahaharry.com
max page 58 - 59 Maggy Bauer · maggy1979@gmx.de
smatik page 60 - 63 Johnny Amore · johnny@johnnyamore.de
dadata page 64 - 65 Max Merget · www.maxmerget.de
zrok page 66 - 72 Smatik · www.smatik.de
hartl page 73 - 74 Dadata
page 75 - 77 Sebastian Bühler · sebas84@gmx.net
page 78 - 83 Patrick Hartl · www.hartl-art.org
page 84 - 87 Wolfgang Lehnerer (zrok) · Z-rok@web.de
page 88 - 91 Roland Herzog · misterzog@web.de
page 92 call for entries
page 93 copyright

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Illustrativemagazine 33
Preview “air” issue 2006

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Illustrativemagazine 4
castlemagazine · issue 5 · air · /04 2006 · european quality arts

Dirk Schmidt
Illustration

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Illustrativemagazine 5
Flin.
Illustration und Malerei
“Take off” Flin. 2006 Zeichnung, digital coloriert

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castlemagazine · issue 5 · air · /04 2006 · european quality arts

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Martin Nothelfer
Malerei

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Illustrativemagazine 13
castle
Illustrativemagazine Martin Nothelfer, Acryl auf Papier 2006
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Daniel Schüßler
Malerei und Installation

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Luftstadt
Stadtluft
Daniel Schüßler

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Installation von Daniel Schüßler im Rahmen der
Ausstellung “Invasion II” der Klasse Lang/AdBK,
die 2004 in der Pasinger Fabrik in München stattfand.

Nachfolgend ein Auszug aus einem Interview von


Kristin Brunner mit Daniel Schüßler, das in dem Heft
“Etwas zum Mitnehmen”, erschienen ist.

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Illustrativemagazine 20
KB:
Warum hängt deine Installation von der Decke?

DS:
Ich bringe sie damit auf Augenhöhe, um den Betrachter in “Gully-Perspektive” durch die Installation
zu führen. Dadurch wird der Eindruck der Gebäude beim durchwandern der Stadt verstärkt, außerdem
ergibt sich dadurch ein Querschnitt, der einen Blick unter die Oberfläche erlaubt.

KB:
Auf der Unterseite ist die Installation mit Schläuchen
versehen. Ein rein dekoratives Element? Oder steckt mehr dahinter?

DS:
Die Schläuche sind Drainage-Schläuche aus dem Krankenhaus, die ich nach und nach gesammelt habe.
Sie sind ein Bild für die U-Bahntunnel unter einer Stadt, durch die Energie transportiert wird. Um sich
selbst, und das gesamte System aus Beton, Stahl und Glas am “Laufen” zu halten, benötigt eine Metropole
sozusagen den Mensch als Energieträger. Es ist eine Art Übersetzung: U-Bahnschächte und U-Bahnnetz =
Venen und Blutkreislauf. Man könnte auch sagen, es ist ein Austausch.

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Illustrativemagazine 21
KB:
Kannst du diesen Austausch kurz erläutern?

DS:
Zu einem fixen Zeitpunkt (7 Uhr morgens) mobilisiert sich die Energie in der
Ruhezelle (Wohngebiet) und wird mittels der Betonvenen zur Funktionszelle be-
fördert. Ein ganzes Büroviertel z.B., wird auf diese Weise zum Leben erweckt und
ermöglicht so auch indirekt den Erhalt der Ruhezelle.

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In der Installation haben einige der Modellhäuser Ohren oder Augen.
Welche Bedeutung haben sie ?

DS:
Bei einem Spaziergang nehme ich technische oder architektonische
Elemente eines Gebäudes wahr (Fenster, Kameras, Mobilfunk-Antennen etc.)und
diese Eindrücke setze ich dann teilweise wieder in organischen Elementen um.
Sowas wie eine “Personifizierung” der Stadt.

KB:
Deine Gebäude sind oft mit Bildern von anderen Häusern
beklebt. Kannst du das erklären?

DS:
Beim Betrachten von Häusern, Gebäuden oder Plätzen werden in mir
Verknüpfungen zu ähnlichen Objekten in anderen Städten hergestellt.
Im Kopf entsteht ein fiktives aber zusammenhängendes Netz aus Stadtbausteinen,
die meine eigene, für andere unsichtbare, Stadt ist. Die beklebten und bebilderten
Häuser sind der Versuch meine, in diesem Sinne fiktive Stadt, anhand eigener
Aufnahmen aus diversen Metropolen, sichtbar zu machen.

