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Institut

für Qualitätsentwicklung
an Schulen
Schleswig-Holstein

Verbesserung des Leseverstehens


Methoden zur Textentlastung

IQSH
Impressum

Verbesserung des Leseverstehens


Methoden zur Textentlastung

Herausgeber:
Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen
Schleswig-Holstein (IQSH)
Schreberweg 5, 24119 Kronshagen
www.iqsh.schleswig-holstein.de

Bestellungen:
Brigitte Dreessen
Tel.: +49(0)431 5403-148
Fax: +49(0)431 5403-200
brigitte.dreessen@iqsh.landsh.de

Autorin:
Christiane Frauen, IQSH

Gestaltung:
hausintern

Druck:
Hansadruck, Kiel

© IQSH November 2011


Auflagenhöhe 2.000

Best.-Nr. 7/2011
Vorwort

Vorwort

Häufig haben Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten, Texte zu verstehen. Dies zeigt sich in allen textbasierten Fächern. Das bedeutet nicht zwangs-
läufig, dass der Text selbst verändert werden oder gar auf Texte verzichtet werden muss.

Mit Methoden der Textentlastung und entsprechenden Aufgaben kann der schwache Leser durch schwierige und anspruchsvolle Texte hindurchgeführt
werden. Sie dienen ganz konkret dem Textverständnis. Die Kenntnis dieser Methoden ermöglicht Lehrkräften eine Vorbereitung von Arbeitsblättern, die
den erfolgreichen Lesekompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler begleiten. Einige Methoden der Textentlastung sind auch vom Schüler oder von
der Schülerin selbstständig anwendbar. Gemeinsame Reflexionsprozesse im Sinne von Metakognition bahnen die bewusste Verwendung einzelner Text-
entlastungen als Strategie an.

Die vorliegende Übersicht bietet eine Auswahl von Anregungen zur Vorbereitung eines Textes mit Methoden der Textentlastung und Aufgaben, die zu die-
sen Methoden passen. Die Formulierungen sind textunabhängig und für schriftliche Aufgaben zum leisen Lesen vorgesehen.
Die Aufgabenbeispiele regen insgesamt zur Entwicklung oder Nutzung von Lesestrategien an und sind an den KMK-Bildungsstandards orientiert. Sie sind
auf Texte in allen Fächern und allen Schularten anwendbar, auch wenn hier exemplarisch der Bezug zu den Bildungsstandards für den Hauptschulab-
schluss im Fach Deutsch hergestellt wird. Damit bilden diese Methoden einen zentralen Baustein zur durchgängigen Sprachbildung.

Die Beispiele sind dem Lesen-macht-stark-Materialordner entnommen. Die vorliegende Übersicht unterstützt den Transfer zu den in den Projektmaterialien
exemplarisch aufbereiteten Lesetexten.

Ich danke Christiane Frauen für die Erarbeitung dieser Handreichung.

Dr. Thomas Riecke-Baulecke


Direktor des IQSH

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© IQSH Christiane Frauen 4
Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ....................................................................................................................................................................................................................................... 3 

Verbesserung des Leseverstehens durch Didaktisierung von Lesetexten – Methoden der Textentlastung für Lehrkräfte aller Fächer und Schularten .......... 6 

Allgemeine Anregungen zur Formulierung von Aufgaben .......................................................................................................................................................... 7 

Welches Verständnis von Differenzierung liegt der Übersicht zugrunde? .................................................................................................................................. 8 

1. Vor dem Lesen – Vorentlastung ............................................................................................................................................................................................. 9 

2. Während des Lesens – Sinnentnahme ................................................................................................................................................................................ 15 

3. Nach dem Lesen – Reflexion und Produktion ...................................................................................................................................................................... 27 

Bildungsstandards Lesen - Bildungsstandards für den Hauptschulabschluss für das Fach Deutsch (Lesen) ......................................................................... 35 

In Ausnahmefällen wurde zur besseren Lesbarkeit nicht die weibliche Form gesondert aufgeführt. In diesen Fällen schließt dann die männliche Form die weibliche ein.

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Erläuterungen

Verbesserung des Leseverstehens durch Didaktisierung von Lesetexten –


Methoden der Textentlastung für Lehrkräfte aller Fächer und Schularten

Zum Aufbau:

 Auf den folgenden Seiten finden Sie zunächst allgemeine Erläuterungen:

- Allgemeine Anregungen zur Formulierung von Aufgaben


- Welches Verständnis von Differenzierung liegt der Übersicht zugrunde?

 Unter Punkt 1 bis 3 beginnt die Übersicht über die Formen der Textentlastung mit Aufgaben. Sie sind in die Phasen Vor dem Lesen,
Während des Lesens und Nach dem Lesen unterteilt:

1. Vor dem Lesen − Vorentlastung 2. Während des Lesens – Sinnentnahme 3. Nach dem Lesen –
Reflexion und Produktion
1.1 Inhaltliche Vorentlastung 2.1 Allgemeine Aufgaben
1.2 Lexikalische Vorentlastung 2.2 Lesestrategien 3.1 Reflektieren, Deuten, Bewerten, Begründen
1.3 Grammatikalische Vorentlastung 2.3 Leseverstehen überprüfen 3.2 Inhalte wiedergeben
1.4 Kulturelle Vorentlastung 2.4 Interpretation des Textes 3.3 Text in ein anderes Medium oder
1.5 Emotional-empathische Vorentlastung 2.5 Konzentrative Entlastung in eine andere Form überführen
1.6 Konzentrative Vorentlastung 3.4 Metakognition
1.7 Lesetechnische Vorentlastung

 Am Ende der Übersicht werden die Bildungsstandards für den Hauptschulabschluss im Fach Deutsch – Lesen aufgeführt. Zum Zweck der leichteren
Lesbarkeit wurden die Bildungsstandards unter Punkt 5 durchnummeriert. In der rechten Spalte der Übersicht (Punkt 2 bis 4) lassen sich die Bezüge
der Aufgabenbeispiele zu den Kompetenzen der Bildungsstandards ablesen.

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Aufgaben - Allgemeines

Allgemeine Anregungen zur Formulierung von Aufgaben


Um Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem Textentlastungsbedarf den Zugang zum Text und das Verständnis der Aufgaben hierzu zu erleichtern,
empfiehlt es sich bei der Entwicklung von Arbeitsblättern, die allgemeinen Hinweise in der Spalte „Bedenkenswertes“ zu beachten. Sie werden durch
Beispiele in der mittleren und rechten Spalte veranschaulicht. Die konkreten Aufgaben richten sich in den Formulierungen auf dem Arbeitsblatt zunächst an
einzelne Schülerinnen und Schüler. Das schließt nicht aus, dass die Aufgaben auch in Partner- oder Gruppenarbeit, beziehungsweise mit der gesamten
Klasse bearbeitet werden können.

