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*Wer sind die Alten?

In Deutschland sind ältere Menschen über 65 Jahre alt. Man unterscheidet “junge
Alte” zwischen 65 und 80 Jahren und Alte über 80. Die “jungen Alten” helfen den
Kindern bei täglichen Erledigungen, springen ein im Urlaub, passen auf die Enkelkinder
auf. Sie leben am liebsten im eigenen Haushalt, möglichst in der Nähe der Familie. Oft
sehen sie sich in der Pflicht, sich um die Pfege der ganz Alten zu kümmern.

*Zahlen und Fakten

Mehr als jeder Vierte in Deutschland über 60

-In Deutschland lebten Ende 2014 rund 81,2 Millionen Menschen, von denen 22,2
Millionen 60 Jahre oder älter waren.
-Somit hatte zwischen Rügen und Alpen mehr als jede vierte Person (27%) dieses
Alter bereits erreicht. Ein Fünftel (21%) war 65 Jahre oder älter und immerhin 11%
der Gesamtbevölkerung hatten den 75. Geburtstag schon gefeiert.
-Der 100. Geburtstag ist ein viel bewundertes Jubiläum. Mittlerweile kommt er immer
häufiger vor: Ende 2014 lebten in Deutschland rund 17 000 Menschen, die 100 Jahre oder
älter waren.
Die Lebenserwartung steigt.

− Für heute (2013/2015) geborene Mädchen beträgt die Lebenserwartung 83,1 Jahre,
für Jungen 78,2 Jahre.

− Vom Anstieg der Lebenserwartung profitieren auch Menschen im mittleren und


höheren Lebensalter. Heute 65-jährige Frauen erwarten weitere 20,9 Lebensjahre,
gleichaltrige Männer 17,7 Jahre. Vor etwa 20 Jahren betrug diese restliche
Lebenserwartung für sie ca. 18 bzw. 14 Jahre (GeroStat 2017a).

Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung wächst weiter. Daran ändern auch die
gegenwärtig hohen Zuwanderungszahlen nach Deutschland nichts. Bestenfalls können sie
das Tempo der Alterung der Bevölkerung Deutschlands etwas verringern:
− Ende des Jahres 2015 betrug der Anteil der über 65-Jährigen an der
Gesamtbevölkerung 21,1 Prozent. Für das Jahr 2060 werden bereits 30,9 Prozent
vorausgeschätzt (Tabellen 1, 2).
− Der wachsende Anteil Älterer geht einher mit einer Verkleinerung des Anteils der
jungen Generation. Gegenwärtig (2015) sind 18,3 Prozent der Bevölkerung unter 20
Jahre alt, für 2060 werden 17,3 Prozent erwartet.
− Der Anteil der über 80-Jährigen (Hochbetagten) an der Gesamtbevölkerung wird
ausgehend von heutigen 5,8 Prozent auf 11,8 Prozent im Jahr 2060 geschätzt.

*Altersarmut
-Was ist Altersarmut?

Von Altersarmut wird in Deutschland dann gesprochen, wenn ein Rentner seine Kosten
nicht mehr allein durch sein Einkommen decken kann und private sowie gesetzliche
Vorsorgeaufwendungen nicht mehr ausreichend sind.

- Wer ist besonders von Altersarmut bedroht?


Zurzeit liegt das Risiko, im Alter arm zu sein, bei den über 65-Jährigen bei 15,6 Prozent,
betrifft also knapp 2,6 Mio. Rentner.. Die Gruppen sind besonders häufig von Armut
im Alter betroffen: Frauen, Arbeitslose, Geringverdiener, chronisch Kranke.
Frauen
Besonders stark von Altersarmut bedroht sind Frauen. Das liegt zum einen daran, dass sie
bei gleicher Arbeit oft weniger verdienen als ihre männlichen Arbeitskollegen und zum
anderen aufgrund von Schwangerschaften Auszeiten genommen oder aufgrund von
Kindererziehung in Teilzeit-Jobs gewechselt sind. Aus diesen Gründen bekommen viele
Frauen oft nur rund 60 Prozent der Rente, die Männer erhalten.

Arbeitslose
Neben Frauen sind auch Personen von Altersarmut betroffen, die häufig ohne Arbeit sind.
Arbeitslosigkeit führt langfristig dazu, dass sich die Rentenansprüche reduzieren.

Geringverdiener
Auch Personen, die Jobs mit geringem Einkommen ausüben, auf aufgrund der reduzierten
Rentenansprüche von Altersarmut in Deutschland betroffen. Insbesondere die
Niedriglöhne sorgen dafür, dass Personen im Alter arm werden. Geringverdiener ist es
kaum möglich, in eine gesetzliche oder ganz und gar in eine private Altersvorsorge
einzuzahlen.

chronisch Kranke
Daneben muss eine hohe Zahl von Arbeitnehmern aufgrund von psychischen oder
physischen Erkrankungen früher als geplant ihren Job aufgeben, wodurch sie im Alter eher
von Armut betroffen sind als Personen, die nicht chronisch erkrankt sind.

-Gründe für die Altersarmut in Deutschland


Zwar liegt die Altersarmut im Vergleich zur Gesamtbevölkerung derzeit noch
vergleichsweise niedrig. Doch zahlreiche Experten prognostizieren, dass die Anzahl der
armutsgefährdeten Senioren zunehmen wird. Dafür gibt es mehrere Gründe:
Der demographische Wandel
Zahlen Sie aktuell in die Rentenversicherung ein, investieren Sie nicht in sich selbst,
sondern finanzieren die derzeitigen Senioren. Erreichen Sie in einigen Jahren schließlich
das Rentenalter, werden Sie wiederum von den jüngeren Generationen finanziert. Doch
die demographische Entwicklung in Deutschland sorgt dafür, dass immer weniger
Erwerbstätige auf einen Rentner kommen. 2015 beispielsweise kamen nur noch 2,1
Erwerbstätige auf einen Rentner – dies soll zukünftig weiter sinken.
Ein sinkendes Rentenniveau
Aufgrund des demographischen Wandels sinkt auch das Rentenniveau. Derzeitige
Arbeitnehmer müssen 45 Jahre in die gesetzliche Krankenversicherung eingezahlt
haben, um etwa die Hälfte ihres Nettogehalts als Rente beziehen zu können. In den
kommenden Jahren soll die Mindestrente in Deutschland noch weiter sinken.
Niedrige Zinsen
Derzeit schaffen es nur wenige Arbeitnehmer, Geld zur Seite zu legen oder in die private
Altersvorsorge zu investieren. Hinzu kommt, dass sowohl bei den Versicherungen als
auch bei Sparkonten mit historisch niedrigen Zinsen gerechnet werden muss.

Quelle:- www.bmfsfj.de
- www.dza.de
- www.mystipendium.de