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Centerblock
Illustration

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Centerblock, Acryl auf Karton, jeweils 40cm x 30 cm

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Acryl auf Leinwand, centerblock, 2006

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Illustrativemagazine
Digitaler Zeichenprozess, centerblock, 2005

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Starjump
Illustration

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“captain”, Starjump, castlemagazine 2006

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Yvonne Winkler
Illustration

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Illustrativemagazine 32
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ecb.
„ Ergebnisse, Beweisstücke für etwas anderes.
Für zurückgelegte Wege; dafür, wo wir waren und wohin wir gingen..”.

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Lesen Sie hier ein Interview das Castlemagazine mit dem Künstler
Hendrik Beikirch a.k.a. ecb geführt hat:

castlemagazine:
Wenn man in einer Großstadt oder in einem Ballungsgebiet lebt hat man es, castlemagazine:
sofern man interessiert ist, relativ leicht kreativen Input und vor allem auch Welchen Stellenwert haben deine Arbeiten auf Leinwand im Vergleich
Anschluß zu anderen Künstlern zu finden, gerade in der Graffiti-Szene. zu deinen Wandprojekten, bzw. wo besteht für dich der künstlerische
Wie war das bei dir in Landau? Hast du in der ersten Zeit nur für dich alleine Unterschied ? Hat eines dieser beiden Medien Priorität für dich,
gearbeitet, oder gab es auch dort immer Gleichgesinnte oder “Brüder im Geiste”? oder siehst du beides gleichberechtigt?

ecb: ecb:
Ich hatte bereits lange bevor ich 1996 nach Landau zog die Faszination der Sprühdose Die Leinwand ist ein anderes Medium, mit all ihren eigenen Vorzügen und Nachteilen
entdeckt (1989), lebte aber auch damals in einer Kleinstadt. Eigentlich habe ich sehr gegenüber dem Arbeiten auf/an den Wänden des öffentlichen Raums.Im Vergleich dazu
lange alleine gearbeitet, rückblickend erscheint mir dies eher als Bereicherung. Frei ein kleines, begrenztes Format. Ohne das Wechselspiel mit der Umgebung, ohne den
von jeglichen - damals in der Graffitiszene doch recht dominierenden Regeln - Einfluss des Umfelds.Dagegen aber die Möglichkeit feiner, detailreicher und mit anderen
hatte ich die Möglichkeit nach meinen eigenen Weg zu suchen und den Freiraum, Techniken zu arbeiten. Die Vorzüge des beweglichen Objekts...Letztlich stellt für mich
den ich mit Graffiti aufgesucht hatte, zu entdecken. das Arbeiten auf Leinwand eine andere, ergänzende Sprache dar.

castlemagazine:
Es ist ja meist eine Mischung aus beidem, aber was war bei dir der größere Auslöser
für dein Interesse an Graffiti, der Reiz des Verbotenen, oder der künstlerische, kreative Teil?

ecb:
Sicherlich auch eine Mischung.Wobei die seit frühster Kindheit vorhandenen
Begeisterung für das Malen und Zeichnen wahrscheinlich letzten Endes doch überwog.

castlemagazine:
Ist Graffiti für dich in die etablierte Kunstszene einzufügen
und siehst du es als eine eigenständige Kunstrichtung?

ecb:
Für mich ist Graffiti eine eigenständige Kunstrichtung, die ihren Platz
in der etablierten Kunstszene findet.

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castlemagazine: castlemagazine:
Auf deiner Website schreibst du Sind es die einzelnen Werke an sich, die für dich hauptsächlich von Bedeutung sind,
dass du auf einer Suche bist deren erstes Ziel das “finden” war, wenn wir dich richtig oder siehst du deinen künstlerischen Weg eher im Gesamten?
verstehen, war dieser Fund Graffiti und die Sprühdose.Nun hast du die Grenzen weiter
gesteckt, auch wenn die Sprühdose Dir dabei nach wie vor dein liebster Gefährte ist. ecb:
Ist schon abzusehen wo diese Suche jetzt hingehen wird? Die einzelnen Bilder sind doch eher nur Nebenprodukte. Ergebnisse, Beweisstücke für
etwas anderes. Für zurückgelegte Wege; dafür, wo wir waren und wohin wir gingen...
ecb: Bei Gemeinschaftsarbeiten im Idealfall Zeugen einer schönen, gemeinsam verbrachten
“Damals begab ich mich auf eine Suche, deren erster Gegenstand war zu finden, was Zeit. Der Leistungsgedanke und die diesbezüglich weit verbreitete Fixierung auf das
gesucht wurde...” Dies nimmt Bezug auf dieses Gefühl des Aufbruchs, des Beginns, Ergebnis wie etwa innerhalb der Graffitiszene erschien mir da nie wirklich verständlich.
der Veränderung/des Veränderns, welches ich in Graffiti fand. Unterwegssein als Ziel...