Bedenkenswertes erschwerend erleichternd


In der Ansprache den Wechsel der Adres- „Lies den Text. „Lies den Text.
Sprecht gemeinsam darüber.“ Sprich mit einem Partner darüber.“
saten vermeiden
Einfache eingliedrige Sätze in den Aufga- „Lies den Text und überlege dir, was du schon über „Lies den Text.
dieses Thema weißt, um es dann im Cluster aufzu- Du weißt sicherlich schon einiges über das Thema.
ben verwenden
schreiben.“ Schreibe es im Cluster auf.“
Aufgaben so positionieren und formulie- Alle Aufgaben stehen am Ende des Textes und werden Aufgaben sind verteilt:
- Vor dem Text
erst nach dem Lesen wahrgenommen.
ren, dass sie durch den Text hindurchfüh- - Nach jedem Textabschnitt
- Nach dem Text
ren - Text enthält Stoppzeichen nach den Absätzen - die
entsprechenden Aufgaben sind nach dem Text
platziert.
Sparsam mit W-Fragen umgehen W-Fragen leiten nicht durch den Text, sondern gezielt Gute Aufgaben führen durch den ganzen Text:
zu einer Textstelle: „Du erfährst im Text einiges über den Wohnort von X.
„Wo wohnt X?“ Markiere die Textstellen.“
Arbeitsblätter möglichst selbsterklärend Erklärungen einer anwesenden Lehrkraft werden vo- Das Arbeitsblatt wird so aufbereitet, dass bei der Bear-
rausgesetzt. Das Arbeitsblatt kann nicht ohne die Hilfe beitung möglichst keine Erklärung der Lehrkraft oder
vorbereiten der Lehrkraft bearbeitet werden. deren Anwesenheit notwendig wird.

Sparsam mit Ausrufezeichen umgehen Ein Ausrufezeichen nach jeder Aufgabe, die eine Auf- Schulbuchverlage gehen in ihren Veröffentlichungen
forderung enthält → „imperativer Zeigefinger“ sparsam mit Ausrufezeichen um.

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Differenzierung

Welches Verständnis von Differenzierung liegt der Übersicht zugrunde?


Dem Lesen-macht-stark-Projektmaterial liegen verschiedene Ansätze der Differenzierung zugrunde, die an anderer Stelle ausführlicher erläu-
tert werden. Sie basieren zum Beispiel auf der freien Wahl des Themas, dem Umgang mit dem Faktor Zeit, der Verwendung individueller Le-
sestrategien, dem gendersensiblen Textangebot etc.
Bewusst wurde darauf verzichtet, jedes Arbeitsblatt für drei definierte Differenzierungsgruppen anzubieten, weil durch die Festlegung einer
Stufigkeit in der Lernzeit die Gefahr einer unerwünschten Festlegung bestünde und die individuellen Möglichkeiten der Lesekompetenzent-
wicklung eine Einschränkung erführen.
Das Ausmaß an Textentlastungsbedarf ist je nach Aufgabe, Thema oder Text sehr unterschiedlich. Letztlich sind vor allem die individuellen
Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler maßgeblich. Nur der Blick auf den Einzelnen unter der Fragestellung „Wie lernt dieser Schüler?“
führt zur Entscheidung für die Verringerung oder die Ausweitung der Komplexität der Aufgabe. Dies kann – bezogen auf das Individuum – bei
einer Anforderung die Ausweitung und bei einer anderen Anforderung die Verringerung der Komplexität verlangen.
In der folgenden Übersicht werden Impulse für die Verringerung der Komplexität der Aufgaben beispielsweise durch eindeutige Anlei-
tung und Vorgabe des zu beschreitenden Weges erreicht.
Eine Ausweitung der Komplexität wird durch Aufgaben ermöglicht, die in der Regel durch größere Offenheit, Vielschichtigkeit und
erweiterte Möglichkeiten bei der Wahl der zu beschreitenden Wege gekennzeichnet sind.

Diese Verringerung oder Ausweitung der Komplexität ist keinesfalls für jede Aufgabe und für jeden Schüler erforderlich.

Insgesamt sind die Aufgaben auf drei Phasen des Lesens bezogen:

 Vor dem Lesen


 Während des Lesens
 Nach dem Lesen

Textentlastungen zeigen sich, abgesehen von der Aufgabe, auch in der Vorbereitung der Lehrkraft, zum Beispiel in der Auswahl funktionaler
Bilder, die das Textverständnis unterstützen (unter: Vorbereitung, Aufgaben, Differenzierung).

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Vor dem Lesen
1. Vor dem Lesen – Vorentlastung
Bildungs-
1.1 INHALTLICHE VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN Standards
VORENTLASTUNG DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN Sek. I

Aktivierung des Vorwis- Aufgabe: 11


sens zum Thema Betrachte das Bild. Schreibe alles auf, was dir dazu ein- 4
fällt.
Wortspeicher

Über ein ausgewähltes Vorbereitung: Über das Lesen lesen: S. 4


1
Element aus dem Text L. wählt einen „goldenen Satz“ aus dem Text aus. 6
sprechen Aufgabe: Denke über diesen Satz nach. Schreibe deine 7
Gedanken dazu auf. 8
Aufgabe: Lies die Überschrift. Wovon könnte der Text
handeln? Beschreibe Deine Vermutungen.
Drei Möglichkeiten, wovon Einen eigenen gol-
der Text handeln könnte, denen Satz wählen
zur Auswahl vorgeben lassen

Eigene Fragen an den Aufgabe: Textunabhängige Liebe – eine Serie: S. 1


Arbeitsblätter: Sich 1
Text formulieren Schreibe deine Fragen an den Text auf. auf ein Thema ein- 3
stimmen S. 6 4

Fragenauswahl zur Verfü-


gung stellen

1
Die Nummerierungen beziehen sich auf die Reihenfolge der Kompetenzen in den Bildungsstandards für den Hauptschulabschluss. Diese weichen aber insgesamt kaum
von denen des Mittleren Bildungsabschlusses ab.
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Vor dem Lesen

Bildungs-
1.1 INHALTLICHE VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
VORENTLASTUNG DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
Einen vereinfachten Vorbereitung: Tierische Texte: S. 1 1
Paralleltext oder L. fasst Textinhalte in einfachen Phrasen zusammen. 6
Zusammenfassungen vor Diese entsprechen in der Struktur dem komplexen Text. 7
dem Lesen des komplexen Aufgabe:
Textes lesen Ordne die Satzstreifen in der richtigen Reihenfolge.
Aufgabe:
Lies den Text A. Zerschneide ihn in Streifen. Ordne die Strei-
fen den passenden Textstellen in Text B zu.
Vorbereitung:
L. bietet den Paralleltext ungeordnet an.
Aufgabe:
Ordne die Satzstreifen in der richtigen Reihenfolge.
Vorbereitung:
Oder L. stellt passendes Bildmaterial zur Verfügung.
Aufgabe:
Ordne die Satzstreifen dem passenden Bild zu.
Reduzierte Anzahl der Einen eigenen Paralleltext
Textstreifen verfassen

Vermutungen/Vorhersagen/ Vorbereitung: Fußball: S. 13 Liebe – eine Serie: S. 2 1


Erwartungen formulieren L. zieht ein ausgewähltes Element aus dem Text für eine Auf- 4
(und nach dem Lesen gabenstellung heran, z. B. Überschrift, einen Satz … 8
abgleichen) Aufgabe:
Lies … Worum geht es im Text? Schreibe deine Vermutung
auf.

