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Imperfekt (Präteritum, Vergangenheit)

Bildung
Man hängt an den Wortstamm folgende Endungen an:
schwache/gemischte starke
Verben Verben
ich lernte ichsah
du lerntest dusahst
er/es/sie lernte er/es/sisah
e
wir lernten wirsahe
n
ihr lerntet ihrsaht
sie lernten siesahe
n

Besonders wichtig sind die Verben sein/haben:


sein haben
ich war ichhatte
du warst duhattes
t
er/es/ war er/es/sihatte
sie e
wir ware wirhatte
n n
ihr wart ihrhattet
sie ware siehatte
n n

Besonderheiten bei der Bildung


 viele starke und gemischte Verben ändern im Imperfekt den Stamm (siehe Liste der
unregelmäßigen Verben)
Beispiel: gehen – ging, bringen – brachte

Verwendung
 Zustand oder abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit
Beispiel: Sie sprachen deutsch.
 oft austauschbar mit Perfekt (Perfekt wird in der Umgangssprache bevorzugt)
Beispiel: Sie sprachen deutsch. - Sie haben deutsch gesprochen.
 Imperfekt wird vor allem verwendet in Erzählungen und Berichten (Erzählmodus)
Beispiel: Es war einmal ein kleines Mädchen. Das lebte im Wald. …
Bildung des Plusquamperfekts:

Das Plusquamperfekt wird aus der Präteritumsform von »sein« bzw. »haben« und dem

Partizip II gebildet.

Konjugation des Verbs »sein«:

• - ich war
• - du warst
• - er/es/sie war
• - wir waren
• - ihr wart
• - sie waren

Konjugation des Verbs »haben«:

• - ich hatte
• - du hattest
• - er/es/sie hatte
• - wir hatten
• - ihr hattet
• - sie hatten

Hilfsverb

• Bei Verben der Bewegung wird normalerweise sein verwendet.

• Beispiel: ich war gelaufen, ihr wart gelaufen, ich war gerannt, sie waren gerannt


• Bei den übrigen Verben wird normalerweise haben verwendet.

• Beispiel: ich hatte gegessen, ihr hattet gewartet, ich hatte gesungen, sie hatten gesungen

Bildung des Partizips II


• Schwache/ gemischte Verben:

• ge _ t

• lernen - gelernt


• Starke Verben:

• ge _ en

• sehen - gesehen

Besonderheiten bei der Bildung des Partizips II

• Bei vielen starken und gemischten Verben ändert sich im Partizip II der Stamm.
• Beispielsweise bei »gehen« und »bringen«: gehen - gegangen, bringen - gebracht

• Endet der Stamm auf d/t, so wird bei schwachen/gemischten Verben »-et« angefügt.
• Etwa im Fall von »warten«: warten - gewartet

• Bei Verben mit der Endung -ieren wird die Perfektform ohne »ge-« am Anfang gebildet.
• Beispiel: protestieren - ich habe protestiert

Verwendung des Plusquamperfekts

• Beim Beschreiben einer Handlung vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit.

• Beispiel: Er bekam das Auto, denn er hatte reserviert.


Der Imperativ ist einer der drei Modi des Verbs im Deutschen (die anderen zwei sind der Indikativ und
der Konjunktiv). Der Imperativ (vonLatein imperare: befehlen) wird in erster Linie für Aufforderungen und Befehle
oder Ratschläge und Einladungen benutzt. Typisch für den echten Imperativ ist, dass er
ohne Personalpronomen verwendet wird. Man unterscheidet zwischen Imperativformen
ohne Personalpronomen(zum Beispiel geh! oder geht!) und Ersatzformen mit Personalpronomen, die anstelle von
nicht existierenden Imperativformen verwendet werden (gehen wir! gehen Sie!).

Im Deutschen existieren damit nur zwei Formen des Imperativs. Er kann sich an eine geduzte Person (2. Person
Singular: schau!) oder an mehrere geduzte Personen (2. Person Plural: schaut!) richten. Nur zur zweiten Person
haben sich Imperativformen entwickelt, da man im Allgemeinen nur Personen, die man direkt anspricht, zu etwas
auffordern kann. Zur Höflichkeitsform mit Sie gibt es keine echte Imperativform; das lässt sich dadurch erklären,
dass die Anrede mit Sie jünger ist als die Bildung der Imperativformen. Man behilft sich hier mit einer
Ersatzform: schauen Sie!

