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Universität „Džemal Bijedić“ in Mostar

Fakultät der humanistischen Wissenschaft

Abteilung für deutsche Sprache und Literatur

Wintersemester 2017/2018.

Unterrichtsfach: Deutsche Litratur VI (Deutche Literatur seit 1945)

Die Seminararbeit

Thema: "Die Tragödie der Klavierspielerin Erika Kohut"

Mentorin: doc.dr.sci. Sandina Herić Studentin: Amra Elezović

Mostar, Januar 2018


Inhaltsverzeichnis
Einleitung ................................................................................................................................................. 3
Elfriede Jelinek......................................................................................................................................... 4
Die Klavirspielerin .................................................................................................................................... 5
Die Tragödie der Klavierspielerin Erika Kohut ......................................................................................... 6
Schlussfolgerung...................................................................................................................................... 8
Literaturverzeichnis ................................................................................................................................. 9

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1. Einleitung

In meiner Seminararbeit werde ich das Thema : "Die Tragödie der Klavierspielerin Erika
Kohut", in Elfrieder Jelineks Werk : "Die Klavierspielerin“ bearbeiten.

Die Klavierspielerin ist ein Roman, der 1983 erschien und es handelt um Erika, ihre Karriere
und ihre Mutter.

Am Anfang meiner Arbeit werde ich etwas über die Schriftstellerin Elfriede Jelinek
schreiben, und damit auch eine Parallele zum Werk zeigen.

Im zweiten Teil meiner Arbeit werde ich deutlicher die Beziehung Erikas zu ihrer Mutter
beschreiben und auch einige der wichtigsten Hauptthemen.

Im dritten Teil werde ich mich eigentlich mit dem Hauptthema meiner Arbeit befassen. So
werde ich aus meiner Sicht Erika und ihr Leben behandeln.

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2. Elfriede Jelinek

Wurde am 20. Oktober 1946 in Mürzzuschlag (Steiermark) geboren. Elfriede Jelinek hatte
schon als Mädchen Musikunterricht erhalten. Ihre Mutter wollte aus der kleinen Elfriede ein
Wunderkind machen.

Sie studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften.

Nachdem ihr Vater in einer psychiatrischen Klinik gestorben ist, musste sich die
Schriftstellerin erholen.

Auch als sie heiratete, lebte sie im selben Haushlalt mit ihrer Mutter.

Mit einundzwanzig veröffentlichte sie ihre ersten Gedichte. Elfriede Jelinek schrieb auch
Erzählungen, Romane, Hörspiele, Drehbücher und Bühnenstücke.

Am 7. Oktober 2004 gab Horace Engdahl, der Ständige Sekretär der Schwedischen
Akademie, in Stockholm bekannt, dass Elfriede Jelinek den Nobelpreis für Literatur erhalten
werde. Als Begründung gab er an, die österreichische Schriftstellerin entlarve "mit
einzigartiger Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht sozialer Klischees" und
erschüttere "mit ihrem Zorn und mit Leidenschaft ihre Leser in den Grundfesten".

Ihre bekannten Werke: „Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr“ (1986), „Krankheit oder Moderne
Frauen“ (1987) , „Lust (1989)“, „Clara S. Musikalische Tragödie“ (1983), „Die
Klavierspielerin“ (1983).1

1
http://www.dieterwunderlich.de/Elfriede_Jelinek.htm

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3. Die Klavirspielerin

"Die Klavierspielerin" ist ein zutiefst pessimistisches Buch, ein autobiografisch gefärbter
Roman über Gewalt, Sexualität und Macht. 2

Dieses Buch handelt um Erka Kohut und ihre Beziehung zu ihrer Mutter. Ihre Mutter wollte
einerseits nur das Beste für Erika, andererseits wollte sie mit Erika zusammenleben, damit sie
keine finanziellen Probleme hat. Aber was war das Beste für Erika? Ihre Mutter wollte das
Erika eine weltbekannte Pianistin wird, aber der Preis war zu hoch. Erikas Mutter sieht nicht
ein, dass sie mit ihrer Erziehung und ihren Benehmen Erika die Musik zur Last macht. Etwas
so schönes wie die Musik, sollte eine Freude im Leben darstellen.

Erika versucht eine Art der Beziehung mit Walter Klemmer zu führen, aber wegen den
Schaden, die ihr ihre Mutter durch die gescheiterne Erziehung angetan hat, kann Erika nicht
wirklich leben. Sie muss immer zwischen zwei Feuern brennen. Eines ist ihre Mutter, das
andere Walter.

Dieses Buch behandelt viele Themen wie die Gewalt, die Mutter-Tocher Beziehung,
Sexualität, Sadomasochismus, Selbstverletzung. Dieses Buch ist auch eine Parallele zum
Leben der Schrifstellerin, sie wurde auch von ihrer Mutter gedrillt und gezwungen berühmt zu
werden.

Erika wurde durch ihre Mutter verkrüppelt, sie gab ihr nie eine Chance das zu werden was sie
wollte.