Auswahl von Vermutun-


gen zur Verfügung stellen

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Vor dem Lesen

Bildungs-
1.2 LEXIKALISCHE VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
VORENTLASTUNG DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
Vor dem Lesen über Vorbereitung: Tierische Texte: S. 7 1
Schlüsselwörter nach- L. wählt Schlüsselwörter und passende Bilder aus. 3
denken Aufgabe: 8
Lies die Wörter. Schreibe zu jedem Wort alles auf, was dir ein-
fällt.
Aufgabe:
Sieh dir die Bilder an. Welches Schlüsselwort gehört zu wel-
chem Bild? Schreibe es dazu.
Wortspeicher S. wählen Schlüsselwörter
selbst aus.
Wörter aus dem Text nach Aufgabe: 1
bestimmten Kriterien Lies die Wörter. Ordne sie in die Tabelle ein. 5
ordnen. (z. B. inhaltlich, - Weitere Wörter finden
- Ordnungskriterien selbst
nach Oberbegriffen, …) festlegen
Sich mit ausgewählten Vorbereitung: Rap: S. 3 Liebe – eine Serie: 5
S. 9
Wörtern aus dem Text L. erstellt ein Glossar/Aufgaben zum Glossar. 6
beschäftigen (Fach- Aufgabe: 31
begriffe/Fremdwörter/ Verbinde die Wörter der rechten Spalte mit den Bedeutungen in
schwierige Wörter) der linken Spalte.
Aufgabe: Schreibe ein kleines Lexikon zum Thema X. Verwen-
de dafür die Wörter aus dem Text.
Passende Wörter sind im - Weitere Wörter finden
Text unterstrichen. - Ein eigenes Glossar
erstellen
Redewendungen inhaltlich Vorbereitung: L. stellt verschiedene Bedeutungen von Rede- Auf ins Abenteuer: S. 7 5
aufarbeiten wendungen zum Ankreuzen zur Auswahl. 8
Aufgabe: Lies die Redewendung. Kreuze die passende
Bedeutung in der Tabelle an.
- Eine eigene Erklärung
formulieren
- Einen eigenen Lebens-
bezug beschreiben

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Vor dem Lesen

Bildungs-
1.2 LEXIKALISCHE VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
VORENTLASTUNG DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
Mit einem Glossar/Lexikon Vorbereitung: Rap: S. 2 Rap: S. 3 1
umgehen L. bereitet ein Glossar zum Text vor. 5
31
Die Aufgabe wird mit der vorrangigen Lesestrategie „Über
Unverstandenes hinweg lesen“ verknüpft:
Aufgabe:
Im Text findest du möglicherweise Wörter, die du nicht
verstehst. Du kannst zunächst über sie hinweg lesen. Kannst
du den Sinn eines Satzes gar nicht verstehen? Dann sieh im
Lexikon nach.
Ein sehr kurzes Glossar S. bereitet ein Glossar
vorbereiten zum Text vor.

Bildungs-
1.3 GRAMMATIKALI- VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
SCHE DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
VORENTLASTUNG
Potenzielle grammati- Vorbereitung: Auf ins Abenteuer: S. 27 6
kalische Lesebremsen L. prüft den Text im Hinblick auf grammatikalisch hohe Anforde-
vor dem Lesen aufarbeiten rungen, die das Leseverstehen erschweren.
L. bereitet eine Übung dazu vor, z. B. zum Präteritum.
Aufgabe:
Verbinde die Wörter aus der linken Spalte mit den Wörtern aus
der rechten Spalte (Präteritum mit Infinitiv oder Präsens).
Beispiele vorgeben Text selbst auf grammati-
kalische Besonderheiten
hin untersuchen

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Vor dem Lesen

Bildungs-
1.4 KULTURELLE VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
VORENTLASTUNG DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
Kulturelles Vorwissen zur Vorbereitung:
Verfügung stellen L. prüft den Text im Hinblick auf kulturelles Vorwissen, das das
Leseverstehen erschwert.
L. stellt zusätzliche Infotexte oder verbale Unterstützung zur Ver-
fügung.
Hinweis: Die erforderliche Vorentlastung hängt sehr stark von
der kulturellen Sozialisation der Schüler ab.
Aufgabe:
- Erläuterungen S. begegnet dem Text ohne
- Inbeziehungsetzen zum kulturelle Vorentlastung –
Bekannten hohe interkulturelle Kompe-
tenz bedarf keiner Vorweg-
nahme und Entlastung der
Begegnung mit Ungewohn-
tem.

Bildungs-
1.5 EMOTIONAL- VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
EMPATHISCHE DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
VORENTLASTUNG2
Gefühle oder Sinnes- Aufgabe: Auf ins Abenteuer S. 12 8
eindrücke, die mit dem Schreibe auf, welche Gefühle du mit dem Thema X in Verbin-
Thema verbunden werden, dung bringst.
in Worte fassen Aufgabe:
Schreibe ein Gedicht der Sinne.
Ich sehe …
Ich höre …

- Wortspeicher Gefühle z. B. nach


- Satzanfänge vorgeben Intensität ordnen lassen

2
An dieser Stelle wird der Begriff Vorentlastung eher im Sinne von „Einstimmung“ verwendet.
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Vor dem Lesen

Bildungs-
1.6 VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
KONZENTRATIVE DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
VORENTLASTUNG
Lesebremsen, die dem Vorbereitung: L. sammelt mit der Lerngruppe mögliche „Lese- Lesemappe: Textunabhängige
Lesebremse Arbeitsblätter Problem-
konzentrierten Lesen bremsen“. Die Sammlung hängt als Anregung zur Reflexion im lösehand: S. 4/5
im Wege stehen, aufarbei- Klassenraum oder steht als Übersichtsbogen zur Verfügung.
ten Aufgabe: Du bist auf eine Lesebremse gestoßen. Du kommst
an dieser Stelle nicht mehr weiter. Nimm dir jetzt Zeit und denke
darüber nach: Was bremst dich? Schreibe auf.
L. spricht S., der mit den S. widmen sich den Lese-
Augen nicht beim Text bremsen bei sehr schwierigen
ankommt, direkt an – Texten. Leise Lesen – laut
nach Möglichkeit Einzel- Denken mit einem Partner. Beispiel im
gespräch als Impuls für NZL-Film
eine erste Reflexion.

Bildungs-
1.7 VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
LESETECHNISCHE DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
VORENTLASTUNG
Vorübungen zum flüssi- Vorbereitung: Rap: S. 4 1
gen Lesen L. analysiert den Text im Hinblick auf mögliche technische Lese- 2
bremsen und stellt ausgewählte Wörter als Pyramide zusammen.
Aufgabe:
Übe das laute Lesen der Wörter aus der Lesepyramide.
Einige Wörter im Text Einige Wörter im Text sind
sind schwer zu lesen. schwer zu lesen. Schreibe sie
Schreibe in jede Zeile ein in die Lesepyramide.
Wort mit der vorgegebe-
nen Buchstabenzahl.

