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BW#374 - Woher kommt der Sandmann-Sand? »

Wissen hören. Präsentiert von "Bild der Wissenschaft".

Radio-Ton – Wissenswert.

Radio-Ton: Gleich viertel vor sechs. Für manche Kinder schon wieder fast Schlafenszeit. Kindern erzählt man
ja gerne die Geschichte vom Sandmann, der einem nachts Sand in die Augen streut. Morgens wacht man ja
tatsächlich manchmal mit Sand in den Augenwinkeln auf. Christian Melzer wohl auch häufiger, denn er
möchte über wissenswert@radioton.de wissen, was es denn eigentlich mit diesem Sand im Auge auf sich hat.
Wissenschaftsredakteur Martin Vieweg?

Dr. Martin Vieweg: Dieser Sand oder manche Menschen nennen es ja auch einfach "Schlaf", besteht aus
Staubpartikeln, Zellresten und getrockneter Tränenflüssigkeit. Es ist also das Endprodukt des
Reinigungsprogramms der Augen. Unsere Augen sind ja besonders empfindlich und müssen deshalb ständig
sauber gehalten werden. Die Tränenflüssigkeit spült dazu alle Fremdstoffe und abgestorbenen Bestandteile
der Hornhaut ständig leicht in Richtung des Augeninnenwinkels. Dort sammeln sie sich dann an und trocknen.
Dadurch bildet sich dieser Gries, den wir "Sand". Auch unsere Körperpolizei, die weißen Blutkörperchen, sind
in der Augenflüssigkeit nachts besonders aktiv und halten so die Bakterien in Schach. Wenn man jetzt eine
leichte Augenentzündung hat oder tagsüber viel Staub ins Auge bekommen hat, dann muss sich das Auge ja
stärker putzen und dann hat man morgens eben auch mehr Sand im Augenwinkel. Ob wir besonders gut oder
tief geschlafen haben, damit hat der Sand nichts zutun.

Radio-Ton: Wenn Sie eine Frage haben, schreiben Sie einfach eine E-Mail an wissenswert@radioton.de.

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