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Formbildung Pronominaladverbien

Pronominaladverbien werden mit da-(r)-, wo-(r)– und hier- + Präposition gebildet.


Deshalb werden sie auch als Präpositionaladverbien bezeichnet.
Beispiel: Pronominaladverb
darauf: da-r-auf
worauf: wo-r-auf
hierauf: hier-auf
Das Vorkommen des Fugen-r bei Pronominaladverbien, die mit da- und wo- gebildet
werden, ist davon abhängig, ob die Präposition mit einem Vokal oder einem
Konsonanten beginnt. Wenn die Präposition mit einem Konsonanten beginnt, fällt das
Fugen-r weg.
Beispiel: Fugen-r/kein Fugen-r
Vokal: darauf (da-r-auf)
Konsonant; dafür (da-für)
Weitere Pronominaladverbien mit Fugen-r:
daran, darauf, daraus, darin, darüber, darunter
woran, worauf, woraus, worin, worüber, worunter, Weitere Pronominaladverbien ohne
Fugen-r:
dabei, dadurch, dafür, dagegen, dahinter, damit, danach, daneben, davon, davor, dazu,
dazwischen
wobei, wodurch, wofür, wogegen, wohinter, womit, wonach, woneben, wovon, wovor,
wozu, wozwischen,
Bei Zusammensetzungen mit hier gehört das R zum Wortstamm.
Pronominaladverbien mit hier-:
hieran, hierauf, hieraus, hierbei, hierdurch, hierfür, hiergegen, hierhinter, hierin,
hiermit, hiernach, hierneben, hierüber, hierunter, hiervon, hiervor, hierzu,
hierzwischen,
Gebrauch als Pronomen
1. Ersatz einer lokalen, temporalen oder modalen Ergänzung
Pronominaladverbien werden anstelle einer lokalen, temporalen oder modalen
Ergänzung verwendet.
Beispiel: lokale Ergänzung
Der Schrank steht an der Wand. Ich stelle das Sofa vor den Schrank.
Der Schrank steht an der Wand. Ich stelle das Sofa davor.
Wovor stellst du das Sofa? – Vor den Schrank.
Beispiel: temporale Ergänzung
Ich frühstücke gerne lange. Beim Frühstücken vergesse ich immer die Zeit.
Ich frühstücke gern lange. Dabei vergesse ich immer die Zeit.
Wobei vergisst du immer die Zeit? – Beim Frühstücken.
Beispiel: modale Ergänzung
Ich hole einen Hammer. Mit dem Hammer kannst du den Nagel in die Wand schlagen.
Ich hole einen Hammer. Damit kannst du den Nagel in die Wand schlagen.
Womit kann ich den Nagel in die Wand schlagen? – Mit dem Hammer.
2. Ersatz einer festen Präpositionalergänzung
Pronominaladverbien können auch anstelle einer Präpositionalergänzung, die zu einem
Verb, Nomen oder Adjektiv mit fester Präposition gehört, verwendet werden.
Beispiel: Verb mit Präposition(alergänzung)
Wartest du auf die Pause? – Nein, ich warte nicht auf die Pause.
Wartest du auf die Pause? – Nein, darauf warte ich nicht.
Worauf wartest du? – Auf einen Anruf.
Siehe dazu auch ausführlicher im Kapitel: Verb mit Präposition und Pronominaladverb
Beispiel: Nomen mit Präposition
Hast du Angst vor dem Fliegen? – Nein, ich habe keine Angst vor dem Fliegen.
Hast du Angst vor dem Fliegen? – Nein, davor habe ich keine Angst.
Wovor hast du Angst? – Vor Gewittern.
Beispiel: Adjektiv/Adverb mit Präposition
Bist du gut in Mathematik? – Nein, ich bin nicht gut in Mathematik.
Bist du gut in Mathematik? – Nein, darin bin ich nicht gut.
Worin bist du gut? – In Sprachen.
Bezug auf einen Satz
Pronominaladverbien können sich nicht nur pronominal für einzelne Ergänzungen,
sondern auch für ganze Sätze verwendet werden.
Beispiel:
Sie hat die Prüfung nicht bestanden. Damit hat sie nicht gerechnet.
Er hatte ihren Geburtstag vergessen. Darüber war sie sehr enttäuscht.
Sie hat einen sehr viel älteren Mann geheiratet. Dafür hatten ihre Eltern überhaupt
kein Verständnis.
Gebrauch von wo- als Relativpronomen
Pronominaladverbien mit wo-(r)- werden nach unbestimmten Zahlwörtern, nach
nominalisierten Superlativen und nach das als Relativpronomen benutzt, wenn das
Verb des Relativsatzes ein Verb mit Präposition ist.
Beispiel:
unbestimmtes Zahlwort – alles: Alles, woran ich mich erinnern kann, ist der Name der
Stadt.
nominalisierter Superlative – das Interessanteste: Das Interessanteste,
worüber wir gesprochen haben, war das Essen.
das: Das, worüber wir uns unterhalten haben, war interessant für mich.