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Während des Lesens

2. Während des Lesens – Sinnentnahme


Bildungs-
2.1 ALLGEMEINE VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
AUFGABEN DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
Dem Text ohne spezielle Aufgabe: Tierische Texte: S. 2 1
Aufgabe begegnen Lies den Text leise. 2
3
Wiederholte, vertiefende
Lektüre mit veränderter
Aufgabenstellung zum
besseren Leseverstehen

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Während des Lesens

Bildungs-
2.2 Lesestrategien VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
Zur Verwendung von Le- Aufgabe: Tierische Texte: S. 2 1
sestrategien während des Lies über schwierige Textstellen hinweg. 7
Lesens anregen Aufgabe: 20
Markiere wichtige Wörter. 34
Markiere, was du verstan- .
den hast.

Vorhersagen äußern Aufgabe: Textunabhängige Arbeitsblätter: 4


Mit anderen Lesen S. 14
Lies bis zur Markierung. Äußere Vorhersagen über den Inhalt des 6
nächsten Abschnitts. 7

Vorhersagen durch weitere .


mündliche Fragen anregen

Empathische Lesestrate- Aufgabe: Textunabhängige Arbeitsblätter: 3


Mit anderen lesen S. 15
gien nutzen Suche deine Lieblingstextstelle. Schreibe Sie auf. 7

Systematische Ein- Vorbereitung: Lesemappe: Lesestreifen 1


führung, Bewusst- Die Lesestrategien werden anhand von Textbeispielen schrittwei-
machung und individuelle se eingeführt und erprobt. Anfangs wird nur der Lesestreifen
Anwendung von Lese- „Texte knacken in sechs Schritten“ verwendet.
strategien

Zur Nutzung einer be- S. reflektieren auf der Basis des



stimmten Lesestrategie, AB „Mit Strategien zum Ziel“ ihre
die gut zum Text passt, individuellen Lesestrategien.
anregen Passende Strategie selbst aus-
wählen

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Während des Lesens

Bildungs-
2.2 Lesestrategien VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN NZL- standards
DIFFERENZIERUNG MATERIALIEN
Gezieltes Markieren Aufgabe: Konzentrationsübungen: Lesemappe: 1
S. 15 Lesestreifen Wissens-
(immer das Verstan- Markiere den Satz, in dem sich der Täter verraten hat. wertes markieren 7
dene, nicht das Un- 12
verstandene). 18
20
Verschiedene Varianten 34
des Markierens als
Lesestrategie Vorbereitung: Textstelle S. formulieren eigene
durch Markierung noch Leseziele, die zum
weiter eingrenzen / Drei Markieren ausgewählter
Textstellen zur Auswahl Informationen führen.
Durch Aufgaben zur Vorbereitung: Auf ins Abenteuer Liebe – eine Serie: S.7 1
– Robinson: S. 28
Nutzung von Lese- L. stellt passende Bilder zum Textinhalt zusammen. 6
strategien anregen: Für eine Übung werden die Bilder unsortiert präsentiert und 36
Bilder nutzen mit folgender Aufgabe verbunden:
Aufgabe:
Die Bilder erklären den Text. Suche zu jedem Bild einen
oder mehrere Sätze im Text. Umkreise die Sätze. Ziehe
eine Verbindung zum passenden Bild.
Vorbereitung: Bilder Vorbereitung: L. hält ein
funktional einsetzen, Bild bereit, das in Dis-
z. B. fortlaufend pro krepanz zum Textinhalt
Abschnitt am Textrand steht.
oder zwischen den Ab- Aufgabe: „Mit der Le-
sätzen sestrategie, die ich sonst
anwende, komme ich
hier nicht weiter.“ Nimm
zu dieser Aussage Stel-
lung.

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Während des Lesens

Bildungs-
2.2 LESESTRATE- VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
GIEN DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
Empathie, Emotion und Vorbereitung: Liebe – eine Serie: S. 1 6
Identifikation als Lese- L. führt die Bearbeitung der folgenden Aufgabe am OHP vor, 7
strategie nutzen denkt dabei laut und fügt dem Text Sprechblasen hinzu, die vor 8
den Augen der S. beschriftet werden. 35
Aufgabe:
Manchmal hast du beim Lesen einen Gedanken, ein Gefühl,
eine Idee ...
Du kannst das alles in den Text hineinschreiben. An den Text-
rand, zwischen die Zeilen oder auch auf ein Extrablatt.
Text mit großen Zeilen- und
Absatzabständen und Raum
für Randnotizen aufbereiten
Zur Verwendung von Aufgabe: Tierische Texte: S. 2 1
Lesestrategien während Lies über schwierige Textstellen hinweg. 7
des Lesens anregen Aufgabe: 20
Markiere wichtige Wörter. 34

L. wählt die für den Text Aus einer Auswahl von


hilfreiche Lesestrategie aus. Lesestrategien die pas-
sende bewusst auswählen

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Während des Lesens

Bildungs-
2.3 Leseverstehen VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
überprüfen DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
(Aufgaben nach Abschnitten oder nach dem Text platziert beim zweiten oder wiederholten Le-
sen zu bearbeiten)
Bestimmte Informationen Vorbereitung: Konzentrationsübungen: S. 16 1
im Text finden (Personen, L. markiert Textabschnitt mit Hinweis. 6
Orte …) Aufgabe: 7
Finde den … Hast Du noch keine Spur? Betrachte das Bild und 12
lies den letzten Satz. 13
Aufgabe weniger stark
geleitet - ohne Markierung

Aussagen am Text Vorbereitung: 7


beweisen lassen L. bereitet eine (provokative) Aussage zum Textinhalt vor. 8
Aufgabe: 12
Lies die Aussage in der Sprechblase. Beweise anhand des 13
Textes, ob sie richtig oder falsch ist. 20
Aufgabe: 22
Beweise, dass diese Aussage richtig ist. Markiere eine Stelle im 33
Text. Rap: S. 9 Auf ins Abenteuer! 34
Vorbereitung: Verbindung Ergänzung zur Aufgabe: Jack Sparrow: S. 7,8 37
zwischen Textstelle und Zitiere mehrere Textstellen
Aussage ziehen: Ist die schriftlich.
Aussage richtig oder falsch?
Richtig-Falsch-Aussagen Vorbereitung: Tierische Texte: S. 3 2
L. bereitet eine Tabelle mit richtigen und falschen Aussagen 12
zum Text vor. 13
Aufgabe: 20
Lies den Text noch einmal genau. Sind die Aussagen richtig 22
oder falsch? Kreuze an.
Passende Textzeilen wer- Aufgabe: Entwerfe selbst
den vorgegeben. eine Tabelle mit Richtig-
Falsch-Aussagen.