Sie war eine Art von Marionette für ihre Mutter. Das was die Mutter nicht erreichen konnte,
wollte sie durch ihre Tochter erreichen. Aber sie konnte nicht einsehen, dass Erika nicht so
war wie sie, und wegen des Missverstendnisses und Mutters schlechter Erziehung musste
Erika zusammen mit ihrer Musik leiden.

2
https://kurier.at/kultur/die-klavierspielerin-von-elfriede-jelinek/714.943

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4. Die Tragödie der Klavierspielerin Erika Kohut

Der Begriff Tragödie bezeichnet etwas schrekliches, etwas grausames. Wir alle wurden mit
den selben Rechten geboren, jeder Mensch hat das Recht für sein Leben die Entscheidungen
zu treffen, für die wir denken, dass sie das Beste sind.

Wenn ein Mensch keine Freiheit hat, dann hat er überhaupt nichts.

Genau die Freiheit, die Möglichkeit alleine seine Entscheidungen zu treffen hatte die Erika
Kohut nicht. Der Sinn des Lebens ist es glücklich zu sein, und alles zu tun was uns glücklich
macht. Das konnte Erika nicht, ihr wurde auferzwungen was sie mögen sollte und was nicht.

Erikas Leben hat zwei Tragödien. Die erste war, dass sie immer Sicherheit und Geborgenheit
bei ihrer Mutter fand. Es war eine Beziehung, in der sie sich immer gestritten haben, aber
nicht ohne einander funktionierten.

Beispiel:

„Sie ist jetzt schon auf halbem Weg bei ihrer verkalkten Mutter, mit der sie zusammen im Nest
hockt, wobei die beiden Damen einander fast ununterbrochen stoßen und puffen. Sie können
sich trotzdem nicht trennen, nicht einmal im Urlaub, wo sie sich in einer steirischen
Sommerfrische gegenseitig ankeifen.“3

Im Beispiel kann man sehen, dass ihre Tragödie daran lag, dass Erika nicht von ihrer Mutter
wegkonnte. Immer kehrte sie in die Arme der Mutter, und sie konnte einfach nicht anders, sie
konnte sich nicht helfen.

Die zweite Tragödie war Erikas Unfähigkeit zu Leben. Da sie emotional gestört war, wusste
sie nicht viel von der Liebe.

Beispiel:

„Erika brüstet sich, Gefühle kene sie nicht. Wenn sie eimal ein Gefühl anerkennen muß, so
wird sie es nicht über ihre Intelligenz steigen lassen.“4

3
Elfriede Jelinek: Die Klavirspielerin, S 127
4
Ebd., S 196

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Für einen Menschen ist es es eine Strafe wenn man keine Gefühle hat, oder keine erkennen
kann.

Man muss sich mit dem Verstand dienen wenn man nicht das Leiden der Liebe erfahren
möchte, aber die Gefühle sollte man nicht kontrollieren, dan gerät alles außer Kontrolle. Wer
auf der Welt schaffte es keine Emotionen zu haben, es ist gefährlich sie zu verstecken, sie
kommen blitzschnell und überfallen uns, dann wenn wir es am wenigsten erwarten.

Erika war wie ein Stein, sie konnte nicht lieben, oder die Liebe erkennen, sie konnte nur alles
um sich herum zestören.

Beispiel:

„Walter Klemmer wünscht sich, sie auf den Hals küssen zu dürfen. Er hat das noch nie getan,
aber oft davon gehört. Erika wünscht sich, ihr Schüler möge sie auf den Hals küssen, doch sie
gibt ihm nicht den Einsatz dafür. Hingabe fühlt sie in sich aufstiegen, und in ighrem Kopf
trifft die Hingabe aud sich zusammenklumpenden alten wie neuen Haß, vor allem aud Frauen,
die noch weniger Leben gelebt haben als sie und daher jünger sind. Erikas Hingabe ähnelt in
keinem Punkt jener an die Mutter. Ihr Haß ähnelt in jedem Punkt ihrem üblichen normalen
Haß.“5

5
Ebd., S 188

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5. Schlussfolgerung

Auch wenn eine der Hauptthemen im Roman die Mutter-Tochter Beziehung, die Gewalt und
die Selbstverletzung sind, ist auch meiner Meinung nach Erikas gescheiterter Liebe.

Eines der Wunder des Lebens ist es zu lieben und geliebt zu werden. Dieses Wunder hatte so
ein schönes Mädchen wie Erika nicht, stattdessen hatte sie eine Tragödie, und zwar so eine,
die sie ihr Leben nannte.

Die Klavierspielerin spielte eine sehr traurige Melodie eines einsamen Lebens.

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6. Literaturverzeichnis

Primärliteratur:

1. Elfriede Jelinek : Die Klavirspielerin, Reinbek bei Hamburg, Oktober 1986

Internetquellen:

https://kurier.at/kultur/die-klavierspielerin-von-elfriede-jelinek/714.943

http://www.dieterwunderlich.de/Elfriede_Jelinek.htm