castlemagazine: castlemagazine:
1996 hast du in Koblenz Kunstpädagogik studiert. Was waren deine Immer wieder zeigst du Treppen, Brücken und Gleisanlagen in deinen Bildern.
Beweggründe dazu und inwiefern hat das deine künstlerische Arbeit beeinflußt? Welches Verhältnis hast du zu ihnen?

ecb: ecb:
Ich stellte handwerklich einige Defizite bei mir fest und sah in dem Studium die Das Arbeiten auf Leinwand verlangte nach neuen Sichtweisen,ich sah, dass das
Möglichkeit diese auszugleichen. Grundsätzlich wurde meine Vorstellung von der blosse Reduzieren der Bildgrösse nicht der Weg sein konnte.
Universität als Bildungsinstitution aber doch eher enttäuscht. Meine Bildersprache Letztlich kreisen meine Leinwandarbeiten um die Darstellung der Örtlichkeiten, an
hat nachhaltig Graffiti geprägt, nicht das Studium. denen Graffiti im öffentlichen Raum funktioniert. Einhergehend mit den ihnen eigenen
Stimmungen, Perspektiven und Bildern.

castlemagazine:
Hast du dieses Arbeitsfeld mittlerweile wieder aufgegeben,oder bist du in irgendeiner
Art als Kunstpädagoge tätig?

ecb:
Im kunstpädagogischen Bereich mache ich heute bis auf eine kleine Dozentenstelle an
einer Kunstschule nicht mehr wirklich viel.

castlemagazine:
Wie empfindest du den Moment, den ersten Dosen- oder Pinselstrich, in dem du ein
neues Bild beginnst? Hat man irgendwann routinierte Abläufe, oder ist es für dich
jedesmal aufs neue ein Experiment?

ecb:
Die ersten Striche auf einer Wand oder Leinwand sind für mich Inbegriff der
Faszination die das Malen ausmacht. Dieser besondere Moment, diese besondere
Spannung... Frühmorgens an einer Wand, die ersten Striche. Wenn der Tag zum Leben
erwacht. Die Geräusche, die Stimmung, das Licht... Durchaus auch ein Moment, den
ich gerne für mich allein erlebe.

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castlemagazine: castlemagazine:
Wir haben auf deiner Website auch über deine Suche Besteht in deinen Arbeiten auf Leinwand ein kritischer Ansatz
nach der “wehmütigen Schönheit” gelesen, und wenn ja, inwiefern spielt dabei der gegebene Titel eine Rolle ?
ist das ein durchgehender Bestandteil deiner Arbeiten für dich,
oder greifst du dieses Thema nur manchmal bewußt auf? ecb:
Den kritischen Ansatz würde ich wenn eher in meinen Arbeiten auf Wand sehen.
ecb: Meine Leinwandarbeiten kreisen um dieses besondere, Graffiti eigene Gefühl und
Dies geht einher mit meiner Vorliebe für Hochformate. die damit einhergehenden Stimmungen. Die Titel sind dabei der Versuch, diese
Dieses Gefühl des offenen, weiten Himmels.Nur vom Horizont begrenzt und doch Gefühls- und Stimmungsebenen genauer zu umreißen.
gepaart mit einer wehmütigen, melancholischen Schönheit. Etwas, dass ich in all den
Orten, die Veränderung in sich tragen, finde. Orte, an denen Reisen beginnen und castlemagazine:
enden... Das Bild zu finden, dass das Gefühl dieses Moments beschreibt ist sicherlich Wenn du es dir wünschen könntest,wie sollten deine Bilder gelesen werden?
ein fast durchgehender Bestandteil meiner Arbeit.
ecb:
castlemagazine: Ehrlich.
Du arbeitest zum Teil in einem sehr abstarkten Stil. Hat Formqualität an sich für dich
schon einen Wert oder ist es dir schon wichtig in deinen Arbeiten, zumindest auf den castlemagazine:
zweiten Blick, immer auch etwas Inhaltliches darzustellen? Kannst du von deiner Arbeit als freischaffender Künstler leben ?
Und wenn ja, mit welchem Teil deiner Arbeiten (Wandprojekte, Austellungen,
ecb: Leinwände...) verdienst du den Hauptanteil deines Lebensunterhaltes?
Der Anspruch einer inhaltlicher Ebene ist in den allermeisten meiner Arbeiten
vorhanden. Deshalb auch der Versuch mittels Text eine Konkretisierung vorzunehmen, ecb:
noch treffendere Bilderwelten zu öffnen. Ich arbeite seit 1999 als freischaffender Künstler, hatte mich aber auch schon
während des Studiums dadurch finanziert. In den vergangenen Jahren hat sich der
Schwerpunkt von Wandgestaltungen hin zu Ausstellungen und dem Verkauf von
Leinwandarbeiten verlagert.