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Während des Lesens

Bildungs-
2.3 Leseverstehen VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
überprüfen DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
(Aufgaben nach Abschnitten oder nach dem Text platziert beim zweiten oder wiederholten Lesen
zu bearbeiten)
Informationen in Tabellen Aufgabe: Trage ... in die Tabelle ein. Tierische Texte - Wale: S. 12 7
einfügen Vorbereitung: Informationen Aufgabe offen formulieren: 8
sind bereits markiert und Du kannst die Informatio- 12
müssen nach vorgegebenen nen aus dem Text in eine
Kriterien zugeordnet werden. Tabelle eintragen. Nach
20
welchen Kriterien sortierst 35
du sie? 37
Bezüge zwischen Text- Vorbereitung: L. findet zwei Texte oder zwei Textstellen, bei Liebe – eine Serie: Liebe – eine Serie: 7
S. 7, Nr.4 S. 10
stellen herstellen denen Bezüge zueinander hergestellt werden können. Gegebe-
nenfalls produziert L. einen passenden Zweittext, z. B. einen
Sachtext zu einem Gedicht.
Aufgabe: Vergleiche die Textstelle X mit dem Gedicht Y.
Die Aufgabe spezifizieren: Bezüge zwischen Texten
In beiden Texten ist ein oder Textstellen selbst
Gefühl von großer Bedeu- herstellen und begründen
tung.
Vorbereitung: Vergleichs-
textstellen markieren
Bilder oder Stichwörter Aufgabe: Lies den Text. Die Bilder helfen dir dabei. Auf ins Abenteuer: S. 28 7
zum Text in der richtigen Aber Achtung: Zwei Bilder sind vertauscht worden. Findest du 12
Reihenfolge ordnen sie? 13
. 20

Sätze oder Zusammen- Vorbereitung: Den Text in einzelnen Sätzen zusammenfassen. Tierische Texte – Rap: S. 8
Wale: S. 2
fassungen der passenden Originaltext mit Zeilenzähler versehen.
Stelle im Originaltext Aufgabe: Lies die Sätze. Vergleich mit dem Text. Gib die Zeilen
zuordnen an, in denen die Informationen stehen.
Vorbereitung: In den zusam- .
menfassenden Sätzen zwei
Wörter zur Auswahl stellen.
Aufgabe: Vergleiche die
Sätze mit dem Text. Streiche
das falsche Wort.

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Während des Lesens

Bildungs-
2.3. Leseverstehen VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
überprüfen DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
(Aufgaben nach Abschnitten oder nach dem Text platziert beim zweiten oder wiederholten
Lesen zu bearbeiten)
Abschnitte des Vorbereitung: L. bietet den Text ungeordnet an. Rap: S. 5-8
Originaltextes ordnen Aufgabe: Ordne die Satzstreifen in der richtigen Reihenfolge.
Vorbereitung: Zwei Texte in Abschnitte unterteilen und mit-
einander verflechten. Abschnitt durch Kästen kennzeichnen.
Vorbereitung: Geringe An- Vorbereitung: Ineinander
zahl der Satzstreifen verflochtene Texte ohne
Kennzeichnung der Ab-
Vorbereitung: Struktur durch
schnitte
Zwischenüberschriften vor-
Aufgabe: Hier sind zwei
legen, denen die Textstreifen
Texte ineinander verfloch-
zugeordnet werden.
ten. Markiere die Abschnit-
te von Text A mit einer
Farbe, die von Text B in
einer anderen. Sortiere
dann in der richtigen Rei-
henfolge.
Originaltext in Frag- Vorbereitung: L. ersetzt in einem Text Satzteile, Wörter oder Konzentrationsübungen: Rap, HSV und 12
S. 9 hahaha: S. 14
menten präsentieren Buchstaben durch Zeichen, Bilder, Lücken etc. 22
und rekonstruieren Aufgabe: In diesem Text steht jedes Zeichen für ein ganzes
lassen Wort. Kannst du es lesen?
Aufgabe: Setze die fehlenden Wörter ein.
Vorbereitung: Fehlende
Wörter vorgeben

Abschnitten aus dem Aufgabe: Ordne die Textabschnitte den passenden Über- Tierische Texte – Die Über das Lesen 7
Mausohrfledermaus: lesen: S. 5
Originaltext (vorge- schriften zu. S. 9,10 36
gebene) Überschriften
zuordnen Vorbereitung: Überschriften Aufgabe: Unterteile den
werden vorgegeben Text in Abschnitte. Finde
für jeden Abschnitt eine
passende Überschrift.

© IQSH Christiane Frauen 21


Während des Lesens

Bildungs-
2.3 Leseverstehen VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
überprüfen DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
(Aufgaben nach Abschnitten oder nach dem Text platziert beim zweiten oder wiederholten
Lesen zu bearbeiten)

Abschnitte des Original- Aufgabe: Textunabhängige Arbeitsblätter: S. 10, 11 7


textes zusammenfassen Schreibe einen zusammenfassenden Text für jeden gelesenen 8
Abschnitt auf. 12
13
Vorbereitung: Hilfswörter Aufgabe: Unterteile den 14
werden für jeden Abschnitt Text in Abschnitte. Fasse
vorgegeben oder im Text jeden Abschnitt zusammen.
22
markiert. (Ohne Hilfsmittel) 37
Vorbereitung: Bereits zu-
sammengefasste Texte zur
Auswahl stellen und zuord-
nen lassen.

Textinformationen mit Vorbereitung: Auf ins Abenteuer - Auf ins Abenteuer – 21


Jack Sparrow: S. 5 Abenteuer vor der
Abbildungen, Tabellen, Textlücken vorbereiten und passenden diskursiven Text bereit- Haustür: S. 22
Karten oder Diagrammen halten.
(diskursive Texte) in Aufgabe:
Beziehung bringen Ergänze den Text. Die fehlenden Informationen kannst du der
Abbildung entnehmen.
Aufgabe:
Ergänze die Grafik mit Informationen aus dem Text.
Aufgabe:
Ziehe mit dem Bleistift eine Verbindung zwischen einem Text-
abschnitt und dem passenden Bild (Bildausschnitt). Konzentrationsübungen:
Vorbereitung: Verbindung Aufgabe: Vergleiche Text S. 16
zwischen Text und Abbil- und Abbildung. Welche
dung durch Verbindungs- Informationen können der
striche visualisieren. Abbildung entnommen
werden, die im Text nicht
enthalten sind.

© IQSH Christiane Frauen 22


Während des Lesens

Bildungs-
2.3 Leseverstehen VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN NZL- standards
überprüfen DIFFERENZIERUNG MATERIALIEN
(Aufgaben nach Abschnitten oder nach dem Text platziert beim zweiten oder wiederholten Lesen
zu bearbeiten)
Textabschnitte den Ordne die Textabschnitte den passenden Überschriften zu. Rap: S. 5-7

passenden Über-
schriften zuordnen
Aufgabe: Du malst nicht Aufgabe: Lies den Text.
gern? Beschreibe einem Illustriere ihn selbst.
Partner, was er oder sie Aufgabe: Erstelle ein Plakat
malen soll. zum Text.
Mithilfe von Stichwör- Aufgabe: Tierische Texte – Wale: S. 4

tern nacherzählen Suche dir aus dem Text deine wichtigen Schlüsselwörter.
Notiere sie als Stichwörter.
Erzähle einem Mitschüler mithilfe dieser Wörter von dem
Gelesenen.