Für die veraltete Höflichkeitsanrede mit Ihr dagegen gibt es echte Imperativformen, da dies die gleiche Form ist wie
die 2. Person Plural (zwei oder mehr geduzte Personen werden angesprochen: „Sagt mir, wie geht es Euch?“). In
Sprachen, wo die 2. Person Plural noch heute als Höflichkeitsanrede verwandt wird, ist es entsprechend; zum
Beispiel im Französischen: regardez!, was schaut! oder schauen Sie! heißen kann.

Die heute nicht mehr übliche Anredeform mit Er und Sie (Singular) weisen damit auch keine echten
Imperativformen auf, man muss sich auch hier mit einer Ersatzform behelfen: „Will Er/Sie eine Flasche Wein?
Dann komme Er/Sie!“ Ersatzformen für den Imperativ werden mit demKonjunktiv I statt dem Indikativ gebildet. Auch
die Formen gehen wir! und gehen Sie! stammen aus dem Konjunktiv I, der sich hier nur nicht vom Indikativ
unterscheidet.

In der 1. Person Plural, bei der sich der Sprecher zum Adressaten der Aufforderung mit einbeziehen kann, benutzt
man im Deutschen auch eine Ersatzform: schauen wir! In der französische Sprache gibt es hier einen echten
Imperativ, im Beispiel regardons!

Inhaltsverzeichnis
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• 1 Bildung des Imperativs

• 2 Weitere Ersatzformen des Imperativs


• 3 Siehe auch

• 4 Weblinks

Bildung des Imperativs [Bearbeiten]


Im Singular wird der Imperativ im Deutschen gebildet, indem man die Verbform der 2. Person Singular benutzt,
aber neben demPersonalpronomen auch die Endung -st weglässt: Aus du gehst wird demnach geh!, aus du
wirfst wird wirf!, aus du arbeitest wird arbeite!. Bei starken Verben mit Umlaut in der 2. und 3. Person Singular
entfällt der Vokalwechsel beim Imperativ: Aus du schläfst wird schlaf! und aus du läufst wird lauf!. Die Endung -
e beim Imperativ Singular ist im heutigen Sprachgebrauch meistens
fakultativ: mach! und mache! oderschlaf und schlafe gelten als gleichwertige Parallelformen. Bei den schwachen
Verben, deren Wortstamm auf -t oder -d endet, gilt die Form mit -e als stilistisch besser
(warte! und rede! anstatt wart! und red!). Bei Verben wie rechnen oder atmen, bei denen aus dem Wortstamm
eine entfällt (siehe Rechen(-regel), Atem) ist die Imperativform mit der Endung -e, also rechne!, die einzig mögliche
Variante. Bei Verben auf -elnund -ern muss zum Wortstamm ohne die Endung -st ebenfalls ein -e angefügt
werden: wandere!; bei den Verben auf -eln kann außerdem dase im Wortstamm
entfallen: sammele! oder sammle! Starke Verben mit Vokalwechsel im Imperativ können kein -e als Endung
bekommen, es heißt nur: wirf!, gib!, iss!.

Im Plural lässt man zur Bildung des Imperativs von der 2. Person Plural nur das Personalpronomen weg, die
Endung bleibt. Aus ihr schautwird schaut!.

Für gewöhnlich bezeichnet man auch die Ersatzformen, die bei der Höflichkeitsform mit Sie nötig sind, als
Imperativ, obwohl es sich hier nicht um echte Imperativform handelt.