castlemagazine:
Wie siehst du die Entwicklung der Malerei in den kommenden Jahren ?

ecb:
Schwer zu sagen. Grundsätzlich denke ich dass aus dem Bereich Graffiti/ Malerei
im öffentlichen Raum noch viele interessante Impulse kommen werden.

castlemagazine:
Hat der Fall der Türme deine künstlerische Arbeit beeinflusst ?

ecb:
Ich würde sagen in der ersten Zeit nicht wirklich unmittelbar. Im weiteren Rahmen
gesehen ist der 09.11 sicherlich Grund oder ausschlaggebend für vieles, das -
ob direkt oder indirekt - auch meine künstlerische Arbeit/Leben beeinflusst.

castlemagazine:
Wir bedanken uns für das Interview.

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castlemagazine-special: interview and artworks / ecb

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CMP / Mr.Green / ECB
castlemagazine-special: interview and artworks / ecb

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castlemagazine-special: interview and artworks / ecb

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castlemagazine-special: interview and artworks / ecb

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castlemagazine-special: interview and artworks / ecb

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castlemagazine-special: interview and artworks / ecb

ecb.end
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Beast. TNS.
Illustration

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Harald Ardeias
Illustration

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Maggy Bauer
Nachdenken

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Wenn man nicht mehr in der Stadt wohnt, die man liebt, beginnt eine neue Sichtweise.
Zuerst befindet man sich in der Phase, in der man glaubt, die neue Stadt lieben zu können,
zu müssen wie die alte, weil die Liebe einen in diese Stadt gezogen hat. Da ist das
Heimweh am größten, weil man sich noch nicht eingestehen kann, dass zwar die Liebe
da ist, aber eben nicht die Stadt und weil jede Liebe anders ist.
Überhaupt fällt einem erst auf, dass man eine Stadt lieben kann, ohne den Begriff Heimat
zu benötigen, weil man die nur noch aus der Ferne beliebäugeln darf und die Nähe jetzt
der neuen Stadt gehört. Es fällt einem auf, dass es nicht schwer ist, offen zu sein, man
will das unbedingt, aber es ist schwer, Neues ins Herz zu schließen, wenn man erst Platz
machen muss, von dem man dachte, er wäre bereits geschaffen.

Man beginnt nicht, wie man es vorher angenommen hat, zuerst nach Neuem zu suchen,
sondern nach Vertrautem, nach dem, was man kennt, bevor man begreift, dass es das
hier nicht gibt, da nicht nur die Luft sich verändert hat; der Grundton ist ein anderer.
Man muss begreifen lernen, dass nichts ersetzbar, nur austauschbar ist.
Man spielt auf Zeit und geht eine Weile auf sehr dünnem Eis. Die Gewohnheit stärkt
einem den Rücken und die Suche nach Neuem, was das Alte, Bekannte ersetzt, löst
die Suche danach ab. Man findet Neues, aber ersetzen kann es das Alte nicht, weil es
neu ist und man Altes befestigt wie einen Schutzwall.
Neu kann es lange bleiben, ob es irgendwann auch alt und bekannt wird, weiß man
nicht, so lange ist man noch nicht weg und da. Das einzige, was vertraut wird, ist die
Liebe, die einen weg zog. Auch das ein Schutz.
Wenn man einige Zeit im Neuen lebt und das Alte stückchenweise mitziehen kann,
aber nur ein wenig davon, das Alte lässt sich nicht gern mitnehmen, dann bemerkt
man, dass man lange im Alten übersehen hat, was im Neuen sichtbar wird, auch wenn
es nicht da ist. Es ist gut, sehen zu können, das nennt man Distanz bekommen:
Erkennen, was immer war, aber übersehen wurde, da man selbst zu nah war.
Man lernt Neues und Altes zu schätzen, doch schwankend bleibt man in dem Gefühl,
einem von beiden Unrecht zu tun. Was im Alten nicht nötig war, wird im Neuen zur
Pflicht und anderes unwichtig. Manchmal kann man jetzt Altes alt sein lassen, Neues
mit Altem verbinden- nicht zu trennen, auch wenn es schwer fällt.Verwundert stellt
man fest, wie anders alles geworden ist, als man es sich vorgestellt hatte, bevor es
sich verändert hat. Einiges war einfach ein Wunsch, aber wer gewinnt schon im Lotto?
Manches ist besser anders geworden, manches schlechter.
Erfährt man eines Tages auch, wie es geworden ist?