Vorbereitung: Schlüs-
selwörter im Text mar-
kieren.
Vorbereitung: Schlüs-
selwörter zur Auswahl
zur Verfügung stellen.

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Während des Lesens

Bildungs-
2.3 Leseverstehen VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
überprüfen DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
(Aufgaben nach Abschnitten oder nach dem Text platziert beim zweiten oder wiederholten
Lesen zu bearbeiten)
Elemente der Textsorte Vorbereitung: Auf ins Abenteuer: S. 10/11 10
bestimmen L. sucht drei Textsorten und kopiert jeweils ein entsprechendes 13
Buchcover dazu. 15
Aufgabe: 16
Lies die Texte. Ordne sie den passenden Buchcovers zu. 19
Vorbereitung: siehe Rekonstruktion eines Gedichts zur 26
Aktivierung des Nachdenkens über Reimschema

Aufgabe: Beschreibe,
nach welchen Kriterien
du deine Entscheidung
getroffen hast.
Pointe/Missverständnis in Aufgabe: Witze: S. 19 12
einem Witz aufschlüsseln Erkläre den Witz jemandem, der ihn nicht verstanden hat. 13
Beschreibe das Missverständnis. Wodurch entsteht es? 14
Vorbereitung: Eine Text- Aufgabe: Sammle weitere 16
entlastung durch Bereit- Witze. Sortiere sie nach
stellen von Weltwissen an- Oberbegriffen. Lege eine
18
bieten (Witze S. 20, 22, 24). Witzesammlung für die
Klasse an.
Stichwörter werden für jeden Abschnitte werden selbst-
Abschnitt vorgegeben. ständig eingeteilt.

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Während des Lesens

Bildungs-
2.4 INTERPRETA- VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
TION DES TEXTES DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
(Aufgaben nach Abschnitten oder nach dem Text platziert beim zweiten oder wiederholten Lesen
zu bearbeiten)
Motive erkennen Vorbereitung: Einen schülergemäßen Kurzkrimi (s. Jugendzeit- Konzentrationsübungen: S. 16, Nr. 5 12
schriften) auswählen 13
Aufgabe: 14
Warum hat der Täter gestohlen? 18
Vorbereitung: Aufgabe ohne Hilfsmittel:
Mögliche Motive zur Aus- Beschreibe das Motiv des
wahl anbieten Täters. Was vermutest du?
Erkläre und beweise.
Leerstellen füllen Vorbereitung: Anbahnung der komplexen Anforderungen an Konzentrationsübungen: S. 16 12
das Interpretieren, durch ganz kleine Aufgaben, die die Erfah- 13
rung ermöglichen, dass nicht alle Informationen direkt im Text 14
auffindbar sind, Weltwissen und weitere Hinweise miteinander 18
kombiniert werden müssen – z. B. Kurzkrimis, s. o.
Aufgabe:
Finde den Täter.
Vorbereitung: Wenn der Nur die offene Fragestellung
Täter nicht nach der ersten ohne Hilfsmittel anbieten.
offenen Aufgabe gefunden Aufgabe: Beschreibe einem
wird, werden weitere Hilfen Partner ganz genau, wie du
angeboten, die auf die Spur dem Täter auf die Spur
führen: gekommen bist.
Aufgabe: Betrachte das Bild.
Lies den letzten Satz noch
einmal ganz genau.

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Während des Lesens

Bildungs-
2.5 Konzentrative VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
Entlastung DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
Lesebremsen reflektieren, Aufgabe (vor dem Text):
Persistenz aufbauen Überspringe unverständliche Textstellen. Lies einfach weiter.
Aufgabe (nach dem Text): Du hast den Text gelesen und
Unverständliches übersprungen. Gibt es Textstellen, bei denen
du am liebsten aufgeben hättest? Markiere sie. Sprich mit
deinem Lesepaten darüber.

Auf ins Abenteuer, Jack Sparrow:


Beispiele für Lesebremsen S. 1,2
gemeinsam an der Tafel
sammeln

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Nach dem Lesen

3. Nach dem Lesen – Reflexion und Produktion

Bildungs-
3.1 REFLEKTIEREN, VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
DEUTEN, BEWER- DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
TEN, BEGRÜNDEN

(in Verbindung mit Aktivierung des Aufgabe: Textunabhängige Arbeitsblätter: S. 6 4


Vorwissens)
Du wusstest einiges über das Thema. Jetzt weißt du mehr. 37
Abgleich des erworbenen
Schreibe auf, was du Neues erfahren hast. 18
Wissens mit dem Vor-
37
wissen / Reflexion der Anmerkung: Eine Differen- Siehe links.
wissensbildenden zierung ergibt sich dadurch,
Dimension des Lesens dass jeder so viel schreibt,
wie er oder sie selbst wahr-
nimmt oder bewältigen kann.

(In Verbindung mit der Formulierung Aufgabe: Textunabhängige Rap: S. 7 3


eigener Fragen an das Thema) Arbeitsblätter: S. 6
Überlege, ob alle deine Fragen beantwortet sind. Schreibe die 4
Abgleich der eigenen
Fragen auf, auf die du noch keine Antwort hast. 7
Fragen an das Thema mit
Wo kannst du Antworten finden?
dem durch den Text neu
erworbenen Wissen Lesepaten unterstützen bei Zu offenen Fragen weite-
der Informationssuche. re Texte suchen

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Nach dem Lesen

Bildungs-
3.1. REFLEKTIEREN, VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
DEUTEN, BEWER- DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
TEN, BEGRÜNDEN

Dokumentation des Vorbereitung: L. kopiert wöchentlich AB „Lesewoche“ Textunabhängige Textunabhängige 1


Arbeitsblätter: S. 7 Arbeitsblätter: S. 8
Gelesenen zur Entwicklung Aufgabe: Trage täglich in die Lesewoche ein, was du gelesen 3
eines positiven Selbst- hast. 9
konzepts / Reflexion der Aufgabe: Du hast beim Lesen Lesestrategien verwendet.
Lesestrategien Schreibe auf, welche für dich beim Lesen dieses Textes hilf-
reich waren.
Aufgabe: Schreibe Autor und Titel des Textes auf.