Weitere Ersatzformen des Imperativs

 Der reine Infinitiv: In Anleitungen, wie zum Beispiel Kochrezepten, die den Anwender nicht persönlich
anreden, sind die Arbeitsanweisungen oft nur im Infinitiv anstelle des veralteten man nehme … angegeben,
zum Beispiel: Gemüse putzen, waschen und vorbereiten … Auch auf Verbotsschildern ist der Infinitiv verbreitet,
zum Beispiel: Nicht rauchen! oder Nicht hinauslehnen!. Im mündlichen Sprachgebrauch eignen sich lediglich
bestimmte trennbare Verben im Infinitiv als Ersatz für den Imperativ, zum
Beispiel: Aufpassen! oderHerschauen!
 Das Partizip Perfekt: Auch hier eignen sich nur bestimmte trennbare Verben als Ersatz für den Imperativ,
zum Beispiel: Aufgepasst! oderHergehört!
 Unpersönliche Passivkonstruktionen (ist mit Verben aller Art möglich): Jetzt wird geschlafen!
 Bei Bitten verwendet man gern höflichere Umschreibungen für den Imperativ, wie zum Beispiel: „Würdest
du bitte das Fenster zumachen?“ statt „Mach bitte das Fenster zu!“
Infinitiv (lat. infinitum, „das Unbestimmte“, „das Unvollendete“) ist der Name für eine Verbform, in der Numerus und
(normalerweise) Personnicht ausgedrückt werden. Infinitivformen gibt es gleichwohl in
verschiedenen Tempora („gesehen haben“) und unterschiedlicher Diathese(„gesehen worden sein“). Zusammen
mit den Partizipien gehört der Infinitiv zu den infiniten Verbformen.

Im Deutschen und in vielen anderen Sprachen wird der Infinitiv als Zitierform eines Verbs verwendet; dies ist jedoch
nicht in allen Sprachen so. Eine Reihe von Sprachen, wie etwa das Neugriechische, haben beispielsweise gar
keinen Infinitiv, andere Sprachen verfügen zwar über einen Infinitiv, dieser wird aber nicht als Zitierform gebraucht.
Im Arabischen werden zur Ableitung der übrigen Verbformen die 3. PersonSingular maskulin des Perfekts und
des Imperfekts als Grundform benutzt. Beispiel: kataba - yaktubu („er schrieb - er schreibt“).

Inhaltsverzeichnis
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• 1 Der Infinitiv im Deutschen

• 2 Der Infinitiv in anderen Sprachen

• 3 Siehe auch

• 4 Weblinks

Der Infinitiv im Deutschen [Bearbeiten]


Der Infinitiv ist im Deutschen an der Endung -en zu erkennen (seltener: -eln, -ern von Verben, die ursprünglich auf -
elen oder -eren endeten; Ausnahme: Endung auf -n bei tun von ursprünglich tuen und sein):

 Der Zeuge will aussagen (Infinitiv Präsens Aktiv).

Man kann den Infinitiv auch in der Zeitform des Perfekt bilden:

 Der Zeuge will die Tat beobachtet haben (Infinitiv Perfekt Aktiv).

Für beide Zeitformen kann man auch einen Infinitiv im Passiv bilden:
 Der Täter möchte bei der Tat nicht entdeckt werden (Infinitiv Präsens Passiv).
 Der Zeuge könnte zur Aussage genötigt worden sein (Infinitiv Perfekt Passiv).

Infinitive können auch mit zu gebildet werden. Wenn außer dem Infinitiv und zu noch ein weiteres Wort
zur Infinitivgruppe gehört, spricht man vom so genannten Erweiterten Infinitiv, gegebenenfalls auch
vom Satzwertigen Infinitiv:

 Der Zeuge wünscht auszusagen (Präsens Aktiv).


 Er kommt, um auszusagen.
 Der Zeuge behauptet, die Tat beobachtet zu haben (Perfekt Aktiv).
 Der Täter hofft, bei der Tat nicht entdeckt zu werden (Präsens Passiv).
 Der Zeuge bestätigt, zur Aussage genötigt worden zu sein (Perfekt Passiv).

Der freie Infinitiv steht unabhängig von einem anderen Verb, vor allem bei Aufschriften und Anweisungen:

 Packungsbeilage beachten!

Die meisten Infinitivformen sind unpersönlich. Eine Ausnahme bildet die portugiesische Sprache, die einen
„persönlichen Infinitiv“ kennt (infinitivo pessoal).