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Johnny Amore
Photography

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“heyaheyaho”

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Illustrativemagazine

Johnny amore.photograohy.2006
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Johnny amore.photograohy.2006

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Max Merget
Kalligrafie

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Titel: unordn g_04 / Format: 30 x 40cm / Technik: Digital bearbeitete Kalligraphie und Photographie / Material: Belichtetes Photopapier
Autor: Max merget 2004

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Illustrativemagazine 65
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Smatik exhibition
“African Drum Exhibition And Company”
Die Ausstellung “African Drum Exhibition And Company” die vom 5.4. - 29.4.06 im Ungawa-Record-Store,
Dominikanergasse 12 in Augsburg läuft, zeigt Arbeiten des Künstlers und Grafikers Ander Ljosaj a.k.a. “Smatik”.
Das Character um dass sich die Ausstellung hauptsächlich dreht, ist ein Lautsprecher auf 2 Beinen mit Armen.
Der Kopf ist der Kern der Membran. Eigentlich ein Wurm der in seinen Kampfanzug schlüpft (wird dann im
Videoclip gezeigt der vielleicht noch Ende diesen Jahres oder Anfang nächsten Jahres fertig sein wird).
Wenn er kämpft pflanzt er einen Wurm ins Ohr und die Leute machen den Fernseher aus.
Der “Funky Drummer” lebt im Einklang mit HighTech und Natur. Er findet Ja Rule und das Gala-Magazin
richtig scheisse. Des weiteren kotzen ihn Prestige-Sucker an. Er steht auf richtigen Rap/HipHop, Jazz und Funk.
Was soll man noch sagen. Castle findet er Klasse.

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“African Drum Exhibition And Company”


Smatik, exhibition 2006 Augsburg, Germany

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“African Drum Exhibition And Company”


Smatik, exhibition 2006 Augsburg, Germany

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“African Drum Exhibition And Company”


Smatik, exhibition 2006 Augsburg, Germany

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“African Drum Exhibition And Company”


Smatik, exhibition 2006 Augsburg, Germany

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“African Drum Exhibition And Company”
Smatik, exhibition 2006 Augsburg, Germany
“African Drum Exhibition And Company”
Smatik, exhibition 2006 Augsburg, Germany
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Dadata/Dert
Experimente

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Sebastian Bühler
Projektionen

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Über den Dächern


von Augsburg gab es in einer lauen Nacht einige fassadenfüllende Projektionen. Zu sehen waren Steckdosen-Character bzw. Character-Steckdosen.
Wie man es auch sehen mag, sind die technisch niedlich anmutenden Gesichter ein wahrer Blickfang gewesen. Ihre Erscheinung erinnerte durch die immer wiederkehrende
Symetrie und die allmächtig mahnenden Gesichtsausdrücke an Totems vergangener Zeiten, die sich nun ihren Weg im modernen Lebensraum geschaffen haben.

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Sebastian Bühler, Projections,Augsburg,Germany,2006

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TION
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Da Hartl. TNS.
Kalligrafie
„Ich habe kein Thema, ich habe nichts zu sagen.
Ich schreibe, um mich trotzdem zum Reden zu bringen.
Ich erschaffe mir ein Gegenüber.
Ich erschreibe mir ein Echo, um zu erfahren,
ob ich nicht vielleicht doch etwas zu sagen haben könnte.”

Auszug aus „Sirenen” von Andreas Herkommer

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1.Platz
Rudo-Spemann-Preis 05
Kalligrafie-Wettbewerb
Klingspor-Museum für internationale Buch - und Schriftkunst

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Offenbach am Main

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Zrok. TNS.
Stylewriting

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Roland Herzog
Photography

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BYE BYE!

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