Anregung durch L., alles Anregung durch L., die


ohne Tabuisierung zu notie- Ansprüche an sich selbst
ren (Comics, Boulevardzei- auszuweiten
tung, SMS, …) und damit
jede Leseaktivität wertzu-
schätzen
Nachdenken über das Aufgabe: Welche Lesestrategie hat dir beim Verstehen des Lesemappe: Mit Strategien zum Ziel 1
Lesen: Über angewandte Textes geholfen? Schreibe sie auf. 3
Lesestrategien nach-
denken (stärkenorientierter Ankreuzen einer vorge- Freies Reflektieren ggf.
gebenen Auswahl durch lautes Denken in
Ansatz der Reflexion schon Partnerarbeit
vorhandener Strategien)
Stellungnahme / eigene Vorbereitung: L. stellt eine Textauswahl zur Verfügung. Textunabhängige Liebe – eine Serie: 18
Arbeitsblätter: S. 11 S. 12
Meinung / Kommentar Für die Anbahnung der komplexen Anforderungen an das 23
formulieren Formulieren einer Stellungnahme eignen sich kurze, wenig
komplexe Texte.
Aufgabe: Welcher Spruch ist der Beste? Begründe Deine
Auswahl.
- Aus Beispielen eine Aus- - Freie Stellungnahme
wahl treffen - Selbst Textgrundlagen
- Satzschalttafel auswählen

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Nach dem Lesen

Bildungs-
3.1. REFLEKTIEREN, VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
DEUTEN, BEWER- DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
TEN, BEGRÜNDEN

Aus der Perspektive einer Aufgabe: Liebe – eine Serie: S. 8 1


Figur Leerstellen im Text Wir erfahren nicht, was wirklich passiert ist. Was könnte 3
füllen geschehen sein? Schreibe einen Text aus der Sicht von X. 9

Vorbereitung: Einen Satzan-


fang als Starthilfe vorgeben.

Eine Fortsetzung zum Text Aufgabe: Wie geht der Text / die Serie / die Geschichte weiter? Liebe – eine Serie: S. 14 1
schreiben Schreibe ein Ende. 3
9

Einen Brief an eine literari- Aufgabe: Liebe – eine Serie: S. 10 17


sche Figur schreiben Schreibe einen Brief an X. 18
(und dabei Stellung bezie-
hen)

Vorbereitung: Vorgegebene Siehe links


Satzbausteine
Anmerkung: Die Differenzie-
rung ergibt sich hier auch
durch die jeweilige Komplexi-
tät, mit der der Schüler oder
die Schülerin diese Aufgabe
ausführt.

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Nach dem Lesen

Bildungs-
3.2 INHALTE WIE- VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
DERGEBEN DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN

Mit und für andere Vorbereitung: Textunabhängige Arbeitsblätter: S. 10 8


lesen/zusammenfassen L. unterteilt Text in Abschnitte und verteilt diese an eine Gruppe. 37
Aufgabe: 38
Lies deinen Abschnitt genau.
Fasse den Inhalt zusammen.
Trage den anderen Gruppenmitgliedern den Inhalt deines
Abschnitts vor.
Gruppe erhält einen geringeren Gruppe unterteilt den Text
Textumfang oder zwei Zusam- selbst in Abschnitte.
menfassungen, die zugeordnet
werden müssen.

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Nach dem Lesen

Bildungs-
3.3 TEXT IN EIN VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
ANDERES MEDIUM DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
ODER IN EINE ANDERE
FORM ÜBERFÜHREN

Ereignisse auf einem Vorbereitung: Arbeitstechnik „Zeitstrahl“ einführen. Ein Papier Fußball: S. 17 12
Zeitstrahl darstellen mit einer Anleitung zur selbstständigen Erstellung bereithalten. 13
Aufgabe: 14
17
18

Eine Figurenkonstellation Vorbereitung: Liebe – eine Serie: S. 1 12


grafisch darstellen L. bereitet Diagramme zur Auswahl vor. 13
Aufgabe: 14
Wer ist in wen verliebt? Fiona malt es in ihr Tagebuch. Welches 17
Diagramm malt sie? Kreuze an. 18
Aufgabe:
Stelle die Figurenkonstellation als Diagramm dar.
Aufgabe ohne vorbereitete
Hilfen

Text als Mindmap Aufgabe: 12


darstellen Fertige ein Mindmap zum Text an. 20
21
Vorgegebene Hauptäste Finde zu jedem Hauptast
mindestens zwei Nebenäste.

Text szenisch darstellen Aufgabe: Stelle den Text szenisch dar. 12


13
14
- L. markiert darzustellende
Textbausteine
Selbstorganisation der
szenischen Darstellung
16
- Personen hervorheben 17
- Genaue Anleitung der Dar-
stellung
18
- etc. 30
38

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Nach dem Lesen

Bildungs-
3.3 TEXT IN EIN ANDE- VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
RES MEDIUM ODER IN DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
EINE ANDERE FORM
ÜBERFÜHREN

Textinhalt in einen Aufgabe: Tierische Texte: S. 5/6 12


Steckbrief (oder in Lege einen Karteikasten über X an. 13
eine Karteikarte) Schreibe einen Steckbrief über X. 14
umformen 16
Vorbereitung: Karteikarten mit Aufgabe: Ergänze den Steck- 17
vorgegebenen Kriterien, Kate- brief mithilfe weiterer Texte
gorien bzw. Oberbegriffen zum zum Thema.
18
Ausfüllen. Wesentliche Inhalte, Aufgabe: Verfasse weitere 20
die übertragen werden sollen, im Karteikarten (hier andere
Text markieren. Tiere).
38
Einen Paralleltext Aufgabe: Liebe – eine Serie: S. 11 10
schreiben X. schreibt einen Brief an Y. Hilf ihm. Übernimmt er den Brief von 12
Z? Verändert er ihn? Oder schreibt er einen eigenen? 13
16
Vorbereitung: Textvorlage als
Hilfe;
Freiheit, einen Text unabhängig
von der Textvorlage zu schrei-
17
Briefbausteine ben 18
19
Einer Figur einen Brief Aufgabe: s.o. Liebe – eine Serie: S. 10 12
schreiben Textvorlage als Hilfe; Vorlagen nicht nutzen müssen
13
Briefbausteine 14
16
17
18
Einen neuen Schluss oder Aufgabe: Liebe – eine Serie: S. 14 12
eine Fortsetzung des Schreibe für den Text einen Schluss, der dir besser gefällt. 13
Textes schreiben Aufgabe: 14
Wie geht die Geschichte weiter? Schreibe einen Schluss. 16
Vorbereitung: Durch Starthilfen
unterschiedliche Möglichkeiten
17
der Fortsetzung anregen. 18

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Nach dem Lesen

Bildungs-
3.3 TEXT IN EIN ANDE- VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
RES MEDIUM ODER IN DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN
EINE ANDERE FORM
ÜBERFÜHREN
Eine Buchvorstellung Aufgabe: Hast Du ein gutes Buch gelesen? Dann kannst Du es Textunabhängige Arbeitsblätter: S. 9 9
schreiben weiterempfehlen. Schreibe eine Buchvorstellung. 12
Bereite diese zum Vortrag vor. 18
Vorstellung eines kurzen Textes
oder nur eines Kapitels; Buch-
Auf das Formblatt verzichten
und eine eigene Form finden
22
vorstellungsfächer, Kriterien zur lassen 37
Buchvorstellung 38
Texte vergleichen Aufgabe: Liebe – eine Serie: S. 6 9
Vergleiche den Tagebucheintrag mit dem Gedicht. 10
19
Vorbereitung: Einen Hinweis für Aspekte, unter denen vergli-
den Aspekt, unter dem vergli- chen werden kann, selbst 29
chen wird, geben. ermitteln
Textstellen markieren.
Aus Texten etwas Neues Vorbereitung: Die Vorbereitungen dazu sind in der Regel fach- Lesemappe: Lesebi- Lesemappe: Lese-
ografie streifen
schaffen spezifisch, z. B. Werkzeuge/Instrumente/einen Raum/elektrische
Geräte/Bastelmaterial/einen Spezialisten etc. bereitstellen.
L. verschafft sich ein Bild über die individuellen Stärken, z. B. in
den Bereichen Musik, Bewegung, Kunst ...
Aufgabe: s. Lesestreifen
Anmerkung: Eine Differenzierung Vorbereitungen selbst organi-
erfolgt dadurch, dass ein indivi- sieren
dueller Textzugang unter Nut-
zung persönlicher Stärken er-
reicht wird.
Einen Text / ein Gedicht Vorbereitung: Fußball: S. 13 10
rekonstruieren und dabei Aus einem Text werden Wörter/Satzteile entfernt. 15
das Reimschema er- Aufgabe: Schreibe in die Textlücken passende Wörter. 16
kennen Entfernte Wörter liegen zur
Ansicht vor.
Entfernte Wörter werden ohne
Wortauswahl ergänzt.
25

