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Arbeitsauftrag für Donnerstag 21.06.

2018 – Sozialkunde
Seite 113/1,2,3
1.)
Unterschiede Parlamentarisch Präsidial Gemeinsamkeiten
Parlamentswahl Direkte Wahl durch das Wahl über Vom Volk
Volk Wahlmänner der gewähltes
Staaten (→ indirekte Parlament
Wahl
Kabinett Minister sind dem auf Regierungsmitglieder
das Grundgesetz sind dem Präsidenten
vereidigt verpflichtet und
haben geringe
Kompetenzen
Formen der Gewaltenverschränkung Gewaltenteilung
Gewaltenseparation zwischen Exekutive
und Legislative
Präsident Er hat repräsentative Er hat aufgrund der
Aufgaben, setzt durch unmittelbaren
Unterschrift Gesetze in Legitimation
Kraft, kann nur durch weitreichende
Druck zum Rücktritt Kompetenzen wie
angeregt werden, kein ein suspensives
Zwang möglich Vetorecht, kann
durch das
Impeachment
Verfahren abgesetzt
werden, kann
begrenzt durch
Dekrete regieren
Parlament Regierung geht aus dem Kann nicht vom Hauptaufgabe ist
Parlament hervor, kann Präsidenten/der die Gesetzgebung
wieder abgewählt Exekutive aufgelöst
werden werden, Präsident ist
(Misstrauensvotum), zur Durchsetzung
Kontrolle der von Gesetzen auf
Regierung durch parlamentarische
Opposition, Kann durch Mehrheit
negative angewiesen, da keine
Vertrauensfrage Gesetzesinitiative
aufgelöst werden →
Regierung ist auf
Vertrauen des
Parlaments angewiesen
Präsidentenwahl Durch die Durch das gesamte
Bundesversammlung Volk
Markante Mehrparteiensystem, Wenige Parteien
Merkmale Koalitionsbildung (Demokraten und
Republikaner)
2.)
Parlamentarisch Präsidial
Parlament/Legislative Wählt Verfassungsrichter; Kann Veto überstimmen,
Kanzlerwahl, Bestätigt Beschlüsse und
Misstrauensvotum, Abkommen der Exekutive,
Erklärt Krieg, Verwaltet
Finanzen, Impeachment;
Regierung/Präsiden/Exekutive Vertrauensfrage, Gesetzesvorschläge,
Gesetzesinitiativen; Vetorecht gegen Gesetze,
Antragsrecht ans BVerG Kann Sondersitzungen
einberufen, setzt Termine
fest, verhandelt mit anderen
Staaten; ernennt Richter,
erlässt Begnadigungen
Gerichte/Judikative Kontrolliert Parlament und Kann Erlässe der Regierung
Regierung auf und des Parlaments für
Verfassungskonformität verfassungswidrig erklären

3.)
Im Folgenden stehe „PD“ stellvertretend für „parlamentarische Demokratie“, „P“ für
„Präsident“ sowie „PräD“ für „präsidentielle Demokratie“.
Vorteile: In der PräD wird durch den P eine Identifikationsfigur geschaffen, welche die volle
Verantwortung trägt. Des weiteren liegt in beiden Systemen eine mehrdimensionale
Gewaltenteilung vor, welche eine Übermacht einzelner Gewalten verhindert. Die
Wankelmütigkeit des Volkes hat in der langfristig angelegten PD nur geringfügige
Auswirkungen. Da das Parlament der PräD nicht aufgelöst werden kann bildet es immer eine
stabile Grundlage für politische Geschäftsführung. Außerdem verfügt die PD über eine starke
Legitimation durch direkte Wahl des Parlaments; analog verfügt der P in der PräD über
Selbige.
Nachteile: Die Vertrauensfrage verursacht stets einen derartiges politisches Erdbeben, dass
sich selbst die wenigsten etablierten Politiker auf Beinen halten können; solche
Umsturzmöglichkeiten bilden einen Angriffspunkt für verfassungswidrige Gruppierung u.ä. .
In der PräD haben Parteien/hat die Partei welche die Präsidentschaftswahl verliert und über
keine Mehrheit im Parlament verfügt keinerlei realistische Möglichkeiten sich politisch zu
beteiligen; solch eine Abwesenheit einer Opposition führt zu einer mangelnden Kontrolle der
Regierung (Massive Übermacht des Gewinners auch bei knappem Wahlergebnis) . Zuletzt
lähmt eine mögliche, da separat gewählt, Meinungsdiskrepanz zwischen dem P und der
Mehrheit im Kongress/Senat die politische Geschäftsführung der PräD, da sich beide
gegenseitig beinahe völlig blockieren können.
Das semipräsidentielle Regierungssystem
Legitimation Direkte und indirekte Wahl
Legislative
Organisation Senat, Nationalversammlung
Bestellung Senat indirekte Wahl auf 6 Jahre,
Nationalversammlung direkt auf 5 Jahre
Funktion Repräsentation des Volkes, Gesetzgebung
Gesetzesinitiative Senat, Nationalversammlung, Präsident
Stellung der Abgeordneten Fraktionstreue, Gewissensfreiheit
Abberufbarkeit Auflösbar durch Präsidenten
Exekutive
Organisation Präsident, Ministerrat
Bestellung Vom Volk gewählter Präsident ernennt und
entlässt Minister seiner Wahl
Funktion Präsident: Repräsentation im Ausland,
Oberbefehl über die Streitkräfte, Initiative
für Volksentscheide; Minister sind
verantwortlich für Nationalversammlung
Zugehörigkeit zu Parlament und Regierung Notwendigkeit einer Mehrheit im Parlament,
sonst Cohabitation (hier: schwieriges
Zusammenleben), auch ohne Mehrheit kann
der Präsident noch v.a. außenpolitisch
wirken
Entscheidungsfindung Präsident in Abstimmung mit seinem
Kabinett und Beratern
Abberufbarkeit Abwählbar durch das Parlament wegen
Hochverrats oder Verhaltens, das
„offensichtlich unvereinbar mit seiner
Amtsausübung
Judikative
Organisation Verfassungsgericht
Bestellung Staatspräsident, Präsident des Senats und
Präsident der Nationalversammlung
ernennen je drei der neun Richter
Funktion entscheidet über die Verfassungsmäßigkeit
von Gesetzen und der Präsidentschafts- und
Parlamentswahlen
Abberufbarkeit -
Gewaltenteilung Gewaltenteilung, starke Exekutive,
Gewaltenverschränkung: Exekutive braucht
Mehrheit im Parlament für
Verfassungswirklichkeit, Justiz wird von
beiden anderen Gewalten enannt