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Nach dem Lesen

Bildungs-
3.4 METAKOGNITION VORBEREITUNG, AUFGABEN, BEISPIELE AUS DEN standards
DIFFERENZIERUNG NZL-MATERIALIEN

Über die angewendeten Aufgabe: Lesemappe: Mit Strategien zum Ziel 1


Lesestrategien nachden- Welche Lesestrategie hat dir beim Verstehen des Textes ge- 3
ken holfen? Schreibe sie auf.

Strategien zum Ankreuzen Ohne Vorgabe über Strate-


vorgeben gien reflektieren und ggf. mit
lautem Denken in Partner-
arbeit ermitteln
Über eigene Lesebremsen Vorbereitung: Mit der Lerngruppe gemeinsam mögliche Lesemappe: Textunabhängige
Lesebremse Arbeitsblätter: S. 4/5
reflektieren Lesebremsen sammeln und verschriftlichen

Aufgabe: Du kommst beim Lesen nicht weiter. Du hast eine


Lesebremse und möchtest am liebsten aufhören. Lege eine
Pause ein. Denke über deine Lesebremse nach. Was bremst
dich?

Mögliche Lesebremsen vor- Lesebremsen selbst formulie-


geben ren

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Bildungsstandards

Bildungsstandards Lesen -
Bildungsstandards für den Hauptschulabschluss für das Fach Deutsch (Lesen)

Nummerierung Kumulativer Kompetenzerwerb im Spiral-


zum Auffinden
in der Über- Lesen – mit Texten und Medien umgehen curriculum (zum Abhaken)
sicht 2 - 4 Jahrgang 5 Jahrgang 6 Jahrgang 7 Jahrgang 8 Jahrgang 9
1 Lesetechniken und Strategien zum Leseverstehen kennen
und anwenden
2 Über grundlegende Lesefertigkeiten verfügen: flüssig, sinn-
bezogen, überfliegend, selektiv
3 Die eigenen Leseziele kennen
4 Vorwissen und neue Informationen unterscheiden
5 Wortbedeutungen klären
6 Lesehilfen nutzen: z. B. Textsorte, Aufbau, Überschrift,
Illustration, Layout
7 Verfahren zur Textstrukturierung kennen und nutzen:
– Inhalte zusammenfassen
– Zwischenüberschriften formulieren
– wesentliche Textstellen kennzeichnen
– Bezüge zwischen Textstellen herstellen
– Fragen aus dem Text ableiten und beantworten
8 Verfahren zur Textaufnahme kennen und nutzen:
– Aussagen erklären
– Stichwörter formulieren
– Texte und Textabschnitte zusammenfassen

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Bildungsstandards

Texte verstehen und nutzen


Literarische Texte verstehen und nutzen
9 Aktuelle und klassische Werke der Jugendliteratur und altersange-
messene Texte bedeutender Autorinnen und Autoren kennen
10 Epische, lyrische, dramatische Texte unterscheiden und wesentliche
Merkmale kennen, insbesondere epische Kleinformen, Erzählung,
Kurzgeschichte, Gedichte
11 An einem repräsentativen Beispiel Zusammenhänge zwischen Text,
Entstehungszeit und Leben des Autors / der Autorin herstellen
12 Zentrale Aussagen erschließen
13 Wesentliche Elemente eines Textes erfassen: Figuren, Raum- und
Zeitdarstellung, Konfliktverlauf
14 Handlung und Verhaltensweisen beschreiben und werten
15 Wesentliche Fachbegriffe zur Erschließung von Literatur kennen und
anwenden: Autor, Erzähler, Monolog, Dialog, Reim
16 Grundlegende Gestaltungsmittel erkennen und ihre Wirkungen ein-
schätzen: z. B. Wortwahl, Wiederholung, sprachliche Bilder
17 Untersuchende und produktive Methoden kennen und anwenden:
z. B. Texte vergleichen, weiterschreiben, Paralleltext verfassen,
szenische Umsetzung
18 Eigene Deutungen des Textes entwickeln, mit anderen darüber
sprechen und am Text belegen

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Bildungsstandards

Texte verstehen und nutzen


Sach- und Gebrauchstexte verstehen und nutzen
19 Verschiedene Textfunktionen und Textsorten unterscheiden:
– informieren (z. B. Lexikontext)
– appellieren (z. B. Werbetext)
– regulieren (z. B. Jugendschutzgesetz, Arbeitsvertrag)
– instruieren (z. B. Bedienungsanleitung)
20 Informationen zielgerichtet entnehmen, ordnen, prüfen und ergänzen
21 Nichtlineare Texte (auch im Zusammenhang mit linearen Texten) auswerten:
z. B. Schaubilder
22 Intention(en) eines Textes erkennen
23 Aus Sach- und Gebrauchstexten begründete Schlussfolgerungen ziehen
24 Information und Wertung in Texten unterscheiden: z. B. in Zeitungen
Texte verstehen und nutzen
Medien verstehen und nutzen
25 Informations- und Unterhaltungsfunktion unterscheiden: z. B. im Internet
26 Wesentliche Darstellungsmittel eines Mediums und deren Wirkungen kennen
und einschätzen
27 Intentionen und Wirkungen ausgewählter Medieninhalte erkennen und
bewerten: z. B. Fernsehserie
28 Lebenswirklichkeit von Realitätsdarstellungen und der Darstellung fiktionaler
Welten in Medien unterscheiden
29 Informationen zu einem Thema/Problem in unterschiedlichen Medien suchen,
vergleichen, auswählen und bewerten
30 Medien für die eigene Produktion kreativ nutzen

© IQSH Christiane Frauen 37


Bildungsstandards

Texte verstehen und nutzen


Methoden und Arbeitstechniken
31 Mit Nachschlagewerken umgehen können
32 Recherchieren
33 Zitieren, Quellen angeben
34 Wesentliches markieren
35 Stichwörter formulieren
36 Texte gliedern und Teilüberschriften finden
37 Inhalte mit eigenen Worten zusammenfassend wiedergeben
38 Arbeitsergebnisse zielgerichtet und sachbezogen präsentieren z. B. mit Folie,
Plakat, PC

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